Die Deutschen lieben Schulden. Verzichte besser auf Kredite. Meide neue Autos. Spar das Geld lieber in ETFs oder Qualitätsaktien


New York, 29. November 2017

Die finanzielle Freiheit kann die Mittelschicht schon erreichen. Doch es ist Bodenhaftung nötig. Kreditaufnahmen und neue Autos sind ein großer Bremsklotz beim Vermögensaufbau.


Angenommen, Du bist 50 Jahre alt. Du machst einen Kassensturz. Dir fehlt noch massig Geld für die finanzielle Freiheit. Du ärgerst Dich. Du hast in jungen Jahren von Gehalt zu Gehalt gelebt. Alles im Grunde ging zum Fenster hinaus. Du hast auf großem Fuss gelebt. Viel Urlaub. Schönes Auto. Immer das neueste Handy. Bars. Restaurantbesuche. Mode.

Du hast damals Zeug gekauft, an das Du Dich heute an Deinem 50. Geburtstag nicht mehr erinnern kannst. Es war massenweise unnötiger Kram darunter. Hättest Du besser das Geld, als Du 25 und 30 Jahre alt warst, in einen Fonds oder Qualitätsaktien gegeben. Waren all die Cocktails an der Bar nötig?

Jetzt musst Du die Strafe bezahlen. Du musst in einem Job bleiben, der Dir gar keinen Spaß macht. Am liebsten wärst Du mit Deiner besseren Hälfte womöglich in Mexiko oder Kroatien am Strand, um dort den Frühruhestand zu genießen. Oder irgendwo in den Bergen. Hättest Du nur 750.000 Euro zusammen gespart im Depot, dann wärst Du heute frei. Aber Du hast es nicht gemacht. Du hast nur ein paar Almosen. Du musst daher weiter arbeiten.

Das ist ein typischer Fehler der Mittelschicht. Sie hat ganz schön zu kämpfen mit Hypotheken, Konsumkrediten, Autofinanzierungskosten und anderen hohen Konsumausgaben. Ein anderer großer Fehler ist, wenn Anleger ihr Geld vor lauter Angst eben nicht an den Aktienmarkt tragen. Stattdessen ziehen sie die üblichen Verdächtigen vor: Sparbuch, Festgeld, Bausparen, Versicherungen… Aktien sind wundervoll. Geh ruhig das Risiko ein. Es ist es wert. Aber Du brauchst viel Zeit an der Börse. Der Zinseszins zahlt sich erst mit den Dekaden aus.

Wenn Du früh anfängst, wirst Du Dich großartig fühlen. Überschreitest Du die ersten 100.000 Euro, fühlt sich das großartig an.

Verdienst Du nur wenig Geld, ist die finanzielle Freiheit natürlich schwerer zu erreichen. Aber sie ist trotzdem erreichbar. Ich geb Dir ein paar Beispiele, wie Du Fortschritte machen kannst. Du kannst das Abi bzw. einen Hochschulabschluss nachholen. Das könnte Deine Karrierechancen verbessern.

In Handwerkerberufen lässt sich gutes Geld verdienen. Es stimmt das Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“ durchaus.

„Die Zeit“ beschreibt, wie gut es Handwerkern geht. Die Zeitung beruft sich hierbei auf eine Studie des ifo Instituts:

Wer nach der Fachausbildung einen Meister macht und vielleicht sogar einen eigenen Betrieb gründet, kann oft sogar mit den Studierten mithalten. Auch das Risiko arbeitslos zu werden, ist für einen Meister ähnlich gering wie für einen Uni-Absolventen.

Die Nachfrage nach Handwerkern ist so groß hierzulande, dass Hausbesitzer drei Monate warten müssen, bis ein Facharbeiter vorbeischaut. Elektriker, Sanitär- und Heizungsdienstleister sowie Zimmerer sind jedenfalls ausgebucht.

Bring Dein XING und LinkedIn-Profil auf den neusten Stand, wenn Du Karriere machen willst und einen neuen Job suchst. Arbeitgeber und Personaler schauen auf solche Berufsnetzwerke.

Du kannst ein Haus oder große Wohnung kaufen und eventuell Zimmer über AirBnB vermieten.

Ein Großteil amerikanischer Millionäre wuchs in einfach bis bürgerlichen Verhältnissen auf. Sie gehen vorsichtiger mit ihrem Geld um. Sie entscheiden anders als die Masse. Sie kaufen selten neue Autos. Sie meiden Schulden wie die Pest. Das hat Wissenschaftler Dr. Thomas Stanley in seinem Buch „Der Millionär gleich nebenan“ beschrieben.

Die Masse hierzulande liebt Schulden. Ganz oben auf der Wunschliste für Schulden steht ein Neuwagen.

Die Masse liebt Schulden. Am liebsten nimmt sie Kredite für Auto oder Motorrad auf. Gefolgt von Gebrauchsgütern (PC, TV, Kühlschrank), Wohnen, Umschuldung…

Anstatt Kredite aufzunehmen, verzichte besser darauf. Spare das Geld für ein neues Auto lieber. Gebe das Geld stattdessen in einen ETF oder Qualitätsaktien. Spare und investiere stetig. So kannst Du es in die finanzielle Freiheit schaffen.

Angenommen, Du hast immer Deinen Neuwagen finanziert. Und anderen Klimbim auf Pump gekauft. Du machst 500 Euro im Monat dafür locker. Nimm lieber die 500 Euro und geb sie in einen ETF. Vom 20. bis 60. Lebensjahr stetig 500 Euro in einen ETF gepumpt, macht das über 700.000 Euro. Schau Dir hier meine Kalkulation an. Ich unterstelle fünf Prozent Rendite.

Dein unnötiger Konsum (Clown-Auto, Möbel auf Pump….) kostet Dich im Prinzip fast eine Million Euro. Deshalb werden reiche Menschen reich: Weil sie keinen Konsum auf Pump finanzieren.

Wenn Du dünn werden willst, esse was dünne Menschen essen. Wenn Du dick werden willst, mache das, was Dicke machen. Was ich damit sagen will: Du kannst von Reichen durchaus lernen.

Bevor ich mir ein Auto auf Pump kaufen würde, würde ich ein Rad oder den ÖPNV nutzen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Deutschen lieben Schulden. Verzichte besser auf Kredite. Meide neue Autos. Spar das Geld lieber in ETFs oder Qualitätsaktien

  1. Obama

    @Tim

    Danke für den Artikel.

    Ist natürlich frustierend, wenn man 50 ist und nicht früh angefangen hat mit der Aktien-/Sparstrategie.

    Zumindest kann man dann dafür sorgen, dass es die eigenen Kinder besser machen.

     

    Alles Liebe !

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Obama

    Ja, das stimmt. Das ist frustrierend, wenn man 50 ist und keine Rücklagen hat. Ich rate in diesem Fall nach vorne zu schauen und sofort etwas am Lebensstil zu ändern. Die Vergangenheit kann man kaum ändern, aber das heute und morgen.

    Das heißt mit anderen Worten: Zweitwagen abschaffen, Schulden tilgen, ETF-Sparplan starten, Neuwagen verkaufen, Motorrad weg, eventuell Überstunden machen oder Nebenjob annehmen, Pay-TV kündigen, selber kochen…

    Fitnessstudio kündigen. Stattdessen an einer Lauf-/Sportgruppe beteiligen. Es gibt genug Hobbygruppen, die nichts kosten. Renovierung überdenken. Möbelkauf aufschieben. Haushaltsbuch starten. Urlaub eine Kategorie billiger oder aufschieben. Lotto streichen. Ausmisten. Auf eBay Sachen verkaufen. ÖPNV nutzen statt Privat-PKW. Oder Rad bzw. zu Fuss. Versicherungen ausmisten/vergleichen. Teure Fonds ausmisten. Abos unter die Lupe nehmen.

    LG

  3. Flo

    @Tim

    Die meisten Menschen kaufen all den Plunder, um andere zu beeindrucken. Sie wollen gegenseitig Bestätigung erhalten. Es herrscht kein normales Leben mehr. Der Durchschnittsbürger rennt immer schneller im Hamsterrad.
    Die Lösung heißt: Bescheidenheit!
    Bescheidene Menschen sind erfüllter und halten lange an Beziehungen fest. Umso weniger Erwartungen, desto stressfreier ist dein Leben.
    Siehe Buffett, Gates, Zuckerberg…usw.

    https://www.youtube.com/watch?v=oLWScthpAgY

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Flo

    So ist es. Dieser ganze Konsum-Quatsch sind Trophäen. Sie sollen zeigen, wie toll man ist. Schnelle Autos, polierte Küchen-Inseln, teure Hobbys, neueste Mode…

    Dabei finde ich viel beeindruckender, wenn jemand wenig Plunder hat. Ein uraltes Holzhaus in den Bergen oder am Strand finde ich eher beeindruckend.

  5. Ex-Studentin

    Ich habe letztens die 25k im Depot geknackt. Der Weg zu den 100k wird sicherlich noch einige Jahre dauern, aber ich bin motiviert. Hat man erst mal eine gewisse Summe beisammen, kann man das Geld einfach liegen und weiterarbeiten lassen, selbst wenn die Sparraten mal nicht mehr so hoch sind (z.B. wegen der Familiengründung). So zumindest mein Plan.

  6. holgi

    hallo ,ich bin eher stiller Mitleser in diesem inspirierenden Forum als Schreiber

    und…

    50..

    in jungen Jahren habe ich mich mehr für Frauen und Reisen interessiert als mich mit der Börse zu beschäftigen, Beides waren tolle Hobbys.

    mit der Hochzeit begann die ruhige Phase mit Familie und Hausbau.

    nach meiner Scheidung  ende  dreißzig und Finanzausgleich war das Hauptziel die gemeinsam angeschaffte Immobilie zubehalten und Schuldenfrei zubekommen was jetzt mit 50 erreicht ist.

    Parallel dazu habe ich seit ca. 3 Jahren ein kleines Depot mit ETF und Dividenden Aktien eingerichtet ,realisiere aber das es für eine kompette

    Unabhängigkeit nicht mehr reicht ,aufgrund meiner Lebenserwartung und Umfang des Depot .

    Meine Gedanken kreisen um den Punkt ,da ich einen Teil der Gelder aus der Haustilgung einsetzen möchten,welche Strategie für quasi 50 jährige Beginner sinvoll erscheint…

     

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Gratulation. Guter Ausgangspunkt. Ich schätze, dass 10 bis 20% der Deutschen ein negatives Gesamt-Vermögen hat. Dann gibt es jede Menge Bürger, die so um die Null-Linie herumschwirren, wenn man die Schulden berücksichtigt. Du bist auf einem soliden Kurs.

  8. Didi

    Gratulation @ Ex-studentin! Dein ganzheitlicher Ansatz gefällt mir. Geld ist nicht alles, es sollte auch das Seelenleben stimmen. Familie / Kinder sind das höchste Gut.

    Schuldenfrei @ Holgi – das Primärziel erreicht. Da hast Du vielen hier einiges voraus, trotz Scheidung…Hut ab! Und nun?

    Ist Eigentum nicht ein Klotz am Bein? Oder ist Eigentum…was man hat das hat man? Was sind die laufenden Kosten? Rückstellungen?

    Oder ein Schritt zurück…in eine kleine Mietwohnung ziehen und von den Dividenden vom Hausverkauf…leben… 🙂

     

  9. Ex-Trader

    in zwei Jahren bin ich auch 50. seit 95 an der Börse unterwegs und leider zu lange  Tranig gemacht, erst seit 3J. geht es mehr Richtung Investieren mit guten Aktien und ETFs. Nie Kredite/Schulden gehabt und zzt. knapp 300k. Denke, es hätte mehr sein können…

  10. Lad

    Nun ist schon Zeit auf meinen Leserbrief von 14.4.2017. Ich habe ihn bis heute 5x verbessert. Ich heiße hier in meinen Kommentaren „Lad“.
    Ich kaufte die ersten Aktien 1990. Es waren unbekannte amerikanische Aktien nach der Empfehlung vom Finanzberater meines Chefs. Einige Jahre später habe ich alle mit Gewinn verkauft und andere Aktien gekauft, diesmal habe ich zuerst einige Bücher gelesen und im Eurostoxx50 und Dow Jones die Aktien gesucht. Einige Jahre später war ich 12 Jahre lang ohne Urlaub, ohne Auto und ohne Frau, damit ich genug Geld habe und viele Aktien kaufen kann. Nach dem Crash 2000-2002 und 2007-2009 habe ich manche Aktien billig zugekauft, damit sie schneller ins Plus komme. Ich kaufe nur günstig bewertete Aktien von Unternehmen mit steigendem Gewinn. Value Investing ist mein Stil. Und immer will ich die Dividendenrendite über 3%.
    Ich beschäftige mich mit Aktien schon so lange und publiziere Kommentare im Internet schon so lange, dass mich mehrmals Leute fragten, ob ich auch Vorlesungen veranstalte. Ich habe lieber ein Buch geschrieben. Die letzte Auflage des Buches erschien 2016 auf Deutsch, Spanisch und Englisch. Ich komme gerne zu einem Aktien-Stammtisch in München.
    Seit 2006 besitze ich im Internet die Webseite mit Aktientipps für das aktuelle Jahr, im Stil von Value Investing: nr1a.com/AKTIEN
    Doch ich allein kaufe seit vielen Jahren keine Aktien nur für ein Jahr.
    Am 8.2.2016 gründete ich auf Facebook die Gruppe: „Börse Aktien Value Investing Stammtisch München“: facebook.com/groups/aktien.muenchen
    Ich besitze seit einigen Jahren 21 Blue Chip Aktien, die ich wegen Dividenden ewig halten will. BASF, BMW ST, Münchener Rückversicherung, Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Lloyds Banking Group, Royal Dutch Shell A, Tesco, Sanofi, BHP, AT&T, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Wells Fargo, Cisco Systems, Bank of America.
    Ich bin seit 1.11.2017 (mit 63 Jahren und 7 Monaten) Rentner und meine Dividenden bringen mir besseres Einkommen als meine Rente. Und das sollte sich jeder von euch so einrichten – mehr Dividenden als Rente. Denn die Kinder und die junge Witwe werden nur die Dividenden erben und nicht die Rente von dem Mann. Meine Frau Mary Ann ist im November 1990 geboren. Mein Sohn Joe kam zur Welt im August 2014, mein Sohn Bill im August 2016. Ich zahle Miete für die gleiche Wohnung seit 1984 und achte darauf, dass zukünftig die Miete nie mehr über den Mietspiegel steigt.
    Mein eigenes Buch heißt: Aktien und Börse – das einzige Buch, das du brauchst – ISBN 9783844815481

  11. Fit und Gesund

    Mein Gott, was will die junge Frau mit so einem alten Mann? Das würde ich mir für kein Geld der Welt antun.

     

  12. holgi

    Hallo @ Didi

    zum Thema Eigentum könnte man hier als Anregung evt mal was eigenes machen

    meine Erfahrungen und die im Umfeld sind in Kurzform

    es zählt im Prinzip nur die Lage,der Kreditanteil beim Hausbau sollte so gering als möglich sein,die Tilgung sollte so zügig wie möglich erfolgen(höchstens 15 Jahre da danach die kleinen und großen Reperaturen beginnen bzw der Seniorengerechte Umbau in Angriff genommen werden muss ),die Nebenkosten (Grundsteuer,Kommunal,Versicherungen) sollten nicht unterschätzt werden,zwei linke Hände bedeuten Handwerkerkosten,im Alter wird es evt zur Last und man sollte früh üben sich wieder emotional von seinem Haus  zuverabschieden um sich kleiner zusetzen,die Immobilienpreise werden ,auch in den noch 1a Lagen , sinken da in den nächsten 25 Jahren die Babyboomer ihre geerbten bzw errichten Häuser auf den Markt bringen,heißt es ist eher langfristig  keine Wertanlage..

     

  13. Flo

    @ EX Studentin

    Glückwunsch zu diesem Erfolg. Darf ich fragen wie alt du bist? Bleib am Ball, die ersten 100K sind mega zäh.

     

  14. Ex-Studentin

    Danke für die Glückwunsche! Bin gespannt, wie es weiter geht und ob ich hoffentlich die richtige Auswahl getroffen habe.

    @Flo

    Ich bin 25. Habe nun 2 Jahre investiert. Die Sparrate werde ich hoffentlich noch ein paar Jahre aufrecht halten. Wie läuft es bei dir?

  15. V

    Hey Tim,

    mit 50 Jahren und 750 Tsd EUR im Depot ist man doch nicht frei!!?? Eine kleine Börsenkrise und alles ist bei 50% Haircut nur noch 375 Tsd wert, dann steht man ziemlich blöd da. Und auch so ist es bei 2500 EUR (750.000 / 12 *4%) quasi  ein Leben auf Harz 4 Niveau oder nur leicht besser, denn man muss die Krankenkasse (auch den AG Anteil!) selbst bezahlen, muss Steuern entrichten (Kursgewinne bzw. Dividenden) und hat weitere Kosten, wenn man auch noch Miete zahlen, eine Familie (Frau und Kinder) zu ernähren, zwei Autos haben möchte usw. Zudem besteht speziell in Deutschland die Gefahr, dass irgendwann die Linken kommen und dir dein Geld weg-besteuern möchten, durch Vermögenssteuer etc. Zudem bekommt man durch das frühe Ausscheiden aus dem Arbeitsleben viel weniger Rente.

    Das bedeutet für mich, dass deine Rechnungen stets viel zu knapp kalkuliert sind und dadurch ein erhebliches Risiko eingegangen wird. Denn wenn man erst mal ein paar Jahre weg vom gutbezahlten Job ist, dann ist der Wiedereintritt versperrt und man findet sich im schlimmsten Fall auf dem zweiten Arbeitsmarkt wieder.

    Ich bin aktuell bei ca. 2 Mio EUR + abbezahltes Haus und das mit 46. (Gestartet vor 12 Jahren mit ca. 250 Tsd). Ich bin für mich aber noch weit davon entfernt mich „finanziell frei“ zu bezeichnen und werde den Schritt zur Kündigung oder Reduktion der Arbeitszeit erst in den nächsten 4-5 Jahren angehen. Ich möchte dazu zudem mind. 3Mio auf der Kante haben.

    Im Unterschied zu dir investiere ich vorwiegend in Wachstumsunternehmen, z.B. Biotech. Diese generieren gar kein passives Einkommen, der Zugewinn kommt allein durch die Kursgewinne. Das ist übrigens auch der Grund, dass ich hier einiges vorsichtiger mit der notwendigen Summe bin.

    Grüße

    V

  16. Flo

    @ Ex Studentin

    Wie sieht deine Auswahl aus? ETF´s oder  Aktien?  Wie hoch ist den deine Sparquote?

    Ich bin 28 und habe die 40K geschafft.  Ich bereue es aber, nicht schon mit 20 angefangen zu haben.

  17. Mattoc

    Hallo V

    diese Diskussion haben wir hier auch schon oft geführt. Dabei werden stets die persönlichen Ansprüche und eigenen Lebensbedingungen (in diesem Fall deine) als Maßstab für alle anderen genommen, denen man (in diesem Fall du) erklären möchte, dass ein bestimmter angesparter und angelegter Geldbetrag aus diversen Gründen vorne und hinten nicht reichen wird, um finanziell frei zu sein.

    Die Argumente, weshalb das so sei, sind auch immer gleich:

    – Börsenkrise reduziert das Vermögen

    – Politische Einflüsse

    – Hoher Lebensstandard gewünscht

    – Inflation vergessen?

    – Krankenkasse

    – Annahme: finanziell frei bedeutet zwangsläufig, nicht mehr zu arbeiten

     

    Für alle genannten Punkte gibt es Lösungen, und es gibt in Deutschland genug Menschen, die mit 1500 Euro bis 2000 Euro netto pro Monat über die Runden kommen müssen. Wenn dieser Betrag nun selbst erarbeitet dauerhaft zur Verfügung steht (und das ist bei 750k definitiv der Fall), dann kann einen das schon entspannter in die Zukunft schauen lasssen.

    Und im Zweifelsfall verzichtet man aufs zweite Auto. 😉

     

  18. V

    Hallo Mattoc,

    du wirst lachen, aber ich habe trotz dem für andere als ein ziemlich hohes Polster klingenden Depot einen ziemlich reduzierten Lebensstil, der noch immer auf dem Niveau meiner Studentenzeit ist. Wir kommen derzeit mit weniger als der von dir genannten Summe aus. Allerdings brauchen wir unbedingt zwei Autos, da wir nicht in der Stadt wohnen, sondern im Speckgürtel eines großen Ballungsgebietes. Meine Frau arbeitet auch noch (halbtags/schlecht bezahlt), zwei Kinder wollen zudem zu ihren Freizeitaktivitäten chauffiert werden. Wenn ich hier lese, dass Männer wegen dem Sparen sogar auf eine Freundin verzichten, dann wird es langsam krank.

    Meine Sparquote liegt so ca. 60% – trotz zweier Autos, trotz Familie, trotz Kinder. Wir achten schon sehr auf das Geld, trotzdem sind zwei Urlaube im Jahr drin. Allerdings sehr günstige auf dem Campingplatz mit Selbstverpflegung. Ja und alles mögliche mache ich selbst, Auto reparieren, Haus reparieren (z.B. sind erst ein paar Stellwerke der Fussbodenheizung kaputt gegangen -kaufe ich auf Ebay und tausche selbst aus), etc. Die (alten) Autos zum Beispiel sehen auch nur selten die Werkstatt und nur bei den wirklich notwendigen Dingen wie Bremsen oder Ölwechsel, was ich nicht selbst machen kann.  Wenn ich einkaufe, dann immer nur die beste Qualität zum günstigsten Preis. Zum Beispiel habe ich ein Jahr lang gewartet bis ich jetzt zur Black week die besten Angebote dessen gekauft habe, was ich dringend brauche.

    Aber nochmal. 2500 EUR, die im Krisenfall nur noch 1250 EUR wären und kein Job mehr wäre mir einfach viel zu riskant.

    Ja, schon irgendwie shizo von mir. Auf der einen Seite habe ich vollstes Risiko investiert, aber andererseits scheue ich beim Schritt des Job kündigens jegliches Risiko. Aber ich finde, selbst bei einem Anspruch von 1500 bis 2500 netto muss man mind. 1.5 Mio auf der Kante haben um sich sicher zu sein, dass man alle Eventualitäten übersteht.

    Es gibt so viele Dinge, die man nicht im Fokus hat. Zum Beispiel wenn Eure Eltern zum Pflegefall werden, dann holt der Staat bei Euch das Geld, wenn es die Eltern nicht mehr haben. Elternunterhalt nennt man sowas. Und der deutsche Staat wird in den Jahren immer kreativer es von denjenigen zu holen, die (noch) was haben. Das ist in USA, wo der Tim wohl lebt, wohl noch etwas anderes. Hier in D ist aber langsam der pure Sozialismus ausgebrochen und es wird immer schlimmer, all das muss man mit einkalkulieren!

    Grüße

    V

  19. V

    Im Übrigen gehe ich davon aus, dass es bald mal wieder crasht. Der Bullenmarkt neigt sich dem Ende entgegen.

    Wenn ich heute auf mein Depot schaue erinnert es mich an die Endphasen aus 1999/2000. Mein Depot hat heute z.B. ein Tagesplus von im Moment gerade 58,8 Tsd EUR und ist auf All Time High.

  20. Ex-Studentin

    @V

    Bei diesen Zahlenbeispiele sag ich immer gerne: Keine Ahnung, ob ich von dem Geld leben könnte. Aber gebt mir das Geld und ich opfere mich gerne, es zu testen. Die Frage ist auch, wie viel von dem Geld man z.B. als Tagesgeldpuffer hat, um das Depot selbst in der Krise nicht liquidieren zu müssen. Ebenso plane ich durchaus mit Kapitalverzehr.

    @ Flo

    Habe 15k in ETFs und 10k in Aktien, wobei die Aktien eher „Spielereien“ sind. Amazon, google und 3 Cannabis-Unternehmen. Mit ETFs will ich kontinuierlich mein Depot aufbauen & diversifizieren, bei den Aktien erhoffe ich mir ein paar „One Hit Wonder“, um vielleicht doch mal in 30 Jahren den Markt zu schlagen. Meine Sparquote liegt um die 50%. Ich hätte mit 20 nicht die Nerven gehabt, zu investieren. Habe mich da erst mal aufs Studium konzentriert und war schon stolz auf mein Tagesgeldkonto. Die Börse hätte mich nur unnötig abgelenkt und wer weiß, vielleicht hätte ich mir direkt Finger die verbrannt und es dann gelassen. Jetzt kann ich auch mal ruhig ins Depot schauen und rote Zahlen ertragen. Meine Cannabis-Aktien haben gerade z.B. Kurskorrekturen und waren direkt nach Kauf mehrere 100 € im Minus, weil ich teuer mitten im Hype gekauft habe. Werde Aktien in Zukunft hoffentlich mit mehr Bedacht kaufen und z.B. die Limits klüger wählen.

    Wann bist du ins Berufsleben eingestiegen?

    Liebe Grüße

    Jenny

  21. Mattoc

    „Aber nochmal. 2500 EUR, die im Krisenfall nur noch 1250 EUR wären und kein Job mehr wäre mir einfach viel zu riskant.“

    Warum sollte das im Krisenfall so sein? Um ein einfaches Beispiel zu bringen: Wenn du 1 Mio hast, kannst du jährlich für immer (!) 3% (30.000 Euro) entnehmen, die du sehr gering versteuern musst.

     

     

  22. V

    @Ex-Studentin: Puffer ist relativ. Ich habe 2009 meinen Wertpapierkredit maximiert und voll ausgeschöpft und im Tiefpunkt der Krise auf Kredit gekauft, was ich kriegen konnte. Ein Margin-Call hat mich da auch nicht umgebracht, konnte rechtzeitig abwenden.  Diese Kreditfinanzierung bin ich bis jüngst gefahren und hatte meine Rendite dadurch nochmal gepusht. Würde ich aber niemand empfehlen. Und zur aktuellen Situation wäre es gefährlich. Sollte aber wieder so eine Situation auftauchen, dann würde ich wieder so handeln. Was ich sagen will: 100% Aktienquote ist nie falsch. Es sei denn man erkennt den Crash rechtzeitig und kann rausgehen um dann das Cash tiefer für 100% Aktien einsetzen zu können.

    Im Übrigen halte ich es für einen entscheidenden Vorteil einen Branchenbereich und einen sehr aussichtsreichen Teil davon sehr gut zu kennen. Ich hatte mich z.B. darauf spezialisiert im Biotechbereich Antikörperfirmen zu suchen, die aussichtsreiche Technologien und Produkte in der Pipeline haben.  Ich habe dadurch den Biotechindex um Längen geschlagen. Und der ist ja schon super gelaufen, einfach mal auf Ticker NBI oder IBB schauen. Meine beste Aktie erreichte z.B. 2100% Plus in 2 Jahren. Also für die ganz Fleißigen und risikobereiten gibt es auch noch eine andere Variante als die des ETF und der FANG Aktien. 😉 Man muss nur ziemlich viel Zeit investieren und auch von Marktpsychologie und Charttechnik was verstehen lernen wollen.

    Was deine Experimentierfreudigkeit betrifft: Du bist noch jung und würdest eher die Kurve noch kriegen, falls du wieder arbeiten musst, weil es nicht reicht. Ein 50 jähriger hätte die Chance nicht in der Art…

    @Mattoc, du machst wie viele einen gehörigen Denkfehler: du gehst davon aus, dass du die letzten 40/50/60/70 Jahre einfach so in die Zukunft fortschreiben kannst. Das ist eine trügerische Sicherheit.

    Ich nenne dir zwei Beispiele:

    1. Noch vor 10-12 Jahren dachte jeder er könne die 3% Zinsen locker mit Festgeldanlagen oder Anleihen machen. Das ist heute nicht mehr möglich. Das hätte sich damals keiner vorstellen können.

    2. Wir haben im letzten Jahrhundert zwei Währungsreformen gehabt, was jedes mal zu gewaltigen Verwerfungen und Umverteilungen geführt hat. Leider braucht unser Geldsystem immer mal wieder so einen Reset, wo die Schulden auf 0 gedreht werden und neu gestartet wird. Sachwerte waren in diesem Fall zwar immer die richtige Wahl, trotzdem weiß man nicht wie man da rauskommt. Unser Finanzsystem ist so überschuldet, dass dieser Reset irgendwann wieder kommen wird, über früher oder später. Ich gehe davon aus, dass ich das noch locker erlebe. Daher versuche ich meine Assets sehr breit aufzustellen, dazu gehören jüngst auch Gold und Silber.

  23. Mattoc

    @V

    Mist, ich hatte gedacht, dass ich oben die wesentlichen Kritikpunkte aufgeführt hätte.  Den entscheidenden „das globale Finanzsystem wird scheitern“ hatte ich vergessen. Danke, dass du ihn jetzt ausgepackt hast. Dann haben wir die Liste nun vollständig. 😉

    Allerdings ist das weiterhin grundsätzliche Funktionieren des weltweiten (!) Finanzsystems natürlich kein „Denkfehler“, sondern die entscheidende Voraussetzung für eine Strategie, die auf diesem System basiert.

    Wer aber glaubt, dass es während seiner Lebenszeit einen Atomkrieg, einen Reset des globalen Finanzsystems  (schreibt sich locker von der Hand), Ausrottungen durch Krankheit oder Außerirdische gibt, der sollte natürlich keinen über Dekaden laufenden Plan in finanzieller Hinsicht fassen.

    Da sind wir uns einig, auch wenn ich ausdrücklich nicht zu dieser Gruppe gehöre.

  24. V

    @Mattoc:

    Falsche Argumentation! 😉 Denn den Reset des globalen Finanzsystems ist etwas was du auf dem Schirm haben musst, denn danach geht es für dich weiter.

    Die anderen Punkte (Atomkrieg, weltweite Seuchen, …Ausserirdische war wohl ein Witz), dagegen kannst du dich nur schwer wappnen, danach wirst du mit aller Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr das Problem haben dich und deine Familie ernähren zu müssen, da dann alle tot sind.

    Also wer den Zusammenbruch des Systems nicht auf dem Radar hat handelt sehr fahrlässig. Denn die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr sehr hoch. Die Frage ist nur wann es passiert und wie es passiert… das kann man nicht wissen. Dazu kann man sich nur an historischen Situtationen orientieren.

  25. Flo

    @Ex Student

    ungefähr seit Ende 2011 so richtig. Ich horte noch etwas Cash für Nachkäufe.

    Und bei dir?

  26. Ex-Studentin

    @V

    Glückwunsch, dass du den richtigen Riecher für deine Investitionen hattest. Ich lass mich von der Zukunft überraschen. Hauptsache gesund.

    @Flo

    War 2013 mit dem Studium fertig. Dann erst mal fleißig gespart und ab 2015 dann investiert. Habe zwar noch einen TG-Puffer, aber der ist nicht fürs Investieren gedacht. Ich bin ein Sicherheitsmensch, weswegen ich tatsächlich nur das Geld an der Börse investiere, was ich nicht groß vermissen würde. Gut, dass du Cash für günstige Käufe parat hast. Ich frage mich oft, ob ich während einer Krise wirklich locker bleibe.

  27. Slazenger

    @V

    vieles was du schreibst würde ich unterschreiben, allerdings gibt es nicht für alle Eventualitäten im Leben eine Absicherung! Du bist gut diversifiziert, hast du auch Bitcoins oder andere im Portfolio, bzw. wie schätzt du Kryptowährungen ein?
    Einen Crash sehe ich nicht, eine Korrektur wäre allerdings wünschenswert!

     

  28. Mattoc

    @V

    Zu Gold und Silber:

    https://www.rundschau-online.de/region/lebensmittelpaket-ahnungslose-witwe-verschenkte-goldschatz-ihres-mannes-28980366

     

    Dann sage deiner Frau, wo euer  Golschatz liegt, denn der Reset des globalen Finanzsystems, den du für sehr, sehr wahrscheinlich hältst, wird sicher nicht so geordnet ablaufen wie der Reset eines PCs, auch wenn das Bild dies suggeriert. Es könnte also gut sein, dass du im Häuserkampf deine Familie verteidigen musst und dabei umkommst. Dann sollten deine Nachkommen wissen, wo der Schatz für den Neuanfang vergraben ist.

  29. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    V

    Ok, jeder hat andere Ansprüche ans Leben. Die einen fühlen sich wohl mit 500.000 oder 750.000 Euro im Depot. Andere wie Du brauchen 3 Millionen Euro.

    Du musst schauen, was Du im Monat an Geld brauchst. Und ausgehend davon dann kalkulieren, wie groß Dein Kapitalstock sein muss. Du nimmst dann eben die 3- oder 4%-Formel. Beziehungsweise Du nimmst Deinen Jahresbedarf mal 25.

    Ich lebe recht bescheiden. Ich hab kein Auto. Und magst 2 Autos haben.

    Das muss jeder selbst entscheiden, wann die finanzielle Freiheit beginnt.

    Ich finde, man kann mit einem kleinen Budget sehr glücklich leben. Was grundsätzlich ratsam ist, einen kleinen Job/Nebenjob/Projekt zu behalten, um einen zusätzlichen Geldstrom zu haben. Umso schöner ist es, wenn die Arbeit Spaß macht.

  30. steve

    @V Gratulation auf Kredit mit Biotechaktien spekulieren !! Margin Call gut bedienen können Glückwunsch. Aber sicher nichts für das Lehrbuch mit Garantie reich werden mit Aktien. Was ich nicht verstehe bei deinen Niveau jahrelang auf das passende Angebot im black friday warten.
    Ansonsten ist bei deiner Rechnung Puffer drin Freibeträge für die 4 Person Familie so hoch das der Staat wenig nimmt durch Kindergeld eher was gibt. Überlegenswert ob du weiter zu 100% bei der Risikostrategie bleiben willst.

  31. Andreas

    @V

    Die Linken wollen alles weg besteuern? Ist doch egal. Zieh halt in ein anderes Land und gut ist. Risiko überschaubar wenn man flexibel ist.

    Eltern werden zum Pflegefall? Wenn man ca. 100.000 EUR hat, dann kann die höchste Pflegestufe bezahlt werden pro Person. Lebenserwartung ist dann eh stark reduziert. Das geht ca. 8 Jahre.Die meisten landen aber nicht in der höchsten Pflegestufe sondern nur in einer sehr geringen, was wiederum nicht so teuer ist. Die Versicherungsvertreter spielen hier gerne mit der Angst der Kunden um Ihre Produkte abzusetzen. Also überschaubares Risiko.

    Der totale Supergau wo alle Schulden und Geldbestände auf 0 gedreht werden? Kann passieren. Sachwerte überleben das. Nahrung etc. wird trotzdem benötigt. Gute Unternehmen überleben so eine Krise. Ein breit gestreutes Portfolio wirds schon abfedern. Minimalismus kann hier ebenfalls helfen um gut über die Krise zu kommen.

    Kein Mensch brauch Millionen für die finanzielle Freiheit. Mal ganz davon abgesehen, dass das letzte Hemd keine Taschen hat und man nicht unbedingt der reichste auf dem Friedhof sein muss. Sparen ist ja nicht unbedingt der Sinn des Lebens sonder nur Mittel zum Zweck. Du lebst nur einmal, also genieße es und mach dir nicht ins Hemd.

  32. Vitality

    @Tim – deine Ansichten sind sehr ausgeglichen, Gratulation!

    Da in diesem Artikel die 50 (und+) angesprochen werden: Wir haben uns vor vielen Jahren zum Hauskauf in guter Lage entschlossen. Devise: Hypothek fürs Haus – ok, aber für nichts was drinnen ist! Heute ist es schuldenfrei. Vor einigen Jahren haben wir begonnen mit Aktien und die Ersparnisse sind jetzt wie folgt strukturiert: Aktien, Anleihen (Fonds), Edelmetalle, Imo (eigene + 1 weitere), Cash.

    Ich war nie der Überverdiener, aber wir haben es geschafft dass meine Frau seit dem ersten Kind nicht mehr arbeiten musste. Man könnte sagen, 50% FIRE.

    Ich hab mich hochgearbeitet und der Job mach Spass – allerdings höre ich spätestens mit 60 auf. Wenn es hart auf hart kommt, dann komme ich jetzt schon bis 65 über die Runden – das ist Freiheit, ein gutes Gefühl und gibt dir die gewisse Lockerheit im Job (jemand hat das mal als „Mastery“ bezeichnet).

    Das Geheimnis ist eigentlich keines: Bescheiden zu leben macht glücklich. Nicht mehr ausgeben als hereinkommt, auch wenn es nicht immer leicht ist.(copyright Tim)

  33. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Slazenger,

    was die Kryptos angeht… da bin ich mal echt gespannt, wo das hin geht. Ich nehme das nur von der Seitenlinie wahr. Ich war da mal ziemlich fasziniert, aber bei mittlerweile 1318 Kryptowährungen (gibt es weltweit so viele nationale Währungen?) kommt mir das ziemlich sinnlos vor.

    Bin gespannt, ob wir Zeuge einer echten „Tulpenblase“ werden. Dann würde man endlich verstehen, wie sowas immer wieder neu funktionieren kann.

    Der @V schmeißt hier mit Millionen um sich, das hat ja mal was! Keine Ahnung, ob ich da noch Muße für Internetforen und Blogs hätte.

    Apropos Kredit/Fremdkapital… Ich denke nicht, dass die Deutschen (wie alle anderen Nationen) die Schulden lieben, sondern die Dinge, die sie dafür angeschafft haben. Diese Sachen lieben sie so sehr, dass sie die Schulden dafür billigend in Kauf nehmen.

    Ich liebe z.B. Aktien und ETFs usw. wie grad noch was. Die kaufe ich sogar mit Fremdkapital. I’m addicted to stocks! 😉

    Ich feiere heute, dass ich mal seit vielen Monaten für eine Zeit kein Minus mehr im USD habe (habe ja i.d.R. immer einige Tausender USD Minus). Heute war Payday bei einigen Dividenden und dann habe ich noch einen Put vorzeitig eingetütet (MIK made my day!), und auch noch was verkauft. Mal sehen was Lynx morgen für den November unterm Strich ausrechnet. Der Tausender  Cashflow aus Dividenden und Prämien wird aber wohl wieder nicht geknackt.

    Am 15. Dez. ist wieder Verfallstag, aber gleichzeitig auch Zahltag einiger Dividenden. Da werden aber (so wie es derzeit aussieht) wohl wieder 2 -4 Werte eingebucht, also wieder paar Tausender minus. Na schaun mer mal…

    Gutes Nächtle,

    MS

     

     

  34. Colibri

    @Ex-Studentin:

    Gratulation zum Knacken der 25k! In 5 Jahren wird Dein Depot bestimmt sechsstellig sein, wenn Du dran bleibst und nichts verkaufst. Amazon und Alphabet sind aus meiner Sicht übrigens keine Spielereien, sondern solide Langfristinvestments, die man bei Rücksetzern immer noch aufstocken kann. Heute grad die Werbung für AmazonFresh aus dem Briefkasten gezogen…und schon wieder ein Abo-Modell zum Gelddrucken (für Amazon-Aktionäre): mit schlappen 120 Euro im Jahr ist man dabei…Amazon zählt inzwischen zu meinen TOP 10 Depotpositionen; ebenso Apple, Unilever, Fuchs Petrolub, Microsoft, Reckitt Benckiser, Berkshire Hathaway, De’Longhi, Facebook und Priceline.

    @alle Langfristinvestoren mit Einzelaktien:

    Was haltet ihr auf dem aktuellen Niveau von einem Einstieg bei Fresenius und der Compass Group?

    VG

    Colibri

  35. V

    @Mattoc: ja, lustig Story. Meine Frau weiss wo die ‚Schätze‘ sind. 🙂

    @ Slazenger: Finger weg von den Kryptos. Ein riesen Hype und Blase. Da fehlt der Sachwert dahinter, der dich absichert. Wie lange und wie hoch die Blase geht weiss keiner, aber die historische Erfahrung zeigt, dass das nicht gut gehen wird.

    @ Tim: Hast du Kinder? Frau? Wenn ja, denkst du anders und willst für sie auch mit ansparen. Meine Kinder z.B. habe ich beiden bereits je 25K angespart und es soll noch viel mehr werden bis sie 18 sind. Ich möchte, dass sie einen besseren Start ins Leben haben und keine Sklaven der Hamsterräder sein müssen. Ich halte das für wichtig.

    Wegen Nebenjob: eher nicht. Ich plane eher meinen Job in 4-5 Jahren auf 50% bis 60% zu reduzieren. Meine Frau arbeitet übrigens gerne obwohl sie es gar nicht müsste. Sie will aber…

    Wegen kleinem Budget: Ursprünglich hatte ich auch mit 7% Rendite pro Jahr geplant.. Dass es mehr als 20% p.a. werden davon hatte ich nie geträumt. In den letzten Jahren hat sich alles sehr beschleunigt. Erste Million (Buchwert im Depot) hatte ich Ende 2014, die zweite bereits Mitte 2017 und das obwohl ich durch Umschichtungen zwischenzeitlich mehr als 100Tsd Steuer gezahlt habe. Das sparen hat dabei nur 40-50K beigetragen, der Rest kam von der Börse.

    @steve: Ich warte nicht „jahrelang“, nur bei Sachen die nicht sofort benoetigt werden eben lange genug.

    Risiko ist schon reduziert, z.b. kein Wertpapierkredit mehr.

    Im Übrigen bergen ETFs auch ein Risiko. Denn alle kaufen nur noch den Index, keiner filtert mehr wie ich die Guten von den Schlechten. Was für mich eigentlich nicht schlecht ist, denn dadurch kann ich bei Selektion einer guten Aktie eine bessere Performance machen, denn irgendwann läuft eine overlookte Aktie gegen ihren fairen Wert. Somit ist meine Strategie, wenn man es richtig macht, m.e. risikoärmer als die der ETF Strategie.

    @Andreas: Auswandern wollen wir nicht. Freunde sind hier und nicht im Ausland. Auch die Kinder haben ihre Wurzeln und Freunde hier und würden nicht mal vom aktuellen Ort in den Nachbarort ziehen wollen.

    Das mit Pflegefall passiert sehr häufig. Bei uns in der Familie ist das grad so. Also ganz konkreter Fall. Pflegeheim kostet 2500 EUR pro Monat nach Abzug der Pflegeleistungen. Selber zuhause pflegen ist nicht möglich da höchste Pflegestufe 5 mit Extraschwierigkeiten.

  36. V

    Ich stimme Vitality zu. Seit nvielen Jahren agiere ich in der Firma anders. Obwohl ich keine Führungsposition habe. Ich benenne die Dinge die schief liegen schonungslos offen. Das ist ein echter Win für die Firma bei der ich angestellt bin, denn so kommt man zu besseren Lösungen. Zudem macht sich sowas dann auch im Gehalt bemerkbar, das wird wahrgenommen. Ein frei und ohne Angst oder Zwänge agierender Mitarbeiter ist viel wertvoller als einer, der duckmäuserisch oder uninteressiert nur Aufträge ausführt.

  37. V

    Achja noch der Kommentar von M. Schneider wegen der Muße.

    Ja eigentlich war ich auf der Suche im Internet ob ich irgendwo Erfahrungswerte finden kann bzgl. Leuten die in D als Privatier (finanziell frei) leben – was man konkret beachten muss, wa die Kosten angeht  ( Krankenkasse z.b.) oder wie die mit Rentenzahlungen umgehen (freiwillig weiter einzahlen um das Risiko bei einem Finanzcrash zu mindern?). Steuerliche Tipps, z.b. ob man gezahlte Abgeltunggsteuer problemlos wieder ueber die Einkommenssteuer zurückbekommt wenn die Steuerquote niedriger als 25% ist ….usw.

    Vielleicht kennt ja von Euch jemand gute Links oder Blogger hierzu… wobei das Suchen sicher schwierig ist, denn wer bloggt noch, wenn er es eigentlich gar nicht nötig hat??

    Ansonsten hatte ich eigentlich gar nicht geplant hier mitzudiskutieren, denn ich habe mein Ziel ja bereits fast erreicht. Hoffe meine Worte sind/waren trotzdem interessant für den ein oder anderen…

  38. Gurki

    @Tim: Was ist jetzt eigentlich aus deiner Consorsgeschichte geworden? Schreibst Du dadrüber noch mal was?

  39. steve

    @V

    auf jeden Fall interessant deine Ausführungen wenn auch schlecht zu kopieren. Das nicht alle deine Ansichten zu allgemeinern sind brachte die Diskussion ja schon eindeutig zum Vorschein.

    Mit Risikominimierung dachte ich weniger an etf sondern eher daran ob du dauerhaft im Biotech Bereich verweilst. Das kann richtig nach oben gehen wie du feststellst, die Gegenrichtung ist deswegen nicht unmöglich. Oder schätzt du biotech in der Korrektur welche du erwartest als save haven ein?

  40. Daniel

    @V:

    mit 50 Jahren und 750 Tsd EUR im Depot ist man doch nicht frei!!?? Eine kleine Börsenkrise und alles ist bei 50% Haircut nur noch 375 Tsd wert, dann steht man ziemlich blöd da. Und auch so ist es bei 2500 EUR (750.000 / 12 *4%) quasi  ein Leben auf Harz 4 Niveau oder nur leicht besser, denn man muss die Krankenkasse (auch den AG Anteil!) selbst bezahlen, muss Steuern entrichten (Kursgewinne bzw. Dividenden) und hat weitere Kosten, wenn man auch noch Miete zahlen, eine Familie (Frau und Kinder) zu ernähren, zwei Autos haben möchte usw. Zudem besteht speziell in Deutschland die Gefahr, dass irgendwann die Linken kommen und dir dein Geld weg-besteuern möchten, durch Vermögenssteuer etc. Zudem bekommt man durch das frühe Ausscheiden aus dem Arbeitsleben viel weniger Rente.

    Deine Ausführungen sind nachvollziehbar und jeder hat vermutlich andere Kostenfaktoren die das Depot das man für die FF benötigt massiv beinflussen wird. Sind Kinder mit im Spiel dann steigen natürlich die Ausgaben. Ist man verheiratet und hat Kinder sinkt natürlich im gleichen Maße die Gefahr, dass eine zweite Einkommensquelle wegfällt, nämlich das Gehalt des Partners. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass beide gleichzeitig beschließen nicht mehr zu arbeiten.

    Ich würde bei Depotgrößen oberhalb von 400k sowieso die nächsten Asset-Klassen aufmachen, denn eine massive Steigerung des Depots ist ja gar nicht mehr nötig. Überspitzt formuliert ist jedes Jahr in denen die 400k in Aktien/ETF nicht angefasst werden müssen ja eine potentielle Vermögenssteigerung. Wer dann 350k in Tagesgeld/Festgeld und Anleihen hält, wird auch während einer Aktienkrise nicht in Gefahr laufen plötzlich seine Erträge auf null schwinden zu sehen. Ist hier eine saubere Mischung aus AAA-Bundesanleihen (negativ aber sehr stabil), europäischen und amerikanischen Staatsanleihen, diversen Unternehmensanleihen und High Yield Anleihen vorhanden wird es durch Diversifikation, ähnlich wie bei ETFs, extrem Unwahrscheinlich, dass ALLE Schuldner zahlungsunfähig werden. Es ist also davon auszugehen, dass weiterhin ihre Kupons ausschütten.

    Geht man davon aus, dass man im Extremfall 8 Jahre Krise überbrücken muss in der GAR KEINE Dividende ausgezahlt wird, wären das also bei angenommenen benötigten 2000€ Brutto ein Vermögen von ca. 200.000€ welches irgendwie gehalten werden muss. Das finde ich bei 750k und den angenommenen 400k in Aktien nicht unmöglich.  Weiterhin ist anzunehmen dass man im Extremfall einen der beiden Ehepartner wieder in Arbeit bekommt. Das sollte in 8 Jahren machbar sein. Ggf. reicht ja sogar ein Halbtagsjob. Jedes Jahr in dem das Depot weiter arbeiten kann ist ja ein gewonnenes Jahr.

    Der größte Feind der finanziellen Freiheit ist eigentlich der Lebensstandard den man für sich selbst definiert hat. Je höher er ist umso schwieriger wird es auch ein Depot aufzubauen welches groß genug ist.

    Gruss Daniel

  41. Slazenger

    @V

    Also meinetwegen kannst du gerne weitere Kommentare schreiben, ich finde das was du schreibst hat Hand und Fuß.

     

  42. V

    @Mattoc: danke, die Seite kannte ich schon.

    Sie ist

    1. leider sehr sehr unübersichtlich, auch wenn die ganzen Kapitel und Unterkapitel eine gute Struktur vorgaukeln, die leider keine ist.

    2. sie beantwortet leider nur so viel wie weit ich auch schon bin und sogar teilweise weit weniger tief. Zum Beispiel finde ich zu den steuerlichen Geschichten bezüglich Kapitalertrags- und Einkommenssteuer auf den ersten Blick keine Infos.

    3. die Zielgruppe sind Personen mit nicht viel finanzieller Bildung, für die vorwiegend die Basics erklärt werden (Finanzplan, Einsparmöglichkeiten, …)

    4. teilweise sogar kontraproduktive Tipps wie Riester oder Rürup, die sich rechnerisch nicht lohnen. Unvollständig auch dahingegend, weil z.B. die freiwillige Zahlung in die Rentenkasse wohl nirgends als Option genannt werden.

     

  43. Thomas der Sparkojote

    Hab letzten Monat die magische 100’000 CHF Grenze überschritten, war zwar cool, aber schlussendlich kein besonderes Glücksgefühl. Vermutlich ist die Vorfreude darauf viel grösser gewesen, ich vermute mal ähnlich verhält es sich mit der ersten Million.

    Was ich daraus schliesse, Geld macht nicht Glücklich ab einem gewissen Level, solange die Grundbedürfnisse gedeckt sind. Allerdings bringt es ein gutes Sicherheitsgefühl für unerwartete Ereignisse.

    Grüsse
    Thomas

  44. V

    @Daniel: Anleihen, Staatsanleihen, Festgeld, Tagesgelder  = sicher?… leider ist es gängige und ebenso falsche Meinung, dass das „sicher“ sei und Aktien „unsicher“ und „spekulativ“.

    In Wirklichkeit ist es genau andersherum. Sachwerte sind sicherer und Geldwerte sind extrem unsicher. Denn Geldwerte sind nur rein fiktive Werte, die von der Politik weginflationiert oder willkürlich entwertet werden können. Seit 1971 sind Geldwerte zudem mit nichts mehr hinterlegt (Stichwort: Abschaffung Goldstandard), das sind nur noch reine Schuldscheine.

    Daher bitte dringend von der falschen Vorstellung lösen, dass man eine Sicherheit hätte, wenn man sein Geld aus Sachwerten in „sichere Häfen“ zieht. Bei Sachwerten ist das Risiko weit geringer, diese haben immer einen Wert. Nur Geldwerte haben nur so viel wert, wie der Markt, die Politik und die Notenbank zugesteht.

    Und die Einschätzung, dass schon nicht alles kollabiert ist auch sehr gutgläubig. Das ganze Finanzsystem ist so miteinander verwoben und gegenseitig verschuldet, dass es beim Ausfall von wichtigen Schuldnern zu Kettenreaktionen kommt und alles kollabieren kann. Deswegen pumpen die Notenbanken beim Aufflammen der kleinsten Krise ja auch massiv neue Liquidität in die Märkte (was wiederum die Inflation anheizt).

    Zudem bekommst du durch Anleihen, Tagesgeld, Festgeld nicht mal mehr die Inflation ausgeglichen. Und das obwohl du ein massives Risiko fährst.

    Also bitte glaub nicht an dieses Ammenmärchen von sicherem Hafen Tages- oder Festgeld. Ich kann es leider nicht oft genug sagen. Seid schlau und bleibt in Sachwerten!

  45. V

    Mit Risikominimierung dachte ich weniger an etf sondern eher daran ob du dauerhaft im Biotech Bereich verweilst. Das kann richtig nach oben gehen wie du feststellst, die Gegenrichtung ist deswegen nicht unmöglich. Oder schätzt du biotech in der Korrektur welche du erwartest als save haven ein?

    @steve: Ja die Biotechbewertungen sind bereits hoch. Man hätte hier so wie ich rechtzeitig drin sein sollen.

    Allerdings spricht für Biotech weiterhin:

    1. die Bevölkerung vergreist mehr und mehr. Mehr Kranke = mehr Umsatz. -> zukünftiges Wachstum

    2. die Weltbevölkerung gewinnt mehr und mehr an Wohlstand = Mehr alte und kranke Menschen, die sich Healthcare leisten können -> zukünftiges Wachstum

    3. Die Pharmaindustrie hat immer weniger eigene Innovationen. Biotech schon und jagt big pharma vor sich her. Pharmas müssen daher regelmäßig Biotechs schlucken um selbst nicht unterzugehen. Es werden dabei gute bis aberwitzige Preise bezahlt, da es um das Überleben der Pharmas geht, die aktuell noch auf sehr hohen Cashreserven hocken

    Ich bin weiter in meinen Biotech-Aktien, da ich topinnovative Firmen ausgewählt habe. Manche haben eine derart disruptive Technologie in der Pipeline, dass sie mit ihrer Technologie, sofern erfolgreich, künftig ganze Bereiche monopolisieren können (Bereiche mit >50Mrd USD Umsatz). Es ist eben der Branchenbereich in dem ich mich klasse auskenne. In anderen Bereichen müsste ich mich erst mal Jahren einlernen.

    Natürlich gibt es sehr hohe Risiken wie regulatorische Preissenkungsmassnahmen oder gerade auch Finanzkrisen, deswegen habe ich inzwischen auch 15-20% meines Depots in Nicht-Biotech. Zudem sind die Biotechs, die ich auswähle meist an der Schwelle zum Break Even oder darüber, sodass sie bei einem Finanzcrash nicht umkippen wie die Fliegen.

  46. Bernd

    @V

    Deine Geschichte ist doch motivierend. Extrem hohe Sparquote, hohes Risiko verbunden mit einer hohen Rendite und Expertenwissen haben zu Deinem Millionenvermögen geführt. Eigentlich könntest Du es jetzt etwas ruhiger angehen. Wie gedenkst Du Dein Vermögen einzusetzen? Möchtest Du Deine Arbeitszeit reduzieren? Teure Hobbys aufnehmen? Reicht dir das Gefühl von Unabhängigkei? Mithin, was ist Dei Ziel?

    Gruß

    Bernd

  47. V

    Bernd,

    mein aktuell erreichter Depotwert ist in meinen Gedanken und meinem Mindset aktuell nur ein Buchwert den ich wie von der Seitenlinie betrachte und wie ein Monopoly-Spiel steuere. Für mich ist das irgendwie nicht real. Vielleicht auch deswegen, weil ich weiß wie schnell das sich durch Risiken in Luft auflösen kann, vielleicht auch weil ich es nicht wahrhaben möchte. Ich weiß es nicht…

    Mein persönliches Depot und die anderen Familienfinanzen sind auch getrennt und so sehe ich das auch in meinem Kopf. Im Gegensatz zu Dividendeninvestoren sehe ich in meinen Depots auch nicht die ständigen Dividenden und passiven Einkommenströme, die reinkommen, denn es kommen so gut wie keine rein. Der Wertzuwachs ist rein in Kursgewinnen und damit nur prozentualen Zuwachs-Zahlen.

    Ich finde es interessanter mir vorzustellen, dass mir z.B. der 2700ste Teil der größten reinen Biotechfirma Deutschlands gehört und dort somit dort 1/7 Mitarbeiter nur für mich arbeiten. Oder dass ich 1700stel Anteil an einer aufsteigenden amerikanischen Biotech-Firma habe, die möglicherweise nächstes Jahr für Furore sorgen wird, weil sie alle Antikörper-Krebstherapien viel sicherer (weniger Nebenwirkungen) machen kann. Was ich sagen will: ich verbinde mein Depot noch gar nicht irgendwie mit persönlichem Wohlstand oder Reichtum. Aktuell ist es nur meine Spielwiese, die ich pflege, gut behüte und die Börse der Platz, wo ich jage und das macht Spaß.

    Unser Lebenstandard ist gerade auch so vollkommen i.O. Auch der Job ist okay. Also besteht derzeit nicht die Notwendigkeit was zu ändern. Deswegen auch die Aussage, dass ich das Reduzieren der Arbeitszeit wohl erst in 4-5 Jahren angehen werde.

  48. Sparta

    @V

    Bei Deinem selbst gelobtem timing Geschick ist es doch gar kein Problem wegen der zukünftigen Krise!

    Entweder voll mit Kredit in einer Branche selektiv hebeln (würdest Du ja wieder tun, wenn es crasht) oder aber Du erkennst als einer der wenigen den totalen Zusammenbruch vor allen anderen und zum genau richtigen Zeitpunkt und shortest ganz aggressiv und switcht anschließend in darauf folgende beste Anlageklasse.

    Ich sehe gar kein Problem für Dich, außer den ganzen Widersprüchen… sorry!

  49. Sven

    @ V

    „Allerdings spricht für Biotech weiterhin:

    1. die Bevölkerung vergreist mehr und mehr…

    2. die Weltbevölkerung gewinnt mehr und mehr an Wohlstand…

    3. Die Pharmaindustrie hat immer weniger eigene Innovationen. Biotech schon und jagt big pharma vor sich her. …“

    Glückwunsch! Mit diesem exklusiven Expertenwissen bist Du professionellen Investoren meilenweit voraus!

     

  50. Daniel

    @Daniel: Anleihen, Staatsanleihen, Festgeld, Tagesgelder  = sicher?… leider ist es gängige und ebenso falsche Meinung, dass das „sicher“ sei und Aktien „unsicher“ und „spekulativ“.

    Ich habe nie behauptet das Tagesgeld bzw. Anleihen per se sicher sind und Aktien unsicher, sie sind allerhöchstens volatiler. Eines ist aber sicher, Anleihen sind dafür gebaut einen konstanten Cashflow (zumindnest wenn man sich diese Anleiheart ausgesucht hat) an den Gläuber zurückzugeben, wohingegen die Ausschüttung „goodwill“ des Unternehmens und die Kurssteigerung einer Aktie „Spekulation“ ist. Wer also einen gesicherten Einkommensstrom aus aus seinem Depot unbedingt braucht, ist hier mit einem reinen Aktienportfolio auf dem falschen Dampfer. Selbst ein 2 Millionen Aktiendepot nützt nichts, wenn in einer massiven Wirtschaftskrise ein Unternehmen nach dem anderen die Dividendenzahlung einstellt.

    Auch wenn die Einlagensicherung von 100.000€ pro Anleger und Institut zunächst einmal eine Floskel ist die jeder Politiker raushauen kann. Fakt ist doch, die Bundesrepublik wird mit aller macht vermeiden wollen dass die Sparkonten der Anleger leergeräumt oder weginflationiert werden. Dann hätten wir einen Mob der hier durch die Straßen zieht und brandschatzt.

    Und auch bei den Anleihen sollte man nicht vergessen, der Schuldner, Deutschland oder zumindest die EU besitzt ihre eigene Gelddruckmaschine. Dass ein Schuldner der eigenes Geld herstellt zahlungsunfähig wird ist unwahrscheinlich. Natürlich geht das mit einer massiven Inflation einher, diese hätte aber ebenso Auswirkungen auf Unternehmen von denen die vermeindlich sicheren Aktien gehalten werden. Bricht das Finanzsystem zusammen werden ihm auch die allermeisten Firmen folgen, vielleicht mit ein paar Ausnahmen im Konsumgüterbereich. Aber auch Firmen die keine Kredite mehr bekommen weil niemand mehr dem Anderen traut sind zum scheitern verurteilt.

    Der Moment, in dem AAA Bundesanleihen wertlos werden ist der Moment in dem dir vermutlich auch die schönsten Sachwerte nichts mehr bringen, denn deine Immobilien würden enteignet oder mit schönen Lastenausgleichsplänen belastet, dein Gold würde konfisziert und deine Aktienbestände mit 80% Steuern versehen oder eingeforenen etc.. Bevor der Staat versagt wird er alles mitnehmen was er kriegen kann. Die Sicherheit eines Assets lässt sich immer ganz gut an seiner Rentite ablesen. Und Bundesanleihen verzinsen negativ. Es wird also schon etwas dran sein dass diese Anleihen eine gewisse Sicherheit eines Schuldners mit höchster Bonität mitbringen.

    In Wirklichkeit ist es genau andersherum. Sachwerte sind sicherer und Geldwerte sind extrem unsicher. Denn Geldwerte sind nur rein fiktive Werte, die von der Politik weginflationiert oder willkürlich entwertet werden können. Seit 1971 sind Geldwerte zudem mit nichts mehr hinterlegt (Stichwort: Abschaffung Goldstandard), das sind nur noch reine Schuldscheine.

    Das ist sicherlich richtig. Nichtsdestotrotz verhalten sich diese Assets vor, während und nach eine Krise unterschiedlich. Und man tut gut daran nicht alles auf eine Karte zu setzen. Im Übrigen waren in der Vergangenheit Mischportfolios aus Giralgeld, Anleihen und Aktien weniger volatil und mitunter sogar rentitestärker als reine Aktienportfolios. Sachwerte sind nur solange sicher solange die gesetzlichen Rahmenbedingungen es erlauben. Gold kann konfisziert oder durch Zwangsverkauf enteignet, Immobilien belastet und Aktien viel stärker versteuert werden. Wird es so massive Krisen geben dass alle Länder weltweit betroffen sind wird es auch nicht mehr ausreichen seine Koffer zu packen und in ein anderes Land zu gehen. Auch dort wird man sich erst am Besitz des Neubürgers bereichern wollen. Staaten retten zunächst sich selbst.

    Daher bitte dringend von der falschen Vorstellung lösen, dass man eine Sicherheit hätte, wenn man sein Geld aus Sachwerten in „sichere Häfen“ zieht. Bei Sachwerten ist das Risiko weit geringer, diese haben immer einen Wert. Nur Geldwerte haben nur so viel wert, wie der Markt, die Politik und die Notenbank zugesteht.

    Und die Einschätzung, dass schon nicht alles kollabiert ist auch sehr gutgläubig. Das ganze Finanzsystem ist so miteinander verwoben und gegenseitig verschuldet, dass es beim Ausfall von wichtigen Schuldnern zu Kettenreaktionen kommt und alles kollabieren kann. Deswegen pumpen die Notenbanken beim Aufflammen der kleinsten Krise ja auch massiv neue Liquidität in die Märkte (was wiederum die Inflation anheizt).

    Und du nimmst an dass du ganz gemütlich dein Depot weiternutzen kannst oder auf deinen Sachwerten sitzt bzw. es deinen Aktien/Unternehmen gut geht während das gesamte Finanzsystem kollabiert? Das halte ich ebenfalls für etwas gutgläubig. Diese Diskussion würde überspitzt wieder darin enden, dass man den Preppern Recht gibt die sich zum Eigenversorger mit einer Hand voll Goldmünzen durch die postapokalyptische Welt rettet während der Rest dahinvegetiert. Überspitzt formuliert natürlich 😉

    Zudem bekommst du durch Anleihen, Tagesgeld, Festgeld nicht mal mehr die Inflation ausgeglichen. Und das obwohl du ein massives Risiko fährst.

    Wie gesagt, ich teile deine Einschätzung des Risikos nicht und glaube auch nicht dass der Aktienbestand / Sachwerte sich völlig losgelößt vom Finanzsystem bewegen. Es sind zwar Sachwerte, diese sind aber eng an die Staaten gekoppelt. Letzten Endes führt alles zu wenigen Punkten zurück. Die Staaten definieren was mit dem Geld und auch mit DEINEN Sachwerten passiert. Auswege gibt es hier nur durch Biegen und Brechen der Legalität indem man Dinge hält von dem der Staat nichts weiß. Die Rendite wird im riskobehafteten Teil erwirtschaftet, also mit Aktien, High-Yield Anleihen, P2P, Fonds etc. aber das ist eben nur ein Teil der Medallie.

    Also bitte glaub nicht an dieses Ammenmärchen von sicherem Hafen Tages- oder Festgeld. Ich kann es leider nicht oft genug sagen. Seid schlau und bleibt in Sachwerten!

    Ich weiss dass ich damit hier ziemlich auf verlorenen Posten kämpfe, aber Tagesgeld ist mehr als eine reine Notreserve. Es gibt einer Gesamtassetallokation weniger Volatiltät die ein Anleger insbesondere in längeren Krisenzeiten sehr entgegenkommen. Außerdem bleibt man eben liquide und muss nicht an die Substanz seines Aktienportoflios ran. Wer an die Börse glaubt sollte tunlichst auch an sein Finanzsytem glauben, denn das eine kann und wird ohne das andere nicht funktionieren. Und wer so wenig Grundvertrauen in den Staat, die Banken etc. hat, sollte vermutlich doch besser den privaten Goldschatz horten und sich in Kampftraining üben 😉

    Gruss Daniel

     

  51. V

    Sparta: Aus vergangenen Erfolgen kann man nicht auf die Zukunft schließen.  Man ist nur Mensch und kann es bei der nächsten Krise komplett fehleinschätzen.  Timing ist manchmal möglich, manchmal unmöglich. Von daher kein Widerspruch meiner Aussagen.

  52. V

    Sven, die aufgelisteten Punkte sind aber kein Expertenwissen, das ist Allgemeinwissen… Expertenwissen ist zu wissen wie die Technologie der Produkte einer Firma funktioniert oder funktionieren kann um deren Erfolgswahrscheinlichkeit abschätzen zu können (durch Wissen, was die Konkurrenz in Petto hat), in der Art, dass man in vielen Fällen richtig und in nur wenigen falsch liegt…

  53. Flo

    @Colibri

    Fresenius wurde verprügelt. die Aktie ist jetzt weitaus billiger zu haben, als vor einigen Wochen/Monaten.

    Ich habe fast 5K in Fresenius.

     

  54. V

    Daniel, ich glaube wir haben hier teilweise gleiche, teilweise fundamental unterschiedliche Ansichten. Ich finde das aber okay, ich will nicht missionieren. Die Politik hat stets auch alle Instrumente in der Hand, die ein oder andere Gruppe zu benachteiligen. Nur wurden bisher immer die nicht-Sachwerte benachteiligt, wenn es um Währungsreformen geht.

    Wie ich geschrieben habe ist bei einem Totalcrash auch der Aktienbesitz nicht sicher, da auch die Unternehmen Gläubiger sind und ebenso vor die Hunde gehen würden, wenn ihre Forderungen genullt würden.

    Ja, ein Portfolio muss bei mir immer 100% aus Sachwerten bestehen: Aktien, Immobilien, Gold, Silber, … zudem würde ich im Falle des Ausscheidens aus dem Arbeitsleben weiter hohe freiwillige Zahlungen in die Rentenkasse leisten um je Jahr 2 Entgeltpunkte zu erwerben, da dieses Versprechen des Staates auch nie null werden wird (neg. Rendite egal).

    Anleihen, Festgeld und Tagesgeld kann mir gestohlen bleiben. Höchstes Risiko, minimale Rendite.

    Mit Edelmetallen komme ich auch in der Krise ohne (dann wertloses) Geld über die Runden. Tagesgeld oder große Cashreserve brauch ich dafür nicht.

  55. Daniel

    Daniel, ich glaube wir haben hier teilweise gleiche, teilweise fundamental unterschiedliche Ansichten. Ich finde das aber okay, ich will nicht missionieren. Die Politik hat stets auch alle Instrumente in der Hand, die ein oder andere Gruppe zu benachteiligen. Nur wurden bisher immer die nicht-Sachwerte benachteiligt, wenn es um Währungsreformen geht.

    wäre ja auch schlimm wenn jeder gleich denken und handeln würde :-p Alles gut 😉

     

  56. Bernd

    @V

    Ich finde Dein Beispiel interessant. Das Geld ist zwar da, aber Du lässt es nicht in Deinen Alltag – es ist Spielgeld. Warum auch nicht, Du fühlst Dich mit Deinem jetzigen Leben wohl und willst absehbar nichts ändern. Gefährlich wird es nur, wenn man (aus Bequemlichkeit) keine Weiterentwicklung mehr zulässt. Wenn man die Chancen, die das Leben (mit einem Millionenvermögen) bietet, nicht nutzt. Vielleicht könnte es ja ein Ziel sein, in einem Unternehmen einen wirklich wahrnehmbaren Anteil aufzubauen.

    Gruß

    Bernd

  57. Sparta

    @V

    Wenn man der festen Überzeugung ist, dass das Finanzsystem kollabiert und dann in der schwersten Finanzkrise seit 1929 auf Kredit selektiv und konzentriert in spezifische Einzelwerte investiert… dann ist das ein lupenreiner Widerspruch für mich.

    Logischerweise macht man dieses Risiko nur, wenn man überdurchschnittlich an das Fortbestehen des Finanzsystems glaubt.

    Ja, jetzt wirst Du schreiben, dass damals ja alles Sonnenklar war (Mutti hat ja mündlich garantiert, dass die Sparkonten sicher sind, die Medienflut vom Systemkollaps ähnlich wie 1929 war auch grandios überzogen usw….)

    Und heute ist alles viel schlimmer wenn es wieder kracht (Überschuldung etc. pp.) und deswegen ist es so schwierig zu sagen ob man in der nächsten Krise wieder hebelt oder sein Gold vor der knechtenden Sarah verstecken muss, welche mit dem Wagen kommt und alles einsammeln will…

    Sicher, man kann versuchen sich auf alles möglichen Befürchtungen vorzubereiten. Ob es im Ernst- bzw. Praxisfall greift stellt sich dann heraus.

    Auch wenn es viele nicht glauben wollen, das Gewaltenmonopol liegt in Extremsituationen beim Staat und nicht bei den large cap`s (auch wenn jetzt mehrere selektive Einzelfallbeispiele wie Monsanto kommen mögen und man das schlicht Verallgemeinert) und zusätzlich noch auf die auffällige Unfähigkeit der Parteien bei der Regierungsbildung verweist…

    Besser nicht regieren (=FDP)/nicht verteidigen (=Dortmund)/investieren (=viele Bundesbürger mit Geld auf dem Girokonto) als schlecht… ist auch keine befriedigende Lösung.

    An sich hast Du doch wahnsinnig viele Optionen mit Sachwerten um Deine Angst ein klein wenig kleiner erscheinen zu lassen.

    Die Leute sind mit unterschiedlichen Lebensmodellen zufrieden. Einzelfallbeispiele zu Verallgemeinern (750 k reichen nicht, bzw. ist ähnlich wie Hartz 4)… hm, kommt ganz auf den selektiv verschrobenen Blickwinkel an.

    Für den einen ja, für den anderen nein!

    Zudem fehlen viele individuelle Details (Wohneigentum/Familie/Gesunheit….).

    Mattoc hatte es schon ganz gut beschrieben. Nur bei den Ausserirdischen… hm, ich bin gespannt. 😉

     

  58. V

    @Sparta

    Du magst es als Widerspruch empfinden, ich nenne es situative Reaktion und Spekulation. In 2009 hat mich nicht „Mutti“ bewogen massiv einzusteigen, sondern andere Faktoren. Die 100.000 Garantie (die im echten Kollaps null wert ist) war m.W. bereits im Okt. 2008. Da war noch nicht klar wie es in der Krise weitergeht. Banken  und Versicherungen standen reihenweise vor dem aus, Ansteckungseffekte waren nicht absehbar.

    Im Februar 2009 war allerdings folgendes klar:

    1. die Politik ist gewillt mit aller Macht die Banken und Versicherungen zu retten (die Amis waren hier sehr schnell dabei, was ihnen gut getan hat)

    2. die Notenbanken werden alles tun um nahezu unbegrenzte Liquidität bereitzustellen

    3. die Stimmung der Investoren ist auf „pure Angst“ gedreht.

    In solchen Situationen enstehen die Chancen deines Lebens. Da musst du rein. Aber das ist halt die Psychologie der Menschen, die kaufen immer erst wenn alles „sicher“ erscheint, genau in dem Moment wo alles bereits wieder unsicher geworden ist…

    Bei der nächsten Krise weiß ich einfach nicht, wie die Rahmenbedingungen sein werden. Möglicherweise lässt man Sparer bluten, bank runs setzen ein. Notenbanken und Regierungen agieren zögerlich und falsch. Kein Wunder, haben die Verschuldungsgrade der Staaten bereits jetzt schon gigantische Höhen erreicht, weit höher als vor der Finanzkrise – eben als eine Folge dieser.

    In einem solchen Fall keinesfalls rein. Dann kann man eher von einer disruptiven Neuordnung ausgehen und handelt entsprechend der eigenen Einschätzung und am Besten als einer der Ersten oder wenn man nicht rechtzeitig dran ist hält man besser still, denn wenn man zu spät dran ist an der Börse zahlt man die Zeche. Also situativ handeln, Situation schnell erkennen und analysieren (dazu hat man meist dennoch Wochen Zeit) und handeln!

    Also es ist ja schön, wenn du mir Widersprüche zuschreiben willst, aber ich sehe für mich keine in meinem Handeln und meiner Denkweise. Wenn es für dich Widersprüche sind, dann bitte. Ich akzeptiere deine Meinung. 🙂

  59. V

    So, wirklich genug geschrieben. Das hier frisst zu viel Zeit und bringt mich persönlich nicht weiter. 😉

    Ich wünsche Euch allen, dass ihr Eure Ziele erreicht. Und vergesst nicht: Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu. 😀

    Nein, Scherz beiseite. Das Wichtigste, das ihr habt ist Euer Leben, Zeit, Eure Familie und Gesundheit. Geld ist nicht so wichtig wie viele hier denken, Geld macht bei höherem Depotstand auch nicht glücklicher.  Ihr seid kein anderer Mensch ob ihr nun 10.000, 100.000 oder 1.000.000 im Depot habt.

    In diesem Sinne…

  60. Mattoc

    @Sparta

    Ich denke, man muss auch berücksichtigen, in welchem Personenkreis man diskutiert. Über 90% der Deutschen beschäftigen sich nur sehr oberflächlich mit Finanzen. Da sind Hauskauf, Rente, Lebensverisicherung, Auto, Urlaub die bewegenden Themen. Da ist der Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems überhaupt kein gedankliches Thema. Dann gibt es Leute wie uns hier im Forum, die sich mit Lebensstil, FU, SWD, passivem Einkommen in Form von z.B. Einzelaktien und ETFs, ggf. Immobilien beschäftigen, um selbstbestimmt in Finanzangelegenheiten zu agieren.

    Und dann kommt jemand wie V dazu, der mit der Aussage „Tim, mit 750k ist man doch nicht finanziell frei“ beginnt, der nach eigenen Angaben ein Millionenvermögen auf Kredit mit Biotech-Spekulationen gemacht hat, sagt, dass er das keinem empfehlen würde, er es aber wieder (!) machen würde, seine Frau in Teilzeit schlecht bezahlt arbeitet, sein Millionendepot nur Spielgeld sei, dass er den Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems für sehr, sehr wahrscheinlich hält, er den Verlauf von Währungsreformen nur anhand historisch ähnlicher Fälle bewerten kann, der historische Verlauf des Finanzsystems aber auf keinen Fall fortgeschrieben werden darf.

    Ich freue mich wirklich für V, dass das alles so gut geklappt hat bei ihm. Die zahlreichen anderen Spekulanten, bei denen das nicht funktioniert hat, weil sie sich auf eine andere spekulative Strategie eingelassen haben, werden sich auch hier sicher nicht melden.

    Mich persönlich bringt das aber in dieser individualisierten, teils überlegen dargestellten Form, die V gewählt hat, nicht weiter. Wie sieht die Asset-Zusammensetzung prozentual bei V konkret aus? Warum sollte diese Zusammensetzung einen wirksamen Schutz bieten bzw. Kapitalerhalt bewirken, falls alles zusammenbricht? Wie wird die Performance sein,falls es doch anders kommt? Wird Gold und Silber im Haus gebunkert? Alles offene Fragen.

    Da identifiziere ich mich mehr mit den Menschen, die sich über das Thema Finanzen keine komplizierten Gedanken machen und ergänze das Verhalten um mein ETF-Portfolio. Wenn es dann zu einem vernichtenden Ereignis kommt, dann geht es mir jedenfalls nicht schlechter als der breiten Masse – vielleicht sogar etwas besser – wer weiß das schon.

    Aber jungen Leuten zu suggerieren, dass sich Sparanstrengungen mit einem Ziel von 500k oder 750k nicht lohnen, da das „nicht reicht“ und/oder der nahende Reset des globalen Finnzsystems das Vermögen vernichtet, halte ich gar nicht für sinnvoll.

  61. Sparta

    @Mattoc

    Wenn jemand sich von unbekannten Meinungen/Texten von den eigenen Zielen abringen lässt, war das Ziel und der Wille evtl. doch nicht so stark und ausgeprägt, wie es hätte sein müssen.

    Ansonsten, abweichende und unkonventionelle Texte/Geschichten sind ja auch interessant.

    Allerdings ist die Debatte über die Zukunft schwierig, wenn jemand schon weiß was kommen wird / kommen muss.

    Ich weiß, dass ich verdammt wenig weiß und leider noch weniger über die Zukunft… 😉

    Bei aller Motivation und Zielstrebigkeit… in manchen Fällen ist der Faktor Glück/Pech nicht unbedeutend.

    Wenn ich bei Blog`s so Dinge wie einen Mords-Reibach mit Krypto-Währungen, welche man vergessen hatte, eine 110 % Immo-Mehrfamilienhaus-Finanzierung ohne Gutachter, vermögender Erbfall usw. lese, dann hat manches für mich mehr mit Lotterie als mit seriösem, langfristigem und eigenständigem Vermögensaufbau zu tun.

    Ansonsten, ob 500 oder 750 k für einen mir unbekannten Menschen reichen… sorry, manchmal haut Tim halt so einfache Pauschalisierungen raus. Ins Detail geht es hier nie oder sehr selten, bzw. ist auch zeitlich gar nicht möglich.

    Sicher, netter sind 4 stellige k-Summen und mehrere Standbeine „Cashflow`s“. Wenn sich ein Selbstständiger über nette Dividendensummen freut, aber fast gar keine gesetzliche Rente bekommt, weil nie etwas eingezahlt worden ist, kann man darüber auch gespaltener Meinung sein.

    Mehrere schwach bzw. negativ korrelierende Standbeine sind im Normalfall stabiler in der Entnahmephase…

  62. Stefan

    @V: Verrätst du uns, in welche vielversprechenden Biotech-Aktien du investiert hast?

    Würde diese potenziellen Highflyer gerne mal checken.

    Lieben Dank vorab!

  63. Sparta

    @Mattoc

    Meine mich zu erinnern, dass Herr Kommer das in „Herleitung und Umsetzung usw.“ eine Studie zitiert hat, die den internen Zinsfuß der gesetzl. RV berechnet hat. Relativ am Anfang.

    Berauschend war es nicht, aber es ging mir eher um die verschiedenen Standbeine in der Entnahmephase.

    Ein mir bekannter Rentner hat das freiwillig gemacht. Dem geht es finanziell prima mit guter Rente, abbezahltem Wohneigentum und zusätzlichen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

    Er hält wiederum wenig von der Börse…

    Es gibt mehrere Wege. Es gilt für jeden den individuell passenden Weg zu finden.

     

  64. Colibri

    @Flo

    Ja, die Aktie hat zuletzt kräftig auf die Mütze bekommen. Habe heute bei Fresenius zugeschlagen. 80 Stück zu einem Einstandspreis von 60,66 €/Aktie inkl. Gebühren. Von der Aareal Bank habe ich mich im Gegenzug  – was eher selten vorkommt – verabschiedet. 135 Stück mit ca. 50 % Kursgewinn, leider steuerpflichtig. Aber ich möchte noch höhere Qualität und mehr Langfristinvestments ins Depot bringen. Bei Fresenius rechne ich langfristig mit einem höheren Umsatz- und Gewinnwachstum. Sollte der Preis für die Bad Homburger wider Erwarten noch weiter einbrechen, werde ich nachlegen. Spätestens bei 40 € würde ich sicher noch einmal 120 Stücke draufsatteln.

    Was hältst Du von der Compass Group?

    Einen schönen Abend

    Colibri

     

     

     

  65. Heiko

    Das letzte Zeichen für einen drohenden Crash ist da.

    Nachdem die Kurse jahrelang nach oben gegangen sind, neue Höchststände erreicht haben und ein Phänomen namens Bitcoin jede Tageszeitung füllt, kommen nun in Internetforen Kommentare wie: „Von 750000 Euro könnte ich nicht leben. Ich bin Millionär. Ich investiere in der xy-Tech-Branche, weil ich da Experte bin. Ich habe einen Turn von 20% Marge mit assets geswapt.“

    Mich erinnert das sehr an das Jahr 2000. Genau dieselbe Entwicklung. Was damals mit den Kursen passiert ist, ist allgemein bekannt. Nicht bekannt ist, was aus den Experten geworden ist, die vorher täglich ihre Kompetenz artikulieren mussten und plötzlich in den Foren nicht mehr auftauchten. Wahrscheinlich sind die alle rechtzeitig ausgestiegen und irgendwo an einen Strand gezogen, wo es kein Internet gibt.

  66. June

    @Ex-Studentin,

    ich freue mich mit dir. 25.000 € im Depot sind eine toll Sache. Du hast das in so kurzer Zeit erreicht. Da knackst du in ein paar Jahren auch die 100 k €.

    Deine Cannabis Aktien sehe ich als vorausschauende Anlage an. Cannabis wir in der Krebstherapie eingesetzt und ist damit ein Markt der erst am Anfang steht.

    @750 k Depot von V

    es kommt  wie immer darauf an. Bei diesem Beispiel auf den Blickwinkel. Brauche ich zwingend im Moment 2 Autos, da ich auf dem Land lebe, Frau und Kinder habe und 2 Mal im Jahr All -Inclusive Urlaub machen möchte, ändert sich dies wohlmöglich mit dem Ausstieg aus dem Beruf. Jetzt reicht ein Auto, da der berufliche Streß entfällt reicht ein Urlaub in einem Freinhaus und schon reicht auch da sGeld aus einem kleineren Depot.

    Ein Depot von 750 k € ist vorallem  dann ausreichend, wenn man wie die meisten Menschen die Finnazielle Freiheit erst kurz vor oder mit dem üblichen Altersruhestand erreichen möchte. Daher sollte man immer unbedingt auch dafür investieren und Anfangen lohnt immer. Auch mit kleinen Sparsummen.

    Take care,

    June

     

     

     

  67. Ich

    @V

    Du hast es in meinen Augen geschafft. Aber lass mich bitte sagen, wenn ich 2 Mio. im Depot hätte, würde ich tatsächlich in der Anonymität verschwinden und mich nicht mehr mit Foren beschäftigen.

     

  68. Schwaberle

    @Ex-Studentin:

    Glückwunsch zum Depotwert von 25k€.

    Mein Depot bewegt sich im selben Bereich. Ich habe ebenfalls vor ca. 2 Jahren begonnen. Allerdings war ich da schon 27 :).

    Ich habe mir vorgenommen, die nächsten 4-5 Jahre besonders viel Gas zu geben. Die 100k€ im Depot sind auch mein nächstes Ziel. Ich denke davon wird man sein Leben lang profitieren. Ich habe verschiedene Ideen. Vllt reduziere ich dann meine Sparrate. Vllt geht dann ein Teil in eine Immobilie. Mal sehen, wo das Leben hin führt. Die 100k€ im Depot möchte ich aber definitiv erreichen.

     

    Viele Grüße Schwaberle

  69. ZaVodou

    @V

    Ich zahle nicht freiwillig zusätzlich in die Rentenkasse ein. Sehe den Sinn dahinter nicht.

    Du bist so weiter nämlich auf den Goodwill des Staates angewiesen. Man könnte jederzeit ein Gesetz erlassen, dass die Auszahlung der Rente erst mit 70 oder wann auch immer festlegt oder die Wachstumsrate (Rentenerhöhung) beschneiden. Wenn Du selber Geld verfügen kannst, kannst Du selber den Zeitpunkt bestimmen und auch die Höhe. Außerdem kannst Du das Geld vererben, von der Rentenzahlung bleibt nur 60 % für die Ehefrau übrig und verfällt nach deren Tod ganz.

    Was könnte der deutsche Staat bestenfalls mit den Einnahmen machen? So etwas wie Norwegen. Einen Staatsfonds gründen, um so kapitalgedeckt der Rentenkasse etwas zuzuschießen. Das kannst Du doch aber auch selbst. Und viel erfolgreicher, wie Deine Ergebnisse zeigen. Bei einem deutschen Staatsfonds wäre bestimmt der Anleihenanteil wiederum viel höher, was dann wieder zu Lasten der Rendite gehen würde. Dein Anteil, den Du aus der Rentankasse bekommen würdest, wäre dann also  bestimmt kleiner, als wenn Du das eingezahlte Geld selbst anlegen würdest.

  70. Fit und Gesund

    @Zavodou,

    ich habe in D  4 Rentenjahre beisammen, danach bin ich ins Ausland gegangen, CH und England ein paar Jahre, mir fehlt also exakt 1 Jahr, so bekomme ich keine deutsche Rente, aber nachzahlen? niemals, ich kümmer mich lieber selbst um mein Geld, das sehe ich genau wie Du 🙂

    @Obama, All

    auch Dir und Allen eine besinnliche Adventszeit, meine Zeit ist das leider nicht unbedingt, und ob wir wirklich immer friedlicher zusammenleben? wenn es so ist, dann hoffe ich mal es bleibt so 🙂

  71. Slazenger

    Dank an Obama

    das ist mal ein klasse Artikel von Tim, fasst alles Wesentliche kurz zusammen, und sehr gut geschrieben!

  72. Sparta

    @FitundGesund

    Evtl. bei nur 1 Jahr nachzahlen würde ich mir das mal unbedingt in Deiner Situation ausrechnen lassen…

    Bin beileibe kein glühender Verfechter der gesetzlichen Rente, aber das pauschal als nicht lohnenswert vorzuverurteilen, ohne die konkreten Zahlen zu wissen, ist einfach ein Vorurteil ohne Fakten.

  73. Fit und Gesund

    @Sparta,

    ich habe natürlich keine Ahnung wie das genau mit dem deutschen Rentensystem ausschaut, ob das anteilig berechnet wird, es betrifft eigentlich meine Lehrzeit, 350 DM im ersten Lehrjahr, glaub 500 DM im Zweiten und 650 im dritten Lehrjahr, + 1 Jahr als fertige Kraft,  müsste ich nachschauen, schlau machen kann ich mich sicher mal, vor Allem was die für 1 Jahr dann von mir haben wollten steht dann wahrscheinlich in keinem Verhältnis zu dem was ich erwarten würde, aber hast Recht, ohne tatsächliche Fakten ist es dumm. Kommt auch auf die Lebensdauer an, die ist zum Glück ja unbekannt 🙂

  74. Sparta

    @fitundgesund

    Bin da kein Experte.

    Allerdings wenn es denn bei Dir möglich ist, das 1 Jahr nachzuzahlen (?) im Bereich vom Mindest- bzw. Höchstsatz (glaube ca. 1k – 12k) für ein Entgeldjahr und dann  evtl. mit den 5 Jahren eine monatliche Mickerrente von evtl. ca. xx € monatlich zu bekommen… könnte dass sogar viele (evtl. alle) Div-Aktien toppen.

    Ob das allerdings Wunschdenken oder meine pure Ahnungslosigkeit ist, müsste man einen professionellen Rentenberater rechnen lassen…

    Bei allem Bashing der GRV kann es durchaus einige Konstellationen geben, wo es lohnenswert sein könnte, nachrechnen zu lassen, ob und wie man nachzahlt bzw. ab wieviel Jahren man ins + dreht…

  75. Fit und Gesund

    hi Sparta,

    ich weiss schon was Du meinst, ich setze das mal auf meine to-do Liste, kostet nur einen Brief,

    eine gute ehemalige Kollegin von mir, Schweizerin, verheiratet mit einem Deutschen und in D lebend, 3 Kinder, sie hat letzthin berichtet dass sie, obwohl sie nie in D gearbeitet hat, tatsächlich eine kleine Rente bekommt, die Kinder haben ihr wohl irgendwelche Punkte beschert, ich gönne es ihr von Herzen, auch wenn sie es niemals nötig hätte, ihr Mann hat als Leitender Arzt gut verdient, schon lustig irgendwie…    🙂

  76. June

    @ Fit und Gesund,

    das Thema Rente und Anwartschaft ist komplex. Aber eine Nachzahlung kann sich lohnen. Besagte Tante mit den Wohnungen, hat im jugendlichen  Leichtsinn nach der Hochzeit mit 20 Jahren ihre Rente auszahlen lassen. In den 60er war sowas möglich. Die Meinung der Gesellschaft war, dass

    die Frau sowieso nicht mehr arbeitet, wenn die Kinder da sind. Mit 60+ hat sie ihre Rentenbeträge von damals wieder einbezahlt und ist überglücklich. Die Rendite würde jede andere Anlage schlagen. Was bei ihr aber sicher hinzukommt sie spart dadurch enorm an der  Krankenversicherung.

    Take care,

    June

  77. Fit und Gesund

    @June,

    ja, ich mach mich also schlau, nur, ich bin auch misstrauisch, kaum hab ich dann evtl. eingezahlt, beschliesst diese unglaubwürdige Regierung, …. och nö, wer so lange im Ausland gelebt hat, braucht auch keine Deutsche Rente, ich hab ehrlich wenig Vertrauen in die deutsche Gesetzgebung, siehe Bausparverträge, da konnten die Bausparkassen auch die Verträge kündigen, Denen käme man niemals bei, also viel Geld würde ich dafür nicht riskieren. Von England werde ich ab 67 auch noch eine Mini-Rente bekommen, für die paar Jahre dort,  davon geh ich dann chic Kaffee trinken 🙂  Mal abwarten ob mir da der Brexit nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, eigenes Geld ist am Besten.

    eine gute Woche nun an Alle!

     

     

  78. Ex-Studentin

    @Schwaberle

    Viel Erfolg bei den 100k! Bin gespannt, was die nächsten Jahre an der Börse passiert. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir einen kleinen Crash wünschen soll (bin ja noch am Anfang des Investierens) oder ob ich mich freuen soll, wenn es jedes Jahr nur die Richtung nach oben gibt.

    @Fit & Gesund

    Mütter haben früher in Deutschland einen Rentenpunkt (Wert ca 30€) pro Kind erhalten. Seit 1992 kann man bis zu 3 Punkte pro Kind bekommen. Für eine Ausbildung in D bekommt man 2,25 Punkte. Würde mir das also auch überlegen. June hat es bereits gesagt: Solltest du jemals nach D auswandern, so zahlst du nur rund die Hälfte der Krankenkassenbeiträge, wenn du eine deutsche Rente erhälst.

  79. Sparta

    @fit

    Die gesetzliche Rente hat 2 Weltkriege und Währungsreformen überstanden.

    Unglaubwürdige Politiker hin oder her…

    Soweit ich weiß, beraten die in den Beratungsstellen kostenlos…

    Mehr als Schnapsidee von mir kann es nicht gewesen sein.

    Wäre dann nett, wenn Du schreibst, ob es was bringt, bzw. wie die Rechnung aussieht…

    Besser als die Faktor 24 Konstanz-Immo (wenn es denn möglich ist Nachzuzahlen auf 5 Jahre – früher waren es glaube ich mal 15 Jahre Beitragszahlung) wird es vermutlich auf jeden Fall.

    Wenn z. B. aus einmaliger 5 k Nachzahlung evtl. 50 € monatlich resultieren würden, müsste selbst Zavoudou diese Div-Aktie haben… wenn…

  80. Fit und Gesund

    @Ex-Studentin,

    danke, immer wieder erstaunlich was Du weisst 🙂   Du hast glaub eh den falschen Beruf, Beraterin solltest Du werden, ganz ehrlich!
    Das mit der KK hat schon was!
    @Sparta,

    so, ich hab gleich gegoogelt, Rentenberatung Konstanz, da gibt es sogar Termine für, der nächste ist am 13.12, und ich habe da Frei, werd ich morgen Früh gleich anrufen und einen Termin ausmachen, sinnigerweise bei R. Riester….die hat schon den passenden Namen,

    werde sicher berichten, *lach* also in Tim’s Blog, da wird Dich geholfen *lach*

  81. June

    @Fit und Gesund,

    dann schreibe dir das mit der Krankenkasse auch gleich als Frage mit auf.

    Denn soweit ich weiß ist das eine weiteres kompliziertes Thema, man muss irgendwie in seiner 2 . Lebenshälfte eine bestimmte Anzahl an Jahren versichert gewesen sei. Dies würde auf dich in Deutschland nicht zutreffen, aber vielleicht gilt deine schweizer Versicherung gleichwertig.

    Und achte auf den Begriff – versichert, freiwillig versichert oder pflichtversichert im Zusammenhang mit der Krankenkasse und lass dir die Auswirkungen erklären.

    Wenn ich mal in Rente gehe, werde ich auch aus gefühlten 10 Töpfen mal Kleckerlesbeträge erhalten. Aber viel klein, klein macht auch ein GROSS.

    Take care,

    June

     

     

     

     

     

  82. Fit und Gesund

    Danke June, werde vorher noch forschen was es noch zu beachten gilt, Deutsche Rente stand ja nie auf meinem Schirm… aber besser man kümmert sich drum, ich werde dann berichten.

    liebe Grüsse

  83. Andrea

    Fit und Gesund, ich bin auch einmal gespannt, was dabei herauskommt. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich eine Einzahlung lohnt, weiß es aber auch nicht genau.

  84. Ex-Studentin

    @Fit und Gesund

    Danke für das Lob! Als Beraterin bin ich aber nur begrenzt geeignet. Ich tendiere zum Halbwissen – lieber 1000 Sachen so halb wissen als nur 100 ganz… Kannst dann ja mal berichten, was bei deiner Beratung bei Frau Riester rum kam. 🙂

  85. Mattoc

    Der Punkt von June ist auch nicht irrelevant für einige Menschen:

    Nur wer Anspruch auf gesetzliche Rente hat, hat auch Anspruch auf einen Zuschuss zur Krankenversicherung – egal ob gesetzlich pflichtversichert, freiwillig gesetzlich versichert oder privatversichert. Die Höhe des Zuschusses bzw. die Bemessungsgrundlage für die Berechnung des gesetzlichen Krankenkassenbeitrags steht dann wieder auf einem anderen Blatt.

    Klar ist aber: Wer keine gesetzliche Rente bekommt, bekommt auch keinen Zuschuss und muss die hohen Krankenkassenbeiträge im Alter alleine tragen.

  86. Colibri

    @Fit und Gesund

    @June

    In der Wirtschaftswoche vom 1.12.2017 steht ein interessanter Artikel darüber, wie man sich ab dem 50. Lebensjahr durch freiwillige Einzahlungen die gesetzliche Rente aufbessern kann (Seite 70). Auch Teile einer Abfindung können danach als freiwillige Zahlung in die GRV fließen. Wenn das Geld direkt vom Arbeitgeber an die GRV gezahlt wird, sind diese Beträge sogar steuerfrei.

    Gruß

    Colibri

  87. June

    @Colobri,

    danke für die Info. Dies kann für Fit und Gesund zur Vorbereitung auf ihr Gespräch sehr interessant sein.

    Ich für mich werde zur Zeit keine weitere Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung vornehmen.

    Aber für Mr. Juni wird das unter Umständen wenn er dann 50 ist interessant. Da ihm genauso wie Fit und Gesund noch ein paar Monate fehlen.

    Jetzt macht die Beratung bei ihm aber noch keinen Sinn. Denn bis dahin können sich die Bestimmungen wieder ändern.

  88. Tugumak

    @ fit

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber wurde schon erwähnt, dass du dir die Einzahlungen in die Rente auch auszahlen lassen kannst? Das geht soweit ich weiß, wenn die 5 Jahre nicht voll sind.

    Gruß tugumak

  89. Finanzguerilla

    Super Artikel!

    Spricht mir wiedermal voll und Ganz aus der Seele. Was aber auch in solchen Artikeln gerne zu kurz kommt, sind Themen wie Kinder, Pflegebedürfnis im Alter etc.

    Das kann schon so manchen Traum von finanzieller Freiheit torpedieren 😉 Als idealistisches Ziel ist es natürlich eine klasse Motivation. Erreichen werden es dennoch nur die Wenigsten.

    Wichtig ist, sich nicht zu sehr zu kasteien, weil das Leben und die Zeit verdammt wertvoll sind. Gerade erst ist in meinem Umfeld ein 33-jähriger an Leukämie gestorben. Ich glaube nicht, dass er auf dem Totenbett seine Urlaube und zeitweilige Konsumräusche bereut hat. Die Mischung aus Leben genießen und ordentlich Geld auf die Seite packen macht den Unterschied.

    Gruß

  90. Fit und Gesund

    huhu @ all

    so, heute Morgen hab ich einen Termin abgemacht, erst im Januar, der 13.12 war leider ausgebucht, die Baby-Boomer wollen glaub Alle gleichzeitig in Rente,

    ich werde mir das genau anschauen, allzuviel geb ich aber nicht aus, dafür ist es mir einfach zu unsicher, Krankenkasse hin oder her, Werde auch nachfragen ob eine Auszahlung möglich wäre, danke für den Hinweis. Zuerst muss ich mich nun aber mal ein klein wenig mit dem deutschen Rentensystem beschäftigen, es gibt viele Dinge über die ich gar nicht Bescheid weiss, auch bezüglich Krankenkasse, das ist in der CH alles so viel einfacher, ich suche mir eine KK die mir passt, wähle die Franchise, zahle 1x pro Jahr meinen Betrag und fertig, nicht so ein Schnickschnack mit Freiwillig und Pflichtversichert, Krankenkasse ist doch schon rein verstandesmässig Pflicht..aber nun gut.

    Ich melde mich diesbezüglich wieder wenn ich was weiss.

  91. Obama

    @Finanzguerilla:

    „Wichtig ist, sich nicht zu sehr zu kasteien, weil das Leben und die Zeit verdammt wertvoll sind. Gerade erst ist in meinem Umfeld ein 33-jähriger an Leukämie gestorben. Ich glaube nicht, dass er auf dem Totenbett seine Urlaube und zeitweilige Konsumräusche bereut hat. Die Mischung aus Leben genießen und ordentlich Geld auf die Seite packen macht den Unterschied.“

    Das sehe ich genauso. Die Gefahr ist, dass man jahrzehntelang die Zähne zusammenbeisst, nur um dann finanziell frei zu sein und dann ist es endlich soweit und es kommt dann gesundheitlich,….. anders als man dachte.

    Daher sollten wir uns alle hinsichtlich unseres minimalistischen Lebensstils den Satz von Finanzguerilla an die Pinnwand heften:

    „Die Mischung aus Leben genießen und ordentlich Geld auf die Seite packen macht den Unterschied.“

     

    Alles Liebe !

  92. Anna-Lena

    @Jenny

    Herzlichen Glückwunsch zu den 25k! 🙂 Ich glaube, du schaffst die 100k schneller, als du glaubst 🙂

    @Tim

    Ich finde auch, dass man sich von den „Reichen“ ein Stück abschneiden kann 😉 Soll heißen, sich ihr Verhalten genau anzusehen und nachzumachen – ich halte nichts davon, zu jammern und zu fordern, dass die Reichen dies und das machen sollen. Lieber selbst vermögend werden, viel spenden und für sich selbst sorgen.

  93. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Anna-Lena

    Das stimmt. Man kann von erfolgreichen Menschen lernen. Sie kopieren. Dazu hab ich einen neuen Blogbeitrag heute geschrieben.

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