Clevere Ideen umsetzen: Von Badeschlappen bis Segelbooten


New York, 1. Februar 2019

Ein Künstler aus Los Angeles hatte eine geniale Idee: Er bedruckte Badeschlappen mit widersprüchlichen Twitter-Botschaften von Präsident Donald Trump.

Kämpfen, verzichten, anstrengen – das bringt Erfolge. Das sage ich hier im Blog und in meinen Videos wie eine Gebetsmühle! Nichts kommt über Nacht! Sofortige Befriedigung ist der Feind des langfristigen Erfolgs. Behalte immer deine Vision wie einen Film vor den Augen.

Ich habe es immer genossen, Leute zu sehen, die es bis zu einem gewissen Grad zur Freiheit „geschafft“ haben. Am besten finde ich jene, die bei Null angefangen haben. Ohne Geld. Ohne Hilfe.

Beeindruckend finde ich jene, die sich selbstständig machen. Ein Unternehmensprojekt ist etwas großartiges. Wenn jemand Mut. Wenn jemand kreativ ist.

Sam Morrison, ein 27-jähriger Fotograf und Künstler aus Los Angeles, hatte eine Idee. Er bedruckte Badeschlappen (Flip Flops) mit widersprüchlichen Twitter-Botschaften von Präsident Donald Trump. 1.000 Schuhe verkaufte er rasch. Ein Paar kostete 30 Dollar. Er bedruckte die Schuhe selbst, verpackte die Boxen und brachte sie zur Post. Die Arbeit war extrem. Kaum hatten die Medien berichtet, war sein Vorrat ausverkauft. MSNBC, Huffington Post, BBC berichteten. In einem Monat waren die Schlappen ausverkauft. Er hatte ein Werbebudget von 0 Dollar. Respekt!

Beeindruckend ist, wenn jemand 200.000 Euro verdient und ein paar Millionen Euro im Depot hat. Klar ist das eine Seltenheit. Du musst aufpassen, wenn du solche Stories hörst. Nicht jedem kannst du glauben. Es wird hin und wieder gelogen, dass sich die Balken biegen.

Dann gibt es das andere Extrem. Schlimm finde ich, wenn Menschen gar keine Rücklagen haben. Sie leben in den Tag hinein. Sie machen sich keine Gedanken über das Alter. Jede zweite Rente liegt hierzulande unter 800 Euro. Wie können Menschen das nur ertragen?

Wir Menschen sind so unterschiedlich. Ich entdecke viele spannende, glaubhafte Geschichten. Clark aus dem Bundesstaat New York ging mit 36 Jahren in die finanzielle Freiheit: Auf ein Segelboot mit seiner Frau Emily. Ein cooler Typ. Seit Ewigkeiten segeln die beiden.

Wie hat er es erreicht? Er lebte sparsam, arbeitete hart. „Ich wusste, ich musste hart arbeiten.“ Er hatte einen Artikel über finanzielle Freiheit entdeckt. Es hatte sofort Klick gemacht. Das hatte ihn dazu bewegt, den Job zu kündigen und sich selbstständig zu machen. Es war ein voller Erfolg. Der Programmierer machte sich selbstständig. AT&T, Starbucks, Boeing wurden seine Kunden. Das Geld nutzte er nicht, um Zeug zu kaufen. Sondern er sparte es in sein Aktien-Depot für die Freiheit. Er hat zwei Leitsätze:

„Wenn du mehr verdienst, als du ausgibst, bist du reich.“

„Wenn du mehr ausgibst, als du verdienst, bist du arm.“

Donald Trump war jemand, den er nicht als Idol hatte. Trump war für ihn ein Sinnbild, wie man nicht leben sollte. „Er war arm“, sagt Clark über Trump, dessen Firmen mehrmals pleite gingen.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Clevere Ideen umsetzen: Von Badeschlappen bis Segelbooten

  1. Bruno

    „Wenn du mehr verdienst, als du ausgibst, bist du reich.“

    „Wenn du mehr ausgibst, als du verdienst, bist du arm.“

    Einfacher kann man es nicht ausdrücken, aber es exakt auf den Punkt gebracht! Genau wie bei erfolgreichen Firmen, oder wenn sich jemand selbständig macht, er oder sie muss einfach mehr Einnahmen als Ausgaben haben, dann wird es erfolgreich. Es ist so einfach, und trotzdem scheitern die Meisten.

    Wichtig ist die richtige Einstellung, oft höre oder lese ich, wer spart und vielleicht etwas mehr als der Durchschnitt, der betreibe Selbstkasteiung. Ich finde das ist falsch, dann hat man die falsche Einstellung. Ich finde man sollte das Leben geniessen, jeden Tag, jede Minute, niemand weiss wie lange er lebt, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man im Schnitt über 80 wird. Aber es ist doch eine Verrücktheit, wenn man das persönliche Glücklichsein mit hohem Konsum verbindet. Das Gegenteil ist oft der Fall, nicht kein Konsum, aber eben jene Dinge, die einem wirklich nachhaltig Freude bereiten oder die man auch wirklich braucht. Ich habe gestern einen Link von Konsumsüchtigen gepostet, und da kam auch heraus, übermässiger Konsum ist oft eine Droge, man versucht abzulenken von den wahren Problemen oder Bedürfnissen. Einsamkeit kann ein Grund sein, mangelnden Selbstvertrauen, Depression, Übergewicht, Unzufriedenheit im Job etc. es gibt Tausende Gründe. Es ist ähnlich wie mit Alkohol oder Rauchen oder schlimmeren Drogen. Ich finde es eine schande, wenn man sein Leben nicht lebt. Niemand hat es verdient, dauerhaft unglücklich zu sein. Wir haben, davon gehe ich aus, alle nur ein Leben. Und wir wissen nicht, wie lange es geht. Aber das Glück hat keinen Zusammenhang mit dem Konsum, wer sich an einer frischen Waldblume nicht erfreuen kann, der wird auch am fetten Rosenstrauss keine Freude haben.

    Vielleicht schreibe ich auch mal einen Leserbrief oder meine Geschichte hier in einem Kommentar. Ich habe viel erlebt, extreme Höhen und Tiefen, weiss wie es sich anfühlt wenn man Pleite ist oder schlimmere Dinge, aber auch das Gegenteil. Hat man Probleme, bleiben sie, man nimmt sie auch überall mit hin (soviel zum Thema auswandern, Flucht wäre der falsche Weg), wenn man glücklich sein kann, kann man das auch heute schon, wenn man erst gerade begonnen hat zu sparen. Es ist eine Einstellungssache.

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Bruno

    Auf deinen Leserbrief würden sich die Leser bestimmt freuen. Und ich besonders.

  3. Dirk Elska

    In Deutschland würde man verklagt wenn man Schlappen mit fremden Sprüchen aus Twitter bedrucken würde 😉 Oder wurde der Autor der Sprüche am Gewinn beteiligt?

  4. iwwerzwerch

    Hallo zusammen.

    Ich bin mit meinem ersten Kommentar heute am Start.  Grund dafür ist der Post von Bruno!!! Du triffst es voll umfänglich!

    @Tim

    Danke Dir dafür, dass Du aus mir einen Sparer gemacht hast!!!

    @all

    Danke an euch alle, dass ihr, mit euren Kommentaren, mir Motivation gebt, dran zu bleiben.

    Grüße

    iwwerzwerch

  5. Thorsten

    In den USA scheint es mehr Leute zu geben, die früher finanzielle Freiheit durch eigener Hände Arbeit erreichen. Bei uns ist es wohl die lange Ausbildung (die allerdings weitgehend kostenfrei), hohe Steuern und Sozialabgaben, strenge Gesetze bei Unternehmensgründung , Produkten etc. Dazu in der Regel eine Erziehung, die das Eingehen einer lebenslang abhängigen Beschäftigung als Lebensziel hat. Hilfreich ist es, wenn die Eltern einem etwas vorleben: Sparsamkeit, Geduld, evtl. Immobilienbesitz, Optimismus, Selbständigkeit, begrenzter bzw. vernünftiger Konsum, gesunde Ernährung. Das ein oder andere macht dann am Ende genauso, auch wenn man in jungen Jahren rebelliert und alles anders machen will.

  6. Guy Incognito

    @ALLE

    Hat zwar nichts mit diesem Thema zu tun, aber schaut mal was ich „lustiges“ gefunden habe. Der Name des Kreditinstitutes scheint Programm zu sein. 🙂

    Googelt mal: Totalkredit Privatverschuldung.

    Und das in einem Land mit der weltweit höchsten Privatverschuldung. Bin gespannt wann die nächste Schuldenblase wieder platzt. Boooooaaaaahhhhh… 🙂

    LG

  7. Fabian S.

    @ Nico Meier:

    Danke für den letzten Link zu dem Artikel. Sehr gut verständlich erklärt. Also wären 600.000€ ein ungefährer Richtwert für die Depotgröße.

    Das heißt für mich auch wenn man ein Unternehmen hätte, das keine Dividenden zahlt, verkauft man dann jedes Jahr 4% Aktien aus diesem Depot um davon Leben zu können.

  8. Thorsten

    Fabian, Du verkaufst bitte nichts, es ist eine theoretische Größe, kostet Gebühren und kann vollkommen in die Hose gehen, wenn der Markt 10 Jahre runtergeht. Besser Dividendenaktien auf ewig  halten mit 5% Rendite oder mehr.

  9. Thorsten

    Mainstream : Millionär durch Daxwerte. Aber wer kann fünfstellige Summen bei  der Geburt eines Kindes hinterlegen ? Egal, das Prinzip zählt, man kann ja auch später mit dem Sparen anfangen und es auf sich selbst beziehen , es dauert wegen des Zinseszinses dann bloß etwas länger.

    https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/millionaer-mit-30-jahren-so-reich-waeren-sie-heute-haetten-ihre-eltern-bei-ihrer-geburt-in-den-dax-investiert_id_10251058.html

    Die Depots meiner Kids stagnieren seit Jahren bzw wachsen mau. Aber da sieht nur oberflächlich so aus. Die Dividenden sind inzwischen so hoch, dass die Sparpläne  jeden Monat alleine aus den Dividenden  gespeist werden.

  10. John

    @Thorsten

    Nichts zu verkaufen ist überzogen. Man kann auch einige Zeit Freizeit geniessen und dann wieder ein paar Stunden arbeiten, wenn die Kurse fallen. Muss dann nur die Differenz Dividende zu Kosten decken. Auch die Ausgaben kann man flexibel gestalten. Gibts eben nur das günstige Ferienziel statt dem Teuren.

    In dem Bestreben alle Unwägbarkeiten durch ein möglichst dickes Depot zu kompensieren führt am Ende nicht zu Fire, sondern zu noch mehr Sparzwang und länger Arbeit um ja nicht zu früh aus zu steigen. Analog zum Konsumhamsterrad dreht man sich im Sparhamsterrad. Typische Auswandererideen wie Leben in Südspanien, Thailand usw. kommen daher das man eben Aussteigen will, ohne Superreich zu sein.

     

    Btw. gestern haben sich die Kollegen über Zalando unterhalten. Wie schlimm der Konzern ist. Aber dann wird doch wie gestört bestellt. Man weiss teilweise gar nicht was da kommt, man schickt das Meiste x mal hin und zurück. Die armen Paketboten. Da findet man gar keinen Einstiegspunkt um in das Gespräch ein zu steigen. Was soll man da schon sagen? Ich könnte sagen ich habe bei Zalando noch nie bestellt, dafür aber selten mal bei Amazon. Dann würde man mich kurz entsetzt ansehen und dennoch nicht mit mir darüber reden wollen, da offenbar Aussenseiter.

  11. Thorsten

    @John

    Ich bin finanziell frei. Ein Verkauf von Wertpapieren würde bedeuten,  dass ich die Bäume im Garten fälle. Dann gibt’s immer weniger Obst, am Ende gar nix mehr. Ich möchte den sehen, der das tatsächlich macht, wenn er kein Gehaltsabholstelle in seinem monatlichen Excel-sheet mehr verzeichnet hat. Wer erst 67 ist, um frei zu sein, hat ja noch 20 Jahre, die er finanzieren muss. Jeglicher Verkauf, um den Lebensstandard zu steigern, verbietet sich von selbst. Wer arbeiten muss , um schwache Börsen auszugleichen ist nicht finanziell frei.

  12. Fabian S.

    @Thorsten:

    Naja aber nach der 4%-Regel sind doch jährliche Entnahmen vorgesehen. Und das macht man doch über Aktienverkäufe-vor allem-wenn man z.b. keine Dividendenzahler hat?!

  13. John

    Die Meisten haben in irgend einer Form eine Rente. Auch wenn es nicht zum Leben reicht ist das ein stetiger Input. Dazu Dividenden, selbst wenn es ebenfalls nicht zum Leben reicht. Vielleicht kommen noch Mieteinnahmen oder Eigentum dazu. Bitte gerade die Rente nicht vernachlässigen. Viele müssen davon Leben, haben aber kein Depot in der Hinterhand!

    Ich sehe hier bereits 2 Einkommensströme, die ohne einen Verkauf statt finden. Erst jetzt kommt der Verkauf ins Spiel. Heisst der Verkauf soll doch nicht alles abdecken? Wobei ich hier auch zugeben würde, Werte ohne Dividende gehören zu dem Zeitpunkt umgetauscht in Dividenden Werte.

    Es kommt eben auf das Alter an. Wer mit 30 aufhört und dann stetig Anteile verkauft, der sollte sich nach einem Nebenjob umsehen. Ich finde nur, wer meint er müsse die Million erreichen, weil 500k zu knapp sind, der wird vielleicht gar nicht frei. Er hat im Kopf Angst, Angst zu wenig Geld zu haben und spart immer weiter.

  14. Daniel

    Das heißt für mich auch wenn man ein Unternehmen hätte, das keine Dividenden zahlt, verkauft man dann jedes Jahr 4% Aktien aus diesem Depot um davon Leben zu können.

    Richtig,  oder das Depot wird zur Entnahmephase umgewandelt, sprich, man verkauft sämtliche Growth-Werte bzw. solche die nicht ausschütten und schichtet in Dividendentitel, REITs oder High-Yield Anleihen mit hohem Kupon um.

    Fabian, Du verkaufst bitte nichts, es ist eine theoretische Größe, kostet Gebühren und kann vollkommen in die Hose gehen, wenn der Markt 10 Jahre runtergeht. Besser Dividendenaktien auf ewig  halten mit 5% Rendite oder mehr.

    Ich sehe kein Grund in der späteren Entnahmephase die Anteile nicht zu verkaufen. Ein Depot baut man nicht auf um es zu vererben sondern einen Sparbetrag für später zurückzulegen um einen Gewinn zu erzielen. Und den Gewinn zu erzielen ist nunmal auch mit einem Verkauf möglich. Genauso wie das SPÄTER mal irgendwann zum JETZT wird. Es gibt inzwischen einige Broker, und ich denke die Kosten werden tendentiell eher fallen als steigen, bei denen kostet Aktienhandel so gut wie nichts mehr. Und daher ist es völlig legitim auch die Teilverkäufe von Aktieninvestments zu einer persönlich auf den eigenen Bedarf gemachten Dividende umzufunktionieren. Mit Ausnahme der Gebühren sehe ich auch keinen Unterschied. 5% Dividendenrendite empfinde ich tendentiell eher unseriös. Selbst eine Coca-Cola schüttet nicht so hoch aus.

     

    Ich bin finanziell frei. Ein Verkauf von Wertpapieren würde bedeuten,  dass ich die Bäume im Garten fälle. Dann gibt’s immer weniger Obst, am Ende gar nix mehr. Ich möchte den sehen, der das tatsächlich macht, wenn er kein Gehaltsabholstelle in seinem monatlichen Excel-sheet mehr verzeichnet hat. 

    Nein, es würde auf dieses Beispiel übertragen bedeuten dass ein Value Investor unten auf dem Boden das Fallobst aufsammelt und versucht damit neue Bäume zu pflanzen die er dann einem Nachbarn für mehr Geld verkauft, der Dividendensammler würde sich einen obstreichen Baum kaufen um dort möglichst viel Obst für den Eigenverzehr zu haben, der Growth Investor würde einen Baum düngen wie verrückt damit dieser Stamm für Brennholz möglichst schnell verkauft werden kann/manchmal wird aus dem Baum aber auch ungeplant ein Obstbaum und man wird auch zum Obstsammler. Und ein Teilverkäufer von Aktienanteilen würde gelegentlich mal ein paar Äste vom Baum abschneiden um damit Körbe zu pflechten die er dann verkaufen kann. Und solange er nicht alle Äste absägt wird auch kein Baum daran zugrunde gehen zumal er auch gar keine Obsternte erwartet sondern sich auf das Holz konzentriert.

  15. KievKiev

    Ich habe in der letzten Zeit mit zwei finanziell Freien gesprochen. Sie sind beide sehr erfolgreiche Unternehmer, aber haben die Freiheit erst um die 55 – 60 Jahre erreicht. Sie arbeiten beide auch noch, da sie das Unternehmen noch übergeben müssen. Vielleicht fällt das auch nicht so leicht. Das kann ich verstehen.

    Ich habe meine Möglichkeiten etwas bedeckt gehalten, aber ich habe ein paar Prinzipien gezeigt. Sie fanden den Weg sehr interessant. Sie legten damals aber auch wert auf Statusobjekte wie sehr teure Fahrzeuge. Das war damals auch anders als heute.

    Tims Forum ermöglicht seinen Lesern das Leben zu führen, dass sie leben möchten. Es ist möglich bereits vor Erreichen des 55 Lebensjahres die Freiheit zu erreichen. Dazu muss man nicht Unternehmer werden. Vielleicht hilft ein kleineres Depot auch bei Entscheidungen, die einem bereits vor der FF ein bestmögliches Leben ermöglichen.

    Ich möchte mehr Zeit für Urlaube verbringen und generell ein wenig mehr freie Zeit haben. Ich stehe aktuell bereits sehr gut da. Aber es könnte noch besser sein. Ich brauche das passive Einkommen um mir freie Zeit zu kaufen. Das ist mir wichtiger als ein historischer 911.

  16. Mattoc

    @ Goldhamster

    Es ist vollkommen richtig, was Kommer in dem Artikel zusammenfasst, wobei man berücksichtigen muss, dass er sich hauptsächlich auf ETFs bezieht. Also: Wenn man einen thesaurierenden ETF auf den MSCI World hält und jährlich Anteile im Wert der Höhe der Ausschüttungen eines  ausschüttenden ETFs auf den MSCI World verkauft, steht man in Summe aller zu berücksichtigenden Faktoren mit dem Verkauf der Anteile etwas besser da, auch wenn das Esoterikern nicht gefällt. In dem nachfolgend verlinkten Video wird gut erklärt, was ein Esoteriker ist: 🙂

    https://m.youtube.com/watch?v=-yTjO2HpmIE

    Dabei muss man aber wirklich berücksichtigen, dass Einzelaktionäre natürlich nicht die Wahl zwischen einer thesaurierenden Variante und ausschüttenden Variante der selben Aktie haben. Darauf hatte mich Matthias Schneider mal hingewiesen, und hier liegt tatsächlich die Ursache für viele Missverständnisse. Wenn man also eine Dividendenstrategie mit Einzelaktien verfolgt, ist der Anteilsverkauf keine sinnvolle Option.

  17. Ralf

    Zeit ist sehr kostbar. Aber sie wird oft auch durch Dritte stark beansprucht, noch dazu besonders stark in den mittleren Jahren wo der Job stark fordert, Kinder da sind und die eigenen Eltern alt werden.

    Der demente Schwiegervater kostet uns derzeit viel Zeit, Kraft und Nerven (Anrufe mitten in der Nacht, aggressives Verhalten etc.). Meine Frau ist stark gefordert, parallel zum Job. Das Thema Pflege in D wird noch heikel werden.

    Ich habe gar keine große Lust alt zu werden, wenn ich das alles so sehe und mitbekomme…

    Zum Thema Selbstständigkeit und Geschäftsideen: Ich habe den Eindruck, dass in den USA das oft leichter möglich ist weil nicht so stark reguliert durch Vorschriften und Regularien.

  18. chn

    Herr Kommer hat Recht. Und Unrecht. Er argumentiert aus wirtschaftswissenschaftlich/mathematischer Sicht, und da kann man ihm nicht wiedersprechen. Er unterstellt aber einen Homo Oeconomicus, also einen emotionslosen, rein rational denkenden Nutzenmaximierer. Das ist sinnvoll für eine wirtschaftswissenschaftliche Betrachtungsweise, um Hypothesen zu überprüfen. Leider gibt es den Homo Oeconomicus in der Realität nicht. Ich bin da für einen pragmatischen Ansatz unter Einbeziehung sowohl der Theorie als auch des eigenen Nervenkostüms und frage mich bei dem, was ich tue: Funktioniert das für mich?

  19. Ex-Studentin

    @Ralf

    Sehr nachvollziehbar! Als mittlere Generation muss man sich um viele Familienmitglieder kümmern. Vor wenigen Wochen ist die Oma von meinem Freund gestorben. War 5 Jahre lang ein Pflegefall und schwer dement. Als der Anruf kam, war meine erste Aussage „Endlich hat sie’s geschafft.“ War meinem Freund gegenüber nicht sehr taktvoll. Aber gestiegene Lebenserwartung bedeutet nicht automatisch mehr Lebensqualität.

  20. Thorsten

    @Fabian

    Das ist nicht richtig. Es ist keine Entnahme durch Verkauf vorgesehen.  Die 4%-Regel bedeutet nur, dass Du 4% jährlich entnehmen kannst und damit eine längere Zeit mit dem Depot überlebst. Und das ist nicht garantiert. Es ist ein Modell , dessen Gültigkeit über einen Verkauf von Anteilen in der Vergangenheit in der Zukunft nicht garantiert ist. Ein Verkauf kommt daher nicht in Frage. Die 4% sollten über Dividenden erwirtschaftet werden. Dividenden sind keine Entnahme  bezogen auf die Stückzahl der Wertpapiere. Bei den Unternehmen sind sie Betriebsausgaben. Und nein, das ist nicht ökonomisch gleichwertig. Z.b weil die Dividenden bei den Unternehmen die Steuerlast senken während ein Verkauf von Anteilen bei mir Gebühren bedeutet.

    Herr Kommer ist für mich ein Kontraindikator, es verbindet mich mit ihm – nichts. Mit wird eher schlecht bei seinen Auslassungen. Irgendwie erinnert er mich an Tenhagen, der Finanztipps gibt und man sollte genau das Gegenteil tun. Seit Jahrzehten bewährter Kontroindikator im Schlepptau der Finanzbranche. Wenn Tenhagen sagt, es sei etwas riskant, dann ist es genau das , was man tun sollte. Wenn er sagt, etwas sei sicher, dann wird man nach Kaufkraft Geld verlieren. Und wenn Herr Kommer sagt, etwas sei kindisch, dann ist es genau das Gegenteil, nämlich sehr weise.

  21. Fabian S.

    @ Thorsten:

     

    Ok der Link zum Artikel von Nico Meier sagt etw. anderes und auch einige Mitleser?! Garantiert ist es nicht, das stimmt, aber prozentual vielversprechend.

    Also sind für Dich Entnahmen nur Dividenden?! Oder was sind Entnahmen für Dich dann, wenn ein Verkauf damit überhaupt nicht gemeint ist?!

  22. Thorsten

    @Fabian

    Dividenden sind für mich streng genommen keine Entnahme.   Das Geld geht auf meinem Girokonto ein, im Depot ist die Anzahl der Bewegungen 0. Keine Einlage, kein Verkauf, kein Kauf, keine Entnahme. Stabile Stückzahl. Die Summierung von Dividende und Buchwerte halte ich für unscharf. Die Reinvestition von versteuerten Dividenden im Depot ist eine Einlage. Der Verkauf von Anteilen eine Entnahme.

  23. ghost

    wenn einer dividenden einer aktie mit von der man spaeter lebt ohne diese zu verkaufen, mit einem etf theraus. am besten noch vergleichen will….. der hat in meinen Augen nix kapiert und wird es auch nie…

     

    dividende bekommt man etf verkauft man und wenn die kurse einbrechen dann zahlen dividendenaktien weiterhin, und die anderen werden ihre etfs mit minus verkaufen. oder ist es nicht moeglich dass ein etf einbricht;)

     

    aber solange wpf und herr kommer sagen dass etf das nonplusultra sind werden manche nur genau das nachschwaetzen…..

     

    etf ist gut zum vermoegen aufbauen…..aber nicht zu vergleichen mit dividendenaktien

  24. Fit und Gesund

    Man muss doch wissen was man möchte,

    ich z.B möchte nur einen ordentlichen monatlichen Batzen als Zustupf zur zu erwartenden Rente und den Mieteinnahmen (wobei diese Wohnung später definitiv verkauft wird)
    Dieses Ziel erreiche ich mit meinen Aktien die mir Dividende auszahlen, diese Dividende sollten nicht gekürzt werden oder gar gestrichen werden, im Idealfall steigern sich diese Dividende jedes Jahr als eine Art Inflationsausgleich.

    Soweit so gut, nun schaue ich einmal in die Zukunft und das ohne Glaskugel, ich werde älter werden und irgendwann auch einmal sterben, jetzt muss ich mir doch die Frage stellen ob Jemand etwas erben soll, Eltern mit Kindern werden wohl sagen, natürlich, meinen Kindern möchte ich unbedingt etwas vererben, wäre aber auch legitim zu sagen, nein, nicht unbedingt, wir haben die Kinder studieren lassen und sie sind jetzt selber gross, das ist Alles Geschmackssache.

    Ich habe nun keine Kinder und mein Ziel ist nicht unbedingt ein Vermögen zu vererben, kann bisschen was über sein, aber wenn es aufgeht wäre es auch gut für mich, so kann ich ab einem gewissen Alter auch mal Aktien verkaufen und somit meine früchtetragenden Ästlein stutzen, ich brauche vielleicht im Alter nicht so viel Kram kaufen, aber Dienstleistungen kosten nun einmal viel Geld.

    Ungefähr 100m von mir wurde neu eine Alterssiedlung gebaut mit angegliederter Pflegeabteilung, die Mieten sind extrem teuer, aber vielleicht möchte ich ab 75 bis 78 dort wohnen, im Speisesaal dinieren und mich um nix kümmern müssen, das kostet sehr viel Geld.

    Es gibt viele Möglichkeiten sein Geld anzulegen, aber ab einem gewissen Alter muss man sich auch Gedanken machen wie das Geld dann zu verwenden ist, nur Geld zu scheffeln um des Geldes willen möchte ich nicht, ich möchte einen schönen angenehmen Lebensabend verbringen.

     

    liebe Grüsse

  25. Bernd Schneider

    Ich werde diesen Monat die 30k im Depot erreichen. Habe vor knapp 2 Jahren begonnen und zunächst einige Fehler gemacht. In diesem Jahr strebe ich die 50k an, das wird sportlich. Ferner möchte ich das monatliche Einkommen pimpen um mich nach und nach auf meine wesentlichen Dinge zu konzentrieren – das Leben ist kurz.

    Seitdem ich regelmäßig in Aktien investiere geht es mir deutlich besser, wissend, dass nach und nach der Schneeball zurückkommt.

    Klimbim brauche ich nicht, je weniger Dinge umso überschaubarer und wertvoller.

  26. Daniel

    Das ist nicht richtig. Es ist keine Entnahme durch Verkauf vorgesehen.  Die 4%-Regel bedeutet nur, dass Du 4% jährlich entnehmen kannst und damit eine längere Zeit mit dem Depot überlebst. Und das ist nicht garantiert. Es ist ein Modell , dessen Gültigkeit über einen Verkauf von Anteilen in der Vergangenheit in der Zukunft nicht garantiert ist. Ein Verkauf kommt daher nicht in Frage. Die 4% sollten über Dividenden erwirtschaftet werden. 

    und ebensowenig ist die Dividendenstrategie der Schutz vor Entnahme aus der Substanz. Zu sehen bei der Deutschen Bank und Energieversorgern die lange Jahre eine vorteffliche Dividende gezahlt haben, dies aber aus der Substanz entnommen haben. Die Argumentation ist somit hinfällig. Denn wie man dem Entnehmer vorwerfen kann, er würde mit einer sturen 4% Regel das Depot vor die Wand fahren können kann man dem Dividendensammler sagen, dass er auch stets darauf schauen muss dass alle darin enthaltenen Unternehmen nicht aus der Substanz ausschütten. Wenn doch, wäre dies schädlich.

    Herr Kommer ist für mich ein Kontraindikator, es verbindet mich mit ihm – nichts. Mit wird eher schlecht bei seinen Auslassungen. Irgendwie erinnert er mich an Tenhagen, der Finanztipps gibt und man sollte genau das Gegenteil tun. Seit Jahrzehten bewährter Kontroindikator im Schlepptau der Finanzbranche. Wenn Tenhagen sagt, es sei etwas riskant, dann ist es genau das , was man tun sollte. Wenn er sagt, etwas sei sicher, dann wird man nach Kaufkraft Geld verlieren. Und wenn Herr Kommer sagt, etwas sei kindisch, dann ist es genau das Gegenteil, nämlich sehr weise.

    Herr Kommer ist der Thilo Sarazin der Finanzindustrie, durch seine nüchtern und sachliche Art sich auf Zahlen, Daten und „Fakten“ zu versteifen zum einen seriös und zum anderen äußerst unangenehm wenn es nicht der breiten Meinung entspricht. Es wäre ja ein leichtes, wenn die entschiedenen Gegner von Herrn Kommer ebenfalls Bücher herausbrächten die mit Zahlen, Daten und Fakten seine Thesen widerlegen. Im Falle der Mieten/Wohnen ist das ja zum Teil geschehen, im Bereich der Aktien ist es da recht dünn. Ich wüsste niemanden der sich dem wirklich auf sachlicher Ebene gestellt hätte.

    Dividenden sind für mich streng genommen keine Entnahme.

    Und genau damit fangen ja schon die unterschiedlichen Sichtweisen an, für mich ist es eine vom Unternehmen bestimmte Ausschüttung und somit Entnahme. Ohne mein Zutun wird ein Teil meines Produktivkapitals in „Bankeinlagen“ umgewandelt. Was soll es sonst sein wenn es keine Entnahme ist.

    dividende bekommt man etf verkauft man und wenn die kurse einbrechen dann zahlen dividendenaktien weiterhin, und die anderen werden ihre etfs mit minus verkaufen. oder ist es nicht moeglich dass ein etf einbricht;)

    Diese Annahme tut so als ob eine Aktie im Kurs unverändert bliebe. Dem ist aber nicht so. Und wenn eine Aktie massiv Federn lässt und eine gleiche Ausschüttung wie vor der Krise bewerkstelligen muss dann ist für mich die Prozentuale Verteilung gleich als wenn ich bei einem fallenden Thesaurierer Anteile im Hoch oder Tief verkaufe. Wie sonst wäre zu erklären dass plötzlich bei der leichten Korrektur Anfang des Jahres die Ausschüttungsrenditen nach oben schnellten? Es ist wie gesagt unerheblich, es kommt NUR DARAUF AN eine Ausschüttungsquote zu finden die nicht die Substanz angreift. Das mag 2% sein, 3% oder vielleicht 4%. Aber diese Ausschüttungsquote darf nicht überschritten werden. Mir kann doch keiner erklären dass ein Unternehmen das in der Krise massiv unter die Räder kommt und seine Dividende hält und plötzlich eine Ausschüttungsquote von 20% fährt eine gesunde Basis für ein Langfristdepot darstellt. Dieses unternehmen wird seine Dividendenrendite anpassen und wenn ein Entnehmer merkt das Depot sinkt von 100.000 (4% = 4000€ Entnahme) auf 20.000€ (=800€ Entnahme) dann ist das eine nicht schädlicher wie das andere.

    Aber macht wie ihr wollt. Ich mag es nur nicht wenn hier so getan wird als wäre die Dividendenstrategie die einzige und logische Lösung. Dem ist nämlich nicht so.

  27. Monaco

    Verstehe echt die Diskussion immer nicht. Scheint echt Ignoranz oder absichtliches Mißverständnis zu sein. Kopiere mal folgenden Text des sympatischen Blogs „Rente mit Dividende“ vom April 2018 hier rein. Hier vom Nutzer franz.von.assisi

    Ich investiere 10.000 Euro in Dividendenwerte mit einer Dividendenrendite von 5%p.a. = 500€
    Du investierst 10.000 Euro in MSCI World.

    Jetzt schmieren die Kurse um 75% ab.

    Ich habe noch 2.500 Euro.
    Du hast noch 2.500 Euro.

    Ich erhalte die Dividende von 500€, dann habe ich noch 2.000 Euro in Aktien.
    Du veräußerst Anteile für 500€, und hast noch 2.000 Euro in Aktien.

    Jetzt zur Fortführung:
    Ich will gnädig sein und wir bewegen uns nur seitwärts, d.h. die Kurse bleiben konstant, aber das für ein paar Jahre:

    in Jahr 2:
    Ich erhalte die Dividende von 500€, dann habe ich noch 1.500 Euro in Aktien.
    Du veräußerst Anteile für 500€, und hast noch 1.500 Euro in Aktien.

    in Jahr 5:
    Ich erhalte die Dividende von 500€, habe zwar noch alle Anteile, aber die sind laut deiner Logik nichts mehr wert, d.h. der Kurs meiner Aktie ist 0€.
    Du veräußerst Anteile für 500€, und hast keine Anteile mehr.

    in Jahr 6:
    Ich erhalte die Dividende von 500€, habe zwar noch alle Anteile, aber die sind laut deiner Logik -500€ wert.
    Du hast nix mehr zu verkaufen.

     

    Ja, vielleicht wird mal keine oder weniger Dividende bezahlt. Aber viele Firmen steigern sie, auch in den letzen Krisen, regelmäßig.

     

    Außerdem bitte um Erklärung: Warum sollte ich ein Depot nicht aufbauen, um dieses zu vererben?

    Und warum plagt ihr euch alle so sehr, den Index oder sonst was zu schlagen? Nehmt doch bitte die gute Rendite, relaxt und kommt mal runter.

     

  28. ghost

    genau wie Monaco es beschrieb, so meinte ich es auch. Bei einem seitwaertsmarkt hat man irgendwann nix mehr zum verkaufen, wenn dieser Markt über viele Jahre sich seitwaerts bewegt. Man ist dann gezwungen den Etf mit immer weniger Gewinn zu verkaufen.

     

    Und nun mal die bekannteren Aktien wie MMM, PEPSI, die zahlen jedes Jahr Dividende und irgendwie merke ich nichts davon, dass sie weniger Wert sind sondern sie wandern immer weiter nach Norden.

    Nimmt man allerdings den besten ETF und vergleicht man den mit  Daimleraktie als Beispiel, dann stimme ich dem zu. Um es freundlich auszudruecken der etf ist besser.

     

    und nochwas…. es gab tulpenblase immoblase kryptoblase, und wenn man jetzt behauptet es gibt und wird es niemals eine etf-blase geben, dann lebt man in einer Traumwelt….weil es bei einigen schon klingt, ich mach sparplan auf etf und dann bin ich spaeter reich/ vermoegend :)…….bestimmt……

    dazu kommt dass man bei bah einmalige Kosten hat und nicht jedes jahr welche…..

    aber ein etf ist gut um ein vermoegen aufzubauen wenn man nicht selbst denken moechte

     

    mfg

     

  29. Maz

    Man kann über Donald Trump sagen, was man will, aber er ist

    Immobilien-Tycoon
    Medien-Star
    Buchautor (durch Ghostwriter)
    PotUS (President of the United States)

    Geschäftstüchtigkeit und Zielstrebigkeit kann man ihm also nicht absprechen. Nebenbei gesagt, er verhilft durch seine schillernde Figur auch Andere wie Sam Morrison zu Geld mit entsprechenden Geschäftsmodellen.

  30. Albr

    Ich frage mich immer, warum Anleger immer/oft auf andere hören „wollen“ 😉

     

    den eigenen (hoffentlich gesunden) Verstand einschalten reicht doch vollkommen aus !

    andere wollen

    1. Was verkaufen

    2. Recht behalten aus prinzip

    3. Wissen es auch nicht besser

    4. Kennen deine Situation nicht

    5. Wollen sich wichtig machen

    6. Lesen gerne über sich in Medien

    7. wollen Panik verbreiten

    8. leben von der Verunsicherung anderer Menschen

    alles Gründe diesen Menschen nicht nachzulaufen… wenn dir jemand einen „Tip“ gibt, zuerst schauen ob er was verkaufen will, wenn ja, dann skeptisch sein oder gleich lassen… Kommer interessiert mich überhaupt nicht aus diesem Grund !

     

  31. Divi-ente

    4 % Verkauf vom thesaurierenden msci world ist nahezu identisch mit 2 % Ausschüttungen + 2 % Verkauf eines ausschüttenden msci world.

    Faktisch der nahezu identische Substanzverlust.

    @Thorsten

    „Die Reinvestition von versteuerten Dividenden im Depot ist eine Einlage.“ 

    Die Reinvestition von versteuerten Dividenden im Depot ist eine Wiederanlage nach Steuern.

    Eine Einlage hingegen wird von außen mit „neuen“ Mitteln aus Sparquoten zugeführt.

    Diese Diskussion ist eine Scheindiskussion und kann bis in alle Ewigkeit fortgeführt werden, wenn jeder sich seine eigene Definition im Hirn ausdenkt und nicht mehr in der Lage ist, sachliche Allgemeingültigkeiten anzuerkennen.

  32. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Daniel

    „Aber macht wie ihr wollt. Ich mag es nur nicht wenn hier so getan wird als wäre die Dividendenstrategie die einzige und logische Lösung. Dem ist nämlich nicht so.“

    Interessant. Mir – und wohl einigen anderen „Stock-Pickern“- geht es ebenso. Es nervt, wenn hier so getan wird, als wäre die ETF-Strategie die einzige und logische Lösung. Dem ist nämlich nicht so.

    Da reibt man sich dann das hundertste mal an „Dividende/Substanz“ und kommt immer mit „Enron, Nokia, Deutsche Bank – siehste!“

    Ohne zu erwähnen, dass man gerade als ETF-Anleger Enron, Nokia und Deutsche Bank selbst im Depot hat(te). Und die werden auch nicht rechtzeitig verkauft, um das Geld in aussichtsreichere Aktien zu investieren, sondern schön bis zum letzten Atemzug im Portfolio gehalten.

    Oder man mault über Apple, Amazon, Netflix, Tesla, diese überteuerten Dinger…. und hat sie dann selbst im ETF (dürften so um die 4% sein). Nicht ganz folgerichtig.

    Merkwürdig auch dieses „die schlechten Aktien werden bei mir automatisch ausgetauscht“. Bis sie aber raus fliegen aus dem Index, hauen sie mit ihrer miesen Performance genauso ins Kontor, wie bei einem Aktienanleger.

    Sie wandern von ihrer Gewichtung ans Ende des Portfolios. Das ist bei einem Portfolio aus Einzelaktien genauso. Da wird ein Popanz aufgebaut wird, der in der Realität keine Rolle spielt.

    Auch bei einem Einzelaktienanleger werden regelmäßig neue, aussichtsreiche Aktien eingebucht, während die schlechten im Portfolio keine Rolle mehr spielen (0,01%-Gewichtung) und praktisch „ausgebucht“ sind.

    Ich habe eine Aktie, die 30% verliert? Ja, ich habe aber auch Aktien, die mit 200%, 400%, 800% zu Buche stehen. Da spielt die eine miese Aktie keine Rolle. Kein Unterschied zum ETF.

    Auch die Meinung, dass Aktien von Johnson&Johnson, 3M oder Medtronic durch ihre Ausschüttungen theoretisch auch auf NULL fallen könnten, zeigt wie sehr man aus dem Elfenbeinturm heraus argumentiert. Weltfremd.

    Es geht nicht nur um mathematische Modelle, es geht um das echte (Geschäfts-)Leben, um gesellschaftliche Abläufe, die sich in den Unternehmen widerspiegeln.

    Und dann wird immer so ganz easy die PROBLEMATIK des Anteilsverkaufs, der Entnahme von ETF-Anteilen im Vorbeigehen gelöst. Schaut euch beim Frugalisten-Oli die Debatte an. Das ist gar nichts mal eben easy. Stunden über Stunden wird sich da der Kopf zerbrochen.

    Die Angst scheint durch, dass man das mit dem Entsparen nicht richtig hinbekommt. Wie viele Anteile vekaufe ich nun? Verkaufe ich zu viele? Oder doch zu wenig? Flexibel, an die Marktsituation angepasst. Habe ich 3 Jahre Cash in der Hinterhand, um schlechte Phasen auszusitzen?

    Wer durch seine Unternehmensbeteiligungen Erträge auf dem Konto eintrudeln sieht, hat mit Verkäufen nichts am Hut. Ganz entspannt die Sache.

    Ja, in der Theorie macht es keinen Unterschied (ETF-Anteile verkaufen, Dividenden erhalten), in der Praxis aber doch.

    Ich bin sehr dafür, diese hanebüchenen Grabenkämpfe einzustellen. Soll man doch jedem seine Strategie gönnen. Erfolgreich kann man auf mehreren Wegen sein.

    Schönen Sonntag wünsche ich 🙂 !

  33. lol

    D.T. versteht es, die charakterlosen Minderheiten, in all seinen Bereichen zu aktivieren, dass ist aber schon alles, wovon er was „versteht“ !!

  34. chn

    Wenn ich von meinem Depot lebe, will ich mir einfach keine Gedanken machen müssen, wie viele Anteile ich nun verkaufen kann, um nicht irgendwann pleite zu gehen. Ich habe durch meinen Kauf der entsprechenden Aktien dem Management meiner Unternehmen das Vertrauen ausgesprochen, jedes Jahr für mich zu entscheiden, welchen Anteil des Gewinns sie auf mein Konto überweisen können, ohne dass das Unternehmen Schaden nimmt. Solange ich damit auskomme, habe ich berechtigten Grund zur Annahme, dass das auch langfristig klappt. Wenn ich dem Management in dieser Hinsicht nicht vertraue, dann muss ich meine Anteile entweder verkaufen oder auf der Hauptversammlung meine Meinung kundtun.

    Für mich ist das ein Wert an sich. Gleichwohl gibt es berechtigte Gründe, sich ein ETF-Depot aufzubauen und regelmäßig Anteile zu verkaufen, um davon zu leben. Ich weiss nicht, warum man das ewig und so verbissen diskutieren muss..?

  35. Divi-ente

    @Freelancer Sebastian

    „Es nervt, wenn hier so getan wird, als wäre die ETF-Strategie die einzige und logische Lösung. Dem ist nämlich nicht so.“

    Wer behauptet denn das? Was soll immer diese Lagerdenkweise?

    Welche Investitionsform zum individuellen Menschen passt, muss jeder selbst raus finden!

    Es ist nur schlichtweg falsch & irrational zu sagen: Dividenden zu verkonsumieren sei keine Entnahme bzw. Dividenden nach Abzug der Steuerlast wieder anzulegen sei eine Einlage ins Depot.

    @chn

    Vollkommen in Ordnung und korrekte, rationale Begründung!

  36. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Divi-ente

    Wer behauptet denn das?

    Angefangen beim hochgeschätzten Herrn Kommer kommt das immer mal wieder vor. Aber eigentlich war das nur eine (ironische) Antwort auf Daniel, der der Meinung ist, die Dividendenanleger würden das von ihrer Strategie behaupten. Kann ich nicht erkennen.

    Was soll immer diese Lagerdenkweise?

    Welche Investitionsform zum individuellen Menschen passt, muss jeder selbst raus finden!

    Sehr richtig! Da sind wir uns einig. So hat jeder seine Vorlieben, sein Vorgehen. Finde ich in Ordnung. Überhebliche Belehrungen IN BEIDE RICHTUNGEN sind also unnötig und fehl am Platze.

    Dividenden zu verkonsumieren ist wie eine Entnahme. Einverstanden. Das ist die Entnahme, mit der ich mich wohl fühle. Mir eine tragfähige, konsistente und langfristige Entnahmestrategie für den Anteilsverkauf einzurichten und diese dann doch wieder ggf. anpassen zu müssen – das mag ich halt nicht. Finde ich ganz rational.

    Dem Kommentar von chn stimme ich uneingeschränkt zu. Das ist meine Sichtweise.

     

  37. sammy

    @Monaco

    Du vergisst dass der thesaurierende etf ebenfalls Dividenden erhält genau wie deine Aktien, nur werden diese nicht ausgeschüttet sondern erhöhen den Buchwert des etf. Man verkauft also die Anteile vom (durch divi erhöhten) Buchwert. Somit kommt es auf das gleiches hinaus ob du (etf Anteile) verkaufst oder Dividenden ausgeschüttet bekommst. Verstehst du das?

  38. Daniel

    Dividenden zu verkonsumieren ist wie eine Entnahme. Einverstanden. Das ist die Entnahme, mit der ich mich wohl fühle. Mir eine tragfähige, konsistente und langfristige Entnahmestrategie für den Anteilsverkauf einzurichten und diese dann doch wieder ggf. anpassen zu müssen – das mag ich halt nicht. Finde ich ganz rational.

    Aber damit schreibst Du doch genau das worauf ich hinauswill! Du schreibst ja sehr eindeutig, DU MAGST ES HALT NICHT. Diese Aussage ist ja auch völlig in Ordnung und ich wäre der letzte der sagt „DU MUSST“. Es ging mir bei meinem Statement um nichts anders als das Widerlegen der Behauptung, dass nur eine Dividendenstrategie dafür sorgt, dass man ein „EWIGKEITSDEPOT“ hat. Dem ist eben nicht so. Und von mir aus kann jemand auch gerne seinen Weg mit dieser Strategie einschlagen. Ich finde es aber unangemessen zu behaupten dass jemand der seine Ausschüttungsquote z.B. konstant bei 2% durch Anteilsverkäufe fährt in irgendeiner Weise mehr verbrauchen würde als jemand der eine Dividendenstrategie fährt. Um nichts anderes geht es hier.

    Und ich bin auch der letzte Mensch auf Erden der sagt alle Stockpicker fahren eine völlig falsche Strategie. Da niemand in die Zukunft sehen kann wird man rückwirkend nur in 50 Jahren sagen können wer besser gefahren ist. Aber um es mit deinen Worten zu formulieren. ICH MAG ES HALT EINFACH NUR IN INDEXFONDS zu investieren.

    Ursprung des ganzen war eben besagte Aussage

    Fabian, Du verkaufst bitte nichts, es ist eine theoretische Größe, kostet Gebühren und kann vollkommen in die Hose gehen, wenn der Markt 10 Jahre runtergeht.

    die ich eben nicht teile.

  39. Jamirael

    @Monaco

    Deine Rechnung ist eine Milchmädchenrechnung.

    Wenn ein Unternehmen Dividende ausschüttet geht das immer zu Lasten des (inneren) Wertes einer Aktie, daß heißt der Kurs der Aktie fällt um den Wert der Dividende.

    Wird keine Dividende ausgeschüttet, bleibt das Geld im Unternehmen und ermöglicht damit idealerweise weiteres Wachstum.

    Der Wert der Aktie steigt damit stärker als die Aktie eines Unternehmens, das kaum Wachstumsmöglichkeit sieht und daher Dividende an die Aktionäre ausschüttet.

    Dein Rechenfechenfehler ist nun, daß sich die Kurse deiner beiden Vergleichswerte gleich entwickeln werden und dies werden sie nicht, da die höhere Divdende des einen Wertes den Kurs stärker belasten wird.

     

  40. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Daniel

    Dann sind wir uns ja einig. Mit deinen Aussagen kann ich gut leben.

    Weißt du, es gibt schon den ein oder anderen dogmatischen Indexler, der zwei Bücher zu Indexfonds gelesen hat und dann nachplappernd die Aktienanleger belehren möchten, dass sie völlig falsch liegen mit ihrer Strategie.

    Wenn mir nun einer (indirekt) Dummheit unterstellt…. da bin ich halt empfindlich und muß kontra geben (da kann ich noch dazulernen – bringt ja doch nichts).

    Den ein oder anderen unfreundlichen Kandidaten haben wir auch hier bei Tim.

    Alles Gute beim Vermögensaufbau!

  41. Guido

    Eine sachliche Diskussion ohne Diffamierung anderer ist immer hilfreich. Schließlich basieren Argumente meist auf unterschiedlichen Erfahrungen. Diffamiert man seine Kritiker, nimmt man sich selbst die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu vergrößern. Auch das Gegenüber ist i.d.R. nicht mehr bereit, Brücken zu bauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *