Dumm und dümmer


New York, 14. Februar 2020

Die Menschen haben ein grottenschlechtes Finanzwissen. „Wir sehen, dass junge Menschen immer weniger Finanzwissen haben beziehungsweise zu wenig über den Umgang mit Geld Bescheid wissen“, sagt der Geschäftsführer einer Schuldnerberatung in Österreich. Das Finanzwissen ist teilweise katastrophal.

Ob die Finanzbildung tendenziell schlechter wird, weiß ich nicht. Sie war wohl schon immer eine Katastrophe. Nur heutzutage gibt es durch das Internet viel mehr Angebote. Dann fallen Menschen schneller auf die Nase. Blitzschnell ist ein Kredit aufgenommen, ein Produkt gekauft.

Man muss die Leute vor ihrer eigenen Dummheit schützen. In einem Facebook-Forum besitzt jemand Allianz-Aktien und steht im Plus mit ihnen. Weil der Sturm “Sabine” übers Land gefegt ist, denkt derjenige, noch schnell mit einem Gewinn die Allianz-Position verkaufen zu können, bevor der Kurs einbricht wegen der Schäden. Als ob die Schäden nicht für alle Marktteilnehmer absehbar sind. So ein Sturm – auch wenn er etwas wilder ist – ist für einen Versicherer ein normales Event:

Wegen einem Sturm Aktien verkaufen? So kann es mit der Altervorsorge nichts werden. Deshalb ist der CSU-Vorschlag so gut, dass das Geld veranlagt bleibt und die Menschen gar keine Chance haben, es vor dem Rentenbeginn zu bekommen.

Eine Bekannte meinte vor zwei Jahren: “Die Kollegen auf der Arbeit haben gesagt, sie verkaufen ihre Aktien, weil die Börse hoch ist. Wie sind kurz vorm Crash.”

Ständig wollen die Menschen die Börse timen. Sie haben kein Sitzfleisch. Langsam wird das Geld an der Börse verdient. Auf dem Hosenboden. Du kannst einen Crash nicht timen, indem du jedes Mal rechtzeitig vorher aussteigst. Lerne von Warren Buffett. Der macht seit über 50 Jahren “Buy and Hold”. Er besitzt Aktienpakete seit 30, 40, 50 Jahren. Er profitiert von den Dividenden. Bedeutsame Dividendeneinschnitte gab es nur in den 30er Jahren und 2008/09. Das war es. Es lohnt sich einen Index zu kaufen und nie mehr auf die Kurse zu schauen für 40 oder 50 Jahre. Wer einen Index kauft, hat automatisch immer die Überflieger mit dabei.

Professor Hendrik Bessembinder hat in einer Studie 2017 herausgefunden, dass die gesamte Börsenperformance auf 4% der Top-Aktien entfällt, die Überflieger. Nur sie brauchst du im Prinzip. Das sind Dauerläufer wie Apple, Google, Netflix, Microsoft oder Amazon. Aber genau diese vorher zu erwischen, ist nahezu unmöglich. Daher ist ein Indexpapier/ETF empfehlenswert. Nach dem Motto: ETF kaufen und vergessen.

Aber die Menschen meinen, sie könnten die Kursverläufe hervorsagen. Hinzu kommt der ständige Pessimismus und die Angst. Wie die SPIEGEL-Bestseller-Liste zeigt, gehört das Krisenbuch Der größte Crash aller Zeiten* zu den meist gekauften Hardcovern.

Auf der Bestseller-Liste: Crash-Bücher sind beliebt, siehe Nr. 7: “Der größte Crash aller Zeiten”. (Quelle: Der Spiegel).

Die Leute sind offenbar vom Pessimismus begeistert. Anstatt, dass sie sich ein Buch kaufen wie Anlegen mit ETF: Geld bequem investieren mit ETF und Indexfonds – Handbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene von Stiftung Warentest* lesen sie lieber über den Untergang. Die Crash-Propheten Marc Friedrich und Matthias Weik warnen schon seit Ewigkeiten vor der Börse. Pessimismus ist ein Business-Model. Mit Angst lässt sich viel Geld verdienen. Hier werden ganz einfache Triebe befridiegt. Warum nicht den Kapitalismus zum eigenen Vorteil nutzen? Warum nicht im Schlaf Geld verdienen – ohne sich verrückt machen zu lassen.

* Affiliate


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Dumm und dümmer

  1. AvatarSchlaumeier

    Die richtige Schreibweise lautet “Wegen eines Sturms”.  “Wegen” verlangt den Genitiv.

  2. Mark85Mark85

    Nicht wenige werden sich trotzdem weiterhin denken: ,,Ich muss bei meiner Titelauswahl nur die vermeintlichen Luschen aussortieren.”

    Wie du richtig geschrieben hast, ist es aber genau andersherum: Man muss die wenigen Überflieger wie eine Nadel in einem Heuhaufen finden. 😉

    Vorteil marktbreiter ETF: Sie sind automatisch enthalten und nehmen automatisch an Gewichtung zu, während mit den Luschen das genaue Gegenteil passiert. Nur so kommt die nette Marktdurchschnittsrendite zustande.

    Deine Buchempfehlung kann ich unterstreichen. Die Aufmachung weiß durch schöne Grafiken zu gefallen und es wurde sehr einsteigerfreundlich geschrieben. Mit der digitalen Ausgabe für 15 Euro macht man nichts verkehrt.
     
    Allen ein schönes Wochenende!

  3. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,
    Du weißt ich finde Deine Artikel fast immer toll und auch diesmal enthält er viel Positives. Aber ich glaube in einem Punkt hast Du Unrecht! Marc Friedrich und Matthias Weik reden nicht seit Ewigkeiten von dem Crash.Vor einigen Jahren sagten sie zwar dass ein Crash irgendwann die Lösung sein muss, da unser Zins- und Geldsystem vöölig pervers ist, was ich auch so sehe.  Aber erst jetzt haben sie einen ungefähren Zeithorizont bis 2023 genannt. Und das System liegt doch wirklich im Argen bzw. die Börse kann nicht immer nur hoch gehen. Etw. vorsichtiger zu werden ist doch nichts Schlimmes.
    Außerdem hat sogar Charlie Munger die Tage nach gefühlten Ewigkeiten zum ersten Mal gewarnt, indem er auch sagte, dass die Börse nicht ständig nach oben gehen kann und es bald wohl heftig für die ganzen “Spinner” werden wird, die nur auf die ewige Hausse vertrauen.
    Daher würde ich sehr aufmerksam sein, wenn Buffett oder Munger warnen, da sie das schon lange nicht mehr getan haben!
     
    Ansonsten hast Du aber sicherlich Recht mit dem was Du schreibst!

  4. AvatarNico Meier

    @Sparta
    Ich habe nicht gewusst, dass du auch in der Reinigungsbranche zu den Experten gehörst.
    Ich stelle fest, dass in vielen Schweizer Firmen ihre Reinigungskräfte entlassen und die “Raumpflege” von externen Reinigungsfirmen machen lassen. Begründet wird dies als Kostensparmassnahme. 
    Ich als Aktionär begrüsse es wenn auch bei der Raumpflege kein Geld verschwendet wird.

  5. AvatarGeHo

    @Fabian S.
    So ähnlich sehe ich es auch, auch die Tatsache dass es noch nie so etwas wie Negativzinsen gegeben hat zeigt ja das irgendetwas anders ist als es immer war, und es gibt neben Friedrich/Weik ja auch noch einen Markus Krall, bei dem ich mich schwer tue seine Motivationen nur im Verkauf von Büchern zu sehen und damit ihn als gewöhnlichen Crashguru abzutun, anders als zB einen Marc Faber, Jim Rogers oder -etwas extremer- einen Gerald Celente, alles in Allem ist das was Tim schreibt natürlich absolut richtig, aber ich denke man kann die nötige Langfristigkeit bei der Aktienanlage nicht oft genug betonen, wie das Allianz – Beispiel ja auch zeigt.

  6. AvatarChris

    Die Reaktion auf vermeintliche Verluste ist natürlich erstmal verständlich.
    Aber der Fehler ist, dass diese Anleger zu emotional sind.
    Besser ist es sich einen Plan zu machen.
    Wieso kaufe ich XY?
    Wann will ich einen Teilverkauf vornehmen? ( mir gefällt die Idee zb. Bei 500% Gewinn und diesen dann in ein neues, gutes Unternehmen zu stecken, das auch wieder Gewinn bringen sollte.)
    Was muss eintreten, dass ich komplett verkaufe?
    Hat man diese Fragen geklärt, sind solche Sachen wie Allianz und Sabine leicht zu entscheiden, zumal Versicherer nach Schäden ja die Prämien oft erhöhen können.

  7. AvatarNico Meier

    Negativzinsen sind nichts neues. In der Schweiz gab es von 1972 bis 1979 Negativzinsen und das Land ist nicht untergegangen. Hier sieht man wieder die “german angst”

  8. KievKiev

    @ Nico
    Das Beispiel mit dem Auslagern der Reinigung kenne ich persönlich an einem Beispiel. Deine Aussagen kann man schon sarkastisch ansehen. Es ist nicht so gewesen, dass das fest angestellte Personal vorher nichts zu tun gehabt hätte. Die heutigen in flüchtigen Arbeitsverhältnissen stehen allerdings mehr unter Druck.
    Stelle Dir einmal vor ich wäre ein Unternehmensberater und ich würde Deine  Firma bewerten. Der Franken steht für sie ungünstig, das Personal ist sehr teuer und die Wettbewerbsfähigkeit leidet unter diesen Voraussetzungen. Es wird zu schwierig das mit Innovationen auszugleichen. Arbeitest Du in der Buchhaltung oder Controlling? Vielleicht wird hier 50h die Woche gearbeitet. In Polen bekommt man für eine Stelle mehr als zwei Controller. Bei den Kosten pro Stunde könnte sich die Effizienz vielleicht verdoppeln. Das ist ein Prozess der unentwegt vorgeht und natürlich hilft es sich fortzubilden. Die verbleibenden Stellen bieten entsprechend höhere Möglichkeiten durch die Effizienssteigerungen. Dein Fokus liegt auf Fortbildung und Leistungen zu erbringen. Das ist richtig und empfehlenswert. Du brauchst den auf der Strecke gebliebenen nicht noch nachtreten. Das kann man zynisch sehen. Es ist richtig, dass auch ihr Schicksal in ihren Händen liegt.
    Ich halte mich nicht für unersetzbar. Auch wenn es in meinem Bereich schwieriger ist Jobs auszulagern, kann ich es mir allerdings in wenigen Jahren vorstellen. Das Management macht auch hin und wieder Fehler. Das gehört für sie auch zum Lernprozess dazu. Ich bin vorbereitet und könnte vielleicht sogar davon profitieren. Aktuell bin ich robust aufgestellt, in zwei Jahren spätestens antifragil. Und von meiner Entscheidung könnte sogar ein anderer Kollege profitieren. In meinem Einflusskreis versuche ich Kollegen sich zu stärken. Das ist generell empfehlenswert.

  9. AvatarWolke

    @Schlaumeier
    „Wegen” verlangt den Genitiv.

    Stimmt nicht. Man kann heute beides schreiben:“Wegen dem Sturm“ und „Wegen des Sturmes“.

  10. AvatarBruno

    @Reinigungskräfte outsourcen
    Als Unternehmensberater, Sanierer, Optimierer würde ich zuerst mal eine Statistik anfordern über den privaten Internetkonsum, bei der nächsten Entlassungswelle hätte man da doch schon mal ein schlagkräftiges Tool, um unproduktives Kapital zu entfernen.
    @Charlie Munger
    Vielleicht ist er auch nur wie viele andere auch verzweifelt, dass es schon sehr lange nicht mehr runterging um man immer schwieriger günstige Firmen findet. Sie haben ja auch viel Cash rumliegen, der gerne angelegt werden würde. Aber ich will ihm natürlich nichts unterstellen 😉

  11. AvatarWolke

    @Nico Meier
    Daß die Niedrigzinsphase das System immer anfälliger und instabiler macht, darüber sind sich eigentlich alle einig. Aber es gab und gibt zu jeder Zeit kuriose Dinge im Gruselkabinett des Geldsystems. Anderes Beispiel ist die MMT (Modern Monetary Theorie), daran glauben tatsächlich einige.

  12. AvatarThorsten

    @Wolke
    Das ist richtig, jedoch grenzt sich hier hochdeutsche Bildungsschicht gegen andere ab. Wer ein Gefühl für Sprache hat, der benutzt hier intuitiv oder bewusst den Genetiv. Der Dativ hört sich für mich ignorant an. So wie der falsche Imperativ “Lese!”. Das süddeutsche “es braucht” (unpräzise für “man benötigt” und “es ist notwendig” ), “er frägt”, “es hat” oder “die Sonne hat gescheint”. Keiner dieser Varianten oder Dialekte wird es in die hochdeutsche Tagesschau schaffen, das Dativkonstrukt auch nicht. So lange es “wessen Jacke” heißt und nicht “wem seine Jacke” kann ich meine Kaffeetasse ruhig halten.

  13. Avatar-M

    Trinkspiel: immer bei dem Wort “Schweiz” einen kurzen kippen …. ähnlich dem Sissi trinkspiel “Eure königliche Hoheit”
     
    Disclaimer: auch die hartgesottenen werden wohl alsbald aufgeben müssen
     
    -M

  14. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Nico; “Ich stelle fest, dass in vielen Schweizer Firmen ihre Reinigungskräfte entlassen und die “Raumpflege” von externen Reinigungsfirmen machen lassen. Begründet wird dies als Kostensparmassnahme. “

    Es geht doch nicht um ganz normale und vertretbare Kosteneinsparungen. Diese flächendeckende Outsourcing Seuche hat bewirkt, dass eine neue Sklaverei entstanden ist.
    Die Firmen schieben ihre Verantwortung (Obhutspflicht nach  § 618 BGB) skrupellos ab, und verschließen die Augen. Diese modernen Sklaventreiber holen sich dann ihr billiges Menschenmaterial aus Rumänien und sonst woher. Sie machen falsche Versprechungen und prellen auch noch den Lohn. Man pfercht die Leute in billige Massenunterkünfte, und zieht ihnen dann für das Loch von dem kargen Lohn auch noch unverschämte “Wohnkosten” ab.

    Es gibt wohl kaum noch saubere Bereiche. Die deutsche Post beschäftigt Subunternehmer als Ausfahrer, wo man froh sein muss, wenn die Post nicht geklaut oder einfach weg geschmissen wird.

    Diese unmenschliche Prekarisierung der Arbeit kann nicht so weiter geduldet werden. Dann muss eben ein Brief 1,50 kosten und kann auch 2 Tage brauchen, wenn dadurch anständige Beschäftigung gewährleistet werden kann. Billig und Geiz kann nicht das Maß aller Kalkulation sein.

    MS

  15. AvatarBruno

    @-M
    Interessant finde ich, dass einige hohe und auch weniger hohe SVP-Politiker oder Anhänger dauernd in Deutschland Werbung für die ach so heile Schweiz machen. Dabei steht doch im Parteiprogramm, dass man Grenzen schliessen muss und Ausländer rauskicken. Oder will man Deutsche anlocken um die durchschnittliche Hautfarbe etwas aufzuhellen hier. Wie dem auch sei…
    Vielleicht braucht es tatsächlich wieder mal eine Krise und dann werden vielleicht auch die selbsternannten Highperformer wieder mal etwas unter Druck kommen und müssen abliefern. Ich wünsche es mir nicht herbei, aber es könnte ja sein.
    Schönes Wochenende allerseits

  16. AvatarLad

    “”Gesamte Börsenperformance auf 4% der Aktien entfällt, die Überflieger. Nur sie brauchst du im Prinzip. Das sind Dauerläufer wie Apple, Google, Netflix, Microsoft oder Amazon.”” schreibt der Spekulant aus New York
    Aber nein. Diese Techno-Aktien sollte ein Spekulant nur günstig = nach dem großen Crash kaufen, 2003 oder 2009. Heute nicht mehr kaufen, auf dem Hoch = 3x überbewertet. Das sind keine Aktien für die Ewigkeit. Einmal sollten diese hoch manipulierten Aktien verkauft werden. Die Spekulanten sollten sie nicht auf 1/2 fallen lassen, sondern 35% unter dem Hoch verkaufen!
    Für die Ewigkeit, wegen Dividenden als Rente sind nur die gesunden Unternehmen geeignet, deren Aktien nur wenig steigen oder gar nicht, so dass man sie heute, wie vor 10 Jahren und nach 10 Jahren günstig kaufen kann und immer gute Dividenden zahlen, beim Aktienkauf 3% bis 8% Dividendenrendite: Allianz, Munich Re, BASF, BMW, Siemens, Banco Santander, Iberdrola, Sanofi, BHP Group, British American Tobacco, HSBC, Royal Dutch Shell, AT&T, Wells Fargo. Nach dem großen Crash, mit KUV und KBV 2x billiger als heute, sollte man Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer kaufen.
    Für mich ist heute interessant, dass die Royal Bank of Scotland vielleicht  NatWest Group heissen wird, denn ich bekomme von RBS die besten Dividenden ausgezahlt. Die Herren von RBS schämen sich für den alten Namen wegen dem Unfug, was sie in letzten 12 Jahren gemacht haben. 

  17. AvatarWolke

    @Thorsten
    Da hast Du Recht. Auch ich höre lieber „Wegen des Sturms“. Vor allem weiß ich dann, mit wem ich es zu tun habe. Es ist zwar ungerecht, aber wenn mir jemand sagt „Wegen dem Sturm“, werde ich aufmerksam, ob sich bei ihm nicht noch andere „Defizite“ auftun.

  18. AvatarBruno

    Hört auf über den Sturm zu stürmen!
    Ob Genitiv oder Dativ ist mir ehrlich gesagt egal, ich versuche aber den Konjunktiv zu vermeiden, gerade aus Börsensicht. Gerade in Börsenblogs und Foren wimmelt es nur so davon.

  19. AvatarWolke

    @Bruno
    Gerade die Börse?! Die besteht Gott sei Dank nur aus Konjunktiv! Oder sagen wir, „würde bestehen“…
     

  20. AvatarChris

    @THorsten:
    Wem seine Jacke.. stimmt doch
     
    Wem seine Jacke passt, hat es bequem ;p) ;p) ;p)
     
     

  21. AvatarLejero

    @Wolke:
    “Vor allem weiß ich dann, mit wem ich es zu tun habe”
    Ich oute mich als einer der wirklich “wem seine Jacke ist das?”-Sager, und was sagt das dann über mich aus? Zumindest mal, dass ich es nicht so mit Dativ und Genetiv habe 😉
    Aber ansonsten: so eine Schubladen-Denke ist doch genauso albern wie das Vermögen einer Person an der getragenen Uhr ablesen zu wollen. Das sagt mehr über dich als über jemand anderes aus.
     

  22. AvatarSparta

    @Nico Meier
    Ich (als nun ernannter Experte vom selbsternannten Experten) kann nicht die schweizerische (prost M;-)) Reinigungsbranche komplett über einen Kamm scheren.
    Lediglich beschäftigte ich eigene Reinigungskräfte und beauftrage externe Reinigungsfirmen seit Jahren.
    Die win-win-situation (niedrigere Kosten für die Firma und besserer Stundenlohn für die Angestellten) sehe ich eher bei eigenem Personal. 
    Leider ist es schwieriger geworden eigenes Personal zu finden, da selbst zu guten bis sehr guten Stundenlöhnen diese Arbeit nur sehr wenige machen wollen und sich inzwischen auch einige Privathaushalte durchaus eigene Reinigungskräfte gönnen.

  23. AvatarMichael

    Man kann den Facebook-Fragesteller belächeln, man sollte ihm aber dankbar sein.
    Solche Leute sorgen für die notwendige Liquidität an den Märkten, ohne sie würde die Börse zusammenbrechen.
     
     
     

  24. AvatarBruno

    “Die Spekulanten sollten sie nicht auf 1/2 fallen lassen, sondern 35% unter dem Hoch verkaufen!”
    Gut dann frage ich mal das Orakel, wo das Hoch sein wird, damit ich davon 35% abziehen kann und dann entsprechend verkaufen. Oder ist damit gemeint, dass man ein Titel der 35% gefallen ist, dann verkauft, damit er nicht 50% fallen kann. 
    Nun ja hätte ich das 2009 gemacht, hätte ich keine Aktien mehr gehabt vermutlich, die Frage wäre dann, ob ich dann wieder 35% über dem Tief kaufen muss oder wie das dann genau abläuft.
    Ich bin halt nicht der Schlauste, aber ich frage mich lediglich, warum nicht auf dem Hoch verkaufen und noch 35% runter zuwarten, oder auf dem Tief wieder kaufen. 
    Also ich verkaufe diese Titel dann auf dem Hoch, ich denke das ist lukrativer. Ich warte noch auf die Antwort des Orakels.

  25. AvatarWorrier

    Und wieder ein Blogeintrag mit Kommentaren, die nur der Kategorie „geistiger Durchfall„ zugeordnet werden können.

  26. AvatarNico Meier

    @Kiev
    Natürlich stehen die externen Reinigungskräfte mehr unter Druck es gibt auch klare vorgaben zu welchen Kosten was gereinigt werden muss.
    Jeder ist seines eigen Glückes Schmied.
    Ich stelle immer wieder fest, dass es Menschen gibt die keine einzige Überstunde machen wollen. Die keine Weiterbildung machen und die keine zusätzlichen Aufgaben übernehmen wollen. Das ist durchaus möglich nur mit diesem Verhalten darf man sich nicht wundern wenn der Lohn kaum steigt und wenn man mal bei einer Umstrukturierung plötzlich entlassen wird.
     
     

  27. AvatarRüdiger

    @Bruno: Ich warte noch auf die Antwort des Orakels.
     
    Eine weise Entscheidung! Teilst du dann die Antwort mit uns?  😉
     

  28. AvatarDanielKA

    Thorsten: Vorsicht mit Süddeutschland. Wir können alles außer Hochdeutsch 😉 und finanzieren mit dem Länderausgleich gemeinsam mit Bayern die gesamte Republik seit Jahrzehnten.
    wir sind die Schweiz in Deutschland haha Sorry der musste sein…

  29. AvatarNico Meier

    Hei Bruno hab inzwischen par Swatch group in mein Körbchen gelegt sind gerade billig zu haben.

  30. AvatarFabian S.

    @ GeHO
    Du sagst es! Und man bedenke, dass Markus Krall eigentlich ein System-Insider ist und war, der anfangs alles viel positiver á la Mainstream gesehen hat. Durch die Bücher verdienen die Herren zwar ein bisschen, aber im Grunde spielt das kaum eine Rolle. Das sind ja keine Bestsellerautoren und selbst wenn: An Max Otte sieht man ja, dass er viele unterschiedliche Bücher geschrieben hat. Überwiegend pro Value Investing!

  31. AvatarJohn

    @DanielKA
    In BW läuft so manches arg schief. Nicht zuletzt wegen der Bildung sollte man überlegen ob BW in einigen Jahren noch so toll dasteht. Den Niedergang habe ich in Karlsruhe gesehen. Nette Stadt vor wenigen Jahren und heute? Heute bin ich regelrecht schockiert über die Grenze nach Konstanz zu fahren. Ja Grenzstadt, aber was man dort sieht, abseits der Shopping Massen. Ohne Grenzgänger, ohne Einkaufstouristen ginge es der Stadt nicht halb so gut. Nicht ansatzweise. Die aktuelle Regierung in Konstanz hat mit der wirtschaftlichen Lage nichts zu tun. Es geht den Leuten nicht wegen 38% so gut. Nein sie können sich diese Wahl leisten!
    Böblingen, der Vorzeigen Kreis im Land. Nun steht Daimler am Abgrund. Anders kann man es nicht bezeichnen. Ob selbst verschwultdet oder wegen Politik versagen. Ich sage wegen beidem.
    Ich weiss nicht welcher Autobauer nieder gehen wird. Zumindest tippe ich darauf, das Bayern BMW retten wird. Aber Geld darin zu investieren getraue ich mich nicht. Persönliche Meinung ist da zu sehr im Focus  vernebelt die Wirklichkeit. 

  32. AvatarDanielKA

    Karlsruhe ist halt seit Jahren durch die Großbaustellen geprägt, langsam gibt es aber Licht am Ende des Tunnels 😉 Karlsruhe hat sich im Wachstum selbst begrenzt, bis 2015 ging es stark aufwärts mit den Einwohnern, dann ist es eingebrochen, da seit Jahren nichtmal ein Drittel des jährlich benötigten Wohnraums gebaut wird, wir haben ja auch kaum was gefunden. Die Automobilindustrie hat hier so gut wie keinen Einfluss, mehr Beamte IT und Handel.

  33. AvatarJohn

    Am Aktienmarkt haben wir eine seltsame Situation. In China stehen Fabriken still. Transport Ketten wurden unterbrochen. In Deutschland leidet die Wirtschaft, vor allem die Banken und Automobil Branche mit dramatischen Einbruch. Den Dax interessiert es nicht. Den Welt Indizes Interessiert es nicht.
     
    Die Kurse bewegen sich nicht so als ob alles normal wäre. Nein sie bewegen sich in einer Art von Euphorie, ohne ersichtlichen Grund. Mal abgesehen von Fang usw, die Jahr für Jahr ihre Erwartungen noch übertreffen. Zuletzt hat man Tesla aufgeblasen. 900 Dollar waren es, ich dachte das endet mit einem grossen Knall. Nichts da, leicht Luft abgelassen und nun bei 800. Einfach verrückt.
     
    Ob Corana, Diesel, Brexit, Zollstreit. Es juckt nicht. Die Geldtore der Zentralbanken stehen sperrangelweit offen. Man kann gar nicht abschätzen wie wann ausgeht. Jede Krise hat ihre Eigenheit. Der der jetztigen ist, man weiss nicht wohin das Experiment führt. Aktuell zu einer Party, vielleicht nochmal 10 Jahre.

  34. AvatarJohn

    @Daniel Ka
    Ich meinte damit auch mehr die Lage auf der Strasse. Man fühlt sich nicht mehr so wohl. Türwächter am Laden. Polizei mit Automatik Gewehr am Bahnhof. Bettlerbanden. Und natürlich die Baustellen mit den tollen blauen Rohren wie man sie nur aus Berlin und dem Osten kennt.
     
    Automobile sind in Stuttgart ein Thema. Da wo man massiv über Fahrverbote nachdenkt. Da wo man 80 auf der Autobahn fahren soll. Und ich dachte 120 in der Schweiz wären langsam. Der Einbruch bei Daimler wird weitreichende Folgen für die Region haben. In Konsequenz sogar für das ganze Land. Besonders wenn es VW usw. ähnlich ergeht. Bosch läuft auch nicht ohne Daimler.

  35. AvatarFabian S.

    @Kevin:
    Achso jetzt sind Krall, Weik und Friedrich Scharlatane?…..Naja jede öffentliche Person, gerade Kritiker, locken auch Gegenkritik an! Naja wer die EZB-Geldpolitik nicht für kritikwürdig befindet…ist doch wirklich lächerlich 😉

  36. Avatarsteve

    @ John deutsche Automobilhersteller die Pleite gehen. Wenn das passiert schauts aber echt dunkel aus. Daimler hat dieses Jahr 2,4 Mrd Gewinn gemacht leistet es sich eine Betriebsrente zu zahlen und da immer noch Kapital nachzuschiessen. Dividende gibt’s auch zwar nur 0,9€. Boersenbewertung 46 Mrd. Verkaufte Autos ca 2,4 Mio. Vergleich mit einem Highflyer Tesla mehr als doppelte Mktkp verkaufte Autos 300 000 Gewinn keiner bisher kein Jahr mit grünen Vorzeichen bei Tesla aber es ist ja schon eine Riesenmeldung 1 oder 2 Quartale keinen Verlust einzufahren. Geschäftsmodell Tesla Aktien verkaufen mit der jetzt bekannt gegebenen Neuemission im letzten Jahr 5 Mrd Einnahmen durch neue Aktien.
    Ich bin mir ganz sicher BMW und Daimler könnten auch Aktien ausgeben wenn es den nötig wäre. 

  37. AvatarJohn

    @steve
    Ich bin nicht bei Daimler sondern sehe nur von außen die Ereignisse. Die da heissen Massivster Gewinneinbruch. Probleme wegen Diesel usw.
     
    Heisst nicht das die Jetzt pleite gehen. Wer weiss das schon. Aber unruhige Zeiten. Vielleicht ein paar Jahre bergab?
     
    Tesla ist krass überbewertet würde ich sagen. Ich habe keine Aktien, den Einstieg habe ich verpasst. Aber irre wie Tesla läuft. Stimmt kein Gewinn, geht eben in Wachstum. Was bleibt ist die Produktion und die ist einfach viel zu gering für den Kurs. Ich behaupte der Kurs und noch viel mehr ist angemessen, aber nicht heute sondern in ein paar Jahren.

    Irgendwie bietet sich auch der Vergleich mit Boeing an. Das lief so richtig daneben mit der Max. Aber der Kursrutsch blieb aus . Da würd ich sagen, weil die Max sehr teuer wird. Aber heilbar über die Zeit. Entwickelt doch was Neues, wie 777 und 787 und in 10 Jahren ist das Thema erledigt. Wenn jetzt der Diesel Out ist, hat Daimler ein ganz grosses Problem und die Zulieferer erst Recht. Da ist der jetztige Kurseinbruch erst der Anfang.

  38. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @steve,

    genau so sieht es aus. Daimler hat sogar leicht zugelegt beim Absatz zum Vorjahr. Dass der Gewinn eingebrochen ist  (Dieselskandal – Strafzahlungen) ist unrühmlich und ärgerlich. 

    Wenn Alphabet das Übernahmegerücht zu angeblich 1.500 USD klar verneinen sollte, dann geht der Kurs wieder Richtung 300. Sinn würde es wohl schon machen, da die ja an den Daten der Nutzer interessiert sind (ähnliches Interesse wie beim Kauf von Fitbit).

    Der Kurssprung war ja einzig diesem Gerücht geschuldet, siehe VW zu 1000 damals.

    Sollte jetzt dann doch die Brennstoffzelle als das neueste große Ding gehypt werden, dann…

    China fährt ja die Förderung für E-Autos zurück und der Absatz sinkt dort entsprechend. Na mal sehen was draus wird.

    MS

  39. AvatarNico Meier

    Naja wer die EZB-Geldpolitik nicht für kritikwürdig befindet…ist doch wirklich lächerlich 
    @Fabian S
    Mal anfenommen du wärst Chef der EZB wie würdest du handeln?

  40. AvatarRüdiger

    @Kevin:  Danke für den interessanten Link!
     
    Für mich der Kernsatz:
    “So wird die Welt selbstverständlich von einer Handvoll Eliten beherrscht und sämtliche politische Entscheidungen werden durchweg als „Experimente“ bezeichnet. Größte, schlimmste, irrsinnigste Experimente. Was hier befördert wird, ist gerade nicht das kritische und informierte Anlegertum, sondern eine Beschädigung des Vertrauens in demokratische Institutionen und eine Beleidigung des zivilisierten Zusammenlebens.”
     
    Naja, diese politische/gesellschaftliche Agenda findet man ja nicht nur bei den bekannten Crash-Kaspern  😉
     

  41. Avatar-M

    Damit ein Land an der Währungsunion teilnehmen kann, muss es bestimmte wirtschaftliche Kriterien (die EU-Konvergenzkriterien, auch als Maastricht-Kriterien bezeichnet) erfüllen, durch die die Stabilität der gemeinsamen Währung gesichert werden soll. Dabei handelt es sich um Kriterien, die Haushalts-, Preisniveau-, Zinssatz- und Wechselkursstabilität gewährleisten sollen. Das Kriterium der Haushaltsstabilität (Defizitquote unter 3 % und Schuldenstandsquote unter 60 % des BIP) wurde als dauerhaftes Kriterium ausgelegt (Stabilitäts- und Wachstumspakt), die anderen Kriterien müssen Mitgliedstaaten nur vor der Euro-Einführung erfüllen.
     
    Auszug aus dem Maastrichter Verträgen ….. hätte man die konsequent umgesetzt, gäbe vermutlich jetzt nicht das Problem, da die Hälfte der Länder nicht in der EU wären ….
     
    -M

  42. AvatarFabian S.

    @ Nico Meier:
    Naja so wie die Verträge und Gesetze es eigentlich vorsehen bzw. die CDU auch in den 90ern versprochen hat: Kein Staat muss für die Schulden der anderen haften…
     

  43. KievKiev

    @ MS
    Die Reinigungsfirmen können auch innerhalb Deutschlands Personal finden. Schließlich gibt es nach dem Umstellen auf Sub Unternehmen wieder neue Arbeitskräfte für den Bereich. Die Firma muss nach dem Wechsel etwas weniger zahlen, eine Sub Firma generiert durch den Service ebenfalls Geld. Die Differenz tragen dann vermutlich die Angestellten. Der Druck bei uns ist phasenweise ziemlich groß. Die Arbeitspakete sind enorm dimensioniert. Falls die Reinigung unzureichend ist bekommen sie auch schon mal einen Einlauf. Wenn das Arbeitspaket in keinem Verhältnis zur erforderlichen Zeit steht wundert es mich nicht. Ich beschwere mich bei der Arbeit nicht über die Sauberkeit. Ich sehe in unserem Fall eher ein systembedingtes Problem. Wenn man sich beschwert bekommen die Reinigungskräfte eine Portion weiteren Druck. Ich weiß auch nicht wie man sich hier am besten verhält. Ich stelle allerdings fest, dass Menschen umso mehr ausgepresst werden umso weniger sie verdienen. Das ist nicht gerecht. Bruno, den Internetverkehr darfst Du vermutlich nicht so einfach auswerten. Auf Personenbasis erst recht nicht. Wir dürfen auch privat im Rahmen Internet nutzen. Unsere Pausen sind nicht starr festgelegt. Das gilt aber nur für die Entwicklung. Für die Reinigungskräfte gilt dies nicht.
    @ Bruno
    Ich sehe mich nicht als Überflieger, falls Du mich mit einbeziehst. Unter Antifragil bezüglich Rezession verstehe ich eine von der Arbeit unabhängige Eigenschaft. Durch den Aufbau eines Vermögens wird man robust. Durch Weiterbildung erhält man seine Kompetenz, was ich wieder als robust ansehe. Niedrige Ausgaben und keine Verbindlichkeiten machen einen ebenfalls robust. Ich versuche auch aus diesem Grund meinen Kollegen die Vorzüge für ein robustes Leben aufzuzeigen. Wenn man frei ist könnte man von einem Abschwung sogar profitieren. Das sehe ich als Antifragil an. Freiwilligenangebote sind heute eine Möglichkeit von Firmen sich schlanker aufzustellen. Falls ich mich bereit erkläre, so würde ich davon profitieren und gegebenfalls einen nicht robust aufgestellten Kollegen verschonen. Das würde mich allerdings aus der Komfortzone bringen und ich würde vielleicht einen neuen Job suchen in dem ich dann vermutlich eine Zeit nicht in Teilzeit arbeiten könnte. In dem Wirtschaftszyklus würde ich vermutlich auch weniger Gehalt erhalten. Dafür wäre ich allerdings durch die Abfindung noch robuster aufgestellt.

  44. AvatarBruno

    @Kiev Nein keine Sorge Dich habe ich nicht einbezogen, sorry es war etwas zynisch, man muss hinter den Zeilen lesen. Ich sollte das sein lassen, es ist keine feine Art. Antifragil finde ich ein gutes Stichwort, das ist auch in einer guten Firma wichtig, die Fehler werden nicht in den schlechten Zeiten gemacht, sondern in der Regel in den guten Zeiten. Man wird übermütig, wenn es “zu” gut läuft, die Konjunktur brummt. Die Kosten hat man dann nicht mehr so streng im Griff, man lässt die Zügel etwas lockerer, dann wird es gefährlich. Ist menschlich und auch Unternehmen werden von Menschen gemacht. Aber auch privat ist diese Gefahr da, ich habe es bei mir selber entdeckt, sobald man mehr verdient, ist die Gefahr gross, dass man nachlässiger wird. Natürlich kann und soll man sich etwas gönnen, ich bin hier kein Hardcore-Frugalist, es sollte halt einfach in einem gesunden Masse sein, man wird wie Du das schön beschreibst robuster. Finanzielle Robustheit ist genauso wichtig wie physische Robustheit, wobei man dort auch etwas Glück braucht, gute Gene helfen. Aber man kann auch viel dazu selber beitragen, Sport und gesunde Ernährung helfen, wenn es auch keine Garantie ist.

    @Internetverkehr auswerten
    Ich kenne die Rechtsgrundlage nicht, weder in Deutschland noch der Schweiz, wir werten bei uns sicher nicht aus, ich sehe ja die “Leistung” und da ist es mir wirklich egal, ob diese sehr effizient in 2h pro Tag oder 9h gemütlich vollbracht wird. War ein Scherz, aber ich weiss aus früherer Zeit, dass dies systematisch gemacht wurde, vielleicht war es illegal, aber es läuft halt nicht immer alles sauber ab. Von daher gehe ich da auch als Unternehmer mit MS schon einig, es braucht schon Schutz und klare Regeln, die Ausbeuterei ist vorhanden. In unserer Branche nicht, da sind die Arbeitskräfte am längeren Hebel (ein Billardtisch oder Fussballkasten, Gratisgetränke und Früchte reichen da nicht mehr), aber bei Reinigungskräften oder andern Branchen schaut dies schon anders aus.

    @Nico Meine Swatch sind nur leicht im Minus, ich habe Geduld. Sicher bremst dieser Virus jetzt noch etwas, Asiengeschäft ist wichtig, aber es kommt schon wieder gut. Mir gefällt der Unternehmer dort. Richemont finde ich von den Marken noch interessanter, ist aber auch immer etwas teurer. Swatch hat die Innovation kurzzeitig etwas verpasst jetzt aber stark aufgeholt und geht einen andern Weg, wie schon seit jeher das gefällt mir. Es würde keinen Sinn machen einfach gegen die asiatischen oder amerikanischen Smartwatch-Hersteller anzutreten.

  45. Avatarsmyslov

    Lad: Hältst Du eigentlich dein ganzes Vermögen in Aktien, oder gibt es da auch noch andere Einnahmequellen? Gruß.

  46. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Mir gefällt Nik Hayek auch. Ich hatte mal die Gelegenheit mich an einem Apero mit ihm zu unterhalten. Er scheint mir sehr klug und strahlt viel Gelassenhrit aber auch viel Feuer aus. Swatch hat natürlich auch Fehler gemacht aber sie machen auch viel richtig. Swatch ist als Familienbetrieb geführt da wagt man weniger Experimente, verbrennt so aber auch kein Geld. 
    Ich halte Swatch beim derzeitigen Kurs für unterbewertet.
    Die Aussage das Reinigungspersonal werde wie Sklaven ausgepresst kann ich so nicht unterschreiben. Jeder der in dieser Branche arbeitet als Angestellter hat den Arbeitsvertrag selber unterschrieben. Ich habe zwei Kollegen die sich in diesem Bereich selbstständig gemacht haben und damit gutes Geld verdienen. In der Schweiz sind Stundenansätze für Reibigungsarbeiten bei Privatleuten von 34 bis 50 Franken keine Seltenheit.

  47. AvatarNico Meier

    @Fabian S.
    Nun die Staaten der Eurozone halten sich aber nicht an die Masteichtverträge. Wenn man nun die Zinsen erhöht geraden die Südstaaten in Schieflage und unter anderem Deutschland muss helfen diese zu sanieren. Also wie löst du nun das Problem?

  48. AvatarWolke

    @Lejero
    “wem seine Jacke ist das?”

    Schon klar, sag ich auch daheim und in der Bar. Den Unterschied macht, was ich schreibe. Angenommen, ich bekäme ein Bewerbungsschreiben mit „Wegen dem Sturm konnte ich nicht kommen“. Ich würde bei gleichwertigen Bewerbern dem mit „Wegen des Sturmes konnte ich nicht kommen“ den Vorzug geben.
    So mancher wundert sich, warum er einen Job nicht bekommen hat. Der Arme wird es nie erfahren.

  49. AvatarA.

    Daher würde ich sehr aufmerksam sein, wenn Buffett oder Munger warnen, da sie das schon lange nicht mehr getan haben!
     
    Okay und was machen Buffet und Munger, verkaufen?
    Die alten Schlitzohren werden den Geldbeutel weit öffnen wenn ihr alle verkauft. Mit Sicherheit. 
     
    Gruss 
    A. 
     
     

  50. Avatar-M

    @A
    Wie man den Medien entnehmen konnte, hat BRK einen beachtlichen Teil von Wells Fargo und Goldman Sachs verkauft. 
     
    Bald ist ja auch wieder Pilgertreffen in Omaha. Werde den Livestream wie letztes Jahr sehr gerne wieder verfolgen.
     
    -M
     

  51. KievKiev

    @ Bruno
    Da bin ich beruhigt. Ich schreibe ja hin und wieder ein wenig Quatsch und habe einen ungewöhnlich Musikgeschmack. Dann kommen noch ein paar andere Elemente als Buy und Hold dazu. Bei meinem Hinweis zur Besinnung bei Tesla kürzlich habe ich auch versucht Schaden bei Lesern zu vermeiden. Ich hätte für mich Kurse jenseits der 2000$ gerne gesehen. Ich hätte zugleich den Lesern gewünscht ihre Buchgewinne in welcher Form auch immer einzustreichen und nach dem Rückschlag wieder zu reinvestieren. Ich gönne jedem auch den schnellen Erfolg. Wenn es dann aber täglich in riesen Schritten vorwärts geht, könnte man prüfen ob die Beine noch hinterher kommen. Ich halte leider keine Tesla Aktien sonst hätte ich mich mit dem SC auch über die Korrektur gefreut. 
    Den Ausdruck robust habe ich von Nasim Taleb übernommen. Aktuell lese ich Ken Fischer Klasse statt Masse. Bisher bin ich hier sehr zufrieden, da es auch meinem Investmentstil ein wenig entgegen kommt. Ich bin weiterhin klar für die Möglichkeit Verluste gegen Gewinne rechnen zu dürfen. Ein guter Investor liegt vielleicht wirklich mit seiner groben Marschrichtung mit 60-70% richtig. Die restlichen Fehler sollten abgeschrieben werden dürfen. Nach Fischer werde ich mir Kahneman vornehmen. Für eine konkrete Buchempfehlung zum Einstieg bin ich dankbar.

  52. KievKiev

    @ Wolke
    Ich mag die stoische Philosophie. Für mich ist wegen des Sturmes genauso falsch wie wegen dem Sturm.
    Zu einem Bewerbungsgespräch kommt man pünktlich. Ein Krankenhausaufenthalt würde ich als Entschuldigung akzeptieren. Wenn die Stelle mehr als 40km entfernt ist, so kann man bereits am Vortag anreisen. Die letzten Kilometer kann man zur Not auch zu Fuß überbrücken. 

  53. AvatarFabian S.

    @ A.
    Sie halten das Pulver trocken und kaufen wahrscheinlich im nächsten Crash 😉
    @ Nico Meier:
    Zinsen erhöhen. Weil es nämlich nicht normal ist bis in alle Ewigkeit den Zins zu manipulieren bzw. abzuschaffen!

  54. AvatarNico Meier

    @Fabian S.
    Zinsen erhöhen und was machst du danach mit den Südstaaten wie Griechenland, Portugal, Italien, Spanien usw. die ihre Zinsen nicht mehr zahlen können?
    Retten auf Kosten der Nordstaaten oder aus den Euro rauswerfen?

  55. AvatarFabian S.

    Pleite gehen lassen, so wie es vorgesehen war. Sonst wären die Deutschen nie in den Euro eingetreten!

  56. Avatarsteve

    @ Nico Maier auch wenn ich mich wiederhole das was die EZB als Forderung in den Büchern stehen hat nullen. Was hat den die EZB gearbeitet um Staatsanleihen oder was auch immer zu kaufen? 0,001 Arbeitsaufwand Nummern in den Computer eintippen und damit kauft sie alles was sie will. Mir echt egal ob das buchhalterisch erlaubt und legitim ist, Buchhaltung ist kein Naturgesetz. Wäre meiner Ansicht nach die bessere Alternative als das Helikoptergeld was immer wieder bequatscht wird. Normal sollte es doch eh sein das ein Staat Geld das er nicht hat zu einer gewissen Quote selbst druckt, besser als die Mittelschicht auspressen. Geht nur nicht muss also die EZB machen.
    Ist für mich im Vergleich zu dem was die Schweizer Nationalbank mit dem hochgelobten Franken macht vernachlässigbar. Auch das habe früher schon geschrieben einfach Franken erschaffen und davon Aktien kaufen. Werde ich nie kapieren warum die Norweger dafür echt verdientes Geld investieren und die Krone schlechter performt. Aber ich wette darauf der Tag wird kommen wo die norwegische Krone gut performt und  der Schweizer Franken abstürzt. Dann nicht schön für dich, ich kann mir aber nicht vorstellen das willkürliche Gelddrucken ungestraft bleibt. O.k ganz willkürlich ist es nicht, sie will nicht das der Franken noch stärker steigt, für mich trotzdem harter Tobak.

  57. AvatarNico Meier

    @steve
    Die schweizer Nationalbank reagiert mit der Ausweitung der Geldmenge nur auf die EZB. Würde die Nationalbank nicht reagieren würde der Franken weiter aufwerten. Diese Aufwertung wäre ein Problem für unsere Wirtschaft insbesobdere für die Exportfirmen aber auf für den Tourismus.
    Die Gewinne der Nationalbank gehen an den Staat (Bund und Kantone)
     

  58. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    Gib mir bitte die Adresse von dem, biete 150 Euro je Allianz Aktie, hab den Sturmschaden schon mit eingerechnet. 🙂 Nehme 100 Stück. Schnelle Abwicklung garantiert. Typen gibts!

  59. AvatarA.

    @ M
    Wie man den Medien entnehmen konnte, hat BRK einen beachtlichen Teil von Wells Fargo und Goldman Sachs verkauft. 
    Habe mal gelesen, dass BRK nicht mehr als 10 Prozent von den Banken besitzen dürfen, sondern nur wenn sie ab 10% Auflagen erfüllen die viel strenger sind als aktuell für BRK gelten. Brauchen dann eine Banklizenz oder so. Deswegen verkauft BRK immer wieder Anteile an seinen Banken, da durch die Rückkäufe der Banken der Anteil von BRK an der Bank selbst steigt und nur durch den Verkauf unter 10 Prozent gehalten werden kann.
    Ich habe bisher keine einzige Bank, ausser Paypal und evtl. Visa wenn man so will, die ja auch Kredite vergeben. Dieses Kaufen und Verkaufen ist nicht mehr so mein Ding. Bei Verkaufen mache ich mir viele Gedanken. Denn die Firmen die ich habe und “Probleme” haben wie z.B. 3M oder Iron Mountain schlagen sich nicht schlecht. IRM konnte den AFFO zuletzt stark steigern und baut immer mehr Datencenter. Wenn ich dann nur den Kurs betrachen würde, würde ich mir ins eigene Fleisch schneiden. 
    Ich bin mir immer bewußt, dass in den Läden Menschen sitzen die immer FÜR den Laden arbeiten. Daher habe ich in den letzten Jahren nur 2-3 Verkäufe gehabt und ausser Grubhub bereue ich die anderen auch.
     
    Gruß
    A.
     

  60. AvatarRobwood

    Ich habe schon vorher nicht wirklich viel von Konsorten wie Krall, Friedrich, Weik und co. gehalten. Aber seit Herr Krall auf Veranstaltungen der AFD Vorträge hält und Stimmung macht, kann ich den endgültig nicht mehr ernst nehmen.

  61. Avatar-M

    @A 
    Ja das macht BRK seit Jahren, aber er hat JETZT in Milliardenhöhe WF und GS verkauft. Nicht wie sonst, aus deinen genannten Gründen. 
     
    Sehr sehr seltsam. 
     
    Und ja…wollte dir recht geben von heut Abend. Er wird kaufen wenn viele angsthasen verkaufen.
     
    -M

  62. AvatarZEN INVESTOR

    Ich habe auch eine dumme Frage:

    Könnte die EZB nicht einfach soviel Geld drucken bzw. digital erschaffen,
    damit die Süd-EU-Länder ihre Schulden begleichen können?

    Das Geld ginge an den Staat, der damit die Schulden tilgt.

    Gleich anschliessend hebt man die Leitzinsen auf 2 oder 3%.

    Die Inflation dürfte begrenzt sein, weil es eine einmalige Sache ist.
    Das EU-Parlament könnte ja beschliessen, dass so ein Vorgang nur 2 mal pro Jahrhundert statt finden darf.

    Theoretisch würde es gehen. Ich meine, die EZB weitet die Geldmenge sowieso auf und hofft auf Inflation.

    Nehmen wir an, es kommt dadurch irgendwie zu einer Inflationsrate von 30% im Euroraum. Dann könnte die EZB den Geldhahn sofort komplett sperren.
    Im Jahr 2020 wäre die Inflation dann bei 30% gelegen.
    Aber 2021 würde es keine hohe Inflation mehr geben, weil ja die Geldmenge sich nicht mehr verändert.
    Inflation erhält sich ja nicht selbst.

    Was spricht dagegen?

  63. Avatarsteve

    @ Zen genau das meine ich. Die EZB könnte auch ca 4 Billionen in den Computer eintippen und dann Aktien und ETF s kaufen. Dann könnte man jedes Jahr bei 2,5% Ausschüttung ca 100 Mrd an die EU Länder ausschütten. Irre? Irgendwie schon aber für das gleiche erfundene Geld hat sie Staatsanleihen gekauft. Da ist eh schon ein Kuckucksei drin bei positiven Zinsen erstatten die Zentralbanken die  Einnahmen an die Staaten zurück. Bei Negativzinsen? Wo kommt der Wert für den Verlust her? Weil Supermario oder Urschel ihr Gehalt spendet? 
    @ Nico hab ich geschrieben das die Schweizer Nationalbank nicht ganz freiwillig Geld erschafft. Nur kannst du mir einen Grund nennen warum der Franken mit erschaffenen/erfundenen Geld besser läuft als die Krone mit erarbeiteten Geld? Wenn nicht würde ich mir Gedanken machen ob das so weiter läuft. Kann natürlich bei den Aktienkäufen der 1000 bagger drin sein, also ein Lottogewinn dann würde alles passen.

  64. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Bruno,
     
    Internet in der Firma sollte geregelt sein. I.d.R. gibt es dazu eine Betriebsvereinbarung. Bei uns wurde beschlossen, dass die private Benutzung erlaubt ist, solange betriebliche Abläufe dadurch nicht leiden usw. usf.
     
    Wenn eine Firma das so vereinbart, dann nimmt sie quasi die Rolle eines  Telekommunikationsanbieters ein. Das heißt, sie ist verpflichtet, sich an das Fernmeldegeheimnis zu halten. Es ist nur bei schwerwiegenden Verdachtsfällen erlaubt, das Internetverhalten des Mitarbeiters gegen ihn zu verwenden.
     
    Andererseits kann ein Mitarbeiter nicht davon ausgehen, dass Internet erlaubt ist, wenn es nicht ausdrücklich verboten wurde.
     
    @Negativzins EZB usw…
     
    Der Negativzins ist praktisch im Großen der Versuch des “Schwundgeldes von Wörgl”.  Man will einen Druck erzeugen, das Geld nicht zu horten, sondern auszugeben oder zu investieren. Das würde bei -5% bestimmt dann irgendwann auch wirklich funktionieren. Die Leute würden dann lieber in Sachwerte anlegen oder eben konsumieren in Möbel, Autos usw. als zuzusehen, wie der Wert ihres Geldes schwindet. Das ist das Ziel, eben die Wirtschaft zu beflügeln.
     
    Aber die Sättigung der Schichten, die es sich leisten könnten, steht dem im Weg. Es muss also unbedingt die Unterschicht mit Geld ausgestattet werden, denn die haben auch den Bedarf an diesen Konsumgütern (Stichwort Binnenkonjunktur).
     
    @steve,
     
    so einfach Geld drucken geht nicht. Zumindest nicht bei uns. Es muss dem neuen Geld eine neue Schuld gegenüber stehen. Die EZB ermutigt dazu, jede Menge neue Schulden zu machen, indem sie eben das Geld “erzeugt” um diese Schulden (Anleihen) aufzukaufen. Aber wenn niemand Lust hat auf diese Schulden, weil man nicht weiß was man damit anfangen soll, dann geht es halt auch nicht.
     
    Zinsen (eben auch kein Naturgesetz) funktionieren eben nur bei Geldnachfrage. Wenn man keinen Verwendungszweck dafür hat, weil kein Investitionsbedarf wegen fehlenden Wachstums usw., dann hilft es halt nix.
     
    Aber eh alles nutzlose Lebenszeit. Da schau ich doch lieber die fränkische Fastnacht. 😉
     
    MS
     

  65. KievKiev

    @ MS
    Ich gluabe von Dir kam der Hinweis auf den Kinofilm Parasite. Vielen Dank!
    Ich kenne die anderen Filme nicht, die in Konkurrenz zu dem Film bei dem ein oder anderen Oskar standen. Aber pauschal finde ich die Vergabe sehr angemessen.

  66. AvatarFabian S.

    @ Robwood:
    Lächerlich! Soll er bei den Linksradikalen auftreten? Er ist parteilos und tritt auch bei Parteiunabhängigen auf! Aber lassen wir das….
    P.S.: Konsorten sagt alles *lacht

  67. AvatarRüdiger

    @Matthias Schneider:  Zinsen (eben auch kein Naturgesetz) funktionieren eben nur bei Geldnachfrage. Wenn man keinen Verwendungszweck dafür hat, weil kein Investitionsbedarf wegen fehlenden Wachstums usw., dann hilft es halt nix.
     
    So ist es! Auch wenn diese simple Tatsache nicht den Weg in alle verbohrten Köpfe findet  😉
     

  68. AvatarNico Meier

    @steve
    Ich bin klar der Meinung, dass Negativzinsen einen schlechten Rinfluss haben weil Zinsen Investitionen steuern. Gemäss Volkswirtschaftslehrbuch müsste die massive Ausweitung der Geldmenge zu einer massiven Inflation führen. Die gemessene Inflation ist jedoch sehr tief.
    Die Geldentwertung sehe ich in erster Linie bei den Aktienmärkten und den Immobilienpreissteigerungen.
    Wohin das führen wird vermag ich nicht zu sagen. Aber solange die EZB die Zinsen im Keller lässt wird auch die SNB dies weiter machen müssen um der noch stärkeren Aufwertung des Franken entgegenzuwirken.

  69. AvatarMattoc

    @Fabian S.
    https://www.zeit.de/2020/05/zinsen-abstieg-notenbanken-sparer-investitionen-mittelalter
    In dem Artikel findest du eine Grafik zur Entwicklung des internationalen Zinses seit dem Jahr 1350(!).
     
    Wenn ich solche Kommentare von dir lese „Weil es nämlich nicht normal ist bis in alle Ewigkeit den Zins zu manipulieren bzw. abzuschaffen!“ oder „kranke Zinspolitik der EZB“, dann habe ich das Gefühl, dass du einfach deinen Idolen nachplapperst und selbst überhaupt keine Ahnung von übergeordneten Zusammenhängen hast. Ich persönlich würde mir nicht anmaßen, die “EZB Zinspolitik“ zu kritisieren, weil ich zumindest viel zu wenig Ahnung davon habe. 
    Grundsätzlich ist es aus meiner bescheidenen Sicht aber sinnvoll, dass etwas, das es im Überangebot gibt, wie Geld, immer mehr an Wert verliert und damit natürlich auch immer weniger (inkl. negative) Zinsen gezahlt werden. Wenn also der Zins (temporär) wieder steigen soll, muss Kapital vernichtet oder den Märkten entzogen werden. Und das ging in großem Stil in der Vergangenheit nur durch Krieg (nicht durch einen Börsencrash). Krieg sollten wir uns nicht wünschen. Wir sollten vielmehr damit rechnen, dass die Zinsen langfristig unter Schwankungen weiter fallen und dass das nicht „der kranken Zinspolitik“ der EZB geschuldet ist. 
     

  70. AvatarHolgi

    Zins ist immer Entgelt für übernommenes Risiko. Wer also auf seine Bankeinlagen einen hohen Zins fordert, aber dies Bitteschön risikolos, der hat Grundsätzliches nicht verstanden. 

  71. AvatarRüdiger

    @Mattoc:  Wir sollten vielmehr damit rechnen, dass die Zinsen langfristig unter Schwankungen weiter fallen und dass das nicht „der kranken Zinspolitik“ der EZB geschuldet ist. 
     
    Das ist die Realität, die ich für die nächsten Jahre/Jahrzehnte erwarte und an der ich mich mit meinem Verhalten als Anleger ausrichte. Irgendwelche Klugscheißereien über das, was “logisch unmöglich” oder “krank” ist, mögen ganz amüsant sein, bringen mir als Anleger aber in der gegebenen Realität keinen Vorteil  😉
     

  72. AvatarNico Meier

    Die Tiefen Zinsen und die ständig steigenden Immobilienpreise werden auch weiterhin zu steigenden Mieten führen.
    Und so merkt dann auch der Meiter die Geldentwertung.

  73. AvatarThomas

    @steigende Mieten
    Unsere Miete würde nun nach 3,5 Jahren um 5,5% erhöht. Das sind 1,5% p.A.
    Das ist nicht mehr als die normale Inflation

  74. AvatarBankier

    Zins ist immer zuerst Entgelt für die Zeit. Dazu kommen ggfls. Zuschläge für evtl. Risiko.

  75. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Holgi,
     
    ja, es gibt ja jede Menge risikobehaftete High Yield Anlagemöglichkeiten trotz Niedrigzinspolitik.
     
    Wer Yield durch Risiko möchte, der kann auch auf P2P Plattformen sein Geld “investieren”. Wenn Leute durch mangelnde Bonität nicht von den Niedrigzinsen bei Kreditinstituten profitieren können, dann müssen sie eben höhere Zinsen im grauen Kreditmarkt zahlen.
     
    @Lukas,
     
    das ist, wie wenn man behauptet; kein Mensch kann glücklich sein, weil jeder Mensch mit der (katholischen) “Urschuld/Ursünde” (siehe Zeitpräferenz – Urzins) behaftet ist. So könne es keinen Negativzins geben, weil das Universum mit einem “Urzins” ausgestattet ist.
     
    Es handelt sich jeweils um ideologische Darlegungen, eine Theorie, einen Erklärungsversuch. Nicht um die Beschreibung unwiderlegbarer Wahrheit.
     
    Erstaunlicherweise geht es dort ja tendenziell um die Freiwirtschaftstheorie nach Silvio Gesell. Und da ging es doch auch um Vermeidung von Geldhortung (“Sparschwemme”), was ja das Ziel der Niedrigzinspolitik ist.
     
    Irgendwie befindet man sich dort in einem Widerspruch.
     
    Zitat Wikipedia:
    “Der Besitzer von Freigeld kann jedoch der Entwertung entgehen, wenn er die Hortung des Zahlungsmittels vermeidet, es also entweder gegen Ware eintauscht, verleiht oder auf einem Bankkonto (längerfristig) festlegt. Man bezeichnet das Freigeld, das nach Auffassung Gesells zu sinkenden Zinsen, eventuell sogar zu Negativzinsen und im Endeffekt zu einem Nullzinsniveau führt, auch als rostende BanknotenFließendes Geld oder Schwundgeld. Freiwirtschaftliche Geldexperimente, auf die sich auch die modernen Komplementärwährungen berufen, fanden Ende der 1920er / Anfang der 1930er Jahre in Deutschland, Österreich und in den Vereinigten Staaten statt. Auch gab es eine Reihe von Versuchen, die Gesellschen Freiland-Ideen umzusetzen. Träger dieser Experimente waren vor allem verschiedene genossenschaftlich organisierte Siedlungsprojekte.”
    Ende Zitat
     
    Natürlich ist die EZB eine Art Planbürokratie. Das ist gewollt und gut so. Welche Gesellschaft will denn von Planlosigkeit geplagt sein? Jeder Privatbürger lebt seine kleine Planwirtschaft, indem er Teile seines Einkommens für Urlaub und Anschaffungen verplant usw. Seit wann ist denn Planung negativ?
     
    Planung schafft Sicherheit. Kein Betrieb kommt ohne “Planwirtschaft” aus. Von Material- bis Personalplanung.
     
    Die EZB ist für die makroökonische Stabilität des Wirtschaftsraumes zuständig. Und dazu braucht es natürlich die Hoheit über die Währung.
     
    Auf der von Dir verlinkten Seite wird das abgestritten, und man ergeht sich in Phantastereien, das es stattdessen nur freiwirtschaftliche Währungen geben solle. Das ist Unsinn und wäre ein Rückfall. Das wäre der Zusammenbruch. Soll ich morgen in den Laden gehen und gespannt sein, ob der Ladeninhaber heute für einen Liter Milch nur 10 Glasmurmeln akzeptiert oder vielleicht 3 Bleistifte?
     
    Zitat von der Seite: “… die Monopolstellung der EZB zu beenden. Aber wie?
    Nun, indem ein freier Markt für Geld geschaffen wird, in dem die Menschen von ihrem Selbstbestimmungsrecht auf die freie Wahl ihres Geldes Gebrauch machen: dem Recht auf die Freiheit, das Geld wählen zu dürfen, das man verwenden möchte.”
     
    Es wird unterstellt, dass das “Monopol” der EZB keine Verwendung anderer Zahlungsmittel zulässt. Es geht aber darum, dass das gesetzliche Zahlungsmittel EUR akzeptiert werden muss. Jeder Wirtschaftstreibende kann sich auch mit Bitcoin oder Schweinehälften bezahlen lassen. Wie er das dann steuerlich auf die Reihe bringt ist sein Problem. Aber er muss Euro nehmen. Diese Sicherheit des Zahlungsverkehrs gibt erst einer Wirtschaft die Planungssicherheit.
     
    Und wenn die Zentralbehörde die Notwendigkeit sieht, dass Geldhortung (Sparschwemme) abgebaut werden muss, dann ist das so, und sie hat die Möglichkeit dies durch Negativzinsen zu bewirken.
     
    Das Geld ist als umlaufendes Tauschmittel erschaffen, um die Wirtschaft einfacher und wirksamer zu gestalten. Es ist nicht der Sinn des Geldes, sich selbst über Hortung mittels Guthabenzins zu vermehren. Es gibt kein natürliches Recht auf Zins. Das sind alles menschliche Konstrukte!
     
    Auch das wird eigentlich in der “Freiwirtschaft” so gesehen, auf welche die verlinkte Seite ja abzielt: 
     
    “Ein weiterer Kritikpunkt der Freiwirtschaft an der bestehenden Verteilung der Produktionsgüter und Mittel ist das private Eigentum am Boden. Es verschafft seinen Eigentümern generell eine Bodenrente, die ihnen als leistungsloses Einkommen zufließt, sowohl bei Selbstnutzung der Grundstücke wie auch beim Verpachten und Vermieten. Nach freiwirtschaftlicher Auffassung soll die Bodenrente nicht in private Verfügung gelangen, sondern der Allgemeinheit zukommen, weil Boden ein Produkt der Natur und kein vom Menschen geschaffenes Gut ist, und der Wert, und damit die Bodenrente, nur durch die Allgemeinheit entsteht.”
     
    Früher wurde der Zins ja auch eher als Wucher verurteilt. Allerdings ging es da ja um die Ausnutzung von Notlagen. Also jemand kann sich nichts zum Essen beschaffen, und um nicht zu verhungern lässt er sich auf Wucherzinsen ein, was ihn in eine unentrinnbare Ausweglosigkeit bringt.
     
    In der modernen Wirtschaft ist der Zins einfach ein Preis für die vorzeitige Nutzung der gewünschten Anschaffung. Also auch ein Preis auf gewonnene Zeit. Das wird ja auch beschrieben auf der Seite. Man muss nicht sein Leben lang unter Verzicht sparen, und kann das Gut bereits jetzt nutzen, und während man es schon nutzen kann, bezahlen mit Aufschlag der Prämie/Zins.
     
    Das ist eigentlich ein wirklicher Fortschritt, eine gute Lösung, dass es nicht nur Vermögenden ermöglicht, ein gutes Leben zu führen. Voraussetzung ist natürlich, dass Bonität (verlässlicher Arbeitsplatz etc) es zulässt.
     
    Schönen Sonntag noch!

    MS

  76. AvatarFabian S.

    @ Mattoc:
    Du hast Recht, wenn Du sagst, dass ich kein Experte bin. Stimmt. Aber was ist das für eine Argumentation, dass ich nicht die EZB kristisieren darf, nur weil ich kein Finanzexperte bin? 1. hieße das, dass wir alle nicht mehr wählen gehen sollten, weil wir ja auch keine Politikexperten sind und außerdem ist doch nicht zu übersehen, dass die EZB planwirtschaftlich vorgeht und den Zins mehr oder weniger seit einigen jahren abgeschafft hat.

    P.S. Außerdem basiert Dein Link auf einem Zeitungartikel bzw. auch auf einem sogenannten Experten bzw. Historiker…und?!

  77. Mark85Mark85

    Ich halte mich auch nicht für einen Experten. Ich denke mir nur, dass wir ohne die Politik des billigen Geldes (und mit billig meine ich die qualitativ abwertende Bedeutung dieses Wortes) ständig neue Höchststände gesehen hätten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Spielchen noch eine lange Zeit so weitergehen kann, weil noch nicht alle Mittel restlos ausgeschöpft wurden.

    Die Zentralbanken sind mächtig, aber nicht übermächtig. Letztendlich hängt ihr Überleben auch nur von ,,unserem” Vertrauen ihn sie als letzte Instanzen ab. Die Staaten retteten die Unternehmen. Die Zentralbanken die Staaten, aber wer rettet am Ende die Zentralbanken? Wir Bürger als Bürgen?

    Wenn es geht, möchte ich ganz gern bis zur nächsten Finanzkrise meinen Teil des Gesamtkuchens abhaben, aber nicht unabgesichert/unvorbereitet ihn sie hineinschlittern. 😉

  78. AvatarGorilla

    Ich finde den Negativzins gut. Er ist fair und zeigt den wahren Wert des Geldes.
    Was nützt ein Zins von 8% bei einer Inflation von 10%?
     
    Einzig was gefährlich werden könnte, ist die Tatsache, dass Menschen plötzlich den Glauben an das Papier verlieren. Im Prinzip ist es ganz einfach, Geld hat keinen Wert. Wichtig ist nur was man daraus macht. Dies sind nun mal Aktien und andere Sachwerte. Dies wird nun immer mehr Leuten bewusst.
    Wir alle im Forum profitieren aber davon.

  79. Mark85Mark85

    An Gorilla: Niedrigen bis negativen Zinsen kann ich aus folgendem Grund nichts abgewinnen: Rendite und Risiko gehen nicht mehr zusammen. Unter normalen Umständen wären schon viele Marktteilnehmer (Privathaushalte, Staaten und Unternehmen) pleite. Die weltweite Verschuldung war noch nie so hoch wie heute, aber gleichzeitig auch die Zinsen noch nie so niedrig. Man muss kein studierter Finanzwissenschaftler sein, um hieran etwas komisch zu finden. 😀

    Dabei ist die ,,kreative Zerstörung” nach Schumpeter ein völlig normaler wie bereinigender Wirtschaftsvorgang. Wenn man diese nicht mehr zulässt, müssen kommende Krisen zwangsläufig umso schlimmer ausfallen.

    Deshalb sprechen Leute wie Herr Weik und Friedrich vom ,,größten Crash aller Zeiten”. Nur mit ihrem genannten Zeitpunkt könnten sie falsch liegen. 🙂

  80. Mark85Mark85

    Völlig zurecht wachen immer mehr Leute auf, indem sie zu Sachwerten wechseln. Unserem ungedeckten und unendlich vermehrbaren Schuldgeld vertraue ich schon länger nicht mehr. Papierwährungen kommen und gehen, aber die dienstälteste und härteste Währung aller Zeiten, das Gold, wird es auch dann noch geben, wenn wir Menschen und die noch widerspenstigeren Kakerlaken die Welt längst von der Erde verschwunden sein werden. 😉

  81. AvatarSparta

    @Fabian
    Klar kann man die EZB kritisieren. Ebenso die FED, BOJ und einige andere… Selbstverständlich können die Experimente auch unschöne Folgen haben.
    “P.S. Außerdem basiert Dein Link auf einem Zeitungartikel bzw. auch auf einem sogenannten Experten bzw. Historiker…und?!”
    Naja, der Mensch hat sich bedeutend mehr Arbeit gemacht dieses Thema zu behandeln…
    Die ständige Empörung und Schnellschusskritik fehlt leider oft ein fundierter und fachlicher Hintergrund…
    Aufgeladen mit Emotionen und ohne die komplexen Verkettungen genau zu kennen… ist eine fundierte, sachbezogene Kritik… schwierig. 

  82. AvatarFabian S.

    @ Sparta:
    Es gibt doch genug renommierte Kritiker, die die Argumente, denen ich folge, intensiv erläutern. Nur als Kommentarfunktion sprengt das doch den Rahmen!
    Fachliche Expertise steht doch in den Büchern, die hier ständig kritisiert werden 😉

  83. AvatarMattoc

    Du hast Recht, wenn Du sagst, dass ich kein Experte bin. Stimmt. Aber was ist das für eine Argumentation, dass ich nicht die EZB kristisieren darf, nur weil ich kein Finanzexperte bin?
    Der Punkt ist doch nicht, dass du nicht die EZB oder wen auch immer kritisieren darfst. Wenn man ein „guter Kritiker“ ist, gehört allerdings eine Argumentation dazu. Die fehlt bei dir völlig. Also solltest du nicht nur sagen, dass die „EZB-Politik krank“ ist, sondern bestenfalls einen Vorschlag unter Abwägung von Vor- und Nachteilen machen, was aus deiner Sicht besser (gewesen) wäre und vor allen Dingen, warum es besser (gewesen) wäre. Und wenn du dann auch gleich noch mitliefern würdest, warum Fabian S. auf diese gute Idee kommt und nicht die EZB, dann hättest du mal etwas Fundiertes abgeliefert. Aber immer nur Friedrich/Weik und Krall zu zitieren und irgendeine Offensichtlichkeit von Fehlentscheidungen der EZB zu betonen, ist völlig unqualifiziert meiner Meinung nach. Und eine Sache ist aus meiner Sicht vollkommen klar:
    Wenn in den vergangenen Jahren durch die EZB andere Zins-Entscheidungen getroffen worden wären und dadurch eine wie auch immer geartete andere Situation im Jahr 2020 wäre (ggf. auch mit gescheitertem Euro und vielen Pleiteunternehmen), dann würden auch viele Journalisten/Autoren, wie Friedrich und Weik, und Goldverkäufer, wie Krall, oder andere aus den Löchern kommen, und genau diese Entscheidungen kritisieren und als Grund für die schlechte Verfassung von Europa und der Finanzmärkte anprangern. 
    Es ist egal, was Entscheidungsträger entscheiden, es muss und wird immer Kritiker geben, denn die Entscheidungen die getroffen werden müssen, haben immer Vor- und Nachteile und die Kritiker wollen durch Einnahme der Gegenposition Geld verdienen. 

  84. AvatarDaniel

    Du sagst es! Und man bedenke, dass Markus Krall eigentlich ein System-Insider ist und war, der anfangs alles viel positiver á la Mainstream gesehen hat. Durch die Bücher verdienen die Herren zwar ein bisschen, aber im Grunde spielt das kaum eine Rolle. Das sind ja keine Bestsellerautoren und selbst wenn: An Max Otte sieht man ja, dass er viele unterschiedliche Bücher geschrieben hat. Überwiegend pro Value Investing!
    Sicherlich gewinnt man mit Büchern finanziell keinen Blumentopf, aber man macht massiv Werbung für sich selbst.
    Herr Krall arbeitet im Edelmetallhandel, Max Otte sowie Weik und Co haben eigene Fonds die dann zufälligerweise parat stehen wenn man die Bücher dann gelesen hat.

  85. AvatarWolke

    @Mattoc

    Stimmt, das Herumgeschrei, wie krank alles ist, bringt gar nichts. Es auch egal, was die EZB macht oder nicht macht. Es zählt nur, daß ich oder Du durch irgendwelche Entwicklungen oder Ereignisse kein Vermögen verlieren. Dazu muß ich alle Möglichkeiten nutzen, die mir zur Verfügung stehen. Von Buffett bis Krall, auch Dich und die anderen hier und auf anderen Blogs muß ich einbeziehen, alle, die was davon verstehen, muß ich mir anhören. Um am Ende ganz allein zu entscheiden.

  86. AvatarSparta

    @Wolke
    Ja, die ganze Meckerei & Prognoseritis bringt wenig.
    Nach bestem Wissen & Gewissen für sich selbst einen Plan/Vermögensaufteilung zurecht legen mit dem man auch in evtl. stürmischeren Zeiten noch möglichst am Mast des Schiffes kleben bleibt. 😉
    Manche vertrauen auf Ray Dalio oder historisch “permanente” Portfolios, wieder andere kriegen bei soviel Bond`s Bauchschmerzen und vertrauen eher auf physisches Edelmetall, rolloptimierte Futures oder Xetra-Gold, wieder andere haben mehr Immo`s oder Grundstücke, Wiesen & Wälder oder Hedgefonds wie Smarti und die mit dem höchsten Aktienanteil am Privatvermögen sollten auch das nötige Nervenkostüm & evtl. auch den längsten Zeitraum haben (außer es spielt sowieso keine Rolle mehr aufgrund der Höhe des Vermögens). 😉
    An sich sind das alles dekadente Luxusprobleme, wenn man mal ein bisschen was von der Welt und anderen Lebensbedingungen gesehen hat…

  87. JosefJosef

    zu Mark Friedrich
    Dieser  ist ein sehr guter Geschichten Erzähler. Wie er diese Horror Szenarien immer sehr überzeugend rüber bringt.
    Feindbilder hat er viele geschaffen. Politik, EZB, FED.
    Seine Lösungsansätze Absicherung, Gold, Sachwerte.
    Seine Panikmache: der Crash kommt bald
    Sein Datum ca Ende 2020.
    Falls es nicht Eintritt als mögliche Notlüge: Sie haben es wieder mal geschafft provisorisch zu retten, die Politik, die Banken oder wer auch immer.

    Zu Krall
    Er nennt sich ja Bankeninsider, wurde er vielleicht gefeuert?
    Oder sein Bewertungssystem für miserabel empfunden?
    Wenn ich ein gutes System Baue das funktioniert, wäre ich doch stolz drauf und würde nicht gegen das System Donnern.

    zu Florian Homm
    Dieser Typ steckt mich an, auch wenn er ab und zu schwer zu verstehen ist.
    Die Frage ist ob seine kleinen Börsennotierten Firmen die er bewirbt, im Kurs hoch gepokert werden um später dann zu höheren Kursen verkaufen zu können.
    Der damalige Antichrist vom Kapitalismus, ob er durch sein Büchlein wirklich geläutert wurde. 
    Nur was bringen mir alle diese Crash Propheten, sie bringen mir nur Angst vor dem nichts. Sie bringen mich höchstens dazu was unüberlegtes zu machen.
    Darum habe ich diese Youtube Channels nicht mehr abonniert.

  88. AvatarMagnum 86

    Um ehrlich zu sein, wird die Geldpolitik der EZB und die damit einhergehenden Negativzinsen sowie mögliche Finanz- und Wirtschaftskrisen in den nächsten Jahren bei einer Rot Rot Grünen Bundesregierung unser kleinstes Problem sein. 
    Wir sollten uns viel mehr Gedanken um Steuersätze jenseits der 50%, Substanzsteuern oder weitere Ausdehnungen von Mietendeckel und Bestandsschutz machen. Selbst Enteignungen, auch wenn das hier niemand hören will, sind nicht unrealistisch. 
    Gegen diese Aussichten muss ich müde lächeln, wenn ich an einen drawdown von +50% denke, zumal es dann immer noch ausreichend aufschüttende Unternehmen geben wird.

  89. AvatarNico Meier

    @Magnum 86
    Es gibt da ein kleines Land im Herzen Europas, in welchem das Steuerklima mild ist und in dem die Bürger mittels direkter Demokratie auch in Zukunft dafür sorgen werden, dass die Steuern nicht übermässig steigen, da sie freiheitsliebend sind und lieber mehr des Einkommens für sich selber haben.

  90. KievKiev

    @ Nico
    Klarer Fall: Du meinst sicher den Zwergstaat Monaco. Hier werden tatsächlich die Interessen der Bewohner ohne Umweg über direkte Demokratie gelebt.

  91. AvatarDanielKA

    Kiev: hehe 😉
    wobei Monaco eher eine Diktatur als eine Demokratie ist, es lässt sich dort mit dem entsprechenden Kleingeld aber gut leben.

  92. AvatarBruno

    Es geht doch, ohne dass wir bereits Vormittags vom Stuhl kippen und noch besoffener werden!
    Zwergstaat, Helvetien, Eidgenossenschaft, Raetia, Alpenrepublik etc. und von mir aus auch derb die Alpenindianer, Untertanenland etc. etc. 

  93. AvatarFabian S.

    @ Mattoc!
    Ich soll fundierte Lösungsvorschläge liefern? Wofür werden diese Politiker bezahlt…aber egal!
    Was soll ich hier eine Vorlesung halten. Eine Kommentarfunktion muss recht kurz gehalten werden.
     
    Außerdem umgekehrt könnte ich auch sagen, das System zu ignorieren und sagen ist mir alles egal kann man aus Value Sicht tun….ist aber auch irgendwie wenig fundiert. Wie gesagt ich finde die genannten Experten keinesfalls dumm….

  94. AvatarRüdiger

    Wie gesagt ich finde die genannten Experten keinesfalls dumm….
     
    Wenn sie dir helfen, bei der Geldanlage die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist doch alles gut  😉
     

  95. AvatarFabian S.

    @ Florian
    Bin ich auch noch 😉 Finde den Mainstream nur zu einseitig. Ansonsten alles gut!

  96. AvatarViez

    @Fabian S. gebe ich dir vollkommen Recht, ich finde den Mainstream auch zu einseitig. Immer wieder diese Crash Propheten und EZB basher! Nur damit die Leute ihr Videos schauen und sie in den Topseller Bücher listen landen.
    Bist du nicht all-in in Berkshire? Dann kannst du doch Vertrauen das Buffett alles richtig macht.
    Innerhalb eines Jahres vom Börsenneuling zum Systemkritiker, Respekt 😉

  97. AvatarSparta

    @Viez
    Mainstream Bashing ist ja auch schon Mainstream bei einem gewissen, nicht unwesentlichem Prozentsatz… 😉 

  98. AvatarFabian

    @ Viez
    Naja Börsenneuling wohl nicht seit 2011 😉 Aber ich sehe mich eh als ewig Lernender 😉 Nein all-in erst nach dem Crash 😉 Einseitig und Mainstream sind ja wohl die anderen *lacht. Denn wie kann eine Minderheit Mainstream sein…?! Und ehrlich:  Wer die EZB nicht “bashing” findet ist selber Schuld 🙂

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