Die ewige Angst vor der Börse

Ich finde es super, wenn Stars und Sternchen bodenständig bleiben. Selbst wenn es manchmal nur kurze Episoden sind. Nimm Hollywood-Star Adam Sandler, der läuft durch New York naschend mit einem Gurkenglas:

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Eine gesunde Sparsamkeit schützt dich vor Dummheiten. Gerade die Mittelschicht hat das Problem der wachsenden Rentenlücke. Daher ist Sparen und Investieren angesagt.

Die ewige Leier vom Börsencrash

Ich finde, die große Sorge vor dem nächsten Crash ist übertrieben. Hier fabuliert zum Beispiel Hedgefondsguru Carl Icahn im CNBC-Börsenkanal über die Crashgefahr, es ist ein Gefasel. Icahn warnt vorm Absturz seit Ewigkeiten:

Im langen Schnitt steigen die Börsen um 7 bis 10 Prozent. Und die Angst vor der Inflation ist ebenfalls übertrieben. Es gibt eine gute Auswertung der Aktienmärkte in Zeiten mit hoher Inflation. Das Diagramm der 17 Jahre mit der höchsten Inflation zeigt die Fakten:

“Die durchschnittliche Rendite des S&P 500 in diesen Jahren betrug 9,4%. Das ist im Grunde der langfristige Durchschnitt der vergangenen 90+ Jahre.”

Also was soll die ganze Panikmache? Die enorme Angst vor der Börse kostet den Deutschen sehr viel Rendite. Sie sparen mit Sparbuch, Festgeld und Girokonto. Es ist unvorstellbar, was alles gebunkert wird. Es macht keinen Sinn.

Warum aktive Fonds nichts sind

Börsianer sollten noch eine wichtige Statistik kennen. 92 Prozent der großen aktiven Fonds schneidet über einen Zeitraum von 15 Jahren schlechter als der S&P 500 ab. Wenn die Profis es schon nicht schaffen, dann wird es für Privatanleger umso schwieriger sein. Aus diesem Grund rate ich zu einem Grundbaustein im Depot: Ein günstiger simpler ETF, der die Weltmärkte nachbildet.

Über einen langen Anlagehorizont ist es eben extrem schwer, günstige Indexfonds zu übertrumpfen. Vanguard-Gründer Jack Bogle riet deshalb: “Suchen Sie nicht nach der Nadel im Heuhaufen. Kaufen Sie einfach den ganzen Heuhaufen.”

Generell ist es so: Wenn du langfristig an der Börse bist, wirst du gut abschneiden. Das zeigt die Börsenhistorie. Wer mit einem ETF über 20, 30, 40 spart, wird keine atemberaubenden Verluste haben, sondern auf einer Goldader sitzen. Langsam und stetig Sparen – das ist das, was zu tun ist.

Wer gerne selbst Aktien auswählt, kann das tun. Vielen Leuten macht das Spaß. Etliche investieren ohne das Ziel zu haben, die Börse unbedingt outperformen zu müssen. Manch ein Stockpicker will keine moralisch fragwürdigen Unternehmen im Depot haben und meidet deshalb ETFs. Für etliche Anleger sind Rüstung, Tabak, Glücksspiel, Öl ein rotes Tuch. Und ja: Viele sehen die Börse als Nervenkitzel. Sie sind Spieler.

Über die Finanzmärkte ein passives Einkommen zu verdienen, ist clever. Das schließt die Rentenlücke und kann dich im besten Fall finanziell frei machen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Banken keinerlei Zinsen für Spareinlagen mehr zahlen. Stichwort Negativzinsen. Anstatt überstürzt in heiße Trends zu investieren, steig lieber geruhsam ein. Aber mit Vernunft. Und nicht mit Kasinomentalität.

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  1. Es gibt einfach Leute, die werden bzw. wollen es nie verstehen und wollen nichts mit Aktien zu tun haben. Auch wenn Sie zig Tausende Rendite machen. Da bringen auch die besten Argumente und Statistiken nichts. Das ist sinnlos.

    Die Menschen verschulden sich lieber mit ihrem Haus und bezahlen dies ihr leben lang zurück. Aber muss man halt akzeptieren. Vielleicht ändert sich ja was, wenn Aktiensparen in der neuen Koalition evtl. mal endlich gefördert wird.

    1. Habe ich auch kein Problem mit diesen Leuten und deren Denkweise. Womit ich aber dann ein Problem habe, ist deren Neid, nachdem sie sich entweder hoch verschuldet haben oder nur Geld verprassen und nie sparen wollen oder können. Dann schreien sie aber nach “sozialer Gerechtigkeit” und demnach nach Steuererhöhungen für “Reiche”. Wobei “Reiche” dann bei diesen Möchtegernsozialisten schon ab 1 Mio. Euro Vermögen anfängt oder gar weiter drunter. Sollen sie auf Börse & Co. schimpfen. Mir egal. Aber lasst mein Geld in Ruhe durch Steuererhöhungen!

  2. Hat hier jemand einen Broker im Einsatz bei dem man US-Reits kaufen kann (z.B. American Tower) der einem aber zumindest (Vordruck reicht) den Steuerkrempel abnimmt und nicht grade mega-technisch unterwegs ist?

    Comdirect und DKB verweigern mir den Kauf, da für die Broker die Aktie wie ein Fonds angesehen wird. Ich möchte zukünftig aber noch ein paar andere solcher Aktien kaufen.

    Als Alternative wird dann häufig Interactive Broker genannt, aber wenn man sich das mal so anschaut, dann ist das eher ein Broker für Trader oder “Profis”. Mir reicht…oder besser gesagt… möchte gerne ein einfaches Webinterface haben das einfach auf dem Niveau der normalen deutschen Broker liegt.

  3. Guter Artikel, Kernaussage gefällt mir. Bin auch froh damit gestartet zu haben und hatte auch (leider) lange Zeit das Geld eher vermeintlich sicher gehortet. Mein WP Portfolio sind zu 80 Prozent breite ETF und zu 20 Prozent Einzelwerte, die mich nochmal extra reizten. Hierzu gehören Amazon, Microsoft, Facebook und Alphabet, aber auch Allianz, MüR oder Berkshire B.

    Hier noch mal meine Frage in die Runde, die ist gestern abend noch im alten Artikel von mir platziert worden und soll nicht untergehen.

    Bei der Suche nach WP mit attraktiver Bewertung ist mir aufgefallen, dass laut Vanguard der A1JX51 (EM) ein KGV lt. Portfoliodaten in Höhe von 7,8 hat.
    Das macht mich stutzig, der XTracker EM (A12GVR) mit Benchmark MSCI EM, aber doch recht ähnlich von den größten Positionen, hat lt. DWS Seite ein KGV von 17,33.
    Das ist ja doch ein erheblicher Unterschied.
    Kann sich das jemand erklären, irgendwie kann ich den Vanguard Wert nicht glauben.
    VG

  4. @Kiev
    Ich finde deine Länder auch interessant, bin dort schon eine Weile investiert, aber direkt. Finde das einfacher als über die Börse dann hat man auch volle Transparenz. Diesbezüglich traue ich der USA und Europa mehr, und am Wachstum dort profitieren die ja auch mit.

    Natürlich auch der Albtraum für viele Softwareentwickler hier, denn diese Märkte sind eine starke Konkurrenz. Aktuell merkt man das kaum weil die Nachfrage so enorm ist aber wenn die mal zurückgeht wird man das schon spüren. Für die guten Talente sehe ich wie meistens keine Gefahr, aber die Trittbrettfahrer könnte es dann treffen, ähnlich wie damals in der dotcom Bubble, wo jede und jeder meinte jetzt auch IT-Spezialist geworden zu sein und schnell reich zu werden. Ich erinnere mich damals hat ein IT-Supporter der ein bisschen auf Office rumklicken konnte oder eine defekte Maus auswechseln 100.- / h verdient.

  5. „Im langen Schnitt steigt die Börse um 7-10 Prozent“

    Derzeit beträgt die offizielle Inflation 4(DE) bis 5(USA) Prozent, die reale aber ca. das doppelte. Tendenz steigend. Bleibt nicht mehr allzuviel übrig für die freiheitlichen Träume. Zumindest mit ETF‘s.
    Da muß man schon mit Stockpicking versuchen, den Index zu schlagen.
    Mit dem dazugehörigen Risiko.
    Was hingegen Vermögenserhalt betrifft bin ich mit dem System „Aktien für die guten, Gold für die schlechten Zeiten“ immer gut gefahren.

  6. Lieber Tim,
    wie so oft bringst Du die Tatsachen einfach auf den Tisch. Sollte ich für eine gute Rendite nur ETFs kaufen? Wahrscheinlich schon.

    Warum ich aber lieber auf 1-2% Rendite im Zweifel verzichte? Auf Grund dieser beiden Sätze:
    “Wer gerne selbst Aktien auswählt, kann das tun. Vielen Leuten macht das Spaß. Etliche investieren ohne das Ziel zu haben, die Börse unbedingt outperformen zu müssen. ”
    So ist es. Ich weiß, dass ich vielleicht besser sein könnte mit einem ETF, aber mir macht das Aktien auswählen Spaß und die Rendite ist auch mehr als ausreichend. Ich weiß, dass ich in 10 Jahren trotz Kindern aufhören kann zu arbeiten, weil das Depot sich ausreichend entwickelt. Wenn ich dies mit einem ETF ohne Spaß in 9 Jahren könnte, dann ist es mir das nicht wert. Lieber ein Jahr länger in meinem mich erfreuenden Job verbringen und zusätzlich Spaß in der Geldanlage haben als keinen Spaß bei der Geldanlage zu haben.

  7. @ Bruno

    Als Angestellter habe ich keine Möglichkeiten direkt in den Ländern zu investieren. Ich war auch noch nie in den genannten Ländern.
    Vor der Konkurrenz habe ich überhaupt keine Angst. Ich bin mir aber bewusst, dass immer Kosten eingespart werden sollen bis von einer Zwiebel am Ende nichts mehr übrig bleibt. Die Erkenntnis hat mich vielleicht erst richtig auf den Weg in die Freiheit gebracht. In zweiter Hinsicht konnte ich davon auch noch in Form einer hohen Abfindung profitieren.

    Von einem Aufstreben der Emerging Markets profitiere ich durch meine Aktienbeteiligungen. Politisch finde ich die Ziele und Vorgaben wie 10 Jahresplanung teilweise sehr durchdacht. Davon könnte sich Deutschland gerne eine Scheibe abschneiden. Den genannten Link der Reliance Investition in ein deutsches Start-up finde ich auch nur als Investor von Reliance sehr gut. Aus deutscher Sicht würde mir ein anderes Vorgehen besser gefallen. Aber gut, hier werden die Probleme der Welt gelöst und wir werden mit Nobelpreisen beschert. Die Gewinne fahren dann Andere ein… So ein Vorgehen würde einem Xin Jin Ping vermutlich nicht in den Sinn kommen. Sicherlich kann die Produktivität ausländischer Firmen von den Emerging Markets profitieren und sie können vielleicht auch ein bisschen die Märkte erschließen. Eine Art Amazon in Indien bleibt aber us meiner Sicht einem indischen Unternehmen vorbehalten. In Iran wird es nicht anders laufen. Ausländische Firmen können sich nur beteiligen was sie auch machen. Venture Capital wird auch noch interessant werden. Schließlich sind für die digitalen Plattformen und Modelle nicht sehr hohe Summen notwendig. Microsoft wird sicherlich profitieren, aber ein Investment in die erfolgreichen E-Kommerz Plattformen Indiens werden vermutlich eine bessere Rendite erzielen. Die USA dürfen nicht in Italien investieren. Das finde ich als Anleger toll. Vor allem wenn sie es irgendwann dann dürfen. Leider kann ich es heute noch nicht unter Einhaltung der Risikobegrenzung auf unter 5% des Aktienvermögens.

  8. @Wolke die Inflation wird von Anlegern noch öfter ausgeblendet als der Zinseszins. Die Menschen wollen es nicht wahrhaben, dass ihr Papiergeld verfällt. Alle 20 Jahre ist die Hälfte futsch.

  9. @ Wolke
    Seit 04/2017 hat mein ETF auf den MSCI World aber einen internen Zinsfuß von ca. 18 %, von daher sehe ich auch die möglicherweise 6 % Inflation sehr entspannt. Die Preissteigerungen bei den Immobilien, die ich 2017-2019 erworben habe machen mich auch ganz schwindelig.

  10. Ich bin bei der Inflation gelassen. Steigen die Preise, steigen langfristig auch die Unternehmenswerte und damit die Aktien. Bitter wird es für alle, die keine Sachwerte haben. Bei 4% Inflation kann man dem Bankguthaben beim Schmelzen zu schauen. Gefühlt ist die Inflation in meinem persönlichen Leben noch höher: Supermarkt, Restaurant, Tanken, Heizen. Dank Aktien kann ich hier zum Glück ganz gut schlafen.

  11. @Simon,

    also wenn’s mir schwindlig ist im Kopf, dann bin ich meist besonders vorsichtig 🙂

    Nichtsdestotrotz hab ich gerade eben noch ein paar Logitech eingesammelt, was man hat, das hat man.

    1. Hallo @fit und gesund,

      … gute Wahl und wahrscheinlich guter Einstieg. Viel Erfolg!

      BAT hat sich inzwischen zwar etwas vom Tief (25,07 GBX, 06.10.21) “erholt”, lieferte aber keinerlei Signale. Ebenso Altria.

      LG

      1. Hallo Claus,

        Danke, Logitech mag ich ganz gerne, die haben es heute wieder bös auf die Ohren bekommen.
        BAT hab ich nix gemacht, die sind einfach das Allerletzte! Ich hoffe ich kann sie in 4.5 Jahren loswerden, dann hätte ich keinen Verlust wegen der Dividende, aber auch darauf ist glaub kein Verlass.

        Liebe Grüsse

  12. @Reits – kaufen
    Werden die Kurse der REITS bei steigenden Zinsen nicht von 4-5 Seiten gleichzeitig angegriffen?
    1) Höhere Zinsen für Kredite = weniger Gewinn -> Kurs geht runter
    2) höhere Zinsen, Risikozuschlag wg NAV-Reduktion = weniger Gewinn -> Kurs geht runter
    3) NAV-Reduktion durch höhere Zinsen = geringerer Gebäudewert -> Kurs geht runter
    4) schwierigere Zeiten für Mieter = weniger Mieteinnahmen / Gewinn -> Kurs geht runter
    5) steigende Zinsen = Aktien weniger attraktiv -> Kurse allgemein gehen runter

    @gelbe Unzen
    Was sind denn die Nebenkosten bei Kauf und Verkauf? Was ist der Abschlag beim Verkaufspreis (Ankauf zB durch offizielle Bank) und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit Fälschungen erworben zu haben bzw Kosten dies testen zu lassen. Was kostet die Aufbewahrung bzw. die Nerven die Münzen durch Einbruch oder versehentliches Wegwerfen zu verlieren? Für die Erben ist es vielleicht nett 1 Münze zu erhalten als gimmick aber alle weiteren Münzen machen doch nur Ärger wenn man sie wirklich mal für zB einen Hauskauf versilbern müsste die goldenen Unzen.

  13. @ Wolke

    Im Alter kann man Gold als Beimischung verwenden um gegebenfalls einen Entnahmeplan in den ersten Jahren abzusichern. Ansonsten sollten wertschaffende Anlageklassen von Vorteil sein. Meine Immo bietet mir neben einem Dach über dem Kopf monatlich eine Unze Gold nach einer Gabe an die Bank. Strenggenommen bleibt momentan etwas weniger hängen, da ich der Bank ein paar Taler extra zukommen lasse. Inflation finde ich in dem Zusammenhang gar nicht so verkehrt. Die Abgabe an die Bank bleibt konstant während sich die Einnahmen durch Mietanpassungen erhöhen.

    Die größten drei Ausgabeposten sind in der Regel Wohnen, Mobilität und Energie. Die ersten beiden konnten durch diverse Maßnahmen auf unter 100€ gedrückt werden. Dazu ist eine Arbeit aber notwendig, da der Firmenwagen ansonsten vermutlich nicht weiter verwendet werden darf.
    Die Energiekosten werden mit der nächsten Baumaßnahme ebenfalls reduziert. Ich bin gespannt was wir unseren werden. Hier ist auch Kreativität bei der Umgehung von max Peak Leistung gefragt. Da muss ich gegebenfalls auf eine neue Einheit ein Paket Solar buchen. Die Regularien gehen mir auf den Geist. Einerseits wird man genötigt etwas zu tun, aber auf der anderen Seite in der Skalierung gebremst.

  14. @Gelbe Unzen – Wolke
    Unzen (Aufgeld) sind aber keine Barren. Meine anderen Punkte bleiben richtig, es gibt extrem hohe Transaktions- und Opportunitätskosten die anfallen aber Goldbugs nicht sehen wollen.
    Wieviele Menschen kaufen sich auf Auktionsplattformen gefälschtes Gold oder ihnen wird beim Goldhandel das fell über die Ohren gezogen. Das gehört zum Gesamtbild leider dazu.

    Bei vermieteten Immobilien gibt es nicht nur Steuerfreiheit sondern sogar noch Steuergutschriften. Ich brauch kein Gold außer an der Hand, um den Hals und im Zahn 🙂

  15. @42sucht21

    Selektive Wahrnehmung ist nie gut.
    Ich kenne zu viele Vermieter, die wegen Mietnomaden und vieler anderer Probleme ihre Nerven wegschmissen und ihre Immobilie verkauften.
    Was blieb, ist ein Magengeschwür…
    Da ist ein Goldbarren(aber logischerweise auch Aktien)um einiges pflegeleichter und fürs Seelenheil gesünder. Und wer ist schon so dumm und kauft Gold auf Auktionsplattformen??? Du kaufst doch auch keine Aktien bei einem Hinterhofbroker.
    Die „extremen“ Transaktions-und Opportunitätskosten sind ein Märchen derer, die sich gar nicht auskennen.

  16. @Unproduktive und tote Sachwerte

    Gold ist zwar auch nicht meins aber doch sind mir Münzen- oder Goldbarrensammler wesentlich sympathischer als jene Pessimisten, welche sich mit Bunker, Selbstschussanlagen und Mehrjahresvorräte auseinander setzen 😉

    Ich habe auch so einen unproduktiven Sachwert und das ist Kunst. Erstens erfreue ich mich täglich daran, andererseits kann man damit Künstlerinnen unterstützen. Und wenn man Glück hat erfährt man auch noch einen Wertzuwachs.

    Und wenn man sich bei der regelmässigen Goldpflege (Abstauben) jeweils erfreut, ist das doch auch gut.

  17. @Wolke – Selektive Wahrnehmung ist nie gut.
    Sag ich ja auch. Verkaufen Sie doch mal ne Unze und staunen wie niedrig Ihr Gewinn ist.

    Wenn ich conra-Immo als Argument schon Mietnomaden lese muss ich schmunzeln. Ich bin jetzt aber wieder raus aus. Ich mag lieber die Praxis als bloße Theorie.

  18. @42sucht21
    Wenn ich die Unze um 400 gekauft habe und sie um 1500 verkaufe, ist der Gewinn doch ganz nett, oder? Niedrig ist jedenfalls anders.

  19. @ Mietnomaden

    Die gibt es häufiger als 6 Richtige inkl. Zusatzzahl…
    https://www.focus.de › … › Mieten
    Mietnomaden: Problem offenbar deutlich geringer als gedacht
    In den letzen 44 Jahren gab es allein in Deutschland 1500 Fälle. Vielleicht ist die Dunkelziffer hoch und am Ende waren es sogar 3000. Ich kenne tatsächlich Jemanden, der einmal so einen Fall hatte. Der hat allerdings auch über 70 Einheiten. Ich kenne ungelogen allerdings auch ein Unternehmer-Paar, dass mit einer Waffe zu ihrem Safe begleitet wurde. Der Einbau eines ordentlichen Exemplars spricht sich vielleicht rum? Dennoch glaube ich nicht, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist einem Raubüberfall in Deutschland zum Opfer zu fallen.

  20. @Wolke: Etwas Gold ist kein Fehler, nicht beirren lassen. Bei Immobilien kann durchaus einmal die Gefahr einer Zwangsabgabe (wie beim Lastenausgleichsgesetz zu Adenauers Zeiten) drohen. Früher oder später wird es eine neue Umverteilung geben auf verschiedenen Ebenen. So ganz abwägig ist das nicht, war auch mal Thema bei einer unserer Gutachter-Tagungen für den Immobiliensektor.

    Umverteilung ist z.B. auch bei den Tarifverhandlungen im ÖD im kleinen bereits gut festzustellen. Die unteren und mittleren Entgeltgruppen haben in den letzten Jahren überproportional profitiert von Tarifverhandlungen (Mindestbetrag etc.). Bei den anderen Entgeltgruppen wurden dagegen derart gespart (z.B. das 13. Gehalt drastisch zusammengestrichen) dass wir nun z.B. auf Stellenausschreibungen für Ingenieure nicht mal mehr Bewerbungen bekommen oder nur drittklassige Bewerber. Ich selbst erwäge derzeit eine Kündigung mangels Perspektiven (sehr mäßiges Gehalt und anhaltend massiv hoher Auslastungs- und Schwierigkeitsgrad).

    Und bei Gold ist bekanntlich die Grenze für anonymen Kauf drastisch reduziert worden auf unter 2.000 € von einst 15.000 €. Natürlich nur um Dealer und Geldwäschern das Handwerk zu legen, nicht wahr? Augen auf…

  21. So ein Safe für hart verdientes nicht versteuertes Geld, kann man sich schon überlegen als Unternehmer einzubauen. Vielleicht braucht man das Geld für einen unzufriedenen Ingenieur aus dem ÖD um an wirklich attraktive Aufträge zu kommen 🙂

    1. ja, bin bei beiden Werten dabei. Bei Oatly leider zum falschen Preis eingestiegen, aber ich finde beide Unternehmen langfristig spannend.

    1. Soll Fälle geben die haben ihre Schätze so gut versteckt, dass sie sie selbst nicht mehr gefunden haben 😀 Die Nachwelt und ihre glücklichen Schatzsucher danken.

  22. #Tesla
    Zeit mal wieder für ein Tesla-Update. Der Newsflow ist super: Gute Quartalszahlen, stark steigende Absatzzahlen (Produktion ausverkauft, A4 und BMW3 abgehängt), von Chipknappheit kaum betroffen, Gigafactories in Grünheide und Texas auf der Zielgeraden zum Produktionstart, autonomes Fahren und KI eröffnen weitere Zukunftschancen.
    Tesla ist für mich das innovativste und zukunftsträchtigste Unternehmen im Bereich green energy und Elon Musk ein genialer Tech-Unternehmer, der seinesgleichen sucht.
    Ach ja, der Kurs von Tesla ist innerhalb eines Jahres um ca. 150 % und in den letzten drei Jahren um 1.500 % gestiegen.
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich ohne Tims Beispiel und alltägliches Mantra mental in der Lage gewesen wäre, die Verfünfzehnfachung mitzunehmen. Ich habe mich an Tims Netflix-Beispiel orientiert und durchgehalten. Dafür an dieser Stelle herzlichen Dank an Tim für die moralische Unterstützung.
    Wie man sieht, sind auch Highflyer im Depot keine sanften Ruhekissen.

  23. @4211:
    Eine Assoziation, die ich zugegebenermaßen bei Dir nicht gehabt hatte: Du bist ein Goldkettchen-Träger. Hatte selbst auch eins, bis ich es als Student völlig besoffen verloren hatte. Ich schlage vor, ab jetzt sind wir beim Du. Ich bin der Tobs.

    @Daniel:
    Oatly und Beyond Meat habe ich auch. Kleinere Packete. Keine Ahnung, wie ich die bewerten soll. Gekauft und vergessen. Dann habe ich noch kecke Vegan-Positionen wie Burcon Nutrascience und Komo. Aber nur ganz wenig, so wie ich auch in real bei vegan distanziert bis weglaufend bin.

    @Hot Pot:
    Kann man machen. Bisschen-scharf reicht für den Einstieg. Keine Ahnung, ob wen das hier interessiert. Seid Ihr doch mal unvermittelt bei einem Hot Pot, und Ihr erinnert Euch an diesen Blog-Eintrag, werdet Ihr tiefe Dankbarkeit spüren.

  24. @Felix
    Tesla läuft. Ich mag Musk nicht, bin mir aber im klaren, dass andere auf ihn setzen. Ich mag Teslas Autos nicht wirklich – das selbe gilt aber für mich auch für Apple und die Leute lieben es. Ich bin zu 900$ ei gestiegen. Allerdings war das vor dem Split. Und ich gebe zu: das war schon ziemlich FOMO, viele andere Techwerte hatte ich verpasst. Ich bin gespannt wie sich Firma und Aktie noch entwickeln werden – egal ob ich den Laden mag, er bringt mir a) Geld ein und b) bringt er dem Markt Innovation und treibt ihn an. Und das beides finde ich gut.

    Tatsächlich ist Tesla in meiner recht kurzen Börsenhistorie der Titel mit dem größten Kursplus.

  25. Wie paranoid viele sind, wenn es um die Börse geht, zeigt sich jetzt auch wieder beim Thema Rente. Da geht es darum, dass endlich mal ein geringer prozentualer Anteil am Kapitalmarkt investiert wird, und schon ist von Zockerrente und Co. die Rede. Schlimm…

    Wie schaut ihr denn auf Intel? Sind ja gut abgestraft worden, sind in einer Investitionsphase, die Konkurrenz ist groß, trotzdem sind die Cashflows hoch und es ist ein Wachstumsmarkt. Überlege mal mit einer ersten Position einzusteigen…

  26. @Intel: Interessanter als Intel erscheint mir ASML, welche eine Schlüsselposition für die Chiphersteller inne hat (Lithographiesysteme für die Halbleiterindustrie, gibt es nicht viele Anbieter). Der Chartverlauf spricht Bände.

    1. Ja das auf jeden Fall, ASML ist top. Der klassische Fall aber, dass es mir dann immer zu teuer vorkommt. Hatte überlegt bei der letzten kleinen Korrektur bei rund 600 Euro mal einzusteigen, aber hab es (leider) nicht gemacht.

  27. @Fit und Gesund
    Dich als Pflegefachfrau könnte eventuell Fresenius interessieren.
    Hast du dir diese mal angeschaut?
    Bin da bei 34€ rein und halte sie nach wie vor für stark unterbewertet.

    1. Hallo Nico,

      Das hast Du dann gut gemacht Fresenius bei 34€ zu kaufen, 🙂 für mich ist das nix, zuviele Aktien im Healthcare Bereich und im Moment versuche ich eher mehr Schweizer Aktien zu kaufen.

      Ich bin sehr unschlüssig ob ich die Hälfte meiner Straumann Aktien verkaufe, knapp 105% im Plus, die veröffentlichen morgen die Zahlen, wenn die nicht überragend sind, dann stürzt die Aktien morgen ab, im Moment verträgt es nicht viel und die Anleger hauen das Zeug sofort raus. Ich werde vermutlich nix machen und mich dann morgen mal eine Runde ärgern… hi hi…
      Ems-Chemie haben morgen auch Zahlen, sollte es ordentlich bergab gehen, so kaufe ich zu.
      Ich wünschte Dätwyler und Givaudan würden mal günstiger werden, oder VAT…Georg Fischer käme auch noch in Frage, ich habe schon ein paar Aktien die ich beobachte.

      Dein Sohnemann ist nun sicher in einem schönen Alter, da hast Du bestimmt viel Spass mit ihm 🙂

  28. ”Ich finde, die große Sorge vor dem nächsten Crash ist übertrieben. ” schreibt ein unbekannter Soldat
    Wenn du noch keine Aktien 2000-2003 hattest, die Charts von 2000-2003 nicht beachtest, die KBVs, KUVs, KGVs von heute bei den US techno Aktien und CTS Eventim ignorierst, dann wirst du erst nach dem nächsten Crash Value-Investing von Ben Graham studieren.
    Sehr empfehlenswert ist den Chart von Corning = GLW von 1999-2021 zu sehen.
    Besonders überbewertet mit KBV sind heute: AbbVie P/B 15, Adobe P/B 19, Airbnb P/B 31, Altria P/B 26, Amazon P/B 14, Apple P/B 37, Beyond Meat P/B 25, BioNTech P/B 9, Boeing P/B 1600, Coca-Cola P/B 10, Coinbase P/B 12, McDonald’s P/B negativ, Mastercard P/B 53, Microsoft P/B 15, Netflix P/B 20, Novo Nordisk P/B 22, Nvidia P/B 24, Philip Morris P/B negativ, Qualcomm P/B 17, Starbucks P/B 71, Tesla P/B 32, Visa P/B 14.
    Und KBV ist nicht wie KGV, KBV sollte 5x niedriger sein als KGV und niemals ein negatives KBV = negatives Eigenkapital.

  29. @Tesla:
    Hallo Zusammen! Einen Hype verstehe ich, kann mir aber jemand erklären wie Analysten auf die Bewertung von Tesla kommen? Sind die Fahrzeuge mit 20% Nettomarge wirklich profitabel? Inwieweit zahlen hier die CO2-Zertifikate ein?

    Der TAM und dessen mögliche Gewinne erschließen sich mir, zumindest ohne bewusstseinserweiternde Drogen, nicht wirklich….

    Vielleicht könnte mir ein Teilhaber von Tesla seine Vision für die Firma erläutern.

  30. Ich habe erst vor einem Monat nochmal 5000€ in einen S&P500 ETF investiert. Geld das ich nun 32 Jahre bis zu meiner Rente einfach liegen lasse. Am Tag X werde ich diesen auszahlen lassen und mit meiner Familie eine schöne Reise machen und alles auf den Kopf hauen…

    Nebenbei bespare ich seit ein paar Jahren ein 70/30 ETF Portfolio für die Rente… 15% vom Brutto werden monatlich investiert. Im C-Crash hatte ich mir auch einige Einzelwerte gekauft mit denen ich auch dick im Plus bin. Allerdings schaue ich dort viel zu oft rein, was mir langfristig glaube ich nicht gut tut. Daher überlege ich mir zum Jahreswechsel diese wieder zu verkaufen und in meine ETF umzuschichten. Vll erhöhe ich dann auch den S&P500 um nochmals 5000€… Und der Rest ins 70/30 Portfolio… Mal schauen

    Auch Bitcoin hatte ich im Crash ein wenig gekauft, dort hatte ich nach 600% den Einsatz wieder rausgeholt und nun laufen dort nur noch die Gewinne… Da kann ich entspannt zuschauen was mal draus wird. Sollte er auf 0 gehen wäre es mir egal, verlieren kann ich ja nichts mehr…

    Ich wünsche allen weiterhin viel Erfolg und eine dicke Rendite 🙂

  31. @Tobs
    Die Kette hatte mir ein Freund geschenkt. Daran hängt eine etwa 110J alte bekannte goldene US Münze. Bei der Zombieapokalypse kann ich oder meine Erben die vielleicht gegen ein paar Silberkugeln eintauschen oder ein Flugticket. Mal sehen. Solange hat sie für mich hohen emotionalen Wert wenn sie mir mal wieder über den Weg läuft. Ich trage sie nicht…

    @Ralf – Immobilien, Gefahr einer Zwangsabgabe
    Ich sehe das sehr ähnlich. Siehe den Zensus 2022. Nur eine Gefahr sehe ich nicht.
    Eine Zwangshypothek gab es ja in DE bereits 2x. Es gibt also Erfahrungswerte.
    1923 in der Hyperinflation auf Grundbesitz in Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe
    Spoiler: Es war in der Hyperinflationszeit nicht besser keinen Grundbesitz zu haben – denn, durch die Hyperinflation gab es eine kostenfreie Entschuldung der Hypoteken und der Immowert stieg immer mit.
    1952 das 2.WK Lastenausgleichsgesetz bei dem 50% des Einheitswerts von 1948 als 30 jährige Hypothek abgezahlt werden musste.
    Zum einen der geringe Einheitswert, dann kann man das ganze voll steuerlich geltend machen über 30J und letztendlich werden es wieder die Mieter zahlen durch höhere Mieten – und das nach Verdreifachung des Papierwerts innerhalb der letzten 15 Jahre ohne zutun. Kann man alles leicht verschmerzen.

    @Kiev – Mietnomaden
    Bei 25 Millionen Mietern in DE x 44 Jahre / 1.500 Gesamtfälle wird dieses Thema sehr deutlich & emotional überschätzt. Kann man sich auch ziemlich sicher vor schützen.
    Beim Goldkauf kommt aber vielen die Hormonausschüttung bei vermeintlichen Schnäppchen dazwischen. Auch als die Sparkasse Göttingen 300.000 für Falschgold ausgab – ist aber ziemlich verbreitet. Veilleicht tauscht auch der Neffe von Wolke mal seine Goldunzen gegen Wolfram-Kopien im Versteck aus wenn der Onkel nicht hinschaut. Wer weiss.
    https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/falsch-gold-betrug-anleger-100.html
    https://www.funk.net/channel/strgf-11384/falschgold-auf-ebay-einfach-dreist-oder-betrug-strgf-1748722

    Sagen wir mal eine Immobilienbesitzerin in DE hat 10 Mio Immovermögen. Wofür sollte sie dann Gold halten (außer Schwarzgeld) und wieviel. 50K? Das bekommt sie in 1 Monat an Kaltmieten herein. 500k? Da kann sie besser noch ne 2 Zimmerwohnung dazu kaufen. Sagen wir ein 40 jähriger Familienvater zahlt sein Eigenheim ab. Wofür sollte er Gold halten – außer für den Fall Vermögen für die Scheidung vor seiner Ehefrau zu verstecken.

    Ich bin für die Senkung des Werts für anonymen Kauf weil ich keinen positive Sinn sehe es anonym zu haben.

  32. Immo-Zwangsabgabe
    Kann ich mir nicht vorstellen – jeder Eingriff in das Immovermögen käme einem Offenbarungseid gleich. Das wird sich niemand trauen! Welche Leute/Institutionen haben das größte Immovermögen? Und wieviel Gegenwind würde es geben?

    Wenn, dann glaube ich eher dass der Bitcoin reguliert/verboten wird. Dafür sprechen gute Gründe die einfach zu kommunizieren sind: Umweltschutz, Schwarzgeld, Einführung digitaler Euro, kein Staat möchte eine unabhängige Währung auf die es keine Einwirkmöglichkeiten gibt.
    Welche Leute/Institutionen haben das größte Wallet? Und wieviel Gegenwind würde es geben?

  33. @blackrock

    Wer Immos hat, kann sich eine Zwangsabgabe nicht vorstellen…
    Wer Gold hat, kann sich ein Goldberbot nicht vorstellen…
    Wer Aktien hat, kann sich einen Crash nicht vorstellen…
    Wer Geld auf dem Konto hat, kann sich nicht vorstellen, daß die Einlagensicherung ausfällt.
    Der Mensch lebt hauptsächlich von Vorstellungen…nicht immer rationalen.

    42sucht21

    Ich wiederhole:
    „Wer kein Gold besitzt, versteht weder die Geschichte noch die Wirtschaft“ sage nicht ich, sondern Ray Dalio.

    1. Ich habe das alles und kann es mir bei jeder einzelnen Assetklasse vorstellen.
      Aus dem Grund habe ich auch alles.
      Nach dem Motto: irgendwas wird die nächste Krise wohl überleben.

    2. Da hast du wohl recht, alle Assest sind von Ereignissen bedroht die in unseren Vorstellungen existieren.
      Krypto ist aber für mich der absolut heißeste Scheiß in meinen Vorstellungen 😉

  34. @42sucht21

    Ich sehe in Gold lediglich ein Mittel um Schwankungen von Vermögenswerten zu glätten. Bei 10M€ Vermögen in Aktien und oder Immobilien und Ausgaben von beispielsweise 24k€ im Jahr ist es sicherlich nicht notwendig die ersten Jahre der “Entsparphase” abzusichern. In dem Fall wird auch nichts entspart. Allerdings erreichen nur sehr wenige Menschen ein so hohes Vermögen. Bei einem geringeren Vermögen und Entsparphase ist ein Geldbuffer in Kombination mit Gold vielleicht nicht verkehrt. Es wird sicher auch beruhigend wirken.
    Vorteile von Gold sehe ich ebenfalls stark korrelierend mit der Möglichkeit es anonym kaufen und verkaufen zu können. Ich hatte damals recherchiert wo man am besten Gold kaufen kann. In der Schweiz gab es eine Möglichkeit. Soweit mir bekannt, darf man aber auch nur mit 10k€ die Grenze passieren. Folglich kann eine Person nur 6 Unzen aktuell kaufen. Mit den kleinen Barren wird es dann schon schwierig mit dem Grenzübertritt. Bei zwei Personen muss es auch gut teilbar sein, damit es keine Probleme gibt. Es verursacht somit durchaus für verhältnismäßig kleine Summen einen großen Aufwand. Lediglich zur Glättung würde natürlich Papier Gold ausreichen…

    @ Altersarmut
    Wie zu erwarten war werden hier wohl von den von mir genannten Personen äußerst dumme Entscheidungen getroffen werden. Ich habe zumindest versucht ein wenig logisches Denken zu vermitteln. Hat leider wie zu erwarten nicht funktioniert. Es führt dazu, dass sich zwei Menschen in höherem Alter ohne Ersparnisse mit sehr geringer Rente (durch Selbstständigkeit ohne Aufbau von Rücklagen) ein Haus mieten mit 130qm Wohnfläche und Ölheizung. Es soll auch nur für die nächsten 10 Jahre so gelebt werden und dann möchte man sich verkleinern. Ich weiß ja nicht wie viel Spaß ein Umzug mit knapp 80 Jahren bereitet… Darauf kann ich persönlich verzichten. Für die ungewissen Ausgaben “im Alter” habe ich die Möglichkeit einer kleineren Wohnung ins Spiel gebracht und vorgeschlagen Überschüsse zu sparen. Fazit: “was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr”. In dem Sinne: Tim mach weiter mit Deinem Blog, der ein oder andere wird hier sicherlich in Teilen fündig werden. Mein Fazit bleibt dennoch, dass es nie zu spät ist um bessere Entscheidungen zu treffen. Bessere Entscheidungen bieten bereits in wenigen Jahren Vorteile.

  35. @Kiev – glätten
    Ja, das stimmt schon denke ich auch. Allerdings wäre der Aufwand und die Transaktionsverluste mir zu groß. Warum nicht einfach TG / FG Leiter im Verbund mit einem Global-Bond ETF wenn der cashbedarf sehr groß ist.

    Das andere seh ich eh auch so. Wer den Sparmuskel nicht über Jahre trainiert, die/ der wird es nicht plötzlich schaffen.

  36. @Altersarmut

    Erste Voraussetzung für ein sorgloses Leben im Alter ist m.E. eine ausreichende Rente. Die sollte die Alltagsausgaben abdecken.
    Das Ersparte oder Depot wird für die vielen schönen Extras, die man sich gerade im Alter gönnen möchte, ausgegeben.
    Und, besonders wichtig, es muß genug Geld für Ausgaben bei Krankheit da sein. Beispielsweise Behandlungen bei Privatärzten oder Privatkliniken.
    Das kann ordentlich ins Geld gehen.
    Die von „finanzieller Freiheit mit vierzig“ Träumer haben wirklich keine Ahnung, was im Alter auf sie zukommt und wieviel mehr Geld sie einberechnen müssten, um zu vermeiden, im Alter jeden Euro umdrehen zu müssen.
    Ein ordentliches finanzielles Polster im Alter ist extrem wichtig für ein zufriedenes Leben, viel wichtiger als in jedem anderen Lebensabschnitt.

    1. @ Wolke: Ja, das erlebe ich gerade live im engsten Verwandtenkreis. Die guten Ärzte sind Wahlärzte, also privat zu bezahlen bzw. bekommt man oft nur bei Wahlärzten schnell einen Termin (die Kassenärzte sind oft über Monate ausgebucht, also undenkbar für einen Schmerzpatienten). Für OPs und Therapien gab es auch schon des Öfteren richtig fette Zuzahlungen, von den Kosten einer 24-Stunden-Pflege gar nicht zu reden! Der Haushalt wird dadurch natürlich auch teurer, Opportunitätskosten wie Lebensmittel, Strom, Heizung, Wasser, Müll, Kanal etc. für eine Person mehr im Haus nicht zu vergessen!
      Eine ausreichende Rente/Pension ist Grundvoraussetzung, dazu noch genügend Erspartes und – extrem wichtig, meiner Meinung nach – eine abbezahlte (renovierte) Immobilie mit geringen laufenden Betriebskosten!

  37. @ Felix

    Glückwunsch zu Tesla. Die Papiere kaufen kann jeder. Sie aber durch dick und dünn festzuhalten, ob sie nun wie eine Rakete steigen – “Sollte ich nicht meine Gewinne sichern?” – oder wie ein Stein fallen – “War´s das? Geht es jetzt nur noch runter?” -, darin liegt die Kunst.

    Man kann auch ungeduldig werden, wenn es nur seitwärts läuft. Aktuell bei Amazon zu beobachten.

    Mir alles egal. Ich bin Anteilseigner vieler ausgezeichneter Unternehmen. Die Kurse werden das langfristig widerspiegeln. Was da so kurzfristig an der Börse passiert läßt mich völlig kalt.

    @ Inflation

    Einen besseren Schutz als die Vielzahl an Unternehmensbeteiligungen kann ich mir gar nicht vorstellen. Da bin ich ganz entspannt.

    Und immer diese Angst vorm Börsenabsturz…. was folgt denn im Anschluß? Richtig. Die Rally.

    Das große Geld fließt panisch ab, um dann wieder zurückzufließen. Ob es nun ein Jahr dauert, fünf oder zehn…. . War immer so, bleibt immer so. Merkwürdiges Spiel….

  38. @Freelancer
    Toll…unglaublich…sowas von cool!
    Wie manche hier wiederholt schreiben, wie entspannt sie sind, keine Angst vor gar nichts haben, wie sie alles kalt läßt und ihnen alles egal ist, ist auch so ein merkwürdiges Spiel. Wie pfeifen im Wald…

  39. @Gold

    Also die Käufe bei uns in der Bank werden immer mehr und die Losgrößen steigen. Komisch, bei Fonds meckern die Kunden über 5% AA, aber bei Gold ist es egal beim Kauf. Man hat ja was in der Hand…

    Ich weiß nicht so recht. Habe fast täglich Gold in der Hand auf der Arbeit. Man merkt, aufgrund der Dichte, dass es etwas besonderes ist. Es ist anders, als ein Stück Eisen in der Hand zu haben, besser kann ich es nicht beschreiben.

    Heute ging 1kg für 50.000€ über den Ladentisch. Würde ich das Geld auf den Tisch legen für den “Klumpen” Metall? Nein! Aber wieviel würde ich für 1kg gold bezahlen? Was ist der denn überhaupt wert, der innere Wert? Ich kann es einfach nicht bestimmen.

    Würde 1kg – 20.000 Kosten wäre es eher schon interessant, aber da Frage ich mich, ob ich dann einfach nur durch den Ankereffekt denke, es sei ok vom Preis. Es war ja mal bei 50k, also jetzt ist es günstig.

    Am Ende komme ich immer wieder zum Ergebnis, dass ich lieber mein Geld in Aktien oder Immos hätte, die Geld erwirtschaften. Gold liegt nur faul rum und arbeitet nicht. Ich weiß, jetzt kommt eh die Ansage, dass Gold soll eh nur Versicherung sein…. ok kann ich mit Leben, wenn das jemand so möchte und dann besser schläft.

    @Kiev

    Hast Du mal wieder schön Musik gehört? Ich mache gerade eine schöne Hörsession und teste den neuen Tonabnehmer. Der Alte musste zwangsweise getauscht werden, da irgend jemand die Nadel abgebrochen hat….Totalschaden…. naja zumindest gab es ein kleines Upgrade.

    Gerade dreht sich eine schöne Jazz Scheibe – “Round Midnight” und dazu ein kleines Gläschen Single Malt. Der Rest der Familie schläft und Papa hat das Wohnzimmer für sich 🙂

    -M

      1. Ich glaube die Renditen sind sogar bei weitem besser, als bei Gold die letzten x Jahre. Bringt aber nix. Ein Bowmore 12ys will getrunken, nicht aufgehoben werden, da der im Wert kaum steigen wird.

        -M

  40. “wie pfeifen im Wald….”

    https://www.foodspring.de/magazine/waldspaziergang

    ist gesund, und kann auch die Gesundheitskosten im Alter senken. Angst ist kein gesunder Ratgeber, wenn Ängst aufkommen muss man halt vorsorgen resp. Vorkehrungen treffen, und dann ist das Thema erledigt. Es bringt ja nichts sich täglich vor Ängsten zu wälzen und zu bibbern, löst nur Stress aus.

    Ängste sind ja normal, jeder hat sie, sofern sie nicht krankhaft sind, finde ich eine gute Methode, dass man sie nicht verdrängt sondern akzeptiert und ihnen entgegengeht. Beispielsweise hat man Angst vor Inflation, sollte man sich das worst case Szenario mal vorstellen, schauen was man dagegen tun kann, wie man sich schützen kann, diese Vorkehrungen dann treffen aber danach auch abhaken.

    Oder die Dinge, die Angst auslösen, tun. Konfrontationstherapie. Oft ist es in Gedanken ja viel schlimmer als in Realität. Typisches Beispiel nächtliches Wälzen von Problemen, besser aufstehen, die Dinge aufschreiben, und sich am nächsten Tag damit beschäftigen. Vielleicht ist es dann gar nicht mehr so schlimm.

  41. @-M
    Ja der innere Wert…wie ist der wohl? Bei Gold, bei Tesla, bei Wirecard oder bei…
    Meine bescheidene Erkenntnis: Die Frage ist sinnlos.

  42. @Fit und Gesund
    Fresenius hab ich bei 34€ gekauft weil ich sie für stark unterbewertet halte und weil ich mir weiter steigende Dividenden erhoffe.
    Ja mein Sohnemann bereitet uns viel Freude.

    Habe einen grossen Fuss bei Big Oil drinn direkt bei Shell und via Öl ETF das läuft gut zur Zeit 😉

    Straumann habe ich keine und sie auch nicht analisiert. Ich habe Aktien die ich für immer halten will z.B. Swiss RE, Zürich und andere die ich bei einer Schwäche kaufe um sie mit steuerfreien Kursgewinnen wieder zu verkaufen.

    Straumann macht meines Wissens Zahnimplantete usw also ein wachsender Markt bei immer mehr gutbetuchten Goldenagern.

  43. @Bruno

    @Alter, @Angst, @Krankheit…

    Ich kann dir zur Beruhigung sagen, daß es mir in jeder Hinsicht noch nie so gut gegangen ist, wie jetzt im Alter.

  44. Ja, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis
    Den kann man täglich von den Börsen ablesen und das ist ja auch immer der reale Wert, ich vergaß.

    Ich stelle halt so manch aufgerufenen Preis in Frage. Mag für dich sinnlos sein, für mich ist es sehr wichtig, ob ich etwas (ich spreche hier nicht nur von Aktien) kaufen möchte, oder nicht.

    -M

  45. @ M

    Danke für den Tipp. Das höre ich mir gleich man an. Ich habe einen breiten Musikgeschmack. Heute habe ich vielleicht einmal etwas für Freelancer dabei.
    Ab 17:20 kommt Punishment von Biohazard. Als Jugendlicher haben wir das im Keller gehört und mit dem Schlagzeug gespielt. Zumindest ein. Freund von mir. Ich musste schon früh aufgeben bei der Double Base Drum. Ich hatte allerdings auch nie Schlagzeugunterricht. Das ist keine Musik für Seinen Schallplatten-Spieler! Sonst gibt die nächste Nadel den Geist auf 😉 Die Jungs kommen auch aus New York. Da schließt sich der Kreis zu Tim.

    https://youtu.be/f2M-XsbY12U

    @ Freelancer

    Ich habe kein Gold, aber ich gebe Mal ein Beispiel:

    Variante a
    -20, -30, 5, 10, 5, 10, 10, 20, 30, 30

    Variante b
    30,30,20,10,10,5,10,5,-30,-20

    Ich weiß das Leben ist kein Wunschkonzert. Nehmen wir an die beiden Beispiele sind die Rendite an der Börse über 10 Jahre nach Renteneintritt. Beide Varianten weißen 7% per annum auf.
    Ich nehme Variante b. Da ich das Ber nicht entscheiden kann, bietet beispielsweise Gold und Cash eine Möglichkeit die ersten 1-2 Jahre von einer Variante a abzusichern. In der Entnahmephase ist die Renditeerwartung anders zu betrachten.

    Falls ausreichend Vermögen und Rente usw. vorhanden ist, spielt das nicht die große Rolle. Bei richtiger Entnahme allerdings schon.

  46. @ Rüdiger

    Ja, diesen ständigen Pessimismus gebe ich mir mittlerweile nicht mehr. Ist ja nicht zum aushalten. Wird einfach überlesen. Allein die Vorstellung, die gemütliche Altersruhe mit den täglichen Börsenpornos zu bestreiten…. Gruselig.

    Nö. Börse ist ganz simpel. Einfach mal die Essays von Warren Buffett lesen und begreifen, was eine Aktie ist. Fertig. Das Große Rauschen kann man den “Experten” überlassen. Lassen wir sie ihr dummes Spiel spielen 🙂 . Ihre Zuschauer und -hörer finden sie ja doch.

    @ -M

    Recht hast du. Wenn man das Gold braucht, um sich zu beruhigen, soll man es halt kaufen. Wir lassen unser Geld lieber arbeiten 🙂 . Ein Hoch auf die Investments!

  47. @Nico Meier,

    Fresenius ist sicher unterbewertet, irgendwann werden die sicher auch mal wieder steigen.
    Ich finde es auch gut dass wir auf Kursgewinne hier keine Steuern zahlen müssen.

    Letztes Jahr im März habe ich Straumann (Zähne) und Sonova (Hörapp.) und Stryker für die Knochen gekauft 🙂 Diese Aktien haben sich hervorragend gemacht.
    Dann habe natürlich auch Swiss Re , Zürich, Novartis, Roche und Nestlé, aber diese Positionen sind sehr gross und ich möchte die auch für immer behalten, nur Aufstocken macht hier nicht mehr viel Sinn, Dividende bekomme ich genug,
    ich suche eben eher Swiss Midcaps im Moment, hier gibt es doch Einiges an Auswahl, obwohl es nur Midcaps sind, sind Viele da Global Industry leaders, ich habe letzthin einen Artikel gelesen dass man als Schweizer Anleger gar nichtmal unbedingt in internationale Werte anlegen muss und trotzdem gut fährt.

    Nun, ich kaufe schon internationale Aktien, manchmal geht die Rechnung auf, aber nicht immer, ich hatte ebenso Glück mit Southern Copper oder einer Intercontinental Exchange, mit Itochu hab ich kein Glück gehabt 🙂
    Ich denke Energie und Rohstoffe werden in den nächsten paar Jahren ganz gut laufen, nicht linear wie eine Rakete nach oben schiessen, aber laufen wird das.

    Ich möchte die ganze Sache noch ein wenig optimieren, das braucht eben Zeit, ich mag auch nicht immer nur Börsenkurse nachschauen, ich habe sowieso keine übertriebenen Erwartungen.

    @All

    was mir gerade sonst noch so einfällt: man kann auch von Leuten etwas lernen die eigentlich anderer Meinung sind als man selbst.
    Es ist manchmal nicht verkehrt die Argumente der Gegenseite zu verstehen. Seine vermeintliche Überlegenheit durch Spott beweisen zu müssen finde ich nicht so schön.

    1. Ich würde Deine letzten Sätze unterstreichen. Man lernt selten, wenn man sich immer im selben “Sumpf” bewegt. Voraussetzung ist natürlich Lernbereitschaft und die Offenheit gg anderen Meinungen. Es ist ja menschlich, dass man seine festlegt und dann den Rest der Zeit damit verbringt nach Indizien zu suchen, die diese bestätigen (Confirmation Bias).

      1. @Fit und Gesund
        Natürlich bist du mit CH Firmen auch am Wachstum in anderen Ländern beteiligt. Nestle, Roche, Novartis, Swiss Re oder Zurich sibd Firmen die den Grossteil ihrer Umsätze ausserhalb der Schweiz machen.

        Bin echt gespannt wies bei Shell weitergeht.

  48. Lieber Tim
    Da ich mich auf dem Apple Geräten nicht mehr einloggen kann schreibe ich dir so.
    Wärst du mit einem simplen ETF auch so schnell finanziell Frei geworden?

  49. Ich wollte zum Thema “Angst vor der Börse” fragen, was ihr von der Alphabet-Aktie haltet?

    Ich habe es ja vor ein paar Wochen schon angeschnitten, dass ich sie im Januar sehr günstig fand und habe sie daraufhin in mein Musterdepot, mangels Liquidität. Die Aktie ist seitdem über 60 % gestiegen und eigentlich immer noch “moderat”/”günstig” bewertet. Das schrieben ja auch andere hier in den Kommentaren.

    Gestern gab es die Quartalszahlen und die waren wieder phänomenal. 18 Miollionen Gewinn in einem Quartal. Die Alphabet wollte zuvor nicht mehr richtig steigen und auch auf die zahlen wurde zunächst verhalten reagiert (um dann doch über 4 % zu steigen). Ich hatte die Hoffnung, die Alphabet kommt in Richtung der 200-Tage-Linie, dann hätte ich gerne gekauft. Aber jetzt sieht es so aus, als würde sie schon wieder nach oben abhauen.

    Ich habe mal versucht den KGV selbst auszurechnen und wollte hier fragen, ob ich das richtig gemacht habe: 18 Milliarden USD Quartalsgewinn x 4 = 72 Milliarden USD Jahresgewinn. Geteilt durch 675.220.000 Aktien = 106,63 USD Gewinn je Aktie. Tageskurs von 2.924 USD geteilt durch Gewinn je Aktie = KGV von 27 (wie comdirect auch ausweist).

    Sollte man jetzt aus “Angst” weiter nicht kaufen und geduldig bleiben, bis sich die Aktie mal wieder der 200-Tage-Linie nähert – oder sollte man angesichts der (im Verhältnis zu Microsoft mit ebenfalls 20 Billionen Quartalsgewinn) “günstigen” Bewertung einfach zuschlagen, da man vom Geschäftsmodell, den Zukunftsaussichten, dem Produkt und den Quartalszahlen absolut überzeugt ist?

    Ich würde mir gerne erst einmal 10 Facebook holen, die gibt es gerade im Sale. Bei Google würde ich noch warten, bis sie ein bisschen richtung 200-Tage-Linie gehen, auch wenn es mir hier sehr schwer fällt. Von Microsoft lasse ich aufgrund der Bewertung und dem Abstand zur 200-Tage-Linie die Finger, obwohl mir die und deren Geschäftsmodell am Allerbesten gefallen würden.

    Mit dem World-EFT mache ich stur weiter, da stellen sich solche Fragen erst gar nicht. Und damit bin ich immer gut gefahren, selbst wenn zum Höchstkurs gekauft wurde. Das ist das was ich mit “Angst” (bzw. mit “keine Angst”) meine.

    Die Baby-Berkshire habe ich jetzt auch im Sparplan. 1 Aktie pro Monat. 🙂

    Danke an die tolle Community und an Tim.

    1. Das soll natürlich 18 Milliarden heißen nicht “18 Miollionen”. Vermutlich habe ich gerade an “achtzehn Melonen” gedacht, als ich das geschrieben habe… 😉

    2. Eine Aktie zu kaufen nur weil der “Kurs gefallen ist”, ist selten eine gute Idee.

      Wo steht Alphabet Deiner meiner Meinung nach in 5, 10 oder 15 Jahren? Macht es einen Unterschied, ob Du sie heute oder für 200 Dollar weniger kaufst? Erwartest Du einen Kursrückgang in den nächsten 12-24 Monaten?

  50. “…man kann auch von Leuten etwas lernen die eigentlich anderer Meinung sind als man selbst.
    Es ist manchmal nicht verkehrt die Argumente der Gegenseite zu verstehen. Seine vermeintliche Überlegenheit durch Spott beweisen zu müssen finde ich nicht so schön…”

    Schön geschrieben. Es ist durchaus auffallend, dass andere Meinungen gerne auch in diesem Blog reflexartig mit Pessimismus und Ängsten gleichgesetzt oder teils abfällig kommentiert werden. Gerade Meinungsvielfalt erlaubt es aber oft mehr zu lernen. Wem etwas nicht gefällt braucht es ja nicht zu lesen.

    @Krypto: Ich spekuliere derzeit im Zockerdepot mit Shiba Inu (SHIB). Hat noch jemand hier Erfahrung damit gesammelt?

    1. “Es ist durchaus auffallend, dass andere Meinungen gerne auch in diesem Blog reflexartig mit Pessimismus und Ängsten gleichgesetzt oder teils abfällig kommentiert werden.”

      Es ist durchaus auffallend, dass andere Meinungen gerne auch in diesem Blog reflexartig mit Naivität und Bauäugigkeit gleichgesetzt oder teils abfällig kommentiert werden 😉

  51. @ Fit und Gesund

    Da du mit deiner Kritik bezüglich Spott auch auf mich anspielst, möchte ich mich dazu gerne erklären.

    Ich habe überhaupt kein Problem mit anderen “Meinungen”, wenn diese sachlich und logisch daherkommen und gut begründet werden. Von Immobilien – ob selbstgenutzt oder zum Vermieten – halte ich persönlich nichts (und habe dafür auch meine Argumente), nichtsdestotrotz lese ich die Ausführungen von Kiev und 42sucht21 diesbezüglich recht gerne um zu lernen.

    Entgegen der Tatsache, dass die Mehrheit der Vermieter im Land keine oder sogar eine negative Rendite einfährt, sehe ich hier, dass es bei intelligenter Herangehensweise eben doch funktionieren kann. Das ist interessant. Ich lerne dazu.

    Von den ganzen Midcaps in “exotischen” Ländern halte ich persönlich gar nichts. Ich brauche das nicht für meinen Börsenerfolg. Nichtsdestotrotz verfolge ich die Ausführungen von Tobs und -M diesbezüglich sehr fasziniert. Ich gehe zwar einen anderen Weg, finde ihre Herangehensweise aber klasse. Ich lerne dazu.

    In unserem speziellen Fall haben wir es aber mit einer Person zu tun, die ohne Unterlass ihr eigenes (ängstliches) Weltbild reproduziert, ohne gute Argumente zu liefern. Das Pfeifen im Walde sozusagen.

    Und wenn man dann – um zu helfen! – beruhigende Argumente für eine andere Sicht der Dinge liefert, dann kommt…… Spott.

    Wir wollen also mal klar stellen, wer mit dem Spott begonnen hat. Nach 15 Jahren Börse und dem Studium vieler weiser und erfolgreicher Investoren, ist es mir möglich, gut zu begründen, warum eine 100%-Aktienquote rational und gesund ist. Nicht nur beim Vermögensaufbau, auch beim Erhalt (man mag es kaum glauben).

    Oder warum es für den Börsenerfolg überhaupt keinen Sinn macht, sich auf mögliche Makroereignisse zu fokussieren. Börsenprognosen und Expertengefasel in den Pornos auf finanzen.net und co. sind schädlich!

    Zum Dank ernte ich dann den Spott. Muss mich als naives “Blauauge” betiteln lassen. Das bringt mich von meinem erfolgreichen Pfad natürlich nicht im geringsten ab, nur leider kann ich es mir dann nicht verkneifen, mit Spott zu antworten.

    Vielleicht gelten Ärzte nicht umsonst als relativ schlechte Anleger. Man meint, wichtige Faktoren der Profession – viel Wissen, alles im Blick haben, ständig handeln müssen – auf die Börse übertragen zu müssen. Dabei gilt es eher unheimlich viel unnützes “Wissen” auszublenden und in Lethargie zu verfallen. Das ist wohl schwer zu akzeptieren.

    Aber ich nehme auch deinen Einwand wieder als Möglichkeit, mich als Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Dem Spott mit Spott zu begegnen….. muss nicht sein. Es geht auch anders. Da hast du recht.

    @ Christian

    Da schließe ich mich Alter Schwede an. Willst du langfristig Anteilseigner von Alphabet sein? Ist der Kurs aktuell akzeptabel? Warum dann warten?

    @ Kiev

    Biohazard! Herrlich! Schon vor 25 Jahren eine meiner Lieblingsbands. War bei zwei Konzerten. Danny Schuler an den Drums ist ein ganz Großer. Ich liebe sein Paradiddle-Drumming.

    Wenn dich Doublebass fasziniert, kannst du dir mal Dave Lombardo reinziehen. Kleines Solo bei 4:30. Achtung! Ansonsten nichts für zarte Gemüter 😉 .

    https://www.youtube.com/watch?v=ManyDSIC8fQ

    Bezüglich Gold drehen wir uns im Kreis. Wer das braucht, soll damit selig werden. Aber die Ansage, man MÜSSE Gold haben? Halte ich für falsch.

    Es gibt auch für die Entnahmephase gute Möglichkeiten, um auf Gold verzichten zu können.

    1. @Ärzte:
      Free, wenn jemand, zwecks Untermauerung seiner eigenen Meinung, seine vermeintliche akademische Ausbildung (in einem Internet-Forum) in den Ring wirft, ist das für diejenige Person aus verschiedenerlei Hinsicht bitter:

      Hätte die Person tatsächlich wissenschaftlich eine Ausbildung durchlaufen, wüsste sie aus dem ersten Semester, dass im Diskurs nie der Titel/Name/Autor einer Meinung Relevanz haben darf, sondern nur der Gegenstand der Meinung selbst. Recht entlarvend.

      Ist die Person tatsächlich Arzt: Beruhigung. Ärzte gehören nicht per definitionem zur geistigen Elite. Das ist ein langwieriges, mitunter sicherlich nicht immer nur angenehmes Studium. Mit Sicherheit ist das Prüfungssystem aber nicht darauf kalibriert, nur die Hochintelligenz herauszufiltern. Mit anderen Worten: Die Wahrscheinlichkeit, dass Du es mit einem Deppen zu tun hast, ist zumindest größer als 0. Wenn es dann tatsächlich ein Mediziner ist, der in einem Internetforum dessen medizinische Ausbildung geltend macht + rechthaberisch postet, fällt sie jedenfalls auch nicht auf 0.

      Also wir wissen nichts, bewegen uns wie im Aktienmarkt in den Bandbreiten von Wahrscheinlichkeiten. Und Free, genau wie Du schreibst, besser das Rauschen ausstellen, damit man zum klaren Denken kommt.

  52. “Entgegen der Tatsache, dass die Mehrheit der Vermieter im Land keine oder sogar eine negative Rendite einfährt, sehe ich hier, dass es bei intelligenter Herangehensweise eben doch funktionieren kann. ”

    Hast du evtl. Quellen für diese Tatsache? Gerade in solcher Pauschalisierung sehe ich eine Gefahr. Meine eigenen Erfahrungen als Gutachter und auch als Vermieter sehen bzgl. Renditen jedenfalls anders aus. Und kann es von vielen Vermietern bestätigen. Natürlich kommt es wesentlich auf Kaufkonditionen und Lage mit an. Aber derart verallgemeinernde Aussagen würde ich doch eher vorsichtig treffen.

  53. @ Ralf

    https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.488172.de/diwkompakt_2014-089.pdf

    Tabelle 2 unten. Vielleicht irre ich mich, aber es handelt sich wohl um nominale Bruttorenditen. Wie sieht es dann real, nach Abzug der Inflation aus?

    Dann finde ich eine Studienübersicht nicht mehr, wo die Renditen von Privatleuten nach Dezilen geordnet waren. Hoher Anteil von realen Negativ- oder Nullrenditen. Vielleicht hat jemand die Studie zur Hand?

    Es ist ja wie an der Börse. Hören und lesen tut man nur von den erfolgreichen Gewinnern…. 😉

    @ Meinungen

    Könnte eine interessante Debatte werden. Sind denn alle Meinungen wertvoll? Gibt es nicht auch “Meinungen”, denen man entschieden entgegen zu treten hätte (menschenverachtender Hass)? Oder Meinungen, die schlichtweg falsch sind? Kann ich von allen Meinungen lernen?

    Muss ich mich wochenlang in einem Goldbugforum herumtreiben, nur um “zu lernen” und meinen Confirmation-Bias zu bekämpfen?

    Welche Meinungen 😉 habt ihr diesbezüglich?

  54. @Immobilien: Diese Studie ist mir bekannt, allerdings auch schon einige Jahre alt und bei Insidern nicht völlig unumstritten. Faktoren wie niedrigere Zinsen und deutlich höhere Kauf- aber auch Verkaufspreise sind daher dort noch nicht so berücksichtigt. Immer noch gibt es gute Objekte zu kaufen, ist uns 2020 zweimal gelungen. Daher halte ich eine Verallgemeinerung hier nicht für zielführend.

    @Meinungen: Solange unterschiedliche Meinungen sachlich kommuniziert werden, sollte eine Debatte kein Problem sein. Je nach Thema besteht heute aber sehr schnell die Gefahr einer Vorverurteilung. Exemplarisch kann man die Schwierigkeit einer Meinungsbildung oder Kompromisslinie zum Beispiel gerade auch an der EU und der weiterhin fehlenden einheitlichen Linie in Sachen Migration und Flüchtlingspolitik erkennen. Gerade bei solchen Themen ist eine klare Linie längst dringlich erforderlich. Weiterhin jedoch nicht erkennbar.

    Ein Schlüssel bleibt jedoch den Kommunikationsfaden nicht völlig abreißen zu lassen.

  55. @ Christian

    Beim Aktienfinder gibt es zu dem Thema YouTube Videos. Er hat manchmal Videos zu Slowgrower und Fastgrower. Vielleicht gab es auch bei Fastgraphs ein Video dazu. Bei Wachstumswerten ist der Kaufzeitpunkt längst nicht so relevant wie bei Slowgrowern. Hauptsache das Wachstum bleibt bestehen. Das musst Du für Dich einschätzen wie es hier schon von Anderen genannt wurde. Du könntest auch einen Teilkauf durchführen wie in zwei Tranchen kaufen. Muss von Kosten passen. Bei Fastgrowern die es gefühlt nie günstig genug für einen Kauf gibt könntest Du auch einen Sparplan verwenden. Der würde einen Einbruch abfedern.

    @ Freelancer

    Ich höre mir Dein Beispiel einmal an. Es gibt unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Hintergründen. Als Selbstständiger hat man beispielsweise keine hohe Rente und sich hoffentlich andere Möglichkeiten aufgebaut. Das Depot ist beispielsweise üppiger ausgestattet. Alle Anlageklassen machen auch nicht zu jeder Zeit und für Alle Sinn. Immobilienerwerb ist aktuell auch nichts mehr für mich.

  56. Kiev, Freelancer Sebastian, Alter Schwede: Danke für euer Feedback.

    Ich will die Aktie langfristig und glaube auch langfristig an den Unternehmenserfolg. Werde Alphabet kaufen und Microsoft über den Sparplan (sage ich schon seit einem Jahr, jetzt mache ich es). Danke! 🙂

  57. @Freelancer Sebastian,

    100% Aktienquote während dem Vermögensaufbau, ja
    100% Aktienquote während der Entnahmephase eher nein.
    Ich glaube man sollte nicht von seiner eigenen Situation ausgehen, zudem kennt hier bei Tim Schäfer doch Niemand so genau die Situation des Anderen,
    es gibt ängstlichere Menschen und eher draufgängerische Menschen,

    und ich schrieb sehr wohl: Man kann voneinander lernen, die Eine wie auch die andere Seite, ich nehme mich da nicht aus.
    Wenn ich sehe dass Jemand mutig eine Tesla gekauft hat, wo mir der Mut gefehlt hat, dann sehe ich das durchaus, oder Jemand z.B Mark85 mit seinen Bitcoins, dann muss ich schauen was mache ich damit und muss abwägen. Auch hier gilt natürlich, würden diese Leute darüber berichten wenn es anders ausgegangen wäre?

    Vermutlich hat @ -M Recht, Ohren auf Durchzug stellen und nicht so viel Tim Schäfer lesen 🙂 Ich gehe jetzt lieber raus

  58. @Christian Alphabet KGV u Aktienanzahl
    Die B Shares von Brin & Page vermutlich nicht denke ich, aber muss man beim Divisor nicht zumindest A & C shares zusammenrechnen? Oder ist das bereits bei Ihrer Zahl additiert?

    @Fresenius
    Da würd ich lieber Alphabet aufstocken.

    @Tobs Mediziner in Blogs
    Ich würde bei dieser Berufsgruppe die Erwähnung des Titels / Studienfachs und den Verweis auf externe Autoritäten nicht überbewerten. In dem Umfeld sind ja durchaus Standesdünkel, Titel und Seilschaften noch weiter verbreitet anzutreffen als bei anderen. Siehe überspitzt zB Herr Professor Dr. Dr. hc. Karl-Friedrich B.
    Viele Ärzte haben übrigens auch keine wirklich wissenschaftliche Ausbildung genossen wenn man das mit anderen Fächern nach Promotion vergleicht würde ich sagen. Hoffentlich liest das jetzt nicht mein Urologe….

    @Ray Dalio
    Die erwähnte Autorität “Ray Dalio” hat zum Beispiel einmal angetrunken einem Vorgesetzten ins Gesicht geschlagen kann man nachlesen. Das war vor seiner Kündigung 😉
    Er war wohl mit der anderen Meinung nicht einverstanden. Soweit ist es hier im Forum noch nicht gekommen.

    1. Das mit der Summe der Aktien aus A, (ggf. B) und C ist ein sehr guter Hinweis. Vielen Dank! Deshalb habe ich die Frage gestellt. Mir kam die Alphabet schon immer ein bisschen „günstig“ vor. Ich dachte, es liegt vielleicht am Namen, dass den die Börsenneulinge (im Gegensatz zu Tesla und Microsoft) nicht kennen. Ich vermute, die Theorie von Dir ist richtig und man muss das KGV anders berechnen.

      Wenn dem so ist, ist es sowieso „egal“. Dann ist die Alphabet so teuer wie alle anderen Tech-Wachstumswerte. Dann muss man in den sauren Apfel beißen und eine Alphabet kaufen, wenn man sie denn unbedingt will. So gerade geschehen, habe mir zwei Stück gekauft. Dazu 10 Facebook.

  59. @Fit und Gesund

    „Nicht soviel Tim Schäfer lesen“

    Es ist kurios. Dieser Blog richtet sich eigentlich(nehme ich zumindest an) an junge Leute im Vermögensaufbau.
    Kommentieren tun hingegen (vermutlich ältere) arrivierte Unternehmer oder sehr gut bezahlte Angestellte, die mit Immobilien und üppigen Depots nur so um sich werfen. (Wenn alles der Wahrheit entspricht, was hier so gepostet wird).
    Oder Rentner, die Vermögen nur mehr erhalten/aufbrauchen müssen/dürfen (Meine Wenigkeit).

    1. @Wolke,

      an wen sich der Blog richtet? ich dachte an alle Finanzinteressierten… hm…aber gestellt hab ich mir die Frage noch nie.

      Es gibt einige Ingenieure hier, das sind sehr kluge Leute
      der Finanzwesir ist auch ein Inscheniör, der beschäftigt sich gerade mit Krisenalpha, oder Democratic Alpha, das ist mir jetzt eher zu hoch, aber warum macht er das?

      Im Spitalbett sind sie für mich Alle gleich, Depot und Asset Allocation sind dort nicht so wichtig.

    1. @Fit und Gesund
      Ja die Forderung von Loeb hab ich gesehen was daraus wird werden wir sehen.
      Die Zahlen von Straumann sind ja Hammer hoffentlich hast du keine verkauft.

      1. @ Nico Meier,

        RDSA hatte ich mit Verlust verkauft als sie die Dividende gekürzt haben, damals stand der Kurs bei glaub 20Euro, genau weiss ich es nicht mehr, also ungefähr da wo er jetzt steht, der Kurs könnte durchaus weiter steigen.
        Ich habe keine Straumann verkauft, ich habe mal geschaut ob es Transaktionen des Managements gab (gab Keine) und dann hab ich sie so belassen.
        Bei Schindler, die ich ja auch habe und von denen ich auch überzeugt bin, gibt es praktisch nur Verkäufe des Managements, da werde ich jetzt ein wenig abwarten.
        Ems-Chemie hätte ich gerne noch ein paar, aber dazu müssten sie noch ein wenig fallen.
        Vermutlich würde ich mit dem UBS SPI Midcap ETF auch gut fahren.

  60. @42

    Du bist doch bei Pharma recht gut informiert. Was sagst denn zu Teva?! Ich beobachte die schon länger und finde es sehr stark wie schnell die ihre Schulden zurück zahlen. Darüber hinaus haben die massive Cash Flows und auch Teile des Personals verschlankt.

    -M

  61. @ Fit und Gesund

    Weißt du, mir ist doch völlig klar, dass wir alle unterschiedlich ticken und andere Sicherheitsbedürfnisse haben. Die 100%-Aktienquote kann ich gut begründen und sie ist für mich richtig, aber das heißt doch nicht, dass ich erwarte, dass alle so vorgehen müssen. Weit gefehlt.

    Meine Tante hat vor Jahren ihren unseligen Deka-Dachfonds aufgelöst, weil ich ihr gesagt habe, sie bekommt das gleiche, nur viel günstiger und mit mehr Rendite, wenn sie auf einen ETF setzt. Sie ist sich über die Schwankungen an der Börse im klaren und geht gut damit um.

    Trotzdem möchte sie eine Glättung der Volatilität und wir haben ihr ein Portfolio mit 50% Welt-ETF und 50% Tagesgeld eingerichtet. Wer bin ich, ihr jetzt zu sagen: “Nein, nein. Du brauchst 100% Aktien. Nur das ist das Wahre. Ich mache das doch so.” Weit gefehlt. Ich akzeptiere ihre Bedürfnisse.

    Wenn dann aber jemand kommt und meint: “100% Aktien? So ein Irrsinn, so ein Depp”, na dann muss ich schon mal logisch dagegen halten.

    Das gleiche mit der Asset-Allocation. Mir erschließt sich der Sinn nicht. Ich brauche das nicht und kann es auch gut begründen. Aber wenn Leserinnen wie Linda, glaube ich, meinen, sich nur mit einer Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen wohl zu fühlen, na dann ist das doch in Ordnung. Verstehe ich schon.

    Andersherum wird ein Schuh draus. Es kommt jemand daher und meint “Nur Aktien? So ein Irrsinn, nur etwas für Hasardeure, man MUSS auf verschiedene Klassen setzen”, dann frage ich schon mal warum. Ich werde da nicht überzeugt.

    Jeder nach seiner Facon. Richtig. Und 100% Aktien bis ins Grab sind – nach meiner Meinung, die ich gut begründen kann – eine ganz feine und sogar sichere (Oha) Sache.

    Da wären wir beim Thema “100% Aktien in der Entnahmephase eher nicht”. Warum nicht?

    Ich möchte dir nicht zu nahe treten und weiß ja auch nicht, wie du verfährst, aber ich habe den Eindruck gewonnen – schon damals beim Thorsten -, dass viele Anleger in dieser Phase gar keinen soliden, stringenten Plan haben, wie sie denn jetzt verfahren wollen (du womöglich schon).

    Man hat sich über die Dekaden ein Vermögen aufgebaut, besitzt verschiedene Anlagen und weiß nun gar nicht richtig, wie man damit umgeht.

    Aus dieser Planlosigkeit entsteht Unsicherheit. Es entsteht Angst. Man meint täglich alle scheinbar relevanten Daten aufsaugen zu müssen. Hängt an den Lippen der Auguren, die einem den Weg weisen (tun sie nicht, sie wollen Geld verdienen). Verfällt in planlose hektische Betriebsamkeit. Man muss ja aktiv sein Vermögen schützen.

    Geht es auch anders? Nehmen wir den intelligenten Weg des DGI.

    Sagen wir, ich gehe in die finanzielle Rente und beziehe 3000€ im Monat aus Dividenden. Diese beziehe ich aus einem wohldiversifizierten Portfolio aus 100 Dividendenwachstumsunternehmen. Ich habe nichts auf Kante genäht. Mir reichen auch 2000€ im Monat. Ich beziehe noch andere Einkünfte. Ich habe ein Sicherheitspolster von 10.000€.

    Dividenden von ausgezeichneten Qualitätsunternehmen, die über Dekaden ihre Dividenden steigern – auch in Wirtschaftskrisen – sind viel, viel stabiler als die Preise, die Kurse, die der Markt für Aktien festlegt. Ja, ein faules Ei ist mal dabei. Geht unter in der Masse. Ja, alle paar Jahrzehnte sinkt die Einnahme auch mal für ein Jahr, nur um in den Folgejahren umso kräftiger zu steigen.

    Die Dividenden steigen dabei im Mittel über der Inflationsrate. Das ist ja das Schöne. Die Preise steigen? Die Unternehmen verkaufen die Produkte teurer und steigern den Gewinn, sowie die Dividende.

    Mein Vermögen ist nicht die Zahl auf dem Bildschirm. Mein Vermögen ist die Fähigkeit all meiner Beteiligungen, Geld zu verdienen. Mein Vermögen ist die Ertragskraft all dieser wunderbaren Unternehmen. Mein Vermögen ist die Cashmaschine.

    Wie sie aktuell bepreist wird an der Börse, spielt keine Rolle. Okay, spielt für mich keine Rolle 😉 .

    Warum sollte ich diese geniale Maschine verkleinern, zerstückeln oder gar zerstören?

    Ich finde da Claus bemerkenswert. Soweit ich das mitbekommen habe, fährt er seine Aktienstrategie auch in der Rente munter weiter. Er bleibt investiert. Oder hat er Teile seiner Unternehmensanteile verkauft, um “auf Nummer sicher” zu gehen?

    1. … halllo @ Freelancer,

      ich bin zwar noch nicht in “Rente”, die erhalte ich ab Sept. 2025, nach heutigen Stand fantastische ca. 200,- € brutto…

      Das ist aber keine Überraschung für mich, sondern bewußt geplant. Ich setze da, genauso wie Du, auf 100% Aktien, weil ich mir sicher bin, dass “die besten Unternehmen der Welt” (=”meine Gans, die goldene Eier legt”) da mehr für mich erreicht und das auch über mein Lebensende hinaus. Die “Gans” kann ich dann sogar noch für einen wohltätigen Zweck weiterreichen, die Rente wäre einfach weg.

      Für mich gibt es keine bessere Lösung, ich setze “bis zum Ende” 100% auf o.g. Aktien. Kein Gold oder sonstige Edelmetalle, kein Bitcoin oder sonstige Kryptos, keine Zertifikate, Optionen, Anleihen oder wer weiss was sich die Finanzindustrie noch so alles ausdenken wird, um den “Unwissenden Kleinanlegern” das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mit “NEIN” Sagen hierzu erziele ich die beste Rendite…

      Auch bei Aktien bin ich konsequent: Keine IPOs, SmallCaps, “Luftschlösser” mit Zukunftsversprechen ohne je einen Gewinn erzielt zu haben. Auch China- und Russland-oder Emergin-Market-Aktien kaufe ich nicht.

      Ins Depot kommen nur Unternehmen, die über viele Jahre bewiesen haben, dass sie sehr hohe und zuverlässige Gewinne, meist im MRD-USD-/-EUR-/-CHF-/-GBP-Bereich erzielen und das auch in Krisenzeiten.

      In den letzten 10 Jahren wurde ich so mit über 500 K € in Form von Kurssteigerungen (ca. die Hälfte hiervon ist noch zu versteuern, die andere Hälfte ist steuerfrei, da vor 2009 gekauft) sowie Dividenden und realisierten Kursgewinnen nach Steuern belohnt.

      Warum sollte ich hieran etwas ändern? Mit ca. 11% p.A. in den letzten 10 Jahren kann ich mich nicht beschweren.

      Natürlich braucht man hierzu auch die “mentale Stärke”, um Schwankungen “auszuhalten”. Die habe ich mir hart und teuer erarbeitet. “Kosto” hatte völlig recht: Erst kommen die Schmerzen und dann das Geld oder 2 x 2 ist an der Börse nicht 4, sondern 5-1. Wer die “-1” nicht aushält, verliert immer Geld.

      LG und allen viel Erfolg, egal wie sie es “anstellen”

  62. @M – Teva
    Da bin ich leider nicht nah dran sondern kenne auch nur die Meldungen. Ich sehe trotz Fortschritten beim Schuldenabbau noch immer zu viel Goodwill der ganzen Übernahmen und eine Erholung des Kurses auch erst wenn die Opoid/Schmerzmittel-Klagen erledigt sein werden. Anders als zB J&J (26 Mrd) hat TEVA kein Geld geboten (sie haben keins – 20 Mrd Schulden) sondern Suboxone. Es wird ja von 500.000 Toten geprochen und vielen zerstörten Familien. AbbVie und Endo bleiben auch noch. Mal schauen wie sich das entwickelt aber das ist ja frühenstens Mitte/ Ende nächsten Jahres so weit. Vorher kann ich mir keine Erholung vorstellen aber der eingeschrittene Weg erscheint mir vorsichtig optimistisch soweit ich das als völlig Aussenstehender beurteilen könnte.

  63. Mein Vermögen ist nicht die Zahl auf dem Bildschirm. Mein Vermögen ist die Fähigkeit all meiner Beteiligungen, Geld zu verdienen. Mein Vermögen ist die Ertragskraft all dieser wunderbaren Unternehmen. Mein Vermögen ist die Cashmaschine.

    Der Absatz gefällt mir sehr! Sehr sehr!

    @42

    Danke für deine schnelle Einschätzung. Diese blöden Skandale immer, wobei das halt immer Chancen sein können. Muss da mal bissl rechnen, ob man mit einer gewissen Sicherheitsmarge was schön rechnen kann haha.

    -M

  64. @ Freelancer Sebastian

    Unter Deinem Vorhaben verstehe ich persönlich keine echte Entnahmestrategie. Vielleicht hast Du sogar Glück und weiterhin Firmen, die so viel Geld investieren können, dass die keine Dividenden ausschütten. Wer doch phantastisch, wenn Google weiterhin kreativ neue Möglichkeiten findet mehr zu verdienen. Über den Daumen erhälst Du vermutlich um die 3% an Dividenden. Und das noch nicht einmal inflationsbereinigt. Folglich liegst Du weit unter der 4% oder meinetwegen 3% Regel. Hier darfst Du die Inflation draufrechnen…
    Im Prinzip befindest Du Dich in dem Alter weiterhin in der Ansparphase. Auch wenn es nur noch sehr langsam vorwärts geht. Du bekommst schließlich noch genau wie Deine Frau eine Rente.

    Mark85 verwendet eine Dreispeichen Glättungsstrategie. Auf Deine Art hätte er ein paar Jahre länger arbeiten müssen. So konnte er bereits früher frei sein. In jungen Jahren kann man natürlich auch noch einmal Zwischengas geben, falls die Strategie nicht ganz wie gedacht verläuft.
    Ich sehe es auch entspannt und versuche die Arbeit auf ein Maß zu reduzieren wo ich ausreichend Freizeit und Urlaub habe. Und das schon in jüngeren Jahren. Durch den Jobwechsel habe ich tatsächlich auch wieder etwas mehr Freude an der Arbeit gefunden. Trotz teilweiser etwas heftigerer Einarbeitung. Ein paar Herausforderungen gehören vielleicht auch zum persönlichen Glück dazu. Durch die Kinder bin ich die nächsten Jahre eh noch an gesellschaftliche Arbeitssstandards gebunden. Ich kann ja nicht einfach im Herbst ein paar Monate in Spanien verbringen. Außer es kommt noch einmal eine Homeschooling Phase. Dann muss ich überlegen, ob es doch machbar ist.
    Ich hatte mit der Abfindung auch eine technische Freistellung von drei Monaten Dauer. Leider muss ich gestehen, dass ich diese Zeit nicht sehr gut verwenden konnte. Eine 4 Tage Woche hätte für mich einen höheren Stellenwert. Immerhin habe ich dies in der Phase herausgefunden. Länger reduziert zu arbeiten erhöht auch immens die Sicherheit und erhöht das Netto Einkommen aufs Brutto bezogen. 😉

  65. @Freelancer Sebastian,

    ich komme jetzt gerade vom Nachtessen mit meinen Ex-Kollegen, ich lese das morgen durch und werde dann antworten, jetzt möcht ich noch ein wenig von dem ganzen “Geschnatter” nachwirken lassen, so gerne ich in Rente bin, aber fast wär ich mit zum Nachtdienst, 🙂 Sie haben mich immer noch eingeladen und das war so ein schöner Abend.

  66. @Freelancer Sebastian,

    sicher laufe ich nicht planlos durch die Gegend 🙂
    Ich kenne meine laufenden Ausgaben
    Ich bekomme eine Rente die meine laufenden Unkosten vollumfänglich abdeckt, ich habe ja praktisch immer 100% gearbeitet, nur die letzten Jahre 90%.

    Die Dividende werden re-investiert bis Alter 65, also noch 2022 und 2023, danach werden sie verbraucht.
    Meine Aktienquote liegt bei über 80%,
    Ich habe eine Cash-Reserve 1 für spätere Innenrenovation wenn die Katzen mal gestorben sind, sowie altersgerechtes Badezimmer, hier ist auch der sog. Notgroschen enthalten, der ist aber höher als 10k CHF, ebenso Geld für meine…hm Beerdigung (in der CH glaub nicht so teuer) Cash-Reserve 1 ist sehr grosszügig bemessen

    Cash-Reserve 2, und hier tue ich mich schwerer, ist Cash für den Crash, also ungefähr eben 17-20%, die werde ich auf 10-12% herunterfahren und das Geld anlegen, dafür kommen nur sehr solide Werte in Frage, aber Aktie ist Aktie. Hier kommen auch keine ausländischen Titel in Frage wegen dem Währungsrisiko, auch keine Schweizer Midcaps sondern nur SMI-Titel.

    Meine Goldtaler werden eh nicht bilanziert, die hab ich und gut ist es, ob man die braucht oder nicht ist Jedem selbst überlassen, ich verstehe hier die Aufregung nicht, mir würde es im Traum nicht einfallen Jemand zu kritisieren der das eben nicht mag.

    Ebenso das Thema selbstbewohnte Immobilie (abbezahlt, Klumpenrisiko und immobil), hingegen bin ich sehr froh meine vermietete (geerbte) Wohnung in D verkauft zu haben, ich hatte nie Probleme mit den Mietern, aber der deutsche Staat hat ordentlich zugelangt, mir war das auch zuviel Arbeit.

    Ich versuche vorsichtig zu agieren, in meinem Alter kann ich eben kein Einkommen durch Arbeit mehr generieren, es ist einfach ein Unterschied ob man 40 oder 63 ist, Ansichten und auch Bedürfnisse ändern sich, das hätte ich früher auch nicht so gedacht. Ich finde es falsch Jemand deswegen als Angsthasen zu titulieren,
    Wie Bruno immer schreibt, Angst ist ein schlechter Ratgeber, absolut einverstanden, aber ein gesunder Respekt kann Dich auch vor Schaden bewahren (z.B stehen praktisch wöchentlich irgendwelche abgestürzten Berggänger im 20 Minuten Käsenachrichtenblatt, Jüngere und Ältere, schlimme Selbstüberschätzung)

    So, jetzt kommt mal mein Grüntee dran, dann sehen wir weiter.

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