Aktien sind langfristig allen anderen Assets überlegen. Gold ist ein mystisches Investment, das langfristig schlecht abschneidet


New York, 13. Juni 2019

Gestern traf ich an der Wall Street einen jungen Blogleser. Wir waren bei Starbucks einen Kaffee trinken. Er ist begeisterter Aktionär und noch nicht mal volljährig. Er teilt Zeitungen aus, um sich etwas hinzuzuverdienen. Das ist klasse. Ein heller Kopf.

Ein Internet-Bekannter von ihm war ebenfalls Feuer und Flamme für Aktien. Eines Tages hat der Bekannte jedoch all seine Aktien verkauft und hat sein Geld in Gold und Silber gesteckt, das jetzt auf dem Dachboden liegt.

Das passiert oft, dass Anleger Angst bekommen. Sie haben Angst vor einem Crash oder der nächsten Krise. Dabei ist das Edelmetall auf dem Dachboden eher ungeeignet, obwohl es gemeinhin als bombensicher gilt.

Die Aktie ist der ultimative Schutz vor Inflation und nicht Gold oder andere Metalle bzw. Rohstoffe. Das Lagern auf dem Dachboden oder im Keller ist nicht sicher. Der Kauf von Gold oder Rohstoffen kostet Geld. Es gibt zu viele Mythen rund um das physische Gold.

Gold wirft keine Zinsen oder Dividenden ab.

Wer sich per Rohstoff-ETFs absichern will, der muss zuweilen tief in die Tasche greifen. Es kostet sehr viel Geld, um Mais, Baumwolle, Weizen, Kaffee, Kupfer auf den Weltmärkten zu kaufen und zu lagern. Viele ETFs bilden den Rohstoff daher synthetisch nach. Ob ich das will? Eher nicht. Es wäre mir nicht transparent genug.

Anstatt Goldklumpen im Garten zu vergraben, kaufe ich lieber Aktien und ETFs auf den S&P 500. Ich lasse sie liegen wie einen alten Schinken. Ich denke nicht ans Verkaufen. Ich kaufe stetig zu. Egal, wie die Stimmung gerade ist. Stur und stetig schichte ich auf. Ich weiß, dass die Aktie langfristig die bessere Anlage ist als Rohstoffe, Gold, Silber, Öl etc. Diese Tabelle zeigt das gut: Aktien sind überlegen.

Ein gesundes Unternehmen erzeugt Gewinne, Dividenden, Cashflows… das ist mir lieber als einen goldenen Klotz im Keller liegen zu haben. Aktien und Aktien-ETFs sind bessere Buy-and-Hold-Anlagen. Weizen, Gold, Silber, Öl… zu timen, das geht meist schief. Es ist unheimlich schwierig. Das schafft im Grunde kaum jemand dauerhaft. Selbst der bekannte Öl-Trader Andy Hall fiel auf die Nase.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Aktien sind langfristig allen anderen Assets überlegen. Gold ist ein mystisches Investment, das langfristig schlecht abschneidet

  1. AvatarDirk

    Hallo Tim, 
    ich vermute, wer sich Gold unter sein Kopfkissen packt, dem geht es auch darum beruhigt schlafen zu können und eine Absicherung für sehr schlechte Zeiten in physischer Form zu haben. Sollten die Zeiten allerdings so schlecht sein, dass man dann wirklich auf das Gold zurückgreifen muss, dann dürften Grundnahrungsmittel bereits mehr Wert sein als Gold. 
    Gruß

  2. AvatarPatric

    Hey Tim,
    was hälst Du vom HGY, einem Covered-Call-Gold-ETF, der mit Ausschüttungen von ca. 5 % glänzen und gleichzeitig eine Diversifikation auf den Edelmetallmarkt bieten kann?
    Ich halte das aus taktischen und systemtechnischen Gründen für gar keine schlechte Idee…
    Beste Grüße
    Patric

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dirk

    Es ist wohl falsch gefühlte Sicherheit beim Gold. Gold ist ziemlich riskant. Schau dir nur die massiven Schwankungen in den vergangenen 4 Dekaden an.

     

    @ Patric

    Davon halte ich nichts. Ist mir zu teuer und zu intransparent. 

  4. AvatarManniB

    Ich habe zwei American Eagle Goldmünzen. Aber nur weil mir der Adler gefällt. War dann ein reiner Konsumkauf der glaub ich 150 Euro gekostet hat, und dient nicht der Anlage, sondern ich schaus gern an. 

  5. AvatarPerpetuum Mobile

    Wenn ich mir den langfristigen Aktienkurs der Deutschen Bank anschaue, dann finde ich Gold als Beimischung gar nicht so schlecht. Meiner Ona hatte dieses Edelmetall nach dem 2. WK sehr geholfen, hoffe das wir so etwas nie erleben. Ansonsten werden hier Birnen mit Äpfeln verglichen.

  6. AvatarAlexander D.

    Hey Tim,
    mal wieder ein toller Beitrag. Ich investiere zu 100% in Aktien, es kommen höchstens noch Immobilien dazu. Über Rohstoffe denke ich genau wie du. Es fühlt sich gut an sich darin bestätigt zu fühlen, dass man das “richtige” tut. 
    Nun habe ich eine Frage. Ich persönlich lese in letzter Zeit sehr viel. Ich verfolge viele Blogs, lese mehrere Zeitschriften und inzwischen habe ich viele Podcasts zum Thema Business, Personal Finance etc. gefunden. So langsam merke ich, dass das ganze sehr viel Zeit wegnimmt. Daher möchte ich eine “Informationsdiät” machen. Könntest du vielleicht mal so eine kleine Liste erstellen von Blogs/Zeitschriften die du als besonders wichtig einstufst und wo du sagst, dass man keine weiteren neben diesen Lesen muss?
     
    Zum Abschluss ein kleines Zitat von einem weisen Mann, weshalb man nicht jede Bewegung an der Börse mitverfolgen sollte:
    “Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.”
    -André Kostolany

  7. AvatarPerpetuum Mobile

    @Alexander D., wie lange bist Du schon im Aktienmarkt investiert?

  8. Avatarelduderino

    Bin da etwas zwiegespaltet. Einerseits ist mir klar, dass Gold keine Rendite erwirtschaftet. Andererseits weiß ich nicht, ob bei einer wirklichen Krise mein Fiatgeld noch was wert ist und die Kurse meiner ETFs nicht in den Keller sinken und ggf. mit riesigem Verlust zwangsverkauft werden und ich dann wertloses Fiatgeld bekomme.
    Mit Gold schlafe ich einfach ruhiger, wenn ich weiß, dass ich in schlimmsten Fall einen Teil meines Vermögens in die Zeit nach der Krise retten kann oder während der Krise die Grundbedürfnisse absichern.

  9. AvatarEx-Studentin

    Im Worst Case sollte man Alkohol, Zigaretten, Medikamente, Gaskocher und ausreichend Lebensmittelvorräte besitzen.
    Wenn Euro & Dollar nichts mehr wert sein sollten, werde ich mit einem Goldbarren vermutlich auch nicht weit kommen. 
     

  10. AvatarNico Meier

    Das Thema Krise wird in letzter Zeit viel diskutiert.
    Ich habe immer wieder Diskussionen darüber. Ein Kollege Meint Gold wäre sinnvoll ein anderer hortet Militärmahlzeiten die sich selber erwärmen wenn sie mit Wasser benetzt werden. Ein anderer hortet Toilettenpapier und Zigaretten weil dies als Ersatzwährung gelten würde im Krisenfall.
    Wir verfügen auch über einen kleinen Vorratskeller dort schauen wir, dass wir permanent Wasservorräte haben also normales Mineralwasser, welches auch getrunken wird. So ein Wasservorrat wird auch vom Staat empfohlen, da es schnell mal zu einer Verunreinigung des Leitungswassers kommen kann, da ist man froh, wenn man noch Trinkwasser hat.
    Ich als Schweizer der Militärdienst geleistet hat, habe natürlich noch mein Strumgewehr zu Hause. Ich bin klar der Überzeugung sollte eine solche Krise eintreffen ist derjenige, der eine funktionsfähige Waffe hat derjenige, der sich durchsetzen wird. Auch wenn ich nicht an solche Szenarien glaube.

  11. AvatarRüdiger

    @elduderino
     
    Wenn Du mit Gold ruhiger schläfst, dann lege dir etwas davon zu. DU musst dich bei deinen Entscheidungen wohl fühlen … und ruhiger Schlaf ist wichtiger als das letzte Quentchen Rendite.

  12. AvatarBruno

    Unter normalen Bedingungen ist Gold für einen Investor nicht geeignet. Einzige Ausnahme wäre eine Situation, wo man auf breiter Front und langfristig negative Zinsen hätten, denen man nicht mehr ausweichen kann. Dann wäre es ein Cashersatz, sofern Bargeld verboten wäre. Aber in diesem Szenario wären auch Immobilien und Aktien gut. Wenn jedoch Bargeld verboten wäre, dann könnte man wohl auch kaum Gold verkaufen. 
    Eine Investition wirft etwas ab, sonst ist es nichts wert. Bei Aktien, Immobilien und Anleihen ist dies der Fall, bei Cash und Gold nicht. 
    Inflationsschutz ist Gold nur sehr langfristig über Dekaden, kurzzeitig kann es extrem stark abweichen wegen Schwankungen. Es ist daher geeignet für ein Familiendepot, welches über Generationen weitergegeben wird als eine Art Cashpolster, vielleicht gerade mal so viel dass man ein paar Monate davon leben könnte.
    Im sogenannten “Worst Case” was auch immer man darunter versteht, ist alles schlecht, Aktien werden am Boden sein oder Bankrott, Immobilien in Schutt und Asche gelegt, Gold verboten oder geraubt, gebunkerte Lebensmittel holt sich der Nachbar ausser man ist stark bewaffnet. Also eine Welt wo ICH nicht leben möchte. Ich bin Optimist und denke nicht dass die nächsten 50 Jahre sowas WELTWEIT nicht geschehen wird und falls doch, dann möchte ich hier nicht mehr leben wollen. Ansonsten ist es wohl schlauer dann eine Exit-Strategie zu haben und an einem neuen Ort sich niederzulassen. Gold als Krisenschutz ist nicht geeignet, wenn dann um Krisen langfristig zu überleben, also für einen Neustart nach der Krise. 
    Ich habe weder Gold noch Bitcoins noch grössere Notvorräte und auch keine Waffen, ich denke mal wenn und ich gebe so einem Szenario eine tiefe Wahrscheinlichkeit man das hoffentlich rechtzeitig erkennt und Europa Lebewohl sagen kann. Idealerweise schon vorher, sowas zeichnet sich ab, ausser irgend ein Verrückter drückt in der Nacht aus Versehen mal den roten Knopf. 

  13. AvatarHilda

    @Alexander D
    Um die Jahrtausenderwende kaufte ich Deutsche Bank, Karstadt, Enron, Comroad, Eon, Aig, Millenium Pharma, Sepracor, Wcm Beteil., Saipem, GM. Nach zehn Jahren war ich arm und heute noch ärmer.

  14. AvatarNico Meier

    Im Krisenfall gehe ich sowieso davon aus, dass der Besitz von Gold verboten wird wie dies die USA bereits 1933 eingeführt haben.
    1962 verbot Präsident John F. Kennedy nun auch den inländischen Besitz von Goldmünzen, welche vor 1933 peprägt wurden und aus dem Ausland importiert wurden. Ein Besitz dieser Goldmünzen sowie ein Import in die USA waren nun strikt verboten. Alle im Ausland befindlichen Münzen von US-Bürgern mussten ins Inland zurückgebracht werden. Die Regierung wollte so angeblich den zunehmenden Fälschungen und Nachprägungen entgegenwirken.
    Das Goldverbot für US-Bürger bestand für 41 Jahre und wurde am 31. Dezember 1974 durch Präsident Gerald Ford aufgehoben.
    Wir sehen so ein Goldverbot hat es bereits geben und sowas kann immer wieder kommen in einer Krise!
     

  15. AvatarPerpetuum Mobile

    Leute die Gold im Jahre 2000 erworben und bis heute gehalten haben, können sich über einen schönen Wertzwachs freuen! Der Gewinn liegt im Einkaufspreis, wie in jeder Anlageklasse.

  16. AvatarBruno

    @Hilda
    Und sonst keine Titel? Es kann doch nicht sein, dass Du alles nur Verliereraktien gekauft hast und keine einzige Gewinneraktie. 
     

  17. AvatarBruno

    @Perpetuum Mobile
    Ja das ist aber kein Investment sondern eine Spekulation / Trading. Von Aktienkritikern höre ich oft die Japan-Story oder die 1929-Story, aber im Gold sind diese Stories normal, es dauert bei schlechtem Timing oft mehrere Dekaden bis man nur wieder breakeven ist. Ist ja klar, eine Assetklasse die nichts abwirft sondern nur kostet (Lagerung) ist pure Spekulation. 
    Die Wahrscheinlichkeit dass man mit Trading reich wird ist sehr gering. Kurzfristig mag das funktionieren die meisten verlieren aber eines Tages wieder sehr viel bis alles.

  18. AvatarDaniel

    Ich halte derzeit 5% meiner Depotgröße in Silber und 5% in Gold. Für mich sind diese beiden Edelmetalle eine Asset-Klasse die wenig bis gar nicht in Korrelation mit den Aktienmärkten steht, was ich prinzipiell gut für ein Gesamtdepot finde. Desweiteren haben beide Edelmetalle über hunderte Jahre unter Beweis gestellt dass sie im Gegensatz zu Währungen, deren Wert immer wieder gegen Null inflationiert, irgendwie im Wert geblieben sind. Es ist für mich sozusagen eine schöne Form des Tagesgeldes. 
     
    Das Thema Krise wird in letzter Zeit viel diskutiert.Ich habe immer wieder Diskussionen darüber. Ein Kollege Meint Gold wäre sinnvoll ein anderer hortet Militärmahlzeiten die sich selber erwärmen wenn sie mit Wasser benetzt werden. Ein anderer hortet Toilettenpapier und Zigaretten weil dies als Ersatzwährung gelten würde im Krisenfall.
    Das mag vielleicht etwas skurril anmuten, aber genau diese Vorbereitungen gibt die Bundesregierung in ihrer Broschüre für den Katastrophenfall auch heraus. Hygiene-Artikel, Wasser und Nahrungsmittel für über eine Woche und lange haltbar. Die wenigsten würden auch nur 3-4 Tage ohne Gas/Wasser/Strom auskommen. Ich glaube auch jeder der mal ein paar Tage vom Strom abgeklemmt war sieht wie abhängig er eigentlich ist.
    Wir verfügen auch über einen kleinen Vorratskeller dort schauen wir, dass wir permanent Wasservorräte haben also normales Mineralwasser, welches auch getrunken wird. So ein Wasservorrat wird auch vom Staat empfohlen, da es schnell mal zu einer Verunreinigung des Leitungswassers kommen kann, da ist man froh, wenn man noch Trinkwasser hat.
    Die Schwierigkeit liegt darin, dass man diesen Vorrat auch immer hält und durch-rotieren lässt. Da wir einen großen Teich haben, habe ich mich deshalb eher für die Aktivkohle-Filter Variante entschieden und verzichte auf solche Vorräte 😉
     
    Im Krisenfall gehe ich sowieso davon aus, dass der Besitz von Gold verboten wird wie dies die USA bereits 1933 eingeführt haben.1962 verbot Präsident John F. Kennedy nun auch den inländischen Besitz von Goldmünzen, welche vor 1933 peprägt wurden und aus dem Ausland importiert wurden. Ein Besitz dieser Goldmünzen sowie ein Import in die USA waren nun strikt verboten. Alle im Ausland befindlichen Münzen von US-Bürgern mussten ins Inland zurückgebracht werden. Die Regierung wollte so angeblich den zunehmenden Fälschungen und Nachprägungen entgegenwirken.
    Naja man muss immer Bedenken wie damals die Zeiten waren und wie sie heute sind. Ein solcher Staat würde von mir nicht mehr als Rechtsstaat akzeptiert und diese Vermögen würden ihren Weg hinaus in ein Land finden in denen der Handel erlaubt ist. Eine Kontrolle ist schlicht unmöglich. Auch würde es notwendig sein von Tür zu Tür zu gehen und jedes Haus, jeden Schuppen, jeden Garten zu durchwühlen. Warum die Arbeit wenn kaum noch jemand Gold hält (im Gegensatz zu früher) und es viel einfacher ist über die Grundbücher zu schauen wer Immobilien hält und denen eine Zwangshypothek aufzulasten.
    Das Goldverbot für US-Bürger bestand für 41 Jahre und wurde am 31. Dezember 1974 durch Präsident Gerald Ford aufgehoben.Wir sehen so ein Goldverbot hat es bereits geben und sowas kann immer wieder kommen in einer Krise!
    Während der NS Zeit wurden Auslandsvermögen mit der Todestrafe geahndet. Es hat die Leute, genauso wie in den USA nicht daran gehindert sich über diese Vorgabe hinwegzusetzen . Silber wurde aber meines Wissens noch nie verboten und historische Münzen auch nicht, schon allein aufgrund der Stückelung finde ich daher die schweizer Goldvreneli am interessantesten.

  19. Avatarchn

    Ich als Schweizer der Militärdienst geleistet hat, habe natürlich noch mein Strumgewehr zu Hause. Ich bin klar der Überzeugung sollte eine solche Krise eintreffen ist derjenige, der eine funktionsfähige Waffe hat derjenige, der sich durchsetzen wird. Auch wenn ich nicht an solche Szenarien glaube.
     
    Boah, krass..
    Also sollten Leute rumlaufen, die meinen, sich mit einem Sturmgewehr durchsetzen zu müssen, mache ich persönlich die Fliege. Dann bin ich halt woanders Flüchtling 😉

  20. AvatarWohnung mit Domblick

    Gold ist im Krisenfall eine internationale, leicht transportable Währung. Mit ein paar Goldmünzen kommt man schnell um den halben Globus. Hier braucht doch nur eins der maroden belgischen Kernkraftwerke hoch zu gehen, schon sind ein paar Millionen Deutsche auf der Flucht. Wer will denen dann freiwillig die Grenzen öffnen? In allen Ländern der Welt wird Gold gerne genommen, in den meisten wird das auch noch in Jahrhunderten so sein. Ich bleibe in so einer Krise jedenfalls nicht hier und verteidige meinen kleinen Vorratskeller mit Waffen gegen hungrige Nachbarn.

    Nach Jens Raabe ist Gold ausserdem eine Handelsware. Mit Goldhandel kann man Geld verdienen, nicht mit Goldbesitz.

    Für mich gehört das zu einem Teil des Gesamtdepots, zur Währungsabsicherung und Krisenprävention. Die Kaufkraft von Gold war immer sehr stabil, Währungen kommen und gehen. Ein Goldverbot wirkt nur, wo bekannt ist, dass jemand Gold besitzt. Daher nur anonym an der Ladentheke mit Bargeld einkaufen, solange das noch geht. Aber nicht anstelle von Aktien oder in Konkurrenz dazu, sondern als ein Teil des Cashbestands.

  21. AvatarThorsten

    Gold ist Wertspeicher, Wertschwankungen sind vollkommen irrelevant. Ich würde es nicht als Investment sehen, sondern als unkaputtbaren Sachwert. Vorgestern Reichmark, gestern D-Mark, heute Euro, morgen Eurodollar unter amerikanischer Verwaltung, Globo, Bitmist oder Rubel oder sonst was… Gold hat alles überlebt. Der Zeithorizont sollte ein, zwei Menschenleben umfassen. Um finanzielle Freiheit zu erreichen ist es jedoch denkbar ungünstig.

  22. AvatarNico Meier

    @chn
    Boah, krass..Also sollten Leute rumlaufen, die meinen, sich mit einem Sturmgewehr durchsetzen zu müssen, mache ich persönlich die Fliege.
    Gerade in Krisenzeiten ist mir Plünderern zu rechnen. Um sich vor solchen Plünderern zu schützen ist die Waffe.
    Was nützt es Notvorräte zu horten um sie dann den Plünderern zu überlassen weil man nur Blumenwasen zu Hause hat um sich zu verteidigen?

  23. AvatarZaVodou

    Wenn ich die Goldjünger richtig verstehe, ist Gold weniger unter renditetechnischen Gesichtspunkten zu verstehen , sondern mehr uter versicherungstechnischen Gesichtspunkten . Eine Versicherung kostet Geld. In diesem Fall in Form von Rendite.Ist aber dann nützliche, wenn der Schadensfall eintritt. Und zwar dann, wenn das momentanen Geldsystems zusammen bricht. Daran muss man eben glauben.Es gibt einige prominente Vertreter, die daran fest glauben und das auch ganz plausibel vortragen. Allen voran Dr. Markus Krall, der einen Schwenk in ein goldgedecktes Währungssystem sieht. Dr. Markus Krall sieht das Geldsystem Ende 2020 zusammenbrechen.
    https://youtu.be/BQ40w51-w_Q
    Wenn das Geldsystem zusammenbricht hat Gold schon Vorteile. Ein Goldverbot würde ich nicht als sonderlich schlimm erachten. Das hätte keine große Wirkung, da die Menschen sich nicht daran halten würden. Wenn das Geldsystem zusammen bricht entstehen nämlich sofort Schwarzmärkte.

  24. Avatarjs

    Warum wundert es mich nicht, dass Nico Meier ein Sturmgewehr zu Hause hat? Diese Prepper aus dem rechten Umfeld sind eine Riesengefahr! Bitte nehmt die rechtsradikalen Tendenzen nicht auf die leichte Schulter.

  25. Avatarchn

    @Nico:
    Gerade in Krisenzeiten ist mir Plünderern zu rechnen. Um sich vor solchen Plünderern zu schützen ist die Waffe.Was nützt es Notvorräte zu horten um sie dann den Plünderern zu überlassen weil man nur Blumenwasen zu Hause hat um sich zu verteidigen?
     
    Nico, jetzt mal im Ernst. Ist das wirklich eine Situation, auf die du dich so vorbereitest..? Du bunkerst Notvorräte (inkl. Wasser – in Mitteleuropa) zuhause und streichelst schon mal das Sturmgewehr, um das Ganze zu verteidigen? Das kling ein bisschen creepy, ehrlich gesagt.
     

  26. AvatarNico Meier

    In der Schweiz ist es üblich, dass man Militärdienst leistet.
    Während der Rekrutenschule erhält man seine persönliche Dienstwaffe an der man auch ausgebildet wird und die man auch pflegen muss. Nach Beendingung der Dienstpflicht in der Regel mit erreichen des 30. Lebensjahres hat man die Möglichkeit diese Waffe ins Privateigentum zu übernehmen. Natürlich nur mittels einen Waffenerwerbsscheins.
    Die meisten Schweizer haben daher ein Sturmgewehr zu Hause.
    Inwiefern mich das nun zum Prepper oder Rechtsextremen machen soll versuche ich gerade zu verstehen.

  27. AvatarChristian

    Schweizer dürfen ihr Gewehr nach dem Militärdienst mitnehmen. Das ist in der Schweiz völlig legal und steht im Gesetz. Hört auf solche Unwahrheiten von rechten Preppern zu verbreiten. Eine Gefahr stellen die schon gar nicht dar. Die meisten wollen nur in Ruhe gelassen werden. Die schlecht informierten Hetzer und Hysteriker die jedem ihren Willen aufzwingen wollen sind die wahre Gefahr.

  28. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,
    ich sehe das etw. anders als Du!
    Langfristig hast Du natürlich Recht damit, dass die Aktie die beste Anlageklasse ist. Aber ich sehe Gold momentan nicht als lngfristige Anlage, sondern als einziges echtes Geld bzw. Währung. Denn mir kann keiner sagen und dazu lese ich auch viel, dass z.b. der Euro die nächsten Jahre überleben wird. Und auch die anderen Papierwährungen sind zwar besser als der Euro, aber aufgrund der verschuldeten Welt keinesfalls sicher. Wenn es zu einem Crash kommt, ist Gold ein sicherer Hafen, was es schon immer war. Daher würde ich Gold als Währung für einen baldigen Crash sehen!

    Für mich ist das ein Cashersatz um billig Aktien später kaufen zu können!

    Und natürlich schwankt Gold, aber wenn das Geldsystem in Frage steht, denke ich muss man Vorbereitungen treffen um sein Cashbestand zu sichern.

  29. AvatarBruno

    #Krieg #Eskalationsstufe #Systemwechsel #Prepper #Endzeit #Sturmgewehr #Bunker #Notvorrat #WorstCase #Zusammenbruch #Crash
    Stimmung hier im Blog, zum Glück bleibt Tim vernünftig, sonst würden wir wohl bald Posts lesen mit der Überschrift “vom Frugalisten zum Survivalisten” oder ähnlich…
     

  30. AvatarRüdiger

    Hmmm … wenn ein Herr Dr. Markus Krall das Geldsystem Ende 2020 zusammenbrechen sieht, sollte mich das vielleicht beunruhigen …
    Tut es aber nicht!
    Vielleicht bin ich schon zu alt, habe schon zu viele “Propheten” kommen und gehen sehen … und dramatischere Zeiten/Ereignisse miterlebt (Vietnam, Prager Frühling, Wettrüsten, RAF, …).
     
    Ich werde auch weiterhin kein Gold kaufen, sondern ausschließlich in Aktien und ETF investieren.

  31. Avatarchn

    @Nico:
    Zum Thema Notvorrat halten wir uns an die Empfehlungen des Bundes.https://www.bwl.admin.ch/bwl/de/home/themen/notvorrat.html
     
    Was dort zu lesen ist, klingt aber ganz anders als das, was du hier zum Besten gibst. Dort steht etwas von IT- oder Strompannen, für die man sich vorbereiten sollte. Das klingt eher vernünftig und ähnliche Empfehlungen gibt es übrigens auch in Deutschland.
    Hier schreibst du aber davon, dass du dich auf eine große Krise vorbereitest inkl. Plünderern, gegen die du meinst, deine Vorräte mit dem Sturmgewehr verteidigen zu müssen.
    Vielleicht überdenkst du nochmal, wie deine Äußerungen hier wahrgenommen werden könnten.

  32. AvatarBruno

    @Rüdiger
    Man braucht immer härtere Aussagen und Buchtitel, die den Leuten Angst machen, damit der Umsatz noch angekurbelt werden kann. All diese “Krisenpropheten” verkaufen ja ihre Sachen, Bücher, Börsenbriefe, Notvorräte, Gadgets, Waffen bis hin zu ganzen Bunkern die man kaufen kann, es ist auch ein Geschäft. 
    Für mich ziemlich unsympathisch denn man merkt ihnen an, wie triefend diese Leute warten auf die grossen Probleme, sie warten gierig auf einen neuen Krieg oder den Zusammenbruch von Banken oder Währungen, in der Hoffnung dann Profiteure zu sein. 

  33. AvatarHilda

    @Bruno
    Um die Jahrtausenderwende waren das alles Gewinneraktien. Deutsche Bank zählte zu den renommiertesten  Geldhäusern des Globus. Karstadt galt als das heutige Wal Mart, Eon und Enron die Witwen und Weisenpapiere, die in keinem Depot fehlen durften. Aig der größte Versicherer und GM der weltgrößte Autobauer- undenkbar, dass die mal den Bach runtergehen würden! Millenium Pharma und Sepracor zur damaligen Zeit feste Bestandteile im Biotechsektor sowie Comroad von allen Analysten und Anlegermagazinen empfohlen. Dem konservativen Anleger wurden  zudem Wcm Beteiligung & Grundbesitz sowie Saipem wärmstens ans Herz gelegt. Das kaufen und Schlaftabletten nehmen hat sich also nicht ausgezahlt.
    Gruß Hilda

  34. AvatarNico Meier

    @Fabian S.
    Also nachdem du deine Einzelaktien alle verkauft hast und all in gegangen bist in BRK verkaufst du nuin alle deine BRK Aktien um damit Gold zu kaufen verstehe ich das richtig?

  35. AvatarChristian

    Es gibt genug Berichte wo erklärt wird wie künstlich der Aktienmarkt aufgeblasen und gestützt wird. Ich werde hier jetzt keine Beweise einfügen. Wer sich dafür interessiert und nicht mit Ignoranz durchs Leben geht wird sie finden. Das diese ganzen Gefahren von den Aktiengläubigen nicht angesprochen werden zeigt doch nur die eingeschränkte lineare Denkweise. Die Aktiengläubigen vertrauen den privaten Zentralbanken, korrupten Politikern und Lügnern wie Rachel Maddow. Euren Unsinn glauben eben viele nicht mehr! Gold und Silber sind echtes Geld und werden mit Derivaten nach unten manipuliert während Währungen täglich entwerten. Eure Profite finden in entwerteten Währungen statt. Ihr seit echte Systemlinge. Ist echt eine Leistung diese Ignoranz der Aktienkirchengläubigen. Edelmetalle sollte man physisch halten wegen dem Premium der erziehlt werden kann. Es sagt auch keiner packe alle Baumwollescheine in Edelmetalle. In dem Börsenkasino wird täglich die mehrfache Jahresproduktion gehandelt. Totaler Fake! Wer ETF kauft hat doch eigentlich keine Ahnung wozu Edelmetalle dienen.  Sie sind echtes Geld während Währungen nur sogenannte Kreditbriefe sind. Gold und Silber steigen und sinken auch nicht – die Währungen schwanken. Ihr handelt also in Kreditbriefen und elektronischen Einträgen. Kreditbriefsysteme haben 100% Scheiterrate. Das ist nicht meine Meinung das ist historischer Fakt! Ist schon erstaunlich wie manche hier Vertrauen haben in etwas was 100% Scheiterrate hat. Wie gesagt Ignoranz und Aberglaube sind weit verbreitet. Wer im Fantasyland lebt kauft Aktien, wer rechnen kann kauft Edelmetalle!

  36. AvatarNico Meier

    @chn
    Hier schreibst du aber davon, dass du dich auf eine große Krise vorbereitest inkl. Plünderern, gegen die du meinst, deine Vorräte mit dem Sturmgewehr verteidigen zu müssen.
    Wo genau soll ich sowas geschrieben haben?
    Ich habe lediglich geschrieben wir hätten einen kleinen Vorratskeller wo unter anderem Trinkwasser gelagert wird. Mineralwasser welches wir auch gelegentlich selber trinken oder Gästen zu trinken geben damit ein Verbrauch passiert und nichts schlecht wird.
    Wir haben mal die Wasserversorgung unserer Gemeinde besichtigen können. Dort wurde uns gesagt, dass die Gemeinde verpflichtet ist bei einem Lieferengpass die Haushalte nach 3 Tagen wieder zu versorgen. Mit anderen Worten es kann in jeder Gemeinde passieren, dass plötzlich kein Wasser mehr aus der Leitung kommt und zwar für bis zu drei Tagen. Spätestens am vierten Tag kommt dann der Tanklaster mit Trinkwasser auf den Dorfplatz.
    Solche Ereignisse halte ich für viel warscheinlicher als eine riesige Krise. Für drei Tage ohne Wasser helfen mir meine Wasservorräte im Keller aber bedeutend besser als ein Klumpen Gold im Keller!

  37. Avatarchn

    @Nico:
    Wo genau soll ich sowas geschrieben haben?
     
    Hier:
    Das Thema Krise wird in letzter Zeit viel diskutiert.
    (..)Wir verfügen auch über einen kleinen Vorratskeller dort schauen wir, dass wir permanent Wasservorräte haben also normales Mineralwasser, welches auch getrunken wird.
    (..)Ich als Schweizer der Militärdienst geleistet hat, habe natürlich noch mein Strumgewehr zu Hause. Ich bin klar der Überzeugung sollte eine solche Krise eintreffen ist derjenige, der eine funktionsfähige Waffe hat derjenige, der sich durchsetzen wird. Auch wenn ich nicht an solche Szenarien glaube.
     
    Und weiter:
    Gerade in Krisenzeiten ist mir Plünderern zu rechnen. Um sich vor solchen Plünderern zu schützen ist die Waffe.
     
    Wie soll man das anders verstehen als so, wie du es geschrieben hast?
     

  38. AvatarCola-Viez

    @Christian, ein bisschen zu viel Verschwörungstheorien und wirres Zeug in einem Kommentar, denken Sie nicht? 
    Ich habe auch ein wenig gold zur Absicherung. Schwankungen am Aktienmarkt etc. und mir ist bewusst das es auf lange Sicht Rendite kosten wird. 
    Aber denke jeder muss sein Vermögen so anlegen wie er beruhigt damit leben kann.

  39. AvatarJan Cux

    Die niedrigen Zinsen die zu einer hohen Verschuldung führen und gleichzeitig die Haupteinnahmequelle der Banken zerstören, wird in wenigen Jahren zu Problemen führen. Ich denke da hat der Krall schon recht. Wie groß diese Probleme werden, kann natürlich keiner sagen. Ich bin mir aber ziemlich sicher das Aktien derzeit stark überbewertet sind und das es hier zu einer sehr klaren Korrektur kommen muss. Nur wann das passieren wird weiß ich nicht genau. Zu meinem Glück muss ich das auch nicht wissen, denn derzeit geht fast mein ganzes Geld in die Sondertilgung unserer Eigentumswohnung und zwar noch etwa 4 1/2 Jahre. Da bleibt nicht viel übrig das ich in Aktien investieren könnte. Ich schau mal wie die Welt in 4 Jahren aussieht.

  40. AvatarRüdiger

    Wie gesagt Ignoranz und Aberglaube sind weit verbreitet. Wer im Fantasyland lebt kauft Aktien, wer rechnen kann kauft Edelmetalle!
     
    Da sind wir Ignoranten aber von tiefster Dankbarkeit erfüllt, dass die Wissenden ihre (zusammengegoogleten?) Erkenntnisse nicht für sich behalten, sondern mit fanatischem Sendungsbewusstsein in die Weltgeschicht posaunen!

  41. AvatarA.

    @Hilda

    deswegen bin ich gegen reines Buy and Hold, eher noch ein Check dazwischen
    hast du nur einmal zur Jahrtausendwende gekauft? Ich bin für das regelmäßige investieren z.B. per Sparplan. Nach und nach kaufe ich Aktien aus meiner Watchlist und ergänze diese auch immer wieder.
    Selbst wenn du nur zur Jahrtausendwende gekauft hast, sind das von der Anzahl her nicht viele Firmen, ich hab als Beispiel aktuell 22 Firmen und es werden weitere dazukommen, z.T. aus den unterschiedlichsten Branchen. Aus manchen Branchen werde ich 2 bis 3 Vertreter haben bzw. habe ich auch schon. 

    @Gold/Silber
    Als Beimischung finde ich das okay und auch da kaufe ich ab und zu dazu. Als Fluchtwährung ist das in den allermeisten Ländern anerkannt, falls ich hier aus D abhauen müsste mit der Familie.
     
    Gruß
    A.
     

  42. AvatarNico Meier

    @chn
    Mit meinem Sturmgewehr ist es wie mit meiner Risikotodesfallversicherung ich hoffe ich werde beide nie brauchen.
     

  43. AvatarPerpetuum Mobile

    Auf diversen Edelmetallinternetseiten werden Aktien grundsätzlich schlecht geredet und bei den Aktienfans finden viele Gold doof. Irgendwie lustig, aber im Einkauf liegt der Gewinn, übrigens auch bei Aktien!! Aktien ist was für Optimisten. 

  44. AvatarMattoc

    @Christian
    Du hast ja gerade eine Menge Unsinn geschrieben.
    Ich möchte nur einen Punkt davon aufgreifen. Wenn ich die Aktie eines Unternehmens kaufe oder mich mittels ETF an zahlreichen Unternehmen beteilige, dann reden wir nicht in erster Linie über Währungen (egal, wie diese lauten), sondern über Anteile an Unternehmen. Und diese Anteile an Unternehmen werden in der jeweils gültigen Währung bewertet. Es spielt also eine untergeordnete Rolle, ob Euro, DM, Dollar, Bitcoin, Gold oder was auch immer gerade die aktuelle Währung ist, die Bewertung des Unternehmens erfolgt in der jeweils aktuellen Währung des Währungsraums, in dem ich mich befinde. 
    Wenn also irgendwann der von dir erwartete Edelmetall-Standard eingeführt wird, dann ist eine Aktie eben z.B. 20 Unzen Gold wert. :-). Prima!
     
     

  45. AvatarMAX-KA

    @ Hilda:
    Die Erfahrung mit abstürzenden “Qualitäts-Aktien” habe ich auch schon gemacht. Daher mein Strategiewechsel hin zum Welt-Index. Wie man an Tim’s Depot sehen kann, hängt die Performance eines Depots dann doch nur an 2-3 Gewinneraktien und dem richtigen Einstiegszeitpunkt. Ich habe für so was leider kein Händchen.
    Ob überhaupt und wie viele Gewinner im Aktien-Körbchen liegen, weiss man erst nach 20-30 Jahren.

  46. Avatarsteve

    @ Hilda klingt ja echt krass, ich hoffe aber, das du da wenig Geld investiert hast. (Den Rohrkrepierer Deutsche Bank habe ich auch seit 2009)
    @ Gold und Silber was immer wieder unter den Tisch fällt, nach 1 Jahr keine Steuer zumindest in Deutschland das dürfte die fehlenden Zinsen, Kursgewinne vorausgesetzt gut ausgleichen.

  47. AvatarJot

    Vorweg: ich lese hier schon passiv einige Zeit mit und habe auch schon einige Sachen mitgenommen, aber nun muss ich mal mich räuspern …

    Meine Gedanken zu Gold vs. Aktien:

    – bisher hat JEDWEDE Währung IMMER ihren wahren Wert gefunden, nämlich NULL.
    – Geld ist in Papier gedrucktes Vertrauen, das Morgen dein Schein auch noch die Nullen wert ist, die er trägt aktuell: https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/venezuela-zentralbank-gibt-50-000-bolivar-schein-heraus-a-1272235.html
    – Gold hat keinen Gläubiger; es liegt in meiner Hand.
    – Gold ist im Gegensatz zu Aktien anonym (bei Kauf unter 10.000 E aktuell (und auch da sind andere Länder schon weiter sieh Italien).
    – Es ist MOBIL (jederzeit), im Gegensat zur IMmobile oder Aktien (es sei denn ihr besitzt noch Tafelpapiere 😉
    – wolltet ihr lieber eine Schatulle mit Schmuck, Gold und Silber, oder einem Bündel Papiergeld nach 200 Jahren ausgraben? (Der Zeithorizont is willkürlich).
    – Keine Regierung hat Interesse an harter Währung (alleine schon das 2% Ziel der Regierung).
    – Aktien sind toll, wenn man den richtigen Riecher und Zeit hat. Kostolany: die 4G – Geld, Gedanken, Geduld, Glück. Und auch Kostolany war mehrmals Pleite.
    – Wer Aktien besitzt muss auch die (hoffentlich nur Kurzfristigen) Verluste aushalten können. Er muss sich Gedanken über Money/Riskmanagement machen und auch sonst viele Dinge verstehen, will er nicht seinem Bankberater vertrauen)
    – Ja – ETFs sind als Sparplan eine gute Sache, will man sich keine allzu grossartigen Gedanken machen.
    – Gold hat einen Spread von ~ 3%, bei Aktien habe ich auch einen Spread der mal wesentlich höer sein kann (Pennystocks), abr mal mind. 25% Kapitalertragssteuer abzuführen (also muss die Aktie schon mal 25% besser laufen)

    Meine Erlebnisse, warum ich physisches Gold halte:
    – Beide meine Eltern wurden gleichzeitg Pflegefälle mit einem Vormund (lange Geschichte). Die Kohle auf Konten und Versicherungen war weg (nicht das ich auf ein Erbe gepokert habe, aber denkt mal daran, das das Vermögen teils in Gold angelegt wäre)
    – Ich hätte Eltern-Unterhalt in Höhe von 900 Euro zahlen müssen, weil ich so DUMM war und meine Eigentums-Wohnung schon abbezahlt hatte, und deswegen die zu erwartende Miete als !!Einkommen!! angerechnet wurde. Hätte ich Schulden wie jeder andere Depp gehabt, wären die Schulden sogar mindernd angerechnet worden.
    – Ich habe deshalb meine Wohnung verkauft, und mich Teilselbständig gemacht und meine Kohle in anonymes Gold gesteckt.
    – Am Ende kam es doch anders und ein Elternteil verstarb frühzeitig, so das die Rente für einen Elternteil die Pflegekosten deckt.

    Stellt euch einfch mal vor, ihr werdet längere Zeit krank, oder ein Unfall und möchtet Geld vom Staat (habt ja auch Steuern und Versicherungen jahrelang bedient) und Staat sagt: Nöö – verbrauche erst mal alle deine Rücklagen, bevor du Almosen bekommst. https://www.hartz-4-empfaenger.de/hartz-4-vermoegen
    Na – schon am Zittern, weil deine sichtbaren Rücklagen jetzt schon das x-fache betragen? Und du bist erst 30 und hast noch einige Jahre Zeit im Leben? Dann stell dir mal einen mitte 50-Jährigen vor, dessen Job wegrationalisiert werden wird. Und wie war das noch mit: Gold bringt keine Zinsen! Denk noch mal drüber nach, wenigstens einige Prozent deines Investments unsichtbar werden zu lassen.

    Als ich dann mit Aktien anfing, hat mir das Gold geholfen die Rücksetzer durchzustehen. Ich habe eine Unze zum Streicheln hier liegen -immer wenn ich ins Hadern komme ob ich meine Papiere verkaufen soll, denn ich weiss – die Unze hat immer 31 gramm. Nur der ausgerufene Preis schwankt – nicht aber der Wert (Eine Unze kauft immer zwischen 300 und 800 Laib Brot über die Jahrhunderte weg)

    Gold ist immer eine Absicherung, aber windestens Werterhalt und bestenfalls ein wenig Gewinn. Jeder soll die Sicherheit wählen die er verkraften kann.
    Beispiel – ich habe auch mal Daytrading gemacht und das hat mir das Leben versaut – ständig Angst, es könnte nicht gut laufen, raubte mir nachts den Schlaf. Im Gegensatz dazu als Gold fiel, habe ich trotzdem wie Dagobert im Geldspeicher in meinen Unzen gebadet 😉

    Es soll jeder mit dem glücklich werden, was er an Risiko aushalten kann und demnach handeln.

  48. Avatarbilbo78

    Also ich habe einen sparplan bei bullionvault und somit gold in nem Tresor in der Schweiz. Warum? um in einem nicht eu land einen “notgroschen” zu haben. Falls merkel und ihre gierigen häscher auf die idee kommen sollten mein vermögen abzugraben, habe ich immer noch diese assets in der sicheren schweiz und außerdem läuft bullionvault über die UK, das bekanntlich bald auch ein nicht EU land ist. Silbermünzen sind der einzige sachwert, den ich zuhause in nem tresor bunkere. und dann noch zigaretten und alkohol, falls mal straßenkämpfe ausbrechen sollten (hier in berlin weiß man ja nie…).

  49. AvatarWolke

    „Wer kein Gold besitzt, versteht weder die Geschichte, noch die Wirtschaft“
    sagte Ray Dalio (Bitte googeln, falls ihn hier jemand nicht kennt).
    “Die Aktie ist der ultimative Schutz vor Inflation“
    In meinen Augen der größte Unsinn, denn ich in zwanzig Jahren Beschäftigung mit der Börse gehört habe.
    Nicht besonders intelligent finde ich diese Alles oder Nichts Einstellung. Warum nicht Aktien und Gold?
    Wenn bei einem Bankencrash a la Markus Krall das „ETF Sondervermögen“, dem so blauäugig vertraut wird, samt Depotbank verschwunden ist, könnte man etwas Gold vielleicht gut gebrauchen. Und dieses Ereignis ist in diesen Zeiten weit wahrscheinlicher, als ein Goldverbot.
    Aber die „junge“ Finanzbloggerszene ist nun einmal wie sie ist. Blauäugig, wie die Kinder. Die Aktie ist das Allheilmittel, Altersversorgung, finanzielle Freiheit, Glück und Reichtum. Einfach Haus und Hof in einen Welt-Index stecken, wird schon gutgehen. Bis es dann manchmal doch nicht so gut geht, wie die Geschichte zeigt. 
    Dann ist zwar alles weg, aber man hat gelernt, das ist das Gute daran.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

  50. Avatarfantasyx

    Gold und Silber und etwas Platin gehören ins Portfolio zur Absicherung. 

    Wenn alles zusammenbricht und euch eure scheiss Aktien und ETF per Notgesetz enteignet werden lach ich euch aus. Dann wars das mit finanzieller Freiheit. Und wer schon ein paar Jahre nicht mehr arbeiten musste wird auch keinen Job mehr bekommen im Arbeitsmarkt. Wovon lebt Ihr dann? 
     
    Durch neue Bilanzierungsregeln Ende 2020 kann Gold als Geld gleichgestellt von den Notenbanken bilanziert werden. Das erklärt gerade die Hamsterkäufe der Notenbanken. 
     
    Historische Münzen schützen übrigens leider auch nicht vor Enteignung wenn diese als Kulturgut eingestuft werden. Hierzu gibt es auch schon Gesetze. 
     
    Notvorräte und Fluchtrucksack sollten übrigens vorhanden sein. Empfehlung von unserer Regierung/ Krisenschutz-Zivilschutz. 
     
    Viel Glück euch allen 🙂

  51. AvatarKia

    “und dann noch zigaretten und alkohol, falls mal straßenkämpfe ausbrechen sollten (hier in berlin weiß man ja nie…).”

    Oui, und dann willst du raus auf die Straße um den Kämpfern deine Zigaretten und den Alk zum Kauf anzubieten? Da würde ich vorher wenigstens noch in einen Stich- und Kugelsicheren Ganzkörperanzug investieren.

  52. AvatarBruno

    “Einfach Haus und Hof in einen Welt-Index stecken, wird schon gutgehen. Bis es dann manchmal doch nicht so gut geht, wie die Geschichte zeigt. “
    Nunja diese Strategie ging zumindest die letzten 200 Jahre ganz gut, man hat damit Weltkriege, Finanzkrisen, Crashs, Währungsreformen und anderes überlebt. Gold hat das zwar alles auch überlebt, aber eben ohne Rendite.
    Ich habe nichts gegen Gold, Diversifikation ist sicher wichtig, aber man muss trotzdem einen Schwerpunkt setzen, sonst hat man eben auch nur eine sehr durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Rendite, vielleicht dann 3% p.a. dafür halt weniger Risiko und Schwankungen.
    Aber eines muss man wissen, JEDE Assetklasse hat Risiken, ich könnte für jede Assetklasse die man mir gibt eine Seite Risiken, aber natürlich auch Chancen aufführen. 

  53. AvatarPerpetuum Mobile

    @Wolke, die junge Finanznloggerszene hat ja auch noch keinen richtigen Crash erlebt. Als es im Dezember 2018 gerade mal ca. 10 % nach unten ging, ohje das Gehäule fing da schon an. Warum nicht Aktien und Gold? Übrigens kenne ich bis jetzt auch niemanden persönlich welcher mit Aktien oder Gold die sog. finanzielle Freiheit erreicht hätte, außer Tim. Das ist schon was Besonderes.

  54. AvatarWolke

    @Perpetuum Mobile
    richtig, es halt jetzt 10 Jahre gut gegangen und da meinen viele, wie toll sie das alles hinkriegen und vergessen, wieviel einfach reines Glück ist.
    Ich werde das nie verstehen: Streuung predigen und dann alles in EINEM ETF und womöglich EINER Depotbank. Manche machen das wirklich.
    Ich kenne ein paar finanziell Freie, aber die haben das anders gemacht.
     
     

  55. AvatarNico Meier

    Immer wieder wird über Diversifizieren gesprochen.
    In meinen Augen ist es auch wichtig die Anlageklassen zu diversifizieren.
    Hier machen sich gewisse immer wieder über Käufer von Wohneigentum lustig. Man würde so alles auf eine Karte setzen.
    Wir setzen daher auf Wohnimmobilie, einen Cashpot für Unterhalt und Tilgung sowie auf Aktien in Form von Einzelaktien und ETF’s.
    Dadurch verteilen wir unser Risiko.

  56. Avatar-M

    @jot 
    Schön geschrieben und pro Gold
    Contra: die Ausführungen von Warren dazu. 
    Ist mir sowas von egal welche Währung wir bekommen werden. Die Firmen bleiben und werden ihr Geld verdienen. 
    -M

  57. AvatarAlbr

    @perpetuum mobile, Nö ich bin auch FF und FU 😉
    Das funktioniert definitiv schon…
     
     
     

  58. AvatarAndrea

    Es kann nicht schaden, in verschiedene Arten von Anlagen zu diversifizieren. Wir haben schon vor vielen Jahren eine Riester-Rente abgeschlossen, uns vor ca. 15 Jahren eine Immobilie gekauft, diese in kürzestmöglicher Zeit abbezahlt, schönen Schmuck habe ich mir auch gekauft, seit einigen Jahren fokussiere ich mich auf Aktien. Ich würde mich unwohl fühlen, alles Geld nur in einer Anlageklasse zu haben. 

  59. AvatarChris

    @ Jot
    Also ich hab auch Edelmetalle. Dachte vor Jahren mal es ist die ultimative Absicherung und auch Anlage. Hab dann irgendwann auf Aktien umgeschwenkt. Die Edelmetalle hab ich behalten aber nicht mehr aufgestockt. Sozusagen auch als Cashreserve. Im Krisenfall wird man kaum 800 Brote für eine Unze bekommen. Bspw. gab es nach dem zweiten Weltkrieg zwar etwas Lebensmittel dafür, aber was man so liest auch nicht wirklich viel. Mein Professor hat mir während dem Studium erzählt das sein Vater als Schneider für viele Reiche während und nach dem zweiten WK genäht hat. Sie haben ihm Stammaktien von großen internationalen Unternehmen als Bezahlung angeboten. Hätte er mal nehmen sollen. Er brauchte aber verständlicherweise Lebensmittel. Im Krisenfall sind Lebensmittel eben das Wichtigste. 

  60. AvatarFelix

    Donnerwetter, wenn ich die Kommentare hier überfliege, bin ich doch einigermaßen erstaunt, welche Schauergeschichten hier unterwegs sind. Wie habt denn gegen einen Astroideneinschlag vorgesorgt mit nachfolgendem mehrjährigen nzklearen Winter? 
    Passieren kann alles mögliche, sicher ist nur, dass wir in ein paar Dekaden alle tot sein werden. Wer dann in 200 Jahren einen Goldklumpen ausgräbt oder eben nicht ist mir ziemlich egal.
     Mir geht es darum, bis zu dem o.g. Zeitpunkt ein vernünftiges, weitgehend angstfreies Leben zu führen. Dabei helfen mir die Katastrophenfantasien eher nicht. Vermögen soll ja freier machen und nicht zu Zwangsneurosen führen.

  61. AvatarBruno

    @Wolke
    Weltindex nicht aber Aktien, aber es reicht auch schon auf den Dow Jones zu schauen den gibt es immerhin schon 135 Jahre.
    Ich sehe es ist viel Angst, mir ahnt schon Böses wenn es wieder mal crasht an der Börse 😉 
    Notrucksack: Habe ich nicht, die wichtigsten Unterlagen sind in einem Safe und hier ist das grösste Risiko Brand/Überschwemmung/Raub und weniger der Zusammenbruch des “Systems”.
    Meine grösste Risikooptimierung ist mein Knowhow, ich kann jederzeit wieder bei 0 beginnen und etwas aufbauen, egal wo auf der Welt. Wenn Europa derart in die Krise stürzt dann werde ich nicht mehr hier sein, das ist das Beste. Ich will mir keine Szenarien vorstellen wo ich abgemergelt und angeschossen irgendwo auf einem Bauernhof mit meiner letzten Goldmünze um etwas Milch und Brot bettle, nein danke.

  62. AvatarBruno

    @Felix 
    Das ist m.E. ein Hauptgrund, weshalb viele hier (ich meine in Deutschland nicht hier im Blog) nicht in Aktien investieren und somit auch schlechtere Voraussetzungen haben, um FF zu werden. Sie haben zu viel Angst! Wenn die Börse hoch ist wie jetzt, hat man Angst, dass es bald kracht und man alles verliert. In einer Rezession oder Crash kauft man dann aber auch nicht, denn man hat natürlich Angst, dass es noch mehr fällt. Nach der ersten Erholung hat man immer noch Angst, es könnte ja nur eine Gegenbewegung sein und der grössere Crash kommt erst noch, denn dann hat es immer noch sehr viele Crashpropheten die täglich Angst verbreiten…. etc. so haben die Meisten immer Angst und tun faktisch nix, ausser vielleicht Sparbücher oder Goldmünzen. Bei Immobilien ist die Angst etwas weniger, aber auch da gibt es sie. 
     
    Gier und blinder Optimismus ist natürlich auch schlecht, man sollte das Ganze schon etwas nüchterner anschauen und ja, Risiken gibt es überall, das ganze Leben ist ein Risiko. Niemand weiss, ob er morgen noch erwacht oder heute Abend von einem Auto überfahren wird.

  63. AvatarPerpetuum Mobile

    @Bruno, denke schon, dass die überwiegende Leserschaft hier in Aktien investiert ist.

  64. AvatarBruno

    @Perpetuum Mobile ich meinte mit “hier” Europa/DACH-Region und nicht hier Leser des Blogs… 

  65. AvatarWolke

    @Bruno
    “Nichtvorstellenwollen kann gefährlich sein.
    Wer hätte sich im Juni 39 vorgestellt, daß im September der WK2 beginnt?
    Mitten im ausgelassenen Sommerfest beginnen einige zu frösteln, will heißen, eine gewisse Analyse-und Diagnosefähigkeit ist gefragt.
    Wenn die Welt untergeht, bringt Gold nichts, aber wenns mal nicht so gut läuft, wie in Argentinien, Griechenland oder Venezuela, schon.
    In Europa, in Deutschland kann das nicht geschehen. Ah ja…unglaublich überzeugendes Argument…gerade jetzt…aber hoffen wir das Beste.
     
     
     
     

  66. AvatarBruno

    @Wolke
    Ich kann mir alles vorstellen, aber ich kann keine Prognosen stellen. Stand heute macht für MICH Gold kein Sinn, aber das muss wirklich jeder selber wissen. Wenn der 3. WK ausbricht in Europa will ich wie gesagt nicht hier in einem Bunker mit Goldbarren und Knarre ausharren sondern dann möchte ich woanders sein.
    Und bezüglich Argentinien, Griechenland oder Venezuela, in all diesen Ländern und Krisen wäre ein weltweites Aktienportfolio doch nicht schlecht gewesen.

  67. AvatarWolke

    Die Golddiskussionen führen, wie immer, zu nichts. Weil der Vergleich nicht stimmt. Wer würde einen Picasso mit Aktien vergleichen und dann noch über Wert und Sinn diskutieren?
     
     

  68. AvatarJens

    Das Wichtigste ist es aus meiner Sicht, sich durch andere (auch hier in den Kommentaren) nicht von seiner eigenen Anlagestrategie abbringen zu lassen und sie einfach bis zum Ende durchzuziehen. Das Schlimmste ist es, sich zur ungünstigsten Zeit Zweifel einreden zu lassen und dann aus dem Bauch heraus zu reagieren.

  69. AvatarBruno

    @Wolke
    Warum auch nicht? Einen Picasso oder einen Gaugain hätte man haben sollen… 
    https://www.youtube.com/watch?v=fzW3tSxoGm8
    Dr. Heri finde ich macht einen guten und wertvollen Job, ich kenne ihn auch persönlich seit Jahren.
    Es geht ja in so einer Diskussion nicht darum, dass die Diskussionsteilnehmer den andern überzeugen, sondern es gibt viele auch jüngere Leser und die können sich so vielleicht etwas rausholen, und da ist es immer gut wenn es nicht nur eine Meinung gibt.

  70. AvatarJot

    Noch ein paar Gedanken:

    Ich bin keine reiner Goldbug – eher aus der Not heraus, durch die Geschichte mit meinen Eltern. Aber es hat mich dazu gebracht, “Gschichten aussem Paulanergarten” ernst zu nehmen.
    Ich sehe meine Unzen vor meinem geistigen Auge, wenn ich auf der Autobahn mal wieder Porsches und Volvos im Wert meiner Goldstücke, an mir vorbeiziehen seh. Und ich sitze in meinem 10.000 Euro Wägelchen (Neupreis) und ich denke mir – Cool – ihr treibt den Preis meiner VW und Geely Aktien höher. Also besitze ich halt Gold statt Blech. Das tut meinem Ego gar nicht weh. Diese Erkenntnis hat aber auch eine Zeit gebraucht zu reifen. Mit 20 habe ich auch Geld rausgehauen für Autos auf Kredit.

    Und da sind wir beim nächsten Punkt – hätte ich einen Anleiter/Mentor in jungen Jahren gehab, der mir den Vorteil von Aktien, Sparen allgemein, Immobilen und Zinseszins vermittelt hätte, tja … dann hätte ich sehr wahrscheinlcih schon meinen Ruhestand eingeläutet. Aber so habe ich leider 25 Jahre zu spät mit angefangen.

    Das Gold sehe ich primär auch nur als Wertspeicher, sekundär als Fluchhelfer (Stichwort Finanzelle Rettungsweste) und tertiär als Gegengewicht im Depot – Netter Nebeneffetkt: Gerade die letzten paar Tage hat mein Gold mehr Gewinn gemacht, als meine Aktien Verluste eingefahren haben.

    Ach ja – zu dem Thema Mietdeckel: Meine Vonovias habe ich glücklicherweise, wohlahnend vor ein paar Wochen abgestossen. Strauss sagte mal: Die Grünen sind wie Melonen – aussen grün und innen rot! 😀

    Wenn Rot und Grün die Mehrheit stellen, werden sich sicherlich auch einige fest geglaubten Gegebenheiten ändern.
    Das dumme am Sozialismus ist die Tatsache, das einem am Ende das Geld der Anderen ausgeht. (siehe Geschichtsschreibung)

  71. AvatarLOL

    Der Goldpreis hat in 20 Jahren 540 % Rendite gemacht, das ist keine schlechte Performance !!! Außerdem ist es die optimale Sicherheit gegen Währungsinflation !! Werde es auch weiterhin halten !!

  72. AvatarWolke

    @Jens
    „Das Wichtigste, ist, sich nicht abbringen lassen…bis zum Ende durchziehen“
    Stimmt manchmal, aber eben nicht immer. Einige haben mit dieser Einstellung viel Geld verloren.
    Ich will damit sagen, daß es keine allgemeinen Regeln gibt.
    In der menschlichen Evolution hat sich nicht der Intelligenteste oder Stärkste durchgesetzt, sondern der Flexibelste. Der, der keinen sturen Regeln folgte und sich jeder Situation anpassen konnte.
    Wie an der Börse.
    @Bruno
    Heute, am 14/6/2019 würde ICH mit einem Picasso besser schlafen, als mit einem Aktienpaket gleichen Wertes. Aber was soll‘s, gut schlafen tu ich auch so.

  73. AvatarBruno

    @Wolke Dann kauf Dir einen Picasso. Ich werde nie einen Picasso kaufen, mir gefallen andere Künstler besser. Von den Grossen würde ich eher einen Van Gogh kaufen, hätte ich das nötige Kleingeld. Aber ich unterstütze lieber unbekannte Kleinkünstler, ich will das Bild auch an die Wand hängen und nicht im Tresor lagern, in der Regel hängt ja dann zuhause nur eine Kopie, finde das irgendwie schade, auch wenn man den Unterschied nicht erkennt, aber das Wissen reicht. In ein paar Jahren möchte ich dann eigene Kunst machen. 
    Aber als Investition finde ich Aktien langfristig trotzdem besser v.a. sicherer, die Wahrscheinlichkeit heute ein Bild von einem unbekannten Künstler zu kaufen der in 20 Jahren mal gross rauskommt ist doch eher gering bis sehr gering. 

  74. AvatarPerpetuum Mobile

    … oder man malt selber so gut wie ein Herr Wolfgang Beltracchi!

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