Ein besseres Leben: frisch kochen, Sport machen, ETFs kaufen

Altersarmut ist ein zunehmendes Problem. Selbst Ärzte kommen manchmal in die Bredouille. Vermögensverwalter Volker Looman berichtet von einer 67-jährigen Ärztin aus dem Hannoverschen, die ihre dritte Ehe in den Sand gesetzt hat. Sie erlebt gerade ein finanzielles Fiasko. Die Rente aus dem Versorgungswerk beträgt 1500 Euro je Monat.

Das restliche Vermögen ist überschaubar. Auf dem Girokonto sind 20.000 Euro. In Anleihen und Aktien stecken jeweils 30.000 Euro. Die Praxis will sie in drei Monaten für 50.000 Euro verkaufen. Das macht zusammen 130.000 Euro. Sie muss nach Loomans Rechnung mit 2.000 Euro auskommen. In einer Stadt wie Hannover ist das nicht viel.

Sparsamkeit und Disziplin sind gefragt, resümiert der Finanzfachmann. Ich bin ein Fan seiner FAZ-Kolumnen, weil er sie witzig und knallhart schreibt.

Auf der Website Motatos.de kannst du Geld sparen.

Sparen + Umwelt schützen, so gehts

Ich finde überall Möglichkeiten, um im Alltag Geld zu sparen. Statt teure Kaffeekapseln kaufe ich ein Pfund Kaffee. Ich brühe ihn selbst auf – in einer stinknormalen Kaffeemaschine für 19 Dollar. Kaffee sparsam und umweltbewusst zubereiten ist nicht schwer. Aber es gibt Millionen von Nespresso- und Keurig-Nutzer, die die Ein-Tassen-Maschinen täglich benutzen. Das ist extrem teuer. Ich mache das umweltfreundlich und günstiger.

Ich kaufe meine Lebensmittel oft kurz vor dem Ablaufdatum vergünstigt – im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt.

Die Website Motatos.de verkloppt günstige Lebensmittel und hilft so den Müll zu reduzieren. Es gibt Suppe, Soßen, Müsli, Pasta, Reis, Getränke… mit Super-Rabatten. Die Lebensmittel kommen aus:

  • Überproduktion
  • Fehldrucke oder falsche Verpackungen
  • Saisonale Produkte
  • Kurzes oder teils überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum.

Das lohnt sich. Verschickt werden die Pakete ab einer Mindestbestellsumme gratis. Das schwedische E-Commerce-Unternehmen hat die Mission: Lebensmittel aus Überproduktionen vor der Entsorgung zu retten. Damit trägt der Online-Marktplatz zur Reform globaler Lebensmittelsysteme bei. Kunden helfen dem UN-Nachhaltigkeitsziel, das die weltweite Nahrungsmittelverschwendung bis 2030 halbieren möchte. Motatos kauft Lebensmittelfabrikanten Ware ab, die nicht im Supermarkt verkauft werden kann und sonst weggeschmissen wird. Darunter sind Produkte von Coca-Cola, Dr. Oetker und Unilever. Durch den Weiterverkauf wird weniger Ware entsorgt und der CO2-Ausstoß, der durch Lebensmittelverschwendung entsteht, reduziert. Motatos ist neben Schweden auch in Deutschland, Finnland und Dänemark aktiv. Ich finde die Idee klasse.

Das 2014 von Karl Andersson, Erik Södergren und Ulf Skagerström unter dem Namen Matsmart gegründete Startup ist der nordische Marktführer. Das Trio sammelte schon über 95 Millionen Euro frisches Kapital von Investoren ein.

Frisches Gemüse und Obst, ist das Beste für dich 

Anstatt verpackte Lebensmittel zu essen, bevorzuge ich frisches Gemüse und Obst. Niemand muss auf eine Website wie Motatos, du kannst auch bei Lidl, Aldi und anderen Schnäppchen finden. Klaro. Übrigens ist der neue Bürgermeister von New York, Eric Adams, ein Veganer. Er will die vegane Küche in Krankenhäusern und Schulen ausbauen. Kindern will er beibringen, wie sie im Garten ihr eigenes Gemüse anbauen können. 

Ich finde den Rat von Laufexperte Andreas Butz super: viel Sport machen, Lebensmittel in Bioqualität essen, kein Alkohol trinken und auf einen gesunden Schlaf achten. 

Achtung vorm Cinderella-Komplex

Ich gebe jedem den Rat, so früh wie möglich einen Welt-ETF zu besparen. Jeden Monat. Stur und stetig. Hätte das die Ärztin vor 20 Jahren konsequent gemacht, würde es ihr heute besser gehen. Gerade bei Frauen besteht die Gefahr des Cinderella-Komplexes. Sie fühlen sich pudelwohl im Umfeld des Gatten/Gattin und sorgen nicht ausreichend selbst vor. Sie lassen manchmal die Karriere schleifen. Männer kann das natürlich genauso treffen. Der Partner/die Partnerin wird vergöttert. Und man verlässt sich dann ein Leben lang auf ihn/sie. Bis die Beziehung scheitert. Im schlimmsten Fall kann jemand mit leeren Händen dastehen. Daher gilt: Verlass dich auf niemanden in einer extremen Form. Bau dir selbst was auf.

Ein ETF ist ein Mittel gegen Altersarmut

Ich bleib bei den ETFs, sie sind ideal. Angesichts der Negativzinsen gibt es zu ETFs keine Alternative. Zuletzt haben die Commerzbank und DKB mit neuen Verwahrentgelten die Kunden verschreckt. Sparbücher und Tagesgeld machen kaum noch Sinn. Bevor du dir aber ein eigenes Aktiendepot zusammenstellst, schau, was Daniel Kahneman, Nobelpreisträger für Psychologie, empfiehlt:

„An der Börse sind Vorhersagen von Experten praktisch wertlos. Wer Geld anlegen möchte, wählt besser Indexfonds, die einem bestimmten Aktienindex folgen, ohne dass begabte Stockpicker eingreifen. Sie schneiden Jahr für Jahr besser als 80 Prozent der von hochbezahlten Spezialisten verwalteten Investmentfonds ab. Trotzdem möchten wir intuitiv unser Geld bei jemanden anlegen, der es zu verstehen scheint. Obwohl die statistischen Beweise eindeutig sind, dass dies sehr unwahrscheinlich ist.“

So fangen Anfänger mit einem ETF-Depot an.

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  1. @Tim $ pro Monat
    2.076€ pM Pensions-Einkünfte finde ich nicht so schlecht für die Dame. Sie als Millionär geben doch bestimmt (ohne Wohnung) weniger pro Monat für die Lebenshaltung in NY aus!
    Filterkaffee vertrage ich nicht. Säure. Habe mir seit meiner Zeit in Spanien angewöhnt Cafetera zu nutzen. Das ist lecker.

    1. Ärzte zählen zu den Gutverdienern. Mit 2.000 Euro brutto auszukommen, ist für sie sicherlich nicht leicht. Ja, ich lebe sehr sparsam. Mir würde es reichen: Aber ich bin eine Ausnahme. Second Hand Kleidung, kein Auto, gebrauchte Möbel. Mein Essen hole ich günstig von einem Straßenstand ab.

  2. @ 42sucht21

    Jetzt bin ich leider zu spät dran. Hatte einen ähnlichen Gedanken.
    Tim, Du könntest das Museum of Modern Art besuchen. Dort wartet die Stilikone “La Moka” auf Dich. Du könntest so ein Kunstwerk für ein paar kleine Dollar erwerben. Die Qualität ist zusätzlich bedeutend besser als eine einfache Maschine. Filter Fans sehen es vermutlich anders. Einen Vergleich mit Starbucks möchte ich jetzt nicht beginnen. Da wärst Du selbstverständlich ebenfalls voraus.

  3. Tragisch und sehr naiv, die Altersversorgung vom Funktionieren einer Ehe abhängen zu lassen.
    Blinden Glauben und Irrationalität erlebe ich bei mir bekannten Homöopathen immer wieder.

    1. Das hat mE nichts mit blindem Glauben/ Vertrauen zu tun. Bei eigentlich allen Menschen in einer langjährigen Familienbeziehung bekommt die Altersvorsorge ziemliche Risse wenn es zu Trennungen kommt, oder? Der 40 jährige in Scheidung mit Hauskredit und Kindsunterhalt und Abgabe von Rentenansprüchen steht da ja nicht besser da. Das ist halt so.

      Irrationalität in vernünftigem Maße ist doch wunderbar. Oft wirkt, was beim Patienten Erwartungen weckt. Schmerzmittel wirken zB besser wenn die Patientin sieht, dass Sie eine große Dosis Schmerzmittel bekommt im Vergleich zu heimlich verabreichten identischem Schmermittel. Ein Placebo vom Chefarzt wirkt besser als eines vom Praktikanten. Auch von BigPharma wird Tablettengröße, Farbe, Form usw. gezielt je nach gewünscher verstärkender Wirkung eingesetzt. Wenn Mama/ Papa ein weinendes Kind tröstet ist es eben auch nicht mehr so schlimm. Wenn die Lehrerin dem weinenden Schulkind ein rundes Zuckerkügelchen gibt hilft das meist auch gut. Das gilt natürlich nicht für alle Krankheitsbilder sollte auch klar sein.

  4. @ Tim

    Die Amis find ich schon interessant. Habe das gute Stück “La Moka” aus dem Jahr 1933 entdeckt:
    https://www.moma.org/collection/works/118645
    Das Exponat stammt allerdings aus 2008. Da ist mein bescheidenes Kännchen im Ferienhaus noch älter als das Exponat in dem Museum. 😉 Ich habe tatsächlich schon einmal überlegt eine Faema E61 Siebträgermaschine zu erwerben und zu restaurieren. Ich hätte nur ein Originalexemplar genommen.

  5. @42

    Bzgl. Säure finde ich Reichi-Cafe mit Vanille-Soja recht lecker. Ist aber nicht ganz so frugal…aber der Pilz der Unsterblichkeit 😉 wäre ja auch was für Tim mit seinem buy & hold forever! 😉

  6. Wenn Sie vor hat 90 zu werden, könnten die 2000 Euro pM in einigen Jahren echt eng werden wegen der Inflation. Sie wird durchkommen, aber ist halt die Frage auf welchem Niveau. Vielleicht braucht man noch irgendwann Pflegepersonal. Ich denke, man sollte im Alter eher mehr als wenig haben. Wenn man jung ist, kommt man auch mit weniger klar. Aber im Alter, da grauts mir davor, weil der Körper ja auch nachlässt.

    1. @Sparta
      Interessant der Kaffee. Das schaue ich mir an! Bisher bin ich noch nicht bei Soja/Hafermilchersatz. Aber immer mehr meiner Bekannten machen das.

      @A
      Die Dame hat ja grob 1.700 EUR netto pro Monat als Pensionärin. Mehr als so manche Arbeitnehmerin! Als Homöopathin mit dem niedlichen Praxiswert von 50k wird sie eh nicht das Lebensniveau eines Niedergelassenen Radiologen mit einer Praxis für Strahlentherapie wollen.
      Klar ist mehr Geld immer nicht schlecht. Im Alter >80 fallen bei vielen auch Ausgaben weg für Auto, Reisen, Möbel, Unterstützung der Kinder usw. Zumindest 1.300 wachsen ja auch mit der Inflation mit. Der Rest ist eben eigene Anlageentscheidung. Ich persönlich würde entgegen Looman aktuell keine Anleihen kaufen sondern den gewünschten Verbauch für 2 Jahre aufs TG (also 24*527) und den Rest im ausschüttenden ACWI belassen.

      1. Ausgaben weg für Auto, Reisen, Möbel, Unterstützung fallen weg!

        Hehe, ich will auch noch mit 80 Reisen und Mobil sein und nicht mit 80 schonn quasi tot. Ich weiß aber was du meinst. Natürlich sind die 1700 Euro schon okay. Aber man darf die steigenden Kosten nicht unterschätzen, denk mal 20 Jahre zurück was man da für ein Brötchen oder Kugel Eis gezahlt hat und heute!

        Gruß
        A.

  7. Absolut sind 1.700 EUR netto eben 1.700 EUR netto, vollkommen klar. Unterstellt man aber einfach, dass es sich um eine Person handelt, deren Lebensqualität qua Lebensbiographie auf gewisser gesellschaftlicher Teilhabe beruht (Interessen, Mobilität etc.), ist das natürlich schon sehr bitter.

    Ich kenne jetzt den zu Grunde liegenden Looman-Bericht nicht, allerdings die Kolumnen typischerweise genauso wie sie (gut) pointiert sind, auch arg konstruiert – er weiß Gerichte durchaus heiß aufzutischen oder richtig zu würzen. Ich weiß noch, wie meine Eltern immer Sonntags am Frühstückstisch seine Kolumne aus einer Mischung von interessiert und belustigt diskutierten, zumal er, wenn man ihn lange Zeit ließt, in seinen wechselseitigen Aussagen auch nicht widerspruchsfrei zu sein scheint.

    Egal, aber dass man nur Bezüge von 1.500 Euro aus dem ärztlichen Versorgungswerk beziehen soll (insbesondere: Ihr Jahrgang mit einem vergleichsweise attraktiven Rechnungszins, der bei ihr noch weitgehend zur Anwendung gekommen ist), wäre schon eine echte Kunst, auch bei niedrigeren Beiträgen ist das kaum vorstellbar (Anmerkung: vollständig beitragsfreie Zeiten gibt es in VSW regelmäßig nicht, es wird typischerweise zumindest ein 1/10 vom Regelbeitrag erhoben) . Aber gut, das ist letztlich eine typische konstruierte Looman-Geschichte, die insofern genau also solche Geschichte ihren Zweck (Diskussion) erfüllt.

    1. Hast absolut recht.
      Mein Hinweis ist auch eher allgemein gedacht. Man darf die steigenden Lebenshaltungskosten ab der Rente nicht unterschätzen, wenn man bspw. 65 in Rente geht und noch 20- 30 Jahre lebt.

      Gruß
      A.

  8. Ernährung ist ja für einige auch fast ne Ersatzreligion geworden…

    Vom “unsterblichen” Veganer Dr. Greger über den crazy Tim Ferris, welcher für die sichtbaren Adern am Bauch sogar den Stuhlgang auf die Waage klatscht, hin zu den kurzfristigen Fleischeslust-Atkins Abnehmerfolgen (wo aber langfristig nicht optimal für viele Zivilisationskrankheiten ist)…

    Nach bald 50 Büchern finde ich eigentlich den Bas Kast am ausgewogensten und prinzipiell überwiegend pflanzlich, aber dann auch geschmacklich so, dass man auch Freude am Genuss & Geselligkeit hat.
    Da experimentiere ich gerne viel.

    Prinzipiell ist natürlich auch Vanille-Soja mit schlechtem Zucker oder Pulverkaffee weit weg von der Natürlichkeit anderer, purer Lebensmittel.

    1. @ -M

      “Der Ernährungskompass” ist ein gutes Buch. “Mit Ernährung heilen” von Andreas Michalsen ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Evidenzbasiert.

      1. Finde ich auch beide gut. Ich mochte auch das Valta Longo Buch.

        Im Prinzip sagen alle das selbe, weniger tierisches mehr pflanzlich, viele gute Öle und Fette, Kaum oder wenig verarbeitet. Eigentlich zwischenzeitlich Standardwissen.

        Wie immer ist die Umsetzung das Problem 😉

  9. Wenn sie sowenig aus dem Versorgungswerk erhält, dann hat sie definitiv nicht sehr lange Vollzeit gearbeitet, sondern eher als Nebentätigkeit.
    Außerdem müsste sie von drei Ehemännern durch den Versorgungsausgleich auch von deren Rentenansprüche profitieren.
    Frauen haben die Tendenz, sich nach einer Scheidung arm zu rechnen: “Ich bekomme nur xy Rente”. “Ja, plus die Rente von deinem Ex!”. Tatsache ist, dass im Regelfall beide exakt die gleichen Ansprüche behalten.

  10. Wobei ich mich bei den rabattierten Produkten doch frage, ob da ein Preisunterschied zur Discoutnerware entsteht. Also zumindest für viele Kückenprodukte sind doch die Discounterwaren günstiger, als wenn ich mir die rabattierten Ablaufprodukte kaufe.

  11. Der neue Bürgermeister von New York meint das sicher gut mit dem Gemüseanbau auf dem Balkon oder im Garten aber bei der Luftverschmutzung in New York bin ich mir nicht sicher wie gesund dieses Gemüse aus dem Garten oder dem Balkon wirklich ist.
    Bei uns auf dem Land ist das anders hier ist die Luft sauber und das eigenen Gemüse nicht belastet durch Abgase!

      1. Und im Kt. Aargau wäre ich mir nicht sicher, umgeben von Kernkraftwerken, bezüglich Radioaktivität im Boden. Da bin ich froh weit weg davon zu wohnen.

  12. @Tobs

    1.500€ aus dem ärztlichen Versorgungswerk sind echt wenig. Die Dame hat wohl in homöopathischen Dosen eingezahlt.
    Die Ärzte, die ich kenne, haben ein Vielfaches davon.

  13. Hallo Tim!

    Wieder mal ein ganz starker Beitrag. Auch ich unterstütze voll und ganz die Taktik, möglichst früh, konsequent und stetig einen ETF-Sparplan zu bedienen. Wer hiermit in den 20ern anfängt, kann sich schon mit 40 über ein ordentliches Sümmchen freuen. Ganz zu schweigen wie die Situation dann mit 60-67 einmal aussehen wird.

    Auch wenn in den nächsten Jahren vielleichht weniger Rendite p.a. drin sein könnten, gehe ich auch trotzdem langfristig von knapp 5% p.a. Rendite NACH Inflation aus. Hängt natürlich auch davon ab, wie sich die Inflation nun weiter entwickelt und ob diese tatsächlich nur vorübergehend ist.

    Einen ganz wichtigen Aspekt gilt es aber noch zu beachten: Leider hat in unseren heutigen Woke-Gender-Zeiten die Aktien-Anlage einen recht schweren Stand. Aktien gelten in manchen Kreisen gar als “unmoralisch” und “leistungslose Einkommen”. In beiden Punkten klarer fachlischer Widerspruch, aber vielleicht schreibst du mal, wie du zu diesen Vorwürfen stehst.

    Zwar gibt es erfreulich viele junge Menschen, die nun am Markt mitmischen (Trade Republic, Robinhood etc.), dem stehen aber die Ewig-Gestrigen entgegen, die den Sozialismus hofieren und am Liebsten wieder einen Öko-Agrar-Nanny-Beamten-Staat einrichten möchten.

    Oft aus Unkenntnis und Unwissen über wirtschaftlich-gesellschaftliche Zusammenhänge. Dem Kapitalismus werden heutzutage leider Vorwürfe gemacht, die er gar nicht verschuldet hat. Sämtliche Probleme (Finanzkrise, Schuldenkrise etc.) sind in erster Linie durch staatliche Eingriffe in die Wirtschaft entstanden (Geldschwemme, Subventionen, Verringerung von Eigenverantwortung des Einzelnen etc.). Und das ist genau das Gegenteil von Kapitalismus und seiner Funktion der “kreativen Zerstörung” von Unternehmen.

    Man muss Unternehmen auch Pleite gehen lassen können (ja, auch Banken!) und etwas Neues daraus entstehen lassen. Ohne dies haben wir keinen Kapitalismus und somit läuft auch die pauschale Kapitalismuskritik der aktuellen Stunde ins Leere. Es gibt schlicht keine rein kapitalistischen Länder mehr auf der Welt (nicht einmal mehr die USA).

    Ich bin zum Beispiel auch der Meinung, dass der Kapitalismus die einzige Möglichkeit ist, die Klimakatastrophe zu verhindern.

    Siehe hierzu: https://www.finanzguerilla.de/klimaschutz-und-kapitalismus-ein-widerspruch/

    Oder: https://www.finanzguerilla.de/aktien-und-moral/

    In diesem Sinne, weiter so und liebe Grüße!

  14. @M

    Ja, den Ernährungskompass.
    Ansonsten ist es ja bei jedem oft eine Entwicklung, wo man häufig aus der Kindheit erzogene Gewohnheiten mit der Zeit und Wissen ändert (wenn mann denn dazu die intrinistische Motivation hat (apropos Gene sind bei Krebs nur 5 % und Ernährung/Lebensgewohneiten mit jeweils 30 % nach einer Uni-Studie, welcher ein ein unmotiviert wirkender Roter ab und an zitiert, ursächlich)). Zudem sind wir da alle mehr oder weniger von der Lebensmittelindustrie etwas vorbelastet.
    Wie Baum schon richtig schreibt ist es auch ein Unterschied von Theorie zu Praxis.
    Wenn man Abends müde nach Hause kommt, sollte es schnell, gesund und simpel sein, so dass es hilfreich ist, wenn man ca. 4-5 Leibspeisen hat, welche leicht von der Hand gehen.
    Frodeno ist m. W. Pescetarier und Lange Veganer. Bei tierischem Eiweiß würde ich frei nach ein paar Japanischen “Gurus” eher die untere Nahrungskette überwiegend bevorzugen oder solche, welche für unsere zahlreichen guten Mitbewohner im Darm ein Festmahl sind. Cheat-Days finde ich auch ok, wenn es gesellig (Familienfeste etc. pp.) ist, denn es gilt der überwiegend längere Zeitraum / Pareto-Prinzip und wenn es einem keinen Spaß macht, macht es keinen Sinn!

    1. Danke, habe auf Kleinanzeigen mal ein Angebot gemacht für den Kompass.

      Baum und du schriebt es schon richtig. Wir leben nicht rein vegetarisch, aber fast seit 1 jahr. Fühlten uns nie besser!

      -M

      1. Habe vorhin das erste Mal kurz auf die Märkte geschaut (wie so oft nur kurz ob rot oder grün), hätte ich mir sparen können, wenn Thema Essen ist, ist die Lage klar 😀

  15. @Milchersatz
    Geschmack ist unterschiedlich, ich mag keine Sojamilch. Kaffee trinke ich eh schwarz aber Matcha trinke ich gerne mit Mandelmilch (geröstet oder ungeröstet), guter Qualität wie flüssiges Marzipan einfach nicht so süss.

    @Ehe-Abhängigkeit und Altersvorsorge
    Drum prüfe wer sich ewig… ist auch in der heutigen Zeit auch bei jüngeren Paaren leider immer noch ein nicht ganz selten Problem. Ich finde es für eine Partnerschaft eine gesunde Basis, wenn beide finanziell gleichwertig unabhängig sind, insbesondere die Frau nicht finanziell auf den Mann angewiesen ist und umgekehrt der Mann nicht emotional oder praktisch von der Frau abhängig, gibt immer noch und mich verwundert es auch junge Männer nicht fähig sind, sich ein Hemd selber zu waschen/bügeln oder sich etwas zu Essen zu kochen. Umgekehrt kann es einfach nicht sein und ist unter jeder Würde wenn ein Partnerteil finanziell abhängig vom andern ist und alles ertragen muss nur aus diesem Aspekt.

  16. @Bruno

    Klingt fast(vielleicht nur mein Eindruck), als ob du dich schämen würdest, weil du „kurz“ auf die Märkte geschaut hast. Ist schon ok…
    Ich schau oft stundenlang auf die Märkte und allem drumherum…keine Angst, ist hochinteressant.

    1. haha nein ich schäme mich nicht aber ich habe tagsüber kaum Zeit, und ich habe es heute tatsächlich vergessen und war dann nicht überrascht dass es rot war weil das Thema Essen war 😉

      Als sehr langfristiger Investor muss man eigentlich nie reinschauen, als Trader ist es natürlich anders.

  17. @ Bruno

    Ich finde den Blick ins Depot heute verhältnismäßig angenehm. BABA, CoreCivic, sogar CTSO, Reliance waren stark. RDS hat brav Dividenden hinterlegt und meine Short Calls auf RDS und Tanger haben gut neutralisiert. Jetzt muss ich nur noch Jemanden finden, der meine RDS Short Calls für um die 1200€ übernimmt. Das geht aber ebenfalls passiv. Ich habe sie schon lange angeboten. Mein Übernahmekandidat PFB mit Kurs um 26.8 CAD habe ich ebenfalls frech für 40 CAD eingestellt. Sollen die mal schön ohne Limit Order übernehmen 😉

  18. Ich finde den Blick ins Depot heute nicht nur verhältnismäßig angenehm, sondern besonders erfreulich. Das liegt an der steil ansteigenden Goldposition.
    Dazu noch der fallende Euro…
    US-Inflation 6,2%. Ob „transitory“, wird immer fraglicher.
    Mal schauen, ob die Rendite die Inflation in nächster oder nicht so nächster Zeit noch halbwegs ausgleicht.

  19. @ Wolke

    So richtig besonders war der Börsentag heute für mich nicht. Da würde mir eine Zulassung, oder Übernahme oder ein Verkauf von einem meiner Limit Order eher gefallen.
    Ob die Inflation heute höher ist?
    Hast Du so eine hohe persönliche Inflation? Falls ja warum?

    Die drei größten Ausgabeposten sind Wohnen, Mobilität und Energie. Du wohnst Im Eigentum. Ob die Mieten jetzt 10% steigen oder fallen kann Dir genau wie Hauspreise egal sein. Stören Dich die Stromkosten, dann investiere doch ein paar Krüger in eine PV Anlage. Damit bist Du unabhängig von Preissteigerungen in dem Bereich und kannst die Anlage sogar mit unter 1% finanzieren. Da sie sich in vermutlich 12 Jahren abzahlen wird wäre das sogar eine sehr gute Rendite. Und diese ist auch noch gut kalkulierbar und unterliegt keiner wesentlichen Volatilität. Mit dem Strom könntest Du nebenbei eine Wärmepumpe bedienen und eventuell ein Elektrofahrzeug laden. Also lieber ein paar Krüger mehr investieren, so dass Du unabhängig von den drei größten Ausgabeblöcken wärst. Mr. Money Mustache hat erst kürzlich eine Wärmepumpe installiert. Vielleicht kannst Du eine einfache Lösung umsetzen. In Italien benötigst Du vielleicht nicht das Grundwassermodell. Ausgaben für Essen sollten auch keiner nennenswerten Preissteigerung unterliegen. Dafür habt Ihr doch Euren Orta in der Toskana, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht.

  20. @Kiev

    Man kann auch noch so hohe Inflationsdaten mit Yoga oder anderen östlichen Meditationsverfahren einfach wegatmen. Das geht.
    Offizielle Inflation: 5%, reale 10%, persönliche 0%. Wunderbar, kein Problem.
    @Orto in der Toskana? Meinst du Orto=Garten? Ich besitze keinen, leider.

  21. @Wolke,

    wie sieht es aus mit der Booster-Impfung in Italien? In der CH gibt es das erst ab Alter 65, da fehlen mir noch bald 1.5 Jahre, morgen werde ich mal versuchen mir in D meinen shot zu organisieren, keine Ahnung ob das klappen wird, aber ich versuche mein Glück,
    ich habe nun im persönlichen Umfeld 2 Impfdurchbrüche gehabt, Geburtstagsfeiern, Alle seit Monaten doppelt geimpft. Symptome eher mild. Aber ich will den Dreck nicht.

  22. @Fit und Gesund

    Italien will diese Woche entscheiden, die Drittimpfung auf unter 60jährige auszudehnen.
    Die Impfrate des Landes liegt bei vorbildlichen 83%. Sie wollen 90% erreichen. Dagegen schauts in anderen EU-Ländern mit der Impfrate eher traurig aus. Die haben dann auch die vielen Neuinfektionen, volle Krankenhäuser und ausgelaugte und verzweifelte Pfleger und Ärzte.

  23. @ Wolke

    Deine persönliche Inflation von 0% klingt doch phantastisch. Wieso bist Du so stark darauf fixiert, wenn es Dich nicht betrifft? Schade, dass Du keinen Otto hast. So etwas ist sicherlich im Alter ein schönes Hobby. Ich wünsche uns Allen, dass wir keine Zeiten erleben, in denen ein Garten wesentlich zur Inflationseindämmung beiträgt.

    Wie kommst Du auf die geringe Inflation?

    Du wohnst vermutlich in Eigentum. Wie sehen Deine Energiekosten aus? Hast Du hier eine PV Anlage? Wie sehen die Mobilitätskosten aus? E-Fahrzeug oder Pedelec?
    Ich möchte in Energie und damit zusammenhängend in Mobilität meine Unabhängigkeit weiter ausbauen. Eine Anhebung auf 30 Kilowatt Peak als Liebhaberei käme mir entgegen.
    Zurück zur Inflation. Falls bei mir der Preis für ein Stück Butter um 100% steigt, so macht das bei einer Butter um Monat und ca. 2€ Preissteigerung weniger als 1% unserer Ausgaben aus. Bei einer Kaltmiete von 1000€ wären 10% Mieterhöhung bereits 100€. Das fänd ich jetzt nicht so angenehm. Das wären schon 4%. Das meine ich mit Kostenblöcken. Wenn man die teuersten drei Kostenblöcke extrem minimiert hat ist man gegenüber moderater Inflation geschützt.

  24. “Ich bin zum Beispiel auch der Meinung, dass der Kapitalismus die einzige Möglichkeit ist, die Klimakatastrophe zu verhindern.”

    Das sehe ich anders. Kapitalismus ist ein Weg wenn er vernünftig eingesetzt wird. Aber auch das Tabuthema “wachsende Weltbevölkerung” als Trigger muss thematisiert werden. Mehr Bildung und Aufklärung für Frauen und weniger rückständige religiöse Ansichten wäre wichtig. FFF-Bewegungen sollten daher vielleicht ihren Fokus erweitern….

    @Inflation: Bei uns im ÖD laufen gerade Tarifverhandlungen. Die AGs blenden u.a dieses Thema Inflation völlig aus und es wird wieder auf einen sehr mauen Lohnabschluss hinauslaufen. Durchaus auch ein Stück weit demotivierend. Ein Grund mehr für mich, die Selbstständigkeit weiter auszubauen. Man darf sich als Bürger nicht wundern, wenn wichtige große Projekte schlecht laufen. Gerade im Ingenieurbereich (Angestellte, nicht Beamte) gibt es zunehmend große Probleme bei der Besetzung. Wir haben einige Stellen bereits viermal erfolglos ausgeschrieben….

    1. Hallo Ralf,

      Volle Zustimmung. Aber ich glaube auch, dass sich solche von dir angesprochenen Probleme automatisch lösen, wenn die politischen Systeme der Länder “freiheitlicher” werden (um nicht das negativ besetzte Wort “kapitalistischer” zu benutzen.

      – Bevölkerungswachstum? Gibt es in kapitalistischen Systemen kaum noch –> Balance zwsichen Mensch und Natur normalisiert sich

      – Mangelnde Bildung von Frauen? Gibt es in kapitalistischen Systemen auch nicht.

      – Bildung? Gibt es in freiheitlichen Systemen nahezu kostenlos und für Jedermann (Bibliotheken, Internet etc.). Hier sehe ich eher die Gefahr einer wachsenden Tendenz zur Zensur (Cancel-Culture), wie sie an britischen Unis wohl gerade um sich greift

      – Rückständige Religionen? In säkularen Demokratien eher weniger ein Problem.

      Ich denke, dass sich ein Großteil der Probleme der heutigen Welt daher tatsächlich eher außerhalb der westlichen Staaten finden lassen. Ob wir natürlich durch unser Konsumverhalten diese Missstände fördern, lasse ich mal dahingestellt. Hier muss man aber überlegen, was mit diesen Gesellschaften passiert, wenn sie nicht mehr für den Westen produzieren und ob dies nicht mit einem großen Wohlstandsverlust einhergeht.

      Und die Umwelt profitiert ebenfallls von fortschrittlichen, freiheitlichen Gesellschaften. Die schmutzigsten Länder dieser Welt sind allesamt nicht freiheitlich demokratisch strukturiert. Und selbst bei “Nachhzüglern” in Sachen Klimaschutz wie die USA tut sich hier mehr, als z.B. in Kuba.

      Von daher: Der Weg stimmt. Und wenn der Markt nun auch CO2 als “Wert” bepreist, löst sich das Problem auf Marktebene auf lange Sicht von selbst. Wenn man den Markt lässt…

      LG
      Andreas

  25. @Wolke

    Deine 0% Inflation würde mich auch interessieren. Energie, Nahrung etc.

    Hut ab!

    Ich bin gerade dabei das zu steigern, was oben in den Trichter rein kommt. Wenn es funzt, dann steigt die Lifestyleinflation aber nur geringfügig und die Sparrate gewaltig.

    -M

  26. @Kiev, @-M

    Mein Kommentar zur Inflation war eigentlich ironisch gemeint.
    Die „persönliche“ Inflation kann man sich schönreden, ist aber unrealistisch.
    Die derzeitige Inflationsrate, besonders wenn sie weiter steigt, wird uns alle und alles betreffen. Aktienmärkte, finanzielle Freiheitsträumer, Sparfüchse, Minimalisten, Frugalisten(von was leben die dann eigentlich noch?).
    Man kann es aber auch einfach verdrängen.

  27. @Ralf, was hast du immer mit deinem “Tabuthema steigende Weltbevölkerung”?
    1. Wo ist es bitte schön Tabu?
    2. Du wirst überrascht sein, wer mehr Ressourcen verbraucht, eine Großfamilie in Afrika oder ein Single Haushalt in einem Industriestaat.
    3. Erwartest du das die Kinder auf die Straße gehen, mit Transparenten ” Hört auf euch in Afrika zu vermehren! ” …

  28. @ Wolke

    Wieso sollte man seine persönliche Inflation schönrechnen? Nehmen wir an die Inflation ist maßgeblich durch Energiepreise und Wohnpreise getrieben. Das betrifft Jemanden in Eigentum mit PV Anlage, Wärmepumpe und Pedelec sicherlich weniger stark als den Durchschnitt. Auch wenn durch die Energiekosten langfristig auch Preise steigen. Die werden nicht in dem Maße steigen wie die Energiekosten, da sie nur einen Bruchteil des Preises ausmachen.

    Außerdem kann die persönliche Inflation wesentlich höher als der Durchschnitt liegen. Falls man beispielsweise eine ETW erwerben möchte und die Preise innerhalb von einem Jahr in dem Bereich um 10% gestiegen sind wird sich ein potentieller Käufer sicherlich nicht über eine generelle Inflation von beispielsweise 0.2% freuen. Das hilft ihm bei dem Erwerb der ETW auch nicht weiter.

    1. @Kiev, sorry aber die Argumentation, daß eine Inflation jemanden unberührt ließe, weil er im Eigentum wohne, eine PV-Anlage und ein Pedelec besäße, ist, gelinde gesagt, etwas gewagt.
      Auch die Instandhaltung der ETW, der PV-Anlage usw. wird teurer.
      Als Nichtfrugalist, Nichtmönch oder nicht zwanghafter Sparer werden Essen und Mobilität halt ordentlich teurer.
      Studier mal die historischen Inflationsbeispiele…

  29. @Fit und Gesund

    Mich würde interessieren, wie die Covid-Situation in der Schweiz aussieht. Ist es so schlimm wie in Deutschland und Österreich?
    Und wie ist die Impfrate?

    1. Impfrate ist verhältnismässig tief, aktuell 65%. Diese Woche ist eine Impfwoche, eher ein Flopp. Hier funktioniert Druck nicht, gibt eher Gegendruck. Bin gerade an einem Restaurant vorbeigelaufen und da sitzen sie im Nebel bei 0°C frierend draussen und essen da. Viele Handwerker, das Motto “lasse mir doch nicht Gift in den Arm spritzen wegen einem Schnupfen”. 2-G wie in Österreich gäbe hier wohl Aufstände, Freiheitsliebend ist eben nicht kompatibel mit einer Pandemie.

      Man schiebt sich nun gegenseitig die Schuld zu, die Ungeimpften sagen man entziehe ihnen die Freiheit wegen Zertifikatspflicht, die Geimpften sagen man entziehe ihnen die Freiheit weil so das Problem hinausgezögert wird… so findet jeder einen Schuldigen ohne das Problem zu lösen.

      Die Ungeimpften, welche es nun trifft tun mir nicht so leid, aber alle andern, insbesondere auch die Spitäler und auch die Geimpften mit schwachem Immunsystem und Impfdurchbrüchen.

      1. Gerade auf n-tv gelesen:

        +++ 13:58 Schweizer Professor will Versicherung für Ungeimpfte +++
        Ein Schweizer Wirtschaftsprofessor schlägt vor, dass ungeimpfte Corona-Patienten ihre Krankenhausrechnungen künftig selbst zahlen oder sich entsprechend versichern sollen. “Es ist nun einmal eine Tatsache, dass Ungeimpfte ein viel größeres Risiko haben, im Spital zu landen – und diese Behandlungen sind sehr teuer”, sagt Marius Brülhart, Professor an der Universität Lausanne, dem Schweizer Radio und Fernsehen. Wer sich gegen das Virus impfen lassen könne, dies aber ablehne, könne ja eine Zusatzversicherung abschließen. Er schätzte die durchschnittlichen Kosten eines Krankenhausaufenthalts mit einer Covid-19-Infektion in der Schweiz auf bis zu 30.000 Franken – umgerechnet 28.500 Euro.

  30. @ Wolke

    Ich habe dich nur die persönliche Inflation anhand eines Beispiels gezeigt. In dem Fall wäre man sicherlich unterdurchschnittlich von Preiserhöhungen betroffen. Falls der Preis eines Brotes dem letzten Monatsgehalt entspricht, haben wir ganz andere Probleme. Da hilft meinem Nachbarn natürlich physisches Gold und mir ein Sturmgewehr für meinen fairen Anteil.

  31. @Inflationsschutz

    Performance seit 1 Jahr:
    https://finviz.com/futures_performance.ashx?v=16

    Gold dümpelt.

    Bitcoin +320%
    Hafer +145%
    Öl/Gas +100%
    US Aktien 30-40%

    Generell Getreide werden teurer, nicht lustig, das hatten wir schon mal wegen Treibstoffen während Finanzkrise, da ist es schon fast ein Hohn wenn (über-)gesättigte Westler über Inflation klagen, hier geht es um Ernährung + Hungerprobleme. Ist noch andere Gründe aber schon mal ein Vorgeschmack was uns mit der Klimakatastrophe erwarten könnte.

  32. @ Wolke,

    die Impfrate in der CH ist relativ tief, schade…mir stünde nach jetzigem Stand der Dinge erst in 1.5 Jahren die nächste Impfung zu,
    ich bin eher umtriebig 🙂 ich hab mein Ziel erreicht, ich habe heute Morgen die dritte Impfung in Konstanz problemlos erhalten, aber eine Mordsschlange vor mir, danach musste ich erstmal Kaffee trinken gehen und hab mir noch eine Packung Nürnberger Lebkuchen für unterwegs mitgenommen, die hab ich sofort vertilgt und jetzt ist mir schlecht….

    die Impfwoche in der CH ist zum Fenster rausgeworfenes Geld, sollten sie besser Jedem der will die dritte Impfung ermöglichen. Wer bis jetzt nicht wollte, der lässt sich nicht mehr überzeugen, in manch gepflegtem Vorgarten stehen hier Schilder mit “Ich lasse mich nicht impfen”. Nun denn, mein Problem soll es denn nicht unbedingt sein, es sei denn die IPS ist voll und ich benötige einen Platz.

  33. @Rüdiger,
    die Kosten sind viel höher, ab 100k aufwärts für Intensivaufenthalt, wir hatten Patienten die mehrere Wochen! bei uns lagen, künstliche Beatmung, Dialyse& Hämofilter, sehr teure Medikamente, täglich, wochenlang…

    1. Mir kamen die Kosten auch viel zu niedrig vor. Aber ich habe wörtlich zitiert, was auf n-tv publiziert wurde … Danke für die Richtigstellung!

  34. Ich sah auch in einigen Läden oder Coiffeur/Kosmetikstudios etc. Kleber am Eingang mit “bei uns keine Maske wir bedienen auch Ungeimpfte”, natürlich auch ohne Maske so verbreitet sich das Virus schneller. Dummheit kann man leider weder impfen noch heilen.

    Ich bin natürlich weiterhin gegen Impfzwang trotzdem nervt es mich zunehmend, insbesondere wenn es reine “Freiheitsargumente” sind, ich lasse mir von Politikern nicht befehlen etc. wenn jemand kritisch ist weil er Angst hat vor Nebenwirkungen ok, kann man das akzeptieren auch wenn ich die Risiken einer Erkrankung deutlich deutlich höhere einschätze aber die Freiheitsargumente von Sturköpfen sind schon mühsam.

    1. Noch schlimmer sind Alters- und Pflegeheime die ihre Insassen vor der bösen Impfung “schützen” wollen und dann reihenweise schwer erkranken… das grenzt schon an.. aber lassen wir das.

  35. @persönliche Inflation
    Wenn meine persönlichen Lebenshaltungskosten sagen wir 3% steigen jährlich aber mein Vermögen um 2% wächst, dann mache ich Gewinn. Für die meisten hier im Forum ist diese normale Inflation überhaupt nicht das Problem sondern eben eine Gewinnsituation aufgrund des vorhandenen großen Vermögens. Wenn man H4-Niveau lebt und gibt sein ganzes Vermögen jeden Monat für notwendigen Konsum aus, dann ist bereits diese normal große Inflation schwierig. Vom Immobilien / Gold usw. kaufen kann man nicht mehr träumen, die Preise galoppieren davon.

  36. @ 42sucht21

    Meine persönliche Inflation betrachte ich gar nicht. Sie ist mir mir völlig egal. Ist technisch auch nicht realisierbar. Meine monatlichen Ausgaben sind alles andere als statistisch verwertbar. Meine Ausgaben kann ich nur im gesamten als Durchschnitt betrachten und gegebenfalls leichte Steigungen oder Senkungen der Ausgaben über die Zeit deuten. Das liegt aber eher an meinem persönlichen Konsum.
    Die Photovoltaik Anlage gefällt mir ber dennoch. Es wäre eine andere Asset Klasse und hier wird kalkulierbar Netto mit ordentlicher Rendite eingespart. Ich würde das ganze natürlich finanzieren und Einnahmen gegen Ausgaben rechnen. Vielleicht lese ich in ein paar Jahren von einem Herrn Kommer, dass das liebe PV Modul eben nicht die Miete und sich selbst abzahlt. Wenn in meinen Ausgaben die Rate für das Darlehen allerdings unterhalb der bisherigen Kosten für Strom liegt und sich die Anlage in 10 Jahren mit den Überschüssen fast selbst abzahlt nehme ich es gerne in Kauf. Es gibt eventuell weitere Möglichkeiten Einkommen mit der Anlage zu generieren. Mit ist noch nicht klar wie das Laden eines Firmenwagens vom Arbeitgeber behandelt wird 😉 Einen pauschalen Beitrag pro gefahrenen Kilometer bei eigener Ladung fände ich nicht uninteressant.

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