Russlands Griff nach der Ukraine: Kurse beben. Ich kaufe weiter zu

Die Börse wackelt mal wieder. Russlands Einmarsch in die Ostukraine sorgt für Unsicherheit. Zahlreiche Länder wie die USA, Großbrtannien und Deutschland verhängten prompt Sanktionen gegen Russland. Der russische Aktienmarkt crasht, der Rubel ist auf einem 15-Monats-Tief.

Was tun in der Krise? Ich halte mich an meine Strategie. Ich kaufe stetig Aktien und ETFs zu. Ans Verkaufen denke ich nicht. Warum? Die US-Börse steigt im Schnitt um zehn Prozent seit über 100 Jahren. Darin sind Weltkriege, Pandemien und Krisen enthalten. Ich nehme die acht bis zehn Prozent pro Jahr also gerne mit. Natürlich ist das nur ein Durchschnittswert. Schaust du dir die einzelnen Jahre des S&P 500 Indexes an, sieht es anders aus. Da kannst du schon mal die Nerven verlieren, wenn du ein Horror-Jahr erwischt. Aber du solltest nicht die Nerven verlieren. Besser ist es am Ball zu bleiben.

Als Anleger musst du ganz schön abgebrüht sein. Das sind die Jahresrenditen des S&P 500:

Unterm Strich sind es eben zehn Prozent Rendite. Du musst das wilde Auf und Ab ertragen können. Deshalb kaufe ich jeden Monat weitere Anteile zu. Ich ertrage den Schmerz. Im schlimmsten Fall kann die Börse sich halbieren (oder noch mehr abstürzen).

Was an der Börse zählt, ist die Zeit. Je länger du dort dein Geld investierst, desto besser. Daher mache ich “extremes Buy and Hold”.

Tech-Aktien leiden besonders

Ziemlich viele Tech-Aktien sind unter die Räder gekommen. Netflix, PayPal, Etsy, Twitter, Intel haben massiv Federn gelassen. Zwischen 25 und 60 Prozent haben sie binnen Jahresfrist verloren. Facebook leidet unter einem Nutzerschwund, die Meta-Aktie befindet sich daher auch im freien Fall. Die Softwarefirma Palantir stürzte nach Vorlage enttäuschender Zahlen um 15 Prozent ab. Die Tech-Branche hatte viele Vorschusslorbeeren, die Bewertungen waren zu üppig. Das korrigiert sich jetzt.

All das zeigt, wie wichtig das Streuen ist. Wer sich vor einzelnen Reinfällen Sorgen macht, ist mit einem ETF gut aufgehoben. Ich rate zum Vanguard FTSE All World. Das ist eine gute Ergänzung zur gesetzlichen Rente.

Altersarmut auf dem Vormarsch

Auf die Rente allein kannst du dich nicht mehr verlassen. Gerade deutsche Frauen schlittern in die Altersarmut ab. Manche Rentnerin erhält vielleicht 1.200 Euro brutto. Davon kann man kaum leben. Sozialhilfe entspricht nach all den Abzügen für Krankenversicherung und Pflegeversicherung in etwa dem gleichen Betrag. Dafür haben Leute 40 Jahre in das System eingezahlt, um dann Almosen zu bekommen. Fakt ist: 82% der Renten liegen unter 1.500 Euro. Mehr als jeder dritte Rentner mit mehr als 40 Versicherungsjahren bekommt sogar weniger als 1.200 Euro

Kein Wunder, dass immer mehr Rentner sich mit Minijobs über dem Wasser halten müssen. Selbst in der Schweiz nehmen die Probleme mit zu geringen Renten zu. Gleichzeitig steigen die Kosten für Wohnen, Lebensmittel, Versicherungen, Strom, Sprit, ÖPNV… Die Inflation ist außer Rand und Band.

Fakt ist: Das Rentensystem ist in Deutschland krank, die Bundesregierung verschließt die Augen vor der Realität. Nun machte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) den Vorschlag, dass Arbeitnehmer freiwillig länger arbeiten sollen. Ob das hilft? Das System steht vor dem Kollaps, glaube ich. Die Regierung sollte endlich das Aktien-ETF-Sparen für die Rente steuerlich fördern. Bei vielen wächst die Not. Wie ignorant kann Berlin nur sein?

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Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Von der Weltgemeinschaft (UNO) erwarte ich nichts, insbesondere weil Russland das VETO hat. Die NATO wird wohl auch nichts tun ausser etwas verbales Säbelrasseln, ausser Putin dreht völlig durch und zieht seine Panzer weiter.

3 mögliche Szenarien:

  • S1: Putin annektiert Luhansk und Donesk, der Westen verhängt Sanktionen, Europa eher symbolisch, die USA lechzt nach Geschäften
  • S2: Man findet doch noch eine diplomatische Lösung
  • S3: Putin dreht durch und übefällt Kiev

Ich denke die Wahrscheinlichkeit für S2 ist stark gesunken leider. S1 scheint mir die höchste Wahrscheinlichkeit. Wenn man die Brandrede von gestern (da zeigte Putin wohl sein wahres Gesicht) wörtlich nimmt, kommen Befürchtungen für S3 auf, aber ich denke das ist das Ziel von Putin, Einschüchterung des Westens, um seine Ziele durchzusetzen.

S1+2 ist für die Börse kaum relevant, S3, je nach Szenario, mehr oder weniger heftig.

Wie immer wir kennen die Zukunft nicht, Grosseinkäufe sehe ich aktuell nicht angezeigt, zu wenig Korrektur. Normale Käufe jederzeit, ansonsten abwarten und Tee trinken.

PS: Ich fühle mich zumindest bestätigt, keine russischen Aktien zu halten. Schon bei China ist das heikel, ob man solche Regimes unterstützen will, ich habe dort nur Alibaba. Bei Russland ist es einfach eine Schande und traurig, vom Potential ein irrsinniges Land mit blitzgescheiten Leuten, das sich aus politischen Gründen aber einfach nicht entwickeln kann und wohl auch noch sehr lange nicht wird!

PS: Etwas makabres Bild ist das Tschernobyl?

Last edited 3 Monate zuvor by Bruno
42sucht21
3 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno
Der Krieg läuft m.E. ausschließlich mit gewinnen für RU / Putin seit 2013/14. S1 war überfällig. Was spricht auf der russischen Seite gegen S3? Was würde dann EU / US / China anders machen im Vergleich zu S1? Kaum etwas m.E.n.

Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Die EU hat insbesondere schon verloren, egal wie es läuft. Und Wladimirowitsch bleibt uns noch bis 2036 erhalten. Verrückt. Es gäbe schon Möglichkeiten bei S3, SWIFT-Sperre, Reisesperren (Flüge, Personen) etc. aber in diesem Fall ist eben die EU der noch grössere Verlierer.

Kriegerisch glaube ich auch nicht, dass sich die Nato auf einen offenen Schlagabtausch einlässt, und das weiss Wladimirowitsch natürlich.

Höchste Wahrscheinlichkeit würde ich wohl etwas zwischen S1 und S3 sehen, Westerweiterung von Russland im Osten der Ukraine, vielleicht bis nach Odessa.

Jedoch sind im Norden auch viele Truppen, ob die dort nur als Drohkulisse bestehen oder ob mehr geplant ist, werden wir sehen. Ich befürchte das gibt eine längere Geschichte, worst case dauert das ganze Jahre. Putin hat Zeit, er bleibt ja noch bis 2036 im Amt, genug Zeit seine Grossmachtfantasien step by step umzusetzen.

und noch was für Schach- und Strategiefreunde:
https://insideparadeplatz.ch/2022/02/22/ukraine-bauer-im-eurasischen-schachbrett/

Ist wohl leider wahr, die Ukraine ist nur ein Bauer.

Last edited 3 Monate zuvor by Bruno
Paluma
3 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Er wird die Ukraine nicht halten können und es wird immer Unruhen geben. Vielleicht wird er den Osten besetzen und die Lage im Westen so destabilisieren, dass die Politiker ihr Land verlassen müssen. So könnte er eine “Marionettenregierung” installieren und russische Interessen durchsetzen. Das dir komplette Ukraine eingenommen wird kann ich mir kaum vorstellen.

-M
3 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Nach Bidens Rede, jeden Zentimeter des NATO Gebiets zu verteidigen = Blankobrief für Putin das durch zu ziehen :-/

-M

Nico Meier
3 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Russland hat die beiden Separatistengebiete Luhansk und Donesk anerkannt und ist dort einmarschiert.
Russland hat die Krim eingenommen ich glaube das war 2014.
Ich gehe davon aus, dass Russland neben Luhansk und Donesk weitere gebiete im Osten der Ukraine besetzen wird weil ich glaube er will einen Landweg um besser auf die Krim zu kommen.

Einen Einmarsch in Kiev halte ich für eher unwahrscheinlich.

3 Monate zuvor
Antwort an  Tim Schäfer

Aktuell wäre es die wohl die beste Option, wenn sich Kiew einfach dazu verpflichten würde, innerhalb der nächsten 5-10 Jahre kein Mitglied der NATO zu werden. Schriftlich. Dann würde die Nato ihr Gesicht wahren (Bündnisfreiheit gewährleistet) und Russland (Sicherheitsgarantie).

Parallel Truppen auf dem Nato-Gebiet mit Ziel Abschreckung installieren, bereithalten und die abtrünnigen Gebiete der Ukraine wohl oder übel abschreiben.

Uns bliebe dann nur noch eines: Gazprom kaufen.

Ralf
3 Monate zuvor

@Ukraine: Der Gesprächsfaden in Richtung Russland darf nicht abreißen. Notfalls auch mit langwierigen Wodkarunden und Saufabenden mit Putin. Das “Gesicht wahren können” ist sehr bedeutend. Ich bin mir nicht sicher ob das unsere Regierung so verstanden hat. Anders wird das nicht gut zu lösen sein, auch wenn die USA Druck macht aus eigenen Interessen heraus. Geschickte Wodka-Diplomatie…

@Altersarmut: Die Rente wird es auch künftig geben. Mehr Sorgen bereiten mir die steigenden Lasten der Sozialkassen insgesamt. Oder auch Faktoren wie hohe Wohnpreise, Energiekosten und auch gesellschaftliche Dinge wie eine -zugegeben subjektiv betrachtet- zunehmende Anzahl von “Adidas-Typen” in den Innenstädten. Stuttgarts CDU-Chef Malliaras kritisiert in einem Beitrag eine “migrantisch geprägte Szenerie” in der Landeshauptstadt.
Aktien: Welche Papiere stehen aktuelle bei euch ganz oben auf der Kaufliste?

Fit und Gesund
3 Monate zuvor

gerade in Fokus online gelesen, ich lach mich schlapp:

Biden: Die Verteidigung der Freiheit wird Kosten haben, auch für uns, so ehrlich muss man sein, das betreffe auch die Gaspreise, aber man werde versuchen diesen Schmerz für die amerikanische Bevölkerung zu begrenzen…..

Will der uns verarschen? er profitiert doch ohne Ende und kann uns nun endlich sein Flüssiggas verkaufen, die Waffenindustrie in USA wird boomen und seine er kann gut ablenken von seinen schlechten Umfragewerten.

Da kann man doch nur noch den Kopf schütteln

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

sorry, der letzte Satz ist etwas wirr geschrieben, lässt sich wohl nur korrigieren wenn man eingeloggt war als man das wirre Zeug geschrieben hat, Ihr wisst was ich meine 🙂

Cap
3 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Jaja und ihr habt euch alle damals gefreut, als Biden gewählt wurde.
Ich und viele andere wussten das es nicht besser wird! Donald hätte vielleicht einiges anders mit Putin gemacht.

@ Fit und Gesund Sorry das dein Kommentar herhalten muss, will dich da nicht persönlich angreifen mit

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Cap

Biden ist ein alter kranker Mann und ungeeignet, Donald ist ebenfalls ungeeignet meines Erachtens. Für Beide gilt “America First”

Dann hab ich mal nachgeschaut wer der Präsident der Ukraine ist, ehemaliger Komiker und Schauspieler, o.k, er hat noch studiert, laut Wikipedia verstrickt in diese Pandora-Papers Affair, nicht sehr nobel.
Sein fordernder bissiger Ton gegenüber D missfällt mir, er bekommt genug Wirtschaftshilfe, dieses Gewimmere an andere Nationen “haut ordentlich drauf” finde ich daneben,

ich warte nur bis Biden die Verbündeten dazu überredet die Ukraine in die Nato aufzunehmen, dann rappelt es aber richtig, und die Ukraine wird dann gleich noch in die EU aufgenommen, aber dann braucht es keine EU mehr, die wird es dann nicht mehr geben.

Meine Meinung, kann Jeder anderer Meinung sein. Die kleinen Leute in Ost und West werden darunter leiden.

Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  Cap

Trump praises Putin as ‘genius’ and ‘very savvy’ for invading Ukraine (msn.com)

Trump ist wohl neidisch auf Putin, genau so wäre er wohl gerne.

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Was sag ich… laut ntv wollen Polen und Litauen die Ukraine als EU-Beitrittskandidat, genauso wird es auch kommen.

Jean-Robert Claire
3 Monate zuvor

Bonjour,

toller Blog, lese seit vorgestern mit. Viele Börsen sind in der Tat gefallen, mein Depot aber um 2,54 % gestiegen, was 11.000 € sind. Ich habe von Anfang an auch Langweiler eingekauft und nicht nur Techaktien. Ich versuche, jeden Monat etwas mehr als 2000 € zu investieren. Nun sind in letzter Zeit die Lebensmittelaktien wie Mills, Pepsico und Unilever ein Fels in der Brandung.

sparfuchs
3 Monate zuvor

433.070,87€ im Depot. Wie alt bist du?

Daniel
3 Monate zuvor
Antwort an  sparfuchs

Wundert mich ehrlich gesagt etwas. Auch ich habe eher hauptsächlich Konsum-Güter im Depot, aber selbst oben genannte Werte sind, wenn man beispielsweise als Anker den Jahresanfang angeht im Minus.
Die einzige Werte im Depot die dem Trend getrotzt haben waren EuwaxGold, Silber sowie meine Rüstungsaktie Lockheed Martin.

Tom
3 Monate zuvor

Ich sehe es ähnlich wie Tim, egal wie schlimm die Situation gerade ist, langfristig tendiert die Börse nach oben. Alleine die Kriege in den letzten 25 Jahren waren heftiger und haben hundertfach so viele Tote gefordert, yugoslawienkrieg, Irak-Krieg, Syrien-Krieg, Afghanistan-Krieg, Lybienkrieg um ein paar wenige zu nennen. Bleibt zu hoffen das die Zivilisten auf beiden Seiten der Trennungslinie nicht weiter beschossen werden und durch die neue Situation eine Entspannung und keine Verschärfung eintritt. Habe zumindest heute 55 Anteile vom vanguard all world zugekauft. Danke Tim für deinen Blog

Felix
3 Monate zuvor

# Krieg in Europa

Im Kalten Krieg war es die glaubwürdige Abschreckung, die einen blutigen Krieg, vor allem auf deutschen Boden, verhindert hat. Davon freilich ist zumindest bei der Bundeswehr nicht mehr viel vorhanden. Man hat es sich gemütlich gemacht, im naiven Glauben an ewigen Frieden in Europa.
Nun kommt offensichtlich einer zu allem bereiter und mit uneingeschränkter Macht ausgestattet, alternder Diktator und beginnt einfach einen klassischen Krieg wie vor 100 Jahren und überfällt andere Länder. Menschenrechte, Bevölkerung, Leid spielen wie seinerzeit keine Rolle. Olaf Scholz wurde gerade von Putin wie ein kleiner Schuljunge abgefertigt; er war noch nicht zurück aus Moskau und schon rollten die Panzer.

Was bedeutet das für die Wirtschaft?
Selbst, wenn es keinen heißen Krieg geben sollte, werden massive wirtschaftliche Schäden auftreten. Die Energiepreise werden endgültig durch die Decke gehen, Nordstream 2 ist gestoppt. Die Russlandgeschäfte werden versiegen (müssen). Inwieweit noch russische Aktien an hiesigen Börsen gelistet werden, wird sich zeigen.

Chrisi
3 Monate zuvor

Guten Morgen,
Also ich denke ihr schätzt Putin falsch ein. Der grösste Gewinner, egal wie es ausgeht ist die USA. Sanktionen der EU gegen Rußland, Nordstream 2 gekappt und wenn es gut geht, darf er nicht nur Waffen sondern auch Flüssiggas endlich nach Europa verkaufen. Klimaneutal mit dem schwerölverbrennenden Tanker angeliefert.
Die EU boykotiert Rußland seit Jahren, aber da war doch irgentwas mit “wenn Deutschland wiedervereinigt wird, geht die Nato nicht weiter nach Osten”. Und wenn ein Club jemanden nicht aufnimmt, dann hat men kein Menschenrecht dazu. Man stelle sich vor, Mexiko oder Kube gehen zu Rußland und der stationiert dort Atomraketen. Ups, da war doch was auf Kuba….da war der Ami am Atomkrieg. Aber ist ja ganz was anderes.
Und dann ist es wie vor dem 2ten Weltkrieg. Der “Westen” läd gerade dazu ein. Stichwort: Verteitigungsanektion der Türken. Die stehen, als brave EU-Beitritsverhanlder (nur eingefrohren, nicht abgebrochen und mit EU-Geld gesponsert) in Syrien und Irak. Aber…der Türke darf das, der Russe nicht.
Also wenn, dann muss man gleich handeln und nicht wieder, wie es einen passt.
Trotzdem noch einen schönen Tag

Martin
3 Monate zuvor
Antwort an  Chrisi

Oh, jemand aus der “Aber der Westen ist selbst Schuld” Fraktion

Schon mal was vom Budapester Memorandum gehört?

Zur Erinnerung: die Ukraine hat damals auf die auf ihrem Gebiet noch stationierten Atomwaffen aus Sowjetzeiten verzichtet. Im Gegenzug wurden ihr Sicherheit und Unverletzlichkeit Ihres Territoriums garantiert. Und zwar mit einem ganz offiziell geschlossenen Vertrag. Lawrow (ja genau, der Lawrow) hat damals ganz stolz die Zustimmung Rußlands zu dem Memorandum verkündet. Kann er sich heute nicht mehr dran erinnern, der Gute.

Und heute? Wollen sich Putin und seine Fanboys natürlich nicht mehr an das Memorandum erinnern. Verständlich wegen Krim und Donezk.

Aber angebliche mündliche Versprechen (nix schriftliches, kein Vertrag) zur NATO Osterweiterung – die es laut Gorbatschow nicht gab – werden dafür immer wieder hervorgekramt um Russlands Verhalten zu entschuldigen.

Und schon mal in Polen, Baltikum und den anderen ehemaligen “Ostblockländern” gefragt wie die so zu Putin stehen und warum sie damals vom bösen Westen in die pöse Nato gezwungen wurden?

Vielleicht Erfahrungen mit der russischen Freundschaft? Ich denke da an 1956 in Ungarn, 1968 in Tschechien und vielleicht weiß noch jemand warum vor 1990 der 17.06. in Deutschland Feiertag war?

“Aber der Russe hat uns nie etwas getan”.

Aber ist klar, “der Ami” und “der Westen” sind immer Schuld.

Chrisi
3 Monate zuvor
Antwort an  Martin

Hi Martin,
Ich weiss noch immer von den Dingen 56, 68. Ich bin auch keine die meint, der Russe ist der Gute.
ABER….Hallo, der Ami auch nicht. Der spielt auch ein schmutziges Spiel. Auch das darf man woll erwähnen. Und wie gesagt, ich finde es eine Ermunterung, wenn man den Türken gewähren läst.
Der einzige Ausweg aus dem Dilema kennen unsere doffen Politiker nicht. Es geht jetzt nur, wenn BEIDE Seiten das Gesicht waren können.
Frei nach dem Motto, lernen sie Geschichte, sonst wiederholt sie sich. Unde Thema Osterweiterung, einfach nur mal umgekehrt denken. Der Russe in Mexiko. Also muss es für die Länder im Osten noch eine andere Möglichkeit geben, zB ein Neutraler Block wo sowohl Ost als auch West eine Unabhängikeitsgarantie abgeben. Denn eines ist sicher, sowenig wie sich der Ami Truppen in den Vorgarten stellen läst, sowenig läst sich das der Russe stellen.
Aber alles klar, der Ami und der Westen dürfen das. 😉
Blöd nur das so kein Friede läuft

Martin
3 Monate zuvor
Antwort an  Chrisi

Und Chrisi, was denkst Du heute so zu dem völkerrechtwidrigen Überfall des armen Putins auf die Ukraine?

Immer noch volles Verständnis für den Kriegsherrn im Kreml?

Alles vermutlich Schuld der USA und des bösen Westens, nicht wahr?

Nico Meier
3 Monate zuvor

Ein Rentensystem in dem die Rente direkt von der arbeitstätigen Bevölkerung im Umlageverfahren bezahlt wird, ist es ein Problem, wenn immer mehr Rentner immer weniger arbeitender Bevölkerung gegenübersteht. Wenn dann diese Rentner ein ständig steigende Lebenserwartung aufweisen ist dies schön für den Rentner aber verschärft das Finanzierungsproblem zusätzlich.
Da gibt es dann verschiedene Lösungsansätze. Entweder werden Beiträge erhöht, damit nimmt man den Arbeitstätigen Geld weg, welches diese ansonsten für Konsum übrig hätten weg. Eine andere Möglichkeit besteht darin die Renten zu senken dies führt bei Menschen ohne Rücklagen in die Verarmung, was auch nicht das Ziel einer Gesellschaft sein darf.
Alternativ kann kann man Geld aus der Staatskasse zuschiessen welches man in irrgendeiner Form auch wieder bei den Bürgern eintreiben muss mittels Steuern, Abgaben oder Gebühren.
Eine andere Möglichkeit ist das Rentenalter zu erhöhen weil dadurch massiv Geld eingespart werden kann. Diese Möglichkeit ist in meinen Augen aber auch keine gute, da wir heute im Arbeitsmarkt bereits ab Mitte 50 Probleme haben jemanden wieder in Arbeit zu bringen wenn er den Job verliert.

Ralf
3 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

Qualifizierte Zuwanderung welche die Sozialsysteme entlastet (nicht zusätzlich belastet) wäre noch eine Möglichkeit. Angesichts mauer Bezahlung machen aber viele gute Leute einen großen Bogen um D. Ein weiteres Problem: Sehr viele Migranten sind auf Hartz IV angewiesen laut Bericht der Arbeitsagentur. Demnach beziehen z.B. fast zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland Hartz IV Leistungen. Das ist teils systemisch bedingt (Asylverfahren etc.), trotzdem aber einfach viel zu hoch. Eine nachhaltige Entlastung vom Sozialsystem gelingt nur, wenn die Menschen auch qualifizierte Jobs ausführen (keine Hilfstätigkeiten) und nicht auf zusätzliche Leistungen wie Wohngeld etc. angewiesen sind.

Nico Meier
3 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@Ralf
Qualifizierte Zuwanderung kann durchaus helfen. Viele Ärzte in den Spitälern der Schweiz sind Deutsche. Der deutsche Staat hat ihnen das Studium finanziert, da sie in DE als Arzt kaum was verdienen kommen sie in die Schweiz. hier sind die Löhne bedeutend höher, die Einkommenssteuern bedeutend tiefer so bleit mehr Netto vom Brutto 😉

Auch die Schweiz kämpft bei gewissen Migranten jedoch mit Problemen bei den Menschen aus Eritrea leben über 80% von der Sozialhilfe. Ich bin klar dafür Flüchtlinge die an Leib und Leben bedroht sind aufzunehmen aber in meinen Augen ist es nicht zu viel verlangt, von ihnen zu fordern, ihren Lebensunterhalt selber zu verdienen.

Slowroller
3 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

In Deutschland ist das Verfahren so langatmig und bürokratisch, dass viele arbeiten wollen aber oft jahrelang nicht dürfen. Es gibt auch genug Jobs außerhalb der hochqualifizierten Spezialisten: der Gastro haben viele den Rücken zugekehrt, die Hotellerie ist für viele zu anstrengend durch Sommer – und Wintergeschäft. Wenns mit der Sprache klappt werden es gebildete Flüchtlinge auch zu Ausbildung oder Studium schaffen – ihre Kids sowieso. Aber dafür muss man sie erstmal lassen!

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Das mit der Sprache sollte eine Grundvoraussetzung für Zuwanderung sein. Wenn ich die Sprache eines Landes nicht beherrsche, was will ich dann dort?

Slowroller
3 Monate zuvor
Antwort an  sparfuchs

Z.b. nicht verhungern, mich erschießen/versklaven lassen oder chancenlos dahinvegetieren. Gründe gibt es durchaus – wichtig ist, dass Geflüchtete hier dann Gas geben und das auch unterstützt wird.

-M
3 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Lasst Sammy schreiben, einfach ignorieren.

-M

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Okay da bin ich dacord wenn nachgewiesen ist, dass es tatsächlich so ist. Leider sind die meisten Flüchtlinge aus diesen Gebieten junge, starke und gesunde Männer die weder Leid ncoh Tot zu befürchten haben. Es sind Wirtschaftsflüchtlinge. Wenn man es nach Deutschland geschafft hat ist man etwas.

Slowroller
3 Monate zuvor
Antwort an  sparfuchs

Weil junge starke Männer ja immer die sind, die Kriege und Auseinandersetzungen überleben… Wenn meine Familie hungert kann man sie auch “Wirtschaftsflüchtling” nennen – wenn man als arroganter Westeuropäer so auf die ärmsten der Armen runtergucken will. Mancher Rassist hebt sein armseeliges Leben so zumindest ein wenig an…

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

Du verwechselst Flüchtlinge die sich durch alimentieren lassen wollen (Sozialsystem) mit Flüchtlingen die wirklich flüchten mussten.

Chris
3 Monate zuvor
Antwort an  sparfuchs

Die Sprache lernen.
Die europäischen Immigranten des 2. Weltkriegs beherrschten meist die Sprachen ihrer Aufnahmeländer nicht, haben sie gelernt und sich trotzdem integriert

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Chris

Die britische Handelsflotte förderte die Wanderung von Seeleuten aus den britischen Kolonien, darunter auch Muslime, in die englischen Häfen.Zur Auflösung der Fußnote
[1] Im Ersten Weltkrieg organisierte Frankreich die Ankunft von 220 000 Arbeitsmigranten, darunter 132 000 Muslime aus Nordafrika.

?Nach Ende des Krieges wurden sie fast alle repatriiert, also in ihre Heimatländer entlassen.”

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/27566/reaktionen-auf-muslimische-zuwanderung-in-europa/

Nico Meier
3 Monate zuvor
Antwort an  Slowroller

@Swlowroller
Absolut richtig es braucht auch immer Leute die Arbeit machen für die kaum Qualifikationen nötig sind. In gewissen dieser Berufe geht es auch ohne Sprachkenntnisse. Beweis dafür sind die Baustellen in der Schweiz wo inzwischen der Polier (Vorarbeiter) zwingend einige Brocken Portugiesisch verstehen und sprechen muss, weil die einfachen Arbeiter auf der Baustelle grossmehrheitlich Portugiesen sind, die kein Deutsch erstehen oder sprechen.
Aber gerade in der Gastronomie da ist die Sprache essentiell. Ich habe vorher die Menschen aus Eritrea angesprochen und gerade diese Gruppe tut sich besonders schwer beim Deutsch lernen. Andere Gruppen haben verstanden, dass sie ohne lokale Sprachkenntnisse keine guten Zukunftsaussichten haben in der Schweiz. In meinen Augen ist der Sozialstaat zu gut ausgebaut weniger Sozialstaat würde automatisch mehr Menschen in Erwerbsarbeit zwingen.

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Das funktioniert nur wenn die Zuwanderung auch qualifiziert ist zB Menschen aus Südeuropa oder England, Polen, Ukrainer, Russen, Belgier, Holländer usw. Syrer, Iraner, allgemein arabische Zuwanderung ist in dieser Hinsicht sehr schwierig alleine aus kultureller Sicht. Wenn der Westen an sich als unter einem stehend angesehen wird warum soll man dann arbeiten?

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  sparfuchs

Ergänzung: Gilt natürlich nicht für Einzelfälle es gibt Ausnahmen.

sparfuchs
3 Monate zuvor

Ich nehme die acht bis zehn Prozent pro “Jahr also gerne mit”

Okay und was machst du damit? Du hast ja nichts davon außer, dass du die Zahlen in deinem Depot anschauen kannst. Du arbeitest darauf hin der reichste auf dem Friedhof zu sein. Komisches Ziel. Lerne doch mal wie ein Millionär zu konsumieren und ein angenehmes Leben zu führen. Geizen bis zum Tode ist sinnlos.

Daniel
3 Monate zuvor
Antwort an  sparfuchs

sehe ich auch so. Insbesondere weil man mit kontrolliertem Konsum ja auch Fakten schafft. Man kann Dinge kaufen die in das persönliche Weltbild passen. Zudem schafft es ja auch Arbeitsplätze wenn man Dinge erwirbt (oder bauen lässt).

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Daniel

Ja und vor allem die Sinnhaftigkeit. Wofür erarbeite ich mir etwas wenn ich mir nichts davon gönne.

Wolke
3 Monate zuvor

Ärmer (finanziell mein ich) werden wir auf jeden Fall, egal ob wir Aktien, Gold, Rente oder was immer haben.
Die allgemeinen Preissteigerungen laufen bei solchen Entwicklungen immer viel schneller, als irgendwelche Gewinne.
Wobei die offiziellen Inflationsdaten lange nicht den realen entsprechen.
Sanktionen besorgen den Rest, das sind Selbstschußanlagen.

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Lass dir doch endlich mal Antidepressiva verschreiben. Deine permanent negative sich andauernd wiederholende Aussagen nerven einfach nur.

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

@Wolke,
es wird schon reichen, Du wirst sicher genug zu mampfen haben, ein Gläschen Wein, ein Dach überm Kopf und die Gitarre, solange uns die Granaten nicht um die Ohren fliegen geht es uns gut 🙂

Wolke
3 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

@Fit und Gesund

Sämtliche Kommentare zu diesem Beitrag sind „depressiv“.
Manche pfeifen im Walde.
Lachsmiley.

Wolke
3 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Schön für @Tim in New York zu leben. Da hat man derzeit gut lachen.

Daniel
3 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Die Inflation findet derzeit nicht in allen Assets statt. Energieverbrauch kann jeder Häusle-Besitzer zum Teil auch selbst in Schach halten (Stichwort PV-Anlage / Wärmepumpe usw) und ich glaube kaum dass ein weltweit diversifiziertes Aktiendepot über einen Zeitraum von 20 Jahren und mehr UNTERHALB der jährlichen durchschnitts-Inflation liegt.

sparfuchs
3 Monate zuvor

Das Thema Russland /Ukraine scheint an der Börse schon erledigt zu sein.

Tobs
3 Monate zuvor

Hi Kiev,
Du hast sicherlich Deine Magnit behalten, oder? Ich habe Deinen Wettbewerber X5 und daneben Fix Price die letzten Wochen immer wieder was aufgestockt. Eigentlich sind die beiden Positionen voll, überlege sie aber gerade doch noch ein wenig weiter aufzustocken.

Magnit könnte mir auch gefallen, ich fand den Move letztes Jahr mit der Übernahme von Dixy smart. Überhaupt ist der russische Einzelhandel attraktiv, weil der Markt immer noch recht fragmentiert ist und die beiden Großen X5 und Magnit zu ihren Gunsten konsolidieren. Und im Hinblick auf die niedrigen Margen von Retailern muss man ja sagen, dass die Wachstumsaussichten des Einzelhandels in Russland so sind wie in Deutschland vor 25 Jahren, dass trotz vergleichsweise geringer Gewinnmarge noch viel Gewinnwachstum erzielbar ist.

Politisch sehe ich hier zudem wenig Friktionen mit dem Staat (anders als Energie, Kommunikation und Finance), was ich mag, da es so unter dem Radar fliegt – auch im Hinblick auf Sanktionen, denn Lebensmittelversorgung ist für die (breite) Bevölkerung, die von Sanktionen nicht (jedenfalls direkt, allenfalls als Reflex) betroffen werden soll.

Ich finde niedrig kaufen attraktiver als hoch kaufen im Hinblick auf das Rendite-Risiko-Verhältnis und werde hier weiter etwas zunehmen.

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

@ Tobs

Meine Positionen in Russland sind Gazprom und Magnit. Gazprom ist aktuell bei mir 54% im Plus. Es war ca. 100% vor dem Absturz. Dividenden habe ich in der Zwischenzeit auch erhalten. Ich hatte sogar mir dem Gedanken gespielt Gazprom halb zu verkaufen. @ Daniel Das muss bei Zyklikern in Betracht gezogen werden. Schade, dass es hier keine Optionen gibt. Sonst hätte ich sicherlich Short Calls verkauft und vielleicht heute schon günstig zurückkaufen können. Sie hätten die Buchverluste zumindest teilweise versilbert. Magnit habe ich noch nicht lange und ich bin hier 33% im Minus. Das Unternehmen fand ich gut, daher habe ich sie gekauft. Hätte ich gewusst, was hier in den nächsten Monaten passieren würde hätte ich es gelassen. Yandex hatte ich auch unter Beobachtung. Ich bleibe jetzt ersteinmal an der Seitenlinie und warte die Entwicklung ab. Damit werde ich natürlich kein Tief erwischen aber auch nicht zu früh einsteigen. Ansonsten ist für mich eine hohe Dividendenrendite hier wichtig. Cashflow, Verschuldung soll natürlich stimmen. Die Dividenden reinvestiere ich nicht und reduziere so das Risiko mit der Zeit.
Langfristig bin ich generell optimistisch und sehe auch hier die Möglichkeit, dass in 100 Jahren die Differenzen komplett verschwunden sind. Aber das kann aus Anlegersicht sehr lange dauern.
Ich muss aber sagen, dass mein ETF Depot im Verhältnis weniger verloren hat als mein IBKR Depot. Mein Anteil an Gazprom und Magnit ist auch nicht sehr hoch. BABA und andere Werte sind ordentlich mitgefallen. Da ich dennoch verstärkt in Wachstumswerte investieren möchte kann ich zukünftig keine niedrigere Volatilität erwarten. Langfristig ist für mich aber Biontech interessanter als Yandex. Daher stocke ich diese bei Gelegenheit eher auf. Zykliker und einmalige Gelegenheiten möchte ich etwas meiden und in Einzeltitel gehen, die ich einfach liegen lassen kann. Das mache ich generell, daher habe ich auch Short Calls auf RDS oder SHEL wie sie jetzt heißen. Die Gelegenheiten sind manchmal verlockend wie bei Petrobras, aber man muss sie im Anschluss im Auge behalten.
Wenn die Linken in Brasilien an die Macht kommen und Petrobras mehr schröpfen möchten brauche ich am Folgetag meine Position auch nicht mehr anpassen. Da hat die Börse vermutlich den Buchwert bereits angepasst 😉

Vielleicht ist Reliance Industries auch ein Blick wert. Die kontinuierliche Entwicklung über verschiedene Sektoren finde ich nicht schlecht. Die sind auch etwas zurück gekommen.

Welche Sanktionen es geben könnte und was noch alles passieren könnte wird sich zeigen. Jedenfalls kann Magnit nicht mehr rein nach Kennzahlen eingeschätzt werden.

DanielKA
3 Monate zuvor

Deswegen kaufe ich nur Qualität und lasse von komischen Ländern einfach die Finger weg, auch wenn es manchmal juckt (aktuell z.B. BABA, Munger hat da eine andere Meinung). Mein Depot ist seit Wochen am ATH und zeigt keine Tendenz nach unten. Gazprom liegt selbst mit reinvestierter Dividende auf dem Stand von vor 10 Jahren, das ist einfach zu wenig. Ich bleibe lieber bei den ollen Zuverlässigen.

Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  DanielKA

Gerade jetzt, ich möchte kein Unternehmen das 50% dem russischen Staat gehört und auch Putin ist ein grosser Aktionär dort, mal angenommen die Sanktionen nehmen zu könnte er auf spannende Ideen kommen.

Abgesehen davon muss man dieses Regime nicht wirklich unterstützen. Wir haben auch 50% unseres Gases aus Russland (früher war es deutlich weniger), Deutschlands grösste Lager gehören Tochtergesellschaften von Gazprom, da Gas wohl oder übel relativ wichtig wird in der Übergangsphase zu einer klimaneutralen Energieversorgung sollte man sich über die strategische Ausrichtung vielleicht wieder mal etwas Gedanken machen.

Nord Stream 2 stoppen wird Putin kaum stören (er weiss dass es nur temporär ist), im Übrigen was kann man stoppen was gar noch nicht läuft. Man ist halt doch angewiesen.

Spätestens im Herbst wenn es dann wieder kälter wird und die Lager leer sind wird man dann wieder Gas beziehen von dort 🙂

DanielKA
3 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Ja, zum Glück ist der Winter so gut wie vorbei und war auch relativ mild gewesen, Heizung meistens im low bereich. Ich musste dieses Jahr kein einziges Mal Schnee schippen (letztes Jahr immerhin 3 mal), null Schnee bei uns in der Rheinebene.
Eigentlich müsste man jetzt strategisch “außerrussisches” Gas ankaufen und schon mal “einlagern”. Die Russen sind auf die Devisen angewiesen und wenn die EU mal temporär 50 % weniger abnimmt, tut das natürlich weh.

Zudem wäre es jetzt an der Zeit massiv in die erneuerbaren mit Speichertechnologie zu investieren, da kommt von der grünen Regierungsbeteiligung aktuell echt wenig. 2 Arbeitskollegen haben bereits “ungeförderte” PV-Anlagen mit Speicher (6-12 Monate alt) und sind sehr zufrieden damit, an Tagen wie heute wird bereits ein Überschuss erzielt, alles schön in ner App ablesbar.

Last edited 3 Monate zuvor by DanielKA
Felix
3 Monate zuvor
Antwort an  DanielKA

Die PV-Anlage ist gut und schön, wenn die baulichen Gegebenheit dafür vorhanden sind – ich habe auch eine auf dem Dach. Zur Heizperiode im Winter steuert sie jedoch so gut wie nichts bei.
Dieses saisonale Problem ist regenerativ derzeit nicht zu lösen-

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Das haben auch meine Recherchen ergeben. Daniel, hattest Du nicht ein E-Fahrzeug gekauft? Das könnte zumindest tagsüber geladen werden, wenn Du im Home-Office bleiben darfst.
Langfristig werden wir vielleicht in den Sommermonaten aus den Strom Überschüssen Wasserstoff erzeugen. Auch wenn das nicht die günstigste Lösung ist, so kann man diese immerhin für den Winter aufbewahren. Ob das allerdings möglich ist weiß ich nicht. Jedenfalls nicht für Privatpersonen. Diese Überschüsse msüsen wir ersteinmal erzielen. Aktuell steigt der Strombedarf immens mit den E-Fahrzeugen und Wärmepumpen.

Ich sehe aber noch viel Potenzial bei Parkplätzen und eventuell auf Autobahnabschnitten. Die Windkraft aus der Nordsee ist natürlich ideal für Wärmepumpen, da hier auch im Winter und bei Nacht der Wind weht.

Fit und Gesund
3 Monate zuvor

Russische Aktien

eine Frage an Kiev und Tobs,
habt Ihr keine Angst dass im Zuge dieser Sanktionen Eure Papiere nicht mehr handelbar sind? Ich hatte aus diesem Grund schweren Herzens meine Lukoil verkauft.

Tobs
3 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Hi Fit+Gesundheit,
ich kann das nicht wirklich besser als andere einschätzen. Meine Primitiv-Sicht dazu: Es ist viel “West-Geld”, dass in den Werten steckt (allerdings anders als in China keine US-Pensionsgelder) und somit sind Sanktionen ein ordentlicher Bumerang. Blendet man das aber mal vollständig aus und fokussiert nur auf das ja trotzdem dem Grunde nach bestehende Risiko, hat das Risiko meines Erachtens gleich wiederum zwei sich klar werdender Dimensionen.

1) Abklemmen von SWIFT: Können dann ADR oder GDR und Emittent noch entsprechend untereinander Mittel bewegen? Klar sagen kann ich es nicht. Ich denke, nachdem was ich weiß, schon, aber es würde die Kurse erst mal zur Hölle fahren lassen, so viel ist sicher. Betroffen bei mir: X5. Nicht betroffen: Fix Price (die sind direkt an der London Exchange zugelassen).

2) Direkter Verbot des Aktienhandel: Kann dem Grunde nach bei mir wiederum nur Fix Price betreffen, da sie an einer “West-Börse” zugelassen ist. X5 ist der Emittent des GDR ohnehin an der Moskauer Exchange zugelassen. Und: Ich denke, es wären eher gezielte Verbote gegen Aktien aus Finance, Energie und Telekommunikation. Fix Price ist eine Art Dollar Tree der russischen Förderation. Ich denke nicht, dass sie als Kollateral-Schaden mit reingezogen werden, da es dem Grundgedanken von Sanktionen widerspricht, dass sie nicht auf das eigentliche Volk, sondern auf die Eliten des Landes abzielen sollen. Andere russische Aktien, mit Ausnahme von Ozon (eine Art Amazon) habe ich nicht. Die Ozon sind schon lange im Minus weil sie den Tech-Crash mitgemacht haben.

Kurz: Nein. Ich fühle mich mit Lebensmittel- und Nippes-Anbieter recht safe. Mit Öl und Gas wäre das schon weniger der Fall. Die würde ich aber auch grundsätzlich nicht haben wollen, ungeachtet Ukraine. Sberbank sieht billig aus, aber 51 Prozent Staat, finanziert das ganze Land und ich denke nicht die haben dort eine effiziente Marktaufsicht. Da kaufst Du Risiken ein, die Du nicht verstehen kannst und deren ganzes Fintech-Business hinten dran ist für mich kein klares Geschäftsmodell. Gazprom und Lukeoil usw. kommen für mich nicht in Betracht, aber nicht der Unternehmen willen, sondern weil ich als Strategie buy and hold mit dem Ansatz von Compounding fahren will, wofür diese Art von Unternehmen meines Erachtens nicht prädestiniert sind.

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

hi Tobs,

vielen Dank für Deine Antwort, Sberbank hatte ich nie, das wäre aber die “Nächste” geworden, Lukoil und Sberbank sind ja beides Werte die Lyn Alden in ihren newsletters “gefeatured” hat, aber vor ein paar Wochen hat sie geschrieben dass sie wegen der pol.Unwägbarkeiten ihre Position in Lukoil halbiert, so habe ich gedacht, sicher ist sicher, weg damit, aber ich war schön im Plus und die Dividende doch sehr erklecklich. Jetzt bin ich natürlich froh hab ich gehandelt, wenn auch schweren Herzens.

hallo Freelancer Sebastian,
evtl. schlag ich bei Tractor Supply zu, und Nutrien hätte ich sehr gerne, aber nicht vor dem Wochenende, weiss man nie was passiert, ich bin ja so ein “news-freak”, und im Gegensatz zu Dir interessiert mich der Makro-Kram schon, ich habe schon seit Jahren diesen Lyn Alden Newsletter, aber im Moment macht die mir zuviel mit Bitcoin rum, das ist nicht so Meins. Vielleicht kann ich ja hier was von Dir lernen 🙂

Die News-Diät wäre super für mich, krieg ich aber nicht hin, wie so ein junkie. Ich schaffe es hingegen problemlos nicht dauernd in mein Portfolio zu schielen, bloss heute Morgen bekam ich 12 mails meiner Bank, WPC hatte die Dividende storniert und wieder neu zugewiesen, ich dachte nur stop… aufhören…

So, nachher haben wir Eigentümer-Versammlung, so kein Bock, aber ich werde mich mal zeigen, gibt eh nix, reine Zeitverschwendung.

liebe Grüsse

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

noch vergessen: Rio Tinto rettet mich dieses Jahr mit einer Monsterdividende, da kann ich Lukoil gerade noch verschmerzen.

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

@ Fit und Gesund

Rio Tinto ist auch ein Titel, den man nicht unbedingt für immer halten muss. Die jüngste Entwicklung habe ich nicht angesehen. Sie waren aber hoch im Kurs, als die Rohstoffpreise anzogen. Da kann man über einen Ausstieg nachdenken.
So bin ich auch bei Petrobras investiert. Bei 16$ verkaufe ich Optionen. Steigen sie weiter bin ich sie irgendwann los. Allerdings mit ordentlichem Gewinn und Dividendenzahlungen.

@ Angst

Wie entsteht sie und wo kommt sie her? Bei Investments hängt sie meiner Meinung nach von dem Risikomanagement und dem Anteil von Aktien am Gesamtvermögen ab. Das Risiko ist nicht linear. Eine ETW kann einer Person mit wenig Vermögen oder hohen Verbindlichkeiten das Genick brechen, einem Investor mit 100 Einheiten allerdings nicht. Ich habe einmal gerade grob die Positionen addiert. Gazprom und Magnit liegen gerade bei ca. 9k€. Bei Gazprom habe ich aber auch schon reichlich Dividendenzahlungen erhalten. Den gesamten Depotstand erstelle ich erst am 05.03. ich habe ein paar Depots. Grob sollten es um 230k€ sein. Die direkten Investments sind somit um 4%. Mein Schwerpunkt sind aber weiterhin Immobilien. Die Summe könnte insgesamt um 1% liegen. Außerdem kaufe ich grob mit mindestens 2k€ im Monat Aktien. Falls die Aktie nicht handelbar sein sollte bin ich weiter Eigentümer und beziehe vermutlich Dividendenzahlungen. Ich handel auch nicht OTC. Tims Total Buy and Hold Ansatz gefällt mir schon sehr gut. Für mich ist es auch eine Übung. Falls Biontech irgendwann richtig zündet darf ich sie nicht verkaufen. Ich werde sie auch nicht Teilverkaufen. Dafür muss ich von einem Unternehmen absolut überzeugt sein und die Preise sollten auch nicht völlig aus der Luft gegriffen sein. Bei einem KGV von 100 stelle ich mir dann vielleicht doch die Sinnfrage des Haltens. Aber man muss auch mit hohen Buchgewinnen zurecht kommen. Das muss ich noch üben. Aktuell wäre eine Position mit 50k bis 100k verhältnismäßig hoch gewichtet und nicht ganz angenehm. Auch wenn sie von alleine wieder Höhen erklommen haben sollte.

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

huhu Kiev,

auch Dir Danke für Deine Erklärung,
also mit Rio Tinto, BHP, SCCO, GOLD etc, hab ich eigentlich immer von Anfang an Glück gehabt, die lasse ich eigentlich durchgängig laufen, ich habe immer einen Rohstoffanteil von 3-5%, jetzt würde ich das gerne noch ein wenig erhöhen und bin schon dran. Mag halt nicht Jeder.

Eine nicht handelbare Aktie würde mich total nerven, mit sowas kann ich schlecht und da ich das weiss ist es besser so für mich. War sozusagen höhere Gewalt 🙂

Eigentümerversammlung,
jetzt denken die drüber nach Anschlüsse für E-Autos in der Tiefgarage
Photovoltaik irgendwas, das wollten wir bisher eigentlich mehrheitlich nicht unbedingt, vielleicht aber doch nicht schlecht…
und in ein paar Jahren werden wir sowieso eine neue Heizung benötigen, also die schauen jetzt mal nach so einem Gesamtpaket, für mich persönlich Alles nicht so interessant, kostet nur und bringt mir selber nix, aber so ist halt Stockwerkeigentum.
Gut hat man bissi Reserve.

2k im Monat investieren ist echt super, Dein Depot wird wachsen wie Unkraut, den regelmässigen schönen Lohneingang vermisse ich manchmal. Besonders wenn ich wieder “Ideen” habe was ich noch gerne hätte,
ich habe über 50 Einzeltitel, da geht bald nix mehr und die anderen Titel will ich nicht hergeben.

Liebe Grüsse

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor

Wenn wir bei der Börse bleiben: Der “Ukraine-Konflikt” wird sich einreihen in die lange, lange Liste von Gründen, warum man jetzt gerade lieber nicht in Aktien investieren sollte. Und die Börse wird über die Jahre und Jahrzehnte weiter nach oben steigen. Der Gang der Dinge eben.

Ich bleibe finanztechnisch ganz entspannt, Makroereignisse interessieren mich beim Investieren eher weniger (bis gar nicht). Nächste Woche werden wieder Unternehmesnanteile eingekauft. Abbott, Texas Instruments, Tractor Supply, T. Rowe oder eine erste Ladung Home Depot…. Lecker!

Wieder ein schöner Artikel beim DGI über Peter Lynch:

https://www.dividendgrowthinvestor.com/2022/02/25-golden-rules-for-investing-by-peter.html

Nr. 8 dürfte dir gefallen, -M ! Für mich ist das nichts. Acht Titel füllen immerhin das halbe Portfolio. Dann kommen noch viele, viele Unternehmen hinzu….

@ Morgan Housel

Super, das Buch. Bekannte Kamellen sind sehr gering. Viele frische Ideen.

Sehr gut: Die Volatilität, das Auf und Ab, das so viele liebend gerne vermeiden wollen (Timing, Anlageklassengeschiebe, Hin und Her) ist keine Strafe. Es ist sozusagen die Gebühr, um saftige Renditen über die lange Strecke zu erzielen.

Wer diese “Gebühren” – die nur mental und nicht monetär anfallen – nicht zahlen möchte (Timing, Assetklassengeschiebe, Hin und Her), wird mit Minderrenditen bestraft. Eine interessante Analogie.

Es gibt nicht wenige, die diese “Gebühren” nicht zahlen wollen, können oder meinen, sie nicht nötig zu haben (weil Nostradamus).

Tobs
3 Monate zuvor

Hi Free, bei einem Kapital musste ich an Dich denken, wo es um das “reasonable” Investieren versus “rational” Investieren geht. In dieser Weltanschauung finde ich mich als langfristiger Bestandshalter gut wieder.

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Jeder hat so seine Lieblingskapitel in dem Buch 🙂

mir gefiel natürlich der Sicherheitspuffer mit Plan B

und Reich werden und Reich bleiben, “ich möchte finanziell unzerstörbar sein, das ist mir wichtiger als hohe Renditen” S, 62

Kapitel Unersättlich: Genug ist nicht zu wenig

ich fand das ganze Buch sehr gelungen, das kann man sicher auch in ein paar Wochen nochmal lesen, (ich lese gerne 2x wenn es ein gutes Buch ist)

Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

“Genug ist nicht zu wenig”

Sag das mal Wladimirowitsch, er hat das grösste Land der Welt und anstatt dieses anständig aufzubauen und zu entwickeln will er noch mehr Land und seine Gelüste auf ein neues Zarenreich. Privates Vermögen dürfte auch hoch genug sein, einer der reichsten Menschen der Welt. Schade um das Potential dieses Landes, das schon immer diese Probleme hatte. Vielleicht gibt’s irgendwann wieder mal eine Revolution, dann kann der gute alte Mann ja dann irgendwo im Exil leben. Und die Geschichte beginnt wieder von Neuem.

Ukraine macht mir keine Sorgen in Bezug auf Börse und mein Depot, mir tun lediglich die Leute dort leid, die unschuldig noch mehr leiden wie schon bisher. Die Ukrainer waren schon immer unterdrückt, sie hatten jetzt etwas Hoffnung auf Entwicklung, Anbindung an den Westen und Demokratie das war dann wohl nur eine kurze Epoche.

Aber es wird wohl so lange Krieg geben, wie es Menschen gibt.

Und was Russland angeht, ich würde glaub eher in Nordkorea investieren als dort. Ich meine nicht die Börse, sondern Direktinvestitionen. Ich traue Nordkorea eher eine Öffnung zu als den Russen. Vielleicht erleben wir das sogar noch eines Tages.

Fit und Gesund
3 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@Bruno,

also Kimmi kommt nie nimmer nicht in Frage, sein Volk verhungert während er dick und fett ist, so ist es denn in Russland nicht, aber klar Wladimirowitsch ist kein Chorknabe, seine Methoden sind absolut verabscheuenswürdig, so mit Pülverchen in der Unterbux etc…

Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

@Fit und Gesund
Ja klar ich meinte nicht Status Quo, aber Potential für eine richtige Öffnung, stell dir vor ein vereintes Korea was dort das Potential wäre (für beide Seiten).

Natürlich nicht unter dem Berner Buben…

Kiev
3 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Das kannst Du vergessen. Außer Deine Firma hat einen sehr hohen Wert. Ich habe Iran einmal angesehen, da ich den Markt interessant fand. Es gibt auch Zugang zu Aktien, aber noch lange nicht für uns. Das sind dann spezielle Fonds für die man eventuell einen speziellen Broker benötigt. Und eine minimale Investitionssumme von 100k€. Mit ordentlichem Risikomanagement ist das für mich nicht abbildbar. Falls Nordkorea sich öffnet und Du Aktien kaufen kannst sind sie bereits ordentlich gestiegen. Dafür müssten allerdings erst einmal Firmen gegründet werden. Ich weiß noch nicht einmal, ob es dort überhaupt private Firmen gibt. Ich habe einen sehr langen Anlagehorizont. Bei Nordkorea wüsste ich allerdings nicht, ob ich die positive Wende noch erlebe.

Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Sowas kann man nicht planen, und wie gesagt, ich rede von möglichem Potential in der Zukunft. Aktuell ist es kein Thema. Für mich wäre die digitale Öffnung Voraussetzung. Die ist für ausländische Firmen auch in China schwierig. Ist auch nicht nötig, ich meinte damit lediglich, dass ich auch langfristig es für Russland schwierig sehe, was die Entwicklung ausserhalb dem Energiesektor sehe. War auch ein Teil Ironie dabei.

Börsenkotierte Aktien würde ich für diesen Fall wohl Infrastrukturaktien aus Südkorea kaufen, die dann besonders profitieren, wenn es um den Aufbau des Nordens ginge.

Das kann in 10, 20, 50 Jahren oder nie stattfinden.

War nur ein Gedankenspiel 😉

-M
3 Monate zuvor

Nr. 8 ist wirklich meins 🙂 mehr als 8 Schwerpunkte werden es bei mir nicht sein. Kann sein, dass ich vlt am Ende 20 Firmen im Depot habe, aber ein paar wenige sind dann die fetten Investments >10% des Depots je Position.

-M

Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  -M

Mir reicht eigentlich sogar eine 🙂 Aber da will ich schon mindestens zu 51% beteiligt sein 😀

Felix
3 Monate zuvor

Yeap, bin gerade in der Mitte des Buches angelangt. Es enthält viel Erfahrung, gesunden Menschenverstand, entspannte Sichtweisen, überraschende Analogien zu anderen Bereichen und kurzweilige Stories – mehr kann man von einem guten Finanzbuch nicht erwarten.
Jedem zu empfehlen, der sein Vermögensaufbau-Mindset upgraten möchte.

Tobs
3 Monate zuvor

@M / Jumia
Hi M, bin gespannt, wie nachher der NASDAQ reagiert.

Ich bin sehr zufrieden mit den Zahlen. Quartal-Vorjahres-Vergleich: 40% mehr Orders, 20% höheres GMV und 26% Umsatzanstieg. Das Momentum zieht an! 3.8. Millionen Kunden versus 3.0 Millionen Kunden im Quartals-Vorjahres-Vergleich. Fullfilment-Expensives, wo sich der Krieg der Skalierung entscheidet, bin ich indifferent. 32% gestiegen, Umsatz nur 26% aber Order 40%. Was ist die geeignetere Referenz, Umsatz, oder Order, eigentlich eher Umsatz meine ich. Noch 512 Mio. Cash und nächstes Jahr werden wohl “nur” 200-220 Mio. verbrannt. Werbungskosten drücken halt sehr das Ergebnis, finde ich aber ok, weil es sich nachweislich im Wachstum niederschlägt und Werbung anders als das Wachstum one-off-Kosten darstellt.

-M
3 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Ehrlich gesagt, habe ich die Zahlen gar nicht angesehen bisher. Man bin ich ein “lazy sit on my fat ass investor” 🙂 was du schreibst hört sich in Ordnung an. Die wachsende Kundenmenge muss am Ende den Umsatz generieren – das wäre für mich ausschlaggebend.

Dürfen auch auf 5€ fallen, all Good. PayPal interessiert mich am meisten momentan. 50€ stehen da bei mir im Raum haha. Ne, der Preis lockt jetzt schon gut, muss ich sagen.

Habe mir noch nicht mal KHC angeschaut, aber deine Mail hat Lust darauf gemacht. Antworte dir am WE.

-M

Tobs
3 Monate zuvor
Antwort an  -M

Hm…Der Markt schon mal scheint die Zahlen nicht so gut aufgenommen zu haben. 🙁 Es ändert aber nichts an meiner Investment-These und ich meine erkennen zu können, dass der Strategie-Wechsel gerade erst anfängt richtig traction zu bekommen. Und wie @Free mich richtig in das Housel-Buch eingeordnet hat, habe ich keine Schwierigkeiten lange an meinen Investments festzuhalten. Ich habe gerade sogar nochmal auf 2.000 Stück erhöht ohne das ich das als falschen Trotz verstanden wissen wollte, sondern eher als mutiges Nutzen einer hoffentlich langfristigen Chance. Mercado und Fiverr stocke ich morgen wieder etwas auf. Mit dem Versuch eine Retroperspektive einzunehmen, hoffe ich rückblickend einmal sagen zu können, die Chance zu wahnwitzig günstigen Preisen ergriffen zu haben. Man darf nicht vergessen dass Amazons und andere auch mal 90 Prozent unten waren und zum damaligen Zeitpunkt Dich auch jeder für beknackt erklärt hätte, da einzusteigen. Jetzt kann man meines Erachtens Geld verdienen, wenn man Nerven hat und das Geld lange Zeit nicht braucht.

-M
3 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Ich war gerade 1,5h spazieren und habe die tief stehende Sonne genossen. Dabei Echtgeld TV gehört und ein wenig abgeschaltet dabei.

Richtig, die Leute die gegen den Strom schwimmen werden meistens belächelt. Wetten, dass du bei 5 “riskanteren” Investments bestimmt 2 schlechte dabei hast?! Die wirst aber vergessen können und erinnerst dich am Ende nur an die 3 erfolgreichen 🙂

-M

Trudi
3 Monate zuvor

@Freelancer Sebastian
Danke für Deine immer wertvollen Kommentare, diese lese ich sehr sehr gerne.
Wenn ich mich recht erinnere, bis Du ebenfalls bei der ING: wenn Du magst es mitzuteilen, kaufst Du Deine Aktien immer per Einmalkauf oder auch per Aktiensparplan? Danke schön.
LG

Freelancer Sebastian
3 Monate zuvor

@ Fit und Gesund

Ja, es ist für jeden etwas dabei. “Unzerstörbar” – nicht auf Kredit in die Spekulation und immer reichlich Geld in der Hinterhand. Das hat was.

Vielleicht werde ich mit meinen 100% auch mißverstanden. Wir haben a) reichlich Puffer in unserem Haushaltsbudget, um alles mögliche zu stemmen, auch Extras und “Luxus” (ist immer relativ 😉 ) und zudem ein saftiges Sparguthaben, das zwar vor sich hingammelt und von der Inflation aufgefressen wird, dafür aber ungemein beruhigt und für Sicherheit sorgt. Es muss nicht jeder Euro an die Börse.

Mir reichen auch die 6% real über die Jahrzehnte. Die Verdoppler in sechs Wochen suche ich nicht.

@ Tobs

Ich dachte dagegen an dich, als es um Leidenschaft und gar “Liebe” zu seinen Investments geht. Man soll sich ja nicht in eine Aktie verlieben. Aber mit ihr durch dick und dünn – auch in schlechten Zeiten – zu gehen, wenn man etwas in dem Unternehmen “sieht”, hilft nach Housel ungemein, um bei der Stange zu bleiben. Andere werfen zu schnell das Handtuch.

@ Trudi

Vielen Dank für die netten Worte. Ich kaufe tatsächlich nicht auf Sparplan, sondern zahle jeden Monat brav die recht happigen Gebühren für Einzelkäufe. Schaue dann immer, was gerade “günstig” ist. PEG unter 2 ist eigentlich mein einziger Anker.

Mittlerweile zahle ich sogar 5€ extra – also 60€ im Jahr – um meiner Hamsterleidenschaft zu frönen und gleich zwei Titel ins Portfolio zu packen.

Woanders ginge es ja (fast) umsonst. Habe schon gegrübelt. Aber irgendwie muss eine Bank auch Geld verdienen. Mit der ING bin ich zudem seit über 15 Jahren sehr zufrieden.
Bezogen auf mein Depot habe ich im letzten Jahr 0,04% Gebühren für die Käufe gezahlt. Das kann ich verschmerzen.

Wie handhabst du das denn?

Bruno
3 Monate zuvor

zahle ich sogar 5€ extra”

Wir sind bei uns nicht so verwöhnt, die Courtagen sind verhältnismässig (sehr) hoch. Klar ein Depot im Ausland ist eine Option, habe ich auch (IB), aber es ist eben auch Komfort, wenn man sich nicht noch um die Steuerauszüge kümmern muss für die “Endlos” Positionen. Alleine die Zeitersparnis rechnet sich.

Ich sehe es auch dahingehend als Vorteil: Gratis-Transaktionen verleiten zu viel hin- und her, ich möchte nicht in Thorsten-Manier ständig umschichten und so überlegt man sich viel genauer, was man denn kauft. Über die Jahre fällt das eh nicht ins Gewicht.

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Ihr habt ja schon keine Kapitalertragsteuer und jetzt wollt ihr auch noch gebührenfrei handeln? Jammern auf hohem Niveau.

Bruno
3 Monate zuvor
Antwort an  sparfuchs

Es gibt da keinen logischen Zusammenhang, Courtagen kassieren die Banken, Steuern der Staat, ausser du meinst den Stempel, der fällt aber nicht ins Gewicht. Niemand hat gejammert, ich habe ja sogar den Vorteil herausgestrichen.

Anstelle Kapitalertragssteuer gibt es hier einen Vermögenssteuer. Eine Kapitalgewinnsteuer wurde neulich an einer Abstimmung abgelehnt.

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Alles gut ich denke ihr Schweizer könnt euch nicht beschweren.

Trudi
3 Monate zuvor

@Freelancer Sebastian,

ja, bin ebenfalls lange Jahre bei der ING und sehr zufrieden. Ich kaufe nur Einzeltitel per Einmalkauf. Vor ein paar Jahren hatte ich auch mal über Comdirect die klassischen thesaurierenden ETFs MSCI World und EM per Sparplan gekauft. Das lief auch sehr gut, bis ich irgendwann dahinter kam (ich gehöre hier zu der “älteren Generation”), dass ich im Rentenalter auf keinen Fall Anteile verkaufen möchte. Daher änderte ich damals meine Strategie und bin auf Einzeltitel/Aristokraten und einige Wachstumsaktien umgestiegen. Tim´s Blog verfolge ich schon seit langen Jahren und bin nun mit meinen Einzeltiteln glücklich – vom positiven Nebeneffekt der regelmäßig eintreffenden Dividenden mal ganz zu schweigen :-)) Da mein Girokonto damals schon bei der ING war, habe ich dann dort ein Depot eröffnet, so dass ich nun alles bei einer Bank habe. Ich spare immer erst einen für mich relevanten Betrag an, um dann entweder einen neuen Einzelkauf zu tätigen oder aber eine vorhandene Aktie aufzustocken. Passt so für mich.

sparfuchs
3 Monate zuvor
Antwort an  Trudi

Es macht keinen Unterschied ob du Anteile verkaufst oder Dividenden konsumierst. Das kommt aufs gleiche raus.

Wolke
3 Monate zuvor

Russland kündigt harte Antwort auf die Sanktionen an.
Wie schön der wolkenlose Himmel, 17°, herrlich…

Slowroller
3 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Na da bin ich mal gespannt was Putinov sich ausdenkt. Kein Gas mehr für den Westen? Dafür dann zum Ramschpreis in den Südosten? Seine kleinen grünen Gewehrhalter knabbern dann Baumrinde? ?

Für Unternehmen macht es doch in China schon länger keinen großen Spaß aktiv zu sein. Vielleicht der rechte Moment für den Ausstieg.

Wolke
3 Monate zuvor

War da nicht gerade ein Beitrag „Ich erhole mich im Berghaus“?
Etwas unpassend, die Ukraine wird gerade angegriffen.

Slowroller
3 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

“Niemand hat vor die Ukraine anzugreifen”

Und welche dumm-dreisten Lügen in Russland verfangen. Unglaublich…

Ich bin heute morgen schlicht fassungslos. Hoffen wir, dass es für Russland finanziell wie personell so teuer wie irgend möglich wird.

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