Reich mit Aktien: US-Dividenden-Maschinen fürs Depot

Die US-Börse ist um 20 Prozent eingebrochen. Ich glaube, es ist eine gute Zeit, um sich mit Qualitätsaktien einzudecken. Ich habe jede Menge konservative Giganten im Depot wie Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Bank of America, Chevron oder Verizon. Es gibt viele wunderbare Dividendenaktien in den USA, die für langfristiges Halten geeignet sind.

Anstatt zu viel Plunder zu kaufen, kaufe ich lieber ein paar Dividendenperlen zusätzlich. Obwohl ich ein Millionendepot habe, fliege ich Holzklasse, habe kein Auto und kaufe Resteessen von Restaurants und Supermärkten (TooGoodToGo bzw. Flashfood). Ich trage Second Hand-Kleidung und habe keine Putzfrau. Ich bin gerade in Mexiko und esse Streetfood, das schmeckt lecker, ich brauch kein Restaurant.

Das sind Dividenden-Wunder aus den USA

Einige der Unternehmen, die für ihre starken Dividenden bekannt sind, sind:

  1. Johnson & Johnson (2,6 % Dividende): Das Unternehmen ist seit über 130 Jahren an der Börse und zahlt seitdem stetig Dividenden. Das ist nicht von schlechten Eltern. J&J beackert die Bereiche Gesundheit, Konsumgüter und Medizin. Das Konglomerat hat viele bekannte Konsumentenmarken, darunter sind Cremes, Pflaster, Schmerzmittel usw. Die Bilanz ist stark und mit einem AAA-Rating versehen, nur Microsoft erhält eine gleichwertige Top-Bonität. Ich hab J&J-Aktien seit geraumer Zeit im Depot und werde sie behalten. Meine Strategie ist das extreme “Buy and Hold”: Einmal kaufen und nach Möglichkeit für immer behalten.
  2. Procter & Gamble (2,4 % Dividende): Der Haushaltsgüterriese, gegründet 1837, ist ein weiteres etabliertes Unternehmen, das seit 66 Jahren steigende Dividenden ausschüttet. Die Bilanz ist stark. Die Marken sind Gillette, Bounty, Oral-B, Braun, Tide. Ich hab P&G seit vielen Jahren im Depot und werde kein Stück hergeben, so zumindest mein Plan.
  3. IBM (4,7 %): Der IT-Gigant ist in den Bereichen Cloud-Computing, Künstliche Intelligenz und Cybersecurity. Das Unternehmen zahlt seit 27 Jahren kontinuierlich steigende Dividenden und ist damit ein Dividenden-Aristokrat.
  4. PepsiCo (2,5 %): PepsiCo verkauft Getränke und Snacks weltweit. Der Vorstand zahlt seit 1965 kontinuierlich Dividenden und hat sie seit 50 Jahren erhöht. Ab 50 Jahren spricht man von einem Dividendenkönig. Die Bilanz ist solide. Der Aktien-Dauerläufer aus Purchase in New York fokussiert sich auf das, was Verbraucher haben wollen. Ich halte auch den Rivalen Coca-Cola für einen guten Kauf. Beide Riesen haben aufgrund ihrer wachsenden Kundenbasis das Potenzial für langfristiges Wachstum (Südamerika, Asien und Afrika holen auf). Aktien für die Ewigkeit sind in Branchen zu finden, die anpassungsfähig und dauerhaft marktfähig sind. Auch Luxusgüteranbieter wie LVMH gehören dazu. Noch in 30 Jahren werden Kunden sündhaftteure Cremes kaufen.
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28 Kommentare
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Zagorny
1 Monat zuvor

Hallo Herr Schäfer,

wenn man monatlich 200 Euro inwestieren möchte,
lohnt sich ein Sparplan ? was halten Sie davon?

MadMax
1 Monat zuvor
Antwort an  Zagorny

ja, etf über neobroker. da sind die 200 gut am start

erzwo
1 Monat zuvor
Antwort an  Zagorny

Hallo Zagorny,

ich bin zwar nicht Hr. Schäfer, aber ja das lohnt sich. Am besten ein ETF, jeden Monat 200€ macht in vielen Jahren eine ordentliche Summe

Markus
30 Tage zuvor
Antwort an  Zagorny

Ich würde 200€ in einen Aktiensparplan investieren. Auch diese führen langfristig zu großen Erträgen. Ein Baum ist immer zuerst ein Samenkorn, dann ein erster Sproß, dann…..

@Tim: Warum sind eigentlich alle Beiträge bewertungstechnisch auf Null gesetzt worden ?

Rosario
1 Monat zuvor

Lieber Tim,
vielen Dank für Deine Blogbeiträge und YouTube Videos.
Vor allem in turbulenten Börsenzeiten gibt es mir die nötige Motivation um trotzdem monatlich 50 % meines Einkommens in Aktien zu investieren.
Viele Grüße

Christian
1 Monat zuvor

Heute die letzte Dividendenzahlung eingegangen: 2022 waren es somit kummuliert 1.027,81 € an Netto-Dividenden nach Steuern. (nachdem es 2021 saldiert 633,86 € waren). Dividenden-Rendite ab Kaufwert (mittlerer Depot-Kaufwert 2022) = 1,73 %.

Depot geht ohne Buchverlust – aber auch ohne Buchgewinn – mit +0,46% aus dem heutigen Handelstag / ca. aus dem Börsenjahr 2023. Was eine Pulverisierung aller bisherigen Buchgewinne von ca. 13.200 EUR per 01.01.2022 bedeutet. Zum Stichtag 01.01.2022 war keine einzige Position negativ, jetzt per 29.12.2022 sind die größten Verlierer META (- 58%) und PayPal (-64%) und das halbe Depot ist rot. Die andere Hälfte ist grün.

Die KRONES steht mit +102 % in den Büchern :-)
https://timschaefermedia.com/portrait-des-maschinenbauers-krones/
McDonalds und Berkshire haben 2022 große Freude bereitet.

Der MSCI World hat bewiesen, dass sich langfristiges Anlegen via Sparplan auszahlt, der ist immer noch mit ca. 15 % im Plus… bespart seit 05/2018 im Sparplan ohne Unterbrechnung und ohne Verkäufe… Dank Mentor und Motivator Tim. :-)

Deshalb: Ganz herzlichen Dank an Tim für dessen Blog, die tollen Beiträge, die vielen unterhaltsamen Videos und die großartige Motivation. An Alle, die hier regelmäßig schreiben, viel Gesundheit sowie einen guten Start in das neue Jahr 2023.

Nico
1 Monat zuvor
Antwort an  Christian

Habe mit -12% den S&P500 (-15%) YTD geschlagen.
Letzte 3 Jahre aber immernoch +20%.
Hatte auch zu 95% nur ETFs.

Value
1 Monat zuvor

Ich werde morgen nach Abschluss des letzten Handelstages des Jahres für mich und mein Depot mal alle (Dezember) Dividendeneingänge nachtragen und ein Jahresfazit ziehen.

Wie die letzten Jahre auch, habe ich regelmäßig wunderbare Unternehmen ins Depot gekauft, schwerpunktmäßig waren es verlässliche Dividendenzahler die (und da gabs dieses Jahr einige) alle eine Schwächephase durchlaufen, ich aber überzeugt bin dass sie diese überwinden und zu „alter“ Stärke zurück finden.

Die Kaufkandidaten für Januar stehen weitestgehend auch schon fest, diese werden meine Dividendeneinnahmen in 2023 weiter erhöhen. Der Schneeball rollt und wird (wenn ich durchhalte und die Dividenden sich weiter so stabil erweisen) mir in Zukunft erlauben den Ruhestand etwas (deutlich) nach vorne zu ziehen.

Tims Mantra „stur und stetig“ kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen bzw. unterstützen. . . . . . . . . funktioniert und macht Spaß.

Sven
1 Monat zuvor

Momentan gibt es für Festgeld ja schon mehr als 3 Prozent. Warum sich mit lächerlichen Dividendenrendite von unter 3 Prozent und Risiko aussetzen?

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor
Antwort an  Sven

Weil du neben Dividenden die Wertsteigerungen der Unternehmen hinzuerhältst. Du brauchst natürlich eine langfristige Perspektive. Du wirst mit Festgeldern Realrenditen um die 0% erhalten (aktuell wohl eher nicht ;) ). Mit Aktien um die 5,5%.

Sven
1 Monat zuvor

Und wer sagt dass es nicht noch 5 Jahre seitlich weiter geht? Das wäre ja schon langfristig. Die meisten haben dieses Jahr dich eher mit leichten Verlusten geendet. Die Zinsen steigen womöglich noch weiter. Ich würde stärker diversifizieren. VG

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor

Da kann ich Value beipflichten. Das Dividend Growth Investing ist eine ganz feine Sache. Egal ob Finanzkrise, Rezession, Inflation…. es gibt eine Anzahl an Unternehmen, die durch dick und dünn die Umsätze, Gewinne und auch Dividenden steigern und ihre Anteilseigner wohlhabend machen.

Bisher habe ich zu 42% Dividendenaristokraten im Depot. Die Quote werde ich im neuen Jahr ausbauen, auch wenn Titel wie Adidas, Disney, Berkshire, Amazon, Alphabet etc. weiter aufgestockt werden.

Letztgenannte – bis auf Berkshire – haben mein Portfolio dieses Jahr nach unten gezogen. Ganz normal diese Regression zur Mitte. Jahrelang haben sie mit genialer Performance geglänzt. Jetzt werden viele enttäuscht. Ich nutze diese Enttäuschung. Börsenpreis hin oder her – ich kaufe Werte ein.

Nach ca. 5300€ Divis im letzten Jahr, werden es dieses Jahr wohl um die 7100€ (Brutto). Der Schneeball rollt definitiv. Prognosen und Planungen tätige ich nicht. Ich investiere einfach stur und stetig weiter. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis im Schnitt 1000, 2000, 3000€ im Monat hereinflattern. Wohlstand, der Freiheiten schafft. Sehr erstrebenswert finde ich das. Und es ist kein Hexenwerk.

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Vielen Dank für die Blumen, Tim. Das gebe ich gerne zurück. Wie du hier im Blog die Themen Intelligent Investieren, Minimalismus, Gesunde Ernährung und Freude im Leben miteinander verknüpfst, ist genial. Vielen Dank dafür!

Für einen Stammtisch in Berlin bin ich immer zu haben. Es warten noch so viele interessante Gespräche. Melde dich gerne bei mir, wenn du wieder nach Berlin kommst.

Value
1 Monat zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Servus Tim, servus Sebastian, Berlin ist jetzt für mich nicht um die Ecke aber wenn möglich würde ich mir das auch gerne einrichten . . . . . . . . wenn’s Euch recht wäre :-)

Sven
1 Monat zuvor

Ein Wert kann auch ein Auto oder Haus sein. Aktien sind durchaus volatil. Es gibt doch schöneres im Leben als Aktien zu besitzen.
Übrigens: Vergesst nicht die Steuern beim Verkauf, die kann man dann wieder abziehen. Aber 7000 Euro Dividende ist dich echt schon ganz ordentlich. Da hast du bestimmt 80.000 in Aktien und ETFs.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort an  Sven

@ Sven

Ich kann Dir bei YouTube folgendes Video von Anton Kreil empfehlen:
https://youtu.be/4a51wQAOGR4
Hier wird unter anderem auf den Unterschied zwischen Asset und Liability eingegangen. Das Video ist in english. Wir haben jetzt tatsächlich wieder Zinsen über 0%. Sind 3% jetzt endlich wieder ordentlich? Schaue Dir einmal die historischen Zinsen abzüglich der Inflation an. Da gibt es durchaus bessere Anlageklassen. Natürlich kann Dir Niemand sagen, wie der Aktienmarkt sich in den nächsten 5 Jahren entwickeln wird. Als Langfristig definiere ich einen Zeithorizont ab 10 Jahren. Bei 5 Jahren würde ich Drei Speichen, Schönwetter Portfolio, Cash in meine Assetallokation einbeziehen. Cash sicherlich nicht als Renditeerwartung sondern eher zur Verringerung des Risikos (Volatilität). Ab einem gewissen Vermögen ist dies zumindest in der Theorie nicht mehr notwendig. Bevor der Eugene Schlaf leidet oder man sich zu Verkäufen hinreißen lässt ist eine geringere Aktienquote allerdings auch dann zu empfehlen. Das muss Jeder für sich herausfinden. Das geht am Besten in Korrekturen und Bärenmärkten.

@ All

Ich wünsche Allen ein tolles Jahr 2023. Ich würde mir wünschen, dass der ein oder Andere die Einsicht erlangt, dass es bei einem Krieg wohl keinen Gewinner gibt. Auch wenn niedrige Kurse gut für die langfristige Performance sind würde ich mir eine Wende zu Frieden und weniger Handelskonflikten wünschen.

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor

@ Sven

Ja, es kann jahrelang seitwärts gehen. Oder sogar abwärts. Vielleicht auch aufwärts. Aber schau, das ist alles nur der Blick auf die Preise. Du kannst dir jahrelang echte Werte, echte Cashmaschinen einkaufen. Völlig egal, was die Börse macht, du wirst immer größere Dividendenströme in deinem Depot sehen.

Dein Festgeld wird nach fünf Jahren garantiert weniger sein. Real, nach Abzug der Inflation betrachtet. Du gibst 1000€ hin und bekommst real 850€ zurück. In der Zeit erhältst du deine 30€ jährlich. Im ersten Jahr wie im letzten Jahr.

Beim Dividend Growth Investing kaufst du dir dagegen Unternehmensanteile und profitierst von steigenden Dividenden, das hatte ich vorhin gar nicht erwähnt.

Du gibst 1000€ hin und erhältst 30€ im ersten Jahr. Steigert das Unternehmen die Dividende um 10%, erhältst du im zweiten Jahr schon 33€, also 3,3% auf deine 1000€. Im dritten Jahr erhältst du 36,30€, also 3,63% auf deine 1000€ u.s.w..

Das ist die Magie des Zinseszinses. Das kann ich beim Festgeld nicht entdecken. Das Unternehmen Lowe´s hat die Dividende 2020 um 9%, 2021 um 33% und 2022 um 31% gesteigert (ja, es werden auch andere Zeiten kommen).

Ich habe insgesamt ca. 7800€ für meine 70 Anteile an Lowe´s gezahlt, die aktuell einen “Marktwert” – mir ist das nicht wichtig – von ca. 13.400€ haben. Dieses Jahr sind 248,58€ (Brutto) an Dividenden dieser Firma bei mir eingetrudelt. Von diesem Geld kaufe ich weitere Anteile – gerne auch von anderen Unternehmen, die mir wieder neue Dividenden zahlen, mit denen ich dann….

Es läßt sich eine ganz wunderbare Cashmaschine aufbauen. Und was “der Markt” macht, spielt dabei keine Rolle. Es ist eine sehr entspannte Strategie, um Vermögen aufzubauen.

Ja, ich habe auch Performance-Gurken wie 3M im Depot. Aber wer weiß, ob dieses Unternehmen in zehn Jahren nicht ganz wunderbare Renditen erzielt. Ich halte einfach lethargisch und warte ab. Die ca. 250€, die hier dieses Jahr eingefahren wurden, habe ich in Papiere von Snap-On investiert. Und so rollt der Schneeball unaufhörlich.

Diversifizieren halte ich auch für eine prima Sache. Allerdings nicht in verschiedene Asset-Klassen. Das darf natürlich jede*r handhaben wie gewünscht. Für mich ist das aber nur eine Beruhigungspille zur Volatilitätsglättung, die ich nicht benötige. Ich investiere nur in Produktivkapital (die nachweislich rentabelste Anlageklasse über einen langen Zeitraum) und bin hier ausreichend breit aufgestellt.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, deinen ganz eigenen, erfolgreichen Weg zu finden!

Value
1 Monat zuvor

Die “Gurke” 3 M habe ich auch im letzten Jahr mehrmals gekauft, da ich aber 3M für ein wunderbares Unternehmen halte werde ich dort weiterhin zu Kursen unter 120€ nachkaufen.

Ragnar Danneskjoeld
1 Monat zuvor

Dieses Jahr € 10.212 brutto an Dividenden. Ja, in der Summe ein Abstürzchen von 12%. Aber gute Zeitpunkte zum Aufstocken.
In zehn Jahren ist das eine Fußnote, mehr nicht.

Kiev
1 Monat zuvor

@ Freelancer Sebastian

Der Preis einer Aktie sollte längerfristig die Magie des Zinseszins beschreiben. Wenn bei einem LuRo Qualitätsunternehmen 7% im Jahr hängen bleiben, würde ich mit 72 Regel davon ausgehen, dass sich die Dividendenausschüttungen in dem Zeitraum bei gleicher Ausschüttungsquote verdoppeln würden. Das gleiche gilt für den Kurswert, auch wenn dieser kurzfristigen Schwankungen unterliegt.
Ein Strauß von solchen Unternehmen würde mir auch gefallen. Bei einem ETF ist es aber nicht anders. Die Kurs und Dividendentwicklung ist langfristig vom Wachstum abhängig. Wenn es 10 Jahre einen seitwärts verlaufenden Markt geben würde, so wären die seitwärts verlaufenden Dividendenausschüttungen vielleicht auch mehr wert. Ich mache mir auch bei den ETFs keine Gedanken wie sich der Markt entwickelt. Für mich steht fest, dass ich einfach dabei sein möchte.

@ Anlageklassen

Ich bin mit meinen Anlageklassen durchaus zufrieden. Auch wenn andere Anlageklassen in der Umsetzung vielleicht mehr Engagement, Kenntnisse usw. benötigen, so unterliegen sie auch den selben Gesetzen des Marktes.

Aktuell machen sich viele Experten Gedanken, ob Immobilienpreise fallen werden, stagnieren oder gar steigen. Bei meinem MFH habe ich den Kaufpreis nicht mit dem Marktwert adjustiert. Mancher interpretierte dies als Selbsttäuschung in Hinblick auf die Renditebetrachtung. Das ist mir alles egal. Am Ende zählt für mich als langfristiger Entwickler der Cashflow. Wenn sich dieser verdoppelt, so ist die Immobilie für mich doppelt so viel wert. Und Cashflow sollte für mich wie die Ausschüttungsquote positiv sein. Bei mir hat der Mieter die Immobilie früher abgezahlt und das macht er auch heute. Früher hatte ich durch einen höheren FK Anteil und niedrigeren Marktwert der Immobilie eine höhere Eigenkapitalrendite als heute. Dafür gibt mir die Immobilie heute wesentlich mehr Sicherheit mit den übrigen 25% FK Anteil. Dafür musste ich allerdings auch Eigenkapital zuschießen, um den EK Anteil so schnell zu erreichen. Jetzt kann ich es langsam angehen lassen und Überschüsse in den Aktienmarkt investieren.

Die aktuelle Unsicherheit, der Zinsanstieg, der Bürokratiewahn, die steigenden Baukosten sind für mich nicht unbedingt negativ. Langfristig werden diese Faktoren den Wert meiner Immobilie vermutlich eher erhöhen. Schließlich führen sie zu einer Stagnation bei neuen Bauprojekten.

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor
Antwort an  Kiev

Du machst das mit deiner Immobilie sehr gut, wie ich finde. Vor allem dein Ansatz, eine Cashmaschine zu managen, anstatt eines Spekulationsobjekts, sagt mir zu.

Ich laufe oft an einem großem Mehrfamilienhaus in der Nachbarschaft vorbei und kann mir immer gut vorstellen, hier zu investieren. Andererseits scheue ich den Aufwand. Da erscheinen mir meine Investments in Aktien als ganz einfache und rentable Alternative, die ich doch bevorzuge.

Kiev
1 Monat zuvor

@ Freelancer Sebastian

Der Aktienmarkt bietet eine wunderbare Möglichkeit sich an sehr großen und erfolgreichen Unternehmen zu beteiligen. Das verfolgen wir jetzt ebenfalls.

Ab einem gewissen Grad an Freiheit muss eine Investition in Immobilien oder auch Firmenbeteiligung gut durchdacht werden. Bei Immobilien ist der FK Hebel auch ein Mittel, dass die persönliche Freiheit erst einmal reduziert.

Für mich bietet der Aktienmarkt die Möglichkeit mein Vermögen in erster Linie zu verwalten. Seid vielleicht 5 Jahren bin ich mit allem erreichen glücklich und zufrieden. Natürlich möchte ich im Leben noch Erlebnisse sammeln und Reisen durchführen. Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden. Es gibt zwar noch das ein oder andere Dach auf der Agenda und durchaus weitere Notwendigkeiten etwas zu unternehmen. In Summe werde ich weiter Verbindlichkeiten abbauen und neue Einnahmequellen erschließen.

Ein privates Darlehen für die selbstgenutzte Wohneinheit werde ich in den nächsten Tagen komplett abbezahlen. Dadurch fällt meine Miete in Form von Zinsen um knapp 50€ im Monat auf null. Es bleiben lediglich Ausgaben für Instandhaltung übrig. Für den Schritt habe ich meine Beteiligung an BKI Investment in Australien glattgestellt. Hier hatte ich 17k€ investiert. Der Fond hat Australien repräsentiert und mir hohe Dividenden und Kursgewinnen gebracht. Er steht aktuell am ATH. Der Verkauf ist mir nicht ganz leicht gefallen, aber es stehen mit durch den Wegfall der Verbindlichkeit auch wieder 500€ mehr Geld im Monat zur Verfügung. Die investiere ich dann in ETFs. Falls der Kurs von BKI Investment Fond in den nächsten Jahren 30% abgibt, steige ich vielleicht wieder ein und kassiere entsprechend Dividenden.

Beim Aktienmarkt bin ich jetzt entspannt. Hier findet sich monatlich gesehen immer etwas in das man investieren kann.

1 Monat zuvor

Stetig steigende Dividenden und Ausschüttungen sind tatsächlich Gold wert in aktuellen Zeiten. Aber auch in Niedrigzinszeiten (“Tech-Bubble”) war es zu keinem Zeitpunkt wirklich ein “Fehler”, Dividend-Growth-Unternehmen im Depot zu haben.

NETTO-Entwicklung meiner Dividenden/Ausschüttungen im Depot (OHNE Verkäufe/Trading-Gewinne):

– 2022: 3242,90 € – 270,24 €/Monat
– 2021: 3043,79 € – 253,64 €/Monat
– 2020: 2341,82 € – 195,15 €/Monat
– 2019: 2501,74 € – 208,47 €/Monat

Es bringt also tatsächlich etwas, GUTE Unternehmen und GUTE ETFs auszusuchen und diese beharrlich immer weiter auszubauen. Die Erträge dann natürlich im Sinne des Zinseszinseffektes reinvestieren und nicht verkonsumieren.

LG

frankundfrei
1 Monat zuvor

Hallo Tim,

bleibe auch in 2023 gesund, bitte! Was mich noch mehr interessieren würde, als US Dividendenaktien, sind deutsche Dividenden Werte, da mich die ausl. Quellensteuer nervt und ja verloren geht…je nach Land wird einem das ja unglaublich erschwert. ich habe 1x aufwändig in der Schweiz die Erstattung beantragt und nie mehr was gehört.

Oder siehst du das als nebensächlich an?
Wenn ja, wieso?
Weil zB ggf. die Wertsteigerung des Aktienkurses an sich relevanter ist, da somit auch ein evtl. “nur” 2%-Dividenden-Wert letztlich effektiv am Ende weit mehr Ertrag einbringt?

Oder wie ist diesbezüglich deine Denkweise?

Danke und liebe Grüße nach NYC,
Frank

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