Du bist im Job fleißig. Du lebst gleichzeitig 2 Dekaden bodenständig wie ein Student: Dann beginnt die Freiheit zuzunehmen


New York, 24. Juni 2018

Frisches Obst und Gemüse. Ausreichend Bewegung. Und ein sparsames Leben. Weniger Plunder, dafür mehr Erlebnisse. All das kann zu einem zufriedenen Leben beitragen

Für mich geht es beim Aufbau des Depots darum, mehr Wahlmöglichkeiten im Leben zu haben, die ich vorher nicht hatte. Wer keinerlei Ersparnisse und enorme Schulden zu bezahlen hat, dem bleiben wenig Möglichkeiten.

Wer frei ist, kann zur Arbeit gehen. Oder nicht. Es ist Dir überlassen.

Wenn Du Dich langweilst, fragst Du Dich vielleicht: Welchen Karriereweg würdest Du einschlagen, wenn Geld kein Faktor wäre. Gibt es etwas, an dem Du Interesse hast?

Die Arbeit, die ich gerade als freier Journalist mache, genieße ich meistens. Es macht mir Spass. Ich arbeite nicht mehr so viel, weil ich frei bin. Aber ich sehe keinen Grund, warum ich aufhören sollte, ganz zu arbeiten, da es mir hilft, meinem Leben mehr Sinn zu geben.

Eine Sache, die ich in letzter Zeit gemacht habe: Ich mache mehr Sport und gehe häufiger in den Urlaub. Ich wende noch mehr Zeit dafür auf.

Wenn es ein Studienfach gibt, das Dich interessiert, auch wenn es nicht zu offensichtlicher Arbeit führt, kannst Du es berücksichtigen. Warum nicht an die Uni gehen, wenn Du frei bist? Bildung ist was Herrliches.

Wenn es ein Hobby gibt, von dem Du denkst, dass es Dir Spaß macht (zum Beispiel Gitarre, Klavier spielen), könnte es sich lohnen, einen Blick darauf zu werfen.

Der Punkt ist, dass es eine Menge gibt, das Du potenziell tun kannst, wenn Du frei(er) bist. Du musst entscheiden, ob es Dich zufrieden macht. Ich kenne eine Investor-Relations-Managerin, die für einen Großkonzern in New York arbeitet. Sie hat viel gespart. Sie möchte eine Yoga-Schule aufmachen. Es ist ihr Traum. Sie bereitet alles vor. Sie fing nebenberuflich damit an. Sie lebt minimalistisch. Das wird bestimmt ein Erfolg. Denn sie ist mit Herz und Seele dabei.

Wer einen Schritt weiter geht, löst das „Angst-Problem“: Mach Dinge, die Dir Angst machen. Verlasse Deine Komfortzone. Streng Dich an. Verändere Deine Tagesabläufe. All das raten die Erfolgsmoderatoren von CNN zu tun:

Anstatt Zeug zu kaufen, genieße Erlebnisse.

Es gibt Millionen junge Deutsche, die haben Glück. Sie finden einen großartigen Job direkt nach der Universität/Schule. Sie verdienen gut. Sie sind zufrieden. Selbst wenn die Jobsicherheit nicht perfekt ist wie bei einem Beamten, sind sie zufrieden.

Ich war immer vorsichtig. Ich hatte Angst den Job zu verlieren. Also sorgte ich vor. Ich behielt weitgehend mein Studentenleben bei. Ich lebte in New York in WGs. Es war eine schöne Zeit. In Deutschland lebte ich ebenfalls weitgehend bodenständig. Ich nutzte die Bahn statt dem PKW. Ich lief jeden Tag ein paar Kilometer zu Fuß, statt den ÖPNV zu benutzen. So konnte ich eine Menge Geld sparen. Und nebenbei hatte ich ausreichend Bewegung.

Mein Rat: Ziehe in die Nähe Deiner Arbeit, wenn das möglich ist. Ist Dein Büro drei, vier Kilometer entfernt, ist das Rad perfekt. Leserin „Fit und Gesund“ fährt jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit (außer an schlechten Wintertagen). Auch Blogger Nico aus dem Großraum Frankfurt macht das. Wir hatten uns in der Main-Metropole mit einer kleinen Lesergruppe getroffen. Ich finde das super. Eine einfache Radtour (vielleicht 10, 15 Minuten) tut Deiner Gesundheit gut. Du sparst Geld für Benzin, Fahrzeugwartung und Fitnessstudio. Du fühlst Dich besser nach jeder Fahrradtour. Du kannst Deine Fitness steigern, wenn Du fester in die Pedale trittst. Ich möchte jeden ermutigen, der zur Arbeit mit dem Rad fahren kann.

Heute erleben wir das Gegenteil. Immer mehr Menschen fahren weite Strecken im übergroßen PKW alleine zur Arbeit. Kein Wunder, dass wir mehr Staus haben, es Luftprobleme in den Städten gibt und das Übergewicht zunimmt. Der Trend ist schockierend.

Zum Glück gibt es eine Gegenbewegung. So nimmt die Zahl der Leihräder beispielsweise in Berlin zu. Discounter Lidl mischt den Rad-Markt mit auf.

Ich verkaufte mein Auto vor 13 Jahren. Seitdem mag ich keines mehr besitzen.

Wenn Du bodenständig lebst, auf die Angeberei mit Statusdingen verzichtest, macht Du nach 2 bis 3 Dekaden enormen Fortschritte. Bei mir hat es grob zwei Dekaden gedauert. Dann kam die Freiheit. Langsam. Nicht auf einen Schlag. Aber Du merkst, die Freiheit nimmt zu.

Manch einer bleibt in der gleichen Branche. Macht dann noch mehr Geld. Und plötzlich nimmt sogar die Jobsicherheit zu, weil man viel Erfahrung und Wissen hat. Aber diese Leute, die frei sind, überlegen, ob sie ihren Job noch weitere dreißig Jahre machen. Die konsumsüchtige Mittelschicht muss das machen, weil sie keine Rücklagen bildet.

Was von Angst und Jobunsicherheit inspiriertes Sparen beginnt, kann zu einer Freiheit führen. Das Geld wandert schlau in ETFs oder Aktien. Eventuell in Immobilien als Renditeobjekte. Du verzichtet auf ein protziges Eigenheim/Auto/Kleidung. Es wird geduldig durchgezogen. Du kannst Dich derweil inspirieren lassen von Bloggern.

Deine Ersparnisse führen zu Freiheitsgefühlen und zu passiven Einkommensströmen.

Was ist die Moral dieser Geschichte? Es ist immer gut, so viel wie möglich zu sparen. Man weiß nie exakt warum. Sicher ist sicher. Es ist vernünftig. Du weißt nämlich nie, was die Zukunft bringt.

Zum Schluss noch was zum gesunden Altern. Ich sah diese Doku über Japaner auf der Insel Okinawa. Okinawa gehört zur blauen Zone neben Ikaria (Griechenland), Sardinien (Italien), Loma Linda (Kalifornien) und der Nicoya-Halbinsel (Costa Rica). Japaner werden jedenfalls immer älter. Frauen werden locker 100 Jahre alt. Dort spielt die Familie eine große Rolle. Weniger Stress, Hektik. Gesunde Ernährung. Viel Gemüse, Früchte, Fisch, Kräuter, Algen, ganz wenig Zucker…


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Du bist im Job fleißig. Du lebst gleichzeitig 2 Dekaden bodenständig wie ein Student: Dann beginnt die Freiheit zuzunehmen

  1. KievKiev

    Ein sehr schöner Artikel. Der Teil gefällt mir besonders:

    “Was ist die Moral dieser Geschichte? Es ist immer gut, so viel wie möglich zu sparen. Man weiß nie exakt warum. Sicher ist sicher. Es ist vernünftig. Du weißt nämlich nie, was die Zukunft bringt.“

    Alles was ich heute nicht wirklich brauche könnte ich morgen wirklich brauchen. Und falls nicht gibt es mir Sicherheit für neue Freiheiten an die ich heute noch gar nicht denken kann. Ich habe lieber viele Optionen als mit dem Rücken zur Wand zu stehen.

    Die Elektromobilität finde ich heute auch sehr amüsant. Einige Kollegen haben bereits ein Elektroauto. Sie fahren damit zur Arbeit und dürfen es kostenlos laden. Nach 2-3h müssen sie es dann umparken, da sie nicht die Plätze mit den Tanksäulen belegen sollen. Und dann wird immer fein das Kabel aus- und eingeräumt. Und anschließend die Fensterheber bei Hitze runter gemacht, dass man keinen Hitzschlag bekommt.

    Da frage ich mich immer, ob sich die ganze Arbeit lohnt. Mit meinem Fahrrad hätte ich alleine in diesen Umparkzeiten schon wieder knapp 10km runtergespult. Und das ohne elektrische Hilfe. Mir ist bewusst, dass wir hier noch am Anfang der Entwicklung stehen. Es wird sicher besser. Und es ist gut wenn Pioniere Neues ausprobieren. Aber warum man an einem oft unnötigem Konzept wie KFZ immer wieder festhängt und nicht einfach direkt auf richtig effiziente Alternativen umsteigt verstehe ich nicht. Es müssen sicher ein paar Leute pendeln. Viele jedoch nicht.
    Aber ein KFZ ist auch praktisch. Vielleicht möchte man nach der Arbeit noch schnell beim Fitnessstudio vorbei. Schön, wenn es direkt einen Aufzug aus der Tiefgarage gibt. Hier wird schließlich für Sport unter Anleitung bezahlt.

     

  2. Felix

    Wir wollen vor lauter schwer beladenen Zukunftsfragen doch nicht das kroosartige Tor von Gestern vergessen. Ich gehe davon aus, dass sich die deutsche Nationalelf als Tuniermannschft sukzessive steigern und wieder ganz vorne dabei sein wird. Ein Endspiel Deutschland- England wäre natürlich der Klassiker.
    An den Nationalspielern sieht man auch sehr schön wie international Deutschland inzwischen ist. Neue Talente mischen mit, das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.

  3. -M

    Mir ist aufgefallen das gestern ALLE die Hymne gesungen haben… das gab es lang nicht mehr ! Ansonsten glaube ich auch an Die Mannschaft 🙂

    -M

  4. Fit und Gesund

    hi Tim,

    die Doku über die Japaner schaue ich mir morgen gerne an, da freue ich mich drauf, vielen Dank 🙂

    wir hatten letzthin eine uralte Japanerin die hier zu Besuch war, wir bemühten den google – translator, malten irgendwelche Schriftzeichen ab, versuchten uns in Japanisch und hatten Alle mächtig Spass mit der alten Dame,

    dann kam die Enkelin zu Besuch die Japanisch sprach, rate mal was sie sich wünschte….. Kaffee (kein Tee!) und eine Zigarette, Kaffee besorgte ich sofort, + ein Nikotinpflaster 🙂

    liebe Grüsse

  5. von Aufdenboden

    @Felix

    Unglaublich das Tor von Toni Kroos. Ich bin beruflich gerade in El Salvador und sehe mir die Spiele beim Frühstücken oder Mittagessen an. So eine WM ist herrlich völkerverbindent. Und wenn 2022 dann sogar 48 Nationen mitspielen werden, wird es noch schöner. Da spielen die Holländer vielleicht auch wieder mit. Mit ein wenig Losglück vielleicht sogar die Österreicher.

    Wie sich heute die Anhänger von Panama über das 1:6 Anschlustor gefreut haben war wunderschön. Für sie war das wie die WM zu gewinnen.

    Ich habe zwei Kilo auf Deutschland gesetzt und im wahrsten Sinne des Wortes bis zur letzten Sekunde mitgefiebert. Eine Rendite von 54% per 2h. Wer will da schon Aktien kaufen 😉

    Es wird Dir nicht gefallen: aber diesesmal wird es einen neuen Weltmeister geben. Kroatien oder Kolumbien. Einen 1/2 Tausi habe ich pro Team bereits gesetzt.

    Gruss,

    vonaufdenboden

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Kiev

    Danke. Ich denke, sparsam zu sein und zu investieren ist ein weiser Schritt.

    @ Fit und Gesund

    Haha. Die alte Dame aus Japan. Das Nikotin-Pflaster ist eine gute Lösung.

  7. Daniel

    Da frage ich mich immer, ob sich die ganze Arbeit lohnt. Mit meinem Fahrrad hätte ich alleine in diesen Umparkzeiten schon wieder knapp 10km runtergespult. Und das ohne elektrische Hilfe. Mir ist bewusst, dass wir hier noch am Anfang der Entwicklung stehen. Es wird sicher besser. Und es ist gut wenn Pioniere Neues ausprobieren. Aber warum man an einem oft unnötigem Konzept wie KFZ immer wieder festhängt und nicht einfach direkt auf richtig effiziente Alternativen umsteigt verstehe ich nicht. Es müssen sicher ein paar Leute pendeln. Viele jedoch nicht.

    Das Konzept des KFZ ist nicht unnötig. Abgesehen von kurzen Reichweiten die man zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen kann und abgesehen von Megametropolen wie NY in denen U und S-Bahnen hohe Auslastungszahlen erreichen, wird, ist, allen Unkenrufen der vermeindlichen Umweltschützer zum Trotz, der Individualverkehr die Zukunft der Mobilität.

    Die Annahme dass das Auto jemals wieder verschwindet ist naiv. Denn spätestens mit der gänzlichen Elektrifizierung fallen auch im Wesentlichen die Faktoren Lärm und Schadstoffe weg.

    Es darf allerdings bezweifelt werden dass wir die Autos weiterhin so nutzen WIE WIR SIE BISLANG nutzen. Da steht so ein Auto ja ca. 97% seines Lebens nur herum und frisst Betriebskosten/Platz.

    Eine Mischung aus „mein eigenes Auto“, in Kombination mit Autos die zukünftig selbstfahrend vor der Tür stehen und nach deiner Benutzung zum nächsten Anfragenden weiterfahren, ähnlich wie ein Taxi, erhöht massiv die Auslastung und Effizienz. Hier ließe sich vermutlich ein Drittel aller Autos einsparen und dennoch kämen sie mit dem Auto bequem ans Ziel. Die Zwischenlösung könnte sowas wie Uber sein, auch hier hat man Individualverkehr aber mit sehr hoher Effizienz.

    Bedenkt man, dass nahezu die gefühlte Hälfte des Verkehrsetats in die Bahn fließt die mit einer Gesamtauslastung (abgesehen von den Hauptpendler-Zeiten) im unteren zweistelligen Prozent bereich wirtschaftet, kann nur die Auto-Lösung als flexibles und kosteneffizientes Konzept betrachtet werden. Auf dem Land wird es auch zukünftig keine wirtschaftlich betriebenen Bus und Bahnlinien geben und die werden auch wohl nicht querfinanziert werden können. Das muss ebenfalls das, gemeinsam geteilte, Auto übernehmen.

  8. -M

    Irgendwie glaube ich noch nicht so richtig an dieses car sharing Konzept der Zukunft. Die Menschen wollen besitzen und nicht teilen denk ich mir immer. Das Auto hat einen so hohen Stellenwert als Statussymbol.

    Das mit den E-autos versteh ich auch nicht. Kann mir einer erklären wie das funktioniert ? Besonders bei Mietwohnungen usw. … wo die ganzen ladesäulen hinstellen ? Überall an der Straße stehen die dann und jeder schließt ein Kabel an über Nacht?

    Der Tankvorgang an einer normalen Tankstelle dauert minuten..hier werden 100erte/1000ende Autos am Tag betankt auf SEHR KLEINEN Raum! Eine E-Tankstelle kann ich mir auch schlecht vorstellen. …

    Ich weiß ja nicht, aber mir ist das alles nicht schlüssig

    -M

  9. KievKiev

    @ Daniel

    Individualverkehr finde ich sehr wichtig. Mich stört nur, dass sich dabei immer auf das KFZ fixiert wird. Ein Fahrrad oder Pedelec ist sehr gut für den Individualverkehr geeignet. Die Städte wachsen aber wo bleibt der Ausbau für den wirklich effizienten Nahverkehr? Die Elektroautos haben ihre Daseinsberechtigung. Es wird zumindest innerhalb der Städte dadurch auch sauberer was Abgase angeht. Bremsstaub und Aufwirbelungen von Schmutzpartikeln bleiben natürlich bestehen. Bin mir nicht sicher ob die heutigen Elektroautos bereits Wirbelstrombremsen verwenden. Dann sieht die Belastung in dem Punkt besser aus. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich ohne Nennung von Quellen einfach mal in dem Raum stelle, dass ich mit dem Rennrad vermutlich weniger Staub aufwirbel als ein Elektrofahrzeug.

    Fahrradschnellwege sollten ausgebaut werden. Dänemark, die Niederländer sind hier weit vorne. Gibt es eigentlich irgendeine Art von Subvention beim Kauf eines Pedelecs? Darüber könnte man einmal nachdenken. Das vielleicht ältere Menschen auf das Tempo vorbereitet werden sollten ist eine andere Frage.

    Bei dem KFZ gibt es zahlreiche Subventionen. Auch Firmenwagen mit 1% pauschaler Besteuerung und Tankkarte sind bei Betrachtung der Umwelt nicht sehr sinnvoll. Die Tankkarte ist der Freibrief für finanziell ungehemmte Verschwendung.

    Carsharing finde ich auch sehr sinnvoll. Langfristig entstehen so Freiräume in der Stadt für neue grüne Flächen, oder Nachverdichtung 😉 Ein Sharing von elektrischen Lastenrädern ist aber vermutlich noch effizienter. Damit lässt sich wirklich für jeden ein Wocheneinkauf erledigen. Und es macht Spaß das Rad zu fahren. Wenn die Verkehrsplanung noch bessere Wege für Fahrräder berücksichtigt würde es noch mehr Spaß machen. Ich sehe viel Potential für Verbesserungen und bin optimistisch, dass viele positive Änderungen kommen werden. Das ist kein schlechter Ausblick. Deine Elektroautos sind auch für Radfahrer positiv. Kein Gestank und Lärmbelästigung ist stark reduziert. Start/Stop Automatik usw. sind ja alles schon stetige Verbesserungen für den Radverkehr.

    Ein wirklicher Fortschritt wären Radschnellwege zu Ex-Neubaugebieten usw. bis 10-20km Radius zum Zentrum. Und das weitgehend Ampelfrei und entlang landschaftlich interessanten Strecken.

    @ M
    Neue Technologien sind oft ein Krampf für die Pioniere. Die Ladestationen und auch überhaupt die Möglichkeit solche anzubieten (MFH Strom Hausanschluß!) sowie die Ladedauer und Akkuleistung sind aktuell die größten Herausforderungen. Leider lässt sich das KFZ bei Berufstätigkeit auch nicht mit einer PV Anlage in Symbiose betreiben. Außer bei regelmäßiger Nachtschicht. Das Aufladen wird eher dezentral über viele Stellen erfolgen. Ansonsten müsste der Akku getauscht werden, was bei den Kosten für einen Akku und Inkompatibilität nicht ganz unproblematisch ist.
    Das hat bei Solaranlagen auch funktioniert (*). Irgendwann machen viele kleine Schritte auch eine lange Reise.
    (*) Manchmal muss man das Glück auch einfach zwingen 😉

  10. Christoph

    Gratulation an die Deutschen von einem Österreich! So muss Fußball sein.

    Auch wenn es an der Börse gerade ein wenig rumpelt ist es eher keine gute Idee stattdessen Sportwetten zu machen 😉

  11. Thorsten

    Leise Elektroautos töten Fußgänger, weswegen sie in Japan mit künstlichen Motorengeräuschen ausgestattet sind.

    Ich habe den Punkt wo mehr Geld mehr Freude macht wohl überschritten, dennoch gibt ein wachsendes Vermögen ein Gefühl von Sicherheit, die Inflation steigt gerade merklich an….

  12. Chrisi

    Elektroautos benötigen aber auch viel Energie zur Erzeugung. Besonders die Akkus sind ware Umweltsünder. Aber ist ja egal, solange der Strom aus der Steckdose kommt.

    Radfahren geht wie Öffis vor allem in den Städten. Auf dem Land wartest schon leicht mal 2 Stunden auf deinen Zug/Bus. Und wenn alle Penlder in de Städten leben, wären noch weniger als die jetzt schon zuwenigen Wohnungen da. Dazu wäre das ländliche Tot.

  13. Cola-Viez

    Ich wäre froh könnte nur mit dem Fahrrad fshren,jedoch haben wir hier noch ein reltrel ländliches Gebiet und man ist ganz schnell ohne Auto nicht mehr mobil. In einer Großstadt würde ich das Auto direkt verkaufen!

     

    Jemand heute Mal Börse beobachtet? Osram hat es relativ heftig erwischt …Würdet ihr aussteigen oder abwarten?

  14. Fit und Gesund

    @Cola-Viez,

    ich bin echt heilfroh dass ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann, ich benötige wirklich kein Auto, in absoluten Notfällen kann man auch mal ein Taxi nehmen, Busse fahren hier im 1/4 bis 1/2 Stunden-Takt, Sonntags weniger oft.

    Ja, die Börse hab ich beobachtet, allerdings nicht Osram, das war heftig, heute gab hier Lohn und ich wollte was kaufen, aber die Kurse bröckeln allgemein ab, da warte ich mal noch ein klein wenig, wie’s der Teufel will, kann man noch günstiger  was bekommen.

    @Thorsten

    mit der Inflation das ist wohl so, merke ich genau, ich führe ja akribisch Haushaltsbuch, ich kaufe wie immer und benötige ein wenig mehr pro Monat.

    @Tim,

    das Video hab ich mir angeschaut, sehr schön, ich habe auf meinem Kindle ein Buch über die Leute in Okinawa, ich finde das sehr interessant.

    Heute hab ich neues Olivenöl gebraucht, da wähle ich dann aber das Super-Teure, ich bin sehr empfindlich bei Olivenöl, wenn es nur ein Hauch zu stark riecht krieg ich fast Brechreiz und kann es nicht essen, da musste ich auch schon oft Öl wegwerfen.

    im Coop gab es heute Extra-Vergine Olivenöl kaltgepresst aus Taggiasca Oliven, schon probiert, ist super! Im Sommer ess ich für mein Leben gerne Tomaten-Mozarella mit Basilikum 🙂

    liebe Grüsse

     

  15. KievKiev

    @ Chrisi

    Es müssen ja nicht gleich alle in die Städte ziehen. Der durchschnittliche Weg zur Arbeit beträgt 17km. Mit Statistiken soll man ja immer vorsichtig sein, aber mit den von mir genannten Radschnellwegen bis 20km würde ein guter Teil der Pendler angeschlossen werden. Eben die Speckgürtel, oder Ex-Neubaugebiete.

    @ Cola-Viez

    Ich weiß nicht wie groß die Distanzen bei Dir sind. Vielleicht reicht auch bei einer Familie ein KFZ. Damit kann man dann auch in den Urlaub usw. Fahren.

    Du könntest ja auch mit einem E -Motoroller oder einfach mit einer Vespa usw. fahren. Dann hättest Du zumindest nicht die ganze bewegte Masse um alleine zur Arbeit zu fahren. Fahrgemeinschaften und Sharing Lösungen sind nun mal auf dem Land schwierig zu realisieren.

  16. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Cola-Viez

    Mein Ratschlag: Löse dich vom Börsenpreis. Frage dich, warum du dich bei Osram (vielleicht zu teuer) eingekauft hast. Bist du weiterhin vom Unternehmen überzeugt? Werden die Umsätze und Gewinne in zehn Jahren wahrscheinlich höher sein? Was sagt das Management zu den Geschäftsausichten?

    Warum verkaufen, nur weil andere (Spekulanten, Anleger mit Stop-Loss) die Papiere raushauen/die Reißleine ziehen?

    Auf die schnelle das hier gefunden:

    Osram-Aktien sind am Montag zeitweise um annähernd 12 Prozent auf den tiefsten Stand seit Februar 2016 abgesackt. Zuletzt kosteten sie 41,89 Euro – ein Minus von 9,99 Prozent.

    Als einen möglichen Grund für die neuerliche Verkaufswelle sah ein Börsianer einen koreanischen Medienbericht aus informierten Kreisen, wonach Samsung bei künftigen Handymodellen nicht mehr auf die Entsicherung per Iris-Scanner setzen wolle. Statt dessen wolle der Konzern eine neue 3D-Gesichtserkennung entwickeln. Osram Opto Semiconductors entwickelt Infrarot-LED für Iris-Scanner.

    Ein Osram-Unternehmenssprecher wies allerdings darauf hin, dass Osram mit der Iris-Scan-Technologie insgesamt weniger als 1 Prozent seines Gesamtumsatzes erziele. Auf den möglichen Technologiewechsel hin zur Gesichtserkennung habe man sich bereits eingestellt und jüngst erst mit dem Unternehmen Vixar einen US-Spezialisten für Sicherheitsanwendungen erworben.

    Kursbelastend wirkt laut dem Händler auch der schwache Automobilsektor. Drohende Strafzölle könnten sich hier negativ auf die Geschäftsentwicklungen der Hersteller und Zulieferer auswirken. Im Bereich Lichttechnik ist Osram hier eine feste Größe.“

    Daraus musst du deine Schlüsse ziehen. Für mich ist das Kurzfrist-BlaBla.

    Habe mir die Zahlen angeschaut. Mein Unternehmen wäre das nicht. Mit welchem Ziel hast du die Aktie gekauft?

    Nur meine Überlegungen – keine Handelsempfehlung.

  17. Cola-Viez

    @Freelancer Sebastian leider bin ich aus den verkürzen Gründen eingestiegen. Habe gedacht die Aktie würde langsam nach dem krassen Fall im Jahr einen Boden bilden und wollte das als billigen einstiegspuEin nutzen.

    Das jetzt Mal wieder so ein heftiger Sturz wegen einer Meldung und schlechter Marklage passiert hätte ich nicht gedacht.

    Denke Mal die wird die Tage noch was fallen weil es sind auch keine positiven Nachrichten in Sicht.

    Lehrgeld bezahlt….

  18. KievKiev

    @ Fit und Gesund

    Taggiasca ist auch meine erste Wahl. So ein Zufall. 😉

    Ich verwende es auf jeden Fall für Salate. Für Pasta usw. geht bei mir auch das billige vom Aldi. Ich habe auch Oliven von der Sorte.

    Achtung, das war jetzt kein sehr frugalistischer Beitrag. Aber unser Konsum hält sich in Grenzen. Wir benötigen ca. 5l im Jahr.

  19. Fit und Gesund

    @Tim,

    Kokosöl nehme ich zum Braten, das ist lecker.

    @Kiev,

    eine ehemalige Kollegin, exzellente Köchin, hat mir mal von ihrem Öl abgegeben, die bringt es sich immer extra aus Italien mit, daher kenne ich es. Frugalismus ist super, aber nicht in jedem Falle angesagt, die 750 ml haben 23.95 CHF gekostet, aber die sind es mir wert gewesen.

    Mittwoch geht’s nach Konstanz auf den Markt, da kaufe ich mir dann feinen Salat, ich freue mich schon. 🙂

  20. KievKiev

    @ Fit und Gesund

    Ein Freund von mir hat eine direkte Verbindung und bringt mir immer etwas mit. Im Kanister bekomme ich 5l unter 50€. Ansonsten ist 10-12€ pro Liter bei Flaschen vor Ort üblich. Benza und Frantoio Ghiglione sind zwei Quellen. Vielleicht versenden sie auch. Ansonsten ist es ja nicht so weit entfernt 😉

  21. Daniel

    Individualverkehr finde ich sehr wichtig. Mich stört nur, dass sich dabei immer auf das KFZ fixiert wird. Ein Fahrrad oder Pedelec ist sehr gut für den Individualverkehr geeignet. Die Städte wachsen aber wo bleibt der Ausbau für den wirklich effizienten Nahverkehr? Die Elektroautos haben ihre Daseinsberechtigung. Es wird zumindest innerhalb der Städte dadurch auch sauberer was Abgase angeht.

    Da ich aus dem Münsterland komme und wir hier eigentlich Fahrradstädte und Wege in Massen haben erlaube ich mir auch als häufiger Radfahrer die Anmerkung hierzu, dass ein Fahrrad selbst für mich eher ein Freizeit-Vehikel ist, denn ein Pendler-Fahrzeug. Ich gebe dir natürlich völlig recht dass man Distanzen von 2-3km in der Stadt vermutlich deutlich schneller erledigen kann als ein Autofahrer. Aber reden wir doch mal über die 200 Tage in Deutschland in denen es kalt, nass, glatt oder wie sagt man so schön „ungemütlich“ ist. Es fällt mir schwer zu glauben dass wir in unserer Dienstleistungs-Gesellschaft viele Menschen finden werden die sich in Anzug und Krawatte auf ein Rad schwingen. Oder Kundenbesuche damit machen. Und ich nehme mich da nicht aus, es ist schön mal am Wochenende Rad zu fahren und bei mir im Dorf (Alles Umkreis 1-2km) mache ich auch mit dem Rad, aber schon allein 3-4km täglich zu pendeln wäre für mich keine Alternative.

    Ich möchte mich auch in der Firma nicht noch umziehen müssen. Und was Busse betrifft, ich selbst habe nur gelegentlich Probleme damit, ich kann aber jeden sofort verstehen der sagt ich fahre da nicht mit, weil da 1. irgendein Pack drin herumsitzt, alles dichtgedrängt und voll ist und es eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen gibt die man einfach nicht auf engster Distanz haben will um es mal freundlich auszudrücken.

    Bremsstaub und Aufwirbelungen von Schmutzpartikeln bleiben natürlich bestehen. Bin mir nicht sicher ob die heutigen Elektroautos bereits Wirbelstrombremsen verwenden. Dann sieht die Belastung in dem Punkt besser aus. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich ohne Nennung von Quellen einfach mal in dem Raum stelle, dass ich mit dem Rennrad vermutlich weniger Staub aufwirbel als ein Elektrofahrzeug.

    Beim E-Auto dürfte es im Wesentlichen nur noch der Reifenabrieb sein, da die Autos in der Regel über den E-Motor die „Bremsenergie“ zurückgewinnen. Ein Freund von mir fährt nen BMW i3 und bei ihm rosten regelmäßig die Bremsscheiben, da sie kaum noch genutzt werden, da das heranrollen an die Ampel bis zum Stand über die Bremsenergierückgewinnung läuft. Der Reifenabrieb gehört allerdings für mich zu den Punkten in denen man mit bewusster Entwicklung entgegensteuern könnte, z.B. durch andere Gummi-Zusammensetzungen.

     

    Elektroautos benötigen aber auch viel Energie zur Erzeugung. Besonders die Akkus sind ware Umweltsünder. Aber ist ja egal, solange der Strom aus der Steckdose kommt.

    Nicht signifikant mehr oder weniger als bei anderen Fahrzeugen, diese Argumente werden gerne von den „Fossil-Herstellern“ medienwerksam unters Volk gekippt. Enorme Energie verbraucht die Erstherstellung von Aluminium, diese gibt es aber sowohl beim E-Auto als auch bei Konventionellen Fahrzeugen. Die Batterieherstellung ist ebenfalls kein Hexenwerk. Jeder der schreit, dass dort Kobalt verwendet wird das irgendwo abgebaut werden muss ignoriert, dass dies für die Verbrenner bei Palladium, Platin etc. im Katalysator sowie Blei in der Starterbatterie ebenfalls gilt. Tesla kommt bereits heute mit einem Bruchteil von Kobalt aus den wir hierzulande für unsere E-Autos nutzen. In den Akku-Fertigungshallen wurde ein sehr hoher Recycling-Vorgang bereits eingeplant.

    Die Energieerzeugung selbst ist ebenfalls kein Problem. Kraftwerkskapazitäten sind vorhanden und selbst bei Erzeugung in einem ranzigen Groß-Öl-Kraftwerk sind inkl. Umwandlungsverluste die Effizenzen höher als in tausenden Kleinst-Diesel-Motoren. Das gilt auch für die Schadstoffe die im Gegensatz zur Autoindustrie (siehe Dieselgate) bei Großkraftwerken ständig überwacht werden.

    Laden wäre auch per Induktion möglich, sowas gibt es schon heute, ich sehe momentan nur das Problem bei urbanen Gebieten, da hier 1. die Ladekapazität fehlt und zweitens die Umrüstung erst noch erfolgen muss. Bei den üblichen Pendeldistanzen dürfte bei den allermeisten aber 3-5 Stunden Ladung schon aureichen, wenn man also um 17:00 nach Hause kommt und um 7Uhr wieder fährt, hätte man 14 Stunden Zeit der Ladeelektronik die Möglichkeit zu geben nachzuladen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *