An der Börse zählen die Jahrzehnte, nicht die Tage. Ähnlich ist das bei der Ernährung und Fitness

Investier in dich selbst! Bau deine Finanzen schrittweise mit einem ETF-Sparplan aus. Wer keine Rücklagen hat und nur die gesetzliche Rente hat, schaut im Alter in die Röhre. Die gesetzliche Rente ist nämlich eine Art betrügerisches Schneeballsystem, das in sich zusammen fällt. Immer mehr Menschen droht deshalb die Altersarmut.

Marlies Müßigmann (73) aus Stuttgart arbeitete 45 Jahre als Kinderpflegerin. Sie erhält lausige 900 Euro Rente. Weil ihr das nicht reicht, wanderte sie auf die tunesische Insel Djerba aus. Obwohl Seniorin Müßigmann einsam in einem Bungalow lebt, will sie nie mehr zurück in die Heimat kommen. Wer weiß, wie es dort um die Gesundheitsversorgung und Sicherheit bestimmt ist?

Auf die Finanzen zu achten, zahlt sich aus. Auch auf die Gesundheit. Schlechte Zähne, Karies, Scherenbiss, Kreuzbiss. Investierte in gute Spangen und achte auf die Reinigung (Flossen…). Investiere in Zahnersatz. Das Demenzrisiko steigt im Alter mit Zahnverlust.

Ein Fitnessstudio-Abo zu haben, ist keine Verschwendung. Ich Geizhals gönne mir sogar einen Sportcoach. Meine Muskeln legten massiv zu, was mehrere Vorteile mit sich bringt.

An deinen Fähigkeiten und deinem Wissen zu arbeiten, ist zudem nie verkehrt. Fortbildung, Studium, Sprachen, Kochkurse und vieles mehr. In eine gesunde Ernährung zu investieren, bedeutet eine bessere Gesundheit zu haben und zufriedener zu sein. Industrielles Essen und Fast Food schaden deinem Körper auf Dauer. Du willst ja möglichst lang dein Depot genießen.

Kommen wir zum Leserbrief von Dominik:

Grüß Dich Tim,
jetzt nach dem “kleinen Einbruch” kam mir die Idee, Dir mal zu schreiben. Ich schaue unregelmäßig deine Videos, aber lese relativ regelmäßig deinen Blog.
Ich wollte mal fragen, ob du ein paar aufmunternde Worte für meine Freundin hättest:
Sie hat vor ca. 1,5 Jahren angefangen, in Aktien zu investieren, aber leider fehlte bisher das Händchen bzw. sie hatte auf einen so kurzen Anlagehorizont tatsächlich ein unglückliches Händchen. Sie hat eigentlich ein relativ solides Depot mit Werten wie HeidelbergCement, Allianz, Microsoft und diversen ETFs, aber auch ein paar “Fehlgriffe” wie TeamViewer zum Höchststand, was ihr leider langsam die Lust am Investieren nimmt. Ihr Depot dümpelt immer zwischen 1% und 8% herum. Problem ist, dass sie sich diese kurzfristigen Schwankungen viel zu sehr zu Herzen nimmt. Ich erkläre ihr immer, dass dies nur ein “Fliegenschiss” sei zur angestrebten Haltedauer. Leider schaut sie täglich ins Depot…
Meine ganze Familie ist Aktiensparer und wir haben eine WhatsApp-Gruppe. In der berichten wir hin und wieder – meistens natürlich von den Erfolgen. Bei jedem geht es stetig und solide nach oben, nur sie kommt leider nicht in eine schöne Gewinnzone. Das liegt an Rückschlägen wie TeamViewer oder Xiaomi. Inzwischen kauft sie nur noch das relativ stur nach, was wir kaufen. Aber auch das ist bisher nicht so von Erfolg gekrönt, da sie viel zu vorsichtig geworden ist und auch hier keine wirklich guten Entscheidungen mehr trifft (auch wir haben Dreck im Depot).
Es ist ständig die selbe Leier, ich sage ihr: “schaue weniger ins Depot”, “diese kurzfristigen Kursschwankungen sind relativ egal auf die Haltedauer”, “spare stur und stetig weiter”, “sei doch froh, wenn es runter geht, du bist ja noch am Anfang und kannst einsammeln” etc.
Problem unter anderm bei ihr: Sie sieht das ganze als Sprint. Logischerweise sind dann Kursrückgänge, auch von z.B. 5 – 10%, harte Rückschläge, welche sie sich zu Herzen nimmt.
Vielleicht beruhigt sie es, wenn mal ein bekannter YouTuber und Blogger wie du ein paar nette, aufmunternde Worte für sie übrig hat in deinem Blog oder der Leserbriefrubrik.
LG, dein regelmäßiger Leser
Dominik

Mein Rat: Gerade in jungen Jahren voll ins Börsenrisiko gehen

Hallo Dominik,

die Sorgen deiner Freundin sind auf den ersten Blick verständlich. Da spart sie und hat am Ende negative Renditen. Der Kursverlauf des Softwarehauses Teamviewer ist in der Tat erschreckend, die Aktie kam viel zu teuer an die Börse:

In jungen Jahren sogar zu 100% in Aktien zu investieren, ist aber das richtige Vorgehen in meinen Augen. Kein Sparbuch, kein Tagesgeld, keine Anleihen, keine Staatsanleihen oder andere Vermögenswerte mit niedrigem Risiko und geringer Rendite. Sondern volle Kanne in die Aktienmärkte. Das ist mein Rat.

Bei Aktien bzw. ETFs ist aber die Geduld enorm wichtig. Mindestens zehn Jahre investiert zu bleiben, ist wichtig. Eine Performance nach zwei Jahren sagt so gut wie nichts aus. Mein Vorschlag ist, dass sie fortan in einen Welt-ETF wie diesen von Vanguard investiert. Und zwar per monatlichem Sparplan. Es bestehen gute Chancen, dass sie mit dem ETF die Familie abhängen wird. Das Aktien-Depot würde ich an ihrer Stelle so lassen, wie es ist. Allerdings ist dies hier keine konkrete Anlageempfehlung, entscheiden muss sie letztendlich selbst und mit dem Resultat dann auch selbst leben.

Ein Aktiendepot, ETF bzw. Indexfonds hat tatsächlich höhere Risiken, aber mit der Dauer nehmen diese ab. Gerade für junge Leute ist ein ETF in meinen Augen ideal.

Geh in jungen Jahren auf jeden Fall mehr Risiken ein. Aber natürlich keine wilde Zockerei, sondern geschickt und rational handeln ist angesagt. Wenn du früher in Rente gehen kannst, war es das Risiko wert. Denn mit einem jüngeren Körper und Geist kannst so viel mehr tun als mit 70 und einer mickrigen gesetzlichen Rente.

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Kiev
1 Monat zuvor

@ Dominik

Da hänge ich mich gerne an Tim an. Ein World ETF, ideal als Sparplan, wird hier vermutlich die Angst nehmen. Deine Freundin hat einzelne Wachstumswerte. Diese sind bei dem Aufbau des Depots oft zu hoch gewichtet (>5%). Das ist bei steigenden Kursen alles kein Problem, aber bei fallenden Kursen wird es dann doch unangenehm.

Das entfälltmit einem großen ETF. Natürlich fehlt da auch der Traum vom schnellen Geld. Mit dem ETF Sparplan wird Sie sicherlich nicht aus 5k€ in 5-10 Jahren 250k€ erzielen. Kurzfristig betrachtet ist diese Art zu investieren langsam und zäh. Aber bereits in Kürzerer Zeit als gedacht wird auch hier ein Ergebnis zu sehen sein. Weiterhin wird bei einem ETF als Sparplan in der Regel der durchschnittliche Einstandskurs verteuert. Das entspannt, wenn hier einmal eine hohe zweistellige Entwicklung zu sehen ist. Da fällt ein zu teurer kleiner Nachkauf fast nicht auf…

1 Monat zuvor
Antwort an  Kiev

Hm, bist du sicher, dass sich mit Einzelaktien höhere Renditen erzielen lassen? Auswertungen von Depots von Kunden ergeben hier ein gegenteiliges Bild. Oft finden sich hierin Depotleichen, die nie wieder auf die Beine kommen, irgendwann aber mal “hipp” waren. Bei ETFs hast du im Prinzip immer die TOP-Werte, da diese das größßte Gewicht im Index automatisch haben. Auch in 10 Jahren noch, wenn sich der Rest der Welt verändert hat.

LG

Dennis
1 Monat zuvor

@ Dominik:
Frage deine Freundin doch mal was sie mit dem Depot erreichen will? Das Ziel ist ja entscheidend. Wenn man schnell reich werden will, kann man das investieren sein lassen, dann sollte man lieber spekulieren und damit leben das auch alles weg sein kann. Will sie aber auf lange Sicht (>10 Jahre) investieren und vom Markt profitieren, dann sollte sie sich mit Investoren wie Kostolany, Buffett oder Bogle auseinander setzen. Hier gehts dann wirklich um das langfristige, langweilige Investieren. Zu dem muss sie sich über die eigene Strategie im klaren sein. Reicht ein Welt ETF oder will sie eine weitere Einnahmequelle durch Dividenden oder einfach Wachstumswerte??
Das sind Fragen über die man sich klar sein muss, den dann fällt einem das Investieren auch einfacher. Ich musste zunächst meinen eigenen Weg finden, danach kam dann die Gelassenheit und mittlerweile auch die Rendite. Wenn man weiß wohin man will und welchen Weg man dorthin nehmen möchte, kommt der Rest von alleine.
Und ganz wichtig: Fehler und Fehlkäufe machen alle (!!!), aber man ließt selten in Social Media oder den Medien davon. Es gibt kaum einen Investor der Einzelaktien kauft und alle liegen im grünen Bereich.
Also ruhig Zeit nehmen um den eigenen Weg zu finden, danach kommt der Rest von selbst.

1 Monat zuvor
Antwort an  Dennis

@ Dennis

Die von dir genannten Herren sind allesamt Experten auf ihrem Gebiet. Als Vorbild für Privatanleger taugen sie aber nur bedingt. Warum?

– Warren Buffet baute sein Vermögen und die Rendite von Berkshire Hathaway im Rahmen einer unternehmerischer Tätigkeit MIT HEBEL. Es war mitnichten so, dass er sich Aktien gekauft hat und dann “stur und stetig” damit Milliardär wurde. Er hatte Firmendeals, Kredithebel etc. und dadurch seine enorme Performance erreicht

– Kostolany war kein Investor im engeren Sinne. Er war Spekulant und steht auch offen dazu. Siehe sein Buch “Die Kunst. über Geld nachzudenken” (siehe hier: https://www.finanzguerilla.de/beste-finanzbuecher-tipps-empfehlungen/)

– Einzig Bogle mit seiner damals revolutionären Idee des Indexing passt halbwegs in diese Sparte. Aber auch eher gründete mit Vanguard in erster Linie ein Unternehmen, somit war er streng genommen Unternehmer und kein Investor

Ich möchte damit die Lehren und Prinzipien der Herren nicht schmälern, im Gegenteil. Aber “reine Investoren” waren sie nunmal alle nicht. Mir wäre kein bekannter Investor bekannt, der “nur durch Börsenengagements” und ohne “Unternehmer zu sein” Milliardär wurde.

Vielleicht kennnt jemand anderes einen solchen?!

LG
Andreas

Bruno
1 Monat zuvor

Ein Welt-ETF ist doch eine feine Sache. Und hat auch Vorteile wenn sich nicht beide für Börsen gleich stark interessieren sonst könnte ein Gespräch dann etwa so ablaufen:

Ein Paar im Bett: Er: “Du Schatz, meine Aktien steigen wieder.” Sie: “Sorry, die Börse hat heute geschlossen.”

Er: “Du Schatz, meine Aktien stehen fest.” Sie: “Sorry, die Börse ist noch immer geschlossen.”

Nach einer Weile wendet sie sich ihm zu und flüstert verführerisch: “Du Schatz, die Börse hat nun geöffnet.”

Er: “Zu spät, habe die Aktien unter der Hand verschleudert.”

Ragnar Danneskjoeld
1 Monat zuvor

1.) Aus der Whatsapp-Gruppe aussteigen oder immer wieder eine Art “fuck up day” einführen, an dem alle über ihre aktuell größten Flops berichten. Diese börsentechnischen Schwanzvergleiche sind Gift.

2.) Neben dem schon bereits erwähnten Welt-ETF sich überlegen, ob ein Dividenden-ETF durch regelmäßige Auszahlungen Kurseinbrüche psychologisch “versüßt”. Mir hilft es jedenfalls.

Alter Schwede
1 Monat zuvor

Man sollte auch bereit sein, sich von den Verlierern zu trennen. In den seltensten Fällen werden Verluste von -50% und mehr wieder aufgeholt, besonders wenn die Verluste in einem insgesamt steigenden Markt entstehen und nicht aufgrund von allgemeiner Marktschwäche.

Bruno
1 Monat zuvor

@Nebenjob
Als Vermittlerin tätig werden:
https://cdn.unitycms.io/image/ocroped/1200,1200,1000,1000,0,0/n0Gr6xSorxo/1DTHVSUdKE6BK0t5UR63Fm.jpg

@Fit und Gesund
Du kennst sicher genug Leute im genannten Bereich könntest sie in die Hirslanden vermitteln und je Person 8k Provision einziehen 🙂

Mehr Fachkräfte gibt es dadurch aber natürlich nicht (ausser man könnte Aussteigerinnen motivieren es vielleicht doch nochmals zu versuchen an einem andern Ort), es ist ein Kampf um die Fachkräfte ausgebrochen, das kenn ich aus unserer Branche auch und das wird sich generell noch akzentuieren die nächsten Jahre, gute Chance für bessere Löhne.

Ein anderer Dominic
1 Monat zuvor

Hi, hier ist ein anderer Dominic der sich mit den gleichen Fragestellungen quält.

Gestartet habe ich Mitte 2018 mit einen ETF-Sparplan auf den All World und Emerging Markets. Als mir das zu langweilig wurde, habe ich parallel versucht ein Einzelaktienportfolio aufzubauen, dass praktisch mit BlueChips den All World ETF nachbaut. Warum kann ich jetzt nicht mehr sagen. Ich denke zur damaligen Zeit kamen Zweifel am “Finanzprodukt” ETF auf, die aber irrational sind.

Jetzt habe ich rund 55% meines Aktienteils in 20 Einzelwerte (die Klassiker, nichts exotisches) und 45% in zwei ETFs. Dies ist vor allem im Corona Crash passiert, als es gute Kaufgelegenheiten gab. Ich rede mir ein, dass mein Einzelwertportfolio mein Satellit ist, obwohl es viel zu groß ist. Mittlerweile fühle ich mich nicht mehr wohl damit, weil die Einzelwerte zu viel Zeit fressen und ich ständig versuche, neue Schnäppchen und Kaufgelegenheiten zu finden.

Ich scheue mich gerade ein wenig, die Notwendigen Konsequenzen zu ziehen, die da wären die Einzelaktien zu verkaufen. Die meisten Werte sind im Plus und ich müsste wohl einen großen Batzen Steuern darauf bezahlen.

Mein langfristiges Ziel ist Vermögensaufbau für das Alter. Dividenden finde ich geil und motivierend. Ich weiß aber auch, dass ich mit 30 noch nicht auf regelmäßige Zahlungen angewiesen bin und dass am Ende die Gesamtrendite zählt.

Max
1 Monat zuvor

#ein anderer Dominik
Wenn du deine Einzelwerte verkaufen, aber die Steuer umgehen willst, verkauf ein paar Verlierer mit den Gewinnern. Dann kannst du beides verrechnen und zusätzlich den Freibetrag nutzen. Das Geld würde ich in den vanguard etf stecken. Kannst du über Jahre strecken, dann fällt nicht alles auf einmal an.

Waldimar
1 Monat zuvor

Lass doch die Einzelaktien da wo sie sind und kaufe die nächsten Jahre nur noch die ETF nach. Vielleicht nimmst du ausschüttende ETF, dann bekommst du deine Dividenden, die durch das ständige nachkaufen auch immer weiter steigen 🙂

1 Monat zuvor

Hallo Tim,

vielen Dank für deine Arbeit und dass du uns immer wieder die Basics ins Gedächtnis rufst. Aufgrund deines Blogs habe ich vor Jahren begonnen, mich mit Aktien zu beschäftigen, habe dann in den FTSE Developed Markets und den FTSE Emerging Markets von Vanguard investiert. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Zwar halte ich auch Einzelaktien in einem „Wachstumsdepot“, lasse diese aber nun stumpf liegen und schaue, was in 10-20 Jahren passiert. Die beiden ETFs werden monatlich per Sparplan erhöht.

Dir alles Gute, vor allen Dingen aber Gesundheit
Marco

MrPinoCavallo
1 Monat zuvor

@ Marlies Müßigmann

Ich fnde es richtig skandalös, dass man nach 45 Jahren Arbeit sich die Heimat nicht mehr leisten kann. Gut, der Artikel ist jetzt natürlich relativ dünn (kann man auf Merkur.de gratis lesen, bei BILD befindet er sich hinter einer Paywall) und wir wissen nicht, wieviel sie damals verdient hat und ob sie ggf. falsche Lebensentscheidungen getroffen hat. Trotzdem kann es nicht sein, dass man nach 45 Jahren Vollzeitarbeit nicht von der Rente leben kann. Wenn ich jetzt polemisch werde, könnte ich darauf hinweisen, dass selbst jeder abgelehnte Asylbewerber besser behandelt wird als Menschen in Marlies Situation. Letzteren fehlt halt dann doch die Lobby.

Last but not least: die Entscheidung nach Tunesien auszuwandern, ist auf lange Sicht m.E. ein Fehler. Das tunesische Gesundheitssystem wird ihr, sobald sie nicht mehr fit sein wird, keine große Hilfe sein. Wenn sie ja jetzt schon einsam ist, wie wird es dann erst später sein? Hier wäre es deutlich besser gewesen nach Südeuropa auszuwandern. Gleich gegenüber von Tunesien liegt Sizilien. Hier hätte sie das gleiche Wetter, gleichzeitig wäre sie aber in der EU und unter Menschen, die nicht einem völlig anderen Kulturkreis angehören und es für sie einfacher wäre die Sprache zu erlernen und neue Kontakte zu knüpfen. Italien hat seit einigen Jahren außerdem ein Programm gestartet, das Rentnern aus dem Ausland Steuerpriviligenien gibt, wenn sie sich im strukturschwachen Süden ansiedeln. So haben sich zuletzt v.a. Menschen aus Großbritannien in einigen süditalienischen Ortschaften angesiedelt. In Sizilien ist das Leben v.a. in kleineren Orten sehr erschwinglich und mit 900 Euro im Monat dürfte Marlies Müßigmann gut über die Runden kommen.

Ralf
1 Monat zuvor
Antwort an  MrPinoCavallo

Es gibt ein paar Fakten die interessant sind. Beispiel: Fast zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland lebt ganz oder teilweise von Hartz IV. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit bezogen ca. 37 Prozent der Somalier im erwerbsfähigen Alter im gleichen Zeitraum Hartz-IV-Leistungen. Unter den Afghanen lag der Anteil bei ca. 43 Prozent. Nicht gerade wenig. Klar ist: Das wird sich hoffentlich verbessern im Laufe der Zeit und hat verschiedene Gründe. Zunächst ist es aber ein nicht unerheblicher Kostenfaktor und das kann auch mehr thematisiert werden. Gleichzeitig Berichte von Rentnern die von 900 € Leben müssen…. Kommt nicht so gut an.

Fit und Gesund
1 Monat zuvor

Huhu Bruno,

ich kenne nicht eine einzige Person die für 1 Jahr in’s Hirslanden oder sonstwohin möchte 🙂
ich bekomme selber nun vermehrt Bilder von abgekämpften Kollegen per Whatsapp, ich möge doch helfen kommen, Eine schrieb “Wenigstens” Medikamente könntest Du richten kommen…Nein, ich möchte nicht, es geht mir bestens und die Taktik zieht auch nicht.
Ich erinnere mich allerdings an eine Asiatin die bei uns gearbeitet hatte, mit 67!! musste man ihr definitiv kündigen, es gab bittere Tränen, jetzt wird sie 76!! und macht noch Sitzwache im Haus bei deliranten Patienten, völlig verrückt, wir haben schon Witze gemacht dass eines Tages ihr Patient läutet und sagt, ich brauch ne neue Schwester, die hier ist grad gestorben :))
Wie sie das Problem mit dem Personalmangel zu lösen gedenken ist mir unklar.

42sucht21
1 Monat zuvor

@MrPino
genau, typischer Bildartikel mit Halbwissen zum Aufreger. Klappt ja wieder wunderbar. Warum regen Sie sich über Asylbewerber auf und nicht zB über „Operation Abendsonne“ der CDU? Vor der Aufregung lieber mal überlegen.
Das einzige interessante wäre doch: Wie viele Lebensmonate hat die Dame welche Beträge in die GRV einbezahlt um 900€ netto zu erhalten und hat sie in DE Kindererziehungszeiten, Wohngeldanspruch, Sozialticketanspruch usw. usw.

MrPinoCavallo
1 Monat zuvor
Antwort an  42sucht21

Weil “Operation Abendsonne” ein Witz gegenüber den Milliarden ist, die jährlich ausgegeben werden, um Menschen zu finanzieren, die hier kein Bleiberecht haben. Darüber hinaus rege ich mich nicht über die Asylbewerber auf (die tun nur das, was offensichtlich Erfolg verspricht und jeder möchte natürlich seine persönliche Situation verbessern), sondern über den Staat, dem es nicht gelingt die Gesetze einzuhalten und dafür zu sorgen, dass Menschen ohne Bleiberecht abgeschoben werden. Die Milliarden, die für Unterbringung und Verpflegung der illegalen Einwanderer ausgegeben werden, müssen dann natürlich an anderer Stelle eingesparrt werden.

Bis vor wenigen Jahren etwa war es noch gesellschaftlicher Konses, dass man nicht ins Sozialsystem einwandern darf. Davon ist heute längst keine Rede mehr und die Aussagen hören sich wie aus einer fernen Vergangenheit an.

Aber lassen wir das. Ich finde es einfach nur schäbig, dass man nach – laut eigener Aussage – 45 Jahren Arbeit nicht würdevoll von der Rente leben kann.

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  MrPinoCavallo

Wenn SIe Bildartikel für bare Münze nehmen möchten, dann ist das natürlich Ihre Sache. Was Sie für Konsens halten, das sollten Sie nochmal überprüfen und Fakten nachlesen.

Ich finde schade, falls die Regierung vielleicht das Grundgesetz missachtet. Laut GG müssen Beamtenpositionen nach dem Prinzip der Bestenauslese besetzt werden, das Parteibuch darf laut Grundgesetz keine Rolle spielen. Jetzt könnte mal mal überprüfen.
Allein in den letzten 4 Jahren
>16% mehr Spitzenbeamte in der Bundesregierung (wurde moniert von der FDP)
Davon 71 neue Stellen bis hoch zu B6 (Grundgehalt 10412 Euro) dazu natürlich ganz viele andere zusätzliche Hochstufungen. Grundgehalt plus Zulagen plus Kosten für die Büroausstattung, Reisen usw plus Stabsmitarbeiterinnen und Sekretärinnen usw.
Allein im Kernbereich der Bundesministerien wurden nur in den 4 Jahren 2.500 Stellen neue Stellen geschaffen dazu viele neue Supportfunktionen. (Bericht im Tagessiegel). Das geht vermutlich Richtung 1 Milliarde Euro Kesamtkosten mehr pro Jahr. Was genau ist die Mehrleistung.

Operation Abendsonne passt m.E. auch gut zu Frage ob man lieber im Hauptjob Gas geben sollte oder Nebenjobs verfolgen um finanziell frei zu werden. Es kommt darauf an.

Der Baum
1 Monat zuvor

@ Value Investments: mal was interessantes aus Polen: Dino Polska (PLDINPL00011).

Zur offenen Diskussion, was haltet ihr davon? Ist hier schon jemand investiert und kennt das Unternehmen besser? Die IR war eher mau in Sachen kommunikation…Hab mal angerufen und wollte mich ein bisschen umhören.

Stark wachsender Einzelhändler in Polen.

Grüße Baum

Fit und Gesund
1 Monat zuvor

Die Rentnerin in Tunesien

wenn man den Artikel bei Merkur.de liest, dann heisst es sie ist mit 60 J. in Rente gegangen, und nun finde den Fehler 🙂

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

45 Arbeitsjahre und mit 60 Pension, zahlt man denn in Deutschland schon mit 15 in die Rente ein?!

Christian
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

Wenn man sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist (das gilt auch für Azubis; alles über 450-Euro “Mini-Job”; also auch “Midi-Jobs” sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte), dann ja. Mit 15 kann man durchaus in Deutschland einen Job beginnen, wenn man 8 Jahre in der Schule war.

Slowroller
1 Monat zuvor

Die Frage ist doch: wie soll es denn sonst gehen? Ich unterstelle jetzt mal eine Bruttorente von 900€,das wären derzeit ca. 27 Rentenpunkte. Gerechnet auf die 45 Arbeitsjahre hat sie also immer ca 60% vom deutschen Durchschnittsverdienst verdient. Das ist ziemlich genau die Armutsgrenze. Ob das einer langen Teilzeit, vielen Arbeitslosigkeiten oder schlecht bezahlten Jobs geschuldet ist weiß man nicht. Was man aber weiß ist, dass diese Rente a) nicht überraschend vom Himmel fällt, b) auf ihr vorheriges Einkommen nicht zwingend schlecht ist und c) von der Gesellschaft aufgestockt wird wenn es nicht reicht. (Grundsicherung).

Ich betone es gerne wieder: Unser Rentensystem hat KEINEN Sozialfaktor und das war auch nie so gewollt. Man kriegt dementsprechend dem was einzahlt. Klar kann man das ändern – aber wie wird dann die Resonanz sein wenn die Renten bei vollem Beitrag z.B. bei 1300€ gedeckelt wären damit jeder zumindest alleine davon leben kann? Nein, an der Stelle treten andere Sozialmechanismen in Kraft.

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Slowroller

Das Problem wird sich noch akzentuieren, ein Umlagesystem funktioniert nur bei einer wachsenden Population und Wirtschaft. Bei einer schlechten Demografie wird es schwierig, und die Situation wird sich in den kommenden 20 Jahren ja nochmals deutlich verschlechtern.

Ich finde unser System in der CH vom Ansatz her nicht schlecht, 3 Säulen die Grundvorsorge (AHV) ein Umlagesystem, die Mehrheit zahlt hier weniger ein als sie schlussendlich beziehen, da der ganze Lohn abgabepflichtig ist, also solidarisch, die 2. Säule die obligatorische Pensionskasse bis zu einem gewissen Betrag und die 3. Säule steuervergünstigte Selbstvorsorge. Man könnte die Systeme noch deutlich effizienter machen insbesondere die Pensionskassen (Kostenstruktur schlecht, Frauen und Kleinverdiener noch benachteiligt aber soll ja Reformen geben), aber das Prinzip ist ausgewogen und die Demografieproblematik wird wenigstens damit etwas abgeschwächt als bei einem reinen Umlagesystem.

So gesehen braucht Deutschland und Länder mit ähnlichen Systemen eigentlich zwingend Wachstum und auch Einwanderung (ohne dies schrumpfen und überaltern wir), natürlich wäre gut qualifiziert und in den Arbeitsmarkt integrationsfähig besser, aber das könnte man ja auch fördern. Warum macht die EU beispielsweise nicht auch eine Art Greencard? Nunja, in vielen Bereichen suchen sich die Unternehmen halt selber ihren Weg, verlagern dorthin, wo sie gute Leute finden oder outsourcen, da wo möglich. Jene die das nicht können müssen die Suppe auslöffeln.

Thorsten
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

Greencard können sie nicht. Weil sie die Digitalisierung nicht hinbekommen. Schon Schröder hat das probiert. Die “Fachkräfte” kamen dann direkt in die Rezession hinein mit zwei Jahren Verspätung. Sprachen kein Deutsch, nur Englisch und waren nicht in der Lage selbstständig zu arbeiten. Sie verschlimmerten die Lage für uns Einheimische, machten zusätzlich Arbeit ohne viel zu bringen. “Hauptsache billig” hieß es damals. Das drückte die Stundenlöhne und gefährdete Projekte. Ganz schnell hat man sich von ihnen verabschiedet. Ohne Punktesystem und nachgewiesenes Deutsch geht es hier es hier nicht. Auch wenn in vielen Projekten Englisch gesprochen wird. Punkt.

Paluma
1 Monat zuvor
Antwort an  Bruno

Es gibt ein Visa-Arbeitsabkommenn mit den Balkanstaaten. Man schickt einen Arbeitsvertrag an den Bewerber, der geht damit zum Konsulat in seiner Heimat. Nach einem halben Jahr kann er dann seinen neuen Job antreten wenn alles gut läuft.
Ähnliche Modelle wären bestimmt auf andere Länder übertragbar.

Nobby der Dortmunder
1 Monat zuvor

Hätte die Dame nur mal vor 50 Jahren in ETFs investiert 🙂

Thorsten
1 Monat zuvor

ETF gab es vor 50 Jahren nicht. 😉

Bruno
1 Monat zuvor
Antwort an  Thorsten

Der erste Indexfonds wurde von John Bogle auf den S&P500 aufgelegt vor knapp 50 Jahren. Aber der Zugang war natürlich noch schlecht für die Masse.

Lad
1 Monat zuvor

🙁 Auf keinen Fall die Verlierer verkaufen! Die Verlierer bringen schöne Dividenden und ihre Kurse können steigen: AT&T, Anheuser Busch InBev, BASF, British American Tobacco, HSBC Holdings, Kraft Heinz, Walgreens Boots Alliance.
🙁 Aber die Gewinner haben den großen Crash vor sich (gleich wie 2000-2003), denn sie sind heute 4x bis 10x überbewertet, mit KBV 20 bis 40, KUV 10 bis 30: Adobe, AMD, Apple, Intuit, Microsoft, Netflix, Nvidia, Tesla, Visa und andere.
🙁 Niemand sollte in S&P 500 ETF oder MSCI World ETF investieren, denn niemand braucht 500-1600 Unternehmen zu besitzen. Es reicht 20 bis 30 Dividendenaktien zu besitzen. Und in S&P 500 und MSCI World ist die Hälfte der Aktien stark überbewertet. 🙁

1 Monat zuvor
Antwort an  Lad

Klarer Widerspruch. Wenn deine 20-30 Dividendenaktien, die du in der Annahme gekauft hast, schlauer zu sein als der Markt, abkacken, dann war es das mit deiner Altersvorsorge und Rendite.
Dieses Risiko besteht bei einem ACWI oder FTSE All-World, ggf. noch ergänzt mit einem Schuss Emerging Markets, nicht.

Wir laufen auf disruptive Zeiten zu, wo alle durchdrehen. Tabakfirmen bekommen Gegenwind, Big Oil sowieso, die Nahrungsmittel- und Konsumgüterkonzerne (gerne gekaufte Div-Werte) müssen sich an die Umwelthysterie anpassen, bekommen neue Konkurrenz etc. Womöglich erleben wir noch ein Verbot von Zucker, dann ist auch PepsiCo / Coca-Cola lanngfristig platt.

Nee, die Glaskugel lesen sollen Andere, ein ETF bringt hier Entspannung und dennoch gute Rendite.

LG

Ralf
1 Monat zuvor

@Rente mit 60: Frauen vor Geburtsjahr 1952 konnten mit 60 Jahren regulär in Altersrente gehen. Da gab es bestimmte Regelungen.

@Lad: Das ist Ansichtssache. Im übrigen kann man Dividendenaktien und Wachstumspapiere auch beide kaufen. Solange es einen Anlagenotstand und Niedrigzins gibt, wird die scheinbare Überbewertung auch weitergehen.

Slowroller
1 Monat zuvor
Antwort an  Ralf

Aber auch die Rente mit 60 für Frauen war mit erheblichen Abschlägen verbunden.

Am Ende bleibt eins: Wer nicht vorsorgt wird eine Almosenrente bekommen und im alter knappsen – das ist seit mehr als 20 Jahren auch so kommuniziert worden, war aber vorher bekannt. Auch die Dame wird regelmäßig Renteninformationen bekommen haben.

-M
1 Monat zuvor

Hallo Baum,

Mein polnischer Schwager meinte, dass die eher ein Discounter in kleinen, mittleren Städten, oder am Rand von Großstädten sind. So eine Art Netto.

-M

Der Baum
1 Monat zuvor
Antwort an  -M

Ja das würde zur Gestaltung der Märkte passen, so ne Mischung aus netto/Lidl/aldi. Das Wachstum sieht ganz nett aus. Ankerinvestor in Form des Gründers mit 51%. Sonst gute Zahlen im allgemeinen. Nur recht teuer.

Danke auf jeden Fall für den Input deines Schwagers 🙂

Kiev
1 Monat zuvor

@42sucht21

Heute haben die RDS Optionen mein Depot verlassen. Ich habe sie für 3$ das Stück zurückgekauft. Also 50% Gewinn in verhältnismäßig kurzer Zeit eingestrichen. Das ist über den Daumen eine oft verfolgte Regel. Oder anders ausgedrückt etwas mehr als 5% Rendite auf den Preis von 50$ erhalten. Retrospektiv hätte ich natürlich besser RDS zu 50$ verkauft nach heutiger Sicht. Aber wann kaufe ich hier zurück? Ich warte jetzt einmal ab bis RDS sich stabilisiert, dann werden die Call Optionen mit Strike 50$ wieder von Jemanden gekauft. Habe die Order natürlich längst stehen und warte jetzt wie ein Angler.
Das ist aber auch ein Problem der Optionen. Freitag konnte ich sie leider nicht handeln. Da wäre ich sie vielleicht schon los geworden. Eventuell noch günstiger. Ein anderes Problem ist die steigende Volatilität bei raschen Verfall. Da darf man nicht gierig werden und versuchen die letzten 100$ rauszuholen. Der Spread ist auch verhältnismäßig hoch, so dass nicht sehr leicht zu einem guten Kurs gehandelt wird. Zumindest bei meiner sehr lang gewählten Laufzeit (Maximum).

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Kiev

@Kiev
Vielen Dank zu dem Update und ich gratuliere! Das hört sich bei Ihnen dann so einfach an. Was ich gelesen habe fand ich teils schon komplex. Ich glaube, ich bin nicht mutig genug eine ausreichend große Losgröße für Optionen einzusetzen sondern lediglich “Spiel”geldbeträge. Doch dann macht das ganze keinen wirklichen Sinn für mich, denn im Erfolgsfall wäre der Gewinn nicht ausreichend relevant zum Zeitaufwand. Ich denke, ich bleibe im Großen langweilig und hole mir meinen Kick mit meinen einzelnen Satelliten-Sektoreninvestments. Von meiner Strategie möchte ich glaube ich nicht mehr abweichen. Es stellt sich auf Dauer für mich die Frage was ich mit (nicht-Steuerfreien) Altinvestments verschiedenen Einzeltitel außerhalb meines vermeintlichen Kompetenzraums mache. Bisher konnte ich mich nicht durchringen diese in meinen AWorldETF zu tauschen.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort an  42sucht21

Es ist nicht wirklich schwierig, wenn man eine klare Strategie hat und auch die Grenzen kennt. Ich muss jetzt auch nicht ständig auf das Chart schauen, wann ich wieder Call Optionen auf RDS verkaufe. Ich habe den Order einfach stehen. So schnell wird er auch nicht ausgeführt werden. Falls ja freue ich mich. Die Kursanstieg von RDS freut mich heute natürlich. D habe ich einmal einen schönen Punkt erwischt. Das spielt aber nicht so die Rolle. In der Regel erwische ich hier nichts optimal. Call Optionen auf Biotechnologie Satelliten sind eh keine gute Idee. Ansonsten würden Sie die vielleicht einmalige Chance auf einen hohen Gewinn verspielen. Bei Unilever, Shell und ähnlichen Konsorten kann man anders kalkulieren. Desshalb würde ich sie mir allerdings nicht ins Depot holen. Ich mache das nur bei Aktien für die es Sinn ergibt und die Einnahmen sind entsprechend niedrig. Nicht jede Position in meinem Depot kommt am die 400 RDS in Dollar heran.

1 Monat zuvor

Sehr guter Ratschlag von Tim! Ich würde auch die Aktien allesamt im Depot lassen. Vielleicht berappeln sich manche ja wieder, wenn nicht erfüllen sie therapeutische Zwecke und lehren Demut vor den Märkten. Wenn sie dann im Gewinn sind –> Verkaufen und in den All-World umschichten.

Der Rat mit dem FTSE All-World ist nämlich klasse: Wenn die Dame diesen Rat umsetzt und in die thesaurierende Variante “stur und stetig” investiert, könnte sie zur Spitzenposition in der familiären Whatsapp-Investment-Gruppe aufschließen. Völlig passiv und ohne große Arbeit.

Wenn sie dann trotzdem noch den Thrill sucht (was scheinbar ja nicht der Fall ist), kann sie ja ein zweites Depot beei einem Neobroker eröffnen und lustig hin- und hertraden und sich wie King fühlen. Am Jahresende muss aber die Performance von beiden Depots stets kritisch verglichen werden. Dann hat sich das vielleicht auch schnell wieder und sie schwenkt komplett auf den All-World um, wer weiß!

Alleine das mit der Psyche ist so eine Sache. Hier muss sie tatsächlich an sich arbeiten.

Wenn der Vanguard aber mal seine 5-12 Prozent im Gewinn ist, wird die Freundin aber auch feststellen, dass die Schwankungen auch wesentlich geringer sind, als bei Einzeltiteln. Auch Korrekturen von 10 Prozent sind dann irgendwann bei ausreichender Fallhöhe kein Beinbruch mehr.

Die Familie des Fragestellers ist zu bewundern. Kollektives Interesse für Aktieninvestments in einer Familie ist doch eher selten. Die Whatsapp-Gruppe sorgt für Wettbewerb und Austausch, genial!

LG
Andreas

42sucht21
1 Monat zuvor
Antwort an  Finanzguerilla

@Whatsapp-Gruppe
Jede ist anders. Aber warum Zeit verschwenden mit Nachrichtenrauschen aus der eigenen familiären Filterblase. Einfach stur den AWorld-ETF per Sparplan und das Leben genießen.

Ich glaube es war Kostolany der sagte, wenn eine Aktie in einer Whatsapp-Gruppe besprochen wird, dan gilt dies für Investoren als Kontraindikator für einen Kauf.

@Verlierer für therapeutische Zwecke
Ich denke, dafür ist eine Position ausreichend. Bei den anderen prüfen ob der Investmentcase / Fundamental sich etwas geändert hat. Wenn nein, halten wenn ja, dann verkaufen und das Geld lieber Gewinn bringend einsetzen als es vor sich hin siechen zu lassen. Sie hat ja eine Verantwortung gegenüber ihrem Geld. Das will ja nicht faul rumliegen und schlechte Laune verbreiten sondern auch gut arbeiten.

1 Monat zuvor
Antwort an  42sucht21

@42sucht21

Ich weiß nicht ob diese Aussage in der heutigen Zeit noch zutrifft. Klar sind “Meme”-Stocks so eine Sache, da lasse ich auch die Finger von.

Aber schau mal Aktien wie Amazon, Tesla, Apple etc. an. Da spricht gefühlt seit Jahren die Masse drüber und man konnte super Renditen mit ihnen machen. Andere Unternehmen wie General Electric, Altria oder Kraft Heinz waren früher mal die Bringer, kaum einer redet mehr darüber und sie siechen langsam vor sich hin.

Kontraindikator also grundsätzlich ja, allerdings waren früher zu Kostolanys Zeiten die Informationen auch nicht so leicht für jedermann verfügbar. Daher muss man hier differenzieren.

Klar wäre der rationale Weg, die Verlierer loszuwerden und die “sunken costs” durch den Fokus auf Gewinner wieder reinzuholen. Aber Rationalität und Emotionalität (wie es bei der Freundin des TE wohl der Fall zu sein scheint) passen nunmal selten gut zusammen. Daher kann in ihrem Fall womöglich der irrationale Weg der individuell passendere sein.

LG

Wolke
1 Monat zuvor

Interessanter Podcast mit dem Finanzwesir und Ulrike Herrmann.
Aber nur für die, die Lust auf einen Blick über den Tellerrand haben.

https://www.finanzwesir.com/blog/ulrike-herrmann-kapitalismus-finanzwesir-rockt-folge106

Der Baum
1 Monat zuvor
Antwort an  Wolke

Ich hab mir den Podcast angehört und ehrlich gesagt ziemlich schockiert, was ich da gehört habe. Entweder die Dame will nur ihre Agenda verkaufen und stellt deswegen die Sachverhalte bewusst so undifferenziert dar wie sie es tut oder sie ist schlicht völlig unqualifiziert.

Zum einen. Eine kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen ist eine Sache. Aber eine Theorieschule daran zu messen, dass sie bestimmte Inhalte anderer Theorieschulen ausklammert ist einfach nur Blödsinn. Das wäre so als würde man der Biologie vorwerfen, dass sie sich bei der Genetik nicht mit Musiktheorie der Oper auseinandersetzen möchte… Es ist nicht zwingend nötig, dass sich die Wirtschaftswissen mit dem Thema soziale Gerechtigkeit beschäftigen. Das kann die Politikwissenschaft/Soziologie machen. Ganz unabhängig davon, dass es genügen Wirtschaftswissenschaftler gibt die solche Themen aufgreifen bzw. Sozialwissenschaftler die die wirtschaftliche Thematik aufgreift.

Dann zu der Aussage Aktien wären keine Beteiligung an irgendetwas echtem. Sie reduziert die Beteiligung auf den reinen spekulativen Teil des Handelns an der Börse. Das man Teileigentümer des Unternehmens wird, welches Produkte produziert irgnoriert sie vollkommen. Man kann ja die Entwicklung von Aktienmärkten kritisch betrachten, aber sie darauf zu reduzieren ist einfach sachlich falsch. Aber dieses Fehlverständlich was eine Unternehmensbeteiligung ist, ist ja weit verbreitet.

In Summe: sehr schwacher Podcast mit sehr schwacher Moderation….

Wolke
1 Monat zuvor

@Baum

Als Aktienbesitzer ist man Teileigentümer eines Unternehmens, etwas „Echtem“. Stimmt schon, aber so „echt“ ist das dann auch wieder nicht.
Wie echt sind denn die Kurse im Verhältnis zur Realität eines Unternehmens? Was ist noch echt, wenn die Kurse fast nur mehr von Notenbanken, Hochgeschwindigkeitshandel, Algorithmen, Aktienrückkäufen, bewußt gestreuten Nachrichten und…und…und…bestimmt werden? Welcher Investor durchleuchtet heute noch groß „sein“ Unternehmen? Fundamental-und Bilanzanalysen? Wen interessiert noch die Realität eines Unternehmens? Die Privatanleger und wir hier sicher nicht(wie schon oft von den Kommentatoren bestätigt).
Als Aktienbesitzer ist man an Unternehmen beteiligt, aber auch an der Fed, EZB, Pandemie, geopolitischen Spannungen, Inflation, Klimawandel, an der Laune von Präsidenten und Diktatoren.
Ich hab nichts gegen Aktien, wenn einer mindestens 20 Jahre Zeit hat. Ich hab aber was gegen euphorische Naivität.
(@-M, überlese bitte meinen Kommentar, er ist wieder sooo negativ…)

Felix
1 Monat zuvor
Antwort an  Wolke

Es ist also mit den Unternehmenswerten wie im richtigen Leben, mit allen Einflüssen dieser Welt, keine klinische Sterilität und kein Ponyhof, sondern eben messy.
Wer hätte das gedacht?
Einfach die Charts der großen Indices der letzten 50 Jahre in logarithmischer Darstellung ansehen, dann weiß man Bescheid, was man davon zu halten hat.

-M
1 Monat zuvor

Ok…

Nur eins ganz kurz. Die Kurse sind IMMER real und in Echtzeit RICHTIG. Jedes Unternehmen ist genau bewertet und real so viel wert! Soweit die Theorie 🙂

@42
Ja, war original Kosto! 😉

-M

Bruno
1 Monat zuvor

https://www.youtube.com/watch?v=BP1NCb8P4wc

Das Video ist zwar schon älter aber stimmt auch heute noch, kann jeder nachrechnen. Natürlich gibt es kurzfristige Abweichungen nach oben und unten, aber langfristig folgen die Kurse den Gewinnen. Also völlig irrational und Zufall würde ich nicht sagen, sonst können wir alle ins Casino!

Freelancer Sebastian
1 Monat zuvor

Bin eben mal bei Portfolio Performance rein. Tracke meine Vermögensentwicklung seit 2012. Sind jetzt bald zehn Jahre. Was ist zu sehen? Eine schöne Exponentialkurve von links unten nach rechts oben. Gradlinig? Sicher nicht. Börse eben. Trotzdem – LURO (Grüße an Claus 😉 ).

Was ist in dem Zeitraum passiert? Fed, EZB, Pandemie, geopolitischen Spannungen, Inflation, Klimawandel, launige Präsidenten und Diktatoren…… das ganze BlaBla vom Eurozusammenbruch nicht zu vergessen.

Wer sich jeden Tag seine Finanzpornos reinzieht, den “Experten” zuhört und meint, irgendein Börsengeschehen antizipieren zu können (Nö, kann man nicht), der ist auf dem Holzweg. Kann man akzeptieren oder eben nicht. Auf Makroereignisse reagieren zu wollen ist sinnlos.

Erspartes Geld den genialsten Köpfen der Menschheit zur Verfügung stellen und einfach lethargisch abwarten – darum geht es.

Kleiner Lesetipp: Die Essays von Warren Buffett. Dazu noch Phil Fisher und man hat schon eine Menge begriffen. So schwer ist es wirklich nicht. Man muss es nur wollen….

1 Monat zuvor

@ Wolke:

“Seit 2000 ist Herrmann Redakteurin bei der Berliner taz. Dort war sie zunächst Leiterin der Meinungsredaktion und Parlamentskorrespondentin…”

Das reicht schon in meinen Augen aus, ihr sämtliches wirtschaftliches Verständnis im Grundsatz abzusprechen. Die schreibt für ein linksaußen-Blatt. Dass hier Aktien und Kapitalismus nicht gut wegkommen, ist mehr als nachvollziehbar. Immerhin wird sie ja von ihrem Verlag bezahlt.

“Wes’ Brot ich ess’, dess’ Lied ich sing’!”

P.S.: Den Podcast habe ich mir nicht angehört. Verschwendete Zeit. Da kann ich mir auch gleich anhören, wie Richard David Precht über E-Autos schwadronniert. Nichts für Ungut 🙂

LG

Claus
1 Monat zuvor

@ Freelancer Sebastian

Hallo und vielen Dank für die Grüße, die ich sehr gerne erwidere. Die Kapitalkurve sieht bei mir ganz genauso aus. Trotz des starken Einbruchs 2020 hat mein Depot inzwischen neue Höchststände erreicht.

Dieses Jahr liegt es bisher gute 20% vorne. Und das, obwohl Shell, BAT und Altria eher bremsen. Bin aber dabei, diese Positionen bei passenden Gelegenheiten zu reduzieren oder auch ganz aufzulösen. Eine Fußballmannschaft spielt auch nicht 10 Jahre (oder länger) mit den gleichen Spielern…

Das Problem, das viele haben, sind sie selbst. Sie haben keine klare Strategie und keine konkreten Ziele. “Ich will möglichst viel Geld verdienen” ist keine Strategie. Diese Menschen sind sehr anfällig für “Tipps” und jagen jedem “Trend” hinterher. Beim kleinsten Gegenwind reagieren sie panisch. 2, 3 Tage mit Verlusten ergeben bei ihnen schon einen Crash…

Auch das Festhalten an Verlieren (weil man sich keinen Fehler eingestehen will…), das Zusehen, wie eine Aktie immer weiter fällt (wunderbar, bei -50% verdopple ich die Position…) oder das Kaufen der stets neuen “garantierten 10-Bagger” (Hype-Aktien, meist “Mini-Buden” mit viel Hoffnung, wenig Umsatz und keinerlei Gewinnen) ist für “Otto-Normal-Anleger” nicht gewinnbringend.

Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben, aber das war bereits zu viel, denn es wird nichts ändern.

Jeder muss seinen individuellen Weg alleine finden. Geldanlage auf Demo-Konten oder Anlagestrategien auf Papier bringen jedoch nichts. Auch gelesene Bücher helfen nicht weiter, wenn man die darin für sich entdeckten Ideen nicht mit realem Geld in die Praxis umsetzt.

Man wird Fehler machen, viele Fehler. Einige können sehr teuer sein. Entscheidend ist, keinen Fehler zu wiederholen und erkannte Fehler schnellstmöglich “abzustellen”. Der Erfolg kommt dann automatisch.

Um erfolgreich zu werden sollte man m.E. daher nicht nach dem größtmöglichen Profit streben, sondern versuchen, Verluste so gering wie möglich zu halten!

Ein weiterer Schlüssel ist die Aktienqualität. Aus dem gesamten “Aktien-Universum” kommen für mich nur gute 100 Aktien zum Kauf infrage. Alle anderen interessien mich nicht. Gelegentlich finde ich eine neue Aktie oder eine “alte” muss leider gehen, weil erkennbar geworden ist, dass sie nicht mehr so erfolgreich ist.

Wünsche allen viel Erfolg

LG

Stefan Müller
1 Monat zuvor

Wo ist eigentlich der Unterschied vom AlWorld im World Index?

Ralf
1 Monat zuvor

@Claus: Das klingt nach sehr vernünftiger Strategie. Welche Aktien stehen derzeit bei dir im Fokus? Ich habe kürzlich Adidas etwas aufgestockt. Kein Überflieger aber angesichts -nach meiner rein subjektiven Beobachtung- zunehmder Anzahl von “Adidas-Typen” in den Städten vielleicht nicht völlig verkehrt. Selbst meine Kids tragen gerne Adidas-Zeugs…

Claus
1 Monat zuvor
Antwort an  Ralf

Hallo @ Ralf,

Ich mag Adidas. Adidas ist sicherlich ein gutes Unternehmen, aber im direkten Vergleich über längere Zeiträume liegt Nike stets vorne. Das ist kein Bauchgefühl, ich habe hierzu reale statistische Auswertungen.

Im Fokus stehen immer nur meine Watchlist-Werte, wobei ich nur den Werten Aufmerksamkeit zukommen lasse, die gerade Signale (Kauf oder Verkauf, Long oder Trade) generieren oder die nennenswerte Schlagzeilen produzieren. Momentan:

SAP, Stryker, Prudential PLC, Dentsply Sirona, Kerry Group, 3M, Hormel, AptarGroup, Sysco, Roper Techn., Medtronic, Salesforce.

Hallo @ -M,

ich meide folgende Branchen:

Automobilwerte, Banken, Bauunternehmen, Fluggesellschaften, Flugzeughersteller, Rohstoffwerte, Telefongesellschaften.

Auch bei Maschinenbauern bin stets skeptisch.

Weiterhin habe ich eine “Negativliste” mit Einzelaktien, die ich weder langfristig kaufe noch trade.

Gestern habe ich Tradingpos. von Stryker (239,16 USD) und Medtronic (105,47 USD) eingesammelt. Dentsply und Aptargroup habe ich leider nicht erhalten…

LG

-M
1 Monat zuvor

@Claus

Ich gehe bei allen Aussagen mit. Habe selbst auch nur 40 Firmen auf der WS. Liegt auch daran, dass ich keine Branchen meide.

-M

-M
1 Monat zuvor

*Viele Branchen meide

-M

Tobs
1 Monat zuvor

@Claus:
Ich gehe dieses Mal weniger mit Deinen Aussagen mit:
1) Aktienuniversum von 100 Titel.
Das finde ich in Deinem Fall noch ok, weil ich bei Dir weiß, dass Du einen methodischen Filteransatz fährst, und letztlich Du strategiekonform exekutierst. Aber es darf einen nicht dazu verleiten, ohne weiteres zu unterstellen, dass hierin die guten Aktien liegen und die schlechten außerhalb des Universums, jedenfalls wenn man als Messgröße den tatsächlichen Erfolg (Total Return) heranzieht. Auch sind gewisse Unternehmen einer klassischen Bewertung nicht wirklich zuführbar, insbesondere Wachstumstitel. Wir alle wissen, dass viele Aktien heute oben als Gewinner stehen, die man so vor vielen Jahren nach herkömmlichen Bewertungsmethoden nie auf dem Schirm gehabt hätte.

Daraus schlussfolgere ich für mich persönlich, dass eine zu engstirnige Aktienauswahl sich zwar gut vor einem selbst legitimieren lässt, weil man strategiekonform agiert, andererseits auch Chancen vergibt, was ebenfalls ein hohes Risiko darstellt, da gerade auf langfristige Sicht einzelne Titel extrem die gesamte Depot-Performance nach oben bringen kann (siehe die Teile, die Tim teilweise eingesammelt hat). Vermutlich ist das auch eine Altersfrage, weil ich gut nachvollziehen kann, dass man im fortgeschrittenen Lebensabschnitt eher regelgebunden anlegt.

2) Aktien austauschen.
Auch hier, Du hast sicherlich ein gutes Handelssystem und machst das auch regelbasiert. Trotzdem: Du wirst damit meines Erachtens (!) auf lange Sicht – und gemeint sind damit > 10 Jahre – nicht besser fahren, wenn Du auch kurzfristig durch Deinen aktiven Steuerungsansatz vielleicht sogar die Depot-Performance pusht. Denn auch hier: Bewertungskennziffern sind immer eine Zeitpunktbetrachtung. Nur weil ein Unternehmen heute nicht gut dasteht, heißt es nicht, dass es morgen ganz vorne dabei ist. Es ist auch unmöglich, wirklich festzustellen, ob ein Geschäftsmodell broken ist oder sonst was. Das ist alles erst wirklich in der Retroperspektive feststellbar. Wer anlassbezogen handelt, hätte nie eine Apple durchgehalten (die nahezu pleite war). Und selbst Unternehmen wie Altrias dieser Welt können in 10 Jahren Quasi-Biotech-Unternehmen sein, das weiß man schlicht nicht.

Ich persönlich denke, Bewertungskennziffer-Betrachtung für Unternehmen vernachlässigt sehr stark den Blick dafür, dass Unternehmen organische Lebewesen sind, die sich ständig weiterentwickeln, oft und gerade in Krisen wegen des Anpassungsdrucks in sehr effizienter Weise.

Diese Einstellung klingt halt ein bisschen Forest Gump mäßig (die Pralinen-Schachtel… :-), weswegen man damit nicht sehr smart aussieht. Aber wir alle wissen ja, dass es Forest Gump in seinem Leben ziemlich weit gebracht hat. 🙂

Der Baum
1 Monat zuvor
Antwort an  Tobs

Die Frage die sich dann stellt ist: welche alternative Strategie – also standardisierte Auswahlmöglichkeit – man deine Ansicht nach wählen sollte?

Ich sehe das zwar in teile ähnlich wie du, versuche es aber mit Wahrscheinlichkeitsrechnung. Man hat eine höhere Wahrscheinlich wenn man in kleine, günstig bewertete, hohe Margen generierende, starke Wachstumszahlen etc. generierende Unternehmen investiert.

Der Rest beschränkt sich dann auf das was du sagst: Aktienauswahl ist eher Kunst als Wissenschaft (hat irgend ein kluger Kopf gesagt). Phantasie zu haben ist hier vermutlich wichtig und am Ende ist ein großer Teil Glück (wie das Beispiel mit Appel und dessen Entwicklung).

Grüße Baum

Tobs
1 Monat zuvor
Antwort an  Der Baum

Um ehrlich zu sein: Ich habe sie auch nicht.

Ganz grob gesagt: Ich achte – grundsätzlich – beim Einkauf auf typische Bewertungskennziffern, versuche sie in gewissen Dimensionen (Entwicklung, Peers etc.) ins Verhältnis zu setzen. Gleichzeitig stelle ich eigene Überlegungen im Sinne von Best Guess / Common Sense an, ob das passt.

Manchmal habe ich auch einen Trigger, der mich anstößt. So hatte ich mal die Idee, American Waters etc. im Frühstadium zu finden. Habe ich in China realisiert. Mit American Towers in Afrika. Anderer Trigger sind für mich Basis-Konsum-Titel in China, die bereits hohe Marktanteile, aufgeräumte Bilanz, angefangene Ausschüttungs-Historie und immer noch Wachstum haben müssen. Danach habe ich mir dann einige ausgesucht. Das heißt, manchmal treibt mich eine Idee und ich fange darauf passende Opportunitäten an zu suchen.

Und manchmal kaufe ich Wachstumstitel, wenn der Kurs halbwegs wieder runtergekommen ist (ich weiß, ein ganz primitiver Ansatz). Da habe ich gerade einige rote Zahlen, wie Beyond, Oatly, JET. Na ja, dass die volatil sind, wusste ich vorher, ich ändere da nichts.

Verkaufe tue ich so gut wie nie, jedenfalls nicht weil es gerade oder schon eine längere Zeit seitwärts oder abwärts läuft. Man muss sich nur mal Langfrist-Charts anschauen, wie lange Schwächephasen anhalten können, dann aber wieder eine Kurs-Explosion stattfindet. Man muss sich aus seiner eigenen eher gegenwartsbezogenen Betrachtung befreien und versuchen die in 5 Jahren einschlägige Retroperspektive einzunehmen. Beispiel Apple wieder: Wer wusste, bevor Jobs zurück kam und allen in den A…h getreten hatte, dass es Iphones geben würde? Niemand. Rückblickend nach 5 Jahren scheint alles so schlüssig und klar, da hatten sich dann schon zig Millionen davon verkauft und keiner konnte sich mehr ein Leben ohne vorstellen.

Bei drastischen Abstürzen von etablierten Unternehmen: Warum soll ich verkaufen? Meines Erachtens geht der Spass als Eigentümer des Unternehmens dann erst richtig los. Stelle ich mir das Unternehmen als mein Miniatur-Zirkus vor, in das ich reingucken kann: Hektik, Stress, Management geht’s ans Eingemachte, neue Berater, alte vermeintliche Leistungsträger fliegen endlich raus, neue Ideen und Strategien müssen erarbeitet werden. Nun endlich muss Management sich für mich den A…h aufreißen, und nicht nur SchnulliBulli machen. Wie schön das doch ist, aber Strategie-Execution dauert in der Regel immer 3 Jahre +. Warum verkaufe ich also und realisiere Verluste während doch gerade erst alle anfangen sich richtig für mich ins Zeug zu legen? Da warte ich doch besser, bis wieder das Unternehmen wieder die neuen Früchte trägt.

Also: Ein tolles System habe ich nicht. Eher Einkaufsprinzipien gepaart mit Investment-Ideen und dann beim Halten Durchhaltewillen.

Grüße, Tobs

Claus
1 Monat zuvor
Antwort an  Tobs

Hallo @ Tobs,

vielen Dank für Deine Zeilen!

Nochmal zum “Aktien-Universum”:
Ich filtere nicht nur stur nach fixen Kriterien, sondern teste meine WL-Werte mit verschiedenen Strategien über diverse Zeiträume (Backtests, sehr aussagekräftig und daher das zukünftige Chance-Risiko-Verhältnis unterstützend). Hier schaue ich mir besonders die Performance, Drawdowns und den Vergleich mit Wettbewerbern an. Nur wer diese Tests besteht, bleibt in meiner WL oder kommt hinzu.

Natürlich kann niemand in die Zukunft schauen, aber es geht ja nur um das bestmögliche Chance-Risiko-Verhältnis. Das die so gewählten Aktien deutlich besser performen, zeigen Vergleichstest mit beliebigen anderen Listen. Mit Backtests arbeite ich erst seit ca. 1 Jahr. Sie ergänzen mein System und helfen objektive Entscheidungen aufgrund von Fakten zu treffen. Kein raten, meinen, glauben. Die Ergebnisse dieses Jahr bestätigen meine Arbeit. Ja, es ist ein wenig Arbeit, die ich aber nicht so empfinde, da es mir Spaß macht.

Ich betrachte die Börse wie ein Geschäft. Ein Geschäft, das man erlernen kann, wie jedes andere auch. Das Wunderbare an der Börse ist, dass es hier so viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt, erfolgreich zu sein.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht!

LG

-M
1 Monat zuvor

…denn dumm ist nur der, der dummes tut !!!

-M

Wolke
1 Monat zuvor

@Finanzguerilla

„Den Podcast habe ich mir nicht angehört“

Einfach mal was meinen und glauben…ohne zu wissen oder wenigstens versuchen zu wissen, um was es geht.
Ist wie mit den derzeit Millionen von selbsternannten Virologen, die auch etwas meinen und glauben…

1 Monat zuvor
Antwort an  Wolke

@Wolke:

Ich frage doch auch keinen Bäcker, wenn ich Etwas über Wurst wissen möchte.

Da genau dies aber bei der TAZ in Bezug auf Börse/Finanzen/Kapitalismus eintreffen würde, erkundige ich mich bei diesem Blatt schonmal gar nicht nach irgendwelchen Meinungen.

Kannst du ja gerne anders handhaben und gerne beim Bäcker nachfragen. Ich halte mich da lieber an echten Sachverstand (s. z.B. Thomas Mayer).

LG

Mats
1 Monat zuvor

Heute nachmittag ist ja wieder etwas mehr Bewegung bei einigen Titeln.
So sehr mich auch Tecent oder Alibaba reizte (heute teilw wieder minus 8 Prozent) habe ich ganz langweilig den VAllWorld als Einmalkauf getätigt. Hat jemand heute noch was eingesammelt?

1 Monat zuvor

@Mats: Nein ich warte noch ab das ist ja nur ein kleiner Dip bzw. lass das die ETF Sparpläne ansonsten automatisiert tun 🙂

Mats
1 Monat zuvor
Antwort an  Thomas B.

Ja das ist nur ein kleiner Dip bezogen auf den Gesamtmarkt AllWorld, stimmt natürlich.
Es gibt einige Einzeltitel, wie eben Alibaba, aber auch Nvidia die mich mit ihren Tagesverlusten grösser 5 Prozent heute ursprünglich zum Kaufen getriggert haben.
An mal nennenswert 20 Prozent Kursverluste vom High glaube ich irgendwie immer weniger (guter Kontraindikator 🙂 ) und so nutze ich hier und da mal kleine Rückgänge neben den Sparplänen.

-M
1 Monat zuvor

Ich glaube im NASDAQ100 sind bereits 30 Firmen >20% gefallen. Teilweise wie Peloton ca 70% 🙂

Fällt Baba auf 10€ kaufe ich nochmal mehr.

-M

-M
1 Monat zuvor

@Claus

Ja ich meide ebenso die gleichen Branchen weitestgehend. Dazu noch Biotech, High Tech (abseits von Microsoft, Apple usw natürlich. Rüstung und Tabak bin ich auch raus bei… aber eher weil es ich einfach ablehne da mit zu machen.

-M

Der Baum
1 Monat zuvor
Antwort an  -M

Ich nehme bbbiotech etf/fonds Ersatz im Bereich Biotechnologie/Medizin. Ist für mich ne ganz gute Lösung.

Danaher magst du ja auch, ist vlt. ne ähnlich Lösung um hier etwas mit drinnen zu sein.

Gruß Baum

Wolke
1 Monat zuvor

@Tobs

„…während doch gerade erst alle anfangen, sich für mich richtig ins Zeug zu legen…“

Aja, wie die von Wirecard.

Tobs
1 Monat zuvor
Antwort an  Wolke

Ich denke, wer in das investiert, was er versteht, oder von dem das Management erklären kann, was es tut (konnte Wirecard interessanterweise zu keinem einzigen Zeitpunkt), hat schon mal abstrakt gesehen gute Chancen, nicht so ein Management für sich arbeiten zu lassen. Ansonsten: Natürlich, das ist meiner Vorgehensweise als Risiko immanent. Was ist denn Dein Punkt, findest Du diesen Punkt so interessant oder überraschend? Alles hat sein Risiko, verkaufen wegen bad news ist genauso ein Risiko wegen Verpassen von Chancen. Sofern Du das perfekte System, lass uns gerne alle teilhaben. Aber Du weißt ja, Unternehmen mit zittrigen Eigentümern/Händen haben in der Regel weniger Erfolg. Vielleicht solltest Du daher besser keiner sein?

Bruno
1 Monat zuvor

Da hat einer beim Black Friday zugeschlagen 😀

https://www.youtube.com/watch?v=qVQjEB2sxBw&ab_channel=23ABCNews%7CKERO

42sucht21
1 Monat zuvor

@Claus – Hormel (56. Divi Erhöhung in Folge vor kurzem)
Ein ziemlicher LURO. Hat aber seit 2016 die Gewinne nicht gesteigert und der Kurs ist auch wieder bei 2016. Ich habe ein wenig.

@Bayer
Ich habe letztes Jahr ein paar Bayer bei 47,x (meine ich) gekauft und würde unter 42 größer nachkaufen. Die sehe ich als trading Position. Monsanto hatte super know how & Position. Das kann Herr Baumann nicht alles so schnell vernichten hoffe ich.

@-M / Baba auf 10€ kaufe ich nochmal mehr.
Ja aber Kostolany sagte “Don’t fall in love with a stock, no matter how sexy it is”. Wir wissen nicht was der autokratische ‘überragende Führer’ sich noch bis zu seinem Lebensende vorgenommen hat. Er ist erst 68 Jahre alt.

-M
1 Monat zuvor

@42

Nein, ich sehe sehr schlicht als gute Investition.

Bayer kaufe ich ebenfalls Richtung 42/40€ größer ein. Sehe die auch als “asset play”, bei dem ein verdoppler längerfristig drin ist.
FRE ebenso bei ca 30€.

-M

Wolke
1 Monat zuvor

@Tobs

In das investieren, was man versteht, hieße nach meinem Verständnis ein Unternehmen gründlich zu durchleuchten, Bilanzen zu prüfen, Schulden zu checken usw., das was halt die Profis machen.
Das macht aber hier kaum jemand und Kleinanleger generell auch nicht.
Da wird eher nach Bauchgefühl investiert, weil Apple halt Apple ist, weil man gern Netflix schaut oder Adidasschuhe schön und praktisch findet.
Das ist völlig ok, heißt aber eben nicht, in etwas investieren, von dem man viel versteht, eben Bauchgefühl. Geht gut, bis es nicht mehr gut geht.
Deshalb ist meine Devise, es entweder wie die Profis zu machen (was ich nicht kann) oder sich eben mit ETF‘s zu begnügen.
Sich als schlauer und weiser Profiinvestor zu fühlen, weil die letzten zehn Jahre alles hochgegangen ist, ist dilettantisch. Dilettantismus ist an der Börse gefährlich, es geht schließlich um Geld.

Tobs
1 Monat zuvor
Antwort an  Wolke

Verstehe. Na dann, schaue mal, was die „Profis“ machen. Möglicherweise bist Du danach ernüchtert. Meines Erachtens delivern sie auch genau deswegen überwiegend nicht. Bilanzanalyse oder zumindest paar Bewertungs-KPI vor Kauf eines Unternehmens, egal ob börsennotiert oder nicht, ist logisch, macht sicherlich jeder. Für die Zukunft lässt sich meines Erachtens nicht zu viel daraus interpretieren. Bis zu einem gewissen Grade muss man akzeptieren, dass eine unternehmerische Beteiligung voraussetzt, das man den Dingen seinen Fortgang geben lässt.

Verluste machen gehört dazu, die Rendite ohne Risiko gibt es nicht. Mein Eindruck ist, dass dann doch einige Probleme mit ihrem Ego haben. Es ist eine Form von intellektueller Eitelkeit; das lese ich bei Dir z.B. auch besonders raus. Vermag nicht zu beurteilen, ob damit etwas anderes kompensiert wird – für‘s Geschäft aber ist das schlecht. Die Leute betrübt es dann, einen „Fehler“ begangen zu haben mehr als der mögliche Kapitalverlust. Es stellen sich dann diffuse Gefühle wie Zorn ein, weil der Markt oder andere einen habem doof dastehen lassen. Meines Erachtens schneiden Anleger mit intellektueller Überheblichkeit im Gros schlechter ab und sollten es dann auch wirklich besser lassen. Denke, Leute wie Free hier werden am Ende das Lachen haben.

ETF (ich mag sie und hab welche) ist ja nichts anderes, dort verlierst Du genauso gegebenenfalls. Nur kannst Du dann für Dich geltend machen, dass Du ja nicht verantwortlich bist, sondern so weise warst, das Beta zu kaufen.

Es ist aber egal, ob Du Einzeltitel oder ETF kaufst, Du wirst wenig Erfolg haben, wenn Du Selbstbestätigung als smarter Investor suchst. Für eine intellektuelle Belustigung gehst Du besser in die Oper.

Wolke
1 Monat zuvor
Antwort an  Tobs

@Tobs

Aus deinem Kommentar höre ich heraus, dass Börse für dich am Ende doch mehr mit Gefühlsentscheidungen zu tun hat. Es geht mehr darum, wie sich ein Unternehmen anfühlt, als um nüchterne Zahlen.
Schon eine Unternehmensbeteiligung, aber eine etwas irrationale.
Ein smarter Investor zu sein, Selbstbestätigung an der Börse, das alles interessiert mich nicht im Geringsten.
Ehrlich gesagt, interessiert mich Börse überhaupt nicht. Ich muß mich etwas damit befassen, weil ich das Geld nicht auf dem Sparkonto herumliegen lassen möchte. Aber Aktien waren und sind nur ein Teil meiner Geldanlage.
Ich halte es da eher mit dem @Finanzwesir, der das Thema einmal so herrlich in einem Kommentar beschrieb:
„… Das scheint das große Mißverständnis zu sein: Der Finanzwesir mag Börse. Nein, wenn ich mit “Hex, hex” eine vernünftige Altersvorsorge herbeizaubern könnte, würde ich das machen. Ich finde diesen Börsenkram im höchsten Maße ermüdend und langweilig…“

Paluma
1 Monat zuvor

@Wolke wenn du im Geschäftsleben ein schlechtes Bauchgefühl hast, machst du dann das Geschäft? Ein gutes Gefühl zu haben ist für mich sehr wichtig, wenn ich eine Entscheidung treffe. Bei dir sind gute Gefühle vielleicht eher selten? Zumindest wirken deine Kommentare meist so.

Zu deiner Aussage “Ehrlich gesagt, interessiert mich Börse überhaupt nicht.”

Widersprichst dich aber deutlich zu anderen Kommentaren von dir. Wie spannend du die Zusammenhänge findest EZB, Geopolitik, Machtvakuums uswusf…

-M
1 Monat zuvor

Und täglich im Börsen Forum schreibt:-)
-M

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