Frank (53) hat 860.000 Euro. Er ist finanziell frei. Er ist ein Rebell


New York, 10. April 2019
Frank, 53, ist finanziell frei. Er hat eine gute halbe Million Euro in Aktien investiert. Das bringt ihm 15.000 Euro Dividenden im Jahr. Er hat 360.000 Euro Bargeld. Hier ist er sich nicht sicher, was er damit machen soll. Er ist eine ängstliche Person. Daher scheut er sich, das Geld an der Börse zu investieren.

„Finanzielle Unabhängigkeit – und dann?“, das frage ich mich. Mein Name ist Frank, bin jetzt 53 und lebe seit vielen Jahren in einer Stadt am Rhein. Seit gut eineinhalb Jahren bin ich ohne Arbeit unterwegs und verlasse mich aktuell auf gut 860.000 Euro Nettovermögen. Also Vermögen abzüglich Verbindlichkeiten.

Sicherlich nicht der große Wurf, aber aufgrund meiner Biografie, kann ich damit zufrieden sein. Ich habe nichts geerbt, nichts erheiratet und nicht im Lotto gewonnen. Meinen kleinen Wohlstand habe ich mir in rund 15 Jahren erarbeitet. Oder besser gesagt: eisern erspart. Denen, die sich auch auf diesen Weg begeben möchten, will ich einige Erfahrungen weitergeben und vielleicht auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen verdeutlichen.

Aufgewachsen bin ich in einem behüteten Elternhaus in Köln, wo ich 1985 das Abitur machte. Drei Dinge waren mir in der Schulzeit klar geworden.

  • Ich neigte dazu Autoritäten zu hinterfragen und auf Konfrontation zu gehen. Keine gute Voraussetzung für eine berufliche Karriere in Deutschland.
  • Ich sah mich nur schwerlich in bildungsbürgerlichen Strukturen wieder, also irgendwie war ich anders, wie meine Mitschüler/innen. Ich hatte keinen richtigen Plan vom Leben.
  • Ich wies nie den Durchhaltewillen auf, den die Motivierten an den Tag legen. Dies ist leider bis heute so geblieben.

Aufgrund dieser drei Faktoren, hatte sich bei mir frühzeitig eine gewisse existentielle Angst herausgebildet. Eine Angst, abzusteigen und den Boden unter den Füßen zu verlieren, wenn es mir nicht gelingen würde eine sichere Basis für mein Leben aufzubauen. Die Angst führte dazu, dass ich mein Geld schon in frühen Jahren festhielt und so gut wie nichts konsumierte. Es war anfänglich reines Angstsparen. Es war der Wunsch nach einer Unabhängigkeit von den beruflichen Hierarchien, die in der Ferne auf mich warteten.

So gelang es mir, von meinem Taschengeld bis zum Abitur 13.000 DM zu sparen. Nach der Bundeswehrzeit 1987 in München, in diese stolperte ich hinein, da ich nicht wusste, was ich nach der Schule machen sollte, war meine Sparsumme auf rund 40.000 DM angewachsen. Dies trotz der vielen Verlockungen, die München schon damals bot.

Pfennigfuchser: Kostenlos in der Kaserne, sehr günstige Verpflegung

Ich nutzte die kostenlose Unterbringung in der Kaserne und die sehr günstige Verpflegung. Abends trank ich mit anderen „Sparfüchsen“ mein Bier in der Kaserne, während die Lebemänner nach Schwabing pilgerten, und die 315 DM Wehrsold ausgaben. Vom Aktiensparen war ich damals sehr weit entfernt. Mein Elternhaus war auf die klassischen Formen des Sparens ausgerichtet, also Sparbuch, Bausparvertrag und eine Notreserve für Anschaffungen.

Es gab auch kein Internet, kein n-tv/CNBC oder der Zugang zu Börsenzeitungen, die einem diesen Weg hätten öffnen können. Die Situation der Informationsbeschaffung ist heute dagegen als paradiesisch zu bezeichnen. Nach der Bundeswehr begann ich 1987 mein Studium in Köln, absolvierte danach meine Referendarzeit und stieg im Jahr 1997 mit erst 32 Jahren in das Berufsleben ein. Während dem Studium und meiner Referendarzeit lebte ich wieder bei meinen Eltern und konnte meine gesparten Gelder dadurch nochmals steigern. Meine Kommilitonen und meine Referndarskollegen/kolleginnen mieteten sich Apartments oder zogen in Wohngemeinschaften und mussten damals schon zwischen 350 bis 500 DM Miete pro Monat zahlen. Auch machte ich in den Semesterferien keine Urlaube, sondern genoss die freie Zeit am Rhein und im Umland.

Während des Studiums lebte ich im Elternhaus

Ich gehe jetzt schon davon aus, dass einige bei der Vorstellung darüber im Studium noch zu Hause leben zu müssen, hier den Kopf schütteln werden. Das ist sicherlich ungewöhnlich. Ich sah aber den wachsenden Geldbetrag auf meinen Konto und das motivierte mich sehr. Mein Trick, mich zum Sparen zu motivieren, war schon damals immer auszurechnen, wie lange ich von meinen Ersparnissen leben könnte, ohne zu arbeiten. Um so länger diese Zeitspanne wurde, um so engagierter sparte ich. Das ist, glaube ich, das Ziel von allen, die sparen, um die finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen: Ein freier Mensch zu sein.

Das war meine erste Aktie. Ich besaß 500 Stück. Der Versorger und Bergbauer ging im Jahr 2000 in die heutige Eon über.

1995 investierte ich dann erstmals in Aktien. Ich kaufte damals je 500 Aktien von Veba, heute EON und Bayer. Seitdem lies mich die Börse nicht mehr los, obwohl ich mit diesen ersten beiden Investments so gut wie alles falsch machte, was man falsch machen kann. Mich faszinierte aber die Beteiligung an einem Unternehmen, nein an meinen Unternehmen. Ich
freue mich bis heute diebisch auf die Dividenden, die eingehen. Ja, auch ich sehe ein Aktieninvestment als Eigentümerschaft und nicht nur als Geldanlage.

Kein Auto, keine Cocktails, wenig Kleidung

1997 stieg ich dann in das Berufsleben ein. Mein gespartes Geld war auf rund 300.000 DM angewachsen. Ich gönnte mir wenig Kleidung, kein Auto und auch ging ich keine Cocktails trinken. Für das „normale“ Arbeiten (Industrie, Wirtschaft, Behörde) war ich von meiner Weltanschauung nicht geeignet, da ich das harte Arbeiten, körperlich oder am Schreibtisch, rein psychisch auf Dauer nicht ausüben konnte.

Ich wusste, dass zwischen meiner Persönlichkeit und der darauf beruhenden Beschäftigung es ein schmaler Grad zur Kündigung bzw. Arbeitslosigkeit war. So ging ich dahin, wo man mit weniger Arbeit, viel Kontakt zu Menschen und relativ freier Entfaltung etwas bewegen kann. Zu Verbänden respektive Non-Profit-Organization.

Ich arbeitete im Zeitraum von 1997 bis 2017 in Anstellung 15 Jahre. Und wie oben erwähnt war aufgrund meiner Aufmüpfigkeit meine Haltbarkeitsdauer pro Arbeitgeber immer rund fünf Jahre, bis mich die Kündigung erreichte. Es war wie mit einem nicht passenden Schuh: Man geht und irgendwann stellt man fest, dass er drückt. So waren die Vorsitzenden der Verbände irgendwann in meinem Visier. Ich „schoss“ verbal gegen sie. Natürlich kann man einen solchen Kampf nicht gewinnen, aber meine Ersparnisse ermöglichten mir, aufzustehen und den Mund aufzumachen.

Ich ging diesen Weg also ganz bewusst und fühlte mich richtig mutig, da alle anderen sich klein machten bzw. aufgrund ihrer finanziellen Verpflichtungen klein machen mussten. Ich würde mein Verhalten aber grundsätzlich nicht als nachahmenswert empfehlen.

Mit Familie und einer finanziellen Verpflichtung wie z.B. einem Immobilienkauf kann dies in die persönliche Katastrophe führen. Auch ein Arbeitsplatzwechsel sollte immer gut überlegt werden. Daraus kann ich heute folgendes Fazit ziehen: Es ist elementar und entscheidet über den beruflichen und damit finanziellen Erfolg, dass man sich klar wird, wo man im Leben hin will und sich einen detaillierten Plan macht, wie man dann dort hinkommt. Die Fokussierung und die Motivation sowie die Zeitersparnis, die man dadurch erreicht, sind fast wie der Zinseszins bei der Geldanlage. Mir ist dies leider nie gelungen.

Seit Ende 2017 arbeite ich nicht mehr

Wie gesagt, seit Ende 2017 arbeite ich nicht mehr und muss sagen: Das tolle Leben ist das auch nicht immer. Man muss schon in der Lage sein, seinem Leben einen tiefer gehenden Sinn zu geben. Interessant ist, dass die Freundschaften weniger werden. Und zwar mit denen, die noch arbeiten müssen. Sie können sich nicht vorstellen, dass jemand sagt, ich mache nichts mehr. Man hat sich auch nicht mehr so viel zu sagen, da das Hauptthema ja in der Regel die Herausforderungen im Beruf sind. Man ist doch stark durch das Umfeld geprägt und durch seine eigene Sozialisation. So muss ich mir immer wieder klar machen, dass ich eigentlich mit meinem Geld zurecht kommen müsste. Ich hoffe, ich kriege diese Situation in den Griff und finde einen Plan für meinen „Vorruhestand“. Dies ist meine große Herausforderung.

500.000 Euro in Aktien, Nettodividende 15.000 Euro

Ich habe gut 500.000 Euro in Aktien investiert. Meine Nettodividende in 2018 belief sich auf
15.000 Euro. 25 verschieden Unternehmen habe ich. Meine fünf größten Positionen sind
Deutsche Beteiligungs AG, Weir Group PLC, Opap, Novo Nordisk und 1&1 Drillisch.

Ansonsten habe ich überwiegend amerikanische und einige europäische Werte.
Nach fast 25 Jahren an der Börse kann ich subjektiv das Fazit ziehen: Es war immer von
Nachteil auf bessere Zeiten zum Einstieg in den Aktienmarkt zu warten. Ich hätte viel mehr
„verdienen“ können, wenn ich mein Geld immer sofort investiert hätte. Auch habe ich im
Nachhinein immer ein schlechtes Geschäft gemacht, wenn ich Werte früh verkauft habe, um
Gewinne zu realisieren. Es wäre besser gewesen nicht zu verkaufen. Und ganz wichtig: Ich
habe die Stärke der Menschen und Unternehmen in den USA zu spät erkannt. Die großen
Krisen an der Börse habe ich immer ausgesessen, auch wenn es brutal schwer war.

2009 habe ich frühzeitig investiert und ganz gut verdient. Das sicherste Gefühl hatte ich immer bei meinen amerikanischen, norwegischen und schweizerischen Aktien.

Die Diskussionen in Deutschland verfolge ich kritisch. Man nimmt denen zu viel, die arbeiten. Die Steuerlast für Singles ist nach Belgien die zweithöchste weltweit. Da ist es verdammt schwer Vermögen zu bilden, insbesondere auch bei den hohen Mietpreisen in den Ballungszentren.

Ich habe 360.000 Euro Bargeld. Was würdest du damit machen?

Neben den gut 500.000 Euro in Aktien, das geht natürlich hoch und runter, habe ich noch 360.000 Euro Bargeld auf meinem Depot. Hier kommt wieder meine Angst und Unsicherheit zum Tragen. Meine Rechnung ist, dass ich damit 15 Jahre, bis zur Rente, jeden Monat 2.000 Euro zur Verfügung hätte. Das gibt mir ein sicheres Gefühl, ist natürlich aber ökonomisch unsinnig, da die Inflation wie ein Schleifstein meine Gelder auffrisst. Aber jeder steckt in seiner Haut. Es ist schwer da herauszukommen.

Aber wie würdet Ihr reagieren? Auch diese Gelder noch investieren und sich ganz auf die
Dividendenzahlungen verlassen? Ich bin für eure Meinungen sehr dankbar.

Selbst bei den 2.000 Euro, die ich monatlich zur Verfügung habe, gelingt es mir noch zu sparen. So habe ich den Betrag auf den Tag und die Stunde heruntergebrochen. Also was kann ich am Tag und in der Stunde ausgeben, um im Monat nicht über die 2.000,- Euro zu kommen.

Wenn ich morgens gegen 8 Uhr aufstehe, kann ich mir somit sagen, dass ich schon rund 12 Euro verdient habe. Eine einmal angeeignete Spardisziplin bleibt anscheinend ein Leben lang erhalten.

Wer bis hierhin gelesen hat, dem Danke ich und wünsche ihm viel Erfolg auf seinem persönlichen Weg. Ich möchte euch eigentlich damit Mut machen, denn wenn es so eine merkwürdige Persönlichkeit wie ich schaffe, mit dieser geringen Lebensarbeitszeit, mit den Problemen mit anderen Menschen, dann solltet ihr es erst recht schaffen. Übrigens: Ich fahre einen 19 Jahre alten Ford.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Frank (53) hat 860.000 Euro. Er ist finanziell frei. Er ist ein Rebell

  1. AvatarRalf

    „Wie gesagt, seit Ende 2017 arbeite ich nicht mehr und muss sagen: Das tolle Leben ist das auch nicht immer. Man muss schon in der Lage sein, seinem Leben einen tiefer gehenden Sinn zu geben. Interessant ist, dass die Freundschaften weniger werden.“
    Familienplanung? War das mal ein Thema? Ich sehe hier einen hohen Preis der bezahlt wurde für dieses Leben. Er wirkt nicht so glücklich auf mich, eher bedrückt.

  2. AvatarOlly Wood

    Hallo Frank,
    schöner Leserbrief !
    Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du, wenn auch ein paar Jahre jünger. Auch ich hielt lange größere Mengen an Cash für „die Jahre die da kommen“ 😉 Ich habe aber angefangen die Position in den letzten Jahren etwas ab zu bauen und (bei guter Gelegenheit) zu investieren. Für das Leben in der Zukunft halte ich eine Vorrat von ca. 2 Jahre Kapitalbedarf. Das sollte aus meiner Sicht reichen. Sollte die Demarkationslinie unterschritten werden habe ich genug Zeit (in Jahren) mir etwas zu überlegen zB. verkauf von Aktien bei guter Gelegenheit etc. Da ich auch Immobilien besitze habe ich hierfür ebenso einen Vorrat Bargeld von ca. 1 Jahresmiete pro Objekt für Mietausfälle, Kapitaldienst, evtl. Reparaturen etc. So fahre ich recht gut und fühle mich auch sicher, was ein wesentlicher Punkt ist.
    Grüsse Olly
     

  3. AvatarderHamster

    Vielen Dank für den tollen Beitrag! Das macht doch definitiv Mut weiter zu machen!
    Ich bin auch der Meinung, dass ein wenig Frugalismus nicht schaden kann. Mittlerweile ist das Sparen und investieren eines meiner liebsten Hobbies geworden.
    Mit aktuell 34 Jahren bin ich noch Meilenweit von Frank weg, doch der Beitrag zeigt mir, dass man es dennoch problemlos schaffen kann.
    Viele Grüße
    derHamster

  4. AvatarMartin

    Sehr guter Beitrag mit einem nicht alltäglichen Menschen, der sicherlich etwas anders ist, wie der Durchschnittsmensch. Insbesondere auch die fünf größten Positionen sind nicht die Regel. Opap habe ich geschaut ist ein griechischer Wettanbieter. Schade dass Frank nicht genauer seine Investitionsstrategie und seine weiteren Aktienpositionen erläutert hat. Vielleicht kann man noch einmal nachlegen. Köstlich finde ich sein rebellisches Wesen und sein Aufbegehren. Ich musste bei der Vorstellung seiner Kritik an seinen Chefs richtig lachen. 

  5. Avatarlol

     ..Geld ist natürlich auch nicht alles im Leben !! Diese  Extremsparmodelle möchte aber auch nicht jeder praktizieren, dass nicht heißen soll, gleich im Konsumrausch zu leben !! Diese Ergebnisse sind ein Resultat enormer Disziplin, einer Lebenseinstellung, die natürlich jeder Norm eines „Normalsterblichen“ nicht widerspiegeln !!

  6. AvatarJayT

    Super Beitrag, Danke dafür!
     
    Ich würde dir empfehlen noch etwas zu diversifizieren zumindest 10-20k in P2P Kredite und zb. Bitcoin.
     
    Lg

  7. AvatarFit und Gesund

    @Frank
    Ein echt toller Leserbrief, Hut ab vor dem Erreichten! So eine Geschichte finde ich 100x wertvoller als die Geschichten von Leuten denen praktisch Alles zugeflogen kommt und die dann prahlen. 
    @Ralf,
    kannst Du Dir mit Deinem Nörglerhirn auch mal vorstellen dass es Menschen gibt die bewusst auf Kinder verzichten, oder es gibt sogar Leute die keine Kinder bekommen können, meinst Du die sind Alle todunglücklich? Eine Kollegin von mir macht gerade eine richtige Kampfscheidung durch, der Sohn lebt weiter beim Vater und hält zu dem, die hat ihr Ein und Alles längst verloren. Kinder sind keine Garantie.
    Es gibt auch Ehen die nach Abschluss vom Eigenheimbau geschieden werden, auch hier hab ich 2 Beispiele im Bekanntenkreis, allerdings keine Kampfscheidungen.
    @All,
    meine Alcon-Spinoff Dinger hab ich gestern Abend noch mit gutem Gewinn verkauft, ich wollte sie ja nicht haben. Selbst wenn sie morgen 10% steigen würden wäre es mir egal, aber meine armen Novartis Aktien haben arg gelitten. Zukaufen werde ich da im Moment nicht. 
    Was haben Diejenigen die Novartis Aktien hatten eigentlich gemacht?
     
     

  8. Avatarchn

    Interessant, dass die Freundschaften weniger werden, weil man sich nicht mehr so viel zu sagen hat und das Hauptthema der Beruf ist. Ich bin jünger als er und mir ist das auch aufgefallen, habe es aber immer darauf zurückgeführt, dass die meisten halt noch nicht so lange im Berufsleben sind. Ich rede aber nicht gerne über den Beruf. Mich langweilt das und höre da meistens nur zu. Ich finde persönliche Projekte viel spannender. Da halte ich es wie die Queen. Die fragt nicht „What do you do for a living?“, sondern „What’s your current project?“ 🙂
    Aber der Frank wird doch hoffentlich nicht einfach nur nichts machen, oder? Da hat er doch bestimmt was zu erzählen.

  9. AvatarA.

    @Frank
    evtl. kannst du bei deinen Aktien etwas umschichten. 15.000 Euro auf fast ne halbe Million ist nicht allzuviel Dividende (3%). evtl. den ein oder anderen REIT bspw. Kommt aber dann auch auf die Gebühren als die du zahlen musst für die Umschichtung. Musst halt rechnen. 360.000 in bar ist eine Hausnummer als Single.
    Evtl. kaufst du noch eine Immobilie zum vermieten. Irgendwie den Cashflow erhöhen halt. Kannst ja mal überlegen.
    Interessant das du dich selbst früh so erkannt hast wie du bist. Bin auch rebelisch veranlagt. Hatte auch das ein oder andere mal Stress deswegen bei der Arbeit. 
     
    GrußA.
     
     

  10. AvatarRalf

    @Fit und Gesund: Er spricht ja selbst eine Warnung aus und empfiehlt eine Nachahmung eher weniger:
    …“Ich würde mein Verhalten aber grundsätzlich nicht als nachahmenswert empfehlen…..Mit Familie und einer finanziellen Verpflichtung wie z.B. einem Immobilienkauf kann dies in die persönliche Katastrophe führen….“
    Insofern zwar ein durchaus interessanter Bericht, aber eher für Sonderlinge interessant. Offenbar wurde ihm im Laufe der Zeit bewusst, dass alles seinen Preis hat, dabei geht es gar nicht so sehr nur um das Thema Kinder.

  11. AvatarRolf Scheuermann

    Schöner Beitrag – offen und ehrlich.
    Auf materieller Ebene würde ich persönlich schon etwas ändern. 25 Aktien ist jetzt nicht so eine große Diversifikation. Wenn man zumindest einen Teil in ETFs auf breite Indexe (MSCI World + EM , FTSE All-World) oder Dividenden-ETFs (z.B. US Dividend Aristocrats, FTSE ALL-Word High Yield) umschichten kann, vermindert das die Gefahr eines Totalverlustes. Das ist natürlich auch eine Frage der Steuern. Alternativ kann man auch in ausschüttende Anleihen-ETFs- investieren.
    Index-ETFs haben gegenüber Einzelaktien einfach den Vorteil, dass eine Totalpleite ziemlich unwahrscheinlich ist. Ein breit gestreutes Portfolio aus Indexfonds geht mal eine Weile in den Keller, bleibt dort aber nicht ewig. Wenn genug Cash vorhanden ist, um 2-3 Jahre Börsenflaute durchzustehen, sollte das doch mehr als reichen.
    Der höhere Cashflow durch die zusätzlichen Investitionen erlaubt dann ja auch, neue Rücklagen aufzubauen.
    Auf der nicht-materiellen Ebene würde ich mir dringend eine Beschäftigung suchen. Es muss ja kein bezahlter Job sein. Es ist schon wichtig, dem Leben einen Sinn zu geben. Mit der finanziellen Ausstattung kannst Du Dich ja toll für Dinge einsetzen, die Dir am Herzen liegen. Auch ein neues Studium ist eine Möglichkeit. Neben der Arbeit am materiellen Reichtum sollte man den inneren Reichtum nie vernachlässigen. Der ist auch Arbeit. 😉

  12. AvatarFit und Gesund

    @Ralf,
    er ist durchaus vernünftig, mich störte viel mehr Deine Aussage über den hohen Preis den er für sein Leben ohne Familie zahlt, auf mich wirkt er nicht unglücklich so wie Du das darstellen möchtest, es gibt auch andere Lebensformen als die die Du als richtig und allein glücklichmachend ansiehst. 
    Na ja, vermutlich bin ich selber etwas schräg, keine Kinder aber Katzen 🙂 aber mir persönlich ist es sowas von egal was Andere von mir halten, bin gerne Sonderling 🙂

  13. AvatarSmyslov

    Hallo Frank, deine Aktien u. dein Geld, RESPEKT ! Eine tolle Leistung, die es
    dir erlaubt, von nun an selbstbestimmt zu leben. Das heißt nicht, nichts zu tun,
    sondern das zu tun, was man eben tun will. Glückwunsch. Mit 53 war ich noch
    lange nicht so weit. Ich hatte erst mit 60 die Freiheit erlangt. ( Mit Fam. war es
    einfach nicht früher drin). Jedoch weiß ich, daß man so mit 50 bzw. 60 J. alles
    im Leben etwas genauer hinterfragt, denn man stellt fest, daß nun das Alter
    wartet , und man weiß noch nicht so genau , was einem denn so richtig zufrieden
    stellt. Jeder muß da seinen eigenen Weg gehen. Bei mir sind es die vielen
    Kontakte durch meine Interessen. ( lange Wanderungen, lange Radtouren, noch
    einmal eine Sprache erlernen , ehenamtliche Arbeit mit Jugendlichen , usw.)
    Soziale Kontakte der verschiedensten Art , am besten über eigene Interessen,
    halte ich persönlich für ganz wichtig. Einen Rat für dein Geld will ich dir nicht
    geben, du hast es bis jetzt sehr gut gemacht, es wird auch weiter gut sein.
    Dein Geld wird dir sicher im Leben reichen, was ich dir wünsche ist vor
    allem viel Spaß und eine gute Gesundheit. Gruß.

  14. AvatarHendrik

    Coole Einstellung. Mir geht es dir ganz ähnlich von der Einstellung und berufstart. Aber bin erst 23 😉 
    Zum Thema anlegen. Ich finde 300.000 bisschen zu viel und würde wohl davon gestaffelt die nächsten 5 Jahre jeweils 40.000 investieren in wahlweise ETF oder aktien. Dann hast du immer noch 100.000 und das sollte auch seine sicherheitsgefühl befriedigen – erhöht aber sicherlich deinen Zins. 
     
    Schöne Grüße 

  15. AvatarBruno

    Ich finde es ein toller Leserbrief, ich mag Leute die nicht dem 08/15 Standard entsprechen, sicherlich sind das die meisten Leserbriefe hier, aber der sticht doch noch etwas heraus in Bezug auf Unkonventionalität (das Wort gibt’s anscheinend nicht aber mir kommt kein anderes in Sinn).
    @Fit und gesund
    Ich habe die Alcon gerne genommen, ich finde die Firma und Produkte interessant, unter dem Strich war doch ein guter Deal mit Novartis, wenn man die 2 Positionen zusammenzählt ist man heute reicher als noch vor paar Tagen, aber ich denke auch nicht so kurzfristig. Ich nehme es einfach als Geschenk, was daraus wird, werden wir sehen.
    Zur Frage bezüglich den 360k, ist keine einfache Entscheidung und ich würde auch ungern einen Tipp abgeben, lediglich sollte man sich wohl überlegen, ob es sinnvoll ist, Cash über Jahre zu halten, es verliert ja jeden Tag an Wert. Auf der andern Seite sollte man nichts überstürzen, soo viel verliert es dann auch wieder nicht und man sollte sich gut überlegen, was man mit dem Geld sinnvoller machen kann. 
    Wenn man risikoavers und eher ängstlich ist, ist es vermutlich nicht sinnvoll, das Geld weiter in Aktien anzulegen, jetzt wo die Bewertungen doch sehr hoch sind. Vielleicht könnte man das Geld festverzinslich für ein paar Jahre anlegen, in Euro wird schwierig eine gute Rendite zu finden aber diversifiziert in ein paar andere Währungen sind so schon 3-5% sehr sicher drin, gestaffelt über die Laufzeit und wenn die Börse mal stärker taucht hat man immer ein Päckchen wo man günstiger einsteigen kann. Aber soll kein Tipp sein, jeder hat anderes Risikoempfinden. 

  16. AvatarMarco

    Ich denke Du solltest keine Angst haben, leiste Dir mal was, geh mal aus Schön Essen einen guten Wein trinken, oder pflege ein Hobby, Du hast keins? Suche Dir was, irgend etwas muss es doch geben.Nur die Kohle zählen oder wiegen bringt auch nichts.Das Du im Berufsleben gegengehalten hast, zeigt nur das Du Charakter hast, und weiter gekommen bist als Deine Kollegen , die als Konsumknechte ihrer selbst sind.
    Und nach der Pause legste wieder langsam los.
    Beste Grüße der Marco

  17. AvatarMatthias

    Ich finde es sehr erschreckend, wie positiv hier einige reagieren. Franks Leben war der Angst und dem Sicherheitsdenken völlig ausgeliefert. Beides führt dazu, dass man unfrei, voller Sorge und ein beschwerten Leben führt. Ich habe eher das Gefihl gehabt, Franks 53 Jahre waren ohne viele Höhepunkte und Glück geprägt.
    Ich wünsche dir sehr, dass du mit deiner jetzigen Freiheit das Leben genießt, ohne Ängste. Ich möchte nicht tauschen. 
    Danke für deine Offenheit. Respekt für deine Sparsamkeit. 

  18. AvatarChrissie

    Ich finde den Artikel super. Wünschte ich hätte auch so früh eine solche Selbsterkenntnis gehabt. Respekt dafür und für das Erreichte.
    @ Ralf
    Was das Opfer bringen für einen solchen Lebensstil angeht, so ist für mein Dafürhalten eine berufliche Laufbahn, in der man kleine Brötchen backen und zu allem Ja und Amen sagen muss aus Angst den Job zu verlieren, ein mindestens ebenso großes Opfer und nicht gut für das Rückgrat. Es gibt nicht umsonst so viele Arbeitende die innerlich gekündigt haben.
    Wenn es sich mehr Menschen leisten könnten, bei unhaltbaren Bedingungen auch tatsächlich zu kündigen, wäre die Arbeitswelt bestimmt eine bessere.

  19. AvatarAndrea

    Frank, ich hoffe, du kannst deine finanzielle Freiheit nun mehr genießen als den angstvollen Weg dorthin. Das ist eine tolle Leistung, so viel gespart zu haben und nun von den Dividenden locker leben zu können. 
    Auf Dauer würde ich den größten Teil des Bargeldes auch noch investieren. Aber nichts überstürzen, sondern es gerade so machen, wie sich Chancen bieten. Dadurch hättest du je nach Investment noch mehr passive Einkünfte. 
    Fit und Gesund, ich habe meine Novartis-Aktien kurz vor der Abspaltung verkauft. Dazu habe ich mich erst von einer Depotleiche getrennt und einen Verlustvortrag gebildet und dann die Novartisaktien verkauft. Grund: Ich wollte die Alcon-Aktien nicht haben und hätte wahrscheinlich dafür noch Steuern zahlen müssen.Novartis kaufe ich im Moment nicht nach, ich fand sie seit meinem Kauf schon gut gelaufen und kaufe vielleicht eine andere Aktie aus dem Gesundheitsbereich nach. Ich habe schon ein paar Kandidaten im Visier, mal schauen, wer es wird.
    Die beiden Verkäufe waren die ersten Verkäufe seit dem Aufbau dieses Depots. Ich hätte Novartis auch gerne behalten, es ist eine solide Schweizer Aktie. Aber da ich sie sowieso verkauft habe, kann ich die Karten auch neu mischen und eine andere Aktie wählen.
    Tja, blöd, diese steuerlichen Auswirkungen von Spin-Offs in Deutschland. Sonst hätte ich es so wie du gemacht.
     

  20. AvatarFelix

    Es ist interessante zu sehen, wie fast jeder sein eigenes Lebens- und/oder Finanzmodell dem lonly cowboy Frank aufs Auge zu drücken versucht, weil er anders lebt als der Mainstream. 
    Jedes Modell hat halt so seine Vor- und Nachteil. Nicht jeder will Familienanschluss mit allen Begleiterscheinungen wie Schwiegermutter, buckliger Tante, verwöhnte Fratzen usw. Das gilt auch für Investments.

  21. AvatarRalf

    @Chrissie: Richtig. Es gibt ja aber nicht nur schwarz oder weiß. Ich würde z.B. gerne besser verdienen, habe dafür aber einen guten und recht abwechslungsreichen Job im öffentlichen Dienst. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Tauschen würde ich aber nicht wollen…

  22. AvatarAndrea

    Matthias, ich habe es auch so empfunden und möchte nicht tauschen. Das ist auch keineswegs abwertend geneint. Ich bin übrigens ganz genau so alt wie Frank. Wie gesagt, ich wünsche Frank da jetzt alles Gute, dass er aus der Erkenntnis heraus, dass er nie wieder arbeiten muss, es schafft, seinem Leben einen Sinn zu geben. Vielleicht könnte ehrenamtliche Arbeit helfen, mit Alten, Kranken oder Kindern. Jeder findet doch etwas, was ihm im Leben Spaß macht oder Befriedigung bringt.

  23. AvatarDaniel

    Hallo Frank,
    du hast wirklich einen tollen Leserbrief verfasst. Kannst du bitte kurz darlegen, wie du im Studium 260.000 Mark zusammen bekommen hast? Außerdem würde mich interessieren wie du auf 2000€/Monat kommst, bei 15.000 € Dividende?

  24. AvatarAlexJ

    Was ich machen würde in seiner Situation:

    60 % des Vermögens in ein Weltportfolio aus 55 % MSCI World, 20 % MSCI World Small Cap, 25 % MSCI EM IMI. Alle thesaurierend. Dividendenausschütter sind Anleger, die sich etwas vormachen: Eine Dividende ist genauso wie ein Anteilsverkauf eine Portfolioentnahme. Es gibt da nichts geschenkt! Die 25 Unternehmen sind an sich bereits ein Klumpenrisiko, das durch die offenbare Verklumpung auf 5 Schwergewichte verstärkt wird. Grob fahrlässig.
    40 % des Vermögens müssen in den sicherheitsorientierten Teil, und das heißt, dass AUF GAR KEINEN FALL ein Betrag über der deutschen Einlagensicherungsgrenze pro Bank gebunkert sein darf. Aktuell liegt sie bei 100.000 Euro und jede Summe darüber betrachte ich als sofort im Feuer, wenn die Bank umkippt – alles andere als sicher, das ist extrem waghalsig. Ich würde vermutlich auf eine Mischung aus Tagesgeld und einem ETF auf kurzlaufende Staatsanleihen höchster Bonität in der Heimatwährung des Anlegers (also hier wohl meistens Euro) setzen.
    Wenn das Leben jetzt schon beginnt, fad zu schmecken, dann sollte dringend eine Beschäftigung gesucht werden, am besten eine entlohnte, denn wie es richtig erkannt wurde: Die Inflation schreddert unerbittlich. Die Angst wird dich nicht loslassen und du wirst es nie genießen können bis zur Rente. In einem Job mit der Freiheit im Rücken: Was soll da schon passieren.

  25. AvatarFabian S.

    Hallo Frank,
    toller Brief und Respekt für Deine Ehrlichkeit und das Erreichte von Dir. Also ich persönlich würde das Bargeld noch halten und abwarten. Nur bin ich skeptisch bei dem Euro. Aber in welche Währung man sicher gehen sollte, wenn der Euro bald crasht, keine Ahnung. Evtl. doch Gold als ultimative Währung, nicht als dauerhafte Anlage!

  26. AvatarBruno

    Ich kenne Frank ja nicht persönlich, nur diesen Brief, und würde mir nie ein Urteil erlauben, ob er nun glücklich oder unglücklich ist etc…
    Aber seinen beschriebenen Charakter, die Aufmüpfigkeit gegen oben, direkt sagen was einem nicht passt, vielleicht wäre eine Idee, seine vermeintliche Schwäche zur Stärke zu machen, etwas zu suchen, wo dies nicht gefragt ist, vielleicht auch eine Selbständigkeit, jetzt wo das Kapital vorhanden ist, ohne grosses Risiko. 
    Es braucht auch Leute, die ehrlich und direkt ihre Meinung kundtun, das kommt heute zu kurz. Vielleicht könnte man daraus ein Geschäft, Beratung oder dergleichen machen.
    Nie zu spät und ich denke in jedem schlummert etwas, wo er oder sie individuell aussergewöhnlich und besonders gut und leidenschaftlich ist, das man zu einem Geschäftsmodell oder auch nur kostendeckend, befriedigende, spannende und lustvolle Tätigkeit ummünzen kann.

  27. AvatarFit und Gesund

    @Bruno, @Andrea,
    ich wollte die Alcon’s nie haben, hätte aber auch nicht geglaubt dass ich aus der Nummer mit einem guten Gewinn rauskomme, ich dachte die Dinger würden gleich abschmieren. Den Gewinn werde ich auch anderweitig verwerten, aber im defensiven Sektor. Steuerlich hat die Aktion ja für die Schweizer Anleger keine Konsequenzen.
    Tja, wäre nicht schlecht wenn es nochmal bisschen abwärts ginge, bin ja bald am Ende meiner regulären Investments angelangt. Die Dividende bereiten Freude. Heute gab es mal eine ordentliche Schippe von den Vanguards. 
     
    Bin gespannt ob Frank noch mehr über sich schreibt, ich finde seine Biographie auf jeden Fall sehr spannend.

  28. AvatarFit und Gesund

    @Alexj
    ich muss lachen, mit Deinem Satz „40% müssen, Betonung auf müssen, in den sicherheitsorientierten Teil“ wirst Du bei Frank nicht so weit kommen, der MUSS nämlich gar nix, der macht sein Ding und ist sein eigener Herr. Man kann ihm vielleicht raten, aber die Müssen-Keule… da krieg ich auch gleich Zehennägel die sich aufrollen 🙂 
    @Bruno 
    das wäre ein Lösungsansatz für Frank, gut so.
    Aber jetzt werde ich wieder verschwinden, die Batzeli müssen ja auch noch verdient werden.
    Gute Investments allseits
    Fit und Gesund

  29. AvatarFinanzfee

    Hallo Frank, ich ziehe meinen imaginären Hut, Respekt!
    Wenn du aus dem NGO-Bereich kommst: es braucht meiner Ansicht nach auch in politischen Gremien wie z.B. dem Jugendhilfeausschuss kritische Geister, die sich einbringen. Vielleicht wäre das ja das ideale Ehrenamt?
    Bei der Steuerlast stimme ich dir zu, was mich persönlich aber noch viel mehr ärgert ist, dass wir keine Angebote bezogen auf die bAV haben, die Aktien oder ETFs fördern. Über unsere betriebliche Vorsorge können nur Versicherungsprodukte aus dem brutto bespart werden. Vieles an unserem Sozialstaat finde ich sehr gut, aber in dem Punkt denke ich, dass wir uns mehr an den USA oder Norwegen orientieren könnten.

  30. AvatarSven

    @JayT
    Warum sollte man zwecks Diversifikation in P2P und vorallem Bitcoin investieren? Welchen Vorteil hat Frank dadurch?
    Wenn Diversifikation, warum keine ETF in Emerging Markets oder Anleihen? Deiner Empfehlung kann man nicht folgen weil deine Gedanken dazu fehlen. 
     
    @Frank
    Ein toller Weg! Ein anderer Weg! Ich ziehe den Hut davor eine derartige selbstreflektierte  Sicht auf den eigenen Charakter zu besitzen. Das ist sicherlich ein langer und vorallem harter Weg bis man an dem Punkt angelangt. Ich habe den etwas anderen Brief von dir gern gelesen, würde mich aber auch sehr für deine Gedanken zu deinem Depot interessieren. 
     
    Liebe Grüße 
     
    Sven

  31. AvatarAndrea

    Fit und Gesund, ich habe übrigens einen Teil des Geldes für Novartis schon in Henkel gesteckt, hätte es fast schon vergessen.

  32. AvatarFit und Gesund

    @Andrea,
    Henkel ist sicher ein sehr gutes Unternehmen, ich warte jetzt mal die Zahlen einiger Firmen ab, Lohn gibt es erst am 25. und ich habe noch ein wenig Zeit wie ich die Knete verbaue. 
    liebe Grüsse

  33. AvatarTom

    @Daniel
    Er meinte die 360.ooo € bis zur Rente. Also 360.000 : 15 Jahre =24.000 €: 12 Monate = 2000 €.  Aber bdazu hätte er immer noch seine Divi Ausschüttung.

  34. AvatarPascal Weichert

    Es klingt ein wenig nach mir.
    Aus Angst hab ich auch immer schon viel gespart. Jugendamt hatte mich während meines Abiturs fast obdachlos werden lassen, weil sie sich 13 Monate lang Zeit mit dem Unterhalt ließen. (Und ich selbst nicht Arbeiten durfte) 

    Ich würde mich nicht als Aufmüpfig, aber eher als Direkt bezeichnen. Wenn jemand Bullshit labert, dann habe ich es bis vor kurzem sehr direkt gesagt. (Und wenn ich hungrig bin, dann bin ich manchmal echt ne Diva
    Mittlerweile, zumindest versuche ich es, auf den Persönlichkeitstyp meines gegenübers einzugehen und ggf. Den Dale Carnegie zu machen.  

    Zu den Ängsten kann ich nur sagen, außerhalb der Angst liegt das Leben. Da muss man wohl oder übel durch. Hatte mal starke Angst vor Menschen, weil wegen Eltern waren nicht so gut. Sich immer wieder damit zu konfrontieren, den Gehirn klarmachen das hier nichts schlimmes ist. Und Positionen, bzw. Nachrichten zu meiden, die das Gegenteil in deinem Kopf bewirken, hat mich weiter gebracht. Selbst jetzt bin ich nicht angstfrei. Abed ich arbeite dran, siehe hier:
    http://www.getmad.de/pascal-how-to-change-challenge

    Das gilt auch für das zuviel sparen aus Angst. 
    2. Fragen hätte ich dann noch:

    1. Wie kommt man im Studium zu fast 300k? (Ich mein heutzutage ist das ja gar nicht mehr möglich bei den Abgaben) 

    2. Wie kommst du auf die 2000€ pro Monat. Willst du dein Cash bis zur Rente Liquidieren? Oder wie kommen die zu stande. 
     
    Gruß, 
    Pascal 
     
     

  35. AvatarBruno

    @Angst
    Ich denke jeder Mensch hat Angst, die Angst schützt uns vor gewissen Dingen. Angst sollte einfach nicht lähmen oder das ganze Leben einnehmen. Ich hatte was Finanzen angeht noch nie Angst, was nicht immer nur gut war, ich bin auch schon zu hohe Risiken eingegangen, habe jetzt aber gelernt. 
    Aber sonst im Leben gibt es immer wieder Ängste, früher waren es Angst vor Ablehnung oder Druck nicht aushalten zu können, die sind mittlerweile weitestgehend behoben, heute sind es vielleicht Ängste vor Krankheiten oder Leiden, je älter man wird desto eher wird einem dies bewusst. Ich versuche das positiv umzusetzen und mich gesünder zu ernähren und Sport zu machen, aber man sollte es auch da nicht übertreiben, zu verbissen ist nie gut.
    Selbsterkenntnis und darüber reden zu können ist ein guter Weg, daher nochmals mein Respekt an Frank, viele können solche Dinge zumindest öffentlich nicht zugeben, jeder hat irgendwo seine Problemchen, niemand ist ein Superheld wo alles stimmt, dauerhaft immer glücklich.
    Wie an der Börse braucht es ein auf und ab, wer nie Probleme, Rückschläge, Sorgen oder ähnliches erlebt hat, der wird auch nie extreme Glücksgefühle und Erfolge erleben dürfen. Es ist dann eher ein langweiliges, eintöniges Leben, keine Probleme aber auch relativ langweilig.
    Eine Angst zu überwinden kann Chancen wecken, und spätere Glücksgefühle. Vielleicht wenn man jünger ist einen Partner anzusprechen, wo man sich nicht getraut, oder sich für einen Job zu bewerben, für den man sich unterqualifiziert fühlt, oder eine interessante Aktie in einem Crash zu kaufen, wo man befürchtet, dass sie noch viel weiter fällt. Es sind 1000 Dinge wo man eine Angst mal überwinden muss und die dann Chancen und potentielle spätere Glücksgefühle auslösen kann. Angst sollte man nicht verteufeln.

  36. AvatarBruno

    @Pascal: Interessanter Blogartikel, und wie ging es aus, ich meine diese Challenge? Durchgezogen, hat es sich positiv ausgewirkt?

  37. AvatarThorsten

    Ich finde ein mutiger und ehrlicher Artikel. Es ist keine Schwäche anders zu sein. Wenn alle im Kindergsrtren brav im Kreis sangen und klatschten habe ich aus dem Fesnter geschaut und diesen eingeübten Marsch im Gleichschritt für mich beendet. Jetzt ist er über 50 und bewertet seinen Werdegang. Und ich finde es klasse.
    Ich hätte an ihn nur die Frage, ob es keine Gelegenheit gab sich selbständig zu machen,  weil die abhängige Beschäftigung zum freien Geist nicht passt. Im Kreis sitzen und auf Befehl klatschen muss man da öfters aushalten können, sonst ist man nach ein paar Jahren fix und fertig.
    Die Kritik mit dem nicht Glücklichsein kommt evtl. aus einer viel jüngeren Sicht. Die Reife zum Rückblick kommt erst mit späteren Jahren, 50 ist sicher eine gute Marke, wo manch einer merkt dass die Jahre vorbeigezogen sind und Inventur in allen Lebensbereichen gemacht wird. Finanzielle Freiheit ist kein Schalter über den man von gestern auf heute ins Paradies springt. Da werden manche später ihre Vorstellung korrigieren müssen.
    Ralf und Matthias sind vermutlich keine 30 Jahre alt. Sonst würden sie keine solche Fehlbewertung abgeben.

  38. AvatarRalf

    „Ralf und Matthias sind vermutlich keine 30 Jahre alt. Sonst würden sie keine solche Fehlbewertung abgeben.“
    Der Begriff Fehlbewertung (und auch das Alter) ist etwas fehlgegriffen. Auf mich wirkt er nicht sonderlich glücklich, ist aber meine subjektive Sicht anhand der Schilderungen des Artikels. Und in der Tat wäre eine Selbstständigkeit für ihn bei benannten Begriffen wie Rebell und Aufmüpfigkeit vielleicht der interessantere bzw. spannendere Weg gewesen.

  39. AvatarHubert

    Wieso kommt kommt eigentlich keiner der zu viel Geld gekommen ist auf die Idee, die Welt damit zu verändern?
    Wozu soll das ganze Knausern eigentlich gut sein, wenn man kein Mönch ist?
    Viel Geld durch Sparen, dieses gut anlegen – gut und schön, ist das ein ausreichender Lebensinhalt?
    Da fehlt mir was.

  40. KievKiev

    @ Franck
    Respekt zu der schnellen Sparleistung. Sie ist aber vermutlich leider etwas durch Deine existenzielle Ängste getrieben und es gab dadurch vermutlich auch Verzicht, um möglichst schnell Sicherheiten augzubauen.
    Eine Eigenschaft von Dir beschreibst Du so:

    Ich wies nie den Durchhaltewillen auf, den die Motivierten an den Tag legen. Dies ist leider bis heute so geblieben.

    Als Reaktion und begleitet von Ängsten hast Du sehr schnell ein beachtliches Vermögen aufgebaut. Das schaffen in dieser Form fast keine Leute in Deutschland. Ich sehe hier vielmehr ein sehr hohes Durchhaltevermögen…
    Wie lebt es sich jetzt frei von Ängsten? Das Geld solltest Du einfach liegen lassen und gegebenfalls langsam weiteere Sktien kaufen. Du bist ja bereits 25 Jahre an der Börse. Und die 360k sind Dir nicht über Nacht zugeflogen. Ich sehe keinen Grund den Angeil des Vermögens mit dem Akter zu reduzieren, aber Deiner Beschreibung nach bewahrst Du Dir vermut besser Geld für das Gefühl von Sicherheit.
    Mach mal den Dale Carnegie fand ich sehr gut. Ich bin ja nicht so der Typ, der den offenen Konflikt sucht. Ich kann Dein Verhalten aber nachvollziehen und habe es auch hin und wieder mit Schwachmaten zu tun. Befremdlich aber amüsant ist auch gar nichts zu machen. Wenn der gegenüber aus der Haut fährt lasse ich ihn zu sich selbst finden und gebe ihm Raum sich neu zu positionieren. Du kannst auch versuchen Deinen Gegenüber zu in Stellung zu bringen, dass am Ende das Herauskommt was Du immer haben wolltest. Wenn Du das hervorragend beherrschst meint der Gegenüber die Idee wäre von ihm entsprungen. Dann hast Du das Gespräch perfekt gemeistert. Ich versuche bei schwierigen Gesprächen nie das Ziel aus den Augen zu verlieren. Ich verschließe auch keine Türen, die man nachher wieder schwer aufbekommt. Ich kann dazu die Bücher von Dale Carnegie empfehlen.
     

  41. AvatarKia

    Die Zauberformel für die 300k in 10 Jahren Studium hätte ich auch gerne. 🙂
    Ein Lebenslauf mit Bundeswehr, Studium , und alle 5 Jahre den Arbeitgeber wechseln hat für mich nichts mit merkwürdiger Persönlichkeit oder Rebell zu tun. Im Gegenteil das erfolgreich zu absolvieren bedarf ein hohes Maß an Konformität. Ich glaube andernfalls wäre in jedem der Bereiche ein scheitern sehr schnell Realität gewesen. 

  42. AvatarPatric

    Hatte heute morgen noch keine Zeit, alle Kommentare zu lesen 😉 
    Zur Frage was tun mit den 350k: Ich empfehle das umschichten in Hochdividendenwerte mit Hilfe von Sammelanlagen (Fonds, ETFs). Siehe http://www.nurbaresistwahres.de von Luis Pazos -> Hier auch mal nach der 3-Speichen-Allokation suchen. Ich verfahre selbst ganz ähnlich. Gerade bei größeren Beträgen muss man sich so kaum noch Gedanken um das „entsparen“ machen!
    Beste Grüße 
    Patric

  43. AvatarNico Meier

    @Ralf zum Thema Hausbau
    An andere stelle hast du Ralf erzählt deine Kinder wären bereits Ttenager ich glaube 14 und 16 Jahre alt oder?
    Für mich gibts da verschiedene Optionen.
    A) Haus mit Einliegerwohnung so brauchts ein Badezimmer in Einliegerwohnung und nur ein Badezimmer im anderen Teil des Hauses und die Einliegerwohnung kann vermietet werden sobald die Kinder raus sind.
    B) du baust bewusst kleiner und verzichtest auf Extras die par verbleibenden Jahre mit den Kindern zu Hause werden eng aber danach brauchst du nicht mehr soviel Platz.
    C)Du baust grosszügig mit alles Extras überschuldest dich und in drei vier Jahren sitzen deine Frau und du in einem zu grossen Haus wenn die Kinder weg sind.
    D) du überlegst dir ob du überhaut jetzt bauen willst. Eventuell wäre mieten bis die Kinder draussen sind und danach eine altersgerechte Wohnung kaufen fast die bessere Alternative. Altersgerecht soll keine Beleidigung sein aber wenn die Kinder schon 16 sind wirst du selber auch nicht mehr 25 sein und da sollte man auch das Alter in die Überlegungen mit einbeziehen.

  44. AvatarDaniel

    Noch eine Zusatzfrage. Wie verdient man bei NGOs soviel Geld? Zumindest deckt sich das nicht mit den realen Gehältern in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die trotz toller Ausbildung nur „Hungerlöhne“ bekommen.

  45. AvatarNico Meier

    Sehr interessanter Leserbrief.
    So ging ich dahin, wo man mit weniger Arbeit, viel Kontakt zu Menschen und relativ freier Entfaltung etwas bewegen kann. Zu Verbänden respektive Non-Profit-Organization.
    Besonders gefallen hat mir seine einschätzung der NGO’s wo man mit wenig Arbeit und viel Kontakt etwas bewegen kann. Viele dieser NGO’s werden über Spenden finanziert und zahlen ihren Mitarbeiter überdurchshcnittlich hohe Löhne das stört mich, daher spende ich nur noch an Organisationen bei denen ich weiss, dass dies nicht so ist!
    Was würde ich Frank raten? Hat den Frank eine eigene Wohnung oder wohnt er zur Miete? Da er keine Immobilien erwähnt, gehe ich davon aus, dass er Mieter ist.
    Eine Diversifikation würde ich empfehlen aber nicht in P2P oder Bitcoin sondern in andere Anlageklassen wie Immobilien. Eine kleine Wohnung zum selbstbewohnen oder vermieten wäre eine Idee aber wenn er sehr risikoavers ist könnte ihn dies davon abhalten Immos zu erwerben.
    Einen Teil des Cash würde ich gestaffelt in Dividendenaristokraten ETF oder einen normalen World ETF investieren, dies würde auch mehr Dividende generieren die wiederum zusätzlich Reserven aufbauen würde.

  46. AvatarRalf

    @Nico Meier: Du hast das Thema Immobilien gut beschrieben. In der Tat schwanken wir derzeit zwischen diversen Optionen. Das gekaufte Grundstück lässt sich gewinnbringend verkaufen. Die Entscheidung über den richtigen Weg würde mir aber einfacher fallen, wenn Mietobjekte bezahlbar wären. Inzwischen werden aber teils freche Preise gefordert und das Angebot ist für die Größe von unserem Landkreis sehr klein.

  47. AvatarNico Meier

    @Ralf
    Ich kenne die Detailpreise in deinem Landkreis nicht, daher masse ich mir nicht an Pfannenfertige Tips zu geben.
    Aber bei uns sinken die Mieten je weiter man sich vom Zentrum entfernt. Ein Dorf weiter in einem Seitental kann Wegtechnisch kaum etwas ausmachen aber die Mieten und auch die Kaufpreise für Wohneigentum sind dort bedeutend tiefer.
     

  48. AvatarPasta Sutta

    Hallo Frank,
    wenn Du nun jetzt noch glücklich und zufrieden bist, Deine Unabhängigkeit voll geniesen kannst und das Leben führst dass Du Dir immer gwünscht hast. Ja, dann hast Du einfach alles richtig gemacht. Chapeau!
    Gruß
    Pasta

  49. AvatarHY

    Hallo Frank,
    bin auf gleicher Linie wie du.
    Bin schon lange aktiv im Stockpicking Geschäft.
    Ich glaube Warren Buffet zu verstehen und habe damit Erfolg.
    Ich Oktober 2008 bin ich massiv in den Markt eingestiegen. Auslöser war eine Tele Börse Sendung mit Friedhelm Busch. Er schrie gewissermaßen: „Raus aus Aktien“. Ich habe diese Meinung als Kontraindikator wahrgenommen. Seit dem habe ich mein Vermögen vervierfacht.
    Seit 2010 arbeite ich nicht mehr. – Halt. – Das sieht nur mein Umfeld so. Ich arbeite hart, in dem ich ständig neue gute Anlagechancen suche.
    In Bezug auf Freundschaften muss ich Frank recht geben. Es wird weniger. Neid kommt hinzu.

    Ich fahre einen Tesla Model X. – Nicht um damit anzugeben, nein, weil ich was für die Umwelt tue und weil ich damit viel Geld SPARE. Ich bin über 40000km gefahren, da ich nur kostenfreie Ladesäulen verwende. Insofern war das Auto ein Schnäppchen…
    Eigentlich suche ich Freaks, die ähnlich ticken und auch ein paar Millönchen in Aktien haben.
    Tim, kanns du nich mal ein Treffen in DE organisieren, vorzugsweise in Bingen am Rhein 😉
    Investing is simple but not easy.
    HY

  50. AvatarThorsten

    Was anderes   : Netflix erhöht die Preise.  Basis bleibt, HD wird einen Euro teurer, die teuerste Variante 2 Euro. Wir haben mit der mittleren Variante dann eine Erhöhung von 20% innerhalb der kurzen Zeit, die wir Netflix als Abo haben. „Ist doch nur ein Euro“,“Es ist doch immer noch sehr preiswert“. Mit den Argumenten wird man nicht finanziell frei .
    Man kann einen Diätmonat einlegen, d.h. das Abo im Sommer z.b einen Monat ruhen lassen und dann wieder neubonnieren. Wäre kostenneutral.
    Ich habe mich daher  für das Basisabo (7,99) entschieden und schaue ob die Kinderarmut der niedrigeren Auflösung maulen oder es Konflikte gibt, weil immer nur einer schauen kann. An 23h am Tag ist Netflix ungenutzt , mindestens.
    Für den Fall, dass Netflix am Abomodell Kündigungsfristen von mehr als einem Monat einführt erwäge ich den Dienst dann ganz zu verlassen. Statistiken wirken, sie wollen niemanden als Abonnent verlieren. Der Verbraucher bestimmt den Preis mit.

  51. Avatarchn

    Ich finde, man kann dem Frank so auf die Distanz kaum einen Rat geben, was er am besten mit seinen 360.000 Euro Cash machen sollte. Er wird es selbst am besten wissen, schließlich hat er ja über viele Jahre dieses sehr stattliche Vermögen aufgebaut. Wenn man sein Sicherheitsbedürfnis beachtet, ist ein Tagesgeldkonto vermutlich erstmal nicht grundsätzlich falsch. Er käme auch so klar. Ich persönlich würde es über ein paar Jahre gestreckt in internationale Dividendenwerte stecken. Aber ich habe wohl eine ganz andere Risikotoleranz.

  52. AvatarNico Meier

    @chn
    Wenns wirklich um Sicherheit gehen würde, frage ich mich warum Frank die ganzen 360’000€ in € anlegt. Ich würde da etwas diversfizieren und auch in $ oder Franken tauschen mindestens einen Teil.
     

  53. Avatar42sucht21

    @Frank
    Spannender und mutiger Leserbrief. Vielen Dank. Ich würde Geld verwenden um meine Persönlichkeit weiter zu entwickeln. (Die erwähnte Depotstruktur halte ich nebenbei für recht anfällig.)

    @Bruno / Angst
    Ihr Beitrag dazu gefällt mir außerordentlich gut.

    @Frank / Pascal Weichert / Thorsten
    „- Aufmüpfig – Direkt – ein freier Geist sein / Autoritäten zu hinterfragen und auf Konfrontation zu gehen – wenn jemand Bullshit labert“
    Das kann man machen wenn man wirklich gut ist und sich wirklich auskennt und wenn man wirklich sich und das Umfeld und die Situation einschätzen kann. Dann ist es gut. Wenn das nicht zutrifft, und das war in meiner Lebenserfahrung in den meisten Fällen so, dann wird es schnell ein überhebliches und selbst gefälliges, gar sehr dummes Verhalten. So wie der Praktikant welcher am 2. Tag dem CEO sagt was dieser besser machen sollte. Die Maus erkennt nicht die Höhe des Bergs.

    @Ralf / Hausbau mit Familie u. 14/16J alten Kinden
    Haben Sie und Ihre Frau genau erkundet weshalb Sie bauen möchten? Ich meine diese Frage ganz ernst. Es gibt sehr viele (sehr gute) Gründe zu bauen aber viele wissen gar nicht warum ihr Wunsch zu bauen eigentlich besteht. Ist es der Wunsch der Familie ein Heim zu geben? Ist es das Zeichen ‚Es geschafft zu haben / angekommen zu sein“ ist es „Ich will mit meinem Geld keinen Vermieter reich machen.“oder „So macht man das halt in meinem Heimatdorf.“ oder „Geld sparen / Geld Anlage“…oder…“Mieten ist mir zu unsicher“ oder … Je nach Grund kann man überlegen wie sinnvoll es ist in der aktuellen Situation oder nicht.

    So ist der Grund ‚Nestbau und Heimat‘ eigentlich nicht mehr gegeben wenn die beiden einzigen Kinder bei Fertigstellung des Hauses bereits 16 / 18J alt sein werden. Die sind dann vermutlich bald ausgeflogen. – außer Sie möchten wie der Leserbriefschreiber Frank bis 32 bei den Eltern wohnen. Wollen Sie als Eltern das auch? Wenn es der ‚Heim‘-Antrieb ist würde ich persönlich die von @Nico Meier vorgeschlagene Option D) wählen und nicht bauen sondern jetzt eine passende 2er-Wohnung mit Gästezimmer in der passenden Stadt kaufen und langfristig finanzieren – zur zwischenzeitlichen Vermietung bis zur potentiellen Eigennutzung. Ist nebenbei vermutlich auch eine gute Geldanlage.

    @Nico Meier/ Viele NGO’s zahlen ihren Mitarbeiter überdurchschnittliche Löhne
    Das halte ich für eine nicht zulässige Verallgemeinerung bzw. Verunglimpfung. Kennen Sie überhaupt eine einzige NGO von innen so gut, dass Sie das sagen können? Das kann im Einzelfall sein (wobei gute NGO Arbeit durchaus ja auch gut bezahlt werden darf) aber der Regelfall ist das bestimmt nicht.

  54. AvatarThorsten

    Für mich wäre der Rat an Frank klar : Immobilie. Selbstgenutzt. Er wird noch 30 Jahre leben statistisch. Die Größe der Immobilie der eigenen Anwesenheit angepasst. Wer viel reist oder außerhalb der Wohnung aktiv ist kleiner, wer viel drin ist und evtl. oft Besuch hat einen Tuck größer. Damit hat er den Posten Mietsteigerung erledigt. Die zukünftige Erhöhung der Grundsteuer wird ihn so oder so treffen. Einen Kredit müsste er ja nicht aufnehmen. Das könnte dann zu ihm passen.

  55. AvatarThorsten

    @42sucht21
    Ich stimme zu bei der Überlegung eines Hauskaufs bzgl. Alter der Kinder. Wir haben zwei Nachbarn , die beide mit  älteren Kindern eingezogen sind, haben schon studiert bzw. waren kurz vor dem Abitur. Die Kinder sind schnell ausgezogen. Jetzt haben sie beide 3 große leere Zimmer in den Häusern und müssen bis zur Rente abzahlen und putzen,  was sie gar nicht brauchen.
    Wir selbst haben auch noch 2 Katzen. So lange die leben werden wir nicht umziehen, dann wird es aber Zeit zu neuen Ufern (kleinere Immo , Umzug ins Ferienhaus, andere Stadt (wo vielleicht dann eins unserer Kinder wohnt). Ich möchte mich nicht mit 80 am Treppengeländer hochziehen müssen oder auf allen Vieren die Treppe hochklettern, habe ich schon bei Nachbarn erlebt.

  56. AvatarFit und Gesund

    @Nico Meier,
    welche NGO soll denn solch tolle Löhne zahlen, ich habe früher für Médecins Sans Frontières und Médecins du Monde gearbeitet, also ehrlich, im Spital hab ich viel besser verdient, und regelmässige Arbeitszeiten kann man völlig vergessen, aber deswegen ist man ja nicht zu einer NGO gegangen, da war eine völlig andere Motivation dahinter, in meinem Falle ich war jung und suchte Abenteuer und wollte was von der Welt sehen, mein reiferes Ich muss darüber heute lachen.
    Angst, nein, die habe ich in meinem Leben bis anhin nicht wirklich kennengelernt, Respekt vor gewissen Dingen, ja, aber Angst? nein, und ich war  immer sehr entschlussfreudig, immer volle Pulle rein, ja mach ich, was hätte mir denn passieren sollen. Aber jeder ist anders, das achte ich bis heute.
    @ 42sucht21,
    Ihre Investmentstrategie würde mich schon genauer interessieren, wie würden Sie denn heute ein Portfolio zusammenstellen, wenn Sie heute investieren wollten oder müssten, wieviele Aktien, welche Länder, welche Sektoren, rein aus Interesse, mein Portfolio besteht ja, ich suche also keine speziellen „Aktientips“, Sektoren und Untergruppen würden mir reichen. 

  57. AvatarDavid

    @Frank:
    Vielen Dank für deinen Leserbrief! Diesen finde ich besonders wertvoll, weil du schonungslos offen beschreibst, wie du gehandelt hast und was du dabei jeweils gefühlt hast. Ausserdem bist du extrem selbstkritisch… vielleicht aber auch schon ein wenig zu selbstkritisch!? Was mir auch besonders gut gefällt ist die Tatsache, dass du der finanziellen Unabhängigkeit durchaus aus kritisch begegnest, obschon du sie erreicht hast. Ich strebe ebenso die finanzielle Unabhängigkeit an (auch wenn ich erst am Anfang stehe), finde es aber recht wichtig, dass man sich auch einmal die Gegenargumente anschaut. In einem Blog umso mehr, denn in einem solchen hat es per Definiton weniger Platz für gegensätzliche Meinungen. Ich persönliche finde es aber wichtig stets kritisch zu sein und die Dinge zu hinterfragen.
    Für deine Zukunft wünsche ich dir alles Gute, v.a. aber allgemein weniger Angst und gute Freundschaften!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz

  58. AvatarAlbr

    @Thorsten, zum Glück hab ich kein netflix Abo 😉 ich wüsste nicht, wann ich den Quatsch gucken soll…
     
    aber ich hoffe die erhöhen weiter ordentlich die Abo Preise, das schadet nämlich meinen Netflix Aktien nicht 😉
     
     

  59. Der BaumDer Baum

    @ Florian H, könntest du mir bitte deine Beurteilung bzgl. Paychex geben? 
    Ich kann wieder einmal nicht nachvollziehen was man an diesem Unternehmen findet? (Und schuldenfrei sind sie nicht, so wie ich es gesehen habe).
    Es geht mir wirklich nur um das Verständnis. Dankeschön
    Grüß Baum

  60. AvatarNico Meier

    „Für den Verbandsspezialisten Gmür steht aber fest: «Wenn es sich um ein grosses Hilfswerk handelt, liegt die obere Schmerzgrenze für die meisten Spender bei einem Lohn von 200 000 bis 250 000 Franken.»“
    Wie wir hier klar lesen können Zahlen NGO’s Löhne in dieser Grössenordnung!
     

  61. AvatarHendrik

    @Ablr 
    Meine Eltern sagen immer dasselbe, aber vor der Glotze 2 Stunden sitzen ist scheinbar ja ok 😉 

  62. AvatarDanielKA

    Wahnsinn, eine Steigerung von 40.000 DM von 1987 – bis 1997 300.000 DM vor Berufsstart ohne Große Aktiendeals und mit Nebenjobs und eventuell eine Referendariatsvergütung (keine Ahnung wieviel, aber sicherlich nicht üppig).
    Zu heutigen Kursen gerechnet wäre das in EUR gleichzusetzen (also 300.000 EUR als Student Azubi), ist eine enorme Sparleistung. Hut ab. Wäre das Geld damals schon in Aktien gegangen, wäre er schon sicher mehrfacher Millionär.
     

  63. AvatarRalf

    Vielen Dank für den Input zum Thema Immobilien. Wir werden hierzu nochmals gedanklich brüten. Meiner Frau ist ein kleiner Garten wichtig und vernünftig wohnen wollen wir alle. Eigentum zu haben bedeutet uns eher nichts, ist eh alles nur geliehen auf dieser Welt.
    Hier müssen wir einen sinnvollen Kompromiss suchen. Angesichts der Mietpreise in der Region herausfordernd. Für die beiden Kinder könnte ich mir auch vorstellen, jeweils bereits jetzt eine Studentenbude zu kaufen. 

  64. Der BaumDer Baum

    @ A, Paychex:
    Ich sehe hier auch wieder einmal überhaupt keine Faire Bewertung. Das Unternehmen kostet 26 Mrd. , Verdient im Durchschnitt ca. 650 Mio cashflow in den letzten 5 Jahren, hat 2 Mrd. Eigenkapital. 
    Die relativen Zahlen sind natürlich wirklich gut, umsatzendite 27%, cashflowrendite 20%, roi bei ca. 12,5%
    Auch wenn es ggf. ein tolles Unternehmen ist, zumindest für mich ist das meilenweit von einer kaufbaren Bewertung weg. 
    Grüße Baum

  65. AvatarDanielKA

    Er schreibt ja aktuell, dass es ihm selbst bei den 2.000 EUR wieder gelingt einen Teil zu sparen.
    Von daher muss er das Geld gar nicht anlegen. Die Inflation ist nicht wirklich schlimm und er hat sogar ein offensives Depot und hat damit die beliebte 60/40 Mischung fast perfekt getroffen. Für mich sieht das schon nach einer gelungen Assetallocation aus.
    860.000 €(Aktien + Cash)
    500.000 € Aktien ca. 58,14 %
     
     

  66. AvatarMoritz

    Bei allem Respekt vor der Sparleistung muss man doch sagen, dass er sich in seinem Leben zu stark eingeschränkt hat. Die Studienjahre bei den Eltern zu verbringen, erscheint mir vollkommen übertrieben. Damit hat er sich viele Erfahrungen verbaut und vielleicht auch seine Persönlichkeitsentwicklung behindert. Frage ist doch immer, verursacht ein extremes Verhalten Probleme?  Leide ich selbst an meinem Verhalten? Wenn er diese Frage beantwortet, müsste er meiner Meinung nach ganz klar sagen: ja. Ich sehe hier einen materiell reichen, aber emotional und persönlich vielleicht nicht so begüterten Menschen. Er hat sein halbes Leben auf die Zukunft gespart, jetzt ist die Zukunft da und doch nicht so rosig trotz all des Geldes. Gerade jetzt in seinem letzten Lebensdrittel sollte er alles versuchen, glücklich zu werden und seine Zwänge vielleicht in den Griff zu bekommen.

  67. AvatarNico Meier

    @Daniel KA
    Wahnsinn, eine Steigerung von 40.000 DM von 1987 – bis 1997 300.000 DM vor Berufsstart ohne Große Aktiendeals und mit Nebenjobs und eventuell eine Referendariatsvergütung (keine Ahnung wieviel, aber sicherlich nicht üppig).Zu heutigen Kursen gerechnet wäre das in EUR gleichzusetzen (also 300.000 EUR als Student Azubi), ist eine enorme Sparleistung. Hut ab. Wäre das Geld damals schon in Aktien gegangen, wäre er schon sicher mehrfacher Millionär.
    Meines Wissens wurden DM zu EURO 2:1 getauscht. Mit anderen Worten die 300’000 DM 1997 wären heute 150’000€ nicht 300’000€
     

  68. AvatarStefan

    @Frank:
    sportliche Leistung sich mit 53 in die finanzielle Freiheit zu verabschieden. das werde ich voraussichtlich nicht ganz hinbekommen. Obwohl ich auch gerne rechne und gerne spare;-)
    Bei deinen Zahlen komme ich – wie auch der ein oder andere Leser – nicht ganz mit:
    13.000 DM zum Abi 1985
    nach 15 Monaten Wehrdienst dann 40.000 DM fünfzehn Monate später in 1987?
    Bei 315 DM Wehrsold? Ich weiß nicht, wie das beim Bund lief, aber ich hatte während des Zivildienstes keine Zeit für Nebenjobs.
    Dann während Studium/Referendariat von 1987 bis 1997 auf 300.000 DM?
    Ohne Aktienanlage? D.h. mit 3% auf dem Sparbuch (die es selbst in dieser Zeit nicht mehr gab)? Das wäre immer noch eine monatliche Sparrate von fast 1.800 DM.
    Erklärs mir, wenn du magst.
    Wahrscheinlich ist es aber gar nicht wichtig. Deine Story liest sich interessant und ist auf jeden Fall mal was anderes.
    Halt die Ohren steif!
     

  69. KievKiev

    @ Niko
    Ich vermute Daniel zieht den Zeitpunkt des Umtausches in Betracht. Bei 20 Jahren und der 72 Regel kommen hier 3,6% Inflation raus. Über den Daumen entspricht Frank´s Sparleistung heute tatsächlich fast dem Wert in Euro. Vielleicht hat er ja auch damals mehr riskiert. 
    @ Ralf
    Wir hatten ähnliche Vorstellung zu einem Eigenheim. Wir wollten einen Garten. Den haben wir heute.
    Es ist sehr gut, wenn Ihr genau wisst was Ihr haben wollt. Wie ist denn die Wertsteigerung des Grundstückes? Du rechnest auch vielleicht hart die anfallende Zinszahlungen gegen die Miete. Wie lange gehst Du denn davon aus, dass die Kinder bei Euch wohnen werden? Du kannst auch einen Kleingarten pachten, falls Eure Wohnung ausreichend groß ist. Falls Ihr eine neue Wohnung benötigt, so könnt Ihr auch mal was raushauen. Es sind vielleicht nur 5 Jahre. Wenn diese Wohnung kalt 1500€ kostet, dann macht das in Summe 90k. Falls Eure aktuelle Wohnung kalt 1000 kostet sind es 60k. Somit habt Ihr für diesen Wunsch 30k bezahlt. Das Haus ist vielleicht kalkulatorisch im Monat im Vorteil, aber die Wohnung könntest Du nach 5 Jahren vielleicht schon verlassen. Ob das etwas für jeden ist, ist eine andere Frage. Du könntest aber vielleicht sogar den Wohnsitz wechseln. Falls Du nicht arbeiten musst kannst Du auch sehr günstig ländlicher wohnen. Das Depot kann im Fall der Miete schließlich weiter wachsen und gefüttert werden.
    Parallel kannst Du vielleicht diese langfristige Wohnung bereits heute kaufen. Hier nimmst Du einen günstigen Kredit und zahlst sie je nach Gusto schnell ab. So kannst Du die höchsten Zinszahlungen und Kaufnebenkosten absetzen, da es ein Investment ist. Wenn sich das Investment nicht mehr rentiert, da es bereits gut abgezahlt ist, modernisiert wurde usw. kannst Du es oder Deine Kinder als WG selbst beziehen. Diese Art von Eigentum ist allerdings nicht verschont, wenn mal Eltern pflegebedürftig werden. Jede Chance hat auch ihre Risiken…
     
     

  70. Der BaumDer Baum

    @ Ralf,. bzgl. deines Aushubs kann ich dir empfehlen dich mit einem örtlichen Landwirt auseinanderzusetzen. 
    Je nach Bodengüte kann man eine Teil des Aushubs als Bodenauffüllung verwenden, was je nach Landwirt auch keine Kosten verursacht (Ist ggf. genehmigungspflichtig).
    Eine weitere Möglichkeit ist nach einem Steinbruch in der Umgebung ausschau zu halten. Hier kann man ebenfalls manchmal günstig etwas Erde loswerden.
    Grüße Baum

  71. AvatarDanielKA

    Kiev: genau richtig, ich gehe vom Inflationswert aus und jeder weiß wie die Preise nach dem EURO angezogen haben… von daher ist die Leistung noch höher zu bewerten, als heute 150 K

  72. AvatarChristian

    Also, wenn Frank weniger als 2k im Monat zum leben braucht und 15k Nettodividende im Jahr bekommt, würde ich von einem relativ gesicherten Lebensstandard sprechen. Alle Empfehlungen für Umschichtungen bitte ignorieren. Bei der Anzahl und Auswahl und 3% Netto kann man nicht meckern, die sollten auch in schwierigeren Zeiten kommen. Das haben wahrscheinlich die wenigsten, die hier schlaue Umschichtungen und Ratschläge verteilen.
    Grundsätzlich müsste erst klar werden, wo es hingehen soll mit der Sicherheit. Mit Sicherheit ohne Beschäftigung/Tägigkeit/Arbeit langt das Geld ja nach deinen Aussagen. Ist eher die Frage, ob es das ist, was du willst. Verzehren oder Anlegen, dann kannst du relativ sicher von den regelmässigen Erträgen leben. Oder eine Selbstständigkeit aufbauen, in Immos investieren und selbst verwalten, in ein günstigeres Land auswandern, es gibt immer zig Möglichkeiten.

  73. Avatarchn

    @Nico Meier:
    Das ist eine Frage der Definition des Begriffs „Sicherheit“. Ich glaube, die meisten Menschen fühlen sich mit dem € zunächst mal sicher genug. Z.B. diejenigen, die im Euroland eine Immobilie von mehreren 100.000€ besitzen. Eine ausufernde Inflation ist ja nicht zu erwarten. Zu bedenken wäre vielleicht, dass die Einlagensicherung mindestens nur 100.000€ beträgt, weswegen man das Geld schon auf mehrere Tagesgeldkonten aufteilen sollte. Das ist ja kein großer Aufwand. Von dem Cash könnte unser Frank dann bis zum offiziellen Renteneintritt leben, ohne das Aktiendepot anzurühren bzw. er könnte es sogar noch besparen. Zum Renteneintritt haben sich die Dividenden höchstwahrscheinlich von allein mehr als verdoppelt.
    Aber egal wie gut man finanziell aufgestellt ist. Existenzängste kann man damit auch nicht kurieren, es wird nie genug sein. An diesem Problem muss man separat arbeiten, evtl. mit professioneller Hilfe.

  74. Avatar-M

    @Paychecks
    Hab mal die zahlen überflogen. Ja die sind schon cool, wenn die 50% im Kurs fallen. 
    -M

  75. Avatar-M

    @Paychecks
    Nachtrag: die schütten 90% ihrer Gewinne aus als Dividende – für mein Investment würde ich quasi ~3% dividendenrendite bekommen Und es verbleibt dann kaum noch Cash der reinvestiert werden kann. 
    Nee ist nix für mich mit den aktuellen odds. 
    -M
     

  76. StefanStefan

    Sehr beeindruckender Leserbrief! Herzlichen Glückwunsch zum Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit.
    Ich glaube du kannst deutlich entspannter sein als du es momentan bist. Zumal du keinen „Wasserkopf“ zu bedienen hast und das Geld nur für dich brauchst.
    Bitte bitte höre nicht auf diese fahrlässigen Tipps hier von wegen Bitcoin kaufen und so…das ist kein Investment sondern pure Zockerei. Wie in die Spielbank gehen.
    Man kann überlegen einen großen Teil des Bargeldes in Berkshire zu investieren. Manche Profis sehen die als Cash Äquivalent in schlechten Zeiten, die sicher kommen werden. Ansonsten schadet es nach 10 Jahren Hausse auch mit Sicherheit nicht „Pulver trocken zu halten“. Die Gelegenheiten werden schon kommen.
     
    Hast du mal überlegt eine Zeit lang aus Deutschland rauszugehen? Ein bisschen um die Welt zu reisen?

  77. StefanStefan

    @ Nico Meier:
    Wie ist denn die Stimmung in der Schweiz was die sukzessive Zurückdrängung des Bargelds angeht? Lasst ihr Schweizer das auch alles so über euch ergehen?
    Habe in der letzten Sonntags FAZ gelesen, dass es bereits konkrete Pläne gibt Bargeld mit einer Art Ausgabestempel zu versehen. Es gäbe dann Buchwert (Giralgeld) und Bargeld das unterschiedlich viel wert wäre. So könnte Bargeld schneller an Wert verlieren als Buchgeld. Jedes Jahr bekäme man dann weniger Bargeld für sein Buchgeld ausbezahlt…
    Ich frage mich ob dies in der Schweiz dann auch zeitgleich so gemacht würde oder ob die Schweizer sich dem System entziehen könnten.

  78. AvatarQuerdenker

    Danke für diesen detaillierten Einblick Frank, ich verneige mein Haupt. Das ist der mit sehr weitem Abstand beste und authentischste Leserbrief, den ich hier je zu Gesicht bekam. 

  79. AvatarBruno

    @Stefan
    Ich denke in der Schweiz gibt es sicher genug Gegner, die sich gegen eine Bargeldabschaffung wehren würden. Ohne äusseren Druck sehe ich sowas als undenkbar an, auch wenn viele Entscheide trotz direkter Demokratie am Volk vorbei delegiert werden. Wie beispielsweise das Geldwäschereigesetz, neu wird man nur noch 15k anonym zahlen können z.B. für Edelmetallkäufe. 
    Ausgabestempel gibt es schon lange für Aktien, Obligationen, ETF’s etc., ein alter Zopf aber das Geld wird gerne genommen, es ist nichts anderes als eine Transaktionsteuer. Dies will man jetzt auch auf Bargeldbezüge? Die Banken werden es wohl unterstützen.
    Aber dass Bargeld abgeschafft wird, wir haben ja gerade erst dieses Jahr neue Noten bekommen und die Gültigkeit der Alten resp. Umtauschbarkeit bei der SNB auf unbeschränkt verlängert.
    Denke da ist vorderhand wenig zu befürchten, aber mehr Steuern leider sehr wohl. Politiker sind hochkreativ wenn es darum geht, neue Steuern zu erfinden oder bestehende auszudehnen… natürlich immer unter einem Deckmantel wie z.B. Geldwäschrei, Drogenhandel und ähnlichem.
    PS: Stefan, du ähnelst Warren Buffett, hat Dir das noch nie jemand gesagt?

  80. AvatarDaniel

    Bei der Größenordnung hätte ich auch kein Problem einen Steuerberater dazuzuholen und die 360.000€ wären in diversen Ländern Ländern außerhalb des EU Raumes angelegt. Wurden nicht in Zypern bei der Finanzkrise die Konten eingefroren? Wäre für mich ein Horrorszenario mit derartigen Summen. 
     
    Die Verteilung auf ausländische Broker/Konten würden auch das Aktiendepot umfassen. Wir zwar alles aufwändiger, aber bei derartigen Summen geht es ja auch nciht um 2,50€

  81. AvatarHilda

    Anstatt dem üblichen: „Norris verdient 120000 im Jahr und möchte in x Jahren finanziell frei sein und bla bla bla…“- das nenne ich mal einen Leserbrief wie ihn das Leben geschrieben hat. Hut ab, Frank! Mit deinen Finanzen hast du ja bisher vieles richtig gemacht. Ich glaube darum nicht, dass du von Bloglesern, die deinen Werdegang bemängeln, einen Rat annehmen musst.
    Viele Grüße
    Hilda

  82. AvatarRainer Zufall

    Hi Frank,
    finde schon, dass Du ein grosser Durchhaltevermögen hast. andernfalls wäre es kaum möglich gewesen, ein derartiges Vermögen aufzubauen.
    Mit dem restlichen Geld würde ich mir vermutlich 2 kleine Wohnungen anschaffen und als Ferienwohnung vermieten. Dann ist die Antwort auf die Frage was man beruflich macht relativ leicht und man hat genug zu tun.

  83. AvatarNico Meier

    @Chn
    Eine ausufernde Inflation ist ja nicht zu erwarten.
    Wenn wir sehen die die EZB die Geldmenge ausweitet würde ich nicht soweit gehen zu behaupten eine ausufernde Inflation sei nicht zu erwarten.
    Ich habe das Beispiel Schweiz Deutschland schon mehrfach gebracht.
    In meiner Kindheit in den 80er Jahren war 1DM 1.20 CHF
     
    Bei der Einführung des EURO waren 2DM = 1€ = 1.60CHF also war damals 1DM= 0.80 CHF
    Heute ist 1€ = 1.15 CHF also wären 2DM= 0.575 CHF
    Mit anderen Worten die Währung der BRD hat sich innerhalb meiner Lebensspanne massiv abgewertet von 1DM = 1.20 zu 1DM=0.575CHF
    Mit anderen worten eure Währung hat im Vergleich zum Franken innert 30 Jahren mehr als 50% ihres Werts verloren!
    In diesem Sinne würde ich jedem, der die Idee hat Bargeld zu horten, raten dies in verschiedenen Währungen zu tun!
     

  84. AvatarKia

    „Heute ist 1€ = 1.15 CHF also wären 2DM= 0.575 CHF“
    Wow, ich war im Dezember schonmal nahe dran ein Depot bei einer Schweizer Bank zu eröffnen um ETFs kaufen zu können welche in D nicht mehr kaufbar sind. Die Gebühren waren allerdings 60CHF pro ja nur für die Kontohaltung. 

  85. AvatarJune

    Hallo Zusammen,
    schöne Diskussion heute.
    @Ralf,
    Wer möchte wie wohnen? Deiner Frau ist ein Garten wichtig. Die Kids können aber unter Umständen auch im Wohnheim unterkommen und ob sie in der Stadt in der du heute eine Wohnung kaust später auch studieren ist nicht sicher. Trage deine ganzen Optionen zusammen und dann redet nochmal, ob sich ein Haus wirklich für euch rechnet und emotional lohnt.
    Mit Anfang 40 haben wir uns auch eine Wohnung gekauft, die teilweise bereits Altengerecht ist und später umgebaut werden kann. Meine Tochter war, als wir die Wohnung kauften, auch schon 18 und hat ihr eigenes Zimmer bei uns aber objektiv betrachtet ist sie dort nur Gast.
    @Frank,
    was du mit deinem Bargeld machen wirst kannst nur du ganz alleine entscheiden. Es gab bisher einige Vorschläge. Auch ich bin gerade in der Entscheidungsphase wie viel Bargeld ich in Zukunft halte und wie hoch meine Investitionen in Aktien sein werden und ob ich weiter nach Immobilien suche.
    Noch bin ich nicht komplett frei und arbeite noch mindestens so lange weiter wie meine Tochter studiert. Mein Gedanke dazu ist im Moment, dass ich mit Eintritt in mein Lotterleben ;), mindestens 5 Jahre autonomes Leben in Cash auf der Bank haben möchte. Bei so viel Geld werde ich eine Festgeldleiter eröffnen. Das bringt zumindest ein paar wenige Prozent mehr Zinsen. Allerdings spare ich diese hohe Reserve erst kurz vor meinem geplanten Rententermin an. Bis dahin halt ich Rücklagen für 12 Monate. Im Moment geht mein Spargeld in Immobilien und ETF’s.
    Du könntest den Betrag, den du erst in über 10 Jahren brauchst an der Börse investieren, denn statistisch  ist die Börse in einem Zeitraum von über 10 Jahren immer positiv im Ertrag.
    Viel Glück bei der Entscheidung
    Take care,
    June

  86. Avatar42sucht21

    @Nico Meier
    ich stimme zu, Bankkonten mit Onlinezugang in verschiedenen Ländern in Lokalwährung sind vermutlich eine der besten Sicherheitsstrategien für eine echte Krise. (Siehe auch mein Beitrag kürzlich zu Venezuela und Menschen mit Zugang zu USD Online-Banking).
    Zur Inflation muss man bedenken: wer druckt noch mehr und wer hat eine schlechtere Wirtschaftsentwicklung. Bisher ist man als Deutscher mit dem EUR nicht so schlecht gefahren. – Hier grob die Entwicklung des EUR seit 2000 (ist natürlich eine Momentaufnahme)
    EUR – CHF ca. -25%
    EUR – RMB ca. -25%
    EUR – NOK ca. +8%
    EUR – JPY ca. +10%
    EUR – USD ca. +20%
    EUR – GBP ca. +25%
    EUR – RUB ca. +65%
    EUR – TRY ca. +300%
    hat der EUR abgewertet oder der CHF (klassische Fluchtwährung) aufgewertet? 
     

  87. Avatar-M

    42sucht21
    Guter Kommentar! 
    Gleiches gilt auch für das Huhn und ei und auch, ob zuerst die Nachricht da war und dann die kursausschläge oder zuerst die kursausschläge da sind und dann die Nachrichten dazu gesucht werden 🙂
    Bei Währungen gibt es wohl immer zwei Seiten. Bin da auch eher beim starken CHF – wobei das für die Schweiz ja auch nicht so dolle ist.
     
    -M
     

  88. Avatarchn

    @Nico Meier:
    Wie 42sucht21 bemerkt, hat der Euro nicht ab- sondern der CHF aufgewertet. Und die Schweiz fährt damit nicht sonderlich gut. Und ich sehe, wie die EZB mit großer Mühe versucht, die Inflationsrate irgendwie auf die gewünschten knapp 2% zu bekommen. Also eine galoppierende Entwertung ist da tatsächlich nicht zu erwarten. Ich sehe auch keinen Grund, warum sich das kurz- bis mittelfristig ändern sollte.
    Deswegen meine ich: Mit dem Euro fühlen sich die meisten sicher genug.

  89. Avatarcerebrum

    Das ist eben das Problem bzw. sind die Probleme:

    Nico Meier sieht, dass es bei ihm in der Schweiz nun für eine DM theoretisch viel weniger CHF bräuchte als vor Einführung des EUR. Seine erste Schlussfolgerung: Der EUR hat enorm abgewertet. Nächste Schlussfolgerung: Das System ist dem Untergang geweiht.
     
    Das methodische Problem:

    1. Alternativursachen (Aufwertung des CHF) werden ausgeblendet (=belief-bias; illusorische Korrelation ect. ).

    2. Das Verhältnis EUR:DM unverändert auf heute übertragen um den Wert der DM heute zu bestimmen. Hätte der EUR nicht auch gegenüber der DM aufwerten können, wie er es auch gegenüber USD, GBP getan hätte, während die DM an Bedeutung verloren hätte angesichts des EUR, so wie USD, GBP?

    Das inhaltliche Problem:

    Unterstellt, die DM hätte an Wert verloren: Was ist daran volksökonomisch sinnvoll, eine besonders starke Währung zu haben? Macht das eine Währung sicherer? 

  90. AvatarDividenden Sammler

    Hallo
    Die Dividendensumme nehm ich dir ab, aber die 300.000€ nach 10 Jahren ohne Arbeit, sorry ist wirklich unglaubwürdig. 
    Trotz alledem nur durch sparen und regelmäßigen Investieren wird man seine Ziele erreichen.
     
    Dividenden Sammler

  91. Avatar42sucht21

    @Uber
    Wie ist die Stimmung dazu? Gibt es hier Käufer bei einer kolportierten Bewertung von 100 Mrd – ich bin nicht dabei (außer natürlich über meine World-ETF…).

  92. Avatar42sucht21

    @-M / Uber
    2018 waren es -1,8 Mrd habe ich gelesen. Umsatzwachstum im letzten Jahr 51%.
    Mathematisch macht das für 2019 dann ein Verlust von -2,72 Mrd 😉
    Hört sich nicht ganz nach unserem Beuteschema an!
    Hier ein paar Daten zu Bewertungen in den früheren Finanzierungsrunden usw.
    https://craft.co/uber/metrics

  93. AvatarClaus

    @ Fit und Gesund
    Hallo,
    habe meine Novartis-Aktien behalten, da meine Gewinne hierauf in D lebenslang steuerfrei bleiben. Es ist „billiger“, die Steuern für die Alcon-Abspaltung zähneknirschend zu zahlen, als auf die Steuerfreiheit bei einem Verkauf zu verzichten.
    Von den nun 84 einzubuchenden Alcons (ich habe sie noch gar nicht!) halte ich nicht allzuviel. Im Vorgang der Abspaltung wurde natürlich alles rosarot dargestellt, ab nächstem Jahr soll es sogar eine Dividende geben…
    Fakt ist, dass das Novartis-Management mit der 50-MRD-USD-Übernahme 2011 einen miserablen Job gemacht hat. Bis zur Abspaltung (Wert ca. 27 MRD) haben sie ca. 23 MRD-USD an Wert zu Ungungsten der Aktionäre „vernichtet“…
    Ich rechne bei den Alcons in nächster Zeit mit brökelnden Kursen, da sich wohl viele von den eingebuchten Kleinmengen trennen werden. Daher behalte ich sie einfach, ist in meinem Depot eh nur eine „Mini-Position“.
    Kommt dann hoffentlich irgendwann eine gute Phase für die Alcons, werde ich sie wohl abgeben.
    @ Frank
    in Deinem geschilderten Werdegang finde ich mich teilweise wieder. Respekt, dass Du es so weit geschafft hast.
    Mein Depot hat kürzlich die 600k überschritten, anstatt Deines hohen Bargeldbestandes (meiner reicht nur für ca. 2,5 Jahre bei 2k mtl. Verbrauch), wohne ich in einer selbstgenutzen und bezahlten Immobilie.
    Ich denke, Du brauchst keine finanziellen Ratschläge, da Du hier bereits sehr viel erreicht hast.
    Vielleicht kaufst Du mit einem Teil des Barbestandes gelegentlich „abgestürzte Qualitätsaktien“, wie kürzlich (mal wieder) Walgreens und gibst sie dann nach der ganz sicher auch wieder einsetzenden Erholungsphase mit einem ansehnlichen Gewinn ab. Das ist aber nicht jedermanns Sache.
    LG und weiterhin viel Erfolg

  94. Avatar-M

    42sucht21
    Haha da muss ich ja wirklich lachen. Manchmal ist Umsatzwachstum zu ungunsten des Unternehmens (mathematisch) nein nicht wirklich was für mich.
     
    Fand das bei Buffett so schön letzt, als er über Lyft nach seiner Meinung gefragt wurde:
    „Ja ab und an gibt es auch in der Wüste eine Oase….“ er verpasst lieber eine Gelegenheit wenn die Zukunft unsicher ist. So halte ich es auch.
    Regel Nr.1 von ihm!
     
    @Claus
    Wallgreens hatte ich mir auch angesehen Letzt. Fand ich immernoch ein wenig zu teuer So 20% dürften sie noch fallen für mich, dann wäre ich sehr interessiert! Wie siehst du die ?
    -M

  95. AvatarNero

    Hallo Frank,
    danke dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast. Ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich gefühlt haben musst all die Jahre. Es ist schön dann sowas von dir zu lesen. Man wird ja ohnehin gern als Verrückt bezeichnet wenn man anderen Leuten sagt dass man finanziell frei sein will, denn die weitläufige Meinung ist „Wir müssen ja eh alle bis 67 arbeiten und bekommen dann keine Rente“ u. ä.
    Mit 360.000,00 € würde ich mir eine schöne Immobilie in einem warmen Land kaufen, irgendwo in Südeuropa zum Beispiel vielleicht auch hier in Deutschland an einem ruhigen Fleck. Man muss ja auch nicht den gesamten Betrag verbrauchen. Eine schöne Immobilie in Italien ist zum Beispiel schon um 150.000,00 zu haben, dann könnte man vielleicht nochmal gut 50.000,00 anlegen und den Rest kann man ja auf dem Konto lassen damit das Gewissen beruhigt ist. Aber ich denke das wichtigste ist einfach dass du dich Wohlfühlst bei dem was du tust.
    Im Bezug auf dem Leben einen tieferen Sinn geben kann ich dir auch nur sagen was ich vermutlich viel tun würde: Lesen, lernen und Gespräche führen. Es gibt so viele tolle Bücher von Philosophen die wirklich lesenswert sind. Man hat nur selten Zeit oder wenn man Zeit hat vielleicht auch keine Lust viel zu lesen. Auch glaube ich ich dass sowas wie Volkshochschulkurse oder einfach unterhaltungen mit Menschen die etwas zu sagen sind wirklich wertvoll sind. Du bist schon angekommen, viele sind auf dem Weg…
     
    Ich wünsche Dir alles Gute für deine Zukunft Frank.
     
    PS: Tim, an dieser Stelle möchte ich dir auch kurz danken für deine tollen motivierenden Artikel.
     
    Nero

  96. AvatarRuben

    @Frank: auch von mir ein herzliches Dankeschön für den sehr offenen Leserbrief, wirklich eine tolle Lebensleistung! Das Sparen um Existenzängste in Schach zu halten kann ich gut verstehen, da darin auch ein Großteil meiner Motivation herrührt. Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute!

  97. AvatarMarcus

    Ich danke dir, Frank, dass du dich so ehrlich offenbarst und dich dem Risiko achtloser Kommentare aussetzt. Fühle mich etwas verbunden, auch mein Maximum in einem Unternehmen betrug 5 Jahre mit ähnlichen Verhaltensweisen.
    Ich halte es ähnlich wie @Tim, ausser einem Notgroschen ist alles diversifiziert und rentierlich investiert. Es gibt bei mir nur noch ein paar mittelfristige Anspartöpfe für Urlaub, Technik, Spaß, etc.
    btw: Ich würde den Fokus von den Dividenden nehmen, denn ob Kurssteigerung oder Dividende beides kann dich gut ernähren.
    Viel Freude mit deinem F-y-money. 
     

  98. AvatarNobbi

    Viele kommentare. Falls es den Tipp noch nicht gab: Ich hoffe das Cash liegt nicht in selben Geldinstitut. Also die 100k Einlagensicherung beachten.
    Ich denke Invetitionstipps brauchst du darüber nicht wirklich.
     

  99. AvatarSparta

    @Frank
    Wo kommen denn die Srünge der Beträge sowohl bei der Bundeswehr wie während des Studiums her???
    Auch benutzt Du den Ausdruck „Vermögen abzgl. Verbindlichkeiten“… klingt nach Hypothek?

  100. AvatarFit und Gesund

    @Thorsten,
    danke für den Tip mit den russischen ETF’s, aber ich glaube das ist nicht so mein Ding, Emerging Markets sind bei mir via Vanguard All World abgedeckt, mehr gibt nicht.
    @Claus,
    danke für Deine Antwort, ich bin froh bin ich die Dinger los, ich hatte aber nur 40 davon und wollte sie ja von Anfang an nicht, die haben erst Nestle gehört, dann Novartis, Keiner hat was draus gemacht, also ich hätte es auch nicht geschafft 🙂  
    Hoffe Du wirst sie auch gut los.
    Walgreens hab ich treffsicher ein paar Tage vor dem 13% Absturz gekauft, allerdings eine Miniportion und ich lasse die jetzt in Ruhe, nachkaufen werde ich nicht im Moment. Reckitt Benckiser stürzt auch wieder ab, frag mich mal warum, bei der nächsten Erholung fliegen sie raus, das Investment hat mir nie Glück gebracht und ich mag die Aktie nicht mehr sonderlich. Ich komme immer mehr zu der Erkenntnis dass man sich von den Verlierern trennen sollte und lieber Gewinner aufstockt, auch wenn man sich den Einstandskurs verdirbt.
    Alles Gute Dir und liebe Grüsse
     

  101. AvatarThorsten

    @Nico Maier so isses, jede Papierwährung geht im Laufe ihres Lebens auf Null, meist wird sie vorher ersetzt.  Pizza 2000 : 8 DEM, Pizza 2019 : 9 EUR ->  50% teurer.

  102. AvatarThorsten

    @Albr hier sind drei StarTrek Fans, die schauen den Quatsch mit Leidenschaft. Wenn ich Netflix abdrehe, dann hört man die Klingonenschreie bis nach Köln.

  103. Avatar-M

    @FuG
    Ich glaube nicht das Reckitt schlecht ist, ich finde sie sogar super.
     
    Der aufgerufene Preis passt aber überhaupt nicht. Schau mal wie hoch die Börse die bewertet und was sie verdienen. Finde da das Verhältnis nicht gut. Günstiger gekauft sollte man mit denen viel Spaß haben.
    Meine Meinung halt 🙂
     
    -M

  104. AvatarNico Meier

    @cerrebrum
    Natürlich kann es auch der Franken sein der sich aufgewertet hat. Ich habe Familie im Grossraum London die seit 50 Jahren Ferien in der Schweiz verbringt und auch die haben festgestellt, dass sie für ihr Pfundsterling je länger je weniger bekommen.
    Wenn ich mein Gehalt in Euros erhalten würde so würde ich grössere Bargeldsummen auf mehrere Währungen verteilen um das Risiko zu streuen. Niemand kauft nur eine einzige Aktie aber beim Bargeld setzen wir solch grosse Summen auf eine einzige Währung? 
    Die Inflationsrate in der Schweiz ist bedeutend tiefer als im Euroraum.

  105. AvatarFit und Gesund

    @-M
    Du hast schon Recht, ich habe die Dinger am 9.11.2017 gekauft, ich weiss dass ich sie viel zu teuer damals gekauft habe, nun weiss ich nicht ob es nicht besser wäre die zu verticken aber dann muss ich ja wieder was finden was sich besser rentiert, ich werde sie vermutlich behalten, bin nur 7% im Minus, aber kaum sind sie mal im grünen Bereich… schwupp… tauchen sie wieder, Spass geht anders 🙂 Aber ich muss nicht maulen, hab noch Aktien mit denen ich ordentlich im Plus bin, meine derzeit beste Aktie ist Cisco, 68% im Plus, hier finde ich es schade hab ich nie nachgekauft, davon hab ich einfach zu wenig, damals riet Jeder ab Microsoft zu kaufen, bei 70$, schau wo sie heute stehen, sowas nervt mich einfach, hab bis heute Keine.
    liebe Grüsse

  106. AvatarNico Meier

    Microsoft habe ich leider auch nie gekauft habe sie immer wieder Analysiert aber sie waren mir immer zu teuer leider. 
    Bei Apple gings mir auch so aber da konnte ich glücklicherweise im Dez und Jan zu günstigen Kursen einsteigen. Daher ist Apple bei mir ca 25% im Plus ist nicht schlecht in weniger als 6 Monaten. 😉

  107. AvatarFit und Gesund

    @Nico Maier,
    Apple hatte ich auch Ende 2018 gekauft, da bin ich ebenfalls sehr schön im Plus, mal gespannt wie es damit weitergeht. Einzelne Gewinner rauszupicken bringt mich auch nicht weiter, das Gesamtportfolio und der Cashflow zählen für mich, Cashflow am Meisten.

  108. AvatarNico Meier

    Ich setze in erster Linie auf Dividendenaktien. Daher zum Beispirl Zurich, Swiss RE, BAT. Es ist schön zu sehen wie Aktien bezogen auf den Eibstandspreis 12,5% Dividende Ausschütten. Ich mag zusätzlich Aktien nach Kursstürzen zu kaufen letztes Jahr habe ich so mit Pubility innert weniger als einem Jahr über 50% Plus gemacht. Im Moment halte ich Bayer für günstig.

  109. Avatarsammy

    @fit und gesund
    Der Ralf hat schon recht. Es bringt wohl eher dein Weltbild ins schwanken. Ihn als „Nörglerhirn“ zu bezeichnen ist schon ziemlich unverschämt und sagt eher negatives über dich aus. Im übrigen finde ich auch dass der Verfasser des Leserbriefs einen eher unglücklichen Eindruck macht.

  110. AvatarHB

    ich fasse mal kurz zusammen: laaaangweiliger Typ
    privat ein „Sparfuchs“, wahrscheinlich geizig, feiert nicht, säuft nicht, hat keinen Spaß. beruflich ein Querulant, anstrengend, nicht kompatibel, hat dort auch keinen Spaß. Wofür dann das Ganze? Jetzt hat er genug Geld und geht nicht mehr arbeiten, und hat immer noch keinen Spaß. Sehr armselig, das ganze

  111. AvatarClaus

    @Fit und Gesund
    … es freut mich zu lesen, dass auch Du verstanden hast, dass es sinnlos ist, Verlierer auch noch aufzustocken, anstatt sie zu verkaufen.
    Das war damals der wesentliche Grundstein bei mir, endlich in die Erfolgsspur zu wechseln. Achtet man darauf, dass sich Verluste nicht ausbreiten, kommt der Erfolg mit der Zeit garantiert.
    Das man sich den „günstigen Einstandskurs“ rein optisch „versaut“, wenn man eine Aktie aufstockt, mit der man z.B. schon weit über 100% im Gewinn liegt, sollte man völlig außer acht lassen. Hier meldet sich nur das Ego. Doch Emotionen sollte man möglichst ausschalten.
    Stattdessen schaut man lieber auf den absoluten Gewinn, der drastisch steigt…
    @ -M
    Walgreens habe ich schon über 6 Jahre. Trotz der Kurskapriolen liegt mein jährlicher Kursgewinn bei 11,19%, mit der erhaltenen Netto-Dividende sind es 13,46%. Was will man mehr?
    Hier gibt es viel „Amazon- und Regulierungs-Angst“, die gravierenden Kursschwankungen werden wohl bleiben. Jetzt nachzukaufen oder einzusteigen ist sicher keine schlechte Idee.
    LG

  112. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Frank

    Ein außergewöhnlicher (finanzieller) Werdegang. Finde ich symphatisch. Außerhalb der Norm und ein wenig neben der Spur. Ist doch in Ordnung. Als Kind war ich auch etwas „ungewöhnlich“. Als Jugendlicher ging mir das ganze „Das macht MAN so“-Gerede auf den Keks. Nö – ich mache es anders!

    Schau doch, ob du ein spannendes Ehrenamt findest, bei dem du deine Expertise und Leidenschaft einbringen kannst.

    Fehlende Freundschaften ohne Arbeitsleben? Das kann mir nicht passieren. Wir sind eine eingeschworene Truppe alter Abiturfreunde. Und das seit über zwei Jahrzehnten. Kennen uns in und auswendig, brauchen uns überhaupt nichts beweisen und verzichten auf Geplauder zur Arbeit. Es gibt interessantere Themen am Freitag oder Samstagabend.

    @ Fit und Gesund

    Die ehemalige Reckitt-Tochter Indivior (mittlerweile abgespalten) hat Dreck am Stecken. Da kommen Strafzahlungen auf das Unternehmen zu. Das erwischt wohl jeden mal. Der solide Dividendenzahler Reckitt Benckiser bleibt in meinem Depot.

    Über deine angedachte Strategie (Loser raus, Topperfomer aufstocken) denke ich auch ab und an nach. Habe auch schon mal Nieten entfernt und das Geld in aussichtsreichere Unternehmen gesteckt. Nicht verkehrt, wie ich finde. Unkraut raus und Blumen gießen….

    @ Thorsten

    Schon wieder die Pizza 😉 . Was ist daran sensationell?

    Teuerung bei Pizzen 4,2% p.a.. Okay, ein wenig happig, aber nicht dramatisch. Wichtiger ist die Frage, wie lange man für die Pizza arbeiten muss. So einige heute wahrscheinlich kürzer als damals. Also ist sie in Lebenszeit gerechnet billiger geworden!

    Geldentwertung wird in manchen Zirkeln reichlich überbewertet….

    @ Peter

    TROW habe ich beim DGI aufgeschnappt. In letzter Zeit haben es mir die Dividendenaristokraten nebst passender Strategie dazu angetan.

    Ansonsten ähneln wir uns beim Investieren. Wobei du bei der Unternehmensanalyse sicherlich eine menge mehr auf dem Kasten hast, als ich.

    Mich interessiert das Geschäftsmodell. An welchen Unternehmungen will ich beteiligt sein? Steigen Umsätze und Gewinne? KGV in Relation zur letzten Dekade günstig? Dann kaufen und langfristig halten. Stur und stetig kaufe ich Anteile hinzu.

    Marktkommentare, Prognosen, Zinsen, EZB, Konjunktur…. Das ganze Gelaber und Geraune interessiert mich dagegen überhaupt nicht.

    Meine größten Positionen sind Adidas, Disney, Amazon, Apple, J&J, Berkshire und BASF. Die üblichen Bluechips also. Amazon mittlerweile als Tenbagger.

    Rendite seit 2012 ca. 12,6% p.a. aktuell. Einbrüche um die 20% gab es in der Zeit genug.

    Deine Gedanken lasse ich mir durch den Kopf gehen. Blackrock habe ich schon länger auf dem Zettel.

    Abbvie liegen schon etwas länger in meinem Depot. Auch hier könnte man aufstocken.

    Kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie manche meinen, „die Märkte“ seien heillos überteuert. Was interessieren mich „die Märkte“? Wie man sieht, günstige Gelegenheiten gibt es genug.

    Viel Erfolg weiterhin wünsche ich dir!

  113. AvatarMr. Pino Cavallo

    @ Frank
    Vielen Dank für diesen ehrlichen Brief. Sehr schöne Leistung, die du da erbracht hast.
    Mit 360.000€ Cash auf der hohen Kante könntest du, wenn demnächst tatsächlich der Crash kommt, das Geschäft deines Lebens machen. Nur wir wissen es nicht, wann und ob der Crash (in absehbare Zeit) kommt. Daher würde ich an deiner Stelle für zumindest die nächsten 2 Jahre jeden Monat rund 3.000€ in ausschüttende ETFs investieren und so den „cost average“ mitnehmen. Das wären dann rund 72.000€ die von deinem Cash-Berg abgetragen würden. Hättest daher immer noch genug Cash. Nach diese 2 Jahren kannst du dann ja immer noch überlegen, ob du weiter in ETFs investierst, oder doch auf den Crash spekulierst und Geld hortest. Lässt sich halt schwer sagen.
    Da du ja zum Leben 2.000€ pro Monat brauchst, musst du ja an deine Cash-Reserven ran. Für mich wäre das ein Grund an meinem Depot weiter zu arbeiten, bis ich pro Jahr rund 24.000€ Ausschüttungen erhalte, so dass ich meine Ausgaben vollständig mit passiven Einkommen decken kann.
    So oder so, das sind natürlich Luxusprobleme, die du da hast 🙂
    Durch deine Finanzstärke befindest du dich in der glücklichen Lage, das zu machen, was in der maslow’schen Bedürfnispyramide als „Selbstverwirklichung“ dargestellt ist. Du brauchst keine Broterwerbsarbeit mehr zu leisten und kannst dir eine Aufgabe suchen, die dir Sinn verschafft. Warum nicht also ein Studium anfangen, das man früher gerne gemacht hätte? Oder für eine karitative Einrichtung arbeiten? Wie wär’s mit einem neuen Hobby? Oder warum nicht einfach die Tasche packen und eine längere Reise machen? Du siehst, mit mir geht die Phantasie durch 😉 Viel Erfolg!

  114. AvatarFit und Gesund

    @Claus, 
    ich werde mal schauen was ich mit Walgreens mache, ich kann es mir mittlerweile besser leisten zu Kaufen oder zu Verkaufen, damit meine ich die Kaufkosten, ich habe mich endlich dazu aufgerafft einen günstigeren Broker zu suchen, es bringt irgendwie nix sich lange über irgendwelche Depotleichen zu ärgern, raus damit und neu schauen, ich möchte tatsächlich eher meine Gewinner  stärken, und die hab ich ja auch, also so Aktien wie JNJ, Amgen, Cisco, Unilever, Medtronic, Diageo, Shell etc, diese Aktien sind schön stabil, steigern schön die Dividende und man kann ruhig mit ihnen schlafen, auch wenn es abwärts an der Börse geht (diese Titel werden ja nicht ausgenommen von Kursverlusten)
    @Freelancer Sebastian,
    das mit Invidior wusste ich nicht. Irgendwie werde ich vermutlich doch mal Frühjahrsputz im Depot halten, ob es Reckitt Benckiser erwischt weiss ich aber noch nicht.
    liebe Grüsse

  115. AvatarViez-Cola

    Offtopic: OnVista führt eine Gebühr von 1€ für jede Sparplan Ausführung ein. Ich möchte jetzt wechseln da mir die Benutzeroberfläche eh nie wirklich gefallen hat.
    Wer kann einen Broker empfehlen? (Sparplan auf Aktien und Etf sollten möglich sein + Kostengünstig) 

  116. AvatarClaus

    @ Fit und Gesund
    Aktien bei Kursschwäche aufzustocken, mit denen man bereits sehr deutlich im Gewinn liegt, hat mir hohe Kursgewinne gebracht. Einige Aktien habe ich schon 5, 6 mal aufgestockt. Die Gewichtung sollte nur nicht zu gross im Verhältnis zu den anderen Positionen werden.
    Shell könnte zukünftig ein Volltreffer sein. Öl, Gas und mehr Strom ergeben Sinn und das Unternehmen stellt sich breiter auf. Bei einem deutlichen Kursrückgang würde ich hier bis auf max. 20% meines Depotwertes aufstocken, z.Zt. sind es schon knappe 16%, eine und die einzige Ausnahme…
    Bei Walgreens (und anderen) werde ich zukünftig nach „Abstürzen“ eine Tradingposition eingehen, die ich nach der Erholung wieder verkaufe. Meine Langfristpositionen bleiben hiervon unberührt. Hiermit läßt sich bei sehr überschaubarem Risiko jede Menge „Extra-Cash“ generieren. Die Probleme, die zum Kursrutsch geführt haben, dürfen natürlich nicht von Dauer oder gar existenzgefährdend sein.
    LG

  117. AvatarConan

    @Frank
    Hey Frank,Respekt vor der Selbstanalyse, Respekt vor Deiner bisherigen Lebensleistung.
    Im Grunde machst Du genau das richtige. Du holst Dir Rat und bildest Dir eine Meinung aus einer Vielzahl von Informationsquellen und persönlicher Anlagestrategien. Mich würde sehr interessieren wofür Du Dich persönlich in einem Jahr entschieden hast.
    Über das Finanzielle hinaus ist diese Phase des Neuanfangs eine gute Gelegenheit das Private, das Emotionale und die Lebensziele zu überdenken und neu zu bewerten.Hierfür würde ich mindestens genauso viel Energie aufwenden wie für Deine Investments. (Professionellen) Rat einholen, Coachings besuchen, weiter den Pfad der Selbsterkenntnis gehen, aber eben nicht allein so wie du es gewohnt bist, denn manchmal wird man betriebsblind und steht sich selbst im Weg (nicht nur beim investieren).Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem neuen Lebensabschnitt und bin gespannt auf die Schlussfolgerungen die Du aus den Antworten auf Deinen Leserbrief gezogen hast.
    Beste Grüße,Conan

  118. AvatarStumme Mitleserin

    Ich bin eigentlich nur stiller Mitleser…. diese Biogr. aber mit Interesse gelesen und drüber nachgedacht. Ich finde die Sparrate beeindruckend, auch wie er/Du Lockungen widerstanden hast (auch z.B. der bei der Bundeswehr, das Geld nicht mal eben in Alkohol am Abend in Freiheit zu verballern). Und ja, Geld ist Freiheit. Aber so richtig glücklich wirkt er/Du trotzdem nicht auf mich. Da fehlt der Sinn im Leben, ganz existentiell, egal ob mit oder ohne Arbeit, mit oder ohne Kinder/Familie/Freunde. Was TUST Du den ganzen Tag? Das Aufstehen alleine ist kein Grund für andere, sich mit Dir zu unterhalten. Und ja: Arbeit erzeugt Kommunikation, es gibt aber auch andere Bereiche, wo dies geht. 
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich da neidisch werden möchte, viel Geld – aber wo ist das persönliche Glück im Innern? (hey, das geht auch ohne Kinder!) Bei mir zumindest entsteht das schleichende Gefühl, dass da noch etwas fehlt zum runden Ganzen. Oder? Ist nur ein Eindruck… – ich wünsch‘ ihm, dass er viel zum Lachen hat jenseits der zwei geschilderten Bereiche (Geld-Rebell), es gibt noch viele Facetten im Leben, da müsste für ihn eigentlich auch was dabei sein – es sei denn, er will es gar nicht, kann ja auch sein. 

  119. AvatarWolkenzähler

    Das ganze Leben sparen und verzichten, um mit 2000 Euro monatlich leben zu müssen? Das ist nicht viel und wird bei steigender Inflation immer weniger. Traurig, wenn er mit 70 auf sein Leben zurückblickt und erkennen muß, daß er nicht gelebt hat. Aber vielleicht macht er das gar nicht, da er auch dann noch mit sparen beschäftigt ist

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