Reich werden ohne Arbeit


New York, 4. April 2019

Was die Amerikaner an Zinsen für den Konsum bezahlen, ist massiv.

Sport ist wichtig für ein ausgeglichenes Leben. Sport macht dich zufriedener als Geld, sagt die Wissenschaft. Also machst du jede Menge Sport. Ich hab lieber eine dicke Brieftasche als eine dicke Hüfte.

Du hast das Ziel wenig zu konsumieren. Du lässt weg, was nicht unbedingt erforderlich ist. Dennoch setzt du darauf, dass andere Personen ihr eigenes Geld ausgeben, damit deine Aktien steigen. Oder dein Indexfonds profitiert.

Mit einem ETF oder Aktien setzt du auf die Konsumwirtschaft. Du lebst davon. Du trägst als Investor auch aktiv dazu bei. Du bist eben der Kapitalgeber.

Wenn sich morgen 30% der Welt für die finanzielle Freiheit entscheiden würde, würde das System zusammenbrechen. Aber so ist es eben nicht. Die Menschen lieben den Konsum. Sparen für die Freiheit – das machen nur ganz wenige wirklich erfolgreich. Wir sind eine kleine Minderheit.

Ich kann gut damit leben, nicht übertrieben zu konsumieren. Da ich jetzt frei bin, kann ich auswählen, wie ich meine Freizeit nutze. Kostengünstige Freizeit für immer? Ja klar. Warum nicht? Aber ich muss mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. Ich darf nicht abheben, sonst ist die Freiheit weg. So funktioniert der Kapitalismus. Du lässt andere für dich arbeiten. Das klingt krass, ist aber wahr.

Amerikaner zahlen übrigens dieses Jahr 122 Milliarden Dollar für Kreditkartenzinsen. Es ist ein wildes Konsumfest.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Reich werden ohne Arbeit

  1. AvatarMarcus

    Hallo an all Invest-Besucher,

    wie wär’s, wenn wir uns als Leser von Tim (aka fanboys) an der blogger lounge treffen?

    Tims offizieller Time Table war ja wie folgt geplant:

    Freitag, 5. April
    15.00 – 15.45 Uhr
    Podiumsdiskussion „Quo vadis US-Börse?“, Bühne Börse Stuttgart

    Samstag, 6. April
    12.00 – 13.00 Uhr
    Buffett bis Bogle: Von den Legenden lernen
    Raum C 4.1 im ICS Kongresscenter mit 120 Sitzplätzen

    Mein Vorschlag: Samstag 11:00 an der Lounge und anschliessend gemeinsam zur Session „Buffett bis Bogle“?

    Andere Ideen willkommen, würde mich freuen euch zu treffen!

    cu Marcus

  2. AvatarGuido

    Wir müssen uns keine Sorgen machen. Die anderen übertreffen sich gegenseitig. Alles rausfeuern lautet das Motto. Ich freue mich über die Dividenden und lehne mich zurück.

    Wehe dem, dessen Job verloren geht oder der krank wird. Uns kann das kalt lassen, denn wir sind mit wenig und vor allem mit uns selbst zufrieden. Oder auf dem Weg dahin.

  3. AvatarRalf

    „Wehe dem, dessen Job verloren geht oder der krank wird. Uns kann das kalt lassen, denn wir sind mit wenig und vor allem mit uns selbst zufrieden. Oder auf dem Weg dahin.“

    Ewas mehr Demut schadet niemandem. Eine wichtige Eigenschaft, die gestern bei einem Vortrag von Professor Würth in Künzelsau genannt wurde, als er auf sein Lebenswerk zurück blickte. Seine Visionen und Arbeitseinstellung war beeindruckend.

    Was, wenn dein Job vor der finanziellen Freiheit verloren geht und du z.B. wegen Krankheit in Hartz4 landest? Das Sozialamt freut sich in diesem Fall auf die Ersparnisse und hält die Hand auf.

    Die Art und Weise, wie hier teilweise über andere Leute geredet wird die bis zur Rente arbeiten oder noch länger, ist nicht gut.

  4. AvatarPatric

    Wir fahren gleich mit dem Zug aus dem schönen Ruhrpott los zur Invest ?

    Ich merke mir den Termin morgen um 11 gerne vor. Wäre toll, andere Leser und vielleicht sogar Tim einmal persönlich kennen zu lernen.

    Ob wir es heute schon zum Vortrag schaffen, hängt ein wenig von der lieben Deutschen Bahn ab ?

    Beste Grüße und bis später!

    Patric

  5. AvatarWohnung mit Domblick

    @Ralf,

    Demut wird immer gerne von denen gepriesen, die am Lebensende angekommen sind. Aber richtig ist das trotzdem.

    Die  Sache mit dem Sozialamt, die muss einem wirklich Sorgen machen. In den Sozialgesetzen gibt es noch mehr Möglichkeiten, wie der Staat einem in die Taschen greifen kann (ich bekommen berufsbedingt einiges mit). Pflegefall von Angehörigen, oder man hat für Angehörige eine Bürgschaft abgelegt (soll man nicht tun). Man muss nicht mal selbst in Schieflage geraten. Vermögen ist vor dem Raubstaat* nicht sicher, und ein Bankgeheimnis gibt es längst nicht mehr. Ich sehe das als Problem und suche eine Lösung.

    *https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/literatur/buchtipp-das-ende-der-mittelschicht-das-sind-die-wirklichen-probleme-der-mittelschicht/24171924.html

    @Tim,

    habe mir heute früh mal Dein Interview mit dem Sparkojoten angeguckt. Endlich mal eine andere Kameraperspektive. Diesen Selfie-Modus Deiner anderen Videos finde ich unangenehm, da man Dir dabei bis in die Nebenhöhlen rein gucken kann. Bitte öfters mal eine neue Kameraperspektive. Viel Spass auf der Invest, Dir und allen hier im Blog.

  6. WhirlwindWhirlwind

    @All: Werden die Sessions aufgezeichnet? Würde mir vor allem gern die über Buffet und Bogle nachträglich anschauen/anhören.
    VG, whirlwind.

  7. AvatarChristian Thiel

    Hallo Leute,

    komme am Samstag auch zur Invest. 🙂 11 Uhr könnte ich schaffen.

    Wie sollen wir uns zu erkennen geben? 😉

    Viele Grüße

  8. AvatarKarl

    @Wohnung mit Domblick

    Ich finde Ihren Ansatz sehr verwunderlich. Warum soll die Allgemeinheit für Ihre Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit u.ä. aufkommen, bevor Sie Ihr gesamtes Vermögen aufgezehrt haben.

    Das wäre in hohem Maße egoistisch und antisozial.

    Ich finde es umso verwunderlicher, als dass sich hier alle immer über die verschwenderischen Konsumschafe aufregen. Diese kommen dann letztendlich dafür auf, dass Sie Ihr Geld vererben können.

     

     

  9. AvatarDaniel

    Ich finde Ihren Ansatz sehr verwunderlich. Warum soll die Allgemeinheit für Ihre Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit u.ä. aufkommen, bevor Sie Ihr gesamtes Vermögen aufgezehrt haben.

    Domblick schrieb doch gar nicht dass der Staat für SEINE Pflegebedürftigkeit o.Ä. aufkommen soll. sondern um Angehörige.

    Warum genau sollte das Kind nochmal für seine Eltern aufkommen? Es ist ja anzunehmen dass auch berufstätige Eltern mal in die Arbeitslosen/Pflege bzw. Sozialversichung eingezahlt haben. Reicht das nicht, muss meines Erachtens die Allgemeinheit aufkommen und nicht dedizierte einzelne Personen, es sei denn man hat steuerliche Vorteile genossen, wie es z.B. in einer Ehe o.Ä. ist. Das Kind kann für die Arbeitslosigkeit seiner Eltern genausowenig wie der Rest der Gesellschaft.

    Aber auch davon losgelößt muss die gesellschaftliche Frage gestellt werden, warum bei der privat betroffenen Schieflage (siehe Arbeitslosigkeit / Krankheit) ein eingezahlter Euro in der Riesterrente anders behandelt wird als ein eingezahlter Euro auf einem Privat-Depot. Ich denke ENTWEDER der Staat schafft Gleichheit, z.B. in dem er eine beliebige Anlageform bis zu einem gewissen Betrag schont, oder er schafft diesen Umstand gänzlich ab.

  10. Avatarandreapur

    Hi, ich bin Sa. ab 11 an der Bloggerlounge mit dabei. Und mache mich gleich mal auf den Weg zur InVEST. Bis dann!

  11. AvatarKarl

    @Daniel

    Weil in unserem Kulturkreis eine gegenseitige Einstandspflicht für Verwandte, insbesondere 1. Grades, üblich ist.

     

    Diese wird auch umgekehrt bei Schenkungen, Erbschaften, Freibeträgen u.a. begünstigt.

     

    Wenn die Pflegeversicherungen die gesamten Kosten für alle abdecken soll, muss sie bereits heute ca. 2,5-fach höher sein.

     

    Wenn Ihr Ansatz ist, den Staat grds. aus solchen Themen herauszuhalten, dann würde ich Ihnen sofort zustimmen. Allerdings habe ich auch genug Geld, um alle Kosten selbst zu tragen. Sozial ist das nicht.

  12. KievKiev

    @ Invest

    Ich bin hoffentlich gleich da. Werde die Bloggerlounge suchen. Bin das erste mal in einem Flixbus unterwegs. Fühle mich wie auf hoher See. Der Raum um Stuttgart ist sehr hügelig… Würde mich freuen Leser Bruno anzutreffen. Vor allem mit Fendi Zotteljäckchen. Google möchte das Modell mir unbedingt verkaufen. Noch kann ich mich Dank Tims täglichen Beiträgen beherrschen.

  13. AvatarHafenmeister

    @ Karl

    Warum die Allgemeinheit dafür aufkommen soll?
    Weil Beiträge und Steuern gezahlt wurden!
    Finden Sie ok, dass man nach 40 Jahren Arbeit aufgrund von Pflegebedürftig in die Sozialhilfe gedrückt wird? Unglaublich!

    Warum muss die Gesellschaft für die Pflege- und Gesundheitskosten von Menschen aufkommen, die niemals in die Systeme eingezahlt haben und werden?

  14. AvatarThorsten

    Wenn sich morgen 30% der Welt für die finanzielle Freiheit entscheiden würde, würde das System zusammenbrechen. 

    Vielleicht auch nicht ? Es passiert ja auch nicht von heute auf morgen. Seitdem wir finanziell frei sind geben wir Geld für andere Dinge aus : Bildung, Biolebensmittel etc.

    Wir kaufen auch öfters Fahrräder als Autos 😉

     

     

  15. AvatarChris k.

    Oh man Leute ihr habts gut, viel Spaß euch allen!

    Ich bin krank seit einigen Tagen, nehme Antibiotika und hoffe das dieses Apfel essig Wasser Honig Glas hilft.

    Viele Bilder bitte in den Blog Tim.

  16. Avatar42sucht21

    @ENTWEDER der Staat schafft Gleichheit…

    Ja, Gleichheit und Gerechtigkeit wären gut aber dann kommt das reale Leben und da ist Gerechtigkeit für alle schlicht nicht möglich.

    Bei dem Thema Schonvermögen (Ja: zB selbstgenutze Immobilie, Altersvorsorge wie Riester) vs. selbstverantwortetes Wertpapierdepot als Altersvorsorge bzw. nur Vorsorge waren wir hier je bereits öfter. Es müsste halt ein besseres & anerkanntes Wertpapiervehikel für die Altersvorsorge mittels Wertpapierdepot in DE geben. Das würde natürlich auch nicht Gerechtigkeit schaffen. Es würde halt uns hier entgegen kommen.

    Andererseits fände ich es auch nicht richtig wenn Vermögen auf die Kinder übertragen werden könnte und die Kinder dann komplett keine Verpflichtungen für die Pflegekosten der Eltern übernehmen müssten. Da wäre der Anreiz für Missbrauch doch sehr hoch.

    2014 ging ja mal ein Fall durch die Presse, bei dem der Sohn für seinen Vater (der die Mutter verlassen hatte und seit 36 Jahren immer wieder keinen Kontakt zum Sohn haben wollte) dann 9k an das Sozialamt für die Pflegekosten des Vaters zahlen musste. (BGH Urteil dazu) Das empfanden doch viele als Ungerecht.

    Fakten helfen auch das Thema besser zu verstehen: Für die meisten Deutschen ist die Gefahr wirklich relevant zur Kasse gebeten zu werden für die Pflege der Eltern aber aktuell nicht sonderlich groß: Schonvermögen (neben eigennutz Immo, 10k cash, 5% des Brutto­lohns * Monate seit Berufs­beginn * 4% Zins) und Selbstbehalt vom Einkommen (Lediger: ca. 2.500€ Netto monatlich plus Ausgaben für Kredite, Kinderunterhalt, Altersvorsorge usw.)

    Bevor man also zahlt kann man also ganz grob haben eine eigene Immobilie + 150k Geld + 3k Nettoeinkommen als Single und Einzelkind. Erst danach geht es los. Klar, ist dann ärgerlich – aber ist es ungerecht mit diesem Vermögen und diesem Einkommen für die Pflege seiner Eltern mit aufzukommen?

    https://www.test.de/FAQ-Elternunterhalt-Wann-die-Kinder-zahlen-muessen-5238253-0/

     

    @Warum muss die Gesellschaft für die Pflege- und Gesundheitskosten von Menschen aufkommen, die niemals in die Systeme eingezahlt haben und werden?

    Weil wir Menschen sind.

    Welche Lösung schlagen Sie denn zB vor für geistig behindert geborene Kinder?

  17. AvatarRalf

    Es geht gar nicht so sehr um den Pflegefall der Eltern.

    Hartz4 und Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema. Wenn man vor erreichen der FU in Hartz4 fällt wird das bitter. Das Schonvermögen ist gering. Und so selten ist das nicht. Jeder Vierte wird berufsunfähig in seinem Arbeitsleben, besagen Artikel zur Berufsunfähigkeit. Und das kann finanziell hart treffen. Viele hier lehnen ja z.B. eine BU-Versicherung ab was in jungen Jahren abgeschlossen etvl. eine Option wäre.

    Ein langjähriger Beschäftigter landet so mitunter recht schnell auf der selben Ebene wie kurzzeitig Versicherte mit unstetigen Erwerbsbiografien. Da sollte nachjustiert werden.

  18. AvatarHafenmeister

    @ 42 sucht21

    Elternunterhalt: Die abbezahlte Immo der Kinder wird von den 2500 des Selbstbehalts abgezogen. Das Vermögen der Kinder wird auch Berücksichtigt, da ist man recht schnell zahlungspflichtig.

     

    warum immer solche Beispiele?!

    Klar sind wir Menschen!

    Das System ist für die eigene Bevölkerung, eben für die genannten Menschen ja gedacht. Wie soll ein System das wenige finanzieren und der gesamten Welt offen steht fair sein? Wie soll das auf Dauer funktionieren?

    Oma Erna bekommt nach 50 Jahren Arbeit und Kindererziehung das Gleiche wie Ahmet 23 ohne Arbeit.

  19. AvatarThomas W.

    @Hafenmeister. Sehe ich genauso, denn es kommt ja nicht nur ein Ahmet sondern die Summe X Ahmets und es werden noch mehr.
    Thomas W.

  20. AvatarNico Meier

    Wir die hier schreiben durften alle eine gute Ausbildung geniessen, die wir praktisch kostenlos vom Staat erhalten haben. Wir sind nur in der Lage Jobs auszuüben die etwas mehr Gehalt abwerfen weil wir diese kostelosen Schulen besuchen durften.

    Ich bin klar der Meinung, dass es richtig ist, dass der Multimillionär seine Pflege selber zahlen soll und wir dies nicht über Steuern alimentieren sollen nur damit der Multimillionär seine Millionen an seine Kinder weitergeben kann. An Kinder notabene die nichts zu diesen Millionen beigetragen haben!

    Über Freibeträge kann man sich gerne unterhalten. Ich bin auch der Meinung, dass die Haftung von Angehörigen nicht soweit führen sollte, dass die Angehörigen ihr Haus verkaufen müssen um den Eltern die Pflegeheime zu finanzieren.

  21. AvatarThorsten

    „die wir praktisch kostenlos vom Staat erhalten haben.“

    Der Staat hat gar nichts gezahlt, hat nicht und wird nie, denn ihm gehört kein Geld. Meine Ausbildung wurden über Steuern gezahlt , die von Bürgern entrichtet wurden, z.B von meinem Vater. Mein Vater hat also in Union mit anderen Bürgern meine Schule, Studium bezahlt. Das ist bei den hohen Steuersätzen das Mindeste was ich erwarte.

  22. AvatarMarcus

    Samstag 11:00 Uhr  an der Blogger Lounge scheint bisher der Konsens zu sein, prima!  Ich komme mit dem Auto aus Nürnberg angereist und fahre am Abend wieder zurück.

    Vielleicht hat ja Tim noch einen Tipp wie wir ihn finden oder uns bei ihm treffen falls er da gerade Zeit hat!

    Freu mich schon!

     

  23. AvatarHafenmeister

    @ Nico

    Beim Multimillionär bin ich bei dir…beim Multimillionär der das Pflegeheim der Eltern finanziert auch noch, aber wenn das Lebenswerk eines Arbeitnehmers auf Sozialhilfeniveau abgesenkt wird ohne jegliche Differenzierung ist das eine Sauerei.

    Noch schlimmer ist es beim Elternunterhalt, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!

  24. AvatarKia

    „Wir die hier schreiben durften alle eine gute Ausbildung geniessen“

    Also ich habe keine gute Ausbildung genossen. Meine war nicht nur kostenlos sondern umsonst. Und auch heute noch bekommen sehr viele Kinder eine grottenschlechte Ausbildung, in diesem Land! Für meinen eigenen Sohn habe ich einen Anwalt bezahlt damit er überhaupt in unserer Gegend einen Schulplatz erhielt und nicht verdrängt und wegsegregiert wird. Frage mal Lehrer nach ihren Bildungsauftrag.

  25. AvatarMarcus

    @Hafenmeister „Noch schlimmer ist es beim Elternunterhalt, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!“

    Vielleicht habe ich hier einen Denkfehler. Für mich sah das immer so aus, als wäre das Thema nur ein gefundenes Fressen für Verkäufer von Pflegeversicherungen, die vom Angstschüren leben und Medien, die durch Hass säen mehr verkaufen.

    Sicherlich fände ich es besser, wenn sich die Allgemeinheit die Kosten für Pflegefälle gemeinsam teilen würde, aber kann ja noch werden. Auch sollten keine Kindesmissbrauchseltern von ihren Kinder finanziert werden müssen.

    In den verfügbaren Online-Rechnern kam für meine Eltern aufgrund der hohen Freibeträge immer nur ca. 150 mtl. raus, das bringt wahrscheinlich kaum jemanden um. Die Lebenserwartung in einem Pflegheim beträgt durchschnittlich:

    „Männer in Deutschland 2011 erlebten durchschnittlich 5,5 Monate, Frauen hingegen 14,4 Monate in vollstationärer Dauerpflege. “

    Zuhause sind die Kosten niedriger, so dass Rente und Pflegeversicherung oft ausreichen.

    Was übersehe ich hier? Danke für eueren Input!

     

  26. AvatarKarl

    @Hafenmeister

    Genaus solchen verblendeten Rassistenmist schreiben die, die in einem echten libertären System nie auf die Beine kommen. Die ewig Zukurzgekommenen.

  27. AvatarHafenmeister

    Hallo Marcus,

    unter den derzeitigen Bedingungen ist es ein reales Risiko für die Kinder.

    Wie kommst du auf 150 Euro?

    50% von dem was über dem Freibetrag liegt muss eingesetzt werden ggf. auch das Vermögen.

    Das mit der kurzen Verweildauer in Pflegeeinrichtungen ist nicht nachvollziehbar. Bei umfangreicher Pflege in der Häuslichkeit kann ein Heim auch günstiger sein.

    Karl, was hat das mit Rassismus zu tun?

  28. AvatarBruno

    @Kiev  Hätte mich auch gefreut, habe es aber leider terminlich nicht geschafft dieses Jahr. Hehe und nein, Fendi trage ich nicht, die verkaufe ich nur, wann schlägst Du endlich zu ? Ich kann mir langsam die Google Adwords nicht mehr leisten 😀

  29. AvatarDaniel

    Immer schön aufpassen in Stuttgart und auf der Invest kein Geld auszugeben, liebe Frugalisten.

  30. AvatarRalf

    Beim Elternunterhalt gibt es ein anderes Probleme:

    Bei Verheirateten gibt es höhere Freibeträge, es werden aber auch die Einkommen beider Ehegatten herangezogen.

    Wenn das Einkommen des Unterhaltspflichtigen nicht ausreicht, kann auch das Vermögen herangezogen werden. Die selbstgenutzte Immobilie ist noch gut geschützt.

    Aktiendepots kommen beim Schonvermögen aber nicht gut weg. Wer ein Depot von z.B. 200.000 € hat, ist recht schnell dabei beim Unterhalt auch wenn er weniger verdient.

    Hier gibt es einen Rechner:

    http://www.n-heydorn.de/elternunterhalt.html

    Problematischer finde ich das Thema Hartz4 und Schonvermögen, hier darf nur wenig behalten werden. Bei langjährigen Versicherten ist das nicht ok.

    Ich kann hier den Frust mancher auf Schmarotzer und Schnorrer im Sozialsystem verstehen. Und die Flüchtlingspolitik in D ist ebenfalls nicht hilfreich, um das Sozialsystem zu stabilisieren.

  31. AvatarMarcus

    @Hafenmeister: Danke, für deinen Input.

    Ich habe kein besonders hohes Einkommen, Vermögen schon eher und meine Eltern haben eine durchschnittliche Rente und noch eine Immobilie in der sie wohnen. Die müsste noch verwertet werden wenn’s knapp wird, bevor ich dran wäre.

    Ihre Rente ergänzt mit den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung für die Pflegegrade (z.B. 1.995 Euro in Pflegegrad 5) ergäbe schon beinahe den notwendigen Betrag für ein Pflegeheim für einen von ihnen. Für beide sähe das natürlich schlechter aus, weil die Witwerrente dabei hilfreich ist und keine Wohnung für den anderen mehr unterhalten werden muss.

    Vielleicht versuchts du wirklich mal den verlinkten Rechner von oben, der wirkt auf mich ganz plausibel. Vielleicht ist aber auch deine Situation deutlich anders als meine. Und Härtefälle gibt es leider oft in solchen Themen, da hilft dann oft eine gute Rechtschutzversicherung.

    Den Text hier von der Verbraucherzentrale finde ich auch sehr ausgewogen.

    Zitat: Für den Unterhalt der Eltern aufkommen müssen Kinder aber nur, wenn sie selbst genug Geld zur Verfügung haben.

    Und genug ist hier wirklich großzügig ausgelegt.

  32. KievKiev

    @ Bruno

    Die Invest hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte tatsächlich eine ähnlich hochwertige Jacke mit einem Investment „Legenden“ Shirt an 🙂 So konnte ich immerhin gut von anderen erkannt werden und habe viele interessante Gespräche geführt. Ich habe nur immer links und rechts nach Senioren geschaut, die mit dem Schirm auf mich losgehen könnten. Ist aber nichts passiert. Ängste sind meist unbegründet.

    Ich konnte auch kurz mit Tim sprechen. Ich habe sogar ein paar kleine Denkanstöße für neue Strategien erhalten und vielleicht eine Investment Option in Zukunft. Und ich kann deutsche Werte jetzt für 1€ kaufen. Das muss ich mal in Ruhe anschauen.

    Es war der Auftakt für ein herrliches Wochenende. Jetzt könnte nur noch das Wetter ein bisschen besser werden.

  33. AvatarMichi

    @ Karl

    Sie dürfen gerne persönlich helfen und sich für die Ahmeds dieser Welt engagieren. Habe ich selbst übrigens auch schon gemacht.

    Sie dürfen gerne auch ein paar Ahmeds bei sich daheim auf eigene Kosten unterbringen und versorgen.

    Aber Sie brauchen nicht jeden als Rassisten anprangern, der das so sieht wie der Hafenmeister ( deutsche arme Rentnerin, die viel in und für D geleistet versus 23 j Ahmed ).

    Eine sachliche  und objektive Diskussion ist mit Gutmenschen wie Karl eh nicht möglich.

    Und nein, bin kein Rassist, habe nette muslimische Freunde,  Kollegen und Sportkameraden. Traurig, dass man das immer dazu schreiben muss

  34. Florian HFlorian H

    @Invest

    Ich werde morgen auch dort sein. Ich treffe dort auch paar Leute aus der Dividendenstrategie.

    Ich hoffe ich werde in der Bloggerlounge einige von euch treffen.

  35. AvatarHafenmeister

    @ Marcus

    Einkommen: 3000

    Einkommen Ehefrau: 1000

    Wohnvorteil abbezahlte Immobilie: 900

    Elternunterhalt: 659 – finde ich eine ganze Menge (14% des Familieneinkommens!)

    Schongrenze Vermögen Kind 100.000 (45.000 + 25 BJ)
    Vermögen der Eltern wird aufgebraucht (Erbe der Folgegeneration)
    Immobilie der Eltern wird aufgebraucht (Erbe der Folgegeneration)
    Eltern haben Jahrzehnte in die Sozialsysteme eingezahlt
    Kinder zahlen Jahrzehnte in die Sozialsysteme
    Ehefrau des Kindes zahlt indirekt für die Schwiegereltern

    Wer das fair und angemessen findet, der soll mir das mal bitte erklären.

    Da sichert man seine Existenz und der Staat schröpft die Kinder.

    Ich fühle mich und meine Existenz durch diese Rechtslage bedroht, ohne dass ich dies irgendwie beeinflussen könnte.

    Im Pflegeheim zahlst du immer den gleichen Eigenanteil, ob Pflegegrad 2 der 5!
    Mit dem Anteil der Pflegekasse kommst du niemals in einem Pflegeheim aus!
    Eigenanteil Heim: 800,00 (inkl. Leistungen der Pflegekasse)
    Unterkunft+Verpflegung: 700
    Investitionskosten 600
    EIGENanteil: 2100 (die 1995 sind schon abgezogen)

     

     

  36. AvatarKarl

    @Michi

     „(deutsche arme Rentnerin, die viel in und für D geleistet versus 23 j Ahmed ).“

    Sie sind ein wenig begabter Populist, der vermeintliche Antipode gegeneinander ausspielt.

    Arme Deutsche Rentnerin gegen jungen 23-jährige  „Ahmed“. Was wollen Sie damit sagen?

    -Jeder, der Ahmend heißt ist undeutsch?

    – Jeder, der Ahmed heißt ist ein Sozialschmarotzer?

    -Jeder, der Ahmed heißt wird in Deutschland bleiben und die nächsten 44 Jahre bis zur Rente nichts zum Sozialsystem beitragen?

    Warum wird die arme Rentnerin mit Ahmed und nicht mit Michael verglichen?

    Lustig ist auch, dass bei Ihnen der Gutmensch eine Beleidigung sein soll.

  37. AvatarMarcus

    @Hafenmeister Ich könnte beispielsweise bei der Continentale für 58,05€ monatlich eine Pflegeversicherung über 1.500€ monatlich für meinen Vater abschliessen, geb. xx.x.1946, für meine Mutter geb. xx.x.1949 für 47,85€.

    Wenn die das so günstig anbieten können, kann man vermutlich abschätzen wie unwahrscheinlich ein langer Pflegefall ist.

    Wäre das eine Opion, die dich versöhnlicher stimmen würde?

  38. AvatarHafenmeister

    @Karl

    was Sie schreiben ist so unglaublich dämlich, dass mir hierzu nichts mehr einfällt.

  39. AvatarKarl

    @Hafenmeister und Thomas

    Ich freue mich, dass Sie meinen Standpunkt nicht teilen.

  40. AvatarLejero

    Ich kriege bei diesem ganzen rumgemoser warum man Unterhalt für seine Eltern zahlen soll und das nicht die Allgemeinheit übernimmt die Krätze.

    Natürlich werde ich für meine Eltern zahlen wenn sie in Not gekommen sind oder Pflegefälle sind! Und ich werde dabei schauen, dass es ihnen bestmöglich geht, auch wenn das extra kostet. Das ist natürlich auch an meine Möglichkeiten gebunden, und ich kann auch vielleicht nicht für alles zahlen, aber das was ich kann werde ich machen. Und ich werde das auch gerne machen. Sie haben mich meine ganze Kindheit und Schulzeit aufgepäppelt und alles für mich gemacht und gezahlt. Da ist es doch das Mindeste das ich das Gleiche für sie mache wenn sie meine Hilfe brauchen. Und ich finde es völlig abwegig und assozial dann nach der Allegmeinheit zu schreien!

    So, das musste mal raus…

  41. AvatarMS. Maxi

    Bin auch auf der Invest, allerdings fängt um 10:40 Uhr ein wirklich interessanter Beitrag beim Ladies Day an.

    Aber der 12 Uhr Vortrag hört sich spannend an. Komm dann dazu. Sicher schön mal alle zu treffen von denen man immer die Kommentare liest…

  42. AvatarChrissie

    @Lejero

    Ich vermute, es geht nicht wirklich darum, dass die Mitforisten nicht willens sind, ihre Eltern zu unterstützen, wenn diese in Not geraten sollten.

    Es geht eher darum, dass es zB bei gleichen Grundvoraussetzungen die „Konsumenten“ gibt, die alles auf den Kopf gehauen haben. Die hatten eine tolle Zeit und der Staat kann da nicht viel holen.

    Dann gibt es die, die für ihr Alter vorsorgen, eben so gut wie nichts auf den Kopf hauen, sondern sinnvoll wirtschaften. Denen wird das Erreichte dann weggenommen. Da hätte man es auch besser auf den Kopf hauen und eine tolle Zeit haben können.

     

    Der Kluge ist in dem Fall dann der Dumme, wie es so schön heißt.

  43. AvatarKarsten

    Amerikaner zahlen übrigens dieses Jahr 122 Milliarden Dollar für Kreditkartenzinsen. Es ist ein wildes Konsumfest…..

     

    Wahnsinn, was die Leute machen… Kaufen alles auf Pump und sind dennoch nie vollends glücklich.
    Freue mich und hoffe, Dich morgen persönlich kennen zu lernen auf der Invest.

    LG Karsten

  44. AvatarThomas

    @Chrissie, genau darum geht es und nur darum!! Genau auf den Punkt gebracht.

    Thomas

  45. AvatarHafenmeister

    @ Lejero

    Denn schlage ich vor, dass die Krankenversicherung auch entsprechend umgestellt wird.

    Warum muss die Allgemeinheit Sportverletzungen, Alkoholerkrankungen oder Chemotherapie bezahlen.

    Das können auch erstmal die Kinder bezahlen, die Eltern waren damals schließlich auch bei jeder Erkältung für sie da.

    Hüftprothesen gehören auch in die Zuständigkeit der Kinder, denn meine Mutter hat mir damals mal Einlagen gekauft.

    Die Zahnprothesen der Eltern übernehmen dann die Kinder bitte auch zu 100%. Apropos warum muss die Allgemeinheit überhaupt für die Zähne der anderen etwas zahlen?!

    Seine Eltern kann man sich nicht aussuchen.

     

     

     

  46. AvatarHafenmeister

    42sucht21 wünsche ich dir auch!

    Ich hoffe, die Behandlung schlägt an.

  47. AvatarLejero

    @Hafenmeister: der Punkt mit den Versicherungen ist gut…im Sinne dafür hat man schon Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung etc. gezahlt. Muss ich definitiv darüber nachdenken…

     

  48. Avatar42sucht21

    @Lejero

    das Problem ist m.E. nicht, dass  jemand (ich nehme mal die oben genannten Zahlen) Angst davor hat, dass im Falle der Pflegebedürftigkeit der Eltern sein Erbe geringer ausfällt (Vermögen der Eltern inkl. abbezahlter Elternimmobilie könnte angeknabbert werden), die Eltern sich das Geld für eine günstige Pflege-Zusatzversicherung sparen und er selber mit 4k Nettohaushaltseinkommen und vorhandenem Vermögen in abbezahlter selbstgenutzter Immobilie die Eltern nicht pflegen möchte oder kann und deshalb über einen unbestimmten, vermutlich kurzen Zeitraum – falls es irgendwann überhaupt zur Pflege kommen sollte – verhältnismäßig wenig zu den Pflegekosten für seine eigenen Eltern(!) zuzahlen müsste (den Großteil bezahlt ja ohnehin die Versicherung / Allgemeinheit) sondern, das Problem ist,

    dass mit manchen Forenbeiträgen ein Fakten-ignorierender, deutsch nationaler Sozialneid geschürt wird mit Hackreflex nach oben (der Millionär) & unten (die arbeitsscheuen 23J Ahmets in der Sozialhängematte).

    Wie so oft:

    1) Alle anderen – nur ich nicht.

    2) Schuld ist immer der A.

    – Was ein Unfug.

  49. AvatarHafenmeister

    42sucht21

    Sie sind ein populistischer Schaumschläger, Ihre Antworten sind substanzlos und inhaltsleer.

    Alle anderen nur ich nicht?
    Es wurden und werden doch Jahrzehnte Beiträge und Steuern gezahlt!

    Pflegezusatzversicherung: Das ist aber die Verantwortung der Eltern. Kinder können diese zur Begrenzung ihres Unterhalts-Risikos nicht abschließen.

    PFLEGE-IRRTUM 2: Wenn ich gepflegt werde, dann erst im hohen Alter!
    Fakt ist: Jeder sechste Pflegebedürftige ist heute jünger als 65 Jahre.
    PFLEGE-IRRTUM 3: Wenn ich gepflegt werde, dann nur kurz!
    Fakt ist: Die durchschnittliche Pflegedauer bei Frauen liegt bei rund 5 Jahren und die der Männer bei rund 4 Jahren – unabhängig davon, ob zu Hause oder im Heim gepflegt wird. Im Bereich der häuslichen Pflege, welcher 70% ausmacht, beträgt die durchschnittliche Pflegedauer 8,2 Jahre und fast jeder Vierte wird 10 oder mehr Jahre gepflegt.
    PFLEGE-IRRTUM 1: Ich werde kein Pflegefall!
    Fakt ist: Ab dem 30. Lebensjahr wird jeder zweite Mann im weiteren Leben pflegebedürftig, bei Frauen sind es 3 von 4. Bei Ehepaaren bspw. trifft es so mit 86%-iger Wahrscheinlichkeit mindestens einen von beiden.

    Lejero

    Danke für Ihre Offenheit!

  50. AvatarChrissie

    @Sozialneid

    Wer sein Lebenlang vernünftig gewirtschaftet und gespart und angelegt habe (als Mittelständler, denn die Armen haben nix zum Wegnehmen und die Millionäre sind meist selbst schnell weg, bevor ihnen etwas weggenommen werden kann), mit bereits versteuertem Nettogeld, und dann geschieht ein Unglücksfall und trotz ständigen Einzahlens in alle möglichen Kassen wird ihm das Ersparte weggenommen. Wer das nicht möchte ist demnach sozialneidisch?

     

    Wär ja eigentlich interessant zu erfahren, wie diejenigen die hier voll für‘s Abgeben plädieren, reagieren würden, wenn sie selber ihr Lebenswerk weggeben müssten. Bei Hartz4 und ohne Immo dafür viel Aktien geht das ratzfatz.

  51. AvatarMattoc

    @Chrissie

    du bist sehr schlecht informiert.

    Die selbstgenutzte Immobilie ist geschützt. Die private Altersvorsorge ist darüber hinaus in Abhängigkeit vom Einkommen geschützt mit hohen Freibeträgen – egal wie das Geld angelegt ist, ob Tagesgeld, Lebensversicherungen oder Aktien.

    Beispiel:

    Jemand, der aktuell 5500 Euro brutto verdient, kann neben der selbstgenutzten Immobilie  250.000 Euro in Aktien oder wie auch immer angelegt haben, und muss das Geld nicht anrühren.

    Weiterhin müssen natürlich zunächst die Eltern ihr gesamtes Vermögen aufbrauchen, bevor das Vermögen der Kinder überhaupt betrachtet wird. Ich wage die steile These, dass Eltern eines Kindes, das in einer selbstgenutzten Immobilie wohnt und ein Vermögen von 250k hat, nur sehr selten selbst von Hartz4 leben bzw. über kein Vermögen verfügen.

     

  52. AvatarDaniel

    Ich finde den Hartz4 Aspekt weitaus weniger tragisch, denn es ist etwas, das jeder irgendwie selbst beeinflussen kann. Ich gebe mal ein überspitztes Beispiel: Sagen wir ich schaffe es irgendwie bis Ende 40 ein Depotvolumen von knapp 350.000€ zu erwirtschaften. Sagen wir es schüttet jedes Jahr 2,5% Dividenden an mich aus. Dann wären das fast 9000€ im Jahr und ein „Zubrot“ von knapp 750€ im Monat.

    Selbst wenn ich meinen tollen Job nie wieder bekäme könnte ich mir auch IRGENDWAS suchen das einfach nur meine monatlichen Ausgaben deckt. Das ist sicherlich nicht mehr mein Traumjob, aber hier hat mir das Ansparen definitiv immer etwas gebracht, es war also nicht für die Katz.

    Bei einem Pflegefall o.Ä. sieht es m.E. ganz anders aus. Denn er trifft mich unerwartet und ich kann praktisch nichts tun. Ja, ich könnte versuchen mehr zu verdienen, aber das ist etwas albern, denn das hätte ich auch vorher machen können. In so einem Heim wäre diese Depotsumme in vermutlich unter 10 Jahren verbraucht. Es war sogesehen für die Katz, denn ich werde genausogut/schlecht behandelt als wäre ich mittellos in ein Heim gekommen. Aber auch diesen Aspekt finde ich nebensächlich, denn ich kann mir SELBST eine Pflegezusatzversicherung besorgen die in jungen Jahren ähnlich einer BU noch günstig ist.

    Meine Eltern haben das aber nicht, entweder sie sind gar nicht mehr versicherungsfähig oder die Beiträge sind derart hoch, dass die ganze Rente dafür draufginge. Jetzt wurde mehrfach über kaum bis wenig Haftung durch die Kinder gesprochen, was aber wenn mein Lebensplan nicht in das Konzept dieser Staats-Kalkulation passt? Dort ist immer vom Einkommen die Rede. Was ist denn das Einkommen des Kindes? Die Arbeit oder das Depot das Gewinne abwirft?

    Was wenn ich vielleicht mit Anfang 50 schon gar nicht mehr arbeite sondern ein Depot habe das grade für mein Auskommen ausreicht und meine gesamte Kalkulation über den Haufen geworfen wird wenn ich plötzlich herangezogen wird.

    So hart das klingt, aber Investment geht immer alle etwas an. Auch wenn immer gesagt wird, jeder muss für sich selbst wirtschaften, ich würde es meinen Eltern schon vorwerfen (gut das sie es nicht tun), wenn sie verschwenderisch durchs Leben gehen und keinerlei Rücklagen bilden für derartige Fälle in denen ich so einen Lebensstil indirekt mittrage. Und nicht nur ich, die Allgemeinheit tut es auch.

  53. AvatarHafenmeister

    Mattoc,

    für jemanden der sein Monatsgehalt komplett für den Konsum aufbraucht und kein Vermögen aufbauen möchte besteht keine Gefahr – einfach weitermachen!

    Aber wir sind doch hier in einem Forum für FF, oder?

    Und Sie rechnen uns vor, wie toll es ist, dass man nach 35 Jahren und einem Monatsgehalt von 5500 (Wer hat das schon?) ganze 250.000 von seinem erarbeiteten, versteuerten und gesparten Geld behalten darf. Grandios!

    Die bewohnte Immobilie ist geschützt (echt großzügig, da bereits x-fach versteuert), aber der Mietvorteil wird vom Freibetrag abgezogen – ich muss nicht verkaufen, den Wert einbringen aber schon!

    Es ist nicht verwunderlich, dass die Politiker mit der Bevölkerung in Deutschland (ist das bereits Rassismus, Karl?) so ein leichtes Spiel hat.

  54. AvatarChrissie

    @Mattoc

    Ich bezog mich auf „eigenes“ Hartz4, nicht auf das der Eltern, und schrieb „ohne Immo“, denn nicht jeder hat eine Immobilie.

    Soweit mir bekannt ist gibt es da ein Schonvermögen von ca 10.000€, je nach Alter. Riester oder Rürup sind geschützt. Und ein Vermögen welches durch eine Art vertragliche Bindung zur Altersabsicherung dient bis ca. 50.000€. Wahrscheinlich Lebensversicherungen mit entsprechend späten Auszahlungsdatum.

     

    Aktien haben so eine vertragliche „Altersabsicherungsfunktion“ normalerweise nicht.

    Hat man also lieber zur Miete gewohnt und viel in Aktien gespart, so wird im Fall von Hartz4 mE das Vermögen bis auf die ca. 10.000€ angerechnet und muss verbraucht werden.

  55. AvatarRalf

    Hartz4 kann jeden treffen, z.B. durch Krankheit droht das schnell.

    Ein angemessenes Eigenheim ist geschützt. Ein Haus mit mehr als 120 qm wird da nach geltender Rechtsprechung schnell zum Problem. Für zwei Personen können bereits 85 qm zu angemessen sein….

    Wenn es hart auf hart kommt ist ein Aktiendepot schnell futsch in D. Auch die Freibeträge beim Elternunterhalt auf Aktien etc. sind zu gering.

    Ich kann die Nörgler und Meckerer in D gut verstehen. Es ist nicht völlig an den Haaren beigezogen.

     

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