Ich erhole mich am Waldrand. Wandern. Kochen. Lesen. Relaxen.


New York, 20. November 2017

Wir haben ein altes Bauernhaus auf Airbnb in den Bergen gemietet. Die Großfamilie lebt hier eine gute Woche.

Ich bin im Norden New Yorks, im Hudson Valley. Wir haben einen alten Bauernhof gemietet. Er liegt an einem Waldrand, direkt an einem Bach. Es ist friedlich hier. Wir kochen zusammen. Wir plaudern. Wir gehen wandern. Wir spielen abends Karten. Auf dem Wochenmarkt kaufen wir ein.

Es ist schön inmitten der Natur zu sein.

Die finanzielle Freiheit ist erreichbar. Wenn Du Dich früh durchkämpfst. Dann kannst Du auch solche Dinge unternehmen. Wenn es kälter wird, gehen wir nach Florida an den Strand. Ich werde immer bodenständig bleiben. Ich brauche kein Brimborium. Ich brauche kein Auto und viel Klimbim.

In der Bevölkerung herrscht der Glaube vor, man muss das gesamte Gehalt während des Arbeitslebens ausgeben. Das mache glücklich. So ein Irrsinn. Ein anderer Irrsinn ist zu glauben, man muss bis 67 arbeiten. Das ist nicht nötig. Wer den Zinseszins schon als Jugendlicher in Gang setzt, kann womöglich mit 40, 45 oder 50 Jahren in den Ruhestand.

Es wird die Kraft des Zinseszinses in weiten Bevölkerungskreisen unterschätzt. Der Zinseszins kann mit den Dekaden mehrere hunderttausend Euro produzieren. Es geht nur darum, lange Zeit an der Börse zu sein. Das Timing spielt keine große Rolle. Der Zinseszins spielt die erste Geige, er wirkt mit der Zeit.

Wer 750.000 Euro oder eine Million Euro zusammen hat, braucht im Prinzip nie mehr zu arbeiten. Voraussetzung ist: Dass Du den Schatz schützt. Du darfst nie mehr als vier Prozent im Jahr entnehmen. Dann brauchst Du nie mehr einen Finger krumm zu machen. Du musst Dich von Lifestyle-Inflation fern halten. Das heißt, Du beteiligst Dich nicht daran, in größere Wohnungen zu ziehen oder ständig neue Autos zu kaufen.

Wer es schafft, 335.000 Euro zu sparen, kann pro Monat sicher 1.100 Euro entnehmen – jedenfalls nach der Vier-Prozent-Entnahme-Formel. Davon könntest Du vielleicht in Osteuropa, Kroatien oder Mexiko leben. Die Frage ist aber: „Willst Du nie mehr in Deine Heimat zurückkehren oder längere Zeit dort bleiben?“ Bist Du einverstanden mit einem schlechten Krankenversicherungsschutz im Ausland? Es ist mit Entbehrungen verbunden, wer nur von 1.100 Euro im Ausland leben möchte. Auf dieser Website kannst Du nach Orten außerhalb Deutschlands Ausschau halten, die Dir gefallen könnten:

https://www.theearthawaits.com

Hier erholen wir uns in dem einstigen Bauernhaus.

Wir kochen gemeinsam.

xxx

Hier am Wald erholen wir uns alle.

Ein Bach verläuft am Haus.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Ich erhole mich am Waldrand. Wandern. Kochen. Lesen. Relaxen.

  1. XYZ78

    Glückwunsch zum schönen Urlaub!

    Nächstes Jahr mit 40 werde ich immerhin rein aus eigener Kraft 300k EUR beisammen haben. Da ich eher der vorsichtige Typ bin, fühle ich mich damit noch nicht sehr sicher, auch wenn ich davon ca. 20 Jahre leben könnte. Ich bin sehr selbstkritisch und schaue mehr darauf, welche Investitionsfehler ich gemacht habe, vor allem nicht früher investiert zu haben. Ich kann es jedoch nur im hier und jetzt besser machen.

    Leider werden in Deutschland auf die 1.100 EUR aus deiner Beispielrechnung noch Steuern fällig.

    Schöne Grüße,

    XYZ78

  2. Larissa

    Wünsche dir einen erholsamen Urlaub. Genieße die Zeit mit der Familie, sie ist so wichtig.

    Ich finde deine Blogbeiträge super. Sie erinnern mich immer wieder an mein Ziel – so gerät es nie aus dem Fokus. Das finde ich klasse.

    Interessant fände ich noch deine Meinung zur Investition ins „Humankapital“ (-> schreckliches Wort.) Ich las einmal etwas von 10% des Einkommens sollte für Weiterbildungen etc. aufgewendet werden. Wie siehst du das?

    Mir scheint leider, dass es auch in diesem Bereich immer mehr Abzocker-Firmen gibt und der Content mancher Seminare, Bücher etc. eher gering ist.

     

     

  3. Schwaberle

    @XYZ78, tolle Leistung.

    300k€ ist eine super Summe.

    Klar in Deutschland fallen noch Steuern an. Allerdings sind diese dann auch gering, da man ja knapp 9k€ an Steuerfreibetrag hat. Das kommt natürlich nur zum Tragen, wenn kein weiteres Einkommen bezogen wird.

     

    Grüße Schwaberle

  4. Anna-Lena

    Das Häuschen ist ja süß. Viel Spaß in dem kleinen Urlaub 🙂 Sind das deine Nichten? Hast du eigentlich auch Kinder, Tim?

     

    @Community

    Was haltet ihr von Sparplänen auf einzelne Aktien? Das wird anscheinend bei Consors angeboten. Ich lese gerade „Der intelligente Investor“ von Graham, mit Kommentar, und dort hat er sich schon mehrmals positiv über den Cost-Average-Effekt geäußert. Genau, dort heißt es wörtlich: „Wenn man über Jahre hinweg auf einem durchschnittlichen Marktniveau kauft, sollten die Kurse die Sicherheit einer angemessenen Sicherheitsspanne (Margin of Safety) bieten.“

    Ich habe mir eine Liste erstellt, mit sehr guten Unternehmen, (Kriterien sind zB: FCF wächst schneller als Umsatz) und einige sind bei Consors besparbar. Jetzt denke ich, ist es doch klüger, diese als Buy & Hold zu besparen, als sie irgendwann einzeln zu kaufen, oder? Was denkt ihr?

    @Tim

    Hast du schon eine Alternative zu Consors gefunden? Leider berichtest du nicht mehr darüber (oder ich übersehe es).

    Viiiieele Grüße aus BaWü 🙂

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ XYZ78

    Gratulation. Du hast eine schöne Summe zusammen. Du spürst bestimmt schon die zunehmende Freiheit.

    Wer „nur“ 13.200 Euro jährliche Einnahmen aus Kapitaleinkünften hat, muss kaum Steuern darauf bezahlen. Du hast Freibeträge und Werbungskosten. Die Besteuerung geht erst ab größeren Summen los. Schwaberle hat das ja netterweise schon erwähnt:

    https://www.cecu.de/steuerfreies-einkommen.html

    @ Stefan

    Danke!

    @ Larissa

    Bildung/Wissen ist wichtig. Es geht nicht um die Geldbeträge.

    Du kannst zum Beispiel an vielen Elite-Unis gratis Lehrgänge belegen:

    https://qz.com/1120344/200-universities-just-launched-600-free-online-courses-heres-the-full-list/

    @ Anna-Lena
    Nein, ich hab leider keine Kinder (was sich ändern kann). Die Kids sind aus der Verwandtschaft.

    Zur Consorsbank kommt noch ein Update. Ich ziehe das Depot derzeit um. Es ist extrem langwierig. Ich habe den Eindruck, dass Consors den Umzug verzögert. Jedenfalls hat mir die Empfängerbank mitgeteilt, dass Consors nicht auf deren Kommunikation/Anfragen seit etwa 10 Tagen reagiert. Es ist seltsam, wie sich Consors verhält.

    Ich habe Consors um einen Rückruf gebeten, weil ich wissen möchte, warum sie 4 Emails von der Empfängerbank nicht beantwortet haben und ich treffe auf ein Schweigen im Wald.

  6. Obama

    @Tim

    Danke für den schönen Beitrag.

    Wünsche Dir einen schönen Urlaub. Die Fotos sind sehr schön und repräsentieren einen Urlaub ganz nach meinem Geschmack.

    Mach weiter so.

     

    ALles Liebe @all !

  7. David

    @Tim:

    Sieht gemütlich aus… ich wünsche dir viel Spass! Apropos Wohnen: Im TV habe ich in letzter Zeit immer wieder Dokus gesehen von Tiny Houses und irgendwie finde ich ein solches noch niedlich (jenachdem wie es eingerichtet wurde). Hier in der Schweiz wäre ein solches nie ein Thema für mich, zumal – so glaube ich – die rechtlichen Rahmenbedingungen auch nicht ganz klar definiert sind, abenteuerlich fände ich ein solches Häuschen aber dennoch. In den USA scheinen solche Häuschen aber immer mehr an Popularität zu gewinnen… und da du uns kürzlich einmal ein Foto von deinem Zimmer gesandt hattest, dachte ich an dich, als ich die Doku gesehen habe (immerhin ist ein solches Häuschen ja auch eher etwas für Minimalisten). Hast du dir die Anschaffung eines solchen Häuschens einmal überlegt? Und was hältst du allgemein von solchen Tiny Houses? Was halten die anderen Leser davon? Für diejenigen unter euch, welche sich darunter nichts vorstellen können, hier zwei links:

    https://www.buildtiny.co.nz/the-millennial-tiny-house

    https://m.youtube.com/watch?v=lHjJd4tkvSU

     

  8. Marco

    Hi Tim,

    ich wünsche dir und der Familie einen schönen Urlaub. Es gibt nichts wertvolleres und schöneres als die gemeinsame Zeit mit Menschen, die einem nahestehen oder neue tolle Leute kennenzulernen. Kein Geld der Welt kann das ersetzen.

    @Larissa: Ich halte von der Investition in sich selbst (im finanziellen Sinn) nicht mehr besonders viel. Klar ist eine gute Ausbildung wichtig und ich plädiere auch für lebenslanges Lernen, aber nicht nur des eigenen ökonomischen Werts wegen.

    Ich beschäftige mich einfach lieber mit Dingen, die mich interessieren. Das ist die am besten investierte Zeit in meinen Augen.

    Ausreichend Bewegung und gutes Essen, sehe ich ebenfalls als Investition in mich selbst. Das alles muss dabei nicht einmal so viel kosten.

    Auch Tims beschriebener Urlaub ist in meinen Augen eine der tollsten und nachhaltigsten Investitionen in sich selbst.

    Aber hierbei habe ich fast vollständig aufgehört an meinen künftigen ökonomischen Wert zu denken und finde das auch viel angenehmer.

    Gruß,
    Marco

  9. Jan (2)

    @ Anna-Lena: Die Aktiensparpläne sind auf den ersten Blick ganz praktisch. Mir persönlich sind aber die   Ordergebühren von 1,5%  plus €1,95 pro Ausführlich bei Namensaktien zu hoch.

  10. Hagen Müller

    @ Anna-Lena. Ich habe mich für das Sparplanangebot der Consorsbank entschieden. Mein Sparplan umfasst 25 internationale Werte, welche monatlich bespart werden. Einer Eintragung bei Namensaktien kann man widersprechen und somit die  € 1,95 sparen.

    Ordergebühren/Aktiv/Passiv hin oder her, die Möglichkeit mehrere tolle Unternehmen mit kleinem Geld zu besparen find ich Super.

    @Tim. Schöne Tage!!

     

    Grüße

    Hagen

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Obama

    Merci

    @ David

    Ich hab eine Mini-Wohnung in NY. Ansonsten kann ich mir irgendwann mal ein altes Holzhaus in der Natur (Strand, See, Waldrand…) vorstellen.

    @ Marco

    @ Hagen Müller

    @ Maschinist

    Merci.

  12. Rainer Zufall

    Maschinist

    Momentan ist das Angebot von Onvista tatsächlich prima. M.E. fehlt bei Deiner Empfehlung von Onvista aber ganz klar der Hinweis, dass Onvista von Comdirect aufgekauft wurde.

    https://www.comdirect.de/cms/ueberuns/de/presse/cori1088_1177.html

    Laut Pressemitteilung das Ziel: „Verschmelzung der OnVista Bank GmbH auf die comdirect bank AG geplant“. Das kann alles heißen. Auch, dass das Angebot stark verändert wird (so wie es beim Aufkauf von DAB durch Consors geschehen ist).

    Gerade wenn sich jemand neu nach einem Depot umschaut, wird er dieses auch längerfristig nutzen wollen. Da im Moment nicht klar ist, wie es mit Onvista weitergeht, denke ich, dass die Empfehlung nur begrenzt sinnvoll ist. M.E. wäre bei einer Empfehlung von Onvista zumindet ein entsprechender Hinweis Pflicht, dass deutliche Veränderungen der Geschäftsbedingungen (und der Depot-Weboberfläche) denkbar sind.

    Nur so kann jeder entscheiden, ob er nicht gleich zu Comdiret geht, oder sich doch für einen ganz anderen Broker entscheidet.

     

  13. Kall

    Bonjour Tim,

    sehr schönes Haus und entspannende Umgebung. Gute Erholung.

    Ich denke, es kommt nicht nur auf die finanzielle Freiheit an. Es geht immer auch um „Sicherheit“ und Autonomie. Wenn ich Dividenden erhalte, sind diese quasi ein zweites Standbein. Das kann beruhigen.

    Larissa: Humankapital ist tatsächlich ein schreckliches Wort. Es verdinglicht den Mensch. Du hast Recht. Es gibt sehr viele Anbieter, die wirklich nur heiße Luft verkaufen. Ich würde versuchen, über mein Unternehmen an Fort-und Weiterbildungen teilzunehmen. Zudem gibt es die Möglichkeit Bildungsurlaub zu machen. Der ist gesetzlich abgesichert. Die meisten Mitarbeiter*innen wissen davon wenig. Hier kannst du selbst Kurse bestimmen.

    Depot: Ich finde neben den Kosten ist auch der Service wichtig. Da habe ich bisher bei Flatex gute Erfahrungen gemacht. Telefonisch in der Regel gut zu erreichen. Kauf und Verkauf, Stoppkurse etc. einfach handhabbar.

    Natürlich gibt es da auch Schwächen, wie z.B. Gebühr ausländischer Dividenden oder Negativzins bei Einlagen. Ich denke, den optimalen Brocker gibt es nicht.

    Nach den Geschichte mit Tims Konto kommt Consors für mich jedenfalls nicht in Frage. Das ist schon sehr dubios und wenig seriös.

    Beste Grüße über den Teich

    Kall

  14. Mattoc

    Hallo Kall,

    bzgl. Fort- und Weiterbildung stimme ich dir zu. Das würde ich auch, falls möglich, über den Arbeitgeber machen und in jedem Fall nur Schulungen/Fortbildungen machen, die in der jeweiligen Industrie anerkannt sind und bei Abschluss mit einer Prüfung/Zertifizierung bescheinigt werden. Das ist in Deutschland immer noch sehr wichtig. „Laberseminare“, bei denen man etwas „fürs Leben lernt“ kann man sich sparen, da der Content im Netz oft frei verfügbar ist.

  15. Ted & Toro

    Hallo,

    wir haben gerade an anderer Stelle einen Kommentar auf ihrer Seite verfasst und lesen nun, dass sich Ihr Text absolut mit unserer eigenen Lebensphilosophie deckt. 🙂

    „Direkt dicke Karre oder investieren“ könnte eine symbolisch gemeinte Frage in jungen Jahren sein, wenn man sich noch nicht zu 100% der Möglichkeiten bewusst ist, die einem die finanzielle Freiheit bescheren kann.

    Es geht eben nicht nur darum ein vermögender Geldsack zu werden, sondern auch um emotionales Vermögen, das die Lebensqualität und individuelle Entfaltung enorm bereichern kann. Und was ist „unsicherer“ fürs Leben, als sich eben nicht entfalten zu können, und das über Jahrzehnte?

    „Wenn es kälter wird, gehen wir nach Florida an den Strand“, hört sich erst nach einem billigen Instagram-Profil an, das einem Tradingstrategien verkaufen will. Aber in diesem Fall würde die Geschichte mit einem Foto von einem AMG-Benz und mit einem „Börsenexperten (knapp unter 20)“, der mit Gelscheinen in die Kamera winkt, weitergehen und eben nicht mit einem „langweiligen Familienurlaub auf dem Bauernhof“ – gut, das wiederum in New York. 😉

    Wir selbst sind relativ gut investiert und haben gleichzeitig die Lebenshaltungskosten auf das unserer Meinung nach Nötigste reduziert. Es gibt tatsächlich kein freieres Gefühl fernab des Konsumterrors, auch wenn wir alle als Aktionäre diesen (Achtung, Zwickmühle) ja nicht komplett verteufeln dürfen, oder?

    Und Sie haben Recht: Dieser Status ist für viele erreichbar, nicht nur für Erben etc. Der erste Grundstock ist ja schon gelegt, wenn man es etwas befremdlich findet, dass sich die Mitmenschen ein Smartphone für 1000 Euro (jedes Jahr erneut) ans Ohr tackern. 😉

    Ein „Vorredner“ sprach von Tiny Houses. Finden wir auch höchst interessant, vor allem die Thematik den wahren Luxus zu besitzen, sich freiwillig reduzieren zu können. 🙂

    Liebe Grüße vom Pelzigen und Behörnten

  16. Anna-Lena

    Ich finde das mit der Consors komisch. Ich erlebe sie immer als zuverlässig und sehr fix.

    Das mit Onvista sehe ich auch so. Sie wurde übernommen und ich weiß nicht, wie lange die tollen Angebote noch gelten. Ein Jahr später wieder nach neuen Brokern suchen will ich nicht.

    Die 1,50 % sind bei kleinen Budgets sogar etwas vorteilhafter als ein Einmalkauf. Ich glaube, Graham würde die Sparpläne sehr gut finden, denn so wie ich ihn verstanden habe, sagt er, selbst wenn man ein sehr gutes Unternehmen gefunden hat, sei es ein schlechtes Investment, wenn man zuviel dafür bezahlt. Deswegen hat er die „Margin of Safety“ eingeführt. Deswegen muss man für gute Investments 10-20% Puffer einbauen, oder wie im obigen Satz, durchschnittlich kaufen. Ich finde es ziemlich schwierig, zu beurteilen, wann eine 10-20%tige Unterbewertung vorliegt, deswegen wäre der Einkauf zum Durchschnitt sehr vorteilhaft. Ich glaube, ich werde das machen 🙂

    @Hagen Müller

    Wow, cool, 25 Werte? Ich dachte jetzt erstmal an 2-3 Einzelwerte.

     

     

     

  17. Ich

    Hallo Anna Lena,

    es ist sehr lobenswert, dass du dir viele fundamentale Gedanken machst. Aber genauso wichtig ist es, dass du deine eigene Strategie entwickelst.

    Zu Graham`s Zeiten gab es tatsächlich noch viele gute unterbewertete Unternehmen. Diese heute zu finden, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wo wir wieder am Ausgang wären, du musst deine eigene Strategie entwickeln, mit der du gemeinsam durch dick und dünn gehst, und zu der du zu 100% stehst.

    Gute Invesments

  18. Julia (Finanzblogleserin)

    @Tim, das sieht richtig gemütlich und nach gut verbrachter Zeit mit lieben Menschen aus. Viel Spaß weiterhin. Habe etwas ähnliches für ein Wochenende mit Freunden gemacht neulich. Naturfreundehaus im Wald, es gab keinen Handy-Empfang was wir alle als positiv empfanden. Auch bei uns Spieleabend, Spaziergänge, gemeinsam kochen und essen…

    @Anna-Lena und andere Sparplan-Interessierte: der Finanzwesir hat kürzlich einen Artikel zu den 1,5% Sparplan-Kosten geschrieben, das gilt sicher ähnlich auch für Aktien-Sparpläne: https://www.finanzwesir.com/blog/etf-sparplan-kosten   Besonders zum Einstieg ist so ein Sparplan, egal ob auf ETFs oder Einzelaktien, sicher gut. Man gewöhnt sich an Kursschwankungen und das stetige Kaufen – egal wie die Kurse gerade stehen. Später kann man wenn man will auf Einzelkäufe umstellen.  Oder auch die Sparpläne weiter laufen lassen, dann kommt man nicht in Versuchung doch ein wenig Market Timing zu betreiben… und man muss sich nicht extra drum kümmern.

  19. Mattoc

    @Anna-Lena

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt

    Und:

    Traust du dir wirklich, wirklich, wirklich zu, eine langfristige Strategie zu verfolgen, die beinhaltet, dass du unterbewertete Unternehmen findest und kaufst? Warum nicht einfach einen Vanguard All World ETF? Ist für Neueinsteiger sicher deutlich besser als zwei bis drei Aktien zu „besparen“. Damit bist du nicht genug diversifiziert.

  20. Michael

    „Warum nicht einfach einen Vanguard All World ETF?“

    Die Branche „Finanzwesen“ hat in diesem ETF ein Gewicht von 23%.

    Schon deshalb würde ich viele ETF’s niemals kaufen. Ausnahme: Nasdaq-100, da hat man viele der Tech-Schwergewichte beisammen. Oder den MDAX.

     

  21. Anna-Lena

    @Mattoc

    Achso, ups, ich wollte nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht. Ich habe tatsächlich mit Einzelaktien angefangen, aber je mehr ich lese und mich bilde, desto mehr komme ich dazu, dass Indexfonds eine fabelhafte Wahl sind. Graham lobt sie in seinem Buch auch sehr. Meine Sparpläne gehen ab 01.12. los, ich plane den MDax, World und EM zu besparen.

    Trotzdem möchte ich Teil von einigen großartigen Firmen sein. Ich analysiere sie nach meinen jetzigen Kenntnissen und habe schon ein paar sehr schöne Perlen für mich entdeckt. Ich achte dabei vor allem auf Margen, Renditen, Liquidität und FCF. Eine Unter- oder Überbewertung zu identifizieren, finde ich außerordentlich schwierig und traue ich mir (im Moment?) nicht zu. Manchmal bin ich mir noch nicht mal sicher, Market Timing exakt zu erkennen. Deswegen finde ich die Sparpläne auf diese Einzelaktien sehr praktisch, da ich mich mit dem „richtigen“ Zeitpunkt nicht mehr befassen muss und den Cost-Average-Effekt nutzen kann.

  22. Andreas

    Warum 1.5% Kosten auf Sparpläne bezahlen wenn ich ab 500€ bei der Diba kostenfrei kaufen kann?

  23. Mattoc

    @Michael

    Wenn man heute wüsste, welche Aktie, welches Land oder welche Branche in Zukunft besser ist als andere, dann wäre es in der Tat deutlich leichter. Ich weiß das nicht, und ich befürchte, du weißt das auch nicht.

    @Anna-Lena

    Die Formulierung „Ich möchte Teil von einigen großartigen Firmen sein“ gefällt mir. 🙂 Du kannst den Cost-Average-Effect aber auch mit ETFs „nutzen“, wenn dieser Effekt „nutzbar“ ist.

    Das Problem bei sehr wenigen Einzelaktien, wie z.B. drei, bleibt aus meiner Sicht, dass du damit viel Pech haben kannst. Wenn eine davon ein totaler Fehlgriff ist, können die beiden anderen Aktien das niemals aufholen. Und mit dem Cost-Average-Effekt wirst du auch dann nur etwas erreichen, wen sich eine solche Aktie jemals wieder erholt. Bei marktbreiten ETFs ist dieses Risiko so nicht gegeben. Viel Erfolg!

  24. Mattoc

    Hat jemand von euch eine Empfehlung zu Entnahmeplänen? Konkret geht es darum, dass jemand 60.000 Euro über einen Zeitraum von 6 Jahren (2018 bis 2023) zu gleichen monatlichen Raten verbrauchen möchte.  Hat jemand von euch einen Tipp?

    Danke!

  25. Rainer Zufall

    Andreas

    Naja, da gibt’s verschiedene Antworten.
    Beim Finanzeesir wurde das ja gerade ausführlichst diskutiert.

    Bei mir ist es Bequemlichkeit. Ich hab’s einfach noch nicht hinbekommen von Comdirect zu Ing zu wechseln. In meinem Privatleben gibt’s grad wichtigeres.

    Zudem nutze ich die Hotline von Comdirect häufig, möchte eine saubere Abrechnung für die Steuer, kurz: erwarte Service. Mein Depot ist kostenlos, ich trade nicht. Irgendwie will der Service finanziert sein. Von daher finde ich einmalige Kaufgebühren jetzt nicht ganz so wild, ich bekomme ja auch etwas dafür.

  26. June

    Guten Abend,

    @Tim,

    das Haus ist so schön, und deine Familie macht einen super sympathischen Eindruck. Die beiden Kleinen erinnern mich aber ein wenig an Flöhe hüten. Die haben es bestimmt Faustdick hinter den Ohren. Aber dann wird es euch auch nicht langweilig mit der Rasselbande.

    @Anna,

    mehrere Einzelaktien im Sparplan macht meiner Meinung nur Sinn, wenn man min. 7 -10 Aktien z.B. je 50 bis 100 € im Monat sparen kann, so dass man nach 2 Jahren einen Grundstock hat. Das ist aber eine Menge Geld im Monat. Ich weiß jetzt ja nicht, wie hoch deine Sparrate sein wird. Daher bist du mit deiner erdachten Strategie World, Emergin  und MDax schon mal sehr breit aufgestellt. Mir persönlich gefällt der MDax auch besonders gut. Wichtig ist, dass du dich für eine Strategie entscheidest und diese auch nicht ständig änderst. Einen Plan zu haben, es muss zu Beginn nicht der beste sein und sich daran zu halten macht sicher 50% des Erfolges aus.

    @Andreas,

    es kommt immer darauf an ;).  Wie lange soll dann jemand sparen der nur kleines Geld im Monat übrig hat.  Viele haben keine 500 Euro im Monat übrig. Und bei vielen würde das Geld wenn sie es erst mal ansparen müssen um sich dann Fonds zu kaufen doch im Nirwana verschwinden.  Meine Tochter studiert noch, setzt sich aber bereits mit der Börse auseinander. Sie hat im Moment nur 50 € im Monat übrig da ist dann deine Empfehlung kein guter Plan. Denn auch mit kleinem Geld mag man den Erfolg oder den Misserfolg sehen.

    Take care,

     

    June

  27. June

    @Mattoc

    In welcher Form liegen denn die 60 k € vor? Bargeld oder Aktien, Fonds und ETF’s? Wie hoch ist den der Zinssatz? Und wenn es sich um Wertpapiere handelt wie hoch war der durchschnittliche Erfolg in den letzten 10 Jahren? Ist die Person in diesen 6 Jahren steuerpflichtig und wird sie den Sparfreibetrag ausschöpfen?

    Dann überlege ich mir was 🙂

    June

  28. Mattoc

    @June

    ich hatte gehofft, dass ich es verständlich formuliert habe…aber offensichtlich nicht. 🙁 Ok, ich versuche es nochmal:

    Jemand hat 60.000 Euro in bar bzw. auf dem Tagesgeldkonto und möchte das Geld innerhalb der nächsten 6 Jahre in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt bekommen und verbrauchen. Eine Unverzinste Anlage bringt ca. 833 Euro pro Monat (60.000 Euro geteilt durch 72 Monate). Gibt es eine bessere Anlage?

    Ich habe zwischenzeitlich das gefunden:

    https://www.sparkonto.org/auszahlplan/#vergleich

    Hier würde die GEFA Bank monatlich 852 Euro unter diesen Bedingungen auszahlen.

  29. Anna-Lena

    @Mattoc

    Warum schreibst du in Anführungszeichen? Das Risiko ist natürlich gegeben. Deswegen hole ich mir noch die ETF-Sparpläne ins Haus. Ich dachte, vielleicht kann man den steigenden FCF als Anhaltspunkt nehmen, um zu sagen, ob der Firmenwert steigt. (Stark vereinfacht gesagt …). Alle meine Lieblinge haben einen steigenden FCF und eine sehr gute Liquidität: 3M, Apple, Disney, J&J, Microsoft, Geberit, Hermès, L’Oréal, Inditex, Starbucks, SAP, Henkel, Beiersdorf, Tractor Supply. Dann noch eingeschränkt: TJX Companies, Roche, Nike und Activision Blizzard. Die meisten davon haben auch hohe Margen, was auf Wettbewerbsvorteile hinweist.

    @June

    Stimmt, soviel habe ich im Moment nicht zur Verfügung, zumal ja noch Sparraten für die ETFs laufen. Ich stehe im Moment noch am Anfang (habe mein Depot erst seit Juli), von daher werde ich noch eine Menge lernen. Du hast Recht, man sollte seine Meinung nicht ständig ändern.

  30. Andreas

    @ Reiner Zufall: Der Service bei der Diba ist genauso gut wie bei der comdirect. Ich kenne beide Banken vom Depot sehr gut. Abrechnungen und Kontoführung sind nicht zu beanstanden. Sollten Sparraten ab 500 Euro möglich sein, würde ich immer kostenlos kaufen. Kosten machen auf lange Sicht sehr viel aus und reduzieren die Gesamtrendite. Die comdirect hat aus meiner Sicht stark nachgelassen, da immer weniger Fondsgesellschaften kostenfrei im Sparplan bespart werden können. Ab 2018 leider nur noch Lyxor.

  31. June

    @Mattoc

    Okay, jetzt habe ich es verstanden.

    6 Jahre ist eine kurze Laufzeit. In diesen 6 Jahren wird es vermutlich zwar zu Zinsveränderungen kommen. Die Frage ist aber, wir es zu einer signifikanten Zinserhöhung kommen. Leider haben wir alle keine Glaskugel. Ich denke aber, wir werden keine großen Veränderungen nach oben erwarten können, dazu geht es einigen europäischen Nachbarländern finanzielle zu schlecht. Und Niemand wird so schnell ein 2. Griechenland riskieren wollen.

    Allerdings werden in Amerika die Zinsen demnächst etwas anziehen und dies werden wir hoffentlich mit Verzögerung auch ein wenig hier zu spüren bekommen.

    0,75 % ist heute ein gutes Angebot, es handelt sich dabei aber um Festgeld und man kann innerhalb dieser 6 Jahre auch bei geänderten persönlichen Bedürfnissen, diesen Plan nicht ändern oder anpassen. Daher stellt sich mir die Frage, wie sinnvoll ist es, diese Flexibilität für ca. 120 € mehr p.a. aus der Hand zu geben. Oder kann man  mit ein wenig Aufwand per Tagesgeldhopping diese Rendite selbst  erzielen?

    Im Moment bekommt man auf Tagesgeld z.B. bei der Renaultbank 0,7 % für 3 Monate. Die Schweden, z.B. Hoist Finance, bieten 0,6 % und eine Einmalprämie über 25 € aufs Tagesgeld und 0,85 % plus Einmalprämie von 50 € auf Festgeld 2 Jahre. (Osteuropäische Anbieter würde ich persönlich nicht in Erwägung ziehen.) Hier könnte man dann die Beträge aufteilen. Alles was in den 2 Jahren verbraucht wird aufs Tagesgeldkonto und in Euro angelegt den Rest auf 2 Jahre fest in Kronen anlegen. Du hast dann aber ein Fremdwährungsrisiko. Was bei der schwedischen Krone in den letzten 5 Jahren stetig abnahm. In 2 Jahren kann sich bei den Zinsen einiges verändern. Natürlich positiv und negativ, nur weniger geht ja fast nicht mehr.

    Klar ist, aus heutiger Sicht ist dein Gefa Angebot gut und ganz wichtig ohne Zeitaufwand.

    Auch zu überlegen, das besser verzinste Angebot der IKB über 5 Jahre auszahlen zu lassen und für das 6. Jahr monatlich den Überschuss wiederum anzusparen.

    Die Versteuerung ist zu vernachlässigen.

    Du must zuerst klären, ob die Person es einfach und ohne Zeitaufand gezahlt haben möchte, oder ob man jetzt auf etwas steigende Zinssätze setzt und damit einen höheren manuellen Aufwand hat.

     

    @Anna,

    ich kenne, dass ja auch. Ich habe jedenfalls ständig 1000 neue Ideen. Aber bei dem Thema Geldanlagen gilt zuerst: Hin und Her macht Taschen leer. Daher bin ich hier sehr konservativ. Neue Ideen setze ich nur um, wenn ich zusätzliches Geld habe und mir die Strategie für die nächsten 5 Jahre vorstellen kann.

    Take care,

    June

     

  32. Mattoc

    Hallo Anna-Lena,

    ich habe den von dir geschriebenen Text wiedergegeben. Das habe ich durch Anführungszeichen kenntlich gemacht. Ist das heutzutage im Studium nicht mehr üblich? *Irritiert guck*

  33. Mattoc

    @June

    Danke für deine Mühe. Es soll möglichst klar und einfach sein. Daher kommt Hopping nicht in Betracht.

    @Jörg

    Vielen Dank für den Tipp. Einlagensicherung allerdings aus Österreich. Ok. Weißt du, ob die Bank deutsche Abgeltungssteuer abführt bzw. deutsche Freistellungsaufträge akzeptiert?

  34. June

    @Mattoc,

    die VTB war in deinem Beispielrechner sogar dabei, nur mit anderen Zinssätzen. Schau doch mal bei den anderen Banken auf deren Webseite vorbei.

    Take care,

    June

  35. Ex-Studentin

    @ Tim

    Sieht nach einem erholsamen Urlaub aus. Finde es schön, dass ihr so oft zusammen kommt. Meine ruhigsten Urlaube sind diejenigen, bei denen ich einfach zuhause bleibe und mir nichts vornehme. Ist aber auch viel zu selten, da immer irgendwas ist.

     

    @Anna-Lena

    Ich will auf Dauer ab und zu ein paar Einzelaktien kaufen. Aber für 1500-2000€. Bei kleinem Depot reichen mir aktuell ETFs, weil das einfacher ist. Auch im Falle eines Verkaufs oder Depotumzugs sind mir wenige Positionen lieber als lauter Bruchstücke.

  36. Jörg

    @mattoc
    Abgeltungssteuer wird abgeführt und du bekommst z. B. auch einen Bescheid für die Steuererklärung. Noch gilt die österreichische Einlagensicherung, doch das wird sich in wenigen Monaten ändern. Dann gilt die deutsche Einlagensicherung.

  37. Rainer Zufall

    Andreas

    Wie gesagt, die Diskussion um Kaufkosten einerseits und laufende Kosten andererseits wurde gerade bereits schon intensiv beim Finanzwesir geführt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass mich Kaufkosten nicht ruinieren werden.

    Über was reden wir hier: Lieschen Müller hat einen Sparplan bei Comdirect, Max Mustermann kauft jeden Monat bei Ing. Nach 30 Jahren schaffen es die beiden ca auf 400.000 Euro – mit identischen Etfs. Was ist der Unterschied: Max Mustermann hat 6.000 (= 1,5 %) mehr (siehe Rechenbeispiele beim Finanzwesir). Lieschen versteht, dass Max sich die Arbeit gemacht hat und dadurch einen Mehrbetrag erzielen konnte – aber irgendwie sind ihr die 6000 Euro auch Wurst.

    Außerdem: Wer garantiert mir, dass es diese Möglichkeit bei Ing dauerhaft gibt? Sollte Ing das nach wenigen Jahren einstellen, muss ich dann wieder zurück zu Comdirect, weil der Sparplan da günstiger ist als bei Ing?

    Wenn ich jetzt wechsle, fallen beim Verkauf der Sparplanbruchstücke Kosten an. Das relativiert den Kostenvorteil bei Ing – ein Wechsel bringt mir im ersten Jahr  erstmal überhaupt nix.

    Ich denke auch drüber nach zu wechseln, aber so richtig dringend und zwingend finde ich das nicht.

     

  38. Daniel

    Jemand hat 60.000 Euro in bar bzw. auf dem Tagesgeldkonto und möchte das Geld innerhalb der nächsten 6 Jahre in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt bekommen und verbrauchen. Eine Unverzinste Anlage bringt ca. 833 Euro pro Monat (60.000 Euro geteilt durch 72 Monate). Gibt es eine bessere Anlage?

    Bei 6 Jahren würde ich das Zeug eigentlich auf dem Tagesgeld lassen. Alternativ vielleicht 30-40% in Anleihen mit Investment-Grade. Könnten auch Anleihen ETF sein. In Europa gibt es da durch die Marktverzerrung der EZB fast nichts Lukratives mehr, das sind schon fast Junk-Bonds bevor da Rendite kommt, aber US-Staatsanleihen als Beimischung fände ich jetzt nicht ganz so uninteressant. oder eben Unternehmensanleihen von soliden Firmen. Hat Berkshire nicht sogar auch Anleihen?

    Aktien sind meines Erachtens für sowas viel zu volatil bei dem Zeitraum.

  39. Andre

    @ Mattoc

    Zum Ende des Jahres wird bei der VTB die deutsche Einlagensicherung greifen.

    Kunden haben da bereits Mails bekommen.

    Und auch jetzt bei der österreichischen Einlagensicherung kann man ganz einfach den Freistellungsauftrag eingeben und es wird automatisch abgeführt.

    Bin auch sehr zufrieden mit der Bank. Habe leider „nur“ noch die 2,50% auf den Flex bekommen, zum Ansparen für Eigentum (Haus) gibt es nichts besseres in diesen Zeiten (unter 10 Jahre).

    Gruß

  40. Sven

    @ Rainer Zufall

    „Über was reden wir hier: Lieschen Müller hat einen Sparplan bei Comdirect, Max Mustermann kauft jeden Monat bei Ing. Nach 30 Jahren schaffen es die beiden ca auf 400.000 Euro – mit identischen Etfs. Was ist der Unterschied: Max Mustermann hat 6.000 (= 1,5 %) mehr (siehe Rechenbeispiele beim Finanzwesir). Lieschen versteht, dass Max sich die Arbeit gemacht hat und dadurch einen Mehrbetrag erzielen konnte – aber irgendwie sind ihr die 6000 Euro auch Wurst.
    Außerdem: Wer garantiert mir, dass es diese Möglichkeit bei Ing dauerhaft gibt? Sollte Ing das nach wenigen Jahren einstellen, muss ich dann wieder zurück zu Comdirect, weil der Sparplan da günstiger ist als bei Ing?“

     

    Der Finanzwesir rechnet in seinem Beispiel mit einer Sparrate von 1000,- Euro je Monat. Das ist eine stolze Summe. Da muss man doch geradezu vierteljährlich eine ganz normale Order aufgeben und kommt auf Handelskosten von 0,3%.
    Wenn man es bisher bei der DiBa völlig gratis bekommt, umso besser.

    Keine Ahnung was Leute bei der Summe mit einem Sparplan wollen. Damit wird man nur unflexibel, verliert die Kontrolle über Börsenplatz und Ausführungszeitpunkt und hat nicht die volle Produktauswahl. Man wird es wohl verschmerzen, wenn man alle drei Monate zwei Minuten für eine Order investieren muss.

  41. Colibri

    @ Anna-Lena:

    Mir gefallen Deine Auswahlkriterien und Deine Aktienauswahl. 3M, Apple, Henkel Vz, J&J, Nike, Starbucks und Disney halte ich ebenfalls. Aber auch einige Titel mit (hoffentlich) stärkerem Wachstum: Alphabet, Amazon, Facebook, Nvidia, Priceline, Fresenius. Außerdem Berkshire Hathaway. Von chinesischen Aktien habe ich bislang stets die Finger gelassen. Jedoch frage ich mich, ob es auf Sicht von 20 Jahren nicht ein Fehler sein könnte, Unternehmen wie Tencent oder Alibaba komplett links liegen zu lassen.

    Zur Zeit nutze ich die Aktiensparplan-Angebote von comdirect UND Consors, weil ich einige meiner Favoriten nur bei einem der beiden Anbieter besparen kann. Bei comdirect gefällt mir die leichtere Handhabung (bis zu 10 Aktien können in einen Sparplan gepackt werden) und der bessere Ausführungszeitpunkt (nach Öffnung der US-Börsen).

    Ich streue mit den Sparplänen sehr breit auf 30 Titel.

    Nachteil: es dauert sehr lange, bis eine vernünftige Positionsgröße erreicht ist. Weiterer Nachteil: die Kaufspesen von 1,5 % sind extrem hoch; hinzu kommt der Kontrollverlust über den Kaufprozess.

    Vorteil: von Anfang an habe ich eine brauchbare Streuung. Weiterer Vorteil: die Automatisierung des Kaufprozesses.

    Wenn das Depot irgendwann größer  ist, werde ich es vermutlich komplett auf Einzelkäufe umstellen und einzelne Positionen gezielt aufstocken.

    Einen Teil der Positionen habe ich schon jetzt direkt gekauft, weil es dafür noch keine Aktiensparpläne gibt: Abbott Labs, Corning, Essity, General Mills, Grenke, KONE, Sixt Vz, V.F. Corp., zooplus.

    @alle, die nicht ausschließlich in ETF investieren:

    Wie findet ihr den Aktienfinder von Torsten Tiedt? Habt ihr dieses Analyse-Tool schon einmal ausprobiert? Findet ihr es nützlich?

    Viele Grüße

    Colibri

     

  42. Fit und Gesund

    Unkosten, ach je…. wenn Ihr wüsstet….ich versuche meine Orderkosten um die 1% zu halten, bedingt dann pro Order aber 4000 CHF, für Order in den USA (meine Reits) musste ich allerdings Kaufkosten von 2% akzeptieren, hat Alles Vor und Nachteile, rumtraden ist einfach nicht drin, diszipliniert auch ein wenig.
    Ich habe lang und breit über Degiro etc. nachgedacht, aber Service ist eben auch was wert, und irgendwie gönne ich mir jetzt halt den Luxus, auf meine verbleibende Lebenszeit wird es machbar sein, vielleicht probiere ich auch mal noch ein Depot bei Corner-Trader zu eröffnen, das dann aber nächstes Jahr. Muss jeder selber wissen wo seine Schmerzgrenze ist.

    Gestern bekam ich noch meine Quellensteuern für meine Aktien von 2016 zurück, immerhin knapp 400 CHF, somit werde ich dieses Jahr meine Dividenden von letztem Jahr verdoppeln können, nochmal wird mir das vermutlich aber nie mehr gelingen, *lach*

    Nächstes Jahr werde ich noch in etwas dividendenstärkere Papiere investieren, einige Werte aufstocken wie z.B Zürich Financials und Swiss Re, Roche die ich gerade nachkaufen wollte (trotz bereits hoher Position) hat mir wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht, Cisco ebenfalls….

    nächstes Jahr sollte ich mein Ziel 500 CHF Dividenden pro Monat erreichen, das reicht mir dann, mehr erhöht nur mein Risiko, ich werde dann noch gezielt nach Anlagen suchen die nicht unbedingt so sehr miteinander korrelieren, aber dazu muss ich mich belesen,  nix Exotisches wie Managed Futures oder so. Dazu kommen die Mieteinnahmen und dann bin ich völlig zufrieden.

    @Matthias Schneider,

    ja, eine Jacke hab ich gekauft, aber nicht die von Dir empfohlene Marke, ich habe in einem outlet-center eine Wellensteyn-Jacke gefunden, immer noch elend teuer, aber geht nix über Qualität und da ich ja kein Auto habe, will ich nicht frierend durch die Gegend latschen und Jacken, Schuhe und Taschen müssen einfach ordentlich sein. Sparrate hin oder her….hab aber nur die Hälfte bezahlt…

    http://www.wellensteyn.com/page/products/mod/NACH/mat/719/col/DSD

    kann man in der Waschmaschine selber waschen 🙂

    @Colibri,

    hab von Dir mal woanders eine tolle Liste mit Aktien gesehen, den Aktienfinder von Torsten Tiedt kenne ich , er macht tolle videos, aber angemeldet bin ich nicht dort, ich nutze aber diese Wachstums-Matrix, mir fehlen eigentlich noch 5 Titel, dann ist die Maximalzahl 30 erreicht, mehr Titel gibt es einfach nicht und von meinen Jetzigen verkauf ich nix.

    Ich spekuliere halt noch auf Fuchs Petrolub, Kone oder Schindler (da bin ich sehr unschlüssig) Microsoft, BASF, Givaudan, Apple, Geberit,

    kommt Zeit, kommt Aktie 🙂

    @Tim,

    schöne Ferien Dir, das Haus sieht toll aus.

     

    liebe Grüsse an Alle,

     

  43. Rainer Zufall

    Sven

    „Der Finanzwesir rechnet in seinem Beispiel mit einer Sparrate von 1000,- Euro je Monat. Das ist eine stolze Summe.“

    Es handelt sich um ein Rechenbeispiel und nicht um eine Anlageempfehlung. Du kannst das Beispiel aber gerne auch mit einem Betrag durchrechnen, der Dir symphatischer ist. Das sollte an der Grundaussage aber nix ändern.

    „Damit wird man nur unflexibel, verliert die Kontrolle über Börsenplatz und Ausführungszeitpunkt und hat nicht die volle Produktauswahl.“

    Wenn Du jederzeit völlig flexibel sein willst und die volle Kontrolle über Börsenplatz, Ausführungszeitpunkt und Produktauswahl brauchst, dann ist eine passive Anlagestragie nichts für Dich. Für andere kann eine entsprechende Vorgehensweise aber sinnvoll sein (siehe nächster Punkt).

    „Man wird es wohl verschmerzen, wenn man alle drei Monate zwei Minuten für eine Order investieren muss.“

    Du gehst halt davon aus, dass jeder alle drei Monate mit zwei Minuten für eine Order auskommt. Wenn mehrere Depots für die Familie geführt werden, haut das halt aber nicht hin.

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    Glückwunsch zur Beute!

    Mich wundert immer wieder das Preisniveau bei den CH-Brokern/Banken. Ist ziemlich furchtbar. Habe gerade bei dem Corner-Trader rein geklickt. Auf den ersten Blick sieht man dekorative 4 Cent pro US-Aktie, bis man im PDF aber auf die 25(!) Minimum-Fee stößt. Ist also auch nix.

    Ich könnte mir kein Leben ohne IB (Interactive Brokers), bzw. Lynx (Agora, CapTrader und Banx kenne ich nicht) mehr vorstellen. Ich wüsste nicht, was ich machen sollte, wenn die mal ausfallen sollten. Ich wüsste keine Alternative. Darf gar nicht dran denken. Wenn ich nicht schon so oft gute Beratung von der Lynx-Hotline bekommen hätte, dann wäre ich evtl. schon längst zu IB direkt umgezogen, weil mir mittlerweile 5USD/CAD pro Order schon zu teuer sind.

     

    So, jetzt höre ich noch Saschas Börsentag. Heute Abend wird es langweilig, da ja US-Börsen geschlossen.

    Schönen Tag

    MS

  45. Rainer Zufall

    MS

    „Ich wüsste keine Alternative. Darf gar nicht dran denken.“

    Ich glaube, Du würdest dieses Problem meistern und könntest auch unter diesen Bedingungen wunderbar weiterleben 😉

  46. Sterbai

    Hallo Zusammen,

    ich habe seit 6 Monaten meien ETF-Sparpläne storniert (nicht verkauft). und wir kaufen jetzt jeden Monat für 1000€ über Degiro Aktien zu, immer nur eine Position.

    Warum: macht uns einfach mehr Spass eine Aktie zu kaufen als nen ETF. eine Ordergröße von 500-2000€ kostet bei degiro zwischen 0,53 und 0,58 cent. Bei den US-Aktein wird auch schön die Quellensteuer abgezogen. Kontakt zu Degiro war bis jetzt auch immer gut.  Warum soll ich mehr Zahlen für einen ETF der für mich eher Unsexy ist?

    Gruß Sterbai

  47. June

    @Fit und Gesund,

    Kleiner Nachtrag zu den Konstanzer Wohnungspreise.

    Ich war gestern auf einer Eigentümerversammlung. Dort hat mir ein Mann erzählt, dass er seine „neue“ Wohnung in Konstanz (Eigennutzung) ca. 70 qm, Baujahr 1962 annähernd Originalzustand  für 330.000 € gekauft hat. Nun muss er noch ca. 35.000 € Sonderumlage für eine energetische Sanierung zahlen und hat einen Generalsanierer mit dem Umbau der Wohnung beauftragt. Insgesamt zahlt er dann mit den Kaufnebenkosten ca. 450.000 € für die kleine 3 Zimmer Wohnung.

    Ich war ehrlich geschockt. Aber er hat wohl 2 Jahre intensiv gesucht.

    @Wellenstein,

    super Mantel, die Farbe finde ich klasse. Kein trister grau, anthrazit, schwarz Einheitsbrei. Wo ist denn das Outlet?

    Take care,

    June

     

     

  48. Fit und Gesund

    @June,

    danke 🙂

    meine Jacke hab ich hier gekauft

    http://www.designerstorekonstanz.de

    in Radolfzell gibt es aber noch einen Laden, die Mehrwertsteuer bekomme ich ja auch noch zurück, macht 47 Euro weniger dann.

    Ich hab im Moment gerade keine Zeit, aber heute Abend werde ich nochmal was zu den Konstanzer Wohnungspreisen schreiben.

    liebe Grüsse

  49. Hagen

    Hallo Zusammen,

    ich danke allen für die anregende Sparplandiskussion. Die 1.5 % für eine Sparplanausführung zahle ich gern und sehe es ähnlich wie der Finanzwesir. Daher hatte ich 25 Sparpläne bei der Consorsbank gleichzeitig laufen und war davon begeistert.

    Nun habe ich mir die Situation einmal genauer angeschaut und bin über die Sparplanabzocke der Banken entsetzt. Meine Geliebte Consorsbank, mit dem tollen internationalen Sparplanangebot, ist die Nummer Eins beim Gebühren verstecken. (https://wissen.consorsbank.de/t5/Sparen-Anlegen/Transparenz-Sparplan-Aktien-ETFs/td-p/38953; https://wissen.consorsbank.de/t5/Ideen/Aktiensparpl%C3%A4ne/idi-p/32736; uvm.)

    Meine Durchschnittskosten belaufen sich auf ungefähr 5%, da die Consorsbank dieses Geschäft vorbörslich um 08:00 Uhr mit ihrem Partner (Kickbackzahlungen) in München abwickelt. Die ING macht es in der Eröffnungsauktion, welche auch nicht gute Spreads bekannt ist.

     

    Die einzige Bank, die beim Sparplankauf im Interesse des Kunden handelt ist die Comdirect, da diese um 15:36 Uhr handelt.

    Ich werde nun mein kleines Weltportfolio manuell besparen bzw soweit es geht das US-Aktien-Sparplanangebot der Comdirect nutzten.

     

    Grüße

    Hagen

     

  50. Bernd

    @Anna-Lena

    Hört sich sehr vernünftig an, wie Du vergehst. Ich selbst habe meine monatliche Sparrate geteilt. Die eine Hälfte geht in Spärpläne (3 ETF, 7 Aktien), die andere Hälfte nutze ich für Einmalkäufe (alle zwei bis vier Monate, je nach Marktlage). Die Sparplan-Aktien sind alles solide Global Player (Coca Cola, P&G, J&J, Unilever, Apple, Nike, GE), die ETF haben einen Dividendenschwerpunkt. Bei den Einmalkäufen überwiegen ebenfalls solide Weltunternehmen. Ich gönne ich mir aber auch mal spekulativere Aktien (z.B. Abercrombie). Da ich die Aktien nicht mehr verkaufen möchte, sind mir Dividenden wichtig. Sie sollen später regelmäßig mein Einkommen verbessern. Ich habe später keine Lust immer 4% meiner ETF oder Aktien zu verkaufen.

    @ Fit und Gesund

    Ich würde an Deiner Stelle einfach mal Degiro ausprobieren. Ich bin seit fast 1 1/2 Jahren Kunde und sehr zufrieden. Die Kosten sind extrem gering. Gestern habe ich für 10 Time Warner, die ich in Amerika gekauft habe, nur 0,53 Euro bezahlt. Das würde bei der Diba über 20 Euro kosten! So lohnen sich auch kleine Spekulationen. Der Service war bisher immer gut. Die Handelsplattform ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Man kann an sehr vielen Börsen handeln. Niemand sollte überzogene Gebühren bezahlen. Soviel „Service“ kann gar nicht geboten werden.

  51. silentbob

    Hallo,

    mal eine Frage an die Leute die über DEGIRO, Lynx, Captrader & Co. kaufen. Da diese Broker ja ihren Sitz im Ausland haben wird die Kapitalertragssteuer ja nicht automatisch abgezogen, aber man bekommt eine Auflistung über Käufe und Verkäufe die man dann in der Steuerererklärung mit einreichen muss. Läuft das reibungslos ab? Ist das nicht ein großer Aufwand? In Deutschland hat man ja alles übersichtlich auf einer Seite zusammengefasst…

    Danke schonmal

    MfG silentbob

  52. Fit und Gesund

    @all,

    wegen Orderkosten/Depotkosten

    das steht im Moment keinesfalls bei mir im Vordergrund, Degiro kommt nicht in Frage, weiter erörtern möchte ich das auch nicht, es muss Jeder selber sein Ding machen 🙂  im Moment scheint das Thema auf allen blogs sehr „in“ zu sein.  Da tritt dann auch bald mal eine Übersättigung meinerseits auf.  🙂

    @June,

    die Preise in Konstanz für ETW sind einfach mehr als gesalzen, ich schaue immer mal wieder und es werden immer wieder mal die gleichen Bruchbuden angeboten, für Schweinegeld, manche Wohnungen stehen ewig drin, Souterrain-Wohnung z.B, wer soll das denn kaufen? Es ist auch klar zu unterscheiden zwischen reiner Kapitalanlage zum Geld ziehen, oder etwas wo man selber später drin wohnen könnte, hier gibt es nur ganz wenige Angebote die mir gefallen könnten,  es zählt Ausstattung, Helligkeit, und besonders Infrastruktur im Alter ein wichtiger Punkt.

    Ach ja, es kaufen auch nicht nur die Deutschen in Konstanz, auch die CH er legen da gerne ihr Geld an und werden auch die Preise treiben.

    Der Mann, der 450k für eine alte Wohnung gezahlt hat, tut mir echt leid, das war völlig überrissen, warum er das tat entzieht sich meiner Kenntnis, will er selber dort wohnen, vielleicht in der Nähe der Kinder? oder will er es vermieten?

    Hier mal eine Wohnung die mir gefallen könnte, aber das würde ich nicht ausgeben dafür, wäre aber quasi Neubaustandard,

    https://www.immowelt.de/expose/2F2AZ4B

    solche Wohnungen gibt es immer mal wieder, die hier steht auch schon ein paar Tage drin,

    kristallisiert sich immer mehr heraus dass ich wohl in der CH bleibe, ich wohne paradiesisch, nicht weit zum See, zum Wald mit toller Infrastruktur, hier habe ich Freunde, wenn ich mal die Stufen nicht mehr packen sollte, ist es glaub sowieso Zeit für’s Altersheim *lach* , ein Grund mehr sich fit zu halten, aber man steckt nicht drin.

    liebe Grüsse

  53. Bernd

    @ silentbob

    Darüber habe ich mir im ersten Jahr auch den Kopf zerbrochen. Anfang 2017 habe ich dann von Degiro eine Jahresübersicht erhalten. Die Daten konnte ich unproblematisch in meine Steuererklärung übertragen. Es gab keine Nachfragen des Finanzamtes. Wenn man eh eine Steuererklärung abgeben muss (weil man nicht nur von seinen Kapitalerträgen lebt), ist das kein Aufwand. Man profitiert, solang man keine Vorauszahlungen leisten muss, sogar von der Steuerstundung. Also das sollte keinen abschrecken. Da sind Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung sicherlich eine ganz andere Hausnummer.

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Silentbob,

    wie Bernd habe ich keine Probleme bisher. Ich habe mein Depot 2011 bei Lynx eingerichtet.

    Ich stelle es mir auch viel komplizierter vor, wenn ich Mieteinnahmen anzugeben hätte, Handwerkerrechnungen usw…

    So brauchst Du einfach nur 3 Summen eintragen:

    In dem Jahresbericht steht unterm Strich die Summe bei GuV gesamt, wie viel Du über alles (Verkäufe von Aktien usw.) Gewinn realisiert hast, oder Verlust hattest.

    Diesen Gewinn trägt man (für 2016) in Zeile 16 Anlage KAP ein. Dann brauchst Du noch die gesamte Dividendensumme als Kapitalerträge für die Zeile 15. Hierfür kann man sich einen extra Dividendenbericht für das Jahr downloaden.

    Dann gibst Du noch die bereits einbehaltene Quellensteuer (steht auch als Gesamtsumme bei „Withholding Tax“) in die Zeile 51 ein (Zeilenangabe für das Formular 2016, kann 2017 anders sein).

    Danach berechnet das Finanzamt noch die fehlenden rund 10% aus, die man nachzahlen muss.

    Von solchen Banalitäten sollte man sich nicht abschrecken lassen.

    Wichtiger Hinweis von Bernd; evtl. Vorauszahlung verlangt. Wenn man solche Nachzahlungen hat, dann kann es passieren, dass der Computer vom Finanzamt einen wie einen Selbständigen sieht, und man bekommt die Aufforderung, vierteljährliche Vorauszahlung zu leisten. Das ging mir auch so. Da genügt ein Anruf beim FA, oder Mail, dass man das auf Null setzen soll.

    Guten Erfolg

    MS

  55. Slazenger

    Fit und gesund

    das is ja irre, 345 000.- für eine Zweizimmerwohnung BJ 1951, ohne Nebenkosten wie Makler, Notar, Steuern! Wir wohnen ca. 90 Minuten vom Bodensee entfernt, und ich dachte bei uns ist das Preisniveau schon teuer, aber ein Bekannter von mir hat dieses Jahr hier ein EFH mit 140qm Wohnfläche, mit 680qm Grundstück und herrlichem Garten, BJ 2006, für 490 000.- Euro erworben, dazu natürlich die Kosten für Notar etc.

    Aber da liegen ja Welten dazwischen! Irre! Um den Preis würde ich niemals ein Whg. kaufen, auch wenn die wirklich einen guten Eindruck macht, allerdings gefällt mir der Wohnblock nicht!

     

  56. silentbob

    @ Bernd & Matthias:

    Danke euch für eure Antworten. Hört sich ja doch recht einfach an das ganze. Ich dachte man muss selber alle Käufe und Verkäufe zusammenrechnen um dann den Betrag x in der Steuerklärung anzugeben. Ist also einfacher als ich dachte. Ich werde mir die Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen.

    MfG silentbob

  57. June

    @Fit und Gesund,

    Dein Beispiel ist richtig schön renoviert. Und Petershausen eine tolle Wohngegend. Richtig schön wohnen kann man in Konstanz ja an vielen Ecken. Besonders gut gefällt mir Paradies, Petershausen, Fürstenberg und das Musikerviertel.  Die Wohnung liegt im Erdgeschoss, also Baujahrtypisch ist das Hochparterre. Sie ist zur Eigennutzung gedacht, in einer sehr beliebten und guten Wohngegend mit guter Infrastruktur. Bus um die Ecke alle wichtigen Läden zu Fuß erreichbar. Aber mir wäre das auch als Eigennutzung zu teuer zumal man ab einem gewissen Alter quasi Barzahler dein muss, da es keine Bank mehr finanziert. Als Investitionsobjekt wäre das völlig indiskutabel.

    Vielen Dank für den Link mit dem Outlet, das Geschäft kenne ich sogar.

    Take care,

    June

  58. June

    @Matthias,

    bei Immobilien kann die Steuer komplizierter sein als bei Aktien. Aufwendiger ist es jedenfalls, da man einige Rechnungen zusammentragen darf. Dafür kann man aber auch mehr absetzen. Allerdings gibt es auch bei Altien Ausnahmen, z.B. ausl. Kapitalsteuerrückerstattung können nervig sein. Vor allem das Thema Abschreibung ist bei Immos komplex. Wenn man nicht vom Fach ist, braucht es einen Steuerberater der das für einen erledigt. Es gibt nämlich unzählige Ausnahmen und Sonderregeln die man einfach kennen muss. Aber auch bei Immobilien gilt, man kann das bei Interesse lernen.

    Take care,

    June

  59. simo

    Hallo an alle! Bräuchte mal Eure Hilfe. Möchte im Januar ein Konto bei einem IB Ableger eröffnen. Hauptgrund ist das ich gern die Dividenden in Heimatwährung bekommen möchte. Erstmal weiter für Aktien (langfristig), im laufe des Jahres eventuell Optionen (da bin ich mir aber noch nicht sicher).  Wollte deshalb gleich ein Margin Konto eröffnen. Habe mich da auch schon informiert. Verstehe das aber mit der Margin noch nicht so richtig. Muß ich denn dafür nun Zinsen bezahlen oder nicht?? Also ich kaufe z.B. für 4k Aktien und muß dafür 25% Margin hinterlegen.

    1.Muss ich also für die restlichen 3k Zinsen bezahlen?

    2.Oder kann ich auch wählen das ich den gesamten Betrag zahle?

    Das Margin Konto wäre ja auch für den Devisentausch besser, da man sonst 3 Tage im voraus tauschen muß wenn ich das richtig verstanden habe.

    Danke im Voraus und VG

  60. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @simo,

    Marginkonto ist wirklich sinnvoll.

    Zinsen kostet es immer, wenn Du ins Minus überziehst.

    Wenn Du also für 4.000 USD kaufst, kein USD-Cash hast, dann zahlst Du für die geborgten 4k Zinsen. Auch wenn Du meinetwegen 5.000 EUR Cash hast.

    Dann zeigt Dein Konto +5.000 EUR und -4.000 USD. Bist zwar mit der Gesamtsumme im Plus, aber trotzdem zahlst Du Zinsen für die Dollars, wenn Du nicht die Währung tauscht.

    Die Margin bedeutet im Prinzip eine reservierte Sicherheit für den Broker.

    Ganz vereinfacht gesehen, bzw. so wie ich das verstehe (Korrekturen sind erwünscht!) wäre es so…

    Du hast einen (Beleihungs-)Wert des Depots von 10.000 Euro, dann kaufst Du für 4.000 USD Aktien, hast aber kein Cash. Entweder Du sorgst für Cash, oder Du gehst 4k ins Minus. Du zahlst dann für die 4k Zinsen. Margin bedeutet, dass Dir von dem Depotwert die 25% von den 4k Minus „geblockt“ werden als Sicherheit für den Kredit. Du hättest dann noch eine freie Margin von 9.000.

    Der Extremfall wäre, wenn Du nur 1.000 Beleihungswert hättest, der Broker diese 1k als Margin für geschuldeten 4k blockt, und dann fällt der Depotwert unter 1.000, oder die gekauften Aktien um 25%, wobei also die Margin nicht mehr erfüllt würde. Dann käme es zum Margin Call. Entweder würden Deine auf Pump gekauften Aktien und der Rest vom Depot verkauft (um die geborgten 4k wieder zurück zahlen zu können, oder Du könntest schnellstens die Anforderung wieder erfüllen/einzahlen.

    Bei Optionen wie einem short Put geht man ja ein Commitment über die Summe des Kontraktes ein. Also bei einem short Put auf einen Strike 50 USD, ist Dein Commitment 5.000 USD. Von dem wird dann die Margin von Deinem Depot reserviert. In dem Rechenbeispiel wären das 1.250 USD

    Das auf die Schnelle. Muss mich jetzt um Hundi kümmern. 😉

    MS

     

  61. simo

    Danke MS für die schnelle Antwort! OK das hab ich (glaube ich zumindest) so weit verstanden. So lange ich also Cash habe sind Zinsen kein Thema. Hat also nix mit der Margin an sich zu tun. Hoffe ich habe das verständlich rüber gebracht. In Zahlen(fiktiv) sähe das bei mir etwa so aus:

    50k Depotwert Aktien

    10k Cash Euro

    0 Cash USD z.B.

    nun Kauf Aktien für 4k USD

    nun Tausch ca.3360 Euro in ca. 4k USD damit Unterkonto mit USD ausgeglichen.

    Nachher ca. 53,4k Depotwert

    6,6k Cash Euro

    0 Cash USD

    Keine Soll – Zinsen

    RICHTIG??

    VG

     

     

     

     

  62. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @simo,

    Richtig! Die Rechnung passt. Kein Minus, keine Zinsen.

    Das ist übrigens ein Nachteil bei Degiro, dass man für händischen Umtausch mehr zahlt (ich glaube min 7,50 EUR). Bei Lynx z.b. weniger. Hatte letztens 3,40 EUR gezahlt für getauschte 2.500 EUR. Bei Degiro geht es billig, wenn man Auto-FX einstellt. Dann wird der Währungstausch automatisch bei jedem Trade gemacht.

    Aber ich will das auch selbst machen. Leider ärgere ich mich gerade, dass ich letzte Woche schon bei 1,1836 getauscht habe. Jetzt hätte ich schon paar Bucks mehr bekommen für die EUR bei über 1.19.

    Genau genommen wird Cash zum Depotwert (verfügbare Margin) hinzu gerechnet. Wobei der Marginwert wieder nicht gleich dem Kurswert der Aktien (Depots) ist.

    Je nach Risikostufe ist der Beleihungswert wohl unterschiedlich. Sichere Anleihen haben höheren Beleihungswert (Prozent vom Kurswert) als Pennystocks. Bin mir aber nicht sicher, vielleicht gilt auch ständig der Kurswert.

    Die verfügbare Margin ändert sich ununterbrochen und wird entsprechend angezeigt.

    MS

  63. simo

    @Matthias,

    vielen Dank für die Hilfe, habs endlich kapiert. Wie kann ich Dir nur danken.

    Ich schwanke im Moment noch zwischen Lynx und Captrader. Lynx kannte ich eher, daher hatte ich mich dort schon eingelesen. Captrader ist wohl noch etwas günstiger. Ansonsten sehe ich da jetzt keine großen (wichtigen)Unterschiede. Bis jetzt bin ich bei CB. Bin zwar nicht sehr anspruchsvoll, aber in letzter Zeit nerven mich da doch ein paar Dinge. Vor allem die recht hohen Orderkosten und die Gebühren bei Devisentausch z.B. Das geht ja gar nicht. Bei der Software scheint auch was im argen zu liegen. Seit dem Einstieg der Franzosen wird es irgendwie gefühlt täglich schlimmer. Ist zumindest meine Meinung und deshalb möchte ich wechseln.

    @Tim,

    sorry ist gerade mal wieder etwas Off Topic. Grüße nach NY

     

    VG an alle und noch ein angenehmes Wochenende.

    Simo

     

  64. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @simo,

    bitte bitte, nix zu danken. Ja, man muss einfach mal den Schritt machen.

    Ich kenne halt nur Lynx, weil die damals da waren. Weiß nicht, ob CapTrader 2011 in DE schon aktiv war.

    Ja, CapTrader ist sicher etwas günstiger. Wenn ich heute mich entscheiden müsste, dann würde ich wohl den probieren.

    Technisch ist alles so ziemlich identisch, gleiche Software, Abrechnungen, Berichte usw. Weil das Depot eben in GB läuft keine Kest usw. Und vor dem Nachversteuern sollte man sich eben nicht fürchten.

    Beim Eröffnen dran denken, dass gleich das Formular W-8BEN ausgefüllt wird wegen 15% Quellensteuer statt 30% USA. Bei Lynx ging bisher alles auch mit Canada automatisch so (meines Wissens nix ausgefüllt). Weiß nicht, ob man da woanders was ausfüllen muss.

    Bei CapTrader hat doch jetzt erst der @Claus hier ein Depot aufgemacht. Vielleicht kann er noch Praxistipps geben.

    Guten Erfolg!

    MS

  65. Micha

    @Matthias

    Vor einigen Wochen habe ich ein Captrader Margin Konto eröffnet und seitdem mit einigen US Dividendenaktien bevölkert.

    Das Steuerformular für USA habe ich ausgefüllt und wegen Interesse an der kanadischen Fa. Enbridge habe ich mal telef. nach kanadischer Quellensteuer gefragt. Die Antwort war, daß die auch verringert wird, wenn das US Formular ausgefüllt wurde. Erklären kann ich mir das nicht, aber es ist mir auch egal.

    Praktische Erfahrung mit den Dividendenauszahlungen habe ich noch keine, da ich die erste Dividende für den 30.11. erwarte (LTC) und im Dezember gibt’s dann alle paar Tage etwas aufs Konto. 🙂

    Für die Erlaubnis zum Margin Konto mußte ich meine Erfahrungswerte hinsichtlich Wertpapierhandel sowie die Vermögens- und Einkommenswerte ein klein wenig höher angeben, als ursprünglich geplant.

    Der Kauf von USD mit EUR hat mich jedesmal knapp über 3.20€ gekostet. Laut Preisliste sind es 0.3 Basispunkte(„pips“)*Volumen bei einer Mindestprovision von 3,75 USD.

    Ich hoffe, daß diese Beispielrechnungen so richtig sind:

    Kauf von 100.000USD:

    0.0001*0.3*100.000USD = 3.0USD => Mindestprovision von 3.75USD fällig

    Kauf von 150.000USD:

    0.0001*0.3*150.000USD = 4.5USD Provision fällig

    Meine Käufe waren leider schon bei 1.16xxx und ich mußte auch jeweils die Mindestprovision bezahlen. Ich nehm’s sportlich… 😉

  66. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Micha,

    herzlichen Dank für den Bericht und Glückwunsch zum Entschluss! 😉

    Ja, beim FX-Tausch zahlt man im Prinzip immer die Mindestgebühr, wenn man keine sehr üppigen Summen handelt.

    Bei der Kontoeröffnung damals, da habe ich auch mächtig geflunkert (mich reich gerechnet) um hohes Eigenkapital vorzutäuschen für die Freigaben. Aber die wollen/müssen sich ja nur gesetzlich absichern.

    Ich hatte erst ein Cashkonto, was ich dann später einfach online in der Kontoverwaltung auf Margin umstellen lassen habe.

    Die freudige Erwartung der Dividenden ist wirklich wunderbar. In dem Kontoauszug kann man ja die offenen Dividendenansprüche anzeigen lassen. Sobald der Ex-Dividende Tag war, zeigt es einem die offenen Ansprüche an.

    Das ist aber nicht in der Standardeinstellung der Auszüge drin. Das muss man selbst hinzufügen.

    Das ist oft meine erquickliche Abendlektüre, genussvoll den aktuellen Auszug studieren und die Käufe planen. 😉

    Viel Erfolg und viel Spaß!

    MS

  67. Olaf

    @Matthias Schneider

    Danke für deine ausführliche Erklärung zur Abgeltungssteuerverrechnung.

    Das hat mich noch immer abgeschreckt bei so Kandidaten wie Lynx und Interactive Brokers zu kaufen. Bin schon einige Jahre bei Flatex. Kann aber dort auch nichts Negatives von dort berichten, bis auf das Flatex eben die Negativzinsen auf nicht investiertes Geld an den Kunden weitergibt.

    Gruß, Olaf

  68. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Olaf,

    mein Flatex-Depot habe ich auch noch. Ganz am Anfang (vor 2000) hatte ich ein ganz normales Depot bei der Sparkasse. Dann gab es mal S-Broker, schon ein wenig günstiger.

    Ziemlich mit Beginn von Flatex 2006 bin ich da hin. War eine sehr große Verbesserung. Ich finde auch heute Flatex prinzipiell sehr gut. Aber was eben gar nicht geht, das sind die Gebühren auf Auslandsdividenden. Das ist ein absolutes no-go!

    Aus dem Grund habe ich dann 2011 noch ein Depot bei Lynx gemacht und dorthin alle Auslandswerte übertragen, und kaufe fast nur noch dort.

    Bei Flatex halte ich (fast) nur noch deutsche Werte wie Daimler, Post, Deutsche Beteiligungs AG, Leoni, Telekom, Wüstenrot und Württ… und einige iShares ETFs. Bei ETFs werden aus Ertragsausschüttungen keine Gebühren erhoben wie bei Dividenden. Noch nicht… Die paar Cent Negativzinsen sind mir egal. Ich investiere sobald ich nennenswert Cash habe.

    Flatex werde ich weiterhin behalten, schon um dort den Freibetrag auszunutzen. Da muss ich damit nicht bei Lynx rum machen, bzw. bei der Steuererklärung.

    Vorteil IB (Lynx) ist vor allem auch, dass man ganz andere Sachen kaufen kann, die für DE keine Zulassung haben. Solche MLPs (obwohl, die sind oft auch bei uns handelbar, aber einige Sachen eben nicht) wie der Typ aus Tims neuen Artikel. Wobei das auch keinen Sinn mehr macht, weil man meist den US-Höchststeuersatz abgezogen bekommt (39%).

    Man ist aber praktisch nicht mehr eingeschränkt, und das ist prima.

    Guten Erfolg!

    MS

     

  69. Micha

    @Matthias

    >>“Die freudige Erwartung der Dividenden ist wirklich wunderbar. In dem Kontoauszug kann man ja die offenen Dividendenansprüche anzeigen lassen. Sobald der Ex-Dividende Tag war, zeigt es einem die offenen Ansprüche an.

    Das ist aber nicht in der Standardeinstellung der Auszüge drin. Das muss man selbst hinzufügen.“<<

    So einen Bericht habe ich schon erstellt, wo jeder Punkt, der den Text „Dividende“ enthält, enthalten ist, damit ich keine Info verpasse.

    Eines habe ich aber noch nicht ganz verstanden, nämlich die Sache mit den verschiedenen Datumswerten.

    Beispiel „O“-Aktie:

    Mein Kaufdatum war 31.10, weil ich die Dividende für November noch haben wollte.

    Hier sehe ich diese Angaben:

    Deklarationstag: 10.10.

    ex Dividende: 31.10.

    Festlegung: 01.11.

    Ausschüttung: 15.11.

    Dann habe ich in meiner Kontoverwaltung einen Bericht aufgerufen (Typ->Standard ; Art->Handelsbestätigung) und sehe dort dann noch ein weiteres Datum: Das „Settle Datum“. Dieses ist bei allen Käufen (ich hatte an dem Tag 7 verschiedene Aktien an 3 unterschiedlichen Börsen erstanden) jeweils mit 02.11. ausgewiesen.

     

    Ich frage mich also, warum habe ich die Novemberdividende nicht erhalten und was genau bedeuten diese Datumswerte?

    „Deklarationstag“ ist wohl nur informativ, also irrelevant.

    „ex Dividende“ bedeutet, daß an diesem Tag der Handel mit dem um die Höhe der Dividende verringerten letzten Handelspreis startet. (?) Das wäre also auch irrelevant, weil ja Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und es einen Startpreis ja eigentlich nicht geben kann, nach meinem Verständnis.

    „Festlegung“: An dem Tag muß die Aktie im Depot sein, damit ich die Dividende bekomme. (?)

    „Ausschüttung“: Dividende wird aufs Verrechnungskonto überwiesen.

    „Settle Datum“: Hat das was mit meinem Broker zu tun?

    Und warum ist „Festlegung“ nach „ex-Dividende“? Umgekehrt fände ich es logisch.

     

    >>“Das ist oft meine erquickliche Abendlektüre, genussvoll den aktuellen Auszug studieren und die Käufe planen. ?“<<

    Na ja, für meine wenigen USD brauche ich noch keine Planung…  😉   Ich habe bislang nur Startpositionen im Depot. Leider auch mit QCOM – konnte ja nicht ahnen, was da nach dem 31.10. passieren würde, sonst hätte ich richtig aufgeladen.  😉

  70. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Micha,

    wenn Du genau am EX-Tag (31.10.) gekauft hast, dann warst Du zu spät.

    Man muss sie vor dem EX-Tag haben. Am Festlegungstag (Record Day) wird geprüft, wer den Anspruch auf die Dividende hat, also wer die Aktie vor dem EX-Tag im Depot hatte.

    Das Settlement ist immer so eine finanztechnische Buchungsgeschichte. Da gibt es ja immer Buchungs- und Wertstellungstermine usw.

    Das macht ja die Brokerei so strapaziös, wenn man kein Marginkonto hat. Wenn man sich Geld überweist, dann erscheint das zwar schon als positiver Kontostand im Depotkonto, ist aber erst 2 Tage später gesettelt und verfügbar.

    Also wenn man dann ein Marginkonto hat, dann muss man nicht warten, zahlt aber für den Betrag paar Cent Zinsen, weil noch nicht gesettelt.

    Gutes Gelingen!

    MS

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