Mit einer sparsamen Einstellung gelassener leben: Im Job und in der Freizeit

Der Arbeitsstress macht Menschen nervös, ängstlich, sorgenvoll. Daher ist es sinnvoll ein Finanzpolster zu haben. Das entspannt.

Ein Grund, warum es sich lohnt, ein Finanzpolster aufzubauen: Hast du nicht schon Momente gehabt, in denen dein Chef oder ein Kollege richtig gehässig waren? Bestimmt. Das passiert immer wieder. Also hast du dein Geldpolster und deine Schuldenfreiheit für einen guten Grund. Du arbeitest mit weniger Stress als die anderen Konsum- und Schuldenjunkies auf der Arbeit. Es gibt eigentlich nichts, was gegen ein bequemes Finanzpolster spricht. Das Schöne am Finanzpolster ist: Es verdient Geld auf das Geld. Es ist eine Art Fabrik, die für dich arbeitet, während du schläfst. Du bist der Boss.

Hast du genug Geld, kannst du machen, was du willst. Du kannst anderen ein Leben vorleben, das sie auf die Palme bringt. Vielleicht reist du um die Welt. Oder du legst dich den ganzen Tag in den Park. Oder machst viel Sport.

Hast du die finanzielle Freiheit erreicht, wird sich dein gesamtes Leben verändern. Die tägliche Einstellung. Zum Beispiel kannst du ohne Konsequenzen jeden Tag deine Sachen auf der Arbeit zusammenpacken und gehen.

Die Arbeit wird definitiv leichter und erträglicher sein. Andere Probleme siehst du auch lockerer als die meisten Menschen: Ein Schaden, eine Renovierung, eine hohe Rechnung, ein richtiger schwerwiegender Schmutzfleck… Manch einer kriegt in so einer Situation einen Anfall der Tobsucht.

Jedenfalls nimmt deine Toleranz mit dem Geldvermögen zu. Du wirst innerlich ruhiger. Gelassener. Ärger, Wut, Zorn, Neid… verschwinden mit der Zeit. Sie nehmen ab. Die Ausgeglichenheit ist etwas Herrliches.

Hast du noch nicht beobachtet, wie nervös Kollegen werden, wenn sie Streit mit dem Chef haben? Als ob ihr Leben vom Job abhängt. Sie fühlen sich wie Arbeitssklaven. In New York beobachte ich oft die Arbeitssklaven in ihren Anzügen, wenn sie aus den Wolkenkratzern kommen und auf ihr Auto warten. Meist folgt nach der Arbeit noch eine lange Heimfahrt. Und täglich grüßt das Murmeltier. Am nächsten Tag geht es von vorne los:

Stell dir vor, irgendwann ist dein großer Tag in der Firma. Du gehst zu deinem Vorgesetzten, sagst, dass du die Branche verlassen möchtest, um eine andere Karriere zu verfolgen.

Du bist glücklich. Du suchst dir etwas, was dir viel mehr Spass macht. Ein Projekt, eine Teilzeitstelle. Oder du nimmst erst mal eine lange Auszeit.

Um dorthin zu kommen, ist es wichtig das Sparen zur Priorität zu machen.

  1. Es sollte dir immer gelingen, 20% (oder mehr) von deinem Einkommen zu sparen.
  2. Du kaufst immer weniger, als du dir eigentlich leisten kannst (Autos, Häuser, Urlaub usw.).
  3. Hypotheken und andere Kredite gehören getilgt. Du türmst privat keine Schulden auf.
  4. Du beschränkst dich auf maximal ein Restaurantsbesuch pro Woche, sagen wir mal. Ich mag zum Beispiel Chinesisch, Pizza, Indisch. Und keine 3,50-Euro-Tassen Kaffee oder andere Wahnsinnskosten.
  5. Steuererstattungen oder Boni gehören ins Depot.
  6. Du bezahlst nie für etwas, was du selbst tun kannst.
  7. Wenn du einkaufst, achtest du auf die Preise/Schnäppchen.
  8. Du lebst minimalistisch.

Von nichts kommt nichts. Du musst dich schon anstrengen.

Manchmal höre ich von Leuten solche Sprüche: “Wir können nicht genug sparen” oder “Ich weiß nicht, wohin mein Geld geht”. Da kann ich nicht helfen. Ich denke, wenn diese Leute zuerst sparen, das heißt, 20 Prozent vom Nettogehalt direkt in einen ETF-Sparplan oder ins Depot geben, wäre das kein Problem für die Person. So lassen sich dann gezwungenermaßen Einsparmöglichkeiten finden. Aber einfach zu sagen, es geht nicht, ist zu einfach. Es wird in vielen Haushalten zu viel Mist gekauft und im Luxus gelebt, ohne dass man es merkt.

Eine teure Verschwendung sind in meinen Augen zum Beispiel die Nespresso-Kaffeekapseln. Ein Kilogramm des Kaffees aus den kleinen Alubehältern kostet 86 Euro. Das ist sauteuer. Klar, als Nestlé-Aktionär freust du dich, aber als Verbraucher ist das ein teurer Spass. Ganz zu schweigen von der Umweltverschmutzung.

Die Nestle-Aktie hat sich übrigens phantastisch entwickelt im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmittelherstellern, die abgestürzt sind.

Enttäuscht bin ich derweil von Intel, die bitter abgestürzt sind nach ihrer Umsatzwarnung für das laufende Jahr. Überrascht bin ich von Walt Disney. Der Medienriese will den Streamingdienst Hulu ganz übernehmen, um Netflix zu attackieren. Meine Intel- und Netflix-Aktien bleiben im Depot.

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Ralf
3 Jahre zuvor

Nur vorsorglich ein kleiner Hinweis: Phasenweise sind scheinbar zwei Ralfs unterwegs.

Nestle ist eine prima Aktie. Und sparen kann eigentlich jeder. Selbst mit Hartz4 kann man oft etwas zurücklegen.

Wohnen ist halt so ein Kostenfaktor für sich. Unser geplantes Hausprojekt haben wir gestoppt. Selbst bei schlichter Bauweise kommt es sehr teuer und vor allem solche Posten wie Außenanlagen schlagen aufgrund der Hanglage doch deutlich ins Gewicht. Am meisten stört mich dabei die Bindung des Eigenkapitals. Ich bin zuversichtlich, dass wir doch noch mit Glück ein passendes Mietobjekt finden.

Wie würdet ihr mit dem schuldenfreien Grundstück verfahren (gute Lage mit städtischer Infrastruktur und Grün außenrum, Nachfrage steigend)? Behalten für die Kinder oder verkaufen? Alternativ für die Kids eine Studentenbude kaufen und derzeit vermieten?

3 Jahre zuvor

Hallo, schöner Artikel.

Ich merke auch immer wieder wie viele andere Menschen, wie wohl man sich am Zahltag fühlt. Das Thema Geldanlage wird meiner Meinung nach immer wichtiger und auch immer schwieriger durch das wachsende Angebot an Konsumgütern und Luxusartikeln. Allerdings führt dieser Blog unter anderem ausgezeichnet an das Thema heran.

Liebe Grüße

Steven
3 Jahre zuvor

Hey Ralf,

 

was hältst du von der Idee das Grundstück zu verpachten? Dann haben du und später deine Kinder etwas davon 😉

 

Gruß Steven

Chrissie
3 Jahre zuvor

@Tim

Danke für den motivierenden Artikel. Besonders für das Foto am Anfang. Die Menschen wirken wie fremdgesteuert, dieses Bild wirkt erstaunlich abschreckend, obwohl es ja eigentlich ein ganz normaler Anblick ist.

 

@Ralf

Das ist eine schwere Entscheidung. Nach der drei Speichen Regel lohnt es vielleicht, das Grundstück zu behalten. In guter Lage wird es wahrscheinlich eine krisensichere Anlage sein.

Könnte man dort vielleicht ein Tiny House (oder mehrere) draufstellen und vermieten als Studentenwohnung/Ferienwohnung/Tinyhouseinteressentenprobewohnung (falls das bei der Hanglage geht)? Oder kleine Abschnitte an Urban Gardeners vermieten? Falls so etwas auf dem Grundstück erlaubt ist (da kenne ich mich leider nicht aus), wären das Maßnahmen, die einer späteren Bebauung oder Veräußerung nicht im Wege stünden.

Felix
3 Jahre zuvor

@ Ralf

Ich würde bauen, wenn ohnehin ein Grundstück vorhanden ist. Ich habe das gemacht und muss sagen, es lebt sich in den eigenen vier Wänden deutlich entspannter, ähnlich wie mit einem Depot im Rücken (wie es Tim oben beschreibt). Zudem gibt es derzeit Geld quasi umsonst, so dass man sein Depot gar nicht oder nicht vollständig auflösen muss.

Beim Bauen lassen sich durchaus Kosten sparen: kein Keller, Holzhaus, keine Sonderwünsche, Außenanlagen selbst anlegen, …

 

 

Gainde
3 Jahre zuvor

Mir ist aufgefallen, dass von den Vermögenden praktisch niemand in ETF oder Fonds investiert. Die meisten halten Einzelaktien und dies sogar in konzentrierter Form (Gates, Munger…).

Gibt es hierfür Gründe?

Jan
3 Jahre zuvor

Gainde,

ETFs sind eher Massentauglich und sie gibt es auch noch nicht so lange in dieser unglaublichen Breite, wie heute. Weiter haben Großinvestoren teils andere Mittel die genutzt werden als dies in einen ETF zu stecken und das z.B. BlackRock zu überlassen. Sich selbst mit dem Management zu unterhalten ist dann doch etwas anderes. Weiter sind ETFs unhandlich, wenn man gezielt investieren möchte.

Für den Privatanleger Hans Mustermann interessiert das wenig.

 

Felix
3 Jahre zuvor

Das sind ja Menschen mit hohem wirtschaftlichen Sachverstand, warum sollten den Durchschnitt kaufen?

Thorsten
3 Jahre zuvor

@Tim Punkt 4 mit Essen gehen, ist hier unüblich. Mit 4 Personen zahle ich locker 60 Euro, mindestens. Traditionell wird das nur an besonderen Festtagen gemacht,  z,b Geburtstagen. Ich kenne keine Familie,  die einmal in der Woche oder einmal im Monat essen geht. Meist wird auf den Urlaub gespart und man lässt es sich dann erst gut gehen vor Ort.

Andrej
3 Jahre zuvor

Ich verfolge den Block seit …..

Ich weiß es nicht. Es ist mein erster Kommentar, den ich hier hinterlassen möchte. Ich lese häufiger, dass Schulden ein Tabu sind. Ich denke, dass man das differenzierter betrachten sollte. Es gibt gute und schlechte Schulden. Häuser an sich binden Kapital und sind unproduktiv, jedoch bieten Sie eine höhe emotionale Rendite. Ich habe keines, möchte aber. Ich löse keinesfalls mein Depot oder auch nur Teile davon auf. Im Bedarfsfall nehme ich mir eher ein zusätzlichen Privakredit , sodass ich Nebenkosten und 5% Ek 8n die Finanzierung nehme, um dann 1,3 Zinsen zu zahlen. Das ist geschenkt.

Ich habe vor 4 Jahren 75 k aufgenommen und direkt in mein Depot gepackt. In der Endkonsequenz habe ich aus diesem Geld mehr gemacht. Ich zählte für meinen Rahmenkredit 6% und für meinen Ratenkredit 3,99%. In Summe waren das zu Beginn 125 € auf den Rahmenkredit und 180 € auf den Ratenkredit=> 305€, die ich im ersten Monat bezahlt habe. Meine Nettodividende auf dieses Geld liegt bei 325€. Das heißt, ich habe im ersten Monat mit meinen Schulden bereits Geld verdient. Inzwischen von ich bei 9.200€ Rahmenkredit und 17.600€ Ratenkredit und bezahle ca. 45€ + ca. 60€ = 105€ und bekomme trotzdem 325€ aus meinem Depot und das jeden Monat (Monatszahlersind dabei, weil mich das motiviert). Ende nächsten Jahres bin ich durch und mache das noch einmal. Insgesamt habe ich in den bald 4 Jahren 18,xx % Dividende bekomme und mein Depot liegt mit 22% im Plus, also habe ich selbst bei einem ca. Mischzins von 5% immernoch über 20% mehr.

Also wer Schulden als generell schlecht betitelt, hat eventuell einen kaufmännischen Fehler in seiner Betrachtung.

Ich liebe diesen Blog und finde viele Artikel interessant. Ich merke, dass man seine finanzielle Bildung ständig erweitern kann. Ich selber werde nach derzeitigem Stand noch 16 Jahre bis zur Million benötigen, was ok für mich ist, weil ich nicht in eurer Gehaltsgruppe liege. Bin bei einer Sparquote von aktuell fast 50%, ohne zu verzichten und mit 2 wundervolle Kindern und Freundin.

Mein Auto, dass ich mir vor 10 Jahren kaufte, ist inzwischen ein wirtschaftlicher Totalschaden, fährt jedoch noch und war damals die Entscheidung eines Konsumidioten.

Wäre ich damals so klug gewesen, wäre das in Aktien gegangen und aus den 25 K wären 100k geworden. So kann es einem gehen. Das lernt man dann erst später. Das Bier lässt mich zu viel Schwafeln. Bin übrigens Erzieher im Jugendbereich 12-16 Jahre und habe vor drei Wochen ein kleines Seminar gegeben, um den Jungs zu zeigen, dass jeder von ihnen ein Millionär werden kann. Ich bin etwas traurig darüber, dass im Fach Wirtschaft solche Dinge nicht vermittelt werden. Also der Bereich finanzielle Bildung.

Ich freue mich auf die nächsten Beiträge und bedanke mich.

Daniel
3 Jahre zuvor

Das sind ja Menschen mit hohem wirtschaftlichen Sachverstand, warum sollten den Durchschnitt kaufen?

Wie es wohl auf weit über 95% aller Fondsmanager zutrifft die auch nach Jahren dem Marktrenditen hinterherrennen bevor ihr Fonds dann geschlossen wird oder sie ihren Posten verlassen müssen.

Mir ist aufgefallen, dass von den Vermögenden praktisch niemand in ETF oder Fonds investiert. Die meisten halten Einzelaktien und dies sogar in konzentrierter Form (Gates, Munger…).

Gibt es hierfür Gründe?

gibt diverse Gründe, mal trifft es auf den einen zu mal auf den anderen. In vielen Ländern gibt es noch Steuerstundungen sodass lang gehaltene Aktien viel besser gehalten werden können bevor man sie verkauft und Kursgewinne versteuern muss. Dann gibt es ETF im Gegensatz zu Indexfonds nicht so lange. Dann kommen auch hohe absolute Gebühren hinzu wenn das Depotvolumen sehr groß ist und genug Geld da ist eine Art eigenen Index nachzubauen (siehe norwegischer Staatsfonds) oder aber man man möchte eine Überrendite haben, die kann man aber nur mit konzentrierten Portfolios erreichen, hier sieht man allerdings nur den Survivorship -Bias, denn von den 9 der 10 die es versucht haben und gescheitert sind, sieht und hört man nichts mehr.

 

vonaufdenboden
3 Jahre zuvor

@Andrej

Hättest du den Kredit im Jahre 1999 oder 2007 aufgenommen, würdest du heute wohl eine andere Meinung zu diesem Thema vertreten.

Ich habe letztes Jahr im November/Dezember auch 50k Fremdkapital aufgenommem, um damit unterbewertete Aktien zu kaufen. Hat in diesem Fall gepasst!

Aber man sollte sich im klaren darüber sein, dass solche “Hebel-Aktionen” mit hohen Risiken behaftet sind. Im worst case fallen die Kurse der kredifinanzierten Aktien stark und dann sieht deine Rechnung etwas anders aus.

Risk Management is key!

Der Eintritt des worst case sollte dich nicht komplett aus dem Rennen nehmen. Ich hoffe, du hast das in deinem Seminar auch erwähnt.

Gruss

vonaufdenboden

 

Andrej
3 Jahre zuvor

Vorweg kann ich sagen, dass ich keinen Lombardkredit genommen habe, sondern einen Privakredit, den ich auch ohne Dividende bezahlen kann und der unabhängig von der Kursentwicklung ist. Gedanken habe ich mir natürlich vorher gemacht, welche Positionen vielversprechend sind/sein könnten. Das wird wohl jeder so machen bzw. sollte. Diversifikation ist mir auch kein Fremdwort. Früher wäre ich nicht alt genug gewesen. Zu den damaligen Zeiten haben meine Eltern zu 8 oder 9% ein Haus finanziert. Ich habe das natürlich mit erklärt. Ich möchte, dass sie was aus ihrem Geld machen.

Kia
3 Jahre zuvor

@Ralf

das Grundstück würde ich nicht wieder aus der Hand  geben. Hat dich ja nicht dein Depot gekostet, oder?

Ich würde es als Garten nutzen, mir eventuell ein Blockhaus, zwischen 45 und 80qm, aufbauen und dieses dann als Ferienimmobilie vermieten, mit der Option es im Alter oder wenn die Kinder raus sind, als Wohnsitz zu nutzen. So ein Blockbohlenhaus ist sehr günstig. Die Erschließung und Außenanlagen brauchst du allerdings auch hier.

Chrissies Idee des Urban Gardenings könnte ich mir auch gut vorstellen. Ich habe bei uns in der Stadt 430€ gezahlt für 45qm und 270€ für 25qm.

Wohnung mit Domblick
3 Jahre zuvor

@Kia, 430 Euro für was? Jahrespacht? Rechnet sich das?

Tims Punkt 6 spricht mir natürlich aus der Seele. Bezahle nie für was Du selber machen kannst. Als ‘Hobbybastler’ von Klein an baue ich fast alles, was andere kaufen müssen. Oder restauriere Altes. Elektronik, Möbel, Fahrräder, Fahrzeug, baucht alles keine Fremdleistung bei mir. Das spart viel Geld und macht den Kopf frei 🙂

Kia
3 Jahre zuvor

 

@ Wohnung mit Domblick

430€ für 45qm Ackerfläche um Gemüse anzubauen, von April bis September. Das waren so Kreise, die in kleine Kuchenstücke geteilt waren und einzeln für eine Saison verpachtet wurden. Ist ein paar Jahre her und mittlerweile teurer. Sehr beliebt bei Großstädtern. Rechnet sich natürlich nur für den Verpächter.

Wenn er 10×45=450qm oder 10x30qm=300qm von seinem Grundstück abteilen kann wären das wenigstens 3000€ im Jahr.

Fertiggaragen drauf setzen und vermieten wäre auch noch eine Möglichkeit. Hat ein Bekannter so gemacht um überhaupt bei der Bank einen Kredit für ein Grundstück zu bekommen.

Karl
3 Jahre zuvor

@Andrej

Welche Werte haben Sie genommen? Mir gelingt leider keine Nettodividende von 325€ p.M. bei TEUR 75 Kapitaleinsatz.

Kevin
3 Jahre zuvor

@Karl: Sind doch “nur” 5,2%

Bin gerade unterwegs, daher nur ein paar Ideen ohne genaue Recherche.

 

Shell

BASF

Omega Healthcare

Weitere Reits

 

 

Gainde
3 Jahre zuvor

Ich denke, dass seit 2008 mit QE und den Tech-Stocks es wirklich schwierig ist den Index zu schlagen. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass der Markt durch QE massiv manipuliert wird. Wenn man jedoch die Periode 2000-2015 anschaut, war nicht viel zu gewinnen. Es gibt viele gute Einzelwerte, die einen kontinuierlichen Aufwärtstrend/Chart haben und mit denen man besser gefahren wäre als mit einem MSCI World. Niemand weiss wie das Spiel weitergeht und wie die zukünftigen Renditen aussehen. Wir steuern jedoch global in den nächsten Jahren eher auf japanische Verhältnisse zu und da ist es mir lieber in solide Einzelwerte als in einem ETF, der vor sich her dümpelt, investiert zu sein. Siehe gestrige Aussagen des SNB-Präsidentens.

Das Risiko wird immer höher, bei einem jetzigen Einstieg via ETF in den Markt, seinen Einstiegskurs erst in einigen Jahren wieder zu sehen. Weshalb nicht lieber in solide, nicht überbewertete Einzeltitel investieren und diese lange Halten?

Wie seht ihr das?

GiniKoeffizient
3 Jahre zuvor

@Gainde

Du machst dich durch deine häufiger werdenden Sinneswandel unglaubwürdig.

Schwarz/Weiß Denken und ständiger Seitenwechsel vertragen sich nicht gut.

Unsicherheit und Strategieanpassungen sind normal und menschlich. Aber dann macht man das unter sich aus und erörtert es fundiert bevor man jeden zweiten Tag von einem extrem zum anderen springt nur weil  mal wieder Meinungen irgendwelcher Gurus veröffentlicht werden die meist aus dem Kontext gerissen, manipulativ oder schlichtweg zu viel Nostradamus sind.

Die wenigsten hätten gedacht, dass sich diese QE Scharade solange aufrecht erhalten lässt.

Larry Fink spricht im Übrigen von einer kommenden Aufschwungphase. Weiß der SNB Präsident mehr?

Vielleicht kommt ja morgen die Bargeldabschaffung und dadurch ein ideales Vehikel um die Globalisierung durch weltweiten Arbeitskräftewettbewerb weiter anzutreiben. Wirst du dann wieder täglich deine Meinung ändern?

Felix
3 Jahre zuvor

@ Gainde

Wer hindert dich daran? Mache ich seit 25 Jahren so.

 

Gainde
3 Jahre zuvor

@ GiniKoeffizient

Stimme mit dir überein, dass man sich auf ein Investmentvehikel festlegen muss. Aktiv und gleichzeitig passiv macht wenig Sinn.

Weshalb aber sind ETF erst seit kurzer Zeit en vogue, obwohl es sie bereits seit Jahrzehnten gibt? Transparenz durch Internet? Markteuphorie und ideal, um von QE zu profitieren? In meinem Umfeld kaufen nun Leute ETF, die sich vor kurzer Zeit noch gar nicht um Finanzen gekümmert haben. Ist natürlich durch Banking Apps viel einfacher geworden. Doch da ich von Natur aus eher der Contrarian bin, macht mich das schon aufmerksam.

@ Felix
Würde zurzeit persönlich nie eine der Top-Aktien aus den Indizes kaufen für Buy & Hold. Liegt vielleicht auch daran, dass ich höhere Beträge an den Markt bringen möchte und mir daher mehr Gedanken mache, als ein Student mit einem 100 Euro-Sparplan.

Peter
3 Jahre zuvor

ETFs

Auch ETFs sind Produkte der Finanzindustrie. Und diese besteht nicht aus uneigennützigen Samaritern. Natürlich werden diese Produkte auch aktiv vermarktet, um den Margenrückgang aus der aktiven Vermögensverwaltung zu kompensieren. Das haben Häuser wie Blackrock und Amundi gut erkannt – kostengünstiges, skalierbares Massengeschäft plus höherpreisige aktive Verwaltung.

Man darf auch nicht vergessen, dass die Hauptkunden der Asset Manager institutionelle Investoren sind und die zahlen selbst für aktive Strategien nicht viel mehr als Privatanleger für ETFs.

Die Frage ist, wie bekomme ich eine Aktienmarktrendite. Der eine über ETFs und der andere über eine (zufällige) Auswahl an Einzelwerten.

@Gainde
Verstehe ich nicht. Weil Du höhere Beträge anlegen möchtest, kaufst Du keine Topwerte aus den Indizes?

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Peter

Als Stock Picker/Buy & Holder würde ich zurzeit keine Top-Werte aus den grossen Indizes kaufen – hohe Bewertung.

Grob gesagt kann der Privatanleger folgendes tun: Buy & Hold mit ETF oder mit ausgewählten, “bewährten” Einzelwerten. Bei ETF ist man jedoch in ein Finanzprodukt investiert. Bei einem langfristigen Zeithorizont von 20 Jahren und mehr würde ich mich persönlich mit Einzelwerten wohler fühlen. Wer weiss schon, wie sich für ETF zukünftig die Regulierungen, Steuerabkommen, Domizile etc. entwickeln werden. Investieren vielleicht die Vermögenden auch deshalb bevorzugt in Einzelaktien?

Von denen, die ich kenne, haben alle ihr Geld in Immobilien, eigene Unternehmen oder Einzelaktien investiert. Da spart keiner in einen Fond…

Laut Kommer würde auch niemand mehr an einer Generalversammlung gehen, da Direktinvestments keinen Sinn machen. Liegen dort alle falsch? 😉

Thorsten
3 Jahre zuvor

Häuser an sich binden Kapital und sind unproduktiv, jedoch bieten Sie eine höhe emotionale Rendite

Ich widerspreche in den Punkt ausdrücklich. Die emotionale Rendite gibt es oben drauf. Wohnen muss man. Aktien kaufen nicht. (O.k. ihr müsst alle Aktien haben, schlechtes Beispiel). Man muss das gebundene Kapital dem Mieten gegenüberstellen. Und  hier gibt es rückwirkend für die letzten 20 Jahre in den Ballungsgebieten  nur eine Antwort : der Käufer ist Gewinner , der Mieter Verlierer. Niedrige Zinsen, fallendes Immobilienangebot, steigende Mieten, steigende Immobilienwerte, Entschuldung durch niedrige Zinsen und Inflation. Und das war nicht plötzlich so, das war absehbar.

@Gainde ETFs gibt es seit Jahrzehnten? Fonds ja, aber ETF ?

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Thorsten

Ja, laut Kommer und Bogle gibt es schon lange ETF.

Daniel
3 Jahre zuvor

Stimme mit dir überein, dass man sich auf ein Investmentvehikel festlegen muss. Aktiv und gleichzeitig passiv macht wenig Sinn.

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Bestes und logisch nachvollziehbares Beispiel wird ja auch häufig beim Dividenden-Adel auf Echtgeld.tv sichtbar. Christian W. Röhl ist ja bekennender Aktien-Einzel-Analyst, konzentriert sich aber dabei primär auf den angelsächsischen Raum oder Europa. Der asiatische Markt ist ihm zu intransparent, weshalb er solche Märkte mit ETF abbildet. Ich finde an so einem Vorgehen nichts unlogisch. Gleiches ließe sich z.B. auch auf den Small Cap Bereich ausweiten, weil hier vielleicht die Märkte zu illequide sind.

Ja, selbst aus Dividenden-Grünen kann ein solches Mischszenario Sinn machen. Man hält aus den “einfachen”Ländern Aktien und dort wo die Quellensteuer-Rückforderung eine Katastrophe ist, ist man in ETF investiert. Ich würde das nicht so dogmatisch sehen.

Weshalb aber sind ETF erst seit kurzer Zeit en vogue, obwohl es sie bereits seit Jahrzehnten gibt? Transparenz durch Internet?

In den 90ern wurde ja erstmal der Zulassungsprozess für ETF in Gang gesetzt, ich glaube vor dem Jahr 2000 gab es sie gar nicht. Dann kam auch noch die dicke Tech-Bubble Finanzkrise bei der fast alle die Börse haben links liegen lassen. Einer der ältesten ETF in Deutschland auf einen akzeptablen Index, also der Welt ist der ausschüttende iShares MSCI WORLD. Der ist von 2005. Und das ist jetzt ehrlich gesagt noch nicht so alt. Und wer investiert schon sofort in ein neues Vehikel ohne Referenz-Erfahrung, ohne große Konkurrenz und ohne großes Fondsvolumen. Das muss sich alles erstmal aufbauen. Reinrassige Indexfonds, die auch Bogle genutzt hat, wären mir selbst heute hier völlig unbekannt. Und erst recht dem unbedarften Anleger der zur heimischen Sparkasse gerannt sind.

In meinem Umfeld kaufen nun Leute ETF, die sich vor kurzer Zeit noch gar nicht um Finanzen gekümmert haben. Ist natürlich durch Banking Apps viel einfacher geworden. Doch da ich von Natur aus eher der Contrarian bin, macht mich das schon aufmerksam.

Und worin liegt genau das Problem? Im Jahr 2000 haben besagte Leute eben keine ETF gekauft sondern sich irgendwelche “.com” Aktien geholt. Hat geknallt, ja, daran war aber auch weder die Aktie noch sonstwas schuld, es war schlicht Gier und Unwissenheit. Der ETF ist nur ein Vehikel, ein Container. Du kannst damit genauso Schiffbruch erleiden wie mit jedem anderen Finanzinstrument wenn du nicht weisst was es kann / nicht kann und was du damit willst. Du siehst die Unwissenheit doch schon heute. Wieviele ETF gibt es? 5000? Warum? Weil die Leute es nicht richtig verstehen. Sie nutzen die Passivität des Produktes nicht sondern handeln aktiv damit. Sie decken keine großen Sektoren ab sondern spezialisieren sich immer weiter. Aber ist ja auch nicht schlimm, soll jeder machen wie er es meint.

Wer weiss schon, wie sich für ETF zukünftig die Regulierungen, Steuerabkommen, Domizile etc. entwickeln werden. Investieren vielleicht die Vermögenden auch deshalb bevorzugt in Einzelaktien?

Und wer weiss schon genau was in 20 Jahren aus deinen “top-Einzelaktien” wird? Schau dir die Rotation der Aktien im SP500 an. Viele der ehemaligen Top-Werte sind verschwunden, wer hier in Deutschland vor 20 Jahren investiert hat, für den war der Bankensektor, der Automobilbau und die Energieversorgung ein völlig sicherer Hafen. Was ist davon geblieben? Die Steuern werden sich immer ändern, darauf würde ich keine große Rücksicht beim Status Quo nehmen.

 

 

-M
3 Jahre zuvor

@Gainde

Hast du nicht vor 1-2 Wochen erst Nestle gekauft ?

-M

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Daniel

Stimme dir zu. Wegen ausländischen Quellensteuern machen ETF Sinn. Heimischer Markt kann man mit Einzelaktien abdecken.

Vorteil bei Einzelaktien ist, dass es immer wieder gute Einstiegsgelegenheiten gibt. Bei ETF kauft man den gesamten Markt, auch wenn er bereits gut gelaufen ist und durch Hot-Stocks gehievt wird.

 

@ -M

Bereits wieder verkauft, da nur kurze Haltedauer geplant war.

Fit und Gesund
3 Jahre zuvor

@Gainde

also aus Dir werde ich nicht klug 🙂

hast Du nicht gerade erst Nestlé gekauft? Und gestern hast Du noch eine Liste kaufenswerter Aktien aus dem SPI hier eingestellt und um Stellungnahme gebeten?

Ich persönlich habe jetzt noch ungefähr 25% ETF’s und ansonsten eben die Einzelaktien, für mich kein Problem, die tun sich doch nix, und der Vanguard All World ist ein echt toller ETF, den würde ich nicht hergeben wollen.

Und nochwas, der Student mit seinem 100Euro Sparplan der hängt genauso an seinem Geld wie Du, der macht sich sicher auch Gedanken um sein Geld, zu Recht und da musst Du gar nicht so von oben herab tun, Jeder fängt mal klein an.

 

@vonaufdenboden

wow…50k Fremdkapital um Aktien zu kaufen, das hätte völlig in die Hose gehen können, 1x gutgegangen bedeutet nicht dass sowas immer gut geht, das wäre mir persönlich viel zu riskant, ich nehme nicht an dass Du die schon zurückgezahlt hast, ne… ich bin nicht so gierig 🙂 aber Jedem das Seine.

 

@Thorsten

da sind wir uns einig, Wohnen muss man, ich zahle nur ganz wenig Hypothekenzinsen, müsste ich mieten dann müsste ich sehr viel mehr ausgeben dafür, meine Hütte gibt mir Seelenfrieden, mich wirft hier Niemand raus, mir erhöht Niemand die Miete, ich wohne an guter Lage mit guter Infrastruktur, wichtig im Alter und dann noch da wo Andere Ferien machen. Einzig und Allein, Dachgeschoss ohne Lift, ich MUSS fit bleiben.

 

Fit und Gesund
3 Jahre zuvor

@Gainde

also vom ETF-Fan nun zum Zocker… viel Glück!

vonaufdenboden
3 Jahre zuvor

@Fit und Gesund

Hab ich mit dem 2018er Bonus im März zurückgezahlt. Ich konnte bei diesen Kursrücksetzern Ende letzten Jahres einfach nicht widerstehen. Es musste sein! Ich wurde total unruhig.

Aber im Grunde hab ich nur Aktienkäufe vorgezogen, um bei fallenden Kursen zu kaufen. In so einer Phase sollte man doch gierig sein.

Und dafür musste ich FK aufnehmen. Ist natürlich leicht, wenn man weiss, dass man es in 4-5 Monaten zurückzahlen kann.

Gruss

vonaufdenboden

Ralf
3 Jahre zuvor

Ich fahre mit ETFs und Aktien sehr gut. Eines schließt das andere nicht unbedingt aus.

Wohneigentum: Wir haben festgestellt, dass uns trotz verfügbarem abbezahlten Grundstück immer noch einiges an Eigenkapital fehlt für das geplante Eigenheim. Es wird trotz schlichter Bauweise teuer. Es sind die vielen Dinge außenrum (Außenanlagen etc.). Aufgrund inzwischen mehrfacher Leistenbruch-Operationen muss ich körperlich etwas aufpassen sonst würde ich viel mehr selbst machen. Es wäre machbar mit einer Finanzierung. Aber man muss noch atmen können. Ich habe einen guten und sicheren Job, große Gehaltssprünge sind aber nicht zu erwarten (öffentlicher Dienst).

Da mir eh nicht viel an Besitz liegt, habe ich damit auch kein all zu großes Problem. Die Herausforderung ist, ein bezahlbares Mietobjekt mit kleinem Garten zu finden. Echt schwierig. Drückt mir die Daumen.

Blackrock stocke ich beim nächsten Rücksetzer auf.
Eine Anlagesünde muss ich aber auch mal beichten:

Vor 11 Jahren haben wir eine kleine Rüruprente abgeschlossen (600 €/Jahr in einen Dividendenaktienfonds). Die laufenden Kosten liegen bei fast 40 Prozent der Anlage….

Und das Beste: Selbst wenn man die Versicherung beitragsfrei stellt, fallen hohe Verwaltungsgebühren an und kündigen geht nicht (155€/Jahr). Echt zum kotzen!

Fit und Gesund
3 Jahre zuvor

@vonaufdenboden

wiegesagt, ich bin da eine echte Memme, ich habe Ende des Jahres nichtmal meine Cash-Reserve verbraucht, nur bisschen was abgezwackt 🙂 ich bereue es in keinster Weise, kommt wieder mal soweit.

 

@Ralf,

haben wir nicht Alle Anlagesünden? meine dritte Säule beruht auf einem Versicherungsprodukt, ich habe über 20Jahre brav gezahlt, sicher bekomm ich nächstes Jahr ordentlich was raus, aber hätte ich das Geld selber in Aktien angelegt, wäre ich vermutlich besser dran, vorwärtsschauen, Vergangenes ruhen lassen, damals wusstest Du es nicht besser.

Ralf
3 Jahre zuvor

Vorsorglich habe ich soeben mal die BAFIN per Online-Beschwerdeformular eingeschalten. Vielleicht lässt sich da doch was erreichen. Viele Leute werden so abgezockt und der Staat lässt das offensichtlich zu mit seinen zwielichtigen Riester und Rürup-Vorschriften.

vonaufdenboden
3 Jahre zuvor

@Fit und Gesund

Kann ich gut nachvollziehen. Wichtig ist doch, dass jeder/jede am Ende mit seinem/ihrem Risikoprofil gut schlafen kann.

Gruss

vonaufdenboden

 

Kiev
3 Jahre zuvor

@ vonaufdenboden

Was hast Du Dezember von dem Geld gekauft? Waren es Einzelaktien? Passen sie in Dein Depot? Hast Du Grenzen wie z.B. 2% vom Depot pro Position eingehalten? Hast Du an einem Tag alles gekauft, oder was gerade besonders günstig war? Oder im Falle von ETF vielleicht in Tranchen investiert? Interessiert mich einfach. War Dir bereits bekannt, dass Du in 3 Monaten die Summe komplett zurück bezahlen kannst?

Bruno
3 Jahre zuvor

@Ralf

Ich kann Dir keinen Tipp geben, aber ich kann sagen was ich tun würde mit dem Land. Ich habe da ein System wo ich so eine Entscheidung innert Sekunden in der Regel treffen kann. Vorne weg: Ich würde es wohl verkaufen.

Und zwar aus einem ganz einfachen Grundsatz, den ich verfolge und der hier vermutlich kaum auf viel Gegenliebe trifft. Ich möchte nur besitzen, was ich auch brauche, das fängt bei den alltäglichen Dingen an (keine Kleidung die ich nie trage oder im Keller oder Haus Dinge (Plunder) die man nie braucht). Und so verhält es sich auch mit grösseren Sachen, Land würde Sinn ergeben wenn man es verpachtet für Landwirtschaft (Bauland ist da aber zu schade/teuer dazu) oder wenn man darauf baut, Eigenverbrauch oder Vermietung. Sonst macht es m.E. keinen Sinn, da kein Ertrag vorhanden und nur Spekulation (Hoffnung) auf steigende Preise mache ich nie. Darum habe ich auch keine Rohstoffe wie Gold oder ähnliches, da diese faktisch nur kosten und es nur um die Spekulation geht (Hoffnung der Preis steigt). Ich verstehe und respektiere hier auch andere Meinungen, aber so sehe ich das halt.

Was natürlich noch zu berücksichtigen wäre, die Steuersituation. Ich kenne mich in Deutschland nicht aus, in der Schweiz müsste man noch je nach Haltedauer und potentiellem Gewinn eine Grundstückgewinnsteuer bezahlen, die teilweise beträchtlich ausfallen kann. Dann wäre unter Umständen eine Umnutzung zu überlegen. Je nach Bauplatz und -gesetz wäre das unter Umständen eine Möglichkeit, wobei ich da immer kritisch bin und es oft nur die zweitbeste Lösung darstellt.

Bruno
3 Jahre zuvor

Die Diskussion ETF vs. Einzelwerte wie auch die Diskussion Eigentum vs Miete wird uns wohl noch ewig beschäftigen.

Wie so oft, es führen viele Wege nach Rom 😉

Wenn man als Referenz vermögende Leute nimmt, muss deren Strategie nicht immer die Beste sein, ich kenne vermögende Leute welche schon seit Jahrzehnten sehr günstige Indexfonds haben (die Vorgänger der ETF’s), und sie sind damit sehr gut gefahren. Viele haben aber effektiv nebst Immobilien auch Einzelaktien, weil viele erfolgreiche Leute denken, und sie sind sich das gewohnt aus ihrem normalen Umfeld als Anwälte, Manager etc., sie können es besser (entscheiden) als der breite “Markt”. Aber oft ist es eben nicht so an der Börse, sie fahren aber trotzdem besser als mit Cash resp. die Masse die nicht oder zu wenig investiert, aber sie wären unter Umständen mit dem Index besser gefahren. Sie haben den Erfolg nicht primär dem Aktienmarkt zu verdanken sondern ihren guten Geschäften. Ich denke beides funktioniert, wenn man nicht völlig extrem sich positioniert und für das zu hohe Risiko eines Tages bestraft wird.

RollingStone
3 Jahre zuvor

@Ralf/Grundstück

Verkaufe an die “Deutsche Wohnen”, lass die was ordentliches draufbauen und in 10 Jahren, wenn Dir einfällt, es war dumm zu verkaufen, schreist Du ganz laut nach Enteignung. 😉

-M
3 Jahre zuvor

@ Gainde

 

Ich muss zugeben, dass ich deine Handlungen und Aussagen der letzten Zeit nicht mehr (so) ernst nehmen kann und zukünftig auch nicht mehr werde.

 

Möchte dich jetzt nicht in irgendeine Art angehen oder sonst was…aber ein schriftlicher Austausch macht bei so was für mich weniger Sinn.

Naja wie auch immer, sind ja noch genug andere hier die sich dann über Watchlisten austauschen werden 🙂

 

-M

 

 

 

Mattoc
3 Jahre zuvor

Ein ETF ist ein Fonds. Es gibt nach meiner Kenntnis keine regulatorischen/gesetzlichen Regelungen, die sich ausschließlich auf ETFs beziehen. Wie soll das auch gehen? Schließlich könnte sich ein aktiver Fondsmanager dazu entscheiden, einen Index nachzubilden. Wer also sagt, dass ETFs ein spezifisches Problem/Risiko/Finanzprodukt darstellt, der muss auch sagen, dass das für alle Fonds gilt. In der Konsequenz muss man grundsätzlich Fonds ablehnen und nicht nur ETFs.

Djerun82
3 Jahre zuvor

@vonaufdenboden:

Bei welcher Firma arbeitest du denn, wenn es 75k€ Bonus gibt’s, was bei deinem Steuersatz irgendwas um die 125k€ brutto sind.

Einen Bonus über 30% des Jahresgehaltes ist selbst im gehobenen Management bei Konzernen sehr unüblich. Dein Bonus bedeutet also ca. 400k€ brutto Jahresgehalt. Also wer bei dem Einkommen noch mit Kredit hantiert und 75k€ nicht als Crashreserve hat, der macht einiges falsch.

Nicht falsch verstehen, ich investiere auch auf Kredit, aber deine Story ist nicht nachvollziehbar.

 

LG

Djerun

 

Slazenger
3 Jahre zuvor

 

@Ralf

ich würde bauen, weil ich glaube, dass es mit zunehmenden Alter immer schwieriger wird eine adäquate und bezahlbare Mietwohnung zu finden. Außerdem sind die Zinsen so extrem niedrig sind, und du hast einen sicheren Job.

Wir haben 1998 unsere Immobilie erworben, unter schwierigen persönlichen und  finanziellen Voraussetzungen und mit Zinsen von über 5%, aber wir haben es seit 2015 abbezahlt, und den Kauf nie bereut!

Ich verstehe aber dass dir die Entscheidung sehr schwer fällt!

Nice Weekend

June
3 Jahre zuvor

@Ralf,

hast du dir mal überlegt etwas anders als ein Einfamilienhaus zu bauen? Dein Problem haben andere Familien doch auch! Guten Wohnraum zu finden! Gibt der Nutzungsplan vielleicht auch ein 3 Familienhaus oder mehr her? Größer bauen ist nicht unbedingt sehr viel teurer. Aushub, Gartenanlage und das drum herum bleibt gleich. Du kannst 2 Wohungen vermieten und zahlst so quasi dein Haus ab.

Egal was du vorhast, überstürze es nicht! Du musst auch noch in 10 Jahren zu deiner Entscheidung stehen können.

Ich kann Slazenger jedenfalls zustimmen, in ein paar Jahren ist die finanzielle Anstrengung trotz gleichbleibenden Zahlungen relativ gesehen viel kleiner.

Was ich nicht tun würde wären Studentenwohungen kaufen, nur damit die Kinder eine Bleibe haben. Wenn du das tust, dann deshalb weil du voll und ganz hinter der Entscheidung zu dieser Investition stehst. Denn deine Kinder studieren vielleicht gar nicht, oder sie studieren ein Exotenfach an der Uni in Timbuktu. Denn auch dann musst du mit deiner Studentenbude glücklich sein.

Take care,

June

Florian H
3 Jahre zuvor

@Gainde

warst du nicht mal richtiger Fan vom Buy&Hold?

Kann deine Aussagen leider auch nicht so wirklich nachvollziehen.

@ETFs

Kann man doch zu seinem Depot beimischen oder für ein Kind besparen, warum nicht?

@Tim

Die Leute auf dem Bild wirken wirklich sehr angespannt. Typisch Hamsterrad

Pantoni
3 Jahre zuvor

Hallo,

off topic mal eine Frage an die Vermieter unter euch. Habt ihr schon mal eine Ferienwohnung vermietet? Wie waren/sind eure Erfahrungen dazu, lohnt sich der Aufwand? Der Mieter meiner 2-Zimmer Wohnung hat gekündigt und so würde sich eine Ferienvermietung anbieten.

Die Frage nach der Auslastung stellt sich nicht vordergründig, da es eine stark nachgefragt Urlaubsregion ist. Mich bringt eher der Vermietungsaufwand zum Nachdenken. Neben Job und Kind das noch nebenbei zu managen.

Falls es schon jemand von euch praktiziert: habt ihr eine eigene Internetseite für das Objekt?

Danke schon mal vorab.

Pantoni

 

vonaufdenboden
3 Jahre zuvor

@Kiev

Kaufe nur Einzeltitel. Nicht weil ich glaube besser als ein ETF zu performen, sondern einfach weil es mehr Spass macht. Ich habe im Q4 2018 sukzessive Titel dazu- bzw. neu gekauft. Ich kaufe immer in 2,5k- oder 5k Tranchen. Als da wären: Sitch Fix, Amazon, Apple, Holidaycheck, Activision Blizzard, Zalando (diese sogar um 10k), Walt Disney, Datagroup, JD.com, Alibaba, Baidu und Square.

Ich bin im Technologiesektor mit 35% gewichtet, dann Consumer Cycle und Health Care beides mit 14%. Finance und Consumer Defensive mit jeweils 8%. Rebalancing mache ich keines. Microsoft, Alphabet und Apple sind mit insgesamt 17% stark übergewichtet. Laufen prima. Da werde ich vorerst aber nichts mehr zukaufen.

Ja, ich wusste, dass ich dafür in Q1 2019 nicht mehr viel kaufen kann, da ich die 50k zurückzahlen werde.

@Djerun82

Lebe und arbeite in der Schweiz. Einkommem ist sehr hoch und deshalb auch die 50k Bonus. Aber das war nicht immer so und hat sich erst über die letzten Jahre so entwickelt.

Steuersatz ist in der Schweiz auch um einiges niedriger als daheim in Deutschland. Aber wenn man die Sparrate so um die 50% halten kann, geht das Nettovermögen zügig nach oben. Daheim in Deutschland ist das aufgrund der hohen Abgaben um einiges schwieriger. Das muss man schon ganz klar sagen.

Gruss

vonaufdenboden

 

 

Albr
3 Jahre zuvor

@vonaufdenboden, hübsches Depot 😉

 

 

Albr
3 Jahre zuvor

Also WP Kredit nutze ich auch hin und wieder, vor kurzem für den Kauf der NordLB (hatte ich gepostet), hab die Woche für ca. 30%plus (vor Steuern) verkauft, Restrendite ist zu gering… genauso ERB gekauft nach der Zinszahlung Anfang April, jetzt wurde Sie zur Mitte des Jahres (leider) gekündigt… jeweils 6 stellige Nominale, es gibt immer wieder Situationen, die man nutzen kann 😉

 

 

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