Das Auto ist ein Geldgrab


New York, 13. Januar 2019

Das Auto ist ein Geldgrab. Die täglichen Fahrten zur Arbeit summieren sich zu gewaltigen Kosten. Das Foto ist von Leser Felix.

Autos saugen mehr Geld weg, als sich die meisten Menschen vorstellen können. Jedes zweite Auto wird in Deutschland finanziert. Bei den Finanzierungen wird man schnell verleitet, sich ein teureres Auto zu leisten, als man eigentlich wollte. Die Kredite sind schwer zu durchschauen. Überall lauern Gefahren.

Wenn du ohne Auto leben kannst, umso besser. Verkaufe eins, wenn du mehrere Fahrzeuge besitzt. So kannst du dein Vermögen erheblich ausbauen.

In Deutschland scheint das Auto ein Heiligtum für viele zu sein. Es ist seltsam, wie Menschen ihre Autos behandeln.

Sie sitzen jeden Tag in riesigen Staus auf dem Weg zur Arbeit. Hin und zurück.

Wer sparsam ist, versucht näher bei der Arbeit zu leben. Dann kannst du das Auto verkaufen. Nimm das Rad, Bus oder Bahn. Es ist nicht nur sparsamer, sondern auch gesünder und umweltfreundlicher.

Wer das Auto in den Mittelpunkt seines Lebens stellt, ignoriert Staus, Luft- und Lärmbelästigung, Verkehrstote und Unfälle sowie anderen Ärger mit dem Kfz.

Ich hab seit 14 Jahren kein Auto mehr. Mein Lebenspartner hat ebenfalls kein Auto. Ein Auto bedeutet vor allem Stress in einer Großstadt.

Blogger Mr. Money Mustache mag auch keine Autos. Er sagt grob: Wenn Du ein 3 Tonnen schweres Auto fährst, um einen 90 kg Körper zu transportieren, entfallen 97 Prozent des Gewichts auf das Auto.

Das Pendeln mit dem Auto ist extrem teuer.

Nimm ein Paar, das zur Arbeit in separaten Autos pendelt und das täglich 20 Euro für direkte und indirekte Fahr- und PKW-Kosten (einschließlich Sprit, Parken, Wertverlust, Reparaturen, Steuern, Versicherungen) ausgibt.

Nach zehn Jahren wird dieses Paar jeweils 50.000 Euro an Vermögen vernichten. Also in Summe 100.000 Euro. Wenn du die monatlichen Kosten von 800 Euro stattdessen in einen ETF anlegst, mit 6% verzinst, kommen am Ende der zehn Jahre 130.000 Euro zusammen. Dieses Geld hättest du zusätzlich, wenn ihr mit dem Rad oder zu Fuss zur Arbeit kommt.

Ein Lauf- oder Fahrrad-basierter Lebensstil ist eine umfassende Veränderung zum Besseren, sagt Mr. Money Mustache. Ich gebe ihm Recht.

Wer das mit dem ewigen Pendeln und der nervenden Arbeit gut auf den Punkt bringt, ist außerdem Investmentpunk Gerald Hörhan. So wie der Wiener die Konsumherde beschreibt, trifft es den Nagel auf den Kopf: Schulden, Plunder, unzufrieden.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Das Auto ist ein Geldgrab

  1. Fabian S.

    Hallo Tim,

    versuche das auch bald jobtechnisch umzusetzen, dass ich das alte Auto weniger nutzen muss und entweder laufe oder mit dem Rad fahre. Wenn es mit dem Job in der Nähe klappt. 😉

    Verkaufen werde ich es nicht, hat schon 220.000Km herunter und meine Frau braucht es eher zur Arbeit wegen der Pendelei.

  2. Felix

    Auto ist für mich Freiheit: Ohne planen zu müssen, ins Auto steigen zu können und irgendwo hinfahren zu können ist unvergleichlich zum öffentlichen Nahverkehr.

    Bahn und Massenverkehr in Deutschland ist unzuverlässig, teuer und unbequem. In ländlich strukturierten Gegenden ist es sowieso nicht machbar mit dem ÖNPV.

    P.S. Gerald Hörhan ist meines Wissens ein Autonarr: Sportwagen, Tesla Model S usw.

     

     

     

  3. Chrissie

    Hi,

    ich hab mein Auto noch, laufe jedoch jeden Tag zur Arbeit. Das spart selbst auf Kurzstrecke (je 2 km) schon enorm Sprit und man hatte Bewegung und frische Luft.

    Ganz trennen mag ich mich vom Auto (immerhin gebraucht gekauft) noch nicht, in kleinstädtischer Umgebung ist der öffentliche Transport leider nicht so gut ausgebaut.

    Aber es ist durch die ganzen bekannten Kosten leider wirklich ein Kapitalvernichter…

  4. Thomas

    Hi, wir haben 2 Autos. Grundsätzlich eine teure Angelegenheit. Das eine ist über den Winter abgemeldet (Womo), das andere braucht meine Frau für Arbeit, und täglichen Gebrauch. Ich selbst fahre das ganze Jahr 20km je weg zur Arbeit mit dem Fahrrad. Grundvoraussetzung ist aber eine Dusche bei der Arbeit. Da ich die täglichen Radtouren extremsten genieße und auch mein geliebter Workout ist, der meine Seele im Gleichgewicht hält bin ich froh, dass wir nicht noch näher an meiner Arbeitsstelle wohnen. Meine Frau fährt wenn es geht auch mit dem Rad zur Arbeit. Aber nicht jetzt im Winter. Rad fahren oder laufen zu Arbeit ist eine Win-win-win Situation. Du hälst dich körperlich gesund, sparst Geld und baust Stress ab. Wenn man genug Kalorien verbraucht muss man auch nicht so eine Wissenschaft mit der Kalorienzufuhr machen wie im Beitrag gestern. Auf eine ausgewogene Ernährung zu achten kann ich voll und ganz unterstützen.

    Viele Grüße

    Thomas

  5. Thorsten Rohweder

    Ist mir etwas zu einseitig vom Punk. Wenn ich kein Eigenheim auf Pump gekauft hätte und nicht elendiglich gependelt wäre, um Kohle anzuschaffen, dann würde ich heute noch zur Miete wohnen und wäre unfrei. Die Miete für das Haus könnte ich mir heute schon gar nicht leisten. Die Wohnkosten haben sich verdoppelt, das war nicht vorauszusehen,  ich habe Glück gehabt. Man muss vernünftig  kaufen dann geht es. Das gilt auch für Autos. Dacia Logan 12.000 Euro neu. Wertbeständig. Fährt sicher 10 Jahre, Null Probleme. Steht 9 Monate im Jahr rum. Fast keine Fixkosten. Ist preiswerter als Mietwagen übers Jahr. Jeder muss es für sich ausrechnen.

  6. Sparfuchs

    Hallo Tim, hallo Community,

    als stiller Mitleser möchte ich bei diesem Thema gerne meine Gedanken mit der Community teilen:

    Bin der gleichen Meinung wie Felix, das ein Auto auch Freiheit bedeuten kann. Gerade in der ländlichen Region. Und Thomas schildert eine Sitation, die ganz ähnlich zu meiner eigenen ist. Wir besitzen als Familie auch 2 ältere Autos für den Alltag. Es ist schlicht unvorstellbar in einem Ort ohne Supermarkt & Co – ohne das Auto auszukommen! Die Wege zur gut bezahlten Arbeit sind entsprechend weit und die Lebensqualität auf dem Land – gerade mit Kindern – ist für mich ausschlaggebend. Sicherlich sehen das hier nicht alle so.

    Autos kosten sehr viel Geld das ist richtig. Es kommt auf die Total cost of Ownership (TCO) beim Autofahren an. Eine vernünftige Fahrzeugwahl, intelligenter Umgang mit Inspektions- und Reparaturkosten,  sinnvoller Versicherungsumfang und die Enthaltsamkeit von Kurzstrecken kann man die Kosten sehr gut drücken.  Ich fahre einen VW Passat nachweislich mit 15Cent/km.  Das ist sehr günstig. Wer technisch begabt ist, kann manche Wartungsarbeiten selbst ausführen. Sicherheit sollte aber natürlich immer vorgehen. Daher ist das keine Empfehlung zum Selbstschrauben, wer es aber kann, spart mit unter ernorm bei den Betriebskosten.

    Gerne gebe ich Interessierten weitere Ratschläge zur Optimierung der Autokosten weiter. Inspiriert von diesem Blog, habe ich mich intensiv mit den TCO’s fürs eigene Auto beschäftigt und eine kleine Ratgeber Lektüre geschrieben.

    Viele Grüße,
    Sparfuchs

  7. AlexJ

    Guter Hinweis – aber sind die Zahlen realistisch, also die monatlichen Gesamtkosten eines Autos? (Keine Ahnung, ich habe noch nie eines besessen und habe es auch nicht vor.)

     

    Finde ein Auto, abgesehen vom Finanziellen, auch eher zei- und krafttraubend.

  8. Marco Livermore

    Hi,

    wir hatten bisher auch zwei Autos und haben letztes Jahr unseren älteren Kleinwagen verkauft – eine wirklich gute Entscheidung!

    Ich habe mir dafür ein E-Bike gegönnt und pendel hiermit täglich zur Arbeit; auf lange Sicht überlege ich, ob ich das E-Bike gegen ein Standardrad tausche. Das ganze geschah vor dem Ziel der „FF“.

    @Tim und Community

    Hast du/ habt ihr Erfahrungen mit Interactive Brokers (IB) als Broker?

    Eignet sich IB gut zum monatlichen Aktien- und ETF-Sparen? Also als Investor nicht als Trader.

    Die günstigen Preise und die weltweite Verfügbarkeit sind schon echt verlockend. Die zur Verfügung gestellte Plattform  ein wenig overdressed zum Sparen.

    Wie sind eure Erfahrungen? Lohnt der Wechsel?
    Ich freue mich über eure Erfahrungen und Meinungen.

    LG

  9. John

    Ich bin ein Auto Fan. D.h. ohne geht es nicht! Man möchte in die Natur. Auf dem Weg nicht Stunden mit ÖPNV vertrödeln. Man möchte schnell zur Arbeit. Bequem einkaufen, auf dem Land leben. Ich will nicht in der Bahn im Schweiss der Mitmenschen ertrinken und deren Krankheiten über nehmen. Keine Freude daran nachts verängstigt am Bahnsteig zu sein ob man von dubiosen Gestalten angegriffen wird.

    Aber: Man kann vernünftig bleiben. Nicht leasen, ein kleines Auto nehmen. Bahn Fahrten kostet auch, bitte nicht vergessen. Es ist ein Unterschied ob man ein Auto fährt oder ein Clown Auto. Jedes Jahr das neue Modell least. Das ist teuer, einziger Zweck die Kompensation des Geschlechtsteils. Hauptsache man ist auf der Strasse der Grösste.

    Camping ist eine günstige Art des Reisens. Man kann im Auto ein Zelt mit nehmen. Kocher usw. Oder man haut einen Transporter und baut ihn um. Unabhängigkeit und dennoch günstig. Doch ob acht, hier kann man wieder viel Geld versenken. Die VW Transporter sind unverschämt teuer.

  10. Niels

    Ich wohne in Berlin, hatte zweimal über mehrere Jahre ein Auto und bin mehr als froh keines mehr zu besitzen. Die Vorteile überwiegen bei weitem die Nachteile. Dies betrifft meiner Ansicht nach aber nur Großstädte mit gut ausgebautem Nahverkehr.
    Vorteil 1: Weniger Stress bei der Parkplatzsuche, kein Nervenverlust bei Stau und gleichzeitigem Terminstress, weniger Kosten, Bewegung im freien und dadurch seltener krank.
    Mein Leben ist seitdem entspannter. Auch mit Baby ist dies möglich. Dank car sharing oder dem Taxi sind auch eilige Arztbesuche kein Problem.
    Seit einem Jahr habe ich mir ein E Moped zugelegt. Zeit zur Arbeit im Berufsverkehr inkl. Parkplatzsuche: Auto mind. 30 Min, Fahrrad sichere 20 Minuten, E Moped 12 Minuten. Kosten für Kraftstoff (hin und zurück): Auto 1,5€, Fahrrad 0,00€  und E Moped 0,1€.

  11. Thorsten

    Da wo ich mit dem Auto hinfahre gibt es keinen ÖPNV und keine Taxis. Ohne Auto geht es da nicht, leider. In der Stadt fahren wir kaum, Autos sind dort unsere natürlichen „Feinde“. Fahrrad und Füße  und wenn es gar nicht dann auch mal elendiglich langsamer Bus (im Autostau).

  12. Corcovado

    Ich sehe es ähnlich wie John. Für mich erzeugt ein Auto ebenfalls ein Gefühl der Freiheit, jederzeit überall hinfahren zu können. Das gleiche verkörpert meine Vespa und mein Motorrad. Dazu stehe ich und es ein Teil meiner Lebensqualität.

    Trotzdem gehe ich die Thematik weitestgehend mit „Vernunft“ an. Die Vespa ist nahezu kostenneutral und kommt vor allem im  Sommer zum Einsatz (Dolce vita). Eine ausgiebige Motorradtour im Sommer lädt ebenfalls zum entspannen ein und füllt den Akku wieder auf. Außerdem kann man sich bei einer relaxten Ausfahrt auch an der Natur und vielen schönen Gegenden erfreuen, die ich weder jemals mit einem ÖPNV erreichen, noch bewusst mit meinem Auto anfahren würde.

     

    Beim Auto habe ich mir einen kleinen Unvernunftstraum erfüllt, einen 15 Jahre alten Range Rover Sport, der mir bei jedem Start ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ein Auto ist für mich von Nöten, da ich ohne nicht mal die regelmäßigen Fahrten meiner Oma ins ländlich gelegene Krankenhaus absolvieren könnte. Natürlich hätte es dafür auch jedes x-beliebige Kleinwagen getan, aber der Fahrspaß und das subjektive Sicherheitsempfinden bleiben doch gänzlich auf der Strecke.

     

    Letztendlich strebe ich auch nicht die finanzielle Freiheit an, sondern wie es vor kurzem auch Jenny treffend sagte, ein gut gehäuftes Polster um entspannt zu leben.

  13. ZEN Investor

    ZENINVESTOR präsentiert

    den Song des Tages für den 14.Januar 2019:

    Diddi mit Punker Maria

    https://www.youtube.com/watch?v=b1JO0pmGOH4

    Es handelt sich um ein philosophisches Lied, welches sich mit ähnlichen Themen wie Tim Schäfer befasst: Nämlich unnötiger Besitztum. Und „Popper“ (eine Jugendbewegung in den 80er Jahren).

    Zudem kann man auch eine Verlustangst im Song erkennen: Einerseits wird ein wichtiger Gegenstand verloren, andererseits ist ihm nur ein grosses Loch geblieben (Andeutung auf finanziellen Ruin).

  14. Alexander

    Hatte nie ein Auto und werde mir höchstwahrscheinlich nie eines zulegen. Ich nutze ab und an mal Carsharing, das kostet mich meist nur ca. 5 Euro.

    Deutschland ist eine Autonation. Tatsächlich werden mit dem ÖPNV nur eine verschwindend geringe Anzahl der gesamten Personenkilometer zurückgelegt. Die Bahn ist nicht das, was uns oft vorgegaukelt wird von der Politik. Wenn man in Deutschland nicht gerade in der Nähe einer Großstadt wohnt ist man ohne Auto verratzt. Freunde wohnen in einem Dorf in der Oberpfalz (Bayern ist eines der reichsten Bundesländer) und dort ist der ÖPNV eine absolute Katastrophe. Einige andere Länder in Europa sind diesbezüglich wesentlich besser aufgestellt als Deutschland.

    Aber in den USA sieht es stellenweise noch viel schlechter aus! Dort funktioniert in den ärmeren Regionen des mittleren Westen gar nichts ohne Auto.

    Finde es schon amüsant wie sich die Amis immer als Weltspitze aufspielen, aber tatsächlich zu dumm sind einen government shutdown zu verhindern bzw. zu beenden!

    Dort sind noch viel mehr Privathaushalte überschuldet als in Deutschland Tim! Jetzt müssen ja teilweise hochrangige Beamte ihr Hab und Gut verkaufen, da der Staat ihnen keine Gehälter zahlt. Da sieht man mal die Zustände in diesem Land. Absolute Katastrophe. Nicht mal einen Monat Polster haben diese Menschen. Was für eine Schande!

  15. Thorsten

    Freiheit habe ich auf dem Rad und zu Fuß, alles andere fährt mich und ich bin abhängig. Mit dem Auto auf dem Land ist es anders, keine Staus,  die Straße leer, das ist nicht nur Notwendigkeit, auch Freiheit.  In der Stadt ist es Kolonnenschieberei wie ein Insektenschwarm,  ständig Ampeln und höchste Konzentration notwendig, das ist je nach Tageszeit Schwerstarbeit. Idioten sind all die Anderen, man selbst fährt immer absolut perfekt, warum hupen die hinter mir ständig so nett ?! Haha.

  16. ThomasH

    Ohne Auto ginge es für uns nicht. 50 km einfach zum gut bezahlten Job, passt für mich schon. Mit ÖPNV wäre ich einfach 75 min unterwegs statt 40 min mit dem Auto. Die Zeitersparnis ist es mir allein schon wert.

    ÖPNV ist bei uns eh sehr schwach ausgeprägt. Nicht jeder wohnt in einer Großstadt und in einem Ballungsraum mit S-Bahnen. Wandern im Wald oder andere Ausflüge sind auch nur mit Auto möglich, wenn man nicht das halbe Wochenende im Bus verbringen will.

    Ich weiß, das kostet alles viel, aber für mich ist das Auto beleibe nicht zeitraubend (sondern das Gegenteil) und ein Gewinn an Lebensqualität.

    Wir fahren schon 10 Jahre und 170.000 km mit Autogas (LPG), Spritpreis ca. 65 ct/l, mit dem selben Auto. So kann man auch eine Menge Geld sparen. Schade, dass Autogas nicht so verbreitet in D ist.

  17. Daniel

    Meine Autos sind 15 und 30 Jahre alt.

    Kein Auto brauche ich beruflich, da bin ich ganz der Bus und Bahnpendler, wobei ich wahrscheinlich in den nächsten 5-8 Jahren ein E-Auto kaufen werde und wieder zum Individualverkehr überwechseln werde. Gründe: Die Zahl der Fahrten zur Arbeit nimmt dank Homeoffice ab, ich arbeite eher antizyklisch (ganz früh da und auch früh wieder weg) und die Zustände, insbesondere durch gewisse Klientel die sich am Bahnhof herumtreiben wird zusehens unangenehmer.

    Mein Oldtimer hat unterm Strich kein Geld gekostet, selbst mit Wartung und Inspektionen und schönen Sommertouren, da die Wertsteigerung mitgezogen ist. Der Oldtimermarkt ist ebenfalls sehr liquide, es wäre kein Problem den Wagen wieder loszuwerden, im Gegenteil, H-Kennzeichen nimmt viel Druck bei anstehenden Fahrverboten in den Städten.

    Mein anderes Auto kostet mich im Jahr ca. 1500€ inkl. Treibstoff, da sehe ich keinen großen Kostenblock. Ich wohne auf dem Land und schätze das Auto sehr, war erst gestern noch zu Besuch bei meinem besten Kumpel der erst vor 2 Jahren im Nachbarort ein Haus gekauft hat. Mit dem Bus dahin? Quasi nicht möglich, Fahrzeit mit dem Auto? Vielleicht 10 Minuten. Verlassene schlecht gestreute Allee im Winter dorthin, strömender Regen, nein, auf die Idee mit dem Fahrrad im Winter dort hinzueiern käme ich im Leben nicht.

    Ich bin hier in Deutschland sogar noch tendentiell ein Fahrmuffel, im Dorf mache ich alles mit dem Rad. Das liegt aber nicht zuletzt daran, dass ich Autofahren in Deutschland mit Ausnahme von bewusst gemachten Touren abseits des Verkehrs sehr anstrengend und nervig finde. In den USA liebe ich autofahren, einsame, also wirklich einsame Highways haben nichts mit dem rumfahren auf Landstraßen hierzulande gemeinsam, die Aussicht ist super und man hat ein Tempo drauf das viel Abwechslung bietet. Auch Island im letzten Sommer war ein ähnliche Erfahrung, es hat einfach super viel Spaß gemacht dort herumzufahren und alles zu erkunden und wenn dann allerhöchstens alle 10 Minuten ein anderes Auto entgegenkommt kommt man sich schon echt seltsam vor.

    Aber ist sicherlich Einstellungssache, ich habe mich diesbezüglich ja bereits mehrfach geäußert dass bis auf Metropolen (U-Bahn, S-Bahn, Citybusse) der Individualverkehr die Zukunft sein sollte.

    Im Übrigen ist Gerald ein absoluter Autonarr der auch mit seinem Aston auf der Autobahn gerne Vollgas gibt und einen ständigen Kampf gegen die Knöllchen führt. Für ihn ist prozentual ein Auto auch nicht teuer, da er mehrfacher Millionär ist. Vielleicht sollte das eher der Ansporn sein und nicht das dogmatische Ablehnen des Autos und Schlechtreden eines solchen sondern die Tatsache, dass sich niemand für ein Auto finanziell überheben geschweige denn in Schulden stürzen sollte. Für jeden aber, bei dem das Auto ein Posten unter vielen ist, sehe ich keinen Bedarf es zu verteufeln.

  18. Kia

    Ich fahre Fahrrad oder ÖPNV, mein Mann in der Woche auch. Aber am WE sind wir im Auto unterwegs. Es ist ein Familienauto, gebraucht gekauft, aber mir war es immer noch zu teuer. Ein Jahr stritten wir über die Anschaffung und nutzten in der Phase Ubeeqo. Irgendwann habe ich nachgegeben und trauer seitdem dem Geld hinterher. Besonders an der Tankstelle oder jetzt im Januar wenn die KFZ Versicherung abgebucht wird bekomme ich schlechte Laune.

    Der Verkäufer hatte mir noch den originalen Kaufvertrag mit dem Hersteller ausgehändigt. Der Originalpreis war darin nicht ausgewiesen aber es wurde vom Vorbesitzer für das neue Fahrzeug ein 7 Jahre altes Familienauto in Zahlung gegeben und der anschließende, offene Restbetrag mit 28k beziffert. Diese hatte der Gute natürlich auch noch kreditiert.

    Ich finde das sinnlos. Da gibt einer sein Familienauto ab um danach mit einem neuen Familienauto dazustehen + 28k Schulden. Diese Autos sind eh häßlich, egal ob neu oder alt, darum beneidet ein keiner.

    Individualverkehr finde ich an sich gut aber dieser müsste komplett umgestaltet werden. In meiner Wunschvorstellung stehen überall am Straßenrand kleine e-Autos in die man, wen benötigt, einfach einsteigen und losfahren kann. Sie hätten aber nichts mit den aktuellen Autos zu tun sondern wären ganz einfache Modelle nach Bausatzsystem, etwas zwischen Go Kart und Smart, und würden auch nicht schneller als 35 km/h fahren.

  19. RalfRutke

    Ich teile die Meinung des meisten hier, ohne Auto geht hier nichts. Ich wohne zwar in der Münchner Gegend, aber dennoch etwas vom äußersten Ring entfernt. Das heißt keine U oder S Bahn zu Fuß erreichbar.

    Vor zwei Jahren habe ich mein zweites Auto verkauft, weil ich einen Job in der gleichen Stadt hatte. Es ging immer zu Fuß oder mit dem Rad in die Arbeit. Nun arbeite ich aber wieder in München. Nachdem ich mir nicht wieder ein Auto kaufen wollte, habe ich mir eins als Bonus rausbehandelt. Ich muss somit keinen Sprit, keine Reparaturen oder sonst etwas dafür zahlen.

    Mein noch vorhandenes Auto habe ich vor sieben Jahren gekauft. In drei Jahren ist es ein Oldtimer. Der Wert zum Kauf hat sich mittlerweile verdoppelt. Deshalb steht es bei Oma in der Garage und wartet darauf im Sommer wieder spazieren zu fahren. Auch für mich ist das, wie heute bereits beschrieben Freiheit und gehört unbedingt zum Leben dazu!

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Chrissie

    Zu Fuss zur Arbeit (2 km einfach): Das ist die Ideallösung, finde ich. Wirklich super!

    Wenn ich einen Termin am Central Park habe oder Freunde dort treffe, dann laufe ich schon mal die 4,5 Meilen dorthin, wenn es schönes Wetter ist. 90 Minuten oder so brauche ich dafür.

    @ Thomas

    Wow! Ich bin begeistert. 20km einfache Strecke mit dem Rad zur Arbeit! Respekt! Das ist ein echtes Fitnessprogramm.

    @ Marco Livermore

    Wow. Mit dem E-Bike täglich zur Arbeit. Super.

    @ Niels

    E Moped: Das finde ich interessant.

    @ Kia
    Rad oder ÖPNV, um zur Arbeit zu kommen! Super.

  21. Ali

    Ich bin froh seid über 4 Jahren kein Pkw mehr zu haben,Arbeit Katzensprung,Einkaufen ebenso und wenn es mal weiter ist einfach in den Bus oder Bahn bei schönem Wetter aufs Rad.

    Keine Kosten,extrem Wertverluste und Ärger mehr seit dem und vor allem mehr Bewegung um ans Ziel zu kommen.

     

  22. Guido

    Je länger ein Fahrzeug genutzt wird, desto günstiger wird es im Vergleich zu regelmäßigem Neukauf oder Leasing. Die Gesellschaft behauptet jedoch gerne das Gegenteil.

    Dabei muss man sich nur mal alles aufschreiben und vergleichen. Dann verpufft das Argument „In eine alte Karre stecke ich keine 1.000€ mehr rein“ ganz schnell, weil man merkt, dass ein Neukauf mit dem Argument „Dann habe ich Ruhe“ etliches mehr kostet.

    Mein Fahrzeug hat 230.000 runter und der Motor bekommt bald eine Generslüberholung welche 5.000€ kostet. Damit fahre ich nochmal genauso lange.

     

  23. Christian H.Christian H.

    Wegen dem Auto, das ist so’ne Sache. Mein Kollege z.B. hat jetzt gebaut, und das etwas mehr als 60km von seinem Arbeitsort weg. Warum? Er wollte unbedingt ein Haus, er hat auch Kinder. Der Arbeitsort ist an Münchner Stadtgrenze. Ein Haus in der Nähe, was er mit dem Rad hätte erreichen können, hätte ihn 1,2 Millionen gekostet, und das Haus, das er jetzt bewohnt, knapp über 350tausend. Die Häuser sind wirklich vergleichbar, selbe Fläche, selbe Größe.

    Die Strecke ist Sinnvoll nur mit dem Auto zu bewältigen. Bei der Strecke verschleißt ein Auto so nach 6-7 Jahren vom Kaufpreis auf Null, fahrbar wird es wohl so 8 bis 9 Jahre sein. Sein Auto hat ihn knapp 17tausend gekostet. Also für ihn stellt sich die Frage gar nicht, was günstiger ist. Er rechnet natürlich auch mit Steuererleichterungen, die er für’s Pendeln bekommt, für das teure Haus in München aber nicht. Sprit braucht er dabei also nicht berücksichtigen.

    Bei mir als Mieter ist es nicht ganz so dramatisch, aber auch beachtlich. Für meine Wohnung am Ammersee zahle ich 13€ pro qm, in München für eine vergleichbare >20€.

    Man muss also differenzieren. Allgemeingültigkeiten kann man derzeit schwer formulieren.

  24. Nico Meier

    Natürlich ist ein Auto in einer grossen Stadt nicht von Vorteil. Wer in einer grossen Stadt wohnt hat guten öffentlichen Verkehr mit Untergrundbahn, Tram, Bus usw.

    Wenn ich mir aber die Mieten und Wohnungspreise in den Städten in der Schweiz so ansehe, dann glaube ich kaum, dass das Leben in der Stadt günstiger ist als auf dem Land. Wenn ich in einer Stadt wie Basel oder Zürich eine Wohnung mit 3 Zimmern und ca 80qm Wohnraum an zentraler Lage mieten möchte so werde ich unter 3’000 Franken bzw. 2’700€ nicht fündig!

    Wenn ich in der Agglomeration/Land dieselbe Wohnung mieten möchte so erhalte ich diese bereits ab 1’300 Franken oder 1’100€ . Mit anderen Worten ich spare auf dem Land 1’700 Franken mit dieser Differenz finanziere ich ohne Probleme zwei Fahrzeuge!

    Ob die Rechnung in New York oder Dreseden anders aussieht kann ich nicht beurteilen aber in der Schweiz wohnt man auf dem Land günstiger als in der Stadt!

     

  25. Ex-Studentin

    Autos haben ihre Daseinsberechtigung. Je nach Situation geht es auch ohne. Auf dem Land oder mit Kindern stelle ich es mir ohne Auto jedoch schwierig vor bzw. nahezu unmöglich vor. Durch den teuren Wohnungsmarkt wohnen manche meiner Kollegen 70-80km entfernt.

    Falls ich mir mal man Auto kaufe, dann einen Neuwagen / max. 3-Jahreswagen. Ich will da nichts selbst reparieren. Ein altes Auto nehme ich nicht mal geschenkt, außer es wäre ein Garagenwagen mit 50.000 km auf dem Tacho..

    Wer die Möglichkeit auf einen Firmenwagen hat, kommt je nach Auto recht günstig dabei weg.

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Moin,

    obwohl es im Verhältnis zu wirklichen Weltmetropolen in deutschen Städten immer noch regelrecht gemütlich zugeht, das Hauptproblem beim Auto ist ein Stellplatz.

    In Städten wie Tokyo darf man überhaupt kein Auto zulassen, wenn man keinen nachweisen kann.

    Die Kosten für ein Auto sind in Deutschland vergleichsweise lächerlich gering. (keine Maut etc, die wird ja auch nur umgerechnet mit der KFZ-Steuer in Zukunft). Das ist ja wohl auch völlig klar, dass ein Staat sich keine seiner Schlüsselindustrien kaputt macht.

    Ich habe 36 Jahre in München gewohnt, aber es nie für Stadtfahrten benutzt. Aber für Fahrten in die Berge, an die Seen, Urlaub, mal schnell nach Südtirol, an die Adria usw. Das ist einfach sehr schön. Oder rein praktisch, wenn man mal was von Ikea holen muss, Einkäufe im großen Markt auf der grünen Wiese etc.

    Ich hatte es nach der Trennung von meiner Ex vor vielen Jahren mal abgeschafft für ein paar Jahre (was ich dann bereut habe, weil ich mit der Versicherung wieder in der Schadenfreiheitsklasse teuer einsteigen musste).

    In letzter Zeit wurde es durch Verdichtung zunehmend zum Problem in meiner ehemaligen Wohngegend einen Parkplatz zu finden. Das ist das eigentliche Übel. Von den Kosten her ist es doch ganz einfach. Entweder man kann es sich leisten, oder eben nicht. Mein alter Kumpel mit geringem Einkommen wohnt bei KA und kann es sich wirtschaftlich nicht leisten. Er hätte gern eins, aber ist so vernünftig, dass er sein Budget eben nicht überzieht. Viele halten dem gesellschaftlichen Druck nicht stand und überziehen ihre Möglichkeiten. Nun, ist eben ein Charakterding.

    @Marco Livermore

    wegen IB, Sparpläne haben die wohl keine. Aber die Kosten sind ja so gering, dass man eben kleine Einzelkäufe machen kann.

    Allerdings nur direkt bei IB, wobei es da auf 10 USD Mindestumsatz im Monat kommt. Ich bin ja bei Lynx und zahle mehr für die Order. Aber auch dort kaufe ich schon ab 300 CAD/USD mal was, wenn ich gerade nur paar Dividenden bekommen habe, und die nicht liegen lassen will, bis sich mehr angesammelt hat.

    Die TWS nutze ich überhaupt nicht mehr. Ich schaue ab und zu in den Webtrader, ansonsten für die (Ver-)Käufe nutze ich fast nur noch die App.

    Schönen Tag

    MS

  27. Thorsten

    Ex Studentin es geht in der Stadt auch ohne Auto wenn man Kinder hat, definitiv. Doppelkinderwagen, Laufrad. Wir haben definitiv kein Auto gebraucht – in der Stadt. Kita und Schulen müssen dazu vernünftig erreichbar sein. 2 bis 3 Jahre sind wir dann noch mit dem Bus gefahren , haben langsam los gelassen und dann konnten sie alles alleine. Ab Klasse 4 dürfen sie ganz alleine fahren. Es nutzt der Entwicklung. Die Autokinder schaffen keine 500 Meter zu Fuß, dann verlangen sie eine Pause und sie haben keine Orientierung, wenn sie mal zu Fuß unterwegs sind. Furchtbar. Das erlebt man dann, wenn man solche Kinder zum Ausflug mitnimmt. Sie werden zum Auto fahren von den Eltern erzogen, reißen die Augen auf , wenn klar wird, dass gewandert wird.

  28. Thorsten

    Bei 50, 60 oder 80 km zur Arbeit mit dem Auto ist die Lebensqualität dahin. Und wehe wenn es mal schneit oder Glatteis kommt. 9 Stunden im Betrieb (oder länger) plus 2 Stunden Autofahrt, die Energie hätte ich nicht.Das kann man jünger vielleicht noch kompensieren,  es rächt sich, wenn man älter wird oder die Familie in Streß kommt, es engt die Möglichkeiten ein, gerade mit Kindern. Da ist zeitweise immer eins krank. Klingelling hier ist die Kita, bitte holen sie ihr Kind ab, es hat 40 Fieber, Norovirus, zugeschwollenes Auge wegen Insektenstich, bla bla. Und dann hängst Du eine Stunde auf der Autobahn,  um zum Kind zu kommen? Bleibt dann an der Partnerin hängen – alles.

  29. Nico Meier

    Meine Pendelstrecke beträgt pro Weg 50 km der Grossteil ist autobahn, daher lässt sich der Arbeitsweg in rund 30 Minuten bewältigen. Wenn ich die Leute die Stadtnah wohnen betrachte, hat kaum einer weniger als 30 Minuten Arbeitsweg aber einfach mit dem Tram und dreimaligem Umsteigen was vorallem im Winter auch nicht angenehm ist. Das hat damit zu tun, dass unsere Arbeitsstelle am Rand der Stadt liegt und öv technisch nicht wirklich gut erschlossen ist.

  30. Christian H.Christian H.

    Thorsten,

    „Bleibt dann an der Partnerin hängen – alles.“ In dem von mir beschriebenen Fall bleibt auch das Geldverdienen bei meinem Kollegen hängen, alles.

  31. Andrea

    Wir haben kein Auto, da eir in der Stadt und direkt an der U-Bahn-Haltestelle wohnen. Da kommen wir überall in der Stadt gut hin, und da wir ein MOnatsticket haben, auch günstig.

    Wenn ich mir wieder ein Auto zulegen eollte, müsste ich, was den Schadensfreiheitsrabatt angeht, wieder komplett von vorne anfangen. Aber da die Patksituation hier auch nicht so einfach ist und in Zumunft wegen Neubautne noch eher schwerer wird, schaffe ich mir gar nicht erst eins an.

    Es spart viel Geld, aber ab und zu am Wochenende wäre ich froh, eins zu haben.

     

     

  32. A.

    Meine Pendelstrecke beträgt aktuell 40 km. Ich bin, wenn alles glatt läuft in ca. 35 Minuten zuhause, falls ich wegen dem Kind zum Kindergarten müsste.

    Kenne genug die innerhalb der der Stadt auch 30 Minuten brauchen, oft sogar länger.

    Wir wohnen nicht auf dem Land, aber ländlich , also Speckgürtel Bonn/Köln.

    Meine Frau kombiniert Auto und Bahn, da geht das wegen Teilzeitarbeit.

    Wer sich noch erinnert an alte Einträge im Blog hier: Ich habe ein Höllenjahr hinter mir wo beide alten Autos jeden Monat, abwechselnd repariert werden mussten und was mich über 5000 Euro gekostet hat und am Ende doch nicht gebracht hat. Außerdem haben die Werkstätten immer wieder linke Nummern abgezogen, wer sich nicht mit Autos auskennt würde das nicht mal merken.

    Soviel zu man sollte alte Autos bis zum geht nicht mehr fahren. Habe hier einen Stopp Loss gezogen und jetzt durch (Teil)Finanzierung durch jüngere Gebrauchte ersetzt, weil es ein Unding ist alte unzuverlässige Autos zu haben wie ich leider feststellen musste.

    Kostet uns sogar weniger als die Reparaturen und wir fahren zuverlässige Autos und aktueller auch noch. Also ich werde die Dinger so ca. alle 2-3 Jahre in Zahlung für die nächsten jüngeren Autos. Den Wertverlust nehme ich ab nun in Kauf, besser als die Kisten nach ewigen Reparaturkosten am Ende doch „wegschenken“ zu müssen. Wichtig ist der Faktor Zeit und Nerven. Kein Bock mit der Kleinen in der Kälte stehen zu müssen um sich abschleppen zu lassen, was je nach Verkehr auch Stunden dauern kann.

    Habe ja erlebt wie es ohne Auto ist. Nichts mehr planbar, Bahn oft unzuverlässig gewesen. Rad/Bahn/ haben ihre Berechtigung, aber sobald man aus der Stadt raus ist, wirds schwierig oder unpraktisch.

    Auch diese Geschichte mit in der Stadt wohnen, nah an der Arbeit, am besten in einer kleinen Bude. Das ist was für Singles oder kinderlose Paare.Meine Meinung.

    Wir wohnen in einem Haus mit (vermietbarer) Einliegerwohnung. Zur Not kann auch Besuch da untergebracht werden und man lebt trotzdem so als wäre keiner da, also ohne Umstände. Denn viele Menschen in Deutschland bekommen halt auch Besuch und das ist auch gut so. Wird ja von Tim oft gesagt, dass Freunde Verwandte treffen wichtiger ist als Plunder.

    Haben mal Bekannte in der Stadt besucht 3 Zimmer > 1000 Euro Miete + wenn Besuch kommt, trotzdem keine Luft zum atmen und zur Arbeit dauert es trotzdem so lange wie bei mir + kein Platz in der Kita für Kinder usw.

    Bei uns ist es die Kombination Bahn/Auto geworden. Geld ist nicht alles, wie viele Vorredner es schon geschrieben habe.  Statt auf alles zu verzichten, lieber am Einkommen arbeiten und möglichst die Lebenshaltungsinflation klein halten. Dann klappt auch mit dem sparen/investieren.

     

    Gruß.

  33. sammy

    Sehr einseitiger Artikel!

    Was ist mit Familien die Kinder haben? Sollen diese jedesmal auf den Bus warten wenn das Kind zum Arzt muß? Einkaufen allgemein und mit zwei Kindern wie soll das ohne Auto gehen? Also wieder nur für kinderlose geeignet und selbst da würde ich niemals auf ein Auto verzichten wollen, den ein Auto bedeutet:

    -Freiheit und Unabhängigkeit

    -keine Wartezeiten

    -keine überfüllten öpnv

    -zu Erkältungszeiten kein erhöhtes Infektionsrisiko

    -bessere Planbarkeit

    -Zeitersparnis

    -mehr Lebensqualität

    -Spontanität

    Mir würde noch viel einfallen!

    Ein Auto muss nicht teuer sein, ich bezahle für meines 200€ Versicherung und 30€ Steuer p.a.

  34. -M

    @Sparfuchs

    Ich hätte gerne weitere Infos!

    Total cost of Ownership gefällt mir 🙂

    Mich würde interessieren:

    -Welche Autos sind denn in Summe am günstigsten auf ca 9000km fahrleistung im Jahr

    – spartipps allgemein, gern

    -gibt es eine Übersicht?

     

    -M

     

  35. KievKiev

    @ Christian H.

    Eine Aufteilung 0 100 [%] und 100 0 [%] finde ich nicht erstrebenswert. Der eine klagt über den Druck im Job und die finanzielle Last, der andere über den Druck zu Hause. Ausgewogenheit erreicht man meiner Meinung nach am besten mit 50 50 [%] Verteilung. Die wird man nie perfekt erreichen, aber als Ziel ist es eine Überlegung wert.

    Um einen Vergleich zwischen Stadt und Land durchführen zu können, muss man erst einmal die tatsächlichen Kosten für ein KFZ beziffern können. Das können wohl außerhalb dieses Forums wohl die wenigsten.

    Das Beispiel von Deinem Freund ist für mich nicht erstrebenswert. Entweder das Haus in der Stadt für 1.2 Mio oder 350k am weit entfernten Land. Der Verkehr in München ist sehr hoch. Er fährt sicher sehr lange zur Arbeit. Hier wurde eine Entscheidung zwischen zwei Optionen dargestellt. Es gibt immer mehr Optionen.

    Ist es möglich Heimarbeit durchzuführen? Jeder Tag bringt bei der Pendelstrecke viel Lebensqualität. Wohnt man überhaupt in der passenden Region? Dafür ist es vermutlich zu spät. Vielleicht gibt es ja auch außerhalb der Stadt einen weniger gut bezahlten Job. Wenn man die Pendelzeit hinzurechnet, ist das vielleicht möglich.

    @ Thomas

    Wow! Ich bin auch begeistert. Mit Dir würde ich lieber keine Tour über die Alpen machen.

    @ Marco Livermore

    Ein E-Bike ist doch schön. Vor allem wenn es schon da ist. Wenn Du durchschnittlich 30 kmh fährst, so gibt Dir das Gewicht für den Akku und den Motor einen zusätzlichen Trainingseffekt. Bei Ampeln brauchst Du auch nicht runterschalten. Das ist doch angenehm. Knieschonend in 4 s von 0 auf 30 kmh oder in 2s wenn Du aus dem Sattel gehst. Ich bin mittlerweile sehr fit auf dem Rad. Im Kreuzungsbereich werde ich mit meinen City Rad momentan alle halbwegs normalen Pedelec Fahrer los.

    @ KFZ

    Vergesst CarSharing nicht. Falls man zentral wohnt ist das wunderbar. Bei mir gibt es Cabrios, E Autos, luxuriösere Fahrzeuge wie A6, Busse, Transporter usw. Für jeden Anlass das passende Auto. Das einzige was fehlt sind Oldtimer.

    Ich cruise von Zeit zu Zeit auch gerne einfach mal durch die Landschaft. Das macht mir in meiner Region am Land auch Spaß. Aktuell fahre ich meistens mit dem Rennrad, ich könnte mir aber auch vorstellen mal eine Tour mit einem Cabrio zu machen, oder einem Oldtimer 911 usw. Die gibt es aber leider nicht. Ich würde mir kein KFZ verwahren um es 5 mal im Jahr auszuführen. Da kann man auch etwas passendes mieten.

  36. KievKiev

    @ Familie und KFZ

    Ich wohne in der Stadt mit 4 Köpfiger Familie. Ich habe derzeit noch ein KFZ, was wir aber eigentlich fast nie benötigen.

    Ich biete folgendes Duell an:

    Ein Rennen mit meinem Rad (mein altes Trekking Rad sollte genügen) gegen einen Tesla S. Mit „Rennen“ wird nicht zum Verstoß gegen die STVO aufgerufen, sondern um das Abklappern von Zielen.

    Folgende Ziele sind zu erreichen:

    Einkauf am Supermarkt

    Einkauf am Wochenmarkt

    Kind von Kita abholen (Dummy Puppe)

    Buch in der Bücherei abgeben

    Fahrt zum Krankenhaus und Zahnarzt oder anderem Arzt

    Fahrt zu meiner Arbeit (Hin und zurück)

    Von mir aus können noch weitere Punkte wie Besuch im Museum, Kino, Sehenswürdigkeit, Bäcker hinzukommen. Es wird nichts am Ergebnis ändern. Das wird auch nicht sportlich. Ich kann gemütlich mit 30 kmh die Ziele abklappern. Das wird mit dem KFZ nicht annähernd zu erreichen sein.

     

     

     

  37. -M

    @Kiev

    Genau So wird es sein und wenn man nicht in der Stadt wohnt anders rum 😉 besonders mit Kinder ist das einkaufen schon hart an der Grenze ohne Auto.

    Ca. 800m Fußweg. Hinlaufen – Einkaufen- Rückweg, schwere Tüten und das 3j. Kind will nicht laufen ^^ das macht man paar mal und dann nervt es tierisch ohne Auto. Von Arzt oder regen etc will ich gar nicjt erst reden.

    Auto ist für mich Freiheit und Zeitersparnis. Gesünder wäre das Rad, da muss ich zustimmen

    -M

     

     

  38. KievKiev

    @ Niels

    „Seit einem Jahr habe ich mir ein E Moped zugelegt. Zeit zur Arbeit im Berufsverkehr inkl. Parkplatzsuche: Auto mind. 30 Min, Fahrrad sichere 20 Minuten, E Moped 12 Minuten. Kosten für Kraftstoff (hin und zurück): Auto 1,5€, Fahrrad 0,00€  und E Moped 0,1€.“

    Wenn man außerhalb der Stadt wohnt aber nicht zu weit von der Arbeit entfernt ist kann man auch sehr gut ein Pedelec verwenden. Hier kannst Du normale Radwege verwenden. Bin nicht sicher ob das mit dem E Moped erlaubt ist. Manche Städte haben bereits sehr schöne Radwege. Außerdem musst Du die Zeit auf dem Rad etwas anders betrachten:

    KFZ: 30 min im Mittel rein verschwendete Lebenszeit

    Fahrrad: 20 min leichtes Bewegungsprogramm für 20 min Zeit

    E Moped: 12 Minuten verschwendete Lebenszeit.

    Mit dem E Moped sparst Du täglich 16 Minuten Zeit gegenüber dem Rad, aber Dir entgehen auch 40 Min routinierte Zeit für Bewegung. Es ist sicher eine gute Wahl wenn man noch weiter weg wohnt, aber alle Entfernungen, die man (noch?) fahren kann sollte man selbst fahren.

  39. Tom

    Für ÖPNV-Nutzer, die etwas außerhalb wohnen, könnte ein Faltrad eine Lösung sein, von Brompton beispielsweise. Damit radelt man zur Station, faltet es zusammen und kann es dann relativ bequem mitnehmen, hat dann in etwa die Größe eines Trolleys. Um die Brompton-Räder gibt es einen regelrechten Kult, auf YouTube oder auch bei Fan-Treffen. Oder man schaut sich die „Made in China“-Nachbauvarianten für kleines Geld von der Firma Dahon u.a. an.

    Ich wohne in der Stadt und fahre täglich mit einem normalen Fahrrad zur Arbeit.
    Entscheidend sind wetterfeste Kleidung (winddichte Jacke + Fahrradhose oder Regenponcho) und eine wasserdichte Tasche, um wirklich jeden Tag fahren zu können.
    Am Anfang tat ich es, um Geld zu sparen. Mittlerweile will ich die Bewegung an der frischen Luft nicht mehr missen. Es macht den Kopf frei. Es ist ein tägliches Workout.

    Mister Money Mustache hat mich zum Fahrradanhänger für den Wochenendeinkauf inspiriert. Ich besitze ein Modell mit nach oben gehender Stange, d.h. man kann das Ding auch mit einem Griff im Gehen hinter sich herziehen, wie einen Koffer. Mittlerweile gehe ich damit ohne Fahrrad einkaufen, ein kleiner Spaziergang zum Supermarkt und zurück – wieder eine Stunde an der frischen Luft, wieder ein bisschen Bewegung in den Alltag gebracht. Kann damit mühelos zwei Wasserkästen transportieren. Wurde auch schon drauf angesprochen vor dem Supermarkt, wie praktisch das doch sei.

    Früher besaß ich einen BMW. Der erste Wagen als Fahranfänger. Ich war völlig irre. Ich bezahlte beinahe ein Netto-Monatsgehalt als  jährliche Versicherungsprämie. Das Sitzen, die Reparaturen, Inspektionen, Versicherung, Parkgebühren, irgendwann wollte ich nicht mehr. Nicht zu vergessen, gibt es auch Neider, die einem einfach mal alle vier Türen zerkratzen – aus purer Missgunst. Kostete mich über tausend Euro in der Lackiererei.
    Da gönne ich mir jetzt lieber ab und an ein Taxi, muss mir keinen Parkplatz suchen und spare immer noch einen Haufen Geld.
    Ich möchte nicht mehr mit dem Auto in den Harz oder an die Nordsee fahren. Ich kann den Zug nehmen oder gleich mit dem Flieger für den Preis einer Tankfüllung nach Spanien fliegen (CO2/Ökologie jaja nicht gut, ich weiß).

  40. KievKiev

    @ M

    Ich habe zwei große Taschen für das Fahrrad. Damit kann ich sehr gut meine wöchentlichen Einkäufe erledigen. Wir trinken allerdings Leitungswasser. Ich kaufe 2 Mal im Jahr zwei Bierkästen mit dem Kinderanhänger. Ich nehme die Kinder nie mit zum Einkauf und kaufe in der Regel nach der Arbeit ein. Der Supermarkt liegt fast auf dem Weg. Das macht mit dem Rad wirklich viel mehr Spaß als mit dem Auto. Das gilt allerdings für die Stadt. Das ist richtig.

    Zum Krankenhaus, Arzt usw. bin ich mit Kindern schon mit Kinderwagen gefahren oder mit dem Anhänger für das Rad. Ich hätte auch das Auto nehmen können. Das dauert aber zu lange. Die Wege sind so kurz, wofür soll ich einen Parkplatz suchen, wenn ich auch in 5 Minuten mit dem Kinderwagen direkt am Ziel bin. Den Kinderwagen müsste ich schließlich auch noch ein- und ausladen. Ich habe ein sehr großes Auto, aber lästig ist es trotzdem.

  41. DanielKA

    Hatte nur kurz mit 18 ein Auto, dann jahrelang (Studium + Arbeitsstelle) als Single ohne Auto unterwegs, teilweise hatte ich mir seinerzeit über Sixti günstig einen Smart für 9,90 EUR gemietet (glaub waren 100 km frei). Jetzt mit Familie geht es nicht mehr ohne Auto, wir haben nur eins, das wird aber dringend benötigt. Musste viel mit der Bahn pendeln, war aber auch nicht wirklich günstig, dass Monatsticket für IC/ICE hatte seinerzeit glaub ca. 250 EUR im Monat gekostet. Mit Familie kannst du das vergessen, wir fahren in Ferienwohnungen z.B. nach Spanien ebenfalls mit dem Auto.

    Ins Büro fahre ich mit der Bahn habe auch ein Monatsticket, preise sind trotzdem unverschämt teuer in Karlsruhe, Einzelticket mittlerweile 2,50 EUR für eine kurze Fahrt und da sagt mir einer, man will ÖPNV fördern. Gerade Ausflugsziele (Elsass, Schwarzwald, Pfalz) oder besuche von Vewandten/Schwiegereltern erreichen wir nur mit unserem Auto kostengünstig.

  42. Nico Meier

    Wie bereits gesagt wer an zentraler Lage mitten in der Stadt wohnen will oder kann, bei dem kanns durchaus gut gehen ohne Auto.

    In meinem Bekanntenkreis sehe ich, dass viele durchaus Stadtmenschen sobald sie Kinder bekommen gerne auf etwas mehr als 50-60qm wohnen möchten und gerne etwas mehr Natur anstelle der Abgase geniessen möchten nach Ferierabend und in der Freizeit. Bei uns in der Schweiz sind die Wege kurz da kann man sehr gut ländlich zu günstigen Preisen leben ohne total ab vom Schuss zu sein. Ländliches wohnen bedeutet für mich auch Früchte sowie Gemüse aus dem eigenen Garten. Natürlich kann man solche Produkte auch beim hippen Wochenmarkt oder im Feinkostladen für teures Geld kaufen. Aber selber gezogen und verarbeitet schmeckt mir besser.

  43. Thorsten

    Eben habe ich gesehen, dass der Posteingng voll ist mit Mitteilungen über den Einzug von Vorabpauschalen der ETF’s 🙁 🙁 🙁 Die ETFs kommen wohl im 4.Quartal aus dem Arsenal raus, ich mag keine Steuern im Voraus, bei denen ich im Nachgang hoffen muss, dass die abgezogenen Steuern wieder verrechnet werden. Das ist schlimmer als das Ausschütten von Dividenden (die das eingesetzte Kapital verringern, aber Cash erhöhen) , hier geht massiv Cash durch die Vorabsteuern vom Konto weg !

     

  44. Insider

    Wir wohnen auf dem Land und brauchen auch beide einen Pkw . 25km (ich) und 10 km (Partnerin) Arbeitsweg jedoch keinerlei ÖPNV Verbindung zu den Zeiten . Zudem sehr bergig, das heißt Fahrradfahren geht leider auch  nicht . Ich bin früher gut 8 km per Fahrrad gefahren,  da es morgens leicht bergab ging . Duschen kann ich nicht auf der Arbeit .

    Oft nutze ich die 25 min autofahrt pro weg , um Hörbücher bzw Podcast zu verschiedenen Themen zu hören oder denke in Ruhe nach . Ich sehe das nicht als komplett verlorene Zeit.

    Im Gegensatz zu A. Und Jenny nutzen wir günstige gebrauchte Kleinwagen. bei Kauf ~ 140.000 km  für circa 1500 €. Reparaturen werden durch eine freie Werkstatt günstig durchgeführt.  Im Schnitt 500 euro pro Jahr und Auto . Ich denke die Autos können wir so noch einige Jahre fahren (aktuell bei 200.000 und 160.000)  die Kosten halten sich in Grenzen und sind jedenfalls deutlich geringer als zur Miete in der Stadt zu wohnen .

     

    @ selbstständige lohnt es sich wirklich  ein Auto über die Firma zu leasen steuerlich usw ?

  45. sammy

    @thorsten

    hier geht massiv Cash durch die Vorabsteuern vom Konto weg !

    Wieviele Millionen hast du denn in deinen etfs?

  46. Thorsten

    @Insider Das Problem kommt, wenn man alt wird. Dann reduziert man auf ein Auto, am Ende kann aber keiner mehr Auto fahren, dann sitzt man in der Pampa und muss die sauer angesparte Hütte aufgeben, obwohl man  noch etliche Jahre lebt. Das sollte man im Auge behalten. Ich sitze zwar in der Stadt, aber wenn ich vielleicht irgendwann die Treppe nicht mehr hochkomme und die Kinder lange aus dem Haus sind, dann wird verkauft und in eine Wohnung um die Ecke gezogen (mit Aufzug falls kein Erdgeschoss) oder den Kindern hinterher, das machen ja auch viele, so der Plan.

  47. Thorsten

    @Kiev Wohnst Du etwa bei mir um die Ecke ? Situation ist bei uns ähnlich. Fahrrad ist meist schneller. Zwei Bushaltestellen lohnen nicht da gehen wir zu Fuß, Supermarkt zu Fuß, Wege kombinieren. usw.  Ist auch alles belegt „Wege bis zu …km sind mit dem Rad schneller“, deswegen hat die örtliche Regierung einen Fahrradanteil von 25% bis 2025 angepeilt. Das ist halte ich – mittlerweile- sogar für realistisch.

    Die drögen Köpfe, die automatisch ins Auto steigen, um 1 km zum Briefkasten zu fahren werden weniger. Auto fahren ist in der Stadt keine Freiheit, sondern Stress, wegen der Verkehrsdichte , der Parkplatzsuche. Wer mir erzählt, dass er zu Stoßzeiten gerne Auto fährt, dem ist nicht mehr zu helfen.

  48. Thorsten

    @DanielKA Wir haben mal einen Volkshochschulkurs über Pilze sammeln gemacht, nicht weit weg von KA. War echt klasse, bis zum dem Tag, an dem wir dann eine Exkursion machten. Treffpunkt irgendwo oben im Odenwald. Kein ÖPNV und mit dem Rad nicht wirklich zu erreichen. Ich hatte mein Auto abgeschafft, machte alles mit Rad und Anhänger, 2 mal am Tag fuhr ein Bus in das Dorf, aber  trotzdem waren die Mieten entsetzlich hoch.  Ich habe es damals doch bereut kein Auto zu haben, es gab keine Lösung außer vielleicht teures Taxi. Also fiel das für uns ins Wasser. Nahverkehr funktionierte dort sowieso eher theoretisch, z.B von einem Ort bis zur Bahnlinie/Banhof, aber nicht darüber hinweg in den nächsten Ort, die machen ihre eigene Buslinie und umsteigen war nicht vorgesehen. Vielleicht ist es heute besser ?!

  49. KievKiev

    @ Insider

    25 km ist eine weite Strecke. Es hängt auch von der Region ab, ob fahren mit dem Rad und / oder Auto Spaß macht. Ich würde auch lieber 30 min im KFZ fahren als eher 30 min darin gefühlt zu stehen. Auch wenn es dieselbe Zeit in Anspruch nimmt. Wenn es am Land nur Schnellstrassen gibt würde mir Radfahren dort auch keine Freude bereiten.

    Das E Moped / Roller oder was es alles gibt ist vielleicht auch eine Alternative. Berge stellen für Pedelecs heute vermutlich keine Schwierigkeiten mehr da. Vielleicht sieht es in der Schweiz anders aus…

    Schaue Dir mal ein paar betagte Senioren auf Pedelecs an. Die fahren auch knapp 25 kmh. Bei dem Tempo schwitzt Du kein bisschen solange die Batterie geladen ist. Die Unterstützung kann man meist einstellen.

    Ich bin einmal ein E Lastenrad gefahren. Das hat richtig Spaß gemacht. Voll beladen immer mit 25 kmh. Stehen ist hier aber tatsächlich schwierig aufgrund des enormen Gewichts. Ich hatte beide älteren Kinder an Board usw. Das ist vermutlich mit einem Motorrad zu vergleichen. Für meine Frau war es in dieser Form etwas unhandlich.

     

  50. June

    Hallo zusammen,

    wir haben ein Auto, und ich bin sehr froh es zu fahren. Das ist aber eine individuelle Entscheidung und inzwischen sicher keine finanziell geprägte. Früher wohnte ich 50 km von meiner Arbeitsstätte entfernt auf dem Land, ich war allein erziehend mit Kindern. Supermarkt, Arzt, Apotheke und Job waren nicht vor Ort, das Pensum das ich hatte geht nur mit Auto. Oder man selbst bleibt auf der Strecke.

    Inzwischen könnte ich mit dem öffentlichen Nahverkehr ins Büro fahren. Das kostet aber leider viel mehr als der Sprit im Monat und ich brauche die doppelte Zeit. Wäre die tägliche Arbeit und das Einkaufen im Supermarkt meine einzigen Ziele, könnte ich auf ein Auto gut verzichten. Für die paar Tage die ich für meine Vermietung ein Auto benötige könnte ich mir auch eins leihen, ebenso für den Urlaub. Was sich aber leider nicht vermeiden lässt, sind die regelmäßigen Fahrten zu meinen Eltern. Hin und zurück jeweils 150 km. Meine Eltern wohnen ländlich der Bus fährt 3-mal am Tag.  Es gibt Wochen, da fahre ich die Strecke gar nicht, dann ist plötzlich wieder etwas passiert und ich fahre 2-mal oder öfter in der Woche. Zuletzt hatte mein Vater eine OP, jetzt ist er in Reha. Nach der Reha fahre ich sicher jede Woche, da ich auch meine Mutter entlasten muss. Bisher war die Entfernung kein Problem, mit älteren Eltern wird sie es aber zunehmend.

    Vorschläge in Richtung, die Eltern können doch umziehen oder ich soll bitte umziehen sind nicht so einfach zu realisieren. Wo meine Eltern leben, wird mir niemand mein jetziges Gehalt bezahlen.  Und meine Eltern werden ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen.

    Was bleibt ist das Auto.

    Ähnliches gilt für meinen Lebensgefährten, nur sind die Eltern zum Glück etwas jünger als meine. Aber wenn wir uns da einbringen müssen ist dafür die Strecke weiter.

    Take care,

    June

     

  51. DanielKA

    @ Thorsten: Odenwald (Hessen und Bawü) ist schon etwas ab vom Schuss, dass würde ich jetzt aufjedenfall hinter Heidelberg als deutlich ländlich bezeichnen, z.B. bei Mosbach, Buchen etc.. Da ist der Pfäzerwald und Nordschwarzwald für mich näher. Die Preise müssten zumindest deutlich günstiger sein als Heidelberg/Mannheim/Karlsruhe, da braucht man aber mindestens 2 Autos.

    Wir wohnen in einem südlichen Stadtteil von Karlsruhe, von daher passt der ÖPNV für mich, aber ein Auto muss mit 2 Kindern sein. Dafür sind wir einfach zuviel unterwegs.

  52. Nico Meier

    @June

    Die Problematik mit dem Gehalt, das man auf dem Land nicht erhält oder gar mit Jobs die auf dem Land nicht angeboten werden haben wir in der Schweiz auch. Gewisse Berufe brauchts nur dort wo die grossen Firmen sind und diese sind nunmal in der Stadt und nicht auf dem Land.

    Daher muss man zwingend pendeln, wenn man über eine gewisse Qualifikation verfügt und trotztdem weiterhin ländlich leben möchte.

  53. M

    Tja, viel Wahres dran.
    Ich war in er Vergangenheit immer mobil mit KfZ, in den letzten Jahren sogar sehr überausgestattet. X5, Smart für die Stadt und Porsche für den Sommer.
    Im Grunde Quatsch, fahren kann man immer nur eins…. Den Power Smart (Brabus) möchte ich nicht mehr missen, der grosse ist trotz seiner > 10  Jahre und 250000 KM fit und fährt und fährt.
    Wie oben beschrieben, wenn die DInger einmal bezahlt sind kann man die Kosten deutlich überschaubar halten. OK, das hängt vom Modell ab, der X5 ist leider in einer hohen Typklasse und damit teuer.  Aber siehe oben – solange alles gut ist bleibt er, danach downgrade auf nen Golf oder so.

    Seitdem ich vermehrt hier und andere Blogs lese hab ich mich da sehr geändert. Momentan versuche ich den Porsche zu verkaufen (die Dinger sind zum Glück sehr wertstabil). Wobei das Herz da bei der Probefahrt immer schwer wird, macht schon richtig Spass 🙂 Den Weg ins Büro lege ich oft mit Fahrrad und ÖPNV zurück , dauert halt nur doppelt so lange, eine Strecke. Auto 35-40 mon. ÖPNV + Rad ca 80-90 min. 17 km brauchen halt ein paar Minuten, wenn dann noch die eine oder andere Ampel im Stadtverkehr rot ist….

    Ich habe eine Zeitlang in der Großstadt gewohnt, da war es kein Problem ohne Auto. Im Ruhrgebiet kann es auch funktionieren, ist aber hier und da deutlich auferndiger. Trotzdem versuche ich so oft wie möglich das Auto zu vermeiden und nutze mein Bike (und den neu erworbenen Anhänger). Im Winter schon hier und da etwas unangenehm.

    Ich kann nur jeden beglückwünschen der die Erkenntnis früh hat. Spart ne Menge Kohle und macht auch Spass.

  54. 42sucht21

    Ich erwarte, dass in ca. 30 Jahren die autonom-fliegende Drohne (von Uber/ Lyft o.ä.) ohne Verbrennungsmotor Realität ist. Immer mehr Menschen in der Stadt werden kein Fahrzeug besitzen oder das eigene Fahrzeug wird zum Geld verdienen losgeschickt während man selber auch arbeitet. Das könnte dann auch den Trend umkehren und das Leben auf dem Land wieder attraktiver machen. Ob BMW oder Tesla dann noch so existieren?

    Bei meinem letzten geschäftlichen USA Aufenthalt habe ich ausgiebig Uber kennen und schätzen gelernt. Einfach genial schnell, flexibel und günstig zu nutzen.

  55. A.

    @Insider

    Im Gegensatz zu A. Und Jenny nutzen wir günstige gebrauchte Kleinwagen. bei Kauf ~ 140.000 km  für circa 1500 €. Reparaturen werden durch eine freie Werkstatt günstig durchgeführt.  Im Schnitt 500 euro pro Jahr und Auto

    Richtig. Keinen Klein- oder Kleinstwagen. Allein aus Sicherheitsgründen nicht, außerdem fahren wir z.B. viel Autobahn und oft lange Strecken (Verwandte/Schwiegereltern besuchen). Da mag ich nicht (mehr) in einem Kleinwagen sitzen der bei jedem Wind und Auto was dran vorbeifährt wackelt wie noch was. Ich mag aber auch diese riesen Protzautos nicht (BMW X6 u.ä), zu unpraktisch und übertrieben.

    Ich war auch immer in der freien Werkstatt und ich hab sogar sehr viele Reparaturen, sogar größere (KGE wechseln, Ventildeckeldichtungen tauschen etc, bin kein Mechatroniker) selbst gemacht. Hilft nichts. Wenn deine Reparaturen 500 Euro pro Jahr pro Auto sind, dann reden wir hier vom Anfang vom Ende. So ging es bei mir auch los. 100er hier, 300er da, ach, komm, die 150 zahlen wir, dann fährt die Kiste weiter…. usw.

    Ne, also ich mach das nicht mehr. Weil ab einem Punkt sind die Kisten unzuverlässig. Klar man kann vorher verkaufen, solange sie funktionieren. Dann gehts wieder los: Die Sucherei , hinfahren (Zeitfaktor) und wenn man Pech hat erwischt man ein Schrottauto, wo man doch eine größere Reparatur machen muss.

    Was ich sagen will: Da die kosten nicht immer regelmäßig anfallen merkt man evtl.es nicht, aber man zahlt ganz schön was für Reparaturen + die Zeit  + Nerven und ist oft den Werkstätten ausgesetzt.

    Wieso dann nicht einen jungen Kleinwagen mit Garantie und wenig Kilometern und dann lieber (Teilfinanziert) und man hat Ruhe. Man kann es so finanzieren, dass man auch die 500 Euro im Jahr zahlt ;-).  Spaß.

    Außerdem zahlen wir für das alte Auto genauso viel Versicherung wie für das 20 Jahre alte Auto und es wurde bei dem alten Auto jedes Jahr mehr

    ! Jetzt haben wir noch die Vollkasko drauf, aber ist nun quasi ein rundum sorglos Paket und damit können wir beide endlich wieder in Ruhe zur Arbeit und uns nur auf die Arbeit konzentrieren was vielleicht irgendwann auch zu mehr Einnahmen führt durch gute Leistung *g*.

    Aber egal muss am Ende jeder selber entscheiden. Mit Kind und ohne Kind spielt dabei auch eine große Rolle. Zumindest war das jetzt bei uns so.

    Aber 1 Auto ist für mich Pflicht (Freiheit, Spontanität, alternative wenn mal wieder die Bahn streikt oder ausfällt oder wenn man mal irgendwo hinfahren will, wo die Anbindung nicht so gut ist).

    Gruß

    A.

  56. Thorsten

    Ich habe eben sehr ausgiebig die örtlichen Immobilienangebote studiert. Ich muss mich erst Mal hinsetzen, obwohl ich schon sitze. Man könnte auch sagen, ich bin kurz zusammengesackt ! (Analog zum Spruch : „Im Zimmer ist es dunkel, obwohl die Tür offen steht, aber das ist eine andere Geschichte…)

    Wahnsinn ! Es ist noch viel schlimmer geworden.

    Ich habe die Immos zum Teil erkannt, ich mache mir einen Spaß daraus die Grundrisse und Fotos anzuschauen und dann zu raten wo es ist. Oft kann man das anhand eines Außenbildes erkennen (wenn man wie ich viel zu Fuß unterwegs ist), insbesondere wenn Bäume, Straßenverläufe oder Parks zu sehen sind.

    „Ruhiges Viertel“, ja, aber die Autobahn ist 200 Meter weg. Ruhig gilt für das Viertel, aber nicht für die Wohnung. 585.000€ mit einer riesen Glasbauwand von Anno Tobak in der Außenwand des Wohnzimmers, das wird schön kalt im Winter.

    1,5 Zimmerwohnung, Altbau, mit Schräge, unter der Schräge der Herd ohne Abutg ( 😮 ) . 33 fache Jahresmiete als Kaufpreis, mit riesigem Wasserboiler von Anno Tobak  im Bad 😮  Da wohnt eine Familie mit Kind drin, ein Kinderzimmer gibt es nicht. Die Stromrechnung und Heizung wird zusammen teurer sein als die Miete.

    Neubauten 400.000 bis 800.000, Wohnungen von 50 bis 80 qm. Für Familien zu klein und zu teuer.

    Alte leerstehende Wohnungen werden gestrichen, renoviert mit teurer Küche ausgestattet und dann 100.000 draufgeschlagen scheint es. Der Makler wird trällern „Sie können sofort einziehen  !“

     

     

  57. DanielKA

    42such21: Wie immer bei solchen technologischen Entwicklungen würde das wieder zu mehr Verbrauch und mehr Konsum führen, weil es ja so bequem ist (Mal schnell heute Abend in die Oper nach Frankfurt fliegen) Der Energiebedarf steigt ja stetig bei jeder weiteren Innovation (wie auch jetzt durch die ganzen CloudeServer auf der Welt, seit die Konsumenten Ihre Unterlagen/Daten/Bilder von Google, Amazon, Apple und Co. speichern lassen.

    Glaube Tesla und BMW sehen das noch gelassen, können ja selbst einsteigen und wenn es mit dem Fliegen nichts wird gibt es immer noch autonome Autos. Und aufgrund der Bequemlichkeit wird mehr gefahren, auch von Personen die sonst gar nicht fahren könnten (Rentner, Kinder, Haustiere etc.)

    BMW kalkuliert ja selbst mit einer Haltbarkeit von maximal 2 Jahren pro Auto im Carsharing, die sind nicht blöd. Wenn ein normales Auto 95 % am Tag steht und 10 Jahre hält muss ein dauerbelastetes Auto entsprechend schneller ausgetauscht werden. Siehe anlalog Mietwagen, die ja auch keiner hinterher will, weil kein Kunde auf das gemietete Auto aufpasst (aka Kaltstarts, Drehzahlen etc.).

     

     

  58. Thorsten

    Fliegen in der Stadt ist energetischer Unsinn, Fahrzeuge mit Rädern eigentlich noch zweite Wahl. Schienengebunden wäre was autonomes Fahren angeht erste Wahl (Fahrerlose Ubahnen gibt es bereits).

    Über autonom fahrende Vehikel könnte man viel besser reden, wenn in den Straßen Stromleitungen zur Navigation, ggfls. kontinuierlichem Laden  unter dem Belag verlegt werden anstatt krampfhaft im ersten Schritt zu 100% mit Kameras und Sensoren in beliebige Gassen fahren zu wollen und das Fahrzueg immer wieder irgendwo aufladen zu müssen.

    Evtl. eine Kombination : schnelleres Fahren auf dedizierten Routen, langsameres Fahren mit echt autonomen Fahreigenschaften sobald in Nebenstraßen abgebogen wird, um einen nahe der Haustür abzusetzen.

  59. thomas

    @Thorsten:

    Wahnsinn ! Es ist noch viel schlimmer geworden.

     

    aktuell ist die Inflation höher als der Bauzins. D.h die Inflation bezahlt einem die Hypothek. Es ist also völlig egal was die Immobilie kostet (überspitzt ausgedrückt 😉 ). Ich könnte mir vorstellen, das wird noch deutlich krasser.

    Außer es ändert sich etwas an dem Verhältnis. Vielleicht nie.

  60. Michael Klaffke

    @Thorsten

    Ich glaube immer mehr, dass meine Wohnung im Rhein-Main-Gebiet mit 2000€ / qm ein schnapper war. Küche und Waschmaschine inkl. und ohne Makler.

    Ok das Haus ist nicht das neuste, aber es wohnen viele Eigentümer darin. Bis auf das Dach oder Fassadendämmung ist alles erneuert worden. Rücklagen bestehen auch noch ordentlich. Sollte passen.

    Habe die 17,5 fache Jahresmiete bezahlt, wenn ich die ungefähr erzielbare Kaltmiete annehme.

    -M

  61. Daniel

    @Kiev:

    Wenn man außerhalb der Stadt wohnt aber nicht zu weit von der Arbeit entfernt ist kann man auch sehr gut ein Pedelec verwenden. Hier kannst Du normale Radwege verwenden. Bin nicht sicher ob das mit dem E Moped erlaubt ist. Manche Städte haben bereits sehr schöne Radwege. Außerdem musst Du die Zeit auf dem Rad etwas anders betrachten:

    KFZ: 30 min im Mittel rein verschwendete Lebenszeit

    Fahrrad: 20 min leichtes Bewegungsprogramm für 20 min Zeit

    E Moped: 12 Minuten verschwendete Lebenszeit.

    Mit dem E Moped sparst Du täglich 16 Minuten Zeit gegenüber dem Rad, aber Dir entgehen auch 40 Min routinierte Zeit für Bewegung. Es ist sicher eine gute Wahl wenn man noch weiter weg wohnt, aber alle Entfernungen, die man (noch?) fahren kann sollte man selbst fahren.

    Das ist zwar alles sehr lobenswert, aber es ist nunmal ein Korsett das man nicht allen überstülpen kann, darf und sollte sondern im Wesentlichen auch vom persönlichen Lebensstil abhängt.

    Das fängt beim Einkauf an, ich bin nicht der Typ der für jede Kleinigkeit ins Dorf fährt, dafür bin ich einfach zu faul. Ich fahre 1x die Woche, manchmal auch nur jede zweite Woche zum Supermarkt, packe den Kofferraum voll, halte beim Rückweg beim Getränkeladen und lade mir 4 Kästen Wasser in Glasflaschen  ein (bitte keine Diskussion um Leitungswasser). Damit ist das Thema für mich abgehakt.

    Für dich ist das Pendeln verschwendete Lebenszeit, kann man so sehen, muss aber nicht. Fahre ich mal mit dem Auto zur Arbeit (wenn die Bahn mal wieder streikt), dann bin ich in ca. 35 statt in 45-50min (ÖPNV) dort. Die Zeit ist auch nicht verschwendet sondern ich höre unterwegs Finanzblogs. Auch im Zug ist diese für mich nicht verschwendet sondern da schlafe ich entweder oder lese ein Buch was ich sonst zuhause lesen würde.

    Für dich ist die Fahrt mit dem Rad ein Training, für mich ist es erstmal verschwendete Zeit, denn es kekst mich immer an wenn man gleichzeitig andere Mittel hätte mit denen man mitunter deutlich schneller an der Arbeit wäre. Und 36km Wegstrecke zur Arbeit legt man nicht mal eben zurück, das kann ich aus eigener Erfahrung schon sagen, da ich früher mal ein paarmal mit dem Rad dorthin gefahren bin.

    Ich mag schon kleinste Verspätungen von Zügen überhaupt nicht. Training ist für mich etwas was ich bewusst entscheide und dann eher in meiner Freizeit mache und nicht vor der Arbeit wo mich jede Verzögerung vor dem Einstempeln davon abhält früh wieder abzuhauen. Auch habe ich in der Vergangenheit mehrfach versucht durch mein Klapprad den letzten Stück der Wegstrecke mit dem Rad statt mit dem Bus zurückzulegen. Hat sich erübrigt, denn im Sommer war es mir zu warm, im Frühjahr und Herbst zu windig und und im Winter zu kalt und zu nass. Mit anderen Worten, es ging mir ständig auf die Nerven.

    Ich jogge zwar bei Wind und Wetter, weiss aber das auch das in meiner Freizeit passiert und am Ende eine warme Dusche auf mich wartet und nicht ein voller Arbeitstag.

    Die Entscheidung mit dem ÖPNV zur Arbeit zu fahren hat rein wirtschaftliche Gründe. Pro Tag würde ich ca. 8 Liter SuperPlus verfahren was inkl. Verschleiß ca. 16€/Tag und somit ca. 250€ pro Monat kosten würde bei 1 Tag Homeoffice pro Woche. Demgegenüber stehen lediglich 100€ Kosten für das geförderte Bahnticket.

    Mit einem E-Auto kippt allerdings die Rechnung. Diese verbrauchen ca. 22kw/h pro 100km, was bei mir dann ca. 17kw/h betragen würde am Tag. Das wären ca. 5€ Stromkosten, sagen wir 6€ mit Verschleiß, und somit genauso teuer käme wie das Bahnticket. Die Chance steht sogar relativ gut, das unser Arbeitgeber zukünftig kostenlose Ladestationen auf dem Parkplatz aufstellt.

    Das E-Auto kostet natürlich auch was, aber es wären „eh da Kosten“, da nach dem Ausfall meines jetzigen Autos (was wie gesagt hoffentlich noch ein paar Jahre hält) ohnehin ein neues angeschafft würde.

    @_M

    Mich würde interessieren:

    -Welche Autos sind denn in Summe am günstigsten auf ca 9000km fahrleistung im Jahr

    – spartipps allgemein, gern

    -gibt es eine Übersicht?

    Bei deiner Fahrleistung ist der Verbrauch nahezu irrelevant, es käme eher darauf an welches Fahrzeug bei Dir günstig zu versichern ist, wenig kostet und gute Pannenstatistiken hat. Die Pannenstatistik sollte dein erster Anlauf sein, anschließend die Wagen die als Gebrauchte gut abschneiden mit dem Fahrzeugwert (z.B. Mobile) vergleichen und mit der Liste der günstigsten zu diversen Versicherern gehen und fragen was diese in der Versicherung kosten. Da Diesel eh nicht in Frage kommt (zu wenig Fahrleistung) wird es eh kein großer Klotz bei der Steuer sein sondern wenn überhaupt bei der Versicherung.

  62. Thorsten

    Wie lange halten die Akkus von E-Autos ? Das Thema wird in den Medien kaum behandelt. Wenn das so wie bei Lithium-Akkus von Laptops ist, dann Gute Nacht. da ist schon nach 2 Jahren so viel weg und nach 4 Jahren krepelt man an 40% Kapazität rum, sodass man freiwillig austauscht. Bei Handyakkus ist es ähnlich, nach 2 Jahren merkt man es – spätestens. Ist der Akku nicht tauschbar, dann großer Mist.

  63. Florian HFlorian H

    Auf ein Auto kann ich leider nicht verzichten. Meiner ist 10 Jahre alt und ist immer noch Tip Top. Hatte zum Oktober letzten Jahres meine Versicherung gewechselt und dadurch nochmal eine Menge Geld gespart. Bin jetzt bei der AllSecur (Allianz Tochter).
    Zur Arbeit fahre ich nur 20Minuten ganz entspannt über die Autobahn. Das geht. Alles über 40KM Weg zur Arbeit wäre für mich ein hoher Stressfaktor und Zeitraub. LG

    Wenn ich mal irgendwann frei sein sollte, werde ich definitiv auf ein Auto verzichten. Auf jeden Fall hat man dann weniger Stress.

  64. Calo

    Hallo Tim,

    ich kann Dir hier in allen Punkten recht geben. Ein Auto ist wirklich ein unheimlich teueres Vergnügen. Ich lebe in Berlin und habe mein Auto vor vier Jahren verkauft. Das hätte ich schon viel früher tun sollen. Ich behielt es aus sentimentalen Gründen. Ein teurer Fehler wie sich bald herausstellte. Es war ein schwarzer 1er BMW. Ein Geschenk meiner Eltern als ich mein Studium abgeschlossen habe. Für meinen Vater hatte das Auto immer einen immens hohen Stellenwert. Ich wollte durch den Verkauf nicht die Gefühle meiner Eltern verletzen. Als ich dann 2011 nach Berlin gezogen bin, stand es nur auf der Straße und bekam tagtäglich mehr Kratzer, Dellen und verlor an Wert. Ich benutzte es vielleicht nur ein bis zwei Mal im Monat. Die Kosten für Versicherung, Inspektion etc. liefen natürlich weiter. Beim Verkauf habe ich dann nur noch einen Bruchteil des Anschaffungswertes bekommen. Ich habe dadurch rückblickend so viel Geld unnötig verbrannt. Aber es ist wie es ist. Sich zu ärgern hilft einem nicht weiter. Wichtig ist, den Sachverhalt zu erkennen und zu optimieren. Ich vermisse das Auto überhaupt nicht. Im Gegenteil: Es ist als fällt eine Last von einem.

    In Berlin nutze ich ausschließlich die öffentlichen Verkehrsmittel. Kürzere Strecken lege ich mit dem Fahrrad zurück. Rad fahren mochte ich früher nie besonders. Mittlerweile möchte ich es nicht mehr missen. Ich habe eine kleine Firma und habe meinen Arbeitsmittelpunkt in mein Arbeitszimmer in meine Wohnung verlegt. Es gibt Menschen, die können nicht gut von zu Hause aus arbeiten. Ihnen fehlt der Kontakt zu anderen Menschen, der Weg zur Arbeit, etc. Zumindest sind das immer die Argumente wenn die Sprache auf dieses Thema kommt. Das muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden. Während meiner Ausbildung bin ich von einem kleinen Ort in Mittelhessen täglich nach Frankfurt am Main mit der Bahn gependelt. 1,5 Stunden von Tür zu Tür in der einfachen Strecke. 3 Stunden pro Tag. Fünf bis sechs Mal pro Woche. So viel verlorene Zeit. Irgendwann kann man das Argument, die Zeit durch lesen sinnvoll zu nutzen, auch nicht mehr gelten lassen. Die Pendelei belastete mich von Monat zu Monat mehr sodass ich mir irgendwann geschworen habe immer in die Nähe meiner Arbeit zu ziehen, wann immer das möglich sein sollte.

    Ich verfolge Deinen Blog und deine Videos auf Youtube seit etwa 10 Monaten und muss wirklich sagen, dass ich in dieser Zeit wirklich unheimlich viel von Dir gelernt habe. Ein großes Dankeschön dafür! Du und diese Community hier seid für mich eine große Bereicherung und (für mich) wahrscheinlich die Entdeckung des vergangenen Jahres 2018! Nachdem ich nun schon so lange mitlese, wollte ich das hier mal Kund tun 😉 Viele Grüße aus Berlin, Calo.

  65. -M

    @ Daniel
    Danke für deine Einschätzung. Pannenstatistik ist eine gute Idee.
    @Thorsten

    Was passiert überhaupt auf der Autobahn im Winter, bei Stau? Gute Nacht ihr elektrofahrer ahahahah

    -M

     

  66. 42sucht21

    @DanielKA

    Ja, die Mobilität wird weiter steigen. Aber der Zeitfaktor kommt dann natürlich irgendwann wieder ins Spiel. Wenn man in 30 min doppelt so weit pendeln kann wie bisher, dann erhöht sich eben dann der Aktionsradius.

    Bezüglich der Haltbarkeit / Nutzerverhalten hinkt der Vergleich mit Mietwagen. Es steuert beim autonomen Fahren ja alles der Besitzer über seine Zentralcomputer-App. Es ist also egal wer drinsitzt. Es werden weniger Fahrzeuge benötigt aber die einzelnen öfter genutzt. Ich glaube schon, dass das Einbußen bei den Absatzzahlen mit sich bringen wird die man dann anders kompensieren werden muss.

    Ob man in 50 Jahren noch einen Führerschein kennen wird?

  67. DanielKA

    @ M und Thorsten

    Die Akkuproblematik ist bisher ungelöst, und das in der Attacama-„““Wüste““ täglich kostbare 21 Millionen Liter Wasser verbraucht werden um, dass Lithium aus den unteren Gesteinsschichten rauszudrücken ist umweltmäßig ein SuperGau. Eine ehrliche Umweltbilanz wäre ziemlich ernüchternd für Tesla und Co.

     

  68. Jens

    Kurz und knapp: Nö, werde nicht aufs Auto verzichten. 😉

    Wir haben zwei Autos und ich möchte keins missen. Ich hasse ÖPNV und die wenigsten unserer Ziele sind sinnvoll mit dem Fahrrad erreichbar. Wocheneinkauf ohne Auto ist bestimmt auch super.

  69. 42sucht21

    @Gute Nacht ihr elektrofahrer ahahahah
    Hat man das nicht auch gesagt als Bertha Benz vor 130 Jahren alleine von Mannheim nach Pforzheim fuhr und das Benzin in der Apotheke kaufen musste. Danach hat man eben Tankstellen als Lösung gefunden. Da wird nach dem Verbrennermotor schon noch was kommen.

    @ehrliche Umweltbilanz

    für die Benzin & Dieselgewinnung wäre aber auch ziemlich ernüchternd für die aktuellen Hersteller wie BMW und Co.

    @Akkuproblematik

    Tesla gibt 8 Jahre bzw. 160.000 – 200.000 km Garantie (je nach Modell) und 70% Kapazität. Auch muss nicht das ganze Akku getauscht werden sondern oft nur einzelne Reihen.

  70. Thorsten

    @Michael Kaffke

    Das war ein Schnapper. 17,5 fach. Da die Mieten steigen, der Kaufpreis im Nachhinein nicht mehr, steigt die Rendite bei jeder Erhöhung, das ist nur eine Frage der Zeit. Rücklagen sollten gebildet werden, dann gibt es kein böses Erwachen bei Dach oder Fassade. Mieten unbedingt nach geraumer Zeit anpassen, siehe nächster Absatz.

    Ich habe eine Jahresmiete durch Teilrenovierung ausgesetzt und eine zweite wegen Dachsanierung (beides nach 20/ 30 Jahren). Dann ist wahrscheinlich auch wieder 20 oder 30 Jahre Ruhe im Karton.

  71. -M

    42sucht21

    Geht das Benzin aus, kann ich da was nachfüllen. Geht mir der Saft aus im Winter auf der Autobahn im Stau, hab ich ein richtiges Problem 🙂

    weiß nicht was da technologisch kommen soll? Ein Generator im Kofferraum der dann mit Hilfe von Diesel Strom erzeugt, um die Batterie neu zu laden, wäre eine witzige Vorstellung 🙂

    -M

  72. DanielKA

    Ein Problem ist gerade, dass E-Antriebe vorallem für schwere Fahrzeuge gut geeignet sind. Die Tesla Akkus wiegen 750 KG. Kleinwagen wären damit erstmal tot und es würde weiter in die Richtung BIG-SUV gehen.

    Sieht man auch an den neuen Vorzeigemodellen Audi E-Tron und Mercedes EQ.

    Für 2.000 EUR Anzahlung kann man sich einen E-Tron reservieren lassen, Basispreis schlappe EUR 79.800. Mit Ausstattung rollen die dann für 100 K vom Händler.

    Das reicht nicht für eine massive Wende zu E-Mobilität.

     

     

  73. 42sucht21

    Ich dachte der E-Tron und EQ werden angeboten weil man die SUV-Welle mitsurfen möchte und sich mit den Absatzzahlen etwas Zeit kaufen möchte für die Entwicklung richtiger Autos. Die beiden genannten werden ja auch wieder zu über 90% Firmenfahrzeuge werden bei denen das Flottenmanagement eben die CO2-Richtlinien einhalten möchte. Also keine echten Autos für den freien privaten Markt.

    Das kleinere Autos gut elektrisch gehen zeigt ja beispielsweise e.GO.

  74. Fit und Gesund

    Erstmal Jedem das Seine 🙂   und mir bisschen mehr

    meine Ausstattung: 2 gesunde Füsse, 1 Velo, passende Kleidung, 1Hackenporsche, das funktioniert in ländlicher Umgebung aber mit 1A Infrastruktur, es gibt für den Notfall ein teures Taxi, kommt nicht so oft vor.

    Arbeitsweg einfach: 3km, also super, bei Schnee oder Glatteis laufe ich, auch spät abends bis ungefähr 23:30.

    Radfahren ist nicht völlig ungefährlich, ein Kollege von mir wurde im Kreisel angefahren, eine Nachbarin bei einer Tankstelle.

    Ich benutze auch den Bus wenn ich in die Stadt fahre, mit Tageskarte, da kann ich jede Buslinie benutzen, ich plane meine Route im Voraus. Ich bin unempfindlich was Ästhetik und Geruch meiner Mitreisenden angeht, vor ansteckenden Krankheiten fürchte ich mich niemals, ich hatte auch noch nie Flöhe, Läuse, Krätze, TBC, Pest und Cholera auch noch nicht,

    an die Ängstlichen, was wenn Ihr selber mal krank seid? Ich stelle mir gerade vor wie es wäre wenn sie einen hustenden Patienten auf meine Station karren und der Arzt zu mir sagt „eh da kommt Einer der hustet, lass uns schnell abhauen“

    Lustig ist es im Bus auch wenn es eng wird, 2x Rollator und 3 Kinderwägen, aber musste noch nie Jemand an der Haltestelle stehen bleiben, warum Manche auch mit diesen Veloanhängern in den Bus müssen erschliesst sich mir nicht so wirklich. Ich liebe es im Bus die Leute zu beobachten 🙂

    wiegesagt, Jedem das Seine 🙂 man sollte tolerant sein.

     

     

  75. Smyslov

    Als junger Mann in den sechziger-Jahren war für mich natürlich, wie damals

    üblich, das Auto das große Ziel. Ich bin über 40 Jahre Auto gefahren, ja ich habe

    mir auch immer eingeredet, daß es ohne  nicht geht. Die letzten Jahre meiner

    berufl. Tätigkeit hatte ich dann endgültig die Schnauze voll und schaffte das

    Auto aus Überzeugung ab. Meine Entfernung zur Arbeit betrug 18 Km einfach.

    Fortan fur ich mit dem Rad zur Arbeit , bei fast jedem Wetter. 2 mal pro Jahr

    nahm ich im Schnitt ein Taxi. Zuerst dachte ich, ich schaffe das nicht, weil ich

    im Januar begann. Nach etwa einem Jahr war ich derart fit, daß ich nicht mehr

    darauf verzichten wollte. Ich habe diese Zeit an sich schon fast vergessen, da ich

    seit einigen Jahren finanz. frei bin. Hätte ich es noch einmal zu tun, dann würde

    ich von Anfang an auf ein Auto verzichten, zumal bei den heutigen Verkehrs-

    verhältnissen. Ich fahre ca 6000 Km jährl. mit dem Rad, benutze die Bahn,

    das Flugzeug u. geleg. ein Taxi, mitunter gehe ich auch zu Fuß. Während ich

    lesend mit 200 durch den Gotthardtunnel Richtung Adria rausche , stauen

    sich regelmäßig draußen die Autos. Oft fahre ich mit dem Rad zum Aldi, sehe

    dort die Muttis mit großen Geländewagen aufkreuzen , weil da vielleicht die

    Milch 3 C ent billiger ist. Ehrenamtlich leite ich noch Projekte an Schulen.

    Wenn ich dort mit dem Rad an den vielen Autos vorbeifahre, mit denen die

    Muttis die Kids abholen, kann ich nur grinsen. Übrigens, Fitnesstudio brauche

    ich auch nicht. Aber jeder wie er mag.

  76. Finu

    Singles, Paaren ohne Kinde benötigen kein Auto. Das würde für die Umwelt schon einiges helfen, jedoch nicht für die Wirtschaft.

    Familien benötigen hingegen schon ein Auto. Die meisten Videos oder Beiträge die ich mitbekommen habe, stammen von kinderlosen. Den Stress mit Kind nicht von A nach B zu kommen, ist höher als ohne Auto. Also komplett entgegen gesetzte Richtung 🙂

  77. Bruno

    Ich sehe das Auto bewegt, enorm viele Kommentare, der Blog von Tim wächst 🙂

    Ich habe noch einen uralten Hond, der aber selten bewegt wird. Zur Arbeit gehe ich zu Fuss, auch einkaufen. Das Auto brauche ich nur für Kundentermine, wenn es nicht anders geht. Wer ein Prestigeauto erwartet, soll halt zur Konkurrenz, die sind die Falschen.

    Ich muss zugeben, Mitte 20 war ich auch noch ein Autofan, aber ich hatte meine Gelüste zum Glück im Griff und nie ein extremes Clownauto gekauft. Die Erleuchtung kam dann aber, wo mal geblitzt wurde (Autobahnzubringer, also nicht wirklich Raser, eher Schikane), aber war gut, ich musste mich 2 Monate zu Fuss bewegen. War eine Umstellung aber positiv, mir ging es besser, Nackenschmerzen lösten sich von alleine, ich war ruhiger als vorher. Seit daher versuche ich möglichst aufs Auto zu verzichten, geht nicht immer 100% aber die wichtigsten Dinge wie zur Arbeit oder Einkauf geht prima, ich amüsiere mich auch immer wieder wenn der Kampf um die letzten Parkplätze beginnt.

    Ein Beispiel (gäbe noch andere) wie man die Not zur Tugend machen kann (nicht falsch verstehen ich sage jetzt nicht sich blitzen lassen 😀 aber das Auto einfach mal stehen lassen, zu Fuss bekommt man generell auch einfach mehr mit vom Leben und wird gelassener, vielleicht auch weil man keinen Stau mehr hat oder sich über irgendwelche Idioten aufregen muss im Verkehr).

  78. Thorsten

    @Finu wir wohnen in Hamburg  und den Fall, dass wir irgendwo ohne Auto mit den Kindern nicht hinkamen gab es nicht. Im Auto zanken sie entsetzlich vor Langweile,  wo kommt die Vorstelling her, dass das mit Auto stressfreier wäre ? Wenn sie aktiv bewegt sind ist die Langweile geringer und der Stressfaktor auch . Ich wundere mich. Vielleicht sind es Eltern mit einem Einzelkind, die das als stressfreier empfinden, viel Spaß bei mehr im Auto !

  79. Bruno

    @Thorsten Es braucht eben ein integriertes Video- und Gamingsystem in den Kopfstützen, so werden die Kinder mit elektronischer Unterhaltung berieselt und „ruhig gestellt“.  Habe neulich auch Eltern beobachtet, wie sie dem Kleinkind beim einladen ins Auto zuerst das Tablet, Handy etc. entfernen mussten mit Geschrei und danach die ganze Installation im Auto starten mussten, damit es gleich wieder ruhiggestellt war.

  80. KievKiev

    @ Daniel

    Den Beitrag hatte ich auf Niels bezogen. Es kommt ja immer auf die örtlichen Gegebenheiten an. Du kannst nur versuchen ganze Tage für die Heimarbeit zu bekommen. Ansonsten gibt es vielleicht einen anderen Job oder einen anderen Wohnort oder Du könntest antizyklisch arbeiten gehen und so Zeit sparen. Ich bin meistens um 6.30 Uhr bei der Arbeit. Ich bin allerdings in 10 Minuten dort.

    Oder Du reduzierst die Stunden, so dass Du einen Tag sparen kannst und gehst falls notwendig einem lokalen Job oder Selbstständigkeit nach. Du hörst auf dem Weg Podcast. Das ist natürlich eine Verbesserung. Bei einem 10 minütigem Weg zur Arbeit kann man beispielsweise bereits um 15 Uhr einen Podcast in der Hängematte hören. Im Sommer jogge ich auch manchmal 1h vor der Arbeit. Dann erscheine ich dort erst um 07.30 Uhr. Auch kein Beinbruch…. und ich habe schon viel erreicht wenn andere den ersten Kaffee trinken.

    Das sind alles Punkte, die man bei zukünftigen Entscheidungen mit berücksichtigen kann. Ich hatte einmal nach einem anderen Job gesucht. Die lokalen Bedingungen sind allerdings so gut, dass es keine freiwillige Alternative gibt.

    Vielleicht gibt es bei Dir in der Stadt auch einen anderen Arbeitgeber bei den Du 2 Tage die Woche Heimarbeit machen kannst. Ich bin selbst kein Fan von Nahverkehr. Das dauert mir zu lange und man muss immer warten. Mit dem Rad geht alles viel schneller und einfacher. Wasserkästen kannst Du auch anliefern lassen, wenn Du sie nicht missen willst. Es ist sehr viel möglich.

  81. KievKiev

    @ All

    Zu viert ist eine Urlaubsreise mit dem KFZ natürlich wunderbar. Flugtickets müsste man auch für alle kaufen und mit der Bahn ist je nach Gepäck auch nicht leicht. Ein KFZ zu leasen oder Carsharing ist nicht teuer. Ich habe es exakt für meinen Fall berechnet. Bei den Leasing ist die Schweizer Vignette z.b. im Preis mit drinnen. Das KFZ ist in sehr gutem Zustand und wenn etwas passiert ist es nicht mein Problem. Zumindest nicht in dem Maße wie bei einem eigenen KFZ.

    Ich habe heute ein bisschen viel Pro Fahrrad und gegen KFZ geschrieben. Das rächt sich doch gleich. Meine Frau hat heute den Wagen genommen. Er steht jetzt noch bei der Arbeit. Die Batterie ist vermutlich leer. Kann ich mich die Tage drum kümmern. Da freue ich mich schon richtig drauf. Mein Fahrrad habe ich einmal mit kaputten Schloß nach Hause getragen. Für das KFZ reichen meine Kräfte leider nicht aus.

  82. Heinz Thom

    Wie lange halten die Akkus von E-Autos ? Das Thema wird in den Medien kaum behandelt. Wenn das so wie bei Lithium-Akkus von Laptops ist, dann Gute Nacht. da ist schon nach 2 Jahren so viel weg und nach 4 Jahren krepelt man an 40% Kapazität rum, sodass man freiwillig austauscht. Bei Handyakkus ist es ähnlich, nach 2 Jahren merkt man es – spätestens. Ist der Akku nicht tauschbar, dann großer Mist.

    Tesla überlegt sich wie man die Akkus weiter verwenden kann, nachdem das Auto aus Altersgründen verschrottet wurde. Die Akkus sind sicher nicht mit dem Schrott in Handys zu vergleichen und laufen locker 300000km ohne viel Kapazität verloren zu haben.

    https://www.nzz.ch/mobilitaet/auto-mobil/tesla-akkus-halten-laenger-als-erwartet-ld.1378084

    https://www.youtube.com/watch?v=m1lIrG5MCHw

  83. Heinz Thom

    Wie lange halten die Akkus von E-Autos ? Das Thema wird in den Medien kaum behandelt. Wenn das so wie bei Lithium-Akkus von Laptops ist, dann Gute Nacht. da ist schon nach 2 Jahren so viel weg und nach 4 Jahren krepelt man an 40% Kapazität rum, sodass man freiwillig austauscht. Bei Handyakkus ist es ähnlich, nach 2 Jahren merkt man es – spätestens. Ist der Akku nicht tauschbar, dann großer Mist.

    Tesla überlegt sich wie man die Akkus weiter verwenden kann, nachdem das Auto aus Altersgründen verschrottet wurde. Die Akkus sind sicher nicht mit dem Schrott in Handys zu vergleichen und laufen locker 300000km ohne viel Kapazität verloren zu haben.

    https://www.nzz.ch/mobilitaet/auto-mobil/tesla-akkus-halten-laenger-als-erwartet-ld.1378084

    https://www.youtube.com/watch?v=m1lIrG5MCHw

     

  84. chn

    Mein erstes eigenes Auto hatte ich erst nach dem Studium. Bis dahin hatte ich ja immer das Semesterticket. Jetzt wohne ich fußläufig zur Arbeit, habe aber halt das Auto vor der Tür stehen und werde nachdenklich.. denn ich vermisse mein Semesterticket. Ehrlich gesagt finde ich das Auto eher lästig und ich fühlte mich mit dem Semesterticket freier.

  85. June

    Natürlich spaltet das Auto die Menschen.

    Den Luxus des 2. Autos hatten wir als Familie immer nur kurzfristig. Einmal um die Jahrtausendwende für 2 Jahre und jetzt die letzten 2 Jahre. Mit den Kindern bin ich, wenn es möglich war immer zu Fuß gegangen. Als sie noch klein waren, haben wir aber auch in der Stadt gewohnt. 300 Meter zum Kindergarten und 600 Meter zur Straßenbahn.

    Zu einer meiner ersten Arbeitsplätze bin ich täglich 2 km gelaufen. Da kommt man entspannt an. Leider war es aber nach der Kinderpause damit vorbei.

    Wir sind dem Job meine Exmannes hinterhergezogen. Und hatten dann 1 Jahr eine Wochenendbeziehung, mit 2 Wohnungen und 2 Autos. Als wir nach langem suchen endlich eine passende Wohnung gefunden hatten, war diese in einem kleinen Ort. Supermarkt, Schule, Ärzte alles am anderen Ende, Kinderarzt und Zahnarzt Fehlanzeigen. Die S-Bahn war geplant und wurde realisiert als ich sie nicht mehr brauchte. Trotzdem hatten wir nur ein Auto, nachdem die Wochenendpendlerkarre ihren Geist aufgegeben hatte.

    Mr. Juni hatte 15 Jahre kein eigenes Auto. Es war in der Großstadt nicht notwendig und in England in der kleinen Stadt in der er 3 Jahre lebte konnte man als Festlandeuropäer sowieso alles zu Fuß erreichen.  Okay, die Ureinwohner waren der Meinung, 3 km seien eine kleine Weltreise und diesen Weg könne man nur ab und an, so höchstens 2 Mal im Monat auf sich nehmen. Kein Witz, es kommt wirklich auf die innere Einstellung an. In unserem Lieblingsrestaurant am anderen Ende der Promenade, wollte man uns für die 20 Minuten Fußweg nach Hause auch immer ein Taxi rufen. Und konnte gar nicht verstehen, dass wir diesen weiten Weg freiwillig laufen.

    Nur einmal die Woche, wenn ich einkaufen gegangen bin, habe ich entweder den nicht genutzten Firmenwagen aus der Garage geholt oder für den Rückweg ein Taxi genommen. Denn einen Hackenporsche hatten wir nicht.

    Take care,

    June

  86. Sanja

    Ein leidiges Thema. Viele junger Menschen Träumen von einem Auto. Das kaufen an sich ist nicht schwer und teuer, der Unterhalt und damit die Jahrelange Sorge ist das teuerste.

    Und wenn es da draußen einige Menschen gibt, die ihre Autos mehr Lieben als die Familie, ihr letztes Geld in die Schönheit reinstecken, find ich sowas ganz traurig. Besonders bei denjenigen die dann sagen „meine größte Errungenschaft ist mein Auto“.

  87. Alina

    Hallo liebe Leute , lese hier schon oft still mit, kann nur sagen das mir die kuhmunity mich in meinen Beschluss gestärkt hat mein Auto zu verkaufen. Adios kosten und Stau, willkommen finanzielle Freiheit und Gesundheit. Ich kann nur für mich sprechen. Lieber mit dem Fahrrad zum Strand als mit dem Mercedes zur Arbeit. Danke und allen anderen viel Erfolg ob mit oder ohne Auto. PS wenn ich es nicht durchhalte ohne Auto dann gibt es ja immer noch genug Autos auf der Welt um eins wieder zu beschaffen. Ist ja nicht alles in Stein gemeißelt. Trotzdem Versuch macht Klug.

  88. a g

    Das Auto ist ein Geldgrab; dem stimme ich vollkommen zu -aber für gefühlte 90% der Bürger ist das Auto ein Statussymbol mit dem man zeigen muss was man hat.

    Ja zeigen was man hat; aber moment mal – das war vielleicht in den 60/70ern noch so, als ein Privatmann für ein Auto kein Kredit bekam und sich einen Wagen tatsächlich ersparen musste.

    Heute zeigt man m.M.n. mit einem „zu großen Wagen für seine Verhältnisse“ (und das sind sei doch meist; was braucht ein Azubi einen 3er BMW?, was eine Hausfrau ein SUV? ) nur einen „zu kleinen Intellekt“ – denn wem gehören in Deutschland wohl die meisten Autos? Richtig – nicht dem Bürger, denn selbiger macht sich lieber zum Sklaven, sondern der Bank.

    Meine Wende im Bezug auf Fahrzeuge begann vor ~8 Jahren, ich verkaufte meinen damaligen Kleinwagen da ich für 2 Jahre eine Vollzeitschule besuchen würde und es dort günstiger war ~8 km (eine Strecke) mit dem Rad zum Bahnhof zu fahren und von dort  ~70 km zur Schule zu pendeln.

    In den 2 Jahren habe ich gemerkt wie viel Kohle ein Auto eigentlich frisst.

    Nachdem ich nach den 2 Jahren Vollzeitschule eine Stelle ~6 km (eine Strecke) von meinem Wohnort gefunden habe, habe ich mir kein Auto angeschafft sondern nur gedacht „Na probieren wir es mal aus, die letzten 2 JAhre ging es auch ohne Auto“. Und nun?

    Seit 6 Jahren fahre ich tagtäglich bei Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit. Falls ich irgendwo doch mal eins brauche kann ich die Termine so legen, dass meine Frau (sie arbeitet auch vollzeit, hat aber 25 km (eine Strecke) zur Arbeit und eine absolut schlechte ÖPNV Verbindung) da gerade einen passenden Dienst hat z.B.: ich brauche das Auto Abends, dann schau ich ob meine Frau an einem Tag einen Frühdienst hat.

    Anfangs war es schon komisch, und man wird immernoch schräg angeschaut wenn man sagt man hat kein Auto, trotz dass man Techniker und Meister ist.

    Mittlerweile habe ich mir die Antwort „Ich kann mir kein Auto leisten“ angewöhnt, damit ist meist jede Diskussion beendet. Und mittlerweile lache ich nur noch über die Dummheit der Leute die jeden Morgen parallel zum Radweg mit Ihren Nobelkutschen zur Arbeit pendeln und sich mit Ihren Krediten zum Sklaven der Banken machen.

     

     

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