So kriegst du deine Finanzen in den Griff: Haushaltsbuch, kochen und putzen


New York, 12. August 2019

So sah mal meine Mini-Wohnung in New York aus. Das war der alte Fernseher und der Stuhl – vom Sperrmüll. Ich lebe noch immer auf einer Minifläche. Ich hab kein Auto.

Die Angst vor einer Rezession nimmt zu. Die Kurse sind seit Tagen am Einknicken. Eine Rezession wird durch den Rückgang des BIP definiert. Lass dich von den sinkenden Kursen nicht verrückt machen. Lass deine Aktien- und ETF-Sparpläne munter weiter laufen. Wichtig ist, dass du einen Anlagehorizont von 10 Jahren und mehr hast. Besser sind 20, 30 Jahre plus. Langfristig steigt die Börse nämlich.

Wer am Monatsende nichts übrig hat zum Investieren, sollte ein Haushaltsbuch führen. Jede Ausgabe schreibst du auf und sortierst sie in Kategorien wie Lebensmittel, Auto, Wohnen, Entertainment… Suche nach Möglichkeiten, Geld zu sparen, wo du kannst. Millionen Deutsche leben von Gehalt zu Gehalt – ohne einen Cent zu sparen. Das ist nicht gerade clever.

Führst du ein Haushaltsbuch, kannst du vermutlich nach ein paar Monaten Tausende Euro pro Jahr sparen. Wenn du siehst, wo dein Geld hin fliesst, wirst du aufwachen. Du wirst verblüfft sein.

Du solltest deine Hausrat- und Autoversicherung und andere Versicherungen überprüfen. Nach zwei Stunden Arbeit/Recherche kannst du womöglich einiges sparen. Du wechselst die Versicherung.

Deinen Internetzugang, deinen Handyvertrag, Pay-TV sollest du überprüfen bzw. kündigen. Dein Mittagessen kannst du vielleicht für die Arbeit morgens einpacken. Das kann Geld sparen und zu einer gesünderen Ernährung führen.

Am Lifestyle kannst du sparen. Konsumschulden solltest du erst gar nicht aufnehmen – selbst wenn die Zinsen „0%“ betragen.

Ich sehe in den USA immer mehr junge Menschen, die eine Thermosflasche dabei haben. Sie füllen die Flasche mit Leitungswasser. Das spart Geld und reduziert den Plastikmüll. Du kannst deinen Lieblingskaffee zuhause kochen und in so eine Flasche füllen.

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Was günstig und gesund ist, sind Haferflocken. Du startest mit ihnen gesund in den Tag. Dazu noch ein paar Früchte.

Vermeiden die Angewohnheit außerhalb der eigenen vier Wände ständig zu essen. Du kannst dir das schnell angewöhnen: Restaurants, Fertigessen, Take out… Besonders wenn man Gesellschaft/soziale Kontakte sucht, kannst du schnell in die Restaurant-Bar-Tretmühle kommen. Es ist teuer und normalerweise nicht gesund.

Entwickle die Angewohnheit, dein Zuhause und Küche sauber zu halten, auch wenn niemand vorbeikommt. Viele Singles lassen ihr Zuhause schmutzig werden. Wenn sich dann Besuch anmeldet, putzen sie wie die Wilden. Das macht keinen Spass. Du kannst das Putzen kaum aufholen. Es ist stressig, es ist mühsam. Kurzfristig kannst du so auch kaum Freunde einladen. Deshalb laden sie ungern ein. Und die Wohnung wird immer schmutziger. Es ist ein Teufelskreis.

Hast du dich ans Take out (Pizza to go, Liverando…) gewöhnt, kann es zur schlechten Dauer-Gewohnheit werden. Die Bestell-App erinnert dich ständig an neue Deals. Ich wundere mich eh, dass den Menschen das lauwarme Essen in den eingeweichten Pappkartons schmeckt. Es ist ein heißes Milliardengeschäft, das gerade explodiert. Der Berliner Essenslieferant Delivery Hero wächst um 100%. Das ist krass.

Vieles kannst du in deinem Haushalt selbst reparieren. Du kannst auf YouTube oder Google nachschauen, wie du es reparieren kannst. Du musst nicht immer sofort einen Handwerker nachhause bestellen.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “So kriegst du deine Finanzen in den Griff: Haushaltsbuch, kochen und putzen

  1. AvatarF.D.

    Hallo zusammen

    Meine Frage hat nichts mit dem heutigen Beitrag zu tun und zwar ist mir aufgefallen, dass ich am Tag sicherlich 4-5x mein Depot anschaue. Je nach Börsenverlauf ist meine Stimmung dementsprechend. Ich bin seit 2 Jahren an der Börse und verfolge auch eine langfristige Strategie, trotzdem zieht es mich immer  wieder vor dem Computer. Ausserdem weiss ich, dass mein Verhalten kontraproduktiv ist.

    Habt Ihr diese Erfahrung bei euch auch schon beobachten können? Wenn ja, was habt Ihr dagegen gemacht?

    Danke für eure Antworten.

    Lieber Gruss

    F.D.

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ F.D.

    Ich schaue manchmal mehrere Wochen nicht in mein Depot. Mit einem Aktien- oder ETF-Sparplan kannst du alles automatisieren. Dein täglicher Blick ins Depot ist überflüssig.

  3. AvatarStefan

     

    @ F.D

    Hallo,

    es kommt doch auf Deine Strategie an, die Du verfolgst?

    Wenn Du langfrisrtig denkst, brauchst Du doch nichts machen.

    Eventuell sogar nachkaufen.

    Was mich nur nervt sind diese ständigen Leerverkäufe am Markt. Das hat ja nichts mit dem Unternehmen an sich zu tun.

    Das so etwas überhaupt erlaubt ist.

    Gruß

     

  4. AvatarAlbr

    @Stefan, gut dass Leerverkäufe erlaubt sind (warum auch nicht), ich verleihe einige meiner Aktien auch, nettes Zubrot 😉

     

     

  5. Avatarwindsurfer

    Hey FD,

    ich schaue auch einmal am Tag rein. Meistens freue ich mich aber über ein kursplus irgendeiner Aktie. Und bei den gefallenen überlege ich nachzukaufen. Die schwankung, die oben leider angezeigt wird, sieht manchmal fies aus. Bei mir sind Schwankungen größer 1% schnell mehr als 5.000 Euro… aber man trainiert so das abstumpfen. Mir ist es egal wieviel es schwankt. Bei fallenden Kursen freue ich mich auf Schnäppchen und bei steigenden Kursen dass mein Vermögen wächst.

    Mehrmals am Tag macht einfach überhaupt keinen Sinn. Und wenn du nur ETFs hast reicht einmal im Jahr!

    frag dich einfach mal, was du mit dem häufigen reinschauen bezwecken willst und rechne mal die Zeit gegen, die du da verschwendest. Und das rechnest du mal mit deinem persönlichen Freizeit-stundensatz aus. Meiner sind 50 Euro/h ?

    grüsse

    windsurfer

  6. Avatar-M

    @F.D.

    Hmm, was möchtest du von uns hören?

    -> „lass es, schau einfach nicht rein“

    -> „Schau nur ins Depot, wenn du kaufst“

    …..uvm.

    Ne mal Spaß beiseite, du schreibst es selbst, es ist kontraproduktiv, aber ich glaube die Zeit hat fast jeder hier durch, mehrmals täglich ins Depot zu schauen.

    Du wirst mit der Zeit ruhiger und du weißt ja auch, dass sich durch das nicht schauen nichts ändert. Du bist hoffentlich an tollen Unternehmen beteiligt – glaub mir, die brauchen DICH nicht um Geld zu verdienen 🙂

     

    Ich schau maximal ins Depot bei einem kauf und selbst da oft nicht. Die Märkte schau ich mir schon mehr oder weniger täglich an und wenn ein Unternehmen kurz vor einem von mir festgelegten kaufkurs ist.

    Probier es doch mal aus zb nur sonntags rein zu schauen oder später dann nur noch alle 4 / 8 / 12 Wochen??

     

    -M

  7. AvatarStefan

    @Albr

    Ahhh bist Du eventuell ein Banker und verdienst an der Gebühr?

    Auch wenn es gesetzlich erlaubt ist, ich bin halt kein Zocker.

  8. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    Leerverkäufe sind ein Regulativ. Das ist nicht negativ. Was durch Leerverkäufer verkauft wurde, muss zwingend wieder gekauft werden. Nils beschreibt es hier.

    Am Leerverkauf verdient der Verleiher (ich) und der Broker zu je 50% bei IB. Der Leerverkäufer muss Zinsen für das Leihen zahlen, die Dividende ersetzen falls nötig, und eine Sicherheitsleistung in Cash >100% hinterlegen.

    Die Zinsen sind zwar nur Peanuts, aber Kleinvieh macht eben auch Mist. Im Juli hatte ich 22 Euro Zinsen aus dem Verleih bekommen. Damit kann ich es mir leisten, das Brokerkonto auch mal länger zu überziehen, wenn ich über einen short Put Aktien eingebucht bekomme, und Zinsen zahlen muss.

    Wenn jemand beizeiten argentinische Aktien vor dem heutigen Blutbad leerverkauft hat, der hat sich heute eine goldene Nase verdient. Gut, dass ich nicht Banco Macro (BMA) gekauft hatte. Mal fix halbiert heute. Die ist auf der Watchlist. Uff.

    MS

  9. AvatarNico Meier

    @Guido

    Hat sich an deinem Investmentcase etwas verändert? Wenn ja dann bewerte die Aktie neu. Wenn nein ist das doch der perfekte Zeitpunkt um weitere Aktien zuzukaufen zu einem vernünftigen Preis.

  10. AvatarRüdiger

    Ne mal Spaß beiseite, du schreibst es selbst, es ist kontraproduktiv, aber ich glaube die Zeit hat fast jeder hier durch, mehrmals täglich ins Depot zu schauen.

    Ja, habe ich. Ich schaue gerne ins Depot. Ich schaue, wie die Kurse steigen. Ich schaue, wie die Kurse fallen. Meine Stimmung beeinflusst das nicht negativ. Deshalb werde ich das auch nicht ändern. Wozu auch?!?

  11. AvatarHans

    Ich schaue auch täglich rein. Egal wie es schwankt, zeigt es mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und schon viel geschafft habe!

  12. AvatarEx-Studentin

    @F.D.

    Ich schaue auch regelmäßig ins Depot. Bei „größeren“ Einbrüchen um 10% jammere ich ein wenig und nach ein paar Tagen ist das wieder vergessen.  In meinem Depot sind nur Werte, die ich halten möchte. Da man ja nur Geld investiert, was man nicht braucht, ist es relativ egal, ob da -10, -20% oder was auch immer stehen. Es gibt auch Tage, wo ich das Depot komplett vergesse, weils Wichtigeres im Leben gibt.

    Nicht zu sehr auf Ziele wie die FF versteifen. Man kann auch schon als Arbeitnehmer ein schönes Leben führen, weswegen das Depot dann noch egaler wird.

    @Tim

    Du beschreibst mich beim Putzen recht gut.. Bisher ist es weniger Aufwand, wenn ich kurz vor Besuch putze.

  13. AvatarNico Meier

    @Jenny

    Nicht zu sehr auf Ziele wie die FF versteifen. Man kann auch schon als Arbeitnehmer ein schönes Leben führen, weswegen das Depot dann noch egaler wird.

    Richtig das Leben geniessen ist was schönes. Zurzeit reifen die Tomaten sehr gut. Am Sonntag habe ich mit den frischen, süssen Tomaten aus dem eigenen Garten eine wunderbare Bolognesesauce eingekocht. Einen Teil gabs gleich zum Mittagessen einen anderer Teil war Bestandteil der Lasagne für das Abendessen. Die Reste nehmen wir gestern und heute mit ins Büro zum Zmittag.

  14. AvatarDaniel

    Meine Frage hat nichts mit dem heutigen Beitrag zu tun und zwar ist mir aufgefallen, dass ich am Tag sicherlich 4-5x mein Depot anschaue. Je nach Börsenverlauf ist meine Stimmung dementsprechend. Ich bin seit 2 Jahren an der Börse und verfolge auch eine langfristige Strategie, trotzdem zieht es mich immer  wieder vor dem Computer. Ausserdem weiss ich, dass mein Verhalten kontraproduktiv ist.

    Habt Ihr diese Erfahrung bei euch auch schon beobachten können? Wenn ja, was habt Ihr dagegen gemacht?

    Das kommt halt drauf an, wie lange bist Du denn schon dabei? Früher bzw. wenn ich mich bei nem neuen Broker angemeldet habe, habe ich das auch mindestens einmal am Tag gemacht. Das hat sich aber nach ein paar Monaten gelegt.

    Heute schaue ich alle 2 Wochen mal rein, nicht weil mich die Stände interessieren sondern weil die DKB und Comdirect dann einfach manchmal Nachrichten im Postkorb haben. Wertpapier-Käufe, Kontoauszüge, Dividendenzahlungen. Die pflege ich dann eigentlich umgehend in Portfolio Performance ein weil ich keine Lust habe da einen Berg von Mails anzuhäufen.

    Kämen die Mails nur einmal im Quartal würde ich auch nur einmal im Quartal reinschauen.

  15. AvatarDanielKA

    Bei KHC verläuft irgendwie alles zeitversetzt zu Bud (beide von 3G gemanaged, 50 % Dividendenkürzung bei Bud dann Kürzung bei KHC, beide mit hoher Verschuldung)

    BUD ist vom Tief bei ca. $ 65 wieder auf $ 97 (waren schon über 100). Das gleiche kann natürlich auch bei KHC passieren…

  16. AvatarWohnung mit Domblick

    @F.D.

    Ich bin ja auch erst seit letztem Jahr dabei, ein Depot aufzubauen. Wer das schon jahrelang macht und die vielen Jahre stetig steigender Kurse miterlebt hat, bzw. bei entsprechend niedrigen Kursen damals eingestiegen ist, kann bei Einbrüchen natürlich viel gelassener bleiben. Bei mir ist die Gesamtbilanz immernoch sehr knapp, so dass schon kleine Einbrüche die erzielten Gewinne verpuffen lassen. Leider gucke ich auch zu oft ins Depot und das ist nicht gut. Nun versuche ich mir das abzugewöhnen. Ich notiere nur noch meine Investitionen auf der Habenseite. Alles Andere macht zur Zeit keinen Spass.

    Es ist auch anstrengend, dass ständig neue must-have’s für Depot auftauchen. Das Allwetterdepot, 10 Aktien die man heute noch kaufen kann (muss…), Trends usw. es ist zum verrückt werden. Alle wollen einem helfen 🙂

    Daher kaufe ich nur noch stur meine Sparpläne weiter. Und versuche mich nicht verrückt machen zu lassen. Ich brauche auch meine 50% Cashquote, die schont die Nerven.

  17. AvatarWolke

    Restaurant-Bar-Tretmühle

    In meinen Augen ziemlicher Unsinn. Menschen, die sich zu viel zuhause aufhalten, verlieren ihre sozialen Kontakte, werden depressiv und krank. Psychologen bestätigen das.

    Die Institution „Bar“ ist beispielsweise in Italien besonders wichtig. Dort wird diskutiert, gelacht, Geschichten erzählt, Neuigkeiten und Ratschläge ausgetauscht. Die eigenen Probleme relativieren sich. Nicht umsonst hat Italien eine sehr niedere Suizidrate.

     

     

     

  18. AvatarAlbr

    Ich hab in Zigarren Lounges bzw. Bars in Frankfurt schon tolle – und nicht zu unterschätzende – Kontakte herstellen können, die ich heute sehr intensiv Pflege 😉

    Oft Leute mit RICHTIG Geld und Ideen, die sich aber weitestgehend „normal“ verhalten und nicht auf die … hauen 🙂

     

     

     

     

  19. AvatarRüdiger

    In ein Restaurant gehen wir nur, wenn wir keine Zeit oder keine Lust haben zu kochen, was sehr selten der Fall ist.

    In Bars gehen wir überhaupt nicht. Der Lärmpegel und das Gequassel rundum … einfach nur nevtötend … Wir genießen viel lieber die wohltuende Ruhe in unserer schönen Natur 😉

  20. AvatarAlbr

    @Rüdiger, welcher Lärmpegel ? Zumindest hab ich nix an den Ohren und kann mich sehr gut und mit Inhalt unterhalten 😉

     

     

  21. AvatarRüdiger

    @Albr Der Lärmpegel in Bars. Mein Gehör ist übrigens ganz ausgezeichnet, vielleicht zu gut 😉

  22. AvatarSparta

    Eigentlich sind ja BeyondMeat total überteuert und auch viele Leerverkäufer ab Bord…

    Das Problem ist aber der bescheidene FreeFloat und so können die irrationaler Weise noch weiter steigen….

  23. AvatarHaftiAbi

    Mal eine andere Frage:

    Habt ihr gestern auch gefeiert, als ihr gelesen habt, dass ihr zu den 10% Einkommensstärksten gehört? Meine Freundin und ich liegen sowohl einzeln, als auch gemeinsam signifikant über den dort genannten Zahlen. Eigentlich kamen wir uns immer als normal bis sozial schwach vor. 🙂

    Vielleicht wird es nun doch Zeit die 7 Jahre alte C-Klasse gegen etwas schickes Britisches zu tauschen…

    Riecht irgendwie nach einer Kampagne um die Steuern für den durchschnittlichen Deutschen mit einer guten Begründung zu erhöhen, da man ja schon mit 3,5k netto „reich“ ist

     

  24. AvatarSparta

    @HaftiAbi

    Wie exakt diese Formel ist kann nicht beurteilen.

    Eine Kampagne vermute ich nicht, da ich nicht zur paranoiden Gruppe dazu gehöre. 😉

    Hier haben wir aber schon eine Filterblase mit Gutverdienern, Schweizern und das jeweilige, individuelle Umfeld…

    Vor dem Refferenzrahmen-Risiko kapituliert die Intuition aber nicht die Logik.

  25. AvatarStefan

    @HaftiAbi

    Von Dir letzt genanntes wird womöglich kommen.

    Wir leben ja in Deutschland.

    Ich habe vorhin auf ARD-Alpha eine kontroverse Diskussion über die Abschaffung des Soli gesehen.

    Dort haben sich tatsächlich Menschen zu Wort gemeldet und  eine noch höhere Kapitalertragssteuer gefordert.

    Vor allem aus höheren Einkünften aus Dividenden und Gewinnen.

    Das soll einer verstehen?

    Auf der einen Seite ein gestörtes und auch zweckentfremdetes Rentensystem und dann solche Äusserungen.

    Anstatt die Menschen mal dahingehend zu motivieren, sich mit dem Thema Aktien zu beschäftigen.

     

     

  26. AvatarThorsten

    Deutschland Billiglohnland. Der Michel meint die Mieten steigen. Falsch, sein Gehalt zieht nicht mit.

     

  27. AvatarSlowroller

    Riecht irgendwie nach einer Kampagne um die Steuern für den durchschnittlichen Deutschen mit einer guten Begründung zu erhöhen, da man ja schon mit 3,5k netto „reich“ ist

    Kurzu vorweg und ohne Vorwurf: als Single 3,5k zur eigenen Verfügung ist für die absolute Mehrheit der Bürger diesen Landes „reich“. Das Medianeinkommen für einen Singlehaushalt betrug 2018 1400€. Bei 3 Personenhaushalten 3400€ inklusive aller staatlichen Untersützungen. Ich verstehe nicht, wo hier die Kampagne sein soll: Die Aussage des Tools ist doch absolut wertungsfrei und gibt schlicht das Perzentil an, in dem man mit seinem Einkommen in Deutschland steckt. Was man aus der Info macht ist doch ein ganz anderes Thema.

    Dort haben sich tatsächlich Menschen zu Wort gemeldet und  eine noch höhere Kapitalertragssteuer gefordert.Vor allem aus höheren Einkünften aus Dividenden und Gewinnen.

    Vorweg: Ich fände natürlich doof, wenn das passieren würde. Das liegt aber schlicht daran, dass ich Einkommenbestandteile aus Kapital habe. Wieso aber das Einkommen aus meiner Hände Arbeit, meiner Zeit und meinem KnowHow höher besteuert wird, als ein nahezu leistungsloses Einkommen aus Kapitalerträgen (welcher Art auch immer), verstehe ich nicht.

    Auf der einen Seite ein gestörtes und auch zweckentfremdetes Rentensystem und dann solche Äusserungen

    „Gestört“ kann ich mir durchaus erklären – es gibt Schieberegler, die politisch motiviert nicht da stehen wo sie es sollten und der Grund ist die Demografie. Aber was im deutschen Rentensystem „Zweckentfremdet“ ist würde ich gerne  verstehen.

  28. AvatarWolke

    @Nico Meier

    Richtig, in der Schweiz ist man mit 3.500 schon nahe an der Armutsgrenze. In DE feiert @HaftiAbi hingegen, daß er zu den Einkommensstarken gehört.

    Verkehrte Welt.

    Noch dazu sind in der Schweiz die Lebenshaltungskosten im Verhältnis zum Einkommen nicht besonders hoch.

  29. AvatarHaftiAbi

    Vorweg: Ich fände natürlich doof, wenn das passieren würde. Das liegt aber schlicht daran, dass ich Einkommenbestandteile aus Kapital habe. Wieso aber das Einkommen aus meiner Hände Arbeit, meiner Zeit und meinem KnowHow höher besteuert wird, als ein nahezu leistungsloses Einkommen aus Kapitalerträgen (welcher Art auch immer), verstehe ich nicht.

     

    Leider falsch. Als Aktionär halten Sie Anteile am Unternehmen, sind also „Gesellschafter“, wenn auch zu einem nicht darstellbaren winzigen Teil.

    Halten Sie also Aktien an der BASF werden Ihre anteiligen EBT bereits auf Unternehmensebene zu 30% versteuert. Anschließend zahlen Sie dann noch einmal 26% auf privater Ebene. Somit kommen Sie jetzt schon auf einen Satz, der Ihren persönlichen Steuersatz übersteigt…

    Ein weiterer Anstieg der KapSt ohne Entlastung auf Unternehmensebene darf dann schon als Verstaatlichung des Unternehmens bezeichnet werden.

    Aber das verstehen leider die wenigsten…

  30. AvatarThorsten

    Heute Kion und Caterpillar nachgekauft. Kion und Jungheinrich vom Börsenmainstream in den Automobilkorb gepackt und in den Fluß geworfen, da fische ich mir doch gerne was raus.

  31. Avatarslowroller

    Halten Sie also Aktien an der BASF werden Ihre anteiligen EBT bereits auf Unternehmensebene zu 30% versteuert. Anschließend zahlen Sie dann noch einmal 26% auf privater Ebene. Somit kommen Sie jetzt schon auf einen Satz, der Ihren persönlichen Steuersatz übersteigt…

    Das Betrifft Dividenden von Unternehmen. Hier würde man ziemlich sicher zum Halbeikünfteverfahren zurückkehren. (womit man sogar besser fahren würde)

    Bei Zinseinkünften, Erträgen aus Anleihen oder Veräußerungen sieht das dann wiederum anders aus.

    Die Frage ist eben, ob es gesellschaftlich gerechtfertigt ist Kapitaleinkünfte als „Blackbox“ zu betrachten und den Anleger als „echten“ Unternehmer?

  32. AvatarRüdiger

    Ein weiterer Anstieg der KapSt … auf Dividendenerträge, bevor ALLE Großunternehmen mindestens so steuerehrlich sein müssen (Betriebsprüfungen!), wie es der lohnabhängig beschäftigte Normalbürger zwangsweise schon längst ist, hielte ich auch für einen schlechten Witz.

    Aber Bund und Länder werden an dieser Stelle unseren „heiligen“ Konzernen wohl kaum auf die Füße steigen 😉

  33. AvatarStefan

    @Slowroller

    Aber was im deutschen Rentensystem „Zweckentfremdet“ ist würde ich gerne verstehen.

    Ich bin keine Journalist und in Zeiten von Fake News sicherlich auch selber sehr skeptisch, was in den Medien geschrieben wird.

    Aber hierzu gibt es unzählige Kommentare, welche auch schon vor Jahrzehnten diskutiert wurde:

    https://rettung-fuer-deutschland.de/blog/?p=4841

    https://www.stern.de/politik/deutschland/rentenkasse–politiker-bedienen-sich-und-lassen-andere-die-zeche-zahlen-7348362.html

     

    Und warum heisst die Rentenversicherung eigentlich noch „Versicherung“???

    Und warum zahlen unsere Herren Politiker nicht selber dort ein???

    Und ohne die Betriebsrenten bzw. Pensionskassen, die viele Rentner heute zusätzlich zu Ihrer Rente bekommen (wie es z.B in bei den Chemieunternehmen der Fall ist), würden viele noch viel ärmer dastehen (wobei „arm“ auch reltaiv ist).

    Natürlch stimme ich dem Tim aber auch dahingehend zu, dass sehr viele über Ihre Verhältnisse leben.
    Ich erlebe es auch in meinem eigenen Umfeld.
    Heute buchen die Anfang 20jährigen zweimal im Jahr ne Kreuzfahrt.
    Vor 20 Jahren doch undenkbar? Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege-)

    Und das sind diejenigen, die schon 2300€/Monat verdienen (Netto als Single!!!!) und behaupten, es sei zu wenig.
    Da lach ich mich weg….

     

     

  34. AvatarSparta

    @Wolke

    „Noch dazu sind in der Schweiz die Lebenshaltungskosten im Verhältnis zum Einkommen nicht besonders hoch.“

    … ??? … ??? 😉

  35. AvatarNico Meier

    @Wolke

    Noch dazu sind in der Schweiz die Lebenshaltungskosten im Verhältnis zum Einkommen nicht besonders hoch.

    Liebe Wolke wie manches Jahr hast du in der Schweiz gelebt wenn ich fragen darf und in welchem Kanton?

    Viele Deutsche vergessen, dass der Schweizer von seinem Nettolohn noch die Einkommemssteuer zahlen darf.

  36. AvatarWolke

    @Nico Meier

    Ich hab nicht in der Schweiz gelebt, liebe das Land aber sehr und habe Freunde dort, die mir berichten, was sie verdienen, welche Rente sie bekommen und was das Leben dort kostet. Ich habe große Augen gemacht und beschlossen, im nächsten Leben in der Schweiz zur Welt zu kommen.

  37. AvatarRüdiger

    … beschlossen, im nächsten Leben in der Schweiz zur Welt zu kommen.

    Eine weise Entscheidung! Die Schweiz ist unabhängig und muss sich auch nicht ständig von einem transatlantischen „Freund“ schikanieren lassen 😉

  38. AvatarNico Meier

    @Wolke mit der Personenfreizügigkeit kann jeder EU Bürger der eine Stelle in der Schweiz findet auch hier bleiben.

    Wer in der Schweiz wohnt und was anständiges gelernt hat, der kann auch ein gutes Gehalt verdienen. Wobei natürlich dann auch 42 bis 45 Wochenarbeitsstunden zu leisten sind und nicht 35!

    Desweiteren sind die Mieten sowie die Kaufpreise für Wohneigentum massiv gestiegen.

    Was bringt ein Medianlohn von brutto 6’000 im Monat wenn davon netto 4’500 bleiben von denen man noch über 1’000 Steuern zahlen muss. Von den restlichen 3’400 muss noch eine Wohnung bezahlt werden. 2 Zimmerwohnung in Zürich ist unter 2’000 kaum zu finden und die Krankenkasse kostet den Single dann auch noch über 300 im Monat. Da sind wir dann bei 1000 Franken. Haben aber Kosten für Mobilität, Bekleidung, Essen, Unterhaltung, Strom, Wasser usw nicht eingerechnet.

    Wenn ich mit meiner Frau in die Pizzeria gehe so kostet die günstigste Pizza 19Fr . Das sind 18€ und das grosse Hefeweizen 0.5l kostet 8Fr das sind über 7€.

    Ein kg Hähnchenbrust kostet im Laden um die 30Fr.

    Ein kg Schweinefilet kostet im Laden 40Fr.

     

     

  39. AvatarNico Meier

    @Rüdiger

    Die Schweiz hat es als Kleinstaat nicht einfach glücklicherweise gibts Deutschland das uns immer mal wieder hilft wenn die EU böses gegen die Schweiz im Schilde führt.

  40. AvatarNico Meier

    Neuankommende Deutsche machen immer grosse Augen wegen der 42 bis 45 Wochrnstunden. Aber auch wegen den 4 Wochen Ferien. Scheinbar hat man in DE bedeutend mehr Ferientage.

  41. Avatareki.

    @Nico Meier:

     

    die durchschnittliche Arbeitszeit in der Schweiz belief sich 2018 auf 42,9 Stunden in der Woche. In Deutschland hingegen auf 41,0 Stunden. Das ist natürlich ein eklatanter Unterschied.

    https://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab=table&plugin=1&language=de&pcode=tps00071

    Die gesetzlichen Mindesturlaubstage liegen in Deutschland und der Schweiz bei einer 5 Tage Woche bei 24 Tagen pro Kalenderjahr.

    Die Schweizer sind wahre Arbeitstiere im Vergleich zu den Deutschen 🙂

    Beste Grüße

  42. AvatarNico Meier

    @eki

    Der Mindestanspruch Ferien in der Schweiz liegt bei 5 Tagewoche bei 20 Tagen also 4 Wochen.

    Und ja 42.9h ist 1.9h pro Woche mehr als 41h. 1.9h sind 114 Minuten oder 22.8 Minuten mehr pro Tag.

     

     

  43. AvatarNico Meier

    @Wolke

    Grindelwald bzw. das Berneroberland ist eine schöne Gegend mit sehr urchigen Einheimischen die mir sehr sympathisch sind.

  44. AvatarMario

    @ Schweiz

    Bitte nicht vergessen, in der Schweiz gehört die Pause in vielen Betrieben zur Arbeitszeit.

     

  45. AvatarChrissie

    Es muss hier schon wirklich eine ziemliche Filterblase sein wenn man meint, dass für Otto Normalverbraucher Single in D 3,5k€ NETTO nicht schweinemäßig viel Geld ist.

  46. AvatarSparta

    @Wolke

    Wir haben auch ausgewanderte Freunde in der Nähe von Zürich.

    Mehrfach besucht und auch schon öfters keinen ganz so frugalen Urlaub gemacht…

    Grob gesagt würde ich die Lebenshaltungkosten in der Schweiz als doppelt so hoch einschätzen wie bei uns.

    Ebenso die durchschnittlichen Gehälter in etwa auch doppelt so hoch.

    Für nen sparsamen eingewanderten Deutschen könnte die Sparsamkeit aufgrund der Preise nochmal verstärkt werden. 😉

    Für FIRE in der Schweiz würde ich grob auch die doppelte Vermögenshöhe als erforderlich ansehen…

    Aber dies ist ja alles eine individuelle Geschichte und kann nicht ganz so pauschal beantwortet werden.

    ….

    Diese pauschalen Thesen dass irgendwo das Gras deutlich grüner ist und das Deutschland so mies ist…. ist etwas merkwürdig, da wir eine sehr hohe Millionärsdichte in D haben und bei den Lebensmitteln sehr günstige Preise im Vergleich haben.

     

     

     

  47. Avatareki.

    @Nico Meier

    Entschuldige, ich habe mich verschrieben. Der Mindesturlaub in Deutschland und der Schweiz liegt bei einer 5 Tage Woche jeweils bei 20 Urlaubstagen.

    Bezüglich der Arbeitszeiten brauche ich nun wirklich nicht viel zu schreiben. 1,9 Stunden pro Woche sind wohl eher weniger der Rede wert.

     

    Beste Grüße

  48. AvatarJUn

    Täglich den „Pegelstand “ des Depots zu kontrollieren ist eigentlich Unsinn !! Den Erfolg einer Aktie sieht man natürlich erst, je länger man sie hat! Schaue selber eher  selten rein. Das tägliche down und  up wäre mir persönlich zu anstrengend ! Außerdem sehe ich ja täglich an den Indizes, in welche  Richtung es läuft !!

  49. AvatarHaftiAbi

    @Chrissie:

    Ich möchte gewiss niemanden herabsetzen, der als Single in Deutschland nicht über diese 3,5k netto kommt.

    Trotzdem finde ich es bezeichnend, wenn ich mir die Leutchen täglich anschaue, die mir in der Öffentlichkeit begegnen, sei es im ÖPNV, Urlaub oder abends beim Ausgehen…

    Man strotzt vor Selbstbewusstsein und führt sich wie King Babo auf und da denkt man sich als doch recht junger Mensch… „hmm, ich liege also deutlich über den 3,5k und bin von Hause aus zum Understatement erzogen worden. Was mögen das wohl alles für Opfer sein. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es um deren weitere Einkunftsarten bestellt ist, außerhalb denen aus nicht selbstständiger Arbeit…“

  50. Avatarlol

    Trump sagt immer wieder: China braucht den Deal so dringend – aber das, was wirklich passiert, zeigt, wer den Deal bzw. eine Deeskalation wirklich braucht: eben Donald Trump. Schon im Vorfeld des letzten G20-Gipfels in Osaka waren es die USA, die unbedingt Gespräche wollten – und nun sind es widerum die USA, die um die Wiederaufnahme der Gespräche gebeten hatten. Trump zuckt – Smartphones, Bekleidung, Spielzeug – es sind die typischen Weihnachtsgeschenke, die nun zumindest bis Mitte Dezember von den 10%-Zöllen ausgenommen sind. Und damit zeigt sich die schwache Position Trumps im Handelskrieg: er muß um seine Wiederwahl kämpfen, und kann und darf die hochverschuldeten US-Konsumenten mit seinem Handelskrieg nicht zu stark belasten. Trump gegen China 0:1!

  51. Avatarsammy

    @ lol

    danke für deinen Beitrag! Das war der erste sinnvolle Beitrag den ich hier gelesen habe!

     

  52. AvatarChristopher

    Sehr sehr gute Tipps aber die durchschnittliche Arbeitszeit in der Schweiz belief sich 2018 auf 42,9 Stunden in der Woche. In Deutschland hingegen auf 41,0 Stunden. Das ist natürlich ein eklatanter Unterschied.

    https://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab=table&plugin=1&language=de&pcode=tps00071

    Die gesetzlichen Mindesturlaubstage liegen in Deutschland und der Schweiz bei einer 5 Tage Woche bei 24 Tagen pro Kalenderjahr.

    Die Schweizer sind wahre Arbeitstiere im Vergleich zu den Deutschen ?

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