Wie dir Banken und Vermittler Gebührenmonster andrehen

Wenn du Hilfe brauchst, geh nicht zu deiner Bank, Versicherungsvertreter oder Strukturvertrieb wie MLP, AWD oder Tecis. Denn überall lauern hier möglicherweise Interessenkonflikte. Die “Berater” wollen dir höchstwahrscheinlich was andrehen, damit sie eine Provision bekommen. Mach es lieber selbst. Eröffne ein Depot, eventuell bei einem Discountbroker. Und lege dein Geld selbst an. Ein ETF-Sparplan ist günstig und ideal für die Altersvorsorge.

Gehst du zum Beispiel zu deinem Commerzbank-Filialmitarbeiter, kann es sein, dass er dir einen aktiven Fonds der Allianz unterjubeln will. Mit absurd hohen Kosten, wie ich meine. Der Ausgabeaufschlag beträgt beim Fonds “Allianz Vermögensbildung Deutschland” happige 5%. Hinzu kommen laufende Kosten von 1,8% (TER). In Summe hast du dann im ersten Jahr 6,8 Prozent Kosten am Hals. Sagen wir, du hast viel gespart und legst 100.000 Euro in dieses Produkt an. Dann sind 6.800 Euro weg, die hat dann die Commerzbank und Allianz. Es gibt sogar eine performanceabhängige Gebühr von 20 Prozent. Haha. So geht das. Das ist eine enorme Gebührenbelastung. Ich finde, das ist viel zu teuer. Wie soll da eine positive Rendite im ersten Jahr zustande kommen?

Ich kann nur sagen, ich würde ein solches “Gebührenmonster” nicht mit der Kneifzange anfassen. Finger weg von diesem Produkt – das ist mein Rat.

Ein ETF auf den FTSE All World oder MSCI World kannst du ohne Ausgabeaufschläge bekommen und mit niedrigen Gebühren von unter 0,5%.

Vermittler denken an ihre Provision

Wenn du Berater fragst, die auf Provisionen angewiesen sind, musst du mit schlechten Finanzprodukten rechnen. Nicht alles ist gewiss per se schlecht, was du von ihnen erhältst. Aber du solltest vorsichtig sein. Es kann sein, dass du nach einer Weile das Gefühl bekommst, über den Tisch gezogen worden zu sein. Kosten wie die TER sind generell bei Finanzprodukten extrem wichtig. Viele Kunden stellen ihre Verträge beitragsfrei oder kündigen, wenn sie herausfinden, dass die Rendite lausig ist und die Kosten extrem teuer sind. Deshalb ist Riester und Rürup in vielen Fällen Schrott.

Anstatt einen aktiven Investmentfonds würde ich fast immer einen passiven ETF/Indexfonds vorziehen, weil sie viel günstiger sind und in der Regel auch besser unterm Strich abschneiden.

Berater haben kaum Interesse daran, wenn du einen ETF bei einem günstigen Discountbroker wie Trade Republik*, Smartbroker* (*Affiliate) oder anderswo besparst, weil sie dann daran nichts verdienen. Anders ist das bei einer Honorarberatung, weil der Berater einen Pauschalbetrag erhält. Aber selbst diesen brauchst du vermutlich kaum. Denn im Internet kannst du dich gratis und umfassend informieren. Leb nach dem Motto: Selbst ist der Mann! Selbst ist die Frau!

Die Deutschen horten mehrere Billionen Euro Bargeld und Einlagen auf Konten. Immer mehr Banken führen gleichzeitig negative Zinsen von 0,25 bis 0,75 Prozent ein. Das sorgt für reichlich Ärger. Es gibt schon eine Bank, die Strafzinsen von 1 Prozent ihren Kunden abknöpft.

Leg dein Geld besser in einen All-World-ETF, global gestreut, an. So baust du Wohlstand auf. Anstatt dein Geld unverzinst oder sogar mit Negativzinsen versauern zu lassen, lass es für sich arbeiten. Dann kannst du vielleicht sogar die finanzielle Freiheit oder Teil-Freiheit erreichen. Bevor andere in den Ruhestand gehen, kannst du schon den Job an den Nagel hängen und den Vorruhestand am Strand oder den Bergen genießen.

14-jährige versteht die finanzielle Freiheit, bringt es Schülern bei

So hat eine Schülerin ihren Mitschülern das Konzert der finanziellen Freiheit beigebracht.

Mir hat ein Vater das Referat seiner Tochter geschickt. Vater und Tochter sind Leser meines Blogs. “Meine Tochter Bibiana ist 14 Jahre alt und hat ein Referat in der 4. Klasse … über das Thema „Das Leben bis zur finanziellen Freiheit“ erstellt bzw. vorgetragen und mich gebeten, dir die Unterlagen zu übermitteln.” (Power Point Präsentation in PDF). Mich hat die Präsentation überrascht, weil alles wunderbar auf den Punkt gebracht ist. Ein tolles Referat mit nur wenigen Folien erklärt, was man wissen muss! Wow. Wenn ein 14-jähriges Kind die Kernbotschaft schon so gut versteht, dann hab ich Hoffnung.

Vater Mario berichtet:

“Die Kinder waren erstaunt, dass es so etwas überhaupt gibt. Der Lehrer sagte nach dem Refarat zu Bibiana, dass sie sich keine Sorgen zu machen brauche, dass es die Kinder nicht verstanden haben, da es sich um Universitätsstoff handle. Auch wollten alle wissen, wie Bibiana  zu diesem Thema gekommen ist. Er gab Bibiana eine glatte Eins.”

Vater Mario über seine Tochter
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  1. Auf das ich mich jetzt total unbeliebt mache….

    Was davon hat denn die Tochter geschrieben? Jedes Wort hört sich nach einem Erwachsenen an, der sich mit einem Erwachsenen unterhält. Das soll ein Referat sein für Jugendliche die keine Ahnung von sowas haben und es ist voller Fachbegriffe die nicht erklärt werden. Ich finde es überhaupt nicht und UND für Jugendliche gemacht.

    4. Klasse und 14 Jahre alt?

    Ich wünsche der lieben Bibiana nir das beste, aber lebe deine Jugend…. für Börse ist noch Zeit, wenn man in die Ausbildung geht…….jetzt ist doch Sport, Freunde etc. viel krasser, oder?

    ….Ok und nun duckich mich besser und schütze meinen Kopf
    -M

  2. 4. Klasse?
    Nicht schlecht, ich hatte damals in der 3. Klasse die Allgemeine Relativitätstheorie vorgestellt und noch eim paar eigene Korollare daraus gezogen.

    Hier jedenfalls eine nette Zusammenfassung vom Helikopterpapi.

  3. 4. Klasse Gymnasium passt zum Alter 14. Das ist die 8. Klasse wenn man regulär zählt. Aber niemand bei uns würde zur 8. 4. sagen.

    Oder sie war 10 als sie es geschrieben hat und war tatsächlich in der vierten Klasse, das doch eher unwahrscheinlich.

  4. @-M:

    Naja, für Personen, welche eben nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden wäre es schon gut so früh wie möglich zu sparen und zu investieren. Allgemein kann man wohl sagen: Je ärmer man geboren wird, desto früher sollte man Geld verdienen, eine höhere Sparquote haben und entsprechend anlegen.

    @Thorsten:

    Aber niemand bei uns würde zur 8. 4. sagen.

    Da bin ich mir bei 16 verschiedenen Bildungssystemen in unserem Land nicht ganz so sicher. Schau dir mal die Namensvielfalt der zusammengelegten Haupt- und Realschule an: Sekundarschule, Mittelschule, Oberschule, Regelschule, verbundene Haupt- und Realschule, erweiterte Realschule, Stadtteilschule, Regionalschule, Realschule Plus, Mittelstufenschule, Werkrealschule, etc.

  5. Gratuliere zum tollen Vortrag, ein 14jähriges Mädchen ist auch kein Kind mehr sondern eine Jugendliche. Auch finde ich toll dass es beim Lehrer gut angekommen ist, nicht selbstverständlich. Ist doch ausgezeichnet wenn bereits 14jährige Mädchen diesen Blog lesen und die richtigen Schlüsse ziehen, das Wissen sogar in der Klasse weitergeben.

    PS: Vielleicht regt das auch mal zum Nachdenken ein wenn sich hier ältere Herren wieder mal gegenseitig “bekämpfen” in ihren Grabenkämpfen, anstatt sich auf die Gemeinsamkeit zu konzentrieren 😉

  6. @ Bibiana
    Falls Du mitliest… Herzlichen Glückwunsch zu der gelungenen Powerpoint Präsentation. Als Schülerin würde ich Dir allerdings noch mitgeben, dass Du vielleicht einen Beruf findest, der Dir halbwegs Spaß bereitet oder einen Sinn für Dich ergibt. Der Weg in die Freiheit muss nicht allzu verkrampft sein. Arbeit und lernen kann durchaus Freude bereiten. Manchmal benötigt man auch kleine Herausforderungen um an ihnen zu wachsen. Wenn dann allerdings eine Phase im Leben kommt in der die Zeit eine höhere Priorität bekommt (beispielsweise durch Nachwuchs) ist es natürlich wunderbar wenn Du bereits in frühen Jahren Deine Hausaufgaben gemacht hast und entsprechend frei entscheiden kannst in welcher Form und Wochenstunden Du weiter arbeiten möchtest.

  7. Eine 14jährige träumt von der finanziellen Freiheit und „bringt es ihren Mitschülern bei“. Erinnert mich an das Eiskunstlaufmädchen, das von den Eltern gepusht wird, obwohl es eigentlich ganz was anderes will.
    Einer 14jährigen den Umgang mit Finanzen beibringen, ist extrem wichtig.
    Ihr die finanzielle Freiheit als Lebensziel vorzugaukeln, weil es vielleicht der ungelebte Traum des Vaters ist, wäre fatal.
    Mein Eindruck: Die Hybris und Sensationslust der Finanzblogger/journalisten nimmt zu, siehe auch Finanzwesir. Bis die Blase platzt. Aber davon redet kaum einer.

  8. Hier ist doch eindeutig, dass dies der Wunsch und die Arbeit des Vaters war. Welches 14 jährigs Kind beschäftigt sich schon freiwillig mit solch einem Erwachsenenthema? Ich tippe darauf, dass der Vater seine selbst nie erreichen Wünsche/Träume auf die Tochter projiziert. Ob das gut ist? Ich denke nicht. Bibi gehe mit deinen Freunden ins Schwimmbad und esse Eis von deinem Taschengeld dieses Geld ist am besten investiert!

  9. Nur weil ein Kind (14 ist jetzt auch nicht mehr so klein) sich mit dem Thema beschäftigt, heißt es nicht, dass hier Helikoptereltern ihre Wünsche projizieren. Ich finde es völlig ok mit Kindern über Geld, Geldverdienen und die Börse zu sprechen und 14 scheint mir hierfür ein angemessenes Alter. Vermutlich ist hier eine Familie, die offen über das Thema Finanzen spricht und das färbt halt positiv ab.

    Ich finde es super, dass hier ein Mädchen sich frühzeitig mit einer Alternative zu “Arbeiten bis zur Rente” beschäftigt und dies auch in der Schule vorträgt. Ganz großes Lob an das Mädchen. Und wieso kommen die anderen darauf, dass sie nicht ihr Leben genießt, Eis essen geht und mit Freunden / Freundinnen Ihre Zeit verbringt? Kennt ihr das Mädchen und kennt ihr Ihren Alltag? Man kann sich mit Finanzen beschäftigen und trotzdem sein Leben genießen 🙂 Das ist eh die beste Kombination!

    Vg

  10. @Thony

    Moment…. vielleicht war das Original in ja in Latein : Prima, Secunda, Tertia,.. das wären die Klassen 5,6,…

    Viertes Lehrjahr, viertes Semester,aber das Amtsdeutsch zahlt unabhängig von der Schulform fortlaufend. “8. Klassen tragen Masken”. Niemals “vierte Klassen” für höhrre Schulformen.

  11. @sammy ich gebe dir Recht : Helikopter könnten über Elternhaus und Schule geflogen sein. Als Lehrer kann man dafür auch eine 5 geben, wenn die Arbeit “offensichtlich” nicht selbstständig durchgeführt wurde. Hier könnte es dennoch sein.

    Ist mir vor Jahrzehnten passiert, anstatt Note 1 nur 3. Die Lehrerin hatte offen behauptet ich hätte die Arbeit nicht selbst angefertigt. Alles Beteuern nutzte nichts. Lehrer sind Menschen und sie liegen verdammt oft daneben.

  12. Alleine dass eine Schülerin der vierten Klasse sich mit dem Thema finanzielle Freiheit und Zeit gegen Geld tauschen beschäftigt, sagt mir dass, dieser Mist nicht von ihr kommen kann. Der Vater liest diesen Blog und nötigt seine Tochter dies auch zu tun. Das alleine ist schon schlimm! Sie sollte sich besser mit altersgerechten Dingen beschäftigen.

  13. Finde es ehrlich gesagt etwas befremdlich, wenn eine 14-Jährige bereits von der Finanziellen Freiheit träumt. Ist es nicht so, dass man zuerst einen Beruf erlernen und dann Geld verdienen sollte (das kann auch Spaß machen)? Die Finanzielle Freiheit ist (und sollte es auch nicht) geschenkt sein. Die junge Generation sollte sich bewusst sein, dass Wohlstand auch erarbeitet werden muss. Sehe daher auch den CDU Vorschlag eines (vom Staat finanzieren) 4000 Euro Staatfond für jedes Kind kritisch. Ein steuerbegünstigtes Sparen für die Rente finde ich dagegen großartig. Aber jeder sollte lernen auch mal selbst Verantwortung für seine spätere Rente zu übernehmen und nicht alles von der Allgemeinheit geschenkt bekommen. Was die künftigen Jobperspektiven angeht, lebt die heutige Jugend doch ohnehin in einem “Schlaraffenland” (Arbeitnehmer werden doch heute branchenübergreifend händeringend gesucht). Warum sollte der Staat hier wieder Geschenke verteilen? Beim heutigen Anspruchsdenken an den Staat kann ich nur mit dem Kopf schütteln..

  14. Also prinzipiell finde ich es toll, dass der Lehrer so einen Vortrag überhaupt ermöglicht. Meine Lehrer im Gymnasium haben Interesse an der Börse immer weggewischt mit der Bemerkung, dass die Börse ein Spielcasino ist und auch nur was für “Reiche”.
    So denken viele Lehrer heute noch.

    Ich wäre froh gewesen wenn mich jemand so früh auf das Thema finanzielle Unabhängigkeit gestossen hätte. Aber einen Mr. Moneymustache und ähnliche gab es damals noch nicht.

  15. Wie hoch war eigentlich eure Performance die letzten Jahre?

    Trackt ihr das?

    Ich nutze dazu das kostenlose Programm Portfolio Performance.

    Meine reale Performance war (TWR):

    2019: 7,89%
    2020: -14,09%
    2021: 10,9%

    Dazu ist anzumerken, dass ich genau im April 2020 Geld an die Verwandtschaft ausleihen musste,
    und dadurch genau in der Aufwärtsphase nicht investiert war.
    Im Nachhinein schockt mich das natürlich, wie viel Rendite mir da entgangen ist.

    Das sind halt die äusseren Umstände, die ich immer erwähne.

    “Richtig” und “voll” investiert bin ich daher erst seit etwa Oktober 2019.
    Seither ist die Rendite 14,72%.

    Mein schlechtester Monat war der Februar 2020 mit 13,04% Verlust.
    Mein bester Monat war der November 2020 mit 18,83%.

  16. @Bibiana: Toll, weiter so! Auch wenn Papa vielleicht geholfen hat (wissen wir nicht) eine super Sache!

    “Was die künftigen Jobperspektiven angeht, lebt die heutige Jugend doch ohnehin in einem “Schlaraffenland” (Arbeitnehmer werden doch heute branchenübergreifend händeringend gesucht). Warum sollte der Staat hier wieder Geschenke verteilen? ”

    Diese Ansicht teile ich nicht. Im Gegenteil. Gesucht werden Leute überall. Die Konditionen sind aber je nach Branche mäßig und der Arbeitsdruck steigt. Echter Fachkräftemangel müsste mit deutlicheren Lohnsteigerungen einhergehen. Sehe ich nicht. Dazu irgendwann Rente mit 70. Super Aussichten. Kollegen von mir konnten noch mit 57 in Vorruhestand gehen, bei großzügigen Übergangsregelungen.

  17. @zen
    die Performance sieht nicht gut aus. Du schreibst hier seitenweise wie toll dein System funktioniert….
    Mein MSCI World ETF von Ishares hat 2019 knapp über 31% zugelegt, 2020 5,48% und 2021 bisher 15,45%..

    Wieso sollte man sich jetzt so viel Mühe machen, mehr Risiko eingehen aufgrund niedriger Streuung, um dann noch eine Underperformance zu erzielen? Dein Einsatz müsste schon deutlich besser sein als der Markt, dass es interessant wird. Und das auch auf Dauer. Ich habe da Zweifel.

  18. @Ralf
    “Dazu irgendwann Rente mit 70. Super Aussichten. Kollegen von mir konnten noch mit 57 in Vorruhestand gehen, bei großzügigen Übergangsregelungen.”

    Aktuell geht es ja erst Richtung Rente mit 67. Die Rentenbezugsdauer ist so hoch wie nie zuvor. Zu Bismarks Zeiten lag die durchschnittliche Lebenserwartung noch unterhalb des Renteneintrittsalters. Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ist schon alleine wegen der steigenden Lebenserwartung angebracht.

  19. Ich gebe Oli recht. Sparen war und ist eine gute Idee – nur hat man früher gespart für: Auto, Urlaub etc. weil es galt: die Rente ist sicher.. Heute weiß doch gerade die jüngere Generation nicht, ob und wie hoch deren Rente sein wird.
    Wichtig ist daher m.E. in erster Linie Finanzbildung. Je früher diese vermittelt wird, desto besser. Was die Kids draus machen, ist dann deren Entscheidung. Aber sie müssen halt wissen, das man nicht nur für das neue Handy etc sparen kann, sondern auch für andere Ziele.
    Wer weiß, vielleicht legt der Vater einen Teil vom Kindergeld für seine Tochter an und sie verwendet ihr Taschengeld etc für genau das, was einige hier beschreiben: schwimmen, Eis, Kino?
    Und – 14-jährige können schlauer sein, als man denkt.

  20. @Zen:
    2019: 27,44%
    2020: 42,79% (schon krass. Hab im März / April dick nachgekauft)
    2021: 7,71% (Stand 1.6.)

    Portfolio besteht aus 2 x ETFs (70/30) und Einzel-Aktien aus Auto / Tech / Finanzen / Gesundheit / Konsum.

    Ich habe ein einfaches Excel. Ich tracke jedes Jahr wieviel Geld durch Überweisung aufs Depot geht und mache dann am Jahresende eine Messung wo das Depot liegt. Die Differenz (meist positiv) ist die Rendite. Etwas vereinfacht, weil ich damit so tue als hätte ich am Jahresanfang alles überwiesen und dann bis Jahresende kein Geld mehr eingezahlt, aber mit dieser Ungenauigkeit kann ich leben. Ist halt super easy. Portfolio Manager habe ich mir mal angeschaut, aber irgendwie war es mir doch zu anstrengend.

  21. Also ich habe mir das Referat angesehen und kann voll nachvollziehen, dass sie eine 1 darauf bekommen hat. Wirklich gut gemacht. Werde das meinem 11-jährigen Sohn zeigen.
    Habe da viele Sachen von Mr. Moneymustache wiedererkannt.
    Sicherlich hat das Mädchen das nicht allein gemacht. Aber darum geht es auch nicht. Der Lerneffekt für die Mitschüler müsste riesig sein.

    @Tim
    boah man muss sich echt immer anstrengen mit diesen Rechenaufgaben kurz vorm Abschicken des Kommenrars ;-))))

  22. Gestern in der Zoom-Konferenz, mir steht jetzt noch der Mund offen, weil ich ungefragt eine Bestätigung bekommen habe.
    Der Gesprächspartner verwaltet Wohnungen und baut auch. Nicht er selbst, sondern das Unternehmen natürlich.
    – Es gibt keine Baugrundstücke in Hamburg, das war bekannt
    – es ist nicht mehr möglich so zu bauen, dass weniger als 20€/qm Kaltmiete verlangt werden müssen.
    – die Zahl 20€ wurde auf meine Nachfrage hin relativiert. Sie gilt für kleinere Wohnungen. Größere könnten ab 15€ angeboten werden
    – als ich sagte, dass vor ein paar Jahren bei 10€ das Geschrei schon groß war bekam ich die Antwort, dass es solche Mieten nicht gäbe, ob das im Bereich Sozialwohnungsbau wäre. Ich habe dann hinterhergeschoben, dass das 2007 war. Die Zeit hatte der Gesprächspartner beruflich nicht erlebt.

    Sobald Corona vorbei ist wird der Zustrom zunehmen, allenfalls Stagnation ist denkbar sagte der Gesprächspartner.

    Boden ist nicht vermehrbar, da wird gar nichts mehr fallen, es sei denn wir würden in eine langjährige tiefe Wirtschaftskrise fallen.

  23. “Warum sollte der Staat hier wieder Geschenke verteilen?”

    Das ist Werbung für dir Wahlen.

    @Thorsti
    “Boden ist nicht vermehrbar, da wird gar nichts mehr fallen,”

    Na, wieder so überzeugt wie bei Russen Aktien und Wirecard?

  24. Mit 14 kann man die Zusammenhänge durchaus schon verstehen. Da ist man doch schon fast Erwachsen. Ok bei einigen dauert das wohl auch länger.
    Ich war selber schon mit 11, 12 Jahren von “Zinsen” fasziniert. Sowas wie eine “finanzielle Freiheit” habe ich zwar nie angestrebt, aber ich fand die Idee einfach Zinsen für sein Geld zu bekommen sogar so interessant, das ich als Schülerin schon dafür gearbeitet habe.
    Wenn ich mir überlege was ich da als Schülerin schon alles gemacht habe. Vor der Schule Zeitung mit Inliner ausgetragen, Samstag und Sonntags Eier sortiert, Eis verkauft am Badesee. Später dann Traktor beim Bauern gefahren und als Ferienjob hab ich paarmal in der Nachtschicht in einer Kunststofffirma gearbeitet.
    Mir haben die meisten Sachen eigentlich auch total Spass gemacht.
    Zum Traktor fahren kann ich noch eine lustige Geschichte schreiben. Das war kurz vor meinem 15. Geburtstag. Da ich ja logischerweise keinen Führerschein hatte, konnte ich eigentlich nur aufm Feld fahren. Deswegen hab ich eigentlich nach der Schule immer nur die Gülle eingegrubbert, die schon vormittags aufs Feld gefahren wurde.
    Da dem Bauern aber vormittags was dazwischen gekommen ist, sollte ich dann die Gülle fahren. Auf meinen Einwand das ich ja keinen Führerschein habe, meinte er nur: Du brauchst ja nur hier vorne hin. Das ist ja Privatweg, da kannste fahren.
    Nachdem er mir das gezeigt hatte bin ich dann paar Fass alleine gefahren, was auch gut geklappt hat. Doch dann wurde ich von der Polizei angehalten. da ist mir das herz schon in die Hose gerutscht. aber ich dachte mir: Ganz egal, Selbstbewusstsein zeigen!
    Das Gespräch mit den Polizisten lief dann in etwa so ab:
    Polizei: Hast du eigentlich einen Führerschein?
    Ich: Nein, aber ich brauch hier ja auch keinen! Das ist ein Privatweg!
    Polizei: Ja, aber immer schön vorsichtig fahren!
    Ich: Ja natürlich! Vorsicht ist mein 2. Name! Aber könnt ihr jetzt mal aus dem Weg fahren! Ihr stehlt mir meine Zeit!
    Polizei: Ja , aber pass auf dich auf.
    Dann sind die weggefahren. Find ich heute noch witzig.

  25. Super Präsentation.
    Gut zusammengefasst und Wichtige Dinge angesprochen.
    Mehr braucht es eigentlich nicht um anzufangen.

  26. Moin,

    habe einige im direkten Umfeld und kann daher folgende Aussage: “Vermittler denken an ihre Provision” nur bestätigen. Ansonsten gelungener Beitrag!

  27. “Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ist schon alleine wegen der steigenden Lebenserwartung angebracht.”

    Das wird den Leuten so lange verkauft bis sie es tatsächlich nicht anders erkennen. Zum einen nimmt die Arbeitsproduktivität zu durch Digitalisierung und Innovationen. Und die Lebenserwartung von männlichen jungen Erwachsenen die z.B. um 2002 herum geboren wurden liegt laut laut statistischem Bundesamt bei rund 76 Jahren. So üppig ist das nun auch nicht unbedingt….

    https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?operation=previous&levelindex=1&step=1&titel=Ergebnis&levelid=1624362080405&acceptscookies=false#abreadcrumb

  28. @ Thorsten

    Es gibt auch gegenteilige Auffassungen:

    http://www.index-capital.info/blog/2020/1/16/demographierisiken-fr-wohnimmobilien

    https://finanzmarktwelt.de/immobilien-trendwende-beendet-boom-153872/

    https://www.youtube.com/watch?v=74ttFkQe23k

    Wer weiss schon was passieren wird.
    Tatsache ist: Die Mietzahlungen können immer nur einen gewissen Teil des monatlichen Einkommens ausmachen. Das hat soziale Sprengkraft. Sollte es da zu starke Verschiebungen geben wird die Politik eingreifen. Was ja auch schon passiert.

    Und es wird die nächsten Jahre in jedem Dorf dutzende Häuser geben deren Bewohner wegsterben und NIEMAND mehr diese Häuser haben will. Das beobachte ich bei uns im Umfeld zum Teil jetzt schon (Rhein-Neckar-Kreis/Pfalz).

    Allein das Eigenkapital das man aufbringen muss um einen entsprechenden Kredit zu bekommen macht es schon uninteressant, da dieses gut investiert sich deutlich schneller vermehrt.
    Aber das Immo-Thema hatten wir ja echt zur Genüge langsam. Soll jeder machen wie er denkt. Aber bitte hör auf in jedem zweiten Post andere belehren zu wollen wie dumm sie sind wenn sie nicht spätestens jetzt ein Eigenheim kaufen. Ach da fällt mir direkt noch der Investment Punkt ein: Eigenheim auf Pump in der Pampa ;-)))

  29. Ich finde es schrecklich wenn man schon Kinder dazu animiert geizig zu sein und auf schöne materielle Dinge zu verzichten. Daraus kann nur ein geistiger Schaden entstehen.

  30. Ja, ja, der Finanzvertrieb. Uns haben sie damals auch über´s Ohr gehauen. Heute bin ich froh darüber. Aus Zorn erwuchs Neugierde und der Drang zur Erkenntnis. Ich durfte mir alles selbst beibringen. Es funktioniert wunderbar und ist doch so simpel.

    Die Finanzindustrie verkauft den Vermögensaufbau dagegen als Thriller. Immer das Ohr am Puls der Wirtschaft, ständige Vorsicht, Prognosen, tägliche News. Nur wer andauernd handelt, umschichtet, das Depot anpasst, wird gewinnen. Rechtzeitig rein, rechtzeitig raus. Die Finanzpresse spielt hier ein unrühmliches Spiel, ist Helfershelfer bei der Abzocke.

    Schön, wenn immer mehr Bürger ans Licht geführt werden und ihre Finanzen in die eigenen Hände nehmen.

    Beim Finanzwesir musste ich schmunzeln. Hier die Alphafonds, beim Kommer die SmartBetas….. sind wohl doch zu langweilig, die stinknormalen Sparpläne auf den MSCI World. Na ja, die Herren gehören halt doch auch irgendwie zur Finanzindustrie. Aktion ist angesagt, die Kohle muss fließen.

    Alpha gibt es also doch. Bestätigt von den Heiligen des passiven Investierens. Und die EMH hat auch so ihre Tücken…. herrlich.

    Viel interessanter: Scheinbar treibt reichlich ältere Herrschaften doch enorm die Verlustangst an. So ein 50% Absturz mit dem Millionenvermögen – und dann noch Marke 1929 oder Japan? Gruselig.

    Das passiert, wenn man nur die Zahlen im Depot betrachtet und sich nicht darauf konzentriert, Anteilseigner echter Unternehmen zu sein, die zu allen Zeiten Cash generieren. Cash, das in meine Tasche fließt, welche Börsenbewertungen auch gerade aufgerufen werden, wie panisch auch die Masse (der Instis und Fondsheinis) agiert.

    Und dann die Krux mit der Entnahmestrategie. In der Theorie so einfach. In der Praxis kommt einem dann doch die Psychologie dazwischen. “Jetzt im Crash verkaufen? Wieviel verkaufen? Reicht es auch? Berechnet ist es doch, aber ich traue dem Braten nicht. Das schöne Geld…..”

    Da bin ich doch ganz froh, dass mich das alles nicht juckt und ich die stetig steigenden Divis genieße. Verkaufen steht nicht an. Und wenn doch mal eine größere Summe benötigt wird, schmeiße ich halt die Niete des Depots raus. Überleben wird es das Portfolio allemal.

    Und bevor Mattoc und Sparta den Zeigefinger heben: Ja, ihr bekommt das auch mit den Thesaurierern hin. Da bin ich ganz sicher 🙂 .

    News vermeiden, locker bleiben, kontinuierlich Vermögen aufbauen und die Früchte des Obstgartens genießen. Es funktioniert.

  31. Freelancer Sebastian hat es wieder perfekt auf den Punkt gebracht.

    Ich habe so fast 900 % mit Microsoft gemacht. Muss aber gestehen, dass mich auch großteils die Steuer abgehalten hat zu verkaufen (bis heute).

    Ich beobachte im Bekanntenkreis, dass viele einfach nicht das nötige Temperament besitzen um an der Börse zu investieren.
    Die machen sich in die Hose wenn von ihren 10.000 EUR (auf dem Papier) mal nur noch 7.000 EUR stehen.
    Lustigerweise sind das die Gleichen die ganz begeistert von ihren Bitcoin “Investments” erzählen.

    Munger sagt dazu: wer es nicht aushält sein Vermögen um 50 % einbrechen zu sehen der sollte nicht am Aktienmarkt partizipieren und stattdessen die Renditen einfahren die er verdient.

  32. @Freelancer & Stefan:

    Absolut. Ich habe in den letzten 9 Jahren auch ein paar Tiefschläge gesehen. Wenn man einen Wert im Depot hat und Wochen später sind es dann 10 T€ Weniger oder noch schlimmer… uff.

    Ich schaue dann immer auf die Anzahl Aktien, die ja konstant bleibt bzw. sogar eher steigt. Das beruhigt. Außerdem muss ich sagen. Selbst bei einem Einbruch von 20-30% habe ich mit der Börse immer noch eine positive Rendite gemacht. Ich habe immer noch deutlich mehr als wenn ich das Geld auf dem Tagesgeld hätte rumliegen lassen. Das beruhigt ebenfalls.

  33. @Oli

    “Ich habe ein einfaches Excel. Ich tracke jedes Jahr wieviel Geld durch Überweisung aufs Depot geht und mache dann am Jahresende eine Messung wo das Depot liegt. Die Differenz (meist positiv) ist die Rendite. Etwas vereinfacht, weil ich damit so tue als hätte ich am Jahresanfang alles überwiesen und dann bis Jahresende kein Geld mehr eingezahlt, aber mit dieser Ungenauigkeit kann ich leben. Ist halt super easy.”

    Ich vermute da rechnest Du leider falsch. Für ne IZF Formel bräuchtest Du 2 Spalten mit Datum und Zu/Abfluss.
    Geht auch bei Zinsen berechnen mit Datum, Käufe, Verkäufe und Divs und kann man mit permalinks pro Jahr speichern.

    Aber, nicht jeder exakt, gute Rechner fährt auch bessere Renditen ein! 😉

    @Free

    Soviel thesaurierer habe ich nicht. Nö, Zeigefinger nehme ich nicht, meistens reicht der Taser aus. 😉

  34. @Stefan
    Cool meine ersten Microsoft haben 1800%, die gesamte Position natürlich weniger. Da Steuern bei uns kein Thema sind (Kapitalgewinne sind steuerfrei, zumindest noch), habe ich einige Tech-Aktien etwas abgebaut. Bekomme ich damit mehr Rendite? Kaum, aber die Volatilität und Risiko wird etwas reduziert. Ich empfehle das nicht muss jeder selber wissen.

    Mir wäre z.B. in Tim’s Depot die 3 Top-Positionen Netflix, CTS Eventim zu riskant, ich weiss nicht wie viel % vom Gesamtdepot die ausmachen aber vermutlich erheblich. Jede Aktie hat ein gewisses Risiko, nehmen wir Netflix: Top Aktie keine Frage, aber was ist wenn, rein hypothetisch, Amazon + Disney sich zusammentun und für 1 Jahr ein Gratisabo anbieten, mit dem Ziel Netflix-Abonnenten zu sich zu bewegen. Amazon ist darin ja Weltmeister, wenn es darum geht, aus strategischer Sicht für eine Weile, teilweise Jahrelang auf Gewinn zu verzichten um Markanteile zu gewinnen. Ist keine Empfehlung an Tim, er weiss was er macht, und das ist es auch, jeder muss sein Ding machen, und dann auch die Verantwortung dafür übernehmen.

    @Free
    Ich bin auch kein Freund vom Finanzvertrieb, aber es gibt auch positive Ausnahmen. Wir haben alle Geschäftsversicherungen einem Versicherungsmakler beauftragt, der die bestmöglichen Verträge ausgehandelt hat, ohne Provision aber mit fester Vergütung, also vollständig transparent. Das hat sich mehr als gelohnt, da kamen Offerten rein von Versicherungen, die ich gar nicht kannte vorher, und mit Konditionen welche man beim Direktkontakt gar nie erhält. Provision gebe ich da gerne. Umgekehrt wurde ich bei der Gründung meiner ersten Firma von einer Versicherung über den Tisch gezogen, welche ich direkt kontaktiert habe. Heute ist auch alles einfacher dank Internet, viel transparenter, das gab es früher alles nicht, man konnte kaum vergleichen. Das ist ein grosser Fortschritt und der Trend geht weiter in diese Richtung, die Spreu trennt sich vom Weizen.

  35. @Oli

    Sorry, die Korinthen….- Fraktion ermittelt das Endprodukt mit beiden Faktoren (Anzahl Stücke x Wert)…

    Die sind aber auch pingelig! 😉

  36. Wäre cool wenn man Beiträge wieder korrigieren kann, so muss kein Korrigenda nachgeliefert werden. 3 Positionen fehlt BoA, erstes Provision = versteckte Provision etc. 😉

  37. Bitcoin hängen am letzten Faden, reisst der geht es Richtung 20k oder drunter. Bitcoins sollen ja ein Inflationshedge sein, ich erkenne das leider nicht. Gibt überhaupt keine Korrelation. Ich verstehe die Argumentationskette, aber der Beweis blieb bisher aus.

    Der beste Inflationsschutz bleiben Aktien, und von mir aus auch etwas Gold, wobei auch dies nur bei hoher Inflation wirklich hilft. Bei Inflationszielen von 2-4% wovon ich mit höchster Wahrscheinlichkeit ausgehen sind Aktien halt weiterhin das Nonplusultra.

    Nehmen wir an, die Inflation geht höher als uns allen lieb ist, dann werden die Notenbanken reagieren. Glaub jemand ernsthaft dass dann Gold oder Bitcoin nicht auch mitleiden? Natürlich Aktien auch.

  38. Alles richtig. Die Rendite aufs Komma korrekt auszurechnen ist mir nicht so wichtig. Hauptsache ich wende nicht mehr als 5-10 min pro Monat für das Tracking meines Vermögens auf. Muss aber jeder für sich wissen.

  39. @Bruno

    “Mir wäre z.B. in Tim’s Depot die 3 Top-Positionen Netflix, CTS Eventim zu riskant, ich weiss nicht wie viel % vom Gesamtdepot die ausmachen aber vermutlich erheblich.”

    Wenn ich grob schätzen müsste die 3 grossen Position um die 500 – 700 k +/-.
    Tim’s Depot… hm… von 2.500 k – 5.000k.

    Kommt halt auch auf die Relationen an. Bei unseren beiden “Tante-Emma-Läden” haben wir ja auch ordentliches Klumpenrisiko aber vielleicht emotional überschätzt die größere eigene “Kontrollillusion” wie bei Aktien.

    Auch Claus seine RDS-Position mit mal grob nem 6tel… hätte ich seltsamerweise auch etwas Bauchschmerzen.

  40. @Sparta

    Stimmt schon, wenn ich meinen Tante-Emma-Laden einrechne, hat der wohl 90% Anteil am Gesamtvermögen, für viele verursacht alleine der Gedanken Albträume. Interessanterweise habe ich da weniger Bedenken, vermutlich weil ich darüber eine gewisse Kontrolle habe. Aber ist klar, wenn Google mit aller Kraft als Mitstreiter in den Markt einsteigt wo wir tätig sind dann hilft nur noch beten, aber die Wahrscheinlichkeit ist gering, und wenn dann empfehle ich uns zu übernehmen wir machen einen guten Preis haha. Bei Aktien ist man ja faktisch ausgeliefert, ausser der Besuch der Hauptversammlung und den Verkauf seiner Anteile hat man keinen Einfluss. Was hinzu kommt, beim Tante-Emma-Laden rechne ich eher in Cashflow und sehe das Kapital gar nicht so, ist wohl ein psychologischer Trick ähnlich wie bei einer Immobilie.

  41. @Sparta

    Das mit der IZF Formel in Excel nutze ich auch. Geht wunderbar schnell und man kann dann die Rendite auf verschiedene Zeiträume abgreifen.

    “Ich habe ein einfaches Excel. Ich tracke jedes Jahr wieviel Geld durch Überweisung aufs Depot geht und mache dann am Jahresende eine Messung wo das Depot liegt. Die Differenz (meist positiv) ist die Rendite. Etwas vereinfacht, weil ich damit so tue als hätte ich am Jahresanfang alles überwiesen und dann bis Jahresende kein Geld mehr eingezahlt, aber mit dieser Ungenauigkeit kann ich leben. Ist halt super easy.”

    Das fände ich auch viel zu ungenau und man rechnet sich unter Umständen einiges schön. Eine zeitlich gewichtete Betrachtung ist schon wichtig denke ich mir.
    -M

  42. @Bruno

    „…Der beste Inflationsschutz bleiben Aktien…“

    Stimmt so nicht.
    Wenigstens laut Gerd Kommers neuem Buch: „Souverän Vermögen schützen“. Er erklärt das dort sehr genau.

  43. Frühe finanzielle Bildung in allen Ehren. Aber der Schwerpunkt in dem Alter sollte es doch sein, seine Interessen und Talente herauszuarbeiten.

    Am Ende des Tages braucht jede Gesellschaft neue Ingenieure, Chemiker, Entwickler oder auch Mediziner, die zum Fortschritt beitragen. Ohne Innovationen gibt es am Ende auch kein Wirtschaftswachstum mehr, von dem man mittels Aktien oder ETFs profitieren kann.

    Also, ich weiß nicht, ob man das als Eltern derart forcieren sollte. Die Tochter soll gut mit ihrem Geld haushalten, aber erstmal einen Beruf ergreifen, der sie halbwegs erfüllt und mit dem sie dann auch Geld zum Sparen übrig hat.

  44. @Wolke

    Tabelle 44 von dem Referat ist auch ne Kommer-Tabelle.

    Etwas irritierend mit der 1 Seite, dass man keine Lebenszeit erkaufen kann… aber Lebenszeit zurück kaufen geht dann irgendwie schon. 😉

    Aber gut, der Paps musste ja auch etwas kindliches rein schreiben.

  45. @Wolke ich kenne dieses Buch nicht resp. habe es nicht gelesen, ich habe ja viele Finanzbücher gelesen aber Kommer bisher nie hat mich nie angesprochen, waren halt primär angelsächsische Autoren. Die Frage ist auch was man unter Inflationsschutz versteht, ich meine damit die (sehr) langfristige Geldentwertung. Kurzfristige Inflationsschocks sind ein anderes Thema. Und nicht alle Aktien schützen gleichermassen, es kommt halt drauf an, ob das Unternehmen fähig ist, die höheren Preise auch weiterzugeben an die Kunden. Das gelingt nicht allen gleich. Das wäre dann ein Argument für Stock Picking 😉 Gold aber noch extremer, schützt vor Inflation aber nur extrem langfristig, es gab viele Zeitperioden teilweise über 20 Jahre wo das nicht so toll funktioniert hat.

    Ich meine mit Inflationsschutz Inflationsraten von wie gesagt 2-5%, keine Hyperinflation. Dann werden es einige Unternehmen sehr schwer haben, aber alles “Papier” wird sicherlich endgültig vernichtet werden.

    Wer Inflation kurzfristig schützen will fährt vermutlich mit inflation linked bonds und ähnlichen Konstrukten besser. Aber langfristig sind diese Papier m.M. nach sehr schlecht.

    Mir ginge es im worst case Szenario um den langfristigen Erhalt des Vermögens. Und da sind Aktien unschlagbar, haben Hyperinflationen, Kriege, Umbrüche etc. überlebt die letzten paar 100 Jahre. Natürlich mit extremen Schwankungen und vielen Pleiten das ist klar.

  46. @Thomas:

    Die junge Generation sollte sich bewusst sein, dass Wohlstand auch erarbeitet werden muss. Sehe daher auch den CDU Vorschlag eines (vom Staat finanzieren) 4000 Euro Staatfond für jedes Kind kritisch. Ein steuerbegünstigtes Sparen für die Rente finde ich dagegen großartig. Aber jeder sollte lernen auch mal selbst Verantwortung für seine spätere Rente zu übernehmen und nicht alles von der Allgemeinheit geschenkt bekommen.

    Genau das ist ja das Problem: Es gibt einen signifikanten Teil an Menschen in unserem Land, welche diese Verantwortung niemals übernommen haben. Die haben das auch nie gelernt bekommen, alá sprach der Lehrer: “Börse ist nur für Reiche”. Das werden ohne die 4000 EUR Start-Bonus die Obdachlosen der Zukunft sein. Und falls sie es später vielleicht doch noch begreifen sollten, dann ist es vielleicht schon zu spät um etwas daran zu ändern. Das Fazit: Eigenverantwortlichkeit ist leider keine Selbstverständlichkeit.

    Was die künftigen Jobperspektiven angeht, lebt die heutige Jugend doch ohnehin in einem “Schlaraffenland” (Arbeitnehmer werden doch heute branchenübergreifend händeringend gesucht).

    Gesucht werden Fachkräfte in Berufen die keiner machen will wie Bäcker, Fleischer oder Pfleger. Außerdem billige Arbeitskräfte im Sinne von “so billig wie möglich” wo Überstunden mit dem Lohn abgegolten sind und die sowas wie Arbeitsschutz nicht kennen wie bspw. in der Tourismusbranche oder bei den Medien. Weiterhin suchen Headhunter und Zeitarbeitsfirmen nach frischem Fleisch das man billig verwerten kann. Dazu kommt Fachkräftemangel auf hohem Niveau: Wenn sich auf eine Ingenieurstelle bei Daimler oder Infineon nicht mindestens 7 Personen bewerben aus denen man wählen kann, dann gibt man das als Fachkräftemangel an das Arbeitsamt weiter. Zudem sollte der einzustellende Arbeitnehmer auch niemals älter sein als 50 Jahre, idealerweise sogar nicht älter als 30 Jahre. Weiterhin muss der Arbeitnehmer perfekt in die Unternehmensphilosophie passen, was er vorab nicht überprüfen kann, da die Unternehmensphilosophie nirgendwo ausgewiesen ist. Er stochert damit grundsätzlich im Trüben. Das alles mag ja vieles sein, aber ein Schlaraffenland ganz sicher nicht.

  47. @ Stefan, Oli

    Irgendwann begreift man, dass die Zeit im Markt – die Floskel “Time in the Market” – für den überwältigenden Großteil des Erfolgs an der Börse verantwortlich ist. Ob nun dieser ETF oder jener ETF, diese 12 Aktien oder jene 14 Aktien – es geht darum, einen Haufen Geld in Unternehmensanteile zu investieren und dann “Sit on your Ass-Investing” zu betreiben.
    Einfach stur halten und Dekaden abwarten.

    Keine Börsenpornos konsumieren, nicht auf die Experten hören, das ganze politische Gedöns ignorieren. Ganz simpel.

    Das lernt man aber erst mit der Zeit. Zu Beginn habe ich genug Fehler gemacht. Ist halt so. Abhaken und lernen. Die Schwankungen sind mir mittlerweile völlig egal, weil ich so oder so Anteilseigner von herausragenden Qualitätsunternehmen bin und bleibe. Angst und Sorge schwinden mit diesem Wissen.

    Jeder “Scheck”, der eingeht bestärkt mich in diesem Wissen. Jede Ertragsmeldung von Berkshire, Amazon und Alphabet sorgt für das gute Gefühl des Unternehmers. Ob der Kurs 10% höher oder tiefer steht als letzten Monat ist irrelevant. Diese Denkweise kann man sich antrainieren.

  48. @Free

    Jede Ertragsmeldung von 50-60 Aktien zu checken… halte ich für Privatanleger mit Vollzeitjob eher unwahrscheinlich / bzw. häufig unrealistisch.
    Es mag Ausnahmen geben, aber überwiegend würde ich bei vielen auf so eine emotionale Verklärung des Unternehmens tippen.
    Lass den Zeigefinger stecken! 😉

  49. An Bruno: Es handelt sich um eine Momentaufnahme, aber +18% seit Jahresbeginn und +226 % auf Jahressicht bei Bitcoin sind mehr als nur ein Inflationsausgleich in der Weichwährung €. 🙂

  50. @Mark85 Die 28.7 haben vorderhand gehalten, ich muss zugeben als Daytrader fände ich Bitcoins wirklich der Hammer, Charttechnik funktioniert hier so wie früher mal bei Aktien. Nicht mehr meine Welt aber trotzdem spannend zu beobachten.

  51. @Thony

    “Gesucht werden Fachkräfte in Berufen die keiner machen will wie Bäcker, Fleischer oder Pfleger.”

    Stimmt, das will heute niemand mehr machen. Die Ansprüche sind wohl zu hoch. Als Bäcker muss man früh aufstehen und dann hat man noch einen Chef, den man ertragen muss. Wenn man sich da die Jobs von früher anschaut: Arbeiter in der Schwerindustrie oder Grubenarbeiter (die dann mit 50 Jahren an Staublunge gestorben sind). Gearbeitet wurde damals auch Samstags und nix mit 3-4 mal Urlaub im Jahr. Ganz ehrlich, haben wir es heute wirklich so schlecht? Sind ja nicht nur die oben genannten Jobs, die keiner mehr machen will. Gesucht werden ja auch Handwerker, IT-Kräfte, Bundeswehr, öffentlicher Dienst usw. Klar will heute niemand mehr zur Bundeswehr (früher gab es übrigens mal sowas wie eine Wehrpflicht). Schon mal versucht einen Termin bei einem Handwerker zu machen (die können sich Kunden und Aufträge heutzutage aussuchen)? Natürlich kann die Arbeitswelt von heute nicht eins zu eins mit Früher verglichen werden. Auch heute wird was von einem verlangt. Warum auch nicht, wenn man 60000 Euro im Jahr verdient? Möglicherweise ist der psychische Stress heute wirklich größer (oder wird das nur so empfunden, weil man nicht mehr belastbar ist?).

    Ich meinte das mit dem Schlaraffenland übrigens auch mehr bzgl. Arbeitslosigkeit. Ich denke, dass man sich heute auf Grund der Demographie keine Sorgen mehr machen muss, arbeitslos zu werden. Vorausgesetzt man will arbeiten und ist bereit sich anzustrengen.

    Habe mal kürzlich eine Umfrage gelesen über die Berufswünsche der Hochschulabsolventen. Ganz oben: Beamter und öffentlicher Dienst (wegen Jobsicherheit). Ganz unten: selbst ein Unternehmen gründen. Das sollte einem zu denken geben 🙂

  52. @ Sparta

    Du mißverstehst mich. Ich recherchiere gar nicht aktiv nach (Quartals-)Ergebnissen. Bilanzen interessieren mich nicht sonderlich. Aber die Tatsache, dass Alphabet seinen Quartalsgewinn um 40% gesteigert hat, dringt trotz aller Newsdiät schon mal an mein Ohr. Um diese Information aufzunehmen und zu verarbeiten benötige ich 30 Sekunden. Eine halbe Minute im Jahr – halte ich für einen akzeptablen Arbeitsaufwand.

    Das Ergebnis deckt sich dann ganz einfach mit meinen Überlegungen, die ich durch Beobachtung und Interpretation meiner Umwelt anstelle. Das ist mein Investitionsstil. Um Anteilseigner von Disney, Blackrock und Adidas zu werden und zu bleiben, benötige ich keinen Blick in Bilanzen. Ich achte eher auf Menschen.

    Warum hast du denn Disney-Anteile gekauft? Hast du vorher groß recherchiert? Waren die Quartalsergebnisse so berauschend 😉 ?

    Wir sind beim Investieren gar nicht weit auseinander, denke ich.

  53. An Bruno: Gut, zu diesem Punkt kann ich nichts beitragen, weil mein Zeithorizont als ein langfristig orientierter Anleger ein anderer ist.

  54. @Thomas Hermann
    Teile deine Meinung. Auch innerhalb der Branchen ist es ähnlich, bin in der IT-Branche, auf ein Stelleninserat eines Senior-Softwareentwicklers meldet sich kaum jemand man muss sie aktiv angehen und dann mit allem Erdenklichen versuchen zu locken, schon gar niemand der bereit ist, wirklich Verantwortung zu übernehmen und anzupacken und nicht nur ein Mitläufer. Auf ein Stelleninserat eines Projektleiters oder Abteilungsleiters melden sich Unzählige, da man sich ein einfacheres Leben vorstellt, hohes Salär und schlussendlich weniger (technische) Verantwortung hat. Die höchste Verantwortung haben immer noch die Entwickler, dass die Sachen das tun, was sie sollen. Das kann unangenehm sein, wenn man unter hohem Druck Leistung erbringen muss.

  55. @Free
    Ja, es ist, um ein Buzzword zu verwenden, das richtige Mindset, das einen an der Börse erfolgreich macht und du beschreibst das mustergültig.
    Wenn man einen Blick für das ‚big picture‘ der gesellschaftl./politischen und wirtschaftlichen Trends hat (derzeit: Digitalisierung, grüne Energie und Umweltschutz, gesunde Ernährung, Gesundheit), dann braucht man nur noch die innovativen, führenden Unternehmen in diesen Gebieten ausmachen. Dazu muss man sich nicht in die Tiefen der Konzerndetails vergraben, auch hier ist eher der Gesamteindruck entscheidend.
    Bei der Selektion der Einzelunternehmen erreicht man selbstredend keine 100% Trefferquote. Das ist aber auch nicht nötig. Einige Perlen, die man auch im Kescher hat, machen die tauben Nüsse mehr als wett.
    Der Preis für den üppigen Lohn ist das Aushalten der Volatilität. Zwar gewöhnt man sich zusehends auch daran, mit den Jahrzehnten werden die vor sich hin schwankenden Beträge absolut gesehen jedoch so groß, dass es bei mir jedenfalls immer noch weh tut (Schmerzensgeld). Wenn etwa im Corona-Crash kurz mal ein Einfamilienhaus weg ist, habe ich einfach keine besonders gut Laune. Ich hatte zwar Cash für solche Fälle parat, mir fällt es dann trotzdem unendlich schwer mit größeren Summen in das Börsendesaster zu gehen, obwohl ich rational weiß, dass das genau das Richtige wäre.

  56. @Stephan es bleibt jedem selbst überlassen. Niemand ist dumm, weil er nicht kauft. Aber zu kaufen kann klüger sein.
    Dumm ist nur eine einzige Sache : ein einziges Asset als richtig verkaufen zu wollen.
    Gold schlägt alles, Aktien schlagen alles, Immobilien schlagen alles. Alles falsch. Jeder kann seine Statistik und seine Strategie so hinbiegen , dass sie genau das ergibt was bewiesen werden soll. Man muss nur die Randbedingungen entsprechend setzen. K*mmer rechnet Gold auf 200 Jahre…Boa, so geht es auch, die Jünger gehen ihm auf den Leim. An Gold und Immos verdient er nichts, deshalb muss das ganz ganz schlecht rentieren…
    Steuer bei Immobilien werden ignoriert, Geldentwertung des Immokredits wird ignoriert. Eigentlich wird alles ignoriert was gut wäre und lieber über Mietnomaden und unvorhergesehene Reparaturen gesprochen. Und natürlich wären wir in einer Immoblase.
    Jetzt oder nie. Klüger oder Mietsilo, deine Entscheidung.

  57. @Freelancer

    „… Einfach stur halten und Dekaden abwarten…“

    Wie lange hast du vor zu leben? Dekaden, das sagt sich so leicht, ist aber eine verdammt lange Zeit, in der viel geschehen kann.
    Inzwischen ist es soweit, dass der berühmte Taxifahrer oder Friseur mir erklärt, wie ich mit ETF‘s fast risikolos finanziell unabhängig werden könne, ich müßte nur Dekaden warten und nie verkaufen. Es wäre immer so gewesen und deshalb wird es auch weiterhin so sein.
    Wenn die sprichwörtlichen Taxifahrer und Friseure(nichts gegen den Berufsstand) und 99,9% der Finanzblogger mir darlegen, dass ich mit ETF’s vermögend werde, dann werde ich vorsichtig, sehr vorsichtig.
    „Diesmal ist alles anders“? Nein, es ist immer dasselbe an der Börse:
    Man muß immer aufpassen, nicht als Truhthahn zu enden (Evtl.googeln: Die Truthahnillusion).

  58. @Free

    Disney hab ich grob am 5 Jahres-Tief erwischt… aber vermutlich wieder nicht so tief wie Du! 😉

    Ist so ein Laden wo ich grob zutraue, dass es die in 30 Jahren noch gibt! 😉

    Bei den Positionsgrössen liegen wir auseinander, da ich Einzelaktien nur als kleine Beimischung, Spielerei sehe, da es bei mir so gut wie nix über 3 % gibt.

    Ich verbinde nicht so Emotionalität mit den AG’s, die bei manchen zu steigen scheint umso größer die persönlichen Positionsgrössen sind (ist aber völlig legitim…über die Rationalität könnte man diskutieren, aber hat man ja auch zu Genüge und ohne Ende schon gemacht).

  59. @Felix

    “grüne Energie und Umweltschutz, gesunde Ernährung, Gesundheit), dann braucht man nur noch die innovativen, führenden Unternehmen in diesen Gebieten ausmachen.”

    Welche AG’s würdest Du denn da bei führend im Umweltschutz, grüner Energie und gesunde Ernährung sehen???

    Ich bin da am zweifeln ob auf der Kapitalismus hier tatsächlich die Lösung und nicht mit der Verursacher ist… obwohl ich eigentlich schon starke liberale Sympathien habe… sehe ich hier kein klares Bild…???

  60. @ Wolke
    Ich schätze die heutige Lage nicht so ein wie damals im Jahr 2000. Auch wenn Aktien bereits heute für mich in aller Munde sind. Die Kurse sind auch nicht durchweg losgelöst von den Umsätzen der Unternehmen. Damals hat so manche Firma kein Geld verdient.
    Desshalb muss ich allerdings heute keine große Sorge haben. Mein Anlagehorizont ist ebenfalls auf mehrere Dekaden ausgelegt. Ich habe für mich Tech und S&P weniger stark gewichtet und kann die jüngsten Gewinne natürlich nicht in der Höhe mit einfahren. Kein Anleger wird gezwungen sein Geld in Tesla, Nikola, Cannabis, Wasserstoff, Bitcoin oder Gamestop zu setzen.

  61. @sammy
    ich habe das zum Glück hinter mir. Aktien, Gold, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, von mir aus auch Kryptos heutzutage.
    Meinung bilden und dann : machen !

    Nicht den Gurus oder der Finanzpornographie hinterherlaufen. Wer keine Zeit dafür hat kauft halt ETF, Immobilienaktien….

    Die Zukunft kennt keiner, was in der Vergangenheit so toll oder schlechter lief kann in der Zukunft anders bewertet werden. Es ändert sich rasant.

    Nur die selbst genutzte Immobilie dürfte bis zum eigenrn Tod geschützt sein. Dann kommen die roten Leichenfledderer und schöpfen mit erhöhter Erbschaftssteuer ab. Tote können sich nicht wehren. Und den Lebenden wird das Familieneigentum nicht gegönnt. Sie hätten ja nichts dazu beigetragen. So kann man Familienbetriebe auch zerstören. So lange die CDU noch dran ist wird esfas nicht geben , aber was wenn Armageddon rot-rot-grün eintritt ?

    Am besten von allem etwas und nicht nur auf ein Pferd setzen.

  62. An Thorsten
    am Ende zählt eh nur was rausgekommen ist. Wenn eine Immobilie im Jahr 3% vom Anschaffungspreis Miete abwirft und dazu noch 3% im Wert steigt, ist es auch nach 10 Jahren relativ, ob ein Wasserhahn, eine Kloschüssel und ein Boden ausgetauscht werden musste. Die Eigenkapitalrendite wird sich sehen lassen können…

    Jetzt gibt’s gleich Biontech für mich. Hab mich bei meinem Hausarzt rein gezeckt 🙂

  63. @Paluma
    Ganz genau, was rauskommt weiß man hinterher. Der Mensch denkt, er könne planen und vorausdenken. Geht oft, aber nicht immer.

    So eine Art Fledermausspike aus Wuhan wurde lange erwartet ( z.b. hat Bill Gates die Warnung vor Pandemie lange vorher ausgesprochen, gewarnt haben viele) , aber man wusste nicht wann, woher oder was.

    Zombieläden machten zu, Digitale Waren explodierten. Corona ist der Brandbeschleuniger der analogen Welt.

    Aber bald ist alles vergessen, die Menschen verkreuzfahren ihre Rente, verballermännern ihr Erspartes und stürmen in Fitnesscenter, Theater, Stadien, OpenAir und Kinos. Eintrittskarten für die Spiele ( Brot gab es immer genug ) gibt es nicht mehr an der Abendkasse, denn die Veranstaltungen sind 6 Monate vorher ausgebucht und Kreuzfahrtschiffe fahren Non-Stop in jeder Saison, auch bei Schnee.

  64. Thorsten, ich schlage vor, Du latinisierst Deinen Namen oder nennst Dich direkt Nostradamus. Am besten sich dann auch seiner metaphorischen Sprache bedienen, denn dann könntest Du hinterher sogar sagen, Du hättest den Wirecard Default vorhergesehen. In jedem Fall bitte ab sofort in vierzeiligen Almanachen schreiben, so dass sich alle hier besser auf die Zukunft eingrooven können.

  65. Thorsten bei deiner Negativität könnte man meinen, du bist in einer krassen depressiven Phase.
    Was ist denn jetzt an Fitnesscentern, Theatern, Kinos etc. so anrüchig??

  66. @DanielKA dein Kommentar ist ein Beispiel für böswilliges Missverstehen.
    Da ist überhaupt nichts negatives dabei, es sei denn, dass du dich angegriffen fühlst.
    @Rüdiger
    Mit geht es bestens , Sorge dich lieber um Paluna, der ist jetzt einen Tag müde.

    Wenn ihr alles wörtlich nehmt und immer gleich einschnappt, wie überlebt ihr dann euren Job oder spricht da niemand mit euch ?21

  67. @Tobs
    keine Chance, nachdem sogar die Bundesregierung auf Wirecard reingefallen ist, und die haben nun andere Möglichkeiten als ich…

  68. @ Paluma

    Ich finde Biontech als Firma sehr gut und freue mich ebenfalls über einen Termin für diesen Freitag. Hoffentlich spüre ich kaum Nebenwirkungen. Schließlich geht es übers Wochenende Zelten. Unter den Campern bin ich der Spartaner schlechthin. Ich habe ein Zelt in der Größe einer Hundehütte und lediglich eine Picknickdecke. Kein Tisch, Stuhl oder Glamping Atmosphäre. Gewitter ist als Schmankerl ebenfalls angekündigt. Wird schon…

  69. @Thorsten

    „… Ganz genau, was rauskommt weiß man hinterher. Der Mensch denkt, er könne planen und vorausdenken. Geht oft, aber nicht immer…“

    Stimmt. Die Dekaden-Truthähne werden das auch noch erleben müssen. Leider!

  70. @Paluma @Kiev
    Ich hatte letzten Samstag meine 2. Impfung Moderna. Hatte in der Nacht leichtes Fieber und dann gut einen Tag Kopf- und Gliederschmerzen, hat sich angefühlt wie eine ganz leichte Grippe. Nach der 1. Impfung habe ich nichts gespürt ausser leicht den Arm. Alles easy.

    Das Covid Zertifikat habe ich auch schon, war erstaunt, hätte nicht gedacht dass man dies so rasch auf die Reihe kriegt.

  71. *****Ich finde Biontech als Firma sehr gut und freue mich ebenfalls über einen Termin für diesen Freitag. Hoffentlich spüre ich kaum Nebenwirkungen. Schließlich geht es übers Wochenende Zelten. ****
    Aus persönlicher Erfahrung im Bekannten/Verwandtenkreis hängt das maßgeblich vom Alter ab. Bei meinen Eltern war es nur ein blauer Fleck am Arm und etwas Druck an der Einstichstelle, bei mir wars halt deutlich heftiger wenngleich auch nicht schlimm in den Nebenwirkungen. Bei mir wars einfach unheimliche Müdigkeit. Bei Impfung 1 leichtes Ziehen in allen Gelenken wie nach nem zu langen Fitness-Studio Besuch und jetzt bei Impfung 2 unheimliche Müdigkeit. Gestern Impfung 2 um 11Uhr bekommen. Grade noch geschafft Mittag zu machen, um 14 Uhr aufm Sofa eingepennt ;-), 17 Uhr wach geworden, Abendessen gemacht und um 18:30 bis 23Uhr gepennt, aufgestanden, ins Bett und weitergepennt :-p

    Von dieser Müdigkeitsnummer haben mir auch 2-3 Arbeitskollegen berichtet. Die sind alle wie ich Mitte 30. Verglichen mit dem was Astra bei anderen jüngeren aber anstellt (Fieber übers Wochenende) war das aber halb so wild.

  72. Biontech war bei mir harmlos, war ebenfalls beim 2ten mal etwas müde. Schmerzen an der Einstichstelle hat man auch bei der normalen Grippeimpfung, geht nach 1-2 Tagen weg.

    Andere hatten Kopf- und Gliederschmerzen, wobei dass sollte sich doch für einen Tag ertragen lassen, manchmal wird einfach zuviel gejammert.

  73. @ Wolke

    Der Mensch kann darüber selbst entscheiden ob er ein Truthahn sein möchte. Anleger mit Dekaden Zeit im Markt werden vermutlich von einem Crash oder längeren Korrektur usw. profitieren. Schließlich bleiben die Kurse entsprechend lange Tief stehen. Als Voraussetzung müssen sie natürlich weiter im Markt bleiben und weiterhin fleißig kaufen. Wer alles glattstellt bevor es noch schlimmer wird, verkauft vermutlich in der Region des Tiefs und verpasst die darauf folgenden Anstiege. Das wäre dann der Truthahn. Rentner oder Personen kurz vor der Rente oder größten Veränderungen, die auf ihre Rente mit Kapitalmarkt Bonus angewiesen sind würde eine längere Korrektur härter treffen. Schließlich gibt es aktuell keine richtig guten Alternativen zu Zinsen. Preferred Shares, wenn man es auf den Koupon abzielt und niedrigere Kurse bei einem starken Crash nicht interessieren. Bei steigenden Zinsen werden sie allerdings auch im Kurs fallen und eher nicht geschlossen, so dass man neue Preferred Shares mit höherem Koupon kaufen kann.

  74. @ Bruno, Daniel, DanielkA

    Danke für die Erfahrungsberichte. Ich bekomme meine erste Impfung. Mir hätte auch JNJ gefallen, weil man nur einmal hin muss. Der späte Termin liegt wohl an meinem Urlaub über Pfingsten. Und den Termin habe ich bereits über befreundete Ärzte bekommen. Ich wünsche mir sicher keinen Crash und auch keine neue Welle bei der der Impfstoff nicht wirkt. Von einem Crash würde ich vermutlich auch heute eher profitieren, da ich noch eine ganze Weile Aktien kaufen werde.

  75. @Von Truthähnen und Löchern
    Wer seine Angst vor dem Scheitern, vor dem schwarzen Loch überwinden will, muss gedanklich und emotional durch das schwarze Loch hindurch.

  76. @ Wolke

    Du klingst immer so traurig und ängstlich. Was ist los bei dir? Was macht dich glücklich? Du machst dir zu viele Sorgen um dein Geld. Wofür brauchst du es eigentlich? Wie gestaltest du dein Leben im Alter? Was ändert sich denn für dich, wenn die Hälfte auf dem Papier weg ist?

    Ich kann dir versichern, dass wir hier ein glückliches Leben im Familien- und Freundeskreis führen, ob nun 15.000€ oder 450.000€ im Depot schlummern. Die Schach- oder Dartpartie fühlt sich genau gleich an. Der Spaziergang im Park ebenso. Oder das Schmökern im Buch. Du machst dein Wohlbefinden vielleicht zu sehr von deinem Geld abhängig. Wovor hast du Angst?

    Der Zugang zu Börse und Unternehmensbeteiligungen kann so unterschiedlich sein. Und selbst die Million macht nicht glücklich. Nur ängstlich – könnte ja wieder weg sein. Das habe ich von dir gelernt.

    Vielleicht mal eine Nacht im Minizelt wie Kiev überleben? Antifragilität ist etwas feines. Von den Panikpropheten kommst du ja langsam weg. Der Blog wird dir weiter gut tun. Viele optimistische Menschen. Das steckt an.

  77. @Free

    Genau. Einige haben ihre Notfalltropfen, ich habe eine Checkliste auf dem Smartphone, wenn mich mal Panik oder Angst erfasst:

    – einen Grüntee oder Kaffee trinken
    – eine Runde Stunde joggen
    – mit einem optimistischen Menschen sprechen
    – durch das schwarze Loch hindurchgehen (gedanklich)
    – im Journal lesen und schauen, was in den Situationen, in den man schon panisch war, Negatives passiert ist- meistens gar nichts (wer ein Journal führt ich kann es wärmstens empfehlen)
    – Tief durchatmen und/oder meditieren
    – ein grosses Messer nehmen und die Ursache, zumindest gedanklich, in drei kleinere Teile zerlegen
    – Die “gute Fee” zu Rate ziehen (je nach Thema jemand anderes)

  78. @Thomas:

    Ich meinte das mit dem Schlaraffenland übrigens auch mehr bzgl. Arbeitslosigkeit. Ich denke, dass man sich heute auf Grund der Demographie keine Sorgen mehr machen muss, arbeitslos zu werden. Vorausgesetzt man will arbeiten und ist bereit sich anzustrengen.

    Ich kann schon nachvollziehen, dass man nicht arbeiten geht, wenn Lohn und Rente nicht mehr als der Hartz4-Regelsatz sind. So behält man wenigstens seine Gesundheit, anstatt sie für 450 EUR als Grubenarbeiter, Bäcker oder Fleischer kaputt zu machen. Und selbst wenn der Lohn stimmen sollte ist es immer noch eine beachtliche Herausforderung mit 50 – chancenlos bei Jobs mit vorgeschaltetem Assessmentcenter und HR-Abteilung – auch mit Arbeits- und Anstrengungsbereitschaft dann noch umzuschulen auf Fleischer oder Grubenarbeiter.

    Habe mal kürzlich eine Umfrage gelesen über die Berufswünsche der Hochschulabsolventen. Ganz oben: Beamter und öffentlicher Dienst (wegen Jobsicherheit). Ganz unten: selbst ein Unternehmen gründen. Das sollte einem zu denken geben ?

    Meinst du, die soziale Klasse, welche sich vor 500 Jahren aussuchen konnte dem Kaiser die Weintrauben zu reichen und selbst davon zu naschen oder stattdessen mit harter, körperlicher Arbeit einen Bauernhof auf kargem Land zu errichten für den man auch noch Steuern zahlen musste, haben sich ernsthaft freiwillig für den Bauernhof entschieden? Ich glaube das war schon immer so und wird auch immer so sein, darauf kann man sich verlassen.

  79. @Freelancer

    Du unterstellst mir da Einiges.
    Ich bin selten traurig, da ich im Leben sehr viel Glück gehabt habe. Und auch nicht besonders ängstlich, eher vorsichtig. Das habe ich beim Drachenfliegen gelernt.
    Was die Börse betrifft, staune ich immer wieder über das bemerkenswerte Gottvertrauen in diesem Blog. Es wird sehr viel ausgeblendet. Die Aktienmarktgläubigkeit nimmt in meinen Augen manchmal „Bitcoinausmaße“ an. Aber klar, man muß das verstehen, ihr(Jungen) habt keine Alternativen mehr. Keine Rente, keine Zinsen, nichts. Entweder man geht ins Risiko oder man endet in der Altersarmut. Das ist traurig.
    Macht Geld glücklicher? Ich denke schon.
    Zumindest ist eindeutig erwiesen, dass das Zufriedenheitsniveau abnimmt, wenn ein Vermögensverlust erlitten wurde.

  80. So, heute möchte ich euch etwas über die Sharpe-Ratio und über mein Wikifolio erzählen.

    Ich zitiere mal von verschiedenen WebSites:

    https://boersenlexikon.faz.net/definition/sharpe-ratio/

    Eine positive Sharpe-Ratio, also eine deutlich größer eins (>1), zeigt an, dass gegenüber der risikolosen Geldmarktanlage eine Mehrrendite erwirtschaftet wurde. Zum anderen zeigt sie, in welchem Verhältnis diese Mehrrendite zum eingegangenen Risiko steht.

    https://www.deltavalue.de/sharpe-ratio/

    Die Sharpe Ratio wird berechnet, indem die Überrendite, das heißt die Differenz zwischen Investmentrendite und risikofreier Zins, durch die Volatilität der Anlage geteilt wird.

    Je höher die Sharpe Ratio, desto besser hat eine Investition für gewöhnlich im Vergleich zu ihrer Volatilität abgeschnitten. Ein positiver Wert der Kennzahl bedeutet eine Rendite oberhalb des risikofreien Zinses.

    Wenn man google nacht
    what is a good sharpe ratio
    erhält man weitere interessante Ergebnisse.

    https://www.investopedia.com/ask/answers/010815/what-good-sharpe-ratio.asp

    Usually, any Sharpe ratio greater than 1.0 is considered acceptable to good by investors.
    A ratio higher than 2.0 is rated as very good.
    A ratio of 3.0 or higher is considered excellent.
    A ratio under 1.0 is considered sub-optimal.

    https://www.cmcmarkets.com/en-gb/trading-guides/the-sharpe-ratio-definition

    A Sharpe ratio less than 1 is considered bad. From 1 to 1.99 is considered adequate/good, from 2 to 2.99 is considered very good, and greater than 3 is considered excellent.
    The higher a fund’s Sharpe ratio, the better its returns have been relative to the amount of investment risk taken.

    https://learn.equitysim.com/article/2as6i2c1an-what-is-a-good-sharpe-ratio

    A Sharpe Ratio of 1 is considered good. Above 2 is considered amazing.

    https://www.wikifolio.com/de/ch/w/wf0value30?tab=analysis

    Mein Wikifolio hat eine Sharpe Ratio von 2,5.

    Dies ist gemäss obigen Websites “very good” oder “amazing”.

    Nur weil hier immer gefragt wird “Wieso sollte man in dein Wikifolio investieren, wenn du bei erhöhtem Risiko gar keine so grosse Rendite bringst?”

    Die Share Ratio zeigt eben, dass ich im Vergleich zum Schwankungsrisiko recht gut bin.
    Also das Rendite zu Risiko-Verhältnis ist sehr gut bei mir.

    Der maximale Drawdown der letzten 3 Jahre ist übrigens -18,0%.

    Abgesehen davon sehe ich solche Schwankungen auch nicht als Risiko,
    da bin ich ganz bei Warren Buffett. Das einzige echte Risiko ist,
    wenn ein Unternehmen pleite gehen würde.

    Übrigens habe ich in einem Kommentar in meinem Wikifolio Käufe und Verkäufe festgelegt,
    die teils erst in ein oder zwei Monaten ausgeführt werden (wenn die richtigen Preise erreicht sind).

    Das zeigt auch, dass ich nicht kurzfristig trade, sondern weit voraus denke.

  81. Ich habe mal ein paar FRAGEN in die Runde:

    Es gab früher bei starcapital im Bereich Kapitalmarktforschung sehr interessante Grafiken und Tabellen, zB über die zu erwartende langfristige Aktienmarktrendite an verschiedenen Aktienmärkten der Welt anhand des Shiller-KGV und des KBV.

    Diese sind nun weg, wie ich gestern heraus fand.
    Offenbar ist auch Norbert Keimling gegangen und mit ihm wurden alle diese Daten entfernt.

    Frage:
    Gibt es andere Websiten mit solch einer Kapitalmarktforschung,
    wo also ganz viele Dokumente und Statistiken zu finden sind,
    die sich mit den zu erwartenden langfristigen Renditen nach dem Shiller-KGV und dem KBV befassen?

    Also wo man quasi sehen kann, welche Länder eher über- und welche unterbewertet sind?

    Und was ich auch suche, wäre ein StockScreener,
    wo ich nach “Return on Equity” über 5 Jahre filtern kann, und wo auch schweizer Aktien vorkommen.
    Also ich will die durchschnittliche Eigenkapitalrendite der letzten 5 Jahre filtern, zB nur über 10% oder so.

    Früher ging das bei Google Finance, aber die haben ihren Dienst abgestellt.

    Kennt jemand sowas?

    Ich habe seit Jahren das Gefühl, es gibt immer weniger solche hochqualitativen Informationen im Internet und immer mehr leeres Geschwätz.

  82. Zur Frage der Stockscreener antworte ich mal wie folgt:

    Via Google-Suche
    stock screener roe 5 year switzerland
    findet man ein paar Sachen.

    Beispielsweise
    https://markets.ft.com/data/equities

    Aber hier ist das Problem, dass man zwar Switzerland auswählen kann.
    Es erscheinen dann aber auch alle ausländischen Unternehmen,
    die auch an der schweizer Börse gelistet sind.

    Das will ich aber nicht und lässt sich nicht abschalten.

    Dann gibt es
    https://www.ig.com/en-ch/markets-stock-screener

    Das scheint tatsächlich das zu können, was ich suche.
    Wobei es ‘Return on average equity (%)’ gibt, was sich wohl auch nur auf 1 Jahr bezieht.

    Also es scheint das, was Google Finance mal konnte, so nicht mehr zu geben auf diesem Planeten.

  83. Grundsätzlich ist Wolke seine vorsichtig zu verstehen, aber auch dem Free seine Einstellung zum Kapitalmarkt. Ich stelle für mich immer wieder fest, dass ich ein Großteil des Geldes nicht benötige welches sich über die Jahre angesammelt hat, aber natürlich gibt es Sicherheit, ganz klar. Deshalb sammelt sich Kapital an, ich brauche es jetzt nicht, verschiebe die Kaufkraft in die Zukunft. Für mich, für meine Erben, evtl. geht der eine oder andere den Weg eines Gates und gründet eine Stiftung. Die Wege sind so zahlreich wie Menschen auf der Welt. Und natürlich gibt es bei 7 Milliarden Menschen auch 7 Milliarden verschiedene Meinungen zur Börse. Der Weg aus der Angst führt immer in mitten durch die Angst. Ein weiser Spruch, klingt auch so einfach, lässt sich nur so schwer umsetzen. Ich denke, jeder von uns wird seine eigene Erfahrung im Umgang mit der Angst gesammelt haben. Bei 90% unserer Ängste hat sich dann hinterher herausgestellt, dass es alles nur “halb so schlimm” war.
    So seh ich es auch an den Kapitalmärkten. eine gesunde Skepsis hat noch niemandem am Lagerfeuer das Leben gekostet, der Säbelzahntiger lauert überall, aber zu ängstlich sollte man auch nicht sein, denn sonst sieht man nie mehr als das schützende Feuer.

  84. @ Wolke

    “Du unterstellst mir da Einiges.”

    Ja, das ist so ein Sache mit dem Internet. Ich kann mir schon vorstellen, dass du eigentlich ein fröhlicher Zeitgenosse bist, mit dem man einen amüsanten Abend verbringen kann. Wenn du allerdings hier im Blog deine Dreizeiler zum besten gibst, geht es in der Regel um Sorgen, Verlustängste und Befürchtungen. Wundert dich da meine Wahrnehmung?

    Dein Verhalten finde ich kontraproduktiv. Für dich, aber auch für die Leser des Blogs hier, die du mit deiner Negativität behelligst. Was soll das bringen? Lernen wir etwas, werden wir motiviert oder sollen wir uns nur von deiner Ängstlichkeit anstecken lassen, wir blauäugigen “Truthähne”?

    Zum Einen hast du eh keinen Einfluss auf die Vorgänge, die deine Sorgen schüren. Warum sich also den Kopf zerbrechen? Schau doch lieber jeden Tag, wo du ganz konkret selbst ins Handeln kommen kannst, um dein Leben zu bereichern. Ängste verbreiten gehört vielleicht nicht dazu?

    Zum Anderen – viel wichtiger noch – treten deine Befürchtungen in der Regel gar nicht ein. Umsonst hast du dich gesorgt (und diese Sorgen zu uns transportiert).

    Was hast du vor Jahren für die Thesen Markus Kralls getrommelt. Eurotod, Bankensterben, Hyperinflation. Nichts davon ist eingetreten. Und sei doch mal ehrlich. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird auch nichts davon eintreten. Sinnlose Panikmache (mit Verkaufsinteressen – Pfui).

    Du antwortest leider auch nicht auf meine Fragen. Ich und andere wären sicher interessiert, wie du denn nun genau mit deinem Vermögen vorgehst. Hast du einen Plan? Einen Plan, der allen äußeren Widrigkeiten trotzt, egal was da kommen mag? Hast du eine Entnahmestrategie? Die würde dir die Ängste nehmen. Oder läßt du dich von all dem medialen Unsinn verunsichern? Läufst mal hier hin, mal dort hin, angstgetrieben, um nur ja kein Geld zu verlieren.

    Du kannst von vielen Lesern hier im Blog lernen, wie man damit umgeht.

    Ich selbst kann z.B. nichts mit dieser grauen Theorie, diesen Kopfgeburten rund um die abstrakte “Asset-Allocation” anfangen. Alles verkommt zu reinen Zahlenreihen, zu Gleichungen, zu anonymen Wertpapieren.

    Mein ganzes “Vermögen” – übrigens Geld, das ich überhaupt nicht zum Leben benötige – steckt in Unternehmensanteilen, in Geschäftsfeldern, in Produktionsanlagen, in den Händen der kreativsten und innovativsten Menschen des Planeten. Ich fühle mich sehr gut damit.

    Mir ist doch klar, dass es wirtschaftliche Zyklen gibt. Dass es ein Auf und Ab in Wirtschaft und an der Börse gibt. Dass es auch schlechte Börsenjahre gibt. Na und? Wobei gerade letzteres eine Interpretationsfrage ist.

    Du hast Angst, dass deine Wertpapiere, diese digitalen Zeilen, über Jahre oder gar Jahrzehnte geringer bepreist werden an der Börse und dir dir einbilden musst, “ärmer” zu sein.

    Ich dagegen bin weiter Besitzer hochqualitativer Geschäfte, die einen Haufen Cash generieren, welches in meine Tasche fließt. Ob nun Nasenspray, Turnschuhe, Wertpapiere, Suchanfragen, Elektrogeräte, Werkzeuge, Pflanzen, Schrauben, Kunststoffe, Spülmittel, Fahrstühle, Kinofilme, Krebsmedikamente, Gabelstapler, Computergames, Versandgüter, Schokolade und und und….. Glaubst du ernsthaft, dass all diese Güter – EZB/Zins/Rente hin oder her – nicht mehr benötigt und verkauft werden?

    Und das schöne, ich könnte all diese Unternehmen weiter einsammeln, für WENIGER Geld. Ich würde weniger bezahlen müssen, um mehr (passive) Einkünfte zu erzielen. Wäre das nicht herrlich? Was mir andere für meine Cashmaschinen aus aller Welt und allen Branchen bezahlen wollen ist mir einerlei. Ich verkaufe nicht. Und ich muss auch nicht verkaufen, benötige ich doch keinerlei Geldmittel aus etwaigen Verkäufen. Ist das nicht herrlich? Auf jeden Fall ist es sehr beruhigend, das kannst du mir glauben.

    Das Alter spielt dabei überhaupt keine Rolle. Es ist eine logische, durchdachte, stringente, antifragile Strategie. Wunderbar! Kannst du mir folgen? Wenn ja, erhellt das womöglich dein Gemüt und nimmt dir die Ängste. Laß dich doch auf den Weg zum intelligenten Investieren ein.

    Um es konkret zu machen, im Jahr 2012 habe ich 540€ an Dividenden erhalten. Im Jahr 2016 waren es 1.786€. Im Jahr 2020 waren es 4.277€.

    Es ist nur eine Frage der Zeit – und ich habe es da gar nicht eilig, bin mit meinem aktuellen Leben sehr zufrieden – bis ich 20.000€, 40.000€ und dann 60.000€ erhalte und zwar in Preisen von heute. Die Inflation – wieder eine deiner Ängste – wird dabei mehr als kompensiert. Ganz simpel, ganz logisch. Der Zins interessiert mich nicht. Das ist der Weg 😉 .

    Kennst du übrigens Earl Crawley, Anne Schreiber und Grace Groner? Es gibt nette Artikel im Netz (besser als die Börsenpornos). Alles Dekadentruthähne.

    @ Felix

    Dein Werdegang an der Börse läßt mich immer einen Blick auf meine Zukunft erhaschen. Das finde ich inspirierend. Deine Sicht auf Börse und Aktien teile ich.

    Börse heißt “drei Schritte vor und zwei Schritte zurück”. Wenn es kracht, dann zuckt bei uns allen, selbstverständlich auch bei mir, die Amygdala. Das ist die Biologie, der wir nicht entrinnen können. Das Ego schreit auf. Allerdings besitzen wir auch unseren Verstand, können die Philosophie bemühen. Und je öfter man die Börsenzyklen mitmacht, desto abgehärteter wird man. Riesige Vermögen sind mit Aktien zu erzielen. Es ist und bleibt aber “Schmerzensgeld”.

  85. @free

    …deine kommentare und gedanken sind eine bereicherung für den blog ! danke dir…das musste mal gesagt werden.

  86. @zen

    Du wolltest uns doch verschonen mit deinen Kommentaren! Warum lügst du? “Dies wird mein letzter Kommentar hier sein” War wohl eine glatte Lüge. Naja wen wunderts..

  87. @Freelancer

    Alles schön und gut, aber ich brauche keinen Psychotherapeuten und meine Vermögenssituation breite ich ganz sicher nicht im Netz aus.

    „…Das Alter spielt dabei überhaupt keine Rolle…“

    Naja, vielleicht habe ich mich verhört. Hier wird doch permanent von Dekaden gesprochen.

    „… Ich dagegen bin weiter Besitzer hochqualitativer Geschäfte, die einen Haufen Cash generieren, welches in meine Tasche fließt…“

    Prinzipiell richtig, aber etwas euphorisch. Wenn kurz vor oder in der Entnahmephase im Rentenalter deine Altersvorsorge ausschließlich aus Aktieninvestments besteht, gibt es zwei Möglichkeiten:
    Ein goldener Lebensherbst oder der Gang zur Tafel.
    Zweiteres kann man ausblenden oder mit einbeziehen, jeder wie er will.
    Du glaubst, du bist Besitzer der Unternehmen, deren Aktien du hast? Eben nicht. Du bist nur Besitzer von „Wertpapieren“, deren Bewertung von unglaublich vielen Dingen abhängt. Seit Jahren fast nur mehr von den Notenbanken!
    Aktien sind für die, die „Dekaden“ Zeit haben, die anderen sollten aufpassen und wie man so schön sagt, nicht alle Eier in einen Korb legen.

  88. @ Wolke, Freelancer

    Für die ängstlichen Investoren:

    https://indices.barclays/IM/21/en/indices/static/historic-cape.app

    Ich möchte hier jetzt sicher nicht ETF swapping befeuern, aber wer sich mit den aktuellen Bewertungen des S&P nicht wohlfühlt kann mal einen Blick auf Hongkong, Russland, Singapur, Korea und vielleicht auch die Türkei werfen. Die Türkei ist allerdings nichts für ängstliche Investoren. Bei den Cape Diagrammen sehe ich hier nicht unbedingt den 50% Buchverlust am Horizont. Ich werde in Kürze eine größere Einmalzahlung durchführen. Natürlich würden mir 20% tiefere Kurse gefallen. Ich kaufe keinen S&P und auch nicht World ETF. Ich nehme neben Einzelinvestitionen den Emerging Markets ETF von Vanguard. Was Kommer mit 70/30 rät ist mir egal. Emerging Markets sind auch keine Resterampe. Man schaue einfach mal auf die 10 Unternehmen mit größter Marktkapitalisierung. Da steht beispielsweise Taiwan Semiconductor. Zugegebenermaßen könnte diese Aktie im speziellen für mich gerne billiger sein, aber Ängste bekomme ich bei diesem Korb an Unternehmen nicht.

  89. @ UK habe ich oben vergessen. Bei mir hat sich der ETF genauso gut wie der S&P entwickelt. Und UK hat heute immernoch ein niedriges CAPE.
    @ TIM Carnival
    Gratulation zu Deinem Kauf. Du hast hier um die 100% Gewinn gemacht. Ich habe die Aktie damals nicht gekauft, da mir die Schulden speziell durch Corona zu hoch erschienen. Meine IAG und Fraport Käufe sind etwas schwergängiger in der Aufwärtsbewegung. Die beiden haben natürlich auch unter Corona gelitten, aber sich längst nicht so gut erholt wie Carnival. Außerdem habe ich das Tief ein gutes Stück verfehlt.

  90. “Es wird sehr viel ausgeblendet. Die Aktienmarktgläubigkeit nimmt in meinen Augen manchmal „Bitcoinausmaße“ an. Aber klar, man muß das verstehen, ihr(Jungen) habt keine Alternativen mehr. Keine Rente, keine Zinsen, nichts. Entweder man geht ins Risiko oder man endet in der Altersarmut. Das ist traurig.”

    Eine durchaus realistische Einschätzung. Lass dich nicht verunsichern von manchen Kommentatoren die in teils belehrender Weise ihre Weltsicht vertreten und Dinge unterstellen. Es ist ok, wenn in einem Blog teil sehr unterschiedliche Meinungen aufeinander brasseln. Wer damit ein Problem hat, ist für mich nicht bereit seine Sicht zu weiten. Man muss ja nicht jeden Kommentar unterschreiben. Die Risiken an den Börsen sind definitiv nicht zu unterschätzen durch die Niedrigzinspolitik. Vergessen auch hier einige gerne. Investieren mit Maß bleibt aber ein guter Weg.

  91. Ich eben so zu meiner Freundin: ” Wahnsinn, mein Depot ist diesen Monat schon wieder um (hohe) xxxx € gestiegen. Meine Freundin daraufhin: “Kümmere dich lieber um wichtige Dinge wie TÜV und Urlaub! “

  92. @ Wolke

    Wir reden aneinander vorbei. Du gehst auf keines meiner Argumente ein, beantwortest keine meiner Fragen. Deine Vermögensverhältnisse spielen dabei überhaupt keine Rolle. Du hast scheinbar keinen Plan und keine Strategie, daher deine Angst.

    Kannst du mir sagen, was die Bewertung der Firma Johnson&Johnson, deren Anteile zum 18-fachen Jahresgewinn verkauft werden – und dabei eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von ca. 6% oder eine Ausschüttung von ca. 2,5% erzielen -, mit der Niedrigzinspolitik der Notenbanken zu tun haben? Wo sind hier horrende Überbewertungen zu erkennen?

    Aus meiner Sicht hast du die Essenz von Börse und Unternehmensbeteiligungen, sprich Aktien überhaupt noch nicht begriffen. Es ist daher müßig, sich auszutauschen.

    Ich habe dagegen noch überhaupt nicht begriffen, wieviel (Verlust-)Angst gerade im Alter enstehen kann, einverstanden. Es steht mir wohl nicht zu, hier zu urteilen.

    Selbstverständlich akkzeptiere ich, dass du da deine eigene Meinung hast. Und ja, die darfst du natürlich auch äußern. Mir steht es aber zu, diese Meinungen zur Diskussion zu stellen. Es tut sich nur nichts. Kein Fortschreiten, nur Thesen an den Kopf werfen.

    Was soll´s also? Vergebliche Liebesmühe.

    Mit stehen dagegen meine eigenen Lernaufgaben klar vor Augen. Ignorieren und meine “Belehrungen” für mich behalten. Es bringt ja doch nichts und kostet mich nur Lebenszeit.

    Jeder geht seinen Weg. Von mir wirst du nicht mehr behelligt. Alles Gute wünsche ich dir!

  93. Danke für den Link @Kiev – habe sonst auch gerne die starcapital Seite aufgerufen für die Cape Informationen.

    Langfristig ist es denke ich schon von Vorteil, in Märkten zu agieren, die günstiger sind als andere. Wie du es schreibst: Man muss sich halt damit wohl fühlen.

    Meine HK Buden scheint es Real zu geben, zumindest kommt virtuelles Geld in Form von Dividenden ins Depot – was ich noch nicht probiert habe…. Das Geld zu überweisen und dann am Geldautomaten abzuheben 😉

    -M

  94. Free
    Guter Punkt. Es hat wenig Mehrwert für alle, wenn schon fast manisch und auch ständig völlig kontextlos Phrasen und auch auf Bitten ohne anschließende Einordnung eingeworfen werden. Das ist bis zu einem gewissen Grad natürlich auch unverschämt, einen Allgemeinplatz nach dem anderen zu bemühen ohne substantiell zu antworten. Diejenigen, die sich besonders gerne auf ihr freies Äußerungsrecht berufen, beschränken sich aber dann auch darauf: Äußern, aber nicht interessiert diskutieren. Es bringt nichts Free, Fokus auf Menschen mit Perspektiven und Interesse. P.s.: Hatte mich auch wieder wie Du über schöne Dividenden-Eingänge gefreut: bin optimistisch, das sich das weiter gut entwickelt, aber nicht besorgt, das sich das ändern könnte. Meine Existenz hängt davon nicht ab, da mir die Arbeit keine Qual ist, sogar wenn sie anstrengt 🙂 Also, bitte weiterhin positive Vibes!!!

  95. @ Freelancer, Wolke, Ralf

    Ich finde die Diskussion ganz gut. Ich würde auch gerne mehr von der pragmatischen Konsequenz erfahren. Das die Geldpolitik die Vermögenspreise angetrieben hat ist vermutlich allgemein bekannt. Und wie sieht jetzt konkret die Anlagestrategie aus? Das macht es doch interessant. Schaut Euch Mal die Cape Diagramme auf der Seite an. Die von mir genannten erscheinen mir nicht unbedingt aufgeblasen.
    Ab einem gewissen Vermögen ist der Grenznutzen wie bei vielen anderen Dingen erreicht. Falls 200k über dem Grenznutzen die Verlustängste weiterhin bestehen sollte man vielleicht seine Anlagestrategie überdenken. Es geht nicht um eine bessere Rendite sondern um ein glückliches sorgenfreieres Leben. Dafür würde ich zumindest auf ein paar Prozentpünktchen verzichten.
    Ein Lesertreffen fände ich Klasse. Wolke, wenn ich Dich irgendwann persönlich treffe, hoffe ich dass Du Deinen Ausweis dabei hast. Gibt es in Italien Crash Propheten oder überhaupt ein äquivalent zu dem Wort? Die Thematik klingt für mich Urdeutsch und passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu einem gebürtigen Italiener. Jetzt habe ich Vorurteile rausgehauen, aber wirklich. Das ist für mich unvorstellbar. Ich versuche es mir über Tirol als Sonderstatus herzuleiten und muss schon wieder erkennen, dass ich hier ein Vorurteil nach dem anderen raushaue. In dem Fall finde ich die Einstellung allerdings erstrebenswert. Sich nicht von Crash Propheten verrückt machen zu lassen bedeutet schließlich nicht, dass man gleich dem YOLO (you only live once) verfallen muss. Der Begriff ist dabei gar nicht verkehrt, aber desshalb muss man nicht gleich alles Geld verballern.
    @ Sammy
    Deine Freundin würde dem Blog vielleicht auch gut tun. Sie erinnert mich ein wenig an die Mutter von BuyandHold2012 aus Seeking Alpha. Die bringt auch immer kurze und prägnante Antworten.

  96. @ M
    Danke für die Benennung von Starcapital. Das nutze ich sonst auch, aber habe den Link nicht mehr gefunden. Darauf habe ich in Google gesucht. Gerne würde ich auch CAPE Diagramme vom Tech Sektor um die Jahrtausendwende sehen. Da kann sich Jeder ein Bild machen wie groß realistisch ein Rückschlagpotenzial sein kann.

  97. Ich denke man kann sowohl aus Free’s wie auch aus Wolke’s Meinungen unterschiedliche Dinge rausholen.

    Allerdings finde ich Wolke’s Katastrophen-Szenarien manchmal zu krass, ebenso aber auch die super-duper ich lasse keine konstruktive Kritik der hohen Bewertungen, Notenbankpolitik zu, da ich ja nur Qualitätsunternehmen besitze auch zu positiv überzogen…

    Es gibt einige Risiken, aber es lohnt sich nicht nur negativ zu sehen denn sonst verpasst man Chancen.

    Realismus sieht beides und gefühlt geht er bei Extrempositionen jeweils etwas einäugig und eindimensional zu.

  98. @Freelancer

    Schon gut! Warum so aufgeregt? Ist das ein Zeichen, dass verdrängte Ängste hochkommen?
    Hätte nicht gedacht, dass ein paar Äußerungen von einem, der von der „Börsenessenz“ nichts begriffen hat, dich so aggressiv machen.

  99. “Kannst du mir sagen, was die Bewertung der Firma Johnson&Johnson, deren Anteile zum 18-fachen Jahresgewinn verkauft werden – und dabei eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von ca. 6% oder eine Ausschüttung von ca. 2,5% erzielen -, mit der Niedrigzinspolitik der Notenbanken zu tun haben? Wo sind hier horrende Überbewertungen zu erkennen?”

    Ich bin nicht Wolke, aber: Selbstverständlich hat die Niedrigzinspolitik Auswirkungen auf die Börsen. Corona heizt bezüglich der Liquidität die Inflation mancher Dinge wie Immobilien, Aktien, Gold oder Oldtimer mit an. Und das treiben der Zentralbanken beeinflusst auch die Märkte. Korrekturen sind daher von kurzer Dauer und neue höhere Kursstände folgen. Wird noch eine Weile so gehen und ist langfristig auch eigentlich für Anleger egal. Größere Investments als Neueinsteiger wären für mich derzeit aber schwierig beim gegenwärtigen Kursniveau. Hängt wohl eben vom persönlichen Risikoempfinden mit ab. Man sollte akzeptieren dass es hier eben ängstlichere und auch mutigere Anleger gibt.

  100. @Sparta

    Du findest wieder einmal die richtigen Worte. Beneidenswert, und das meine ich nicht ironisch.

  101. @Kiev: Für mich steht fest das ich weiter investiere. Aber derzeit mit angezogener Handbremse. Das kommt meinem Risikoprofil am nächsten. Ich fühle mich besser, wenn ein Teil der Kohle als Cashpolster zur Verfügung steht für Rücksetzer. Dadurch entgeht mir manche Chance, damit habe ich aber kein Problem. Dafür hantiere ich derzeit häufiger mit Knockouts und mäßigem Hebel auf Werte wie Amazon oder Alibaba. So lassen sich kleine verschmerzbare Beträge einsetzen, bisher mit guten Erfolg.

  102. Vielleicht wäre ein Thema, Tim könnte darüber ja mal einen Artikel schreiben, auch wenn es für ihn selbst kein Thema ist, über Entspar-Strategien sich auszutauschen. Für viele hier ist das kein Thema und sie wollen ihr Depot in die Ewigkeit halten, aber es gibt auch Leute, die ihr Geld irgendwann auch verbrauchen wollen. Wer also nicht maximal von einem Teil seiner Dividenden leben will oder kann, der muss sich auch damit auseinandersetzen.

    Das muss auch nicht zwingend die Rente sein, jemand will beispielsweise in 5 Jahren ein Haus kaufen und hat aktuell ein schönes Depot mit 100% Aktienanteil, wie geht er das an? Oder jemand will sich selbständig machen in 5-10 Jahren und braucht dafür Eigenkapital.

    Wäre dumm wenn gerade dann, wenn das Geld gebraucht wird, ein Crash stattgefunden hat.

    Ich denke das wäre interessanter als sich dauerhaft die Köpfe einzuschlagen ob der immer wiederkehrenden Themen wie Miete oder Kauf, Einzelaktien oder ETF’s etc.

    Früher war das einfacher, man konnte sein Geld zeitgeplant in Anleihen setzen, heute ist das etwas komplizierter, gerade in der mittleren Frist von 2-7 Jahre ist das nicht so einfach.

    Ich verstehe ja beide Seiten, aber es ist auch wichtig die Lebensumstände zu kennen, es gibt keinen heiligen Gral sondern je nach Umstände sind andere Dinge wichtig und dann muss man sich eine vernünftige Strategie aufbauen.

  103. @Zufriedenheit und Dankbarkeit

    Wir haben es gut hier. Ein Beispiel, mittlerweile kann sich jeder hier impfen lassen. Die besten Impfstoffe der Welt stehen zur Verfügung. Es funktioniert ausgezeichnet und ist gut organisiert.

    Ich kämpfe seit Wochen, dass unsere Mitarbeiter in Asien zu Impfungen kommen. Es ist wirklich ausserordentlich kompliziert. Natürlich können seit vielen Monaten alle Homeoffice machen aber es wäre eine Erleichterung, rein privat, wenn sie Zugang zu Impfstoff hätten. Viele Anläufe und es sieht nun aus dass wir eine Lösung finden, die auch entsprechend kostet. Ob es gelingt ist noch offen.

    Wir sollten auch einmal “selbstverständliche” Dinge schätzen lernen, ich könnte jetzt noch viel einfachere Dinge wie sauberes Trinkwasser aus dem Hahn nennen. Man wird sich dem erst bewusst wenn man anderes sieht oder erlebt hat.

    Da gerät die Performance des Depots in den Hintergrund.

  104. @sammy

    Oder auch das aktuellste(2021) Buch von Gerd Kommer: „Souverän Vermögen schützen“.

  105. @Bruno

    “Wir haben es gut hier. Ein Beispiel, mittlerweile kann sich jeder hier impfen lassen.”

    Nein. 😉 Es gibt aktuell nicht genügend Impfstoff selbst für Impfwillige, welche viele Kundenkontakte haben.

    Aber im Gegensatz zu 3.Welt-Länder haben wir es natürlich sehr gut!

  106. @Sparta
    Dann ist das in Deutschland anders als bei uns, hier hat es mehr Impfstoff als Impfwillige, viele Termine werden abgesagt. Teilweise aus Bequemlichkeit, Ferien sind wichtiger.

  107. @Sparta

    Ist im übrigen kein 3. Weltland. Oder schau dir mal China an 😉 Ich bezog das auf die Schweiz und Deutschland ist sicherlich nicht viel schlechter auch wenn es ein paar Wochen länger geht, ich kenne niemand mittlerweile, der impfwillig war und keinen Termin bekommen hat, egal in welchem Alter. Aber es gibt Länder da bekommen selbst 70 oder 80jährige noch keine Impfung.

    War ja auch nur ein Beispiel, ich könnte andere Beispiele nennen die weitaus dramatischer sind, aber das erspare ich mir.

  108. @Bruno

    Die Aussagen mit “ich kenne niemanden” hatte ich auch schon mit Leuten, welche an Corona nicht glauben. Einen Teil davon hat es mittlerweile im Frühling erwischt.

    Ist so eine Ego-Brille und sagt ja nix ob die Schweiz tatsächlich mehr zur Verfügung hat. Nico würde dies bestimmt bejahen! 😉

  109. @Sparta

    Auch die Medien haben berichtet…
    https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/coronaimpfungen-verfallsdatum-erreicht-die-usa-muessen-impfstoff-vernichten-werden-impfzoegerer-in-der-schweiz-zum-problem-ld.2148913

    Ich habe ja nicht gesagt dass wir mehr zur Verfügung haben, aber es geht vorwärts, und das ist positiv. Ich habe eben die letzten Wochen erlebt, wie es anders laufen kann, wo man mit extremen Anstrengungen nicht vorwärts kommt, die Leute Termine haben, wieder nach Hause geschickt werden etc. um das ging es mir, Dankbarkeit dass hier vieles sehr gut funktioniert, und nicht alles selbstverständlich ist.

    Hat nichts mit Ego-Brille zu tun…

  110. @Bruno

    Ego-Brille ist falsch ausgedrückt.
    Selektive Wahrnehmung aufgrund des Umfeldes trifft es dann eher.
    Inwieweit hier die Zeitung einzeln nach Regionen aufgeschlüsselt hat, bzw. wie und wo Ärzte etwas mehr oder weniger bekommen wir sogar Einzelfallspezifisch sein, bzw. nicht korrekt recherchierbar.

    BaWü hat ja sogar einen Impfradar im Gegensatz zu Bayern.

    In unserer Zeitung standen schon so tolle Sätze, dass wir noch mehr Leute überzeugen müssen, damit wir die viel zitierte “Herdenimmunität” schaffen…dabei haben wir zu wenig Impfstoff und Impfwillige bekommen keinen Termin.

  111. @Sparta

    Ein Punkt gebe ich Dir Recht, wenn Verkaufspersonal mit viel Kundenkontakt noch keine Impfung erhalten hat, ist das nicht gut. Bürojobs sind privilegiert, als neue Impftermine aufgeschalten wurde habe ich das an alle hier oder zuhause weitergeleitet und alle die wollten haben innert 1 Stunde einen Termin erhalten. Verkaufspersonal konnte das nicht. Da haben aber auch die Arbeitgeber ihre Verantwortung nicht wahrgenommen, man könnte das auch organisieren wenn man denn wollte.

  112. @Alpha-Fonds

    Ihr habt wahrscheinlich auch die ganzen Posts von Finanzwesir zu dem Thema gelesen. Mich würde interessieren, ob jemand damit Erfahrungen gesammelt hat und was ihr inhaltlich davon haltet.

    Selber habe ich mir die vorgeschlagenen Fonds angesehen, und tatsächlich performen die extrem stark in der Krise und sonst eher vernachlässigbar. Aus meiner Sicht ist das aber ein Verhalten, dass ich in der Ansparphase nicht brauche, da letztendlich egal wenn Kurse mal purzeln, die kommen schon wieder hoch bis zur Rente. Ein Alpha-Fonds reduziert da nur die Rendite.

    Durchaus interessant könnte es aber in der Entnahmephase sein. Dann muss ich z.B. jährlich Anteile verkaufen (ausser ich habe steuerlich ungeschickt nur Dividendenzahlungen) und das heisst vielleicht auch mal verkaufen wenn die Börse im Keller ist. Dann einen Anteil von z.B. einem Jahr an Ausgaben in einem in der Baisse stark steigenden Alpha-Fonds zu haben wäre keine schlechte Sache. Ist es ein gutes Börsenjahr verkaufe ich ETFs und behalte den Alpha-Fonds.

    Was sind eure Gedanken zu dem Thema?

  113. @Kiev

    Danke für die Benennung von Starcapital.

    Ich hatte schon ein paar Stunden früher als erster heute Starcapital erwähnt.
    Dein Dank gilt also mir.

    Ist niemandem aufgefallen, dass die schönen Übersichten bei Starcapital plötzlich weg sind?
    Die Tabellen mit den Bewertungen nach Ländern und die vielen PDF_Dateien zur Kapitalmarktforschung?

    Ich habe zum Glück das Wesentlich bei mir gespeichert.

  114. @ Lejero

    Wenn die Alpha Fonds tatsächlich in der Krise steigen ist eine Beimischung für die Entnahme eine Alternative oder Ergänzung zu Cash und Gold. Bei den Entnahmestrategien wird ein Jahresgehalt oft in Cash für das erste Jahr vorgehalten und dann langsam abgebaut. Das Risiko der vollständigen Entsparung zu Lebzeiten ist besonders anfällig bei einem Crash in den ersten Jahren der Entnahme. Ich bin allerdings kein Fan von teueren Fonds. Einen Teil in sehr sicheren prefered shares kann auch eine Alternative sein. Wenn genug Geld vorhanden ist, so dass Du nur den Koupon konsumieren möchtest, so könntest Du auch einen Teil darin investieren. Kommt immer auf die Höhe des Vermögens in Bezug zu den Ausgaben an. Du könntest auch auf Unternehmen mit langsamen Wachstum in Deinem Depot in der Nähe des ATH Call Optionen mit langer Laufzeit schreiben. Im schlimmsten Fall bist Du 100 Aktien los. Ansonsten kassiert Du die Optionsprämie und zusätzlich eine vermutlich hohe Dividende. Desshalb musst Du natürlich nicht gleich alle Aktien umstellen. Ich habe gerade selbst Call Optionen auf Under Armor, Tanger, und BASF verkauft. Mit langer Laufzeit und hohen Strike. Zu meinen Preisen würde ich die Aktien ich abgeben. So etwas taugt aber nicht bei Unternehmen mit hohem Wachstum. Da kannst Du sie vielleicht viel zu günstig abgeben oder im andern Fall eingebucht bekommen bei großer Enttäuschung wie Wirecard.

  115. @Lejero

    Von Alpha-Fonds habe ich keine Ahnung, aber ganz allgemein: Der Finanzwesir kommt in die Jahre (55), also wird er vorsichtiger(oder ängstlicher, wie sich hier die ganz Mutigen auszudrücken zu pflegen).
    Ich finde es bemerkenswert und unerwartet, dass einer wie er mit 55 den ETF‘s alleine nicht mehr traut und Absicherungen sucht. Er ist einer, der sehr gut rechnen kann.
    Geschäftemacherei zu vermuten, wäre gerade bei ihm eher zu kurz gegriffen.

  116. @ Wolke:
    “Was die Börse betrifft, staune ich immer wieder über das bemerkenswerte Gottvertrauen in diesem Blog. Es wird sehr viel ausgeblendet. Die Aktienmarktgläubigkeit nimmt in meinen Augen manchmal „Bitcoinausmaße“ an. Aber klar, man muß das verstehen, ihr(Jungen) habt keine Alternativen mehr. Keine Rente, keine Zinsen, nichts. Entweder man geht ins Risiko oder man endet in der Altersarmut. Das ist traurig.”

    Dafür bekommste 100% Zustimmung von mir! Mir ist der “Home-Bias” zu Aktien hier auch schon extrem aufgefallen.

  117. @Kiev:
    Danke für deine Vorschläge. Stillhalter bei Optionen ist sicher nochmal ein Thema, dass ich mir zukünftig ansehen werde, hast du dazu einen empfehlenswerten Literatur-Vorschlag?

    @Wolke:
    Ich habe in keiner Weise Geschäftemacherei unterstellt, dafür hat der Finanzwesir auch zu viel für die Community geleistet. Mich interessiert hier ausschliesslich ob einer Erfahrungen mit so einem Vehikel gemacht hat, und wie ihr das Thema seht. Ich sehe aktuell ausschliesslich einen möglichen Benefit in der Entnahmephase, aber vielleicht liege ich ja auch falsch.

  118. @Lejero

    Entschuldige, wenn das so rübergekommen ist. Habe nicht dich gemeint.
    In einigen Kommentaren auf anderen Blogs wird ihm das unterstellt.

  119. An Wolke: Absolut nachvollziehbar. Es ist summenmäßig ein himmelweiter Unterschied, ob man sich eher am Anfang oder Ende der Ansparphase befindet. Oder wenn man bereits seine Finanzziele erreicht hat und die Vermögensbewahrung in den Vordergrund rückt. Mich sprechen Alphafonds nicht an, aber wenn sie zu Alberts Leben passen: alles richtig gemacht! 😉

  120. @ Lejero

    Ich bin auch Fan von KISS. Bei Stillhalter Geschäften mache ich lediglich Short Put und Short Call. Eine Strategie soweit Kenntnis der eigenen Angst, Gier und Money Management sind allerdings wesentlich wichtiger als bei gewöhnlichen Aktienkäufen. Außerdem benötigst Du dafür einen IB Broker. Also musst Du auch das Thema Steuern ansehen. Verluste kann man aktuell nur bis zu einer gewissen Grenze absetzen. Ich nutze in der Hauptsache Short Put für Aktienkäufe. Ich habe aktuell einen Short Put bis ins neue Jahr von Alibaba, CoreCivic, Brookfield Renewable, Brystal Mayer, Merck offen. Alles zu Preisen für die ich die Aktien gerne kaufen würde. Bei einer Einbuchung bleibt die Aktie bei mir. Alle genannten Aktien würde ich wirklich übernehmen. Die Positionsgröße muss auch stimmen. Bei BABA habe ich einen Strike auf 200$. Folglich würde ich zu dem Preis ein Aktienpaket für 20k$ nehmen. Das ist sicher nicht für Jeden etwas. Die anderen Positionen sind eher klein so dass ich auch mehrere von manchen habe. Die beiden Arten von Stillhalter Geschäften kannst Du sehr schnell begreifen. Die Strategie, Größe usw. ist schwieriger. Ich schreibe die Optionen auch eher auf Aktien vom Typ Slowgrower. Bloß keine Short Positionen bei verrückten Aktien. Zugegebenermaßen habe ich auf Tanger einen Short Calle. Allerdings gebe ich all meine 300 Stück dann auch gerne für 22$ ab. Damit hätte ich sehr gute Gewinne in der Aktie, in den Optionen und auch noch Dividenzahlungen kassiert. Jenseits von 22$ muss ich nicht mehr in der Aktie investiert sein.

  121. @ Impfbestätigung

    Hoffentlich gibt es bald diverse Freiheiten für vollständig geimpfte. Aktuell nervt mich am meisten, dass ich für diverse Sachen eine Bestätigung der Schule für jedes Kind anfragen muss. Die gilt nur einen Tag, so dass bei einem wöchentlichem Kurs ich für beide kInder die Bestätigung jedes Mal benötige. Ich muss hier nicht erwähnen wie oft so etwas bei kleineren Kindern nicht zu Hause ankommt… Der größte Witz daran ist, dass die Eltern selbst testen und mit Unterschrift in der Elternmappe den Test bestätigen. Und dann benötige ich für andere Dinge die Bestätigung der Schule. Hmm? Da würde ich einen anderen permanenten Wisch bevorzugen, dass wir selbst testen und es dann auch bei dem Kurs jedesmal selbst eintragen.

  122. @Linda
    Ich verstehe das Aktien Bashing nicht. Fakt ist, es gibt quasi nur Aktien, Anleihen und Immobilien. Anleihen haben aktuell eine null Rendite, das ist Fakt – sollten die Zinsen plötzlich steigen verlieren diese an Wert. Immobilien kann man machen, aber eine Wertsteigerung ist nicht zu erwarten. Aktien sind aktuell das einzige das Rendite bringt. Wenn diese die nächsten 20 Jahre keine Rendite machen, macht niemand auf der Welt Rendite. Die “Elite” hat auch nichts anderes zur Hand. Und gäbe es einzelne wenige Aktien, die alles outperformen sind diese entweder niemandem bekannt, oder das ist eingepreist, sodass es keine outperformance gibt – also auch keine Alternative. Msci world/Europe/Emerging ist gerade das beste was es gibt meiner Meinung nach.

  123. Gestern den ersten Schuss bekommen – Biontech beim Betriebsarzt. In 6 Wochen nochmal und dann kommt der letzte Rest Normalität hoffentlich wieder. Mal wieder “Normal” mit Freunden im Studio trainieren und danach 3 Stunden in der Sauna abhängen – das vermisse ich am meisten.

    Der Wesir kommt mir auch komIsch vor – aber ich verfolge das gespannt. Was mich am meisten stört ist der eingeprägte Satz “Kauf nichts was du nicht verstehst”. Versteht von jemand so richtig wie AlphaFonds genau funktionieren? Ich habe auch nicht genau mitgeschnitten vieviel man da reintun sollte um die angegebenen Fabelkurven zu erreichen. Außerhalb des Crash dürfte der Alphakram die Performance doch massiv belasten, oder?

  124. Es ist absolut legitim vorsichtig in der Geldanlage zu agieren, Menschen haben unterschiedliche Charaktere, mit zunehmendem Alter mag man durchaus vorsichtiger sein, warum sollte das schlecht sein?
    Weiterhin kennen wir uns Alle nicht wirklich, wer kennt schon so genau die Situation des Anderen? Es soll ein Jeder sein Geld so anlegen wie er mag, man muss sich auch nicht rechtfertigen, gleich 3x nicht in einem anonymen blog.

    Alpha-Fonds
    Ich hatte es so verstanden dass es unter 10% des Anlagevermögens nix bringt, ich selber würde dieser neugegründeten “Gesellschaft” keinen cent überweisen, wenn ich es unbedingt ausprobieren möchte, dann würde ich es in Eigenregie machen, die Fonds sind ja mehr oder minder bekannt, es sind mehr als die die jetzt angegeben sind.
    Aus einem ETF komme ich problemlos heraus, ich selber bin da eher misstrauisch veranlagt, mal abgesehen von den Kosten.
    Der Finanzwesir und andere Gurus sind mir aber eigentlich egal, sie können gerne verkaufen was sie wollen, wenn sie denn Jemand finden. Beim Finanzwesir hätte ich das allerdings nicht erwartet. Verfolgen werde ich das Ganze nun nicht weiter.

    Um mein Impfzertifikat muss ich mich morgen kümmern, ich habe ein Schreiben erhalten und kann es nun anfordern.

    @Bruno
    ist das eine App oder ist das in Papierform, ich glaube Du hast es bereits.

  125. @Fit und Gesund

    „… Der Finanzwesir und andere Gurus sind mir aber eigentlich egal…“

    Einmal liegen sie richtig und scharen viele Gläubige um sich. Danach liegen sie meistens falsch und keiner merkt‘s. Das Wesen der Gurus.

  126. @Kiev, möchtest du Mal ein bisschen mehr über diese Optionen erklären? Ich hab mich davon strikt ferngehalten bisher und das daher auch überhaupt auf dem Schirm. Wenn ich es richtig verstehe sind das Wetten auf steigende oder fallende Kurse richtig? Werden die als normale Wertpapieregehandelt?

    Grüße Baum

  127. @Fit und Gesund
    Ich konnte es als PDF herunterladen. Darauf ist ein Barcode, denn man dann in die App einlesen kann. Wenn Du ein Iphone hast sollte das auch bereits gehen bei einem Androiden ist es glaub noch nicht bereit. Aber auch das Papier genügt.

    LG

  128. @ der Baum

    Ich nutze nur sehr einfache Optionen. Es handelt sich um Stillhaltergeschäfte. Das ist wie eine Versicherung zu betrachten. Ich bin der Versicherer und ein Dirk Müller gibt mir Geld für die Sicherheit eine Aktie zu einem gewissen Preis an einem Datum abgeben zu dürfen. Damit kann man spekulieren, absichern usw.
    Bei mir sieht es so aus:
    Das Konto hat eine Größe von mehr als 100k Euro. Damit kann man 100 Aktien einer Firma im Bereich von 30€-50€ kaufen mit einer Gewichtung von maximal 5% des Depots. Ansonsten ist das Risiko zu groß oder die Gebühren im Vergleich zu den Prämien zu klein. Bei mir kostet eine Kontrakt 2$. Also mit vorzeitiger Glattstellung 4$ in Summe. Da möchte ich schon mindestens 100$ einnehmen.
    Nehmen wir BMY und Merck als Beispiel. Ich möchte Pharma ausbauen und die beiden Firmen erscheinen mir günstig. Ich kann. Ich kann nicht sagen welche besser sein wird. Ich würde beide nehmen, aber das Geld hatte ich vor einem Monat noch nicht. Allerdings wusste ich das es in Kürze kommen wird. Somit habe ich Short Puts verkauft auf beide Aktien nahe am Kurs. Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass ich sie eingebucht bekomme, die Prämie bekomme ich aber in jedem Fall und damit einen Rabatt. Du bist ein Value Investor. Du würdest vielleicht sagen, BMY ist toll und ganz gut bewertet, aber Du würdest nur 60$ dafür bezahlen. So kannst Du schauen wie viel Prämie zu welchen Daten Du bei 60$ bekommen würdest.
    Ich habe beispielsweise einen SP auf BABA mit 200$ Strike bis 19 November. Dafür gab es 1000% Prämie. Also 5% von 20k. Und das für ein halbes Jahr. Die Aktie gefällt mir sehr gut, also habe ich sogar so einen SP verkauft. BABA hätte bei mir dennoch unter 10% Gewichtung bei Einbuchen.
    Ich habe in der Zukunft hohe Einnahmen und kann auch Käufe dafür aufsetzen. Ich kann monatlich manchmal Aktien für 3000-7000€ kaufen. Mir macht das Einbuchen wirklich nichts aus. Anderen arbeiten mit Glattstellung bei 50% Verlust. Ereignisse finden allerdings oft außerbörslich statt. Bis hier etwas glattgestellt wird ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Optionen sind auch nur für einen Teil des Depots. In der Hauptsache halte ich ETFs und Aktien. Las Value Investor kannst Du auch anders vorgehen. Ich habe beispielweise BASF und bin bereit diese für einen höheren Kurs abzugeben. Ich habe einen Short Call darauf laufen. Damit bekomme ich mehr Einnahmen als mit der Dividenzahlung. Falls BASF allerdings neuer Premium Partner von Tesla wird bin ich meine Aktien sicher los. Als Value Investor kannst Du aber bei manchen Titeln eine hohe Bewertung sehen und kannst mit Optionen rechte verkaufen anstatt die Aktie. Ich nutze eine lange Laufzeit um eine hohe Prämie zu bekommen. Die Stelle ich bei mehr als 50% Gewinn auch schon mal vorzeitig glatt und nehme Gewinne mit.

  129. @Baum

    Möchte da nicht vorgreifen @Kiev wird da sicher noch antworten.

    Er macht Short Call bzw. Short Put Optionen -> je nachdem, ob er eine Aktie zu einem Preis kaufen würde, oder schon im Depot hat und somit zusätzliche Erträge erwirtschaften möchte. Zu den Begriffen kannst dich mal einlesen.

    @Kiev steinige mich nicht, falls ich den falschen Begriff gewählt habe 😛

    -M

  130. Ok Kiev war schon da hehe, zumindest konmte ich die Begriffe ergänzen unter Vorbehalt der Richtigkeit- bin keim Optionen Profi.
    -M

  131. @ Baum
    Bei Freaky Finance kannst Du über Stillhaltergeschäfte in Corona lesen. Er hat verhältnismäßig viele SPs gehabt und dadurch hohe Verluste geschrieben. Vielleicht hilft Dir das weiter um mögliche Modelle für Dich zu finden. Money Management ist hier äußerst wichtig. Ich bin auch ein Cashflow orientierter Investor. Da passen Optionen natürlich gut ins Programm. Vor allem bei Slow Growern. Dennoch wurden mir manche Aktien zu günstig entnommen wie Cleveland Cliffs. Die Rohstoffpreise haben hier sehr schnell angezogen. Das kann mir bei Tanger und den Verrückten Wallstreet Bet Spekulanten auch passieren. Da würde ich allerdings einen soliden guten Gewinn machen. Und verkaufe nie einen Short Calle ohne die Aktien zu haben! Tupperware ist beispielsweise von fast Penny-Stock Niveau auf 50$ oder mehr gestiegen. Weiß es nicht mehr genau, Aber es war ein rasantes Wachstum. Hier müsstest Du dann die Aktien teuer kaufen wenn Du sie nicht hast. Die Option steigt natürlich ebenfalls stark in Wert, wenn Du vorher Glattstellung möchtest. Du müsstest sie folglich viel teuerer zurück kaufen als Du sie verkauft hast.

  132. Wohoo, da sieht man Mal was man noch nicht kennt 🙂

    Danke für die ausführliche Antwort. Muss ich mir vllt. Mal anschauen. Aber ich glaube aktuell ist mir das zu komplex.

    Wo siehst du den Vorteil im Vergleich zu “normalen” Aktienkäufen? Ist die Rendite soviel höher?

    Unsere Definition von KISS fällt dann wohl auseinander ??? hört sich nämlich reichlich schwierig an auf den ersten Blick.

    Grüße Baum

  133. @Kiev:
    “Ich nutze nur sehr einfache Optionen. Es handelt sich um Stillhaltergeschäfte”

    Wie sind denn aktuell deine Erfahrungen bzgl. der neuen Steuerregeln bei Termingescgäften. Gilt die Verlustverrechnungsbeschränkung auch für Stillhaltergeschäfte?

  134. @Sparta

    Ich wurde damals an der Uni vom Prof. dazu genötigt, mit Optionen zu “spielen”. Das war sehr verantwortungsvoll 😀 Aber er meinte, als wir die Black Scholes Formeln hergeleitet hatten ein Praxisbezug wäre sinnvoll… Es gibt keine Statistik darüber wie viel alle Studenten damit gewonnen oder verloren haben.

  135. @ der Baum, morphyencore

    Verluste kann man hier ebenfalls nur noch reduziert machen. Diesen Nachteil sehe ich für mich sogar als Vorteil an, da es mich von Spekulationen fern hält. Bei meinem beschriebenen Aktienkauf über Short Puts, der oft nicht klappt gibt es keine Verlustgeschäfte. Zunmindest nicht bei Optionen.
    Ein schlimmes Beispiel aus meinem Depot. RDS fand ich während Corona recht günstig und habe über Short Puts mir einige andienen lassen. In den Optionen habe ich immer Gewinn gehabt. Schließlich habe ich ein Recht verkauft RDS zu einem gewissen Preis zu übernehmen und ich habe sie dann übernommen. Zumindest einige. Natürlich hatte ich Buchverluste in der Position stehen. Hätte ich die Aktien jetzt verkauft hätte ich Verluste bei Aktienverkauf erzielt. Alternativ hätte ich auch die Option teurer zurückkaufen können. Dann hätte ich Verluste in den Optionen erzielt. Das mache ich aber eigentlich nie. Folglich erziele ich keine Verluste mit Optionen. Eine Position, die eingebucht wird ist in der Regel aber unter dem Strike also mit Buchverlusten im Depot. Sonst wäre sie nicht eingebucht worden. Bei RDS ist der Buchverlust zeitweise etwas höher gewesen. Hätte ich gewusst wie weit es noch bergab geht hätte ich das natürlich erst später gemacht. Unterscheidet sich also auch nicht so sehr von Aktien.
    @ der Baum

    Als Value Investor kannst Du wie in meinem Beispiel sagen, dass Du gerne 100 Stk Aktien von BMY zu einem Kurs von xx an dem Datum Y nehmen würdest. Du kannst den Strike auf Deinen fairen Wert setzen und das Geschäft ausführen. Vielleicht erreicht die Aktie nie Deinen fairen Wert. Die Prämie behältst Du. Wenn die Aktie Deinen fairen Wert erreicht bekommst Du die Aktie. Die kann es natürlich auch deutlich fairer geben, siehe Wirecard… Wenn Du einen Short Put verkauft hast hängst Du in der Haftung für 100 Stk. Ich mache nur teure Haftungen, keine kleinen für wenig Prämie. Also genau andersrum wie ich selbst im echten Leben Versicherungen nutze. Den schwarzen Schwan kann es nunmal geben. Auch wenn es selten ist.

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