Leserbrief von Felix: In 10 Jahren will er mit seiner Frau finanziell frei sein. Das Paar spart 70 bis 80%


New York, 8. Juli 2018

Das schrieb Leser Felix über die beiden Fotos: „Anbei findest Du zwei Fotos. Eins ist von einer Rose aus unserem Garten, der auch unser gemeinsames Hobby ist. Das andere ist von einer Kuba-Reise letztes Jahr.“

Hallo Tim,

mein Name ist Felix, ich bin 30 Jahre jung und begeisterter Leser Deines Blogs. Ich dachte, die Geschichte meiner Frau und mir könnte vielleicht den einen oder anderen Leser inspirieren.

Ich arbeite als Angestellter in einer Software-Firma im Vertrieb. Ich habe in den letzten Jahren netto zwischen 50.000 und 55.000 EUR verdient, also schon sehr gut. Meine Frau ist selbständig mit einem schwankenden Gehalt, hier kommen pro Jahr aber auch circa 30.000 Euro netto rein.

Wir beide verdienen sehr gut, hatten uns aber schon immer als genügsame Menschen gesehen. Ein Wendepunkt in unserem Leben war, als ich gelesen habe, dass ein Haushalt durchschnittlich 2.869€ ausgibt, was uns enorm viel vorkam (Link: https://www.musterhaushalt.de/durchschnitt/einkommen-und-ausgaben/2-personen-haushalt/).

Wir haben uns dann alle Kontoauszüge aus dem letzten Jahr angeschaut und gesehen, dass wir inklusive aller Ausgaben (auch Urlaube etc.) zusammen auf unter 2.000€ kommen. Wir haben uns anschließend alle Ausgabenposten angeschaut und liegen zusammen mittlerweile bei 1.500 bis 1.800 € im Monat, kommen also auf eine Sparquote von 70-80%.

Ich habe zum Beispiel alle Versicherungen überprüft und teilweise gekündigt, Strom-/Gas-/Wasseranbieter überprüft, die Bank gewechselt und einige Abos gekündigt. Das war ein richtig gutes Gefühl. Ich habe nun alle Verträge sauber sortiert und insgesamt viel weniger Verträge, um die ich mich kümmern muss. Am letzten Tag jeden Monats sitzen wir zusammen und schauen uns die Kontoauszüge an. Es macht uns richtig Spaß, das zu analysieren und zu überlegen, wo wir noch optimieren können.

Mein Ziel ist es, bis zu meinem 40. Geburtstag finanziell frei zu sein. Ich arbeite sehr gerne und will dann auch noch weiter arbeiten, aber ich möchte einfach, dass unsere monatlichen Grundkosten komplett vom Job unabhängig gedeckt sein werden. Hierzu sieht mein Plan so aus:

Wir haben schon im Alter von 26 Jahren zusammen ein schönes altes Haus gekauft, in dem es zwei Wohnungen gab. Wir hatten schon viel gespart. Wir sind mit viel Eigenkapital und viel Eigenleistung reingegangen, daher ist der Kredit überschaubar. In der einen Wohnung wohnen meine Frau und ich, die andere Wohnung wird vermietet. Diese Miete der anderen Wohnung alleine trägt schon komplett die Finanzierung. Trotzdem überweise ich jeden Monat eine kalkulatorische Miete in Höhe von 500€ auf das Hauskonto, falls mal eine Reparatur ansteht.

Wir haben außerdem vor 2 Jahren das Dachgeschoss ausgebaut, das vorher nicht gedämmt war. Dieses vermieten wir nun bei Airbnb. Wir wohnen in einer kleinen Stadt. Trotzdem haben wir eine ordentliche Anzahl an Buchungen. Ich kann es nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren. Das Geld aus Airbnb trägt komplett die Sondertilgung, die wir vorher aus eigener Tasche bezahlt haben. Somit wird das Haus in knapp 7 Jahren, also insgesamt knapp 11 Jahren, komplett schuldenfrei sein. Dadurch würden die Lebenshaltungskosten meiner Frau und mir nach heutigen Rechnungen noch einmal um 500€ sinken, da die kalkulatorische Miete wegfällt und bis dahin ordentliche Reparatur-Rücklagen gebildet sein werden.

Ich lege außerdem jeden Monat Geld für Aktieninvestments zur Seite. Nach dem Motto „always pay yourself first“ überweise ich direkt nach dem Gehaltseingang jeden Monat 1.500 bis 1.750€ auf das Investment-Konto. Ich kaufe dann alle 2 bis 3 Monate Aktien in Losgrößen von 3.500 bis 5.000 EUR.

Mein Portfolio umfasst nun 17 Werte, davon 16 Einzelaktien und einen Emerging Markets ETF. Ich liege beim aktuellen Marktwert im oberen fünfstelligen Bereich und knacke mit etwas Glück dieses Jahr noch die 100.000€. Von den Aktien schütten 12 eine Dividende aus, unsere Einkünfte liegen dieses Jahr bei 1.600€ bisher. Dieser Bereich soll kontinuierlich ausgebaut werden. Mein Ziel ist es, bis zum 40. Lebensjahr einen Wert zwischen 500.000 und 600.000€ im Depot zu haben. Ich könnte mir aber auch vorstellen, noch einmal eine Immobilie zur Vermietung zu kaufen, sollte sich eine günstige Gelegenheit ergeben.

Schließlich noch ein letzter Punkt, der mir wichtig ist, auch wenn ich noch nicht zu einem abschließenden Urteil gekommen bin. Wir sind kürzlich Eltern geworden. Man hört so oft, dass Kinder so teuer sein. Wir können das bisher nicht nachvollziehen. Wir kaufen nur das, was wir wirklich für das Kind brauchen. Wir kommen mit dem Budget echt gut klar. Da meine Frau erst einmal zuhause bleibt, fallen die o.g. 30.000€ weg, allerdings kompensieren Elterngeld, Kindergeld und der Splitting-Vorteil als Verheiratete eine ganze Menge. Das Geld reicht dicke für all ihre Ausgaben und die Kosten für das Kind, sodass wir auch einen Aktien-Sparplan für den Kleinen angelegt haben.

Ich denke, es ist ähnlich wie den privaten Ausgaben: Wer selbst genügsam ist, kann das auch an seine Kinder weitergeben. Wir möchten möglichst viel Zeit mit dem Kleinen verbringen, Ausflüge in die Natur machen und so weiter. Dafür weniger Plastik-Spielzeug 😉

Liebe Grüße
Felix

****************************

Mir fehlen die Worte. Es handelt sich um ein bodenständiges, vernünftiges Paar. Respekt! Ganz großen Respekt!

Sie nutzen die Chance des hohen Verdienstes. Anstatt das Geld zu verpulvern, spart diese Familie einen Großteil. Das ist weise. Denn niemand weiß, wie lange das Einkommen außergewöhnlich hoch bleibt. Bei ihnen nehme ich an, dass sie lange außerordentlich gut verdienen. Sie sind fleißig, optimistisch und sie planen.

Trotzdem sind die beiden konservativ im Umgang mit Geld.

Hat ein Landwirt eine außerordentlich gute Ernte, legt er das Heu in die Scheune. So sorgt er für schlechte Jahre vor. Das solltest auch Du machen, wenn Du prächtig verdienst. Bilde Rücklagen. Plane für die Zukunft.

Eine Rezession kann Menschen einen Strich durch die Rechnung machen. Das Alter kann es schwieriger machen. Wer in den Fünfzigern ist, findet womöglich nicht mehr so schnell einen gut bezahlten Job.

Ich kann jeden nur anspornen viel zu sparen. Dein Sektor kann eines Tages unter die Räder kommen. Dann hast Du weniger Sorgen mit Rücklagen in der Hinterhand. Du hast zudem auch eine Verantwortung für Deine Familie, nicht nur für Dich selbst.

Ich denke, ordentliche Einsparungen sind der Weg, wenn Du dazu in der Lage bist. Klar bist Du ein Optimist, aber alles Mögliche kann passieren (wie eine Rezession). Dein Job wird obsolet, der Entlassungszyklus oder die Altersdiskriminierung kann kommen.

Ich denke zu sparen, bedeutet, jemand setzt seinen gesunden Menschenverstand ein. Ich bin ganz ehrlich und möchte es krass ausdrücken, weil es die Wahrheit ist: Die Mittelschicht kauft zu viel Scheißdreck. Hier ein paar Tips, wie Du die Verschwendung reduzieren kannst.

Viele Menschen kommen in ihren Karrieren voran. Sie denken, dass der Rubel für immer rollen wird, also passen sie ihre Ausgaben nach oben an. Sie gehen der Lifestyle-Inflation auf den Leim: Schnelles Auto, tolle Küche, Markenkleidung, Luxusurlaub, neueste Elektronik…

Ich meine, es ist wahrscheinlich in Ordnung, wenn Du ein Beamter bist und planst, lange zu arbeiten, aber die meisten Jobs und Sektoren tragen ein gewisses Risiko.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Leserbrief von Felix: In 10 Jahren will er mit seiner Frau finanziell frei sein. Das Paar spart 70 bis 80%

  1. Fit und Gesund

    hallo Felix,

    ein schöner Leserbrief, ich schliesse mich Tim an, sehr sympathisch ausserdem!

    Vielleicht kannst Du noch was zu Deinen Aktien schreiben, das würde mich interessieren, wünsche Euch viel Spass mit dem Baby 🙂

    liebe Grüsse

  2. KievKiev

    @ Felix

    Gratulation! Die Gehälter sind sehr gut und dabei ist auch noch z.t. Selbstständigkeit dabei. Hier könnt Ihr Brutto Netto optimieren. Kann Deine Frau die Selbstständigkeit einfach wieder anfangen, wenn sie Zeit hat? Um was handelt es sich hier?

    Das Haus ist eine sehr gute Säule für den Aufbau von Vermögen. Ihr habt keine sehr hohen Ausgaben durch das Kind, da Ihr nicht in absehbarer Zeit umziehen müsst. Mit dem Kauf des Hauses im Alter von bereits 26 Jahren habt Ihr vermutlich einen sehr guten Kauf getätigt. Und das mit viel Eigenkapital. Dies ist auch ein Grund für meine Sparbemühungen für meine Kinder. Wenn sie in jungen Jahren bereits gefestigt sein sollten werde ich sie bei dem Kauf bestmöglich unterstützen. So bekommen sie einen guten Zins und vielleicht einen Zuschuss und dann einen entsprechend guten Start. Ein 3 Fam Haus als Beispiel würde ich bevorzugt unterstützen. Es ist finanziell wesentlich weitsichtiger als das Einfamilienhaus, von dem so viele träumen.

    Ich hoffe, Du bleibst dem Blog als aktiver Schreiber erhalten. Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation. Bin nur etwas älter. In einer stürmischen Börsenphasen werde ich meine Strategie umstellen. Hier interessieren mich Meinungen anderer sehr wenn es konkret wird. Vor allem Leser in ähnlichen Ausgangsbedingungen können meine Lage vielleicht gut nachvollziehen. Aber verschiedene Meinungen sind generell immer hilfreich. Sie zeigen einem Möglichkeiten und weisen auf Schwächen hin. Vielleicht habe ich ja einen Punkt nicht bedacht oder eine Möglichkeit noch gar nicht ins Auge gefasst.

  3. Djerun

    Hallo,

    Ich halte das immer für Stories, die sich sehr merkwürdig lesen. 55k netto sind über 100k brutto. Das mit 30 Jahren? Ich kenne kein Unternehmen welches dies zahlt und habe Erfahrungen aus mehreren Dax und Weltkonzernen.

    Mit 26 lag schon viel Vermögen und Kapital vor? Wurde das geerbt? D.h. Studium lag nicht vor, was das Gehalt von über 100k noch unrealistischer macht.

    Mag sein das die Story stimmt (glaub ich aber nicht). Dann sollten aber auch Umstände erklärt werden, die außerhalb jeder Norm liegen.

     

    Lg

    Djerun

  4. ChristianH

    @DJerun

    55K netto müssen keine 100k brutto sein! Mal an Zulagen wie Nacht- und Feiertagslohn gedacht? ….zB. Konti-dreischichtig…..?!

    Stell dich doch mal in der Automobilbranche ans Band, ZF, VW, BMW, Daimler usw……da sind 3,5-4,5k/mtl. in Steuerklasse 3 keine Seltenheit!

    Bedenke……die steuerfreie Zulagen wie Nacht- sowie Feiertaglohn.  Hinzu kommen Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Gewinnbeteiligungen, sonstige Einmalzahlungen usw….

     

    Genauso sind 100k jährliches brutto zB. als Controller in einem DAX/Weltkonzern auch keine Seltenheit!

    Er ist Angesteller in einer IT Firma im Vertrieb, kennst du die Provisionen die er vielleicht bekommt?!

    Auch wenn man es selber nicht glaubt, einfach mal hinnehmen. Muss ja nicht jeder Leserbrief bis ins kleinste Detail aufgedröselt werden.
    …..oder passiert das nur bei 2k Nettoeinkommen?!

    Gerade das ist doch an dieser Serie so interessant, die unterschiedlichen Verdienste und wie was umgesetzt wird. Ist doch egal, ob 2 oder 10k mtl.

  5. Thorsten

    Hm, wer von beiden bekommt Elterngeld ? Sie nicht, denn sie ist selbstständig. Sollte er in Elternzeit gehen,  dann schrumpfen die Einnahmen noch mal enorm. Felix scheint sehr informiert zu sein und in die Zukunft zu planen, warum weiß er nicht was Kinder kosten ?? Ich denke hier an Wunschstory, nicht an Realität.

  6. Fragender

    Wie kann man mit 26 Jahren ein Haus mit „viel Eigenkapital“ kaufen?

    Denn: Wer 55.000 netto als Software-Angestellter verdient, der wird ja wohl studiert haben, was dann mindestens bis zum Alter von 24 gedauert haben dürfte?

    Ich habe auch studiert und war mit 24 fertig und habe immer wie ein Blöder gespart und hatte nach dem Studium, welches ich selbst und ohne Bafög finanziert hatte, ca. 8000 Euro Vermörgen.

    Sehr seltsame Story, aber natürlich Glückwunsch und so.

     

  7. Fragender

    @Thorsten @Djerun

     

    Sehe ich wie ihr. Alles nicht im Ansatz glaubwürdig.

  8. Paul

    Unabhängig, ob Wunsch oder Realität ist das alles nur eine Momentaufnahme.

    Ich bin mittlerweile Anfang 40 und habe viele der hier im Blog propagierten Ziele erreicht.

    Aber:

    Ich habe nie den Schwerpunkt auf das Sparen, sondern immer auf Beruf und Einnahmen gerichtet. Ich wollte immer 250.000 p.a. unter 40 verdienen. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass man sich mit solchen Zielen selbst nur geistig limitiert. Das heißt nicht, dass ich heute mehr verdiene. Ich hätte aber mit ehrgeizigeren Zielen bestimmt mehr erreichen können.

    Ich habe mir und meiner Familie immer gegönnt. Schöne Urlaube. Gute Essen, auch Auswärts. Auto…

    Aber das wichtigste: Das Leben ist nicht absolut planbar (Scheidung, Kündigung, Aktienrenditen, Kinder, Krankheiten uvm.).

    Verzicht an der falschen Stelle nimmt einem nach meiner Meinung auch Erfahrungen und Freiheit.

    Viele hier Blog sind so jung, dass sie keine wirtschaftlich schlechten Zeiten aus eigener Erfahrung kennen. Kündigungswellen, Kurzarbeit und real sinkende Löhne sind erst 15 Jahre her.

    Vieles liest sich hier total schematisch und freudlos. Spare extrem und Du wirst frei. Ich habe häufig erlebt, dass solche Ziele und Gedanken in den besten Jahren total unfrei machen.

    Viele Grüße

    Paul

  9. KievKiev

    @ Thorsten

    Elterngeld bei Selbstständigkeit hat mich dann gerade auch interessiert. Ich habe nichts entdeckt, dass Selbstständige davon ausgeschlossen sind. Es sah nach gleichen Bedingungen aus. Ist ja auch fair. Ich hätte eher bedenken, ob man sein Business auch wieder auf altes Niveau hochfahren kann wenn man für ein Jahr einen kompletten Schnitt macht. Lassen wir Felix doch manche Punkte ausführen. Das verschafft Klarheit. Ich könnte mir vorstellen irgendwann auch einen Leserbrief zu schicken. Solange diese konstruktiv hinterfragt und besprochen werden. Eine Serie aus drei Stück wäre besonders interessant. Z.b. Stand heute, stand freiheit und stand eigene Freiheit oder etwas danach. Mit Bluck in Zukunft und zurück. Und was sich verändert hat.

  10. Ex-Studentin

    @Thorsten

    Als Selbstständige bekommt sie auch Elterngeld.

    https://www.elterngeld.net/selbststaendige.html

    @Djerun

    Die 50-55k müssen tatsächlich keine 100k brutto sein. Steuerklasse 3 ergibt 75-85k Brutto bei 50-55k netto. Keine Ahnung, ob Felix bereits Steuerrückzahlungen berücksichtigt hat. Ein ehemaliger Kommilitone von mir hat beim Daimler als Maschbauingenieur 85k im Jahr bei 40h + ein paar Überstunden, ohne disziplinarische Verantwortung. Ich hatte in meinen besten Zeiten fast 60k im Jahr (nicht Daimler, viele Überstunden) und konnte nun fast 100k mit Mitte 20 sparen, trotz Steuerklasse 1. Finde die Story also nicht unlogisch, wenn Felix in der Großstadt schafft und in der Pampa mit langem Fahrtweg wohnt. Als DINKs kann man da bis Mitte 20 viel erreichen.

    Ist halt nicht die Erfolgsstory, die jeder hören will. Aber ich glaube nicht, dass jemand sowas erfindet.

  11. Djerun

    @Christian:

    Die Zeiten in denen Konzern Junior Kräfte oder mit 3-4 Jahren Berufserfahrung so einstellen sind vorbei. Ich habe beruflich bedingt sehr tiefe Einblicke in die Gehaltssteukturen von Großkonzernen…fast jeder altgediente Senior Controller hat über 100k. Aber keiner mit 30! Gehaltsstrukturen haben sich geändert!

    Ich lese viel Eigenleistungen beim Bau…also eine 55h Karrierewoche ist da nicht drin.

    Zumal Schichtdienst als ITler? Aha!! Man kann Apfel nicht mit Birnen vergleichen.

     

    Die Basis eines Vermögenaufbaus stellt das Gehalt dar. Und wenn dies nicht plausibel dargestellt ist, dann ist für mich die ganze Story nicht plausibel.

     

    LG

  12. Felix

    Hi Tim,
    erst einmal vielen Dank, dass Du meinen Leserbrief gepostet hast. Diese Community gibt mir sehr viel und ich wollte ein bisschen etwas dazu beitragen. Danke auch an alle für Euer nettes Feedback und Euren Anmerkungen.
    Zu Euren Fragen:
    @Fit und Gesund
    ich habe eine hohe Tech-Affinität, daher Alphabet, Amazon, Apple, Facebook und Tesla im Depot. Die Dividendentitel sind neben Apple BMW, Dt. Telekom, Fresenius, General Mills, Henkel, Innogy, Johnson&Johnson, P&G, SAP, Siemens und Zurich Versicherung. Dazu kommt ein Emerging Markets ETF von Vanguard. Ich habe die Aktien auch an meinen Konsumgewohnheiten ausgerichtet, weil es mir psychologisch hilft, z.B. die Strom-, Versicherungs- und Telekommunikationskosten an „meine“ Unternehmen zu überweisen. Irgendwann sollen mal die Dividenden die Kosten komplett ausgleichen. Durch die Tech-Unternehmen sieht die Rendite bisher natürlich sehr gut aus, aber ich orientiere mich nicht am MSCI World, sondern eher an den 80%(?) der Deutschen, die überhaupt keine Aktien halten.
    @ Djerun: ja stimmt, ich kann manchmal auch kaum glauben, was für ein Glück ich gehabt habe. Hier mein „Werdegang“:
    Ich habe nach dem Abi studiert und in Regelstudienzeit abgeschlossen, d.h. ich habe sogar während der Masterarbeit schon angefangen zu arbeiten, d.h. ich war 23 als ich im Job gestartet bin. Ich habe immer Praktika bei Unternehmen gemacht, bzw. als Werkstudent gearbeitet, das hat den Jobeinstieg leicht gemacht. Da ich weiter bis zum Hauskauf in meiner WG gewohnt habe, hatte ich nicht die „Lifestyle-Inflation“ ohne dass ich damals wusste, was das war. Ich hatte das große Glück, dass wir gute Dienstleistungen für tolle Kunden haben und dass wir im Vertrieb am Erfolg beteiligt werden, daher sind solche Gehälter inkl. variablem Teil (!) möglich. Im Tech-Bereich hilft ein junges Alter vielleicht sogar beim Verkauf…
    Daher hatte ich in 3 Jahren schon einiges auf die Seite gelegt, ich möchte aber auch nicht verhehlen, dass wir einen finanziellen Zuschuss bekommen haben und Handwerker in der Familie haben. Entscheidender war aber vielleicht, dass wir bei dem alten Haus nicht immer auf die Handwerker gehört haben, die einem erzählt haben, was man angeblich alles renovieren muss 😉
    @ Thorsten: als Selbstständiger bekommt man auch Elterngeld, jedoch wird der Gewinn des letzten Geschäftsjahres statt dem Gehalt als Grundlage herangezogen. Ansonsten hast Du natürlich Recht; ich weiß nicht, was auf mich zukommt. Vielleicht sind die Kosten auch höher als ich im Moment glaube und ich muss etwas weniger Geld anlegen. Ich bin nur immer skeptisch, wenn „die Leute“ stöhnen, wie teuer Kinder seien. Wir werden sehen 🙂

  13. Djerun

    @Ex-Studentin: Da gebe ich dir recht…ich habe selbst bei Daimler für 85k gearbeitet…danach ist aber fast Schluss. Weiter geht es nur als E4, was Führungskraft-Ebene ist.

    Lg

  14. Obama

    @Felix: Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Eurem Weg und herzlichen Glückwunsch zu Eurem Nachwuchs.
    Bzgl. der Kosten muss ich Dir – aus meiner persönlichen Erfahrung – leider mitteilien, dass die Kosten für die Kinder mit dem Alter ganz schön zulegen. Dann kommen Sport-; Musik-,…..vereine dazu. Diverse Hobbys, auch für die Schule gibt es Monate, da muss man schon einmal an die 100€ hinlegen (Abschlussfeiern, Ausflug Freizeitpark; Abschiedsgeschenke,…………..).
    Ich habe 2 Kinder (10 und 13), jedoch trägt der 13 Jährige wöchentlich Werbung aus, so dass er sich das  Geld für seine Aktiensparpläne selber verdient.

     

    Alles Liebe.

  15. elduderino

    Ich frage mich, wo ihr alle arbeitet?! Ich verdiene in Berlin bei einen mittelständischen Unternehmen als Softwareentwickler und -supporter 30k netto p.a. (c.a. 50k brutto) und habe schon 5 Jahre Berufserfahrung, und abgeschlossenes Studium. In meinem akademischen Freundeskreis gehöre ich damit zu den Bestverdienern.
    Bei solchen Schilderungen wie hier handelt es sich um stark privilegierte Personen. Klar können die 1,5k+ € monatlich sparen, aber der Otto-Normal-Angestellte wird das niemals erreichen. Von daher bringt so ein Beitrag kaum jemandem was.

  16. Katrin

    @Felix: Ganz tolle Leistung, herzlichen Glückwunsch zu Deiner Einstellung, Du bist genau auf dem richtigen Weg!

    @Djerun: Mein Mann und ich haben neben unseren Vollzeit-Jobs als angestellte Geschäftsführer (deutlich mehr als 50h-Wochen, viele Kundentermine, viel Reisetätigkeit) sowohl unser eigenes Haus vom Rohbaustatus in Eigenleistung ausgebaut, als auch zwei Wohnungen zur Vermietung saniert, davon eine knapp 500 km von unserem Wohnort entfernt. Also nicht irgendwie ein bisschen renoviert, sondern u.a. gesamte Planung, Bezugsquellenrecherche, Abbrucharbeiten, Bäder neu, Küchen neu, Holzdielen neu. Und nein, wir sind/ waren keine DINKs, sondern haben einen Sohn.

    Natürlich ist das ein enormes Programm, und ich wundere mich im Rückblick auch manchmal, wie wir das geschafft haben. Es ist aber möglich, und insofern finde ich es immer schade, wenn bei außergewöhnlichen Leistungen einfach unterstellt wird, dass diese erfunden sein müssen.

    Einen schönen Sonntag an alle!

  17. Insider

    Ich finde es auch super wie die beiden das tolle Gehalt nutzen. Die wenigsten Menschen ticken so, viele würden es komplett ausgeben .

    @bAv Danke an alle die mir Feedback zur bAv gegeben haben im letzten Artikel .wir haben uns entschieden, meine Freundin wird das Angebot mit einer kleinen rate  jetzt doch nutzen.

    Wenn unser Leben gut verläuft haben wir beide im Alter noch ne kleine Rente. ggf. Kann man davon Kinder / Enkel unterstützen oder einmal im monat essen gehen . Wahrscheinlich werden wir die Rente nicht brauchen und könnten mit nettogehalt in etf mehr Rendite erzielen . Warum wir es trotzdem machen hat mehrere Gründe . Zum einen Diversifikation,  die natürlich Rendite kostet . Gerade weil man sich nicht (mehr ) auf den Staat verlassen kann macht es Sinn nicht alles in etf/ Aktien zu stecken . Wer weiß wie diese irgendwann besteuert werden . Die bav nutzen 18 Millionen Menschen und es werden wahrscheinlich immer mehr . Die Lobby ist hier größer als im Aktienbereich.

    Ein weiterer Grund ist , dass meine Freundin so etwas eigenes und zudem sozialhilfesicheres hat . Wir sind durch ihren geringeren verdienst + geplante Elternzeiten sowieso schon in einer eher klassischen Rollenverteilung,  da macht es Sinn, dass sie sich auch für Zeiten ohne mich (was wir beide nicht hoffen )  finanziell gesund aufstellt. Zudem ist es laut Gesetz so,  dass der Arbeitgeber ab 2022 etwas dazu zahlen muss ,  dann wird es ggf sogar von der Rendite attraktiv.

    Wünsche euch allen einen schönen Sonntag . Wir grillen heute hänchenschenkel von selbst gemästetn Tieren . Günstig , gesund und lecker . Durch Selbstversorgung Freiheiten schaffen ist auch etwas tolles .

  18. Thorsten

    @Ex-Studentin. Danke für die Info. Selbstständige bekommen auch Elterngeld. Ich muss das verwechselt haben. Bleibt die Frage, warum er nicht weiß was Kinder kosten.Ganz kleine Kinder kosten nicht viel, später essen sie mehr als Erwachsene und die Kleidung kostet genausoviel etc.

  19. André

    Hm…also ich gönne es ja jedem, aber für mich lesen sich solche Geschichten auch immer etwas „Märchenhaft“….

    Mit 30 als Angestellter ohne leitende Funktion ein Nettogehalt von 50k bis 55k…hm… nun ja…etwas Unglaubwürdig, aber egal…. wenn dem so ist…Glückwunsch…

    Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen, die Kosten für Kinder explodieren erst im Verlauf des Lebens. Im ersten Jahr halten sich die Kosten in Grenzen und man bekommt auch viel auf Flohmärkten. Richtig teuer wird es erst wenn die Kids schneller wachsen als es Flohmärkte gibt und es die Sachen eben nicht gerade dann wenn benötigt bei Aldi, Lidl, Tchibo und Co günstig zu erwerben gibt. Abgesehen davon steigt die Kurve nochmals steil an wenn die Kids in die Schule kommen. Dann haben die Kids andere Vorstellungen, stehen LEIDER im „Konkurrenzkampf“ mit anderen und auch wenn man die Wünsche und Vorstellungen der Jugend nicht immer unterstützt, versucht man dennoch den Spagat zwischen Ansprüchen und Sparen gerecht zu werden. So das die Kids nicht zu Außenseitern in der Schule mutieren. Denn kein Elternteil möchte das sein Kind in der Schule der Außenseiter ist. Das heißt zwar nicht das man jeden Blödsinn mitmacht, aber dennoch merkt man ganz schnell wie die Kosten hoch gehen. Landschulheim, Geburtstage, Musikschule, Sportverein, etc.

  20. June

    @Thorsten,

    Felix hat erst ein Kind, ihm fehlt der langjährige Vergleich. Bevor Kinder in die Kita kommen ist alles easy und günstig, wenn man ein bischen über die Bedürfnisse eines Kleinkindes nachdenkt. Die Zeit im Kindergarten ist wegen den Gebühren dann verhältnismäßig teuer. Und da kommen dann, je nach Intressen der Eltern, die ersten Freizeitaktivitäten der Kinder dazu. Sportverein und Musikschule.Während die Grundschulzeit von den Kosten wieder überschaubarer ist, da der Kitabeitrag wegfällt. Erst mit der weiterführenden  Schule wird es wieder teurer je älter das Kind wird. Um schließlich  während des Studiums einige hundert Euro jeden Monat zu verschlingen.

    Wir sind da viel weiter, da unsere Kinder älter sind.

    Und dann kommt noch das Umfeld hinzu. Da die beiden sehr gut verdienen, werden auch die Freunde gut bis sehr gut verdienen. Und wenn dann alle Freunde stöhnen wie viel hundert Euro sie schon wieder für ihre Kleinen ausgegeben haben, dann hat man mit den wenigen Euros für Windeln, das Gefühl man habe  den Jackpot mit der kleinen Krabbe gezogen.

    @Kiev,

    nochmal vielen Dank für deine Ausführungen über deine Miete. Du hast völlig recht, wenn man gut an einer Wohung verdient, muss man es nicht übertreiben.  Ich versuche immer am oberen Rand des Mietspiegels zu bleiben, was sich aber schwierig gestaltet. Die Mieten laufen hier extrem nach oben. Ich sebst finde die Miete mehr als fair, da ich im Mietspiegelniveau bleibe. Nachbarn tuscheln aber hinter vorgehaltener Hand die Wohung wäre zu teuer. Dabei werden aber Äpfel mit Birnen verglichen. Alle anderen vermieteten Wohungen in diesem Haus sind die letzten 40 Jahre nicht oder nur wenig renoviert worden und sind langjährig (15 – 40 Jahre) vermietet.

    @Djerun,

    ich finde das Gehalt nun auch nicht unglaubwürdig. In der IT Branche wird gut verdient. Und im Vertrieb sowieso. Nun lass Felix bei SAP in Vertrieb sein, da kommen solche Gehälter ganz leicht über die Provisionen zustande. Ich spekuliere jetzt mal einfach so vor mich hin. Felix arbeitet bei SAP und hatte dort schon einen Werksstudenten Job oder ist als Azubi nach dem Abitur eigestiegen. Dann kann man bis 26 bei strukturierter Lebenführung einiges sparen. In der Nähe von Walldorf z.B. in der Pfalz z.B. Speyer waren ältere Häuser sehr günstig zu kaufen.

    Die Eigenleistung wurde nicht nur von ihm, sondern auch von den Vätern und Freunden beigesteuert und schon ist das ganze vor 4-5 Jahren gut machbar gewesen. Zumal man mit 26 auch noch bereit ist auf der Baustelle zu wohnen, wenn eine Zimmer, das Bad und die Küche fertig sind.

    @Felix,

    du und deine Frau ihr habt viel Mut bewiesen. Macht weiter so. Aber nimm als Mehrwert für dich mit: Kinder werden teurer, spätestens wenn sie ihren eigenen Kopf haben.

    Take care,

    June

  21. Gurki

    Glückwunsch wenn die Gehälter stimmen. Für mich liest sich das allerdings etwas nach Traumwelt. Aber gut. Kann ja trotzdem angehen.

    Ich arbeite auch in der IT und sicher verdient man dort nicht schlecht. Keine Ahnung was ein Vertriebler verdient, aber trotzdem sind die Gehälter weit unter den 100k. Und ich bin schon in einer guten Branche, die eigentlich recht gut bezahlt.
    Oder ich muss einfach mal demnächst wieder den Arbeitgeber wechseln. Da sind ja dann auch wieder 20-50% Steigerungen drin 🙂

  22. KievKiev

    @ Katrin

    2 mal Geschäftsführer mit 50h Woche und dann noch Ausbau in Eigenleistung inkl. zwei Wohnungen. Respekt!

    Ich wundere mich auch manchmal wie wir das alles hinbekommen haben. Vermutlich würde uns heute auch mit größeren Kindern einfach die Energie fehlen.

    Ihr habt es genau richtig gemacht. Jetzt könnt Ihr es ruhiger angehen und die Früchte ernten. Ich würde noch einmal gut reinklotzen. Dann bleibe ich aber passiv als Investor.

  23. Thorsten

    Kann alles sein, Details wären hilfreich. Mit 26 im Vertrieb ? OK ich halte die Klappe, mit 26 war ich gerade mit dem Studium fertig,   die Welt ist wegen Wegfall von Wehrpflicht, Verkürzung der Schulzeit und deutlich kürzeren Studienzeiten ein paar Jahre junger.

  24. Iceman

    Vielleicht klingt das etwas abgehoben, aber ich ohne Studium dafür mit Meistertitel verdiene mit 35 Jahren 42.000€ brutto p.a. da sollte es doch nicht so schwer sein mit Studium in einem gefragten Bereich 50k im Jahr zu verdienen.

    Das ist selbst im öD als Sachbearbeiter (Dipl Ing, Architekt) locker ab Stufe 3 drin.

    Da sollte doch in der freien Wirtschaft wesentlich mehr drin sein denke ich.

    Ich habe auch zwei Freunde welche BWL und Wirtschaftsing. studiert haben, beide kratzen mit ihren 31 Jahren an den 100k. Die müssen aber auch viel für ihr Geld arbeiten und Verantwortung tragen.

    Leider gibt einer von beiden sein Geld für Konsum jeglicher Art aus. Alles wird finanziert.

    Letztlich bringt es einem nichts viel oder wenig zu verdienen wenn man nichts daraus macht finde ich.

    Jeder hat die Chance 25€ zu sparen und sich damit abzusichern.

  25. Kirod

    Echt schade, dass von einigen wenigen hier so eine Neiddiskussion betrieben wird, nur weil die Leute es selbst nicht schaffen mehr zu verdienen oder sich nicht so anstrengen, wie Felix und seine Frau.

    @Djerun und die anderen Neider….

    Ja, man kann sehr wohl schon mit 25 Jahren 100.000 € auf der Seite haben. Bestes Beispiel bin ich. Ab 18 (Schüler, dann Student) jeden Sommer 2 Monate bei der Bosch gearbeitet, jede Nachtschicht mitgenommen. So kamen pro Sommer bis zu 15.000 netto raus, mal 7 und ich hatte schon die 100.000 voll, da ich noch bei den Eltern gelebt habe. Andere sind in der Zeit feiern gegangen, ich habe noch zusätzlich sonntags morgens ab 5 Uhr Zeitungen ausgetragen. Also schließe nicht von dir auf andere. Das ist einfach schwach und beleidigend.

    @Felix

    Ich bin fast in der gleichen Situation, was Wohnungen, Kind, Frau usw. angeht (nur ein paar Jahre älter und etwas mehr Gehalt). Mach weiter so, es ist ein toller Weg. Und du wirst auch irgendwann sehen, dass die Dividende und die Mieteinnahmen auf einmal sich verselbständigen und sich wie von selbst vermehren. Ein tolles Gefühl!!

    Alles Gute an dich und deine Familie.

     

  26. Thorsten

    @June bzgl. älterer Kinder d’accord. ‚Kind‘ ist ja nicht nur bis 18, finanziell geht es da gerade erst richtig los 😮

    @Gurki Die stellungsbedingte Gehaltsgrenze ist in späteren Jahren durch Jobwechsel kaum noch zu übertreffen, dann kann ein Wechsel in die Selbstständigkeit helfen, wenn der Job passt. Vorsicht, dann geht die Arbeitszeit hoch. Die Buchhaltung, ggfl . Reiseplanung, Aquise etc. muss alles zeitlich aufgeschlagen werden. Die Steuerklärung wird komplexer…ich habe es nicht bereut, bis auf die Zeit, die Zeit nicht mehr hatte.

  27. Hans

    Ich sehe die Story als sehr realistisch an..

    Ich verdiene bei einem Automobil Konzern ca 82.000 € brutto. Macht ca 50.000 € netto.

    Habe dort gelernt. Parallel zur Arbeit eine Weiterbildung absolviert.

    Und ich bin noch lange nicht in den oberen Gehaltsklassen angekommen.

    Tolle Story. Respekt !

     

     

  28. Fit und Gesund

    @Felix,

    danke für die Erklärung bezüglich der Aktien, Fang-Aktien hab ich nicht, Apple steht aber auf der Wunschliste,

    wir haben einige gemeinsame Aktien, BMW, Henkel, Fresenius, SAP, Zürich Versicherung, anstelle des Vanguard EM habe ich den Vanguard Asian Pacific.

    Ich finde es absolut toll was Du in jungen Jahren bereits erreicht hast, Eure Eltern können mega stolz auf Euch sein!

     

  29. ChaosDuck

    Gratulation dir und deiner Frau und Glückwunsch zum Nachwuchs!

    Es klingt gut, dass Ihr schon einen konkreten Plan habt und eure Finanzen gut im Griff habt. Ich denke das braucht man auch, um sich zu motivieren und um ein großes Ziel vor Augen zu haben. Klar wird die eine oder andere Abweichung kommen, aber dann wird der Plan halt entsprechend angepasst. Nichts ist im Stein gemeißelt.

    Die Gehälter klingen für mich auch realistisch. Bin selbst in der IT für ein Dax Konzern in Berlin tätig und verdiene mit 34 Jahren ca 63K netto im Jahr (Steuerklasse 3).

    Nur weiter so!

  30. Heiko

    Knapp 10% der deutschen Angestellten haben ein Einkommen von mehr als 4.100 Euro netto pro Monat.  In diesen 10% befinden sich die angestellten Geschäftsführer großer Unternehmen, Chefärzte und Spitzenpolitiker. Wenn jemand behauptet, mit 30 Jahren Mitglied dieses elitären Zirkels zu sein, sind kritische Nachfragen absolut berechtigt. Das ist kein Neid, sondern gesundes Misstrauen gegenüber nicht prüfbaren Behauptungen im Internet.

    Falls die Geschichte hier stimmt und das Nettoeinkommen teilweise durch Vertriebsprovisionen zustande gekommen ist (für mich wäre das nachvollziehbar), dann kann ich dem Autor nur gratulieren – und zwar zu der vernünftigen Einstellung, die Provisionen zu sparen bzw. zu investieren. Nach meiner Erfahrung sind es gerade viele Leute im Vertrieb, die zwar viel verdienen, aber noch mehr ausgeben, weil man scheinbar glaubt, dass sich gute Monate endlos wiederholen und steigern lassen.

  31. Giovanni

    Wie sieht eine Welt aus, in der jeder oder jede zweite mit knapp 40 finanziell frei ist?
    Wie schafft man es als Kleinfamilie inkl. Urlaube nur 1500-1800 Euro pro Monat auszugeben, @Felix? Das fände ich spannender als den Einkommensteil.

    Eine Kostenexplosionen gibt es übrigens sobald man seine Urlaube und Reisen in die Schulferien verlegen muss.

     

     

  32. Katrin

    @Tim: habe Deinen Blog vor ein paar Monaten entdeckt, aber bis heute nur mitgelesen. Vielen Dank, dass Du so kontinuierlich positive Motivation aussendest! Und toll, dass Du eine Community aufgebaut hast, in der so viele Leute regelmäßig konstruktiv kommentieren und sich austauschen. Freut mich, diesen „Tribe“ gefunden zu haben und hier auch immer wieder noch etwas dazu zu lernen!

    @Kiev: Danke! Wir scheinen vieles ähnlich zu sehen und anzugehen, lese Deine Kommentare immer sehr gerne.

  33. Mark85Mark85

    Glückwunsch zum bisherigen finanziellen Werdegang!

    Ich verstehe hier manche Einwände nicht: Wenn es um bloße Einkommenshöhen geht, liegen hier sogar diejenigen über mir, die sich ungläubig über Felix geäußert haben, aber heule ich deshalb auf?

    Fakt ist, dass es immer Menschen geben wird, die mehr verdienen als man selbst. Mir ist nur wichtig, dass ich mit meiner eigenen Einkommenshöhe zufrieden bin. Dies bin ich.

    Und ob der Leserbrief nun stimmt oder nicht: Er verändert nichts an meiner eigenen Situation. Er macht höchstens diejenigen unzufrieden, die sich zu viel mit anderen vergleichen müssen, aber ist dies Felix‘ Problem? 😉

  34. Mike

    @Mark85: genau so ist es 🙂 Es gibt immer jemanden, der reicher, schöner, erfolgreicher, jünger, grösser, freier etc. ist als man selbst, deshalb unglücklich oder neidisch zu werden, lohnt sich einfach nicht.

  35. Gainde113

    Ich kann aus eigener Erfahrung mit Familie nur sagen, dass „Bezahle dich zuerst“ Gold wert ist. Danach ist es auch nicht weiter schlimm und weniger schmerzhaft, wenn man Ende Monat wieder fast bei 0 ist. Notfallgroschen natürlich vorausgesetzt. Mir geht es primär darum, stetig möglichst viele ETF-Anteile zu kaufen und langfristig ein grosses Depot mit Dividendenausschüttungen zu besitzen. Net worth und alles andere sind mir egal – mit Kindern und durchschnittlichem Vermögen in einer der teuersten Städten der Welt sowieso schwierig.

  36. Felix

    @ fit und gesund: schönes Portfolio. Auf meiner Watch/-Wunschliste sind Adobe, McDonalds, Nike und Visa, die mir jedoch zu teuer im Moment sind 😉 ich kann mir übrigens auch sehr gut vorstellen, dass die FANG Aktien von heute die Dividenden-Champs von morgen werden, wenn sich das Wachstum irgendwann mal verlangsamt, die aber noch auf Bergen von Cash sitzen und die Aktionäre glücklich machen wollen. Siehe dazu auch Apple.

    @ alle Eltern: danke für Euer Feedback. Wenn das aus dieser Community von Menschen, die schon weiter sind als ich, kommt, dann glaube ich das auch. Das bestärkt mich aber darin, die nächsten 3-5 Jahre extra Gas zu geben. Wenn die Sparquote dann bei älteren Kids auf „nur“ noch 30% oder so sinkt, man aber schon den kleinen Schneeball bis dahin gut geformt hat, kann man sicherlich zufrieden sein!

    @ die „Skeptiker“: danke für kann Eure Einwände, bei einer erfolgsbasierten Vergütung im Vertrieb ist allerdings vieles möglich. Bei meinen Kommilitonen habe ich festgestellt, dass viele im Startup-Prekariat stecken und echt super-mies verdienen. Meine beiden besten Freunde liegen im gleichen Alter aber beide sogar noch höher im Gehalt. Wenn ich noch den Tipp geben darf, empfehle ich jedem, dem es möglich ist, eine Erfolgsbeteiligung auszuhandeln, seien es Mitarbeiter-Aktien, Provisionen oder sonstige Prämien. Ich setze mir jedes Jahr Ziele, tracke diese jeden Monat und muss sagen, dass mich das unheimlich motiviert.

    @ Giovanni: eine Welt, in der jeder finanziell frei wäre, wäre für mich sehr wünschenswert. Ich bin ein großer Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens, weil ich glaube, dass jeder Mensch ohne Existenzängste sein volles Potenzial entfalten kann. Genau deshalb bin ich Bloggern wie Tim auch so dankbar. Bevor ich ihn entdeckt habe, habe ich so vor mich hingespart und investiert aber nur mit einem schwammigen Ziel, irgendwie vermögend zu werden, ohne das genau zu definieren. Mein großes Ziel ist es, sozusagen mein eigenes „Grundeinkommen“ für mich und meine Familie zu schaffen. Freiheit und Unabhängigkeit sind ganz starke Triebfedern für uns. Und regelmäßig zu lesen, wie es andere Menschen versuchen oder geschafft haben, gibt mir die extra Portion Mut und Motivation 🙂

    Zu Deiner Frage: die Summe war der Schnitt aus 2017 und daher noch ohne den Kleinen (!). Ich bin gespannt, wie sich die Ausgaben entwickeln.

  37. Max

    Hallo Felix,

    ich finde ein super Plan, da er auch sehr bodenständig ist. Wenn man einfach nicht soviel ausgibt dann baut man unfassbar viel Momentum auf. Diese ganzen Gehaltsdiskussionen hier nerven leider etwas, aber ich bin überzeugt davon lässt du dich in keiner Form negativ beeinflussen sondern ziehst nur die positiven Punkte der vielen anderen Kommentare heraus.

    Glückwunsch and keep pushing 🙂

    Viele Grüße

    Max

  38. A.

    @Felix

    Gute Storie. Das meiste ist ja bereits gesagt. Macht weiter so. Kinder werden noch teurer. keine Angst. Stell dir vor du müsstest einen Erwachsenen jetzt mitfinanzieren 🙂 Das würdest du/ihr nicht einfach mal so bezahlen können.

    Was mich hier immer stört ist das viele sagen Sie möchten in X Jahren einen so und so hohen Betrag im Depot haben: Leute, Kurse schwanken stark bzw. Können Stark schwanken. 100.000 Eingezahlt können halt mal 70.000 Wert sein oder sogar weniger. Ich hoffe es geht mal mit DAX und CO so 20- vielleicht mal eher so 40 % runter. Dann sind wir die ganzen zittrigen Hände mal los.

  39. June

    @ Felix,

    deine Idee jetzt Gas zu geben, und dann später eine niedrigere Sparquote zu haben ist klug. Du wirst aber sehen, dass der Zinseszins Effekt und das steigende Gehalt dafür Sorge trägt, dass deine Sparquote  gar nicht so sehr sinkt, also nicht von 70% auf 30% sonder ehr so auf ca. 40 – 50%. Ich liege mit meinen beiden Studenten aktuell im Schnitt bei einer Sparquote von 40-45%.

    Und obwohl ich eine großzügige Mum bin, steigt meine Sparquote gerade wieder aufgrund von Sondertilgungen die sich positiv auf den Kreditzins und damit auf die monatliche Tilgung auswirken.

    Wollt ihr noch einen zweiten kleinen Krümmel?

    @Giovanni,

    Urlaub mit Schulkinder ist natürlich teurer als vorher. Mein Tip dazu. Bleibe in Deutschland, wir leben in einem günstigen Urlaubsland und es gibt viel zu entdecken. Nord- und Ostsee sind toll, wir waren auch im Bayrischen Wald oder in den Pfingsferien natürlich auch mal in Italien auf einem Campingplatz. Eine Ferienwohnung ist günstiger als ein Hotel. Und damit auch alle Urlaub haben kann man mittags auswärts Essen gehen. Erst mit den pupertierenden Kids habe ich wieder alle 3 Jahre Urlaub im Ausland gemacht. Dazwischen konnten mich die  Kids eh im Urlaub nicht ertragen. Sie sind ins Zeltlager und ich nach Norditalien zum Bergwander und Kettersteig gehen. Win win Situation für uns alle.

    Take care,

    June

  40. -M

    @ monatliche Ausgaben

    Wir sind auch zu 3. und liegen absolut in dem Bereich von 1500-1700€ inkl annuität unserer ETW. Finde das ist absolut machbar weil weiter oben glaube von Giovanni gefragt wurde wie das geht.

    @Kinder

    Unserer ist 2,5 … bis dato absolut günstig…da reicht das Kindergeld die Kosten zu decken aus. Ab der Schule wird es mehr werden wie oben schon genannt, darüber sind wir uns bewusst.

    -M

  41. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Felix

    Ich bin ein großer Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens, weil ich glaube, dass jeder Mensch ohne Existenzängste sein volles Potenzial entfalten kann (…). Mein großes Ziel ist es, sozusagen mein eigenes „Grundeinkommen“ für mich und meine Familie zu schaffen. Freiheit und Unabhängigkeit sind ganz starke Triebfedern für uns. Und regelmäßig zu lesen, wie es andere Menschen versuchen oder geschafft haben, gibt mir die extra Portion Mut und Motivation.“

    Sehr gut! Bei uns ist das ganz genauso.

    Ja, mit – drei – größeren Kindern wird alles ein „wenig“ teurer. Klassenfahrten, Geburtstage, Kleidung (es wollen nämlich die wenigsten Teenager die 2€-Jeans vom Flohmarkt nehmen 😉 ), Urlaube, Taschengeld, etc.

    Wir sind aber mit unserer ca. 35%-Sparquote absolut zufrieden. Bei Teilzeitarbeit und Medianeinkommen. Alles machbar. Die Frage ist und bleibt, wofür man sein Geld ausgibt (oder zum Fenster rauswirft).

    Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute auf dem weiteren Weg.

  42. Thorsten

    @Felix @All

    Extraprovisionen, Ziele sind so lange gut, wie sie erreicht werden können. Ich habe große Konzerne k@tzen sehen. Als Resultat waren die Erfolgsprämien weg. In einem anderen Unternehmen hat man die Ziele jedes Jahr höher gelegt,  sie waren dann nicht mehr erreichbar. Die Gier war zu groß, wachsen um jeden Preis.

    Ich bin nicht der Einzige , der aus dieser Erfahrung beim Jobwechsel zur Bedingung gestellt hatte ein Fixgehalt zu vereinbaren. Mir sind 100.000 fix lieber als 80.000 fix plus 20% Konzernergebnis plus 20% persönliche Zielerreichung. Gibt es eine Konjunkturdelle gehen meist beide 20%-Anteile  kräftig in die Knie. Wäre man bereit auch für den Fixanteil 50 Stunden die Woche zu arbeiten ? Dann ok.

    Im Grunde genommen handelt es sich bei solchen variablen Gehaltsbestandteilen um ein Abwälzen des Risikos auf den Arbeitnehmer.Als ich das erkannt hatte, war es eine einfache Entscheidung für die Selbstständikeit.

  43. V

    Felix, Glückwunsch zu dem Gehalt. Du erhältst mit dem Angestelltenjob etwas mehr als ich und ich bin mehr als 15 Jahre älter. Auch IT. Bei mir sind es echte 37.5 Std. Wie viele Wochenstunden sind es bei dir?

    Lass mich dir aber zwei Punkte sagen:

    1. 500-600 Tsd mit 40 sind zu wenig für FF, selbst mit den geschilderten Vermietungen.

    2. Kinder sind teuer! Und umso teurer je älter sie sie sind. Zudem ist das zweite Kind überproportional teurer, denn Kinder binden Zeit bei einem potentiellen Verdiener, dessen Verdienst dann vollständig oder teilweise ausfällt. Und man möchte ja auch nicht, dass andere seine Kinder großziehen.

  44. V

    Thorsten, ganz deiner Meinung.

    Wenn man jung ist denkt man darüber aber wohl noch anders und macht dann entsprechend gute oder (in vielen Fällen) schlechte Erfahrungen.

    Ich habe früher auch einen variablen Gehaltsanteil gehabt. Die Festlegung der Zielerreichung großteils durch Nasenfaktor war dann aber der Witz. Beim heutigen Arbeitgeber gibt es solche Spielchen nicht mehr.

  45. Thorsten

    @V oh ja. Allerdings sehe ich, dass sich die Kinder gegenseitig erziehen und sich durch vom Personal in Kita und Schule erstellte Regeln sozialisieren , der Einfluss der Eltern wird sicher überbewertet. Bei uns planen die Schulen die Eltern ganz offiziell als Hilfslehrer ein. Wir haben für die Ferien eine Liste mit Mathesachen bekommen, die wir jetzt die nächsten Woche  lehren dürfen. Keine Ausnahme, das wurde schon bei der Einschulung klargestellt, die Eltern begleiten die Hausaufgaben und diese umfassen teilweise auch neuen Stoff, also nicht nur Wiederholung der Gelernten. Deswegen war ich auch froh, dass sich niemand für Spanisch entschied, können wir beide nicht oder hätten wir dann auch lernen müssen. Hausaufgabenaufwand 1 Stunde pro Kind pro Tag, auch am Wochenende, in Klausurzeiten deutlich mehr. Und nein, wir sind keine Helikoptereltern, es ist der normale Wahnsinn im G8 System. 1 Elternteil wird auf Teilzeit runtergehen müssen, sonst muss man jemand anstellen, der die Schule mitbegeleitet und das wollten wir nicht.

    @V junge Menschen sind begeisterungsfähig, das wird schamlos ausgenutzt. Und wehe es kommt jemand mit ‚Teamverantwortung‘, das Allerübelste, um auch noch das letzte Quäntchen Leistung rauszupressen. Die Kollegen kontrollieren sich dann gegenseitig, bis sie das merken finden Sie es ganz klasse, dann ist es zu spät. Auch beliebt: die fehlende Zeiterfassung, absolut rote Karte. Sofort kündigen.

  46. KievKiev

    @ Felix

    Die Kosten für Kinder sehe ich entspannt. Wohnraum ist sehr teuer und ein hoher Kostenfaktor. Ich nehme an, dass Ihr genug Platz in Eurem Eigentum habt. Da fällt der Punkt schon einmal weg. Ihr habt auch noch AirBnb Vermietung. Somit könnt Ihr sogar Gäste beherbergen, falls es notwendig sein sollte. Das ist sehr gut. Wir haben ähnliches vor. Durch die Wohnung unter dem Dach habt Ihr ja vielleicht schon ein Zimmer, das für das Studium verwendet werden könnte. Falls eine Uni bei Euch in der Nähe ist. Die Wohnkosten sind beim Studium wohl auch der größte Posten, der aber zeitlich begrenzt ist.

    Also bleibt nur das fehlende Einkommen Deiner Frau. Durch die Selbstständigkeit habt Ihr aber vielleicht zeitlich Möglichkeiten die Einnahmequelle wieder zu erschließen. Kita Gebühren usw. sind gegen die Einnahmen Deiner Frau zu vernachlässigen.

    Spart einfach so viel wie möglich. So könnt Ihr später entscheiden, ob Ihr vielleicht Stunden reduziert oder doch erst komplett auf die FF hinarbeitet. Solange Dein Gehalt nicht einbricht und Ihr die Einnahmen Deiner Frau wieder erschließen könnt sehe ich keinen nennenswerten Einfluss der Kinder auf die Sparquote. Bis die Kinder vielleicht in der Schule mehr Geld benötigen habt Ihr bereits entsprechend mehr Einkommen aus Investments generiert.

    Meine älteste ist 6 und ich habe keine Probleme mit dem Einbruch der Sparrate. Wohnen und KFZ sind die höchsten Posten. Da müsst Ihr nichts ändern. Essen fällt bei Eurem Gehalt nicht so ins Gewicht. Solange Ihr nicht meint jetzt einen Q7 oder VW Bus als Familienkutsche zu benötigen…

  47. KievKiev

    @ elduderino

    Gab es bei Dir keinen Gehaltssprung nach Erreichen von 5 Berufsjahren? Du könntest Dich ja einmal nach neuen Jobs umsehen. Eventuell auch außerhalb von Berlin. Dann kannst Du abschätzen wie Dein Gehalt einzuordnen ist. Du musst allerdings die Preise für Wohnen mit einbeziehen. Falls Du mit wenig Vermögen in eine hochpreisige Region kommst ist das einzige Risiko, dass Du dort dauerhaft bleiben möchtest und das neue Gehalt doch nicht so hoch ist, um etwas schönes zu kaufen. Falls Du das denn überhaupt möchtest.

  48. Djerun

    @Vielen Dank an diejenigen, die meine E-Mails als kritisches Hinterfragen von nicht ganz plausiblen Angaben verstanden und nicht als Neid. Ich distanziere mich allerdings von persönlichen Beleidigungen.

    Was den Neid angeht…ich selbst arbeite beim größten Chemie-Konzern der Welt, trage dort Verantwortung für Technik und für die Gesundheit meiner Mitarbeiter…das aber nur knapp sechsstellig (mittlerweile kommt es mir wenig vor, wenn ich höre mit ein bisschen Quellcode hier und ein bisschen IT-Gedönse da sind ähnliche Gehälter drin).

    Da ist meine Nachfrage nach dem Werdegang wohl mehr als berechtigt, wenn ich mit 30 ein ähnliches Gehalt erziele ohne auch nur annähernd Führungsverantwortung zu tragen. Aber das ist scheinbar die moderne IT-Welt…

    An den Kollegen der so gerne bei Bosch „schaffen geht“: 15.000 € netto in zwei Monaten, also 7.500 € pro Monat bei ca. 160 Stunden pro Monat Arbeitszeit. 40 € netto pro Stunde? Solche Schaumschlägereien können Sie gern im Freundeskreis bei der Grillparty von sich geben um z.T. einem naiven Publikum den tollen Hecht vorzuspielen, aber bitte nicht hier den meist gebildeten Lesern. Lächerlich!

    LG

     

    @Felix: Danke für die Infos. Erfolg im Vertrieb kann schon mal das Portemonnaie füllen.

  49. andreas

    Also mehr als an den Haaren herbeigezogen ist diese Geschichte nicht. Dein Ansatz ist zwar gut (Leute sollen sparen und sich Ihre finanzielle Freiheit aufbauen), aber ich fände es schon gut, zumindest rechnerisch auch bei der Wahrheit zu bleiben.

    Wer 1500Euro im Monat spart (sparen kann), dann ergibt das in 14 Jahren (26+14= 40) ca. 252000 euro. Ok, rechnen wir Rendite hinzu…sollen die glücklichen Ihre 400k euro haben. Finanziell unabhängig?? Ein drei Personenhaushalt mit einem Teenager kostet Geld = einigen wir uns auf 2500euro (Da ja keine Miete anfällt und die Herren sparsam sind). Somit sollte Auto, Hausgeld/Kosten, Lebensmittel etc., für alle 3 gedeckt sein (Und da sind sicherlich keine grossen Sprünge drin).

    Somit.. würde das Geld ca. 13 Jahre reichen (Ohne grössere Ausgaben). Ok, rechnen wir Rendite hinzu, sagen wir es reicht 16Jahre. Dann sind die beiden 56Jahre alt, Rente gibts noch keine.. Haus, haben die, schön. Aber?

    Nochmal. Gratulation zu Deinem Blog und dem (hoffentlich) ehrlichen Ansatz, dass Leute sparen sollen und in die Zukunft planen, aber bitte doch ein wenig mehr Substanz/Inhalt.

  50. Sparkojote

    Wieso sind immer alle so skeptisch? Ich sehe zwar ein das in DE vielleicht einiges etwas anders ist, als hier in der Schweiz.

    Ab was sagt ihr zu 21 Jahren und 130k Nettovermögen? Auch unglaubwürdig?

    Nur weil man etwas mit dem derzeitigen Wissenstand nicht nachvollziehen kann, heisst das noch lange nicht, dass es unmöglich ist. Und dann noch skeptisch unterstellen, das es Märchen sind. Meiner Ansicht nach nur Ausreden um sich selber einzureden, dass man gegenüber dem Leserbrief als Person (materiell/monetär geleistete Dinge) besser dasteht (Fühlt euch nicht alle angesprochen, den einige wollen wirklich nur Hinterfragen was dahinter steht, um das womöglich selbst zu replizieren in einer veränderten Form).

    @Felix weiter so, ich mag deinen Weg!

    Grüsse
    Thomas

  51. KievKiev

    @ June

    Du vermietest neben der renovierten Wohnung auch Einzelzimmer und Teilmöbliert. Außerdem liegen Neuvermietungen meist vom Preis über alt bestehenden Mietverträgen. Das muss ebenfalls in Betracht bezogen werden. Der Mietspiegel hängt auch von der Größe der Wohnung ab. Meine Wohnungen sind verhältnismäßig groß, was sich ungünstig auswirkt. Ich vermiete auch nicht die ganze Wohnung sondern einzelne Zimmer. Dann wird dieser Nachteil ausgeglichen.

    Bei Neuvermietungen nehme ich auf den allgemeinen Markt gesehen eine relativ hohe Miete. Innerhalb des Segments (Einzelzimmer) gibt es aber auch noch Potential nach oben. Das reize ich nicht aus. Eine Indexmiete verwende ich nicht. Da sich unser Haus noch immer im Wandel befindet gibt es Verbesserungen für die Mieter frei Haus.

    Ich nutze folgende psychologische Strategie für ein hoffentlich gutes Mietverhältnis:

    Ich biete ein Zimmer am Markt an. Der Preis liegt für die Leistung bei 80% der angebotenen Zimmer. Nach Daumen und Marktbeobachtung abgeschätzt. Ein Mieter ist mit dem Gesamtpaket zufrieden und unterschreibt einen Mietvertrag ohne Indexmiete. Ich zwinge schließlich niemanden das Zimmer zu nehmen. Über das Mietverhältnis von maximal 5 Jahren erhöhe ich nicht die Miete und verbessere manche Dinge ohne dies im Vorfeld Versprochen zu haben. Somit wird der Mieter nach seiner Entscheidung für das Zimmer positiv überrascht werden. Dieses Prinzip verwende ich in mehrfaches Weise bei der Vermietung meines Ferienhauses. Stammgäste sind der Traum für jeden Vermieter von Ferienwohnungen. Sie zu bekommen ist schwieriger als allgemein vermutet. Angeblich sind sie ja bei jeder Ferienwohnung reichlich vorhanden. Warum nur 😉 Ich konnte bereits drei Gäste gewinnen, die fast jährlich wiederkehren.

     

  52. YD

    Hallo zusammen,

    die Erfahrungen von Felix finde ich realistisch. Ich selbst bin jetzt 30 Jahre alt habe Maschinenbau studiert und bin bei einem Automobilzulieferer gelandet. Hier verdiene ich nach 3 Jahren (normaler IG-Metall Vertrag Bayern – jedoch 40h anstatt 35h) 82000€ Brutto/Jahr… das sind 53000 netto/Jahr (Verheiratet).

    Kein Gruppen bzw. Abteilungsleiter. Keine allzugroße Verantwortung. Nicht viel Stress.

    Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Je nach weiterer Laufbahn wird sich das Gehalt in den nächsten 3-5 Jahren bei 90.000€ – 120.000€ einpendeln.

  53. Felix

    @ V: ja die 500-600k sind wie gesagt die Zielmarke, um erst einmal die Grundkosten unabhängig vom Lohn zu decken. Ich sehe es als Meilenstein. Und es stimmt, je nach Marktlage kann der Net Value ganz anders aussehen. Ich meinte eigentlich die daraus vermuteten/erhofften Dividendenausschüttungen. Was dann folgt, werden wir sehen. Wenn ich überlege, wie sich mein Leben in den letzten 10 Jahren verändert hat, habe ich bis dahin vielleicht ganz andere Vorstellungen.

    Ich komme im Schnitt auf 50 Stunden. Es gibt Wochen mit ganz normalen 8-Stunden-Tagen. Was da reinspielt, sind die Geschäftsreisen. Wird aber vergütet, daher sehe ich das entspannt.

    @ Thorsten: ich habe Deine Aussage nicht ganz verstanden. Bist Du nun selbstständig oder angestellt mit Fixgehalt? Weil einerseits wolltest Du das Abwälzen des Risikos verhindern, stehst aber als Selbstständiger doch voll im Risiko? Wie gesagt: mich motiviert der variable Anteil; ob ich mich ausnutzen lasse, muss jeder selbst beurteilen. Fest steht, dass ich/wir alle Lebensenergie gegen Geld tausche (siehe das Buch Your Money or Your Life – ist mein Lieblingsbuch). Ich schaue aber lieber auf das Geld, was ich ausgebe, denn jeder gesparte Euro ist aufgrund der Steuern/Sozialabgaben doppelt so viel Wert. Mir tun die vielen Menschen Leid, die Jobs machen, die sie nicht mögen, um dann das sauer verdiente Geld beim Shopping Trip am Wochenende rauszuhauen, um sich „auch mal was zu gönnen“…

    @ June und Kiev: ja, wir wollen gerne noch ein Geschwisterkind, allerdings sind wir erst einmal ganz gut mit dem ersten beschäftigt 😉 Ich glaube, die Lösung mit dem Haus ist für uns ideal. Ich hatte mich vorher nie mit dem Thema Mieten/Kaufen beschäftigt und damals auch geglaubt, Eigentum sei immer eine „gute Investition“. Tatsächlich haben ja heute viele Leute das Problem, dass sie ein Haus mit sagen wir mal 150qm gerade dann abbezahlt haben, wenn die Kinder aus dem Haus sind und dann eigentlich zu viel Platz haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Nebenkosten zwar höher sind als beim EFH, diese aber durch 3 geteilt werden können. Hinzu kommen weitere steuerliche Vorteile bei der Fremdvermietung…

    Mein Plan ist, dass wir erst einmal auch zu viert in der einen Wohnung wohnen bleiben. Die Kleinen müssten sich dann erst einmal ein Zimmer teilen, das war bei uns früher auch so. Unter dem Dach haben wir drei Schlafzimmer, das heißt ab einem gewissen Alter der Kinder würden wir dann zusätzlich nach oben ziehen. Werden die Kinder dann flügge, können wir uns wieder verkleinern und wieder vermieten…

    @ Kiev: mit dem Studieren und zuhause wohnen würde ich noch einmal überlegen. Mir hat es damals unheimlich geholfen, dass ich ausgezogen bin und auf eigenen Füßen stehen musste. Meine Eltern haben das im Nachhinein ziemlich smart gemacht. Die haben mir einen Betrag aufs Konto überwiesen (weiß nicht mehr, vielleicht waren es 7.000 oder 8.000 EUR) und mir gesagt, ich solle schauen, wie ich damit klar komme. Klar, das war ein großer Vertrauensvorschuss, aber ich habe damals überlegt, wie ich das Geld möglichst lange nutzen kann. Ich denke, ich hatte damals so Lebenshaltungskosten zwischen 800-1.000€ pro Monat. Damals gab es noch WG-Zimmer für 300€ warm, ich hatte mich dann um ein Stipendium beworben und habe immer 10 Stunden / Woche gearbeitet, in den Semesterferien mehr, sodass das Geld recht lange gehalten hat. Wir haben dann irgendwann auch Airbnb entdeckt und waren mit die ersten Hosts in der Stadt als ein Zimmer in der WG frei wurde und konnten damit teilweise die gesamte Miete bezahlen. Mittlerweile sehe ich das etwas kritisch, weil der „reguläre“ Wohnraum dadurch in Großstädten verknappt wird. Was ich damit zeigen wollte: meine Eltern haben mich dahin gestupst, mir über die Lebenshaltungskosten und über Verdienstmöglichkeiten Gedanken zu machen, was mir in der Rückschau denke ich sehr geholfen hat.

     

  54. KievKiev

    @ Felix

    Dein Vorgehen kommt mir sehr bekannt vor ? Ich finde ein Haus, dass sich den Bedürfnissen nach Wohnraum der Eigentümer einigermaßen anpassen kann ideal. Genauso machen wir es auch. Bei uns teilen sich die Kinder auch noch ein Zimmer. Wenn wir einen Teil der oberen Wohnung übernehmen fallen die Mieteinnahmen und Nebenkosten für den Bereich weg. Ich kann jetzt schon sagen, dass es um die 400€ im Monat kosten wird. Da wir es aktuell aber nicht benötigen investieren wir so das Geld und stehen dadurch später entsprechend besser da. Die Dachwohnung ist bei uns komplett getrennt. Das wäre dann das vierte Geschoss. Somit könnte ein Kind dort alleine leben. Vielleicht finde ich noch eine weitere Alternative. Hast Du separate Kreditverträge für die Einheiten? Achte auch hier auf Pay Yourself First.

    Was für eine Selbstständigkeit hat Deine Frau betrieben und könnt Ihr sie wieder aufnehmen? Vielleicht sogar in kleinerem Umfang?

    AirBnb finde ich ist eine sehr effiziente Weise neue Wege der Vermietung zu finden. Das in hippen Metropolen ganze Einheiten dafür verwendet werden ist natürlich die andere Seite der Medaille. Die Dachgeschoßwohnung bei uns wird nur um die 20qm. Wir möchten sie auch für Gäste von uns nutzen. So finde ich es persönlich in Ordnung und plausibel. Die anderen Einheiten werden ja auch nicht über AirBnb angeboten. Ich möchte nicht sagen, dass meine Vorgehensweisen immer korrekt sind und auf andere mit dem Finger zeigen… Aber ich schaue mir auch Vorteile und Nachteile an und überlege, ob es moralisch für mich in Ordnung ist.

  55. V

    @Felix: Danke für die Nennung deiner durchschnittlichen Stundenzahl.

    Das relativiert dein erzieltes Einkommen natürlich etwas. Denn der eigentlich  relevante Faktor beim Tausch-Spiel von Lebenszeit in Geld ist der Stundenlohn.

    Die Einhaltung der vertraglich definierten Arbeitszeit (ohne Nachteile zu erfahren) ist für mich seit einiger Zeit ein Stückchen der beginnenden Freiheit.

    Aktuell 37.5h und nicht mehr und in ein paar Jahren dann vielleicht nur noch 22.5 Stunden pro Woche nach Reduktion auf 3 Tage pro Woche.

  56. V

    Die gesamtwirtschaftliche (und politische) Situation in Europa wird immer problematischer; Stichwort: Target2 Salden + Euro, („Flüchtlinge“). Ich denke inzwischen, dass die nächste große Krise direkt von Europa ausgeht…. und selbst wenn der Auslöser woanders ist, wird Europa (und dabei im Besonderen Deutschland) in der nächsen Krise sehr hart getroffen werden.

    Dass mein Depot heute wieder ein ATH gemacht hat kann mich nicht darüber hinweg blenden.

  57. Leser

    Wer solche Gehälter anzweifelt schaut einfach mal auf:

    https://www.azur-online.de/ und klickt dort unten auf „Gehälter 2018 über 100.000 Euro“

    Mögliches Einstiegsalter ist durchaus 25-26 Jahre. Und es ist bei Weitem nicht so, dass nur die Besten der Besten dort anfangen. Wohlgemerkt handelt es sich hierbei nur um Juristen, Wirtschaftsprüfer, Ingineure können ebenfalls locker mit Mitte Zwanzig in den Genuss solcher Gehälter kommen.

    Solche Leserbriefe als unglaubwürdig zu betiteln ist daher einfach dämlich. Hier kommt genau die Mentalität zum Tragen, die eigentlich gar nicht bestehen sollte. Der Autor des Leserbriefes kann stolz auf sein Erreichtes sein!

     

    Viele Grüße

  58. Thorsten

    @Felix

    ok überzeugt, ein echter Bericht, Daumen hoch von mir. Ich war angestellt (mehrfach, Gehaltssteigerung durch Wechsel), dann selbstständig, seit 2,5 Jahren finanziell frei. Ich habe früher  in den Branchen Softwareentwicklung, Banken, Versicherungen, Maschinenbau(Automobile) und Energieversorger gearbeitet.

    Lebensenergie gegen Geld tauschen“ – ganz genau (Your Money or Your Life werde ich mir mal anschauen). Das Geld verzinst sich und somit auch die Zeit, die man später zurückerhält. Je mehr man reinklotzt (wenn man jung und leistungsfähig ist), und je mehr man spart, desto mehr Zeit hat man später, da man früher in den Ruhestand gehen kann. Eine zu frühe Teilzeit oder Life/Work-Balance konnte ich mir deshalb nie vorstellen, gewünscht hätte ich sie mir schon mal. Das harte Arbeiten mit Konsumverzicht ist insofern eine Wette auf die Zukunft, die eigene Gesundheit. Konsumenten sagen oft „du weißt ja nicht, was morgen kommt, also  gib es jetzt aus und arbeite nicht so viel“. Das ist planlos , spiegelt ein „ich will alles, jetzt, notfalls auf Kredit“ wieder und hat keine Zukunftsvision.Ich muss ja gar nicht wissen was morgen kommt, mir reicht ein gesunder Optimismus und die Statistik, da werde ich 80+.   Ob ich morgen vom Bus umgefahren werde ? Kann sein, aber deshalb muss ich ja heute nicht alles rauspfeffern, als ob es kein Morgen gäbe. Das wäre mein Rat an die Jüngeren.

    @Sparkojote

    Ja skeptisch sind wir, ich zumindest weil es so viele Fakestories im Internet gibt.  Ich vergleiche mit meinem Werdegang und meinem Wissen und da wo es merkwürdig erscheint hake ich nach. Schriftsprache für eine Unterhaltung  ist ja auch leider sehr ungeduldig.  Hier schreibt auch manchmal jemand „das ist Unsinn“ und macht den Schreiber erst mal pauschal zum Deppen. Niemand hier schreibt „Unsinn“, so weit ich das sehe. Kritik und Fragen stochern im Dunklen und erhellen das Nichtwissen 🙂

  59. YD

    Kurz zu den Gehältern:

    klingt alles realistisch.

    Ich bin 30 J alt – seit 3 Jahren berufstätig als Maschinenbau Ing. bei einem großen Automobilzulieferer in Bayern. „Normaler“ IG-Metall Vertrag jedoch 40 anstatt 35 h. Verdiene 83.000€ Brutto – etwa 53.000€ Netto (Verheitratet).

    Kein Gruppen bzw. Abteilungsleiter / Wenig Stress / Wenig Verantwortung

    Auf Sicht (3-5 Jahre) ist je nach Laufbahn 90T€ – 120T€  Brutto drin

     

  60. Gurki

    @ChaosDuck Was muss man für 63k netto in Berlin (wo generell schlechter bezahlt wird als im Süden oder in Hamburg) bei einem DAX-Konzern im Vorwege geleistet haben? Irgendwelche Verantwortungen gegenüber Mitarbeiter?
    In welchem Bereich? Vertrieb, Projektleitung, Softwarentwicklung?
    Bei letzterem wirst Du das sicher nicht so einfach kriegen, auch mit einem Master nicht. Ich kann mir diese Gehälter jedenfalls nicht so ohne Weiteres vorstellen.

    Zumindest nicht ohne Führungsposition und wenn in der Softwareentwicklung, dann eher in einem speziellen Bereich, der äußerst gefragt ist und wo es kaum Nachkommen gibt. COBOL zum Beispiel. Und in diesem Bereich bin ich und selbst dort wird nicht annähernd so viel gezahlt.

    Naja aber irgendwoher müssen ja die Millionen Gewinn der Firma herkommen. Wird also beim Mitarbeiter gespart.

  61. Hendrik

    @Thorsten

    Kann sein, aber deshalb muss ich ja heute nicht alles rauspfeffern, als ob es kein Morgen gäbe. Das wäre mein Rat an die Jüngeren.

    Finde ich ein sehr gutes Statement. Genauso schwingt aber auch darin, dass man nicht zu geizig sein solte, denn dann macht man sich auch unfreier, als man eigentlich ist – und wird ein Untertan seines eigenen Geldes.

    @Sparkojote

    Ich denke man sollte bloß halt aufpassen zu propagieren, dass ein solcher monetärer Erfolg ein einfach zu steckendes Ziel ist und für jeden, „der sich nur ein bisschen anstrengt“ erreichbar ist. Man sieht ja, dass Felix zwar viel geleistet hat, aber auch von familärer Seite viel bekommen hat. Die Lebenshaltungskosten als Student finde ich so z.B. üppig

  62. Gainde113

    @ Thorsten

    Ist vielleicht ein gesunder Mittelweg das Beste – in Teilzeit (80% Pensum) bis zur Rente arbeiten?

    Weil einfach 15-20 Jahre ranklotzen ohne Schicksalsschläge, Familiengründung oder Sonstiges dürften nur ganz wenige durchziehen.

    @ Hendrik

    Gut beschrieben, man möchte frei von Geldsorgen sein, aber dann drehen sich die Gedanken wieder non-stop darum. Wenn man genügend Geld hat ist es dasselbe: Wie bewahre ich mein Vermögen?

  63. Thorsten

    @V

    das sehe ich ähnlich. Heute gab es wieder mal (finanzen.net USA Aktien buh) einen Crash-artikel , in den USA wären alle Aktien so unattraktiv, so teuer und zwar sogar für die nächsten 10 Jahre, die Anleger suchen nur noch einen Grund auszusteigen  und man solle – hört hört –  Aktien in UK kaufen , weil der Brexit gar nicht so schlimm werde. Aha, soso. Der nächste Patient bitte, gähn.

    Ich habe heute was anderes gemacht, was mich allerdings auch etwas von USA/Europa wegführt. Ich habe ein paar Fonds rausgeworfen mit TER zwischen 1,x% und 2,x% und diese in den ETF Vanguard Emerging Markets (A1JX51)  Vanguard EM auf ETFfinder mit TER 0,25% umgeschichtet.  Physisch replizierend, ausschüttend (quartalsweise). Ein gute charttechnische Situation (V-Formation), die einen Anstieg auf zunächst 50€ bis 52€ ermöglicht und dann sehen wir weiter. Nicht währungsgesichert ( o.k. das würde auch bloß wieder Geld kosten). Die paar Bankgebühren fürs Umschichten hoffe ich durch das geringere TER schnell wieder reinzubekommen. Von den 20% Emergings Markets und 80% MSCI bin ich allerdings ganz weit weg. Immerhin sind jetzt weniger Position im Depot, bin aber besser diversifizert.

    @Gainde113 Mittelweg, ja würde ich heute vielleicht so machen. Meine Frau hat alles mitgetragen, hätte sie protestiert, hätte ich das Ranklotzen zurückgefahren. Wir waren aber jahrelang am Limit, das ist wohl wahr. Aber wer ist das nicht mit Jobs und Kindern ?

  64. Hendrik

    @Gainde113

    Touché! Den letzten Punkt (wie bewahre ich mein Vermögen) habe ich dabei gar nicht mal so bedacht. Aber gut, dass du den auch miterwähnst.

    Letztendlich ist es die Frage, die jeder selbstbeantworten muss: Wie kann ich meine eigene Freiheit maximieren? Für die einen ist Teilzeit Freiheit genug, da man durch die montären Aspekte einfach viel freier ist, dennoch aber zeitlich relativ ungebunden ist. Für andere mag das nicht zutreffen, da sie Freiheit erst dann ansehen, wenn sie selbstständig entscheiden können jeden Tag ausschlafen zu können (überspitzt gesagt) – dafür muss dann natürlich entweder sehr sparsam sein oder im Vorfeld genug investiert haben.

     

  65. Thorsten

    @Hendrik

    da hast Du mich erwischt. Geld darf nicht oberhand gewinnen, aber es macht halt auch Spaß 😉 Aber ich habe nicht von Knäckebrot gelebt, wir haben auch teure Fernurlaube gemacht etc. Ich habe das Glück, dass in meiner Familie keiner dem Konsum verfallen ist. Wir sparen definitiv nicht am Essen oder Heizung oder sonstwas, schon gar nicht bei den Kindern, haben z.,B eine Biokiste im Abo, das ist sogar billiger als im Bioladen einzeln gekauft und aus der Region.

    Noch mal zu den Berichten hier : Menschen wie Felix (oder ich oder…) mit hohen Einkommen/Vermögen könnten auf welche mit niedrigem Einkommen, die hier lesen als demotivierend wirken, weil vorgestellt oder tatsächlich unerreichbar. Man sollte sich auf dem Niveau des eigenen Einkommens/Verpflichtungen bewegen und das beste draus machen. Wer wenig verdient und ein dämliches Abo kündigt, schraubt seine Sparrate auch schon etwas hoch. Für angesparte 10.000€ in Dividenaktien (360€ Dividende/Jahr) hat man lebenslang das Telefon/Internet frei, ohne Kapitlaverzehr. Das schafft man auch mit geringeren Bruttobezügen, dauert dann halt länger. Der Weg zählt. Tim verweist sehr oft auf die persönliche Sparrate und das ist gut so.

  66. Ralf

    Was gute Gehälter angeht, muss man neben guter Ausbildung auch etwas Glück haben. Ich gratuliere zu diesem Glücksgriff was den Job angeht, weiter so!

    Fakt ist aber: Die zusätzlichen Erträge durch eine höhere Produktivität kommen nur bei wenigen Arbeitnehmern auch so an. Selbst in gebildeten Bereichen. Ich sehe hier durchaus Zündstoff für unsere Gesellschaft. Das wird auf Dauer nicht gut gehen.

    Hier ein Artikel der auf eher stagnierende Gehälter in D hinweist:

    https://www.businessinsider.de/absurder-trend-darum-steigen-die-gehaelter-in-deutschland-nicht-obwohl-arbeitskraefte-begehrt-sind-wie-nie-2018-7

  67. Daniel (Fächerstadt)

    @ Ralf, deswegen möglichst früh mit dem sparen und investieren (ob Immos oder Aktien ist egal) beginnen und ranklotzen

    Starbucks sieht langsam interessant aus…

  68. Ralf

    Sparen in jungen Jahren? Richtig. Kann aber z.B. bei einem Studium hinderlich sein, wenn man dann wegen der Ersparnisse (Freibetrag recht niedrig) kein BAFÖG bekommt. Und das kann eine Menge Geld sein die nur zum Teil oder je nach Leistung fast gar nicht zurück gezahlt werden muss….

    So wird man als Sparer in D auch verarscht. Der eine schmeißt das Geld zum Fenster raus und bekommt BAFÖG, der andere spart und bekommt nichts oder nur wenig.

    Starbucks kämpft allerdings mit zunehmender Billigkonkurrenz und sparsamen Kunden (wie uns hier). Ich beobachte das Papier auch, aber die müssen sogar 150 Filialen schließen, kein gutes Signal!

    Hier Details:

    https://derstandard.at/2000081906244/Starbucks-schliesst-150-Niederlassungen-in-den-USA

    Auch was das Thema Investieren und Sparen angeht, ist hier und da mehr Differenzierung sinnvoll. Z.B. im Hinblick auf das Thema Elternunterhalt. Einen Bekannten von uns trifft es derzeit stark. Er muss für seine Eltern einen Teil der teuren Pflegekosten übernehmen, weil er zu viel auf der Kante hat. Das sogenannte Schonvermögen müsste höher angesetzt werden. Der Gesetzgeber wollte das ändern, man hört aber nicht mehr davon….

  69. Daniel (Fächerstadt)

    Das Filialen geschlossen werden ist eine normale Portfoliobereinigung und dient eher der Rendite, macht keinen Sinn unprofitable Läden offen zu halten.

    Zudem sind 150 Filialen bei über 17.000 US-Filialen nicht wirklich auffällig.

  70. KievKiev

    @ Tim

    Hast Du eigentlich eine Statistik über Zugriffe auf Deine Webseite? Die Anzahl an Zugriffen pro Tag finde ich hier interessant. Noch besser wäre die Anzahl verschiedener Endgeräte pro Tag. Falls diese monatlich ab z.B. dem Jahr 2000 vorhanden wären, so könnte es interessante Daten liefern (falls sie bereits damals statistisch ausreichend waren). Mich interessiert der Bereich 2003 bis 2013. Zusätzlich würde ich gerne die Entwicklung der Seite im allgemeinen für das Modell abschätzen.

    Ich könnte mir ein Aktienkaufmodell vorstellen, dass gegenteilig zu der Entwicklung von Zugriffen auf Deine Seite ausgelegt ist. Das könnte für mich als langfristiger Indikator hilfreich sein je nachdem wie die Ergebnisse aussehen.

    @ Ralf

    Ich habe kein Bafög bezogen. Vielleicht ist mir etwas entgangen? Ich habe nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Ich habe immer eine positive monatliche Bilanz gehabt. Ich habe nur während meiner Diplomarbeit eventuell leicht Kapital verzehrt, da ich in dem halben Jahr  keinen Nebenjob gehabt habe. Das war mir zu viel Arbeit.

  71. Daniel (Fächerstadt)

    @ Ralf: Jeder muss Eigenverantwortung übernehmen, dass man seine Eltern unterstützt ist ja wohl selbstverständlich, sonst kommen alle noch auf die Idee vor der Demenz ihr Vermögen auf die Kinder zu überschreiben. Kann auch nicht sein, dass in der Familie große Vermögen vorhanden sind und die Allgemeinheit soll die Last tragen.

  72. Ralf

    Gut für dich und weiterhin viel Erfolg!

    Viele sind aber aus diversen Gründen doch auf Bafög angewiesen. Daher hilft auch mehr Differenzierung, da es oft ganz unterschiedliche Lebensverhältnisse gibt.

    Zum Elternunterhalt: Verantwortung übernehmen ist richtig. Ich finde das Schonvermögen aber für die unterhaltspflichtigen Kinder zu niedrig angesetzt. Im Sinne der eigenen Altersvorsorge sollten höhere Werte gelten. Die Politik wollte da dran, irgendwann einmal.

    Starbucks: Die Aktie ist interessant, ich bin aber noch vorsichtig. Das Papier läuft schon die letzten Jahre eher quer, nun die Korrektur… Muss jeder selbst wissen, wird nicht ohne Grund so in die Knie gehen.

  73. Claus

    Starbucks ist mir noch zu teuer. Um 28€ herum würde ich eine erste Position kaufen, ansonsten halte ich mich fern.

    Noch lieber würde ich MCD bei günstigeren Kursen deutlich aufstocken.

    Momentan sammle ich etwas Cash, die Anleger sind mir viel zu sorglos. Wie panisch es bei etwas deutlicheren Rücksetzern sofort wird, haben wir dieses Jahr schon gesehen. Was aber, wenn die schnelle Erholung mal ausbleibt und die 2. Abwärtswelle kommt?

    Bisher ist ja noch nichts passiert, mein Depot ist sogar leicht im Plus seit Jahresanfang.

    LG

  74. Ralf

    @Claus: Ich sehe es ähnlich. Und Aufbau von Cash ist als Puffer für turbulente Zeiten kein Fehler. Für mich auch eine Art von Risikomanagement…

  75. Slazenger

    @Claus, all

    naja Starbucks hat u.a. auch ein saftiges Aktien Rückkauf Programm gestartet, das stützt den Kurs schon. Die Dividende wird auch satt erhöht. Und Starbucks ist eine starke Marke!!Für mich wird entscheidend sein, wie das neue Managment arbeitet, nach dem Howard Schultz weg ist,und wohl in die Politik wechselt!

    Ich beobachte SBUX auch, würde aber schon zwischen 35-38€ eine erste Position eingehen!

    Nice Week

  76. KievKiev

    @ Ralf

    Vielleicht hat mancher Bafög bekommen und musste nur einen Teil zurück bezahlen. Vielleicht hat so mancher sogar direkt aus seinen Bafög Bezügen Geld beiseite gelegt. Im Vergleich habe ich mit der Arbeit vorher und dem angesparten Vermögen diese Förderung nicht erhalten. Es ist doch nicht schlimm. Bafög soll ein Studium allen Menschen unabhängig ihres Elternhauses ermöglichen. Da bin ich durchs Raster gefallen. Man kann nicht alles für alle gerecht verteilen.

    Hier haben sich ein paar bei dem Leserbrief gemeldet, die ein gutes Stück mehr als ich verdienen. Ich kann nicht beurteilen wie viel oder wenig sie im Vergleich zu mir leisten müssen. Geht es mir dadurch schlechter? Ich möchte nicht Bundeskanzler werden oder dem Vorstand eines Dax Unternehmens zugehören. Alles was ich wirklich erreichen möchte packe ich selbst an. Und zwar gleich heute. Das gelingt mir nicht jeden Tag, aber immer öfter.

    Felix hat meiner Meinung nach in verschiedenen Bereichen alles optimal gemacht. Es klingt fast zu schön um wahr zu sein. Vielleicht erlaubt sich auch ein Leser oder Kritiker der FF einen Scherz. Wenn er Zeit genug hat soll er es machen. Mir entsteht kein Schaden, wenn ich annehme das jemand in Sachen Finanzen es in verschiedenen Bereichen zu mehr gebracht hat. Wenn ich nur einen kleinen Punkt daraus für mich ableiten kann, wie ich etwas anders machen könnte und auch möchte, hätte ich einen Gewinn erhielt.

  77. Sams1974

    Falls es hier „Fans“ vom Grundeinkommen gibt, erwähne ich mal ganz leise das heute die Testgrundeinkommen bei „Mein Grundeinkommen“ wieder verlost werden.

    Falls jemand mal 1-10 Euro oder mehr im Monat übrig hat und Crowdhörnchen werden will. Habe dort auch gelesen das der Österreichische Verein wohl auch  am Start ist.  Man könnte sogar an der Verlosung teilnehmen ohne in den Verlosungstopf einzuzahlen. Wenn jemand es mit dem Sparen übertreiben will.

    Schönen Tag noch.

  78. Hans Wurst

    Starbucks zu teuer…..???

    Kann ich überhaupt nicht verstehen:

    Trailing P/E
    16.36

    Forward P/E 
    18.68

    PEG Ratio (5 yr expected) 
    1.37

    Beta
    0.55

    Return on Equity (ttm)
    85.01%

  79. Claus

    @ Slazenger, all

    wenn ich die 2017er Zahlen nehme, hat SBUX ein KGV von 25, KUV 3,2, KBV 12,9. Zahlen von Zukunftsprognosen ignoriere ich, sie treffen meist nicht zu.

    Ob Aktienrückkäufe hier so vorteilhaft sind, wird sich zeigen. Ich frage mich, wer VERKAUFT die großen Mengen an Aktien, die SBUX (zu teuer?) einsammelt?…

    Wahrscheinlich Großinvestoren (die mehr wissen, als wir privaten „Melkkühe“).

    LG

  80. Hendrik

    Andere Frage: Gibt es hier jemanden der zurzeit in Lufthansa investiert ? Mir erscheinen die mittlerweile sehr preiswert!

    @ Ralf

    Bezogen auf Freibetrag und Bafög habe ich eine Hammer-Story. Ich war dieses Jahr im Rahmen meines Studiums beim Amtsgericht. Fall: Rückzahlung des Bafögs, weil der Angeklagte 30.000€ bereits hatte und nicht angegeben hatte – sprich: Es war fraglich, ob überhaupt ein Anspruch auf Bafög bestand! Das spannende war dann allerdings, dass dieser 3x Bafög beansprucht hat über mehrere Jahre verteilt und dann gegen die Nachzahlung von etwa 19.000 wiedersprochen hat, da er das komplette Geld ausgegeben hat 😀

    Ende der Story: Der Angeklagte konnte zwar mit Bildern, die Anschaffungen nachweisen, besaß aber (leider) keine Rechnungen mehr. Das Amt hat ihn aus Kulanzgründen, teilweise diese angerechnet, wenn natürlich bei weitem nicht alle. Er musste schließlich dann etwa 12000 € zurückzahlen.

    Naja – so oder so – es ist traurig, dass der Staat in diesem Fall das Ausgeben oder sogar mutwillige Verprassen von Geld fördert und diesen Personen dann noch bafög nachträglich gibt.

     

     

  81. June

    @Hendrik,

    studierst du Jura?

    3 Mal Bafög kassieren, interessantes und schienbar lukratives Geschäftsmodel.

    @ Lufthansa,

    Lufthansa ist ein Zykliker und die versuche ich zu vermeiden. Auch die Autokonzerne kaufe ich daher nicht. Sie sind meiner Meinung nach nicht für ein langfrist Depot geeignet.

    Hast du dir mal BASF angeschaut? Das ist zwar auch ein Zykliker aber doch ein solides Unternehmen das viel breiter aufgestellt ist als ein Luftfahrt Unternehmen.

    Und wie hast du deine Strategie für dich definiert?

    Take care,

    June

  82. Hendrik

    @ June

    So ähnlich: ich studiere Verwaltung – was im Studium eigentlich Jura ist; pointiert gesagt lediglich mit weniger Perspektive, dies ist mir allerdings erst später klar geworden.

    BASF ist natürlich immer interessant, hab diese mir allerdings bisher noch nicht zu genau angeschaut. Meine Strategie ist es bisher gewesen die größten Unternehmen in einem Bereich zu kaufen, also die, die eine gewisse Marktstärke, Monopolstellung besitzen und diese langfristig zu halten.

    Gleichzeitig sollen diese Unternehmen nach KGV, KBV, KCV günstig bewertet sein.

    Allerdings beschäftige ich mich erst seit kurzem mit Aktien, gebe also zu, dass ich selbst meine Anlageentscheidungen durchaus kritisch sehe. Wie auch immer empfand ich es besser erst einmal zu investieren und mit diesem „Big-Playern“ kann man wohl nicht allzu viel falsch machen. Als anderes Standbein meines Depot besitze ich den ETF 110 und 127 – also World und Emerging Markets ETF.

    Damit genieße ich Vorteile von Einzelaktien und aber auch die von ETFs. Oder wenn man es so sehen mag – die Nachteile 😉

    LG

    Hendrik

     

  83. June

    Hallo Hendrik,

    leider hatte ich deine Antwort übersehen.

    Verwaltung ist ein sehr interessantes Gebiet. Und man kann später wirklich viel damit machen. Dann weis ich vermutlich auch wo du studierst. Genieße es, es ist dort wunderschön.

    Das große Problem bei sehr günstigen KGV und KBV ist jedoch, dass auch Firmen mit finanziellen Problemen hier ehr günstig bewertet sind.

    Sich einfach die Big Player herauszusuchen ist ein Ansatz, der dir eine gewisse Sicherheit bringt, aber dich vermutlich gleichzeitig auch unterdurchschnittlich entwickelt, bei annähernd gleichem Risiko. Die großen haben nämlich weniger Luft nach oben.

    Ich schaue immer zuerst auf den freien Cashflow und wie viel Prozent vom Gewinn als Dividende ausgeschüttet wird. Die Bilanzkennzahlen interessieren mich ehr weniger.

    Take care,

    June

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