Arbeite, spare, investiere: Es geht nicht nur um Dich, sondern auch um Deine Familie. Sortiere Deine Finanzen. Lebe nicht über Deinen Verhältnissen


New York, 9. Februar 2018

Die Rente: Für viele heisst das, bis 67 zu arbeiten.


Mein Onkel hat sein Leben lang bodenständig gelebt. Er hat ein Aktiendepot, eine abbezahlte Eigentumswohnung. Keine Schulden. Er hat vorgesorgt. Als es ihm nicht mehr so gut ging, stellte er eine Pflegerin ein. Sie kam jeden Werktag zur Mittagszeit in seine Wohnung, kochte, putzte, kaufte ein. Sie half für ein oder zwei Stunden, wo sie konnte. Mein Onkel zahlte sie selbst. Er konnte sich das leisten.

Er suchte sich vor kurzem ein Pflegeheim aus, das ihm sehr gut gefällt. Es liegt nahe am Wald. Er hat ein sehr großes Einzel-Zimmer. Es gibt einen schönen Garten an einem Bach gelegen. Er fühlt sich dort wohl. Er genießt das frisch zubereitete Essen. Es gibt nichts aus der Dose. Alles wird frisch gekocht. Der Kuchen am Nachmittag wird vor Ort gebacken. Er ist in der glücklichen Lage, dass er sich es leisten kann.

Das ist der Vorteil, wenn Du mit Deinen Finanzen fürsorglich umgehst. Du hast mehr Wahlmöglichkeiten im Leben. Mehr noch: Du hinterlässt im Todesfall kein Chaos.

Wenn Eltern ihre Finanzen geordnet haben, ist das ein Vorteil für das Umfeld. Werden Deine Eltern Pflegefälle, kann der Staat Dich zur Kasse bitten, sofern keine ausreichenden Vermögenswerte/Renten vorhanden sind.

Ich finde es unfair, wenn Eltern keine Rücklagen bilden. Die Schuldenmacherei und der übertriebene Konsum haben für Familienmitglieder Folgen.

Mein Rat: Keine Konsumschulden aufnehmen. Hypotheken zügig tilgen. Vermögen aufbauen. Aktien/ETFs langfristig aufschichten. Du solltest Dich verantwortlich verhalten: Arbeiten, budgetieren, nach Möglichkeit jeden Tag sparen. Natürlich in der Hoffnung nicht nur über Dein Leben frei bestimmen zu können, sondern es geht darum: Dass Du eines Tages Deiner Lebensparntnerin/Partner/Kindern eine Sicherheit geben kannst. Deine Weitsicht verhindert, dass eine schlimme Situation (schwere Krankheit/Pflegefall) zu einer totalen Katastrophe wird.

Es kann schnell gehen: Ein Schlaganfall, ein Herzinfarkt – und schon kann es für Gattin/Gatte/Kinder ein finanzieller Härtefall werden.

Die Finanzen in Ordnung zu haben ist eine Verpflichtung gegenüber der Familie. Wenn Menschen finanziell auf ein Desaster vorbereitet sind, ist es wahrhaftig ein Segen inmitten der Trauer für die Angehörigen. Ein Todesfall kann die Hinterbliebenen verwüsten. Da braucht niemand noch Finanzsorgen zusätzlich zu haben.

Natürlich kann das Schauen auf die Sparquote, Projektionen und Disziplin manchmal überwältigend werden. Du fragst Dich, warum soll ich nicht eine Reise nach Griechenland machen. Wenn es Dir hilft, warum nicht? Aber Du solltest trotzdem diszipliniert sein. Es geht nicht darum, Dir alles vom Munde abzusparen. Aber einen Plan solltest Du schon haben. Ich finde es respektvoll der Familie gegenüber, zu sparen und zu investieren. Ich hoffe, dass ich meine Familie nie in eine schlechte Situation bringen werde.

Nun tu mal so, als wäre es Dein 95. Geburtstag. Deine Finanzen hast Du sortiert. Du schaust auf dein Leben zurück und schätzt all die guten Zeiten, die du hattest. Wie sahen Deine schönen Zeiten aus?

Es war die Zeit, die Du mit Deiner Familie hattest. Es war die Zeit, die Du mit Gattin/Gatte an exotischen Orten verbracht hast. Es war Dein Hobby, der Sport. Es waren die langen Waldspaziergänge, die Du jede Woche mit der Familie gemacht hast.

Die meisten Menschen machen das Gegenteil von dem, was sie wirklich schätzen. Generationen von Workaholics tauschen ihre Zeit mit ihren Freunden und Familien für mehr Geld/Konsum ein. Sie arbeiten bis zum 67-70. Lebensjahr. Millionen von Menschen geben ihre Leidenschaft für ihre Arbeit auf. Es ist ein schlechter Tausch, finde ich: Sie haben sich danach gesehnt womöglich zu reisen, aber sie haben es übersprungen, bis ihre Körper nachgaben und es nicht mehr so einfach war. Sie haben den Konsum in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt. Sie sind zur Arbeit, um ihre übertriebenen Konsumwünsche befriedigen zu können.

Zum Schluss noch einen Tipp: Schaue nicht in Dein Depot. Was für Wochenendpläne hast Du? Ich fahre morgen mit Freunden in ein Museum am Central Park. Wir werden uns eine Ausstellung anschauen und durch den Park laufen. Es wird super werden. Also KEINE PANIK! Geh in die Natur, triff Freunde, mache Sport.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Arbeite, spare, investiere: Es geht nicht nur um Dich, sondern auch um Deine Familie. Sortiere Deine Finanzen. Lebe nicht über Deinen Verhältnissen

  1. R.

    Weißt Du Tim, bei unserem Sozialstaat bist Du nachher im gleichen Pflegeheim wie Jener, der nichts gespart hat. Hast Du viel gespart bezahlst Du selbst die Suppe, haste nix bekommste es halt bezahlt. So ist es.

    Ich habe mir vor Wochen ein Depot aufgebaut genau am Hoch. Egal was ich auf dem Bildschirm blinken  sehe, es ist blutrot. Ich dachte irgendwann muss ich ja mal loslegen, dann das.Schlechter geht es ja gar nicht.

    Ich mache jetzt wohl besser den Rechner aus. Einen neuen Golf in einer Woche zu verlieren, das tut weh. Jetzt gibt es nur noch eins, den Kostolany spielen.

    Viel Durchhaltevermögen allen Beteiligten 🙁

     

  2. Bernd

    Hallo Tim,

    Benjamin Franklin (von der 100 Dollar Note) hat ein tolles Buch geschrieben: Poor Richards Almanack; auf deutsch „Der Weg zum Reichtum“. Gibt es eine Möglichkeit zu erfahren wie dein Portfolio aussieht? Wie kommst du auf die Ideen?

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ R.

    Du regst Dich leider über etwas auf, worüber es keinen Grund gibt, sich aufzuregen: Die Börsenkorrektur. Niemand kann die Börse perfekt timen. Eine Korrektur/Crash – das weiß man eben immer erst hinterher.

    Also bleib locker. Langfristig steigen die Aktienmärkte auf neue Rekorde. Sitze das Tal aus. Und spare einfach weiter.

    @ Bernd

    Danke für den Hinweis. Charlie Munger (Buffetts Geschäftspartner) ist ein Fan von Ben Franklin. Franklin gab einen guten Tipp für eine langfristig blendende Beziehung: „Hab beide Augen weit offen, bevor Du heiratest. Hab Sie nach der Hochzeit halb geschlossen.“

    Mein Depot besteht zum Großteil aus: Bank of America, Berkshire, CTS Eventim, Netflix, Chevron, SAP, Citigroup.

  4. Mark85Mark85

    Ich habe diesen Monat meinen Immobilien- und Edelmetallteil nachgekauft. Klar, auch mein Geamtportfolio ging in der letzten Zeit etwas nach unten, aber ich muss dazusagen, dass meine Aktienquote nicht besonders hoch ist, weil mir Diversifikation sehr wichtig ist. Meinetwegen dürfen die Kurse ruhig weiter nachgeben, dann kann man noch günstiger nachkaufen. 😉

  5. Fit und Gesund

    hallo Tim,

    ein schöner Blogbeitrag,

    so ist es nämlich, gutes Verhalten schaut man sich schon von den Eltern ab, ich bin dankbar für mein Elternhaus, mein Vater ist früh verstorben und meine Mutter war sparsam und arbeitsam, sie hat mir etwas hinterlassen, ich hatte nie Sorgen wegen dem Pflegeheimaufenthalt, ihre Rente reichte dafür aus, ihre abbezahlte ETW ist gut vermietet und hilft mir nun, das war wohl auch ihr Ziel, dem geliebten Kind etwas zu hinterlassen und ich halte das geerbte Geld und diese Wohnung in Ehren, das schätze ich mehr als mein eigenes erarbeitetes Vermögen.

    Einer meiner Arbeitskollegen hat gerade Mühe mit den Eltern, Mutter Pflegefall, Eltern zuvor Möchtegerngross, kein Geld da, anstatt was draus zu lernen, ist der echt liebenswerte Kollege ähnlich gepolt, gäbe man mir 1 Jahr Zeit, ich würde dem seine Finanzen schon auf Vordermann bringen, aber das Gejaule würde man bis zu Dir hören.  🙂

    @R. und @ All,

    R., ich verstehe Deinen Frust, ganz sicher, ich hoffe Du hast entweder ETF’s oder aber Qualitätstitel ausgewählt, dann besteht kein Grund zur Sorge, und eine Lektion früh gelernt ist eine gute Lektion, nur gib nicht auf, der Vermögensaufbau geht nicht mal so ratzfatz…und immer schön nach oben, Du hast Dich doch bestimmt vorher schlau gemacht, jetzt war das Timing evtl. schlecht, aber mach weiter, das bügelt sich mit den Jahren wieder glatt.

    @All,

    auch mein Depot hat gelitten, aber stur und stetig werde ich weiterkaufen, jeden Monat, evtl. werde ich es auf 2-monatlich strecken um Ordergebühren zu sparen, ich komme jetzt in das Alter wo ich eher einkommensorientiert investieren werde, also Dividendenzahlungen sind mir nun wichtig, dennoch, ich werde da immer mal wieder ein paar Aktien von Firmen kaufen die eher wachstumsorientiert sind,

    so habe ich eine sehr kleine Position Amgen gekauft, prompt raste die Aktie gehörig gen Süden, ist irgendwie immer so, nun bekam ich noch ein Tender-offer und Amgen will meine Aktien zurückkaufen, hi hi…das können sie knicken, ich behalte meine Aktien, ich bin fast umgefallen als ich das gelesen habe, nix da… Alles Meins!

    Also, haltet die Ohren steif, es kommen wieder bessere Zeiten oder vielleicht sind diese Zeiten ja jetzt da weil wir billiger kaufen können.

    Was ich für Wochenendpläne habe? oh Tim, ich werde arbeiten, gleich nachher geht’s los, aber ab Montag hab ich dann Frei und das 3 Tage, da freu ich mich drauf.

    liebe Grüsse!

  6. Fit und Gesund

    @Mark85,

    ja, ich habe auch einen Reit nachgekauft, W.P.Carey, die zahlen gute Dividende, was mich irgendwie erstaunt, Gold ist bei dem Rücksetzer nicht teurer geworden, eher billiger, so ganz konnte ich mir da auf die Schnelle noch keinen Reim drauf machen, auch die Goldminenaktien die ich beobachte sind eher auf dem Rückzug, da muss ich noch ein Portiönchen von ergattern, aber gemach … gemach…kommt Alles noch.

    liebe Grüsse  🙂

  7. Ruby

    Warren Buffet ist soweit ich weiß tatsächlich der einzige, der es doch tatsächlich geschafft hat den Markt über einen sehr langen Zeitraum zu schlagen.                                                                                                                                  Chapeau !

    Wir sind die Treppe raufgerannt und nun geht es mit dem Lift nach unten – ich hoffe, daß wir keinen Fallschirm brauchen. Dabei haben wir ja noch nicht mal die 200-Tage-Linie beim S&P erreicht. Ich vermute, daß die Abwärtsbewegung von einer Erholung unterbrochen wird und danach eine mindestens ebenso lange Abwärtsbewegung folgt wie die erste – vermutlich aber eher mehr.

    Die Bewertungen vor allem in den USA gehen gerade von Wahnsinnig Teuer auf Teuer herunter. Ich persönlich glaube ja, daß Europa sehr viel billiger ist als die USA. Allerdings gehört der DAX, MDAX überwiegend ausländischen Investoren und die ziehen ihr Geld halt gerade ab. Schade eigentlich.                                                                                                                                Hier bin ich vermutlich mit vielen einer Meinung, daß speziell in D eine Art Akteinkultur fehlt. All die Dividenden und Wertsteigerungen wandert ab und der Michel investiert in vielleicht noch viel risikoreichere Europäische Anleihen.  Portugal zahl für 10J Staatsanleihen 2.1 Spanien 1,47 – die USA 2,8 %  und ich würde vermuten, daß die USA noch immer der sicherere Schuldner ist. Griechenland als Hochrisikoland bezahlt gerade mal 4,1 %

     

     

  8. Mark85Mark85

    An Fit und Gesund: Bei mir waren es diesen Monat zirka 2,4 Kilo Silber und der Ishares Developed Markets Property Yield. Minenaktien habe ich bis auf die im Indexfonds (Vanguard FTSE All-World) enthaltenen keine, weil ich lieber deren Endprodukte in physischer Form in den Händen halten möchte. 😀

    Na ja, solange man zeitlich und anlagenmäßig gestreut, sich bei seiner festgelegten Aktienquote nicht übernommen und keinen kurzfristigen Anlagezeitraum gewählt hat, also die größten Sauereien vermieden hat, kann bislang nichts Weltbewegendes für uns als Anleger passiert sein und man dürfte nach wie vor gut schlafen können. Ich war vorhin kurz in einem Forum unterwegs, indem das Gejammere zur Zeit groß ist. Ich tippe auf Leute, die sich verzockt haben, weil deren Gier zu groß war. 😉

  9. Regine

    Ich geh‘ morgen schwimmen…. ganz früh…muß im Laufe des Tages noch für die Woche einkaufen und werfe mich am Abend mit einem Stapel lesbarer Zeitungen auf’s Sofa – ohne Telefon und sonstige Nachrichten, ich brauch‘ das ab und zu, so rumzufläzen. Der Sonntag ist durch einen Besuch verplant, aber zwischendrin ist Pause, dann lese ich noch jemandes Texte quer (Geschichtsreferat)… und dann möglichst an die frische Luft, egal wie kalt es hier ist.

    🙂 Wünsche schönes Wochenende und wenig Panik.

  10. Fit und Gesund

    @Tim,

    toll die Charts!

    @Mark85,

    Zocken ist definitiv nix für mich, aber ich habe auch schon gesehen dass da Einige auch durchaus lehrreiche „Trades“ bewältigen mussten,  tja…was soll ich dazu sagen? aber jetzt muss ich los.

    Schönes WE

  11. Thorsten Rohweder

    Sehr gut zusammengefasst. Ich versuche gerade auch einiges zu regeln auf niedrigerem Niveau : Ausmisten und reduzieren. Es kommt auf die wesentlichen Dinge an. Beziehungen sind wichtiger als Konsummüll und Wettläufe in Hamsterrädern.

  12. Tony

    Ich bin vor 2,5 Wochen mit ETFs eingestiegen.

    Das war im absoluten Hoch.

    Jetzt schon knapp 10% im Minus.

    Sieht natürlich mies aus, aber wie alle (Kommer, Finanzwesir, Tim S. etc.) sagen muss man das auch aushalten können. Ich versuche einfach cool zu bleiben und die Zeit wird es wieder richten. Jedenfalls sehe ich das aus pädagogischer Sicht sehr lehrreich.

    Dann hab ich gleich zu Beginn eine Kurskorrektur, Mini-Krise oder whatever miterlebt.

    Lasst uns in 10-20 Jahren nochmal reden. Dann sind wir wieder oben dabei.

  13. Matthias

    Die Charts im Link sind klasse! 😉

    Grüße und ein entspanntes Wochenende,

    Matthias aus Wiesbaden.

    PS: Der Imperativ von „treffen“ ist „triff“.

     

  14. Andrea

    Mein Depot ist in den letzten zwei Wochen ca. 15 % gesunken. Ich bin noch ein paar Prozent im Plus und freue mich über die Kaufkurse. Ich habe gerade SAP und Ecolab gekauft, nachdem sie ein bisschen gesunken waren. Im letzten Monat hatte ich eine klitzekleine Portion Wirecard gekauft, die daraufhin auch erst einmal beschlossen haben, niedriger zu werden (schon ca. 15%). Ich verkaufe die Aktien jetzt nicht, denke langfristig und finde das alles noch vollkommen normal und im Rahmen. Wer weiß, was noch kommt. Wie gesagt, ich sitze das aus.

  15. Chris

    klasse Artikel Tim.

     

    @ R und Tony…

    macht euch wegen diesem „Rückgang“ kein Kopf. Alles jammern und alles schimpfen bringt nichts, Konsequenz schließt hier Misserfolg aus. Ich Investiere seit etwa drei Jahren mein Depot stand bei 27% im Plus aktuell nur noch bei 19%. Macht einfach weiter und euch wird es genauso gehen. Investiert einfach weiter lasst euch nicht beirren.

    Mir Persönlich ist dieser Rückgang ehrlich gesagt total egal, dass einzige worüber ich nachdenke ist mein leben, meine Hobbys und wohin ich heute Nachmittag mit dem Fahrrad fahren 🙂

    Denn welchen Titel ich kaufen werde, wenn es noch weiter runtergeht steht schon fest 😛

     

    Entspannt euch 🙂

     

     

  16. Mario

    Hallo,

    bei mir war diese Woche auch gleich mehrmals Kauftag. Ich habe einige vorhandene Positionen aufgestockt und auch einige Neukäufe getätigt. Positionen die ich aufgestockt habe waren u.a. Dt. Telekom, Kimberly Clark, J&J, BASF, Pepsi, Einhell, Shell, P&G, BB Biotech und Diageo. Neu dazugekommen sind Pfizer, Disney und BCE.

    Korrekturen sind nicht schön, aber gehören nun mal dazu.

     

  17. Ruben

    Bislang ist ja noch nicht viel passiert, bei amerikanischen Indizes befinden wir uns auf einem Niveau von vor ca.3 Monaten.

    Leider kann man mit Planspielen im Vorfeld meines Erachtens kaum bis gar nicht ergründen, wo die eigene Schmerzgrenze liegt. Das erfährt man dann erst, wenn es soweit ist und man der Realität ins Auge sieht. Ich habe die Erfahrung 2008-2009 machen dürfen.

    Umso wichtiger ist es dann, wie in Tims Link mit den 8 verschieden Chart Zeiträumen, den langfristigen Blick im Auge zu haben. Ebenso sollte jeder eine für sich passende Asset Allocation wählen, eine Person hält 100% Aktienquote aus, da nervenstark und einen sicheren Job oder schon genug jährliche Dividenden zum Leben, für eine andere Person sind 70% oder gar nur 50% besser.

    Ich finde folgendes Zitat von Kostolany immer wieder passend: „An der Börse gibt’s nur Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!“

  18. Slazenger

    Habe mir diese Woche mal einige Church&Dwight zu knapp 37€ zugelegt, langfristig sollte das wohl nicht falsch sein! Ansonsten warte ich jetzt mal ab bis die Nervosität aus dem Markt wieder etwas zurück geht!

    Nice Weekend

  19. Ralf

    H&M hat erhebliche strukturelle Probleme.

    Die kleine, eher harmlose Korrektur lässt sich doch prima zum Aufstocken nutzen. Gute Papiere wie z.B. Walt Disney laden zum Kauf ein. Darum ist auch immer eine gewisse Cashquote kein Fehler, sondern sinnvoller Teil eines Risikomanagements. Ich sehe eher die Herausforderung, genug Kohle auf die Seite zu legen angesichts steigender Kosten im Alltag z.B. fürs Wohnen.

    Und für den Pflegefall empfiehlt sich bereits in jungen Jahren der Abschluss einer dann noch günstigen Pflegetagegeldversicherung. Damit bleiben dann später z.B. die eigenen Kinder vor Forderungen des Sozialamts im Pflegefall der Eltern bewahrt. Und eine eigene, selbstgenutzte Immobilie wäre damit ebenfalls sicher vor einer Verwertung. Ebenfalls eine Art von Risikomanagement. Andernfalls greifen die Behörden im Pflegefall gnadenlos auf Ersparnisse und Immobilien zu. Dann lieber für 30-50 € eine Versicherung.

     

  20. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Ralf,

    der Elternunterhalt im Pflegefall würde sich erheblich entspannen, wenn der Koalitionsvertrag tatsächlich umgesetzt würde. In dem heißt es in den Zeilen 4498 und 4499:

    „Auf das Einkommen der Kinder von pflegebedürftigen Eltern soll künftig erst ab einem Einkommen in Höhe von 100.000 Euro im Jahr zurückgegriffen werden.“

    (Koalitionsvertrag hier)

    Gruß

    MS

  21. Mattoc

    @MS

    Keine positiven Informationen mit Quellenangabe bitte. Wir wollen doch den Fokus auf das Negative nicht verlieren. 😉

  22. steve

    @ Korrektur/ Crash

     

    Ich habe mir bei meinem Einstiegs in der Lehmannpleite als ich voll investiert war und die Talsohle noch nicht erreicht war gesagt: Die Welt dreht sich weiter die Wirtschaft erholt sich und damit auch die Kurse. Alternative Endzeit Szenario die Welt geht unter dann ist das Depot aber sowas von nebensächlich. Deshalb auch diesmal Alternative 1 auf die man setzen und gewinnen kann auch wenn die Talsohle wie immer unbekannt ist.

    Bei der Alternative 2 kein Gewinn möglich!

    Dank an @martin schneider ich finde die Info enorm wichtig lässt meinen geringen glauben an die Politik wieder auf ein messbares mass ansteigen.

    Ansonsten Gabriel sagt alle Termine ab spinnt der der kriegt sein Gehalt ist nicht freigestellt. Hoffentlich bleibt er nicht Außenminister, geht gar nicht mit einem Minimum an Verantwortung muss ich in so einer Position der ich selber hohe Bedeutung beimesse meinen Job machen, muss ein normaler Arbeiter auch, wenn er nicht freigestellt ist. Das aber nur als Beispiel warum mein Ansehen für die Politiker in der Nähe des Nullpunkts ist.

  23. Finanzmixerin

    Ich habe gestern meinen World ETF ein kleines Bisschen aufgestockt. Mal sehen wie es nun weiter geht an den Börsen.

    Ich denke aber auch, dass Gold zurzeit unbeliebt und unterbewertet ist.

    Ich denke, dass man mit einer guten Mischung immer gut fährt.

  24. David

    @All:

    Die 1. Korrektur, welche ich erlebt habe, war vor 2.5 Jahren (China-„Krise“)… was in etwa 2 Wochen nach meinem Einstieg in die Aktienwelt war (was rückblickend wohl auch ein Zeichen dafür war, dass ich im Market-Timing kastastrophal bin). Und auch wenn ich mich sehr darüber geärgert hatte, so wurde der Verlust ein halbes Jahr später wieder durch die Börse kompensiert.

    Mit den neuesten Ereignissen am Aktienmarkt habe ich nun wieder ein wenig Geld „verloren“, wobei es im Gegensatz zu damals nominal wesentlich mehr ausmacht. Zwei Dinge sollte man sich aber vor Augen führen: 1. ist die aktuelle Korrektur bis jetzt noch nicht wirklich dramatisch (auch wenn der Dow Jones nominal so viel wie noch nie verloren hat, so kommt er nie an den prozentualen Verlust von 1987 heran) und 2. liegt es in der Natur der Sache, dass mann mit steigendem Vermögen bei einem Minus an der Börse nominal auch immer wie mehr „verlieren“ wird (10% von EUR 10‘000 sind „nur“ EUR 1‘000, 10% von EUR 1 Mio. hingegen schon EUR 100‘000). Man sollte aber auch nicht vergessen, dass man an der Börse in letzter Zeit auch ordentliche Gewinne einfahren konnte (Stichwort: Verlustaversion).

    Was das Verhalten der Börsianer angeht: In einer solchen (rückläufigen) Börsenphase zeigt sich immer, inwiefern die Menschen auch an das glauben, was sie zuvor gepredigt haben (nämlich dass sie sich bei einer Korrektur nicht panisch verhalten werden). Mit anderen Worten: Wer in den Aktienmarkt investiert, der sollte sich stets bewusst sein, dass die Kurse jeden Moment (kurzfristig) fallen können…

    @Tim:

    Schöne Grafiken, allerdings sollte man sich stets bewusst sein, um was für eine Darstellung, dass es sich handelt: Rückblickend erscheinen sämtliche „Krisen“ der Vergangenheit kleiner, da die Charts meist mit absolute Zahlen dargestellt werden (und es sich nicht um eine logarhythmischr Darstellung handelt). Für alle diejenigen, welche nun nicht genau verstehen, was ich meine, die können fürs Verständnis nachfolgendes Kurzvideo anschauen:

    https://youtu.be/cKX5R92XDXI

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und befolgt Tims Rat und schaut diese Tage nicht zu oft auf euer Portfolio oder auf die Aktienkurse.

    Beste Grüsse aus der Schweiz

  25. Sebo

    Hi Tim,

    du bist der einzige im Fitness-Studio? Die anderen sind wohl alle arbeiten in NY oder gehst du zu total ungewöhnlichen Zeiten? 😉

    Ich war heute auch spazieren, mit Kinderwagen. Inspiriert von dir und weil Kindchen die meiste Zeit gepennt hat, habe ich noch ein paar Umwege durch die Natur gemacht.

    Schöne Grüße,
    Sebo

  26. msz

    @R.

    Keine Sorge wegen deinem Depot. Ich hab das erst Mal in Fonds investiert (vorher nie was davon gehört), kurz bevor der Neue Markt geplatzt ist :D.
    Es ging erstmal gehörig in die Tiefe. Komischerweise hat mich das überhaupt nicht gestört. Ich bin investiert geblieben und hab nur die Depot-Gesamtsumme verglichen, wenn wieder mal die jährliche Aufstellung zugeschickt wurde. Ich war mit meinen Fonds immer zufrieden. In all der Zeit hatte ich von einem Jahr auf’s andere nur 2x ein Minus, sonst konnte ich immer einen Gewinn verbuchen.
    Ich würde es begrüßen, wenn’s an die 30% absacken würde. Dann passen die Bewertungen wieder und man kann stetig günstig nachkaufen. Schlimm wär’s nur, wenn der Euro an sich platzt und das Bargeld abgeschafft wird. Dann hat der Staat auf alles Zugriff. Auch Enteignung auf Knopfdruck (Bail-in und Co. lässt grüßen) wär dann möglich und du könntest GAR NICHTS machen 🙁

  27. A.

    Die US-Werte sind über ein Jahr gestiegen, ja, dann gehts halt auch mal runter. Sorry .Aber wer erst seit 2,3 Jahren dabei ist, hat bisher keine Erfahrung an der Börse. China oder Brexit waren nix. Man sollte locker mal mit 80 Prozent minus rechnen. Das wären bei mir z.b. ein ordentlicher Neuwagen. Aber Neuwagen bringt weder Dividende noch Wachstumsfantasien :-).

     

    Also locker bleiben und evtl. den ein oder anderen Wert kaufen, aber erst wenn die Kurse wirklich gefallen sind, 40 50 Prozent, dann wirds interessant.

  28. David

    @A.

    Ich gebe dir absolut Recht, wer erst seit 2-3 Jahren dabei ist, hat noch keinen Crash miterlebt (mich eingeschlossen)… und früher oder später wird sich dies ändern. Mit meiner Aussage habe ich auch nicht behauptet, dass ich über riesige Börsenerfahrung verfüge oder der China-Crash besonders massiv war. Grundsätzlich wollte ich lediglich diejenigen motivieren, welche sich ein wenig Sorgen machen. Und was den Zukauf von weiteren Aktien betrifft: Es kann durchaus sein, dass der Aktienmarkt nun ordentlich einbricht. Es kann aber genauso auch sein, dass es nach dieser kleineren Korrektur wieder eine Zeit lang nur bergauf geht… und dann ärgert man sich allenfalls, dass man nicht bereits jetzt Nachkäufe getätigt hat. Schliesslich muss nicht jeder Crash gleich 50% oder mehr betragen und den günstigsten Einstiegszeitpunkt trifft man nie…

  29. A.

    @David

    Sorry, wollte dich gar nicht angreifen. War nur ein Hinweis, dass es lediglich etwas Schwankungen sind im Moment. Ich kaufe noch nicht, da ich noch etwas cash sparen will und wenn man auf die Charts schaut, etwas längerfristig, dann sieht man das Minus aktuell nicht mal.

    Aber das ist bei jedem anders.

     

    Gruß

     

  30. David

    @A.:

    Kein Problem…

    Übrigens: Bis jetzt habe ich auch nur bei Berkshire (B-Aktie) etwas nachgekauft und möchte in der Tendenz auch noch ein wenig abwarten! 🙂

  31. steve

    Korrektur wieweit? auch wenn ich mich wiederhole Crash 1999/2000 2008/2009 und 2011 was dazu geführt hat das der Kursindex des Dax immer noch auf den Niveau von 2000 dahin dümpelt. Beim dow schaut es zwar ein bisschen anders aus da ist aber anzumerken das die faang Aktien einen Großteil der Gewinne verantworten, n steht meiner Kenntnis nach für Netflix (für dich tim wenn das eine deiner größten Positionen ist, du aber kaum faang Aktien hast). Dazu kommen noch ein paar Mode Aktien wie Tesla wenn man die aussen vorläst ist der Markt in der Gänze auch nicht überbewertet. Heißt nicht das es nicht noch tiefer geht, nur auf 50 oder 80 wie hier orakelt wird, würde ich nicht wetten. Darauf hoffen sollte auch keiner solche Verluste gabs in der Weltwirtschaftskrise, schön war die wohl für die allerwenigsten. Und am Ende mit den 2 Weltkrieg auch nichts wünschenswertes.

  32. A.

    @steve

    Richtig, ich will auch keine 80 Prozent minus und orakeln will und kann ich auch nicht, war nur ein Hinweis, das es normale Schwankungen sind an der Börse.

     

    Ich schaue zurzeit auf BASF. Evtl. Kaufe ich die bald und SSE aus England zum nachkaufen, aber vermutlich erst Mai und Juni.

     

     

  33. David

    @Ruby:

    Es ist ein Irrglaube, dass die Wirtschaft mit den Aktienmärkten korrelieren müssen. Im Gegenteil: Geht es der Wirtschaft gut, d.h. liegt Wachstum vor und ist die Arbeitslosenquote niedrig, so wirkt sich dies auf die Preise aus, welche steigen werden (Inflation). Dies hat zur Konsequenz, dass die Notenbanken ihre Leitzinsen anheben werden, was die Obligationen für Anleger wieder spannender macht, zumal diese damit einen sicheren „Zinssatz“ erhalten (Ausfallrisiko des Emittenten einmal ausgeschlossen). Aus diesem Grund kann es durchaus sein, dass sich die Wirtschaft erholt und es ihr gut geht, die Aktienmärkte aber rot sind, weil einige Anleger ihre Aktien verkaufen möchten, um auf Obligationen umzusteigen.

  34. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ruby

    Die Bewertungen vor allem in den USA gehen gerade von Wahnsinnig Teuer auf Teuer herunter

    Das ist der Grund warum ich das direkte Investment in Aktien so schätze. Der allgemeine Markt ist mir völlig egal. Ebenso Shiller-PE oder irgendwelche halbseidenen Prognosen über die künftige Marktenwicklung. Wie teuer der Markt ist, spielt keine Rolle.

    Ich schaue auf die Unternehmen. Disney ist so günstig wie seit 7 Jahren nicht mehr (wir reden nicht von den Börsenpreisen). 15er KGV – super. Ich schlage morgen kräftig zu. Immer schön, wenn Panik im Markt herrscht.

    @ R. und Tony

    Ruhig bleiben und regelmäßig weiter investieren. 2011 und 2015/2016 ging es auch heftig bergab. Je öfter man das miterlebt, desto ruhiger wird man. Das ist Lehrgeld. Ihr habt keine Lotterielose im Depot, sondern seid an echten Unternehmen mit echten Umsätzen und Gewinnen beteiligt. Hat sich da etwas geändert in den letzten Tagen?

    Langfristigen Erfolg wünsche ich euch!

  35. Daniel

    Ich hoffe dass die kleine Kurskorrektur und die Aussicht auf Leitzinserhöhung in den Staaten dann vielleicht auch das Ende der Geldflut in Europa andeutet. Hoffentlich zieht dann auch die Inflation und somit die Zinsen wieder an sodass in Ferner Zukunft auch mal wieder Staatsanleihen zur Beimischung des Depots herhalten können. Die jetzige Situation ist ja schon fast als absurd zu bezeichnen.

  36. Andreas

    @Freelancer Sebastian

    Ja Disney kann man wirklich zuschlagen, sehe ich auch so. Habe seit ein paar Monaten zu ähnlichen Kursen wie jetzt schon eine Position ins Depot genommen und werde wohl noch mal aufstocken.

    Auch im Pharma- und Gesundheitsbereich gibt es derzeit wirklich gute Möglichkeiten. Roche, Sanofi, Novartis, Fresenius, da sind alle Kurse auf einem Niveau, die zu einem Einstieg durchaus einladen.

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