Portrait des Maschinenbauers Krones

Bearbeiteter Screenshot, Bildschirmfoto: comdirect.de vom 18.02.2021. Chart der Krones AG (WKN: 633500)

Gastbeitrag von Leser Christian

Lieber Tim,

im einem Blog-Beitrag vom 17.02.2021 stand, man dürfe gerne ein Aktienportrait als Gastbeitrag einreichen. Irgendwie kam mir spontan der Gedanke über die Krones AG zu schreiben, auch wenn ich vom Handwerk der Aktienanalyse keine Ahnung habe. Das ist demzufolge keine Handlungsaufforderung, sondern lediglich ein Portrait. Ich hoffe, es gefällt dir. LG, Christian

In Neutraubling bei Regensburg sitzt der Spezialmaschinenbauer Krones AG, welcher sich auf die Produktion von Abfüllanlagen spezialisiert hat. Mit den Anlagen der Krones AG können Behältnisse aus Glas, PET oder Aluminium befüllt werden. Die Produkte werden in den Produktionsanlagen auch etikettiert. Abgefüllt werden Getränke wie Bier, Softdrinks, Säfte, Wasser oder flüssige Lebensmittel. Der Konzern betreibt ein Craft Beer Blog.

Neben dieser Kernkompetenz werden auch Lösungen zur Intralogistik (Lagerverwaltung, Pick-System) bzw. IT-Dienste zur Digitalisierung und Automatisierung der Abfüllprozesse angeboten.

Gründung 1951

Das Unternehmen gründete 1951 Hermann Kronseder (1924-2010). Es ist heute mit zahlreichen spezialisierten Töchtern als Konzern zu betrachten: Syskron, Syskron X, Kosme, Konplan, Dekron etc. Das Unternehmen ist mit mehreren Standorten in Deutschland und der Welt international aufgestellt: Es gibt laut Unternehmensportrait über 100 Standorte weltweit. Die deutschen Produktionsstandorte sind Neutraubling, Nittenau (beides nähe Regensburg), Flensburg, Freising und Rosenheim.

Stellen werden gestrichen

Das Unternehmen beschäftigte in der Spitze rund 17.300 Mitarbeiter. Zuletzt während der Pandemie kam es jedoch zu Stellenstreichungen:

16. September 2020: „Krones will 500 Stellen mit Freiwilligenprogramm abbauen

3. Dezember 2020: „Krones will weitere Stellen in Deutschland abbauen“.

So soll laut Bayerischer Rundfunk die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden. Stand Dezember 2020 hatten wohl nach dem Bericht bereits 400 Mitarbeiter ein Aufhebungsangebot angenommen, weitere 350 Stellen sollten zu diesem Zeitpunkt zusätzlich abgebaut werden. Das ergibt in Summe eine Reduzierung um 750 Mitarbeiter. Der Aktienkurs hat sich seit diesen Meldungen erholt.

Das Unternehmen verfügt über rund 5.900 eingetragene Patente und Gebrauchsmuster (Stand: Dezember 2019). Krones sieht sich als Innovationstreiber.

Das im SDAX gelistete Unternehmen notiert am 18.02. vorbörslich zu 76,10 EUR. Am 16.02. konnten nach positiven Nachrichten („UBS hebt Ziel für Krones auf 89 EUR – Buy“ und „DZ Bank hebt fairen Wert für Krones auf 95 EUR – Buy“) deutliche Tagesgewinne verzeichnet werden.

Die Zahlen sind durchwachsen

Laut den bei comdirect.de einsehbaren Bilanzen (nach IFRS) konnte der Konzern das Vorkrisenjahr 2019 mit einem Rekordumsatz von 4,0 Milliarden EUR abschließen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird mit 41,7 Millionen ausgewiesen (deutlicher Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode). Der Überschuss fiel mit 9,5 Millionen ebenso deutlich geringer aus als im Vorjahr mit 151,1 Millionen EUR.

Die Dividende je Stammaktie für 2019 beträgt 0,75 EUR je Anteilsschein. Die Dividende ist zu den beiden Vorjahren 2018 und 2017 mit je 1,70 EUR je Stammaktie ebenso deutlich zurückgegangen.

Es wird für das Krisenjahr 2020 eine nochmals deutlich reduzierte Dividende sowie ein negatives Ergebnis erwartet. Selbst 2022 wird noch nicht der Umsatz von 2019 erwartet. Siehe Screenshot comdirect.de:

Bildschirmfoto: comdirect.de vom 18.02.2021. Prognose der Krones AG (WKN: 633500)

Diese Zahlen lassen sich auch am Kursbild erkennen: So lag die Aktie 2018 noch bei 121,10 EUR, das Tief wurde im Frühjahr 2020 mit 42,92 EUR erreicht. Das KGVe 2021 wird mit 27 ausgewiesen, das KGVe 2022 mit 17.

Ich kaufte im Oktober die Krones-Aktie zum Kurs von 52 Euro

Ich habe am 26.10.2020 zehn Anteile an der Krones AG gekauft. Kaufkurs war 52,35 EUR. Kaufmotiv war, auf die HV eingeladen zu werden, da ich in Regensburg lebe. Ich hätte aber nicht gekauft, wenn das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt nicht so günstig bewertet gewesen wäre. Dennoch habe ich mich nur für 10 Aktien entschieden, da ich nicht erwartet hatte, dass das Unternehmen so schnell zurück zu höheren Bewertungen findet. Aktuell bin ich mit meiner Position 45 % im Plus.

Siehe Chart: Bei 60 EUR sehe ich einen „fairen Preis“ bzw. einen „Langfristtrend“. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Aktie zunächst einmal wieder in diese Region zurückfällt. Das ist der Hauptgrund, weshalb ich mir nicht mehr Anteile an der Krones AG gekauft habe. Zwar glaube ich langfristig an den Erfolg des Unternehmens, jedoch habe ich anhand des Chartbilds die Aktie mehr als „Zockerpapier“ wahrgenommen, nicht als „Blue Chip“. Aber dennoch schlummert im Betrieb meiner Meinung nach ein „langfristiger Aufwärtstrend“.

Guter Arbeitgeber

In Regensburg gehört der Konzern natürlich zum Stadtgespräch. Er gilt als guter und attraktiver Arbeitgeber. Alles, was ich jetzt schreibe, ist natürlich höchst subjektiv und ohne Quelle. Ich habe keine Insider-Informationen. Es heißt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie gerade sehr viel Arbeit haben und jede Menge Überstunden schieben. Die Mitarbeiter bekommen aber anscheinend keine Aktien als Teil des Gehalts, da ich einen Mitarbeiter einmal danach gefragt hatte.

Andere in Regensburg ansässige Konzerne wie z.B. Amazon geben den ortsansässigen Mitarbeitern z.B. Aktien statt Weihnachtsgeld aus, wie ich gehört habe. Als ich einen Krones-Mitarbeiter zur Krones-Aktie gefragt hatte, meinte dieser, er zocke lieber mit der Varta-Aktie bzw. hätte da einiges an Geld verloren. Das war im Dezember 2020.

Ich möchte die Krones-Aktien ganz im Sinne dieses Blogs für immer behalten, auch wenn es nur eine sehr kleine Position ist. Vielleicht treffen wir uns ja irgendwann – wenn Covid-19 endlich vorbei ist – mal alle auf der HV in Neutraubling. Bis dahin alles Gute und bleibt gesund!

Über mich

Mein Vater hat mir den Aktienhandel näher gebracht. Ich hatte bereits mit 14 Jahren Aktien. Mein Vater sagte mir immer, ich müsse die Aktien ewig behalten, z.B. Nestle. Aber ich hatte weder das Verständnis noch die Geduld. Er hat es mir leider nicht vorgelebt, er hat „gute Gewinne“ immer verkauft.

Ich hatte um das Jahr 2005 herum Aktien von METRO, LVMH, Apple, Nestle, Adobe und Electronic Arts. Ich denke, bis heute behalten wäre vermutlich nicht die schlechteste Option gewesen, zumindest keines dieser Unternehmen ist zwischenzeitlich in die Insolvenz gegangen.

2010 habe ich dann eine Menge Geld mit einem Euro-Hegend Gold-ETF an der Börse verdient und das Geld in eine vermietete Immobilie (Reihenmittelhaus) gesteckt. Das Haus hat sich seitdem wunderbar entwickelt und zahlt sich von selbst ab… In acht Jahren ist es schuldenfrei. Jedoch hat es auch mein Kapital gebunden, weshalb ich eine Zeit vom Kapitalmarkt fernblieb.

Seit 2014 bin ich wieder mit Sparplänen und kleinen Summen an der Börse zurück. Erst nur 60 EUR im Monat… mittlerweile mit 500 EUR im Monat. Dafür stur und stetig. Ich kaufe den World-ETF und den (Div)DAX. Seitdem habe ich keinen einzigen Anteil mehr hergegeben. So soll es strategisch bleiben. Dennoch würde ich mir 2021 gerne zusätzlich Aktien der Münchner Rück, von Microsoft, Facebook, Alphabet, Starbucks und Fastenal (danke für den Tipp, Tim) kaufen.

Total
0
Shares
34 Kommentare
  1. Danke für Deinen Bericht zu Krones, der natürlich wie Du auch selbst schreibst, sehr subjektiv ist. Interessanter Hidden Champion aus einer sehr schönen Stadt.
    Mit mir hat eine Brasilianerin (geboren in Deutschland) studiert, deren Vater bei einem der größten Bierbrauer Brasiliens gearbeitet hat und die über Beziehungen zu Krones dann nach Bayern zum Studium kam (übrigens zusammen mit der  damaligen Freundin vom Händlmaier`s Juniorchef  – ist das noch ein Familienunternehmen?)- ok ich schweife ab. 
    Du hast doch finanziell viel richtig gemacht. Ich weiß nicht wie alt Du bist, aber €500 im Monat sind doch schon sehr gut. Vom (Div) Dax bin ich jetzt nicht so überzeugt, aber das ist Geschmackssache. 
    Schönen Abend und weiterhin alles Gute!

  2. Vielen Dank, Jo. Eine schöne Geschichte. Den Senf gibt es noch – und ich denke, es ist immer noch ein Familienbetrieb. Ich bin 33. Alles Gute!

  3. Moin Christian,
    interessantes Unternehmen mit Tradition, danke für den Beitrag – komme ebenfalls aus dem schönen Regensburg und bin hier stiller Mitleser 🙂 Flo

  4. Krones ist ein Klasse Unternehmen, es stimmt von den Ma hört man nur gutes und ja früher war es noch besser, da auch Krones mittlerweile die Kosten besser managed. Langfristig ein Top Pick in diesem Bereich, sie sind auch sehr innovativ. 

  5. Ist jetzt vielleicht etwas offtopic, aber das Bild ist ja von der comdirect – wenn man bei denen angemeldet ist und auf der Hauptseite auf “Informer”, dann auf “Tools” geht und dann den “Chartanalyser” öffnet ist das mE ein Paradies für Charttechniker, es ist aber nur noch im InternetExplorer zu benutzen und auch da soviel ich weiß nicht mehr im “Edge”, weiß jemand von euch wo man ein vergleichbares Tool sonst findet? Vor allem in dem man die Aktien nicht einzeln in ein Feld eingeben muss sondern eine Tabelle hat und man mit den eingestellten Indikatoren einfach nur “weiter” klicken braucht um von einem Wert zum nächsten zu kommen? Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar..

  6. Schöner Beitrag. Nachvollziehbar. Aktie ist recht volatil, das Unternehmen scheint sich immer wieder zu fangen. Maschinenbau ist zyklisch, kein leichtes Geschäft. Ich habe Airbus gekauft, liegt vor der Haustür. So sollte man nicht entscheiden, aber hier hat es gepasst. Maschinenbau können wir in Deutschland, definitiv !

    Interessant auch der Goldgewinn, der zur Immobilie führte. Es ist eben nicht alles gradlinig. Diversifikation ist nicht das Schlechteste. ETC auf Gold, Immobilien/REITS/ Immobilienaktien ( Vonovia,…) sind zumindest als Beimischung nicht verkehrt. 

  7. Die ab Juli greifende so genannte Rentengarantie in Deutschland wird laut “Bild” die Beitragszahler mit Milliardenkosten zusätzlich belasten. Die jährlichen Kosten liegen zwischen fünf bis sechs Milliarden Euro, wird der Ökonom Bernd Raffelhüschen zitiert. “Die Rentner sind ohne Frage die finanziellen Gewinner der Krise. Bezahlen müssen dies die Beschäftigten und die künftigen Generationen”, sagt er. Raffelhüschen sei überzeugt, dass “über kurz oder lang deshalb die Beiträge der Beschäftigten steigen”. Dem Bericht nach müssten die Renten ab Juli wegen gesunkener Löhne, des Nachhaltigkeitsfaktors und statistischer Anpassungen eigentlich zwischen drei bis vier Prozent gesenkt werden. Die Rentengarantie verhindere dies allerdings.

  8. @ Nico
    Und der Zusammenhang mit Krones liegt jetzt wo genau?
     
    Oder nur das von dir gewohnte: “D ist ein Drecksloch, CH ist so toll und ich noch viel toller!”

  9. Die in den Chart eingezeichnet Linie ist sehr suggestiv. Man könnte eine andere einzeichnen, die am ATH beginnt und sähe einen komplett anderen Verlauf.

  10. Ronald Reagan hat in den späten siebziger, frühen achtziger exakt den gleichen Wahlkampf geführt wie Trump ein paar Jahrzehnte nach Ihm. Make America great again zieht eben immer wieder mit gewissem Abstand, und so verhält es sich mit dem Thema Rente, Bild und öffentliche Meinungsmache für uns Deutsche. 
    Ich gebe jetzt hier mal eine ganz gewagte Prognose ab. Die Bildzeitung wird in einigen Jahren wieder genau das gleiche Thema über die Rente auf der Titelseite bringen und die Republikaner werden spätestens in den 2030er Jahren einen Kandidaten präsentieren der wieder exakt die gleichen Wahlversprechen proklamiert wie seine Vorgänger.
     
    Und apropos… who the f**ck ist Bernd Raffelhüschen??

  11. Die 40-Prozent-Grenze bei den Lohnnebenkosten wackelt definitiv. Liegt aber u.a. an fehlendem politischen Mut zu nachhaltigen Reformen. Ist aber eine andere Baustelle.

    @Krones: Es ist halt ein zyklischer Wert. Die Maschinenbaubranche ist gut in D, hat aber u.a. auch mit recht hohem Lohnniveau (IG Metall ist hier fleißig im Gegensatz z.B. zu Verdi) zu kämpfen. Gut für die Mitarbeiter, schlechter für die Firmen im internationalen Wettbewerb. Das wird sich noch negativ auswirken (Standortfragen, günstige Konkurrenz aus Asien oder Osteuropa). Insbesondere die Chinesen werden hier noch für manche Überraschung Sorgen. Ist in unserer Region bereits seit längerem zu spüren, Für mich keine Aktie die im Depot landet.

  12. Mir hätten ein paar Aussagen zur Konkurrenzsituation gefallen. Abfüllanlagenbauer wird es ja nicht so viele geben.
    Ich habe mir auf Morningstar mal die Zahlen angeschaut. Dabei ist mir die niedrige operative Marge – selbst in Jahren, wo das Geschäft wohl ganz gut lief – von nicht mal 7 % aufgefallen. Würde eher auf eine große Konkurrenz schließen bzw., dass man keine große Preissetzungsmacht gegnüber den Abfüller hat. Sprich: Die Abfüller können Krones die Preise diktieren.
    Gewundert habe ich mich dann noch über die Aussage, dass man 750 Mitarbeiter abbaut, gleichtzeitig die Mitarbeiter aber Überstunden schieben müssen.Wie passt das zusammen?

  13. @ Wolke: Lange und feste Zinsbindungen helfen da, da sind die Deutschen zumindest führend in Europa bei privaten Baufinanzierungen. Im gewerblichen Teil mag das anders aussehen.
    Wie läuft das bei Euch in Italien, sind da immer noch kurzfristige variable Finanzierungen en vogue?
    Maschinebauer interessieren mich nicht wirklich, der Chart von Krones über die letzten 10 Jahre sieht auch nicht gerade prickelnd aus, aktuell gibt es sicher deutlich interessantere Kandidaten. Die von zavodou aufgerufene Marge ist auch nicht wirklich üppig.

  14. Hallo Flo, schöne Grüße zurück. Es ist klasse, wie groß Tims Community ist. 🙂

    Danke, Thorsten. Du kennst dich da aus, du hattest ja glaube ich einmal für einen Maschinenbauer (zu-)gearbeitet, oder?

    ZaVodou, guter Hinweis. Daran habe ich gar nicht gedacht. Wie du schreibst, denke ich ebenso, dass es eher weniger Konkurrenz geben wird. Leider weiß ich es jedoch nicht. Konres hatte – was man so hörte – wohl bis Mitte der 00er-Jahre ein sehr wichtiges Patent, welches dann nach 70 Jahren auslief. Zuvor war deshalb wohl kaum Konkurrenz möglich? Ich konnte vor wenigen Jahren in Rumänien eine Sektkelterei besuchen, da war jedenfalls keine Krones-Anlagen im Einsatz, sondern ein italienisches Modell. Ich denke, dass sie bei Wein (Korken) wohl eher weniger stark positioniert sind. Von Wein stand auch nichts im Unternehmensportrait.

    Felix, mit der Linie hast du Recht. Leider beherrsche ich das Handwerk der Charttechnik nicht. Ich lese immer wieder gerne Wieland Staud, er erscheint 14-tägig am Freitag in der FAZ mit einer technischen Anlayse. Er macht das wirklich gut.

  15. Aktien von Krones liegen seit 2011 in meinem Depot. Einer der letzten Überlebenden aus einer Zeit, in der ich relativ wahllos mal hier mal da zugeschlagen habe. Familiengeführter Mittelständler. Getrunken wird immer und irgendein Unternehmen muss dafür die Abfüllanlagen herstellen. Langweiliges Business wie KONE.
     
    Rendite bis heute 83,9% oder 5,04% p.a. Damals eine Tranche am Hoch, eine am Tief gekauft. Mal sehen, wo sie im nächsten zyklischen Hoch stehen.
     
    Allerdings würde ich sie heute wohl nicht mehr kaufen. Sehr kapitalintensiv, keine herausragenden Kapitalrenditen, zyklisches Business. Da schaue ich lieber auf Paypal, Visa, Alphabet und co. Da rentieren sich Investitionen langfristig mehr.
     
    Aber gut. Symphatisch ist mir das Unternehmen trotzdem. Dient der Diversifizierung und ist mit 0,84% vom Depot nicht der Rede wert, als dass ich da jetzt groß aktiv werden müsste. Ich halte und warte weiter ab. Die Dividenden werden woanders reinvestiert.
     
    Ich wünsche dem Unternehmen und allen Aktionären Erfolg.
     

  16. “Da schaue ich lieber auf Paypal, Visa, Alphabet und co.”
    Definitiv, zu Krones kann ich gar nichts sagen aber ich kenne den einen oder andern der bei einem Maschinenbauer arbeitet und alle jammern wie hart das Geschäft geworden ist. Es ist halt sehr zyklisch und daher für Buy & Hold nur bedingt geeignet, und die Konkurrenz aus Asien ist oft extrem, es braucht schon viel Innovation um am Ball zu bleiben.
    Für alle Bitcoin-Fans lohnt sich vielleicht ein Blick auf das Coinbase IPO in 9 Tagen an der Nasdaq. Die verdienen Geld egal ob der Preis von Bitcoin steigt oder fällt, Hauptsache es gibt Transaktionen. Aber es steigt und fällt natürlich mit dem Durchbruch und Akzeptanz.
    Ich hätte vielleicht eine kleine Position gekauft wenn der Preis stimmt, aber ich gehe mal davon aus dass der Preis überteuert sein wird. Schauen wir mal, der Zeitpunkt könnte nicht besser sein für das IPO (aus Unternehmenssicht) und genau das ist auch das Problem für eine Investition.

  17. @ Bruno
     
    Bei der CME werden Futures auf den Bitcoin gehandelt. Die Erträge nehme ich als Aktionär mit.

  18. @Free
    Genau. Das ist auch, meines Erachtens, der Grund weshalb sich Investmentbanken vermehrt mit Derivaten für Bitcoins & Co. breit machen, sie wollen einfach ein Stück vom Kuchen weil es eine Nachfrage gibt oder zusätzlich geschaffen werden kann. Ob Hype oder nicht ist ihnen egal. Das ist auch in Ordnung es ist ein Geschäft, und es werden Erträge erwirtschaftet, deshalb halte ich u.a. auch keine Bitcoins, dort geht es primär darum, darauf zu hoffen, dass die nächsten Investoren bereit sind, einen höheren Preis für dasselbe auf den Tisch zu legen. Es wird ja nichts erwirtschaftet.

  19. Free du sagst es. Bevor man in Kone investiert, könnte man auch einen ETF auf den entsprechenden Index kaufen, da Kone auf der ökonomischen Seite nicht herausragend ist. Wieso denen speziell Geld überlassen? Deine 5% p.a. fassen es gut zusammen. Durchschnittliche Firma = durchschnittliches Ergebnis bzw sogar ggü einem SDax wohl unterlegen langfristig, wenn man kein zyklisches tief erwischt hat beim Kauf.
     
    -M

  20. sie wollen einfach ein Stück vom Kuchen
     
    Logisch! Sie würden auch Derivate auf Katzendreck in Goldpapier handeln, würde es ihnen Geld einbringen  😉
     

  21. @SDax
    -M Das ist ein interessanter Punkt den ich aufgreifen möchte. Ich bin nach einigen Erfahrungen durchaus ein großer Fan geworden, Neulingen die mich nach ETF fragen, einen MDax ETF zu empfehlen. Oft ist denen ein “World oder wie auch immer die heissen” zu abstrakt. Mit ACWI IMI und EM braucht man gar nicht anfangen. Sie kennen Lufthansa und Daimler. Sie kennen aus der Tagesschau den DAX. Ich empfehle dann immer den MDax 60 der den Dax30 ja ordentlich outperformt. Im September wird es nun den Dax40 geben und der MDax wird leider wieder auf 50 Titel reduziert. Es gab Studien, nach denen die Migration von einem in den anderen Index etwa die Hälfte der erhöhten Rendite brachte und nicht nur Size-Factor eine Rolle spielte. Der neu Dax40 wird eine interessantere Sektorenzusammensetzung erhalten. Der MDax wird wieder kleinere Unternehmen höher gewichten.

    Frage: Was denken Sie, wird der MDax weiter ein bessere Index sein als der Dax und der SDax? Ich glaube es. Was ist die Meinung hier würde mich sehr interessieren?

    Wie machen es eigentlich die Schweizer Neulinge? SMI oder S&P500 oder auch Dax?

  22. @ -M
     
    Du verwechselst gerade Krones mit KONE. KONE habe ich sehr gerne im Depot. 174% oder 15,8% p.a. .
     
    Fahrstühle und Rolltreppen haben eine gute Zukunft, wie ich meine. Margen und Kapitalrenditen sind ordentlich.
     
     

  23. @Kone
    Ja ich habe Schindler im Depot, sie haben eine gute Zukunft. Wenn die linksgrün Versifften Überhand nehmen sowieso, dann wird in die Höhe gebaut haha. Ist zwar auch zyklisch aber langfristig trotzdem stark wachsend. Ein Blick auf den Chart zeigt es auch schön gemütlich von links unten nach rechts oben.

  24. @Free
    hab ich verwechselt. Kone mit Auszügen etc gefällt mir vom Geschäft. Krones hingegen ist mediocre, braucht man nicht wirklich.
     
    @42sucht
    Ja das Thema ist wirklich interessant! Ich empfehle ebenso den MDax. Der Dax gefällt mir so gar nicht. Die Vielzahl der Firmen ist Durchschnitt mit wenig Wachstum, ganz anders der MDax!
     
    Die Aufstockung des Dax auf 40 sehe  ich kritisch. Die 10 neuen Firmen sind in der Qualität bzw Branchenvielfalt gut, aber der Indexanteil dieser ist verschwindend gering. Das hilft dem Dax nicht und “schwächt” den MDax irgendwo.
    Mhhhh schwächt ist vlt übertrieben. Ich kann da noch nicht abschließend meine Meinung äußern. 
     
    Hast du einen Link für die Studien?
     
     
    Ich mag es gerade, dass der MDax noch eine gewisse Größe beim Marketcap hat. Dann “fehlen” die größten Firmen. Auf jedenfall habe ich dort einige Firmen die ich sehr mag. Mal sehen. Aus dem Bauch raus, würde ich künftig wohl weiter den MDax favorisieren oder dann 70% MDax  + 30%Dax “empfehlen”.  Wäre auch an weiteren Meinungen interessiert.
    -M

  25. Ich glaube ich bin ein wenig biased als Einzelunternehmen picker. Wenn jetzt CTS, Compu Group, Nemetchek, Symrise, Healthinieers, Meditec und Sartorius in den Dax kämen, fänd ich den besser.
    Bleiben davon die meisten im MDax, finde ich den weiterhin besser. 
    So kann man vlt meine Gedanken am besten zusammenfassen. Aber vom Grund auf bin ich eher der Überzeugung, dass die mittelstandsfirmen mehr Raum zum wachsen haben als viele große Firmen. 
     
    Dax mit DB, Heidelb.Cement, VW, BMW, Post, Telekom, Daimler, Merck,  Vonovia, RWE, Eon, Dt. Wohnen, Beiersdorf und mehr, sind sooo viele die mir nicht gefallen, da habe ich irgendwie eine Abneigung dagegen. 
     
    -M

  26. Krones hat nen arsch voll Probleme. Meine Quellen sind zuverlässig. Ich lasse da die Finger weg.
    ne Fabrik in Ungarn auf nen Sumpf bauen zeigt schon wie weit die übern Zenit sind. Zeiten ändern sich und Maschinenbau ist zyklisch und abhängig vom Life cycle.
    ne diversification Strategie in unterschiedliche GmbHs am besten über ne Mutter GmbH die von ner Stiftung geleitet wird nennt mann Risiko Management auf dem Einkommenslevel von den kronseders.
    Im Krones ist auch kein einziger kronseder mehr drin. Im Regelfall ist das immer schlecht wenn die Unternehmer Familie sich rauszieht und die Vorstände übernehmen. Der Volker baut halt lieber neutraubling mit wohn Häusern zu… cashflow ist so einfacher zu managen und stabiler.
    wusstet ihr das die Hannelore Händlmaier den süßen Senf erfunden hat der überall in Bayern zu Weißwurst und Leberkäs gegessen wird? Finde ich echt beachtlich.

  27. Krones könnte auch ein paar Fahrradteile herstellen
    So’n Kronkorken sieht ja schon fast aus wie ‘ne Fahrradklingel  😉
     
    Zum Glück habe ich auch mein altes Fahrrad mit filigranem und doch stabilem Stahlrahmen noch … gefertigt aus Mannesmann-Rohren  😉
     

  28. @Bruno
    sehr schönes Rad mit einer Mittelbremse ?! Habe ich ewig nicht mehr gesehen.  Ich fahre eins von Victoria. Was daran noch wirklich Deutsch ist , wer weiß .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *

Ähnliche Beiträge