Warum die finanzielle Freiheit funktioniert


New York, 5. Dezember 2018

Finanzielle Freiheit: Am Strand in Florida nahe Fort Myers das Leben genießen.


Vermögensberater sagen einem gerne, dass die finanzielle Freiheit ein Hirngespinst ist. Sie wollen, dass wir ewig ackern, so verdienen sie mehr Geld. Du musst dir immer überlegen, welche Interessen jemand wie der Vermögensverwalter Gerd Kommer hat. Am liebsten hat er natürlich Spitzenverdiener, die viel ins Depot einzahlen und ewig lange die Depots füllen. Das dürfte meiner Meinung nach einer der „wahren“ Gründe sein, warum Kommer so über die finanzielle Freiheit vom Leder zieht.

Finanzberater sagen üblicherweise: „Finanzielle Unabhängigkeit ist großartig. Es ist aber wirklich kaum zu schaffen – ohne Einkommen aus aktiver Tätigkeit geht es so gut wie nicht. Vergiss es. Es ist ein Traum.“

Wenn Du im Depot 800.000 Euro hast, kannst du bei einer Auszahlungsrate von 4 Prozent pro Jahr 32.000 Euro entnehmen. Dein Geld wird dir höchstwahrscheinlich nie ausgehen. Jedenfalls zeigt das die Trinity Studie, die eine sichere Depot-Entnahme bei vier Prozent pro Jahr sieht.

Wichtig ist, dass du gesund und nachhaltig dein Leben gestaltest. Ohne Stress. Ohne Sorgen. Mit zehn kleinen Angewohnheiten kannst du dein Leben gesünder gestalten. Die Mediennutzung zu reduzieren ist vor allem ratsam. Die Deutschen verbringen täglich neun Stunden vor den Medien. So wird man schnell zu einem Bewegungsmuffel.

Finde eine Ruhestandsstrategie, die dir zusagt. Wenn du magst, machst du im Alter noch einen Nebenjob. So bist du auf der sicheren Seite, wenn du dir Sorgen machst. Dann reicht dir vielleicht statt vier Prozent nur drei Prozent Entnahme.

Welche Investitionen sind sinnvoll, um ein Leben lang Einkommen zu sichern? Es sind die üblichen ETFs. Die breiten, weltweiten Standardprodukte sind empfehlenswert. Etwa von meinem Favoriten Vanguard, die besonders kostengünstig sind. Was zählt: Dass du echte, profitable Unternehmen hast, die im Laufe der Zeit Dividenden ausschütten und deren Kurs steigt. Diese Firmen verbergen sich hinter den ETFs. Du kannst alternativ ein eigenes Depot aus Einzelwerten zusammenstellen. Der Nachteil: Es kann zeit- und kostenintensiv sein. Du kannst dem Index hinterlaufen. Daher ist ein Indexprodukt generell empfehlenswert.

Hast du die 800.000 Euro zusammen im Depot, kündigst du den Job. Und entnimmst jedes Jahr vier Prozent aus dem Depot. Ein Teil dessen kann in Dividenden fließen, ein kleiner weiterer Teil der Auszahlungen kommt aus kleinen Abverkäufen von Aktien- oder ETF-Anteilen.

Dein Depot hat jedes Jahr weniger Anteile. Es ist aber minimal. Aufgrund des natürlichen Börsenwachstums wird Dein Depot jedoch mehr wachsen als schrumpfen. Jede Aktie wird etwas mehr wert sein mit der Zeit. So bleibt dein Depot viel länger erhalten, als wenn du alles auf einem Sparbuch oder Festgeldkonto hast.

Börsencrashs sind niemals dauerhaft. Langfristig steigt die Börse immer. Während eines Absturzes tun natürlich Aktienverkäufe besonders weh. Aber innerhalb von ein oder zwei Jahren ist die Börse wieder zurück und die verbleibenden Aktien sind wertvoller als je zuvor.

Hoffen wir, dass wir keine japanischen Verhältnisse bekommen. 1989 schoss der Nikkei-Index auf einen Rekordstand. Es war eine Blase. Es dauerte Dekaden, bis sich die Wirtschaft wieder erholte. So etwas war bisher weltweit die große Ausnahme. Es ist ein Worst-Case-Szenario. Ich glaube, sich an solchen Krisen zu orientieren ist nicht hilfreich. Es erzeugt nur unnötige Angst:

Japan wird gerne als abschreckendes Beispiel verwandt. Aber es ist ein Ausnahmefall. In einem Crash kann helfen, den Gürtel enger zu schnallen und nach Sparmöglichkeiten zu suchen. Du kannst einen kleinen Nebenjob annehmen, um dein Depot zu schützen.

Die Deutschen haben eine unglaubliche Angst vor Aktien. Ja, Aktien sind volatiler, aber Volatilität ärgert nur ängstliche Menschen, die täglich auf die Börsenkurse schauen und sich ärgern, wenn sie sinken. Als cooler Langfristsparer á la „Richie Rich“ schaust du nicht jeden Tag ins Depot. Das ist dir egal. Niedrigere Aktienkurse sind nichts schlimmes. Sie werden wieder steigen.

Besonders sind Kursrückgänge in der Sparphase hilfreich. Sie sind ein tolles Geschenk, denn dann bekommst du mehr Anteilsscheine für dein Geld.

Und denke dran, dass du mit Mitte 60 zusätzlich eine Rente aus der gesetzlichen Rente erhältst.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Warum die finanzielle Freiheit funktioniert

  1. Bruno

    Japan ist ein Einzelfall, aber man kann daraus lernen: Immer weltweit diversifizieren. Auch da hat man ein Restrisiko, niemand kennt die Zukunft, niemand weiss, ob die Aktien langfristig weiter steigen. Bisher oder zumindest die letzten 200 Jahre war es so, und ich sehe auch noch viel Potential in den Emerging Markets (nicht primär Aktien dort sondern die Marktentwicklung generell).

    Und was ist die Alternative? Nicht investieren hat auch enorme Risiken, ich denke diese Risiken sind deutlich höher als zu investieren. Die Wahrscheinlichkeit dass wir eine dekadenlange Deflation bekommen ohne Zusammenbruch der Währungen ist enorm klein, daher sind Sparbücher etc. wirklich nichts.

    Generell im Leben ist das grösste Risiko, kein Risiko einzugehen. Aus Angst zu weit zu gehen, gehen wir nicht weit genug.

  2. AlexanderG

    Hallo Tim! Sehr guter Beitrag. Genau so ist es.

    Kleine Geschichte: Neulich beruflich bei einem Kunden von uns (ein großer Vermögensverwalter in Süddeutschland). Vom Vorstand wurde beim Termin gesagt Zitat „Wir raten momentan unseren Kunden zum Verkauf von Immobilien, jetzt sind die Preise sehr hoch.“ Als uns eine Mitarbeiterin vom Empfang nach dem Termin zum Ausgang gebracht hat sagte Sie, dass der CEO des Unternehmens Anfang des Jahres das ganze Bürogebäude privat gekauft hat, und es jetzt ans Unternehmen vermietet.  So viel zum Thema Glaubwürdigkeit von Vermögensverwaltern….

  3. Gainde

    Schlussendlich geht nichts über eine saubere Asset Allocation bzw. Definition der eigenen Risikotoleranz.

  4. AlexJ

    Super Kommentar, Bruno!

    ab ca. 15 oder 20 Jahren ist Festgeld risikoreicher als Weltportfolio im Sinne von Vermögenserhalt nach Inflation.

  5. DanielKA

    @ AlexanderG: Nicht verstanden? So kann er Geld steuerbegünstigt aus dem Unternehmen ziehen.  Zudem kennt er selbst seinen Mieter am besten. Er vermietet quasi an sich selbst, auch wenn es natürlich eine juristische Person als Mieter ist. Zudem kennst du nicht seine gesamte Asset Allocation. Von daher nur Spekulation von deiner Seite.

  6. Wohnung mit Domblick

    Ich hab immer mehr das ‚Gefühl‘, dass ETF zu sehr gehyped werden. Deshalb denke ich darüber nach, neben 50% auf MSCI World mich zu 50% auf Aktiensparpläne zu verlagern. Hab Sixt, MC Donalds, Apple, Microsoft und Berkshire Hathaway im Visier. Mehr als 5 ist erst mal nicht drin. Was meint Ihr?

     

    @Tim, 800k ist aber schon eine echte Hausnummer. Bei mir klappts nur noch per Auszahlplan in die vorzeitige, selbst(mit-)bestimmte Rente. Vererben muss ich ja nichts. Das ist sozusagen die Minimallösung bei einem nur mittleren Einkommen aus meiner Sicht: Zuerst für auf Dauer günstige Lebenshaltungskosten sorgen z.B. per bescheidener Eigentumswohnung (je nach Lebensverhältnisen). Dann ansparen was möglich ist.

    Die abbezahlte Wohnung macht mich auch nicht arm, wenn ich auf Reisen bin.

  7. KievKiev

    @ Wohnung mit Domblick

    Beachte Deinen Anlagehorizont. Bei lediglich 5 Aktien hängst Du entsprechend stark von jeder Aktie ab. Was kostet Dich der monatliche Sparplan an Gebühren?

    Ich habe wesentlich mehr Aktien auf der Watchlist. MCD und Microsoft gefallen mir auch, aber da kann ich mir vermutlich nur bei einem Skandal einen Einstieg leisten. Falls eine von den Aktien stark einbricht trifft es Dich entsprechend. Es kann eine Zeit dauern, bis sie sich erholt.

    Der ETF ist stressfreier. Ich kaufe Einzelaktien nicht per Sparplan. Ich möchte hier eine Kurserholung und hohe Dividenden durch den niedrigen Einstandskurs erhalten. Ich habe aber einen sehr langen Anlagehorizont.

  8. AlexanderG

    @DanielKA: Es ging mir darum zu zeigen, dass die meisten Menschen in reinem Eigennutz handeln. Das hat Tim ja am Anfang seines Beitrags auch geschrieben. Wenn ein Kunde des ganannten Vermögensverwalters seine Liegenschaft verkauft, dann führt das dazu, dass der Vermögensverwalter mehr AUM hat, ergo mehr an diesem Kunden verdient. Zudem ist das für mich prinzipiell ein Zeichen von Unglaubwürdigkeit.

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bruno

    Danke. Immer super auf den Punkt gebracht.

    AlexanderG

    Schon seltsam. Es gibt bei diesen Leuten Interessenkonflikte. Dessen muss man sich bewusst werden. Wie du es schon sagst: Ein Vermögensverwalter will möglichst hohe Assets verwalten, dann kassiert er mehr Gebühren.

    Wenn er jemand hat, der in die Freiheit geht, steigen die Assets nicht mehr so schnell. Da ist ihm ein Arbeitssklave mit hoher Sparrate lieber. Und jemand, der seine Immobilie verkauft, so dass er das Geld noch aus dem Immobilienverkauf zusätzlich managen kann, kommt ebenfalls gelegen.

  10. KievKiev

    @ AlexanderG

    Es ist sehr gut wenn man eine Grundskepsis mitbringt und sich fragt, wie der Vortragende anauch seine Meinung kommt. Andere Hintergründe usw. können zu starken Unterschieden führen. Spreche ihn doch darauf anauch. Vielleicht räumt sich der VerdCht schnell aus dem Weg

  11. KievKiev

    Sorry das Handy hat heute ein Eigenleben:

    @ AlexanderG

    Es ist sehr gut wenn man eine Grundskepsis mitbringt und sich fragt, wie der Vortragende an seine Meinung kommt. Andere Hintergründe usw. können zu starken Unterschieden führen. Spreche ihn doch darauf an. Vielleicht räumt sich der Verdacht schnell aus dem Weg und Du hast eine neue Sichtweise kennengelernt. Ob sie zu Dir passt ist eine andere Frage.

    Ich sehe trotzdem nicht an jeder Ecke Wegelagerer, die mich ausbeuten wollen. Sie haben vielleicht einfach eine andere Sichtweise oder Hintergrund. Als Vermögensverwalter würde ich mir einen bestmöglichen Eindruck von Dir verschaffen und fragen was Du erreichen möchtest und dann etwas ausarbeiten und mit Dir durchgehen. Wenn ich gute Arbeit leiste, wirst Du mich vielleicht weiter empfehlen und so komme ich an potentielle neue Kunden. Ein Geschäft würde ich immer so aufbauen, dass das Produkt einen Mehrwert für den Kunden bietet. Hier wäre auch mein Fokus. Kurzfristige Abzocke führt nicht zum Erfolg.

  12. Florian HFlorian H

    @Tim : Danke für deinen erneut hervorragenden Beitrag.

    @Wohnung mit Domblick

    Sparpläne sind hervorragend bis zu einem bestimmten Betrag. Gerade in der jetzigen Phase machen Sparpläne Freude.

    Ich habe derzeit im Sparplan: Berkshire, Apple, Microsoft, Vanguard All World, Coca-Cola, Cisco Systems, Fastenal, Fielmann, Eventim, Sixt Vz. und Gerresheimer.

  13. Wingo

    Ich plane mit 45 Jahen FIRE zuereichen. Das Thema „Gesetzliche Rente“ interessiert mich in diesem Zusammenhang. Hat hier jemand Erfahrung?

  14. Daniel

    Das Jahr geht ja jetzt langsam schon dem Ende entgegen, hattet ihr Euch persönliche Ziele gesteckt? Habt ihr sie erreicht? Was ist Eurer nächster Plan für das kommende Jahr?

    Ich hab immer mehr das ‚Gefühl‘, dass ETF zu sehr gehyped werden. Deshalb denke ich darüber nach, neben 50% auf MSCI World mich zu 50% auf Aktiensparpläne zu verlagern. Hab Sixt, MC Donalds, Apple, Microsoft und Berkshire Hathaway im Visier. Mehr als 5 ist erst mal nicht drin. Was meint Ihr?

    Etwas irrational, findest Du nicht? Du behauptest dass ETF gehypted werden, frag doch bitte mal auf der Straße nach was ein ETF ist und welche Hauptaktien im MSCI World sind. Anschließend fragst du mal nach wer McDonalds und Apple und Microsoft kennt. Wenn etwas in den letzten Jahren gehypted wurde (nicht negativ gemeint), dann sind es insbesondere die Fang-Aktien und alles was um die nahezu-Gott-Person Warren Buffett rankt. Ich finde den Mann auch großartig, aber ich wette es würden ihm inzwischen viele jeden Stuss nachkaufen den er irgendwo herholt ohne nachzudenken.

  15. glADius

    @Tim: Bei den ETFs bin ich bei dir, vor allem weil man für ein ausgewogenes Portfolio dann die unterschiedlichen Assetklassen direkt über ETFs kostengünstig und breit gestreut einbinden kann. Bald ist das Quartal rum, mal schauen ob ich diesmal die Intervallgrenzen für mein Rebalancing reiße. Nur bitte nicht mehr Brigitte als Quelle verlinken…  😀

  16. Wohnung mit Domblick

    Ich behaupte gar nichts Daniel, ich habe ein Gefühl, und das darf auch irrational sein. Emotionen sind wichtig. Ich muss auch nichts auf der Strasse nachfragen (behalte Deine Polemik!). Ich kann Bücher lesen und verstehen. Gegen ETF habe ich auch überhaupt nichts einzuwenden.

    Meinen persönlichen Spar-Fahrplan habe ich dieses Jahr erreicht. Plus eine relevante Lohnerhöhung ausgehandelt. Nächstes Jahr wirds noch ambitionierter 🙂

    @Kiev, @Florian H: Danke!

     

  17. Daniel

    Ich behaupte gar nichts Daniel, ich habe ein Gefühl, und das darf auch irrational sein. Emotionen sind wichtig. Ich muss auch nichts auf der Strasse nachfragen (behalte Deine Polemik!)

    Das war keine Polemik sondern eine ernstgemeinte Aussage. Wir befinden uns hier alle in einer „Anlage-Filterblase“ die so einfach außerhalb nicht existiert. Nur weil hier auf 50 Blogs tausendfach das Wort ETF auftaucht, spielt es in der Wirklichkeit oftmals immer noch keine Rolle. Nichts anderes meine ich damit. Verglichen mit den Volumina die durch Forex, Anleihen oder Aktien durch die Weltgeschichte verschoben werden ist der ETF vergleichsweise unbedeutend. Und selbst wenn, es gibt ja nicht DEN ETF. Es ist lediglich ein Container der völlig unterschiedlichen Inhalt haben kann, über Unternehmensanleihen, Anleihen oder Aktien. Oder alles.

    Du wirfst wahllos 5 Aktien in den Raum. Darunter BH, die ich, überspitzt formuliert als Bank und Tech-Aktie definieren würde wenn man die Gewichtung der Assets anschaut, desweiteren weitere Tech-Werte, einmal Konsum und einmal Sixt, den ich keinem wirklich Genre zuordnen kann. Wie soll Dir jemand bei dieser Frage helfen wenn niemand weiss was du vorhast? Hättest Du gesagt ich strebe neben dem MSCI WORLD eine deutlich Übergewichtung von Tech-Werten an (die ohnehin schon dominieren), dann ist das eine Strategie bei der dich andere User bestätigen können oder nicht. Ist dein Anlageziel aber vielleicht die Übergewichtung von Tech Werten des MSCI WORLDs etwas zu kompensieren, wäre es der gänzlich falsche Weg.

    Für mich klingt es etwas danach, als ob du dir selbst erst noch im Klaren werden musst was du eigentlich willst. Es ist nicht damit getan einfach mal 5 Aktien zu besparen die man irgendwie kennt und die grade in aller Munde sind. Das Gesamtkonzept muss stimmen. Für mich ist klar, kommen ab 100k ETF Volumen in meinem Depot auch Einzelaktien hinzu, dann werden es primär Konsum-Aktien sein die vielleicht etwas weniger performant aber dafür etwas weniger volatil im Depot sein werden.

    Eine ähnliche Bestimmung solltest Du auch vorher machen bevor irgendein Sparplan anfängt.

    Ich behaupte gar nichts Daniel, ich habe ein Gefühl, und das darf auch irrational sein. Emotionen sind wichtig.

    Bei einem Gefühl bin ich voll auf deiner Seite, das Gefühl mit den eigenen Anlagen muss stimmen, man muss nachts ruhig schlafen können mit den Dingen die man erworben hat. Aber Emotionen haben für mich am Aktienmarkt nichts verloren. Eher Konsequenz und Willen das Umzusetzen das man sich vorher gesetzt hat.

    Meinen persönlichen Spar-Fahrplan habe ich dieses Jahr erreicht. Plus eine relevante Lohnerhöhung ausgehandelt. Nächstes Jahr wirds noch ambitionierter 

    Hört sich gut an! Mit der Lohnerhöhung hats dieses Jahr „leider“ nicht geklappt, da bereits durch den Tarifvertrag das Gehalt um 1,7% angehoben wurde. Vielleicht nächstes Jahr.

    Insgesamt habe ich mein Ziel eine absolute Summe von 75k in ETF zu halten nicht ganz erreicht durch die leichte Korrektur. Das wird sich wahrscheinlich bis zum März hinziehen.

  18. A.

    Die Japangeschichte geht davon aus, dass man am Hochpunkt gekauft und danach nie wieder weiter gekauft hat. Das ist natürlich dann worst-case.

    Sowas interessiert mich aber nicht, da ich davon ausgehe, dass man auch zwischen den 20 Jahren regelmäßig weiterkauft. Dann ist es egal, wann der alte Höchststand wieder erreicht wird.

     

    Gruß

    A.

  19. Daniel

    Die Japangeschichte geht davon aus, dass man am Hochpunkt gekauft und danach nie wieder weiter gekauft hat. Das ist natürlich dann worst-case.

    Verschwiegen wird auch gerne, dass der Nikkei wie viele andere auch ein Kursindex ist und kein Performance Index. Fairerweise müsste man also den Total Return Index betrachten und da wäre man, auch zu Worst-Case Zeiten bei Einstieg Ende der 80er Jahre weitaus weniger schlimm dran als in den Medien ständig propagiert.

  20. Gurki

    Habe heute Sony gekauft. Also eine Sony Play Station 4 🙂
    Ob ich sie brauche? Wahrscheinlich nicht. Aber für die Winter und Weihnachtswochen bestimmt ganz nett. Da ich sowieso schon knappe 15.000€ dieses Jahr gespart und investiert habe, sei mir diese Ausgabe gegönnt.

  21. Nick

    Schöner Beitrag, vielen Dank. Du schreibst:

    „Finde eine Ruhestandsstrategie, die dir zusagt. Wenn du magst, machst du im Alter noch einen Nebenjob.“

    Ohne Nebenjob dürfte es in Deutschland kaum funktionieren, vor Rentenbeginn den Hauptjob aufzugeben. Die Kapitalerträge sind steuerpflichtig und in Deutschland muss jeder Bürger kranken- und pflegeversichert sein. Diese Versicherungen werden als Privatier bei einer privaten Versicherung oder freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse ziemlich teuer. Als Ausweg bleibt der 451 Euro Job (oder mehr), der zur Pflichtversicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung führt. Als positiver Nebeneffekt erhöhen sich die monatlichen Einnahmen wegen des Nebenjobs.

  22. Thorsten

    @AlexanderG. Bei den Ratschlägen , jetzt Immobilien zum angeblichen Höchststand zu verkaufen  verdienen vor allem die Makler. Die finden nämlich keine Objekte mehr. Im Gegensatz zur vergangenen Immobilienblase in USA, die uns (weil eine Kreditblase, keine Immobilienblase, Kredite werden nach Basel1+2 restriktiver vergeben) nicht erreichte, sitzen die Leute auf ihren Immos und geben Sie nicht mehr her. Und ich vermute, dass nur ein Teil spekulative Absichten hat in Richtung schnelle Wertsteigerung. Der größte Anteil dient der Vermögenssicherung, Diversifikation, Rendite (Pebsionskassen kaufen gerne Immos) und Eigennutz bei Privatleuten. Durch den Wohnungsmangel bleiben die Aussichten gut, viele Altverträge liegen noch unter dem, was man heute zum Erhalt der Immobilie verlangen müsste, das wird sich nach und nach anpassen, die Renditen werden nicht schlechter.

    Die Behauptung, Immos seien jetzt auf Höchstkursen zielt auf die Angst des Besitzers ab, ähnlich wie „der Crash kommt, retten Sie Ihr Vermögen (und kaufen Sie Gold und Trockennahrung)“.

  23. -M

    Ja das ist ein schönes Beispiel mit Japan und 1x kauf zum ATH. Vergleichbar die telekom auf ATH gekauft und nie mehr dabach, sowas kann in die hose gehen.

    Kurdindex verschleiert auch vieles

    Bei uns Investoren, die regelmäßig kaufen, sind die Beispiele irrelevant. besonders wenn man über Kontinente hinweg investiert.

    -M

  24. Titus

    Die Argumentation im Artikel greift auf allen Ebenen zu kurz.

    Die erste zu klärende Frage ist, woher diese 80.000 Euro Depot-Wert kommen. Von dort beginnend kann man dann klären, ob es Hirngespinste sind von Vermögensberatern, denen es zB meiner Meinung nach völlig egal ist, ob man arbeitet oder nicht, denn diese Berater beraten über das Vermögen, völlig gleich, wo es herkommt. Aber der Artikel hat unzählige weitere Fragen aufgeworfen, ohne auch nur eine Antwort zu geben.

  25. Oliver

    Ich bin noch einer derjenigen, der den Japanhype live miterlebt hat, wenn auch nur in den letzten Zügen vor dem Absturz. ich kann mich noch an eine Kollegin erinnern, die eine damals nicht geringe Summe auf ein paar japanische Werte gesetzt hat. Obwohl ich damals viel gehandelt habe, habe ich sonderbarerweise keinen japanischen Wert besessen. War aber nur purer Zufall. Wenn man sich die damalige Bewertung der japanischen Aktien anschaut, war die extrem hoch. Es hatte so ziemlich die gleichen Züge wie beim neuen Markt später, wo einzelne Werte an manchen Tagen regelrechte Kurssprünge vollbracht habe oder innerhalb von Monaten sehr kräftig gestiegen sind. Klar, dass man da ganz kirre werden kann. Das vollzieht sich mit Zeitabständen doch immer wieder, ähnlich war es mit den Kryptowährungen. Per se verurteile ich diese Entwicklungen nicht. Sie spiegeln nur die menschliche Natur und die Gier, schnell reich zu werden wider. Und einige werden es ja auch. Man hört meistens nur von denen, die auf die Schnauze gefallen sind und das dann sehr laut.

    Zum anderen muss man sehen, dass Japan in den 70ern und 80ern ein ganz anderes Standing hatte gegenüber heute. Die westliche Welt hat sich vor Japan gefürchtet, weil dieses Land durch technischen Fortschritt ganze Indstrien in recht schneller Zeit übernommen hatte. Nehmen wir z.B. die Uhrenindustrie. Ich kann mich noch sehr gut an die ersten Digitaluhren erinnern, die auf einmal ganz hipp waren und in der ersten Zeit 100 DM gekostet haben, was ein nicht unerheblicher Geldbetrag war. Darüber ist die klasische Uhrenindustrie kaputt gegangen. Gleiches für Notebooks und andere Hardware. Dazu gab es das MITI, das Ministerium für internationalem Handel und Industrie, dass immer sehr ehrfürchtig und fast allmächtig gehandelt wurde, weil es aktiv mitgeholfen hat, die japanische Wirtschaft auf Kosten anderer Firmen in der restlichen Welt durch Plagiate und Klau von Technologien geholfen zu haben. Zum Teil ist das Legende gewesen, zum Teil nicht unbegründet. Parallelen zu China dürfen gerne gezogen werden, alles wiederholt sich irgendwo.

    Daneben hatte Japan damals noch nicht so sichtbar das Demografieproblem. Ich kann mich an ein Bild in den 80ern in einer Zeitung erinnern, wo ein damals  90jähriger Opa, der Bauer war, mitten in Tokio ein Feld besessen hat, das zu der Zeit Milliarden wert war (Immobilienboom). Er hat es nicht verkauft, das Feld bewirtschaftet und gesagt, er brauche in seinem Alter das Geld sowieso nicht und die Feldarbeit halte ihn jung. Übrigens etwas, was heute in Japan immer noch ganz normal ist: Nicht wenige Leute arbeiten ganz normal bis ins hohe Alter.

    Das Japanbeispiel in punkto überbewerteter Aktien ist mindestens genauso doof wie das gern genannte Beispiel Telekom: Es wird immer vom schlechtesten Zeitpunkt des Kaufes als Höchstpunkt ausgegangen und gleichzeitig der niedrigste Punkt des Verkaufes. So ist doch die Realität nicht. Ich habe damals mit der Telekom richtig gut Geld verdient, mich an den ersten beiden Tranchen beteiligt und kurz vor der dritten (war also nicht der Höchstkurs) den ganzen Kram wieder verkauft. Ich finde es schon sehr lange ungemein wichtig, immer auf die Bewertung beim Kauf einer Aktie zu schauen. Je höher die Bewertung beim Kauf, desto höher das Risiko. Bei einem Japanindex von damals 35 – 40000 ware die Aktien sehr hoch bewertet – also hohes Risiko. Die T-Aktie damals mit 100 DM war auch sehr hoch bewertet – ich wiederhole mich. Es sind immer die gleichen Mechanismen und es ist kein Hexenwerk. Man muss es nur oft genug miterleben.

    Finanzielle Freiheit funktioniert natürlich, da hat Tim recht. Er ist ja finanziell frei und kann machen und tun was er will. Ist bei mir inzwischen auch nicht anders, also gibt es lebende Beweise, dass es möglich ist. Es erreicht halt nur nicht jeder und bei manchen funktioniert es vielleicht nicht, weil sie so viele monatliche Kosten haben, dass sie mit ihrem Überschuß nicht so viel ansparen können, um die Kosten abzudecken. Aber die Aussage, dass man finazielle Freiheit aus eigenem Antrieb niemals schaffen könne, ist definitiv falsch.

    In diesem Sinne: Sayonara
    Oliver

     

  26. Fabian S.

    Hallo Tim,

    würdest Du denn auch vorschlagen bei 800.000€ Berkshire Hathaway 4% jährlich abzuverkaufen?! Eine Dividende zahlen sie ja nicht!

  27. Gainde

    Japan Nikkei ETF Beispiel halte ich für reine Propaganda der aktiven Finanzindustrie. Genausogut hätte man einen Krypto- oder Marihuana-Index nehmen können. Unterschied zwischen Preis- und Performanceindex sollte einem auch klar sein. Deswegen passiv und weltweit streuen und regelmässig Rebalancing zwischen den Assetklassen machen.

  28. Skywalker

    Bei Seeking Alpha geht jemand anhand des Dow Jones Chrts davon aus, dass ein dritter Weltkrieg vor der Tür steht! Ach du grüne Neune!

     

    The last time the 10-Year went from ZIRP to 16% was 1945 to 1982. Dow Jones rallied 970% from 1942 bottom to 1965 high. This time around, ZIRP bottom of 1.336% in July 2016 and went up to 3.248% in October 2018. Several years more to go before reaching 6% or so like that of 1965, for the same rate of ascent.There was the sugar high super-QE Marshal Plan post WWII and the massive Infrastructure Programs of the 1950s to the 60s they call the Golden Decades. This time around we have the Fed’s QEs + Trump Tax Cuts + possible Infrastructure Programs post Iraq/Afghanistan Wars – the longest and most expensive war in history.>> History Repeats Itself:

    https://drive.google.com/file/d/1D7gz_THY2ce6LySUJDrDNMu2oSOMgIoY/view

    Therefore: Prepare for another GDII + WWIII Apocalypse Now.

     

     

  29. Andreas

    Es rappelt ja richtig schön an den Börsen derzeit. Schlechtes Timing für Merz;-))

    Wie geht ihr derzeit damit um? Es gibt ja einige hier, die einfach kontinuierlich weiter investieren. Irgendwie fällt mir das noch etwas schwer, ich verkaufe nichts, aber bin sehr zögerlich mit weiteren Käufen. Dabei bin ich 35 Jahre und hab also noch viel Zeit die Aktien liegen und sich entwickeln zu lassen. Also langfristig kann man ja eigentlich nichts falsch machen, gerade auch jetzt einzukaufen.

    Die Frage ist dann immer nur was, ETFs sind bisher nicht mein Ding, lieber Einzelaktien.

     

  30. Daniel

    Es rappelt ja richtig schön an den Börsen derzeit. Schlechtes Timing für Merz;-))

    Wie geht ihr derzeit damit um? Es gibt ja einige hier, die einfach kontinuierlich weiter investieren. Irgendwie fällt mir das noch etwas schwer, ich verkaufe nichts, aber bin sehr zögerlich mit weiteren Käufen. Dabei bin ich 35 Jahre und hab also noch viel Zeit die Aktien liegen und sich entwickeln zu lassen. Also langfristig kann man ja eigentlich nichts falsch machen, gerade auch jetzt einzukaufen.

    Die Frage kann ich mir eigentlich ganz einfach beantworten, ich habe mir vor Jahren die Marschrichtung gegeben meine Asset-Allokation von 75% „sicher“ / 25% Börse zu 75% Börse und 25% sicher umzuschichten. Dieser Prozess dauert noch an, momentan liege ich bei 50%/50% und ich werde daher ganz einfach stumpf weiter investieren, weil mich die Kurse nicht im geringsten interessieren sondern nur den Gesamtwert den ich in den einzelnen Anlageklassen habe.

  31. Skywalker

    Jetzt muss man kaufen allerdings habe ich mein Problem mit Deutschland als Wirtschaftsstandort in den nächsten Jahren, wenn ich mir die politische Landschaft anschaue und die Fehlentscheidung den letzten Jahren getroffen wurden durch die Bundeskanzler… daher würde ich jetzt einfach den S&P 500 oder MSCI World kaufen!
    Habe gerade jetzt sollte man ans kaufen denken, ein typischer Kleinanleger Fehler ist es bei fallenden Kursen Angst zu bekommen und nicht zu kaufen und bei steigenden Kursen zu kaufen.

  32. Der BaumDer Baum

    @ Andrea, bzw. all:

    Ich glaube man muss eine Strategie haben. Die Frage die du dir stellen musst ist, gibt es aktuell nach deinen Kriterien kaufbare Unternehmen?
    Ich verstehe hier häufig die Fragen und Ziele nicht wirklich. Mir kommt es so vor, als würde ein Großteil vollkommen willkürlich Blue Chips oder sonstwas kaufen. Bei ETFs macht das vllt. Sinn, deine Strategie wäre dann einfach die weltweite Entwicklung mitzugehen.
    Bei Einzelaktien muss man aber doch schon vorher wissen warum man Sie kaufen möchte. Welche Rendite erwarte ich und warum? Wie passt ein Unternehmen in mein Risikoschema? Ich kaufe mir doch auch kein sonstiges Produkt ohne zu wissen warum (okay wenn ich mich so Umschau ist das Beispiel vllt. schwierig, man sollte aber zumindest nichts kaufen ohne zu wissen warum).

    Wenn man diese Fragen nicht beantworten kann, dann glaube ich sind Einzelaktien das Falsche.

    Gruße Baum

  33. A.

    @Andreas

    Schau dir mal den langfristigen Chart (Sagen wir ab 2005) mal an.  Jetzt sag mir wo rappelt es richtig?

    Tech kam in letzter Zeit definitiv unter die Räder, aber mein Depot (hier) als Beispiel hat einiges an Tech, aber nicht nur.

    Die reinen Langweiler-Aktien (z.B. Pharma, Telekom, Konsum) sind leider noch nicht richtig gefallen. Da warte ich darauf. Hab zwar im Oktober ein wenig nachgekauft, aber gerade die Langweiler-Aktien sind nicht tief genug gefallen.

    Gerne würde ich Unilever nachkaufen oder JnJ, oder z.B. noch die ein oder andere Konsum (Mccormick)- und Pharmaaktie (Amgen) neu dazukaufen, aber die sind noch nicht tief genug gefallen für mich.

    Amazon warte ich mal auf richtiges fallen, da kaufen wir dann bestimmt mal nach. Aber da ist es (noch) weit von entfernt, dass man von Crash reden kann.

     

     

  34. DanielKA

    @ A. Der Dax hat seit seinem Hoch bei knapp 13.600 Punkten über 20 % verloren, man kann also schon von einem Bärenmarkt sprechen.

    Zudem haben viele Konsumgüterhersteller vorher schon zweistellig verloren, Tech zieht nur nach, war aber auch vorher stärker gestiegen. (beispiel Kraft Heinz hat auf Jahresbasis – 36 % verloren, Anheuser Busch schon über – 35 %, General Mill – 32 % sind noch einige andere dabei.

  35. -M

    @Bärenmärkte @Jetzt schon kaufen

    Wer nicht auf dem Weg nach unten kauft, der kauft auch auf dem Weg nach oben nicht ! Und „das Tief“ zu erwischen wäre eh pures Glück.

    Ich kaufe in jeder Marktlage. Einziges Kriterium ist, welchen Preis muss ich zahlen. Tolle Firmen gibt es doch wie Sand am Meer. Der Preis muss stimmen. Da interessiert es mich nicht, wie Dax und Dow stehen.

    -M

  36. Der BaumDer Baum

    @ M, das wollte mit meinem Schrieb auch vermitteln. Strategie –> Kauf. Ohne Strategie kann man auch nicht wissen was man haben möchte.

    Baum

  37. 42sucht21

    @Amazon warte ich mal auf richtiges fallen, da kaufen wir dann bestimmt mal nach.

    Das ist auch eine Strategie!

  38. Einer

    Hallo Leute,

    ich bin schon seit längerem als stiller Mitleser hier mit von der Partie, aktuell mache ich mir Gedanken über meine ETF Zusammenstellung.

    Insgesamt bespare ich aktiv wie folgt

    Zum Monatbeginn WKN Sparrate
    XTR MSCI WORLD SWAP 1C (DBX1MW) 275,00
    ILYS.DJ.AS.PAC.S.D 30 U ETF (A0H074 102,50
    IS.EUR.PROP.YI.u:ETF EOD (A0HGV5) 102,50
    LYX.WORLD Water U.ETF (LYX0CA) 102,50
    LYX MSCI E.M.U. ETF C-E0 (LYX0BX) 76,80
    XTR.EO STOXX QUAL.Div.1D (DBX1D3) 165,00
    XTR.II.EO.H.YLD CORP.B.1D (DBX0PR) 100,00
    BGF WORLD TECH.N.A2EO (A0BMAN) 120,00

    Zur Monatsmitte
    XTR MSCI WORLD SWAP 1C (DBX1MW) 275,00
    X(IE)-MSCI EM.MKTS 1CDL (A12GVR) 150,00

    In Summe ist das natürlich schon ordentlich, da ich aber keine Miete zahle schiebe ich sozugen diese einfach in die ETF’s (Geld ist halt „weg“).

    Achso was die Gebühren Situation betrifft, mein Depot wird bei der Consorsbank geführt, so dass ich möglichst auf Aktions-ETS zurückgreife bzw.zwischen diesen nach  Möglichkeit springe.

    Meine ETF Konstellation ist nach und nach gewachsen nach dem Motto einfach mal anfagen ist besser als nichts zu machen. Bin mir aber mittlerweile nicht mehr so sicher ob meine Zusammensetzung evtl. doch etwas zu chaotisch ist und ich hier optimieren sollte bzw. könnte

    Über Anregungen, wenn auch kritisch, wäre ich dankbar.
    LG

  39. -M

    @ Einer

    Magst du deine ETFs ?

    Wenn ja ist das doch für dich genau das richtige. Du wirst die ja aus einem Grund ausgewählt haben. ZB den world water wirst du ja genommen haben, weil du an das thema wasserknappheit etc glaubst und damit Gewinne machen möchtest. Ist doch super wenn du dir Gedanken gemacht hast.

    Du bekommst jetzt eh von 5 Leuten 7 Meinungen

    Von mir hast schob mal die erste 🙂 ne im Ernst, passt doch alles ! Jetzt heißt es 10/20 Jahre kontinuierlich da rein buttern und sich irgendwann freuen.

    -M

  40. Phil

    @ Einer

     

    Glückwunsch zur beachtlichen Sparleistung. Es sind schon recht viele ETF, aber stimmt schon: besser als gar keiner. 😉

    Sind die Depot-Gebühren denn wirklich so hoch, dass es sich lohnt immer ein neues „Aktions-Schnäppchen“ zu kaufen? Das alleine sollte nicht die Kaufentscheidung begründen. Ich kenne deine Depot-Kostenstruktur nicht, vermute aber, dass die zu vernachlässigen sein könnte. Der Finanzwesir hat dazu mal eine Beipsielrechnung gemacht: https://www.finanzwesir.com/blog/etf-sparplan-kosten

    Du solltest berücksichtigen, dass bei mehreren ETF auch das Risiko steigt – z.B. bei kleinerem Fondsvolumen und/oder wenn sie Nischenmärkte abbilden – dass der eine odere andere aufgelöst oder umgebaut wird, mit der möglichen Konsequenz, dass die Anteile verkauft werden. Je nachdem wie die Kurse dann stehen, kann das sehr ärgerlich sein.

    Die Frage ist letztlich, was dein Anlageziel ist. Wenn du zufrieden mit der Struktur und der Performance bist, lass es so. Ich selbst würde zu möglichst wenig ETFs tenideren. Einen MSCI World und einen EM zum Beispiel. Oder auch nur einen einzigen All World.  Wenn du dann in gewissen Branchen oder Märkten stärker investiert sein möchtest, kannst du ja noch entsprechende ETF dazubauen.

  41. Andrea

    Andreas, es ist eine gute Idee, wenn du jetzt bei den fallenden Kursen auch nachkaufst.

    Bislang kommt es mir auch so vor, als sei noch gar nicht viel passiert. Angst vor einem Bärenmarkt habe ich im Moment überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Ich habe mir auch vorgenommen, mich zu freuen, wenn es die Aktien billiger gibt, so wie wir es von Warren Buffett gelernt haben. 🙂

    BASF und Fresenius kommen langsam in wirklich interessante Bereiche, finde ich. Vielleicht kaufe ich die bald nach. Irgendwie habe ich aber so ein Gefühl, als wäre das noch nicht alles gewesen und dass es insgesamt noch weiter herunter geht.

     

  42. Trudi

    @Wingo:  Das Thema „Gesetzliche Rente“ interessiert mich in diesem Zusammenhang. Hat hier jemand Erfahrung?

    Für dieses  Thema kann ich Dir die Seite von Peter Ranning  (der-Privatier.com)

    Kapitel 6: Gesetzliche Renten sehr empfehlen.

    Dieser Blog hat mir ausgezeichnet für meine persönliche Situation weitergeholfen, bin allerdings auch bereits 56 J. bald 57 J. alt. Da ich mit 63 J. in die frühestmögliche Rente starten will,  werde ich ab den nächsten Jahren jeweils  größere Beträge  „zum Ausgleich der Abschläge“ freiwillig in die GRV einzahlen. Die freiwilligen Beiträge kann man darüber hinaus auch noch als „Vorsorgeaufwendungen“ in der Steuererklärung geltend machen. Für ältere Normalverdiener kann sich das durchaus lohnen, für 30-jährige wohl eher nicht.

    Trudi

  43. Gainde

    Definitiv noch nicht kaufen – MSCI ACWI oder FTSE All-World Indizes sind noch nicht in einem Bärenmarkt (mind. 20%). Werden gewisse Grenzen bei der Asset Allocation überschritten gilt es Rebalancing zu betreiben: Kopf aus, Regelwerk an.

  44. Klaas

    Sehr guter Artikel,

    ich selbst hab mein Portfolio gefunden, mit dem ich mich auch in fallenden Märkten wohl fühle. Leider finden viele in meinem Umkreis solche Gedanken zur finanziellen Freiheit sinnlos. Dabei geht der Blick nie weiter als 2 Monate in die Zukunft und es wird gesagt: ,, Was sind schon 300 Euro im Monat“. …Schade

  45. KievKiev

    @ Einer

    Kannst Du grob Deine Sparquote angeben? Wie hoch ist Dein Vermögen und wie alt bist Du? Vielleicht motiviert das den ein oder andern Leser. Hast Du einmal berechnet wie lange Du bis zu FF benötigen würdest?

    Wenn die Sparpläne nichts kosten, dann lasse sie doch einfach laufen. Wenn Du gerne etwas Neues besparen möchtest, dann mache es doch einfach zusätzlich. Ich habe ein paar Sparpläne. Die lasse ich laufen. Wenn ich etwas Neues haben möchte, kaufe ich es zusätzlich. Hier muss ich zwar schauen wie ich das bezahlen kann. Dafür wird es immer einen positiven Beitrag für mein Vermögenswachstum leisten. Egal wie klein er dabei ausfällt.

  46. ManniB

    Ich hab z. B 14 Etfs a 1500 Euro

    Alles HighYield Dividend Etfs sowohl verschiedene Ländern als auch Bonds

  47. Daniel

    Jetzt muss man kaufen allerdings habe ich mein Problem mit Deutschland als Wirtschaftsstandort in den nächsten Jahren, wenn ich mir die politische Landschaft anschaue und die Fehlentscheidung den letzten Jahren getroffen wurden durch die Bundeskanzler… daher würde ich jetzt einfach den S&P 500 oder MSCI World kaufen!
    Habe gerade jetzt sollte man ans kaufen denken, ein typischer Kleinanleger Fehler ist es bei fallenden Kursen Angst zu bekommen und nicht zu kaufen und bei steigenden Kursen zu kaufen.

    Ich würde ohnehin als Deutscher einen ziemlichen Bogen um den Dax oder andere Aktien machen. Das hat weniger mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland zu tun sondern damit, dass wir ohnehin einen Großteil unserer Vermögenswerte hier bunkern. Sei es in Form von Rentenanwartschaften, bAV, Riester, Rentenversicherungen, Einlagen auf deutschen Konten, Immobilien usw. usw.

    Ne einzelne Aktie aus BRD ist ja schon ok, gesamtheitlich betrachtet startet man aber schon „ab Werk“ mit einem massiven Übergewicht des eigenen Landes, daher würde ich auch hier eigentlich sofort außerhalb diesen Landes investieren. Also MSCI WORLD , EM oder Ähnliches. Ich habe noch eine leichte Übergewichtung durch einen STOXX600 Europe reingeholt, weil der auch Mid-Small-Caps abdeckt und ich denke dass wir allen Unkenrufen zum Trotz in Europa ne ganze Menge gute Unternehmen haben und mir die Übergewichtung der USA einfach nicht  zusagt.

    Ich verstehe irgendwie auch die ganze Aufregung (ja um was eigentlich?) nicht. Vor ein paar Monaten wurde gejammert dass die guten Sachen alle so teuer sind, jetzt gibts Winterschlussverkauf und plötzlich haben alle kalte Füße.

  48. Andreas

    @Andrea

    Ja bei Fresenius habe ich gerade eben nachgekauft, schöner Kurssturz noch mal;) BASF überlege ich auch, hab ich aber schon einige im Depot.

    Ansonsten schwer einzuschätzen, wann der richtige Zeitpunkt ist. Ich werde bei Aktien, die ich neue kaufen will, denke ich so langsam mal mit einer ersten Position starten und dann schauen was passiert.

  49. Einer

    Vielen Dank für die Anregungen da ich bisher recht viel aus der Community sowie Tim’s Blog mitnehmen konnte möchte ich etwas zurückgeben, daher werde ich etwas ausführlicher berichten, auch mit der Gefahr etwas zu weit auszuholen.

    Zu mir als Person ich bin 35 Jahre alt diplomierter Wirtschaftsinformatiker und bin in der IT-Abteilung eines mittelständischen Anlagen bzw. Maschinenbauunternehmens mit IG-Metalltarif-Bindung beschäftigt. Meine schulische Bildung genoss ich zunächst in einer Gemeinschaftsschule, in der ich allerdings anfänglich eher nicht zu den hellsten Leuchten gehörte, durch spätere Unterteilung der Fächer in Leistungs- und Grundkurse begann sich dies jedoch allmählich zu wandeln, letztenendes reichte es bis zu einem mittelmäßigen Abitur. Anschließend absolvierte ich eine Ausbildung zum Informatikkaufmann, welche mir vergleichsweise einfach viel. Und nun Stand ich vor einer wegweisenden Entscheidung anschließendes Studium oder Arbeitsleben? Eigentlich fühlte ich mich recht wohl bei meinem Arbeitgeber, da dieser mich jedoch versuchte mit fragwürdigen Methoden an sich zu binden habe ich mich für das Studium entschieden. Auch wenn ich mir nicht allzu viel ausgerechnete, wollte ich es zumindest versuchen, auch wenn damalige Arbeitskollegen die Meinung vertraten man könne die Zeit finanziell betrachtet nicht mehr aufholen. Hier muss ich klar wiedersprechen, es hat sich defintiv gelohnt nicht nur in nackten Zahlen (klar auch nicht Akademiker tummeln sich in meinem Gehaltsgefüge aber in dem damaligen Betrieb wäre ich kohletechnische wohl nie so weit gekommen) sondern auch was die gesammelten Erfahrungen betrifft. Während meines Studiums erlangte ich die notwendige Reife, und siehe da plötzlich lag ich im Studium ganz vorn, hier kamen mir mit großer Sicherheit die zuvor gemachten Erfahrungen aus meinem Ausbildungsbetrieb zu Gute (sagen wir mal es war recht autoritär. In Kontakt mit meinem Arbeitgeber, kam ich bereits während meines Studiums.

    Bereits während des Studiums und auch schon zuvor kam ich mit Aktien in Berührung, war aber mehr Zockerrei und so hatte ich auch den ein oder anderen für meine damaligen Verhältnisse größeren Betrag versenkt. Als dann die ersten Gehälter im Jahr 2010 auf mein Konto eingingen waren eigentlich keine Ersparnisse vorhanden.

    Mit der Suche nach dem Sinn unseres irdischen Daseins (soll das schon alles gewesen sein?), bin ich irgendwann  auf das Thema finanzielle Freiheit mehr oder weniger zufällig gestoßen. Ich machte Bekanntschaft mit mir neuartigen Finanzprodukten (Anleihen, Aktienanleihen, Optionsscheine und Optionen). Ich überwachte ca. drei Jahre die Entwicklung meines Nettovermögens und ich war von der Theorie der finanziellen Freiheit begeistert auch wenn ich die FF nicht in Gänze anstrebe, aber sie auch nicht kategorisch ausschlagen würde, falls ich sie erreiche. Im vergangenen Jahr habe ich aufgrund verschiedener privater Umstände denke ich so gut wie nichts gespart, mein Nettovermögen durchbrach Mitte 2017 den sechsstelligen Bereich, momentan sollte ich knapp darunter liegen. Zu sagen ist, dass ich ein neues Hobby mit Hohen Anschaffungskosten aufgenommen sowie mir Gebrauchtwagenn gegönnt habe. Die Karre hätte mit Sicherheit auch etwas günstiger ausfallen können aber so habe ich in den sauren Apfel gebissen und hoffentlich erst mal wieder einige Jahre Ruhe. In meiner Gegend bin ich auf das Auto angewiesen und bei 1,5 bis 2 Stunden Fahrt täglich darf es da auch ein wenig mehr Komfort sein (Auch wenn ich die Anschaffung ab und an immer noch kritisch beäuge).

    Meine Sparquote kann ich aktuell nicht beziffern daher nenne ich es einfach mal Investitionsquote, diese beträgt grob ausgerechnet um die 40-41% meines Gehalts.

    Aktuell betreibe ich zwei Depots. Ersteres bei Cortal ist, so würde ich sagen, etwas seriöser und natürlich größer, hier bespare ich die zuvor angesprochenen ETF’s und halte dort zusätzlich den ETF ISHSVI-JPM DL BD EOH DIS (WKN A1W0MQ), Anleihen von Volskwagen und Wuerttembergische Lebensversicherungsag sowie Aktien

    von Altria, Kraft Heinz, Kimberly Clark. Ich hatte mal ein schönes breites Portfolio dieses hatte ich jedoch bei den anfänglichen Jahresturbolenzen verkauft.

    (Hier habe ich auch bitter gelernt was es bedeutet den Kursen hinterherzulaufen und am Seitenrand stehen zu müssen).

    Das zweite Depot läuft bei Lynx hier handle ich vornehmlich Optionen und halte dort Aktien von STAG Industrial, Pizza Pizza und Daimler.

    Im momentanen Umfeld oder generell fühle ich mich mit ETF’s besser beraten, an den Kursen kann ich eh nicht groß was machen und einen besonderen Riecher brauche ich mir hier auch nicht zu erhoffen und wenn dann so etwas wie gestern beispielsweise bei Daimler passiert lässt mich das irgendwie nich gerade kalt.

    Die Sparquote der ETF’s habe ich kurze Zeit nach meinem Aktienverkauf etwas nach oben geschraubt, sollte es weiter runter gehen kann ich dieses Vorgehen ausweiten. Ich werde dann jedoch vornehmlich den MSCI World pushen. Danke noch für den Link zum Finanzwesir. In meinem Fall ist es so, dass ich bei den Aktionsetf’s zB. zwischen dem MSCI World von X-trackers bzw. Comstage hin und her wechsele je nach dem was es gerade im Sparplan für lau gibt.

    Ob ich meine Investitionsquote auf lange Sicht so halten kann ist ungewiss, momentan wohne ich noch recht günstig das kann sich natürlich auch ändern, man weiß ja nie wie das Leben so spielt.

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