Auf Deutschland rollt der nächste Abschwung zu. Wie behältst du die Nerven, wenn die Kurse ins Rutschen kommen?


New York, 23. September 2019

Wenn die Kurse beben, meide die Medien. Geh ins Freie. Relaxe.

In Deutschland gibt es mehr Indizien, dass sich eine Rezession anbahnt. Die Forscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sind sich ziemlich sicher. Selbst das Kanzleramt hat Sorgen. Irgendwann kommt die nächste Krise, der nächste Kurseinbruch. Was machst du, wenn der Abschwung kommt? Ich versuche nicht, die Börse zu timen. Ich investiere regelmässig. Stur und stetig. Ich weiß, dass ich die Börse nicht zeitlich übertrumpfen kann.

Während der Dotcom- und Finanzkrise behielt ich stur mein Depot bei, so wie es war. Mehr noch: Ich kaufte zu. Emotional kann dich das herunterziehen. Es ist eine harte Zeit, wenn die Kurse beben. Du hast Angst, deine erreichte Freiheit (oder Teilfreiheit) zu verlieren.

Wenn der Abschwung kommt, lies einfach nicht die Nachrichten und überprüfe dein Depot nicht. So kannst du deine innere Ruhe beibehalten. Zumindest kannst du so deine Angst eindämmen.

Aber sei dir im Klaren: Die meisten Menschen werden die Nerven verlieren. Es ist so hart. Du wirst dir immer gesagt haben, dass du auf Kurs bleiben willst. Langfristig denken. Ja sicher. Das ist dein Ziel.

Wenn aber dein Depot 10, 20, 30, 40 oder 50 Prozent verliert, ist es verdammt schwer, am Ball zu bleiben. Du fängst an, Angst zu bekommen. Deinem Partner, Familie willst du nicht erzählen, was passiert ist. Deine ETFs fallen, die Aktien sind im freien Fall. Deine Nerven liegen blank.

Deine Altersvorsorge schrumpft jeden Tag. Jeden Tag hoffst du: „Das muss die Wende sein.“ Aber die Kurse sinken immer tiefer. Manch einer kapituliert in einer solchen Situation. Ich bin ein Optimist. Ich sehe das in einem positiven Sinn. Ich sehe Chancen.

Ein anderes Thema: Was würdest du tun, wenn du 1,2 Millionen Euro im Depot heute haben würdest? Du hast keinerlei Schulden. Ich glaube, dass die meisten Leser hier, ihren Job an den Nagel hängen würden, wenn sie 1,2 Millionen Euro im Depot hätten. Klar, eine Minderheit wird wohl den Job behalten, aber den Mund öfter aufmachen und sich nichts mehr gefallen lassen. Das heißt aber nicht, dass die Menschen dir mehr zuhören werden, nur weil die Millionär bist. Zumal du es ja ohnehin nicht jedem auf die Nase binden wirst, dass du finanziell frei bist.

Ich habe heute Lawrence Levy in New York auf der Concordia-Konferenz kennen gelernt. Er hat für Apple-Gründer Steve Jobs gearbeitet. Er wurde Finanzchef des Zeichentrickproduzenten Pixar.

Die steile Karriere hatte ihre Schattenseite: All der Stress und das Geld führten bei ihm zu mehr Ängsten. Der Kalifornier fand Ruhe in der östlichen Philosophie. Er lernte von einem tibetischen Meditationsmeister. 2003 gründete er Juniper Foundation. Mit im Boot war sein tibetisch-buddhistischen Lehrer Segyu Choepel Rinpoche. Levy macht jeden Tag Sport, er meditiert. Den Stress und die Ängste hat er in den Griff bekommen. Er hat sein „inneres Ich“ zufrieden gemacht. Das sei mindestens so wichtig wie die Karriere, sagt Levy. Die Balance zu finden sei die Herausforderung.

Psychische Erkrankungen nehmen weltweit zu: Angst, Stress, Unruhe, Depression, Selbstzweifel, Alkoholsucht, Schlafstörung… Vermutlich trägt der materielle Konsumtrend mit dazu bei.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Auf Deutschland rollt der nächste Abschwung zu. Wie behältst du die Nerven, wenn die Kurse ins Rutschen kommen?

  1. AvatarEx-Studentin

    Hi Tim,

    mir hilft die 2-Faktor-Authentifizierung. Da es umständlicher ist, sich anzumelden, gucke ich nicht mehr jeden Tag ins Depot. Habe zu dem ein weiteres Depot, bei dem ich die Zugangsdaten nicht auswendig weiß.

    Bisher bleibe ich deswegen bei allem recht ruhig.

  2. KievKiev

    @ Tim

    Wie sich die Kurse bei einem Abschwung und dem sehr niedrigen Zinsniveau entwickeln kann ich nicht abschätzen. Wo soll ich denn sonst das Geld investieren? Ich habe wieder einen schönen Kandidaten für meinen nächsten Aktienkauf. Diesmal geht es nach Australien. Ich werde einfach stetig monatlich vermeintlich günstige Aktien kaufen und meine ETFs laufen lassen. Ich habe nichts gegen günstige Preise.

    Falls mein Depot über Nacht auf 1.2M€ ansteigen würde, so wäre ich etwas nervös. Hier hätte ich vermutlich einen unfassbaren Gewinn mit einem Einzeltitel. Ich würde wohl prüfen wie ich hier am einfachsten Teilverkäufe ausführen könnte ohne zu viel Steuer zu bezahlen. Ich würde allerdings weiterarbeiten. Vielleicht würde ich in dem Fall ab Januar eine 4 Tagewoche durchführen. Ich handel nicht überstürzt. Auch wenn ich in dem Fall mit Schuldfreiheit mehr als 2M€ hätte. Wenn ich einen Plan hätte wie ich weiter leben möchte würde ich vielleicht auf eine 3 Tagewoche reduzieren. Mit kleinen Kindern kann ich eh nicht längere Auslandsaufenthalte oder mehrtägige Radtouren durchführen. Es wäre aber sehr interessant, schließlich müsste ich das optimale Leben leben. Mit dem Vermögen gäbe es keinerlei Ausreden. Das kann auch schwer fallen.

  3. AvatarThorsten

    Ich habe heute mein Aquarium verkauft. Sehr befreiend. Kein Stromverbrauch, kein Brummen, kein Wasserwechsel, kein Licht mehr. Wenn etwas kein Spaß mehr macht, dann sollte man es loslassen.

    Aberwie ist das mit Aktien ? Sollte man die Rohrkrepierer, dir in besten Zeiten nicht etwas Erholung zeigen irgendwann rauswerfen. Immerhin erniedrigt es sofort den Topf für die Steuern. General Electric halten oder Schlussstrich ziehen. Ich habe mich von der Aktie getrennt als sie noch nicht ganz abgestürzt war.

  4. Avatar42sucht21

    @ihren Job an den Nagel hängen, wenn sie 1,2 Millionen Euro im Depot hätten.

    Wieso sollten wir bei einem größeren Depotverlust auch noch aufhören zu arbeiten?!

  5. Mark85Mark85

    Mein Gesamtvermögen ist dieses Jahr bereits um einen 6-stelligen Betrag gestiegen und erklimmt immer neue Allzeithochs.

    Auf der einen Seite freue ich mich darüber, aber etwas unheimlich ist mir dies schon. Kein Baum wächst in den Himmel. 🙂

    Mein Tageshöhepunkt war aber eine Begegnung mit einem ziemlich zutraulichen Rotfuchs während der Dämmerung, der sich minutenlang bestaunen ließ. Was für wunderhübsche Tiere. 😀

  6. IMHAMSTERRADIMHAMSTERRAD

    @Tim

    Die Menschen sind allgemein zu hektisch, die flippen schon aus wenn die Aktie um 3 Prozent fällt, die sie gerade gekauft haben. In der Ruhe liegt die Kraft. Ich kaufe beispielsweise keine Aktien wo ich keine Dividende bekomme, also auch kein Amazon, Alphabet oder Facebook. Alle Aktien die auch kaufe zahlen mir schon im ersten Jahr 5% +x, viele kaufe ich mit 6-7%, Gazprom sogar mit 10%. Ich kaufe meist Aktien die nicht so stark konjunkturabhängig sind oder Aktien die stark gelitten haben aber gute Dividenden zahlen. Solange das Geschäft bei denen läuft und ich eine sehr gute Dividende bekomme ist alles OK. Krisenunternehmen mit fallenden Gewinnen kaufe ich nicht, dass ist mir zu unsicher. Da die Dividenden meistens langfristig steigen, kann ich auch gut damit leben wenn eine Krise kommt, ich bekomme ja meine Dividende, evtl. weniger in der Krise, aber ich bekomme eine.

    @Ex-Studentin

    Gerade heute mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung erlebt. Noch schlimmer ist es mit LTE von Vodafon, in 5 Minuten 3  Mal rausgeflogen beim Broker, jedes Mal musste ich mich neu mit Pin per SMS einloggen.

  7. AvatarJune

    @Mark,

    schön von dir zu lesen. Geht es dir gut?  Depot 6 stellig gestiegen…. nur aus Kursgewinnen oder hast du zusätzlich aus anderen Quellen einbezahlt?

    @Krise,

    ich bin jetzt schon einige Male durch Krisen gesteuert. Beruflich, privat, gesundheitlich…..usw. man kommt schon irgendwie durch und danach ist man gestärkt.

    Wichtig ist nur, dass man in der Krise immer genug Liquidität hat.

    Ich hatte die beiden letzten Monate höhere Ausgaben, daher ist mein Konto mehr geschrumpft, als mir gerade lieb ist. Nichts ungeplantes, aber irgendwie alles auf einmal. Tochterkind hat sich heute endlich zu einem von mir schon lange vorgeschlagenen Lehrgang angemeldet, der will jetzt auch finanziert werden. Allerdings bekomme ich noch eine nette Summe vom Finanzamt erstattet. Und dann werde ich mal wieder vorrangig unser Tagesgeldkonto auffüllen, bevor ich weiter investiere. Im Moment sind zum Glück keine weiteren großen Ausgaben geplant.

    @Fit und Gesund,

    klingt im Moment fast so, als wenn du dir vorstellen könntest in Zukunft mit weniger Stunden doch noch weiter zu arbeiten.

    Take care,

    June

  8. AvatarZEN INVESTOR

    Link zu diesem Kommentar:
    https://timschaefermedia.com/auf-deutschland-rollt-der-naechste-abschwung-zu-wie-behaeltst-du-die-nerven-wenn-die-kurse-ins-rutschen-kommen/#comment-64104

    Profi-Tipp:
    Den Link zum eigenen Kommentar kann man einsetzen, in dem man ihn postet, den Link ausliest und dann den Kommentar bearbeitet.

    Profi-Tipp:
    Wenn man korrekte Formatierungen (insbesondere Leerzeilen) will,
    schreibt man den Beitrag in einem anderen Programm, kopiert ihn rein.
    Dann werden durch die Software zuviele Leerzeilen entfernt.
    Danmach bearbeitet man den Kommentar und fügt nochmals alles ein.
    So muss man nicht manuell die Leerzeichen wieder hinzufügen.

    Tim fragte:
    >> Was würdest du tun, wenn du 1,2 Millionen Euro im Depot heute haben würdest?

    Als erstes würde ich mich fragen, wo die restlichen 5,4 Millionen Euro geblieben sind.

    Ansonsten sind natürlich die Tipps von Tim soweit ganz gut.

    Wenn man zB gerade erst in der Ansparphase ist, zB monatlich 500 Euro auf ein Konto einbezahlt, und man erst 5’000 Euro drauf hat, so kann man einerseits voll investiert sein,
    andererseits hat man immer genügend Geld um nachzukaufen.
    DAs geht aber nur, wenn der Betrag, der monatlich oder jährlich hinzu kommt, sehr gross ist im Vergleich zum bereits auf dem Konto befindlichen Geld.
    Wenn man beispielsweise 100’000 auf dem Konto hat, und jährlich nur 1’000 dazu kommen, klappt das mit dem Nachkaufen wohl nicht so gut, bzw. man kauft verhältnismässig wenig nach, wenn die Kurse nach unten gehen.

    Market-Timing funktioniert bekanntlich nicht. Es gibt aber im Value-Investing etwas sehr Ähnliches, das funktioniert aber gut:
    Du kannst zwar keine Aktien genau auf dem Tiefpunkt kaufen.
    Du kannst aber Aktien kaufen, die ungewöhnlich tief bewertet sind.
    Wenn dieser Aktienkurs eine Unterbewertung darstellt, solltest du kaufen.

    Wie stellt man eine Unterbewertung fest?
    Jede Firma, die auf 10-Jahres-Sicht eine Überlebenschance von 80% oder mehr hat, muss mindestens auf dem 1,5-fachen Buchwert gehandelt werden.
    Marktführer oder solche mit stark steigenden Gewinnen teilweise auch mit 2,5-fachem Buchwert.
    Sind solche Aktien tiefer bewertet, sind sie unterbewertet.

    Weiteres Indiz für eine Unterbewertung ist, wenn über 1 oder mehrere Jahre die Kurse massiv gesunken sind, obwohl es der Firma fundamental nicht schlechter geht als vor 5 Jahren oder so.
    Das ist ein Hinweis darauf, dass die Kurse irrational gesunken sind.

    Ich persönlich habe eine eigene Strategie gemacht,
    wo auch Nachkäufe getätigt werden.

    Wofür Nachkäufe?
    Stellt euch vor, eine Aktie sinkt wg. irgendwelchen kurzfristigen Problemen von 300 auf 100 $.
    Buchwert pro Aktie ist $ 180, der durchschnittliche Gewinn der letzten 10 Jahre ist $15 pro Jahr pro Aktie.
    Dieses Jahr ist aber wg. Abschreibungen und Rückstellungen der Gewinn voraussichtlich
    nur $4 betragen und nächstes Jahr (2020) wegen weiterer Abschreibungen und Risiken und Strafzahlungen schätzungsweise nur $8 pro Aktie.
    Aus heutiger Sicht sollten sich die Gewinne ab 2021 aber wieder normalisieren.

    Die Börsenteilnehmer schicken so eine Aktie von $300 auf $100 innert 1 Jahres abwärts.

    Wenn offensichtlich ist, dass die Probleme zwar die Gewinne für 2019 und 2020 wie dargestellt mindern, aber ab 2021 wieder mit vollen Gewinnen gerechnet wird, wie würde ihr die Aktie bewerten bzw. welcher Preis ist angemessen?

    Fast alle Leute orientieren sich am aktuellen Kurs und finden „Sie könnte ncoh 10% sinken“ oder „10% steigen“ oder sowas.

    Ich rechne aber in obigem Beispiel so:

    Buchwert pro Aktie 31.12.2018: 180.
    Gewinn pro Aktie im 10-jährigen Durchschnitt: 15
    Aktueller Kurs: 102

    KBV: 0,57

    Ich würde das Unternehmen sofort kaufen.
    Denn es ist mindestens den Buchwert wert.
    In der Regel ist der Buchwert sogar zu tief angegeben, dh das KBV wäre noch tiefer,
    weil der Buchwert meist höher ist.
    Zwar können Maschinen und Anlagen unverkaufbar sein, aber meist fände sich schon ein Käufer (auch wenn es ein Konkurrent wäre).
    Immobilien hingegen sind in der Bilanz oftmals massiv unterwerbertet.
    Da wären also noch positive Überraschungen möglich.

    Negative Überraschungen gibt es viel seltener, höchstens bei strafbaren Bilanzfälschungen.

    Der Gewinn eines Jahres ist nicht aussagekräftig. Nur der Gewinn über mehrere Jahre und/oder der Buchwert.

    Obige Aktie müsste eigentlich bei 270$ stehen. Egal welche Branche.

    Wie oft hört man, dass gewisse Branchen wie Banken und Versicherungen nur um den Buchwert herum gehandelt werden?
    Das ist Quatsch, das ist erst seit der Finanzkrise von 2008 so, davor gab es viel höhere Bewertungen.

    Eine Bewertung muss unabhängig von der Branche erfolgen, auch bei Zyklikern (da ist einfach die mehrjährige Gewinnrechnung viel wichtiger).

    DIe meisten Leute sehen aber bei obiger Aktie nur Probleme, wollen raus, sehen den sinkenden Kurs usw.
    Dabei ist der sinkende Kurs die Vergangenheit, dh der grösste Teil des Verlustes liegt in der Vergangenheit.

    Nehmen wir an, es dauert 10 Jahre bis der Kurs wieder bei 300$ angelangt ist.
    Das wären 11,4 % p.a. und damit besser als der Durchschnitt aller Aktien.

    Da aber die Eigenkapitalrendite schätzungsweise 10% beträgt pro Jahr,
    dürfte der Buchwert von 180$ bis in 10 Jahren (auch wenn die nächsten beiden Jahre nur sehr wenig Gewinn erwartet wird, damit rechnen wir mal mit 8 Jahren à 10%):
    Das sind Faktor 2,14 oder 114% in 10 Jahren (1.1 hoch 8).

    In 10 Jahren wäre der Buchwert damit bei 386 $ angelangt, während der Kurs erst bei 300$ liegt.
    Das heisst, die Aktie wäre immer noch stark unterbewertet.

    Da die aktuellen Probleme kurzfristiger Natur sind, spricht nichts dagegen bzw. ist es die wahrscheinlichste Prognose, dass es so weiter geht wie bisher.

    Was ist, wenn es über Jahre hinweg nicht aufwärts geht?
    Nehmen wir an, in 10 Jahren wäre der Kurs immer noch um die 100$, was sehr unwahrscheinlich wäre.
    Bei einem Buchwert von 386$ wäre das KBV nun bei 0,26,
    während das durchschnittliche KGV (bei 10% EKR, dh jährlich rund 39$ Gewinn in 10 Jahren) bei 2,6.

    Also zeigt sich da auch am KGV die massive Unterbewertung.
    Die GEwinnrendite (Kehrwert des KGV) wäre 39%.
    (1/2,6 oder 100/2,6).

    Also wäre das in 10 Jahren ein noch stärkere Unterbewertung und damit ein irres Geschäft.

    So etwas gibt es derzeit mit VW Vorzugsaktien.
    Klar sind die Skandale nicht ausgesessen, aber dass ein so grosser Autobauer unter Buchwert gehandelt wird, ist psychotisch.

    Dieser Beitrag wurde erstellt von:
    ZENINVESTOREDUCATION

  9. AvatarAndrea

    Mark, das ist ja toll, wie sich dein Vermögen entwickelt.

    Hier geht es auch schön aufwärts, aber ich weiß, dass es auch andersherum laufen kann und wird. Ich erwarte im Januar 2020 eine gewisse Geldsumme (ca. 7,5% meines Depotwertes), ein Crash zu diesem Zeitpunkt würde mir also gut passen. Ich will doch hoffen, dass ich die Nerven behalte und dann nachkaufe.

  10. AvatarTony

    Tim ich kann es kaum erwarten, dass die Kurse von mir aus um 70% einknicken.

     

    Es wird ohne mit der Wimper zu zucken weiter gekauft – ohne Gnade! 😀

     

  11. Mark85Mark85

    An Andrea: Ich drücke dir die Daumen, dass sich bis dahin die Kurse wie gewünscht entwickelt haben werden. 😉

    An Tony: Stünde ich noch am Anfang meiner Vermögensaufbauphase, würde ich mich sicherlich auch über -70 Prozent freuen, aber wenn man schon lange dabei ist oder sich bereits in der Entnahmephase befindet, können -70 Prozent bei einer hohen Aktienquote mehrere 100.000 Euro ausmachen.

    Hier gibt es sicherlich so Hartgesottene, aber mich würde das um den Schlaf bringen, deshalb fahre ich eine niedrige Aktienquote und setze lieber mehr auf Diversifikation. 🙂

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Siehst du, dann hat das einen positiven Effekt. Sehr gut. Dann hast du weniger Angst. Mehr Ruhe.

  13. AvatarThomas

    @Toni, …kann es kaum erwarten, dass die Kurse um 70% einknicken. Wie lang bist du dabei?? 3 Tage, Monate, Jahre? Dir würde der Arsch gehen. Das ist doch alles dummes gesabbel und hypotetischer Quark.

  14. AvatarChris k.

    https://www.n-tv.de/21291488

     

    Hier ein interessanter Artikel zu China.

     

    Tim hat recht, seit 2 wochen fange ich an ständig von neuen Insolvenzen zu lesen.. Von Bäckerei ketten bis Tourismus und lackier Anlagen Bauer etc. Is alles dabei… Das habe ich vor 2 Wochen noch alles nicht gehört.. Langsam kommt der Schnee ins rutschen… Haltet euch fest.

     

    Was sagt ihr dazu das die Commerzbank die comdirect jetzt komplett übernehmen und integrieren will? Hoffentlich werden sie dadurch selbst gesünder und diversifizierter und machen keine gut Funktionierende profitable online Bank kaputt die regelmäßig dividenden an die Commerzbank überwiesen hat.

    Allen ein guten Dienstag.

     

     

  15. KievKiev

    @ Andrea

    Dein Plan könnte aufgehen. Der Kingdom Tower soll 2020 fertig werden… Gehst Du bei Erhalt der Summe direkt in den Markt? Oder betreibst Du Cost Averaging in irgendeiner Weise?

  16. AvatarDanielKA

    Sorry wer sich auf -70  % an den Märkten freut ist entweder ein naiver Idiot oder einfach ein Dummschwätzer. Da reden wir schon von einer Depression, als ob das keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft hätte. Da gehen zig Unternehmen pleite und Millionen Menschen werden arbeitslos. Wer sich sowas wünscht…..

  17. AvatarNico Meier

    Wenn ich mich an die Kommentare hier im letzten Herbst erinnere so bin ich gespannt wies wohl in einem richtigen Crash hier ausschauen wird.

    Da waren viele plötzlich vor dem „Crash“ ausgestiegen und standen angeblich  mit viel Cash an der Seitenlinie.

    Fabian S hast du denn nun Gold gekauft oder BRK?

  18. AvatarSkywalker

    der höhepunkt hier war an weihnachten… ich weiß noch dass es einige angsthasen gab. ist auch ok, das ist menschlich, aber sehr interessant war es allemal

  19. AvatarA.

    @tony

    Jaja, ich erinnere mich auch an letzten Herbst. Da waren hier schon einige am bibbern. Hatten verkauft und wollten weiter unten wieder zukaufen oder zweifelte an Aktien als Anlageform.

    Ich kaufe aktuell auch Dividendentitel wie Verizon. Ausserdem noch National Grid und Amgen.

    Gruss

    A.

  20. AvatarKevin

    @Jenny aus dem letzten Beitrag:

    Im Bereich Controlling ist VBA gut. Mit Excel wird überall genutzt. Zum wechseln in den IT-Bereich reicht das aber nicht.

    Ja, das ist mir schon bewusst. Ich werde da auch noch mehr machen. Bestehenden Code abwandeln mit ein wenig Google bekomme ich meistens auch bei anderen „Sprachen“ hin. Möchte jetzt aber gerne zum Start etwas schon bekanntes „komplett“ bzw. „richtig“ lernen.

    Ich lerne gerade „Software Engineering“. Quasi funktionale/nicht funktionale Funktionen, UML, Design Pattern. Als Projektleiterin muss ich da eher nicht so tief in die Programmierung einsteigen.  Ich kann ein bisschen VB.NET, VBA, java, html, css. SQL will ich mir noch anschauen. Scrum Master habe ich letztens gemacht, YT-Video zum Thema Backlog in JIRA. Safety & IoT sind noch wichtige Themen auf meiner Liste.

    Das klingt doch interessant. Ziehst du denn jetzt einen zeitnahen Wechsel in Betracht?

    Ich bin mir noch nicht so sicher, wie ich unseren Stellenabbau angehen soll. Bei den 25% die gehen müssen, werde ich wahrscheinlich auch dabei sein , da ich im Verhältnis zur Belegschaft noch sehr jung bin…

    Es gibt da 3 Szenarien, die in Frage kommen würden:

    1) vor der großen Welle gehen und jetzt schon was passendes suchen

    2) Abwarten und Abfindung mitnehmen

    3) Proaktiv Abfindung aushandeln und gehen, wenn es genauere Pläne gibt (freiwillig mit Abfindung)

    Ich bevorzuge da momentan Plan 3, da ich dann im Zweifel auch noch jemand aus meinem Team gezielt retten könnte…

  21. AvatarGünni

    Hi Tim!

    Bei plötzlichen 1,2 Mio. in meinem Depot würde ich 200k rausholen und den Rest weiter wirtschaften lassen! Bei meinem relativ genügsamen Lebensstil würden mir die 200k locker 15 Jahre ausreichen!

    Ob der Aktienmarkt in dieser Zeit rauf oder runter geht wär mir in dem Fall wurscht! Mein Puffer würde mich auf jeden Fall ruhig schlafen lassen! Ich würde auch in meinen Job weiterarbeiten, evtl. jedoch in Teilzeit und ich würde auch weiterhin Geld in mein Depot investieren und es somit weiter wachsen lassen!

    Aber wie sagt man so schön:“Hätte hätte Fahrradkette!“ Ich bezweifle, das mein ETF Depot von Heute auf Morgen einen solchen Sprung machen wird. Also betreiben wir stur und stetig den Buy & Hold Marathon, in der Hoffnung, dass mein Depot, spätestens zum Renteneintritt, diesen Wert erreicht und mir zusätzlich zu der gesetzlichen und meiner privaten Rente einen goldenen Lebensabend bereitet!??

    Gruß

    Günni

  22. AvatarThomas

    @Kevin

    Ist die zu erwartende Abfindung so hoch, dass es sich lohnt das Risiko einzugehen sich aus gekündigter Stelle heraus woanders zu bewerben? Ich wollte nie Spielball äußerer Umstände werden und habe deshalb immer agiert und nicht reagiert. Ich meine damit bin ich gut gefahren. Wenn man älter ist sieht das anders aus. Ich meine die Abfindungshöhen richten sich nach der Betriebszugehörigkeit?!

  23. Avatarghost

    bei 70% im Minus wären wahrscheinlich die meisten blogger bei der Polizei um Anzeige zu erstatten, da viele Leute eben auf die hören und kaufen kaufen kaufen und sich nicht Gedanken machen, dass 70% Minus massige Arbeitslosigkeit mitsich bringen würde, da würden die gelben Westen (ich mag sie sehr) nicht in Paris demonstrieren sondern Frankreich auseinander nehmen…..

    und das mit den Morddrohungen ist sogesehen auch eine Wahrheit füt sich (ich muss hier genauestens auf meine Wörter aufpassen, sonst sagt einer, das hast du nicht zu 100% so gesagt),

    da damals der kaffeverkäufer ja laut Zeitungen genau diese erhielt, da Anleger auf ihn hörten.

     

    Wenn der Markt um 20% korrigiert ohne eine zu grosse Auswirkung auf Deutschland und die Menschen an sich zu haben, sollten wir dankbar sein, denn  es wäre schade, dass noch mehr Menschen wegen dieser dummen Idioten da oben ihre Arbeit verlieren…. da die meisten Menschen eben verschuldet sind und Kinder zu ernähren haben…

    und 20 % passieren glaube ich so alle ca. 15 Jahre…also gut möglich dass es so kommt, obwohl ich der Überzeugung bin die bots fangen alles auf und dann kommen von den Banken Meldungen: tut mir leid dass sie keinZugriff auf ihr Depot haben,leider kam es zu Störungen auf der IT Seite.  Und dann wird alles gut 🙂

     

    mfg

     

     

  24. AvatarKevin

    @Thomas: Genau, man kalkuliert so mit 0,5 Bruttogehältern pro Jahr.

    Bei mir sind das 8 Jahre, daher 4 Gehälter. Eine kleine 5-stellige Summe also.

    Das würde dem Portfolio aber einen guten Boost geben können und mich auch einige Zeit über Wasser halten können. Würde das Geld ungern liegen lassen…

  25. AvatarThorsten

    Bäckereien, Reisebüros, Veranstalter, Baumärkte,… ja auch Banken und Versicherungen gehen schon lange immer wieder mal insolvent oder werden übernommen, bevor Insolvenz eintritt. Insolvenzen gehören zur Marktwirtschaft dazu. Gäbe es sie nicht, gäbe es keinen Wandel, sondern Planwirtschaft.

    Man kann FF planen, aber nicht durch Herauspicken einzelner Unternehmen. Zyklen sind heute schneller und globaler, was früher 100 Jahre hielt ist heute nach 20 überholt. Ergebnisse aus der Vergangenheit gelten nicht unbedingt für die Zukunft.

  26. AvatarDanielKA

    @ Kevin: Die öffentliche Hand sucht in vielen Regionen gerade händeringend nach Personal, gerade technische/IT/planerische Themen sind gefragt. Damit kann man eine Krise gut überbrücken und theoretisch auch später wieder in die private Wirtschaft wechseln.

  27. AvatarKevin

    @DanielKA: danke für die Idee.

    Die öffentliche Hand ist nicht so mein Fall. Ich bin eher der, der auch mal in die andere Richtung schwimmt und das ist da noch schwerer als in der Privatwirtschaft. Bei uns sind die Leute ja schon eingefahren, aber da… (zurück in die Steinzeit und so…)

    Das möchte ich mir ehrlich gesagt nicht antun. Habe hier direkt um die Ecke schon 1-2 interessante Unternehmen entdeckt, die für mich in Frage kommen könnten. Die suchen immer mal wieder Leute.

  28. AvatarJune

    @Kevin,

    ich würde, wenn ich damit rechnen müsste, dass ich auch eine Kündigung bekomme, sofort mit einer planvollen Jobsuche beginnen.

    Dazu gehört, zuerst: was möchte ich in Zukunft erreichen. Traumjob festlegen. Wie soll die Karriere aussehen. Welche Branche, welche Unternehmen. .

    Wenn du Kariere machen möchtest, würde ich mit meinen Ideen zu einem Coach gehen. Und mit diesem passende Bewerbungsunterlagen zusammenstellen. Die Mädels und Jungs kennen die Unternehmen in der Umgebung und wissen was Unternehmen heute je nach Joblevel erwarten.

    Eventuell herausfinden welche Fortbildung dir noch fehlt und diese in Absprache mit dem Coach sofort beginnen.

    Unbedingt professionelle Bewerbungsbilder machen lassen. Diese sehen heute anders aus als noch vor 8 Jahren.

    Klar kostet dies etwas, aber es ist vor allem dann, wenn du dabei dein Einkommen erhöhen kannst gut angelegtes Geld, sozusagen eine Investition in die Zukunft.

    Kontakte zu Headhunter herstellen.

    Es kann sein, dass du morgen eine Bewerbung schreibst und in 2 Monaten schon im nächsten Job bist, es kann aber auch sein, dass du 9 Monate suchst.

    Die Abfindung musst du mit der Fünftel-Regelung versteuern. Erkundige dich bitte zu den aktuellen Bestimmungen dazu.

    Take care,

    June

  29. AvatarDirk

    „Wenn aber dein Depot 10, 20, 30, 40 oder 50 Prozent verliert, ist es verdammt schwer, am Ball zu bleiben“. Warum? Dann bekommst Du die Unternehmen in Deinem Depot mit einem Rabatt von bis zu 50%, wenn Du also vorher 1000€ ausgeben musstest um die Aktie deiner Wahl zu kaufen kostet sie nun die Hälfte.

  30. AvatarRüdiger

    Psychische Erkrankungen nehmen weltweit zu: Angst, Stress, Unruhe, Depression, Selbstzweifel, Alkoholsucht, Schlafstörung… Vermutlich trägt der materielle Konsumtrend mit dazu bei.
     
    Vermutlich liegt es am Konsumtrend. Existenzängste bei den unteren Einkommen und Abstiegsängste bei den mittleren Einkommen, angesichts des irgendwann kommenden Abschwungs und des permanenten Krisengeredes, sind vermutlich von untergeordneter Bedeutung.

  31. AvatarDanielKA

    @ Kevin: Wünsche Dir aufjedenfall Glück und gutes Gelingen, mit soviel Zielstrebigkeit wirst du schon das richtige für dich finden und vielleicht sogar mehr verdienen. Toll finde ich auch, dass du an andere Kollegen denkst.

  32. AvatarKevin

    @June: Danke für deine Tipps. Habe mir den Link zu deinem Beitrag mal gespeichert und werde die Liste zeitnah konsequent abarbeiten.

    Die Ausgaben sind an sich ja auch nicht in voller Höhe zu tragen, da diese ja bei der ESt abgesetzt werden können.

    So richtig aktiv auf der Suche bin ich zurzeit noch nicht. Ich halte aber die Augen offen und schaue immer mal wieder nach Stellen. Bei Xing wird mir hier und da auch immer mal wieder was Interessantes vorgeschlagen.

    Bisher bin ich da noch etwas in meiner 35h Woche IG Metall Komfortzone…

    … aber die möchte ich ja verlassen. Deswegen auch die Option 3.

    Kontakte zu Headhunter herstellen.

    Da habe ich schon ein paar. Allerdings sind denen meine Gehaltsvorstellungen für deren gesuchten Stellen wohl zu hoch. Die suchen halt meistens nur „einfache“ Buchhalter …. und das möchte ich nicht bleiben.

    Die Abfindung musst du mit der Fünftel-Regelung versteuern. Erkundige dich bitte zu den aktuellen Bestimmungen dazu.

    Da gibt es online ja diverse Rechner. Hatte das vor einiger Zeit schon mal durchgerechnet. Da ging natürlich einiges von ab… aber das ist man ja gewohnt.

    @DanielKA: Danke.

  33. AvatarNico Meier

    Existenzängste bei den unteren Einkommen und Abstiegsängste bei den mittleren Einkommen, angesichts des irgendwann kommenden Abschwungs und des permanenten Krisengeredes, sind vermutlich von untergeordneter Bedeutung.

    Leider werden diese Existenzängste politisch nicht ernst genommen. Gerade die überbordende Gesetzes und Abgabenflut mit dem angeblichen Ziel Umweltschutz wird noch mehr Jobs vernichten!

  34. AvatarRüdiger

    Hach ja, die alte Taktik des Kapitals … dringend erforderliche, wenn auch zunächst schmerzhafte Maßnahmen zum Umweltschutz, durch die Erpressung mit Arbeitsplätzen zu sabotieren. Dieses Mal hoffentlich nicht!

  35. AvatarDaniel

    Also 1,2Mio wären mir mit Mitte 30 einfach zu wenig Volumen als dass ich dafür meinen Job an den Nagel hängen würde und darauf hoffe noch >40 Jahre damit über die Runden zu kommen. Vermutlich würde ich mal sanft anfragen ob ich auf eine 4-Tage Woche wechseln könnte. Mal davon ab würde mir heute auch nichts einfallen womit ich meine Freizeit gestalten könnte. Meist bin ich nach 3 Wochen Urlaub froh wieder arbeiten zu können.

    Job kündigen würde bei mir in Sofa-herumsitzen ausarten….. Freunde und bekannte müssten ja immer noch arbeiten und ich weiss selbst das es viele nicht mögen, wenn einer da abends lange bei einem rumhockt wenn man am nächsten Tag früh raus muss.

  36. AvatarNico Meier

    Hach ja, die alte Taktik des Kapitals … dringend erforderliche, wenn auch zunächst schmerzhafte Maßnahmen zum Umweltschutz, durch die Erpressung mit Arbeitsplätzen zu sabotieren. Dieses Mal hoffentlich nicht!

    Hab gerade nachgeschaut wie die Gebäude in der Schweiz zurzeit geheizt gerden.

    Heizöl 40% und Erdgas 20.7%  die Wärmepumpe bringts gerade mal auf 17%

    Nun kann man natürlich Ölheizungen verbieten. Dann müssen wir den Mietern einfach erklären, dass durch die höheren Investitionen die Mietkosten steigen werden.

    Wir können auch Benzin und Diesel weiter verteuern. Treffen wird es die Geringverdiener, die sich die teuren Mieten in den Städten nicht mehr leisten können. Aber auch keinen Tesla für 110’000 Franken kaufen können.

     

     

  37. AvatarEx-Studentin

    @Kevin

    Ich finde es besser, sich aus ungekündigter Stellung zu bewerben. Ich hatte dieses Jahr gekündigt, weil ich meine Zeit sinnvoller nutzen wollte. Im  Nachhinein war das dumm, weil man bei potentiellen Arbeitgebern automatisch einen Makel hat. Selbst wenn du aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt wurdest, zeigt es nur, dass du verzichtbar warst. Mein AG wollte, dass ich bleibe und hat mir ein paar Versprechungen gemacht, also bin ich erst mal im sicheren Hafen geblieben. Nachteil: Meine Motivation, Bewerbungen zu schreiben, war dadurch wieder enorm gesunken.

    Letzten Endes änderte es aber nichts daran, dass ich in die IT will. Mein AG hat seine Versprechen leider (mal wieder) nicht gehalten. Über einen Head Hunter habe ich nun eine tolle Stelle als IT-Projektleiterin bekomme und freue mich sehr darauf.

    Wer weiß, ob man dir wirklich eine Abfindung bietet, am Ende wartest du vergeblich und verlierst nur Zeit.

  38. AvatarMarc

    Hallo Tim,

    könntest du Deine Investmentstrategie einmal im Detail mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen? Mich würde insbesondere interessieren, welche Bewertungskriterien für deine Kaufentscheidung zugrundelegst.

    Vielen Dank.

    Gruß

    Marc

  39. AvatarAndreas

    @ghost

    Einen Rückgang von 20 Prozent gibt es nicht alle 15 Jahre, das passiert häufiger. Laut Statistiken für den S&P 500 alle 4 Jahre…

  40. AvatarKevin

    @Jenny:

    Im  Nachhinein war das dumm, weil man bei potentiellen Arbeitgebern automatisch einen Makel hat. Selbst wenn du aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt wurdest, zeigt es nur, dass du verzichtbar warst. 

    Stimmt unter diesem Gesichtspunkt habe ich natürlich schlechtere Karten.

    Auch ist man dann eher bereit Kompromisse bei Dingen einzugehen, bei denen man das eigentlich nicht wollte. Da man ja doch keine 100%-ige Sicherheit hat…

    Über einen Head Hunter habe ich nun eine tolle Stelle als IT-Projektleiterin bekomme und freue mich sehr darauf.

    Das freut mich! Wann geht’s denn los? Bleibt es hier dann bei einer 35h Wochen oder musstest du dort Abstriche machen?

    Wer weiß, ob man dir wirklich eine Abfindung bietet, am Ende wartest du vergeblich und verlierst nur Zeit.

    Das kann natürlich passieren. Ich glaube ich werde die Tage mal mit den ersten Punkten auf Junes Liste starten:

    Was (Job) will ICH bis wann (Zeit), wo (Ort) zu welchen Konditionen (Stunden / Gehalt / Benefits, etc.) mit welchen Inhalten (Aufgaben) umsetzen.

  41. AvatarJune

    @Jenny,

    finde ich toll. Wann wechselst du? Ist es in der Nähe? Und vor allem gibt es uach mehr Geld?

    @Kevin,

    IG Metalltarifvertrag und Buchhaltung, dass sind schon mal 2 große Herausforderungen. Kaum eine Branche zahlt in der Buchhaltung mehr als dieser Tarifvertrag. Du kannst versuchen in das Controlling zu wechseln. Hier kannst du  durchaus eine Gehaltsstufe höher kommen. In Betrieben, die nicht Tarifgebunden sind, erhältst du dieses Gehalt auch nur, wenn du dafür bereit bist 40 h zu arbeiten, oder eine leitende Funktion übernimmst.

    In welchem Bereich der Buchhaltung bist du denn tätig, und wo wohnst du?

    Buchhaltung an sich ist ein weiter Bereich, von den Kreditoren, die meist von Sachbearbeiter gebucht werden, bis zu Hauptbuchhalter bei denen fast immer ein Bilanzbuchhalter erwartet wird. In leitenden Funktionen erwarten Arbeitgeber inzwischen ein Studium.

    Erschwerend kommt hinzu, dass Arbeitgeber diesen Bereich immer nur als Kostenfaktor für ihren Betreib sehen und sich sehr viele Menschen mit kaufmänischer Vorbildung, aber ohne gute Sprachkenntnisse bewerben und damit die Preise drücken. Viele Unternehmen lagern diesen Bereich auch gleich in ein Shared Service Center ins Ausland aus.

    Take care,

    June

  42. AvatarRüdiger

    Wir können auch Benzin und Diesel weiter verteuern. Treffen wird es die Geringverdiener
     
    Wie auch immer, man wird Lösungen finden müssen. Billige Ausreden und Konservierung des status quo sind keine Option beim Klimaschutz.

  43. AvatarAndreas

    @Nico

    Ich würde schätzen, dass es von September bis Dezember 2018 in etwa 20 Prozent gewesen sein könnten. Hab jetzt nicht nachgeguckt, aber da gab es ja ne ordentliche Korrektur.

  44. AvatarKevin

    @Kevin,

    IG Metalltarifvertrag und Buchhaltung, dass sind schon mal 2 große Herausforderungen. Kaum eine Branche zahlt in der Buchhaltung mehr als dieser Tarifvertrag. Du kannst versuchen in das Controlling zu wechseln. Hier kannst du  durchaus eine Gehaltsstufe höher kommen.

    Korrekt, das ist auch der Plan. Wir sind ein internationales Unternehmen (Automobilzulieferer) und haben auch viele steuerliche Betriebsstätten im Ausland, die buchhalterisch betreut werden müssen. (Werklieferungen in alle mögliche Länder) … das überfordert die meisten Buchhalter der Lieferanten ziemlich… Bei uns ist das quasi Tagesgeschäft.

    In Betrieben, die nicht Tarifgebunden sind, erhältst du dieses Gehalt auch nur, wenn du dafür bereit bist 40 h zu arbeiten, oder eine leitende Funktion übernimmst.

    Jep. Ich habe auch gemerkt, dass unsere Eingruppierung im Verhältnis zu anderen Firmen recht hoch ist. Im Allgemeinen zahlt unsere Firma aber auch ziemlich hohe Gehälter. Minimum IG Metall EG5 G bzw. H Unterweser + 6% Leistungszulage. 

    In welchem Bereich der Buchhaltung bist du denn tätig, und wo wohnst du?

    „Nur“ Kreditoren, wobei wir auch oft Ansprechpartner für alle möglichen Bereiche sind… Einkauf bei Steuerfragen etc.

    Buchhaltung an sich ist ein weiter Bereich, von den Kreditoren, die meist von Sachbearbeiter gebucht werden, bis zu Hauptbuchhalter bei denen fast immer ein Bilanzbuchhalter erwartet wird. In leitenden Funktionen erwarten Arbeitgeber inzwischen ein Studium.

    Einen Bilanzbuchhalter habe ich nicht, habe letztens den Wirtschaftsfachwirt IHK bestanden, die sind nach DQR beide auf einer Stufe (DQR 6)

    Erschwerend kommt hinzu, dass Arbeitgeber diesen Bereich immer nur als Kostenfaktor für ihren Betreib sehen und sich sehr viele Menschen mit kaufmänischer Vorbildung, aber ohne gute Sprachkenntnisse bewerben und damit die Preise drücken.

    Das ist leider wirklich oft der Fall…. und genau über diese Mitarbeiter ärgern sich dann alle Lieferanten, Kollegen, die im direkten Kontakt mit denen stehen, weil nichts läuft. Das kann man meiner Meinung nach nur machen, wenn man einfache Handelsware innerhalb des Landes kauft/verkauft. Da gibt es kaum was zu beachten.

    Viele Unternehmen lagern diesen Bereich auch gleich in ein Shared Service Center ins Ausland aus.

    Das war bei uns auch im Gespräch. Wurde dann aber aufgrund des sehr abwechslungsreichen und komplexen Tagesgeschäfts nicht umgesetzt.

    Um das mal kurz darzustellen mit einem doch schon sehr komplexen Beispiel:

    Deutsche Niederlassung A bestellt bei polnischen Lieferant P eine Werklieferung, die bei A aus Platzgründen nicht vor Ort aufgebaut und getestet werden kann.

    Deshalb wird das ganze bei der Schwestergesellschaft B in Frankreich aufgebaut, vor Ort getestet und wieder abgebaut um dann zu den Endkunden nach China (C) und Deutschland (D) geschickt zu werden.

    Waren ja praktischerweise gleich 2 Linien, die zusammen bestellt wurden und dann bei den Endkunden erneut aufgebaut, getestet und endabgenommen werden.

    Die Lieferanten müssen dann teilweise die Rechnungen aus steuerlichen Gründen (Betriebsstättenadresse) noch auf unterschiedliche Adressen ausstellen und mit diversen Steuertexthinweisen versehen und zum deutschen Standort C (Standort der Buchhaltung) schicken.

    … und jeden Tag hat man da andere Konstellationen.

  45. AvatarJune

    @Kevin,

    herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.

    der positive Punkt. Auch wenn eure Firma 25% der Belegschaft entlässt, erwartet sie, dass die verbleibenden Mitarbeiter den gleichen Umsatz und Gewinn generieren. Das bedeutet nicht zwangsweise weniger Arbeit für die Buchhaltung, den der Anfall an Buchungen in Menge bleibt gleich, und euer CFO möchte, da man den Gedanken des Shared Service Centers verworfen hat,  demnach keine Mitarbeiter in seinem Bereich verlieren. Man wird sich meiner Einschätzung nach, nur von einzelnen Kollegen in Finance trennen, die man sowieso loswerden möchte.

    Bis der nächste CFO, dann wieder andere Ideen hat.

    Noch 2Frage, wie Alt bist du und hast du Abitur?

    Take care,

    June

  46. AvatarKevin

    der positive Punkt. Auch wenn eure Firma 25% der Belegschaft entlässt, erwartet sie, dass die verbleibenden Mitarbeiter den gleichen Umsatz und Gewinn generieren.

    Ne, leider nicht, die Erwartungen wurden dort „dramatisch“ gesenkt, ca. 20% Einbruch beim AE. Umsatz sieht auch nicht viel besser aus und über Gewinn brauchen wir gar nicht sprechen…

    Das bedeutet nicht zwangsweise weniger Arbeit für die Buchhaltung, den der Anfall an Buchungen in Menge bleibt gleich, und euer CFO möchte, da man den Gedanken des Shared Service Centers verworfen hat,  demnach keine Mitarbeiter in seinem Bereich verlieren. Man wird sich meiner Einschätzung nach, nur von einzelnen Kollegen in Finance trennen, die man sowieso loswerden möchte.

    Richtig… aber unser Chef aus dem Controlling, meinte, dass die 25% Quote wohl auch die Verwaltung betreffen würde, da die Zuschlagssätze sonst weiter steigen und gerade dort haben wir wohl im Vergleich zur Konkurrenz recht hohe Kosten…

    … unseren CFO wird das auch nicht mehr entscheiden. Den hat es bereits „erwischt“. Der ist zwar Geschäftsführer, aber muss seinem Chef im Konzern natürlich auch Rede und Antwort für die nicht so berauschenden Zahlen stehen.

    Noch 2Frage, wie Alt bist du und hast du Abitur?

    Werde demnächst 27, Abi hab ich auch.

    Bin direkt danach in die Ausbildung eingestiegen und immer noch im gleichen Betrieb und Bereich tätig.

  47. AvatarNico Meier

    Wie auch immer, man wird Lösungen finden müssen. Billige Ausreden und Konservierung des status quo sind keine Option beim Klimaschutz.

    @Rüdiger

    Wenn der Deutsche und der Schweizer nur noch mit Wärmepumpe heizen und E Autos fährt ist dem Klima doch nicht wirklich geholfen.

    Es soll immerhin viele Inder und Chinesen geben die die Frechheit besitzen auch mehr Wohlstand zu wollen. Diese Chinesen und Inder wollen allerernstes nicht mehr Fahrrad sondern Auto fahren. Diese Chinesen und Afrikaner haben wirklich das Gefühl auch ihnen würden Flugreisen oder eine fleischreiche Ernährung zustehen.

  48. AvatarKevin

    @June,

    herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.

    Vielen Dank, habe das irgendwie beim Copy-Paste verloren…

  49. AvatarJune

    @Kevin,

    super, vielen Dank. Mir ist bei deinem vorletzten Post über das Dreiecksgeschäft eine Idee gekommen. Du interessierst dich wie ich glaube u.a auch für den Bereich Steuern. Schau mal bei den großen Wirtschaftsprüfer Gesellschaften. Auch hier werden Quereinsteiger gesucht, gerne mit Abitur und Ausbildung. Meist studiert man dann berufsbegleitend und macht dann den Steuerberater und den Wirtschaftsprüfer. Hat den Nachteil, dass man erst mal weniger verdient und wahnsinnig viel Arbeiten muss. Aber da du in deiner Firma die Ausbildung gemacht hast, wird man dich vermutlich in der einer niedrigsten möglichen ERA Stufe für Kreditorenbuchhalter übernommen haben.

    Du bist für so ein Studium noch im genau richtigen Alter.

    Take care,

    June

  50. AvatarEka

    @Jenny,

    Glückwunsch zur neuen Stelle! Hoffentlich bist du mit deinem neuen Gehalt, Arbeitgeber und deinen zukünftigen Aufgabenbereich zufrieden. Ich hoffe sehr für dich, dass es sich um eine feste, unbefristete Stelle (IG Metall TV) handelt und keine Stelle bei einem Ingenieur-Dienstleister ist. Bleibst du in der Region oder geht es weit weg?

  51. AvatarRüdiger

    @Nico: Mag ja alles sein, ist aber vollkommen irrelevant und für D kein Argument, nichts zu tun. Es wurden internationale Verträge unterzeichnet, diese sind bindend. Mal sehen, was unsere hochgelobte Industrie Wert ist  … und ob sie durch neue Technologien im Klimaschutz irgendwo Marktführer werden kann. Es bieten sich auch Chancen 😉

  52. AvatarJune

    @Kevin,

    und in deinem Alter würde ich nicht in der Buchhaltung bleiben. Du hast als Mann quasi nur das Glück schneller positiv aufzufallen, da die Buchhaltung  meist weiblich ist.

    Take care,

    June

  53. AvatarNico Meier

    @Rüdiger

    Internationale Veträge sind meist weniger wert als das Papier auf das sie gedruckt wurden.

    @Andreas

    Ja September bis Dezember 2018 waren beim S&P 500 eine 20% Korrektur würde ich auch sagen.

  54. Avatarghost

    @Andreas

    der Zeitraum ist nicht wichtig….im Moment, mir ging es nur darum dass der herbeigewünschte Rückgang von 70% schlimme Folgen hätte wahrscheinlich für uns alle und dabei geht es mir nicht um Aktien…

     

    mfg

  55. AvatarThorsten

    Heute gibt es hier aber viele dunkle Wolken. Alternativen abchecken ist schon in Ordnung,gerade in jungen Jahren bedeutet ein Wechsel nicht selten 10 oder 20 Prozent mehr Gehalt.

  56. AvatarZEN INVESTOR

    Bearbeitungszeit: 15:30 bis 16:30 Uhr

    Link zu Teil 1:
    Link zu diesem Kommentar:
    https://timschaefermedia.com/auf-deutschland-rollt-der-naechste-abschwung-zu-wie-behaeltst-du-die-nerven-wenn-die-kurse-ins-rutschen-kommen/#comment-64104

    Link zu dieser Fortsetzung:
    https://timschaefermedia.com/auf-deutschland-rollt-der-naechste-abschwung-zu-wie-behaeltst-du-die-nerven-wenn-die-kurse-ins-rutschen-kommen/#comment-64162

    Also in obigem Beispiel bin ich etwas abgeschweift und habe auch die Frage nach den Nachkäufen nicht beantwortet.
    Dies hole ich nach und schreibe zur Orientierung eine kurze Zusammenfassung:

    Wir hatten ein Unternehmen als Beispiel genommen.

    Ich ersetze es in diesem Beitrag durch ein reales Beispiel: Hochdorf Holding AG.

    Kennzahlen der Hochdorf Holding AG sind:

    Wert 2008 2018
    Buchwert 153.86 195.74
    Aktien 0.9 Mio 1.435 Mio

    KBV bei aktuellem Kurs von 72,50 CHF: 0,37
    Bezahlte Dividende 2008 bis 2019: 34.4

    Ausgehend von einem Kurs von 76 CHF (aufgerundet auf KBV 0,39)
    ergibt meine eigene Software Value Calculator diese Prognose:

    Faktor 5.6 in den nächsten 8 Jahren.
    23.9 % p.a.

    Aus 10’000 werden in 8 Jahren 55’587

    Buchwert im Jahr 2027: 345
    Gesamte Dividende bis 2027: 27.52 (3.44/Jahr)

    Jährliche Kursprognose:

    Jahr 80%-Bereich
    2019 31 92
    2020 38 113
    2021 47 140
    2022 58 173
    2023 89 213
    2024 137 263
    2025 203 325
    2026 293 383
    2027 372 455

    Zunächst mal erläutere ich die Kursentwicklung der Aktie von Hochdorf in den letzten 2 Jahren:

    Die Aktie stieg zunächst bis 314 CHF im Februar 2018.
    Seither geht es abwärts mit einem vorläufigen Höhepunkt bei 94.10 CHF im Dezember 2018.
    Von da an stieg die Aktie bis Februar 2019 auf einen Höhepunkt von 147 CHF,
    seither ging die Aktie bis anfang Septemper 2019 nach unten, mit einem Tief von 51.90 CHF anfang September 2019.

    Seither ist die Aktie um rund 20 CHF oder 40% gestiegen.

    Jetzt könnte ich hier natürlich irgendwas behaupten, ich hätte beim Tiefpunkt gekauft usw.

    Wie wir schon im vorherigen Beitrag gelesen haben, kann das niemand (höchstens aus Zufall).
    Ich habe aber diese Aktie tatsächlich bei einem Zwischentief (natürlich eben nicht genau auf dem Tiefpunkt) im Dezember 2018 gekauft für mein Wikifolio, wie ihr hier nachlesen könnt:

    https://www.wikifolio.com/de/ch/w/wf0value30

    Ich habe gemäss meiner Übersicht für Hochdorf folgende Käufe in Wikifolio getätigt.
    Und zwar wirklich zu den damaligen Zeitpunkten, wo ich nicht wusste, wie es weiter geht.

    Datum Kurs
    27.12. 99.931
    22.07. 77.994
    20.08. 64.332
    20.08. 53.945

    Hier zeigt sich meine Nachkauf-Strategie wohl am Deutlichsten:

    Um Weihnachten 2018 kaufte ich für fast 100 CHF diese Aktie. ICh wusste ja nicht, dass sie nochmals um 50% sinken würde.
    Genau deshalb mache ich stets Nachkäufe bei je 20% weniger, bzw.
    bei -20%, -35%, -50% usw. vom vorherigen Wert.

    Durch diese Nachkäufe hat sich mein durchschnittlicher Einkaufspreis auf
    64.657 CHF gesenkt.

    Das heisst: Ohne Nachkäufe wäre die Aktie in meinem Wikifolio derzeit bei -28%.
    Dies bei Kauf nahe 100 und aktuellen Kurs um die 72 CHF.

    Dank meinen Nachkäufen steckt zwar 4 mal so viel Geld drin (was aber auch sein Gutes hat), aber der durchschnittliche Einkaufspreis ist auf 64,657 CHF gesunken,
    so dass ich derzeit über 11% im Plus bin mit dieser Aktie.

    Man muss bei meinem Wikifolio sagen, dass meine ersten beiden Beiträge zu tieferen Beiträgen waren, die Nachkäufe zu höheren Summen.
    Das mache ich aber grundsätzlich nicht so, das Problem hier war nur, dass mir auffiel, dass ich zu kleine Positionen hatte.

    Das Wesentliche an dieser Geschichte ist aber dies:
    Durch die Nachkäufe sinkt mein durchschnittlicher Einkaufspreis.
    Das heisst, eine leichte Erholung bringt mir schon Gewinn. Ohne Nachkäufe wäre ich noch länger im Minus.
    Nicht nur das: Wenn Hochdorf eines Tages bei 200 CHF steht (auch wenn das 10 Jahre dauern kann), habe ich über 200% (Faktor 3 ab 64 CHF) verdient, im Gegensatz zu nur 100% (Faktor 2 ab 100) ohne Nachkäufe.

    Dadurch dass ich eine noch grössere Summe investiert habe (durch Nachkäufe) erhöht sich der Gewinn auch nochmals.
    Steigt die Aktie bis 2030 auf 200 CHF (was durchaus realistisch ist), hätte ich ohne Nachkäufe und bei einem Erstkauf von zB 100’000 CHF (Ich nehme an, jeder Nachkauf hätte 100’000 CHF umfasst) mein Geld auf 200’000 CHF verdoppelt.

    Mit Nachkäufen stecken zB 400’000 CHF in dieser Aktie mit einem durchschnittlichen Einkaufspreis um 65 CHF:
    Das wäre bis zum Kurs von 200 CHF eine ver-drei-fachung.
    Das heisst, mein Vermögen wäre auf 1,2 Millionen CHF gestiegen, mein Reingewinn 800’000, ich hätte den 8-fachen Gewinn durch den höheren Einsatz und den tieferen durchschnittlichen Einkaufspreis.

    Wo ist der Haken?
    Nun, es besteht natürlich bei jedem Unternehmen das Risiko, dass sich der Kurs nie mehr erholt oder das Unternehmen pleite ist.

    Bei Hochdorf gibt es tatsächlich ein gewisses Risiko dazu, was ich aber auf unter 20% einschätze.
    Dies in diesem Fall, weil die Banken wohl die Kredite verlängern werden müssen,
    damit sie ihre früheren Kredite nicht verlieren.
    Zudem sind die Verluste von Hochdorf letztes und dieses Jahr ziemlich einmalig (uA durch Abschreibungen auf Tochterfirmen, während der Umsatz des Kerngeschäftes gestiegen ist).

    Es gehört natürlich bei AKtienkäufen und auch bei Nachkäufen immer dazu,
    dass man das Unternehmen analysiert.
    Zumindest soweit, dass man das Pleite-Risiko grob einschätzen kann.

    Ein Rest-Risiko bleibt, aber das hat nichts mit meinem Stil zu tun, sondern das gibt es bei jedem Unternehmen (von unerwarteten Verlusten über Bilanzbetrug usw).

    In meinem Wikifolio kann ich also mit Hochdorf extrem viel gewinnen.

    Jetzt ist noch die Frage:
    Wie komme ich darauf, dass Hochdorf jemals über 100 CHF steigt oder gar auf 200 CHF?
    Es könnte ja sein, dass durch die tieferen Gewinne die Kurse jetzt für die nächsten 10 Jahre im Bereich 50-100 CHF schwanken.

    Ja, das kann sein. Wie bei jeder Aktie.

    Jedoch hat Hochdorf eine Eigenkapitalrendite von 9.1 %.
    Das ist der von meiner Software berechnete Durchschnitt von 2008 bis 2018 unter Berücksichtigung der Aktienzahl (es wurden neue Aktien ausgegeben) und ausbezahlter Dividende.

    Der Buchwert konnte vom 31.12.2008 bis 31.12.2018 von 153.9 auf 195.8 CHF pro Aktie gesteigert werden, wobei 34.4 CHF Dividenden pro Aktie ausgeschüttet wurden für die gleichen Geschäftsjahre (Auszahlung 2009 bis 2019) und die Aktienzahl von 0,9 auf 1,435 Millionen erhöht wurde.

    Es gibt also eine nachhaltige Buchwert-Steigerung, was auf langfristige Gewinne hindeutet.
    Die Eigenkapitalrendite ist ebenso wie das KGV für einzelne Jahre völlig nutzlos.
    Erst der Durchschnitt von 5 oder mehr Jahren ist eine verlässliche Aussage.

    Ein gesundes Untenrehmen sollte etwa auf 50% über dem Buchwert (KBV 1,5) gehandelt werden.
    Marktführer und Monopolisten (von Nestle bis Facebook) können gerne auf KBV 2,5 gehandelt werden.

    Sofern man davon ausgeht, dass Hochdorf nicht pleite geht, sondern die Unternehmens-Entwicklung positiv weiter geht, müsste der Kurs heute bei 300 CHF stehen.

    ICh gehe bei meinen Berechnungen davon aus, dass ich bei KBV 1,2 verkaufe (einfach um frühzeitig zu verkaufen).
    DAs hat mir in diversen Online-Foren schon den Vorwurf eingebracht, ich würde kein Buy&Hold betreiben.
    Dies ist jedoch falsch:
    Buy&Hold heisst nicht, dass man Aktien 100 Jahre lang halten muss.
    Mit meiner Methode halte ich Aktien halt nur 3 bis 10 Jahre.
    Aber mich deswegen als kurzfristigen Trader zu verunglimpfen ist schon lächerlich.

    Ich gehe davon aus, dass pro „KBV-Punkt“ (zB von 0,8 auf 0,9) 1 Jahr benötigt wird.
    Das ist ein grober Erfahrungswert.

    Da Hochdorf derzeit unter KBV 0,4 gehandelt wird und 1,2 mein Ziel sind, rechne ich mit 8 Jahren, bis dieses Ziel erreicht wird.
    In diesen 8 Jahren steigt der Buchwert jedoch nochmals, wodurch KBV 1,2 in 8 Jahren viel höher ist als heute.

    Aktien haben die Tendenz, sich ihrem inneren Wert anzunähern im Laufe der Zeit.
    Wobei der innere Wert nur grob berechnet werden kann, es ist eine unexakte Wissenschaft (wie das Wetter).

    Und das KBV steht meist in einem bestimmten Zusammenhang mit dem langfristigen KGV.
    Dies ist auch logisch, da die Gewinne auch mit dem eingesetzten (Eigen-)Kapital zusammen hängen.
    Daher nehme ich das KBV, es ist schlicht einfacher zu berechnen und ist genau so gut wie 10-Jahres-KGV, aber ohne so viele Berechnungen.

    Stellt euch vor, ihr könnt einen kleinen Computershop kaufen:
    Dieser hat flüssige Mittel von 100’000 CHF, Anlagevermögen von 10’000 CHF (Computer, Ersatzteile, etc). Und 20’000 CHF Schulden, die bis ende Jahr beglichen sein müssen.

    Der Reingewinn ist por Jahr im Durchschnitt 10’000 CHF (nach Bezahlung aller Löhne).

    Jetzt steht das ganze Geschäft (inklusive sämtlichen SChulden und Guthaben) zum Verkauf für 30’000 CHF:
    DAs ist doch supergünstig.
    Das Reinvermögen ist 90’000 CHF (Vermögen minus SChulden).
    Einige haben in Foren schon geschrieben, man solle für Aktien nicht mehr als den Buchwert bezahlen, weil es keinen Grund gäbe, mehr drauf zu zahlen.
    Die selben Leute kaufen aber Coca-Cola und Apple zum 10-fachen BUchwert.

    Im Falle des Computershops würde ich sagen:
    Das Geschäft muss mindestens 90’000 CHF Wert sein, da ich dieses Geld durch Schliessung der Firma sofort heraus holen könnte.
    Da es aber jährlich 10’000 Gewinn gibt (nach Bezahlung aller Löhne),
    mache ich damit die nächsten 20 Jahre 200’000 CHF Gewinn (oder mehr, wenn ich das Geschäft ausbauen kann).

    Also ist der Computershop vielleicht eher 300’000 CHF Wert.
    Jetzt wird der aber für 30’000 Verkauft, weil der Geschäftsinhaber gestorben ist,
    und die Erben das Ding loswerden wollen.
    (WIr gehen davon aus, dass die Geschäfte ohne INhaber weiter laufen, weil sich die 4 Angestellten darum kümmern und jemand anders GEschäftsführer ist schon lange).

    Das wäre das Geschäft des Lebens.

    Aber an der Börse jammern alle, die Aktie seie schlecht, weil sie ständig sinkt.

    Genau so verhält es sich am Beispiel von Hochdorf:
    Es ist jetzt der beste Kaufzeitpunkt der letzten 10 Jahre.
    Aber die Masse der Käufer kommt erst, wenn die Aktie bei 150 oder 200 CHF steht.

    Ich habe jetzt 10 Minuten lang nach einem Zitat von Benjamin Graham gesucht, suchte nach
    Benjamin Graham Senate quote
    Benjamin Graham quote „We don’t know why“

    aber fand nichts.

    mit
    Benjamin Graham hearing
    fand ich es dann uA hier:
    https://www.valuewalk.com/2016/09/benjamin-grahams-congressional-hearing/

    „That is one of the mysteries of our business, and it is a mystery to me as well as to everybody else. We know from experience that eventually the market catches up with value. It realizes it in one way or another.“

    Grob übersetzt heisst das auf die Frage, wieso unterbewertete Aktien auf ihren inneren Wert steigen sollten:
    Das ist eines der Mysterien in unserem Geschäft, auch für mich und alle anderen.
    Wir wissen aus Erfahrung, dass schlussendlich der Marktwert sich dem inneren Wert annähert.

    Genau so wird es bei Hochdorf sein:
    Der Marktpreis (Kurs) wird sich dem inneren Wert annähern.

    Hochdorf steht hier nur stellvertretend für eine Reihe unterbewerteter Aktien.
    Aber achtung:
    Neben der Buchwert-Entwicklung ist auch darauf zu schauen, ob das Geschäftsmodell nachhaltig geschädigt ist.
    Man muss verstehen, wieso der Kurs so tief gesunken ist.
    Oftmals ist es eine Übertreibung des Marktes wg. einer Krise.
    Man muss jedoch das genau prüfen um den Grund zu verstehen und dann muss man beurteilen, ob das das Ende der Firma sein könnte oder nicht.
    Wenn nicht, ist die Firma unterbewertet und ein guter Kauf.

    Mit meiner Software rechne ich dann noch aus, wie gross die erwartete jährliche Rendite ungefähr sein könnte. Das ist natürlich nur ein grober Wert.

  57. AvatarKevin

    @June,

    Mir ist bei deinem vorletzten Post über das Dreiecksgeschäft eine Idee gekommen. Du interessierst dich wie ich glaube u.a auch für den Bereich Steuern. Schau mal bei den großen Wirtschaftsprüfer Gesellschaften. Auch hier werden Quereinsteiger gesucht, gerne mit Abitur und Ausbildung. Meist studiert man dann berufsbegleitend und macht dann den Steuerberater und den Wirtschaftsprüfer. Hat den Nachteil, dass man erst mal weniger verdient und wahnsinnig viel Arbeiten muss.

    So richtig interessieren nicht unbedingt. Ich suche da eher die Herausforderungen. Wenn etwas zur reinen Routine wird, wird es mir auf Dauer zu langweilig und diesen Punkt habe ich jetzt nach guter 5 Jahren auf der momentanen Stelle erreicht.

    „Die Kollegen“ sind bei uns auch gerade wieder im Haus. Deren Job möchte ich nicht machen. Als ich noch recht viel Überstunden gemacht habe und das Büro oft gegen 18/19h verlassen habe, waren sie auch immer noch da. Allerdings mussten die immer noch ’ne Schippe länger arbeiten. Ich glaube die erlaubten 10h wurden da oft gerissen…

    Ich arbeite gerne mit Zahlen und bastel mir hier und da gerne mal ein paar Tools und Prozesse zu optimieren, lästige Arbeiten „auszulagern“ Ich denke da bin ich im Controlling gar nicht so falsch.

    Aber da du in deiner Firma die Ausbildung gemacht hast, wird man dich vermutlich in der einer niedrigsten möglichen ERA Stufe für Kreditorenbuchhalter übernommen haben.

    Das ist korrekt. Wobei fast alle Kreditoren gleich viel Gehalt bekommen. Wir werden tatsächlich nach Aufgaben gezahlt. 2 von 6 bekommen mehr, obwohl sie meiner Meinung nach das gleiche von den Aufgaben her leisten wie ich.

    Eine Erhöhung im aktuellen Job kann ich aber durch die momentane Situation komplett knicken…

     

    Am Wochenende werde ich dann mal das Grundgerüst für die Bewerbung (Alle Unterlagen digitalisieren, Lebenslauf, etc.) legen und nochmal versuchen den ein oder anderen Kontakt bei Xing zu finden.

  58. AvatarWolke

    „Psychische Erkrankungen nehmen weltweit zu: Angst, Stress, Unruhe, Depression, Selbstzweifel, Alkoholsucht, Schlafstörung… Vermutlich trägt der materielle Konsumtrend mit dazu bei“

    Unsinn. Hab mir gerade ein neues SUV gekauft. Bin richtig happy! Von wegen Depression und Selbstzweifel, ganz im Gegenteil! Höchstens Schlafstörung, weil ich es nicht erwarten kann, morgen wieder damit herumzufahren.

    Finanzielle Freiheit bedeutet nicht ein Klosterleben zu führen, sondern sich AUCH materielle Wünsche erfüllen zu können. So ehrlich zu sich selber sollte man sein.

    Zwei Dinge sollte man unbedingt vermeiden: Arm sterben und reich sterben.

  59. Avatarghost

    @Wolke 🙂

    dass Problem an dir ist du bist so klein wenig wie der den die drei Geister besucht haben, nur eben umgekehrt, weisst du was ich meine. Nein ich glaube du weisst es nicht. Und mag auch sein, dass du reich und vermögend bist und ich gönne dir auch das ganze Geld. Nur das bringt dir nichts, weil ihnen drin ist sehr viel kaputt :).

    Ja ich weiß ich bin nicht freundlich, ich weiß.

    Lass jeden Leben, wie er will…… lieber sehr sparsam sein als verschuldet….

    dein Verhalten ist einfach erbärmlich und traurig wie ein kleiner Poser……

    wenn einer Klosterleben führen möchte um etwas zu erreichen, dann ist das doch ok. Was ist daran schlimm…..

    ich find besser als der Spruch :arm sterben reich sterben ist dieser hier….

    dumm geboren, nix gelern, dumm gestorben…

     

    mfg

     

  60. AvatarBruno

    „Wenn man korrekte Formatierungen (insbesondere Leerzeilen) will,
    schreibt man den Beitrag in einem anderen Programm,
    kopiert ihn rein.“

    Oder aber man stellt von Absatz auf vorformatiert um 😉

    Lustiger Film auf ARTE über Blackrock
    https://www.youtube.com/watch?v=JR_UyV32Ba4&t=2420s
    Lustig die Journalistin ganz verzweifelt bei 19:30
    wer kauft dann wer kauft dann wenn die ETF’s nur noch fallen 😀

    Ich kann sie beruhigen ich werde dann z.B. kaufen

  61. AvatarThomas

    @zeninvestor, nimm es mir nicht übel, aber diese astrologische Aktienverwissenschaftlichung ist wirklich Vollquark. Diese Selbstbeweihräucherung ist unerträglich!

  62. AvatarWolke

    @Rüdiger

    der war gut, Kompliment.

    @ghost

    Ich bin nicht reich, ich hab mir einiges erspart durch einen gesellschaftlich sehr angesehenen, sozialen, gut bezahlten, schwierigen, psychisch und intellektuell anspruchsvollen, nur durch langes Studium erreichbaren Beruf.

    Soviel zu Deiner Unhöflichkeit(„dumm geboren, nix gelernt“), die wohl mit Deiner Kinderstube in Zusammenhang steht.

    Eine schlagfertige, humorvolle Antwort wie die von @Rüdiger, hast Du wohl nicht zur Hand. Schade, ich lache gern.

     

     

     

  63. Avatarghost

    @ Wolke…..

     

    das habe ich wirklich nicht ganz ehrlich…., es ist traurig wenn Menschen angeben…..das erinnert mich an 16 jährige irgenswie….

     

    mfg

  64. AvatarEx-Studentin

    @Kevin

    Bei meinem neuen AG sind 40h „normal“, aber 80-90%-Stellen sind auch kein Problem, sodass ich es mir raussuchen konnte und wieder 35h habe. Ab 1.2. geht es dort los. Ich hoffe, dass ich bei meinem jetzigen AG meine Überstunden abfeiern darf und dadurch ein paar Monate frei habe. Ich bin froh, dass ich nicht einfach die nächstbeste Stelle angenommen habe, sondern mir Zeit lassen konnte. Schon beim ersten Telefonat hat menschlich und inhaltlich alles gepasst, sodass ich mich auf die neue Stelle sehr freue.

    Werde übrigens auch bald 27. Ist ein gutes Alter, um mal was anderes zu sehen. Bei meinem jetzigen AG bin ich schon über 9 Jahre.

    @June/Eka

    Leider kein IGM. Ist wieder ein Dienstleister, aber das sehe ich nicht so kritisch. Man hat bei Dienstleistern viel Abwechslung und lernt viel. Von der Bezahlung her muss man zwar gewisse Abstriche machen, aber dafür ist es im besten Fall familiärer. Von der Bezahlung her bin ich zufrieden und habe dort noch Entwicklungsmöglichkeiten. Man muss auch Bedenken, dass ich die Branche wechsle und nun weniger Know-How mitbringe.

  65. AvatarBruno

    „Ich bin nicht reich, ich hab mir einiges erspart durch einen gesellschaftlich sehr angesehenen, sozialen, gut bezahlten, schwierigen, psychisch und intellektuell anspruchsvollen, nur durch langes Studium erreichbaren Beruf.“

    Ist das jetzt ein Quiz? Ich mache gerne mit, wenn es etwas Anständiges zu gewinnen gibt.

  66. AvatarZEN INVESTOR

    LIeber Thomas,

    „@zeninvestor, nimm es mir nicht übel, aber diese astrologische Aktienverwissenschaftlichung ist wirklich Vollquark. Diese Selbstbeweihräucherung ist unerträglich!“

    Das ist eine interessante Meinung, die du da vertrittst.

    Es sind Leute wie du, die Markt nach oben und unten verzerren.

    Ich habe mit meinen Theorien Recht.

    Wenn du anderer Meinung bist, zitiere einen einzigen Satz von mir, der nicht den Tatsachen entspricht. Dann erkläre ich dir, was ich mit dem Satz meinte oder was meine Quelle ist.

    Ich könnte jetzt von meinem IQ (128 bei Mensa getestet, Percentil 96,9, dh 96,9% der Bevölkerung sind schlechter im Test als ich, 3,1% oder jeder 32. ist besser als ich) erzählen.

    Ich könnte wissenschaftliche Studien und sonstige Studien zum Value-Investing zitieren. Aber aus Erfahrung kenne ich Leute wie dich zur Genüge:

    Du wirst immer alles mit Pauschalkritik abweisen.

    Meine Äusserungen decken sich mit allen Forschungsergebnissen zum Value Investing.

    Ich verlange von dir Thomas was nun folgt:

    Nenne mir einen Satz von mir, der unsinnig oder unwahr ist oder wissenschaftlichen Arbeiten über die Börse (egal ob Markt allgemein, Verhaltensökonomie, Value-Investing, etc) oder empirischen Beobachtungen widerspricht.

     

  67. AvatarBruno

    @ZEN INVESTOR

    Ein hoher IQ ist kein Garant für Erfolg an der Börse, ich rede leider aus Erfahrung. In Frankreich sagt man, man solle den dümmsten Sohn an die Börse schicken 😀

  68. AvatarZEN INVESTOR

    @Bruno

    das ist mir bekannt, also dass der IQ nicht zwangsläufig zum Erfolg führt.

    Ich wollte mich auch nur gg. Thomas wehren, der einen längeren Text von mir in einem Satz als Pseudowissenschaftlich und Blödsinn abtat, ohne die geringste Begründung.

    Ich habe neben meiner Intelligenz weitere Fähigkeiten, die mir an der Börse helfen.
    Beispielsweise eine „Wahrheitsliebe“ und einen „Gerechtigkeitssinn“.

    Klar hat das jeder Mensch, aber ich habe noch nie jemanden getroffen, bei dem diese beiden Punkte so extrem ausgeprägt sind wie bei mir.

    Die Wahrheitsliebe führt dazu, dass ich meine Theorien ständig überprüfen muss. Bei jedem Fehler greife ich korrigierend ein bzw. überarbeite meine Investitions-Regeln.

    Zugleich will ich verstehen, woher der Erfolg von Warren Buffett und anderen Value Investoren kam.

    Also ein Thomas sagt einfach, „du schreibst Blödsinn“ (sinngemäss), während ich mich mit anderen Meinungen detailiert auseinander setze und durchaus auch daraus lerne, falls ich wirklich mal nicht Recht hatte.

  69. AvatarRüdiger

    „Ich bin nicht reich, ich hab mir einiges erspart durch einen gesellschaftlich sehr angesehenen, sozialen, gut bezahlten, schwierigen, psychisch und intellektuell anspruchsvollen, nur durch langes Studium erreichbaren Beruf.“

    Ich tippe auf Priester 😉

  70. AvatarWolke

    @Rüdiger

    Haha…Kardinal mit unkündbaren Arbeitsplatz im Vatikan, Aufstiegsmöglichkeit(Pabst) nicht ausgeschlossen.

  71. AvatarZEN INVESTOR

    24.09.2019, 21:23:13
    Jetzt verfasse ich noch eine Antwort:

    @Ex-Studentin:

    „Ich bin von den vielen Zahlen verwirrt. Wie viel Vermögen hast du derzeit?“

    Dazu möchte ich auch etwas ausholen:
    Nehmen wir an, ich hätte 10’000 CHF Vermögen. Oder 10 Milliarden. Was beides möglich ist.

    Das Problem ist:
    Nehmen wir an, ich besitze 10 Milliarden weil ich von meinem Vater, einem der reichsten Schweizer, vor ein paar Jahren geerbt habe.
    Das sagt nichts über meine Börsenfähigkeiten aus, da das Erbe einen grösseren Einfluss als meine Performance auf das Vermögen hatte.

    Nehmen wir an, ich lebe von Hartz IV und kann pro Jahr nur 1’000 Euro beiseite legen.
    Dies tue ich seit 3 Jahren.
    Dann habe ich inzwischen 3’000 Euro beiseite gelegt.

    Und dann hätte ich sagen wir mal 50% p.a. Performance, womit ich einer der besten Investoren dieses Planeten wäre.

    Ich simuliere das mal in einer Tabelle.
    Sparen = was ich in dem Jahr gespart habe.
    Gewinn = Verdientes Geld an der Börse.
    Total = Vermögen am Jahresende (=Total des Vorjahres + Sparen + Gewinn).

    Jahr Sparen Gewinn Total
    2016 1’000 0 1’000
    2017 1’000 500 2’500
    2018 1’000 1’250 4’750
    2019 1’000 2’375 8’125

    In diesem Beispiel hätte ich nach 4 vollen Jahren bis ende 2019 ein Vermögen von nur 8’125 Euro aufgebaut.

    Dies obwohl ich extrem diszipliniert leben würde und eine Performance von 50% p.a. erreicht hätte.

    In Foren hat man mir oft vorgeworfen:
    „Wenn du 35% p.a. schaffen könntest, wärst du der reichste Mensch der Welt.“

    Nein, eben nicht, da es auch auf das Startkapital bzw. die Einzahlungen ankommt.

    Nein, ich lebe nicht von Hartz IV.
    Aber es war ein Extrem-Beispiel um aufzuzeigen, dass meine reale Performance sich nicht in meinem Vermögen widerspiegelt, da ich auf extrem niedrigen Niveau anfangen muss.

    Ich habe alleine diesen die letzten 7 Tage insgesamt über 5% Gewinn gemacht (nur mit Unternehmensanteilen von über 100-jährigen Firmen, ohne Hebelprodukte),
    ohne Gebühre und ohne Cash-Anteil sogar rund 11% innert 7 Tagen.

    Natürlich schaffe ich nicht jede Woche 11%, das ist klar, und die Gewinne können auch wieder „wegschmelzen“ nächste Woche.

  72. AvatarThomasH

    Lieber zeninvestor,

    das mag ja alles richtig sein, was du schreibst. Es ist vielleicht wirklich kein unsinniger Satz dabei. Und deinen super IQ gönne ich dir auch von Herzen. Aber deine überbordende Selbstdarstellung als Verkünder der ultimativen Wahrheit, die anscheinend nur du gefunden hast, kann man ja kaum ertragen. Vielleicht könntest du deine Beiträge etwas gemäßigter und nicht als Superheld formulieren. Dann wirst du hier unter Umständen auch ernstgenommen.

  73. AvatarEx-Studentin

    @Zen Investor

    Die Sparrate ist sehr wichtig. Lieber 1% Rendite auf 1 Millionen Euro als 10% auf 100€. Wenn deine Aktienkäufe z.B. von Gebühren gefressen werden, bringt dir das nichts. Deswegen lieber erst mal das Sparen lernen. Erst, wenn man das kann, sollte man investieren. Ich habe erst an der Börse angefangen als ich 20-30.000€ auf dem Tagesgeldkonto hatte.

  74. AvatarZEN INVESTOR

    LIeber ThomasH,

    bist du jetzt der Thomas von weiter oben oder ein anderer Thomas?

    Ich finde den obigen Beitrag (also die ersten beiden in diesem Thema) nicht besonders überheblich.

    Erst als Thomas mich angriff, habe ich angefangen, ein paar Fakten über mich in den Raum zu werfen.

    Ganz ehrlich: Bevor Thomas mich kritisierte, habe ich da irgendwie arrogant oder überheblich geschrieben?

    Ich bin vielleicht etwas belehrend, und ich schreibe sehr komplex und tiefgehend.

    Der Kopf geht aus, das Herz geht an, die Strasse schreit, ich bin bereit!

    Dein Kopf schickt dich vor und zurück, doch wichtig ist, dass du dazwischen bist.

    Nimm den Kopf hoch, die dunklen Tage fliegen weiter.

  75. Avatarsteve

    @ Kevin auf jeden Fall einen Job suchen das Schicksal entscheidet mit ob es dir was interessantes neues offeriert. Vielleicht gibt’s auch in der alten Firma durch Umstrukturierung eine interessante Tätigkeit. Neuer Job und Abfindung geht der neue Arbeitgeber ist bereit ein paar Monate zu warten und der alte gibt dir eventuell eine Prämie wenn du dich freiwillig meldest.

    @ Jenny Gratulation mit ein bisschen Zeitverzoegerung wünsche viel Erfolg  und Spaß im neuen Job.

    @ Zen die Hochdorf schon spannend ein homerun ist es nicht. Milch und Milchprodukte null Burggraben und niedrige Gewinnspanne. Dividende sicher niemals bei ca 140 Mio Mktkp ca 170 Mio Schulden. Wahrscheinlich nicht mit Negativzins. Wenn du da wirklich 400.000 drin hast alle Achtung. Kann gut gehen muss es nicht. Für mich und viele andere momentan kein Thema in Deutschland momentan immer noch nur Lang und Schwarz zu handeln. Aber wahrscheinlich übernimmst du die oder?

  76. AvatarZEN INVESTOR

    24.09.2019, 21:57:17

    Abschliessendes Posting für heute:

    @Ex-Studentin:
    Du scheinst mich falsch zu verstehen:

    Ich muss nicht „erstmal das Sparen lernen“.
    Ich lebe sehr sparsam. Viel mehr Sparen ist sehr schwierig, da müsste ich dann das Essen aus dem Container holen.
    Klar habe ich noch Sparpotential, aber das wird immer schwieriger und ich will ja auch leben können.

    Das Sparen muss ich definitiv nicht lernen.
    Das Problem bei mir ist wirklich das Einkommen.

    @steve:
    Ja, Hochdorf ist schon spannend. Es mag sein, dass sie keinen Burggraben haben.
    Aber die Bewertung ist so tief. Auch wenn sie eine Eigenkapitalrendite im normalen Bereich haben (glaube 9%?): Wenn der Kurs sich wieder auf ein normales Niveau erholt, mache ich fette Gewinne.
    Alleine die letzten 5 Wochen stieg Hochdorf von 51,90 (Tiefpunkt) auf 74,90 (heutiger Schlusskurs), das sind 44,3% in 5 Wochen.
    Natürlich habe auch nicht den Tiefpunkt erwischt, das ist klar.

    Übrigens sind 44,3% in 5 Wochen übers Jahr gesehen (wo 10 mal 5 Wochen drin vorkommen) = 1.443 hoch 10 = Faktor 39,18 oder +2’918%.

  77. AvatarValue

    Jeder hat die Möglichkeit einzelne Beträge zu überlesen . . . . . . . das mache ich bei Zen (und einigen anderen) schon lange und fahre für mich gut damit.

     

    @Tim, auch ich bin überzeugt das sich die Wirtschaft abkühlt und wir andere (schwierigere) Zeiten erleben werden, nur leider weiß ich nicht wann das so kommen wird und deshalb werde ich es wie Du handhaben und stur regelmäßig bzw. monatlich an der Börse investieren. Diesen Monat gabs Abbvie, letzten Altria und nächsten Monat vielleicht mal wieder ein paar Anteile von ING oder Johnson & Johnson oder oder oder, meine Liste ist lang mal schaun.

  78. AvatarTony

    @Thomas – DanielKA – A.

    Zum klar stellen, Ich bin seit 12 Jahren dabei.

    Habe mitbekommen wie die Wirtschaft etwas „zugrunde“ geht.

    Habe mehrere Jobs die ich ausführe, deswegen nicht unbedingt Angst vor Betriebsschließungen. Weil da schon diversifiziert.

    Bin aber im Prinzip auf kein Gehalt mehr angewiesen. Es dient nur dem stärkeren zukaufen.

    Und selbst wenn man doch irgendwo arbeiten muss, dann findet man immer Mittel und Wege sich mit etwas zu beschäftigen.

    Und deswegen untermauerte ich nochmal:

    mir persönlich würde es am Arsch vorbei gehen -70% zu sehen.

    Für meine Mitmenschen, die auf Arbeit angewiesen sind, oder bei -10% nervös werden oder sich in der Entsparphase befinden, täte es leid.

    Immer eine Sache der Perspektive – wo man sich befindet – wo man herkommt 😀 deswegen kein Grund beleidigend zu werden hier in der Anonymität.

  79. AvatarSparta

    @Tony

    „mir persönlich würde es am Arsch vorbei gehen -70% zu sehen.

    Für meine Mitmenschen, die auf Arbeit angewiesen sind, oder bei -10% nervös werden oder sich in der Entsparphase befinden, täte es leid.“

    Ich denke Mitleid für also ca. 97% der Mitmenschen war jetzt ne Floskel.

    Sei ehrlich und sag es ist Egoismus!

  80. Mark85Mark85

    An Value: Es gibt halt Theoretiker und Praktiker. Der gute ZEN liebt es, sich über einen langen Zeitraum alles bis ins Kleinste auf dem Papier auszurechnen und gedanklich auszumalen, was irgendwann mal in der Realität sein könnte, während der Praktiker schon lange mit dem ersten Spatenstich begonnen und Erfahrungen gesammelt hat – und hoffentlich bereits die ersten Früchte ernten kann! 😉

  81. AvatarFuseboroto

    Servus,

    Kosten gering halten, Nebengewerbe ausbauen, Tim Schäfer lesen und ansonsten business as usual. Die 2-Faktor Authentifizierung macht den Rest, wie bereits angemerkt. 🙂

    Ich werde es sicher nicht toll finden, falls das Depot fällt, aber das ist eingeplant.

    Gruß
    Fuseboroto

     

     

  82. AvatarKevin

    @Jenny

    Bei meinem neuen AG sind 40h „normal“, aber 80-90%-Stellen sind auch kein Problem, sodass ich es mir raussuchen konnte und wieder 35h habe.

    Das zeigt ja schon mal, dass er was die Arbeitszeit angeht ziemlich flexibel ist. 🙂

    Ab 1.2. geht es dort los. Ich hoffe, dass ich bei meinem jetzigen AG meine Überstunden abfeiern darf und dadurch ein paar Monate frei habe.

    Da lässt sich sicherlich eine Möglichkeit finden.

    Ich bin froh, dass ich nicht einfach die nächstbeste Stelle angenommen habe, sondern mir Zeit lassen konnte. Schon beim ersten Telefonat hat menschlich und inhaltlich alles gepasst, sodass ich mich auf die neue Stelle sehr freue.

    Das ist auch mein Ziel. Es muss passen. In der momentanen Firma habe ich auch nicht das Gefühl weiterzukommen. Aufstiegschancen ergeben sich nicht, da die „höheren“ Stellen von den Mitte 40er-50er „blockiert“ werden.

    Werde übrigens auch bald 27. Ist ein gutes Alter, um mal was anderes zu sehen. Bei meinem jetzigen AG bin ich schon über 9 Jahre.

    Bei mir sind es erst 8 😉

    Leider kein IGM. Ist wieder ein Dienstleister, aber das sehe ich nicht so kritisch. Man hat bei Dienstleistern viel Abwechslung und lernt viel.

    IGM ist nicht alles. Die sind zwar bei den meisten Sachen vorne dabei, aber über kurz oder lang werden die ausgehandelten Forderungen (z. B. verkürzte Vollzeit) für alle „Standard“. Sie sind was Neuerungen / „Verbesserungen“ in der Arbeitswelt angeht, meistens Vorreiter.

    Von der Bezahlung her muss man zwar gewisse Abstriche machen, aber dafür ist es im besten Fall familiärer. Von der Bezahlung her bin ich zufrieden und habe dort noch Entwicklungsmöglichkeiten.

    … und das ist doch das wichtige.

    Man muss auch Bedenken, dass ich die Branche wechsle und nun weniger Know-How mitbringe.

    Der Einstieg ist geschafft, weiter nach oben wird es sicher mit der Zeit „automatisch“ gehen.

  83. AvatarEx-Studentin

    @steve

    Danke schön!

    @Ralf

    Treibst du dich hier noch rum? Wie läufts mit Haus und Job?

    @Zen

    Hast du Möglichkeiten, dein Einkommen zu erhöhen? Mit z.B. 100€ Sparrate im Monat kommt man nicht weit. Ich hab 5 Jahre lang von rund 1200€ im Monat gelebt. Die 100k waren schneller zusammen als erwartet, obwohl ich nicht unbedingt eine Großverdienerin war.

  84. AvatarKevin

    @Steve:

    auf jeden Fall einen Job suchen das Schicksal entscheidet mit ob es dir was interessantes neues offeriert. Vielleicht gibt’s auch in der alten Firma durch Umstrukturierung eine interessante Tätigkeit. Neuer Job und Abfindung geht der neue Arbeitgeber ist bereit ein paar Monate zu warten und der alte gibt dir eventuell eine Prämie wenn du dich freiwillig meldest.

    Das war quasi mein Plan. Also schon mal umschauen.

    Wenn es dann heißt es müssen Leute gehen, sich freiwillig melden und die Prämie mitnehmen und im neuen Job einsteigen.

    Aber ob das direkt klappt? Wer weiß. Ich werde jetzt auf jeden Fall intensiver schauen und mal den Markt durchleuchten.

  85. AvatarValue

    @Mark85, völlig richtig jeder kann und soll es so machen wie er es für ihn passt. Theoretisch habe ich das Thema Börse vor 30 Jahren durch- aufgearbeitet, war eine gute Zeit aber während und danach bin ich ins tun gekommen da ich meinen Weg gefunden hatte . . . . . . . .. . und das ganze weit bevor ich Tims tollen Blog gefunden habe 🙂

     

    Das Zen das anders macht ist für mich ok, nur lesen will ich das halt nicht.

  86. Avatarghost

    vielleicht kann mir jemand helfen, da kenne ich mich überhaupt nicht aus…..

     

    habe ja vor paar jahren eine wohnung gekauft, als die maklerin sie mir zeigte meinte sie diese wohnung sei ohne keller, es gebe aber einen schlüssel für einen raum der im keller ist und diesen bekäme ich mit dem  kauf der wohnung (kam mir kommisch vor wohnung ohne keller, aber keller wäre dich da 🙂  )

    das wird in diesen haus so seit ein paar jahrzehnten geduldet. der vorbesitzer konnte kein gutes deutsch, darum redete nur die maklerin mit mir. es kam  mir alles merkwürdig vor, aber ich sagte ihr: ja ja ist mir alles egal, ich möchte die wohnung, ich möchte nicht verhandeln und ich möchte jetzr die zusage“   (da waren noch andere die die wohnung anschauten)

    maklerin war voller freude, dass das so schnell ging und ich nicht wegen dem preis verhandeln wollte.

    nun nach ein paar jahren und neuer hausverwaltung, die auch alle papiere dieses hauses (1960) zusammen trug stellte sich heraus, dass dieser Keller offiziel (teilungserklärung) zu meiner wohnung gehört. somit landete ich einem kleinen jackpot.

    in meinem kaufvertrag ist mir die wohnung eben ohne keller verkauft worden und auch so im grundbuch und co. eingetragen worden, was mir gehört.

    nun habe ich alle papiere (teilungserklärung) von der neuen hausverwaltung erhalten, somit habe ich offiziel eine wohnung mit keller.

    mir war der keller damals egal, weil zu der wohnung gehörte schon der ganze speicher.

    somit habe ich rein theoretisch eine haushälfte für den preis einer wohnung:)

     

    aber wie ist das mit dem keller muss ich den jetzt irgendwo eintragen lassen?

    da ich in ca. 10 -15 Jahren diese wohnung verkaufen möchte, kann ich dann einfach auf die teilungserklärung beziehen und so die wohnung verkaufen oder muss ich sie vorher irgendwo eintragen lassen.

    falls jemand antwortet, jetzt schon besten Dank!

     

    mfg

  87. AvatarZEN INVESTOR

    Link zu diesem Kommentar:
    https://timschaefermedia.com/auf-deutschland-rollt-der-naechste-abschwung-zu-wie-behaeltst-du-die-nerven-wenn-die-kurse-ins-rutschen-kommen/#comment-64247

    Bearbeitungszeit am 25.September 2019: 21:25-22:00 Uhr.

    Also ich erlaube mir hier nochmals einen Hinweis:
    Meine Prognosen bzw. Aktienauswahl schlägt jeden Index.

    Ich habe mir ein paar Beispiele rausgesucht via Google.
    (site:timschaefermedia.com value calculator)

    Beispiele (chronologisch geordnet):

    ——————————————-
    29.November 2015
    https://timschaefermedia.com/amanda-und-travis-millionaer-mit-30/#comment-13621

    Ich arbeite an einer Software namens ‚Value Calculator 2017‘, die zB aus der Eingabe einiger Daten für BB Biotech sowas berechnet:
    Ausgangswerte:
    KBV: 0.95
    GKR: 29.5 %
    EKQ: 99 %
    EKR: 30 %
    Ausschüttungs-Quote: 10 %
    Jahre bis KBV 2: 5 Jahre

    590.53 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    47.2 % p.a.

    Aus 10’000 werden in 5 Jahren 69053

    Für Volkswagen Vorzugsaktien sieht es hingegen so aus:

    Ausgangswerte:
    KBV: 0.65
    GKR: 2 %
    EKQ: 25 %
    Ausschüttungs-Quote: 30 %
    Jahre bis KBV 2,00: 5 Jahre

    303.08 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    32.2 % p.a.

    Aus 10’000 werden in 5 Jahren 40308

    Prognosen für 2021:
    Buchwert pro Aktie: 256.76
    ——————————————-
    Auswertung:

    BB Biotech:
    590.53 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    47.2 % p.a.

    Volkswagen Vorzugsaktien (VOW3):
    303.08 % Gesamt-Rendite über 5 Jahre
    32.2 % p.a.
    Prognosen für 2021:
    Buchwert pro Aktie: 256.76

    Diese Prognose war deutlich zu hoch bisher.
    VW stand bei 139 Euro ende 2018, heute bei 152 Euro.

    Der Buchwert ist aber laut onvista.de bei 233 Euro.
    (https://www.onvista.de/aktien/fundamental/Volkswagen-VZ-Aktie-DE0007664039)

    Damit wird meine Buchwert-Prognose sogar noch übertroffen.
    Damit halte ich auch an meiner Prognose fest: Die Aktie wird in 5-10 Jahren 500 Euro erreichen.

    ——————————————-
    18.Februar 2017
    https://timschaefermedia.com/so-kannst-du-frueh-in-den-ruhestand-hohe-sparquote-volle-kanne-in-aktien/#comment-24936

    Und weil hier die wesentlichen Aussagen von mir untergegangen sind,
    fasse ich hier meine Aussagen bzw. Prognosen nochmals zusammen,
    wobei der Börsen-Millionär Tim Schäfer hiermit gebeten und aufgefordert ist,
    in 2-3 Jahren (2019) einen Artikel mit der Auswertung nachfolgender Prognosen zu erstellen:

    Prognosen für VW Vorzugsaktien VOW3 in EURO

    17.02.2017 141,11
    31.03.2017 130-150
    30.06.2017 130-180
    30.09.2017 130-200
    31.12.2017 132-220
    31.12.2018 165-274

    Gesamt-Entwicklung 20.02.2017 – 31.12.2018
    Faktor 1.6
    24.7 % p.a.

    Buchwert pro Aktie per 31.12.2018: 200-250 (heute 180).

    Weitere Empfehlungen / Prognosen
    alle in CHF, Angaben von morningstar.ch,
    Prognose vom Value Calculator 1.0.25.7
    (Zielwert +/- 25% für Aktienkurs, und +/-10% beim Buchwert).

    Swiss Life
    Aktienkurs Heute 313,20
    Buchwert heute 449,81
    Aktien-Prognose per 31.12.2019 420-700
    Buchwert per 31.12.2019 506-618

    HBM Healthcare
    Aktienkurs Heute 106,80
    Buchwert heute 130,63
    Aktien-Prognose per 31.12.2019 147-245
    Buchwert per 31.12.2019 187-215

    PAX Anlage
    Aktienkurs Heute 1’589
    Buchwert heute 1’651,70
    Aktien-Prognose per 31.12.2017 1’361-2’269
    Buchwert per 31.12.2017 1’633-1’997

    Damit habe ich 4 solide Empfehlungen abgeliefert.

    Vergleicht mal mit den Analysten-Schätzungen auf 12 Monate und dann kichert wie ein Kind.

    ——————————————-
    Auswertung:

    VOW3:
    31.12.2017 132-220
    31.12.2018 165-274

    Buchwert pro Aktie per 31.12.2018: 200-250 (heute 180).

    Der Buchwert war laut onvista.de bei 233,63 Euro, damit traf meine Prognose voll ins Schwarze. Damals betrug der Buchwert noch 180 Euro pro Aktie.
    Das ist eine Punktlandung, da habe ich offensichtlich gut getroffen.

    Der Kurs war ende 2018 bei 139 Euro, da lag meine Prognose daneben.
    Jedoch zeigt der Buchwert einerseits, das trotz Diesel-Skandal ständig Gewinne gemacht werden, und dass die Aktie stark unterbewertet ist.
    Es ist nur eine Frage der Zeit (5-10 Jahre) bis 500 Euro erreicht sein müssen.

    Swiss Life
    Aktienkurs Heute 313,20
    Buchwert heute 449,81
    Aktien-Prognose per 31.12.2019 420-700
    Buchwert per 31.12.2019 506-618

    Tja, die Aktie steht heute bei 468 CHF und damit innerhalb des prognostizierten Bereiches.
    Laut
    https://www.ariva.de/swiss_life-aktie/bilanz-guv
    ist der Buchwert pro Aktie 437 CHF, wobei die Angabe komishc ist (tieferer Buchwert als im Vorjahr, trotz Gewinn).
    HIer
    https://www.onvista.de/aktien/fundamental/SWISS-LIFE-HOLDING-AG-Aktie-CH0014852781
    wird natürlich wieder ein ganz anderer Buchwert (399 Euro) genannt.

    Also meine Prognose ist genauer als die angeblichen Zahlen der Vergangenheit auf diversen Finanzportalen.
    Und immerhin 17,4% p.a. sind das, es wäre mehr, wäre die Aktie diesen MOnat nicht so stark gesunken.
    Diese Empfehlung hat den Index eindeutig geschlagen.

    HBM Healthcare
    Aktienkurs Heute 106,80
    Buchwert heute 130,63
    Aktien-Prognose per 31.12.2019 147-245
    Buchwert per 31.12.2019 187-215

    Diese Aktie ist bei 193.20 CHF angekommen und liegt damit im von mir prognostizierten Bereich.
    Fast eine Verdoppelung in 2,5 Jahren, ich denke, damit habe ich jeden INdex mit dieser AKtie geschlagen: 26,7% p.a. sind das.

    PAX Anlage
    Aktienkurs Heute 1’589
    Buchwert heute 1’651,70
    Aktien-Prognose per 31.12.2017 1’361-2’269
    Buchwert per 31.12.2017 1’633-1’997

    Dieses Unternehmen wurde im Oktober 2017 aufgekauft und von der Börse genommen.
    Der letzte Kurs war 1’700 CHF am 9.Oktober 2017.
    https://www.onvista.de/aktien/PAX-ANLAGE-AG-Aktie-CH0002178348

    Immerhin stieg der Aktienkurs von Februar bis Oktober 2017 (8 Monate) von 1’589 auf 1’700 CHF.
    Das sind knapp 7% in 8 Monaten, bevor einem die Aktien zwangsweise verkauft wurden.
    Also auch nicht schlecht.
    ——————————————-

    Witzigerweise hat noch nie jemand eine schlechte Prognose von mir bringen können.
    Obwohl es auch solche gibt.
    Ich kann übrigens auf timschäfermedia.com meine alten Beiträge NICHT EDITIEREN ODER LÖSCHEN, es ist also kein Betrug möglich.

    Bei VW scheine ich daneben zu liegen, da der Kurs seit 3 Jahren nicht wirklich aufwärts macht.
    Allerdings hat sich der Buchwert massiv entwickelt, dh die Aktie ist heute einfach immer noch sehr unterbewertet.
    Irgendwann wird sie plötzlich steigen.

  88. AvatarRudolf Rentier

    Hallo Tim, du sprichst oft über die Angst.

    Angst vor sinkenden Kursen ist an der Börse mein kleinstes Problem. Es gibt mehr als nur die eine Angst. Reden wir mal über Fomo.

    Heute z.B. habe ich 200 Square gekauft. Dazu musste ich erstmal andere Aktien verkaufen, also hab ich eine relativ junge Position verkauft, die um den Einstand eierte. Ich hoffe, ich komme noch mal genauso gut oder besser da rein. Das ist sogar recht wahrscheinlich, wenn ich jetzt schnell Geld ins Depot schaufele. Aber trotzdem sitzt mir der Verkauf quer im Hals. Die Entscheidung war hart. Nicht, weil ich Angst habe, dass SQ jetzt noch 10, 20, 30% fällt. Ich glaube das nicht und es ist mir auch völlig egal. Ich habe aber Angst, dass mein Verkauf genau jetzt mit dem Steigen beginnt und dann keine Pause mehr macht.

    Mit Optionen gehts mir genauso. Ich kann psychlogisch keine Covered-Calls auf meine Aktien schreiben. Puts sind leicht verkauft, da kann kaum was Schlimmes passieren. Wenn ich das Unternehmen nicht gut fände, hätte ich keinen Put drauf verkauft. Also einfach wegrollen, und abwarten bis das gute Unternehmen wieder glänzt. Oder ich übernehme die Aktie. Auch größere Buchverluste tun mir dann nicht allzu weh. Hab ich halt (schon wieder) ein gutes Unternehmen initial viel zu teuer gekauft. So what? Dieses Jahr auch schon mehrfach passiert, z.B. 200 Nutanix zu 52,5 Dollar. Der Kurs fiel im Tief auf 17 oder 16 oder so. Immerhin 70%! Ich habe immer weiter durchs fallende Messer gekauft, inzwischen habe ich 800 Stück.  Ich bin nur noch knapp 20 % im Minus und das Einzige, was mich wurmt, ist, dass ich die Position aus Portfoliogewichtungsgründen (was ein Wort) eigentlich nicht noch größer machen kann. Obwohl… so ein klein bisschen fällt auch nicht mehr auf.

    Aber nur 400-500 Stück (mal sehen) will ich dauerhaft halten. Also Calls drauf und abwarten. Das geht psychologisch bei mir aber nur deshalb, weil die für mich immer so schmerzhafte, unbedingte Verkaufsentscheidung längst gefallen ist. Der Call wird in solchen Fällen (im Verlust) möglichst am Einstandspreis oder (im Gewinn) am Geld verkauft. Ich will das Portfolio balancieren, keinen weiteren Gewinn (außer der Prämie) erzielen.

    Ansonsten kriege ich bei Covered-Calls die Krätze, sobald der Kurs nur minimal nach oben zuckt. Ich will meine Aktien behalten! Panikmodus! Plötzlich sieht die Welt ganz seltsam aus, so als würde die Aktie ganz bestimmt auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen und mich im Staub stehen lassen, sobald sie aus meinem Depot ausgebucht wird. Das ist natürlich Unfug, aber er fühlt sich verdammt real an.

    Wenn ich eine Aktie behalten will, stehe ich einen Call nervlich einfach nicht durch. Kann ich einfach nicht. Also verkaufe ich nur ggfs. Call-Spreads auf Aktien, die ich nicht habe. Bzw. Jade Lizards, denn Puts verkaufe ich ja immer gern, auch und gerade, wenn der Markt kräftig fällt. Dieses Weihnachten war wirklich ein Fest.

    Am Ende muss eben jeder so handeln, wie es zu ihm passt. Das ist so ein Punkt, wo Theorie und Praxis auseinanderklaffen. Einer kauft leicht und gern in und durch fallende Messer und wartet dann geduldig, ein anderer schwingt sich beherzt auf laufende Trends und zieht einen Stop drunter. Es ist müßig, sich auszurechnen, welche Strategie besser ist. Sie muss grundsätzlich funktionieren, und dies vorausgesetzt, ist die beste Strategie immer die, die zum Anwender passt. Es ist schwer, aus seiner Haut zu kommen, und meist ist der Versuch nur verschwendete Zeit und Energie.

    Ich kann zum Beispiel auch nicht mit Stops arbeiten. Geht nicht. Ich will nicht raus, ich will nur rein, wenn es rot wird. Immer schon. Das musste ich nie trainieren, es ist mein natürlicher Instinkt. Angst habe ich dabei auch, aber niemals Panik. Und eben auch Spaß, Nervenkitzel und gute Chancen. (Klar, es gibt Situationen, da hat sich am Unternehmen/Geschäft selbst etwas nachhaltig negativ verändert, dann bye bye.) Aber Stops setzen, also etwas verkaufen, weil(!) es im Verlust ist… das fühlt sich für mich grundfalsch an. Als ich das erste Mal etwas von Kaufsignalen hörte, dachte ich: „Idioten! Ihr geht davon aus, dass das Unternehmen offenbar nicht an Pilepalle stirbt, dass die Zittrigen raus sind, dass der Kurs auch wieder steigt… und wollt erst warten, bis er wirklich steigt, damit ihr teurer kaufen könnt?“ Ich verstehe heute natürlich genau, welche Überlegungen dahinterstehen und wie es funktioniert. Aber ich könnte es trotzdem nicht umsetzen.

    Für viele Leute funktioniert es umgekehrt wahrscheinlich nicht, einfach drin zu bleiben und gut ist. Klar funktioniert das langfristig (zumindest bei marktbreiten ETFs) immer. Und verstehen kann das auch jeder, aber man muss es fühlen, um es wirklich tun zu können. Der arme Kleinanleger ist am Anfang auch noch völlig verwirrt. Wo er hinguckt erzählt ihm scheinbar irgendeiner. was er falsch macht, egal, was er macht. Verkauft er im Minus, ist er Idiot. Da muss man doch kaufen. Bleibt er drin und kauft sogar nach, ist er ein Idiot. Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen. Was denn nun? Es dauert etwas, bis man versteht, dass die Aktienschreiberlinge von ganz verschiedenen Strategien reden. Bis man weiß, was Investieren, Handeln und Spekulieren ist. Bis man abgehärtet ist und seiner eigenen Strategie vertraut.

    Ich weiß jedenfalls nicht, was ich täte, wenn meine Angst auf der Unterseite läge. Das tat sie zum Glück nie. Ich glaube, ich könnte dann kein Tief durchstehen. Glückwunsch an jeden, der das trotzdem schafft. So stelle ich es mir vor, ein trockener Alkoholiker oder Ex-Raucher zu sein.

    Das ist die große Problemzone der ETF. Theoretisch sind sie vielleicht narrensicher. Mit einem marktbreiten ETF müsste theoretisch sogar ein Affe die Marktrendite schaffen.  Praktisch hätte der Affe im statistischen Mittel die weit besseren Chancen, denn die „Narren“ erzielen Underperformance. Während ein echter Affe sich keine Banane um den Kurs scheren würde und immer cool bleibt.

     

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