Die besten Aktien für die Ewigkeit

Wharton Professor Jeremy Siegel im Gespräch mit CNBC. YouTube.

Endlich entdecken junge Anleger die Börse, was begrüßenswert ist. Hoffentlich haben sie Geduld und verzocken ihr Geld nicht.

Ich möchte bestimmte Aktien ewig behalten. Dazu zählen etliche Blue Chips, die ich besitze. Etwa Apple, Microsoft, Facebook, Procter & Gamble, Amazon, Johnson & Johnson, Berkshire Hathaway, Verizon und Bank of America.

Ich glaube, sie werden eine gute Investition für die nächsten zehn, 20, 30 Jahre sein. Eine Garantie kann ich freilich nicht abgeben. Selbst die besten Unternehmen können pleite gehen.

Es kommt auf den Sektor an. In sich schnell verändernden Branchen wie der Technologie sind Vorhersagen besonders schwierig. Anders ist das dagegen bei den Basiskonsumgütern. Viele der großen Unternehmen aus den 1950er Jahren sind immer noch quickfidel. Sie sind kerngesund. Beispiele sind Colgate-Palmolive, Hershey und Procter & Gamble. Bevölkerungswachstum und Markenbekanntheit (Preismacht) werden es ihnen ermöglichen, hoffentlich noch lange zu wachsen.

Mit meinen Lebensmittelaktien Kraft-Heinz und Kellogg fühle ich mich besonders wohl. Investmentlegende Warren Buffett sagte es kurz und knapp: “Das Internet wird in 100 Jahren nichts daran ändern, wie Menschen Kaugummi kauen.” Recht hat Buffett. Gegessen wird immer.

Ich habe einen Mix aus Wachstumsaktien, Value, Dividende, Small Cap, USA, Deutschland etc. Ich habe sogar ein paar ETFs.

Microsoft, Alphabet oder Amazon haben ihr Produktportfolio diversifiziert. Sie konzentrieren sich nicht mehr nur auf eine einzelne Produktlinie wie früher. Sie setzen auf die Cloud (Azure, Google Cloud, AWS). In den kommenden Jahren kassieren sie passive Einkommen aus Web- und Mobilanwendungen. Sie rollen neue Bereiche auf, die heute kaum bekannt sind und in zehn Jahren enorme Summen in die Kasse spielen werden.

Generell gilt: Urbanisierung, Fortschritt und Bevölkerungswachstum führen zu steigenden Aktienkursen.

Ein Professor und seine Aktien für die Ewigkeit

Professor Jeremy Siegel hat ein super Buch über “Buy-and-Hold” (Kaufen und Liegenlassen) geschrieben. Es heißt “Stocks for the Long Run”. Das Buch gibt es auf Deutsch, leider ist der Preis mit 50 Euro gesalzen. Dafür hat der Wharton-Professor Aktien über sehr lange Zeiträume beobachtet.

* Afiliate

Das sind die Aktie mit der besten Performance über 50 Jahre:

Aus dem Buch “Aktien für die Ewigkeit“*. Professor Jeremy Siegel hat die besten Aktien für 50 Jahre herausgefiltert (1957 bis 2012).

Es fällt auf, dass die besten Aktien Dinge verkaufen, die süchtig machen. Philip Morris verkauft Tabak. Coca-Cola und Pepsi vermarkten Zuckerdrinks. Ketchupriese Heinz ist mit dabei mit Zucker, Salz, Fett. Ebenfalls der Schokoladenriese Hershey und Getreidekonzern General Mills.

Auf der anderen Seite hast du dann Arzneimittelhersteller wie Bristol-Myers, Merck & Co, Pfizer, die die Zivilisationskrankheiten mit Pillen bekämpfen, die aus dem übermässigen Konsum von Zucker, Fett, Salz entstehen. Es ist schon der Wahnsinn. Es ist ein Kreislauf.

Wenn du auf den Kurs von Philip Morris bzw. Altria schaust, wirst du die Überrendite kaum sehen. Denn ein Gutteil der Rendite steckt in Dividenden, Aktiensplits und unglaublich vielen Abspaltungen. Die Gewinner der letzten 50 Jahren sind natürlich nicht automatisch die Gewinner von Morgen.

Die Überflieger-Aktien für die nächsten 50 Jahre zu finden, ist nicht leicht. Es gleicht zugegeben der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Daher sind ETFs empfehlenswert. Dann besitzt du den ganzen Heuhaufen.

Der Dow Jones seit 1900:

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87 Kommentare
  1. Hallo Tim,
    ein großartiger Beitrag, der “Trend hunting” ein wenig relativiert. Nichts gegen Microsoft, Apple, Alphabet, Netflix,… Solche Firmen sollte man besitzen! 
    Es ist extrem schwierig, langfristig zu denken. Siegel bietet uns eine Perspektive, die es uns ermöglicht, es uns zumindest etwas besser vorstellen zu können. Die Bedeutung der Dividende und dessen reinvestieren wird häufig unterschätzt bzw. als unsinnig betrachtet. Siegel hat sehr aufwendig recherchiert und ist zu einigen sehr wertvollen Erkenntnissen wie der Wachstumsfalle oder auch den Renditeturbo durch Dividendenreinvestitionen gekommen. 
    Er empfiehlt grundsätzlich auch weltweit gestreute ETFs. Spricht aber auch von einer Sektorengewichtung. Insbesondere die Wachstumsfalle zeigt deutlich auf, dass nichtzyklische Konsumgüter, Gesundheitsprodukte und Energieinfrastruktur seine Daseinsberechtigung haben und durchaus bei konsequenter Anwendung eine ziemlich risikoarme Überrendite bringen. Ich zumindest fahre mit dieser Strategie ausgesprochen gut. Vor allem schlafe ich damit gut! Sein Hauptwerk Stocks for the long run hat mir die Augen geöffnet. Die Investition hat sich gelohnt und ist aus meiner Sicht auch gerechtfertigt, da es sich um eine aufwendige wissenschaftliche Arbeit handelt, die zu neuen Erkenntnissen gelangt. 
    Insbesondere den jüngeren Tim Schäfer Jüngern empfehle ich dieses Werk. Alternativ “Souverän Investieren”. Es ist deutsch und günstiger als Aktien für die Ewigkeit mit gleichwertigem Content. 
    Viel Spaß! 
     

  2. Für mich auch einer der besten Artikel seit einiger Zeit. Ich persönlich  suche Aktien, von denen ich überzeugt bin, dass sie langfristig  profitabel sind und zumindest eine kontinuierliche – also gleichbleibend oder steigende – Dividende zahlen. Daher gefallen mir diese Listen der Aktien für die Ewigkeit sehr. Ein Videobeitrag zu diesem Thema gibt es auch von C. Röhl auf YouTube. (Kanal echtgeldtv) 
     
    Die Dividendenaristrokraten stellen daher für mich ebenfalls ein besonderes Qualitätsmerkmal dar. Zur Analyse der Aristokraten nutze ich u.a. die Listen von „FerdiS“ auf SeekingAlpha. Er screent nach zahlreichen Faktoren (Rating, Dividend safety Scores, moat,…)
    https://seekingalpha.com/article/4407722-dividend-aristocrats-ranked-quality-scores
     
    Aktuell  bespare ich:
    Vanguard All World
    Vanguard S&P
    JNJ
    PG
    KO
     
    Diese drei Aktien, insbesondere die beiden erstgenannten, sind für mich die Aktien für die Ewigkeit ihres jeweiligen Sektors.
     
    PeterF
     
     

  3. Es gleicht zugegeben der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Daher sind ETFs empfehlenswert. Dann besitzt du den ganzen Heuhaufen.

    Du willst die Nadel im Heuhaufen? Kauf den Heuhaufen und die Nadel ist dir gewiss… 🙂

  4. Danke Tim für deine gute Arbeit und die Möglichkeit des Austausches hier im Forum. 
    Ich weiß nicht ob ich es richtig zusammenbekomme, aber ich habe gelesen, das die besten 100 Firmen aus dem S&P 500 aus dem Jahr 1900 heute nicht mehr vertreten sind unter den 100 Plätzen im s&p Index, general electric war die letzte Firma die dabei war. Einzelaktien haben sehr viele Chancen aber auch Risiken. Tim hat die Netflix Aktie zu einem perfekten Zeitpunkt gekauft und seinen Einsatz vervielfacht, es gab aber auch Menschen die wirecard gekauft haben. Ich setze aktuell auf zwei etfs, einfach weil ich keine Ahnung habe, welche Aktien in Zukunft abräumen und welche abgeräumt werden.

  5. J. Siegel empfiehlt den Großteil des Depots auf etfs zu setzen.

    Zudem ist er eher auf dem Werte-Trip mit fundamental gewichtet.

    Die FANG’s erfüllen eigentlich nicht sein Beuteschema. Süchtig machen sie aber viele.

  6. Auch hier gilt wieder.

    How much you could have made if you would have only put $10k into… I hate these comparisons.
    You know, if you would have put $10k into [something that’s up 10,000%] you would be fabulously wealthy.
    Oh really, thanks for that. Very helpful. Maybe next time tell me beforehand.
    It’s also true that if you put $10k into Enron stock you would have $0 right now.
    These fantasies serve no purpose unless you know how to spot them ahead of time.

  7. @ James
     
    … Chinesische Werte habe ich nicht auf meiner Watchlist. Zum Aktienrisiko brauche ich keine zusätzlichen politischen Risiken. Aktionärsrechte sind dort weitestgehend unbekannt… In China kann man auch hervorragend “über Bande” investieren. Die westlichen Global Player kennen sich in ihren Bereichen dort hervorragend aus und verdienen jede Menge Geld. Geht etwas schief, betrifft es nur einen Teil des Unternehmens und es steht nicht gleich eine Insolvenz an.
     
    Mein Signalsystem mit den Kauf- und Verkaufsignalen ist auch von Rankings abhängig. Die angesprochenen Energiewerte fallen aufgrund gesunkener Qualität teilweise ganz aus meinem Kauf-Raster. Werte mit Ranking “Unstetig” oder “Verkauf” liefern keinerlei Kaufsignale.
     
    Mit Ranking “Verkauf” sind eingestuft: Exxon, Shell, Total, Fortis.
     
    Mit “Unstetig”: UGI, BHP.
     
    Einzig NextEra Energy hat ein “Kauf B”, liegt aber ca. 8% über dem ersten Kaufsignal.
     
    Das System gilt nur für Langfrist-Käufe. Für gelegentliche Trades können Werte mit schlechterem Ranking dennoch interessant sein.
     
     
    @ Buch von Jeremy Siegel
     
    … ist sehr empfehlenswert, wie vor längerer Zeit schon berichtet
     
    LG

  8. Es gibt übrigens auch in Deutschland einen Dividendenaritokraten.
    Fresenius ist zurzeit sehr tief bewertet.
    Wer Freseniu swie ich bereits im Februar 2021 gekauft hat, der hat inzwischen bereits rund 25% Buchgewinn mitnehmen können.

  9. @M, Nico
    Ich habe auch 100 STK im Depot. Weitere 100 wurden mir bisher nicht eingebucht. Über Put Optionen habe ich angeboten welche zu nehmen. Bei 200 STK wäre ich mit der Positionsgröße zufrieden. Wenn es bei 100 STK bleibt, ist es auch in Ordnung. Mit Eindämmung von Corona gehe ich hier wieder von einem lukrativen Regelbetrieb aus. Gesundheitskaktien kaufe ich langfristig. Als Buy And Hold and Forget wie Tim.

  10. Wieviel % deines Depots steckt denn in FRE?
    @M
    Zum Kaufzeitpunkt rund 3%  des Depots. Ich lege viel Wert auf Diveesifizierung. 
    Ich unterscheide auch zwischen Aktien die ich über längere Zeit halten möchte und andere die ich kaufe um sie in absehbarer Zeit wieder zu verkaufen.
    Fresenius wollte ich immer mal kaufen um sie für länger zu halten.
    @Kiev
    Ich sehe nach Corona auch viel Potential bei Fresenius.

  11. Ich bin mit meinen Rohstoffwerten bis jetzt immer sehr gut gefahren,
    BHP, nur weil die von Claus angesprochen wurden,  hat mir schöne Kurszuwächse beschert, nebst einer schönen Dividende, die Aktie habe ich seit 2017. Rio Tinto ähnlich, aber diese Aktie habe ich erst seit 2019. 
    Mit Southern Copper bin ich mehr als 100% im Plus. Auch die Goldminer, die durchaus volatil sind, haben mir schöne Gewinne gebracht.
     
    Ich habe kein Ampelsystem und auch kein Kaufsystem, ich bin eher der Buy and Hold-Typ, grosse Verluste haben mir hingegen BAT und RDSA (verkauft) gebracht, BAT behalte ich allerdings im Depot solange sie die Dividende weiterzahlen, Aktien können sich, wenn man geduldig ist auch wieder erholen, zur Zeit wäre das bei AT&T der Fall. Bank of Nova Scotia ist auch so eine Aktie.
    Im Moment scheint es wieder ein wenig unruhig zu werden an der Börse, mal gespannt wo diesmal die Reise hingeht, aber ich bin zufrieden mit meiner Auswahl, Cash für Nachkäufe ist vorhanden, 
    auf meiner Nachkaufliste stehen: Stryker, United Health, Texas Instruments, Belimo, Ems-Chemie, ebenso mein Emerging Markets ETF.
    Am liebsten stocke ich Gewinner auf, ich habe es längst aufgegeben den Verlierern oder lahmen Enten noch Geld nachzuschiessen. 
    Jeder hat seine Vorlieben oder Abneigungen, so ein Depot verändert sich doch auch mit der Zeit, aber stur und stetig investieren, über viele Jahre hinweg, sollte zum gewünschten Erfolg führen. 
    Das empfohlene Buch habe ich nicht, aber auf Englisch und als Kindle-Version ist es um Einiges günstiger zu haben. Zugegebenermassen habe ich für Sachbücher aber auch lieber die Druckversion.
     
    Liebe Grüsse und Gute Investments

  12. @Fit und Gesund
    Natürlich hat man immer auch einige Buchverluste im Depot bei mir unter anderem auch Shell aber ich denke die werden sich wieder erholen.
    Ems-Chemie ist bei mir auch auf der Watchlist.

  13. @EM ETF
    Die gestern als günstig bezeichneten JD.com, Alibaba, Tencent, Baidu machen innerhalb meines Core IMI EM ETF ca. 11% aus. Das reicht mir und dazu gibt viele weitere interessante Werte on top. Einen wirklichen chancen-risiko Vorteil auf das Gesamtvermögen bezogen sehe ich nicht dort Einzelinvests in so große Unternehmen zu machen. Bei einem 70:30 Welt/EM-ETf-Portfolio ist zB Tencent ja bereits mit 1,43% und Baba mit 1,37% enthalten und bei einem ausgewogenen Einzeltitelinvest macht man daraus vielleicht 2-3% Depotgröße. Solche Käufe finde ich Zeitverschwendung und Risikoerhöhung. Wenn schon Einzeltitel dann Wetten auf kleine Unternehmen die stark wachsen finde ich für den 20bagger.

  14. @Nico Meier,
    Ems-Chemie: die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen, ein super gut geführtes Familienunternehmen aus der CH.
    Positionsbegrenzung finde ich auch wichtig bei Einzelaktien, 3% scheint mir eine gute Sache, evtl. in 2 Tranchen gekauft. 
    Konzentrierte Portfolio’s sind schön zum Anschauen, bergen aber Risiken, ich kann mir nicht vorstellen bei einem 600k Depot  60k in einem Einzeltitel zu halten, es sei denn der Titel ist auf diese Grösse von selber angewachsen.
     
    @42sucht21,
    das sehe ich ähnlich, Emerging Markets gehören für mich dazu, die Risiken sind vorhanden, die Gewinnchancen aber auch.
     
    Und jetzt muss ich los, es soll Regen geben  🙂

  15. Einzelaktien, 3% scheint mir eine gute Sache, evtl. in 2 Tranchen gekauft. Konzentrierte Portfolio’s sind schön zum Anschauen, bergen aber Risiken, ich kann mir nicht vorstellen bei einem 600k Depot  60k in einem Einzeltitel zu halten, es sei denn der Titel ist auf diese Grösse von selber angewachsen.
    @Fit und Gesund
    Das sehe ich auch so bei grösseren Depots auf wenige Einzelaktien zu setzen ist mir zu riskant. Selbst Bluechips können in den Konkurs gehen als Beispiel hätten wir die Swissair oder Wirecard. 
    Wie du auch schön sagst sollte Difersifizierung nicht bedeuten die Topperformer regelmässig zu stutzen. Hier toleriere ich Ausnahmen wobei ich bei solchen Kandidaten dann nicht weiter nachkaufe. Da stecke ich Dividenden und Spargeld lieber in andere Werte.

  16. Hallo zusammen,
    Dax 2% nach unten. 
    Crash oder Korrektur? Ich sitze auf meinen Händen, damit ich nicht mein FTSE-All-World nachkaufe.
    Hat jemand eine Magische Kugel?
     
     

  17. @ Al Bundy
    Ich werde meinen Vanguard All World heute Abend wieder füttern – die Glaskugel hat niemand, das Geld, das gerade dem Aktienmarkt entzogen wird, wandert mit zeitlicher Verzögerung wieder rein. Wo soll es sonst hin, dümmer als Bargeld geht nicht.

  18. @AlBundy:
    Dax 2% nach unten. Crash oder Korrektur? 
    Sind Inflationsängste und damit die Sorge vor Zinserhöhungen. Ich glaube nicht dass die EZB die Zinsen anhebt.

  19. FuG
    Hallo, schön das du gleich laufen gehst. Ich gehe auch gleich eine kleine Runde spazieren. 
     
    Deine BAT werden schon wieder. Ich glaube Shell hättest du auch noch, wenn die Divi stabil geblieben wäre. Das hat vielen den Rest gegeben. Habe die auch nicht mehr. Bin aber +-0/0 kurstechnisch raus und hatte 4 Jahre Divis. 
    Manchmal muss man auch durchhalten. Meine KHC waren -60% und da war einiges investiert. Jetzt ist es noch -30%. Wird langsam. 
     
    Am Bundy 
    Glaskugeln sind oft so vernebelt, voll blöd, aber man kommt oft gut zurecht wenn man ein: *sitonyourassinvestor* ist 😉 
    Bringt doch nix, sich den Kopf zu zerbrechen für Sachen, die keiner weiß UND die man nicht beeinflusst kann.
    -M

  20. Meine KHC waren -60% und da war einiges investiert. Jetzt ist es noch -30%. Wird langsam. 
    @M
    Da hast du KHC wohl zu teuer gekauft. Mein Einstandskurs liegt bei etwas über 26$ gekauft im 2019. Ist ein Plus von über 60%.  Wobei die Dividenden die seit dem Kauf 2019 geflossen sind noch nicht mal berücksichtigt sind.

  21. “Dax 2% nach unten. Crash oder Korrektur?”

    Ist das ernst gemeint? Bei derartigen Minischwankungen sollte man kaum von einer Korrektur oder gar Crash reden.

    “Ich kann mir nicht vorstellen bei einem 600k Depot 60k in einem Einzeltitel zu halten, es sei denn der Titel ist auf diese Grösse von selber angewachsen.”

    Das sehe ich anders. Die beiden Positionen Blackrock oder Danaher machen bei mir mittlerweile zusammen rund ein Drittel des Depotwerts aus. Wer mit Schwankungen nicht gut umgehen kann, sollte die Börse besser meiden.

    @Alibaba: Was reizt euch so an dieser Aktie? Gibt es ja grade wieder mit etwas Abschlag. So recht nachvollziehen kann ich es aber nicht woher die Begeisterung dafür kommt.

  22. @NM
    Ja, war definitiv zu teuer. Hatte ich hier bereits öfter erwähnt. Tatsächlich war es fast ein Blindkauf (was mir seit dem und auch künftig, hoffentlich nicht mehr passiert). Die verkaufe ich auch irgendwann, sobald ich Cash für andere Firmen benötige. Noch hab ich ja bissl was liegen. 
     
    @Ralf
    So sehe ich das auch. Angenommen du hast die ursprünglich mit je 5% vom Depot gekauft, wären die jetzt halt je 15% und +200% 
    Die nun zu Rebalancen wäre das schlimmste, was du machen kannst.
     
    Buffett sagte früher dazu: Es wäre als ob die Chicago Bulls Michael Jordan verkaufen würden, weil er zu gut ist. Das macht keinen Sinn. Die besten Spieler müssen immer spielen. 
     
    Und 15% vom Depot ist ja wahrlich nicht abartig viel. Falls Danaher mal 90% aus macht, wärst bestimmt auch nicht arm, selbst wenn die danach künftig pleite gehen würden….  😉 

  23. @M
    Zu teuer gekauft zu haben ist keine Schande habe auch einige Aktien für die ich zu viel bezahlt habe. Daher baue ich in der Regel eine Position auf mit zwei bis vier Kaufzeitpunkten um so nicht fke komplette Position zu teuer zu kaufen.
    @Ralf
    Wenn eine Aktie gut performt spricht nichts dagegen sie laufenzulassen auch wenn sie dadurch 10% oder 15% des Depots ausmacht. Ich würde dann bei solchen Titeln nicht noch nachkaufen.

  24. @Nico Meier,
    Richtig, so mache ich das auch, ich habe 355 Nestlé Aktien, da möchte ich einfach nix mehr dazukaufen, aber sicher auch nix verkaufen, das sind Aktien die ich bis an mein Lebensende halten werde.
    @-M
    im Leben braucht es Strukturen und ich laufe eben für mein Leben gerne. Mach mit Deinem Programm langsam, jeden Tag und dann jeden Tag ein bisschen mehr, das hilft auch bei blockierten Gelenken, die müssen wieder geölt werden aber einfach langsam. 
    Ja, RDSA hätte ich behalten wenn sie die Dividende nicht so arg gekürzt hätten, jetzt sind sie weg und ich bin froh darüber, es gibt Tausende von verschiedenen Aktien, da findet man immer was.
     
    @Ralf,
    Blackrock und Danaher sind wunderbare Titel die Du da hast, wenn sie auf diese Grösse von alleine angewachsen sind, super, ein Jeder muss seine Grenzen kennen, ich weiss aber nicht wie der Rest von Deinem Depot aussieht, 
    Portfolio-Management gehört auch dazu, oft kann auch ein ETF für eine wunderbare Glättung im Portfolio sorgen, der Vanguard All World eignet sich da hervorragend.
     
     
     

  25. Kaugummi wird hier praktisch nicht mehr konsumiert. Insofern hat Warren zwar recht, aber ein Produkt kann aus der Zeit in die Bedeutungslosikeit fallen. Das Unternehmen kann gegensteuern indem es zeitgemäßere Produkte entwickelt.
    Der Kaugummispruch ist ähnlich einfältig wie Adenauers “Kinder bekommen die Leute immer”. Wer konnte schon den Pillenknick vorhersagen ?
    Also Vorsicht mit solchen “Weisheiten”.

  26. @Thorsten,
    *ungläubigguck*   wieso sollte Kaugummikauen jetzt nicht mehr zeitgemäss sein? Klär mich auf, das hab ich noch nie gehört.   🙂

  27. @ Kaugummi
     
    … einer der wunderbarsten Aktien war Wrigley. Bis die nicht börsennotierte Mars das auch erkannte und sie sich einverleibte.
     
    Wenn ich die “Kaugummi-Dichte” in der Fußgängerzone (vielleicht habe ich soeben einen neuen Index erfunden…) anhand der auf dem Boden klebenden “verbrauchten Kaugummmis” sehe, hat sich am Kaugummi-Konsum wohl nicht so viel verändert. Im Kassenbereich “meines” Supermarkts gibt es sie auch noch…
     
    Ein weiterer interessanter Index wäre die “Hundehaufen-Dichte”… für Tierfutteraktien…
     
    LG

  28. Kaugummi wird hier praktisch nicht mehr konsumiert. Insofern hat Warren zwar recht, aber ein Produkt kann aus der Zeit in die Bedeutungslosikeit fallen.
    @Thorsten
    Im Osten werden keine Kaugummis mehr gekauft? Ist das ein Protest aus lauter Antiamerikanismus oder wo liegen die Gründe?
    Ich sehe, dass der Kaugummi in meiner Region ein steter Begleiter vieler Menschen ist. Ich selber nutze Kaugummis auch gerne um frischen Atem zu haben bei Besprechungen oder Kundengesprächen. 

  29. Nicht nur das, wir haben das unseren Patienten nach grossen Bauchoperationen angeboten (die die das mochten und wach genug waren) es half ihnen die Darmtätigkeit wieder zu stimulieren und postoperativen Darmverschluss vorzubeugen.
     
    Besser Kaugummi-Kauen als Rauchen, oder Fingernägel abknabbern.

    Und was wären zeitgemässe Alternativen? Rüebli und Radieschen?
     
    Kaugummi spuckt man besser nicht auf den Boden, es hat alle 100m Abfallkübel und wenn nicht, hilft sicher ein Tempo-Taschentuch zum Aufbewahren bis man eben einen Abfallkübel findet. In Singapur wird das glaub hart bestraft wenn man das einfach ausspuckt.
     
    Hundehaufen treffe ich ganz ganz selten an, die Leute hier sind diszipliniert und tüten die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners ein.

  30. Dax 2% nach unten. Crash oder Korrektur? Ich sitze auf meinen Händen, 
    Die zittrigen Hände der ETF-Bubis zittern wieder 😉

  31. Hundehaufen treffe ich ganz ganz selten an, die Leute hier sind diszipliniert und tüten die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners ein.
    @Fit und Gesund
    Abdolut richtig dafür gibts ja auch die Robidog Eimer an welchen man auch gleich kostenlos Säcklu mitnehmen kann um den Haufen damit aufzunehmen. Ich glaube an vielen Orten wird das liegenlassen des Hundekots auch mit Busse bestraft.

  32. Vermutlich haben schweizer Hunde auch gar keine natürlichen Bedürfnisse mehr, bzw. dies ist ihnen entsprechend angepasst zu den Herrchen zu proletarisch geworden… 😉

  33. @Sparta
    Kleines, dichtbevölkertes Land da wissen die Hündeler, dass die soziale Kontrolle greift, wenn die Scheisse ihrer Hundelis nicht aufgesammelt wird.

  34. @Sparta,
    natürlich haben Schweizer Hunde die genau gleichen Bedürfnisse wie die Deutschen oder Italienischen, wie kommst Du denn auf Sowas? In der CH ist es sehr sauber, das hat mir immer schon gefallen. 
    Allerdings im Corona-Zeitalter treffe ich schonmal weggeworfene Masken an, inmitten herrlicher Natur, auf Supermarktparkplätzen und auch in gepflegten Vorgärten, ich glaube Corona hat Vielen das Hirn verseucht und ich hoffe das das keine irreparablen Schäden sind. Maskenwegwerfen gehört bestraft.

  35. @ Claus
    Du hast sehr innovative Bewertungsindizes. Ich würde Dir empfehlen in Tiernahrung zu investieren. Neben Kurswachstum und gegebenfalls einer Dividendenzahlung haben diese Aktien ganz andere Vorzüge. Falls Du beispielsweise in ein Häufli? trittst, so kannst Du Dich vielleicht ein klein wenig darüber freuen. Schließlich deutet eine höhere Haufendichte auf eine höhere Quote von Vierbeiner zu Zweibeiner. Und das wiederum sollte sich positiv auf zukünftige Gewinne und damit auf den Kurs und die Dividendenzahlungen auswirken.

  36. @FUG

    Ich bin ab und an etwas ironisch zweideutig, sorry.

    Die Bedürfnisse von Lebewesen habe ich so halbwegs grob kapiert…

    Ab und an wundert mich die Denkweise, dass da manche was goldenes produzieren können und sich für was besseres halten. 😉

    Bzgl. der großen Empörung erst über die Allianz wegen Gelddingen…

    Apple, Amazon, Microsoft und Facebook: Vorwurf der Zwangsarbeit in China.

    https://www.apfelpage.de/news/apple-amazon-microsoft-und-facebook-vorwurf-der-zwangsarbeit-in-china/

  37. @ Kaugummi – Wrigley – Mars
    Wenn ich mich recht entsinne hatte Buffet da auch seine Hände mit im Spiel.

    Wrigley ist ein gutes Beispiel warum man kein Unternehmen kauft sondern vor allem das Management / CEO / Gründer falls noch an Bord: Wrigley war neu gegründeter Hersteller von Haushatlseife (scouring soap) und er legte jedem Paket Backsoda kostenfrei als Werbegeschenk bei. Bald war Soda beliebter als das eigentliche Produkt und es wurde dann eben Soda verkauft und dort Kaugummi kostenfrei beigelegt. Bald war Kaugummi der Grund das Soda zu kaufen und das Unternehmen fokussierte auf Kaugummi. 1915 wurde jedem USA Einwohner mit Telefonbucheintrag kostenfrei als Werbung Kaugummi zugeschickt. Ein cleverer Verkäufer und Macher.
    http://www.todayifoundout.com/index.php/2015/10/scouring-soap-chewing-gum-william-wrigley-jr-freebies/

  38. @Fit und Gesund
    Richtig die Masken die einfach auf den Boden geworden werden finde ich auch sehr störend. Mich stören auch die Zigarettenstummel die Raucher auf den Boden werfen. Singapur könnte da ein Vorbild sein wer da Stummel oder Kaugummi auf den Boden wirft wandert bis zu einem Jahr in den Knast.

  39. Die zittrigen Hände der ETF-Bubis zittern wieder ?”

    Also meine haben jetzt nicht gerade gezittert sondern nur den Kaufbutton betätigt 😉

  40. @42
    Jep, hat soweit mir bekannt, das FK für Mars beigesteuert. Hat bestimmt einen guten Zins verdient 🙂 
     
    Mars, Raffaelo oder SC Johnson….. die hätte ich liebend gerne im Depot. 
    -M

  41. @ Sammy
    Hälst Du Cash bei Deinem Broker oder kannst Du auf Margin kaufen? Bei meinem ETF Käufen benötige ich mindestens einen Werktag bis zum Kauf. 
    Verkauft wird eh nichts.
    @ Finanzielle Bildung
    Aktuell gibt es bei uns einen Mieterwechsel. Zuerst dachte ich, dass es keine neue WG geben wird, da die Nachfrage coronabedingt gerade in dem Bereich niedriger ausfallen sollte. Vielleicht bleibt es aber doch dabei, da es weiterhin Nachfragen gibt. Wird sich bald zeigen. Jetzt haben sich zwei jüngere vorgestellt, die die Wohnung gerne zusammen nehmen würden. Die Warmmiete würde allerdings fast 60% des verfügbaren Nettoeinkommens benötigen. Strom und Internet kommen da noch dazu. Eigentlich müsste ich ja hier einmal ein wenig Aufklärung leisten. Das geht erfahrungsgemäß allerdings eher in den Ofen. Hat hier schon Jemand in so einem Fall einmal mitgeteilt, wie viel eine Wohnung maximal kosten sollte? Die Wohnung ist aufs Einkommen bezogen zu groß und die Lage vielleicht auch etwas zu teuer. Es gäbe eine kleinere Wohnung vielleicht bis zu 400€ weniger im Monat. Die würde den Beiden natürlich nicht so gefallen, aber die größeren sind finanziell betrachtet verrückt.
     

  42. “Hat hier schon Jemand in so einem Fall einmal mitgeteilt, wie viel eine Wohnung maximal kosten sollte? Die Wohnung ist aufs Einkommen bezogen zu groß und die Lage vielleicht auch etwas zu teuer.”

    Tendenziell geht die steigende Entwicklung der Wohnpreise (Eigentum und Miete) so weiter. Wenn du kein gute Gefühl hast, dann verzichte auf diese Mieter. Es kann viel Ärger bedeuten. Die Lebenhaltungskosten werden sicherlich nicht günstiger werden und Lohnsteigerungen fallen in der Regel eher mäßig aus. Falls die potentiellen Mieter Anspruch auf Wohngeld haben wäre das noch eine Option. Wohngeld kann beantragen wer genug Einkommen für die eigenen Lebenshaltungskosten hat aber zu wenig Kohle um seine Wohnkosten zu decken. Mieter und Eigentümer können einen Wohngeld Anspruch haben. Bei den Eigentümern nennt sich das Lastenzuschuss. Beim Wohngeld ist es egal, wie groß eine Wohnung ist. Ausschlaggebend ist die Höhe der Miete im Verhältnis zu anderen Wohnungen im Landkreis.

    “Mars, Raffaelo oder SC Johnson….. die hätte ich liebend gerne im Depot.”

    Ich wäre umgehend dabei. Das wären wirklich Juwelen fürs Depot. Ich hatte damals auch Wrigley bis Mars zugegriffen hat. War eine schöne Aktie.

  43. @M – … die hätte ich liebend gerne im Depot.
    Ja, gut sind die Unternehmen, die einfach mit guten Produkten und Management extremes Wachstum schaffen und dadurch ohne riesigen Eigenkapitalbedarf auskommen. Leider wird man da kein Aktionär.
    Nicht passend zu dem Beuteschema aber trotzdem: Was halten Sie von der Sumitomo Corp?

  44. @ Ralf
    Die Mieter nehme ich nicht. Sie waren allerdings nett. Meine Frage ging in die Richtung, ob ich ein wenig zu der Mietöhe im Allgemeinen sagen soll. Unsere Wohnung hat beispielsweise für sie ein Zimmer zu viel. Das fanden sie natürlich sehr gut, aber wenn man auf Einkommen und Wohnkosten schaut ist dieses zusätzliche Zimmer ganz sicher im allgemeinen nicht zu empfehlen. Sie sind auch noch jung.

  45. @ Kiev: Eventuell planen Sie schon langfristig mit dem ersten Nachwuchs oder Homeoffice, da ist ein zusätzliches Zimmer goldwert, ohne gleich wieder aus einer schönen Gegend wegziehen zu müssen, gerade bei weiter steigenden Mieten. Zudem steigt das Gehalt in jungen Jahren am stärksten an.

  46. Richtig, der Trend geht (endlich) ein Stück in Richtung Homeoffice. Dadurch steigt natürlich auch der Platzbedarf. Was widerum die Nachfrage nach Wohnraum (Eigentum/Miete) weiter befeuern und höhere Preise antreiben dürfte. Ich sehe im Mittel jedenfalls keinen stark fallenden Preise auf den Immobilienmarkt. Im Gegenteil: Die immer weiter steigenden Baupreise befeuern zusätzlich die Wohnkostensteigerungen. Schon der Preis für ein Kantholz im Baumarkt ist kräftig gestiegen. Die Klimapolitik wird für weitere Kostensteigerungen sorgen. Das Thema hat durchaus sozialen Zündstoff. Aber Enteignungen wie in Berlin sich mancher vorstellt sind keine Lösungen. Und dazu noch sehr teuer und riskant (Klagerisiken).

  47. @ DanielKA
    Nachwuchs ist hier nahe 100% ausgeschlossen. Ein zusätzliches Zimmer ist natürlich in mehrerlei Hinsicht nicht verkehrt, aber das Nettoeinkommen deckt lediglich zu 60% die Warmmiete. Strom und Internet kommt noch hinzu und natürlich die sonstigen Lebenskosten. Mit dem Hinblick finde ich generell die Wohnungsgröße in der Region nicht passend. Völlig wertungsfrei nur auf das Einkommen bezogen… Sie sind wirklich sehr jung. Als Student habe ich damals auch nicht mehr Geld zur Verfügung gehabt. So eine Wohnung hätte ich zu zweit aber auch nicht genommen. Sie werden vermutlich in 3-5 Jahren ein gutes Stück mehr verdienen. Das wären dann ganz andere Voraussetzungen. Ob sie dann weiterhin zusammen wohnen ist eine andere Frage.
    Wir haben weitere für uns positive Besichtigungen gehabt. Das macht zwar kaum Arbeit aber gefällt mir nicht unbedingt. Die erste Zusage die für uns passt gewinnt. Wir leben schließlich nicht zusammen und ich möchte hier keinen Wettbewerb starten. Massenbesichtigungen mache ich auch außerhalb Corona nicht. Aktuell habe ich zwei Interessenten, die für uns gut passen. 
    @ Ralf
    Vielleicht mache ich mich unbeliebt, aber ich bin ehrlich. Viele Anfragen lehnen wir direkt ab. Ein über die Standard Anfrage hinausgehender Text sollte vorhanden sein, sonst betrachten wir die Anfrage erst gar nicht. Einen Wohnberechtigungsschein lehne ich auch ab. Ich bin gegen Gentrifizierung und mache im Kleinen mit der Art der Vermietung etwas um dieser entgegen zu wirken. Gefördertes Wohnen muss allerdings nicht sein. Laut Mietspiegel befindet sich die Einheit  in der besten Stadtlage. Das muss nicht von der Allgemeinheit gefördert werden. Es gibt in meiner Stadt weitere sehr gute Wohngebiete die bis zu 20% günstiger sein könnten.

  48. @ Ralf
    Ich bin auch gespannt wo die Reise in Bezug auf Homeoffice hingehen wird. Leider sind Immobilien Reits aktuell nicht am Boden, sonst würde ich zuschlagen. Ich gehe nicht davon aus, dass Homeoffice eine Daueroption sein wird. Vielleicht können manche Arbeitnehmer 1-2 Tage die Woche dauerhaft im Homeoffice verbringen. Dadurch könnte auch der Flächenbedarf  der Firmen ein wenig sinken, falls flexible Arbeitsplätze für die Nutzer dieses Modells eingefordert werden. Ich könnte mir so ein Modell gut vorstellen, auch wenn ich dann keinen festen Arbeitsplatz hätte.
    Der Arbeitnehmer hat hier allerdings einen hohen Preis zu zahlen. In Zukunft wird man bei so einer Option ein halbwegs taugliches Arbeitszimmer vorweisen müssen. Das muss man sich erst einmal leisten wollen (können). Ich könnte bei mir noch ein Homeoffice außerhalb der Wohnung erstellen. Das war auch angedacht, aber durch einen Mieterwechsel werden wir nun unsere eigene Wohnung erst einmal erweitern. Die Kostenvoranschläge für den Ausbau waren nicht zufriedenstellend. Über den Daumen hätte der Ausbau 1000€ pro/qm gekostet. Da finde ich eine andere Lösung.

  49. @ Kiev: Stimmt HO hat auch Nachteile (man kann Firmen nicht verwehren den Flächenbedarf zu reduzieren, d.h. es wird vermehrt flexible Arbeitsplätze geben, der  eigene “Stammplatz” fällt dann ebenfalls weg) bzw. es kommen Zusatzkosten (größere Wohnung durch erhöhten Platzbedarf), trotzdem hohe Pendelkosten für Menschen die entfernt weg wohnen. Ich habe es gut mit meinen 7 km Entfernung zum Arbeitsplatz, da kann man auch 1-2 mal die Woche hinfahren. 

  50. @HO: Alles hat Vor- und Nachteile. Ich selbst bin froh über etwas HO-Anteil, möchte aber nicht täglich im Homeoffice arbeiten. Wäre aber gut wenn künftig weiterhin 1-2 Tage pro Woche rausspringen.
    “Vielleicht mache ich mich unbeliebt, aber ich bin ehrlich. Viele Anfragen lehnen wir direkt ab. Ein über die Standard Anfrage hinausgehender Text sollte vorhanden sein, sonst betrachten wir die Anfrage erst gar nicht.”
    Völlig verständlich. Angesichts der starken Mieterrechte und Mieterfreundlichen Rechtsprechung in D ist ein gesundes Bauchgefühl bei der Mieter-Auswahl unbedingt zu empfehlen. Es wird künftig nicht einfacher werden für Vermieter. Eins ist für mich klar: Ansichts steigender Preise auch für Rohstoffe wie Holz, Farben oder Dämmmaterial ist weiter mit steigenden Wohnpreisen zu rechnen. Auch die Handwerker werden noch deutlich an der Preisschraube drehen. Und sind bereits schwer zu bekommen wenn man einen braucht. Wie sich die Klimaziele daher umsetzen lassen sollen bleibt mit ein Geheimnis.

  51. @ flexible Arbeitsplätze bei Unternehmen
    Sind davon nicht die ersten wieder abgekehrt weil die Arbeitnehmer davon stark gestresst waren? Wer morgens zuerst kommt hat dann die besten Plätze und wer spät kommt sitzt neben dem Kaffeeautomaten / Toilette / quasselnden Kollegen:innen / … und kommt  den ganzen Tag nicht zum Arbeiten. Außerdem sind viele AN Gewohnheitstiere und wollen einen festen Platz markieren – am besten immer den gleichen. Sieht man schon beim Busfahren, manche sitzen immer auf dem gleichen Platz – und ich meine jetzt nicht die Busfahrer:innen 🙂
    @Kiev – Anteil Warmmiete am Einkommen
    Ich würde das nicht thematisieren sondern diese Mieter einfach freundlich aussortieren. Andererseits vermindert eine größere Wohnung die Stressbelastung bei Paaren. Vielleicht wären sie länger Mieter in der Wohnung geblieben als in einer kleinen Wohnung. Vielleicht haben sie auch einfach nur bei der Besichtigung zugesagt weil das alle so machen aber eigentlich wollen sie die Wohnung gar nicht. Kaum jemand traut sich gleich abzusagen.
    Ich war und bin noch immer überrascht wie viele Mieter:innen sich vom Amt die Wohnung zumindest zeitweise bezahlen lassen (möchten) und wie selbstverständlich das für viele ist. Das ist nichts für mich. Für Vermieter ist die vermeintlich ach so sichere Miete sehr unsicher, denn wenn die Vorraussetzung des Mieters für diese Bezahlung wegfällt (aus welchem Grund auch immer) dann bezahlt das Amt auch nicht mehr.

  52. @42sucht
    Ich glaube mit dem Unternehmen kann ich dir wenig helfen. Großer Bauchladen und Japan.
    Du fährst ja einen Core (ETF) Satellite (Einzelaktien) Ansatz. Welche Einzelwerte hast du denn in deinem Portfolio?
    -M

  53. @ Ralf, 42sucht21
    Ich habe soeben die Bestätigung von einem unserer Wunschkandidaten erhalten. Perfekt, da kann das Thema in die Akten. Wir haben nur 4 Besichtigungen durchgeführt. Meist kann man bereits im Vorfeld gut einschätzen welche Mieter für einen in Frage kommen. Zwei der Besichtigungen passten für uns nicht. Das nette junge Pärchen war unter ihnen. Die beiden nicht passenden Interessenten haben natürlich  am gleichen Tag noch schriftlich zugesagt, dass sie sich sehr freuen würden, wenn wir uns für sie entscheiden. Bin froh, dass wir jetzt einen unserer Wunschkandidaten haben. Ablehnen und dann noch das Inserat 2 Wochen stehen lassen ist auch etwas schwierig… Ich gebe dann mal keinen Grund an. Nur wenn sie direkt nachfragen.
    Mit der Ablehnung von Wohnberechtigungsscheinen bin ich auch ein wenig Zwiegespalten. Wenn es denn jeder Vermieter so handhaben würde? Mit meiner Ablehnung fühle ich mich allerdings bei unserem Objekt bezüglich Lage, Ausstattung und Gebäude wohl. Ist wie mit den Linken in Berlin. Man kann auch nicht eine maximale Miethöhe von 6-8€ pro qm einfordern und gleichzeitig erwarten zu dem Preis in Charlottenburg oder Grunewald in einem historischen Gebäude oder Neubau zu residieren.
    @ Arbeiten
    Bei meiner alten Arbeit gab es ein paar interne Reallokationen. Bei gut bezahlten Angestelltenverhältnissen sind die Schreibtische und der Platz durchweg gut. Es gibt natürlich immer ein paar bessere Plätze, aber mit 3 Tagen HomeOffice hat man hier auch einen Vorteil, wenn man es sich vorstellen kann. Ich würde mir immer einen Platz in der Nähe mit meinem direkten Team suchen. Bei der Platzwahl habe ich Vorteile. Ich habe eine gute Lampe am Rad. Aktuell bin ich gerne früh bei der Arbeit 😉

  54. Ich habe in jungen Jahren gelernt die Monatsmiete warm inklusive Stellplatz sollte nicht mehr als einen Drittel des Nettolohns betragen. Meine erste Wohnung kostete dann rund 30% meines Nettoeinkommens was ich damals doch als grossen Brocken im Budget gespührt habe. Später habe ich mir Mietwohnungen jeweils mit Partnerinnen geteilt was die Kosten gesenkt hat.
    Ich habe rund 10 Jahre Geld für Miete verschwendet.

  55. @ Nico
    Über den Daumen stelle ich mir das auch so vor. Es kann natürlich immer plausible kleine Abweichungen geben. Über 50% ist die Höhe allerdings nicht mehr Gesund. Das kann kritisch für den Vermieter wie auch den Mieter selbst werden. 
    Die Wohnung habe ich vermutlich ein wenig zu günstig inseriert. Corona habe ich diesbezüglich etwas zu pessimistisch eingeschätzt. Die Kaltmiete beträgt 11,25€ pro qm. Dafür habe ich allerdings keine Einzelmietverträge (weniger Aufwand bei Abrechnung und keinen Aufwand bei neuem Mitbewohner) und musste auch kein Geld in zusätzliche Ausstattung wie Küche und Waschmaschine investieren.

    Als verschwendetes Geld würde ich die Miete nicht ansehen. Die Studenten wechseln nach dem Studium vielleicht die Stadt. Ob die Familie ausreichend Eigenkapital für die Wohnung zur Verfügung stehen hat ist eine weitere Frage. Ich würde für die Einheit mindestens 4625€ pro qm erhalten. Somit wäre die Rendite maximal bei 2,95%.

  56. Hi Kiev, ich kenne Deinen genauen Standort ja nicht, aber meine einzuordnen, dass Du irgendwo in Süddeutschland hockst. Selbst in einer mittelgroßen Stadt 300-500t Einwohner in bester Stadtlage erscheinen mir die 11.25 Euro/ qm als aberwitzig günstig, ohne jetzt das bescheidene Heim selber zu kennen. Gut das Du das nur für Dich selber machst, bei einem Unternehmen müsste man Dich ja schon fast wegen Untreue raussetzen 🙂 (Spass, ich weiß ja, dass Du ein rheinischer Kapitalist mit Herz am rechten Fleck bist).

  57. Du wohnst vielleicht mietfrei aber ganz sicher nicht kostenfrei!
    @sammy
    Natürlich wohne ich nicht kostenfrei so einen Blödsinn würde wohl kein Wohneigentümer von sich behaupten.
    Es gibt dazu mehrere Studien in denen Kauf und Miete von Wohnungen verglichen wurden. Wer kauft fährt 18% bis 25% besser als der Mieter in der Vollkostenrechnung.
    Wer sich das Wohnen in einer Genossenschaftswohnung vom Staat verbilligen lässt der kann wohl so besser fahren als ein Käufer aber auf Kosten der Allgemeinheit.

  58. Ach stimmt ja die Vollpfostenrechnung hatte ich ganz vergessen 😀
    Deine Studien sind bestimmt sehr objektiv und nicht zufällig von der Immobilien-/Bankenindustrie??

  59. Deine Studien sind bestimmt sehr objektiv und nicht zufällig von der Immobilien-/Bankenindustrie??
    @sammy
    Zum Glück ist Gerd Kommer kein Banker und will keine Anlagelösungen verkaufen oder doch? 😉

  60. @Ich habe rund 10 Jahre Geld für Miete verschwendet.
    Asset vs. Liability. So lang zu mieten bis man a) weiss wo & wie man sesshaft werden möchte und b) genug Eigenkapital hat um nur eine geringe/ keine Liability gegenüber der Bank eingehen zu müssen ist sicherlich keine so schlechte Idee.

    @Kiev
    Vielleicht war das junge Paar auch bereits eigentlich schon FIRE und hatte brutale passive Einkommen u.a. Dividenden / Millionen in der Kryptowallet – wollte das aber nicht zeigen weil das oft zu Neid und Unverständnis bei zukünftigen Vermietern führt 😉

    @ -M
    richtig, nichts für mich. Sumitomo kenne ich seit die Fyffes übernommen haben nach der geplatzen Fusion mit Chequita. Ich bin nur jetzt wieder über die gestolpert weil ein irgendein Artikel komischerweise Danaher vs. Sumitomo vergleichen hat welcher der bessere Kauf wäre. Sumitomo kam dabei ganz gut weg. (Danaher habe ich.)
    Ja, ich setzte inzwischen eigentlich auf das ganz einfache Welt-ETF Depot und dazu als Satelliten immer mal wieder spekulative mittelgroße US Bio- / Medtech Unternehmen. Biotech scheint hier sonst niemanden zu interessieren. Komischerweise halten die Leute das heutzutage für viel, viel spekulativer als den Kauf einer soliden Kryptowährung.

  61. @42such21
    Richtig ich hab nur gemietet bis ich einerseit genügend EK angespart und andererseits ein passendes Objekt zu einem guten Kaufpreis gefunden habe.
    Ich rate niemandem das erste Objekt zu jedem Preis zu kaufen. Wir haben 2017 sogar den Kaufpreis noch etwas reduzieren können durch geschicktes Verhandeln.

  62. Zum Glück ist Gerd Kommer kein Banker und will keine Anlagelösungen verkaufen oder doch?”

    Wenn dem so wäre, dann wäre Kommer pro Immobilien.
     

  63. @42sucht 
    Auf das wollte ich hinaus. Wenn schon Satelliten: dann steck das Geld in die vorhandenen, oder wenn dein Steckenpferd Bio/Med Tech ist, dann in sowas 🙂 
     
    Neues, oder eine Position mehr, ist oft ein verschlimmbessern. Würde raten, bei dem zu bleiben was du kennst, dich am Ende sicher und wohler fühlst. 
     
    Ich habe zB Biogen auf meiner WL gehabt, aber dann entschieden, dass ich da 0,00 Plan von habe. Von den Zahlen ist die Firma mega gut. Eine McCormick kann ich aber leichter einschätzen…
    -M

  64. Biotech ist durchaus spannend. Kenne mich hier aber nicht aus, daher decke ich das mit BB Biotech ab.

  65. @Ralf
    der Artikel zeigt schön die Probleme in der Ausgestaltung solcher Ideen. Der Mieterbund sagt, die CO2-Steuer trifft gerade ärmere Mieter in alten Häusern mit alter Technik. Deswegen muss der Vermieter solcher Häuser das mitzahlen oder in neue Technik investieren damit die Mieter Heizkosten sparen können. Was passiert denn wenn das Haus gedämmt wird und eine neue Heizungsanlage kommt? Die Miete wird erhöht. Die Mieter zahlen dann also 200€ weniger CO2 Steuer & Heizungsverbrauch pro Jahr aber 50€ mehr Kaltmiete pro Monat.

  66. @42sucht21
    Das ist genau das Problem an der Verteufelung des CO2 Ausstosses. Heizungen die noch über Jahre günstig Wärme erzeugen würden müssen entsorgt werden. Anderen stelle werden Wärmepumpen eingebaut die massiv mehr Stromfressen als die alten Heizungen. Der Strom kommt im Winter nicht aus den Sonnenkollektoren sondern aus Kohlekraftwerken! Die Umwelt leidet nicht weniger aber Mieter und Eigentümer haben höhere Kosten!
    Danke liebe Ökoturbos!
     

  67. @Ralf/42sucht21:
    Die 50% Beteiligung der Vermieter an der CO2 Steuer war mein persönliches Highlight des Tages. Ich weiss schon gar nicht mehr ob ich heulen oder lachen soll. Naja, jammern hilft nichts, deswegen heute gleich schon mal die Verwalter angeschrieben, sie sollen prüfen wo wir die Miete erhöhen können.
    Glaube zwar nicht, dass das seitens Politik der gewünschte Effekt war, aber man muss halt mit dem Material arbeiten was kommt.

  68. @Nico Meier
    eTrends – Woher stammt der Strom aus Schweizer Steckdosen?
    In der Schweiz also 0.5% aus Kohle, insgesamt maximal 2% aus fossilen Energiequellen, also CO2 technisch ist der Strom hier ausgezeichnet. Das Problem wird sein wie man die Kernenergie ersetzt. Leider sind hier Erneuerungen kein Thema mehr, mir wäre aber wohler mit einem Kraftwerk der 4. Generation als mit unseren alten Schleudern mit Rissen etc.
    Im übrigen ist es natürlich ein Irrglaube, dass eine PV-Anlage im Winter nichts bringt. Sogar bei Schnee funktioniert das ordentlich, wenn man es intelligent aufbaut sind das nur wenige Tage wo es etwas schwieriger ist. Unsere Anlage im Büro liefert das ganze Jahr genug Strom, lediglich von November bis Januar können wir nichts abliefern. Das Potential ist hier natürlich noch längst nicht erreicht, man denke schon nur mal an die Alpen, wo es auch kein Nebel gibt wie im Aargau 😉
    Ich finde auch gerade bei uns die Lösung mit Pumpspeicherkraftwerken optimal, das müsste man noch ausbauen, wenn die Sonne scheint werden die Stauseen erhöht, wenn sie nicht mehr scheint kommt der Strom vom Wasserkraftwerk.
    Kohlekraftwerk ist sicher keine Alternative, worst case wäre temporär ein Gaskombikraftwerk eine Überbrückungsoption.
    Ich denke das CO2 Gesetz bei uns geht in die richtige Richtung, es ist kein Verbotsgesetz sondern ein Lenkungsgesetz und weitestgehend steuerneutral. Wer das Klima mehr belastet, also viel rumfliegt, eine Ölheizung betreibt und ein SUV fährt, zahlt mehr, andere, die sparsamer unterwegs sind, profitieren davon, sollte doch auch frugalen Personen zu Gute kommen. 
    Eine 4-köpfige Familie mit 128m2 Wohnfläche, Ölheizung, Benzin-Auto 6 Liter mit 12’500km/Jahr und einen Europaflug bezahlt zukünftig 100.- mehr pro JAHR. Wer klimafreundlicher unterwegs ist, zahlt entsprechend weniger. Ich denke das ist wirklich tragbar, das ist 1 Starbucks-Kaffee pro Monat weniger 😉
     

  69. @ Sammy
    Bei Betrachtung der Rendite würde ich meine ETW aus dem Beispiel als Investment heute nicht erwerben. Mit den von mir angegebenen Kennzahlen zu Kaufpreis und Miete. Beides ist für das Objekt realistisch angegeben. Das Dach ist wie bei meinem Kauf nicht saniert und die Miete ist über 80% des Möglichen ausgereizt. Vielleicht kann ich noch 100€ mehr Miete verlangen, dann ist aber zu dem aktuellen Zeitpunkt mit einem normalen Mietvertrag nicht mehr möglich. Also Tobs, danke für das Kompliment. Ich denke ich bin ordentlich dabei, aber bilde nicht die Speerspitze des Möglichen ab. Das verursacht weniger Stress und ich bin mit Kosten / Nutzen zufrieden.
    Die ETW habe ich übrigens bis auf die Fenster kernsaniert. Das hat insgesamt Kosten von 6500€ verursacht. Neues Bad, Rohre, Stromkreis, Wände, Türen aufgearbeitet, Fliesen, Tapeten Böden usw. Der Preis ist der absolute Hammer. Das ist heute leider nicht mehr für mich möglich.
    Die Miete konnte ich innerhalb von 5 Jahren von 550€ kalt auf 900€ kalt steigern. Das Darlehen für die Einheit kostet im Monat 748€. Davon sind aktuell 388€ Zinsen. Dieser Kredit ist mein teuerster, da er alle weiteren mit längerer Laufzeit absichert. Das hat steuerliche Gründe. Diese Einheit hat die schlechtesten Kennzahlen bei mir. Allerdings zahlt sie sich verhältnismäßig schnell selbst ab und sichert mit der Laufzeit die anderen Kredite mit kürzerer Laufzeit.
    Im 1OG kann ich eine höhere Miete einnehmen. Und die Wohnung ist nicht saniert. Hier erziele ich die beste Rendite. Die Kaltmiete der 2 OG Wohnung lag vor dem Mieterwechsel bei 800€. Also hat diese Einheit 50€ an positiven Überschuss nach Tilgung! erzeugt. Ab diesem Jahr wird sie Überschüsse von 160€ generieren. Eine Refinanzierung kann ich in 5 Jahren durchführen. Hier werde ich vermutlich weniger als die Hälfte an Zinsen bezahlen. Somit bleiben wieder mehr als 200€ im Monat hängen. Dann sind es bereits über 360€.
    Da hast Du mal ein echtes Beispiel. Bei Immobilien ist der Kaufpreis allerdings äußert wichtig. Zumindest für Cashflow Investoren, die nicht auf steigende Kaufpreise spekulieren. Falls eine Einheit beispielsweise eine marktgerechte Miete erhält und die Rendite bei 3% liegt, so kann es sein, dass Du bei der Immobilie immer draufzahlen musst. Das nennt sich dann Steuersparmodell für hohe Einkommen. Ist nicht mein Fall 😉
     
    Die Tilgungsleistung ist auch nicht so verkehrt. Bisher hat die Einheit 40k€ getilgt. Ich habe aber auch hier mal eine Sonderzahlung durchgeführt. Müsste ich anschauen. Der heutige Kaufpreis liegt bei grob dem doppelten Preis zu dem Kaufzeitpunkt.
     
     
     

  70. @Die Miete wird erhöht.
     
    Dieses Argument lese ich immer wieder, jedoch ist dies in der Realität gar nicht so einfach.
    Zum einen unterliegt man Mietpreisbremsen, welche man nicht einfach umgehen kann. Mietanpassungen werden zukünftig politisch bedingt nahezu unmöglich sein. Ich wäre sogar froh, wenn meine derzeitigen Mieten staatlich nicht gesenkt werden.
    Zum anderen hat man als privater Vermieter auch ein persönlicheres Verhältnis zu seinen Mietern. Ich habe z.B. ein Rentnerpaar seit 20 Jahren zum unveränderten Mietpreis in einer Wohnung wohnen, die ich locker für das dreifache vermieten könnte, die zusammen von einer lächerlichen Rente von 1050 € leben müssen.
    Die finanziellen Folgen werden zwar gegenwärtig überschaubar sein, jedoch wissen wir alle, dass mit Verabschiedung dieses Entwurfs der Vermieter die CO2 Steuer mittelfristig vollständig zahlen wird. Mit Abschluss der Reformierung der Grundsteuer wird diese dann ebenfalls nicht mehr umlegbar sein. 
    Ich habe selbst mehrere richtige Immobilien im Rhein Main Gebiet und kann hier im Forum den oft uneingeschränkten Optimismus für diese Anlageform nur bedingt teilen. Heute würde ich lieber jeden Monat einen Betrag X am Kapitalmarkt anlegen, als mir am freien Immobilienmarkt für 2,0 mio eine Bude zu kaufen, die ich mit Glück nach 30, realistisch 40 Jahren (wenn man anfallende Instandhaltungskosten beachtet) abbezahlt habe. Gerade bei einer solch lange amortisation benötigt man Planungs- und Rechtssicherheit und dies ist in Deutschland nur noch bedingt vorhanden, außerdem wird der Immobilienmarkt gegenwärtig auf Grund des kostenlosen Geldes und der Alternativlosigkeit für Pensionskassen und Versorgungswerke, mit Neubauwohnungen überschwemmt, auch wenn uns Politik und Medien etwas anderes erzählen wollen.
    Letztendlich sind es aber nur ein paar Euro, die man aktuell dadurch verliert. Viel schmerzhafter wird es, wenn nach der nächste BT Wahl die Kapitalertragssteuer abgeschafft und die Vermögensteuer eingeführt wird. 
    Manchmal überlege ich mir, ob die finanziellen Verhältnisse von Rüdiger oder Slowroler erstrebenswerter sind. Aber am Ende bin ich dann doch lieber wieder ich. 🙂
     

  71. Aber am Ende bin ich dann doch lieber wieder ich.
     
    So soll es sein! Ich würde hier auch mit niemandem tauschen wollen  😉
     

  72. @Hurtz:
    Bzgl. Umsetzbarkeit Mieterhöhungen ggf. schwierig hast du recht. Meine Erfahrung ist, dass wenn man im Rahmen der Mietbremse bleibt trotzdem meistens eine Erhöhung durchsetzen kann. Ausser man war schon vorher am oberen Limit. Zur Not einigt man sich auf einen Kompromiss.
    Meine soziale Ader bei den Mietern hat leider ziemlich gelitten, nach mehreren Räumungsklagen aus unterschiedlichsten Gründen vermiete ich nur noch an finanziell gut dastehende Mieter. Habe da einfach zu oft den Griff ins Klo gehabt, auch mit Rentern an der Armutsgrenze oder alleinerziehender Mutter mit Hartz IV. Traurig und ursprünglich auch nicht so geplant, aber irgendwann mag man halt auch nicht immer der Dumme sein.
    Und du hast auch recht im Sinne paar Euro, das ist (noch) nicht die Welt bzgl. CO2, mir geht es hier ums Prinzip. Da greift mir einfach jemand dreist in die Tasche, und damit habe ich ein Problem.
     

  73. @Hurtz
    Ja, es lebt sich wunderbar frei als armer Schlucker – wenn man sich nur mal meine EK-Rendite als typischer Hartz-4-Empfänger ausrechnet, da läufst du mit deinen Rhein-Main-Immos aber grün und blau an vor Neid. 😉
     
    Der Umgang mit den Rentnern ist aber wirklich fair, auch sowas gehört dazu, man sollte einfach Mensch bleiben.
     

  74. @ Hurtz
    Im bestehenden Mietverhältnis erhöhe ich ebenfalls nicht die Miete. Das ist in der Tat nicht einfach realisierbar, wenn man sich bereits mit der Mietöhe im Bereich der oberen 20% des Möglichen befindet. Schließlich liegt der Mietspiegel durch Altverträge darunter.
    Nehmen wir an ich hätte aktuell tatsächlich einfach 50€-100€ mehr verlangen können. Dann kommt noch die CO2 Steuer und Karlsruhe kassiert die neuen Gesetze nicht ein. Zusätzlich könnte eine etwas höhere Inflation auch höhere Mietpreise rechtfertigen. In 3-5 Jahren kann ich die Miete durch Mieterwechsel problemlos anpassen. 
    Vielleicht hast Du 5 MFHs und dadurch die volle Bandbreite an Mietern. Freue Dich doch was Du mit den MFHs erreichen konntest. Heute zahlst Du ein wenig den Preis dafür. Du hast sie vielleicht schon abgezahlt und zahlst entsprechend mehr Steuern. Vielleicht sind sie auch gut modernisiert und die Kosten sind ebenfalls abgeschrieben. Das ist im Alter doch erstrebenswert. Dein Steuersatz ist jetzt höher, da die Kinder nicht mehr gefördert werden. Schaue auf das was Du bis heute erreicht hast… Du könntest auch langsamer umschichten, wenn Du mit dem heutigen Stand an Vermögen lieber mehr Ertrag durch die Börse erhalten möchtest. Verkäufe sind schließlich in Maßen steuerfrei. In Summe sind das doch sehr gute Voraussetzungen.
    Es gibt einen extrem Buy and Hold Anleger, den ich hin und wieder gerne auf Seeking Alpha verfolge: BuyAndHold2024 heißt er glaube ich.
    Es ist absolut toll und inspirierend wie viel er mit Dividenzahlungen einnimmt. Ich habe allerdings einmal bei ihm gesehen, dass er sehr viel Geld in Immobilien investiert hat. Ich gehe davon aus, dass er die Immobilien vor den Aktien hatte. Wie auch immer er daran kam. Die Grundlage für das sehr große Depot konnte er so mit Hilfe der Immobilien aufbauen. Das hat er zwar nie geschrieben, aber andersrum macht es für mich keinen Sinn. Wieso sollte Jemand mit 3M$ oder mehr anfangen Immobilien zu kaufen und somit ein aktives Business starten, wenn man bereits genug hat und sieht wie schnell es in dem Bereich vorwärts geht?
    Falls Du keine Lust mehr auf ein MFH in der Rhein Main Region hast und es gerne abstoßen möchtest, sag Bescheid. Ich bin auch eher klassisch unterwegs und finde momentan nichts mehr. Ein Faktor 20-25 bei ordentlichem Zustand würde ich sicher bezahlen. Und es gibt keine Änderungen bei bestehenden Mietverhältnissen. Mein geplanter Anlagehorizont ist sehr lang. Da werden sich Mieterwechsel von alleine ergeben.

  75. Wenn wir mal wieder Immos sind…hat jemand Ideen/Erfahrung wie man die Spekusteuer drücken kann? Habe schon überlegt mir einen Termin bei einem Steuerberater zu holen. Die Kaufnebenkosten kann ich ja schon mal absetzen. 
    Gruß
     

  76. @ Cap
    Wie lange hälst Du sie denn? Es ist möglich einen Vorvertrag abzuschließen. Beispielsweise nach 9 Jahren mit einem Kaufzeitpunkt nach 10 Jahren. Der Vorvertrag kostet allerdings, der Käufer muss vielleicht den Kredit sichern und einen Aufpreis zahlen. Das wirkt sich natürlich nicht positiv auf den Verkaufspreis aus. Auf diese Weise habe ich mein MFH erworben.

  77. @Kiev deutlich unter 10 Jahre.
    Wir brauchen Cash um denn unser Haus zu bauen auf dem anderen Grundstück.
    Vorvertrag geht dadurch leider nicht. 

  78. @ Cap
    War es selbst genutzt? Die 5 Jahre sind hier auch genau zu prüfen. Ihr müsst natürlich nur den Steuern auf den Gewinn bezahlen. Der sollte bei einem sehr kurzen Zeitraum nicht zu hoch sein. Falls Ihr allerdings bei Vermietung Ausgaben abgesetzt habt, so wird dieser Teil meine ich abgezogen. Da kenne ich keine Möglichkeiten. Da müsst Ihr alle Rechnungen zusammen suchen. Vielleicht zählt auch Eigenleistung. Das könntet Ihr noch prüfen.

  79. Hi Tim 
    Super Artikel. Aktien, auf denen man Jahrzehnte lang sitzen kann und steigende Dividenden kassieren sind mir am liebsten. PepsiCo, KO, Nestlé, L’Oreal, Diageo. Interessant auch, dass einige davon 100 Jahre alt sind.
    Nicht nur im Consumer Staple und Pharma Bereich gibt es zahlreiche sehr interessante Werte, bspw. SIXT, Fastenal etc. haben Jahrzehnte lang Aktionäre reich gemacht und es ist nicht absehbar, dass sich das schlagartig ändern würde. 
    Tech ist wirklich speziell, sehr disruptiv und kompetitiv. Aber auch dort gibt es Firmen, die derart stark sind, dass sie über sehr lange Zeit wachsen, ohne grossartig innovativ sein zu müsse. 
    Beste Grüsse 
    MyFinancialShape 

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