Johnny Depp, Nicolas Cage, Boris Becker: Sparen können sie nicht


New York, 22. Januar 2019

Boris Becker lebte sein Leben lag in Saus und Braus. Foto von AngMoKio. Wikipedia.

Boris Becker verdiente Dutzende Millionen. Die Tennislegende kaufte sich Villen, teure Autos, düste mit dem Privatjet in den Urlaub, feierte luxuriöse Party. Er ging pleite.

Nein zu sagen zu zusätzlichen Kosten ist definitiv wie ein Muskel, der trainiert werden muss. Wer den Sparmuskel nicht trainiert, hat ein Problem. Dann verkümmert er. Boris Becker hat nie gelernt zum Konsum Nein zu sagen.

Werbeprofis arbeiten mit aller Macht daran, um in uns den Wunsch zu wecken, Dinge zu kaufen, die wir gar nicht brauchen. Es liegt an uns, zwischen Bedarf und Wollen zu unterscheiden und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Zum Beispiel, indem du weniger Fernsehen schaust (weniger Werbung).

Spice Girl „Scary Spice“ verdiente 44 Millionen Euro. Die Sängerin gab das Geld mit vollen Händen aus. Sie kaufte sich eine private Insel, legte sich eine kugelsichere Fahrzeugflotte zu, einschließlich eines selbstgefertigten Ferrari. Sie endete wie Boris Becker in der Privatinsolvenz.

Die emotionale Anziehungskraft des Konsums beeinflusst die finanzielle Sicherheit sehr stark. Wir alle wissen, dass der Schlüssel zum Erreichen der finanziellen Freiheit darin besteht, entweder mehr zu verdienen, als du ausgibst, oder weniger auszugeben, als du verdienst.

Es gibt Menschen, die verstehen das Konzept und haben einen trainierten Sparmuskel. Nehme Bob Sportel aus dem Dorf Prinsburg in Minnesota. Er hat sich vor 38 Jahren einen verrosteten Truck gekauft, den er noch immer fährt. Er hat damals ganze 75 Dollar für die alte Kiste ausgegeben, er möchte kein neues Auto kaufen:

Nehme US-Schauspieler Mike Rowe. Er ist ein sparsamer Millionär. Er hat noch nie einen Neuwagen gekauft. Er kauft nur Gebrauchte, maximal für 15.000 Dollar. Sein aktuelles Auto ist 13 Jahre alt. Was andere über das alte Ding denken, ist ihm scheißegal:

In meinem Blog möchte ich Menschen mit niedrigem Einkommen ermutigen, an der Einkommenssteigerung zu arbeiten. Es gibt viele Möglichkeiten. Lass dich nicht unterkriegen.

Wer viel verdient, den möchte ich ebenso ermutigen, die Ausgaben im Griff zu haben. Die meisten Leser dieses Blogs haben den Konsum im Griff, obwohl uns die Werbeleute jeden Tag sagen, was uns angeblich fehlt.

Hast du Kinder, trainiere bei ihnen den Sparmuskel. In jungen Jahren Familien-/Rollenmodelle zu lernen, wie man intelligent mit Geld und Wünschen umgeht, ist eine Lehre fürs Leben. Finanzielles Verhalten und Entscheidungen müssen durchdacht sein.

Die Familie ist bedeutungsvoll für eine gesunde Einstellung, was Konsum, Nahrung, Ziele, Motivation, Ausbildung, Sport, Karriere, Ethik etc. angeht. Das darf nicht unterschätzt werden.

Jene von uns, die schon früh mit soliden finanziellen Prinzipien in der Familie aufgewachsen sind, hatten Glück. Sie sind gegen das grassierende Konsumvirus geimpft worden. Sie durchschauen die verlogenen Werbebotschaften.

Diejenigen, die nicht von der Familie gegen das Konsumvirus geimpft wurden, mussten viel härter daran arbeiten, um entweder ihre Ausgaben zu begrenzen oder um ein höheres Einkommen zu erzielen, das zu ihrem Lebensstil passt.

Eltern mit Kindern oder Teenagern sollten ihnen zeigen, dass sie sparen sollen, wenn sie können. Der Nachwuchs sollte auf jeden Fall das „Mithalten mit den anderen Kindern“ vermeiden. Gebrauchtwagen, gebrauchte Möbel, Camping, Wandern, Gartenarbeit, handwerkliche Arbeiten, Joggen und Secondhand-Kleidung sind eine coole Sache.

Ein Leben in Saus und Braus bedeutet nicht, dass du zufriedener wirst. Im Gegenteil. Siehe Boris Becker, das Spice Girl, Nicolas Cage, und all die anderen in Hollywood. Oder nehme Superstar Johnny Depp. Trotz Mega-Gagen ist er pleite und dem Alkohol offenbar verfallen:

Johnny Depp gibt angeblich 30.000 Dollar im Monat für Wein aus.

Es ist ein Segen mit finanziell gebildeten Eltern aufzuwachsen. Ich sparte immer mindestens die Hälfte meines Einkommens. Ich fühle immer noch einen kleinen Druck, wenn ich etwas kaufe. Es ist ein extrem starkes Gefühl. Eine innere Stimme sagt mir, bevor ich zur Kasse laufe: „Brauchst du den Plunder wirklich?“

Es hängt viel vom Startzeitpunkt des Sparens ab, in welchem Alter du in Rente gehen kannst. Je früher du damit beginnst ein Finanzdepot aufzubauen, desto früher kannst du es in die Freiheit schaffen.

Der zweite wichtige Einflussfaktor ist die Sparquote. Es macht einen Unterschied, ob sie 50, 30 oder nur 10 Prozent beträgt. Es kommt auf deine Prioritäten an.

Du musst dein Leben grundsätzlich bewusst gestalten. Du schaust dir die Ausgaben genau an. Als abschreckenderes Beispiel kannst du Menschen in deinem Umfeld nehmen. Du beobachtest, wie Freunde sich entscheiden. Sie wollen ein größeres Haus kaufen. Sie brauchen eine Putzkraft. Sie fliegen in immer teurere Urlaube. Sie kaufen teure SUVs. Sie lassen sich eine neue Küche einbauen.

Du machst das nicht. Du hast aber dafür die Freiheit und finanzielle Stabilität.

Die hilfreichste generelle Lehre aus deinem Umfeld ist: Du musst nicht wie alle anderen sein. Kommen wir nun zu den Kindern. Viele der Dinge, die Eltern für ihre Kinder angeblich „tun“ müssen, müssen wirklich nicht getan werden. Kinder haben eine kleine, einfache Welt. Eltern müssen wirklich nicht viel ausgeben, um eine glückliche und gesunde Familie zu haben.

Übrigens, wer clever ist, kann sich Promi-Häuser auch zuweilen günstig schnappen wie diese Perle von Star-Architekt Frank Lloyd Wright in Ohio im US-Bundesstaat Cincinnati. Die nächste Rezession kommt bestimmt. Dann gehen wieder einige Stars pleite. Dann gibt es mehr Star-Immobilien im Sonderangebot.

Danke für den enormen Zuspruch. Mein Blog timschaefermedia.com hat in den letzten 3 Monaten über 1 Million Seitenaufrufe erreicht. Es scheint eine Sparbewegung zu entstehen. Das heutige Foto ist von Google Analytics:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Johnny Depp, Nicolas Cage, Boris Becker: Sparen können sie nicht

  1. AvatarFinanzonkel

    Hallo Tim,

    ich habe die von Dir beschriebenen Prinzipien erst nach und nach umgesetzt und damit erst recht spät. Die Kraft, die darin steckt ist sehr groß. Ich schaue kaum noch in den Glotzkasten und schon gar keine Werbung. Ich lese viel über persönliche Entwicklung und lerne den Wert von Lebensmomenten als viel wertvoller einzuschätzen als Konsumgüter. Ein Spaziergang am Meer oder im Wald bedeutet mir mittlerweile viel mehr als Plunder. Mir sind teure Autos, Klamotten etc. Egal. Leider sehen das die meisten Menschen nicht. Sie sind im Konsum gefangen und doch nicht zufrieden obwohl sie sich so viel leisten. Sie kommen nicht zur Ruhe.

    Wenn es mehr Menschen verstehen würden, würden die Konsumgüteraktien allerdings massiv verlieren. Die Firmen sind ausschließlich auf Wachstum programmiert. Schwere Rezession wäre die Folge.

    Mach bitte weiter so – Deine Artikel motivieren ungemein ?

     

  2. AvatarBruno

    Coole Sache mit deinem Blog, ich hoffe es geht so weiter 🙂

    Ich kann allem zustimmen in deinem Artikel, vielleicht bis auf eine Kleinigkeit, was selten vorkommt, an der Wartung von sicherheitsrelevanten Teilen am Auto würde ich nie sparen, nicht primär aus egoistischen Motiven sondern weil ich damit auch automatisch andere gefährde, also keine 30jährigen Reifen drauflassen. Lieber dann das Auto stehen lassen und umsatteln auf Tretesel, öpnv oder zu Fuss. Gegen eine alte Karre habe ich natürlich nix, fahre selbst (selten) eine 13 jährige Japangurke, die mir bisher nie Probleme gemacht hat.

  3. AvatarMarco

    Hallo Tim, ich muß Dir heute widersprechen, bei Boris Becker haben die Weiber sein Geld verprasst. Für Männer gibt es immer den dreifachen Ruin, Das Zocken, Der Suff und die Weiber.Wobei das letztere der wohl schönste Ruin ist.Der Boris hat viel für Deutschland gemacht, und er ist halt spendabel hinzukommt seine Prominenz.Das zieht die Pissritzen natürlich an.Wenn er vielleicht nichts mehr hat, kein Geld keine Villa und wieder arbeiten muß, vielleicht wird er dann ein glückliches Leben führen. Gott sei Dank das ich nicht prominent bin.

    Gruß marco

  4. AvatarBruno

    @Marco

    Nunja, Boris Becker war wohl einfach naiv und hat sich dazu noch die falschen Berater geholt, dabei wäre es ja so einfach gewesen, bei einem Vermögen von 200 Mio. wären das mit der 4% Regel 8 Mio / Jahr, also ein Monatsgehalt von 670’000 EUR, oder täglich 22’000 EUR zum verprassen. Ich denke da braucht es noch etwas mehr als Suff und Weiber, ja vielleicht das Zocken, oder einfach das Geld in Luftschlösser investiert, von denen schlussendlich nichts weiter als Schall und Rauch geblieben sind.

  5. AvatarChristian

    @Marco: Du verwendest da einen Begriff, den will ich jetzt lieber mal nicht zitieren – den finde ich nicht angebracht. Warum sprichst du so abfällig über Frauen?

  6. Avatar42sucht21

    @Marco

    Das eine in Ihrem Kommentar verwendete Wort finde ich unmöglich niveaulos.

    @Boris Becker

    Herr Becker war 10 Jahre lang im Wirtschaftsbeirat des FC Bayern München. Da hätte er ja mal Fragen können wie das mit dem Geld so geht und Herrn Beckenbauer hätte er fragen können wie das geräuschloser mit den Affairen geht.

    Die Becker-Faust war schon gut aber alles was danach kam….

    @Tim

    Gratulation. Stetig und unaufgeregt seinen Weg gehen führt in vielen Bereichen zu Erfolg!

  7. AvatarThomas W.

    Bruno, ich fahre schon seit 20 Jahren herrliche „Japangurken“, so Toyota Starlet und jetzt Toyota Yaris Verso, alle sehr zuverlässig. Übrigens schmecken mir saure Spreewälder Gurken am besten. Auch das Leinöl aus dem Spreewald ist von bester Qualität.
    Thomas W.

  8. AvatarAli

    Sind auch nur Menschen unter ihnen gibt es auch viele die mit Geld und anderen Dingen nicht umgehen können,da habe ich kein Mitleid mit.

     

     

     

  9. AvatarZEN Investor

    Zitat aus dem Beitrag:

    „Mike Rowe, US-Schauspieler, ist ein sparsamer Multi-Millionär. Er hat in seinem Leben nie einen Neuwagen gekauft. Das meiste, was er jemals bezahlt hat für einen Gebrauchten, war 15.000 Dollar. Er fährt derzeit ein 13 Jahre altes Auto, dessen ebenso alter Reifen gerade beim Fahren in die Tiefgarage geplatzt ist.“

    Schön und gut. Wäre der Reifen auf der Autobahn geplatzt, wäre Mike Rowe tot oder schwer verletzt.
    Seine Sparsamkeit hätte ihn töten können.

    Bei der Sicherheit wird nicht gespart!
    Genauso wenig wie bei der Gesundheit.

    Was die anderen Beispiele anbelangt:
    Ich verstehe, dass man als Star, der Millionen verdient,sich ein paar Dinge gönnt.

    Wer 10 Millionen im Jahr verdient, muss ja nicht mega sparsam leben.
    Problematisch ist es, wenn man aufgrund des Bekanntheitgrades und des Vermögens hohe Kredite erhält, und damit doppelt so viel ausgibt, wie man einnimmt.
    Dann wundert man sich plötzlich, dass man 2-stellige Millionenbeträge an Schulden hat.

    Wer aber 10 Millionen im Jahr verdient, und 90% davon ausgibt, und den kleinen Rest (1 Million pro Jahr) in Aktien investiert, und nach 10 Jahren flaut die Karriere ab, der hat immerhin 10 Millionen in AKtien investiert, die vielleicht 10 Jahre nach Beginn auf 15 Millionen $ gewachsen sind.

    Natürlich wäre es auch klüger, wenn so Superstars zB nur 10% ihres Einkommens ausgeben und den Rest gut und sicher anlegen (in seriöse Aktien).

    Ich finde also, solche Leute sollten nicht extrem sparsam leben. Man soll das Geld ruhig auch mal ausgeben und geniessen.
    Nur eben würde ich mir selbst (wenn ich zB 5-10 Millionen im Jahr verdiene) eine bestimmte Summe zuteilen, die ich ausgeben darf. Konkret so:

    Konto 1: Das Aktienkonto, von hier aus wird investiert.
    Konto 2: Da kommen meine Einkünfte drauf.
    Konto 3: Hierhin wird per Dauerauftrag von Konto 2 das Geld überwiesen, was ich ausgeben darf.

    Beispielsweise würde ich mir monatlich 10’000 $ und 1 mal jährlich (entweder an meinem Geburtstag oder am 1.Dezember wg. Weihnachten) zusätzliche zB 30’000$, von Konto 2 auf 3 überweisen.

    So würden sich auf Konto 2 trotzdem Millionen ansammeln.

    Ich könnte mir zwar nicht die grösste Villa kaufen, aber ein gutes Auto läge drin, ebenso ein schöner Lebensstil (für 10’000$ kann man schon gut leben).

    Das würde mir reichen.

    Ich gebe zu, ich würde mich nicht künstlich einschränken, bzw. die Einschränkung so gross machen, dass ich mich dennoch reich fühle und gleichzeitig über 90% meines Einkommens anspare (für schlechte Zeiten).

    Auf Staatsebene gibt es das auch:
    Der norwegische Staatsfonds sammelt die Gewinne aus den Öleinnahmen des Landes, er ist rund 1 Billion $ gross!
    Etwa 60% wird in Aktien investiert.
    Wenn Norwegen des Öl ausgeht, könnten dort 5 bis 10 Billionen $ drin liegen, was für ein so kleines LAnd (weniger Einwohner als die Schweiz) extrem viel Geld ist.
    Und das Geld vermehrt sich expotentiell.

    Trotzdem spart sich Norwegen nicht kaputt.

    Die Schweiz macht es umgekehrt: Man spart am Sozialsystem, während man die Steuern für Reiche senkt.

    Deutschland macht es noch dümmer: Man hat extrem hohe Steuern und spart zugleich bei den Ämrsten (Hartz IV).

    Ich würde die Steuern lieber erhöhen (in der SChweiz, aber nie so weit wie in Deutschland),
    den Staat einigermassen schlank halten, und in einen Staatsfonds investieren, der sich dauerhaft an stabilen Unternehmen beteiligt.

    Norwegen entnimmt jährlich 4% des Vermögens, was ich für einen Fehler halte, weil dieses Geld weiter arbeiten könnte.

    Norwegen sollte noch mehr Geld in den Staatsfonds stecken, und es verbieten, das Geld vor dem Jahr 2100 anzutasten. In einer Krise dürfte ausnahmsweise und nur ein einziges mal 1% des Vermögens (rund 10 Milliarden $) entnommen werden.
    So würde ich das machen.

    Weiters schreibt Tim im Artikel

    „Johnny Depp gibt angeblich 30.000 Dollar im Monat für Wein aus.“

    Ich würde nur 10’000 ausgeben. Und zwar inklusive Miete, Kleidung, Reisen, Genussmittel, Parties, etc.

    Weil würde man nur 2’000$ ausgeben (inkl. Miete), so würde man sich zu stark einschränken (wenn man nebenbei 10 Millionen im Jahr verdient).

    Aber wenn Depp 30’000 alleine für Wein ausgibt, dann dürften die gesamten Lebenshaltungskosten irgendwo zwischen 50’000 und 100’000 im Monat liegen (meine Schätzung).

    Zum Thema Gebrauchtwagen:

    Ich finde, es spricht nichts dagegen, sich für 100’000 $ einen Neuwagen zu kaufen,
    WENN es eine Marke ist, die sehr lange hält, wenig (oder gar kein) Bezin verbraucht (Hybrid oder Wasserstoff, etc) UND man das Fahrzeug danach mindestens 20 Jahre fährt.

    Also ich würde mir ehrlich gesagt, wenn ich superreich (dazu zählt man ab 30 Mio $ Vermögen) wäre ehrlich gesagt, gleich mehrere Neuwagen kaufen:

    1. VW T5 (um Sachen zu transportieren, ich würde den Wagen vielleicht 1-2 mal pro Monat nutzen).
    2. Ein langlebiger und sparsamer Hybrid- oder Elektrowagen, den ich 25 Jahre lang fahren würde.

    Ich würde also 2 Autos auf einen Schlag kaufen.
    Aber beide würde ich versuchen, mindestens 25 Jahre lang zu fahren.
    Allenfalls würde ich die auch an Freunde ausleihen (gg. eine kleine Gebühr, um den Verschleiss zu zahlen).

    Wenn ich reich wäre, könnte ich mir sogar vorstellen, einen eigenen Autoverleih mit 5-10 Fahrzeugen aufzubauen.
    Wenn ich mein Auto selber brauche, würde ich mich auch ins Reservationssystem eintragen (ich zahle natürlich nichts).

    So kostet mich mein Auto nichts, und ich habe dennoch ein kleines sparsames oder sogar ein grösseres Auto für Transporte jederzeit zur Verfügung (nach Vorreservierung).

    Also anstatt ein Gebrauchtes, würde ich eher 5 neue Autos kaufen (zum Verleihen, und zur Gratis-Nutzung für mich).

    Bevor jetzt alle auf mich einprügeln: Meine Gedanken entsprechen durchaus denjenigen Tims: Sparsam leben, das Geld nicht verschleudern.

    Wäre ich superreich (ab 30 Mio $), würde ich mir vielleicht auch schöne Häuser kaufen oder bauen:
    Jedoch keine riesigen Villen, sondern ich würde Wohnblöcke mit 6 bis 30 bauen.
    Die Blöcke wären innen drin top ausgestattet, gut isoliert (nach aktuellster Technik),
    hätten Rauchmelder, grosse Gemeinschaftsräume, etc.

    Ich selbst würde ganz normal in eine der Wohnungen leben, für die Verwaltung würde ich eine Firma gründen (kann die gleiche sein, die auch den Autoverleih betreibt).
    Ich wäre Alleinaktionär, was aber niemand wüsste.

    Ich würde indirekt sagen, wer einziehen darf, offiziell entscheidet aber die Verwaltung und stellt auch die Verträge aus usw.

    Ich würde in einer schönen 5-Zimmer-Wohnung leben, zusammen mit Leuten die ich mag.

    Es würde sogar meiner Sicherheit dienen:
    Da ich nicht in einer Villa wohne, brauche ich keine Alarmanlage und niemand wüsste, wie reich ich bin.
    Selbst die Bewohner des Hauses nicht.

  10. AvatarBruno

    @ZEN Investor

    Hätte hätte Fahrradkette 😀

    Ich hab jetzt nicht die Zeit auf alles einzugehen, aber klar, als Superreicher kann man sich auch etwas gönnen, und trotzdem relativ sparsam leben. Die Beispiele zeigen aber, dass es eigentlich nichts mit dem absoluten Vermögen zu tun hat. Es gibt Superreiche, die ihr Geld bis zum Bankrott verprassen, und es gibt Kleinverdiener, die trotzdem noch etwas sparen können.

    Wer den Rappen nicht ehrt, ist des Frankens nicht wert.

  11. AvatarPeter

    Hallo Tim, vielen Dank für deinen motivierenden Blog, seit vielen Monaten bei mir Pflichtlektüre! Dein heutiger Post hat mich besonders angesprochen, weil er sich mit der richtigen Finanzbildung in der Familie beschäftigt.

    Aus meiner Sicht sind hier zwei wesentliche Faktoren maßgeblich. Zur Veranschaulichung: Meine Eltern – mittlerweile in Rente – haben als Angestellter und Erzieherin nie viel verdient und hatten unsere Konsumausgaben mit uns fünf Jungs (gezwungenermaßen) immer im Griff (immer selbst gekocht, praktisch nie Café oder Restaurantbesuche, bescheidene Urlaube bei den Großeltern oder später mal mit dem Auto nach Holland oder Dänemark in ein gemietetes Ferienhäuschen; selbstverständlich keine Markenklamotten (wir konnten später mit Taschengeld oder selbst verdientem Geld immerhin auf den Basispreis aufstocken, wenn wir eben unbedingt das Chicago-Bulls-T-Shirt haben wollten…)).Meine Mutter stammt aus kleinen Verhältnissen und kann rechnen, mein Vater ist materiell vollkommen genügsam. Somit hatten wir nie echte Geldprobleme und sogar größere Sachen wie drei Wochen USA-Schüleraustausch waren vereinzelt mit drin. Diese Sparsamkeit und Konsumabkehr war aus meiner Sicht die Basis dafür, dass wir trotz kleinem Einkommen finanziell weitgehend sorgenfrei gelebt hatten.

    Den zweiten Faktor hatten sie hingegen leider vernachlässigt, nämlich eine Strategie zu entwickeln, was sie mit ihren bescheidenen Überschüssen (oder auch mal einer kleinen Erbschaft im unteren fünfstelligen Bereich) eigentlich anfangen sollten. Das hat sie leider nie sonderlich interessiert; Börse war/ist bei Ihnen ganz weit weg, gefährlich und nur etwas für Vermögende; das höchste der Gefühle waren mal das Ansparen in teure Deka-Fonds, die ihnen die Sparkasse aufgeschwatzt hat, und in denen kleine Gewinne und große Gebühren sich seit vielen Jahren im besten Fall neutralisieren. Natürlich leben sie auch jetzt noch (und sicherlich bis an ihr Lebensende) zur Miete (was nicht per se schlecht sein muss), das immerhin glücklich und schuldenfrei aber eben auch mit weit weniger finanziellem Polster, als sie es mit nur ein wenig mehr Interesse und Aufwand hätten schaffen können.

    Leider habe auch ich mangels entsprechender Finanzbildung zuhause länger gebraucht, um unsere Finanzen in den Griff zu bekommen, und fühle mich jetzt mit Mitte dreißig nach etlichen teuren Fehlern (teurer Konsumentenkredit für ein überteuert erworbenes Häuschen im Heimatland meiner Frau, kurzes Bitcoin-Intermezzo, immerhin das ohne größeres Minus) endlich auf einem guten Weg mit breitem ETF-Portfolio und vierstelliger monatlicher Sparrate. Die Finanzbildung meiner eigenen Kinder verläuft übrigens bislang durchwachsen. Die Vierjährige spart sehr fleißig, unser Sechsjähriger muss immer alles gleich ausgeben. Auch die Aussicht auf Zinsen fürs Geld im Sparschwein hat ihn noch nicht umstimmen können 😉

  12. Avatar-M

    Bei so viel Kohle im monat würde ich als erstes jedem Familienmitglied (Eltern, Geschwister, großeltern) jeden Monat was überweisen und/oder für die Personen anlegen. Weiterhin für die Gemeinnützigkeit bei Projekten helfen, vorzugsweise im örtlichen Umfeld.

    -M

  13. AvatarChrissie

    @ Marco

    Ich bin ja fast zu aufgebracht um eine sachliche Bemerkung auf diesen unmöglichen Ausdruck zu stande zu bekommen.

    Aber wie praktisch, dass anscheinend deiner Meinung nach die Herren nicht selber an ihrer Partnerwahl Schuld sind (wahrscheinlich ebenso wenig wie an Suff und Zockerei).

    @ Christian

    Danke!!

    @ Tim

    Vielen Dank für diesen Artikel, er spricht mir aus der Seele. Heute morgen sagte eine Bekannte zu mir, wenn sie 10 Millionen im Lotto gewinnen würde, würde sie aufhören zu arbeiten, das würde für immer reichen. Ich sagte, nicht unbedingt, sieh dir Boris Becker an 🙂

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Finanzonkel

    Danke. Ja, das Problem ist, dass die Konsumenten eben nie zufrieden sind mit dem, was sie haben. Sie wollen immer mehr, wertvoller, tollere, schönere Sachen (Haus, Auto, Möbel, Küche…). Das ist das Kernproblem.

    @ Bruno

    Danke. Ich stimme dir zu. An der Sicherheit (Reifen, Sicherheitsgurt…) sollte man nicht sparen.

    Jetzt weiß ich, warum ich saure Gurken so gerne esse. Danke für den Link. Wieder was dazu gelernt.

    @ Marco

    Nun ich denke, dass Beckers Gehirn in die Unterhose gerutscht ist. So wie bei diesem New Yorker Staatsanwalt:

    https://twitter.com/grynbaum/status/1085179827567636480

    Bitte keine niveaulosen Begriffe mehr. Sonst muss ich das löschen.

    42sucht21

    Danke!

    @ Peter

    Danke. Du bist in einem guten Hause aufgewachsen. Super!
    Dass du Fehler gemacht hast, ist nicht schlimm. Daraus zu lernen ist die Kunst.

    Ich hab so viele Fehler gemacht, dass ich sie gar nicht mehr alle auszählen kann. Ich hab einige Pleiteaktien im Depot wie Solarworld, Sunways oder Pfaff Nähmaschinen.

    @ Chrissie
    Danke fürs Lesen. Nun die 10 Millionen Euro reichen durchaus, du darfst halt nur 3% bis maximal 4% davon im Jahr ausgeben. Nicht mehr. Und die 10 Millionen Euro müssen clever an der Börse angelegt werden.

  15. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Bobbele,

    ich oute mich als Sympathisant von Becker. Ich habe nie vor und nach Bobbele und Steffi Graf Sport so gern geschaut. Auch ist mir Boris sympathisch. Ich glaube, er ist eine naive ehrliche Haut, der sich eben schnell übers Ohr hauen lässt.

    Man sollte den „Fall“ Becker schon etwas differenziert sehen. Es gibt ja die bekannten „3 L“, durch die Mann schnell den Boden unter den Füßen verliert: „Liquor – Ladies – Leverage“. Hier mal wieder Leverage. Wenn es danach geht, wäre jeder brave Familienvater sofort pleite, wenn seine Hypothek gekündigt würde.

    Becker hat das gemacht, was jeder Geschäftsmann und jede Firma macht. Man investiert mit geborgtem Geld im Verhältnis zum Eigenkapital in Geschäftsmodelle, mit denen man sich was verspricht.

    Sein Fehler, sich in die Hände von Kredithaien zu begeben.

    Die vom Insolvenzverwalter verhängten 3,9 Mios hat er bezahlt, plötzlich reicht es nicht. Jetzt will ihm wohl sein alter Coach Tiriac mit 2 Mios beispringen um das abzuwenden.

    Sicherlich hat Boris sich ausnehmen lassen. So ist das eben. Erfolg zieht das schmierige Gesindel an. Und ihm fehlt wohl eine gesunde skeptische Unterscheidungsgabe.

    Na ja, ich hoffe für ihn. Hier übrigens die Doku über ihn.

    Schönen Abend noch

    MS

  16. AvatarChrissie

    @ Tim

    Ja da hast du Recht, leider ist nicht jeder so diszipliniert. Da sie meinte, mit einer Million würde sie nicht hinkommen, die wär ja gleich weg, hatte ich bei 10 Mio auch meine Zweifel. Lottogewinner die nach einer Weile verschuldeter sind als vorher gibt es ja einige.

    Zugegebenermaßen setze ich mich auch noch nicht so lange mit der gezielt sparsamen Lebensweise und vor allem der entsprechenden Planung der finanziellen Unabhängigkeit auseinander, der Blog hilft mir daher sehr bei der Motivation.

  17. Avatarsteve

    @ tim Gratulation zur Mio das heisst ja umgedreht auch ueber 10000 am tag.
    @ zu Marco ich muss ihn in schutz nehmen er hat damit eindeutig nicht alle Frauen gemeint, ohne das ich jetzt zuviel Detailkenntnisse hab wuerde ich bei ein paar Frauen von Boris zustimmen.
    Fuer die es nicht wissen in Niederbayern/ Oberbayern heissen die Frauen alle Buechsen egal woher, schon bei Geburt werden bei eunen Maedchen vor dem Haus hunderte leere Buechsen aufgestellt und Lufballons auf Schnuerren Schild dazu zur Buechsenmacherei. Bei einem Jungen heisst es zur Lumpenmacherei dann Lufballons und Lumpen halt.
    Ist so und nicht erst seit gestern.

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Steve

    Ja, so ist es. In den letzten 7 Tagen hatte ich 79.200 Seitenaufrufe.

  19. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,

    Du hattest ja schon oft Leute vorgestellt, die ganz normale Jobs hatten und dann ein großes Vermögen durch Aktien erspart haben bzw. durch „Buy and Hold“.

    Ja das kenne ich. Ich sage immer, dass ich einen körperlichen Schmerz empfinde, wenn bei mir Geld ausgegeben wird. Liegt wohl an meinem Geiz 😉

  20. ManniBManniB

    Das Hauptproblem ist halt, das viele es einfach nie gelernt haben, mit Geld umzugehen.

    Ich kenne selber Leute, die trotz anständigem Lohn spätestens am 10. des Monats voll in den Dispo rauschen. Und das Monat für Monat. Der einzige Monat mit Plus ist der wo es Urlaubsgeld gibt….

    Oder bei uns im Betrieb gibt es immer wieder Leiharbeiter die kaum mehr als Mindestlohn bekommen. Heulen rum, das das Geld vorne und hinten nicht reicht, aber steigen nach Feierabend in nen 3er Bmw oder Audi A4.

    Sowas kann ich nicht nachvollziehen.

     

    P. S. Hab mir heute noch den „SPDR S&P US Dividend Aristocrats“ ins Depot gelegt.

    Gruß

    ManniB

  21. Mark85Mark85

    Herzlichen Glückwunsch zu den vielen Seitenaufrufen, du hast sie dir verdient! Ich lese hier immer noch fleißig jeden Tag mit, aber als passiver Anleger gibt es halt nur selten etwas Neues oder Spannendes zu berichten. Frei nach John Bogle: ,,Wer seinen gerechten Anteil an den von den Unternehmen erwirtschafteten Erträgen erhalten möchte, sollte kostengünstig, langfristig und passiv in breit gestreute Indexfonds investieren.“ 😉

  22. AvatarJune

    Hallo Tim,

    eine coole Sache.  Wahnsinn, wie viele Leute hier lesen. Deine tolle Arbeit zahlt sich richtig aus du kannst sehr stolz auf dich sein.

    @Boris,

    er und viele andere berühmte Persönlichkeiten sind Kinder der Mittelschicht. Und als solche sollen sie mit ihrer Erziehung und ihren Glaubenssätzen zum einen in ihrem Business und mit ihren Finanzen erfolgreich sein. Das kann nur klappen, wenn man einen wirklich gutes Team im Managment und für die Finanzen hat. Mit Tiriac hatte Boris eigentlich den richtigen Mann. Der Rumäne ist heute Multimillionär. Trozdem hat es mit den beiden irgendwann nicht mehr geklappt. Aus heutiger Sicht sehr schade für Boris. Ein feiner Zug von Tiriac, dass er ihm hilft.

    Wie Michael schreibt, braucht man wohl in diesem erfolgreichen Umfeld auch ein gutes Bauchgefühl um die Schmeißfliegen zu erkennen und abzuwehren. Wie bei Lottomilionären hat man plötzlich nur noch gute Freunde, die doch alle nur dein bestes wollen. Dein Geld!

    @Chrissie,

    die meisten Mensche könnne sich die Kraft des Geldes nicht vorstellen und auch deine Kollegin denkt linear. Also muss der Lottogewinn ohne Zuwachs auskommen.

    Schön, dass du hier mitschreibst. Tim kann sehr gut motivieren und er findet wirklich jeden Tag neue gute Beispiele wie man es richtig macht.

    Take care,

    June

     

  23. AvatarChrissie

    @ June

    vielen Dank für Deine Worte. Wenn man einen guten Umgang mit Geld bereits in der Familie lernen konnte oder vielleicht durch gute Freunde, hat man sicher einen nicht zu unterschätzenden Vorteil im Leben, sowohl bei einem „normalen“ Einkommen als auch bei einem extrem hohen.

    Wenn ich mich so umhöre, scheinen die meisten Menschen ein Haus, Auto, Urlaube und andere Konsumgüter als finanzielle Ziele zu haben, von Plänen für finanzielle Unabhängigkeit hört man nichts. Leider auch nicht bei der jungen Generation, deren Aussicht auf Rente getrübt sein dürfte.

    Um so mehr habe ich mich gefreut, bei YouTube Tims Videos und somit auch diesen Blog gefunden zu haben, die einen seine althergebrachten Verhaltensweisen überdenken lassen und sehr gut motivieren können, so dass man jeden Tag bewusster auf sein (neues) Ziel hin gestalten kann.

    Liebe Grüße

  24. Avatar-M

    @Chrissie

    Das gute ist jeder hat seine individuellen Ziele und hier ist es schön gemischt.

    Viele sind am Anfang und einige schon sehr weit oder haben es geschafft.

    Einige werden FF nicht schaffen, aber haben auch gar nicht dieses Ziel (mich eingeschlossen) aber ein halbtagsjob ist auch nicht zu verachten bzw vlt ein renteneintritt ein paar Jahre früher.

    Gegen den Strom schwimmen ist nicht einfach, aber irgendwann macht es klick und man freut sich für die Kollegen die ein neues Auto kaufen (finanzieren) und schmunzelt insgeheim mal kurz darüber 🙂

    -M

  25. AvatarMarco

    @an alle.

    Eine Krankenschwester oder Ärztin die Ihren Beruf als Berufung ansieht und Kranke oder Alte pflegt genießt in meinem Augen ein höheres Ansehen.Das ist nur ein BSp.

    Einen schönen Tag noch!

  26. AvatarDaniel

    Als Kind der 80er bin ich mit Boris und Steffi Graf aufgewachsen. Und beide waren für mich damals der Grund mich in einem Tennisverein anzumelden und es zu lernen. Ich fand beide toll.

    Bei Boris darf man, so unverständlich es auch erscheinen mag, nicht vergessen in welch jungen Jahren er zu Ruhm und damit auch zu Erfolg und Geld gekommen ist. Er war quasi noch ein Kind als er weltberühmt wurde. Auch davor fliegt es einem ja nicht zu sondern beruht auf stundenlangem Training am Tag. Dass dort finanzielle Bildung nicht hoch im Kurs ist, ist in dem Alter völlig verständlich. Hätte man mir mit 18 auch jedes Jahr, ich sag mal, 100000DM auf mein Konto gepackt wäre mir dort auch alles mögliche mit eingefallen, nur eben keine Geldanlage.

    Ist dann auch das Elternhaus mit derartigen Summen überfordert bist du als junger Erwachsener schnell bei irgendwelchen dubiosen Geld-Beratern die wissen wie es läuft, zumindest gaukeln sie es vor.

    Boris kann man nur vorwerfen dass nach den ersten Scheidungen und massiven Geldverlusten ein Umdenken hätte stattfinden müssen, was offensichtlich nicht passiert ist. Es wird für Boris natürlich nun schwer seine eigene Namensmarke „Boris Becker“ zu vermarkten wenn man selbst nicht mehr im Business ist.

    Norwegen entnimmt jährlich 4% des Vermögens, was ich für einen Fehler halte, weil dieses Geld weiter arbeiten könnte.

    Geld könnte bis in die gefühlte Unendlichkeit weiterarbeiten, aber damit ist niemanden geholfen. Der Fonds ist dafür da das Geld zu vermehren und an die Konsumenten, also den Staatsbürgern wieder auszuschütten. Das passiert und sollte auch stets das Ziel sein, und 4% halte ich nicht für übertrieben.

    Norwegen sollte noch mehr Geld in den Staatsfonds stecken, und es verbieten, das Geld vor dem Jahr 2100 anzutasten. In einer Krise dürfte ausnahmsweise und nur ein einziges mal 1% des Vermögens (rund 10 Milliarden $) entnommen werden.
    So würde ich das machen.

    Und was genau haben dann all die Menschen in den 80 Jahren in die Rente reinrutschen davon? Damit ist niemanden gehlfen und ich glaube nicht dass das Finanzsystem in 100 Jahren noch so steht wie es jetzt dasteht, die potentielle Gefahr mit Nichts in der Tasche herauszugehen ist also gegeben. Ich finde den Weg sehr fragwürdig.

    Ich würde also 2 Autos auf einen Schlag kaufen.
    Aber beide würde ich versuchen, mindestens 25 Jahre lang zu fahren.

    Auch dieses Vorgehen halte ich nicht für sonderlich zielführend. Frag doch mal die zigtausend Menschen die sich noch vor 3-4 Jahren einen Neuwagen Diesel mit Euro 5 gekauft haben. Sie stehen jetzt vor einem potentiellen Scherbenhaufen und sind auf die Gunst der Städte und Länder angewiesen dass sie mit ihren angeblichen Dreckschleudern, die damals als Klimaretter betitelt wurden nicht mehr in die Innenstädte können. Die Planungsgrundlage passt nicht. In 25 Jahren, so prophezeie ich dir, wird keines der jetzt neu zugelassenen Fahrzeuge mit Verbrenner so in der Form noch in die Städte fahren dürfen. Ausnahme vielleicht noch Oldtimer mit historischem Kennzeichen und vielleicht auch dann nur mit Sondergenehmigung.

    Ein Autokauf sollte schon jetzt nur noch auf Sicht erfolgen, etwas Planungssicherheit schafft hier allerhöchsten noch ein E-Auto. Aber selbst da darf bezweifelt werden, dass du in 25 Jahren an der Autobahn noch die gleichen Ladestandards vorfinden wirst wie heute im Jahr 2019.

  27. AvatarSmyslov

    Herzlichen Dank für diesen wunderschönen Artikel. Wie gut fühlt es sich an,

    die ersten paar Euro selbst zu sparen. Wie fühlt man sich, wenn man die

    Hälfte eines Riesenvermögens darauf verwendet , Gutes zu tun. (z.B, arme

    Straßenkinder zu unterstützen ). Wie muß man sich wohl fühlen, wenn man

    hunderte von Millionen sinnlos verballert ? Ob man sich dann wohl schämt?

  28. AvatarDaniel

    Wie muß man sich wohl fühlen, wenn man

    hunderte von Millionen sinnlos verballert ? Ob man sich dann wohl schämt?

    Was ist denn ihre Definition von sinnlos verballern? Meinen sie den Privatjet-Kauf? Fragen sie doch das Unternehmen dass den Auftrag bekommen hat und nun etliche Angestellte weiter auslasten udn beschäftigen kann?

    Oder die individuell gebaute Yacht, bei denen vom Schreiner bis zum Maler ein ganzes Team in Lohn und Brot steht?

    Die teure Villa mit einem Personal von 20 Leuten die jeden Tag einen geordneten Job nachgehen können?

    Ich bin kein Freund dieser Schwarzweißmalerei, Geld das verkonsumiert wird landet im Wirtschaftskreislauf und lässt den Wohlstand wachsen, der Millionär wird vielleicht arm, aber er hat sein Geld vorher unter weniger reichen verteilt.

    Es steht jedem Normalbürger frei auch für Straßenkinder zu spenden, wieviele Menschen machen dies? Vielleicht 5%? Was sollte sich daran ändern ob man jetzt 10.000, 100.000 oder 100.000.000€ auf dem Konto hat? Jeder könnte überspitzt formuliert 5% seines Depots spenden. Da ist es einfach immer auf andere, meist reiche zu zeigen.

  29. StefanStefan

    Boris Becker ist ja schon fast eine tragische Figur. Irgendwie tut er mir leid.

    Allerdings ist da sicherlich eine gehörige Portion Größenwahn im Spiel gewesen.

    Die Hälfte seines Vermögens dürfte sich damals die Barbara Becker gegriffen haben. Gravierende geschäftliche Fehlentscheidungen und das Leben auf großem Fuss haben dann den Rest besorgt. Nicht zu vergessen die ganzen Unterhaltskosten für Kinder und Besenkammer Affäre. Diese Russin hat auf seine Kosten schön in Monaco gewohnt. Das ist auch nicht billig.

    Nicht in Ordnung finde ich allerdings, dass er diesen Schweizer so ausschmiert. Der war mal ein enger Freund, hat ihn Jahre lang gestützt finanziell und nun ist er einen zweistelligen Millionenbetrag los weil Bobbele Inso macht.

    Oben schrieb jemand was von falschen Beratern. Es ist eher so, dass Becker allgemein als beratungsresistent gilt. Er wusste immer alles besser.

     

  30. AvatarPeter

    Johnny Depp hat das mit den 30 000 pro Monat für Wein übrigens vehement dementiert und als Ehrverletzend zurück gewiesen. In Wirklichkeit gebe er sehr viel mehr Geld für guten Wein aus…

  31. Avatar42sucht21

    @Daniel & Autokauf Planungsicherheit Verbrenner & Elektrisch

    Ich finde das einen sehr wichtigen Punkt. Ob das wohl das Verbraucherverhalten ändert (vermehrt Car-Sharing oder Langzeit-Leasing vs. kaufen?) und ob die Autohersteller (Investitionskosten) & -Verkäufer den Wandel mitgehen? Vereinfacht gesprochen spricht das für mich mittelfristig eher für die Zukunft von Car2go als von Audi.

  32. Avatar-M

    @Zukunft des Autos

    Das ist mir alles so unsicher wie es weiter geht.

    -antriebsart

    -konsumenten

    -staat

    -> welche firmen setzen sich durch?

    Ich meide die Branche komplett und nichts kommt ins Depot inkl. Zulieferer.

     

    Hingegen weiß ich ziemlich sicher, dass Leute Pharma/Krankenhäuser/Chemie/Nahrung benötigen. Hier tobe ich mich aus.

    -M

  33. AvatarMichael_2

    Becker und Depp haben etwas gemeinsam, was ihren finanziellen Untergang enorm beschleunigt hat: Scheidungen !

    Man sollte sich halt seine Partnerinnen schon sehr genau aussuchen. Noch besser, bei grossem finanziellen Gefälle ganz auf Ehen verzichten.

    Auch beim gestrigen Lesebriefschreiber Anton habe ich mir gedacht: Sollte seine Frau mal genug von ihm haben, war’s das dann finanziell für ihn.

    Das finanzielle Risiko von Scheidungen ist wesentlich grösser als das eines Crashs.

  34. AvatarDer andere Daniel

    Boris Becker hat zwar auf großem Fuß gelebt, doch sein Konsum hat zu der Pleite wenig bis nichts beigetragen. Er hatte mit seinen Investitionen einfach kein Glück. Er hat mehrere Unternehmen gegründet und ist mit seinem Geld bei anderen Unternehmer eingestiegen – alles blieb erfolglos, weil er offensichtlich kein guter Geschäftsmann war. Hätte er wenig konsumiert, wäre er heute trotzdem Pleite. Er hätte einfach frühzeitig erkennen müssen, dass das Unternehmertum nichts für ihn ist und das Geld zusammenhalten sollen. Als Tennistrainer und Tennisexperte im TV wird er außerhalb Deutschlands sehr geschätzt. Bei den Menschen in Deutschland überwiegen leider Häme und Schadenfreude, das scheint bei uns verwurzelt zu sein.

    Ich gehe dennoch davon aus, dass es ihm immer besser gehen wird als 99 % der Deutschen. Boris Becker in einer Sozialwohnung, bei der Tafel anstehend oder über die hohe Stromrechnung klagend wird es nicht geben. Er wird bis zu seinem Tod von relativem Luxus umgeben sein.

  35. AvatarAlbr

    @Michael_2, oder zu mindest Gütertrennung vor Schließung der Ehe vereinbaren…

    @Daniel, bevor das Geld tatsächlich bei den armen Straßen-Kindern ankommt, halten eine ganze Reihe von Menschen und/oder Einrichtungen die Hand auf 😉

     

    Bei Boris halten – wie in vielen anderen Situationen auch – viele andere die Hände (dankend) auf… aber ganz unschuldig an der Situation ist er auch nicht, er sucht sich – soweit ich das beurteilen kann – immer ähnliche Frauen aus, die ihn über kurz oder lang ruinieren…

     

     

  36. Avatar42sucht21

    Die Goldene 3er Regel um Millionär zu bleiben sollte ja hinlänglich bekannt sein:

    No third house, no second wife, no first boat.

  37. AvatarAlbr

    @Michael_2, ich gehe davon aus, dass Frau B. Becker, neben der deutschen die US Staatsangehörigkeit hat (Papa war U.S. Amerikaner)…

     

     

  38. AvatarDanielKA

    @ All: Boris Netzwerk über die Jahre darf man ebenfalls nicht vergessen, es gibt genug Leute die ihn weiterhin unterstützen und seine Rechnungen bezahlen und sich sogar freiwillig dazu bereiterklären. Notfalls wird er vom tschechischen Casinomilliardäsfreund eingeladen und per Heli zum Poker eingeflogen und bekommt noch Gage dafür. In England ist er ebenfalls gerne gesehen.

    Zu den Autohäusern hat ihn ebenfalls sein rumänischer Milliardärsfreund Tiriac überredet, denke er hatte teilweise sehr gute berater. M. W. hat Bobbele mit seinen Autohäusern keine Verluste gemacht und diese vor paar Jahren sogar noch mit Gewinn verkauft. Waren aber auch nur 3 Stück, d.h. da hätte er vorher expandieren müssen, dann hätte das auch langfristig was werden können.

    Und das ganze Geld ist ja auch nicht nur bei den Ex-Frauen, die Immos/Kapital etc gehören ja auch seinen eigenen Kindern.

     

  39. AvatarDanielKA

    Und wenn Boris will, kann er locker ab 20.000 EUR pro Motivationsauftritt verlangen und durch  Firmen/Veranstaltungen/Kongresse/Messen usw. tingeln und wäre ebenfalls auf Jahre ausgebucht.

  40. AvatarDaniel

    Ich finde das einen sehr wichtigen Punkt. Ob das wohl das Verbraucherverhalten ändert (vermehrt Car-Sharing oder Langzeit-Leasing vs. kaufen?) und ob die Autohersteller (Investitionskosten) & -Verkäufer den Wandel mitgehen? Vereinfacht gesprochen spricht das für mich mittelfristig eher für die Zukunft von Car2go als von Audi.

    ich denke es gibt da mehrere Wege in denen sich alles entwickeln kann.

    Nicht unwahrscheinlich finde ich den „Gelbwesten-Weg“. Der Deutsche ist zwar revolutionsfaul, biem Auto gehts aber um sein Heiligtum. Schon heute findet das im Kleinen in Stuttgart statt. Sollten erste Fahrverbote im Ruhrgebiet auf den AB stattfinden wo ohnehin nicht viel Geld locker sitzt brennt der Baum. Dann wird mögicherweise die Wirtschaft solange lahmgelegt bis die Politik einlenkt.

    In ganz weiter Zukunft sehe ich nur noch elektrischen Antrieb, möglicherweise mit Range Extender über synthetische Kraftstoffe oder Gas. Die Pendeldistanzen fährst du dann vielleicht zu 80% mit deinem privaten Auto, das navigiert irgendwann autonom auf der AB, kurz vorm Stadtzentrum könnte man große Park&Ride-artige Flächen bauen. Da stellst du die Karre ab, vielleicht auch mit Schnelllade-Möglichkeit und du fährst mit Bus-Shuttle, S-Bahn, Fahrrad oder mit einem lokalen autonomen Taxi zur Arbeitsstelle. Quasi ein Uber ohne Fahrer. Da angekommen fährt es zurück zum P&R Parkplatz für den nächsten Kunden.

    In beiden Möglichkeiten hätte Audi seine Daseinsberechtigung. Auch Carsharing Fahrzeuge muss ja irgendjemand bauen. Und diese Fahrzeuge sind immer unterwegs. Das heisst die Abnutzung steigt. Vermutlich ist so ein Fahrzeug nach 2 Jahren Einsatz Kernschrott.

  41. AvatarWohnung mit Domblick

    @Tim: Du bist ein sehr guter Sparmuskel-Trainer. Danke dafür!

    Ich bin jetzt seit einem Jahr dabei und mit dem bisher erreichten sehr zufrieden. Die geplanten Ziele für dieses Jahr werden sicher auch erreicht. Den Sparmuskel zu trainieren erfordert keinen Schweiss, nur Gelassenheit 🙂

     

     

  42. AvatarAndreas

    Also dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar, dass ich von ihnen den Umgang mit Geld gelernt hab. Die Devise war schon immer, keine Schulden, nur das kaufen, was man sich leisten kann und immer auch etwas sparen. Wenn das seit der Kindheit verankert ist, profitiert man wirklich ein Leben lang davon.

    In Gesprächen mit Freunden oder Kollegen hab ich manchmal behauptet, wenn ich jetzt eine Million bekommen würde, könnte ich locker davon leben und würde so gut wie nichts davon ausgeben. Ein Großteil glaubt das nicht wirklich, es heißt dann, eine Million würde doch heutzutage nicht ausreichen um finanziell frei zu sein. Leider bin ich noch nicht so weit mit meinem Depot um das Gegenteil zu beweisen;))

  43. AvatarFabian S.

    Für mich ist die BU eine „Kann-Versicherung“. Ist auch eine Wette für den Extremfall.  Probleme kann man mit Versicherern immer bekommen, wenn sie nicht leisten wollen und man dagegen klagen muss…

  44. AvatarChrissie

    @-M

    Ja, die Ziele sind unterschiedlich, das ist auch sinnvoll, jeder wie es am Besten in seine persönliche Planung passt. Die FF werde ich wohl schon allein wegen des späten Startes nicht schaffen, aber wie du schon sagst, ein Halbtagsjob ist auch ein gutes Ziel. Dies wird dann sowohl durch die Rücklagen als auch den bewusteren Lebensstil immer wahrscheinlicher.

    Ich finde nur schade, dass diese Möglichkeiten den wenigsten wirklich bewusst sind und sie deswegen gar nicht als Option in den Köpfen vorhanden sind. Und somit auch nicht als mögliches Zukunftsmodell Bestandteil der eigenen Planung werden können. Alle verlassen sich auf die Rente. Wie das nach der Digitalisierung funktionieren soll, falls tatsächlich 50% der Jobs wegfallen, wird spannend. Dann sollen 20 Millionen den Unterhalt der restlichen 60 Mio erarbeiten… Irgendwie braucht es da einen Haufen neuer Konzepte.

    @Marco

    Ich finde Ärzte bzw. Pfleger und die jeweiligen -innen, die ihren Job aus Berufung ausüben, auch sehr bewundernswert. Nach dem was man hört leider, insbesondere die Pflegeberufe, für das was dort unter hohem Zeitdruck geleistet wird, viel zu schlecht bezahlt. Damit meine ich nicht nur das „schnöde“ Geld an sich, sondern auch die Wertschätzung, die durch ein Gehalt ausgedrückt wird.

    @ Auto allgemein:

    Meins ist gebraucht und zum Glück kein Diesel, hatte aber schon leider einige kostspielige Reparaturen, dabei erst 8 Jahre alt. Da ich den Alltag weitestgehend auch zu Fuß erledige, würde ich vielleicht keinen Ersatz kaufen, falls dies mal den Geist aufgibt. Zur Zeit mag ich mich aber noch nicht trennen, das Gefühl von Freiheit und Mobilität ist mir auch ziemlich wichtig.

    Nachfolgend kann sich wirklich viel ändern, Car Sharing, autonomes Fahren, Wasserstoff-Antrieb? Vielleicht ist das selbstgesteuerte E-Auto nur eine teure Zwischenstation. Wie vor kurzem die Energiesparlampe auf dem Weg zur LED.

    @ Gelderleichter allgemein:

    Wo was ist sind leider wohl auch immer schnell Leute da, die einen gerne von der „Last“ befreien wollen. Egal ob Männlein oder Weiblein. Das mit der Frau Klatten und dem Erpresser ging ja auch durch alle Medien. Wenn man davor (auch vielleicht berechtigte) Angst hat, vielleicht wirklich nicht heiraten oder einen Vertrag abschließen.

  45. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mark85

    Danke. Jack Bogle ist ein super Mensch gewesen. Ehrlich, integer, freundlich, hilfsbereit. Er hatte ein Helfersyndrom. Sehr weise war er.

    Er hat mit Buffett viele Gemeinsamkeiten. Beide sind sich einig in ihrem Rat, wie du schon geschrieben hast: Sei langfristig Eigentümer von guten Firmen (am besten per Aktienkorb über einen Index).

    @ Wohnung mit Domblick

    Genau. Gelassenheit ist immer gut.

  46. AvatarDaniel

    Für mich ist die BU eine „Kann-Versicherung“. Ist auch eine Wette für den Extremfall.  Probleme kann man mit Versicherern immer bekommen, wenn sie nicht leisten wollen und man dagegen klagen muss…

    Eine „kann-Versicherung“ ist in der Regel eine Versicherung die vor unangenehmen, aber nicht existenzbedrohenden Schäden schützt. Darunter würde ich z.B. eine Unfallversicherung sehen die dir ne Summe X gibt wenn Du nen Finger o.Ä. verlierst. Oder ne Handy-Versicherung usw.

    Bei einer Haftpflicht-Versicherung kann der schaden derart hoch sein, dass Du selbst als Multimillionär nicht dagegen ankämst.

    Und genau das gleiche trifft in jungen Jahren auf eine BU zu. Der Verdienstausfall (Krebs sei hier nur mal genannt) kann theoretisch schon mit 20 auftreten und Späße wie Burn-Out usw. unter 40. Dann sind es aber immer noch 25 bzw. 45 Jahre bis zur dann nicht mehr zu erwartenden Rente, da keine Rentenpunkte mehr generiert werden.

    Wenn Du sagen wir mal 1500€ monatlich für die nächsten 45 Jahre schon heute bezahlen kannst + evtl. nochmal 20 Jahre im „Rentenalter“, also 65 Jahre, dann wären das schlappe 1,1 Millionen Euro nach heutigem Kaufkraftwert, dann ist ja alles gut. Ich könnte es jedenfalls nicht.

    Überlegungen bei nem Depot von 500.000 – 800.000€ und nem Alter von 45 die BU zu kündigen sind etwas ganz anderes als keine BU in jungen Jahren abzuschließen. Im erstgenannten Fall sind schon Rentenansprüche vorhanden, das Leben hoffentlich in gergelten beruflichen Bahnen, ein Geldpuffer vorhanden und die Zeit bis zum Verlassen der Erwerbstätigkeit deutlich geschrumpft.

  47. AvatarDaniel

    Sry falls doppelt, das System spinnt grade irgendwie….

     

    Für mich ist die BU eine „Kann-Versicherung“. Ist auch eine Wette für den Extremfall.  Probleme kann man mit Versicherern immer bekommen, wenn sie nicht leisten wollen und man dagegen klagen muss…

    Eine „kann-Versicherung“ ist in der Regel eine Versicherung die vor unangenehmen, aber nicht existenzbedrohenden Schäden schützt. Darunter würde ich z.B. eine Unfallversicherung sehen die dir ne Summe X gibt wenn Du nen Finger o.Ä. verlierst. Oder ne Handy-Versicherung usw.

    Bei einer Haftpflicht-Versicherung kann der schaden derart hoch sein, dass Du selbst als Multimillionär nicht dagegen ankämst.

    Und genau das gleiche trifft in jungen Jahren auf eine BU zu. Der Verdienstausfall (Krebs sei hier nur mal genannt) kann theoretisch schon mit 20 auftreten und Späße wie Burn-Out usw. unter 40. Dann sind es aber immer noch 25 bzw. 45 Jahre bis zur dann nicht mehr zu erwartenden Rente, da keine Rentenpunkte mehr generiert werden.

    Wenn Du sagen wir mal 1500€ monatlich für die nächsten 45 Jahre schon heute bezahlen kannst + evtl. nochmal 20 Jahre im „Rentenalter“, also 65 Jahre, dann wären das schlappe 1,1 Millionen Euro nach heutigem Kaufkraftwert, dann ist ja alles gut. Ich könnte es jedenfalls nicht.

    Überlegungen bei nem Depot von 500.000 – 800.000€ und nem Alter von 45 die BU zu kündigen sind etwas ganz anderes als keine BU in jungen Jahren abzuschließen. Im erstgenannten Fall sind schon Rentenansprüche vorhanden, das Leben hoffentlich in gergelten beruflichen Bahnen, ein Geldpuffer vorhanden und die Zeit bis zum Verlassen der Erwerbstätigkeit deutlich geschrumpft.

  48. AvatarJakob Meister

    Wer ist der dickste Fisch im Schuldensumpf? Der Beckerhecht! Er macht immer noch auf dicke Hose.

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