Finanziell frei: Es kommt hauptsächlich auf die Sparquote an. Das Gehalt spielt eine Nebenrolle


New York, 19. Juni 2018

Meine Sparquote lag immer über 50 Prozent. Manchmal waren es 60 bis 70 Prozent. Ich lebte im Studentenwohnheim und lange Zeit in WGs.

Der Dow-Jones-Index knickte heute um 300 Punkte ein. Trumps Strafzölle sorgen für Unruhe. Kommt jetzt der Crash? Nach neun Jahren Bullenmarkt?

Ich weiß es nicht. Niemand kann wissen, wann der nächste Crash kommen wird. Vielleicht haben wir noch weitere sechs Monate bis zum Absturz, vielleicht noch fünf Jahre. Es ist sicher, dass ein Crash kommen wird – was unbekannt ist, ist wann.

Wenn der Crash kommt, werden die Kurse dann tatsächlich unter die aktuellen Bewertungen fallen? Das ist nicht bekannt. Die Kurse können sich noch mal verdoppeln in kurzer Zeit. Oder werden wir einfach 5 Jahre Seitwärtsmarkt sehen? Woher weißt Du, wann Du kaufen kannst? Das ist schwierig zu sagen. Niemand ist ein Hellseher.

Selbst 3 Prozent Dividendenrendite zu verpassen ist eine verpasste Rendite, sollten die Kurse zehn Jahre seitwärts laufen. 

Ich stimme zu, dass die Bewertungen hoch sind. Ich behalte mein Depot, so wie es ist. Ich halte meine Lebenshaltungskosten gering. So bin ich auf alles gut vorbereitet. Ich habe Vertrauen in den langfristigen Aufwärtstrend der Börsen. Wann es die beste Zeit ist, um einen Klumpen Geld zu investieren, kann ich Dir nicht sagen.

Ich mache mir keine Sorgen. Ich reise fast jeden Monat. Ich kaufe billige Flugtickets. Finde eine günstige Absteige. Dann bleibe ich eine Woche oder länger. Ich nehme meinen Laptop mit. Ich kann als freier Journalist überall arbeiten. Sogar auf einem Schiff. Ich kann die Zeit frei einteilen. Ich gehe viel schwimmen. Ich lese. Relaxe. Ich hab mir einiges angeschaut. Manchmal besuche ich Firmen. Mache Interviews. Wer kann so unbeschwert reisen? Es geht, wenn Du das Finanzpolster dazu hast. Wenn Du keine großen finanziellen Verpflichtungen hast. Das war immer mein Ziel: Ein üppiges Depot. Und keine Schulden.

Ich habe es geschafft, mich selbst in diese Position zu bringen. Ich habe Strategien angewandt, um dorthin zu kommen, wo ich bin. Eine der Strategien ist meine Bodenständigkeit, Sparsamkeit. Das ist eine Grundvoraussetzung, um finanziell frei zu werden.

Was hier im Blog viele leugnen, aber wahr ist: Deine Sparquote ist wichtiger als Dein Einkommen, um finanziell frei zu werden. Was nutzt ein hohes Gehalt, wenn alles verpulvert wird?

So schaffst Du es in die Freiheit. Die Angaben sind grob gerundet:

10% Sparquote -> 50 Jahre bis zur Freiheit

20% Sparquote -> 35 Jahre bis zur Freiheit

30% Sparquote -> 25 Jahre bis zur Freiheit

40% Sparquote -> 20 Jahre bis zur Freiheit

50% Sparquote -> 15 Jahre bis zur Freiheit

Grundlage ist dieser geniale Artikel von Blogger „Mr. Money Mustache“. Es ist der beste Artikel zum Thema, den ich jemals gelesen habe. Das ist die Formel, die alles erklärt:

Selbst wenn Du die Freiheit nicht erreichst, bist Du immer noch finanziell besser dran, als wenn Du es nicht versucht hättest. Es kann der Unterschied zwischen einem sicheren Ruhestand und einem unsicheren sein. Die Person, die nur 5% ihres Einkommens spart, wird niemals die finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Aber wenigstens 5% ist besser als gar nichts zu sparen.

Das Konzept ist einfach. Du legst möglich viel Geld zur Seite. Gibst es in ETFs oder Aktien. Durch stetige Investitionen nimmt die Freiheit zu.

Ich erinnere mich sehr lebhaft an das überwältigende Gefühl der Erleichterung und der Dankbarkeit, als das Depot eine gewisse Hürde genommen hatte. Der Löwenanteil meines Vermögens kommt wohlgemerkt nicht von meinen Sparraten, sondern durch den Zinseszins.

Es ist wie ein Traum. Du darfst eben kein Geld für unnötigen Konsum wegwerfen. Du investierst. Wirst Du krank, ist das Depot eine große Hilfe. Manchmal kommt eine Krankheit völlig unerwartet. Hast Du ein üppiges Depot und jemand in Deiner Familie wird krank, ist das wie ein Geschenk. Das kann Deine Familie retten.

Mehr als zwei Dekaden habe ich damit verbracht, überschüssige Ersparnisse in Aktien zu investieren. Ich achtete darauf, nicht zu viel Geld auszugeben. 

Mein Einkommen war kein Traum. Es ist wirklich interessant, mit anderen Leuten zu sprechen, die genauso alt sind wie ich, die in der gleichen Branche sind, die fast immer viel mehr verdient haben als ich, die oft noch immer sehr verschuldet und deprimiert sind. Sie müssen arbeiten, bis sie Mitte oder Ende 60 sind. Ich dachte, andere würden einige der Entscheidungen ähnlich treffen, die mir geholfen haben, dahin zu kommen, wo ich jetzt bin. Aber das ist selten. Sehr selten.

Ob nun mit Haus bzw. Wohnung oder ohne Immobilie. Beides geht. Ein günstiges Haus früh zu kaufen und sofort mit den Sondertilgungen zu beginnen, ist ein Weg. Ist die Hypothek getilgt, kannst Du das Geld, was andere für die Hypothek oder Miete ausgeben, in ETFs oder Aktien investieren. So verschaffst Du Dir einen enormen Vorsprung.

Kaufen und behalten ist mein Weg. Ich habe festgestellt, dass meine einzige Investment-Reue ist, wenn ich verkauft habe (was ganz selten passierte). Der Wert der Aktie steigt nach Deinem Verkauf natürlich weiter. Es ist wie verflixt.

Es gibt viele Aktien in Deutschland, die höhere Dividendenrenditen als die Bankzinsen zahlen. Es ist also ziemlich schwer, auf lange Sicht Geld zu verlieren, wenn Du in gute Firmen investierst. 

Als ich älter geworden bin, habe ich mich viel wohler damit gefühlt, etwas Langweiliges wie Berkshire, J&J, Exxon, Chevron, Microsoft oder P&G zu kaufen. Ich kaufe und vergesse solche Aktien.

Ich erkunde den Planeten mit einem neugierigen Geist. Ich muss nicht Golf spielen oder in teuren Luxushotels residieren. Bodenständige Bleiben genügen mir. Mein Lebenspartner denkt ähnlich. Er ist sehr sparsam. Sparsamer als ich. Er ist Minimalist. Als ich ihn kennenlernte, hatte er kein Auto, keinen privaten Internetanschluss, keinen TV. Sein Besitz (Dinge, Sachen) ist minimal.

Ich hab keine Konsumkredite. Nur zwei Hypotheken, die bald getilgt sind. Es ist erstaunlich, wie schnell sich der Schulden-Schneeball entwickelt, wenn ich mir die typische Konsumherde anschaue. Ich hoffe, ich treffe den ein oder anderen Leser auf meinen Reisen. Ihr seid so vernünftig. Respekt vor Euren Leistungen!

Den Konsumsüchtigen, die besser werden wollen, sei gesagt: Leute behaupten auch, dass sie beginnen werden, sich gesünder zu ernähren. Sie schließen eine Fitnessclub-Mitgliedschaft Anfang Januar ab. Nach ein paar Wochen kehrt die Normalität zurück. Das ist die menschliche Natur.

Geld an die Erben zu geben ist ein netter Gedanke, aber keine treibende Kraft in meinen finanziellen Entscheidungen. Ebenso viel wie alles nach Möglichkeit auszugeben ist kein Ziel. Ich möchte sicherstellen, dass ich genug habe, um einen komfortablen Lebensstil zu leben. Ich möchte sicher sein, dass ich in der Freiheit bleiben kann, egal wie lange ich lebe.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Finanziell frei: Es kommt hauptsächlich auf die Sparquote an. Das Gehalt spielt eine Nebenrolle

  1. Thorsten

    Ein Crash ist bloß ein Luftholen an der Börse. Danach taumelt es vielleicht noch etwas, dann geht es mit voller Fahrt weiter. Wohl dem, der dann noch etwas Cash hat um reinzuklotzen, zb in Form eines ETF-Sparplans.

  2. Mattoc

    Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage an die Gold und Silberbesitzer, die Edelmetalle als Krisenschutz betrachten und es zum LANGFRISTIGEN Vermögenserhalt physisch kaufen.

    Meine Annahme ist, dass es in spätestens 10 bis 15 Jahren praktisch kein Bargeld mehr gibt. Es wird alles mit „elektonischem Geld“ (in welcher Form auch immer, Geldkarten, Telefonen, implantierten Chips etc.) bezahlt. Es gibt also vielleicht noch einen Euro als Währung aber keine Banknoten und Münzen mehr. Das gesamte Geldgermögen wird in elektronischer Form abgebildet, jede Transaktion kann nachvollzogen werden und natürlich wird es dann auch für den Staat leicht sein, im Krisenfall einen Betrag x oder einen Prozentsatz y des privaten Geldvermögens zur Sanierung zu kassieren.

    Wie soll dann jemand sein Edelmetall verkaufen, ohne dass der Staat das mitbekommt und das entsprechend sanktioniert oder eine Steuer oder Abgabe verhängt? Es ist ja praktisch jetzt schon unmöglich Edelmetalle anonym zu verkaufen. In dem beschriebenen Szenario wäre aber auch ein Privatverkauf unmöglich, denn der Kaufpreis würde ja als elektronische Buchung, die ggf. erklärt werden muss, immer sichtbar. Dann hat man zwar den Tresor voller Edelmetalle, diese sind aber nichts mehr wert, da ein anonymer Handel ausgeschlossen ist. Der Bauer wird einem dann auch keinen Sack Kartoffeln für eine Silberunze geben, da er selbst die Silberunze nicht mehr los wird.

    Bedeutet für mich: Sobald der gesamte Zahlungsverkehr ggf. sogar global elektronisch abläuft und kein Bargeld mehr akzeptiert wird, macht der ANONYME Besitz von physischem Gold oder Silber auch keinen Sinn mehr, da Edelmetalle eben auch nicht mehr anonym handelbar sind.

    Oder was übersehe ich hier?
    Die allgemeine Erklärung, dass Edelmetalle in den letzten x tausend Jahren immer einen Wert hatten, hilft hier nicht, denn es gab in den letzten x tausend Jahren immer eine Möglichkeit anonym zu handeln. Das wird aber bald durch die Umstellung auf rein elektronisches Geld unmöglich, was wiederum historisch betrachtet komplett neu ist.

    Danke euch!

     

  3. Jan

    Das einzige Edelmetall, das in diesen Endzeitszenarien noch was wert ist, kommt von Glock, SuW und Heckler und Koch. Ich bin absolut kein Prepper, aber ehrlicherweise macht deren Konzept auf mich mehr Sinn, als den Keller voller Klunker zu haben. Die ist man dann nämlich ganz schnell los und hat immer noch nix im Bauch. Drum würde ich sagen eine moderate Sparquote sollte man sich soweit möglich angewöhnen, aber dabei das hier und jetzt nicht vergessen..

  4. Insider

    Die Formel ist bekannt . Positiv ist wir können im Moment als DINKs gut 60 -70 Prozent sparen . Wenn aber ein Gehalt weg fällt und die Kosten durch die Kinder steigen, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen unsere Lebenshaltungskosten und unsere Sparquote so  zu halten . Man sieht ja allein am den vorherigen Kommentaren was entweder Pkw oder alternativ wohnen in der Stadt kostet.

    Deswegen denke ich ist für uns auch eher die teilfreiheit realistisch zumal man dann auch noch versichert ist ,  was sonst einfach als Familie viel zu teuer wird .

  5. Ag & Au

    Versuch hier zur späten Stunde noch kurz die Fragen zu den EMs einigermaßen zu beantworten.

    Um das Fiatende noch etwas in die Zukunft zu verschieben, wäre eine Bargeldabschaffung der nächste logische Schritt. Warum? Weil man so an die Ersparnisse der Sparer kommt, ohne einen Bankrun o.ä riskieren zu müssen. Negativzinsen oder eben mal eine x prozentige Vermögensabgabe wären auch schnell durchgeführt.

    Doch bei solchen Umständen, ist dann auch irgendwann mal der Zeitpunkt erreicht, an dem die Masse der Sparer immer mehr an Systemgläubigkeit verliert und dadurch dürften dann auch die letzten Tage der größten Vermögensumverteilung (von Geldwert $,€ zu Sachwert Besitzer) der Geschichte gezählt sein.

    Zudem, wenn solche Zustände herrschen, gibt es von EM unabhänig einen wachsenden Tauschhandelmarkt z.B Dienstleistung gegen Waren oder andersherum.

    Schonmal beim Bauer nachgefragt? Mein Bauer im Nachbarort nimmt auf alle Fälle gut handelbare Waren. So, wie es u.a bei EM der Fall ist.

    Auch Guido Grandt hat es in München auf seinem Vortrag (2013) ausdrücklich betont, dass jeder Bauer mit dem er gesprochen hat,mit Kusshand so liquide Tauschwaren wie Silber/Gold nimmt.

  6. Gainde113

    Finanzielle Freiheit wird mit Kindern ziemlich schwierig. Ich peile jedoch die Teilfreiheit an, um nur noch Teilzeit zu arbeiten. 34- statt 42-Stundenwoche ist schon Luxus.

  7. Dominik von depotstudent.de

    Also dass es rechnerisch lediglich auf die Sparquote ankommt, ist klar. Dass diese aber direkt vom Einkommen abhängen kann (keine Kausalität) und damit wahrscheinlich regelmäßig mit dem Einkommen korreliert, wird außer Acht gelassen. So schön diese Rechnung auch ist, hängt die Möglichkeit zur FF sehr stark vom Einkommen ab. Ob diese Möglichkeit wahrgenommen wird, steht auf einem anderen Blatt…

  8. Daniel

    Meine Annahme ist, dass es in spätestens 10 bis 15 Jahren praktisch kein Bargeld mehr gibt. Es wird alles mit „elektonischem Geld“ (in welcher Form auch immer, Geldkarten, Telefonen, implantierten Chips etc.) bezahlt. Es gibt also vielleicht noch einen Euro als Währung aber keine Banknoten und Münzen mehr. Das gesamte Geldgermögen wird in elektronischer Form abgebildet, jede Transaktion kann nachvollzogen werden und natürlich wird es dann auch für den Staat leicht sein, im Krisenfall einen Betrag x oder einen Prozentsatz y des privaten Geldvermögens zur Sanierung zu kassieren.

    Ein nettes Szenario, aber ich halte es für unrealistisch. Und selbst wenn es nur noch Online-Transaktionen gäbe, gäbe es immer Menschen die keine Lust auf diese permanente Kontrolle haben. Dann verfällt die Menschheit auf das, was sie schon immer gerne tut, tauschen.

    Irgendjemand hat sich dann also mal nen schönen Gegenstand (mit elektronischem Geld bezahlt) gekauft und möchte ihn loswerden. Dann kommst Du mit deinen Oldschool Münzen an und ihr werdet euch handelseinig. Schwups, schon findet einen Transaktion statt ohne das irgendjemand was mitbekommen hat. So einfach wird ein System ausgehebelt.

     

    Wie soll dann jemand sein Edelmetall verkaufen, ohne dass der Staat das mitbekommt und das entsprechend sanktioniert oder eine Steuer oder Abgabe verhängt? Es ist ja praktisch jetzt schon unmöglich Edelmetalle anonym zu verkaufen.

    Richtig, aber beim Edelemetall als Assett dürften die wenigsten im Sinn haben den Staat zu bescheissen sondern wollen weitestgehend unsichtbar bleiben. Der Kauf ist jetzt via Tafelgeschäft, und sofern man es nicht seltendämlich anstellt, für den Staat völlig intransparent machbar. Mit anderen Worten, es ist heutzutage möglich sich größere Mengen über Monate/Jahre verteilt zu kaufen ohne das jemand es weiss.

    Zweitens KANN ein Edelmetall in der Krise im Gesamt-Asset ausgleichend wirken. Zu wissen dass man es hat kann genauso beruhigen wie eine Aktie die in der Krise zur Höchstform aufläuft wenn alle anderen floppen. Natürlich wird ein Staat in der Krise alles versuchen um an die Einkommen/Werte zu gelangen, aber das muss ja nicht dauerhaft so sein. Wir hatten auch mal ein Goldverbot…haben wir es noch? Wer geduldig ist kann sowas aussitzen oder schaut sich im Ausland um. Ausland ist auch das nächste Stichwort, wie wahrscheinlich hälst du es, dass ganz Europa (nicht EU) so ein Gold/Silber Verbot mitmacht? Wie wahrscheinlich ist es, dass irgendein Land ausschert und daraus Profit schlagen wird?

    Drittens unterstellst Du indirekt allen Edelmetallbesitzern, dass ihre einzige Antriebsart darin begründet liegt das Geld bei Verkauf am Staat vorbeizuschmuggeln. Ich denke die Wenigsten haben dies vor. Sagen wir du hast vor der Krise 200 Goldvreneli gekauft (anonym) und durch die Krise gerettet, der Goldpreis steht immer noch hoch und du willst noch verkaufen. Ja, was hindert dich denn dann das offiziell zu tun? Warum dann nicht die Steuer darauf zahlen und es zu einer elektronischen Buchung werden lassen? Man hat ja nichts verbrochen. Und selbst wenn dumme Fragen kämen wo das Gold herkommt, dann sagt man es ist aus seinem Bestand, oder „geht dich nix an“ oder die Goldmünzen habe ich geerbt. Wer soll dies denn bei 100 Jahre alten Münzen beweisen können?

    In dem beschriebenen Szenario wäre aber auch ein Privatverkauf unmöglich, denn der Kaufpreis würde ja als elektronische Buchung, die ggf. erklärt werden muss, immer sichtbar. Dann hat man zwar den Tresor voller Edelmetalle, diese sind aber nichts mehr wert, da ein anonymer Handel ausgeschlossen ist.

    Warum sollte man denn in einer Krise anonym handeln? Entweder der Handel ist erlaubt, dann verkauft man das Zeug zu Höchstpreisen in der Krise und versteuert dies ganz normal, oder die Krise ist so tief, dass man dem Staat nicht mehr vertraut und geht ins Ausland oder tut das, was auch damals im Nachkriegsdeutschland stattfand, man fing an Güter zu tauschen. Da Münzen nunmal auch idealerweise Güter sind, kann man diese auch recht problemlos tauschen. Oder glaubst du dass sich alle Menschen der Aura von Silber und Gold entziehen können?

    Der Bauer wird einem dann auch keinen Sack Kartoffeln für eine Silberunze geben, da er selbst die Silberunze nicht mehr los wird.

    Da bin ich aber fest von überzeugt. Denn was soll er ansonsten annehmen? Zerbrechende Dollars oder Euros in der Krise die möglicherweise hyperinflationiert oder an deren Fortbestand er nicht glaubt? Der Reiz des Gütertausches liegt ja darin etwas zu nehmen was man später weiterverwenden kann. Du willst Kartoffeln, er will Gold. Er hat Gold und will vielleicht 100 Liter Diesel für seinen Traktor. Der Bauer nebenan hat einen großen Tank, er bekommt die Goldmünze und gibt dafür Diesel. Er wiederrum braucht was anders…. das Handelssystem wird niemals zusammenbrechen und auch wenn der Staat es gerne so hätte, ER UND DIE BANKEN sind dafür bestenfalls sehr bequem, aber nicht zwingend notwendig. Kryptowährungen zeigen dies ja auch sehr deutlich.

     

  9. Der Baum

    Guten Morgen,

    ich habe erlich gesagt noch keine abschließende Meinung dazu, ob Bargeld demnächst abgeschafft wird oder nicht. Aber ich glaube da wird sich noch einiger Wiederstand dagegen regen wenn es soweit ist.

    Nichtdesto trotz glaube ich das ein zentraler Bestandteil von Gold und Silber ist, das man eine gewisse systemunabhängige und ggf. anonyme Anlageform hat. Ich bin froh das der Staat nicht alles nachweisen kann und nicht überall seine Nase hineinsteckt. Auch wenn der Zeitgeist aus meiner Sicht aktuell ein anderer ist und alle ihr Heil in der Abhängigkeit von Mutterstaat suchen..

    Dazu mal noch eine Frage, wie ist es den mit Aktien bestellt, die in einem Depotlager außerhalb der EU gelagert werden. Diese dürften doch ähnlich sicher vor Zugriffen sein, wenn man sich bei einer Kriese ggf. nicht mehr im Staat aufhalten sollte oder wie verhält es sich damit?

    Grüße Baum

  10. Daniel

    Dazu mal noch eine Frage, wie ist es den mit Aktien bestellt, die in einem Depotlager außerhalb der EU gelagert werden. Diese dürften doch ähnlich sicher vor Zugriffen sein, wenn man sich bei einer Kriese ggf. nicht mehr im Staat aufhalten sollte oder wie verhält es sich damit?

    Meines Erachtens bewegt man sich damit genauso in dieser grauzonenähnlichen Diskussion wie mit allen Mad-Max-Endzeit Szenarien die man Gold-Bugs vorwirft. Wenn nicht sogar noch schlimmer. Denn Gold und Silber werfen keine Gewinne ab, sprich, niemand kann dir etwas wenn Du das Gold irgendwohin beförderst und liegen lässt. Anders bei Aktien und Anleihen sowie anderen Wertpapieren. Diese werfen Gewinne ab die es zu versteuern gilt. Machst Du es nicht, handelst du, schon heute, strafbar.

    Der Staat weiß um deine Depots im Ausland, da du sie schon heute erklären und versteuern musst. Und er wird es auch wissen wenn du es nicht tust, denn die meisten Ländern tauschen untereinander Informationen aus. Glaubst Du wirklich du kannst hier im Falle einer Krise in Deutschland herumhocken und ganz bequem aus denen Dividenen aus dem Ausland leben? Mitnichten! Die Einzige Konsequenz wäre in dem Fall das Land zu verlassen.

    Da stellt sich allerdings die Frage warum vorher so einen Aufwand betreiben. Jeder der hierzulande ein Depot hat (man hat es ja bei Tim auch gesehen), kann, wenn man es drauf anlegt, in kürzester Zeit sein Depot woanders parken.

  11. Thorsten

    @Mattoc deshalb ist eine kleine Stückelung sinnvoll. Z.b Silberunzen. Silber ist Geld und kann direkt in Waren getauscht werden. Hat Jahrtausende funktioniert. Was da gerade an DM, Euro, Globo oder Kryptoshit angesagt ist, spielt im Krisenfall keine Rolle, deren Wert geht früher oder später auf 0, dann sind die Staaten entschuldet und es fängt mit neuer Währung von vorne an 😮

  12. Mattoc

    @Thorsten

    Das ist aus meiner Sicht genau das Problem, das durch die Edelmetallanleger, die das Produkt als Krisenschutz kaufen, nicht gesehen wird.

    Silber und Gold haben in der Vergangenheit immer als Tauschmittel (über Kriege und Währungsreformen hinweg) funktioniert, da es immer wieder in „neu erfundenes Papiergeld“ wertbeständig (anonym) getauscht werden konnte. Das wussten die Edelmetallanleger und sie könnten sich darauf verlassen.

    Wenn aber das passiert, was die Verschwörungstheoretiker befürchten (ich gehöre nicht dazu), dann wird das Zurücksetzen des Finanzsystems zu einem Zeitpunkt geschehen, zu dem der gesamte Zahlungsverkehr elektronisch durchgeführt wird und es kein Bargeld mehr gibt. Denn nur dann hat der Staat/haben die Staaten die vollständige Kontrolle über die Vermögen der Bürger. Und ab diesem Zeitpunkt kann der Staat dafür sorgen, dass Edelmetalle nicht mehr als Wert in eine neue „elektronische Währung“ zurücküberführt werden können (durch Verbot oder gravierende Besteuerung, die das unrentabel macht) und damit verlieren diese Edelmetalle ihren Tauschwert. Natürlich wird es dann Tauschhandel geben, aber eben nicht mit Edelmetallen, sondern mit Dingen oder Taten, die einen praktischen Nutzen für beide Seiten haben, z.B. Kartoffeln gegen Treibstoff oder Möbel gegen Medikamente oder Obst gegen Arbeitsleistung etc.

    Der wesentliche Vorteil, den Edelmetalle über Jahrtausende hatten, geht in dem Moment verloren, indem sie nicht mehr (anonym) oder nicht mehr günstig/einfach (ohne sehr erhebliche Besteuerung) in eine neue Währung überführt werden können. Und genau das nehme ich an, sobald digitale Währungen final eingeführt und ein ausnahmslos bargeldloser Zahlungsverkehr stattfindet.

  13. Der Baum

    @ Daniel, da hattest du mich glaube ich falsch verstanden.  Meine Frage hat sich nicht auf Steuerfragen oder irgendwelche Betrugsabsichten bezogen. Sondern nur grundsätzlich, ob „Eigentum“ in Form von Aktien von ausländischen Unternehmen in ausländischen Wertverwahrungstellen anderen Rechten unterliegen als z.B.  deutsche Unternehmensanteile.

    Wenn dem so wäre, würde auch dieser Punkt für eine Diversifikation über verschiedene Länder und Währungen sprechen. Also wenn wir eine „Mad-Max“ Krise in Europa hätten, wären dann ausländische Aktien rein rechtlich gesehen geschützt (unabhängig von den markttechnischen Vorteilen)?

    Wollteauf die Thematik Risikominimierung hinaus. Sozusagen als zusätzlicher Sicherungsbaustein in allen diesen Szenarien.

    Gruß Baum

  14. Andre

    Hallo zusammen,

     

    ich habe mich entschlossen auch ein paar Einzelaktien zu kaufen (trotz sparen für Eigenheim)…ich besitze noch kein Depot u daher meine Frage, bei welchem Anbieter es sich lohnt (Kosten, Seriosität) ein Depot zu eröffnen.

     

    Gruß

  15. Thorsten

    @Mattoc ich verstehe,  die Frage ist, ob Edelmetalle dann verboten werden, so wie Gold in den USA schon mal einkassiert und verboten wurde. Wenn nicht, dann kann ich in einem Portal z.b nebenan.de oder ebay Kleinanzeigen reinschreiben : Biete Silberunze, suche 2 Laib Brot. Das läuft dann parallel zur dann gültigen Währung. Das könnte man heute schon genau so praktizieren, nur ist das Vertrauen in den Euro noch gegeben.

    Auf Rügen hat man vor kurzem Hacksilber bei einem vergrabenen Schatz gefunden. Da die Münzen für den Alltag einen zu großen Wert darstellten hat man die Münzen in Stücke gehauen und konnte diese dann wiegen, um den Wert zu bestimmen .

    Wenn man nicht ganz so schwarz sieht, dann überleben ja Unternehmen und Aktien auch jede Währungsumstellung. Entscheidend ist, dass die Unternehmen lokale und globale Krisen meistern. Und damit bin ich schon wieder beim Thema putzen und essen. Das passiert nämlich beides weiter. Ob Tesla oder VW, beides ist langfristig extrem riskant. Keiner weiß was mit dem Individualttransport in Zukunft noch geht. Vielleicht wird es so unerschwinglich, dass die Leute wie heute schon vom Land fliehen und wir nur noch Megastädte haben. P&G habe ich im Depot, Autoaktien gar nicht.

  16. Mattoc

    @Thorsten

    Wenn Gold, Silber nicht verboten wird UND es auch weiterhin eine wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit gibt (also ohne sehr gravierende Steuern/Gebühren/Abzüge), diese Eselmetalle in eine wie auch immer geartete Währung zu tauschen, sehe ich für Eselmetalle kein Problem. Dann kann es Sinn ergeben, diese als Beimischung zu beschaffen. Aber ich befürchte, dass es nicht so sein wird, wenn alles auf „digital“ umgestellt wurde.

    Na ja, das muss jeder selbst wissen…

  17. Daniel

    @ Daniel, da hattest du mich glaube ich falsch verstanden.  Meine Frage hat sich nicht auf Steuerfragen oder irgendwelche Betrugsabsichten bezogen. Sondern nur grundsätzlich, ob „Eigentum“ in Form von Aktien von ausländischen Unternehmen in ausländischen Wertverwahrungstellen anderen Rechten unterliegen als z.B.  deutsche Unternehmensanteile.

    Wenn dem so wäre, würde auch dieser Punkt für eine Diversifikation über verschiedene Länder und Währungen sprechen. Also wenn wir eine „Mad-Max“ Krise in Europa hätten, wären dann ausländische Aktien rein rechtlich gesehen geschützt (unabhängig von den markttechnischen Vorteilen)?

    Ich habe mich mal kurzzeitig damit beschäftigt, es dann aber wieder aufgegeben, weil man damit soweit von den alltäglichen Fragen weg ist, dass ICH ZUMINDEST nichts dazu finden konnte. Ich hatte auch an diverse Youtuber, z.B. Jens Rabe, oder Kolja mal geschrieben das zu behandeln, wie es sich mit dem richtigen Besitz von Aktien verhält, aber keine Antwort erhalten.

    Die erste Frage ist ja, wer weiss dass du eine Aktie hast? Die Frage selbst ist total trivial, aber schon schwer zu beantworten. Weiss es ausser DEINEM Broker überhaupt jemand? Wenn ich Coca Cola Aktien über die comdirect kaufe, dann wird die comdirect wohl über Street-Name-Registration einkaufen gehen und sagen, so lieber Daniel, hier hast du 3 Aktien. Haben wir für dich gekauft und auch so verbucht. Aber weiss Coca Cola dass du die Aktie hälst oder haben sie Comdirect als Käufer drinstehen?

    Sicher bin ich da nur, wenn du z.B. bei deutschen Aktien Namensaktien erwirbst und auch, EBEN WEIL DU EINGETRAGEN WIRST, Gebühren für die Eintragung bezahlst. Bei US Aktien zahlst du diese nicht, warum wohl?

    Als nächstes stellt sich die Frage, worin besteht der Unterschied, wenn ich z.B. eine US Aktie nicht über Xetra, also Deutschland, sondern direkt in den USA , z.B. NYSE erwerbe. Greifen dann andere Clearingstellen? Wird es woanders vermerkt? Macht es einen Unterschied? Wird mein Name, sofern er überhaupt geführt wird, woanders geführt? Ich konnte nichts herausfinden.

    Und dann noch zuletzt deine Frage, die Aktienverwahrung bei einem außerhalb-EU Broker.  Auch hierzu konnte ich nichts finden. Gelten für dich, weil du wohnhaft in Deutschland bist, deutsche Gesetze? Gilt dort alles als Sondervermögen wie es hier in Deutschland geregelt ist? Fragen über Fragen … aber das sind Dinge die die 200.000 Finanzblogs gar nicht behandeln. Lieber das zehnte mal darüber diskutieren ob man nochmal irgendwo 0,1 TER sparen kann 😉

     

  18. Thorsten

    @Mattoc

    einen indirekten Ausweg sehe ich , indem das Edelmetall über Generationen weitergegeben wird. Als Wertspeicher wird es zu einem späteren Zeitpunkt wieder bessere Bedingungen vorfinden.  Reiche Familien haben es über Jahrhuderte es so gemacht. Die Digitalisierung wird physische Bestände nicht gefährden.

  19. Der Baum

    @ Daniel, auch wenn wir zwar inhaltlich noch nicht mehr wissen: Genau auf diese Fragen wollte ich hinaus 😉 mir ging es nämlich bisher genauso bei diesen Themen, deswegen dachte ich ich frag Mal nach. Vermutlich benötigt man dafür einen Juristen.

    Trotzdem danke für deine Rückmeldung!

    Grüße Baum

  20. Ralf

    Sparquote, Gehalt, Familienstatus, Kinder, Erbschaft, Wohnstatus, Job….

    Es gibt natürlich durchaus so einige Stellschrauben die im Hinblick auf Einnahmen/Ausgaben eine Rolle spielen. Das Gehalt spielt dabei je nach eigenem Status (Single, Familie, Alleinverdiener, Doppelverdiener…) durchaus eine recht wichtige Rolle. Und angesichts der Reallohnentwicklung in D sieht diesbezüglich das Bild nicht so supertoll aus.

    Mit Interesse beobachte ich den technologischen Fortschritt, hier werden sich durchaus auch beruflich noch gute Chancen ergeben. Zumindest für jene, die flexibel bleiben und das Lernen nicht verlernen.

     

  21. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Daniel: „wenn ich z.B. eine US Aktie nicht über Xetra, also Deutschland, sondern direkt in den USA , z.B. NYSE erwerbe. Greifen dann andere Clearingstellen?“

    Für US-Aktien ist die DTC zuständig. Deswegen sind z.B. die Aktien von KO in EUR „inkompatibel“ mit KO in USD in Amerika gekauft, wenn man Optionen in USD darauf verkaufen will.

    Lynx gibt folgende Lagerorte für Aktien an. Derivate haben wieder andere.

    Australia – Australian Clearing House and Electronic Sub-register System (CHESS)
    Austria – Österreichische Kontrollbank (OEKB)
    Belgium – Euroclear
    Canada – Clearing and Depository Services Inc (CDS)
    France – Euroclear
    Germany – Clearstream
    Hong Kong – Hong Kong Securities Clearing Corporation Ltd. (HKSCC)
    Italy – Monte Titoli
    Japan – Japan Securities Depository Inc. (JASDEC)
    Mexico – SD Indeval
    Netherlands – Euroclear
    Norway – VP
    Singapore – The Central Depository (Pte) Limited (CDP)
    Spain – Servicio de Compensacion y Liquidacion de Valores (SCLV)
    Sweden – Värdepapperscentralen (VPC)
    Switzerland – Sega Intersettle – SIS
    United Kingdom – Crest
    United States – Depository Trust Company

    Ich würde sagen, wenn Comdirect für Dich KO Aktien kauft, dann ist als Besitzer/Käufer Comdirect bei Clearstream oder DTC bekannt, Du in keinem Fall.

    Dir wird das nur von Comdirect im Depot angezeigt.

    Grüßle

    MS

     

  22. Michael

    „Jeder der hierzulande ein Depot hat (man hat es ja bei Tim auch gesehen), kann, wenn man es drauf anlegt, in kürzester Zeit sein Depot woanders parken.“

    Es wäre mal interessant zu erfahren, wie Tim den Depotumzug konkret gehandelt hat.

    Wie hoch waren die Kosten  ? Gab es steuerliche Folgen ?

  23. Daniel

    @Daniel: „wenn ich z.B. eine US Aktie nicht über Xetra, also Deutschland, sondern direkt in den USA , z.B. NYSE erwerbe. Greifen dann andere Clearingstellen?“

    Für US-Aktien ist die DTC zuständig. Deswegen sind z.B. die Aktien von KO in EUR „inkompatibel“ mit KO in USD in Amerika gekauft, wenn man Optionen in USD darauf verkaufen will.

    ….

    Austria – Österreichische Kontrollbank (OEKB)
    Belgium – Euroclear
    Canada – Clearing and Depository Services Inc (CDS)
    France – Euroclear
    Germany – Clearstream
    …..
    United States – Depository Trust Company

    Ich würde sagen, wenn Comdirect für Dich KO Aktien kauft, dann ist als Besitzer/Käufer Comdirect bei Clearstream oder DTC bekannt, Du in keinem Fall.

    Dir wird das nur von Comdirect im Depot angezeigt.

    Grüßle

    MS

    Vielen Dank für Deine Auflistung, das bringt zumindest schonmal etwas Licht ins Dunkel. Spannend wäre dann halt wirklich, ob es auch unterschiedliche Rechtsansprüche o.Ä. gibt, wenn die Aktien nicht bei der Clearstream sondern bei der US DTC liegen.

  24. Ex-Studentin

    Ich finde die bloße Angabe der Sparquote uneindeutig. Bei Quoten über 50% gratuliere ich eigentlich immer zum guten Gehalt. Für mich sind die Ausgaben das wichtigste. Ausgaben sind einigermaßen vergleichbar, auch wenn andere das nicht so sehen. Dort ist der große Unterschied der Familienstand. Single, Paar oder Kinder im Haushalt sind die großen Eckpunkte (Wohnort in Deutschland). Wer als Familie hohe Sparquoten hat, wird mit Kindern ausm Haus besser da stehen. Wer als Single viel sparen kann, wird mit Kindern eine Ausgabenexplosion erleben. Auf meine Sparquote geb ich deswegen nicht so viel, sondern schaue auf meine Ausgaben. Die bestimmen meine Möglichkeiten. Viele meiner Kollegen würden gerne Stunden reduzieren, wollen es sich aber nicht „leisten“. Ich bin ohne schlechtes Gewissen auf 35h, weil ich davon immer noch gut leben kann. Andere wiederum passen ihre Lebensumstände an ihr Gehalt an, was sehr schade ist. Man sollte immer sparen, wenn man das Geld hat, damit man es ausgeben kann, wenn man nicht so viel hat.

    @Andre

    Möchtest du ganze Aktien kaufen oder auch ggf. über Sparpläne? Wohnst du in Deutschland?
    Typische Broker sind Onvista, DKB und consorsbank. Keine Kontoführungsgebühren. Die Orderkosten sind von der Höhe deiner Investition abhängig.

     

  25. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Daniel,

    die unterschiedlichen Rechtsansprüche herauszufinden, das wäre doch mal eine Aufgabe für einen qualifizierten Finanzjournalisten, gell Tim?

    Die Clearingstellen werden wohl als recht sicher angesehen (hier die Aussage vom IB-Gründer). Wenn ich mir darüber im Zweifel wäre, dann müsste man wohl Aktien ganz vergessen, oder es Old School machen wie der „Buyandhold 2012“, und nur Firmen kaufen, von denen man noch Besitzurkunden oder Registrierungsbestätigungen auf Papier bekommt. Macht es zwar umständlich, aber wenn man damit besser schlafen kann… („I keep all of my stock certificates or direct registration statements in a safe deposit box at the bank.“)

    Also ich würde bei der Bank eher die Schwachstelle sehen als bei der Clearingstelle. Wenn der Broker pleite geht, dann hat man halt paar Wochen Stillstand, bis das ausgegliederte Sondervermögen der Kunden wieder verfügbar ist. Jens Rabe hat das schon erlebt und mal in einem Video beschrieben.

    Grüßle

    MS

    P.S. Übrigens, schon mitbekommen? GE fliegt aus dem Dow Jones.

  26. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    interessant mit GE, wer kommt rein dafür?

    sonnige Grüsse

    Fit und Gesund

    Walgreens, schon gefunden 🙂

  27. Thorsten

    @Ex-Studentin. Hauptkriterium Familienstand, 101% Zustimmung  meinerseits. Die aktuelle Lage ist gegen Familien. Zwar gibt es jetzt kostenlose Kitabetreuung. Aber gleichzeitig steigen Mieten, Lebenshaltungskosten etc. Das vom Staat gegönnte Geld ist in der extrem hohen Steuer enthalten. Der Mittelstand zahlt über Steuern letztlich alles selbst. Die unteren Bezüge und die oberen 10% profitieren. Bezahlbare 80 qm Wohnungen für Familien (das ist gar nicht mal luxuriös bei 2 Kindern), gibt es bei uns definitiv nicht mehr. Mir tun die leid , die vor 10 Jahren gezögert haben zu kaufen. Kaufen konnten sie danach nicht mehr, die Miete dürfte sich beim notwendigen Umzug verdoppelt haben. Jetzt zahlen sie monatlich  mehr als der vergleichbare Käufer  Rate zahlt und besitzen zur Rente kein Wohneigentum. Wer kauft konserviert den niedrigeren Immobilienpreis. Rechnungen, dass Aktien Immobilien schlagen hinken in einem Punkt : die Miete muss aus versteuertem Einkommen bezahlt werden. Die Einkommen sinken real oder stagnieren, die Mieten steigen. Daher : Aktien und Immobilien. Selbst genutzte Immobilien haben bei dieser Entwicklung hohe Sicherheit und Rendite. Ich spreche hier nur von Immos in Ballungsgebieten, also nicht auf dem Land, nicht im Saarland, nicht in den östlichen Bundesländern

  28. Fabian S.

    Hallo lieber Tim, toller Artikel wie immer 😉

    Naja ich überlege schon bei den nächsten Rekordständen zu verkaufen und dann im Crash, der ja wohl nicht mehr solange auf sich warten lassen kann-dabei egal ob in einem Jahr oder zwei oder evtl. früher- die größten 5 Buffett Aktien zu kaufen.  Das liegt aber eher daran, dass ich vorher meine „Normalo-Aktien“ loswerden will und diese nicht ein Leben lang behalten möchte.

  29. Andre

    @ Ex-Studentin

    Danke für die Antwort…ganze Aktien…

    habe mich für Onvista entschieden…Ordergebühren unabhänigig von der Kaufhöhe…

     

    Mal schauen was das wird:-)

     

  30. Fit und Gesund

    @Fabian S.

    sag einfach Bescheid wenn der nächste Höchststand ist, dann kann ich auch meine Normalo – Aktien verkaufen und wenn dann der Crash vorüber ist, werde ich pünktlich am gleichen Tag noch Qualitäts-Aktien kaufen, ganz easy…..

    also vergiss mich nicht, ich zähle voll auf Dich 🙂
    bald ist es ja soweit!

  31. Gainde

    @ Fit uns Gesund

    Theoretisch wäre sowas möglich mit Chartanalyse möglich, wenn bsp. der MSCI ACWI Index den Widerstand (seit Aufschwung 2009) nach unten durchbricht.

     

  32. V

    Geiler Tag. Die dritte M leuchtet heute im Depot auf, aktuell gar 40K darüber. Die 100K Steuern sind schon kompensiert.

  33. Mike

    Die Frage bezüglich Gold und Silber (Wertbestand über Jahrtausende) und Handelbarkeit basiert auf Historie, gut es gab mal lokal und temporäre Goldverbots, aber das sind Phasen. Ob man daran glaubt oder nicht, ist ähnliche Theorie wie dass Aktien langfristig die beste Assetklasse sind und 7-10% p.a. im Schnitt bringen, auch dies könnte theoretisch fertig sein.

    Doch die letzten paar 100 Jahre ist man damit gut gefahren, warum jetzt rumexperimentieren.

    Wenn wirklich derart schlimme Zeiten kommen, wo alles und jeder totalitär kontrolliert wird, dann haben wir auch grössere Probleme, diese Sachen sollten nicht über Nacht kommen und man muss dann halt Alternativszenarien entwickeln. Dass die ganze Welt ein Bargeldverbot und eine Weltdiktatur errichtet wird, davon gehe ich nicht aus, also wird es immer Plätze geben, wo es besser ist. Man muss nur rechtzeitig handeln und hier sind sicher jene besser dran, die genug Kohle auf der Seite haben.

  34. Claus

    @ Gainde

    Theoretisch wäre sowas möglich mit Chartanalyse möglich, wenn bsp. der MSCI ACWI Index den Widerstand (seit Aufschwung 2009) nach unten durchbricht.

    … sorry, ich weiss, wie du das meinst, aber das ist einfach nur lächerlich (ist nicht böse gemeint).

    Ich lache mich immer schlapp, wenn mal wieder jemand von Indexständen berichtet, die „wichtige Unterstützungslinien“ halten oder durchbrechen müssen. Erstaunlich, dass hier nicht noch die Nachkommazahlen genannt werden… Fragt man weiter nach, was denn dann passieren wird, ist derjenige ratlos.

    Man kauft wild, wenn der Widerstand nach oben durchbrochen wird und verkauft sofort (1 Stunde, 1 Tag, 1 Woche später…), wenn es wieder abwärts geht. Super Strategie… Kommt mir vor, wie der Hund, der dem Stöckchen hinterher rennt, es aber nie zu fassen bekommt.

    Warum sollte ich meine P&G-, Home-Depot-, Cisco- oder andere Aktien verkaufen, wenn o.g. Index absackt?

    Sollte wirklich mal ein Crash kommen… nach dem Crash ist vor dem Aufschwung.

    Aufstocken und/oder neue Positionen aufbauen. Neue Depot-Höchststände sind dann nur eine Frage der Zeit.

     

     

  35. Fit und Gesund

    oh je Claus, nun verschwendest Du auch noch Deine Zeit, nur weil ich bisschen lustig drauf bin,  🙂

    ich finde es halt zum Piepen komisch wie Jemand ernsthaft schreiben kann dass er seine Normalo-Aktien (was auch immer das sein mag) vor dem Crash verkauft und dann die grössten Positionen von W.B kauft,

    warum kauft ein Fabian S. nicht gleich die W.B Aktie oder eben die 5 grössten Positionen? Von Chart-Analyse halte ich herzlich wenig.

    Was wenn kein Crash kommt? Was wenn der Crash erst in 5 Jahren kommt? behält man  dann solange seine ungeliebten „Normalo-Aktien“? Ich sehne keinen richtigen Crash herbei, aber ich hoffe, wenn es soweit kommt, dass ich dann genug Zaster habe um was Ordentliches zu kaufen,

    vom Kopieren von irgendwelchen Gurus halte ich gleich 3x nix, auch der BuyandHold2012 von Seeking Alpha macht vermutlich einen Fehler mit GE, das Mistteil hätte ich schon längstens zum Teufel geschickt.

    na ja, wird schon werden, bald gibt Lohn und dann kauf ich mir wieder was Schönes 🙂

    liebe Grüsse

     

  36. Jens

    @Gainde

    Sofern das nicht ironisch gemeint war, empfehle ich „A Random Walk Down Wall Street“ zum Thema Chartanalyse. Die Kurzfassung: Blödsinn 😉

  37. Fit und Gesund

    und Starbucks ist auch tiefrot heute…..ob die kaufenswert sind? Ich bin ja grosser Kaffee-Fan, aber sicher nicht Starbucks-to-go…

  38. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Oha, schlimme Nachrichten heute von Jens Rabe erfahren. Habe es selbst noch gar nicht bemerkt.

    Bei Lynx (IB) kann man tatsächlich momentan keine amerikanischen ETFs mehr kaufen, Habe es gerade mit AMLP probiert. Kam die Meldung „Keine Handelsberechtigung“. Bei Flatex scheine ich den kaufen zu können in EUR, aber da werden ja die Dividendengebühren erhoben.

    Kann hier jemand mit Degiro mal testen ob er AMLP kaufen kann?

    Das wäre ein schwerer Schlag ins Kontor. Das betrifft auch die kanadischen ETFs von der Bank of Montreal (BMO). Die habe ich noch längst nicht auf Zielgröße. Ich kann nur hoffen, dass sich das wieder regelt.

    CEFs scheint es noch nicht zu betreffen. Den UTG könnte ich kaufen. Leider muss ich noch paar Tage warten.

    So ein Mist…

    Auf den Schrecken muss ich jetzt in den Biergarten!

    Schönen Abend

    MS

  39. Bernd

    Chartanalyse hat sicher ihre Berechtigung, für Spekulanten. Für mich als Investor uninteressant. Ich versuche möglichst günstig passives Einkommen „einzukaufen“. Deshalb kaufe ich regelmäßig und werde es auch im Abschwung machen. Ich schau nur auf meine monatlichen Einkünfte, die sollen schließlich irgendwann meine Pension aufbessern. Bei meiner Sparquote von etwa 30 % fällt die finanzielle Freiheit leider mit der Pensionierung zusammen. Aber dafür könnte ich den Ruhestand finanziell ganz unbesorgt genießen. Wichtig ist glaube ich, dass wir unseren Kinder das Wissen über die finanzielle Freiheit vermitteln. Hätte ich das Prinzip früher gekannt und verstanden, wäre sicherlich auch mehr möglich gewesen.

  40. Hendrik

    Schon erstaunlich, wie viele hier Angst vor ihrem Eigentum haben…

    Natürlich, es gab Zeiten, in denen Gold beschlagnahmt wurde oder Hausbesitzer eine Extra-Steuer zu bezahlen hatten.

    Dennoch, unser Rechtssystem ist um einiges fortgeschrittener, als zu diesen Zeiten. Ein Eingriff in Art. 14 – egal ob Enteignung oder Inhalts- und Schrankenbestimmung (also Art und Weise, wie über das Eigentum verfügt werden darf) , ist nicht so einfach möglich. Jetzt könnte man natürlich anführen, dass der Staat ja über die Gesetze entscheidet, aber um zum Beispiel Art. 14 verfassungsgemäß zu ändern wären schon bestimmte Mehrheiten im Bundesrat und Bundestag erforderlich. Art. 14 ist eines der der staatstragenden Grundgesetze in Deutschland!

    Angenommen der Bund möchte einfache Gesetze erlassen, um das Eigentum weiter einzuschränken, wäre es auch denkbar, dass das BVerfG. einschreitet. Nicht alles was der Bund macht ist gesetzeskonform – wir können das in den Rückzahlungen an die Energieversorger RWE und Eon? erkennen, die für den frühzeitigen Atomaustieg, den der Bund beschlossen hat, Rückzahlungen bekommen.

     

  41. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    geniesse den Biergarten, pünktlich wenn ich dann 6 Tage Frei habe wird es kalt,

    aber macht nix, Arbeit gibt immer hier und Lesen kann man auch noch.

    Den Alerian will ich glaub nicht, was findest Du gut an ihm?

    liebe Grüsse

     

  42. Thorsten Rohweder

    Chartanalyse, kurzfristig funktioniert es schon mal, gerade weil eben so viele damit arbeiten bzw. automatischer Handel auch noch mitmacht. Ein Langfristchart ist bei Einzelwerten hilfreich. Ich kaufe auch nicht in total überkauften Situationen und kann die Aktie in jedem Fall etwas preiswerter einkaufen, das ist auch schon von Nutzen. Ob sie danach fällt,  wer weiß . Aktien auf Höchstkurs sind nicht zwangsweise überkauft, aber oft sind sie es. Die Chartanalyse hilft das eine vom anderen zu unterscheiden. Wer mit festem Betrag cost averaging betreibt macht genau was der Chart erzwingt: weniger kaufen bei übertriebenen hohen Kursen, mehr kaufen bei übertrieben niedrigen Kursen.

  43. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    der ETF sieht seit einiger Zeit schlecht aus. Der hat schwer gelitten durch den Niedergang der MLPs, auch wegen dieser neuen Steuerregeln.

    Ich habe mich ja aus allen MLPs zurück gezogen, weil man da automatisch die US Spitzensteuer von knapp 40% abgezogen bekommt. Hatte mich sogar von KKR getrennt deswegen. Dummerweise firmieren die nun wieder um in eine normale Corp. Kotz, hätte ich das gewusst… Na ja, jetzt würde ich sie erst bei einem schweren Rücksetzer wieder kaufen. Auch müssten sie die stark gekürzte Dividende erst wieder erhöhen.

    Von KKR habe ich noch den KIO, und will mir vielleicht noch KREF holen.

    Na ja, wenn ich aber trotzdem MLPs haben will, dann ist eben der AMLP eine Möglichkeit, diese ohne die Steuerproblematik zu halten.

    Und prinzipiell kaufe ich lieber unten als oben. 😉

    Schönen Abend

    MS

  44. Fit und Gesund

    Danke Matthias Schneider, führe ich mir morgen zu Gemüte, muss gleich los 🙂

    und den link von V auch, ja ich weiss, ich habe meine Goldtalersammlung sträflich vernachlässigt.

  45. Fabian S.

    @Fit und Gesund:

    Wow, dass Du alles besser weißt. Dass Du Dich an Warren Buffett nicht orientieren musst. Kannst wohl sämtliche Geschäftszahlen von Unternehmen analysieren, was?

    Dich kennt ja auch jeder, bist wohl sehr bekannt. Von Dir liest man nur nichts 😉

    Außerdem wüsste ich nicht, dass ich Dich nach Deiner schlauen Meinung gefragt hätte…

  46. Der Baum

    Sei doch nicht eingeschnappt Fabian. Deine Aussagen waren halt nicht allzu sinnvoll, da darf man ja wohl etwas belustigt sein…

    Wenn du dich an Buffet orientieren möchtest, dann solltest du auch wissen, dass er erstens bei fast allen „Deals“ einen gewissen Informations- und Zeitvorsprung hat. Also viel günstiger einkauft als du. Und zweitens er selbst immer dazu rät seinen eigenen Weg zu gehen. Es gibt z.b. aktuell aus meiner Sicht nur eine Aktie in seinem Portfolio die einigermaßen fair bewertet ist: Kraft-Heinz. Und selbst die find ich noch zu teuer.

    Gruß Baum

  47. Fabian S.

    @der Baum:

    was heißt allzu sinnvoll? Value Investing kann auch bedeuten, wenn Aktien 9 Jahre top gelaufen sind, auch mal zu verkaufen. Ist doch meine Sache! Und bei einem Crash zu kaufen, der irgendwann kommt ist doch auch meine Sache oder?

  48. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Xavier

    Du weißt, was ich meine.

    Nehme als Beispiel Boris Becker, Gunter Gabriel, Nationaltorwart Eike Immer, Roberto Blanco…. viel verdient. Aber nix gespart.

  49. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias Schneider

    Mit rechtlichen Hintergründen rund um Clearing und Verwahrstelle für Wertpapiere kenne ich mich nicht gut genug aus. Leider bin ich da kein Experte.

  50. Daniel

    Dennoch, unser Rechtssystem ist um einiges fortgeschrittener, als zu diesen Zeiten. Ein Eingriff in Art. 14 – egal ob Enteignung oder Inhalts- und Schrankenbestimmung (also Art und Weise, wie über das Eigentum verfügt werden darf) , ist nicht so einfach möglich. Jetzt könnte man natürlich anführen, dass der Staat ja über die Gesetze entscheidet, aber um zum Beispiel Art. 14 verfassungsgemäß zu ändern wären schon bestimmte Mehrheiten im Bundesrat und Bundestag erforderlich. Art. 14 ist eines der der staatstragenden Grundgesetze in Deutschland!

    Ich bin kein Jurist, kann also nicht beurteilen wieviel Arbeit es ist Art.14 zu ändern auch weiss ich nicht wann er eingeführt wurde. Fakt ist aber, wir hatten auch schon zu Bundesrepublik Zeiten den Lastenausgleich aka Zwangshypothek, was nichts anderes ist als eine willkürlich verteilte Schuld auf bestimmte Personen die im Vergleich zu anderen zuviel Eigentum nach den Krieg besaßen.

    Und ist wirklich im Rechtssystem alles besser geworden? Freie Meinungsäußerung unterliegt heutzutage faktisch einer Zensur, denn Firmen sind für die Postings verantwortlich und löschen lieber in Eigenregie weg bevor es Ärger gibt.

    Ich empfinde einen starken links-Drall in der Gesellschaft, das „Recht“ am Eigentum eines Bürgers wird immer weiter eingeschränkt, es ist von Umverteilungen usw. die Rede und das, obwohl wir sogar noch wirtschaftlich gute Zeiten haben.

  51. chn

    @Daniel:

    Ich sehe keine Zensur in Deutschland. Welche Firma ist z.B. für das Posting verantwortlich, das du hier gerade auf Tims Blog geschrieben hast? Und welche Firma könnte dich daran hindern bzw. wer könnte dich zensieren, wenn du Webspace mietest und dasselbe dort tust? Wer außer dir selbst ist dann verantwortlich?

     

  52. Mr.K

    Hallo zusammen.

    Ich würde gerne noch mal auf das Thema der Lagerstellen bzw. des Sondervermögens eingehen. Dazu habe ich mal in einer Aktiengruppe auf Facebook einen Kommentar verfasst, der allerdings als völlig übertrieben und realitätsfern kritisiert wurde.

    In dem ursprünglichen Beitrag ging es um die Frage der IT Sicherheit von Banken bzw. Brokern und wie sicher man seinen Aktien Besitz in dieser Hinsicht sieht.

    Viele vorherige Antworten verwiesen auf den Ausdruck oder einer sonstigen Archivierung von Dividenden- und Kaufbelegen. Daraufhin verfasste ich folgende Antwort:

    „Das Aktienregister bei Namensaktien wäre m.E. schon mal eine erste Art der Absicherung, da ich der Gesellschaft persönlich bekannt bin.
    Ich habe mich lange gefragt, weshalb ich nie Einladungen zu Hauptversammlungen meiner ausländischen Gesellschaften erhalte.
    Dies liegt einfach daran, dass ich nicht im Namensregister der Gesellschaft eingetragen bin. Meine Depotbank bietet diesen Service für ca. 25 EUR je ausländischer Gesellschaft an.
    Bei einem Nachkauf, muss ich diese Gebühr aber wieder bezahlen, wenn ich die neu erworbene Anzahl ebenfalls im Namensregister haben möchte.

    Ich habe dieses Thema mit dem Kundenservice meiner Depotbank besprochen. Man sieht dort keinerlei Vorteile für mich, außer Einladungen zu HV. Sicherheitsbedenken meinerseits hat man als unbegründet abgetan. „Es würden mir nur erhebliche Mehrkosten entstehen“ – sehr geschäftstüchtig!

    Beim studieren des Preisverzeichnisses stieß ich auf den Posten: „Einholung bestätigter Urkundenkopien (girosammelverwahrter Globalurkunden)“ – ebenfalls für fast 25 EUR.

    Dazu empfehle ich den folgenden Abschnitt aus dem Buch „Das Stimmrecht der Aktionäre in der Europäischen Union“ https://books.google.de/books?id=tFRNe5qkAc8C&pg=PA121

    Ein weiterer Kostenfaktor, aber sicherlich eine weitere Absicherung.

    Was passiert aber, wenn meine depotführende Bank pleite geht und meine Aktien aus welchen Gründen auch immer nicht zurückgeben kann? z.B. weil sie Aktien für Optionsgeschäfte verliehen hat und diese ebenfalls nicht mehr bekommt?“

    Hier wurde argumentiert, dass Broker, sofern nicht explizit erwähnt, meine Aktien gar nicht verleihen dürfen. Dies ist zwar korrekt, aber etwas nicht zu dürfen, es aber trotzdem zu machen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Es gab ja einige Finanzskandale, wo gewisse Dinge nicht gemacht werden durften.

    „Den Anspruch auf Entschädigung aus „Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften“ und dessen Umfang regelt das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG). Und diese Entschädigung liegt bei maximal 20.000 EUR.

    Dazu auch der folgende Artikel: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/anlagenschutz-bankdepots-sind-nicht-so-sicher-wie-gedacht-12242907.html

    So viel zum Thema „Sondervermögen“.

    Sicherlich ist es recht unwahrscheinlich, dass es zu einer finanziellen Kernschmelze kommen wird. Aber es ist fraglich, ob Einträge ins Namensregister und bestätige Urkundenkopien bzw. Kopien von Belegen wirklich hilfreich sind.

    Bei 20-30 ausländischen Titeln im Depot kommen für Eintragungen ins Aktienregister bzw. bestätigte Urkundenkopien eine ordentliche Summe zusammen.“

    Wie seht ihr das Thema?
    Wenn man ein gewisses Vermögen hart und mühsam zusammengespart hat, macht man sich halt seine Gedanken.

    Darüber hinaus habe ich noch eine letzte Frage. Ab welcher Summe Depotbestand macht es aus Gründen der Diversifizierung Sinn bei einem zusätzlichen Broker weiterzumachen. Dazu muss man sagen, dass ich „Buy and Hold“ betreibe.

     

  53. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Wann war noch gleich die letzte Währungsreform in den USA? Richtig. Es gab gar keine. Manch einer meint, eine Währungsreform – was ist eigentlich genau gemeint? – müsse wie ein Naturgesetz alle 50/60/70 Jahre stattfinden (oder besser: über die Bürger hereinbrechen). Das ist natürlich quatsch.

    Eine Währungsreform hat immer gesellschaftspolitische Ursachen. Mit dem „Papiergeld“ an sich hat das erst einmal nichts zu tun. Da Deutschland so gerne bemüht wird: Zwei Weltkriege, zwei Staatsgründungen. Logische Konsequenz – eine neue Währung. Geld an sich hat damit nichts zu tun.

    Und die Hyperinflation von 1923? Die wurde von der deutschen Regierung ganz bewußt forciert, um sich der horrenden Reparationszahlungen zu entledigen. Auf dem Rücken der Bürger. An der „Natur“ des Geldes lag das nicht.

    Und wer Angst hat, dass das Pfund Butter mal 10€ kostet: Das Einkommen wird dann wohl auch das 5-fache betragen. Nominal ist egal. Wen die Nullen stören, einfach welche streichen, fertig ist die Währungsreform. Hat das Einfluß auf das Vermögen?

    In dem Zusammenhang würden mich die Erfahrungen ehemaliger DDR-Bürger interessieren. Kam es zu Vernichtungen von Geldvermögen durch die DM-Reform?

    Was ist aber nun mit dem „nötigen“ Reset alle paar Jahrzehnte, da sich Vermögen doch zu sehr konzentriert (der böse Zinseszins)?

    Schauen wir wieder in die USA. Wie ging man da vor? Zerschlagung von Monopolen (Öl- und Stahlbarone) und  – Achtung, es wird eklig – Steuern.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuer_(Vereinigte_Staaten)#/media/File:Historical_Marginal_Tax_Rate_for_Highest_and_Lowest_Income_Earners.jpg

    Die USA sind sicher nicht der Hort des Sozialismus. Aber 90% Spitzensteuersatz – du meine Güte. Und das in der Epoche, die  – auch hier – als goldenes (Einkommens-) Zeitalter des Mittelstands gesehen wird.

    Sind die USA vor die Hunde gegangen? Sicher nicht. Währungsreset nötig? Sicher nicht. Bevor ich angemault werde: Ich sage nicht, dass ich mir das wünsche, ich sage nur, wie historisch verfahren wurde.

    Wer sein Vermögen konservieren möchte, kann auf Edelmetalle setzen. Okay.

    Wer allerdings langfristig Vermögen aufbauen will, der investiert in die genialste Anlageklasse aller Zeiten: In Ideen von Menschen, sprich Unternehmungen. Dank der (online-) Börse war es noch nie so einfach, sich am Produktivkapital in Form von Aktien zu beteiligen.

    Jeremy Siegel hat die historischen Renditen (über 200 Jahre) herausgearbeitet (Inflationsbereinigt!):

    Gold=0,7% p.a.

    US-Stocks= 6,6% p.a.

    Wer seit 1900 (youtube-Video von V) regelmäßig in Edelmetalle „investiert“ hat, sitzt heute auf einem (kostenträchtigen) Berg von Edelmetallen, der keinerlei Einkommen bringt.

    Wer seit 1900 regelmäßig in die aktuellen Blue Chips investiert hat, generiert heute einen unglaublichen Berg an Einkommen.

    Für mich machen Edelmetalle daher überhaupt keinen Sinn. Selbstverständlich akzeptiere ich die Tatsache, dass andere Personen Edelmetalle zur Absicherung benötigen, um sich wohl zu fühlen.

  54. Ex-Studentin

    @Fabian_S

    Ich hab 2015 mit Investieren angefangen. Viele waren da negativ gestimmt, weil bald der nächste Crash kommt. Sehe ich 3 Jahre später immer noch nichts von. Denke, dass Fit und Gesund das meinte. Wir haben alle keine Glaskugel. Du kannst jetzt beim All-time-High verkaufen und vielleicht in 3 Jahren bei einem Crash wieder einsteigen. Allerdings verpasst du dann die Kursentwicklung in der Zeit und hast die 25% Kapitalertragssteuer verloren.

  55. Hendrik

    @daniel

    „Willkürlich verteilte Schuld auf bestimmte Personen“

    Jaaa du hast definitiv nicht ganz Unrecht, aber voll zustimmen würde ich auch nicht:

    Zwar ist Steuergerechtigkeit ist zwar immer ein Ziel – allerdings nie in Reinform zu ereichen. Ist es denn fair, dass die Aktienanleger 25% steuern auf Gewinne zahlen, während Arbeitnehmer abhängig vom Einkommen einen bestimmten Steuersatz ? Oder ist es fair, das man bei bestimmten Assets ohne zusätzliche Steuer komplett den Gewinn einstreichen kann, wenn eine bestimmte haltefrist eingehalten ist ? Wo man dreht und wendet, irgendwo zählt der eine immer mehr als der andere. Ich für meinen teil hoffe bloß, dass hier nicht auf Kosten von mehr und mehr Bürokratie noch angeblich fairere steuermodelle gemacht werden. Die gibt es nämlich nicht und insoweit ist eine schlanke Rechnung auf dem Bierdeckel immer ganz positiv zu sehen.

    Was auf der Hand liegt ist, dass nach dem Krieg eine besondere Situation vorlag. Viel musste neu gebaut werden und so wurde über eine Steuer die glücklichen Eigentumbesitzer ein bisschen stärker belastet. Dennoch man hat gezielt eine Gruppe ausgewählt, der es insgesamt doch wohl besser ging als anderen.

    Fraglich finde ich es dennoch, den es gibt ja z.B bestimmte Personen die vlt ein Haus haben und trotzdem bitteram sind und die, die aktien haben und sehr reich sind.

    Aber wie viele derartige Ausnahmen gab es ? Und wäre beispielsweise eine anteilige Sondersteuer auf jegliches Vermögen besser – war das dem Staat zu damaligen Zeitpunkt das nachvollziehbar?

    Steuern sind schon insgesamt eine gute Sache. Wir alle haben eine ziemlich gute und fast kostenlose Schulbildung genossen, fahren auf Straßen und Wegen und wenn wir den Wasserhahn aufdrehen kommt trinkbares Wasser heraus. Das alles kostet Geld, für das wir in der Form von Steuern bezahlen. Es ist keine Selbstverständlichkeit- obwohl es das für uns hier in Deutschland so anfühlt.

     

  56. SH

    @matthias Schneider:

    Bei flatex gibt es nur Gebühren auf Dividendenzahlungen von außereuropäischen Aktien. Nicht von Aktien-ETFs.

  57. Anna L.

    @ Freelancer Sebastian

    Deine Frage zur Vermögensvernichtung beim Umtausch in DM

    Kann ich Dir eigentlich nicht beantworten. Wir hatten als 4-köpfige Fam. nur soviel wie am 1 : 1 umtauschen konnte. Um größere Summen mussten wir uns leider keine Sorgen machen. Das war dann 1 : 2. Ob es eine Obergrenze gab? Ich weiß es nicht. Wir hatten damals auch andere Probleme. Sorgen um den Arbeitsplatz usw. Es wurde ja alles anders, aber alles. Nicht bloß Preise. Die Versicherungsvertreter grasten ab. Ich bin einem Pharmavertreter heut noch dankbar. Er meinte zu mir, wir sollten erst mal sehen wie es weitergeht, die Lebensversicherer würden uns auch noch später nehmen. Daran habe wir uns gehalten und sind gut damit gefahren.

    Gruß

    Anna

     

  58. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @SH,

    richtig! Ich weiß das für „normale“ ETFs, da ich einige bei Flatex habe. Aber ich dachte, wenn ich einen wie den AMLP kaufe, dann wird es womöglich nicht gelten, da der eine US-ISIN hat.

    Jetzt habe ich gerade nachgeschaut, da steht, dass Ertragsausschüttungen auch von Auslands-ETF/Fonds kostenfrei sind:

    Kapitaltransaktionen
    (z.B. Aktiensplit, Stockdividende, Spin-offs)
    Inland kostenfrei
    Ausland
    Provision je Transaktion kostenfrei
    Provision je Ertragsausschüttung (Fonds und ETF) kostenfrei
    Provision je Dividendenzahlung 5,90 EUR
    (Gegenwert größer 15 EUR)
    Preise

    Aber das weiß man erst, wenn man es probiert. Von dem her ist das ein guter Hinweis. Ich sollte es einfach probieren. Aber dann muss die Ausschüttung umgerechnet auch über 15 EUR sein. Jetzt zahlt man nicht mehr die 1,50 bis 15 Euro, sondern „nur“ noch ab 15 die 5,90 bei Auslandsdividenden, was eine Unverschämtheit ist.

    Ansonsten finde ich Flatex wirklich ganz gut.

    Grüßle

    MS

  59. Michael

    Ich investiere seit ca. einem Jahr jeden Monat knapp 1000€ in Aktien.
    Ih werde vermutlich mittelfristig bei ca. 20 Werten landen, da ich diese im Rahmen meiner Diversifikation aktuell für potent und zukunftsträchtig halte.

    Zur Frage:
    Im Moment tendiere ich dazu, den Posten zu wählen, der in dem jeweiligen Monat gerade am günstigsten scheint.
    Handhabst du das ähnlich, bzw. nach welchen Kriterien entscheidest du?

    Gruß
    Michael

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