Leserbrief eines Schülers: Mit 16 Jahren kaufte er seine erste Aktie. Er fordert das Fach Privatfinanzen an der Schule


New York, 17. Januar 2020
Ein Schüler hat sich mit 16 Jahren seine erste Aktie gekauft. Er wünscht sich mehr Interesse am Thema Finanzen seiner Mitschüler (Beistellbild einer Schule). Kürzlich schrieb Joe Lammers, ein Schüler aus Hamburg, einen Gastbeitrag für diesen Blog .

Ich erhielt einen Leserbrief eines Schülers aus Bayern, Raum Nürnberg.

Hallo Tim,

erst einmal ein großes Dankeschön für all deine Mühe und Sorgfalt, die in deinem Blog steckt. Du gibst unerfahrenen Anlegern damit sicherlich einen tollen Einblick und Einstieg in die globalen Finanzmärkte. Von wem könnte man so etwas besser gebrauchen, als von einer Person, die es in dieser Hinsicht geschafft hat? Du arbeitest dort, wo sich viele gerne sehen würden. Dass es für dich mehr oder weniger selbstverständlich ist, dein Wissen, vor allem auch jungen Menschen, weiter zu geben, verdient an dieser Stelle große Beachtung.

Jetzt kurz zu mir. Ich bin selbst noch Schüler und 16 Jahre alt. Seit etwa 2 Jahren beschäftige ich mich mit der Börse. Nach dem Lesen einiger Klassiker aus diesem Bereich und der Weiterbildung im Internet bin ich nun vor geraumer Zeit auch auf deinen Blog gestoßen. Er hat mich ermutigt, mein gewonnenes Wissen umzusetzen. Deshalb entschloss ich mich vor kurzem, meine ersten Aktien selbst zu kaufen. Und was soll ich sagen, es ist einfach ein großartiges Gefühl, Teil einer Firma zu sein, selbst wenn die Anteile natürlich verschwindend gering sind. Wann hast du eigentlich mit Aktieninvestitionen begonnen? 

Schade finde ich in erster Linie, dass die Angst vor Aktien mehr als 10 Jahre nach dem großen Crash noch immer so gegenwärtig ist. Das habe ich nicht zuletzt auch in meinem persönlichen Umfeld gespürt. Dabei sollte inzwischen klar sein, dass die Inflation kombiniert mit der Zinspolitik der EZB  die eigentliche Gefahr für alle Kleinsparer ist, die ihr Geld, sei es aus Gewohnheit oder was auch immer, dennoch auf die Bank tragen.

Mittlerweile ist ein Punkt gekommen, an dem man nicht mehr leugnen kann, dass man keine Ahnung hatte, weshalb das eigene Vermögen stetig weiter schrumpft. Vielmehr sehe ich persönlich eine gewisse Ignoranz den Tatsachen gegenüber. Man möchte es einfach nicht akzeptieren, dass die bösen Aktien nun mal die einzig seriöse Alternative sind, die sich auch für das breite Publikum eignen. Argumente im Sinne von Aktien seien risikoreich, kann ich momentan schon gar nicht mehr hören. Natürlich ist eine Anlage an der Börse immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Aber wo bekommt man heute schon noch Garantien? Auf dem Sparbuch? Ja, sicher. Hier besteht die einzige Gewissheit darin, dass man seinem Geld langsam aber sicher beim Verschwinden zusehen kann. 

Was kann man nur tun, um die Menschen zum Handeln zu bewegen? Wachgerüttelt sind sie mittlerweile. Doch das scheint nicht viel zu helfen, ebenso die unzähligen Statistiken, die auf den Wertverlust des Geldes hindeuten und so versuchen, einen erneuten Anlauf zu nehmen. Leider bleiben die Reaktionen selbst darauf die selben – Resignation und das starre Festhalten am Altbekannten. Manchmal frage ich mich schon, wie schwer es sein kann, das Neue anzunehmen und sich vom Alten zu lösen. Vielleicht mag mir dies als junger Mensch ohne Lebenserfahrung noch nicht einleuchten, ich weiß es nicht.

Letztendlich glaube ich nicht, dass es an der fehlenden Aufklärungsarbeit mangelt, als viel mehr daran, dass sich die meisten wie gelähmt fühlen, wenn es darum geht, Neues anzupacken. Eventuell sitzt auch der Schrecken von 2008 noch derart tief, dass sich einige geschworen haben, nie wieder einen Schritt an die Börse zu wagen. All denjenigen, die jedoch auf diese Art und Weise denken und handeln, sei gesagt, dass sie damit einen mindestens genauso schwerwiegenden finanziellen Fehler eingehen, wie sie es wahrscheinlich vor mehr als einem Jahrzehnt gemacht haben. Einen großen Bogen um die Börse zu machen – darin besteht sicher nicht der Sinn. 

Doch leider wird nicht gerade eine Generation nachrücken, die es hinsichtlich der Investitionen besser machen wird. Wieso auch? Woher sollen die jungen Menschen das Wissen schon nehmen, wenn sie nicht selbstständig über den Tellerrand und die Schulbildung hinaus blicken?

Ich sehe es in meinem eigenen Umfeld, dass sich Gleichaltrige kaum bis gar nicht über Themen wie Geldanlage verständigen. Warum sollten sie es dann auch später tun? Lieber wird darüber gesprochen, welche Jacke oder welche Schuhe die besseren sind. Und nein, es spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, auch zu konsumieren. Ohne all jene Personen würde schließlich die Konjunktur nicht angetrieben. Der Punkt ist jedoch der, dass einfach keinerlei Gleichgewicht zwischen den Themen Konsum und Investitionen in meinem Alter herrscht. 95% Konsum, 5% Investition. Diese Gleichung spiegelt die aktuellen Umstände recht deutlich wieder.

Was wir brauchen, ist eine umfassende Schulreform. Dinge, wie eben die Finanzbildung werden hinten angestellt, um stattdessen Musikgeschichte vermittelt zu bekommen. Operninhalte anstatt Finanzwissen. Ernsthaft? Diese Überlegungen bringen mich teilweise dazu, dass ich ernsthaft nachdenke, wofür ich zur Schule gehe. Wie wäre es einmal mit Fridays for Finances?

Zum Ende hin möchte ich dich bitten, mir auf dieses Schreiben zu antworten. Ich würde mich wirklich freuen, zumal du mich damit noch ein Stück weiter ermutigst, am Thema Börse und Aktien nachhaltig dran zu bleiben. Übrigens, ich heiße auch Tim. Auf diesem Weg wünsche ich dir persönlich alles Gute und weiterhin großartigen Erfolg in der weiten amerikanischen Finanzwelt.

MFG Tim


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Leserbrief eines Schülers: Mit 16 Jahren kaufte er seine erste Aktie. Er fordert das Fach Privatfinanzen an der Schule

  1. AvatarFake

    Fake eindeutig
    1. Klar Aktie selbst gekauft mit 16
    2. Der Textstil entspricht nicht dem eines 16 jährigen 
    3. Der Inhalt entspricht nicht dem eines 16 jährigen…
     
     

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Es kann ein Troll sein, muss aber nicht.

    Wenn es ein Troll ist, hat er sich ja viel Mühe gemacht. Der Text mit der Kernaussage gefällt mir gut.

  3. AvatarAndrea

    Sehr mutig von dem jungen Mann, zum jetzigen Zeitpunkt in Aktien einzusteigen. Mich würde interessieren, welche Aktien er jetzt hält. Und wie er mit 16 selber Aktien kaufen kann. Hier in NRW dürfte übrigens kaum ein 16jähriger Schüler in der Lage sein, einen solchen Aufsatz zu verfassen. Daher habe ich auch Bedenken hinsichtlich der Autorenschaft.

  4. AvatarFit und Gesund

    also Freitage sind schon für’s Klima reserviert, könnte man noch die Montage für die Finanzen nehmen und die Mittwoche dann für Ernährung  🙂
    Warum ist der Leserbrief denn eigentlich gestern Abend gleich wieder verschwunden? 
    Argumente dass Aktien auch Risiken bergen mag der junge Mann nicht hören, so so… der hat nie nimmer nicht sein Geld selber verdient, was soll’s, Leserbrief ohne grossen Mehrwert für die Leute die hier schreiben. 

  5. AvatarFantasyx

    Mit 16 Aktien kaufen war zu meiner Zeit sehr einfach. Meine Mutter hat einfach unterschrieben in der Filiale. Ich tat nämlich das selbe. 😉 mit 16 der erste Aktienfonds und Depot und Aktien. Heute geht das ja online alles viel einfacher. 
    Ich habe mich auch schon mit 16 für Finanzen interessiert und Aktienbücher gelesen. Mit 17 das Schülerpraktikum in der Vereinsbank heute Hypovereinsbank.
    nach Abi Bankausbildung und dann BWL Diplom und Master mit Finanzen im Schwerpunkt. Jetzt der tolle Job in einer größeren Bank im internen Finanz IT Bereich im SWIFT Target Umfeld und das Depot Dick und Fett. 
    es lohnt sich also früh anzufangen. Der Artikel ist bestimmt kein Fake weil ich mich genauso verhalten habe. 
    Also dran bleiben. Es lohnt sich. LG 

  6. AvatarMarc

    Wow, die erste Aktie mit 16. 
    Jetzt kann er seinen eigenen Youtube-Channel starten und von seinen Erfolgen berichten. Bestimmt optimal für Anfänger – schlichte Erfolgsgeschichten. Das findet bestimmt eine große Community. 

  7. AvatarRainer

    Hallo,
    muss mich jetzt als eigentlich stiller Mitleser auf diesem  Blog mal zu Wort melden. Warum sind die Kommentare hier so negativ?
    16 Jahre hin oder her. Wer hat hier denn den Inhalt und die eigentliche Aussage nicht verstanden. Im Grunde ist alles gesagt: Viele Deutsche sind einfach zu dumm sich um ihr Geld bzw. Altersvorsorgeverhalten zu kümmern.Es ist erschreckend wie wenig Verstand im Bezug auf Geldanlage und Sparverhalten da ist.
    Ich persönlich finde solche Artikel in Ordnung,sei es auch nur dafür gedacht die Masse da draußen wach zu rütteln.Habe seit mehreren Jahren auch mein Geld in Firmenbeteiligungen und es gibt nix Besseres.!
    Tim S. mach weiter so und bleib dran um die Nation aus ihrem Schlaf zu erwecken.
    MfG Rainer
     

  8. AvatarNicht vorschnell urteilen

    Wer weiß, vielleicht hat sich der junge Mann nur ein bisschen missverständlich ausgedrückt, was das eigenständige Kaufen von Aktien angeht. Meines Wissens nach ist es nämlich so, dass man erst mit 18 eigenständig handeln darf. Da wird es jedoch sicherlich auch Ausnahmen geben. Kann schließlich auch sein, dass das Depot über eine andere Person läuft und er lediglich den Auftrag gegeben hat. 

  9. AvatarChris

    Wir sind vielleicht in der ultimativen Blase angekommen wenn Schüler und unzählige YouTuber Aktien empfehlen …

  10. AvatarChristian

    Ich hatte auch schon Aktien mit 16, glaube sogar schon mit 14. Mein Vater hat mich an das Thema herangeführt und mir auch alles gezeigt. Natürlich habe ich damals ganz viele Fehler gemacht, gute Titel wieder verkauft: nvidia, Adobe, Apple, LVMH, BMW. Stellt euch vor, ich hätte die seit den frühen bis mittleren 00er-Jahren einfach liegengelassen. Aber das ist ja genau die Lektion, die man von Tim lernt… Also lieber Leserbriefschreiber, Geduld! Geduld! Geduld! 🙂

  11. AvatarFelix

    Ein Schulfach (ich übertreibe etwas): “Leute kauft Aktien”, wird immer wieder gefordert. Ich halte das für absurd.
    Immer wenn eine Sache die gesamte Menschheit beglücken soll, wird es gefährlich. Dann sollte man sich als Contrarian, der ich bin, aus dem Staub machen.

  12. AvatarDie schöne Müllerin

    Es wären guten und richtig,Opern und Musikgeschichte vermittelt zu bekommen. Ich hätte mich als Schülerin gefreut. Für das Finanzthema braucht man kein eigenes Fach. Nach zehn Stunden wären man da durch.

  13. AvatarGuido

    Mein Sohn (15) hat seine erste Aktie: Apple mit 13 gekauft. Mitlerweile kauft er Aktien alleine. Er hat ein Depot bei der DIBA, dass über den Namen von uns (den Eltern) läuft und als Referenzkonto ein Extrakonto hinterlegt ist. Mitlerweile besitzt er neben Apple noch Aktien von: Microsoft, J&J; Berkshire; McDonalds; Amazon und KPS.Er liest viel zu der Thematik und besucht mit mir auch öfters Inforveranstaltungen.Meine Tochter (12) hat auch schon Aktien. Sie kauft diese mit mir zusammen.Daher finde ich die Tatsache, dass Tim mit 16 seine erste Aktie gekauft hat nicht ungewöhnlich. Einen derartigen Text würde mein Sohn auch nicht verfassen. Im Prinzip ist es jedoch egal, ob der Text Fake ist oder nicht. Er ist zumindest motivierend.

  14. AvatarOli

    Warum soll das nicht möglich sein? Juniordepot bei der Comdirect mit Erlaubnis der Eltern beantragen und dann geht es los. Sobald man einmal das TAN-Verfahren eingerichtet hat und die Zugangsdaten hat, kann der Nutzer doch alles mit dem Depot machen. Ob der Nutzer nun ein Elternteil oder der Jugendliche selbst ist, ist dem Depot doch egal.

    Ein Schulfach, wo die Schüler etwas über Finanzen und Konsum beigebracht bekommen fände ich auch gut. Wie trifft man finanziell kluge Entscheidungen? Was ist der Unterschied zwischen Konsum und Investition? Ist es klug Konsumkredite aufzunehmen? Die heutigen Erwachsenen sind ja das Produkt unserer Schulen und offensichtlich mangelt es in Deutschland ordentlich an Finanzwissen 😉

  15. AvatarThomas

    Die negativen Kommentare hier erschüttern mich: Erstens ist ein 16-Jähriger bayerischer Schüler natürlich dazu in der Lage, so einen Text zu schreiben. Wenn das in NRW nicht der Fall ist, mag das so sein. In Bayern ist es aber so (zumindest bei Gymnasiasten). Zweitens habe ich mich etwa auch schon vor meinem 16. Geburtstag für Aktien interessiert – aber leider keine gekauft. Von daher bewundere ich den Mut! Drittens kann ein 16-Jähriger ohne Zustimmung der Eltern genau genommen nicht einmal eine Packung Kaugummi kaufen. Das heißt, entweder die Eltern eröffneten als seine gesetzlichen Vertreter in seinem Namen ein Depot – oder aber er handelt über ein Depot, das offiziell über einen Volljährigen läuft. Wo da jetzt das Problem liegen soll, erschließt sich mir nicht: Denn wenn man ein Online-Depot hat, weiß die Bank ja ohnehin nicht, wer tatsächlich die Ordner abgibt. Aber offensichtlich gibt es hier viele Leser im Forum, die den Order-Auftrag noch persönlich am Schalter abgeben…
    Einziger Punkt: Mit kleinen Beträgen würde ich vielleicht eher erstmal einen ETF-Sparplan laufen lassen, als in Einzelaktien viel zu riskieren.

  16. Avatarsteve

    Das Schulfach BWL gibts doch, freilich koennte ihn noch mehr Bedeutung zukommen. Das Grundproblem was ich sehe ist der Anfang. Habe einen Kollegen der frueher Versicherungen vertickt hat. Eigentlich sollte genug wissen vorhanden sein. Seit mindestens 2 Jahren will er das ich mal ueber seine Finanzen schaue. Es kommt nicht dazu, weil er es nicht zwingend verfolgt und ich mich nicht aufdraenge. Man sieht es ja auch am Artikel mit 5€ am Tag zum Millionaer, dauert zu lange damit ist es bei vielen vorbei. Die Idee einen 20 iger oder mehr zu sparen, das scheint ein Quantensprung zu sein. Ausserdem gibts ja auch Mathe in der Schule trotzdem koennen viele nicht gut rechnen, ist fuer finanzielle Bildung aber Grundlage. Zudem ist Mathe wie vieles viel auswendig lernen, aber Arbeit die einen momentan niemand abnimmt. Ich hatte da als Schluesselerlebniss mal kostenlose Nachhilfe beim Bruder der Ex, der Vater hat es beendet, das Wetter war zu gut.
    Resumee es wird nie funktionieren alle schlau und intelligent zu machen. Genausowenig werden alle Menschen reich und vermoegend. Ganz einfach deshalb, weil dann niemand mehr arbeiten muesste. Vieles wuerde nicht mehr funktionieren. Nur das machen was spass macht reicht nicht.

  17. AvatarThomas der Sparkojtoe

    Traurig die negativen Kommentare. 
    @Autor falls er mit liest:
    Respekt. Dranbleiben und langfristig Investieren, nicht vergessen auch an der Einnahmeschraube zu arbeiten wenn es soweit ist (im Arbeitsleben). Investieren und Sparen ist sehr wichtig und Grundvoraussetzung, darüber hinaus sollte man aber wenn es möglich ist auch gut verdienen können.
    Liebe Grüsse
    Thomas

  18. AvatarLHC

    Vielleicht gibt es auch nur so viele negative Kommentare, weil die Leute neidisch sind, dass sie nicht so früh mit Investieren angefangen sind…
    @Guido: Mit welchem Geld kaufen deine Kinder Aktien? Als ich (20) mich mit 15 für Aktien Interessiert habe konnte ich lediglich eine Aktie kaufen weil das Geld fehlte 😉
     

  19. AvatarStefan

    Ob der Autor nun 16 ist, oder nicht. Fakt ist, dass er Recht hat und das Fach “Private Finanzen” im Schulsystem fehlt. Den Schülern wird in der Schule kein praktisches Finanzwissen für das wirkliche Leben mitgegeben. Dies müssen sie sich eigeninitiativ selber beibringen. Ich denke, dass in der Schule in vielen Bereichen ein deutlich höherer praktischer Anteil an Wissen (Finanzen, Versicherungen, Unternehmertum, Steuern etc.) vermittelt werden sollte.
    Umso wichtiger ist die Erkenntnis, dass die Verantwortung für das Thema Finanzen ausschließlich bei einem selber liegt und man in diesem Bereich nur erfolgreich wird, wenn man sich diesem annimmt.

  20. AvatarMax

    Es gibt 2 Arten von Denkweisen:

    Es gab vor kurzem erste einen Crash. Da kommt der nächste bestimmt gleich wieder. 
    Es gab schon so lange keinen Crash mehr. Da kommt bestimmt bald ein Crash.

  21. Avatarcmart

    10 Jahre nach dem Crash den grossen Einstieg in Aktien zu empfehlen ist schwierig, wir kommen ihm nämlich automatisch immer näher. Ich bin kein Crashprophet und selbst erst 2016 in Aktien eingestiegen, aber empfehlen würde ich nichts. In meiner Familie redet man immer noch von der Telekom!, nicht 2009!, da war der Autor wahrscheinlich noch nicht mal in Planung und sieht man, wie Menschen ticken und gerade beim Thema Risiko ist halt jeder Jeck anders, alleine schon wegen persönlichen Zielen/Alter usw.
    Das Schulfach halte ich für unnötig, viel interessanter wäre eine realitätsnähere Lehre in den bestehenden Fächern und auch übergreifend. Die gab es auf dem Gymnasium nicht. Auf der Berufsschule schon. Warum kann man in Mathematik nicht einen Teil auf Finanzen, Zinsrechnung verwenden und dazu konkrete Beispiele aus der Praxis nehmen? Die Kurvendiskussion im Gymnasium hat mich zum erbrechen gebracht, im Berufskolleg haben wir dann eine Rennstrecke designt. Ich war der glücklichste Schüler und habe sogar selbstständig Aufgaben erweitert, ein Dossier erstellt usw.. Klar keine reale, aber es ist etwas weniger abstrakt. Das kann man mit Aktien und Sparkonten, Unternehmenswerten usw. doch auch darstellen. Vielleicht sogar mit Business Englisch oder anderen Fremdsprachen verbinden. Es ist viel Potential vorhanden, aber da liegt noch ein weiter Weg vor uns. Zuerst müsste es mal überhaupt sachlich werden. Alleine von Aktien als Unternehmensteil zu reden hilft ja schon. Aktien in Deutschland werden oft mit Zock, Roulette oder anderem gleichgesetzt/übersetzt.
    Persönlich kann ich nur raten dran zu bleiben, immer Geld zu verdienen und anzulegen und immer Bewusst zu sein, was ein glückliches Leben für einen heisst. Ich bin selbst zu lang einem falschen Weg gefolgt, hatte wenig Einkommen und kaum Erspartes, geschweige denn Aktien. Mit jetzt 34 blicke ich etwas wehmütig zurück, und überlege zwischendurch, welche Renditen seit meinem 18. Geburtstag 2003 möglich gewesen wären. Hätte ich das heutige Mindset schon dann gehabt, könnte ich heute Millionär sein mit einem relativ sicheren mittelhohen Einkommen aus Dividenden. Hätte, könnte und wäre nützt nichts, aber das als kleiner Ansporn dran zu bleiben! Ich bin sicher, in 15-20 Jahren wirst du sehr zufrieden mit den heutigen Entscheidungen sein.

  22. AvatarKarin

    Ich hatte beim Lesen des Artikels keine Zweifel, dass der Autor erst 16 ist, bilde ich mir doch ein, dass ich mit 16 auch schon so schreiben konnte. Nur, warum er mit 16 schon Aktien kaufen kann, war mir nicht klar. Nach dem Lesen einiger Kommentare hat sich dass dann aufgeklärt: Junior-Depot online, das könnte gehen. Ich selbst konnte damals erst mit 18 Aktien kaufen. Habe ich auch gleich nach meinem Geburtstag gemacht, von Geld, das ich mit Ferienjobs verdient hatte. Zwei Stück (also: Positionen, das waren, denke ich, je so ca. 5 Stück). Beides absolute Flops, was mich dann für eine Weile geheilt hatte. Geheilt? Nein, heute sage ich eher “vom rechten Weg abgebracht”. Insofern: Viel Glück und Erfolg, lieber 16-jähriger, und vor allem: Durchhalten!

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