Thomas, 22, hat 130.000 CHF gespart. Der Informatiker ist fleißig. Sein Traum ist die finanzielle Freiheit. Hier ist sein Leserbrief


New York, 27. Juli 2018

Blogger Thomas war voriges Jahr in Los Angeles. Der 22-jährige ist eifrig am Sparen und Investieren. Mir fehlen die Worte angesichts seines Fleißes.


Mein Name ist Thomas. Ich komme aus Zürich und bin 22 Jahre jung. Vor etwa 1 ½ Jahren habe ich hier bei Tim Schäfer einen mehr oder weniger anonymen Leserbrief eingereicht. In diesem habe ich meine Story relativ kurz umschrieben und erzählt, ich möchte 100’000 CHF an Nettovermögen knacken, wenn ich 21 Jahre jung bin, dazu aber später mehr.

Ich möchte in diesem neuen Beitrag meine Zeit nutzen, um meine Story etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Vorweg, der Beitrag soll nicht als Werbung aufgefasst werden, lediglich meine Geschichte als Person zeigen und wie ich mit mittlerweile 22 Jahren mehr als 130’000 CHF an Nettovermögen angesammelt habe.

Tatsächlich gehört das Bloggen zu meiner Person und ist einer der grössten Bestandteile meines Lebens, die mich dahin gebracht haben, wo ich jetzt bin.

Ich gliedere diesen Beitrag in 5 Verschiedene Lebensphasen/Lebensabschnitte, die ich durchlebt habe und derzeit durchlebe. Im letzten Abschnitt werde ich meine Zukunftspläne und Aussichten erläutern. Die Abschnitte sind zwar chronologisch geordnet, haben aber untereinander Überlappungen. Der Beitrag soll meine bisherige Reise widerspiegeln, sollte etwas unklar sein bin ich gerne bereit ausführlich eure Fragen zu beantworten.

  1. Schule & Ausbildung
  2. Nebenbeschäftigung Trading Card Games & Merchandise (Business)
  3. Investieren & Sparen
  4. Berufseinsteiger die ersten 2 Jahre
  5. Zukunftspläne: Wie geht’s weiter?

1. Schule & Ausbildung
Ich möchte sehr gerne mit der Schule beginnen (ab der 3-4 Klasse). Ich denke für alles davor sind meine Erinnerungen zu schwammig oder es bringt meines Ermessen nach keinen Mehrwert. Sehr früh habe ich mich mit Computer auseinandergesetzt, während der Primarschule (1-6 Klasse) habe bereits ein Online-Spiel gespielt. Für mich waren Spiele immer eine Faszination. Doch etwas, was praktisch alle Spiele gemeinsam haben, hat mich besonders fasziniert, die Spielwährung.

Mit der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass ich bei jedem Spiel nur ein primäres Ziel hatte. Die Spielwährungsmärkte zu dominieren, indem ich Game-Gegenstände günstig kaufe und teurer verkaufe. Dieses Schema habe ich auf diverse Online Games immer wieder durchgespielt, um mal einige zu nennen: Neopets, Habbo, World of Warcraft, Diablo 3 etc.

Dieser Prozess hat schätzungsweise acht Jahre meines Lebens gedauert, immer wieder hatte ich nach dem gleichen Schema in verschiedenen Spielen ein grosses virtuelles Vermögen in kurzer Zeit (6-12 Monate) aufgebaut. Mit der Zeit wurde ich älter und verlor immer mehr das Interesse an Videospielen. Das einzige Spiel, welches ich wirklich noch aktiv spiele, ist World of Warcraft. Besonders während der Schule verbrachte ich noch viel Zeit mit Videospielen.

Mit dem Beginn meiner Ausbildung zum Informatiker mit der Fachrichtung Systemtechnik haben sich meine Prioritäten verändert, ich spielte immer weniger. Mit dem Verdienst aus dem Ausbildungsgehalt kam ein neues Gefühl von Selbständigkeit auf. Das erste eigene Geld, das ich verdiente, fühlte sich sehr gut an. Man weiss, dass man etwas geleistet hat und dafür entlohnt wird.

Im ersten Jahr meiner Ausbildung kam dann die fast obligatorische und allseits bekannte Lifestyle Inflation. Aber auch das muss man selbst lernen und erleben, um seine eigene Meinung zu bilden. Ich hatte schnell ein neues Smartphone, neuer Apple Mac Mini, 50″ Sony TV, iPad Mini… so ziemlich das meiste, was ein Teenager meines Alters begehrt hat.

Schmerzlich musste ich feststellen, dass ich praktisch von Monat zu Monat lebe. Einen kleinen Batzen hatte ich bei Seite etwa 500 -1’500 CHF je nach Monat. Ich habe gemerkt, so kann das nicht funktionieren. In dieser Zeit habe ich vermehrt in Blogs recherchiert. Damals war ich begeistert vom „Dividenden-Sammler“-Blog, den es mittlerweile nicht mehr gibt.

Ich war sehr angetan von der Dividendenstrategie und habe mir ausgemalt, wie es in Zukunft sein könnte mit 10’000, 50’0000, 100’000 oder gar den 1’000’000 im Depot. Um vorweg zu greifen, mittlerweile liegen mehr als 70’000 CHF in meinem Depot.

Ebenfalls zu dieser Zeit hat mich ein Freund immer wieder dazu ermutigt irgendein Business zu starten (egal was). Er redete mir ein, wie einfach alles sei. Mit einem Punkt hatte er recht, es ist sehr einfach ein Business zu starten. Das schwierige aber ist, dran zu bleiben und auch bei Misserfolgen weiter zu machen. Mit nun etwa 17 Jahren habe ich also mit meinem Business begonnen und mich über die Börse und andere Anlagestrategien auseinandergesetzt.

2. Nebenbeschäftigung Trading Card Games & Merchandise (Business)
Wie schon erwähnt, habe ich mit 17 Jahren mit meiner Nebenbeschäftigung begonnen. Ich war zu dieser Zeit noch voll in meiner Ausbildung und hatte noch etwa 2 ½ Jahre vor mir. Sehr ambitioniert, denn ich wollte meine Ausbildung extrem gut abschliessen, das gehörte irgendwie zu meinem inneren Stolz. Da meine beiden Eltern selbständig sind, war für mich eine selbständige Nebenbeschäftigung zu finden nicht gerade Fern von Normal.

Viele Menschen sehen die Selbständigkeit ja als extrem risikoreich und als eher abnorm an. Ich nicht. Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem beide Elternteile mit der Selbständigkeit ihr Geld verdienen.

So kam es also durch meine Interessen von Anime & Manga (japanische Zeichentrickfilme und Comics), dass ich begann Merchandise (Fan-Artikel) zu importieren. Diese habe ich dann auf lokalen Messen in Zürich begonnen zu verkaufen. Da zu dieser Zeit Facebook-Gruppen, in denen man Waren Kaufen und Verkaufen kann, gerade boomten, habe ich extrem viel Zeit auf Facebook verbracht, um potentielle Kunde zu finden. Der Erfolg war mit viel Zeit-Aufwand verbunden. Doch so verdiente ich in den ersten 3-4 Monaten bereits meine ersten 1’000 CHF an Gewinn.

Ich legte also einen für mich guten Start hin, der Gewinn hat mich motiviert. Ich habe mir übrigens zu dieser Zeit ein iPhone 6, das damals neu rausgekommen ist, als Belohnung gekauft. Rückblickend hätte ich das natürlich nicht tun sollen, aber man lernt eben.

Ich blieb dran, merkte aber, dass mir Facebook einfach zu viel Zeit raubte. Damit sanken natürlich auch meine Umsätze. Ich suchte nun nach anderen Möglichkeiten, da ich sehr gerne Trading Card Games wie Yu-Gi-Oh! spiele, hat sich das direkt angeboten, diese Kategorie ins Sortiment zu nehmen. Mittlerweile besteht ein Grossteil meiner Nebenbeschäftigung nur noch aus dem Verkauf von Trading Card Games.

Diese Umstellung hat aber einiges an Zeit in Beanspruchung genommen. Ich wurde zunächst einmal 18 Jahre alt. Für mich ein spezieller Zeitpunkt. Da ich nun endlich volljährig war und praktisch alles machen konnte (unter anderem eigenes Depot aufmachen ohne grosse Umstände mit Arbeitgeber und Co).

Ich habe, wie schon im letzten Lesebrief erwähnt, 10’000 CHF von meinen Eltern erhalten. Das war für mich letztendlich der Träger, wieso ich meine Nebenbeschäftigung erweitern konnte und mit dem Investieren in Aktien begonnen habe. Ich dachte mir nämlich, unter die 10’000 CHF darf ich nie kommen (sprich wieder 4-stellig werden). Naja, wie man es so will, genau das ist passiert. Einige Monate später war ich nur noch 4-stellig auf dem Konto. Ich habe gewusst, ich muss eine 180-Grad-Kurve machen und meine Finanzen sowohl in der Nebenbeschäftigung und auch privat selber managen. Das war dann schlussendlich der Startschuss, um meine Nebenbeschäftigung und meine privaten Finanzen extrem ernst zu nehmen.

Gleichzeitig habe ich mir vor Augen geführt, dass man im Normallfall bis 65 oder sogar wahrscheinlich noch länger arbeiten muss. Selbst wenn einem die Arbeit nicht gefällt, wird es vermutlich zwangsweise Situationen und Zeitperioden geben, bei denen man trotzdem arbeiten muss. Für mich war das ein schlimmer Gedanke, deshalb habe ich viel über passive Einkommensquellen recherchiert. Gefallen hat mir besonders die Dividendenstrategie, da diese relativ mit «wenig» Aufwand verbunden ist, sobald das System einmal läuft.

Die Nebenbeschäftigung wirft mittlerweile schöne Erträge ab, die ich ins Warenlager reinvestiere. Ich habe das Abpacken und Versenden outgesourct und muss mich nur noch um die Buchhaltung und die administrativen Arbeiten kümmern.

3. Investieren & Sparen
Wie schon erwähnt, wird es einige Überschneidungen geben, kurze Zeit später nachdem ich also die 10’000 CHF zum 18. Geburtstag erhalten habe, eröffnete ich mein Aktiendepot. Am 9. Februar 2015 habe ich dann meine erste Aktie gekauft. Es handelte sich dabei um 100 Mobilezone Holding Aktien, die ich bis heute noch besitze und ebenfalls Nachkäufe getätigt habe. Ich bin zu dieser Zeit praktisch all in gegangen. Etwa 80 bis 90% meines Nettovermögens befanden sich Anfang des Jahres 2015 an der Börse. Rückblickend gesehen natürlich sehr risikoreich, zumal gegen Mitte und Ende 2015 ein kleiner „Crash“ wegen China stattfand.

Der Dax war dazu auf unter 9’000 Punkte gefallen. Mein Depot lang bei etwa -20%, was damals etwa +/- 2’500 CHF entsprachen. Es war hart. Zwei Monatsgehalte waren auf dem Papier weg.

Das war mein Aktienkauf.

Das hat mir gezeigt, wie wichtig die Asset-Allokation ist und man nicht nur in der Börse diversifizieren sollte, sondern auch ausserhalb der Börse verschiedene unabhängige Investment-Vehikel nutzen sollte. Bis zum Ende meiner Ausbildung haben sich etwa 20’000 CHF in meinem Depot angesammelt, die Asset-Allokation hat sich gebessert und nur noch rund 70-80% meines Vermögens waren an der Börse investiert.

Parallel zum Depot habe ich begonnen jegliche Ausgaben zu beobachten. Dies habe ich mit Hilfe der App HomeBudget, welches ich noch heute nutze, geschafft. Ich kann im App bis zurück zu meinen Anfängen an der Börse gehen (2015). Manchmal schaue ich aus Jux, wieviel ich z.B. im Monat Juli 2015 (592.20 CHF) im Vergleich zum Juli 2018 (2’459.85 CHF) ausgegeben habe. Die Einblicke sind spannend und zeigen, wie sich mein Ausgabeverhalten geändert hat. Natürlich ist klar, ich habe davor bei den Eltern gelebt, musste dementsprechend wenig für Essen, Wohnen und Co zahlen.

Nach dem Abschluss meiner Ausbildung starte ich mit einem guten Anfangsgehalt. Aufgrund meines bisherigen finanziellen Hintergrunds konnte ich bereits von Anfang an einen grossen Teil meines Gehalts sparen. Die Sparquote/Sparrate lag und liegt mittlerweile immer noch um die +/- 40% je nach Monat. Dadurch konnte ich extrem viel sparen und entsprechend Mittel in mein Depot fliessen lassen.

Das Depot besteht ausschliesslich aus Einzelaktien, nebst dem Depot habe ich ein Vorsorgeportfolio (Schweizerische Vorsorgekonto Säule 3a). Hier investiere ich automatisiert in breitgefächerte ETF’s. Das Ziel bis Ende des Jahres 2018 ist einen Einstandswert von 85’000 CHF zu erreichen.

Zusammenfassend kann ich sagen, ich habe mit 18 Jahren an der Börse mit dem Investieren begonnen und budgetiere meine privaten Ausgaben seit mehr als 3 Jahren ununterbrochen ohne Ausnahme.

Unter anderem haben mich diese beiden Routinen bereits finanziell sehr weit gebracht.

4. Berufseinsteiger die ersten 2 Jahre
Im Sommer 2016 habe ich meine Ausbildung abgeschlossen. Ich bin nun ziemlich genau 2 Jahre im Berufsleben. Als Berufseinsteiger konnte ich bereits vieles lernen. Um nochmal auf den Anfang zurück zu kommen, war es mir sehr wichtig einen sehr guten Abschluss zu erreichen, um mich von der Masse abzuheben. Das hat mehr oder weniger geklappt. Ich habe eine höhere Schule während meiner Ausbildung besucht, um die Berufs Matura (man hat die Möglichkeit bestimmte Fachrichtungen zu studieren oder nach einer Passerelle an die Uni zu gehen) abzuschliessen. Gleichzeitig habe ich meine Ausbildung hervorragend abgeschlossen und wurde während meiner Abschlussfeier im Rang gekürt.

Mir ist es wichtig nicht nur finanziell, sondern auch auf Lebenssituation bezogen mein Risiko zu streuen. Eine gute Ausbildung zeigt, das man grundsätzlich engagiert ist. Ausserdem hat man sich Wissen angeeignet, das einem im Leben viel bringen kann. Ich erledige praktisch alle meine Webseiten und andere IT-Arbeiten selbst. Das kann ich, weil meine Ausbildung mir es ermöglichte, relativ breit aufgestellt zu sein. Dieses Wissen kann mir niemand mehr nehmen, vor allem am Anfang, wenn wenig Kapital vorhanden ist, muss man sowieso alles selbst machen, da hat man keine Chance alles direkt in Auftrag zu geben.

Seit meiner Ausbildung habe ich keine herkömmliche Schule mehr besucht. Das hat mir eine andere Perspektive aufs Leben gezeigt. Die Schule trichtert jemandem unabhängig von seinen Interessen Wissen ein, das er zur grossen Wahrscheinlichkeit nicht brauchen wird. Versteht mich nicht falsch, Schule ist wichtig, aber man könnte zusätzlich Fächer einbauen, die einem im späteren Leben etwas nützen. Um mal einige zu nennen: Budgetieren, Steuern, Teamwork, Gesundes Essen, etc.

Dadurch habe ich ein neues Hobby für mich entdeckt, ich habe praktisch die ersten 20 Jahre meines Lebens damit verbracht, das Lesen von dicken Büchern ohne Bilder zu verabscheuen.

Mittlerweile freue ich mich täglich auf meine 15 Buchseiten, die ich pro Tag lese. So lese ich im Schnitt 1-2 Bücher im Monat und kann das Gelesene sofort umsetzen. Ich habe bis anhin bereits 16 Bücher im Jahr 2018 gelesen, die meisten davon handelten um Finanzen, Lebenseinstellung und Ernährung. Zu jedem Buch schreibe ich mir mindestens die 5 wichtigsten Dinge auf, die ich mir merken sollte und im Normalfall in irgendeiner Form in mein Leben integriere. Ich sehe als äusserst wichtig an, nebst dem Lesen das Gelesene zu integrieren. Den wenn man Bücher nur liest, kommt man nicht sehr weit.

Beruflich habe ich mich in den letzten zwei Jahren weitergebildet, ich habe einen Auszubildenden betreut und mit ihm seine Abschlussprüfung abgehalten. Diverse Kurse besucht unter anderem über Applikationen, Produkte und wie man Auszubildende ausbildet. Insgesamt habe ich in den letzten zwei Jahren sowohl beruflich, zwischenmenschlich als auch was die Selbständigkeit (nebenberufliche Tätigkeit) angeht extrem viel gelernt und umgesetzt.

Während dieser Zeit habe ich direkt beim Berufseinstieg meinen Blog gestartet. Dieser hilft mir enorm meine Tätigkeiten und Ziele zu reflektieren. Es ist eine Art finanzielles Tagebuch für mich, das öffentlich einsehbar ist. Der Blog hilft mir meine Ambitionen in Teilbereichen meines Lebens zu tracken. Gleichzeitig ist der Blog ein Mittel zum Zweck, um mich mit anderen gleichgesinnten Leuten auszutauschen. Ich hatte dadurch schon einige Möglichkeiten mich mit anderen Menschen auszutauschen, anzufreunden und von ihren Erfahrungen zu profitieren (das gilt natürlich vice versa).

5. Zukunftspläne: Wie geht’s weiter?
Ich habe schon seit längerem ein Notizbuch, in das ich meine Ideen und sonstigen Gedanken aufschreibe. Im Januar 2018 habe ich mich dazu entschieden, dem sogenannten jährlichen Journaling nachzugehen. Dabei handelt es sich um eine Art „Lebensplaner“, bei dem man all seine Gedanken, Ideen und Wünsche reinschreiben kann. Der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe spürbar in allem Lebensbereichen Fortschritte gemacht, seitdem ich das so fokussiert mache. Einige Beispiele bei denen ich vorher dachte, ich würde das nie im Leben machen, man möge sich hier diverse Ausreden und Gründe vorstellen.

Zürich City Run 10km Lauf

Mehr Zeit in der Natur verbringen

Im Durchschnitt 2 Bücher pro Monat lesen

Einen Monat kein Fleisch essen

Zwei Wochen komplett auf raffinierten Zucker verzichten
und und und und…

In diesem Journal schreibe ich meine Meilensteine und nächsten Schritte auf. Der Rahmen von allem würde diesen Beitrag sprengen, allerdings möchte ich auf einige finanzielle Aspekte eingehen. Mein Ziel ist es natürlich wie viele hier finanziell frei zu werden. Mir war aber relativ früh bewusst, dass es Dekaden dauern wird, wenn man nicht extrem viel verdient und entsprechend viel investieren und sparen kann. Deshalb kommen für mich verschiedene Wege in Frage.

Momentan habe ich immer noch die freie Auswahl. Ich muss abwägen, wie ich weiter vorgehen werde. Das Leben ist nicht nur Schwarz-Weiss, sondern ist vielfältig, eines schliesst das andere nicht aus. Ich habe momentan die Wahl, mich vollkommen auf meine Karriere zu konzentrieren (Corporate Ladder), meiner Selbständigkeit und unternehmerischen Tätigkeit nach zu gehen oder eine Mischung aus beidem zu machen. Ich bin noch nicht 100% schlüssig, für was ich mich entscheiden werde, dennoch wird sich das in naher Zukunft zeigen.

Mein Ziel ist es bis Ende Jahr 175’000 CHF an Nettovermögen aufzubauen. Das war womöglich etwas hoch gestochen. Mit Momentan etwas über 130’000 CHF fehlt da natürlich ein Batzen Geld. Das demotiviert mich aber nicht sonderlich, da ich weiss, dass ich langfristig ans Ziel kommen werde. Dazu beigetragen hat wohl auch die Investmententscheidung 10’000 CHF in Kryptowährungen zu investieren. Momentan hat sich dieses Investment noch nicht sonderlich ausgezahlt und liegt zwischen 6-7’000 CHF in der Misere. Langfristig sehe ich aber noch einen Turn-Around, ansonsten war mir das sicherlich eine Lehre.

Um diesem Problem entgegen zu wirken, habe ich nach langer Absprache und Bedenkzeit einen Privatkredit von vorerst 20’000 CHF aufgenommen. Dieser Kredit soll mir einen kleinen Vorsprung verschaffen und mir zeigen, wie es ist eine grössere Menge an Schulden zu besitzen und somit im Prinzip mit Fremdkapital zu arbeiten. Da ich diesen Kredit im engen Umfeld aufgenommen habe, kann ich ihn über 4 Jahre zinslos zurückzahlen. Hier wurde mir definitiv ein Gefallen getan, dass ich aus so einer Erfahrung „kostengünstig“ lernen darf.

Dieser Privatkredit soll über die nächsten 12-15 Monate voll investiert werden in Aktien, P2P-Kredite und mein Business. Jeweils 1’000€ davon habe ich bereits in Mintos und EstateGuru investiert. Mit diesem Geld werde ich mir anschauen, wie diese P2P-Investments genau funktionieren und was ich erwarten darf. Ich empfinde es für wichtig, alle Erfahrungen (die meisten) selbst zu machen. Man kann nämlich zig Videos schauen, Bücher lesen oder Gespräche führen über ein Thema. Aber solange man es nicht selber gemacht und Erfahrungen gesammelt hat, fehlt einem einfach die praktische Erfahrung, um sich eine fundierte Meinung zu bilden. So nach dem Motto nachplappern kann jeder.

Ich hätte vor 2 Jahren nie behauptet, dass ich die Lösung hätte, wie man als 21-Jähriger 100’000 CHF an Nettovermögen aufbauen kann. Mittlerweile habe ich diesen Meilenstein auf dem langen Weg geschafft und kann mit gutem Gewissen sagen, ja ich weiss, wie man 100’000 CHF an Nettovermögen anhäufen kann. Allerdings wird dieser Weg und mein Wissen nicht 1 zu 1 bei anderen klappen, hier ist der gesunde Menschenverstand oder auch ein Filter gefragt: Was kann ich ins eigene Leben übernehmen, was ignoriere ich.

Hallo meine Lieben Investoren? ihr habt vielleicht bemerkt, dass ich auf allen Plattformen mein Profilbild verändert habe. Ich möchte etwas mehr Persönlichkeit mit meiner Brand „Sparkojote“ zeigen. Deshalb empfand ich ein Portrait als sehr passend ??? ich befasse mich in letzter Zeit viel mit meinem Blog und YouTube Kanal, beide Medien wachsen spürbar, dennoch möchte ich das ganze auf ein nächstes Level bringen. Mein Ziel ist es Mehrwert für meine Leser und Zuschauer zu generieren, dass bedeutet das ich langfrisitg besseren und qualitaiv hochwertigeren Content liefern möchte. ???? Du hast vielleicht ebenfalls gemerkt, das meine Webseite ein komplett neues Design erhalten hat, dass nun moderner und professioneller aussieht. ? bleib gespannt auf kommende Updates von mir ??? #finanzblog #sparkojote #rebranding #schweiz #aktien

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Schlusswort
Die ein oder anderen mögen wohl denken, der Thomas hatte es ja immer gut. Und diesen Personen gebe ich recht. Dennoch bringt ein gutes Umfeld nichts, wenn andere Komponenten fehlen. Man sollte immer das grosse und ganze sehen.

Schlussendlich ist entscheidend wie man seine Zeit auf dieser Welt nutzt – unabhängig davon wie gut die Ausgangslage ist oder nicht. Ich möchte noch erwähnen, mir hat es zwar nie an etwas gefehlt, aber aus einer reichen Familie komme ich definitiv nicht.

Mein Tipp vor allem in jungen Jahren dranbleiben, nicht vergessen zu leben, einfach machen statt reden, Naysayers ignorieren (auch wenn es insbesondere die Eltern sind) und auf die Meinung von anderen Sch****** (nicht verwechseln mit konstruktiver Kritik). In diesem Sinne wünsche ich jedem viel Erfolg beim Sparen, Investieren und Leben.

Disclaimer: Mir ist bewusst und vermutlich auch jedem Leser, dass dieser Beitrag eine gewisse Art von Promotion für mich ist. Ich bitte also darum, dieses Thema nicht unnötig breit zu thematisieren, wie es doch schon so oft getan wird. Ich nehme dennoch das Risiko in Kauf, dass der Beitrag bei einigen deswegen negativ aufstossen könnte. Meinen ersten Leserbrief habe ich „anonym“ eingereicht. Wir sollten uns auf das Thema Vermögensaufbau, Investieren und Sparen konzentrieren. Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich dankbar für Feedback und immer offen für ehrliche und kritische Rückmeldungen bin. Sollte der Drang dazu bestehen, mir Feedback persönlich zu geben, so kann dies über meine Mail Adresse geschehen: info@sparkojote.ch

Hier ist ein Link zu einem YouTube-Video von Thomas für diesen persönlichen Beitrag:
https://www.youtube.com/watch?v=C3i276nSq1M


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Thomas, 22, hat 130.000 CHF gespart. Der Informatiker ist fleißig. Sein Traum ist die finanzielle Freiheit. Hier ist sein Leserbrief

  1. Thomas der Sparkojote

    Danke  Tim für die Veröffentlichung 🙂

    Für Fragen und Unklarheiten stehe ich gerne zur Verfügung und beantworte alle Fragen. Ansonsten sollte die Frage den Umfang des Kommentar sprengen oder zu Privat sein via Mail info@sparkojote.ch

    Grüsse
    Thomas

  2. Sven

    Hallo Thomas,

     

    ich finde es beeindruckend was du in deinen jungen Jahren bereits erreicht hast und welchen Blick du auf dein Leben und Handeln gewonnen hast. Auch das ist, wie du selber festgestellt hast ein Asset, meiner Meinung nach das wichtigste aller Assets. Mindset eben. Unbekannter Weise standen wir dieses Jahr bei der Invest nebeneinander als Kolja Barghoorn mit Richi von der Börse Stuttgart und dem Finanzwesir auftrat. Als Aussenstehender finde ich es interessant zu beobachten, wie Blogger anderen Bloggern folgen. Das gibt mir das Gefühl die richtigen Blogs zu verfolgen.  😀

    Nun zu deinem Brief. Sicherlich ist es imposant in dem Alter ein solches Nettovermögen zu besitzen. Die Eigenwerbung erachte ich nicht als kritisch, finde deinen Umgang im Brief damit sehr galant um Wind für die Segel anderer nicht aufkommen zu lassen. Man kann Ihn aber auch nicht verheimlichen, daher hast du das sinnvoll formuliert. Sehr gespannt bin ich darauf welche Erkenntnisse dein Kredithebel dir schenken wird. Ich bin inzwischen fast 30 und in einer anderen Lebensphase angekommen was mir gerade beim verfassen dieser Zeilen wieder deutlich wird. Nächstes Jahr wird geheiratet und auch das Thema Eigenheim lässt sich nicht mehr ewig aufschieben. Aufgrund dieser Dinge und der Gründe selber im Finanzbereich zu arbeiten, sowie dort regelmäßig Kreditaufnahmen beobachten zu können, lassen mich bei Fremdkapitalhebeln immer aufhorchen. Deinen Wunsch Gas zu geben in jungen Jahren kann ich nur voll unterstreichen, später wird es einfach schwieriger. Das Thema Weiterbildung würde ich, wäre ich in deiner Situation, daher energischer weiterverfolgen. Deine Zeilen gingen nicht genauer darauf ein, daher kann ich mir auch vorstellen, dass du es ohnehin vorhast. Natürlich unterscheidet sich das auch stark, abhängig davon ob du angestellt bleibst oder irgendwann vielleicht komplett selbstständig bist.

    Fazit: Sympathischer Leserbrief eines jungen motivierten Mannes der clever ist. Ich freue mich dass ich dir folgen kann über deinen Blog und verspreche es auch weiterhin zu tun. Das du die finanzielle Freiheit irgendwann erreichen wirst, daran habe ich keinen Zweifel. Die Vorstellung davon zu lesen während ich es auch erreicht habe, gefällt mir.

    Bleib so wie du bist, aber werd bloß besser.

     

    In dem Sinne frohe Grüße aus dem Ruhrgebiet.

  3. KievKiev

    @ Thomas

    Mir hat der Leserbrief auch sehr gut gefallen. Vor allem, da es eine Fortsetzung eines ersten Briefes ist. Ich bin schon gespannt wie Du Dich weiter entwickelst.

    Wie sieht die Frage aus dem ersten Leserbrief aktuell bei Dir aus:

    Wann magst Du in Rente gehen?

    Ich finde es schön, dass Du auch Unsicherheiten genannt hast. Möchtest Du Dich Weiterbilden um ein höheres Gehalt als Angestellter zu erreichen, oder das Business stärker ausbauen. Das sind sehr wichtige Dinge über die man sich manchmal auch noch keine feste Meinung gebildet hat.

    Die Anpassung Deines Business auf andere Märkte und Outsourcing um Zeit zu sparen gefallen mir auch. Viele Abläufe, Investments und auch das Business sind im Fluss. Man muss nicht alles bis ins letzte Detail durchblicken. Es ist vielleicht eher wichtig den Gesamten Überblick zu behalten und sich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren.

    Ich habe mit Ende 30 auch noch kein schwerwiegendes Los gezogen. Ich setze mir in verschiedenen Bereichen ambitionierte Ziele. Sollte sich das Umfeld, oder die Prioritäten ändern habe ich keine Probleme Ziele auch anzupassen. Während ich diese Zeilen schreibe fällt mir ein, dass meine Frau und ich noch einmal unsere Ziele anschauen müssen und wieder neu formulieren sollten. Die Ziele passen wir zweimal im Jahr an. So sind wirklich wichtige Ziele auch schnell zu erreichen.

  4. Thomas der Sparkojote

    @Sven

    Das nächste Mal bei der Invest können wir uns sicherlich austauschen 😉 Einige haben mich dort auch angepsorchen, lag an den roten Haaren. Bin vermutlich der einzige an der Invest mit knall roten Haaren gewesen.

    Ich finde es immer sehr motivierend von Leuten zu lesen die einen ähnlichen Weg gegangen sind und bereits dort sind wo ich sein will.

    Bezüglich Weiterbildungen bin ich ziemlich gut unterwegs, in meinem CV habe ich bisher jährlich 2-3 grössere Kurs besucht und auch Zertifizierungen für meinen Fachbereich in der Informatik absolviert. Ich denke wenn ich meine Karriere weiter verfolgen möchte bin ich auf einem guten Weg.

    Ich versuche mir möglichst viele Optionen offen zu lassen, sodass ich wenn möglich vor allem noch im jungen alter, irgendwelche Ausweichmöglichkeiten habe. Ich habe auch beispielsweise die Ausbildung dazu, Lernende und Auszubildende zu betreuen (Obwohl ich erst 22 bin). Ich habe unseren letzen Lernenden betreut und erfolgreich durch die Abschlussprüfung gebracht, indem ich ihm alles nötige beigebracht habe.

    Darf ich fragen was deine genaue Story ist, gibts vielleicht einen Leserbrief hier auf dem Blog über dich?

    Grüsse
    Thomas

  5. Thomas der Sparkojote

    @Kiev

    Danke für dein Feedback 🙂

    Wann magst Du in Rente gehen?
    Das hat mich gerade kürzlich eine Journalistin auch gefragt, speziell in Rente gehen möchte ich nicht umbedingt. Sondern ein Selbstbestimmtes Leben führen, das bedeutet Tätigkeiten nachgehen ohne auf seine finanzielle Situationen achten zu müssen. Ich könnte mir nicht vorstellen, nichts zu machen, oder nur zu Reisen. Ich brauche etwas an dem ich „Arbeiten“ kann. Ein Blog, ein YouTube Kanal, eine Arbeit, aber sie muss mir gefallen. Ein gutes Beispiel ist mein Business, ich verkaufe dort Waren die eng mit meinen interessen zu tun haben. Es macht mir also enorm Spass, die meiste Zeit die ich also damit verbringe fühlt sich als Spass an. Vor allem wenn man die langweiligeren repetitiven Dinge oursourct (wie z.B. das abpacken und verschicken). Aber um die Frage mit einer Zahl zu beantworten mit 30 würde ich gerne Selbstbestimmt leben.

    Ich denke als Mensch ändert man sich schneller als erwartet, die Interessen und Prioritäten ändern sich über kurz oder lang zwangsweise (durchaus positiv zu sehen). Man entwickelt sich halt und hat immer mehr Wissen.

    Deshalb versuche ich heute schon Grundbausteine zu setzen, dass ich mit z.B. mit 30, falls ich mich reorietieren will, es sehr einfach haben werde. Natürlich ein Plan und die Realität sind zwei komplett verschiedene Welten. Aber alles was hier in der echte realen Welt exisitert (Produkte, Dienstleistungen, Lebensumstände, Umfeld etc.) ist erst manifestiert worden, weil sich Menschen darüber Gedanken gemacht haben und es sich dadurch dann manifestieren konnte bei der Umsetzung.

    Grüsse
    Thomas

  6. -M

    Ja cooler Leserbrief…hat mir gefallen!

    Zu den 10k Spekulation in krypto viel mit der Spruch von Buffett (oder war es munger?) ein:

    Ich weiß nicht wie man schnell reich wird, aber wie man schnell Arm wird weiß ich, nämlich indem man versucht schnell reich zu werden 🙂

    Hoffen wir mal das es gut geht. Der langsame, „sichere“ weg wäre natürlich investments in gute Unternehmen für eine lange Zeit:-)

    Grüße

    -M

  7. Thomas der Sparkojote

    @-M

    Das mit den Kryptos ist halt von Anfang han klar gewesen, das es sehr Risikoreich ist. Deshalb habe ich mir selbst die 10’000 CHF Eisntandswert Limite gesetzt.

    Aber auch wie bei Aktien, der Verlust wird erst mit dem tatsächlichen Verkauf realisiert. Rückwirkend bin ich dennoch froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Das Kryptoportfolio war Zeitweise auf etwa 2’000 CHF. Sehr lehrreich.

    Grüsse
    Thomas

  8. Bruno

    #Kryptos Ich glaube daran, dass die Blockchain-Technologie Zukunft hat und vieles revolutionieren wird, nicht ganz so krass wie das Internet es ist einfach ein Puzzlestein. Es müssen aber nicht unbedingt Kryptos sein meiner Meinung nach, dort sehe ich einfach die grösste Gefahr von den Nationalbanken, ich glaube nicht dass sie langfristig eine Konkurrenz zulassen werden. Vielleicht übernehmen sie eines Tages die Technologie. Interessanter finde ich es, in Firmen welche sich der neuen Technologie zu Nutze machen, zu investieren. Währungen sind ja nur 1 aus 10’000 neuen Anwendungsmöglichkeiten, von daher stehen wir noch am Anfang. Und ich glaube auch, dass die grossen Tech-Konzerne (Google, Facebook, IBM etc.) da voll dabei sein werden, sind sie ja teilweise schon heute. Es wird aber auch viele kurzfristige Hypes geben, wie z.B. Anfang Jahr die Story mit Kodak. Ähnlich wie Ende 99 die Dot.com Blase, einige wenige werden überleben aber die richtig grossen Player werden wohl erst entstehen, Amazon gab es damals noch nicht, die gehypte Ebay sehen wir wohin der Weg führt.

  9. Thomas der Sparkojote

    @Bruno

    Ich sehe es ähnlich wie du, allerdings war natürlich während des Hypes die Gier gross. Ich bin ja nunmal auch nur ein Mensch mit Emotionen. Ich denke Blockchain wird sicherlich durchstarten, ob das nun mit einer der Kryptowährungen sein wird oder komplett gesondert, dass weiss vermutlich niemand.

    Grüsse
    Thomas

  10. Sparta

    @Thomas

    Ich habe ein wenig Prob`s die finanzielle Entwicklung von 18 – 21/22 zu verstehen…

    10 k 2015 im Februar von Eltern mit Depoteröffnung.

    Wie viel hast Du denn in den jeweiligen Jahren 2015, 2016, 2017 selber gespart und investiert?

    Was verdient man denn in der Schweiz mit ner Informatiker-Ausbildung?

    Welchen Wert setzt Du denn bei Deiner Firma an?

    Ansonsten ist es natürlich ein Top-Start (Kryptos ist nicht so mein Ding…) aber ansonsten für 22 nen recht guten Start hingelegt!

    Andererseits ist die Schweiz natürlich nicht 1:1 mit Deutschland zu vergleichen (Einkommen, Lebenshaltungskosten, Immo`s usw.) und man benötigt in der Schweiz schon größere Vermögen für FF oder FU (pauschal geschrieben, individuell mag es nicht für jede(n) korrekt zutreffen).

    Viel Glück weiterhin!

  11. Thomas der Sparkojote

    @Sparta

    In der Schweiz ist der Einstiegslohn Brutto bei Informatikern je nach Fachgebiet und Ausbildungsbereich zwischen 55’000-70’000 CHF Brutto pro Jahr. Macht man zusätzliche Pikettdienste (Auf Abruf im Einsatz 24/7 gibts gute Zulangen zusätzlich zum Gehalt). Nach einigen Jahren Erfahrung und je nach Bereich und Branche ist man relativ schnell (4-5 Jahre mit etwas Fleiss und Glück) und auch ohne Bachlor bei etwa 80’000 CHF Brutto. Ich arbeite zudem nur mit Leuten die zwischen 10-40 Jahre älter sind als ich, da habe ich einen enormen Vorteil deren Mindset zu adaptieren „viel zu verdienen“ (alle 6-stellig).

    Die 10’000 habe ich übrigens im Sommer 2014 erhalten. Dort wurde ich 18. Jahre alt. Einige Monate später wurde das Depot eröffnet und dann im Feburar 2015 das erste Investment getätigt.

    Ich verdiene ausserdem schon seit ich 17 bin mit meinem Business einen netten Nebenverdienst. Diesen zähle ich aber nicht direkt in die Sparquote. Die Sparquote berechne ich aufgrund meines Gehaltes.

    Hier ein Beitrag zur kompletten Aufteilung meines Nettovermögens:
    https://www.sparkojote.ch/2018/06/27/update-zur-networthparade-2-quartal-2018/

    EDIT: Kleiner Nachtrag, ich habe ebenfalls in den letzten 12 Monaten auch viele Meiner Sammlungen liquidiert. Meine Videospielesammlung hatte gesamthaft um die 8’000 CHF wert, mittlerweile ist das meiste schon verkauft worde. Auch bei meinen Mangas habe ich alle Verkauft vor etwas mehr als einem Jahr, der Verkaufswert lag bei etwa 4-5’000. Das geschah alles im Zuge des Downsizing un Minimalismus.

    Grüsse
    Thomas

  12. Sterbai

    @Sparkojote, Schöner Brief, mag auch deine videos.

    Risiko als Chance nutzen finde ich gut, auch wenn nicht für jeden.

    Aber wenn es Geld geschenkt gibt warum nicht investieren?

    Hab soeben denn CHECK24 -5% Kredit abgeschlossen und investieren es…Geld für umme

     

  13. Ralf

    Ein toller Leserbrief, weiterhin viel Erfolg auf deinem Lebensweg!

    Die Schweiz ist uns in D in vielen Dingen voraus. Ich finde u.a. das Schweizer Rentensystem mit seinen drei Säulen besser. Auch die direkte Demokratie durch Volksabstimmungen oder der etwas andere Umgang der Schweiz mit Themen wie Islam oder Migration. Wunderbar!

  14. Thomas der Sparkojote

    @Sterbai
    Danke viemals 🙂

    @Ralf
    Ich finde das Rentensystem auch gut, allerdings reicht es hier dennoch nicht, vor allem dann wenn man keine gute Karriere hinter sich hate, bei der man viel verdient hat. Deshalb sollte man auch hier selbst vorsorgen. Die 3. Säule ist deshalb ja freiwillig.

    Grüsse
    Thomas

     

  15. Leser

    Hallo Thomas

    Wohnst du in Zürich oder kommst du von da? Astreines Hochdeutsch in deinen Videos. 😉

    Ich finde leider du machst etwas viel Eigenwerbung bzgl. Vermögen. Mein exaktes Vermögen kennt Niemand. Gut ist auch deutlich weniger…. Finanziell bist du mir voraus, vom Alter bin ich leider ein Stück voraus. Einholen werde ich dich nie. Doch das ist auch völlig egal. Ich brauche keine Million.

    Was mich interessieren würde, warum machst du die Säule 3a? Ich habs für mich durch gerechnet. Man hat Aufwand und Kauft dubiose Werte mit geringer Rendite. Hat mich absolut nicht über zeugt. Dann lieber Vollgas 3b.

    Vielleicht kannst du noch ein paar Worte verlieren wo du künftig investieren willst oder wo aufgestockt wird. Immer interessant Ansichten zu lesen. Hätte selbst über legt demnächst bei AMD ein zu steigen doch jetzt geht da die Post ab. Amazon und Google habe gefühlt eh verpasst. Mit den ganzen Langweilern kenne ich mich noch zu wenig aus.

     

  16. Thomas der Sparkojote

    @Leser
    Ich bin in der Stadt Zürich aufgewachsen und habe dort mehr als 20 Jahre gelebt, vor etwa 1 1/2 Jahren bin ich von zu Hause ausgezogen und lebe immer noch im Kanton Zürich. Ich lebe nun in einer Wohnung mit meiner Freundin. Habe aber von hier 15 Minuten und ich bin im Herzen der Stadt.

    Das mit der Eigenwerbung wurde mir auch schon gesagt, aber irgendwie muss man sich positionieren. Ist halt sonst schwer, bisher klappt es gut und das Feedback ist weitestgehen sehr sehr positiv (Mail, Social Media, Gastbeiträge, Interviews etc.). Aber ich werde mich zügeln, aber es ist halt auch so das mir der ganze Prozess Spass macht 😉

    Ich weiss nicht genau was du mit dubiosen Werten meinst, da wird in ETF’s investiert die du sonst auch kaufen könntest oder auch ähnliche. ich bin mit der 3a Säule zu 97% in ETF’s (also Aktien) investiert und zahle lediglich 0.55% Gebühren p.a. Ausserdem sind das ja nur 6’768 CHF pro Jahr die man einzahlen, kann das ist etwasweniger als 1/5 das ich sonst in Aktien stecken würde. Ich „spare“ zudem ca. 1’000 CHF Steuern, da ich den Abzug machen kann. Klar bei der Auszahlung wird man besteuert. Allerdings profitiert man in der Zwischenzeit von einer steuerbefreiten Performance. Für mich ist die 3a Säule aber nur ein weitere Teil meiner Diversifizierung.

    Techaktien sind sehr interessant, ich habe auch einige im DEpot die schon gut gelaufen sind z.b. Cisco (+65%) oder Nvidia (+160%). Momentan baue ich meine bereits vorhanden Postionen aus, im Visier habe ich momentan Lindt & Sprügli (die kleine), Altria (Nachkauf) und  General Electric (Nachkauf). Wobei letzteres noch etwas mehr sinken muss nach meinem Geschmack.

    Grüsse
    Thomas

  17. Bruno

    @Thomas

    Hut ab vor deinem deutsch, kenne wenige Schweizer die so perfekt hochdeutsch sprechen!

    @Leser (und alle interessierten Schweizer)

    Säule 3a gibt es jetzt ein cooles Produkt, wo man 100% Aktien fahren kann

    https://viac.ch/

    Ich würde nie in Säule 3b gehen, aber Säule 3a finde ich eine gute Sache, nicht nur wegen Steuerersparnis aber es diszipliniert auch, man kommt an das Geld nicht so rasch ran und baut sich so eine Altervorsorge auf.

  18. Thomas der Sparkojote

    @Bruno

    Genau diese Lösung habe ich auch, hab da vor kurzem ein unabhäiges Review und Interview veröffentlicht.

    https://www.sparkojote.ch/2018/07/03/viac-die-kostenguenstigste-schweizer-vorsorgeloesung-3a-saeulen-konto/

    Das haben mir bereits einige gesagt, das liegt lustigerweise daran das ich schon seit 10 Jahren World of Warcraft spiele und schon damals sehr oft mit Deutschen über Skype und Teamspeak geredet habe. Danke für das Kompliment, ich kann aber auch mit Schweizer Akzent Deutsch reden und natürlich Schweizerdeutsch 😉

    Grüsse
    Thomas

  19. Leser

    Meinte mit Säube 3b freies investieren. Hatte gar nicht mehr auf dem Schirm das da eigentlich was ganz anderes gemeint ist. 😀

    Bei 3a habe ich (liegt wohl an der Bank) nur Fonds mit recht geringem Aktienanteil zur Auswahl. Meinte um 1/3, dafür lauter Zeug was ich nicht verstehe und darum nicht will. Keine normalen Allerwelts ETFs. Danke für den Tipp mit viac, muss ich mir näher anschauen.

  20. Thorsten

    Ich überlege gerade wo ich mit 22 war. Noch vier Jahre entfernt vom ersten Gehalt. Es ist eine gute Sache, dass die Ausbildungen heute nicht mehr so lange dauern.

  21. Thomas der Sparkojote

    @Thorsten
    Weiss nicht genau wie das Bildungssystem in DE/AT ist. Aber in der Schweiz beginnt man eine Lehre (Ausbildung) mit 15/16 und beendet diese nach 3 oder 4 Jahren je nach Tätigkeit. In der Schweiz absolvieren etwas mehr als die Hälfte der jugendlichen eine Lehre. Die Lehre ist stark verankert in unsere Kultur.

    Natürlich kann man auch studieren gehen oder ander akademische Wege gehen, das geht aber natürlich wiederum länger und ma nhat vermutlich ein höheres Einstiegsgehalt je nach Branche und Tätigkeit.

    Grüsse
    Thomas

  22. June

    Hallo Thomas,

    wir haben uns ja auf der Invest persönlich kennen gelernt und ich habe dir damals schon gesagt, dass ich großen Respekt habe wie du in dem Alter von 18 Jahren dein finanzielles Leben in die Hand genommen hast.

    Mach einfach weiter so, man kann dir nicht viele Ratschläge geben. Du bist selbst dein größter Kritiker und reflektiert dich selbst ausgezeichnet. Und selbst wenn du ein paar 1000 Euros mit Kryptowährung verbrennst, so ist es besser diese Erfahrung mit 21 anstatt mit 61 zu machen.

    Du wirst viele Jahre Zeit haben, dieses Geld wieder zu erwirtschaften, aber die Lehre und die Erfahrung daraus kann dir niemand nehmen und wer weiß wann sich diese mal als nützlich erweisen wird.

    Du gehst sehr offen mit deinem Vermögen um und bist berechtigterweise auch sehr stolz auf das erreichte. Leider werden die wenigsten Menschen, selbst in einem höheren Alter, nicht das erreichen was du jetzt schon geschafft hast. Daher wirst du leider auch Neider auf dich aufmerksam machen, ich kann daher Leser nur zustimmen. Nicht das du deine heutige Strategie sehr offen mit deinem Vermögen umzugehen irgendwann bereust.

    Thomas du bist trotz deiner roten Haare und deines flippigen, jungenhaften Gebarens was Investments und Finanzen betrifft grundsolide. Und mit Sicherheit für viele ein großes Vorbild.

    Mir hat es großen Spaß gemacht dich zu teffen und wir sehen uns bestimmt irgendwann mal wieder.

    Take care,

    June, die mal in deinen Youtube Kanal reinschauen muss.

    P.S. Dein Deutsch ist wirklich sehr gut.

     

  23. Thomas der Sparkojote

    @June

    Es war mir auch eine Freude dich an der Invest kennenzulernen 🙂 Ich denke ich habe noch viel zu lernen, es gibt noch so viele Bereiche in denen ich einfach keine Ahnug habe. Aber ich gebe mein bestes und bin immer bereit Feedback umzusetzen.

    Das mit den Neidern ist natürlich immer so eine Sache, ich habe entschieden vorerst sehr transparent zu sein. Ob das noch so in 5 Jahren sein wird weiss ich nicht, vielleicht verbenne ich mir die Finger und lerne daraus. Allerdings ist momentan noch alles im Lot.

    Ich glaube aber auhc sobald man Neider und „Haters“ hat, ist man so gesehen scho recht erfolgreich. Also sind Neider und „Haters“ meines erachtens nach nur eine Bestätigung dafür das man alles richtig macht. (Es kommt natürlich sehr darauf an um welches Thema es geht, aber grundsätzlich sehe ich das so)

    Freut mich das alle mein Deutsch so gut finden, ich möchte natürlich Content machen, der einfach verständlich ist. Mehr als 75% meiner Leser und Zuschauer sind nämlich aus DE/AT.

    Man sieht sich spätestens wieder an der Invest 2019 ;-)? Ich habe atürlich auch vermehrt vor an Events in Deutschland zu kommen, wenn es mir die Zeit erlaubt.

    Grüsse
    Thomas

  24. V

    Sehr schön, Thomas. Mit 22, wow. Weiter so. Ich hoffe du geniesst trotzdem deine Jugend .. du hast nur eine!

    Als Langzeitstudent habe ich erst mit 29 die ersten echten Kröten verdient und bin trotzdem finanziell noch einigermassen auf einen grünen Zweig gekommen.

    Das an alle, die nicht mehr so jung sind wie Thomas …

  25. Leser

    Neider und Hater können dir erstmal egal sein. Aber ich sehe auch Gefahren ala wenn der Nachbar wüsste was die an Vermögen hast, geht er dir an den Kragen. Lass es die Party sein und am nächsten morgen bist du Kreditkarte und ein paar Tausender bis zum Kartenlimit los. Weiss gerade nicht wie ichs besser ausdrücken soll. 😉

    In DE ist das Studium immer wichtiger geworden. Die Lehre ist immer unbedeutender geworden. Wenn dann die Eltern studiert haben, dann die Kinder sowieso. Das ist der Lauf der Dinge, in Konsequenz wird deutlich später Geld verdient und man hat Bafög Schulden am Hals. Aber durch die hohen Steuern hat man nicht unbedingt etwas vom Besseren Lohn. Darum sieht man die Schweiz umgekehrt als Paradies. Wenn man dich nun anschaut, so jung nicht studiert und soviel Geld. (monatlich oder gesamt ist egal). Da fallen Manch einem in DE die Augen aus.

  26. Thomas der Sparkojote

    @V

    Danke dir, ja aber sicher doch. Letztes Jahr 3 Wochen einen USA Roadtrip von Ost- nahc Westküste abgefahren 🙂 Nächstes Jahr sagt der Sparkojote hallo zu Japan.

    Ich denke mit 30-40 hat man immer noch genügend Zeit, wen man später anfängt wird es immer schwerer.

    Grüsse
    Thomas

  27. Thorsten

    @Thomas ich glaube die Berufsbezeichnung für eine auf einer Lehre basierte Tätigkeit heißt hier Fachinformatiker. Na ja, das ist hier eher schlecht bezahlt, maximal so viel wie der Diplom-informatiker als Einstiegsgehalt bekommt, aber das ist auf Grund der unterschiedlich langen und tiefen Ausbildung auch gerechtfertigt. Ich habe in meinem Bereich keinen einzigen Informatiker mit Lehre kennengelernt,  jedoch viele umgeschult mit einem anderen Studium z.b Physik oder Chemie, die ähnlich methodisch arbeiten konnten.

  28. Thomas der Sparkojote

    @Thorsten

    Die Informatik Lehre dauert hier 4 Jahre, besucht man parallel eine höhere Schule. Kann man anschliessend nach der Lehre studieren gehen um den Bachlor und danach den Master machen.

    Grüsse
    Thomas

  29. Ruben

    Hallo Thomas,

    es ist wirklich toll, was du in einen jungen Jahren schon erreicht hast und es ist zu wünschen das du möglichst viele Leute damit ansprichst, besonders die jungen Menschen. Ich finde die Aufmachung deines Blog sehr gut und du hast auch immer mal wieder ausgefallene Themen drin. Darüber hinaus bist du wirklich sehr fleißig und hast immer wieder neuen Content. Dein Deutsch ist wirklich perfekt und besser als meins, aber ich höre auch sehr gerne Leute mit Schweizer Einschlag.

    Ich weiß nicht, wie präsent die Videos vom Schweizer Prof. Dr. Erwin W. Heri bei euch sind, doch diese sind wirklich sehr informativ, besonders wenn es um die Basics geht:
    https://www.youtube.com/channel/UCn8aVW6QGQcRjhF3Znt35mg/videos

    Die Videos sind aber natürlich nicht so persönlich und lebensnah wie deine 🙂

    Weiter so und alles Gute!

    Ruben

  30. Passives Einkommen

    Sehr gut Thomas,

    ich lese zwar dein Blog, aber hab erst jetzt das Gefühl das ich dich als eine andere Person sehe bzw. kennengelernt habe. Mach weiter so und bin gespannt was noch so in deinem Leben passieren wird.

    Grüße

    Sanja

  31. Maresa

    @ Thomas – ich war anfangs auch sehr skeptisch zu Deiner Geschichte – aber ich sehe, dass Du auf einem sehr guten Weg bist – viel Glück und Erfolg dabei.

    Mich hatte es zurückgebeamt – heute bin ich 56 – wo war ich mit 22 Jahren? – andere Zeiten aber viele Parallelen.

    Nach Mittlerer Reife an einer Wirtschaftsschule und verkürzter Lehrzeit war ich mit 18 Jahren schon Bankkauffrau; ich hatte jeden Pfennig (für die Jüngeren – damals hießen die Cent so) gespart und investiert. Mit 19 dann das erste Kind; nach 6 Monaten wieder zurück in den Beruf (war damals normal) – Baugrund gekauft – mit 21 Haus gebaut – mit 22 Jahren hatten wir einen Wert von rd. 600-700K DM geschafft, bei rd 120K DM Schulden – von den Eltern haben wir rd. 20.000 DM bekommen.

    Damals hatte ich den Plan, ein Immobilienimperium aufzubauen: verkaufen – 2 Häuser bauen, verkaufen – 4 Häuser bauen …. Mein Mann hatte da aber nicht mitgespielt 🙂 – und so wurde die steile Anstiegskurve dann ein Plateau, aber mit einem großartigen value …. wir sind seit 42 Jahren beisammen – und noch immer sehr glücklich; haben 3 Kinder und bald 2 Enkel – und ein tiefes Glück, Zufriedenheit und Dankbarkeit. Jedoch habe ich meinen inneren Antrieb niemals aufgegeben, sondern verlagert … es geht nicht um finanzielle Werte; die können schnell weg sein – die wirklichen Werte sind nicht skalierbar.

    Neulich hab‘ ich meinem Mann mal von unseren finanziellen Werten erzählt … ich hab‘ meine wenigen Aktien aus den 90ern und frühen 00ern behalten. Das erhöhte durchaus auch seine Zufriedenheit.

    Unser wichtigstes Asset ist unser Wohnmobil – das bietet uns die wirkliche Freiheit. In den letzten 12 Jahren haben wir schon Europa bereist. Mein Traum wären 3 Jahre Weltreise – da spielt mein geerdeter Mann wieder nicht mit – so ist unser besserer Kompromiss: jedes Jahr 2-3 Monate reisen oder vielleicht auch mal 6 Monate, wenn es mal nach Nordamerika geht. So können wir unsere Enkel aufwachsen sehen und mit ihnen viel Schmarrn machen (sagt unsere kleine Maus).

    Meine Herausforderungen waren immer, neue Ziele zu definieren. Träume und Ziele waren in der Rückschau schnell erfüllt und erreicht, auch wenn es zwischendrin oft schwierig war. Aber sich immer neu justieren, auf die aktuellen Gegebenheiten einrichten, am Ball zu bleiben – das fordert ein lebenslanges Lernen und Wachsen.

    Das Leben ist so schön und einfach. Viel Spaß auf Deinem Weg wünscht Maresa.

     

     

  32. Thorsten

    @Thomas heute sind das Schulsystem und die Ausbildungswege anders, ich bin bei meinen Kindern regelmäßig geschockt , weil es zu meinen früheren Erfahrungen nicht passt. Am Ende ist es egal was man macht, der Pfiffige und Fleißige wird seinen Weg früher oder später machen und Du machst das ja prima.

    @Maresa So ein Dankbarkeitsgefühl kenne ich auch. Früher war es die Einsicht, dass ich es mit meiner Familie/Eltern gut getroffen hatte, Abitur, Studium, erster Job, Frau, Kinder, Gesundheit, Immobilien,  Aktien , Selbstständikeit… es wurde immer mehr und immer besser. Das Glück ist nicht skalierbar, aber die vorher geleisteten oder erfahrenen Bemühungen sind eine gute Basis. Irgendwann ist Geld zweitrangig, wenn man ihm nicht mehr  ständig in aktiver Arbeit hinterherlaufen muss. Gesundheit der Lieben und Zeit haben. Das ist das wahre Gut auf dieser Erde. Nicht Konsum, nicht Plunder und nicht „immer mehr“. Seit Ende letzten Jahres habe ich den Minimalismus für mich entdeckt, passt wie der Topf auf den Deckel. Die einen reisen gerne, die anderen reisen gerne endlich nicht mehr und können endlich mal das eigene Zuhause und das Ferienhaus auf dem Land genießen,  so wie ich. Träume soll man haben und sich nicht vor der Glotze in die Bierplautze reinfallen lassen.

    @All ich habe meinen Ölbestand verringert und BP verkauft, ich kann nicht in meiner Bäckerei die Baumwolltasche für die Brötchen hinhalten um ökologisch die Papiertüte einzusparen und gleichzeitig BP umfangreiche Frackingrechte in USA zugestehen ( https://www.n-tv.de/wirtschaft/BP-investiert-Milliarden-ins-US-Fracking-article20548422.html ). Das Geld wurde zur Aufstockung des ETF Vanguard High Yield und ein bisschen BYD verwendet. BP ist sicher auch in irgendwelchen meiner ETF, aber ich muss es ja nicht übergewichten.

  33. Thomas der Sparkojote

    @Ruben
    Vielen Dank Ruben, ich gebe mein bestes. Und ja genau das ist mein Ziel andere vor allem Menschen im ähnlichen Alter auch dazu zu motivieren. Den Vorgeschlagenen YouTube kannte ich noch gar nicht, das schaue ich mir dann noch genauer an.

    Das mit dem Deutsch ist immer sehr speziell, denn ich rede nur so wenn ich jemanden der Hochdeutsch spricht als „Publikum“ habe. Ansonsten spreche ich Hochdeutsch mit Akzent.

    @Passives Einkommen – Sanja
    Das war bei mir auch einer der Gründe, wieso ich einen YouTube Kanal gestartet habe. Hier kann man Emotionen und die Persönlichkeit besser zeigen. Du hast ja auch einen YouTube Kanal, vielleicht kann man ja mal was zusammen machen 😉

    @Maresa
    Ich denke eine Skepsis im Internet ist durchaus berechtigt, denn nicht alles stimmt was im Internet behauptet wird. Man muss halt nur gut filtern. Spätestens dann wenn man sich mal persönlich kennenlernt auf einem Event wie die Invest oder ähnlichem, sind wohl die meisten Skeptiker (zumindest bei mir) konvertiert 🙂

    Du sprichst sehr wichtige Dinge an meine wirkich aller wichtigstens „Assets“ allegemein im Leben sind folgende:

    – Meine Zeit
    – Meine Familie (Lebenspartner, Arthur – unser Kater, Eltern etc.)
    – Das Wissen welches ich mir angeeignet habe
    – Meine Talente und Stärken
    – Mindset
    – und und und…

    Sehr oft also eher Immaterielle Dinge, oder Dinge die man nicht direkt kaufen kann. Geld und andere Assets sind natürlich verstärker für all diese Immateriellen Assets.

    @Thorsten
    Schön gesagt 🙂

    Grüsse
    Thomas

     

  34. Sparta

    @Maresa

    460 – 560 k (wenn auch DM) mit 21, Banklehre und Baby… wie geht denn das?

    Oder ist das eher der heutige Wert?

  35. steve

    @ Thomas passt ja prima.

    Nur jetzt auf Kredit zu „spekulieren“ hab ich was verpasst? Ist jetzt gerade eine große depri Phase und der turnaround steht an. Oder ist es eher so das die depri phase ansteht.
    Wie immer kann das trotzt bedenklicher zeitwahl gut gehen, es kann auch Richtung Bitcoin auf -80% gehen.
    Dann brauchen deine Freunde das Geld in einer Krise hoffentlich nicht auch noch dringend. Wen’s so käme ein unvergesslicher Lerneffekt den ich nicht haben wollte.

  36. Thomas der Sparkojote

    @steve

    Das Geld wird wie gesagt über einen lägneren Zeitraum von 12-15 Monaten investiert. ein grosser Teil fliesst in mein eigenes Business und natürlich auch in Aktien und ein kleiner Teil in P2P-Kredite.

    Das Geld wird nicht gebraucht, es handelt sich auch nur um einen „kleineren“ Betrag von 20’000 CHF. Mein Nettovermögen beläuft sich auf ca. 130’000 CHF, ich denke das Risiko ist tragbar und überschaubar. Es ist unverzinst, den Kredit habe ich eingentlich dafür erhalten, um zu lernen wie es ist wenn man Schulde naht. 20’000 CHF Schulden hatte ich bisher noch nie. Natürlich ist es eine optimale Situation da er unverzinst ist und ich ihn über 4 Jahre zurückzahlen kann.

    Grüsse
    Thomas

  37. steve

    @ thomas

    Ist schon klar das da Gedanken dahinter stecken, die das Risiko aber nicht verhindern.
    Deine Lerneffekte könnten sein, auch geliehenes Invest kann ins Minus rutschen, die Geschäfte während einer Krise laufen möglicherweise auch nicht mehr rund. Der Kreditgeber könnte das Geld dann vielleicht doch gut brauchen, obwohl er es nicht zurück fordert.
    So wenig sind 20000 dann auch nicht, dass man den Verlust einfach so wecksteckt, zumal der Rest dann auch nicht grün leuchtet.
    Aber wissen tun wir s nicht, sonst wär einfach aber auch langweilig.

  38. Thomas der Sparkojote

    @Steve

    Klar 20’000 CHF sind viel. Aber in Relation gesehen finde ich es nun mal nicht mehr so viel. Selbst wenn es kracht könnte ich den Kredit mit meiner Cashreserve sofort bezahlen. Allerdings sehe ich da kein allzugrosses Risiko in dieser Hinsicht. Ausserdem bin ich in einer BRanche Tätig die in Zuknuft eher wachsen wird, Arbeitslosigkeit sehe ich als nicht so eng. Ausserdem ist hier das sogenannten RAV für Arbeitslose (Arbeitslosenvericherung) auch ziemlich gut aufgestellt, dort erhält man 70-80% des vorher verdienten Geldes währenddem man auf der Suche nach einen Job wäre.

    Ich bin mir den Risikien bewusst aber sehe es dennoch nicht so eng, da 20’000 CHF aufs grosse und ganze gesehen nicht wirklich viel ist. Ich versuche immer alles in Relation zu sehen. Natürlich gehe ich so ode so egal was der Betrag ist, mit bedacht dem Geld um.

    Und würde ich von heue auf morgen 20’000 Verlieren, das tut schon sehr weh. Aber an meinem Lifestyle sowie auch meinem Networth ändert sich da nicht viel Prozentual. Wären es vielleicht 50’000 oder gar 100’000 da gebe ich dir recht, dann würde sich sehr viel verändern. Darum aber auch der eher kleine Betrag beim Privatkredit, es wäre nämlich auch mer möglich gewesen.

    Versteht mich aber nicht falsch, ich lebe mit 20’000 auch gut für etwas 5-6 Monate, aber wenn man es in Relation sieht ist es für jemanden der weniger verdient oder besitzt natürlich viel mehr. Aber das ist denke ich mal ein normaler Prozessm ähnlich wie wenn man das erste Kind bekommt. Die kosten steigen, und in Relation werden die Beträge die man vorher als viel angesehen hat vieleicht „wenig“.

    Grüsse
    Thomas

  39. KievKiev

    @ Thorsten

    Viele Grüße aus meinem Rückzugsort. Konnte nur mein Avatar Bild einstellen. Hier ist es aktuell aber nicht so ruhig wie bei Dir. Da müssen wir jetzt wohl die nächsten Jahre durch… Auf dem Bild ist aber nicht mein Haus zu sehen. Ich habe derzeit keinen Wohn Hack über sakrale Behausungen, den ich hier vorstellen kann.

    @ Thomas

    Empfehlen kann man Dir ja nicht viel. Bei Reisen könntest Du vielleicht eher günstige in der Ansparzeit durchführen und die teuren dann mit Zinseszins später erledigen. Japan wirst Du aber vermutlich teilweise absetzen können, dann ist die Ausgabe nicht so schlimm. Vor allem wenn sie vielleicht noch neue Einnahmen generiert. Ansonsten kannst Du auch Fernreisen in günstigere Länder zuerst durchführen. In Südamerika gibt es z.b. schöne Möglichkeiten relativ preiswert außergewöhnliche Urlaube zu verbringen. Südöstlich der Schweiz gibt es auch naheliegende preiswerte Urlaubsregionen.

    Zu Investment Homebias

    Du nennst es ja selbst. Ich habe ein sehr kleines Depot und kann hier sicher keine konkreten Ratschläge geben. Du wohnst in einem sehr hochpreisigen Land. Du verdienst sehr gut. Ein ETF in Schwellenländern, China… sichert Dir auch Deinen Status ab. Falls die Entwicklung verstärkt in diese Regionen geht, hast Du vielleicht mehrere Einbußen in der Schweiz. Der ETF hätte sich in dem Fall vermutlich gut entwickelt. Ich investiere verstärkt in Schwellenländer. Es geht mir nicht um das Portfolio 70/30. Ich möchte eine größere Absicherung, da ich mehrere Einkommen aus Deutschland beziehe.

  40. Sven

    @Thorsten:

     

    Ich finde das Thema Minimalismus sehr interessant, suche aber noch nach geeigneten Büchern. Internetseiten, o.ä. um mich damit beschäftigen zu können. Kannst du Empfehlungen aussprechen?

     

    @Thomas:

    „Darf ich fragen was deine genaue Story ist, gibts vielleicht einen Leserbrief hier auf dem Blog über dich?

    Grüsse
    Thomas“

    Nein zu mir gibt es noch keinen genauen Leserbrief. Gerade diese finde ich aber mehr als interessant auf diesem Blog und ich finde, Sie schaffen gerade in Deutschland, wo über Geld nicht geredet wird, einen ungeheuren Mehrwert. Ein wenig habe ich ja bereits durchblicken lassen zu meiner Person. Meine genaue Story wäre glaub ich sehr viel umfangreicher, was die Kommentarspalte hier sprengen könnte. 😀

    Mich reizt der Gedanke auf jeden Fall, wenn ich mich überwinden kann und ihn Tim schicke, werde ich dich erwähnen damit du weisst dass es so weit ist.:D

    Gerne können wir aber auch uns privat austauschen.

     

    Liebe Grüße

  41. Maresa

    @ Sparta – vielen Dank für die kritische Rückfrage …. den Wert hatten wir nicht mit 21 sondern 2-3 Jahre später.

    Wir hatten damals zwei überhitzte Märkte erwischt – Inflation war Ende der 70er und Anfang der 80er sehr hoch. Wir waren damals schon extrem sparsam – jede Ausgabe war wohl überlegt. Ich hatte Wertpapiere mit z.B. 12-14 % Ertrag angelegt (1 Jahr Laufzeit). Den Zinseszins-Effekt nutzte ich damals schon. Außerdem haben wir noch zuhause gewohnt (war damals normal).

    Der Baugrund in Bayern, später Nähe Flughafen, war damals günstig – 20 DM pro m2. Außerdem stammen wir aus Handwerkerfamilien in einem bäuerlichen Umfeld – d.h. alles – wirklich alles – wurde selber gemacht, vom Aushub der Baugrube bis zum Dachstuhl. Mit dem ersparten konnten wir damals bereits den Baugrund kaufen und den Rohbau mit Dachstuhl bezahlen – immer nur den Materialwert. Für den Innenausbau brauchten wir dann 18 Monate – wieder alles selber gemacht, tagsüber Geld verdient und nächtens bzw. am Wochenende auf dem Bau geschuftet. Unsere Tochter war bestens versorgt bei meinen Eltern, wo wir zu dritt auf 12 m2 gewohnt hatten – kein beneidenswertes Leben; aber alles hat seinen Preis. Meine Eltern konnten uns nicht finanziell unterstützen – aber diese Hilfe war ihr Startkapital für uns.

    Zu dieser Zeit war der Immobilienmarkt auch schon überhitzt; ich hatte in der Kreditabteilung gearbeitet – und der Wert unseres EFH wurde durch die Kollegen ermittelt. Hätten wir damals den Gewinn realisiert, wäre es bereits der Start in die FU gewesen. Mir war die Chance bewusst – aber mein Mann hatte nicht den Mut dazu. Zu dieser Zeit war schon der Flughafen München im Bau … und das hatte natürlich auch den Wert beeinflusst. Den Kredit haben wir dann innerhalb von 10 Jahren (außer Bausparer und KfW-Darlehen) zurückgezahlt.

    Das Tempo hätten wir auch nicht durchhalten können – aber es zeigt, was mit günstigen Umständen alles möglich ist. So sind wir auf dem Boden geblieben – in den letzten Jahren haben wir dann das Haus modernisiert …. heute könnten wir es auch wieder super verkaufen. Aber jetzt ist es wieder die Basis für unsere baldige FF.

    Schöne Grüße. Maresa

     

  42. Thomas der Sparkojote

    @Kiev
    Südamerika wäre tatsächlich auch mal cool, dort möchte ich besonders alte Ruinen ansehen. Ich bin sehr interessiert an der Geschichte unserer Herkunft (nicht die ganze Mainstream geschichte, dass der heutzutage „intelligente“ Mensch erst vor 10’000 Jahren aufgetaucht ist und von Jäger und Sammler zum Ackerbauer wurde.). Ich  glaube das ist schon viel früher geschehen und das Youger Dryas eine Art Reset war, so wie es viele Religionen und Überlieferungen parallel erwähnen. Bischen Off-Topic aber das kommt sicher noch.

    Interessant das du, das mit dem Absetzten erwähnst ich vermute du meinst steuerlich. Das ist tatsächlich mein Plan langfristig, dass ich meine Reisen gegenrechnen kann. Gewisse Reisen habe ich bereits in der Vergangenheit auch schon steuerlich abgesetzt, da diese zwingen notwendig waren für meine Nebenbeschäftigung/Business.

    Innerhalb meiner Vorsorgesäule 3a habe ich Schwellenländer ETF’s aber nur einen kleinen Teil, mal schauen wie ich das in Zukunft weiter handhabe.

    @Sven
    Gib mir da auf jeden Fall bescheid wenn du die dazu entscheidest 😉

    Klar, privat kontaktieren kann man mich via Instagram, Facebook oder E-Mail.

    Instagram
    YouTube
    info@sparkojote.ch

    @p. pan
    Ist das auf mich bezogen ;-)?

    Grüsse
    Thomas

  43. Thorsten

    @Kiev

    Meine Rückzugshütte habe ich auch nicht gepostet,  das Gebäude im Hintergrund ist eine Scheune gewesen. Hier ist die Hitze leichter auszuhalten als im städtischen Beton. Warum ist es bei dir nicht so ruhig, wird da eine Startbahn gebaut? 😉

    Die Schwellenländer sind ehrlicher bewertet als die übrigen Märkte habe ich gelesen. Zur Diversifikation nicht falsch.

    @Sven auf YouTube nach minimalismus suchen und nach Bloggs z.b. achtsame-lebenskunst.de von Gabi. Ich habe keine Bücher dazu gekauft, das wäre geradezu pervertiert, Bücher sind bei mir fast alle weg, genauso wie CDs. Es geht nicht darum wenig zu besitzen (z,b nur 100 Dinge) oder auf etwas zu verzichten. Aber es gibt viele Facetten. Was funktional ist,  verwendet wird oder einen erfreut das bleibt, der Rest wird weggegeben. Ich habe z.b ein zweites Aquarium abgeschafft und habe weniger Arbeit und eine Ablagefläche mehr (wenn ich sie mal brauche). Das zweite Aquarium hatte nicht glücklicher gemacht, also weg damit.

  44. Thomas der Sparkojote

    @Sven

    Das mit dem Minimalismus habe ich überlesen. Ich empfehle dir Magic Cleaning von Marie Kondo oder Goodby Things: The New Minimalism von Fumio Sasaki.

    Natürlich auch als Ebook erhältlich, da sind super Bücher zum starten. Ansonsten gibt es auf YouTube viel Content, die meisten Minimalismus Channel sind vorwiegend von Frauen. Das heisst manchmal muss ma nden Content filtern, da einige Themen bezüglich Minimalismus die auf den YouTube Kanälen themantisiert werden nicht umbedingt relevant sind für Männer.

    Grüsse
    Thomas

  45. Thorsten

    @Thomas

    die Minimalisten aus Asien sind für mich nur kritisch wenn überhaupt verwertbar, sie haben oft winzigste Wohnungen woraus sich strengere Ansätze ergeben als bei uns im Westen. Ein Kleiderschrank muss nicht unbedingt weg, wir haben genug Platz, er muss bloß sinnvoll gefülkt sein . Wir müssen auch nicht ohne Essensvorrat leben und jeden Tag auf Teufel komm raus frisch kochen oder im Laden frühstücken. Ich schaue mir gerne youtubes an, wo Leute das angewendet und ihren eigenen Weg gefunden haben. Marie Kondo habe ich nicht gelesen, nur Referenzen dazu. Da ich mehrere Wohnebenen habe, habe ich das Zusammenwerfen aller Dinge wegen der Hoch- und Runterschlepperei für mich  von vornherein verworfen und bin selektiv vorgegangen nach der Einkaufmethode. Was weg soll kommt in eine Box, davon habe ich an verschiedenen Stellen zwei. In Folgeschritten werden dann die Boxinhalte entsorgt. Um mich nicht zu überfordern habe ich die Räume und Möbel sequentiell je nach Lust und Laune durchgearbeitet. Ich habe ja Zeit und kann spontan priorisieren, was zu tun ist. Mal eine Schublade, mal ein Küchenfach. Bin noch lange nicht am Ende, aber auf gutem Weg. Der Anfang war brutal, obwohl ich kein Konsumjünger bin. Vieles ist in Sozialläden gelandet.

  46. Thomas der Sparkojote

    @Thorsten

    Das kann ich gut nachvollziehen, bei mir ist es umgekehrt. Genaus das gefällt mir an ihnen. Wir haben uns nun dazu entschieden absofort auf einem Futon zu schlafen, diesen haben wir jetzt bestellt. Das Bett geht dann weg!

    Ich finde immer wieder Dinge die ich ausmisten kann, selbst jetzt als ich nur 68 Gegenstände im Kledierschrank hatte habe ich wieder etwas gefunden um es auszumisten.

    Grüsse
    Thomas

  47. Bruno

    Emerging Markets sind in der Tat unterbewertet, ich meine die lokalen Aktien, aber um am langfristigen Erfolg und Wachstum der Emerging Markets teilzunehmen, muss man nicht zwingend Aktien von dort kaufen, denn die meisten grösseren Firmen welche in Europa oder USA kotiert sind, sind ja auch in den Emerging Markets tätig und man profitiert auch dort, wäre Europa und die USA nur auf sich selber angewiesen, sähe es übel aus.

    Überbewertung Häufig werden ja z.B. die FANG-Aktien genannt, wenn es um Überbewertung geht, es gibt aber auch ganz andere Bereiche oder Indizes, die exorbitant überbewertet sind, von denen niemand spricht. Beispielsweise der Russell 2000, PE-Ratio von 80, da ist der Nasdaq mit PE 26 gerade ein Schnäppchen. Oder Staatsanleihen, US-Treasuries haben ja schon ziemlich korrigiert, aber EUR-Anleihen, da sind viele Aktienindizes ein Schnäppchen.

     

  48. Thorsten

    @Thomas

    Ja der Futon…auch so ein Kultobjekt. Jemand hat geschrieben, dass man sich das gut überlegen sollte. Wer keine Rückenprobleme hat und auch nach einer Nacht im Zelt gut aufstehen kann, der kann es wohl machen. Der ein oder andere schleppt nach kurzer Zeit aber Europaletten oder Bettpodeste hoch , um die Aufstehhöhe vom Futon wenigstens ein paar Zentimeter zu erhöhen oder im Falle einer kalten Erdgeschosswohnung nicht ganz kalt zu liegen. Kalte Luft strömt nach unten

  49. Raphael Grässlin

    Beeindruckend. Sowohl der Leserbrief als auch der Kommentarverlauf. Ich bin immer gern auf deiner Seite Tim. Zur Zeit mehr der Stille Mitleser abends/ nachts so wie gerade.

  50. Hendrik

    @Thomas

    Schon mal längere Zeit auf dem Boden geschlafen ? Für mich wäre das ja nichts obwohl ich es schon öfter mal beim Camping oder in Asien auf Reisen gemacht habe… ?

    Aber viel Erfolg dir noch auf deinem weg.

  51. Maresa

    @ p pan „…alles, kann man hier auch nicht glauben !!“

    Da stimme ich Dir grundsätzlich zu. Meine Geschichte war Anfang und Mitte der 80er Jahre nichts ungewöhnliches, ebensowenig die Zahlen dazu. Was ich damit ausdrücken möchte – jede Zeit hat ihre Chancen und Risiken – und Finanz- oder Immobilienmärkte sind immer wieder mal übergekocht.

    Ich will als älteres Semester auch zum Nachdenken, zu den alten Werten „Fleiß und Sparsamkeit“ anregen. Wir hatten in unserem Leben die volle Palette mitgenommen – oft auf der Überholspur gearbeitet – Probleme mit den Kindern, in der Partnerschaft folgten. Die Gesundheit hatte auch schwer gelitten – von Nahtod bis Schlaganfall war alles dabei. Aber diese Geschichten motivieren nicht und gehören auch nicht hierher. Was bleibt, ist die mentale Stärke – die Kraft und das Glück kann ausschließlich aus Dir selber kommen; und dann sind alle Schwierigkeiten nur Chancen für ein weiteres Wachstum.

    Beam Dich mal 34 Jahre voraus … und höre Dir dann Geschichten an z.B. über Krypto-Spekulationen. Wer da in den Jahren 2008-2016 in Aktien angespart hatte, dann alles umgeschichtet in Krypto – und dann im Jahr 2017/18 zum richtigen Moment ausgestiegen  wäre, hätte bis 2052 vielleicht niemals mehr arbeiten müssen – Peter Pan würde das auch für Märchen halten; aber wir wissen, dass es realistisch ist.

    Andere Geschichte – schau mal auf den historischen Nikkei … ich hatte auch in den 90ern darauf vertraut, dass der ganz bestimmt bald wieder zu seinem Höchststand von rd. 40.000 zurückkehren würde … das hat er in fast 40 Jahren niemals mehr geschafft – seitdem dümpelt er zwischen 10-20.000. Was ist, wenn das mit anderen überhitzten Märkten passiert? … und das dann die nächsten 40 Jahre andauert? … immer schön diversifiziert bleiben, und immer schön die eigene Arbeitskraft erhalten; mit Fleiß und Sparsamkeit hat man im Notfall dann auch noch ein gutes Leben.

    Hab‘ Vertrauen in Menschen und Umwelt; aber verlasse Dich im Notfall auf Deine eigene Kraft und Stärke – hilfst Du Dir selbst dann hilft Dir Gott. Und das ist heute mein Wort zum Sonntag.

    Ich wünsche allen da draußen einen wunderschönen Tag.

    Viele Grüße. Maresa

     

     

     

     

  52. Thorsten

    Es gibt ja auch Futonbetten, der Futon wird auf ein passendes Bettgestell gelegt. Das passt sicher besser zu unserer Kultur. Wir schlafen, sitzen und essen nicht vom Boden, in anderen , nicht westlichen Kulturen ist das u.U. normal oder toleriert, sie kommen dann auch mit weniger Möbel aus oder haben ganz niedrige Tische, verzichten teilweise auf Essbesteck.

    Das erinnert an die Esskultur im Mittelalter. Da gabs gerade ein Video zu, Messer waren erlaubt, Gabeln gabs nicht. Gegessen wurde mit bloßen Händen. Es gab aber genaue Regeln bzgl. Hygiene und z.b durften Messer nicht andeutungsweise auf Personen gerichtet werden, Essensreste keinesfalls hinterrücks auf den Boden geworfen werden. Alles gesittet und sauber, Wohn- und Esskultur gab’s schon immer.

    Zurück zum Futonbett : Aufstehhöhe je nach Höhe des Bettgestells. Je älter der Schläfer, desto höher der Einstieg, wie beim Auto. Ohne Belüftung muss der Futon immer wieder bewegt werden und mit Bettgestell ist das schnelle Saubermachen darunter auch einfacher.

  53. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten,

    genau so ist es. Es hat immer Gründe, warum sich in verschiedenen Kulturen verschiedene Gewohnheiten entwickelt haben. Man sollte auch einfach zu jeder Zeit machen, was einem am besten taugt, dass ist automatisch das, was altersgemäß ist.

    Als Jungspund habe ich auch einfach nur auf der Matratze auf dem Boden geschlafen. Wenn ich jetzt bald umziehe, dann kaufe ich ein hohes Boxspringbett.

    Manche schlafen auf einem Strohsack oder in der Hängematte. Auch das 8 Stunden Durchschlaf-Dogma als Optimum ist eine neuzeitliche Erfindung. Meinem Rücken tut es besser, wenn ich nachts nur weniger Stunden schlafe, und dann tagsüber 2 oder 3 Powernappings habe, oder mal im Computerstuhl eine halbe Stunde einnicke.

    Ich denke auch, da gibt es kein richtig oder falsch. Im Mittelalter haben die Leute  lieber im Sitzen geschlafen, weil man Angst hatte im Liegen zu ersticken.

    Wenn wir heute weinselig beisammen sitzen, und jemand will heimgehen, dann sagt man auch noch im Scherz; „Was willst Du im Bett, da sterben die Leut.“ 😉

    Schönen Sonntag noch

    MS

     

  54. Thomas der Sparkojote

    @Hendrik
    Nein, aber das werde ich jetzt. Ist denke ich oftmals eine Kopfsache, bisher konnte ich mich in fast allen Situationen schnell anpassen und adaptieren.

    @Thorsten
    Das passt ja, ich bin halb Asiat.

    @Matthhias
    Schön gesagt! Ich war schon immer fasziniert von der Japanischen Kultur. Natürlich bin ich vorbelastet, mein Haushalt in dem ich natürlich aufgewachsen bin, war schon immer halb asiatisch (Mütterlicherseits).

    Grüsse
    Thomas

  55. Der Baum

    Hallo zusammen,

    kann nur beipflichten, sehr beeindruckender Weg. Leider hab ich erst spät den richtige Weg eingeschlagen. Naja aber spät als nie 🙂

    Von welcher Veranstaltung redet ihr den hier öfters der „Invest“, meint ihr die Messe in Stuttgart? Ich suche schon länger nach einer Plattform in der man sich zu den Themen Investment austauschen kann. Ich glaube Guy Spier macht sowas in der Schweiz für value Investoren?

    Grüße Baum

  56. Thomas der Sparkojote

    @Der Baum
    Genau die Invest in Stuttgart, ist cool um gleichgesinnte zu finden. Im April 2018 bin ich für einen Kurztrip von Zürich aus eingeflogen.

    In der Schweiz gibt es auch einige Veranstaltungen, davon sind aber viele soweit ich weiss auch nur via Einladung besuchbar. Ende August gehe ich an eine Veranstaltung von (https://www.investiere.ch), soweit ich weiss kann man dort nur mit Einladung hin, jemand war so nett und wird mich als Begleitung mitnehmen.

    Ansonsten gibts das Dividendentreffen jeweils im Mai und November, dass ich in Zürich organisiere.

    Grüsse
    Thomas

  57. KievKiev

    @ Thorsten

    Es ist nicht so voll wie befürchtet. Am Strand meine ich… In den Bergen geht es, aber die Kinder wollen ans Meer. Und es ist abartig heiß und schwül. Ich kann mir gerade gut vorstellen in den Herbstferien ans Meer zu fahren.

    @ Thomas

    Ich habe mit den Fernzielen nur Vorschläge aufgrund günstiger Preise genannt. Ich war selbst schon in Südamerika und habe Vulkane, Regenwälder usw. erkundet. Es gibt auf der Welt viele tolle Orte zu entdecken. Mit Japan habe ich an die Möglichkeit zum steuerlichen Absetzen bei Deinen Aktivitäten gedacht.

    @ Maresa

    Das Immobilienimperium finde ich klasse. Warum wundert mich nicht die Aussage Deines Mannes mit dem Wechseln und aufarbeiten von Häusern aufzuhören? Ihr habt eine extrem hohe Rendite durch die ganze Eigenleistung gehabt. Aber alles hat seinen Preis.

  58. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Sven

    Ich würde mich über Deinen Leserbrief freuen. Und die Leser bestimmt auch.

  59. Hendrik

    @Thomas

    Dann würde ich an deiner Stelle wohl trotzdem noch warten bis du dein Bett verkaufst… Ich habe das Gefühl viele Asiaten schlafen auch lieber auf den Rücken – ich jedenfalls kann auf so einem harten Boden nie gut schlafen. Aber vielleicht tickst du ja auch anders und kannst dich gewöhnen!

    Die Betten in asiatischen Hostels sind auch meistens ziemlich hart im vergleich zu dem was wir in Europa gewohnt sind. Für mich immer eher anstrengend als erholsam.

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