Das Fernsehen ist ein Graus


New York, 24. April 2019
Weniger Medienkonsum ist besser für dich.

Karriere-Menschen haben keine Zeit für den TV-Konsum. Generell gilt: Je höher das Einkommen, desto weniger Zeit bleibt für die Glotzmaschine übrig. Das zeigt jedenfalls diese Grafik (unten). Wer wenig Zeit vor dem TV und Internet verbringt, wird nebenbei von weniger Werbung bombardiert. Deine materiellen Ansprüche sinken. Es ist eine Win-Win-Situation. Du hast mehr Zeit für Familie, Freunde, Sport, Natur.

Anders ausgedrückt drückt die Grafik aus: Je mehr du arbeitest, desto mehr verdienst du. Dann bleibt weniger Zeit für das Fernsehen. Die Jobs mit höherem Einkommen erfordern mehr Zeit. Wenn dein Einkommen und Vermögen steigt, wirst du das Fernsehen vermutlich nicht mal vermissen. Denn deine Freiheit nimmt zu, was wertvoll ist. Deine Zufriedenheit kann davon wiederum profitieren.

Selbst wenn du die Zeit hättest, entscheide dich für weniger Medienkonsum. Diese grundlegende Verhaltensänderung kann dein Leben positiv verändern.

Wenn du nicht weißt, was du in deiner Freizeit stattdessen tun sollst, mache einen Nebenjob, der dir Spass macht. Es gibt im digitalen Zeitalter jede Menge Verdienst-Möglichkeiten, die du nebenher wahrnehmen kannst:

Im Internet und auf Apps gibt es viele Möglichkeiten Geld zu verdienen. Die Grafik ist von hier.

Der beste Hafen für dein Geld ist bekanntlich der Aktienmarkt. Natürlich kann das niemand mit 100-prozentiger Sicherheit sagen. Denn niemand kennt die Zukunft. Ich kann aber aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit zum Aktienmarkt raten. Die Produktivitätszuwächse und das Bevölkerungswachstum treiben die Aktienkurse. Ich weiß zudem, dass die gesetzliche Rente kaum reichen wird, um den Ruhestand genießen zu können. Du brauchst also mehrere Einnahmequellen im Alter. Aktien sind eine schöne Säule.

Jeder weiß mittlerweile, wenn Du nichts mit deinem Geld machst, es nur auf dem Girokonto, Festgeldkonto oder Sparbuch liegen lässt, verliert es mit der Zeit seine Kaufkraft. Daher lass es für dich arbeiten. An der Börse vielleicht über einen ETF oder einzelne Aktien.


tim schaefer (Author)

drucken


thoughts on “Das Fernsehen ist ein Graus

  1. AvatarBruno

    Im Schnitt verbringen Deutsche ja immer noch über 3 Stunden täglich vor der Glotze, aber die jüngere Generation immer weniger.
    Dafür steigt dort der Handyverbrauch
    https://www.ey.com/de/de/newsroom/news-releases/ey-20170622-deutsche-sind-fast-viereinhalb-stunden-taeglich-online
    4.5 Stunden online, ist auch viel Lebenszeit 😉
    Es gibt ja sicherlich am TV interessante Beiträge, wie auch im Internet sehr viel sinnvolles zu finden ist, nur findet das in der Regel kaum Beachtung, man schaue sich mal die Trends auf den sozialen Medien an.
    Die höchsten Clickraten hat der grösste Müll, und die Leute hängen auch mehrheitlich auf den sozialen Medien.
    Dabei könnte man sich weiterbilden oder sinnvoll informieren…
    Ich hab schon länger keinen TV mehr, aber online bin ich noch zu oft. Wobei 90% beruflich bedingt, sonst hält es sich in Grenzen, hier schaue ich z.B. regelmässig rein, sonst hält es sich wirklich sehr in Grenzen und das ist auch gut so.

  2. AvatarJan

    Ich habe heute lange Zeit gehabt nachzudenken. Ich hab einen offiziellen 42h (110%) Job. Real arbeite ich aber eher 50+. 
    Und es geht mir gut dabei. Ich bin glücklich. Mal ganz ehrlich, wie gut haben wir es erwischt? Sei einfach zufrieden und freue dich auf den wunderbaren Tag. Gehe relaxt rein, leiste dein Bestes und gönn dir hin und wieder eine ganz bewusste Ruhephase. Nein, Fernsehen und Internet ist keine Ruhe. Daher bin ich auch hier im Blog nur ab und an präsent.
    Mit dem Kind „der Boden ist Lava“ spielen ist Ruhe. Mit der Frau am Ende eines arbeitsreichen Tages zusammen die Stille bei einem guten Wein zu genießen ist Ruhe. Sich mit interessanten Menschen zu treffen und einfach quasseln ist Ruhe.
    Ich habs lange nicht verstanden. Aber so langsam dämmert es mir, wie das geht. Es kommt nicht drauf an möglichst viel Zeit zu haben und diese totzuschlagen. Fernsehen ist daher ein Killer für Zufriedenheit. Den Tag bewusst zu erleben. Es klingt bizarr. Aber seitdem ich wesentlich mehr arbeite macht das mein Leben erfüllter. Das bedeutet nicht, dass ich das bis ans Lebensende möchte. Gott bewahre mich! Aber gerade eben passts einfach.
    Sich einfach hin zu setzen und sich des eigenen Sein zu erfreuen musste und muss ich noch lernen.
    Viele Grüße
    Jan
     

  3. Avatarwindsurfer

    Danke Thomas für deinen Kommentar auf neopresse. Die Deutschen haben es nicht kapiert und kaufen lieber weiter sichere überteuerte versicheungsprodukte. Das einzige was dabei sicher ist sind Entwertung durch Inflation und hohe Gebühren.
    Grüsse
    windsurfer

  4. Avatarsteve

    Irgendwo ist die Statistik absolut logisch, wenn jemand erfolgreich ist und aufregendes (stressiges Leben) führt, braucht er keine schöne Phantasiewelt. Nur ginge es den Hartz 4 besser, der wirklich alles versucht hat und nichts voran ging, wenn er den Fernseher abschafft?
    Ist vergleichbar mit der Statistik das ein Quantum an Schlaf gesund ist, dass es irgendwann ins Gegenteil umschlägt. Dann ist mehr Schlaf schlecht für die Lebenserwartung. Alternative Erklärung totkranke brauchen sehr viel Schlaf leben wahrscheinlich nicht länger wenn sie kürzer schlafen.
    Soll jetzt kein Plädoyer für den Fernseher sein sondern die Anmerkung, dass vieles Multifaktoriell ist und es wenig oder gar nichts bringt nur einen einzigen Faktor zu betrachten. Das Zusammenspiel machts. 
    Genauso wichtig was ist Ursache was Wirkung, CO2 erhöht die Temperatur oder ist bei hoher Temperatur mehr CO2 in der Luft. Es löst sich nicht mehr so gut in Wasser und in den Weltmeeren ist ca 50 mal mehr CO2 als in der Luft.

  5. Avatarworrier

    Jetzt geht sicherlich wieder das Predigen von der Kanzel los, bei dem Leute anderen Leuten erzählen, wie Sie Ihre Zeit verbringen sollen. Und wer das nicht tut ist ein Idiot & Taugenichts….es ist langsam ausgelutscht.

  6. Avatar-M

    Ich mag Fernsehen…Serien wie GoT, Breaking Bad oder Blacklist machen mir viel Spaß. Tierdokus mit meinem Sohn.
    Naja das Glas Wein kann ich auch so mit meiner Frau beim tv schauen machen und andere Dinge…ok das ohne tv…
    Es muss halt auch Ausgleich her. Arbeit eher weniger… aber so körperliche Sachen wie Reifen Wechsel, Ölwechsel oder auch Letzt rasen vertikutieren bei den Eltern machen sehr viel Spaß… für andere wäre sowas ätzend. 
    Sind halt alle verschieden…. 50h Arbeit wäre es bei mir auf jede Fall niemals 🙂
     
    -M

  7. WhirlwindWhirlwind

    Wer wenig Zeit vor dem TV und Internet verbringt, wird nebenbei von weniger Werbung bombardiert. Deine materiellen Ansprüche sinken. Es ist eine Win-Win-Situation. Du hast mehr Zeit für Familie, Freunde, Sport, Natur.
    Du sprichst mir aus der Seele, lieber Tim. Wir haben seit 2011 keinen Fernseher/keinen TV-Anschluss mehr. Und uns geht es gut damit. Als wir 2011 in die damalige Mietwohnung gezogen sind, war da nur Kabelanschluss erlaubt und der Kabelanbieter wollte 50 € pro Monat. Das war uns zu viel. Am Fernseher (alte Röhre) war noch ein altes NES der 1. Generation angeschlossen. Der Fernseher wurde allerdings 2014 entsorgt.
    Jetzt hat unser Eigenheim weder eine SAT-Schüssel auf dem Dach, noch Antennenkabel im Boden oder in den Wänden.
    Bzgl. der Nebenjobs in Apps und Web… Hat jemand Erfahrungen damit? Wie funktioniert das? Wie läuft das mit der Steuer? Wo kann ich mich diesbezüglich informieren?
    Grüße,
    whirlwind

  8. AvatarGuido

    Das Fernsehen habe ich vor 15 Jahren eingestellt. Werbung im Internet wird von mir zu 90% geblockt. Ich bin kein Konsument. Ich sammle Informationen, mache mir ein eigenes Bild, ernte erstaunte Blicke im Dialog mit anderen, verwechsle Vergiftung nicht mit Entspannung, erhalte Erträge vom Lebensstil der anderen und bin trotzdem nicht mehr oder weniger wert, als alle anderen.
    Das fühlt sich gut an.

  9. AvatarNico Meier

    Ich habe festgestellt, dass das Bedürfnis nach der Art der Entspannung mit der geleisteten Arbeit zusammen hängt. Nach der Matura vor der Rekrutenschule habe ich rund drei Monate in einer Fabrik einfach Arbeiten am fliessband verrichtet. Bei dieser Art von Arbeit steht man bei einer normalen Schicht 8 Stunden auf den Beinen und hebt Dinge in der Gegend rum. Ich habe jede Überstunde genommen um Geld zu verdiene so wurden aus 8 Stunden meist 12 bis 16 Stunden pro Tag. Und nach dieser körperlichen Arbeit habe ich mich danach gesehnt auf dem Sofa zu liegen und TV zu sehen. In meinem jetztigen Beruf bin ich hauptsächlich am Bürotisch und bewege mich daher bedeutend weniger. In diesem Job sehne ich mich in der Freizeit eher nach Bewegung und Aktivität zum Beispiel in Form von Gartenarbeit, da sieht man auch ein Resultat nach der schweisstreibenden Arbeit. Sollte das Wetter mal schlecht sein geniesse ich das Lesen sehr. Im Moment bin ich an einer Biografie von Bismarck.

  10. AvatarFlorian Lindemann

    Hallo zusammen,
    das ist mein erster Kommentar. Ich bin über ein Video von Kolja auf deinen Blog gestoßen. Wirklich sehr interessant.
    Kurz zum Thema in diesem Artikel: ich finde man sollte das Fernsehen nicht verteufeln. Mir tut es beispielsweise auch mal gut einfach nur stumpf den Fernseher anmachen zu können und sich einfach berieseln zu lassen. Für mich ist das ein wenig wie Gehirn-Yoga. Nach einem langen Arbeitstag fährt mein Körper dann einmal richtig runter und lässt sich von Unwichtigem berieseln. Dafür habe ich danach um so mehr den Drang produktiv zu werden. Wenn ich solche Phasen, wie 120 Minuten Bachelorette mit meiner Freundin, auslassen würde und nur 100% meiner Zeit arbeiten würde oder Wissen aufbauen würde, wäre ich in dieser Zeit vermutlich weniger produktiv. Fernsehen ist für mich also ein Mittel, um kurzfristig abzuschalten. Wenn ich anfange nachmittags RTL zu gucken, würde ich mir aber auch Sorgen machen. 

  11. AvatarRalf

    Man sollte Fernsehen nicht generell verteufeln. Wir schauen auch wenig TV. Aber Dr. House finde ich zum Beispiel gar nicht schlecht. Es soll Unikliniken geben, die damit sogar Medizinstudenten schulen oder seltene Erkrankungen aufdecken.

    Gartenarbeit fällt derzeit mangels bezahlbarer Immobilie (Miete oder Eigentum) nicht an. Wenn man daher sein Sportprogramm bereits hinter sich hat oder es draußen stark regnet, dann läuft eben auch mal ein schöner Film oder eine Dokumentation.

    @Blackrock: Eine prima Aktie, beim nächsten Rücksetzer wird aufgestockt…

  12. Avatarchn

    Ich persönlich verteufele das Fernsehen nicht. Es interessiert mich nur seit Jahren nicht mehr. Soziale Medien sind mir zu anstrengend. Ein Karrieremensch bin ich auch nicht – eher das Gegenteil. Trotzdem verdiene ich ganz gut. Aber ich lese viel, gehe wandern (wenn ich nach einem Tag wandern körperlich total kaputt bin, bin ich komischerweise auch gut entspannt), programmiere, mache Musik, .. fürs Fernsehen bliebe gar keine Zeit mehr.

  13. KievKiev

    @ Tim
    Dem Diagramm nach verdiene ich eindeutig zu wenig. Da dieses Diagramm vermutlich ähnlichen Effekten wie das Medianeinkommen zum Durchschnitsseinkommen unterliegt, kann sich hier ja noch etwas ergeben.
    Auf Fernsehen verzichte ich noch nicht so lange. Ich weiß heute gar nicht mehr wann ich überhaupt Zeit zum Fernsehen hatte. Und was da so lief. Es war meistens nur Schrott, da ich nicht gezielt etwas bei z.B. Netflix angesehen habe.
    @ Nico
    Ähnlich verhält es sich mit Alkohol wie dem Feierabendbier. Ich habe die Tage richtig viel körperlich gearbeitet und abends gerne bei dem Traumwetter ein Bier genossen. Ohne die körperliche Leistung habe ich nicht so das Bedürfnis nach einer Belohnung.
     

  14. AvatarDanielKA

    @ Nico: Kann dir da nur zustimmen, wir Bürohengste sind richtige Arbeit gar nicht mehr gewöhnt. Möchte mich mal sehen, wenn ich den ganzen Tag irgendwelche Maschinen bewegen, oder Bodenbeläge verlegen müsste, würde ich gar nicht schaffen, dafür ist man nicht mehr trainiert.
    Netflix haben wir nicht, wobei ich mir nicht auf die Schulter klopfen muss, alleine beruflich ist mein Bildschirmkonsum fürchterlich: sitze 8 Stunden am PC und wenn ich unterwegs bin habe ich ebenfalls das „Dienst“-Smartphone und muss die eine oder andere Mail beantworten.
    ich denke so geht es heute den meisten Schreibtischmenschen und man weiß ja bereits „Sitzen“ ist das neue Rauchen.
     

    Früher hatte ich übrigens auch Ferienjobs im Montage/Lager und im Lieferdienst, da wusste ich ganz genau was ich „körperlich“ am Tag geschafft hatte.

  15. AvatarDaniel

    Naja, was ist schon Fernsehen? Der Begriff ist viel zu schwammig. Bezeichnet er damit die Dauerberieselung von RTL, SAT1 oder ZDF zu bekommen, dann stimme ich zu, Volksverblödung.
    Aber mein Fernseher wird eigentlich nur noch als „Display“ genutzt. Es läuft Youtube, Netflix und Prime oder Bluray-Spielfilme. Eine gute Serie kann angenehmer Zeitvertreib sein und wenn ich mir auf Youtube mal wieder einen mehrstündigen Vortrag der Mises bzw. Hayek Kanäle reinziehe oder andere Politik/Wirtschafts/Finanzen Kanäle, dann würde ich das nicht als verschwendete Lebenszeit ansehen.

  16. AvatarA.

    Hallo zusammen,
    ich nutze meinen Fernseher auch gerne.. für PS3 (ja, 3, keine 4, brauch ich im Moment nicht 😉 ) oder sehr interessante Videos auf Youtube (Fitness, Investment und diverse Dokus) und Netflix. Eine gute Serie oder Film hat einfach was.
    Schlecht verdienen tu ich nicht und zusammen mit meiner Frau erst recht nicht Der Kleinen kann man neben Cartoons auch mal Tierdokus zeigen, auf Abruf! Das ist die schöne neue Welt und sie gefällt mir :-).
     
    Gruß
    A.

  17. AvatarBruno

    Wie viele schon unterstrichen haben kommt es sicher auf den Inhalt an, ich verzichte natürlich ganz bewusst auf möglichst viele „Bildschirme“ in meiner „Freizeit“ (ich mag das Wort eigentlich nicht da ich nicht wirklich zwischen Arbeit und Freizeit unterscheide). Da ich beruflich schon genug vor der Kiste sitze, ist das ein Grundbedürfnis. Ich denke es macht schon einen Unterschied, was man den ganzen Tag macht, wer hart körperlich arbeitet der hat wohl eher das Bedürfnis nach der Coach. Wer zu viel arbeitet und mental belastet ist, Stress ausgesetzt, muss aufpassen dass es ihn nicht nur noch auf die Coach schlägt, auch wenn man vermeintlich für alles sonst zu müde ist.
    Ich sehe es auch nicht worrier, es geht ja hier um Austausch. Ich habe schon vor sehr vielen Jahren und mache das immer wieder mal, ein Zeitkuchendiagramm aufgezeichnet, für welche Dinge ich tagtäglich meine Zeit verbringe. Das ist ganz nützlich, um sinnvolle und weniger sinnvolle Tätigkeiten zu sondieren.
    Fernsehen und Internetkonsum (insbesondere Social Media) sind da nur 2 Zeitfresser, es gibt sie auch im Job, und man muss sie erkennen und dann vermeiden versuchen. Ist nicht immer ganz einfach, alleine die ganze Mail- und Telefonflut der man tagtäglich ausgeliefert ist, sollte zu denken geben. 
    Bezüglich Arbeitszeit falle ich wohl extrem aus dem Rahmen, ich will gar nicht sagen wie viele Stunden es sind, ich zähle sie auch nicht, aber finde es doch immer wieder mal amüsant, wenn mir jemand mit 40 Wochenstunden erklärt, er hätte keine Zeit für Sport oder Weiterbildung oder ähnliches. Dann stimmt irgendwas nicht mit der Zeitplanung.
    So ein Diagram könnte so aussehen, es gibt sicher noch bessere Tools oder Apps:
    http://www.karrierewege.unibe.ch/zeit_diagramm/
    Denn jeder Mensch hat pro Woche 168 Stunden Zeit, wenn man davon eine normale 40 Std. Woche abzieht, bleiben 128 Stunden. Nimmt man davon 6 Std. / Tag Schlaf, bleiben 86 Stunden. 

  18. AvatarChrissie

    @Guido
    “…verwechsele Vergiftung nicht mit Entspannung“
    Ein sehr einprägsamer Satz, danke dir dafür. Mein „Gift“ ist Süßkram, wo ich trotz verhältnismäßig gesunder Ernährung leider zu häufig über die Stränge schlage. 
    Diesen Satz werde ich mir in die Küche hängen, ich denke, das wird den ein oder anderen reflexartigen Griff zur Schokolade verhindern.

  19. AvatarAndreas

    Mir ist das Fernseh-Bashing im Artikel zu pauschal, haben andere hier ja auch schon angemerkt. Es kommt doch wie überall sonst auch sehr darauf an, was man anguckt. Es gibt über verschiedene Sender hinweg, teilweise sehr gut gemachte und sehr informative Dokumentationen, Reportagen und auch Gesprächsrunden. Also richtig selektiert kann Fernsehen auch sehr interessant und bildend sein. 
    Und im Vergleich dazu youtube oder Netflix in den Himmel zu loben, finde ich im Vergleich dazu wieder äußerst merkwürdig. Netflix bietet Unterhaltung aber doch so gut wie keinerlei Information und schon mal gar keine journalistischen Inhalte. Bei youtube gilt ähnliches wie in Bezug auf das Fernsehprogramm. Es gibt eine Unmenge an Schrott dort zu sehen, aber eben durchaus auch interessante und gute Videos. 

  20. AvatarMicha

    @Bruno
    Nimmt man davon 6 Std. / Tag Schlaf, bleiben 86 Stunden.
    …, in denen die meisten dann übermüdet vor sich hinvegetieren würden.

  21. Avatarchn

    @Bruno:
    Denn jeder Mensch hat pro Woche 168 Stunden Zeit, wenn man davon eine normale 40 Std. Woche abzieht, bleiben 128 Stunden. Nimmt man davon 6 Std. / Tag Schlaf, bleiben 86 Stunden.
    Ich glaube, den Begriff „Zeit“ sollte man da nicht so wörtlich nehmen. Es hängt natürlich vom Job ab, aber diese 40 Stunden können es in sich haben, was Ablenkungen betrifft. Ich mag den Begriff „Mental Capacity“. Sie kann in diesen 40 Stunden wie aus einem Akku so ausgesaugt werden, dass in den möglicherweise restlichen 86 Stunden nichts mehr davon übrig ist für die kreativen Dinge, die für einen selbst wirklich bedeutsam wären. Stattdessen muss der Akku in diesen 86 Stunden wieder aufgeladen werden.
    Genauso wie mit dem Urlaub. Schau dir mal das Gesetz dazu an. Es besagt nämlich, dass dir Erholungsurlaub zusteht, der dazu dient, deine Arbeitsleistung wiederherzustellen. Schon Adorno hat erkannt, dass der Urlaub („Freizeit“) keine wirklich freie Zeit ist, sondern bedingt ist durch die Arbeit.

  22. AvatarChrissie

    @chn
    Das hast du sehr treffend formuliert. Ich stelle leider viel zu häufig fest, dass nach meinem „nur“ 40 h Job keine Energie mehr für die eigenen Projekte übrig ist. Oft ist man abends zu Hause und hat das Gefühl, man hat nur noch Watte im Kopf. Und ich gehöre zu den Leuten, die schwer abschalten können und die Probleme auf der Arbeit „mit nach Hause nehmen“, das beschwert die sogenannte Freizeit zusätzlich.
    Ich sehe zwar dann kaum noch fern, sondern höre oft Podcasts oder Hörbücher, nichtsdestoweniger kommt man mit seinen eigenen Sachen kaum weiter. 
    Allein schon deswegen lohnt sich finanzielle Freiheit, so dass man Teilzeit arbeiten kann und wieder Muße hat.

  23. AvatarChristian

    Ich bin überrascht, wie viele hier das Fernsehen und eine 40-Stundenwoche verteidigen. Klar ist Fernsehen etwas Zerstreuung und mit personalisierten Angeboten kann man tolle und für jeden eben persönlich interessante Produkte schauen. Ich habe schon einige Phasen ohne TV mitgemacht und es fehlt einem: Nichts. Unglaublich, aber wahr. Im Moment gibt es einen im Haushalt, der aber primär der Dame des Hauses geschuldet ist. Ab und zu schauen wir gemeinsam Filme, das ist okay, Wissenssendungen auch, aber 90% der Inhalte sind Müll. Und bevor ich meine Zeit mit Bachelorette oder GNTM vergeude, mache ich also deutlich lieber etwas produktives oder lehrreiches. Mit Onlineangeboten sind auch lehrreiche Inhalte gut jederzeit erreichbar.
    Das Thema 40-Stunden ist ähnlich herausfordernd. Kann es sein, dass weltweit alle Menschen fast genau 40h Akku für Arbeit haben, und danach nicht mehr? Akku leer, Fernsehen und gut ist? Nein sicher nicht. Und wenn man mal in der Situation ist, sich organisieren zu müssen, dann macht man das halt. Neben 100 % Job mit 42h-Woche mache ich eine Weiterbildung, einen Nebenjob und habe noch Zeit etwas Sport zu machen und es fühlt sich super an. Warum? Weil ich so meine Ziele schneller erreichen werde und noch einer interessanten Tätigkeit neben dem Hauptjob nachgehen kann. Mit 40h kommt man vielleicht auch weiter, aber deutlich langsamer. Das weiss ich, weil ich früher genau so gelebt habe. Klar kommt es darauf an, was man vom Leben will, aber im Grundsatz trifft der Artikel den Nagel auf den Kopf. Menschen, die die  Raus aus der Komfortzone, dort fängt das Leben an, nicht auf der Couch vor dem TV!
     

  24. AvatarDanielKA

    @ Christian: Mal über den Tellerrand schauen. Hier wird mir zu oft aus der Egoperspektive argumentiert und das muss dann für alle richtig sein.

    Es gibt Menschen die arbeiten hochkonzentriert – nimm mal den Fluglotsen

    oder schwer, sei es auf dem Bau, Handwerk etc. da ist einfach die Luft nach gewisser zeit draußen

    was ist mit Kindern?, die wollen ebenfalls betreut werden, ist ja nicht so dass man nach hause kommt und es ist nichts zu tun

    was ist mit pendeln? oft arbeiten zwei Partner, man trifft sich in der Mitte, oder wechselt mal den Job, schon ist ein Umzug nicht mehr möglich, ohne den anderen ebenfalls zu belasten, bei Kindern ist pendeln für eine Person fast unmöglich, d.h. hier haben viele noch zusätzlich 1-2 Stunden pro Fahrt. 0,5 h Stunden braucht ja schon fast jeder der in Ballungsgebieten wohnt, es sei den er wohnt direkt vor dem Werkstor der Firma… 

    Bruno ist halt ein erfolgreicher Unternehmer wie er leibt und lebt, da gibt man natürlich gas und ist mit Angestellten für alles zuständig. Das konsumiert viel Zeit. Bei seinem Pensum würde ich meine kleinen Kinder z.B. überhaupt nicht sehen, morgen 6-7 Uhr früh raus und abends 19-20 Uhr heim, schlafen bereits alle. Da bleibt für die Familie keine Zeit mehr. 

  25. KievKiev

    @ Chrissie
    Machst Du Sport? Ich kann Deine Beschreibung gut nachvollziehen. So ging es mir vor ca. 2 Jahren auch. Es kommt natürlich auf den Job an. Das klingt vielleicht etwas seltsam, aber wenn Du Dich nach der Arbeit erschöpft fühlst kann Sport helfen. Ich sitze tagsüber viel am PC. Hier kann Sport sehr gut helfen und ja ich weiß, dass man sich erschöpft fühlt. Vielleicht machst Du einfach eine kleine Morgen- und Abendroutine.
    @ DanielKA
    Du renovierst aktuell ein Haus, oder? Man kann auch nebenbei Geld ausgeben vermeiden indem man selbst ein paar Dinge zu Hause ausführt. Du könntest auch früh zur Arbeit und früh nach Hause, falls möglich. Dann kannst Du vielleicht jeden zweiten Tag ein paar Arbeiten verrichten.
    Ich bin ja kein Fluglotse, aber ich kann mir vorstellen, dass ich bei dem Job auch kein Fernsehen schauen würde. Hier wird ja auch den ganzen Tag auf Monitore gestarrt. Das muss ja nicht zu Hause fortgesetzt werden. Entspannte Radtouren oder wandern würde mir da eher gefallen. Trotzdem gibt es vermutlich auch Fluglotsen, die abends viel Fernsehen.

  26. AvatarDanielKA

    @ Kiev: Kauf ist leider geplatzt, wir sind aber bereits am nächsten dran. Bin vorsichtig optimistisch, der Immomarkt macht momentan nicht so viel Spass.

  27. KievKiev

    @ DanielKA
    Das tut mir leid. Ist im Moment wirklich verrückt. Der Kauf ist tatsächlich erst nach der Unterschrift beim Notar in trockenen Tüchern. Ich hatte ja auch noch eine ETW als Investment, bei der es aber nicht zum Notartermin kam. Das nervt ganz schön nach der Arbeit und der Entscheidungsfindung.

  28. AvatarChrissie

    @Kiev
    Danke dir für deine Antwort. Ich sitze ebenfalls den ganzen Tag vor dem PC, abgesehen von der Mittagspause arbeite ich den Tag vollkonzentriert durch, da ist abends dann nicht mehr viel Konzentration übrig. Mit dem Sport fühle ich mich ertappt 🙂 Ich lege zwar den Arbeitsweg zu Fuß zurück, aber Sport im Sinne von Auspowern kommt zu kurz, da fehlt vielleicht etwas der Ausgleich. Und Gelassenheit könnte ich auch noch etwas üben 🙂

  29. KievKiev

    @ Chrissie
    Vielleicht schafft joggen genau den passenden Ausgleich? Im Sommer gehe ich manchmal vor der Arbeit joggen wenn die Sonne aufgeht und es nachmittags schon unangenehm heiß ist. Das macht mir Spaß und beim Mittagessen bei der Arbeit bin ich sehr zufrieden, da ich oft mein Tagespensum bereits erreicht habe. Ich habe auch keine Gewichtsziele. Ich fühle mich einfach sehr wohl wenn ich Sport mache. Am Anfang muss man sich allerdings daran gewöhnen bis es Spaß macht.
    Bei der Arbeit kannst Du eventuell in Blöcken mit Kopfhörer Musik hören. In einem Block machst Du nichts anderes als eine Aufgabe. Keine E-Mails, Anrufe usw. nach Möglichkeit. So schaffst Du sehr viel und bist dabei entspannt. Das hin und her durch Multitasking schlaucht auf Dauer.

  30. AvatarChrissie

    @Kiev
    Joggen ist glaube ich nicht unbedingt meins, aber die Idee mit der Morgenroutine ist sehr gut. In der Tat startet man dann in den Tag mit dem guten Gefühl schon etwas für sich getan zu haben, und im Sommer ist das bei den morgendlich-kühleren Temperaturen auch wirklich angenehmer, so hat das gleich zwei Vorteile. 
    Du hast Recht, Multitasking schlaucht.  Ganz werde ich Unterbrechungen bei der Arbeit an einzelnen Aufgaben leider nicht vermeiden können, aber ich kann es schon etwas reduzieren indem ich zB nicht immer sofort neu ankommende E-Mails lese und mich dadurch sozusagen oft selbst unterbreche. Das hilft dann immerhin auch schon ein bisschen 🙂 

  31. Avatarchn

    @Chrissie:
    Was mir hilft (bitte nicht lachen): Sich regelmäßig für ein paar Minuten aus dem Büro zurückziehen wo man ungestört ist – und wenn es das stille Örtchen ist. Und dort ein paar Übungen (z.B. 20-30 Kniebeugen) machen. Über den Tag verteilt (vielleicht einmal alle 1-2 Stunden) hat man dann richtig Sport gemacht, es hält den Kreislauf in Schwung, und man ist auch mental stärker, um sich selbst vor Ablenkungen zu schützen.

  32. AvatarChrissie

    @chn
    Die Idee ist gar nicht schlecht 🙂 Holt einen aus einer eventuellen mentalen Blockade, falls man sich gerade an einem Problem festgebissen hat – und da Sitzen das neue Rauchen ist, hat man mit den Kniebeugen da auch gleich entgegen gewirkt.

  33. KievKiev

    @ Chrissie
    Ich finde die Idee von chn auch gut. Könnte ich auch einmal versuchen um den Kreislauf schneller in Schwung zu bringen.
    Ich versuche mich jede Stunde einmal zu bewegen. Dies gelingt mir durch Teepausen und die Arbeit selbst. Ich muss manchmal zu entfernten physikalischen Systemen. Früher hat mich das genervt, wenn ich an einem Tag 20-30 mal in der Spitze mich auf den Weg machen musste. Heute gehe ich gerne die Wege, da ich eh auf ausreichende Bewegung achte. Vieles ist nur eine Einstellungssache. Was mich früher nervte und schlauchte mache ich heute gerne. In Phasen von deep Work nerven mich die Wege zugegebenermaßen auch noch heute.

  34. AvatarChrissie

    @Kiev, chn
    Darauf zu achten, dass man sich regelmäßig in Bewegung bringt ist sicher eine gute Idee. Mit der Teepause, oder ich könnte öfter mal zum Drucker laufen anstatt zu warten bis es sich „lohnt“. Oder mit dem Kniebeugen-Ansatz. Werde nächste Woche gleich mal ausprobieren, einiges davon in den Arbeitsalltag einzubauen 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *