Über Geld redet man nicht? Doch, und zwar genau jetzt!


New York, 25. Dezember 2019
Der Schüler Joe Lammers (rechts im Bild) und sein Wirtschaftslehrer Jean-Marie Schwarzkopf (links im Bild) besuchen eine hochrangige Wirtschaftskanzlei in Hamburg und genießen einen tollen Ausblick auf die Elbphilharmonie aus der 13. Etage.

Ich wünsche allen Lesern des Blogs erholsame Feiertage und alles Gute für das Neue Jahr. Ich erhielt einen Leserbrief von einem Schüler aus Hamburg. Es ist ein beeindruckender Text:

Moin Moin!

Mein Name ist Joe Lammes. Tim hat mir die tolle Möglichkeit gegeben, einen Gastbeitrag für seinen Blog zu schreiben. Tim war vor einigen Wochen im Rahmen der Börsenclub AG an meiner Schule in Hamburg und hat dort mit uns über Finanzen und das Investieren gesprochen. Mein Wirtschaftslehrer Jean-Marie Schwarzkopf leitet diese AG und hat die Veranstaltung mit Tim organisiert. Aber nun zu meinem eigentlichen Thema:

Ich habe erst vor einigen Monaten damit angefangen, mich mit den Themen Finanzen und Investieren auseinander zu setzen. Dabei hat vor allem die Netflix Doku über Bill Gates (Inside Bill´s Brain“) eine große Rolle gespielt. Bill Gates berichtet darin unter anderem, was für einen Mehrwert ihm Bücher bieten und dass er pro Woche ungefähr ein Buch liest. 

Nachdem ich mit der Doku fertig war, habe ich nach einem interessanten und zugleich informativen Buch gesucht. Dabei bin ich auf den Klassiker Rich Dad Poor Dad von Robert Kiyosaki gestoßen und war von Anfang an begeistert. Die einzelnen Lektionen im Buch waren sehr verständlich und ich habe einen unmittelbaren Überblick über die wichtigsten Regeln erhalten, wenn es um den richtigen Umgang mit Geld geht.  Schnell folgten zwei weitere Bücher von Kiyosaki (Cashflow Quadrant und Investment Guide).

Da die Themen Finanzen und Investieren in meiner Familie bisher kaum zur Sprache kamen, bin ich auf meine Eltern zugegangen, um mit ihnen über meine neu erworbenen Kenntnisse zu sprechen. Dabei ist mir im Laufe einiger Gespräche etwas sehr Gravierendes aufgefallen, was sich auch im Gespräch mit anderen Menschen bestätigt hat: Wir Deutschen mögen das Investieren nicht. Wir mögen es auch nicht, über unsere persönlichen Finanzen zu reden und über eine Optimierung nachzudenken.

Schon im Jahr 2015 hat eine repräsentative Postbank-Studie Folgendes ergeben: Für knapp 64 Prozent der Deutschen ist Geld immer noch ein absolutes Tabuthema. Mein Eindruck: Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Ich weiß, dass das keine neue Erkenntnis ist und sicherlich erst recht nicht für Euch als Leser von Tims Blog. Aber für mich war es erstaunlich, wie man eine derartige Abneigung gegen diese wichtigen Themen haben kann. Denn es geht schließlich um die mittlerweile äußerst relevante Altersvorsorge und die finanzielle Unabhängigkeit. 

Geld ist eins der wenigen Dinge, mit denen wohl fast jeder Mensch täglich auf der Erde in irgendeiner Form zu tun hat. Warum man den richtigen Umgang damit nicht lernt und versteht, ist mir ein Rätsel. Erst recht, nachdem ich mich selbst mit dem Thema befasst habe und durch Bücher, YouTube-Videos und nicht zuletzt Tims Blog einige Kenntnisse in dem Bereich erlangt habe. Es ist eigentlich recht einfach: Vom verdienten Geld so wenig wie möglich verschwenden und die Differenz investieren.

Nicht ohne Grund predigt Tim regelmäßig das Investieren in den Aktienmarkt sowie einen gesunden, bewussten und sparsamen Konsum. Doch leider kommt das nicht bei allen Menschen an, wie ich in den letzten Wochen in meinem Freundes- und Familienkreis erlebt habe.  

Ich tausche mich nun schon seit ca. zwei Monaten mit einem engen Verwandten über seine Investment-Aktivitäten aus und habe ihn mittlerweile davon überzeugt, ein wenig Geld pro Monat in einen ETF zu stecken. Zuvor hatte er eine beachtliche vierstellige Summe in einem Industrie-Fonds der Allianz, der allerdings nicht sonderlich gut lief und überdurchschnittlich hohe Gebühren verlangte. Auch wenn er bereits investiert war, wusste er nicht viel von Aktien und anderen Anlagemöglichkeiten.  

Also habe ich versucht, ihm die Hintergründe des Investierens zu erklären. Wir haben die Themen „Null-Zins-Politik“, „ETF“, „Aktien“, „Zinseszins“, „Sparquote“ oder „Konsum“ vertieft diskutiert. Aber so richtig zu ihm durchgedrungen bin ich wohl noch nicht, aber wir machen gemeinsam Fortschritte. 

Er ist nicht der Einzige in Deutschland, der solch eine sture Haltung hat. Die meisten Deutschen sind stur, wenn es darum geht, wie sie mit ihrem Geld umgehen. Das ist mir mittlerweile klar geworden. „Drei von vier Deutschen legen noch immer regelmäßig Geld auf ihr Girokonto zurück“, so ein aktueller Focus-Artikel.

Sie mögen es nicht, wenn ihnen jemand einen Spiegel vorhält und zeigt, wie viel Geld sie in den letzten Jahren verschwendet haben. Ihre Schutzmauern werden direkt hochgefahren und sie fühlen sich teilweise persönlich angegriffen, zumindest ist das meine Erfahrung. Der kürzlich im Spiegel erschienene Leitartikel bestätigt das nur (Wenn sparen arm macht, Nr. 46 vom 9.11.2019).

Ich hoffe, dass ein Buch als Geschenk für meinen Verwandten zu Weihnachten mehr Überzeugungsarbeit als ich leisten kann, denn eine zweite Meinung ist, so denke ich, sehr hilfreich. Ich freue mich, wenn ihr weitere Buchempfehlungen in den Kommentaren auflistet. Besonders freue ich mich auch über Tipps, wie ich diese Themen für meine gesamte Familie und Freunde präsenter und anschaulicher gestalten kann, damit sie finanziell unabhängiger werden können. Vielleicht haben oder hatten einige Leser dieses Problem auch und können von ihren positiven und negativen Erfahrungen berichten.  

Ich bleibe weiter am Ball und werde nicht aufhören, von „Null-Zins-Politik“, „ETF“ und „Aktien“ zu reden.  

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Tim für die Gelegenheit, einen Beitrag für seinen Blog zu schreiben. 

Danke und liebe Grüße aus Hamburg nach New York!

Joe Lammers

PS: Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, Euch mit mir zu vernetzen (LinkedIn)!

Über den Autor:

Mein Name ist Joe Lammers und ich besuche zurzeit die zwölfte Klasse eines Hamburger Gymnasiums. Dort bin ich im Wirtschaftsprofil. In der zehnten Klasse habe ich ein Auslandsjahr in Indiana, USA gemacht und viele Interessante Eindrücke in eine etwas andere Kultur erhalten. 

Mein Interesse für Wirtschaft kam nicht zuletzt durch die Börsenclub AG und meinen Wirtschaftslehrer Herrn Jean-Marie Schwarzkopf. Daher plane ich im nächsten Jahr, mit einem BWL-Studium zu beginnen. 

Über die Börsenclub AG an unserem Gymnasium:

Die Börsenclub AG ist eine Plattform, um interessierten Anlegerinnen und Anlegern einen monatlichen Austausch zu Themen der finanziellen Bildung an unserer Schule anzubieten. Dabei werden Kompetenzen der kritischen Analysefähigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Geld und Investitionen gefördert.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Über Geld redet man nicht? Doch, und zwar genau jetzt!

  1. AvatarZeitreisender

    Ich wünsche euch alle schöne Weihnachten aus dem sonnigen und teilweise vermüllten Rom.
    Bleibt alle gesund und zufrieden.

  2. AvatarSven

    Hallo Joe, 
    Vielen Dank für Deinen interessanten Artikel! Es freut mich zu hören, dass es Schulen gibt, an denen auch über wirtschaftliche Themen und Zusammenhänge gesprochen wird! Es ist mir ein Rätsel, warum das nicht in jeder Schule so ist… 
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich wenige Leute wirklich für diese wichtigen Themen interessieren. Die meisten Menschen haben auch wirklich kaum eine Ahnung, selbst wesentliche Basics fehlen. Im Laufe eines Gespräches merkt man aber relativ schnell, ob jemand wirklich Interesse hat oder nicht oder sogar gleich eine Abwehrhaltung einnimmt, wie von Dir beschrieben. In den letzten beiden Fällen macht es aus meiner Sicht häufig nicht wirklich Sinn, das Gespräch fortführen, viele Menschen suchen keine neuen Denkanstöße oder fühlen sich sogar missioniert. Oder wie seht Ihr das? 

  3. AvatarSkywalker

    Yo, Joe! 
    Beschäftige dich ruhig früh mit dem Thema aber lass es nicht zum Lebensinhalt werden.
     
    Im Leben ist dieses Thema wichtig aber noch wichtiger sind Freunde, Familie, sport, gesundheit, Natur und auch Religion eventuell.
     
    Die grundregeln hast du schon verstanden: Sparsamkeit, investieren in etfs, durchhalten. Dann noch mein Geheimtipp: sehr gut verdienen!
     
    Mehr ist es nicht! Alles Gute! 

  4. AvatarGünni

    Hi Joe,
    für das passive investieren in ETFs kann ich dir wärmstens die folgenden 3 Bücher sowie die (falls vorhanden) dazugehörigen Blog’s empfehlen, und falls man in Sachen Finanzbildung bei 0 anfängt evtl. sogar in der aufgeführten Reihenfolge:
    1. Der Finanzwesir+Blog (Warnecke)
    2. Das kleine Handbuch des vernünftigen Investierens (Bogle)
    3. Intelligent investieren+Blog (Kommer)
    Mehr muss man, nach meinem Empfinden, in diesem Bereich nicht wissen um anzufangen!
    Meiner Meinung nach nützliche Blogs neben den oben genannten und natürlich Tims Blog?:
    frugalisten.de, blackwater.live, intelligent-investieren.net, kritischeanleger.de, buzznews.de, zendepot.de, freiheitsmaschine.com.
    Natürlich gibt’s noch unzählige weitere gute Bücher und Blogs und wenn man die oben genannten Quellen aufmerksam studiert, stößt man auch zwangläufig auf diese.
    Zur Zeit lese ich “Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden  …und welche Rolle der Staat und unser Papiergeld dabei spielen” (Marquart, Bagus). Bin jetzt zu 3/4 durch und kann/muss eine Empfehlung aussprechen für alle die an der Funktionsweise des staatl. Geldsystems interessiert sind! Der Inhalt könnte aktueller nicht sein.
    Wie gesagt, die aufgeführten Quellen halte ich persönlich für besonders nützlich! Wenn jemand eine andere Meinung vertritt darf er die gerne haben, mir wurscht?! 
    Ansonsten wünsche ich noch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten, erfolgreichen Start ins neue Jahr!
    Gruß 
    Günni

  5. KurtKurt

    Danke an Tim für ein Jahr mit vielen Beiträgen und die Zeit die dahinter steckt. Auch den vielen lesenswert dazubeitragenden Kommentatoren herzlichen Dank für Inspiration und Sichtweisen.

    Selbst war ich dieses Jahr eher passiver Mitleser. Man muss nichts wiederholen oder nur schreiben um des Schreibens Willen. Auf zeitraubende Trollkommentare gehe ich nicht mehr ein mittels Antwort und lese lieber die interessanten Kommentare.

    Allen frohe Weihnachten, schöne Feiertage und alles Gute für 2020.

  6. KurtKurt

    @Günni
    Ist “Intelligent Investieren” als Blog nicht vom Kommer sondern vom Michael Kissig. Oder gibt es da Titel Überschneidungen?

    Der Kommer mit seinen Büchern ist eine gute Empfehlung, den Finanzwesir der sich daran anlehnt finde Ich aber lesbarer. Eher praxisnäher.

  7. AvatarSangiovese

    @Tim
    Bist du an der Invest 2020 auch dabei?

    @Alle
    Lohnt sich die Invest in Stuttgart abgesehen von der Blogger Lounge?

    Schöne Festtage!

  8. AvatarSparta

    @Joe

    “Wir Deutschen mögen das Investieren nicht.”

    Wir wären nicht die 4. grösste Volkswirtschaft der Welt wenn wir das Investieren nicht auch ein wenig mögen würden! 😉

    @Kurt

    Ja, ist der Herr Kissing und Graham.

    Sowie in der letzten Überschrift J. Siegel mit Peter Lynch vertauscht worden ist.

  9. AvatarMax

    Sehr toller Leserbrief, 
    ich wünschte, ich hätte früher auch mehr finanzielle Bildung genossen, so musste ich mir alles mit Mitte 20 selbst aneignen. Nun kann ich es nur meinen eigenen Kindern beibringen und vielleicht auch mal ne Schul-AG anbieten. 
    Finde, dass es so wichtig ist. Und es ja ein generelles Mindset-Problem ist, dass man nicht außerhalb seiner Grenzen denkt und für „ungewöhnliche“ Ideen verschlossen ist. 
    Ich habe damals auch überlegt BWL zu studieren, mich dann über durch einen glücklichen Zufall für Wirtschaftsinformatik entschieden. Überlege dir lieber, was du werden willst, und suche dann, was man dazu lernen muss. 
    LG
    Max

  10. AvatarAndrea Ge

    “Wir wären nicht die 4. grösste Volkswirtschaft der Welt wenn wir das Investieren nicht auch ein wenig mögen würden! ”
    Diese Aussage bezieht sich eher nicht auf die Masse der Privatleute, oder? *g
    Joe, cooler Beitrag, ich wünsche Dir Glück und Erfolg!
    Tim, auch von mir vielen Dank für ein Jahr toller Beiträge, auf ein neues!
    Frohe Feiertage und einen guten Rutsch an alle!
     
     
     

  11. AvatarSparta

    @Andrea

    Masse, Privatinvestoren, angelsächsisches Modell, soziale Marktwirtschaft, Durchlässigkeit von Gewinnen und Mitarbeiterbeteiligungen, unterschiedlicher Anteil von Börsennotierungen, zyklische Aktienhypes (dotcom, Telekom) mit bösem Erwachen vieler Privatinvestoren, Investitionen in Produktiv- vs. Finanzwirtschaft… 

    es ist komplex, teilweise historisch bedingt… aber die Chancen sind da wenn man bereit ist sie zu ergreifen und konstant zu lernen und zu wachsen!
     

  12. AvatarInsider

    Wünsche allen frohe Weihnachten. 
     
     
    @joe . Du bist gerade am Anfang , da dachte ich auch so und wollte alle in meinem Umfeld bekehren .es bringt nichts . Man reibt sich auf und ist am Ende noch für Verluste verantwortlich. zudem nervt  man und macht sich ggf. Unbeliebt.
     
    Deswegen rede ich  sowohl bei Freunden als auch bei der Familie nicht von mir aus übers investieren . Wenn ich gefragt werde oder im Gespräch das Thema investieren fällt , sage ich meine Meinung und empfehle sich mit etf zu beschäftigen. Ich dränge aber keinen zu etwas oder nerve Menschen penetrant . 
     
     
    Versuch wenn möglich selbst kleinere Beträge zu sparen und zu investieren, dann bekommst du ein Gefühl für die Thematik .  aber konzentrier dich zunächst voll auf dein Abi und Studium . Und genieß auch dein Leben . 
     
     
     
     

  13. AvatarRobert Schnaithmann

    Hallo Tim, Hallo Joe,
    ganz toller Beitrag! Ich finde es klasse, welche Einstellung zur Geldanlage du bereits in der 12. Klasse hast. Du wirst sicher keine finanziellen Problem in deinem Leben haben. 
    Ich selbst beschäftige mich seit mehr als zehn Jahren mit der langfristigen Geldanlage in Aktien und habe eine erheblichen Teil meines Privatvermögens in Aktien investiert.Auf meiner Seite http://www.china-aktien.com blogge ich über Investitionen im Reich der Mitte. 
    Dort habe ich auch eine Seite über die finanzielle Freiheit u. Intelligentes Investieren angelegt.
    Ich werde deinen Beitrag/ Tims Blog dort verlinken – als positives Beispiel für langfristiges Anlegen bereits in jungen Jahren!
    Ich wünsche allen Lesern frohe Festtage!
    Gruß Robert
     
     

  14. Avatar-M

    Ok doch ein kurzer Beitrag meinerseits dann bin ich weg: 
    Ich gehe nun unter die Crash Propheten! Untern Weihnachtsbaum lag der Spiegel Bestseller:
     
    Marc Friedrich & Matthias Weik: der größte Crash aller Zeiten 
    Na dann danke an die Schwiegereltern, war bestimmt ein Wink, dass die Tochter  auch weiterhin versorgt werden kann 🙂 
    @42: haha ok, erwischt. Versprochen, darüber schreibe ich weiterhin.
    So bis dann
     
    -M
     

  15. AvatarPeter

    Hallo Leute,
    ich habe vor kurzem mit den investieren in ETFs angefangen. Würde jetzt jedoch gerne meine erste Einzelaktie kaufen.
    Was haltet ihr davon beim aktuellen Kurs in Wirecard einzusteigen?
    Alles Gute
    Peter

  16. AvatarRüdiger

    @Crash-Prophet:
     
    Ist ja kein wirklich schwerer Job und soll sich auch lohnen, wie man hört …
    Wird die Umschulung zum Crash-Propheten vom Arbeitsamt mit Zuschüssen gefördert?  😉

  17. AvatarPeter Janssen

    Ich habe einen ETF Sparplan (15% des Einkommens) auf den MSCI World vor Jahren eingerichtet und den lasse ich einfach bis zur Pension laufen. 15% merke ich nicht, kein Aufwand, bessere Performance als die meisten Stockpicker. Den Rest verlebe ich und genieße das eine Leben das man hat. Schön ist auch die Zeit die man nicht damit vergeudet YouTube Finanzvideos oder sonst sowas anzuschauen, tägliche Empfehlungen irgendwelcher „Experten“, Pro/Anti ETF, Crash bla bla. Keine sinnlosen Facebook Börsengruppen, keine SeekingAlpha Apps etc.
    Frohe Weihnachten!

  18. AvatarSabine

     @Joe, 
    Respekt für dein Tun und dein Interesse!
    Bei mir ist es leider ein wenig umgedreht: ich bin eine 53 jährige alleinerziehende Mama, die sich seit ca. einem halben Jahr mit dem Thema Finanzen, finanzielle Bildung usw. intensiv beschäftigt und einliest, die viel zu spät “ein”sieht was für Möglichkeiten es gegeben hätte,  wenn…. man nur mal früher damit angefangen hätte,  der durch niedrig bezahlten Arbeitslohn wenig Spielraum nach oben bleibt noch die letzten Jahre bis zur Rente was zu tun in dieser Hinsicht.  Ich versuche meine eigenen beiden Kinder (Sohn Wirtschaftsgymnasium dieses Jahr Abitur gemacht,  Tochter 23 gerade nach dem Wiwi Bachelor mit dem BWL Master begonnen) durch Bücher wie eben Rich dad poor dad, Kommer, jetzt zu Weihnachten gabs cashflow quadrant,  durch links von youtube kanälen, wie finanzfluss, madame Moneypenny,  finanzrocker und was ich selbst da ständig mir reinigen…auf die Themen zu stupsen…  Aber leider find ich wenig Gehör….und es heisst nur: Mama du nervst… Aber die Hoffnunt stirbt bekanntlich zuletzt und ich gebe nicht auf!  Hoffe sie werden doch einsichtig und lassen ihr Geld nicht auf dem Tagesgeldkonto von der Inflation auffressen… Habe sie immerhin schon soweit gebracht ein depot zu eröffnen.  Der Anreiz ist gesetzt ich geb den ersten Hunni zum ersten etf Sparplan dazu.. Aber sie müssen in die Pötte kommen,  sind über 18 und müssen sich einlesen…. Hoffe das beste…. Dir viel Erfolg weiterhin es ist ein spannendes Thema,  könnte mich studenlang darüber auszusuchen, werde aber selbst in meinem Alter Freundeskreid schief angeguggt,  wenn ich sage ich führe eine Haushaltsapp und weiss genau was sich in meiner Gekdbörse noch befindet und was auf dem Girokonto… 
    Mach weiter so @Joe…. Du kannst nur gewinnen 
     
    Lg und schöne Weihnachten dir und natürlich auch an @Tim 

     

  19. AvatarSTEFAN

    Hallo Joe,
    Toller Beitrag.
    Bzgl Buchempfehlungen:
    1) A random walk down wall street von Burton G. Malkiel (diese Buch war offensichtlich die Vorlage für die deutschen Bücher von Gerd Kommer)
    2) Aktien für die Ewigkeit von Jeremy J Siegel
    3) Das Kapital im 21. Jahrhundert von Thomas Piketty (für mich ein super Überblick über das grosse Ganze)
    4) Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse von Schmidlin (BWL Unterricht inkludiert)
    5) Money von Tony Robbins 
    6) Intelligentes Investieren von Benjamin Graham (eher erst lesen wenn du schon weiter bist)
    7) Die Ökonomie von Gut und Böse Von T Sedlacek
    8) Schnelles Denken Langsames Denken von Daniel Kahneman.
    Liebe Grüsse aus Österreich,
    Stefan
     

  20. AvatarGerry

    Statt der reißerischen Crash-Propheten empfehle ich mal einen alten Klassiker:
    Der reichste Mann von Babylon (George S. Clason)

  21. Avatarsammy

    Was ist der garantiert beste Indikator zum verkaufen seiner Aktien?
    Wenn Kinder Anlagetipps geben!

  22. KievKiev

    Frohe Weihnachten an Alle! Ich bin gerade unterwegs durch Deutschland. 
    @ Joe
    Ich kann Dir Bücher von Dale Carnegie empfehlen und Influence von Steth Godin. Die werden Dir sicher weiterhelfen. Allerdings würde ich nicht versuchen Personen in dem Bereich zu beeinflussen. Lebe das gute Leben vor und die Fragen kommen auf Dich von alleine zu. Den ein oder anderen Tipp kannst Du natürlich hin und wieder geben.

  23. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kurt

    Danke. Das freut mich.

    Auch dir alles Gute für das Neue Jahr und allen Lesern.

    @ Sangiovese

    Ich glaube, ich bin dieses Mal stattdessen in Los Angeles mit Freunden. Wir wollen einige Strände in Kalifornien abklappern. Und Relaxen. Leider wird es vermutlich dieses Mal nicht klappen mit Stuttgart. 

    @ Andrea Ge

    Danke. Das wünsche ich dir auch!

  24. AvatarGünni

    @ Kurt
    Mit “Intelligent investieren” meinte ich bei Kommer nur das Buch, den Blog von Kommer findet man auf seiner Website: https://www.gerd-kommer-invest.de/blog/.
    Hatte ich etwas umständlich dargestellt. Sorry dafür!
     
    Da wird 1x im Monat ein Beitrag zu Investmentthemen veröffentlicht. Ist auch immer wieder mal was interessantes dabei!
     
    MFG
    Günni

  25. AvatarGernot

    Was ist der garantiert beste Indikator zum verkaufen seiner Aktien?Wenn Kinder Anlagetipps geben!
    Naja das haben wir ja jetzt schon. Sieh dich bei Youtube um. Grünschnäbel ohne Hintergrundwissen mit einen halben Jahr Aktienerfahrung wollen die Welt erklären. Angefangen hats mit “Aktien mit Kopf”, dann sind auch andere auf den Zug aufgesprungen. Ist ja sehr gut, wenn man schon sehr früh mit Aktienanlage beginnt. Aber sich dann gleich vor die Kamera zu stellen und zu glauben die Aktienwelt erklären zu können, weil man ein Buch gelesen und ein Aktienvideo eines anderen Grünschnabels gesehen hat, ist schon ziemlich daneben.

  26. AvatarNico Meier

    @Gernot
    Fällt mir auch auf, dass zurzeit “Profis” uns Aktien erklären wollen die beim letzten richtigen Crash wohl noch in die Windeln gemacht haben. Ist doch wie bei der Hausbank da will auch ein “Anlageberater” Tipps geben der kaum über 20 Jahre alt ist. 
     

  27. AvatarSTEFAN

    @Gernot und Nico Meier
    Ich kann nachvollziehen dass man sich so seine eigenen Gedanken macht wenn man den “Jungen” so zuschaut. Ich finde es aber auch sehr toll dass man so früh anfängt. Beim Blick aufs grosse Ganze ist aber auch klar dass asset allocation wesentlich wichtiger ist als die viele (evtl sogar vergeudete Zeit) die viele mit der “Investmentpornographie” verbringen die man auf diversen youtube Kanälen und sonstigen social Media Portalen sieht. Ich glaube aber dass das vermitteln von Motivation fürs Investieren wie es vor allem Tim aber auch andere machen extrem wichtig ist. Dabei ist das wirklich einzigartige an Tim dass er sich von der Investmentpornographie distanziert und es tatsächlich geschafft hat über Gebetsmühlenartiges Motivieren zum Sparen und Investieren die Leute an ihre finanziellen Ziele zu bringen. Danke!
    LG Stefan 

  28. AvatarTim Andermann

    @Joe
    ich hatte mit 20 die gleichen Gedanken und auch schon eigene Aktien. Ich dachte, dann werde mir BWL schon Spaß machen, also bezahltes duales Studium bei einem DAX Konzern.
    Beim investieren bin ich geblieben, bei BWL nicht. Ich habe es nach 7 Semestern (mit Abschluss) beendet, aber schon im Studium überlegt, was mir eigentlich Spaß macht.
    zum Glück gab es damals noch verpflichtend den Zivildienst, den ich vor dem Studium gemacht hatte, da war ich Rettungssanitäter.
    Jetzt bin ich Arzt und um Längen zufriedener mit dem Beruf.
    mein Rat: überlegen, was man wirklich 40 Jahre lang machen möchte. Ich könnte heute meinen Kindern nicht erzählen, dass ich Stunden vor Excel-Tabellen sitze und Controlling mache.
    Zweiter Tipp: wenn schon Wirtschaft, dann Kombiniert. W-Informatik, W-Ingenieur usw. Da bekommt man zumindest echte Skills mit.Frohe Weihnachten an Alle!
    Tim, der andere

  29. Avatarvonaufdenboden

    @Sabine
    Hut ab! Ich wünsch Dir viel Erfolg beim Investieren und wünsche Dir, dass in den nächsten 15 Jahren noch einiges zusammen kommt. 
    Und wenn es dann zusätzlich zur Rente noch 300 im Monat an Dividenden gibt, ist das sehr hilfreich. Das kann ich aus meinem Bekannten- und Familienkreis nur bestätigen. Da dreht sich vieles um diese 300, die jeder gerne monatlich noch hätte. 
    Dabei wäre es so einfach gewesen: 30 Jahre lang monatlich 175 investieren, um dann bis zum Lebensende diese 300 an Dividenden dazuverdienen. Die 120k im Depot bleiben bestehen. Die kann man dann weitergeben, und sich in Würde aus diesem Leben verabschieden. Alles wunderbar! 
    In 15 Jahren reicht es mit den obigen Zahlenspiel immerhin noch für einen Hunderter. Gute 40k sind aber auf der hohen Kante. Das ist schon mal was!
    Was haben wir in unserer riesengrossen Familie mit 34 Onkel und Tanten in den letzten 20 Jahren nicht schon alles erlebt. Meistens war es das liebe Geld: Begräbniskosten, Schulden, Arztkosten, Miete, Altersbetreuung, Hypothek, Scheidung… Meine Fresse, da wird gestritten das die Fetzen fliegen. Es ist oft dramatisch und traurig. 
    Gott sei Dank habe ich mit 35, spät aber immerhin, erkannt, das man ganz einfach Geld braucht um den schwachsinnigen Geschwätz und diesen weltlichen Problemen zu entrinnen. Es lassen sich so viele Dinge mit Geld ganz einfach lösen und das hilft im Leben enorm. Das ist einfach so!
    Heute bin ich knappe 50 und habe die ersten 15 Jahre “private investing” hinter mir. Nach dem Studium habe ich mit 38k Schulden begonnen und heute fühle mich so etwas von frei und glücklich. Geld ist für uns in der Familie mit Frau und zwei Kindern nie ein Grund für böse Auseinandersetzungen. Es gibt ohnehin genug andere Themen, die man als Familie im Alltag ständig lösen muss. 
    Aus Erfahrung in meiner Grossfamilie weiss ich, dass wegen nicht vorhandenem Geld Familien zerbrechen und Paare sich trennen.
    Wir helfen ständig ohne uns zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Das ist ok und es kommt ohnehin alles zurück im Leben.
    Aber mit harter Arbeit und ständigem Nachdenken wie die Ausgabenseite, aber vor allen die Einnahmenseite laufend verbessert werden kann, sollte es eigentlich finanziell nur aufwärts gehen. Aussnahmen bestätigen wie immer die Regel. 
    Aber so ein feines Depot z.B. mit 14 Titel wie Nestle, Shell, Glaxosmith Kline, BMW, Fielmann, American Water Works, Aviva, Coca Cola, J&J, Gilead Science, Cisco, Wynn Resorts, eon und Munich Re gibt einem ein wunderbares passives Einkommen mit überschaubaren Risiken. Mit einer etwas höheren Risikobereitschaft ist bis zu Beginn der Entnahmephase mit JD.com, irobot, Facebook, Alibaba, Gazprom, etc. etc. ein etwas höhere Rendite zu erzielen. Es gibt immer wieder gute Gelegenheiten und wie gesagt, ständiges Nachdenken ist sehr wichtig. 
    In diesem Sinne noch geruhsame Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr!

  30. AvatarBruno

    Also die Sache mit dem jungen Anlageberater würde ich nicht so streng sehen, generell im Berufsleben und auch hier ist für mich das Alter nicht wirklich entscheidend. Ein 50jähriger Anlageberater ist nicht automatisch besser als ein 25jähriger. Erfahrung ist relativ, wenn jemand 30 Jahre lang dasselbe getan hat, egal ob als Banker, Ingenieur oder was auch immer, ist das ja nicht zwingend Erfahrung sondern könnte auch heissen nur dasselbe immer wieder gemacht (vielleicht auch die Fehler?!), niemand weiss ob er oder sie sich auch weiterentwickelt hat. Bei einem Anlageberater würde ich dann wohl schon eher auf die persönliche Performance oder die der Kunden achten, wenn ein Anlageberater seit 30 Jahren dies tut und immer noch festangestellt bei einer Bank arbeitet, vermute ich er war nicht gut, sonst hätte er sich ja wohl selbständig gemacht 😉
    Unabhängig davon ich hatte nie einen und empfehle auch jedem und jeder dies selber zu machen, es muss nicht kompliziert sein resp. man kann es sich sehr einfach machen und dann ist es trotzdem meistens besser als von einem “Profi”, d.h. ETF oder gut sortiertes Bluechip-Portfolio. Besser nicht weil man so ein Held ist sondern ganz einfach kostengünstiger, was stark mitentscheidend ist langfristig.
    So und heute beginnt wieder mal die Replik auf das vergangene Jahr, unter anderem auch wieder einmal mehr das Thema Minimalismus, und zwar nicht physisch sondern auch elektronisch und noch viel wichtiger im Geist. Daran werde ich dieses Jahr noch arbeiten müssen, viel zu viel ständig im Kopf, das rumschwirrt, d.h. hier muss auch mal ausgemistet werden und Prioritäten gesetzt werden. Vermutlich ein deutlich schwierigeres Projekt als seinen Plunder zu minimieren oder seinen PC/Handy aufzuräumen resp. neu zu organisieren 😉
     

  31. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Unsere Hausbank war der Meinung wir würden den Anlageberater benötigen. Ich habe dann dieses Gespräch nicht verpassen wollen, da mich interessierte was er verkaufen will. Es waren die üblichen aktiven Fonds der Bank mit Ausgabeaufschlag und TER von höher 1.5%
    War ein interessantes Gespräch der Bursche ist nicht auf den Kopf gefallen aber Verkaufserfolg hatte er bei mir nicht. 
     

  32. AvatarBruno

    @Nico
    Ja das ist wohl der Standard, das kann man ihm auch nicht übel nehmen, er ist in ein Korsett gebunden, muss die Produkte verkaufen, mit welcher die Bank gut verdient. Es ist also ein Verkäuferjob und wenn jemand ein guter Analyst ist wird er schnell die Abteilung wechseln. Eher selten, die guten Leute im Investment Banking steigen in der Regel direkt dort ein. Bei den Beratern von reichen Privatpersonen ist es nicht viel besser, ausser dass diese besser aussehen, sich eloquenter ausdrücken können und die besseren Stoffe tragen 😉
    Ab einem gewissen Betrag wird die Beratung sicher auch etwas besser, bei einer CH-Grossbank beginnt das vielleicht bei 5-10 Mio. Vermögen, dann hat man zumindest schon mal einen fix zugeteilten Berater. Ab 30-50 Mio. wird es dann nochmals etwas besser, man kann in Dinge investieren, wo man sonst nur schwer rankommt. Trotzdem bleibt es relativ teuer der ganze Spass, dafür wird man dann auch an schöne Events eingeladen wie ein Formel-1 VIP oder ähnliches. Für Otto-Normalverbraucher mit einem Depot von 0-5 Mio. lohnt es sich wohl nie, da ist man als Selfmade-Investor sicher besser bedient. Wer sich dann gar nicht damit auseinandersetzen will, der kauft einfach einen günstigen Welt-ETF.

  33. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Ich als kleiner Fisch wollte nur mal schauen was mir die Bank bzw. der Berater zu bieten hat. Meine Vorahnung war richtig, denn zum jetztigen Zeitpunkt bietet sie nichts was ich im Bereich Investment brauchen könnte.
    Eventuell ändert sich da mal was, daher ist es nicht schlimm für mich diese halbe Stunde oder Stunde für so ein Gespräch aufzuwerfen gab ja auch zwei gute Tassen Kaffee zum Gespräch.
     

  34. AvatarGainde

    Und die Glamour-Zeiten im Vermögensverwaltungsbusiness sind vorbei. Da wird um jeden Kunden gekämpft und man steht unter Dauerdruck. Wenn ich mir die Löhne so anschaue (CH Grossbanken), dann sind diese nicht berauschend wenn man die Arbeitszeit auf den Stundenlohn runterrechnet. Dannn lieber am Samstagvormittag noch kurz im Mac arbeiten.

  35. AvatarDividendenSparer

    Hey Joe!
     
    Ich kann deinen Enthusiasmus gut verstehen. Man möchte sein Umfeld ebenfalls von den Möglichkeiten des Investierens überzeugen. Genauso gut verstehe ich aber auch deine Enttäuschung darüber, dass an das Thema kaum jemand wirklich ran will.
     
    Ich musste die gleichen Erfahrungen bei meinen Bekannten und Verwandten machen. Jetzt habe mich entschieden, sie weiter in ihrer Unkenntnis zu lassen. Inzwischen denke ich, dass das Interesse von allein kommen muss. Zum Glück bieten sich dann immer mehr Quellen, um sich das Wissen aneignen zu können.
     
    Viele Grüße und für alle einen gelungenen Jahreswechsel!
    Mike

  36. AvatarRüdiger

    Investieren hätte so einfach sein können, mit ETFs … wenn man die letzten 10 Jahre betrachtet.
    Wertentwicklung MSCI World: 265%
    Wertentwicklung S&P500: 350%
    Nicht übel für solch triviale Vehikel wie ETFs. Erfolgreich, ohne viel Zeiteinsatz (Zeitvergeudung?) für Bücher, YouTube Videos, Facebook-Gruppen, Blogs, Finanzpornografie … also ideal für Anfänger.
     
    Die Methode Peter Janssen (siehe oben) ist das Beste, um schnellstens den Einstieg in die Vermögensbildung zu schaffen  😉
     

  37. AvatarMattoc

    Die Methode Peter Janssen (siehe oben) ist das Beste, um schnellstens den Einstieg in die Vermögensbildung zu schaffen  ?
    Ganz meine Meinung. #besteranleger #peterhatsdrauf #keinstress #keinblabla #einfachmachen

  38. AvatarRalf

    Wie würdet Ihr Wirecard einschätzen für ein Investment? Hat ja einige Federn lassen müssen in der letzten Zeit. Droht Wirecard nicht mal eine Übernahme z.B. durch Visa?

  39. Avatar-M

    @Nico
    In einem Ankleidegeschäft möchte der Verkäufer dir auch Klamotten verkaufen … Der Metzger dir Fleisch, der Bänker eben bankprodukte. Das ist doch alles ok. Besser ein uniformierter spart 10 Jahre in einem Fonds der Bank, als das er das Geld gar nicht investiert. Die Menschen wie du und ich benötigen die Fonds nicht, da wir das selbst können und wollen. Jeder hat andere Stärken und benötigt bei anderen Dingen eben Hilfe die dann meist Geld kostet. 
    -M

  40. AvatarRuben

    @Sabine: toll, wie Du dich mit 53 noch in die Themen reingefuchst hast! Deine Kinder sind ja zum Glück noch sehr jung und der Knoten wird denke ich noch Platzen
    @Joe: wenn BWL deine große Leidenschaft ist studiere es, doch ich kann mich manchem Vorredner nur anschließen. Ein Studium in einem MINT Fach plus BWL als Nebenfach würde bessere Chancen eröffnen. Zu mindestens ist es das, was ich in meiner Firma mitbekomme.
    Ansonsten sollte man sehr aufpassen, was man wem rät. Sollte es an der Börse mal nicht so rosig laufen und das Depot halbiert sich vorübergehend, kann es sehr schnell böses Blut geben. Besonders wenn diejenige Person nicht wirklich verinnerlicht hat, was Aktien überhaupt sind und diese dann in Panik zum Tiefststand verkauft.

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Wirecard? Ja, darüber wurde noch nie etwas geschrieben. Ha ha!

    @Joe,
     
    es gilt nach wie vor; “über Geld redet man nicht, man hat es”, (oder: “Reich ist man erst dann, wenn man sich bei der Bilanz um einige Millionen irren kann, ohne daß es auffällt.”).
     
    Wer viel über Geld redet bezeugt, dass er keins oder zu wenig hat, oder gilt als ein unkultivierter neureicher Emporkömmling. Wer will sein Unvermögen oder Unkultiviertheit schon gern öffentlich machen? Ist wie in der Jugend mit den Mädels. Wer die ganze Zeit darüber gequatscht hat, der hat es i.d.R. noch nie gemacht.
     
    In besseren Kreisen weiß man voneinander, dass man finanziell auf sicheren Füßen steht. Das ist selbstverständlich. Man würde sich verdächtig machen Probleme zu haben, wenn man Geld ins Gespräch brächte. 
     
    Über Geld zu reden gilt in besseren Kreisen als vulgär. Das ist ein Thema der Unterschicht. Die träumen von Geld und reden deswegen auch drüber, was sie alles machen würden oder wie sie leben würden, wenn sie welches hätten.
     
    Wo Geld zu haben zur Selbstverständlichkeit gehört, redet man über Kultur, Kunst, Politik(versagen) usw.
     
    Nun ja, dass sollte uns aber nicht davon abhalten, als ständig Strebende, mit dem Willen den Sumpf des Unvermögens zu verlassen, weiter über Geld, bzw. das Investieren zu reden. 😉
     
    Guten Erfolg!
     
    MS
     

  42. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ vonaufdenboden und Bruno
     
    Zwei Beiträge von euch ganz nach meinem Geschmack. Vielen Dank.
     
    Zu Weihnachten kommen meine Kids im entsprechenden Alter in den Genuß eines kleinen Abrisses, was es denn mit diesem Fest auf sich hat. In diesem Jahr war der Jüngste mit seinen 7 Jahren an der Reihe.
     
    Als nicht-religiöse Familie ist es eher eine Einordnung der historischen Mission des “Sohn Gottes” (An dieser Stelle ein Dank an die Aufklärer der vergangenen Jahrhunderte). Nächstenliebe, Verzeihen, friedliches Miteinander. Ein Gebot der Menschlichkeit, an das sich auch Atheisten ohne Probleme anlehnen können.
     
    In diesem Sinne möchte ich auch meine zukünftigen Beiträge gestalten und auf ironische, wütende oder gehässige Antworten auf die Beiträge der Trolle und Halbtrolle, der Nörgler und Mauler verzichten. Mal sehen, wie mir das gelingt….
     
    Mein Eindruck ist, dass Geld immer dort eine wichtige Rolle spielt, wo nur wenig vorhanden ist, wo es knapp ist, wo nicht alle Begierden befriedigt werden können. Die eigenen materiellen Wünsche hinterfragen, Sparen, Investieren…. all das sind Mittel zum Zweck. Nämlich ein zufriedenes, glückliches Leben zu führen.
     
    Im Gegensatz zu Thorsten, für den finanzielle Freiheit harte Arbeit ist, passiert uns das eher so locker-flockig nebenher. Bin selbst überrascht, wie einfach das ist. Regelmäßig einen ETF oder einen Batzen Blue-Chips einsammeln und gut ist. Zudem der Illusion widerstehen, dass unheimlich viel Aktivität, Recherche, Finanzpornos und das Studium des Großen Rauschens einen Mehrwert erbringt. Bei mir ist Lethargie Trumpf. Gelesen habe ich irgendwie auch schon alles. Jetzt lasse ich die Maschine einfach laufen. Umgestaltungen im Depot erachte ich als kontraproduktiv. Aber das darf selbstverständlich jeder und jede auch anders sehen.
     
    Und wenn das Depot dann anschwillt, wenn die Einkommensströme aus den Beteiligungen ansteigen, dann stellt sich große Gelassenheit ein. Und es ermöglicht einem so einiges. Wir sind recht sparsam. Konsum und Zeug spielen bei uns eine untergeordnete Rolle. Aber wenn die Kinder einmal besondere Wünsche haben (und Weihnachten ist nunmal DAS Geschenkefest in unserem Kulturraum), dann spielt die Höhe des Preises keine Rolle. Geldprobleme kennen wir nicht. Das ist ein schönes Gefühl, das nicht wenigen in unserer Gesellschaft verwehrt bleibt. Es ist ein Privileg, das m.M. nach auch verpflichtet.
     
    Finanzen sind ja auch nur eine “Baustelle”. Minimalismus im Kopf – das ist etwas, an dem ich, wie Bruno, in diesem Jahr arbeiten möchte.
     
    War reichlich was los, die letzten Tage. Jetzt ist Erholung angesagt 😉 . Und das ein oder andere Brettspiel wartet….
     

  43. Avatar42sucht21

    @Freelancer Sebastian – Mein Eindruck ist, dass Geld immer dort eine wichtige Rolle spielt, wo nur wenig vorhanden ist,
    Ja bestimmt. Mit wenig Geld ist vieles schwierig.
    Mein Eindruck ist aber auch, dass die Menschen mit sehr gutem Einkommen und mittelmäßigem Vermögen (ich sag jetzt mal die in DE in der Region der Top 5%-35%) am meisten materielle Verlustängste haben und die ihr Leben zu sehr von Geld und Besitz leiten lassen. In der Mehrzahl Männer. Siehe die leidige Diskussion über Steuern und Enteignungen usw. Das ist auch etwas schade finde ich. Lieber etwas mehr aufs Leben und die wichtigen Dinge fokussieren.

  44. AvatarRalf

    “Siehe die leidige Diskussion über Steuern und Enteignungen usw. Das ist auch etwas schade finde ich. Lieber etwas mehr aufs Leben und die wichtigen Dinge fokussieren.”

    Derartige Diskussionen und konträre Ansichten können jedoch durchaus auch interessant und bereichernd sein. Und ohne Moos ist nun mal wenig los und wir haben letztlich alle ähnliche Ziele.

    Fakten sollten trotzdem auf den Tisch kommen dürfen. Werden z.B. die Bruttolöhne um Steuern und Preisniveau (stark steigende Wohnkosten etc.) bereinigt, landet Deutschland international nur im unteren Mittelfeld. Trotz Wirtschaftsboom. Und das bereitet vielen Leuten durchaus Bauchweh.

    Der Faktor Wohnen wird z.B. zunehmend zum Standortfaktor für Firmen. Gerade mittelständische Firmen haben nach eigener Aussage mit Fachkräftemangel zu kämpfen. Der schwierige Wohnungsmarkt verschärft die Thematik.

    “Im Gegensatz zu Thorsten, für den finanzielle Freiheit harte Arbeit ist, passiert uns das eher so locker-flockig nebenher.”

    Das ist schön für euch. Viel Erfolg weiterhin! Für viele ist es angesichts mäßiger Gehälter und steigender Wohn- und Pendelkosten eben eine etwas größere, steinigere Herausforderung. Aber diese Herausforderung lohnt sich anzunehmen.

    Weiterhin viel Erfolg beim Investieren

  45. KurtKurt

    @Matthias Schneider
    wiedermal schön geschriebene Worte. Danke dafür.
    Auch ohne Geld sind die von Dir genannten Themen sicherlich erstrebenswerter und unterhaltsamer. Zumindest gibt es je nach Themen-/Teilbereich nicht so viele “Schwätzer” die meinen mitreden zu müssen.

  46. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ 42sucht21
     
    Ja, das mag stimmen. In unserem Umfeld sind Verlustängste dagegen eher nicht das Thema. Da geht es um mehr Zeit, statt mehr Geld und um Gesundheit. Verwundert wohl nicht, dass Familie, Freunde und Bekannte ähnlich ticken wie wir. Sein Umfeld sucht man sich zum Großteil selbst aus. Statussymbole, Besitztümer, Shopping, Kredite… interessiert hier keinen. Lieber etwas mehr aufs Leben und die wichtigen Dinge fokussieren, genau wie du sagst 🙂 .
     
    @ Ralf
     
    Weißt du, Thorsten ist ja schon finanziell frei. Für ihn ist es harte Arbeit, diesen Zustand zu bewahren. Daher die ständigen Anpassungen im Depot, um scheinbar gerüstet zu sein für die sich regelmäßig ändernden Makrobedingungen. Da ist – verzeihung – vielleicht auch Angst mit im Spiel und es wird wichtig, was Shortseller, Journalisten und Politiker so treiben. Die finanzielle Freiheit muß nicht zwangsläufig frei und zufrieden machen.
     
    Und damit wir uns nicht falsch verstehen, wir leben als 5-köpfige Familie von einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen.
     
    Wir müssen uns aber nicht – darauf möchte 42sucht21 wohl hinaus – um Hypothek, Auto, Möbel, Anschaffungen, Handwerkerrechnungen, teure Kleidung, Restaurantrechnungen, Luxusurlaube und Konsumkredite sorgen. Und wer genügsam zufrieden ist, der hat dann Möglichkeiten, “mal eben neben her” ein Vermögen aufzubauen. Das meinte ich. Börsenabschwünge sind locker auszusitzen, wenn die eigene Existenz nicht am Portfolio hängt.
     
    Sicherlich sind da Privilegien mit im Spiel. Genossenschaftlich am grünen Stadtrand wohnen, alle Wege mit Rad oder Bus und Bahn zu stemmen. Dessen sind wir uns bewußt. Allerdings hat jeder die Chance – je nach Möglichkeiten – etwas zur Seite zu legen. Es ist keine Geheimwissenschaft. Ich empfinde es nicht als Herausforderung. Da warten ganz andere Dinge im Leben….
     
    Wünsche ebenfalls weiter viel Erfolg!
     
     

  47. AvatarThorsten

    @Matthias: Osteuropa, Türkei, Brasilien/Lateinamerika, Russland, Asien. Alles, wo die Herde sagt “oh Gott wie furchtbar”, das werden vielleicht die nächsten Gewinner. Kann aber zum Teil 5 Jahre dauern. Diktatoren sterben, Industrien holen auf, anderes kommt, man muss vorher im Markt sein. Reits habe ich reduziert, sie sind auch etwas (zum Nachkaufen) teuer geworden und ich hatte zu zuviel REIT/USA. Mit jeder gezielt gekauften Region ein Stück unanbhänger von den USA (zumindest primär,, sekundär hängt natürlich alles mit allem zusammen). Die Aufgabe ist für mich zumindest derzeit : wie kann ich möglichst schnell möglichst viel verdienen, sondern : wie kann ich einen Einschalg durch Anderes abmildern. : mehr Märkte, mehr Assets, mehr Währungen. Wie nervig wäre es 100% ALL in den USA investiert zu sein und dann vielleicht 15 Jahre warten zu müssen, bis man sein Geld in USD wieder raus hat (S&P 500 2000-2014 inflationsereinigt), aber wie sieht es dann für mich in EUR aus ? Kann furchtbar danaben gehen und nochmal 15 Jahre dauern ?!. Die 30 Jahre habe ich nicht, Jüngere schon. Aber es muss ja nicht sein.

  48. KurtKurt

    Da hast Du mit Deinen Ausführungen wohl recht.

    Nur beim Thema Umfeld kann ich beobachten das es gerade in Einzelfällen im familiären Bereich (seine Familie kann man sich ja in welche Richtung auch immer nicht oder nur bedingt aussuchen) gerne auch Fähnchen im Wind gibt oder Leute die gut etwas vormachen können. Reden und handeln ist dann gefühlt nicht immer kongruent.

    Viele Grüße.

  49. AvatarMattoc

    Osteuropa, Türkei, Brasilien/Lateinamerika, Russland, Asien. Alles, wo die Herde sagt “oh Gott wie furchtbar”, das werden vielleicht die nächsten Gewinner. Kann aber zum Teil 5 Jahre dauern. Diktatoren sterben, Industrien holen auf, anderes kommt, man muss vorher im Markt sein.

    Sehr schön, deine Entwicklung als Anleger schreitet weiter voran.
    Du bist inzwischen auf dem vorletzten Schritt zum „ETF-Weltportfolio“.
    Du erkennst inzwischen, dass es auf der ganzen Welt Chancen und Risiken gibt und dass du diese nicht stabil vorhersagen kannst und daher überall investiert sein möchtest. Das ist eine wichtige Erkenntnis.
     

  50. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Thorstens Bedenken werden auch von Wolke regelmäßig geäußert. Ich kann euch da allerdings nicht ganz folgen. Was heißt denn “sein Geld wieder raus haben”? Macht es für euer Leben einen Unterschied, ob im Depot 250.000€ steht oder 1.000.000€? Mal vom Ego abgesehen. Ändert sich da etwas an den echten Lebensumständen?
     
    Für die Entnahmephase gibt es doch regelbasierte Techniken. Da sind Schwankungen mit inbegriffen. Sollte nicht zu sehr auf Kante genäht sein.
     
    Das Geld fließt zur Börse, dann fließt es wieder ab, um dann wieder hinzufließen. Muß man halt mit leben.
     
    Und wenn die Dividenden fließen, können mir die Buchgeldschwankungen doch eh egal sein. Ich komme da nicht mit. Vielleicht wird die Lebenszufriedenheit zu sehr am virtuellen Kontostand festgemacht?
     
    Erinnert mich an den wunderbaren Song “Eigentum” von Knorkator. Durfte dem Liveauftritt vor einigen Wochen beiwohnen. Alf Ator hat doch nichts dagegen, wenn ich mal zitiere?
     
     

    Das große Leben eines großen Mannesbraucht als Basis einen großen Traum,den er träumt in einem großen Bett,und so ein Bett gehört in einen großen Raum.Große Räume gibt es nur in großen Häusern,mit großen Fenstern, um hinaus zu schau’nauf das eigene, entsprechend große Land,das umgeben ist von einem großen Zaun.
     
     
    Ich bin das Eigentum von meinem Eigentumbin allem hörig, was mir gehört.Ich bin besessen von dem, was ich besitzeund werd’ gefressen von dem, was mich ernährt.Ich bin der Diener von dem, was ich verdiene,ich bin der Sklave von dem, was ich versklavt.Und allen Dingen über die ich verfüge,füge ich mich brav.

     
     
    Ich hab’s geschafft, wonach ich immer strebte.Alle Dinge ringsumher gehören mir.Doch das Einzige was ich dabei empfinde.Ist die Angst, es wieder zu verlier’n.Und so verkriech ich mich mit allen meinen Schätzen.Ins verkabelte gepanzerte Versteck.Ich bin Müde, doch wag ich nicht zu schlafensonst kommt der Pöbel und nimmt mir alles weg.
     
     
    Ich bin das Eigentum von meinem Eigentumbin allem hörig, was mir gehört.Ich bin besessen von dem, was ich besitzeund werd’ gefressen von dem, was mich ernährt.Was ich beherrsche, das raubt mir die Beherrschungbin ganz benommen, von dem was ich mir nahmum meinem Schicksal geschickt zu entkommen – doch es kam
     
     
    Ich bin das Eigentum von meinem Eigentumbin allem hörig, was mir gehört.Ich bin besessen von dem, was ich besitzeund werd’ gefressen von dem, was mich ernährt.ich bin erdrückt, von all den Unterdrücktenund weil mein Reichtum mir immer noch nicht reicht,bleibt mir als Sicherheit, doch nur ein wenig Sicherheit – vielleicht.

     

  51. AvatarWolke

    @Freelancer
    Macht es für euer Leben einen Unterschied, ob im Depot 250.000€ steht oder 1.000.000€?

    Wenn ich von einer Million auf zweihundertfünzigtausend runter gerauscht bin und mich im Rentenalter mit der üblichen Hungerrente befinde, macht es schon einen Unterschied. Irgendwie scheint in diesem Blog keiner über dreißig zu sein, wie sonst kämen derartig merkwürdige Aussagen zustande?
    Aber bitte, nichts gegen die Sturm und Drang Zeit, hab ich ja auch mal erlebt, bin aber froh, daß sie vorbei ist.

  52. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Wolke
     
    Hast du denn keine Entnahmestrategie? Denkst du nicht, dass sich die Börsen nach einem Rückgang über die Jahre wieder erholen?
     
    Erhältst du keinen Dividendenstrom, der in der Krise vielleicht für zwei, drei Jahre stagniert, dann aber wieder fahrt aufnehmen wird?
     
    Meinst du nicht, dass du 3% deines Portfolios im Jahr über einen Zeitraum von 20 Jahren entnehmen kannst, ohne “pleite zu gehen”?
     
    Wenn nein, sind Aktien vielleicht zu riskant für dich?
     
    Und 250.000€ reichen nicht für ein genügsames Leben? 1000€ zusätzlich im Monat für lange, lange Zeit und dazu der Goldschatz? Vielleicht sind die Ansprüche zu hoch?
     

  53. AvatarRüdiger

    Als Doppel-Dreißiger – dabei aber nicht mit mehreren Millionen an Vermögen gesegnet – sehe ich meinen virtuellen Reichtum (Kontostand) auch sehr entspannt und ohne Einfluss auf Glück und Zufriedenheit.
    Liegt vielleicht auch daran, dass ich genügend “Gummipunkte” bei der Deutschen Rentenversicherung gesammelt habe, dass ich mehr bekommen werde, als die “übliche Hungerrente”. Mir stehen keine Einschränkungen bevor, denn mehr als den Betrag meiner Rente brauche ich jetzt auch nicht zum Leben.

  54. AvatarMattoc

    Hast du denn keine Entnahmestrategie? Denkst du nicht, dass sich die Börsen nach einem Rückgang über die Jahre wieder erholen? Erhältst du keinen Dividendenstrom, der in der Krise vielleicht für zwei, drei Jahre stagniert, dann aber wieder fahrt aufnehmen wird? Meinst du nicht, dass du 3% deines Portfolios im Jahr über einen Zeitraum von 20 Jahren entnehmen kannst, ohne “pleite zu gehen”? Wenn nein, sind Aktien vielleicht zu riskant für dich? Und 250.000€ reichen nicht für ein genügsames Leben? 1000€ zusätzlich im Monat für lange, lange Zeit und dazu der Goldschatz? Vielleicht sind die Ansprüche zu hoch?
    Großartig! 🙂

  55. AvatarWolke

    @Freelancer
    Mit meinem Post habe ich nicht mich selbst gemeint, sondern einen fiktiven älteren Herrn mit Minirente.
     

  56. AvatarHubertus

    Ich oute mich mal. Mir würde es schon etwas bedeuten und Unbehagen bereiten, im Depot anstatt 1 Mio. “nur noch” 250.000 Euro zu sehen. 
    Ich würde mein Geld auch nicht so anlegen wollen, dass ich 75% (temporären) Verlust erleiden kann. Für diesen Schmu wäre ich zu alt 🙂 
    Dass die Börsen sich wieder erholen wie 2009 ist wahrscheinlich, aber keinesfalls ein Naturgesetz. 

  57. AvatarThorsten

    @Hubertus So sehe ich das auch. Allerdings unter 50% DD sollte es auch bei übelster Konzentration nicht gehen , wenn man nicht gerade alles zum Hochpunkt in einen einzigen Markt gesteckt hat.
    Wenn man in USA, Europa, Asien, Emerging Markets, Südamerika investiert ist, dann geht es wo hoch und vielleicht auch Mal wo runter, es mildert das DD.
    Ein World-ETF ist mir zu langweilig und zu klumpig. Er läuft den Märkten nach und wenn ich Pech habe sind da 50% USA und 18% Japan drin. Das sind die Märkte, die ich gerade nicht will, weil ich sie schon habe oder vermeide.
    Entnahmestrategien brauche ich nicht, weil sie Notmaßnahmen für unterkapitalisierte Depots oder für Depots mit zu geringem CashFlow darstellen, z.b. weil nur thesaurierende ETFs oder Wachstumsaktien enthalten sind. Mein Depot ist CashFlow orientiert, ich muss kein Stück entnehmen, die Vierprozentregel kann mir in einer langen Baisse nicht in den Rücken fallen, es sei denn alle Dividenden fallen aus. Das ist in den letzten beiden Crashs aber nicht passiert. Das ist nur für Leser nachvollziehbar, die die Meinung teilen können, dass Dividendenzahlungen und gesteigerte Aktienkurse aus diversen Gründen nicht gleichwertig sind. Das Thema hatten wir ja schon x-fach, es gibt keinen Konsens. Ist mir egal, wie gesagt Entnahmestrategien brauche ich nicht. Ich rechne mir nichts zurecht , dass ich mein Depot in xx Jahren unbedingt verkloppe, es soll trotz Cashflow/Dividenden bzgl. Buchwert möglichst weiter ansteigen.
     
    &nbsp
    @Matthias Du warst gemeint, wer ist Sebastian ?

    @Wolke ganz genau , der Depotabsturz ohne Dividenden käme einem dauerhaften Arbeitsplatzverlust ohne Chance auf Wiedereinstieg gleich.

  58. AvatarMattoc

    wer ist Sebastian ?
    Jetzt verstehe ich endlich, wo das Problem ist. *kopfschüttel*

    Mein Depot ist CashFlow orientiert, ich muss kein Stück entnehmen, die Vierprozentregel kann mir in einer langen Baisse nicht in den Rücken fallen, es sei denn alle Dividenden fallen aus.
    Jetzt bin ich aber gespannt, wie der Gold-ETC, über den du dich so freust, Cash-Flow generiert.
     

  59. AvatarMattoc

    Ein World-ETF ist mir zu langweilig und zu klumpig. Er läuft den Märkten nach und wenn ich Pech habe sind da 50% USA und 18% Japan drin. Das sind die Märkte, die ich gerade nicht will, weil ich sie schon habe oder vermeide.
    Man kann ein wunderbares Dividenden-ETF-Portfolio aufbauen, das durchschnittlich alle 14 Tage ausschüttet, die Emerging Markets mit 30% gewichtet und 3,8% Dividende ausschüttet. 

  60. AvatarMattoc

    Mattoc , da liegst Du richtig , der generiert nichts, er hedget das Depot.
    Dass er das tut, ist keinesfalls sicher. Gold korreliert oft über lange Zeit gut mit den Aktienmärkten. Außerdem fehlt dir das Geld, das du in den Gold-ETC investiert hast, um Cashflow  zu erhalten.

  61. AvatarMattoc

    Entnahmestrategien brauche ich nicht, weil sie Notmaßnahmen für unterkapitalisierte Depots oder für Depots mit zu geringem CashFlow darstellen,
    Wie kann man als erfahrener Anleger, der du ja auf jeden Fall bist, nur so einen Unsinn schreiben. Es ist nicht zu glauben.

  62. AvatarThorsten

    @Mattoc es fehlt mir kein Geld durch Gold, weil mir der Rest reicht. Ich schreibe keinen Unsinn, ich finde mich bloß in den üblichen Mainstreamartikrln nicht wieder. Ruf mal Kommer auf “Gold doof”, “Immobilien doof”. Beides doof, weil Aktien viel besser gelaufen sind ?! Wenn man die Assets isoliert betrachtet, dann ist alles außer US-Wachstumsaktien doof, weil sie am schnellsten Reichtum gebracht haben – durch die Brille einer synthetischen Rückwärtsrechnung. So geht es nur auch mit den allseits abgeschriebenen Entnahmestrategien. Die Prämissen passen nicht. Das Thema ist für Deutsche weniger relevant .Wer spart denn genau bis zu dem Punkt wo er etwas entnehmen müsste. Das ist für US-Amerikaner relevant, die ihre Altersversorgung ausschließlich in Aktien haben. Sobald Einkommen aus Vermietung oder wie in Deutschland aus Renten welcher Art auch immer dazukommen ist die Chance gegeben, dass man nichts entnehmen muss. Der ein oder andere kann von seinen Renten und Mieteinnahmen auch so leben. Und wer das erreicht hat, der muss sich um gequält gerechnete 4%-Regeln nicht wirklich kümmern. Bei mir geht es inzwischen um den Erhalt von Wert nicht um das Erreichen von Reichtum möglichst schnell, um dann mit auf knapper Kante genäht in die finanzielle Freiheit zu hüpfen. Nur sind die Deutschen Beiträge zu US-lastig, YouTube, Blogs . Da wird 1:1 der content von USA übertragen und das meiste passt nicht. Da wird der S&P500 hochgelobt, dabei sind Reits besser und selbst der europäische Markt hat ihn outperformt. Dasscer jetzt besser läuft zeigt womöglich nur eine entsetzliche Übertreibung.

  63. AvatarMattoc

    @Thorsten
    Ich kann dir nicht folgen. Niemand hat jetzt über den S&P500 oder über REITs oder über Kommer oder YouTube-Blogs geschrieben, auch nicht darüber, was deine persönlichen Ziele sind (die ja vollkommen ok sind). Und warum sollte man Entnahmestrategien grundsätzlich nicht betrachten, wenn man Renten und Mieteinnahmen hat? Willst du deine Dividenden verschenken, weil sie Entnahmen sind und du Entnahmen ablehnst? Du sprichst auch in Gegensätzen: Einerseits sagst du, dass es dir um Werterhaltung geht, andererseits betonst du, wie wichtig dir Cashflow ist..der Cashflow ist aber stets wertmindernd (und damit eine Entnahme) und muss laufend durch die Investitionen erarbeitet werden.
    Du kannst nicht gleichzeitig Werterhalt, Cashflow und möglichst geringes Risiko haben. Das sind gegenläufige Ziele.
    Aber du hast wohl Recht. Unsere Ansichten sind zu verschieden. Wir sollten das nicht weiter vertiefen.
     

  64. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten,
     
    Dein Kommentar an mich bezog sich ja auf eine Äußerung vom Freelancer Sebastian; “… Weißt du, Thorsten ist ja schon finanziell frei. Für ihn ist es harte Arbeit, diesen Zustand zu bewahren. Daher die ständigen Anpassungen im Depot, um scheinbar gerüstet zu sein…”
     
    Ich habe mich ja gar nicht zu Deiner Strategie geäußert. Ich will die auch gar nicht werten, weil ich selbst nicht weiß, was ich morgen gut finde. 😉
     
    Vieles bei Dir empfinde ich gut, warum Du jetzt die REIT-Panik entwickelst, das kapiere ich nicht. Ist aber auch egal. Ich habe andererseits keinen Bock auf Russland-Aktien. Ich habe kein Vertrauen in die russische Wirtschaft, obwohl ich Russland selbst nicht negativ sehe. Wir müssten als Nationen da eigentlich näher kommen. Aber Nähe und Interesse lässt sich nicht verordnen. Die Vernunft sagt mir auch, ich müsste mich mal in den “verlorenen Ostgebieten” umsehen, und einfach mehr Verständnis und Zuneigung zu Polen entwickeln, aber letztendlich zieht es mich doch eher nach Spanien als nach Breslau.
     
    Ich sehe es auch eher wie Du mit den Entnahmestrategien. Obwohl ich das nicht will, und nur als Notmaßnahme bei unvorhergesehenen Ausgaben machen würde, aber deswegen kann Mattoc u. a. das ja gern so machen. Ich selbst sehe es wie Du. Ich will vom zusätzlichen Cashflow zur Rente leben können wie bisher. 
     
    Und mir wäre der Depotstand natürlich nicht egal, selbst wenn sich an den Zahlungen (unwahrscheinlicherweise) nichts ändern sollte. Plus ist immer besser als minus. Hier beruhigt mich es ungemein, dass ich von meiner Rente allein leben könnte, wenn es sein muss. Aber das ist eher nicht so zu befürchten. Der Gedanke, mein Depot aufzubrauchen, wäre mir eine zu unangenehme Vorstellung. Man sägt sich nicht den Ast ab, auf dem man sitzt. Das ist für mich nicht der Sinn des Investierens.
     
    Aber wie gesagt, da muss eben Jede(r) wissen was einem taugt.
     
    MS

  65. AvatarMattoc

    Der Gedanke, mein Depot aufzubrauchen, wäre mir eine zu unangenehme Vorstellung. Man sägt sich nicht den Ast ab, auf dem man sitzt. Das ist für mich nicht der Sinn des Investierens.

    Da sind sich hier wohl die meisten einig. Keine Ahnung, wieso „Entnahmestrategie“ mit „Depot aufbrauchen“ gleichgesetzt wird.
    Es gibt Entnahmestrategien mit Kapitalverzehr und ohne (langfristigen) Kapitalverzehr. Ich bevorzuge – entgegen deiner Annahme, Matthias – Entnahmestrategien ohne Kapitalverzehr. Dabei muss die Entnahmehöhe konservativ gewählt werden, z.B. in Höhe der Dividendenzahlungen. Das ist Mathematik. 
     
     
    Und hier noch eine Neuentwicklung, die vielleicht nicht nur Obdachlose in der Nacht schützen, sondern auch für Leute, die mit wenig Wohnraum klarkommen, interessant ist.

    In Japan gibt es so ähnliche Teile gestapelt zum Schlafen in Hotels habe ich mal gelesen. 🙂

    https://www.n-tv.de/panorama/Schlafkapseln-sollen-Obdachlose-schuetzen-article21479274.html

  66. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc,
     
    nicht schon wieder. Erbarme Dich! 😉 Ich zweifle nicht an der Mathematik. Ich zweifle  nur daran, dass man sich auf einen zuverlässigen Depotzuwachs (mit Verzicht auf Dividenden) verlassen kann, der dann eine kapitalerhaltende Entnahme “garantiert”. Es kann eben sein, dass das Depot jahrelang in der Entnahmephase an Wert sinkt, auch ohne Entnahme, und man trotzdem entnehmen muss. Dann kann das freilich mal schnell Game over sein, bzw. sich nicht mehr wirklich erholen.
     
    Wenn mein Depot jedes Jahr 20% steigt, und ich nur 4% entnehme, dann ist das natürlich prima. 
     
    Mir ist es aber eben viel lieber, das Depot wächst, wenn überhaupt, nur mäßig, und schüttet dafür regelmäßig aus. Ist nun mal so. Ich frage mich eh, wieso ich nicht völlig auf 5-8% Zahler (Bonds und Prefs) umstelle, und gar kein Depotwachstum mehr sehe dafür. Vieleicht mache ich es ja bald. Schaun mer mal.
     
    Für alle anderen Entscheidungen wünsche ich Euch viel Glück.
     
    MS

  67. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Hubertus
     
    Es ist nichts ehrenrühriges dabei, sich mit hoher Volatilität unwohl zu fühlen. Dann dürfen es eben nicht 100% Aktien sein. Das kann ich nachvollziehen.
     
    Und die Summen waren einfach hypothetisch in den Raum geworfen. Die Frage bleibt für mich: Aus welchen Beweggründen klammert man sich so an den Depotstand? Wenn ich eine vernünftige Strategie fahre, kann ich Ab- und Aufschwünge hinnehmen, wie sie eben kommen. Sie tangieren meine Lebensumstände überhaupt nicht. Gerade wenn ich auf Cashflow durch Dividenden aus bin, spielt die Schwankung keine Rolle.
     
    Es wird hier aber immer wieder Panik wegen eingebildeter heftiger Marktrückgänge geschürt. Warum? Was passiert denn dann konkret?
     
    Ich bin bei Summe X und “muß dann 15 Jahre warten bis ich wieder bei Summe X bin”. Na und? Wo ist das Problem?
     
    Das muß irgendwo in der Psyche verortet sein. “Früher war ich mal Millionär und hätte mir eine Villa kaufen können (die ich nie wollte und brauchte) – und jetzt habe ich nur eine halbe Million auf dem Papier, an der ich mich ergötzen kann, sonst hat sich in meinem Leben eigentlich nichts verändert – ist aber irgendwie doof”. Ich möchte diese Denkweise ehrlich ergründen. Sie leuchtet mir nicht ein. Vielleicht können sich auch einige von ihren Ängsten befreien.
     
    @ Matthias
     
    Wir sitzen hinsichtlich der “Entnahme” im gleichen Zug. Mir gefallen die Dividenden. Anteile meiner Unternehmen verkaufen möchte ich nicht. Aber selbstverständlich kann man auch mit einem Thesaurierer-ETF ganz gemütlich Einkommensströme erzeugen. Die Damen und Herren mit ETFs sind pfiffig genug. Darüber braucht man nicht mehr diskutieren. Ist geklärt. Jeder nach seiner Facon.
     
    Aber – ich wiederhole mich – gerade wenn man auf Dividenden setzt, kann einem die Volatilität doch egal sein. Warum dann diese Ängste? Warum die Umschichtungshektik, um nur ja nichts zu verpassen? Kann man einen Abschwung antizipieren, um das Depot zu schützen? Nein, kann man nicht! Also Augen zu und durch. Was soll schon passieren?
     
    Nicht falsch verstehen. Ich möchte auch lieber 100 Millionen € (kleiner Scherz) im Depot sehen, als 100.000€ . Wäre prima. Vor allem für meine Nachkommen oder die Menschen, die später von meiner Stiftung profitieren (den Vorwurf vom “Reichsten auf dem Friedhof” finde ich dämlich – soll ich vorher alles sinnlos verprassen, statt es gesellschaftlich nutzbar zu machen?).
     
    Ich will mir gar nicht ausmalen, was mein Portfolio in 200 Jahren wert sein wird. Was alles für gute Dinge mit den Zahlungsströmen geschaffen werden können. Das geht aber nur, wenn einfach alles unangetastet bleibt. Disney weg und dafür lieber Gold? Damit mein “Vermögen” nur ja erhalten bleibt? Nicht ernsthaft…. Da muß ich wohl zu gegebener Zeit ein Wörtchen mit meinem Nachlassverwalter wechseln 🙂 .
     
    Wenn aber mal temporär nur 50 Millionen € auf dem Bildschirm zu erkennen sind? Na und? Egal. Börse halt. Auf und ab. Vielleicht hängt man sich lieber nicht so an diese Summen, sondern lebt einfach das Leben.
     
    Warum muß da irgendetwas eingefroren “erhalten” bleiben? Sind eh alles nur Buchwerte auf dem Papier. Anteile sollen doch nicht verkauft werden.
     
    Die Eintrittsgelder für den neuen Star-Wars-Film im Kino – die sind real. Die landen anteilig in meiner Tasche. Ob die Meute heute 100€ für die Disney-Aktie zahlt, morgen 150€, dann wieder nur 75€ und in einem Jahr wieder 100€ – was soll´s? Ändert nichts.
     
    Na gut – bei 75€ werde ich schon mal gierig…. 😉 . Ansonsten lasse ich die Maschine einfach laufen.
     
    Einen schönen Abend wünsche ich 🙂 .

  68. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Matthias
     
    Ach, und bevor Mißverständnisse entstehen: Meine Fragen sind allgemeingültiger Natur und beziehen sich nicht auf dich.

  69. AvatarMattoc

    Es kann eben sein, dass das Depot jahrelang in der Entnahmephase an Wert sinkt, auch ohne Entnahme, und man trotzdem entnehmen muss.
    Und ich dachte, genau das wäre der Nachteil der „Dividendenstrategie“, denn bei dieser MUSST du doch ständig die Dividenden annehmen – und das auch noch versteuert –  (du kannst ja nicht ablehnen, höchstens reinvestieren nach der Versteuerung), auch wenn das Depot parallel auch noch zusätzlich im Wert sinkt. 
    Jetzt erbarme ich mich. 😉
     

  70. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Sebastian,
     
    klar kann ich Volatilität ganz lässig aussitzen. Das ist ja Normalität. Aber wenn es wirklich mal auf 5 oder 10 Jahre kippt und nur noch Dividenden gekürzt oder gestrichen werden, dann ist das nicht lustig.

    Dann weiß man auch nicht ob und wer danach wieder aufersteht. Ich wünsche mir weder einen Crash um billig kaufen zu können, wie einige ja gern tönen, noch eine Baisse. 
     
    Da beruhigt es mich eben, dass meine Altersvorsorge nicht auf das Depot angewiesen ist.
     
    MS
     

  71. AvatarMattoc

    Schön, dass wir das Thema „Entnahme“ zum Jahresende 2019 nochmal besprechen. Es wird sicher auch heute nicht abschließend besprochen und in kleinen Schüben im Jahr 2020 wieder zum Vorschein kommen. Lach. 🙂
     

  72. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian
    Dein Beispiel mit 1 Mio auf 250k war aber auch schon etwas extrem. Das würde mir auch nicht gefallen. Sofern das Depot einigermaßen diversifiziert ist würde dies fatale Folgen mit sich ziehen. Auch wenn man nur Ausschütter im Depot hat, so würde bei so einem Buchverlust sicher viele Dividenden stark gekürzt. Auch wenn man noch einen Nebenjob betreibt oder als Freelancer arbeitet sieht die Zukunft in so einem Szenario nicht sehr rosig aus.
    Ich mag Unternehmen mit niedriger Bewertung und gutem Cashflow. Da ist vielleicht nicht viel Potenzial nach oben, aber nach unten ist es auch begrenzt. Meine TWR lässt sich mit den Krücken allerdings ganz gut sehen. Es muss auch niemand sein Depot ständig umschichten. Die Strategie der Autorin letztens von Fit und Gesund kann man auch ohne Umschichten befolgen. Falls als Beispiel aktuell Energie und Value tief bewertet sind kauft man eben mit den monatlichen Überschüssen Aktien aus dem Bereich mit guter Bewertung. Man kann hier auch noch die Dividendenzahlungen aus anderen Sektoren verwenden. Zusätzlich kann man darüber nachdenken, ob man vielleicht manche Aktie in einem teuren Segment hat, die einem selbst überbewertet erscheint. Man könnte einen Teilverkauf durchführen, oder Optionen schreiben SC. Oder auch gar nichts tun. Genau so kann man auch Optionen auf sehr günstige Aktien schreiben SP. Entweder erhält man Prämien oder die Aktien verbilligt. Man kann sie auch einfach kaufen. Buffett hat in seinen jungen Jahren noch nicht Unternehmen für ewiges Buy and Hold gekauft. Er hat damit angefangen als er mit ein paar Millionen schon genug hatte. Warum? Lag es an der Zeit, dass es einfach weniger Möglichkeiten für aktiveres Handeln gab? Oder ist er einfach nur im Alter schlauer geworden? Kyosaki’s Cash Flow Quadrant wird meiner Meinung nach auch manchmal falsch verstanden. I ist nicht der beste Quadrant. Außer man verfügt von Anfang an über  ausreichend Kapital. Alles zu seiner Zeit.
     

  73. AvatarSparta

    @Matthias 

    “Ich zweifle  nur daran, dass man sich auf einen zuverlässigen Depotzuwachs (mit Verzicht auf Dividenden) verlassen kann, der dann eine kapitalerhaltende Entnahme “garantiert”. “

    Zweifeln ist menschlich! 😉

    Ein Verzicht auf Dividenden ist jedoch bei der thesaurierenden, kapitalerhaltendenden  Entnahme in gleicher prozentualer Höhe wie die Ausschüttung…. ohne jeglichen Zweifel gleich stabil! 

    Die breitere Diversifikation eines Portfolios mit Ausschüttern und nicht Ausschüttern im Portfolio vereint (anstatt nur High-Divs und nur Ausschütter)… mal aussen vor gelassen.

    Auch den Steuervorteil von FIFO-Umkehrung von gezielten Verkäufen (weniger Kursgewinne von den “neuesten” Käufen durch 2. Depot/Depotübertragung) und Rebalancing-Verkäufen um entsprechend der individuellen eigenen Risikotoleranz (Drawdown) optimal investiert zu sein…

    lassen sich besser, rationaler und wirtschaftlicher umsetzen.

    Unabhängig davon ob noch zusätzliche antifragile Cashflows von Pacht, Miete, gesetzliche/private Rente, Tantiemen etc. pp. je nach Individuum vorhanden sind.

    … aber es betrifft Dich persönlich nicht! 

    Allerdings kann es aber für andere Investorentypen durchaus relevant sein, diese Zusammenhänge sachlich einzuordnen.
    ….
    “Es kann eben sein, dass das Depot jahrelang in der Entnahmephase an Wert sinkt, auch ohne Entnahme, und man trotzdem entnehmen muss.”

    Dies geschieht ja gerade automatisch bei der Ausschüttung…

    Nicht ärgern Matthias…dies ist weder mattoc’s noch meine Intention!!!

    Wir sind einfach minimal andere Investoren-Typen und solange jeder sein Auskommen hat, ist es auch komplett egal welchem Glauben man anhängt! 🙂
     

  74. AvatarMattoc

    @Sparta
    Es gibt irgendwas Geheimes bei diesen Dividendenaktien, das wir beide offensichtlich nicht verstehen. Zahlreiche Kommentatoren hier im Blog aber auch Blogbetreiber wie Jason Fieber, der Dividendgrowthinvestor und Nils Gajowiy verbuchen den Dividendenabschlag am Ex-Tag nicht „mathematisch korrekt“ als Entnahme, sondern irgendwie als eine Art „Geschenk“ da das Unternehmen durch die Ausschüttung nicht „im Wert“ sinkt, sondern weiterhin die „Kraft“ hat, die Ausschüttung auch im nächsten Jahr zu leisten, so, oder so ähnlich die Argumentation. 
    Ich muss zugeben, dass ich das nicht verstehe und dass sich das, was da gesagt wird, natürlich auch im Depotwert nicht widerspiegelt. Es ist irgendwas „Emotionales“, jedenfalls nichts „objektiv Messbares“. Es ist zum Haareraufen. 🙂
     

  75. AvatarMattoc

    Ein Verzicht auf Dividenden ist jedoch bei der thesaurierenden, kapitalerhaltendenden  Entnahme in gleicher prozentualer Höhe wie die Ausschüttung…. ohne jeglichen Zweifel gleich stabil! 

    Diese Aussage ist wahr. Wenn diese Aussage aber wahr ist, dann erkennt man, dass man bei einer selbst gewählten Entnahmehöhe (im Vergleich zu einer fremdbestimmten Entnahmehöhe wie bei Dividenden) deutlich mehr Flexibilität bzgl. der Entnahmehöhe und somit bzgl. der Stabilität hat. So kann der “Anteilsverkäufer“ im Gegensatz zum „Dividendenempfänger“ sagen: „Verdammte Axt, die Kurse sind dieses Jahr dermaßen im Keller, dieses Jahr lebe ich nur von Rente und Mieteinnahmen und verzichte auf eine Depotentnahme in Form von Anteilsverkäufen. Wohingegen der BASF-Aktionär den hypothetischen 50% Kurssturz mit einer weiteren 4% Dividendenzahlungsentnahme verschlimmern „muss“.
     
    Jason Fieber ist bei dieser Diskussion vor vielen Jahren schon mal sehr „aufgeregt gewesen“. 😉 „Guter Umgangston“ has left the chat hatte damals jemand geschrieben. Aber ich finde den Blog nicht mehr. Das ist auf jeden Fall nicht in seinem aktuellen Mrfreeat33

  76. AvatarSparta

    @Mattoc

    Naja, ich bekomme ja auch ganz nette Dividenden…

    Allerdings würde ich diese als Entnahme sehen, wenn ich sie für den Lebensunterhalt und nicht als Reinvestition oder für Rebalancing-Käufe, verwenden würde (abzgl. Steuern und Kosten).

    Die Motivation steigender Ausschüttungen ist nett, aber ich sehe cash-outflow trotzdem als cash-outflow. Die abgeltungssteuerfreien Berks mit 16 % p. a. sind jedoch auch nett! 😉

    An sich ist es sowieso eine theoretische Scheindiskussion da ja so gut wie jede(r) einen Mix hat.

    Der World-Thesaurierer etf ebenso wie die ausschüttende Variante sowie die Blue-Chips mit 30, 50 oder 100 Titeln.

  77. AvatarMattoc

    Übrigens:
    Ich finde den gedanklichen Ansatz des Freelancers und eines Kommentators namens Peter Janssen gar nicht schlecht: Man zahlt einfach jeden Monat etwas ins Depot ein ( einen Betrag der nicht weh tut (@Ralf: Ja, ich weiß, der Lohn ist mäßig in Deutschland), bei Peter Janssen waren es glaube ich 15% seines Einkommens) , ansonsten führt man ein glückliches Leben, hofft das Beste und mit einer großen Wahrscheinlichkeit kommt am Ende ein Vermögen zusammen. Und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, schließlich hat man durch die Depoteinzahlungen jahrzehntelang bewiesen, dass man auch mit weniger zurecht kommt als man hat. Dann wird die Rente auch kein Problem sein.

  78. KievKiev

    @ Mattoc
    Das funktioniert vermutlich sicher auf diese Weise. Allerdings darf auf dem Weg bis zum Ziel der Rente nichts schief gehen. Der Zeitraum ist mitunter sehr lang und das Risiko entsprechend hoch. Falls etwas auf dem Weg schief läuft wie ein Arbeitsplatzverlust, gesundheitliche Probleme usw. könnte sich die Frage stellen ob die 15% genügsam genug waren. Falls man natürlich über ein sehr geringes Einkommen verfügt ist das natürlich nicht möglich, da die Fixkosten nach unten begrenzt sind.

  79. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Kiev
     
    Es ist doch interessant zu sehen, wie Fake-News entstehen. Hatten wir erst letztens, als Mattoc unterstellt wurde, er würde eine Zensurliste erstellen.
     
    An keiner Stelle habe ich ein Portfolio erwähnt, das von 1 Mio auf 250k absinkt. Ich halte einen 75% Rückgang für reichlich abwegig. Nein, Ich habe einfach nur zwei Zahlen in den Raum geworfen, um deutlich zu machen, dass diese nicht über mein Lebensglück entscheiden.
     
    Aber zugegeben, man kann das so lesen, insofern habe ich mich mißverständlich ausgedrückt. Und ich rudere auch gern zurück. Ob man 5.000€ oder 100.000€ hat, macht einen Unterschied im Sicherheitsempfinden. 200k packen noch eine Schippe drauf.
     
    Je fetter die Gans, desto angenehmer – keine Frage.
     
    Es ging aber um einen ganz anderen Aspekt in der Debatte. Wenn ich bei Stand 500k eine bestimmte Entnahmestrategie fahre oder von dem Zeitpunkt an die Dividenden verkonsumiere – welche Folgen hat dann ein Marktabschwung auf sagen wir 300k? Muß ich mich davor sorgen? Ist meine Entnahmestrategie dann kaputt? Sollte sie nicht sein, sonst habe ich etwas falsch gemacht.
     
    Oder sinken die Dividenden extrem ab? Du kennst die Dividendenaristokraten. Ein mit diesen Titeln bestücktes Depot hat auch in der großen Finanzkrise für ein Mehr an Dividenden gesorgt.
     
    Das Gegaffe auf den Buchwert, der eh Monat für Monat schwankt, verstehe ich nicht. Wenn das Portfolio 2 Millionen “wert” ist und ich ein Superleben mit einem Batzen von Dividenden führe – so viel, dass ich weiterhin Geld zurücklege und investiere, denn an meinem minimalistischen Lebensstil, der mich glücklich macht, hat sich nichts geändert – und nach der großen Krise vorerst (!)  – ganz wichtig, denn das große Geld fließt früher oder später wieder zurück – “nur noch” 1 Million übrig ist und ich weiterhin ein Superleben mit einem Batzen Dividenden führe, wo ist dann das Problem?
     
    Ich gehe trotzdem im Park laufen und stemme danach ein paar Gewichte, esse ein leckeres Frühstück, lese ein gutes Buch, übe am Instrument, höre ein wenig Musik und verbringe dann Zeit mit meinen Liebsten. Wo genau wird meine Lebensqualität eingeschränkt, weil ich die 2 Millionen “nicht bewahrt habe”?
     
    Was soll´s. Wir ticken einfach alle anders und das ist in Ordnung so. Die Lebensqualität am Kontostand festzumachen und die Angst vor dem Verlust durch den Alltag zu schleppen halte ich aber für kontraproduktiv.
     
    Für viele ist das Portfolio eine abstrakte Masse, die ein Preisschild trägt. Für mich ist mein Portfolio die Ansammlung vieler, vieler Anteile an ganz wunderbaren Unternehmen. Tag für Tag werden dort Werte geschaffen und ich darf daran partizipieren. Regelmäßig fließt Einkommen zu mir. Was die Börsenherde in ihrer Hektik so treibt, ist mir gleichgültig.
     
    Ich erinnere mich an 2011, an 2015/2016 und auch 2018. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich gesorgt, weil das Depot “jetzt nicht mehr so viel wert ist, wie vor einem halben Jahr”. Stattdessen wurde ich sehr gierig, weil es all die ausgezeichneten Qualitätsunternehmen für einen schmalen Taler zu erwerben gab.
     
    Mein Portfolio hatte ein anderes Preisschild bekommen, aber hatte sich etwas an den Geschäftsmodellen all meiner Beteiligungen geändert? Nein. Also gab es keinen Grund zur Sorge. Ich kann nur dringend empfehlen, sich dieses Gedankengebäude anzueignen, sonst wird es im nächsten Krach, der kommen wird wie das Amen in der Kirche, ein böses Erwachen geben.
     

  80. AvatarMattoc

    Für mich ist mein Portfolio die Ansammlung vieler, vieler Anteile an ganz wunderbaren Unternehmen.
    Der Freelancer mag seine Unternehmen sehr. 🙂 Ich mag mehr die “abstrakte Masse”. 😉

  81. Avatarsmyslov

    Anfangen zu sparen u. jeden Monat hinzukaufen um nach Jahren eine Summe
    X zu haben ist das eine. Durch viele Aufs u. Abs klappt dies ja in der Regel.
    Umgekehrt sieht das etwas anders aus. Eine große Summe zu haben u. zu
    erhalten, nun, wie geht denn das?  Alles in Aktien, oder nur die Hälfte oder
    ein Drittel? Immobilien , Gold oder sonst was? Man sieht es bei Lottogewinnern,
    Stars ( Becker etc.) oder Erben. Eine Summe X; nominal sicher zu erhalten.
    Vielleicht gar nicht so einfach. Hier kommt die Diversifikation der Assetklassen
    ins Spiel. Nur: Renten scheiden heute wohl aus, Immo sind völlig überteuert
    und somit sehr riskant. Gold? Na ja, ich weiß nicht, und dann halt Aktien.
    USA auf Rekordhoch, Dax ebenso, und wie war das mit dem Crash, der jeder-
    zeit 30 – 70 % kosten kann? Vielleicht doch lieber Asien, EM oder Rußland,
    sind doch auch meist billiger? Ich kann Thorsten verstehen. Nicht viel
    (zumindest nominal) verlieren zu wollen, von dem, was man sich mühsam
    erarbeitet und erspart hat. Die Lösung habe ich auch nicht. Gruß.

  82. Avatarsammy

    @Mattoc / Sparta
    Ich bin vollkommen bei euch und sehe es genauso. Warum Sebastian, Thorsten und Konsorten so sehr von ihren Dividendenaktien überzeugt sind kann ich dir sagen: Sie scheinen nicht objektiv analysieren zu können. Ihr Geschreibsel ist meist hoch emotional und wenig objektiv.

  83. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian
    Ich hatte bei den Depotunterschieden einen Crash angenommen. Ich denke die ganze Diskussion um die Unsicherheiten, Dividenden usw. resultieren aus dem Unterschied zwischen Deinen genannten Zahlen. Der Grenznutzen für die Vermögenshöhe ist bei 250k für viele noch nicht erreicht. Du hast selbst drei Kinder. Mit 1 Mio bist Du vielleicht finanziell Unabhängig, oder kurz davor. Mit 250k aber sicher nicht. Auch wenn sich an Deinem Leben nicht viel ändern mag ist das ein großer Unterschied. Für mich jedenfalls. 
    @ Smyslov
    Die genannten Regionen stehen aktuell auch bei mir hoch im Kurs. Ich versuche bei dem Aufbau des Vermögens Verluste zu begrenzen. Auch wenn es für den ein oder anderen seltsam erscheint fühle ich mich mit einer türkischen Telefongesellschaft sicherer aufgestellt als mit einem Unternehmen mit einem KGV jenseits von 30. LK bringt mich aktuell selbst in eine hohe einseitige Abhängigkeit. Wenn der Buchgewinn weiterhin schnell ansteigt ist LK in Kürze meine größte Position. Gazprom erscheint mir im direkten Vergleich sicherer. Ich werde dennoch nicht verkaufen und mich in Geduld üben. Ein Teilverkauf werde ich aber zu gegebener Zeit durchführen. Mir egal, ob sie noch bis 250 steigen. Meine Verluste wären bei einem Teilverkauf eingedämmt.

  84. AvatarGainde

    Der Heilige Gral wäre also der thesaurierende Ishares MSCI ACWI, wo man jährlich x% Anteile für seinen persönlichen Cashflow entnimmt.

  85. Mark85Mark85

    An smyslov: Ich kann dir meinen Weg vorstellen, aber entscheiden muss jeder für sich selbst: Ich befinde mich in der Entnahmephase, wobei ich in der komfortablen Lage bin, weiterhin eine hohe Sparquote aufrechterhalten zu können.

    Einen starken Vermögensrückgang durch eine hohe Aktienquote möchte ich mir nicht antun. Das Geld vermehrt sich meiner Meinung nach auch so, weil sich im Laufe der Zeit die verschiedenen Anlageklassen nicht im Gleichschritt auf und ab bewegen.

    Warum dies so ist? Weil die weltweiten Anlagegelder ständig auf der Suche nach einer möglichst hohen Rendite um den Globus schwirren und bei aufkommenden Unsicherheiten versuchen, sichere Häfen anzusteuern. Diese Zyklen mache ich mir zunutze, indem ich möglichst viele unterschiedliche Eimer aufstelle und geduldig abwarte, bis sie sich nach und nach füllen.

    Neben direkten Unternehmungen setze ich auf Unternehmen und Immobilien in Aktienform, die Edelmetalle Gold und Silber und die Kryptowährung Bitcoin. Hinzu kommt noch eine liquide Notreserve in Höhe von 12 Monatsausgaben.

    Ich fühle mich gut aufgestellt. An zusätzlicher Streuung kann ich mir noch die Anlageklasse Diamanten vorstellen. Nur Anleihen schließe ich aus, weil ich in einer Welt voller Schulden nicht zu den Gläubigern gehören möchte. 😉

  86. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mark; “Nur Anleihen schließe ich aus, weil ich in einer Welt voller Schulden nicht zu den Gläubigern gehören möchte.”
     
    meiner Meinung nach ist es immer besser Gläubiger statt Schuldner zu sein.
     
    Als Eigentümer/Schuldner (Aktionär) bist Du nachrangig und gehst im Fall des Falles meist leer aus, eben und weil den Gläubigern der Vorrang bei der Zuteilung des Restwertes zusteht.
     
    Solange es läuft, macht man als Aktionär sicher bessere Performance als der Geldgeber mit seinem fixen Kupon.
     
    Im Falle des Default sind aber selbst 20% oder 40% des Anleihewertes immer noch besser als Null beim Aktionär.
     
    MS

  87. AvatarSparta

    @Gainde
    “Der Heilige Gral wäre also der thesaurierende Ishares MSCI ACWI, wo man jährlich x% Anteile für seinen persönlichen Cashflow entnimmt.”
    Nein, den heiligen Gral gibt es nicht!
    Sollte es ihn geben, würde er auch nicht zu jedem Anleger individuell passen.
    Antifragilität ist Trumpf für die ganz vorsichtigen in der Entnahmephase (Rente, Miete, Div`s, EEG, Tantiemen, evtl. Anteilsverkäufe, Pacht, Cash, Anleihen, Rohstoffe etc. pp. ). 
    Für den Vermögensaufbau hingegen sind Aktien, Unternehmertum, Karriere, Selbstständigkeit, Immo`s, Fleiß & Zielstrebigkeit die besseren assets.
    Je nachdem in welchem individuellem Zeitfenster, Risikotoleranz, Umfeld man steht, sind Pauschalurteile für ein Individuum fehl am Platz.

  88. AvatarMattoc

    Der Heilige Gral wäre also der thesaurierende Ishares MSCI ACWI, wo man jährlich x% Anteile für seinen persönlichen Cashflow entnimmt.
    Nicht die schlechteste Idee meiner Meinung nach. Man kann den ACWI aber auch mit Cash und einem Gold ETC ergänzen, z.B.
    70% ACWI
    20% Cash
    10% Gold ETC
    Und davon dann einmal im Jahr x% entnehmen (x < 4). Kann man perfekt über Trade Republic abbilden, da dort Kauf und Verkauf jeweils nur 1 Euro kostet. Damit hat man praktisch auch keine Transaktionskosten.
     

  89. AvatarMattoc

    @Sparta
    Ich habe soeben 
    Sanchon Antipasti Kapern
    Sanchon Antipasti Olive
    und
    Meikes Mais Paprika Chili
    auf Dinkelbrot gefrühstückt.
     
    Ich muss zugeben, dass ich sehr skeptisch war, aber es hat sehr gut geschmeckt. Die Dame im Bioladen war übrigens sehr nett und hat mir 6 Scheiben Brot geschenkt. Vermutlich weil das am Samstag ohnehin nicht mehr verkauft wird.
    Die Brotaufstriche werden jetzt immer mal beigemischt. Hier schadet Diversifizierung sicher auch nicht. 😉
    Danke für die Tipps.
     

  90. Mark85Mark85

    An Matthias Schneider. Die momentane weltweite Verschuldung beträgt ungefähr 220 Billionen Euro und es ist kein Ende in Sicht. Irgendwann wird es zu einer Bereinigung zulasten der Gläubiger kommen müssen. Hinzu kommen historisch niedrige Zinssätze, künstlich festgelegt, damit die Schuldenorgie noch möglichst lange weitergehen kann. Ich werde einen Teufel tun, mich bei diesem risikoreichen, aber renditearmen Spiel bei den Gläubigern einzureihen.

    Ich ziehe Sachwerte vor, wenn ich die Wahl habe. Besonders wenn sie nicht auf Schulden aufgebaut sind. Dann ist man weder Gläubiger noch Schuldner. 😉

    Deine Anmerkung zu überschuldeten Aktienunternehmen trifft in erster Linie Einzelaktienaleger. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein weltweiter Aktienindex komplett wertlos werden kann.

  91. AvatarSparta

    @Mattoc
    Freut mich!
    Die Geschmäcker sind ja unterschiedlich wie man hier sieht! 😉
    Relativ gut finde ich auch Roggen-Natursauerteigbrot mit Rote-Beete-Merretich (durch die Beete milder) Aufstrich mit Bio-Apfelschnitzen von kleinen, verschrumpelten 2. Wahl Äpfeln (gibt es billiger in nem ganzen Beutel in unserem Bio-Laden). Geschmacklich sind die besser als die hochgezüchteten 1. Klasse Äpfel.
    Tomaten sind momentan schon an der Saison-Grenze wo es oft nur die blassen Wasserdinger ohne Geschmack gibt.

  92. AvatarSparta

    @Mark

    Da fehlt aber die 3 Komponente!
    Ansonsten würdest Du ja von Deiner 3 Speichen-Regel abweichen! 😉

    PS: Beim Aktienanteil bin ich da sogar relativ nah dran an 1/3 US, Europe, Emerging & Asien 😉

  93. AvatarSmyslov

    An Sparta u. Mark85: Endlich sind wir bei den wichtigen Dingen im Leben.
    Fällt mir folgende Gescichte ein: Nach dem 1987er Crash wurde ein sehr reicher
    Mann Jüdischer Herkunft nach seinem Befinden gefragt, und weshalb er denn
    so gelassen sei, nachdem er sehr viel Geld verloren hatte. Der Markt wird es
    schon richten, war seine lapidare Antwort. Und wenn nicht, fragte der Journalist?
    Dann halt nicht, wissen Sie, ich war im KZ.
    Statt mit dem Crash, sollten wir uns doch lieber mit dem Essen beschäftigen.

  94. AvatarBenjamin Maul

    Schöner Artikel! Mögen sich ruhig mehr Menschen mit dem Thema Geld und Investieren auseinander setzen. In diesem Sinne: Happy 2020 und bleibt alle gesund. 😉
    LG
    Benjamin

  95. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Mattoc
     
    Der Freelancer mag seine Unternehmen sehr. ? Ich mag mehr die “abstrakte Masse”. ?
     
    Jep, so ist es 🙂 .
     
    Aber auch du bist dir im klaren darüber, dass du als Aktionär am Produktivkapital beteiligt bist und nicht am Roulettetisch deine Jetons hin- und herschiebst, oder? Einziger Unterschied: Du möchtest dich nicht auf 50 Unternehmen konzentrieren, sondern nimmst lieber „die abstrakte Masse“, also fast alle Unternehmen, die zur Verfügung stehen. Völlig in Ordnung.
    Mich beschleicht jedoch regelmäßig der Eindruck, dass nicht wenige Börse und Aktien nicht richtig verstanden haben. Sie besitzen da irgendwelche „abstrakten“ Wertpapiere, die im Wert steigen, aber bitte bloß nicht fallen sollen. Dass echte Unternehmen mit echten Geschäftstätigkeiten dahinterstehen, bleibt dabei im Dunklen.
     
    @ Kiev
     
    Wir reden wohl aneinander vorbei. Ja, wenn ich die Million erreicht habe, bin ich FU, bei 250k noch nicht. Wenn aber aus der Million zwischenzeitlich 500k auf dem Papier werden, bin ich dann nicht mehr FU? Ist man denn je FU?
     
    Mir kommt es so vor, als hätten manche das Hamsterrad Erwerbsarbeit nur durch das Hamsterrad Vermögenserhalt ausgetauscht. Halte ich nicht für erstrebenswert. Dann lieber heute schon zufrieden leben und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, die Geld einbringt. Halbtags mit reichlich Urlaub? Mit einer Tätigkeit, die Freude bereitet? Mit Fokus auf die schönen Dinge im Leben? Mein Portfolio lasse ich jedenfalls weiter gemütlich vor sich hin dümpeln. Melde mich bei der Million 🙂 .

  96. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian
    Es kommt immer auf den Hintergrund an. Wenn man mit beispielsweise 55 Jahren eine Abfindung annimmt, alles Geld in Aktien investiert und ein paar Monate später das Depot von 1 Mio auf 500k fällt ist es bestimmt nicht angenehm. Vor allem wenn die Mio knapp kalkuliert war. Wenn Du einfach eine 4 Tagewoche weiter durchführst macht es natürlich nicht viel aus. Ich möchte schnell viel Wahlfreiheit haben damit ich auf Änderung immer bestmöglich entscheiden kann. Aktuell würde ich eine Abfindung nicht mit ruhigen Gemüth annehmen. Zumal in diesem Fall die Wirtschaft vermutlich schwere Zeiten durchleben würde. Wenn ich allerdings 200k mehr im Depot hätte, so würde ich flexibler sein und mich freiwillig melden. 

  97. AvatarRüdiger

    @Smyslov:  Statt mit dem Crash, sollten wir uns doch lieber mit dem Essen beschäftigen.
     
    Oder mit anderen schönen Dingen, die das Leben lebenswert machen  😉

  98. AvatarHubertus

    @Mark85
    Irgendwann wird es zu einer Bereinigung zulasten der Gläubiger kommen müssen.
    Der Schuldner müsste pleite gehen und keine verwertbare Vermögensmasse mehr vorhanden sein damit man sein Kapital nicht mehr zu 100% wieder bekommt. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle Schuldner Insolvenz anmelden müssen? 
    Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein weltweiter Aktienindex komplett wertlos werden kann.
    Das der weltweite Anleihenindex Global Aggregate mit 4910 Anleihen komplett wertlos wird, kannst Du Dir aber vorstellen? 
    @Freelancer
    Wir reden wohl aneinander vorbei. Ja, wenn ich die Million erreicht habe, bin ich FU, bei 250k noch nicht. Wenn aber aus der Million zwischenzeitlich 500k auf dem Papier werden, bin ich dann nicht mehr FU? Ist man denn je FU?
    Vermögen = Freiheit. Besonders, wenn man davon leben muss. Und da macht es dann schon einen Unterschied, ob man noch 1 Mio. oder 250k auf Seite hat. Für mich zumindest.

  99. AvatarBruno

    250k vs 1 Mio
    Ich denke es kommt auf den Zeitpunkt an, ich sage ja selber immer Timing und Marktprognosen sind sehr schwierig bis fast unmöglich. Aber es ist natürlich ein Unterschied, ob man die 250k z.B. jetzt nach einer über 10jährigen Hausse hat oder eben nach einem starken Crash wie z.B. 2009. Der nominelle Wert ist zwar identisch, aber der Wert des Depots ist schon unterschiedlich.
    Ich bin schon länger wieder 100% in Aktien und fühle mich auch wohl damit, aber mein Depot macht auch nur ca. 10% meines Vermögens aus, von daher schlafe ich immer gut, egal wie stark es einbricht. Und nein natürlich wünsche ich mir keine Rezession/Crash, um danach günstig einzukaufen, denn so eine starke Rezession/Baisse/Crash ist in den allermeisten Fällen auch mit starken realwirtschaftlichen Problemen behaftet, ich würde mir dann um diesen Umstand Sorge machen, und nicht um den aktuellen Wert meines Depots!
    Die 10% sind übrigens eine grobe Schätzung, ich kenne mein Vermögen ganz einfach nicht, da der Hauptteil die Firma ausmacht, und hier kann man zwar eine Bilanz anschauen, aber der effektive Wert wird eben nicht irgendwo in einem Ticker angezeigt, wenn es keine börsennotierte Firma ist. Und Kauf-/Übernahmeangebote kommen nun mal nicht täglich rein haha. Das ist u.a. auch ein Grund, warum viele mit einer Immobilie besser fahren als mit Aktien, weil dort nicht täglich/stündlich eine Zahl angezeigt wird, was das Ding nun gerade “wert” hat. 

  100. AvatarNico Meier

    Das ist u.a. auch ein Grund, warum viele mit einer Immobilie besser fahren als mit Aktien, weil dort nicht täglich/stündlich eine Zahl angezeigt wird, was das Ding nun gerade “wert” hat. 
    @Bruno
    Mit einer Immobilie fahren auch viele besser, weil der Kauf und Verkauf nicht innert Sekunden und ohne Kosten erfolgen kann. Bei einer Immobilie brauche ich neben dem Käufer auch noch einen Notar und das ganze kostet was.

  101. AvatarSparta

    @Smyslov
    “Statt mit dem Crash, sollten wir uns doch lieber mit dem Essen beschäftigen.”
    Bei Free’s hypothetischen -75 % stellen wir auf ein Weinseminar um! 😉

  102. Avatarsammy

    Ich kann die Deutschen verstehen. Aktieninvestitionen bedeuten im schlimmsten Falle einen Totalverlust. Wer hat schon Lust darauf sein hart erarbeitetes Geld das eh schon schwer gebeutelt von Steuern und Abgaben ist noch einem Totalverlust Risiko auszusetzen. Ist doch klar dass da kaum jemand Bock drauf hat.

  103. AvatarHurtz

    @Mattoc:
    Es sollte niemanden wundern, dass nichts zurückgelegt wird, wenn alles bei den nächsten Bundestagswahlen auf R2G hinausläuft und diese mit breiter gesellschaftlicher Zustimmung von neuen Steuern und Enteignung sprechen. Vermutlich sind es aber die bösen Vermieter, die das Sparen verhindern. 🙂
    Zu lesen, dass nicht einmal mehr die Hälfte aller deutschen Geld zurückgelegte hat, lässt sowieso darauf schließen, worauf es hinauslaufen wird, wenn es mal ein wenig wirtschaftlich zu knirschen beginnt. 
    Erstaunlich ist dann viel mehr, dass sich hier einige ernsthaft Gedanken um einen Börsencrash machen, der die Performance des Depots drückt, andere, staatliche Risiken aber außer Acht lassen, die wohl wahrscheinlicher sind, als der Megacrash.

  104. AvatarBruno

    @Totalverlust, Enteignung etc.
    Sehe ich gleich wie sammy, ich würde auch nicht investieren, wenn meine Erwartungshaltung für die Zukunft auf Totalverlust oder Enteignung rausläuft. Ausser vielleicht in die Assetklasse Alkohol, Drogen und Tabak. 
     
    Die Frage ist aber, ob diese Erwartungshaltung langfristig realistisch ist. Ich sehe das deutlich entspannter, nicht mit Rosa Brille nein, aber gerade z.B. politische Entwicklungen kommen und gehen. Es ging ja auch nicht um Aktien im Artikel sondern generell ums Sparen. Ich bin da nicht so sicher, ob der Grund für das weniger Sparen an negativen Zukunftsaussichten liegt (ich würde dann eher noch mehr sparen, wie das Eichhörnchen Nüsse für den harten Winter vergräbt) oder liegt es vielleicht an einer gewissen Belanglosigkeit, da aktuell es doch besser läuft als viele sich eingestehen. 
     
    Man muss sich bewusst sein, die absolute Sicherheit gibt es nicht, JEDE Assetklasse hat Risiken, im worst case bis zum Totalverlust. Auch Gold, Bargeld, Immobilien, gerade wer staatliche Massnahmen fürchtet, wird mit diesen Assetklassen unter Umständen mehr Probleme bekommen als mit Aktien. Ein Totalverlust von S&P500 oder MSCI World, auch das ist möglich, nur wie realistisch? Wenn das einmal eintritt haben wir in der Tat andere Probleme, dann würde ich wohl sogar als Nicht-Alkoholtrinker in Flaschen investieren 😀
    PS: Negative Gedanken sind schädlicher als man denkt, wir stehen vor einem neuen Jahr und wer schon jetzt sich in negativen Gedanken quält, insbesondere da es den meisten Lesern hier wohl zumindest finanziell nicht allzu schlecht gehen sollte, das kann ich nicht verstehen. 

  105. KievKiev

    @ Hurtz
    In beiden Fällen kann man nicht sehr viel präventiv unternehmen. Wenn man natürlich aufhört zu arbeiten, so sollte man vielleicht für ein Jahr Reserven in Cash, Gold usw. aufbauen. Ich habe dieses Jahr ein paar Gewinne realisiert. Aktuell muss ich verhältnismäßig wenig Steuern bezahlen. Das kann ich heute sicher sagen. In Zukunft werde ich vermutlich höhere Abgaben haben. Das kann ich für mich aus verschiedenen Gründen relativ sicher sagen. Daher realisiere ich einen Teil der Gewinne und nutze nicht die Steuerstundung. Außerdem kann ich so von vielleicht überbewerten Titeln auf günstigere wechseln. Wie gesagt, ich mache das entspannt mit einem kleinen Anteil des Depots. Es passiert zu einem großen Teil auch automatisch bei Optionen, die verfallen. Egal was politisch auch kommen mag. Mir werden 500k mehr Freiräume geben als 100k. Von daher lohnt sich sparen immer. Wenn das Geld denn auch rentierlich angelegt wird.

  106. AvatarRüdiger

    @Bruno:  PS: Negative Gedanken sind schädlicher als man denkt, wir stehen vor einem neuen Jahr und wer schon jetzt sich in negativen Gedanken quält, insbesondere da es den meisten Lesern hier wohl zumindest finanziell nicht allzu schlecht gehen sollte, das kann ich nicht verstehen. 
     
    Verstehe ich ebensowenig! Kommt mir das nur so vor? Je vermögender, desto negativer die Gedanken.
    Kann ich ja nur hoffen, dass mir das verängstigte, freudlose Dasein als mehrfacher Millionär erspart bleibt 😉

  107. AvatarBruno

    @Rüdiger
    Ich verstehe es schon, ich wollte auch etwas zum nachdenken geben, ich kenne beide Seiten, ich war schon mausarm und es ging mir auch schon sehr gut finanziell, es geht mir natürlich immer noch sehr gut aber es war die Zeit, wo ich meine erste Firma verkauft habe, da war plötzlich ein grosser sichtbarer Batzen vorhanden, und ich war nicht glücklich zu Beginn. Sicherlich erleichtert, der täglich Stress und die Verantwortung war jetzt weg, aber es kam auch eine gewisse Leere auf. Ich war als armer Student glücklicher. Es gab auch, zumindest unterbewusst, eine gewisse Verlustangst. Zugegeben es war genau die Zeit wo kurz danach die Finanzkrise ausgebrochen ist, und ich habe da auch gewisse Fehler gemacht. Darum mag ich auch Tims Blog sehr, da er gebetsmühleartig seine Thesen wiederholt, mir hätten sie damals gut getan. Ich hatte dann 3 Jahre Auszeit, viel gereist, Sport gemacht etc. aber nach einer Weile brauchte ich wieder eine Beschäftigung. Auch wenn es viel Verantwortung, Stress und Arbeit bedeutet, es macht mich glücklich. Ich weiss, viele verstehen das nicht, sehen es auch hier anders, träumen von der FU/FF und dem “Frühruhestand”. Ich bin da etwas anders, für mich ist Ruhestand = Tod. Natürlich gab es Familie, Hobby, Freizeit, Freundschaften, Reisen etc. aber trotzdem fühlte ich mich irgendwie nutzlos. Darum habe ich auch nochmals etwas Neues gestartet, Risiken eingegangen, obwohl viele den Kopf geschüttelt haben. Ich würde das auch niemandem empfehlen, aber man sollte auf sich hören, was einem wirklich wichtig ist und wie man leben will. Ich denke der Mensch ist nicht gemacht für die Hängematte, er braucht Beschäftigung, das muss nicht materiell sein, ich habe diesbezüglich auch jetzt schon neue Pläne, aber wenn man keine Ziele und Wünsche mehr hat, zerfällt man. Oft beobachtet bei Männern die neu in Rente gehen, sie zerfallen, sitzen zu Hause vor dem Fernseher, werden fett und grau/weiss, verlieren die Lebensfreude. Und sie hatten sich doch ihr Leben lang auf die RENTE gefreut! Das möchte ich mir ersparen.

  108. AvatarThorsten

    @Kiev
    Wenn man natürlich aufhört zu arbeiten, so sollte man vielleicht für ein Jahr Reserven in Cash, Gold usw. aufbauen
    Ich habe mich für Gold/Silber ETF und Minenaktien entschieden. Nicht als Reserve, sondern als Teilhedge für das Depot. Die Analysten sagen Gold 1600$ oder 2000$ 2020 voraus. Aber wie steht dann der Dollar, was ist die Unze oder die Aktie in EUR ? Es wirkt sich direkt auf den Buchwert auf. Ich kann mir für Dollar und Silber nichts kaufen, die Dame hinterm Tresen verlangt stur Euro.
    …alles Geld in Aktien investiert und ein paar Monate später das Depot von 1 Mio auf 500k fällt ist es bestimmt nicht angenehm.
    Deshalb habe ich meine US-Aktien nach 10 Jahren auf 25% reduziert und bin jetzt auch in anderen Märkten.  Mehr Währungen , mehr Märkte , mehr Branchen. Weniger Volatilität. Vielleicht sogar eine höhere Rendite.

  109. AvatarHurtz

    @Rüdiger:
     
    Das war doch schon immer so. Je weniger man hat, umso besser und einfacher lebt es sich, sofern man ein Dach über den Kopf, einen vollen Magen hat und einmal im Jahr in den Urlaub reisen kann. Wenn das dann noch alles staatlich alimentiert ist, hat man FIRE ohne Anstrengung erreicht. 🙂
     
    @Kiev:
    Grds. haben Sie Recht und ich schätze Ihre Meinung sehr. 
    Ein Verkauf von Werten kommt für mich nur dann in Frage, wenn ich an das Unternehmen nicht mehr glaube. 
    Für mich ist die beste Absicherung gegen Crashs Werte die sich verdoppelt haben oder auch im Crash weiter munter Dividende zahlen.
    Außerdem bin ich so erzogen worden, dass man Vermögen aufzubauen, auszubauen und zu schützen hat, um es der nächsten Generation zu übergeben. Niemals würde ich daher auf die Idee kommen von der Substanz zu leben, weshalb mich die Besteuerung von Wertzuwächsen nicht wirklich interessiert.
    Einer Vermögenssteuer wird man wohl in Zeiten der Digitalisierung innereuropäisch kaum entkommen können. 

  110. AvatarThorsten

    @Bruno
    Die Männer, die zerfallen, die haben womöglich auch vorher schon nicht wirklich”gelebt”, sie waren bloß mit ihrer Arbeit verheiratet, haben links und rechts nichts mitbekommen und können deshalb mit ihrer Zeit nichts anfangen. Dann fallen sie in ein Loch und nerven in ihrer Langweile vielleicht noch ihre Frau zu Hause, die es ihrerseits nicht gewöhnt ist, dass er zu Hause ist. Teilzeit vor der Rente könnte hilfreich sein ?!

  111. AvatarRalf

    Es wird mit großer Sicherheit weitere Einschnitte von staatlicher Seite geben. Auch gesellschaftlich stehen uns eine Menge Veränderungen und Herausforderungen ins Haus (Thema Pflege, immer mehr Singlehaushalte, kulturelle Bereicherungen positiv wie wie durchaus auch negativ, steigende Wohn-, Energie- und Mobilitätskosten, Klimadebatte, Wandel der Arbeitswelt durch Digitalisierung etc.). Noch steht D aber gut da.

    Letztlich erfüllt sich auf der Erdkugel nur was schon in der Bibel steht, auch wenn mir das auch wenig gefällt:

    “Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so fürchtet euch nicht. Denn es muß also geschehen; aber das Ende ist noch nicht da. Es wird sich ein Volk wider das andere empören und ein Königreich wider das andere, und werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang.”

    Es ist ein gutes Gefühl, ein größeres Finanzpolster im Hintergrund zu haben bzw. darauf hin zu arbeiten. Wenn es richtig crasht haben wir als Menschheit vermutlich ohnehin andere Probleme.

    Und offen bleiben für neue Technologien und Entwicklungen. Haben sehr viele immer noch Probleme damit.

  112. Avatar42sucht21

    @Mattocs Liste
    Wie nutzlos und dumm ist es darüber zu fabulieren wie schlimm es sehr bald in DE auf jeden Fall & unvermeidlich sein wird für Menschen mit ein klein wenig extrem hart erarbeitetem Vermögen. Ach ihr armen Hascherl. Im Gegenteil alles wird besser aber ihr bekommt es gar nicht mit weil ihr Nachrichten nur selektiv durch Euren Negativfilter aufnehmt.

    Pessimsiten leben nicht nur schlechter als Realisten/ Optimisten, sie haben auch eine kürzere Lebenserwartung und …. auch eine schlechtere Börsenperformance!

    So, ich gehe jetzt wieder raus in die Sonne.

    Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Erfolg mit der Geldanlage aber auch mit allen wirklich wichtigen Dingen des Lebens.

  113. AvatarThorsten

    Wikifolio aus Umfrage 9/2018, angelegt 3.10.2018
    Aufgenommen sind Aktien mit vermuteter guter Zukunftsperspektive aus einer Forumsumfrage. Der Zeithorizont war “5 bis 10 Jahre” also Buy and Hold mindestens 5 Jahre.Es sind hautpsächlich US-amerikanische Werte, ein paar Deutsche Aktien, sowie ein ETF und minimal Asien enthalten.Die Aktien wurden gleichgewichtet, sofern die Stückelung es zuließ. Es wurden ca. 1450 EUR pro Wertpapier investiert.Amazon war auf Grund des hohen Börsenwertes prozentual leicht übergewichtet. 
    https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0futperf
    Reines Buy and Hold, keine Transaktionen !
    Performance seit 3.10.2018 : 12,9%
    Performance 1 Jahr  : 39,2%
    Durchschnittsperformance pro Jahr : 10,4%
    Maximaler Verlust (DD) : 19,2%
    Beste Aktie  : The TradingDesk +108%
     
     

  114. AvatarRüdiger

    aber man sollte auf sich hören, was einem wirklich wichtig ist und wie man leben will. Ich denke der Mensch ist nicht gemacht für die Hängematte, er braucht Beschäftigung, das muss nicht materiell sein
     
    Definitiv! Ein Leben in der Hängematte, am besten noch rund um die Uhr zugesülzt von Netflix und Co. (sowas habe und brauche ich nicht), stelle ich mir furchtbar vor. Das würde absolut meinem Temperament widersprechen. Auch für den “Ruhestand” habe ich noch so einiges geplant  😉
     

  115. Mark85Mark85

    An Luigi: Jünger ist zu viel. Ich kenne zwar alle ihre Bücher und stimme ihnen in vielen Punkten zu, aber meine Vermögensaufteilung habe ich mir selbst zusammengestellt. Ehrlich gesagt habe ich nicht mal ein Vorbild. 😉

    Wenn jemand ganz am Anfang seines Vermögensaufbaus steht und deshalb erhöhte Risiken eingehen möchte, kann ich dies durchaus nachvollziehen. Wenn man aber bereits sein Hauptfinanzziel erreicht hat, geht es eher um den Statuserhalt. Ich muss mir nichts mehr beweisen.

  116. Mark85Mark85

    An Hubertus: Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass Sachwerte Papierwerten überlegen sind, weil sie sie überdauert haben. Mein langfristiges Vertrauen in unser zinseszinsbasiertes Schuldgeldsystem geht gegen null. Ich möchte dich aber zu nichts überreden.

  117. Avatarsammy

    @Luigi
    Klar haben Crashpropheten ein Geschäftsmodell das ist klar.
    Aber dennoch haben wir einige große Probleme zu bewältigen das wird nicht ohne Entladungen gehen:
     
    Eurokrise, Verschuldung weltweit, negativ Zinsen, politische Unfähigkeit, Hang zum Sozialismus usw. nur mal ein grober Umriss.
     
     

  118. AvatarThorsten

    @Luigi Ja, ich habe das damals angelegt , damit es nicht verloren geht. Ab und an poste ich hier den Stand. Wäre es nicht unter diesen Bedingungen angelegt worden, wäre der US-Anteil von meiner Seite aus spätestens jetzt reduziert worden. So bleibt es , wie es ist. 5 Jahre lang oder eben 10.

  119. AvatarRüdiger

    @Luigi:  Zitat aus deinem Link:
    Ihr Ton ist illiberal, es gibt eine Nähe zu Rechtspopulismus und Verschwörungstheorien, manchmal auch zu Nationalismus. Bei Menschen mit einem pessimistischen Weltbild finden sie damit Anklang.
     
    Und genau damit verfolgen diese Crash-Propheten eine politische und gesellschaftliche Agenda, die nicht die Meine ist … und es niemals sein kann.

  120. AvatarLuigi

    @Mark85
    Der entscheidende Satz aus dem Artikel für mich:
    Wer an den Untergang glaubt, vergisst leicht das oberste Prinzip bei der Geldanlage: das Vermögen auf viele Anlageklassen und Regionen zu verteilen.

  121. AvatarPaluma

    Ich lese gerade von Toni Robuns “Befreie die innere Kraft”.
    Dort wird versucht über Glaubenssätze zu Arbeiten, um sich selbst größere Ziele zu setzen und erfolgreicher zu werden.
    Negative Glaubenssätze können einen lähmen und zu destruktiven Handeln veranlassen.
    Für den Leserbriefautor hier eine Buchempfehlung.
    Die Kommentatoren, welche immer über den Crash schreiben oder über staatliche Einschränkungen, sollten vielleicht auch ihre Einstellung ändern.
    Vielleicht führt es ja zum Erfolg 😉
    Warum sollte der Bauer (Staat) eine Kuh(Aktiendepot/Eigentum/Unternehmen) schlachten, so lange sie noch Milch(Steuern) gibt

  122. AvatarWolke

    @42 sucht 21
    Wie nutzlos und dumm ist es darüber zu fabulieren wie schlimm es sehr bald in DE auf jeden Fall & unvermeidlich sein wird für Menschen…

    Richtig, so wie Du haben die meisten Menschen im Sommer 1939 gedacht.
    Hätte es damals mehr „dumme, fabulierende Pessimisten“ gegeben, dann wäre uns einiges erspart geblieben und es hätte weniger „arme Hascherl“ gegeben.
    Ich wäre etwas vorsichtiger mit vorschnellen Urteilen über Optimisten/Pessimisten. 
    An der Börse ist Demut und Selbstkritik immer schon besser gewesen, als Hybris und Arroganz.

  123. AvatarRüdiger

    Pessimsiten leben nicht nur schlechter als Realisten/ Optimisten, sie haben auch eine kürzere Lebenserwartung und …. auch eine schlechtere Börsenperformance!
     
    *höhöhö … und sind auch bekannt als verdammt schlechte Liebhaber  😉

  124. AvatarWolke

    @Rüdiger
    Pessimisten sind darauf vorbereitet, wenn es in der Liebe mal nicht klappt.
    Optimisten hingegen brauchen dann einen Psychotherapeuten.
     

    („Pessimsiten“ Freud‘scher Versprecher? Gehts schon los?)

  125. AvatarPaluma

    @wolke Pessimisten müssen auch darauf vorbereitet sein, sie sind ja bekanntlich schlechte Liebhaber;-)

  126. AvatarThorsten

    Eichelburgs Ziehbrüder wollen bloß ihre Bücher verkaufen, wir wissen, dass es irgendwann knallt, aber “das System” wird weiter laufen.
    Ich bin mit meiner Kohle zweimal in Immobilien geflohen, scheiße, das geht jetzt nicht mehr. Dann gehe ich eben in andere Länder. Mir tun nur die leid, die 10 Jahre nur in FAANG und Heimatliebe VW/Daimler investiert haben. Ging ja 10 Jahre gut. Das reicht bloß nicht , um den größeren Einschlägen auszuweichen. Es deutet einiges auf abschwächenden Dollar und steigendes Gold hin, die Aktien können sich noch ein Jahr halten oder auch nicht, Crashs werden nicht angekündigt.  Wenn die Aktien über Wochen Seitwärtskanäle ausbilden , dann bin ich auch mit den restlichen 25% USA woanders. Ich kaufe US-Aktien wieder ab EURUSD 1,30. Dann sind sie ca 20% billiger als jetzt.
     

  127. AvatarRüdiger

    („Pessimsiten“ Freud‘scher Versprecher? Gehts schon los?)
    Nä @Wolke, das Zitat war von @42sucht21 übernommen … ohne irgendwelche Rechtschreib-Korrekturen. Weder Freud’sche noch Freud’lose Versprecher meinerseits 😉

  128. PeterPeter

    Thorsten
    Finde Deine Ansichten zwar teilweise etwas extrem, aber was den USD angeht, bin ich bei Dir. Sollte man zumindest als Euro-Investor auf dem Schirm haben.
    Nur Du weisst ja, das Unternehmen im Euroraum auch am USD hängen, insofern sie nicht nur im Binnenmarkt aktiv sind.

  129. AvatarWolke

    @Thorsten
    Crashs werden nicht angekündigt…
    Richtig! „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein“ sagte schon Perikles von Athen.

  130. AvatarHurtz

    Ich bin gerne pessimistisch und lasse mich lieber positiv überraschen. Mit den Vorurteilen kann ich vorzüglich leben. Finde ich irgendwie besser, als optimistische untere Mittelschicht mit einem kleinen Reihenhäuschen und niedrigen 6-stelligen Depot. 🙂
    Außerdem muss man als ernsthafter Investor immer verschiedene Szenarien im Kopf haben und durchdenken. 
    Aber Rüdiger und 42suchtdivers haben schon Recht. Das wird sicherlich alles nicht ganz so schlimm. Damit hatten wir Deutschen ja schon einmal tollen Erfolg. 🙂
    Wenn man ehrlich ist, bringt es nichts mit Leuten zu diskutieren, die durch politische Entwicklungen nicht betroffen sind. Wer keine MFHs hat oder nicht durch Vermögenssteuer gefährdet ist, sieht viele Dinge sowieso anders. Bedrohlich wird’s halt immer erst, wenn es einen selbst trifft. 🙂
     

  131. AvatarRüdiger

    Damit hatten wir Deutschen ja schon einmal tollen Erfolg.
     
    Erzähl doch mal. Was hast du damals erlebt?  😉

  132. AvatarPaluma

    Am liebsten langt der Staat doch  bei der Mittelschicht zu und das wird auch bestimmt weiter so bleiben. Konsum wird hoch besteuert und investieren nicht. Nur die Gewinne der Investitionen werden in der Regel besteuert. Viele regen sich auch über Negative Zinsen auf. Aber wen betreffen diese überhaupt? 40% Sparen sowieso nicht, 60 % freuen sich über niedrige Zinsen beim Hypotheken Kredit und die restlichen 20 % freuen sich über steigende Aktien und Immobilienpreise durch die niedrigen Zinsen. 

  133. AvatarThorsten

    @Peter
    Das “extrem” ist der Gegenpol zu “läuft so weiter wie bisher, Buy and hold in FAANG die nächsten 10 Jahr, juhu”. Nur wird das nicht als Extrem wahr genommen, bis es vielleicht zu spät ist, weil es bisher so schön lief. Wer da von Crash redet ist Spielverderber. Ich greife wie Tim zum Mittel der Übertreibung, damit auch der letzte Frischling von Drogen runterkommt und seinen Arsch in Richtung Diversifikation bewegt.
    @Wolke genau, ich möchte vorbereitet sein. Pessimismus gibt’s woanders , nicht in meinem Depot. Bin voll investiert.

  134. AvatarWolke

    @Thorsten
    Was ist Pessimismus im Depot? Nie gehört. Du meinst Diversifikation? Ok, dann bin ich auch voll pessimistisch investiert.

  135. AvatarPaluma

    Diversifaktion kann aber auch die Rendite deutlich schmälern 😉
    Für manches braucht es einfach Mut und da ist Pessimismus fehl am Platz.
    Ich habe aber auch noch viele Jahre vor mir, wo ich den ein oder anderen Fehler ausgleichen kann…

  136. AvatarThorsten

    @Wolke damit meinte ich riesige Cashbestände aufzubauen und aus Aktien rauszugehen. Ich habe bloß Gold/Minenaktien höher aufgehübscht.

  137. AvatarSparta

    Ich sehe schon viele vermeintliche Weinseminare auf mich zukommen! 😉

    Zum Glück nur vermeintliche!

    Denn die rote Gefahr ist überall (im Wein, im Depot, … sonst sehe ich keine! 😉

  138. AvatarThorsten

    https://www.ishares.com/blk-one-assets/cache-1576174642000/images/media-bin/web/ishares/us/strategies/us-vs-international-returns-chart.png
    Combining U.S. and international investments can result in a better-diversified portfolio whose holdings don’t move in lockstep – so when some go up, others go down, and vice versa. The result: a potential reduction in the volatility (risk) of your total portfolio in the long-run.
    Für Europäer müsste es heißen Combining European… , um dem Währungsrisiko zu entgehen.
     
     
     

  139. PeterPeter

    Thorsten
    Diversifikation innerhalb einer Anlageklasse ist aber aufgrund der hohen Korrelation weniger optimal. Oder denkst Du, dass EM-Aktien nicht fallen, wenn der S&P 500 einbricht?
    Es ist ja auch immer eine Frage von (günstigeren) Alternativen. Und 2019 war das Jahr, wo alle Anlageklassen kräftig gestiegen sind.

  140. AvatarMattoc

    @Peter
    Sehr richtig. Thorsten irrt in der Annahme, dass bei einem US-Crash die Emerging Markets oder gar Europa erblühen und ihm Stabilität verschaffen. Auch REITs werden nicht helfen. 10% Gold, die er hält, helfen eventuell etwas.
    Ich halte von Depotumstrukturierungen aufgrund vermeintlich drohender Krisen überhaupt nichts. Offensichtlich hat er seine Asset Allocation noch nicht gefunden,
    Ich habe gerade von einem technischen Analysten gelesen, der meint, dass der Crash ausfällt in den nächsten Jahren (!). Er sieht den Dow Jones Industrial Average auf dem Weg zur 40.000.
     

  141. AvatarThorsten

    @Peter möglich. Da bei echt fallenden Aktienmärkten und niedrigen Zinsen Gold steigen könnte, könnten Minen Gold teurer verkaufen und entgegen dem Markt steigen. Ich meine beim letzten Dip sind sie auch runtergegangen, aber da gab es keine Flucht in Gold, das war zu kurz. Hätte , könnte, wäre, ich weiß…. Minenaktien schütten auch was aus, wenn Gold bloß auf höheren Niveau rumhängt. Das haben wir bei 1500 $ wohl gerade erreicht ? Nur eine Prise im Depot mehr nicht.

    Mattoc schicke ich gerne eine Liste meines Depots zu, er kann dann schauen, ob ihm noch etwas für seine “Allokation” fehlt.

  142. AvatarWolke

    @Mattoc
    Ich habe gerade von einem technischen Analysten gelesen…
    Technische Analysten? Warum nicht gleich Astrologen?
     

  143. AvatarMattoc

    @Wolke
    Keine Ahnung, wieso mein Google-Algorithmus mir diesen „Experten“ vorgeschlagen hat. 😉 Ich persönlich gebe kein Stück auf Vorhersagen.
    Bist du nicht eher der Astrologe hier im Blog? Du hast doch den Keller voller Gold und schätzt die „Experten“ Krall und Florian Homm und willst von diesen „Experten“ „lernen“, wenn ich mich richtig erinnere?

  144. Avatar42sucht21

    @Hurtz – Wer keine MFHs hat oder nicht durch Vermögenssteuer gefährdet ist, sieht viele Dinge sowieso anders. 
    Das hat damit doch nichts zu tun. Verlustängste kann man auch mit wenig haben. Es gibt ängstliche Nörgler die Schatten an der Wand sehen und andere nutzen die in DE reichlich vorhandenen realen Chancen und gestalten positiv. 

    Ich habe bereits mehr Vermögenszuwachs gehabt als mir eine Vermögenssteuer nehmen könnte. Ich bin dankbar für die Chancen & Möglichkeiten die mir geboten wurden & werden in DE. Das hätte ich in anderen Staaten nicht unbedingt so einfach & angenehm geschafft. Bsp: meine MFHs: Die haben sich in den vergangenen 10 Jahren im Wert ungefähr verdoppelt. Steuerfrei im Verkauf und Mieten werden lächerlich besteuert dank wertsteigernder Investitionen in neue Immos. Jetzt kommt in Berlin ne Regulierung. So what? Mindert extremst gestiegene Renditen aktuell ein wenig aber langfristig sichert es den Wert weil weniger neu gebaut wird als könnte.

    @Hätte es damals mehr „dumme, fabulierende Pessimisten“ gegeben, dann wäre uns einiges erspart geblieben
    Ach so, ich dachte gerade die hatten uns die sch… eingebrockt.

  145. PeterPeter

    Thorsten
    Ja, normalerweise müsste das so sein. Nur steigen und fallen fast sämtliche Anlageklassen zusammen seit geraumer Zeit. Mag sein, dass das ein Effekt der Notenbankpolitik ist. 
    Wohin würden institutionelle Anleger „flüchten“ bzw. ausweichen im Fall der Fälle? Treasuries und Bundesanleihen höchster Güte. Zudem gelten der USD und CHF als Fluchtwährungen. Auch eine Frage der Liquidität, die 2008/09 nicht in allen Bereichen gegeben war. 
    Was mit Kryptos passiert, kann ich mir nicht vorstellen.

  146. KievKiev

    @ Optimisten vs. Pessimisten
    Als Immobilieninvestor speziell bei größeren MFHs ist man optimistischer als manch einer vielleicht annimmt. Es dauert schließlich Jahrzehnte bis sich so ein Investment auszahlt. Bis dahin ist es in seiner Immobilität der staatlichen Willkür ausgesetzt. Nebenbei wohnen fremde Menschen in den Wohnungen und die Gesetze sind in Deutschland eher mieterfreundlich zu sehen. Die Willkür ist mir leider im Ausland schon des Öfteren begegnet und ich habe noch immer kein Handtuch geworfen. In Deutschland ist mir noch keine Willkür begegnet. Es gibt sicher sozialistische Phantasien, aber die gibt es in anderen Ländern auch. 
    Als Optimist kann man natürlich auch Szenarien durchgehen. Das aktuelle Börsenjahr verlief phantastisch. Natürlich gehe ich nicht von einem ebenso gutem Jahr 2020 aus. Die Frage ist wie man sich aufstellen möchte. Wenn man einen Plan hat muss man ihn nur noch durchziehen. Bei Änderungen kann man auch mal Anpassungen vornehmen. Solange sich der Plan nicht jeden Monat ändert ist das doch kein Problem.
    Die Dreispeichen Regel und andere Möglichkeiten über Anlageklassen hinweg zu investieren finde ich interessant. Durch die Immos bin ich immer in dem Bereich übergewichtet. Insofern möchte ich schon allein durch die Übergewichtung ein weiteres Standbein in Aktien aufbauen. Die Gründe spielen keine Rolle. Es ist immer von Vorteil wenn man diversifiziert ist und so Vorteile und Nachteile in jedem Bereich nutzen kann. Ich werde später auch gerne Aktien von Beteiligungen wie Berkshire oder Danaher kaufen, um keine Steuern zu bezahlen. Aktuell sind sie mir leider zu teuer und ich möchte auch noch Cashflow durch Dividenden ausbauen. 
    @ Geld verdient Charakter
    Ich hatte letztens ein Gespräch mit einem sehr erfolgreichem Unternehmer und Immobilieninvestor. Er hatte einen anderen Unternehmer gesprochen, der Mal eben ein Neubau Hochhaus hochgezogen hat und das Projekt aus dem Cashflow zahlt. Er hatte ihn gefragt wie er zu Erben steht. Der Andere teilte ihm mit, dass er nicht viel vererben möchte da Geld den Charakter verdirbt. Da habe ich ganz schön gestaunt und eingeworfen, dass der andere Investor ja keinen guten Charakter mit seinen ganzen Millionen haben könnte. Daraufhin hat mein Bekannter gesagt, dass er es nur in Bezug auf Erben gemeint hat. 
    Wir hatten die Diskussion ja schon… Ich habe ihm gesagt das Geld allemal ein Multiplikator für den Charakter ist. Zum guten wie zum schlechten. Und dass es doch an der Person liegt ihre Kinder auf den guten Weg zu bringen. Ich habe gesagt, dass ich selbst meinen Kindern viel Geld schenken! möchte. Aber erst wenn sie auf dem guten Weg sind. Zusätzlich habe ich meinem Bekannten noch gesagt, dass ein sehr erfolgreicher Mensch sein Glück nicht genug bemisst, wenn er seinen Kindern nicht viel Geld vererbt. Schließlich können seine Kinder vielleicht nicht so viel erreichen wie er selbst. Auch wenn sie sich sehr anstrengen und viel ausprobieren. 
    Ich bin auf dem guten Weg. Vielleicht hätte ich ihn schneller finden können. Ist es meine Schuld, dass ich ihn erst später im Leben entdeckt habe? Ich könnte ein Geldgeschenk heute gut gebrauchen. Es würde mir ein wenig Freiraum geben mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen. Ich würde weiterhin genug Geld verdienen um meinen Kindern ebenfalls etwas zu geben. So benötige ich ein bis zwei Jahre mehr Zeit um mir die Summe komplett selbst aufzubauen. Genau für diese Lage möchte ich später die Mittel haben. Ich bin noch relativ jung und es geht uns absolut gut. Aber die Jahre mit meinen Kindern sind sehr kostbar. Vielleicht kostbarer als in 10 Jahren, wenn sie selbstständiger sind. Ich bleibe voll am Gas. Damit meine ich nicht Gier im Aktienmarkt. Ich versuche weitere Chancen zu ergreifen. Vielleicht gelingt mir mein Ziel in zwei statt in drei Jahren zu erreichen.

  147. AvatarWolke

    @Mattoc
    Das Gold hab ich verkauft und die Bücher von Krall unf Homm  verbrannt. Ich bin nun derart positiv und optimistisch eingestellt, daß ich meinen Enkelkindern ein paar ETFs kaufe und ihnen empfehle niemals zu arbeiten, da sie mit fünfzehn garantiert reich oder zumindest finanziell frei sein werden.
    Seit ich weiß, daß der Crash in den nächsten Jahren(!) ausfällt und der Dow auf die 40.000 zumarschiert, bin ich überhaupt aus dem Häuschen. Ich kaufe wie ein Irrer Aktien. Alles wird gut.
     

  148. AvatarMattoc

    @Wolke
    Ich lese bei dir immer nur „Mimimi“ . Tipp: Sei doch mal ein positiver Opa und nicht so ein grimmiger Opa, der die Welt ganz düster zeichnet, nur weil er mit Veränderungen nicht klarkommt. Dann wird die Laune besser. Ist auch für deine Familie gut. Ein Opa, der immer sagt, wie schlimm doch alles ist, ist uncool.

  149. AvatarThorsten

    @Wolke
    Klasse, ich bin fast drauf reingefallen, und habe mich kurz gefragt, ob ich noch mal ganz von vorne lernen muss, wenn das alles stimmt ! :lach:
    @Kiev Immobilien sind bei mir auch ein Übergewicht, das Depot holt die Immos langsam ein, dauert bloß, wenn jetzt nur halt nix dazwischen kommt.
    @Peter Bundesanleihen o.k. aber wird das nicht jedes Jahr schwieriger, die werden mittlerweile auch mit Negativrenditen ausgegeben oder ? Wäre für mich nicht attraktiv. Dann lieber Aktien in Asien oder so.
     

  150. KievKiev

    @ Thorsten
    Die Aktien kommen bei mir vermutlich nicht an die Immos ran. Das ist für mich in Ordnung. Ich kann theoretisch noch knapp drei Dekaden arbeiten. Mit Zinseszins sollte es schon zu schaffen sein. Aber da lege ich es nicht drauf an. Ansonsten kaufe ich gerne Aktien mit 4000-5000k Positionsgröße. Mit 10 Einhörnern würde ich so auf insgesamt 500k kommen. Da liegen die Immos noch immer weit vorne. So viele Einhörner kann ich auch gar nicht erwischen, da ich nur zwei Kandidaten im Jahr kaufe. Bei meinen bevorzugten Aktien wie Gazprom, RDS, MUV2, BEP, ARX, REE, CXW usw. gehe ich nicht von einem so hohen Wachstum aus. Auch nicht bei der türkischen Telefongesellschaft, falls ich sie kaufe.

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