Von den Amerikanern können die Deutschen das Aktiensparen für die Rente lernen


New York, 21. Januar 2020

Aus einem alten Brettspiel: Du kassierst Dividenden. Du bist der Boss.

Die Amerikaner haben ein cleveres System zum Aktiensparen für den Ruhestand geschaffen. Du kannst direkt aus dem Brutto dein Aktiendepot für die Rente besparen. Arbeitgeber geben oft einen Zuschuss obendrauf. Es ist herrlich. Hinzu kommt die Steuerfreiheit. Angestellte in der freien Wirtschaft nutzen oft einen sogenannten 401(k)-Aktiensparplan. So füttern sie jeden Monat ihren ETF. Sie sind emsig bei der Sache.

Beschäftigte aus dem Öffentlichen Dienst nutzen den Thrift Savings Plan (TSP). Dort sparen die meisten ebenfalls mithilfe von ETFs. Dieser TSP wird fleißig genutzt. Beschäftigte haben dort in Aktien, Anleihen, Fonds zusammen 632 Milliarden Dollar angelegt. 5.677.989 Mitarbeiter haben ein TSP-Depot. Davon haben 49.620 Beschäftigte immerhin mehr als eine Million Dollar im Depot. Es gibt sogar einen Aktiensparer, der hat 7,4 Millionen Dollar im Portfolio. Wenn der sich in sein Depot einloggt, dürfte er ziemlich zufrieden sein. Die “New York Times” möchte diesen Multimillionär gerne interviewen angesichts seines Erfolgs. Mein Lieblingsautor Ron Lieber hat an ihn appelliert, sich bei ihm zu melden, so begeistert ist Lieber.

Man sieht an den USA gut, dass das Aktiensparen für die Rente ein super Werkzeug ist. Leider haben unsere Politiker in Berlin Tomaten auf den Augen. Die Aktie ist die beste Asset-Klasse, die es gibt. Sie ist deutlich besser als Immobilien. Daher wundere ich mich, wie ignorant die deutsche Politik ist. Die Riester Rente und die Lebensversicherungen lohnen sich in meinen Augen nicht wirklich angesichts der hohen Kosten, Abschlussgebühren und anderer Fallstricke.

Um es noch mal zusammenzufassen: Etwa 50.000 Beschäftigte aus den US-Bundesbehörden haben über 1 Million Dollar im Depot. Das ist wunderbar. Angenommen du hast das Geld in Dividendenaktien oder einem Dividenden-ETF. Dann kannst du pro Jahr etwa 35.000 oder 40.000 Dollar an Dividenden kassieren. Damit kann man gut leben im Alter. Sogar schon früher, wenn du finanziell frei bist. Hinzu kommt in den USA die gesetzliche Rente, die Social Security heißt. Die Krankenversicherung Medicare ist für Rentner fast gratis. Die Amerikaner haben alles in allem ein gutes System. Gleichwohl gibt es auch dort Schwächen.

Wer also 40.000 Dollar an Dividenden im Jahr kassiert, braucht keinen sonderlich großen Notgroschen. Denn jeden Monat kassierst du im Schnitt 3.333 Dollar Dividenden brutto. Für einen bodenständigen Haushalt ist das ordentlich, weil ja die gesetzliche Rente oder ein eventueller Nebenjob dazu kommt. Im Idealfall ist dein Appartement oder Haus abbezahlt.

Die Deutschen horten derweil zu viel Geld auf dem Tagesgeld- oder Girokonto. Das ist totes Kapital, das nicht arbeitet. Der Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater Associates, Ray Dalio, sagte heute zurecht: “Cash is Trash”. Bares vorzuhalten ist Müll. Denn die Inflation frisst dein Geld auf.

Das Vergleichsportal Verivox erklärt es gut:

Nicht zu viel Geld als Tagesgeld anlegen. Selbst die besten Tagesgeldkonten bieten derzeit keine Verzinsung, mit der sich die Inflation ausgleichen lässt. Die Ersparnisse verlieren also nach und nach an Wert. Deshalb sollte nur der Teil der Ersparnisse als Tagesgeld angelegt werden, der jederzeit flüssig sein muss – zum Beispiel, um davon unerwartete Reparaturen an Haus oder Auto bezahlen zu können. Laut einer Faustregel sind für diese Reserve rund drei Netto-Monatsgehälter völlig ausreichend. Viel mehr Geld sollten Sparer nicht dauerhaft als Tagesgeld anlegen.

Warren Buffett hat nur deshalb über 100 Milliarden Dollar in seiner Berkshire-Kriegskasse, weil ein Hurrikan das Land zerstören könnte. Dann müssten seine Versicherungen flüssig sein, um Kunden deren Schäden begleichen zu können (kaputte Häuser, Autos…). Außerdem konnte Buffett bislang keine guten Investments finden.

Wäre Buffett ein Privatmann, würde er kaum Cash vorhalten. Wenn er ein “normaler Sparer” wäre, wäre all sein Geld in guten Dividendenaktien. Mit einer Million im Depot bräuchte er angesichts der stetigen Dividendenflüsse keinen Notgroschen, sagte er unlängst in einem Interview mit “Yahoo Finance”:


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Von den Amerikanern können die Deutschen das Aktiensparen für die Rente lernen

  1. Avatarsteve

     @ Kia habe heute mit meiner Berliner Kollegin gesprochen leider keine gute Nachricht. Ist alles bis auf eine Zweizimmerwohnung vermietet. Also nichts für Familie.
    @ Tim auch wenn du es schon oft geschrieben hast es stimmt halt immer noch. Die deutsche Politik senkt Rente erhöht die Steuer und dafür darf man länger arbeiten. Die eigenen Vorsorgemöglichkeiten werden auch nicht gefördert sondern eher erschwert. Verwunderlich das bei diesen ganzen Murks die Bloomberg Studie, nachdem wir das innovativste Land sind zu stimmen scheint. Wir sind angeblich im Punkt Umweltschutz  und die Technik dafür führend. Kann auch ein Betriebsunfall sein, wenn man in Betracht zieht das die Solarindustrie schon gegen die Wand gefahren wurde und momentan die Windenergie in die gleiche Richtung geht.
    Aber freuen wir uns es gibt scheinbar genug schlaue Köpfe die trotz der Rahmenbedingungen gute Arbeit abliefern 

  2. AvatarSlowroller

    @steve
    Es gibt aber auch genug Leute, die positiv ans Leben rangehen. Was hier gemeckert wird geht auf keine Kuhhaut – man könnte denken, man lebte in einem Entwicklungs-Schurkenland. Tim beschreibt gerne die oberen 30% der amerikanischen Gesellschaft. Zu den unteren 50% mochte ich dort indes nicht gehören, dann lieber Median in Deutschland.
    Schaut nach vorne, denkt positiv, haltet das Denken in der Schwebe und wenn etwas doof ist, dann versucht es zu ändern. Wenn man tief in sich reinschaut sind viele Dinge hier ziemlich sinnvoll, sogar eine umlagefinanzierte Rente 😉

  3. AvatarJohn

    In Davos hat Trump gerade u.a. 401k gelobt und wie der einfache Arbeiter davon profitiert. – Eine völlig andere Sichtweise der Dinge, das ist jenseits vom Atlantik völlig undenkbar. Ob Deutschland oder Schweiz.  Stattdessen muss man Unmengen Geld in kaputtes Rentensystemen pumpen, wo es kaum was wieder zurück gibt. Unternehmen sind per se böse und der Staat muss per Geld aus dem Drucker helfen.

  4. AvatarWolke

    Warum haben 60% der Amerikaner nicht mehr als 1000 Dollar Rücklagen und 80% zwischen 1000 und 5000?
    Was sollten wir von ihnen lernen? Ihr Konsumverhalten?

  5. AvatarKia

    @ steve,
    danke dir.
     
    @ M 
    bei Gazprom hält mich auch der Kursanstieg vom Nachkaufen ab. Möchte von den russischen Werten noch Rosneft und die X5. Sind beide im letzten Jahr ähnlich Gazprom, sehr gestiegen. Da habe ich mich noch nicht getraut.

  6. Avatar-M

    @Kia
    Das nennt man auch Ankereffekt. Der vermiest so vieles. 
    Wenn man es aber realistisch sieht. Wo stand Gazprom vor dem kursanstieg?
     
    KGV 3 ca. ??  Num bei KGV 6 in der Art.
     
    Welcher Blue Chip ist jetzt gegenüber Gazprom günstiger bewertet ? Ich kenne keinen.
    Soll heißen, auch nach den Anstieg ist das Unternehmen ja weit weg von teuer. Wenn man bedenkt das hier im Forum vor KGV jenseits der 30 kaum halt gemacht wird… investiere ich lieber da. Ob’s richtig war, wird die Zukunft zeigen.
    Die Projekte mit der EU / China / Türkei machen für mich absolut Sinn und gefallen mir. 
     
    -M

  7. Avatarsteve

    https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/warren-buffett-hat-diese-9-aktien-im-jahr-2019-verkauft_H2067056070_11561594/?obref=outbrain-f100-web&cm_ven=f100_outbrain
    Bei Gazprom sind tatsaechlich nur die USA Sanktionen eine Gefahr. Aber wohl auch nur kurzfristig. Was den Kurs mittelfristig pushen wird Gazprom zahlt momentan nur 30% vom Gewinn Dividende, will aber in 2 Jahren ueber 40% auf 50% erhoehen. Wenn der Gewinn nur gleich bleibt was ich als worst case Szenario sehe heist das 33% und 25% Dividendenerhoehung. Aber wenn ich nicht schon drin waer, wuerde ich vielleicht auf einen Sanktionsdip warten. Aber ja ist momentan nicht ganz einfach.
    Fuer die endlos gefuehrte Diskussion ob Warren Buffett buy and hold macht der oben eingefuegte Artikel. (Neues Handy, macht was es will)
     

  8. AvatarFelix

    Offensichtlich hat Amerika, wenn man Trumps Rede heute in Davos als Maßstab nimmt, ein ganz anderen Mindset als Europa oder gar Deutschland.
    Er sprach von Wohlstand, Unternehmertum, Erfindungen, Freiheit, Steuersenkung und dass er in erster Linie für die Amerikaner da ist. Er blickt mit Optimismus in die Zukunft und mit der typischen Can-do Mentalität der Amerikaner.
    Unserer Politiker und Medien kennen hingegen nur noch Katastrophenmeldung, Weltuntergangsstimmung und triefenden Pessimismus. Mehr Bürokratie, Verbote und wachsende Sozialindustrie mit Enteignungfantasie sowie Steuererhöhungen kennzeichnen unsere politische Tagesordnung. Kein Wunder , dass hier vor allem Depressionen gedeihen. So lähmt man alles.
    Da verwundert es mich auch nicht, dass die amerikanische Wirtschaft boomt und der Dow kurz vor 30.000 steht.

  9. AvatarGerry

    Vergiss es!Die Deutschen lernen das Aktiensparen bzw. -investieren in 100 Jahren nicht.

  10. AvatarZEN INVESTOR

    @Wolke:

    “Warum haben 60% der Amerikaner nicht mehr als 1000 Dollar Rücklagen und 80% zwischen 1000 und 5000?
    Was sollten wir von ihnen lernen? Ihr Konsumverhalten?”

    Also 60% haben Rücklagen im Bereich 0 bis 1’000$. 80% im Bereich 1’000 bis 5’000.

    Das sind zusammen 140%. Die Frage ist: Wieviele Rücklagen haben die restlichen 300%?

    Das ist mein erstes Posting im Jahr 2020 hier drin.

  11. AvatarZEN INVESTOR

    https://timschaefermedia.com/von-den-amerikanern-koennen-die-deutschen-das-aktiensparen-fuer-die-rente-lernen/#comment-70619

    Zum Thema Aktiensparen möchte ich nochmals die herrliche Welt des Zinseszinses erwähnen.

    Wir haben 2 Leute, und zwar Dick und Virginia.
    Wusstet ihr übrigens, dass der Bundesstaat Virginia nach einer jungfräulichen Königin benannt wurde?

    Das folgende Beispiel rechne ich in
    https://www.zinsrechner.ch/zinseszinsrechner.php#rechner
    aus.

    Also Dick und Virgina sparen beide jährlich 6’000 Dukaten.

    Dick hat ein breit gestreutes Portfolio mit Anleihen, ETFs, etc.,
    dass ihm seine Bank zusammen stellt.
    Vom Jahr 2021 bis 2050 (da wird er pensioniert) erreicht Dick eine jährliche
    durchschnittliche Rendite von 2%.

    Virginia investiert systematisch in gut laufende Unternehmen mit extrem niedrigen Kurs-Buchwert-Verhältnis und erreicht auf diese weise 20% pro Jahr Performance.

    Beide sparen also 30 Jahre lang jährlich 6’000 Dukaten.

    Dick hat nach 30 Jahren ein Vermögen von
    246’037.42
    davon 66’037.42 an Kapitalerträgen.

    Virginia hat nach 30 Jahren ein Vermögen von
    7’838’125.75
    davon 7’658’125.75 an Kapitalerträgen.

    Der Unterschied zwischen 2% und 20% ist auf Sicht von 30 Jahren also in diesem Fall
    der Unterschied zwischen einer Viertelmillion und 8 Millionen. Also Faktor 32.

    Bei 11% (was genau zwischen 2 und 20% liegt) wäre das Endvermögen
    1’264’141.03 Dukaten.

    Das zeigt, dass erst nach 11% Zins der Anstieg noch steiler wird,
    dh nicht nur jeder Prozentpunkt mehr an Zinsen bringt einen deutlichen Effekt,
    nein, das Wachstum pro Prozentpunkt steigert sich sogar.

    Der Unterschied zwischen 20% und 21% ist grösser als zwischen 1% und 2%,
    zumindest in Bezug auf das Gesamtvermögen.

  12. AvatarNico Meier

    Eine völlig andere Sichtweise der Dinge, das ist jenseits vom Atlantik völlig undenkbar. Ob Deutschland oder Schweiz.  Stattdessen muss man Unmengen Geld in kaputtes Rentensystemen pumpen, wo es kaum was wieder zurück gibt.
    @John
    In der Schweiz ist nicht alles Gold was glänzt aber hier muss ich eine Lanze brechen für das System mit den 3 Säulen der Schweiz. 1.Säule AHB hier gibts eine obligatorische Grundrente fina ziert im Umlahesystem. 2.Säule Pesionskasse hier gibts die grosse Rente im Anlageverfahren von Arbeitnehmer und Arbeitgeber angespart. Die ersten beiden Säulen sind obligatorisch und sollen 60% bis 70% des letzten Nettolohns des Pensionierten als Rente abwerfen. In der 3.Säule hat jeder die Möglichkeit selber auf ein Sperrkonto oder Sperrdepot aus dem Beutto einzuzahlen bis zu 6’828 Franken pro Jahr und Person.
    Die 3.Säule ist also ziemlich ähnlich wie der 401 Plan der Amis wobei der Schweizer dank dem Obligatorium immerhin 60% bis 70% des vorherigen Nettogehalts als Rente erhält was nicht so schlechte Renten ergibt.
     

  13. AvatarJohn

    Wenn ich die Säule 3a durch rechne komme ich schlechter weg als bei freiem Invest. Ja es gibt es auch 3a mit Aktien endlich. Dazu der extreme Nachteil: Das Geld ist erst 5 Jahre vor Rentenbeginn verfügbar. Aber das Rentenalter wird steigen, also gibt’s das Geld erst irgendwann zwischen 60 und 70.
     
    Aus Säule 1 und 2 erwarte ich nicht viel. Säule 1 wird alle Jahre mit frischem Steuern der Arbeiter gerettet. Viel zurück wird es nicht geben, erst Recht wenn man in Frührente geht, also nicht bis 70 arbeitet.
     
    Im Aktienmarkt wird man mit massiv hohen Gebühren gegängelt. In Deutschland hat man Angst vor der Transaktionssteuer? Die Stempelsteuer gibt’s in der Schweiz schon lange. Immerhin ist das allgemeine Steuerniveau angenehmer, vor allem auch die fehlenden Steuern auf Gewinne.

  14. AvatarRüdiger

    Hach ja, ich kann mir so richtig gut vorstellen, wie die 80% der Amerikaner mit Rücklagen zwischen 0 und 5000 Dollar, dank 401(k) so ganz nebenbei ein Vermögen in Millionenhöhe anhäufen  😉
    Klar, unter diesen idealen Bedingungen braucht kein Mensch die “Industrien” unserer Sozial- und Gesundheitssysteme  😉
     
     

  15. AvatarThorsten

    Alle Anlageformen , bei denen der Staat festlegt, dass man sie erst zur Rente anzapfen darf signalisieren nur eins : der Staat will keinen mündigen Bürger, der für sich selbst verantwortlich vorsorgt. Er soll abhängig beschäftigt und abhängig vorsorgend bleiben.  Der Bürger muss dann den Staat als Risiko ertragen und Verwaltungsstrukturen durchfüttern , die auf Kosten der Rendite gehen. Darum beneide ich die Amerikaner, um Vieles andere dagegen nicht.

  16. AvatarSlowroller

    @Thorsten
    Dein mündiger Bürger soll machen können was er will. Wenn er aber kein Solidarsystem will dann soll er auch keines fordern so er es benötigt. Mündig waren sie alle als sie in der Lehmannkrise nach dem Staat gerufen haben weil sie vor Gier zu blöd waren das Kleingedruckte zu lesen. Mündig waren auch alle, die sich aus der gesetzlichen Krankenversicherung gezogen haben und dann mit 55+ nach dem Staat geschrien haben weil sie unabhängig vom Einkommen in den vergreisenden Tarifen der Privaten festhingen. Wie viele Selbstständige gibt es, denen in den späteren Berufsjahren noch etwas existentielles passiert ist. Mündig heißt hier: krank und obdachlos wenns nicht klappt. So Konsequent muss man eben sein.
    Und mal ehrlich: Ein umlagefinanziertes Rentensystem mit einem kapitalgebundenen unter Renditegesichtspunkten zu vergleichen ist doch Quatsch. Dass die Demografie Änderungen notwendig macht ist doch klar – der Wandel ist doch aber längst im Gange. Dass hier zum Teil echt hahnebüchene Entscheidungen getroffen wurden ist auch offensichtlich – aber das kann man korrigieren.

  17. AvatarThorsten

    @Slowroller Sogenannte Solidarsysteme sind es selten. Die einen zahlen wie blöde , die anderen bekommen zu wenig. Ein Großteil verschwindet – in der Verwaltung.
    Die Grundrente wird so nicht kommen bin ich überzeugt, da wäre ich schon bereit das unsägliche Faultier “Grundeinkommen” zu akzeptieren, wenn dadurch gesichert ist, dass das Meiste unbürokratisch beim Bürger ankommt. Die Grundrente wäre damit auch erschlagen.
    Die Verwaltungskosten im Einführungsjahr würden “voraussichtlich mehrere hundert Millionen Euro und damit mehr als 25 Prozent der Leistungsausgaben für die Grundrente betragen”.
    Eine Korrektur der Staatsrente halte ich für unmöglich. Es ist gescheitert, wegen der irren Annahme jeder bekäme 2 oder mehr Kinder. Die Eingriffe müssten so massiv sein, dass wir von einem Ersatz des alten Systems durch ein neues sprechen müssten. 

    Im Übrigen werden Kassenpatienten durch Privatpatienten stark subventioniert. Die teuren Geräte , Personalkosten… die 2 bis 3 fach erhöhten Rechnungen würden bei einem Verbot dieser Abrechnungspraxis zu einer Verdoppelung der Beiträge von Kassenpatienten führen. Die Geschichte mit den teuren Beiträgen ist wie mit den Mietnomaden. Es gibt sie irgendwo, mir sind sie noch nicht begegnet.

  18. AvatarWolke

    @Daniel
    Ja toll, wir leben in einer schönen Welt, es geht alles hoch, Aktien, Gold, Immos, einfach alles, was man hat. Man kann nichts mehr falsch machen, man wird immer reicher, von alleine, ohne nachzudenken, ohne zu arbeiten. Zurück im Paradies.

  19. Avatarcmart

    @John 21. Januar 2020 um 22:49
    Du bist nicht zufällig aus Deutschland? Es mangelt offensichtlich nicht an Selbstbewusstsein bei der langfristigen Performance. Die AHV rechne ich zwar auch nicht ein, aber im Vergleich mit Deutschland ist das System in der Schweiz ein Traum. Da muss man ja auch die Belastung des Bruttolohns insgesamt anschauen, für mich stimmts jedenfalls. Btw, die 3. Säule ist nicht bis zum 60. Lebensjahr einfach weg, sie kann wie die 2. Säule auch für Wohneigentum Selbstständigkeit oder beim Verlassen des Landes ausserhalb der EU/EFTA bezogen werden für einen günstigen Lebensabend an einem schönen Ort. Und da mehr Netto vom Brutto bleibt, kann ja jeder selbst entscheiden, wie er sein Geld anlegen möchte. Wenn am freien Markt so viel mehr gewonnen wird, als in der dritten Säule inkl. Steueresparnis, ist das doch wunderbar, was könnte es besseres geben, als das selbst zu entscheiden? Und mit der Möglichkeit Aktien/ETF in der 3. Säule zu sparen ist die Schweiz schon Lichtjahre vor Deutschland.

  20. AvatarRüdiger

    Das unsägliche “Faultier-Grundeinkommen” wäre nur halb so charmant, wenn es der “heilige” Markt schaffen (wollen?) würde, Beschäftigungsverhältnisse anzubieten, von denen die Menschen auch leben und “Gummipunkte” für ihre Rente erarbeiten könnten. Das wird von vielen Arbeitgebern aber nicht gewünscht … schmälert ja die persönlichen Profite  😉
     
    der Staat will keinen mündigen Bürger, der für sich selbst verantwortlich vorsorgt.
     
    Was der Staat will, ist mir wurscht. Ich lasse mich nicht davon abhalten, zusätzlich zu den “Gummipunkten” der staatlichen Rente, auch privat vorzusorgen. Du wirst lachen: Ich habe keinerlei Restriktionen, auf mein Vermögen jederzeit zuzugreifen  😉
     

  21. AvatarSlowroller

    @Thorsten
    Ich möchte doch garnichts abschaffen und befürworte Reformen – auch drastische. Aber solche Systeme brauchen am Ende eben Regeln um belastbar zu sein. So zum Beispiel Regeln für den frühstmöglichen Renteneintritt. Dass in einem Umlagesystem keine Kaputalwahlfreiheit bestehen KANN ist dich nur logisch. Es ist eben aber auch nur eine Säule – im übrigen die Unfragilste von allen.
    Dieselben Regeln halt bei den Krankenkassen – hier ging es mir nur um die klaren Regeln: kein raus nach 55. Das weiß jeder und kann damit umgehen. Die Diskussionen über verarmte Rentner und einen Grundtarif sind aber noch nicht lange her.
    Was ich sagen wollte: In jedem System wo irgendwie mehr als du selbst involviert bist, brauchst du eben Regeln. Das hat nichts mit unmündigen Bürgern zu tun.

  22. Avatar-M

    Wolke das dachte ich irgendwie auch…. Zeit auf der Hut zu sein jetzt ist (frei nach Yoda) 
     
    Wenn alles läuft ohne irgendeinen fundamentalen Hintergrund dann endet das schnell im Desaster. Ok kann man natürlich so mal schnell hinschreiben und wenn es weiter hoch geht dann bin ich vlt auch ein Crash Prophet 🙂 ich habe trotzdem ein ganz komisches Bauchgefühl auch wenn ich keine Glaskugel habe.
     
    -M

  23. AvatarNico Meier

    @John
    Die Säule 3a hat viele Vorteile. Wer Geld in die Säule 3a einzahlt versteuert dieses nicht dadurch spart man je nach Kanton und Einkommem zwischen 10% und 28% des Geldes. 3a kann bezogen werden beim Kauf von Wohneigentum. Wer die 6’800 pro Jahr in die 3a legt ab 20 hat mit 30 68’000 plus Zinsen als zudätzliches Eigenkapital beim Haus oder Wohnungskauf.

  24. AvatarChris

    Guter Artikel Tim
    Dass das Aktien besparen madig gemacht wird sieht man schon daran, dass der Soli bleiben wird.
    Sauerei hoch 10.
    Erst diese bekloppte vorabpauschale, damit der Staat schon heute Geld sieht und nun bleibt der soli.
     

  25. AvatarRalf

    “Zeit auf der Hut zu sein jetzt ist (frei nach Yoda)”

    Recht du hast.

    “Wenn alles läuft ohne irgendeinen fundamentalen Hintergrund dann endet das schnell im Desaster.”

    Kommen das wird. Behutsam sein ihr müsst. Gier führt zur dunklen Seite der Börse…

    Fundamental sind etliche Kursgewinne nicht mehr begründbar. Sobald es an den Börsen anfängt zu drehen, wird hier im Blog das Gejammere erfahrungsgemäß groß werden. Wohl dem, der dann genug Cash hat um Schnäppchen einzukaufen.

  26. Avatar-M

    Ralf, meinen Tag gemacht du hast 🙂 
     
    Vlt wird es dann ruhiger. Ich würde es begrüßen, da es Jahre lang ruhiger werden würde. 
    -M

  27. AvatarRalf

    Gelegentlich gibt noch interessante Kurse. Habe Royal Dutch etwas aufgestockt und einen kleinen Posten Daimler gekauft. Allerdings derzeit immer nur kleine Portionen beim Einkauf. Die Kriegskasse ist gefüllt für größere Rückschläge, ansonsten laufen Sparpläne stur weiter…

  28. AvatarLHC

    Ob, und wann eine Korrektur kommt kann niemand sagen. Cash Reserven sollte man immer haben. Wichtig ist nur, dass sich das Rad immer weiter dreht. Dank dem Cost Average Effekt müssen wir uns über unsere Sparpläne keine Sorge machen

  29. AvatarDividendenSparer

    Durch die staatlich unterstützte Vermögensbildung werden die US-Amerikaner letztlich auch unabhängiger vom Government. Genau das scheint die deutsche Politik ja daran zu stören. Schade…
     
    Viele Grüße
    Mike

  30. AvatarRüdiger

    Durch die staatlich unterstützte Vermögensbildung werden die US-Amerikaner letztlich auch unabhängiger vom Government. Genau das scheint die deutsche Politik ja daran zu stören. Schade…
     
    Ich nehme meine Vermögensbildung selber in die Hand und warte nicht auf staatliche Unterstützung. Das macht mich unabhängiger vom “Government” … und ob das “die deutsche Politik” stört, ist mir von Herzen Wumpe  😉

    In Deutschland gibt es übrigens seit ewigen Zeiten “Vermögenswirksame Leistungen”. Im Prinzip nicht schlecht, könnten aber eine Überarbeitung vertragen 😉

  31. AvatarDaniel

    @Wolke / Ralf / -M
    Ihr seit ja ganz schöne Miesepeter 🙂 US-Anleger würden jetzt die 12.600-Brillen aufsetzen und das Glas halb voll sehen. 
    Und solange es Leute wie Euch gibt, steigt es noch weiter 🙂 
    Von daher auf der Hut Ihr schön sollt bleiben…

  32. AvatarNico Meier

    @Ralf
    Es gibt Menschen die haben nach dem 20% Rücksetzer ende 2018 alles verkauft und sitzen seit da auf viel Cash. 
    Diese Leute haben viel verpasst an der Seitenlinie.

  33. AvatarRina

    Hätten die Deutschen nicht so nen Stock im Po was Aktien angeht wäre das alles viel einfacher und auch eine Möglichkeit zur Lösung der Altersarmut. Die Deutschen trauen sich einfach zu wenig bei ihrer Altersvorsorge, da sie keine finanzielle Bildung haben und daher lieber auf ihren Bankberater oder Versicherungsberater hören. Das führt zu quasi keiner Altersvorsorge und man muss schneller schauen wie man zurecht kommt als man Rente sagen kann.
    Unsere Politiker sollten sich wirklich mal ein Beispiel an den USA nehmen. Nicht in allen Belangen (bloß nicht), aber diese Regelung halte ich definitiv für sinnvoll.

  34. AvatarThomas

    @Cash holder,
    und wenn es dann tatsächlich scheppert, was unweigerlich kommen wird, wird weiter abgewartet weil es ja noch schlimmer kommen wird (werden könnte). 🙂
     

  35. AvatarDanielKA

    @ Daniel: Fand die Aussagen jetzt nicht “miesepetrig”, sondern eher fundiert mit Fakten unterlegt. Wenn die Kurse und damit vorallem die Bewertungen ohne zugrundeliegende Umsatz/Gewinnsteigerungen bei den Unternehmen zunehmen und die Verschuldung rapide steigt, dann ist vorsichtiges Vorgehen angebracht.
    Die Notenbanken können natürlich sehr lange weitermachen, aber alle Risiken würde ich nicht ausblenden.

  36. Avatar-M

    @Daniel 
    Nee will nicht miesepetrig sein (bin langfristig Optimist und sehe aktien als alternativlos an – jedoch nicht zu jedem Preis) 
     
    Ich verkaufe auch meinen Bestand nicht, egal wie hoch das noch geht. Trotzdem finde ich den Stand irrational und bin auf der Hut. Wenn der Tag kommt an dem alles fällt weiß ich auch nicht das tief erwischen zu können und wenn ich zu lange warte nicht dabei zu sein, sobald es wieder steigt. Mir auch recht egal. Ich möchte lediglich, dass mein Geld zu vernünftigen Preisen investiert wird und ich gewisse Renditen zu erwarten habe. Aktuelle Renditen gefallen mir nicht – da arbeitet mein Geld nicht hart genug (für mein befinden).
     
    -M
     

  37. AvatarRalf

    “Die Notenbanken können natürlich sehr lange weitermachen, aber alle Risiken würde ich nicht ausblenden.”
    So ist es. Und Cash ist kein Fehler, vor allem wenn parallel Sparplänje stur weiterlaufen und gelegentlich Nachkäufe erfolgen. Ich habe in den letzten 4 Wochen z.B. auch für ca. 10.000 € gekauft bzw. aufgestockt. Trotzdem wandert auch monatlich möglichst Cash in die Reserve. Voll reinbuttern ist nicht jedermanns Sache bei den anhaltend hohen Kursen. Zumal ich derzeit auch Studentenbuden im Visier habe als kleine Kapitalanlage und dann noch Kohle brauche.

  38. Avatar-M

    Das blöde ist halt, wenn man einfach denkt: diesesmal ist alles anders
    (hohe Bewertung und es läuft immer weiter…) 
     
    Das Erwachen gefällt nicht jedem, wenn es dann doch wieder so ist wie es schon immer war, dass auf totale überbewertung (ob es jetzt so ist soll jeder selbst entscheiden) zwangsläufig der Ausverkauf kommt. 
     
    Die Rendite liegt im Einkauf, dass war auch schon immer so und bleibt auch so. Das ist nach 10 Jahre bullenmarkt weit im Hintergrund geraten, verwundert aber auch nicht bei den goldenen Zeiten von 0-zins. 
     
    -M

  39. AvatarNico Meier

    Ich habe nie behauptet man müsse alles zu jedem Preis kaufen. 
    Das ist ja gerade das schöne am Stockpicking, dass man sich das Unternehmen nach Belieben aussuchen kann.

  40. AvatarRalf

    “Die Rendite liegt im Einkauf, dass war auch schon immer so und bleibt auch so. Das ist nach 10 Jahre bullenmarkt weit im Hintergrund geraten, verwundert aber auch nicht bei den goldenen Zeiten von 0-zins. “

    Haben einige offenbar nicht auf dem Schirm. Muss jeder selbst wissen. Mir ist ein gewisser Cashanteil lieber. Mein Aktienliebling Danaher z.B. würde ich derzeit als Neueinsteiger auch nicht in großem Stil kaufen wollen. Dann lieber abwarten auch wenn es dauert.

    Aber so tickt Börse, die Meinungen sind verschieden. Ist ja auch ok, schließlich entstehen so überhaupt die Kurse zum Kauf/Verkauf.

  41. Avatarslowroller

    “Die Rendite liegt im Einkauf” – hört sich gut an und jeder würde intuitiv zustimmen. Leider funktioniert der Satz im Handel mit Aktien eben nicht wirklich. Wieso nicht? Das hat meiner Meinung nach wirklich viele Gründe…  Aber mal einen Gang zurück: Wo ist der Spruch denn sinnvoll? Überall wo ich den Marktpreis –  also den den jemand zahlen würde, kenne und die Differenz zum Einkaufspreis maximiere. Billig kaufen –> teuer Verkaufen. Das Problem an der Börse ist aber, dass mir niemand Rabatt gibt. Zum Zeitpunkt des Kaufes von Aktien hat man fast immer den Marktpreis bezahlt – durch den Spread des Brokers meist sogar minimal mehr. Ich kann schlicht nicht wissen, wie der Preis ist zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Chance ist durchaus groß, dass jeder x-beliebige Zeitpunkt der günstigste Zeitpunkt des Kaufes ist. Und das heisst: Ich spekuliere/antizipiere/rate den zukünftigen Verlauf. Damit ist aber das “günstig” zum Zeitpunkt des Einkaufes eben genauso eine Spekulation. Das Beispiel fiel hier doch schon: Wer seit Januar 2019 auf einen günstigen Zeitpunkt wartet hat eben schon 30% verpasst. Es gab mal ein kleines Gedankenexperiment im Finanzbloggroll: https://finanzblogroll.de/buy-and-hold-ist-was-fuer-idioten/
    Das zeigt ganz gut, dass der Gewinn an der Börse meist nicht im Einkauf/Verkauf liegt sondern in der Zeit an der Börse.
    Ein Arguement hört man natürlich immer wieder: Firma XY ist unterbewertet, daher jetzt günstig zu kaufen. –> Das mag tatsächlich sein, vielleicht aber auch nicht. Es könnte schon ein Anflug von Größenwahn (dem ich gerne ab und an selbst erliege und dann genauso handele) sein zu glauben, dass der von tausenden Markteilnehmern erzeugte Marktpreis eben NICHT die Realität widerspiegelt sondern ich kraft meiner Wassersuppe mich für deutlich schlauer halte. Das blöde ist, man bekommt nur die Siegergeschichten zu hören – auch von mir übrigens 😉 

  42. AvatarRüdiger

    “Die Rendite liegt im Einkauf” – hört sich gut an und jeder würde intuitiv zustimmen.
     
    Ja, ich stimme auch zu. Denn nur durch den Einkauf werde ich überhaupt erst in die Lage versetzt, etwas zu besitzen, was mir Rendite bringt  😉
     

  43. Avatar-M

    @Slowroller 
    Absolut richtig was du schreibst, möchte da gar nicht groß wiedersprechen und ich schreibe ja immer wieder, dass ich evtl selbst der Depp bin der nicht zu 100% investiert ist und somit Rendite verpasst. 
    Mein Interner zinsfuß mit 5% p.a. bei 50% Cash ist nicht der Renner bisher. Aber ich weiß auch, dass ich das erst nach einem Zyklus: baisse mit anschließender Hausse schlauer bin.
     
    Auch aktien haben allgemeingültig einen Preis der eher teuer oder günstig ist von der Vergangenheit heraus (shiller kgv ist nicht von der Hand zu weisen finde ich….. ichbglsune an die Mr Market Theorie, dass Märkte auch irrational sein können bzw auf einzelaktienebene teilweise Vertreibungen sind. 
     
    War apple vor 1 Jahr bei 130€ eher günstig oder teuer ? Ich denke günstig.
    Ist apple nun 280€ wert. Ich denke eher nein. Gibt aber 100000 andere die sagen 280€ ist ok, weil der Kurs da momentan ist. 🙂
     
    -M

  44. AvatarDanielKA

    @ Slowroller: Jein 😉 bei großen Bluechips gibt es doch über gewisse Zeiträume aufgrund der Marktpsychologie große Abweichungen vom Unternehmenswert nach oben wie nach unten, Reversion to the mean ist hier häufig anzutreffen. Es ist meistens unwahrscheinlich das sich ein Megacap ab einem KGV von 30-40 in der Bewertung weiter stark steigern kann, genauso wie es Untergrenzen gibt (sofern das Geschäftsmodell robust ist) ab denen einfach ein starker Kaufdruck aufkommt.
    Gibt zig Beispiele dazu, dass Probleme in gewissen Zeiten übertrieben/aufgebauscht werden und sich hier tolle Einstiegszeitpunkte finden (Starbucks, Apple, Bayer, Altria, Facebook, Google, Adidas, eventuell zukünftig eine 3M; Boeing oder KHC)
     

  45. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,
    Ray Dalio sagt aber auch, dass das neue Jahrzehnt ein Jahrzehnt des Goldes wird! Und vor einigen Monaten hast Du Buffetts Cash Position mit einer anstehenden Rezession begründet.

  46. AvatarRüdiger

    Wäre Buffett ein Privatmann, würde er kaum Cash vorhalten.
     
    Buffet ist auch ein Privatmann, mit einem Privatvermögen von rund 80 Milliarden Dollar = 80.000 Millionen Dollar! Bei solchen Vermögen muss man sich über Cash vorhalten und Notgroschen wohl keine Gedanken machen  😉
     
    Weiss jemand, ob und wieviel Cash er vorhält, um als Privatmann in einer Krise sein persönliches Vermögen auszubauen? Oder kümmert er sich angesichts seines immensen Vermögens gar nicht mehr um solche Sperenzchen?  😉

  47. AvatarDanielKA

    @ Rüdiger: Gibt es den Privatmann Buffett überhaupt? Er lebt für seine Arbeit und sein Unternehmen, von FIRE hält er sicherlich nichts, sonst würde er nicht jeden morgen mit 89 noch ins Büro (mit einem zwischenstopp bei MCD) fahren. Rente ist bei ihm gleichzusetzen mit Demenz/oder Tod.

    Ich denke er sieht Berkshire als sein Baby an und privat wird er wohl aus Interessenkonflikten nicht handeln dürfen.

  48. AvatarRüdiger

    @DanielKA:
     
    Das eine hat mit dem anderen doch nichts zu tun. Er ist auch ein Privatmann mit einem Privatvermögen und zahlt vermutlich auch Steuern … unabhängig von “seinem” Unternehmen Berkshire Hathaway.

    Und seine bekannt großzügigen Spenden stammen aus seinem Privatvermögen (denke ich jedenfalls) und nicht aus dem Vermögen von Berkshire Hathaway.

  49. AvatarDanielKA

    @ Rüdiger: nein, das stimmt nicht. Die Spenden sind alle Berkshire Anteile an A Aktien die er z.B. an die Bill und Melinda Gates Stiftung oder Stiftungen seiner Kinder gegeben hat  und die nach festen Zeiträumen verkauft werden müssen. Natürlich gehören sie zu seinem Privatvermögen, es sind halt die Firmenanteile. Hätte er seine Anteile behalten wäre er heute sicherlich deutlich über 100 Mrd. $ schwer.

  50. AvatarMr. Pino Cavallo

    Wenn man alles investiert, hat man aber keine Möglichkeiten mehr bei einem Absturz an der Börse überproportional zu partizipieren. Ich finde schon, dass man für einen solchen Fall durchaus was auf das Tagesgeldkonto halten kann, gerade in der jetzigen Zeit, wo viel die Rende von einem baldigen Abschwung ist. Klar, die Inflation ist hier der Preis für diese Spekulation. Ich persönlich halte das für Verkraftbar, zumal ich derzeit 2/3 meines Kapitals in Wertpapiere halte.
    Was ist übrigens eure Meinung zu Lufthansa?
    Ist das eine echte Value Chance? – Tim?

  51. AvatarRüdiger

    Sage ich doch. Er spendet Aktien von B.H., die ihm persönlich gehören. Er spendet als Privatmann. Was stimmt denn jetzt nicht?
    Hat er außer B.H. noch andere Aktien?
     

  52. AvatarDanielKA

    Ich würde ihn als Unternehmer bezeichnen, nicht zu vergleichen mit jemanden der Privat ein Depot aufbaut. Da muss man schon einen Unterschied machen, natürlich sind Firmenanteile am Ende auch Privatvermögen.
    Soweit ich weiß hat Buffett fast 100 % seines Vermögens in BRK Anteilen. Er besitzt nicht mal nennenswertes privates Immobilienvermögen, was für einen Milliardär äußerst ungewöhnlich ist. Ein nettes EFH in Omaha, was auch ein Arzt kaufen könnte und die beiden Immobilien in Laguna Beach sind schon vor Dekaden verkauft worden. Er bildet alles über sein Unternehmen ab, selbst das Privatjet läuft auf BRK, also er weiß wie Steueroptimierung funktioniert 😉

  53. AvatarS. K.

    100.000e protestieren in Frankreich wegen Renteneintrittsalter von 62 auf 64. 🙂
    In Deutschland wird bald bis 70 Jahren gearbeitet. Joa, kleiner Unterschied…
    Naja. Die nächsten Jahrenzehnte sehen für die BRD zwecks Rente nicht rosig aus.

  54. Avatar42sucht21

    @S.K.
    Das französische Rentensystem ist bereits Heute stark defizitärer als das deutsche. Wollen wir wirklich auf Kosten der zukünftigen Generationen immer weiter die Rentner subventionieren bei steigenden Lebenszeiten & steigender Lebensqualität für Rentner?
    Für mich gibt es einen wichtigen Lösungsweg: langfristige zusätzliche private Vorsorge durch Sparen & direktes Investieren zB in Immobilien oder Börse. Wenn jeder Arbeitnehmer 10% seines Nettos vom ersten Arbeitsmonat an so anlegen müsste (zB Opt-Out Lösung), dann wäre für die meisten ein früherer Rentenbeginn ohne finanzielle Probleme drin. Die regelmäßige monatliche private Vorsorge per Sparplan über 30-45 Jahre fängt die Abschläge der gesetzlichen Rente mehr als auf.

  55. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Rüdiger,

    was man so aus dem Form 4 File der SEC entnehmen kann, besitzt Buffett noch 259.394 BRK.A Anteile, nachdem er am 01. Juli 2019 11.250 Stück in 16.875.000 BRK.B umgewandelt hat (Faktor 1.500), die er dann schrittweise übertragen hat als Geschenk.

    Beim heutigen Kurs von derzeit ca. 345.000 USD ist er also (immer noch) ca. 89,5 Milliarden USD schwer.

    Am 01. Juli 2019 schloss BRK.A bei ca. 322.000 USD. Als er noch die 270.644 Stück besaß zu dem Preis, hatte er also gut 87 Mrd. Nach dem Abgang dann 83,5 Mrd. 

    Und heute eben schon wieder 89,5 statt 83,5 Mrd trotz Entnahme. So macht Schenken Spaß. 😉

    (Quelle: Form 4)

    MS

  56. AvatarAndrea

    42sucht21, die jetzigen geburtenstarken Jahrgänge, die zur Zeit noch arbeiten, haben durch ihre Rentenbeiträge nicht nur bereits die Renten vergangener oder bisheriger Rentner bezahlt, sondern zahlen durch Beiträge und Zuschüssen zur Rente, die über ihre hohen Steuern bezahlt werden, noch zusätzlich die Renten jetziger und kommender Rentner, bis sie dann irgendwann selber in Rente gehen. 
    Natürlich sollen sie irgendwann eine adäquate Rente bekommen. Diese Menschen können nichts dafür, dass seinerzeit Rentenkassen für andere Zwecke geplündert wurden. Es ist wirklich zynisch, jetzt die Generationen gegeneinander auszuspielen. Hinzu kommt, dass die demographische Situation seit Jahrzehnten bekannt war und für die Politik genug Zeit war, gegenzusteuern. Was ist passiert? Die Leute sollten eine Riesterrente abschließen, die bis auf den Förderanteil (wurde der nicht auch den Rentenkassen entnommen?) komplett von ihnen selbst bezahlt wird, da die Steuerersparnisse in der  Ansparphase von den zu zahlenden Steuern in der Auszahlphase mindestens wieder neutralisiert werden. Hinzu kommt, dass durch die Niedrigzinsen die Riesterrente für die allermeisten ein Minusgeschäft bleiben wir, wenn man nicht uralt wird. Im letzten oder vorletzten Finanztest gab es ein paar Rechenbeispiele.
    Ich will wirklich hoffen, dass wir hier in Deutschland ähnlich starke Proteste sehen wie kürzlich in Frankreich, falls es zu weiteren einschneidenden Maßnahmen bei der Rente kommt. Ich werde auf jeden Fall dabei sein.

  57. AvatarOliver

    Diejenigen, die arbeiten, müssen die versorgen, die das nicht mehr können. Kapitaldeckungsverfahren hin oder Umlagesystem her…  so oder so wird sich daran nichts ändern.
    Insofern muss man mE einen Schritt zurück tun, und die Sache nicht monetär betrachten, sondern mit der realen Güterversorgung. Die Dividenden fallen schließlich nicht vom Himmel.
    Die meisten hier schimpfen auf die gesetzliche Rente. Kein wunder… seit zig Jahren ruiniert man sie politisch und medial mit System und hetzt dabei jung auf alt. Ziemlich traurig eigentlich.

  58. AvatarOliver

    @42sucht21: was wäre denn dein Vorschlag, wie man diesem parasitären Rentnerpack den Hahn abdreht?
    Nicht jeder kann es sich leisten 10% abzuzweigen.
    Wenn die Gesellschaft immer weiter altert, dann wird oft vergessen, dass es auch weniger Junge gibt, die nicht mehr versorgt werden müssen. Aber solche Prognosen sind ohnehin unseriös, da man davon ausgeht, dass die Geburtenraten so niedrig bleiben und die Leute immer älter werden. Gerade zu Letzterem gibt es recht abenteuerliche, lineare Rechenmodelle.
     
    und überhaupt: wie sollte ein Umstieg auf eine kapitalgedeckte Vorsorge funktionieren? Diejenigen, die jetzt Rente bekommen, werden von den Beiträgen der Einzahler versorgt. Und die sollen das machen in dem Wissen, dass sie dann später nix mehr bekommen? Ich habe Zweifel….

  59. AvatarNico Meier

    @oliver
    Die Schweiz zeigt doch exemplarisch, dass ein Mix aus Umlageverfahren (1.Säule AHV) und Anlageverfahren = Kapitaldeckunfsverfahren (2.Säule Pensionskasse) recht gut klappt. Natürlich sind Negativzinsen sowie die steigende Lebenserwartung für jedes System eine Herausforderung.

  60. AvatarRalf

    @Rente: Der demografische Wandel muss oft herhalten, um die Nicht-Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rentenversicherung zu beschreien und ein immer höheres Eintrittsalter für die Rente zu fordern. Aber: Die Arbeitsproduktivität wird auch in den nächsten 30 Jahren zunehmen. Auch durch Digitalisierung etc.

    Irgendeine normale Rente wird es also auch künftig geben und sie wird höher sein als heute. Man muss nur aufpassen, nicht die halbe Welt mit versorgen zu wollen. Geht auch nicht anders, sonst haben wir massive Unruhen im Land. Das wissen auch Politiker. Und gerade was den Elternunterhalt im Pflegefall angeht, gab es kürzlich ja sogar Verbesserungen. Kinder zahlen erst ab einem Einkommen von 100.000 € Unterhalt. Ist also nicht alles so schlecht in D.

    @Gesellschaft: Mehr Sorgen für die Gesellschaft insgesamt würde ich mir machen wenn ich z.B. in diverse Schulen so blicke, was da so abgeht. Meine Töchter wissen da leider einiges zu berichten. Die Wahrheit ist: Auch durch die teils doch unkontrollierte Migration nach 2015 haben sich die Probleme in Kitas und den Schulen verschärft, sozial, kulturell – aber auch auf dem Wohnungsmarkt. In der politischen Mitte regiert dazu eine große Sprachlosigkeit, aus Angst in die braune Ecke geschoben zu werden.

    @Digitalisierung: Oder der Bereich Digitalisierung: D hinkt deutlich hinterher. Asien überholt uns massiv und die Politik schaut zu. Infrastruktur ist auch so ein Thema….

  61. AvatarNico Meier

    @Rente: Der demografische Wandel muss oft herhalten, um die Nicht-Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rentenversicherung zu beschreien und ein immer höheres Eintrittsalter für die Rente zu fordern. Aber: Die Arbeitsproduktivität wird auch in den nächsten 30 Jahren zunehmen. Auch durch Digitalisierung etc.

    @Ralf
    Das Problem beim Umlageverfahren wie auch der AHV in der Schweiz ist, dass es immer weniger Zahler pro Rentner gibt.
    Zwischen 2015 und 2040 erhöht sich die Zahl der Rentner von 1,5 auf 2,6 Millionen. … Gab es bei der Einführung der AHV im Jahr 1948 noch 6,5 Beitragszahler pro AHVRentner, werden es 2035, wenn ein Grossteil der «Babyboomer» pensioniert ist, gerade noch 2,3 sein.
    Da muss man kein Mathegenie sein um die Probleme zu sehen.

  62. AvatarS. K.

    @42 sofern wir privat vorsorgen (sehr gute Idee) ändert sich jedoch dadurch nicht unser Renten-System. Außer du sparst soviel, dass du mit deinem Privatvermögen schon früher in Rente gehen kannst. Deine Rente bekommst trotzdem erst ab 67/70. Wir bräuchten radikale Änderungen. Vorbild Österreich/Holland. Denn gerade für uns Deutschen, die weitaus geringe Vermögenswerte haben als die Franzosen…wird es seeehr dunkel. (Besonders, wenn man noch meint seine 50.000€ auf dem Sparbuch deponieren zu müssen)

  63. AvatarSlowroller

    @Andrea
    Fang doch mit dem demonstrieren selbst an. Wenn deine Argumente stichhaltig sind (die im Beitrag oben sind es großteils nicht) wird schon jemand mitmachen. Greta T. hat auch mal alleine vorm Parlament in Stockholm angefangen.

  64. AvatarNico Meier

    @Andrea
    Die Aussage wir haben die Renten unserer Eltern bezahlt deswegen müssen nun die Kinder unsere Rente zahlen greift zu kurz. An meinem Beispiel sieht man klar, dass bei der Einführung der AHV in der Schweiz aug einen Rentner 6.5 Zahler gekommen sind und in einigen Jahren nur noch 2.3 Zahler pro Rentner vorhanden sein werden. Mit anderen Worten 1948 musste jeder Beitragszahler 15.4% einer Rente finanzieren in Zukunft müsste dann jeder Zahler 43.5% eine Rente finanzieren. Wer hier argumentiert wer einzahlt habe Anrecht auf eine Rente egal was kommt der nimmt seine eigenen Kinder massiv aus!
    Andrea was soll eine Demonstration bringen? Wenn nicht massiv Beitragszahler gezeugt werden wird die Umlgefinanzierte Rente ohne massive Steuerzuschüsse niemals finanzierbar!
     

  65. AvatarRüdiger

    Wenn nicht massiv Beitragszahler gezeugt werden
     
    Was gezeugt wird, sind erst einmal potentielle Beitragszahler. Damit diese potentiellen Beitragszahler ihre erwartete Wirkung für die Rentenkassen zeigen, bedarf es einer weiteren Bedingung: Es müssen genügend vernünftig bis gut bezahlte Arbeitsplätze zur Verfügung stehen!
    Selbst wenn von heute auf morgen alle “Luschen und Faulenzer” hochmotiviert zur Arbeit eilen möchten … Pustekuchen! Die Arbeitsplätze – für alle oder die meisten – dafür werden von der Wirtschaft gar nicht angeboten. Und ich fürchte, es wird immer ein Multi-Millionen-Heer von extrem mies bezahlten Menschen geben, die Regale einräumen oder Pakete ausliefern oder … die damit weder sich selbst und ihre Familien vernünftig unterhalten noch nennenswerte Zahlungen für die aktuelle Rentnergeneration leisten können.
    Solange es an vernünftig bezahlter Arbeit mangelt, ist mit einer größeren Anzahl an “Köpfen” alleine nicht viel gewonnen.

  66. Avatar42sucht21

    @Andrea – Rente
    Damit es keine Missverständnisse gibt: Ich finde die Existenz einer gesetzlichen Rentenversicherung in DE generell gut und wertvoll. Ich finde nicht gut, wenn Themen die gesellschaftliche Themen sind (zB Mütterrente, Rente für Arbeitnehmer der ehem DDR, ect.) aus der Rentenkasse bezahlt werden und oft gut verdienende Gruppen wie Beamte, Ärzte, ect. das nicht direkt mitfinanzieren. Indirekt finanzieren wir das natürlich alle mit weil ja die Rente bereits Heute  jährlich mit ca. 100 Mrd Steuergeldern bezuschusst wird. Warum ist das so? Weil das Rentenniveau im Verhältnis zu den Beiträgen und der Bezugsdauer(!) nicht passt.

    Ich hatte vor einiger Zeit mal gepostet, die wachsende statistische durchschnittliche Rentenbezugsdauer, die ja das wirkliche Problem darstellt.
    1880 Rentenbezug mit 65 Jahren: 0 Jahre .
    1950 Rentenbezug mit 65 Jahren: 0-4 Jahre.
    1990 Rentenbezug mit 65 Jahren: 8-13 Jahre.
    2040 Rentenbezug mit 65 Jahren: ca. 20 Jahre.
    (1880: Männer wurden durchschnittlich 35,4 / Frauen 38,4)
    (1950:  Männer werden durchschnittlich 64,6 / Frauen 68,5)
    (1990:  Männer werden durchschnittlich 72,6 / Frauen 79,6)
    (2040:  Männer / Frauen werden ~85)
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt–in-deutschland-nach-geschlecht/

    Zur Rentenhöhe: Bei der Einführung 1889 unter Bismarck ging es dem Reichstag ja darum, dass die Alten / Invaliden ansonsten verhungerten oder zu Bettler wurden wenn deren Familie die nicht mitversorgen konnte.  Heute sollen Rentner möglichst fast das gleiche Lebensnineau halten könenn wie zu Zeiten als Arbeitende und 1x jährlicher Urlaub sollte natürlich für die meisten auch allein aus den Rentenbezügen zu bezahlen sein. Das ist schon ein Unterschied.

    Außerdem werden mit Politik für Rentner aktuelle Wahlkämpfe gewonnen (Mütterrente, Anpassung Ostrenten, Frühverrentungen Langzeitarbeitsloser, Rentenerhöhung zum 1.7.20 zwischen West 2,9%-4% u. Ost 3,7-4,5%, letzte Rentenerhöhung 1.7.19 West 3,18% u. 3,91% Ost ect.). Das geht zu Lasten der Investitionen in die Zukunft wie großer Klassenschlüssel, Ausbildungshilfen, KiTa-Betreuung, Renovierungsstau Schul- und generelle Infrastruktur ect. Da wird auf Kosten der neuen Generation zu sehr gespart. Ich finde auch, Pensionen sollten maximal so hoch sein wie die maximale gesetzliche Rente. Pensionen sollten generell gradiell abgeschafft werden und alle Arbeitende in die gleiche gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Aber das wird das Defizitproblem der Rentenversicherung sicher auch nicht lösen.

    Ich finde private eigenverantwortliche Altersvorsorge gut. Ich finde, das sollte staatlich gefördert werden wie hier oft genannt zB über höhere Freibeträge, Steuerfreiheit nach Spekulationsfrist 10-15J wie bei Immobilien, und vor allem über in der Ansparphase bis Rente steuerbegünstigte Vehikel ähnlich 401K, Roth IRA, schlanke Staatsfonds wie schwedische AP7-Såfa ect. Es gibt viele Möglichkeiten. Ein Problem daran ist, dass langfristig nach und nach die dann zusätzliche gesetzliche Rentenversicherung durch Politiker bis zur Auflösung reduziert werden wird weil man dadurch Staatsausgaben senken kann. Ich finde aber, die gesetzliche Rente ist ein wichtiger Baustein der Gesellschaft. BTW: Riester gehört für 98% der Menschen nicht zu einem guten Altersvorsorgeprodukt sondern ist Förderung der Finanzindustrie.

    So ein komplexes Thema können wir sicherlich nicht in kurzen Kommentaren richtig darstellen.

    @Oliver – Nicht jeder kann es sich leisten 10% abzuzweigen.
    Doch natürlich kann das jede,r Arbeitende wenn es sein müsste.

    Und wenn Sie sich am Wort ‘jeder‘ stören, dann relativiere ich das gerne auf ‘fast jeder‘ und die die es nicht können bekommen 10% vom Staat geschenkt damit es in sinnvolle zusätzliche Altersvorsorge zusätzlich zur Rentenversicherung automatisch investiert wird in eines der oben genannten Modelle.

  67. AvatarKia

    “Ich werde auf jeden Fall dabei sein”
    @ Andrea
    als Lehrerin bist du doch verbeamtet und bekommst Pension? Da ist es natürlich einfach bei etwas dabei zusein was andere dann Zahlen müssen. 
    Bei den Rentnern hängt die Masse an Vermögen. In zahlen sind es z.B. 4 von 5 Eigentumswohnungen. Fast die Hälfte erhält noch eine Betriebsrente. Die Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen sind beträgt 2%. Es gibt sie die armen Rentner, ich sehe einige von ihnen im Supermarkt an der Kasse sitzen, weit über 70 Jahre. Aber die Mehrheit der Rentner sitzt fast auf den gesamten Wohlstand des Landes. 

  68. AvatarRüdiger

    Ein Problem daran ist, dass langfristig nach und nach die dann zusätzliche gesetzliche Rentenversicherung durch Politiker bis zur Auflösung reduziert werden wird weil man dadurch Staatsausgaben senken kann.
     
    Die Staatsausgaben, die an dieser Stelle gesenkt werden können/sollen, sind doch nichts anderes als die Ausgaben kommender Generationen zur Alimentierung des “parasitären Rentnerpacks”. Es geht doch in dieser Diskussion darum, die Belastung zukünftiger Generationen zu senken, oder sitze ich gerade auf dem falschen Pferd?
    So schön eine staatlich geförderte, eigenverantwortliche private Altersvorsoge für den Einzelnen auch wäre, sie trägt nichts (oder viel zu wenig) zur Entlastung der Jungen bei, wenn gleichzeitig die “Gummipunkte” der staatlichen Rentenversicherung ihren vollen Wert behalten – inklusive kontinuierlicher Steigerung zum Inflationsausgleich und Anpassung an die Lohnsteigerungen.
     
    Wie sollen alle Wünsche unter einen Hut gebracht werden?
    – Entlastung der Jugend bei Zahlungen in die staatlichen Rentenkassen
    – Staatlich geförderte private Altersvorsorge, die zu 100% dem sparenden Individuum zu Gute kommt
    – Staatliche Rente auf gleichem Niveau wie heute
     
     

  69. AvatarNico Meier

    @Rüdiger
    Wir müssen uns auch bewusst machen, dass die Rentner eine immer grössere Gruppe in der Gesellschaft ausmachen. Dies hat in einer Demokratie auch die Folge, dass diese Gruppe die überdurchschnittlich an die Wahlurne geht mehr an Einfluss gewinnen wird.
     

  70. Avatarslowroller

    Es kann doch ganz einfach sein, wenn man statt vom Ende her zu denken “Ohhhhh – wir müssen mindestens 48% Rentenniveau haben, dafür geh ich demonstrieren” sollte man die einzelnen Parameter abgrenzen:

    (die wichtigste Frage) Wieviel Geld soll die Rentenversicherung dem Einzahler maximal Kosten?
    Wie lange bin ich bereit zu arbeiten?
    Wieviel Prozent meines Bedarfes muss bzw. soll die umlagefinanzierte Rente eigentlich decken?

    Diese Fragen hängen direkt zusammen. Ziehe ich an der einen Ecke gibt eine andere Ecke nach. Aber im Grundsatz sind das die Fragen, die in erster Linie für den umlagebasierten Teil wichtig sind.
    Dann kommen natürlich nachgelagerte Fragen mit denen man deutlich feinjustieren kann: Welche Leistungen sollen Steuerfinanziert sein, weil sie gesamtgesellschaftliche Aufgaben abdecken? Wie ermögliche ich weitere Pfeiler, die ja schon seit nunmehr 20 Jahren existieren und die auch jeder für notwendig erachten würde. Wie schaffe ich es, dass man Alter und Arbeit sinnvoll verbinden kann?
    Wichtig ist hier aber jegliche Idiologie rauszulassen. Das muss von allen zusammen gemeinschaftlich diskutiert werden.

  71. AvatarRuben

    Ich finde die schwedische Rente gut. Dort wird verpflichtend 2,5% des Bruttogehalts in den staatlichen Aktienfonds AP7 eingezahlt, sofern man kein anderes Produkt auswählt. Der Fonds hat Kosten von lediglich 0,1% und eine durchschnittliche Rendite von 6%. Nur läuft hier, oh Wunder, der BVI Bundesverband Investment und Asset Management dagegen Sturm und die Lobbyarbeit scheint wie schon bei der Riester Rente zu gewinnen:
    https://boerse.ard.de/multimedia/audios-und-videos/erklaerstuecke/widerstand-gegen-schwedenrente100.html
    https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/boerse/das-schweden-modell-kann-die-deutsche-rente-retten_H984273513_10955560/

  72. AvatarNico Meier

    Wie lange bin ich bereit zu arbeiten?Wieviel Prozent meines Bedarfes muss bzw. soll die umlagefinanzierte Rente eigentlich decken?
    Wie beantwortet der 62 jährige Bauarbeiter wohl diese Fragen?
    Wenn ein 20 jähriger gefragt wird wie lange er arbeiten möchte was soll er da antworten? Ein gesunder 20 jähriger wird wohl antwirten bis 70 kein Problem. Aber was wenn er dann mit 50 feststellt, dass der Körper eines 50 jährigen bedeutend verbrauchter ist und gerade bei körperlich fordernden Jobs wohl nicht mehr 20 weitere Jahre halten dürfte?
     

  73. AvatarStefan

    Hallo Rüdiger,
    Wie sollen alle Wünsche unter einen Hut gebracht werden?
    – Entlastung der Jugend bei Zahlungen in die staatlichen Rentenkassen
    Staatlich geförderte private Altersvorsorge, die zu 100% dem sparenden Individuum zu Gute kommt
    – Staatliche Rente auf gleichem Niveau wie heute
     
    Das Problem hier ist leider, dass bei Punkt 2 die Versicherungen nichts verdienen.  Hast du auch eine Lösung, wo die Lobbyisten nicht Aussen vor sind? Denn sonst wird das mit deinen Vorschlägen leider nix.

  74. Avatar42sucht21

    @Rüdiger – Staatliche Rente auf gleichem Niveau wie heute
    Das wird wie oben ausgeführt wohl nicht funktionieren, dass immer weniger Bezahler mit sinkenden Beiträgen mit gleichen oder gar weniger Beitragsjahren immer mehr, längere & steigende Renten finanzieren sollen. So sehr kann die Arbeitsproduktivität nicht gesteigert werden.
    https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/40879998_kw41_rente_kalenderblatt-209618
    Absekung des Rentiniveaus: 1998: von 70% auf 64%
    Aktuell 48%. Bis 2030 Absenkung des Rentenniveaus auf 43 % – In § 154 Abs. 3 SGB VI seit 2004 festgeschrieben. Dazu wurde 2008 beschlossen das Regeleintrittsalter auf 67J zu erhöhen.

    Es muss eine zusätzliche Einnahmequelle / Vorsorge geben.
    Rechenbeispiel: 50€ monatlich aus dem Brutto investiert (1% Dynamik) mit 4% “Zinsen” machen nach 40 Jahren 67k Vermögen (29k Sparleistung + 38k Zinsen).

    Mit dem Kapital könnte man zB 1.000€ monatlich auszahlen um 6 Jahre (64J) vor dem gesetzlichen Renteneintritt (70J) in Vorruhestand zu gehen. (Bei 100€ und 6% Verzinsung 218k, da ist evtl. dann die Frührente mit Ende 50 drin). Klar ist, es ist eine risikobehaftete Anlage. Am Ende kann mehr oder aber auch weniger rauskommen als einbezahlt. Deswegen kann es nur zusätzlich zur gesetzlichen Rente erfolgen nicht statt dessen.
    Das sind real vielleicht 30€ Netto pro Monat Sparleistung je nach steuerlicher Behandlung. Man könnte auch Arbeitgeber verpflichten ein paar % zur Sparleistung oben drauf zu tun und bei der Einkommensteuer als Altersvorsorge berücksichtigen. So würde private Vorsorge zusätzlich incentiviert und belohnt. Aber bitte mit einem einfachen & günstigen Produkt.

    @Kia – RentnerInnen in Grundsicherung
    ein wichtigen Punkt sprechen Sie da an. Pensionäre mit  durchschnittlich 3t€/ Monat Pension sowieso mal ausgenommen. Den meisten Rentnern mit normaler Erwerbsbiographie geht es Heute finanziell  gut, teils sehr gut. Ich habe folgende Zahlen gefunden: Von den aktuell ca. 18 Mio Rentnern in DE (21% der Gesamtbevölkerung) beziehen ca. 560.000 Grundsicherung also ~3,1%. Von diesen haben 75% weniger als 30 Beitragsjahre (2,3% der Grundsicherungsrentner) und 33% (1% der Grundsicherungsrentner) waren sogar nie oder nur in sehr geringem Umfang regulär erwerbstätig. Woher sollen da höhere Rentenansprüche kommen?

    Etwa 0,7% der Rentner mit Grundsicherung haben also mehr als 30 Jahre regulär/ Sozialversicherungspflichtig gearbeitet und bekommen eine Minirente. Vor allem für diese Gruppe sollten die Diskussion zur Rentenerhöhung / “Gerechtigkeitsrente” stattfinden finde ich, das sind aber lediglich ~125.000 Menschen bzw. 0,15% (!) der Gesamtbevölkerung und diese steigende aber geringe Zahl wird von den politischen Akteuren populistisch so vereinnahmt.

  75. AvatarRüdiger

    @Stefan:
    Missverständnis! Punkt 2 war nicht auf die “Staatliche-Förderungen-Abschöpf-Industrie” (Versicherungen) gemünzt. Mit “zu 100% dem sparenden Individuum zu Gute kommt” war gemeint, dass keine – wie auch immer geartete – Gegenrechnung des staatlich geförderten Vermögens, mit den außerdem erworbenen “Gummipunkten” der staatlichen Rentenversicherung erfolgt (das habe ich wohl unklar formuliert).
    Also so, wie es heute zum Beispiel für mich und viele Andere aussieht, die ohne staatliche Förderung, privat für’s Alter vorgesorgt haben (Aktien, ETFs, Immobilien, Gold, …).
     

    @42sucht21: Staatliche Rente auf gleichem Niveau wie heute

    Deshalb nannte ich das auch einen Wunsch 😉

  76. Avatarslowroller

    @Nico
    Natürlich soll man nicht jeden einzelnen Fragen – ich behaupte, dass mindestens 80% der noch-nicht-Rentner das Rentensystem auch nur ansatzweise im Detail erklären könnten. Hierfür gibt es Profis: auf gesellschaftlicher und politischer Ebene. Und die müssen das eben neu abstecken. Und natürlich MUSS man die von dir beschriebene Problematik berücksichtigen. Es ist aber halt eine gesellschaftliche Frage, die von den Vertretern der Gesellschaft beantwortet werden muss.
    Vielleicht muss es ja auch tatsächlich mehr Eigenverantwortung sein? Vielleicht sollte man wirklich weniger Dinge abfedern. Vielleicht muss man wieder mehr auf die Familie setzen und diese auch in Verarntwortung nehmen. Oder man führt ein (geringes) Grundeinkommen ein, welches nur gezahlt wird wenn man kein anderes Einkommen hat. So gäbe es deutlich weniger drastische Fälle von Altersarmut, weil das Vermögen nicht vor der Rente verbraucht werden muss. Vielleicht brauchen wir aber auch nur den pfändungssicheren 401k-Plan in dem man in alles investieren kann was man möchte – so können ja Versicherungen mit guten Produkten glänzen. Gleichzeitig wird aber alle andere Förderung, z.B. Riester einestellt.
    Das Thema ist riesengroß und superkomplex. Wenn auch wirklich interessant 🙂

  77. AvatarNico Meier

    Natürlich soll man nicht jeden einzelnen Fragen – ich behaupte, dass mindestens 80% der noch-nicht-Rentner das Rentensystem auch nur ansatzweise im Detail erklären könnten.
    @slowroller
    Das unterschreibe ich sofort kaum einer durchschaut die Altersvorsorgesysteme das ist in der Schweiz wohl genau so.
    Es ist aber halt eine gesellschaftliche Frage, die von den Vertretern der Gesellschaft beantwortet werden muss.
    Vertreter der Gesellschaft?
    Wir in der Schweiz haben eine Demokratie bei uns werden gewichtige Fragen wie diese einer Reform der AHV oder Pensionskasse zwingend dem Volk zur Abstimmung vorgelegt. Ich finde nur das Volk soll die letste entscheidung haben über so wichtige Themenn wie die Altersvorsorge. Politiker in DE zahlen ja nicht mal in die Rentenkasse ein warum also sollen sie über die Rente entscheiden?
     
     

  78. AvatarRüdiger

    @slowroller:  Oder man führt ein (geringes) Grundeinkommen ein, welches nur gezahlt wird wenn man kein anderes Einkommen hat.
     
    Uiuiui … ist das so radikal gemeint, wie ich das gerade verstehe? Ein einheitliches “Altersgeld”, um das Existenzminimum (oder einen Happen mehr) im Alter abzusichern, und für alle in gleicher Höhe – egal ob im Berufsleben Paketbote, höherer Angestellter, Arzt, Beamter, Bundesminister, … Und wer glaubt, im Alter mehr zu brauchen, muss halt selber privat (natürlich mit staatlicher Förderung und Hartz IV sicher) vorsorgen. Der Gedanke ist gar nicht mal uncharmant  😉
     
    Ach ja … und aus Gründen der Solidarität leisten natürlich alle ihre Beiträge in die “Altersgeld”-Kasse des Bundes, egal ob Paketbote, höherer Angestellter, Arzt, Beamter, Bundesminister, …
     
    Schön, dass wir uns heute so entspannt über dieses interessante und meist hoch emotionsgeladene Thema austauschen können  😉
     

  79. AvatarAndrea

    Zu viele Kommentare, um allen detailliert zu antworten. Ich stimme mit vielem überein, was geschrieben worden ist. Manch einer hat mich missverstanden, ich wollte nicht der Riesterrente das Wort reden, sondern dies sollte ein Beispiel für eine erfolglose Maßnahme der Politik sein. Kia, es stimmt, dass ich durch meinen Beruf Beamtin bin (gut gemerkt), aber natürlich darf ich trotzdem eine Meinung zu diesem Thema haben. Davon abgesehen werden die Beantenpensionen in Zukunft auch nicht einfach zu stemmen sein, ich bin gespannt. Den jetzigen Rentnern geht es noch gut, das stimmt. Ihre Immobilien und die sonstigen Assets werden in die Hände der Jüngeren übergehen. 
    Zum Thema Lebenserwartung: Ich glaube nicht, dass diese in Zukunft so weitersteigen wird wie bisher, vielleicht im Gegenteil. Heutzutage fallen schon junge Sportler auf dem Spielfeld tot um. Fehlernährung ist einfach zu weit verbreitet, schon Kinder finden es normal, Cola zu trinken und bei Jugendlichen wird es dann Red Bull usw. 

  80. Avatarslowroller

    @Nico
    Wer am Ende darüber abstimmt ist doch völlig egal – in Deutschland haben wir auch eine Demokratie und das Parlament stimmt dann darüber ab. (ist mir deutlich deutlich deutlich lieber als eine Volksabstimmung wo am Ende eine soweit in die Zukunft reichende Entscheidung wirklich schwer entschieden werden kann) Das Parlament hat das neue System ja auch federführend erarbeitet und so schon den Ausgleich zwischen den verschiedenen politischen Richtungen geschaffen. Wichtig ist doch nurmehr, dass alle gemeinsam ein gutes neues System ausarbeiten und umsetzen.
    @Rüdiger
    Nein, das war nicht mein Vorschlag. Mir geht es um die Zeit vor der Rente. Klassischerweise wird der Dachdecker in der Lausitz mit 56 arbeitslos, bekommt 1,5 Jahre ALG1 und dann nischt mehr bevor er nicht sein kleines Häuschen oder sein Depot aufgezehrt hat. Genau hier hilft ja der einzig sinnvolle Aspekt eines Riestervertrages: Die Altersvorsorge ist für das Alter sicher und nicht für die Zeit davor. Hätte der Dachdecker nun ein kleines Einkommen, sagen wir 400€ und würde in bisschen Wohngeld bekommen (nicht aber die komplette Miete wie jetzt), wäre dabei Krankenversichert, dann könnte er viel ruhiger in die Zukunft schauen und würde trotzdem noch eine neue Anstellung suchen.
    Deinen Vorschlag müsste ich mal durchdenken. Es würde aber auf die komplette Abschaffung des Rentensystems hinauslaufen. Diese Minirente würde man aus Steuern finanzieren und jeder würde sie bekommen. Mir persönlich fehlt dann aber tatsächlich ein “echtes” Umlagesystem, was auch einen entsprechenden Teil meiner Altersbezüge abdecken kann und würde. Das Problem: Ein auf freiwilligkeit basierendes Umlagesystem kann schlicht nicht funktionieren. Schwierig, aber interessanter Gedanke.

  81. AvatarWolke

    @Andrea
    …Heutzutage fallen schon junge Sportler auf dem Spielfeld tot um. Fehlernährung ist einfach zu weit verbreitet…

    Also junge Sportler fallen tot um wegen Fehlernährung? Auf was BeamtInnen nicht so alles kommen…

  82. Avatar-M

    Steve, beim wenn ich kaufe fallen die aktien danach immer 🙂 oder kennt ihr auch das Phänomen? 
    Naja zumindest weiß der Aktionär, wieso eine Aktie fällt…. Ich dachte immer, sobald Angebot > Nachfrage ist …. 
    -M

  83. Avatarsteve

    @M wie der Aktionär schreibt KGV zwischen 4 und 5 . Drei Mega Projekte Nordsteam, türkisch stream und China. Dividendenerhoehung die nächste 2 Jahre um mindestens 66%. Da kann man wirklich entspannt bleiben, wie schon geschrieben vielleicht macht Trump nochmal Ärger, dann werde ich auch nochmal zulegen.
    Ansonsten glaube ich nicht, dass man sich darauf verlassen kann dass eine Aktie fällt wenn man sie kauft. Das wäre ja die sichere Put Option. Oder funktioniert es dann nicht?
    @ Rüdiger danke für die Info du musst aber jetzt nicht bei jeder Aktie schreiben ob du sie hast oder nicht.

  84. AvatarSparta

    Ein Solidaritätszuschlag der Beamten-(Pensionen mit durchschnittlich 3k ohne je eine Einzahlung geleistet zu haben) an die Rentner mit ca. 1k auf ein etwas besseres Grundniveau… 😉
    Nur ist da eine verdammt grosse Lobby.

  85. AvatarSanne

    @M – bei mir leider auch
    Hab Ballard Power gekauft und jetzt gleich mal 18 % verloren. Ja ich weiß, liegt wohl daran, dass viele ihren Gewinn mitgenommen haben
    Und ein Verlust wird ja erst realisiert, wenn ich verkaufen würde
     

  86. AvatarRhag

    Hallo zusammen, was denkt ihr denn über die EU Pläne für einen pan-European Pension Plan? Es wird natürlich stark von der nationalen Ausgestaltung der Steuervorteile abhängen, aber das könnte doch eine vernünftige Sache werden. Zumal u.a. bei Telepolis reflexartig auf BlackRock eingedroschen wird, dabei ist mir deren Lobbyismus in dieser (und der Klima-)Sache lieber als der von Maschmeyer und Co, der zu dem für den Anleger nicht gerade sinnvollen Produkt Riester geführt hat…

    P.S. Nico, gerade weil wir du ebenfalls annimmst, dass 80% der Bevölkerung (nehme mich selbst da gar nicht aus) die meisten komplexeren Sachverhalte nicht durchschauen, sei es aus zeitlichen oder intellektuellen Gründen, finde ich eine direkte Demokratie nicht ungefährlich…

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