Was ist besser für die Altersvorsorge: ETFs oder Immobilien? Und die Scheinwelt der Influencer

Anstatt ständig Plunder zu kaufen, bau dir ein ETF-Depot auf. Es ist kinderleicht.

Wer sich finanziell etwas aufbauen will, meidet Schulden beziehungsweise tilgt diese. “Leute, die Zinsen verstehen, verdienen sie. Leute, die sie nicht verstehen, zahlen sie.” Das Zitat stammt von Finanzberater Carl Richards.

Du lebst klug. Gehst sorgfältig mit deinem Geld um. Das Sparen und Investieren geht in dein Blut über. Es ist Teil deines Lebens geworden. Du kannst das automatisch machen über einen ETF-Aktien-Sparplan, so dass du keine Zeit dafür einplanen musst.

Viele Deutsche haben Angst vor der Altersarmut, aber machen zu wenig dagegen. Immobilien können als Investment helfen, aber sie können verzwickt sein. Es kann Ärger mit dem Mieter geben. Es kann zu teuren Sanierungen etc. kommen. Handwerker können teuer werden.

Stur und stetig den ETF-Sparplan laufen lassen

Vielleicht startest du einen ETF-Sparplan, so wie es Bestsellerautor Paul B. Brown macht. Es ist ziemlich bequem. Ideal für Faultiere. Browns Vater war ein Aktienzocker, der unter einer enormen Selbstüberschätzung litt. Das Trading des Vaters war ein Fehler: Sein Timing war schlecht. Die Steuern und Transaktionskosten stapelten sich immer höher. Deshalb entschloss sich der Sohn, dass Gegenteil zu tun. Er entwickelte vor einigen Dekaden ein Do-Nothing-Depot. Er schaute an zwei Terminen pro Jahr in sein Depot, um Anpassungen vorzunehmen. Das war es. Es ließ sich von der Börse nicht verrückt machen. Nur an zwei Tagen im Jahr.

Aktive Fonds lehnte Journalist Brown ab. Warum? Die jährliche Gebühren, Ausgabeaufschläge und hohe Gesamtkostenquote (TER) waren ihm zu teuer. Er bevorzugt bis heute kostengünstige Indexprodukte (ETFs), weil die meisten aktiven Fondsmanager es eh nicht schaffen, dauerhaft die Benchmark zu übertreffen.

Anstatt “Buy and Hold” zu machen, jonglieren manche ihr Leben lang mit Aktien. Das muss jeder selbst wissen. Aber Studien weisen darauf hin, dass das geduldige Investieren mehr Früchte trägt. Andere denken, sie könnten ihre Zufriedenheit oder zumindest das “Erscheinungsbild” des Erfolgs mit Zeug kaufen. Sie täuschen sich. Sie nehmen Schulden auf. Es kann zur Sucht werden.

Sie zeigen ihre materiellen Besitztümer auf Facebook und Instagram: Modernes Haus, Uhren, Schmuck, Mode, teuere Möbel, Kücheninsel, schnelles Auto, Plunder… Die Schulden, die damit verbunden sind, siehst du natürlich nicht.

Es ist ein irrer Zyklus von „Mehr Zeug = Erfolg“.

Die Schein-Wunder-Welt der Influencer

HBO hat eine coole Doku gemacht über die Welt der Influencer. Der Sender portraitiert einen dubiosen Zirkus aus Followern, Klicks und Werbung: “Fake Famous”

Comedian Oliver Pocher nimmt auch kritisch Influencer unter die Lupe, was ich gut finde. Er nennt es “Bildschirmkontrolle”. Jugendliche lassen sich die Nase, Brüste usw. machen, um schöner vor der Kamera zu erscheinen. Sie reisen trotz Corona in der Weltgeschichte herum. Teure, zum Teil zweifelhafte Produkte verkaufen sie auf Instagram, um Provisionen einzustreichen.

Nur aufs Äußere zu achten, ist wohl der falsche Weg. Ich bin der Meinung: Weniger ist mehr. Weniger Druck, Plunder, Show…. Schuldenfrei zu sein sorgt für weniger Stress, Sorgen, Ängste.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Oliver Pocher (@oliverpocher)

Ich könnte mir ein größeres Zuhause leisten. Wozu? Ich bin zufrieden. Schuldenfrei zu sein sorgt für ein befreiendes Gefühl. Ferner ist es hilfreich ein üppiges Depot und Geld auf der Bank zu haben. Was soll daran bitte schön schlecht sein?

Noch was: Ich bin ein Fan der “Bewegungs-Docs” und “Ernährungs-Docs” vom NDR geworden. Sie machen gute Sendungen, die auch auf YouTube abrufbar sind. Trotz der allgemeinen Meckerei gegen die GEZ-Gebühren muss ich sagen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk machmal sehr gute Arbeit macht.

Ich wünsche allen Leser erholsame Feiertage. Bleibt gesund!

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146 Kommentare
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Slowroller
1 Jahr zuvor

Oha, Systemmedienbashing in 3…2…1…   🙂

 

Viele wichtige Dinge hast du gesagt – aber das wichtigste ist, wie du sagst, zufrieden zu sein wenn man zufrieden ist, nicht wenn man die Erwartungen der Umgebung erfüllt. FY-Money ist durch kein anderes Konzept in punkto Lebenszufriedenheit zu übertreffen. Alles andere kommt dann von ganz alleine.

Thorsten
1 Jahr zuvor

Nee, oh je und noch mal Kopfschütteln. Aber es muss einem ja auch nicht jeder Beitrag gefallen. Freie Meinung ist ein hohes Gut. Wir sehen in Asien was anderes passieren kann.

Chris1
1 Jahr zuvor

Der Pocher… der kann selbst nix und bekommt dennoch unverständlicherweise immer wieder Rollen etc.

Influencer sind die neue Art von direktem Marketing. Wenn man es versteht, ist das für alle besser als Werbung für alle zu machen.

 

 

Ufuk Erdem
1 Jahr zuvor

Ist ja alles schön und gut Tim.

Aber wenn du selbst mit der Auswahl von Einzelaktien (stockpicking) erfolgreich geworden bist, aber ETFs empfiehlst, muss ich zumindest mit der Stirn runzeln.

PS: Wenn du nicht gerade jetzt zu geisteskranken Preisen Wohnungen kaufst, sind ETFs den Immobilien unterlegen. Frag doch mal die Bank nach einem Kredit für ein ETF Portfolio…
Ich habe selbst 9 kleine Wohnungen in Mannheim gekauft in den letzten 3 Jahren.
Ich bin 30 Jahre alt und Berufsschullehrer.
Mit einem ETF-Sparplan wäre ich in 15 Jahren nicht so weit gekommen wie mit den Immobilien in 3 Jahren.
Mittlerweile investiere ich gerne in Einzelaktien, einen Teil zur langfristigen Anlage, den anderen zum “zocken” (jedoch nicht gehebelt, sondern nur Einzelaktien zum Kaufen und Verkaufen).
Ich denke als Normalverdiener kann man mit Aktien einiges erreichen, wenn man entweder einen mega langen Atem hat (30 Jahre Minimum, bei breit gestreutem Anlegen) oder die großen Unternehmen von morgen schon im Depot hat, wenn sie noch kleiner sind (wenn das nur so einfach wäre…).

Sparta
1 Jahr zuvor

@Ufuk

Dein Argument mit Tim’s Erfolg mit Einzelaktien vs. etf’s kann ich nachvollziehen, wobei ich etf’s sachlogisch bevorzuge.

Ob Du schon nach 3 Jahren mit 9 kleinen Wohnungen allerdings bedeutend weiter bist… ist vermutlich mit dem ordentlichem leverage erst in 15 Jahren etwas besser einzuschätzen… denn selbst kleine Cashflow-Änderungen können bei hohem leverage gravierend andere Ergebnisse liefern (positiv…aber auch negativ). Oder willst Du es genauer ausführen?

Thorsten
1 Jahr zuvor

Ich glaube dieser Beitrag war ironisch gemeint oder ein Test wie weit Tim als “Influencer” gehen kann. Oder es musste ein Artikel rausgehauen werden und es war schön spät am Abend. Ich habe letztlich kein Problem damit. Jeder, der hier mitliest hat die Chance dem Konsumterror zu entkommen und etwas für’s Alter anzusparen. Banken und Versicherungen versagen hier im großen Maßstab, da ist Tims Blog ein Fels in der Brandung .

 

Nico Meier
1 Jahr zuvor

Viele Menschen sind nich in der Lage Geld zu sparen, weil die zahlreichen Möglichkeiten das Geld aiszuheben zu verlockend sind. Daher ist für diese eine Immobillie die bessere Wahl weil da muss getilgt werden.
Viele Menschen haben nicht die Geduld Firmenbilanzen zu lesen und Firmen zu bewerten für diese Menschen ist ein ETF die bessere Wahl.

 

Steve
1 Jahr zuvor

Langweiliger Text. Die Überschrift suggeriert interessante Fakten. Aber nix is. Danke, dass du meine Zeit verschwenden hast. Influencer sind unterhaltsamer…

Gini
1 Jahr zuvor

Ufuks Kommentar ist der beste Kontraindikator in den aktuellen Zeiten.
 

9 Immobilien konzentriert in Mannheim, in einer einzigen B-Stadt, mit über 7% Arbeitslosenquote, hunderten Shisha Bars und Brautkleiderläden die gefühlt Hauptarbeitgeber sind und dabei völlig entspannt und zuversichtlich, in Pandemiezeiten,  mit vielleicht einer Million Euro an Hypothek (9 x 2000€/qm x 60qm)…
 

Ich drücke dir ehrlich die Daumen. Aber bitte niemand nachmachen. Nicht nur wegen des systemischen Risikos wäre es gewiss ratsam erst wenige Wohnungen vollständig zu erwerben und tilgen, bevor man mit einem solchen Hebel 9 Immobilien auf Pump kauft. Aber gut, was weiß ich schon, bin ja nicht im heiligen Zirkel der Leveragejünger.
 

Solche Beispiele häufen sich und erinnern mich sehr an “The Big Short” und die Stripperin mit mehreren Immobilien auf Pump.

Mid
1 Jahr zuvor

Als Investor des Unternehmens LVMH, freut man sich natürlich über die o.g. Bildaufnahme !! Heißt ja nicht, dass man es selbst in dieser Form praktizieren muss !!!

 

Fritz Nüsslein
1 Jahr zuvor

Ich habe mir die besten Unternehmen der Welt gekauft und habe eine durchschnittliche Rendite von 15 Prozent für die nächsten 10 Jahre, d.h. mein Vermögen verdoppelt sich alle  5 Jahre. Von den Dividenden kann ich gut leben und sie steigen jedes Jahr um 5 bis 6 Prozent, das ist der beste Inflationsausgleich. Mit Immobilien erwirtschafte ich keine Rendite von 15 Prozent im Jahr langfristig und die Mieten steigen auch nicht um 5 bis 6 Prozent im Jahr. Ausserdem habe ich keinen Stress mit steigen Mietern. Die Buy and Hold Strategie für beste Qualitätsaktien ist langfristig am besten für jeden Vermögensaufbau und ist einfach zu praktizieren. Sleep well at nicht.

Der Baum
1 Jahr zuvor

Gut zusammengefasst @Gini. Ich wäre da auch vorsichtiger.

 

Gruß Baum

Slowroller
1 Jahr zuvor

9 prifitabel vermietete, uber Kredit gekaufte Wohneinheiten sind dann doch eher Unternehmertum als Geldanlage. Allerdings hat “Bilanzen lesen”  nichts mit einer guten Unternehmensbewertung zu tun. Zum einen geht man dann davon aus als Hobbyinvestor die versteckte Chance in einer Bilanz zu finden, die viele Profis noch nicht gefunden haben. Unwahrscheinlich. Eher andersrum wird ein Schuh draus: Ich muss von einem Produkt, einer Marke, einer Branche überzeugt sein und eine Idee für die Zukunft haben. Bilanzen können mir egal sein – da schauen so viele Prifus drauf und selbst die finden (siehe wirecard) nicht alle Betrügereien. Gleichzeitig sorgen die Investmentbanker quasi als Arbitrage-Händler und werden technisch unterbewertete / überbewertete Titel kaufen oder shorten und somit im großen und ganzen im Lot halten. Wichtiger ist der Mut zu sagen: “Streaming wird das nächste große Ding” oder “E-Mobilität made in GER wird erfolgreich”. Damit muss man dann nur noch richtig liegen.

Kai
1 Jahr zuvor

Eine Immobilie ist am wichtigsten da die Mieten jedes Jahr gewaltig hochgehen. Im Alter kann das keiner mehr Zahlen. Deshalb habe ich erst mit Frau zusammen eine Eigentumswohnung gekauft. Gleichzeitig auch in Aktien gespart, zwar erst wenig da die Immobilienkredit Rate hoch war. Jetzt da wir keine Raten zahlen geht alles in ETF und Aktien. Ein Depot für unser kleinen Sohn habe ich auch gestartet. Damit er es besser hat als wir. Bin jetzt 42 Jahre und mein Sohn ist gerade 5 geworden. Betreibe jetzt den Blog Global Invest auf YouTube. Da spreche ich über meine Aktien und ETF Investitionen. Für mich und das Kinderdepot.

Ufuk
1 Jahr zuvor

@ Sparta:
sofern die Wirtschaft und somit die Mietpreise in Mannheim nicht massiv einbrechen, ja. In diesem Fall bin ich weiter als mit ETF sparen in 15 Jahren. Zum Ende der zinsbindungen sind 3 Wohnungen abbezahlt, die anderen 6 mit 20 – 35 Prozent des Kaufpreises noch belastet.
@ Gini: zu deiner Rechnung: wenn du mir Wohnungen in der Mannheimer Innenstadt für 2000€/m2 findest, gebe ich dir gerne eine fette Provision:).

Im Durchschnitt haben meine Wohnungen eher 30 m2, nicht 60 m2 wie in deiner Beispielrechnung.

Danke, dass du mir übrigens die Daumen drückst.

Mannheim scheinst du allerdings nur als touristischer Besucher zu kennen. Das was du geschrieben hast (nur Shisha Bars als Arbeitgeber ,…) kann ich mir nur so erklären. Der Wirtschaftsstandort Mannheim gehört zu den 10 stärksten in Deutschland (einfach mal bisschen Onkel Google fragen). Bei den Arbeitgebern sind sowohl im Dienstleistungsbereich als auch in der Industrie Weltunternehmen in direkter Nähe mit ihren Hauptststandorten dabei ( bspw SAP – ist zwar 15 Minuten von Mannheim, Stadt profitiert dennoch als Wohnort ungemein von SAP, oder auch die BASF). Südzucker, Daimler (EvoBus), Roche, würden mir noch spontan einfallen.

Darüber hinaus bietet Mannheim eine weltberühmte Universität für Wirtschaftswissenschaften (bei weitem die beste Uni in Deutschland).

Nicht nur das macht Mannheim zu einer der internationalsten Städte in Deutschland.

Von der Lebensqualität habe ich noch garnicht erst angefangen.

Wer jedoch Sightseeing möchte sollte ins 15 Auto-Minuten entfernte Heidelberg gehen.

Genug Werbung gemacht für Mannheim jetzt. Ich bin selbst übrigens kein Mannheimer, bin zum studieren mit den selben Vorurteilen her gekommen wie du und nach über 10 Jahren muss ich sagen (mit einigen Unterbrechungen) , dass mir keine bessere Stadt zum Leben in Deutschland einfällt (davor und zwischendurch in Hamburg, Karlsruhe, München und Berlin gelebt, über die Städte die ich nur besucht habe möchte ich nicht urteilen.

In diesem Sinne: In Mannheim weint man zweimal.

Nixolino
1 Jahr zuvor

@ Slowroller

Exakt – ich sehe das genauso.

Am besten kauft man die Firmen, welche Produkte produzieren an welchen man selber Freude hat und sich sicher ist, dass sich andere Menschen mit hoher warscheinlich  auch dran erfreuen/ihren Nutzen haben würden.

Ralf
1 Jahr zuvor

“Wer sich finanziell etwas aufbauen will, meidet Schulden beziehungsweise tilgt diese.”

Dem stimme ich nicht zu. Schulden können ein Hebel zu Vermögen sein wenn das Geld intelligent investiert wird. Höchste Tilgung um jeden Preis ist je nach Konstellation nicht immer der beste Weg (Steuerliche Gründe etc.).

@Immobilien: Es gibt nicht den einen Weg, viele Stellschrauben sind zu berücksichtigen, es gibt also mehr als schwarz/weiß. Wer Familie hat, weiß ein Eigenheim zu schätzen….

“Ich könnte mir ein größeres Zuhause leisten. Wozu? Ich bin zufrieden. Schuldenfrei zu sein sorgt für ein befreiendes Gefühl. Ferner ist es hilfreich ein üppiges Depot und Geld auf der Bank zu haben. Was soll daran bitte schön schlecht sein?”

Das klingt mir doch etwas zu pauschal. So gibt es eben geplante/ungeplante Konstellationen (Nachwuchs, angespannter Wohnungsmarkt, gesundheitliche Probleme etc.) die in der Gleichung eine Rolle spielen und eine Veränderung der Wohnsituation erfordern können.

@Gini: Mannheim zieht ein bestimmtes Wohnpreis-Klientel überproportional an, seine Immobilien könnten sich daher sehr gut rechnen. Ist auch in regionalen Gutachterkreisen objektiv zu beobachten für den Standort Mannheim. Ob dies gesamtgesellschaftlich immer so positiv ist, sei dahingestellt. Gewisse Stadtteile haben einfach einen gewissen Ruf weg. Rein wirtschaftlich betrachtet ist der Weg von Ufuk klug gewählt.

sammy
1 Jahr zuvor

“E-Mobilität made in GER wird erfolgreich”

Siehe VW..

 

Immobilien auf Pump, was soll man sagen.. Viel Glück damit!

sammy
1 Jahr zuvor

Rein wirtschaftlich betrachtet ist der Weg von Ufuk klug gewählt.

Was ist an Schulden mit massiven Instandhaltungskosten und Mietausfallrisiko klug? Die Leute haben kein Geld und denken mit Immobilien werden sie reich das Geld kostet ja nichts.. Hahahaha abwarten wenn in spätestens fünf Jahren die Immopreise fallen (demografisch bedingt) und die Bank Nachschüsse verlangt wird’s eklig. Von klug kann hier nicht die Rede sein eher von naiv gutgläubig und dümmlich..

Tobs
1 Jahr zuvor

Hallo Ufuk,

ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du Deine 9 Wohnungen smart angebunden hast.

Aus dem Umstand heraus, dass es 9 Wohnungen in kurzer Zeit sind, schlussfolgere ich einfach mal als Schlüssigkeitsverdichtung, dass es eher Wohnung mit “normaler” Angebotsmiete sind. Wie stabil dieses Segment ist, beweist sich gerade in Corona Zeiten. Unter Druck geraten sind in den großen Städten die Top-Angebotsmieten, aus verschiedenen, nachvollziehbaren Gründen.

Weiter erwähntest Du ja auch Deinen Beruf. Auch daraus schlussfolgere ich, dass Du eventuell ein gutes Netzwerk an Handwerkern hast. Damit kannst Du natürlich toll “Projektrisiken” sehr günstig einkaufen und selber gut managen. Vermutlich sehen hier einige nicht richtig, dass man selber auch wertschöpfend in der Immobilie arbeiten kann. Das ist nicht unbedingt einfach ein passives Instrument (bei meinen Wohnungen schon eher). Jedenfalls übernimmt man eine Aufgabe. Und hier ist es wie immer im Leben (was ungerne gehört wird): Es kommt auf Fähigkeiten, Fertigkeiten und Personality an. Was man auch sehen muss, dass sich die Positionierung zu den eigenen Immobilien mit der Zeit wandelt. Mit jeder abbezahlten Rate, mit jeder erfolgreich durchgeführten Vermietung und steigendem Cash-Flow fühlt man sich -zu Recht (!)- sicherer. Spätestens, wenn man anfängt plötzlich so viel Steuernachzahlungen leisten zu müssen und sich tierisch ärgert, weiß man, dass man auf dem richtigen Weg ist 🙂

Magst Du mal mehr berichten über das Portfolio? Alles in einem Objekt, quer verteilt?

Tobs

Tobs
1 Jahr zuvor

@Tim Schäfer: Kann es sein, dass in Deinem Blog noch Winterzeit herrscht? 🙂

Bruno
1 Jahr zuvor

“Ich könnte mir ein größeres Zuhause leisten. Wozu? Ich bin zufrieden.”

Darauf kommt es an, dass man zufrieden ist. Wenn für jemanden jedoch ein schönes grosses Haus der Traum aller Träume ist, dann soll er oder sie das anstreben mit aller Kraft, unbedingt! Man muss seine Träume verwirklichen versuchen im Leben, und entsprechend auch die Kosten dafür (in Zeit und Geld und Hindernissen/Hürden etc. auf sich nehmen). Man muss sich hier gut kennenlernen und herausfinden, was einen wirklich glücklich macht und was nicht. Der schnelle Konsum kann glücklich machen aber es ist oft nicht nachhaltig. Es braucht dann immer mehr und mehr und das endet dann auch finanziell im Fiasko. Oft ist das Bedürfnis ein anderes, man will geliebt und bewundert werden von anderen, und schafft sich dann entsprechende Sachen an um diese Bewunderung zu erkaufen. Das ist wohl der falsche Weg. Hingegen jemand der schon immer von einem tollen Auto XY geträumt hat, und einfach Freude am Fahren hat, der soll sich diesen Traum erfüllen wenn es die finanzielle Situation erlaubt.

Ich nutze die Osterzeit nebst der Familienzeit auch, mal wieder an andere zu denken, denen es aktuell nicht gut geht. Diese Leute werden häufig vergessen. Die Gründe können vielschichtig sein, berufliche, familiäre oder gesundheitliche Probleme! Nicht nur durch Corona bedingt, es sind Leidenswege, welche die meisten mal im Leben durchmachen müssen und dazu gehören. Ostern soll auch Hoffnung schöpfen, dass es trotz alledem gut kommt. Viele Leute sind derart mit sich und seinen vermeintlichen Sorgen beschäftigt, dass sie ihr Glück gar nicht erkennen. Es wäre doch gerade jetzt eine gute Zeit, sich darüber im Abseits der Tageshektik einmal Gedanken zu machen, und die meisten, auch einige Leser hier, werden erkennen, dass man es doch gar nicht so schlecht hat und eigentlich auch viel Glück hatte, und sich über das Leben freuen darf, egal wie die Umstände gerade sind. Vielleicht reicht es dann ja auch noch, um sich den Anderen, welche oft vergessen werden, in irgend einer Form zu kümmern.

Frohe Ostern wünsch ich Tim und allen Lesern hier!

sammy
1 Jahr zuvor

@Immobilien

Ist ja auch kein Wunder wenn man sich die ganzen Immobilienprofis auf YouTube anschaut die einem suggerieren dass man  innerhalb kürzester Zeit Immobilienmillionär werden kann. Investmentporongraphie vom feinsten. Das enorme RISIKO wird dabei völlig außer Acht gelassen.

Alf
1 Jahr zuvor

@sammy,

ich lese in Deiner Argumentationskette auch viel Neid ggü. Ufuk

sammy
1 Jahr zuvor

@Alf

Ja könnte man meinen aber das habe ich ehrlich gesagt nicht nötig. Ich könnte mir deutlich mehr Wohnungen leisten warum sollte ich da neidisch sein ich habe meine eigene Strategie. Mich ärgert es nur dass wirklich jeder denkt bloß weil das Geld ao billig ist muss ich jetzt Immobilien kaufen und werde Reich damit. Das ist einfach nur dumm. Ausserdem nerven mich diese ganzen behinderten Immobilienheinis auf YouTube.

Ufuk Erdem
1 Jahr zuvor

@ Tobs:

Einige sind im gleichen Gebäude. Alle jedoch nah zu einander in der Innenstadt. Der cashflow ist ein sehr schönes Beibrot. Um wirklich komfortabel (ohne Luxus) davon leben zu können müsste ich wahrscheinlich 20 weitere Wohnungen (die ins gleiche Muster passen) kaufen. Das funktioniert aber leider nicht bei den aktuellen Preisen. Ganz anders sieht es aber aus, wenn die Wohnungen abbezahlt sind. Dann kann ich von den 9 Wohnungen leben. Bis dahin freue ich mich aber auch über die paar Kröten, die hängenbleiben.

Ein Risiko sehe ich in meinem persönlichen Fall überhaupt nicht (denke, dass ich da auch keine rosarote Brille trage). Circa die Hälfte der Wohnungen ist im Normalo Preisniveau vermietet (diese rechnen sich trotzdem noch) , die anderen habe ich sehr hochwertig saniert und möbliert. Bei denen bekomme ich  eine höhere Miete und es bleibt auch mehr hängen.

Mittelfristig werde ich alle Wohnungen “pimpen”, um die Erträge zu erhöhen. Die Renovierungen mache ich tatsächlich gerne auch mal alleine. Ich habe da meine Leute, die mir bei Fragen fachmännischen Rat geben können.

Wenn ich davon ausgehe, dass Mannheim als Stadt wirtschaftlich untergeht, werde ich mit niedrigen Mieten (sollten hohe Mieten nicht mehr durchsetzbar werden) für hochwertige Wohnungen dennoch nicht in die Nähe der Zahlungsunfähigkeit geraten.

@sammy:

Du verschwendest deine Energie. Bau dir etwas auf und hör auf im Internet ohne Wissen zu haten. Davon hast du mehr.

Meine Wohnungen sind übrigens mittlerweile (ja, unglaublich was in kürzester Zeit so passieren kann..) deutlich mehr wert als die Preise, die ich bezahlt habe.

Zu den aktuellen Preisen kaufe ich auch nicht mehr.

Für konstruktive Kritik bin ich natürlich jederzeit offen.

sammy
1 Jahr zuvor

@Ufuk

Diese Wertsteigerungen sind absolut irrational und werden in den kommenden Jahren wieder deutlich fallen. Regression zum Mittelwert wie auch demographische Entwicklung werden dazu beitragen. Thema Neid: Siehe vorherigen Post.

42sucht21
1 Jahr zuvor

@Gini
ohne jetzt Ufuk Erdems Details zu kennen. Aber da gibt es aber schlimmere Kontraindikatoren glaube ich als verbeamtete Berufsschullehrer mit 9 kleineren Wohnungen in der Universitäts-, FH- und Metropolstadt Mannheim mit ICE Anschluss in 30min F/aM, 40min Stuttgart und 3h Paris. Er hat vielleich dort studiert, kennt die Stadtteile mit Mikrolagen, hat ein familiäres Netzwerk mit Handwerkern und für seine Wohnungen ausreichend lange Hypotheklaufzeiten vereinbart. Ich weiss es nicht. Wenn er 20 Jahre durchhält, hat er viel richtig gemacht.

9 kleinere Wohnungen finde ich persönlich aber auch zu viel. Ich würde lieber 3 größere Wohnungen nehmen oder besser 1 MFH mit deutlich weniger Verwaltungsaufwand und verlorenen Kosten. Aber vielleicht besser 9 Wohnungen in Mannheim als 1/3 in Heidelberg, oder @Ralf? 😉

 

Ufuk Erdem
1 Jahr zuvor

@ Sammy: um die “Wertsteigerungen” geht es mir ohnehin nicht. Das war ein netter Nebeneffekt. Wie bereits geschildert, müssten meine Mieteinnahmen enorm einbrechen (auf nicht unbedingt sehr hohem Niveau aktuell), damit ich zahlungsunfähig werde. Das ist bei den Lagen mitten in der Stadt für mich nicht vorstellbar.

Die Immobilien”profis” auf Youtube gehen mir auch häufig auf den Keks (ab und zu lerne ich aber etwas wertvolles von denen!). Die meisten von denen wären pleite, wenn sie keine teuren coachings verkaufen würden. Ihre Immobilien (gerne in absoluten C oder D Lagen) sind auch meiner Meinung nach ein heißes Pulverfass.

Das sehe ich in Mannheim nicht.

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

Er schaute an zwei Terminen pro Jahr in sein Depot, um Anpassungen vorzunehmen. Das war es. Es ließ sich von der Börse nicht verrückt machen. Nur an zwei Tagen im Jahr.

Ganz entspannt. Richtig so. Zwölf Tage im Jahr sind es bei mir. Zu Beginn jeden Monats wird eine Summe Richtung Depot transferiert und dann sofort mit den angesammelten Dividenden investiert.

Meine Liste an ausgezeichneten Qualitätsunternehmen ist lang. Jeden Monat werden stur und stetig weitere Anteile eingesammelt. Das Marktgeschehen lasse ich dabei völlig außen vor. Interessiert mich nicht. Mit der Liste beschäftige ich mich vor dem Kauf zehn Minuten. Günstig ist relativ. Mir ist immer etwas günstig genug.

Dazu gönne ich mir den Luxus, für zusätzliche 4,90€ gleich zwei Investitionen am Monatsanfang vorzunehmen. Einmal ein solider, etablierter Dividendenzahler – gerne ein US-Aristokrat -, der den Cashstrom erhöht, wie Blackrock, Lowe´s oder Illinois Tool Works. Ein gutes Gefühl, wenn immer mehr Geld hereinströmt.

Zudem eine Wachstumsmaschine wie Alphabet, Paypal oder Facebook. Beteiligt an zukunftsträchtigen Unternehmungen mit hohen Umsatzsteigerungen, Cashflows und weiter steigenden Erträgen, verzichte ich hier gerne auf die Dividende. Die folgt später.

Da ich nicht verkaufe, beschäftige ich mich ansonsten auch nicht weiter mit meinen Beteiligungen. Ich weiß, dass eine Mehrheit dagegen auf Buy and Hold and Check schwört. Mir bringt das keinen Mehrwert. Beim Hin und Her passieren zu viele Fehler. Erkenne ich den Unterschied von kurzfristiger Schwäche oder längerfristigen Problemen? Nein. Wenn doch, ist es zu spät.

Gut diversifiziert wird über die Jahre immer in aktuell aussichtsreiche Unternehmen investiert. Es fließt mehr und mehr Geld zurück. Der Schneeball rollt ohne großen Aufwand.

Kennt jemand gute Studien oder besser Artikel zum Steuerstundungseffekt? Ich habe langsam den Eindruck, dass genau hier der immense Vorteil von Buy and Hold liegt.

Dazu kommen die geringen Transaktionskosten. Von den Opportunitätskosten ganz zu schweigen. Diese Strategie ist simpel und einfach umzusetzen und sorgt vor allem für ganz große Ruhe beim Vermögensaufbau.

Ein schönes Osterwochenende wünsche ich allen! 🙂

sammy
1 Jahr zuvor

@Ufuk

Das Lage Lage Lage Mantra ist allerdings auch ein Irrglaube. Entscheidend ist nicht die Lage beim Kauf der Wohnung sondern die zukünftige Entwicklung der Lage. Wie auch immer gehebelte Investitionen sind hochriskante Investitionen wenn die Immobilienpreise fallen dann fallen logischerweise auch die Mieten und umgekehrt. Lagen mitten in der Stadt können weniger rentabel sein als c und die Lagen da hier vieles schon eingepreist ist.

sammy
1 Jahr zuvor

Kennt jemand gute Studien oder besser Artikel zum Steuerstundungseffekt?

Haha wenn eine links grüne Regierung dieses Jahr gewählt wird dann kommt der persönliche Steuersatz auf Aktionäre zu. Und du redest von Steuerstundung?? 30-50% deiner Dividenden kannst du dann bei jeder Ausschüttung abdrücken, nichts mit Stundung xD

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@Bruno:  Es wäre doch gerade jetzt eine gute Zeit, sich darüber im Abseits der Tageshektik einmal Gedanken zu machen, und die meisten, auch einige Leser hier, werden erkennen, dass man es doch gar nicht so schlecht hat und eigentlich auch viel Glück hatte, und sich über das Leben freuen darf, egal wie die Umstände gerade sind. Vielleicht reicht es dann ja auch noch, um sich den Anderen, welche oft vergessen werden, in irgend einer Form zu kümmern.

 

Ich denke sehr oft darüber nach – und bin dem Schicksal dankbar dafür – wie gut es mir geht. In meinem Beruf, in meiner Familie, in meiner Ehe, … und auch finanziell. Es geht mir so gut, dass ich mit keinem hier, oder sonstwo, tauschen würde. Ich mag die positiven, optimistischen, lebensfrohen Beiträge von dir und einigen anderen, die sich so wohltuend von dem negativen Genörgel abheben … und dass du immer wieder an die erinnerst, die so gerne vergessen werden.

 

Frohe Ostern für dich, Tim und alle Leser!

-M
1 Jahr zuvor

@Fritz Nüsslein

In welche Weltklasseunternehmen bist du denn beteiligt, um künftig 15% p.a. Rendite zu erhalten?

Wie lange bist du in diese schon investiert?

Bin gespannt wie dein Depot aufgebaut ist.

 

@Ufuk

Du musst hier einiges überlesen, sonst wirst du alles madig gemacht bekommen. Du schreibst nicht oft hier, aber wenn, dann mit guten Kommentaren.

Ich hätte jetzt auch mehr Immobilien, wenn ich vor einigen Jahren auf dem Stand von heute wäre. Du schreibst selbst: jetzt kaufst du nichts, sondern die Investitionen wurden früher gemacht – so muss es sein.
-M

sammy
1 Jahr zuvor

Ich habe mir die besten Unternehmen der Welt gekauft und habe eine durchschnittliche Rendite von 15 Prozent für die nächsten 10 Jahre

Hahahaha noch so ein Amateur! Glaubt er könne Renditen vorhersagen.. Man man man hier tummeln sich echte Profis!

Tim
1 Jahr zuvor

Gott sammy du bist ja wieder richtig in deinem Element. “Wenn die Immobilienpreise fallen, fallen automatisch auch die Mieten”?? Wo hast du denn den Schwachsinn gelernt.
Schon mal aufgefallen, dass Käufer und Mieter zwei völlig unterschiedliche Gruppen sind? Oder das Kaufpreise nebem dem Angebot auf dem Markt auch vom Zins beeinflusst werden? Aber Hauptsache hier mit viel Selbstbewusstsein seinen Blödsinn verbreiten und selbst sein Geld wahrscheinlich mit 0% auf der Bank liegen haben… Fühlt man sich eigentlich besser, wenn man den ganzen Tag im Internet seinen Hate verbreitet? Einfach mal normal diskutieren aber Anstand scheint in deiner Erziehung etwas zu kurz gekommen zu sein. ?

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

@-M

ich habe die jap. Aktien auch nicht gekauft, ich dachte aber schon daran BRK.B aufzustocken. Chinesische Aktien sind über meine ETF’s abgedeckt, das reicht mir.

So, und nun habe ich mich geouted…ich bin eine alte Memme, ich habe die Internet-Diät über Ostern nichtmal annähernd gemeistert, schon gestern Nachmittag habe ich schlapp gemacht   🙂    🙂     🙂

 

Frohe Ostern an Alle

Bashor26
1 Jahr zuvor

Ähnlich bei mir. Vor 3 Jahren angefangen. 11 Immobilien. 850qm. Nähe Mannheim 1km ;). 2k p.m. Cashflow nach eigener Instandhaltungsrücklage 1 Euro pro Qm und Monat/Hausgeldrücklage/Zinsen und Tilgung/Steuern. Ich könnte extra Tilgen. Bei 1.4% Zinsen im Schnitt, ballere ich aber jeden Monat alles in ETFs rein. Mit jedem Monat sinkt das Risiko. Kaufpreis Schnitt 1500qm. Wert Konservativ Schnitt 2000 qm. Weiterentwicklung ist mir heute egal. Netter steuerfreier Betrag 3x nach 10 Jahren realisierbar.

@ufuk

Respekt vor der Leistung. Mannheim war mir aus CF-Sicht immer zu teuer. Im Nachhinein leider. Qualität kostet eben, wie bei Aktien. Viel Erfolg weiterhin.

Felix
1 Jahr zuvor

@ Freelancer

Ich kenne keine Studien zur Steuerstundung, spüre sie aber am eigenem Leib bzw. im Depot. Ich bin lange genug dabei, um bei einigen Positionen (McD und MSt sind meine Topwerte in dieser Hinsicht) zweistellige Dividendenrenditen auf mein ursprünglich investiertes Geld zu erzielen. Da dieses Aktien in all den Jahren erhebliche Kurszuwächse erfahren haben, erwirtschaftet inzwischen eine mittlere sechsstellige Summe, die eigentlich dem Finanzamt gehört, schöne Dividendenausschüttungen für mein Depot. Da ich diese nicht brauche, werden sie reinvestiert, was wiederum die Ausschüttungen erhöht. Eben der Schneeball, der da rollt.

Das einzige, was ich in dieser Hinsicht bereue, ist, dass ich diese Erkenntnis erst Anfang 40 bei mir durchgesetzt hat. Deshalb, Sebastian, meinen Glückwunsch, dass du das bereits frühzeitig in deiner Lebensspanne antizipiert hast. Zumindest habe ich meine Kinder soweit, dass sie in ihren 20igern bereits schöne Depots haben.

-M
1 Jahr zuvor

Sammy, geh deine Freunde nerven…oh wait!

 

@FuG

So in der Art seh ich es auch, mit BRK ist die Chance etwas falsch zu machen sehr gering.

Ist nichts verwerfliches an ETF, nur überhaupt nicht dabei zu sein, sehe ich als Risiko.

-M

sammy
1 Jahr zuvor

@Tim

Wenn die Immobilienpreise fallen, fallen automatisch auch die Mieten”??”

Was sind denn die Immobilienpreise? Die in die Zukunft gerichteten erwarteten Cashflows (Mieterträge) einer Immobilie. Sinken die erwarteten Cashflows fällt der Immopreis. Wodurch wird dies verursacht? Da gibt’s viele Gründe: ZB Verschlechterung der Lage durch Bau eines Asylantenheims in unmittelbarer Nähe oder einer Mülldeponie. Steigende Zinsen, demografischer Wandel, steigende Instandhaltungskosten und tausend andere Gründe. Aber genug Bildung für heute..

Tim
1 Jahr zuvor

@sammy ach verstehe, Mieten sind jetzt plötzlich Cashflows, in die auch noch steigende Zinsen, Instandhaltungskosten, Leerstand etc. reinfließen? Ja vielen Dank für die Erklärung, ich dachte immer das wir hier über Mieten sprechen, die die Mieter zahlen und nicht den Cashflow, der beim Eigentümer hängen bleibt. Aber da bist du einfach schlauer als ich, ich brauche wohl tatsächlich noch ein wenig Bildung 🙂

Unabhängig davon können die Immobilienpreise auch völlig unabhängig von den erwarteten Cashflows steigen, wenn die Attraktivität anderer Asset-Klassen gegenüber den Immobilien abnimmt. Wenn ich für das Tagesgeld 3% Zinsen bekomme, kaufe ich keine Immobilie mit einer Cashflow-Rendite von 3%, selbst wenn die Mieten um 2% pro Jahr steigen (huch, da fallen die Immobilienpreise, während die Mieten steigen? Komisch, dürfte es doch nicht geben oder?). Umgekehrt sind in den letzten Jahren die Preise für 1A-Einzelhandelsimmobilien massiv in die Höhe geschossen, während die Mieten stagniert oder teilweise sogar gesunken sind und allgemein mit höherem Leerstand gerechnet werden musste. Das wurde nur teilweise von niedrigeren Zinsen in der Finanzierung aufgefangen. Aber in “Immobilien für Dummies” scheint das wohl anders zu sein 🙂 frohe Ostern und versuch wenigstens mal über das Osterfest weniger zu haten, nervt ziemlich und bringt hier keinen weiter.

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

@ Felix

Danke für deine Antwort. Deine Beobachtungen decken sich mit den meinen. Auch wenn ich noch lange nicht in deinen Vermögensregionen angekommen bin, arbeiten in meinem Depot 40k € zurückgehaltene Steuern auf Buchgewinne.

Diese Summe erzeugt Cashströme und Wertzuwächse. Ein ganz wichtiger Baustein beim Vermögensaufbau. Lethargie ist an der Börse Trumpf. Regelmäßig kaufen und liegenlassen. Ganz simpel eigentlich. Jedoch übertragen viele “Anleger” den Aktionismus aus Leben und Alltag auf die Börse. Ein Fehler, wie ich finde.

Bei meinen Kids verfahre ich ebenso wie du, Felix. Schön, wenn man Wissen an die Kinder weitergeben kann. Sie haben den intelligenten Umgang mit Geld schon früh gelernt. Ihre Depots sehen wunderbar aus. Sie werden stur und stetig ihr Vermögen aufbauen und später immense Möglichkeiten haben. Das erfreut das Vaterherz.

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

hier noch was Schönes!
Testament to the power of longterm dividend-investing

https://www.dividendgrowthinvestor.com/2021/04/happy-coca-cola-dividend-day-warren.html

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Over the past decade, Coca-Cola has managed to increase dividends by 6.40%/year, equivalent to dividend payments doubling every eight and a half years. This is much better than the raises I have received at work over the past decade, despite the fact that I have routinely spent 55 – 60 hour weeks at the office.

 

Das muss man verstanden haben: Passives Einkommen durch Dividenden schlägt aktives Einkommen … bei deutlich geringerer Steuerlast  😉

 

Zwitsch
1 Jahr zuvor

Verkauft eure BVB Aktien..

Freelancer Sebastian
1 Jahr zuvor

Der Dividend Growth Investor ist genial. Eine Inspiration. Ich liebe den Blog, habe mir ein Archiv mit den besten Artikeln zusammengestellt und einen ganzen Haufen Weisheiten aufgesogen.

Hier zwei Kostproben:

https://www.dividendgrowthinvestor.com/2018/01/investing-lessons-learned-from-ten.html

https://www.dividendgrowthinvestor.com/2015/11/time-in-market-is-your-greatest-ally-in.html

Regelmäßige Investitionen durch alle Marktphasen hindurch und die Papiere dann stur festhalten. Kosten niedrig halten, Steuern vermeiden. Momentum nutzen, auf günstige Preise achten und geduldig abwarten. Fertig.

Zwar investiere ich abweichend auch in Burggrabenunternehmen, die Wachstumsmonster ohne Dividenden sind, aber hier verfahre ich dann ähnlich.

Verkaufen tut der DGI bei Dividendencuts. Erspart einem wohl die Langfristnieten im Depot, Turnarounds sind dann aber ausgeschlossen. Disney hätte man trotz Streichung lieber behalten….

Walter
1 Jahr zuvor

Hallo Tim,

guten Abend liebe Community,

 

ich habe mir in den letzten 5 Jahren einen privaten Immobilienbestand aufgebaut. Von diesem Bestand kann ich leben. Ich habe vorher im Vertrieb gearbeitet und durchschnittlich verdient. Natürlich werden mich die Immobilien bis ins Alter ernähren und versorgen. Aber wenn es irgendwann nicht mehr geht (Immobilien machen Arbeit) wird verkauft und das Vermögen in Aktien umgeschichtet und von Ersparnissen und Dividenden +Rente zu leben.

Mit meiner neuen Zeit kümmere ich mich um meine Familie und meine Hobbys.

Alles Gute für euch & bleibt gesund

Fit und Gesund
1 Jahr zuvor

@ Freelancer Sebastian,

der Dividend Growth Investor ist auch eine meiner Lieblingsseiten,

für den Rest des Jahres werde ich aber mein Hauptaugenmerk auf mein kleines Schweizer Mid/Small Caps Portfolio legen, wenn auch nun mit reduzierten Mitteln,

neu werde ich nach Ostern vermutlich noch ein paar Forbo Aktien kaufen, und meine Belimo aufstocken, so ein kleiner Rücksetzer würde mir allerdings sehr entgegenkommen, aber ich kaufe meine “Perlen” auch wenn sie etwas teurer sind,

ich habe irgendwo gelesen dass man mit den Schweizer Small und Midcaps eigentlich immer eine gute Rendite erwirtschaftet, Qualität halt vorausgesetzt und lange Haltedauer, die Dividendenausschüttungen sind hier natürlich eher mager, aber die müsste ich eh versteuern, Kursgewinne hingegen nicht.

 

Von Allem ein bisschen was, dann bleibt schon was hängen, für mich reicht es allemal. Meine Mutter konnte mich nichts über Aktien lehren, aber sie hat mir beigebracht dass man sich um seine Geldanlage kümmern sollte und hat mir den Umgang mit Geld von klein auf beigebracht, bin ich heute noch dankbar für.

 

R.
1 Jahr zuvor

Was ist denn besser auf lange Sicht. ETF´s oder Einzelaktien ??

Gerade bei etwas größeren Summen ??

Auf Instagram ist ein älterer Herr, der postet über Einzelaktien und das seine Dividenden das x-fache seiner damaligen Kaufkurse sei, das erreicht man mit einem Etf nicht. Ist so etwas wahr ??

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