Schlaftabletten-Methode: Es ist ein sicherer Weg in den Wohlstand

Ich lasse meine Aktien wie einen alten Cognac einfach ruhen. Ich habe ein überwiegend konservatives Depot mit Konzernen, die über 100 Jahre alt sind. Darunter sind Berkshire Hathaway, Bank of America, Johnson & Johnson, P&G, Altria.

Wer jeden Monat stur und stetig einen ETF kauft, kann ganz einfach ein Vermögen aufbauen – ohne sich um die Börse zu kümmern. Der Aktienmarkt schafft Wohlstand. Gerade die Mittelschicht kann das System zu seinem Vorteil nutzen. Du musst keine Geschäftsberichte oder Quartalszahlen lesen, sondern kannst nach der Faulpelz-Strategie ein Indexpapier (ETF) kaufen. Wilde Aktiensprünge von GameStop, AMC und anderen können dir egal sein.

Ja, in Teilen gleicht der Aktienmarkt einem Kasino. Aber das braucht dich nicht zu stören.

Kleinanleger sollten die langfristigen Chancen nutzen. Trotz dieser fürchterlichen Corona-Krise befindet sich die Börse im Höhenflug. Das zeigt die Kraft des Kapitalismus.

Wer beispielsweise 1995 monatliche solide Dividendenzahler begann zu kaufen und das durchzog, der kann sich heute freuen. In guten wie in schlechten Zeiten kaufst du stur weiter zu.

Jeder sollte an der Börse sein. Gerade wenn du unter 30 Jahre alt bist und du fängst heute an, wirst du spätestens im Alter von 65 Jahren vermögend sein.

Konsum aufschieben

Du wirst eifrig Konsumausgaben aufschieben, wenn du siehst, wie deine Ernte immer größer wird. Zumal das Freiheitsgefühl größer wird. Du willst ja dein Geld maximal nutzen. Klar muss niemand extrem bescheiden leben wie dieser kauzige Immobilien-Millionär aus Hessen (Bild-Zeitung). Einfach nur bodenständig – das reicht.

Was bringt es, absurd viel Geld für Gold-Steaks oder eingeflogene Erdbeeren-Eis-Creme aus Japan auszugeben?

Was bringt ein Neuwagen für 60.000 Euro, wenn du im Alter Probleme hast, finanziell über die Runde kommen?

Mein Vermögen ist in den USA und Deutschland in großen wie kleinen Konzernen gestreut. Unabhängig von Börsenhochs oder -tiefs stocke ich auf. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mein Portfolio wächst und wächst. Es ist heute erheblich größer, als ich mir je ausgemalt habe. Wenn ich das Glück habe, weitere 40, 50, 55 Jahre zu leben, weiß ich, dass ich finanziell auf mich selbst aufpassen kann. Ich brauche niemanden zu bitten.

Statt überflüssigen Konsum lieber Geld in Aktien tun

Aufgeschobene Konsum-Befriedigung und Zinseszins in Kombination wirken kraftvoll. Wenn Du in 30 Jahren an diesen Blog zurück denkst, kannst du dich bei mir bedanken, wenn du magst.

Alles begann ganz einfach. Ich teilte Zeitungen aus. In einem Logistikzentrum jobbte ich, wuchtete Pakete durch die Halle, schrieb für eine Lokalzeitung als freier Mitarbeiter.

Ich begann früh das Geld in Aktien anzulegen. Du kannst es dir einfach machen mit einem ETF mit fast 0% TER-Kosten. Ein ETF kostet heute kaum mehr etwas.

Schieb den Autobesitz auf, wenn es geht. Autos, Motorräder und Boote sind Geldgräber. Kaufe vielleicht eine renovierungsbedürftige Wohnung oder ein älteres Haus. Alle wollen heute schick wohnen. Das kostet extra Lebenszeit. Oder nehm eine bodenständiges Mietobjekt.

Bankberater und Vermögensverwalter: Achtung Kostenfalle

Vermeide große Summen auf Sparkonten, weil es dort keine Zinsen gibt. Anleihen brauchst du vermutlich auch nicht im großen Umfang. Sei vorsichtig bei “Finanzberatern” oder Bankmitarbeitern. Viele dieser Leute sind provisionsbasiert trainiert. Das beutetet für dich womöglich hohe Gebühren/Entgelte/Provisionen.

Vermögensverwalter zwacken dir 1% deines Depot-Vermögens jedes Jahr ab. Das summiert sich mit der Zeit, Geldverwalter haben womöglich Interessenkonflikte bei der Produktwahl und Depotstruktur.

Fondsmanager sind oft zu teuer

Bekannte Fondsmanager sind gute Redner, können aber nur lausige Rendite vorzeigen. Bei ihnen werden Ausgabeaufschläge von vier oder fünf Prozent fällig, wenn du Fondsanteile kaufst und weitere laufende Kosten fallen an. Meistens fährst du mit einem günstigen ETF besser. Die hohen Kosten von aktiven Fondsmanagern machen kaum noch Sinn.

Im Schnitt bringen Immobilien nicht so viel Rendite wie Aktien. Daher bieten sich Aktien an. Mit einem ETF, der den S&P 500 Index nachbildet, konntest du über hundert Jahre zehn Prozent per annum eintüten.

Wenn du jeden Monat Geld eigenständig in ein ETF oder Aktien einzahlst, erhältst du einen Durchschnittskurs. Gehst du in den (Früh-)Ruhestand und nimmst Geld heraus, machst du das monatlich. Dann hast du erneut den Vorteil, dass du einige Wertpapiere in der Höhe und einige in der Tiefe verkaufst. Es sollte ein guter Schnitt zustande kommen. Diese Vorgehensweise entlastet dich, indem du erst fleißig sammelst, um später von deinen Ersparnissen leben zu können. Du kannst es dir frei einteilen.

Schnelles Zocken mit heißen Wertpapieren oder Bitcoin können dich womöglich schneller ans Ziel bringen. Einige werden Glück haben. Andere fallen auf die Nase. Für die große Mehrheit wird es so sein, dass sie einfach Pech haben, wenn sie ein- und aussteigen, wenn sie rein und raus springen.

Fazit: Investiere, spiele nicht. Lerne aus der Geschichte, die Börse wird immer wieder steigen nach einem Rückschlag.

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  1. “Im Jahr 2019 betrug die Höhe des Eigenkapitals von Tesla Motors rund 6,6 Milliarden US-Dollar.”, Statista.

    Ganz schön mutig mit den 1,5 Mrd.

    Könnte sowohl Teslas größter Geniestreich als auch Ende sein.

    Interessant, dass die Aktionäre das so positiv aufnehmen. Das zeigt eigentlich wer hier die Anteilseigner sind oder zumindest treiben.

     

    Vernünftig ist das bei der Summe gewiss nicht 😀

     

    Vielleicht ist ja Elon Musk der sagenumwobenen Satoshi Nakamoto? 😀

  2. @colic

    FTSE: 23,06 %
    Disney: 71,94 %

    Selten einen dümmeren Vergleich gesehen!

    @bitcoin

    Dieser lebt vom Hype, hier wird hoch gepokert.

     

  3. @Tim:

    Aufgeschobene Konsum-Befriedigung und Zinseszins in Kombination wirken kraftvoll. Wenn Du in 30 Jahren an diesen Blog zurück denkst, kannst du dich bei mir bedanken, wenn du magst.

    Darauf musst du gewiss keine 30 Jahre warten: DAAANKKKEEEE!!!!!!

  4. Ja, das wollte ich auch schreiben: ich kann auch schon heute Danke sagen für diesen Blog. Es motiviert mich ungemein, zu sparen und in guten, aber insbesondere an schlechten Börsentagen zu investieren. Wir können einfach nicht auf diese verschlafenen deutschen Politiker warten, damit etwas sich an der Rentensituation verbessert und müssen daher selber vorsorgen.

  5. Sogar Institutionen der politischen Bildung diskutieren mittlerweile über Cryptowährungen und die Zukunft des Geldes:
    https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/J35UP
    Ich finde die Gästeliste ganz interessant und werde es mir mal ansehen.  Vielleicht interessiert es ja noch einen anderen Menschen hier. Der Webtalk der FNF findet heute Abend (09.02) statt und ist natürlich kostenlos.
    P.S. Tim, ich hoffe es ist ok, dass ich den Link hier in der Community für andere Interessierte geteilt habe. Sonst bitte einfach meinen Kommentar löschen!

    Wie immer ein super Artikel von dir!

  6. @Paul:

    Interessanter Artikel. Das ist das erste Mal, dass ich von so etwas lese. Es ist meiner Meinung nach auch ein sehr hypothetischer Fall. Am Ende des Artikels steht ja , dass die Aktien einen selbst gehören und man auch im Insolvenzfall das Depot übertragen kann. Trotzdem lese ich gleiche mal die AGBs meiner Bank. Naja, aber die deutsche Bank ist jetzt eh nicht mein Favorit 😀

  7. Bitcoin ist das Bargeld des Internets. Es wird daher größtenteils für illegale internetbasierte Geschäfte genutzt. Das ist auch ein realer Nutzen von Bitcoin, weshalb diese Währung auch einen ‘Wert’ hat. Ich finde es moralisch aber schon auch ein schwieriges Thema, hier zu investieren.

     

  8. @ Berliner Weltenbummler

    Es geht um den Worst Case. Wenn dein Broker das Gesetz bricht und deine Aktien z.B. verleiht nicht mehr hergeben kann( aus welchen Gründen auch immer) bist du staatlich EU weit nur bis 20k abgesichert. Es soll ja auch betrügerische Broker geben…

    Ist halt EU weites Gesetz.

    LG

    Paul

  9. moin Thomas,

    was kann man denn mit Bitcoin illegales kaufen?

    Ich kenne mich damit kaum aus, kannst mir das näher erklären? Ich dachte nämlich, das der Besitzer vor und nach mir in der Kette einwandfrei identifiziert werden kann, und wenn ich mit einem Bitcoin bei der Russenmafia einkaufe, sollte das für mich als ein Glied in der Kette doch von Nachteil sein, oder? Oder gibt es Möglichkeiten der Verschleierung?

  10. Hi Stefan, dein Bitcoin-Wallet ist nur eine Nummer und es sind hier keine personenbezogenen Daten hinterlegt. Identifizierbar bist du nur, wenn du über eine Trading-Platform Bitcoin kaufst und hier bspw mit deiner Kreditkarte zahlst. Meist bieten diese Platformen aber eine ‘Sammeltransaktion’ an bzw stellen sicher, dass deine Kreditkarte nicht deinem Wallet zuzuordnen ist.

    Tätigen kann man illegale Geschäfte im normalen Internet (bspw. Drogenvertrieb über Instagram) oder im Darknet. Es gibt hierzu viele Dokumentationen bspw. auf Youtube.

    Für legale Güter sehe ich momentan kaum einen Nutzen für Bitcoin. Oder hast Du als ‘Normalbürger’ es schon mal zum zahlen genutzt? Ich nicht. Eventuell jemand anderes hier?

  11. @ Mark85 Glückwunsch, Tesla hat 1,5 Mrd. $ von insgesamt knapp 19 Mrd. $ Barreserven angelegt, also nicht einmal 10 % ist eigentlich konservativ. Zudem haben Sie den selbst verursachten Pop schön mitgenommen.

    Bin gespannt wie weit es mit allen Märkten noch weitergeht, der Buffettindikator ist mittlerweile bei 195 %, wir sind auf neuem Terrain

    Buffett Indicator: The percent of total market cap relative to Gross National Product? (gurufocus.com)

     

  12. moin Thomas, das ist mir in der Tat neu, ich dachte wirklich, dass der größte Vorteil des Bitcoin die Transparenz ist. aber das klingt ja tatsächlich nach einer Art von Verschleierung, die die Plattformen anbieten. Danke dir.

  13. @ Tim & Community

    Was haltet ihr eigentlich von der Idee, anstelle eines ETFs sich sein eigenes “ETF” aufzubauen. Bspw. wenn man 500 Euro jeden Monat in ein ETF gibt, könnte man doch stattdessen jeden Monat 2 Aktien für je 250 Euro aus dem Ziel-ETF direkt kaufen. Klar, dann wäre man im ersten Jahr mit 24 Aktien nicht gut diversifiziert, aber im zweiten Jahr dann doch schon.

    Auf diese Weise spart man sich langfristig die TER und man kann das Portfolio nach eigenen Kriterien gestalten (z.B. Dividenden). Vorausgesetzt natürlich, die Transaktionskosten sind nicht höher als die eines ETF-Sparplans.

  14. Hi Stefan, der große Vorteil von Bitcoin ist, dass die Transaktionen ohne eine übergeordnete Partei erfolgen und eher durch eine Vielzahl von sog. “Minern” sichergestellt wird, dass und ob die Transaktionen korrekt sind. So gibt es keine “zentrale Macht”, sondern die “Wahrheit” wird im dezentralen Konsens gefunden.

    Ein weiterer Vorteil ist genau das Gegenteil von dem, was Du sagst, nämlich die Anonymität der Transaktionen. Solange niemand den Key Deines Wallets kennt, kann auch niemand Deine Transaktionen nachvollziehen.

  15. @Mr. Pino Cavallo
    Du wirst die Kosten von großen ETFs niemals unterschreiten können, wenn Du einen ETF 1:1 abbilden möchtest. Dafür haben ETFs viel zu große sturkturelle Vorteile (insbesondere große ETFs mit hoher Marktkapitalisierung).

    Versuche, einen ETF selbst nachzubilden, sind zudem auch als “aktives Investieren” zu werten. Du entscheidest aktiv, welche Aktien Du in welchen Monaten kaufst. Hierbei läufst Du schnell Gefahr, die “Renditebringer” nicht zu erwischen.

    Der Vorteil von ETFs ist ja gerade, dass man den ganzen Markt sofort abbilden kann und somit auch von seiner durchschnittlichen Rendite profitieren kann. Soetwas ist nicht möglich, wenn man nur “nach und nach” wenige Aktien aus dem Index kauft und sich Monat für Monat entscheidet, welche Aktien man konkret auswählt.

  16. @Pino

    Es gibt viele Dinge die du bei solchen Beträgen und Stückelungen nicht so günstig verwirklichen können wirst.

    Quellensteuer Rückforderung, Rebalancing Kauf und Verkaufsgebühren, eventuell Verschiedene Währungskonten, etc.

    Also nur um die TER zu sparen, welche bei ETFs wie dem Vanguard All World in der Praxis gar nicht anfallen (siehe Tracking Difference), ist meiner Meinung nach ein Trugschluss.

     

    @Marc @Bitcoin

    Unregulierte Kryptos haben das riesen Problem, dass man beliebig viele Alternativ Währungen erzeugen kann.

    Dass Bitcoin als eine der technisch schlechtesten Kryptowährungen die wertvollste ist, zeigt wie wenig es sich um ein echtes Zahlungsmittel handelt.

    Die Transaktionen wären unerträglich langsam, gäbe es hier eine echte tägliche Nutzung.

    Um mal ein paar Beispiele zu nennen wie dämlich eine künstliche Limitierung ist, wenn sich theoretisch jeder den Quellcode schnappen kann um eine neue Währung zu erzeugen: Bitcoin,  Bitcoin Cash, Bitcoin Gold.

    Würde es hier wirklich um eine realwirtschaftliche Nutzung gehen müsste eigentlich die Ethereum Platform und ihr ETH Coin über dem Bitcoin stehen.

    Das erschließt sich mir einfach nicht, wieso der Bitcoin so gehypt wird während andere besser sind und man nichts mit seinem hash code tun kann als ihn anzustarren.

  17. @Sammy

    Da hast Du recht! Es sollte dann nur eine bewusste Entscheidung sein, sich gegen die strukturellen Vorteile von ETFs zu entscheiden und auf “aktives Investieren” zu setzen.

  18. Schöner Artikel – und so wahr. Mir ist dabei direkt das Zitat von Kostolany eingefallen: 

    Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten, und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.

  19. @Gini

    Ich glaube Bitcoin hat sich deswegen durchgesetzt, weil es die erste große, populäre Kryptowährung war. Wie bei Gold ist der Wert deswegen so hoch, weil sich die “Anleger” als “Herde” dafür entscheiden, vor allem diese Währung für Transaktionen zu nutzen. Es ist also historisch bedingt und weniger aus “Performancegründen” dieser Kryptowährung.

    Aber Du hast völlig recht, eine Transaktion (“minen eines Blocks”) ist sehr langsam und Ressourcenaufwändig (Strom).

  20. @Thomas

    Du hast natürlich Recht.

    Das war von mir vielleicht etwas falsch formuliert. Ich kann es nicht mehr anpassen.

     

    Was ich sagen wollte: Ich kann nachvollziehen und verstehen wieso der Bitcoin gehypt wird, es erschließt sich mir allerdings nicht wieso Menschen mit finanzieller Bildung, die es besser wissen sollten, immer den Vorwand der Unabhängigkeit une Überlegenheit aufbringen und dabei so unglaublich viele Aspekte vernachlässigen und gar ignorieren.

    An der Stelle mal konkret @Marc85: du kennst dich aber schon mit den fundamentalen Problemen des Bitcoin aus wie der Mining Macht in China oder ihr Proof of Work auf Basis des sha256 was zur Notwendigkeit von ASIC Hardware führt die sich kein Europäer mehr leisten kann. Prinzipiell ist es nur mit Kohlekraftwerken und Billigststrom wirtschaftlich.

    Das Potenzial zur Fälschung ist aufgrund der Schwäche ganz gewiss da! Wenn keiner mehr außerhalb Chinas, Irans usw. die Transaktionen verifizieren kann, ist man dem kommunistischen und diktatorischen Erfindergeist vollkommen ausgesetzt.

    Ich bin zwar noch optimistisch, dass hier eine Lösung gefunden wird, aber zu glauben, dass es sich hier um das Allheilmittel der Unabhängigkeit handelt ist ein riesen Trugschluss.

    Einfach mal bisschen googlen und einlesen bei Interesse.

     

    Weiterhin: ein rationaler Elon Musk hätte in ETH oder andere technisch überlegenere Coins investieren müssen, nicht in Bitcoin. So zeigt das eher Schwäche und Leichtsinn statt einen Visionär.

  21. “Bitcoin ist das Bargeld des Internets. Es wird daher größtenteils für illegale internetbasierte Geschäfte genutzt”

    Natürlich wird AUCH Bitcoin ZUM TEIL für illegale, internetbasierte Geschäfte verwendet, jedoch wird der Großteil des Bitcoinbestandes als “Store of Value” verwendet (sieht man zum Beispiel in der Blockchain, wie die Bewegung von Wallet zu Wallet ist). Dem stelle ich unser ach so schönes Bargeld entgegen und frage mich: wird Fiatgeld nur für legale Geschäfte verwendet? Was sind legale Geschäfte? Ich will ehrlich gesagt nicht wissen, wieviel Geld durch “legale” , bekannte Praktiken gewaschen worden ist und wo als, aktuellstes Beispiel, 1,9 Miliarden an Wirecard Geld steckt?— Die Blockchain vergisst nie 😉 und es ist viel wahrscheinlicher illegale Geschäfte aufzudecken, als solche, die mit Bargeld über die Bühne gegangen sind 🙂

    “Das ist auch ein realer Nutzen von Bitcoin, weshalb diese Währung auch einen ‘Wert’ hat.”

    Der reale Nutzen von Bitcoin und der Blockchain dahinter ist einfach nur: als System Sicherheit und Vertrauen geben. Nicht mehr und nicht weniger. Und dadurch bekommt der Bitcoin seinen aktuellen Gegenwert in $.

    Viele Grüße 🙂

    p.s.: wieder ein klasse Artikel vom Tim, Danke!

  22. IQ kleiner 100. Tesla kauft sogar, hurra, Bitcoin ist seriös und setzt sich durch. Wenn Elon das kauft, kauf ich das auch.

    IQ größer 100: Das soll die Herde ruhig glauben. Tesla lebt heute vom Verkauf der CO2-Zertifikate. Fanartikel bringen nicht genug, deshalb … Mit den Versuchsaktionen Gamestop und Dogecoin hat man die nächste Bitcoinmanie vorbereitet. Elon/Tesla spricht, die Flatbrainer kaufen. Funktioniert !

  23. @Gini:

    Jeder kann Transaktionen verifizieren. Ein Full-Node ist schnell aufgesetzt. Das Problem ist, dass viele die Blockchain nur als Service sehen sich aber selbst gar nicht engagieren wollen.

    Was von Kritikern immer wieder ausgeblendet wird ist der wichtige Fakt, dass man die Technologie immer der Zeit anpassen kann. Hard-Forks sind möglich.

    Bezüglich ETH und Musk: ETH ist technisch nicht überlegen. Es ist einfach etwas ganz anderes als BTC. Wenn man sich mal ein bisschen mit der Thematik beschäftigt hat, versteht man das auch.

  24. Ach ja : wer rettete und wird bei erneutem Bedarf TUI retten ? Richtig : der deutsche Steuerzahler. Wer wird seinen Beitrag zur Rettung Teslas leisten, weil in Brandenburg der Cargolifter äh Gigafactory gebaut wird und soooo viele Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen werden wenn Elon droht ? Richtig geraten. Momentan läuft es auf staatlicher Förderungsbasis…. Wie tief sind wir inzwischen gesunken, ich hoffe die Deutschen Autobauer holen so richtig auf, Jahrzehnte waren sie arrogant, haben
    über Tesla gelacht, jetzt ist der Konkurrent vor der Haustür.
    Besser wäre es noch gewesen, Elon hätte direkt in Wolfsburg gebaut, damit auch der letzte den Glockenschlag gehört hat.

  25. @Thorsten

    Es ist ein Trugschluss zu denken, dass deutsche Autobauer hinterher hinken.

    Nur weil Sie dem Elektro boom nicht von Anfang an hinterherliefen.

    Daimler und Volkswagen bauen hervorragende Autos.

  26. @Wolke

    Wieso soll Bitcoin verschwinden, wenn die Digitalwährungen der Notenbanken kommen? Dann ist es eben ein E-Euro oder ein E-Doller vorhanden, jedoch wird sich der Wert dieser Währung wieder gegen Null annähern. Es ist eben eine unbegrenzt und manipulierbare Währung, die durch eine zentrale Institution gesteuert wird. Es spielt für Bitcoin keine Rolle, ob es aktuell Papiergeld oder institutionelles E-Geld gibt.

    Auch wenn 60 % der Bitcoin in China sein sollten (wenn es überhaupt der Fall ist), erkenne ich kein Risiko für Bitcoin. Es ist eher ein Risiko für China Bitcoin und Kryptowährungen zu verbieten, da Unternehmen in andere Länder, die pro Kryptowährungen sind, davon profitieren werden. Und vor allem durch den aktuellen Schritt von börsennotierten Unternehmen, wie Microstrategy und Tesla, zeigt die USA, dass Bitcoin als Wertespeicher anerkannt wird.

     

  27. @ Berliner Weltenbummler

    Bis 20k ist es egal ob die gegen die AGB’s verstoßen oder nicht,da das EU Gesetz die Haftung regelt. In den Staaten ist der Anlegerschutz deutlich höher.

    Meine ursprüngliche Frage war ja ob man mehrere Depots haben soll um das Risiko zu senken.

    Evtl Namensaktien mit Eintragung im Aktionärsregister,aber bei ETF‘ s geht es nicht.

    LG

    Paul

     

  28. @Paul
    Also ich würde jetzt keine 5 Depots aufmachen um zum Beispiel 100.000€ an Aktien zu splitten. Such dir ein Anbieter raus, dem du solche Dinge am wenigsten zutraust und dann ist gut. Denn zu 100% kannst du dir sowieso nirgends sicher sein.

  29. @Rolf:

    Du schreibst:

    “Der reale Nutzen von Bitcoin und der Blockchain dahinter ist einfach nur: als System Sicherheit und Vertrauen geben. Nicht mehr und nicht weniger. Und dadurch bekommt der Bitcoin seinen aktuellen Gegenwert in $.”

     

    Das würde ich auch so sagen. Genau deswegen denke ich auch, dass mit Bitcoin vor allem Zahlung getätigt werden, bei denen Anonymität bei gleichzeitiger Sicherheit der korrekten Abwicklung wichtig ist und bei der keine “Zentrale Stelle” die Transaktion auf “Legalität” prüft. Für mich trifft das hauptsächlich auf zwielichtige Internetgeschäfte zu.

    Möglicherweise ist die Einschätzung aber auch zu subjektiv. Ich kenne einfach niemanden, der Bitcoin für “normale Alltagstransaktionen” nutzt. Hier kenne ich auch niemanden, der seiner Bank nicht vertrauen würde, eine Transaktion korrekt abzuwickeln (bspw. einen Hauskauf, oder die Einbuchung des Gehaltes, Oder das elektronische Zahlen im Supermarkt,…).

    Gibt es überhaupt Statistiken “mit Hand und Fuß” zur Nutzung von Bitcoin? Vielleicht existiert soetwas auch nicht, gerade weil die Transaktionen auf der Blockchain nicht hinsichtlich ihres Inhaltes (welche Ware wurde gehandelt) analysierbar sind. Auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin#Zahlungsverkehr sind die Nutzungsarten von Bitcoin als Zahlungsmittel genannt. Es wäre einfach spannen, welche dieser Nutzungsarten den größten Anteil ausmachen. Soetwas könnte man nur durch Befargungen in Erfahrung bringen, nicht aus der Analyse der Blockchain und ihrer Transaktionen.

  30. @Paul – ob man mehrere Depots haben soll um das Risiko zu senken.
    ist das praktikabel und realistisch? Einige hier bräuchten dann für nur eine einzige Aktienposition bereits drei oder mehr verschiedene Depotbanken…

    Wenn Clearstream / Deutschen Börse AG gegen die AGB’s verstößt sind Ihre Aktien im Falle eines Falles auch in verschiedenen Depots weg. Wenn Luxemburg / China gegen Recht verstößt und Clearstream übernimmt dann eventuell auch. Wenn  bei der Eintragung  gerade Ihrer Namensaktien betrogen werden sollte, dann auch. Risiken über Risiken. Aber na klar, es gibt auch paranoide Menschen die wirklich Feinde haben.

    Ich halte aber einen Kometeneinschlag oder eine weltweite Pandemie für wahrscheinlicher als so einen Betrug bei einer großen deutschen Bank. Ach, einen moment mal, ich sehe da oben im Himmel gerade so ein helles Licht auftauchen…

  31. “Ach, einen moment mal, ich sehe da oben im Himmel gerade so ein helles Licht auftauchen…”

    Ja hast Recht ich sehe es auch, die Sonne kommt gerade hervor 🙂

  32. @ Paul

    Ich habe ein paar Depots. Das hat diverse Vorteile, aber bei mir mache ich grob einen Cut bei 100k. Was darüber hinaus wächst ist mir egal, aber es wird nichts mehr eingezahlt. Ich habe die Depots auch nach Themen wie Interactive Broker für internationale Aktien. Falls ich ein paar China Mobile Aktien gerne hätte kaufe ich sie beispielsweise dort. Dann habe ich JustTrade für meine Vanguard ETFs. Und Trade Republic für europäische Aktien. Consors habe ich ebenfalls historisch bedingt und für die Kinderdepots. Hier bespare ich weiterhin BlackRock ETFs. Und die Kinder Depots.

    Ich kann jetzt nicht sagen, ob ich ein Depot gehabt hätte mit dem ich nach der Sperre GameStop hätte verkaufen oder kaufen können. Das hat mich aber auch nicht besonders interessiert.

  33. @ Bruno-Boys

    “ich sehe da oben im Himmel gerade so ein helles Licht auftauchen…”

    ach, die Bruno-Boys mal wieder, natürlich mit Emoji. Kaum schreibt ein Bruno-Boy, schon kommen im Abstand von Sekunden die anderen Bruno-Boys aus ihren Löchern hervor, natürlich ohne Inhalt.

    Seit wann geht ihnen ein Licht auf?

  34. Hi Tim,

    Eine Frage, die mir nicht aus dem Kopf geht… Ich war eigentlich immer angetan von ETFs und hatte vor ca. 2 Jahren leider meinen Plan ausgesetzt, weil meine Frau arbeitslos wurde. Seit ca. 5 Monaten sind wir wieder am investieren, hauptsächlich in Einzelwerte. Eigentlich würde ich gerne wieder in ETFs, aber bei aktuellen Index-KVGs jenseits der 30 habe ich Sorge, dass es ein verlorenes Jahrzehnt wird. Wie stehst Du dem gegenüber? So teuer waren Indizes ja noch nie. Daher fische ich mir zur Zeit lieber langsame Wachstumsunternehmen raus, die noch ein KGV unter 20 haben. Ist es zur Zeit nicht irre, S&P500 ETFs zu kaufen?

  35. Bitcoin hat einen Preis, keinen Wert.

    Da nehme ich doch lieber eine Bockwurst. Die hat neben dem Preis auch einen Wert. Aber noch lieber sind mir Beteiligungen an Unternehmen, denn dort werden Werte geschaffen  😉

     

  36. An DanielKa: Ja, es sind schätzungsweise 10 % der Barreserven. Ich freue mich über die Signalwirkung, die davon ausgeht.

    An Gini: Ich sehe das komplett anders. Wenn es um die Dezentralität, die Netzwerk(-Sicherheit) und die Knappheit (deflationärer Charakter in einer stark inflationären Welt) geht, dann führt kein Weg an Bitcoin vorbei. Alle Abspaltungen wie Bitcoin Cash, Bitcoin SV und Bitcoin Gold fristen ein jämmerliches Dasein. Der Netzwerkeffekt ist enorm, weshalb alle weiteren Kopien es schwer haben werden.

    Und die anderen XXXX Kryptowährungen zielen auf ganz andere Anwendungszwecke ab. Sehr oft sind sie nicht einmal dezentral, weil einzelne Unternehmen dahinter stecken und vieles/alles kontrollieren. 99 % davon sind reiner Müll, weil sie nur die Gründer reich machen sollen.

    Für mich ist Bitcoin perfekt, so wie er ist. Er zielt auf maximale Sicherheit und Dezentralität ab. Für schnellere/mehr Transaktionen kann man problemlos mit einer 2. Schicht (Layer) arbeiten.

    Mir sind alle üblichen Kritikpunkte bekannt, aber ich kann nicht auf jeden eingehen, weil das den Blog sprengen würde. Wer wirklich Interesse an der Technologie dahinter hat: Im Netz lässt sich alles kostenlos finden. Ich brauchte viele Stunden Einarbeitungszeit, um die Grundlagen zu verstehen, weil es sich um ein sehr komplexes Thema handelt. Man muss für folgende Felder offen sein: Kryptografie, Mathematik, Informatik, Physik, Geschichte und Wirtschaft.

    An Wolke: Der möglicherweise kommende digitale Euro wäre ein Witz, weil er zentral gesteuert und beliebig aus dem Nichts vermehrbar bliebe. Er diente weiterhin nur wenigen, siehe Cantillon-Effekt. Er hätte 0 mit Bitcoin gemeinsam, daher sähe ich ihn nicht als eine bedrohliche Konkurrenz an.

    An Rudi: Richtig. Jeder kann mit einem geringen finanziellen und zeitlichen Aufwand einen eigenen/zusätzlichen Knotenpunkt aufsetzen. Meiner sieht so aus: https://ibb.co/KzJHznX Links sieht man einen Raspberry Pi 4 mit Umbrel-Software und rechts die Festplatte.

    Viel Spaß beim Abschalten von schätzungsweise 100.000 dezentral arbeitenden und auf der ganzen Welt verteilten Netzwerkpunkten, worunter die meisten nicht einmal sichtbar wie auf https://bitnodes.io/ sind, weil sie beispielsweise das Tor-Netzwerk nutzen.

  37. @Mark85

    Ich bewundere deine Geduld mit den Neidern und Hatern wie zb Gini, Bruno oder Rüdiger.

    Meistens ist es doch so, dass wenn man etwas nicht versteht oder verpasst hat auf den Zug aufzuspringen, es versucht klein und schlecht zu reden. Ist mit Allem so.

    Ansonsten kann ich mir nicht erklären warum man Zeit und Energie aufwendet es schlecht zu reden, sobald du zb Neuigkeiten hier postest…leben und leben lassen!

    Übrigens bin ich Dödel bei 15300 raus gegangen. Aber ich hatte Sie eh nur zu Spekulation.

     

  38. was man über tesla und musk alles so hört liest…

     

    er hätte

    er müsste

    er sollte

     

    er machte den Fehler…

     

    er das

    er dies

     

    tesla schlimm

     

    nochmal….wie schon vor ca. 2 Jahren geschrieben…. musk und tesla verändern die Welt…..

     

    und manche schreiben irgendein Schrott was er nicht alles falsch macht…

     

    er hat die Millionen nicht ihr….er reich….ihr die nörgler nicht….

     

    und wenn er bitcoins geht…..dannnist das richtig weil nun die anderen in bitcoins gehen werden…..

     tesla wird irgendwann top 3 sein und manche werden immernoch fehler kommentieren..

    mfg

  39. Ich bewundere deine Geduld mit den Neidern und Hatern wie zb Gini, Bruno oder Rüdiger.

    Hahahaaaaaaaa … mit mir braucht hier keiner Geduld zu haben. Mir ist doch vollkommen Wurscht, wer hier sein Heil im Bitcoin gefunden zu haben glaubt. Die schlauen Bitcoin-Boys und -Girls dürfen mich geflissentlich ignorieren  😉

     

  40. @Mark 85

    möchte Bitcoin nicht schlecht machen oder so. Dürfte ich auch nicht, hab mich mit dem Thema Bitcoin überhaupt nicht beschäftigt. Aber spontan ist mir eine Frage eingefallen. Ernstgemeinte Frage. Fühl dich nicht angegriffen oder so 🙂

    Was macht ihr wenn die Politik sagt, Bitcoins zu besitzen ist Illegal?

  41. Ich habe Elon Musk ja hier auch schon öfters gelobt für seine unternehmerischen Fähigkeiten und visionären Projekte, davor kann man nur den Hut ziehen. Ich bin ja auch ein bekennender Fan der Elektromobilität, alleine schon deshalb dürfte ich nichts gegen ihn oder Tesla haben. Es braucht solche Leute.

    Trotzdem darf man auch Sir Elon Musk kritisieren, jeden und jeder darf man kritisieren vom Papst bis zum US Präsidenten bis zum reichsten Mann der Welt. Auch als dummes Würstchen darf man das, muss niemand ernst nehmen.

    Mir gefallen die zunehmend marktschreierischen Kommentare auf Twitter nicht, er hat ja nebst Bitcoin auch Gamestop schon getwittert danach ging es noch 2 Tage steil hoch bis es dann zusammenbrach und viele junge unerfahrene Zocker ihr Erspartes verloren haben. Ich finde man hat hier auch eine gewisse Verantwortung, er kann mit seiner Reichweite die Massen bewegen das dürfte ihm auch klar sein.

    Die Qualitätsmedien kennen ja auch nur noch ein Thema:

    https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/nicht-nur-elon-musk-tut-es-diese-firmen-bosse-investieren-in-bitcoins-75282566.bild.html

    Die Investition könnte sich also langfristig lohnen.”

    https://www.blick.ch/wirtschaft/tesla-sorgt-fuer-maechtig-schub-ein-bitcoin-ist-bald-50000-dollar-wert-id16338315.html

    “Bald 50’000 Dollar…”

    Ich habe auch schon geschrieben es kann auch auf 100k gehen, wir wissen es nicht, aber für mich ist es kein langfristiges Investment. Man darf doch eine Meinung haben, das hat nichts mit Neid oder Haten zu tun. Ich mag jedem, mark 85 und allen andern die Bitcoins halten die Gewinne von Herzen gönnen, trotzdem darf man anderer Meinung sein. Und ja, man darf auch komplett falsch liegen.

     

  42. BTC ist doch super. Bringt eine sehr gute Rendite. ETH läuft bei mir noch besser. Jeder soll in das investieren wozu er Bock hat 😉
    Ich mach mit Kryptos auch buy and hold. Mal sehen ob ich bei einem Kurs von 200 k schwach werde 😉

     

  43. @mark85

    @cap

    Ich verstehe die (technischen) Hintergründe sehr gut. Keine Sorge.

    Stellt euch vor, ich besitze sogar ETH und BTC. Ändert nichts an meinen Aussagen. Es bleibt ein Zock der romantisiert wird.

    Die politische Komponente wird massiv unterschätzt. Bitcoin fördert die Kriminalität heißt es so schön.

    Und ja, es mag zwar sehr schwer zu koordinieren sein, dennoch wäre China als kommunistisches Land bereits heute theoretisch in der Lage Transaktionen zu manipulieren (>50% der Miner benötigt es).

    Egal wie unwahrscheinlich, es zeigt eben wie es gegeiselt werden könnte, wenn es ein ernsthaftes Problem wird. Goldbesitz wurde auch einfach untersagt. Wieso sollte das bei einer digitalen Währung nicht der Fall sein, bei der noch viel weniger Kontroll und Interventionsmöglichkeiten bestehen?

    Und ja, das sage ich alles trotz Kenntnis über die vermeintliche aufstrebende Tesla-Bitcoin-Singularity.

    Und ich schreibe das nicht um den Bitcoin schlecht zu reden, sondern als Korrektiv zu den ganzen Lobpreisungen. Immerhin sind hier auch viele unterwegs die erst am Anfang stehen und sich über die beste Anlagestrategie noch nicht im Klaren sind.

    Das ganze Tenbagger, Tech, GreenEnergy, … Geplapper ist eine erschreckende Entwicklung, da sie vorgaukeln, dass Renditen von 12% im Jahr mit einem ETF schlecht sind und Fundamentale Unternehmenswerte irrelevant sind. Aktuell ist einfach ganz viel Fantasie vorhanden.

  44. An Cap: Passt schon. Wer sich abseits der Massenmedien mit ihren üblichen Vorbehalten informieren möchte, der wird schon fündig werden.

    Grundsätzlich sollte man nur in Dinge investieren, die man versteht und von denen man innerlich und langfristig überzeugt ist. Meine 3 Gründe: Renditeerwartung (bereits übererfüllt), innere Überzeugung (eine mögliche Alternative zum Fiatwährungswährungssystem) und Vermögensstreuung (niedrige Korrelation).

    An ghost: Volle Zustimmung. Als großer Raumfahrtanhänger gefällt mir Elons SpaceX-Programm am meisten. Nun gibt es auf der anderen Seite viele Leute, die so etwas für eine große Verschwendung halten. Man wird es niemals allen recht machen können. 😉

    An colic: Meinst du ein weltweites Verbot? Es handelt sich um Grunde nur um ein Netzwerkprotokoll. Gegenfrage: Lässt sich das Internet verbieten? Es wird immer Mittel und Wege geben, weiterhin das Internet zu nutzen. Selbst totalitäre Länder wie China und Nordkorea konnten ihre Bürger mit staatlichen Firewalls nicht von unerwünschten Seiten/Diensten ausschließen.

    Wenn ein einzelnes Land Bitcoin verbietet (ich bin kein Jurist, aber auf welcher Rechtsgrundlage?), dann findet halt eine Verlagerung der Kryptoindustrie (Börsen, Unternehmen und Nutzer) in andere Länder statt, die davon wirtschaftlich profitieren werden. Das Bitcoin-Netzwerk ist bereits zu groß und dezentral geworden, um es einfach so ausschalten zu können.

    Eine absolute Sicherheit vor möglichen Angriffen wird es natürlich niemals geben. Mir sind alle gängigen Risiken bekannt. Unter dem Strich überwiegen für mich klar die Vorteile.

  45. @Mark 85

    Nicht weltweit. Nehmen wir mal nur Europa und die USA?

    Ja Mittel und Wege wird es geben aber du handelst ja dann Illegal.

    “Rechtsgrundlage?” US Präsident stellt sich hin und sagt dass die Terrororganisation ABC mit Bitcoints handelt. Wir müssen uns gegen Terroristen schützen. 😉 Und auch so müssen wir ja unsere Wohlstand schützen. Dollar und Euro ist das einzig Wahre bla bla bla. Die Politiker und Medien werden sich schon was einfallen lassen. Das solltest du doch wie ich dich einschätze sehr gut verstanden haben 😉

    “dann findet halt eine Verlagerung der Kryptoindustrie in andere Länder statt”

    Ja das wäre möglich aber die Frage wäre dann was bringt es einem der weiter in Europa/USA leben möchte? Und was passiert mit dem Wert vom Bitcoin?

    Naja schaun mer mal was die Zukunft bringt. Trotzdem viel Erfolg damit 🙂

  46. An Gini: Das Kriminalitätsargument finde ich wenig stichhaltig. Im digitalen Bereich gibt es dafür bessere Wege als Bitcoin mit seiner komplett transparenten Transaktionsblockkette. Ich nenne jetzt keine Namen.

    Wenn es nur um die Kriminalität ginge, dann müsste man zuallererst alle Bargeldwährungen abschaffen. Und selbst dort verhalten sich die allermeisten Menschen gesetzeskonform. Der wahre Grund hinter einer möglichen Bargeldabschaffung ist der folgende: Der Staat kann dann Negativzinsen auf Konten einführen und die Kontoinhaber nicht mehr in Bargeld flüchten.

    Zocker, die nur auf schnelles Geld aus sind, gibt es in jedem Markt. Jeder, wie er mag. Meine inneren Beweggründe habe ich bereits genannt.

    Zu möglichen 51-%-Netzwerkattacken gibt es viele gute Informationen im Netz. So einfach ist das Ganze nicht.

    Zum Goldverbot, wie es das beispielsweise mal in den USA gab: Nach allen Schätzungen, die ich kenne, hat nur ein geringer Anteil der Goldbesitzer ihr Gold beim räuberischeren Staat abgeliefert.

  47. An colic: Risikolos ist nichts. Jeder entscheidet selbst. Ich möchte niemanden überzeugen, weil es argumentativ unmöglich ist, alle Restzweifel auszuräumen. Mit den gleichen Argumenten kann man auch alle Aktieninhaber aufscheuchen. Aktien lassen sich sogar noch besser zurückverfolgen. Und sie befinden sich ebenfalls in der Minderheit.

    Was ist, wenn der Staat alle Aktionäre für die Coronakrisenkosten zur Kasse bitten möchte? Enteignungen/Lastenausgleiche wären historisch nichts Neues. Die Mehrheit (alle Nichtaktionäre) hätte sicherlich nichts dagegen. Die Begründung/Rechtfertigung ginge ganz einfach: ,,Warum feiern die Aktienmärkte immer höhere Stände, während wir am Darben sind?” 😀

  48. An Wolke: Dein 1. Satz stimmt so nicht. Gesetzliches Zahlungsmittel sind nur Scheine und Münzen von der EZB. Das sind aber nur ungefähr 2 % der Geldmenge, weil der große Rest Buchgeld ist. Erschaffen und verwaltet von Privatbanken.

    Die mögliche Einführung eines E-Euros bei einer gleichzeitigen Bargeldabschaffung könnte dafür sorgen, dass niemand mehr sein Geld abheben könnte.

    Gold besitze ich auch, weil ich für eine gesunde Streuung bin. In einigen Grundeigenschaften hat für mich allerdings Bitcoin als digitales Gold die Nase vorn. Alle anderen Kryptowährungen interessieren mich nicht, weil sie anders oder schlechter sind. Die Begründung habe ich hier bereits abgeliefert. 😉
     

  49. Ich freue mich über die unterschiedlichen Meinungen und die Diskussionen hier in den Kommentaren zum Thema Bitcoin. Großartig, dass immer mehr darüber gesprochen wird!

    Ich habe dieselbe Überzeugung wie Mark85 und muss zugeben, das ich ebenso viele Stunden Recherche und Studium investieren musste, um das Thema gut greifen zu können und um es für mich einzuordnen.

    Im Grunde kann alles eine HARTE Währung sein, solange es sich nicht ohne weiteres vermehren lässt. Ungedecktes Papiergeld ist jedenfalls sehr WEICH.

    Ich kann jedem, der sich für Bitcoin interessiert, das Buch “Der Bitcoin-Standard” von Saifedean Ammous empfehlen. Zur Abwechslung mal ganz gut investiertes Geld. Manch einer (inklusive mir) wird sich wundern wie einfältig so mache VWL-Vorlesung im Studium war. Keynes bekommt richtig Feuer 🙂

    Im Grunde führt die Bitcoin als deflationäres und dezentrales System zu ganz anderen Überlegungen, die die Welt womöglich besser machen können. Andersrum kommt man immer öfter dazu zu hinterfragen, was wohl durch das inflationären Geldsystem in der Welt alles schlecht läuft.

    Jedenfalls ist Bitcoin eine tolle Denkaufgabe für Jedermann 😉

     

    Grüße

    Alex

     

  50. Skywalker / Utz Brands

    Danke für die ad hoc Meldung 🙂

    Auf die Schnelle sehe ich, dass die verpackte Lebensmittel wie Chips verkaufen. Magst Du mal die storyline, USPs oder weiteres skizzieren, inwiefern hier aus Deiner Sicht ein Vervielfacherpotential anzunehmen ist (Gerne auch Links…)?

    Danke!

  51. @ Lukas87

    Das ist eine Frage des Timings. Weil ich es nicht kann, investiere ich fast jeden Monat stur und stetig.

    Hättest du mit dem Aktiensparen monatlich zur Dotcom-Blase Anfang 2000 auf dem Hoch angefangen, hättest du heute ein dickes Plus.

  52. An colic: Noch ganz kurz zur Verbotsdiskussion. Hier ist eine Weltkarte, auf der Bitcoin nach seinem Grad der Legalität eingefärbt ist: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Legality_of_bitcoin_by_country_or_territory

    Nach aktuellem Status handelt es sich um eine ,,Was wäre, wenn …?”-Diskussion. Was ich mir vorstellen kann: Mehr Regulierung im gesamten Kryptomarkt. Leider gibt es auch Anbieter mit sehr fragwürdigen Geschäftsmodellen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine staatliche Regulierung, wenn sie der Rechtssicherheit aller Teilnehmer dient. Eine Rechtssicherheit führt immer zu einem Grundvertrauen, welches für jede finktionierende Marktwirtschaft unerlässlich ist. Kaum jemand möchte mit jemandem Geschäfte eingehen, dem er nicht vertraut. ist Bitcoin ist im Punkt Vertrauen sehr fortschrittlich, weil man keiner zentralen Stelle und keinem Intermediär vertrauen muss. Man kann seine eigene Bank sein, wenn man dies möchte.

    Ein komplettes Verbot halte ich dagegen für sehr unwahrscheinlich, weil es nur mit sehr totalitären staatlichen Mitteln umsetzbar wäre. Alle Bitcoin-Währungseinheiten sind dezentral und weltweit verbreitet in der Blockkette gespeichert und die privaten Schlüssel (für alle Transaktionen nötig) lassen sich ganz einfach ohne eine Internetverbindung speichern, aufbewahren und überall mit hinnehmen. Ich benutze dafür einen speziell gesicherten USB-Stick. Wer über ein gutes Gedächtnis verfügt, der könnte sogar alles in seinem Kopf abspeichern. Oder man schreibt alles ganz altmodisch auf einem Blatt Papier auf.

    In einem Staat, wo es kein grundsätzliches Recht auf Privateigentum mehr gibt, will mit Sicherheit keiner von uns leben. In letzter Konsequenz würde ich meine Sachen packen und woanders neu anfangen.

     

  53. Wo es um Bücher geht: Hans Roslings “Factfullness” und Steven Pinkers “Aufklärung Jetzt!” kann ich nur wärmstens empfehlen. Eine wunderbare, faktenbasierte und wissenschaftliche Sicht auf die Dinge in der Welt.

    In allen Belangen geht es uns als Menschheit insgesamt so gut wie noch nie.

    Trotz “weicher” Währungen ist es in den letzten Jahrzehnten zu enormen Wohlstandsgewinnen weltweit gekommen. Es handelt sich um eine Explosion des Fortschritts. Mit Fiatwährungen.

    Energie (Geld) an tote Materie fesseln? Keine schlaue Idee, wie ich finde.

    Bitcoin interessiert mich wie Gold beim Vermögensaufbau überhaupt nicht. Ich investiere in den Ideen- und Erfindungsreichtum von Menschen, welcher sich in (börsengehandelten) Unternehmungen widerspiegelt. Das reicht mir völlig.

    Stur und stetig Aktien kaufen. Es funktioniert. Und es bleibt viel Zeit für die schönen Dinge im Leben.

  54. “Crypto-affine Nerds pushen den Bitcoin ohne praktischen Nutzen”

    Der Bitcoin verbraucht so viel Strom wie Norwegen. Kommen die Ökos dran, dann wird das am Ende per Gesetz abgestellt. Dann gibt es keine unentdeckte Bitcointransaktion oder der Aufwand die verbliebenen Server im Ausland zu erreichen wird zu riskant. Technisch wahrscheinlich heute schon machbar : das staatliche Messen und verordnetes Abstellen von spezifischen Protokollen. China wird es vormachen, Russland wird den Mechanismus kopieren.

  55. @Thorsten bei Bitcoin sehe ich die hohen Energiekosten auch am kritischsten. Dazu kommt, dass bei Verlust von Passwörter das Geld für immer weg ist. Zu Tesla war auf Welt ein Artikel, dass das Investment nicht zur Darstellung  Musks als Klimaretter beiträgt. Womit sie auch recht haben. Dort haben sie den Verbrauch für die Erzeugung von Bitcoin von ca. die Hälfte von Deutschlands Energieverbrauch errechnet. Kaum vorstellbar.

  56. Mal ganz unabhängig davon, dass ich die Blockchain nicht wirklich verstehe, (wie ich mich hier auch schon einmal geoutet habe), denke ich, dass neue Ideen immer etwas länger brauchen und erst einen Konsens zwischen These und Anti-These gebildet werden muss. Wie ich vor Wochen oder Monaten schon einmal schrieb. Die ersten Kreditkarten hatten es vor 5 oder 6 Jahrzehnten auch nicht leicht. Heute ist Mastercard oder Visa ein sehr begehrtes Investment unter Aktionären. Ob der Bitcoin den gleichen Weg wie American Express und andere Kreditinstitute als Vergleich geht werden wahrscheinlich erst meine Nachkommen  abschließend beantworten können.

    Aber trotzdem ein interessantes Thema, auch wenn ich mich hier nicht mit Büchern oder andere Quellen tiefer einlesen würde. Es gibt so viele Themen über die ich mich informieren möchte, leider bleibt mir nicht so viel Lebenszeit um überall fundiert mitreden zu können.

  57. @Verbot und Abstellen?

    Ich denke nicht dass man “Bitcoin” einfach so abstellen kann, sogar wenn das komplette Internet abgestellt wird läuft es weiter (z.B. über Satelliten).

    Wenn man ein Verbot erwägt dann wäre es bei der Transaktion Bitcoin zu Güter, also wenn man etwas kaufen möchte. Also vereinfacht gesagt “es ist ab morgen verboten Bitcoins zur Zahlung anzunehmen und steht unter Strafe etc.”. Der Schwarzmarkt würde sich natürlich nicht darum kümmern aber auch der will irgendwann legale Güter kaufen, reich nur auf dem Papier nützt ja niemandem was. Für Bitcoin spricht z.B. der Paypal-Deal, je mehr solche kommerziellen Dienste sich anschliessen desto schwieriger und auf mehr Widerstand können solche Vorhaben stossen, von daher denke ich, wenn man solche Absichten hat, dann wird es wohl relativ rasch gehen also nicht erst in 10 Jahren.

    Elon Musk ist schon schlau und mit Strategie, er will ja auch Teslas für Bitcoins anbieten und schon bald bekäme man für 1 Bitcoin wohl ein Tesla Model S, heute schon bekommt man ein Model 3 dafür.

    Und Bitcoins sind spannend denn er kann damit legale Kurspflege über Twitter & Co. betreiben ohne von der SEC sanktioniert zu werden, so wie das damals mit dem eigenen Unternehmen versucht wurde. Er ist ein Spieler, unberechenbar und trotzdem genial.

    Ich bin übrigens sehr interessiert in diesen Themen, auch beruflich haben wir ein Projekt wo es um Blockchain geht, die wir einsetzen möchten. Aber nicht für Geld sondern für Daten, also komplett andere Anwendung.

  58. @Wolke

    Bitcoin ist die gefragteste Kryptowährung, weil sie das größte und sicherste System darstellt (Anzahl Miner und Entwickler). Du hast recht, es ist historisch gewachsen, jedoch verstehe ich nicht, wieso man das sicherste Netzwerk für einen Hardfork wie Bitcoin Gold verlassen soll.

    Und an alle, die immer den hohen Energieverbrauch für das Minen und Konsensus kritisieren: Es wird der hohe Energieverbrauch/-umwandlung für die Sicherheit des Systems/ Netzwerks benötigt.

    Bei dem Proof of Stake (wie es bei ETH genutzt wird) hat man nicht den hohen Energieverbrauch/-umwandlung, jedoch hat man auch nicht die Sicherheit des Netzwerks, da einzelne Personen / Gruppen mit einem großen Anteil der Gesamtcoins die Regeln bzw. das System manipulieren können.

  59. “Schlaftabletten-Methode: Es ist ein sicherer Weg in den Wohlstand”

    Und für viele Kleinanleger wie mich ein sinnvoller Weg. Danke für den Artikel Tim.

    @Bitcoin: Es ist Zockerei. Ich beteilige mich als Nervenkitzel mit einer kleinen Position (Zertifikat auf Kryptowährungen-Mix) daran, bisher mit sehr gutem Erfolg. Aber es bleibt Spielerei mit ganz offenem Ausgang und kann auch knallen.

    @ETF&Aktien: Alles ist möglich, auch dass die Börsen zehn Jahre eher seitwärts laufen. Haben wir alles schon gehabt (siehe Dow Jones). Auch daher finde ich einen Mix aus ETF und ausgewählten Einzelaktien wie dem z.B. Kronjuwel Danaher oder Microsoft (man beachte den langfristigen Chartverlauf) recht sinnvoll.

  60. Ich bin ein Bitcoin Befürworter, jedoch finde ich es positiv, dass es Leute gibt, die das neue Asset zunächst kritisch betrachten und nicht blind auf den Zug aufspringen. Man sollte sich zunächst mit seinen Investments auseinandersetzen und diese verstehen. Wenn man nicht überzeugt ist, sollte man auch nicht investieren oder eventuell mit einer kleinen Position “dabei sein”.

  61. @Free:  Bitcoin interessiert mich wie Gold beim Vermögensaufbau überhaupt nicht. Ich investiere in den Ideen- und Erfindungsreichtum von Menschen, welcher sich in (börsengehandelten) Unternehmungen widerspiegelt. Das reicht mir völlig.

    Stur und stetig Aktien kaufen. Es funktioniert. Und es bleibt viel Zeit für die schönen Dinge im Leben.

     

    So handhabe ich das auch. Kein Gold, kein Bitcoin, “nur” Beteiligungen an Unternehmen weltweit. Stur und stetig das Depot durch Zukäufe weiter ausbauen. Das funktioniert phantastisch, mit minimalem Aufwand. Mein leistungsloses Einkommen/Vermögen wächst von Jahr zu Jahr, ganz wie von selbst!

    Das schafft Raum und Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Weniger Konsumismus, dafür mehr Spiritualität. Na ja, scheint aber auch nicht ganz so einfach zu sein. So mancher kann sein Leben nicht wirklich genießen und ist permanent unzufrieden. Irgendwas ist halt immer, was ihn stört. Es fehlt nicht an Immobilien, Gold, Bitcoins, Millionen im Depot … es fehlt an der inneren Einstellung und an Lebensfreude  😉

     

  62. Ich bin auch kein Fan von Bitcoin, doch der Markt sieht dies im Moment anders.

    Ich verstehe denn Sinn von Bitcoin nicht. Alle die bisher investiert sind/waren  haben aber nun grosse Gewinne gemacht.

    Interessanter finde ich welche Macht bereits Elon Musk hat, ein Beitrag in Twitter und eine grosse Masse macht dies nach, ohne seine Aussage zu hinterfragen.

    Dass dieser Mann erfolgreicher im Geld verdienen ist als wir alle ist doch klar, er ist ja nun der reichste Mann auf der Welt, auch der erfolgreiche Bruno hat nicht mehr.

    Ich sehe das so, jeder kann rationale Entscheidungen treffen, doch an der Börse kann jede rationale Entscheidung auch falsch sein.

    Es bleibt mit Sicherheit spannend.

  63. Da ich hier immer gerne mitlese und hier viele Börsenveteranen dabei sind: Wie viel Gold habt ihr?
    Ich habe jetzt mehrere Jahre stur und stetig in ETFs investiert und schon ein ordentliches Sümmchen zusammengespart.
    Jetzt stellt sich mir die Frage: etwas Gold dazunehmen? Ich dachte an 5%. Weniger um großen Gewinn zu machen, einfach als Notversicherung. (Würde die 5% vom Cashbestand abziehen – bisher 15-20%)

  64. @bitcoin

    Wer investiert in eine „Währung“, die nur zum spekulieren oder für kriminelle Geschäfte genutzt wird? Es gibt keinen Gegenwert in der Realwirtschaft. Auch die großen Shareholder sind Mafia oder Spekulanten. Die meisten Server stehen in China.

  65. @ Bitcoin

     

    … kaufe ich nicht, stattdessen habe ich mir gerade eine kleine erste Position Clorox gegönnt, eine “saubere Sache”.

     

    LG

  66. @Mark85 und andere:

    Danke für deine Aufklärungsarbeit hier zu Bitcoin. Ich habe mich nie mit dem Thema tiefer auseinandergesetzt und finde es toll, hier immer wieder komprimierte Informationen dazu zu bekommen über die man nachdenken/sich informieren kann. Werde zwar weiterhin (erstmal) keine Bitcoins kaufen, aber zumindest wird für mich das Konzept etwas greifbarer.

  67. @Thorsten und Josef: Mir war der Nutzen auch lange Zeit nicht so wirklich klar.

    Zum Thema Ressourcenverbrauch: Zunächst ist das, was man unter Wert versteht subjektiv. Strom wird erzeugt um die Nachfrage zu bedienen. Der Verbraucher, der den Strom abnehmen möchte Zahlt dafür – es liegt demnach in seinem Ermessen, ob etwas verschwendet wurde oder nicht. Es gibt Menschen die bereit sind Bitcointransaktionen zu bezahlen, d.h. sie finanzieren den Stromverbrauch, weil Ihre Verbraucherbedürfnisse befriedigt werden und erhalten dafür eine Block-Prämie.

    Letzten Endes ist elektrische Energie erforderlich um den Proof-of-Work (PoW) durchzuführen. Dieser “Arbeitsnachweis” im Netzwerk ist nötig um daraus ein hartes Geld zu machen. Wegen der aufzubringenden Kosten für alle Netzwerkteilnehmer hat jeder ein begründetes Interesse der Kontrollierbarkeit von Transaktionen, und genau das ist entscheidend.

    Anders und plump gesagt: ungedecktes Papiergeld lässt sich einfacher Drucken, die zunehmende Einmischung von Zentralbanken ist mMn allerdings höchst fraglich. Wie ich oben schon geschrieben habe: Bitcoin, bzw. die Blockchain ist mehr als nur ein reines “Anlageobjekt” sonder eine schöne Denkaufgabe für jedermann. Dezentralität hat viel Potenzial…

    Viele Grüße

    Alex

  68. @Free

    Na hättest Du mal die ordentliche BTC Ladung im Dezember 17 behalten (wie es ein anderer Ahnungsloser im Zweifel geraten hatte). 😉

  69. @Sparta; Bitcoin

    Ein früherer Kollege hatte vor laaanger Zeit über 1000 Bitcoin. Er wusste nicht recht etwas damit anzufangen und hat damit getankt, bis sie alle waren …

    Ein aktueller Kollege hatte vor Jahren 50 oder 60 Bitcoin, so genau weiß er das nicht mehr. Die Festplatte hat die Grätsche gemacht, alle Versuche, an die Dinger ranzukommen blieben erfolglos … Er nimmt es gelassen.

     

    Geschichten, die das Leben schreibt  😉

     

  70. @Freelancer Sebastian – Trotz “weicher” Fiat-Währungen
    Die beiden Bücher habe ich ebenfalls gelesen. Sehr gut.
    Das geplapper um Fiatgeld verstehe ich ebenfalls nicht. Unseren Wohnstand haben wir ja nur wegen des Geldsystems erreicht, welches die Schaffung neuen Geldes und flexible Geldmengenausweitung beinhaltet und nicht trotz. Waren- oder Rohstoffgeld wie Muscheln, Silber- & Goldmünzen funktionieren logischwerweise gar nicht mehr in dieser globalen Wirtschaft. Und auch erst seit die Kopplung des geschaffenen Papiergelds an Rohstoffe wie Gold aufgegeben wurde und seit der Geldmengenausweitung konnte sich die Wirtschaft frei entfalten und zum weltweit hohen Lebensstandard führen. Erst mit der genauen Bewertung von Papiergeld durch den Staat ist es so zum wirklichen Wertmess- und einfachem Tauschmittel geworden. Dieser Fortschritt wäre sonst gar nicht – und schon gar nicht in diesem Tempo – möglich gewesen mit dem alten Goldsystem! Seien wir froh, dass es Fiatgeld gibt. Aktuelles Beispiel: Wie wären wir wohl in der EU durch die Covid-19 Krise gekommen mit einem Gold-gekoppelten Geldsystem. Besser oder schlechter?

    Das sich so geschaffenes Geld nicht zur längerfristigen Wertaufbewahrung eignet ist wohl logisch. Also besser investieren in Werte, am besten in Produktivkapital.
    Das ist ja nicht neu mit dem Euro sondern galt ja auch für D-Mark und davor.

    Bitcoin hat natürlich rein gar nichts mit dem Thema Geld zu tun und wird auch nie damit zu tun haben. Es hat ja viele inherente Eigenschaften des Geldes gar nicht. Es ist einfach ein aktuell handelbares Kunstprodukt.

  71. @ Rüdiger: Das wäre doch ein neues Geschäftsmodell, der BitcoinFinder oder Wiederhersteller gegen eine ordentliche prozentuale Gebühr Finderlohn.

    So wie die Strandsucher mit Ihren Metalldetektoren 🙂

     

  72. Das geplapper um Fiatgeld verstehe ich ebenfalls nicht.

    Das Geplapper um Fiat-Geld gehört zur Agenda “Hass und Verachtung für die “sozialistischen” westlichen Industrienationen und ihre “sozialistischen” Zentralbanken”.

     

    Wenn @Free von “weichen” Fiat-Währungen schreibt, dann meint er das ironisch. So schätze ich diese Aussage jedenfalls ein.

     

  73. Moin Leute, ich bin 22 Jahre alt und hab mir neben meinem ETF-Sparplan (aktuell 35.000€ im Depot, monatliche Höhe 1200€) noch ein kleines Spaßdepot mit spekualtiveren Einzeltiteln mit Blick auf buy and hold aufgebaut letzte Woche (12 Positionen a 500€).

    Bin mir aber noch unsicher wie ich da vorgehen soll. Hier wird ja immer von purem buy and hold gesprochen. Meine Idee wäre nun aber bei 100% Kurszuwachs einer Aktie die Hälfte wieder zu verkaufen und meinen Einsatz wieder komplett raus zu nehmen und mit dem freien Kapital eine neue Aktie zu kaufen um die Wahrscheinlichkeit von tenbaggern zu erhöhen und mehr zu diversifizieren.

     

    Die noch übrige Position würde dann in mein etf Depot wandern und dort für immer und ewig liegen bleiben a la buy and hold. Hätte den psychologischen Effekt, dass dort nur noch Gewinne vor sich hin Wirtschaften und man weniger darüber nachdenkt zu verkaufen. Man könnte so mehr diversifizieren (Chance erhöhen tenbagger zu erwischen) über die Zeit und hätte psychologische Vorteile.

    Wie würdet ihr das ganze sehen? Würdet ihr eher gar nichts verkaufen und alle Aktien einfach nur liegen lassen oder den Einsatz rausziehen? Was haltet ihr von der Strategie?

     

    Danke schonmal für eure Nachrichten 🙂

     

     

     

     

  74. @Rüdiger
    Ja, ich habe meinen Kommentar zustimmend zur @Frees’ gemeint. Es handelt sich um eine Explosion des Fortschritts. So ist es! Die Gold-Bugs & Bitcoin-mit-Währung-Verwechsler denken in vielen Bereichen zu kurz meine ich.

  75. Ich denke, dass ich mich aus der Diskussion wieder ausklinke, wenn mit “Geplapper um Fiat-Geld” und “Hass und Verachtung” gegenüber Zentralbanken geantwortet wird. Schade, denn soweit ich das überblicken kann, hat hier keiner irgendwelche komplett blödsinnigen ideologischen Kommentare beigetragen.

    Die Blockchain-Technologie hat so viel mehr Diskussion zu bieten … Lest euch gerne ein über das Thema, es macht richtig Spaß. (Hass habe ich keinen entwickeln müssen, Rüdiger :))

    Und so super klasse können die Leser hier das Sparen in Bargeld nicht finden, denn sonst wären sie nicht an Unternehmen in Form von Aktien in großem Maße beteiligt, sondern hielten ihre Kohlen einfach auf dem Girokonto. Geldmengenwachstum und Inflation haben nicht nur positives.

     

    Viele Grüße

    Alex

  76. Ihr rennt alle einem Guru hinterher, dessen Leben daraus besteht zu sparen, Aktien zu kaufen und diese niemals unter keinen Umständen zu verkaufen.
    Zur Erinnerung: Ihr habt nur dieses eine Leben.

  77. @Bruno

    Festgelegte Löhne und Preiskontrollen (Hoover) führten zu Unter- und Überschüssen. Manche Ernte wurde verbrannt, um die Preise hoch halten zu könnten. Unfassbar, Menschen mussten hungern und Teile der Bevölkerung wurde arbeitslos (siehe dein zitiertes Bild). Leider haben damals weder die Aussetzung des Goldstandards noch Rüstungsausgaben etwas zur Linderung der Krise beigetragen.

    Grüße

    Alex

  78. An Stefan: Stimmt, jeder Mensch hat nur eine begrenzte zeitliche Aufnahmekapazität. Bei manchen Themen könnte ich mich im Nachhinhein schon etwas über mich selbst ärgern, dass ich mich nicht viel früher mit ihnen beschäftigt habe. 😉

  79. Ich steh total auf Fiatwährung! Wenn ihr die nicht mögt darf Tim euch meine Mailadresse geben, damit ch schicke euch dann meine Iban.

    Ich muss aber vorwarnen: ich würde das Zeug nicht behalten sondern dem Wirtschaftkreislauf wieder zuführen oder in Sachwerte eintauschen.

  80. @Free

    Welches Buch von Dobelli kannst du denn empfehlen?

    Wie muss ich mir den Inhalt vorstellen? Sachlich nüchtern, unterhaltsam kurzweilig oder doch sehr wissenschaftlich?

    -M

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