Die ewige Angst vor der Börse

Ich finde es super, wenn Stars und Sternchen bodenständig bleiben. Selbst wenn es manchmal nur kurze Episoden sind. Nimm Hollywood-Star Adam Sandler, der läuft durch New York naschend mit einem Gurkenglas:

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Eine gesunde Sparsamkeit schützt dich vor Dummheiten. Gerade die Mittelschicht hat das Problem der wachsenden Rentenlücke. Daher ist Sparen und Investieren angesagt.

Die ewige Leier vom Börsencrash

Ich finde, die große Sorge vor dem nächsten Crash ist übertrieben. Hier fabuliert zum Beispiel Hedgefondsguru Carl Icahn im CNBC-Börsenkanal über die Crashgefahr, es ist ein Gefasel. Icahn warnt vorm Absturz seit Ewigkeiten:

Im langen Schnitt steigen die Börsen um 7 bis 10 Prozent. Und die Angst vor der Inflation ist ebenfalls übertrieben. Es gibt eine gute Auswertung der Aktienmärkte in Zeiten mit hoher Inflation. Das Diagramm der 17 Jahre mit der höchsten Inflation zeigt die Fakten:

“Die durchschnittliche Rendite des S&P 500 in diesen Jahren betrug 9,4%. Das ist im Grunde der langfristige Durchschnitt der vergangenen 90+ Jahre.”

Also was soll die ganze Panikmache? Die enorme Angst vor der Börse kostet den Deutschen sehr viel Rendite. Sie sparen mit Sparbuch, Festgeld und Girokonto. Es ist unvorstellbar, was alles gebunkert wird. Es macht keinen Sinn.

Warum aktive Fonds nichts sind

Börsianer sollten noch eine wichtige Statistik kennen. 92 Prozent der großen aktiven Fonds schneidet über einen Zeitraum von 15 Jahren schlechter als der S&P 500 ab. Wenn die Profis es schon nicht schaffen, dann wird es für Privatanleger umso schwieriger sein. Aus diesem Grund rate ich zu einem Grundbaustein im Depot: Ein günstiger simpler ETF, der die Weltmärkte nachbildet.

Über einen langen Anlagehorizont ist es eben extrem schwer, günstige Indexfonds zu übertrumpfen. Vanguard-Gründer Jack Bogle riet deshalb: “Suchen Sie nicht nach der Nadel im Heuhaufen. Kaufen Sie einfach den ganzen Heuhaufen.”

Generell ist es so: Wenn du langfristig an der Börse bist, wirst du gut abschneiden. Das zeigt die Börsenhistorie. Wer mit einem ETF über 20, 30, 40 spart, wird keine atemberaubenden Verluste haben, sondern auf einer Goldader sitzen. Langsam und stetig Sparen – das ist das, was zu tun ist.

Wer gerne selbst Aktien auswählt, kann das tun. Vielen Leuten macht das Spaß. Etliche investieren ohne das Ziel zu haben, die Börse unbedingt outperformen zu müssen. Manch ein Stockpicker will keine moralisch fragwürdigen Unternehmen im Depot haben und meidet deshalb ETFs. Für etliche Anleger sind Rüstung, Tabak, Glücksspiel, Öl ein rotes Tuch. Und ja: Viele sehen die Börse als Nervenkitzel. Sie sind Spieler.

Über die Finanzmärkte ein passives Einkommen zu verdienen, ist clever. Das schließt die Rentenlücke und kann dich im besten Fall finanziell frei machen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Banken keinerlei Zinsen für Spareinlagen mehr zahlen. Stichwort Negativzinsen. Anstatt überstürzt in heiße Trends zu investieren, steig lieber geruhsam ein. Aber mit Vernunft. Und nicht mit Kasinomentalität.

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114 Kommentare
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Daniel Fritz
1 Jahr zuvor

Es gibt einfach Leute, die werden bzw. wollen es nie verstehen und wollen nichts mit Aktien zu tun haben. Auch wenn Sie zig Tausende Rendite machen. Da bringen auch die besten Argumente und Statistiken nichts. Das ist sinnlos.

Die Menschen verschulden sich lieber mit ihrem Haus und bezahlen dies ihr leben lang zurück. Aber muss man halt akzeptieren. Vielleicht ändert sich ja was, wenn Aktiensparen in der neuen Koalition evtl. mal endlich gefördert wird.

Peter
1 Jahr zuvor
Antwort an  Daniel Fritz

Habe ich auch kein Problem mit diesen Leuten und deren Denkweise. Womit ich aber dann ein Problem habe, ist deren Neid, nachdem sie sich entweder hoch verschuldet haben oder nur Geld verprassen und nie sparen wollen oder können. Dann schreien sie aber nach “sozialer Gerechtigkeit” und demnach nach Steuererhöhungen für “Reiche”. Wobei “Reiche” dann bei diesen Möchtegernsozialisten schon ab 1 Mio. Euro Vermögen anfängt oder gar weiter drunter. Sollen sie auf Börse & Co. schimpfen. Mir egal. Aber lasst mein Geld in Ruhe durch Steuererhöhungen!

Dividendensammler
1 Jahr zuvor

Was soll man sagen. Du hast Recht langfristig anlegen bringt den Erfolg. Was hältst du vom realty income Spin Off?

Daniel
1 Jahr zuvor

Hat hier jemand einen Broker im Einsatz bei dem man US-Reits kaufen kann (z.B. American Tower) der einem aber zumindest (Vordruck reicht) den Steuerkrempel abnimmt und nicht grade mega-technisch unterwegs ist?

Comdirect und DKB verweigern mir den Kauf, da für die Broker die Aktie wie ein Fonds angesehen wird. Ich möchte zukünftig aber noch ein paar andere solcher Aktien kaufen.

Als Alternative wird dann häufig Interactive Broker genannt, aber wenn man sich das mal so anschaut, dann ist das eher ein Broker für Trader oder “Profis”. Mir reicht…oder besser gesagt… möchte gerne ein einfaches Webinterface haben das einfach auf dem Niveau der normalen deutschen Broker liegt.

Vroma
1 Jahr zuvor
Antwort an  Daniel

Also bei Onvista war das bisher kein Problem. Die letzten REITs habe ich allerdings 2020 eingesammelt.

Michael
1 Jahr zuvor
Antwort an  Daniel

Also über Comdirect kann ich ohne Probleme den American Tower Reit (WKN = A1JRLA) kaufen. Ich kaufe den über einen Sparplan laufend zu.

Anton
1 Jahr zuvor
Antwort an  Daniel

ING DiBa

Mats
1 Jahr zuvor

Guter Artikel, Kernaussage gefällt mir. Bin auch froh damit gestartet zu haben und hatte auch (leider) lange Zeit das Geld eher vermeintlich sicher gehortet. Mein WP Portfolio sind zu 80 Prozent breite ETF und zu 20 Prozent Einzelwerte, die mich nochmal extra reizten. Hierzu gehören Amazon, Microsoft, Facebook und Alphabet, aber auch Allianz, MüR oder Berkshire B.

Hier noch mal meine Frage in die Runde, die ist gestern abend noch im alten Artikel von mir platziert worden und soll nicht untergehen.

Bei der Suche nach WP mit attraktiver Bewertung ist mir aufgefallen, dass laut Vanguard der A1JX51 (EM) ein KGV lt. Portfoliodaten in Höhe von 7,8 hat.
Das macht mich stutzig, der XTracker EM (A12GVR) mit Benchmark MSCI EM, aber doch recht ähnlich von den größten Positionen, hat lt. DWS Seite ein KGV von 17,33.
Das ist ja doch ein erheblicher Unterschied.
Kann sich das jemand erklären, irgendwie kann ich den Vanguard Wert nicht glauben.
VG

Bruno
1 Jahr zuvor

@Kiev
Ich finde deine Länder auch interessant, bin dort schon eine Weile investiert, aber direkt. Finde das einfacher als über die Börse dann hat man auch volle Transparenz. Diesbezüglich traue ich der USA und Europa mehr, und am Wachstum dort profitieren die ja auch mit.

Natürlich auch der Albtraum für viele Softwareentwickler hier, denn diese Märkte sind eine starke Konkurrenz. Aktuell merkt man das kaum weil die Nachfrage so enorm ist aber wenn die mal zurückgeht wird man das schon spüren. Für die guten Talente sehe ich wie meistens keine Gefahr, aber die Trittbrettfahrer könnte es dann treffen, ähnlich wie damals in der dotcom Bubble, wo jede und jeder meinte jetzt auch IT-Spezialist geworden zu sein und schnell reich zu werden. Ich erinnere mich damals hat ein IT-Supporter der ein bisschen auf Office rumklicken konnte oder eine defekte Maus auswechseln 100.- / h verdient.

Wolke
1 Jahr zuvor

„Im langen Schnitt steigt die Börse um 7-10 Prozent“

Derzeit beträgt die offizielle Inflation 4(DE) bis 5(USA) Prozent, die reale aber ca. das doppelte. Tendenz steigend. Bleibt nicht mehr allzuviel übrig für die freiheitlichen Träume. Zumindest mit ETF‘s.
Da muß man schon mit Stockpicking versuchen, den Index zu schlagen.
Mit dem dazugehörigen Risiko.
Was hingegen Vermögenserhalt betrifft bin ich mit dem System „Aktien für die guten, Gold für die schlechten Zeiten“ immer gut gefahren.

MrPinoCavallo
1 Jahr zuvor
Antwort an  Wolke

Trotzdem ist es dann immer noch besser investiert zu sein als das Geld rumliegen zu haben.

Wolke
1 Jahr zuvor

Ein paar Gedanken von Hans Werner Sinn zur Inflation.

https://m.youtube.com/watch?v=kClNb3FrGGI

Tobias
1 Jahr zuvor

Lieber Tim,
wie so oft bringst Du die Tatsachen einfach auf den Tisch. Sollte ich für eine gute Rendite nur ETFs kaufen? Wahrscheinlich schon.

Warum ich aber lieber auf 1-2% Rendite im Zweifel verzichte? Auf Grund dieser beiden Sätze:
“Wer gerne selbst Aktien auswählt, kann das tun. Vielen Leuten macht das Spaß. Etliche investieren ohne das Ziel zu haben, die Börse unbedingt outperformen zu müssen. ”
So ist es. Ich weiß, dass ich vielleicht besser sein könnte mit einem ETF, aber mir macht das Aktien auswählen Spaß und die Rendite ist auch mehr als ausreichend. Ich weiß, dass ich in 10 Jahren trotz Kindern aufhören kann zu arbeiten, weil das Depot sich ausreichend entwickelt. Wenn ich dies mit einem ETF ohne Spaß in 9 Jahren könnte, dann ist es mir das nicht wert. Lieber ein Jahr länger in meinem mich erfreuenden Job verbringen und zusätzlich Spaß in der Geldanlage haben als keinen Spaß bei der Geldanlage zu haben.

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Bruno

Als Angestellter habe ich keine Möglichkeiten direkt in den Ländern zu investieren. Ich war auch noch nie in den genannten Ländern.
Vor der Konkurrenz habe ich überhaupt keine Angst. Ich bin mir aber bewusst, dass immer Kosten eingespart werden sollen bis von einer Zwiebel am Ende nichts mehr übrig bleibt. Die Erkenntnis hat mich vielleicht erst richtig auf den Weg in die Freiheit gebracht. In zweiter Hinsicht konnte ich davon auch noch in Form einer hohen Abfindung profitieren.

Von einem Aufstreben der Emerging Markets profitiere ich durch meine Aktienbeteiligungen. Politisch finde ich die Ziele und Vorgaben wie 10 Jahresplanung teilweise sehr durchdacht. Davon könnte sich Deutschland gerne eine Scheibe abschneiden. Den genannten Link der Reliance Investition in ein deutsches Start-up finde ich auch nur als Investor von Reliance sehr gut. Aus deutscher Sicht würde mir ein anderes Vorgehen besser gefallen. Aber gut, hier werden die Probleme der Welt gelöst und wir werden mit Nobelpreisen beschert. Die Gewinne fahren dann Andere ein… So ein Vorgehen würde einem Xin Jin Ping vermutlich nicht in den Sinn kommen. Sicherlich kann die Produktivität ausländischer Firmen von den Emerging Markets profitieren und sie können vielleicht auch ein bisschen die Märkte erschließen. Eine Art Amazon in Indien bleibt aber us meiner Sicht einem indischen Unternehmen vorbehalten. In Iran wird es nicht anders laufen. Ausländische Firmen können sich nur beteiligen was sie auch machen. Venture Capital wird auch noch interessant werden. Schließlich sind für die digitalen Plattformen und Modelle nicht sehr hohe Summen notwendig. Microsoft wird sicherlich profitieren, aber ein Investment in die erfolgreichen E-Kommerz Plattformen Indiens werden vermutlich eine bessere Rendite erzielen. Die USA dürfen nicht in Italien investieren. Das finde ich als Anleger toll. Vor allem wenn sie es irgendwann dann dürfen. Leider kann ich es heute noch nicht unter Einhaltung der Risikobegrenzung auf unter 5% des Aktienvermögens.

Thorsten
1 Jahr zuvor

@Wolke die Inflation wird von Anlegern noch öfter ausgeblendet als der Zinseszins. Die Menschen wollen es nicht wahrhaben, dass ihr Papiergeld verfällt. Alle 20 Jahre ist die Hälfte futsch.

Simon
1 Jahr zuvor

@ Wolke
Seit 04/2017 hat mein ETF auf den MSCI World aber einen internen Zinsfuß von ca. 18 %, von daher sehe ich auch die möglicherweise 6 % Inflation sehr entspannt. Die Preissteigerungen bei den Immobilien, die ich 2017-2019 erworben habe machen mich auch ganz schwindelig.

Oli
1 Jahr zuvor

Ich bin bei der Inflation gelassen. Steigen die Preise, steigen langfristig auch die Unternehmenswerte und damit die Aktien. Bitter wird es für alle, die keine Sachwerte haben. Bei 4% Inflation kann man dem Bankguthaben beim Schmelzen zu schauen. Gefühlt ist die Inflation in meinem persönlichen Leben noch höher: Supermarkt, Restaurant, Tanken, Heizen. Dank Aktien kann ich hier zum Glück ganz gut schlafen.

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

@Simon,

also wenn’s mir schwindlig ist im Kopf, dann bin ich meist besonders vorsichtig 🙂

Nichtsdestotrotz hab ich gerade eben noch ein paar Logitech eingesammelt, was man hat, das hat man.

Claus
1 Jahr zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Hallo @fit und gesund,

… gute Wahl und wahrscheinlich guter Einstieg. Viel Erfolg!

BAT hat sich inzwischen zwar etwas vom Tief (25,07 GBX, 06.10.21) “erholt”, lieferte aber keinerlei Signale. Ebenso Altria.

LG

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor
Antwort an  Claus

Hallo Claus,

Danke, Logitech mag ich ganz gerne, die haben es heute wieder bös auf die Ohren bekommen.
BAT hab ich nix gemacht, die sind einfach das Allerletzte! Ich hoffe ich kann sie in 4.5 Jahren loswerden, dann hätte ich keinen Verlust wegen der Dividende, aber auch darauf ist glaub kein Verlass.

Liebe Grüsse

Wolke
1 Jahr zuvor

@Simon
Wenn ich daran denke, daß mich meine gelben Unzen 400 Euro das Stück gekostet hatten, wird mir auch ganz schwindelig…

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Reits – kaufen
Werden die Kurse der REITS bei steigenden Zinsen nicht von 4-5 Seiten gleichzeitig angegriffen?
1) Höhere Zinsen für Kredite = weniger Gewinn -> Kurs geht runter
2) höhere Zinsen, Risikozuschlag wg NAV-Reduktion = weniger Gewinn -> Kurs geht runter
3) NAV-Reduktion durch höhere Zinsen = geringerer Gebäudewert -> Kurs geht runter
4) schwierigere Zeiten für Mieter = weniger Mieteinnahmen / Gewinn -> Kurs geht runter
5) steigende Zinsen = Aktien weniger attraktiv -> Kurse allgemein gehen runter

@gelbe Unzen
Was sind denn die Nebenkosten bei Kauf und Verkauf? Was ist der Abschlag beim Verkaufspreis (Ankauf zB durch offizielle Bank) und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit Fälschungen erworben zu haben bzw Kosten dies testen zu lassen. Was kostet die Aufbewahrung bzw. die Nerven die Münzen durch Einbruch oder versehentliches Wegwerfen zu verlieren? Für die Erben ist es vielleicht nett 1 Münze zu erhalten als gimmick aber alle weiteren Münzen machen doch nur Ärger wenn man sie wirklich mal für zB einen Hauskauf versilbern müsste die goldenen Unzen.

Wolke
1 Jahr zuvor

@Gelbe Unzen

@Fälschungen:Unwahrscheinlich(Börsencrashes sind häufiger.
@Verlieren: Kilobarren verliert man nicht.
@Verkauf: Steuerfrei!

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Wolke

Im Alter kann man Gold als Beimischung verwenden um gegebenfalls einen Entnahmeplan in den ersten Jahren abzusichern. Ansonsten sollten wertschaffende Anlageklassen von Vorteil sein. Meine Immo bietet mir neben einem Dach über dem Kopf monatlich eine Unze Gold nach einer Gabe an die Bank. Strenggenommen bleibt momentan etwas weniger hängen, da ich der Bank ein paar Taler extra zukommen lasse. Inflation finde ich in dem Zusammenhang gar nicht so verkehrt. Die Abgabe an die Bank bleibt konstant während sich die Einnahmen durch Mietanpassungen erhöhen.

Die größten drei Ausgabeposten sind in der Regel Wohnen, Mobilität und Energie. Die ersten beiden konnten durch diverse Maßnahmen auf unter 100€ gedrückt werden. Dazu ist eine Arbeit aber notwendig, da der Firmenwagen ansonsten vermutlich nicht weiter verwendet werden darf.
Die Energiekosten werden mit der nächsten Baumaßnahme ebenfalls reduziert. Ich bin gespannt was wir unseren werden. Hier ist auch Kreativität bei der Umgehung von max Peak Leistung gefragt. Da muss ich gegebenfalls auf eine neue Einheit ein Paket Solar buchen. Die Regularien gehen mir auf den Geist. Einerseits wird man genötigt etwas zu tun, aber auf der anderen Seite in der Skalierung gebremst.

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Gelbe Unzen – Wolke
Unzen (Aufgeld) sind aber keine Barren. Meine anderen Punkte bleiben richtig, es gibt extrem hohe Transaktions- und Opportunitätskosten die anfallen aber Goldbugs nicht sehen wollen.
Wieviele Menschen kaufen sich auf Auktionsplattformen gefälschtes Gold oder ihnen wird beim Goldhandel das fell über die Ohren gezogen. Das gehört zum Gesamtbild leider dazu.

Bei vermieteten Immobilien gibt es nicht nur Steuerfreiheit sondern sogar noch Steuergutschriften. Ich brauch kein Gold außer an der Hand, um den Hals und im Zahn 🙂

Wolke
1 Jahr zuvor

@42sucht21

Selektive Wahrnehmung ist nie gut.
Ich kenne zu viele Vermieter, die wegen Mietnomaden und vieler anderer Probleme ihre Nerven wegschmissen und ihre Immobilie verkauften.
Was blieb, ist ein Magengeschwür…
Da ist ein Goldbarren(aber logischerweise auch Aktien)um einiges pflegeleichter und fürs Seelenheil gesünder. Und wer ist schon so dumm und kauft Gold auf Auktionsplattformen??? Du kaufst doch auch keine Aktien bei einem Hinterhofbroker.
Die „extremen“ Transaktions-und Opportunitätskosten sind ein Märchen derer, die sich gar nicht auskennen.

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Wolke und sein Gold … eine Liebe, die erst endet, wenn der Tod sie scheidet 😉

Wolke
1 Jahr zuvor

@Rüdiger

Manchmal sind deine Kommentare wie ein goldener Sonnenstrahl.
?

Bruno
1 Jahr zuvor

@Unproduktive und tote Sachwerte

Gold ist zwar auch nicht meins aber doch sind mir Münzen- oder Goldbarrensammler wesentlich sympathischer als jene Pessimisten, welche sich mit Bunker, Selbstschussanlagen und Mehrjahresvorräte auseinander setzen 😉

Ich habe auch so einen unproduktiven Sachwert und das ist Kunst. Erstens erfreue ich mich täglich daran, andererseits kann man damit Künstlerinnen unterstützen. Und wenn man Glück hat erfährt man auch noch einen Wertzuwachs.

Und wenn man sich bei der regelmässigen Goldpflege (Abstauben) jeweils erfreut, ist das doch auch gut.

Rüdiger
1 Jahr zuvor
Antwort an  Bruno

Alles ist gut, was das Herz erfreut und die Seele lachen lässt 😉

Tritt leider viel zu oft in den Hintergrund …

Nico Meier
1 Jahr zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno
Ach so du gehörst zu den alten Männern die gerne junge Künstlerinnen “unterstützen” 😉

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Wolke – Selektive Wahrnehmung ist nie gut.
Sag ich ja auch. Verkaufen Sie doch mal ne Unze und staunen wie niedrig Ihr Gewinn ist.

Wenn ich conra-Immo als Argument schon Mietnomaden lese muss ich schmunzeln. Ich bin jetzt aber wieder raus aus. Ich mag lieber die Praxis als bloße Theorie.

Wolke
1 Jahr zuvor

@42sucht21
Wenn ich die Unze um 400 gekauft habe und sie um 1500 verkaufe, ist der Gewinn doch ganz nett, oder? Niedrig ist jedenfalls anders.

Matze
1 Jahr zuvor
Antwort an  Wolke

Absolut gesehen ja. Die Frage ist nur, wieviel Zeit zwischen Kauf und Verkauf lag.

Kiev
1 Jahr zuvor

@ Mietnomaden

Die gibt es häufiger als 6 Richtige inkl. Zusatzzahl…
https://www.focus.de › … › Mieten
Mietnomaden: Problem offenbar deutlich geringer als gedacht
In den letzen 44 Jahren gab es allein in Deutschland 1500 Fälle. Vielleicht ist die Dunkelziffer hoch und am Ende waren es sogar 3000. Ich kenne tatsächlich Jemanden, der einmal so einen Fall hatte. Der hat allerdings auch über 70 Einheiten. Ich kenne ungelogen allerdings auch ein Unternehmer-Paar, dass mit einer Waffe zu ihrem Safe begleitet wurde. Der Einbau eines ordentlichen Exemplars spricht sich vielleicht rum? Dennoch glaube ich nicht, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist einem Raubüberfall in Deutschland zum Opfer zu fallen.

Ralf
1 Jahr zuvor

@Wolke: Etwas Gold ist kein Fehler, nicht beirren lassen. Bei Immobilien kann durchaus einmal die Gefahr einer Zwangsabgabe (wie beim Lastenausgleichsgesetz zu Adenauers Zeiten) drohen. Früher oder später wird es eine neue Umverteilung geben auf verschiedenen Ebenen. So ganz abwägig ist das nicht, war auch mal Thema bei einer unserer Gutachter-Tagungen für den Immobiliensektor.

Umverteilung ist z.B. auch bei den Tarifverhandlungen im ÖD im kleinen bereits gut festzustellen. Die unteren und mittleren Entgeltgruppen haben in den letzten Jahren überproportional profitiert von Tarifverhandlungen (Mindestbetrag etc.). Bei den anderen Entgeltgruppen wurden dagegen derart gespart (z.B. das 13. Gehalt drastisch zusammengestrichen) dass wir nun z.B. auf Stellenausschreibungen für Ingenieure nicht mal mehr Bewerbungen bekommen oder nur drittklassige Bewerber. Ich selbst erwäge derzeit eine Kündigung mangels Perspektiven (sehr mäßiges Gehalt und anhaltend massiv hoher Auslastungs- und Schwierigkeitsgrad).

Und bei Gold ist bekanntlich die Grenze für anonymen Kauf drastisch reduziert worden auf unter 2.000 € von einst 15.000 €. Natürlich nur um Dealer und Geldwäschern das Handwerk zu legen, nicht wahr? Augen auf…

Paluma
1 Jahr zuvor

So ein Safe für hart verdientes nicht versteuertes Geld, kann man sich schon überlegen als Unternehmer einzubauen. Vielleicht braucht man das Geld für einen unzufriedenen Ingenieur aus dem ÖD um an wirklich attraktive Aufträge zu kommen 🙂

Daniel
1 Jahr zuvor

Investiert hier noch wer in Beyond Meat und Oatly? Sind zukunftsweisende Werte für mich.

Tobias
1 Jahr zuvor
Antwort an  Daniel

ja, bin bei beiden Werten dabei. Bei Oatly leider zum falschen Preis eingestiegen, aber ich finde beide Unternehmen langfristig spannend.

Wolke
1 Jahr zuvor

@Safe

Niemals Sachwerte zu Hause aufbewahren, niemals!

Bruno
1 Jahr zuvor
Antwort an  Wolke

Soll Fälle geben die haben ihre Schätze so gut versteckt, dass sie sie selbst nicht mehr gefunden haben 😀 Die Nachwelt und ihre glücklichen Schatzsucher danken.

Felix
1 Jahr zuvor

#Tesla
Zeit mal wieder für ein Tesla-Update. Der Newsflow ist super: Gute Quartalszahlen, stark steigende Absatzzahlen (Produktion ausverkauft, A4 und BMW3 abgehängt), von Chipknappheit kaum betroffen, Gigafactories in Grünheide und Texas auf der Zielgeraden zum Produktionstart, autonomes Fahren und KI eröffnen weitere Zukunftschancen.
Tesla ist für mich das innovativste und zukunftsträchtigste Unternehmen im Bereich green energy und Elon Musk ein genialer Tech-Unternehmer, der seinesgleichen sucht.
Ach ja, der Kurs von Tesla ist innerhalb eines Jahres um ca. 150 % und in den letzten drei Jahren um 1.500 % gestiegen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ohne Tims Beispiel und alltägliches Mantra mental in der Lage gewesen wäre, die Verfünfzehnfachung mitzunehmen. Ich habe mich an Tims Netflix-Beispiel orientiert und durchgehalten. Dafür an dieser Stelle herzlichen Dank an Tim für die moralische Unterstützung.
Wie man sieht, sind auch Highflyer im Depot keine sanften Ruhekissen.

Tobs
1 Jahr zuvor

@4211:
Eine Assoziation, die ich zugegebenermaßen bei Dir nicht gehabt hatte: Du bist ein Goldkettchen-Träger. Hatte selbst auch eins, bis ich es als Student völlig besoffen verloren hatte. Ich schlage vor, ab jetzt sind wir beim Du. Ich bin der Tobs.

@Daniel:
Oatly und Beyond Meat habe ich auch. Kleinere Packete. Keine Ahnung, wie ich die bewerten soll. Gekauft und vergessen. Dann habe ich noch kecke Vegan-Positionen wie Burcon Nutrascience und Komo. Aber nur ganz wenig, so wie ich auch in real bei vegan distanziert bis weglaufend bin.

@Hot Pot:
Kann man machen. Bisschen-scharf reicht für den Einstieg. Keine Ahnung, ob wen das hier interessiert. Seid Ihr doch mal unvermittelt bei einem Hot Pot, und Ihr erinnert Euch an diesen Blog-Eintrag, werdet Ihr tiefe Dankbarkeit spüren.

-M
1 Jahr zuvor

“Für euch langt das” … weniger leicht schaaaf.

-M

Tobs
1 Jahr zuvor
Antwort an  -M

„Deutsche Männer es weniger schaaf brauchen“ – Recht hatte sie! 🙂 war jedenfalls top research für unser Depot.

Slowroller
1 Jahr zuvor

@Felix
Tesla läuft. Ich mag Musk nicht, bin mir aber im klaren, dass andere auf ihn setzen. Ich mag Teslas Autos nicht wirklich – das selbe gilt aber für mich auch für Apple und die Leute lieben es. Ich bin zu 900$ ei gestiegen. Allerdings war das vor dem Split. Und ich gebe zu: das war schon ziemlich FOMO, viele andere Techwerte hatte ich verpasst. Ich bin gespannt wie sich Firma und Aktie noch entwickeln werden – egal ob ich den Laden mag, er bringt mir a) Geld ein und b) bringt er dem Markt Innovation und treibt ihn an. Und das beides finde ich gut.

Tatsächlich ist Tesla in meiner recht kurzen Börsenhistorie der Titel mit dem größten Kursplus.

Andreas
1 Jahr zuvor

Wie paranoid viele sind, wenn es um die Börse geht, zeigt sich jetzt auch wieder beim Thema Rente. Da geht es darum, dass endlich mal ein geringer prozentualer Anteil am Kapitalmarkt investiert wird, und schon ist von Zockerrente und Co. die Rede. Schlimm…

Wie schaut ihr denn auf Intel? Sind ja gut abgestraft worden, sind in einer Investitionsphase, die Konkurrenz ist groß, trotzdem sind die Cashflows hoch und es ist ein Wachstumsmarkt. Überlege mal mit einer ersten Position einzusteigen…

Ralf
1 Jahr zuvor

@Intel: Interessanter als Intel erscheint mir ASML, welche eine Schlüsselposition für die Chiphersteller inne hat (Lithographiesysteme für die Halbleiterindustrie, gibt es nicht viele Anbieter). Der Chartverlauf spricht Bände.

Andreas
1 Jahr zuvor
Antwort an  Ralf

Ja das auf jeden Fall, ASML ist top. Der klassische Fall aber, dass es mir dann immer zu teuer vorkommt. Hatte überlegt bei der letzten kleinen Korrektur bei rund 600 Euro mal einzusteigen, aber hab es (leider) nicht gemacht.

Nico Meier
1 Jahr zuvor

@Fit und Gesund
Dich als Pflegefachfrau könnte eventuell Fresenius interessieren.
Hast du dir diese mal angeschaut?
Bin da bei 34€ rein und halte sie nach wie vor für stark unterbewertet.

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor
Antwort an  Nico Meier

Hallo Nico,

Das hast Du dann gut gemacht Fresenius bei 34€ zu kaufen, 🙂 für mich ist das nix, zuviele Aktien im Healthcare Bereich und im Moment versuche ich eher mehr Schweizer Aktien zu kaufen.

Ich bin sehr unschlüssig ob ich die Hälfte meiner Straumann Aktien verkaufe, knapp 105% im Plus, die veröffentlichen morgen die Zahlen, wenn die nicht überragend sind, dann stürzt die Aktien morgen ab, im Moment verträgt es nicht viel und die Anleger hauen das Zeug sofort raus. Ich werde vermutlich nix machen und mich dann morgen mal eine Runde ärgern… hi hi…
Ems-Chemie haben morgen auch Zahlen, sollte es ordentlich bergab gehen, so kaufe ich zu.
Ich wünschte Dätwyler und Givaudan würden mal günstiger werden, oder VAT…Georg Fischer käme auch noch in Frage, ich habe schon ein paar Aktien die ich beobachte.

Dein Sohnemann ist nun sicher in einem schönen Alter, da hast Du bestimmt viel Spass mit ihm 🙂

Lad
1 Jahr zuvor

”Ich finde, die große Sorge vor dem nächsten Crash ist übertrieben. ” schreibt ein unbekannter Soldat
Wenn du noch keine Aktien 2000-2003 hattest, die Charts von 2000-2003 nicht beachtest, die KBVs, KUVs, KGVs von heute bei den US techno Aktien und CTS Eventim ignorierst, dann wirst du erst nach dem nächsten Crash Value-Investing von Ben Graham studieren.
Sehr empfehlenswert ist den Chart von Corning = GLW von 1999-2021 zu sehen.
Besonders überbewertet mit KBV sind heute: AbbVie P/B 15, Adobe P/B 19, Airbnb P/B 31, Altria P/B 26, Amazon P/B 14, Apple P/B 37, Beyond Meat P/B 25, BioNTech P/B 9, Boeing P/B 1600, Coca-Cola P/B 10, Coinbase P/B 12, McDonald’s P/B negativ, Mastercard P/B 53, Microsoft P/B 15, Netflix P/B 20, Novo Nordisk P/B 22, Nvidia P/B 24, Philip Morris P/B negativ, Qualcomm P/B 17, Starbucks P/B 71, Tesla P/B 32, Visa P/B 14.
Und KBV ist nicht wie KGV, KBV sollte 5x niedriger sein als KGV und niemals ein negatives KBV = negatives Eigenkapital.

-M
1 Jahr zuvor

Lad, schreibst du die Texte immer wieder neu?

-M

Der Domi
1 Jahr zuvor
Antwort an  -M

Hat es Lad jemals gelesen, wenn man ihn angesprochen hat? 😉

Vroma
1 Jahr zuvor

@Tesla:
Hallo Zusammen! Einen Hype verstehe ich, kann mir aber jemand erklären wie Analysten auf die Bewertung von Tesla kommen? Sind die Fahrzeuge mit 20% Nettomarge wirklich profitabel? Inwieweit zahlen hier die CO2-Zertifikate ein?

Der TAM und dessen mögliche Gewinne erschließen sich mir, zumindest ohne bewusstseinserweiternde Drogen, nicht wirklich….

Vielleicht könnte mir ein Teilhaber von Tesla seine Vision für die Firma erläutern.

Stefan Müller
1 Jahr zuvor

https://www.n-tv.de/politik/Juso-Chefin-findet-Aktien-Rente-heikel-article22890797.html

Die Aktienrente findet nicht überall Zuspruch. Einige haben die Sauerländer Volksschule nicht besucht.

Marcel
1 Jahr zuvor

Ich habe erst vor einem Monat nochmal 5000€ in einen S&P500 ETF investiert. Geld das ich nun 32 Jahre bis zu meiner Rente einfach liegen lasse. Am Tag X werde ich diesen auszahlen lassen und mit meiner Familie eine schöne Reise machen und alles auf den Kopf hauen…

Nebenbei bespare ich seit ein paar Jahren ein 70/30 ETF Portfolio für die Rente… 15% vom Brutto werden monatlich investiert. Im C-Crash hatte ich mir auch einige Einzelwerte gekauft mit denen ich auch dick im Plus bin. Allerdings schaue ich dort viel zu oft rein, was mir langfristig glaube ich nicht gut tut. Daher überlege ich mir zum Jahreswechsel diese wieder zu verkaufen und in meine ETF umzuschichten. Vll erhöhe ich dann auch den S&P500 um nochmals 5000€… Und der Rest ins 70/30 Portfolio… Mal schauen

Auch Bitcoin hatte ich im Crash ein wenig gekauft, dort hatte ich nach 600% den Einsatz wieder rausgeholt und nun laufen dort nur noch die Gewinne… Da kann ich entspannt zuschauen was mal draus wird. Sollte er auf 0 gehen wäre es mir egal, verlieren kann ich ja nichts mehr…

Ich wünsche allen weiterhin viel Erfolg und eine dicke Rendite 🙂

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Tobs
Die Kette hatte mir ein Freund geschenkt. Daran hängt eine etwa 110J alte bekannte goldene US Münze. Bei der Zombieapokalypse kann ich oder meine Erben die vielleicht gegen ein paar Silberkugeln eintauschen oder ein Flugticket. Mal sehen. Solange hat sie für mich hohen emotionalen Wert wenn sie mir mal wieder über den Weg läuft. Ich trage sie nicht…

@Ralf – Immobilien, Gefahr einer Zwangsabgabe
Ich sehe das sehr ähnlich. Siehe den Zensus 2022. Nur eine Gefahr sehe ich nicht.
Eine Zwangshypothek gab es ja in DE bereits 2x. Es gibt also Erfahrungswerte.
1923 in der Hyperinflation auf Grundbesitz in Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe
Spoiler: Es war in der Hyperinflationszeit nicht besser keinen Grundbesitz zu haben – denn, durch die Hyperinflation gab es eine kostenfreie Entschuldung der Hypoteken und der Immowert stieg immer mit.
1952 das 2.WK Lastenausgleichsgesetz bei dem 50% des Einheitswerts von 1948 als 30 jährige Hypothek abgezahlt werden musste.
Zum einen der geringe Einheitswert, dann kann man das ganze voll steuerlich geltend machen über 30J und letztendlich werden es wieder die Mieter zahlen durch höhere Mieten – und das nach Verdreifachung des Papierwerts innerhalb der letzten 15 Jahre ohne zutun. Kann man alles leicht verschmerzen.

@Kiev – Mietnomaden
Bei 25 Millionen Mietern in DE x 44 Jahre / 1.500 Gesamtfälle wird dieses Thema sehr deutlich & emotional überschätzt. Kann man sich auch ziemlich sicher vor schützen.
Beim Goldkauf kommt aber vielen die Hormonausschüttung bei vermeintlichen Schnäppchen dazwischen. Auch als die Sparkasse Göttingen 300.000 für Falschgold ausgab – ist aber ziemlich verbreitet. Veilleicht tauscht auch der Neffe von Wolke mal seine Goldunzen gegen Wolfram-Kopien im Versteck aus wenn der Onkel nicht hinschaut. Wer weiss.
https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/falsch-gold-betrug-anleger-100.html
https://www.funk.net/channel/strgf-11384/falschgold-auf-ebay-einfach-dreist-oder-betrug-strgf-1748722

Sagen wir mal eine Immobilienbesitzerin in DE hat 10 Mio Immovermögen. Wofür sollte sie dann Gold halten (außer Schwarzgeld) und wieviel. 50K? Das bekommt sie in 1 Monat an Kaltmieten herein. 500k? Da kann sie besser noch ne 2 Zimmerwohnung dazu kaufen. Sagen wir ein 40 jähriger Familienvater zahlt sein Eigenheim ab. Wofür sollte er Gold halten – außer für den Fall Vermögen für die Scheidung vor seiner Ehefrau zu verstecken.

Ich bin für die Senkung des Werts für anonymen Kauf weil ich keinen positive Sinn sehe es anonym zu haben.

blackrock
1 Jahr zuvor

Immo-Zwangsabgabe
Kann ich mir nicht vorstellen – jeder Eingriff in das Immovermögen käme einem Offenbarungseid gleich. Das wird sich niemand trauen! Welche Leute/Institutionen haben das größte Immovermögen? Und wieviel Gegenwind würde es geben?

Wenn, dann glaube ich eher dass der Bitcoin reguliert/verboten wird. Dafür sprechen gute Gründe die einfach zu kommunizieren sind: Umweltschutz, Schwarzgeld, Einführung digitaler Euro, kein Staat möchte eine unabhängige Währung auf die es keine Einwirkmöglichkeiten gibt.
Welche Leute/Institutionen haben das größte Wallet? Und wieviel Gegenwind würde es geben?

Wolke
1 Jahr zuvor

@blackrock

Wer Immos hat, kann sich eine Zwangsabgabe nicht vorstellen…
Wer Gold hat, kann sich ein Goldberbot nicht vorstellen…
Wer Aktien hat, kann sich einen Crash nicht vorstellen…
Wer Geld auf dem Konto hat, kann sich nicht vorstellen, daß die Einlagensicherung ausfällt.
Der Mensch lebt hauptsächlich von Vorstellungen…nicht immer rationalen.

42sucht21

Ich wiederhole:
„Wer kein Gold besitzt, versteht weder die Geschichte noch die Wirtschaft“ sage nicht ich, sondern Ray Dalio.

Linda
1 Jahr zuvor
Antwort an  Wolke

Ich habe das alles und kann es mir bei jeder einzelnen Assetklasse vorstellen.
Aus dem Grund habe ich auch alles.
Nach dem Motto: irgendwas wird die nächste Krise wohl überleben.

Blackrock
1 Jahr zuvor
Antwort an  Wolke

Da hast du wohl recht, alle Assest sind von Ereignissen bedroht die in unseren Vorstellungen existieren.
Krypto ist aber für mich der absolut heißeste Scheiß in meinen Vorstellungen 😉

Kiev
1 Jahr zuvor

@42sucht21

Ich sehe in Gold lediglich ein Mittel um Schwankungen von Vermögenswerten zu glätten. Bei 10M€ Vermögen in Aktien und oder Immobilien und Ausgaben von beispielsweise 24k€ im Jahr ist es sicherlich nicht notwendig die ersten Jahre der “Entsparphase” abzusichern. In dem Fall wird auch nichts entspart. Allerdings erreichen nur sehr wenige Menschen ein so hohes Vermögen. Bei einem geringeren Vermögen und Entsparphase ist ein Geldbuffer in Kombination mit Gold vielleicht nicht verkehrt. Es wird sicher auch beruhigend wirken.
Vorteile von Gold sehe ich ebenfalls stark korrelierend mit der Möglichkeit es anonym kaufen und verkaufen zu können. Ich hatte damals recherchiert wo man am besten Gold kaufen kann. In der Schweiz gab es eine Möglichkeit. Soweit mir bekannt, darf man aber auch nur mit 10k€ die Grenze passieren. Folglich kann eine Person nur 6 Unzen aktuell kaufen. Mit den kleinen Barren wird es dann schon schwierig mit dem Grenzübertritt. Bei zwei Personen muss es auch gut teilbar sein, damit es keine Probleme gibt. Es verursacht somit durchaus für verhältnismäßig kleine Summen einen großen Aufwand. Lediglich zur Glättung würde natürlich Papier Gold ausreichen…

@ Altersarmut
Wie zu erwarten war werden hier wohl von den von mir genannten Personen äußerst dumme Entscheidungen getroffen werden. Ich habe zumindest versucht ein wenig logisches Denken zu vermitteln. Hat leider wie zu erwarten nicht funktioniert. Es führt dazu, dass sich zwei Menschen in höherem Alter ohne Ersparnisse mit sehr geringer Rente (durch Selbstständigkeit ohne Aufbau von Rücklagen) ein Haus mieten mit 130qm Wohnfläche und Ölheizung. Es soll auch nur für die nächsten 10 Jahre so gelebt werden und dann möchte man sich verkleinern. Ich weiß ja nicht wie viel Spaß ein Umzug mit knapp 80 Jahren bereitet… Darauf kann ich persönlich verzichten. Für die ungewissen Ausgaben “im Alter” habe ich die Möglichkeit einer kleineren Wohnung ins Spiel gebracht und vorgeschlagen Überschüsse zu sparen. Fazit: “was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr”. In dem Sinne: Tim mach weiter mit Deinem Blog, der ein oder andere wird hier sicherlich in Teilen fündig werden. Mein Fazit bleibt dennoch, dass es nie zu spät ist um bessere Entscheidungen zu treffen. Bessere Entscheidungen bieten bereits in wenigen Jahren Vorteile.

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Kiev – glätten
Ja, das stimmt schon denke ich auch. Allerdings wäre der Aufwand und die Transaktionsverluste mir zu groß. Warum nicht einfach TG / FG Leiter im Verbund mit einem Global-Bond ETF wenn der cashbedarf sehr groß ist.

Das andere seh ich eh auch so. Wer den Sparmuskel nicht über Jahre trainiert, die/ der wird es nicht plötzlich schaffen.

Wolke
1 Jahr zuvor

@Altersarmut

Erste Voraussetzung für ein sorgloses Leben im Alter ist m.E. eine ausreichende Rente. Die sollte die Alltagsausgaben abdecken.
Das Ersparte oder Depot wird für die vielen schönen Extras, die man sich gerade im Alter gönnen möchte, ausgegeben.
Und, besonders wichtig, es muß genug Geld für Ausgaben bei Krankheit da sein. Beispielsweise Behandlungen bei Privatärzten oder Privatkliniken.
Das kann ordentlich ins Geld gehen.
Die von „finanzieller Freiheit mit vierzig“ Träumer haben wirklich keine Ahnung, was im Alter auf sie zukommt und wieviel mehr Geld sie einberechnen müssten, um zu vermeiden, im Alter jeden Euro umdrehen zu müssen.
Ein ordentliches finanzielles Polster im Alter ist extrem wichtig für ein zufriedenes Leben, viel wichtiger als in jedem anderen Lebensabschnitt.

Sabsi
1 Jahr zuvor
Antwort an  Wolke

@ Wolke: Ja, das erlebe ich gerade live im engsten Verwandtenkreis. Die guten Ärzte sind Wahlärzte, also privat zu bezahlen bzw. bekommt man oft nur bei Wahlärzten schnell einen Termin (die Kassenärzte sind oft über Monate ausgebucht, also undenkbar für einen Schmerzpatienten). Für OPs und Therapien gab es auch schon des Öfteren richtig fette Zuzahlungen, von den Kosten einer 24-Stunden-Pflege gar nicht zu reden! Der Haushalt wird dadurch natürlich auch teurer, Opportunitätskosten wie Lebensmittel, Strom, Heizung, Wasser, Müll, Kanal etc. für eine Person mehr im Haus nicht zu vergessen!
Eine ausreichende Rente/Pension ist Grundvoraussetzung, dazu noch genügend Erspartes und – extrem wichtig, meiner Meinung nach – eine abbezahlte (renovierte) Immobilie mit geringen laufenden Betriebskosten!

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

@ Felix

Glückwunsch zu Tesla. Die Papiere kaufen kann jeder. Sie aber durch dick und dünn festzuhalten, ob sie nun wie eine Rakete steigen – “Sollte ich nicht meine Gewinne sichern?” – oder wie ein Stein fallen – “War´s das? Geht es jetzt nur noch runter?” -, darin liegt die Kunst.

Man kann auch ungeduldig werden, wenn es nur seitwärts läuft. Aktuell bei Amazon zu beobachten.

Mir alles egal. Ich bin Anteilseigner vieler ausgezeichneter Unternehmen. Die Kurse werden das langfristig widerspiegeln. Was da so kurzfristig an der Börse passiert läßt mich völlig kalt.

@ Inflation

Einen besseren Schutz als die Vielzahl an Unternehmensbeteiligungen kann ich mir gar nicht vorstellen. Da bin ich ganz entspannt.

Und immer diese Angst vorm Börsenabsturz…. was folgt denn im Anschluß? Richtig. Die Rally.

Das große Geld fließt panisch ab, um dann wieder zurückzufließen. Ob es nun ein Jahr dauert, fünf oder zehn…. . War immer so, bleibt immer so. Merkwürdiges Spiel….

Wolke
1 Jahr zuvor

@Freelancer
Toll…unglaublich…sowas von cool!
Wie manche hier wiederholt schreiben, wie entspannt sie sind, keine Angst vor gar nichts haben, wie sie alles kalt läßt und ihnen alles egal ist, ist auch so ein merkwürdiges Spiel. Wie pfeifen im Wald…

Rüdiger
1 Jahr zuvor
Antwort an  Wolke

Dass manche hier keine Angst haben, lässt die Angsthasen nicht kalt 😉

Felix
1 Jahr zuvor
Antwort an  Rüdiger

das macht ihnen zusätzlich Angst.

-M
1 Jahr zuvor

@Gold

Also die Käufe bei uns in der Bank werden immer mehr und die Losgrößen steigen. Komisch, bei Fonds meckern die Kunden über 5% AA, aber bei Gold ist es egal beim Kauf. Man hat ja was in der Hand…

Ich weiß nicht so recht. Habe fast täglich Gold in der Hand auf der Arbeit. Man merkt, aufgrund der Dichte, dass es etwas besonderes ist. Es ist anders, als ein Stück Eisen in der Hand zu haben, besser kann ich es nicht beschreiben.

Heute ging 1kg für 50.000€ über den Ladentisch. Würde ich das Geld auf den Tisch legen für den “Klumpen” Metall? Nein! Aber wieviel würde ich für 1kg gold bezahlen? Was ist der denn überhaupt wert, der innere Wert? Ich kann es einfach nicht bestimmen.

Würde 1kg – 20.000 Kosten wäre es eher schon interessant, aber da Frage ich mich, ob ich dann einfach nur durch den Ankereffekt denke, es sei ok vom Preis. Es war ja mal bei 50k, also jetzt ist es günstig.

Am Ende komme ich immer wieder zum Ergebnis, dass ich lieber mein Geld in Aktien oder Immos hätte, die Geld erwirtschaften. Gold liegt nur faul rum und arbeitet nicht. Ich weiß, jetzt kommt eh die Ansage, dass Gold soll eh nur Versicherung sein…. ok kann ich mit Leben, wenn das jemand so möchte und dann besser schläft.

@Kiev

Hast Du mal wieder schön Musik gehört? Ich mache gerade eine schöne Hörsession und teste den neuen Tonabnehmer. Der Alte musste zwangsweise getauscht werden, da irgend jemand die Nadel abgebrochen hat….Totalschaden…. naja zumindest gab es ein kleines Upgrade.

Gerade dreht sich eine schöne Jazz Scheibe – “Round Midnight” und dazu ein kleines Gläschen Single Malt. Der Rest der Familie schläft und Papa hat das Wohnzimmer für sich 🙂

-M

Bruno
1 Jahr zuvor
Antwort an  -M

“dazu ein kleines Gläschen Single Malt”

taugt auch als Gold-Ersatz, und wenn es ganz hart kommt, hilft es auch 😀

-M
1 Jahr zuvor
Antwort an  Bruno

Ich glaube die Renditen sind sogar bei weitem besser, als bei Gold die letzten x Jahre. Bringt aber nix. Ein Bowmore 12ys will getrunken, nicht aufgehoben werden, da der im Wert kaum steigen wird.

-M

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