So baust du 7 passive Einkommensquellen auf


New York, 22. Mai 2020

Viele Leute sind verblüfft, wenn sie hören, dass der durchschnittliche Millionär sieben Einkommens-Quellen hat. Der typische Arbeitnehmer hat allenfalls zwei, denke ich. Es ist der Hauptjob und vielleicht mickrige Zinsen von einem Sparguthaben irgendwo. Das war es dann.

Wichtig ist zu wissen, dass der Millionär seine sieben Einkommensquellen nicht über Nacht aufgebaut hat. Sie kamen nach und nach. Die meisten Millionäre konzentrieren sich nicht gleichzeitig auf ihre sieben Geldquellen. Sie konzentrieren sich normalerweise auf eine, bis die Quelle sprudelt und hochwertig ist. Erst dann gehen sie zum nächsten Projekt über. Das können vermietet Wohnungen, Garagen, Stellplätze, Betriebe oder was anderes sein. Schrittweise fügen sie neue Geldquellen hinzu. Mit der Zeit werden es besser. Sie lernen dazu, wie sie am besten ihre Geldquellen managen.

Ich besitze auch mehrere Projekte. Darunter ist eine vermietete Wohnung, Dividenden und Einnahmen aus meiner journalistischen Tätigkeit. Es gibt Leute, die vermarkten ihre Website aggressiv und gut. Das mache ich nicht. Ich finde, man kann auch ein Hobby haben, das man nicht (oder kaum) monetarisiert bis zum Anschlag.

Wichtig ist für dich mitzunehmen, wie es die Reichen machen: Sie bauen schrittweise ihre Geldtöpfe auf. Erst ein Projekt. Dann das nächste. Ein Jäger, der gleichzeitig sieben Hasen fangen will, geht vermutlich mit keinem einzigen nachhause.

Was sind typische passive Geldquellen, die du aufbauen kannst:

  • Auf Kapitalgewinne verzichte ich, weil ich “Buy and Hold” mit meinen Aktien mache.
  • Was viele in der Bloggerszene haben, sind P2P-Kredite. Ich halte davon wegen des hohen Risikos nicht viel.
  • Unternehmensanleihen oder Staatsanleihen habe ich auch keine.
  • Dividenden davon bin ich als Aktionär natürlich begeistert.
  • Lizenzgebühren – für Produkte, die du verkaufst oder lizenzierst. Das können Bücher zum Beispiel sein.
  • Mieteinnahmen aus Immobilien (Grundstücken, Wohnungen, Häuser, Ferienvermietungen, AirBnB, Garagen).
  • Geschäftseinkommen – das kann passiv oder auch aktiv sein. Hier kannst du etwas aufbauen, was vielleicht später ohne intensive aktive Arbeit Einkommen generieren kann. Typischerweise kann das eine Website oder der Verkauf von Informationsprodukten sein.
  • Arbeitseinkommen (Gehalt ist eine aktive Tätigkeit)

Es gibt andere einkommensschaffende Vermögenswerte. Aber die obigen Geldquellen sind wohl die üblichsten der meisten Millionäre.

Wenn jemand von sieben Einkommensströmen spricht, können das auch sieben Wohnungen sein, die vermietet sind. Sie müssen sich in ihrer Art nicht unterscheiden. Es kann sogar von Vorteil sein, sich auf eine Art zu spezialisieren. Dann kannst du in dem Feld tiefere Kenntnisse plus Netzwerke aufbauen. Beispielsweise kannst du 7 Websites betreiben.

IT-Recruiter Brian Kelly baute 2010 die Website “The Points Guy“. Er gab dort Tips, wie man am effektivsten Flugmeilen sammelt. Und welche Urlaubsziele gerade gefragt sind. Niemand nahm ihn anfangs ernst. Er verdiente sich aber eine goldene Nase mit Affiliate-Links der Kreditkartenanbieter. Es entstand aus dem 1-Mann-Betrieb ein 100-Mitarbeiter-Medienhaus. Auf der Google-Suche landete die Website weit oben. Millionen Menschen besuchten seine Plattformen im Web. 2012 verkaufte Kelly seine Firma, er blieb aber Geschäftsführer.

Mein Trick beim Vermögensaufbau war es in jungen Jahren etliche Nebenjobs zu haben. Ja, es war verdammt viel Arbeit. Ich kaufte von dem Geld wie ein Wilder Aktien.

Einkommen aus aktiver Arbeit zu generieren war zunächst mein Ziel. Den Großteil des Einkommens sparte ich. So entstanden passive Einkommensquellen. Meine Aktien ließ ich im Depot liegen. Ans Verkaufen dachte ich nicht. Ich kaufte mitunter attraktive Dividendenaktien, insbesondere während der Immobilien- und Finanzkrise. Eines meiner größten Aktienpakete ist Bank of America (8.000 Stück) geworden. Ich erhalte pro Jahr etwa 20.000 Dollar an Dividenden von all meinen ausschüttenden Aktien. Ich fing ganz klein an. Es war ein Mickey Mouse-Depot, als ich mit 20 Jahren loslegte. Ich baute das mit der Zeit aus.

Wenn jemand Geldquellen aufbaut, kann er die Gewinne in neue Bereiche investieren oder bestehende Quellen stärker machen. Mit der Zeit kannst du aus deinen aktiven Projekten passive Geldmaschinen machen, die nebenher laufen. Hast du zum Beispiel deine Wohnung langfristig gut vermietet, hast du im Idealfall wenig Arbeit damit. Am Anfang kann das mit viel Arbeit verbunden sein: Wohnungssuche, Wohnungskauf, Renovierung, Mieter suchen etc.

Wie baust du ein Geschäft aus? Sagen wir, du bist Angestellter. Und nebenher bist du ein Fitnesstrainer oder Ernährungsberater. Diese Person gibt Kurse in der Stadt, wo er/sie wohnt. Er kann im Fitnessstudio zudem Kurse geben. Zusätzlich kann der Trainer mehrere Online-Unternehmen betreiben, wo er/sie das Wissen auf Websites/Youtube/Podcasts weitergibt. Das wiederum kann mehr Kunden in der Heimatstadt bringen. Es kann eine Win-Win-Situation werden. Dazu kann ein Buch kommen. Vorträge und Gastartikel können das Geschäftsmodell abrunden. Aus dem Fitnesstrainer kann später zusätzlich ein Ernährungsberater werden, der Speisepläne erstellt. So kann das Geschäft immer größer werden.

Der Fitnesstrainer kann dann den Großteil seines Vermögens in den Aktienmarkt geben. Er kann ETFs oder Indexfonds von iShares oder Vanguard kaufen. Der Trainer kann Zinsen und Dividenden kassieren. Mit der Zeit wächst das Depot. Und das Geschäft.

Der Trainer kann zum Immobilieninvestor werden. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich Cashflows aufzubauen. Ich kenne etliche Leute, die Mieteinnahmen aus Immobilienobjekten und Lizenzgebühren aus Büchern oder anderen kreativen Arbeiten kassieren.

Das sind meine Geldquellen

Um es noch einmal zusammenzufassen, das sind meine Geldquellen:

  • Mini-Einnahmen aus internetbasierten Projekten wie dieser Blog/Youtube
  • Dividenden (Bank of America, Apple, Chevron, Citi, CTS Eventim, Allianz, Microsoft…)
  • Mieteinnahmen aus meiner vermieteten Wohnung
  • Kapitalgewinne aus Aktienanlagen (die ich aber nicht realisiere, sondern laufen lasse. Ich mache extremes “Buy and Hold” für die Ewigkeit.)
  • Einnahmen aus meiner journalistischen Tätigkeit

Das Wichtigste in diesen verschiedenen Streams ist, dass ich nicht auf einen einzelnen Geldfluss angewiesen bin.

Täglich ist bei den obigen Einnahmen keine aktive Arbeit nötig. Wenn ich nicht arbeiten möchte, muss ich es nicht tun. Ich habe keinen Chef.

Der französische Ökonom Thomas Piketty hat herausgearbeitet, dass du heute mehr Geld erwirtschaften kannst mit Kapitalvermögen als mit aktiver Arbeit. So ist der Wohlstand bei den Superreichen konzentriert, während die Unter- und Mittelschicht eher Lohnsklaven sind. Das hat übrigens schon Karl Marx kritisiert. Die Mittelschicht ist von ihrer aktiven Arbeit extrem abhängig. Sie baut sich jedenfalls keinen Wohlstand auf, der ihr erhebliche passive Geldflüsse aufs Konto spülen könnte.

Die Kernidee ist, dass die Kapitalrendite langfristig explodieren kann mit dem Zinseszins. Dein Kapital kann mit den Dekaden einen enormen Geldstrom abwerfen. Irgendwann wird dein Einkommen aus aktiver Arbeit irrelevant.

Was oft falsch läuft an der Börse

Was machen Aktionäre und Profianleger falsch? Sie schichten zu oft um. Sie kaufen am liebsten, wenn die Kurse oben sind und verkaufen, wenn die Kurs im Keller notieren.

Bestes Beispiel ist dieser kirchliche Fonds aus Salt Lake City. Er trennte sich von seinen Exxon Mobil-Aktien. Dabei ist Exxon abgestürzt. Der Fonds vervierfachte derweil seine Investition in Zoom Video Communication, eine webbasierte Videokonferenz-Plattform. Sie ist wegen der Corona-Pandemie durch die Decke gegangen, weil die Menschen von zu Hause aus arbeiten. Warum kauft der Fonds gerade jetzt diese getypte Firma?

Noch ein Rat: Halte dich fern von Konsumkrediten und Autofinanzierungen. Bleib bei deinem Zuhause bodenständig und übertreibe nicht, was die Kosten angeht. Hab genug am Monatsende übrig, damit du investieren kannst. Anstatt in ein neues Bad oder eine neue Küche zu investieren, wäre mir eine passive Geldquelle wie ein Dividendenfonds zunächst wichtiger.

Anstatt wie ein Süchtiger ständig bei Amazon Prime zu kaufen, kaufe lieber neue Aktien jeden Monat – wie ein Süchtiger. Aktien zu kaufen ist besser als Plunder zu kaufen.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “So baust du 7 passive Einkommensquellen auf

  1. AvatarFinanzbär

    Witziges Timing 🙂 Bringe in 2 Tagen ein Video raus welche 9 Einkommensquellen ich mir mit Mitte 20 bereits aufgebaut habe.
    Finde Einkommen zu diversifizieren mindestens genauso wichtig wie Vermögensdiversifikation.

  2. AvatarFinanzbär

    Sehe es wie du Tim, erstmal 1-2 Einkommensarten wirklich fokussieren. Z.B. Den normalen “Job” auf 6-stellige Einnahmen bringen. Dann kann man anfangen Wohnungen zu kaufen oder ein Nebengewerbe aufzubauen.
    Ich fokussiere mich aktuell auf 3-4 Themen, habe aber noch 3-4 weitere nebenbei laufen, aber auch um schon mal dazuzulernen 

  3. AvatarChrisk

    @Wolke: was heisst aufbrummen? Ich finde schon, dass es richtig ist wenn Italien oder auch andere Länder die finanziellen Probleme erstmal selbst löst, bevor Deutschland blechen soll. Sind nunmal Fakten dass der Staat zwar höhere Schulden hat, dafür das Volk aber mehr Vermögen hat. Wieso sollen dann deutsche noch zahlen?

  4. AvatarRalf

    Tim, einfach ein guter Artikel! Danke für deinen stetigen Einsatz und die Fokussierung auf das wirklich wichtige bei Investments. Wenn man sich anschaut wie sich z.B. der Dow Jones trotz Krisen und Rücksetzer z.B. seit 1984 bis heute entwickelt hat (von ca. 1.000 auf über 24.000), so zeigt sich die Macht der längerfristigen Anlage über Dekaden.

  5. Mark 85Mark 85

    Vernünftiger Artikel. Ich setze ebenfalls nicht alles auf eine einzige Quelle.

  6. AvatarAndrea

    Tim, danke für den Artikel. Man merkt, dass es dir eine Herzensangelegenheit ist. 

  7. KievKiev

    @ Tim
    Der Artikel hat mir sehr gut gefallen. So in etwa betreibe ich es ebenfalls den Vermögensaufbau. Viele passive Einkommen laufen die meiste Zeit ohne die Notwendigkeit von Eingriffen. Eine Quelle habe mich meistens unter aktueller Beobachtung. Am Anfang hilft es viel Eigenleistung einzubringen. Sei es überhaupt erst mit seiner Sparrate auf ein Vermögen zu kommen, dass sich langsam selbst merklich erhöht. Oder eben mit Immobilien. Hier kann man am Anfang sehr viel bewirken und es nach den Änderungen sich weitgehend selbst überlassen.
    Für Deine Vermögenshöhe hast Du scheinbar ein paar zu wenig Standbeine. Soll jetzt nicht als Aufforderung betrachtet werden den Blog mit Werbung vollzugstopfen.

  8. Avatarsammy

    Warum der Fond umschichtet?  Weil Ölfirmen am Ende sind. Die Tage von Ölfirmen sind gezählt somit macht der Fond alles richtig.

  9. AvatarStefan

    Hey Tim,
    ich bin auch ein großer Fan von diversifizierten Einkommensquellen. Neben meinem Angestelltengehalt erhalte ich Ausschüttungen aus ETFs, Dividenden, Zinsen aus P2P-Krediten und die Miete aus einer Wohnung. Ich baue mir aktuell einen Blog auf, der langfristig auch eine zusätzliche Einkommenquelle darstellen soll. 
    Mein Gehalt gebe ich auch am liebsten für Vermögenswerte aus. Mein gespartes Geld fließt größtenteils in ETFs, die ich monatlich per Sparplan kaufe. 🙂 
    Gruß Stefan

  10. AvatarAlter Schwede

    @sammy
    Den Unterschied zwischen einem Fond und Fonds solltest Du aber schon kennen.

  11. AvatarNico Meier

    @sammy
    Das mit den Ölfirmen werden wir in den nächsten Jahren sehen. Die Abgängigkeit der Weltwirtschaft von Öl wird nicht so schnell enden wie dich das die Grünen wünschen.

  12. AvatarFelix

    Öl steht als nächste Branche zur Disruption an bzw. ist bereits mitten drin. Natürlich wird es weiterhin eine Ölwirtschaft geben, so wie es weiterhin den Einzelhandel gibt. Aber sie wird dahinsiechen.

  13. AvatarBruno

    Hertz hat Insolvenz angemeldet in USA, dürfte wohl nicht der Letzte sein. Sixt könnte davon profitieren langfristig. Ich denke die Krise beschleunigt auch hier wieder mal die Konzentration. 
    Generell finde ich Branchen mit sozusagen unendlich viel Konkurrenz schwierig. Wenn sie noch zyklisch sind umso schwieriger. 

  14. AvatarJoachim

    @Tim toller Artikel!
     
    @Bruno
    Hertz hat Chapter 11 angemeldet. Daher die derzeitigen Aktien werden wahrscheinlich wertlos werden nehm ich an.
    Würdet ihr bei Hertz einsteigen wenn Sie neue Aktien ausgeben?
     
     
    LG Joachim
     

  15. AvatarBruno

    @Diversifikation passive Einkommen
    Ich bin da schlecht aufgestellt, habe nur eine passive Einkommensquelle und nicht mal die ist wirklich 100% passiv, Aktien. Dann müsste ich alles in ETF’s geben, was eine Option wäre, rein rational vermutlich nicht die Dümmste. Gibt aber auch paar Gründe dagegen.
    Ansonsten sah ich bisher keine wirklich passiven Einkommen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der eigenen Firma, viel Zeit daneben noch irgendwelche Kanäle aufzubauen bleibt nicht. Sammy hatte nicht Unrecht, ich hätte die letzten Tage vielleicht 20-30 Minuten sparen können wenn ich hier nicht schreibe, aber das hätte nicht gereicht etwas neues aufzubauen 😉 Mein Ziel ist in 4-5 Jahren die Firma operativ abzugeben oder ein Exit. Natürlich ein gewisses Risiko, aber rein ökonomisch macht noch nicht mal das Depot Sinn, denn ein investierter Franken im eigenen Unternehmen bringt deutlich mehr Rendite als an der Börse. Aber es ist sozusagen ein Notanker.
    Immobilien wären etwas, aber die sind ja nicht passiv. Ich möchte nicht mit Frau Müller und Herr Meier über tropfende Wasserhähnen diskutieren. Eine Verwaltung einsetzen lohnt sich erst ab ganzen Mehrfamilienhäusern und geht natürlich auch auf die Rendite. Vorteil wäre der Leverage, aber ich mag keine grossen Schuldenberge. Das ist rein ökonomisch natürlich falsch und es ist relativ einfach, mit Immobilien reich zu werden, hat man gute Kontakte zur Bank. 
    @Disruption
    Mich schüttelt es immer wieder wenn ich den Begriff höre, denn er ist negativ geprägt und zeigt sofort, wie jemand denkt. Er impliziert Gefahr, Störung von Gewohntem, nicht erwünschtem Neuem. Faktisch gibt es das seit Menschengedenken, es ist ganz einfach Innovation. Karl Marx hat das auch nicht erkannt, er sah nur die Arbeit. Die Roboter werden uns eines Tages ein schönes Leben bieten, ohne dass wir hart arbeiten müssen. Die Linken erschaudern aber der Vorstellung, dabei wäre es doch genau nach ihrem Gusteau 😉 Besser als jedes bedingungslose Grundeinkommen, was die Gesellschaft ja in 2 Klassen teilen würde, den “Grund” und den Rest. Es gibt bessere Lösungen. Man darf keine Angst haben vor Disruption, sollte nicht vor ihr davonlaufen, sondern ihr entgegentreten. 
    PS: Dieser Text hat mich 3 Minuten gekostet @sammy für deine Buchhaltung, danken kannst Du mir später 😉
     

  16. AvatarRüdiger

    @Roboter:
     
    Die Frage ist doch, wem werden die Roboter ein schönes Leben bieten? Denen, die mit den Robotern arbeiten dürfen? Das kann ich mir gut vorstellen. Aber was ist mit den Vielen, für die es dann keine vernünftige Arbeit mehr geben wird? Auf die Lösung bin ich gespannt  😉
     

  17. AvatarBruno

    @Rüdiger
    Genau diese Ängste gab es doch schon immer bei jeder Veränderung. Wenn ich mir anschaue wie es den Leuten ging vor 500 Jahren, 400 Jahren, 300 Jahren, 200 Jahren, 100 Jahren etc. und heute, dann gab es zwar viele Umbrüche und Krisen, aber langfristig ging es immer besser und bequemer. Es gab Zeiten da haben 99% in der Landwirtschaft gearbeitet, den ganzen Tag auf dem Acker um nicht zu verhungern. Heute reicht ein Klick auf das IPhone und das Essen wird fixfertig angeliefert. Machen wir selten, wir kochen gern, aber wer das nicht gern macht hat diese Möglichkeiten.
    Wie es genau kommt weiss natürlich niemand, wäre ein längere Diskussion, aber ich sehe viele Chancen und natürlich auch gewisse Risiken. Der Übergang wird für einige schwierig, aber danach wird es wieder besser, davon bin ich überzeugt.
    Ein blödes Beispiel, ich weiss, aber nimmt z.B. dieses Bibi mit ihrem Beauty Palace, die verdient Geld wie Heu und muss nicht arbeiten resp. es ist eher Spass. Kritiker sagen jetzt ooh ist nur möglich weil andere in Asien oder Afrika die Arbeit machen, oder die ausgelieferten Konsumenten ihre Schönheitsartikel kaufen.
    Deshalb gefällt mir das bedingungslose Grundeinkommen nicht, weil die Menschen brauchen eine Aufgabe, und es macht doch keinen Sinn wenn dies stupide Dinge sind wie Papier von links nach rechts bewegen. Es wird neue Aufgaben und Berufe geben, die kreativer und spannender sind, die Roboter werden nicht das Denken abnehmen. Jeder hat doch irgendwo Talente, leider ist die Schule heute so aufgebaut, dass vielen das Selbstvertrauen genommen wird. Kannste nicht gut rechnen, schlechte Noten -> dumm, abgestempelt. Kandidat für Hartz4. Dabei wäre er oder sie vielleicht sehr talentiert in einem Bereich, der die Schule gar nie aufdeckt. Auch da braucht es endlich Innovation, der Frontalunterricht wie im letzten Jahrtausend hat langsam ausgedient.
    Grundeinkommen gefällt mir nicht, weil es suggeriert, die einen kann man noch gebrauchen, die andern speist man ab mit einer “Minimalrente”. Faktisch bekämen es ja alle, aber einige würden sich damit zufrieden geben, und dann in der Platte vor dem Bildschirm versauern. Das finde ich keine gute Lösung, vielleicht in irgend einer Form eine Zwischenlösung, wie jetzt die Notkredite. Aber sicher kein idealer Endzustand (den es eh nie geben wird).
    Roboter gibt es schon lange, resp. früher nannte man sie halt zuerst Werkzeuge, dann Maschinen etc. diese Entwicklung ist nicht neu und wird halt so weitergehen. Niemand möchte heute noch auf eine Bohrmaschine oder einen Hammer verzichten, schon gar nicht auf einen Staubsauger oder Kühlschrank. 

  18. AvatarFelix

    @ Bruno
    Falls sich dein letzter Absatz auf meinen Beitrag zur Ölbranche bezieht, liegt ein Missverständnis vor. Ich sehe die Disruption der Ölindustrie ausgesprochen positiv. Wir werden saubere Luft bekommen, wie schön das ist hat man während des Lockdowns gesehen, und unsere Abhängigkeit von zweifelhaften Staaten Wird sich  reduzieren. Kriegerische Auseinandersetzungen wegen eben des Öls hören auf usw.
    Meine Ölwerte habe ich ohnehin schon rausgeschmissen.

  19. AvatarBruno

    @Felix
    Ja ich habe den Begriff bei Dir gelesen, und mir gefällt der eben nicht weil er oft negativ gesehen wird. Wie Du schreibst haben diese Entwicklung meistens positive Seiten. Kurzfristig wird es für die Betroffenen immer schwierig, aber das müssen wir in Kauf nehmen, sonst würden wir heute noch in Höhlen hocken.
    Öl wird es noch länger brauchen, aber die Entwicklung ist trotzdem klar und wird fortschreiten. 

  20. AvatarNico Meier

    @Felix
    Rund 50 der Häusee werden im Moment noch mit Öl geheizt. Beim Verkehr angefangen von Schiffen über LKW bis hin zum PKW sehe ich zurzeit abgesehen von Brennstoffzelle/Wasserstoff keine Technologue die den Benzin/Dieselmotor ablösen könntr. 
    Daher werden wir noch Jahrzente viel Öl verbrauchen.

  21. AvatarWolke

    @Chrisk
    …was heisst aufbrummen…
     
    Italien wird immer als das  europäische Faultier hingestellt, dabei sind beispielsweise die französischen Unternehmen dreimal so hoch verschuldet, wie die italienischen.
    Stell Dir vor, irgendein italienischer Ökonom schlägt vor, Dir 20% Deines Vermögens abzunehmen. Würdest Du ihm begeistert zunicken oder eher etwas verwundert dreinschauen?
    Warum tritt man nicht aus, wenn man so leidet unter den Südländern?

  22. AvatarBruno

    @Nico
    Bei Flugzeugen und Schiffen wird es sicher noch etwas dauern, aber PKW wird jetzt step by step auf Elektro umgestellt. In Norwegen sind schon 42% der Neuzulassungen E-Autos, und das in einem Land mit eigenem Öl 😉
    Für 90% der Anwendungen funktioniert schon heute ein E-Auto, einzig der Preis für die Akkus muss noch etwas sinken. Nebst Umwelteffekten wird es auch für den Konsumenten viele Vorteile haben, so sinken beispielsweise die Kosten für Unterhalt enorm. 
    Aber klar Öl wird es noch Jahrzehnte brauchen, aber der Trend ist klar und muss auch in diese Richtung gehen. 
    Ölheizungen:
    https://www.swissinfo.ch/ger/gebaeude-und-klima_heizen-mit-oel–schweiz-mit-hoechsten-anteil-in-europa/45170456
    Also die 50% stimmen so nicht ganz, und niemand stellt sich heute noch eine Ölheizung rein. Aber der Wechsel dauert natürlich das ist klar man wechselt die Heizung nicht jährlich.

  23. AvatarFelix

    @ Nico
    So ist es, bestreite ich nicht. Trotzdem ist es eine dahinsiechende Branche. Wenn man sich die Langfristcharts der ehemaligen Superstar wie Exxon oder Shell ansieht, dann wird klar, damit ließ sich bereits in den letzten 20 Jahren keine Anlegerrendite mehr erzielen. Trader können natürlich die Schwankungen nutzen, ist aber nicht mein Ding.
    Der Spruch “Daten sind das neue Öl” stimmt wohl doch und beschreibt einen Megatrend. Wer dem gefolgt ist hat eher Google, Microsoft und Amazon im Depot und nicht Shell oder Exxon. Und der Unterschied ist krass: Während Erstere 500 % Rendite haben, haben die Anderen 5 % Dividende bekommen, die von den fallenden Kursen mehr als aufgefressen wurde.
    Deshalb bin ich in BigData investiert und nicht in BigOil. Und der Megatrend Digitalisierung ist noch voll in Takt. Die Aktien freilich sind sauteuer und würde ich jetzt auch nicht kaufen. 

  24. AvatarNico Meier

    @Bruno 
    Ackufahrzeuge benötigen viel Lithium das unterschlimmen Bedingungen in Südamerika abgebaut wird aber das will niemand hören.
    Bei den Ackufahrzeugen ist die Reichweite der Schwachpunkt. Für den Stadtnerd der nur alle par Wochen das Auto braucht kann das klappen. Für die Menschen auf dem Land die täglich das Auto für grössere Pendelstrecken benötigen ist dies ein Problem.

  25. AvatarFelix

    @ Nico
    Ich pendle täglich 35 km einfach mit einem eSmart, das klappt wunderbar. Werde nie mehr auf eine Technologie des letzten Jahrhunderts wechseln.

  26. AvatarNico Meier

    @Felix
    Gerade bei Shell sehen wir eine Weiterentwicklung eines Ölkonzerns.
    Vranchen entwickeln sich unterschiedlich deswegen investiere ich in verschiedene Branchen. In den 1970er und 1980er Jahren hat man die Tabakko zerne todgesagt. Meine Tabakkobzerne zahlen stabile Dividende von teilweise über 10% da habe ich kein Problem wenn die Kurse nicht explodieren. Viele Firmen streichen die Dividende die Tabaktitel nicht.

  27. AvatarDiogenes

    “Warum tritt man nicht aus, wenn man so leidet unter den Südländern?“
    Weil die fleißigen Deutschen von den faulen Italienern profitieren. Und die Südländer sollen doch bitte das tun, was der deutschen Wirtschaft nützt. Demut ist wohl was anderes. 
    „Karl Marx hat das auch nicht erkannt, er sah nur die Arbeit. Die Roboter werden uns eines Tages ein schönes Leben bieten, ohne dass wir hart arbeiten müssen“
    Und genau das war der „feuchte Traum“ (Entschuldigung für diesen Ausdruck) den Karl Marx hatte. Roboter übernehmen die einfachen Arbeiten der sog. Arbeiter. 
     

  28. AvatarFamilien Finanzen im Griff

    Wirklich tolles Thema zum Aufbau von passiven Einkommen. Jeder hat es in seinen eigenen Händen. Finde es auch gut, das du sagst, dass man fokussieren muss. Man kann nicht alles mit einmal erreichen, aber Stück für Stück. Wichtig ist, das man sich Wissen aneignet.
     
    Gruß Stefan von
     
    Familien Finanzen im Griff

  29. AvatarBruno

    “Bei den Ackufahrzeugen ist die Reichweite der Schwachpunkt. Für den Stadtnerd der nur alle par Wochen das Auto braucht kann das klappen. Für die Menschen auf dem Land die täglich das Auto für grössere Pendelstrecken benötigen ist dies ein Problem.”
    Da bist Du aber schlecht informiert und vermutlich auf dem Informationsstand von vor 10 Jahren hängen geblieben. Wer pendelt denn täglich eine Strecke mehr als 300-400km? Das schaffen moderne E-Autos schon heute. Aufgeladen wird in der Nacht. Also könnte man heute schon Genf-Zürich mit einem E-Auto pendeln, aber wer dies macht und nicht die Bahn nimmt verstehe ich dann wirklich auch nicht.
    Sogar Lieferdienste oder die Post hat heute E-Fahrzeuge, das funktioniert also auch da gut. 
    Was noch nicht geht, in die Ferien mit dem Auto und Strecken von 1000km oder mehr in einem Stück ohne nachladen. Aber da kann man ja einen Zwischenhalt machen, etwas gemütlich essen und trinken und sich etwas erholen während man an einer Schnellladestation hängt.
    Zur Ökobilanz sollte man auch neutrale Studien herbeiziehen und nicht nur jene der Verbrennerindustrie 😉 Die effektiven Zahlen der Abgas- und lärmbelasteten Bevölkerung will ja auch keiner hören.

  30. AvatarThorsten

    Um das Kapital schneller zu bilden Job wechseln anstatt mühselige Gehaltserhöhungen auszuhandeln. Das Risiko des Bleibens ist gegeben.
    https://www.spiegel.de/psychologie/jobwechsel-und-karriere-die-leute-unterschaetzen-das-risiko-des-bleibens-a-8a7c4225-21a7-478a-a32c-7aaf29950755

    @MrB. Dividenden kürzen ist fair ich kann damit leben. Bei der hohen Anzahl der Unternehmen, die die Dividende prophylaktisch ausfallen lassen fehlt mir das Verständnis. Nicht wenige dürften die Gelegenheit genutzt haben sich eine höhere Liquidität über den eigentlichen Bedarf hinaus gesichert zu haben. Das wäre bei hohen Zinsen verständlich, bei Nullzinsen wäre die Kreditaufnahme möglich gewesen. Hätten sie denn diese von den Banken nicht bekommen ? Ich habe keine Infos darüber. Bei Flugzeugen ist es klar, die Lufthansa hat hohe Kosten durch geparkte Flugzeuge ,aber ansonsten, hm ?

  31. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Die Reichweite nimmt im Winter  bei Temperaturen um 0 Grad oder tiefer stark ab, dies sollte auch der Veganer vom Zürichsee bereits gehört haben.

  32. KievKiev

    @ Wachstumsmärkte
    Ist die Automobilindustrie in entwickelten Ländern noch ein Wachstumsmarkt? Für E-Fahrzeuge mag das vielleicht gelten. Wir werden sehen, ob die Anzahl an Fahrzeugen pro Person weiter steigen wird oder vielleicht sogar rückläufig sein wird. In Indien und Afrika rechne ich mit einem Wachstumsmarkt. In Indien verdient der Durchschnitt der Bevölkerung 1000€ im Jahr. Ein Projektleiter mit ein paar Jahren Berufserfahrung verdient mitunter 1500€ im Monat. Damit kann man einen TESLA für 40k€ relativ schnell (2-40 Jahre) finanzieren. In den nächsten 5 -10 Jahren werden vermutlich nur noch Elektrofahrzeuge in Indien und Afrika zu sehen sein.
    @ Corona Ausgangssperre
    Für Familien lohnt vielleicht auch ein Blick auf Museumspässe in der Region. Die sind teilweise wieder geöffnet. Ich habe einen im Visier. Das kostet zwar 230€ als Familie für ein Jahr, dafür können wir in Frankreich, Süddeutschland und der Schweiz in diverse Museen. Da wir bald ein paar Tage in Stuttgart sind lohnt sich der Pass alleine für das Daimler und Porsche Museum. Auch für Autofans wird etwas Schlumpfiges geboten. Dieses Museum wollte ich schon immer besuchen. In der Schweiz ist mir direkt die Regia Augusta ins Auge gesprungen. Oder Burda in Baden Baden. Dazu noch ein paar Schlösser oder Klöster.

  33. AvatarSlazenger

    @kiev
    das Daimler Museum ist richtig klasse, da alleine kannst du schon mal einen Tag für einplanen! 
    nice weekend

  34. KievKiev

    @ Slazenger
    Meine Frau hat die beiden Museen schon besucht. Das lohnt sich schon alleine aufgrund der Architektur der Gebäude. Vielleicht ist für Dich die Schlumpf Sammlung interessant:
    https://www.citedelautomobile.com/en/discover/videos#prettyPhoto
    Wir sind ein paar Tage in Stuttgart. Von daher haben wir Zeit. Das schöne an den Pässen ist, dass man immer wieder hingehen kann. Kinder sind nicht immer berechenbar, wie es an dem Tag um ihre Begeisterung steht. Zu der Schlumpf Sammlung müsste ich allerdings weiter anreisen. Das muss dann schon passen, damit es sich lohnt. Hier habe ich keine Verwandten in der Region.
    Ähnliches gilt in den Schweizer Museen. Da sind schon interessante Orte dabei. In Aargau gab es auch ein Museum.

  35. AvatarBruno

    @Slazenger 
    Das BMW Museum inkl. Führung durch die Hallen etc. in München bleibt mir in bester Erinnerung, wer danach kein BMW kauft der ist echt abgehärtet 😀 
    @Nico Meier
    Ja im Winter braucht die Heizung etwas mehr Energie und somit Akkuleistung und die Reichweite sinkt. Aber natürlich nicht so dramatisch wie von Dir dargestellt.
    Ich bin kein Veganer aber es scheint Dich stark zu beschäftigen da Du es immer wiederholst, und auch den Zürichsee scheinst Du weniger zu mögen oder ist es der Neid ? 😉 Ihr habt doch den Rhein oder die Aare…
    @Kiev
    Museen, Zoos etc. öffnen bei uns erst ab 8. Juni wieder. Gerade bei Zoos habe ich da etwas wenig Verständnis aber es ist wie es ist. 
     

  36. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Die vom Hersteller angegebenen Reichweiten sind Fantasie. Im realen gebrauch sind die Reichweitend kürzer.
    Und wer behauptet bei Kälte würde es nur wegen der Heizung “etwas mehr” Strom benötigen der hat keine Erfahrung damit. Bei Temparaturen um 0 Grad leistet der Stromwagen noch ca 50% der Reichzweite bei tieferen Temparaturen ist es noch weniger.

  37. KievKiev

    @ Bruno
    Danke für den Hinweis. Auf der Seite habe ich davon nichts gesehen. Ich bin davon ausgegangen, dass die Museen weitgehend wieder geöffnet sind. Ein Zoo ist doch an der frischen Luft. Das der noch nicht geöffnet ist…? Ich habe den Eindruck, dass manche politischen Entscheidungsträger von Covid befallen sind. Das scheint nicht nur in Deutschland der Fall zu sein.

  38. AvatarBruno

    @Kiev
    Vieles ist Willkür, je nachdem ob eine Branche Einfluss hat in der Politik oder nicht, werden Entscheide gefällt. Zoos, Parks etc. aber auch viele weitläufige Museen sind ein Witz, ich kenne einige Kunstmuseen die gerade wochentags oft leer sind wäre wirklich kein Problem. 
    @Nico
    Ja aber nicht 50%, es kommt aber immer auch auf das Modell, die Fahrweise, ob mit Wärmepumpe geheizt wird, das Auto in einer Garage steht oder an der Eiseskälte etc. Aber auch so ist normales Pendeln kein Problem, die meisten pendeln ja so 10-50 km / Strecke.

  39. AvatarNico Meier

    @Kiev
    Natürlich haben viele Regierungen wegen Corona stark überreagiert.
    Thailand hat inzwischen mehr Suizide von jungen Menschen als Coronatote. Junge Menschen denen die staatliche Überreaktionen ökonomisch das Rückgrat gebrochen und sie so in den Suizid getrieben haben!

    @Bruno
    Vieles ist Willkür das hat man bei den Restaurants gesehen hier hat der Verband massiv Druck gemacht.
     

  40. AvatarThorsten

    @Nico wir hatten 2009/2010 10 Wochen Durchschnittstemperaturen zwischen -10 und -5 Grad. Bei -18 Grad ist mir ein Wasserrohr im Heizraum geplatzt, weil die Heizung ausfiel ( seitdem Frostwächter ) . Am 15.12. 2009 hat es angefangen zu schneien. Am 7.3.2010. fing es an zu tauen , die Temperaturen am Boden waren aber bis April unter 0. Niemals über 0 , keinen einzigen Tag in der ganzen Zeit. Was macht dann ein E-Auto ? (Hoffentlich kommen jetzt nicht die Klimaspinner und erzählen  mir, dass es solche Winter nicht mehr gehen wird )

  41. AvatarBruno

    @Thorsten
    Moderne E-Autos haben Wärmepumpen und Vorwärmesysteme, so dass die Leistungsreduktion relativ gering gehalten werden kann.
    In Zermatt und Sass Fee in den Schweizer Bergen fahren seit Jahrzehnten nur Elektroautos, und dort ist vermutlich kälter als im Unterland 😉 Im übrigen hat das auch nichts mit Klimaspinner zu tun, diese Autos werden sich durchsetzen weil es sich rechnet.

  42. KievKiev

    @ Nico
    Mit den Beschränkungen wollte die Politik meiner Meinung nach einen Kollaps des Gesundheitssystems vermeiden. Das ist ihr gelungen und ich fand es auch gut. Schließlich wirkten die Erkrankung in Italien, Spanien und auch China bedrohlich und hoch ansteckend. Aktuell gibt es kaum Neuinfektionen. Da frage ich mich dann schon, ob man nicht die Schulen und Kitas eingeschränkt öffnen könnte. Zumal eine zweite Welle auftreten könnte. Vielleicht kann man auch in einer Ortschaft mit neuen Fällen lokal Schulen schließen. Und ansonsten zu einem eingeschränkten normalen Alltag übergehen.
    Ich muss aber auch zugeben, dass ich heute eine lustige Schlagzeile gelesen habe. Deutschland ist vermutlich das einzige Land auf der Welt, dass über zu wenig Tote klagt. So möchte ich mich jetzt auch nicht verstanden fühlen, aber mit ein wenig Verstand wieder Richtung Alltag überzugehen kann man schon ansetzen. Ab Pfingsten wird der Schulunterricht für meine Tochter in homeopatischer Dosierung wieder eingeführt. Das finde ich ein wenig übertrieben. 

  43. AvatarThorsten

    @Bruno die Heizung des Innenraums ist beim Stromer kein Abfallproduktdes Motors. Muss man mit dicken Jacken und Handschuhen fahren ? Das ist beim Verbrenner schon grenzwertig.

  44. AvatarFelix

    Ich bin jetzt einen Winter tagtäglich mit einem eAuto zur Arbeitsstelle und zurück gefahren. Ich war selbst gespannt und habe es deshalb protokolliert. Ergebnis: Im Winter hatte ich einen Reichweitenverlust von 10 bis 15 %. Also völlig unspektakulär.
    Da ich bzgl. der Alltagstauglichkeit eines eAutos ebenfalls skeptisch war, habe ich es geleast und nicht gekauft. Wenn der Leasingvertrag abgelaufen ist, werde ich eines kaufen. Es ist Autofahren 2.0.

  45. AvatarBruno

    @Thorsten
    Wusste nicht dass Du so eine verwöhnte Diva bist 😉
    Nimm Dir ein Beispiel wie es früher war, da waren die Männer noch abgehärtet:
    https://www.shortify.co/iETKNoH4Tec/ 😀
    @Felix: Wir haben E-Autos als Firmenfahrzeuge und ich habe so auch Erfahrung und Feedback der Mitarbeiter die es einsetzen, alles BMW i3, alle sind zufrieden. Viele die hier motzen sind vermutlich noch nicht mal selber in so einem Auto gefahren 😉 Bin auch schon mit Teslas gefahren, Fahrspass pur alleine die Beschleunigung. Die Preise werden jetzt auch noch fallen und dann werden die Verkaufszahlen steigen.  Nur noch Reifen- und Bremsen wechseln, sonst fällt fast kein Unterhalt mehr an. Kein Ölwechsel, kaum Verschleiss. 

  46. AvatarNico Meier

    Zum Thema Museen.
    In der Schweiz haben wir Raiffeisenbanken wer dort Mitglied ist erhält mit der Konto oder Maestrokarte bei vielen Museen in der Schweiz Gratiseintritt oder zumindest einen grossen Rabatt auf den Eintrittspreis.

  47. AvatarLad

    🙂 🙂 Meine Einkommensquellen:
    Dividenden, 2 Renten, Einkommen von eigenem Buch ”Aktien und Börse – das einzige Buch, das du brauchst”, Google AdSense Werbung auf meiner Webseite. 🙂 🙂
     

  48. AvatarRüdiger

    Muss man mit dicken Jacken und Handschuhen fahren ?
     
    Nein, muss man nicht. Sitzheizung und Lenkradheizung sind doch mittlerweile (fast) Standard. Wüsste nicht, wann ich das letzte Mal beim Autofahren Handschuhe getragen hätte … und in “Bayerisch Sibirien” sind Temperaturen von -20°C und darunter kein Thema  😉
     

  49. AvatarRalf

    “Natürlich haben viele Regierungen wegen Corona stark überreagiert.”

    Das ist nicht klar. Genauso könnte man auch gegenteilig argumentieren: Durch die Reaktionen und Einschränkungen wurde schlimmeres verhindert. Schweden taugt aufgrund der bis auf die großen Städte eher dünnen Besiedelung weniger als Argument. Der Vergleich mit den anderen skandinavischen Ländern fällt nicht so toll aus. Die EU-Kommission rechnet auch für Schweden mit einen Konjunktureinbruch, der fast so hoch wie in D sein könnte.

    @Autos: Die Zulassungszahlen in D sind auf Rekordniveau. Die Nachfrage gibt es also. E-Autos sind für Normalos aber eben noch nicht attraktiv genug. Technologisch wird es in den nächsten drei Jahren wesentliche Entwicklungen bei den Akkus geben. Dann wird es interessant. Nichtsdestotrotz: Der Autofahrer bleibt eine wichtige Melkkuh in D.

  50. AvatarThorsten

    @Bruno bei -10 Grad friert die Scheibe von innen zu, ein Lenkrad mit bloßen Händen anzufassen, viel Vergnügen. Ich habe das Privileg, dass mein Auto den ganzen Winter in der Garage steht und nicht mehr draußen ist. Das ändert die Situation erheblich. Abgesehen davon , dass ich zwischen November und April praktisch gar kein Auto fahre. 🙂
    Lenkrad- und Sitzheizung Standard bei Stromern ?

  51. AvatarNico Meier

    Fast elf Minuten dauert das Video eines Zürcher Oberarztes, das zurzeit in den sozialen Medien kursiert. Darin äussert sich Marc Schäufele, der seit Dezember am Universitätsspital Zürich (USZ) arbeitet, zum Coronavirus. Während er am Anfang betont, dass man das Thema durchaus ernst nehmen müsse und er selbst schon bei Patienten schwere Krankheitsverläufe beobachten konnte, die tödlich endeten, zweifelt er Minuten später an den Massnahmen der Behörden und hält diese für übertrieben sowie «Angstmacherei». Er fordert deshalb einen «vernünftigen und wissenschaftlichen Umgang» mit der Situation

     

    Mit seinem Video möchte er die Leute nun aufklären. Vier Punkte liegen Schäufele dabei besonders am Herzen, wie er sagt. So betont er unter anderem, dass für die überwiegende Mehrzahl aller Menschen kein signifikant erhöhtes Risiko bestehe, an dieser Erkrankung zu sterben. Ebenso glaubt er, dass eine umfangreiche Isolation eine breite Immunisierung verhindere. Zudem würden laut Schäufele aktuell Menschen aufgrund fehlender medizinischer Versorgung in anderen Bereichen sterben.
    Quelle 20 Minuten TA Media AG.

  52. AvatarBruno

    @Nico Meier
    Am Unispital Zürich arbeiten über 1500 Ärzte, es ist 1 Meinung. Es gibt auch durchaus andere Meinungen dort 😉 Viele Ärzte hatten natürlich auch Umsatzeinbrüche wegen den Massnahmen, so ist das auch verständlich. 
    Aber ich finde es gut und mutig, dass er seine Meinung so äussert, das ist sein gutes Recht.
    Auf der andern Seite ist er ja nicht vom Fach, er ist kein Virologe. Er ist also nicht mehr als eine Meinung von Millionen. Nur weil jemand den weissen Kittel trägt mit umgehängten Stethoskop, heisst das noch nicht, dass diese Meinung mehr Gewicht bekommen sollte.
    Viele kritisieren nun, dass zu streng umgegangen würde, die Strategie falsch war, man es wie Schweden hätte machen sollen, das verstehe ich. Hätte man aber keine Massnahmen getroffen oder nur die Risikopatienten weggesperrt, und die Fälle wären explodiert wie teilweise in Italien oder USA oder noch schlimmer, das Gesundheitssystem überfordert gewesen und Leute gestorben, die keinen Beatmungsplatz fanden, auch jüngere Leute, dann würden wohl dieselben Leute aufschreien, welche nun kritisieren 😉
    Man kann es eben nie Recht machen.
    Ich verstehe ja auch einige Massnahmen nicht, sie sind teilweise auch wiedersprüchlich, aber es ist halt immer einfach, rückwirkend zu kritisieren. Warten wir mal den Herbst/Winter ab und danach schauen wir, ob sich die Meinungen wieder ändern werden. Ich hoffe es nicht, aber ich bin mir auch nicht sicher.
     

  53. AvatarPerpetuum Mobile

    @Nico Meier, … ebenso glaubt er !! Ja, was denn nun, glauben oder wissen ?

  54. AvatarNico Meier

    Ich habe grossen Respekt vor Menschen die sich trauen unpopuläre Meinungen zu äussern. Nur tote Fische schwimmen immer mit dem Strom!

  55. AvatarNico Meier

    Natürlich berhindert eine Isolierung die Imunisierung sind ja zwei verschiedene Ansätze!

  56. AvatarBruno

    @Perpetuum Mobile
    Er arbeitet in der Anästhesie, die hatten deutlich weniger zu tun weil nicht operiert werden durfte, so sind die Meinungen je nach Abteilung halt anders, das verstehe ich auch. Anästhesisten sind aber auch oft etwas speziell, das liegt wohl in der Natur der Sache.
    “glaubt er…” es sind halt Meinungen. Ist schon fast wie an der Börse oder Politik. Nehmen wir Italien oder Spanien, hätte man keine harten Massnahmen getroffen, wie wäre es dann herausgekommen? Ähnlich wie jetzt oder Armageddon? Niemand weiss es wirklich, aber die Wahrscheinlichkeit dass es deutlich schlimmer gekommen wäre ist doch gegeben. Aber beweisen kann man das nicht. 
    Ich finde man sollte auf der vorsichtigen Seite agieren, auf die Zahlen (Fakten) achten und trotzdem versuchen, möglichst vernünftige Entscheide zu treffen. Ein Restaurantbesuch ist sicher deutlich riskanter als ein Zoobesuch, trotzdem haben Restaurants geöffnet und Zoos geschlossen, als Beispiel. Das ist für mich irrational. Aber das ist dann halt wieder Politik.

  57. AvatarNico Meier

    Die Massnahmen sind idiotisch. Max 5 Menschen in der Öffentlichkeit mit Abstand 2 Meter. Im Restaurant dürfen aber 4 fremde Menschen an einen Tisch ohne Abstand. 
    ÖV ist geschlossener Raum da ist die Virenverbteitung schlimmer aber man kann den Mindestabstand nicht einhalten aber es gibt keine Maskenpflicht.

  58. AvatarNico Meier

     … ebenso glaubt er !! Ja, was denn nun, glauben oder wissen ?
    @PM
    Da das Coronavirus noch praktisch nicht erforscht ist hstzurzeit niemand gesichertes Wissen. Auch Mami Merkel und unsere 7 Bundesräte glauben nur und wissen kaum was beim Coronavirus!

  59. AvatarRüdiger

    Ich habe grossen Respekt vor Menschen die sich trauen unpopuläre Meinungen zu äussern.
     
    Ich hätte größeren Respekt vor dem Wichtigtuer, würde er sich – vielleicht zusammen mit ein paar anderen Spinnern – bewusst mit Corona infizieren, sich ein paar Wochen in strikte Quarantäne – zum Beispiel in seine einsame Hütte in den schönen schweizer Bergen – zurückziehen … und dort ohne Belastung für die Gesundheitssysteme, fern der Öffentlichkeit, still und leise eingehen … oder gesund zurückkommen  😉
     

  60. AvatarNico Meier

    @Rüdiger
    Menschen die eine andere Meinung haben als Spinner zu bezeichnen zeigt welchen Geistes Kind man ist!

  61. AvatarPaluma

    Thailand hat inzwischen mehr Suizide von jungen Menschen als Coronatote
    Ist das auch eine Meinung eines Fisches der Gegen den Strom schwimmt oder gibt es hierzu auch Fakten? 
    Quellenangabe?

  62. AvatarPerpetuum Mobile

    @Nico, oder man hält ganz einfach mal für mindestens einen Tag die Klappe !!

  63. AvatarBruno

    Ok ich mache jetzt auch mal etwas Populismus 😀
    Nur Risikopatienten betroffen?
    https://www.20min.ch/story/corona-patient-verliert-23-kilo-813254901751
    Aber ernsthaft, diese Frage ist für mich eine Relevante:
    https://www.n-tv.de/wissen/Covid-19-koennte-Lunge-dauerhaft-schaedigen-article21734465.html
    Zumindest bei schwereren Fällen, die geheilt wurden, ist danach in ca. 50% der Fälle mit Lungenschäden zu rechnen (Verknotungen etc.), die teilweise auch noch weiterwuchern. 
    Daher ist der Vergleich mit einer normalen Grippe und Herdenimmunität schwierig, bis diese Dinge geklärt sind, da eben von diesen Problemen nicht nur “Greise kurz vor dem Tod” betroffen sind.
    Auf der andern Seite sollte man sich jetzt auch überlegen, wie man im Fall einer 2. Welle umgeht, was man lernen kann, was man besser machen kann, ohne wieder alles runterfahren zu müssen. Tracking-App und Maskenpflicht wären sicher mal 2 Ansätze, vielleicht gibt es ja noch mehr. Und hoffen wir auch baldige Forschungsergebnisse, Medikamente oder Impfung wäre wohl die Erlösung.

  64. AvatarNico Meier

    @mit dem Strom Schwimmer Perpetuum Mobile
    Bangkok. Alle zwei Stunden nimmt sich ein Thai das Leben und alle zehn Minuten unternimmt ein Thai einen Selbstmordversuch.
    Diese erschreckenden Zahlen gehen aus einer neuen Statistik über die psychische Verfassung der thailändischen Bürger hervor.
    „Diese Zahlen sind äußerst besorgniserregend, es sterben mehr Menschen an Suiziden als am Coronavirus und die Regierung widmet ihnen große Aufmerksamkeit. Wir müssen diesem Problem mehr Beachtung schenken. Die Gesellschaft muss auf Leute achten, die Hilfe benötigen. Wir dürfen niemanden im Stich lassen“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Traisulee Traisoranakul. 
    Quelle ist die Regierungssprecherin Traisulee Traisoranakul
     

  65. AvatarNico Meier

    @Nico, oder man hält ganz einfach mal für mindestens einen Tag die Klappe !!
    @Perpetuum Mobile
    Ich würde dir nie verbieten die Klappe zu halten warum auch? 😉
     

  66. AvatarWolke

    @Bruno
    ist danach in ca. 50% der Fälle mit Lungenschäden zu rechnen…
     
    Ja leider. Inzwischen weiß man, das Covid-19 eine Multiorganerkrankung ist, sie kann Lunge, Leber, Blutgefässe und Gehirn befallen. Mit der herkömmlichen Grippe hat die Krankheit immer weniger zu tun.
    Man hat entdeckt, daß völlig symptomfreie Coronainfizierte Lungenschäden davontragen können.
    Die Hoffnung auf lebenslange Immunität ist eine Hoffnung, mehr nicht. Da kommt noch einiges auf uns zu.
     
     

  67. Avatarsammy

    Meine Güte unsere Schweizer Schreiberlinge haben wieder großen Mitteilungsbedarf. Warum macht ihr (Bruno und Nico) nicht einen eigenen Blog auf in dem ihr täglich eure Gedankenergüsse mitteilt? Hier nervt es schon extrem.

  68. AvatarNico Meier

    @Paluma 
    Glauben darf jeder was er möchte. Wenn die Regierungssprecherin von Thailand das so verkündet gehe ich davon aus, dass es so ist.
    Thailand ist stark abhängig vom Tourismus, daher treffen die Coronamassnahmen viele Menschen in ihrer Existenz. Leider wissen dan viele keinen Ausweg mehr und nehmen sich das Leben. Ich finde das traurig.

  69. AvatarPaluma

    Nico heute ist in Stuttgart eine AFD Demo gegen die Coronabeschränkungen. Fahr doch hin, dann kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen. Und hier muss nicht jeder deine ständig wiederkehrenden Aussagen lesen 😉

  70. AvatarBruno

    @sammy
    Du hattest doch in der Hand, bist ja den Deal nicht eingegangen, ich hätte nie mehr etwas geschrieben hier.
    Aber dann hättest Du ja nichts mehr um Dich täglich aufzuregen 😉

  71. AvatarKevin

    Wenn mich etwas nervt, ignoriere (hier: überlese) ich es oder gehe dem ganzen aktiv aus dem Weg.
    Sich darüber aufzuregen, bewirkt nämlich genau das Gegenteil. 
    Und hier immer gegen die Schweizer zu wettern, halte ich jetzt nicht gerade für sinnvoll… (Bruno bitte weiter kommentieren!)
    Just my 2 Cents.

  72. AvatarWaldimar

    @Nico: Glauben darf jeder was er möchte. Wenn die Regierungssprecherin von Thailand das so verkündet gehe ich davon aus, dass es so ist.Thailand ist stark abhängig vom Tourismus, daher treffen die Coronamassnahmen viele Menschen in ihrer Existenz. Leider wissen dan viele keinen Ausweg mehr und nehmen sich das Leben. Ich finde das traurig.
     
    Diese “neue Statistik”, auf die du dich beziehst, stammt von Anfang November 2019. 
    Traisulee Traisoranakul hat keinerlei statistische Zusammenhänge der Corona Maßnahmen mit der Suizidrate in Thailand erwähnt. Hast du noch eine andere Quelle die dies belegt?

    @Investition: ich habe letzte Woche mal ein sehr risikoreiches 1000€ Investment getätigt, weil mir das Konzept sehr gefällt. Bee Vectoring Technology (A14WDZ). Bin mal gespannt ob so etwas Zukunft hat 🙂

  73. AvatarPaluma

    38 Selbstmordversuche, 28 verliefen tödlich https://der-farang.com/de/pages/mehr-selbstmorde-in-der-coronakriseIst bestimmt jeder Einzelfall tragisch. Aber im Vergleich zu den Weltweiten Statistiken zu den Coronatoten (welche sehr wahrscheinlich eine Hohe Dunkelziffer aufweisen, wegen zu wenig Tests) vielleicht doch das kleinere Übel. 
    Außerdem sind bestimmt unter den meisten Opfern, Menschen mit psychischen Erkrankungen, die wahrscheinlich vorher schon Depressionen hatten. So einfach nehmen sich Menschen nicht das Leben.
    Aber wie bei jeder Kriese werden Menschen aus den ärmsten Ländern der Welt am stärksten betroffen sein.
     

  74. AvatarWaldimar

    @Nico
    Wenn ich deine beiden aufgeführten Statistiken vergleiche, komme ich auf einen Rückgang der Suizidrate von über 80% in Zeiten von Corona gegenüber der vergangenen Jahre.
     
    Alle zwei Stunden nimmt sich ein Thai das Leben – sind in drei Wochen 252, was der ersten Statistik von über 4000 p.a. in den letzten fünf Jahren entspricht. 

    Danach gab es in den ersten drei Aprilwochen 38 Selbstmordversuche, 28 verliefen tödlich – sind in drei Wochen 28
     
    Habe ich irgendwo einen Denkfehler?

  75. AvatarThe European View

    Ich habe mir angesichts des Artikels einmal ernsthafte Gedanken darüber gemacht, was es bezüglich der Rendite und Risikoverteilung tatsächlich bringt, passives Einkommen auf viele Blöcke zu verteilen. Meine Schlussfolgerung:

    1. Das ganze vermittelt nur subjektiv ein Gefühl von mehr Sicherheit.
    2. Wer viele Sachen halbwegs kann, ist in keiner einzigen wirklich gut.

    Was ich für wichtiger halte:

    Den Marktwert in einer Kernkompetenz erhöhen und damit aktives Einkommen erzielen.
    Diesen Hebel nutzen, und massiv in ein oder zwei passive Einkommensquellen umschichten, deren Risiken nicht korrelieren (was gar nicht so leicht ist).

    https://theeuropeanview.com/multiple-passive-income-streams-the-big-misconception/

  76. AvatarNeuling

    Bei mir beschränken sich die Einkommensarten derzeit leider auf recht wenige:

    Aktives Arbeitseinkommen Vollzeitjob: 2800€ netto monatlich
    Bonus aus dem Vollzeitjob: ca 1500-2000€ netto jährlich
    freiwillige Zusatzdienste im Vollzeitjob: ca 1500-1800€ netto jährlich
    flexibler Minijob: etwa 250-300€ pro Monat
    Dividenden: ca 2100€ netto jährlich aktuell.

    Mir ist bewusst, dass die ersten 3 Einkommensarten eigentlich nur zu einer zählen, da alle auf meinen Vollzeitjob basieren. Sollte ich den aus irgendeinem Grund nicht mehr haben, entfallen die drei, sodass man dies auch eher als eine Einkommensart  zusammenfassen könnte. Des Weiteren sind allein die Dividenden passiv. Sollte ich aus irgendeinem Grund nicht mehr arbeiten können, werden die ersten 4 Einnahmen wegfallen. Wohingegen ich bei einer eventuellen Arbeitslosigkeit im Vollzeitjob immer noch einen Minijob machen könnte und dies nicht aufs ALG1 angerechnet wird bis zur Höhe des Durchschnittverdienstes aus dem Minijob in den letzten 12 Monaten.
    Ich motiviere mich selbst, indem ich mir als Jahresziel gesetzt habe eine bestimmte Summe insgesamt zu verdienen, in diesem Fall 42.000€ netto. Sollte ich dies schaffen, wären das im Durchschnitt 3500€ pro Monat, sprich jeden Monat “zusätzliche” 700€ im Vergleich zu meinem derzeitigen Fixgehalt.

  77. AvatarThorsten

    Eine gute Nachricht : Der Botschafter Grenell tritt zurück. Wenn jemand in einem Land anstatt diplomatiche Tätigkeiten auszuführen permanenet gegen das Gastland arbeitet und eine agressive Politik des aussendenden Landes vertritt dann ist er isoliert. 
    https://www.n-tv.de/politik/Grenell-will-als-US-Botschafter-abtreten-article21800153.html

    “… weiterhin als Teil einer einheitlichen Regierungsarbeit aggressiv vorantreiben.”

    Jetzt dürfen wir gespannt sein, welche Agressionen der Nachfolger auszuüben versucht.
    Die USA sind international isoliert, aber es stört sie nicht. Merken sie es überhaupt ?

  78. AvatarFelix

    Ich lese gerade das neue Buch von Gerd Kommer, einem bekennenden ETF-Anhänger, mit dem Titel „Souverän investieren  – vor und im Ruhestand“. Bisher habe ich erst ca. 1/3 gelesen. Für mich ist der Erkenntnisgewinn überschaubar. Es ist aber, das muss ich wirklich sagen, ein fast schon lehrbuchhaftes Grundlagenwerk über Finanzielle Bildung für Privatpersonen. Super strukturiert, absolut rational, ehrlich und fundiert. Insofern bis jetzt, absolute Leseempfehlung, gerade für Einsteiger (gut, werden sich hier wenige finden).
    Gerade lese ich den Abschnitt über „vermeidbare Fehler“ bei der Geldanlage. Die sind prima zusammengestellt und ihre desaströsen Auswirkungen nach 10, 20 und noch mehr nach 30 Jahren sind eindrücklich veranschaulicht.

  79. AvatarPhilipp Haas

    Ja ist wichtig aus Risikogesichtspunkten und auch zum Vermögen aufbauen. Man soll sich aber auch nicht verzetteln, sondern auf 1-2 erstmal den Fokus legen.
    Ein unterschätzter Vorteil wenn man nicht angestellt ist, ist dass man offen für neue Opportunitäten ist

  80. Avatarchn

    Ich verstehe nicht ganz, wieso “Dividenden” als *eine* Einkommensquelle gilt. Nehmen wir an, ich habe ein international gut durchmischtes Aktiendepot mit 50 Einzelpositionen, die alle regelmäßig und zuverlässig Dividenden zahlen. Ich zähle da 50 Einkommensquellen und nicht nur eine.
    Beim Angestelltenjob z.B. kann ich das nachvollziehen, denn man ist ja normalerweise bei nur einem Unternehmen gleichzeitig angestellt.

  81. AvatarNico Meier

     
     
     
    Wasser predigen und Wein saufen so sind Politiker!!!
     
     
    Österreichs Bundespräsident nach Corona-Sperrstunde in Wien erwischt
    Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer sind nach der Corona-Sperrstunde in einem Lokal in Wien von der Polizei erwischt worden. Van der Bellen bestätigte der «Kronen Zeitung» den Vorfall am Sonntag und entschuldigte sich. Er habe sich «verplaudert und leider die Zeit übersehen». Auch die Polizei bestätigte, dass der Bundespräsident bei einer Kontrolle in der Wiener Innenstadt in einem Gastgarten angetroffen wurde. Laut der «Kronen Zeitung» hatten Van der Bellen und seine Frau noch Getränke auf dem Tisch, als das Lokal gegen 0.20 Uhr kontrolliert wurde. In Österreich dürfen Restaurants, Lokale und Bars aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nur bis 23 Uhr öffnen. Für den Wirt könnte der Vorfall daher teure Folgen haben. Das Covid-19-Massnahmengesetz sieht für den Betrieb nach 23 Uhr Strafen von bis zu 30’000 Euro vor. Offiziell war das Lokal aber wohl bereits geschlossen. Bundespräsident Van der Bellen selbst zeigte sich am Sonntag reumütig. «Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler», sagte er der «Kronen Zeitung». (sda/dpa) 

  82. KievKiev

    @ Einkommensquellen
    Ich finde es sehr wichtig über viele unterschiedliche Einkommensarten zu verfügen. Dadurch stellt man sich wesentlich robuster auf. Vor allem, wenn man noch nicht über ein Vermögen verfügt, dass weit über der finanziellen Unabhängigkeit liegt.
    Bei uns sieht es so aus:
    2 aktive Einkommen
    1 Mieteinnahmen Spanien
    6 Mieteinnahmen Deutschland
    Dividendeneinnahmen
    Optionseinnahmen
    Kursgewinne
    Wertpapierleihe
    Rentenansprüche
    Wohnen in Eigentum (ist kein Investment, reduziert allerdings die Ausgaben und hat Vorteile in Bezug auf Schonvermögen)
    In Zeiten Coronas sind folgende Klassen getroffen:
    Mieteinnahmen Spanien 100% Ausfall. Es bleiben nur die Ausgaben bestehen und wir können selbst dort einen Urlaub weniger unternehmen. 
    Ein Einkommen wird vielleicht minimal durch Kurzarbeit verringert werden. Das wird aber sehr übersichtlich sein.
    Dividendeneinnahmen wurden reduziert. Höhe ist aktuell noch nicht absehbar.
    Bei Kursgewinnen kann es auch Buchverluste geben. 
    Es könnten ebenso Änderungen in der Politik auftreten:
    Mietpreisbremse kann sich negativ auf zukünftige Mietanpassungen auswirken. Ebenfalls könnte es Änderungen in der Besteuerung von Dividenden, Kursgewinne usw. geben.
    Es kann eine teure Baumaßnahme anstehen, die keine höhere Miete mit sich bringt und als Instandhaltung abgeschrieben werden muss.
    Bei den Jobs kann es auch diverse Rückschläge geben.
    Für Pflege Angehöriger kann der Staat und in unbekannter Höhe zu Kasse bitten.
    Bei Erreichen des Zielvermögens für das Depot werde ich einen Teil der neuen Überschüsse in Gold investieren. Die Klasse sehe ich als Bond und Cash Ersatz. Sie soll lediglich für Stabilität und Ruhe sorgen. Diesen Wert kann ich dann mit der Zeit langsam abbauen, wenn das Vermögen im Aktienmarkt weiter steigt.
    Ein Nebenjob würde ich auch als weitere Einkommensquelle ansehen, da er nicht ganz mit dem aktiven Job korreliert. Außerdem kann man damit Probleme mit der Krankenkasse im Falle des Falles umgehen. Und es spart auch hohe Krankenkassenbeiträge.
    Eine Selbstständig strebe ich ebenfalls an. Hier sind ein paar Möglichkeiten auf der Ausgabenseite gegeben. Dazu muss man auch nicht sehr viel Geld einnehmen.

  83. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Felix
     
    In die gleiche Kerbe schlägt wohl Bogles kleines Handbuch des vernünftigen Investierens.
     
    Schlußendlich sind es drei Faktoren, die die (miese) Rendite bestimmen. Da wären die Gebühren, die das Fondsmanagement einkassiert. Wer sich regelmäßig eigenständig Anteile von ausgezeichneten Qualitätsunternehmen ins Depot packt, senkt diese auf Null.
     
    Da wären zudem die Kosten, die durch überbordendes Handeln entstehen. Hin und Her macht Taschen leer. Wer auf Kaufen und Halten setzt, minimiert diese Kosten ganz enorm.
     
    Und zu guter letzt der Hammer: Timingversuche. Studien zeigen – gilt übrigens auch für ETF -, dass viele Anleger zu hohen Kursen in die Werte hereingehen und dann wieder bei tiefen Kursen herausgehen. Die enormen Renditen, die Fonds und ETF (Indizes) ausweisen, werden von den wenigsten Anlegern tatsächlich erzielt. Eben weil zu sehr versucht wird, geschicktes Markttiming (mit Fonds) zu betreiben. Auch aktuell findet diese Vorgehensweise (auch von Lesern hier im Blog) statt.
     
    Wer also einfach stur und stetig Aktien einsammelt und diese langfristig hält, OHNE sein Depot ständig durcheinanderzuwirbeln, der wird langfristig belohnt. Merkwürdig, dass dieses simple Vorgehen immer wieder in Zweifel gezogen wird.
     
    Meine Kosten für ein ansehnliches Portfolio von Wertpapieren belief sich im vergangenen Jahr incl. Kaufgebühren auf ca. 0,05%. Die Steuern auf Dividenden entsprachen ca. 0,3%.
     
    Bezüglich der Steuern würde mich interessieren, wie sich ausschüttende und thesaurierende ETF verhalten. Müssen Steuern auf Kapitalerträge (Dividenden) nicht auch von thesaurierenden ETF geleistet werden? Sonst hätten sie gegenüber den Ausschüttern doch einen Wettbewerbsvorteil. ETF-Experten bitte vor 😉 .
     
    @ Bojan
     
    Dein Leserbrief neulich hat mir sehr gut gefallen. Gas geben, den Erfolg suchen, sehr sparsam leben, investieren und sich vor allem auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren. Das ist ganz nach meinem Geschmack. Was wir Menschen brauchen, um glücklich zu sein, hat zunächst gar nichts mit Geld zu tun. Allerdings kann ein knackiges Portfolio/Vermögen enorm zu innerer Ruhe beitragen und Möglichkeiten eröffnen. Das ist nicht verkehrt.
     
    In den letzten Wochen ist mir wieder deutlich geworden, dass die finanzielle Unabhängigkeit schon so gut wie erreicht ist. Wir könnten die Arbeitszeit schon längst weiter reduzieren. Aber so lange die Tätigkeiten Freude bereiten……
     
    @ Tim
     
    Deine Artikel bereiten regelmäßig Freude! Intelligent und einfach investieren, sparsam Leben, Konsumminimalismus betreiben, um uns auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben – und Proritäten setzen wir da alle ganz individuell – zu besinnen. Wie bei dir sind das für mich Familie, Freunde, Gesundheit, Ernährung, Sport und Bildung. Das Reisen haben meine Frau und ich zeitlich ein wenig nach hinten verschoben. Das Familienmanagement läßt das aktuell nicht in erhöhtem Ausmaß zu.
     
    Auch der Austausch der Leser war lange Jahre eine Freude hier. Man hat sich motiviert, inspiriert und unterstützt. Man konnte viel voneinander lernen. In letzter Zeit sind aber immer mehr Stinkstiefel, Nörgler und Dauerpessimisten hinzugestoßen. Nicht gerade bereichernd. Manch einer hat nichts produktives beizutragen und meldet sich nur zu Wort, wenn es gilt andere verächtlich zu machen, zu kritisieren oder über Gott und die Welt abzulästern. Was bringt das?
     
    Selektiv lesen fällt schwer. Große Freude beim entdecken der Leserbeiträge empfinde ich nicht mehr. Das ist schade.
     
    Egal, ich schaue trotzdem regelmäßig rein und freue mich über die wertvollen Beiträge.
     

  84. AvatarWolke

    In Wien wurde eine Lungentransplantation an einer 45jährigen vorgenommen. Sie wäre sonst nicht mehr zu retten gewesen, ihre Lunge war wie „ein Klotz“ geworden.
    Von wegen „ist eh nur eine Grippe, die nur die Alten trifft“.

  85. AvatarGünni K.

    @Mark85: Sorry das ich jetzt erst Antworte. Aber mit dem Kommentar lesen komme ich nicht mehr hinterher. Da muss man echt ja schon finanziell frei für sein.
    Gut ich sag mal so die Leute die damit hausieren gehen, ist schwierig dran zu glauben. Aber mal gabz einfach gedacht ist Tim doch ein gutes Beispiel.
    Was ich an den Artikel halt schwach finde, habe ich ja beschrieben. Wenn man halt den Durchschnitt lebt, wird man halt keine überdurchschnittlichen Ergebnisse erzielen. Egal ob Unternehmer, angestellter etc. Letztenendes ist es aber immer ein Mix aus Bildung, Eikommen generieren und Sparsamkeit. Aktien (Beteiligung an Unternehmen), selbst Unternehmen gründen…. alles nur Vehikel.
     
    Dein Artikel zeigt halt nur auf, dass 200€ sparen pro Monat nicht ausreicht. 

  86. AvatarThe European View

    @Kiev,
    Beeindruckende Diversifikation! Was ich jedoch nicht ganz verstehe: Deine Auflistung und die COVID-19 Auswirkungen zeigen doch, dass die Risiken der Anlagen zum Teil klar korrelieren. Die Mieteinnahmen lassen sich ganz einfach durch Investitionen in REITs oder REIT ETFs spiegeln. Ist die “ich stelle mein Einkommen auf möglichst viele Stufen”-Sicherheit am Ende nicht einfach nur eine gefühlte Sicherheit? 

    Mir geht es hier auch nicht darum, was den besten Return bringt oder der alte Immobilie/Aktie Streit. Mir geht es eher um den Aspekt, warum Menschen so extrem viel Zeit, Mühe und zum Teil viel Geld aufbringen, um eine Sicherheit zu erreichen, die in Krisenzeiten dann doch nicht besteht.
     

  87. KievKiev

    @ The European View
    Die Mieteinnahmen sind gering. Aber sie sind durch die hohe Anzahl entsprechend robust. Hier habe ich eher ein Risiko durch Konzentration wie Standort und Objekt. Bei einem Mieter würde ein Mietausfall zu 100% durchschlagen. Bei 6 ist dieses Risiko durch die Anzahl an Mietern reduziert. Das gilt für Aktien und Reits natürlich ebenso. Dennoch bietet das direkte Investment in Immobilien andere Vorteile:
    1. Afa Absetzung des Kaufpreises
    2. Steuerfreier Verkauf nach 10 Jahren Haltedauer
    3. Absetzbarkeit von Kosten für Vermieten wie Telefonkosten anteilig, Laptop, Bohrmaschine usw.
    4. Leverage. Bei der nächsten Refinanzierung werde ich um die 650€ weniger Zinsen zahlen. Die neuen Überschüsse wandern direkt in meine private Kasse.
    Ich habe auch Reits, aber steuerlich sind direkte Immobilieninvestitionen anders zu betrachten. Das kann Vorteile oder Nachteile mit sich bringen. Mancher Reit wird vielleicht auch die Dividendenzahlungen reduzieren. An Buchwert habe ich in dem Bereich auch Verluste zu verzeichnen. In meinem Fall kann ich um die 10k€ alleine an Afa von den Mieteinnahmen abziehen. Somit kann ich ca. 800€ im Monat steuerfrei einnehmen. Falls die Mietpreisbremse in Deutschland tatsächlich Einbußen verursachen wird, so wären in diesem Punkt weltweit verteilte Reits hier im Vorteil. 
    Ich habe bezüglich Corona bei den Mieteinnahmen in Deutschland überhaupt keine Einbußen. Folglich korreliert diese Klasse, oder zwei wenn man die Einheiten betrachtet nicht mit Corona. Im Vorfeld kann man auch nie sagen was in welcher Situation korreliert. Gold ist auch nicht immer stabil, wenn der Aktienmarkt einknickt.
    Da man nie sagen kann was wann korrelieren wird und vor allem was als nächstes passieren wird helfen breite Investments den Schaden zu reduzieren.
    Ich könnte in ein paar Jahren auch eine WEG Wandlung durchführen und eine Scheibe verkaufen. Es sind sehr viele Möglichkeiten. Man kann in Gedanken zumindest einiges durchspielen.
    Irgendwann ist das allerdings irrelevant. Falls wir als Beispiel mit 1M uns frei fühlen benötigen wir bei 2M natürlich keine weitere Anlageklassen. Auf Gold und Cash kann man dann ebenfalls weitgehend verzichten. Bis zu dem Zustand müssen wir allerdings noch ein Stück gehen. Und da hilft Diversifikation.
    Mit Immobilien kennen wir uns sehr gut aus. Wir können hier eine Überrendite erzielen. Allerdings möchte ich keine neuen Einheiten mehr. Ich müsste sie finanzieren und würde damit unnötige Risiken aufnehmen. Warum soll ich ein Darlehen aufnehmen wenn ich schon genug habe?

  88. AvatarPaluma

    @Thorsten in der Diplomatie hinterlässt die DT-Regierung einen Scherbenhaufen. Viele Ankommen wurde gekündigt. Keines neu und besser verhandelt. Ob der neue Botschafter besser wird, hängt wohl von der Regierung nach den Wahlen ab.
    Vermögensaufbau
    Wer überdurchschnittlich Vermögen aufbauen will, muss an mehreren Schrauben drehen. Das wichtigste ist aber das Einkommen. Wenn ich sehe, welche Möglichkeiten Unternehmer haben, im Gegensatz zu einfachen Angestellten. Selbst als Ingenieur dauert es eine ganze Weile, bis man sich etwas aufgebaut hat.
    Tim hat es mit überdurchschnittlicher Sparsamkeit gemacht. Überdurchschnittlich Gas geben bei der Arbeit, kann aber auch der Weg zum Erfolg sein. Außerdem hat man die Chance mit seinen Aufgaben zu wachsen. Was den persönlichen Charakter formt.

  89. AvatarNico Meier

    @Freelancer Sebastian
    In meinen Börsenanfängen waren die Handelsgebühren noch deutlich höher als heute. Trotzdem sollte man viel Umschichten vermeiden. Ich betreibe mit vielen Aktien buy and hold. Bei anderen kaufe ich gefallene Engel um nach einiger Zeit starke Kursgewinne zu realisieren. Ist einfach zu verlockend mit solchen Firmen schnell mal gute Gewinne zu machen.
     

  90. AvatarFit und Gesund

    @The European View,
    schöner blog, werde mir den heute Abend mal genauer zu Gemüte führen, es ist mittlerweile eine Seltenheit da bisschen was Gehaltvolles zu finden. 
    Meine Diversifikation ist mittlerweile nur noch Aktien und mein Gehalt, die vermietete ETW in D ist verkauft, ich habe soeben noch die Nebenkostenabrechnung für den Mieter fertiggestellt, ich werde älter und eine vermietete Wohnung im Ausland war mir zu aufwändig.
     
    Deine Anlageklassen decke ich teilweise ab, 
    Gold in Form von ein paar Münzen/Barren und 2 Goldminer, sowie den VanEck Goldminers ETF, zu Beginn der Corona-Krise sind die Goldminer abgeschmiert, mittlerweile weisen sie schöne Gewinne auf, der ETF über 63%, aber! ich habe natürlich nur eine geringe Summe da investiert.
    Cash, habe ich reichlich, die Euro aus dem Verkauf der Whg in D müssen noch in die CH transferiert werden, ich hoffe dass es bis dahin keine Kapriolen am Devisenmarkt gibt. Ich möchte tatsächlich nicht so viel Euros halten, meine Rechnungen zahle ich ja in CHF.
     
    Insgesamt habe ich ungefähr 40% in Schweizer Aktien angelegt, der Rest ist international, inkl. EM und Reits, ich lege eher in defensive Werte an, es sind knapp 60% der Einzeltitel, alle Sektoren sind abgedeckt, 
    als nächstes möchte ich noch ein paar Schweizer Qualitätsaktien kaufen, eher eigentümergeführte Unternehmen aus dem Mid-Cap Bereich. Technologie ist leider untergewichtet und auch hier werde ich noch etwas zukaufen.
     
    P2P mache ich nicht, ich habe keine Bitcoins, vor dem Halving hätt ich aber beinahe ein wenig gekauft, Bonds habe ich auch nicht, eigentlich bin ich zufrieden wie es ist.
    Optionseinnahmen und Wertpapierleihe taugen für mich auch nicht, im Gegensatz zu Kiev, der führt ja sogar seine Rentenansprüche an, das ist doch Hans wie Heilig, ob Lohn oder Rente, was spielt das für eine Rolle?
    Ach ja ,verkauft hab ich bis jetzt nix in der Krise, RDSA ist aber das mistgehasste Investment überhaupt!
     
    @Felix,
    beinahe hätte ich mir das neue Kommer-Buch gekauft, mich würde das Kapitel Währungsabsicherung interessieren, aber da bin ich nicht sicher ob sich das rentiert,  ich kaufe keine währungsgesicherten ETF’s, ich kann es eh nur über die Anlage in CH er Aktien und das Halten von CHF (Cash) ein wenig beeinflussen. 
    Ich bin mir sehr unsicher ob der USD weiter stark bleiben wird und was mit dem Euro passiert, ich hä keine Glaskugel, es kann anders kommen als man denkt.
     
    so, genug für heute,
     
    liebe Grüsse und streitet nicht so viel, das finde ich nicht sehr schön. 
     
     
     
     

  91. AvatarNico Meier

    @Fit und Gesund
    Schön von dir zu lesen gehts dir gut?
    Der Umtausch der Euros in Franken würde ich zeitnah durchführen. Wenn du dir die Entwicklung des Euros im Vergleich zum Franken anschaust wirst du merken, dass sich der Franken stetig aufwertet.

  92. KievKiev

    @ Fit und Gesund
    Die Rentenansprüche kalkuliere ich selbst nicht mit ein. Sie sind aber höher als die Optionseinnahmen und die Wertpapierleihe. Daher habe ich sie aufgezeigt. Ich möchte auch nur meine Stunden etwas reduzieren. Somit werde ich noch um die 10 Jahre weiter arbeiten und dadurch auch die Rentenansprüche steigern. Für die Zeit bis zum Renteneintritt ist ein Nebenjob mit einer der wichtigsten Punkte. Zumindest falls ich nicht meinen Hauptjob weiter ausführen werde. Hier ist es für mich wichtig nicht die Krankenkassenbeiträge kalkuliert nach Kapitaleinkünfte zu zahlen.
    Ich habe aber auch noch Punkte vergessen, die zumindest hilfreich sind und nicht unbedingt als passive Einkommensquellen zählen:
    Meine Betriebszugehörigkeit ist auch eine Option. Im Fall des Falles kann ich ein Jahresgehalt als Abfindung erwarten. Falls man die FU erreicht hat ist so ein Zuschuss nicht zu vernachlässigen. Das ist alleine ein ganz gutes Paket an Sicherheit. Vor allem wenn man einen Nebenjob weiter ausführen möchte.
    Bildung und kontinuierliche Fortbildung ist ebenfalls ein Asset. Das kann sich in Zukunft auch monetär bezahlbar machen.
    Genügsamkeit wie von Tim gepredigt ist ebenfalls sehr wichtig. Falls man als Beispiel 50% Sparrate hat und nach Gehaltsanpassung diese beibehält ist dies oft zum eigenen Nachteil. Falls man als Beispiel 35k Netto Gehalt erhält und 50% investieren kann. Und Vielleicht schon 100k gespart hat. Dann sieht eine Gehaltserhöhung um 5k Netto mit Steigerung des Lifestyles um gleichen Verhältnis folgendermaßen aus:
    20k wird im Monat gespart, aber es sind nur 100k von 500k auf dem Weg zu FU erreicht (4%). Vorher waren es 100k von 438k…
     

  93. AvatarFit und Gesund

    @Nico Meier,
    danke, es geht mir gut, jedenfalls viel besser als zu Anfang der Corona-Kacke, die 12 h Schichten haben mich völlig fertig gemacht, sie sind vorbei seit Freitag und ich habe jetzt Ferien. Vieles kam nicht so schlimm wie befürchtet, aber es hat auch jüngere Menschen getroffen ohne Vorerkrankungen und die dann auch gestorben sind, trotz ECMO konnten die nicht gerettet werden. Mit jüngeren Menschen meine ich nun, es sei mir verziehen, Menschen zwischen 45-58. 
    Keiner von uns hat sich angesteckt, obwohl wir am Anfang die FFP2 Masken 5 Tage hintereinander anziehen mussten, wir trugen normale Masken noch darüber um einer evtl. unabsichtlichen Kontamination vorzubeugen, dies schmerzte sehr an den Ohren.
    Den Euro behalte ich wie der Teufel im Auge, der Wechselkurs ist mir wichtiger als jeder Aktienkurs, wie Du schon sagst, der CHF wertet sich immer mehr auf. 
     
     
    @Kiev,
    Bildung ist immer ein asset, Genügsamkeit noch viel mehr, und Schuldenfreiheit ist auch nicht zu verachten, ich sehe es bei meinen Kollegen, teilweise hoch verschuldet in ihren Prunkimmobilien, oder Autos, lass da mal einen Job wegfallen oder nur Kurzarbeit und schon ist es aus mit einem geruhsamen Schlaf, ich beneide die wahrlich nicht, das geht immer solange gut wie die Wirtschaft gut läuft, ich bin tatsächlich froh hab ich das bald geschafft, dennoch, ich bin nachdenklicher geworden seit Corona, die wirtschaftlichen Auswirkungen werden gewaltig sein, 
    ob der Lockdown übertrieben war? ich weiss es nicht, ich habe Bergamo nicht vergessen, die Bilder von dort haben sich mir eingebrannt, gerade so wie der 11. September.
     
    Ich bin dankbar für die die gerettet werden konnten, ebenso bin ich dankbar dass ich diese Krankheit nicht bekommen habe.
     
    liebe Grüsse

  94. KievKiev

    @ Fit und Gesund
    Ich bin froh wenn Covid vorbei ist. Ich habe in einem angrenzenden Bereich ein sehr großes Investment. ECMO, IL-6 sind mir mittlerweile ein Begriff. Der Lockdown zu Anfang war für mich absolut plausibel. Da wir aber mittlerweile kaum Neuinfektionen haben frage ich mich langsam wann man Schule und Kita wieder einigermaßen betreiben kann.
    Bei meinem Investment bin ich leider auch ein wenig Zwiegespalten. Ich finde den Adsorber sehr vielversprechend, wünsche mir aber einen Durchbruch in Hinblick auf Xarelto (USA), eine Übernahme oder Ausbau der Produktion aufgrund der EU Zulassung. Ich wünsche mir kein weiteres Leid und damit Umsatz in Sachen Covid. Weder in den USA noch in Indien. In Indien kann der IL-6 Wert oft nicht bestimmt werden. Wie mit knappen Gütern in der Welt umgegangen wird möchte ich hier auch nicht erleben. Da wären die USA vermutlich gut abgedeckt und Indien schaut in die Röhre. Die Adsorber, die nach Indien gehen stehen vermutlich auch in der Hauptsache den oberen Kasten zur Verfügung. Die unteren kommen vielleicht gar nicht im Krankenhaus an. Was ich in Indien zu Covid gefunden habe war nicht sehr schön zu lesen. Da verspüre ich auch nicht unbedingt Dankbarkeit in Deutschland leben zu dürfen. Auch wenn ich es natürlich bin.

  95. AvatarFit und Gesund

    @Kiev,
    hast Du Aktien von CTSO?  die sind ja ziemlich gestiegen,  (ich habe aber keine CTSO Aktien, wohlgemerkt) der Adsorber hat aber nix mit ECMO zu tun, das sind 2 verschiedene Sachen. Oder was meinst Du mit Deinem sehr grossen Investment? 

  96. KievKiev

    @ Fit und Gesund
    Ich habe tatsächlich CTSO. Der Cytosorb Adsorber kann bei einem ECMO Aufbau integriert werden. Ich habe Videos geschaut, Konferenzen verfolgt. Fälle gelesen usw. Ist wahnsinnig, was im Krankenhaus alles passiert. Mir war nicht einmal bewusst, dass es Techniker für den OP Aufbau gibt. Wenn man allerdings die Bilder sieht wundert es einen dann auch nicht.
    Die Aktie habe ich leider noch nicht sehr lange. Mit Biotechnologie habe ich nichts zu tun. Der Buchgewinn meiner Position liegt bei 20%. Ich habe in der Hauptsache Long Calls bis Mitte August. Und davon wirklich viele. Ich habe diese Strategie gewählt um ein begrenztes Risiko zu haben (Market Drawdown als Beispiel). Auf der anderen Seite würde ich von einem sehr positiven Ereignisses sehr stark profitieren. Ich sehe eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein positives Ereignis. Die EU Zulassung in Bezug auf Xarelto(*) hat leider nicht viel bewirkt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon einige Optionen. Wobei hier meiner Meinung nach zukünftig eine riesige Chance liegt. Der Verfall der Option liegt hinter den Earnings Q2. Auch hier sehe ich eine positive Überraschung als möglich. Mit Long Calls habe ich ein begrenztes Risiko i. Form der Prämien. Der Gewinn ist nach oben allerdings nicht begrenzt… Normalerweise verkaufe ich Puts, hier wollte ich es aber anders umsetzen. Ich hoffe auf einen baldigen Kurssprung. Dann kann ich mit Puts auf den SPY meine Position gegen einen allgemeinen Drawdown absichern. Ich versuche über die Laufzeit immer mindestens das Recht zu haben 10.000 Aktien zu einem festen Preis kaufen zu dürfen. Ich versuche währenddessen meine Prämien und damit mein Risiko zu reduzieren.
    (*) Xarelto ist immerhin Bayers umsatzstärkstes Produkt. Dieses Produkt verwenden wohl sehr viele Menschen. Bei 10-20% der Menschen kommt eine OP irgendwann, die relativ eilig ist. Mit dem Adsorber kann der Blutverdünner in ca. 4h weitgehend entfernt werden. Über den natürlichen Weg dauert es wohl ein paar Tage. Meine Ärzte im Freundeskreis konnte ich aufgrund der Kontaktbeschränkung noch nicht nerven. Die OP Zeit soll mit dem Adsorber auch verkürzt werden, da weniger Blutkonserven verwendet werden müssen und es gibt vermutlich weniger Stress. Ich habe allerdings überhaupt keine Vorstellung was das bedeutet. Darum habe ich in dem Bereich bisher auch nichts investiert.

  97. AvatarTim

    Warum der Fonds umschichtet? Weil Öl eine sterbende Asset-Klasse ist. Wenn diese Einrichtung einen Zeithorizont von >30 Jahren hat, ist das sicher ein guter Trade.
    Natürlich werden die Ölfirmen weiterhin Geld verdienen, aber mehr als ein Income-Play werden sie nicht mehr sein. Den großen Fonds-Gesellschaften ist ESG immer wichtiger und dadurch fallen viele Investments langsam aus dem Anlageuniversum heraus (Norwegischer Staatsfonds investiert nicht mehr in RWE aufgrund großem Kohleinvestment). Wenn eine große Käuferschicht wegfällt, woher soll eine tolle Kursentwicklung kommen, wenn es gleichzeitig nur minimales Wachstum bei der Ölnachfrage gibt?
    Vor 20 Jahren war Kohle auch ein todsicheres Investment und die Versorger, die große Kohle-Investments hatten, waren die Stars der Börse. Die Rendite der letzten Jahre zeigt aber, wie schnell sich sowas drehen kann und wie schnell Unternehmen, die auf neue Züge aufspringen, durch die Decke gehen (bspw. BEP, NEE). Ich habe im Ölsektor mit MPLX und ET nur noch 2 Pipeline-Unternehmen (die allerdings auch ordentlich gelitten haben). Die trotz deutlich niedriger Ölpreise noch Geld und die stehen auch nur noch für 3% meines Portfolios. Mein restliches Energie-Exposure ist in BEP und NEE, darin liegt die Zukunft.
    Der Vergleich mit Tabakfirmen hinkt meiner Meinung nach ebenfalls. Öl ist ein Rohstoff und aufgrund des Vorhandenseins von Alternativen, ist die ganze Branche in großen Schwierigkeiten. Auf der einen Seite gibt es private Unternehmen, die maximale Gewinne machen wollen, auf der anderen Seite Staaten, die nichts weiter als Öl haben und dringend pumpen müssen. Einen Aufwärtstrend im Preis sehe ich somit bei einem Angebot, welches viel zu groß ist und einer Nachfrage, die in den nächsten 5-10 Jahren bestenfalls stagniert nicht. Sollte es tatsächlich zu einem starken Preisanstieg kommen, würden die Ölfirmen zwar kurzfristig deutlich mehr verdienen, langfristig würde der Druck auf die Nachfrage aber noch viel größer, da die meisten Leute bei einem Benzinpreis von 3€ pro Liter genau überlegen würden, ob es nicht auch ein Elektroauto tut. Ist somit eine richtig blöde Situation für den Sektor. Nachfrage stabil halten durch (zu) niedrige Preise = kein Geld verdienen. Geld verdienen durch starken Preisanstieg = Nachfrage bricht ein = zukünftig kein Geld verdienen. Der Preis von Zigaretten ist relativ leicht zu erhöhen, da der Absprung für Raucher sehr schwer ist. Bei Öl ist das nicht so. Ich fahre 25.000 km im Jahr und derzeit einen Kleinwagen (täglich 70 km pendeln). Sobald ein Elektroauto gebraucht bezahlbar ist, hab ich gar keinen Schmerz damit, elektrisch zu fahren.

  98. Avatarghostwriter

    Es wurden bereits so viele Bücher darüber geschrieben, das von Carnegie. Es ist sehr seltsam, dass die Leute immer noch überrascht sind, als ich ein Einkommen hörte! Ich habe alle seine Bücher gelesen, Prioritäten für mich gesetzt und gehe langsam zu ihnen! Alles wird gut gehen!

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