Was ist besser für die Altersvorsorge: ETFs oder Immobilien? Und die Scheinwelt der Influencer


New York, 2. April 2021

Anstatt ständig Plunder zu kaufen, bau dir ein ETF-Depot auf. Es ist kinderleicht.

Wer sich finanziell etwas aufbauen will, meidet Schulden beziehungsweise tilgt diese. “Leute, die Zinsen verstehen, verdienen sie. Leute, die sie nicht verstehen, zahlen sie.” Das Zitat stammt von Finanzberater Carl Richards.

Du lebst klug. Gehst sorgfältig mit deinem Geld um. Das Sparen und Investieren geht in dein Blut über. Es ist Teil deines Lebens geworden. Du kannst das automatisch machen über einen ETF-Aktien-Sparplan, so dass du keine Zeit dafür einplanen musst.

Viele Deutsche haben Angst vor der Altersarmut, aber machen zu wenig dagegen. Immobilien können als Investment helfen, aber sie können verzwickt sein. Es kann Ärger mit dem Mieter geben. Es kann zu teuren Sanierungen etc. kommen. Handwerker können teuer werden.

Stur und stetig den ETF-Sparplan laufen lassen

Vielleicht startest du einen ETF-Sparplan, so wie es Bestsellerautor Paul B. Brown macht. Es ist ziemlich bequem. Ideal für Faultiere. Browns Vater war ein Aktienzocker, der unter einer enormen Selbstüberschätzung litt. Das Trading des Vaters war ein Fehler: Sein Timing war schlecht. Die Steuern und Transaktionskosten stapelten sich immer höher. Deshalb entschloss sich der Sohn, dass Gegenteil zu tun. Er entwickelte vor einigen Dekaden ein Do-Nothing-Depot. Er schaute an zwei Terminen pro Jahr in sein Depot, um Anpassungen vorzunehmen. Das war es. Es ließ sich von der Börse nicht verrückt machen. Nur an zwei Tagen im Jahr.

Aktive Fonds lehnte Journalist Brown ab. Warum? Die jährliche Gebühren, Ausgabeaufschläge und hohe Gesamtkostenquote (TER) waren ihm zu teuer. Er bevorzugt bis heute kostengünstige Indexprodukte (ETFs), weil die meisten aktiven Fondsmanager es eh nicht schaffen, dauerhaft die Benchmark zu übertreffen.

Anstatt “Buy and Hold” zu machen, jonglieren manche ihr Leben lang mit Aktien. Das muss jeder selbst wissen. Aber Studien weisen darauf hin, dass das geduldige Investieren mehr Früchte trägt. Andere denken, sie könnten ihre Zufriedenheit oder zumindest das “Erscheinungsbild” des Erfolgs mit Zeug kaufen. Sie täuschen sich. Sie nehmen Schulden auf. Es kann zur Sucht werden.

Sie zeigen ihre materiellen Besitztümer auf Facebook und Instagram: Modernes Haus, Uhren, Schmuck, Mode, teuere Möbel, Kücheninsel, schnelles Auto, Plunder… Die Schulden, die damit verbunden sind, siehst du natürlich nicht.

Es ist ein irrer Zyklus von „Mehr Zeug = Erfolg“.

Die Schein-Wunder-Welt der Influencer

HBO hat eine coole Doku gemacht über die Welt der Influencer. Der Sender portraitiert einen dubiosen Zirkus aus Followern, Klicks und Werbung: “Fake Famous”

Comedian Oliver Pocher nimmt auch kritisch Influencer unter die Lupe, was ich gut finde. Er nennt es “Bildschirmkontrolle”. Jugendliche lassen sich die Nase, Brüste usw. machen, um schöner vor der Kamera zu erscheinen. Sie reisen trotz Corona in der Weltgeschichte herum. Teure, zum Teil zweifelhafte Produkte verkaufen sie auf Instagram, um Provisionen einzustreichen.

Nur aufs Äußere zu achten, ist wohl der falsche Weg. Ich bin der Meinung: Weniger ist mehr. Weniger Druck, Plunder, Show…. Schuldenfrei zu sein sorgt für weniger Stress, Sorgen, Ängste.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Oliver Pocher (@oliverpocher)

Ich könnte mir ein größeres Zuhause leisten. Wozu? Ich bin zufrieden. Schuldenfrei zu sein sorgt für ein befreiendes Gefühl. Ferner ist es hilfreich ein üppiges Depot und Geld auf der Bank zu haben. Was soll daran bitte schön schlecht sein?

Noch was: Ich bin ein Fan der “Bewegungs-Docs” und “Ernährungs-Docs” vom NDR geworden. Sie machen gute Sendungen, die auch auf YouTube abrufbar sind. Trotz der allgemeinen Meckerei gegen die GEZ-Gebühren muss ich sagen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk machmal sehr gute Arbeit macht.

Ich wünsche allen Leser erholsame Feiertage. Bleibt gesund!


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Was ist besser für die Altersvorsorge: ETFs oder Immobilien? Und die Scheinwelt der Influencer

  1. AvatarSlowroller

    Oha, Systemmedienbashing in 3…2…1…   🙂

     

    Viele wichtige Dinge hast du gesagt – aber das wichtigste ist, wie du sagst, zufrieden zu sein wenn man zufrieden ist, nicht wenn man die Erwartungen der Umgebung erfüllt. FY-Money ist durch kein anderes Konzept in punkto Lebenszufriedenheit zu übertreffen. Alles andere kommt dann von ganz alleine.

  2. AvatarThorsten

    Nee, oh je und noch mal Kopfschütteln. Aber es muss einem ja auch nicht jeder Beitrag gefallen. Freie Meinung ist ein hohes Gut. Wir sehen in Asien was anderes passieren kann.

  3. AvatarChris1

    Der Pocher… der kann selbst nix und bekommt dennoch unverständlicherweise immer wieder Rollen etc.

    Influencer sind die neue Art von direktem Marketing. Wenn man es versteht, ist das für alle besser als Werbung für alle zu machen.

     

     

  4. AvatarUfuk Erdem

    Ist ja alles schön und gut Tim.

    Aber wenn du selbst mit der Auswahl von Einzelaktien (stockpicking) erfolgreich geworden bist, aber ETFs empfiehlst, muss ich zumindest mit der Stirn runzeln.

    PS: Wenn du nicht gerade jetzt zu geisteskranken Preisen Wohnungen kaufst, sind ETFs den Immobilien unterlegen. Frag doch mal die Bank nach einem Kredit für ein ETF Portfolio…
    Ich habe selbst 9 kleine Wohnungen in Mannheim gekauft in den letzten 3 Jahren.
    Ich bin 30 Jahre alt und Berufsschullehrer.
    Mit einem ETF-Sparplan wäre ich in 15 Jahren nicht so weit gekommen wie mit den Immobilien in 3 Jahren.
    Mittlerweile investiere ich gerne in Einzelaktien, einen Teil zur langfristigen Anlage, den anderen zum “zocken” (jedoch nicht gehebelt, sondern nur Einzelaktien zum Kaufen und Verkaufen).
    Ich denke als Normalverdiener kann man mit Aktien einiges erreichen, wenn man entweder einen mega langen Atem hat (30 Jahre Minimum, bei breit gestreutem Anlegen) oder die großen Unternehmen von morgen schon im Depot hat, wenn sie noch kleiner sind (wenn das nur so einfach wäre…).

  5. AvatarSparta

    @Ufuk

    Dein Argument mit Tim’s Erfolg mit Einzelaktien vs. etf’s kann ich nachvollziehen, wobei ich etf’s sachlogisch bevorzuge.

    Ob Du schon nach 3 Jahren mit 9 kleinen Wohnungen allerdings bedeutend weiter bist… ist vermutlich mit dem ordentlichem leverage erst in 15 Jahren etwas besser einzuschätzen… denn selbst kleine Cashflow-Änderungen können bei hohem leverage gravierend andere Ergebnisse liefern (positiv…aber auch negativ). Oder willst Du es genauer ausführen?

  6. AvatarThorsten

    Ich glaube dieser Beitrag war ironisch gemeint oder ein Test wie weit Tim als “Influencer” gehen kann. Oder es musste ein Artikel rausgehauen werden und es war schön spät am Abend. Ich habe letztlich kein Problem damit. Jeder, der hier mitliest hat die Chance dem Konsumterror zu entkommen und etwas für’s Alter anzusparen. Banken und Versicherungen versagen hier im großen Maßstab, da ist Tims Blog ein Fels in der Brandung .

     

  7. AvatarNico Meier

    Viele Menschen sind nich in der Lage Geld zu sparen, weil die zahlreichen Möglichkeiten das Geld aiszuheben zu verlockend sind. Daher ist für diese eine Immobillie die bessere Wahl weil da muss getilgt werden.
    Viele Menschen haben nicht die Geduld Firmenbilanzen zu lesen und Firmen zu bewerten für diese Menschen ist ein ETF die bessere Wahl.

     

  8. AvatarSteve

    Langweiliger Text. Die Überschrift suggeriert interessante Fakten. Aber nix is. Danke, dass du meine Zeit verschwenden hast. Influencer sind unterhaltsamer…

  9. AvatarGini

    Ufuks Kommentar ist der beste Kontraindikator in den aktuellen Zeiten.
     

    9 Immobilien konzentriert in Mannheim, in einer einzigen B-Stadt, mit über 7% Arbeitslosenquote, hunderten Shisha Bars und Brautkleiderläden die gefühlt Hauptarbeitgeber sind und dabei völlig entspannt und zuversichtlich, in Pandemiezeiten,  mit vielleicht einer Million Euro an Hypothek (9 x 2000€/qm x 60qm)…
     

    Ich drücke dir ehrlich die Daumen. Aber bitte niemand nachmachen. Nicht nur wegen des systemischen Risikos wäre es gewiss ratsam erst wenige Wohnungen vollständig zu erwerben und tilgen, bevor man mit einem solchen Hebel 9 Immobilien auf Pump kauft. Aber gut, was weiß ich schon, bin ja nicht im heiligen Zirkel der Leveragejünger.
     

    Solche Beispiele häufen sich und erinnern mich sehr an “The Big Short” und die Stripperin mit mehreren Immobilien auf Pump.

  10. AvatarMid

    Als Investor des Unternehmens LVMH, freut man sich natürlich über die o.g. Bildaufnahme !! Heißt ja nicht, dass man es selbst in dieser Form praktizieren muss !!!

     

  11. AvatarFritz Nüsslein

    Ich habe mir die besten Unternehmen der Welt gekauft und habe eine durchschnittliche Rendite von 15 Prozent für die nächsten 10 Jahre, d.h. mein Vermögen verdoppelt sich alle  5 Jahre. Von den Dividenden kann ich gut leben und sie steigen jedes Jahr um 5 bis 6 Prozent, das ist der beste Inflationsausgleich. Mit Immobilien erwirtschafte ich keine Rendite von 15 Prozent im Jahr langfristig und die Mieten steigen auch nicht um 5 bis 6 Prozent im Jahr. Ausserdem habe ich keinen Stress mit steigen Mietern. Die Buy and Hold Strategie für beste Qualitätsaktien ist langfristig am besten für jeden Vermögensaufbau und ist einfach zu praktizieren. Sleep well at nicht.

  12. Der BaumDer Baum

    Gut zusammengefasst @Gini. Ich wäre da auch vorsichtiger.

     

    Gruß Baum

  13. AvatarSlowroller

    9 prifitabel vermietete, uber Kredit gekaufte Wohneinheiten sind dann doch eher Unternehmertum als Geldanlage. Allerdings hat “Bilanzen lesen”  nichts mit einer guten Unternehmensbewertung zu tun. Zum einen geht man dann davon aus als Hobbyinvestor die versteckte Chance in einer Bilanz zu finden, die viele Profis noch nicht gefunden haben. Unwahrscheinlich. Eher andersrum wird ein Schuh draus: Ich muss von einem Produkt, einer Marke, einer Branche überzeugt sein und eine Idee für die Zukunft haben. Bilanzen können mir egal sein – da schauen so viele Prifus drauf und selbst die finden (siehe wirecard) nicht alle Betrügereien. Gleichzeitig sorgen die Investmentbanker quasi als Arbitrage-Händler und werden technisch unterbewertete / überbewertete Titel kaufen oder shorten und somit im großen und ganzen im Lot halten. Wichtiger ist der Mut zu sagen: “Streaming wird das nächste große Ding” oder “E-Mobilität made in GER wird erfolgreich”. Damit muss man dann nur noch richtig liegen.

  14. AvatarKai

    Eine Immobilie ist am wichtigsten da die Mieten jedes Jahr gewaltig hochgehen. Im Alter kann das keiner mehr Zahlen. Deshalb habe ich erst mit Frau zusammen eine Eigentumswohnung gekauft. Gleichzeitig auch in Aktien gespart, zwar erst wenig da die Immobilienkredit Rate hoch war. Jetzt da wir keine Raten zahlen geht alles in ETF und Aktien. Ein Depot für unser kleinen Sohn habe ich auch gestartet. Damit er es besser hat als wir. Bin jetzt 42 Jahre und mein Sohn ist gerade 5 geworden. Betreibe jetzt den Blog Global Invest auf YouTube. Da spreche ich über meine Aktien und ETF Investitionen. Für mich und das Kinderdepot.

  15. AvatarUfuk

    @ Sparta:
    sofern die Wirtschaft und somit die Mietpreise in Mannheim nicht massiv einbrechen, ja. In diesem Fall bin ich weiter als mit ETF sparen in 15 Jahren. Zum Ende der zinsbindungen sind 3 Wohnungen abbezahlt, die anderen 6 mit 20 – 35 Prozent des Kaufpreises noch belastet.
    @ Gini: zu deiner Rechnung: wenn du mir Wohnungen in der Mannheimer Innenstadt für 2000€/m2 findest, gebe ich dir gerne eine fette Provision:).

    Im Durchschnitt haben meine Wohnungen eher 30 m2, nicht 60 m2 wie in deiner Beispielrechnung.

    Danke, dass du mir übrigens die Daumen drückst.

    Mannheim scheinst du allerdings nur als touristischer Besucher zu kennen. Das was du geschrieben hast (nur Shisha Bars als Arbeitgeber ,…) kann ich mir nur so erklären. Der Wirtschaftsstandort Mannheim gehört zu den 10 stärksten in Deutschland (einfach mal bisschen Onkel Google fragen). Bei den Arbeitgebern sind sowohl im Dienstleistungsbereich als auch in der Industrie Weltunternehmen in direkter Nähe mit ihren Hauptststandorten dabei ( bspw SAP – ist zwar 15 Minuten von Mannheim, Stadt profitiert dennoch als Wohnort ungemein von SAP, oder auch die BASF). Südzucker, Daimler (EvoBus), Roche, würden mir noch spontan einfallen.

    Darüber hinaus bietet Mannheim eine weltberühmte Universität für Wirtschaftswissenschaften (bei weitem die beste Uni in Deutschland).

    Nicht nur das macht Mannheim zu einer der internationalsten Städte in Deutschland.

    Von der Lebensqualität habe ich noch garnicht erst angefangen.

    Wer jedoch Sightseeing möchte sollte ins 15 Auto-Minuten entfernte Heidelberg gehen.

    Genug Werbung gemacht für Mannheim jetzt. Ich bin selbst übrigens kein Mannheimer, bin zum studieren mit den selben Vorurteilen her gekommen wie du und nach über 10 Jahren muss ich sagen (mit einigen Unterbrechungen) , dass mir keine bessere Stadt zum Leben in Deutschland einfällt (davor und zwischendurch in Hamburg, Karlsruhe, München und Berlin gelebt, über die Städte die ich nur besucht habe möchte ich nicht urteilen.

    In diesem Sinne: In Mannheim weint man zweimal.

  16. AvatarNixolino

    @ Slowroller

    Exakt – ich sehe das genauso.

    Am besten kauft man die Firmen, welche Produkte produzieren an welchen man selber Freude hat und sich sicher ist, dass sich andere Menschen mit hoher warscheinlich  auch dran erfreuen/ihren Nutzen haben würden.

  17. AvatarRalf

    “Wer sich finanziell etwas aufbauen will, meidet Schulden beziehungsweise tilgt diese.”

    Dem stimme ich nicht zu. Schulden können ein Hebel zu Vermögen sein wenn das Geld intelligent investiert wird. Höchste Tilgung um jeden Preis ist je nach Konstellation nicht immer der beste Weg (Steuerliche Gründe etc.).

    @Immobilien: Es gibt nicht den einen Weg, viele Stellschrauben sind zu berücksichtigen, es gibt also mehr als schwarz/weiß. Wer Familie hat, weiß ein Eigenheim zu schätzen….

    “Ich könnte mir ein größeres Zuhause leisten. Wozu? Ich bin zufrieden. Schuldenfrei zu sein sorgt für ein befreiendes Gefühl. Ferner ist es hilfreich ein üppiges Depot und Geld auf der Bank zu haben. Was soll daran bitte schön schlecht sein?”

    Das klingt mir doch etwas zu pauschal. So gibt es eben geplante/ungeplante Konstellationen (Nachwuchs, angespannter Wohnungsmarkt, gesundheitliche Probleme etc.) die in der Gleichung eine Rolle spielen und eine Veränderung der Wohnsituation erfordern können.

    @Gini: Mannheim zieht ein bestimmtes Wohnpreis-Klientel überproportional an, seine Immobilien könnten sich daher sehr gut rechnen. Ist auch in regionalen Gutachterkreisen objektiv zu beobachten für den Standort Mannheim. Ob dies gesamtgesellschaftlich immer so positiv ist, sei dahingestellt. Gewisse Stadtteile haben einfach einen gewissen Ruf weg. Rein wirtschaftlich betrachtet ist der Weg von Ufuk klug gewählt.

  18. Avatarsammy

    “E-Mobilität made in GER wird erfolgreich”

    Siehe VW..

     

    Immobilien auf Pump, was soll man sagen.. Viel Glück damit!

  19. Avatarsammy

    Rein wirtschaftlich betrachtet ist der Weg von Ufuk klug gewählt.

    Was ist an Schulden mit massiven Instandhaltungskosten und Mietausfallrisiko klug? Die Leute haben kein Geld und denken mit Immobilien werden sie reich das Geld kostet ja nichts.. Hahahaha abwarten wenn in spätestens fünf Jahren die Immopreise fallen (demografisch bedingt) und die Bank Nachschüsse verlangt wird’s eklig. Von klug kann hier nicht die Rede sein eher von naiv gutgläubig und dümmlich..

  20. AvatarTobs

    Hallo Ufuk,

    ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du Deine 9 Wohnungen smart angebunden hast.

    Aus dem Umstand heraus, dass es 9 Wohnungen in kurzer Zeit sind, schlussfolgere ich einfach mal als Schlüssigkeitsverdichtung, dass es eher Wohnung mit “normaler” Angebotsmiete sind. Wie stabil dieses Segment ist, beweist sich gerade in Corona Zeiten. Unter Druck geraten sind in den großen Städten die Top-Angebotsmieten, aus verschiedenen, nachvollziehbaren Gründen.

    Weiter erwähntest Du ja auch Deinen Beruf. Auch daraus schlussfolgere ich, dass Du eventuell ein gutes Netzwerk an Handwerkern hast. Damit kannst Du natürlich toll “Projektrisiken” sehr günstig einkaufen und selber gut managen. Vermutlich sehen hier einige nicht richtig, dass man selber auch wertschöpfend in der Immobilie arbeiten kann. Das ist nicht unbedingt einfach ein passives Instrument (bei meinen Wohnungen schon eher). Jedenfalls übernimmt man eine Aufgabe. Und hier ist es wie immer im Leben (was ungerne gehört wird): Es kommt auf Fähigkeiten, Fertigkeiten und Personality an. Was man auch sehen muss, dass sich die Positionierung zu den eigenen Immobilien mit der Zeit wandelt. Mit jeder abbezahlten Rate, mit jeder erfolgreich durchgeführten Vermietung und steigendem Cash-Flow fühlt man sich -zu Recht (!)- sicherer. Spätestens, wenn man anfängt plötzlich so viel Steuernachzahlungen leisten zu müssen und sich tierisch ärgert, weiß man, dass man auf dem richtigen Weg ist 🙂

    Magst Du mal mehr berichten über das Portfolio? Alles in einem Objekt, quer verteilt?

    Tobs

  21. AvatarTobs

    @Tim Schäfer: Kann es sein, dass in Deinem Blog noch Winterzeit herrscht? 🙂

  22. AvatarBruno

    “Ich könnte mir ein größeres Zuhause leisten. Wozu? Ich bin zufrieden.”

    Darauf kommt es an, dass man zufrieden ist. Wenn für jemanden jedoch ein schönes grosses Haus der Traum aller Träume ist, dann soll er oder sie das anstreben mit aller Kraft, unbedingt! Man muss seine Träume verwirklichen versuchen im Leben, und entsprechend auch die Kosten dafür (in Zeit und Geld und Hindernissen/Hürden etc. auf sich nehmen). Man muss sich hier gut kennenlernen und herausfinden, was einen wirklich glücklich macht und was nicht. Der schnelle Konsum kann glücklich machen aber es ist oft nicht nachhaltig. Es braucht dann immer mehr und mehr und das endet dann auch finanziell im Fiasko. Oft ist das Bedürfnis ein anderes, man will geliebt und bewundert werden von anderen, und schafft sich dann entsprechende Sachen an um diese Bewunderung zu erkaufen. Das ist wohl der falsche Weg. Hingegen jemand der schon immer von einem tollen Auto XY geträumt hat, und einfach Freude am Fahren hat, der soll sich diesen Traum erfüllen wenn es die finanzielle Situation erlaubt.

    Ich nutze die Osterzeit nebst der Familienzeit auch, mal wieder an andere zu denken, denen es aktuell nicht gut geht. Diese Leute werden häufig vergessen. Die Gründe können vielschichtig sein, berufliche, familiäre oder gesundheitliche Probleme! Nicht nur durch Corona bedingt, es sind Leidenswege, welche die meisten mal im Leben durchmachen müssen und dazu gehören. Ostern soll auch Hoffnung schöpfen, dass es trotz alledem gut kommt. Viele Leute sind derart mit sich und seinen vermeintlichen Sorgen beschäftigt, dass sie ihr Glück gar nicht erkennen. Es wäre doch gerade jetzt eine gute Zeit, sich darüber im Abseits der Tageshektik einmal Gedanken zu machen, und die meisten, auch einige Leser hier, werden erkennen, dass man es doch gar nicht so schlecht hat und eigentlich auch viel Glück hatte, und sich über das Leben freuen darf, egal wie die Umstände gerade sind. Vielleicht reicht es dann ja auch noch, um sich den Anderen, welche oft vergessen werden, in irgend einer Form zu kümmern.

    Frohe Ostern wünsch ich Tim und allen Lesern hier!

  23. Avatarsammy

    @Immobilien

    Ist ja auch kein Wunder wenn man sich die ganzen Immobilienprofis auf YouTube anschaut die einem suggerieren dass man  innerhalb kürzester Zeit Immobilienmillionär werden kann. Investmentporongraphie vom feinsten. Das enorme RISIKO wird dabei völlig außer Acht gelassen.

  24. Avatarsammy

    @Alf

    Ja könnte man meinen aber das habe ich ehrlich gesagt nicht nötig. Ich könnte mir deutlich mehr Wohnungen leisten warum sollte ich da neidisch sein ich habe meine eigene Strategie. Mich ärgert es nur dass wirklich jeder denkt bloß weil das Geld ao billig ist muss ich jetzt Immobilien kaufen und werde Reich damit. Das ist einfach nur dumm. Ausserdem nerven mich diese ganzen behinderten Immobilienheinis auf YouTube.

  25. AvatarUfuk Erdem

    @ Tobs:

    Einige sind im gleichen Gebäude. Alle jedoch nah zu einander in der Innenstadt. Der cashflow ist ein sehr schönes Beibrot. Um wirklich komfortabel (ohne Luxus) davon leben zu können müsste ich wahrscheinlich 20 weitere Wohnungen (die ins gleiche Muster passen) kaufen. Das funktioniert aber leider nicht bei den aktuellen Preisen. Ganz anders sieht es aber aus, wenn die Wohnungen abbezahlt sind. Dann kann ich von den 9 Wohnungen leben. Bis dahin freue ich mich aber auch über die paar Kröten, die hängenbleiben.

    Ein Risiko sehe ich in meinem persönlichen Fall überhaupt nicht (denke, dass ich da auch keine rosarote Brille trage). Circa die Hälfte der Wohnungen ist im Normalo Preisniveau vermietet (diese rechnen sich trotzdem noch) , die anderen habe ich sehr hochwertig saniert und möbliert. Bei denen bekomme ich  eine höhere Miete und es bleibt auch mehr hängen.

    Mittelfristig werde ich alle Wohnungen “pimpen”, um die Erträge zu erhöhen. Die Renovierungen mache ich tatsächlich gerne auch mal alleine. Ich habe da meine Leute, die mir bei Fragen fachmännischen Rat geben können.

    Wenn ich davon ausgehe, dass Mannheim als Stadt wirtschaftlich untergeht, werde ich mit niedrigen Mieten (sollten hohe Mieten nicht mehr durchsetzbar werden) für hochwertige Wohnungen dennoch nicht in die Nähe der Zahlungsunfähigkeit geraten.

    @sammy:

    Du verschwendest deine Energie. Bau dir etwas auf und hör auf im Internet ohne Wissen zu haten. Davon hast du mehr.

    Meine Wohnungen sind übrigens mittlerweile (ja, unglaublich was in kürzester Zeit so passieren kann..) deutlich mehr wert als die Preise, die ich bezahlt habe.

    Zu den aktuellen Preisen kaufe ich auch nicht mehr.

    Für konstruktive Kritik bin ich natürlich jederzeit offen.

  26. Avatarsammy

    @Ufuk

    Diese Wertsteigerungen sind absolut irrational und werden in den kommenden Jahren wieder deutlich fallen. Regression zum Mittelwert wie auch demographische Entwicklung werden dazu beitragen. Thema Neid: Siehe vorherigen Post.

  27. Avatar42sucht21

    @Gini
    ohne jetzt Ufuk Erdems Details zu kennen. Aber da gibt es aber schlimmere Kontraindikatoren glaube ich als verbeamtete Berufsschullehrer mit 9 kleineren Wohnungen in der Universitäts-, FH- und Metropolstadt Mannheim mit ICE Anschluss in 30min F/aM, 40min Stuttgart und 3h Paris. Er hat vielleich dort studiert, kennt die Stadtteile mit Mikrolagen, hat ein familiäres Netzwerk mit Handwerkern und für seine Wohnungen ausreichend lange Hypotheklaufzeiten vereinbart. Ich weiss es nicht. Wenn er 20 Jahre durchhält, hat er viel richtig gemacht.

    9 kleinere Wohnungen finde ich persönlich aber auch zu viel. Ich würde lieber 3 größere Wohnungen nehmen oder besser 1 MFH mit deutlich weniger Verwaltungsaufwand und verlorenen Kosten. Aber vielleicht besser 9 Wohnungen in Mannheim als 1/3 in Heidelberg, oder @Ralf? 😉

     

  28. AvatarUfuk Erdem

    @ Sammy: um die “Wertsteigerungen” geht es mir ohnehin nicht. Das war ein netter Nebeneffekt. Wie bereits geschildert, müssten meine Mieteinnahmen enorm einbrechen (auf nicht unbedingt sehr hohem Niveau aktuell), damit ich zahlungsunfähig werde. Das ist bei den Lagen mitten in der Stadt für mich nicht vorstellbar.

    Die Immobilien”profis” auf Youtube gehen mir auch häufig auf den Keks (ab und zu lerne ich aber etwas wertvolles von denen!). Die meisten von denen wären pleite, wenn sie keine teuren coachings verkaufen würden. Ihre Immobilien (gerne in absoluten C oder D Lagen) sind auch meiner Meinung nach ein heißes Pulverfass.

    Das sehe ich in Mannheim nicht.

  29. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Er schaute an zwei Terminen pro Jahr in sein Depot, um Anpassungen vorzunehmen. Das war es. Es ließ sich von der Börse nicht verrückt machen. Nur an zwei Tagen im Jahr.

    Ganz entspannt. Richtig so. Zwölf Tage im Jahr sind es bei mir. Zu Beginn jeden Monats wird eine Summe Richtung Depot transferiert und dann sofort mit den angesammelten Dividenden investiert.

    Meine Liste an ausgezeichneten Qualitätsunternehmen ist lang. Jeden Monat werden stur und stetig weitere Anteile eingesammelt. Das Marktgeschehen lasse ich dabei völlig außen vor. Interessiert mich nicht. Mit der Liste beschäftige ich mich vor dem Kauf zehn Minuten. Günstig ist relativ. Mir ist immer etwas günstig genug.

    Dazu gönne ich mir den Luxus, für zusätzliche 4,90€ gleich zwei Investitionen am Monatsanfang vorzunehmen. Einmal ein solider, etablierter Dividendenzahler – gerne ein US-Aristokrat -, der den Cashstrom erhöht, wie Blackrock, Lowe´s oder Illinois Tool Works. Ein gutes Gefühl, wenn immer mehr Geld hereinströmt.

    Zudem eine Wachstumsmaschine wie Alphabet, Paypal oder Facebook. Beteiligt an zukunftsträchtigen Unternehmungen mit hohen Umsatzsteigerungen, Cashflows und weiter steigenden Erträgen, verzichte ich hier gerne auf die Dividende. Die folgt später.

    Da ich nicht verkaufe, beschäftige ich mich ansonsten auch nicht weiter mit meinen Beteiligungen. Ich weiß, dass eine Mehrheit dagegen auf Buy and Hold and Check schwört. Mir bringt das keinen Mehrwert. Beim Hin und Her passieren zu viele Fehler. Erkenne ich den Unterschied von kurzfristiger Schwäche oder längerfristigen Problemen? Nein. Wenn doch, ist es zu spät.

    Gut diversifiziert wird über die Jahre immer in aktuell aussichtsreiche Unternehmen investiert. Es fließt mehr und mehr Geld zurück. Der Schneeball rollt ohne großen Aufwand.

    Kennt jemand gute Studien oder besser Artikel zum Steuerstundungseffekt? Ich habe langsam den Eindruck, dass genau hier der immense Vorteil von Buy and Hold liegt.

    Dazu kommen die geringen Transaktionskosten. Von den Opportunitätskosten ganz zu schweigen. Diese Strategie ist simpel und einfach umzusetzen und sorgt vor allem für ganz große Ruhe beim Vermögensaufbau.

    Ein schönes Osterwochenende wünsche ich allen! 🙂

  30. Avatarsammy

    @Ufuk

    Das Lage Lage Lage Mantra ist allerdings auch ein Irrglaube. Entscheidend ist nicht die Lage beim Kauf der Wohnung sondern die zukünftige Entwicklung der Lage. Wie auch immer gehebelte Investitionen sind hochriskante Investitionen wenn die Immobilienpreise fallen dann fallen logischerweise auch die Mieten und umgekehrt. Lagen mitten in der Stadt können weniger rentabel sein als c und die Lagen da hier vieles schon eingepreist ist.

  31. Avatarsammy

    Kennt jemand gute Studien oder besser Artikel zum Steuerstundungseffekt?

    Haha wenn eine links grüne Regierung dieses Jahr gewählt wird dann kommt der persönliche Steuersatz auf Aktionäre zu. Und du redest von Steuerstundung?? 30-50% deiner Dividenden kannst du dann bei jeder Ausschüttung abdrücken, nichts mit Stundung xD

  32. AvatarRüdiger

    @Bruno:  Es wäre doch gerade jetzt eine gute Zeit, sich darüber im Abseits der Tageshektik einmal Gedanken zu machen, und die meisten, auch einige Leser hier, werden erkennen, dass man es doch gar nicht so schlecht hat und eigentlich auch viel Glück hatte, und sich über das Leben freuen darf, egal wie die Umstände gerade sind. Vielleicht reicht es dann ja auch noch, um sich den Anderen, welche oft vergessen werden, in irgend einer Form zu kümmern.

     

    Ich denke sehr oft darüber nach – und bin dem Schicksal dankbar dafür – wie gut es mir geht. In meinem Beruf, in meiner Familie, in meiner Ehe, … und auch finanziell. Es geht mir so gut, dass ich mit keinem hier, oder sonstwo, tauschen würde. Ich mag die positiven, optimistischen, lebensfrohen Beiträge von dir und einigen anderen, die sich so wohltuend von dem negativen Genörgel abheben … und dass du immer wieder an die erinnerst, die so gerne vergessen werden.

     

    Frohe Ostern für dich, Tim und alle Leser!

  33. Avatar-M

    @Fritz Nüsslein

    In welche Weltklasseunternehmen bist du denn beteiligt, um künftig 15% p.a. Rendite zu erhalten?

    Wie lange bist du in diese schon investiert?

    Bin gespannt wie dein Depot aufgebaut ist.

     

    @Ufuk

    Du musst hier einiges überlesen, sonst wirst du alles madig gemacht bekommen. Du schreibst nicht oft hier, aber wenn, dann mit guten Kommentaren.

    Ich hätte jetzt auch mehr Immobilien, wenn ich vor einigen Jahren auf dem Stand von heute wäre. Du schreibst selbst: jetzt kaufst du nichts, sondern die Investitionen wurden früher gemacht – so muss es sein.
    -M

  34. Avatarsammy

    Ich habe mir die besten Unternehmen der Welt gekauft und habe eine durchschnittliche Rendite von 15 Prozent für die nächsten 10 Jahre

    Hahahaha noch so ein Amateur! Glaubt er könne Renditen vorhersagen.. Man man man hier tummeln sich echte Profis!

  35. AvatarTim

    Gott sammy du bist ja wieder richtig in deinem Element. “Wenn die Immobilienpreise fallen, fallen automatisch auch die Mieten”?? Wo hast du denn den Schwachsinn gelernt.
    Schon mal aufgefallen, dass Käufer und Mieter zwei völlig unterschiedliche Gruppen sind? Oder das Kaufpreise nebem dem Angebot auf dem Markt auch vom Zins beeinflusst werden? Aber Hauptsache hier mit viel Selbstbewusstsein seinen Blödsinn verbreiten und selbst sein Geld wahrscheinlich mit 0% auf der Bank liegen haben… Fühlt man sich eigentlich besser, wenn man den ganzen Tag im Internet seinen Hate verbreitet? Einfach mal normal diskutieren aber Anstand scheint in deiner Erziehung etwas zu kurz gekommen zu sein. ?

  36. AvatarFit und Gesund

    @-M

    ich habe die jap. Aktien auch nicht gekauft, ich dachte aber schon daran BRK.B aufzustocken. Chinesische Aktien sind über meine ETF’s abgedeckt, das reicht mir.

    So, und nun habe ich mich geouted…ich bin eine alte Memme, ich habe die Internet-Diät über Ostern nichtmal annähernd gemeistert, schon gestern Nachmittag habe ich schlapp gemacht   🙂    🙂     🙂

     

    Frohe Ostern an Alle

  37. AvatarBashor26

    Ähnlich bei mir. Vor 3 Jahren angefangen. 11 Immobilien. 850qm. Nähe Mannheim 1km ;). 2k p.m. Cashflow nach eigener Instandhaltungsrücklage 1 Euro pro Qm und Monat/Hausgeldrücklage/Zinsen und Tilgung/Steuern. Ich könnte extra Tilgen. Bei 1.4% Zinsen im Schnitt, ballere ich aber jeden Monat alles in ETFs rein. Mit jedem Monat sinkt das Risiko. Kaufpreis Schnitt 1500qm. Wert Konservativ Schnitt 2000 qm. Weiterentwicklung ist mir heute egal. Netter steuerfreier Betrag 3x nach 10 Jahren realisierbar.

    @ufuk

    Respekt vor der Leistung. Mannheim war mir aus CF-Sicht immer zu teuer. Im Nachhinein leider. Qualität kostet eben, wie bei Aktien. Viel Erfolg weiterhin.

  38. AvatarFelix

    @ Freelancer

    Ich kenne keine Studien zur Steuerstundung, spüre sie aber am eigenem Leib bzw. im Depot. Ich bin lange genug dabei, um bei einigen Positionen (McD und MSt sind meine Topwerte in dieser Hinsicht) zweistellige Dividendenrenditen auf mein ursprünglich investiertes Geld zu erzielen. Da dieses Aktien in all den Jahren erhebliche Kurszuwächse erfahren haben, erwirtschaftet inzwischen eine mittlere sechsstellige Summe, die eigentlich dem Finanzamt gehört, schöne Dividendenausschüttungen für mein Depot. Da ich diese nicht brauche, werden sie reinvestiert, was wiederum die Ausschüttungen erhöht. Eben der Schneeball, der da rollt.

    Das einzige, was ich in dieser Hinsicht bereue, ist, dass ich diese Erkenntnis erst Anfang 40 bei mir durchgesetzt hat. Deshalb, Sebastian, meinen Glückwunsch, dass du das bereits frühzeitig in deiner Lebensspanne antizipiert hast. Zumindest habe ich meine Kinder soweit, dass sie in ihren 20igern bereits schöne Depots haben.

  39. Avatar-M

    Sammy, geh deine Freunde nerven…oh wait!

     

    @FuG

    So in der Art seh ich es auch, mit BRK ist die Chance etwas falsch zu machen sehr gering.

    Ist nichts verwerfliches an ETF, nur überhaupt nicht dabei zu sein, sehe ich als Risiko.

    -M

  40. Avatarsammy

    @Tim

    Wenn die Immobilienpreise fallen, fallen automatisch auch die Mieten”??”

    Was sind denn die Immobilienpreise? Die in die Zukunft gerichteten erwarteten Cashflows (Mieterträge) einer Immobilie. Sinken die erwarteten Cashflows fällt der Immopreis. Wodurch wird dies verursacht? Da gibt’s viele Gründe: ZB Verschlechterung der Lage durch Bau eines Asylantenheims in unmittelbarer Nähe oder einer Mülldeponie. Steigende Zinsen, demografischer Wandel, steigende Instandhaltungskosten und tausend andere Gründe. Aber genug Bildung für heute..

  41. AvatarTim

    @sammy ach verstehe, Mieten sind jetzt plötzlich Cashflows, in die auch noch steigende Zinsen, Instandhaltungskosten, Leerstand etc. reinfließen? Ja vielen Dank für die Erklärung, ich dachte immer das wir hier über Mieten sprechen, die die Mieter zahlen und nicht den Cashflow, der beim Eigentümer hängen bleibt. Aber da bist du einfach schlauer als ich, ich brauche wohl tatsächlich noch ein wenig Bildung 🙂

    Unabhängig davon können die Immobilienpreise auch völlig unabhängig von den erwarteten Cashflows steigen, wenn die Attraktivität anderer Asset-Klassen gegenüber den Immobilien abnimmt. Wenn ich für das Tagesgeld 3% Zinsen bekomme, kaufe ich keine Immobilie mit einer Cashflow-Rendite von 3%, selbst wenn die Mieten um 2% pro Jahr steigen (huch, da fallen die Immobilienpreise, während die Mieten steigen? Komisch, dürfte es doch nicht geben oder?). Umgekehrt sind in den letzten Jahren die Preise für 1A-Einzelhandelsimmobilien massiv in die Höhe geschossen, während die Mieten stagniert oder teilweise sogar gesunken sind und allgemein mit höherem Leerstand gerechnet werden musste. Das wurde nur teilweise von niedrigeren Zinsen in der Finanzierung aufgefangen. Aber in “Immobilien für Dummies” scheint das wohl anders zu sein 🙂 frohe Ostern und versuch wenigstens mal über das Osterfest weniger zu haten, nervt ziemlich und bringt hier keinen weiter.

  42. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Felix

    Danke für deine Antwort. Deine Beobachtungen decken sich mit den meinen. Auch wenn ich noch lange nicht in deinen Vermögensregionen angekommen bin, arbeiten in meinem Depot 40k € zurückgehaltene Steuern auf Buchgewinne.

    Diese Summe erzeugt Cashströme und Wertzuwächse. Ein ganz wichtiger Baustein beim Vermögensaufbau. Lethargie ist an der Börse Trumpf. Regelmäßig kaufen und liegenlassen. Ganz simpel eigentlich. Jedoch übertragen viele “Anleger” den Aktionismus aus Leben und Alltag auf die Börse. Ein Fehler, wie ich finde.

    Bei meinen Kids verfahre ich ebenso wie du, Felix. Schön, wenn man Wissen an die Kinder weitergeben kann. Sie haben den intelligenten Umgang mit Geld schon früh gelernt. Ihre Depots sehen wunderbar aus. Sie werden stur und stetig ihr Vermögen aufbauen und später immense Möglichkeiten haben. Das erfreut das Vaterherz.

  43. AvatarRüdiger

    Over the past decade, Coca-Cola has managed to increase dividends by 6.40%/year, equivalent to dividend payments doubling every eight and a half years. This is much better than the raises I have received at work over the past decade, despite the fact that I have routinely spent 55 – 60 hour weeks at the office.

     

    Das muss man verstanden haben: Passives Einkommen durch Dividenden schlägt aktives Einkommen … bei deutlich geringerer Steuerlast  😉

     

  44. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Der Dividend Growth Investor ist genial. Eine Inspiration. Ich liebe den Blog, habe mir ein Archiv mit den besten Artikeln zusammengestellt und einen ganzen Haufen Weisheiten aufgesogen.

    Hier zwei Kostproben:

    https://www.dividendgrowthinvestor.com/2018/01/investing-lessons-learned-from-ten.html

    https://www.dividendgrowthinvestor.com/2015/11/time-in-market-is-your-greatest-ally-in.html

    Regelmäßige Investitionen durch alle Marktphasen hindurch und die Papiere dann stur festhalten. Kosten niedrig halten, Steuern vermeiden. Momentum nutzen, auf günstige Preise achten und geduldig abwarten. Fertig.

    Zwar investiere ich abweichend auch in Burggrabenunternehmen, die Wachstumsmonster ohne Dividenden sind, aber hier verfahre ich dann ähnlich.

    Verkaufen tut der DGI bei Dividendencuts. Erspart einem wohl die Langfristnieten im Depot, Turnarounds sind dann aber ausgeschlossen. Disney hätte man trotz Streichung lieber behalten….

  45. AvatarWalter

    Hallo Tim,

    guten Abend liebe Community,

     

    ich habe mir in den letzten 5 Jahren einen privaten Immobilienbestand aufgebaut. Von diesem Bestand kann ich leben. Ich habe vorher im Vertrieb gearbeitet und durchschnittlich verdient. Natürlich werden mich die Immobilien bis ins Alter ernähren und versorgen. Aber wenn es irgendwann nicht mehr geht (Immobilien machen Arbeit) wird verkauft und das Vermögen in Aktien umgeschichtet und von Ersparnissen und Dividenden +Rente zu leben.

    Mit meiner neuen Zeit kümmere ich mich um meine Familie und meine Hobbys.

    Alles Gute für euch & bleibt gesund

  46. AvatarFit und Gesund

    @ Freelancer Sebastian,

    der Dividend Growth Investor ist auch eine meiner Lieblingsseiten,

    für den Rest des Jahres werde ich aber mein Hauptaugenmerk auf mein kleines Schweizer Mid/Small Caps Portfolio legen, wenn auch nun mit reduzierten Mitteln,

    neu werde ich nach Ostern vermutlich noch ein paar Forbo Aktien kaufen, und meine Belimo aufstocken, so ein kleiner Rücksetzer würde mir allerdings sehr entgegenkommen, aber ich kaufe meine “Perlen” auch wenn sie etwas teurer sind,

    ich habe irgendwo gelesen dass man mit den Schweizer Small und Midcaps eigentlich immer eine gute Rendite erwirtschaftet, Qualität halt vorausgesetzt und lange Haltedauer, die Dividendenausschüttungen sind hier natürlich eher mager, aber die müsste ich eh versteuern, Kursgewinne hingegen nicht.

     

    Von Allem ein bisschen was, dann bleibt schon was hängen, für mich reicht es allemal. Meine Mutter konnte mich nichts über Aktien lehren, aber sie hat mir beigebracht dass man sich um seine Geldanlage kümmern sollte und hat mir den Umgang mit Geld von klein auf beigebracht, bin ich heute noch dankbar für.

     

  47. AvatarR.

    Was ist denn besser auf lange Sicht. ETF´s oder Einzelaktien ??

    Gerade bei etwas größeren Summen ??

    Auf Instagram ist ein älterer Herr, der postet über Einzelaktien und das seine Dividenden das x-fache seiner damaligen Kaufkurse sei, das erreicht man mit einem Etf nicht. Ist so etwas wahr ??

  48. AvatarWolke

    Guten Abend liebe Community,
    wahnsinnig interessant, was ihr hier so alles erzählt. Besonders diese spannenden Lebensläufe.

    Ich erzähle jetzt auch mal was: Ich bin Astronaut, war mehrmals auf dem Mond und wurde kürzlich als Kandidat für die erste Marslandung in Elon Musks Raumfahrtprogramm aufgenommen. Habe in den letzten 5 Jahren 637 Wohnungen auf verschiedenen Planeten gekauft, die ich zu unschlagbaren Preisen an kleine grüne Männchen vermiete. Natürlich werden mich die Immobilien bis ins Alter ernähren und versorgen.

    Ich grüße euch und wünsche Frohe Ostern.

     

     

     

     

     

  49. AvatarDer Domi

    Rückwirkend betrachtet hat man viel richtig gemacht wenn man bereits Immobilien erworben hat. Die Frage ist doch ob es HEUTE sinnvoller ist ETFs oder Immobilien zu kaufen.

  50. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ufuk Erdem

    Gratulation zu deinen 9 Immobilien in Mannheim. Tüchtig. Du machst das bestimmt sehr erfolgreich.

  51. AvatarRon

    Ich mache mir keinen Stress mit Mietern,Steuererklärungen usw.und nutze meine Immobilie selbst,dazu Aktien und ETFs als Sparplan mehr brauche ich nicht.

  52. AvatarNico Meier

    Wer keine Steuern auf Kursgewinne zahlt fährt natürlich bedeutend besser.

    Daher sind Kursgewinne bei uns steuerfrei.

  53. AvatarJan

    @Nico Meier, Firmenbilanzen sind irrelevant. Bekanntes Wissen ist an der Börse wertlos.

    Ich bin sein 2000 mit an der Börse. Vor einem 3/4 Jahr schichtete ich alles auf einen ETF um. Herrlich! Die Behauptung der Blogkommentare den Index zu schlagen ist genauso verlogen, wie die Behauptungen in den Foren. Die meisten sind Lügner.

     

     

    Viele Grüße

     

     

  54. AvatarMid

    @Wolke   Guten Abend liebe Community,
    wahnsinnig interessant, was ihr hier so alles erzählt….

    >das ist  nun mal so in einem Forum, alles unbewiesene Behauptungen, kann man glauben und dabei bleiben, oder man verlässt “es” !!!

  55. AvatarJan

    oder man bleibt einfach drin und klopft denen auf die Finger. Das gefällt denen leider nicht aber da müssen sie durch.

  56. AvatarSlowroller

    Grade bei aktiven Händlern gibt es sie durchaus, die Index-Überperformer. Wer in den letzten Jahren konsequent auf Tech gesetzt hat UND die richtigen Tech-Aktien erwischt hat, der hat in dieder Zeit den Index geschlagen. Die Frage ist nur wie vielen das gelungen ist und ob sie ihre Verluste aus den letzten Krisen (so sie schon an der Börse waren) mit eingerechnet haben und auch den nächsten Schwenk mit einrechnen. Es gibt sie aber, die Gewinner. Mir ist aber dieser Finanzwesirartikel im Hinterkopf geblieben:

    https://www.finanzwesir.com/blog/survivorship-bias

    So wird man zum Guru 🙂

  57. AvatarBruno

    @Jan

    Jeder Mensch lügt, ich habe noch keinen getroffen bei dem es nicht so ist, nur die Ausprägung weicht ab 😉 Notlügen sind teilweise für mich auch ethisch vertretbar, da man dadurch Leute nicht zu stark vor den Kopf stösst und es ihnen dadurch besser geht. Wenn jemand wirklich schlecht ausschaut aus welchen Gründen auch immer, dann sage ich ihm zwar nicht “du schaust heute wieder besonders gut aus” das wäre heuchlerisch, aber ich sage ihm oder ihr auch nicht die Wahrheit, das wäre nur verletzend.

     

    Die Geschichte von Ufuk Erdem ist für mich plausibel und ich glaube sie, ich kann aber natürlich nicht beurteilen ob sie auch wirklich so stimmt. Vielleicht sind es nur 7 anstatt 9 Wohnungen, oder aber er macht auf Understatement und es sind 19. Ich kenne persönlich auch Leute die mit Immobilien ein stattliches Vermögen aufgebaut haben und sehr wohlhabend wurden in den letzten 15-30 Jahren, von daher war das sicher möglich. Ich habe jetzt keine Statistik bereit, aber rein so in meinem Umfeld wurden deutlich mehr Leute mit Immobilien reich als mit Aktien. Und ja es ist kein reines Investment es ist schon eher ein unternehmerisches Geschäft, das man aber auch nebenbei betreiben kann. Das beste Geschäft haben Generalunternehmer resp. Architekten gemacht, die ihre eigenen Projekte verwirklicht haben. Natürlich gehört auch immer etwas Glück dazu, im richtigen Moment am richtigen Ort, resp. die richtigen Objekte oder Land zu vernünftigen Preisen erwerben zu können. Einige haben auch Land geerbt da war es natürlich nochmals einfacher.

     

    Bezüglich ETF und Einzelaktien: Wenn 83% der aktiv verwalteten Fonds in Deutschland und in USA angeblich 98% den Index nicht schlagen konnten, ist das die eine Sache. Es ist sehr schwierig für einen Fondsmanager, der Hauptgrund liegt m.E. in den Kosten. Ich glaube aber dass Privatinvestoren mit geschickter Auswahl und dem nötigen Glück durchaus Überrenditen erwirtschaften können, zumindest über eine gewisse Periode. Aber vielleicht gibt es ja auch noch andere Gründe, weshalb man sich für Einzelwerte entschieden hat und nicht für Indexfonds. Ich hatte mal mit klassischen Indexfonds begonnen und dann auf Einzelaktien umgestellt, zunehmend aber seit einigen Jahren auch Index-ETF’s aufgebaut. Ich habe nicht alles perfekt getrackt, der Aufwand ist enorm, ich hatte auch einige Brokerwechsel und Käufe/Verkäufe, teilweise optimal teilweise aber auch sehr suboptimal, ich denke mit einer klassischen, langweiligen Buy & Hold Strategie auf den breiten Index wäre ich wohl besser gefahren über die gesamte Zeit wo ich investiere seit 1995 (die letzten 10 Jahre bin ich wohl besser gefahren, da mein Depot techlastig ist). Ich kann es aber nicht zu 100% sagen, da wie gesagt die ganze Ausrechnerei über so viele Jahre einfach kaum machbar wäre insbesondere nicht rückwirkend, resp. der Aufwand hätte sich nicht gelohnt. Ich habe Geld teilweise wieder rausgenommen, investiert in ein neues Unternehmen oder eine Immobilie etc. und all dies mit allen Kosten und Steuern 100% perfekt auszurechnen ist unglaublich aufwendig und daher habe ich mir das nicht angetan.

     

    Aber glaube trotzdem, dass andere dazu fähig sind, auch nachhaltig einen Index outzuperformen. Vielleicht eine Minderheit, aber ich kann das nicht beurteilen. Die Hauptgründe für eine schlechte Performance sind aber in der Regel wohl weniger die korrekte Auswahl der Titel als sonstige Spielereien, Market Timing, Hebelprodukte etc. gibt viel das langfristig ins Elend führen kann.

     

    Ich denke man muss das machen, wo man weiss und verifiziert am meisten Erfolg hat. Immobilien habe ich bisher nur 2 gekauft, zum eigenen Zweck, ich würde mir daher nie anmassen da jemanden einen Tipp zu geben. Es gibt aber Leute hier die hatten noch nie eine Immobilie und geben sich als Experten aus, naja. Immos sind nicht mein Ding ich bin nicht der Vermieter-Typ, aber ich weiss, dass man damit, mit gutem Knowhow in den vergangenen Jahrzehnten viel Geld verdienen konnte. In Zukunft wird es vermutlich schwieriger, aber das ist bei Aktien wohl auch so da aktuell alles sehr hoch bewertet ist.

    Dank Leverage konnten viele mit Immos mehr als mit Aktien verdienen, entsprechend natürlich mit Risiken, aber diese sind kalkulierbar.

    Ich habe mein Geld eigentlich fast ausschliesslich mit unternehmerischer Tätigkeit aufgebaut, das hat sich bewährt und ich werde es auch weiterhin so machen. Das Depot ist nur ein klein bisschen Diversifikation, es macht mich nicht reich aber es ist denke ich eine gute Sache langfristig, mich nicht ärmer zu machen. Ich werde es wohl irgendwann stark ausbauen bei einem möglichen (Teil-)Exit. Das ist das Ziel.

  58. AvatarSparta

    @R

    “Was ist denn besser auf lange Sicht. ETF´s oder Einzelaktien ??”

    Wahrscheinlichleitsgewichtet ein breit streuender Welt-etf.

    Die Summe ist egal.

    Allerdings scheint mir Deine Frage so als ob Du Dich noch wenig mit der Thematik beschäftigt hast.

    Du musst Dich selbst einlesen damit Du eine Stategie findest mit der Du Dich wohlfühlst, bzw. nicht aufgrund zig verschiedener Meinungen fremder Personen im Netz Deine Lebensersparnisse auf den “Spieltisch” schiebst.

    Die Lebensersparnisse werden es Dir danken.

    Manche fühlen sich mit Einzelaktien wohler.

    Es gibt schon wenige Aktien, wenn man die in einem Tief erwischt und es Aristokraten werden/sind, kann der Einsatz als Dividende p.a. rauskommen.

    Es sind aber wenige aus einer großen Zahl und der Zeitpunkt und Zeitraum muss passen.

  59. AvatarMillionär

    @Jan

    “Ich bin sein 2000 mit an der Börse. Vor einem 3/4 Jahr schichtete ich alles auf einen ETF um. Herrlich! Die Behauptung der Blogkommentare den Index zu schlagen ist genauso verlogen, wie die Behauptungen in den Foren. Die meisten sind Lügner.”

    Du bist seit 2000 an der Börse und hast im Jahr 2020 alles auf einen ETF umgeschichtet, weil du den Index nicht schlagen kannst!

    Dafür hast du 20 Jahre gebraucht???????

    Warren Buffet hat mehrere Jahrzehnte den S&P 500 “geschlagen”, sonst wäre er nicht einer der reichsten Menschen der Welt.

    Und: es gibt nicht “den Index”, das ist ein Märchen.

    Wer aber sein Leben nur an “dem Index” ausrichtet, also dem Mittelmaß, der bleibt auch nur Mittelmaß.

    Aber jetzt ist alles herrlich.

    Frohe Ostern

  60. AvatarNico Meier

    Ach ich schaue mir schon die Zahlen eines Unternehmens an bevor ich die Aktie kaufe. Aktuelle Zahlen zeigen nur die Gegenwart nicht die Zukunft das ist wohl jedem klar.
    Und natürlich kann man bei Geschäftszahlen auch bescheissen siehe Wirecard. Solche Täuschungen sins jedoch in den meisten Ländern verboten und werden verfolgt!
    Wer lieber Aktien ohne Zahlen kauft nach Bauchgefühl soll er das machen.

    Ich fahre bisher sehr gut mit meinem Vorgehen.

  61. AvatarMid

    @ neuestes Video von Tim Schäfer

    > Tolle Stimmung in New York !!! lt . Video Aussage !!! ( Sirenengeheul im Hintergrund )   50.000 corona Tote !! 25% Leerstand von Geschäften, 20 % Arbeitslosigkeit !! Aussage, kann  ich nicht ganz nachvollziehen !!!

  62. AvatarThorsten

    …und seit 10 Jahren hinkt Warren dem “Index” hinterher. Weil er Technik meidet. Bin gespannt, ob sich da noch andere Börsenphasen ergeben. Als die Techaktien kurz korrigierten kamen die Teeny-Weeny-Babies aus der Stehrümchenecke und krähten, die Marktrotation würde jetzt in Value gehen. Sie waren geil auf flattrige Umschichter, denn das bringt Provision. Haha, Cathy hat schon den richtigen Riecher, wenngleich sie eine eingeschränkte US-Brille anhat und das mit anderen entwickelten Ländern inkompatible Teladoc hypt. Nicht jeder kauft Show, es muss auch Qualität und Inhalt stimmen.

  63. AvatarPat

    ETF? Nein danke. Ich investiere lieber in direkte Einzelaktien und lasse sie liegen und kassiere gleichzeitig die Dividenden. Coca-Cola oder MC Donald’s oder PG sind doch weltweit vertreten. Wozu ETF? Sie beinhalten viele unerwünschte Aktien drin. Ich weiß dann genau, wo mein Geld in welche Unternehmen fließt. Index schlagen? Nicht mein Ziel. Mein Ziel ist die regelmäßige Cashflows, da ich ja die Aktien nicht verkaufen will. Das entspannt mich sehr. Aber gut, jedem das Seine.

  64. AvatarFit und Gesund

    @ Nico Meier,

    bisschen Steueroptimierung mit dem guten CH-er System kann nicht schaden 🙂 allzuviel Dividende dürfen es eben auch nicht werden, brauche nur einen schönen Zustupf zur Rente, Bilanzen schaue ich mir auch an, vor Allem interessieren mich die Schulden eines Unternehmens.

     

    @ Jan

    eine gewisse Portion Skepsis ist nicht nur in blogs angebracht, ist auch sonst im Leben oft hilfreich, ich stelle mir oft bei Entscheidungen die Frage, nützt es mir oder nützt es dem Anderen mehr als mir.

     

    @ Mid

    kommt auf den Blickwinkel an, gibt wahrscheinlich auch Corona-Gewinner,

    Sirenen-Geheul bedeutet Kundschaft für den Krankenhausbetreiber

    50’000 Tote, gutes Geschäft für die Bestatter

    ziehen Alle aus New York weg: Speditionsfirmen könnten profitieren

    Arbeitslose allerdings kein Gewinn für Niemand!

     

    @ Pat

    Index schlagen ist auch nicht mein erklärtes Ziel, ich glaube auch nicht dass ich das kann, mein Vanguard All World ist ein super Anlagevehikel, mit meinen Einzeltiteln bin ich zufrieden, bis auf ein paar wenige Stinker im Depot wie BAT und AT&T.

  65. AvatarThorsten

    @FitundGesund zu 100% sind die Leichenfledderer unterwegs und kaufen spottbillig Immos in Manhattan auf. Bis das Virus verjagt oder eingeschüchtert ist und sich die Preise wieder erholen.

  66. AvatarJan

    Lieber „Millionär“,

     

    du vergleichst dich also mit Warren Buffett? Gewagte These oder chronische Selbstüberschätzung? Lass mich raten, nächstes Jahr fliegst du in den Urlaub zum Mond. Schließlich hat das ein Armstrong vor gut 50 Jahren schon gemacht.

     

    Ach wie habe ich sie vermisst, die Schwätzer im Netz.

  67. AvatarJan

    @ Fit und Gesund,

     

    meistens ist das Motiv für dauernde Übertreibungen im Netz ganz banal: Selbstbeweihräucherung und das eigene Ego.

  68. AvatarMillionär

    @Jan

    Ich habe nichts anderes von dir erwartet als so eine unqualifizierte Antwort. Ich wurde nicht enttäuscht.

  69. Avatarsammy

    Der “Millionär” ist mit Sicherheit auch kein Millionär merkt man ja an seinem Geschreibsel wie ahnungslos der ist. Aber nun gut im Internet kann jeder schreiben was er möchte ohne Beleg. Übrigens der gute alte Buffett ist Unternehmer kein reiner Aktionär.

  70. AvatarR.

    @Ufuk.

    Gestern Abend noch mit einem in Mannheim lebenden Freund telefoniert. Er sagt das Gleiche. Große Firmen und horrende Preise für Immobilien. Er mietet auch weiter für um die 10 €/qm.  Am Bahnhof wären jetzt wohl neue Wohnungen zu kaufen. Keine Gute Lage ca.85qm für 400 tsd.

    Wir stehen ständig in Kontakt. Ich suche auch noch eine ET-Wohnung oder ein 3er Blog. Alles utopisch wenn überhaupt was zu bekommen ist.

    Für Aktien bin ich auch viel zu spät. Alles irre teuer. So schwindet mein irre hoher Cashberg mit der Inflation. Ich hoffe auf einen Aktiencrash. Aber ob man dann die Muse hat sein Geld in fallende Märkte rein zu pumpen ist die Frage.

    Alles Gute

     

  71. AvatarJan

    Der „Millionär“ erinnert mich an diesen Kerl der hier immer behauptete er hätte das perfekte System und würde jeden hier schlagen. Nur hatte er leider kein Geld zum Investieren. ZEN Depot oder Zen Investor oder ähnlich. Ein ulkiger Zeitgenosse.

    Ich kann den Storys von irgendwelchen Fiverr-Sternchen und Leverage-Survivorship Bias nichts abgewinnen. Mit Mietwohnungen Kohle gemacht? Herzlichen Glückwunsch. War eine 50:50 Wette mit ordentlich Kredit. Nur weil eine Wette gut geht hat man noch lange nicht eine gute Strategie. Es gab ganze Dekaden, da war das eine Strategie zum Zehenkringeln.

  72. AvatarThorsten

    Übrigens der gute alte Buffett ist Unternehmer kein reiner Aktionär.

    Eben, das ist vielleicht der Grund warum er relativ viel Cash hält und neue Trends nicht sofort mitmacht.  Es würde auch erklären, warum Munger keine Diversifikation braucht , sondern auf eine Handvoll setzt. Mehr bräuchte ein Unternehmer nicht – und das ist der Haken – wenn man die Unternehmen gut kennt.

    @FitundGesund ja, sehe ich auch so, da ist gar nichts Verwerfliches dran…. es sei denn man ist so links auf den Kopf gestrickt/gefallen, dass jeder Privathandel als “Spekulation” verdammt wird .

  73. AvatarEx-Studentin

    @Tim

    Ich wünsche mir oft, dass ich mir vor 5 Jahren eine Wohnung gekauft hätte. Wohnungen zu Vermietung haben mir nicht gefallen (bezahlbare Wohnungen hatten oft einen Haken) und zur Eigennutzung war es mir zu immobil. Jetzt, wo wir bald 8 Jahre in der gleichen Mietwohnung leben, denke ich mir: Da hätte ich mir auch eine Wohnung für die Zeit kaufen können..

    Ich erlebe es im Freundeskreis, wie vermögend Immobilienbesitzer sind. Da wird man schneller Millionär als mit Wertpapieren. Aber das ist nun alles Vergangenheit, hätte hätte. Dann werde ich eben langsamer reich.

  74. Avatar-M

    Hallo ex-studentin,

    Ich sehe auch viele bzw. mehr reiche Leute mit Immobilienbesitz, als ohne.

    Bringt aber nix, man sieht hier ja: fast alles wird von gewissen Leuten schlecht geredet.

     

    Ich kann dich verstehen. Du wirst das beste draus machen und langsam reich werden reicht auch 🙂

    -M

  75. AvatarThorsten

    Eine Statistik sagt, Immobilienbesitz und Aktienbesitz korrelieren. Ab einem gewissen Vermögen gilt nicht mehr entweder-oder. Die Frage was nun besser sei erscheint mir typisch Deutsch. In den USA hatten ausnahmslos alle Kollegen Aktien und der eigengenutzte Immobilienbesitz wurde angestrebt. Aber nicht jeder konnte es sich leisten trotz hoher Gehälter. Die Immopreise galoppierten den Gehältern ähnlich wie in Deutschland davon.

  76. Avatarsammy

    Ich erlebe es im Freundeskreis, wie vermögend Immobilienbesitzer sind.”

    Wie erlebst du das denn? Zeigen sie dir ihre persönliche Vermögensbilanz?

    Da wird man schneller Millionär als mit Wertpapieren.”

    was lässt dich zu dieser Annahme kommen? Weil diese mit Fremdkapital arbeiten und brutto mehr Vermögen haben? Netto sieht das Ganze mit Sicherheit anders aus und das bei höherem Risiko.

     

  77. JosefJosef

    @Ex-Studentin
    Ein Grosser Fehler den man beim investieren machen kann, ist sich mit anderen vergleichen zu wollen.

    Das Leben ist kein Wettbewerb und der Sinn eines Lebens ist sein Leben zu leben, meiner Meinung nach.

    Es wird immer erfolgreichere Menschen geben, sobald man in der Öffentlichkeit tätig ist, wird man umsomehr mit oftmals ungerechtigter Kritik bombardierd.

    Siehe Angela Merkel und Olaf Scholz.

    Übrigens wird auch dazu noch viel geflunkert.

  78. AvatarEx-Studentin

    @sammy

    In meinem Freundeskreis reden wir recht offen über Einkommen & unser Vermögen. Eine Freundin von mir hat z.B. vor 6-7 Jahren eine Wohnung gekauft. Altes Ding für 130k. Hat nicht viel renoviert und diese nun für 300k verkauft, um wiederum Eigenkapital für ein Haus einbringen können. Obwohl ich sparsamer gelebt habe & fleißig investiert habe, konnte sie ihr Vermögen damit schneller steigern als ich.
    Die Wertsteigerung / Nachfrage schätze ich als höher ein. Wir werden mehr Menschen, die mehr Platz haben wollen und das in guter Lage. Dann im besten Fall den Vorteil der gesparten Miete.

    Dann habe einige Bekannte, die in der Krise Häuser und Wohnungen gekauft haben, die nun das 2 bis 3-fache Wert sind. Man kann bei gutem Einkommen theoretisch sehr viele Immobilien kaufen, die sich im besten Fall nahezu selbst abzahlen. Zusätzlich wird fleißig geerbt. Da ist das alte Haus von der Oma schnell mal eine halbe Millionen Wert.

    Generell merkt man es ja selbst an den Immobilienpreisen. Hatte die letzten Jahre einige Besichtigungen. Der Markt an bezahlbaren & zentralen Wohnungen ist quasi leer gefegt, vor allem in guten Lagen. Die Preise haben sich die letzten 7 Jahre fast verdoppelt.

    @Josef
    Einen gewissen Vergleich halte ich für gesund. Es sollte eben nicht krankhaft werden. Ich kann die Vergangenheit nun auch nicht mehr ändern und hatte meine Gründe, wieso ich trotz einiger Wohnungsbesichtigungen fast keine davon kaufen wollte. Ich fand bisher 2 Wohnungen toll. Einmal wurde sich für einen anderen Käufer entschieden, einmal war die Wohnung zu teuer bzw. ich noch frische Berufseinsteigerin. Aber so ist es eben.

  79. AvatarSlowroller

    Ohne ganz genau nachgeschaut zu haben, hat sich der S&P500 in den letzten 6-7 auch gut verdoppelt. Es ist natürlich nicht möglich den so einfach mit Fremdkapital zu kaufen, allerdings hat man auch keine ~15% Ausgabeaufschlag (die Nebenkosten). Am Ende ist es bei privat genutzem Eigentum der Effekt des Zwangssparens, der gut zieht. Sowohl Aktien als auch Immobilien liefen in letzter Zeit wirklich gut. Schaut man sich andere Zeiträume an, war das auch mal anders. In den 90igern waren Neubauimmibilien oftmals wie ein Neuwagen: fertiggestellt direkt 1/3 weniger Wert und das bei um die 8% Zinsen.

    Aber eines ist klar: So ziemlich jeder in unserem Alter hat sich schon geärgert vor 5-10 Jahren in (s) einer Metropole nicht gekauft zu haben. Es kommt aber auch immer drauf an wie groß die Not ist – es gibt Mietobjekte, da fehlt einfach die intrinsische Motivation viel Geld für Eigentum auszugeben. Es gibt aber auch Menschen, denen es wichtig ist. Das ist ok.

  80. AvatarSparta

    @Jenni

    Also ich glaube 130 k im msci world haben sich mit ca. 10,8 % p.a. die letzten 6-7 Jahre auch nicht übel geschlagen, bzw. müssten sich auch grob verdoppelt haben.

    Die Kosten und Steuern beim Immokauf & Verkauf innerhalb von 10 Jahren könnten die Immoexperten schreiben? Denke aber innerhalb der Frist mit Grunderwerbsteuer und Verkaufssteuer nicht weniger als bei nem etf.

    Die Frage für korrektes delta ist, ob es als reines Eigenkapital, Mix oder reines FK-Investment lief.

    Erben… würde ich jetzt nicht als Vergleich/Leistungsvergleich heranziehen… denn fürs erben muss erst einer sterben (evtl. geliebte Menschen) und es ist vom Erben ja überwiegend leistungslos mit Ausnahmefällen (Pflege, Familienbetrieb etc.).

    Mach Dich nicht verrückt. Es gibt immer jemanden, der etwas mehr Glück aber deutlich mehr Menschen auf dieser Erde die mehr Pech haben.

    Mit ich glaube 100k selbst erspartem Vermögen mit dem 24Lebensjahr? (habe es nicht mehr genau im Kopf) bei Dir hast Du doch nen super Start hingelegt. Für den Zinseszins ist dies ne recht ordentliche Grundlage.

    Die Super ca. 1,5k Dekade bei Immo’s wird sich nicht ewig halten und in Dekaden wechseln immer wieder die asset-Renditen-Sieger.

     

  81. AvatarUfuk Erdem

    @R: Nicht nur am Bahnhof. Auch in den T Quadraten wird gerade ein neues Projekt fertiggestellt mit absoluten Horrorpreisen. Rendite unmöglich. In den Außenbezirken ist ja in den letzten Jahren auch einiges neues entstanden (Franklin Viertel zb) mit sehr hohen Preisen. Die Innenstadt in Mannheim ist jedoch aufgrund der Quadratestruktur natürlich begrenzt. Ich gehe also nicht davon aus, dass da ein Einbruch kommen wird (kann sich natürlich alles wieder ändern, wenn irgendwas unvorhergesehenes passiert – massive Zinserhöhungen zb -)

  82. AvatarEx-Studentin

    @Slowroller

    Der Unterschied ist das Eigenkapital bzw. das eingesetzte Fremdkapital. ETFs/Immobilie. Bei Immobilien bekommt man im besten Fall eine Menge Fremdkapital, welches für einen arbeitet, selbst wenn man mit 0 Erspartem anfängt. Mit ETFs ist das Gespräch da bei der Bank schwieriger: “Ich würde mir gerne 300k Euro für mein Depot leihen und diese in den nächsten 30 Jahren wieder zurückzahlen..” (Wäre eigentlich auch mal eine nette Idee..)

    @Sparta
    Ja, die 100k hatte ich mit /-25 (ich weiß es selbst nicht mehr so genau). Ist jetzt nicht so, dass ich mal arm sterben werde. Ist vermutlich der beginnende Nestbautrieb, der aus mir spricht. Um mich herum bekommen Freunde & Kollegen nun Kinder, kaufen Häuser..

    Wir wohnen jetzt sehr zentral. Falls wir mal eine größere Wohnung brauchen, wird das mal eine teure Angelegenheit. Sei es, weil es in guter Lage unbezahlbar ist oder weil wir plötzlich doch Autos brauchen. Aber das wird sich alles hoffentlich irgendwie ergeben.

  83. AvatarPaluma

    @sparta du hast jetzt aber noch die in dem Zeitraum entgangenen Mieteinnahmen außen vor gelassen.

    Wenn das oben genannte Objekt noch 6 K Mieteinnahmen im Jahr generiert, dann sind aus den 300.000  360.000 geworden.

    Nach 10 Jahren halten, fällt auch keine Steuer (so lange nicht mehr als 3 Verkäufe in 10 Jahren) beim Verkauf an, im Gegensatz zum ETF, wo dann die Kapitalertragsteuer fällig ist. Beim Selbst bewohnen nach 3 Jahren.

    Die Kosten beim Kauf darf man natürlich nicht vernachlässigen.

    Meiner Meinung nach können Immobilien immer noch eine lohnenswerte Geldanlage sein. Aussagen wie oben, hat man auch vor günf Jahren schon gehört.

    Ich schau halt immer, dass der Cashflow nach allen nicht umlegbaren Kosten positiv bleibt. Man muss halt aufpassen, dass man sich nicht zu sehr überschuldet.

  84. Avatarsammy

    @Immobilien

    Mieteinnahmen müssen mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden

    Es müssen 1,5% vom Kaufpreis an Instandhaltungskosten pro Jahr veranschlagt werden.

    Dass Immopreise nur steigen ist gewiss nicht sicher. Hier gab es eine sehr lukrative Dekade dies muss und wird sich auch nicht wiederholen.

    Wenn du als Mieter monatlich einen Sparplan mit der gleichen Summe wie der Eigenheimbesitzer seine Rate zahlt besparst schneidest du nicht schlechter ab. Am Ende kommt es nicht darauf an wer Miete zahlt und wer nicht sondern wer das höhere Endvermögen hat.

    Ein globales Depot hat sich die letzten 10 Jahre verdreifacht.

  85. AvatarSparta

    @Paluma

    Kann ja auch Eigennutzung gewesen sein dann wäre es steuerfrei.

    Grunderwerbsteuer, Kaufnebenkosten, etc. pp. bleiben bei beiden Käufen und ob die Vergrößerung nochmals so gut läuft, bzw. wenn nicht mehr verkauft wird, da Traumimmo, wäre dann eine Miet-vs.Kauf-Kalkulation und evtl. zusätzlich größerer Sparquote in Aktien bei kleinerer Mietwohnung, welche über einen deutlich längeren Zeitraum eine vs. Kalkulation wäre.

    Es ist sowieso ja nur ein Ausschnitt einer Betrachtung da wir bei all den Geschichten nur Bruchstücke mitbekommen.

    Ein abschließendes Urteil ist da schwierig bis unmöglich.

    Bei nem hohen FK-Hebel könnte man frecherweise auch evtl. vom Risiko nen Nasdaq dagegen rechnen…

    Bringt aber alles nix, da sich doch die meisten selbst ihre Genialität und ihren Glauben bestätigen wollen und objektiv hier schlecht zu urteilen ist.

    Die Risiken, dass Arbeitsplätze mit dem Strukturwandel in Benztown-city oder auch mit Covid, ansteigende Inflation und Zinsänderungen kommen werden… steht in den Sternen…

  86. KievKiev

    @ Immobilien

    Ich finde die Frage von Domi interessant. Wie werden sich denn Immobilienpreise in den nächsten Jahren entwickeln. Hier im Forum sind ein paar Investoren mit Immobilien. Die Meisten sind mit der Entwicklung vermutlich sehr zufrieden. Aber wer hat im letzten halben Jahr noch eine gute Immobilie mit ordentlicher Rendite kaufen können?

    Ich habe seid ca. 3 Jahren aufgehört nach einer weiteren Immobilie zu suchen. In zwei Universitätsstädten bin ich nicht mehr fündig geworden. Aus dem Grund gratuliere ich Ufuk für seine Käufe in Mannheim. Dort kenne ich mich nicht aus, bin mir dennoch ziemlich sicher, dass er zumindest nicht um eine zukünftige benachbarte Mülldeponie bangen muss. Ich wünsche Ufuk eine zeitnahe Tilgung auf 50% der Kaufsumme bei einer Verdoppelung des Buchwertes.

    Die Frage Immobilien oder ETF ist auch nicht entscheidend. Die bessere Rendite kann man nicht im Voraus absehen. Bei Immobilien kann man allerdings die Rendite berechnen und Darlehenskosten gegenrechnen. Falls ein Überschuss bleibt, deute ich dies persönlich als Investition. Muss Jeder selbst wissen inwieweit man spekulieren oder investieren möchte. Den zukünftigen Preis kann Niemand abschätzen. Aber eine Erwartung an einen Cashflow anhand aktueller Daten kann man eher einschätzen.

    Für einen kalkulierbaren Cashflow ist es natürlich ebenfalls von Vorteil, wenn man Vermietung eher als Business betreibt. Vielleicht kann man einiges selbst durchführen oder kennt Handwerker usw. Mit solchen Möglichkeiten kann man eine Immobilie erfolgreich in die richtige Richtung schieben. Ohne die Kenntnisse ist die Entwicklung einfach nur Glück wie von Jan behauptet. Das sich die Preise in der Form entwickelt haben ist natürlich glücklich. Ein stabil wachsender Cashflow deutet vielleicht auf mehr als nur Glück hin.

    Die Kaufnebenkosten sind abhängig vom Bundesland und eventuell einer Maklercourtage. Sie liegen bei grob 10% und erschweren Day Trading in dem Segment. Das hat neben Nachteilen auch Vorteile, genau wie der nicht täglich aktualisierte einsehbare Preis.

    Leverage

    Es sieht doch so aus:

    Beispiel Immobilie vor 5 Jahren für 600k gekauft und 20% Eigenkapital. Folglich waren 120k + 60k Nebenkosten zum Laufzeitpunkt notwendig. Die 180k muss man erst einmal auf den Tisch legen. können. Nach 5 Jahren und ein wenig Aufarbeitung in Eigenregie hat sich der Preis bis zum heutigen Zeitpunkt verdoppelt. Mit dem eingesetzten Kapital von 120k wurden 600k Buchgewinne erzeugt. Bei einer Investition sind allerdings noch Mieten geflossen und es wurde viel getilgt, so dass der Gewinn noch höher liegt.

    Steuerlich gibt es einige Unterschiede zu Aktien, was ebenfalls sehr interessant ist. Allerdings sehe ich in meinen Suchregionen aktuell keine guten Chancen für eine Investition.

  87. KievKiev

    @ Frohe Ostern

    Ich habe die Ostertage genutzt und bin ein wenig durch Deutschland gefahren. Ich habe dabei mit dem Rad drei Bundesländer durchquert und bin sogar einen Abschnitt im Ausland gefahren. Dafür habe ich zwei Tage benötigt und durfte Dank Corona auch eine Nacht auf einem Tisch in einer Schutzhütte verbringen. Mein Fahrrad fuhr sich ein wenig wie ein Panzer, Wiegetritt mit Seitentaschen war nicht so einfach möglich und es fehlten mir auch 2-3 kleinere Gänge um flüssig steilere Anstiege treten zu können. Am ersten Tag bin ich 190km bei 2400hm gefahren. Am zweiten Tag 150km bei 1700hm und extremen Gegenwind. Ansonsten bin ich dieses Jahr erst zweimal “weitere” Strecken (52km un 65km) gefahren. Das Rad ist neu, Die Pedale und MTB Schuhe ebenfalls und dann kam noch das Gewicht dazu… Die Voraussetzungen waren äußerst Bescheiden. Ebenfalls bin ich in den Genuß eines Besuches bei MCDONALD’S gekommen. Ich freue mich schon darauf wieder auswerten essen zu können oder eine Unterkunft buchen zu können. Dennoch hat es geklappt und es war insgesamt eine schöne Reise. Diese Art von Reise möchte ich als Rentner in der Form nicht mehr durchführen. Vermutlich auch nicht in den nächsten Jahren. Mit dem Pedelec Fernwege entlang zu fahren und das Rad bei einer Stadtbesichtigung und oder Gastronomie Besuch zu laden Stelle ich mir im Alter allerdings äußerst entspannt vor. Alleine die ganzen Liegebänke, die ich auf der Fahrt gesehen habe. So habe ich während der Reise um die 22€ ausgegeben. Im Vorfeld allerdings ein wenig mehr.

  88. AvatarSlowroller

    @Ex-Studentin

    Ich meine bei dir aber rauszuhören, dass es in deinem Freundeskreis auch eher um selbstgenutzte Immobilien und im weiteren Sinne um den von dir beschriebenen Nestbautrieb handelt. In dem Fall würde ich das eher nicht mit eiber finanzierten Investition in Aktien vergleichen. Die meisten gekauften Nester kosten erstmal lange bevor man von der Mietfreiheit wirklich profitiert. Dazu ist es das Gegenteil von FU-Money. Ob man dann das eigene Heim eher Lebensqualität oder als Belastung ansieht, ist sehr unterschiedlich. Auf jeden Fall ist es eher kein Investment, auch wenn es lohnend sein kann. Ich kenne das Gefühl, wenn alle bauen und machen und tun. Ich bin aber mittlerweile glücklich trotz oder grad wegen der zwei Lütten anders zu leben als andere. Aber das ist ziemlich individuell.

  89. Avatarfunkelstein

    Interessant. Habe auch eine Meinung zu Immobilien. Ich lebe im eigenen Altbau mit großem Garten, der seit 6 Jahren abbezahlt ist und möchte diese Freiheit nicht mehr missen. 1996 gekauft, ein Großteil wurde mit über 7 Prozent Zinsen finanziert. Gleichzeitig habe ich mein Aktiendepot stetig aufgebaut. Ob diese Entscheidung klug war, habe ich mich später oft gefragt. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, mehr Eigenkapital zu investieren. Egal. Heute geht es mir gut damit. Ich habe ein Haus mit Garten, verfüge über ein Aktiendepot, das mir so viele Dividenden beschert, dass ich sogar vorzeitig in Rente gehen konnte und mich nun meiner wirklichen Leidenschaft widmen kann. Das Vermieten von Wohnungen hätte mir mit Sicherheit keine Freude beschert. Zu den Immobilien wie zu den Aktien fällt mir auch immer der gute alte Kosto ein. Es geht rauf und es geht wieder runter. Mir ist es egal. Ich sitze es aus. Wer zum richtigen Zeitpunkt kauft, hat natürlich die Nase vorn.

  90. AvatarPocahontas

    Einfach die Vonovia kaufen, entspannt eine Dividendenrendite kassieren, die heute mit vermieteten Immobilien schwer zu erzielen ist und sich den ganzen Ärger mit Instandhaltung, Mietausfällen etc. sparen. Die 10% Kaufnebenkosten mal außer Acht gelassen.

     

  91. AvatarJohannes

    Frohe Ostern.

    Ich komme ja gar nicht mehr hinterher um alles zu lesen. Ihr müsst ja Zeit haben 🙂 Spaß bei Seite.

     

    Was mich wundert.. Wieso investieren so wenige Firmen (mittelständische bis kleine Unternehnen) NICHT in ETFs. Somit könnten Sie Ihren Gewinn drücken, Steuern sparen und für schlechte Zeiten vorsorgen.

     

    Was denkt Ihr?

  92. Avatarsammy

    . 1996 gekauft, ein Großteil wurde mit über 7 Prozent Zinsen finanziert. Gleichzeitig habe ich mein Aktiendepot stetig aufgebaut. Ob diese Entscheidung klug war, habe ich mich später oft gefragt.”

    Diese Entscheidung war nicht klug. Wer Schulden hat (Hypothek) sollte zuerst diese komplett bedienen bevor ein Aktiendepot aufbaut! Ansonsten entsteht ein negatives Zinsdifferenzgeschäft. Ihr Amateure!

     

  93. AvatarBruno

    @Johannes

    Ich mache das auch nicht, es hat diverse steuerliche Nachteile, z.B. ist der Kapitalgewinn nicht steuerfrei im Gegensatz zu einem privaten Depot, weiter steigert es den Unternehmenswert aus Steuersicht und somit die Vermögenssteuern der Aktionäre. Gewinn drücken kann man auch anders. Aber das gilt für das Schweizer Steuergesetz, in Deutschland wird das sicherlich anders sein. Die Unterschiede sind doch recht gross, wie ich immer wieder feststelle.

    z.B. ist es bei uns steuerlich eher von Vorteil, in Aktien zu investieren da Kapitalgewinne steuerfrei sind. Bei Immobilien fällt hingegen eine Grundstückgewinnsteuer an, die abhängig von der Haltedauer berechnet wird, ab 5 Jahren gibt es Reduktion und bis 20 Jahre 50% Reduktion, aber auch diese ist kantonal unterschiedlich geregelt.

    Dafür kann man entsprechend Verluste verrechnen. Aber wer investiert schon in der Aussicht auf Verluste 😉

    Wenn dann müsste man eine Holding gründen und die Investitionen dort tätigen, das wird sicherlich auch gemacht, aber nicht in der operativen Gesellschaft.

    @Immobilien vs. ETF’s

    Es wurde fast alles genannt, jeder hat halt seine eigene Sichtweise. Selbstverständlich kann der Leverage ein Turbo sein, wer seit der letzten Immobilienkrise in den 90ern investiert hat und nicht völlig daneben gegriffen hat, konnte fast nur Gewinne einfahren und dank Hebeleffekt schneller Vermögen aufbauen als in Aktien. Aktien rentieren 1:1 jedoch langfristig besser, es folgen Immobilien, dann Anleihen und schlussendlich Gold und am Schluss Cash. Je mehr Rendite desto höher auch die Schwankungen. Der Leverage-Effekt bei Immobilien den man mit Aktien weniger gut spielen kann, geht natürlich und da haben Kritiker natürlich auch Recht, in beide Richtungen. Fällt die Immobilie um 30% mit 20% EK und man hat im dümmsten Moment gekauft ist das Eigenkapital weg. Auch hier ist genau gleich kommt es auf die Laufzeit an. Einzelrisiko hat man natürlich auch, man kann so also auch nicht ein MSCI World mit einer einzelnen Immobilie vergleichen. Die letzten 30 Jahre waren bei uns extrem gut, das gilt aber auch für Aktien. Auch da kann es mal eine Dekade runter gehen. Die Zinsen können auch wieder steigen, auch wenn wir uns das kaum noch vorstellen können, zumindest temporär. All diese Prognosen sind schwierig, aber das Chance-/Risikoverhältnis ist jetzt bei beiden Assetklassen tiefer als noch vor 10 oder 20 Jahren. Aber ich sehe keine vernünftigen Alternativen, Trading kann es ja kaum sein. Obligationen sind noch teurer als Aktien, die kommen mir auch nicht in Frage. Jeder sollte das machen wo er sich wohl fühlt und langfristig denken, man kann sicherlich nicht erwarten dass die nächsten 10-20 Jahre nochmals so weiter gehen wie die letzten 14 Jahre. Wissen tut es aber niemand. Im Nachhinein sind wir alle schlauer und reicher.

     

  94. AvatarLad

    🙁 🙁 ETFs und Fonds maximal 6 Monate halten, wenn man beginnt zu investieren und dann verkaufen! Und einzelne Aktien kaufen und viele wegen Dividenden für immer behalten (falls kein Bankrott droht). Mit 65 Jahren sollte man schon 100% des Vermögens in Blue Chip Aktien mit Dividenden halten, die später der Sohn, Söhne und Tochter erben werden. 🙁 Ich kann doch nicht mit ETF in alle 30 Aktien von DAX und Dow Jones investieren, wenn mir in jedem Index nur 6 Unternehmen sympathisch sind! Und von 30 Aktien bekomme ich 80x bis 120x im Jahr Dividenden! 🙂 🙂

  95. AvatarSkywalker

    “Diese Entscheidung war nicht klug. Wer Schulden hat (Hypothek) sollte zuerst diese komplett bedienen bevor ein Aktiendepot aufbaut! Ansonsten entsteht ein negatives Zinsdifferenzgeschäft. Ihr Amateure!”

     

    Das ist Quatsch und eine deutsche Angsthasenlösung. Schulden langsam tilgen und Überschüsse voll in den Akitenmarkt (ETF), das ist seit Jahrzehnten die bessere Strategie udn wird auch in Zukunft so sein.

     

  96. Avatarsammy

    @skywalker

    Die Wissenschaft bzw Studien dazu besagen etwas anderes. Du musst die 7% Kreditzinsen bei Tilgung als positive Rendite von 7% sehen und zwar zu 100% sicher! Bei Aktien hast du keine risikolosen 7%.

  97. AvatarBruno

    @sky und sammy

    Ich habe ein Angebot erhalten für eine 12jährige Festhypothek über 0.9%, ich hatte noch nie eine Festhypothek aber aktuell überlege ich mir das gut. Wenn man dieses Geld in grundsolide Aktien mit 3% Dividendenrendite investiert ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich rentiert.

    Es gibt keine allgemeingültigen Regeln, in Hochzinsphasen schaut es natürlich anders aus als in Extremtiefzinsphasen wie aktuell.

    Aber rein wissenschaftlich und mit 100% Garantie geht auch das nicht auf, dann darf man weder Immobilien noch Aktien und auch keine Firmenanleihen kaufen sondern lediglich Staatsanleihen und Cash. Aber ein nominell 100% sicheres Depot ist eben real kein sicheres Depot, es kann bei potentiell steigender Inflation schnell auch dahinschmelzen.

    Diese 100% Garantie Sache kannst Du vergessen egal wo, das gab es vielleicht in Vergangenheit mal für einige Jahre aber die Zeiten sind vorbei.

  98. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ R.

    Für Aktien bin ich auch viel zu spät. Alles irre teuer. So schwindet mein irre hoher Cashberg mit der Inflation. Ich hoffe auf einen Aktiencrash. Aber ob man dann die Muse hat sein Geld in fallende Märkte rein zu pumpen ist die Frage.

    Wir hatten doch gerade erst einen Crash im März 2020. 30% Minus. Statistisch gesehen kommt das einmal in der Dekade vor. Erlaube mir die Frage: War dir das nicht günstig genug?

     

  99. AvatarBruno

    @Free

    https://www.baloise.ch/dam/jcr:69d1606d-9da7-49dd-8510-257489083048/Coronavirus-crisis-vs-other-financial-crashes.pdf

    Ich hätte aus dem Bauch heraus gesagt der 2020er Crash ist vergleichbar (vom Ausmass nicht vom Auslöseeffekt) mit dem 1987er Crash, und es kommt ziemlich hin.

    Ist halt nicht einfach bei einem Crash einzusteigen, die Stimmung ist da immer mies und man denkt, es geht noch tiefer und verpasst den Einstieg. Eine langjährige Baisse ist da einfacher aber auch da ist es schwierig, daher würde ich immer empfehlen schrittweise einzusteigen, alles andere ist schwierig.

    Wer jetzt seit 2008 auf einen Einstieg gewartet hat für den dürfte es brutal werden, denn je länger man wartet desto höher steigen die Märkte.

    Es hört sich natürlich fabulös an, wenn man von seinen Heldentaten berichten kann im besten Moment gekauft oder verkauft, aber von all den anderen Missgeschicken liest man dann wenig. Am einfachsten einen simplen Plan erstellen zu fixen Zeiten wann man einsteigt unabhängig vom aktuellen Kursstand. Deshalb sind Sparpläne auch eine gute Sache wer sie über Dekaden durchhält.

    Man erlangt damit halt keinen Heldenstatus als Marktguru aber erzielt trotzdem eine überdurchschnittliche Rendite.

     

  100. Avatarfunkelstein

    @sammy

    Jetzt besitze ich auf jeden Fall viele Aktien, die ich steuerfrei verkaufen könnte, weil ich sie rechtzeitig erworben hatte, unter anderem z.B. Microsoft, Intel, Cisco, SAP, PepsiCo, Allianz, Siemens, BASF, Nestle,… . Natürlich hatte ich nach zehn Jahren auch auf einen niedrigeren Zins umgeschuldet. Ich sagte ja, ich weiß nicht, ob es klug war,…vielleicht aber doch?

  101. AvatarFinance Walk

    @ Mannheim

    Interessante Diskussion. In der Tat muss ich sagen, hat Mannheim etwas sexy an sich. Ist wie eine dieser Frauen, die einen Defekt haben, der sie nur noch interessanter macht. Und das sage ich als Frankfurter! Denn so gesehen, ist Mannheim tatsächlich nicht besonders schön, aber zum Ausgehen/Life-Style durchaus interessant und gleichzeitig bietet die Region aufgrund der vielen dort angesiedelten Industriekonzerne der Bevölkerung einen stabilen Cash Flow.

    Das Demographie-Argument zieht hier m.E. nicht. Im Gegenteil, es sind die ländlichen Gebiete, die unter der Stadtflucht zu leiden haben und Ballungsgebiete wie die Rhein-Neckar-Region werden vermutlich noch eher wachsen.

    @ Immobilien

    Allerdings kann ich nicht beurteilen, ob Immobilien per se ein gutes Investment sind. Das Investieren in Immobilien hat sich in Deutschland in den letzten 5 oder 6 Jahren zu einem absoluten Trend entwickelt. Meines Erachtens rechnet man sich den Erwerb allerdings häufig schön. Ich glaube, dass private Immo-Investoren grundsätzlich im Nachteil ggnü. den institutionellen Anlegern und Entwicklern sind. Das steht im völligen Gegensatz zum Investieren in Aktien, welches nicht nur transparenter und Rendite-trächtiger, sondern allen voran auch demokratischer ist. Viele Immo-Investoren glauben, dass ihre Immobilien werthaltiger und weniger schwankungsanfällig sind, nur weil es keine Börse dafür gibt. Ganz klar ein Trugschluss.

  102. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Bruno

    Ratschläge und Empfehlungen möchte ich hier eigentlich nicht geben. Aber genau daran dachte ich auch. Die Angst vor dem Absturz nach dem Einkauf lähmt. Das ist schade. Einfach einen Sparplan aufsetzen und stur und stetig, schön regelmäßig Geld investieren.

    Die ETF-Strategie hat zwei große Vorteile, die ich einfach kopiere. Niedrige Kosten und Investitionen unabhängig der Marktphasen. Markettiming spielt keine Rolle. Regelbasiert kontinuierlich investieren, die Papiere stur halten (Buy and Hold) und geduldig ein Vermögen aufbauen.

    Auch große Summen lassen sich in ein bis fünf Jahren unterbringen. Muss ja nicht alles auf einen Schlag sein.

    @ Reiche Immobilienbesitzer

    Es sind eben eher die Gutverdiener/Akademiker der Mittel- und Oberschicht, die sich Eigentum zulegen (können). Immobilienkauf ist oft der Normalmodus in diesen Kreisen. Kein Wunder, dass sie mehr Vermögen aufbauen, bei den überdurchschnittlichen Einkommen. Das hat mit der Immobilie zuvorderst nichts zu tun.

    “Unter Mietern liegt das Medianeinkommen bei rund 1490 Euro, bei Eigentümern sind es circa 2250 Euro.” (Daten von 2016)

    https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wirtschaft/einkommensverteilung-in-deutschland-wer-hat-wie-viel-e557028/

  103. AvatarFelix

    @ Freelancer

    Die einzige Schwierigkeit, die ich beim Sparplan auf Einzelaktien sehe im Vergleich zu ETFs ist, dass ich mich halt doch für Aktie A, B oder C entscheiden muss und am Anfang keine vernünftige Streuung hinbekomme.

    Auch beim Nachkauf im Crash wie im März ist das so. Ich habe mir das so zurechtgelegt. Immer, wenn der DAX um 15 % einbricht, gehe ich mit 1/3 meines verfügbaren Cashbetrages in den Markt. Das kann ich dann 3x wiederholen, wenn es um insgesamt ca. 40 % crasht.
    Aber in welche Aktien? Wie Tim in TUI und Carnival, wenn der Tourismus gerade komplett kollabiert? Wahrscheinlich ist das das lukrativste, aber psychologisch auch das schwierigste, Da helfen mir dann schon ETFs ungemein.

  104. Avatar-M

    Ist die Streuung am Anfang nicht egal? Angenommen man hat 200k und pumpt jeden Monat 2k in den Markt.

    Am Ende hat man trotzdem 50-100 Unternehmen. Ob dann 3 Aktien (6k) am Anfang allein im Depot sind und noch 194k Cash, da juckt doch die fehlende Streuung nicht? Aber ein anfang finden ist das Ziel.

    -M

  105. AvatarRüdiger

    Aber in welche Aktien? Wie Tim in TUI und Carnival …

     

    Das kann man natürlich so machen. Vielleicht sind solche Spekulationen am lukrativsten, kurzfristig. Funktioniert wahrscheinlich auch mit Tabak, Öl, … Ich habe mir keine Werte angeschaut, nur weil sie gerade billig zu haben waren. Ich habe die Werte ergänzt, von denen ich schon immer mehr haben wollte: Amazon, Apple, Paypal, Square, Microsoft, Mastercard, Visa, … Mit diesen Langweilern erlange ich keinen Heldenstatus als Marktguru, aber ich fühle mich damit wohler  😉

     

    Und beim nächsten Crash mache ich das wieder genau so.

     

  106. Avatar42sucht21

    @Aktien/ ETf vs. Immobilie – schon wieder
    Ich kenne keinen einzigen vermögenden Menschen, der keine Immobilien besitzt. Rein empirische Beobachtung. Nicht in Deutschland, nicht in den USA, nicht in Madagaskar, nicht in Thailand, nicht in Spanien, nicht in… anderen Ländern in denen ich gearbeitet habe oder länger war. Ist es meine Filterblase oder ist es in der Regel doch einfach so?

    @sammy – Immobilien
    Wir haben uns das letzte mal schon darüber ausgetauscht. Sie schreiben von einem theoretischen Standpunkt aus über Immobilien. Nicht aus der Praxis. Sie vergessen Steuereffekte, Eigenleistung usw. und gehen beim Börseninvestor von einem idealtypischen rationalen Investor aus während Sie bei Immobilienbesitzern von dummen Investoren ausgehen die gar nicht rechnen können und immens ins Risiko gehen. Ihre Argumentation scheint mir doch von bias, sagen wir mal zumindest, angehaucht.

    @Der Domi / Ex-Studentin – Die Frage ist doch ob es HEUTE sinnvoller ist ETFs oder Immobilien zu kaufen.
    Die Frage ist ja immer da. Vor 3, vor 5, vor 8 vor 30 Jahren war es für viele Menschen auch nicht der richtige Zeitpunkt eine Immobile / Aktie (ETF) zu kaufen. Kein Fehler wäre es gewesen zu kaufen Stand Heute. Ich würde sagen, ein bisschen was von allem zu kaufen war noch nie falsch zu keinem Zeitpunkt.

    @Osterhase
    Danke für die Schokolade!

  107. AvatarSparta

    @Free

    Unter Mietern liegt das Medianeinkommen bei rund 1490 Euro, bei Eigentümern sind es circa 2250 Euro.” (Daten von 2016)

    Die Aktienquote steigt auch mit höheren Humankapital/Verdienst.

    Der Herr Zitelmann sieht eher unternehmerische Tätigkeit, Selbstständigkeit oder Gutverdiener als vorherschende Ursache an.

    Das erworbene wird wiederum in Aktien, Immo’s gesteckt, wobei er selbst ja einen ganz schönen Clou mit der Berliner Immo gemacht hat, wobei dies ja auch etwas unternehmerisches Denken & Handeln war.

  108. AvatarR.

    @Freelancer Sebastian

    Ich habe im März 20 nur mal hier mal da gekauft. Eigentlich Peanuts. Ich hatte nicht den Mut.

    Allein schon das viele lesen in den Foren schadet. Nachher weiß man gar nichts mehr.

    Oben schreibt LAD ja auch lieber Einzelaktien anstatt ETF´s. Das hemmt.

    Ich überlege gerade ob ich die Vanguards ETF´s A1JX51 den Emerging Markets und den A1T8FT , Asien ex Japan, massiv kaufen soll.

    Hier sind die KGV´s noch nicht so hoch.

    Meinungen willkommen

  109. Avatar-M

    @R

    Ich kaufe momentan auch lieber ex USA und ex Europa, aber da bin ich in der Minderheit. Mal als Meinung die dann auch gegen die Mehrheit steht.

     

    Ist es besser zu kaufen was alle kaufen, oder doch das Gegenteil zu machen? Die Zukunft wird es zeigen.

    Ray Dalio hat auch eine andere Meinung von den aktuellen Märkten und Buffett würde sagen: Never bet against america.

    -M

  110. AvatarFinance Walk

    @ -M

    “Ich kaufe momentan auch lieber ex USA und ex Europa, aber da bin ich in der Minderheit. Mal als Meinung die dann auch gegen die Mehrheit steht.”

     

    Was hast du zuletzt gekauft?

    Ich etwa, habe mir zwei Aktien aus Japan gegönnt. Shinoken und Itochu.

  111. Der BaumDer Baum

    @ R., ich glaube oben wurde es dir schon gesagt. Man kann keine allgemeine Beschreibung geben wie du investieren solltest. Da musst du deinen eigenen Weg finden. Das ist wie mit der Frage welches Auto du fahren möchtest oder welche Klamotten dir stehen.

     

    Ich als Value Anleger suche nach Unternehmen die so günstig sind, dass sie über kurz oder lang (so die nächsten 10 Jahre ca.) eine hohe Wahrscheinlichkeit haben das Geld zu verdienen, das ich für das Unternehmen zahlen muss.

     

    Diese Grundannahme habe ich mit einigen anderen Bedingungen kombiniert. Für mich ist das so richtig, weil ich das logisch finde und ich Logik mag. Das bezieht sich aber nur auf den Anlagestiel.

     

    Das heißt nicht!! das ich damit mehr Geld verdiene als wenn ich in ETFs oder in reine Dividendenaktien investiere. Aber ich fühle mich damit wohl, weil ich es verstehe. Und ich genau weiß was ich im Depot habe.

     

    Bei ETFs mag ich nicht, das es Finanzprodukte sind und das da alles mögliche drinnen ist. Bei anderen Anlagestrategien finde ich den Ansatz nicht so prickelnd (reines Growth oder nur Dividendenaktien).

     

    Von daher les dich ein und überleg was du erreichen möchtest. Erst dann kann man überlegen welche Strategie zu dir passt.

     

    Grüße Baum

  112. Avatar-M

    @Finance Walk

    Ich kaufe zur Zeit in China. Neben Alibaba, eher so basic industries. Wer weiß vlt finde ich in einem Monat oder Jahr auch wieder in den USA etwas.

     

    Wie Baum es schreibt: Wohlfühlen und einen Plan für sich selbst haben ist wichtig. Jeder ist verschieden und hat andere Voraussetzungen.

    -M

  113. AvatarThorsten

    Der generelle Unterschied zwischen  Aktien und Immobilien wird meist vergessen :

    Immobilienkredite entschulden sich über die Inflation, ähnlich wie der Staat es mit seinen Anleihen macht. Anfänger schauen auf Tilgung und Zins und hören dann mit dem Denken auf. Die Entschuldung über die Inflation ist wohl ähnlich abstrakt wir der Zinseszins oder die Wachstumsrate von Organismen. Der Bodenwert sollte sich mit der Inflation entwickeln. Steigerungen durch Lage, Zuzug etc. , Steuern sind da noch gar nicht nichtpreist.

    Aktien müssen dagegen an Dividende plus Buchwert zulegen, um ein Nullsummenspiel hinzulegen.

    “Mein Depot hat sich in 20 Jahren verdoppelt”. Pech gehabt, hat dieselbe Kaufkraft sie vor 20 Jahren.

    Immobilien brauchen “unvorhergesehene Reparaturen” usw. Das hat ungefähr denselben Angstschweißfaktor wie fallende Märkte. Kann alles eingeplant werden.

     

  114. AvatarJan

    Hm,

    ich kenne keinen reichen Menschen der kein Fahrzeug hat. Ist ein Fahrzeug daher eine Basis für ein Vermögen?!

     

    Statistische “Korrelationen” können schwere Fehleinschätzungen sein. So korreliert der Käsekonsum mit den Todesfällen durch Verheddern im Bettlaken. https://www.facebook.com/tagesschau/photos/a.10151270623184407/10155407710409407/?type=3

     

    Ein Haus ist einfach eine Investition aus der Maselow’schen Bedürfnispyramide resultierend. Es kann ein Trugschluss sein. So, wie man mit Autos, Uhren und Booten Geld machen kann, so kann man aber auch diese Sachen lediglich kaufen, weil man Geld hat.

  115. AvatarSlowroller

    Die Frage ist doch, ob Menschen durch Immobilien vermögend werden oder vermögende Menschen Immobilien kaufen?

    Aus meiner Sicht sollte man hier Investitionen in Mietobjekte von eigengenutzten Immobilien gedanklich trennen. “Investieren” im eigentlichen Sinne tut im Grunde nur der Vermieter. Ob man zur Selbstnutzung kauft oder mietet hängt schlicht vom Mindset und der Lebenslage ab. Man federt Inflationsgefahren ein wenig ab – und betreibt Zwangssparen. Ansonsten nehmen sich Vorteile und Nachteile wenig.

     

    Beim Vermieter ists anders – der ist aber auch unternehmerisch tätig und kann sein Ergebnis theoretisch mit dem Aktienmarkt vergleichen.

  116. AvatarHerr K

    @Slowroller

    Verstehe mich nicht falsch: ich bin Mieter. Aber warum sollte eine selbstgenutzte Immobilie keine Investition sein? Sowohl Vermieter als auch Selbstnutzer erwerben eine Immobilie. Im Gegensatz zum Vermieter muss der Selbstnutzer die Erträge durch die eingesparte Miete (in Deutschland) nicht versteuern.  Anderseits sind gewisse steuerlich Abschreibungen bei Sanierungen für den Selbstnutzer nicht möglich. Was nun überwiegt sei mal dahingestellt. Vermutlich neigt der Selbstnutzer eher zu teureren Investitionen.

     

  117. Avatarsammy

    @Immobilien

    Steuerliche Vorteile hat hauptsächlich der Vermieter der Eigenutzer kann nur Handwerkerrechnungen absetzen.

    Ich habe mit meinem Depot auch Steuervorteile 30% Teilfreistellung Steuerstundung auf Gewinne

    Entschuldung über Inflation ist Quatsch. Die Immobilie muss permanent instand gehalten werden um den Preis zu halten. Alles dafür ob Materialien oder Handwerker, Energie oder sonst was unterliegt der Preisteuerung.

    Wenn Immopreise fallen, was sie mit Sicherheit die nächsten Jahre auch werden, ist es sowieso vorbei mit Gewinnen durch Preissteigerungen.

    Flucht in die Stadt ist auch Quatsch dank Corona und Homeoffice eher das Gegenteil.

    Klar kann man Eigenleistung beim renovieren bringen bei 1 oder 2 Objekten. Bei 10 Objekten oder mehr schaffst du das mit Sicherheit nicht und darunter lohnen sich Immos kaum. Außerdem wer bezahlt dich? Deine Zeit ist auch Geld wert.

  118. AvatarMeinungslemming

    @42sucht21:

    “Ich kenne keinen einzigen vermögenden Menschen, der keine Immobilien besitzt. Rein empirische Beobachtung.(…)”

    Ich auch nicht. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Ich kenne auch keinen einzigen vermögenden Menschen, der (neben Immos) nicht auch in Aktien oder ETFs investiert ist.

    Unser Vorbild, der Tim: Sogar er hat beides, Aktien und Immobilien. 😉

  119. AvatarRalf

    Interessanter Artikel vom Handelsblatt zu Immobilien. Wir haben in 2020 eigentlich nur gekauft, weil es einfach kein Mietobjekt zu bezahlbaren Konditionen gab und der Kauf ein Glücksgriff war. Mittlerweile könnte das Haus für mind. 100.000 € mehr verkauft werden, ich habe bereits entsprechende Angebote erhalten, so groß ist der Druck am Wohnungsmarkt.

    “Der Vergleich von Neubaumieten und der Zinsbelastung für ein Darlehen zeigt: Derzeit spricht alles für Kaufen.“

    https://app.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/repraesentative-umfrage-wohnen-nach-corona-fuenf-lehren-aus-dem-lockdown/27037946.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE&ticket=ST-2422819-HmhZL1Qs1KoC6ipXf4wk-ap3

    Und Aktien und ETFs müssen sich auch nicht gegenseitig ausschließen. Lässt sich super kombinieren.

  120. AvatarFelix

    In den USA ist die Bevölkerung bis Ende April durchgeimpft; wir gehen vermutlich im April in den harten Lockdown und brauchen für die Impfung noch ein halbes Jahr. America first eben!

    Das wird natürlich wirtschaftlich ebenfalls voll durchschlagen. Was das für die Aktienmärkte bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.

  121. Avatarsammy

    @Ralf

    Alles ist teuer geworden nicht nur Immobilien.

     Der Vergleich von Neubaumieten und der Zinsbelastung für ein Darlehen zeigt: Derzeit spricht alles für Kaufen.“

    Stimmt nicht. Die niedrigen Finanzierungszinsen sind im Kaufpreis schon eingepreist. Die Mieten passen sich dem Kaufpreis an bzw umgekehrt.

    Die Zeitung braucht content da ist auch Clickbait und Ähnliches immer wieder dabei.

  122. Avatarsammy

    @Felix

    Was das für die Aktienmärkte bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.

    Nichts. Solange die Notenbanken weiter Geld drucken.

  123. AvatarDer Domi

    Der Vergleich von Neubaumieten und der Zinsbelastung für ein Darlehen zeigt: Derzeit spricht alles für Kaufen.“

    Angenommen ein Haus würde bei aktuell 0,7% Baukreditzinsen 700T€ kosten. Dann wäre bei 0,35% 1,4Mio€ gerechtfertigt? Und bei angenommenen 0% ein Kaufpreis von unendlich gerechtfertigt? Wo ist mein Denkfehler? Irgendwann sollte die Kiste doch auch abbezahlt werden?!

  124. AvatarSlowroller

    @Domi

     

    Das ganze wird natürlich eine Grenze haben. Allerdings, und das ist wohl der Grund, betrachten die meisten was sie sich monatlich leisten können. Ein 700k-Kredit ist für ~1% für Gutverdiener durchaus gut machbar. Bei 7% schlichtweg utopisch. Gleiches gilt für erzielbare Mieten – die zahlt niemand bei 7 statt 1%. Dadurch wird die Nachfrage massiv beeinflußt was dann eben den Preis drückt.

  125. AvatarBashor26

    @Sammy

    Ich dachte und argumentierte bis vor 2018 genauso wie du. Dann wurden mir die Augen geöffnet.

    Ich bin seit 2008 aktiv in Aktien investiert(mäßig erfolgreiche Trades). Seit 2015 mit Tims Hilfe der schwenk in “passive” ETFs und Dividendentitel. Es funktioniert tatsächlich. (Danke an den Blog und die jahrelange gute Kommentare)

    Wie oben beschrieben, seit 2018 auch in Immobilien. Viele Jahre habe ich das Konzept von Immobilien nicht verstanden und stur Aktien only verfolgt (7-8% ETF-Rendite vs 2-3% Immos, klar Aktien so der Gedanke).  Es ist ein Geschäft und es ist nicht “passiv”, aber auch weit entfernt von aktiver Arbeit. Die Renditen sind mit Aktien nicht vergleichbar. Mit Immobilien arbeitest du mit ca. 30-40% EK Renditen pro Jahr (Rhein Neckar Kreis). Bei einer konservativen Wertsteigerung unter der Inflation von 1%. Viele Argumente wurden weiter oben genannt. Inflation, Entschuldung, Leverage. Mit 10.000 Euro hebst du 150.000€, mit guter Bonität noch mehr. Kassierst 200€ pro Monat Netto und die Tilgung, evtl. Wertsteigerungen gibt es on Top. Du kannst dir ausrechnen, wieviel EK du dafür an der Börse benötigst. Ich empfehle wirklich jedem sich damit auseinander zu setzen. Aber, es ist nicht für Jedermann(frau). Durch den Hype und die Immocoaches, werden viele in ihr verderben gedrängt.

    PS.: Vor Jahren hat hier auch ein “Meister von der BASF” kommentiert. Wenn du noch mitliest, wie sind deine Erfahrungen? Du hast damals auch kräftig gekauft.

     

  126. Avatarsammy

    @Bashor26

    Das sage ich doch wer kein oder wenig Geld hat geht in Immos 90% fremdfinanziert. Das kann man machen da gibt’s dann tolle EK Renditen. Solange die Märkte boomen mag das auch super funktionieren. Aber lass es mal anders aussehen was meinst du wie schnell die Immobesitzer pleite gehen. Es geht hier um Risikomanagement und diese FK Zockerei bloß weil das Geld gerade so billig ist kann auch nach hinten los gehen. Der FK Hebel wirkt in beide Richtungen. Immer dann wenn eine Assettklasse längere Zeit gut lief denken alle es muss immer so weiter gehen. Das ist nicht der Fall.

  127. AvatarBashor26

    @Sammy

    die Bsp. von mir wurden ohne Boom gerechnet. Der Markt müsste garnicht steigen. Der Vermieter hat bis er verkauft überhaupt nichts davon (Es ist ein nice to have Bonus). Der Markt darf nur nicht kollabieren(Chernobyl). Die Renditen werden von den Mietern, so lange es welchr gibt, erwirtschaftet. Der FK Hebel ist das Zauberwort – OPM!! So arbeiten fast alle Unternehmen in die wir hier investieren. Wer Geld hat, leiht es sich zu 1% um daraus 20% zu machen und versenkt es nicht in Immos zu 3%. FK-Hebel wirkt in andere Richtung wenn der Markt langfristig kollabiert, bsp. Chemnitz aber nicht in Mannheim. FK Hebel kann fatal sein, wenn München und Frankfurt konsolidieren und man den “Margin Call” von der Bank bekommt. Wir reden hier aber nicht von Spekulationen ala Tesla sondern stabilem Vermieten ala CocaCola. Wichtig sind hierbei Wertsteigerungen, Cashflows, Barwerte, etc. Gedanklich nicht zu vermischen.

    Gruß

    PS: Kiev hat hier über die Jahre einiges über sein Haus erzählt. Als er nicht mehr wusste wohin mit den CFs ist er agressiver in die Börse rein. Seit dem ist der Markt kräftig gestiegen. Wie ist dein Resümee Kiev?

  128. Avatar-M

    @Bashor

    Richtig, Unternehmen machen das auch, nur schaut kaum jemand drauf. Hier würde ich weniger auf die EK Rendite schauen, sondern auf die Gesamtkapitalrendite.

    Hat jemand Firmen auf dem Radar, die ca 15-20% Gesamtkapitalrendite erwirtschaften (außer den großen Bekannten wie Apple etc.)?

    -M

  129. AvatarPocahontas

    @-M

    Das ist eines der Mindestkriterien von Cathie Wood – schau doch mal in deren ARK ETFs.

  130. Avatar-M

    Danke. Schau ich mir mal an. Dachte die investiert nur in so fancy Zeugs 🙂

    -M

  131. Avatar-M

    @Pocahontas

    Dieses Mindestkriterium kann ich in keinem ARK Fonds finden?!

    Da ist eher das Kriterium: schnelles Wachstum, jedoch keine Gewinne.

    Tesla, teladoc, Shopify etc.

     

    Wäre dann noch weiter offen für Firmen mit 15-20% Gesamtkapitalrendite. Bewertung, ob teures KGV spielt keine Rolle

    -M

  132. KievKiev

    @ Bashor26

    Das MFH haben wir mittlerweile um die 5 Jahre. Es hatte am Anfang einigen Renovierungsstau, was mir sehr entgegen kam. Der Preis war damals angemessen. Ich habe Reparaturen durchgeführt, die ich innerhalb von 5 Jahren absetzen konnte. Am Anfang habe ich auch selbst daran gearbeitet, wie Andere hier im Forum auch. Zusätzlich habe ich gute Beziehungen zu einer Baufirma, die verhältnismäßig günstig und schnell Maßnahmen durchführen kann. Die Planung und das Material besorgen wir dabei selbst. Auf diese Weise konnten wir beispielsweise eine ganze Einheit nach Auszug innerhalb von 2 Wochen kernsanieren mit einer vorgezogenen Maßnahme (Badrenovierung). So hielten sich Mietausfälle genau wie Kosten stark in Grenzen. Nach den Maßnahmen konnte ich auch wesentlich mehr Miete erhalten.

    Das MFH hat immer einen positiven Cashflow gebracht. Ich habe allerdings in den ersten Jahren die Sondertilgung von 5% voll genutzt und habe auch verhältnismäßig hohe Tilgungsraten. Somit habe ich Geld freiwillig zugeschlossen, um den FK Hebel und die Verbindlichkeiten zu reduzieren. Das wirkt zwar entgegen der Eigenkapitalrendite, aber das ist nicht wesentlich. Heute ist der erste Kredit für die eigene Einheit ausgelaufen und es besteht noch ein zweiter mit kleiner Höhe. Ich tilge nur noch den privaten übrigen Kredit bis er auf 0 reduziert ist. Am Anfang hatten wir 20% Eigenkapital. Heute liegen wir bereits bei knapp 50% Eigenkapital auf den Kaufpreis bezogen. Der Wert der Immobilie hat sich aus mehreren Gründen äußerst positiv entwickelt. Die Bank schätzt die Immobilie mit doppelten Preis ein, so dass wir kein nennenswertes Fremdkapital haben. Ich möchte als ersten Meilenstein ein Depot in der Höhe des offenen Fremdkapitals haben.

    Meine Frau und ich werden in den nächsten Jahren vermutlich nach Definition Reich sein. Das ist ein weiterer Meilenstein. Ohne das MFH wäre dies nie möglich gewesen. Ich habe die letzten Jahre allerdings keine guten Objekte mehr gefunden. Es ist ein wenig wie ein glücklicher Investor, der einen Haufen Amazon Aktien bereits seit einer Dekade oder mehr hält und nie verkauft hat. Ob ein Kauf heute eine gute Entscheidung ist? Die Preissteigerungen des MFH unabhängig der Eigenleistung sind natürlich glücklich. Sie bringen mir aber gar nichts. Die Miete ist ebenfalls unabhängig zu dem aktuellen Objektwert.

  133. Avatar42sucht21

    @Kiev
    Danke für den Bericht. Können Sie uns sagen wie viel Steuer Sie auf die Mieteinnahmen in den ersten 5 Jahren gezahlt haben? Ich vermute, Sie hatten bisher rechnerisch fast keine Überschüsse weil Sie in Instandhaltung investiert wurden (=Wertsteigerung der alten Substanz auf aktuelles Niveau) und damit kaum Steuern auf Mieteinnahmen gezahlt. Ist das richtig?

  134. KievKiev

    @ 42sucht21

    Ich zahle keine nennenswerten Steuern. Kommer würde sich bestätigt fühlen und sagen, da sieht man dass man kaum etwas verdient. Vor dem Finanzamt muss ich dem leider zustimmen. Dazu kommt natürlich noch die Afa mit ihrem Freibetrag. Außerdem bewohnen wir selbst eine Einheit und haben hier natürlich die höchsten Tilgungsraten. Die Zinsen können wir schließlich nicht gegen Einnahmen rechnen. Der Steuersatz mit zwei Kindern ist gering, so dass ich unter 25% Steuern zahle. Wir haben beide Lohnsteuerklasse 4 und erhalten weiterhin immer gute Rückzahlungen. Diese kommen durch die Gehaltsunterschiede.

    Dieses Jahr beabsichtigte ich eine weitere Baumaßnahme durchzuführen, die mir langfristig Cashflow und einen Working Space beschert. Außerdem kann ich die Ausgaben gegen die Abfindung rechnen, was bei der Fünftel Regel besonders interessant ist. Ich ziehe gerade Investitionen vor so gut wie möglich und mache meine eigene Fünftel Regel vor der Fünftel Regel des Finanzamtes. Ich werde später mehr Steuern zahlen, wenn die Kinder älter sind. Allerdings werde ich dann auch sehr hohe Einnahmen erzielen. Ich werde vermutlich auch die nächsten Jahre stark vom Finanzamt gefördert. Ich finde die höheren Abgaben gerecht und werde sie ohne Murren bezahlen.

    Neben Einnahmen von um 2000€ beschert die Immobilie auch kostenloses wohnen. Mir ist klar, dass Eigenkapital dafür gebunden ist. Von dem Aspekt sind Thesaurierer gerade für mich langfristig interessant. Aktien wie Berkshire sind ebenfalls gut. Diese Einnahmen reichen eigentlich bereits aus, so dass wir nicht auf Dividenden angewiesen sind.

    Die Mieteinnahmen haben allerdings bei der Frührente einen Nachteil. Bei der gesetzlichen Krankenkasse werden diese mit in Betracht gezogen. Weniger als 450€ im Monat zu verdienen ist für mich so nicht ganz günstig. Bei einem Vermögen in ETFs mit niedriger Dividenzahlung würde es besser aussehen. Ich werde aber eh weiter arbeiten, aber das könnte später etwas teuer werden.

  135. Avatar42sucht21

    @Kiev
    Hört sich sehr gut an. Wer weiss wie sich das mit der GRV & GKV entwickelt. Aber bei Renteneintritt gehört das MFH ja vielleicht bereits Ihren Kindern die Ihnen lediglich den Kaufpreis steuerfrei zB über mehrere Jahre als Ratenzahlung gestundet zahlen und selber von neuer & erhöhter AfA für 50J profitieren und selber gegen Mieteinnahmen rechnen können die Sie dann ja nicht mehr erhalten und keine Steuern oder KK darauf zahlen. Muss man schauen ob im einzelnen Fall Schenken / Erben besser ist oder Verkauf mit Grundbucheintragung oder Niessbrauch o.ä.. Auf die Gesamtfamilie gesehen ist ein Verkauf trotz NK oft steuerlich besser bei passender Lebenssituation. Ich denke, eine Steuerberatung ca. 10-15J vor Renteneintritt und ein offenes Gerspräch mit seinen Kindern ist keine schlecht investierte Zeit.

  136. AvatarBashor26

    @ Kiev

    vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

    Ich konnte in den letzten Jahren einiges aus deinen persönlichen Erfahrungen mitnehmen. Danke für das Teilen. Weiterhin viel Erfolg.

  137. KievKiev

    @ 42sucht21

    Ich habe das noch nicht genau geplant. Vielleicht ändern sich bis dahin auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Heutzutage ist bereits einiges möglich wie 400k steuerfreie Erbschaften pro Kind und steuerfreie Schenkung bis 100k. Davon werde ich sicher gebrauch machen, so dass vermutlich nicht Steuern für die Vermögensübertragung anfallen werden. Es wird vermutlich nicht zweistellig werden, wenn die Inflation nicht stark anziehen wird. Falls ich gegebenfalls mit 55 Jahren aufhören werde zu arbeiten (ist nicht zwingend gewünscht) ist mein Jüngster allerdings erst 19 Jahre alt. Da werde ich vermutlich noch keine Einheiten übertragen. Ich weiß allerdings auch nicht wann hierfür ein guter Zeitpunkt sein wird. Ich bemühe mich zumindest bis dahin den richtigen Umgang mit Geld beizubringen. Ich freue mich schon auf Erfahrungsberichte aus dem Forum.

    Meine Kinder können später vielleicht schon die Verwaltung, Reparaturen und Maßnahmen betreuen. Das wäre im Grunde eine Übung für die Übertragung.

  138. KievKiev

    @ Bashor26

    Danke, das freut mich! Ich bemühe mich die Vorteile nicht zu überschwänglich hervorzuheben. Im Grunde sehe ich manches ähnlich wie Sammy, der korrekte Sachverhalte etwas provozierend darstellt. Leverage hat mehrere Schattenseiten, daher bin ich auch kein Freund von den ganzen Blogs um Immobilien für Dummies. Ich habe in dem Bereich auch Ahnung, das möchte ich nicht verschweigen.

    Verbindlichkeiten können nicht nur bei steigenden Zinsen problematisch werden. Sie hindern einen auch an guten objektiven Entscheidungen.

  139. AvatarSparta

    @Kiev

    Was ist denn für Dich nach Definition “reich”? 😉

    Welchen Multiplikator hattest Du damals beim Kauf?

    Ich persönlich finde ja das Tilgen schon wichtig, aber ich bin ja auch vom Typ lieber der EK-Inverstor.

  140. KievKiev

    @ Sparta

    Laut der Tabelle würde ich das 90 Perzentil im Alter von 55-59 Jahren anvisieren:

    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Kurzberichte/PDF/2020/IW-Kurzbericht_2020_Vermoegensgrenzen.pdf&ved=2ahUKEwiP95i1mervAhVLgf0HHRFbDk8QFjAAegQIBhAC&usg=AOvVaw1mgAidB_7LDEYdWw822p_n

    Hier ist das Vermögen schließlich auf die Altersgruppen bezogen auf dem Höhepunkt. Ich würde es für zwei Personen anvisieren und dabei die Immobilienbewertung nicht anpassen. Ich hätte natürlich nichts dagegen den Stand vorher zu erreichen.

    Ich hatte damals um die 4% Rendite. Ich weiß es nicht mehr genau. Wir sind allerdings sehr früh eingezogen und haben diverse Baumaßnahmen direkt am Anfang durchgeführt. Damals hatte ich zum Spaß auch auf die Eigenkapitalrendite geschaut und versucht sie lange im zweistelligen Bereich zu halten. Das ist mir mittlerweile egal. Wir hatten bei grob 20% EK gestartet und haben jetzt nach 5 Jahren knapp 50% EK. Das finde ich für ein MFH nicht so schlecht. Ich habe in den letzten Jahren auch noch ein paar Aktien dazu gekauft.

     

  141. AvatarSparta

    @Kiev

    Danke für die Antwort und den link.

    Ist ja evtl. sogar etwas zu niedrige Zielsetzung. ? 😉

    Alles Gute Dir & Familie!

  142. KievKiev

    @ Sparta

    Wenn ich die Tabelle richtig lese wird bei dem Vermögen auch das Haushaltsvermögen verstanden. Also nicht pro Person. Es ist ein wenig seltsam ausgedrückt. Einmal wird von Hauptverdiener gesprochen und dann von einem Haushaltsvermögen ausgegangen. Das sind doch zwei völlig verschiedene Dinge.

    Die Vermögenshöhe bei dem 90 Perzentil ist gar nicht so hoch. Da muss sich Mancher im Forum nicht wundern, wenn neue Abgaben genau ihn betreffen.

    Dir auch alles Gute und auf ein Ende des Lock Downs.

  143. AvatarSparta

    @Kiev

    5 Monate am Stück zu und noch 2,5 vom 1. Lockdown ist schon hart.

    Nach allem was ich gelesen habe, wäre eine konsequente Niedriginzidenzstrategie für Wirtschaft und Dauer das Beste.

    Leider wurden vor allem bei der Konsequenz wiederholt Fehler gemacht und so befinden wir uns in der Dauerschleife mit den hoffentlich bald besser verfügbaren Impfstoffen.

    Marburg kommt ab Mitte April.

    Jetzt noch mal wirklich 4-6 Wochen hart und wir könnten den Sommer retten.

    Allerdings für Kinder/Schule/Eltern ist es schon auch verdammt hart.

    Mehr Effizienz und bessere Digitalisierung sind ja auch lange versäumt worden…

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