Das Geheimnis der Reichen von nebenan: Sie kaufen nur, was sie brauchen


New York, 10. Februar 2020

Blogger Vincent Willkomm von Freaky Finance ist Millionär. Er verdient gut und hat ein üppiges Depot. Trotzdem ist er sparsam geblieben. (Foto: Instagram).

Eine der größten Sorgen der Europäer ist der Klimawandel gefolgt von der Schere zwischen Arm und Reich, die weiter auseinander geht. Mit dem frühen konsequenten ETF- bzw. Aktiensparen kannst du deine Situation deutlich verbessern.

Ich bin sogar für eine moderate Vermögenssteuer für die Reichen. Die sollen durchaus ihren Beitrag leisten. Aber sind wir ehrlich: Von außen sieht es so aus, als ob die Reichen alles besitzen, was sie möchten: schicke Autos, Privatjets, Villen, Wochenendhäuser etc.

Die Superreichen können es sich leisten, jeden teuren Luxus zu kaufen. Aber die erfolgreichen Menschen wissen, dass das Leben innerhalb ihrer finanziellen Verhältnisse der Weg zu nachhaltigem Wohlstand ist. Deshalb sind sie umsichtig und vorsichtig mit ihrem Geld. Sie verballern es nicht.

Die zentrale Frage, die du dir stellen solltest: Nur weil du dir die teurere Option leisten kannst, ist dies nicht immer die beste Wahl (Haus, Auto, Urlaub, Mode…). Nimm dir dieses Sprichwort zu Herzen: “Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.”

Schau dir diese 59-jährige aus Cincinnati in Ohio an. Sie hat mit ihrem Gatten ein Vermögen von 4,3 Millionen Dollar selbst aufgebaut – ohne zu erben. Das Paar fing mit einem moderaten Gehalt an. Sie leben noch immer in einem Haus, das nur einen Wert von 300.000 Dollar hat:

Viele Millionäre von nebenan, denen man es nicht ansieht, dass sie reich sind, könnten sich locker eine Penthouse-Wohnung für 1 Million aufwärts leisten, sie tun es aber nicht. Sie kaufen stattdessen ein Apartment für 250.000 oder 300.000 Euro, weil das alles ist, was sie brauchen.

Wenn Du einfach alles ausgibst, nur weil du es kannst, endest du eines Tages mit einem leeren Sparschwein. Kaufe nur, was du brauchst, egal wie reich du bist. Denk an Boris Becker. Es kam irgendwann der Punkt, da merkte der Ex-Tennisstar, das Sparschwein ist leer. Er flog mit Privatjets, er hatte teure Autos, eine Villa, protzige Häuser/Wohnungen… Plötzlich kam das finanzielle Ende. “Oje, ich hab kein Geld mehr”, hat er sich am Kopf gekratzt. Da war es zu spät.

Diese Idee ist der Grundstein für den Aufbau von Wohlstand: Lebe von dem, was du brauchst und setze den Rest zum Investieren ein. Ich kaufe zum Beispiel seit einigen Monaten die abgestürzte Kraft-Heinz-Aktie. Sie ist um mehr als 50 Prozent eingebrochen. Aber die Dividende ist würzig. Ich hoffe, die Ausschüttung bleibt so üppig und wird nicht gekürzt. Die Barron’s-Zeitung hat die Lebensmittel-Ikone jetzt auch entdeckt und empfohlen. Ich mache hier wohlgemerkt keine Anlageberatung. Das Ketchup- und Käse-Imperium ist hochgradig verschuldet und wächst nicht mehr. Es muss saniert werden. Was mich zuversichtlich stimmt: Warren Buffett ist Großaktionär und hat das Sagen.

In der neuen Barron’s-Ausgabe wird Kraft Heinz empfohlen. Aber im Artikel heißt es, dass weitere negative Nachrichten bevorstehen könnten. Schlechte Nachrichten können gut genutzt werden zum Einsammeln.

Schau dir Millionär Vincent Willkomm (Freaky Finance) an. Er gibt im Jahr zwischen 15.000 und 20.000 Euro aus. Er hat aber einen Nebenjob und zahlreiche passive Einnahmequellen. Zusammen kommt er auf Einnahmen von über 5.000 Euro im Monat. Er hat Einnahmen aus Immobilien-Vermietungen, Carsharing seines Transporters, Airbnb, Dividenden, P2P-Krediten, Crowdinvesting, Aktienoptionen.

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The King ? and his Castle ?

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tim schaefer (Author)

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thoughts on “Das Geheimnis der Reichen von nebenan: Sie kaufen nur, was sie brauchen

  1. AvatarVincent

    Hi Tim,

    das ist ja ne Überraschung mich hier im Titelbild zu sehen und so einen netten Text über mich zu lesen 🙂

    Leben auf großem Fuß liegt mir nicht – das stimmt. Und auch wenn ich nicht alles ausgeben kann (oder will) bleibe ich kreativ und fleißig. Im Januar habe ich neben meinem Angestelltenjob (Teilzeit) bereits fast die Hälfte meiner voraussichtlichen Jahresausgaben eingenommen:

    https://www.freakyfinance.net/monatsabschluss-januar-2020/

    Danke noch mal für die Erwähnung und beste Grüße aus Hamburg

    Vincent

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Hallo Vincent,

    du kommst beim Vermögensaufbau kreativ voran. Du hast viele passive Einkommensströme aufgebaut. Respekt!
    Grüße übern großen Teich nach Hamburg

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Alex

    Sie hat 4,3 Millionen Dollar Privatvermögen. 300.000 Dollar kostet ihr Eigenheim. Das ist moderat mit Blick auf ihren Vermögensstand.

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Alex

    oh, habe ich korrigiert. Das war ein Tippfehler. Danke für den Hinweis.

  5. AvatarHeitinga

    Danke Tim für die immer wieder guten Beispiele und ermutigenden Worte, um bescheiden in seine Wohlfühloase zu gelangen.

    Ach und Vincent ist natürlich auch ein klasse Beispiel, wie es laufen kann. Nur die Arbeit die dahinter steckt und auch die Disziplin sollte man nicht vergessen! Also ranklotzen…

    Allen weiterhin Maximale Erfolge für Ihre Ziele.

  6. AvatarThomas

    @Vincent, du bist ein Vorbild! Wirklich toll was du erreicht hast. Ich beneide dich ein wenig dafür, dass du bereits so früh gewusst hast wie man Investiert. Ich habe sehr lange planlos gespart. In der Vermutung dass irgendwann eine Immobilie her muss. Dass eine Immo gar nicht zu mir paßt habe ich mir lange nicht eingestanden und in sofern das Geld zu lange mit wenig Zinsen vergammeln lassen.

    🙂

     

  7. AvatarStefan

    moin Zusammen, ja der Vincent hat es geschafft. Dem kann man nur zustimmen, sehr viele Zweige auf denen er sitzt. Das ist der richtige Weg.

    Da hier aber immer gerne über die Politik und dem Finanzministerium im speziellen, hergezogen wird, möchte ich gerne einmal anmerken, dass die Angst vor Aktien, die hier im Lande ja sehr verbreitet ist, auch seine Gründe hat. Das ist ja nicht aus der Luft gegriffen. In der Theorie hört sich das immer so einfach an, “Buchverluste aussitzen”, ist doch kein Problem!, in der Praxis wird es sich dann zeigen, ob der Verlust einer 6-stelligen Summe oder mehr, locker ausgesessen werden kann. Da bin ich mal gespannt. Ich kann für mich nur sagen, dass es mir sehr schwer fallen wird, alles wieder einbrechen zu sehen, wenn es denn in meiner kurzen Lebensspanne nochmal passieren sollte, weiß man ja nun auch nicht.

    Um hier nochmal den Bogen auf Vincent zu schließen. Viele verschiedene Äste zu haben, hat in solchen Markteinbrüchen den großen Vorteil, dass zb. das Geschäft aus den Mieteinnahmen oder Vermietung von Transportern usw. stabil weiterläuft. Dividenden werden natürlich auch weiterhin kommen.

    Sehr heikles Thema, die Generation dot.com Blase wird bald in Ruhestand gehen, die neue Anlegergeneration wird sich in deren (kommenden) Crash noch behaupten müssen.

     

  8. AvatarGurki

    Ich würde ja später auch gerne eine Immobilie für 250-300.000€ erwerben. Aber habt ihr euch mal den Wohnungs- und Hausmarkt angeschaut?
    Außerhalb von Großstädten würde man was in dem Preissegment bekommen. Aber dann ist es 60 Jahre alt. Und völlig ranzig!
    Was gescheites, was dann auch für 1-2 Kinder groß genug wäre und eben nicht kernsaniert werden muss (was auch noch mal locker 50-100.000€ verschlingen kann) kostet dann zwischen 500.000€ und 600.000€. Also quasi das doppelte…

    Großen Respekt an Vincent! Toll was er sich aufgebaut hat. Sein Teilzeitjob mit üppigem Gehalt (andere bekommen das in Vollzeit oder nicht?) war ja schon beneidenswert 🙂

  9. AvatarMr. Pino Cavallo

    Für eine Immobilie ist es jetzt schlicht und einfach zu spät. Das sollte man auch einfach mal einsehen. Aktien sind dagegen alternativlos, zumal man hier auch immer wieder Schnäppchen finden kann.

    Immobilien sollten m.E. wie jede andere Asset-Klasse behandelt werden. Auf jeden Fall Emozionen da raus nehmen und sich nur die kalten Zahlen anschauen. Überhaupt ist doch ein gut diversifiziertes Aktienportfolio besser als das Klumpenrisiko Immobilie.

  10. Avatar42sucht21

    @Stefan – mir sehr schwer fallen wird, alles wieder einbrechen zu sehen, wenn es denn in meiner kurzen Lebensspanne nochmal passieren sollte

    Diese gute und ehrliche Einsicht haben viele nach 12 Jahren einer im wesentlichen nur steigenden Börse nicht. Was spricht aus Ihrer Sicht denn dagegen die Größe der RK3 zu reduzieren zB auf 30% um sich sicherer zu fühlen eine Korrektur mental einigermaßen fröhlich durchzustehen?

  11. AvatarThomas

    @42sucht21 …..die Größe der RK3 zu reduzieren zB auf 30% um sich sicherer zu fühlen…

    Vielleicht die Gewissheit dass 30% RK3 kaum in der Lage sind die Inflation des ganzen Vermögens auszugleichen und man einen Anlagehorizont > 15Jahre hat?

  12. AvatarDaniel

    Vielleicht die Gewissheit dass 30% RK3 kaum in der Lage sind die Inflation des ganzen Vermögens auszugleichen und man einen Anlagehorizont > 15Jahre hat?

    100.000€ Anlagesumme

    70.000€ auf Tagesgeld bei 0% und 2% Inflation =

    Wertverlust ~1400€ / Annum

    30.000€ MSCI World mit ~ 6% Gewinn im langfristigen Trend

    Wertzuwachs ~ 1800€ /Annum

    Das sieht für mich nach eine durchaus machbaren Lösung aus seinen Besitzsstand auf dem Status quo zu erhalten auch mit “nur” 30% “Spielgeld” im Feuer.

    Historisch gesehen ist auch anzunehmen das mit steigenden Inflationen auch Wertzuwächse im Sachwertebereich zunehmen. Ich vermute daher dass wachsender Wertverlust auf Sichteinlagen RK1 durch höhere Wertsteigerungen in RK3 Aktienbereich kompensiert werden.

  13. AvatarMichi

    @Thomas 9:30 Uhr

    ganz genau so war es bei mir auch. Nur ist man halt immer abhängig, was der Vermieter mit der Immobilie plant… Wir wohnen schon recht lange sehr sehr günstig, aber wenns mal nicht mehr passt in der Mietwohnung, wird umziehen halt echt ein ziemliches Problem ( also rein von den Mietkosten ).

     

  14. Avatar42sucht21

    @Thomas
    Ja, das kann der Grund bei vielen sein. Ist aber der falsche Anreiz meiner Meinung nach weil diese Personen vermutlich durchschnittlichlich schlechtere Investoren sind mit weniger Rendite bei falschen Handelszeitpunkten – nach fear & greed. Außerdem schlafen sie schlechter. Mit 30% RK3 ist man trotzdem ein richtiger Mann.

    Lieber Risiko rausnehmen auf ein persönlich erträgliches Niveau und einen Plan haben & durchhalten falls eine Korrektur kommen sollte. @Stefan schrieb ja “in meiner kurzen Lebensspanne” und somit ist er vermutlich nicht mehr Anfang 20.

  15. AvatarDanielKA

    mit Familie in der eigenen Wohnung/Haus zu wohnen ist ebenfalls ein weiterer starker Ast für die gesamte Vermögenssituation. Lieber etwas kleiner und in einer guten Gegend, aber dafür leichter handelbar (In der Rate sowie bei einem möglichen Weiterverkauf).

    nicht alle Städte größer 200 TSD Einwohner sind wie München, da gibt es viele Grautöne bzw große Preisunterschiede.

    als geborener Münchner könnte ich es noch verstehen, aber wer ohne Aussicht auf ein 6-Stelliges Familieneinkommen nach München zieht und sich beschwert ist selbst schuld. Ich ziehe ja auch nicht freiwillig nach New York und beschwere mich über hohe Mieten

  16. AvatarA.

    Diese gute und ehrliche Einsicht haben viele nach 12 Jahren einer im wesentlichen nur steigenden Börse nicht.

    Faktencheck: Es gab Korrekturen in den 12 Jahren: 2011..2016..2018… das sind die die mir spontan einfallen.

    Crashs gab es in den letzten 90 (!) Jahren 3-4 mal:

    30er Jahre.

    Weltkrieg II.

    2000er Blase und 2008/09.

    Im Nachhinein war jede Korrektur eine Kaufchance. Daher werde ich stets weiter regelmäßig investieren.

    Gruß

    A.

  17. AvatarThomas

    @Daniel, wenn das Ziel der reine Kaufkrafterhalt ist, dann ist das ok, ja kommt halt auf die Erwartungen und Ziele an.

    @Michi, so sieht es aus. Mit der Unsicherheit muss man umgehen können oder seine Konsequenzen ziehen.

    @42sucht21. Ich habe mal gelesen, dass man an der Börse dafür bezahlt wird die Kontrolle abzugeben und los zu lassen. Wer das kann wird langfristig belohnt. Wer das nicht wünscht oder aushält muss auch hier seine Konsequenzen ziehen. Mir hat eine langsame Gewöhnung über Jahre geholfen. Die Gewöhnungsphase hat mich rückwirkend viel Rendite gekostet. Vermutlich war die aber nötig. Mittlerweile macht mich der Notgroschen in Euro eher nervös als weltweite diversifizierte ETFs. Und ja ich habe schon Rückschläge verkraftet. 2008/9 hatte ich aktive Fonds. (unter anderem mit Axa Immoselect heftig Lehrgeld gezahlt 🙂 )

  18. AvatarNico Meier

    mit Familie in der eigenen Wohnung/Haus zu wohnen ist ebenfalls ein weiterer starker Ast für die gesamte Vermögenssituation. Lieber etwas kleiner und in einer guten Gegend, aber dafür leichter handelbar (In der Rate sowie bei einem möglichen Weiterverkauf).

    @Daniel KA

    Richtig die Wohnung oder das Haus darfr nicht zu gross gewählt werden und die Gegen soll gut sein, denn sonst ist die Bude im extremfall unverkäuflich oder man verliert Geld.

    Wenn wir uns wieder die Aufstellung der Hauskosten machen, dann lachen meine Frau und ich immer, wir gehen dann jeweils zusammen schön was ausawärts Essen im Wissen, dass wir auch in diesem Jahr wieder viel Geld gespart haben vergleichen mit den Mietern!

     

    Und ja man findet immer was passendes wenn man bereit ist Kompromisse zu machen.

    Ist doch wie bei den Aktien im Sommer 2019 haben alle geschriehen man finde keine passenden Aktien mehr zu einem guten Preis. Habe damals ABBVie gekauft zu rund 67 $ pro Stück. Heute ist ABBVie bei 94.75$ das ist eine Steigerung von 41.4% innert 7 Monaten und zwar ohne die erhaltenen Dividenden!

  19. AvatarNico Meier

    @Daniel, wenn das Ziel der reine Kaufkrafterhalt ist, dann ist das ok, ja kommt halt auf die Erwartungen und Ziele an.

    @Thomas

    Die Credit Suisse hat mehrfach in Studien bewiesen, dass durch die tiefen Zinsen Kaufen zurzeit zwischen 18% und 28% günstiger ist als Mieten und zwar in der Vollkostenrechnung!

  20. AvatarThomas

    @Nico, das hat sich nicht auf Immobilien bezogen sondern auf Daniels Rechnung dass man mit 30% RK3 Inflationsbereinigt seine Kaufkraft erhält.

    Dass man mit Immobilien besser fährt als der Mieter der sein Einkommen verkonsumiert und nicht investiert sehe ich auch so.

  21. AvatarStefan

    @42sucht21

    Ja, Sie haben vermutlich recht. Etwas Risiko herausnehmen könnte durachaus sinnvoll sein, oder umverteilen auf viele verschiedene Assestkalssen, aber wenn man das Risiko an der Börse minimiert ist man evtl. nicht dabei, wenn die Rendite an den Märkten eingefahren wird. Diese findet ja erfahrungsgemäß nur an wenigen Monaten/Tagen im Jahr statt.

     

    @A

    Im Nachhinein war jede Korrektur eine Kaufchance. Daher werde ich stets weiter regelmäßig investieren.

    Da bin ich völlig bei Ihnen. Das ist aber auch nicht meine Intention gewesen, worauf ich hinweisen wollte. Jede Korrektur ist eine Kaufchance, und jede Generation wird (wahrscheinlich) Ihre Kaufchance bekommen.

     

    Unterm Strich hat jeder Vermögensverwalter, (und das sind wir ja nun alle), seine eigene Schmerzgrenze und Risikoaversion. Es geht im Grunde ja auch nur um meinen Hinweis, dass die Deutschen durch die Dot.Com Blase (und wahrscheinlich einigen anderen Ereignissen, die den US-Amerikanern erspart geblieben sind) gebrantmarkt sind, und die Aktienscheu durchaus nicht nur politisch motiviert ist. Nicht jeder kann im Aufbaustaduim einen 6-stelligen Rückgang verkraften, evtl. möchte die Frau, die Kinder oder alle zusammen in einer heiklen Phase Investitionen in die Familie sehen, und dann kommt es einem Familienvater in die Quere, wenn das Depot, mal eben auf einen Stand von vor 10 Jahren zurückgestellt wurde.

  22. AvatarDanielKA

    @ Nico: ja hatte Anfangs auch nicht gedacht, dass es so leicht wird und die Finanzierung heute keine Probleme mehr macht. Aber wenn man keine Vorbilder hat, muss man es einfach selbst machen. Wahrscheinlich wie der Aha Effekt bei einigen Immobilieninvestoren, die merken sobald man sich einen guten Plan zurecht legt und nicht Kopf über handelt, läuft es relativ einfach.

    ein weiterer Effekt (ich weiß als Gutverdiener eher hypothetisch) ist die Hartz4 Sicherheit. Das Haus/Wohnung bis 120 qm ist von allen Sanktionen ausgenommen, es werden sogar ohne Murren die Raten übernommen (ist für den Staat auch günstiger, als eine Familie obdachlos werden zu lassen).!Das Depot muss sofort verbraucht werden bis ein Euro fließen würde.

  23. AvatarDanielKA

    @ Stefan: Finde das völlig legitim, als Single hätte ich auch keine Probleme. Aber mit Familie sieht das ganz anders aus. Es wird doch dazu kommen das Investionen auch aus dem laufenden Depot getätigt werden müssen.

    Dann möchten ich gerne Gespräche mit dem Partner hören:

    Du Schatz

    -die Renovierungsarbeiten, die neue Küche

    – die jahrelang geplante USA Familienreise

    – die Auslandssemster der Jugend

     

    müssen wir mal 5-10 Jahre verschieben bis sich die Märkte …

     

     

  24. AvatarNico Meier

    @DanielKA

    Als frugalistischer Nerd, der ohne Möbel auf dem Boden sitzend, in der Einzimmerkellerkammer, Reis und Bohnen isst kann man sich nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die eine Beziehung führen oder es sogar wagen Kinder in die Welt zu setzen.

  25. AvatarThomas

    @DanielKA, wenn man an der Börse als Familie Investiert ist, dann müssen alle informiert sein und auch mit ziehen wollen. Klassisch sind die Finanzen etwas das der Mann erledigt und die Frau will sich damit nicht auseinandersetzen. Das ist dann gefährlich und kann genau in solchen Situationen wie von dir Beschrieben enden. Die Gefahr, dass damit ein größerer Schaden in der Beziehung einher geht sehe ich als groß an.

     

     

  26. AvatarA.

    Du Schatz

    -die Renovierungsarbeiten, die neue Küche

    – die jahrelang geplante USA Familienreise

    – die Auslandssemster der Jugend

     

    müssen wir mal 5-10 Jahre verschieben bis sich die Märkte …

    Deswegen einer der Grundregeln: nur Geld investieren was man nicht braucht. Evtl. decken die Dividenden einen Teil der Kosten bis dahin auch ab.

    Ich sage nach wie vor, wenn man das Handwerk des investieren lernt und nicht einfach drauf loslegt (wie bei allen Dingen), dann ist der Schaden überschaubar. Wer z.B.  in Hot Stocks investiert, darf sich nicht wundern, wenn 90 Prozent der Firmen pleite gehen.

    Gruß

    A.

     

  27. AvatarDanielKA

    @ Thomas: Stimmt das sollte angestrebt werden, auch wenn es nicht immer funktioniert. Wir Männer neigen nunmal deutlich zur Selbstüberschätzung was sich leider auch im Anlageverhalten zeigt( erst letztens der Jungingenieur, der mit dem eigenem ersparten und das der Partnerin all in Tesla gegangen ist, natürlich abgestimmt oder eher überstimmt ;-), passiert halt wenn Partner sich vertrauen) , von daher werde ich meine Tochter die Richtung der eigenen finanziellen Selbstständigkeit erziehen.

  28. AvatarDanielKA

    @ A. das war ja genau die Aussage von Stefan, das ein Teil des liquiden Vermögens in sicheren Anlagen steckt und eben nicht alles im Aktienmarkt

  29. AvatarThomas

    @DanielKA, wir machen es so, dass die ca. 50% Sparquote fiftyfifty aufgeteilt wird. Jeder investiert so wie er es für richtig hält. Es gab eine Zeit in der ich durch ein höheres Risiko eine Überrendite erreichen wollte (wie du schon schriebst, typisch männliche Selbstüberschätzung oder Spieltrieb). Habe aber gesehen dass es bei meiner Frau nicht schlechter oder eher besser lief bei weniger Risiko (70%MSCI World/ 30% EM). Daraus habe ich gelernt und hab es ihr gleich getan 🙂

    Unser Nachwuchs entscheidet noch nicht selbst. -> Vanguard FTSE All-World UCITS . Und weiß noch nichts davon

  30. AvatarRuben

    Tagesgeld “stirbt” gerade komplett, gefühlt wöchentlich Zinsanpassungen nach unten am Beispiel der holländischen Rabobank:

    “Im Hinblick auf die aktuelle Marktentwicklung nehmen wir eine Zinsanpassung vor.

    Ab dem 02. März 2020 gelten somit für variabel verzinste RaboDirect Anlagen die folgenden Konditionen:

    Rabo Tagesgeld-Hauptkonto bis 350.000 Euro: 0,10 % p. a. (bisher 0,25 % p. a.)
    Rabo Tagesgeld-Hauptkonto über 350.000 Euro: 0,01 % p. a. unverändert

    Rabo Tagesgeld-Unterkonto bis 50.000 Euro: 0,10 % p. a. (bisher 0,25 % p. a.)
    Rabo Tagesgeld-Unterkonto über 50.000 Euro: 0,01 % p. a. unverändert

    Rabo Spar 30 bis 500.000 Euro: 0,15 % p. a. (bisher 0,30 % p. a.)
    Rabo Spar 30 über 500.000 Euro: 0,01 % p. a. unverändert

    Rabo Spar 90 bis 500.000 Euro: 0,20 % p. a. (bisher 0,35 % p. a.)
    Rabo Spar 90 über 500.000 Euro: 0,01 % p. a. unverändert

    Mit 0,10 Prozent Verzinsung p. a. liegt das Rabo Tagesgeld weiterhin über dem Marktdurchschnitt, der laut Zahlen der Deutschen Bundesbank für tägliche Einlagen bei 0,01 Prozent p. a. liegt.

    Immerhin liegt man noch über Marktdurchschnitt 😉

  31. AvatarDanielKA

    @ Thomas: bei unseren kleinen geht jeweils der monatliche Beitrag plus Geldgeschenke der Verwandtschaft ebenfalls in den Vanguard FTSE All-World

  32. AvatarThorsten

    Und je älter ich werde und je länger ich Eigentum habe desto weniger kann ich mir vorstellen zur Miete zu wohnen, zu hohe Risiken in einem ausgeprägten Vermietermarkt mit Wohnungsmangel …es sei denn es gäbe Gründe dafür. Z.b. Haus zu groß, Kinder weggezogen, Gartenarbeit keine Freude meht. Oder man reist viel oder hat ein Ferienhaus und ist mehr dort als am Erstwohnsitz. Ob ich mit 80 noch einsichtig sein werde ? Hängt von Vielem ab, in erster Linie wohl von der Gesundheit.

    Beim Durchschauen der Immobilienportale habe ich das Gefühl wir sehen DM Preise, da gibt es kleine Wohnungen mit 60 qm, die kosten mehr als unser Haus damals. Nur, würden wir mit 60qm heute nicht mehr auskommen.

  33. AvatarNico Meier

    @Thorsten

    Wir haben 2017 gekauft und wur haben rund 10% unter Preis gekauft, da wie die Verkäufer schon länger kennen. Inzwischen sind die Preise weiter gestiegen und Häuser wie unseres werden 20% bis 25% höher gehandelt im Vergleich zu unserem Kaufpreis.

    In unserer Regiob werden massiv Eigentumswohnungen gebaut die weggehen wie Warme Semmeln und das zu Monspreisen.

  34. AvatarRalf

    @DanielKA, wenn man an der Börse als Familie Investiert ist, dann müssen alle informiert sein und auch mit ziehen wollen. Klassisch sind die Finanzen etwas das der Mann erledigt und die Frau will sich damit nicht auseinandersetzen. Das ist dann gefährlich und kann genau in solchen Situationen wie von dir Beschrieben enden. Die Gefahr, dass damit ein größerer Schaden in der Beziehung einher geht sehe ich als groß an.

     

    In den meisten Familien verdient der Mann das meiste Geld und die Frau verwaltet es und gibt es aus. Viele Männer geben allerdings zu, dass sie viel mehr Geld sinnlos verschwenden würden, wenn sie ihr Geld selber verwalten würden.

  35. Avatarvonaufdenboden

    @Nico

    Das musst Du mir bitte einmal vorrechnen. Das interessiert mich, wie ihr euch mit dem Haus vs Miete Geld spart.

    Wir zahlen 2500 Chf pro Monat Miete, am Land, 25min. von Zürich mit S-Bahn. Ein vergleichbares Haus ist für uns teurer, aber um einiges.

    Gruss,

    vonaufdenboden

  36. AvatarThomas

    @Ralf:  …die Frau verwaltet es und gibt es aus. 

    Wenn es ums Haushaltsgeld und Konsum geht würde ich dir Recht geben.
    Bei der Steuer, Investieren, Versicherungen, Baukrediten kenne ich das ganz anders.

  37. AvatarRalf

    @Ralf:  …die Frau verwaltet es und gibt es aus. 

    Wenn es ums Haushaltsgeld und Konsum geht würde ich dir Recht geben.
    Bei der Steuer, Investieren, Versicherungen, Baukrediten kenne ich das ganz anders.

     

    Da widerspreche ich ja nicht unbedingt. Frauen wollen eher nicht an der Börse investieren. Deshalb müssen Männer, die es wollen, bei der Frau sehr große Überzeugungsarbeit leisten. Was Steuern und Versicherungen betrifft, da sind viele Frauen allerdings aktiv.

  38. AvatarFunkelstein

    @Ralf

    Ich bin eine Frau und habe ein Aktiendepot, das mir sehr viel Freude bereitet. Versicherungen habe ich nur wenige. Ich denke und weiß, dass es sehr wohl Frauen gibt, die sich mit Aktien beschäftigen und auch diese besitzen. Nur gehen sie damit nicht so offensiv um wie die meisten Männer, die ja immer nach Bestätigung suchen 😉 . Habe schon diverse Crashs mitgemacht und auch die lange Seitwärtsbewegung nach 2001 durchgehalten. Meine Microsoftaktien machen inzwischen 20 % meines Depots aus und ich denke nicht daran auch nur ein Stück zu verkaufen. Vielleicht sehen wir ja auch mal wieder einen Split. Weiterhin allen viel Erfolg beim Investieren.

     

     

  39. Mark85Mark85

    Frauen sind die besseren Anleger, weil ihnen kein großes Ego (Rendite-Gemächtvergleich) im Weg steht. Dies schreibe ich als Mann. 😉

  40. AvatarAndrea

    Also, ich musste erst einmal meinen sicherheitsliebenden Mann überzeugen, dass er einen Teil seines Geldes in Aktien anlegen soll. Es gibt also sicherlich auch Familien, wo es “anders” ist. Und denken wir doch einmal hier an June und Fit und Gesund und einige andere Frauen hier, an die Börsenomi Beate Sanders sowie an die weiblichen Finanzblogs, so wird doch deutlich, dass Aktien und Frausein doch sehr gut zusammen passen.

  41. Mark85Mark85

    An Andrea: Ich liebe meine 91-jährige Oma über alles, ebenfalls noch hellwach im Kopf, aber Frau Sanders würde auch eine tolle Oma abgeben. Nicht des potenziellen Erbes wegen. Auf Youtube findet man echt goldige Videos über sie. 😉

  42. Mark85Mark85

    An Funkelstein: Vielleicht kenne ich auch nur uns Männer viel zu gut: Wer hat den längsten Depotauszug? 😀

  43. AvatarFunkelstein

    Mark85.  Ich! 🙂  Das wäre mal ein Thema, nicht nur für Männer! Wenn der Depotauszug immer länger wird, muss man sich trauen gute Positionen weiter zu vergrößern. Vielen fällt dies schwer und sie kaufen immer neue Aktien dazu. Irgendwann wird es unübersichtlich. Inzwischen versuche ich zu verschlanken ;-).

     

  44. AvatarFunkelstein

    Vielleicht bin ich doch ein Mann 🙁 , denn ich besitze hauptsächlich Einzelaktien. Wahrscheinlich doch eine Frau, die sich nur schon lange mit Aktien beschäftigt. Egal. Den Unterschied in der Rendite finde ich nun auch nicht so gravierend. Hauptsache man ist investiert.

  45. Mark85Mark85

    An Funkelstein: Rechne diesen vermeintlich kleinen Unterschied mal auf Jahrzehnte (Zinseszinseffekt) hoch.

    Bei einem ähnlichen Wissensstand über Aktien würde ich lieber einer Frau mein Geld anvertrauen. Männer handeln insgesamt einfach öfter hin und her (Kosten und Steuern) und gehen höhere Risiken ein, weil sie mehr im Wettbewerbsdenken verhaftet sind. Diese Erkenntnis ist leider nicht neu. Ausnahmen bestätigen diese Regel. 🙂

    Das weibliche Manko sehe ich darin, dass die Finanzwelt nach wie vor eine Männerdomäne ist. Es sollten sich mehr Frauen in diesen Bereich wagen. Ich freue mich über jede zusätzliche Jenny (Ex-Studentin), Andrea und Fit und Gesund.

  46. AvatarNico Meier

    @vonaufdenboden

    Vorher haben wir in einer Mietwohnung 2’200 Miete bezahlt zuzüglich 2×100 für den Tiefgaragenplatz also 2’400.

    Häuser wie unseres gibt es in unserer Region zum Mieten ab 2’600 Franken wobei da der Mieter das Heizöl in der Regel selber zahlen muss.

    Mal angenommen du nimmst eine Hypothek in Höhe von 400’000 auf auf 10 Jahre fixiert(Festhypothek) sowas bekommt man heute für 1% Zins.

    Zinskosten 4’000 im Jahr. Heizöl 1’500 bis 3’000 Liter im Jahr sind 1’400 bis 3’000 im Jahr bei uns sind es rund 2’000 Liter also ca 2’000 Franken.

    Nun rechnen wir mit Unterhalt (Rüchstellungen) und Nebenkosten(Wasser, Strom, Heizungsservice, Kaminfeger usw.) von total 12’000. Dann sind wir bei 18’000 im Jahr oder 1’500 im Monat. Damit sind wir über 1’000 Franken im Jahr günstiger als der Mieter. Für 1’500 Miete erhalten wir in meiner Region maximal eine Altbauwohnung von 2 bis 3 Zimmern auf 40 bis 50qm. Zudem fallen Kosten wie Strom und Wasser beim Mieter meist zusätzlich noch an.

  47. AvatarChristian

    @Nico Meier: bei einer Mietrendite wie in deinem Beispiel von 7,5 Prozent würde ich auch eher kaufen. In vielen deutschen Ballungsräumen liegt die aber maximal bei 3,5%. Da sieht die Rechnung schon anders aus.

  48. AvatarNico Meier

    @Christian

    In unserem Fall haben wir 2017 gekauft heute müssten wir für das gleiche Objekt 20% bis 25% mehr zahlen. In unserer Region werden Eigentumswohnungen gebaut 3.5 Zimmer 100qm für 900’000. Die Attika Wohnung 4.5 Zimmer 140qm mit Terasse 50qm kostet dann im selben Haus ab 1.5 Mio Franken. Wir sprechen hier immer von der Grundaustattumg mit den billigsten Böden und den Billigsten Küchengeräten. Das wahnsinnige ist, diese Wohnungen sind kaum werden sie angeboten auch schon verkauft.

  49. AvatarDaniel

    Und die Märkte steigen und steigen und wieder laufen einem die Wunschwerte davon…

    So hängt man lange mit seinen “günstigen” Valuewerten wie Daimler im Depot und kommt bei den wirklich guten Werten nie zum Zug.

    Hier sind ETF-Anleger im Vorteil. Einfach kaufen und wie bei der Wurst nicht groß drauf achten, was da alles drin ist (und zu welchem Preis).

     

  50. AvatarA.

    @Daniel

    Klassiker: Wenn die Werte unten sind, dann wartet man bis sie einen “Boden” finden, denn sie könnten ja noch weiter fallen. Wenn sie steigen, dann will man warten bis sie nicht mehr steigen.

    Ich kaufe immer, wen mir ein Wert gefällt. Erscheint er mir zu “teuer”, dann kaufe ich mich in einem ersten Schritt ein, wen er fallen sollte, dann kaufe ich nach. Wenn nicht dann profitiere ich vom Kurszuwachs und oder Dividende.

    Ganz einfach.

    Gruß

    A.

     

  51. AvatarDaniel

    Hier sind ETF-Anleger im Vorteil. Einfach kaufen und wie bei der Wurst nicht groß drauf achten, was da alles drin ist (und zu welchem Preis).

    Am Grundprinzip ändert sich aber doch nichts. Geht der Gesamtmarkt nach oben werden die Anteile die man kauft teurer oder eben günstiger. Wer jetzt nicht wie Graham anfängt den Zigarrenstummel auf der Straße nochmal aufzunehmen um noch einen Gratis-Zug zu bekommen ist doch als Stock-Picker nicht anders unterwegs.

    Oder sagen wir es so. Mir wäre es als Einzel-Aktien-Investor völlig egal zu welchem Kurs ich meine Wunschaktien kaufe, da ich auch da an das Prinzip des nicht-funktionierenden Market-Timings glaube. Was heute teuer erscheint kann übermorgen schon als spottbillig gesehen werden. Mich interessiert nur das Geschäftsmodell bei Firmen und dass ich daran glaube dass es Bestand hat und gewinnbringend ist.

  52. AvatarDaniel

    Ich habe es nur überflogen, aber ich glaube selbst diese Rechnung ist geschönt. Es wird zwar schön aufgelistet wieviel Steuern so ein typischer Arbeitnehmer an den Staat abführt, aber ich glaube die Arbeitgeberseite wurde gänzlich unterschlagen, oder sehe ich das falsch? Der AG ist ja auch so gesehen eine “Privat-Person” die Abgaben an den Staat abführt.

  53. AvatarThomas

    @Ruben, die interaktive Grafik bestätigt mein Gefühl. Wir bekommen 21% von dem was wir bezahlen 🙁 . Ich schätze aber wir müssen glücklich darüber sein dass wir so viel bezahlen können. Tröstet aber nicht wirklich.

    Wenn FF erreicht ist wird der Spieß umgedreht. 🙂
    Da bekommt FuM eine neue Bedeutung! 😀

  54. AvatarRuben

    @Thomas: ja, bei ca. 30k Bruttoeinkommen hält es sich die Waage, danach zahlt man mehr als man bekommt. Es könnte immer noch besser sein, doch natürlich gehöre ich trotz der Abgaben lieber der oberen Hälfte an.

  55. AvatarThomas

    @Ruben, ja da sieht man was in D alles unter “Gerechtigkeit” abläuft. Der Bogen ist überspannt. Es führt dazu dass erwerbsfähige und leistungsfähige Menschen wie wir irgendwann die Leistung verweigern wenn sie die Möglichkeit haben zu entfliehen.

  56. Avatar-M

    “Günstiger Value Wert Daimler” das gefällt mir 🙂

     

    Da werden leider einige auf Jahre noch dran zu knabbern haben und keimn Geld mit der Firma verdienen.

     

    Aber gut, mir geht es mit KHC nicht anders. Zu teuer gekauft, bezahlt man mit mieser Rendite.

    -M

  57. AvatarMr. B

    Hi, Nico. Ähnlich Häuser wie eures kosten bei dir in der Gegend aktuell 500T zum kaufen oder 2600 CHF zur Miete?

  58. Avatarnico444@gmx.de

    @Mr.B

    Freistehende Einfamilisenhäuser mit grossem Garten wie unseres werden in unserer Region zurzeit kaum gehandelt. Wenn sie gehandelt werden kosten sie zwischen 800’000 und 1 Mio Franken. Wir haben 2017 zu einem bedeutend tieferen preis kaufen können weil wir die Verkäufer gekannt haben und das Haus glücklicherweise nicht geschätzt worden ist von den Verkäufern.

    Die Miete vergleichbarer Objekte ohne Nebenkosten beträgt um die 2’600 bis 2’800 im Monat ja.

    Zurzeit werden “freistehende” Einfamilienhäuser gebaut auf Grundflächen von 200qm bis 300qm so, dass man dem Nachbarn beim Essen in den Teller schauen kann.

    Nico Meier

  59. AvatarMr. B

    An Nico. Das macht Sinn, denke die Zahlen sind realistisch. Dann habe ich die Hypothekenrechnung mit den 400.000 nicht verstanden bzw. ihr hab gut EK eingesetzt, was du glaube ich auch schon mal erwähnt hattest. Im Vergleich zum Mieten müsste man das EK noch in Betracht ziehen.

  60. JosefJosef

    @Nico Meier
    Kaufen ist nicht immer günstiger als Mieten.
    Ausbaustandard ist generell bei Eigenheim besser als Mieter.
    Es gibt da viel zuviele Variablen um dies überhaupt schlau berechnen zu können.
    Da es ja viel zu komplex ist.
    Und man muss immer gleichem mit gleichem vergleichen.

    Variablen:
    – Eigenmittel für Eigenheim kann für Aktieninvests auch genutzt werden
    – indirekte Amortisation via Säule 3A, spart Steuern
    – Eigenmietwert bei der Steuererklärung beachten
    – Nachteil Rückstellungen für Reparaturen für Eigenheim muss auch gemacht werden, Heizung, Dach etc., Vorteil diese können auf der Steuererklärung abgezogen werden.
    – Vorteil Entnahme von 2 ter Säule für Wohneigentum (wenn mans im Alter nicht braucht)
    – Höhere Nebenkosten als Eigenheimbesitzer, je nach Wohnlage und Objekt.
    Wasseranschluss, Abwasser, Versicherungen.

     

  61. AvatarNico Meier

    @Josef

    Natürlich ist die Rechnung relativ komplex.

    Es gibt mehrere Studien der Credit Suisse, die klar aufzeigen, dass Wohneigentum gegenüber miete bei vergleichbaren Objekten bedeutend günstiger ist. Wenn ich mich richtig erinnere kam die Bank in der vollkostenrechnung auf das Resultat, dass Kaufen 18% bis 25% günstiger ist als Mieten.

    Natürlich ist das Kapital welches als EK ins Haus gesteckt gebunden und wirft keine Rendite ab. In der Immobilie mit grossem Garten, der Bauland ist steckt das Geld in einer sicheren Anlage die eine Diversifikation zu den gehalten Aktien darstellt. Das Geld für die Rückstellungen liegt auf Sparkonton und wirft auch keine Rendite ab, wobei die “Rückstellungen” die der Mieter dem Vermieter in der Miete eingerechnet bezahlt ist für den Mieter komelett verloren.

     

  62. AvatarA.

    @Thomas

    ganz klassisch bringt dir dieses Verhalten keine Überrendite.

    Was heisst denn Überrendite? Ist sie mein Ziel oder will ich einfach nur Rendite? Oder will ich an Unternehmen beteiligt sein, deren Wert seit Wochen/Monaten wächst und deren Produkte ich fast täglich nutze (z.B. Visa, Microsoft)?

    Also Microsoft habe ich z.B. vor ca. 4 Jahren gekauft als es Anfing zu steigen und sie die Hololens vorgestellt haben. Paypal als sie anfingen zu steigen und ich das Produkte seit über 15 Jahre nutze.

    Realty Income fanden manche auch schon vor 4 Jahren zu teuer. Danach war ich 20 % im Minus und aktuell glaube ich 40 bis 50 Prozent im Plus ohne Dividenden.

    Aktuell sind bei mir nur 3M, BASF und Siemens im minus. 3M habe ich zuletzt nachgekauft. Siemens als sie bei unter 90 Euro waren auch. Ich verstehe meine Aktien tatsächlich als Anteil am Unternehmen. Grubhub habe ich mit ca 30 Prozent Minus verkauft, weil die Konkurrenz arg zugenommen hatte und mein Investmentcase nicht mehr passte.

    Aktuell stocke ich noch Verizon stärker auf. Dann ist National Grid stärker dran. Habe da im Moment so ne Art Reihenfolge in den Sparplänen. Apple und Salesforce habe ich Minisparpläne angelegt, damit ich sie zumindest mal im Depot habe.

     

    Ich mag z.B. BMW , aber die mit der Aktie kann man leider nichts gewinnen, weder Kurszuwächse noch Dividenden (beides nicht zuverlässig). Klar will ich auch Rendite, aber in der Regel ist es so, dass Firmen deren Wert wächst, dass oft aus einem richtigen Grund tut (abgesehen von Hypes wie zuletzt Tesla).

    Nvidia habe ich recht teuer gekauft, aber ich habe hier ein Investmentcase, solange das Intakt ist, bleib ich bei Nvidia. War mal 100 Porzent im Plus, dann 0 und jetzt aktuell sind es glaube ich auch wieder etwas mehr als 100. Interessant werden die Zahlen am Donnerstag. Mein Auge liegt auf den Datacenter mittelfristig und langfristig Autos. Selbst bei 5G ist Nvidia aktuell mit Erisson an einer Zusammenarbeit dran und versucht virtuelle Router zu erstellen, die die Datenpakete effizienter steuern sollen, als Hardware-Router im 5G -Netz.

    Gruß

    A.

  63. AvatarStefan

    Hallo A.

    grundsätzlich spricht nichts gegen deine Anlagestrategie.

    Es gibt ja bekanntlich den immer zutreffenden Spruch. (So oder so ähnlich.)

    “Trends halten immer länger an als man denkt. ”

    Man sollte aber bei seiner Strategie nie vergessen, dass es auch auf lange Sicht die Sparquote ist, die bei vielen Anlegern im Laufe der Jahre und Jahrzehnte der größte Anteil im Gesamtvermögen ausmacht. Deshalb ist es auch für viele so Schmerzhaft, wenn die sogenannten Buchverluste durchschlagen. Das sind in der Regel keine Gewinne, sondern Sparquoten, (angespartes Kapital) die sich kurzfristig in Rauch auflösen können.

    Es wird immer gerne vom Zinseszins geschrieben, dieser macht sich allerdings erst sehr,..sehr spät bemerkbar.

    Wie man es dreht und wendet, jeder wird einige Überflieger im Depot haben, wie aber auch die verschmähten Aktien von gestern. Einige kommen mal wieder in “Mode”, andere verschwinden vom Markt, werden Pennystocks oder sterben aus.

  64. AvatarA.

    @Stefan

    Du hast absolut recht. Ich wollte u.a. damit sagen, dass die sogenannte “Überrendite” gar nicht mein Ziel ist wie es Thomas meinte.

    In erster Linie will ich an Unternehmen beteiligt sein, die ich “gut” finde und natürlich Rendite, aber nicht dies Überrendite die viele gerne wollen.

    Firmen wie BMW finde ich auch gut, aber schaut man sich die Historie an (Kurs und Dividende) gibts einfach bessere Firmen für Investoren. Nur weil BMW oder Benz oder wie auch immer gerade “billig” sind, sind die nicht automatisch gut. Nur weil etwas teurer wird, nicht schlecht. Anleger machen oft den Fehler zu warten bis ein Kurs fällt. Das ist aber nur Glück, wenn es so kommt.

    Ich habe das mal vor 10 Jahren auch so gemacht und nichts mit gewonnen. Dann habe ich die CAN SLIM Strategie mit Peter Lynch kombiniert und mich auch mit psychologischem Verhalten intensiv beschäftigt. Seit dem kann ich nicht klagen.  Deswegen sage ich immer hier, man muss auch das Investieren lernen, es bedarf Handwerkzeug um Erfolg zu haben, wie bei jedem Thema.

  65. AvatarThomas

    @A. Mit Überrendite meine ich eine bessere Performance (Gesamtrendite) des eigenen Portfolios zu einem gut diversifizierten Index.

    Die Indexperformance bekommt man ohne Aufwand und Kopfzerbrechen über ETFs und ist auf lange Sicht besser als 90% der Markettimer und Stockpicker.

    Manchmal geht es mit mir durch und ich unterstelle anderen Investoren, dass sie eine möglichst gute Rendite mit ihrem hart verdienten Geld erwirtschaften wollen und das bei möglichst wenig Aufwand und möglichst kleinem Risiko.

    Manchen, unter anderem Dir werter A.,  geht es um etwas anderes (Anteile an Firmen zu halten die man “gut” findet). Das vergesse ich immer wieder. Sorry

    🙂

  66. AvatarA.

    Thomas : Mit Überrendite meine ich eine bessere Performance (Gesamtrendite) des eigenen Portfolios zu einem gut diversifizierten Index.

    Die Indexperformance bekommt man ohne Aufwand und Kopfzerbrechen über ETFs und ist auf lange Sicht besser als 90% der Markettimer und Stockpicker.

    Ne, dann würde ich einen ETF kaufen.

    Market Timing mache ich auch nicht mehr.

    Manchen, unter anderem Dir werter A.,  geht es um etwas anderes (Anteile an Firmen zu halten die man “gut” findet). Das vergesse ich immer wieder. Sorry

    Wir sprechen ja nur darüber, keine Entschuldigung nötig, falls das jetzt kein Sarkasmus ist. Merkt man an reinem Text nicht immer.

     

    Gruß

    A.

  67. AvatarNico Meier

    @Thomas

    Wer im August 2019 Deutsche Bank Aktien gekauft hat konnte bis heute 70% Rendite einfahren. Wer in Winter 2019 Apple gekauft hat konnte über 100% Rendite einfahren.

    Mit 90% Sicherheit wirst du keinen breitdiversifizierten ETF finden der sowas schafft.

     

  68. AvatarThomas

    @Nico, es dürfte sich auch kaum ein Investor finden der genau das und NUR das in seinem Portfolio abgebildet hat. Und wenn schon, dann gehört er eben zu den 10%.

     

     

  69. AvatarNico Meier

    Wie hoch die Gesamtrendite der ETF Fanboys und Fangirls wirklich ist werden wir in der nächsten gröberen Korrektur feststellen, wenn die Märkte mal wieder korrigieren und wieder Eier gefragt sind beim Investieren.

    Dann werden wir sehen wieviele in Panik ihre ETF’s zu Scheluderpreisen auf den Markt werfen werden und grosse Verluste realisieren werden um ihre Verluste zu begrenzen.

  70. Avatarslowroller

    Macht es einen Unterschied ob ich einen ETF in Panik verkaufe oder eine Einzelaktie? Imo hat das nichts mit dem Anlagevehikel zu tun – mit männlichen Geschlechtsteilen übrigens auch nicht.

  71. AvatarNico Meier

    Macht es einen Unterschied ob ich einen ETF in Panik verkaufe oder eine Einzelaktie?

    @Slowroller

    Wenn ich eine Einzelaktie kaufe beschäftige ich mich vor dem Kauf mit der zugehörigen Firma und bewerte diese. Ich lege also fest welchen Wert die Firma in meinen Augen hat und welchen Wert einer Aktie ein “fairer” Wert ist. Eine Aktie wird also nur gekauft wenn ich sie zu einem guten Preis bekomme.

    Wenn nun eine Korrektur den Einzeltitel in die Tiefe reisst, so kenne ich die Zahlen und damit den Wert des Unternehmens. Der ETF Fanboy kennt den Wert seines ETF’s kaum, da er wohl kaum 1’600 Unternehmen die im Index sind bewerten wird.

  72. Mark85Mark85

    An Nico Meier: Es kann auch das genaue Gegenteil eintreten: Der ETF-Anleger kann sich dank seiner Streuung über mehrere tausend Titel und den Selbstheilungskräften der Indizes (schlechte Unternehmen werden automatisch durch bessere überholt oder sogar ersetzt) entspannter zurücklehnen, während dem Einzelaktienaeger immer größere Zweifel an seinen ausgewählten Titel und Kauf- und Verkaufsentscheidungen kommen. 😉

    Im Endeffekt hat aber Slowroller recht: Das Anlagevehikel spielt eine untegordnete Rolle. Jedem Börsenkrach ist inhärent, dass viele Privatanleger zu den Verlierern gehören.

    Dennoch: Wer rational und wissenschaftlich fundiert anlegen möchte, sollte lieber zu weltweiten Indizes greifen und sich anschließend möglichst passiv verhalten. Dann wird er langfristig mit einer hohen Wahrscheinlichkeit die allermeisten Einzelaktienanleger hinter sich lassen.

    Das Prinzip ist so genial wie einfach: Ziele nach Kosten und Steuern möglichst auf die Marktdurchschnittsrendite und du wirst automatisch überdurchschnittlich abschneiden. Damit kommen viele Einzelaktienanleger nicht klar, weil sie sich für überdurchschnittlich fähig halten und/oder Aktivität im Markt mit Erfolg (Renditeaussicht) gleichsetzen.

     

     

  73. AvatarMichael_2

    @Nico: Die grosse Mehrheit der Anleger schneidet schlechter ab als der Index. Falls du zur kleinen Minderheit derjenigen gehörst die den Index auf Dauer schlagen, rate ich dir deinen Job sofort zu kündigen und dich bei einem Finanzkonzern anstellen zu lassen. Die würden dich mit Handkuss nehmen.

  74. AvatarThomas

    Ins Anschreiben Nico’s Bewerbung gehört definitv diese Kostporbe:

    “Wer im August 2019 Deutsche Bank Aktien gekauft hat konnte bis heute 70% Rendite einfahren. Wer in Winter 2019 Apple gekauft hat konnte über 100% Rendite einfahren.”

    Wie Michael_2 schon schrieb…. mit  Handkuss!

  75. Mark85Mark85

    An Michael_2: Ernsthaft: Wenn man mit einem minimalsten Zeiteinsatz und Kosten- sowie Nervenaufwand automatisch überdurchschnittlich abschneiden kann, werde ich mit Sicherheit nicht Nein dazu sagen. Was bitteschön möchte ich noch mehr? Direkte Renditevergleiche überlasse ich gern anderen. 😉

  76. AvatarDaniel

    Wenn ich eine Einzelaktie kaufe beschäftige ich mich vor dem Kauf mit der zugehörigen Firma und bewerte diese. Ich lege also fest welchen Wert die Firma in meinen Augen hat und welchen Wert einer Aktie ein “fairer” Wert ist. Eine Aktie wird also nur gekauft wenn ich sie zu einem guten Preis bekomme.

    Du vielleicht, ich denke 90% aller Anleger weltweit kaufen die Aktie weil sie sie vom Namen her kennen, weil sie von jemanden gehört haben der sie auch hat, weil sie in den Medien lesen dass sie grade “hip” ist oder weil sie noch irgendeinen anderen Grund kennen.

    Selbst des Deutschen liebste Kinder wie Daimler oder Volkswagen würden wohl ziemlich schlecht dastehen wenn man die Aktionäre mal befragt warum sie ausgerechnet diese beiden Unternehmen als Aktie gewählt haben und wie genau sich prozentual das Geschäftsmodell der einzelnen Branchen innerhalb der Konzerne widerspiegelt. Das die allermeisten die Bilanzen wahrscheinlich nichtmal irgendwo auf der Homepage finden würden mal ganz zu schweigen.

    Sry, aber ich glaube die breite Masse ist genauso “dumm” oder “klug” wie die angeblichen ETF-Jünger die so dumm im Markt unterwegs sind.

    Und auch die Instis kaufen häufig Aktien gegen Ende des Jahres auf um bei beliebten Aktien sagen zu können “schaut doch, wir haben sie auch”.

    Meine Prognose: Wenn der Markt korrigiert rennen ALLE herum wie aufgescheuchte Hühner. Vielleicht die Kinder-Depots mit Sparplänen für ETF laufen weiter, aber die Masse wird sowohl ETF als auch Aktien spätestens nach 2 Jahren fortwährenden Drawdowns abstoßen und als Teufelszeug deklarieren.

     

     

  77. Mark85Mark85

    An Daniel: Zu deinem letzten Absatz: Für mich ist dies eine Frage der eigenen Risikotragfähigkeit. Wenn man sich nicht überschätzt, weil man eine liquide Geldreserve vorhält und sein Anlagekapital nicht nur in Aktien streut, braucht man nicht wie ein aufgescheuchtes Huhn zu agieren.

    So machen Aktien bei mir beispielsweise nicht mal 1/3 aus. Ein Rückgang um 50 % wäre vielleicht ärgerlich, aber würde an meinem finanziellen Wohlergehen nichts ändern. 😉

  78. AvatarAndrea

    Daniel, und 90% aller Anleger schneiden wahrscheinlich auch unterdurchschnittlich ab. Ob da wohl ein Zusammenhang besteht?

     

  79. AvatarNico Meier

    Ob ich auf Dauer besser abschneide als der MSCI Worldindex wird sich zeigen. Die letzten 6 Jahre habe ich mir jeweils die Arbeit gemacht und meine Anlagen ausgewertet und ich lag in diesen Jahren über dem MSCI Worldindex.

    Aktien zu Analysieren und Investitionen zu tätigen ist ein Hobby von mir ich mache das nur für mich und nur mit eigenem Geld. Ich möchte das nicht als Beruf machen. Ich möchte niemandem Rechrnschaft ablegen müssen über die Investments.

    Auch ich habe nicht bei jedem Investment den richtigen Zeitpunkt erwischt. Ab und zu erfüllt sich auch bei mir ein Investmentcase nicht. Und ich bin auch der Ansicht, dass viele Privatanleger viel Geld verlieren weil sie zu viel handeln. Natürlich gibts auch Menschen die Kaufen Aktien nur weil sie das Produkt der Firma mögen ohne die Zahlen anzuschauen. Jeder so wie er möchte.

  80. Mark85Mark85

    An Nico Meier: Ich kann falsch liegen, weil ich hier Diskussionen über einzelne Titel mangels Eigeninteresse nur überfliege, aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass in den allermeisten Fällen persönliche Gefühle den Ausschlag geben.

    Mir fällt spontan nur unser lieber ZEN-Investor ein, der sich gern mit irgendwelchen Unternehmenskennzahlen zu Wort meldet, deren Richtigkeit ich nicht überprüfe, weil ich dies sehr ermüdend finde. 😉

    Ich wüsste gern mal, wer sich hier wirklich die Mühe macht, eine intensive Recherche zu betreiben, um so womöglicherweise etwas zu finden, was der Markt, bestehend aus vielen Millionen Individuen, nicht bereits erkannt und somit eingepreist hat.

    Bitte hieran denken: Die Gegenwart ist unwichtig, weil bereits eingepreist. Es werden die zukünftigen Erwartungen gehandelt.

    Und: Wenn etwas in den öffentlichen Medien berichtet wird, ist es bereits zu spät. Die Märkte sind äußerst informationseffizient. Insbesondere durch die an die an den Börsen angeschlossenen Hochfrequenzrechner, die im Nanosekundentakt neue Informationen verarbeiten können.

  81. Avatar-M

    Daniel,

     

    Sehe das ähnlich. Es kommt immer wie es kommen muss. Aktien sind dann für 20 Jahre wieder verbrannte Erde die kaum einer haben will ( von den Privatleuten)

    -M

  82. Mark85Mark85

    Aktiven Anlegern möchte ich gern folgende Frage stellen: Begebt ihr euch in geheimer Mission in die Unternehmen, um diesen Internas zu entlocken, oder beruhen eure Recherchen auf öffentlich zugänglichen Informationen? 😉

  83. Mark85Mark85

    An -M: Das ist zu vermuten, weil es beim aktiven Investieren an der Börse um Wissensvorsprünge vor allen anderen geht. Wenn die Meute Lunte gerochen hat, ist es bereits zu spät. Warren Buffett ist sehr gut vernetzt und geht meines Wissens in die entsprechenden Unternehmen. 😉

  84. KievKiev

    @ Mark85

    Ich beziehe mich ausschließlich auf öffentlich zugängliche Informationen. Ich habe leider keine geheimen weiteren Informationen. Falls ich sie hätte würde ich sie natürlich nie verwenden. Aktuell bin ich aus eigenen Käufen relativ hoch in Gazprom, CXW und Shell investiert. Für mich sind die Aktien alle anhand der aktuell zugänglichen Daten sehr günstig. Ich habe sie aus unterschiedlichen Gründen. Alle über den Daumen recherchiert. Pseudo Genauigkeit bis hinter die Nachkommastelle bringt nichts. Ich kann natürlich nicht sagen, dass diese Aktien sich besser entwickeln als beispielsweise Tesla, Microsoft und Apple. Das hängt auch von der Marktentwicklung ab. Meine genannten Aktien gefallen mir für mein Depot jedenfalls aktuell besser als die letztgenannten.

    Ich kaufe auch nicht unbedingt Aktien um den S&P zu schlagen. Ich bevorzuge Aktien bei denen ich vermutlich kein Geld verliere. Das ist ein anderer Ansatz. ETFs habe ich aber auch parallel laufen. Ich verfolge auch noch einen Cashflow orientierten Ansatz. Mit direkten Käufen kann ich mein Wunschdepot am besten füllen. Den ein oder anderen potentiellen 10 Bagger oder 100 Bagger habe ich auch beigemischt. Aber genau in der Dosis und Auswahl, die mir gefällt.

  85. Mark85Mark85

    An Kiev: Kannst du etwas genauer berichten, wie du beispielsweise bei Gazprom vorgegangen bist? Ein Blick auf den Chart sieht ziemlich übel aus: -65 % vom Allzeithoch vor ungefähr 12 Jahren entfernt.

  86. AvatarSparta

    @Nico Meier

    Die Rechnung ohne Betrachtung des eingesetzten Eigenkapitals ist definitiv keine vernünftige Investitionsrechnung.

    Eine UBS-Studie für die uneingeschränkte Wahrheit halten aber eine gewaltige Mehrzahl von Studien zum anthropologischem Klimawandel als falsch zu deklarieren ist aber sehr selektiv naiv.

  87. AvatarAndrea

    Alle Entscheidungen beim Aktienkauf beruhen auf öffentlich zugänglichen Informationen. Ich lese viele Finanznachrichten und wenn mich ein Unternehmen interessiert (interessantes Geschäftsmodell, Burggraben, meine Einschätzung der Zukunftsaussichten o.ä.), dann schaue ich mir die Daten auf finanzen.net o.ä. an.  Meistens kommt es dann erst einmal auf eine Watchlist.

     

    Manchmal schaue ich auf Insiderkäufe oder auf den Day Loser Screener. Oder mir fällt auf oder ich lese oder höre es, dass eine bestimmte Branche gerade günstig ist. Ich schaue auch, welche Branche bei mir noch untergewichtet ist. Oder es gibt interessante Nachrichten. Auf jeden Fall kristallisieren sich Käufe oft sehr plötzlich heraus, ich muss mir schon relativ sicher sein.

     

    Manche Unternehmen sind mir auch immer zu teuer und es kommt wohl nie zu einem Kauf, das Risiko ist mir dann zu hoch.

     

    Das Lesen und Informationen sammeln ist relativ aufwändig, aber macht auch Spaß.

  88. AvatarNico Meier

    @Sparta

    Wer die UBS nicht von der Credit Suisse unterscheiden kann dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
    Aber bei Klimahysterikern ist alles möglich.
    Das Eigenkapital ist im Haus sicher angelegt die Alternative wäre eine Staatsanleihe der Eidgenossenschaft über 10 Jahre die hat eine Rendite von -0.5% pro Jahr!

    @Kiev
    Verfolgst du den Kurs von Taylor Wimpey noch?

  89. KievKiev

    @ Mark 85

    Der Blick in die Vergangenheit ist immer etwas langweilig. Hinterher sieht es immer so klar, einfach und logisch aus….

    Ich versuche es dennoch grob aus der Erinnerung. Der Kurs von Gazprom stand bei etwas unter 4$ bei meinem Einstand. Der Chart sah in der Vergangenheit tatsächlich wunderbar für mich für einen Einstieg aus 😉 Auch wenn die Aktie ihr Tief bei meine ich 3$ hatte.

    Ich habe die Aktie als ertragsorientierten Titel gekauft. Die Dividendenrendite war sehr hoch, die Ausschüttung sehr niedrig. Das KGV bei ca. 3. Des Weiteren bot sie Chancen. Russland hängt mit dran. Das sehen viele als Risiko, ich sehe es aber auch als speziellen Schutz. Die Aktie hat auch Wachstumspotenzial. Nordstream 2 war damals bei vielen bekannt. Für mich war der Ausbau in die Türkei und China allerdings viel interessanter.

    Was kam? Die Ausschüttungshöhe blieb wie erwartet niedrig. Russland hat aber hier ein paar Dinge geändert und die Firmen sollen künftig 50% ausschütten. Das war glücklich für mich. So hat Gazprom mal eben die Dividende knapp verdoppelt. Der Kurs folge sehr schnell entsprechend. Das war natürlich Glück, aber es hatte auch mit der niedrigen Ausschüttungshöhe zu tun, damit dies überhaupt in der Höhe möglich war.

    Aktueller Ausblick

    Die Pipelines sind mittlerweile fast verlegt. Nordstream schließen sie nun selbst ab, da die Schweizer wie erwartet zuverlässig agieren. Zusätzlich wird LPG per Schiff exportiert. Der Gaspreis ist aktuell tief, so gibt es auch hier Potenzial. Dazu kommen die zukünftigen Abnehmer in China. Und die Ausschüttungshöhe? Sie ist noch lange nicht bei 50%. Vielleicht wird die Dividende in ein paar Monaten um 20-40% gesteigert. Wenn es 20% sind könnte sie vielleicht nächstes Jahr erneut um 20% gesteigert werden. Ich werde Dir mitteilen wenn es geschieht. Dann können wir uns den Kurs ansehen. Das ist alles bekannt und sollte nach effizienten Märkten folglich keine Kursänderung bewirken. Warten wir es ab. Falls die Dividende um 40% gesteigert werden sollte und der Kurs folgt werde ich meine Position anpassen.

    Ich habe mir hier meine Gedanken gemacht… Es kann sein, dass Microsoft ohne irgendeine Änderung dennoch in Total Return mehr Rendite erreichen wird. Aber ich fühle mich hier auch in schwierigeren Zeiten sicherer.

    @ Nico
    In England finde ich aktuell Aviva PLC interessant. Wenn ich Geld zu viel hätte würde ich mir ein paar kaufen und dazu gleich noch eine Position in China Ping An. Dann könnte ich schauen wer hier am besten läuft. MUV 2 habe ich bereits.

  90. KievKiev

    @ Mark85

    Claus zeigt hier auch regelmäßig wie man als Stockpicker vorgeht. Als Öl schon fast abgeschrieben war und TESLA auf dem Weg zum wertvollsten Unternehmen des Universums war hat er 500 Shell gekauft. A Man’s Trade. Bei meiner Kontogröße konnte ich leider nur den Bübchen Trade mit 100 STK durchführen. Vielleicht habe ich auch ein wenig teurer als Claus gekauft.

    Ich kann die parallel noch eine Idee vorstellen, die nicht aufging. Ich sah bei dem Anstieg von TESLA einen hohen Squeeze Out und auch viel Gier. Davon wollte ich profitieren, habe geprüft wie lange TESLA steigen kann und habe einen Einstieg mit 4 Puts gewagt. Sie waren weit weg vom Kurs. So haben sie mich nur 200$ in Summe gekostet. Am nöchu Tag wollte ich 5 weitere kaufen. Dazu hätte Tesla weiter steigen müssen. Ich wollte die Puts in die Region 400-600$ bringen. Und zwar so billig wie möglich und sie viele wie möglich. Das geschah aber leider nicht, da die Aktie vorher korrigiert hat. Die Panik blieb so aus und ich habe meine Strategie geschlossen. Mein Risiko lag einen Tag bei 200$. Der Gewinn lag bei ca. 300€. Die Entwicklung kann man nie voraussehen. Aber man kann sich manchmal vorbereiten. Ich habe Absicherungen gekauft um mein persönliches Risiko zu begrenzen. Und weit vom Strike um die Summe klein zu halten. Es kam aber leider nicht zur ausufernden Gier mit entsprechendem Rückschlag. Der Kursverlauf von Tesla ist meiner Meinung auch nicht unbedingt mit effizienten Märkten zu erklären. Langfristig sieht es vielleicht anders aus.

  91. AvatarWolke

    Warum sind meine Aktien in den letzten Jahren gestiegen? Etwa weil ich so genial und professionell die Unternehmen analysiert und Fundamentaldaten studiert habe? Lächerlich, von dieser Vorstellung hab ich mich schon lange verabschiedet. Das war einmal.

    Nur weil es die Notenbanken für mich gemacht haben, nur deshalb steigen meine Aktien wie Fahnenstangen. Und so wird es noch eine Weile weitergehen, ohne Risiko, ohne mühsame Analysen, weil keine Notenbank der Welt mehr größere Korrekturen zulassen will und kann.

    Heute kann ich alles kaufen, Aktien, Wohnungen, Gold, egal was, die Notenbanken werden mir helfen, solange, bis sie mir nicht mehr helfen können…aber das erst in ferner Zukunft.

  92. AvatarThomas

    @Wolke, die Aussage ist etwas schräg, ich muss zugeben dass ich das sehr ähnlich sehe. Die Kaufpreise bei Immos werden in Gebieten in denen es heute schon teuer ist weiter steigen. Nur die Mietrenditen werden eher sinken.

  93. Mark85Mark85

    An Kiev: Danke für deine Ausführungen, die mir helfen, die Psyche der aktiven Anleger besser zu verstehen. 😉

    An Wolke: Ich glaube auch nicht an irgendwelche Anlegersuperkräfte meinerseits. Solange die Musik spielt, kann ich nur mitnehmen, was ich kriegen kann. Und mich auf einen mögliche Finanzkrise bestmöglich vorbereiten. Den Rest kann ich nicht beeinflussen, nur versuchen, unser derzeitiges Geld- und Finanzsystem mit Humor zu nehmen.

    Bezüglich der von dir angesprochenen Notenbankpolitik sehe ich mir gerade folgendes neue Video mit Otmar Issing an: https://youtu.be/YHlfX3rviHc

  94. KievKiev

    @ Mark85

    Die drei genannten Aktien sind ein Beispiel. Es gibt unterschiedliche Strategien. Je nach Marktentwicklung sind sie erfolgreich. Für mich ist Cashflow aktuell interessant und ertragsorientierte Werte.  Das hat nichts mit Marktkenntnis zu tun. Es passt auch gut zu meinem Gesamtvermögen. Ich habe natürlich auch Gurken. UA als Beispiel. Tabak war auch nicht sehr erfolgreich bisher. Dafür gab es allerdings die Dividenden. In Summe liegt die Performance aber sehr gut. Dieses Jahr sieht es bisher nicht so gut aus. Aber ich ziele auch nur 5% Rendite an. Wenn es 40% werden ist das auch in Ordnung. Natürlich hätte dies mit dem Pumpen von Geld in die Märkte zu tun. Ich bleibe im Value Bereich. Auch wenn es eine niedrigere Rendite bedeutet.

  95. KievKiev

    @ Mark85

    Tesla war als Strategie auch komplett durchdacht. Ich habe das nicht aus dem Bauch raus gemacht. Die SPs hatten kurze Laufzeiten um günstig zu sein. Den Put habe ich gekauft um nie unter Druck geraten zu können wie die Short Verkäufer zu der Zeit. So konnte ich auch entspannt “When the ship goes down you betta bei ready” hlren. Und abwarten. Freitag ist die Aktie leider schon gesunken. Ich wollte 5 Puts pro Tag kaufen mit immer höheren Strikes. Und die alten liegen lassen. Idealerweise wäre die Aktie weiter mit 100$ oder mehr pro Tag gestiegen. Ich hätte gerne 20 Puts in Summe gehabt bevor Verlustängste Überhand nehmen. Damit Du eine Vorstellung davon hast: 20 Puts entsprechen einer Absicherung für 2000 Aktien… Mein Ziel war es Puts in eine Höhe zu bekommen unter die der Kurs fällt. Das hätte sehr hohe Gewinne bedeutet. Das war das einzige mal, dass ich so etwas durchgeführt habe. Bei BA habe ich es in klein auch mal versucht. Aber wie Wolke schreibt, es ist aktuell nicht einfach dass eine Aktie fällt. Da kann schon viel passieren…

  96. AvatarSparta

    @Nico Meier

    Sachlichkeit, Selbstkritik und Niveau sind anscheinend immer noch nicht Deine Stärken.

    Troll weiter.

  97. AvatarViez

    @NicoMeier

    Wow 😀 Selbstkritisch ist wohl nicht deine Stärke. Du machst dir dein Weltbild auch so wie es passt

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