Jonas kauft begeistert ETFs – er ist 20 Jahre alt. Seine angestrebte Sparquote 70%


New York, 27. Februar 2020
Jonas Rosenberger hat einen Leserbrief geschrieben. Der Student, der in der Nähe von Heidelberg wohnt, setzt überwiegend auf ETFs. Der Frugalist (70% Sparquote) strebt die finanzielle Freiheit an. In 10 bis 15 Jahren kann er es schaffen.

Hallo liebe Leser!

Zuerst möchte ich mich bei dir (Tim) bedanken, dass du mir hier diese Möglichkeit gewährst. Ich verfolge deine Beiträge schon seit Langem, wobei mir auch immer wieder Leserbriefe untergekommen sind. Da ich diese sehr interessant fand, möchte ich heute mal meinen Senf dazugeben. Ich hoffe, dass das bei euch auf Interesse stößt. Ich habe den Brief unterteilt in: Lebenslauf, Beruf, Geld, frugalistische Ziele und meine Strategie an der Börse.

Mein Lebenslauf

Zu mir: Ich bin der Jonas, 20 Jahre alt und wohne derzeit in der Nähe von Heidelberg/Mannheim. Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen dual (4. Semester) bei einem Maschinenbauer. Seit 2018 investiere ich mein Geld und befinde mich seitdem in einem kontinuierlichen Wissensaufbau. In dieser Phase lernte ich auch den Lebensstil des Frugalismus kennen und erkannte mich hier immer deutlicher wieder. Meine Einstellungen zu Geld und dem Leben haben sich seit meinem Abitur merkbar geändert.

Kurz nach der Jahrtausendwende bin ich in Passau – im schönen Niederbayern – zur Welt gekommen. Schon im jungen Alter habe ich mein Taschengeld stets gespart und regelmäßig gezählt, wenn wieder ein neuer Monat zu Ende ging. Meine Eltern sind ebenso von sparsamer Natur und tätigten (fast?) nie unüberlegte Spontankäufe. Daher kommt wahrscheinlich auch meine grundsätzliche Einstellung zum Geld.

Mit dem Investieren jedoch haben sie sich nur dürftig beschäftigt. Mein Vater hat nach ein paar weniger guten Erfahrungen mit der Börse das Kapitel so gut wie abgeschlossen. Nach der Grundschule ging es für mich 2010 aufs Gymnasium, an welchem ich 2018 mein Abitur in den Händen halten durfte. Nun vollzog sich innerhalb weniger Tage ein Wandel: Ich zog in die eigene Wohnung im 500 Kilometer entfernten Heidelberg und begann direkt mit meinem dualen Studium Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Mannheim.

Bereits im Jugendalter habe ich mich an vielen Projekten versucht und konnte dabei immer wichtige Erfahrungen sammeln. Mit 14 Jahren erstellte ich Designs für kleine YouTuber und Streamer. Es folgten die Reparatur und der Weiterverkauf von Handys, der Handel mit XBOX Konsolen & Zubehör und Review-Berichte von Smartphones. Zuletzt stand der Aufbau eines Merch-Shops für Aktionäre und eine Facebook-Gruppe für Frugalisten auf dem Programm. Noch während der Schulzeit habe ich an einigen Börsenspielen und Wirtschaftsplanspielen mit sehr gutem Erfolg teilnehmen dürfen. Somit waren die letzten 6 Jahre durchgehend gefüllt mit eigenen spannenden Projekten, die mich allesamt geprägt und mein Wissen gefördert haben.

In einem McDonalds hat Jonas zwischenzeitlich als Minijober gearbeitet. Ihm gefiel der schroffe Umgang dort ganz und gar nicht:

 
 
 
 
 
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Kündigung bei McDonalds? ? . . Im März diesen Jahres habe ich bei McDonalds einen Minijob angefangen, um mir neben dem dualen Studium noch etwas zusätzlich verdienen zu können ? Jeden Cent, den ich daraus bisher bekommen habe, steckte ich in die Aktienmärkte. . Musste diesen zusätzlichen Verdienst jedoch auch teuer bezahlen – mit einem freien Tag am Wochenende. ? Und nach einer Weile fragte ich mich: ist es das wirklich wert? . Entscheidend für meine Kündigung war aber letztlich nicht der verlorene Tag am Wochenende, sondern die Umstände im Restaurant ? es ist wirklich teilweise erschreckend, wenn man sieht, wie es dort hinter der ersten Tür aussieht. Was mich aber am meisten gestört hat, war der Umgang mit den Mitarbeitern ?? hier wird die (z.T.) Hilflosigkeit der Mitarbeiter schamlos ausgenutzt und ich wünsche jedem, dass er eines Tages nicht auf die Arbeit in einem McDonalds angewiesen sein muss ? von so einem Riesenkonzern hätte ich mir wirklich mehr erwartet.. . Für Schüler ist es bestimmt eine nette Beschäftigung in der freien Zeit – sobald aber die “Opportunitätskosten” steigen, ist diese Zeit woanders besser aufgehoben (auch wenn’s “nur” die Erholung von der Arbeitswoche ist) ? . Was denkt ihr darüber? Habt ihr schonmal in einem McD gearbeitet? ?? Welchen Minijobs geht ihr nach? . Freue mich auf eure Antworten! ? . . Gruß Euer Jonas #aktien #blog #kanal #youtube #finanzen #passiveseinkommen #passivesinvestieren #etf #p2pkredite #dividenden #sparen #börse #motivation #zinsen #erfahrungen #mintos #bondora #finanziellefreiheit #frugalismus #geld #geldverdienen #rendite #gründen #gründung #unternehmer #vision . Nehmt das Leben nicht so hart und arbeitet nicht nur wegen des Geldes – dafür ist unsere Zeit viel zu schade! Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von Niemandem überholt werden.. ?

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Meine beruflichen Ziele

Beruflich lasse ich mir meinen Weg noch offen – da sowieso alles anders kommt, als ich es mir jetzt ausmale. Nach dem Wirtschaftsingenieur-Studium möchte ich möglichst zeitnah mit einem Master fortsetzen. Derzeit liebäugle ich mit einem Master in Management / Finanzen & Controlling. Da mir jedoch die praktischen Erfahrungen noch mehr wert sind als die Theorie, möchte ich mich ausschließlich berufsbegleitend weiterbilden. Da ich ziemlich einfach gestrickt bin, mir der persönliche Kontakt mit Kollegen wichtig ist und mir das vehemente und kopflose Karrierestreben nicht sehr viel abgibt, möchte ich im Mittelstand bleiben. Als Bürohengst in einem ach so tollen Konzern möchte ich nicht enden. Ehrlichkeit und Bodenhaftung möchte ich nie aufgeben müssen. Die Option der Selbstständigkeit wird natürlich immer präsent sein, falls sich das Richtige ergibt.

Der Beruf spielt immer eine zentrale Rolle in unserem Leben. Die einen lassen sich Arbeit geben, die anderen versuchen es auf die eigene Faust. Der Job gibt uns Beschäftigung und Bestätigung – und das für eine ziemlich lange Zeit in unserem Leben. Aus diesen Gründen soll und muss unsere Arbeit auf unser Individuum abgestimmt sein, da es sonst zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen kann. Außerdem sind wir auf einen regelmäßigen Zufluss von Geldmitteln angewiesen, um unseren Lebensunterhalt zu begleichen. 

Wie wir mit Geld umgehen

Da sind wir auch schon beim Thema Geld angekommen. Jeder von uns nutzt es jeden Tag. Es steht uns frei, für welche Zwecke wir es einsetzen. Es ist jeder selbst dafür verantwortlich, ob am Monatsende noch Geld übrig ist oder man schon tief in den roten Zahlen steckt. In diesem Zuge erkennt man, dass jeder Mensch eine andere Einstellung zum Thema Geld hat und dessen Nutzen anders interpretiert.

Die einen möchten sich im hier und jetzt etwas gönnen und denken nicht an morgen – mit der Unsicherheit, in Zukunft genügend übrig zu haben. Die anderen leben bewusst mit den vorhandenen Mitteln und wollen die Zeit für sich arbeiten lassen – mit Zuversicht in die Zukunft blickend. Hier spielt die menschliche Psyche eine bedeutende Rolle: langfristig will jeder Mensch seinen Lebensstandard erhöhen wollen – ein Rückschritt ist in jedem Falle keine Option, da sonst das Selbstwertgefühl darunter leidet. Wir haben jedoch nur begrenzte Möglichkeiten, weswegen wir (egal wieviel € man hat) immer einem Limit entgegenblicken müssen.

Meiner Meinung nach ist die Erhöhung/Verminderung des Lebensstandards ein Maß dafür, wie zufrieden man mit sich selbst ist. Der Präzedenzfall ist hier der Berufseinstieg (meist nach einem langen, unflüssigen Studium): Du wirst von einem Monat auf das andere mit einem Gehalt konfrontiert und sieht sich plötzlich unter Zugzwang. Es dauert nicht lange, bis das neue Smartphone, der neue Fernseher und die größere Wohnung eintrudelt. Und genau in diesem Moment hast du deinen Lebensstandard innerhalb einiger Monate von 0 auf 100 hochgeschraubt. Die Folge? Man fühlt sich zuerst super, wird aber schnell vor den Kopf gestoßen. Man sucht vergeblich nach weiteren Potentialen, durch welche man seinen Standard weiter ausbauen könnte. Es wird sich jedoch bis zur nächsten Gehaltserhöhung nichts ändern. Wie es dann nach einer Beförderung aussieht, kann sich jetzt wahrscheinlich jeder denken. Das Ende vom Lied ist: Wir sind gezwungen, bis zum gesetzlichen Renteneintritt in unserem Job zu „verharren“. Noch bescheidener ist aber, dass man in den ganzen Berufsjahren nie gelernt hat, mit den vorhandenen Mitteln glücklich zu sein. 

Frugalistische Ziele

In diesem Kontext kommen wir nun zum Frugalismus. Wie bereits eingangs erwähnt, habe ich für mich in den letzten 2 Jahren diesen Lebensstil entdeckt. Er sieht vor, mit möglichst wenig auszukommen, um früh in „Rente“ gehen zu können. In dem oben genannten Beispiel würde ein Frugalist nicht schockartigen Käufen verfallen, sondern bewusst und gleichmäßig seinen Standard erhöhen. Die Differenz von Gehalt und Ausgaben wird monatlich investiert. Dies bringt einen doppelten Vorteil mit sich: Du fühlstt dich über viele Jahre/Jahrzehnte hinweg mit den eingesetzten Mitteln trotzdem glücklich bzw. hast das Gefühl, dass es dir an nichts fehlt. Du kannst zusätzlich die Zeit nutzen, dass deine Investments für dich arbeiten. Es ermöglicht uns, die Macht des Zinseszinses zu nutzen und eine finanzielle Unabhängigkeit aufzubauen.

Du kannst nach ein paar Jahren selbst entscheiden, für wen und was du arbeiten möchtest. Du bist in der Folge unabhängig bei all deinen Lebensentscheidungen – die Abhängigkeit von einem Gehalt/Arbeitgeber nimmt dir dieses Souveränitätsrecht. Frugalisten sind keinesfalls geizig – sie geben (sofern möglich) nur Geld aus, wenn sie die Ausgabe durchdacht haben und den Output auch wirklich wertschätzen. „Investitionen“ in gute Freundschaften und familiäre Angelegenheiten werden dabei niemals zu kurz kommen – im Gegenteil. Im Vergleich zur gemeinsam verbrachten Zeit ist Geld wertlos.

Zinseszins: Die jungen Jahre machen den Unterschied

Ich habe keine konkreten finanziellen Ziele. Es sind am Ende des Tages nur Zahlen, welche rein gar nichts aussagen. Wie vorhin bereits erwähnt, geht es um die Zufriedenheit mit sich selbst. Natürlich treffe ich im Kopf fleißig Prognosen, wo ich in 10 oder 20 Jahren bei meinem Depotwert stehen könnte. Mich würde es aber nur unnötig unter Druck setzen, wenn ich mir absolute Zahlenwerte in einem bestimmten Alter als Ziel setzen würde – aus meiner Sicht verschwendete Zeit. Wenn man sich selbst unter Kontrolle hat und seine Leitsätze und Prinzipien nicht außer Augen lässt, kann es sowieso nur einen Weg geben. Die Zeit ist ein sehr bedeutender Faktor, auf welchen wir keinen Einfluss haben. Ich höre oft junge Erwachsene sagen, dass sie noch bis zum Ende des Studiums warten oder erst nach deren 20er-Jahren investieren wollen. Wenn sie jedoch die wahre Kraft des Zinseszinses zu verstehen beginnen, trauern sie jedem einzelnen Jahr nach, welches sie noch gewartet haben. Die jungen Jahre machen langfristig den Unterschied.

Meine Investments

Zum Ende hin stelle ich nun noch meine bisherige „Karriere“ als Investor vor. Habe nach dem Abitur im Juli 2018 begonnen, mich konkret mit der Welt der Geldanlage zu beschäftigen. 

Als kurze Anmerkung sei noch vorangestellt, dass ich kein Fan davon bin, sein Depot (in Zahlen und Titeln) zu veröffentlichen. Es lässt zu viel Interpretationsspielraum, fremde Personen schlagen mit Kritik umher, bilden Vorurteile, es werden ungewollte Emotionen bei den Lesern freigesetzt und man steht immer unter Beschuss von Besserwissern. Um dem zu entgehen, habe ich für mich diesen Grundsatz entschieden.

Meine Strategie: 80% ETFs, 10% Wachstumsaktien, 10% P2P. Erreiche eine Sparquote von 70%. Laut Rechner könnte ich mich in ca. 10 bis 15 Jahren aus dem Berufsleben verabschieden. Das ist natürlich nur reine Theorie, berücksichtigt keine künftigen Sonderereignisse und steht auch nicht im Fokus. Die Unabhängigkeit und die freie Zeiteinteilung sind für mich ein erster Checkpoint, worauf sich aufbauen lässt. Je nachdem, wieviel Zeit dann neben dem Hauptjob übrig ist, sollen auch ehrenamtliche Tätigkeiten stärker ins Visier rücken.

Bei meinen Investitionen gehe ich nach dem KISS (keep it short and simple) Prinzip vor. Man findet mich vor allem im Tech-Sektor, da ich dort über meine gesamte Lebenszeit hinweg das größte Potential sehe. Dividendenaktien waren und sind für mich keine Option. Ob das im fortgeschrittenen Alter so bleibt, kann ich noch nicht sagen. Immobilien sind für mich nach den ersten Recherchen und Einholen von Erfahrungen ebenfalls keine Option. Bei meinem Lebensstil und meiner Strategie sind sie für mich eher unattraktiv und stehen vorerst nicht im Fokus.

Hoffentlich konnte ich euch meine Sichtweise näherbringen und der ein oder andere kann für sich etwas Hilfreiches mitnehmen. Zu guter Letzt möchte ich euch meinen Blog ans Herz legen, auf welchem ich regelmäßig neue Artikel zu Finanzthemen und dem Frugalismus veröffentliche. Außerdem vergleiche ich in Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen meine Depot-Performance mit den großen Indizes. Ich würde mich freuen, wenn wir uns auf Twitter, Instagram, LinkedIn, Xing oder Facebook vernetzen können. Bin auch offen für konstruktive Diskussionen. Falls Interesse besteht, stehen euch die Türen in meine FB-Frugalisten Community jederzeit offen.

Bedanke mich bei allen interessierten Lesern/innen und wünsche euch nur das Beste für eure persönliche und finanzielle Zukunft! 

Mit grandiosen Grüßen 

Euer Jonas


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Jonas kauft begeistert ETFs – er ist 20 Jahre alt. Seine angestrebte Sparquote 70%

  1. AvatarGainde

    Das Virus wird ausbrennnen oder jährlich wiederkehren, sofern es mutiert analog saisonale Grippe. Die Frage stellt sich nun, wie die Ausbreitung verlangsamt werden kann, damit die Gesundheitssysteme nicht überfordert werden.

  2. AvatarSkywalker

    Market Timing funktioniert nicht sagt man aber ich sage euch diese Sache wird uns noch länger beschäftigen das habe ich schon vor einigen Wochen hier geschrieben… zumindest wer mit Geld investiert dass er vielleicht die nächsten Jahre brauchen könnte sollte seine Aktienquote meiner Meinung nach reduzieren. 

  3. AvatarWolke

    Im Grunde interessiert sich kein Mensch für irgendwelche 20jährige, die sparen und ETFs kaufen. Das Thema ist ja auch wirklich zum kotzen langweilig und jeder hier kennt es in- und auswendig.
    Die Leute reden über Aktuelles, Viren, Börse und sogar über Gold und Market Timing. Find ich auch viel spannender.
     

  4. AvatarA.

    @Jonas
    Man findet mich vor allem im Tech-Sektor, da ich dort über meine gesamte Lebenszeit hinweg das größte Potential sehe. Dividendenaktien waren und sind für mich keine Option. Ob das im fortgeschrittenen Alter so bleibt, kann ich noch nicht sagen.
    Dividenden spielten in der Vergangenheit einen Großteil der Rendite ein. Bitte google mal nach entsprechenden Studien.
    Gerade mit deinem Alter solltest du auch auf Dividendenfirmen setzen, da der Zinseszinseffekt sich bei dir mit z.B. 40 sehr stark bemerkbar machen wird.
    Überdenke diese Einstellung. Tech habe ich auch und bin IT-Ler, aber ich setze auch, nicht nur,  auf Dividendenfirmen und es macht von Jahr zu Jahr mehr Spaß das Einkommen zu sehen.

    Gruß
    A.

  5. AvatarSkywalker

    Wolke, du wirst mir immer sympathischer! 😀 
    Das jemand spart und einen ETF kauft ist mittlerweile so besonders wie wenn jemand berichtet, dass er jeden Abend Zähne putzt und gerne Spazieren geht … überspitzt gesagt! 
    Trotzdem auch Jonas: Alles gute! 
     
    Die Kurse sacken weiter, war aber logisch und vorhersehbar. Wann es wieder aufwärts geht weiß ich nicht, aber ich kaufe bis auf weiteres NICHT! 
    Ich hoffe wirklich, dass der Spuk im Sommer vorbei ist, aktuell ist es ja wirklich hysterisch und objektiv schon besorgniserregend. 
    Allen alles Gute! 

    Und auch besonders alles Gute an den Papst! https://nypost.com/2020/02/27/pope-francis-sick-a-day-after-supporting-coronavirus-sufferers/
     

  6. AvatarWolke

    Danke @Skywalker.
    Langsam aber sicher sollte man aber doch ans Kaufen denken…so wie‘s gerade nach unten rauscht…
    (Herrlich, dieses Market Timing…war nur Spaß)

  7. Avatarsmyslov

    Eigentlich sollte ich jetzt kaufen! ! !  Doch halt,  diesmal ist es anders!!!!!!! ( Und auch diesmal zeigt es sich , daß es nicht anders ist, es ist , wie es immer ist. Und am Ende zeigt sich dann , daß es war wie es immer war ) . Kaufen, wenn die Kanonen donnern. ( Kostolany).

  8. Der BaumDer Baum

    @ Sky, ich bleibe dabei. Ich kaufe das was ich für fundamental günstig und qualitativ hochwertig halte. Wenn ich an einen Weltzerstörung durch einen Virus glauben würde, dann wäre die Altersvorsorge mein kleinstes Problem…
    Ich glaube nicht, dass sich durch das Virus etwas grundlegendes ändert. Wir wissen zwar, wie ich schon mal gesagt hab, viel zu wenig. Wenn es sich aber um einen normalen Virus handelt, dann ist die Reaktion maßlos übertrieben.
    Es gibt immer wieder Krankheiten die eine Relevanz haben und massive Auswirkungen auf unsere Welt haben werden. Ziemlich sicher kann das in der eh schon schwierigen Phase des wirtschaftlichen Zyklus der GAU sein. Das Konzept in gute Unternehmen zu investieren finde ich dadurch aber immernoch gut. Sollte jetzt Konsum eingestellt werden, wird der in vielen Bereichen dann nachgeholt, wenn die Hysterie wieder eingestellt ist.
    Und wir wissen alle, dass man nie den richtigen Zeitpunkt finden kann zum investieren. Das wurde zig mal erforscht.
    Daher bleibe ich dabei, ich investiere wenn ich etwas finde. Wegen den 5-10% ist der Markt meiner Meinung nach immer noch nicht günstig. Bei 30-50% wird’s interessant.
    Grüße Baum 

  9. AvatarSkywalker

    @ Der Baum: Ich bin nicht generell ängstlich. Ich habe bei der großen korrektur im dez. 2018 massiv gekauft (hier dokumentiert). Damals gab es keinen echten objektiven Anlass dafür. 
     
    Das ist jetzt anders! Die Wirtschaft wird getroffen, die Frage ist nur, wie sehr und wie lange. Man stelle sich mal vor das jetzt ist der Black Swan und es gibt die ersten Firmenpleiten, dann die Banken. Und die Propheten Krall Weik Otte hatten recht (glück?) mit ihren aussagen. 
    Was dieses mal nicht anders ist: in 10 Jahren stehen wir höher als jetzt, ja. 
    Was dieses mal anders ist: Es ist kein menschliches Konstrukt wie der Brexit oder Trump, sondern etwas völlig unkalkulierbares. Es weiß einfach keiner was Sache ist. Ich bin ein bisschen vom Fach und sehe eine Situation, die es seit dem 2. Weltkrieg so noch nie gab. 

  10. AvatarWolke

    Ein richtig bullisches Beispielszenario:
    Dem Trump fällt ein, die Zölle aufzuheben. Zur selben Zeit senkt die Fed die Zinsen und druckt noch mehr Geld. Und genau in dem Moment denkt sich das Virus, ich zieh mich mal eben zurück.

  11. AvatarStefan

    Hallo,
    ich finde diesen Beitrag wieder wirklich super! Ich drücke Jonas die Daumen, das er viel Erfolg haben wird.
    Viele Junge Menschen sollten sich ein Beispiel an Jonas nehmen und in jungen Jahren anfangen zu sparen und dieses Geld zu investieren.
    Familien-Freude  möchte auch jungen und werdenden Eltern dabei helfen Geld zu sparen und ihnen dabei helfen zu investieren.
     
    Gruß Stefan  
     

  12. AvatarGainde

    Notenbanken vs. Rezession durch Virus
     
    Wer gewinnt?

    Was sich nun klar herausgestellt hat: Kryptos sind kein Safe Haven.

  13. Der BaumDer Baum

    Mh, ich glaube die Welt ist zu komplex um tatsächliche Aussagen zu treffen. Ich hab mich nur auf das Virus und dessen wahrscheinlichste Auswirkungen bezogen. 
    Die Kombination von Faktoren die gerade “spannend” sind, sind schon besonders ja. Aber ich glaube man überschätzt die Gegenwart und ihre ihre tatsächliche Bedrohung zu sehr. Was war den während dem kalten Krieg, da war jederzeit eine Kriegssituation, eventuell sogar mit Atomwaffen im Hintergrund. Was war als wir die Nahostkriege hatten? Ölkrise? Chernobyl? Fukushima? Das sind alles Ereignisse deren Auswirkungen niemand vollumfänglich einschätzen kann. Und das kann auch jetzt keiner. Ob wir durch das Virus tatsächlich ein neues 1929 bekommen oder nicht wissen wir nicht. 
     
    In der Systemtheorie gibt es das Konzept der gleichzeitigen Steigerung und Verringerung der Komplexität. Das sehe ich heute in allen Systemen so. Insgesamt ist zwar alles abhängiger geworden und wir haben mehr Teilsysteme, innerhalb der Systeme sind wir aber sehr stabil. Deswegen glaube ich, dass wir selbst bei einem Kollaps, fast egal welcher Art, schnell wieder auf die Beine kommen (weltweit gesehen). Und das auf jeden Fall, wenn es sich “nur” um eine Grippe handelt. Falls das so ist, das ist wie gesagt die einzige Variable.
     
    Grüße Baum

  14. AvatarPaluma

    Hallo Jonas,
    super das du schon so früh angefangen hast. Mit Anfang 20 war ich noch mit Bausparverträgen und Festgeld beschäftigt. Aktien waren für mich zu Spekulativ. Aber mit den Sparen hab ich auch früh angefangen und es hat sich gelohnt.
    Viel Erfolg weiterhin!
    Grüße Paluma 
     

  15. AvatarThorsten

    Der entscheidende Schlag ins Genick für die Börsen wird aus den USA kommen, die Schiffe, die bisher aus China kamen, kommen bald nicht mehr . Die in mehrfacher Hinsicht gegebene isolierte Lage der USA wird dort voll durchschlagen, aber zeitverzögert.

    Ich habe heute mehrere Dividenden angedroht bekommen u.a. bei BP. Das wird alles zeitnah reinvestiert. Mal sehen , was dann lecker ist.

    @Skywalker man weiß nicht, ob es 10 Jahre dauert, es können auch 10 Wochen, 10 Monate oder 20 Jahre sein, inflationsbereinigt , das wird ja leider meist vergessen.

  16. AvatarRalf

    Er macht das richtig. Mit 20 hatte ich ganz andere Sachen im Kopf. War aber auch nicht unbedingt verkehrt…

    @Aktien: Ich habe bereits einige Aktien und ETF etwas aufgestockt. Mal schauen was noch geht, könnte noch richtig runtergehen. Es lebe das Cashpolster für solche Gelegenheiten, wird systematisch jeden Monat nachgefüttert….

  17. Avatarsmyslov

    Ihr wißt es nicht, ich weiß es nicht, keiner weiß es. Wie Thorsten schon sagte, 10 Monate oder 10 Jahre. Ich habe mir abgewöhnt, Prognosen zu erstellen. Darin bin ich wirklich grottenschlecht. Aber eines weiß ich sicher. Für eine BASF sind bei Kurs 55 weniger Euronen fällig als bei Kuers 75. Und bei Kurs 35 noch weniger. Somit weiß ich doch wenigstens etwas. Muß ich nur noch entscheiden: Will ich lieber die Aktie oder die Kohle.

  18. AvatarThorsten

    Ich bin gespannt, wie lange sie die Reisefreiheit aufrecht erhalten. Wo sollen die Bettenkapazitäten herkommen ? Muss es erst Engpässe geben bevor man daran denkt , die Leute von Reisen abzuhalten ?

  19. AvatarPaluma

    Bei Walt Disney ist der Kurs interessant finde ich. Dort werde ich morgen eine Order setzen. Und bei Baozun, um meine China Titel weiter aufzustocken. Heute habe ich Deutsche Post gekauft. Wenn das morgen klappt ist mein Pulver dann erstmal verschossen…

  20. AvatarStefan

    Hat schon wer was von den altbekannten Crashpropheten gehört? Wer hat es vorausgesehen? Wer bringt ein neues Crashbuch auf den Markt? 

  21. AvatarEx-Studentin

    Ich lese solche Berichte mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist es toll, wenn junge Leute bereits sehr reif für ihr Alter sind und weit im Voraus planen. Andererseits denke ich mir: Man sollte sich nicht so verkopfen und sich mit eigenem Perfektionismus Stress bereiten. Ich bin froh, dass ich mich in meinem Studium noch nicht mit Finanzen befasst habe.  Sparsam leben ja, aber Gedanken an die Börse habe ich noch nicht verschwendet. Ich finde es wichtig, dass man von zuhause auszieht & seine Ausgaben im Griff hat. Dass einem die Ausbildung / der Job Spaß macht, dass man einen tollen Partner an der Seite hat. Dass man Zeit in Freundschaften / Familie investiert.. und erst als das alles abgehakt war, kam bei mir das Thema Investieren.

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