Gähn: Bond-König Jeff Gundlach warnt schon wieder vorm Crash


New York, 4. Dezember 2019

Bond-König Jeffrey Gundlach warnt mal wieder vorm Börsencrash. Das macht er schon seit Jahren (Bildschirmfoto von Yahoo Finance).

Überall lauern die Crash-Propheten und raten zum Ausstieg. Bestes Beispiel ist Bond-König Jeffrey Gundlach. Er riet im Sommer 2016 “alles zu verkaufen“. Der Chef von DoubleLine Capital konnte nicht schlimmer daneben liegen. Seitdem rannten die Aktienmärkte auf immer neue Bestmarken. Klar hat ein Anleihen-König ein Interesse daran, wenn Aktien einbrechen, dann sieht er besser aus mit seinen lumpigen Anleihen.

Jetzt warnt Jeff Gundlach schon wieder. Der Milliardär sagte gestern auf Yahoo Finance in einem Video-Interview voraus, dass der US-Aktienmarkt nach dem nächsten Absturz sich für lange Zeit (Dekaden) nicht mehr erholen wird. Japan lässt grüßen sozusagen.

Bislang gingen seine Warnungen nicht auf. Nimm das laufende Jahr. Fast jede Aktie lief wie geschnitten Brot. Der S&P 500 Index ist um mehr als 25 Prozent gestiegen. Nur 64 Unternehmen aus dem S&P 500 oder 12% sind in diesem Jahr in der Verlustzone. Alle elf Sektoren aus dem S&P 500 schließen das Jahr mit positiven Erträgen ab. “Was für Börsenjahr”, freut sich Matthew Maley, Chefstratege bei Miller Tabak. 

Ich betreibe langfristiges, risikoarmes “Buy and Hold”. Ich kaufe Aktien und lasse sie ewig liegen. Ich mag alte Konzerne wie Bank of Amerika, Johnson & Johnson, Procter & Gamble oder Berkshire. Auch jüngere Firmen wie Chevron, Adidas, Nike oder CTS Eventim liegen seit zig Jahren in meinem Depot. Ich denke gar nicht daran, sie jemals zu verkaufen.

Ich investiere für Jahrzehnte in der Zukunft. Rezessionen oder Rücksetzer bringen mich nicht aus der Ruhe. Ich bin am langfristigen Trend interessiert. Ich kaufe stetig zu. Ich lasse den Zinseszins wirken. Ich spare mit meinem “Buy and Hold” nebenbei Steuern und Gebühren.

Meine Strategie ist langweilig. Du kannst es noch langweiliger machen mit einem ETF. Das ist clever.

Klar lauern ständig neue Rezessionsgefahren. Aber warum soll ich mir darüber den Kopf zerbrechen?

Ich habe ein Depot, das mich frei macht in dem, was ich mache. Ich halte von dem bestehenden Lebensmuster nichts. Bis zum 23. Lebensjahr an die Uni gehen. Bis 65/70 arbeiten und dann in Rente gehen. Das passt mir nicht.

Ich hab schon lange keinen Boss mehr. Warum wollen die meisten arbeitsfreie Jahre haben, wenn sie zu alt sind? Wer will mit der Mini-Rente den Ruhestand genießen? Deshalb habe ich gespart wie ein Irrer. Ich fing früh mit dem Arbeiten an. Die Uni schloss ich schnell ab. Ich hatte etliche Nebenjobs. Ich kaufte Aktien wie es uns Warren Buffett vormacht. Ich habe den Konsum massiv reduziert. Ich lebte in WGs und im Studentenwohnheim. Neben dem Studium arbeitete ich fleißig.

Finanzielle Unabhängigkeit ist was Herrliches. Es heißt ja nicht, vollständig in den Ruhestand zu treten. Sondern ein Mix aus Projekten, die mir Spass machen und Reisen.

Frühere und abwechslungsreichere Berufserfahrung hat mir geholfen. Um in einem Zeitalter des schnellen Wissenstransfers erfolgreich zu sein, benötigen Kinder nicht nur Lese-, Mathematik- und Computerkenntnisse, sondern müssen auch lernen, kreativ zu denken. Es lohnt sich aus üblichen Verhaltensmustern oder Denkverhalten auszubrechen. Warum wie alle bis 67 arbeiten, wenn man schon früher aussteigen kann?

Halte nicht fest an solchen Verhaltensweisen der Masse. Jugendliche könnten ein Auslandsjahr an einer Schule vielleicht in den USA, Neuseeland, Singapur, Australien oder Kanada verbringen (was ich empfehle). Praktika empfehle ich in jungen Jahren. Mache das, was dich fasziniert. Bildung sollte nicht in der Jugend oder mit 22 Jahren enden, sondern allgegenwärtig sein. Lerne, lerne, lerne. Lerne außerhalb des Klassenzimmers. Mache zahlreiche Abschlüsse, besuche Seminare. Reise um die Welt. Lebe deinen Traum. Wandere aus, wenn es sich dich reizt.

Die Langlebigkeit erfordert ein tiefgreifendes Umdenken. Statt sinnlos zu konsumieren, brauchen wir mehr Geld im Depot. Eltern können bei der Geburt des Nachwuchses Depots eröffnen. Junge Erwachsenen sollten früher arbeiten gehen, damit der Zinseszins zu ihren Gunsten wirken kann. Und durch Arbeit sammelst du Praxiswissen und soziale Erfahrungen.

Was finden die meisten so toll daran, ein paar Jahre im Ruhestand zu sein, um dann bettelarm zu sterben?


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Gähn: Bond-König Jeff Gundlach warnt schon wieder vorm Crash

  1. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,

    tolle Tips wieder einmal. Es ist echt schön, sich diese Ratschläge stetig zu Herzen zu nehmen….

  2. AvatarChris kross

    Mit einem Freibetrag von 250.000 ist das nicht wirklich schlimm finde ich.. Den Herrn Scholz wird es wahrscheinlich ärgern ^^

    Ich finde comdirect super aber die order Gebühren sind wirklich zu hoch.

  3. AvatarMattoc

    diese Grenze kann jederzeit geändert werden. Zum Beispiel auf 0.

    Diese Aussage ist falsch.

  4. AvatarKevin

    Selbst wenn die Comdirect Negativzinsen einführt. Was sind 0,5% denn schon?

    100€ => 0,50€

    1.000€ => 5,00€

    10.000€ = > 50,00€

    Bei der Sparkasse zahlt man 5-7€ / Monat Kontoführungsgebühren…  Bei der Comdirect (noch) nichts. Die richtige Gebühr sieht man auf den Austügen eh nicht, das ist die Inflation. Und das schlimmste ist, viele kennen/wissen/wollen nichts davon hören. 😉

  5. AvatarMattoc

    @Kevin

    Genau!

    Irgendwann sind die Leute froh über die niedrigen Negativzinsen.

    Dann machen sie „Bankenhopping“ von der Comdirect, weil die Comdirect 0,5% Negativzinsen erhebt und die neue Bank nur 0,3 Prozent Negativzinsen. Und zur Belohnung für den Bankenwechsel gibt es dann „nur“ -0,1% auf den Depotwert einmalig als Bonus von der neuen Bank. 🙂

  6. AvatarJohn

    Negativzins. Warum nicht einfach Schulden aufnehmen und von Negativzins leben?

    Schade, ich glaube das kann man nur als Staat so machen. Als Anleger von Schulden leben zu können geht so nicht, das System hat einen Fehler.

  7. AvatarWolke

    Ich habe ein Depot, das mich frei macht in dem, was ich mache…
    Ich ging früh mit dem Arbeiten an…
    Halte dich nicht fest an solche Verhaltensweisen der Masse…

    Bin auch der Meinung, daß Kinder und Jugendliche viel lernen sollten. Unter anderem auch deutsch!

  8. AvatarNico Meier

    Ich weiss nicht wie das in DE oder AT geregelt ist aber in der Schweiz sind pro Kunde und Bank nur 100’000 Franken “Einlagengesichert” falls die Bank zahlungsunfähig werden würde. Mit anderen Worten wer sehr hohe Barbeträge bei Banken halten will sollte diese auf mehrere Banken verteilen. Das ist auch eine Diversifizierung um das Risiko zu senken.

  9. AvatarChris kross

    Nicht die 0,3% order Gebühr die Scholz drauf packen will inklusive persönlichem Steuersatz. Finanzielle Freiheit ade.
    SPD will jetzt Schulden machen um zu investieren.. Lächerlich. Hans Werner Sinn sollte Vize sein.

    http://www.hanswernersinn.de/de

  10. AvatarRüdiger

    Mit anderen Worten wer sehr hohe Barbeträge bei Banken halten will sollte diese auf mehrere Banken verteilen.

     

    Gewiss nicht die dümmste Idee 😉

  11. AvatarDaniel

    Nur 64 Unternehmen aus dem S&P 500 oder 12% sind in diesem Jahr in der Verlustzone.

    Und das sind ja oft genau die Werte, die Privatanleger kaufen. Weil man ja als Möchtegern-Valueinvestor gerne kauft was (kursmässig) günstig ist. Und die gut gelaufenen Werte sind ja immer zu teuer (Grüße an Lad).

    Viele deutsche Depots sind voll mit solchen Werten. Deutsche Bank, K&S, E.on etc.

  12. Avatar-M

    Daniel

    Jeder wie er mag. Gerade mal aus Interesse nachgesehen. Unter den 1 jahres Verlierern im SP500 finden sich zB KHC, FedEx, Walgreens, DuPond, 3M

    Finde die Kurse recht interessant. Oft sind es halt keine langfristigen Verlierer.

    Wir werden wohl erst wissen wer nackt schwimmt, sobald es mal stark runter geht. Jetzt bringt es doch nichts sich auf die Schulter zu klopfen irgendeinen wert im Depot zu haben, der gerade grün ist.

    -M

  13. AvatarHubertus

    Grundlach wettert doch gar nicht gegen Aktien. Er sieht eine Überbewertung in den USA vs. internationalen Werten. Damit hat er sicher nicht unrecht. Ob das berechtigt ist, ist eine andere Frage.

  14. AvatarNico Meier

    @-M

    Ich habe KHC bei un die 26$ gekauft. In 3 oder 4 Jahren werden wir sehen obs eine gute Idee war.

  15. Avatar-M

    Ja, nachdem man ein Baissezyklus durchgemacht hat und ein neuer Haussezyklus beginnt. Vorher ist doch, wenn wir hier alle ehrlich zu uns selbst sind, alles nur Gerede und jeder weiß es besser.

    Ich versuche Qualität zum günstigen Preis zu bekommen. Nicht mehr, nicht weniger. Vieles ist mir für meinen Anspruch zu teuer. Bleibt mehr übrig für andere die kaufen möchten 🙂

    -M

  16. AvatarWolke

    Schon wieder wird über Crashpropheten hergezogen, anstatt sie zu ignorieren. Das zeigt, daß die Angst zunimmt, man muß „im Walde laut pfeifen“, damit man diese aushält.

  17. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Schon wieder wird über die “Über-Crashpropheten-Herzieher” gesprochen, anstatt sie zu ignorieren. Das zeigt, dass die Angst zunimmt, man muß “im Walde laut pfeifen”, damit man FOMO aushält.

    Stur und stetig Aktien einsammeln, diese durch dick und dünn – und gegen jedes Gerede “der Experten” – halten und dann langfristig mit einem großen Vermögen dastehen. Dies war, ist und bleibt weiter genau richtig.

  18. AvatarWolke

    @Freelancer Sebastian

    langfristig mit einem großen Vermögen dastehen
    Geht oft gut, aber nicht immer, wie die Börsengeschichte zeigt. Ein allzu langer Blick in den Rückspiegel ist mitunter gefährlich, wie beim Autofahren.

    Sehr oft standen die Anleger langfristig mit einem kleinen Vermögen da, was besser als nichts ist. Das „Gerede“ der Experten ganz auszublenden, ist nicht besonders klug. Der goldene Mittelweg macht‘s, aber der ist besonders schwierig.

  19. AvatarAlbr

    Ich gehe mal davon aus, dass Gundlach alles verkauft hat und dann bei Comdirect sein Geld liegen lässt und 0,5 % Strafzins bezahlt 😉

     

    Bei 1Mrd, immerhin 5 Mio 🙂

     

     

  20. AvatarRüdiger

    @Experten:

    Wie auch immer, jeder hat seine eigene Meinung und “darf” sie selbstverständlich auch hier schreiben. Für seine Geldanlage ist letzten Endes jeder selbst verantwortlich.

     

    Und falls jemand glaubt, ein Pfeifen zu hören: Es könnte auch sein Tinnitus sein. Ich spreche da aus Erfahrung  😉

     

  21. AvatarGiro Hannes

    Es wäre schon ein erschreckendes Szenario falls so ein Crash wirklich kommen sollte. Ob dann die meisten wirklich noch so “cool” sind, wage ich zu bezweifeln. Besonders wenn man von seinen Ausschüttungen oder Dividenden lebt oder es als wichtige Unterstützung braucht.

    @ Rüdiger

    Du bist doch der Rüdi oder? Also Hartmut Englers Freund Rüdi.

     

    Gruß

  22. AvatarChris kross

    Wer von euch ist in wirecard investiert? Ich bin dabei.

    Fresenius und siltronic finde ich auch sehr gut..

  23. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Wolke

    Selbstverständlich habe ich bis heute einigen echten (!) Experten sehr gut zugehört und beherzige ihre Ratschläge so gut es geht. Das ist mein goldener Mittelweg.

    Phil Fisher und Sohn, Peter Lynch, Warren Buffett, Charlie Munger (Stillsitzen und warten!)….

    Alle warnen eindringlich davor, Anlageentscheidungen am Großen Rauschen und an kurzfristigen Marktprognosen festzumachen. Vergiß den Börsenporno! Halte Aktien von herausragenden Unternehmen über Dekaden – gegen jedes Unken über den Crash – und gut ist.

    Dagegen steht ein Haufen von “Experten”, der uns stündlich berichtet – ganz schlau, fundiert und seriös – was wohl in den nächsten Monaten so alles passieren wird. Dürfen sie ja auch. Und ich darf das für Schwachsinn halten. Es bringt einfach nichts, sich danach auszurichten.

    Denn wer diesen Nasen folgt, fällt eben auf selbige. Daher die Minivermögen bei so einigen Schlaumeiern nach Jahrzehnten.

    Wer von den Timingexperten ist denn letzten Dezember ordentlich mit Cash eingestiegen? Wohl kaum einer. Sollte ja noch weiter runter gehen….

    Wer steht eigentlich schon seit 2016 oder gar 2011 an der Seitenlinie? Von denen hört man nichts.

  24. AvatarWolke

    @Rüdiger

    Und falls jemand glaubt, ein Pfeifen zu hören: Es könnte auch sein Tinnitus sein. Ich spreche da aus Erfahrung.

    Hast echt Probleme mit einem Tinnitus? Tut mir leid, das kann sehr unangenehm sein. Es gibt aber, soweit ich weiß, inzwischen wirksame Therapien.

    Ich würde das „Pfeifen im Walde“ auch anders sehen. Im Sinne, daß im Börsenwald sehr viele Pfeifen herumstehen.

     

  25. AvatarRalf

    @Tinnitus: Bei mir hat Magnesiumcitrat nachhaltig geholfen. Hatte starke Probleme vorher.

    @Pfeifen im Walde: Es wird derzeit viel gepfiffen von vielen Seiten. Spannend wird es wie es mit der Autoindustrie in D weitergeht. Auch für Investoren kein ganz unwichtiges Thema.

    @Klima und Kosten: Das Umweltbundesamt sieht drastische Maßnahmen als nötig an wegen dem Thema Klima. Zum Beispiel Diesel bis 2030 um 70 Cent verteuern, Abschaffung der Pendlerpauschale, durchgehend Tempolimit…..

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Umweltbundesamt-Diesel-70-Cent-teurer-Tempo-120-auf-Autobahnen-4606044.html

    Wenn das nicht aufhört mit diesen ständigen Verbotsideen und grünen Phantasien dann wird es langsam echt lustig in D. Die Zecke zahlen die Normalos, so oder so.

  26. AvatarRüdiger

    @Wolke:

    Es gab eine Zeit, da hatte ich Probleme mit einem Tinnitus. Ich nehme an, es war durch Stress bedingt und der Körper hat sich irgendwie gewehrt. Zum Glück habe ich schon längere Zeit Ruhe … nur noch gelegentlich pfeift es ganz leicht, aber auch nur stundenweise.

     

    Im Börsenwald stehen sehr viele Pfeifen herum … damit hast du gewiss Recht. Man muss halt aufpassen, dass man nicht selber zu einer solchen Pfeife wird. Aber trotz aller guter Vorsätze: Die wenigsten sind dagegen völlig immun  😉

    Es ist schnell passiert, dass die gewählte Strategie – selbst wenn sie grundsätzlich Ertrag generiert und nicht schlecht ist – doch nicht perfekt zu einem selber passt, zur eigenen Psychologie, zur eigenen Risikobereitschaft, zum eigenen Kapital, zum eigenen Wissensstand, zur verfügbaren Zeit und zum Umfeld.

  27. AvatarGainde

    @ Rüdiger

    Genau, die Anlagestrategie sollte zu einem passen. So abgeklärt wie der Kommer sind die wenigstens, wenn ihr ETF um die Hälfte nachgibt. Und genau dies ist bei diesem Vehikel ein Schwachpunkt. Bei Einzelaktien kann ich den Grund für einen Absturz einfacher recherchieren/nachvollziehen.

  28. AvatarRüdiger

    @Gainde:

    Selbst wenn man selber so abgeklärt wie der Kommer wäre – egal ob bei einzelnen Aktien oder ETFs –  was ist mit dem Umfeld? Was wird aus dem ernst gemeinten Versuch, Kurseinbrüche im Sinne von Buy&Hold auszusitzen, wenn die beste Ehefrau von allen und liebevolle Mutter, nach 50% Minus zur Furie mutiert, der Haussegen Tag für Tag schief hängt, weil der völlig durchgeknallte Alte, infolge pathologischer Selbstüberschätzung, ja unbedingt die Zukunft der Familie und das Schicksal der Kinder an der Börse “verzocken” muss  😉

  29. AvatarDanielKA

    @ Rüdiger: Genau! Wer Downton Abbey kennt, weiß was passiert wenn in die falsche Eisenbahngesellschaft all-in investiert wird. Dann hängt nicht nur der Haussegen schief…

  30. AvatarSparta

    @Free

    Also ich habe mir jetzt mal den Lynch gegeben…

    Irgendwie kann ich da wenig sinnvolles rausziehen.

    Eine ganz andere Zeit, wie so oft üblich stark US-lastig, Bewertungen, welche man heute so gut wie nicht mehr findet und den Informations-Vorteil von Privatinvestoren bei small-caps bzgl. Tenbagger…

    Kommer behauptet ja über Lynch er hätte nach den 13 Jahren underperformt. Eine Quelle hierfür kann ich aber nicht finden.

  31. AvatarThorsten

    Drahtlos zahlen , aber in Zukunft bitte ohne Bremsklotz Handy an der Kasse. Ich habe mir eben die Swatch Uhr “BlackPay” besorgt und mit boon (von Wirecard ) verknüpft. Fitnessuhren kommen für mich nicht in Frage, die muss man immer aufladen und ich benötige die Funktionen nicht. ( Einen Schrittzähler gibt es im Handy, ist für mich Spielerei, ich gehe genug zu Fuß, beep Sie haben 10.000 Schritte, verdammt wo kann ich das Tamagotchi für die kindischen Asiaten stumm schalten ?!). Das Handy bleibt dann in der Tasche oder zu Hause, Geldbeutel je nachdem auch zu Hause oder eben auch verdeckt, beide Hände frei zum Verräumen der Ware. So finde ich das gut.

    @Chruss Cross natürlich Wirecard, neben SAP auch im Depot. Sträflich keine zu haben bzw. sich von den Sprachrohren der Leerverkäufer irritieren zu lassen.

  32. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ sparta

    Richtig, habe ich dir ja angedroht, 30 Jahre nach Erscheinen des Buches sind Informationen (zu logischen Strategien) für uns Kleinanleger heute viel leichter zu haben als damals. Früher hat dir der Bankbeamte erklärt, was du machen sollst. Andersweitige Hilfe gab es nirgendwo.

    Lynch räumte damals mit dem Vorurteil auf, wir Kleinanleger müssten uns unbedingt an die “Experten” halten, um erfolgreich zu sein.

    Was ich dir immer über die Nachteile der Fondsheinis erzähle – hier steht es schwarz auf weiß. Von jemanden aus dem Inner Circle, der weiß, wovon er redet.

    Ansonsten: Kaufen und Halten, solange das Geschäftsmodell stimmt, auf das Große Rauschen pfeifen, kein Markttiming probieren. Sehr gut, was er schreibt. Für dich nicht neu, schon klar.

    Witzig finde ich – habe es selbst nach zehn Jahren noch mal angefangen -, dass seine Strategie (“es gibt keine Aktie, die Lynch nicht hat 🙂 “) der eines ETFs doch sehr gleicht. Einfach ALLES einpacken, haut dann schon hin mit der Rendite. Und bei den Raketen ist man immer dabei…..

    Was Amazon angeht, haben seine Ratschläge bei mir übrigens ganz gut hingehauen. Oder hätte man nicht schon 2011 sehen können, dass wir in Zukunft alles online kaufen 😉 ?

  33. AvatarThorsten

    Erster Einkauf mit Swatch Uhr problemlos. Uhr ans Terminal, Piep , dann allerdings Geheimzahl ,weil mehr als 20€ ( unbedingt eine ausdenken und in der boon App eintragen, sonst geht das Bezahlen ab 20€ nicht ). Geheimzahl und die Hände frei , um alle Ware in die Baumwolltaschen zu stecken, super ! Das Bezahlen geht auch, wenn die Batterie in der Uhr leer ist, der NFC-Chip wird wie einer Kreditkarte vom Terminal berührungslos mit Strom versorgt.
    Also der Geldbeutel bleibt jetzt oft zu Hause denke ich,  das Handy bleibt verdeckt am Körper, falls ich es dabei habe. Sollte mir jemand die Uhr klauen , kann ich sie in der SwatchApp über das Handy sofort sperren.

  34. AvatarLithium85

    “Ich betreibe langfristiges, risikoarmes “Buy and Hold”.”

    Naja… Ich kann deine Strategie und Beharrlichkeit absolut respektieren und dein Erfolg ist bewundernswert. Aber ein Investment in Aktien war/ist und wird niemals “risikoarm” sein!..

    Nicht, dass hier Anfänger die falsche Vorstellung bekommen. Ein Investment in Aktien ist risikoreich! Und das muss es auch sein, denn Risiko korreliert mit Rendite. Ein langer Anlagehorizont ist Pflicht. Kurseinbrüche werden kommen und man wird nicht wissen wann. Verluste von 50% und mehr sind möglich (ich möchte dann mal sehen wie es den FIRE Leuten geht, die versuchen von der 4% Regel zu leben, viel Spaß…). Es kann Jahre dauern bis sich die Kurse wieder erholt haben, das haben sie bisher immer getan, aber auch dies ist für die Zukunft nicht garantiert. Alle anderen Versprechen sind und bleiben unseriös!

    Das bashing gegen Anleihen verstehe ich nicht ganz… Ich weiss… “Buffet sagt”… Der gute Herr hat ganz schön was erreicht, aber das haben andere auch mit Anleihen.

    Ein interessanter Artikel der mir spontan einfällt.

    https://www.gerd-kommer-invest.de/schwellenlaender-staatsanleihen/

     

  35. AvatarSparta

    @Sebastian

    “Was Amazon angeht, haben seine Ratschläge bei mir übrigens ganz gut hingehauen.”

    Ich habe es so gelesen, dass er Amazon aufgrund der hohen Bewertung nie gekauft hätte…???

    Bei Tenbaggern erwartet er ein maximales KGV das halb so groß wie das prozentuale Gewinnwachstum ist. Large Caps stossen seiner Ansicht zudem schneller an Wachstumsgrenzen.

    Ansonsten sieht man schon die  Überschneidung Deiner Aktien mit dem des täglichen beobachtens.

    Bzgl. der vielen Positionen hat er allerdings schwerpunktmässig auf small caps gesetzt.

     

  36. AvatarThorsten

    Due 4%-Regel ist ein riskantes mathematisches Modell.

    Um es zu entschärfen sollten in jedem Fall Einkommen vorhanden sind, die unabhängig vom Buchwert sind. Staatliche Rente, Betriebsrente, Vermietung, Privatrente , Riesterrente, Basisrente, Unternehmensbeteiligungen, evtl. Rentenpapiere, z b. ETF auf Unternehmensanleihen, Immobilienaktien….

    Jedes Einzelne für Manchen dämlich und teilweise riskant, in der Summe aber ein Einkommen, das hilft die 4% abzusichern, d h. möglichst selten Stücke aus dem Depot verkaufen , nur Dividenden kassieren. Was in der Baisse nicht verkauft werden muss, kann wieder ansteigen.

  37. Mark85Mark85

    An Thorsten: Ich plädiere auch für mehrere Standbeine. In meinem Fall könnten alle Aktienanlagen auf 0 gehen, an meiner finanziellen Freiheit würde sich nichts ändern.

  38. AvatarOlly Wood

    @ Ralf

    …das mit dem Magnesiumcitrat hatte ich auch schon mal gehört…wieviel hast du denn genommen bzw. wie hoch dosiert? Danke dir und Grüsse Olly

  39. AvatarThorsten

    Und noch was …

    Stellt euch vor…es ist Sonntag und die Chinesen marschieren in Taiwan ein, am Montag wird Trump abgesetzt und zu allem Glück :  die GroKo zerbricht am Dienstag und wir fallen dazu am Donnerstag noch in eine heftige Rezession. Montags sind die Kurse schon im Keller und nach zwei Wochen sind 20% bis 50% des Buchwertes weg.

    Ihr macht dann bitte nur eins : nachkaufen nach einer Weile, nichts hergeben.

    Denn es wird neue Regierungen geben, die Rezession geht vorbei und Taiwan ist weit weg. Und dann klettern die Kurse wieder und sind höher als früher. Alles nur eine Frage der Zeit.

     

  40. AvatarLithium85

    @thorsten

    Schön und gut… Zählt das auch für den Taiwanesen ? Oder die Leute, die in der Rezession den Job verlieren?

    Ich Stelle es mir lieber nicht vor …

  41. AvatarHafenmeister

    Ja Thorsten,

    was ist mit den Taiwanesen?!

    Bitte betrachte beim nächsten Kommentar zunächst das Schicksal aller möglicherweise betroffenen Personen! Bitte vergesse dabei auch die Natur und das Klima nicht.

    Tja Lithium, moralisch maximal verwerflich, diese Äußerungen von Thorsten. Klasse, dass du rechtzeitig eingeschritten bist und gezeigt hast wie es sein soll. Super, du bist klasse.

    Btw: Lithium, kannst du eigentlich diesen Namen einfach so nutzen?! Was ist mit der Umweltzerstörung und Kinderarbeit für den Abbau dieses Rohstoffes? Ich finde diesen Namen sehr negativ belegt und würde mich freuen, wenn du einen anderen wählen würdest.

  42. AvatarWolke

    @Lithium

    Korrekt! Aktienanlagen sind niemals risikoarm, auch wenn es Anfängern in den Finanzblogs oft eingeredet oder selbst geglaubt wird. Das Problem ist nur, daß junge Anleger heute keine Alternative mehr haben. Sie bekommen weder eine vernünftige Rente, noch ein vernünftiges Gehalt und schon gar keine Traumjobs. Also bleiben nur Sparen(„wie ein Irrer“) und das Risiko des Aktieninvestments. Traurig, aber wahr. Als ich jung wahr, brachten Sparbuch und Ähnliche bei der Hausbank derart hohe Renditen, daß Aktien und Risiko kein Thema waren. Dazu kam noch die sichere Aussicht auf eine eine ordentliche Rente.

     

  43. AvatarNico Meier

    Korrekt! Aktienanlagen sind niemals risikoarm.

    Dazu fällt mir ein Spruch ein der ein kluger Lehrer immer wieder verwendet hat.

    “Das Leben ist jeden Tag lebensgefährlich. Das Leben endet bei jedem Menschen zwangsläufig mit dem Tod. Und das Leben ist sexuell übertragbar.”

    Wir in der westlichen Welt haben eine starke Aversion gegen Risiken. Wir wollen zu jeder Zeit alles im Griff haben und Risiken ausschalten.

    Natürlich gibts bei der Geldanlage Risiken bei Aktien aber auch bei Bonds. Das Ausfallrisiko bei Bonds der USA oder der Schweiz ist bedeutend geringer als bei Bonds von Argentinien oder Venezuela aber niemals 0.

    Ich kenne Eltern die ihre Kinder zu Hause vor dem TV/Tablet einsperren weil es auf dem Spielplatz zu gefährlich und im Wald zu schmutzig sei.

     

    Wie sagte Keynes so schon “In long range we’r all death”

     

     

     

  44. AvatarDaniel

    @Sparta / Freelancer

    Genau, streng genommen, hätte Lynch Amazon selbst beim aktuellen KGV von “nur” noch ca. 90 gekauft.

  45. AvatarWolke

    @Nico  Meier

    Das Leben ist lebensgefährlich und Aktien nicht risikoarm. Einverstanden.

    Dann ist die Aussage “Ich betreibe langfristiges, risikoarmes Buy and Hold“ aber falsch.

    Und noch was: Einer der Gründe, warum der Mensch im Lauf der Evolution überlebt und sich behauptet hat, war, daß er imstande war, dank seines Gehirns(!) Risiken auszuschalten.

  46. AvatarSparta

    @Daniel

    Welchen Zeitraum vom Gewinnwachstum nimmst Du?

    Ich meine mich zu erinnern, dass er über KGV 30 als zu teuer angesehen hat.

  47. AvatarInsider

    @wolke

    Wie würdest du als junger Mensch dein Geld heute investieren ? Aktien ? Etf ? Immobilien? Gold ? Krypto? Festgeld ? Andere Alternative? Alles hat Risiken. Deine Meinung würde mich interessieren.

     

  48. AvatarNico Meier

    @Wolke

    Wichtige Fortschritte in der Geschichte der Menschheit waren nur möglich weil Menschen bewusst Risiken eingegangen sind. Angefangen in der Steinzeit bei der Jagd über die Entdeckungsreisen bis hin zur Industrialisierung.

  49. AvatarMike

    Sollte es an der NYSE einmal zugehen wie in Japan, dann kann ich auch damit leben. D.h. wenn die Dividenden weiter wie gewohnt fließen.

    Da ich eh nicht vor habe, meine Aktien jemals wieder zu verkaufen, sind mir die Kurse eigentlich relativ egal. Niedrige Kurse kämen mir sogar entgegen. Gute Unternehmen günstig zu kaufen, wer kann da etwas dagegen haben?  🙂

  50. AvatarChris kross

    @ Nico Meier

    Krasser Spruch aber simpel und wahr.

    “Das Leben ist jeden Tag lebensgefährlich. Das Leben endet bei jedem Menschen zwangsläufig mit dem Tod. Und das Leben ist sexuell übertragbar.”

    Shell : ich hoffe sehr das shell paar Milliarden in öko Strom mehr investiert um unabhängig vom Öl zu werden. Zum Beispiel wüsten solar Strom oder neue XL offshore wind parks.. Das wäre geil.

  51. AvatarMattoc

    Jedes Einzelne für Manchen dämlich und teilweise riskant, in der Summe aber ein Einkommen, das hilft die 4% abzusichern, d h. möglichst selten Stücke aus dem Depot verkaufen , nur Dividenden kassieren

    Ob man 4% Dividende kassiert oder Anteile im Wert von 4% verkauft, ist für den Depotwert im IST und in Zukunft egal. Du entfernst 4% des Werts deines Depots – egal ob über Dividende oder Anteilsverkauf. Das, was übrig bleibt, kann danach weiter wachsen.

    Ein thesaurierender ETF ist die beste Lösung, wenn man der Meinung ist, dass man in schlechten Börsenzeiten nichts aus seinem Depot entnehmen möchte. Dann verkauft man keine Anteile und der ETF kann nach der Krise wieder wachsen. Dividenden sind eine Zwangsentnahme aus dem Depot, die man bestenfalls nach erfolgter Besteuerung wieder anlegen kann. Also maximal schlecht in einer Krise, da trotz des negativen Depotstands immer noch Steuern auf Dividenden gezahlt werden müssen.

  52. AvatarWolke

    @Insider

    als junger Mensch mit durchschnittlichem Gehalt würde ich in

    ETFs(Einzelaktien/Stockpicking nur als mit großer Leidenschaft betriebenes Hobby), etwas Gold, in eine eigengenutzte Immobilie und in Weiterbildung investieren.

    …und ich würde ganz schnell den Unsinn mit der finanziellen Freiheit mit 40 vergessen.

    …und ich würde sparen, aber nicht mit der paranoiaartigen Selbstkasteiung, wie es hier und in anderen Blogs teilweise empfohlen wird.

    …und ich würde versuchen bescheidener aufzutreten und nicht zu glauben, ich sei gescheiter als Jeff Gundlach oder Markus Krall oder gar zu meinen, ich sei der neue Warren Buffett.

     

     

     

     

  53. Avatar-M

    @Chris Kross

    Genau das macht ja Shell. Ich finde das Unternehmen ist managementseitig super. Dort werden sinnvolle Entscheidungen getroffen . Der koloss benötigt länger Zeit aber es wird, da bin ich mir sehr sicher.

     

    @Wolke

    Das ist eine Aussage von dir, mit der ich was anfangen kann. Mal ganz ohne über ne Rechtschreibung her zu ziehen und mit deiner Meinung inkl Inhalt. Totale selbstkasteiung finde ich auch schlecht. Ich strebe auch (da totaler nornalogehaltsbezieher) kein fire an, sondern eine 4 Tage Woche oder wenn es gut läuft eine 3 Tage Woche – irgendwann.

    -M

  54. AvatarRalf

    “…das mit dem Magnesiumcitrat hatte ich auch schon mal gehört…wieviel hast du denn genommen bzw. wie hoch dosiert? Danke dir und Grüsse Olly”

    Zu Beginn wegen Tinnitusproblemen täglich 400 mg. Da die Probleme nun dauerhauft weg sind täglich rund 200 mg. Magnesium wird generell empfohlen auch als Herzschutz-Mineral und laut Studien ist ein latenter Mangel in D stark verbreitet trotz guter Ernährung.

    “Das Leben endet bei jedem Menschen zwangsläufig mit dem Tod.”

    Kommt auf die Sichtweise an. Wer mit Glauben und Gott auch in der modernen Welt noch etwas anfangen kann, hat für sich die Gewissheit dass es anders ist. Auch ohne eine wissenschaftlichen Beweis, nennt sich Glaube.

    “Wer überwindet der wird’s alles ererben; und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.”

    “Niedrige Kurse kämen mir sogar entgegen. Gute Unternehmen günstig zu kaufen, wer kann da etwas dagegen haben?”

    Richtig. Aber derzeit sind wenig günstige Werte zu finden. Shell oder Exxon? Was wäre die bessere Wahl?

     

  55. Avatar-M

    Bin ich gedanklich auch bei Gainde. Darüber hinaus sind es mal keine US Unternehmen. (Ich will nicht mein komplettes depot im den USA halten)

    -M

  56. AvatarWolke

    In meinen Augen interessante Diskussion(Elsässer, Krall, Homm). Vernünftig, gescheit und gar nicht so „crashprophetig“, wie man immer meint.

    Über die Diskussionsteilnehmer zu lachen, weil man es besser zu wissen glaubt, wäre suboptimal. Besser ist es, von ihnen zu lernen.

    https://www.youtube.com/watch?v=fhRoKt_PEU8

  57. Avatar42sucht21

    @Risiko bei der Geldanlage
    Ich denke, man muss dabei zumindest drei Unterschiede machen.  Muss man echte Risiken und vermeintliche Risiken unterscheiden – und das im Bezug auf den zeitlichen Rahmen. Das ‘evolutiv gestählte Gehirn’ ist anders als oben suggeriert bei der Einschätzung von echtem Risiko bei der Geldanlage oft eher gefährlich als nützlich. Außerdem wird Risiko (Fakt) oft mit Angst (subjektive Emotion) verwechselt.

    Das Risiko bei einer kurzen Beteiligung in ein gesundes Unternehmen mittels Aktie ist relativ hoch. Relativ sehr großes Risiko Verluste zu erleiden.

    Das Risiko bei einer extrem langen Beteiligung in viele gesunde Unternehmen mittels Aktien ist relativ sehr klein. Relativ viel kleineres Risiko Kaufkraftverluste zu erleiden als bei einem Sparbuch.

  58. AvatarThorsten

    Es geht los. Bei comdirect wurde das Produkt “Festgeldkonto” eingestellt. Keine Prolongation mehr.

    Bevor jetzt wieder jemand so einen Impulsmurks schreibt “Festgeld bringt doch sowieso keine Zinsen”. Erst Mal nachdenken, der Glockenschlag war ja laut genug.

    Ach ja, nicht wundern: Rechnungen kommen  inzwischen schon mal später, die Betriebe wollen nicht auf dem Cash sitzen und versuchen die Zahlungseingänge auf die zweite Monatshälfte zu dirigieren, wo sie dann in Richtung Gehälter und Steuern schnell wieder abfließen,

  59. AvatarRalf

    @Shell: Habe soeben eine kleinere Position gekauft. Größere Investitionen (für meine Verhältnisse) fallen mir aber derzeit schwer. Viele Kurse haben ein hohes Niveau erreicht. Oder?

  60. Avatarnico444@gmx.de

    Viele Kurse haben ein hohes Niveau erreicht. Oder?

    @Ralf

    In drei bis vier Jahren kann ich dir darauf eine Antwort geben.

    Letztes Jahr im Dez/Jan gabs einen 20% Ausverkauf an der Börse. Viele hatten die Hosen voll und nichts gekauft ich habe damals mehr investiert als ich geplant hatte, da damals viele Firmen zu für mich guten Kursen zu erwerben waren. Denke hier an Zürich Versicherung für um die 300.- Franken oder Apple um die 150$

    Heute freue ich mich über meinen damaligen “Mut”.

  61. Avatar42sucht21

    @Thorsten

    Bei der Ing-Diba betragen die TG-Zinsen 0,01‰. Richtig gelesen: 0,01 Promille.

    Das Marketing dort ist geschickter als bei em>Comdirekt. Auf die prügeln alle ein wegen der -0,5% >250.000€.

  62. AvatarRalf

    Wie schätzt ihr Allianz ein? Aus dem Sektor könnte ich noch etwas Beimischung vertragen…

  63. AvatarDanielKA

    @ 42sucht21; da die Ing-Diba sehr einlagenlastig ist, kostet sie diese Politik richtig Geld, und zwar -0,50% zzgl. der 0,01 Promille auf jeden Spareuro. Deshalb suchen die auch händeringend nach Kreditmöglichkeiten (Raten,Auto-, Baufinanzierungen und Unternehmensfinanzierungen).

  64. AvatarDanielKA

    sind pro 1 Mrd. Einlagevolumen immerhin 5 Mio. EUR Zusatzkosten bei den schon heute nicht üppig verdienenden deutschen (Tochter)-Banken. Kein Wunder treten die Amis die zehnte Überrundung in den Ergebnissen an.

  65. AvatarChris kross

    Allianz is aufjedenfall ein kauf aus meiner Sicht… Aktien rückäufe, fette dividenden, steigende Gewinne, in China neues Geschäft genehmigt und billig Tochter allsecur gekauft..

  66. AvatarRüdiger

    @Wolke: ETFs(Einzelaktien/Stockpicking nur als mit großer Leidenschaft betriebenes Hobby), etwas Gold, in eine eigengenutzte Immobilie und in Weiterbildung investieren.

     

    Weiterbildung wird gerne vergessen, obwohl nie verkehrt und mitunter essentiell. Notgroschen nicht vergessen! Gold käme bei mir ganz zum Schluss … wenn überhaupt. Ansonsten d’accord!

    Aber das weißt du ja  😉

  67. AvatarInsider

    @wolke

    Danke für das Feedback . Ähnlich sehe und mache ich es auch.  Auch Tim z.b. hat zwei Immobilien.

    @frage an alle

    Unser Aktien / etf Anteil beträgt aktuell nur circa 15 Prozent und kann jetzt mittelfristig durch freies Kapital und auslaufen von Krediten ausgebaut werden. Dabei stören mich die hohen Kurse etwas, soviel wie die nächsten 2,3 Jahre werden wir mit (geplanten Kindern ) die nächsten Jahre nicht mehr investieren können .

  68. Avatar42sucht21

    @DanielKA / @Thorsten – negative Einlagezinsen
    Nach meinem Verständnis gibt es keine negativen Einlagezinsen bei Fremdwährungskonten. Wer also weit über >250.000 EUR Free Cash herumdümpeln hat kann sich überlegen ein CHF / USD / NOR Währungskonto als Beimischung zuzulegen. Birgt natürlich ein Risiko für Währungsschwankungen – aber zur Risikodiversifizierung sind solche Währungskonten vielleicht sowieso interessant.

    @bei den schon heute nicht üppig verdienenden deutschen (Tochter)-Banken
    Ehrlich gesagt hält sich mein Mitleid mit diesen Dinosauriern in Grenzen. Die haben Jahrzehnte lang eine unterregulierte Gelddruckmaschine betrieben nicht ausschließlich zum Wohl der Kunden und haben immense systemische Risiken aufgebaut. Jetzt wird überreguliert. Und womit? Mit Recht.

  69. AvatarDanielKA

    @42sucht21: Das stimmt, CHF sind zwar ebenfalls deutlich negativ, aber mit NOR und USD Konten bzw. Festgeldanlagen gibt es noch einen kleinen Zins, ist halt die Frage, ob man für 1,X % Zins zusätzliche Währungsrisiken eingeht. Als Unternehmer (mit z.B. Umsatzanteilen in USD) würde ich das machen, bevor ich Verwahrentgelt zahle.

  70. AvatarDanielKA

    Ehrlich gesagt hält sich mein Mitleid mit diesen Dinosauriern in Grenzen. Die haben Jahrzehnte lang eine unterregulierte Gelddruckmaschine betrieben nicht ausschließlich zum Wohl der Kunden und haben immense systemische Risiken aufgebaut. Jetzt wird überreguliert. Und womit? Mit Recht.

    Europäische Banken sind klar überreguliert und daher den amerikanischen und asiatischen Banken unterlegen. Das Banking in den USA (Privat und kleine Firmenkunden) ist teilweise “immer” noch in der Steinzeit. Verlangen mal schnell 10 $ für eine kurzfristige Überziehung, die können sich das nur erlauben, da es nur 5 Großbanken gibt, welche sich den Markt aufteilen. Zudem wird dort jedem der Kredit egal ob Kreditkarte/Haus,/Studium usw, einfach nur nachgeschmissen. Da sind die Auflagen in Deutschland zehnmal härter.

     

  71. Avatar42sucht21

    @DanielKA – Fremdwährungskonten
    Ja, ein deutsches CHF-Konto trug sich trotz Negativzinsen vermutlich trotzdem durch die Währungsgewinne. Darauf käme es mir nicht an. Das wäre zB für EUR-Bären auch eine günstigere Absicherung anstatt Gold. Aber das Beispiel sollte nur zur Illustration dienen, dass man negative Zinsen auch weiterhin umgehen kann und denen sogar etwas abgewinnen kann: Risikodiversifizierung.

    @Europäische Banken sind klar überreguliert und daher … unterlegen. Das Banking in den USA (Privat und kleine Firmenkunden) ist teilweise “immer” noch in der Steinzeit. …Zudem wird dort jedem der Kredit …einfach nur nachgeschmissen. Da sind die Auflagen in Deutschland zehnmal härter.
    Ich finde es nicht schlecht, dass bei Kreditvergabe in DE größere Bonität erwartet wird als in US. Da kann ich keine Nachteile sehen, außer das Großbanken weniger Gewinne machen. Falls das ein Nachteil ist. Auch das Gebührenmodell in DE (auch Schweiz, ITA usw. ist in Europa aus der Steinzeit. Es ändert sich gerade wieder etwas durch die jungen Wilden.)

    Zur “angeblichen” Überregulierung 1: Obama hat 2010 bei seiner Reform leider darauf verzichtet den Glass-Steagall-Act zur Trennung von Investment- & Konsumentenbanken neu zu beleben welcher seit 1933 als Reaktion auf die WWK 1929 eingeführt und leider 1999 von Clinton endgültig abgeschafft wurde. (Herr Cohn, Ex-Goldman Sachs möchte das ürbrigens auch wieder einführen.) 

    Zur “angeblichen” Überregulierung 2: Wenn Banken Ihre Kunden beraten hätten und nicht nur teuer verkauft (im doppelten Sinn) – dann gäbe es Heute deutlich weniger Regulierung, einfachere und günstigere Procedures and mehr Gewinn für die Banken. Es würde sogar Menschen geben, die sich positiv für die Banken einsetzen würden. Nicht nur Lobbyisten. Dieses Kapital der ehemaligen BankBERATER wurde leider vollständig verspielt in der Gesellschaft.

    (Ich meine ausdrücklich keine einzelne/n Bankmitarbeiter/-in sondern das in vielen deutschen Banken spätestens seit den 1970ern real existierende Verkaufssystem.)

  72. AvatarGainde

    Weshalb nicht in AAA Anleihen gehen, statt Tagesgeld Hopping betreiben? Und sonst einfach Aktien/Immobilien damit kaufen.

  73. Avatar42sucht21

    @Gainde

    Nicht TG-hopping. Für normalo-Privatanleger dürften >250TEUR eh eher nicht so die Regel sein vermute ich mal. Es gibt Situation da hält man auch länger und lang Liquidität vor zB als Unternehmer. Da kann man nicht wirklich mit Anleihen oder anderem hantieren. 500€ Zinsen pro 100TEUR tun einem auch nicht wirklich weh.

  74. Avatar-M

    Wenn ich meinen Kunden erkläre, dass die schon immer negativ Zinsen gezahlt haben schauen die mich mit großen Augen an. Wenn sie dann hören, dass es ja nir die Inflation ist, sind diese wieder beruhigt 🙂   Man sieht sie ja auch nicht. Die blöden minuszinsen werden aber schwarz auf weiß aufgeführt, da hört der Spaß dann für die Leute auf…. so tickt der Mensch halt ….

    -M

  75. AvatarMax

    Hey Tim,

    wie immer ein sehr schöner Blogbeitrag.

    Wenn der Markt pessimistisch ist, muss man einkaufen!  Es wird jedes Jahr der gleiche Rotz geschrieben. Ich denke, wer vernünftig diversifiziert hat, braucht keine Angst haben. Natürlich kann der Markt mal 20-30% nachgeben, aber das ist kein Crash.

    Liebe Grüße Max von meiersaktien.blog

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