Sparkasse Pforzheim-Calw verzockte Altersvorsorge von Rentnerpaar mit wilden Aktiengeschäften

Rentner Rolf Teuscher (78) muss wieder arbeiten. Er steht im Restaurant “Ellmendinger Dorfbesen” in Keltern-Ellmendingen in Baden-Württemnerg am Herd. Der ehemalige Metzgermeister und seine Frau Ursula (78) sind stinksauer. Sie haben fast ihre gesamte Altersvorsorge verloren. Sie hatten ihre Ersparnisse ihrer örtlichen Sparkasse anvertraut, die sie seit Dekaden kennen. Das berichtete die “Bild am Sonntag“.

Mit dem Familienvermögen (275.000 Euro) tradete die Sparkasse Pforzheim Calw, dass es nur so rauchte. Wie unverantwortlich! Aus wissenschaftlichen Studien geht hervor, dass eine hohe Handelsaktivität die Rendite schmälert. Je ruhiger investiert wird, desto höher ist in der Regel die Rendite.

Der„Spiegel“ berichtete, dass der Sparkassen-Berater mit dem Geld des Rentnerpaars einen „wilden Aktienhandel“ über Monate hinweg betrieb. An einem Tag im August 2011 sind Wertpapiere wie HeidelbergCement zu so ungünstigen Kursen getradet worden, dass das Depot rund 30.000 Euro an Wert verlor. “Wir sind über den Tisch gezogen worden”, sagte Rolf Teuscher dem Spiegel.

Der Rentner fasst das Desaster gegenüber der “Bild am Sonntag” so zusammen:

„Heute steht meiner Frau und mir das Wasser bis zum Hals. Von unserer Rente bleiben uns 900 Euro zum Leben. Unser Schwiegersohn lässt uns mietfrei wohnen, andernfalls müssten wir zum Sozialamt gehen.“

Wichtig an der Börse ist dieser Ratschlag

Aktien sind langfristige Anlagen. Wer Aktien kauft, sollte sie liegen lassen. Am besten für 15 Jahre und länger. Ich lasse meine Aktien ewig liegen.

Der hektische Handel widerspricht dieser Regel. Zu Geduld raten nahezu alle Profis. Von Warren Buffett über Jack Bogle bis hin zu John Templeton. Kaufen. Liegen lassen. In Krisenzeiten allenfalls zukaufen. Aber keineswegs verkaufen. Der Handel bringt der Bank Provisionen. An jeder Transaktion verdient sie mit. Hier besteht ein Interessenkonflikt. Ich finde das brisant.

Die Abrechnungen zeigen, dass während ihres Urlaubs der Berater zwei große Porsche- und Daimler-Pakete verkloppt hat. Und zwar mit rund 10.000 Euro Verlust. Am 11. August, nach ihrer Rückkehr, geht es in Ursula Teuscher Depot wild her: Um 9.44 Uhr werden laut Spiegel 476 Aktien von HeidelbergCement gekauft. Der Kurs beträgt rund 31,97 Euro. Um 13.48 Uhr wird diese Position wieder abgestoßen. Erst rein, dann raus. Warum? Bei 30 Euro wurde ein Verlustlimit ausgelöst. Am Abend kauft der Berater erneut HeidelbergCement. Dieses Mal zum Kurs von über 32 Euro. Der Verlust 1.070 Euro.

Ähnliches geschah bei anderen Papieren. An einem Tag handelte die Sparkasse Aktien für fast 436.000 Euro. Dabei gingen 30.000 Euro über die Wupper. Bis Ende des Jahres addiert sich der Wert der getradeten Aktien in Ursula Teuschers Depot auf über 1,5 Millionen Euro. Irre! Im Jahr 2011 summierte sich der Verlust durch den wilden Handel auf rund 100.000 Euro, was 40 Prozent des Depots ausmachte.

Die Sparkasse berechnete für die Transaktionen rund 11.000 Euro an Provision. In den Folgejahren weitete sich der Verlust aus, schreibt der Spiegel.

Die Sparkasse Pforzheim Calw dementierte die Vorwürfe des Rentnerpaares.

Interessenkonflikte von Banken, Versicherungen und Finanzvermittlern

Wir haben zwischen Banken und Kunden Interessenkonflikte. Sie verkaufen am liebsten Anlageprodukte, die ihnen am meisten Geld einbringen. Und nicht die, die zum Kunden am besten passen. Zum Beispiel bietet sich für die meisten Menschen ein günstiger ETF-Sparplan bei einem Discountbroker an. Aber solche Sparpläne werden vermutlich eher nicht am Bankschalter oder in einem Verkaufsgespräch dem Kunden ans Herz gelegt.

Das leidige Thema griff Comedian Jan Böhmermann im Magazin Royale auf. Er kritisiert die Deutsche Vermögensberatung AG, DVAG.

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  1. Dumm gelaufen, aber die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren, weil Aussage gegen Aussage steht. Es hat wohl einen Grund, warum die Sparkasse nicht verklagt wurde.

    1. Die Bank behauptet ja auch das Gegenteil — dass alle Transaktionen in Auftrag gegeben wurden, so sinnfrei sie waren. Ich finde es auch nicht schön, dass Tim hier so unkritisch die Darstellung einer Seite übernimmt. Wir wissen es halt nicht.

      Und wie kommen die beiden eigentlich zusammen auf 900€ Rente? Er sein Leben lang selbständig (und entsprechend Beiträge gespart) und sie Hausfrau? In so einem Fall hätten auch 275000€ zwei alte Leute ohne Wohneigentum nicht vor der Altersarmut gerettet. Dass private KV in späteren Lebensabschnitten böse teuer wird, ist ja nun kein Geheimwissen…
      Wie haben sie sich das vorgestellt? Dass die Bank das Geld in zehn Jahren mal eben vervierfacht?

      1. Ich habe das so verstanden, dass dem Ehepaar 900€ nach Abzug der Fixkosten zum Leben(/Konsumieren) übrig bleiben. Aber wer weiß..

  2. @Mark85
    Mit welchem Geld hätten die beiden die Sparkasse verklagen sollen?
    @Graf Zahl
    Unglaubwürdig? Solche Geschichten gibt es zu Tausenden. Sehr viele entsprechen der Wahrheit.
    Ich hatte durch so ein „Bankprodukt“ vor sehr vielen Jahren 18.000 Euro verloren. Das war ein Glücksfall, denn das war der Anlaß, den Banken den Rücken zuzukehren und meine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen.
    Mit Erfolg?

    1. Da sie nun offenbar bedürftig sind würden sie problemlos Prozesskostenhilfe bekommen.

      Ich überlege aber tatsächlich was sie für ein Geschäftsverhältnis mit der Sparkasse gehabt haben sollten? Mit Einzelaktien frei Jonglieren deutet ja auf eine Art Vermögensverwaltung hin – dafür ist aber der Grundbetrag ein wenig lütt. Ich geb aber auf das Blatt was das veröffentlicht hat wenig bis nichts – die Geschichte ist sicher von nem Quereinsteiger-Volontär oder nem Leserreporter “recherchiert”.

  3. @ Kinderdepot

    Wir hatten noch zu Kinderdepots Beiträge. Ich finde die Rechnungen mit dem Kindergeld äußerst interessant, da die Kinder von 0 Jahren in der Theorie über eine maximal mögliche Laufzeit verfügen. Das sind zwar theoretische Betrachtungen, die kaum Jemand in der Form durchziehen wird. Andererseits sind wir hier in einem speziellen Forum…

    https://www.google.com/amp/s/de.extraetf.com/amp/news/etf-news/mit-kindergeld-zum-millionar-dieser-etf-sparplan-macht-ihre-kinder-reich

    @ M
    Ich finde einen ETF auf dem World Index eigentlich besser für ein Kinderdepot. Wenn man den Kindern im Alter von 18-25 Jahre das Modell vorstellt und genau erklärt, so kann man eigentlich nicht viel falsch deuten. Bei Einzelaktien könnte man natürlich ein glückliches Händchen interpretieren. Bei der automatisierten Indexbasierten Anlage ist das nicht der Fall. Auf Sucht von mehreren Dekaden, ist das lediglich ein einfaches Rechenbeispiel. Mit echten Zahlen aber vermutlich sehr interessant. Ich finde an dem Beispiel ich toll, dass der Anker von 1Mio bis zur Rente bei einfachen liegenlassen des Kindergeldes in den ETFS ohne weiteren Zustupf erreicht werden kann. Dabei ist für die meisten Menschen in Deutschland diese Summe völlig utopisch zu erreichen.
    In dem Zusammenhang finde ich auch Erbschaften mit Blick auf Babyboomer interessant. Oft hört man, dass in den nächsten Jahren sehr viel verschenkt und geerbt werden wird. Da die Kinder Ber bereits selbst von höherem Alter sind, wird vermutlich manches direkt eine Ebene weiter nach unten geschenkt. Folglich können verhältnismäßig junge Menschen signifikante Summen geschenkt bekommen. Sie hätten dann noch die Zeit um aus diesen Summen richtig hohe Vermögen zu erschaffen.

    Das Sparplanthema ist erfolgreich durch 😉 Ich möchte das Kindergeld Modell ausprobieren und werde die Sparpläne bald entsprechend erhöhen. Dann werden wir in 10-20 Jahren sehen wie die Entwicklung in Wirklichkeit aussieht.

  4. Ich mag die Verkäufer der Banken zwar auch nicht, aber da glaube ich irgendwie nicht dran. Nach der Finanzkrise wurden die Banken ziemlich reguliert, eher unwahrscheinlich das hier entsprechend so sehr mit der Altersvorsorge in Einzelaktien gezockt wurde. Das gibt das Risikoprofil der Kunden gar nicht her. Die Bild neigt da ja such sehr zu Übertreibungen.

  5. @ Tim
    ich hatte letztens ein Video von Dir gesehen. Hier hatte ich den Eindruck, dass Ihr an vermutlich zwei Ferienhäusern dran seid. In den Wäldern und am Strand. Falls es irgendwie möglich ist würde ich an Eurer Stelle gedanklich prüfen, welches von beiden Ihr mehr bevorzugt. Es spricht ja nichts gegen Mieten. Vielleicht haben Freunde von Euch in den Wäldern ein Haus, so dass Ihr auch dort unterkommen könnt. Andererseits könnte die Region dennoch Euer bevorzugtes Ziel sein, dann würde ich auch hier zuschlagen.

    Es hängt einige Arbeit an einem Ferienhaus. Es geht über das Putzen bei Anreise weit hinaus. Die Skaleneffekte sind bei den Regionen nur leicht vorhanden: Steuer und Vermietungsangebot.

    Mit einem Haus könnt Ihr den Fokus darauf richten und habt auch Zeit den Aufenthalt dort zu genießen. Ansonsten gibt es bei den ganzen Einheiten immer genug zu tun. In den USA würde ich vermutlich ähnlich wie Mr. MMM oder sein Nachbar vorgehen. Auch eine Art Selbstversorgung würde ich einbringen. Also zumindest Photovoltaik am Dach und eventuell auch ein einfaches Wärmepumpensystem in Eigenbau. Das kann schließlich auch im Sommer verwendet werden. Außerdem hebt man sich damit von der Konkurrenz ab.

    1. @ Kiev
      Solardach oder -Anlage ist eine gute Idee. Ein Manager wird die Verwaltung des Hauses übernehmen – mit all den Aufgaben, die anfallen. Das macht die Sache angenehmer. Es ist ein sehr profitables Projekt. Ich hab mir die Einnahmen und Ausgaben zeigen lassen. Eine Mega-Rendite ist das.

  6. “Ich finde einen ETF auf dem World Index eigentlich besser für ein Kinderdepot. ”

    Sehe ich nicht so. Gerade beim Nachwuchs kann auch ein Investment z.B. in Sektoren-ETFs (z.B. aus dem Bereich IT, Robotik oder Gaming) sehr reizvoll und zielführend sein (langer Anlagehorizont). Bei unseren Kids sind das die Renditebringer im Depot. Und z.B. einige solide Nestle, SAP oder Allianz sind auch nicht völlig verkehrt.

  7. Ich bin gegenüber Vermögensberatern (nennt man das so?) auch sehr kritisch. Meine Freundin erbte vor ein paar Jahren ein Depot. Dort wurden 2009 110k€ eingezahlt. 10 Jahre später war es exakt genau so viel Wert. Der Fondsmanager verkaufte jedes Jahr den kompletten Bestand und kaufte neue Anlagepapiere. Jedes Jahr standen andere Firmen/Fonds im Depot. Primär irgendwelche aktiven Fonds mit hohen Gebühren. Der Wertverlauf der 10 Jahre sah schrecklich aus. Der Wert schwankte jedes Jahr zwischen 100k-100k künstlich hin- und her. Ein normaler ETF hätte sich in den Jahren vervielfacht.

    Leute haben leider falsches Vertrauen in vermeintliche “Experten”.

    1. “Leute haben leider falsches Vertrauen in vermeintliche “Experten””

      Edle Stoffe, Schuhe und Uhren, tolle Frisuren und eloquente überzeugende Worte verzücken 😉 Böse Zungen würden sagen verblenden..

      aber diese Ära ist ja langsam vorbei die jüngere und zukünftigen Generationen werden das nur noch aus den Filmen kennen, das läuft alles online heute kann man noch Omi und Opa so über den Tisch ziehen, viele diese Geschäfte übernehmen eh Tech-Firmen viele werden zukünftig kaum noch eine Bank brauchen.

  8. @ Ralf
    Schaue Dir einmal in meinem Link die langfristige Vermögensentwicklung an, wenn das Kindergeld vollständig für das Kind investiert wird. Das schöne an diesem Index ist der überragende Erfolg ohne jegliches Wissen. Meinen Kindern werde ich mit einfachen Indices leichter die automatische Entwicklung vorzeigen können als mit Sektor ETFs. Hier kann gerade im Erfolgsfall der Eindruck entstehen, dass das Vermögen nur in der Höhe vorhanden ist, da ich ein gutes Händchen hatte. Nehmen wir Tims Netflix Position als Extrembeispiel. Ich prognostiziere, dass es hier im Forum immer Fragen zu Tims Depot geben wird in die Richtung, ob er auch ohne die Picks wie Netflix die Unabhängigkeit erreicht hätte. Nehmen wir an Deine Sektoren laufen besser. So viel wird es am Ende gar nicht ausmachen. Oder anders ausgedrückt. Wenn Deine Kinder einfach den gesamten Markt nehmen wird es auch sehr gut für sie weiterlaufen. In dem Link ist schließlich auch zu sehen, dass das Vermögen am Ende der Aufbauphase bis 25 Jahren noch längst nicht in der Höhe ist von 50 Jahren oder bei Eintritt in die Rente. Viel wichtiger als die Performance ist schließlich, dass die Kinder langfristig im Markt bleiben und bestenfalls die Einzahlrate fortführen. Ich versuche meinen Kindern die Vorzüge näher zu bringen diesen Topf nie anzuzapfen. Dieser Zopf soll für die Rente sein. Es gibt noch andere Töpfe. Außerdem können sie irgendwann auch selbst etwas zu ihrer finanziellen Unabhängigkeit beisteuern.

  9. @Ex-Studentin

    Man stelle sich das nur vor: 2009 konnte man mit einem Aktienkauf echt nichts falsch machen. Es war ja alles unten. Die folgenden 10 Jahre ging es nach oben, egal wie blöd man sich anstellte.
    Und da schafft es einer tatsächlich, nichts zu verdienen.
    Würde gern mal einen Banker hier im Forum fragen, was er dazu meint, ob sich das Berufsbild geändert hat: Vom ehemaligen Berater über Verkäufer zum Räuber.

  10. Nette und interessante Kommentare zu den Kinderdepots zuletzt. Herzlichen Glückwunsch zu euren Erfolgen!

    Wir halten das ähnlich. Sturer Sparplan auf einen Welt-ETF, die Kids dürfen das Portfolio später gerne mit eigenen Wunschtiteln bestücken. Das mache ich heute nicht. Der Arbeitsaufwand ist so auch sehr gering.

    Bei meiner Tochter haben wir leider erst spät begonnen, da damals noch keine Ahnung von Börse und co. Mit 18 hat sie dann ETF-Anteile im Werte von ca. 8.500€ im Depot gehabt. Dieses füttert sie jetzt regelmäßig mit 20% ihrer ersten Ausbildungsvergütung. Sollte langfristig saftig wachsen und ihr reichlich Freiheiten verschaffen.

    Auch das Verständnis rund um Börse und Vermögensaufbau ist nun bei allen vorhanden. Auch ein 8-jähriger kapiert, dass einem Anteilseigner von jedem Umsatz bei Apple, Amazon, Disney und co Geld in die Tasche fließt. Geniales Konzept.

    Wer die “Gans” füttert (Taschengeld, Geschenkegeld, etc.) bekommt von uns 50% dazu. Das motiviert zusätzlich. Und ja, Geld für eigenverantwortlichen Konsum bleibt vorhanden. Nur einfach maßvoll.

    Grüße an die Eltern, weiter so beim Vermitteln des Vermögensaufbaus!

  11. @ Freelancer

    Da kann ich Dir gratulieren, dass Deine Tochter die Sparrate weiterführt. Damit wird die langfristige Performance natürlich wesentlich besser ausfallen.
    @ Linda
    Meine älteste ist gerade einmal 10 Jahre alt. So richtig kann ich die Märkte ihnen noch nicht erklären. Ich habe zu Anfang auch eine kleinere Rate verwendet, da ich schon eine Idee über die zu erwartende Höhe hatte. Andererseits kann man natürlich bei kleinen Kindern nicht abschätzen, ob man mit größeren Beträgen vielleicht ein bisschen länger warten sollte. Ich werde jetzt weiter aufstocken und ein wenig darauf vertrauen, dass sie das Vermögen nicht unnütz raushauen. Meinen Kindern wird es höchstwahrscheinlich finanziell besser als mir gehen. So viel steht bereits fest. Ist aber ein schweres Thema. Es ist sicherlich nicht verkehrt einen Teil des Vermögens erarbeitet zu haben, damit man eine guten Bezug dazu erhält. Nicht nur im Umgang mit dem Vermögen, sondern auch in Bezug zu sich selbst.

  12. Schweizer Banker haben gerne das Schwarzgeld in Lebensversicherungen umgeschichtet. Da die Lebensversicherung erst nach Ende besteuert werden und so ist nach 10 Jahren die Steuerhinterziehung verjährt und das Geld wieder Legal.

    Gelohnt haben sich die Lebensversicherungen aber nur für die Banker. 50% Anleihen 50% Aktien aber 3 % Gebühren jedes Jahr. So wird auch mal aus einem 7-Stelligen Betrag ein 6-Stelliger.

  13. @Renter & Sparkasse I
    ich bin positiv überrascht welch günstige Gebühren die Sparkasse hat. bei 1,5 Millionen Euro trading Volumen lediglich 11k Gebühren. Hört sich ganz OK an.

    @Renter & Sparkasse II
    Ob die Geschädigten sich auch beschwert hätten wenn die Trades der Sparkasse aufgegangen wären und sie die gewünschten Renditen erhalten hätten. Ich vermute, es gibt bei der Geschichte keinen Unschuldigen. it takes 2 to tango

    @All-Welt-ETF fürs Kinderdepot
    Klar finde ich auch super. Allerdings wird wohl fast jede Anlegerin und vor allem die männlichen, irgendwann anfangen in den Teen / Twen-Jahren auch mal mit Einzelwerten oder Dingen wie KO Turbozertifikaten zu hantieren und sich eine blutige Nase holen beim Spieltrieb. Deswegen finde ich ein paar Einzeltitel mit Verlusten beim betreuten Kinderinvestieren auch nicht schlecht als Anschauung. Kann teure spätere Fehler reduzieren.
    Insgesamt muss man etwas aufpassen wenn man wirklich das gesamte Kindergeld einzahlt wg. der Grenzwerte für Krankenkassenselbstversicherung, Bafög usw. manche nutzen es aber auch um zB H4-Schonvermögen zu sichern wenn die Eltern H4 werden.

    Wenn das Kind ab Verdienst 7 Studium diesen ETf einfach selber immer weiter führt bis zur Rente, dann wird das Kinde keine weiteren Renten-Versicherungen, Riester oder so einen käse benötigen. Das schafft viel Sicherheit und Ruhe und Einsparmöglichkeiten.

  14. “Meinen Kindern wird es höchstwahrscheinlich finanziell besser als mir gehen”
    Dito, insbesondere der Start ist sicher einfacher, die Zukunft kennen wir nicht.

    Mein Ältester ist diesen Sommer volljährig geworden und erklärt mir regelmässig, dass ich gewisse Dinge nicht mehr verstehe, er investiert in Kryptos. Ich rede es ihm nicht aus, er muss seine Erfahrungen machen. Immerhin verzichtet er auf Hebel, das habe ich ihm etwas mühsam erklärt, dass schnelles Geld beim investieren mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitert. Autos sind jetzt ein Thema, ich versuche mich in Zurückhaltung und Rechnungen, bisher noch mit Erfolg aber der Druck ist natürlich gross, wenn Kollegen plötzlich mit tollen Autos daherkommen.

  15. @ 42sucht21, Bruno

    Einzelaktien werden sicher auch mal drankommen. Da werde ich vielleicht ein weiteres Depot eröffnen. Gegen Core Satellite ist nichts einzuwenden, wenn man am Ball bleibt. In der Hauptsache möchte ich mein Basis Depot als Fels in der Brandung Investment etablieren. Einzahlen kann man immer, auszahlen ist nicht. Dafür kann man andere Depots verwenden. So bleibt auch immer die langfristige Vermögensverwaltung bestehen. Dazu kann ich ja auch eine Software schreiben, die die Renditeerwartung ausgibt und die Vermögenshöhe für ein Jahr xx natürlich nur über den Daumen kalkuliert.
    Die Krankenkassenselbstversicherung muss ich einmal prüfen. Hatte ich nicht auf dem Schirm. Bezüglich Bafög mache ich mir keine Hoffnung. Wir wohnen aber in einer Unisstadt und es gibt auch die Möglichkeit für eigenen Wohnraum.

  16. @ 42sucht21

    Bei einem thesaurierendem ETF sehe ich keine Einschränkungen. Es wird immer von Einkommen gesprochen. Kinder dürfen 445€ verdienen. Bei einem thesaurierendem ETF wird bisher zumindest Gewinn nur bei Veräußerung gemacht. Das lässt sich aber sonst umgehen. Vielleicht müssen meine Kinder ja den Wohnraum in dem sie leben werden bei mir sanieren. Nach der Ausbildung gibt es dann eine Schenkung meinerseits.

    1. @Kiev

      Ein World wäre natürlich eine Alternative gewesen für den Sohn. Für die 2 Nichten spare ich in den sp500, da hatte @42 Schön mal angemerkt, wieso es nicht der World ist. Damals schrieb ich, dass ich nicht darüber nachgedacht hatte.

      Mit BRK, Disney, JJ, PayPal und Shell hat er bestimmt halbwegs eine indexperformance.

      @Wolke war es Glaube ich…
      …Banker, Verkäufer , Räuber….naaa wir sind schon noch verkäufer, die meisten 🙂
      @Bruno 😉 bald bei einer Versicherung, besser? 🙂

      @Sparkasse
      Die Geschichte glaube ich nicht…. so wie bei ex-studentin 10 Jahre keine Rendite unterschreibe ich..aber nicht so aktienzocken vom Berater…

      @Freelancer

      Füttert die Gans. Macje es irgendwann auch so mit dem Junior.

      -M

      1. @-M
        Alles Spass, bin der letzte der etwas gegen Vertrieb hat, was nützen die besten Produkte oder DL wenn man sie nicht verkaufen kann 😉

  17. @Kiev
    klingt viel, es ist sogar noch mehr. Aktuell sind es glaube ich 470€ pM (5.640€ pJ). Dazu kommt WerbePausch plus SparerPausch 801€ (bald ja 1.000€). Aber der Kleinen werden groß und wollen vielleicht mal einen Ferienjob machen (Übungsleiterentgeld zählt wohl nicht dazu) oder an der Uni einen dauerfahten HiWi Job. Es soll auch vorkommen, dass Praktika bezahlt werden. Die Kleinen werden groß und irgendwann muss man aufpassen. Ich hatte auch einen anfänglichen ETF der plötzlich mit einem Ausschütter verschmolzen wurde. Oder absoluter worst case, man erwischt bei den Satelliten eine Tesla oder Netflix und die fangen an auszuschütten 😉
    Wie auch immer, in 25J kann viel passieren (Halbwaisenrente hoffentlich nicht – das würde dazu zählen?, Einnahmen aus Vermietung vielleicht?) und man sollte das Thema einfach im Hinterkopf behalten. Beim Krankenkasse selber zahlen werden viele junge Leute plötzlich von der Lebenswirklichkeit eingeholt.

    @-M
    Ich gratuliere zum großen Schritt und hoffe, die neue Tätigkeit bringt neben dem höheren Sparbetrag auch eine erfüllende Tätigkeit mit netten Kolleginnen und Kollegen.

    @Tippfehler
    Sorry, für die ganzen Tippfehler bei mir immer. Ich vermisse die edit Funktion im Blog.

  18. @ M, 42sucht21

    Die aufgelisteten Prognosen sollten mit einem ETF auf den S&P genauso funktionieren. Am Ende wird sicherlich einer von beiden Indices vorne liegen. Ich habe für die Kinder nur Emerging Markets. Wird genauso prognostizierbar sein. Ich sehe in den Emerging Markets allerdings eine leicht höhere zukünftige Rendite. Außerdem glaube ich an die Gesetzmäßigkeit der Entropie und kann bereits heute uneingeschränkt Waren direkt aus China, oder europäischen Handelszentren verhältnismäßig schnell beziehen. Der Kapitalismus des 21 Jahrhunderts hat mir auch gefallen. Aber das sind jetzt keine sehr großen Renditebringer. Hier zählt alleine der Zeitraum gepaart mit der Einzahlrate.

    Dann muss ich mir bei meinem Thesuarierer keine Gedanken machen. Leider bespare ich den Blackrock ETF. Ein Vanguard wäre mir bezüglich langfristiger Stabilität lieber, aber den kann ich nicht mit den Kinderdepots als Sparplan besparen. Die Satelliten kommen erst später. Die werden vermutlich nicht so schnell durch die Decke gehen und dann auch noch gut ausschütten.

    Meine Kinder sind leider die letzten in unserem Stammbaum. Ansonsten gibt es auf der Ebene keine Kinder mehr und die Aussicht ist auch nicht vielversprechend. Meine Kinder werden eher mehr als weniger dazu bekommen. Das gilt vermutlich in guten wie in schlechten Zeiten.

    Ich lese aktuell gerne gute Magazine. Da habe ich doch tatsächlich kürzlich ein Firmenporträt von dem Unternehmen unserer Kita Freunde gelesen. Das Unternehmen kannte ich bis dato aus Erzählungen, der Artikel hat es allgemein dargestellt. Hat mir sehr gefallen. Würde ich mir zu gerne näher ansehen.

  19. Stimmt, ich habe schon des öfteren von unglaublichen Renditen bei Vermietung in den USA und Australien gelesen. Vielleicht sind die 10% tatsächlich möglich. Andererseits kann ich die Kosten der Instandhaltung dort nicht einschätzen. Mit einem Manager und weiterhin guter Rendite hält sich der Aufwand natürlich in Grenzen. Schau Dir einmal das letzte MMM Projekt an. Vielleicht ist in dem Haus eine Heizung, die warme Luft in die Räume verteilt. Mit Wärmepumpe in Kombination mit PV kann das auch zum Klimatisierten verwendet werden. Das ist heute vielleicht nicht nur finanziell betrachtet eine Überlegung wert. MMM hat den Verbrauch und die Kosten dargestellt. Damit könntest Du die Einsparungen abschätzen.
    Ansonsten kann ich Dir den Katalog für Sterneklassifizierung empfehlen. Du könntest beispielsweise die Punkte für eine 4* Klassifizierung versuchen zu erreichen. Das macht meiner Meinung nach Sinn. Hier musst Du allerdings den Spargedanken beiseite schieben und beispielsweise einheitliche Bettwäsche erwerben in mindestens doppelter Ausführung mit Name der Unterkunft. Auch für Kleiderhaken gibt es Regeln nicht nur, dass sie einheitlich sind. Minimalismus ist ebenfalls keine schlechte Idee. Persönliche Bilder usw. sollten nicht vorhanden sein. Ich habe auch die besten (Preis/Leistung) Matratzen für die Region erworben und dafür von manchen Gast Lob bekommen. Regionale Gastgeschenke zum Empfang der Gäste finde ich ebenfalls eine Überlegung wert. In Strandnähe wäre vielleicht auch Ausstattung wie Bodyboard, Surfbrett und Fahrräder eine Idee. Vor allem bei einem Manager vor Ort. Es muss ja kein Pedelec sein.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit dem Projekt!

  20. @Kiev: Wie man die Kinder an die finanzielle Bildung heranführt ist schon ein spannendes Thema. Meine sind 5 und 3. Für die ist Geld derzeit noch völlig uninteressant.
    Ich denke man muss da einen guten Mittelweg finden. Macht man garnichts für die Kleinen, kommen die mit der Anlage garnicht erst in Berührung und lernen da auch nichts.
    Überweist man denen einfach eine Million aufs Konto, macht man es ihnen dagegen zu leicht.
    Mit Anreizen das Sparen schmackhaft machen, wie hier schon einige geschrieben haben, gefällt mir eigentlich ganz gut.

    1. “Überweist man denen einfach eine Million aufs Konto, macht man es ihnen dagegen zu leicht.”

      Um dem entgegenzuwirken, fangen wir in kleinen 100k Häppchen an 😉

  21. Unter den Rentnern und Unternehmern hier tummeln sich evt. auch ein paar die tatsächlich an der (vorzeitigen) FI arbeiten?
    Rechnerisch sind meine Partnerin, ich und unser Nachwuchs in ca. einem guten Jahr FI. Wie plant ihr den Übergang? Im Moment arbeite ich Vollzeit meine Partnerin 50%. Theoretisch könnte ich jetzt schon in die Teilfreiheit gehen, aber ich plane mit der Überschreitung zur rechnerischen FI dann auf 50% zu reduzieren um 1. nicht von 100% auf 0 zu gehen und den Stress der letzten Jahrzente langsam abzubauen und ein zusätzliches Sicherheits-Polster aufzubauen. Bezüglich früher in die Teilfreiheit, rein rechnerisch bringt das Berserkersparen auf der Zielgeraden nicht mehr so viel um FI zu beschleunigen.
    Wie plant ihr FI-Aspiranten den Übertritt?

  22. Ich bin da weit entfernt davon, werde das auch wohl nie schaffen, aber dein Plan klingt gut 🙂 von 100 auf 0 stelle ich mir um wirklich nicht so gut vor. Etappenweise wie du würde mir auch gefallen.

    -M

  23. @Der Domi
    Wie hast du das theoretisch gerechnet?
    Ich finde das Thema auch sehr interessant.
    Und bin auch in Etappen unterwegs … eigentlich wäre Zeit für den nächsten Schritt, aber es passt gerade alles für mich.
    VG, Mr. B

  24. FI ist bei mir nicht mehr allzu weit entfernt. Vor dem 50. sollte es möglich sein.
    Aktuell bin ich im Boostermodus (Vollzeit). Ein Jahr ist rum und ich kann mit Bestimmtheit sagen: Nach 15 Jahren Teilzeit ist mir klar, dass das langfristig (für mich) nichts ist. Ein haufen Schotter, viel zu wenig Freizeit.

    Von 100 auf 0 hätte seinen Reiz. Ich weiß genug mit meiner Zeit anzufangen. Familie, Freunde, Sport, Musik, Meditation, Lesen, Lernen, Philosophieren, Ehrenamtliches…..

    Allerdings hat eine erfüllende berufliche Tätigkeit auch so einiges für sich. Sichere Einnahmen, soziale Kontakte, Stolz auf Geleistetes, im Dienste für andere….

    Wobei all diese Punkte auch ohne Erwerbsarbeit zu erreichen sind (mir daher möglicherweise nur als Ausrede dienen 😉 ).

    Aktuell präferiere ich die Teilzeit mit freiem Tag in der Woche im Alter von 50. Vielleicht dann Stück für Stück hinab, bis die zehn Stunden in der Woche erreicht sind.

    Könnte mich aber auch freiberuflich für nur wenige Stunden in der Woche betätigen (incl. Kassenbeiträgen).

    Tja, die Möglichkeiten sind so vielfältig wie wir Menschen 🙂 .

    Ich wünsche jedem und jeder da auf ganz individuellem Pfad glücklich zu werden.

      1. Nun, “viel Schotter” (ich schrieb “ein haufen”) ist natürlich relativ. Ich verdiene viel, viel mehr, als ich ausgeben muss um glücklich zu sein. Es ist weniger die Einnahme, die hier zählt, als der Grad der Genügsamkeit.

        Was nützen 10.000€ im Monat, wenn man 11.000€ benötigt, um dem Umfeld einen “adäquaten Lebensstil” zu präsentieren? Hierzu empfehle ich wie immer Epikur und Erich Fromm.

        Was ich ausdrücken wollte: Ich bräuchte nur die Hälfte (von meinem haufen Schotter) verdienen und würde materiell genauso gut leben wie jetzt. Aber der Zeitgewinn….. traumhaft. Ja, das wird schön. Eher früher als später. Danke für das deutlich machen.

        Was ist/wäre bei dir ein haufen oder viel Schotter?

  25. @ Linda

    Im Moment bin ich sehr glücklich mit meinen Kindern. Meine Große gibt gerade Gas für die weiterführende Schule und meinem Kleinen wurde schon vor einiger Zeit das Mathe Zusatzheft von der Lehrerin abgenommen. Er ist hier zu weit voraus und muss warten bis der Stoff drankommt. Er hat ja noch eine große Schwester und kann hier Material nehmen wenn es langweilig wird…. Mir ist klar, dass hier auch wieder andere Phasen kommen werden. Vermutlich verhält es sich mit dem Umgang mit Geld oder Vermögen ähnlich. Es ist aber nicht so, dass man den eigenen Einfluss nicht wahrnehmen kann. Auch wenn man sich in manchen Phasen ganz schön wundert.

    @ Der Domi

    Wie alt bist Du grob? Ich werde selbst nur ein wenig reduzieren. Auf diese Weise wirst Du sicher ein für Dich ideales Maß finden. Ich hatte einmal eine dreimonatige Freistellungsphase. Ich ha e in dem Zeitraum weniger unternehmen können als gewünscht. Das kann ich auch nicht allein auf Corona schieben. Für mich ist Teilzeit eine bessere Option.

    @ Finanzbildung

    Ich saß heute in meiner Bücherei erneut auf der gefühlten Anklagebank. Ich habe mir für weitere Recherche die Psychologie der Superreichen von Rainer Zitelmann und Kapitalismus und seine Ideologie von Piketty unter den Arm geklemmt. Ich war allerdings auf der Suche nach Kapitalismus ist nicht das Problem sondern die Lösung von Rainer Zitelmann. Eine nette Bibliothekarin hat mich scheinbar etwas verloren eingesammelt und mich gefragt wonach ich denn suche. So endete ich auf der Bank vor ihrem Platz und wir haben gemeinsam nach Der Kapitalismus ist nicht das Problem sondern die Lösung gesucht. Dabei hatte ich noch die beiden anderen Werke unter dem Arm. Die Situation hat mich an einen alten Werbespot erinnert: Rita, was kosten die Kondome? Das Buch gab es leider nicht und ich habe es beantragt. Gefühlt 20% der speziellere Literatur geht auf meine Wunschliste. Zum Glück haben wir hier kein Social Scoring System. Ansonsten würde ich für die drei Werke und meine Buchvorschläge ein paar zusätzliche CO2 Gebühren aufgelegt bekommen.

  26. Hi,

    “Wie hast du das theoretisch gerechnet?”
    Ich rechne es so, dass die theoretische FI dann erreicht ist wenn unsere jährlichen Ausgaben 3,5% vom investierten Kapital ausmachen. Wir sind voll in ETFs investiert + Notgroschen.

    Ich werde nächste Jahr 50 Jahre alt. Leider etwas spät mit investieren angefangen. Dabei ist viel Rendite verloren gegangen. Aber besser spät als nie ?

    Viele
    Grüße

  27. Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Wenn ich nach erreichen der rechnerischen FI auf 50% gehe wird die Sparquote nur noch niedrig sein. Was ja egal ist da eigentlich die Entnahme beginnen könnte. Ich habe aber voraussichtlich ein besseres Gefühl das langsam angeht zu lassen. Spannend für mich wird sein wie der Arbeitgeber reagiert. Einerseits etwas gruselig, andererseits aber auch sehr spannend. ?

    1. @ Der Domi
      Gratulation zum Erreichten! Mit 50 J finanziell frei und dann Umstieg auf 50 % ist ja eine super Sache. Decken die 3,5 Prozent auch eine Miete oder Abbezahlung von Wohneigentum oder hast Du das womöglich abbezahlt?
      Nach einem kleinen Schreck beim Arbeitgeber wird dieser womöglich froh sein, daß Du nicht ganz aufhörst, sondern zu 50 Prozent bleibst.

      Eine Umstellung auf 4 Tage und dann auf 3 Tage ist meine Motivation. Das senkt den Stress denke ich enorm. Ich würde es also ähnlich machen. Soweit bin ich aber noch lange nicht.
      Mats

  28. @Kinderdepot: Eine gute Sache. Mitunter aber auch negativ falls BAföG-Anspruch besteht. Schade dass BAföG-Regelungen bei einem geplanten Studium vielen junge Leute ausschließen. Für uns wird das in weniger als zwei Jahren ein Thema und ich würde mich finanziell ehrlicherweise durchaus schwerer tun für den Nachwuchs noch die Studenten-WG zu finanzieren. Auch hier sind die Preise ja deutlich gestiegen je nach Ort. Vermögen der Kinder über 8.200 Euro wird bei der BAföG-Förderung berücksichtigt. Ebenso finde ich zulässige Einkommen und Freibeträge der Eltern zu niedrig angesetzt. Ab einem gemeinsamen Eltern-Gehalt von Brutto 65.000 Euro im Jahr ist die staatliche Förderung eher unwahrscheinlich. Das ist echt nicht viel angesichts allgemein stark steigender Kosten für Wohnen, Heizen und Lebensmittel. Das System sollte reformiert werden um allen eine Chance zu geben.

  29. Hi Mats,
    Danke
    In den 3,5% ist Miete, Mobilität, Nahrung und Dinge des täglichen Bedarfs, Versicherungen (ausser Krankenversicherung), Urlaube … enthalten.

  30. @Domi
    Du hast ja schon sehr viele gute Kommentare erhalten. Den Tips kann ich mich nur anschließen. Ich bin selbst in ähnlicher Situation. Werde nächstes Jahr 40 Jahre alt, und denke darüber nach meine Arbeitszeit auf 80 % zu reduzieren. Die Sparbeiträge ins Depot spielen eine immer unwichtigere Rolle. Die Performance des Depots hat einen viel größeren Hebel als die Sparbeiträge. Ein bisschen was arbeiten damit man sozialversicherungspflichtig beschäftigt bleibt, ist sicherlich kein Fehler. Selbst wenn man noch nicht ganz die persönliche fi erreicht hat, kann eine stundenreduktion eine große Erleichterung bringen. Das hängt aber auch vom Job ab, den man macht.. wenn es dazu führt dass man bei gleicher Aufgaben Last weniger Zeit bekommt diese zu erledigenden ist es nicht gut. Hier muss der Arbeitgeber tatsächlich die bisherige Aufgabe entsprechend anpassen und du musst das Einfordern. Damit bin ich bisher immer gut gefahren wichtig ist dass das Stresslevel im Job durch diese Veränderung nicht erhöht wird. Weiterhin viel Erfolg

    1. @Sparfuchs
      “Das hängt aber auch vom Job ab, den man macht.. wenn es dazu führt dass man bei gleicher Aufgaben Last weniger Zeit bekommt diese zu erledigenden ist es nicht gut. ”

      Genau das ist meine Befürchtung wenn ich nur auf 80% reduzieren würde. Deshalb plane ich gleich auf 50% zu gehen, was sich mit meiner aktuellen Rolle definitiv nicht verträgt. Ich werde dann auch von der Rolle/Verantwortung her ein Rückschritt gerne in kauf nehmen.

  31. Ich hab den Schritt zur Reduzierung nie bereut. Weiter zu reduzieren ist bei mir jobbedingt kaum möglich und so lange es mir gefällt, bleibe ich dabei. Ohne Angestelltenverhältnis und mit evtl. steigenden Ausgaben, wenn die Kinder größer werden ( wobei ich mich freue, wenn der Kiga Beitrag wegfällt ; ) ) und vor allem dem Eigenbeitrag zur KV wäre es mir aktuell zu riskant. Brauche aktuell so ca. 2,8 % vom Depot pro Jahr.

  32. @EK Beitrag Hebelwirkung

    Ich frag mich auch manchmal, ab wann die Eintragungen ins Depot quasi nicht mehr wirken und man es sein lassen könnte. Beisp. Depot = 500k und Sparbeitrag 12k = 2,4% vom Depot. Das ist vlt noch ein Wert der ins Gewicht fällt!?

    Bei 0,xx% ist es eher vernachlässigbar.

    Was meint ihr dazu?

    -M

    Am Ende läuft es eh wie Tim es macht? Man gewöhnt sich 20-30jahre an das einzahlen und kann dann nicht mehr aufhören damit? … oder nir schwer 🙂

  33. @ 42sucht21

    Jack Ma wird in Zukunft hoffentlich Bücher über seinen Geschäftspartner beziehen. Der scheint besser in die Gesellschaft integriert zu sein. Ein bisschen weniger Trubel um seine Person wäre diesbezüglich auch von Vorteil. Es gibt sicherlich gute Buchtitel wie: Wie kann ich als Mensch meinem Land bestmöglich dienen? Chinas Weg an die Spitze der Weltmächte.

    @M

    Es gibt immer noch die Studien zu der 4% Regel. Manche wenden 3% ode etwas dazwischen an. In dem Blick ist 2.4% gar nicht so wenig. Außerdem bietet ein Einkommen natürlich Schutz vor dem SORR. Falls Geld für das Leben entnommen werden muss ist das aktive Einkommen in Schwächephasen besonders wertvoll durch den Cost average Effekt.

  34. 12k auf 500k irrelevant?

    bei 6% p.a. nach 20 Jahren ohne Aufstockung: 1.6 Mio.
    mit Aufstockung: 2.07 Mio.

    bei 10% 3.36 Mio vs. 4.12 Mio.

    besser die Beträge steigern mit der Laufzeit, die Löhne steigen ja auch. Jetzt wo du mehr verdienst ist das ja easy 😉

    die Frage ist und wird insbesondere in Zukunft noch wichtiger ob man inflationsbereinigt rechnet oder nicht. Die Meinungen gehen hier ja auseinander, die letzten 20 Jahre konnte man Inflation mehr oder weniger ignorieren, nun sieht es etwas anders aus, aber auch jetzt die Meinungen gespalten, die 6% in USA die einen sagen nur Strohfeuer wegen Corona und schon bald wieder unter 3% andere sagen sie ist gekommen um zu bleiben.

    Meine Grundregel wie seit jeher immer 2-3x so viel einrechnen wie man denkt dann ist man auf der sicheren Seite. Lieber etwas zu viel Kapital als zu wenig, man wird dafür schon eine Verwendung finden 😉

  35. @-M Relevanz des Sparbeitrags bei großen Depots.
    Die normale Tages(!)-Schwankung des Depots liegt ja durchaus teils im Bereich von +/- 1%.
    Ich glaube ein 2,4% Sparbetrag fällt da wenig auf, leider!
    Aber (frei nach Bill Gates) – man überbewertet den Jahresbeitrag und unterschätzt wenn man diese Quote 10 oder gar 20+ Jahre weiter führt.
    Ja, jede dauerhafte Sparrate zeigt Relevanz nach einigen Jahren finde ich – auch 0,x%.

  36. @Kiev
    Wenn Ihre Prognosen bezüglich EM eintreffen, dann werden wir alle vielleicht dieses neue Buch als Schullektüre bekommen. Wird dann Dürrenmatts Physiker ersetzen wobei ich den gerne las, jedenfalls lieber als die Verwandlung. Das ist andererseits ein sehr empfehlendswertes Buch für alle im Hamsterrad bzw. die, die FI-anstreben.

    Kiev sagt:
    17. November 2021 um 11:19 Uhr

    @ 42sucht21

    Jack Ma wird in Zukunft hoffentlich Bücher über seinen Geschäftspartner beziehen. Der scheint besser in die Gesellschaft integriert zu sein. Ein bisschen weniger Trubel um seine Person wäre diesbezüglich auch von Vorteil. Es gibt sicherlich gute Buchtitel wie: Wie kann ich als Mensch meinem Land bestmöglich dienen? Chinas Weg an die Spitze der Weltmächte.

  37. Ich denke mit der Einstellung “lieber etwas mehr (2-3x von dem was man denkt zu brauchen)… kann ja nicht schaden” läuft man “Gefahr” nie zu einem Ende zu kommen. Wenn man das so möchte ist das vollkommen ok, muss aber jeder selber für sich entscheiden.

    Bezüglich EK und Hebelwirkung. Ich dachte ich verstehe was -M meint.
    Ich verstehe es so, dass wenn man es mit der FI und einem tatsächlichen Ausstieg plant und dafür eine fixe Summe anvisiertes Kapital welches man braucht im Blick hat. Dann kann man auf der Zielgeraden schon ins Grübeln kommen.

    Bsp (paar Hausnummern, entspricht nicht ganz meiner Konstellation):
    Benötigter Depo Betrag für FI: 1Mio
    Fehlbetrag bis FI: 200K
    Durchschnittliche Depot Performance: 10%/pA
    Sparquote/Mon (Full time Arbeit): 2K
    -> Erreichen FI nach 1,76 Jahren

    Sparquote/Mon (Teilzeit Arbeit): 0€
    -> Erreichen FI nach 2,24 Jahren

    Also einfach zurücklehnen und warten und man erreicht das selbe, nur eben 6 Monate später, aber das quasi im Liegestuhl.

  38. Der Sparfuchs spricht einen wichtigen Punkt an. Ein guter Freund von mir hatte vor Jahren auf 80% reduziert. Das führte dazu, dass er die gleiche Verantwortung und Aufgabenlast in kürzerer Zeit zu schultern hatte. Für weniger Gehalt. Er kehrte dann recht zügig zur Vollzeit zurück.

    @ -M

    Du sagst es! Das Sparen und Investieren geht irgendwann in Fleisch und Blut über und wird zur liebgewonnenen Gewohnheit. Ich werde investieren bis ich in die Kiste gehe. Habe auch gar nicht vor, das Depot zu zerstören, ähh zu verzehren. Das Portfolio wird nach meinem Ableben seinen Dienst weiter erfüllen. Wie genau überlege ich später.

    Für das Reduzieren der Arbeitszeit reicht mir eine Senkung der Sparrate aus. Das Depot wird weiter gefüttert. Die Gans wird fetter, die goldenen Eier größer 🙂 .

      1. @Freelancer, Domi zu Reduzierung Wochenarbeitszeit:
        Genau so ist es! Je nach Job und Rolle im Unternehmen kann man diese Reduzierung der Arbeitszeit & Volumen sich vorher genau überlegen und dem Chef einen Vorschlag machen. Sei es mit normaler Fortsetzung der Bearbeitung der deligierten Dingen, aber dann eben längerem Freizeitausgleich. – sofern das einen selbst glücklich macht und der Arbeitsauflauf erlaubt. Am besten gleich nach Vertreter Regelung fragen, damit nach Rückkehr der Aufgabenstapel nicht noch größer ist… Arbeitslast gerade bei Reduzierungsabsicht ehrlich transparent machen – das ist gute Grundlage für Priorisierung was künftig andere MA leisten dürfen.
        In den meisten Organisationen geht bei 20% = 1 Arbeitstag/Woche mehr operative Zeit verloren, da die Grundlast mit Abstimmungen, sonstige Organisatorisch/Administrative Arbeit immer gleich bleibt im Umfang. Schulungen, Reisekostenabrechnung dauern genauso lang wie vorher 😉
        Man muss es als Projekt sehen, wenn man eine sehr selbstbestimmte Arbeit ausübt.dann kann man die Reduzierung auch voll genießen.

        Ich würde nicht zu viel Sicherheit einplanen, jeder von uns hat auch ein Risiko, das sich neben Inflation, Crash usw was anderes zustößt. Da kann es sinnvoll sein, mit einem Wohlfühl Puffer. Aber ohne 3 fache Sicherheit in die (Teil) Freiheit gehen.

  39. @ Der Domi

    Falls sich die Person aus Deinem Beispiel die Frage stellt: FU oder nicht FU. Dann wird nicht mit 10% per annum gerechnet. Deine 3% sind eine wesentlich bessere Betrachtung dafür. Wenn es am Ende besser läuft ist das natürlich kein Problem. Teilzeit hat auch weitere Vorteile: 1. Frühere Reduktion der Arbeit 2. Pareto Prinzip. Mit Teilzeit ist man vermutlich ähnlich glücklicher wie mit vollständiger FU. 3. Steuerersparnis. Es wird mehr Netto vom Brutto übrig bleiben. 4. Sicherheit: ein weiteres Standbein für die Deckung der Ausgaben ist vorhanden.

    @42sucht21

    Meine EM Investments kann man als auch Dreispeichen betrachten. Aktiv verdiene ich das Geld in Deutschland. Falls EM an Bedeutung gewinnt, so hat es Auswirkungen auf mein Gehalt. Allerdings steigt so die Rendite meiner Investments in höherem Maße. Wird am Ende vermutlich grob auf dasselbe hinauslaufen. Nicht korrelierende Investments gefallen mir aber. Meine CoreCivic Position gefällt mir diesbezüglich ebenfalls. Sie korreliert mit der Politik. Kaufen bei Einzug der Demokraten. Verkaufen bei Einzug der Republikaner. Dazwischen teilweise gute Dividendenzahlungen einkassieren.

  40. Was mich immer wundert, ist die Tatsache, daß @Tim sich traut, über ein Unternehmen (in diesem Fall eine Bank) derart Negatives zu berichten und dabei noch Roß und Reiter zu nennen.
    Ich weiß nicht, ob ihm bewußt ist, wie schnell man eine Klage wegen übler Nachrede am Hals hat. Das kann richtig teuer werden, auch wenn man in New York sitzt.
    Ich weiß von Leuten, die schon wegen viel harmloserer Berichte zur Kasse gebeten wurden.
    Man muß sich da schon sehr sicher sein, das alles der Wahrheit entspricht.

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