Sie sind steinreich, leben aber auffallend einfach: Warren Buffett, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos…


New York, 19. Oktober 2018

Warren Buffett: Er ist steinreich, aber extrem bodenständig. Von ihm kannst du nicht nur Bescheidenheit lernen, sondern auch das geduldige Investieren.


Von den Reichen kannst du Sparen lernen. Du hast bestimmt gehört, dass Warren Buffett, der Chef von Berkshire Hathaway, jeden Tag bei McDonalds sein Frühstück abholt, das nicht mehr als 3,17 Dollar kosten darf. Er ist einer der reichsten Menschen auf dem Planeten, aber ein Pfennigfuchser. Sein Haarschnitt kostet 18 Dollar. Er lebt mit seiner Frau in einem bescheidenen Haus, das er 1958 für nur 31.500 Dollar gekauft hat.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg trägt Kaputzenpullis. Er trägt graue T-Shirts – immer genau die gleiche Sorte. Er fährt einen Volkswagen GTI mit Gangschaltung. Zuckerberg lebt ein einfaches Leben. Ich finde das super:

Bill Gates, einer der reichsten Männer der Welt, trägt eine 10-Dollar-Armbanduhr. Amazon-Chef Jeff Bezos fuhr lange Zeit das Sparmodell Honda Accord. Der Milliardär im Honda: Das kann sich so mancher Normalo-Verdiener in deiner Nachbarschaft nicht mal für sich vorstellen. Es wäre ihm zu peinlich.

Die britische Sun berichtet, dass Ryanair-Boss Michael O’Leary eine Sparnatur ist. Er hasst es einfach Geld auszugeben. Zwar züchtet er Rennpferde, aber das scheint ein lukratives Hobby zu sein.

Hedgefonds-Milliardär Leon Cooperman schläft bei Freunden auf dem Ausklapp-Sofa. Ich hab Cooperman schon in seinem Büro besucht. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Das hat er nie vergessen. Daher ist er eine Sparnatur. Das betont er immer wieder.

Kathleen Steiner hatte 2,8 Millionen Dollar angehäuft, fuhr aber ein Auto im Wert von nur 1.000 Dollar. Sie lebte auf einem Bauernhof. Ihr Testament schrieb sie auf mehrere Zettel, sogar die Rückseite einer Postkarte nutzte sie für ihren letzten Willen – wohl um Geld zu sparen.

Dieses Paar lebte für 4 Jahre in einem Wohnmobil und sparte 600.000 Dollar:

Bezos, Gates, Zuckerberg, Buffett – das zeigt dir, dass der Luxus nicht die Zufriedenheit hebt. Diese Leute geben natürlich in bestimmten Bereichen sehr viel Geld aus. Aber sie sind auch auffällig bescheiden geblieben. Das sollte uns zu denken geben, wenn wir jemanden sehen, der die Edel-Handtasche für ein paar Tausender braucht.

Sie fahren normale Familienfahrzeuge und können auf die Rolex verzichten. Wenn Warren Buffett und Mark Zuckerberg mit bescheidenen Häusern und billigen Autos zufrieden sind, dann können das andere nicht?

Viele Menschen sind Clowns geworden. Sie schmücken sich mit teuren Sachen. Ich finde das eher peinlich. Auf Instagram tummeln sie sich:

Zuckerberg, Buffett, Gates, Bezos: Diese Megareichen sind alle im Prinzip mit jeweils einer Aktienposition reich geworden. Facebook, Berkshire, Microsoft, Amazon… diese Aktien laufen noch immer. Lohnt es sich da noch auf den Zug zu springen? Vielleicht! Ich weiß es nicht.

Wer sich sein eigenes Portfolio zusammenstellen will, der muss sich auskennen. Du solltest verstehen wie eine Bilanz aufgebaut ist. Wie man eine Gewinn- und Verlustrechnung liest. Worauf bei einer Kapitalflussrechnung zu achten ist. Wie man Unternehmen analysiert. Kennzahlen richtig wertet. All das ist äußerst wichtig. Es gibt einige Bücher dazu. Etwa Intelligent Investieren: Der Bestseller über die richtige Anlagestrategie. Dann gibt es weitere unzählige Bücher dazu. Wie jene von John Bogle: Das kleine Handbuch des vernünftigen Investierens: An der Börse endlich sichere Gewinne erzielen

Aber selbst wenn du ewig liest, wirst du Fehler machen. Du musst deine Ziele realistisch einschätzen. Investieren ist nicht jedermanns Sache. Du musst dich fragen, ob es sich lohnt, die Zeit für das Lernen und Recherchieren von Aktien aufzuwenden.

Vermutlich werden 90 Prozent schlechter als der Index abschneiden. Daher bietet sich ein einfaches ETF-Investieren für die meisten Menschen an. Der Index bringt bessere Resultate.

Aktiv Aktien auszuwählen sollte nur machen, wer sich auskennt. Wem das Spass macht. Und wer bereit ist Zeit zu investieren. Aber es ist alles andere als ein Kinderspiel. Ganz wichtig ist auch die Geduld. Da haben die meisten Menschen schon ein Problem mit.

Am Ende ist das eigenständige Investieren keine einfache Sache, um Geld zu verdienen. Es ist wirklich merkwürdig, dass die meisten Leute nicht denken, dass sie Geld verdienen können, indem sie Schränke bauen (ohne die Ausbildung zum Schreiner zu haben). Aber sie gehen davon aus, die richtigen Aktien zu kaufen und bewerten zu können. Es ist kein leicht verdientes Geld. Investieren ist genau wie jeder andere Job. Du musst ihn lernen. Du brauchst Kenntnisse. Du musst viel Zeit damit verbringen. Selbst Warren Buffett macht etliche Fehler, obwohl er ein Genie ist.

Hinzu kommen unsere Gefühle. Ein Verlust fühlt sich doppelt so schlimm an als die Freude über einen Gewinn in der gleichen Größenordnung. Beim nächsten Börsenbeben wirst du sehr leiden. Clever ist, wer jeden Monat einen ETF-Sparplan laufen lässt. Und gut ist. Wer gehässig ist, kann in Ruhe zuschauen, wie andere Menschen bei der aktiven Aktienhandel versagen.

Nachtrag: Oben habe ich 2 Affiliatelinks zu Amazon gesetzt. Du brauchst diese Bücher nicht zu kaufen. Ich rate dir sogar es nicht zu tun. Leihe Bücher besser in der Bibliothek aus. Und falls du diese Amazon-Links benutzt, erhalte ich ein paar Cent. Als Lohn für die Arbeit.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Sie sind steinreich, leben aber auffallend einfach: Warren Buffett, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos…

  1. Thorsten

    Ein sehr schöner Artikel. Diese Menschen  sind bodenbständig geblieben. Mit Konsumrausch hätten sie vielleicht abgehoben und wer weiß, ob sich das nicht negativ auf ihre Unternehmen ausgewirkt hätte.

    Obwohl man Zuckerberg bzgl. Facebook nicht unbedingt mögen muss, privat scheint er vernünftig zu sein.Kapitalaufbau und Konsumabbau.

    Die Uhr für 10$ zeigt dieselbe Zeit an wie die Rolex 🙂

  2. Dominik von depotstudent.de

    Ungekennzeichnete Affiliatelinks? :0

    Wo kein Kläger, da kein Richter. Aber könnte für Dich vielleicht Sinn machen, sie sicherheitshalber zu kennzeichnen. 🙂

     

    Cooler Beitrag übrigens wieder!

     

    Grüße

    Dominik

  3. Chris

    Tim, wenn du hier in Deutschland ein Aktien Seminar einmalig oder wie auch immer halten würdest für deine blog fans, wäre ich sofort dabei! Deine Vorgehensweise, verschiedene Arten von Aktien analysieren und bewerten. Die meisten hier können das bestimmt und ich behaupte ich hab auch inzwischen erfahrung, aber wäre aufjedenfall interessant… Und du kannst etwas geld dafür verlangen und in dein nächsten Aktien kauf oder urlaub investieren.. Was sagst du?

    Sehr interessanter Artikel!

    Mfg

  4. Diana H

    Hmmm, ich schau mir die Bilanzen an, halte aber Nichts davon eine Wissenschaft daraus zu machen. Genauso die Charttechniken etc. Viele Analysten klingen wie Tarotleger vom Jahrmarkt.

    Bin da ganz bei Kostolany: „…Deshalb messe ich bei meinen Börsenentscheidungen den Bilanzziffern der Gesellschaften keine große Bedeutung bei. Erstens werden Bilanzen manipuliert oder zumindest frisiert, so wie es den Direktionen passt. Selbst wenn die Zahlen richtig sind, gehören sie bei ihrer Veröffentlichung bereits der Vergangenheit an…“ (Die Kunst über Geld nachzudenken)

    Aber es hat ja jeder seine Vorgehensweise.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Th0rsten

    Ja. Stimmt.

    Der ganze Klimbim bringt eben keine Zufriedenheit. Das wissen die. Daher machen sie es nicht.

    @ Dominik

    Danke für den Hinweis. Ich hab das sofort nachgeholt.

    @ Chris

    Danke für den Vorschlag. Ja, da besteht bestimmt Interesse dran. Ich überlege mir das. Ich bin aber auch kein Hellseher und mache selbst Fehler (viel zu viele).

  6. Heiko

    Es geht mir nicht um die Ausgaben von Herrn Zuckerberg, sondern um diesen Satz: „Zuckerberg lebt ein einfaches Leben.“. Das Tragen von grauen T-Shirts und ein VW als Auto machen noch lange kein einfaches Leben. Angesichts des ansonsten typischen „Superreichen-Lifestyles“, würde ich das eher als persönlichen Spleen bezeichnen. Was mag sich wohl ein Busfahrer denken, der notgedrungen graue T-Shirts trägt und gerade so über die Runden kommt, wenn ein Multimilliardär wegen einer solchen Nichtigkeit Bewunderung von anderen Millionären bekommt?

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Heiko

    Dass Zuckerberg fast sein gesamtes Vermögen spendet, finde ich bewundernswert.

  8. ghost

    zuckerberg spendet ueber 90% seines Vermoegens im Vergleich zu….. ueber 90% der anderen wuerden ihr Vermoegen eben ned spenden …

    und ob er da fuer sich eine Insel behaelt…..ist scheis ss egal……  er spendet und mit spenden tut er was gutes……. soll er sich noch ne Insel kaufen…..umd weiter so sein wie bis jetzt umd umd spenden……

     

    das ist top!!!!!!

     

    mfg

  9. Heiko

    Ich kann das nicht beurteilen. Auch wenn er 99% seiner Facebook-Aktien verschenkt, ermöglicht ihm das verbleibenede 1% einen Lifestyle, den sich 99% der Amerikaner niemals leisten können. Für mich ist das genauso wenig ein einfaches Leben, wie das eines Menschen auf einer 20-Millionen-Yacht, nur weil derjenige eine billige Badehose trägt.

  10. Albr

    ich finde es sinnvoll, ein Grundstück (inkl. Haus) in einer Top Lage zu kaufen… sehr gut gemacht Mark!

    Das ein M.Z. nicht mehr Linie fliegt (fliegen kann) liegt auf der Hand, die Sicherheitsstandards für einen M.Z. sind so hoch, die kann keine normale Airline anbieten, ganz abgesehen von den zeitlichen Verpflichtungen, die ein M.Z. hat…

     

  11. Mr D

    Schöner Artikel!

    Ich schaue auch immer gerne das Video von 1999 über Bezos. https://www.youtube.com/watch?v=YG84FVmzQ7Y ab Minute 4:40 kommt auch sein Honda 🙂

    Allerdings würde ich bei den grauen T-Shirt auch noch mal nachforschen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann sind die extra für ihn von einem Designer angefertigt – für ca. $300 pro Shirt

  12. holgi

    …wenn man dem Spiegel glauben kann, klagt der gut M.Z. auf Hawai gegen Einheimische auf seinem erworbenen Grundbesitz…als Vorbild,ich weiß es nicht…

  13. Gainde

    Zuckerberg ist bekanntlich Minimalist und hat als Unternehmer jeden Tag Hunderte von Entscheidungen zu treffen. Da will er sich nicht noch jeden Morgen die Wahl der passenden Garderobe aufbürden – dito Steve Jobs.

  14. Heiko

    „Das ein M.Z. nicht mehr Linie fliegt (fliegen kann) liegt auf der Hand, die Sicherheitsstandards für einen M.Z. sind so hoch, die kann keine normale Airline anbieten, ganz abgesehen von den zeitlichen Verpflichtungen, die ein M.Z. hat…!“

    Dass ein Unternehmensberater im Anzug in Berlin nicht mehr U-Bahn fährt (fahren kann) liegt auf der Hand, die Sicherheitsstandards für einen Anzugträger sind so hoch, die kann keine normale Berliner U-Bahn anbieten, ganz abgesehen von den zeitlichen Verpflichtungen, die ein Unternehmensberater hat…!

    Und?! Warum wird der Unternehmensberater, der sich einen Mercedes kauft, hier als Clown bezeichnet, aber „M.Z.“ mit seiner Gulfstream, die immerhin das 100-fache eines Mercedes kostet, voller Bewunderung in Schutz genommen? Ich nenne das doppelte Standards.

  15. Albr

    @Heiko, wer bewundert M.Z. ?

    ich zumindest nicht…

    was sind „doppelte Standards“ ??

    ich fahre in Berlin immer Taxi wenn ich beruflich dort bin 😉

     

     

     

  16. Heiko

    @Albr

    Üblicherweise ernten hier bereits die Autobefürworter wenig Zustimmung. Und wenn das Auto noch so billig ist. Dass dann auf einmal der Besitz eines Privatflugzeugs – der mit meilenweitem Abstand größten Geldverbrennungmaschine auf diesem Planeten – als Vorbild dargestellt wird und dermaßen schöngeredet wird, kann jedenfalls ich nicht nachvollziehen. Wenn Herr Zuckerberg in einem Haus in Kalifornien leben würde, könnte man ihn als sparsames Vorbild ansehen. Jemand, der aber ein Inselparadies kauft und tausende Kilometer zur Arbeit pendelt, ist kein Sparfuchs. Das passt einfach nicht zu den hier mehrfach geäußerten Ratschlägen, dass man in die Stadt ziehen könne, um sich so das Auto zu sparen. Das ist ein Doppelstandard.

  17. Heiko

    @ghost

    „zuckerberg spendet ueber 90% seines Vermoegens im Vergleich zu….. ueber 90% der anderen wuerden ihr Vermoegen eben ned spenden …

    und ob er da fuer sich eine Insel behaelt…..ist scheis ss egal…… er spendet und mit spenden tut er was gutes……. soll er sich noch ne Insel kaufen…..umd weiter so sein wie bis jetzt umd umd spenden……“

    Interessante Sichtweise. Die Verkäuferin, die von ihren 2500 Euro brutto im Monat 40% zwangsweise an die Staatskasse abdrücken darf, damit andere von den Einzahlungen leben können, ist dir egal. Aber derjenige, der sich um die Steuern drückt, und dafür immer mal eine für seine Verhältnisse kleine Spende öffentlichkeitswirksam raushaut, den findest du toll. Ich kann das Lachen von Mark Zuckerberg und seinem PR-Berater förmlich hören.

  18. Albr

    @Heiko, ok…

     

    aber ich gehe mal davon aus, dass hier NIEMAND vermutet (oder glaubt, selbst Tim nicht), dass Buffet, M.Z., Bezos oder sonstige Leute in dieser Liga KEIN Privatflugzeug haben (bzw. Zugriff darauf haben, z.B. Firmenflugzeug), alles andere ist naiv… selbstverständlich hat M.Z. ein Anwesen (mit entsprechender Sicherheitstechnik, Zäune gg. Blicke und Eindringlinge und Grösse) in der Nähe der jeweiligen Firmenzentralen (z.B. Seattle, SF, oder wo auch immer)…

    Buffet hat mit Sicherheit weitere Anwesen als der Mythos des Eigenheims aus den 1950er 😉 da könnte ja jeder an der Haustür klingeln und guten Tag sagen (oder schlimmeres machen)… Herr Buffet wohnt mit Sicherheit ebenfalls abgeschirmt,  mit hoher Sicherheitstechnik und entsprechendem Luxus (das Eigenheim ist nur Show, vermutlich wird es noch ihm gehören, aber wohnen und leben wird er dort ganz sicher nicht mehr)

     

    Die Firmen (und erst recht Facebook) haben riesige PR Abteilungen, die ihren Chef (als Marke) in das rechte Licht rücken; M.Z. als bescheidener, netter, junger Mann, der niemand etwas zuleide tut, der bescheiden lebt etc, wenn er so nett ist, wird die Firma auch nett sein (und Facebook ist alles andere als nett!! ich selbst habe glücklicherweise noch nie ein Facebook Account)… sicherlich alles/vieles nur Mythos, die Realität sieht sehr viel anders aus…

    Bilder, die von M.Z., Buffet oder Bezos veröffentlicht werden sind alle von der Marketingabteilung freigegeben und sollen das Bild des Nice Guy verfestigen…

  19. Alex

    Zuckerberg, Buffett, Gates, Bezos… sind nicht in erster Linie allein mit Aktien reich geworden!

    Sondern im Kern als Unternehmer! Sie haben echte Werte geschaffen.

    Menschen mit einer Vision und den festen Willen, Ziele erreichen zu wollen.

    Und erst an 2ter Stelle kamen die Aktien.

    Als Unternehmer lassen sich meiner Meinung nach viel größere Werte schaffen, als mit einem Aktieninvest. Und wenn mir danach ist, kann ich auch als Unternehmer Aktien kaufen und gezielt investieren.

  20. Monaco

    @ Bruno

    Ich persönlich sitze dann doch lieber in der „deutschen Clown“-S-Klasse wenn es zu einem Unfall (mit dem 20 Jahre alten, aber im Unterhalt günstigen, Honda) kommt.

     

  21. ghost

    @Heiko…..

    die Verkaeuferin ist mir tatsaechlich ganz egal……da sie es selbst in der Hand hat…..wenn sie mit den Abgaben ungluecklich ist….soll sie es doch aendern…..wenn sie gut ist….findet sie ueberall auf der Welt arbeit…..und ja ich weiss die….Verkaeuferin ist ja nur ein Beispiel…..  ich bins aber nicht….da ich ziemlich hohe Abgaben habe…es ist so……aber ich ansonsten rundherum gluecklich mit mir und allem was mich umgibt bin  …..und ich zu sagen wir mal 75% im Leben immer das mavhte was mir gefiel…..( jetzt kommt noch …..oh ein Egoist)…..

     

    ne ….im Prinzip …ist es recht einfach …ist man ungluecklich ….muss man es / sich veraendern….. und Geld…zu haben ist schoen ….. aber ohne Gesundheit….ist Geld wertlos….und da ich bis jetzt ziemlich gesund bin…..zahle ich auch gerne….die hohen Abgaben….da mich alles andere hier gluecklich macht….nu guat…die Sommerkoennten bei uns trockener sein….

     

    mfg

  22. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Heiko,

    er hat doch auch was in Kalifornien. Sparsame 10 Mio oder so für ein Häusle in San Francisco.

    Am geilsten finde ich aber, wie er die vier umliegenden Häuser von seinem 7 Mio Häusle in Palo Alto (auch California) für 43 Mio aufgekauft hatte, weil er sonst zu wenig Privatspähre hätte.

    Leider wurde ihm wohl nicht gestattet, die Grundstücke zusammen zu legen und die Häuser als Gästehäuser zu nutzen, weil ein Gesetz in der Gegend nur 20.000 square feet zulässt, um die Struktur der Gegend (Einfamilienhäuser) zu schützen (Mark Zuckerberg’s Palo Alto complex plan rejected).

    Also ich finde es absolut cool zu Vermögen zu kommen, aber dann sollte man genau das „bewundern“. Es ist schließlich eine echte Begabung, sowas zu erreichen.

    Wenn ich echte Sparsamkeit bewundern will, dann denke ich an jemanden wie meine Mutter, die mit ihrer kleinen Rente ihr Leben gemeistert hat, ohne je ein Wort des Jammers über die Lippen kommen zu lassen.

    Die vermögendsten Menschen des Planeten mit angeblicher Sparsamkeit in Verbindung zu bringen (sorry @Tim), erscheint mir als ein Witz.

    Die verpassen sich ein Image als angebliche Philanthropen, nur weil sie der Welt ihr Vermögen versprechen, zu einem Zeitpunkt, wenn sie es nicht mehr brauchen nach einem Leben nach allen Regeln des Wohlstands.

    Das ist genauso aberwitzig, wie man glauben würde, die Schwarzgruppe führt LIDL als Stiftung, weil das ein Akt der Wohltätigkeit wäre.

    Nun ja… gutes Nächtle

    MS

     

  23. Chris

    Ja, genau. Und wenn man seine Uhr nur aufmalt, zeigt sie immerhin zweimal am Tag die richtige Zeit an. Schon wieder 10$ gespart, fair enough.

    Sparsamkeit ist ja schön und gut. Aber wenn man seine Hinterlassenschaften abschließend auf irgendwelchen Fresszetteln regelt, dann hat man auf gut Deutsch gesagt eindeutig nicht mehr alle Latten am Zaun…

    Was das Thema „Handwerk Investition“ angeht, halte ich es eher mit Kostolany. Sitzfleisch und Schlaftabletten. Um langfristig Erfolg zu haben, braucht es m.E. das psychologische Grundgerüst eines Investors. Skills im Bilanzlesen aber eher nicht. Was nicht heißt, dass man grundlegende Kennzahlen wie Schulden, Cashflows etc. nicht kennen sollte. Solange das Investieren aber nicht der Hauptberuf ist, ist ROTI wichtiger als ROI.

  24. Fabian S.

    Hallo Tim,

    aber Buffett hat doch die Präsidenten-Rolex von Rolex geschenkt bekommen glaube ich oder?! 😉

    Und steht Dein Artikel nicht im Widerspruch zu anderen Artikeln, in denen Du sagst, dass man die Buffett Aktien ein Leben lang bzw. ewig halten kann?!

    Jetzt klingt es als ob Du Dir nicht sicher bist,  wie sich solche Unternehmen entwickeln?!

  25. Monaco

    @ Matthias Schneider

    Volle Zustimmung, Du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht!

    Mich würde schon länger wirklich interessieren, wie viele Leute hier im Forum bereits etwas gespendet haben oder dies regelmäßig machen. Ggf. nimmt sich auch jemand Zeit dafür, ehrenamtlich zu arbeiten? Bin gespannt auf Antworten.

    @ Thorsten

    Ja, deine 10$ Uhr zeigt zunächst die Zeit ebenfalls nur an. Aber macht sie dies nach 10 Jahren immer noch so genau, auf die Minute/Sekunde? Ist sie für 10$ fair und nachhaltig (falls persönlich relevant)? Steigt sie im Wert? Macht sie dir bei jedem Tragen Freude? Schaust Du Dir die Uhr genauer an und erfreust Dich der Genialität der Mechaniker, verlierst Dich gar in dem Spielen und dem Ineinandergreifen der Feinmechanik, die in brillianter Kunst zusammengefügt wurde?

    Ebenso wie die Uhr ist das übertragbar auf’s Auto. Passende Formen und Materialien, Qualität, die auch nach Jahren noch unverändert ist. Sicherheit. Zuverlässigkeit.

    Scheinbar kennen viele nur den Preis, aber nicht den Wert – ziemlich schade, finde ich.

    Was mich aber nervt, wenn eben diese Leute, die o. g. Dinge vielleicht nicht nachvollziehen können, andere Leute als Clowns bezeichnen. Oder als Angeber oder sonst was. Wenn ich mir manche Dinge nicht vorstellen kann, die andere mögen, dann sollte ich diese nicht pauschal als sinnlos abtun. Wenn ich mir diese leisten kann, aber lieber spare, ist das okay. Andere als Clowns, um sie nicht Idioten nennen zu müssen, zu bezeichnen, geht an der Sache vorbei.

    Ansonsten könnte doch wirklich jeder, der schon so ca. 500€ / Monat Dividenden kassiert, in ein 3. Welt-Land auswandern. Da wäre er der König. Wozu denn auch bitte diese „deutsche Standart-Clown-Krankenhäuser“? usw.

  26. Monaco

    Noch eine Frage:

    Wenn ich, wie im Text, mehrere Milliarden habe: Diese bringen mir doch zig Millionen jedes Jahr ein. Warum sollte ich dann das 5€ TShirt tragen, welches nach 2x waschen kaputt ist? Leute, oft genug sind Dinge nicht teuer, weil sie teuer sind, sondern weil Qualität dahinter steckt. Es gibt nicht umsonst den Spruch: Wer billig kauft, kauft meistens zwei Mal.

    Und weil ja oft so Grüne die Doppelmoral beherrschen: Wie passt billig mit fair trade, Nachhaltigkeit und Qualität zusammen?

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian S.

    Nun wenn man Aktien kauft, muss man schon auf die Bewertung der Aktien achten. Sonst kann man Blasen kaufen. Das können gute Unternehmen sein, doch zu einer absurden Bewertung. Dann kann es sein, dass du 20 Jahre warten musst, bis du im Plus bist.

    Das war so in den 60 er und 70er Jahren. Fifty Fifty-Aktien hießen sie damals. Da war eine IBM, Pfizer, P&G, Texas Instruments, Walmart drunter. Das waren damals super Unternehmen, nur zu teuer im Kurs…

    https://en.wikipedia.org/wiki/Nifty_Fifty

  28. Goldhamster

    @Ralf

    Du fragst wiederholt nach Möglichkeiten zur Steigerung deines Einkommens. Gerne gebe ich dir ein paar Ideen:

    Wenn ich deine Situation richtig verstehe, erstellst du Gutachten im Immobilienbereich. Um diese Einkommensquelle zu erhöhen, hast du v.a. zwei Möglichkeiten:

    Mehr Gutachten erstellen
    Gutachten teurer anbieten

    Zu 1)

    Wenn du mehr Gutachten erstellen willst, kommst du in einen zeitlichen Engpass (Zeit gegen Geld). Deshalb stellst du bei Aufträgen 2-3 Personen auf Stundenbasis an, die dich bei den Gutachten unterstützen. Wenn das Nachwuchstalente sind, die du zunächst gründlich einarbeitest, muss das nicht sehr teuer sein. Jede angestellte Person deckt aber nur einen Teil des Gutachtens ab (sonst machen sie sich selbstständig und konkurrenzieren dich): Person A (z.B. künftiger Bauphysiker/Architekt) besichtigt das Objekt, dokumentiert alles genau (Fotos, Video, von dir vorgegebene Formulare). Person B (z.B. künftiger Ökonom, Immobilienfachmann) beurteilt die Lage und erstellt eine hedonistische Schätzung nach deinen Vorgaben (die Tätigkeiten/Aufteilungen sind nur Beispiele, ich bin nicht aus der Branche, es geht mehr ums Prinzip als um die konkreten Tätigkeiten). Du nimmst dann die Teilergebnisse dieser von dir günstig angestellten Freelancer und erstellst daraus in kurzer Zeit ein professionelles Gutachten, das nur du mit deiner übergeordneten Expertise erstellen kannst (Textbausteine verwenden, Berechnungen automatisieren). Weil deine Freelancer auf ihren Bereich spezialisiert sind und nur du das Gutachten in eine adressatengerechte, professionelle Form bringen kannst, lieferst du einen Mehrwert, der auf dem Markt gefragt ist und von deinen Freelancern so nicht geleistet werden kann. Mit deinen Angestellten sparst du Zeit, die du nutzt, um dich als Experte zu positionieren (Publikationen/Blog, Networking, Referate). Deine Angestellten behandelst du fair und fördernd (einfach das „Geheimrezept“ hinter deinen Gutachten verrätst du ihnen nicht).

    Zu 2)

    Damit du deine Gutachten höherpreisig anbieten kannst, musst du einen Mehrwert bieten. Du könntest z.B. unterscheiden, was die Absicht deines Kunden ist (das Objekt zu einem möglichst hohen Preis verkaufen; das Objekt zu einem möglichst günstigen Preis kaufen; das Objekt baulich einschätzen, um den Renovationsbedarf abschätzen zu können). Für solche Standardfälle erstellst du fundierte, aber knackige Texte, die deinen Kunden für ihre Zwecke nützliche Tipps und Tricks an die Hand geben. Du änderst nur den Einleitungssatz (ganz konkret auf das jeweilige Objekt bezogen) und fügst dann einen Standardtext für den jeweiligen Fall (Kauf, Verkauf, Renovation usw.) an. Dann brauchst du eine professionelle Bindung des Gutachtens, extrem gute Papierqualität, ein sehr gutes Layout und ein schönes Foto des Objekts auf dem Titelblatt usw. Eine Ermässigung bekommt, wer neue Kunden wirbt. Je eher du dich als Experte positionieren kannst und je mehr Zusatznutzen du bietest, desto hochpreisiger kannst du deine Gutachten anbieten.

    Viel Erfolg!

  29. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mr D

    Danke für das super Video mit Bezos im Honda. Der Typ ist der Wahnsinn. Einfach locker.

  30. Monaco

    @Goldhamster

    Super Idee:

    Ich mache gerade eine Bäckerei auf. Und damit mir meine Angestellten keine Konkurrenten werden, gibt es einen, der macht Mehl auf den Tisch, ein anderer Wasser, ein anderer Hefe, ein anderer knetet alles, ein anderer formt alles, ein anderer heizt den Ofen, ein anderer schiebt alles in den Ofen, ein anderer holt alles raus, ein anderer legt alles in den Verkauf. Und ich, der erstmal so viele talentierte Leute finden muß, die alle bereit sind, auf dümmlichster Schiene zu arbeiten, zahle Lohnsteuer ohne Ende. Super Geschäftsidee.

  31. Monaco

    @Tim

    Würde jetzt ein Bezos, Gates, Zuckerberg usw. einen Benz, Porsche, o. ä. fahren, was diese Superreichen vielleicht sogar hin und wieder tun, vielleicht sogar mehr ausgeben, als wir alle mitbekommen…sind das dann „gefallene Helden“?

    Eine Fam. Quandt ist vermutlich eine Clown-Familie, ist sie doch schließlich stark bei BMW inversiert…womöglich fahren diese sogar einen Clowns-Wagen -.-

  32. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Monaco

    Die Klattens und Quandts werden nicht zufriedener sein nur wegen des Clownautos als jemand im uralten Honda.

  33. Mr M.

    Also man sollte schon die Kirche im Dorf lassen wie man bei uns in Bayern zu sagen pflegt. Wären die genannten Herren wirklich so sparsam wie Tim beschreibt (Was nicht der Fall ist) hätten sie wohl eine Persönlichkeitsstörung. Nach Sparsamkeit kommt übrigens im negativen Bereich der Geiz.

  34. Thorsten

    Es kommt auf die sozialen Beziehungen an. Wer solche hat braucht keinen Klimbim. Ich habe lieber eine gesunde Familie zu Hause als Milieuuhren oder sonstigen egobezogenen Glitzer. Manche haben Antiquitäten zu Hause, man wird ermahnt vorsichtig zu sein und auf mache Stühle darf man sich nicht setzen,  weil sie eben antik sind. Manche bauen sich mit Clownzeugs Fakewelten mit dubiosen Regeln auf. Sowas macht eher einsam, weil es andere abstößt.

  35. KievKiev

    Die genannten Persönlichkeiten haben alle ein sehr erfolgreiches Imperium geschaffen. Das Unternehmen hat ihnen den unfassbaren Reichtum verschaffen. Ein für uns(*) normales Leben können sie gar nicht führen. Hierbei muss man sich nicht nur auf das Vermögen versteifen.

    Sicherheit, Freiheit müssen sie sehr teuer erkaufen. Ich würde gerne mehr Vermögen haben. Aber bei den vorgestellten Personen klebt noch einiges am Geld was ich sicher nicht übernehmen möchte.

    Ein glückliches zufriedenes Leben lässt sich leichter leben, wenn hauptsächlich Personen die einem wichtig sind, an einen selbst Denken. Hier sind die Gefühle hauptsächlich freundschaftlich und es besteht echtes Interesse.

    (*)

    Sie führen ein so weit entferntes Leben von der Norm, dass die Unterschiede bei uns, so groß sie auch sein mögen, für sie verschwindend gering sind.

    Herbert Grönemeyer lebt in London, falls ich mich richtig erinnere. Ist es Verrat wenn jemand nicht in dem Land wohnt, wo er es zu Geld und Ruhm gebracht hat? Oder ist es ihm vielleicht nur dort möglichst normal zu leben, da ihn dort bis auf den ein oder anderen Touristen niemand kennt.

  36. Karl

    Herr Schäfer,

    Mr. Zuckerberg spendet nicht 99% seines Vermögens. Er möchte lediglich seine Aktienvermögen, dass zu einem noch nicht definierte. Zeitraum da ist, in eine von ihm und seiner Frau kontrollierte Stiftjng einbringen.

    Das wird v.a. in den USA von vielen Vermögenden aus steuerlichen und erbschaftsrechtlichen Gründen gemacht. Diese Stiftungen dürfen auch großzügige Zuwendungen an die Familie machen.

    Ferner behält er seine Immobilien, Gelder und sonstige Vermögenswerte direkt.

     

  37. Christoph

    Die letzten Artikel waren toll. Dieses nicht.

    Ich gebe HEIKO recht.

    Zuckerberg ist sicher nicht bescheiden.

    Im Prinzip finde ich es auch gut wenn reiche Menschen Geld ausgeben damit andere jobs haben usw. Aber bescheiden ist er sicher nicht.

    Auch Gates hat ein sehr sehr teures Haus was er mit extremer Technik voll gestopft hat.

    Und zuckerberg spendet den größten Teil des vermögens nicht wirklich sondern steckt es in eine Firma wo er weiter das sagen hat und schaut wem er helfen könnte.

    Ich kann ihn eh nicht leiden.

    Meiner Meinung nach sollte man seinem vermögen nach auch das geld unter die leute bringen. Da gibts vieleMöglichkeiten.

     

    In den usa verteilt ein unbekannter an Weihnachten 1.000 usd jeweils an normale Leute und macht diesen eine Freude.

     

    Zuckerberg könnte auch einfach 10 Milliarden an den wwf etc spenden. Das würde ich mal wirklich positiv von ihm finden

     

     

  38. Ralf

    @Goldhamster: Bei Immobiliengutachten gibt es sehr strenge gesetzliche Vorgaben zur Ausgestaltung und auch wie fast überall einige Konkurrenz. Da kann man nicht einfach eine Mehrwert anbieten oder hohe Preise verlangen. Gutachter müssen sachlich sein und neutral sowie unabhängig werten. Auch sind solche Gutachten durchaus recht aufwendig und komplex. Nicht so leicht verdientes Geld wie man evtl. annehmen möchte. Ich habe aber diesen Fachbereich bereits im Studium als Pflichtfach gehabt, daher betreibe ich es nebenbei.

    Dies sind mit Gründe, warum ich weitere mögliche Einnahmequellen suche.

    Zu Buffett: Warren Buffett hat wohl einige Häuser. Kürzlich soll er erst ein Ferienhaus verkauft haben, wenn auch im Vergleich ein eher schlichtes Haus:

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Warren-Buffett-verkauft-Familienvilla-article19711882.html

    Er lebt bescheiden, trotzdem kann man solche Menschen nicht uns mit Normalos vergleichen. Trotzdem finde ich Warren Buffett sehr interessant.

     

     

  39. Bruno

    Vielleicht haben einige Kommentatoren nicht die Essenz des Artikels verstanden, und frönen mit leisem Verdacht unter Umständen auch etwas dem Neid und Missgunst der beschriebenen Protagonisten, vielleicht sogar dem Tim, es fällt mir auf es ist jedes Mal ein Theater wenn mal ein Affiliate-Link vorhanden ist. Herrgott in welcher Welt leben wir denn, es sind ja keine Clownbücher die er vertreibt und wer würde bei sowas noch schreiben, dass er es eigentlich nicht mal empfiehlt, ich ziehe da nur den Hut.

    Schlussendlich, um aufs eigentliche Thema zurückzukommen, ist egal welchen Fuhr- und Immobilienpark diese Leute besitzen, es geht ums eigene Glück und Wohlbefinden, und gerade für Otto Normalo (ich hasse diesen Begriff auch jeder Mensch ist ein Unikat und kein „Normalo“) ist diese Erkenntnis schon essentiell, ich wette mancher Mönch führt ein glücklicheres und zufriedeneres Leben als ein Clown (nichts gegen richtige Clowns im Zirkus, aber auch da ist es leider oft mehr Schein als Sein, gerade kürzlich hat sich das Aushängeschild „Maskottchen“ (so genannt von der Inhaberfamilie des grössten Zirkus (Nationalzirkus) der Schweiz, ich fand es ziemlich despektierlich und deplatziert) das Leben genommen. Gegen aussen immer fröhlich und lachend, innerlich anscheinend nicht ganz so glücklich, das triste Leben eines Zirkusclowns.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich allen

  40. ZaVodou

    @Tim

    Mir wäre es egal, ob Reiche sich noble Dinge kaufen oder nicht, wenn sie ihr Geld einigermaßen redlich erwerben würden.
    Damit sich die bereits vorhandenen Millionen auch ordentlich vermehren und um ihren aufwändigen Lebensstil zu finanzieren, scheint einigen Reichen – vielleicht sogar der Mehrheit –  aber jedes Mittel recht. Hier mal ein Beispiel vom letzten Donnerstag von dem Politmagazin Panorama.

    https://youtu.be/zhoFGKyyBbE

  41. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Dir erst einmal herzlichen Dank für deine immer wieder interessanten, motivierenden und auch beruhigenden Artikel, Tim!

    Von Montag bis Donnerstag habe ich mir eine „Netzdiät“ auferlegt, um mehr Zeit für andere Dinge zu haben. Umso mehr freue ich mich immer auf den Freitagabend, wenn ich, gemütlich im Bett liegend, deine Artikel und die Leserbeiträge schmökere.

    Gerade die wiederkehrenden Motive, die Mantren rund ums Sparen, Investieren, den Konsumverzicht, Börse und Aktien und das einfache, aber glückliche Leben finde ich immer wieder inspirierend und erfrischend. Kritik daran kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    Jeder kann doch für sich herausziehen, was er oder sie möchte. Wenn es mir nicht passt, dass zu wenig über Aktien gesprochen wird, dann kann ich woanders fündig werden. Aber gut, jeder wie er will…

    Deine „Fahrradbeiträge“ beschreiben genau unsere Situation. Meine Frau und ich fahren bei Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit. Ich genieße das richtiggehend. Frische Luft, Bewegung, Körper und Geist kommen in Schwung.

    Anlehnend an den Begriff Antifragilität härten wir uns ab. Ja, wenn es nieselt fahre ich sogar mit einem Lächeln durch den Regen. Ich mache mir bewußt, wie wunderbar das Leben ist, wie dankbar man selbst dafür sein kann, gesund den feuchten Wind im Gesicht spüren zu dürfen.

    Nicht wenige werden bei diesen Sätzen den Kopf schütteln. Das ist eben der Unterschied. Was brauche ich wirklich, um glücklich zu sein? Mit welcher Mentalität gehe ich durch´s Leben? So mancher einer denkt sich wahrscheinlich „ist diese Familie etwa zu arm, sich ein Auto zu leisten?“ Das ist uns völlig egal. Das Gegenteil ist richtig. Die Fahrräder machen uns reich. Wir leben glücklich.

    @ Fit und Gesund

    Fresenius Med Care liegt seit vielen Jahren in meinem Depot. Nach dem ich vom Absturz erfahren habe, habe ich nachgeschaut: 75% im Plus – trotz alledem. Die Dividenden rasseln regelmäßig ein.

    Zeigt eindrücklich wie wichtig der Faktor Zeit ist. Ich bleibe ganz gelassen. Das Geschäftsfeld bleibt intakt.

    Mein Minuschampion ist Stericycle. Ca. 45% in den Miesen. Vor vielen Jahren als Anfänger viel zu teuer gekauft. Das Management hat statt Dividenden und Aktienrückkäufen lieber auf dummes Wachstum durch Übernahmen gesetzt.

    Tja, so kann´s gehen. Aber auch hier gilt: Beständiges Geschäftsfeld. Medizinische Abfälle recyclen und beseitigen? Wird noch Jahrzehnte benötigt.

    Hätte ich das Minus nicht im Kopf – der Aktie ist mein Einstiegskurs doch völlig schnuppe – müsste ich jetzt eigentlich zu günstigen Preisen kaufen. Mein Kopf spielt mir aber einen Streich….

    Auch Colgate und Reckitt, die ein anderer Leser hier angesprochen hat, liegen in meinem Depot. Wunderbare Dividendenzahler mit bombensicherem Geschäftsfeld. Warum sollte man sich hier von trennen?

    Schlußendlich ist es so, wie Claus und Oliver schreiben. Das Gesamtportfolio ist entscheidend. Da werde ich so schnell nicht mehr in die Miesen kommen, nach zehn Jahren Investments.

    @ Gast

    Du bist mit drei Kindern vielleicht einer der wenigen, aber nicht der einzige Leser 😉 . Wir haben auch drei Kinder. Und auch schon früh mit Mitte 20 begonnen – heute eher eine Rarität. Als Studenten lebten wir damals – übrigens sehr komfortabel und zufrieden – mit finanziellen Mitteln, die heute unter dem Label „Armut“ firmieren. Allerdings mit sehr toller Unterstützung unserer Familie (und das bis heute – wird so in der Familie weitergegeben 🙂 ).

    Schon damals konnte wir monatlich 50€ zur Seite packen, dann 100€, später mit Jobeinstieg 300€, später 500€ und so weiter. Auch mit Kindern war das gar kein Problem. Wir kannten es gar nicht anders. Einen Konflikt „Familie/Kinder vs. finanzielle Freiheit“ sehe ich nicht. Es liegt immer in der eigenen Hand.

    Die Leserin Berlinerin finde ich hierbei ein ganz tolles Vorbild. Sie zeigt doch eindrücklich, dass es sogar allein geht.

    Teuer werden Kinder übrigens erst so richtig, wenn sie „ins Alter“ kommen. Die wollen eben nicht mit „Lumpen“ herumlaufen und sich von der harten Meinung der Peergroup herunterziehen lassen. Mich juckt´s nicht, wenn ich meine Winterstiefel auch abgewetzt nach acht Jahren noch trage. Ich muss aber auch keinem mehr etwas beweisen und mich bewerten lassen.

    Jugendliche haben es da schwerer, das kennt ihr doch alle aus eurer Zeit. Dazu kommen Sportausrüstungen, Kinobesuche, Geburtstagsfeiern und Geschenke, Schulbedarf (die Klassenfahrten toppen unsere Urlaube), Taschengeld und und und .

    Ich bin da kein Spielverderber. Und lege auch nicht meinen Maßstab an meine Kinder an.

    So kommen wir „nur“ auf 35-40% Sparquote. Von den 80% mancher Dinkies sind wir weit weg. Aber was soll´s. Alles ist gut! Wir leben glücklich mit Kindern UND haben die finanzielle Unabhängigkeit vor Augen. Da ist kein Widerspruch!

  42. Ralf

    „Einen Konflikt „Familie/Kinder vs. finanzielle Freiheit“ sehe ich nicht. Es liegt immer in der eigenen Hand.“

    Jein….

    Auch mit Familie kann man finanzielle Freiheit anstreben. Ohne Frage! Es dauert eben oft länger.

    Wenn z.B. wie bei uns ein Partner nach der Geburt der Kids länger zu Hause bleibt, kann es finanziell schon eng werden. Vor allem wenn man für die Fahrt zur Arbeit noch ein PKW benötigt und keine Unterstützung z.B. durch Oma oder Tante hat. Nicht jeder hat das Glück, den Job in vernünftiger Nähe zu haben. Es hängt viel auch vom Wohnort und Jobangebot ab. Viele Firmen konzentieren zunehmend ihre Jobs in städtischen Lagen mit hohen Wohnpreisen.

    Meine Frau war lange zu Hause bei den Kids (u.a. gesundheitliche Probleme der Kinder, fehlende Oma in der Nähe, Fremdbetreuung sehr teuer). Das hat uns finanziell schon gefordert (Alleinverdiener mit Familie). Aber es war eine sehr gute Entscheidung. Trotzdem haben wir immer Geld auf die Seite gelegt.

    Die Kinder sind nun größer und selbstständiger. Nun hat sie jedoch durchaus Probleme, eine vernünftige Teilzeit-Stelle zu finden die sich mit Familie in Deckung bringen lässt. Teilzeitstellen mit guten Arbeitszeiten sind bei uns echt rar gesät.Vollzeit und volle Flexibilität sind gefordert. Das will sie aber nicht, weil die Kids z.B. wegen Hausaufgaben, Arztterminen oder organisatorischen Themen weiterhin Aufmerksamkeit brauchen.Voll verständlich für mich.

    Mehr als ein Minijob ist derzeit daher nicht drin.

    „Allerdings mit sehr toller Unterstützung unserer Familie (und das bis heute – wird so in der Familie weitergegeben ? )“

    Das ist ein sehr wichtiger Faktor dabei! Familie und finanzielle Unabhängigkeit kann durchaus ein gewisser Zielkonflikt sein, wenn Rahmenbedingungen erschwert sind (fehlende Verwandschaft die einen unterstützt, weitere Entfernung Job, Autos erforderlich etc.). Leider war das bei uns bis heute ein Thema. Meine Schwester wohnt bei unserer Mutter im Haus mit Familie. Soweit ok. Die anderen Enkel (unsere) haben aber nicht den selben Bezug zur Oma. Sie ist nicht verfügbar wenn man sie mal braucht. Weil sie ihre Zeit nur für die Kids der Schwester aufbringt. Schade.

    Wir sind trotzdem unseren Weg gegangen und haben mittlerweile ein schönes Depot und ein ansehbares Sümmchen Eigenkapital für einen Hausbau. Aber es war eine größere Herausforderung.

    Sparen und Anlegen geht jedoch immer! Und wenn es nur 50 € monatlich sein sollten.

     

  43. Oliver

    Ich denke, jeder der es bis an die Spitze geschafft hat, besitzt ein außerordentliches Talent im Führen von Unternehmen. Das müssen nicht immer nette Menschen sein, die meisten sind sicherlich sehr kompliziert. Steve Jobs war dafür bekannt, alles andere als ein einfacher Mensch gewesen zu sein. Bill Gates schätzt den größten Teil der Menschheit als nicht intellektuell stark genug ein, um mit ihm mithalten zu können. Und wenn man die Memoiren von Herrn Buffett durchliest, sieht man eine ganz große Besessenheit im Verdienen von Geld sowie schulmeisterliches Verhalten ggü. seiner Familie und Freunden. Seine Ehefrau hätte ich nicht sein wollen, die war ziemlich alleine und unglücklich bis zur Trennung.

    Jeder Mensch besitzt gute und schlechte Seiten. Das sich jemand bescheiden nimmt und dies als Geschäftsmodell nach außen darstellen möchte, ist ein kluger Schachzug. Öffentlich gierige Menschen, die ständig protzen müssen, kommen in der Gesellschaft nicht gut an. Keiner möchte vor allem öffentlich schlecht in der Gesellschaft da stehen. So entstehen eben die Mythen von sehr erfolgreichen amerikanischen Unternehmern, die in kleinen alten Autos, der bescheidenen Villa (Wirklich? Wie viele Leute wohnen in so einem „bescheidenen“ Haus?), der tägliche McDonaldsbesuch (Herr Buffett ist kulinarisch eher sehr einfach gestrickt laut seinem Buch) oder das tägliche T-Shirt. Die gleiche Kleidung ist übrigens ein sehr smarter Gedanke, allerdings wurde es sicher nicht von Herrn Jobs erfunden. Ich habe vor vielen Jahren von einem englischen Multimillionär, der extrem spleenig war, genau das gleiche gesehen. Er besaß 30 mal die gleiche Kleidung und hat sich über die Leute lustig gemacht, die sich darüber mokierten, er wäre so geizig dass er sich keine Kleidung leiste. Dafür hat er dann in irgendeinem Kaff im australischen Outback ein Theater eröffnet. Brachte sicher kein Gewinn, aber er konnte es und es hat ihm Spaß gemacht. Die Themen sind alles positives Marketing: Tue Gutes und rede darüber.

    Andererseits ist die Position dieser Menschen sehr kompliziert. Zum einen können sie sich nicht so öffentlich bewegen wie wir. Mögliche Entführungen sind immer wahrscheinlich und dagegen schirmen sie sich mit Sicherheitsmaßnahmen und abgezäunten Anwesen ab. Das kostet richtig Geld. Um es sich zu versüßen, staffiert man das sicherlich mit schönen Dingen aus, aber eigentlich ist es ein goldener Käfig. Es ist Fluch und Segen zugleich. Das Leben dieser bekannten Personen hat nichts mit dem Leben von jedem, der hier im Blog schreibt, zu tun. Ich möchte mit denen nicht tauschen. Am besten bist Du dran, wenn Du ein paar zehn oder hundert Millionen besitzt und dich kein Mensch kennt.

    Aber selbst wenn nicht, ist das doch kein Beinbruch. Ich bin nicht in der „besten“ finanziellen Gruppe und trotzdem sehr zufrieden mit meinem Leben. Den Eindruck habe ich von einigen, die regelmäßig schreiben auch. Und das ist doch das wichtigste überhaupt: Die Dinge zu finden, die einem am besten gefallen und die Möglichkeit zu haben, diese durchführen zu können.

    Ein so großes Unternehmen dauerhaft zu leiten ist sehr häufig Kompensation von anderen Dingen, wo man sich selber nicht ganz so gut sieht. Ein Unternehmen dauerhaft zu führen ist auch längst nicht so spektakulär, wie sich viele das so vorstellen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es viel Arbeit, wenig Freizeit und neben den auch schönen Dingen eine ganze Reihe ekliger Dinge beinhaltet. Wer schon einmal einen Mitarbeiter – aus welchen Gründen auch immer – entlassen musste, weiß wovon ich rede. Deshalb gefällt mir heute meine kleine Selbstständigkeit sehr viel besser und macht mich zufriedener. Ich habe dafür lange Zeit gebraucht, immerhin habe ich fast 15 Jahre Unternehmen mit Angestellten geleitet und mit besessen. Herr Gates hat sich inzwischen auch von seinem Unternehmen verabschiedet. Irgendwann hat er wohl auch festgestellt, dass es noch anderes gibt, als Geld zu scheffeln und ein Unternehmen zu leiten. Wäre sicher interessant zu wissen, wie er sein heutiges Leben findet. Herr Buffett dagegen hat sich in dieser Weise niemals weiter entwickelt. Da er in seinem Gebiet so außerordentlich gut ist, ist er eben heute an der Spitze. Das ist sein Baby, deswegen interessieren ihn die ganzen Porsches und Co. nicht. Der Grund ist seine Besessenheit nach Geld, nicht seine Bescheidenheit. Ganz einfach zu verstehen.

    Ich wünsche noch ein schönes Wochenende

    Grüße Oliver

  44. Thorsten

    @Bruno

    es ist meiner Erfahrung nach sogar so, dass in Deutschen Foren gehäuft Neider und Leute auftreten, die einen auf „steuerliche“ oder „juristische“ Verfehlungen hinweisen. z.B „bei dir fehlt das Impressum nach  neuster blabla“. Mehr Inhalt kommt von diesen Menschen meist nicht. Vermutlich lesen sie die Beiträge, sind neidisch und zünden dann ein Feuer an.

    Die Krönung sind allerdings die, die einen  auf Rechtschreibfehler hinweisen, ohne irgendwie auf den Inhalt einzugehen oder bloß zitieren und dann erwarten, dass man rät, was gemeint ist. Das ist mir vor Wochen mal passiert. Da habe einen Artikel geschrieben und jemand hat nur kommentiert, ich würde „seid“ und „seit“ nicht beherrschen und dann gleich noch den Aufklärungslink aus Wikipedia dazu geschickt.

    Aus meiner langen beruflichen Praxis kann ich (nur für mich gesprochen)  nur sagen, dass die, die die bloße Form bemängelten, meist selbst gar nicht viel an Substanz zur Sache zu bieten hatten. Am besten solche Leute ignorieren und ggfls. fragen, ob die Person zum Weiterkommen im Thema Vorschläge hat. Dann verziehen sie sich, es kommt nix mehr.

    Wenn ich mich dagegen in englischsprachigen Foren umschaue, dann ist da immer eine Art Freundlichkeit und eine Barriere, die keiner durchbricht, meistens jedenfalls. Die Deutschen neigen wohl leider dazu, andere aufzuklären, bekehren zu wollen und suchen  bei Artikeln mit anderer Meinung zwischen den Zeilen den Beweis, dass  man entweder die Unwahrheit sagt oder irgend etwas Unlauteres vorhat. Auch diese Menschen bieten meist selbst keinen Inhalt, sondern trollen gezielt die Blogs oder Forenbeiträge mit der moralischen Keule, wer hat Recht und die anderen liegen ganz falsch, schwarz und weiß, mehr ist nicht zugelassen.

    Ganz schlimm ist das in politischen Beiträgen, in denen Feindbilder zelebriert werden und alles, was nicht auf Linie ist übelst beschimpft wird. Da werden keine Argumente mehr ausgetauscht, sondern direkte Frontalangriffe auf die Schreiber ausgeführt. Am besten von sowas fernhalten. Diskutieren mit Menschen, die den Redner unter der Gürtellinie angreifen und nicht die Argumente, sind vollkommene Zeitverschwendung.

    Tims Blog ist erfreulich frei von solchen  Trollen, die anderen ihre Meiunung aufzwingen wollen und Frontalangriffe starten. Ich hoffe, dass es bei der freundlichen Atmosphäre bleibt.

    Wir haben hier immer wieder mal Themen , die zu kontrovers diskutierten und konstruktiven Beiträgen führen , z.B

    -Miete versus Eigentum

    -kann mit Normalgehalt finanzielle Freiheit erreichen

    -Aktien versus Immobilien

    -Gold/Edelmetalle

    -Autos an sich (Notwendigkeit)

    -Dividenden- versus Wachstumsaktien

    -Rollexuhren ( 😉  )

    Sie sind nicht mit ja oder nein zu beantworten.

  45. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ David

    Deinen Beiträgen merkt man an, dass du viel gelesen und gelernt hast. Finde ich gut. Du wirst es packen.

    Auf eine kleine Ungenauigkeit möchte ich dich aber hinweisen. Die durchschnittliche Aktienmarktrendite von ca. 6%, die man über Jahrzehnte mit einem gut diversifizierten Portfolio erzielen kann, ist bereits inflationsbereinigt.

    Nominell können wir mit 8-10% rechnen. 6,5% sind es real, also NACH Inflation und daher preisbereinigt.

    Ich rechne immer frech mit 7% und verdoppele mit der 72er-Regel also alle zehn Jahre mein Vermögen in HEUTIGEN Preisen.

    Schmunzeln muss ich immer über die pessimistischen Schlechtrechner. 6% – Inflation – Gebühren – Steuern – Krankenkasse…… also kommt gar keine Rendite mehr heraus (lieber Gold nehmen 😉 ). Mein Depot zeigt mir schon nach zehn Jahren etwas ganz anderes…..

    Wer also mit 6,5% rechnet, erhält sein Vermögen in der Zukunft in HEUTIGEN Preisen.

    Ich rechne übrigens gar nichts aus. Investiere nur stur und stetig, genieße den steigenden Dividendenstrom und lasse mich überraschen, was wann herauskommt.

    @ Thorsten, Oliver, Katrin u.a.

    Euch vielen Dank für die Beschreibungen der Lebenswirklichkeit in der erreichten finanziellen Unabhängigkeit. Sehr interessant, von Leuten zu lesen, die das geschafft haben, wo man selbst hin will. Auch hier kann man eine menge lernen. Dass das „Herunterschalten“ so lange dauern kann, finde ich bemerkenswert.

    Da ich selbst mit ca. 12 Wochen Urlaub im Jahr und einer 25-Stunden Woche schon ordentlich runtergeschaltet habe, kann ich mir eine lange Umstellungszeit gar nicht vorstellen. Zumal ich nicht vorhabe, überhaupt keiner „Erwerbsarbeit“ mehr nachzugehen. Es ist schön, wenn man mit geliebten Tätigkeiten anderen einen Nutzen bringt und damit auch noch Geld verdient.

    @ Monaco

    Tatsächlich bin ich nicht gerade stolz auf unsere Spendensummen. Von den oft zitierten 10% sind wir weit weg und haben noch zu sehr die eigene Verwirklichung im Kopf. Ein Punkt, an dem ich noch arbeiten und mich verbessern muss.

    Für die Bildungseinrichtungen unserer Kinder (Kita, Schule) ist über die  Fördervereine (das Geld kommt komplett den Kindern zugute) sicherlich eine vierstellige Summe geflossen. Dazu unterstützen wir zwei Organisationen die sich um Tier(schutz) und Menschen kümmern-  Hundebesuche für alte Menschen, Reiterhöfe für Kinder, Tierasyle etc pp. – und eine kulturelle Einrichtung in unserem Stadtteil, die Lesungen, Aufführungen, Konzerte und Ferienprogramme anbietet.

    Unterstützung bekommen auch die Ärzte ohne Grenzen (hier hat Fit und Gesund den letzen Anstoß zum Tätigwerden gegeben 🙂 ). Nächsten Monat wird eine Patenschaft über Plan International eingerichtet.

    Über die ehrenamtlichen Tätigkeiten möchte ich nicht groß sprechen. Die sprengen den Rahmen. Elternsprecher, Lesepaten, Bezirksparlament, Musik-AGs, etc..

    Manche meinen, dafür ist der Staat zuständig (sind dann aber oft nicht bereit, die finanziellen Grundlagen zu schultern). Ich sehe es eher wie John F. Kennedy.

    Wem es so gut geht, wie uns, der ist verpflichtet, etwas für die Lebewesen zu tun, denen es nicht so gut geht. Das ist meine Meinung. Aus Kram, Zeug und Schnickschnack mache ich mir dagegen nichts.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich allen 🙂 !

  46. Thorsten

    @Freelancer

    ich arbeite deswegen noch zeitweise, aber nur aus Spaß und nicht mehr genau in demselben Beruf bzw. Fachgebiet.  Nebenbei lerne ich konsequent eine Fremdprache an der Volkshochschule und  mache mehr Sport als früher. Beides war mit meinem Vollzeitjob unvereinbar. Nach  40 oder 50 Stunden Arbeit und bis zu 12 Stunden Reisezeit gab es nur noch Zeit und Energie um das Notwendigste am Wochenende zu erledigen.

  47. Daniel

    Mir wäre es lieber die Milliardäre dieser Welt würden statt ihres Geiz Lebens (den ich bezweilfe und ihn einfach nur für geschickte PR halte) “ angemessen “ Leben und damit und durch den Konsum andere Menschen die davon profitieren in Lohn und Brot bringen und damit die Marktwirtschaft ankurbeln.

    Von Geld das sich als Bits und Bytes auf Konten vermehrt hat niemand etwas. Wenn aber Handwerker etwas für Reiche tun, dann profitieren sie davon. Zudem schmälert es das Vermögen der Reichen und reduziert damit den immer krasser werdenden Zinseszins-Effekt der Reichen die sonst immer mehr Geld akkumulieren.

    Wenn ein Herr Zuckerberg sich das teuerste Auto der Welt holt dann wäre es prozentual gesehen von seinem Privateigentum,…ja…was? 0,1%? In dieser Region würde ich mir als Privatmensch bei 0,1% ein Auto für was kaufen? Da käme auch niemand auf die Idee mich als Mensch zu bezeichnen der über seine Verhältnisse lebt.

    Es kann mir niemand erzählen das jemand völlig freiwillig, es sei denn er verbindet mit seinem Auto etwas persönliches das nicht zu ersetzen ist, als Multimillionär/Milliardär einen alten Honda weiterfährt. Es würde sogar reichen einfach nur einem seiner Mitarbeiter zu sagen „kümmere dich mal“. Eine gepanzerte S-Klasse wäre da schon aus persönlichem Eigeninteresse (Stichwort Unfall) eine erstrebenswerte Verbesserung. Für mich ist das nichts weiter als PR um dem Pöbel zu zeigen „hey, ich bin einer von Euch und lebe nicht im Elfenbeinturm“.

    Wenn dann die obligatiorsiche Honda Rundfahrt beendet ist, steigt man dann abends in den Privatjet 😉

  48. Slazenger

    @Freelancer

    großartig geschrieben!!!

    Allerdings würde ich die Wertentwicklung der letzten 10 Jahre nicht als Maßstab nehmen, für die Zukunft. Wir alle wissen dass diese letzten 10 Jahre extrem gut waren für die Investoren ( Sichwort Nullzins)!

    Nice Weekend

  49. Sparta

    Im Prinzip geht es ja nur um die Relation.

    Wenn MZ prozentual zu seinem Vermögen einen GTI kauft, selbst wenn er nen Porsche kauft… ist dies sparsam.

    Wenn die Leute hier nen GTI kaufen hat dies meistens nichts mehr mit Sparsamkeit zu tun.

    Wenn MZ ein paar Grundstücke kauft, könnte er immer noch verhältnismäßig sparsamer sein, wie jemand der sich nen Schrebergarten zulegt.

    Die Kritik misst sich hier nicht an der Relation.

    Andererseits sehe ich die Kritik auch definitiv nicht als Neid an!

    Diese Individuen haben sicherlich außergewöhnliches geleistet… aber die Übertragbarkeit als Idol, Vorbild und zur Nachahmung ist praktisch unreell bzw. kommt zu verklärt rüber.

    Diese Verklärung wird kritisiert und das kann ich durchaus nachempfinden.

  50. David

    @Freelancer Sebastian:
    Danke für das Komliment. Ich lasse mich im Übrigen gerne eines Besseren belehren, erst Recht in diesem Fall, denn das bedeutet, dass ich im Schnitt eine 2% bessere Performance an de Tag lege. 😉 Ich muss lernen nicht so schnell etwas niederzuschreiben, wenn ich mir nicht 100%-ig sicher bin… das mache ich zwar zum Glück selten, aber sporadisch kommt es (anscheinend) doch manchmal vor. Danke für deinen Input! 🙂

    Übrigens: Ich selbst möchte dennoch lieber pessimistisch als realistisch rechnen. Nicht etwa, weil ich nicht daran glaube diese durchschnittliche Performance erzielen zu können (im Gegenteil: Aufgrund des Stock Picking bin ich [naiverweise?] davon überzeugt, dass man den Markt schlagen kann), sondern weil ich so nur positiv überrascht werden kann. Im Endeffekt spielt es für mich auch keine allzu grosse Rolle, da keine meiner Handlungen davon beeinflusst werden; das Ganze soll mir mehr als grobe Richtschnur / als Wegweiser (und natürlich als Motivation) dienen.

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

  51. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Gainde und Slazenger

    Vielen Dank für eure netten Worte.

    Und ja, richtig. Die letzten Jahre waren insgesamt außergewöhnlich gut. Es wird auch wieder magere Jahre geben. Vor allem junge/frische Anleger (die in der Regel ja auch in Boomzeiten an die Börse kommen, ging mir 2006/2007 nicht anders) müssen aufpassen, dass sie sich keine Luftschlösser zusammenträumen.

    Allerdings hatten wir auch die Phasen von 2011, 2015/2016, anfang des Jahres und jetzt wieder. Es war nicht durchgängig rosig. Es bleibt ein Marathon, den man geduldig durchziehen muss.

    Portfolio Performance zeigt mir aktuell eine Rendite von 12,72% p.a. für die letzten sieben Jahre an. Sollte ich also in den kommenden sieben Jahren nur um die 4-5% p.a. erzielen, werde ich nach 15 Jahren einen guten Schnitt von 8-10% erhalten. Damit kann ich sehr gut leben.

    Wie gesagt: Ich rechne eigentlich gar nichts hoch und verfolge einfach stur meine Strategie. Die Beispiele von Oliver, gerade was die Dividenden betrifft, sorgen für Ruhe und Gelassenheit.

    Alles Gute! 🙂

  52. Mr. B

    Hat jemand standard life aberdeen im Depot? Da gibt’s wohl eine Umwandlung … Bin aber noch nicht so im Bilde.

    Schönes WE und Grüße

    Mr. B

  53. KievKiev

    Ich habe als Kind tatsächlich jemanden gekannt der zumindest als Deutscher in die Kategorie der sehr Reichen einzuordnen ist. Er stand an der Spitze eines Dax Unternehmen. Chauffeur fürs Leben usw. alles inklusive.

    Oliver hat es sehr gut beschrieben. Einen Teil von dem Vermögen würde mir sicher gefallen, aber tatsächlich klebt da weit mehr dran als man sich das vorstellen kann. Das hat nichts mit GTI oder gepanzerter S Klasse zu tun. Eine Privatschule hat in England damals über den Daumen einen Rolls Royce im Jahr gekostet. Da können die Kinder dann Reiten, Motocross fahren, Polo spielen usw. Vor allem bleiben sie unter sich. Und sie wachsen dort isoliert und geschützt auf.

    Ich bin glücklich, dass meine Kinder auf eine normale Schule gehen können ohne dass ich mir hier Gedanken machen muss. Ich würde wirklich nicht tauschen wollen.

  54. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Klar, man sollte seinem inneren Kompass folgen. Ich finde das Geldverdienen ist in Ordnung. Soll jeder machen. Nur im Rahmen des Gesetzes und innerhalb des moralisch Vertretbaren.

    Danke für das Video mit den dubiosen Steuertricks.

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