Leserbrief von Peter: Web-Entwickler verkauft Motorrad, Auto, entrümpelt und spart

Peter ist ein erfolgreicher Web-Entwickler. Seine Firma heißt Apollu.de. Er hat zu viel konsumiert. Der 32-jährige ist Minimalist geworden. Er hat ausgemistet, Auto und Motorrad verkauft. Er besinnt sich auf andere Dinge (Freunde, Reisen, Spaziergang) als den Konsum.

Mein Name ist Peter. Ich bin 32 Jahre jung. Seit dem ich 14 bin, interessiere ich mich für das erstellen von Webseiten. Da ich durch das Interesse unheimlich viel gelernt hatte und schon nebenbei stets etwas Geld verdienen konnte, habe ich mich 2008 im Alter von 21 Jahren selbstständig gemacht. Ich habe mich damals noch für 10 Euro netto verkauft. Das ging nur, weil ich noch bei meinen Eltern wohnte. Aber das war mir vollkommen egal.

Ich habe viel gearbeitet. Es hat mir einfach unheimlich Spaß gemacht. Ständig habe ich mich in Momenten erwischt, in denen ich einfach unheimlich glücklich war. Ich dachte: “Es geht mir richtig gut”. Ich hatte nicht viel. Mein Zimmer im elterlichen Haus, einen Opel Corsa mit 45 PS und kaum Geld auf dem Konto.

Mit den Jahren hatte ich dann immer mehr verdient. Damit kam natürlich auch immer mehr Stress. So richtig Spaß machte es mir nicht mehr, aber es war immer noch der beste Job, den ich mir vorstellen konnte. Zumal ich das seither fast ausschließlich vom Home Office aus betreibe.

Das größte Webseiten-Projekt
Ende 2011 kam dann mein erstes größeres Projekt zustande. Es ging um die Erstellung der Webseiten von einer Unternehmensgruppe. Das Angebot belief sich damals auf über 12.000 Euro und wurde angenommen. Soviel hatte ich nicht mal im ersten Jahr meiner Selbständigkeit verdient. Damals bemerkte ich etwas Seltsames. Ich hatte mich nicht so darüber gefreut, wie es eigentlich hätte sein sollen. Ich habe es einfach so hingenommen. So recht erklären konnte ich mir das nicht.

Das Projekt erweiterte sich im Verlaufe des Jahres 2012 auf über insgesamt 80.000 Euro. Das war mein erstes Jahr, in dem ich extrem erfolgreich war, finanziell gesehen. Da ich nebenbei auch noch ein paar Projekte hatte, war ich das erste Mal im Bereich von einem sechsstelligen Einkommen.

Ich kam ins Konsum-Hamsterrad
Leider habe ich den Fehler gemacht, den viele in dieser Situation begehen. Ich habe mich komplett an das gestiegene Einkommen angepasst. In dem Jahr habe ich mir zu meinem 4 Jahre alten Auto noch eine neue Harley und ein neues Auto mit über 400 PS gekauft, wohlgemerkt alles finanziert. Ich war zwei Mal im Urlaub. Viele Wochenend-Trips und Konsum-Schrott ohne Ende. Die Pakete von Amazon und Co. stapelten sich nur so bei mir. Ohne es zu merken, bin ich damit in mein Fiasko geschlittert. Fazit des Jahres, eine tolle Beziehung versemmelt und ein Kontostand, der nicht höher war als ein Jahr zuvor. Und das Traurigste: Ich war in diesem “mega erfolgreichen” Jahr so unglücklich wie niemals zuvor.

So lief es dann auch die kommenden Jahre weiter. Die Projekte wurden immer nerviger, das Einkommen höher, aber der Kontostand war davon nicht allzu sehr betroffen. Es war echt eine heftige Zeit. Ich hätte mich, im nachhinein betrachtet, auch bzgl. Burnout behandeln lassen müssen. Ich hatte alle Symptome, die es gab. Bei jedem Check hatte ich die volle Punktzahl… Zudem war ich im Quartal zwei bis drei Mal erkältet oder sogar chronisch krank. Ich hatte zugenommen und war ein Wrack. Jeder Gang, selbst den Müll runter zu bringen, war für mich in bestimmten Zeiten eine körperliche Herausforderung.

Später habe ich mich mit den Problemen etwas mehr beschäftigt. Ich hatte erst einmal begonnen, mir ein finanzielles Puffer anzusparen, um etwas den Druck herausnehmen zu können. Zudem habe ich angefangen, mich wesentlich gesünder zu ernähren. Ich erinnere mich, das ich in anderthalb Jahren nicht ein einziges Mal erkältet war. Das war für mich ein Wunder! Ich habe viel gelesen. Bücher wie “Sorge dich nicht – lebe!” von Dale Carnegie, waren mir eine unglaubliche Hilfe.

Neuausrichtung: Mehr Geld, bessere Gesundheit, angenehmere Arbeit
Der große Umbruch kam aber erst Ende 2017. Ich hatte zwar meinen finanzielles Puffer. Mit der Gesundheit war ich im grünen Bereich. Aber die Projekte machten mir immer noch keinen Spaß und übten enorm Stress auf mich aus. Jedes Geld, was ich verdiente, war unheimlich schwer verdient. Es war immer irgendwie ein dreckiges Geschäft. Kurzerhand “kündigte” ich meinen Bestandskunden.

Ich machte mir eine Liste aus meinen bisherigen Projekten und schaute, wo es gut lief und wo nicht. Schnell kam ich dann zu dem Ergebnis, dass es bei extrem großen Unternehmen, vorzugsweise aus der Industrie, stets am besten lief. Ich konzentrierte mich von da an nur noch auf solche Kunden, was bisher die beste Entscheidung seit langem war.

Im Zuge dieser Veränderung stieß ich bei Netflix auf die Dokumentation “Minimalism: A Documentary About the Important Things”. Eine Dokumentation über den Konsumwahn und den Minimalismus. Das hat mich echt vom Hocker gerissen.

In dieser Zeit war ich ohnehin sehr offen für solche Themen, aber das hat mich echt verändert. Ich habe mich näher in die Thematik eingelesen und die damit zusammenhängenden Gebiete wie finanzielle Freiheit und Early Retirement entdeckt.

Meine Entrümpelung, ich kaufte weniger Zeug
Nach der ersten Entrümpelungsaktion – ca. 30 große blaue Säcke und viel Sperrmüll – war ich den ganzen unnötigen Schrott los, der mich nur Nerven und viel Platz kostete. Seit dem sind die Hälfte meiner Schubladen leer und meine 110 qm Wohnung viel zu groß. Dieses Aufräumen ist zu einem ständigen Begleiter geworden für mich. Wenn mir mal wieder etwas in die Hände fällt, was ich lange nicht mehr benutzt habe, verkaufe ich es oder schmeiß es weg – alles ist besser, als es zu behalten! Dasselbe gilt fürs Einkaufen. Ich frage mich immer, ob ich das gewünschte neue Ding wirklich brauche oder eben nicht. Im Zweifel warte ich einige Zeit mit dem Kauf, dann braucht man das Meiste eh nicht mehr.

Motorrad und Auto verkauft
Im Zuge dessen habe ich auch mein Motorrad und mein PS-starkes Auto verkauft. Beides hat mir viel Freude, ABER vor allem viel mehr Stress bereitet. Nicht nur das Finanzieren dieser Schmuckstücke, sondern auch die ständige Sorge, es könnte mal etwas kaputt gehen oder was die anderen den schon wieder Neues haben. Bei meinen Freunden stieß das eher auf Unverständnis. Ich habe denen immer gesagt, ich habe so viel damit erlebt, aber momentan ist es das Geld nicht mehr wert. Aber so richtig verstehen können sie es immer noch nicht.

Von seiner Harley und dem schnellen Auto hat sich Peter Schuhknecht getrennt.
Peter. Der Web-Entwickler hat ausgemistet. Er hat sein Motorrad und sein schnellstes Auto verkauft. Heute fokussiert er sich auf Freunde, Reisen, Sport.

Eine Sache, die mir bei dieser Veränderung aufgefallen ist: Es hat auch positiven Einfluss auf andere Bereiche. Kannst du etwas mehr sparen und gibst allgemein weniger aus, hast du einen viel besseren finanziellen Standpunkt. Du musst eben nicht diesen blöden Job machen, sondern kannst dich nach etwas Besserem umschauen. Wer nichts spart, hat diesen Luxus nicht. Und das ist wirklich ein großer Luxus. Und so hat sich diese Konsumspirale nach unten in eine Glücksspirale nach oben gedreht.

Wo die Reise jetzt hingeht, weiß ich nicht. Ich spare ca. 50 % von meinem Einkommen. Ich könnte mit 50 wohl aufhören zu arbeiten. Das war anfänglich der Plan. Nun hat sich meine Jobsituation jedoch so positiv entwickelt, dass ich mir zum ersten Mal vorstellen kann, bis ans Ende der Tage weiter zu arbeiten. Vielleicht nicht mehr in dem Umfang wie jetzt, aber auf keinen Fall ganz ohne.

Ich habe bemerkt, dass ein toller Spaziergang, ein Treffen mit Freunden oder eine kleine Reise mit nichts aufzuwiegen ist. Absolut nichts! Das, was einem am glücklichsten macht, ist ohnehin kostenlos. Wir scheinen in der westlichen Welt das Luxusproblem zu haben, uns nach weiteren vermeintlichen Glücksbringern umschauen zu können. Und so versuchen wir mit einem neuen Auto oder einer größeren Wohnung noch “einen drauf zu setzen”, fahren die ganze Sache aber vollkommen an die Wand. Wie ich damals 2012.

In diesem Sinne: “Liebt Menschen. Benutzt Dinge. Das Gegenteil funktioniert nie.”

********

Ganz großen Respekt vor der Offenheit und dem Fortschritt, den Peter gemacht hat. Ich finde es großartig, wie sich Peter schon in jungen Jahren eine eigene Firma aufgebaut hat. Apollu.de hat sich spezialisiert auf “anspruchsvolle und erfolgsorientierte Web-Anwendungen und eCommerce-Systeme”. Die Kunden sind Audi, Bertelsmann, Condor, Johnson & Johnson, Mercedes Benz, T-Systems, Zalando und viele mehr. Wow! Das ist beachtlich. Ich bin begeistert von seinem Erfolg. Seine Bescheidenheit ist ebenso eine Errungenschaft.

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MyTwoEuroCents
3 Jahre zuvor

Der mit Abstand beste Artikel seit geraumer Zeit. Vielen Dank dafür Peter und Tim. Vielleicht möchte der Protagonist noch einen Einblick in seine Investitionen gewähren, die ihm seine 50% Sparquote von nun an ermöglicht?

Ferner verstehe ich folgenden Satz nicht ganz: “Im Zuge dessen habe ich auch mein Motorrad und mein PS-starkes Auto verkauft, mittlerweile beides wieder neu und nur ein Jahr alt.” Der zweite Teil suggeriert ja, dass ein neuer 5,0l-Bolide angeschafft wurde, oder stehe ich hier auf dem Schlauch? Da ich ebenfalls ein mittelgroßer Autofan bin, würde mich an der Stelle auch eine Aussage zu den laufenden Kosten hochgradig interessieren.

So far

 

Chris
3 Jahre zuvor

Wow Respekt!!!

Peter
3 Jahre zuvor

@MyTwoEuroCents:

Danke! Was meinst du mit Investitionen, die mir die Sparate ermöglichen? Oder meinst du wohin das Geld nun geht?

Zu dem Satz. Beide Fahrzeuge auf dem Bild hatte ich bereits durch neue ersetzt (BMW S1000R und Chevrolet Camaro SS, falls von Interesse). Und diese hatte ich dann im Zuge meiner finanziellen Umstrukturierung verkauft. Laufende Kosten hängen natürlich stark davon ab, wieviel du fährst und ob du noch Anpassungen vornimmst. Beispiel Camaro mit 10.000 bis 20.000 km im Jahr: Da sind auf den Monat runter gerechnet locker 1.000 bis 1.500 Euro weg für Wertverfall, Steuern, Versicherung, Instandhaltung und Benzin.

 

@Chris:

Danke!

Thorsten
3 Jahre zuvor

Ja und Ja.  Dann kommt vielleicht noch ein Frau ins Leben dazu, wenn sie nicht schon da ist. Entrümpeln macht offener . Beziehungen werden einfacher oder gar erst möglich.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Peter

Toller Leserbrief und Respekt für die Offenheit. Ich würde hier nicht unbedingt so viel Preis geben wollen.

Die Harley gefällt mir zugegebenermaßen sehr gut. Auch wenn ich keinen Motorradführerschein habe. Ansonsten könnte ich nur einem Oldtimer etwas abgewinnen.

Ich habe alle von Dir angegebenen Bücher gelesen und kenne auch die Minimalisten. Du hattest ja schon vor kurzem etwas über Dich preisgegeben. Dein Gehalt ist sehr hoch, wieso hast Du nur eine Sparrate von 50%? Das hatte ich letztens schon nicht nachvollziehen können. Wenn Du die Bücher gelesen hast usw. sollte doch bei vielen Erlebnissen noch mehr übrig bleiben. Oder hast Du ein Eigenheim und zählst die vielleicht hohe Tilgung als Konsumausgabe?

Viel Geld zu investieren ist immer sinnvoll. Es läuft aktuell bei Dir einkommenstechnisch sehr gut. Ein Polster für schlechtere Zeiten, Zeit für Familie aufzubauen oder für ein beruhigendes Gefühl ist viel wert.

Ein Unternehmen würde mir persönlich sehr gefallen. Reich bist Du nicht durch das Geld was reinkommt. Erst durch ein Vermögen, dass Dir unabhängig von Deiner Arbeit sehr gute Einnahmen bringt. Du hast mit dem Einkommen ideale Bedingungen sehr schnelle Fortschritte zu machen. Ich würde sie nutzen.

Peter
3 Jahre zuvor

@Tim: Ja alles gut, danke dir!

@Thorsten: Seit Kurzem bin ich Single. War auch eine Art Entrümpelung

@Kiev: Ich wollte gar nichts Preis geben. Tim bat mich darum, da es der Sache mehr Authentizität verleiht. Und dem kann ich nur zustimmen. Bzgl. der Sparrate: ich wohne noch in einer zu großen Wohnung und habe sicher hier und da noch Dinge zu lösen. Aber ehrlich gesagt, fühle ich mich wohl mit den 50 %. Ein großes finanzielles Polster habe ich auch in Cash, davon könnte ich ca 3 bis 4 Jahre ohne Einkommen leben. Das Polster möchte ich nicht weiter ausbauen. Alles Gesparte geht zum Großteil in den World ETF und Einzelaktien. Meine Sparrate ist sicher etwas höher mittlerweile, am Ende des Jahres kann ich dazu mehr sagen. Mit der Selbständigkeit und den Steuern, kann man das nicht so von heut auf morgen festlegen.

Ich mache das Ganze übrigens erst ca. 6 Monate. Ich denke da ist die Sparrate ok. Man kommt ja auch nicht einfach so aus Veträgen raus usw.

Pascal Weichert
3 Jahre zuvor

Ich kann mich besonders in dem Absatzes des Burnouts sehr gut wiederfinden. Ich war die letzten beiden Jahre förmlich dauerkrank. Habe mehr Nächte im Büro als zuhause verbracht.

Bis ich mir Mitte diesen Jahres gesagt hatte, STOPP ich mach Urlaub und brauche ein anderes Umfeld. Zum Glück war ich mittlerweile schon sparsam veranlagt. So dass ich mir dieses Jahr auch ein halbes Jahr Urlaub gönnen konnte. Ohne Witz, ohne den Notgroschen, glaube ich nicht, dass es mich heute noch geben würde. Und ja, danach war ich auch kein einziges mal mehr krank.

Sprung zurück:
2016, als ich mein Abitur gemacht hatte. Ich hatte vieles. Eine Harman Kardon Full Surround Anlage, einen niegel nagel neuen UHD Smart TV (Den ich mir nur gekauft habe, weil jemand bei Amazon den Repricer falsch eingestellt hatte), sehr schöne Möbel, alles sehr Modern, sogar ein Auto. Ein Schüler. Der grade aus dem Heim kam, einen Rechtsstreit gegenüber dem Jugendamt gewonnen hatte. Materiell super ausgestattet. Aber ich war in keinster weise Glücklich.

Ich hab alles Weg gegeben.  Den TV hat eine Freundin in einer Nacht und Nebel Aktion bekommen. Als sie zur Nachtschicht gefahren ist, haben wir den bei ihr rein geräumt. Die Anlage hat meine Familie bekommen. Die meisten anderen Sachen die anderen Heimkinder.

Verstanden hatte das damals auch niemand.

Würde ich nochmal so viele Sachen kaufen? Den Fernseher bestimmt. Gekauft für 300€ war nach 2 Jahren gebraucht noch für 1.700€ zu verkaufen. #Value. Die Anlage, vielleicht, war schon geil. Die Möbel und der Rest, nein.

Peter
3 Jahre zuvor

@Pascal: Das hört sich ja auch echt heftig an bei dir! Konntest du nach deinem Urlaub einige Ursachen für den etwaigen Burnout finden und beheben?

Julie
3 Jahre zuvor

Hallo Zusammen,

ich lese hier fleißig mit. Das mit den ETFs leuchtet mir ein, nur wie ist das konkret? Gibt es bei der Auswahl was bzgl der Versteuerung zu bedenken? Kommt es darauf an, dass die Gesellschaft in Deutschland sitzt? Bei ausländischen Aktien hatte ich oft das Problem, dass die Dividenden doppelt besteuert wurden. Wie ist das bei ETFs? Welche könnt Ihr empfehlen?

Gruss

Julie

Daniel
3 Jahre zuvor

Interessant finde ich, dass es hier immer so dargestellt wird, dass viel Materielles zu haben belastend ist und Kosten verursacht.

Ich finde dass weder das Eine noch das Andere zutreffen muss. Ich habe auch nen schönes Auto das mich nicht mehr kostet als ein anderer Gebrauchtwagen. Ich habe auch teures Hifi-Equipment und viel Krempel. Aber für mich ist das die Definition von Zuhause in dem ich mich wohlfühle weil es eben vollgestopft ist mit Dingen die ich mir mal gekauft habe.

Ich käme nie auf die Idee teure gekaufte Gegenstände, siehe Beispiel Hifi Equipment, wegzugeben um mich damit besser zu fühlen. Warum auch, solange sie nicht geleast sind erzeugen sie keine Kosten mehr und es käme den Verkauf eines Neuwagens nach 1-2 Jahren mit massivem Wertverlust gleich.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Daniel

Dinge, die Du regelmäßig nutzt und Dir einen Mehrwert geben werden bestimmt nicht von Minimalisten entsorgt. Andere Dinge können gehen.

Trotzdem verursachen Dinge immer Wartung. Dein KFZ als Beispiel muss regelmäßig gewartet werden. Es muss zum Tüv, Reifenwechsel, Putzen usw. Natürlich gilt das in ähnlichem Maße für jede Art von KFZ. Falls Du aber gar keins hast sieht es anders aus. In meinem Fall nutzen wir das KFZ immer weniger, somit steigt der prozentuale Anteil des konstant notwendigen Aufwands im Vergleich zum Nutzen. Wann sich Carsharing dann für einen lohnt kann man sich selbst überlegen.

Alternativ könntest Du ja auch drei KFZs haben. Einen 911 Porsche (Oldtimer), ein Austin Healey Cabrio (Oldtimer) und einen Camaro für den Alltag 😉 Die sind ja alle ganz nett, aber sie verursachen alle auch Arbeit. Am Ende kannst Du eh nur einen fahren.

Das ist bei Häusern ähnlich. Hier spreche ich aus Erfahrung. Auch wenn Du Vermietung betreibst, steigt der Aufwand mit jedem Objekt. Das Kosten / Nutzen Verhältnis kann natürlich trotzdem gut sein.

Daniel
3 Jahre zuvor

Das Auto ist sicherlich ein Ausnahmefall, da man es ja auch “verbraucht” und somit laufende Kosten generiert.

Aber bei vielen anderen Dingen trifft das eben nicht zu. Ich könnte überspitzt formuliert meinen ganzen Keller voll Krempel packen, aber das Zeug belastet mich weder, noch generiert es laufende Kosten.

Das man in einer kleinen Wohnung irgendwie aufpassen muss dass man sie sich nicht so vollstellt, dass man kaum noch Luft zum atmen hat, kann ich ja nachvollziehen, und das man Dinge irgendwann verkauft die 10 Jahre in einem karton ungenutzt herumlagen, da bin ich ja auch dabei. Aber warum man Dinge die ja offensichtlich noch im Einsatz waren, wie Hifi Equipment oder sagen wir sonstige elektronischen Helferlein verkauft um sich besser zu fühlen erschließt sich mir nicht.

Christian
3 Jahre zuvor

Hallo Peter, ich finde dich sehr symphatisch. Toller Typ und tolle Geschichte. Weiterhin viel Erfolg und ein gutes, glückliches und gesundes Leben.

Obwohl ich überhaupt nicht auf Harleys oder US-Autos stehe (nicht mein Geschmack) muss ich zugeben, dass beide Gefährte verdammt cool aussehen. Das Motorrad steht dir. Schön, dass du dennoch mit einem guten Gefühl (der Freiheit) beide Objekte verkaufen konntest. Hut ab!

3 Jahre zuvor

@Peter

Glückwunsch zu dieser Wendung! Stelle es mir nicht leicht vor, zu so einer Erkenntnis zu kommen. Mache merken es nie, dass Materielles alleine nicht glücklich macht. Gutes Zitat am Ende.

@all

Was ich interessant finde: Die meisten Storys beinhalten, dass vorher auf großem Fuße gelebt wurde. Ist das “Typisch Mann” oder gibt es auch Frauen, die erst durch ihr verschwenderisches Leben auf den Pfad der FF gekommen sind? Der Eindruck kann auch täuschen, aber selbst Tim hatte ja eine kurze Phase. Autos, fetter Fernseher etc. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umsehe, kenne ich nur wenig Frauen, die es so übertreiben.  Ein paar, die Schuhe und Handtaschen lieben, aber spontan kenne ich keine Frau in meinem Umkreis, die sich für sowas verschuldet. Dort ist eher das Problem des zu geringen Einkommens, sodass notgedrungen sparsam gelebt wird. Die Versuchung ist nicht vorhanden.

Ich würde in einem Fall von übermäßigem Konsum wohl auch vieles verkaufen & verschenken. Aber eben nicht alles, wie z.B. eine Musikanlage oder teure Kleidung, solange ich die Sachen nutze.

Daniel
3 Jahre zuvor

Was ich interessant finde: Die meisten Storys beinhalten, dass vorher auf großem Fuße gelebt wurde. Ist das „Typisch Mann“ oder gibt es auch Frauen, die erst durch ihr verschwenderisches Leben auf den Pfad der FF gekommen sind? Der Eindruck kann auch täuschen, aber selbst Tim hatte ja eine kurze Phase. Autos, fetter Fernseher etc. Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umsehe, kenne ich nur wenig Frauen, die es so übertreiben.  Ein paar, die Schuhe und Handtaschen lieben, aber spontan kenne ich keine Frau in meinem Umkreis, die sich für sowas verschuldet. Dort ist eher das Problem des zu geringen Einkommens, sodass notgedrungen sparsam gelebt wird. Die Versuchung ist nicht vorhanden.

Dagegen würde aber sprechen, dass Frauen inzwischen gut verdienen. Wenn ich mal in meinem Freundeskreis schaue, haben alle meine Freundinnen einen akademischen Abschluss (die Schulabgänger Zeugnisse sprechen auch klar dafür dass Frauen besser als Jungs abschneiden und eher die Uni besuchen) und verdienen auch entsprechend nicht schlecht.

Wenn Frauen diese Verschwendungsphase bei gutem Gehalt nicht mitmachen, dann müssten bei vielen heute 25-35 Jahre alten Frauen ein gut gefülltes Finanzpolster haben. Ich glaube aber nicht dass das unbedingt viele in großen Schritten auf ein dickes Konto hinarbeiten. Ich glaube einfach, dass sich die Ausgaben unterscheiden. Beim Mann sind es vielleicht eher die wenigen großen und teuren Spielzeuge, bei Frauen insbesondere beim “Nesteln”, wie ich es gerne nenne, wenn das Eigenheim gekauft wurde, die zig Dekosachen die man sich jede Woche shoppt, irgendwas fürn Garten, Deko, oder vielleicht auch eher andere Sachen wie Restaurantbesuche etc.

Überspitzt, ob einmal 2000€ für den TV beim Mann oder 10×200€ verteilt auf unterschiedliche Dinge bei der Frau läuft aufs gleiche raus

Jens
3 Jahre zuvor

Guter Blog, vielen Dank!

 

Sparta
3 Jahre zuvor

@Jenny

“Was ich interessant finde: Die meisten Storys beinhalten, dass vorher auf großem Fuße gelebt wurde. Ist das „Typisch Mann?“”

Nein, ist nicht typisch Mann. Ist immer individuell. Es gibt durchaus einige Frauen, mit nicht wenig Konsum. 😉

Sehr gut ist es deswegen, wenn es bei einer Partnerschaft halbwegs übereinstimmt.

Anscheinend ist Geld oft ein Streitthema in Beziehungen… bei mir war es dass zum Glück noch nie!

RS
3 Jahre zuvor

@ Ex Studentin

Ich denke Frauen stehen da Männern in nichts nach. Ok das mit dem Verdienst da gebe ich dir Recht. Oft verdienen Frauen weniger bzw. arbeiten in Partnerschaften Teilzeit. Oft jedoch wird teurer eingekauft. Ein Beispiel eines Arbeitskollegen. Beleuchtung im neuen finanzierten Haus. Er wollte praktischer denken und was günstiges kaufen aber sie wollte es gemütlicher. Anstatt 1000€ von ihm grob geplant wurden es am Ende knapp 5000€. Sieht schick aus aber ûberflüssig finde ich. Schaue mir nie Lampen bei Freunden an. Und das Geld hätte man lieber am Kredit Sondergetilgt. Weiter mit den Möbeln im Haus, die Terrassenmöbel, der Garten, die Deko, der Familienkombi mit Stern auf ihren Wunsch wegen Sicherheit da 2 kleine Kinder. Zusammen bestimmt mal 60 bis 70k. Kredit wurde halt großzügiger geplant.

Wohnung mit Domblick
3 Jahre zuvor

Ist es nicht oft eher so, je geringer das Einkommen, desto größer die Anfälligkeit für den allgegenwärtigen Konsumdruck? Verzichten zu müssen ist psychisch ein ganz anderer Schuh, als verzichten zu wollen obwohl man könnte. Ich kenne auch beides.

Bettlerin zu einer reichen Frau: “Ich habe heute noch  nichts gegessen”. Antwort: “Sie müssen sich zwingen!”.

Wenn schon geschlechtsspezifisch unterschieden werden soll: Wer treibt sich denn in den Geschäften rum? Auf welches Klientel sind die Geschäfte überwiegend eingerichtet? Als Mann kann man nicht mal in Ruhe in der Herrenwäscheabteilung wühlen… 😉

Oliver
3 Jahre zuvor

Im Grunde ist der Bericht von Peter ziemlich typisch: Hat man erstmal nennenswert Geld verdient, dann kauft man sich die ganzen Sachen, die man sich vorher nie leisten konnte. Natürlich ist das erstmal toll, weil man die Erfahrungswerte nicht hat. Ich finde das auch nicht verwerflich, da es ein Prozess ist, sich selber kennenzulernen und zu schauen, wie man darauf reagiert. Natürlich bleiben einige in diesem Hamsterrad hängen, da es den eigenen Erfolg zeigt und viele Menschen auf Anerkennung scharf sind. Alles ganz menschlich. Selbst Frugalisten wollen Anerkennung und Bestätigung, das Modell ist so anders nicht. Die beschriebenen Veränderungen von Peter sind eine persönliche Weiterentwicklung, weil gerade die Tagesbeschäftigung wohl nicht mehr das gegeben hat, wie es am Anfang war und natürlich die Konsumdinge sich irgendwann mal auch abnutzen, sprich der Mehrwert sinkt. Ist wie beim Bier trinken im Sommer: Das erste ist am besten, jedes weitere danach bringt weniger Nutzen. In der BWL gibt’s dafür sogar einen Begriff: 1. Gossensches Gesetz.

@Jenny:

Ich kann nur meine Erfahrung mit mir bekannten Frauen preisgeben. Frauen sind genauso ausgabefreudig wie Männer, wenn sie genügend Geld verdienen. Ich bin auch schon in begehbaren Kleiderschränken gestanden, bei einer vor vier mannshohen Schuhschränken knallvoll mit Schuhen, wobei sie nach Umzug schon 75 Paar entsorgt hatte. Eine kleine Handtasche für 2.000 EURO hat sich eine andere Freundin gegönnt. Dann gibt’s noch die kleinen Cabrio-BMWs, bei der Damenwelt in München durchaus beliebt. Möbelgeschäfte: Warum mag kein Mann gerne an einem Samstag zu IKEA mit seiner Freundin/Frau gehen? Fernreisen ist auch ein sehr beliebtes Thema.Online – Shopping geht sehr gut. Eine ehemalige Mitarbeiterin war kaufsüchtig (kein Witz) und sie hat alles eingekauft, was nicht niet- und nagelfest war – bis zum Besuch des Gerichtsvollziehers bei uns in der Firma. Wellness ist Trumpf, sprich teure Ausflüge in hochklassische Wellnesstempel. Letztendlich einfach ganz andere Zielsetzungen, aber das Ergebnis ist genau das selbe. Ich kenne einige Frauen, die richtig gut verdienen. Da gibt’s nicht nur so unterbezahlte Hascherl, auch wenn die Presse immer schreit, wie ungerecht Frauen bei der Lohnentwicklung dran sind. Eine kenne ich, die schleppt im Monat 20.000 EURO nach Hause. Nur gibt die fast alles wieder aus und von ihr kamen so Sprüche wie, dass am Viktualienmarkt in München das einkaufen so günstig wäre.

Letztendlich ist das ja alles OK; wenn jemand mit seinem Lebenswandel im grünen Bereich ist. Nicht jeder hat das Ziel, sehr viel sparen zu wollen, sondern einfach das viele Geld in der Gegenwart zu nutzen und auszugeben. Und als Anleger kann man doch ganz zufrieden damit sein: Diese Personen transferieren einen Teil ihres Gehaltes auf mein Konto in Form von Unternehmensgewinnen und Dividenden. Ist also alles gut für beide Seiten, weil jeder das erhält, was er gerne möchte.

Grüße Oliver

Rita
3 Jahre zuvor

@ Ex Studentin:

Hallo, ich bin eine Frau, ich habe ein ganz gutes Einkommen, und ehe ich überhaupt auf die Idee kam, dass ich so richtig viel für Altersvorsorge oder vielleicht auch schon früheren Ruhestand sparen sollte, waren bei mir Einkommenssteigerungen immer auch mit Steigerung der Quadratmeterzahl meiner Wohnungen und der PS-Zahl meiner Autos verbunden. Dafür habe ich mich zwar nie verschuldet, aber rausgehauen, was rauszuhauen war, habe ich schon. Zu Auffälligkeiten in Bezug auf Schuhe oder Handtaschen ist es allerdings nie gekommen ;-).

Gruß, Rita

Kiev
3 Jahre zuvor

@ RS

Hier kann ich auch mal aus meiner Erfahrung berichten und vielleicht Gedankenanstöße geben. Ich bevorzuge auch ein ästhetisch eingerichtetes zu Hause und würde mir keine zusammengewürfelten Baumarktlampen ins Haus hängen.

Ich gebe aber keine unmengen Geld für Lampen aus. Ich habe zwei sehr schöne klassische Modelle bei einem Besuch in den Niederlanden gleich mitgebracht. In Design und Architektur sind die Niederlanden sehr weit vorne. Preislich ist es auch bei Designgegenständen sehr günstig. Die Lampen haben in Summe ehrlicherweise 320€ gekostet. Aber sie werden nie ersetzt und sind einfach wartbar. Ein Modell davon hat übrigens nur 90€ gekostet. Ansonsten habe ich um die 30 Lampen an den Decken und an den Wänden angebracht, da die Wandlampen ein schöneres Licht geben. Im Wohnzimmer sind alleine 10 Stk. Diese sind alle 100% identisch, puristisch und weiß. Sie haben in Summe 50€ gekostet. Die Infrastruktur muss für Wandlampen natürlich vorhanden sein. Das habe ich nicht mit eingerechnet, da wir die Wohnung kernsaniert haben. Das war notwendig und uns bewusst.

Ich bin aber sicher nicht frei von Fehlern. Alle Lampenserien könnte man auch mit dem Smartphone bedienen, wenn ich mich einmal darum kümmern würde 😉 Die Infrastruktur hatte ich geschaffen. Das war ein teurer unnötiger Schnickschnack. Das hat ca. knapp 400€ gekostet.

Die Lampe Skygarden Flos finde ich sehr gelungen. Sie passt aber in keinen unserer Räume ideal rein und ist abartig teuer. Ich hatte schon überlegt so etwas in der Art selbst zu bauen.

 

Insider
3 Jahre zuvor

Tolle Story Hut ab vor dem Wandel.

 

Zum Thema Frauen und Konsum : in meinem  bekannten Kreis gibt Es einige Frauen die gut Geld unter die leute bringen . sei es der geleaste Q5 als alleinstehende, 200 paar Schuhe und Klamotten oder in der ländlichen Region sehr häufig gesehen ein oder gar mehrere Pferde (200-400 Euro laufende kosten je nach Modell für die Verpflegung+ Tierarzt+ Utensilien wie Kleidung, Stiefel  usw. ) Ich kann also keinesfalls sagen , dass Frauen generell  sparsamer sind. Natürlich kenne ich auch viele sparsame Frauen im verwandten und Bekanntenkreis, meine verlobte z.b tickt ähnlich wie ich ,was wirklich toll ist.

Was mir aufgefallen ist. Durch die Werbung,  Beispiele von anderen und Angebote von günstigen Krediten/ Finanzierungen überlegen sogar vorher recht sparsame Menschen (beide Geschlechter) plötzlich auf pump teure Autos oder andere Konsumgüter zu kaufen . bzw. machen es. Ggf. auch weil sie ja sonst eh keine Zinsen für das Geld bekommen , wie sie sagen . Aktien sind aber Teufels zeug…..

 

Pascal Weichert
3 Jahre zuvor

@Peter, ja konnte ich. Lag im Umfeld und wie das Umfeld meine Art zu denken beeinflusst hatte. Auch, dass ich mich sehr auf Verschleiß gefahren hatte, mir selbst kaum etwas gegönnt hatte, spielt da mit rein. Ich fange grade an, mich selbst erst wieder kennen zu lernen. Spannende Zeiten 🙂

@Daniel (8:01):
Alles wegzugeben würde ich heutzutage auch nicht mehr. Nachdem ich viele meiner Sachen weggeben hatte und umgezogen bin, hab ich gemerkt, Fu… du bist ja noch Unglücklicher. Vorallem haben bestimmte Personen eine Erwartungshaltung entwickelt, dass die das jetzt immer bekommen. Das Unglück lag im Umfeld nicht direkt im Konsum.

Sommer 2016 u. 2017
Habe ich mich kaputt gespart. Habe ich für mich viel zu wenig ausgegeben. Um die 350- 400€ pro Monat insgesamt (ink. Wohnung, ohne Büro) ausgegeben. Das war auch nicht gut. Sich kaputt zu Sparen. Das geht an die Substanz.

Bewusster leben, damit auch bewusster Konsumieren ist das Ziel.
Wenn mir etwas Spaß macht, gebe ich dafür auch gerne Geld aus. Die Anlage, die neue Küche. Aber nicht mehr für einen Edel Beistelltisch aus Hardholz. Seitdem ich mich bei dem Kampfsportverein eingeschrieben hatte, (Kostet 69€ pro Monat, pöse pöse ausgaben) geht es mir auch viel viel besser.Das Gesetz des sinkenden Grenznutzen gilt überall. Auch beim Sparen.

Oder sich mal eine Heiße Schoki in der Innenstadt zu gönnen ist das Beste überhaupt.

Bewusster Konsum.
Und Leben.
Ist das Ziel.
Nicht Kostenminimierung.

RS
3 Jahre zuvor

@ kiev

Natürlich möchte man sich daheim wohlfühlen. Ich doch auch aber muß auch leistbar sein. Auf Kredit ist da fehl am Platz dann lieber ein paar Monate sparen und dann bar bezahlen. Ist bei denen aber auch mehr Show. 200 qm Freistehendes Haus für knapp 450k auf Pump ok Grundstück hat er geerbt. Es ist wirklich alles vom feinsten selbst der Grill. Er hat sich ein EBike für 3k geleistet da er sich unbedingt mehr bewegen will und der Motor hilft da er fast 2 Menschen schwer ist. Nun wollte sie auch eins. Auf Pump da kein Geld vorhanden. Einmal die Straße hoch und runter alle haben es gesehen und bewundert und nun verstaubt es im Keller. Wie gesagt auch Frauen machen die gleichen Fehler wie Männer. Nur der Fehler wird ihn vermutlich bis 67 arbeiten lassen und wehe es kommt mal Arbeitslosigkeit oder Krankheit dazwischen.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ RS

Ich wollte nur Möglichkeiten aufzeigen, wie man sehr günstig hochwertige Produkte verwenden kann. Es wird ja oft von Außenstehenden davon ausgegangen das sparsame Leser hier auf einem Hartz 4 ähnlichem Niveau leben. Ich denke, dass man bei einer sparsamen Lebensweise nicht verzichten muss. Man muss nur manchmal etwas kreativer sein.

Ich könnte mir vorstellen, dass man in 6-12 Monaten in Deiner Nachbarschaft günstig ein neuwertiges E-Bike erwerben kann, wenn man es braucht 😉

Thorsten
3 Jahre zuvor

@Pascal hm, kaputtsparen ? Nein das hast Du so gewählt. Es war im Sommer und Du warst vermutlich viel draußen und hast was erlebt. Wie dem auch sei, es wird den persönlichen  Erfahrungshorizont erweitert haben.

@Kiev, die Vorstellung mit dem “Hartz4-Niveau” ist genauso tendenziös wie die “100 Gegenstände”, die Minimalisten angeblich haben. Ich denke mal aus der gleichen Ecke könnte auch “Gold zahlt keine Zinsen” und “Viele haben mit Aktien ihre Geld verloren” kommen. Der IQ dieser Meldungen liegt unter 80 und ist dümmer als ein Toastbrot.
Ich halte mich davon fern, die Medien sind voll davon. Es werden Zerrbilder verbreitet, die die Menschen dazu bringen sollen genauso weiter zu machen wie bisher : Arbeiten bis es dunkel wird und konsumieren bis der Rotstift an die Tür klopft.

@All : es regent, hier im Norden das erste Mal richtig seit Mai. Und die Aktien steigen auch wieder…

Peter
3 Jahre zuvor

@Daniel: Du vergisst, dass der Raum den du mit deinem Krempel füllst Geld kostet. Und wie Kiev schon sagte, geht es nur um Dinge die man nicht oft nutzt oder die ihren eigentlichen Zweck nicht erfüllen

@Christian: Danke dir! Ja ich finde diese Dinge immer noch toll aber ich muss sie nicht mehr besitzen. Wenn ich Lust habe, leihe ich mir ein Motorrad oder Auto 🙂

@Ex-Studentin: Danke! Es war absolut einfach und toll um ehrlich zu sein. Weil ich einfach hinter dieser Sache stand. Ich habe das gemacht weil ich es wollte und niemand anderes. Das macht Vieles einfacher. Und ich denke schon dass der Mann davon intensiver betroffen ist. Sind wir doch ganz ehrlich, es ist ein Ego-Ding 😉 Aber auch viele Frauen scheinen ganz nach Klischee gerade mit Klamotten so ein ähnliches Problem zu haben. Google mal nach „Project 333“.

@Insider: Danke!

@Pascal: Selbstliebe muss man lernen 🙂

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Daniel

Es kostet auch Zeit die Dinge zu finden, wenn man sie denn eines Tages mal braucht. Es kommt aber immer auf die Dosis an. Ich habe auch einige Just in Case items. Ich habe auch manches zweiter Ordnung, wenn das erste ausfällt.

Mich nervt es auch oft, wenn ich zum Baumarkt fahren muss, weil ich wieder einen Satz Schrauben nicht habe. Hier habe ich überlegt was Sinn macht. Ich würde gängiges Zeug zu Hause gut sortiert aufbewahren und ansonsten in den Baumarkt fahren. Wenn Du alle Schrauben lagerst, die Du eventuell einmal benötigen könntest bräuchtest Du neben dem Platz auch die passende Warenlager Software, damit Du sie auch findest.

Ich suche aktuell auch oft zu Hause in den Kellern nach Dingen, die ich eigentlich haben sollte. Ich finde sie nur nicht. Ich habe definitiv noch Potential für Minimierung.

rubi
3 Jahre zuvor

@claus

hat sich deine Einschätzung bezüglich BAT durch die FDA-Ankündigung geändert?

A.
3 Jahre zuvor

@Thorsten

gibt es da nicht ne Statistik die zeigt, dass Aktien steigen wenn es regnet? 🙂

@Pascal Habe ich mich kaputt gespart. Habe ich für mich viel zu wenig ausgegeben. Um die 350- 400€ pro Monat insgesamt (ink. Wohnung, ohne Büro) ausgegeben. Das war auch nicht gut. Sich kaputt zu Sparen. Das geht an die Substanz.

Ja, man muss sich nicht kaputtsparen. Bewusst konsumieren und leben. Danke. Darauf kommt es an, sehe ich auch so. Wir haben bei uns in den entwickelten Ländern so einen Luxus (Strom, Dach überm Kopf, Sozialsystem und Arbeit die sich oft finanziell lohnt wenn man das noch mit Wohngeld etc ergänzt.), da ist dann auch mal ein Kaffee in der Stadt drin. Ob der Kaffee jeden morgen für 2,30 € sein muss, ist wieder eine andere Sache.

@Kiev

wir haben (aus Sicht andere Leute) wenig Möbel im Haus. Wir haben jedoch bisher nichts vermisst und waren über die Aussage auch verwundert (Zugestellt ist es bei und aber auch nicht). Gebraucht kaufen wir bisher nicht, da die Suche  (Zeit) und der Transport für mich schwierig sind, da ich hier am Wohnort keine Freunde habe die helfen könnten (wegen Jobumzug vor Jahren). Wir wollen es auch einigermaßen schick zuhause haben, soll ein Zuhause Hause, da darf man sich dann doch auch wohl fühlen.

Meine Frau entkrempelt aber regelmäßig z.B. Klamotten. Heute habe ich auch im Kofferraum welche, die nachher wegkommen.

@Jenny

heute schaue ich mir Dacia Autos beim Händler an.  Der Sicherheitsaspekt spielt noch eine Rolle. Ich schaue es mir heute Abend an und werde noch berichten.

Gruß

A.

 

Thorsten
3 Jahre zuvor

So, eben habe ich auch eine Sache aufgeräumt und ich ärgere mich, dass ich nicht konsequenter bin. Ich hatte seit vielen Jahren eine  Rentenversicherung auf Fonds-basis abgeschlossen. Die habe ich vor einigen Wochen gekündigt. Viel zu lange habe ich gewartet, irgendwie habe ich mich nicht getraut, auch wegen des Verlustes gegenüber dem eingesetzen Kapital.   Es ist viel effektiver diese Fondsanteile oder andere Wertpapiere selbst per Sparplan zu besparen, denn es gibt schon lange keine Überschussanteile mehr. In der jährlichen Übersicht wurde der Passus mit den “Überschussanteilen” einfach weggelassen, vermutlich steht dort eine Null.  Von dem Erlös habe ich einen meiner Reits aufgestockt. New Residential REIT, 11% Dividendenrendite.

https://www.finanzen.net/dividende/New_Residential_Investment_1

https://seekingalpha.com/article/4219865-now-time-buy-11_5-percent-yielding-mortgage-reit

https://www.newresi.com/investor-relations/dividends

Im Vergleich zu einer Aktie mit 5%- Dividendenrenditet benötige ich nur die Hälfte des Kapitals, um denselben Ertrag zu erhalten und muss zur Einhaltung der fiktiven “4%-Regel” auch keine Wertpapiere verkaufen. Da ich in meinem Alter kein hohes Wachstum im Depot benötige, sondern Ausschüttungen bevorzuge – auch bei fallenden Kursen –  ist alles über 4% für mich was Gutes.

Da das Versicherungsprodukt nun weg ist , bekomme ich dann auch keine Post mehr dazu, und habe auch keine monatliche Lastschriften dazu, was auch so was wie Entrümpelung ist. Ich kann jetzt auch alle drei Monate entscheiden, was ich mit den Ausschüttungen mache.  Reinvest oder was anderes kaufen oder Verwendung für den Lebensunterhalt. Der Cashflow ist positiver als voher.

 

 

Kiev
3 Jahre zuvor

@ A.

Für Dich habe ich z.B. den Beitrag mit den Lampen geschrieben. Ich kaufe oft bei Ebay Kleinanzeigen. Wie RS beschrieben hat gibt es dort aber sehr viele Dinge, die sehr neuwertig sind. Ich habe ein MTB ein Rennrad über Kleinanzeigen gekauft. Ich wusste genau was ich haben wollte und habe etwas darauf gewartet. Dann habe ich immer ein sehr gutes Rad für mich genau wie gesucht gefunden. Es war immer weit günstiger als der halbe Neupreis. Dafür stand es allerdings 6-12 Monate im Keller und es wurde auch 2 mal zur Eisdiele gefahren.

Nach einer Woche Nutzung durch mich wurde es wirklich gebraucht und hat auch die ein oder anderen Spuren bekommen. Bei Möbeln findet man auch sehr gute Sachen. Für mein Ferienhaus habe ich beispielsweise eine Habitat Ledercouch gekauft. Sie passt perfekt und ich wollte genau dieses Modell. Ich habe 20% bezahlt 😉 Eine Ledercouch ist aber auch in einem Ferienhaus in der Nähe zum Meer bei Vermietung zu empfehlen. Günstiger geht es hier nicht und das muss nicht im Widerspruch zu Design oder Qualität stehen. Ich hole die meisten Dinge alleine ab. Die Leute vor Ort helfen meistens beim Einladen. Sie sind froh wenn das Zeug rauskommt.

RS
3 Jahre zuvor

@kiev

Hab ich schon probiert. Nein lassen sie lieber verrosten. Lieber einen Totalverlust als die Demütigung zugeben zu müssen ein Fehlkauf gemacht zu haben. 3000€ wieviel Lebenszeit da wohl im Keller hinrostet. Schade ich hätte das Teil sogar gewinnbringend genutzt um zur Arbeit zu radeln.

Thorsten
3 Jahre zuvor

Ich möchte euch noch mal alle vor dem unüberlegten Traden oder Umschichten warnen, ich selbst habe damit die Banken leider schon reich gemacht. Gerade die lertzten Wochen könnte den ein oder anderen zu bewogen haben, Verlustaktien zu verkaufen, um vermeindlich bessere zu kaufen. Das funktioniert meistens nicht so gut.
Meine relative Bilanz für das letzte Jahr sieht (skaliert um einen Faktor) ungefähr so aus :

Kurserfolge 1500 €, Erträge 1600€, Gebühren 560€, Steuern 560€

Das bedeutet, dass  18% des sauer und mit Risiko verdienten Geldes an die Bank gegangen sind. Dabei bin ich nicht mal bei einer teuren Bank, es summieren sich die Einzeltransaktionen.

Ich hatte dieses Jahr im August eine letzte Aktion getätigt und einige Aktien in ETFs umgeschichtet, seitdem ist Ruhe im Depot. Gebühren gibt es ausschließlich noch bei  gezielten Zukäufen .

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Rubi

Danke für den Hinweis. Das könnte sich heute zu einem günstigen Einstiegspunkt entwickeln. Mal sehen wie viele Zittrigen die Aktien abstoßen. PM und MO zeigen sich vorbörslich solidarisch. Ich werde heute PM abstoßen. Habe derzeit allerdings ausnahmsweise -100 Stk 😉 Wenn der Preis sich bei PM Richtung 80 entwickelt kann ich endlich wieder neue Optionen verkaufen.

Schlechte Nachrichten und vor allem die Reaktionen darauf sind immer gute Einstiegspunkte in Aktien von denen Du langfristig überzeugt bist. Ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft würde mir bei Amazon gefallen. Da könnte ich mal einen Einstieg aufbauen.

vonaufdenboden
3 Jahre zuvor

@Peter

Schöne Geschichte! Gratulation! Einfach Klasse wie Du das machst.

@ex-Studentin

Ich denke nicht, dass es grosse Unterschiede zwischen Mann und Frau bzgl. verschwenderischem Dasein gibt. Zu diesem Thema erlebe ich derzeit Ausergewöhnliches:

Ich habe einer Freundin auf ihrem Weg in die Scheidung sehr viel Geld geliehen. Einen sechsstelligen Betrag, über einen Zeitraum von sechs Monaten. Sie stand mit ihren drei Kindern buchstäblich auf der Strasse und laufende Hotel-, Anwalts-, Reise-, Leasing-, Schul- und Lebenserhaltungskosten wie auch eine Hypothek mussten bedient werden.

Das war wie ein Fass ohne Boden, in das man ständig Geld warf. Es war einfach nie genung. Irgendwann war es selbst mir zu kritisch und da auch kein Ende in Sicht war, habe ich das Geldleihen eingestellt. Gott sei Dank habe ich in den letzten Jahren auf meinen Weg in die FU immer wieder über schlechte Erfahrungen zum Thema Freunden-Geldleihen gelesen. Daher habe ich von Anfang an Sicherheiten verlangt und Konditionen vertraglich festgehalten. Das war nicht einfach, weil man in solch einer Notsituation kein Unmensch sein will. Nun ja, jetzt habe ich Uhren, Schmuck, Gemälde, ein Pferd, einen Land Rover und einen Lagerraum mit ungefähr 80m3 ihres Hausstandes, der aus ihrer gemeinsamen Wohnung mit ihrem Mann stammt.

Es ist einfach unglaublich was diese Menschen alles hatten. Schuhe, Kleider, Taschen, Spielsachen, Accessoires, etc. etc. und alles in zigfacher Ausführung und aus feinstem Zwirn. Vieles ist noch originalverpackt und wurde nie gebraucht. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Es war mir dann auch klar, warum diese Freundin im Notfall keine sechs Monate ohne ständigem Geldzufluss leben kann.

Mittlerweile ist die Scheidung durch und die monatlichen Zahlungen von Ihrem ex-Mann laufen. Das Geld werde ich wohl nicht mehr wieder sehen. Soviel zum Ausgabeverhalten der Frauen. Wie gesagt, ich denke nicht, dass es da Unterschiede gibt.

Jedenfalls habe ich wieder sehr viel dazugelernt und bin glücklich darüber, ein bescheidenes, bodenständiges Leben zuführen. Ach ja, eines ist mir noch aufgefallen: alle ihre Freunde aus den guten Zeiten waren plötzlich weg.

By the way, braucht jemand von euch ein Pferd?

Gruss,

vonaufdenboden

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Thorsten

Als Kleinanleger muss man wirklich um jeden Prozentpunkt Einsparung kämpfen. Hier in der Schweiz sind die Gebühren astronomisch. Auch aus diesem Grund reicht ein Investment in einen einzigen ETF (bsp. FTSE All-World).

Wohnung mit Domblick
3 Jahre zuvor

Ich bespare mehrere ETF in drei Depots 🙂

Und Mintos. Aber da ziehe ich gerade Geld ab, weil der Depotanteil viel zu groß ist.

@entrümpeln:

Hab neulich Online-Shop-Konten ausgemistet. Behalten habe ich ebay, aber die Zugangsdaten sind zumindest nicht mehr im Browser gespeichert und liegen nur noch zu Hause. Auf ebay-kleinanzeigen verkaufe ich aussortierbares Gerümpel. Das Amazonkonto habe ich geschlossen, die Kaufanreize dort sind zu groß.

Vielleicht ist das eine gute vorweihnachtliche Idee für den einen oder die andere hier? 😀

Kreditkarte gibts auch nur noch auf ein Nicht-Gehaltskonto ohne Dispo.

Man kann schon einige kleine Korrekturen machen, wenn man mit den großen durch ist.

Thorsten
3 Jahre zuvor

@ Gainde du bist klüger als ich 😉 aber die Schweiz nimmt anscheinend wirklich hohe Gebühren, erstaunlich eigentlich. Ich habe früher Fonds wegen der hohen Gebühren auf dem Kieker gehabt und entsorgt, ETFs habe ich erst spät auf den Radar bekommen. Allerdings fühle ich mich immer noch wohler, wenn bei Standardaktien keiner dazwischen ist, der noch mal abkassiert.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ vonaufdenboden

Du bist ein netter Kerl. Du erscheinst Deinem Umfeld vielleicht zu wohlhabend. Verleihst Du öfter Geld? Du bekommst dadurch nur Ärger anstatt Dank. Es ist auch nicht unbedingt hilfreich für die Betroffenen. Sie müssen erst unten ankommen, dann kannst Du unterstützen. Ein Geschäftsmodell zu unterstützen usw. ist vielleicht etwas anderes. Wenn Du es aber schon unterstützt könntest Du aber auch Teilhaber werden.

Ist bei dem Landrover ein Pferdetransporter dabei? Ich kann Dich von der Last befreuen. Das mache ich ohne Aufwandsentschädigung 😉

vonaufdenboden
3 Jahre zuvor

@Kiev

Ja, Leute müssen wohl erst unten ankommen, um zu lernen. Da geb ich Dir recht. Geld verleihe ich eigentlich nicht sehr gerne. Das war eine Ausnahme.

Die Sicherheiten decken in diesem Fall den geliehenen Betrag aber mehr als ab. Ansonsten hätte ich nichts verliehen. So nett bin ich dann auch wieder nicht.

Pferdetransporter gibt es leider keinen. Nur das Pferd und den Land Rover. Ihr müsst zu zweit kommen. Einer fährt und der andere reitet nach Hause.

vonaufdenboden

Claus
3 Jahre zuvor

@ rubi

…nein, meine Einschätzung zu BAT & Co. hat sich durch die geplanten Maßnahmen nicht geändert.

Für mich ist es eher amüsant, wenn ich z.B. diesen Artikel lese und sehe, dass BAT heute (von einem bereits sehr günstigen Kursniveau) um ca. 12% im Kurs nachgibt. Es sind die typischen Anleger, die nach Tagesnachrichten handeln. Gibt BAT nächste Woche irgendein positives Statement ab, werden sie sich wie die Lemminge wieder auf BAT stürzen… Doch war es nicht längst bekannt, daß es immer mehr Einschränkungen für Tabakkonzerne gibt und sicherlich auch zukünftig weitere hinzukommen?…

Fakt ist, dass es in den Industriestaaten immer weniger Raucher gibt, die Anzahl der Raucher weltweit aber weiterhin steigt…

Fakt ist ebenso, dass die Tabakkonzerne stets gute Maßnahmen ergriffen haben, die Umsatz- und Gewinneinbußen in den Industriestaaten aufzufangen. Inzwischen sind sie sehr routiniert darin…

Sollte eines Tages absehbar sein, dass das Tabakgeschäft keine Gewinne mehr hervorbringen kann, werden die Konzerne bereits in anderen Branchen verzweigt sein.

Für mich ist der heutige (übertriebene Kurseinbruch) bei BAT eine hervorragende Kaufgelegenheit. Die Netto-Dividendenrendite (ohne KST-Abzug) liegt bei sagenhaften 4,78%, brutto bei 6,50%. Das ist die nominal höchste Dividendenrendite, die es bei BAT jemals gab… Ein starkes Kaufsignal.

LG

-M
3 Jahre zuvor

@Claus

Schöner Beitrag. Ich fand den einen Artikel komisch in dem es hieß das 25% des Umsatzes mit menthol Zigaretten gemacht wird. Kann ich kaum glauben.

Wenn die mit dem genussmittel Zigaretten nichts mehr verdienen glaube ich auch das die in andere Bereiche vordringen. Das geschieht ja über viele viele Jahre dann. Noch verdienen die sich ja mit traum Margen dumm und dämlich.

Und bevor die alle am Ende sind wird sich der Markt weiter konsolidieren bis vlt noch 2-3 übrig bleiben. Auch nicht übel.

Bin mit meiner Position gut im minus bei BAT aber nun juckt es doch gewaltig in den Fingern zu kaufen. Ichves ja bei den höheren Kursen bereits überzeugt von dem Investment

June
3 Jahre zuvor

@vonaufdenboden,

Nach Hause reiten können wir. Trotzdem behalte ich das mit dem Pferd für mich. Miss Juni wäre happy. Wir würden Liebe, und Pferdeverstand mitbringen, doch leider keine Zeit.

Schon erschreckend wie unterschiedlich Menschen reagieren, wenn sie in so eine ausergewöhnliche Situartion wie eine Scheidung kommen. Ein 6 stelliger Betrag in so einer kurzen Zeit, hätte dir aber zu denken geben sollen.

Denn wenn sich die Bank schon weigert, ist es meist sehr ernst.

Ich verleihe grundsätzlich kein Geld, da ich nur Fälle kenne, in denen diese Geld nicht mehr zurück gezahlt  wurde.

Essen, Klamotten sogar einen Zuschuss zu einem kleinen Urlaub habe ich schon öfter an Menschen in besonderen Sitationen verschenkt. Da erwarte ich aber einfach nichts zurück.

@Peter,

ein sehr schöner Leserbrief. Ich denke du wirst  schnell finanziell frei werden, wenn du möchtest.

@kiev,

die Lampe gefällt mir auch immer wieder. Zum Glück, passt sie auch nicht zu unserem Einrichtungsstil. Obwohl wir nun schon fast 5 Jahre in unserer neuen Wohnung leben, gibt es immer noch Baustellen. Über dem Esstisch hängt noch immer der Baukronleuchter. Ich  möchte an diese Stelle eine zeitlose Lampe, die ganz leicht wirkt. Gerne ein Designerstück, dass  aber kein Vermögen kosten darf. Bisher habe ich noch keine gefunden, die auch die letzte Bedingung erfüllt hat.

@Jenny, Frauen und Geld:

Frauen sind nicht unbedingt vernünftiger, ich kenne eine ganze Menge, die ihr Geld einfach raushauen. Nur sind es andere Dinge als Männer sich kaufen würden. Schuhe, Kleidung, Urlaub, Wellness, Bücher, Handtaschen und, und, und….. Es gibt wohl auch mehr kaufsüchtige Frauen als Männer, wir linksgesteuerten Ausnahmen können uns das nur nicht vorstellen.

Take care,

June

-M
3 Jahre zuvor

@Geld leihen:

So lange man Sicherheiten hat geht das alles irgendwo …. wobei …

Ich habe einen Familienmitglied vor 3,5 Jahren 2.000 geliehen und nach 2 Monaten hatte ich 1.000 wieder bekommen. Auf den Rest warte ich seit dem… würde ich heute kein 2. Mal so machen. Das einzig gute, die Stereoanlage wird verkauft und von dem Erlös ist mein Geld mehr als gedeckt. Ich bekomme es also beim Verkauf wieder, aber ich habe mehrere Jahre auf das Geld nun warten müssen…ich ärgere mich dermaßen über mich selbst…wenn nochmal dann nur für die Eltern oder Schwester für niemand anderen jemals wieder….

-M

Albr
3 Jahre zuvor

ein Freund von mir hatte sich 2 Pferde gekauft, eins hat 70TEur gekostet, zzgl. Unterbringung Stall (“Vollpension”), Beschlag/Hufe, Tierarzt (!)… kostete ihn die beiden Pferde nochmals mehr als 1.000 Euro pro Monat; reiten tut er so gut wie nie (keine Zeit), seine Frau hat keine Lust (geht lieber Shoppen), er ist vom Pferd gefallen (mit Krankenhausaufenthalt etc.); ein Pferd hat er mittlerweile verkauft für 18TEur… 😉

seinen Hund (knapp 1 Jahr alt) hab ich ihm für 400EUR abgekauft im Januar (gekostet 1.800Eur); ein tolles super liebes Tier, mit dem wir jedes Wochenende ausgiebig stundenlang im Taunus wandern gehen… das macht meiner Frau mir und dem Hund unendlich viel Spass; der Hund ist mittlerweile Teil der Familie, obwohl er einiges an Geld kostet…

 

aber es ist unglaublich wie Menschen ohne nachzudenken Geld zum Fenster rauswerfen !!

 

 

 

vonaufdenboden
3 Jahre zuvor

@M

Das ist bitter und ich kann Dich sehr gut verstehen. Aber zumindest hattest Du Sicherheiten. Ganz beschissen wird es, wenn man keine Sicherheiten hat.

Auch ich bin mehr als abgesichert mit den assets, die ich nun halte. Sollte ich das Geld von ihr nicht zurückbekommen, was ich mittlerweile annehme, ist es aber mit enormen Aufwand verbunden, die Sicherheiten zu liquidieren. Als ich die Sicherheiten abschätzte, kam ich auf 150% vom geliehenen Betrag. Ob dem wirklich so ist, bleibt abzuwarten.

Ich bereue es aber nicht, dass ich das Geld geliehen habe. Sie war in einer Notsituation, aber keiner wollte helfen. Das geliehene Geld werde ich früher oder später wieder haben. Wahrscheinlich sogar mehr.

Ich habe aber sehr viel daraus gelernt. In diesem Ausmass mache ich das nicht mehr. Es ist sehr zeitintensiv und wie Kiev oben bereits erwähnte, ist das Ganze eine undankbare Angelegenheit.

Gruss,

vonaufdenboden

 

Sparta
3 Jahre zuvor

@Albr

Tendentiell kostet ein Hund schon auch ein paar k im Jahr Unterhalt.

Ne Katze ist auch nicht billig.

Aber: Man kann im Leben alles hoch und runter rechnen und Lebewesen, bzw. manche Dinge sind einfach unbezahlbar bzw. haben einen höheren immateriellen Wert!

Ich denke für manche Dinge macht es durchaus sogar Sinn/Spaß dafür etwas Geld auszugeben…. sorry Tim! 😉

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