Börsenkorrektur: Wichtig ist Ruhe zu bewahren. Ob du es schaffst, hängt von deinem Umfeld ab

Wie wir Menschen auf eine Börsenkorrektur reagieren, hängt von unserem Umfeld ab. Die Risikotoleranz in Haushalten mit hohen Einkommen ist höher als mit geringem Einkommen.
Fast jeden Tag fällt der Dow-Jones-Index um 250 Punkte. Es kann dauern, bis die Zuversicht zurück kehrt. Es gibt keine Anzeichen, dass sich die Lage in naher Zukunft stabilisieren wird. Die Schnäppchenjäger, die früher die Kurse nach einem kleinen Rücksetzer nutzten, um sich einzudecken, bleiben dieses Mal aus.

Gerade in Zeiten der fallenden Börsenkurse ist Gelassenheit eine Tugend. Wie gut du als Anleger bist, hängt von deinem sozialen Umfeld ab. Wir werden beeinflusst von unserer Umgebung, auch wenn du es nicht direkt merkst.

Du hast bestimmt schon von dem Spruch von Motivationsguru Jim Rohn gehört: “Du bist das Ergebnis deiner fünf engsten Mitmenschen.”

Eine Studie in den USA fand heraus, dass sogar der Bundesstaat, indem wir leben, Einfluss auf unser Anlageverhalten hat. Die Menschen verhalten sich je nach Standort anders. So sind die besten Risiko-Nehmer in New York, Alaska und Nebraska (dem Heimatstaat von Warren Buffett) zuhause. Risiko können dagegen überhaupt nicht Einwohner aus Vermont, Arkansas und West Virginia ertragen. Sie sind die Schlusslichter in Sachen Risikotoleranz.

Womit mag all das wiederum zusammenhängen? Mit dem Einkommen. Die schlechtesten Bundesstaaten haben das geringste Einkommen.

Anders ausgedrückt heißt das: Wenn kaum Geld hast, bist du nicht bereit, Risiken einzugehen, mit dem wenigen Geld, das du hast.

Basierend auf der Annahme müssten die besten Börsianer in Deutschland aus Baden-Württemberg, Bayern und Berlin kommen. Dort ist das Nettoeinkommen per Haushalt am höchsten.

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David
3 Jahre zuvor

Hallo Tim

Danke für den Artikel. Ich habe soeben realisiert, dass mir die News-Portale mehr auf den Wecker gehen als mir bewusst war. Das liegt wohl aber auch daran, dass die finanzpornografischen Newsportale in einer Börsenkorrektur noch mehr zu schreiben haben. Zum einen möchte ich mich zwar updaten, zum anderen habe ich aber keine Lust mir (unnötige) Weltuntergangszenarien anzuhören und darüber zu lesen. Ich werde wohl einfach meinen „Konsum“ einschränken und die Nachrichten weniger oft lesen. Wie reagierst du in einer solchen Situation? Liest du die News weiterhin wie bisher?

sammy
3 Jahre zuvor

Da krachts ja wieder ganz ordentlich. So langsam wirds interessant.. zum Glück hab ich den Rat des voll investiert Seins noch nicht befolgt denn bald bekommt man stark reduzierte Kurse. Mit einer sechsstellig gefüllten Kriegskasse kann man dann schön einkaufen gehen 😉

Gainde
3 Jahre zuvor

“Sell the rally” 🙂

 

Denke, dass es zurzeit viele Unsicherheiten gibt, die der Markt nicht einzupreisen weiss. Deswegen Verkäufe oder Umschichtungen. Cash is King.

Aber es ist klar, dass es nicht so bald wieder ein Goldilock-Szenario wie vor einem Jahr geben wird. Sehe wenig Gründe für ein Upside. Der Markt nimmt ja der Realwirtschaft bereits einiges vorweg. D.h. es kann gut sein, dass jetzt eine Rezession eingepreist wird, welche sich erst in einem Jahr in den Berichten durchschlägt.

Marco
3 Jahre zuvor

Hallo Tim,

ich habe heute schon mal ein paar etf Anteile nachgekauft.Mit meinen anderen Aktien warte ich noch;Bin noch vollfett liquide,und warte erst mal ab.

Marco

Finanzonkel
3 Jahre zuvor

Bin auch der Meinung, die Rezession ist da – die Börse preist sie jetzt ein. Und in der Realwirtschaft kommen die schlechten Nachrichten später. Wie lange werden die Amerikaner endlich realisieren, dass der „blonde alte Heilsbringer“ ein riesengroßer Flop ist, der die amerikanische Wirtschaft nur noch weiter schwächen wird.

ich habe noch Cash – aber in dieser Salami-Abwärtsbewegung traue ich mich noch nicht weiter zu investieren.

Wahrscheinlich erst dann, wenn die richtig schlechten Nachrichten aus den Unternehmen kommen.

Zumindest halte ich die Füße still und verkaufe nicht.

 

Zwitsch
3 Jahre zuvor

Sammy…..Bravo…..

Andrea
3 Jahre zuvor

Für mich ist bislang alles im grünen Bereich. Aber man merkt, wie die Kurse fast täglich ein kleines bisschen heruntergehen. Ich habe den Eindruck, das wird erst einmal so weitergehen.  Mal schauen, ob ich in Zukunft so ruhig bleibe wie jetzt. Ich denke ja, denn ich habe immer nur Geld an der Börse investiert, das ich nicht brauche (meine Devise). Bin gespannt und freue mich über gute Kaufkurse. Hoffentlich dauert die Phase ein bisschen länger. Auch bin ich gespannt, wer noch hier sein wird, wenn die Kurse mal ganz am Boden sind. Ich wünsche allen Gelassenheit und Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben, dann lässt sich das bestimmt gsnz gut aushalten.

Die letzte Hose hat keine Taschen
3 Jahre zuvor

Es gibt viele interessante / lukrative Dividendenzahler die schon viele Krisen durch der Dividende treu bleiben. Renditen von 5% und mehr sind keine Seltenheit. Jetzt endlich kaufe ich wieder. Habe über 1 Jahr gewartet.

PS: Schade, dass Merz nicht die CDU führt. Wäre fast zum CDU Wähler geworden. Nun mache ich weiter mein Häkchen bei der ehm wie heißt diese noch einmal. Stimmt: Bündnis C. Amen 😛

Lad
3 Jahre zuvor

Durch den heutigen Crash erreichte die Dividendenrendite bei BASF und Kraft Heinz 5,1%. Am ersten Tag, wenn die Aktien steigen, etwa um 2 Euro, werde ich zukaufen. Genauso die gefallenen Engel: BMW und British American Tobacco werde ich bald zukaufen. BAT hat  7,5% Dividende. BMW 5,5%. Daimler kommt nicht in Frage = vergleiche die 30-jährigen Charts von BMW und Daimler!

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Finanzonkel

Genau, noch Tee trinken und abwarten. Zurzeit noch keine Panik/Resignation zu spüren. Ist psychologisch sehr interessant. Habe durch eigene Rebalancing-Regeln Kaufsignale definiert. Einfach stur durchhalten, da hilft uns Tin ganz gut.

Lad
3 Jahre zuvor

🙂 🙂 Morgen am Dienstag 11.12.2018 treffen sich die Dividenden-Aktionäre um 18:30-23:00 im Gasthof Obermaier, Truderinger Str. 306, München 🙂 🙂

Mr. Pino Cavallo
3 Jahre zuvor

Ich ärgere mich gerade etwas darüber, dass ich die BASF-Aktie letzte Woche “endlich” kaufen konnte, da sie endlich zum Preis von 65€ zu haben war… nur um jetzt sehen zu können, dass sie 1 Woche später schon bei 58€ steht. Wäre ich doch nur etwas geduldiger gewesen!

Aber naja, Geld habe ich noch und ich werde jetzt nochmal weiter abwarten, wie sich die Kurse so entwickeln.

A.
3 Jahre zuvor

@cavallo und andere

Also, ich kaufe auch Basf seit wochen über einen Sparplan.  Nicht ärgern, den absoluten Tiefpunkt erwischt man eh selten.

Lieber regelmäßig kaufen. Ich hab gekauft bald es weiter runterging, wohlwissend das es auch weiter runtergehen kann. Kann ja auch anders kommen.

Merkt ihr an den Kommentaren, dass als es weiter hochging jeder dachte es geht weiter hoch. Jetzt wo es runtergeht, gehen viele hier davon aus das es weiter runtergeht 🙂

 

HansS
3 Jahre zuvor

Der häufig zu beobachtende Dividenen-Hype ist emotional zwar verständlich, da er vielen Anlegern vor allem im Bärenmarkt hilft, die Nerven zu bewahren. Rational ist er allerdings nicht zu erklären.

“Dass Privatanleger hohe Dividendenrenditen emotional als besonders anstrebenswert einstufen – statt rational auf die allein relevante Gesamtrendite einer Aktie abzustellen – ist einer der viele kognitiven Anlegerirrtümer, den das Forschungsgebiet Behavioural Finance in den vergangenen Jahrzehnten dokumentiert hat. Fragwürdiges Marketing der Finanzbranche und populistisch-oberflächliche Berichterstattung der Finanzmedien perpetuieren diesen schädlichen Investmentirrtum.”

https://www.gerd-kommer-invest.de/dividendenstrategien-fakten-und-fantasien/

Kiev
3 Jahre zuvor

@ All

Mir war immer klar, dass ich mindestens eine Korrektur oder einen Crash durchmachen muss. Erst danach werde ich finanziell frei sein. Schön, dass dies gerade am Anfang meines Engagements an der Börse passiert. Ich bin auch gespannt wie viele Stammleser erhalten bleiben und ihre Strategie durchziehen. Ich freue mich wenn möglichst viele erhalten bleiben. Jetzt ist die Zeit für hohe Sparquoten, Nebenjobs, Nebentätigkeiten. Gas im Job geben und durchhalten. Lasst Euch nicht von Eurem Weg abringen. Vielleicht trennt sich die Spreu vom Weizen. Ich bleibe dran. Auch wenn 90% abspringen.

Ich habe heute einen BASF SP geschrieben. Er hat bis zur Dividende Zeit. Ich bin entspannt.

Unser aktives Einkommen konnte ich weiter diversifizieren. Meine Frau hat in Kürze einen neuen Job. Es gibt 250€ netto mehr bei gleichem Arbeitspensum. Die WG mit Einzelzimmervermietung läuft auch langsam rund. Das gibt knapp 300€ mehr Einnahmen. Ich hatte einmalige Ausgaben um 400€. Im Gegenzug habe ich ein Kellerabteil gewonnen. Mit kleinen Schritten geht es vorwärts. Lasst Euch von dem Rauschen der Medien nicht von Eurem Weg abbringen. Prüft alle paar Monate oder Wochen, ob der Kurs stimmt und gebt Gas in der Zwischenzeit. Ich wünsche Euch viel Erfolg!

Mr. Pino Cavallo
3 Jahre zuvor

@ Kiev

“Mir war immer klar, dass ich mindestens eine Korrektur oder einen Crash durchmachen muss.”

Ich würde da sogar noch weiter gehen: mir war schon früh klar, dass ein oder mehrere Crashs, oder zumindest Korrekturen, dafür notwendig sind, damit ich die finanzielle Freiheit deutlich vor meinem Renteneintrittsalter erlangen kann.

Da ich ähnlich wie Tim eine Buy-and-Hold-Strategie avisiere und zukünftig von Dividenden leben möchte, sind günstige Aktienbewertungen für mich essentiell.

 

elduderino
3 Jahre zuvor

Ich kaufe seit fast 3 Jahren Index-ETFs im Sparplanund habe im letzten Jahr aber meine Sparrate deutlich erhöht. Blöd, dass besonders das letzte Jahr schlecht lief. Overall bin ich nun 3% im Minus mit meinen ETFs nach 3 Jahren. Wird wohl etwas dauern, bis ich meine durchschnittlich 5% Martkrendite pro Jahr realisiere 😀

Aber egal, wird schon wieder bergauf gehen. Wieviel Hiobsbotschaften können noch kommen? Handelskrieg Amerika-China muss ja schon längst eingepreist sein. Italienkrise auch, heute die Ankündigung von May…mal schaun

A.
3 Jahre zuvor

@Kiev

Geht uns ähnlich. Nach einer Renovierung die länger gedauert hat als geplant, da ich ja noch arbeiten gehe u.a. musste der Balkon der Einliegerwohnung neu gestrichen werden, was sehr mühsam war, da ich ihn auch erstmal auseinander bauen musste und das heben alleine nicht möglich ist,  konnte die Bude jetzt für 1 Monat vermietet werden. Macht kalt ca. 350 Euro.

Außerdem musste ich ca. 800 Euro für neue Möbel und Renovierungsmaterial bezahlen, da wir möbliert vermieten wollen. Gleichzeitig der Ärger mit unseren alten Autos (wer die vorherigen Beiträge gelesen hat, weiß bescheid)

Von der Kaltmiete habe ich jetzt noch die fehlende Couch bestellt. Dann ist die Bude fast fertig. Die Kosten kann ich noch von der Steuer absetzen, das ist das i-tüpfelchen.

Im Job hab ich endlich die Beförderung bekommen. Das Geld geht in die Tilgung und Cashaufbau/Sparen.

Tim hat recht. Ob man Ruhe bewahrt im Crash (im Moment haben wir keinen) hängt auch von der Gesamtsituation ab.

Ich lasse die beiden Sparpläne (3M und BASF laufen) ein kleiner Sparplan läuft noch Verizon, aber den erhöhe ich erst, wenn BASF bis Mai durch ist.

Gruß

 

 

 

A.
3 Jahre zuvor

@HansS

Ja, bei Dividenden sollte man schon darauf achten, dass diese nicht von der Substanz der Firma gezahlt werden.

Ansonsten sehe ich keinen Grund, nicht auch in Dividendenaktien zu investieren um z.B. ein weiteres Einkommen aufzubauen. Gibt genug Auswertungen die die Kraft der Dividendenaktien zeigen.

Das ist ein altes Thema hier im Blog, ich will das nicht wieder aufwärmen.

Gruß

 

 

Bruno
3 Jahre zuvor

Für alle die sich ärgern, gekauft zu haben und jetzt ist es schon wieder günstiger, einfach durchhalten wenn man an die Firma glaubt.

Ich habe 2002 ABB für 4.- gekauft, sie fiel kurz darauf auf 1.30, ich war konsterniert. 5 Jahre später war sie auf über 36.-

Gerade in einem Crash (ob es nun einen gibt wissen wir wie immer nicht), erwischt man kaum das Tief und die letzten Tage kann es nochmals richtig tauchen, manchmals innert weniger Tage nochmals 20-30%, gerade bei kleineren Titeln, das ist die Phase wo alle resignieren und alles auf den Markt werfen, sie sagen sich dann, lieber noch paar cents rausholen als Pleite gehen.

Relativ haben wir zwar deutlich korrigiert, im Vergleich zur letzten grossen Finanzkrise teilweise fast annährend viele Punkte, relativ jedoch ist es noch eine normale Korrektur.  Der S&P 500 hat sich damals mehr als halbiert, das wäre jetzt von 3000 auf 1500 runter, da würden viele sehr weiche Knie bekommen. Ich glaube nicht daran, aber auch nichts ans Gegenteil, wir werden es sehen. Einfach weiter investieren und nicht beginnen plötzlich zu spekulieren, Schnäppchen machen… vielleicht, man weiss erst im Nachhinein, ob es eines war.

Siehe mein Kauf damals von ABB, dachte bei 4.- ein Superschnäppchen, bei 1.30 dachte ich voll in die Hosen, wird wohl ein Totalverlust, bei 36 wusste ich, es war ein Schnäppchen. Heute sind sie auf 18.-, ich habe sie immer noch, es ist keine einfache Aktie, aber mir gefällt die Firma, ich kenne sie recht gut. Und sie gibt aktuell wieder 4% Dividende. Ist keine Empfehlung nur ein Beispiel, z.B. wer heute BASF kauft und sich morgen ärgert, dass sie schon wieder günstiger sind. Einfach Sitzfleisch haben.

Christian H.
3 Jahre zuvor

@HansS

so ganz irrational scheint es mir in meinem Falle nicht, in Dividendenaktien zu investieren, denn die Dividenden sind für mich das Haupt-Kriterium in meiner Aktienauswahl.

Ähnlich wie beim Vermieten von Wohnungen. Natürlich will ich, dass die Wohnungen langfristig an Wert gewinnen. Aber als Return On Invest sehe ich die Mieteinnahmen – spekulative Preissteigerungen berücksichtige ich beim Kauf von Wohnungen kaum. Preissteigerungen habe immer etwas spekulatives.

Waren Buffet hat auf sein bei Coke eingesetztes Kapital mittlerweile jährlich knapp 50% dessen an Dividenden raus, was er ursprünglich eingezahlt hat – Tendenz steigend. Das finde ich schon faszinierend.

Jeder hat eben seine Präferenzen, und wahrscheinlich schneiden manche Investoren mit anderen Strategien insgesamt besser ab als ich. Aber meine Dividenden-Strategie ergibt für mich Sinn, hinter der stehe ich, die verstehe ich – und sie ist für mich total rational.

Gainde
3 Jahre zuvor

@ elduderino

Welche ETF besparst fu seit 3 Jahren? Global gesehen müsstest du zurzeit gut im Plus liegen. Wir sind jetzt auf demselben Stand wie vor einem Jahr.

@ Bruno
Sehr gutes Beispiel. Deswegen immer über mehrere Titel und temporal einsteigen. Meiner Meinung nach für Privatanleger mittels ETF viel bequemer und wahrscheinlich langfristig profitabler: weniger Gebühren und regelbasierte Aussortierung von schwachen Unternehmen.

Bruno
3 Jahre zuvor

@Gainde

Absolut, als ich begann an der Börse (1998) waren ETFs noch in Kinderschuhen, und die Indexfonds haben mir nicht gepasst weil zu teuer, aber heute würde ich auch mit ETF beginnen zu sparen.

Gainde
3 Jahre zuvor

@ Bruno

Siehe Sergio Ermotti (UBS):

“Allerdings sollte es Anlegern idealerweise nicht so ergehen wie UBS-Konzernchef Sergio Ermotti. Ende Oktober wurde bekannt, dass er für 13,12 Millionen Franken Aktien der Grossbank gekauft habe. Die Aktien sind aktuell rund 6 Prozent weniger wert als vor sieben Wochen. Für Ermotti bedeutet dies immerhin einen (Buch-)Verlust von 1,7 Millionen Franken.”

 

Frage mich ob das nur ein Investor-Relations Coup war, weil bei diesem Titel doch ein ziemliches Risiko herrscht – Diviende hin oder her.

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Mr. Pino Cavallo

Ich bin nicht weit von der FF entfernt. Ich habe aber mit Vermietung das Einkommen geschaffen. Ich bin noch nicht lange in Aktien investiert und mir war klar, dass der Bullenmarkt vermutlich in meiner Ansparzeit ein Ende findet. Immer positiv nach vorne schauen. Eine Korrektur am Anfang ist besser als am Ende. Wenn Du rein mit Aktien über einen längeren Zeitraum ein Vermögen aufbaust wird es wohl mehrere Korrekturen geben.

@ Elduderino

Du hast mit der Erhöhung der Sparrate entsprechend teuer Aktienanteile gekauft. Jetzt wirst Du entsprechend verbilligen. Bleibe dran. Wenn Du stetig durch die Krise durch investierst und am Ball bleibst wirst Du später die Früchte ernten. Wenn Du aufgibst wirst Du Dich irgendwann über die verpasste Chance ärgern. Zum Tief wirst Du wohl nie kaufen, aber immerhin verhältnismäßig günstig. Falls Du noch kein sehr hohes Vermögen hast sind die Chancen doch viel größer als die Risiken. Ich habe z.b. immer mit der 3% Regel kalkuliert. Momentan kann ich langsam die 4% Regel verwenden. Wenn ich es so betrachte, habe ich gar nicht so viel Verlust erlitten.

@A

Das Unglück kommt gerne von allen Seiten. Das kommt mir bekannt vor. Manchmal gehen wir durch Tiefs. Die sind aber meistens schnell wieder vorbei. Auch wenn sie im Moment intensiv sind. Danach können wir die Früchte ernten. Für 333€ im Monat würde man 100k Vermögen nach 4% Regel benötigen. Wenn Du es so betrachtest, hat sich die Arbeit vermutlich ausbezahlt. Ich habe bei dem Gehalt extra das meiner Frau forciert. Wir mussten darauf auch etwas hinarbeiten. Sie hat sich in einen Bereich eingearbeitet, der mehr Potential hat. So gab es vor einiger Zeit bereits eine Gehaltserhöhung. Durch den neuen Job in dem Bereich gibt es die zweite Belohnung. Es hat in Summe etwas mehr als ein Jahr gedauert. Alles braucht seine Zeit. Das Chance/ Risiko Verhältnis ist bei meiner Frau wesentlich besser als bei mir gewesen. Hier habe ich nüchtern betrachtet was möglich ist und was nicht.

sammy
3 Jahre zuvor

@HansS

Der häufig zu beobachtende Dividenen-Hype ist emotional zwar verständlich, da er vielen Anlegern vor allem im Bärenmarkt hilft, die Nerven zu bewahren. Rational ist er allerdings nicht zu erklären.

An den Reaktionen der Leute merkst du dass es die meisten hier nicht verstehen können oder wollen.

Nochmal ein Gewinn bleibt ein Gewinn ob er nun ausgeschüttet wird oder im Unternehmen bleibt macht keinen Unterschied. Eine coca cola wäre auch ohne dividenden um den Wert der Dividenden gestiegen und zwar jährlich.

Thorsten
3 Jahre zuvor

@HansS Dividendenaktien schlagen sogar den S&P 500. Ich kann ruhig schlafen, denn der psychologische Aufpreis bei REITS dürfte minimal sein.https://seekingalpha.com/article/4224181-reits-outperform-stocks-3-strong-buys-heading-2019

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Christian H.

Ich sehe auch viele Parallelen bei Vermietung und Dividendenaktien. Bei der Vermietung lege ich keinen Wert auf Wertsteigerungen. Mietsteigerungspotential ist wesentlich interessanter.

Ich kann Wertsteigerungen nicht beeinflussen. Wichtiger ist eine auf den Kaufpreis bezogene Rendite von z.b. 5%. Dies in Zusammenhang mit einem billigen Kredit reicht mir völlig aus. Wertsteigerungen kommen bei einem Verkauf noch hinzu. Vorher bringt diese aber leider überhaupt nichts. Das ist bei Aktien und den Dividendensteigerungen vermutlich anders.

sammy
3 Jahre zuvor

@Thorsten

Klar in einer Immobilienblase profitieren REITS natürlich, doch die Zeiten werden sich auch hier ändern. Außerdem macht es nur Sinn REITS in Form von etfs zu besitzen du weißt schon Streuung usw.

sammy
3 Jahre zuvor

@Kiev

Sind die 3k Sparrate von dir und deiner Frau gemeinsam?

Kiev
3 Jahre zuvor

@ Sammy

Ja gemeinsam. Das war aber nur ein Beispiel von einer relativ hohen Rate zu einem Vermögen von nur 100k. Im Prinzip trifft mein Beispiel auf alle zu, die relativ viel monatlich sparen können und noch nicht viel Geld investiert haben.

Die Gesamtsparrate liegt bei uns wesentlich über dem wert. Darin ist dann aber auch eine sehr hohe Tilgung enthalten. Dieses Geld kann ich nicht investieren. Aber in einem Jahr fällt ein großer Teil weg. Da kann ich etwas mehr Gas geben.

Ich stehe aber auch schon kurz vor der FF. Die Rate war natürlich nicht immer so hoch. Ich versuche jedes Jahr 300-500€ draufzupacken. Meine derzeitigen Aktieninvestments wirken kurzfristig konträr. Langfristig bin ich zuversichtlich.

-M
3 Jahre zuvor

@A.

 

Mir fällt auch auf, dass bis vor den Kursabschlägen fast alle von “jetzt kaufen” geredet haben (Hausse geht weiter / Timing geht eh nicht etc etc) und nun gehen die Kurse runter und fast alle reden von “lieber mal abwarten” Rezession könnte kommen / Salami-crash / in einer Woche kann ich günstiger kaufe etc er .

Das ist total irrational und genau das was man nicht tun sollte…. aber es ist typisch Mensch! Die gleichen Firmen für teilweise 30% / 40% weniger als vor 2 Monaten und auf einmal kommen die ganz schlauen und stoppen ihre käufe, weiiiiil in 6 Monaten ist es ganz sicher noch günstiger…..

Der alte Kosto würde sich im Grab umdrehen und sowas wie “Homo Ludens” murmeln…..

-M

Christian H.
3 Jahre zuvor

sammy,

es liegt bestimmt nicht daran, dass manche Leute hier nicht verstehen wollen. Sie können wahrscheinlich nicht verstehen. Die Leute sind eben unterschiedlich, manche begreifen schneller, andere eben weniger schnell. Und manche gar nicht.  Die Dinge sind ja auch sehr schwierig. Ich finde, man sollte da ein bisschen verständnisvoll sein;)

Guts Nächtle

Christian

3 Jahre zuvor

@Tim

Dein Fazit mit den evtl besseren Börsianern in “Baden-Württemberg, Bayern und Berlin” deckt sich nicht ganz mit der Quelle… Die Liste da ist nicht absteigend sortiert. Statt Berlin sind die dann in Hamburg.

Kleinigkeit, aber nur als Hinweis.

42sucht21
3 Jahre zuvor

So ist es. Dabei ist noch bei weitem gar keine richtige Korrektur oder gar Crash. Ob da viele durchhalten?

Tugumak
3 Jahre zuvor

@ – M

Daumen hoch!

wenn ich manche Kommentare hier so lese, dann frag ich mich, ob die Leute dem lieben Tim nicht zuhören bzw. ihn nicht verstehen. Dabei wiederholt er doch ständig und in einfachen Worten wie es geht oder gehen kann. Unglaublich das…

Gruß

Tugumak

Daggg05
3 Jahre zuvor

Ist mir sowas von scheiss egal was passiert, ich kaufe weiter monatlich meinen Vanguard S&P500 ETF nach. Ich schaue mir auch keine Nachrichten und Kurse an, denn es ist mir egal!

Gainde
3 Jahre zuvor

@ -M

Bei Einzelaktien gibt es zurzeit sicherlich einige gute Kaufgelegenheiten. Die Unentschlossenen können ja tranchenweise Positionen aufbauen.

Der globale Markt jedoch ist erst 15% vom ATH entfernt. Was Makro-mässig noch auf uns zukommen kann wird die Kurse noch weit unter das jetzige Niveau drücken. Sehe mittelfristigwenig Upside-Potential im Markt und man möchte ein Teil des Pulvers noch im Trockenen halten. Am einfachsten gestaltet sich “Market-Timing” mit Rebalancing.

Bei mir müssen die Aktien noch doppelt so weit fallen, bis ich nachkaufen bzw. ausgleichen kann.

Der SP500 hat heute wieder gut bei 2635 Pt. geschlossen.

Value
3 Jahre zuvor

@Lad, „Morgen am Dienstag 11.12.2018 treffen sich die Dividenden-Aktionäre um 18:30-23:00 im Gasthof Obermaier, Truderinger Str. 306, München“

kann da jeder vorbeikommen oder seid Ihr ein Börsenclub?

PS, würde mich sehr interessieren mit Gleichgesinnten zum Thema Börse, FF und Dividenden zu unterhalten . . . . . . . ob ich es schaffe, mal schaun.

Mr. Pino Cavallo
3 Jahre zuvor

@ Kiev

Gratulation zu deiner baldigen FF. Ja, ich hoffe, dass ich die Crashs überstehen werde. Momentan fühle ich mich sehr gut und ich sehne eine solche Situation ehrlich gesagt sogar etwas bei, da ich schon seit etwa 1,5 Jahren dabei bin meine “Kriegskasse” aufzufüllen (entgegen den Vorschlag vieler, immer voll investiert zu sein).

 

@ sammy

Ob Kursgewinne und Dividenden dasselbe sind, kann ich nicht beurteilen. Kann man wirklich davon ausgehen, dass bei einem Kursrutsch die Aktie, die keine Dividende zahlt, um den Teil des thesaurierten Gewinns höher steht als im Falle mit der Dividendenzahlung? Ich glaube da nicht daran, da der Aktienkurs (v.a. kurzfristig) Psychologie und keine exakte Mathematik ist.

John
3 Jahre zuvor

@M

Wer redet denn von Abwarten?

Die Zeit ist relativ. Soll man jetzt nach kaufen oder bei seinem Kurs bleiben? Meim Kurs hiesse erst zur Lohnzahlung zu kaufen, sprich jetzt noch nicht.

Ohne festen Sparplan kommt man ganz schnell aus dem Rhythmus. Ich überlege selbst ob ich nicht etwas früher kaufen sollte. Aber im Schlimmsten Fall fällts weiter und man kauft zweimal, da freut sich die Bank. Nicht ganz so einfach.

GiniKoeffizient
3 Jahre zuvor

@ Crash und Betrachtungsweisen

Ich betrachte hier gerne den ACWI oder FTSE All World Index um wirklich zu sehen wie die Stimmung an der Börse gerade ist.

Disclaimer: Ich halte nicht viel von der World + Emerging Markets Akrobatik oder Aufteilung von Einzelaktien auf Regionen und einzelne Länder. Der Grund ist trivial: wir leben in einer globalisierten Welt und die meisten ignorieren dennoch welche relativen ökonomischen Anteile in den Ländern rund um die Welt gemacht werden.

Beispiel: Wahrscheinlich hat jeder irgendein Samsung Gerät. Trotzdem zählt Samsung als Schwellenland-Unternehmen. Totaler Schwachsinn. Jeder der mal in Südkorea war versteht was ich meine.

Viel wichtiger ist daher das Emerging Markets Economic Exposure, welches aber viel zu selten Beachtung erhält. Betrachtet man dieses stellt man fest, dass die Aufteilung sehr nahe an den jeweiligen BIP Werten angesiedelt sind. Aber das würde jetzt zu weit führen. 

Fakt ist, es macht mehr Sinn Alibaba höher in seinem Portfolio zu gewichten, statt x% EM Anteil * Alibaba einzuladen und andersherum überspitzt formuliert mehr Freenet-Aktien im Portfolio zu besitzen, als chinesische Groß-Konzerne dort schlummern.

So viel zu der Sichtweise. Daraus folgt für mich persönlich, dass nicht der MSCI World Maßstab sein sollte, sondern ein ACWI (IMI), FTSE All-World oder VTWSX.

Somit einen kleinen Blick auf ACWI und FTSE All-World geworfen zeigt sich => die mittelfristigen historischen Volatilitäten lagen um die 11,5%, 10,5%, 10,7% und manchmal auch geringer. Aktuell liegt sie bei etwas über 12. Daher kann man schon sagen, dass wir eine ungewöhnliche Situation haben. Aber es könnte auch einfach nur bedeuten, dass die Leute nervöser geworden sind und es trotzdem nur die übliche jährliche Volatilität ist. Aus diesem Gesichtspunkt muss man schon sagen, dass der Markt aktuell günstig bewertet ist und wer sich nicht an Einzelaktien traut, der kauft halt mal den Markt, wenn er sich von seinen Emotionen sonst überkommen lässt. Aber nur warten mit Bauchgefühl als Investitionsstrategie, weil man denkt es geht noch weiter runter, das ist nicht empfehlenswert.

Der VTWSX gibt übrigens 16.73% Schwankung an. Für mich war das umso mehr ein Grund nachzulegen, als meine Rebalancing Excel vorschlug noch weitere Orders zu setzen.

@ Gainde

Mein Kerninvestment ist auch seit um die 2 Jahren der Vanguard All-World mit einem Rebalancing Ansatz um Emotionen rauszuhalten. Weiterhin setze ich noch über eine Core-Satellite Strategie kleinere selektive Einzelinvestments aus Überzeugung hinzu um nicht in Versuchung zu kommen nur Einzelaktien zu kaufen und im Stock Picking Dilemma zu enden. Das Core-Satellite-Verhältnis ist 90:10. Asset Allocation Aktien:Cash ebenfalls, aber mit größeren Schwankungsbreiten.

Wie M. sein Fachwissen im Biotechnologie-Sektor genutzt hat, so denke ich auch, dass es Sinn machen kann, wenn man hier über entsprechende überdurchschnittliche Kenntnisse verfügt und Situationen besser einschätzen kann als durchschnittliche Investoren. Kann, muss aber nicht. Im schlimmsten Fall gesteht man sich irgendwann ein doch ein Idiot zu sein und fährt die 10% auf 0 herunter.

Meine Frage konkret: welches Regelwerk hast du dir für deinen Rebalancing Ansatz zu Grunde gelegt? Bei mir gibt es letztlich drei Korridore mit Toleranzbereichen, wobei ich nur Nachkaufe und nicht Verkaufe (da ich weiteres Teilweise-liquides Vermögen besitze, welches ich für die Berechnungen ignoriere, aber im Ernstfall nutzen könnte).

Gainde
3 Jahre zuvor

@ GiniKoeffizient

Stimme mit dir bezüglich Indizes überein. Habe nur den Vanguard FTSE All-World ETF. Dazu eine fixe Asset Allocation (aktuell: 70% Aktien/30% Cash) und 1x jährlich Rebalancing, um das Verhältnis wiederherzustellen. Kauf oder Verkauf von Aktien, wenn Mindestabweichung überschritten (+/- CHF 6000), da ich unnötig hohe Orderkosten vermeiden will.

Ganz langweilige Sache nach dem KISS-Prinzip eben. Der etwas hohe Cashanteil von 30% kommt daher, weil ich noch keinen richtigen Crash als Anleger miterlebt habe und nicht x Jahre mein Depot im Minus sehen möchte zwecks Liquidität/Flexibilität.

Zwitsch
3 Jahre zuvor

Der Sammy legt den Finger in die Wunde….ich glaube mit seiner Erfahrung Profitieren alle im Blog hier….. danke dafür… Ich habe schon viel gelernt…..

Andrea
3 Jahre zuvor

Zwitsch, was hast du denn von Sammy gelernt? Dass Aktien ohne Dividenden besser sind als Aktien mit Dividenden?

eki.
3 Jahre zuvor

@Zwitsch

da würde mich doch glatt mal interessieren, welche Erfahrung sammy so hat. Mit seinen bisherigen Aussagen hat er ja schon öfter daneben gelegen…

 

pete
3 Jahre zuvor

Das nennt sich doppelaccount

Nobbi
3 Jahre zuvor

Natürlich sind Kursgewinne und Dividenden nicht dasselbe. Ich glaube, dass das so auch in keinem seriösen Buch steht.
Was gemeint ist, ist das es keinen Unterdchied macht ob eine Entnahme per Dividende oder Anteilsverkauf geschieht. Das ist es in der Theorie auch.

Aber das ist weder ein Pluspunkt für Einzelaktien (Dividende, Growth) noch für ETF.

Was ein Vorteil sein kann, sind Steuerstundungen. Gerade in der Ansparphase.

 

sammy
3 Jahre zuvor

@GiniKoeffizient

Was ist der Unterschied der Kombination msci world 70% + msci EM 30% mit dem ftse all world? das würde ich gerne mal wissen.

Der ftse all world beinhaltet das gleiche.

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