Ich habe mit Helmut Jonen gesprochen. Vielen ist der Früh-Ruheständler und mehrfacher Aktienmillionär von seinem Instagram-Profil @waikiki5800 bekannt. Helmut hatte ein gutes Börsenjahr, trotz Währungseffekten für europäische Anleger. Er verfolgt wie ich eine langfristige Strategie.
Allerdings hat er seine Cash-Position auf 10 bis 11% hochgefahren aufgrund hoher Bewertungen. Er erwägt zudem Gewinnmitnahmen bei Bankaktien wegen der zunehmenden Deregulierung und plant, sich bei Technologietiteln aufgrund der KI-Euphorie zurückzuhalten, während er den Lebensmittel-Sektor als Konträrinvestition prüft. Helmuts Anlagestrategie setzt auf Contrarian-Investitionen, Diversifizierung (sein Portfolio hat 105 Werte) und Dividendenzahler. Jungen Anlegern macht er Mut zum Investieren. Er rät, eine langfristige Perspektive für politische Ereignisse und Marktentwicklungen zu haben.
Hier ist das Interview auf YouTube
Details
Persönliche Begegnung und Marktausblick Ich habe Helmut und seine Gattin Eva Maria in New York kürzlich getroffen, es war sehr angenehm. Wir wollen uns in diesem Jahr nochmal treffen. Für Jonen war das vergangene Jahr ein gutes Börsenjahr. Er schränkte jedoch ein, dass das Jahr für amerikanische Anleger in Dollar etwas besser als für europäische Anleger mit hohen US-Dollar-Anteilen war, da der Dollarkurs die Gewinne fast egalisiert hat.
Langfristiges Investieren und politische Einflüsse Die Diskussion über Zölle, die zu Beginn der US-Regierung unter Donald Trump eingeführt wurden, führte zu einer anfänglichen weltweiten Beunruhigung und einem kräftigen Börsenrückgang, der jedoch schnell wieder ausgeglichen wurde. Helmut Jonen betonte dies als ein gutes Beispiel für langfristiges Investieren, da Anleger, die in Panik verkauft hätten, nun zu viel höheren Preisen wieder einsteigen müssten. Ich bestätigte, dass die „Holzhammer“-Methode von Donald Trump letztendlich zu Einigungen geführt habe.
Portfoliostrategie und Cash-Position Helmut Jonen erklärte, dass er im Wesentlichen am Depot festhält, da er langfristig an seine guten Werte glaube, sich aber überlegt, was mit neuem Geld bzw. Dividenden geschieht. Da viele Börsen in der Nähe ihrer Allzeit-Höchststände notieren und die Aktienkurse schneller gestiegen sind als die Unternehmensgewinne, was die Bewertungen teurer macht, kauft Helmut im Moment weniger Aktien. Aktuell hält Helmut Jonen eine Liquidität von 10 bis 11%, da die Bewertungen hoch sind. Warren Buffett’s Berkshire sitzt übrigens auf einem Cashberg von 30 bis 35% des Portfolios.
Vorsicht bei Bank-Aktien
Bankaktien und Deregulierung Helmut Jonen zieht kleinere Gewinnmitnahmen bei Bankaktien in Betracht, da sie in den letzten Jahren, insbesondere in Europa, hervorragende Entwicklungen gezeigt haben und nun im Depot größer gewichtet sind. Helmut äußerte die Sorge, dass die zunehmende Deregulierung im Bankensektor, die von Amerika ausgeht, diese Sektor wieder zu einem High-Risk Investment machen könnte, da die Geschichte gezeigt habe, dass Regulierung bei Banken notwendig ist. Er erwähnte mögliche Positionsreduzierungen bei US-Banken wie JP Morgan, Bank of America, Wells Fargo oder Citigroup.
Bewertung von Bankaktien und Branchenzyklen Ich wies darauf hin, dass Bankaktien trotz der jüngsten Anstiege immer noch relativ günstig bewertet sind, mit einigen wie der Deutschen Bank, die leicht unterm Buchwert notieren. Helmut Jonen stimmte zu, dass die Banken zwar teurer geworden, aber noch nicht überbewertet sind. Basierend auf der Erfahrung der Finanzkrise und der Tatsache, dass sich Bankenkrisen alle 10 bis 15 Jahre wiederholen, plant Helmut Jonen, die Positionen neu auszurichten.
Regulierungsdruck und internationale Wettbewerbsfähigkeit Die UBS fordere von der Schweizer Regierung leichtere Kapitalanforderungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. UBS droht deshalb, den Hauptsitz von Zürich nach Amerika zu verlegen, was zu einer Lockerung der Regulierung in der Schweiz geführt hat. Helmut Jonen sah dies als Nährboden für eine mögliche zukünftige Finanzkrise. Tim Schäfer stimmte zu, dass alle 10 Jahre eine Finanzkrise auftrete, und erwähnte die Credit Swiss sowie die Schieflage mittelständischer Banken in den USA.
Vorsicht bei Technologietiteln und KI-Euphorie Helmut Jonen äußerte Vorsicht bei Technologietiteln und künstlicher Intelligenz (KI), da die Euphorie ihn an die Internet-Euphorie vor 25 Jahren erinnere. Tim stellte fest, dass im KI-Bereich derzeit nicht alle Gewinne erwirtschaften (OpenAI verliert Milliarden) und große Investitionen in Chips und Rechenzentren erforderlich sind, was bei Anlegenden zu erhöhter Vorsicht führen sollte.
Lebensmittel-Aktien nimmt er nach Absturz ins Visier
Konträrinvestitionen und der Food-Sektor Helmut Jonen berichtete von Aufstockungen in Berkshire Hathaway und Novartis in den letzten 12 bis 18 Monaten. Er könne derzeit Berkshire Hathaway zu günstigeren Bewertungen im Vergleich zum S&P 500 kaufen. Als Konträranleger prüft Helmut Jonen derzeit den Food-Sektor, da Unternehmen wie Kraft Heinz oder General Mills als tief bewertet gelten und hohe Dividendenrenditen bieten. Helmut Jonen argumentierte, dass diese Unternehmen zwar moderat wachsen, aber permanent benötigte Verbrauchsgüter produzieren und daher langfristig attraktiv sein könnten.
Irrationalität der Börse und Anpassung der Food-Unternehmen Helmut Jonen beschrieb, dass die Börse irrational sein kann, sowohl nach oben als auch nach unten, was bedeutet, dass attraktive Bewertungen keine Garantie gegen weitere Kursverluste sind. Food-Unternehmen wie Coca-Cola und PepsiCo hätten sich an Konsumtrends wie zuckerfreie Getränke angepasst und ihr Produktportfolio erweitert, was jedoch Zeit erfordert. Tim Schaefer hob das Potenzial dieser Konzerne in Schwellenländern hervor.
Erfahrungen im Aktienhandel und Konträrdenken Helmut Jonen, der seit 44 Jahren im Aktiengeschäft ist, betonte, dass df durch Fehler gelernt hat und dass es sich auszahlt, konträr zu denken und nicht immer mit der breiten Masse der Anleger zu gehen.
BASF, Mercedes Benz, Deutsche Bank Eon waren seine ersten Aktien
Langfristige deutsche Kernbestände Helmut Jonen identifizierte BASF, Mercedes-Benz, Deutsche Bank und E.ON (ehemals Veba) als seine ersten vier deutschen Aktien, die er 1982 gekauft hat. Mercedes und BASF hält er bis heute ununterbrochen, während er die Deutsche Bank und E.ON nach zwischenzeitlichem Verkauf wieder zurückgekauft hat. Helmut Jonen nutzte diese Unternehmen als Beispiele dafür, wie Firmen ihre Stellung über Jahrzehnte hinweg am Markt halten und sich verändern, um relevant zu bleiben.
Verluste und Turnaround-Investments Helmut Jonen merkte an, dass Verluste im Depot dazugehören und man entscheiden muss, ob man die Reißleine zieht oder auf einen Turnaround hofft. Bayer dient als Beispiel für einen erfolgreichen Turnaround-Wert, dessen Aktie nach erheblichen Verlusten im letzten Jahr über 85% zulegte. Obwohl er die Aktie um die Jahrtausendwende für 10-11 € gekauft hatte und sie zwischenzeitlich auf 150 € gestiegen war, blieb er investiert.
Dividendenpolitik und Ausblick für Bayer Helmut Jonen wies darauf hin, dass die Dividenden der Bayer-Aktie den ursprünglichen Einsatz längst wieder eingespielt haben. Trotz einer Kürzung der Dividende in den letzten zwei Jahren auf einen symbolischen Wert, besteht die Aussicht, dass die Dividende im nächsten Jahr wieder anziehen wird, wenn der Turnaround fortschreitet. Helmut Jonen sah die Spekulationen um die Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit Monsanto als überzogen an, da die Kläger kein Interesse an einer Zerstörung von Bayer hätten.
Allianz und Münchener Rück schütten viel aus
Allianz und die Allfinanz-Fantasie Die Allianz wurde als ein Beispiel dafür genannt, wie man als Value-Anleger belohnt werden kann. Helmut Jonen erinnerte daran, dass die Allianz-Aktie während der Euphorie um das Allfinanzkonzept zur Jahrtausendwende bei 400€ notierte, ein Kurs, den sie erst 25 Jahre später wieder erreichte. Helmut Jonen kaufte die Aktie 2002, als die Fantasie geplatzt war, für 75 €, kassierte aber die gleichen Dividenden bei einem wesentlich niedrigeren Kaufpreis.
Münchener Rück als Dividendenaristokrat Helmut Jonen hob die Münchener Rück als eine weitere wichtige Position hervor, die sich nach dem Einbruch nach dem Jahr 2000 schneller erholt hat und deren alte Allzeit-Höchststände von der Jahrtausendwende bereits deutlich überschritten wurden. Er betonte, dass die Münchener Rück ihre Dividende seit 1970 nicht mehr gesenkt hat.
Caterpillar + Citi in der Krise gekauft
Erfolg in der Finanzkrise und Konträrverhalten Helmut Jonen half die Finanzkrise beim Vorruhestand. Denn er hat während des Einbruchs Aktien zu extrem niedrigen Preisen gekauft. Als Beispiel nannte er Caterpillar, die er im Februar 2009 für 28 $ pro Aktie erwarb. Diese notiert heute bei 614$. Er betonte, dass man den Mut haben müsse, in Phasen des Ausverkaufs zu investieren.
Citigroup Investment während der Krise Ein weiteres Beispiel für ein Konträr-Investment in der Krise war die Citigroup, deren Aktie im März 2009 zeitweise unter 1 $ notierte. Helmut, damals in Miami, kaufte über seinen Berater täglich Aktien in dieser „Washout Week“, obwohl seine Frau Eva Maria Bedenken hatte. Der Turnaround trat ein, als der CEO von Citigroup am Freitag nach Börsenschluss bekannt gab, dass die Bank im ersten Quartal 2009 wieder profitabel sein würde, was am folgenden Montag zu einem Kurssprung von fast 40% führte. Sieh da!
Ratschläge für junge Anleger und Karriere Tim Schaefer bat Helmut Jonen um Ratschläge für junge Leute. Er riet, positiv durchs Leben zu gehen, einen Job zu finden, der Spaß macht und Freude bereitet. Und so früh wie möglich mit dem Investieren zu beginnen. Er betonte die Wichtigkeit einer langfristigen Denkweise und Diversifizierung, mit einem Ziel von mindestens 30 Einzelaktien im Portfolio.
Einzelaktien oder ETFs: Beides geht. Für Einzelaktien braucht man aber Zeit
Diversifizierung und ETF-Nutzung Helmut Jonen empfahl jungen Anlegern ohne Zeit, sich intensiv mit ihrem Depot zu beschäftigen, die Nutzung von ETFs wie dem S&P 500. Für Anleger, denen die Beschäftigung mit Werten Spaß macht, empfahl er den Aufbau eines diversifizierten Portfolios von Einzelaktien, sofern sie bereit sind, sich regelmäßig mit diesen Investments zu befassen.
KI und Arbeitsplatzsorgen Auf die Frage nach den Sorgen junger Menschen bezüglich KI und Arbeitsplatzverlust äußerte Helmut Jonen Optimismus und verwies auf historische Präzedenzfälle mit dem Computer. Er glaubte, dass Unternehmen KI einsetzen würden, um Mitarbeiter produktiver zu machen, und nicht, um Arbeitsplätze in Millionenhöhe zu vernichten, da dies eine politische Reaktion zur Regulierung auslösen würde. Er verwies darauf, dass der Konsum der Arbeitnehmer in den USA 70% des BIP ausmacht und eine KI nicht konsumiert, was einen massiven Arbeitsplatzverlust zu einer wirtschaftlichen Katastrophe machen würde.
Gold ja, Bitcoin nein
Gold und Bitcoin Helmut Jonen sah Gold als eine Art Versicherung, die 2–3% des Portfolios ausmachen sollte (derzeit 5% aufgrund des starken Kursanstiegs). Er bezog sich auf die hohe Staatsverschuldung und das Risiko von Währungsreformen, die Gold befeuern könnten. Er erwähnte, dass selbst Warren Buffett, der normalerweise gegen Spekulationen gegen Amerika ist, zugab, dass Politiker „extreme Dummheiten“ mit Geld machen könnten. Helmut Jonen kaufte Gold physisch in Form von gängigen Münzen (Krügerrand, Canadian Maple, American Eagle) aufgrund ihrer Liquidität und einfachen Handelbarkeit auch in Krisenzeiten. Bei Bitcoin äußerte Helmut Jonen ein Unwohlsein mit dem noch sehr jungen Vehikel und hat deshalb darauf verzichtet.
Zusammenfassung der Anlagestrategie und finanzielle Freiheit Tim Schaefer fasste Helmut Jonens Strategie zusammen als konträr, mutig in der Krise, gegen den Strom schwimmend und auf Dividenden setzend. Helmut Jonen bestätigte, dass er viele große Dividendenzahler in seinem diversifizierten Portfolio von 105 Werten hat. Helmut Jonen bestätigte, dass er von den Dividenden leben kann, die im vorigen Jahr auf fast 340.000 € gestiegen sind.
Bedeutung der Aktienkultur in Deutschland Tim Schaefer lobte Helmut Jonens Engagement in den sozialen Medien (Wikiki 5800 auf Instagram) für die Förderung der Aktienkultur unter jungen Leuten. Helmut Jonen bemerkte, dass das Thema Rente in Deutschland an politischer Bedeutung gewinnt. Er betonte, dass junge Menschen mit einem Anlagehorizont von 30 bis 40 Jahren die besten Voraussetzungen für erfolgreiches Investieren haben. Er nutzte die Entwicklung des Dow Jones von 844 auf aktuell fast 49.000 Punkte in den letzten 44 Jahren trotz brutaler Einbrüche als Beispiel für den langfristigen Erfolg an der Börse.
Tagesereignisse und politische Spielchen ausblenden
Langfristige Perspektive auf politische Ereignisse und Börsenentwicklung Helmut Jonen und Tim Schäfer diskutierten, dass politische Ereignisse, wie militärische Aktionen oder Regierungswechsel, kurzfristig die Medien dominieren, aber langfristig an den Börsen nur eine „kleine Fußnote in der Geschichte“ darstellen. Helmut Jonen betonte, dass der Dow Jones trotz sieben US-Präsidenten und diversen Kriegen und Krisen in 44 Jahren von 840 auf 49.000 Punkte gestiegen sei, und der DAX sei im gleichen Zeitraum ebenfalls um das 50-fache gestiegen. Sie folgerten, dass Investoren sich nicht von Nachrichten ablenken lassen sollten, die für sie als Aktionäre meist nicht relevant sind, um den Blick fürs Ganze zu behalten.
Bedeutung profitabler Unternehmen für die Wirtschaft Helmut Jonen hob hervor, dass profitable Unternehmen das „Rückgrat der gesellschaftlichen Systeme“ sind, da sie Millionen von Arbeitnehmern ernähren und somit Konsum ermöglichen sowie als Steuerzahler den Staatsapparat finanzieren. Tim Schäfer stimmte dem zu und ergänzte, dass ohne diese Unternehmen auch Produkte und Dienstleistungen wie das iPhone verschwinden würden. Helmut Jonen bemerkte, dass viele große Unternehmen, die im S&P 500 oder im DAX gelistet sind, bereits 100 Jahre und älter sind und Krisen wie zwei Weltkriege, Hyperinflation, Währungsreformen und die Große Depression überlebt haben.
Buch-Empfehlungen
Empfohlene Lektüre für Value-Investoren Auf Tim Schaefers Frage nach Leseempfehlungen nannte Helmut Jonen Warren Buffett und Sir John Templeton als große Vorbilder für Contrarian- und Value-Investoren. Helmut Jonen empfahl die „Bibel des Value Investings„* von Benjamin Graham, dem Lehrmeister von Buffett. Er erwähnte auch Bücher von und über Charlie Munger*, den Partner von Buffett, die ihm zum Teil sogar besser gefallen.
Erfolg als Investor und Umgang mit Rückschlägen Helmut Jonen betonte, dass für erfolgreiche Investoren bestimmte „Einstellungsmerkmale“ und ein „unbedingter Wille“ wichtig seien, um langfristig etwas zu erreichen. Auch in stürmischen Zeiten dürfe man nicht „von Bord springen“ und müsse ein „dickes Fell und die Nerven“ entwickeln, da man Crashs ohnehin meist zu spät erkenne. Er fügte hinzu, dass man als Investor immer wieder in „Loser“ investieren wird. Aber es reiche, wenn man 10 oder 20 Top-Investments hat, die die Gesamtperformance antreiben.
Viel Lesen: FT, WSJ, NYT, Handelsblatt
Bevorzugte Nachrichtenquellen und Leseformate Auf Nachfrage von Tim Schäfer nannte Helmut Jonen als bevorzugte Tageswirtschaftszeitungen das deutsche Handelsblatt, die britische Financial Times und das amerikanische Wall Street Journal. Darüber hinaus liest er gerne die New York Times, um ein breiteres Spektrum als nur Wirtschaft abzudecken. Helmut Jonen gab an, dass er ein „Old Fashion Freund“ des Papiermagazins sei und die Zeitungen, wann immer möglich, in Printformat und nicht digital liest.
Strategie zur Cash-Diversifizierung und Währungsmanagement Helmut Jonen erklärte, dass er seine Cash-Bestände auf Konten mit nur marginaler Tagesgeldverzinsung hält und diese in US-Dollar, Euro, Schweizer Franken, Singapur Dollar und Hong Kong Dollar diversifiziert. Er teilte mit, dass er am Jahresanfang einen Teil seiner Dollarliquidität in Schweizer Franken und Euro getauscht habe, da er annimmt, dass die Regierung eher einen schwächeren US-Dollar anstrebt, was zu einem nachgebenden US-Dollar gegenüber dem Euro in 2026 führen könnte. Er ergänzte jedoch, dass ihm die Währungsentwicklung letztlich egal sei, da er jederzeit Schweizer Aktien wie Nestle oder Novartis ohne Währungsverlust kaufen könnte.
Die größten Weltkonzerne sind überlegen
Langfristige Überlegenheit von Blue Chips Helmut Jonen argumentierte, dass große, globale Konzerne, wie sie im Global Titans 50 zu finden sind, oft eine bessere langfristige Entwicklung als der S&P 500 aufweisen. Er wies darauf hin, dass der Dow Jones, wenn man die höheren Dividenden der Dow Jones-Werte mit einbezieht, über die letzten 44 bis 45 Jahre besser als der S&P 500 gelaufen sei. Er schlussfolgerte, dass diese globalen großen Player, weil sie so groß sind, tendenziell ein geringeres Risiko haben und langfristig eine gute Performance liefern.
Erfahrungen und Ratschläge von Sir John Templeton und Warren Buffett Helmut Jonen erzählte von seinem Treffen mit Sir John Templeton, der ihm erklärte, dass ein Investor sich nicht entmutigen lassen sollte, selbst wenn 40 von 100 Aktien fehlschlagen, da eine gute Performance trotzdem möglich ist, was er für einen der wichtigsten Momente hält. Er betonte, dass es, wie auch von Warren Buffett bestätigt, ausreiche, nur 10 bis 20 Top-Investments zu haben, die die Gesamtperformance tragen. Helmut Jonen berichtete, dass er das Treffen mit Templeton in den Bahamas durch eine mutige Anfrage an Templetons Nachfolger Marco Holowesko in Frankfurt arrangiert hatte, was ihn sehr inspiriert hat.
Das Investment in Berkshire Hathaway Berkshire Hathaway als eine seiner größeren Positionen, da er es für ein hervorragendes Investment hält und Vertrauen in die Nachfolger von Warren Buffett hat. Er hob hervor, dass Berkshire Hathaway ein Investmentfonds mit einem Portfolio von etwa 80 bis 85 börsennotierten und nicht notierten Unternehmen sei, für das man keine Managementgebühren zahle. Im Vergleich zum S&P 500, der mit einem Preis-Buchwert-Verhältnis von 4 bis 5 gehandelt wird, sei Berkshire Hathaway mit einem Preis-Buchwert-Verhältnis von 1,5 unterbewertet.
Helmut Jonen Anlagestrategie auf den Punkt gebracht
Helmut wird möglicherweise kleinere Teile seiner Positionen in amerikanischen Bankaktien wie JP Morgan, Bank of America, Wells Fargo oder Citigoup verkaufen, um Kapital freizusetzen.
| Thema | Beschreibung |
|---|---|
| Konträres Value Investing & Dividenden | Ein langes Gespräch mit Helmut Jonen über seine langfristige Strategie, die auf konträren Investitionen, extremer Diversifikation (105 Werte) und Dividendenzahlern basiert. |
| Er ist vorsichtig wegen KI-Euphorie | |
| Er erwägt den (Teil-)Verkauf von Bankaktien |
Kurz und knapp: Das ist Helmuts Anlagestrategie
Hier sind die Kernelemente aufgelistet
| Detail | Helmut Jonen (Gespräch 06.01.2026) | Tim Schäfer |
|---|---|---|
| Hauptstrategie | Contrarian, Value, Dividendenfokus | ähnlich |
| Diversifikation | Sehr hoch (105 Werte) | rund 60 Werte |
| Einschätzung Tech/KI | Vorsicht, erinnert an Internet-Euphorie | ähnlich |
| Cash-Position | 10–11 % (wegen hoher Bewertungen) | 1% |
| Aktuelle Käufe/Prüfungen | Food-Sektor (Konträr), Berkshire, Novartis | Target, beobachtet Nike |
| Aktuelle Verkäufe | Erwägt Bankaktien (JP Morgan, Citygroup, Wells Fargo) | keine |
| Finanzielle Freiheit | Lebt von Dividenden (ca. 340.000 €/Jahr) | lebt von Gehalt als freier Journalist |
Wichtige Erkenntnisse und Einblicke
- Helmut Jonen legt großen Wert auf die langfristige Perspektive und Konträrverhalten. Er betonte, dass politische Ereignisse langfristig nur eine „kleine Fußnote in der Geschichte“ der Börsenentwicklung darstellen. Er empfiehlt jungen Anlegern, so früh wie möglich mit dem Investieren zu beginnen und eine breite Diversifikation (mindestens 30 Aktien) anzustreben. Zu seinen Kernbeständen gehören seit 1982 Mercedes-Benz und BASF, und er hob die Münchener Rück als Dividendenaristokraten hervor (Dividenden seit 1970 nicht gesenkt).
- Leseempfehlungen (von Helmut Jonen): Warren Buffett, Sir John Templeton und die „Bibel des Value Investings“ von Graham (Lehrmeister von Buffett).
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Hi Tim, tolle Inhalte- aber der Text wurde mit KI erstellt oder irre ich?
@ Medicus Ja, klar. KI hilft mir. Ich habe mit Helmut gesprochen. Und die KI hat bei der Zusammenfassung geholfen – ich gehe damit verantwortungsvoll um.
Lieber Tim
ich fände es auch besser, wenn Du lieber wieder weniger Artikel schreiben würdest und dafür weniger KI.
Finde auch bei Traderfox (wofür du ja auch schreibst) , dass Simon in der aktuellen Ausgabe den KI Einsatz übertreibt. Das Inhaltsverzeichnis wird unübersichtlicher und die vielen bunten KI Bilder sind für meinen Geschmack too much.
Habe Dir trotzdem 5 Stern für den Artikel gegeben, weil ich weiß wie gut Du ohne KI bist.
Danke für die Sterne!
Schein bei Tim jetzt leider häufiger zu passieren, passt leider gar nicht zu seinem Blog.
Hätte richtig gut werden können. Las sich jedoch Seelenlos.
Lieber Tim: der Artikel wäre gut, sogar sehr gut, wenn er sich nicht wie ein seelenloser Artikel läse.
Bitte lass die Finger von KI, das macht deinen Blog kaputt.
ich hoffe wir bekommen noch das Video zu sehen, höre Helmut immer gerne zu, auch wenn dieser Ebenso wie Tim letztlich mantraartig immer das sagt :) Viel Erfolg allen! Danke für deine Arbeit Tim!
Ansich tolle Kernaussagen. Liest sich aber leider eher wie ein Protokoll :-(
Also mir hat der Artikel ganz gut gefallen. Auch wenn KI dabei geholfen hat. Ich habe das ehrlich gesagt gar nicht gemerkt.
Tim wird sich das ja alles noch mal durchgelesen und für o.k. befunden haben, was die KI da zusammengefasst hat.
Schöner Überbick. Bei mir kam gleich am Anfang die Frage auf in was Helmut Jonen seinen 10 % Cash-Anteil hält. Sogar das wurde am Ende beantwortet.
Interessant finde ich jedoch immer wieder, dass viele Investoren Warren Buffett und Charlie Munger als Vorbilder/Lehrmeister nennen und dann trotzdem ein breit diversifiziertes (Dividenden-) Portfolio halten.
Hier sagen Buffett/Munger nämlich ganz klar etwas anderes.
Ich habe das früher auch gemacht. Ich bin aber dabei mein Portfolio immer mehr zu konzentrieren.
Mir ist auch aufgefallen, dass General Mills und Kraft-Heinz recht günstig zu haben sind, wenn man das relativ niedrige KGV und die relativ hohe Dividendenrendite betrachtet.
Früher wäre ich da gleich draufgesprungen. Ich frage mich aber, warum kauft Buffett bei Kraft-Heinz nicht weiter zu.
Die Marken scheinen eben doch nicht so toll zu sein, wie man früher immer angenommen hat und bilden eben keinen allzu großen Burggraben.
Gerade heute Morgen habe ich einen Artikel über Aldi-Süds Bemühungen im US-Markt weiter zu expandieren.
Gerade hier setzt man auf gute und günstige Eigenmarken, was solchen Firmen wie General Mills und Kraft-Heinz weiter zusetzen dürfte.
Warum sich also in so umkämpfte Märkte begeben, wenn man langfristig an einer Aktie festhalten will?
„Ich frage mich aber, warum kauft Buffett bei Kraft-Heinz nicht weiter zu.“
Ic h frage mich wiederum, warum stößt Warren Buffett diesen Rohrkrepierer KHC nicht ganz ab.
Schau dir seinen internen Zinsfuss an, dann weißt du dass er gar nicht anders kann, als KHC zu behalten.
Ich konnte nur Folgendes herausfinden:
Hast Du vllt. bessere Daten, um die Einschätzung zu seinem Investment besser einschätzen zu können?
Sobald man beim 3. Absatz kapiert, dass es sich dabei um eine KI-Zusammenfassung handelt macht das Lesen leider überhaupt gar keinen Spaß mehr :-(
Es liest sich schon sehr komisch wenn jeder Absatz mit „Helmut Jonen…“ anfängt und von Tim in der dritten Person gesprochen wird.
Helmut Jonen ist sicher ein sehr versierter und gut informierter Anleger. Dafür sprechen schon alleine die 340k Dividendenerträge p.a.. Wenn das netto ist, so steht da ja ein Depot von ca. 15 Mio. dahinter. Das muss man als Angestellter und ohne größere Erbschaften erst einmal realisieren – eine tolle Lebensleistung.
Er scheint ja eine Art Markttiming zu betreiben und seine Depot je nach Lage zu trimmen. Ich mache es eher wie Tim und versuche mit einer gewissen Branchen- und Ländermischung meine Werte durch dick und dünn zu halten, ohne viel daran rumzuschrauben.
Als Contrarian in havarierte Unternehmen zu investieren ist natürlich lukrativ, wenn es gut geht, wie beispielsweise bei Siemens Energy. Anderseits unterliegt man hier halt auch gerne dem Survivorship Bias und vergisst diejenigen, bei denen es nicht geklappt hat, wie etwa der Credit Suisse.
Wie dem auch sei, Helmut Jonen ist ein gutes Vorbild!
Na ja, kann man jetzt so oder so sehen. Respekt vor der Leistung. Wenn man allerdings bedenkt, dass Helmut Jonen über sehr viele Jahre im oberen Management der Banken saß und sein Jahresgehalt weit jenseits eines „normalen“ Angestellten lag relativiert sich vieles. Hab mal ein Interview mit ihm gesehen. Da hatte er zugegeben das sein Jahresgehalt bei ca. 600tsd lag. Da tun 10% Sparrate nicht weh und haben einen extremen Einfluss auf das investierte Vermögen. Trotzdem höre ich ihm gerne zu und zolle ihm meinen Respekt.
Bei derartigem Jahresgehalt ist das keine große Leistung finde ich.
Und wie kommt man ins „oberer Management“? In der Regel durch entsprechende Leistung.
Wer sich seine Beträge (Posts und Interviwes) regelmäßig anschaut wird feststellen, dass er sich dies selbst erarbeitet hat. Seine Schulnoten und seine Lese- und Rechtschreibschwäche haben es ihn trotzdem schaffen lassen. In die Wiege wurde ihm das also nicht gelegt…
Stur 10 % von seinem Einkommen zu investieren und die erhaltenen Dividenden zu reinvestieren führt doch viele alle Anleger langfrsitig zu sehr guten Ergebnissen. Selbst 1/10 seiner aktuellen Dividenden, also 34.000 €, würden doch für viele von uns schon ein gewaltiger Betrag an Einkommen darstellen und uns viel an Möglichkeiten eröffnen (Rentenlücke schließen, Reisen, Familienmitglieder unterstützen etc.). Darum gehts doch am Ende.
1/10 von seinem eigenem Gehalt von ihm sind für die meisten von uns doch auch realistisch…
50.000 €/Jahr ist mittlerweile ein muss zu investieren
Ausserdem hat Herr Jonen in einer korrupten kriminellen Vereinigung gearbeitet.
Man erinnere sich nur daran, was die Vorstände bei Credit Swiss verdient haben. 90.000.000 im JAHR!
@Stefan
Wie meinst Du den 1. Satz? ;-)
Herr Jonen war bei der UBS nicht bei der CS und im höchsten Vergütungsjahr 2017 lag die Vergütung bei 77 Mio CHF geteilt durch 12 Leute = ca. 6,4 Mio. CHF…
Zum 1 Satz: Von nix kommt nix:-)
Professor Thorsten Hens hat auf verschiedenen YouToube Kanälen über die katastrophgalen Zustände der CS berichtet. Das war ein Skandalverein ohne Ende und keiner hat sich dafür interessiert. Die Gehälter sind doch absurd.
Und die UBS tickt im Kern doch genauso.
@Felix
…Markettiming bei Helmut würde ich nicht so extrem sehen, da meines Wissens nach der Großteil buy & hold ist, aber bei Neuinvestments er sich auf günstige Branchen & Regionen & Titel konzentriert.
Ich glaube es ist Brutto, aber gut, er ist schon relativ gut dabei!
@Ralf
Die Leistung ist erstmal sich so eine Position zu erabeiten! ;-)
Inhaltlich ist der Artikel schon interessant, leider lese ich so ungern Protokolle.