So kannst du es in 20 Jahren in die Freiheit schaffen


New York, 15. April 2019

Du sparst wie ein Irrer. Deine Sparquote von 50% geht in ETFs/Aktien. In 20 Jahren kannst du es in die Freiheit schaffen.

Wer versucht, mit den Nachbarn und Arbeitskollegen Schritt zu halten, hat wenig Netto-Vermögen. Die Deutschen haben rund 50.000 Dollar Netto-Vermögen (Median). Das ist im Vergleich mit den europäischen Nachbarn wenig. Auch andere Studien zeigen, dass die Deutschen vergleichsweise wenig Netto-Vermögen haben. Deutlich vermögender sind Schweizer, Australier, Amerikaner, Neuseeländer und Norweger. Es liegt mitunter daran, dass die Deutschen die Börse weitgehend meiden.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Leute fragen, wo sie sich auf ihrer „Reise“ in die Freiheit befinden. Statistiken heranzuziehen ist schwierig, weil verschiedene Menschen unterschiedliche Einkommen erzielen und auch unterschiedlich lange gearbeitet haben.

Hilfreich wäre ein Netto-Vermögen basierend auf dem Alter gruppiert nach Beruf/Einkommen. Es wäre interessant die Auswirkungen des Wohneigentums auf das Vermögen messen zu können. Und andere Einflussfaktoren.

Wer finanziell frei werden will, orientiert sich am besten nicht an den Konsumsüchtigen, die mit fetten Clownsautos zur Arbeit kommen, teure Urlaube machen, neueste Mode tragen und ein großes Zuhause haben. Hilfreicher ist es Gleichgesinnte zu finden. Orientiere dich an ihnen. Ich weiß, es gibt nicht viele. Aber ihr Anteil nimmt zu. Orientiere dich an finanziell sehr erfolgreichen Kollegen. Frage sie um Rat. Erkundige dich bei ihnen, ob sie ein Haushaltsbuch führen, wie sie ihre Ersparnisse investieren etc. Die Masse ist freilich auf Konsum aus und strebt notgedrungen einer Rente mit 67 oder 68 entgegen.

Ich amüsiere mich, wenn ich Leute sehe, die ihr Geld für nutzlose Dinge rauswerfen und sich für ein Leben in der Sklaverei bis zum Tod entschieden haben. Wenn der Gärtner, die Putzfrau… regelmässig in deren Haus kommt. Sie gehen jede Woche zu einem teuren Friseur. Ihr Auto wird immer teurer, der Urlaub pompöser, die Möbel luxuriöser, die Schulden wachsen…

Dieser Konsumwahn macht keinen Sinn. Er macht Menschen unglücklich. Denke nach, bevor du dein Einkommen sinnlos verpulverst. Stelle andere Dinge in den Mittelpunkt deines Lebens als den Konsum. Eben Menschen, Natur, Sport, Erlebnisse, Gesundheit, Lernen…

Der Filmemacher Scott Rieckens hat eine Dokumentation über seinen Weg in die Freiheit gemacht:

Hier ist ein Interview mit dem Filmemacher zu sehen:

Mach es anders als die Masse. Hab eine hohe Sparquote. Mit 50% Sparquote kannst du es in 19 Jahren in die Freiheit schaffen. Mit 75 Prozent Sparquote geht es in knapp zehn Jahren, sagt die britische „Times“:

Oder nimm diese Formel.. Mit ihr kannst du grob ermitteln, wie lange es bis zur Freiheit dauert. Die Sparquote eintragen und kalkulieren. Klar gibt es massenweise Loser, die nach tausend Gründen suchen, warum etwas nicht klappt. Im Kern ist das Problem: Sie sind mit sich selbst unzufrieden. Deshalb meckern sie ständig.

Hast du dein Freiheits-Depot zusammen, musst du nicht unbedingt umziehen. Du kannst dort bleiben, wo du lebst. An einen neuen Ort zu ziehen, nur um Geld zu sparen, hat einen möglichen Nachteil. Wenn du dort keine Freunde, Familie, keine Abenteuer oder neue Karriere auf dich wartet, vergiss es. Du kannst möglicherweise unglücklich am neuen Ort werden, wenn du zu wenig Menschen dort kennst.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „So kannst du es in 20 Jahren in die Freiheit schaffen

  1. AvatarKarsten

    Dank Tim habe ich, zwar erst vor kurzem, genau dieses Projekt für mich gestartet: In 20 Jahren in die finanzielle Unabhängigkeit. (https://finanziell-autark.de/finfreistart/)

    über meine Erlebnisse und Fortschritte berichte ich seither täglich in meinem blog. Von Tim und seinen Artikeln und Videos kann man wirklich profitieren!

    ich werde zwar nie einen solch frugalen Lebensstil wie er entwickeln, trotzdem lohnt es aber an vielen Stellen über seine Ausgaben nachzudenken.

    Ich habe nie ein verschwenderisches Leben geführt, jedoch lebe ich seit meiner Entscheidung mich auf meine finanzielle Unabhängigkeit zu konzentrieren, noch bewusster. Mit meinem Blog möchte ich auch anderen Menschen helfen, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen.

    Tim und sein Blog haben mich bestärkt, dass es der richtige Weg ist.

  2. AvatarDaniel

    Ich amüsiere mich, wenn ich Leute sehe, die ihr Geld für nutzlose Dinge rauswerfen und sich für ein Leben in der Sklaverei bis zum Tod entschieden haben. Wenn der Gärtner, die Putzfrau… regelmässig in deren Haus kommt. 

    Warum soll sich beispielsweise ein Unternehmer oder gut verdienender Angestellte sich keinen Gärtner oder Putzfrau unterhalten? Er kann die Zeit doch viel besser einsetzen die er spart. Außerdem wären sowohl Gartenarbeit als auch Putzen die Dinge die ich mit aller Macht vermeiden würde. Da fahre ich lieber zur Arbeit und schiebe Überstunden.

    Dieser Konsumwahn macht keinen Sinn. Er macht Menschen unglücklich. Denke nach, bevor du dein Einkommen sinnlos verpulverst. Stelle andere Dinge in den Mittelpunkt deines Lebens als den Konsum. Eben Menschen, Natur, Sport, Erlebnisse, Gesundheit, Lernen…

    Ich denke dass hier schon eine gewisse Leserschaft unterwegs ist, die das genausosieht. Ich glaube aber dennoch nicht, dass sich das auf Alle übertragen lässt. Warum soll Konsum nicht glücklich machen? Sicherlich verfliegt das Glücksgefühl schnell wieder, aber es kommen ja bei stetigem Konsum permanent neue „Glücksgefühle“. Wenn jemand Autonarr ist, wird er wohl den Konsum ganz anders sehen als jemand der kein Auto besitzt.

  3. AvatarZawinul

    Na ja, der Medianwert für das Vermögen der Deutschen von 50k aus Wikipedia stammt von 2010. Aktuellere Zahlen gibt es in diesem Artikel, der sich auf eine Bundesbankstudie bezieht.

    https://www.welt.de/finanzen/article191951915/Bundesbank-Studie-Die-Vermoegen-offenbaren-Deutschlands-Probleme.html?wtrid=onsite.onsitesearch

    Die Tendenz ist aber gleich geblieben und der Tenor von Tim stimmt natürlich.  Leider fehlt es an einer Aktienkultur in Deutschland. Und oft auch einfach an grundlegendem Finanzwissen. Das erkennt man auch an so manchen Kommentaren unter dem Artikel. Es geht wohl nur mit einem Staatsfonds, in den alle einzahlen müssen (wie in Schweden, wenigstens 2% vom Brutto).

  4. AvatarDennis

    @all: Kann mir mal bitte jemand erklären warum sich alle auf die 4% Regel stützen. Ich meine mal gelesen zu haben, dass das Depot mit dieser Regel in den meisten Fällen 30 Jahre überlebt hat. Jedoch heißt das nicht, dass es nicht deutlich an Wert verloren hat.

    Ich für meinen Teil bin kein Fan von diesen Rechnern. Es kann zwar schön sein zu sehen, dass man bei gleich bleibenden Lebenshaltungskosten und entsprechender Sparrate „nur noch 17 Jahre“ in dieser Form Leben muss um die Freiheit zu erlangen, aber sind doch in diesen 17 Jahren zuviele Variablen versteckt, als das man diese Zahl als Baremünze nehmen könnte.

    Zum Thema Staatsfonds: Da ich sowieso nicht an geringerer Abgabenlast in Deutschland glaube, könnte man doch den Soli weiter laufen lassen und damit einen Staatsfonds aufbauen. Ich mag den Soli zwar nicht (natürlich aus egoistischen Finanziellen Gründen), aber man wird sich das fehlende Geld bei einer Abschaffung, doch wahrscheinlich eh woanders wieder herein holen.

  5. AvatarMarcus

    @Dennis Die 4%-Regel ist als simple Orientierung geeignet und hilft Einsteigern beim groben Planen. Wenn man es genauer haben möchte -und evtl. sogar davon leben will/muss- findet man eine sehr gut aufbereitete Analyse von Entnahmestrategien im Blog von Oliver Noelting.

  6. AvatarGuido

    Noch 5 Jahre bis ich bei FIRE bin. Fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Ich nutze dieses Gefühl als Treiber für neue Einnahmequellen.

  7. AvatarNico Meier

    @Daniel

    Ich habe einige Kollegen, die ebenfalls eine Putzfrau anstellen die einmal in der Woche meistens Freitag für 4 Stunden kommt um zu putzen.

    Pro Stunde kostet diese Putzfrau zwischen 23 und 28 Franken.

    4 x 4 x 23 = 368.-

    4 x 4 x 28 = 448.-

    Ich bin auch kein riesiger Freund des Putzens aber ich bin nicht bereit rund 400.- auszugeben pro Monat nur um das Putzen von jemand anderem erledigen zu lassen.

    Überstunden sind keine Option, da diese bei uns nicht ausbezahlt werden sonder kompensiert werden müssen.

     

  8. AvatarSmyslov

    Daß die Deutschen im Vergleich relativ wenig Vermögen besitzen kann natürlich

    auch damit zusammenhängen, daß es hier 2 Weltkriege gab, und eine Wieder-

    vereinigung. Diese extreme Vernichtung von Vermögen mußten u. müssen

    natürlich bezahlt werden. Auch die vergleichsweise geringen Renten könnten

    eine Folge dessen sein. Ich erinnere nur an die ganzen Rentenreformen in Folge

    der Wiedervereinigung. Es bezahlt am Ende doch meist der kleine Arbeitnehmer.

    Mein Großvater ( er starb in den 60igern) hatte als selbständiger Handwerker

    schon vor dem 1. Weltkrieg ein kleines Vermögen, vor dem 2. Weltkrieg hatte

    er auch Aktien. Innerhalb von 30 Jahren wurde alles komplett 2 mal zerstört

    u. ging verloren. Mein Vater kam aus der Gefangenschaft u. fand außer einem

    zerstörten Land nichts mehr vor. Absolut Nichts. So ging es vielen Menschen.

    Erst die letzten Jahrzehnte leben wir hier im Paradies.

  9. AvatarDennis

    @ Marcus: Erst einmal Danke für die Antwort.

    Oliver ist hierbei sicherlich ein gutes Beispiel. Laut seinen Beiträgen will er ja noch bevor er 40 ist, die finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Gehen wir jetzt von den statistischen Schätzungen aus, erwartet ihn ein Lebensalter von ca. 85 Jahren (wenn ich mich jetzt richtig erinnere). Damit müsste sein Portfolio 45 Jahre überdauern. Hier ist aber das Problem. Die Studie sagt ja nur aus, dass das Portfolio im Schnitt 30 Jahre überdauert. Im günstigsten Fall überdauert es vielleicht auch die 45 Jahre. Aber da kommen dann noch andere Probleme dazu.

    Ab wann geht man denn dann in die Freiheit? Wenn ich mit den 4% meinen Lebensunterhalt bestreiten kann? Nur soeben, da ich ja mittlerweile frugal lebe (als Beispiel) oder lege ich mir einen Puffer zu für einen vielleicht höheren Lebensstandard?

    Was ich aber für ein größeres Problem halte sind die Ausgaben für die Gesundheit, die in hohem Alter deutlich zunehmen dürften. Diese kommen dann zum ungünstigsten Zeitpunkt, nämlich dann wenn das Depot schon stark Federn lassen musste (man denke an bereits 30 Entnahmejahre).

    Klar muss man sich nicht auf die faule Haut legen oder nur durch die Weltgeschichte reisen. Man kann immer noch eine Nebentätigkeit ausüben oder seine Entnahme Strategie anpassen (Oliver schreibt ja auch davon).

    Mir wird nur allgemein zu selten auf diese Sachen hingewiesen. Dabei spielt es keine Rolle ob es in Blogs, auf YouTube oder in der Presse ist (das gilt übrigens Länderübergreifend egal ob D,CH oder USA).

    Die Regel sollte, wie Marcus schreibt, nur für eine grobe Vorstellung dienen. Nicht aber für ein tatsächliches Ziel. Denn dann sieht man sich vielleicht doch da, wo man eigentlich nie sein wollte, als Arbeiter in seinen 60ern.

  10. KievKiev

    @ Dennis

    Der Blog von Oliver hat genau zu dem Thema die Reihe Entnahmestrategien. Die 4% oder 3% über den Daumen geben Dir nur eine grobe Orientierung. Wann Du für Dich genug hast musst Du selbst festlegen. Umso näher Du der Freiheit kommst umso deutlicher wird der Wert für Dich werden. Ein ideales Portfolio nimmt überhaupt nicht in seiner Summe ab. Dann ist es auch egal ob es 30, 40 oder 50 Jahre werden. Die Reihe betrachtet jedoch Wahrscheinlichkeiten für den Erfolg. Du kannst selbst durch Konsum, Teilzeitarbeit, geo. Arbitrage usw. Deinen Beitrag leisten. Das geht in jüngeren Jahren natürlich leichter als im Alter. Dazu hat er auch in der Serie etwas geschrieben.

  11. AvatarMike

    Die Variante, ab Erreichen der finanziellen Freiheit das Depot nach und nach zu verfrühstücken, gefällt mir gar nicht. Ich will meine Aktien möglichst alle behalten. Die Dividenden sollen mir genügen, um vollständig davon zu leben oder als Unterstützung zur Rente (wenn’s denn eine gibt).

  12. AvatarChris

    @ Daniel

    Muss jeder selbst wissen was er an Arbeiten auslagert. Aber irgendwie finde ich es auch übertrieben wenn in der Nachbarschaft der Fensterputzer kommt. Putze meine Fenster selbst, man kann dabei gut nachdenken oder etwas anhören. Gleiches gilt bezüglich der Gartenarbeit. Ich mag es im Garten zu verweilen und mit der Natur im Kontakt zu stehen. Vögel und Schmetterlinge besuchen einen und ich liebe es meine selbstgehegten Kräuter zum Essen zu verwenden. Ich würde keine Sekunde dafür in Überstunden eintauschen wollen.

  13. AvatarStudent

    Hallo Tim,

    du hast geschrieben folgendes geschrieben: „Hilfreich wäre ein Netto-Vermögen basierend auf dem Alter gruppiert nach Beruf/Einkommen“.

    Eine solche Formel wurde bereits von den Autoren des Buches „The Millionaire Next Door“ entwickelt. Und zwar werden drei Gruppen von Menschen unterschieden. Zum einen sind das die Under Accumulator of Wealth (UAW) und zum anderen die Average Accumulator of Wealth (AAW) sowie die Prodigious Accumulators of Wealth (PAW).

    Die UAW besitzen ein Netto-Vermögen unter dem errechneten wert der Formel, die AAW liegen ungefähr bei dem errechneten Wert der Formel und die PAW besitzen deutlich mehr und sind oftmals Millionäre.

    Die Formel lautet:

    Netto-Vermögen = Alter * durchschnittliches Einkommen der letzten 12 Monate * 10%.

     

    Ein 40-Jähriger mit einem Einkommen von 70.000€ sollte laut dieser Formel 280.000€ besitzen, um mindestens als AAW zu zählen.

    Es gibt allerdings auch Kritik bei dieser Formel. Und zwar wird sie ein wenig unrealistisch, wenn ein Berufsanfänger sein Soll-Netto-Vermögen berechnet: 25 Jahre * 50.000€ * 10% = 125.000€.

    Auch mit steigendem Alter wird die Formel schwammig, da Zinseszinseffekte nicht mit einberechnet sind. Man müsste die Formel also ein wenig verändern, sodass diese Anfangs schwach ansteigt und später exponentiell weiter wächst.

    Ich bin zwar kein Mathematiker, aber vielleicht käme folgende Formel infrage, die die ungefähre Entwicklung von Vermögen t=20 Jahre / f(20) = 10.000€ nach t=40 Jahre / f(40) = 1.000.000€ ausdrückt:

    f(x) = 100*1.258^x  

     

    Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Millionaire_Next_Door

    Und hier gibt es auch einen Rechner, der bereits Dividendeneinkommen berücksichtigt: http://www.savemillions.com/plan/expectnetworth.htm

     

    Viele Grüße

     

  14. AvatarWohnung mit Domblick

    Die Entwicklung des Medianvermögens wird in Deutschland sicher nicht besser. Denn was der Staat vorher abschöpft, kann z.B. nicht mehr vererbt werden. Magere Renten verringern die Erbmasse sowieso. Sparvermögen sind nicht sicher vor staatlichem Zugriff und demnächst auch vor Negativzinsen (nach der Bargeldabschaffung). Für Immobilienbesitz gibt es eine ‚Lost-Generation‘, die unter den aktuellen Bedingungen nicht in der Lage ist, sich solchen anzuschaffen. Dazu kommen geringe Löhne und hohe Abgaben. Das erzeugt die falschen gesellschaftlichen Impulse. In dem Sinne können viele hier im Blog sich privilegiert fühlen, das darf man sich mal bewusst machen.

  15. AvatarFelix

    Wir haben eine Politik mit sozialistischen Tendenzen. Wenig ist in D mehr geächtet als Vermõgen. Der Sozialhilfeempfänger wird als bedauerliches Opfer des neoliberalen (= Kampfbegriff schlechthin) Kapitalismus zumindest bedauert, wenn nicht sogar als Demonstrationsobjekt herum gezeigt. Obwohl das mit dem Opfer oft nicht zutrifft, sondern eher eine Frage fehlender Disziplin oder dummen Verhaltens ist.

    Ein Vermögender hingegen tut gut daran, das zu verschweigen. Man denke nur daran wie Merz vorgeführt wurde als sein Einkommen/Vermõgen thematisiert wurde. Lieber von staatlicher Stütze oder als erfolgloser Politiker (wie Stegner) von Staatsknete leben als selbst am Markt erfolgreich sein – das ist verdächtig in D. Da gräbt der Spiegel garantiert eine Geschichte aus.

    Insofern gibt es auch kaum positive Rollenmodelle für Vermögensaufbau. Nur Fußballer dürfen Millionen verdienen.

  16. AvatarDanielKA

    @ Student: interessante Formel hatte ich hier im blog vor längerer Zeit schonmal gelesen.

    beim Einkommen, müsste Nettoeinkommen gemeint sein? Brutto passt nicht wirklich, da die Besteuerung von Land zu Land unterschiedlich ist und wir in Deutschland eher schlecht wegkommen.

     

  17. AvatarStudent

    @ DanielKA: Ich denke es handelt sich tatsächlich um das Bruttoeinkommen. Es ist ja auch die Rede von „net worth“, bloß von „income“ und nicht „net income“. Die amerikanischen Autoren haben vielleicht gar nicht den Anspruch, eine weltweite Vergleichbarkeit herzustellen.

    Man könnte natürlich den durchschnittlichen amerikanischen Steuersatz heranziehen und damit die Formel z.B. an den deutschen Steuersatz anpassen.

     

    Lohnsteuer und Sozialabgaben, Alleinstehend, keine Kinder, 2017:

    USA: 26%

    Deutschland: 39,9%

     

    Die Formel für Deutschland wäre dann:

    Alter * durchschnittliches Brutto-Einkommen der letzten 12 Monate * 10% * (26%/39,9% * 100)

     

    Quelle Steuersätze: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2018-08-01-die-wichtigsten-steuern-im-internationalen-vergleich-2017-ausgabe-2018.pdf?__blob=publicationFile&v=8

  18. AvatarBig Ben

    Wir haben seit 10 Jahren eine Putzfrau – eine echte „Perle“, die wir nicht missen wollen und die uns sehr viel Entlastung bringt. Mit CHF 30/Stunde nicht günstig, aber für uns ist sie jeden Rappen wert.

    Wie sagte der alte Fritz: Jeder soll nach seiner eigenen „Façon“ glücklich werden. Für uns steigert dieser Service die Lebensqualität jedenfalls ungemein. Sollte es finanziell mal nicht mehr reichen, könnten wir das ja problemlos ändern. Ich persönlich verfolge ein Ziel: Mit 58 raus aus dem Erwerbsleben – also in etwa 9 Jahren. Dann sollte mein Sohn auf eigenen Füssen stehen, dem wir ja noch ein wichtiges Vorbild sind. Auf dieses Ziel richten wir unser Budget und die Sparquote aus. Aber natürlich lauern auch Stolpersteine auf dem Weg in die finanzielle Freiheit, wie bspw. der Jobverlust meiner Frau. Zum Glück haben wir Ende Jahr nach meiner Definition den berühmten „F*** you“-Status erreicht, was uns recht viel Gelassenheit gibt.

    Cheers

    Big Ben

  19. AvatarZawinul

    @Dennis „Was ich aber für ein größeres Problem halte sind die Ausgaben für die Gesundheit, die in hohem Alter deutlich zunehmen dürften. Diese kommen dann zum ungünstigsten Zeitpunkt, nämlich dann wenn das Depot schon stark Federn lassen musste“

    Ja, die Gesundheits- und Pflegekosten können – insbesondere bei teuren Operationen oder in den allerletzten Jahren – so hoch sein, dass sie im worst case selbst für höchst erfolgreiche Aktieninvestoren (von Superreichen einmal abgesehen) nicht mehr bezahlbar sein werden. Das bedeutet, alles was über den von der Pflegekasse getragenen Mindeststandard hinausgeht, wird das eigene Vermögen oder das der Angehörigen belasten, wenn es dumm läuft, komplett aufzehren. Unser Sozialsystem bewirkt am Ende eine Nivellierung, ob man das für gerecht hält oder nicht. Die Nebenwirkung ist aber oft, dass viele von vornherein keine Motivation für einen Vermögensaufbau haben, denn am Ende landen diejenigen, die auf Konsum verzichtet haben, im gleichen 10qm-Zimmer im Pflegeheim wie der Dauer-Urlauber mit dem Clown-Auto.

  20. AvatarRalf

    „…Für Immobilienbesitz gibt es eine ‚Lost-Generation‘, die unter den aktuellen Bedingungen nicht in der Lage ist, sich solchen anzuschaffen. Dazu kommen geringe Löhne und hohe Abgaben….“

    So ist es. Und der Konsum ist vielfach nicht so groß wie gerne dargestellt wird. Das mag in Großstädten so ein. Aber wer in einer Kleinstadt oder im ländlichen lebt, hat von vorneherein schon weniger Verlockungen im Alltag. Hier gehen viele Leute halbwegs vernünftig mit der Kohle um und fahren teils recht alte Karren.

    Tatsache ist, das die Elterngeneration vielfach noch bessere Arbeitsverträge im Verhältnis eingehen konnte als dies heute für deren Kinder der Fall ist. Die Zahl von befristeten Stellen ist weiter hoch.

  21. KievKiev

    @ Student

    Ich habe das Buch auch gelesen. Ich fand die Formel ebenfalls recht interessant. Sie hat aber ein paar Schwächen. In den USA starten viele junge Menschen auch mit Schulden durch das Studium. Man benötigt folglich ein paar Jahre um den Start auszugleichen. Außerdem entwickelt sich meistens das Einkommen vom Berufsstart zum Peak Einkommen. Das dauert auch ein paar Jahre. Ich nehme lieber mit z.B. 40 ein Zusatzeinkommen von 20% in Kauf, auch wenn es meinen Wert gemäß der Formel verschlechtern sollte. Wenn Du mit 50 in Teilzeit gehst bist Du dann auf einmal wieder gemessen am Einkommen sehr gut dabei. Und das alleine durch geringere Einnahmen. Es ist nur eine grobe Richtlinie. In den USA kannst Du auch gefördert vom Brutto sparen (401k usw.). Das sollte man auch berücksichtigen. Daher habe ich die Formel netto betrachtet.

    Über den Daumen finde ich als Paar 50% Sparquote ideal. Am besten bestreiten sie ihr Leben alleine mit dem geringeren Einkommen. Dann kann nichts so schnell anbrennen. Das gilt auf das Netto Einkommen in Deutschland bezogen. Fu Money hin oder her. Als Paar hat man so bereits ohne Vermögen eine eigene Absicherung. Das ist natürlich kein kleiner Wert. Aber je nach Prioritäten kann man diesen anvisieren.

  22. AvatarNico Meier

    So ist es. Und der Konsum ist vielfach nicht so groß wie gerne dargestellt wird. Das mag in Großstädten so ein. Aber wer in einer Kleinstadt oder im ländlichen lebt, hat von vorneherein schon weniger Verlockungen im Alltag. Hier gehen viele Leute halbwegs vernünftig mit der Kohle um und fahren teils recht alte Karren.

    Ich wohne ländlich und sehe das nicht so. Wenn ich hier morgens in einen Bus einsteige, so fällt mir auf, dass bereits Teenager die neusten Apple Iphones in den Händen halten und nicht nur die Jugend viele Markenklamotten trägt. Desweiteren sieht man auf dem Land die autos besser, da sie in der Regel vor dem Block oder vor dem Haus stehen und siehe da viele haben regelmässig die neusten Fahrzeuge.

    Aber immer schön Jammern man habe kein Geld für Wohneigentum.

     

  23. AvatarRalf

    „Wenn ich hier morgens in einen Bus einsteige, so fällt mir auf, dass bereits Teenager die neusten Apple Iphones in den Händen halten und nicht nur die Jugend viele Markenklamotten trägt.“

    Die Teenager legen aber nicht mehr wie frühere Generationen so einen großen Wert auf ein eigenes Auto. Oft wird der Führerschein erst später oder gar nicht gemacht. Und so viele Apple scheinen laut Töchter in deren Klassen nicht im Umlauf zu sein (Infos sozusagen aus erster Hand).

    Das mit den neuesten Fahrzeugen sehe ich hier nicht und wenn, dann immer häufiger Dacia.

  24. KievKiev

    @ Ralf

    Nico kommt aus der Schweiz:

    https://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/teslas-model-3-ist-das-meistverkaufte-auto-in-der-schweiz-nicht-nur-unter-elektroautos-1028103226

    KFZ, Putzfrau… Das sinnt andere Dimensionen zu Deutschland. Vielleicht könnten wir einmal kurze bezahlte Projekte in der Schweiz recherchieren. Hier könnte man in Deutschland Urlaub nehmen und dann 2 Wochen in der Schweiz richtig Geld verdienen. Ich kenne einen Arzt, der dass auch mal eine Zeit in England praktiziert hat. Man muss ja nicht gleich dort wohnen. Das kann man auch 2 Wochen am Stück machen. Und für ihn als Arzt hat es sich sehr gelohnt.

  25. AvatarSparta

    @Tim

    Der Rechner ist kaputt! 0,2 Jahre… 😉

    @Kiev

    Schreibe Dir demnächst ausführlicher, werde nur gerade überrannt.

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Nico

    Danke für den Hinweis.

    @ Karsten

    Du wirst das schaffen. Ich drücke dir die Daumen.

    @ Guido

    Du wirst das auch schaffen. 5 Jahre sind machbar, finde ich.

    @ Nobbi

    Ich habe noch immer eine Sparquote von über 50%, obwohl ich gar nicht mehr sparen muss.

  27. Avatar-M

    @Claus / Walgreens

    Nein, teuer sind die nicht. Ich möchte halt wenn ich kaufe einfach richtig günstig das Unternehmen bekommen.

     

    Habe Walgreens mit 49 USD bewertet. Also noch knapp 10% runter dann steige ich stand jetzt dort ein.

     

    Wells Fargo / ING Groep steht auch noch auf meiner Liste.

     

    Irgendein Unternehmen wird schon nochmal fallen 🙂

     

    -M

     

     

  28. AvatarNico Meier

    Natürlich gibts in der Schweiz höhere Einkommen als in DE aber die Lebenshaltungskosten sind auch einiges höher.

    Ich glaube nicht, dass die neuen Autos alle Cash bezahlt sind denke die meisten werden geleast sein. Auch bei den Mobiltelefonen muss ich immer schmunzeln, wenn mir mein Kollege erklärt er habe das Abonement von Swisscom für 169.- im Monat und erhalte dafür im Gegenzug jedes zweite Jahr das neuste IPhone kostenlos.

    24 x 169 = 4056

    Mein Abo kostet 29.- im Monat ohne Telefon. das sind 696 pro Jahr.

    Mit der Differenz von 3’360 könnte ich alle 2 Jahre zwei neue Telefone kaufen. Mein Samsung S5 ist übrigens bereits 4 Jahre alt und läuft und läuft unf läuft.

  29. AvatarFit und Gesund

    @-M, @Claus,

    ich bin noch unschlüssig was ich mit WBA mache, ob ich nachkaufe oder nicht, muss eh bis zum 26.4. warten, wenn sie nochmals fallen überlege ich, wenn nicht, bin ich unsicher, ich bin so ungefähr bei Minus 13%, hab jetzt nicht nachgeschaut.  Zum Glück nur eine klitzekleine Position.

  30. AvatarFit und Gesund

    @Nico Meier,

    ich hab noch Festnetzanschluss, kostet mich 95CHF pro Monat, mein Handy ist prepaid von Aldi, kostet 10 CHF pro Monat, irgendwie hab ich es noch nicht geschafft das Festnetz abzuschaffen, ist auch gut um mit meinen Freundinnen in D zu telefonieren. Irgendwie bin ich glaub doch altmodisch 🙁

     

    und was die Putzfrau angeht, also im Moment brauch ich sicher Keine, aber wenn man mal alt ist, wer weiss, da könnte man froh drum sein, wenigstens so für’s Grobe, das ist der Vorteil den ich für mich sehe wenn ich dann eine nette Rente, Dividende und Mieteinnahmen habe, sparen muss ich dann nicht mehr, Alles Mein’s 🙂

  31. Avatar-M

    FuG
    Du mochtest doch Walgreens auch 15% teurer, du solltest sie nun noch mehr mögen.

     

    Das Unternehmen ist schon klasse und bei weitem günstiger als eine Nestle etc. Die auch zuletzt genannt wurden.

     

    Ich denke hier arbeitet dein Geld profitabler zum aktuellen Zeitpunkt.

    Walgreens hat KGV <10 Das ist seltener bei dem bullenmarkt.

    -M

  32. AvatarClaus

    @ Fit und Gesund

    … wenn Du mit Walgreens im Minus bist… stocke nicht auf!

    … wenn Dein letzter Walgreens-Kauf noch keine 6 Monate her ist… stocke nicht auf!

    LG

  33. AvatarFit und Gesund

    @ -M, @Claus,

    ne, ich habe WBA dummerweise vor den Zahlen gekauft, wie im Bilderbuch 🙂 ich dachte die sind schon billig, ich habe ja die Regel nicht vor 1/2 Jahr aufstocken, danke nochmals für den Hinweis @Claus, ich hätte sowieso eher Bauchgrimmen dabei gehabt. Wobei ich schon denke dass das ein Qualitätstitel ist.

    Mal schauen was wir dann am 26. kaufen…. , so richtig eine Idee hab ich nicht, aber ist noch Zeit.

  34. AvatarPeter

    Das Einkommen bei dem Rechner ist netto… sieht man ja auch bei den Beispieldaten. Brutto ist doch absolut unsinnig bei sowas.

  35. AvatarDanielKA

    Bin mit WBA aktuell knapp unter 10 % im minus, war aber schon schlimmer.

    haltes es wie Claus neukäufe nicht zu verbilligen.

  36. AvatarBruno

    Für alle Chartisten wird es jetzt interessant, klangheimlich haben S&P500, Nasdaq & Co. wieder ihre Höchststände vom September/Oktober erreicht, werden diese überwunden darf man sich freuen und die Crashpropheten brauchen Kimberly Clark Aktien (Kleenex).

    Prallen die Märkte ab hören wir ein grosses Geschrei von wegen Doppeltop 😉

  37. AvatarFit und Gesund

    heute kriegen es die Reits auf die Ohren, aber ordentlich…. hoffe das weitet sich ein wenig aus, dann könnt‘ ich da was aufstocken. Grund seh ich nicht, betrifft irgendwie Alle.

  38. KievKiev

    @ Fit und Gesund

    Mir ist eben nichts aufgefallen. Aber stimmt. SKT ist gerade z.B. auf dem 52 Wochentief. Shopping Malls sind ja nicht so mein Fall, aber wenn man nicht weiß wohin mit dem Geld? Muss neben WBA und BAYN ja auch noch andere günstige Aktien geben. Wenn ich Geld finde schaue ich sie mir mal die Tage an. WBA fällt für mich flach. Habe bereits CVS und das Depot ist zu klein. Benötige weitere Sektoren. BASF reicht mir auch ab Chemie. BAYN darf wieder gehen.

  39. AvatarFit und Gesund

    Auch Ventas, Realty Income, Simon Property, wie sie alle heissen, alle bald 3% runter. SKT mag ich nicht, die kauf ich nicht.

    Aber Apple hat den Streit mit Qualcomm beigelegt, also Qualcomm ist schön gestiegen, hab ich aber nicht… hi hi…

  40. AvatarFit und Gesund

    @Jamirael,

    also ich shoppe grundsätzlich nicht viel, aber wenn… dann sicher nicht im Internet, ich kaufe meine Kleider nur wenn ich sie anprobiert habe, die Qualität des Stoffs geprüft habe, mich drin wohl fühle…

    Essen kauf ich auch nicht im Internet, Elektroartikel auch nicht also was soll ich im Internet kaufen? aber gut, ich bin nicht mehr die Jüngste hier, was die Zukunft bringt kann ich nicht sagen.

    Realty Income war nur ein Beispiel, sowieso, soweit ich das verstanden habe nimmt man bei Reits nicht das KGV.

  41. AvatarThorsten

    @Mike ich habe ein Depot, lebe unter anderem davon und allein die Vorstellung die dämliche 4%-Regel unter physischem Verkauf  ob Bankgebühren lässt mich entsetzt schauen. Auch die Vorwegnahme einer ‚Entnahmestrategie‘ ist entsetzlich für mein Ohr. Warum sollte ich ? Ich kassiere Dividenden und gebe kein Stück her. Keine Entnahme von Stücken, nur von Cash und das landet eh auf meinem Girokonto . Nix und niemand verlässt mein Depot, basta.

  42. AvatarBruno

    Ich denke beides hat Zukunft, wobei Shoppingcenters immer mehr zu Erlebnis/Freizeitparks mutieren mit Markenshops etc., die Leute kaufen online aber wollen trotzdem unterhalten werden und die Firmen nutzen das dort für Imagepflege, die grossen Marken halt. Und die Shoppingmalls leben dann von den Mieteinnahmen. Kleinere Centers oder an schlechten Lagen werden es schwer haben.

    Aber der grosse Umsatz läuft immer mehr online, bei meinen Nachbarn fährt eigentlich täglich mehrfach ein Lieferdienst vor, der Pakete von Amazon, Zalando & Co. liefert und natürlich auch Food, entweder der komplette Einkauf in Tüten verpackt oder dann halt Lieferdienste, am Montag die Pizza am Dienstag der Thai am Mittwoch der Döner etc.

    Nicht dass jemand auf die Idee käme ich beobachte das, die Pizza könnte auch der Dienstag gewesen sein 😀

    Meine Amazon halten sich gut und Zalando-Nachkauf hat sich bisher auch ausgezahlt, langfristig sowieso.

    Man muss selbst ja kein Konsumclown sein um solche Aktien zu besitzen. Schon heute und in Zukunft sowieso wird alles im Internet verkauft, sogar Luxusautos über 250k werden heute im Internet konfiguriert ja sogar das Fertighaus im Browser zusammengeklickt…

  43. AvatarGainde

    Habe heute auch bei Simon Property Group zugegriffen. Shopping Malls scheinen sich immer noch zu rentieren. Ansonsten hat das Unternehmen genügend Mittel, um zu diversifizieren.

    BASF und Siemens habe ich mir auch ins Depot gelegt. Der Zug scheint bei anderen Titeln bereits abgefahren, was den Preis anbelangt.

  44. AvatarJamirael

    @ Fit und Gesund

    Habe mich nochmal schlau gemacht 🙂 und das KGV scheint tatsächlich wenig aussagekräftig bei Reits zu sein

    https://www.finanzsenf.de/2018/03/09/eps-ffo-affo-co-das-kgv-problem-bei-immobilienunternehmen-und-reits/

     

    Und Bruno scheint es ganz richtig einzuschätzen :

    Experten gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren mindestens jede fünfte Mall dicht machen wird.

    https://www.tagesschau.de/ausland/einkaufsmalls-sterben-usa-101.html

     

    @all

    Was denkt ihr über die heutigen Nachrichten bei ING (habe ich mir gestern ins Depot gelegt)

    Die ING hat Interesse an der Commerzbank bekundet.

     

     

  45. AvatarDaniel

    Ich wohne ländlich und sehe das nicht so. Wenn ich hier morgens in einen Bus einsteige, so fällt mir auf, dass bereits Teenager die neusten Apple Iphones in den Händen halten und nicht nur die Jugend viele Markenklamotten trägt. Desweiteren sieht man auf dem Land die autos besser, da sie in der Regel vor dem Block oder vor dem Haus stehen und siehe da viele haben regelmässig die neusten Fahrzeuge.

    Ich sehe das ähnlich. Ich komme selbst vom Land, verglichen mit der Stadt (damit meine ich jetzt nicht das unbezahlbare engste Zentrum) ist der sichtbare Wohlstand deutlich höher. Hier ist fast jeder Immobilienbesitzer, hat 2-3 Autos vor der Tür (wenn ich die Straße mal runterschaue dominiert hier BMW, Mercedes, Audi) und auch sonst weiss ich aus dem eigenen Freundeskreis, dass die Stadt schon längst an Attraktivität verloren hat.

    Es ist zum einen die gefühlte Sicherheitslage, mehrere Freundinnen sagten mir dass sie allein nachts da nicht mehr herumlaufen und es ist zum anderen die Verwahrlosung in den Städten sowie das Anonyme. Am Geld liegt es bei denen weißgott nicht.

    Da ich jeden Tag selbst zwischen Land und Stadt pendle kann ich das nur bestätigen. Das Land ist nicht die Ideal-Lösung für jeden, aber ich war noch nie so froh auf dem Land zu leben. Hört sich abgedroschen an, aber ich habe den Eindruck hier ist die Welt noch in Ordnung und vieles von dem was man so in den Medien liest, funktioniert hier noch.

    Meine Prognose ist, dass die Dörfer die neuen Orte der Reichen werden, wenn sie es nicht schon sind. Einige Jobs, inkl. meinem, würden es bereits heute erlauben gänzlich von zuhause zu arbeiten, und insbesondere im gut bezahlten Dienstleistungsgewerbe werden das in einigen Jahren nochmal deutlich mehr sein.

    Am Rande sei erwähnt dass wir hier im kleinen Dorf alle mit mehreren hundert Megabit synchron und Glasfaser-Internet versorgt sind, während meine Arbeitskollegen in der Stadt sich mit einem Bruchteil zufrieden geben müssen. Manchmal hat man auch einfach mal Glück 😉

  46. ManniBManniB

    Bzg. Reits,

    Oh, ist mir gar nicht aufgefallen.

    Auch meine Welltower haben 3,5% liegen lassen. Aber egal Kursschwankungen interessieren mich nicht  🙂

    Werde wohl noch bei HCP einsteigen, die gefallen mir.

  47. AvatarSkywalker

    Ja, die Dorf Bevölkerung … Freut sich über frische Luft und das große Auto vor der Garage. Dorftratsch  über die Nachbarn ist natürlich ein Muss…

    das nächste sehr gute Restaurant oder ein vernünftiger Bio-Supermarkt oder ein guter Arzt oder ein schönes Museum oder Konzert erreicht man locker in 45 Minuten mit dem Auto, gar kein Problem 😀

     

    Es gibt in Städten durchaus auch Wohnviertel mit wunderschönen Einfamilienhäusern. in den vierteln kann man nachts um vier locker rumlaufen, es ist ruhig und sehr gepflegt, trotzdem bin ich in 7 Minuten am Flughafen oder in der Stadtmitte..

  48. AvatarDaniel

    @Gainde

    Hattest Du nicht gerade alles verkauft und wolltest erst wieder bei Fear in den Markt zurück?

  49. AvatarNico Meier

    @Gainde

    Was ist denn mit dem ETF-Fangirl/Kommer-Fangirl und Einzelaktien-Hasserin Gainde passiert, dass sie plötzlich Nestlé, BASF usw. also Einzeltitel kauft?

    Hat da ein Umdenken stattgefunden?

  50. AvatarNico Meier

    Wohnen auf dem Dorf

    Von uns aus ist man mit dem Auto in 10 Minuten in der nächsten Stadt mit dem Bus daueret es rund 20 Minuten.

    Wie Daniel schön sagt funktioniert vieles auf dem Land, das in der Stadt nicht funktioniert. Durch die soziale Kontrolle gibt es kaum Vandalismus. Viele Kollegen wohnen in Basel in der Stadt und wenn ich diese besuche komme ich mir je nach Quartier vor wie in den Ferien in einem Mittelmeerland und zwar nicht wegen den netten Menschen sondern wegen der Sauberkeit und der Zerstörung im öffentlichen Raum.

    Jede Woche liest man in der Zeitung von Mewsserstechereien oder gar Schiessereien in Basel, sowas brauche ich nicht wo ich lebe!

    Auf dem Land haben wir auch den Vorteil, dass wir in den Schulen weniger Problemkinder haben, dadurch sind die Bildungschancen für die Kinder besser als in der Stadt.

     

  51. AvatarGainde

    @ Nico Meier

    a) Veränderte Portfoliogrösse, b) Möchte bis auf weiteres nicht in die Growth-Titel investiert sein, welche die globalen Indizes anführen und bei ATH-Kursen einkaufen. Habe langfristig vor, gute Value-Titel zu günstigen Preisen einzusammeln, nebst ETF global und Tagesgeld.

  52. AvatarCola-Viez

    @Skywalker

    Ja, die Dorf Bevölkerung … Freut sich über frische Luft und das große Auto vor der Garage. Dorftratsch  über die Nachbarn ist natürlich ein Muss…

    das nächste sehr gute Restaurant oder ein vernünftiger Bio-Supermarkt oder ein guter Arzt oder ein schönes Museum oder Konzert erreicht man locker in 45 Minuten mit dem Auto, gar kein Problem ?

    Danke da sprichst du mir aus der Seele. Jedem das seine aber für mich wären genau diese Punkte ein Ausschlusskriterium um aufs Land zu ziehen. Jaja die böse Stadt wo man nachts überfallen und abgestochen wird…

  53. AvatarFelix

    Stadt- vs Landleben

    Ich kenne beides. In der Stadt sind die kurzen Wege und die Verkehrsanbindungen wertvoll. Weniger das Gedränge und Gerenne in der Rushhour.

    Inzwischen gilt für mich: Ich möchte vor allem nicht einbetoniert leben.

  54. AvatarNico Meier

    Ich will niemandem das Stadtleben madigmachen.

    Wer lieber Abgase als frische Landluft mag soll in der Stadt leben.

    Wer lieber in einer kleinen Wohnung als mit mehr Platz im Grünen lebt, der soll in der Stadt bleiben.

    Wer lieber Lärm mag als die Ruhe in der Freizeit, der soll in der Stadt bleiben.

    Wer lieber in dunklen Gassen beraubt werden will als im Garten den Feierabend zu geniessen der soll in der Stadt bleiben.

     

  55. Avatarpete

    Was für ein erneuter dümmlicher Kommentar von Nico Meier.Hast du eigentlich kein richtiges Leben, dass du hier rund um die Uhr Kommentare schreibst? Muss ja ziemlich langweilig sein, auf dem Land, im freistehenden Haus in einem Kanton, wo man wenig für seine Krankenkasse zahlt, bla, bla, bla.

     

    Ich will niemanden das Leben auf dem Land madig machen.

    Wer brachliegende Infrastruktur und zweimal tägliche Busanfahrten mag, der soll auf dem Land leben.

    Wer Resignation der Jugend und Arbeitslosigkeit mag, der soll auf dem Land leben.

    Wer schlechte medizinische Versorgung mag, soll auf dem Land leben.

    Jetzt wirst du bestimmt gleich losheulen dass das bei dir nicht zutrifft… mag sein, denn es ist einfach nur pauschal. Übrigens genauso pauschal und falsch wie deine dümmlichen Aussagen.

    aber sie haben ja eh einen anderen Zweck. Mal wieder indirekt bestätigen dass deine Entscheidung ein freistehendes Haus im Grünen mit großem Garten auf dem Land zu kaufen das richtige war. Du langweilst mit deinen einfältigen Kommentaren.

     

  56. AvatarNico Meier

    @pete

    Es tut mir echt leid, wenn es in Deutschland auf dem Land eine schlechte Medizinische Versorgung gibt. In der Schweiz hat jedes Dorf einen Hausarzt. Innert 10 Minuten bin ich in der nächsten Stadt dort gibts ein Spital.

    Jugendarbeitslosigkeit gibts in der Schweiz nicht wir sind ja nicht ein Drittweltland!

     

  57. Avatarcerebrum

    @ Pete

    ziemlich rüde in der Wortwahl, aber mir auch aus der Seele sprechend.

    Wer lieber in dunklen Gassen beraubt werden will als im Garten den Feierabend zu geniessen der soll in der Stadt bleiben.

    Hört hört, es vergeht in der Tat kein Abend (gerade im Herbst/Winter) an dem ich nicht mein Hab und Gut mit Schlagstock und Pfefferspray auf dem Nachhauseweg vor marodierenden Banden/Zigeunern/Flüchtlingen schützen muss. Vor allem in Brüssel war dies der Fall, wo ich mehrere Monate lebte. Ab um 19 Uhr waren die Bürgersteige leergefegt. Vereinzelt wehte der Wind Tumbleweed über die Straße. Grauenvoll. Was habe ich mich in Brüssel nach dem Land gesehnt…

    Wer lieber Abgase als frische Landluft mag soll in der Stadt leben.

    Ach ich dachte, die Abgase seien alle gar nicht so schädlich? Glyphosat vom Nachbarfeld auf mein Frühstücksbrötchen finde ich übrigens auch nicht so nett…

    Am besten dabei war aber die Einleitung von Nico Meier: „Ich will niemandem das Stadtleben madigmachen.“ 😀 😀

    Innert 10 Minuten bin ich in der nächsten Stadt dort gibts ein Spital.

    Dann wohnen Sie nicht auf dem Land, sondern im Speckgürtel einer Stadt 😉

  58. AvatarWohnung mit Domblick

    Auf dem Land ist es mir zu giftig, was die da alles auf die Felder sprühen! Und dann jeden Tag 3 Stunden im Stau zur Arbeit und zurück. Nein Danke.

    Haha, man kann es so oder so sehen. Nico, Deinen Beitrag fand ich lustig.

    Manche stadtnahe Grünfläche ist schöner als die vollbewirtschafteten Baum-Äcker, die man auf dem Land Wald nennt. Und Ruhe hast Du auf dem Land auch  nur, wenn gerade keiner Deiner Nachbarn mit Motorsense oder Laubbläser unterwegs ist.

    Und wozu sollte ich im Dunkeln raus gehen, meine Wohnung hat Licht 🙂

  59. AvatarSkywalker

    Also ich finde es in der Stadt grün genug. Von meiner Terrasse mitten im städtischen Wohngebiet sehe ich nur grün. Und kann Eichhörnchen und verschiedenste Vögel beobachten.

    Man findet wirklich ganz tolle, ruhige Häuser im Grünen, quasi direkt in der Stadt. Beispiele:

    https://www.immowelt.de/expose/2P22A4E

     

    https://www.immowelt.de/expose/2N82R4L

     

    https://www.immowelt.de/expose/2N4GT47

     

    https://www.immowelt.de/expose/2NPBC4G

     

    Man muss eben nur aufpassen, in welchem viertel man kauft! 🙂

  60. AvatarIngrid

    @Nico, warum wohnen wohl Reiche, Berühmte, Intellektuelle – also die Elite –

    bevorzugt in den Städten? Die können es sich aussuchen. Muss wohl massive

    Vorteile in der Stadt geben.

    Aber lass Dich nicht verunsichern. Sei glücklich mit Deinem Häuschen!

  61. AvatarDanielKA

    @ Skywalker: Da hast du ja richtige Schnäppchen ausgesucht 😉

    Ich glaub hier wird tatsächlich oft Speckgürtel mit Land verwechselt, außer natürlich Nico Meiers Paradies 🙂 .

    Für mich ist die Definition von Land tatsächlich „ländliches, rurales Land“ (also maximal wenige tausend Einwohner im Dorf, keine Versorgung, kein Internet, schlechte Anbindungen, keine S-Bahn oder Straßenbahnanschluss)

    Die 15.000-40.000 Einwohner Speckgürtelstadt mit komfortablen S-Bahnanschluss im 20 Minuten Takt ist definitiv nicht Land (Beispiel Fürstenfeldbruck 25 km zu München, oder Wedel zu Hamburg), auch wenn das manche Großstädter meinen.

     

     

     

     

  62. AvatarGainde

    @ Nico Meier

    Du wohnst aber nicht auf dem Mutschellen?

    Die Bünzli-Dichte liegt dort bei fast 100% 😉

  63. Avatar-M

    Werde es ab jetzt wohl so halten wie Claus und ein paar wenige andere…

     

    …schreibe hier nur noch mit, wenn es um Unternehmen geht über die konstruktiv diskutiert wird, oder über Bewertung eben dieser.

     

    Ansonsten wird es wohl eher ein stilles mitlesen werden oder sagen wir eher überfliegen vieler Kommentare.

     

    -M

  64. AvatarNico Meier

    Für mich ist die Definition von Land tatsächlich „ländliches, rurales Land“ (also maximal wenige tausend Einwohner im Dorf, keine Versorgung, kein Internet, schlechte Anbindungen, keine S-Bahn oder Straßenbahnanschluss)

    Ich sehe schon es gibt viele Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland. Die Schweiz ist viel kleiner sowohl Flächen- als auch Einwohnermässig.

    „Wenige tausend Einwohner“ klingt so despektierlich meine Gemeinde umfasst zwei ehemalige Dörfer mit total 2’000 Einwohnern. Wir haben gute Anbindung, schnelles Internet und auch keine anderen Probleme.

    Die 15.000-40.000 Einwohner Speckgürtelstadt mit komfortablen S-Bahnanschluss im 20 Minuten Takt ist definitiv nicht Land.

    Die grösste Stadt im Aargau hat rund 22’000 Einwohner.

    Die drei grössten Städte der Schweiz sind:

    Zürich 344’000

    Basel 175’000

    Genf 173’000

     

     

  65. Der BaumDer Baum

    @ M, einzig sinnvolle Entscheidung. Halte ich genauso, hast du schon CLP angeschaut?

    Grüße Baum

  66. AvatarChrissie

    @-M, Der Baum

    Ist wahrscheinlich in der Tat die beste Haltung. Wenn hier jetzt Kommentare als „dümmlich“ diskreditiert werden, nur weil jemand vielleicht aufgrund anderer Lebensumstände eine andere Ansicht hat, macht es nicht mehr viel Spaß.

  67. Avatarcerebrum

    Naja, die Debatte Stadt Land ist durchaus interessant und schneidet auch finanzielle Aspekte sowie Elemente der Lebensführung an, die allesamt sich auch auf Investitionsentscheidungen auswirken können – soweit so sinnvoll.

    Problematisch wird es aber, wenn die Diskussion durch haltlosen Unsinn abzudriften droht. Man hat dann die Wahl, Unsinn mit Wahrheitsanspruch stehen zu lassen oder dem etwas entgegenzusetzen. Pete hat das zugegebenermaßen etwas rüde formuliert. Aber die Gegenüberstellung „Stadt : Land“ mit „ausgeraubt werden : Feierabend im Garten“ ist nun wirklich jenseits von Gut und Böse und hat auch nichts mehr mit „anderer Ansicht“ zu tun, denn Ansicht ist eine Meinung, ausgeraubt werden ist eine Tatsache. Jeder kann für sich für oder gegen Stadt/Land sein, aber von der Freiheit seiner Meinung ist nicht umfasst, die unwahre Tatsache behaupten zu können, man werde abends zwangsläufig in einer Stadt ausgeraubt während man auf dem Land im Garten sitzen könne.

    Was solche Äußerungen nämlich bewirken, sieht man an der Reaktion von Pete, der seinerseits (allerdings ausdrücklich) pauschalisierend und außerhalb einer gewinnbringenden Debatte konterte, um Nico Meier einfach mal einen Spiegel vorzuhalten. Despektierlich war nämlich zuallererst, dass die in einer Stadt lebenden Menschen als freiwillig im Dreck, im Vandalismus, in Enge und Staub lebende Existenzen beschrieben wurden. Witzig, dass dann natürlich in bester Ursache Wirkung Irrung der Opfer-Täter-Spieß umgedreht wird, wenn dann der Konter anderer Leute kommt (wird denen nun auf einmal keine Ansicht mehr zugestanden Chrissie? – und dümmlich ist im Gegensatz zur Aussage von Nico Meier eine Meinung!).

    Hier wäre eventuell auch etwas mehr Eigenkritik und Reflektionsvermögen angebracht.

     

  68. Avatar-M

    Baum

     

    Ist nicht ganz meins.

     

    Ich mag keine Versorger, auch wenn in China etc der Markt ganz interessant ist.

     

    Die gesamtkapitalrendite ist mir zu gering. Versorger haben meist ein kapitalintensives Geschäft, da bleibt nicht so viel für die Shareholder übrig.

    Preislich wäre es mir auch zu teuer.

    Aber immer her mit Ideen, oder wenn du in ein Unternehmen investiert hast schau ich es mir gerne auch an.

     

    Bin dann eher an canadian National Railway interessiert. Auch kapitalintensiv, aber die hab ne bessere Effizienz beim kapitaleinsatz. Leider mir auch zu teuer im Moment.

  69. AvatarChrissie

    @cerebrum

    Es geht hier nicht um Ansichten, denn da gibt es mehrere die andere Ansichten nicht gelten lassen, sondern um einen recht barschen und respektosen Ton.

    Schade, wenn diese Differenzierung nicht mehr wahrgenommenen werden kann.

  70. AvatarRalf

    Stadt und Land haben durchaus beide ihren Reiz. Und man darf unterschiedlicher Meinung sein, der Ton macht wie so oft die Musik. Interessant ist bei Eigentum in jedem Fall die alte Erkenntnis:

    „Wer besitzt, der muß gerüstet sein (Goethe)“

    Zu den Aktien: Wie schätzt Ihr Altria ein, lohnt auf derzeitigem Niveau ein größerer Einstieg?

  71. AvatarChrissie

    @Ralf

    Altria hat zwar schon einiges seiner Kursverluste wieder gut gemacht, aber vielleicht ist da noch Luft nach oben. Außerdem eine gute Dividendenrendite von 3,20$, könnte daher interessant sein.

  72. Avatar-M

    Altria

     

    Mal auf die schnelle geschaut / bewertet:

     

    39 USD wären die mir wert, wenn ich in Tabak investieren würde.

     

    -M

  73. AvatarChrissie

    Altria

    Die Ratings, die ich eben gefunden habe, gehen in der Tat mehr in Richtung Hold-Sell. Habe mich bisweilen aber auch schon mal an Ratings orientiert und mich hinterher geärgert.

    Ob die in absehbarer Zeit auf 39$ runtergehen, wenn nicht wie Ende letzten Jahres der Markt insgesamt nachgibt?

     

     

  74. Avatar-M

    Ist doch egal, ob ein Unternehmen bald so bewertet wird. Irgendeines muss nir günstig sein und schon kann man investieren. Vlt dauert es bei Altria 3 Jahre, oder wie Ende letzten Jahres geht es ganz schnell. Einer Firma hinterherlaufen werde ich nicht mehr.

    Theoretisch kann man jede Minute tausende von Unternehmen kaufen, nur wieso sollte man die zu jedem Preis nehmen? Manche Preise entziehen sich jeglicher Wertevorstellung.

     

    Mit Altria würde man (sicher) nicht arm werden zu dem jetzigen Kurs, aber ob man damit ein super Investment hat für den jetzigen Preis? Ich stelle das in Frage. So lange ich nicht denke „wow, ist das günstig, wie kann das sein“ will ich mein Geld nicht investieren.

    Walgreens ist ein kleines Stück davon entfernt.

     

    -M

  75. AvatarGainde

    @ All

    Betreibt jemand mit Einzelaktien richtiges Buy & Hold (kein Verkauf) wie Tim? Z.B. mit fixem Einstandswert pro Position und dann einfach ruhen lassen und regelmässig neue Titel dazukaufen? Oder besitzt ihr stattdessen ETF, wegen der automatisierten“Bereinigung“ und breiterer Streuung?

  76. AvatarAlbr

    @Gainde, ich habe einige Einzelaktien bereits weit mehr als 30 Jahre, werde sie auch in den nächsten 30 Jahre nicht verkaufen, die bekommen meine Nachkommen vererbt 😉

     

     

  77. AvatarFit und Gesund

    @-M,

    bei Seeking Alpha war heute ein Artikel wonach es bis Ende Jahr bei WBA bis auf 46$ noch runtergehen könnte, ich kann es nicht sagen, warten wir’s ab, Du hast also noch eine Chance.

    Bewundernswert wie Du investierst, ich könnte das nicht, wenn Geld da ist, kaufe ich auch was, nicht immer klug wie es aussieht aber wird schon werden, Fehler werden im Laufe der Zeit irgendwann mal ausgebügelt, aber klar, wäre besser nur bei allertiefsten Kursen zu kaufen, nur dann käme ich wohl nie zum Zug, ausser bei einem ordentlichen Rücksetzer,

    im Moment beobachte ich die Reits, es geht weiter abwärts, vielleicht kann ich was aufstocken, ich darf… meine Reits sind im positiven Bereich 🙂

    ich versuche mich auf meine „Gewinner“ zu konzentrieren und die Loser erstmal liegenzulassen. Führt manchmal auch dazu dass ich mir die Einstandskurse verderbe, aber was nutzt es wenn ich eine kleine Position wie Cisco mit 70% Gewinn habe, davon hätte ich ja gerne mehr, also werde ich irgendwann zukaufen, vielleicht tun sie mir ja bald den Gefallen und sinken mal.

    @Ralf,

    ich bin mit einer grösseren Position British American Tobacco im Minus, zu Altria kann ich nix sagen, mir reichen meine „Kippen-Aktien“, aber sie zahlen gut.  Ich hätte evtl. nochmals aufgestockt, aber mit dem Brexit ist ein Trauerspiel ohne Ende, ich lasse von brit. Aktien im Moment die Finger, mir egal was eingepreist ist und was nicht.

     

  78. AvatarFit und Gesund

    gerade gesehen, Becton Dickinson und Stryker verlieren auch ordentlich. Beides sind sehr schöne Aktien, aber teuer und geringe Dividende.

  79. AvatarChrissie

    Ich habe mit den Aktien vor kurzem erst angefangen, kann dazu daher leider, insbesondere bei ausländischen Werten, noch nicht übermäßig viel beitragen.

    Es gibt ja auch unterschiedliche Strategien, die verfolgt werden. Ich persönlich habe einen Faible für Fallen Angels und Hoch-Dividendenwerte (möchte damit ein regelmäßiges Zusatzeinkommen generieren, was wenn es nicht benötigt wird auch wieder reinvestiert wird oder gegebenenfalls irgendwann eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit ermöglicht). Der Grundsatzplan für die Dividendenwerte wäre daher Buy and Hold.

    Habe im letzten Monat immerhin meine voraussichtlichen jährlichen Dividendeneinkünfte um 500% gesteigert (will noch nicht viel heißen bei den kleinen Beträgen, aber der Anfang ist gemacht). Und durchschnittlich alle der gekauften Aktien neutral oder im Plus bei der Kursentwicklung.

    Wenn die Kurse zu stark steigen, wäre ich vielleicht in Versuchung, den einen oder anderen Gewinn mitzunehmen, dabei entspräche das eigentlich gar nicht dem Plan.

    Von daher wäre Altria mit ca 6% Dividendenrendite und zumindest bisher häufiger Anhebung der Dividende für mich ein interessanter Wert. Für jemanden, der sich nicht für die Dividende interessiert sondern für starke Kurszuwächse, eventuell eher nicht.

     

  80. AvatarGainde

    @ Chrissie

    Bei ausländischen Titeln fällt ja die Quellensteuer bis 30% der Dividende an. Daher decke ich diese lieber mittels ETF ab (Fonddomizil Irland).

  81. AvatarMr. B

    @Gainde.

    Ich mach auch stures Buy & Hold. Die Anzahl an Einzeltitel wird immer größer ( bin im dreistelligen Bereich bei den Einzeltitel). Verkaufe nicht mal meine alten ( vor 2009) Fonds mit der hohen TER.

    Viele Grüße

    Mr. B

  82. AvatarChrissie

    @Gainde

    Danke für den Tipp, darüber muss ich mich noch genauer informieren, bisher habe ich noch keine US Werte.

  83. AvatarFit und Gesund

    @Gainde,

    15% der US-Quellensteuer bekommst Du doch problemlos mit dem W8BEN-Formular zurück, also mein Steuerberater hat damit keine Probleme.

  84. AvatarFelix

    Ich bin gerade auf einen Artikel in der Welt gestoßen, der sich auf eine aktuelle Untersuchung des Vermõgensbestand in Deutschland bezieht.

    https://www.welt.de/finanzen/article192042211/Vermoegen-in-Deutschland-Alleinerziehende-sind-die-Verlierer-des-Booms.html

    Demnach ist deren Vermögen in den letzten 5 Jahren um 30% gestiegen und beträgt pro Haushalt jetzt 175.900 €.

    Ich finde das nicht so schlecht und auch etwas im Widerspruch zu der Schuldenthese, die hier in der Regel postuliert wird.

  85. AvatarDaniel

    Betreibt jemand mit Einzelaktien richtiges Buy & Hold (kein Verkauf) wie Tim? Z.B. mit fixem Einstandswert pro Position und dann einfach ruhen lassen und regelmässig neue Titel dazukaufen? Oder besitzt ihr stattdessen ETF, wegen der automatisierten“Bereinigung“ und breiterer Streuung?

    Ich besitze ETF weil ich der Statistik glaube, dass die meisten Privatanleger mit Stockpicking der Marktrendite hinter-rennen. Ob das jetzt durch automatische Bereinigung oder einfach breite Diversifikation geschieht ist da für mich nebensächlich.

    Wenn es planmäßig so weiter geht, dann ist das Aktien-ETF Depot ab nächstem Jahr sechsstellig, dann wird der ETF Sparplan auf 700€ im Monat gedrosselt und der Rest fließt in Einzelaktien. Ich weiss, dass ich damit vermutlich den Markt nicht schlagen werde, aber ab dieser Summe ist mir das Produkt-Risiko ETF zu groß. Kann jeder anders sehen, Sondervermögen usw. aber ich setze nie alles auf eine Karte, so auch beim Aktien-Vehikel.

  86. AvatarClaus

    @ Gainde

    Kaufe seit 20 Jahren nur Einzeltitel. VORHER lege ich einen (tiefen) Wunschpreis fest, zu dem ich bereit bin, einzusteigen.

    Wird dieser erreicht, kaufe ich. Die Position wird behalten, so lange sie nicht mehr als 7% ins Minus rutscht. Das geschieht nur selten und falls es passiert verkaufe ich wieder. Ich liege mit meiner Einschätzung falsch und akzeptiere das.

    Ich schaue nicht zu, wie eine solche Position immer weiter abrutscht um dann bei -20%, -30% oder noch viel tiefer …ZU VERBILLIGEN. Das ist aus meiner Sicht und Erfahrung einer der größten Fehler und Geldvernichter.

    Gerne stocke ich auf, wenn eine Position kräftig korrigiert hat, aber noch mindestens 50% im Plus liegt.

    Mein Depot ist sehr gut nach Branchen und Währungsräumen strukturiert, wo die Unternehmen den Haupt-Cash-Flow generieren. Es ist in Abwärtsphasen sehr stabil (2018 z.B. -2,6%) und erholt sich schnell in positiven Phasen (2019 bisher +14,0%).

    Kaufe keine ETFs, auch keine REITS aber gerne (nicht nur) erstklassige Werte mit höherer Dividende.

    Verkaufen würde ich, wenn die Aussichten eines Unternehmens für mich nicht mehr stimmen, wenn das Unternehmen beginnt, unsinnige Dinge zu tun oder wenn die gesamte Marktlage wie z.B. 2000 völlig euphorisch wird und die Bewertungen nichts mehr mit der Realität zu tun haben.

    Unter diesen Voraussetzungen funktioniert B&H für mich.

    LG + viel Erfolg

  87. AvatarGainde

    @ Claus

    Vielen Dank für deine Schilderung und weiterhin viel Erfolg beim Herumsitzen (B&H)!

  88. AvatarCola-Viez

    @Felix, interessant an dem Artikel finde ich folgende Stelle:

     

    Das Immobilienvermögen dieser Haushalte ist im Schnitt leicht geschrumpft, während es bei fast allen anderen Bevölkerungsgruppen gestiegen ist, teilweise sogar erheblich.

     

    Dieser Vermögenszuwachs von unglaublichen 30% Prozent wird von der Nullzinspolitik und der damit extrem gestiegenen Immobilien Preise getrieben. Das bedeutet aber nicht das die Leute zwangsweise mehr zum ausgeben haben. Man könnte ja auch vermuten daß bei einem stark steigendem Vermögen die Löhne in der Zeit des Wirtschaftlichen Aufschwungs die treibenden Kraft waren, was aber seit Jahren nicht der Fall ist. Die Jungen Leute von heute werden es in Zukunft schwer haben ein Vermögen aufzubauen .

  89. AvatarWorrier

    Ich betreibe B&H mit 60-70% ETF in meinem Portfolio. Und die restlichen 30-40% sind Einzelaktien aus dem Bereichen, in denen ich Know-How besitze. Ich finde das einen guten Weg den „Spieltrieb“ auszuleben. Aktuell sind die Einzelaktien der große Renditetreiber.

    Vllt. ist diese Herangehensweise auch für Andere ansprechend.

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