IT-Experte David (44) ist finanziell frei. Er lebt in Ostafrika mit seiner Frau. Er setzt auf den World-ETF MSCI und Immobilien-Crowdinvesting


New York, 29. September 2019

Hi Tim,

erst einmal vielen Dank für die gut fundierten Infos, die du seit Jahren auf deinem Blog veröffentlichst. Durch deinen und auch andere Blogs habe ich in den letzten Jahren mein Wissen über Finanzen vertiefen und dies auch für mich persönlich nutzen können.

Meine Frau und ich sind in der glücklichen Lage, gesund zu sein und ein Leben zu führen, dass wir als sinnvoll empfinden und uns zufrieden macht. Ich bin 44 Jahre alt. Meine Frau fühlt sich wie 25 ?. Seit fast zehn Jahren leben wir in Ostafrika. Wir unterstützen ehrenamtliche Projekte. Aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt an der Nordsee. Nach meiner Ausbildung war ich im Angestelltenverhältnis als Programmierer, später IT-Berater und Projektleiter tätig. 2008 habe ich mich dann in diesem Bereich selbständig gemacht.

Und die Finanzen? Mitte der 90er Jahre habe ich bereits angefangen, mich für die Börse und Altersversorgung zu interessieren. Ich habe einen gewissen Teil meiner Einkünfte angelegt. Es war als junger Kerl sehr spannend für mich, alles mal auszuprobieren. Dadurch sammelte ich Erfahrungen. Aktien, IPOs, Intraday-Trading, Aktienfonds, Rentenfonds, Dachfonds, fondsgebundene Rentenversicherungen, geschlossene Fonds – alles war darunter. Ich habe viele gute Deals macht. Ich bin mit anderen Investments aber auch auf die Nase gefallen. Das war insbesondere in der Zeit der .net – Blase.

David lebt mit seiner Frau in Ostafrika. Der freiberufliche IT-Experte arbeitet in erster Linie für wohltätige Zwecke.

Als ich mich dann später selbständig gemacht habe, musste ich logischerweise mehr für die Altersvorsorge tun. Wir wollten langfristig anlegen und den Zeiteinsatz für finanzielle Dinge reduzieren. So sah die Reise dahin aus:

Zuerst habe ich mir ein Depot mit Aktien- und Rentenfonds zusammengestellt, in das ich eingezahlt habe. Einige Jahre später habe ich mein Depot über die Anlageberatung meiner Bank aktiv verwalten lassen – immer noch mit Aktien- und Rentenfonds. Das kam zustande, nicht weil ich mehr gedacht habe, dass ich schlauer als alle anderen bin, sondern eher, weil die Finanzexperten bei der Bank wohl besser performen als ich. Ich dachte, die knapp 1%-Kosten würden sich lohnen.

Dann kamen die Robo-Advisor auf. Ich war von dem Konzept begeistert. Deswegen habe ich bei drei verschiedenen Anbietern ein Depot bespart. Je aktiver die Depots verwaltet wurden, desto weniger effektive Rendite kam heraus. “Hin und her macht Taschen leer”.

Auf einer Vergleichsseite wurde die Performance der in Deutschland zugelassenen Robo-Advisor verglichen. Als „Benchmark“ dazu diente ein Mix aus einem weltweiten Aktienindex zu 50% und einem weltweiten Anleihenindex ebenfalls zu 50%. Die Anlagevarianten der Robo-Advisor mit einer ähnlichen Aktien/Anleihen-Gewichtung konnten diese Benchmark nicht dauerhaft schlagen, einige kamen noch nicht mal annähernd heran. Die logische Schlußfolgerung? Kosten runter und selber in ETFs investieren.

Seitdem habe ich wieder mein eigenes Depot. Hauptbestandteil dabei ist ein ETF auf den MSCI ACWI IMI. Warum? Natürlich wegen der weltweiten Streuung. Mir gefällt die “Beimischung” von ca. 10% Emerging Markets und 10% Small Caps.

Es wird in einschlägigen Foren und auf Blogs ja intensiv diskutiert, ob der USA-Anteil nicht zu hoch ist. Und ob eine Gewichtung nach dem Bruttosozialprodukt (BIP) nicht sinnvoller ist als nach Marktkapitalisierung und ob der Anteil an USA, Europa, Emerging Markets und Small Caps nicht besser durch einzelne ETFs abgebildet werden sollte? Uns sagt diese Ein-ETF-Lösung am meisten zu, weil trotz aller Statistiken aus der Vergangenheit niemand die Entwicklung der regionalen Märkte in der Zukunft vorhersagen kann. Deswegen interessiere ich mich nicht sonderlich für die Prognosen der Börsengurus, da ich nicht überlegen muss, ob ich die Schwellenländer vielleicht nicht doch etwas übergewichten sollte oder ob die Rendite im nächsten Jahrzehnt von europäischen Aktien getrieben wird, so wie es die USA Aktien im letzten Jahrzehnt getan haben.

Ich muss mir keine Gedanken über ein Rebalancing unseres Depots machen, was ja noch mal zusätzlich Kosten verursachen würde. Die guten Dinge im Leben sind meistens einfach…

Unsere ehrenamtlichen Projekte füllen uns voll aus, so dass ich insbesondere in den letzten 5 Jahren nur noch sporadisch als IT-Experte tätig bin. Wir sind also quasi schon in der „Entnahmephase“. Deswegen haben wir drei Töpfe entsprechend der Verfügbarkeit der Anlagen:

  • Langfristig: Mein o.g. ETF-Depot ist meine Altersversorgung – da brauchen wir in den nächsten 15 Jahren nicht ran. Renditeerwartung: 7% jährlich. Zusätzlich habe ich noch eine in 2004 abgeschlossene englische fondsgebundene Rentenversicherung, die aktuell erstaunlicherweise 8% bringt. Als Gesamtrendite über die gesamte Laufzeit werden vom Anbieter 5,6% angegeben. Wir haben natürlich noch die Ansprüche an der gesetztlichen Rente aus unserer Angestelltenzeit. Bei der Verzinsung wird von unterschiedlichen Quellen mit 2 bis 3% gerechnet.
  • Mittelfristig: Das Geld, das wir bis dahin brauchen, lege ich hauptsächlich über Crowdinvesting in Immobilien mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 2 Jahren an. Gestreut auf ca. 50 Projekte bei 8 bis 10 Anbietern. Das ist mein DIY Immobilienfonds. Diese mittelfristigen Anlagen machen uns natürlich etwas Arbeit. Dies ist aber trotzdem überschaubar, da ich pro Monat im Durchschnitt zwei Investitionen tätigen muss. Renditeerwartung: 8% jährlich.
  • Kurzfristig: Das Geld, das wir innerhalb der nächsten 12 Monate brauchen, haben wir Cash zur Verfügung. Ein gewisser Cash-Vorrat ist in einem Land der dritten Welt notwendig, da weder das Bankensystem, noch Internet so hochverfügbar sind, wie wir das aus Deutschland kennen. Renditeerwartung: 0% jährlich. Ich bin schon froh, wenn mir das keiner klaut. ?

Mit dieser Strategie fahren wir sehr gut. Wir müssen nicht irgendwo vor Ort sein, um uns z.B. um eine eigene Immobilien zu kümmern. Das passt zu unserem Lebenskonzept. Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Wir können uns auf das konzentrieren, was für uns im Leben wirklich zählt.

Bei alldem versuchen wir nicht zu vergessen, dass global gesehen nur ein kleiner Teil der Menschheit dieselben finanziellen Möglichkeiten bekommt, wie wir sie in Deutschland haben. Wären wir in Bangladesch, Venezuela oder Madagaskar aufgewachsen, wäre unser Leben sehr wahrscheinlich komplett anders verlaufen. Das nicht zu vergessen, hilft uns – trotz all unserer eigenen Bemühungen unser Leben positiv zu gestalten – bescheiden, dankbar und großzügig zu bleiben.

Nette Grüße aus Afrika

David


tim schaefer (Author)

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thoughts on “IT-Experte David (44) ist finanziell frei. Er lebt in Ostafrika mit seiner Frau. Er setzt auf den World-ETF MSCI und Immobilien-Crowdinvesting

  1. AvatarMattoc

    Der MSCI ACWI IMI ist ein sehr guter Index für die Altersvorsorge. Maximale Streuung über Länder des Planeten und incl. Small Caps. Da kann man als Rentner eine schöne Entnahmestrategie umsetzen.

    Ich würde allerdings den Net Return und nicht den Gross Return als Referenz nehmen, und auf lange Sicht mit 6% p.a. rechnen:

    https://www.msci.com/documents/10199/b93d88ef-632f-4bdb-9069-d7c5aecd9d6d

    @David
    In Deutschland gibt es nur einen ETF auf diesen Index. Kaufst du in einem anderen Land?

    @Tim

    In der Überschrift hat sich bei der ETF-Bezeichnung ein Fehler eingeschlichen.

  2. AvatarWhirlwind

    @Mattoc: Ich führe die Gedanken unter dem letzten Beitrag hier mal weiter… Vielen Dank für deine positiven Worte. Ich nehme das einfach mal als Lob auf. Bisher habe ich meine Gedanken und Beobachtungen in diversen Facebook-Gruppen zur Diskussion gestellt. Nun möchte ich das etwas gesammelter darstellen. Ideen habe ich eigentlich viele. Nur leider zu wenig Zeit für die Umsetzung. Aber das wird schon Stück für Stück.

    Der Gedanken mit den “Anti-Investments” gefällt mir gut. Werde ich morgen noch einmal in Ruhe drüber nachdenken. Muss nur schauen, dass ich nicht zu viele “Nebenkriegsschauplätze” aufbaue. Schließlich soll die Challenge gegen die PV-Anlage im Vordergrund stehen. Wie gesagt, denke mal drüber nach, ob und ggf. wie ich das konkret darstellen könnte. 🙂

     
    Viele Grüße,

    whirlwind.

  3. AvatarMattoc

    @Whirlwind

    Ja, das Kompliment zu deinem Blog war ausdrücklich als ernstgemeintes Lob gemeint. Mir ist natürlich klar, dass du auch gerne Traffic auf deinem Blog hast, aber auf einem neuen Blog zu kommentieren, is dann doch etwas mühsam. Insofern freue ich mich, wenn du neue Artikel hier verlinkst. Tim hat sicher nichts dagegen.

    Mir ist der Gedanke bzgl. des „Antiinvestments“ gekommen, weil die meisten Blogger ihre positiven Empfehlungen/Meinungen zu konkreten Aktien raushauen und das auch „fundiert“ begründen. Aber niemand lässt über längere Zeit eine aus ihrer Sicht „wirklich üble“ Alternativaktie dagegen laufen. Den Gedanken finde ich ganz witzig.

    Z.B.: Bank of America gegen Deutsche Bank, oder Siemens gegen GE, oder Nestle gegen Kraft Heinz.

    Klar werden von den „Antiaktien“ einige kaputt gehen in den nächsten 15 Jahren, aber 1 oder 2 werden sich so dermaßen erholen, dass sie die Totalverluste mehr als ausgleichen. Davon bin ich überzeugt.

    Wäre auf jeden Fall einen Versuch wert, finde ich.

    Aber dein Blog sieht auch jetzt schon sehr aufwendig aus. Es muss ja auch nicht bei dieser Challenge sein, vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt…in jedem Fall könntest du damit zeigen, zu was Qualitätsaktien im Stande sind. 😉

  4. AvatarWhirlwind

    @Mattoc: Danke, die Idee mit den “Anti-Aktien” klingt echt gut. Nehme ich in den Redaktionensplan auf. 🙂

    Selbstverständlich habe ich Tim um Erlaubnis gefragt, was die Hinweise auf meine Blog-Beiträge betrifft. Er hat nichts dagegen. Dennoch fände ich es klasse, wenn auch der ein oder andere Beitrag direkt auf meinem Blog kommentiert wird. Dabei geht es mir weniger um den Traffic, als um die ergänzenden Gedanken und Hinweise dazu. 🙂

     

    Viele Grüße,

    whirlwind.

  5. AvatarChristian

    Toller Typ. Wegen Finanziell Frei und Afrika will ich von meinem Urlaub erzählen:

    Ich war eine Woche in Italien und hab dort auch eine Aussteigerin kennengelernt. Sie lebt dort seit 30 Jahren und hat sich mit den eigenen Händen eine kleine Bungalow-Anlage in den Bergen mit Blick aufs Meer (auf)gebaut.

    Ihr Mann war gutverdienender Handwerker, der sich spezialisiert hatte. Sie lebten auch in einem Afrikanischen Land und liebten es. Das Land heißt heute anders, sie wurden komplett enteignet. Dank der handwerklichen Kompetenz konnten sie aber wieder bei 0 beginnen und erneut etwas aufbauen. Nach Stationen in Österreich, Holland, Deutschland, Canada, USA ging es schließlich nach Italien.

    Ihr Mann starb leider jung, weshalb sie die Anlage selbst zu Ende baute und als gelernte Köchin die Anlage bewirtschaftete. Jetzt hatte sie keine Lust mehr, bis sie bei einem Besuch ihrer Tochter in den Niederlanden auf Air-bnb stieß. Das Konzept, dass sich die Leute selbst versorgen, gefiel ihr. Es war ihr erstes Jahr bei Air-bnb und sie ist sehr zufrieden… 🙂

  6. AvatarHubertus

    So ganz habe ich es noch nicht verstanden. Wovon lebt Ihr denn, wenn ich hauptsächlich ehrenamtlich tätig seit und das Vermögen bis zur Rente nicht angreift?

  7. JosefJosef

    Manch einer nutzt die Chance  “Afrika helfen” um sein Gewissen zu reinigen.
    Auch um Medial bei anderen Menschen die man nicht kennt den “Gutmenschen” Status zu erreichen.

    “Ich gehe nach Afrika und mache Selfies mit hungernden Afrikaner und poste es im Facebook, damit alle sehen wie toll ich bin.”

    Viele wären da besser beraten gewesen einfach Geld ins Land zu spenden für sauberes Wasser und Essen.

    Obwohl man ja nicht mal weiss, ob das Geld dann richtig eingesetzt wird.

    Menschen hat es genug vor Ort die Arbeiten könnten, da muss man denen nicht noch die Arbeit wegnehmen.

    Wenn man den Ärzten dort ein ordentliches Gehalt bezahlt, bleiben Sie vielleicht auch in Afrika.

    Ich selbst spende nichts nach Afrika, das liegt aber mehr daran, dass ich in meinem Umfeld schon finanzielle Unterstützung biete.

    Vielleicht liege ich hiermit auch falsch, lasse mich aber gerne belehren.

     

  8. Der BaumDer Baum

    @ Josef, egal in welchem Lebensbereich, das einzig sinnvolle ist Hilfe zur Selbsthilfe.

     

    Spenden bringt leider so gut wie nichts auf die Dauer gesehen. Man kann natürlich kurzfristiges Leid lindern, bei irgendwelchen Katastrophen oder ähnlichem. Wenn es aber um die langfristige Entwicklung geht, dann funktioniert das nur wenn man damit grundsätzliches fördert. Das zeigt die Erfahrung der letzten Jahrzehnte im Bereich der Entwicklungshilfe.

     

    Ich bin ja von Haus aus Sozialwissenschaftler (Politik und Soziologie), in meinem Master hatten wir auch einen Teil Entwicklungshilfe. Hier hatte ich einen Dozenten der bei der GIZ gearbeitet hat. Die für mich einprägsame Story war damals, dass er erzählt hat, sie waren dort unten (irgendwo in Afrika) und haben in Dörfern Brunnen gebaut. Jetzt sind sie Jahrelang immer wieder hin gerufen worden, weil die Brunnen ständig kaputt waren. Jahrelang hat man gerätselt wer und warum diese Brunnen zerstört werden. Irgendwann ist dann raus gekommen, dass es die Frauen selbst waren. Die haben die Brunnen zerstört, weil sie die Zeit die sie normalerweise zum wasserholen am Fluss hatten, jetzt mit ihren Männern im Dorf verbringen mussten. Durch die gesellschaftlichen Strukturen dort, hatten die Frauen innerhalb des Dorfes keine selbstbestimmte Zeit. Die einzige Zeit die sie in Ruhe hatten, wurde ihnen durch den Brunnen genommen.

    Auf was ich mit dieser Story hinauswill, von außen kann man so gut wie nie irgendetwas klären. Vor allem nicht mit einem anderen kulturellen Verständnis, und eventuell ganz anderen Denktarten und Zielen. Wenn man wirklich helfen will muss man die Leute dazu bringt sich selbst. Das gilt nicht nur in , soder Entwicklungshilfe sondern so glaube ich auch bei allen anderen Menschen.

    Baum

  9. AvatarDanielKA

    @ Baum: Heißt im Umkehrschluss weniger Brunnen, niedrigere Geburtenraten…

    Die Frauen wollen nicht umsonst ihre Ruhe.

  10. AvatarRüdiger

    @Entwicklungshilfe
     
    Faire Handelsabkommen mit der EU wären für Afrika schon hilfreich. Das ist leider nicht so. Zum Beispiel treiben subventionierte Billig-Tomaten aus der EU die heimischen Tomatenzüchter in den Ruin. Ähnlich die Schlachtabfälle aus den Hühnerschlachtereien, die tiefgefroren die Märkte in Afrika überschwemmen … und heimische Geflügelzüchter ruinieren. Wer bissl sucht, findet bestimmt noch mehr gelungene Beispiele für “Entwicklungshilfe” und die “marktwirtschaftlichen” Segnungen für Afrika 😉

  11. JosefJosef

    @Der Baum
    Sehr interessant mit den Brunnen.
    Ich habe auch von jemanden der vor ca. 20 Jahren in Afrika ein Projekt geleitet hat vernommen.
    Dass Sie eine Wasserleitung bauen wollten mit der Afrikanischen Bevölkerung.
    Als Arbeiter gesucht wurden, standen Anfangs jede Menge Leute rum die helfen wollten.
    Als dann das erste Monatsgehalt kam, stand am nächsten Tag niemand mehr da, erst als Sie das ganze Geld verbraucht hatten, kamen die ersten wieder.
    Die Reaktion darauf war, jeden Tag nur sowenig Geld geben, dass Sie genug zu Essen hatten und am nächsten Tag wieder kamen.

     

     

     

     

  12. Der BaumDer Baum

    @ Rüdiger, auch hier könnte man den Ansatz wählen, dass die Staaten selbst auf die Idee kommen ihre Heimatwirtschaft zu schützen. Bisher haben sich die Gesellschaften auf dem afrikanischen Kontinent noch sehr selten auf einen selbständigen Weg begeben.

    Bitte jetzt keine Diskussion über Kolonialismus etc. beginnen. Wir leben im hier und jetzt und die Staaten müssen Lösungen für sich selbst finden. Bei allem anderen sieht man dass es nicht funktioniert. Der Aufbau von funktionierenden Staaten  und einer stärkeren afrikanischen Union wäre z.b. ein möglicher Anfang.

     

    Was natürlich nicht heißt dass man es ihnen extra schwer machen muss.

  13. AvatarRainer Zufall

    Schaue auf Netflix gerade eine m.E. starke Kurzdoku über Bill Gates. Sein Engagement in Afrika und insb. seine Bemühungen in Sachen Abwasser/Sanitär war mir unbekannt.

  14. AvatarAlbr

    Entwicklungshilfe ala Deutschland ist sowohl sinnlos als auch wirkungslos und teilweise sogar sehr kontraproduktiv, das allermeiste Geld, welches D. in diese Ländern gibt, versinkt im Sumpf von korrupten Clans 🙂

     

    von dem Geld werden Waffen gekauft, die gegen unliebsame Konkurrenten, Bevölkerung etc. eingesetzt werden…

     

    wie oben geschrieben wurde, die Abschottung Europas z.b. im Aggrasektor aufheben, keine subventionierten Exporte in diese Länder usw… das werden allerdings die französischen Bauern nicht mitmachen 😉

     

    also müssen wir in D. in diesen Ländern weiter unsinnige Brunnen bohren, die dazu führen, das die Böden weiter austrocknen, Böden nicht mehr für Landwirtschaft geeignet sind, Landflucht entsteht mit allen sozialen Folgen!!!

     

    aber ok, die deutsche Entwicklungshilfeindustrie muss natürlich am laufen gehalten werden, vlt. bringt ja Schäfer Gümpel (ehemaliger SPD Vorsitzenden Hessen), mit seiner unglaublichen Expertise in der Entwicklungshilfe neue Ideen ein 🙂

     

     

  15. AvatarJansenPeter

    Endlich jemand mit dem “Keep-it-simple-Ansatz”! Einfach in den MSCI World investieren und gut ist. Das Geld vermehrt sich über die Jahre und man gewinnt eines…und zwar Zeit! Welch hohes Gut!

    Danke!

  16. Avatar-M

    Die Gates Doku habe ich auch angefangen zu schauen. Gefällt mir bisher.

     

    @Afrika “Anekdoten”

    Man könnte ja fast darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

     

    -M

  17. AvatarNico Meier

    Bei der Entwicklungshilfe haben wir meines Erachtens die gleichen Probleme wie in der Flüchtlingshilfe. Aus einer guten Idee wurde ein Businessmodel an dem viele Menschen mitverdienen wollen. Ist ja auch eine gute Idee an Steuergelder zu kommen ohne viel dafür leisten zu müssen. Kritik lässt sich pauschal mit der Rassismuskeule bekämpfen so braucht man nie wirklich Rechenschaft ablegen.

     

  18. AvatarWohnung mit Domblick

    Wir haben Fahrräder gespendet, und damit die einheimische Fahrradindustrie zerstört.

    Wir haben Landmaschinen und Busse gespendet, die niemand reparieren  konnte.

    Wir spenden gebrauchte Kleidung, das gleiche Ergebnis wie bei den Fahrrädern.

    Auch billige Lebensmittel (Hilfslieferungen) führen dazu, dass sie vor Ort niemand mehr gewinnbringend produzieren kann.

    Wir schicken Ärtze, die Bevölkerungszahlen explodieren über das Maß hinaus, das dort ernährt werden kann.

    Es ist die Mentalität der Afrikaner, wenn Du heute hast, sei fröhlich, egal was morgen wird. Man sieht es an dem Beispiel von dem Monatslohn. Da können wir mit unserer Vorsorgementalität einfach nichts ausrichten. Und die wundern sich nur, warum wir nicht fröhlich sind, wo wir doch alle satt werden.

    Nicht einmischen wäre die beste Option, aber der Schaden (Überbevölkerung) ist schon angerichtet.

    Am schlimmsten finde ich die Werbung mit den heulenden schwarzen Kindern. Das ist purer Rassismus. Die Leute haben auch ihren Stolz. Es soll nur Mitleid erregt werden, ohne über die Ursachen zu informieren oder auch nur ein bisschen selbstkritisch zu sein. Wo die Gelder hinfliessen ist ja schon angesprochen worden.

    Verfahrene Situation. Ich möchte da nicht leben. Ich käme mir da schäbig vor.

     

  19. AvatarRüdiger

    Was natürlich nicht heißt dass man es ihnen extra schwer machen muss.

    Eben! Genau darauf wollte ich hinaus. Es hilft den afrikanischen Staaten wenig, wenn wir unsere Überschüsse/Abfälle billig nach Afrika verkaufen und damit die lokale Wirtschaft in ihrer Entwicklung behindern/zerstören. Die Festschreibung dieser Praxis darf keine Bedingung dafür sein, dass die EU ihre Märkte durch Handelsabkommen für afrikanische Produkte öffnet.

     

    wie oben geschrieben wurde, die Abschottung Europas z.b. im Aggrasektor aufheben, keine subventionierten Exporte in diese Länder usw… das werden allerdings die französischen Bauern nicht mitmachen

    Bei den Tomaten haben – so weit ich mich erinnere – die Italiener nicht mitgemacht 😉

     

  20. AvatarThorsten

    Rausgeflogen sind heute ein Übergewicht an REITS (es bleiben genug übrig). Gekauft wurden dafür europäische Werte in einem sustainable ETF (A1AJ1T) und ein kleinerer Teil in die entsprechende weltweite Variante (A1JA1R). Auch wenn ich kein Freund von ETF bin, aber  wie oben schon gesagt wurde, man muss sich nicht kümmern, bei überschaubaren Kosten maximale Diversifikation im angestrebten Segment.

    Ich habe dadurch nebenbei die jetzt für mich günstige Abgeltungssteuer für die betroffenen Wertpapiere abgeerntet, ich weiß nicht was die nächste Wahl bringt. Wenn die Roten drankommen wird es mit Sicherheit nicht billiger. Der Zähler des reduzierten Kapitalanteils beginnt in den ETFs somit wieder bei 0.

    Ein Teil des Depots ist  US-notierten Börsenplätzen entzogen, eine direkte Abhängigkeit zum Euro erhöht, indirekt besteht die Abhängigkeit zum US-dollar natürlich weiter, aber abgemildert.

    Ich habe 1999 und 2007 alles verkauft. Würde ich morgen eine Immobilie kaufen wollen und sich das Eigenkapital in Richtung des benötigten Volumens zu bewegen, dann würde ich heute beginnnen  alles,  was deutlichen Gewinn aufweist (2 stellig) zu verkaufen und  diesen als Cash zu bunkern.

  21. AvatarFit und Gesund

    @Thorsten

    oh Thorsten, beginnst Du Dein Depot krisensicher zu machen? Du erwähnst ja 1999 und 2007, siehst Du einen Crash? Wie heissen denn die ETF’s wirklich, ich kann sie mit der angegebenen Nr. irgendwie  nicht googeln. Bisschen Cash ist in meinen Augen nie verkehrt, aber auch nicht zu viel davon, die Aktien können weiter steigen.

     

  22. AvatarThorsten

    @Rüdiger ich zitiere Katja Epstein : ” Wunder gibt es immer wieder” 😉

    @FitundGesund

    War da ein Dreher drin, hier noch Mal : A1JA1T und A1JA1R. Noch Mal über über Google kontrolliert. Namen sind nicht eindeutig, wegen Abkürzungen usw. da kann man in Teufelsküche kommen, ein falscher Buchstabe und man investiert in Ecuador oder in Mondgrundstücke. 😉 Crash , ja . Bei Kapitalaufbau als Chance sehen. Ich kann es mir leisten, Feinripp wie GE auszusortieren, habe ich vor Jahren mit Verlust gemacht und damit die nächsten Monate steuerfrei Dividenden kassiert. Nicht realisierte Verluste von Lusttötern sind brach liegendes Kapital aus steuerlicher Sicht.

  23. AvatarMr. B

    “GE auszusortieren, habe ich vor Jahren mit Verlust gemacht und damit die nächsten Monate steuerfrei Dividenden kassiert”

    In Deutschland, wie geht das?

    Viele Grüße

  24. AvatarThomas

    ich dachte auch mal, dass es einen Verlustverrechnungstopf gibt. Leider gibt es Töpfe und nicht nur einen Topf. Ich hätte in einem Topf 16K€ stehen den ich vermutlich nicht mehr abgeschmolzen bekomme.

  25. AvatarClaus

    Eine Verrechnung von Kursverlusten mit Dividendenerträgen ist in Deutschland nicht möglich!

     

    LG

  26. AvatarClaus

    @ Crash??

     

    Niedrige oder sogar negative Zinsen, Geldschwämme, höhere Inflation – auch wenn das öffentlich  nicht zugegeben wird (jede Woche kosten z.B. etliche Lebensmittel immer mal wieder 10, 20, 30, 50 Cents mehr als zuvor oder es fehlt bei gleichem Preis plötzlich etwas an Gewicht in der Verpackung- in Prozenten nachgerechnet oft mehr als 10%, steigende Steuern, Strom, KV-Beitäge…).

     

    Spricht das nicht alles für weitere Kurssteigerungen, zumal es kaum Anlagealternativen gibt?

     

    So lange die Bedingungen so bleiben, könnte ich mir sogar steigende jährliche Aktienerträge, natürlich unter den üblichen Schwankungen, vorstellen. Deshalb reduziere ich meinen Aktienbestand nicht und kaufe bei sich bietenden Gelegenheiten stets weiter zu.

     

    Kurzfristig könnte natürlich mal wieder eine Korrektur anstehen, doch das weiss niemand.

     

    Für mich macht es mehr Sinn, langfristig dabei zu bleiben, anstatt “auf Verdacht” oder sogar “aus Angst vor vorübergehend geringeren Papiergewinnen” Aktien mit besten Zukunftsperspektiven voreilig zu verkaufen.

     

    2018 ging es z.B. kurzfristig mal 10% im Depot runter. Hätte ich hier verkauft, würde mein Depot jetzt nicht über 22% höher stehen. Und die von vielen nicht beachteten Dividenden sind auch sehr deutlich gestiegen, keine Dividende wurde gesenkt. Der Schneeball rollt…

     

    LG

  27. AvatarFit und Gesund

    @Thorsten,

    danke, da sind einige schöne Werte drin,  und sustainable ist ja auch völlig “in”

     

    @Claus,

    ich sehe auch keinen Crash, den ganzen Monat hatte ich keinen Nerv für Börse, jetzt gab es ja am 25. Lohn, sonst weiss ich immer schon eine Woche im Voraus was ich gerne hätte, diesmal ist irgendwie nix bei, das wäre das erste Mal dass ich nicht sofort mein Geld verbraten hätte  🙂  irgendwie bin ich mäkelig, und den Energiesektor will ich nicht noch mehr aufblähen, mit Shell und Enbridge hab ich eigentlich genug, wobei ENB heute Federn lassen muss, aber Shell ist wieder zu sehr gestiegen.

    na ja, werd schon irgendwann was finden was passt.    🙂

     

    liebe Grüsse

  28. AvatarMattoc

    @Thorsten

    Ich kann es mir leisten, Feinripp wie GE auszusortieren, habe ich vor Jahren mit Verlust gemacht und damit die nächsten Monate steuerfrei Dividenden kassiert.

    Das kannst nur du. Und Chuck Norris. 🙂

     

  29. AvatarMattoc

    Das ist ein guter FIRE-Chuck Norris Witz:

    “Chuck Norris kann Dividenden mit Aktienkursverluste verrechnen.“

    Fast so gut wie:

    Wieviele Liegestütze schafft Chuck Norris? Alle!

    🙂

  30. AvatarSparta

    @Mattoc

    Oder…

    “Die Erderwärmung ist ein Produkt der Reibung der Luftmoleküle an einem Roundhousekick von Chuck Norris.”

    Ups, jetzt hab ich den AfD’lern wieder ein Argument geliefert was sie wieder ausschlachten können. 😉

     

  31. AvatarSparta

    Die Argumentation dass Chuck Norris nicht menschlich / anthropogen ist, ist verdammt schwierig für die Mainstream-Wissenschaft zu widerlegen!

    Konzentrieren wir uns lieber auf die Kernfusion.

    Dies erscheint mir erfolgversprechender! 😉

    Erste Arbeitsgruppenvorschlag wäre Zen, Stevi, Ghost und Thorsten. Lasst die theoretische Physik erschüttern! 😉

  32. AvatarMattoc

    Erster Arbeitsgruppenvorschlag wäre Zen, Stevi, Ghost und Thorsten. Lasst die theoretische Physik erschüttern! ?

    Genau mein Humor. 🙂

  33. AvatarBruno

    “Wir schicken Ärtze, die Bevölkerungszahlen explodieren über das Maß hinaus, das dort ernährt werden kann.”

    Ich richte es meiner Frau aus, ob sie es sich nochmals überlegt, aber gut, ihre Patienten verrecken ja nicht sofort, sie sehen einfach nichts mehr, ein Grossteil Kinder. S*** Egal, dann finden sie auch nicht den Weg nach Deutschland, so haben wir hier Ruhe und sehen nicht mehr so viel schwarz!

    Wieder mal “lustig” wie der deutsche Stammtischschreiber sich über Afrika auslässt und so genau weiss, wie man es machen soll oder wie nicht. Aber vermutlich noch nie dort gewesen, es reicht ja “vom hören sagen”. Wenn man nix tut, kann man sich ja so gut reinwaschen, es wäre ja nur zum Schlechten wenn man etwas tut.

    Vielleicht sollten die ganzen Gutmenschen in Deutschland welche Leute pflegen oder verarzten, auch mal streiken. Alles nur Egotypen…

    Schöner Abend

    ps: schade dass man eine solche Geschichte wie hier von David in den Kommentaren so zerreisst und mit aller erdenklichen Vorurteilen übersäht, das hat weder Tim noch der Leserbriefschreiber verdient! Wenns einem nicht passt, einfach mal Klappe zu.

  34. AvatarFit und Gesund

    @Sören Kozica

    Marine Harvest werde ich mal unter die Lupe nehmen, unter Mowi konnte ich mir erst nix vorstellen  🙂    danke aber für die Idee, kriegen diese Zuchtlachse nicht andauernd irgendwelche Krankheiten? aber anschauen werde ich es, versprochen.

    Jetzt muss ich erstmal gleich los.

  35. KievKiev

    @ Mowi

    Lachs steht bei mir auch unter Beobachtung. Kennt sich einer mit den Krankheiten aus? Die Preise steigen dann stark an. Wenn es einen Vorfall gibt fallen dann alle Aktien in dem Bereich? Das wäre gut, vor allem bei steigen der Preise. Gibt es so immer Kaufeinstiegspunkte? Ist mir mit dem Fisch nicht ganz klar.

    @ Fit und Gesund

    Kannst Du australische Aktien kaufen? BKI ist als Einkommen aktuell noch halbwegs interessant. Alternativ kannst Du auch direkt aus dem Fond Einzelaktien wählen. Mir würde Maut oder Flughafen gefallen. Habe die Einzelwerte aber nicht angesehen. Da ich mich down under nicht so auskenne und noch keine Aktien habe finde ich den Fond mit der Dividendenhöhe interessant.

  36. AvatarFit und Gesund

    @Kiev,

    ich sehe Du liest Bares ist Wahres  🙂    ich habe ja BHP Group, Einer meiner Lieblinge sozusagen, werde auch BKI nochmal unter die Lupe nehmen, jetzt keine Zeit mehr, muss los.

    Liebe Grüsse

  37. AvatarSören

    Zum Fisch:

    Krankheiten gibt es einige (promintent sind die Lachsläuse). Daher achtet darauf, dass das Umternehmen Farmen im verschiedenen Regionen/Ländern hat. Die Preisentwicklung würde ich nicht zu sehr am schwankenden Output wegen eventuellen krankheitsbedingten Ausfällen festmachen (höchstens um gute Kaufpreise zu erwischen). Für mich ist Fisch ein Konsumtrend mit ordentlich Potential.

  38. KievKiev

    @ Fit und Gesund

    Ja, auch wenn dort nicht alle vorgestellten Titel für mich passen. BEP ist mein Liebling aus dem Blog. Die habe ich aber schon eine Zeit und der Kurs hat sich weg von Kaufpreisen entwickelt. Rohstoffe habe ich noch nicht. BHP ging 2008 aber fast um 2/3 runter. Das gefällt mir nicht unbedingt. Wenn sie die Dividende halbwegs weiterbezahlt haben, kann man es aussitzen. Ich habe auch in dem Zeitraum stark geprügelte REITS und Wachstumswerte auf der Watchlist. Hier warte ich aber mit dem Kauf ab.

    BHP ist in BKI enthalten. Falls Du eh schon australische Aktien hast, ist der Fond wohl nicht notwendig. Für mich waren in Summe interessante Aktien dabei für eine relativ kleine Gebühr.

    Sonst habe ich nur noch SKT im halbwegs günstigen Bereich auf der Watchlist. Das ist aber eine andere Nummer als Mautanbieter…

    Ein paar chinesische Aktien sind auch relativ günstig. Aber hier gibt es keine nennenswerten Dividenden.

  39. KievKiev

    @ Sören

    Mir geht es nur um den Kaufpreis. Danach lasse ich sie liegen. Ich habe drei Anbieter gefunden, die ich anschauen wollte. Ich steige am liebsten ein, wenn es richtig günstig ist. Gibt es oft solche Einstiegsgelegenheiten? Langfristig bin ich auch von Lachs überzeugt. Wie wird die Zucht ökologisch gesehen? Norwegen stelle ich mir gesittet vor.

    Ich habe erst vor kurzem bei ATL zugeschlagen. Da bleibe ich bei der Lachslaus entspannt. 😉

  40. AvatarSören

    @ Kiev,

    Salmar, Bakkafrost, Mowi?

    Ich habe vor einigen Jahren überlegt. Und mich für den Marktführer entschieden. Die Dividendenpolitik ist bei Mowi vernünftig und wird je nach Unternehmensentwicklung flexibel gehalten. Bei meinen beiden Nachkäufen war ich bescheiden und habe mich über den kleinen Knick im Kurs gefreut. Ob es wieder richtig günsig wird: keine Ahnung. Aber wenn ja bin ich dabei. Ich achte zwar darauf, dass ich keinem Kurshype aufsitze, kümmere mich aber nicht um detaillierte kennzahlenbasierte Auswertung. Zur Ökologie: wenn es Farmen sind, wird nicht überfischt. Hier gibt es sicher auch Argumente gegen Farmen. Mowi wurde aber kürzlich als einer der nachhaltigsten Proteinlieferanten gekürt.

  41. AvatarZEN INVESTOR

    1 Woche Börsen-Abszenz.

    Ich habe mir vorgenommen, diese Woche von Montag bis Freitag kein einziges mal mein Depot oder die Kurse anzuschauen.
    Es ist wie eine Sucht.

    Ich habe heute als Ausnahme ganz kurz den SPI angeschaut, mehr nicht.

    Wenn meine real gehaltenen Aktien ca. 5% nach oben oder unten gehen, erhalte ich eine Benachrichtigung. Aber sonst weiss ich nichts.

    Erst am Freitag-Abend nach Handelsschluss schaue ich in mein Depot und schaue mir die Kursentwicklung dieser Woche an.

    Es ist hart. Aber bei meinem Stil könnte ich auch nur 1 mal im Jahr ins Depot schauen.

  42. AvatarChristoph

    Ich hab seit 2014 mowi. Man entwickelt derzeit viele neue Arten an Farmen. Dennoch ist die rendite bei mir mehr als gut.

    Auf lange Sicht wird es immer mehr bedarf an Fisch geben.

    Ja Krankheiten sind ein Problem.

    Andererseits auch nicht. Denn dann gibt es weniger Angebot und der lachspreis steigt. Aber mir ist es natürlich lieber den Fischen geht’s gut.

  43. AvatarZEN INVESTOR

    Ich habe die Idee zu einem Spiel:

    Ich schaue mir die Kurse der für mich interessanten Aktien (Hochdorf und Tamedia) nicht an bis Freitag-Abend.

    Ihr könnt hier jetzt falsche Kurse angeben und ich muss raten, ob die Kurse stimmen.
    Also zB “Hochdorf 72” schreiben oder so.

    Mein Gefühl sagt mir, dass Tamedia bei 96 (oder 102) steht, Hochdorf bei 78.

    Nennt mir eine Zahl, vor Freitag kontrolliere ich nicht nach, was stimmt.
    Allerdings erhalte ich SMS-Benachrichtigungen, wenn Hochdorf unter 70 oder über 80 geht.
    Aber bis dahin weiss ich nur, dass sich der Kurs noch zwischen 70 und 80 bewegt.

    Also schreibt irgendwas und ich rate, ob der Kurs realistisch ist. Ihr dürft Lügen.

  44. AvatarManniB

    Hallo,

    Bin inzwischen per Sparplan gut im Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF investiert.

    Hab noch aus Anfängerzeiten 12 verschiede Immobilien Aktien mit jeweils 400 Euro.

    Sollte ich die einfach liegen lassen und mich der Dividende erfreuen, oder doch lieber alle verkaufen und in den ETF stecken ?

    Und wenn ich verkaufe, dann alle ?

    Oder nur die, die in Plus sind ?

     

    Gruß Manni

  45. Avatarsteve

    @ Sparta warum mit einen Zwischenschritt aufhalten? Umwandlung von Materie in Energie sollte das Ziel sein.

    Dividende gegen Verlust funktioniert indirekt mit Aktien dir Dividenden steuerfrei ausschütten. Da wird die Dividende vom Kaufpreis abgezogen und weist damit die Dividende beim Verkauf als Gewinn aus.

  46. AvatarSparta

    @Steve

    Das indirekte Umwandeln von Materie in Energie in Form von Verbrennung von Jahrmillionen in der Erde/Meer eingelagerter Materie war/ist bislang auch aufgrund des Energieerhaltungsgesetzes nur mit den wissenschaftlich gesicherten Nebenwirkungen möglich…

    Der “kleine” Schritt wäre erst mal erneuerbare Energie besser zu nutzen, bzw. Energie zu Energie von den Wirkungsgraden zu optimieren und zu speichern.

  47. AvatarDaniel

    Wir haben Fahrräder gespendet, und damit die einheimische Fahrradindustrie zerstört.

    Wir haben Landmaschinen und Busse gespendet, die niemand reparieren  konnte.

    Wir spenden gebrauchte Kleidung, das gleiche Ergebnis wie bei den Fahrrädern.

    richtig, die Märkte werden durch gut gemeinte Hilfen zerstört. Umgekehrt würde ein Schuh draus werden. Kleine handwerklich schön zusammengebaute Fahrräder aus Afrika “hand-made” könnten hierzulande für gutes Geld erworben werden und würden vor Ort die Wirtschaft beflügeln.

    Ich hatte mal irgendwann so ein solarbetriebenes “Sonnenglas” aus Afrika gekauft, wurde dort hergestellt. Hier etwas teuer, aber wenns hilft…ich halte jedenfalls solche Ansätze für den einzigen Weg Afrika auf die Beine zu stellen, nicht mit Suventionen zuschütten sondern auf Augenhöhe als Marktteilnehmer betrachten.

  48. Avatarsteve

    @ Sparta davon spreche ich nicht. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit es hinzubekommen die nächste Zeit klein ist, das ist sie bei der Kernfusion wenn sie auf der Erde wirtschaftlich sein soll auch. Was du nennst Verbrennung ist nichts anderes als eine Oxidation.

    Ich halte mich an die Einsteinformel E = m x c2 wie du siehst ist die Masse egal, gerne mal rechnen bringt erheblich mehr als Kernspaltung oder Fusion.

    Ist ja wohl klar, dass mit den Expertengremium das du aufstellst geklotz wird. Unmöglich ist es nicht, geht schon heute, wenn auch sehr teuer. Bestimmt schon mal von Antimaterie gehört, was passiert wenn die mit Materie zusammen kommt? Die Frage ist klappt das nur mit Antimaterie, oder reicht ein klitzekleines Fusselchen um eine Große Masse vollständig in Energie umzuwandeln?

  49. Avatarghost

    @Brunno

     

    stimmt

     

     

     

     

     

    _____   ________ _______ _______

    ansonsten finde ich hier schon das Verhalten interessant 🙂  bei Aktien welche man kaufen soll oder nicht kaufen soll das grosse Schweigen einiger. Tipps sollte man ja nie geben     (nicht falsch verstehen Tipps will ich nicht, einfach weiter lesen)….die gleichen haben aber die besten Tipps was man den alles so in Africa machen könnte 🙂 , interessant

     

    sagt man aber  Abbvie war günstig, wird man zugelabbert oha ein Börsenexpert der meint der kanns…..Abbvie ist übrigens fleissig gestiegen….seit dieser Zeit, ist auch dazu noch ein Aristokrat……

    mfg

    aber gut, die Africaner drüben die haben kèine Ahnung wie der Ball drüben läuft…

  50. Avatar42sucht21

    @ManniB – 12 verschiede Immobilien Aktien

    Das finde ich eine interessante Frage mit der sich wohl jede,r die,der Einzeltitel hat beschäftigt. Man kauft Einzeltitel, weil man meint der Kurswert wird steigen. Ist er gestiegen, dann fühle ich mich bestätigt, meine Einschätzung hat sich erfüllt und der Impuls zu verkaufen ist da. Gewinne realisieren! Bei Werten mit Kursrückgang hat sich die Einschätzung nicht erfüllt bzw. meine Einschätzung war falsch! Da kommt der Impuls die Aktie zu halten aus Verlustaversion und auch weil man sich den eigenen Fehler nicht eingestehen möchte und abwartet bis die Einschätzung der vermuteten Kursgewinne denn hoffentlich irgendwann stimmen möge. Das ist natürlich falsch einen Wert zu halten nur weil man ihn hat. Man müsste sich jeden Tag fragen ob jeder einzelne Wert Über-, Unter- oder genau richtig bewertet ist und danach handeln und nicht davon ausgehen ob man einen Titel hat oder nicht oder ob man im Verlust oder Gewinn steht mit dem Titel.

    In der Praxis hat sich folgende Strategie als besser erwiesen:

    Unemotional Gewinner laufen lassen und Verluste begrenzen.

    @Tims Artikel vor wenigen Tagen sprach sich für das halten von Aktien aus, welche jahrelang keine Kursgewinne hatten. Das kann funktionieren bei guten Unternehmen. Dividendenaristokraten und so. Ansonsten ist es einfach reine Glücksache denke ich. Klar können einzelne Kursraketen underperformer raus reißen. Aber funktioniert das bei Immobilienaktien (keine Wachstumsraketen wie manche IT / Biotech Unternehmen.). Ich glaube in der Regel nicht. Wenn ein Immobilienaunternehmen im bisherigen Boom nicht performt hat, warum sollten es das Unternehmen in der Zukunft schaffen? Neues Management, Sondersituation… alles reine Glücksache darauf zu spekulieren.

    Bei 12x à 400€ kommen natürlich noch die Transaktionskosten dazu (meist wohl 3,5%+) und ob man sich mit so vielen kleinen Positionen den Kopf voll machen will. Ich hätte lieber weniger Titel und mehr Zeit/ Energie für anderes. Es ist ja bekannt das ein Mensch ca. 20.000-100.000 Entscheidungen pro Tag trifft und das Menschen nach einer gewissen Anzahl getroffener Entscheidungen dann Entscheidungsmüde werden. Also, lieber die Kopfkapazitäten für wichtige Dinge frei lassen und nur das kaufen & halten was mir wirklich wichtig ist wäre mein Ansatz.

  51. AvatarClaus

    @ fit und gesund

     

    moin, moin. Warte doch einfach ein bischen ab, bevor Du etwas kaufst. Wer weiss, welche Überraschung(en) uns der Oktober bringen wird.

     

    Mein Depot hat gestern mal wieder ein neues ATH erreicht. Der USD trägt hierzu auch einiges bei, das könnte sich auch wieder ändern…

     

    Fischzüchter wie Mowi halte ich für durchaus interessant. Doch auch hier gibt es viele Probleme, wie z.B. Krankheiten, das Futter, Verschmutzung der Meeresböden bei den Farmen… Gibt ja viele Berichte hierzu. Die Probleme zeigen sich auch in den Zahlen, die mir (noch) nicht konstant genug sind.

     

    LG

  52. Avatarslowroller

    Ich halte mich an die Einsteinformel E = m x c2 wie du siehst ist die Masse egal, gerne mal rechnen bringt erheblich mehr als Kernspaltung oder Fusion.

    Willst du uns foppen?

  53. Avatarslowroller

    Zum Thema mowi: Mich schreckt bei sowas immer die Quellensteuer ab wenn keine Doppelbesteuerungsabkommen vorliegen. Das ist mir zuviel Eiertanz und mir meine Zeit zu schade. So wie ich das verstanden habe, muss man in Norwegen jede Dividendenzahlung separat bearbeiten lassen?

    Mal eine Frage an die Experten hier: Welche Länder sind eher unkompliziert und von welchen sollte man bei kleineren Beträgen die Finger lassen? UK und USA sind ja recht problemlos – von Frankreich hab ich gelesen, dass man das mit der DKB gut abbilden kann. Wie siehts im Rest Europas, Russland und zum Beispiel Norwegen aus? Danke schonmal für die Nachhilfe, durch meinen Home Bias hab ich mich selten damit beschäftigen müssen 😉

  54. Der BaumDer Baum

    @ 42sucht21:

    Das finde ich eine interessante Frage mit der sich wohl jede,r die,der Einzeltitel hat beschäftigt. Man kauft Einzeltitel, weil man meint der Kurswert wird steigen. Ist er gestiegen, dann fühle ich mich bestätigt, meine Einschätzung hat sich erfüllt und der Impuls zu verkaufen ist da. Gewinne realisieren! Bei Werten mit Kursrückgang hat sich die Einschätzung nicht erfüllt bzw. meine Einschätzung war falsch! Da kommt der Impuls die Aktie zu halten aus Verlustaversion und auch weil man sich den eigenen Fehler nicht eingestehen möchte und abwartet bis die Einschätzung der vermuteten Kursgewinne denn hoffentlich irgendwann stimmen möge. Das ist natürlich falsch einen Wert zu halten nur weil man ihn hat. Man müsste sich jeden Tag fragen ob jeder einzelne Wert Über-, Unter- oder genau richtig bewertet ist und danach handeln und nicht davon ausgehen ob man einen Titel hat oder nicht oder ob man im Verlust oder Gewinn steht mit dem Titel.

    In der Praxis hat sich folgende Strategie als besser erwiesen:

    Unemotional Gewinner laufen lassen und Verluste begrenzen

     

     

    Und genau an diesem Punkt bin ich seit einigen Monaten angekommen. Ich versuche mich ja im Value-Investing. Zwischenzeitlich hat sich bei einigen Unternehmungen das ergeben was ich erwartet hatte. Bei einigen ist das nicht eingetreten oder es haben sich die fundamentalen Grundlagen verändert.

     

    Ich hab das schon Mal kurz mit M diskutieren gehabt. Leider hab ich für mich immernoch keine Antwort gefunden. Der Theorie nach sehe ich es wie folgt: ich bestimme den Wert eines Unternehmens. Wenn der Marktpreis geringer ist als der Wert kaufe ich. Sollte der Marktpreis über den Wert steigen verkaufe ich. sollte sich die grundlegende Annahme verändern, verkauft man im Zweifelsfall auch.

    Jetzt gibt es aber immer wieder die Stimmen die sagen man sollte für immer halten. So ganz habe ich das noch nicht durchblickt warum das man das so machen sollte. Ich verstehe natürlich, dass wenn man ein tolles Unternehmen günstig bekommen hat eine lange Haltedauer grundsätzlich positiv ist. Wenn der Markt jedoch mit der positiven Einschätzung stark übertreibt, sollte man doch eigentlich auch seine Konsequenzen ziehen?

     
    Der Baum

  55. Avatar42sucht21

    @der Baum

    Ja, ich kenne auch das gegenteilige Problem. Eine Bekannte von mir hat im Januar AT&T gekauft als laangfristige Buy&Hold Dividendeninvestorin für ca. 26€ mit guter Dividende. Ihr case war: Die Aktie ist tief geprügelt und läuft ohne große Chancen seitwärts und ich kassiere einfach dauerhaft über zig Jahre die ziemlich sicher leicht steigende Dividende.

    So, nun ist die Aktie innerhalb von 7 Monaten um über 30% gestiegen! Die Dividende und Dividendenrendite ist immer noch sehr gut aber die Gute fragt sich nun ob AT&T nun verkauft werden sollte weil überbewertet – die Bäume (sic!) wachsen nicht in den Himmel – und für 30% aus Dividende müsste sie schon lang warten. Mit dem Gewinn (abzgl. Steuer) würde sie dann etwas anderes kaufen (3M, JnJ,Novartis oder so). Ich kann da nicht helfen. You never know.

  56. AvatarFit und Gesund

    @Claus,

    ja, man weiss nicht was der Oktober so bringt, man weiss auch nicht was der November oder Dezember oder gar 2020 bringt, böse Stimmen warnen sogar vor einem Crash, ich kaufe dennoch jeden Monat, diesmal wegen den schon dargelegten Gründen halt nicht (nur am Rande erwähnen möchte ich, dem Kater geht es viel besser)

    Auch mein Depot steht auf Allzeithoch, fast beängstigend, ich habe noch nie so viel Geld besessen und ja, manchmal überkommt mich fast das Gefühl ich möchte das bitte auch behalten können, kannst Du bestimmt nachvollziehen, Dein Depot hat ja auch eine mehr als anständige Grösse erreicht.

     

    Nein, das Geld MUSS ich jetzt nicht mit Gewalt raushauen, darum geht es nicht.

    Gerade kam mir der Gedanke doch ein paar Air Liquide zu kaufen, nicht gerade was man defensiv nennt. Ich gehe jetzt erstmal schlafen, wer schläft sündigt nicht  🙂 und macht keine Dummheiten.

    Danach schaue ich mir die Fischzüchter mal an, aber so wirklich springt da der Funke nicht über, Bauchgefühl oder was auch immer, ich kann es nicht wirklich benennen.

     

    @Der Baum,

    mit Gewinner laufen lassen hab ich keine Mühe, aber ich tue mich schwer damit Verluste zu begrenzen, meine WBA sind jetzt nur noch 3% im Minus, ich habe nur wenige Positionen im Minus, die allergrössten Teufel sind BAT, da glaub ich nicht mehr dran, aber sie zahlen Schmerzensgeld, nicht zu knapp. Die würde ich nie mehr nachkaufen.

    Du bist ja hier von der Fraktion “Value Investor”, ich nicht, ich habe vor ein paar Monaten angefangen kleine Portionen von NEE zu kaufen, hätte ich hier gefragt, hätte Jeder die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, Fakt ist aber dass ich schon 16% im Plus damit bin,

    hätte ich vor 2 Jahren Microsoft gekauft (wollte ich, Jeder fand “zu teuer” ) dann hätte ich jetzt fast eine Kursverdoppelung,

    Jeder muss wohl seinen Stil finden und nicht danach schielen was macht der Andere, wenn Du mit Value-Investing glücklich bist, dann ist es gut,

    stören tut mich hier oft wie Manche versuchen nur ihren Investitionsstil als den einzig Wahren gelten zu lassen, manchmal finde ich das fast arrogant.

     

    so, genug geschwafelt

    liebe Grüsse

  57. Der BaumDer Baum

    Ja das ist ein gutes Beispiel mit AT&T. Um den Wert zu erreichen den man jetzt bezahlt bekommt müsste das Unternehmen ja Jahrzehnte lang den aktuellen Cashflow erwirtschaften oder aber die Erträge stark steigern. Beides ist mit Risiko behaftet bzw. sinkt die Wahrscheinlichkeit mit steigendem Abstand zwischen Innerem Wert und Marktwert. Der Theorie nach muss der Einbruch irgendwann kommen – so wie wir ja auch den Anstieg erwartet haben.

    Ich habe wie gesagt auch noch keine abschließende Antwort gefunden.

    In der Zwischenzeit halte ich an einen Vorschlag aus einem Lynch Buch. Halten solange man kein Alternativinvestment findet, welches einem mindestens 50% Gewinn verspricht.

  58. Der BaumDer Baum

    @ Fit,
    danke für die Anmerkungen. Mir ist natürlich klar, dass es sich hier um Entscheidungen für bestimmte Anlagestile handelt. Ich hoffe ich komme nicht als Missionar rüber 🙂 Ich bin ja noch relativ neu dabei und würde mir nicht anmaßen die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben. Auf der anderen Seite bin ich jemand der stark von Logik geprägt ist (zumindest glaube ich das) und auch der Wissenschaft viel Raum einräumt. Die Daten der letzten Jahrzehnte sprechen relativ stark für den Value-Ansatz, deswegen folge ich ihm aktuell. Außerdem gefällt mir die Logik. sollte ich mal neue Erkenntnisse gewinnen, werde ich ganz sicher nicht an dem jetzigen Stil festhalten.

    Ich habe jetzt deswegen auch angefangen mich mit dem Thema Monumentum zu beschäftigen. Außerdem will ich mehr über psychologische Effekte herausfinden. Ich hatte ja gestern erwähnt dass ich Sozialwissenschaftler bin, daher glaube ich natürlich, dass sich gesellschaftliche Effekte, und so auch bei Investitionsentscheidungen, nicht nur auf rein logisch mathematischen Grundlagen begründen lassen. Allerdings sind die anderen Effekte so viel komplexer als reine Zahlenschieberei (KGV, Buchwert etc.), das hier schlüssige Ideen viel schwieriger zu finden sind. Deswegen finde ich den Ansatz von Value aktuell den schlüssigen und einfachsten.

    Baum

  59. AvatarFit und Gesund

    @Der Baum,

    Dich würde ich niemals als Missionar bezeichnen, aber es gibt hier schon Solche  🙂

    Ich finde den Value-Ansatz ja auch gut, glaube aber dass dieses deep-value Investieren im Moment schwierig ist,

    schau Dir mal diesen Fonds an, und schau mal genau die hp an, insbesondere auch den blog und die Zahlen vom Fact-sheet, ich habe diesen Fonds mal monatlich gespart und jeden Monat die Sparrate angepasst, ging es runter, Sparrate rauf und umgekehrt, ich hab das Ding dann mit 10% Plus verkauft, hätte ich das noch länger betrieben so wäre es immer schwieriger geworden.

     

    https://www.bwm.ch/de/home

     

    so, jetzt aber fertig    🙂

     

    liebe Grüsse

  60. AvatarSmyslov

    42sucht21:

    Ich glaube schon, daß man Aktien auch verkaufen kann u. sollte. In diesem Fall

    würde ich es tun. Entscheidend ist vielleicht, daß man insgesamt sehr wenig

    handelt. So wenig als man eben kann. Dies ist meine bescheidene Meinung.

    Gruß.

  61. AvatarRüdiger

    ich habe vor ein paar Monaten angefangen kleine Portionen von NEE zu kaufen, hätte ich hier gefragt, hätte Jeder die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, Fakt ist aber dass ich schon 16% im Plus damit bin,
     
    Habe mir auch eine Portion gekauft. Meine NEE machen mir Freude 😉

  62. Avatar-M

    @Baum

    Wenn der Markt jedoch mit der positiven Einschätzung stark übertreibt, sollte man doch eigentlich auch seine Konsequenzen ziehen?

    Ja  wenn du ein alternativinvestment hast, das wieder deutlich unterbewertet ist und du selbst nach Steuern durch den Verkauf mit deutlich mehr Rendite rechnen kannst künftig.

    Würde ih aber auch nur machen wenn ich mit der neuen Firma genauso glücklich auf 10 jahre wäre. Und wieder als buy and hold besitze (bis evtl wieder total übertrieben wird)

    -M

  63. AvatarClaus

    @ fit und gesund

     

    “Gerade kam mir der Gedanke doch ein paar Air Liquide zu kaufen, nicht gerade was man defensiv nennt.”

     

    Ich finde, dass diese Aktie sehr defensiv ist, jeder hat halt seine eigene Meinung und das ist sehr gut so.

     

    Schau Dir mal einen Langfristchart an, 20, 30 Jahre. Das Geschäftsmodell könnte kaum besser sein, Gewinne aus der Luft… Da immer mehr Gase in allen Industriezweigen benötigt werden und die Weltbevölkerung weiterwächst… ein sehr krisensicheres Geschäft. Solche Aktien kann man fast immer kaufen. Sind natürlich keine “Raketen”, stabilisieren aber jedes Depot. Trotzdem habe ich meine kleine Air Liqu.-Position vor ein paar Monaten verkauft, aufgrund der Div.-problematik mit den Franzosen sowie der relativ geringen Div. Bekomme jetzt deutlich mehr Div. hierfür. Praxair war ebenso gut, aber nach der Fusion mit Linde aufgrund des jetzt irländischen Firmensitzes für mich auch uninteressant, wegen der hohen QST-Abzüge, die man kaum erstatten lassen kann. Oder hat dies jemand hier vielleicht schon geschafft? Wäre auch für Medtronic-Aktionäre interessant.

     

    Und: Keine Sorge bei BAT, die werden noch viel Freude bereiten. Totgesagte leben länger.

     

    Verluste zu realisieren macht mir nichts aus, wenn es nötig ist. Es ist wie das Auswechseln eines schwachen Spielers in einer Mannschaft, was meist zur Stärkung “des Teams” beiträgt.

     

    Für mich ist das Depotergebnis entscheidend, nicht die einzelne Aktie. Verstehe zwar, dass die meisten bei Verlustpositionen erst unbedingt ihren Einstandskurs abwarten wollen, bevor sie verkaufen. Das macht m.E. aber keinen Sinn. Meist wachsen die Verluste so weiter an. Stattdessen sollten sie sich lieber fragen, ob sie das Unternehmen heute noch kaufen würden. Falls nicht: VERKAUFEN! Man fühlt sich auch viel besser, wenn man sich von solchen Positionen getrennt hat. Altlasten belasten…

     

    LG

     

     

  64. AvatarFit und Gesund

    @Claus

     

    danke für Deine Einschätzung zu Air Liquide,

    Frankreich zieht doch nur knapp 13% Quellensteuer ab, und für 10 Aktien bekommst Du jetzt noch eine Gratisaktie die ja auch 130 Euro wert ist im Moment, dann kannst Du Dich noch irgendwo registrieren lassen und bekommst bei 2 Jahre Haltedauer 10% mehr Dividende. Das finde ich nicht schäbig, denen scheint was an ihren Aktionären zu liegen.

    Ich muss nochmal in mich gehen  🙂

     

    liebe Grüsse

  65. AvatarSparta

    @Steve

    “Ich halte mich an die Einsteinformel E = m x c2 wie du siehst ist die Masse egal”

    Ich sehe die Parallelen zu Deinen Behauptungen über CO2. 😉

  66. AvatarClaus

    @ fit und gesund

    das mit dem 12,8%-Abzug funktionierte leider bei mir nicht und Rückerstattungen aus Frankreich… nein danke, fast unmöglich. Deshalb habe ich auch keine Frankreich-Aktien mehr. Solte sich das mal ändern, bin ich wieder dabei. Ebenso: Essilor-Luxottika, Total, L´Oreal. Ich finde es sehr schade, wenn man solch gute Unternehmen von der Kaufliste streichen muss.

     

    Das mit den Gratis-Aktien machen sie öfters, habe ich auch mitgemacht, auch das mit der Registrierung ist kein Fehler und schützt vor Verkäufen… (lach). Ist ein Top-Unternehmen.

     

    Viel Erfolg, lasse es Dir gutgehen

     

     

  67. AvatarSlazenger

    @ Claus

    sag mal warst du eigentlich eher im Bereich Handwerk oder in der Dienstleistung selbstständig?

    Deine Vorgehensweise an der Börse, auch was das Thema Verkaufen von Minuspositionen betrifft, deckt sich mit meiner zu 100%! Aber wir hatten auch nahezu identische Erlebnisse in der 2000er Krise, und wir haben damals dieselben Schlüsse gezogen! (Buy and Hold von Qualität!)

    Wie du habe ich auch schon lange ein Zweitdepot, wo ich ab und an einen Trade mache.

    Wir unterscheiden uns nur dadurch, dass ich hin und wieder  auch mal Small oder Midcaps über einen sehr langen Zeitraum halte!

    LG

  68. AvatarFit und Gesund

    @Claus,

    tja, wenn Du sagst mit den 12.8% funktioniert nicht, dann ist mir das auch zu doof, wäre ja ein teurer “Testkauf”, Hast Du in dem Fall Essilor und L’Oreal verkauft? das wäre dann tatsächlich sehr schade.

    Ich weiss nur dass die Franzosen eine Finanztransaktionssteuer von 0.3% haben.

     

    Gut hab ich nochmal gefragt! Dann such ich einfach weiter was was besser rentiert und was mich nicht vergackeiert.     🙂

     

  69. Avatarsteve

    @ slowroller für dich nochmal ausführlich ist oben vielleicht missverstaendlich. Antimaterie und Materie ergibt zu 100% Energie ohne Abfall ohne irgendwas anderes und dabei ist es tatsächlich egal was für Materie verwendet wird, meinetwegen Abfall Hundekot wirklich egal. Erlaubt sei auch die Frage wer hier wenn  foppen will.

    @ ghost kleiner Einwand Abbvie kann kein Dividenden Aristokrat sein die wurden von Abbott abgespalten, dass ist aber keine 25 Jahre her.

  70. AvatarClaus

    @ fit und gesund

    die 0,3% Transaktionssteuer wurden mir nicht belastet. Kann es sein, dass das nur für Einheimische gilt?

     

    Die 12,8% QST funktionieren wohl nur, wenn die Depotbank die Staatsangehörigkeit nachweist, was meist fehlschlägt.

     

    Essilor habe ich aus den gleichen Gründen verkauft, war auch nur eine kleinere Position.

     

    Loreal hatte ich nicht, nur mal 2000/2001, habe sie damals mit gutem Gewinn verkauft, um gefallene Aktien nachzukaufen (Sun Microsystem, Worldcom, Nokia, Ericsson, Nortel Networks, Solectron… Habe ich doch damals richtig gut gemacht, oder??? (lach). Loreal wollte ich immer wieder mal kaufen, waren mir aber z.B. bei 67 € damals zu teuer… Ist wie bei Dir die Microsoft-Aktie…

     

    @ Slazenger

    war, bzw. bin noch (minimal) als Dienstleister im Werbebereich tätig.

     

    Small oder Midcaps sind kein Fehler, im Gegenteil. Höhere Chancen, evtl. aber auch etwas höhere Risiken.

     

    Ja, ein Trade ab und zu, wenn die Chance deutlich grösser als das Risiko erscheint, macht mir einfach viel Freude. Den Gewinn investiere ich dann wieder langfristig in “unterbewertete Qualität”.

     

    LG, bin jetzt mal weg für heute.

  71. Avatarsteve

    @ ghost passt schon wenn man Abbott mit ein rechnet sieht es anders aus ist aber meiner Ansicht nicht reel. Da wäre jeder spinoff eines Aristokraten sofort selbst ein Aristokrat. Wenn irgendeine Quelle behauptet die zahlen seit 43 Jahren Dividende sehr fragwürdig. Bei Abbvie weist du sicherlich, dass sie mit Humira dass Medikament das weltweit immer noch am meisten Umsatz macht haben. Interessanterweise von der deutschen Firma Knoll entwickelt, die wussten wohl nicht so ganz was damit zu machen ist. Problem das Patent läuft aus, gut das Abbvie eine Aggressive Patentstrategie fährt und Nachahmern was zahlt damit sie warten bis sie auf den Markt kommen. Gut auch dass das ein Biological ist also ein Riesenmolekuehl das ein Nachahmer fast niemals absolut gleich herstellen kann. Deshalb wenig Austausch wenn Nachahmer da sind, aber es wird Bergab gehen. Zweites Standbein Hepatitis C dass die Preise aufgrund des Wettkampfs mit Gilead und MSD nicht steigen klar. Blöderweise auch Heilung bei Hep C gut für den Patienten blöd für die Firma Hohe Schulden erwähntest du selbst zum teil wegen Neukaeufen von Firmen, wen deren Produkte einschlagen gut.

  72. Avatarghost

    ok, das klingt besser.

     

    Aber jetzt kommt ne stumpfsinnige Antwort meinerseits

     

    think big bzw ich glaube einfach an das Unternehmen.

     

    hätte ich damals hier gesagt Abbvie sei super günstig und es wird sich erhollen und und und…

     

    käme wie: kann ich es wagen ein Tipp abzugeben und mich für Börsenexperten zu halten.

     

    Man zahlt lieber teures Geld dafür um sich dann zum Beispiel noch mehr Geld Krall/en zu lassen oder so ähnlich…..weil das sind die wahren Experten :). Die einen solang zulabbern bis man daran glaubt was die einem erzählen ( und das bezieht sich nicht auf jeden)

    Alles was einem nicht gefällt wird hier zum Beispiel als Börsenexperte ähm bezeichnet beschimpft usw… das heisst alles was die eigene Sicht der Dinge nur in geringstem verletzten könnte, zerstören erschüttern  könnte muss in den Boden gestampft werden.

    Darum sagte ich nur Abbvie ist heute günstig.

    Naja sollte mittlerweile bekannt sein, dass nach jeder Bekanntmachung an der Börse die Comps unter den guten Unternehmen einen Sturm auslösen,  der Kurs daraufhin sinkt und dass sich das eben wieder erhollt paar Wochen später.

    Wenn Abbvie jetzt nochmal 5 Euro steigt (ich rede von Euros weil mich Euros interessieren und nicht dollar), dann kann später dann Abbvie nochmals korrigieren um wieder 20% und es wird immernoch gut sein. Und die werden weiterhin gut sein.   Fällt Abbvie unter 40 Euro in den nächsten 12 Monaten, werden ich hier nie wieder ein Ton 🙂 schreiben…..

    Manche Sachen laufen aus, neue werden hinzu kommen.

    Wenn Abbvie keine Ideen haben wird dann schluckt es eben noch ein paar Unternehmen….und ich denke wenn es Abbvie schlecht gehen wird dann kommt ein anderer und schluckt Abbbie und jeder der Abbvie hat bekommt dann nette Post.

    Kgv niedrig, cashflow hoch, dazu kommt die meisten sagen man soll kaufen wenn die anderen zittrig sind…:) und was passiert ìn den meisten fällen:  Abbbie oder was anderes fällt…. und dann kommt : ” achne die sind so hoch verschuldet”

    ist alles richtig was du sagtest, nur ich denke mal die Welt hat sich soweit verändert dass die schulden drüben bei guten Firmen kaum ne Rolle mehr spielen werden…. Und die wo Dividendenaktien kaufen die hören und lesen auch nur Abbvie aristocrat……das reicht den meisten.

    Genauso denke ich von T.

     

    mfg

  73. Avatarghost

    T als Beispiel

    wenn ich 100 mal im Monat lese dass T hochverschuldet ist und dann auf hochintelektuell mich hinhocke und eine Superanalyse des Unternehmens mache, dann kann ich nur zu dem Entschluss kommen, jawohl ja T ist hoch verschuldet. Und dabei ist der Beruf den man ausübt scheissegal, wenn man einem 100 mal am Tag sagt, er sei intelligent dann glaubt derjenige das. Ob Bäcker oder Physikprofessor, der Börse ist das scheissegal, die macht nicht was der mit dem tollen Beruf vor sich hin analysiert, sondern die macht was sie machen möchte….

     

    T steigt langsam, T zahlt eine hohe Dividende.

    Um T einzuholen brauchen viele Dividendenwachstumsaktien weit mehr als 7 Jahre. Um besser dazustehen als T. Ist alles nachzulesen. Das kommt nicht von mir das wurde berechnet. und natürlich nicht auf alle Aktien bezogen aber eben auf sehr viele

    Aber es ist so, das jeder eben das glaubt was jeder glauben möchte 🙂

    das bedeutet nicht dass ich in irgendeiner Art und Weise Recht habe…..   ich versuche die Sache eben nicht zu verstehen, darum klappts auch :):):)    🙂  🙂 🙂

    mfg

  74. AvatarSlowroller

    @steve

    Wie du praktisch Antimaterie und Materie zu einer Energiequelle formen willst (Antimaterie lässt sich doch nur mit massuvem Energieaufwand in einem Teilchenbeschleuniger herstellen?) ist mir eigentlich egal. Ich wiederhole aber gerne nochmal deine Aussage, die mich verwundert:

    Ich halte mich an die Einsteinformel E = m x c2 wie du siehst ist die Masse egal,

    Wie kann denn die Masse egal sein wenn sie ein Faktor in deiner Formel ist?

     

  75. Avatarsteve

    @ ghost kein Problem ich will dir Abbvie nicht schlecht reden. Alleine das Potential von Humira zu erkennen und Knoll zu Kaufen ist natürlich klasse, obwohl das noch Abbott war. Wenn du mit T dt Tekekom meinst bin ich bei dir vergiss nicht zu erwähnen Dividende ist steuerfrei. Heute bestimmt ein besserer Kauf als zu Sommers Zeiten. Von mir trotzdem nicht als Empfehlung zu verstehen.

  76. K.K.

    @steve

    also ich kenne T als “Aktiensymbol” bzw. Kurzform für AT&T. In einem Börsenblog würde ich T somit primär als AT&T übersetzen.

    Soweit meine Interpretation, ohne zu wissen ob das was zu “T” oben geschrieben wurde auch inhaltlich zu “AT&T” passen könnte….

  77. Avatarghost

    na… nicht ganz Deutsche Telekom ist geiles Unternehmen, wenn man es wegen der Dividende hält, in dem Fall meinte ich aber at@t.

     

    viele sehen nur die Schulden…. sie übersehen aber all die anderen Sachen, stabile Dividende und die Marke at&t an sich und das eben viele von diesem Unternehmen als Dividendwert überzeugt sind. und die hat ein “alleinstellungsmerkmal” leider kann ich mich nicht mehr erinnern was das war….

     

     

     

    ich glaube der grösste Fehler vieler deutscher Unternehmen ist/ war dass sie vieles verkauft hatten, haben und verkaufen werden.

    und gilead habe ich auch, aber hm… habe mir etwas mehr davon erhofft, obwohl Dividende passt weiterhin …

    aber geht trump sollten diese Aktien steigen

     

    mfg

  78. AvatarZEN INVESTOR

    Ok, ich habe jetzt mal mein Gefühl nachgeprüft:

    Mein Gefühl sagt mir, dass Tamedia bei 96 (oder 102) steht, Hochdorf bei 78.

    Tamedia stand gestern Abend bei 98.40, Hochdorf bei 78.30.

    Wow, wenigstens bei einer von beiden Aktien liess mich mein Gefühl nicht im Stich.

    Ich wurde übrigens rückfällig und habe heute mein Depot gecheckt. Allerdings auch um meinen persönlichen Quartalsabschluss zu machen.

     

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