Sparen und Assets sammeln, um Dividenden zu kassieren


New York, 25. Januar 2019

Die meisten Leser im Blog sind Sparnaturen. Sie wollen sich Wohlstand durch Verzicht aufbauen, um freier zu werden. Mit einem einfachen ETF-Sparplan kannst Du in einigen Dekaden Millionär werden. Das ist der einfachste Weg zum Wohlstand. Das Trading geht meist schief. 90% versagen. Das zeigt die Statistik.

Die Leute, die ich kenne, verstehen nicht den Zinseszins. Wenn ich ihnen erkläre, dass die finanzielle Freiheit möglich ist, schütteln sie mit dem Kopf und tun das als Quatsch ab. Aber es geht. Sie verstehen eben nicht die Mathematik der finanziell Freien. Sie verstehen die gesamte Bewegung nicht.

Wenn ich ihnen erkläre, sie müssen eifrig sparen jeden Monat, dann haben sie schon gar kein Interesse mehr weiter zuzuhören. Dann schalten sie ab. Das ist das Problem. Sie legen nicht viel Wert darauf, heute für eine bessere Zukunft Opfer zu bringen.

Die Menschen in meinem Blog sind viel zukunftsorientierter als die allgemeine Bevölkerung. Deshalb sind viele von uns zufriedener. Wir wollen uns Ziele stecken. Wir wollen etwas erreichen. Wir wollen keine Lemminge sein, die blind der Masse folgen. Deshalb verstehen wir uns sehr gut, wenn wir uns treffen oder hier in den Kommentaren austauschen.

Willst du auf 30 oder 50 Prozent des Nettogehalts heute verzichten, damit du zukünftig ein fantastisches Leben führen kannst? Logisch! So sind wir drauf.

Die Mehrheit der Menschen legt mehr Wert auf ihr gegenwärtiges „Ich“, als auf ihr zukünftiges „Ich“. Die Sprüche sind immer die gleichen. „Was kümmert es mich, was in 20 Jahren sein wird. Ich möchte mein heutiges Leben genießen!“ Oder so ein Spruch: „Wer weiß, ob ich in 8 Jahren überhaupt noch leben werde.“

Noch eine Zugabe: „Die Zukunft ist nicht garantiert.“ „Viel lieber genieße ich das Leben jetzt, solange ich jung bin.“ Dies sind alles Wege, um zu sagen, dass sie das derzeitige Glück mehr als das zukünftige Glück schätzen.

Abgesehen davon ist das Problem der Konsum. Viele Menschen können sich nicht vorstellen, mit ihrem Leben zufrieden zu sein, ohne ständig Geld in Dopamin umzuwandeln.

Diese Leute haben einen aufgeblähten Lebensstil. Sie glauben, sie werden mit dem Zeug und Plunder zufriedener. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Das ständige Kaufen macht abhängig. Du wirst wie ein Gefangener in einem Konsumkäfig.

Innerlich bist du trotz dem Konsum/Luxus tot. Du steckst dir so keine Ziele, hast keine Herausforderungen. Einfach nur kaufen und konsumieren.

Wer sich etwas anstrengt, kann einiges sparen. So wie dieses Paar, das 1.000 Dollar pro Monat spart. Focus Money erklärt das Grundprinzip ähnlich.

Der 39-jährige Christian Wielgus aus Ammersbek bei Hamburg spart fast 80% seines Einkommens. Jetzt ist der Power-Sparer Millionär. Er besitzt Dividendenaktien und Immobilien. Hier ist ein Focus-Artikel über ihn.

Hier spricht Wielgus über seinen Weg von Null auf eine Million mit Steffen Kriese:

Alex Fischer sparte eifrig, um mit der Familie eine Weltreise zu machen.

Jeder geht seinen eigenen Weg. Was wir hier im Blog machen, ist es Rücklagen zu bilden, Ziele zu haben. Die meisten hier mögen keine Edelmetalle oder Edelsteine, weil sie kein Einkommen generieren. Die meisten sammeln vermutlich wie Alex langfristige Assets, die passive Cashflows erzeugen: Eben Aktien, Renditeobjekte, Garagen, Ferienwohnungen, Holzplantagen, ETFs, Anleihen…

Die meisten hier im Blog sind auch keine Zocker. Sondern wir sparen uns langsam reich und frei. Wir haben 20, 30, 40 Jahre Zeit.

Natürlich gibt es immer mal wieder Zocker, die Glück haben. Der pleite geglaubte Versorger PG&E ist dem Tot offenbar in letzter Minute von der Schippe gesprungen. Die Behörden in Kalifornien teilten mit, dass PG&E nicht schuld an den Waldbränden in Kalifornien ist. Die Aktie explodierte sofort nach der guten Nachricht um 75 Prozent. Ein Trader kaufte für 200.000 Dollar Calls, Minuten bevor das offiziell publik wurde. Er ist nun 3,7 Millionen Dollar reicher, wie Reuters berichtet. Es ist wie ein Lottogewinn. Die Börsenaufsicht SEC wird demjenigen bestimmt bald auf die Schliche kommen. Viel Spass im Knast.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Sparen und Assets sammeln, um Dividenden zu kassieren

  1. AvatarA.

    Hallo Tim,

    ich spare bzw. kaufe ja ab und zu Edelmetalle. In letzter Zeit hin und wieder Silbermünzen. Ist aber nur ein winziger Teil im ganzen Portfolio bei mir, weniger als 10%.
    Von Zeit zu Zeit kaufe ich Silbermünzen, mal für 100 Euro, mal 200 Euro, so in etwa, habe dadurch einfach auch was in der Hand, ist ein cooles Gefühl 🙂

    Gruß

    A.

  2. AvatarBruno

    Oft sind es eben keine Argumente sondern Ausreden (auch gegenüber sich selbst, etwas zu tun). Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in 5 oder 10 Jahren nicht mehr lebt, z.B. als 20 oder 30 jährige(r) ? Wenn man jung ist hat man noch die Kraft, Vollgas zu geben, später wird es immer schwieriger, die Knochen tun irgendwann weh, man wird müde, dann wäre man dann froh, nicht mehr täglich um 6 aufzustehen und danach zu pendeln, Kollegen oder ein Chef den man gar nicht mag, Tag ein Tag aus…

    PS: Heute wieder richtig kalt hier, aber hat anscheinend auch etwas Gutes, die Bären haben sich in die Höhle verkrochen und sind jetzt im wohlverdienten Winterschlaf.

  3. AvatarBruno

    @A.

    Kann man sicher machen so maximal 3-5%, als Versicherung gegen gröbere Zerrüttungen, aber ob es dann hilft, ist eine andere Frage. Ich bin da eher skeptisch, ich halte keine Edelmetalle. Man hat ja auch in der Geschichte gesehen, wenn genau diese grossen Probleme anstehen, nützt einem Gold nicht viel, es wird dann höchstens noch verboten und man kann damit nichts kaufen. Edelmetalle entwickeln sich langfristig natürlich viel besser als Geld, das sehr langfristig immer wertlos verfällt, aber ansonsten aus Investitionssicht natürlich ein Debakel, alles andere ist besser Bonds, Immobilien, Aktien etc. ausser eben Cash, das ist noch schlechter langfristig.

    Wenn man schon so grosse Angst hat vor dem Weltuntergang, dann besser noch einen Vorrat und/oder Garten zulegen, dann hat man wenigstens etwas zu essen. Ich hab den Garten aber nicht für diesen Fall sondern einfach weil es Spass macht und man auch etwas ernten kann, aber auch ideal um Stress abzubauen, es schmeckt aber auch einfach besser als im Supermarkt, auch wenn man sich das vermutlich auch nur einbildet.

  4. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,

    die Frage ist, ob Gold das „echte“ Cash ist, wenn bald Währungen kippen oder ob Gold eben zu spekulativ ist. Buffett hält ja 100 Milarden Dollar Cash und hasst Gold. Er glaubt wohl nicht an das Ende des FIAT-Geldes….

  5. AvatarBruno

    @Fabian S

    Buffett hasst wohl auch Cash, aber will halt auch nicht zu jedem Preis zukaufen. Gold ist kurzfristig spekulativ, langfristig langweilig, erhält zwar den Wert aber auch nicht mehr. Als Depotdiversifikation kann man ja auch eine Goldmine (Aktie) kaufen. Ich bin halt ein Aktienfan, bekomme dort alle Assetklassen auch indirekt, auch Immobilien oder eben Rohstoffe, wenn man möchte. Der Vorteil ich muss dafür keinen Safe anschaffen oder mich mit mühsamen Mietern umherschlagen. Viele Aktien sind ja auch indirekt Immobilienaktien, z.B. auch McDonalds.

  6. AvatarChristian

    Vielen dank für den schönen, motivierenden Artikel, Tim. 🙂

    Gold: ich habe 2011 mit Gold eine Menge Kohle verdient – „the Trend ist your Friend“. Das unser westliches FIAT-Geld (US-Dollar, Euro) untergeht, davon halte ich nichts. Das wäre dann ein solch gewaltiger Strudel, da hilft auch kein Gold mehr. Lieber noch Grundbesitz zur Absicherung – besser: optimistisches Denken und langfristig per Sparplan den Wolrd-ETF nachkaufen.

  7. AvatarThorsten

    Gold sollte man am besten generationsübergreifend sehen. Ein Wertspeicher. Früher eine Unze ein Maßanzug, heute ebenfalls. Hat alles überlebt, diverse Mark und wird auch den Euro überleben. Keine Papierwährung währt ewig.

  8. AvatarFreddi

    Ich frag mich weshalb alle so scharf auf einen Staatsfond sind? Dann können wir uns auch gleich die DDR zurückwünschen da war auch der Staat Teilhaber an den Unternehmen. 😉

  9. AvatarAndrea

    Ich fände es besser, der Staat würde das Aktiensparen der Bürger in irgend einer Form unterstützen. Im Moment hat man ja den Eindruck, auf der einen Seite wird gesagt, wir müssten für die Rente sparen, auf der anderen Seite kommt bei allem, was der Staat fördert, nichts bei herum.

    Der Staat könnte die Sparerfreibeträge erhöhen oder uns die Gewinne aus dem Aktienerwerb nach einer gewissen Haltedauer steuerfrei lassen, so wie es früher war.

    Leider habe ich den Eindruck, vom Staat ist in der Hinsicht nichts zu erwarten, eher würden sie den Sparerfreibetrag komplett streichen, um noch ein paar Cent mehr im Staatssäckel zu haben, um die ausaufernden Ausgaben zu bezahlen. Es ist ein Trauerspiel.

     

     

  10. AvatarManniB

    Ich selber kaufe ab und an mal paar „American Eagle“ Goldmünzen. Aber nicht unbedingt wegen der Streuung, sondern weil sie mir gefallen und es quasi ein Hobby ist.

    Bin mit 90% in Aktien und Etfs investiert und mit 10% in Junk Bonds.

    P. S. Gerry Weber hat Insolvenz beantragt.

  11. AvatarDaniel

    Silber und Gold korrelieren wenig bis gar nicht mit dem Aktienmarkt, deswegen sind sie für mich eine eigene Asset-Klasse und gehören selbstverständlich in MEIN Depot. Es geht nicht darum wieviel Gewinn sie abwerfen, das tut Cash auch nicht, ist aber ebenso eine Depotbeimischung und nimmt Volatilität heraus. Gold kann sogar entgegenwirken und im Wert steigen während Aktien fallen. Wüsste nicht warum ich das nicht auch im Depot haben soll.

    Als Depotdiversifikation kann man ja auch eine Goldmine (Aktie) kaufen. 

    Das eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Eine Aktie bzw. Mine kann pleite gehen, unrentabel sein oder sonstwie in Schieflage kommen. Das was gefördert ist ist zudem noch nicht mal bearbeitet. Ein physischer Klumpen Gold ist bereits erbrachte Leistung, die nicht pleite gehen kann.

    Das wäre etwa so als ob ich Unternehmensanleihen und Aktien auf eine Stufe stelle weil ich beiden Unternehmen mein Vertrauen bzw. Kapital gebe.

    Werde wohl Anfang nächsten Jahres wieder etwas Gold und Silber beimischen sodass ich wieder auf jeweils 5% Depotbeimischung bzw. 10% Edelmetallbeimischung komme. Im Gegensatz nehme ich etwas Cash vom Tisch.

  12. Mark85Mark85

    An ManniB: Als angemeldetes Mitglied klickst du oben rechts auf ,,Willkommen, ManniB“ und dann auf ,,Profil bearbeiten“. Falls du noch keines bist, musst du dich hier zuerst registrieren, weil man als reiner Gast kein Profilfoto auswählen kann: https://timschaefermedia.com/wp-login.php?action=register

  13. AvatarBerlinerin

    Ich spare leider erst seid fünf Jahren, aber dafür inzwischen knapp 65 % meines Dreivierteltagsgehaltes. Jeden Monat 1500 in Einzelaktien mit guten Dividenden oder ETF. Dazu etwas Cash und Gold für den Notfall. Wir sind alle sehr genügsam. Mein Sohn hat mit seinen 13 Jahren verstanden was wirklich wichtig ist. Er will Pilot werden. Die Ausbildung kann ich ihm bezahlen, weil wir frugal leben. Da ich heute schon nur 75% arbeite hat mein kleiner, behinderter Sohn viel mehr Zeit mit mir. Zeit mit Kindern ist wichtiger als aller Kram den man ihnen schenken kann. In 6 Jahren bin ich 50. Ich werde dann nur noch im Sommer arbeiten und im Winter reisen. Oder umgekehrt. Das geplant zu haben motiviert mich heute zu verzichten. Dabei hab ich nie das Gefühl zu verzichten. Tim, Dein Blog gibt mir jeden Morgen, wenn ich um 6:00 vor der Übergabe in der Klinik Deinen neuesten Artikel lese, den Grund warum ich das alles mache. Ich danke Dir dafür!

  14. AvatarRalf

    „Der Staat könnte die Sparerfreibeträge erhöhen oder uns die Gewinne aus dem Aktienerwerb nach einer gewissen Haltedauer steuerfrei lassen, so wie es früher war.“

    Das wären schon mal vernünftige Ansätze. Wird aber nicht kommen, weil zu viele am Sozialsystem hängen und mit gefüttert werden müssen.

    Die öffentlichen Sozialausgaben in Deutschland liegen mit rund 25 Prozent deutlich über dem internationalen Durchschnitt von ca. 20 Prozent. Und es wird noch weiter steigen. Das bedeutet künftig wohl noch mehr Abgaben und Steuern.

  15. AvatarJan

    Hach ich mag Edelmetalle. Mit reinen Papierwerten in Banken ist man immer der staatlichen Willkür ausgeliefert. Und wenns einen Räuber gibt, dann der Staat in Not. Hat man erst wieder in der Finanzkrise gesehen. Wie es Greenspan schongesagt hat: Edelmetalle sind der einzige Schutz des Bürgers gegen den Wohlfahrtsstaat.

    Eine vernünftige Quote Edelmetalle ist nicht unbedingt dumm. Denn, wenn das Gold spricht, ist die Welt still. Nur übertreiben sollte man es – wie bei allem – nicht.

     
    Hier die dt. Übersetzung „Gold und wirtschaftliche Freiheit“ – Alan Greenspan, 1966
    https://www.goldseiten.de/artikel/96–Gold-und-wirtschaftliche-Freiheit-Alan-Greenspan.html?seite=1

    Sehr lesenswert!

    Und wer mal einen Goldbarren in der Hand hatte und diese ungeheure Wertdichte und Gewicht auf kleinem Raum erlebt hat, der versteht das auch etwas. Wobei ich Silber auch sehr interessant finde.

    Schöne Grüße
    Jan

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Moin,

    mein Xetra-Gold habe ich vor einiger Zeit verkauft, weil plötzlich Lagergebühren verlangt wurden.

    Unter Investment verstehe ich, dass ich Cashflow erhalte, und nicht, dass mich „totes Kapital“ auch noch Geld kostet.

    Ich würde physisches Gold kaufen, wenn ich z.B. 1 Unze Maple Leaf in die Schatulle lege, und sie nach einem Jahr wieder aufmache, und dann liegt eine kleine 1/20 Unze Maple Leaf daneben, mit der ich einkaufen gehen könnte. Das wären 5% Cashflow.

    Schönes Wochenende.

    MS

  17. AvatarJan

    Matthias, der Sinn hinter Gold ist gerade, dass es keinen Cashflow hat und auch kaum für etwas industriell genutzt wird. Der auf den ersten Blick erscheinende Nachteil ist ein sehr großer Vorteil, wenn man mal verstanden hat wofür Gold da ist und warum es durch politische Intervention und Interessensgruppen nicht dauerhaft kontrollierbar ist. Dafür muss es genau diese Eigenschaften besitzen. Ein Grund warum bis heute die Mehrzahl der bedeutenden Zentralbanken Gold halten.

    Und es geht nur um eine Beimischung. Extreme sind nie dauerhaft gut.

  18. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Jan,

    der Sinn, den es für die meisten Goldhorter hat, der ist mir natürlich klar. 😉

    Man erhofft sich einen unbeschadeten Werttransfer bei Systemreset etc. Ist auch alles ok. Aber ich persönlich habe keine Lust, verängstigt auf Gold zu hocken, und mein Leben von Befürchtungen beherrschen zu lassen.

    Ich bin auch einigermaßen schicksalsgläubig. Wenn das System, die Wirtschaft, was auch immer den Bach runter geht, dann sei es so. Dann werden wir kollektiv ganz unbekannte Kräfte entwickeln.

    Man muss sich nur die alten Aufnahmen der ausgebombten Städte nach 1945 anschauen. Wenn man es nicht wüsste, man würde es für unmöglich halten, dass wenige Jahre später alles auferstanden ist, besser als je zuvor.

    Im Übrigen wird Gold natürlich schon ordentlich industriell genutzt. Keine Leiterplatte ohne Gold.

    Aber wie gesagt, für mich persönlich ist das kein Investment, da ich keine Zukunftsangst habe.

    Außerdem, wenn es wirklich hart auf hart kommt, und Gold mal wieder enteignet wird, bzw. für den Privatbesitz verboten (wie schon Jahrzehnte in USA), dann hilft es mir eben genau dann nicht, wozu ich es eigentlich vorgesehen hatte.

    Meine Partnerin ist aber so gestrickt, dass sie sich mit ein paar Münzen sicherer fühlt. Ist halt so. Jeder muss mit seinem „Strickmuster“ leben.

    MS

  19. AvatarJan

    Doch. Die Schweiz ist nur einen Katzensprung entfernt und es zu schmelzen und zu bearbeiten (bereits selbst gemacht) ist leicht. Lackieren und/oder legieren ebenso. Es ist geruchslos und wertdicht. Den Privatbesitz zu verbieten war bereits in den USA sehr witzlos.

    Der Hauptteil der Goldförderung geht außerhalb der Industrie und selbst die in der Industrie gäbe es einfache Substitute.

  20. AvatarGainde

    Es ist sicherlich gut, wenn man die finanzielle Freiheit bereits während dem erwerbstätigen Lebensabschnitt erreicht. Dann kann einem auch das Rentensystem usw. egal sein.

    Ich gehe persönlich davon aus, dass man zukünftig bei längerer Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit und auch Renteneintritt, sein ganzes Vermögen bis auf einen kleinen Mindestbetrag aufzehren muss. Erst dann wird man vielleicht eine minimale Rente bzw. staatliche Leistungen erhalten. In diesem Szenario sind ein Lebemann und ein Sparer am Ende genau gleich weit. Also wehe, man erreicht die finanzielle Freiheit nicht vor einem solchen Eintritt.

  21. AvatarJan

    Nebenbei, geht nicht um irrationale Zukunftsängste mit ausgebombten Städten. Die Beispiele Griechenland oder noch schlimmer Zypern mit einer immer mehr erodierenden EU (UK, rechtsnationale Parteien, dauerhafte Zentralbankstütze, nicht tragfähige Haushalte) reicht mir um da im Kleinen etwas vorzusorgen. Während man in den USA Bundesstaaten pleite gehen lässt, sind die Euroländer hierfür unfähig und politisch nicht stark genug. Brrrr! Das Signal ist klar: Wer über seine Verhältnisse lebt wird gerettet. Und selbst frisierte Finanzen lund Betrug lassen Politiker nicht in den Knast wandern.

  22. AvatarOlly Wood

    @tim

    “…Geld in Dopamin umwandeln“ 🙂 was für eine geile formulierung klasse, das werde ich öfter mal verweden / gebrauchen können !! 🙂 Übrigens wieder top Artikel, Danke Dir

  23. Avatarsteve

    @ EM was da gerne aussen vor bleibt ist die Steuerfreiheit auf Gewinne, genau wie bei Immobilien. Bei Gold und Silber aber bereits nach einem Jahr Haltedauer nicht ganz unwichtig. Freilich muss erst mal Gewinn da sein, gibts bei Aktien auch Wachstumsaktien kauft man ja in der Hoffnung das sie steigen, bloss steuerfrei gibts den Gewinn da nicht.
    Warren Buffet verstehe ich da nicht ganz er muss Gold ja nicht moegen, aber muss er dazu einen Kommentar abgeben. Wenn er das bei jeder Aktie die er nicht mag machen wuerde, haette er viel zu tun.

  24. AvatarDaniel

    Unter Investment verstehe ich, dass ich Cashflow erhalte, und nicht, dass mich „totes Kapital“ auch noch Geld kostet.

    Oh, das schränkt dich aber ziemlich ein, denn dann fallen ja auch bei Dir auch fast alle Growth-Werte wie Amazon usw. raus, die generieren auch keinen Cashflow sondern nur Buchgewinne. Genauso wie Gold.

  25. AvatarBruno

    Gold ist etwas für Angsthasen oder Spekulanten, beides bin ich nicht. Für mich ist Gold einfach nur ein Rohstoff, und da ich mich auch als Minimalist bezeichnen könnte, macht es keinen Sinn, sich Rohstoffe im Keller oder wo auch immer anzuhäufen. Anstatt Gold könnte man ja auch einfach Aluminium oder Kupfer oder was auch immer lagern. Rohstoffe machen für mich nur Sinn, wenn man sie auch für irgendwas braucht. Der Goldschmied braucht Gold, der Elektronikproduzent ebenfalls. Aber ich brauche kein Gold.

    Viele sehen Gold auch als Inflationsschutz, das bieten Aktien aber noch besser, da gibt es nebst dem Inflationsschutz auch noch ordentlich Rendite.

    Aber ich verstehe auch alle, die Gold bunkern. Wenn es sie beruhigt, ist es ja auch in Ordnung. Aber ich glaube kaum, gerade nicht als Kleinanleger, dass man dadurch auch in grösseren Krisen viele Vorteile bekommt. Gold kann man von heute auf morgen verbieten, nicht der Besitz, aber der Handel, und wenn man nichts kaufen oder tauschen kann für Gold, ist es nichts mehr wert. Auch der Schwarzhandel wird wenig bringen, in der „grossen Krise“, wenn sie dann irgendwann mal kommt, benötigt man Güter des täglichen Bedarfs, Lebensmittel, ein Dach über dem Kopf, aber ganz sicher kein Gold.

    Bitcoins geht für mich ins selbe Kapitel, brauche ich nicht, wenn ich es irgendwann brauche, um etwas zu kaufen oder wie auch immer, dann ja, aber vorher ist es nur reine Spekulation, dazu kommt noch sinnlose Energieverschwendung, wenn ein Grafikchiphersteller explodiert weil alle Bitcoins schürfen, dann ist irgendwas nicht mehr ganz sauber.

    Der Vergleich mit Wachstumsaktien sehe ich anders, da werden Werte geschaffen, die Sinn ergeben. Amazon, Netflix etc. bieten Dienstleistungen an, die für den Menschen von Nutzen sind, ich finde es sogar positiv, wenn eine Firma weniger Dividenden ausschüttet, dann sieht sie noch genug Potential in sich selbst zu investieren, zu wachsen. Gold und Bitcoins wachsen nicht, im Gegenteil.

  26. AvatarFabian S.

    @ All:

    Naja ich bin langfristig auch Optimist gerade für Aktien. Allerdings sagt man ja immer, dass es toll ist im Crash viel Cash zu haben. Nur frage ich mich in welcher Währung und sehe Gold eher als Cash-Alternative, wenn die Papierwährung wirklich den Bach runtergeht. Nur ist Gold auch sehr wertschwankend um sein Cash darin zu tauschen.

     

    Und ich glaube nicht an Schicksal, sondern an Überschuldung und die nächste Finanzkrise, gerade, weil die gegenwärtige Geldpolitik total ungesund ist. Und das sehen doch sehr viele so. Und ich meine keine Crashpropheten oder Spinner.

  27. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Daniel,

    natürlich ist das so, aber das wurde ja schon in aller Ausführlichkeit diskutiert.

    Also ich würde mich erst eingeschränkt fühlen, wenn ich Unmassen an Geld unterbringen müsste, und es kaum noch Dividendenwerte gäbe.

    Aber mit so geringen Beträgen, die einem zur Verfügung stehen, da findet man bis in alle Zukunft genug Anlagemöglichkeiten.

    Wir hatten schon oft erwähnt, dass es eben auf die persönliche Situation ankommt. Wenn ich Anfänger wäre und vielleicht 30 Jahre alt, dann würden mich auch Growth-Aktien interessieren.

    Mein Anlagehorizont ist aber sehr nahe. In 2 Jahren beziehe ich dann gesetzliche Rente, und bis dahin soll ein zusätzlicher Cashflow beständig fließen.

    Als ich angefangen hatte mit Aktien (wie sehr viele Leute Ende der 90er), da hatte mich Dividende auch überhaupt nicht interessiert. Man hatte ein paar Tausend DM/EUR auf dem Konto, und die wollte man so schnell wie möglich wachsen sehen. Das ist, glaube ich, die ganz normale Sache zuerst. Was bringen ein paar wenige Euros an Dividenden bei geringem Startkapital? Man will das Depot im Kurswert wachsen sehen.

    Aber ich war eh viel zu spät dran, aber nachdem sich bei mir Zig-Tausende dann in Luft aufgelöst hatten, und nicht nur Buchgewinne sondern auch real investiertes Geld, da habe ich dann umgedacht.

    Glücklicherweise konnte ich mir mein Geld ab 2003 wieder zurück holen. Ich würde sagen, ab 6-stellig und keinem Zeithorizont von noch 20 oder 30 Jahren mehr zum Investieren, schaltet man zurück, will man dann keinen Zusammenbruch mehr riskieren, und stellt auf Erhalten und Cashflow um. Es ist einfach unglaublich beruhigend, wenn monatlich einige Hunderter oder Tausender an Einnahmen auf dem Konto landen.

    Spekulation auf schnelles Wachtum ist ok. Macht aber nur wirklich Sinn, wenn man noch Jahrzehnte warten kann, und in der Zeit von einem guten Job angenehm leben kann.

    MS

  28. AvatarThomas von Divdepot

    Wie wahr Tim, sparen ist gut und die Basis für investieren. Aber viele die ich kenne haben es nicht gelernt. Und die die es können wissen nicht wie nachhaltig investieren geht.

    Ich habe es mir selbst beigebracht. Inzwischen spare und investiere ich über 40% vom Einkommen. Trotz Kind und alleinverdiener. Sobald meine Frau wieder arbeiten geht wird es noch mehr.

    4 Jahre Dividendenstrategie zeigt das es funktioniert und immer schneller vorwärts geht.

    Grüße Thomas von Divdepot

  29. AvatarThorsten

    Gold ist etwas für Angsthasen oder Spekulanten.“

    Na ja, das ist für mich zu plakativ. So wie „mit Aktien haben sich schon viele verspekuliert“ oder „es könnten Mietnomaden einziehen“. Mit Gold ist es schwierig ein großes Vermögen aufzubauen (Ich wüßte nicht wie ohne mit Papiergold aktiv zu handeln), zu großen Vermögen ist Gold als Wertspeicher eine sinnvolle Ergänzung. So wie Immobilien und andere Assets. Ab einer gewissen Vermögenshöhe tritt Werterhalt vor Rendite.Das haben Family Offices als Ziel und halten für ihre Kunden selbstverständlich auch Prozente in Edelmetallen.

    Aktien fallen schon mal 20% oder 50%. 10% sind normale Volatilät. Andere Assets könnten in eben dieser Zeit steigen, oder sie fallen mit. Wenn Aktien fallen , fallen auch Immobilien. Gold könnte dagegen steigen. Das Nachlassen der Immos  liegt an den Wertpapierkrediten, die in USA gängig sind und wer sein Depot stark fallen sieht und Kredite bedienen muss, wird nicht zusätzlich Immos einkaufen wollen. Angst blockiert erfolgreiche Investition. Zum Glück sind diese Phasen bisher immer nur kurz gewesen (1 bis 2 Jahre).

    Sparpläne in Aktien durchziehen. Immos und anderes dazukaufen, sobald Kapital und persönliche Reife es ermöglichen. Jemand in den 20ern ist mit ETFs glücklich, in den 30ern vielleicht eine Immobilie, ab spätestens 40 bitte alles in Erwägung ziehen, wenn das Kapital es zulässt.

    Der Kredit auf der Immobilie ist ein wirksamer Hebel, den man wegen der Volatiliät auf dem Depot eher meiden sollte. Das Depot zu 50% beleihen? Sehr riskant, Aktien fallen mal 20% oder 50%, Immobilien mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Vermietung geht immer, das Risiko den Kredit nicht bedienen zu können ist minimal.

    Wer ausschließlich Aktien besitzt hat am wenigstens Arbeit, wer viele unterschiedliche Assets besitzt die größte Sicherheit. Man muss mit seinen Assets zufrieden sein.

     

  30. AvatarFabian S.

    @ All:

    Bitte versteht mich nicht falsch. meine Frage bzgl. Gold bezog sich nur als eine Art  möglichen temporären Cash-Ersatz, da ich häufig lese, dass einige Experten -die ich sehr schätze- davon überzeugt sind, dass bei der nächsten baldigen Krise das Papiergeld stark gefährdet sein wird.

    Daher war es nur ein Gedanke Gold als vorübergehenden Cash-Ersatz zu halten, aber nicht nur für 10%, sondern deutlich mehr….

    oder aber z.b. Cash komplett in Dollar zu halten (obwohl es Papier ist), da ja auch Buffett 100 Milliarden Dollar hält. Und wenn selbst er es hält spricht das ja dafür, dass der Dollar ja nicht baden gehen wird oder?

  31. AvatarBruno

    @Thorsten und andere Goldfans

    Natürlich war die Aussage (absichtlich) etwas provozierend 😉 Ich hatte ja auch vorher gesagt, dass max. 5% als Beimischung Sinn geben kann, aber es ist nicht immer so, dass mit Gold die Volatilität sinkt. Nehmen wir das Szenario stark steigende Zinsen, dann fällt alles ausser Cash. Sicherlich jetzt nicht gerade realistisch im aktuellen Umfeld.

    Wer Volatilität nicht aushält, der muss klar andere Assets beimischen, aber man muss auch sehen, sobald man die Volatilität senken will, die Sicherheit erhöhen, geht dies auf Kosten der langfristigen Ertrags.

    Wie gesagt ich habe nichts gegen vielleicht 5% Goldbeimischung, 10% finde ich schon extrem viel, aber was ich nicht verstehen kann, wenn Leute z.B. nach der 3-Speichen Regel 1/3 Gold, 1/3 Immobilien, 1/3 Finanzanlagen (Aktien, Bonds und Cash) investieren, für mich wäre das nix, vor 2000 Jahren mag das Sinn ergeben haben, aber nicht mehr heute.

    Aber klar, jeder hat da seine Meinung, in der Hochblüte der Finanzkrise wimmelte es ja von Goldbugs, die Gold auf 20’000 oder 100’000 gebetet haben, sie sind wieder verstummt oder haben zumindest ihre breite Zustimmung verloren.

    Für mich ist Gold auch aus ethischen Gründen nicht sonderlich sinnvoll, das Geld ist parkiert in totes Edelmetall, Geld sollte meines Erachtens investiert werden, in Dinge die der Menschheit Nutzen bringen und lustigerweise auch die grösste Rendite langfristig. Wenn ich Geld übrig habe, dann spende ich es lieber als es in glänzendes Metall zu investieren und zu verbuddeln.

    Ich weiss für einen Goldbug hört sich das alles etwas schräg an, der wird mich nie verstehen. Ich denke es hat vermutlich auch mit der Lebenshaltung zu tun, ob das Glas eher halb voll oder leer ist, ob man die Zukunft positiv oder eher düster sieht. In den USA gibt es reiche Leute, die haben sich atombombensichere Schutzräume gebaut, mehrere 100m unter dem Boden, inkl. Notvorräte für Generationen. Ich finde, diese Leute haben psychologische Probleme, Angstneurosen oder ähnliches. Man sollte das Leben etwas lockerer sehen, wir sterben alle. Wir sollten es geniessen, insbesondere in Zeiten von Frieden und Wohlstand wie es insbesondere aktuell in Deutschland und anderen westlichen Ländern seit vielen Jahrzehnten vorherrscht.

  32. AvatarDaniel

    Gold ist etwas für Angsthasen oder Spekulanten, beides bin ich nicht. 

    Bitte nicht mit diesen Pauschalbehauptungen herumwerfen, ich habe bereits oben gesagt dass jede Asset-Klasse seine Berechtigung hat und eine solche mit ins Depot zu mischen die nicht zwangsweise mit dem Aktienmarkt korreliert hat weder etwas mit Angst noch mit Spekulation zu tun.

    Rohstoffe machen für mich nur Sinn, wenn man sie auch für irgendwas braucht. Der Goldschmied braucht Gold, der Elektronikproduzent ebenfalls. Aber ich brauche kein Gold.

    Mit der gleichen Logik könnte man aber auch argumentieren dass die Investition von Geld in Aktien in Unternehmen wie Altria auch nichts anderes als Spekulation ist. Denn wenn man selber kein Alkohol und Zigaretten konsumiert holt man sich dennoch einen Wert ins Haus den man selbst eigentlich nicht braucht.

    Viele sehen Gold auch als Inflationsschutz, das bieten Aktien aber noch besser, da gibt es nebst dem Inflationsschutz auch noch ordentlich Rendite.

    Das war in der Vergangenheit so, muss aber nicht auf die Zukunft übergehen, das ist ja auch der Sinn hinter mehreren Anlageklassen und auch historisch gesehen war es nie klug sich auf eine Anlageform zu verlassen. Der Reiz von physischem Gold geht von der nicht unmittelbaren Zugriffsmöglichkeit des Staates auf das Eigentum aus. Zumindest u.A. Man muss ja nur in die Vergangenheit schauen. Lastenausgleich -> Zwangshypothek auf die Immobilie, warum? Weil der Staat perfekten Zugriff auf die Assets hatte. Zugriff auf Sparvermögen? Easy, zumindest wenn es digital auf dem Konto liegt -> siehe Zypern Krise. Und achja… auch dort war kurzzeitig überlegt worden auf den Aktienbesitz zuzugreifen, man hat sich dagegen entschieden aber es wäre einfach gewesen auch bei Kunden mit Konten über 100.000€ „Einlagenschutz“ auf diese Werte zuzugreifen. Niemand hat heute noch Aktien im Safe liegen, diese sind hochtransparent für den Staat möglich.

     

    old kann man von heute auf morgen verbieten, nicht der Besitz, aber der Handel, und wenn man nichts kaufen oder tauschen kann für Gold, ist es nichts mehr wert. Auch der Schwarzhandel wird wenig bringen, in der „grossen Krise“, wenn sie dann irgendwann mal kommt, benötigt man Güter des täglichen Bedarfs, Lebensmittel, ein Dach über dem Kopf, aber ganz sicher kein Gold.

    Kein Argument gegen Edelmetalle, es betrifft alle Assets die nicht wie in diesem Fall Naturalien oder Dinge des täglichen Bedarfs sind. Von einer Amazon Aktie wird auch niemand satt 😉

    Der Vergleich mit Wachstumsaktien sehe ich anders, da werden Werte geschaffen, die Sinn ergeben. Amazon, Netflix etc. bieten Dienstleistungen an, die für den Menschen von Nutzen sind, ich finde es sogar positiv, wenn eine Firma weniger Dividenden ausschüttet, dann sieht sie noch genug Potential in sich selbst zu investieren, zu wachsen. Gold und Bitcoins wachsen nicht, im Gegenteil.

    Es ging bei diesem Vergleich darum zu sagen, dass man mit der Definition „Investieren muss alles sein was Cashflow erzeugt“ auch Aktien ausschließt die das eben nicht tun, deshalb halte ich den Vergleich schon für sinnvoll.  Über den Wert von Aktien zu philosophieren kann man machen, wird aber zu nichts führen. Spielt für den Anleger auch nicht immer eine nennenswerte Rolle, denn für die meisten ist der WERT-Zuwachs wichtig, ungeachtet dessen woher er kommt. Und Werte entstehen wenn Güter knapp sind oder die Nachfrage größer als das Angebot. Dies trifft auf Aktien zu, aber auch auf Edelmetalle, ansonsten würden wir ja alle für 2-3€ Gold kaufen können. Tun wir aber nicht, weil es selten ist und deshalb einen Wert besitzt. Und der Wert, um bei dieser Analogie zu bleiben steigt, je mehr Menschen daran glauben (nichts anderes als bei Aktien) dass sie es schon gerne haben möchten. Angesichts der Bevölkerungsexplosion der Welt ist anzunehmen dass die prozentuale Menge Gold, die jeder Person theoretisch haben kann, eher sinkt als das sie wächst, selbst wenn stetig mehr Gold gefördert wird. Natürlich muss man daran glauben, aber das muss man bei Aktien auch.

    Nur ist Gold auch sehr wertschwankend um sein Cash darin zu tauschen.

    Verglichen mit Cash in der Heimatwährung sicherlich. Wer aber den „Schutz“-Gedanken auf Fremdwährungen ausdehnt und sagt ich fühle mich mit Cash in Fremdwährungen, z.B. außerhalb des EU Raumes sicherer wird auch feststellen, dass sein Fremdwährungskonto stetig schwankt. Die Ruhe gibts nur in der Heimatwährung.

     

     

    Wir hatten schon oft erwähnt, dass es eben auf die persönliche Situation ankommt. Wenn ich Anfänger wäre und vielleicht 30 Jahre alt, dann würden mich auch Growth-Aktien interessieren.

    Mein Anlagehorizont ist aber sehr nahe. In 2 Jahren beziehe ich dann gesetzliche Rente, und bis dahin soll ein zusätzlicher Cashflow beständig fließen.

    Deine Strategie ist ja auch völlig legitim, aber jede Situation ist anders. Und ich wehre mich gegen diese Pauschal-Aussagen die oftmals, auch hier in den Diskussionen oft zu anderen Anlageklassen getroffen werden. Natürlich ist es einfach in den Spiegel zu blicken und zu sagen „Aktien waren der heiße Scheiss“ der letzten Dekaden. Ist ja auch statistisch nachweisbar. Es gibt aber keine Rückschlüsse darauf, ob das volle Investieren in eine Klasse der Idealweg ist. Ich bin weder Angsthase noch Spekulant, habe die letzte Finanzkrise auch miterlebt, aber ich bin jemand der nicht nur einen Burggraben in Aktien haben will sondern einen Burggraben um mein gesamtes Depot. Und dies setzt sich nunmal für mich aus nahezu allen irgendwie umsetzbaren Assets zusammen. Und der einzige Ansporn den ich habe ist, dass das GESAMTDEPOT eine postive, oberhalb der Inflation liegende, Rendite erwirtschaftet. Und das schafft es auch wenn nicht alle Assets zwangsweise eine mörder-Rendite machen, dafür aber das Depot krisenfester und schwankungsarmer dastehen lassen.

    Für mich beispielsweise ist ein stetiger Cashflow VÖLLIG irrelevant. Mein Cashflow wird (auch hoffentlich für die nächsten Jahre) zu 90% von meinem Berufseinkommen abhängen. Das ist aber auch völlig in Ordnung, da ich weiss dass ich die Stellhebel das zu ändern jederzeit mit einer Depot-Neuausrichtung ändern könnte.

    Spekulation auf schnelles Wachtum ist ok. Macht aber nur wirklich Sinn, wenn man noch Jahrzehnte warten kann, und in der Zeit von einem guten Job angenehm leben kann.

    alles richtig was du sagst

  33. AvatarThorsten

    Bin kein Goldbug. Wie kommt er bloß darauf ? Ich liefere nur alternative Sichtweisen. Silber ist eh besser und Seife auch. Aber ich lasse es jetzt mal dabei. 😉

  34. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Heute hatte ich ein schönes Erlebnis mit meinem jüngsten Sohnemann. Er ist sechs Jahre alt und begeisterter Sparer.

    Vor einiger Zeit erzählte ich ihm von der Möglichkeit, sein Geld an eine „goldene Gans“ zu verfüttern, die dann nach und nach goldene Eier für ihn legt. So würde immer mehr und mehr Geld zu ihm fließen.

    Heute kam er mit 5,70€ angelaufen und wollte wissen, was das denn erbringen würde bei der Gans.

    Zunächst rechneten wir seinen Futtereinsatz aus. Er bekommt von uns für das Geld, das er langfristig zur Seite legt 50% Bonus (hier 2,85€), was zu 8,55€ führte.

    Nun sagte ich ihm, dass er (3%-Regel) mit ungefähr 25 cent im Jahr, bzw. 2 cent im Monat rechnen könne. Und das sein leben lang.

    Das empfand er als etwas kümmerlich. Ich erklärte ihm, dass – wenn er regelmäßig und fleißig weiterspart – die goldenen Eier größer und größer würden. So dass es irgendwann mal 10 cent, 50 cent, 2 Euro, 10 Euro… werden würden. Und da er sehr jung anfangen würde, es wesentlich schneller als bei seinen Eltern ginge, bis er einmal 1000€ im Monat erhalten würde.

    Das faszinierte ihn schon eher.

    Nun erklärte ich ihm den Turbo. Ich fragte ihn, was er denn mit den 2 cent (und den folgenden Auszahlungen) anfangen könnte, wenn er das Geld nicht für Süßigkeiten oder Ninjago-Hefte ausgeben würde?

    Er schob die 2 cent – wir rechneten plastisch mit echten Münzen auf dem Boden – zu den 5,70€ herüber. Bingo!

    So würde er beim nächsten mal schon etwas mehr sparen, was wiederum zu einer höheren „Ausschüttung“ führen würde, welche wiederum seinen Sparbetrag erhöhen würde usw.

    Nach und nach packten wir eine 10-cent-Münze, eine 50-cent-Münze, eine 2-Euro-Münze zu den 5,70€ hinzu.

    Er begann zu lächeln. Er hatte den Zinseszins entdeckt.

    Ich hadere nicht mit der Vergangenheit und bin froh, wie mein Leben sich entwickelt hat. Manchmal denke ich aber doch daran, dass ich heute schon frei wäre, wenn mir jemand mit sechs Jahren von der Geldmaschine erzählt hätte…. 🙂

    Tim und allen Lesern ein schönes Wochenende 🙂 !

  35. AvatarJan

    Hey, auch Aktien kann man verbieten. Einfach die Unternehmen enteignen und zwangsverstaatlichen. Gabs auch schon. Sollten wir deshalb keine Aktien kaufen?

    Und hey, ich brauche auch weder Cloud Computing noch Hermes-Taschen? Soll ich deshalb keine Amazon- und LVMH Aktien besitzen?

    Weiter ist der Vergleich mit Rohstoffen bei Gold geradezu wirr. Rohstoffe und Gold haben in etwa so viel mit zu tun wie Aktien mit Ziegelsteinen. Nichts. Bitte erst mal in die Thematik einlesen und dann schreiben. Würde viel helfen. Gold ist zum Glück nicht so wie Kupfer und verhält sich auch komplett anders.

    Mir gefällt kein Dogma und kein All-in. Btw: Wer 60% Dax und (!) 40% Gold im Depot hatte und jedes Jahr ein Rebalance vorgenommen hat, der hat den Dax im Wesentlichen geschlagen. Und dazu noch Volatilität genommen. Es kann nicht sein was nicht sein darf?

  36. Avatar-M

    @Freelancer

    Schöner Beitrag.

    Als ich diese Woche für unseren Junior 8stk. J&J gekauft habe und meiner Frau erzählte, dass er dieses Jahr wohl insgesamt ca. 120€ an Ausschüttungen bekommt sagte sie nur: „wird Zeit, dass unser kleiner langsam selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommt“ haha

    Aber mal Spaß beiseite. Es ist so ein krasses Gefühl jetzt schon zu sehen, dass unser kleiner quasi ein Leben lang 10€ im Monat bekommt (natürlich wird alles reinvestiert), Tendenz steigend auch wenn wir nichts mehr sparen würden/könnten. Es beruhigt sehr.

    Wenn er alt genug ist kommt auch die goldene Gans dazu 🙂 hoffe ja er verprasst das Geld mit 18 nicht.

    -M

  37. KievKiev

    @ Freelancer

    Du musst am Ball bleiben. So leicht wird es vermutlich nicht gehen. Aber ich denke, dass Du im Alltag viele gute Prinzipien vorlebst. Das ein oder andere wird hängen bleiben. Auch wenn es vermutlich eine Konsumphase geben wird. Das ist wohl unausweichlich.

    Bei meiner Papa Bank gibt es 10% Zinsen. Und das im Monat. Ich wollte damit bei dem kleinen Taschengeld einen spürbaren Anreiz schaffen zu sparen. Sobald meine Tochter oder Sohn das Prinzip richtig gut verstanden haben muss ich allerdings stetig den Zinssatz verringern. Sonst sind am Ende noch meine Kinder vor mir finanziell frei.

    Ich hatte bei der Erklärung ein paar Probleme mit dem Begriff investieren, oder dass das Geld für meine Tochter arbeitet. Sie wollte jetzt nicht, dass es andere bekommen. Das wollte ich jetzt nicht zu weit ausführen. Das Geld bleibt somit erst einmal verschlossen im Glas.

  38. AvatarBruno

    Wie immer wenn es ums Thema Gold geht, sehr emotional, alle fühlen sich angegriffen. Wenn jemand sagt, alle Aktienbesitzer sind dumm, ist mir das völlig egal, warum sollte es mich kratzen ?

    Bezüglich „brauchen“, ich investiere in Unternehmen (Aktien sind nichts anderes als mehr oder weniger produktive Firmen), weil es einfach Sinn ergibt, win-win. Ich brauche nicht die Papiere aber wenn ich überschüssiges Geld habe, will ich dass es sinnvoll angelegt ist, produktiv in Arbeitsplätze, Innovation, Forschung, Wachstum und so langfristig Mehrwert bringt. Bei Gold hab ich einfach einen Klumpen Rohstoff (der Unterschied den viele darin sehen ist rein im Glauben und im Kopf, es gibt schon lange keine goldgedeckten Währungen mehr).

    Jeder kann so viel Gold kaufen wie er will, ich habe bloss meine Meinung kundgetan. Ich will jetzt auch gar nicht auf alle andern Punkte eingehen, für mich macht Gold einfach relativ wenig Sinn, aber für andere kann es Sinn machen und jeder ist frei, das zu tun oder zu kaufen was er will.

    Keine Panik, ich nehme niemandem sein Gold weg 😉

     

  39. AvatarJan

    Eine goldgedeckte Währung gabs in der Vergangenheit eh nicht. Weder im Kaiserreich noch damals der Dollar vor Bretton Woods waren wirklich mit Gold gedeckt. Nicht mal die Römer. Sie hiessen nur so. Die Kurantmünzen bzw die Wechselkurssysteme mit Goldausgleich waren alles aber keine Gold gedeckte Währung. Die Misere hat mit dem ersten Zettel oder von mir aus auch Kerbholz angefangen. Noch dazu ist Gold weit vor und nach jeder Währung als wertvoll betrachtet worden. Eine hierauf basierende Währung wäre nicht weiter erwähnenswert, da irrelevant. Wäre so, wie wenn sich jemand einen neuen Index einfallen lässt. Auch das revolutioniert den Aktienmarkt nicht.

  40. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Kiev

    Ja, ich kenne das von den Großen (13 und 15), die interessieren sich nicht für Börse und Vermögensaufbau. Ist in Ordnung. Ich stehe auf Freiheit, jeder soll sein Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten. Selbstverständlich auch meine Kinder. Ich kann nur erklären und vorleben – entscheiden tun sie selbst.

    Wobei, dass wir Teilhaber (Miteigentümer) von Nike, Disney, Amazon und Apple sind, finden sie schon cool. Von den Dividendeneingängen berichte ich. Sie verstehen das Konzept, haben eine eigene Sparquote von ihrem Taschengeld festgelegt, welche in den World-ETF investiert wird. Das passt schon.

    Bloß groß kümmern tut sie das nicht, sie denken nicht darüber nach. Börse als Hobby? Undenkbar. Läuft halt automatisch. Es gibt für sie wichtigeres im Leben und das ist gut so.

    Auch die Ablehung von Konsum, die wir vorleben, bekommen sie natürlich mit. Für sie ist das ganz normal. Sie wissen, dass wir uns alles mögliche leisten könnten, das aber nicht tun, weil es hirnlos ist. Ihre eigenen Wünsche haben sie natürlich und müssen lernen, dass man nicht alles einfach so bekommt und etwas dafür tun, abwägen und Prioritäten setzen muß. Sie sind genügsam und reflektiert.

    @ -M

    Es liegt in der Natur, dass man sich um seine Kinder „kümmert“. Ich denke, wir machen das genau richtig. Das Vermögenspolster beruhigt. Eine Form von Vorsorge. Alles Gute weiterhin!

  41. KievKiev

    @ Freelancer Sebastian

    Deine ältesten Kinder sind meinen altersmäßig weit voraus. Da kennst Du vermutlich mehr Höhen und Tiefen. Konsumverzicht ist vielleicht nicht das interessanteste auf der Welt. Falls die Kinder aber einmal verstehen, wie Du die viele Zeit mit ihnen verbringen konntest ist es vielleicht ein großer Motivator ebenfalls zu sparen.

    Ich spare auch nicht um mir in Zukunft besondere materielle Dinge leisten zu können. Auch nicht um des Sparen selbst willens. Ich baue einfach Optionen auf und schaue was ich dann daraus mache. Das zwingt mich auch zu überlegen was ich denn eigentlich machen möchte. Dafür nehmen sich viele zu wenig Zeit und verstecken sich hinter dem alltäglichen Rauschen um Nichtigkeiten.

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