Wie du clever sparst und investierst, um finanziell frei zu werden

Es gibt genug Leute, die folgen dem Prinzip der finanziellen Freiheit. Sie machen zumindest die richtigen Schritte. Nimm diese 31-jährige, die an der Uni arbeitet. Sie verdient 2.645 Euro netto. Sie spart jeden Monat immerhin 800 Euro in ETFs. Gratulation kann ich dazu nur sagen. Sie macht es genau richtig. 

Charlie Munger: Er war schon immer sehr sparsam 

Milliardär Charlie Munger fing bescheiden an. 1962 im Alter von 38 Jahren sparte er eifrig.

In den ersten 13 Jahren, in denen ich als Anwalt tätig war, betrug mein Einkommen [aus der Anwaltschaft] insgesamt 300.000 Dollar. Was hatte ich am Ende dieser 13 Jahre? Ein Haus. Zwei Autos. Und liquide Mittel in Höhe von 300.000 Dollar. Alle anderen hätten dieses geringe Einkommen ausgegeben, es nicht klug investiert und so weiter.

Er wusste, wie der Zinseszins funktioniert. Munger:

Ich wusste, als ich 10 Dollar sparte, sparte ich wirklich 100 oder 1.000 Dollar [wegen des zukünftigen Wachstums der 10 Dollar], und es dauerte nur ein wenig. Und als ich aus der Anwaltskanzlei ausstieg, wollte ich für mich selbst arbeiten, anstatt für meine Mandanten, weil ich wusste, dass ich es besser machen konnte als sie.

Munger hatte 1948 sein Jurastudium abgeschlossen. Nach 13 Jahren im Job hatte er ein Nettovermögen (1962) von etwa 321.000 Dollar, wenn man den Wert des Hauses und der beiden Autos berücksichtigt.

Munger wohnt seit über 50 Jahren im selben Haus

Munger wohnt im kalifornischen Pasadena im gleichen Haus, das er selbst gebaut hat, seit über einem halben Jahrhundert. Er ist ein bodenständiger Mensch – ähnlich wie sein Geschäftspartner Warren Buffett, der ebenfalls seit Ewigkeiten im selben Haus in Omaha lebt.

Munger war im Prinzip schon 1962 finanziell frei. Wenn du die 321.000 Dollar um die Inflation bereinigst, entspricht dies 2,7 Millionen Dollar heutzutage. Im Alter von 38 Jahren hätte er also schon den Job an den Nagel hängen können und nur von den Dividenden leben können.

Grob hat Munger im Jahr 23.000 Dollar als Anwalt verdient. Das war ein recht hohes Einkommen damals. Es würde heute über 190.000 Dollar pro Jahr entsprechen. Munger verdiente als Anwalt ungefähr das Vierfache des durchschnittlichen Haushaltseinkommens. Mungers heutiges Hobby ist es Architekt zu sein, er entwirft Studentenwohnheime.

Das Beispiel von Munger zeigt: Wer gut verdient und eine hohe Sparquote hat, kann ein erhebliches Vermögen aufbauen. Gleichwohl gibt es viele Haushalte mit hohem Einkommen, die jedes Jahr mehr als 98% davon ausgeben.

Ich hab Charlie Munger vor einigen Jahren in Omaha für ein Interview getroffen. Er kam superfreundlich mit einem großen Starbucks-Kaffeebecher und Bodyguard sowie deutschstämmiger Assistentin zum Gespräch.

Charlie Munger: Financially Independent at Age 38 in 1962

Versicherungsvertreter Luis aus Bonn verdient sehr viel Geld, er ist fleißig, spart aber nur 200 Euro in ETFs

Nimm nun dieses Beispiel. Luis, ein Versicherungsvertreter aus Bonn, verdient gut, er ist fleißig. Aber er spart nur 200 Euro in einen ETF im Monat. Ich finde das zu wenig bei seinem Einkommen. Er sollte deutlich mehr in Aktien/ETFs anlegen:

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  1. @31F phD Soz., 35h an Großstadtuni – Sie macht es genau richtig.
    Na ja. Das würde ich in Gelddingen gerade nicht sagen.

  2. Die Videos von „Lohnt sich das?“ sind sehr interessant und verfolge ich schon eine ganze Weile. Luis verdient für sein Alter wirklich sehr gut. In den YouTube-Kommentaren sieht man, dass viele ihm es irgendwie nicht gönnen. Ob das der Neid ist? Vermutlich ist das auch der zweifelhafte Ruf des Berufs Versicherungsvertreter. 

  3. Die Frau hat eine Putzfrau für 100€ angestellt laut Grafik. Bei einer 35h Woche. Das Geld kann man sich wirklich sparen. Ansonsten sind 800€ schon viel.

  4. @Henry da gibt es aber viele Berufe die das Verdienen. Auch eine Krankenschwester geht mit 2600 Netto heim. Für jemanden ohne Ausbildung ist es vielleicht  ein hoher verdienst. 

  5. Mal etwas zum Nachdenken.
    Enjoy some of your money now. And if you can’t bring yourself to spend your own savings as you age, then enjoy your money with loved ones. Spend it on trips with family or friends. Give it away to family members. Donate money to charity.
    Life is unpredictable. You never know when your time will come to an end. Maybe you’ll live to be 100. Or maybe your life will be cut short by an unforgiving virus or other unexpected cause.
    Either way, what’s the point of saving your money if you never plan on spending it?
    Life is too short to save everything.
     

  6. 2600 netto ist schon ein Pfund. Bei einem Durchschnitt von 2079 netto in D,
    können das nicht so viele sein. Und ob die anderen alle ungelernt sind bezweifle ich auch mal.

  7. Either way, what’s the point of saving your money if you never plan on spending it?
     
    Wenn man sich die super-reichen Erblasser anschaut, ist bei deren Ausgabenplanung wohl so einiges verdammt schief gelaufen  😉
     

  8. @Rüdiger 
    Es müssten noch viel mehr Superreiche es wie Buffett machen. 
     
    Meine Frau und ich haben vor, wenn wir genug haben, so einige kleine Projekte zu unterstützen und unser Sohn soll auch wissen, dass viele Menschen Hilfe benötigen. Was toll ist, er wollte sein zu kleines Fahrrad nach Namibia schicken. Wir haben es nun verkauft und der Erlös wird gespendet. 
    -M

  9. Als Anwalt mit Topgehalt ist wohl einiges möglich, als Durchschnittsverdiener eher nicht. Deshalb hinkt dieser Vergleich gewaltig.

  10. Das Problem mit dem Versicherungsvertreter ist ja nicht, dass man ihm sein hohes Bruttogehalt von 7000 Euro im Monat nicht gönnt oder neidisch ist. Das Problem ist eher wo das Geld her kommt. Es kommt nämlich von den Kunden, die exorbitante Provisionen für Produkte bezahlen, ohne es zu merken. Sie werden im Prinzip über den Tisch gezogen, wie in dem Beitrag die 2 Mädels. Die eine unterschreibt einen ETF-Sparplan über 50 Euro im Monat für 15 Jahre. Ihr wird vorgerechnet, dass sie in der Summe 9000 Euro einzahlt und (je nach Börsenlage) dann ca. 15000 Euro herausbekommt. Toller Deal denkt sie sich, besser verzinst als auf dem Sparkonto. Er bekommt dafür 450 Euro Provision! Die muss erst mal reingeholt werden. Das sind 5% auf die Gesamtsumme gerechnet, wenn es vorgelagert rausgeholt wird (z.B. in den ersten 5 Jahren), dann wirkt sich das nochmal negativ auf den Zinseszins aus. Das ist für einen ETF-Sparplan einfach ungeheuerlich teuer.
    Jetzt könnte man sagen: Selber schuld, oder ohne ihn hätte sie es nicht geschafft irgendwas anzulegen. Aber ich denke es ist trotzdem eine Abzocke der Versicherungen. Die Kosten werden ja frei von der Versicherung festgelegt. Alles halbieren (und am Ende auch sein Bruttogehalt), wäre fair. So jedenfalls zeigt es mal wieder, was die Versicherungsbranche so treibt und warum Riester und Rürup gescheitert sind.

  11. Schon in jungen Jahren das Rüstzeug für den intelligenten Umgang mit Geld mitzubekommen ist sicher eine feine Sache. Ich denke da an “Ein Hund namens Money” oder das Paradewerk “Der reichste Mann von Babylon”. Intelligent sparen und investieren, aber auch Charaktereigenschaften wie Leistungsbereitschaft, Mut und Disziplin stärken. Ich liebe das Buch.

    Wäre jemand so freundlich mir zu sagen, welche Software die Sozialwissenschaftlerin im obigen Beispiel verwendet? Die grafische Aufbereitung des Budgets sagt mir zu.
     
    10% oder besser 20% des (ersten) Einkommens sparen und investieren und von den 80% ein wunderbares, erfüllendes Leben im Glück Hier und Jetzt zu führen – es ist möglich. Ein wenig Philosophie schadet nicht, um sich über die Frage Gedanken machen zu können, was denn nun ein glückliches Leben ausmacht. Der Konsum von materiellen Gütern steht da in meiner Rangliste ganz hinten. Die besten Dinge im Leben sind frei erhältlich.
     
    Den Turbo schaltet man mit Bodo Schäfers 50/50-Regel ein. Von jeder Gehaltserhöhung gehen 50% in die Steigerung des materiellen Wohlergehens und 50% werden der Sparquote zugerechnet. Mir waren 100% immer lieber. Wenn der Erwerb von Konsumgütern keine große Rolle spielt, dann ist man zufrieden. Das Vermögen explodiert irgendwann.
     
    Wer diesen Pfad beschreitet, gelangt fast schon automatisch zu Wohlstand. Die Höhe des Vermögens ist zweitrangig. Wann ist es genug? Eine völlig individuelle Angelegenheit. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
     
    Nun meinen einige “ich kann das mit meinem geringen Einkommen aber nicht”. Ich würde nicht verzagen, sondern nach Wegen ausschau halten. Weiterbilden, viel lesen, Chancen ergreifen. Auch die untersten Einkommensschichten können 10% ihres Einkommens sparen. Und wenn es am Anfang nur 5€, 10€, 20€ im Monat sind. Der Sparmuskel wird trainiert, eine förderliche Geisteshaltung entwickelt. Irgendwann kommen auch hier fünfstellige Summen zusammen.
     
    Geld ist Energie. Geld ist geronnene Freiheit. Ein hohes Vermögen (und “hoch” ist relativ) schafft Freiräume. Selbst 20.000€ können große Freude machen und Chancen eröffnen. Bitte nach Wegen suchen, nicht nach Gründen für das Scheitern. Letzteres sind Ausreden. Das weiß auch jeder, der ehrlich zu sich selbst ist. Wie hilft einem Niedergeschlagenheit und Verzagen weiter?
     
    Geld darf gerne fließen. Wir unterstützen heute schon andere Menschen. Jeden Monat kann ein Mensch wieder sehen, nur weil ein “Kleckerbetrag” gespendet wird. Für Geschenke geben wir mehr Geld aus, als für Kleidung. Ich verstehe das Schwarz-Weiß-Malen nicht. “Alles nur Sparen” gegen “Ich lebe heute und haue alles raus”. Unsinn. Ein gesundes Maß zu finden und zwar heute schon – das ist möglich und auch gut.
     
    Die Höhe des Einkommens und das Steigern selbiger spielt eine große Rolle – ja. Viel wichtiger ist meiner Ansicht nach aber die Frage nach dem Sinn im Leben. Was brauche ich wirklich, um glücklich zu sein? Geld spielt dabei nicht die erste Geige. Man betritt einen Pfad der Ruhe, der Zufriedenheit und behält automatisch einen Großteil des Geldes (Lebenszeit) ein. Erst kommt die Freiheit im Kopf, dann auf dem Konto.

  12. Wäre jemand so freundlich mir zu sagen, welche Software die Sozialwissenschaftlerin im obigen Beispiel verwendet? Die grafische Aufbereitung des Budgets sagt mir zu.

  13. @ Fit und gesund
     
    Es freut mich, dass es Dir so gut geht, weiter so!
     
    Mein IT-Bereich ist deutlich zu schwach, hier suche ich schon länger nach neuen Positionen, bevorzugt aus dem Software-Bereich, da sich hier Gewinne extrem gut scalieren lassen.
     
    Cybersecurity habe ich auch im Visier, ein spannendes Thema, dass immer wichtiger wird. Hohe und dauerhafte Gewinne sind für die Besten vorprogrammiert.
     
    Meine “Medizinische Abteilung” sowie der Konsumbereich sind bestens besetzt, hier werde ich nicht viel ändern, aber besondere Chancen nutzen.
     
    “Sorgenkinder” habe ich nur 2: Shell muss ich noch umschichten, wenn die Preise mal passen, eilt aber nicht. Hier wäre eine “euphorische Phase” hilfreich. Mein Break-even ist nicht weit entfernt. BAT hat noch eine kleine Schonfrist, so lange die Dividende fließt und das Minus hält sich in engen Grenzen.
     
    Gelegentlich nutze ich in einem getrennten Depot spezielle Situationen für kürzere Trades, um ein wenig “Taschengeld” zwischendurch zu verdienen. Mit Church & Dwight und McCormick hat das kürzlich gut geklappt. Das mache ich aber nur bei einem für mich sehr guten Chance-Risiko-Verhältnis.
     
    @ Andreas
     
    Ob es demnächst mal wieder “rappelt” und die Kurse bei interessanten Aktien nennenswert fallen, weiss ich natürlich auch nicht. Aber mein selbst erstelltes Markt-Signal mahnt eindeutig zur Vorsicht und steht in einer “Verkaufs-Phase”. Ich bin auf jeden Fall bereit, Cash und Kaufliste liegen parat.
     
    LG

  14. Zur Gehalts-Debatte: ich will nicht angeben! Ich will euch nur mal zeigen, dass man sich anstrengen muss für ein gutes Gehalt. Meine private Bilanz:
    fixum: 4.000€ netto, 40h
    wenn viele Stunden auf Kunden Projekten anfallen kann das aber auch nochmal 500-1.000€ mehr sein. Ich verbrate Geld mit einem „Premium“ PKW, gekauft gebraucht 3 Jahre alt, 50% unter Neuwert.
    meine sparrate liegt schlechtestens bei 45% bestens bei 55%. Ich bin guter Dinge, in ca. 10 Jahren mich privaten Projekten zu zu wenden die mich tatsächlich noch mehr interessieren.
    ich lege wert auf hochwertige Ernährung, kaufe meine Hosen/Hemden/Schuhe im Internet zu je 20€. Einen Unterschied merkt niemand auf der Hierarchie Ebene auf der ich mich bewege.
    ich arbeite mit sehr viel Leidenschaft für meinen AG, weil ich den richtigen Beruf ergriffen habe, den ich gerne ausübe. Lieber würde ich das aber selbstbestimmend tun.
    ich besitze Aktien, etfs, aber auch Gold und Münzen. Auch digitale Zockerein (BTC etc) nenne ich mein eigen. Eigentlich brauch ich auch noch Grundstücke und Immobilien – die gehören einfach dazu.
    ich kaufe nur etfs regelmässig. Aktien kaufe ich nach Analyse und einiger Berechnung ohne festen Rhythmus aber sehr häufig.
    am meisten Freude bereitet mir der kontinuierliche Eingang der Dividenden von meinen Unternehmensbeteiligungen. Davon kann ich eigentlich nie genug bekommen.

  15. @Cybersecurity
    Man hat dort halt wieder das Dilemma, will man die stark wachsenden Cloud Lösungen kaufen oder die Etablierten, die gut aufgestellt sind aber halt nicht mehr 2- oder 3stellig wachsen jährlich. Ich finde bei den Konservativen Checkpoint am Interessantesten (Alternative wäre Fortinet oder Palo Alto). Cisco gehört sicher auch dazu, die wird es alle weiterhin brauchen und die werden auch weiterhin wachsen, aber halt nicht explodieren.
    Von den (logischerweise teuren) Wachstumsmaschinen würde es mir schwer fallen, mich zu entscheiden, hier würde ich eher ein ETF vorziehen. Interessant unter Umständen aktuell Splunk sind zurückgekommen, wenn man daran glaubt, dass sie zukünftig Geld verdienen. Sind halt Highrisk-Investments. Die obigen da ist man auf der sicheren Seite.
     

  16. @Paluma
    Wie viele Krankenschwestern gehen mit 2600 netto heim? 
     
    Grundsätzlich meine Erfahrungen:
    Wer in meiner Region (Nordwesten) nicht in einem DAX Unternehmen oder mit Tarifvertrag ausgestattet ist, verdient nirgends 2600 netto, auch nicht mit Studium 5 Jahre Berufserfahrung.

  17. Jetzt wo die linksgrünen Enteignungsfantasie immer heftiger und derber insbesondere hinsichtlich Mietobjekten werden, bespare ich umso lieber meinen etf. Diesen kann ich zur Not schnell mitnehmen ins Ausland und kann hier weniger drangsaliert werden. Überlege meine Mietwohnung zu verkaufen und das Geld direkt in den etf zu packen. 

  18. Hi Tim, danke fürs Teilen dieses Beispiels.
    Zum Thema sparen denke ich mir: Jeder kann theoretisch sparen, wenn man einigermaßen gesund ist und Vollzeit arbeiten kann. Allerdings muss man dafür manchmal gewisse Kompromisse machen und zB in einer WG wohnen oder beim Wohnort flexibel sein. Dann ein Tabu-Thema: Wann bekommt man sinnvollerweise Kinder? Ich finde es zB schade, wenn Väter sagen: “Wir können es uns finanziell nicht leisten, dass ich länger als 2 Monate Elternzeit nehme.” Eigentlich sollte es ja ein schönes Sparziel sein, dass man Zeit mit seinem Nachwuchs verbringen kann. Wenn man davon ausgeht, ein weiteres Kind ernähren zu können, sollte man vor der Geburt dieses Geld bereits zum Sparen zur Verfügung haben. (Wenn ich da nicht irgendeinen Denkfehler habe..)

  19. “Grundsätzlich meine Erfahrungen:Wer in meiner Region (Nordwesten) nicht in einem DAX Unternehmen oder mit Tarifvertrag ausgestattet ist, verdient nirgends 2600 netto, auch nicht mit Studium 5 Jahre Berufserfahrung.”

    Eine realistische Einschätzung für viele (nicht alle) Berufsgruppen. Einige packen das schon aber die große “normale” Masse tut sich eher schwer (Verkäufer etc.).

    “Dann ein Tabu-Thema: Wann bekommt man sinnvollerweise Kinder? Ich finde es zB schade, wenn Väter sagen: “Wir können es uns finanziell nicht leisten, dass ich länger als 2 Monate Elternzeit nehme.””

    Kinderplanung sollte man nicht von den Finanzen alleine abhängig machen. Bei uns gab es z.B. noch keine Elternzeit für Väter. Elterngeld war noch stark beschränkt, nicht so wie heute. Und ich war Alleinverdiener. Ging auch, war aber kein Spaziergang finanziell und zeitweise durchaus krass eng. Trotzdem möchte ich die Entscheidung nicht missen, Kinder? Ja! Fangt nicht zu spät an wenn ihr welche wollt. Mein Rat.

  20. Ich schließe mich Ralf an. 
    Ja ich verdiene auch gut. Aber ich verlebe auch einen Teil jeden Monat sehr gerne mit meiner Familie. Das Geldsparen in Ehren aber manche verlieren hier die Prioritäten aus den Augen. Kinder stiften Sinn und erden einen. Sie sind das schönste Wunder das eine Partnerschaft hervor bringen kann. Wer die Geburt seines Kindes miterleben durfte, der weiß was ich meine. Dagegen ist die Höhe des ETF-Depots ziemlich unbedeutend. Nicht, dass man beides zusammen machen kann! Es ist ein „und“ und nicht ein „oder“. Aber ob ich nun drei Jahre länger oder kürzer arbeite ist mir sowas von egal. Rücklagen aufbauen ist ein langsamer Prozess und kein fixes Ziel. Und es gibt Dinge die sind wichtiger. 

  21. @Claus,
    meine “Medizinabteilung”: Novartis, Roche, Novo Nordisk, Amgen, Stryker, United Health Care, Medtronic, JNJ, Straumann und Sonova, damit kann ich gut leben.
    Cybersecurity: finde ich auch spannend, Cisco habe ich, ich habe mir mal die grössten Positionen bei 3 ETF’s angeschaut, davon kenn ich praktisch nix, also schwierig, die gestern von @-M genannte Qualys findet sich in einem dieser 3 ETF’s, die von Bruno genannten findet man auch.
    Ich verfolge ja den aktiv gemanagten Fonds von Stefan Waldhauser, der hat Qualys auch und erst dieses Jahr neu gekauft, vielleicht ein Übernahmekandidat? 
     
    Na ja, warten wir es ab, ich bin nicht in Eile.
     
    BAT kann bleiben solange sie die Dividenden zahlen, da bin ich immer ungefähr 30% im Minus, würde Jahre dauern bis das durch die Divi’s wieder aufgeholt wäre. Aber im Moment stören die mich nicht.
     
    Hast Du CHD und McCormick wieder verkauft? Ich habe auch ein paar kleinere Positionen mit denen ich sehr schön im Plus bin, aber ich würde es hassen die zu verkaufen. 
    Wenn Dein Signal noch stärker in Richtung “Verkauf” geht, würdest Du dann auch tatsächlich verkaufen, oder ist das eher hypothetisch? Ich werde mein Portfolio so belassen wie es ist, bei sinkenden Kursen kann ich bei einzelnen Titeln zukaufen.
    Liebe Grüsse

  22. FuG
    Gut zu wissen, dass andere Qualys auch kaufen. Die von Bruno erwähnten Checkpoint habe ich auch auf meiner WL, hatte die nur übersehen als ich dir geantwortet habe. 
     
    Mit denen 2 und Cisco hättest du den Bereich gut abgedeckt. Muss ja auch keine Riesen Position einnehmen im Depot. Ich mag die Branche auch.
     
    -M

  23. @Jan
    “Aber ob ich nun drei Jahre länger oder kürzer arbeite ist mir sowas von egal.“
    Ich arbeite in einem größeren Betrieb und sehe viele ältere Mitarbeiter an die 60, die nicht mehr wirklich können. Und dann gibt es zwei Sorten: Die einen haben vorgesorgt und eine Immobilie abgezahlt. Die nehmen den Altersteilzeitvertrag gerne an und gehen einige Jahre früher in Rente. Die anderen haben nicht vorgesorgt, müssen Miete zahlen. Die können es sich finanziell gar nicht erlauben eher in Rente zu gehen und sind bis zum bitteren Ende am arbeiten. 
    Ist der Mensch wirklich dafür gemacht, bis weit über 60 täglich acht Stunden im Büro vor dem Monitor zu starren und abhängig von einem Arbeitgeber zu sein? Oder irgendwo am Band stehen? Das ist doch sinnlos. 
    Ich habe 2012 angefangen eine Eigentumswohnung abzuzahlen und bin im Januar 2022 mit 39 fertig. Ich habe diszipliniert die Sondertilgungen genutzt und die Preise waren 2012 noch günstig. Ich kann dann in so jungem Alter schon mietfrei wohnen. Nebenbei ein Depot aufgebaut das jetzt bei 51.000€ liegt. Ich verdiene knapp 2.200€ Netto. Bald habe ich nur noch 400€ Fixkosten und kann locker an die 1.000€ sparen und trotzdem super leben. Andere zahlen Miete, die immer teurer wird, dazu zahlen sie häufig einen Autokredit und kommen so gerade über die Runden. Diese Probleme habe ich gar nicht. Ein Auto würde ich nie auf Pump kaufen. Mein 1er BMW kostete 10.000€ und ich habe bar bezahlt. Damit kann ich super entspannt fahren. Um andere zu beeindrucken bräuchte ich einen 7er BMW. Aber das will ich gar nicht. 
     

  24. @Qualys:
     
    Stefan Waldhauser hat Qualys auch in seinem Wikifolio. Dafür hat er vor ein paar Tagen Qualys nachgekauft (2,6%). Damit hat er den Wert von Qualys in seinem Wikifolio auf 7,9% erhöht.
     

  25. @Ralf
    Ja, zu spät ist auch nichts. Kommt aber auch auf die Rahmenbedingungen drauf an. Ich spiele ab und zu mal Babysitterin und höre nicht nur Lobeshymnen darüber, wie toll es mit Kindern ist. Manche Mütter gehen auf dem Zahnfleisch (gerade jetzt zu Corona-Zeiten), wenn sie keine Unterstützung bei der Betreuung haben. 

  26. @Hans
    Das hört sich sehr gut an. Du wirst sicher nicht so lange arbeiten müssen wie der Schnitt. 
    Im Depot wird dann bald der Turbo gezündet 🙂 
     
    Meine Frau und ich machen das fast genau so wie du.
    Wir nutzen keine Sondertilgung, sondern sparen jetzt schon mehr ins Depot. Am Ende kommen wir wohl gleich ins Ziel 🙂
    -M

  27. @-M    
    Checkpoint und Qualys werde ich jetzt tatsächlich auf meine Beobachtungsliste aufnehmen, an Cybersecurity wird man in Zukunft nicht vorbeikommen.
     
    @Rüdiger,
    ich mag den Fonds, der hat da einige sehr nette Werte drin. Man muss sich seine Ideen überall zusammenklauben  🙂
     
    @Hans,
    ein schöner Kommentar

    @Sparta,
    danke, ich mag den Fonds aber die Kosten weniger, das ist nur zum Schauen, nicht zum Kaufen.

  28. Wenn ihr nicht so viel verdient, warum erwähnt ihr es dann permanent wie leidende Schwäne anstatt dafür zu sorgen dass mehr reinkommt.
    Die Antwort ist immer die gleiche: Weil ihr zu faul seid!
    Ja, das gefällt euch nicht und ihr werdet immer wieder Ja abers finden, aber es bleibt einfach wahr: Ihr seid es, die dafür zu sorgen habt etwas zu erreichen – ihr alleine.
    Schwätzer!
     

  29. Elternzeit ist ja tatsächlich wirklich geschlechtsunabhängig ausgestaltet. Meist ist es aber so, dass sich die Mütter das erste Jahr nicht nehmen lassen wollen und das ist auch ok. Aber theoretisch kann man das aufteilen wie man möchte.
     
    @Jenny
    Wir haben unsere Kids mit Mitte 30 bekommen. Als Akademiker waren wir beide gesettled im Job und auch der Jobwechsel meiner Frau nach der Elternzeit war kein Problem. Viel früher ging aber auch nicht, da wir erst 2 Jahre zusammen waren 😉 Macht euch keine Gedanken, Kinder passen immer irgendwie und sind zu wuppen wenn man denn mit beiden Beinen im Leben steht.
     

  30. @Sparta:  Hm, ob dafür 15 % über msci world Rendite und 1,67 % laufende Kosten langfristig sinnvoll sind?
     
    Woher soll ich wissen, wie es in 10 … 20 … 30 … Jahren aussehen wird? Diese Vorhersagen überlasse ich denen, die das können  😉
     

  31. Hallo. Um das noch einmal zu stützen: Ich bin Pflegefachkraft mit 40h und verdiene knapp 2.400€ netto. Ob das gerecht ist muss jeder selber entscheiden, der Eindruck der schlecht bezahlten Pflegekräfte wird denke ich durch ungelernte Kräfte mit Steuerklasse V in Teilzeit gestützt, die doch erheblichen Mengenanteil haben. Und die werden wirklich miserabel bezahlt.
    LG Carlo

  32. Scholz schafft sich selbst ab : Soli soll für Corona zementiert werden.
    Das kostet die SPD noch mal ein paar Prozent. Die könnten netto bei der FDP landen.

  33. @Slowroller
    Ja, stimmt. Zu lange Warten ist auch nicht gut. Sonst ärgert man sich, falls es mit den Kindern nicht klappt. In meinem Freundeskreis wird primär davon berichtet, wie viel Stress (gerade jetzt ohne Kinderbetreuung) man mit Kindern hat. Selbst wenn die Großeltern tageweise die Kinder betreuen. Da frage ich mich ein wenig, wie es dann mal wird, wenn mein Freund und ich das komplett alleine stimmen müssen ohne fitte Großeltern und Freunde in der Nähe. Unser Freundeskreis ist mittlerweile beruflich/familiär-bedingt überall in Deutschland verstreut. Ich beneide Leute, die ihr Leben lang am gleichen Ort bleiben und ein Zuhause haben. Ich würde mir auch gerne ein Haus/eine Wohnung kaufen und da wie Munger 50 Jahre bleiben, aber ich weiß nicht mal nicht wo. 

  34. @Rüdiger
    “Woher soll ich wissen, wie es in 10 … 20 … 30 … Jahren aussehen wird? Diese Vorhersagen überlasse ich denen, die das können
    Naja, prinzipiell relativ einfach wenn man 6,7 langfriste reale Aktienrendite nimmt und Fixkosten abzieht, macht der Zinseszins ordentlich was aus… außer der stw ist der neue Buffett. 😉

  35. @-M
     
    ich habe einen relativ hohen Bauzins von 3,4%. Das war damals Anfang 2012 noch ein üblicher Bauzins für 10 Jahre. Deshalb lohnen sich für mich die Sondertilgungen. Das sind für mich 3,4% sichere und steuerfreie Rendite. Hätte ich einen deutlich niedrigeren Zinssatz würde ich auch nicht sondertilgen, sondern lieber mehr in Aktien investieren.
     
    So habe ich mich für einen Mittelweg entschieden. Sondertilgen und zusätzlich ein Depot aufbauen. Ich bin eh breit aufgestellt. Ich habe Ende 2004 noch eine steuerfreie Lebensversicherung abgeschlossen mit immerhin noch 2,75% Garantiezins. Ja, ich weiß mittlerweile, dass die Gebühren einen Teil des Zins auffressen, vor allem kommt mit jeder Dynamikerhöhung eine weitere Bearbeitungsgebühr hinzu, weshalb ich sie nur noch alle drei Jahre einmal nutze. Aber über 2% Effektivzins ist es trotzdem. Immerhin etwas mehr als die Inflationsrate. Da spare ich auch nur 70€ im Monat. Nebenbei läuft ein Bausparvertrag zu 1,5%, damit ich vom Arbeitgeber die VL bekomme. Schlussendlich gibt es bei uns noch einen vom Arbeitgeber finanzierten Pensionsvertrag. Da werden zwar nur wenige hundert Euro Betriebsrente bei rum kommen, aber jeder geschenkte Euro ist ein guter Euro.
     
    Dazu liegen auf meinem Girokonto noch knapp 17.000€. Das ist ein wenig viel als Sicherheitspuffer. Aber bei den aktuell sehr hohen Kursen scheue ich mich irgendwie davor, einen höheren Einmalbetrag zu investieren. Im Moment ist es immer nur der monatliche Überschuss, den ich investiere. Sobald eine größere Korrektur kommt, geht von dem Sicherheitspuffer mindestens die Hälfte ins Depot.
     
    Oft liest man: „ich lebe jetzt, was bringt es dir wenn du früh stirbst“. Nun, ich lebe ja auch jetzt. Ich gönne mir alles, was ich haben möchte. Gehe in Restaurants essen, kaufe gute Klamotten und Apple Produkte. Aber ich mache das maßvoll. Ich brauche nicht ständig was neues. Ich habe 2013 für 300€ ein gebrauchtes IPad aus dem Jahr 2012 gekauft. Letztes Jahr habe ich das iPad für 150€ weiterverkauft und mit ein neues gekauft. Für effektive 150€ habe ich sieben Jahre lang ein iPad genutzt. Das ist doch wirklich günstig. Halten Android Tablets auch so lange und sie auch so preisstabil? Mein iPhone 6 aus 2014 reicht auch noch locker aus. Das bekommt immer noch Updates und ist immer noch schnell. Ich konsumiere zwar eher hochpreisig aber bewusst. 

  36. @Ex-Studentin
    Hast du denn mal gefragt was genau so stressig ist? Natürlich hat man mehr Verantwortung und weniger Zeit für sich und den Partner. Aber die Zeit mit den Lütschen wiegt das oft mehr als auf. Und Stress gibts ab und an – meine Erfahrungen haben aber gezeigt, dass es oft die Eltern sind, die sich selbst Stress machen, und nicht die Kids. Man kann m.M.n. entspannt und unentspannt Elter sein. Prioritäten setzen und kleine Pichten und kleine Pflichten als Geschenk nehmen. Bei uns ist es seit den Kindern z.B. nicht mehr ganz so sauber wie vorher – egal, gibt wichtigeres. Dazu kommt, dass das Kids-ins-Bett-Bringen mit Geschichten und frühabendlichem Power-Nap genauso cool ist wie auf dem Spielplatz beim Spielen zuzusehen und nette Leute kennenzulernen. (wobei es da echt schräge Eltern gibt) Take it easy – es macbt bock 😉
     
    (von fast einem Jahr Kitaschließung mit zwei Vollzeitstellen im Homeoffice sag ich lieber nichts, das könnte verun sichern ;-))

  37. @Slowroller
    Schlafmangel, weil das Baby bis tief in die Nacht schreit (“Schreikind”). Väter, die sich nur eingeschränkt um Kind & Haushalt kümmern. Zerwürfnis mit Großeltern, weil man sich bei der Kindererziehung nicht einig ist. Schlechte Kitas/Kindergärten (zB wechseln Windel nicht). Fehlende Hebamme. Fehlende Privatsphäre (Kind klammert) & geistige Unterforderung bekomme ich mit. Mal abgesehen von schlimmen Geburten, die man so berichtet bekommt. Ich sag ja nicht, dass sich der Stress nicht lohnt. Ich sage nur, dass die Familiengründung nicht immer so romantisch ist, wie das suggeriert wird.

    Keine Ahnung, wie ihr es schafft, das ihr beide mit Kindern Vollzeit arbeitet. Wie ist eure Betreuung geregelt?

  38. Ok, das sind natürlich alles valide Punkte, die wirklich stressen können und für die man nichts kann. Ich würde noch Erkrankungen (bei Kind oder Eltern) dazu zählen. Bei Freunden gab es es im Babyalter des Kindes eine schwere Neurodermitis, das ist für alle Beteiligten schwer. Kinder, die als Baby viel schreien gehen auch massiv an die Nerven, kenne ich selbst Gott sei dank nicht, kann ich aber total nachvollziehen.
    Partner, Verhältnis zu Großeltern und das Verhalten des Kindes kann man indes zumindest zum Teil selbst beeinflussen.
     
    Wir haben normalerweise beide in der Kita, sodass wir problemlos berufstätig sein können. Ich mache die beiden morgens fertig und bringe sie hin, meine Frau holt sie dann nachmittags ab. An Tagen mit wichtigen Terminen tauschen wir flexibel. In Zukunft wirds es bei uns deutlich mehr mobiles Arbeiten geben – da wirds nochmal viel entspannter weil der Arbeitsweg wegfällt.
    Am Ende muss man einfach sehen, dass niemand zu kurz kommt – das klappt gut derzeit. Wir würden allerdings eher Teile des Haushaltes outsourcen als beruflich deutlich kürzerzutreten. Bei gleichem Zeitaufwand macht uns der Job mehr Spaß als Staubsaugen (und ist deutlich lukrativer).

  39. Bald habe ich nur noch 400€ Fixkosten und kann locker an die 1.000€ sparen”
    Ich habe weniger Fixkosten und spare 2000€ und das trotz Miete 😉 genaugenommen zahlt mein Depot meine Miete.. Ps mein Vermieter hat die Miete noch nie erhöht wie so viele Vermieter die einfach nur froh sind wenn sie ihre Ruhe haben.

  40. @ Hans
    Glückwunsch, das klingt doch sehr gut bei Dir. Mit 39 Jahren hast Du die Wohnung bereits vollständig bezahlt. Dann hast Du Dein Depot und noch Cash am Konto und zusätzlich einen Teil fest angelegt? Von den Summen wird nichts für die Auflösung des Kredits verwendet? Dann wirst Du die 100k bereits in Kürze knacken. Mit Deinen um die 1000€ Überschüssen hast Du in verhältnismäßig kurzer Zeit viel erreicht. Du musst vermutlich nicht mit über 60 Jahren weiter voll arbeiten. Bleib dran, dann gibt es vielleicht noch weitere Möglichkeiten.

  41. Ex Studentin,
    Ich möchte nicht mit anderen vergleichen, aber ich denke, meine Frau und ich sind härter als anderen. Wir haben eine kleine süße Tochter (zum Glück hörend) und ich bin alleinverdiener. Wir sind taub und sind oft alleine mit unsere Maus zu kümmern, da meine Eltern und ihre Eltern mehr als 200 km wohnen. Ich hatte 2 Monate Elternzeit genommen, obwohl ich alleinverdiener bin, zahle Miete. Obwohl ich locker höhere Berufe aufsteigen könnte, aufgrund die Chefs immer Angst vor Taube Menschen haben, da sie ja nix hören können und nicht höhere Aufgaben können. Ich musste runterschlucken, wie meine Gehörlose Freunde auch. Du, locker, hast ja Studium Abschluß, gutes Geld verdienen und keine barriere zu Arbeitswelt und und und. Deshalb investiere ich die Aktien und sie zahlen uns die Dividende, fertig. Ohne zu meckern, wie ihr so schreibt. Außerdem hätte ich gerne die Eigenheim kaufen, aber wie kommuniziere ich die Makler, Notar, Versicherungen???? Ich denke, du möchtest ja nicht mit mir tauschen. 

  42. @Slowroller
    Ich muss immer lachen wenn mir Eltern erzählen Kinder zu betreuen sei kein Problem. Wer seine Kinder 5 Tage die Woche in die Kita abschiebt und sie nicht selber betreut hat keine Ahnung was Kinderbetreuung bedeutet. Aber ist halt bequem wenn man sie am Morgen abgeben kann und am Abend wieder abholen. Danach kurz füttern eine Geschichte eezählen und schon schlafen sie. 
     

  43. Meine Muttersprache ist DGS, Deutsche Gebärdensprache (Einfach googeln, wenn man sie nicht kennt) Diesen Übersetzer ist ja wie üblich nicht vorhanden. Wieder Barriere. Tja. Wie ich immer erwarte, kennst Du Dich nicht mit gehörlosen Menschen bzw Kultur. 

  44. “Das Geldsparen in Ehren aber manche verlieren hier die Prioritäten aus den Augen. Kinder stiften Sinn und erden einen.”

    So sehe ich es auch. Gibt aber auch viele die mit Kindern nix anfangen können. Oder Haustiere fast schon wie Kinder behandeln….

    “Ich muss immer lachen wenn mir Eltern erzählen Kinder zu betreuen sei kein Problem. Wer seine Kinder 5 Tage die Woche in die Kita abschiebt und sie nicht selber betreut hat keine Ahnung was Kinderbetreuung bedeutet. Aber ist halt bequem wenn man sie am Morgen abgeben kann und am Abend wieder abholen. Danach kurz füttern eine Geschichte eezählen und schon schlafen sie.”

    Darum war meine Frau die ersten 4-5 Jahre komplett zu Hause (damals gab es nur 6 Monate Elterngeld) und arbeitet heute auf eigenen Wunsch in Teilzeit. Es reicht ihr. Vollzeit wäre auch steuerlich (Steuerklasse V) eine Katastrophe. Es war für die Entwicklung im Rückblick sehr gut. Finanziell war es aber auch hart. Es war natürlich immer irgendwas mit den Kids und keine Oma oder Tante da. Es hat unseren Kindern aber nicht geschadet, im Gegenteil. Die Beziehung zu unseren Teenies ist sehr gut. Ich rate Paaren mit entsprechenden Gedanken zu mehr Gelassenheit bei dem Thema und nicht alles exakt zu kalkulieren. Lasst es auf euch zukommen, der Rest kommt von alleine. Zumal Eltern heute bessere Unterstützung bekommen als wo unserer Kinder klein waren (da gab es keinen Anspruch auf Betreuungsplatz, Elterngeld in heutiger Form, Homeoffice oder Vätermonate). Wir haben alles x-fach durch (Klinikaufenthalte, Unfälle, nächtliche Pseudo-Kruppanfälle, Stress, Schlaflosigkeit….) und würden es wieder so machen.

    “Wenn ihr nicht so viel verdient, warum erwähnt ihr es dann permanent wie leidende Schwäne anstatt dafür zu sorgen dass mehr reinkommt.Die Antwort ist immer die gleiche: Weil ihr zu faul seid!Ja, das gefällt euch nicht und ihr werdet immer wieder Ja abers finden, aber es bleibt einfach wahr: Ihr seid es, die dafür zu sorgen habt etwas zu erreichen – ihr alleine.Schwätzer!”

    Da gib uns Dummen und Schwätzern mal ein paar nette und praxisnahe Tipps, du Guter! Erleuchte uns!

    @Cybersecurity: Dafür gibt es mittlerweile schöne ETFs um solche Branchen abzudecken. Bei solch spezielleren Themen greife ich gerne auf Sektoren-ETFs zurück.

  45. Guten Morgen,
    einige schöne Diskussionen hier.
     
    @Thema Familie: ich kann mit einem nun fast 1 jährigen Kind folgendes beitragen: jeder muss hier glaube ich seine eigene Erfahrungen machen. Ich glaube das läuft bei jeden individuell ab. Ich war auch jemand der immer recht vorsichtig und skeptisch war bzgl. Kinder, Freiheit usw. Und ja es ist schon anstrengend manchmal. Unser kleiner braucht viel Aufmerksamkeit 🙂 aber ich kann es mir nicht mehr ohne vorstellen. Was zum Teufel hab ich vorher mit meiner Zeit angestellt? Ich hab keine Ahnung 🙂
     
    Und da ich ja in der Anfangsphase des investierens bin, kann ich auch das etwas relativieren. Man kann auch mit Kind und normalem Leben sparen.
     
    Wir sparen aktiv seit 03/2017, wobei meine Frau zwischen 09/17-04/19 eine Recht teuere Weiterbildung gemacht hat (Zweitwohnung, neueres Pendelauto etc.). Ich hab eine einfache Sachbearbeiter Stelle im öffentlichen Dienst. Meine Frau nach der Weiterbildung eine gehobene Stelle im öffentlichen Dienst. Wobei da mit nach der Ausbildung und dann dem Kind ab 05/20 nicht viel rumgekommen ist bisher.
    Uns jetzt kommt der Punkt. Trotz 800€ Aufgaben für essen (kaufen nur Bio bevorzugt von regionalen Höfen), trotz Urlaub, Kind, Hobbies, 2 Fahrzeugkäufen etc etc. haben wir in 4 Jahren eine hohe 5-stellige Summe sparen können.
    Klar ginge da viel mehr wenn ich alles bei Lidl/aldi kaufen würden. Klar könnten wir dies uns das mehr sparen. Aber ehrlich gesagt passt das genauso für uns und die Sparergebnisse sind für uns super. Wenn alles klappt nach insgesamt 5 Jahren 100.000€. 
    Reicht doch…
     
    Grüße Baum

  46. @ Ralf, der Baum
    Wenn man Ziele erreichen möchte kann eine durchdachte Strategie hilfreich sein. Ein grober Plan könnte darüber hinaus auch hilfreich sein den Kurs zu halten. Abweichungen vom Plan gibt es mit Kindern sicherlich mehr als genug. Das brauche ich hier keinen Familien erzählen. 
    Wie steht es um Freiheit, Familie, Zeiteinteilung usw? Da muss Jeder seinen Weg finden. Mit mehr Vermögen sollten diese Fragen unabhängiger von monetären Einflüssen sein.
    Die Weiterbildung von Frau Baum finde ich beispielsweise sehr gut. Da würde ich keinen Schreck bezüglich Ehegattensplitting bekommen. Warum auch? Das ideale aktive Familieneinkommen liegt bei 50% pro Person. Finanzielle Unabhängigkeit und aktiver Geldeingang nach Gusto lasse ich mal außen vor. Da sieht es vielleicht anders aus. Warum ist diese Aufteilung so gut?
    Wie viele Stunden möchten beispielsweise Herr Baum und seine Frau die Woche arbeiten? Und wie viel Zeit möchten sie mit den Kindern verdienen. Ich finde diese Fragen lassen sich leichter beantworten wenn beide beispielsweise 70k€ verdienen, anstatt 100k€ bei einer Person und 40k€ bei der anderen. Eine Lohnsteuerklasse 3/4/5 wird daran auch nichts ändern. Dafür gibt es schließlich die Steuererklärung. Wenn die 3/5 Verteilung das niedrigere Einkommen madig macht empfehle ich die Steuerklasse 4/4. Da macht die Steuererklärung auch mehr Spaß.

  47. @Kinder
    Wer auf Kinder aus finanziellen Gründen verzichtet, dann finde ich das richtig. Denn bei solchen Eltern möchte kein Kind aufwachsen. Man kann das ganze rational angehen Pro + Kontra, so ein Kind kostet nur, produziert CO2, man setzt es in eine ungewisse Zukunft, es macht nur Lärm und Schmutz und Ärger oder aber man entscheidet sich für Kinder aus emotionalen Gründen (nicht ganz Ernst nehmen 😉 )
    Ich denke es gehört auch eine Portion Glück dazu. Wir hatten grosses Glück, Gott sei Dank, die Kinder waren gesund und haben sich gut entwickelt, sie waren auch keine grossen Schreihähne, Schlafmangel gab es trotzdem und ja, auch anstrengend war es und viele kleinere Probleme, die akut dramatisch scheinen aber im Rückblick doch eher harmlos. Heute zwar weniger, aber die elterlichen Sorgen sind geblieben, man wünscht sich ja nur das Beste für die Eigenen. Aber die positiven Seiten überwiegen alles. 
    Aber ich verstehe auch alle, die bewusst auf Kinder verzichten. Man sollte diese nicht in eine Schublade versorgen und als Egoisten abstempeln. Es ist die Freiheit eines jeden Einzelnen oder auch Paares, sich für oder gegen Kinder zu entscheiden. Und auch dies ist eigentlich falsch, denn es ist schlussendlich ein Geschenk. Es funktioniert oder manchmal auch nicht. Dann ist das ein Schicksal das für einige kaum ertragbar ist, aber gehört leider auch zum Leben. 
    Ich dachte schon öfters bei gewissen Leuten, da wäre es wohl besser gewesen, wenn sie auf Kinder verzichtet hätten, bei anderen fand ich es schade, dass sie keine bekommen haben oder konnten. 
    Das Wichtigste ist aber meines Erachtens der richtige Partner. Auch hier braucht es eine Portion Glück, jemanden zu finden, der die gleichen Werte und Ziele verfolgt und diese mit einem teilt und auch mit einem mitwächst. 
     

  48. @Nico
    Zum einen hat Kita nichts mit Abschieben zu tun. Kind sein unter Kindern tut den Kindern gut und macht ihnen Spaß. Sie lernen unglaublich viel von Gleichaltrigen. Dazu habe ich nie gesagt, dass Kinderbetreuung nicht anstrengend sein kann.
    Ansonsten bleibt nach der Kita gegen 15:30 noch viel Zeit für gemeinsame Aktivität, Spiel Sport und Spaß. Am Ende muss jeder sein Modell finden – wer meint die ersten x Jahre zuhause bleiben zu wollen, sollte das tun. Man (bzw meist Frau) darf sich dann aber auch nicht über die Konsequenzen aufregen.
     
    @Ralph
    Die Arbeitszeit und das Einkommen hat steuerlich genau die eine Auswirkung, dass bei Steigerung (des gemeinsamen) Einkommens der Satz dank Progression steigt. Ich hoffe, dass du mit derselben Konsequenz jede Gehaltserhöhung ausschlägst, wo der zusätzlich verdiente Euro herkommt interessiert das Finanzamt nämlich nicht. Möglicherweise hast du aber auch das Steuersystem nicht ganz durchschaut. (das ist nicht böse gemeint, da sind viele falsche Annahmen und Mythen unterwegs)
     
    @Pat
    Ich hab einen Wahnsinnsrespekt vor dir. Ich glaube als Hörender kann man sich garnicht vorstellen wie stark unsere Welt auf Hörende ausgelegt ist.
     

  49. Tja, das kommt dabei raus, wenn Menschen, deren Fokus normalerweise nur das Geld und die 2te Nachkommastellen bei der ETF-Kostenoptimierung ist, über Kinder diskutieren.
     

  50. Hey Delura / Frank – leck mich fett! Jetzt habt ihr uns die Champions League beschert. Viel Freude in Sandhausen und Heidenheim.

  51. @Pat
    Als gehörlose Eltern spielt man noch mal in einer anderen Liga. Da will ich nicht bestreiten, dass man da wesentlich höhere Hürden hat. Ich drücke die Daumen, dass ihr das weiterhin so gut hinbekommt.
    Ich selbst will mich auch nicht beschweren. Mein Freund und ich haben gute Jobs, viel gespart. Das ist eine gute Grundlage.
    @Slowroller
    Ja, Homeoffice macht es Eltern hoffentlich leichter. Wir waren auch den ganzen Tag im Kindergarten. Das war für uns Kids toll. Die Grundschule ging bei uns nur bis 12/13 Uhr. Da war es dann schön, dass unsere Mutter zuhause war. Irgendwann gab es dann auch Nachmittagsbetreuung. (Die meine Mutter geleitet hat 🙂 :))
    @Ralf
    Letztlich muss man das als Familie selbst entscheiden, wer wie viel arbeitet. Fand es für uns Kinder gut, dass unsere Mutter viel zuhause war, aber im Nachhinein hätte ich ihr gewünscht, dass sie beruflich besser Fuß gefasst hätte. Sie hätte mit ihrem Studium eigentlich mehr verdienen können als mein Vater. Auf meinem Vater lastete viel Druck als Hauptverdiener. Egal wie krank er war, er hat immer gearbeitet und funktioniert. Deswegen bin ich vermutlich auch schon als Kind motiviert gewesen einen guten Job zu bekommen, damit mein Partner diese Last nicht alleine tragen muss. 
    @Der Baum
    Schön, dass ihr alles so gut gemeistert bekommt! Mein Freund und ich verdienen fast gleich viel. Finde die Steuerklassendiskussion auch ein wenig komisch. Mein Bruder und seine Frau haben vor der Elternzeit die Steuerklassen3/5 gewechselt, damit sie mehr Elterngeld bekommt. Er hatte durch den Wechsel 400€ weniger netto und sie entsprechend mehr. Obwohl er wesentlich mehr Brutto hatte, war der Netto-Verdienst dadurch fast gleich. Man sollte immer von Steuerklasse 4/4 ausgehen, dass ist der Benchmark.
     
     

  52. @Hans 
    Hört sich schlüssig an! Genau, wir haben später als du, günstiger finanziert. Dadurch strecken wir die Rückzahlung lieber und investieren. 
     
    Deine Lebensversicherung würde ich jedoch eher überdenken. 2%-3% vor Inflation ist, zu wenig. Die mtl. 80€ wären in Aktien für meine Begriffe besser aufgehoben. 
     
    Die VL kannst du auch in Aktienfonds und bei manchen Anbieter in ETF sparen. Aber ein kleiner Bausparer in der Hinterhalt bei Immo Besitz, ist auch nicht verkehrt 🙂 
    Wir haben viele Überlappungen muss ich sagen. 
     
    @Baum 
    ich kann es mir nicht mehr ohne vorstellen. Was zum Teufel hab ich vorher mit meiner Zeit angestellt? Ich hab keine Ahnung 
    DITO! 😉 eine schönere Lebensaufgabe könnte ich mir nicht vorstellen. 
     
    @ExStudentin
    Wenn bei dir die Zeit kommt und sinkender willst, überdenke vlt nicht zu viel. Irgendwie geht es dann doch immer mit der Betreuung etc.
    Andere Menschen mit Kindern übertreiben auch gerne mal: So kann man sich Mitleid gewiss sein und fühlt sich dann wohl besser, wenn andere mitfühlend sind. 
    Ist natürlich nicht bei allen mit Problemen so. Es gibt natürlich schlimme Fälle.
     
    @Kiev
    Meine Frau arbeitet halbtags und wir machen das mit 4/4 extra so, dass nicht noch ihr Gehalt weiter gedrückt wird. Mit der Steuererklärung gibt es dann 1x jährlich gut was zurück. 
     
    @Domi
    Du wolltest jetzt echt nicht einem gehörlosen einen deutschübersetzer andrehen, weil du Rechtschreib -und Grammatik Fehler gefunden hast?! Ich würd mich schämen!
     
    -M

  53. @Slowroller
    Natürlich darfst du gerne denken Kita wäre kein Abschieben ist sicher besser für euer Gewissen. 😉
     
    Meine Frau und ich arbeiten beide ich 80% sie 60%. Da wir beide relativ flexibel arbeiten und viel Arbeit am Abend erledigen klapt die Betreuung gut. Donnerstag ist mein fixer freier Tag da betreue ich den kleinen. Kontakt mit andren Kindern ist wichtig der Findet bei uns in der Nachbarschaft und auf Spielplätzen statt. 

  54. Man da heulen heute wieder einige rum, dass 2.600 EUR netto völlig unrealistisch sind und für den Durchschnittsdeutschen nicht erreichbar sind.
    Ja das liegt wohl über dem Durchschnittsgehalt in Deutschland, dass bestreitet ja keiner, aber wenn man finanziell frei sein will, dann muss man auch am Einkommen arbeiten, von nichts, kommt nichts.
    Ich habe nach meinem Studium mit 1.800 EUR netto angefangen und habe das Gehalt innerhalb 10 Jahren auf ca. 3.800 EUR netto verdoppelt. Dafür habe ich 10 Jahre rangeklotzt, mich bei allen Projekten an vorderster Front gemeldet, habe neben der Arbeit noch ein weiterführendes Studium gemacht und den Job 3x gewechselt. Man muss halt manchmal einfach ein paar Opfer bringen, wenn man vorankommen will und sich nicht immer nur in sein Schicksal ergeben.
    Jeder kann sein Einkommen aufbessern, es ist nur die Frage, was man dafür aufgeben will. Selbst wenn man im eigenen Job gehaltlich überhaupt nicht weiter kommt, kann man einen Zweitjob dran hängen oder – wenn man jung genug ist – auf etwas komplett anderes umsteigen. Es ist alles eine Frage der Opferbereitschaft. Wenn man aber nie mehr als 35 Stunden die Woche arbeiten will, keinen Jobwechsel, keine Weiterbildung, bloß kein Pendeln und Zweitjob kommt auch nicht in Frage, dann ist das okay, das muss jeder selbst wissen. Aber dann beschwert euch nicht, wenn andere mehr verdienen.

  55. @Tim
    Absolut richtig.
     
    @Slowroller
    Ist schon ein Unterschied ob man den ganzen Tag für seine Kinder verantwortlich ist oder einfach ab 15:30 den Feierabend-Papa machen kann. 😉
     

  56. @Ex-Studentin die von dir beschriebenen Probleme sind “leider” die ganz normale Normalität. Kinder großzuziehen IST stressig. Wer das Glück hat Großeltern in Reichweite zu haben oder nur ein Kind hat spielt mit vereinfachten Regeln.
    Nichts ist einfach im Leben und keiner behauptet dass. Hinter vorgehaltener Hand sagen die Eltern ehrlicherweise, dass sie froh sind , dass sie diese oder jene Phase der Kindererziehung hinter sich haben. Die rosarote Erinnerungsbrille erhält uns die ( vielen) schönen Momente und blendet die ( hoffentlich weniger häufigen ) negativen aus. 

  57. Hallo zusammen,
    liebe ExStudentin,

    Kinder haben eine Auswirkung auf unseren Geldbeutel sobald sie da sind. Aber meist viel weniger als wir vorher glauben. Es gibt mehrere größere Kostenblöcke. Zuerst weniger Geld, da man im ersten Jahr die Kinderbetreuung meist selbst übernimmt und vielleicht die Eltern auch beide nicht mehr 100% arbeiten. Dafür sinkt aber die Steuerbelastung und das Kindergeld oder der Steuerfreibetrag kommt hinzu.  Dann die Kinderbetreuung , sie kann von wenigen 100 € bis zu einem ganz schön großen Kostenblock gehen, ist aber zeitlich überschaubar und man kann die Kosten bei der Steuererklärung berücksichtigen. Ab der Mittelstufe kommen Klassenfahrten und Auslandsaufenthalte dazu. Dieses Geld lässt sich aber gut ansparen. Und dann schließlich die Berufsausbildung bzw. das Studium der Kinds, das ist der größte Kostentreiber. Allerdings verdienen Eltern da meist besser als in jungen Jahren und es gibt auch u.U. Bafög.  Alles dazwischen, Essen, Kleidung, Sport, Urlaub kann man vernachlässigen, da man es als Eltern in gewissen Maßen steuern kann. 

    Emotional betrachtet ist ein Kind ein sehr heftiger Einschnitt in die Partnerschaft und in unser individuelles Leben. Denn zuerst müssen die Eltern sich persönlich sehr zurücknehmen, sich auf das Abenteuer Kind einlassen und können je nach individueller Prägung auch emotional darunter leiden. Diese Phase ist glaube ich leichter, wenn sich beide Eltern verantwortlich fühlen, sowohl für die Kinder als auch für den Haushalt. Ein Babywunsch mit einem Mann der nach der Arbeit z.B. nur die Kumpels und sein zocken im Kopf hat und sich sowieso noch nie an der Hausarbeit beteiligt hat, ist vielleicht zu überdenken. Hat man einen Partner für den Hausarbeit Gemeinschaftsaufgabe ist und der mit seiner Frau auch so mal gerne spazieren geht oder eine Radtour macht, der wird sich auch mit Kind im Haus vermutlich nicht ändern und seine Verantwortung übernehmen. 

    Großeltern und Kinder, das ist eine tolle Möglichkeit auch mal etwas Entlastung zu bekommen. Aber man hat dieses Glück leider nicht immer. Viel zuverlässiger ist es sich für den Haushalt eine Putzfrau zu organisieren, das bringt wöchentlich einfach 3 Stunden mehr Freiraum und nimmt unheimlich viel Druck. Sinnvoll sind Routinen, z.B. Einkaufen mit Wochenplan und Einkaufszettel, vorkochen und einfrieren für stressige Tage, Minimalismus, ein Netzwerk zur Notfallbetreuung mit anderen Eltern haben. Und die Gewissheit, das der Notfalltopf länger als 3 Monate reichen würde. 

    Und dann die Kinderprobleme. Leider sehen wir im TV immer nur die verklärte heile Welt, und das kann alles immer ganz anders kommen. Oder man hört und sieht die Schauergeschichte der Freundinnen bzw. die Klickbytes auf Youtube  auch da kann es ganz anders kommen. Entspannte Eltern haben auch meist entspannte Kinder und man kann am Anfang auch nicht viel Falsch machen. Die Bedürfnisse dieser keinen „Monsters“ sind sehr überschaubar. Essen, Windel, Liebe. In den ganzen anderen „Kinderkram“ wächst man hinein. 

    Ja klar man gibt viele Freiheiten auf, aber man wird so unendlich groß dafür belohnt. Okay, nicht immer sofort und unmittelbar.

    Take care,

    June, Mama von 2 erwachsenen „Monster“ (Junior, Träger des Schreibaby Grammys 199x und Miss Juni vorzeige Baby des Jahres 199x)
     

  58. @Thorsten
    Richtig und viele stressige Sachen werden einem erst bewusst wenn die Kinder da sind. Vielfach müssen eigene Wünsche zurückgestellt werden mit Kindern. Und ja die schönen Momente entschädigen emotional für vieles.

  59. @June
    “Ein Babywunsch mit einem Mann der nach der Arbeit z.B. nur die Kumpels und sein zocken im Kopf hat und sich sowieso noch nie an der Hausarbeit beteiligt hat, ist vielleicht zu überdenken.” 
    😀 😀 Mist, ich kann 10 Jahre Beziehung doch jetzt nicht wegwerfen. 🙁 😀
    “June, Mama von 2 erwachsenen „Monster“ (Junior, Träger des Schreibaby Grammys 199. und Miss Juni vorzeige Baby des Jahres 199.)”
    Haha, das ist auch sehr gut formuliert.
    Mir macht das Finanzielle zum Glück die wenigsten Sorgen. Eher das “Alleinsein” mit Kindern.  Meine Eltern hatten wenig  Unterstützung bei 3 Kindern. Klar, es hat sich gelohnt. Aber selbst als Kind habe ich gemerkt, wie überfordert meine Eltern waren und die Gesundheit darunter litt.
    Es ist an sich gar nicht so selbstverständlich in Deutschland, dass die Mutter schon immer als Hausfrau zuhause bleibt. Das war eher ein Luxus unserer Generation oder vielleicht noch der unserer Eltern. Was ich so mitbekomme in meiner älteren Verwandtschaft, da haben Mütter trotz Kindern gearbeitet. Da wurden die Kinder von älteren Geschwistern, Großeltern oder anderer Verwandtschaft mitbetreut. Oder eben auch viel ohne Betreuung alleine gelassen. “Früher hatten wir das ganze Dorf zum Spielen” oder die schlafenden Kids waren dann eben mal ein paar Stunden alleine. Heute wird die Aufsichtspflicht anders gelebt.
     

  60. @ fit und gesund
     
    Danke für Deine Infos. Mit unseren Depots können wir grundsätzlich gut leben. Das “perfekte” Depot gibt es ohnehin nicht, genauso wie die “perfekte” Anlagestrategie. Wir können nur versuchen, es nach unserem Wissen und unseren Möglichkeiten bestmöglich zu gestalten.
     
    Ich habe 2 Strategien. Einmal die Langfristanlage, zum anderen gelegentliche Trades, wenn sie sich mir “aufdrängen”. Beides erfolgt in getrennten Depots. Ein drittes Depot dient ebenfalls nur der Langfristanlage, es enthält nur meine steuerfreien Aktien, hier ändere ich gar nichts. Keine Käufe, keine Verkäufe.
     
    Im Langfristdepot kaufe ich neue Positionen oder stocke bestehende und deutlich im Gewinn liegende auf, wenn sich besonders erfolgversprechende Gelegenheiten bieten.
     
    Längere Zeit habe ich darüber nachgedacht, wie Frau Sander es auch empfohlen hat, bei den Langfristpositionen in Euphoriephasen Teilverkäufe durchzuführen. Letztendlich habe ich mich dagegen entschieden, denn man “versaut” sich bei diesen besonders erfolgreichen Aktien den Dividendenstrom.
     
    Stattdessen führe ich gelegentliche Trades in einem getrennten Depot durch. Hier kaufe und verkaufe ich nach selbst erstellten Regeln. Mögliche Käufe und Verkäufe werden mir direkt im Chart angezeigt.  Das mache ich auch mit Aktien, die hiervon unberührt im Langfristdepot liegen. So ist es möglich, in Schwächephasen zu kaufen und in Euphoriephasen zu verkaufen. Das ergibt einen sehr ordentlichen Zusatzgewinn, den man mit b&h nicht erzielen kann. Hieran ändern auch die zu zahlenden Steuern nichts, denn der Cashbestand steigt…
     
    Die z.B. erwähnten CHD und McCormick habe ich mit kürzlich gekauften ersten Positionen im Langfristdepot.
     
    Doch im Februar ergaben sich für beide nach meinem System Tradingchancen. So habe ich sie zusätzlich am 22.02.21 im Handelsdepot gekauft (McCormick bei 68,47 €, CHD bei 66,80 €). Verkauft habe ich beide am 29.03.21 (McCormick bei 76,50 €, CHD bei 74,63 €). Käufe und Verkäufe waren gebührenfrei. So habe ich in 35 Tagen jeweils 11,7% zusätzlich verdient. Solche Chancen ergeben sich andauernd. Bei einer bisherigen Trefferquote von 87% lohnt sich das. Mein System ist sehr einfach und ich habe nichts optimiert (weil es dann zukünftig nicht funktioniert…). Ich handle auch hier nur die besten Aktien, die ja auch im Langfristdepot liegen. Für mich sind das keine “Zockereien”, sondern ganz einfach ein Zusatzverdienst. Ein sehr konservatives Risiko- und Moneymanagement habe ich integriert.
     
    Anhand meines Marktsignals verkaufe ich nichts im Langfristdepot. Momentan steht es auf “Verkaufen” (schwächer geht es nicht…). Für mich bedeutet das nur: Cash bereit halten und keine Trades eingehen. Evtl. schwache Aktien, von denen man sich trennen möchte, reduzieren oder ganz verkaufen, sofern die Kurse hier “stimmen”.
     
    Wünsche noch einen schönen Sonntag
     
    LG

  61. @Claus:
    Sorry, aber ich kann deine Logik nicht so recht nachvollziehen. Auf der einen Seite bist du ein erfahrener b&h Anleger. Allerdings verdingst du dich nicht mit Zockereien sondern mit einer erfolgreichen Trefferquote von 87% als Zusatzverdienst im Bereich Trading.
    Ist das nicht inkonsequent?
    Wenn du eine höhere Rendite und einen höheren Zusatzverdienst erwartest wäre nicht die erfolgreichere Strategie mit nur einem Depot und eben höheren Beträgen zu traden?
     

  62. # Kinder
    Mal etwas Zündstoff in die Debatte geben:
    Bevor man sich Kinder anschafft, sollte man vielleicht klären, warum man das tut. Die meisten denken dabei gar nicht so sehr an die Kinder, sondern an sich selbst. 
    Einige wollen damit ihre Beziehung reparieren. Für andere ist es ein Projekt, über Kinder das zu erreichen, was man selber nicht erreicht hat. Die meisten erfüllen wohl ihre unausgesprochene soziale Rolle und die Erwartung ihres Umfeldes. Nur wenige haben das Standing, dem zu widerstehen. Und biologisch, hormonell-biochemisch geht da wohl auch was ab.
    Heutzutage kriegt man ja Kinder, die von anderen großgezogen werden. Man gibt sie so schnell wie möglich ab an Krippe, Kita und Schule ab.  Gut hat der Adel seinerzeit auch so gemacht, indem er eine Nanny hatte.
    Kinder hatten früher ja die Funktion, dass einem im Alter jemand versorgt hat. Dem ist nicht mehr so. Das Mehrgeneration-Haus ist die absolute Ausnahme. Die Kinder sind, wenn die Eltern alt sind, irgendwo auf der Welt unterwegs. So wie die Eltern, die Kinder outgesourct haben, so machen das die Kinder mit den alten Eltern – ab ins Altenheim. 
    Wie sieht das aus Sicht der Kinder, nicht der Eltern aus? Es gibt dazu das Buch “Vom Nachteil, geboren zu sein”. Nun die Kinder hier haben im Vergleich zu mindestens 90 % der anderen Kinder auf diesem Planeten das große Los gezogen. Trotzdem werden sie kämpfen müssen die lieben Kleinen. Der Westen, der die Elterngenration wohlhabend gemacht hat, steigt ab. Sie werden fraglos auf einen überbevölkerten, vermüllten, klimagefährdeten Planeten nicht das Schlaraffenland vorfinden. Die Ressourcen und die natürlichen Lebensgrundlagen werden knapp und mit jedem zusätzlichen Erdenbürger noch knapper. Ihr Problem wird eher nicht sein, mit 40 in Rente zu gehen. Wird es überhaupt auskömmliche Jobs, bezahlbare Wohnungen usw.  für sie geben?
    Wie seht ihr das?
     
     
     
     
     

  63. @Felix
    Da bleibe ich entspannt. Teile davon habe ich selbst als Kind in der Schule gehört. Sicher wünsche ich meinen Kindern das Erreichen der FU noch vor dem 40 Lebensjahr. Da bin ich absolut bei Dir. Ich wünsche schließlich meinen Kindern bessere Möglichkeiten als mir selbst sich zu entfalten. So schlecht ging es mir allerdings auch nicht. Das soll jetzt nicht klagend rüberkommen.
    Für eine gute Bildung, generell und finanziell, sorge ich und gebe auch finanzielle Starthilfe so weit mir möglich. Davon sollten die Kinder in einer globalisierten Welt profitieren. Bereits heute profitieren optimistisch eingestellte gebildete Menschen von den Möglichkeiten.
    Ich bin in der glücklichen Lage viel Zeit mit meinen Kindern verbringen zu dürfen. Das könnte von mir aus auch so andauern. Es wird in Zukunft ein wenig weniger Zeit geben, aber auch das wird sich wieder ändern. Für mich wäre die 32h Woche ein Traum. Daran werde ich weiter arbeiten. Das Einkommen interessiert mich nicht.
    Ich bin eben mit dem Hund eine Gassi Runde durch meine Nachbarschaft gegangen und musste an die Claus’che Häufchen Theorie denken. Ich habe kein einziges Hundehäufli gesehen und war dabei selbst an den krtischen Stellen unterwegs. Die heutigen Jugendlichen und der Einfluss der Grünen lassen mich im Punkt Umweltschutz auch nicht vom schlimmsten ausgehen.
    Falls Du keine Kinder hast. Da gibt es heute auch phantastische Möglichkeiten:
    https://www.geo.de/reisen/reisewissen/homeoffice–zwei-italienische-traumorte-uebernehmen-halbe-miete-30522138.html
    Warum eine Villa für 1-20M kaufen, wenn es in schöner Landschaft auch wesentlich billiger geht? Heute gibt es doch so viele Möglichkeiten. Da sollte Jeder etwas passendes finden können.

  64. @Nico
    Doch so gefrustet weil ihr keine guten, günstigen und ausreichenden Betreuungsangebote in der Schweiz habt? 😉 Meine Kinder werden mit Sicherheit nicht schlechter aufwachsen als deine – wobei ihr offenbar auch in der previligierten Lage seid Kinder und Job parallel hinzubekommen. Das kann weder die Krankenschwester noch der Fabrikarbeiter. Vielen Männern ist es aber auch ganz Recht das Patriarchat zu zementieren, indem mam Mütter mit solchen blödsinnigen Argumenten von einer möglichen Karriere abhält. Und dann wundert man sich, dass Frauen in Westdeutschland überdurchschnittlich häufig kaum Rente bekommen…
     
    Am Ende soll jeder es machen wie er es will – den Kindern geht es in beiden Modellen nicht besser oder schlechter. Wäre es anders, müssten Kinder von Sozialhilfeempfängern im Schnitt ja die deutlich besseren Chancen haben. Haben sie nicht wie wir wissen.

  65. @Slowroller
    Frust habe ich keinen. Wir haben uns bewusst für Kinder entschieden. Es war für uns klar Kinder auch selber zu betreuen wenn wir welche haben. Aber klar man kann die Kinder auch in die Kita abschieben dort werden sie von prekär entlöhnten Frauen und vielen blutjungen Praltikamtinen betreut. In vielen Kitas wird den Eltern einen Betreuungsschlüssel vorgespielt der mit dem vorhandenen Personal nicht zu halten ist. Desweiteren häufen sich die “Einzelfälle” in denen sich Betreuunhspersonen an den Kindern vergangen haben.
    Aber hei hauptsache man ist modern und beide können voll arbeiten. 
    Ein bisschen Verwahrlosung hat doch noch keinem geschadet.

  66. @Fremdbetreuung
    Vielleicht auch eine Generationenfrage, wir waren hier recht konservativ. Bis 3 resp. 4 Jahren hat die Mutter die Kinder betreut danach war ich dran bis sie in den Kindergarten gingen mit 6 Jahren. Ich hätte mir nicht vorstellen können sie, wie es teilweise heute geschieht bereits mit 3 Monaten “abzudrücken”. Sie hingen doch noch extrem an der Mutter zumindest bis 3 – 4 Jahren. Sie hatten auch Spielfreunde in der Nachbarschaft im gleichen Alter, aber sie den ganzen Tag abzugeben, ich weiss nicht. 
    Ich denke man muss eben auch gewisse Kompromisse eingehen, es geht halt nicht alles, 2 Karrieren, Haus, 3x Fernurlaub, 2 Autos, Hobbies, Vereine etc. liegt halt nicht alles drin ohne dass irgendwo etwas auf der Strecke bleibt. Kinder sind kein “Gadget”, das man einfach sich mal so “anschafft”.
    Aber gut, für etwelche Folgeschäden gibt es ja dann den psychologischen Dienst 😉
    Meiner Frau wurde dadurch eine höhere Karriere in der Klinik verwehrt, mit 4 Jahren Pause hat sie zwar den Einstieg wieder gefunden, aber so kann man keine Karriere als Oberarzt oder Chefarzt machen, aber uns war es das Wert. Natürlich priviligiert, aber ich denke es wäre für die Meisten möglich, einen Wiedereinstieg auch nach einer Auszeit von 2/3/4 Jahren zu finden, natürlich nicht von Anfang an zum gleichen Lohn und gleicher Position wie zuvor, aber nach 2-3 Jahren ist das wieder aufgeholt.
    Gut ich habe da wohl auch eine andere Ansicht da ich es aus eigener Erfahrung als Kind kenne, “fremdplatziert” worden zu sein (ungewollt notabene), und das war nicht so lustig.

  67. @Felix

    Es könnte durchaus zu Lebzeiten eine Bevölkerungswachstumskontrolle kommen.

    Da sind die Corona-Beschränkungen evtl. noch harmlos dagegen.

    Da muss man kein Verschwörungstheorethiker sein.

    Mal sehen ob wir technologische Quantensprünge schaffen…

  68. Meine Enkeltochter wurde im Alter von gut 12 Monaten für zwei Jahre einer sehr gut ausgewählten Tagesmutter anvertraut! Dort wurde sie dann mit vier anderen Kindern im Alter zwischen 1-3 Jahren betreut! (3 Tage in der Woche). Meine Frau und ich hatten große Bedenken die Kleine in diesem Alter wegzugeben! In Kürze wird sie 6 Jahre alt und kommt im Herbst in die Schule, und ich kann nur sagen, es war das Beste was diesem Kind passieren konnte! Sie hat sich dadurch unglaublich gut entwickelt.Durch den Sehr frühe Kontakt mit Gleichaltrigen bzw. Etwas älteren Kids, konnte sie früh sehr viel lernen, auch wie man sich durchsetzt, aber auch anpasst! Ich versteh jeden der da Bedenken hat, aber heute bin ich sicher für die Entwicklung der Kids ist es einfach nur positiv einen solchen Schritt zu gehen! 

  69. Lustig , dass Leute, wenn sie von Kindern sprechen, oft nur Babies, Kita- und allenfalls Grundschulkinder im Blick haben. Warum wird dann immer von Betreuung geredet ? Weil diesen Leute der Zeithorizont fehlt.  Der dümmste Satz : “die kosten ja nicht viel, es gibt Kindergeld und Freibeträge”. O.k., bei denen bleiben die Kinder klein und werden niemals größer. Essen gibt es bei denen auf ewig in kleinen Portionen und auf Lebzeiten gibt es keine teureren Geschenk- oder Ausstattungsbedarfe. Der 10 jährige bekommt Lego und läuft in kurzen Kinderhosen aus dem second Hand shop
    und Laufsocken herum ? Das könnte ein erfrischendes Aufwachen in so einer Familie geben, wenn die Eltern merken, dass die Kinder zu Erwachsenen werden….

  70. @Kiev, im Januar werden noch 6.000€ offen sein. Die werde ich dann problemlos auf einen Schlag abzahlen können. Eigentlich hatte ich vor, den Betrag dann mit niedrigen variablen Zinsen einfach weiterlaufen zu lassen. Doch der Bankonkel sprach davon, dass der variable Zins in meinem Fall wegen der eher niedrigen Restschuld bei um die 2% liegen wird. Ich hatte eher mit knapp über 0% gerechnet. 
    @-M, es ist ja nicht schlecht auch ein wenig Kapital in fest verzinste Produkte zu haben. Da ist meine Lebensversicherung besser als irgendwelche Anleihen. Sind auch nur 70€ im Monat. Lasse ich einfach weiterlaufen. Der Rest geht in Aktien und ETFs. Bald über 1.000€ im Monat. Ich könnte sogar noch an den Fixkosten drehen. Aber ich finde den Gewerkschaftsbeitrag schon in Ordnung. Ebenso das Sky Abo und die Glasfaserleitung. Wo ich eher zusätzlich spare: Den Stromanbieter wechseln. Weg vom Grundversorger hin zu einer günstigen Alternative. Geht per Mausklick ohne Schriftkram. Bei der Autoversicherung sind oft auch 50% Rabatt drin. Zudem lohnen sich Heizthermostate, die sich per App programmieren lassen. Nachts und tagsüber, wenn ich nicht zuhause bin, auf 17 Grad runter regeln und auf 21 hoch, wenn ich auch wirklich da bin. Spart einiges an Energie. 

  71. @ralf

    Altria finde ich besser als BAT im langfristigen Vergleich.<<
    Ich auch, zudem haben die noch ne schöne Portion Anteilen an Anheuser.

  72. @ Jenny
    Ich habe in Kürze einen neuen Arbeitgeber. Bei meinem alten wäre es möglich gewesen bei dem neuen wird es nach einer gewissen Zeit ebenfalls möglich sein. Es handelt sich bei beiden Firmen um IG Metall Betriebe. Bei der Einstellung gab es allerdings ein Mindestmaß an Stunden.
    Vielleicht hätte ich auch 5k Jahresgehalt mehr verhandeln können. Bei den Stunden gab es nach unten dann aber leider keinen Spielraum, auch wenn das eh nach einer Zeit möglich sein wird. Ganz so flexibel sind die Arbeitszeitmodelle heute auch noch nicht. Aber es war meine Entscheidung und mir war die Schwierigkeit mit der Arbeitszeit bei einem neuen Arbeitgeber durchaus bewusst. Bei dem alten habe ich allerdings auch noch nicht die Stunden reduziert, somit verschlechtert ich mich nicht. Außerdem gab es eine sehr gute Abfindung. Netto mit Fünftel Regel wird sie im hohem 5 stelligen Bereich liegen. Also selbst gewähltes Schicksal…
    @ Hans
    Kredite unterhalb von 50k€ waren schon vor den sehr niedrigen Zinsen unattraktiv für die Bank. Mit den noch tieferen Zinsen wurde es diesbezüglich nicht gerade besser.
    @ BAT vs MO
    Ich habe aktuell beide. Langfristig möchte ich aber die Positionen abbauen. 

  73. @Nico 
    Natürlich sollte man es machen wie du. No doubt about it!
    Genau deshalb bist Du hier der hellste Stern am Himmel 
    Mir fällt langsam nichts mehr ein, beleidigen moechte ich dich ja auch nicht.
    Du bist halt einfach perfekt! Congrats!!
    @all the others
    Ich bin weissgott ein positiver Mensch aber das überlesen von manchen Kommentaren fällt mir immer schwerer!
    Go Nico!!

  74. @Nico
    Ich weiß nicht wie es bei euch in der Schlucht ist, bei uns in der (städtischen) Kita ist keine Erzieherin “prekär” entlohnt. Praktikanten gibt es nur in geringem Umfang und 95% sind gelernte/studierte Pädagogen, Erzieher oder Heilerzieher. Der Schlüssel könnte besser sein, das stimmt – Ist aber alles ok. Zum Thema Missbrauch: Kinder, die NICHT in die Kita gehen haben eine deutlich höhere Gefahr Gewalt oder sexuellem Missbrauch ausgeliefert zu sein. Die größte Gefahr für die Kinder liegt nämlich im eigenen familiären Umfeld.
     
    Am Ende muss man aber sagen, und das ganz ohne böses Blut, dass es eine Sache der eigenen Erfahrungen, der eigenen Bildung und auch des Umfelds ist. Im Gegensatz zu dir bin ich üerzeugt davon, dass ich den besseren Weg gehe. Sonst würden wir es nicht so machen. Gleiches gilt natürlich auch für dich…   

  75. @Kiev
    So eine hohe Abfindung ist natürlich nice.. Glückwunsch und alles Gute für den neuen Job. Bei IGM ist es ganz gut, dass einen keiner komisch anguckt, wenn man eine 35h-Woche will. Ich hatte mir das beim letzten Wechsel auch fest vorgenommen. Die Info war bei meinem neuen AG im Laufe der Vorstellungsgespräche verloren gegangen und man hat mir deswegen eine 40h-Stelle angeboten. Aber war dann kein Thema als ich dann auf meinen Wunsch nach 35h verwiesen habe. Klar, finanziell macht das einige 1000€ im Jahr aus. Aber auch vom Zeitgefühl her macht es einen Unterschied. Ich sage gerne: 5h weniger arbeiten, 5h mehr Freizeit und somit quasi gefühlte 10h Unterschied zwischen 35 und 40h. 🙂

  76. @Claus,
     
    Danke für die Info, steuerfreie Depots haben wir hier nicht, Dividende werden besteuert, Kursgewinne nicht.
    Ich habe 2 Depots, ein Grösseres und Älteres, was nicht so kostengünstig ist und ein Kleineres, etwas günstiger, ich stocke im Grösseren Positionen auf und im Kleineren dann neue Käufe und Aufstocken. Hier gibt es auch ein paar Positionen die ich mit gutem Gewinn verkaufen könnte, aber ich mag nicht, im Moment bin ich eher gegen Verkaufen, Neues Geld kommt ja eigentlich nicht mehr herein, ausser die Dividende, Cash was ich sonst noch habe werde ich im Moment sicher nicht anlegen.
    Von der Rente bleibt noch was übrig, aber das wird definitiv nicht gespart, Rente ist zum Ausgeben da, nicht zum Sparen. Ab 65 werde ich auch die Dividende zumindest teilweise ausgeben. 
     
    Liebe Grüsse

  77. BAT
    BAT mit Altria zu vergleichen ist schwierig. BAT macht den Tabakumsatz weltweit Altria nur in den USA. 
    Ich habe übrigens beide in Depot. Zusätzlich auch noch Imperial Brands. Auch in den nächsten Jahren werden weiter Raucher geboren die als treue Kunden die Ware kaufen. Die Dividenden sind zudem sehr hoch.
     
    Ich hätte es nie übers Herz gebracht den kleinen nach 12 Wochen in eine Kita zu stecken. In den ersten drei Jahren wird das Urvertrauen gebildet. Läuft da was schief wird der Mensch sein Leben lang massiv mit Bindungsproblemen zu kämpfen haben. Im Extremfall wird jemand unfähig feste Bindungen einzugehen.

    @Slowroller
    Natürlich gehe ich davon aus, dass ihr nur das Beste wollt für eure Kinder. Aber manchmal ist der bequemste Weg nicht der Beste.

  78. @ Ex Studentin
    Die 40 Stundenwoche und vielleicht auch mehr möchten scheinbar alle Arbeitgeber am liebsten. Glückwunsch, dass Du die 35h durchsetzen konntest. 😉
    Bei IGM fällt auch noch weniger unter reduzierte Vollzeit. Ich bin eh entspannt und sehe die von mir gewünschten 32h als gutes langfristiges Maß. Das heißt nicht, dass ich nicht in turbulenten Phasen auch 40h und mehr arbeiten möchte. Ist alles kein Problem. Ich würde allerdings lieber die Zeit in einer ruhigeren Phase in Form von Sonderurlaub anstatt mit Geld verbrauchen. Geld habe ich genug, ein paar Tage zusätzlichen Urlaub kann ich schon eher gebrauchen.
    Die Arbeit rein nach Stunden zu bemessen ist eh eine Sache. Glücklichere und zufriedene Mitarbeiter werden in ihrer Zeit vermutlich mehr leisten. Auch wenn man nicht alles einfach bemessen kann.

  79. Wegen Altria ich mag keine Amerikanischen Aktien mit hoher Dividende.
    Da gebe ich 60% der Dividende wieder ab.
    Mir wurde sogar die 15% Rückforderung vom Schweizer Finanzamt nicht genehmigt, da Depotauszug der Bank nicht anerkannt wurde.
    Imperial Brands hab ich mir auch angeschaut, die sind aber gerade im Schulden Abbau.

  80. @Nico
    Zwischen zwölf Wochen und 4 Jahren ist schon einiges an Zeit. Unter einem Jahr gibt so ziemlich niemand sein Kind in die Krippe. In das Thema Urvertrauen kannst du dich aber nochmal einlesen um das Wort das nächste mal auch im passenden Kontext zu nutzen.
    Der “einfache” Weg für mich wäre es im übrigen gewesen mir ein Heimchen zu suchen oder meiner Frau was von “Urvertrauen” zu erzählen…
     
     
     

  81. Nanu? Ich wusste nicht, dass 2600 Euro netto so viel sind. Das baut mich gerade auf. Bin nur kleiner Geologe und verdiene 3.300 Euro netto und nebenberuflich verdiene ich noch ein wenig hinzu als Übersetzer. Dann gehts mir wohl doch nicht so schlecht. Habe in den letzten 6 Monaten mehr Geld an der Börse verdient, als im Beruf, daher dachte ich, dass sich letzteres so langsam nicht mehr richtig lohnt….

  82. Unter einem Jahr gibt so ziemlich niemand sein Kind in die Krippe.
    @Slowroller
    Diese Aussage mag für dein Umfeld stimmen. In der Schweiz dauert der gesetzlich geregelte Mutterschaftsurlaub 12 Wochen. Daher gibts doch einige die das Kind nach 12 Wochen in der Kita versorgen, da es sonst beim Geldverdienen stören würde. 
    Wie bereits erwähnt gibts bei uns kein Heimchen am Herd wir teilen uns die Betreuung. 
    Ich scheue das Wort privilegiert weil es nach Privilegien klingt die einem jemand gewährt. Meine Frau ubd ich sind aber in der glücklichen Lage nach vielen Jahren Vollgas im Job die Pensen reduzieren zu können und trotz des “Lohnsusfalls” von um die 30% (Reduktion von 200% auf 140%) weiterhin ein gutes Leben führen zu können. Und ja wir sparen natürlich auch weiter Geld. 
    Wir haben uns bewusst für Kinder entschieden und möchten diese auf dem Weg ins Leben begleiten.

  83. Da gebe ich 60% der Dividende wieder ab.Mir wurde sogar die 15% Rückforderung vom Schweizer Finanzamt nicht genehmigt, da Depotauszug der Bank nicht anerkannt wurde.
    @Josef
    Deine Rechnung verstehe ich nun nicht. Bei meinen US Aktien werden total 30% der Dividende einbehalten von der Depotbank. 15% sind Quellensteuer die in der Steuererklärung anrechenbar ist. Die anderen 15% sind ein Steuerrückbehakt den ich vom Gemeindesteueramt zurückerhalte wenn ich die Aktien ordentlich angebe in der Steuererklärung.
    Wo genau gibst du 60% der Dividende ab?
    70% der Dividende fliessen direkt zu dir der Rest macht den Umweg übers Steueramt.

  84. Pump and Dump Spiele bei Bitcoin..
    Musk hat die Bitcoinjünger mal ordentlich verarscht!

  85. “Wegen Altria ich mag keine Amerikanischen Aktien mit hoher Dividende.”

    Der bessere Chartverlauf spricht für mich mehr für Altria. Kernmarkt sind die USA, aber auch in weiteren rund 150 Ländern ist Altria durchaus aktiv. Unter anderem als Nebenstandbein mit Finanzprodukten und Weinsorten.

    “Die Arbeit rein nach Stunden zu bemessen ist eh eine Sache. Glücklichere und zufriedene Mitarbeiter werden in ihrer Zeit vermutlich mehr leisten. Auch wenn man nicht alles einfach bemessen kann.”

    Die IGM ist im Bereich der Tarifverträge eine “bessere” Gewerkschaft mit attraktiveren Tarifkonditonen für die Arbeitnehmer. Es sei dir gegönnt. Bezüglich Leistung habe ich auch mal so gedacht und u.a. Projekte mit Millionenverantwortung geleitet. Bis Schlaganfallartige Symptome und ein Aufenthalt in der Neurologie bereits vor 10 Jahren zur Bremsung zwangen. Es gibt daher nicht das Rezept für jeden und man sollte hier und da auch auf den Körper hören. Darum kann ich mit so Geblubbere wie “ihr seit faul” oder “ihr müsst mehr leisten” nur bedingt etwas anfangen wenn man manche Hintergründe nicht näher kennt.

    “Musk hat die Bitcoinjünger mal ordentlich verarscht!”

    Bitcoin bleibt spekulativ. Ich beteilige mich daran allerdings recht erfolgreich mit einem kleinen Kryptowährungs-Zertifikat. Da könnte durchaus noch Potential stecken.

  86. @ Blackrock
     
    “Wenn du eine höhere Rendite und einen höheren Zusatzverdienst erwartest wäre nicht die erfolgreichere Strategie mit nur einem Depot und eben höheren Beträgen zu traden?”
     
    Ja, wenn ich meine Langfristdepots auflösen würde und mit dem gesamten Kapital nur Trades nach meinem System betreiben würde, wären die Renditen höchstwahrscheinlich wesentlich grösser. Das Risiko wäre für mich aber unverantwortlich. Hinzu kommt, dass ich kein Trader bin und auch keiner werden möchte. Aber sich quasi “aufdrängende” Gelegenheiten möchte ich auch nicht ungenutzt verstreichen lassen.
     
    Da man beim Trading niemals sein Gesamtkapital einsetzen darf, wenn man sein Kapital nicht gefährden will, funktioniert es leider nicht.
     
    Trading kann nur mit sehr konsequentem Money- und Risikomanagement funktionieren. Alles andere führt in den Ruin. Wer sich hierin versuchen möchte, sollte vorher sehr genau prüfen, ob er/sie hierzu in der Lage ist. Die meisten “Trader” scheitern, weil sie kein oder ein falsches Moneymanagement haben. Viele kennen kein Risikomanagement, sie wählen ihre Positionsgrössen “nach Bauchgefühl”. Meist sind sie in kürzester Zeit “vom Markt verschwunden” und verstehen nicht einmal, warum.
     
    LG

  87. @sammy Elon hat die Leute neulich selbst gewarnt. Mit Asperger-Syndrom kommen ab und zu scharfe Pfeile wie bei Greta. Die können beim Auftreffen brechen, weil sie aus Pappmaché sind. Dogecoin, Bitcoin sind Aufhänger für Gier, Abenteuerlust wie bei Optionsscheinen. Eine gigantische Geldmaschine für die Händler. Die hinterliegende Technologie und Ideologie (“unabhängig von Notenbanken und Staaten”) ist die monetäre 1,5-Gradgrenze des Kapitalismus. Würde digitaler Wertverlust einprogrammiert werden , um das Geld in Umlauf zu halten wären sogar die Linken entzückt.
    Nichtsdestotrotz besteht die Möglichkeit, dass der Bitcoin in bestehende Systeme assimiliert wird und dann gar nicht mehr so unabhängig ist. Früher der ECU, morgen der digitale, von den Notenbanken kreierte GLOBO. Was ein Zufall, dass der im Verhältnis 1:1 zum USD oder Bitcoin herausgegeben wird.

  88. @Ralf
    Bin absolut einverstanden Altria ist eine solide Firma die in meinen Augen nachwievor relativ günstig zu haben ist. 
    Ich habe bei Altria einen Einstandskurs von 40$. Die Position ist voll ich plane daher nicht weiter nachzukaufen.

  89. @Zigarettchen-Aktien:
    Ich finde, es gibt smartere Investments. Was ist denn der Investment-Case? Glaube ich an dauerhafte Kursgewinne, oder lockt mich die vergleichsweise hohe Dividenden-Rendite, deren Nachhaltigkeit aber nicht ausgemachte Sache ist, weil es genügend Damokles-Schwerter gibt, die über diesem Geschäftsmodell  schweben? 
    Wenn es eher die Dividenden-Rendite ist, die lockt, würde ich stattdessen Infrastruktur-Investments ins Auge fassen. Hier gibt es auch sehr hohe Ausschüttungen, Kursgewinne spielen nicht die Hauptrolle, sind aber in einem gewissen Rahmen über viele Jahre möglich und die Dividende ist meines Erachtens nachhaltiger und sicherer als bei Tabak. Das Argument “geraucht wird immer”, zieht meines Erachtens nicht. Schon eher, das Klo wird immer gespült und irgendwohin muss es abfließen.
    Tobs 

  90. @ tobs: Bei Altria und PM wäre der Investment Case Beides, also langfristig Kursgewinne und hohe Dividenden)
    Durch den ständigen Gegenwind (Regulatorik, ESG, moralische Bedenken) sind die Kurse (bis auf Ausnahmen) der Unternehmen dauerhaft unterbewertet. Die Unternehmen verdienen aufgrund eines stabilen weltweiten Oligopols trotzdem stabile Milliardenbeträge und verschwenden Sie leider oft nur durch Fehlinvestitionen außerhalb des Kerngeschäft bei Altria z.B. (die Weingüter bringen nur schrumpfenden Umsatz und keine Gewinne, Juul war ein 12,8 Mrd. $ Desaster und Cronos/BUD sehen auch nicht wirklich prickelnd aus, aber zumindest wird die Konkurrenz kleingehalten und Iqos kann sich jetzt breit machen).
    Also Altria liefert das brutale Beispiel des diworsifyings und trotzdem bleiben am Ende jährlich viele Milliarden $ Cashflow mit konventionellen Glimmstängeln und Oraltabak über.
     

  91. @Nico Meier
    30% Abzug Depotbank.
    30% Einkommenssteuern
    15% kann man Rückfordern via Easy Tax Programm (wurde bei mir abgelehnt)
    15% kann man in den USA Rückfordern ( lohnt sich bei mir nicht)
     

  92.  Was ist denn der Investment-Case? 
    @Tobs
    Ich habe im Herbst 2019 die Zahlen von Altria angeschaut. Und festgestellt, dass sie bei 40$ massiv unterbewertet sind. Daher habe ich damals gekauft. Zusätzlich erhalte ich beim Warten auf bessere Kurse gut Dividende.
    Altria liegt inzwischen  bei über 50$
    Mit anderen Worten bisher einen Buchgewinn von 25% eingefahren und zusätzlich noch 5.94$ als Dividende kassiert.
    Totalrendite von rund 40% in etwas mehr als 1.5 Jahren. Passt für mich.

  93. @Bilbo78:
    wenn du die Performance aus den letzten 6 Monaten genauso in den nächsten x Jahren durchhälst kannst du tatsächlich aufhören 😉
     

  94. @Josef
    Welche Depotbank hast du denn?
    Bei mir hat das immer funktioniert das Steueramt hat mir die 15% Quellensteuer USA angerechnet und die 15% Steuerrückbehalt USA rückerstattet.
    In welchem Kanton zahlst du 30% Einkommemssteuern?
     

  95. @Josef und Nico Meier,
    bei mir im Kanton Thurgau klappt das wunderbar, und 30% Einkommenssteuer? Schreck lass nach  🙂

  96. Ich wohne im AG.
    Ich drücke mich wohl nicht richtig aus bin ja kein Steuerfachmann.
    Als Beispiel:
    Bei 1500 Dollar Brutto Dividende bezahle ich ca. 450 Dollar mehr Gesamt Steuern.Da ist Kirchensteuer, Feuerwehrsteuer, Direkte Bundessteuer und Kantons und Gemeindesteuern drin.
    Einkommenssteuer ist wohl das Falsche Wort.

  97. @Josef

    Nico wird es sehr bald richtig stellen! So viel Steuern zahlt Ihr in der Schweiz nicht! 😉

  98. Ich wohne im AG.Ich drücke mich wohl nicht richtig aus bin ja kein Steuerfachmann.
    @Josef
    Einzelperson ledig Stadt Aarau
    Bruttoeinkommen 100’000 Steuerbelastung 14%
    Bruttoeinkomm 200’000 Steuerbelastung 20%
    Bruttoeinkommen 500’000 Steuerbelastung 27%
    Bruttoeinkommen 1’000’000
    Steuerbelastung 30%

    Steuerbelastung beinhaltet Direkte Bundessteuer, Kantons und Gemeindesteuer inklusive Kirchensteuer.

    Josef dein Bruttolohn beträgt eine Million, dass du auf eine Steuerbelastung von 30% kommst?
     
     
     
     

  99. @Rüdiger

    Und da sagst Du ich soll nicht prognostizieren??? 😉

    Aber eigentlich bin ich ja eher der Gruppe der Agnostiker mit bloßer Wahrscheinlichkeitsbetrachtung von sicheren Kosten & Gebühren zuzurechnen…

  100. Guten Abend zusammen,
     
    also meine monatliche Sparrate beträgt 600€. Mehr geht nicht mit Frau und Kindern. Denke aber das es gar nicht so schlecht ist. Habe noch ca. 22 Jahre Zeit etwas anzusparen. Mal sehen wohin die Reise geht.
     
    Jetzt meine Frage:
     
    ich habe ein u.a. paar AT&T Aktien im Depot und heute kam die Nachricht über den Merger bzw. der Abspaltung von Warner Media. Da ich keine Ahnung davon habe wie so etwas funktioniert wollte ich fragen, ob es Sinn macht die Aktien zu halten? Persönlich habe ich mich auf HBO Max gefreut aber nun wird das zusammen mit Discovery ein eigenes Unternehmen und von AT&T abgespalten. Anteilig erhalte ich dann Aktien vom neuen Unternehmen, dass habe ich verstanden. Ist es nicht eine Chance auf einen neuen Wachstumswert oder was zeigt die Erfahrung aus der Vergangenheit anderer Unternehmen? AT&T kann sich jetzt wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren anstatt Milliarden weiter in den Medienbereich zu investieren.
     
    Eigentlich sind meine AT&T Aktien auf lange Sicht von mir erworben worden.
     
    LG
    Moe

  101. @Nico Meier
    Laut Easy Tax ca 30%
    Einfache Steuer 100%
    Beispiel Aarau:
    Gemeindesteuer 97%
    Röm,kath Kirchensteuer 18%
    Kantonssteuer 112%
    Sind insgesamt 227%
    also reicht in deinem Beispiel 100 000 Einkommen.
    Da wo ich wohne ist Gemeindesteuer aber höher.

  102. @Moe
    Orakel sind mit Vorsicht zu genießen… dass haben schon die alten Spartiaten bitter lernen müssen. 😉

  103. @ M
    The big Short ist im wirklichen Leben nichts für mich. Michael Burry ist bereits einige Zeit Short in TSLA. Der ganze Spaß ist nicht unbedingt günstig. Es wird sich zeigen wie viel Gewinn oder Verlust er bei der Sache einfahren wird. Selbst wenn sich der Kurs in die gewünschte Richtung bewegt kann bei einem zu großen Zeitraum nichts hängen bleiben.
    @ Ralf
    Jeder kann das ideale Maß für sich selbst finden. Mit meinen gewünschten 32h die Woche werde ich vermutlich nicht den Gefahren eines Burnouts im besonderen Maße ausgesetzt werden. Da gibt es sicherlich stressigere Jobs und auch längere Arbeitszeiten. Stoßzeiten können in meinem Bereich manchmal 3-4 Wochen andauern. Wenn ich in so einer Zeit 40h die Woche arbeite, oder auch mal eine Woche mit 50h arbeite hält sich der Stress in Grenzen. Nach Abschluss der Tätigkeit ist bei mir auch oft eine ruhigere Phase vorhanden, so dass ich direkt einen Tag zur Erholung abbauen kann. Zu viel Stress ist in meinem Bereich eh zu vermeiden. Langfristig werden die Probleme sonst größer wenn hier zu viel gemurkst wird. Also besser direkt ordentlich Planen und bei AdHoc Änderungen den Zeitplan anpassen und Verschiebungen so früh wie möglich kommunizieren und abklären.
    Großprojekte sind hier etwas anderes. Meine Frau macht etwas in der Richtung. Sie kennt sich hier auch sehr gut aus und bis auf ein paar zeitliche Engpässe in Phasen ist es meistens auch kein Problem. Skalieren lässt sich diese Arbeit allerdings nicht. Ihr Chef wünscht sich gelegentlich, dass sie ein weiteres Projekt in der selben Größenordnung übernimmt, da es bei dem einen so gut klappt. Das ist aber völlig unmöglich. Eigentlich hat sie vertraglich eine 28h Woche. Sie arbeitet manchmal auch über 40h die Woche. Das funktioniert aktuell auch nur durch meine Freizeit und im Home Office. Langfristig ist dieses Pensum von Arbeit sicherlich nicht unser Traum. Dafür legen wir auch kein Vermögen an um es nur noch schneller anhäufen zu können. Mit der passiven Entwicklung sind wir bereits zufrieden.

  104. Hi Tim 
    Absolut richtig! Es kommt nicht darauf an, wie viel man verdient, sondern wie viel man davon als Ersparnis zur Seite legen und investieren kann. Es gibt unzählige Möglichkeiten zu optimieren, gewisse Ausgaben sind gesetzt (zumindest kurz- bis mittelfristig), aber man kann sehr viel machen, um die Kostenstruktur besser zu gestalten. Und dann gibt es zusätzlich auf der Einnahmenseite auch Möglichkeiten, Cash Flow zusätzlich zu generieren. Mit etwas Geduld, Ideen und Durchhaltevermögen lässt sich sehr viel erreichen und aufbauen. 
    Beste Grüsse 
    SavyFox 

  105. Leider ist auch hier im Forum teilweise ein gewisser, typisch deutscher “Empörungsdrang” vorhanden. 2600 € sind soo viel? Nein Kollege.
    Ich verdiene 3300 € netto als verbeamteter Berufsschullehrer (31 Jahre) 
    Krankenschwester im Verwandtenkreis 2700 € netto im Schnitt (variiert je nach Schichtzulagen) (54 Jahre) 
    Freunde, die Industriemechaniker sind ca 3500 € netto mit allen Zulagen (35 Jahre) 
    Polizist im mittleren Dienst 2800 € netto (30 Jahre).
    Erzieherin 2300 € netto (34 Jahre)
    Mathematiker bei einer Versicherung 2800 € netto (30 Jahre)
    Projektleiter bei einem mittelständischen Unternehmen 3900 € netto (32 Jahre)
    Unternehmensberater bei einer großen Beratungsgesellschaft ca 4500 € netto (kann sogar mehr werden mit Boni) (29 Jahre). 
    Leiharbeiter bei einem großen Industrieunternehmen 1900€ netto (37 Jahre). 
    Kassiererin bei einem bekannnten Discounter ca 2000 € netto ( bei 30 Stunden/Woche!) (31 Jahre) 
    Alle Steuerklasse 1 und ohne Kinderfreibeträge oder sonstigem. 
    Das sind alles Beispiele aus meinem direkten Umfeld. Keiner dieser Personen ist finanziell sorgenfrei. Der Consultant braucht hierfür wahrscheinlich noch 15 Jahre, wenn er sparsam lebt um ein halbwegs vernünftiges Polster zu haben, das einem entweder in Form von Mieten oder Dividenden einen kleinen Betrag zusteuert. 
    Ich denke wir müssen größer denken, versuchen unser Gehalt zu steigern und nicht mit etwas über 2 netto “ausruhen”, da “andere deutlich weniger verdienen”. Mit 2600 € netto muss man sehr lange sehr sparsam und finanziell gebildet sein, um überhaupt von Fire träumen zu dürfen. 

    Ich verfolge Tim seit.. keine Ahnung, vielleicht 3 Jahren und finde diesen Blog cool, richtig cool! Ich lese eigentlich auch fast jeden Artikel.
    Manchmal bekomme ich allerdings den Eindruck (auch durch einige Kommentare) , dass man mit einem geringen Gehalt (um die 2 netto) finanziell frei werden kann, wenn man sich nur genug anstrengt.
    Diese Meinung teile ich nicht. Natürlich sollte man (insbesondere mit einem geringen Einkommen) sparsam sein und sein überschüssiges Geld investieren.
    Zur finanziellen Freiheit reicht dies allerdings nicht.
    Meine Mutter ist für mich das beste Beispiel, dass man mit wenig Geld für seine Verhältnisse sehr viel erreichen kann, wenn man extrem (wirklich extrem!) sparsam ist.
    Abbezahlte Eigentumswohnung mit Anfang 50 und ein kleines Aktiendepot, das einem ein besseres Gefühl gibt.
    Um allerdings nicht mehr arbeiten zu müssen und ein finanziell sorgenfreies Leben a la Tim Schäfer leben zu können (und selbst er (muss) lebt ja anscheinend krass sparsam!), muss man sein Einkommen erhöhen und dann clever damit umgehen.
     
     

  106. Danke für den Artikel, wobei die Kommentare noch interessanter sind…
    Ja, mit 2600 Euro netto lässt sich nicht allzu viel sparen – 800 Euro sind da auf jeden Fall schon ordentlich. Ich meine, dass man bis zu einem Kapital von 100-200.000 Euro den Fokus auf “mehr verdienen und sparen” legen sollte. Bis dahin kann man sein Geld tatsächlich einfach in einen breiten ETF stecken. Erst danach lohnt es sich tiefer in Investmentmöglichkeiten einzuarbeiten und versuchen die Rendite zu erhöhen – das geht ja auch nur um wenige Prozent (ohne das Risiko wesentlich zu erhöhen). Wenn man/frau wenig Kapital hat, macht es keinen Sinn viel Zeit in Aktienanalysen o.ä. zu investieren. Da lohnen sich ein Zweitjob, Jobwechsel in eine besserbezahlte Position/Branche oder höhere Karriereambitionen im aktuellen Beruf mehr… Wichtig ist auch ein Ziel vor Augen zu haben – dazu sollte man genau wissen, was man unter finanziell frei oder finanziell unabhängig versteht. Ich verstehe es im wesentlichen so wie ich es hier beschrieben habe: https://www.McGeld.de/2021/05/10/3-Stufen-der-finanziellen-Ziele-oder-Wie-viel-Geld-ist-genug/
    Finanzielle Unabhängigkeit, wie ich sie verstehe ist einfacher zu erreichen als gedacht. Es können hier schon 500 – 700.000 Euro ausreichen. Die volle Million oder mehr ist dazu gar nicht notwendig. Es hängt von vielen Parametern ab, wie schnell es sich erreichen lässt. Und manches Mal (gerade am Anfang der Investoren-Karriere oder generell in jungen Jahren) ist es leichter seine Lebenssituation anzupassen als bessere Investments zu finden…

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