Verdammt: Du hast eine Aktie gekauft. Plötzlich rutscht der Kurs tief ins Minus. Was tun?


New York, 23. August 2018

Wenn Du früh anfängst zu sparen, kannst Du die finanzielle Freiheit erreichen. Im Idealfall sparst Du 50 Prozent von Deinem Einkommen. Mache Dir einen Spass daraus, zu sparen. Ich habe es mit einem langen Atem bei Blue Chips erreicht. In meinem Depot sind Bank of America, Netflix, Chevron, CTS Eventim…

Was mir passiert, wenn ich Aktien kaufe, nervt richtig. Mein Zukauf rutscht schnell ins Minus. Kaum hab ich die Position im Depot, steht sie im roten Bereich. Ich weiß, es liegt an der Volatilität. Es ist vollkommen normal. Aber viele Anleger können mit dem täglichen Auf und Ab nicht umgehen.

In solchen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen, ist hart. Wer gute Firmen kauft, der braucht sich im Grunde keine Sorgen zu machen. Was soll schon langfristig schief gehen bei Adidas, SAP, Apple, Berkshire, Microsoft, Alphabet? Oder bei Amazon, Facebook, Visa, Mastercard, JPMorgan Chase, Rational AG, J&J, Exxon, Chevron, BP? Zumindest wenn Du breit streust, sind die Risiken zu vernachlässigen, denke ich.

Das richtige Timing bekommt niemand beim Kauf hin. Denke doch mal darüber nach: Wie oft kaufst du eine Aktie oder ein ETF und das Ding taucht anschließend ab? Es ist wie ein Naturgesetz, dass Wertpapiere unter Deinem Kaufpreis gehandelt werden. Es ist fast immer der Fall. Für fast jede Aktie, die Du jemals gekauft hast, musst Du das Dilemma irgendwann mal erlebt haben. Das Investment ist im Minus. Du stellst Dir dann die Frage: „Was tun?“

Schlimm ist das Gefühl, wenn das Wertpapier weit unter dem plötzlich getradet wird, wo Du es gekauft hast. Ein Skandal, eine Gewinnwarnung, eine Krise oder ein Crash hat ihre Spuren hinterlassen. Am besten ist es grundsätzlich Nerven wie Drahtseile zu haben und nicht ständig ins Depot zu schauen. Für die meisten Anleger ist wohl ein ETF das ideale Investment, weil so die Nerven geschont werden: Das Risiko ist breit gestreut.

Ich mache extremes „Buy and Hold“. Ich kaufe Aktien für die Ewigkeit. Ich weiß, es ist nicht immer perfekt. Aber für mich ist es die beste Strategie. Ich schaue nicht jeden Tag ins Depot. Ich habe keine Angst. Ich lasse es locker laufen. Für viele Aktien habe ich ein automatisches Dividenden-Reinvestieren (Drip-Plan) in Gang gesetzt, was bei meiner Bank kostenlos ist.

Klar kannst Du mit der extremen Buy-And-Hold-Methode eine Kodak oder General Motors erwischen, die dann pleite gehen. Aber Du wirst hoffentlich auch ein paar Dauerläufer haben wie Amazon, Berkshire, Nike, JPMorgan oder Alphabet.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Verdammt: Du hast eine Aktie gekauft. Plötzlich rutscht der Kurs tief ins Minus. Was tun?

  1. Dominik

    Ich möchte mich an dieser Stelle (weil es so schön passt) bei Claus oder Matthias Schneider bedanken.

    Ich weiß nicht mehr wer genau von beiden diesen tip rausgehauen hat: wenn deine Aktie kurz nach dem Kauf um 7% abtaucht, verkaufen!

    Hab letztes Jahr BYD für um die 8€ gekauft, innerhalb weniger Tage ist die Aktie ins Minus gerutscht, ich habe mich an den Tipp erinnert und die Aktie nach etwas mehr als einer Woche wieder verkauft. Stand heute:5€35. So kann’s auch gehen.

    Auch wenn der Ratschlag dem Artikel widerspricht finde ich zeigt er, genau wie der Artikel, eine Sache ganz schön: du musst deine eigenen Regeln finden (auch wenn dir jemand anders diese Regeln gezeigt hat ?, ich habe die Regel für mich auf -10% „angepasst“ ).

    Ein Regelwerk schützt dich als Investor davor, im der Hitze der Situation eine unbedachte Handlung zu begehen. Ob deine Regel lautet „halte durch, egal was passiert“ oder „verkaufe bei xy“ ist fast schon egal, hauptsache man handelt nicht unüberlegt und spontan.

  2. Fit und Gesund

    Ach Tim, daran hab ich mich gewöhnt, es ist wie es ist,

    manche Aktien „beschimpfe“ ich dann: lahmer Gaul, blöde Kröte, Mistviech….Dividendenschnecke…

    Aktien die mich echt ärgern wie Credit Suisse und H&M müssen gehen,

    die verabschiede ich mit „weg mit Dir Du Stinktier, Du ärgerst mich nie mehr“

    komisch, die Lieblinge, die hab ich auch, so wie Cisco, Unilever, Diageo, Medtronic etc.. die haben keine Namen, das sind einfach „die Guten“,

    manche Aktien schau ich auch nicht gross an, so wie Nestlé, die sind einfach da, auf die muss man nicht ständig aufpassen wie auf ein Kleinkind.

    Alles in Allem passt mir mein Zoo gerade, mal sehen was es noch für Neuzugänge gibt, oder ob Manche eine Extra-Ration Futter bekommen, ähnlich wie kranke Katzen denen ich auch eine Portion Hühnerherzen füttere.

    Wird schon werden, zudem hab ich ja noch die ETF’s, finde das gut so, die glätten ein wenig das Auf und Ab.

    liebe Grüsse

    Verkaufen bei Minus 10%, no way….dann hätt ich nur die Hälfte meiner Aktien noch hi hi…

     

  3. Chris K.

    @ super artikel Tim!

    Gute, einfache Strategie die funktioniert.

    @ finnick

    Ich persönlich glaube nein. Es wird noch etwas dauern.. Ob Italien oder China oder USA wer auch immer, die Krise starten wird und wann genau weiß niemand.

  4. Bruno

    @Finnick

    Niemand weiss wann der nächste Crash kommt, aber es gibt Millionen von Propheten, die genau sehen wollen, ob/wann/wo und aus welchen Gründen was genau passiert am Aktienmarkt. Beim letzten Finanzcrash 2008 wurden dann einige in den Himmel gelobt, sie hätten 2006/2007 des hervorgesagt, dass es so kommt. NATÜRLICH gibt es immer jemanden, der eine genaue Prognose hervorsehen kann, aber was diese Leute sonst noch alles erzählt haben und x Tausend andere Analysten, Professoren, Banker, Nobelpreisträger etc. auch noch alles erzählt haben, davon wird wenig berichtet.

    Ich halte nichts von Gurus und Propheten an der Börse, sicherlich ist historisch die Bewertung insbesondere von US-Aktien recht hoch, aber es gab solche Phasen auch schon und es kommt vielleicht alle 10 Jahre zu einem mittleren bis grösseren Crash, aber es gab eben auch schon Phasen wo es 30 Jahre lang keinen nennenswerten Crash gab. Niemand kann das sagen.

    Wer ängstlich ist oder wirklich denkt, dass demnächst eine grössere Korrektur oder Crash bevorsteht, der kann ja etwas Cash aufbauen, um dann eventuell zuzuschlagen. Es kann gut gehen, aber auch nicht, dann muss er später zu höheren Preisen dem Markt nachrennen.

    Am besten ist regelmässiges Investieren via Sparplan oder auch von Hand, möglichst jung beginnen mit Aktiensparen und dann kann nicht viel schief gehen.

    Kommt dazu, wenn dann würde ich mich primär an wirklich erfolgreiche Investoren orientieren, also z.B. an Warren Buffet. Viele Crash-Propheten sind erfolglos oder zumindest deutlich erfolgsärmer als Leute die langfristig buy & hold betreiben. Mag sein dass z.B. ein Florian Homm mal sehr reich war, aber er hat alles verloren. Dirk Müller sein Fonds ist deutlich unter dem Index, Jim Rogers macht eine Fehlprognose nach der andern, Marc Faber ist ein cooler Typ aber auch er macht mehr Fehlprognosen als Treffer. Ich schaue oder höre mir solche Leute höchstens zur Unterhaltung an, nie würde ich mich an ihnen orientieren.

  5. -M

    Ich schaue nur bei käufen ins Depot und auch da nicht immer. Sind vlt 5x im Jahr. Da ich fast nur defensive Werte habe brauche ich mir nicht so den Kopf machen.

    -M

  6. Dennis

    Es ist aber auch ziemlich schwer mit dem Drawdown nach einem Kauf. Ich habe dieses Jahr für mich heraus gefunden, wie ich mich kn einem möglichen Crash verhalten muss. Das habe ich anhand von CVS gemerkt, dort wollte ich zu Jahresanfang eine, für mich größere Position aufbauen, nach den ersten Käufen (immer gestaffelt, nicht auf ein mal) kam die Nachricht das Amazon in den Sektor einsteigt. Und plötzlich brach der Kurs ein. Ich wollte dann erst nicht mehr nach kaufen, weil es halt zu weit runter ging. Später kam dann noch die Nachricht, dass Berkshire und JP Morgan daran arbeiten die Kosten von Medikamenten zu senken, und wieder ging der Kurs herunter. Allerdings hat das Geschäftsmodell trotzdem noch gepasst. Also habe ich dann doch nach gekauft. Heute liege ich wieder knapp im Plus und bin einer Seite froh, dass ich nach gekauft habe, anderer Seits ärgert es mich dass ich nicht schon früher nach gekauft habe.

    Finaler Gedanke: Wenn das Geschäftsmodell noch passt kann man ruhig weiter kaufen bzw. die Aktie weiter halten.

     

  7. egghead

    Eine Strategie ist, die Aktie, die unter den Guten gerade gefallen ist  nachzukaufen,  um sie so verbilligen. Hat man schon mehrere von denen im Depot, dann findet sich immer ein Nachkaufkandidat. Je länger man die Aktien hat, desto sicherer wird man mit ihnen, man kennt seine Pappenheimer, mir geht es jedenfalls so. Neukauf ist immer aufregend, wer weiß,  was man sich da ins Haus geholt hat.

    Bei BYD braucht man sicher einen längeren Atem, ich habe sie im Depot und einmal zum Verbilligen nachgekauft.

    Das Gefühl gerade in em Moment zur Unzeitmgekauft zu haben, wenn es danach gerade fällt, lässt einen zweifeln, was man da treibt. Die Erfahrung zeigt, dass man bei den genannten Aktien die Ruhe bewahren kann. Hat man noch etwas Cash, dann kann man später noch mal billiger nachkaufen. Nach ein paar Jahren kann man sich dafür auf die Schulter klopfen. Angst und Gier , das sind ganz böse Buben, am besten fristlos aus dem Kopf werfen.

  8. KievKiev

    Ich muss aktuell für meine Kinder einen neuen Brief an Consors schicken. Ansonsten darf ich keinen Emergin Market ETF besparen. Nervt ein bisschen und hält mich von zu schnellen Broker Wechseln ab.
    Habt Ihr einen Tipp für einen schönen China ETF? Am liebsten ausschüttend und nicht zu klein vom Volumen.

    Ich habe diesen entdeckt:
    Lyxor Hong Kong (HSI) UCITS ETF – Dist
    ISIN FR0010361675

    Die Dividende gefällt mir. Der hat vielleicht auch Potential gegenüber AllWorld. Ist nicht am günstigsten. TrackingDifferences liefert leider oft keine Ergebnisse bei meinen Fünden.

    Eine schöne Russland Alternative würde ich mir auch einmal ansehen. Am besten als kostenlosen Sparplan. Bei meinem würde es gehen.

  9. ThorstenThorsten

    @Finnick

    Crash? Wenn Trump gehen würde oder (mit Impeachment) gehen müsste?

    Dann würde ich alles auf steigende Kurse setzen…denn das Erste, was auch die Republikaner ändern würden, wäre eine Beendigung dieses Handelskrieges mit Zöllen. Die sind (für mich) aktuell DAS Hindernis, warum es trotz boomender Wirtschaften in allen Teilen der Welt mit der Börse eher seitwärts geht.

    [meine Einschätzung]

    Und für langfristige Anleger: Total egal 😉

  10. Thorsten

    @Kiev

    Consors hat sehr strenge Einordnungen scheint es. Viele Aktien kann man für die Kinder gar nicht kaufen, dito  ETF, da bei sind die für mich viel sicherer, bloß halt volatiler manchmal vielleicht. Ich will die Prämie einkassieren und habe heute den Depotwechsel per Brief eingeworfen. Die Kinder sind schon seit langen Jahren da, wurden nach  der DAB Übernahme zwangsvergattert. Mein altes Depot behalte ich und bespare  es mit Minisparplan, damit es kostenfrei bleibt. Wenn Consors nicht hält was es verspricht,  geht das Ganze wieder zurück. 1% ist kein Pappenstiel, wegen 50€ würde ich das jedoch nicht machen.

    Um den Zinseszins gerade bei der Dividendenstrategie voll zu nutzen müsste man eigentlich zu Lynx gehen, um die Steuerstundung auf die Kapitalertragssteuer mitzunehmen.

  11. KievKiev

    @ Thorsten

    Ich verdiene mein passives Geld ja in der Hauptsache mit Immobilien. 150€ im Monat darf ich steuerfrei dazu verdienen (801 *2). Dazu brauche ich bei 3% Dividende erst einmal 60k. Bin da gerade ziemlich angetan von den passiven Einkünften. Ich würde die eigentlich schon gerne nächstes Jahr haben. Danach kann ich ja wieder thesaurierer bevorzugen.
    Die Risikoklasse ist bei Kindern 3. Sie wird mit dem Antrag aber auf 5 oder 6 erhöht. Das sollte reichen.

  12. Viez-cola

    Bayer bei einem Kurs von 105 gekauft. Dumm gelaufen 😀 Werde die aber behalten, weil ich denke das wird sich wieder regeln auch wenn es was dauert mit den klagen.

    Das gleiche habe ich auch bei meinen ETF’s vor wenn es Mal zum Crash kommt und einfach meinen Sparplan weiter laufen lassen.

    Ich hab auch derzeit einen kleinen Sparplan auf einen Gold ETC am laufen was haltet ihr davon ?

  13. Wolf

    @Dominik

    Die -7% / -8% -Regel ist im Buch „Die Profi-Investmentstrategie“ von Philip A.Fisher beschrieben. Lesenswert!

     

     

  14. Der BaumDer Baum

    @ all, das mit dem Crash ist ja immer wieder eine Diskussion, wissen kann man es nicht. Bestes Beispiel in der Türkei. Wer wusste schon das es so krass abgehen wird? Die Zeichen waren vllt. da, aber was genau passiert kann keiner wissen.

    Ich bin zwar ein kleine Pessimist, bei mir ist immer ein Crash voraus :-), aber meine (aktuelle) Anlagestrategie interessiert sich nicht für einen Crash. Ich kaufe eh nur günstige Aktien, die fundamental unterbewertet sind. Zumindest glaub/hoffe ich das :-):-):-) bin ja noch in der Lernphase die nächsten 40 Jahre.

    Von dem her etwas streuen, ein Konzept erarbeiten, ggf. mit einem etf absichern. Dann sollte es klappen auf lange Sicht.

    @ Viez, ich versuche immer das original zu haben. Will ich Immobilien kaufen ich Immobilien (oder ein Unternehmen in dem Sektor), will ich Gold, dann echtes Gold.

    Von sonstigen Finanzprodukten halte ich nichts.

    Gute Nacht, Baum

  15. Alex Muc

    Hallo Tim,

    ich hoffe Du liest das.

    Wie hast Du Dich eigentlich seinerzeit über Aktien informiert? Was hast Du gelesen?

     

    Ich bin Ende des Jahres in New York, ich glaube ich schreibe Dir die Tage am besten eine kurze Mail

     

    Hier ein interessanter Beitrag – Gerd Kommer meint, dass finanzielle Freiheit für einen „normalen“ Menschen nicht zu erreichen ist. Aber Du hast es doch ja auch irgendwie geschafft…

    https://www.youtube.com/watch?v=fgi9gfmn7A8

     

    Viele Grüße aus München

     

    Alex

  16. Ag&Au

    Ich freu mich auch über den Kursrutsch. Allen voran bei den Minen ETF`s 🙂

    Umso mehr gedrückt wird, umso aggressiver wird gespart. Die Spar bzw. Investitionsrate wurde für diesen Monat nochmals ordentlich erhöht. Ich freu mich .Yippie

    (Zudem am 16.09 Trail-Marathon in HD. Den Vogel mal wieder abschießen 🙂 )

    Die nächsten Tage bringen mal wieder etwas Abkühlung. So ist es dann doch etwas angenehmer und leichter über Weinberge durch Wälder und Täler mit einem lockeren inneren Flow zu laufen.)

    Schönes Wochenende

     

     

  17. Hendrik

    @ Kiev

    Ich habe letztlich einen Einmaleinkauf von ETF024 gemacht. Vielleicht ist der ja etwas für dich ? Aber ich denke eher nicht weil der nur 19Mio € groß ist! In welchen Index möchtest du investieren ?

    https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?query=etf024&groupField=index&from=search&isin=LU0947415054

    Der Beitrag passt gut. Ich habe etwa vor einem Jahr Continental für 218€ gekauft. Die Aktie war auch sehr volatil in der Zeit und jetzt rutscht sie ab. Naja – aber für mich ist das eine regionale Aktie die ich wohl auch lange halten werde. Hab schon fast überlegt die nachzukaufen, das lasse ich aber wohl erstmal sein weil ich in Automobilwerte schon recht viel investiert bin

  18. Thorsten

    @Hendrik

    Na ja Herr Kommer hat in dem Zusammenhang auch das Wort „kindisch“ benutzt, vielleicht fehlt ihm nur etwas der Unternehmergeist. Weiter als 1 Meter vor die Schuhe sehe ich ihn nicht blicken.

    @der Baum Immobilien müssen im Gegensatz zu Gold Erträge erwirtschaften und müssen gepflegt werden, sonst sinkt der Wert (in der Regel). Das kostet auch Zeit. Um zu diversifizieren bräuchte man auch mehrere davon. Daher sind Beteiligungen oder Immobilien darauf als Derivat nicht verkehrt.

    @Kiev aha, muss ich also mal einen Brief schreiben. Bis dahin müssten die Kinder in „sichere“ Sparprodukte mit Negativrendite. Dass das noch gesetzlich erlaubt ist wundert mich, denn die Rendite ist nach Kaufkraft oft negativ. Das ist wohl nicht mündelsicher. Eigentlich Betrug am Kind bzw. Kunden durch die EZB Nullzinspolitik

  19. Der BaumDer Baum

    Guten Morgen,

    @ Muc, den Beitrag hab ich auch gesehen.

    Mit fällt immer wieder auf, ich mag Herrn Kommer scheinbar nicht sonderlich. Auch seine Argumente wirken etwas deplatziert. Und rein mathematisch ist es halt möglich es zu schaffen bzw. dem nahe zu kommen. Natürlich nicht ohne etwas zu tun, aber das hat glaube ich auch niemand seriöses behauptet.

    Grüße Baum

  20. KievKiev

    @ Hendrik

    Ich bevorzuge ja einfache Investments. Mit der ganzen Fülle von Indizes und dann noch Smart Beta bin ich überfordert. Ich suche eigentlich einen Index der chinesische Unternehmen wie Tencent, Alibaba, Xiaomi, BYD… beinhaltet. Der HSI bildet ein paar davon ab.

    Vielleicht muss ich doch bei den großen Indices World und Emerging bleiben und die dann einfach gezielt kaufen.

    @ Thorsten

    Ich habe den Antrag gerade ausgefüllt. Sie meinen es nur gut 😉 Hauptsache die Kinder verlieren nicht mehr als das Geld an sich.

  21. Ex-Studentin

    Ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn ich an einen „Crash“ denke. Nicht wegen meines Depots, sondern wegen meines Jobs oder den Umständen einer Krise (z.B. Ressourcenknappheit, Naturkatastrophen, Krieg). Kurzzeitige Kurseinbrüche einzelner Branchen und Regionen würde ich hingegen vermutlich nicht mal mitbekommen. Ich bin froh, dass meine ETFs per Sparplan laufen. Bei meinen Einzelaktien habe ich bisher nichts nachgekauft, weil sich das bei +20 oder +100% teuer anfühlt.

  22. ThorstenThorsten

    @Ex-Studentin

    „mulmiges Gefühl…wegen meines Jobs“

    Wie wäre es, wenn Du die Ansicht umdrehst?

    Wenn Du Dir vorstellst, dass Du irgendwann keine solche Angst mehr haben musst, weil Du finanziell frei/ gut abgesichert bist und Dich auch eine Krise im Job (Kündigung) nicht mehr beunruhigen muss. Vielleicht reist Du dann für die Dauer der Kriese einfach ein bischen durch die Welt – und nachdem die Krise nach 2-3 Jahren vorbei ist, suchst Du Dir einen neuen Job.

    Für mich eine angenehme Vorstellung…Das könnte vielleicht für einige ein super Antrieb sein, entsprechend Geld zur Seite zu legen und zu investieren!?

  23. Felix

    @ Alex
    „Normal“, also einer Norm entsprechend, würde ich bei Tim nicht verwenden, eher außergewöhnlich. Einen festen Job aufgeben und mit einer Isomatte im Gepäck nach NYC zu gehen, in WG’s Einen Schlafplatz haben nach der Studentenzeit wohlgemerkt und während dessen ein Depot aufbauen, das ist alles andere als normal. Insofern gebe ich Kommer Recht.
    Ich selber habe sicherlich auch FF erreicht, allerdings mit Eintritt ins Rentenalter und mit völlig anderen, eben normalen Lebenslauf: Studium, Familie gegründet, Haus gebaut, immer am Anschlag gearbeitet, Nebeneinkünfte generiert, zwei studierende Kinder unter stützt, Karriere gemacht und Depot aufgebaut. Immer hohe Sparrate gefahren, aber auch Urlaube gemacht, immer Auto gehabt, nie beengt gewohnt.

    Da bleibt am Ende, so mit 60, auch ordentlich was ûbrig für die Erben. Noch schöner für mich sind etwa 2000 € durchschnittliche monatliche Dividende nach Steuer. Das stockt die Rente, die auch schon reichen würde, deutlich auf.

    Ich habe aber, von bestimmten Zeiten abgesehen (etwa Studium der Kinder) auch immer 50% der Einkùnfte gespart, was bei einem guten Gehalt in einer eher ländlichen Gegend gut machbar war, ohne schmerzhafte Einschränkungen .

    Was mein Depot anbelangt, so bin ich nach vielen Irrungen und Wirrungen genau auf Tims Strategie gekommen, lange bevor ich dieses Blog entdeckt habe, ja ich habe zum großen Teil die gleichen Aktien. Nur die Netflix ist an mir vorüber gegangen, weil ich mich kaum für TV interessiere, dafür war ich relativ früh mit einer Position Amazon dabei, die ich immer noch habe (mit einer Verzehnfachung).

    Was sicher nicht gelingen wird, ist auf die ewigen Crashpropheten zu hören, was hier immer wieder anklingt oder durch ständigen Broker Wechsel ein paar Euros einzusparen. Ein Depot baut man ùber Jahrzehnte mit Konsequenz und unter Ausblendung des Hintergrundrauschens auf.

  24. Thorsten

    Ich kann die Sorgen von Ex-Studentin verstehen. Ich möchte aber beruhigen. Ich habe es bei meinem Vater und bei mir gesehen und bestimmt steht es auch im Netz, dass es Konjunkturzyklen gibt. Durch die Globalisierung, den Euro und wer weiß durch was oder wen sind die heute womöglich etwas überlagert. Jedenfalls war es bisher so, dass nach  x Jahren Hausse eine x Jahre Baisse in der Wirtschaft war.

    Ich habe das an Einstellungsstopps, Auftragsmangel gesehen. Irgendwann wurde dann plötzlich massiv eingestellt,  oft viel zu spät , die Konjunktur lief schon längst wieder, aber die Unternehmen waren lange kleinlaut und vorsichtig, weil sie der Sache nicht trauten bis sie dann doch merkten, dass sie ihre Aufträge mit dem Personal nicht mehr abwickeln konnten.

    Für Selbstständige im Bereich IT gilt es optimal ein Polster für 9 bis 12 Monate aufzubauen, das ist so ziemlich die Maximalzeit, die in der Vergangenheit bei Kollegen als auftragslose Zeit auftrat. Meist bleibt es bei wenigen Wochen bis Monaten oder man hat gar keine Pause.

    Krieg und anderes klammere ich bewusst aus, die Ängste würden einen lähmen.

  25. Micha

    Etwas „Verschwörungstheorie“: ich glaube der Crash wird ca ein halbes bis dreiviertel Jahr bevor wieder Präsidentschaftswahlen in den USA sind kommen. Die „Eliten“ im Hintergrund und die Linken werden in irgendeiner Form etwas anzetteln, das einen Crash auslösen wird, ihn dann bei den ganzen Wahlkampfvorbereitungen und -kampagnen dem Trump in die Schuhe schieben, weil sie lieber wieder jemanden aus den altbekannten Clans (Clintons, Bushs u.s.w.) und deren Gefolge haben wollen… Trump wurde hauptsächlich vom „kleinen Mann“ gewählt. Das ist den Eliten ein Dorn im Auge…

     

     

  26. KievKiev

    Ich versuche mir überhaupt keine Sorgen zu machen. Es ist eine Verschwendung von Zeit.

    @ Felix

    Es gibt in der Tat eine riesige Spanne zwischen Menschen mit gleichen Einkommen bei 0% Sparrate zu 85% Sparrate, oder was maximal möglich mit den Gehältern ist. Hier ist aber auch vieles möglich ohne stark aus der Norm zu fallen, die einen ohnehin nicht all zusehr interessieren sollte. Wenn für mich die Vermögendsten 10% der Deutschen reich sind, so wird vermutlich niemand in dieser Menge die Norm sehr gut abdecken. Sonst würde er ja nicht zu dem kleineren Kreis der 10% gehören. Zumindest die Norm die mit Finanzen verbunden ist.

    Aktuell erhalte ich 1600€ im Monat an passiven Einnahmen (ohne Kindergeld) und wohne bis auf Nebenkosten mietfrei. Ich habe Familie (2 Kinder) und habe noch sehr lange bis zur offiziellen Rente. Unseren Wohnraum werden wir leicht ausdehnen. Damit steigen natürlich die Kosten. Es ist bei allem eine Abwägung wie viel es einem wert ist. Assets haben für mich einen sehr hohen Wert, da sie im Beispiel von Dividenden eine stetige Einnahme liefern. Wenn ich im gleichen Maße die Arbeitszeit reduziere habe ich durch die unterschiedliche Besteuerung auch noch mehr netto.

    Ich finde nicht, dass ich von außen betrachtet stark von der Norm abweiche. Ernährung, Sport, Art der Urlaube, Konsumverhalten, kein Fernsehen, sehr aufgeräumtes zu Hause usw. geben den Kennern aber schon etwas mehr preis 😉

    Den Depotwechsel habe ich hier vor kurzem in die Runde geworfen, da mir 1% sehr viel erschien. Falls Du als Beispiel 400k Aktien in einem Depot hast würde es 4000€ ausmachen. Das ist für mich auf den Aufwand bezogen kein Kleingeld.

  27. Sparta

    @Thorsten

    „Na ja Herr Kommer hat in dem Zusammenhang auch das Wort „kindisch“ benutzt, vielleicht fehlt ihm nur etwas der Unternehmergeist. Weiter als 1 Meter vor die Schuhe sehe ich ihn nicht blicken.“

    Ein einzelnes Wort aus dem Kontext zu reißen um jemand anderen etwas zu unterstellen, ist genau dass was man dem anderen vorwirft. Unreflektiert.

    Ich finde sowohl Kommer wie Oliver recht sachlich und nüchtern und beide haben eine angenehme Art. So rein richtiges Streitgespräch kommt da nicht raus, wenn man sich gegenseitig legitimiert.

    Ob Oli seine 300 oder 400 k mit 40 hat um dann „finanziell frei“ zu sein, hängt auch von den nächsten 10 Jahren Börse ab.

    Dafür gibt es keine Garantie, da es auch schon längere Seitwärtsphasen & Crashphasen gab und geben wird.

    Sicherlich ist es ein nettes Polster, egal ob 100, 200, 300, 400, 500 k oder mehr dann auf dem Bildschirm flackern…

    Aber es ist auch rein von der finanziellen Summe (monatlicher Betrag) der verschiedenen Entnahmestrategien kein großer Unterschied zu einem Arbeitslosen. Klar, man hat evtl. weniger Restriktionen bzw. ganz andere Restriktionen…

    Wenn man mit Oli`s studentischem Lebensstil 20, 30, 40 Jahre zufrieden und glücklich ist, ist dass vollkommen „legitim“.

    Ansonsten ist finanzielle Freiheit zu rosarot und gehypt dargestellt. Selbst für „Karriere-Felix“ (sorry für den Nick;-)) bzw. für viele Gutverdiener ist 50, 55, 60 einfach als Ausklinkung aus dem Erwerbsleben seriöser bzw. wahrscheinlicher.

  28. Wohnung mit Domblick

    @thorstenhartmann: Die Idee gefällt mir, inspirierend. Einfach aussitzen und es sich solange gut gehen lassen, dafür alleine lohnt sich ein finanz. Polster.

    2x hatte ich das schon, Wirtschaftskrise, Job weg, Kreditraten für die Wohnung, Stress pur. Noch ein paar Jahre, dann ist das Polster aufgebaut, die Kredite sind nächstes Jahr getilgt. In meinem Alter braucht man den Stress nicht mehr. 😉

    @Micha: Auf sowas kommt man nur mit Aluhut auf dem Kopf 🙂 Aber wenns so kommt, werden ‚die Eliten‘ hinterher ganz schnell wieder für Aufschwung sorgen.

    Ein Crash im Finanzmarkt bietet ja auch Chancen. Erst wenn er auf den Realmarkt durchschlägt, wird es unbequem. Je nach Jobsituation.

     

  29. Bruno

    „Dann würde ich alles auf steigende Kurse setzen…denn das Erste, was auch die Republikaner ändern würden, wäre eine Beendigung dieses Handelskrieges mit Zöllen. Die sind (für mich) aktuell DAS Hindernis, warum es trotz boomender Wirtschaften in allen Teilen der Welt mit der Börse eher seitwärts geht“

    Wer zahlt eigentlich diese Zölle? Ich kenne bisher niemanden zumindest in Europa.

    Was gefährlicher wäre, dass man die Steuersenkungen rückgängig machen würde, das könnte dann ein Minicrash auslösen.

    Ich denke aber immer noch dass Trump bleibt zumindest diese Amtszeit.

  30. Thorsten

    Jetzt mal alle wieder hinsetzen und einen Kaffee trinken. Also ich persönlich schaffe es nicht mir keine Sorgen zu machen, das würde ich fast als sträflich ansehen. Ehrgeiz, Planung, Erfolg, Durchdenken von Möglichkeiten zeigt eben auch negative Perspektiven auf. Einen Teil kann man beeinflussen, einen anderen nicht.
    Wer sich nicht kümmert und nix spart und in den Tag reinkonsumiert, der macht sich halt aucht weniger Sorgen bis es dann evtl. passiert, das Ereignis dass es zwingt die finanziellen Hosen runterzulaasen. Manche wissen gar nicht wie viele Schulden sie bis dahin haben. Es ist also gut sich ab und zu zu „sorgen“, weil es Teil der Planung, dem Durchspielen von Möglichkeiten ist.

    „Jeder Euro in Aktien (und oder ggfls. anderen Sachwertassets)  verringert das persönliches Risiko einer finanziellen Insolvenz, eines Jobverlusts, einer Krankheit und somit der Sorgen insgesamt.“

    Wenn es nicht gelingt genügend Kapital aufzubauen, dann reicht es vielleicht wenigstens für ein paar Monate oder ein paar Jahre,  dann ist worst case auch noch der Staat da und irgenwann gibts ja auch bei den Meisten noch eine staatliche/private/Betriebs-Rente.

    Die Perspektiven sind und bleiben gut, das mediale Geratter, das darf man nicht zu nah an sich ran lassen.

  31. Jan-Christian

    Hallo,

    wie hoch sind eigentlich eure Aktienquoten? Fahrt ihr alle auf 100 Prozent?

    Ich liege aktuell bei etwa 45% und sitze auf etwa 20% Cash.

    Wie haltet ihr es mit der Aktienquote und eurer Assetallocation?

    VG

  32. Daniel

    Hier ein interessanter Beitrag – Gerd Kommer meint, dass finanzielle Freiheit für einen „normalen“ Menschen nicht zu erreichen ist. Aber Du hast es doch ja auch irgendwie geschafft…

    wenn man unter einem „normalen“ Menschen einen angestellten Mitarbeiter mit Durchschnittseinkommen (wo liegt derzeit ein Rentenpunkt – bei 37.000?) vorstellt der in der Regel auch nicht willens ist sich selbstständig zu machen oder einen Nebenjob anzutreten, dann ist Herrn Kommer auch absolut zuzustimmen.

    Denn es bleibt bei aller relativer Sparquote immer ein absoluter Betrag den dich nunmal eine Miete/Wohnung/Haus + Strom + Gas + Wasser + Versicherungen und Beiträge im Monat kostet. Wer dann mit größter Mühe aber voller Überzeugung 200-300€ im Monat anlegt, der wird nicht finanziell frei. Hierzu sind wahrscheinlich Depotgrößen von 400-700.000€ Minimum notwendig, je nach ohnehin reduziertem Lebensstil. Aber es muss ja nicht die FF sein, mit derlei Summen sind frühe Verabschiedung aus dem Beruf, etliche Jahre vor den anderen Arbeitskollegen, ja immer noch durchaus denkbar.

    Wenn ich sehe wie jedesmal herumgezankt wird wenn es um 1-2 Jahre früher oder später in Rente verabschieden geht, dann legt das die Vermutung nahe, dass bei den meisten keinerlei Cash-Reserven oder Werte vorhanden sind.

  33. Wohnung mit Domblick

    Ich war ja dieses Jahr mal auf der Invest in Stuttgart und hab sie erlebt die Crashpropheten, Anlagegurus, Finanzblogger und Finanzverlage. Also die ganze Palette an Finanzporno. Da gehts auch nur darum, sich, seine Dienstleitung und Bücher zu verkaufen. Das ganze Theater hatte ich zum Glück bald durchschaut. Am authentischsten waren noch die Blogger in der Bloggerlounge. Ja, Kolja gibts wirklich 🙂

    Mein Fazit ist dazu: Ja, kann man einmal gesehen haben. Aber die Lehre ist, alles nur Geschrei. Ich halte mich an Gert Kommer, das erscheint mir fundiert. Einen Crash kann niemand vorhersehen. Es gibt nur Zufallstreffer. Und die gibt es immer, weil immer für jeden beliebigen Zeitpunkt irgendwer einen Crash vorhersagt.

  34. Daniel (Fächerstadt)

    @ Thorsten: Ein gesunder Mittelweg ist da am besten, zwischen den Zauderern und den hassardeuren.

    für ängstliche Veranlagte (sorry EX-Studentin 😉 hilft vielleicht sich das mal bildlich durchzurechnen und sogar auf Blatt Papier zu bringen. Wenn ich 100.000 aus meinem Depot/Sparbauch nehme, kann ich sogar ohne Rendite 40 Monate 2.500 EUR zusätzlich ausgeben, soetwas beruhigt ungemein, zudem gibt es ja selbst in krisensituationen noch so themen wie Abfindungen und ALG 1, wenn man dann selbst in 3 1/3 Jahren nichts gefunden hat, ja dann kann ich mir erst sorgen machen, vorher lohnt sich das nicht.

  35. Daniel (Fächerstadt)

    @ Jan-Christian: Ich mache es wie Munger -> die ersten 150.000 Dollar sind ne „bitch“ (aussage munger in den 80/90er also liegt das heute inflationsbereinigt wohl eher bei über 200.000) danach macht sich erst der Zinseszinseffekt deutlich bemerkbar, also sollte man sich darauf konzentrieren so schnell wie möglich 6-stellig zu werden. Bei mir sind es deutlich über 95  % Aktienquote. Habe nur einen kleineren 4 stelligen Liquipuffer

  36. Thorsten

    Mal was anderes , gerade dieser Hpye mit dem Zahlen per Handy  google pay , apple pay? Kann mir jemand irgendeinen Vorteil sagen ?
    Welchen Anreiz sollte ich haben eine leichtere Kreditkarte gegen ein schwereres Handy beim Zahlen auszutauschen ? Die Kreditkarte funktioniert ebenfalls berührungsrei, habe ich im Portemonnaie, das Handy ist viel größer und schwerer als die Kreditkarte, wer weiß wo es gerade is, hoffentlich diebstahlsicher und geschützt vor Kratzern. Wo immer ich es herkrame, es muss nach dem Bezahlen ja auch wieder dahin.

    Die Kredikarte bleibt für mich die eleganteste Lösung und man braucht auch keinen geladenen Akku, der ist schon mal leer bei  der Tagestour in einer fremden Stadt.
    Und an der Kasse mit dem Handy rumnesteln, wo es mir dann vielleicht auf die Kante fällt, weil mir gerade die Einkaufstasche umfällt und ich sie greifen muss ? Da brauche ich alle Hände zum Einräumen der Wre in die Taschen (die Kreditkarte kann ich dabei noch problemlos halten) und das Handy kommt mir nicht in die Hand. Nä, das wäre mir an der Kasse zu stressig.

    Bargeld dauert auch, ich zahle momentan am liebsten mit AE, berührungsfrei. Das Handy bleibt geschützt woanders, keine Energie fürs Bezahlen verschwenden.

    @Jan-Christian, ich habe immer 100% Aktienquote, baue mir aber das erste mal seit xx Jahren eine Rücklage – bei moneyou. Mit den dortige möglichen Unterkonten habe ich für mich zweckgebundene Sparziele definiert, die ich monatlich per Dauerausftrag füttere. Falls es jetzt zu irgendwelchen Crash und Reboundsitautionnen kommen sollte würde ich diese Reserve sogar ohne zu zucken von heute auf morgen auflösen – weil ich sie über kurz oder lang aus den Dividendenzahlungen wieder auffüllen kann. Für kurze Zeit wäre dann zwar ein höheres Risiko gegeben, aber ich könnte ja jederzeit Aktien verkaufen. Selbst in einem Crash sollte es etwas im Depot geben was noch im Plus oder nicht so tief gefallen ist. Das würde mir dann als Reserve reichen.

  37. Bruno

    @Thorsten

    Das Handy hat man ja eh dabei, aber es ist komplizierter, da man zumindest aktuell die Karten auch immer dabei hat. Ich brauche meistens Maestro kontaktlos, in der Schweiz brauchen die meisten mit Handy Twint, hat den Vorteil dass es nicht über eine Kreditkarte laufen muss.

    Ich glaube aber die Zukunft liegt ganz woanders, im kontaktlosen bezahlen, d.h. man geht dann in den Supermarkt, packt sich alles in die Tasche und läuft einfach raus und es wird abgebucht. Ob dies dann über NFC oder eine andere TEchnologie läuft, werden wir sehen. Die Selfscanning-Kassen werden dann wohl abgelöst.

    Und bezüglich ANGST, die ist nie gut, Vorsicht und Vorbereitung sind besser. Ich bin eh sehr breit aufgestellt über ETF, das hab ich aber nicht nur aus diesem Grund gemacht sondern auch weil mir die Rückforderung der Quellensteuer zu mühsam ist, wenn man ein international aufgestelltes Portfolio haben will. Es ist ein Formularkrieg sondergleichen, zumindest aus der Schweiz heraus ich weiss nicht wie es in Deutschland ist, und es dauert teilweise Jahre bis man das Geld dann erhält. Daher machen glaub über 80% keine Rückerstattungsanträge. Daher bevorzuge ich dividendenarme Einzeltitel oder Aktien aus der Schweiz und der Rest über ETF’s.

    Wer natürlich ein sehr grosses Depot hat, für den lohnt sich unter Umständen der ganze Formularkrieg, aber für mich ist das zu aufwendig, und trotzdem finde ich es schade, das Geld den Staaten zu schenken.

  38. KievKiev

    @ Thorsten

    Ich verbinde mit sich Sorgen machen einen Zustand der Schockstarre in dem man sich leid tut und sich vom Glück verlassen fühlt und sowieso ungerecht behandelt fühlt.

    Aus Wikipedia:

    „Im allgemeinen Sprachgebrauch ist die Sorge in erster Linie eine mehr oder weniger konkrete, mitunter länger anhaltende Befürchtung oder seelische Bedrückung. Das Wort wird in dieser Bedeutung oft im Plural verwendet, zum Beispiel: „Ich mache mir Sorgen …“ Anhaltende schwere Sorgen lassen sich auch als Kummer bezeichnen.“

    Wenn Du Dir über etwas (konkretes) Gedanken machst, wie die Abhängigkeit vom Job und dabei ein mulmiges Gefühl bekommst hilft es das Blatt Papier wie von Daniel beschrieben rauszukramen. Nun kann man Alles nüchtern sammeln und aufschreiben und überlegen, wie schlimm ein Eintreffen des Ereignisses wirklich ist und was dagegen unternommen werden kann. Dann unternimmt man den Schritt und ist die Sorge los. Die obige Definition ist ja ok. Die Sorge sollte konkretisiert werden und nicht zu einer anhaltenden Befürchtung werden. Da plane ich lieber und kümmere mich um andere Dinge.

    Wenn ich mir Sorgen mache was alles passieren kann wenn ich in ein Flugzeug steige oder KFZ fahre, dann werde ich doch nicht mehr fertig mich zu sorgen. Mein Engagement an der Börse bietet Chancen und Risiken. Natürlich gehe ich die Risiken durch und suche nach einer Lösung für mich frei von Sorge investieren zu können.

    Bis zu einem Grad sich Gedanken zu machen (oder zu Sorgen) ist ja wichtig (Planung). Aber spätestens bei nicht beeinflussbaren Faktoren muss man auch loslassen können. Das heißt nicht, dass man sich nicht absichern sollte.

    Mir gefällt das Wort sich sorgen machen schon nicht so gut. Das hört sich so passiv an. Ich mache aktiv Gedanken wie ich mit problematischen Situationen umgehen möchte. Es gibt immer viele Optionen. Man wird zu nichts gezwungen. Man kann auch nicht jedem Konflikt aus dem Weg gehen, auch wenn ich es versuche. Manchmal muss man auch elegant Grenzen aufzeigen und dabei sein Gesicht sowie das Gesicht der anderen Person bewahren.

  39. Christoph

    Die genannten Firmen: „Amazon, Facebook, Visa, Mastercard, JPMorgan Chase, Rational AG, J&J, Exxon, Chevron, BP“ stehen derzeit mehrheitlich gut da und wird es vermutlich noch sehr lange geben. Rational AG kenne ich nicht und die Ölindustrie kann es schnell ordentlich durchschütteln wie es bei BP schon der Fall war.

    Bei Facebook bin ich mir nicht sicher wie groß der Burggraben wirklich ist.  Facebook selbst stagniert und wirkt innovationslos, allerdings haben sie ja noch WhatsApp und Instagram.

  40. Ruben

    Ich finde das Interview mit Frugalist Oliver und Kommer sehr versöhnlich und ich habe den Eindruck beide haben Respekt voreinander. Kein Wunder, ist doch Frugalist Oliver nach allem was ich mitbekomme ein bodenständiger, ehrlicher und intelligenter Typ. Mit Tim wäre das Interview natürlich auch sehr gut geworden, zumal er schon weiter als Oliver ist.

    Kommer prangert hauptsächlich die extremen Fälle wie „in 7 Jahren zur Million, jeder kann es schaffen“ an. Hier ist seine Kritik auch sicher angebracht. Da sich Frugalist Oliver und Gerd Kommer in den meisten Punkten ziemlich einig waren, war es vielleicht nicht einmal ein Streitgespräch. Das ist mir jedoch lieber als ein „in 7 Jahren zur ersten Million“ Typ oder jemand, der bei Besuch seiner Freunde darum bittet, die Klospülung nicht zu lange zu drücken.

    Mir wären 400k zur FU auch etwas wenig, doch ich finde man darf solche Schlagworte auch nicht zu genau nehmen. Die Hauptkosten sollen gedeckt sein, aber die ein oder andere Nebentätigkeit, wenn sie zudem Spaß macht, ist sicher noch drin (so wie bei Tim). Oliver hat beschrieben, was ich auch in Bezug auf meine Situation denke. In mehr Materialismus kann ich keine Erfüllung finden und ich möchte nicht unnötig Ressourcen verbrauchen. Eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit, egal in welchem Ausmaß, ist dann nur ein Nebenprodukt.

    Alles Gute,

    Ruben

  41. Tugumak

    Hmmm, was ich mich immer frage:

    Wenn jemand sich jetzt schon Gedanken oder Sorgen macht, dass ein Crash kommt, und nicht investiert, wie wird sich dann genau dieser Mensch im Crash verhalten?

    Zu dieser Zeit sind alle Zeitungen, Magazine, ja sogar die BILD und die Tagesschau voll von Untergangsszenarien. Das wird man unweigerlich mitbekommen…

    Will sagen: hat der, der jetzt schon die Hose voll hat, was kommen könnte, später die cojones zuzukaufen?

    Ich glaube eher nicht…

    Auf Gurufocus waren letzthin zwei gute Artikel zur Geduld von Chrlie Munger.

    Geduld beim Kaufen, aber auch Geduld beim Verkaufen.

    https://www.gurufocus.com/news/726945/the-power-of-patience-

    https://www.gurufocus.com/news/727289/the-power-of-patience-pt-2

    Gruß Tugumak

  42. Ex-Studentin

    @Thorsten & Thorsten

    Es ist nun keine direkte Angst. Ich mag meinen Job und käme mit einer Kündigung klar. Trotzdem weiß man dann ja nicht, wie sich die Lebensumstände ändern. Ich bin ja noch ganz am Anfang und muss erst mal fleißig sparen, bevor ich groß ans Entnehmen denke. Ein paar Jahre Auszeit wären kein Problem.

    @Daniel

    Die Kündigung macht mir nicht mal so Sorgen, eher was eine größere Krise auslösen könnte.

  43. Mick

    Bin auch ein Freund von „Buy and Hold“ aber „Hold“ mit Einschränkung. Das heisst, wenn eine Aktie zum oberen Rand der Bewertung gelaufen, ist verkaufe ich auch . Alle Aktien die gut gelaufen sind, gehen dann  20 – 30 Prozent wieder zurück. Kaufe sie dann wieder  auf, wenn die Kriterien weiterhin gut sind . Konnte so manche assets mit mehr Anteilen wieder aufnehmen .

  44. Frank

    Ich brauche auch noch ne gewisse Zeit für meine FF, aber der Nickname „Wohnung mit Domblick“ ist echt der Hammer!

  45. Thorsten

    @Ex-Studentin das hört sich gut an, die meisten Arbeitnehmer in Deutschland könnten sich eine längere Auszeit nicht leisten, weil die Rücklagen zu klein sind.

  46. Ralf

    Leute wie ich brauchen immer etwas Geldreserve in der Hinterhand. Das verschafft in meinem Fall deutlich mehr Ruhe und Gelassenheit, vermutlich auch bei Börsenturbulenzen. Und gute Positionen können dann günstig nachgekauft werden. Ansonsten habe ich mir angewöhnt, seltener ins Depot zu schauen. Gerade mit ETFs hat man es da mitunter etwas leichter als mit einem reinen Aktiendepot.

    Trotzdem gibt es neben Aktien auch andere interessante Anlageklassen wie Immobilien. Wer sich damit auskennt, kann durchaus gute Renditen erzielen.Nur auf Aktien zu setzen ist mir aber etwas zu einseitig.

    Daher steht das Projekt Eigenheim auf der Tagesordnung. Wenn das Objekt in guter Lage und überschaubar ist, kann das durchaus einen gewissen Wert darstellen. Vielleicht denken da Anleger mit Familie tendenziell etwas anders als z.B. Singles, die sich öfters günstig in einer kleineren Mietwohnung einmieten können und mehr Flexibilität lieben.

  47. Christian

    Hallo,

     

    Bin auch ein Frugalist. Bin derzeit mit 70 Prozent in Aktien.

    Derzeit ca. 280k verteilt auf 2 Depots.

    Klassiker wie BASF Berkshire Exxon MCD Sixt kws Saat Dabei. Der Rest in Etfs wie Msci emerging und sp500.

    Bin 38 Jahre und spare ca 2,5k pro Monat an.

    Lebe nach aussen hin sehr bodenständig, leisten uns aber dennoch das worauf hier Lust haben aber auch in Maßen.

    Meine Eltern liessen sich scheiden, Mutter alleinerziehend, weniger als 700 Eur netto +300 eur Unterhalt damals. Sowas prägt dann doch. Trotzdem konnte ich studieren.

    Dafür muss ich auf ewig dankbar sein, das es doch gut ausging wie es derzeit ist.

     

     

  48. KievKiev

    @ Ralf

    Eine Depothöhe aufzubauen ist eine schöne Sache, die man machen kann um sich sicherer zu fühlen. Man kann aber auch seine eigene Abhängigkeiten reduzieren durch Senkung des monatlichen Ausgaben. Oder durch Fähigkeiten oder Wohneigentum. Reduzierung der Ausgaben wie Strom und Gas sind auch Möglichkeiten.

    Wohnung mit Domblick. Ich weiß ja nicht ob Du schon FF bist. Mit Wohnung ohne Domblick wärst Du es vermutlich schon 😉 Vieles ist möglich. Man möchte aber nicht alles um jeden Preis. Es ist immer nur ein Abwägen.

  49. KievKiev

    @ Ruben

    Deine Beschreibung hört sich sehr vernünftig an. Warum man sich immer an Zahlen wie 400k so festhalten muss. Die Ausgaben in Zukunft sind in Olivers Alter noch nicht wirklich abzuschätzen. Bekommt er Kinder, wie viele, möchten sie eine größere Wohnung oder ändern sich die Prioritäten mit dem Alter etwas. Egal was passiert, sparen ist immer ein Erfolg. So kann er in Teilzeit etwas weiter arbeiten, oder ein paar Jahre länger. Man kann es drehen und wenden wie man will. Es bleibt eine gute Strategie. Solange sie mit dem zufrieden sind wie es ist gibt es ja auch keinen wirklichen Verzicht.

  50. ChristophHase

    Totgesagte leben länger…

    Altria (Marlboro in den USA) hat eben bekannt gegeben, dass die Dividende um 14,3% auf 0.80$ pro Aktie angehoben wird. Dies ist die größte Dividendensteigerung seit der Wirtschaftskrise 2008. Grund dafür ist sicherlich die veränderte Steuerpolitik in den USA, wo Unternehmen entlastet werden.

    Die Dividendenrendite steigt somit auf 5,35% bei einem Konsumgüterhersteller.

    Doch das ist noch nicht alles, bereits vor ein paar Monaten hat Altria die Dividende um 6% angehoben. Das Management hat es sich zum Ziel gemacht 80% des Cashflows an die Aktionäre auszuschütten.

    In der Vergangenheit gehörten Tabakaktien zu den absoluten Gewinnern, die jeden Index massiv outperformt haben. Auch wenn diese Firmen aktuell mit vielen Veränderungen kämpfen müssen und permanent weiter reguliert werden, haben sie eine unglaubliche Marktmacht. Im Grunde beherrschen wenige Firmen den gesamten Markt und die Eintrittsbarrieren für Neubewerden sind unüberwindbar.

    Wir werden sehen wie Verdampfer, Vapor, Tabakerhitzer, Snus oder Cannabis in der Zukunft laufen. Für mich sind neben Altria auch PM und BTI Aktien zum liegenlassen und vergessen.

    Liebe Grüße

  51. SantiagoSantiago

    @Kiev

    Beim Sorgen machen, ist ein Hauptpunkt Fakt und Fiktion auseinanderzuhalten.

    Mache ich mir quasi berechtige Sorgen, da ich zum Beispiel eine schlechte medizinische Diagnose erhalten habe, meinen Hauskredit nicht mehr tilgen kann usw. oder ist es Kopfkino und ich mache mir über Evantualitäten Sorgen, die so oder auch ganz anders kommen können.

     

  52. Thorsten

    Habe gerade wieder in einem Blog gesehen,  wie jemand 400.000€ zusammensparen will (inkl.Zinseszins) und dann sehr früh in Ruhestand nach 4% Regel vorgehen möchte. Alle Planung in Ehren, aber in einem Zeitraum von 10 bis 20 Jahren verliert die Währung 50% der Kaufkraft. Die 400.000 von heute, sind in 15 oder 20 Jahren nur noch 200.000 wert. Glaubt ihr  nicht ? Denkt an die Pizza, die 2000 noch 8 DM gekostet hat und heute 8€ oder mehr. Effekte wie gesteigerter Mindestlohn, Mehrwertsteuererhöhung auf 25% (aktuell SPD mit neuem Linksdrall, die sind bald unter 10%), Energiekosten, höhere Sozialabgaben… Die Zutaten auf der ökonomischen und politisch festgelegten Giftliste sind nicht wirklich planbar.

    Man könnte jetzt eine angenommene Inflationsrate dazunehmen.  Das wäre schon wieder so eine Falle wie die modellhafte 4% Regel. Keiner weiß, wie sich die Preise entwickeln, die staatlich verkündete und die eigene Inflationsrate sind zwei paar Schuhe,  gerade wenn man in finanzielle Freiheit geht, dann ist der staatliche Warenkorb etwas fern vom eigenen Bedarf.

    Ergo muss man doch mehr sparen als man heute denkt, aber das wird fairerweise bei manchen beratenden Finanzseiten auch ganz klar gesagt. Meist wird ein bisschen Inflation zugemischt,  2%. Ehrlicher wären 4% oder gar 6%, damit die Posten Energie,  Krankenkasse, ggfls. Miete, auch bei bescheidenem Leben sicher abgedeckt werden.

    Ergo sollte man die Sparquote erhöhen wenn es geht und nicht auf eine bestimmte Zeit oder Volumen hinsparen. Eine jährliche Bewertung der Einnahmen,  Ausgabe, Vermögen ist das A und O und dann kann es irgendwann auch ganz schnell gehen.

  53. Heinz

    wegen der Depotwechselaktion :

    „Mein altes Depot behalte ich und bespare es mit Minisparplan, damit es kostenfrei bleibt. Wenn Consors nicht hält was es verspricht, geht das Ganze wieder zurück.“

    Ich bin noch am überlegen mitzumachen. Also W8-Ben für US-Steuer braucht man nicht extra auszufüllen? Tax Voucher gibt es ohne weitere Gebühren ? Ok, Einstandskurse muss man selbst wieder nachtragen ? Einstandskurse Ausländischer Thesaurierer könnten kompliziert sein, da droht dann doppelte Besteuerung ? Gibt es sonst noch was zu beachten oder etwas negatives über Consors zu berichten ? Der Eintrag von Namensaktien beim Wechsel kostet ja 1,95 EUR ? Geht ihr dann mit allem rüber oder nur mit „problemlosen“ Positionen ?

    Danke.

  54. Robert

    Hi Timm!

    Ja ich habe auch Sitzfleisch habe am 14.10.2010 die Verbund damals gekauft da das Kurs atraktiv war. Zweimal stand ein Nachkauf an und nun wie sieht es jetzt aus :-).

    So sieht es jetzt aus nachdem ich 6 Jahre im Minus war >>>

    +120,48 %
    24.08.18
    17:33:18
    Wiener B..
    15,64
    14.10.10

    Bin zufrieden ist heute die größte Position, werde aber diese Position nicht ewig behalten! War auch damals nicht so geplant gewesen für die Ewigkeit, sondern Rendite zu machen um dann in verschiedene Titel zu investieren die ein Leben lang gehalten werden und gute Div. abwerfen.

  55. Thorsten

    Hier eine Studie bis 2045 wo die Deutschen wohnen wollen. Als finanziell freier Mensch kann man JAHRE  vorher in Rente gehen, wenn man entweder Wohneigentum besitzt und/oder in Rente in eine preiswertere Region zieht. Die hochgerechneten fehlenden Wohnungen sind der Wahnsinn schlechthin. Ob das so kommt ? Für das Saarland kann ich  sagen, ja das ist so, seit Jahrzehnten ist der am besten exportierte Artikel der gut ausgebildete junge Mensch,  der dann in Baden-Württemberg, München, Frankfurt oder Hamburg gutes Geld verdient und dort eine Wohnung braucht.

    In Ulm wohnen und in Stuttgart oder München arbeiten, das wird die Perspektive sein. Fernpendelei, weil man sich die Wohnung nicht leisten kann. Nicht schön.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/deutschland-wo-die-deutschen-2045-wohnen-wollen-und-wo-nicht-a-1080723.html

    Ich werde den Anteil der Wohnimmobilienaktien in meinem Depot drastisch erhöhen. Das wird vermutlich DIE Story der nächsten Jahre (neben Techwerten). Immobilien für den kleinen Mann verpackt in weit streuenden Renditeaktie, gerade wenn man sich selbst keine Immobilie leisten kann. Ich bin dabei, ich bin Mirko sicher, dass ich den größten Teil meines Vermögens daraufsetze.

  56. Fit und Gesund

    @Thorsten,

    Zeiträume über 10 Jahre zu planen halte ich auch für unrealistisch, zumindest für mich persönlich, man darf es natürlich nicht als Ausrede nehmen dann einfach nix zu machen, das höre ich ja oft im Bekanntenkreis „wer weiss schon was ist wenn ich mal alt bin, besser ich lebe jetzt gut“

    Auf die 4% Regel würde ich mich auch nicht verlassen, die Regel fand ihren Ursprung ja auch in den USA, wir leben aber in Europa, ich denke wenn man die Dividende verlebt dann ist man ganz gut dabei, besonders wenn man das Ganze eben eher als Zustupf zur Rente betrachtet und nicht schon mit 45-50 das Handtuch werfen will.

    „politisch festgelegte Giftliste“, genau so ist es, ich selber kann ja sparsam leben, aber gegen höhere Krankenkassenprämien, Energiekosten, Lebensmittelpreise etc. bin ich einfach machtlos.

    Die Sparer die nicht in Aktien anlegen werden tatsächlich enteignet, schleichend, genau aus diesem Grund habe ich mich entschieden demnächst etwas vom geerbten Geld meiner Mutter in Aktien anzulegen, der Zeitpunkt gefällt mir nicht wirklich, ich wollte das eigentlich aufheben wenn es zu einem Crash oder ordentlichem Rücksetzer wenigstens kommt, ich gäbe was drum es würde bald kommen, aber unter Umständen kann ich da lange warten.

    Aufstocken werde ich auf jeden Fall:

    1x Royal Dutch, 1x Unilever, mal sehen…

    welche Aktien wären geeignet für ein SWAN-Portfolio? (sleep well at night)

     

    liebe Grüsse

     

     

  57. Thorsten

    @Fit und Gesund  Danke. Die Konsequenz ist genau es Du schreibst : Blick nach vorne, im gleichen Tempo oder noch schneller mit den Preisen mitlaufen und sparen was das Zeug hält (aber nicht nur Haferflocken, lecker muss trotzdem drin sein). An sich selbst glauben und durchhalten.

    Die Renditen der beiden Aktien stimmt, die Stories auch. Royal Dutch gefällt mir auch besser als Exxon oder BP, man kann aber auch streuen. Dividenden schützen definitiv vor Kursverfall , wenn die Story stimmt. Nach unvermeidbaren Einbrüchen kommen die Dividendenjäger und kassieren die attraktiv rentierenden Aktien billig ein und schwupp geht es wieder nach oben (früher oder später). Früher hat man in Tagesgeld und Festgeld geparkt, heute geht man in verschiedene Dividendenaktien, natürlich nur bei mittelfristigen Anlageraum.

    So lange es kein Black Swan ist und man Alpträume bekommt;) Ich finde ETfs gut, die physisch streuen, Einzelpleiten von Aktien bekommt man gar nicht mit. Welt, S&P 500,….

  58. Albr

    @Thorsten, wie ich immer sage, lebe in der eigenen Wohnung in der Stadt und gut ist… ich bin mehr als froh in Frankfurt, Stadtmitte eine schöne (abbezahlte) Wohnung zu haben, kein Vermieter geht mir auf die Nerven, niemand will mich loswerden, niemand kann mich wegen Eigenbedarf kündigen, niemand kann – gehen meinen Willen – die Wohnung sanieren, mein Dienstwagen hat einen wunderschönen TG Stellplatz, niemand kann mir regelmäßig die Miete erhöhen… etc.  eine bezahlte Wohnung gehört zur finanziellen Freiheit (für mich)

     

    ich hatte auch dieses komische Video (Oliver?) gesehen… ich bin erschüttert über die finanzielle Bildung von unter 30-jährigen in Deutschland; unglaublich mit 400TEur in Rente gehen (in 11 Jahren), wie soll das gehen (könnte bis dahin etwa Hartz 4 Niveau sein, inkl Miete, Soz.Versicherungen, Nebenkosten etc.)…

  59. Fit und Gesund

    den Grey Swan hatte ich heute schon, mich traf fast der Schlag, kleine mausgraue Umschläge aus D im Briefkasten bedeuten nie was Gutes, die Deutschen fragen wo meine Steuererklärung bleibt? Sind die irre? ich habe die Aufenthaltsbewilligung C in der CH, versteuere Alles hier, verschweige sicher nix und nun wollen die wegen der geerbten Wohnung auch ihren Anteil am Kuchen, ich bin wirklich naiverweise davon ausgegangen nur in der CH steuerpflichtig zu sein, aber Tante google findet auch, da wo das unbewegliche Vermögen, sprich die Hütte ist, da muss ich Steuern zahlen,

    also kann ich am Montag den deutschen Steuerheini anrufen und fragen ob er mir das machen kann, kostet ein Vermögen, ich hoffe ja nur dass ich nur die Belege von den Mieteinnahmen beischleppen muss….ich schwöre, sobald dieser Mieter auszieht verkaufe ich, ich werde auch nicht jünger.

    Ich dachte an ein kleines Mini-Portfolio in Richtung

    Shell, Unilever, Bank of Nova Scotia, BASF, Reits machen bereits 13% meines Vermögens aus, da kann ich mir allerhöchstens noch Vonovia vorstellen, aber genau hab ich die noch nicht angeschaut, die steigt scheinbar auch nur…

    so, nun muss ich wieder was Schaffen

    liebe Grüsse

  60. Heinz

    Hallo Fit

    ich glaube das sind Mieteinkünfte in DE. Daher steuerbar.

    Das hört sich formell korrekt an. Dein ständiger Aufenthaltsort ist da wenig relevant. Du kannst aber auch Kosten und Pauschbeträge gegenrechnen.
    Deine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit sind in CH und werden dort versteuert.

    Eine Frage an dich: Du hast doch auch noch die Emerging Market Bonds (A0Necu)
    Wie ist deine Einschätzung dazu ? Hälst du die noch ?

    Dem Rest gehts nicht anders. Bald kommt noch die nächste Steuer um die Rente stabil zu halten und die Wähler zu umgarnen.

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/deutschlands-buerger-werden-gemolken-ld.1414347

  61. Fit und Gesund

    @Heinz,

    na da bin ich mal gespannt, so ein Mist, die ganze Vermieterei macht einen Haufen Arbeit, ich telefoniere schon die ganze Zeit dem Verwalter hinterher damit er mal die Abrechnung für den Vor-Mieter fertig macht.

    Wegen dem E.M. Bonds, den hatte ich bis 9.6.2017, im April 2017 hat er noch schön ausgeschüttet, im Mai dann aber nicht mehr, im Juni hab ich das verkauft, der hat jetzt mit dem Türkei-Debakel sicher wieder verloren.

    den link schau ich mir gleich an, aber so ist es wohl, ich bin froh lebe ich in der CH, war einfach die richtige Entscheidung für mich.

    liebe Grüsse

  62. Thorsten

    @Fit und Gesund oh, da graust es mir, ich habe mehrfach Aufträge in der Schweiz abgelehnt, weil der Irrssinn mit der Zwangsanstellung und doppelter Steuererklärung mein analoges Gehirn überfordert hat. Binäre Wesen könnten das vielleicht eher, oder vielleicht welche die Steuerberater bezahlen.

    Zu den Wohnimmobilienaktien hatte ich ja schon …ähemähem …Werbung geposted, also meine persönliche Meinung. Die, die heute Immobilienblase rufen und mit dem lauten Regentanz preiswertere Mieten herbeirufen wollen werden (siehe Studie oben vom Spügel) eines besseren belehrt werden.

    Dass es Leute mit wenig Eigenkapital anlockt falsche Finanzierungen einzugehen hat mit dem Phänomen des hohen Bedarfs und somit hohen Mieten nix zu tun. Wenn, dann gibt es eine Finanzierungsblase beim unbedarften Eigenheimvolk. Die Medien vermischen es und nennen es Immobilienblase und der ein oder andere hofft dann, dass die hohen Mieten ein Irrtum seien und es bald wieder preiswerter werde. Leider nein ! Wir haben gerade erst angefangen uns dem europäischen Niveau zu nähern, eine Verdopplung der Preise in den Ballungsgebieten (außer Kern-München) wäre realistisch. Und die Chinesen kaufen und kaufen ein Stück nach dem anderen, und die Deutschen verstehen nicht was passiert, mal wieder.

    :Werbung Begin:

    Vonovia, Deutsche Wohnen, TAG Immobilien,LEG Immobilien AG. Auf diese vier Aktien streuen. Ein Anstieg sollte mindestens mit dem Mietanstieg  (darin ist mindestens die Inflation) erfolgen plus Effekten in den Unternehmen selbst : Zukauf von neuen Immobilien aus Gewinn. Diese Unternehmen machen den Zinseszins schon intern was das Zeug hält. Das wird der Wahnsinn (positiv) schlechthin in den nächsten Jahren. Die Medien werden schreiben „Betongold glänzt wieder“ und dann werden sie genau diese vier Unternehmen vergleichen und die Kurse gehen weiter nach Norden (oder auch nicht, Wünsche werden nicht immer erfüllt). Immobilienbewertungen steigen, Mieten steigen, zweifacher Hebel sozusagen. Wie bei Netflix : wertvoller Content wird zugekauft, Anzahl der Benutzer erhöht.

    Ich habe in einem Chart alle vier übereinandergelegt. Die Aktie mit der höchsten Dynamik aber auch Volatilität scheint Deutsche Wohnen AG zu sein (hellgrün bei 350%). Mit der Investition in Pflegeimmobilien haben sie den Booster im Portefolio.

    Wenn vier Unternehmen gleiche Verläufe zeigen, dann sind sie marktkonform. Der Markt geht nach oben und das wird 20 Jahre so bleiben oder länger.

    https://abload.de/img/screenshot2018-08-251fldwu.jpg

    :Werbung End:

    BASF, nein, wegen der Rendite vielleicht, aber das Ding ist zyklisch wie ein Automobilbauer oder ?! Nur wegen Heimatliebe kommt mir keine Aktie ins Depot.

    @Heinz „Nirgends zwackt der Staat vom Bruttogehalt bei Alleinstehenden so viel ab wie in Deutschland, nämlich fast die Hälfte (bei Familien sieht es etwas besser aus). “ Wenn ich das lese müsste ich meinem Kollegen nach Zypern folgen : 10% Steuern.

    Ach ja : Statt Tesla besser Kalaschnikow kaufen ?
    https://www.n-tv.de/auto/Kalaschnikow-will-Tesla-Konkurrenz-machen-article20588349.html

  63. Fit und Gesund

    @Thorsten,

    Pflegeimmobilien benötigen Pflegepersonal, erstmal finden und halten … ich habe bereits Ventas, das reicht, völlig übergewichten werde ich diesen Sektor nicht  nur wegen der Rendite, übergewichtet habe ich nur Konsum und Pharma, liefen beide nicht sonderlich gut in der jüngeren Vergangenheit. Bei den US Reits ist es einfacher, Brad Thomas von Seeking Alpha sei Dank.

    Tesla ist eine Lachnummer, dann doch lieber BMW, und ganz sicher werde ich kein völlig U.S lastiges Depot aufbauen, da hätte ich keine Ruhe, lieber verzichte ich auf ein wenig Rendite, da lasse ich mich nicht beirren, bei den CH er Aktien bekomme ich zudem die Steuern vollumfänglich zurück, auch ein Vorteil und kein Währungsrisiko, hat eben Alles Vor und Nachteile.

    liebe Grüsse

  64. Thorsten

    @Fit und Gesund , Aktien in Heimatwährung haben ein Plus. Reits habe ich auch, es gibt sehr Verschiedene, interessantes Feld. Den BMW kannst Du mir auch kaufen, gerne. Einen Tesla lieber nicht, dann werde ich enttarnt, ich bleibe beim Dacia mit Werterhalt. Ich hoffe jedoch, dass das Unternehmen Tesla erfolgreich wird, wir brauchen Visionäre und Produkte. Die früheren Visionäre hat man auch verspottet, manche haben ihren eigenen Ruhm nicht mehr erlebt oder andere haben ihn dann eingesackt.

  65. KievKiev

    @ Santiago

    Auch wenn die Sorgen berechtigt sind. Es sollte kein Dauerzustand werden. Am besten geht man mit Papier und Bleistift alles durch und überlegt sich wie man seine Ängste weitesgehend eliminiert. Das ist dann meinetwegen eine konstruktive Sorge, die man durchgegangen ist.

    @ Fit und Gesund

    Vermutlich hat Deutschland ein Steuerabkommen mit der Schweiz, so dass Du die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Deutschland angeben musst. Ist bei mir andersrum auch der Fall (nicht Schweiz). Immerhin unterliegst Du vermutlich nicht der Progression, falls es so etwas in der Schweiz gibt.

    Du benötigst nur alle Eingänge und Ausgänge von 2017. Im Deutschland zählt der Geldfluss. Hast Du bzw. das Finanzamt Infos zur Wohnung? Afa, Mietvertrag, Grundfläche… im ersten Jahr der Vermietung muss man dies alles etwas gründlicher angeben. Vielleicht ist dies bei Erbe nicht der Fall. Damit kenne ich mich nicht aus. Du kannst mindestens eine Fahrt ohne Grund zu der Wohnung im Jahr absetzen. Ich weiß ja nicht wie weit die Strecke ist. Deinen Laptop, DSL, Telefon nutzt Du ja auch zu einem Teil für die Vermietung. Ich weiß aber nicht wie viel Aufwand sich lohnt. Schau doch einmal wie viel Steuer ohne Ausgaben anfallen würden. Ein Steuerberater ist nicht ganz preiswert. Afa musst Du eh bestimmen.

  66. Leser

    @Thorsten

    Ich bezahle offline immer und auschliesslich bar. Ohne Ausnahme. Egal ob in der Heimat oder im Ausland. Online natürlich anders. Solange es möglich bleibe ich beim baren. Im Supermarkt stelle ich mich auch un die Schlange und gehe nicht zum Seld Check in. Warum kostet das gleiche und der Verkäufer behält seinen Job.
    Ich hoffe dieser Kartenkram Smartphonekram bleibt noch ein paar Jahre optional. Nur Bares ist wahres. Ohne Bares wäre meine Sparquote sehr schlecht. Dafür volle Kontrolle von Bank und Staat.
     

     

  67. Kia

    Für mich ist das einzig visionäre an Tesla, dass Elon Musk sein Unternehmen nach dem Visionär und Genie Nikola Tesla benannt hat. Mehr nicht.

    Und Immobilien und ihre Preise geben mir nur noch das Gefühl im falschen  Film zu sein. Ich fuhr an einem alten WBS-Bau vorbei, an dem neu gebaut wird. Sehr hoch und eng. Ich dachte vielleicht kann man sich das ja leisten. Auf deren Internetseite war die günstigstste Wohnung mit 62 qm für 352000€ angegeben. Ha ha . Danach ging ich auf dem Spielplatz und neben mir unterhielten sich eine Gruppe von  35-45jährige, mit Jobs nach Besoldung, wohl beim Fernsehen,  über ihre Häuser die so ab 550000-750000€ gekostet haben. Ha Ha. Ich habe mir dann mehrmals gesagt: Das ist nur eine Filterblase. Du bist in eine komische Filterblase geraten.

  68. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Sorgen

    Kiev, deine Anmerkungen hierzu teile ich. Über Dinge, die außerhalb meines Wirkradiuses liegen – Klimawandel, Weltpolitik, Preisentwicklung, Börsencrash, etc. – , mache ich mir keinerlei Sorgen. Bringt nichts.

    Meine Erfahrung zeigt mir zudem, dass 99% der Dinge, über die man sich sorgt, gar nicht eintreten. Vergeudete Lebenszeit.

    Mit gesundem Optimismus Pläne schmieden, um die Dinge nach meinem Gusto zu verändern, die ich auch selbst verändern kann – das tut gut.

    Die Stoa ist mir hier die letzten Wochen ein ausgezeichnter Ratgeber gewesen.

    @ Verkauf bei -7%

    Nur als Anmerkung:

    Am 04.08.2014 kaufte ich 45 Papiere von Adidas zu je 60,11 €. Im Verlauf der Woche fielen die Papiere auf ca. 55€ – ein Minus von über 8%.

    Heute stehen die Papiere bei ca. 213€. Ein Plus von über 250%.

    Für mich macht es keinerlei Sinn, eine Unternehmensbeteiligung zu veräußern, nur weil der Markt die Aktie kurzfristig günstiger anbietet. Ich kaufe Aktien, um diese zu behalten, nicht um zu spekulieren.

    @ Bayer

    Der Kurs steht tief, es herrscht schlechte Laune, die Presse ist negativ, die Befürchtungen sind hoch, keiner mag dieses Unternehmen. Der richtige Zeitpunkt, um eine Aktie zu kaufen.

    Die Tabakfirmen wurden jahrzehntelang totgesagt. Der Teufel wurde an die Wand gemalt. Viele (schlaue) Menschen, haben viele (schlaue) Dinge gedacht, gesagt, prognostiziert. Alles für die Katz´ . Altria ist einer der erfolgreichsten Titel überhaupt, gerade WEIL er so mies – und billiggemacht wurde.

    @ Einkauf bei Crash

    Sehe das wie Tugumak. Wenn während der Panik Papiere auf den Markt geschmissen werden, sind es gerade NICHT die Crashwarter, die sich endlich eindecken. Sie denken, dass es weiter abwärts geht. Die Befürchtungen um die Weltwirtschaft – oder andere Ausreden – lassen einen Einstieg gerade dann dumm erscheinen.

    Ich kann mich gut an 2008/2009 erinnern. Wer wollte da schon kaufen? Oder 2011. Die Leute, die es schon „immer wussten“ warteten weiter.

    Logisch, dass eben diese Denkart der Masse – auch der Profis – für tiefere Kurse gesorgt hat. Angebot und Nachfrage.

    Mein probates Mittel: Stur und stetig zukaufen. In jeder Börsenphase. Bei Einzeltiteln ist das fein. Was interessiert mich der „teure“ US-Aktienmarkt, wenn ich über Jahre Disney zu sehr günstigen Preisen einkaufen kann?

    @ Matthias

    Ein paar Folgen Star Trek sind durch. Schon ein Schock, wie die Kameraführung in den 80ern aussah 😉 . Sohnemann gefällt´s. Und mir blüht das Nostalgieherz auf 🙂 .

  69. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian

    Ab und an habe ich schon sorgen und schaue aber, dass ich sie schnell wieder los werde. Ob man das dann sich sorgen nennt oder sich Gedanken macht… aber meistens ist es in der Tat unnütz. Das heißt ja nicht das man sorglos und planlos lebt. Ich kann jedem nahelegen den Grund von Sorgen nachzugehen. Vorkehrungen zu treffen und dann loszulassen.

    Auch Dinge, die außerhalb der eigenen Einflussnahme liegen können einen betreffen und man kann Vorkehrungen treffen. Ein Crash als Beispiel kann einem Sorgen bereiten. Dann versuche ich dem Kern auf den Grund zu gehen. Hier gibt es andere Anlageklassen und weitere Möglichkeiten je nach Grund der Sorge sich zu verhalten. Ein hoher Cash Anteil ist auch eine Möglichkeit frei von Sorge zu sein. Wenn es auch nicht die sinnvollste Art ist langfristig Geld zu halten. Es ist aber besser als permanent Sorgen zu haben. Bei solchen passiven Sorgen betrachte ich was ich machen kann und wie schlimm das Ausmaß eigentlich wäre. Ich passe dann vielleicht meine Strategie etwas an und lasse es dann auch gut sein.

  70. SantiagoSantiago

    @Freelancer Sebastian

    Sorgen: Einfacher gesagt als getan. Alles, was man sich bewusst macht, kann man angehen. Der überwiegende Teil der Sorgen läuft unbewusst ab. Gelernte Muster, teilweise seit der Kindheit und geprägt durchs kulturelle und soziale Umfeld.

    Ich habe beruflich viel in den USA zutun und eine meiner besten Freundinnen hier ist Amerikanerin. Ist damals ohne Job hierher, weil sie sich in Frankfurt (erst Stadt, dann Mann) verliebt hat. Dieser Risikograd, das unabhängig von Lebenslauf und rotem Faden denken, erlebe ich immer wieder als bewundernswert und typisch undeutsch. Uns ist hier doch das Sicherheitsdenken und Vollkasko in der DNA weitergegeben.

    Günstig kaufen/Crash: Es gibt in jeder Marktphase günstige Werte, die auch die Definition „Crash“ erfüllen. Bayer ist ein Beispiel. GE (fasse ich nicht an), AT&T und andere Quasi-Anleihen, viele Consumer Staples (GIS, …), vereinzelte Pharmawerte (Cardinal Heath…), Asset Manager (BEN, IVZ, AMP…) usw.

    Ich bin in der glücklichen Lage jeden Monat einen hohen Cashflow zu haben. Immobilien sind abbezahlt, Kosten gedeckt, Notgroschen gefüllt…sprich ich kaufe jeden Monat. Größtenteils kaufe ich nach. Aktuell u.a. Bayer und schaue mir zudem noch ein paar Industriewerte an.

  71. Ex-Studentin

    Mal eine Frage abseits der Börse: Könnt ihr Prepaid-Karten für den Besuch in NY empfehlen? Insbesondere um mobiles Internet zu haben. Mein Freund und ich sind bald 2 Wochen dort.

  72. SantiagoSantiago

    Ex-Studentin

    Auf alle Fälle. Hab es in Kalifornien auch so gemacht. Bekommt man auch gleich am Flughafen. Wobei es fast überall WLAN gibt, falls das für Eure Zwecke ausreicht.

  73. Bruno

    @Ex-Studentin

    Ich nehme immer eine prepaid mit Daten von AT&T, bekommt man überall auch am Flughafen. Ich habe glaub  40$ bezahlt für 8GB, gibt aber auch glaub auch kleinere Abos. Verbindung überall top.

  74. Daniel

    Mal eine Frage abseits der Börse: Könnt ihr Prepaid-Karten für den Besuch in NY empfehlen? Insbesondere um mobiles Internet zu haben. Mein Freund und ich sind bald 2 Wochen dort.

    Brauchst Du nicht. Ich war 2016 in NY und 2015 und 2017 in Kalifornien, Utah, Nevada und Arizona unterwegs. Selbst in der tiefsten Pampa hat jedes Restaurant WLAN gehabt. Telefonate dann über Whatsapp Web, größere Datenvolumen bekommt man über Starbucks weg. Die haben immer sehr hohe Leitungskapazitäten, man muss nichtmal rein gehen, es reicht wenn man sich vor die Scheibe stellt und alles an Photos uploaded, was man so geknipst hat mit dem Smartphone. Das Geld kann man sich wirklich sparen und wenn man Telefonie anlässt, dann klinkt sich das Gerät meist bei AT&T ein. Das kostet zwar mehr, aber die Zeiten in denen man ausgediehnte reine Telefonate führen musste sind ja vorbei dank Internet. Im Übrigen hatte ich von ca. 25 gebuchten Hotels nur 2 dabei bei denen es kein WLAN gab.

    Insbesondere in NY völlig überflüssig m.E. Auch jedes Applebees, McDonalds etc. hat WLAN, zentrale Sehenswürdigkeiten ohnehin.

  75. Mr D

    @All, erstmal ein Hallo zusammen. Nach langem Mitlesen haben ich mich nun doch mal registriert und muss sagen, dass ich diese Community wirklich toll finde. Entgegen der gängigen Forenpraxis, in denen die ersten 10 Beiträge meist negativ sind, mach es hier ab dem ersten Post spaß zu lesen. Hierfür Danke!

    @Ex-Studentin: War dieses Jahr ebenfalls in NYC, ich bin als treuer T  Aktionär einfach in den nächsten AT&T Laden gegangen und habe mir zwei Prepaid-Karten geholt (für mich und begleitung). Das hat 10 minuten gedauert und als ich den Laden verlassen habe hat alles funktioniert.

    https://www.att.com/prepaid/plans.html

    Einfach vorher schauen welcher Tarif dir zusagt und dann im laden fragen.

    @Thorsten: Ich finde die Immobilienlage in D auch interessant zu beobachten und die von Dir in der „Werbung“ genannten Werte habe ich alle auf der Watchlist. Allerdings habe ich auch z. B. eine Primag AG auf der Liste, Die Firma kümmer sich hauptsächlich um Luxusobjekte in Düsseldorf. Ist halt kein riesiger Laden aber lt. eigener Aussage bedienen sie ihre spezielle niesche. Andererseits kann man natürlich auch die € als Anzahlung für ein Objekt zum Vermieten nehmen. Ich bin da zur Zeit echt zwiegespalten. Wie seht ihr das Thema denn so?

     

     

     

  76. Felix

    @ Freelancer

    Habe mich im Urlaub auch gerade an einem Buch zur Stoa versucht, schwere Kost, vor allem die Originalzitate: „Die Weisheit der Stoa.“

    Gibt’s andere Empfehlungen?

     

  77. Doc Oliday

    @ Felix: ich habe den Einstieg über Seneca gefunden. Vor allem die „moralischen Briefe an Lucilius“ sind keine schwere Kost, sondern gut lesbar und die Lebenseinstellung, die aus ihnen spricht immer noch aktuell.

  78. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Santiago

    Mir geht es um diffuse Ängste, die man nicht richtig greifen kann. Die Sorgen, was einem zustoßen könnte…. das bringt einen doch nicht weiter.

    Ich bemühe mich, im Hier und Jetzt zu leben. Natürlich mache ich auch Pläne. Zu Themen, die ich beeinflußen kann. Was wäre wenn…? Totale Zeitvergeudung und Miesmacher. Äußere Umstände, die ich nicht kontrollieren kann, lasse ich nicht mehr an mich heran.

    @ Felix

    „Vom glückseligen Leben“ (Seneca) und „Selbstbetrachtungen“ (Marc Aurel) habe ich mir ausgeliehen. Wie ich schon einmal schrieb: Schwere Kost.

    Mir haben youtube-Videos zum Thema sehr gut gefallen.

    https://www.youtube.com/watch?v=JAjTXKMGXpE

    https://www.youtube.com/watch?v=v4KJt3LgaOg

    Hier werden die entscheidende Punkte benannt, die mich zu meinen obigen Ausführungen gebracht haben.

    Bist du der Felix mit dem Amazon-Verzehnfacher?

    Da musste ich schmunzeln. Ging mir auch so. Amazon hat sich vor einigen Wochen zu meinem ersten Tenbagger qualifiziert. 2011 bei ca. 160€ eingekauft. Meine zehn Anteile sind heute ca. 16.000€ wert.

    Bist du auch um 2011 eingestiegen?

    Es wird ja gerne geschrieben „es ist nahezu unmöglich oder nur Glück, die nächste Amazon zu finden“. Das Geheimnis liegt vielmehr darin, wunderbare Unternehmen SEHR LANGFRISTIG festzuhalten.

    Und sich nicht durch schnelle Gewinnmitnahmen oder Angst 😉 bei schlechter Presse/Stimmung/Meinung/Prognosen vom Ziel abbringen zu lassen. Buy and hold eben.

    Es geht um Unternehmen und Geschäftsmodelle (Amazon und die anderen Techs sind noch lange nicht am Ende – für die nächsten Jahrzehnte warten reichlich Umbrüche und Entwicklungen), nicht um Makroprognosen und shiller-KGVs.

    Diese ganzen Panikmacher und Propheten sind für mich nur Witzfiguren, die keine Ahnung haben. Ausgezeichnete Unternehmen einsammeln, geduldig abwarten, fertig. Finde ich nicht so schwierig.

  79. Skywalker

    Sehr zu empfehlen ist auch der Podcast Stoic Coffe Break unter:

    https://stoic.coffee/

    Man kann häppchenweise die Philosophie der Stoiker kennenlernen, sehr alltagsrelevant und gut hörbar. Kann ich sehr empfehlen!

    Auch bei Spotify!

  80. Fit und Gesund

    @Kiev,

    so wie es aussieht, werden meine Mieteinnahmen NICHT in der Schweiz versteuert, aber der Wert der Wohnung und die Einnahmen werden irgendwie für die Progression herangezogen, die Mieteinnahmen werden wohl in D versteuert, ich bin dabei den Kram zusammenzusuchen und morgen werde ich dann zum Steuerberater gehen, etwas doof, aber es ist nun wie es ist.

    liebe Grüsse

  81. Thorsten

    @Albr Finanziell frei in der Eigentumsbude, mehr Glück braucht man nicht. 🙂 Tür zu und niemals kommt jemand anderes mehr rein und wirft dich wegen Eigenbedarf raus, das ist alles deins.

    @Freelancer Sebastian Außer den Miesmachern sind bei mir noch die Crash-propheten und die Allwissenden Betonköpfe beliebt (Abschussliste). Leider laufen genau denen so viele hinterher. Falsche Ängste und Klugscheißerei verkaufen sich gut.

  82. KievKiev

    @ Santiago

    Dein Portfolio hört sich für mich interessant an.  Kannst Du mir dazu ein paar Infos geben?

    Wie hoch ist grob der Anteil an Immobilien an dem Vermögen? Wohnst Du in Eigentum? Wie hoch ist Dein Depot und der Anteil an Bayer? Bis zu welcher Höhe kaufst Du nach? Hast Du Grenzen wie 5% pro Einzeltitel? Wie steigst Du in einen neuen Titel ein (wenn als Beispiel ein Titel sehr günstig ist)? Kaufst Du einen Titel pro Monat oder wird es auf mehrere verteilt? Wie viel investierst Du pro Monat?

    @ Skywalker

    Der link gefällt mir. Ich habe es mir gespeichert und höre mir die Podcasts an. In Textform habe ich schon interessante Zusammenfassungen gefunden.

    @ Felix

    „Vom glückseligen Leben“ (Seneca) gefällt mir sehr gut. Ich kann es im Gegensatz zu „Selbstbetrachtungen“ (Marc Aurel) gut lesen. Es ist aber auch ein Buch das man öfter lesen kann. Ich muss es auch sehr langsam lesen, damit ich die wichtigen Dinge nicht überlese.

    @ Fit und Gesund

    Ich wünsche Dir viel Erfolg! In Deutschland unterliegen in meinem Fall die ausländischen Mieteinnahmen definitiv nicht der Progression. Da in Deutschland viel abgeschrieben werden kann, musst Du vielleicht nicht hohe Steuern in Deutschland und am Ende auch in der Schweiz zahlen.

  83. Wohnung mit Domblick

    @Kiev

    „Wohnung mit Domblick. Ich weiß ja nicht ob Du schon FF bist. Mit Wohnung ohne Domblick wärst Du es vermutlich schon ? Vieles ist möglich. Man möchte aber nicht alles um jeden Preis. Es ist immer nur ein Abwägen.“

    Hier gehts so lange weiter, bis Tim ein neues Thema einstellt 🙂

    Meine Wohnung war 2001 im Vergleich zu heute spottbillig: >2000 Euro/qm, wobei die Energiesanierung von 2014 schon eingerechnet ist und eine Einzelgarage dazu gehört. Zinsen und Kaufnebenkosten wurden von der Wertsteigerung längst überholt.

    Mein Ziel ist nicht FF, sondern eine gute Altersvorsorge und früher Renteneintritt. Alles ist darauf eingestellt, Dauerkosten zu minimieren, damit viel Taschengeld übrig bleibt.

    In dieses Ziel habe ich bisher alles investiert. Die nächste Phase ist ansparen und anlegen. Ich starte zur Zeit noch mit kleinen Beträgen, Lehrgeld sozusagen. Ab Mitte nächsten Jahres dann mit 60-70% Sparquote. Mein Gehalt verhandle ich gerade neu, das gibt zusätzlichen Schub. Zwischenziel ist 100k bis Ende 2025, und das zu 80% investiert zu haben. Der weitere Weg hängt vom Gesundheitszustand meiner Eltern ab, die ich beizeiten pflegen werde. Ggf. Teilzeit, oder ich gründe noch eine Selbstständigkeit. Aber ich bin schon 50.

    Lernziele: Finanzthemen, Unternehmensgründung, Steuer- und Rentengesetze. Dieser Blog hier hilft für das richtige Mindset.

  84. Thorsten

    Mein Depot sieht aktuell so aus :

    Wasser (Fonds) 1%
    S&P100 (ETF) 2,7%
    Welt (ETF) 3%
    Pharma (AbbVie) 3%
    Amazon+Apple+Alphabet 3,5%
    Chemie+Konsum 4,4%
    Energie (BYD,Shell,Dominion Energy) 6,4%
    Emerging Marketes (ETFs) 10,4%
    Telekommunikation  IT 14,4%
    Immobilien Deutschland/Europa 18%
    REITS (USA, 15 versch. Aktien) 33 %

    Nicht jeder mag einen hohen Reitanteil, unter Risikobetrachtung führen hohe Ausschüttungen (90%+) jedoch mit dem Faktor Zeit zu einer konsequenten Verlustabsicherung. Mit Reinvestition ist der Einstandspreis nach 10 bis 20 Jahren wieder drin, (sogar besser) wie bei physischen Immos. Die Geschäftsmodelle der REITS sind sehr verschieden  Healthcare, Mortagage, Private Equity, Industrial Equity, Infrastructure, Shopping Malls,… Manche haben mehrere Standbeine und kommen hybrid daher. In 20 von 24 Börsenjahren hatten REITS eine positive Rendite. 9% bis 10% pro Jahr sind drin. Ein Outperformen der gängigen Aktienindizes mit ca. 8% sollte möglich sein. Für mich ist es Kapitalerhalt mit maximaler Liquidisierung außerhalb der Techaktien, die meist als Wachstumsaktien daher kommen und somit kaum zur Liquidisierung beitragen, es sei denn man verkauft Anteile. Das schließe ich für mein Depot aus.

    Ich habe somit 51% immobilienaffine Wertpapiere, eine Wette auf die kommende Zeit, in der Immobilien in den urbanen Bereichen immer attraktiver werden.

    Ich denke es gibt viele erfolgreiche Depotstrukturen, Hauptsache man ist dabei und diversifiziert genügend. Der Zeithorizont ist auch nicht zu verachten, wer länger sparen kann, kann mehr Wachstumsaktien sammeln.

  85. KievKiev

    @ Wohnung mit Domblick

    Dein Nick Name hat mich zu dem Kommentar bewegt ? Deine Sparziele könntest Du vermutlich durch einen Wohnungstausch direkt erreichen. Die Frage wäre dann allerdings, ob Du dies auch möchtest. Was ist Dir die Wohnung wert? Falls die Differenz zwischen Wohnen mit und ohne Domblick unter sonst ähnlichen Nebenbedingungen z.B. 100k betragen sollten, siehst Du wie viel Du für die Differenz am Ende mit Zeit bezahlen musst.

    Mit 50 Jahren hast Du allerdings noch viel Zeit darauf hin zu arbeiten und kannst dabei je nach Gehalt bereits manche Freiheiten genießen. Mit einer Sparrate von 60-70% von einem Vermögensstand von 0 € aus betrachtet bist Du bereits in 10.5 Jahren frei. Da Du „nur“ die Rente ausbauen möchtest und vermutlich über entsprechende Ansprüche verfügst sollten Deine Ziele gut möglich sein. Gesundheitsstand der Eltern, Arbeitslosigkeit usw. spielen natürlich eine wesentliche Rolle. Hier kannst Du aber nicht viel beeinflussen. Ein Wohnungstausch könnte sich hier sogar nachteilig auswirken, falls Du Pflegekosten für Deine Eltern zahlen musst.

  86. Dominik

    @alle

    wer einen etf- sparplan bei der consorsbank hatte, zb wie in meinem Fall die vorher thesaurierenden Comstage World \ Emerging Markets hat seit  heute  morgen 08:00 einige Anteile mehr.

    consorsbank kauft nämlich bei Ausschüttungen automatisch Anteile nach, selbst wenn der sparvertrag schon lange gekündigt ist. Könnte vielleicht auch bei einigen anderen überraschend sein.

    Finde ich schon fragwürdig. Ich wollte keine automatische wiederanlage. Die Regelung dazu findet sich übrigens in den agb auf s 38. Aber in der Schnellübersicht kein Wort dazu.

    Außerdem entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass Comstage auf ausschüttend umstellt, damit die Kunden es im Zuge der tollen Steuerreform einfacher haben und die consorsbank die Idee in ihrem agb zunichte macht und einfach zwangsthesauriert (und natürlich ne ganze Stange nette extragebühren einkassiert)

    Aber gut, vielleicht rege ich mich auch nur etwas zu arg auf. Wie seht ihr das?

     

     

  87. KievKiev

    @ Dominik

    Ich hatte vor Kurzem auch Fragen bei thesaurierern. Der Default bei einem Sparplan ist die Wiederanlage. Bei einem Einmaligen Kauf ist dies nicht der Fall. Das kann man aber bei Consors umstellen. Habe ich aber noch nicht gemacht. Vielleicht rufst Du dort an? Oder schickst eine Email mit dem Wunsch auf ausschüttend umzustellen.

    Ich nutze aktuell tatsächlich automatisches thesaurieren, da ich den Freibetrag noch nicht ausgeschöpft habe.

  88. Thorsten

    @Dominik fragwürdige Praxis, das muss man unterbinden können. Niemand kann einen zur Wiederanlage zwingen.

  89. Wohnung mit Domblick

    @Kiev,

    die Wohnung kann ich ja jederzeit versilbern, steuerfrei, wenn mir danach ist. Hab ich aber nicht vor. Und ein ‚Wohnungstausch‘ erzeugt ja auch immer Kosten, die der Staat abzwackt. Nö!

    Falls ich jemals die Wohnung verkaufen sollte, dann nur wenn ich das Geld für eine neue Wohnlösung nicht brauche. Dann setze ich nämlich einen Ratenzahlplan auf, notariell geprüft, und kassiere den Zins, den die Bank des Käufers sonst damit erzielen würde (’sei die Bank‘ nach Kyosaki). Einzelheiten wären jetzt müssig (auf Nachfrage gerne), aber ein Steuerbeamter aus meinem privaten Umfeld fand die Vorgehensweise machbar.

    Mit den Raten kann ich dann bequem weiter investieren. Doppelter Ertrag. Das ist ein mögliches Szenario, aber viel zu früh, um spruchreif zu sein.

    In meiner Gegend ist das Wohnungsangebot schon lange = Null.

  90. SantiagoSantiago

    @Thorsten

    Die Kehrseite der Medaille ist, dass Du ein sehr zinssensitives Portfolio hast. Aber das ist Dir sicherbewußt und auch dass das natürlich in beide Richtungen geht.

    Ich besitze eine Reihe von Immobilien und versuche den Teil bewußt im Depot zu vermeiden. Ebenso investiere ich nicht in die Branche, in der ich arbeite. Möglichst viel Diversifikation ist dabei mein Motto.

    Deinen Optimismus zur weiteren Preisentwicklung der Immobilien teile ich nicht, kann den Argumenten aber durchaus folgen. Ich erachte einige Lagen/Städte als überhitzt. Da wird irgendwann auch mal wieder Luft abgelassen.

  91. Thorsten

    @Santiago ja ist nachvollziehbar. Es ist ja eine persönliche Einschätzung, ich bin in den letzten Jahren nach Überlegungen Immobilien „weil ich zu viel habe“ unterzugewichten zum gegenteiligen Standpunkt gekommen.  Die Zeit wird zeigen, was die eine oder andere Einschätzung wert ist.

    Der Zweifel, dass das nicht richtig sein könnte ist ein bisschen Garant, dass es klappen könnte. Wenn sich alle sicher sind, das es so oder so passiert, dann kriegt man womöglich erst recht eins voll zwischen die Augen. Ich versuche mit Inflation plus Risikoprämie an der beschleunigten Konzentration von Immobilien in Ballungsgebieten teilzunehmen ohne ein wieteres DIrektinvestment eingehen zu müssen. Ich kann nicht mehr so billig einkaufen wie ich gerne möchte.

    Bei den Reits gab es auch mal das Argument, dass es ja ganz schlecht wäre, wenn die Zinsen steigen würden. Allerdings sind das dann normalerweise auch Zeiten in denen es wirtschaftlich boomt, die Einnahmen bei den Mieten wären dann höher, die Zinsabhängigkeit könnte sich damit als nicht so  schwerwiegend herausstellen.

    @All : Hier schaut mal, mir wird schlecht was die staatliche Rente angeht.  https://www.youtube.com/watch?v=A3yP0sVacBQ. Mir war nicht klar, dass die maximale Rentenpunktzahl pro Jahr 2 ist (das entspricht 60.000€ Jahreseinkommen), d.h. gerade gut ausgebildete Menschen, die erst später anfangen zu arbeiten können NIEMALS ihr Rentenniveau über die staatliche Rente halten. Weiterhin sieht man die Halbierung der Kaufkraft in 15 , 20 Jahren. Oh oh. Jetzt aber alle bitte  schnell das Aktiendepot füllen !(Der Beitrag empfiehlt ganz am Ende mit einem Abschlusssatz Immobilien ohne groß darauf einzugehen, das war bei Entdecken des Videos allerdings Zufall)

  92. Hurtz

    @Thorsten:
    Aktiendepot auffüllen und Immobilien anschaffen? Du möchtest wohl, dass ich gar keine Rente mehr bekomme. Vater Staat wird mir für jeden Euro im Depot und Beton, einen Euro Rente streichen…  🙂
    Von daher sollte man so leben, dass man im Alter nicht auf das Almosen „Rente“ angewiesen ist.

    Ich zahle zwar in ein Versorgungswerk ein, bin mir aber bewusst, dass auch solch Annehmlichkeiten wie ein Versorgungswerk für mich bei Renteneintritt in 30 Jahren (habe keines Falls vor solange zu arbeiten), keine Vorteile bringen werden, sofern es Versorgungswerke bis dahin überhaupt noch geben sollte.

    Bevor Beamte und Politiker in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen müssen, geht es den Ärzten, RA, StB usw. an den Kragen, denn schließlich waren das schon immer die Bösen. J

    Dann lieber alles in Aktien investieren und mit 50 das Land verlassen, sodass man spätestens nach 10 Jahren nicht mehr steuerpflichtig in diesem Land ist, in dem man gut und gerne lebt.

  93. Daniel

    Mir war nicht klar, dass die maximale Rentenpunktzahl pro Jahr 2 ist (das entspricht 60.000€ Jahreseinkommen), d.h. gerade gut ausgebildete Menschen, die erst später anfangen zu arbeiten können NIEMALS ihr Rentenniveau über die staatliche Rente halten. Weiterhin sieht man die Halbierung der Kaufkraft in 15 , 20 Jahren. Oh oh. Jetzt aber alle bitte  schnell das Aktiendepot füllen !(Der Beitrag empfiehlt ganz am Ende mit einem Abschlusssatz Immobilien ohne groß darauf einzugehen, das war bei Entdecken des Videos allerdings Zufall)

    Ein Entgeltpunkt liegt derzeit bei 37.873 Euro (West), heisst, du müsstest 75.000€ durchgängig bis zur Rente verdienen um an zwei Punkte zu bekommen. Wobei stark davon auzugehen ist, dass auch dieser Wert zusammen mit der Inflation weiter mitsteigen wird, sprich 2030 liegt wohl ein Punkt dann bei, ka. 43.000€ oder so.

    Ich kenne ehrlich gesagt ganz wenige die über 75.000€ sind, und dann sind es meist Führungskräfte o.Ä.  Für die meisten wird schon das erreichen von 2 Punkten im Jahr eine kaum zu erreichende Herausforderung sein.

    Und wer das schafft, der wird auch, selbst nach heutigen Maßstäben inkl. Inflation eine Rente bekommen bei der man ganz gut über die Runden kommen kann, wenn man keinen abgehobenen Lebensstandard hat. Aber wie gesagt, diese Annahme geht an den Reallöhnen vollkommen vorbei, die meisten werden eher Berechnungen durchführen müssen, ob sie mit Ihrer Rente nicht schon in die Grundvorsorge reinrutschen.

  94. Erfolgsmaschine

    Ja das ist leider so. Erlebe ich auch immer wieder. Doch mit der Zeit rutscht die Aktie dann ins Plus. 🙂 Da sollte man nicht zu ungeduldig sein und auf keinen Fall bei einem Minus direkt verkaufen.

    Gruss Fabian

  95. Thorsten

    Die genannten 60.000@ waren im Video, kann überholt sein.

    @Hurtz Die Kollegen in Brüssel werden es richten, wer ein Haus, ein Auto oder eine Ziege im Garten hat, der ist vermögend wird in 20 Jahren auf Grundeinkommen runtergerechnet.

  96. Matifou

    @ Dominik

    Hallo,

    das mit der automatischen Wiederanlage der Ausschüttungen hatte ich vor einigen Jahren auch bei Consors. Eine kurze Bitte per Kontaktformular dies abzustellen hat geholfen. Seitdem bekomme ich auch bei neuen Sparplänen immer alles ausgeschüttet.

    Besser finde ich das bei Flatex gelöst. Dort kann man es selber einstellen, ob die Ausschüttungen wiederangelegt werden sollen oder nicht. Bei ausländischen Dividenden wird einem aber eine Extra-Gebühr berechnet, das gilt wohl nicht bei ausländischen Fonds oder ETF’s.

    Bei der ING-Diba erfolgt auch eine automatische Wiederanlage der Sparplan-Ausschüttungen ab 75 Euro. Hat jemand Erfahrungen ob man das abstellen kann?

    Gruß Matifou

  97. Lad

    Wer die teuren  nifty fifty Aktien: Adidas, SAP, Microsoft, Alphabet,  Amazon, Facebook, Visa, Mastercard, Coca-Cola, Wirecard u.a. heute kauft, der sollte Angst vor dem nächsten großen Crash haben. Sie können dann auf 1/4 fallen. Der nächste große Crash der teuren Aktien wird genauso schlimm wie der Crash 2000-2003. Keine Angst vor dem Crash muss man aber bei den günstigen Aktien haben: BMW, Munich Re, Sanofi, Shell, AT&T. Wegen deren Dividenden wird man auch bei dem Crash Freude aus den Aktien haben, obwohl sie auf 3/4 fallen.

     

  98. Dominik

    @matifou

    habe heute mit consors telefoniert und die automatische wiederanlage abgeschafft.

    Bin voll bei dir mit dem flatex Beispiel. Ich finde man sollte die Kunden solche Dinge selbst (aktiv) entscheiden lassen.

    ansonsten vielen Dank für alle Rückmeldungen

  99. Jens

    @Lad

    Wie kommst du denn darauf, dass Coca Cola bei einem Crash deutlicher fallen wird als BMW zum Beispiel?:)

     

  100. Der Aktienanfänger

    Da ich kein Interesse daran habe selbst Vermieter zu werden, aber in Immobilien investieren möchte, wären Immo-Aktien bzw. Reits glaub ich ne gute Alternative. In der Diskussion kamen ja schon einige Werte auf. Wäre ein Immo-ETF auf Europa nicht auch eine gute Sache?

    @ Thorsten: Welche REITs haben die größte Gewichtung bei dir?

  101. Alim

    Ich spare mir die Kopfschmerzen einen ausschüttenden MSCI World und EM ETF reicht mir für die nächsten 25 Jahre völlig aus.

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