Genieß Dein Leben. Leb bodenständig. Plan Deine Finanzen. Dann kannst Du früher dem Chef Ade sagen


New York, 16. März 2018

So visualisierst Du Dir das Leben in der Freiheit. Vielleicht in Südeuropa am Strand.


Hast Du genug Geld im Depot, kündigst Du den Job und gehst in den Frühruhestand. Fertig! Warum machst Du das? Weil Du keine Lust mehr hast zu arbeiten. Du hast bessere Dinge zu tun.

Hast Du Dich jemals gefragt, warum Deine Kollegen in leitender Position arbeiten? Machen sie es, weil sie es müssen? Sie haben enorme Schulden, Kinder, teure Autos, Urlaube etc. und keine Ersparnisse? Vermutlich. Das gibt es. Was ist so toll daran in einer führende Position zu sein, aber kein Geld zu haben? Ich mahne zur Vorsicht. Plane Deine Gehaltsströme. Spare fleißig. Sei diszipliniert. Spätestens wenn Du 50 bist, willst Du in die finanzielle Freiheit. Besonders als Führungskraft sollte das möglich sein.

Vielleicht sagst Du Dir, Du bist ein Verlierer, weil Du nicht auf der Rennstrecke in die finanzielle Freiheit bist. Du denkst: „Verdammt. Hätte ich nur früher angefangen.“ Du ärgerst Dich. Du vergleichst Dich mit anderen: „Der schafft es. Nach 22 Jahren Arbeit hat er es geschafft.“ Du sagst Dir:

„Bei mir ist es leider anders. Um es in die Freiheit zu schaffen, muss ich bis 65 arbeiten.“

Ein Trick, um es früh mit einem fetten Depot in die Rente zu schaffen: Du verdienst mehr Geld mit dem Job. Selbst wenn Du die Arbeit hasst, machst Du es. Du machst es im Endeffekt für das Geld. Für das viele Geld. Deine Freunde genießen ihre Arbeit. Sie haben großartige Jobs. Aber sie verdienen weniger. Deine Freunde machen lange die Jobs, die sie lieben, aber dafür werden sie lausig bezahlt. Du bist, wenn Du in den sauren Apfel beisst (bei dem blöden Job) schnell frei. Du bist anschließend viel glücklicher, als es Deine Freunde sind. Bist Du frei, müssen Deine Freunde noch 20 bis 25 Jahre weiter arbeiten, um finanziell aufzuholen.

Was sind besonders gut bezahlte Jobs? Fluglotse, Pilot, Programmierer, Anwalt, Mediziner, Betriebswirt, Consultant, SAP-Berater…

Wenn Du mich fragst, sind die Schlauen nicht die Leute, die bis zu den 65ern oder 70ern auf der Karriereleiter schuften. Sie haben nie genug Geld. Die Schlauen sind vielmehr diejenigen, die entschieden haben, wie viel Geld ihnen reicht. Wenn sie dies herausgefunden haben, steuern sie ihr Leben dorthin. Sobald sie das Geld zusammen haben, sagen sie ganz schnell Ade zum Chef.

Randnotiz: Wenn alles gesagt und getan ist, schauen die meisten Menschen nicht auf das Leben zurück und sagen: „Mann, ich wünschte, ich hätte mehr gearbeitet“. Sie sagen:

„Ich wünschte, ich hätte diesen enormen Wanderweg mit der Familie bewältigt. Es war mein Traum. Schade, dass ich es nicht gemacht habe.“

Die Natur ist bezaubernd.

All jenen, die momentan zittern, weil die Kurse leicht hüpfen, muss ich jetzt etwas Ernstes sagen. Ich bin schockiert: Wenn die Börse um fünf Prozent sinkt, drehen die nervösen Börsianer schon durch. Ich kann Dir nur sagen: „Schnall Dich an, wenn Du denkst, dass sich so ein Bärenmarkt anfühlt.“ Es wird heftiger. Wir haben seit vielen Jahren keine richtige Korrektur gehabt. Die Börse ist seit Anfang Februar um sieben Prozent gestiegen. Klar war es aufregend zu beobachten, wie Geld wuchs, als die Börse um 20 Prozent kletterte. Aber das wird nicht die Norm sein. Feuer wird kommen. Es fühlt sich wie eine langsame Verbrennung an. Es kann Jahre dauern, in denen Dein Nettovermögen sinkt wird, während Du weiterhin Geld hinein pumpst.

Baisse? Das, was wir hatten, war eine geringfügige Korrektur innerhalb eines langfristigen, epischen Bullenmarktes. Hab etwas Geduld. Die finanzielle Freiheit ist eine Reise, kein schnelles System, das Dich reich macht. Du wirst langsam reich. Und Du wirst heftige Abstürze erleben auf dem Weg dorthin.

Dieses Auf und Ab sich anzutun, lohnt sich. Mehr Geld bedeutet weniger Stress und möglicherweise mehr Glück, wenn es richtig gehandhabt wird. Wenn jemand extra Geld hat, das Traurigkeit verursacht, werde ich es gerne von Deinem Konto abziehen. Du kannst mir Dein „trauriges Geld“ gerne sofort überweisen. Aber: Das nötige Geld für die Freiheit alleine wird niemanden glücklich machen.

Jene mit den Clownautos muss ich fragen: Ist es wirklich angenehmer in einem Porsche oder Lamborghini zu weinen als auf einem Fahrrad? Ich finde es einfach nur traurig, wenn Leute hoch verschuldet sind für teure Autos, übergroße Häuser, neueste Mode. Es gibt tatsächlich Paare, die verdienen 200.000, 300.000 oder 400.000 Euro und haben keine Substanz.

Mit so einem Einkommen würde ich das gute Leben in einer kleinen Wohnung leben (einfach, bodenständig, locker), so wie bisher. Über die Hälfte dieses Betrags (70, 80, 90%) würde ich für den frühen Ruhestand sparen. Fertig.

Es gibt dann die Durchschnittsverdiener, die sehr sparsam sind. Ich hatte ja den Lageristen hier als Gastautoren.

Ich sage mal so: Jemand, der sehr sparsam ist, mit einem Nebenjob kann 30 Jahre in der gleichen Firma sein. Dann hast Du es plötzlich geschafft. Du bist 50 und am Ziel. Du machst Dir aber Sorgen.

„Ich habe mir die Zahlen ungefähr hundert Mal angeschaut. Alles scheint OK auf dem Papier zu sein. Ich mag meine tägliche Arbeit, meinen Chef oder die wöchentlichen Meetings nicht. Sie gehen wir auf den Wecker. Ich bin für das Gehalt geblieben. Ich habe Angst gehabt zu gehen. Ich habe Angst gehabt, ob das Geld reicht – ohne den Job.“

Aber Du nimmst Deinen Mut zusammen. Dann kommt der Tag. „Heute ist der Tag, an dem ich in die Personalabteilung gehe und sage: Ich bin hier raus. Mir geht der Mist auf der Arbeit gegen den Strich.“ Mit 50 bist Du frei.

Ich habe hier im Blog einige Leser, von denen ich stark annehme, dass sie eigentlich schon frei sind, trotzdem schaffen sie es nicht, sich loszueisen von der Arbeit. Es ist nicht nur wegen des Geldes. Ich glaube, sie wissen nicht, was sie in der Freiheit tun sollen. Sie haben für 2019 keine Pläne. Ich kann Dich ermuntern, wenn Du das Geld hast: Mach Pläne. Schreib sie auf. Dann weisst Du, was Du in der Freiheit machst. Damit Du endlich aufhören kannst.

Die Kehrseite der Medaille sind jene mit enormen Schulden. Kreditkarten. Konsumkredite für Waschmaschine, Fernseher, Sofa. Das Auto ist finanziert. Sogar der Urlaub trieb das Girokonto zusätzlich ins Minus. Wenn Du zu hohe Schulden hast, hab ich einen guten Rat für Dich. Ebenso, wenn Du zu wenig sparst. Ich würde sagen, etwas ändern zu wollen an der Situation ist eine kritische Voraussetzung, um voran zu kommen. Der Wille ist die halbe Miete.

Dann gibt es jene, die wollen etwas verändern, aber stecken fest. Stelle Dir diesen Deutschen vor:

„Ich suche jetzt seit über drei Monaten nach einem neuen Job und lass mich dir sagen, es ist solch ein erdrückendes Erlebnis, wenn du denkst, dass du diesen Leuten so viel zu bieten hast und sie dich immer wieder abweisen.“

Das kann von unserem Blogleser Ralf ein Kommentar sein. Solche Dinge passieren. Das gibt es selbst in einem guten Jobmarkt. Manchmal steckt der Wurm drin. Du kommst einfach nicht weiter. Ja, das gibt es.

Aber beschäftigen wir uns nicht zu lange mit dem Pessimismus. Wenden wir uns dem Optimismus zu. Es ist ein Segen, wenn Du frei bist. Du stehst auf, genießt den Kaffee. Kein Wecker wirft Dich aus dem Bett. Alles, was Du tust, basiert auf der Freiheit!

Es ist traurig, dass es Leute gibt, die zu glauben scheinen, dass es keine Hoffnung für sie gibt (wie Ralf). Die Freiheit ist zu 100 Prozent möglich. Aber Du musst bereit sein, dafür etwas zu opfern. Es gibt sogar Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen, die es schaffen. Diese „normalen Familien“ können das bestätigen „Wir waren immer eine Ein-Verdiener-Familie und wir leben nicht in einer Hütte in den Wäldern und wir waren in der Lage, es zu tun.“ Zu glauben, dass es möglich ist, ist der größte Teil der Schlacht. Du musst anders als die Masse leben können. Du musst ein Sonderling sein. Sonst geht es nicht.

Dem ganzen Konsum-Wahnsinnigen kann ich nur sagen: Lass Dich nicht von dem verleiten, was die anderen sagen, was Du alles haben musst. Ich brauche das iPhone X nicht. Nicht jetzt. Ich kann warten mit meinem alten Handy. Budgetiere. Lebe. Genieße das Leben mit Weniger.

Du musst abkommen vom Wunsch wie die anderen zu konsumieren. Die „Ich will, ich bekomme“-Mentalität macht nicht zufrieden. Baue ein Aktiendepot auf. Sei schuldfrei. Leb und liebe das Leben ohne die Clownsachen! Hab einen Notfallgroschen.

Irgendwann kommen unerwartet Rechnungen. Ich musste schon öfter in mein Notfall-Konto eintauchen, um unerwartete Rechnungen zu bezahlen. Es gibt keinen Grund, warum mich eine schwere Situation zusätzlich emotional verprügelt hat (nur weil kein Not-Geld da war). Dafür ist der Notfall-Fonds bestimmt. Zumindest nehme ich diese Notfall-Ausgaben nicht aus meinem Girokonto. Die Überziehungszinsen wären mir zu hoch. Zu nervig! Zu teuer!

Das ist der Grund, warum ich Schulden begleiche, so schnell wie möglich. Ich legte immer von meinem Gehalt ein paar Monate für den Notfall weg. Eigentlich reichen für die meisten 3.000 bis 4.000 Euro als Notgroschen.

Hypotheken für Wohneigentum kannst Du aufnehmen. Du musst aber vorher eifrig sparen, um das Fundament legen zu können. Mindestens 20 Prozent Eigenkapital empfehle ich. Lieber eine Wohnung/Haus eine Nummer kleiner wählen. Genieße es, unter Deinen Möglichkeiten zu leben, aber trotzdem zu reisen und gut zu kochen. Es ist möglich, aber Du musst auf die sofortige Befriedigung von Wünschen verzichten. Du musst Opfer bringen, die viele nicht bringen wollen.

Lass mich sagen, dass alles in Ordnung mit diesem einfachen Leben ist. Mit der Genügsamkeit. Mit dieser Einstellung meistere ich negative Events: Bodenständig, einfach, locker. Ich hoffe, mein Blog wird einigen helfen.

Angenommen Du bist 35. Krebs wird bei Dir diagnostiziert. Du verbringst die nächsten zwei Jahre in Krankenhäusern, hast mehrere Operationen, viele Komplikationen. Ärzte und Chirurgen sind damit beschäftigt, Dich irgendwie zu reparieren. Du liegst im Krankenhausbett, wirst durch Schläuche gefüttert. Einfach eine sonderbare gruselige Sache passiert Dir. Es ist die Hölle. Magst Du dann Deiner Familie mit Deinem Leid auch noch finanzielle Probleme hinterlassen. Ihr habt Schulden aufgetürmt ohne Ende. Du bist im Krankenhaus. Die gesamte Familie leidet. Sie sind aber auch mit Finanzproblemen beschäftigt.

Kannst Du nicht verstehen, warum es sinnvoll ist seine Finanzen in Ordnung zu bringen? Ich kann mich allein schon aus diesem Grund mit finanziell unabhängigen Menschen identifizieren. Ich weiß, manche werden vielleicht nervös sein, dass sie nie das Leben haben werden, für das sie so hart gearbeitet haben, weil sie gestorben sind, bevor sie ihr Ziel erreicht haben. Aber ihrer Familie haben sie keine Schuldenberge hinterlassen.

Was ist so schlimm daran, seine finanzielle Zukunft aktiv zu gestalten? Die Gefahr, früh zu sterben, ist eh gering. Die Wahrscheinlichkeit, sehr alt zu werden, ist zigfach größer. Ich hatte immer das Gefühl, ein gutes Leben zu führen, obwohl ich einen guten Teil meines Geldes gespart habe. Die Zeit in den WGs in New York war wunderschön. In der Tat war ich erleichtert, dass ich so günstig in New York leben konnte. Sonst hätten mich die hohen Ausgaben zurück nach Deutschland vertrieben. Du musst immer aufpassen. Sonst ist Dein Geld verprasst.

Zu wissen, dass Du ein anständiges Depot hast, das Dein Gatte/Gattin übernehmen kann im schlimmsten Fall (Krankheit/Tod), ist eine Erleichterung. Zu wissen, dass Du Dich wenigstens finanziell um Deine Familie kümmerst, ist eine Errungenschaft. Das nimmt Dir im Horrorfall ein riesiges Gewicht von Deiner Schulter.

Ich mag an meiner Vergangenheit nichts ändern, obwohl ich weiss, dass ich größere Urlaube, schönere Autos und eine größere Wohnung hätte haben können. Ich bin sehr zufrieden mit dem Leben. Ich habe wirklich keine einzige Reue, dass ich so viel von meinem Einkommen gespart habe.

Ich möchte Dich eigentlich nicht schockieren mit einem theoretischen Krebs-Fall. Aber es ist in der Theorie doch gedanklich hilfreich, so etwas durchzuspielen.

Ich bin mir sicher, dass einige von Euch auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit die Möglichkeit in Betracht ziehen, nicht zu überleben, bevor sie Ihr Ziel erreicht haben. Ich höre immer diesen Spruch im Blog:

„Was passiert, wenn du jung stirbst? Was passiert, wenn Du Dein Depot, für das Du so hart gearbeitet hast, nicht genießen kannst?“

Aber denke nur an einen schlimmen Krankheitsfall und Deine Familie.

Du hast eine kleine Wohnung, eine wundervolle Familie, Kinder, einen kleinen Hund. Ein Aquarium. Du machst schöne Urlaube mit der Familie und Freunden. Das Leben ist immer noch sehr gut, selbst wenn Du bescheiden lebst. Achte nur darauf, dass Du auf Deiner Reise in die Freiheit noch ein gutes Leben führst, und ich versichere dir, dass du nichts bereuen wirst.

Ein Trick für Menschen, die gerne ein Eigenheim besitzen möchten, ist AirBnB. So kannst Du ein Zimmer eventuell vermieten. Vor allem wenn Du in einer Großstadt wohnst und es von der Hausgemeinschaft/Stadt erlaubt ist. Der typische Gastgeber verdient mit der Untervermietung 1.500 Euro im Jahr. Womöglich kannst Du mehr damit verdienen.

Angenommen, Du hast ein kleines Segelboot, dann kannst Du das auch vermieten. Du kannst mit etwas Geschäftstüchtigkeit Deine Wohnungen/Häuser/Boote/Garagen Cash-Flow-positiv machen. Vor allem wenn Dein Standort gut dafür geeignet ist.

Manch einer hat eine Hauptstadtwohnung plus ein Apartment am Strand. Gäste buchen gute Lagen zwölf Monate im Voraus, um dort Urlaub zu machen.

Bist Du viel auf Reisen, kannst Du Deinen Hauptwohnsitz auch vermieten. Vielleicht hast Du ein Gästezimmer. Natürlich darf es Dir nichts ausmachen Gäste zu haben. Selbst die Chefs von Airbnb vermieten ihre Wohnungen.

Wenn der Miet- und Aktienmarkt zusammenbrechen, musst Du für Deine Immobilie keine Steuern, Versicherungen, Stromrechnungen und Renovierungen bezahlen, weil das Deine Gäste indirekt für Dich tun.

Du kannst Deine Finanzen aktiv designen. Aber die Mehrheit macht das nicht. Die Mehrheit geht gerne Shoppen. Viele haben einen negatives Netto-Vermögen. Sie werfen ihr Einkommen weg. Sie haben kein Geld auf der Bank.

Ich möchte Euch allen für die netten Kommentare, Geschichten, Inspirationen danken! Ihr versüßt meinen Tag mit Euren Leserbriefen und Kommentaren.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Genieß Dein Leben. Leb bodenständig. Plan Deine Finanzen. Dann kannst Du früher dem Chef Ade sagen

  1. V

    Noch drei Jahre, dann werde ich bei aktuell locker ausreichendem FF Vermögen wahrscheinlich auch reduzieren – auf 60% in der Arbeit und zudem radikal im Nebenjob „Biotechinvesting“…. trotz gutem Job, netten Kollegen und Erfolg an der Börse fliegt mir die Zeit doch zu sehr davon; ich merke wie ich irgendwie „immer müder“ in der aktuellen Situation (man könnte es „Trott“ nennen) werde, obwohl eigentlich alles passt… und man wird nicht jünger..

  2. Michael

    Hallo Tim,

    das mit dem Notgroschen kann ich nur bestätigen. Vor 2 Wochen hatte ich einen Schaden an meinem Auto; musste gleich repariert werden und schon waren 250 Euro weg. Mir hat das in finanzieller Hinsicht keinen Stress verursacht, da ich ein paar Monatsgehälter als „Notgroschen“ habe.

    Übrigens wieder ein schöner Artikel von Dir.

    Wünsche einen schönen Abend

    Michael

     

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ V

    Die paar Jahre kriegst Du easy rum. Ich drück Dir die Daumen.

    @ Michael

    Viele Menschen haben nicht mal 250 Euro übrig im Konto. Sehr gut, wie Du das machst. So kannst Du schlafen wie ein Baby.

  4. Neuling

    Zurzeit versuche ich an meiner Einkommensseite zu drehen, durch einen Jobwechsel. Ich verdien 44k im Jahr, aber das Geld ist mir nicht mehr genug für den Job, den ich mache. Mir fehlt die (finanzielle) Wertschätzung vom Arbeitgeber und von den Kollegen und ich werde mich ab sofort etwas umschauen und bewerben. Auch hier versuche ich das höchstmögliche für mich rauszuholen. Ich weiß, dass jemand mit meinem Profil auch 50-55k verdienen kann. Und wenn ich Glück habe und in einen IG-Metall-Betrieb komme, dann sind die 60k auch kein Hindernis mehr.

  5. Daniel

    Hast Du Dich jemals gefragt, warum Deine Kollegen in leitender Position arbeiten? Machen sie es, weil sie es müssen? Sie haben enorme Schulden, Kinder, teure Autos, Urlaube etc. und keine Ersparnisse? Vermutlich. Das gibt es. Was ist so toll daran in einer führende Position zu sein, aber kein Geld zu haben? Ich mahne zur Vorsicht.

    Chef zu werden ist in vielen Unternehmen schon etwas besonderes und es ist ein besonderer Menschenschlag der Chef wird. Es sind die ehrgeizigen Menschen die auch gerne mal viel arbeiten. Ich sehe darin nichts Negatives, erst wenn Familie und Freunde dafür ungefragt nach hinten verschoben werden in der Prioritätenliste. Ich habe in meiner Firma 4 Abteilungsleiter (Chef, wenn man so will) die nächstes Jahr in Rente gehen. Allen fällt es schwer, weil sie ihre Arbeit gerne machen. Sie mögen die Jobroutine, die Tagesplanung, sie mögen auch die Verantwortung und das Gefühl irgendwie wichtig zu sein. Sehr angenehme Eigenschaften wie ich finde. Mein direkter Chef geht diesen Sommer, ich werde ihn vermissen. Immer sehr entspannt, er arbeitet jetzt schon länger als er eigentlich müsste um den neuen einzuarbeiten.

    Ein Trick, um es früh mit einem fetten Depot in die Rente zu schaffen: Du verdienst mehr Geld mit dem Job. Selbst wenn Du die Arbeit hasst, machst Du es. Du machst es im Endeffekt für das Geld. Für das viele Geld. Deine Freunde genießen ihre Arbeit. Sie haben großartige Jobs. Aber sie verdienen weniger. Deine Freunde machen lange die Jobs, die sie lieben, aber dafür werden sie lausig bezahlt. Du bist, wenn Du in den sauren Apfel beisst (bei dem blöden Job) schnell frei. Du bist anschließend viel glücklicher, als es Deine Freunde sind. Bist Du frei, müssen Deine Freunde noch 20 bis 25 Jahre weiter arbeiten, um finanziell aufzuholen.

    Ich sehe das zwiespältig, zwar ist man damit auf der Überholspur, aber wer schnell fährt, kommt auch schneller aus der Bahn. Selbst 5 Jahre in einem Job zu arbeiten in dem man nicht arbeiten will kann den Körper auszehren. Das muss ein guter Mittelweg sein. Die wenigsten werden den absoluten Traumjob haben, aber nur die Kohle, egal wie, sollte nicht das Ziel sein. Hätte ich die direkte Wahl… 10.000€ im Jahr brutto weniger aber cooles Betriebsklima und guter Chef oder 10.000€ mehr und ein Motzkopf mit Ego-Typen-Büro…ich wüsste welche Wahl ich treffen würde.

  6. freaky finance

    Hi Tim,

    cool, dass du sharing/Untervermietung ansprichst! Das ist eine meiner zahlreichen Einkommensquellen 🙂

    Ich habe 2002 in Frankreich angefangen Zimmer in einem größeren Haus an Kollegen, die wochenweise am Stndort zu tun hatten, unterzuvermieten. Für die war es billiger als ein Hotel und so hatten alle mehr Spaß, als wenn man alleine im Hotel sitzt. Es war sehr lukrativ und hat nicht nur wegen das Geldes viel Spaß gemacht. Seit 2011 nutze ich auch Airbnb und ähnliche Plattformen. Sowohl als Gastgeber (in Frankreich und Deutschland; Großstädte), als auch als Gast in aller Welt. Meine Erfahrungen sind fast ausschließlich gut.
    Die meisten Menschen haben irgendwie ein Problem damit, fremde Leute in die eigenen vier Wände zu lassen. Wenn diese Hürde genommen ist kann man aber wirklich umfangreich profitieren.

    Was mit Haus, Wohnung, Zimmer gut klappte läuft nun seit Jahren auch mit verschiedenen Autos. Mercedes E-Klasse, Renault Twingo oder Citroen Jumper (Kastenwagen/Transporter). Man kann quasi jedes Auto auch privat vermieten. Auch hier helfen entsprechende Plattformen im Internet. Ein Auto steht im Schnitt 23 von 24 Stunden am Tag nutzlos rum. Da kann man auch Geld mit verdienen.

    Ich mag die Sharing Economy – als Anbieter und als Nutzer!

     

    Beste Grüße

    Vincent

  7. Ex-Studentin

    Hi Tim,

    ich möchte keinen Job machen, den ich hasse. Für 200k im Jahr wäre ich dafür vielleicht bereit, aber für 10k mehr würde ich (wie Daniel) mir den Stress nicht antun. Stress ist leider in vielen Berufen allgegenwärtig. Ich weiß gerade selbst noch nicht, wo es bei mir die nächsten Jahre beruflich hingeht.

    Liebe Grüße

    Jenny

  8. Sandra

    Hallo Tim,

    seit ich Deinen Blog und auch andere (Dank auch an Jenny) zu dem Thema lese, spare ich mehr. Ich gehe bewusster mit meinen Sachen, Zielen und Wünschen um. Seit ich einen Notfallgroschen habe, denke ich bewusster darüber nach, was ich wirklich benötige. Mein Motto: im Heute gut leben und im Morgen auch, gilt nach wie vor.  Zum Thema Börse: da hast Du vollkommen recht, die derzeitigen Schwankungen sind gar nichts – da wird es noch ganz andere Tiefkurse geben. Ich investiere weiter stur meine geplanten Raten und wenn dann irgendwann alles tiefrot ist, hoffe ich, den Mut zu haben und das darüber hinaus angesparte Geld auch zu investieren.

    Dir und allen anderen einen schönen Tag.

    lg Sandra

  9. Fabian S.

    Hallo Tim,

    ich habe in meinem Depot auch knapp 200.000€, bei der gegenwärtigen Korrektur eher ca. 170.000€.  Ich überlege aber auch, weil es Normale-Aktien sind, hauptsächlich aus dem Euro-Raum, wenn sie bei nächster Gelegenheit wieder gut stehen wie z.b. vor einigen Wochen (Dax bei 13.500) und eher Richtung 200.000€ gehen komplett zu verkaufen.

    Denn auch Max Otte, der von Dir auch hoch geschätzt wird und bei weiten kein Pessimist und Miesmacher ist, geht davon aus, dass spätestens in den nächsten 2 Jahren, das genaue Datum kennt keiner, ein Crash kommt.

    Einfach weil in den USA die Zinsen steigen werden oder wie ein Markus Krall, der sagt, dass ein Draghi Crash durch die falsche Geldsystem-Politik kommen muss.

    Und ich würde dann gern meine gesamten Ersparnisse (Depot:ca. 200.000€), die kein Einkommen, sondern nur Vermögen darstellen verkaufen und in reine Warren Buffett-Aktien (die größten Positionen) stecken und dann für die Ewigkeit halten.

     

    Bitte gib mir Deine Einschätzung, lieber Tim!

  10. Raphael

    Max Otte ist eine der größten Selbstdarsteller und Witzfiguren, der nur seine Fonds verkaufen will. Ihr müsst nur mal sein „Streitgespräch“ mit Kommer auf Youtube anschauen,  dann seht ihr wie wenig Ahnung der hat. Auf den würde ich nichts geben.
    Klar wird in Zukunft wieder Kapital aus dem Aktienmarkt abgezogen werden, wenn die Zinsen steigen.
    Eine Konsequenz hat dies für buy and hold Anleger nicht. Market Timing funktioniert nicht.

  11. Querdenker

    Das Schlimmste an Typen wie Otte ist, das sie einen beeinflussen. Gewollt oder ungewollt, sobald man sich mit denen beschäftigt. Und dann macht man Fehler.

  12. Frank

    Bin voll der Meinung von Ex Studentin,

    für Mega Kohle würde ich einen ungeliebten Job machen, dann muss die FF aber nach 5 Jahren erreicht sein, ansonsten erlebt man seine FF wahrscheinlich gar nicht, ich habe hunderte Fälle erlebt wo der Krebs, der Schlaganfall das Leben total umgekrempelt hat, fast alle sagen dir dass es auf andere Dinge ankommt als Kohle, bleib gesund und genieße den Augenblick ist dann der häufigste Rat.

    Klar ist FF und viel Kohle sehr angenehm und beruhigend, aber nicht auf Kosten einer längerfristigen unschönen Lebenszeit, dafür ist das Leben zu kurz.

    Davon abgesehen ist eine Arbeitswelt mit lauter Kurzfristpowerleuten mehr als unangenehm.

  13. Obama

    Hallo @all, hallo Tim

    vielen Dank für die vielen inspirierenden Beiträge hier.

    Ich persönlich finde es auch am wichtigsten, dass man das Leben jetzt genießt und nicht nur auf einen Zeitpunkt in der fernen Zukunft „hinarbeitet“, wo dann das eigentliche Leben beginnt. Ich habe in der eigenen Familie und im Bekanntenkreis oft genug mitbekommen müssen, dass das Leben diesen Plänen leider oft ein Strich durch die Rechnung macht.

    Jedoch spricht nichts dagegen dieses Leben im Jetzt bewusst, minimalistisch und sparsam zu bestreiten und – je nach seinen persönlichen Möglichkeiten – regelmäßig zu investieren. Das Sparen und Investieren darf jedoch nicht zum Mittelpunkt des Lebens werden.

    @Tim:

    „Ich möchte Euch allen für die netten Kommentare, Geschichten, Inspirationen danken! Ihr versüßt meinen Tag mit Euren Leserbriefen und Kommentaren.“

    Ich möchte mich für Deine motivierenden, informativen,…. Artikel bedanken. Du versüßt damit auch immer meinen Tag. Immer wenn ich einen neuen Artikel von Dir sehe, bin ich schon voller Vorfreude diesen zu lesen.

     

    Alles Liebe @all !

  14. Michael

    Max Otte finde ich jetzt nicht unbedingt komplett schlecht. Er fällt halt in den letzten Monaten vermehrt mit Crash Prognosen auf. Das ein Crash bald mal kommen wird ist uns ja allen klar, weil solange wie die Börsen in den letzten 9 Jahren gestiegen sind so wird es nicht weitergehen.

    Ich habe übrigens durch Max Otte angefangen in Dividenden Aktien zu investieren vor 4 Jahren nach dem ich sein Buch „INVESTIEREN STATT SPAREN“ gelesen hatte. Seit damals bin ich voll dabei mir Aktien / ETF’s zu kaufen.

  15. Raphael

    Für mich ist das Erreichen der FF nicht wirklich lukrativ. Ich müsste ca 1.5 Mio Depotvolumen erreichen, was für mich alleine mit meinem Arztgehalt sogar irgendwann  erreichbar wäre. Dann ist meine Freundin aber noch nicht finanziell frei und die geplanten Kinder sind noch nicht finanziert.

    Ich kenne so viele Menschen,  die mit 40 einen Herzinfarkt haben oder die Krebsdiagnose bekommen.

    Ich lebe lieber stärker im hier und jetzt, genieße die Zeit, mache schöne Urlaube, genieße ein paar teuere Hobbies die ich nicht missen möchte (z.b. Kitesurfen).

    Mein Depot wächst dafür zwar etwas  langsamer, aber ich habe mehr vom Leben.

    Wenn ich minimalistisch ohne Arbeit leben wollte, könnte ich das jederzeit mit Hartz IV machen.

  16. Ich

    @Raphael

    Da der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre zurzeit (vom Menschen verursacht?) abnimmt, sollte man tatsächlich nicht zu langfristig planen, und einfach mal das hier und jetzt genießen, da stimm ich dir zu.

  17. Querdenker

    @Michael

    Ok zugegeben, wenn ein Fondsmanager den Stein ins Rollen bringt, dann war es gut.

    Aber wenn man Berichte über Crash usw. hört, oder spezielle Werte wegen Empfehlungen zum falschen Zeitpunkt kauft, andere aus Angst nicht kauft, dann hat man verloren.

    Auch ein Otte weiss nicht wann und wie heftig der Crash wird. Auf den Crash warten ist doch nichts anderes als Spekulieren und zu glauben man sei besser als der Markt. Investiert man heute nicht stetig, häuft sich das Geld an und man investiert dann später doch. – Und genau dann kommt der Crash.

    Grundsätzliches Problem ist doch, das solche Manager in erster Linie Verkäufer sind. Verkäufer sind immer schlechte Berater. Ob es der Verkäufer im Media Markt ist, der natürlich den teuersten Fernseher verkaufen will oder der Bankangestellte mit seinen Riesterverträgen. Wenn ich hier im Blog lese, sehe ich keine Verkäufer, sondern Leute mit ähnlichen Zielen. Manche länger dabei, manche besonders erfolgreich. Aber keiner verkauft mir hier sein Produkt. Das Einzige was man mit nimmt ist Gelassenheit und die Erkenntnis, das man den Markt kaum schlagen kann. Und ich würde sagen diese Erkenntnis ist Gold wert.

  18. Albr

     

    @Ralph

    Max Otte ist eine der größten Selbstdarsteller und Witzfiguren, der nur seine Fonds verkaufen will. Ihr müsst nur mal sein „Streitgespräch“ mit Kommer auf Youtube anschauen,  dann seht ihr wie wenig Ahnung der hat. Auf den würde ich nichts geben.
    Klar wird in Zukunft wieder Kapital aus dem Aktienmarkt abgezogen werden, wenn die Zinsen steigen.
    Eine Konsequenz hat dies für buy and hold Anleger nicht. Market Timing funktioniert nicht.

     

    Herr Müller (Mr. DAX ;)) ist fast noch schlimmer… man hört gar nix mehr von seinem Fonds; bei beiden gilt sehr oft, mache genau das Gegenteil !!

     

    Tim hat sehr recht mit seiner Anmerkung, dass diejenigen, die FF sind, oftmals dennoch nicht FF leben! Das ist bei mir (leider) auch so, bei mir vermutlich aus Bequemlichkeit… in der Firma wird einem viel an alltäglicher Arbeit abgenommen, wie z.B. um ein Auto kümmern (Dienstwagen), EDV (Computer, iPad, iPhone etc. wird zur Verfügung gestellt…), Verpflegung (sehr gute Kantine), Sport (wir haben ein entsprechendes Sportangebot),  ordentliche soziale Kontakte, Kindergarten/Kinderbetreuung (meine Kinder sind allerdings schon ausser Haus) und vieles mehr… dafür muss man sehr viel arbeiten, was mir persönlich spass macht und eine (geistige) Herausforderung ist

     

    ich muss sagen, die FF ist derzeit für mich eine zwiespältige Geschichte… aber ich beschäftige mich immer mehr damit…

     

     

  19. Der Depotstudent

    Hallo Tim,

    ist es denn wirklich das Ziel, mit 50 Jahren finanziell frei zu sein und dafür 30 Jahre lang in einem Beruf zu arbeiten, den man nicht leiden kann? Da arbeite ich doch lieber bis 67 und gehe dafür gerne zur Arbeit, wo Menschen sind, mit denen ich gut auskomme und wo das Arbeiten Freude bereitet.

    Dieses Ziel, früh finanziell frei zu sein ist ein schöner Gedanke. Viele benutzen ihn allerdings nur, um rechtfertigen zu können, warum sie nichts an ihrem Leben ändern. Hoffnungen und Wünsche helfen dem Menschen einfach, Durststrecken zu überwinden. Viele missbrauchen diesen Gedanken, um nichts ändern zu müssen.

    Glaubst Du wirklich, dass der Großteil der Menschen dann beim Ausstieg aus dem Beruf glücklich ist? Wie Du sagst: Wenn man tatsächlich konkrete Pläne hat, kann das bestimmt gut funktionieren. Aber die meisten werden nicht einmal den Mut aufbringen, wirklich zu kündigen, wenn sie es könnten. Vielleich wollen sie es bis dahin auch gar nicht mehr, was ja dann auch nicht schlimm ist 😉

    Ich strebe allerdings weniger an, baldmöglichst finanziell frei zu sein, sondern mehr, dass mich mein Beruf erfüllt. Als Nebenziel ist die finanzielle Freiheit aber sehr nützlich, wie ich finde.

    Schöner Artikel!

     
    Den ersten Kommentar bitte löschen, war unabsichtlich!
     
    Viele Grüße vom Depotstudent 🙂

  20. Fabian S.

    Also Leute: @ Raphael, @ Querdenker, @Albr,

    bei allem Respekt. Ich finde, dass Ihr ziemlich aggressiv mit Euren Aussagen in Bezug auf Max Otte seid. So bin ich eher privat bei Bankangestellten und Versicherungsvertretern drauf!!! 😉

     

    Na klar, verkauft er auch eigene Fonds, aber ich kann an seinen Aussagen nie erkennen, dass er diese jedem „aufschwatzen“ will.

    Man muss sie doch nicht kaufen. Aber ich finde schon, dass Max Otte  viel Ahnung und einen guten Weitblick hat.

    Er betont ja auch immer, dass er kein Prophet sei! Um zu wissen, dass die Börsen irgendwann bald krachen müssen nach fast 10 Jahren Aufstieg und dieser ungewöhnlichen Zinspolitik finde ich nicht unseriös.

    Außerdem dürft Ihr auch nicht vergessen, dass Max Otte ein Value Investor ist und kein Trader oder so….

    seitdem ich u.a. auch durch ihn an die Börse gekommen bin und und seine Bücher gelesen habe läuft es bei mir sehr gut mit Value Investing.

     

    Selbst Warren Buffett verkauft, wenn „andere gierig sind“ und kauft, wenn „andere ängstlich“ sind!!!!

     

    Also wo ist das Problem und was soll diese Aggressivität?! Wir wollen uns doch hier allle gegenseitig helfen und unterstützen mit Tims Ratschlägen oder nicht?!

  21. Raphael

    Schau dir mal das Interview zusammen mit Kommer an. Otte ging es lediglich darum, darzustellen was für ein toller Hecht er ist und, dass man in seine Fonds investieren soll. Substanz kam da keine zum Vorschein.
    Sich verkaufen kann er zugegebenermaßen recht gut. Da stehen die Leute darauf. Persönlichkeiten wie Otte, Mr DAX etc, die ihnen erzählen,  was sie hören wollen. Und mit seiner Crash-Prognose ist er mit seinen Fonds jetzt wieder überall im Gespräch. Eine Crash-Prognose disqualifiziert ihn jetzt komplett.

    Ps. Warren Buffet ist ein buy and hold Investor.

  22. Fabian S.

    Ja Raphael,

    ich möchte mich auch hier nicht streiten mit Dir. Ich habe nur um eine Einschätzung gebeten, was ich mit meinen Aktien machen soll.

    Habe das Interview auch verfolgt und ich finde es nicht so schlimm. Ja Kommer ist passiver  und verfolgt „Buy and Hold“ und Otte ist eher aktiver.

    Aber als Warren Buffett noch nicht so groß war wie heute, hat er auch aktiver ge- und verkauft wie Graham übrigens auch.

    Es ist doch beides Value Investing. Das sind doch nur unterschiedliche Feinheiten.

    Nur ich möchte eben meine „Normalo-Aktien“ verkaufen und dann „Buffett-Aktien“ bei einem Crash kaufen, die ich dann wirklich „ewig“ halten werde wie Tim das generell schon macht.

     

     

     

     

  23. Michael

    @All: Ja am Ende sind Otte, Dirk Müller und co. alle nur „Verkäufer“ die uns zusätzlich zur Finanzbildung, diese beide ja auch vermitteln durch Ihre Bücher, Ihre Fonds verkaufen wollen. Die sind halt nur in den Medien öfters zu sehen/hören als andere.

    Generell darf man sich durch das ganze mediale Auftreten von diversen „Finanzexperten“ nicht beirren lassen, sondern man sollte stur und über Jahre hinweg stetig jeden Monat in Aktien/ETF’s investieren. Damit kann man nichts falsch machen und das Vermögen wächst beständig. Sollte es doch mal zu einem Crash kommen, dann sollte man das eine oder andere Unternehmen dann günstig ins Depot holen.

    Langfristig steigen ja die Börsen:

    https://stefansboersenblog.com/2018/03/09/fotoalbum-fuer-baerenmaerkte/

    Viele Grüße

    Michael

  24. Ex-Studentin

    Huhu Sandra,

    freut mich, dass dich die Motivation gepackt hat! Wenn man erst mal seine Finanzen optimiert hat, läuft das mit der Sparrate ohne große Anstrengung. Man sollte sich aber immer genug Puffer jeden Monat lassen. Ich habe Kollegen, denen man manchmal Geld leihen muss bei ungeplanten Ausgaben. Die lassen alles fest in Bausparverträge, Fonds und Co. laufen, dass die an ihr eigenes Geld nicht mehr rankommen. Dann lieber mehrere 1000 € auf einem schnell verfügbarem Tagesgeldkonto horten.

    @Frank

    Ja, gruselig, wie schnell Menschen krank werden oder sterben. Menschen haben vielleicht eine höhrere Lebenswahrscheinlichkeit, aber dafür mit vielen gesundheitlichen Beschwerden. Kenne zumindest keinen, der mit 50 kerngesund ist. Bandscheibenvorfälle, Bluthochdruck, Burnout, schlechte Zähne, Depressionen, Darmprobleme.. alles dabei.

  25. Anna

    Prof. Max Otte (so viel Zeit muss sein) ist ein Experte auf seinem Gebiet. Sein Crash-Buch hat ihn vor 10 Jahren sehr bekannt gemacht. Seinen Aktienfonds hat er erst später aufgelegt. Er verdient sein Geld durch seine Bücher, Börsenbriefe und eine Professur in den USA. Wer seine Bücher und seine Börsenbriefe nicht mag. O.k. Aber dererlei Kritik („toller Hecht“) ist doch unterhalb der Gürtellinie.

    Im übrigen wird er im deutschen Fernsehen boykottiert weil er sich als AfD-Wähler bei der letzten deutschen Bundestagswahl geoutet hat.

    Auch Dirk Müller ist sehr kritisch und ich denke dass er sehr viel Ahnung von der Materie hat über die er sich äußert. Auch er ist inzwischen sehr selten im deutschen Fernsehen zu sehen. Warum wohl? Er nennt eben auch sehr gerne die Kinder beim Namen. Das gefällt nicht jedem.

    Aber genau solche Menschen sind wichtig. Lemminge gibt es ja schon genug.

     

  26. Raphael

    Professor der Hochschule Worms, ja. Keine Universitätsproffesur. Aber einen Prof. vor dem Namen wirkt für einen Laien natürlich sehr seriös. Er ist selbst bei seinen Fachkollegen sehr umstritten. Er macht regelmäßige Crash-Prognosen, was dazu führt, dass man zwangsläufig irgendwann richtig liegt.

     

    Dirk Müller setzt da nochmal einen drauf. Er hat macht andauernd Crashprognosen. Hat er doch 2009, als der Bullenmarkt begonnen hat in seinem Buch noch lauthals vor Aktien gewarnt . Er lebt rein von der Selbstvermarktung. Man muss sich nur mal seinen Youtube-Channel ansehen. Er hat quasi schon eine Art Sekte gegründet und verbreitet seine Verschwörungstheorien. Aus den öffentlichen Medien ist er deshalb verbannt worden und wegen seiner Nähe zur Montagsdemo-Querfront und Verschwörungstheoretiker wie Ken Jebsen. Dafür darf er ja jetzt auf Russia Today seine Verschwörungstheorien verbreiten 😉

  27. Anna

    @Raphael

    Prof. Max Otte und Dirk Müller warnen vor keinem Crash. Sie sagen nur, dass er kommen wird. Und das ist wohl unstrittig. Und beide wissen nicht, wann er kommt. Nach knapp 9 Jahren Bullenparty wird es auch mal Zeit. Da braucht man kein Prophet zu sein.

    Und spätestens dann trennt sich auch hier in diesem Blog die Spreu vom Weizen.

    Zu behaupten Dirk Müller mache andauernd Crashprognosen ist schon starker Tobak. In seinem Buch „Crashkurs“ hat er auch nicht lauthals vor Aktien gewarnt. Anscheinend hast Du eine andere Ausgabe des Buches gelesen als ich. Und Sektengründer: An Deiner Stelle wäre ich vorsichtig mit solchen Äußerungen.

     

  28. Raphael

    In der 2009 erschienenen Auflage seines Buches Crashkurs rät Müller z.B. auf S. 140: »Aktien und Aktienfonds gehören in diesen unsicheren Zeiten schlicht nicht ins Depot.« In den 12 Monaten ab Mitte Juli 2009 legte der Dax 23% zu, in den 24 Monaten danach 52%.

  29. Anna

    Das Buch wurde 2008 geschrieben. Auf Seite 143 steht:

    „Zusammengefasst: Die Risiken stehen im Herbst 2008 in keinem vernünftigen Verhältnis zur Chance und zur Realität. Also Finger weg von Aktien, bevor sich die Situation nicht grundlegend geklärt hat.“

    Im März 2009 war die Situation geklärt. Sehr viel tiefer konnte es nicht mehr gehen. Und wer zu diesem Zeitpunkt eingestiegen ist hat alles richtig gemacht.

    Ich bin im Dezember 2008 eingestiegen und trotzdem sehr gut im plus.

  30. Claus

    Hallo Leute,

    es macht doch keinen Sinn, sich über sogenannte „Börsenpropheten“ zu streiten.

    Ein wenig Ahnung von der Materie haben gewiss alle.

    Manche werden gemocht (weil sie „seriös“ erscheinen und vernutlich die eigene Meinung stärken), andere gehasst, weil sie selbstdarstellerisch oder gar arrogant daher kommen (und nicht die eigene Meinung stärken oder sogar durch ihre Prognosen gewisse Ängste und Zweifel schüren).

    Wer an der Börse bestehen will, braucht eine eigene Meinung.

    Auf Empfehlungen von „Experten“ zu hören oder nicht darauf zu hören und unsicher oder gar ängstlich zu werden, macht keinerlei Sinn und führt nicht zum gewünschten Erfolg. Meist verkaufen solche „Gurus“ völlig überteuerte Börsenbriefe. Ich wette, das könnten wir auch und unsere Empfehlungen wären keinesfalls schlechter…

    Ich höre mir deren Meinungen gerne an, treffe aber meine eigenen Entscheidungen. Es macht mir auch keine Angst, wenn jemand (am laufenden Band) Crashs oder den Weltuntergang prophezeit. Stattdessen sollte man sich viel mehr mit der Börsenpsychologie beschäftigen. Warum fallen Kurse plötzlich und so stark? Oder umgekehrt: Warum steigt eine Aktie um 5%, nachdem miserable Zahlen veröffentlicht wurden?

    Fakt ist: Aktienkurse kommen ausschließlich durch Angebot und Nachfrage zustande. Deshalb werden auch stets nur wenige ihre hohen Papiergewinne realisieren. Die Masse verliert. Würden morgen alle „den Verkaufsknopf“ drücken, käme mangels Käufer kein Handel zustande. Jedem Verkauf steht immer ein Kauf gegenüber, ansonsten gäbe es keinen Handel. Es muss also immer 2 Kontrahenten mit gegensetzlichen Meinungen geben. Der eine will verkaufen, der andere kaufen. Die Gründe spielen keine Rolle. Ohne 2 verschiedene Meinungen käme nie ein Handel zustande, wir könnten niemals Gewinne realisieren.

    Kommt es zu einer Situation, in der es überwiegend nur eine Meinung gibt, kommt kaum noch ein Handel zustande. Hier gibt es extreme Kursausschläge (Crash oder seltener Kaufpanik mangels Verkäufern!).

    Stellt Euch mal vor in einer großen Zeitung („BLÖD“…) würde am Sonntag auf Seite 1 stehen: „TODSICHER: Börsencrash am Montag“ Experten an der Uni XY haben herausgefunden, dass….“

    Was würde wohl zur Börseneröffnung montags passieren? Die Presse würde von Panik sprechen, die Kurse extrem fallen. Der Grund: Die Masse hat sich verängstigen lassen und erteilt tonnenweise Verkaufsorders. Da kaum Käufer im Markt sind, ergeben sich nun ungeahnte Schnäppchen. Nur Hartgesottene (wie hoffentlich hier) greifen jetzt zu. Die Kurse haben jetzt nichts mehr mit der geschäftlichen Situation zu tun sondern nur noch mit der Psychologie der Börsenteilnehmer…

    Selbst denken und nicht einfach auf Tipps von „Experten“ oder Freunden hören. Nur so wird man erfolgreich.

    LG

  31. Querdenker

    @ Fabian S.

    Man muss bei solchen Fondsmanagern aufpassen, denn es sind Verkäufer. Nur schlimmer, sobald man etwas von denen liest wird man auch indirekt beeinflusst. – Das kann durchaus zu falschen Entscheidungen führen, die, hätte man aus dem Bauch heraus entschieden, nicht getroffen hätte. Diese Verkäufer bringen zum Beispiel auch Anlage Tipps heraus. Ganz gefährlich meiner Ansicht nach. Ich finde nicht, das ich zu aggressiv war. Habe doch extra betont, wie viel besser diese Plattform hier ist um sich auszutauschen, als auf Verkäufer zu hören.

    Eigentlich kommt mir Dirk Müller bei seinen kurzen Börsenvideos oder der Ansicht zur politisch, wirtschaftlichen Lage vernünftig vor. Doch faktisch bin ich damit bereits beeinflusst. Er meint auch es käme der Crash, China wäre eine riesen Blase und gefährlich. Am Besten ich kaufe nächsten Monat Alibaba (ok nur ein Teil :D), dann mache ich das Gegenteil, vielleicht habe ich Glück.

  32. Thorsten Rohweder

    Die Börsengurus finden ihre Anhänger, sie leben von Sensationslust, Gier und Angst. Klar ist China saugefährlich und das Leben ist es auch, es endet meist tödlich . Dazwischen wollen wir gerne viel Spaß haben. Das mir keiner mit ‚Kommer/Mr.Dax/Buffet/Kostolany hat gesagt/bewiesen‘ kommt und man müsste dieses oder jenes unbedingt machen oder vermeiden, boooooaaaah. Für mich sind das nur weitere Variablen, die meinen Weg erheitern.

  33. Daniel

    Ich halte Otte an sich schon für einen ziemlich belesenen und gebildeten Menschen. Im Bereich seines Fonds bzw. der Aktienkultur kann ich ihn leider nicht ernst nehmen, sie auch den bereits im Vorfeld genannten Diskurs mit Gerd Kommer.

    Was ich allerdings bei Ihm äußerst angenehm finde sind die eher etwas philosophischen Aspekte und vor allem über die Entstehung und Ausweitung des Geldsystems hat der Mann einfach ziemlich viel Ahnung die er auch telegen herüberbringen kann. Schaut mal bei Youtube nach Videos über das Geldsystem, Entstehung von Geld usw (auch sehr schön der MISESDE Kanal).

    Das Problem bei Otte ist nur immer wieder, dass er zur Übertreibung neigt. Wenn nicht direkt, dann macht er es indirekt indem er den Menschen Angst macht. Angst lässt Menschen gut kontrollierbar machen, siehe auch Politik.

    Habe ich 3 Stunden Otte hinter mir, habe ich immer das Bedürfnis kurz danach ein Paar Krügerrands zu kaufen. Natürlich wird wieder ein Crash kommen, ich glaube auch gern dass er diesmal heftig wird, aber was wurde schon alles prophezeit, der Wohlstand stieg dennoch unweigerlich. Früher hatten die Leute 5 Aktien per Telefon gekauft und im Depot liegen gehabt, meist noch aus dem eigenen Land. Schaut man sich hier diesen Blog an sind die meisten wohl weltweit unterwegs. Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich dass sowohl die Schwellenländer als auch Industrienationen zeitgleich völlig absaufen. Irgendjemand profitiert immer vom Leid des Anderen.

  34. Michael D.Michael D.

    Danke Tim für deinen tollen Blog. Auch ich freue mich immer wieder wenn ich in der Arbeit sitze, auf deine Seite schaue und einen neuen Artikel finde. Dann hole ich mir meist einen Kaffe und lese den Artiken interessiert und mit allen Kommentaren, die auch meist sehr interessant sind. Danke dir und danke euch allen dafür!

    zu Max Otte:

    Man muss nur seinen Fonds anschauen, das sagt eigentlich alles:

    https://www.finanzen.net/fonds/max_otte_vermoegensbildungsfonds

    In 3 Jahren + 5 % – mehr muss man wohl nicht sagen… beim allgemeinen Börsenboom. Schaumschläger, der sich wichtig macht. Seine Aussagen sind so ziemlich alle „vernachlässigbar“ 😉

    Ich für meinen Teil möchte nicht auf Teufel komm raus die Karriere befeuern und alles dafür tun, Nebenjobs annehmen, Überstunden schieben, mich mit Ellbogentechnik „nachvor schieben“ um Kollegen zu „überholen“.

    Nein. Ich bin zufrieden mit meinem „Low-Budget-Job“. Das heißt, nein, ich bin eigentlich nicht zufrieden. Eigentlich würde ich gerne noch kürzer treten. Ich habe einen 2.400 Euro netto Job, mit dem ich seeeeehr gut auskomme. Manche hier halten dieses Gehalt vielleicht für mikrig – ja, die Welt ist es nicht – aber viele müssen mit sehr viel weniger klar kommen.

    Für mich ist viel wichtiger, dass ich auch JETZT schon viel Zeit mit meiner Familie und mit Freunden verbringe. Die Zeit gibt mir ja keiner mehr zurück, jetzt, wo ich noch halbwegs jung und gesund bin. Was hilft es mir wenn ich in den nächsten Jahren einen Nebenjob annehme, 20 Überstunden die Woche mache, nur, dass ein paar hundert Euro mehr hereinflattern.

    Ja, ich überlege sogar schon länger ein 2. Studium zu beginnen. Allerdings schreckt mich der Mehraufwand eben seit Beginn meiner dieser Gedanken davor zurück. Ich möchte nicht 3 Jahre oder mehr gar keine Zeit mehr haben.

    Dafür opfere ich das höhere Gehalt gerne. Ich verbringe lieber jetzt schon so viel Zeit wie möglich mit allen, die ich gern habe.

    Ich verstehe auch gar nicht, wenn Menschen schreiben, dass sie nicht wissen was sie mit ihrer Freizeit anfangen sollen. Ich weiß nicht… ich glaube zuletzt war mir langweilig als ich in die Schule ging. Für mich sind die Wochenenden vieeeeel zu kurz. Die Urlaube viiiiiel zu wenig und die gemeinsame Zeit mit meiner Freundin/Freunde/Familie unglaublich schnell vorbei.

    Wie gerne würde ich Wochen und Monate damit verbringen einfach all die Freizeitvorhaben unterzubringen – ganz ohne Arbeit. Für mich ist Arbeit nur Mittel zum Zweck – ich strebe die finanzielle Freiheit an und möchte bald kürzer treten.

    Nein, ich habe in den Augen vieler Poster hier nicht genügend Geld um kürzer zu treten 😉

    Allerdings glauben viele – meiner Ansicht nach – dass man viel zu viel Geld braucht um kürzer zu treten.

    Ich bin jetzt knapp an der 200.000 € Marke (Bargeld, Aktien, Gold). Ist natürlich nicht die Welt, aber schon ganz ok.

    Ich habe momentan eine Sparquote in den letzen 6 Jahren von 60-70 %. Mein Depot entwickelt sich gut. Der einzige Grund wieso ich noch weiter im Hamsterrad „schufte“ ist, dass ich auch für den kommenden möglichen Crash vorbereitet sein möchte. Habe eine sehr hohe Cashposition und monatlich kommt natürlich durch meine Sparquote da etwas drauf. Regelmäßig schichte ich auch auf mein Depot um. mein Aktieninvestmentanteil liegt so ca. immer bei 60%. Allerdings investiere ich zum Großteil eher in risikoreichere Veranlagungen und auch nur in Einzelaktien (ich habe mein Depot vor Kurzem hier auch veröffentlicht).

    Ich bin jetzt 33 Jahre und möchte schon jetzt abtreten. Ich möchte allerdings nicht in den kompletten Ruhestand und/oder auswandern. Mir gefällt es hier in Österreich sehr sehr gut und ich möchte auch weiter arbeiten. Allerding 20-30 Stunden und keinen Bürojob mehr. Ich wäre viel lieber in der freien Natur und möchte nicht 10 Stunden auf einem Bürosessel sitzen und in ein elektronisches Fenster, Tag ein Tag aus, schauen und in langweiligen Meetings sitzen und mir Kundengespräche anhören, die mich nicht interessieren.

    Viel lieber versuche ich bewusst zu leben. Ich mag es zu kochen, zu grillen, im Sommer im Garten zu sitzen und die gegebene Zeit in Ruhe zu genießen. Ich bin auch sehr gerne alleine. Alleine einen langen Spaziergang zu machen, über Sachen nachzudenken. Den Wald, die Sonne, die Ruhe, das Bier, die Zeitung – in aller Ruhe – zu genießen ist für mich wahrer Luxus. Mit meinem schon etwas älteren Vater in den Wald zu gehen, Pilze zu suchen, etwas zu plaudern… ist für mich wahrer Luxus. Mit meiner Freundin in ein Café zu gehen, ohne Stress, und gemütlich zu plaudern ist für mich eine Freude. Mit einen meiner Freunde auf ein paar Biere zu gehen und am nächsten Tag zwar mit Kater aber ohne in die Arbeit zu müssen, das ist für mich Lebensqualität.

    Ich genieße die Zeit mit meinen Eltern sehr. Ich werde todtraurig sein wenn sie einmal nicht mehr sind. Ich rechne stets damit aber hoffe auf noch viele Jahre gemeinsames Leben. Umso wichtiger ist die Zeit JETZT mit ihnen zu verbringen und NICHT zu sehr in die Karriere oder in Nebenjobs zu stecken. In 10 Jahren kann mir diese Zeit niemand mehr zurück geben. Da verdiene ich jetzt lieber komfortable 2.400 aber keine luxuriöse 5.000 oder mehr.

    Ich genieße ein gutes Buch, schöne Musik, ich freue mich über einen guten Kaffee. Zeit für mich alleine, aber auch Zeit mit Freunden und Bekannten. Die Zeit ist endlich. Ich habe manche Kollegen zwar ganz gerne aber wenn ich die Wahl hätte…

    Danke Tim für denen tollen Blog und Danke für die vielen schönen Kommentare hier. Ich werde jetzt noch ein gutes Glas Wein trinken und mir dann die Serie „Britannia“ reinziehen. Euch noch einen schönen Abend.

    Liebe Grüße

  35. Ich

    Hallo Michael D.

    Im homo oeconomicus steckt einfach noch eine Menge australopithecus drin. Das würde deinen ausgeprägten Drang für die Natur, und das „nicht nur herumsitzen wollen“ erklären. Vielleicht würde das sogar dein Fabel für antike Serien erklären. Draußen im Felde umherstreifen, wie die Römer erobern und Abenteuer bestehen 🙂 Dein Counterpart zum langweiligen Bürojob. Nicht jeder ist zum sitzen geboren. Ich kann dich gut verstehen.

     

  36. Michael D.Michael D.

    @Ich

    Ja, wie wahr 🙂

    Musste lachen als ich deine Zeilen las. In der Tat, ich liebe Serien wie GoT, über Britannia kann ich nach der 1. Folge noch nicht so viel sagen :-D. Die mittelalterliche Zeit, der kann ich etwas abgewinnen. Natürlich nur in Gedanken – ich glaube nicht, dass ich dort lange überlebt hätte 😀

    Da sitze ich doch lieber vor dem PC und kaufe Aktien und kaufe mein Fleisch abgepackt im Supermarkt ohne es erlegen zu müssen 😉

  37. Fabian S.

    Naja Max Otte hat schon Ahnung und seine Fonds sind ja noch nicht so lange auf dem Markt, sodass man keinen langfristigen Vergleich hat.

    Aber seine Fonds interessieren mich auch nicht. Eher seine Markt- und weltpolitische Einschätzung. Und die ist eben bisher immer korrekt gewesen.

    Und durch Max Ottes Tipps von 2011, als ich zum ersten Mal Aktien kaufte, sprechen für sich. Momentan bin ich noch 70% im Plus.

    Ich glaube ihm, wenn er einen bevorstehenden Crash für wahrscheinlich hält:

    1. die Börsen haben einen Zyklus und der Crash muss irgendwann kommen plus der schwierigen Weltlage.
    2. die ungelöste Europolitik siehe Draghi-Crash

    Dabei ist es egal ob in einem Jahr, in zwei Jahren oder später.

    Fakt ist, dass ich mein komplettes Depot bei den nächsten Topwerten „leerfege“, weil ich überwiegend „Normalo-Aktien“ halte und dann auf einen Crash warte, um die langersehnten „Buffett-Aktien“ kaufen zu können. Diese halte ich dann ewig und die Schwankungen interessieren mich dann nie mehr.

  38. Ex-Studentin

    @Michael D.

    Danke für diesen tiefen Einblick in dein Leben! Hört sich so an, als hättest du einen guten Lebensweg eingeschlagen. So in der Art will ich auch leben. Zeit mit meinem Freund verbringen, durchaus Serien schauen und das Leben gemütlich angehen.

  39. Andrea

    Ehrlich gesagt tun mir Leute, die ihren Beruf hassen und ihn nur wegen des Geldes machen, leid. Ich bin froh, nicht in dieser Situation zu sein. Ich finde meine Arbeit interessant und bin gerne an meinem Arbeitsplatz. Allerdings finde ich den Beruf sehr anstrengend.

    Ich habe auch bei den Führungskräften nicht den Eindruck, dass sie heimlich verschuldet sind, um einen ausschweifenden Lebensstil zu finanzieren. Auf mich wirken sie wie ganz solide, nette und normale Menschen. Kaum jemand gibt mit seinen materiellen Dingen an, und die 2. Chefin, die einen Porsche fuhr, konnte ihn sich sicherlich leisten (sie hatte Mehrfamilienhäuser, schon vom Vater geerbt). Unser Chef hat zwar ein tolles Fahrrad, aber fährt damit auch etliche Kilometer in seiner Freizeit und auf dem Weg zur Arbeit. Unter diesen Umständen finde ich ein sehr gutes Fahrrad auch eine gute Anschaffung.

    Dafür sprach ich letztens mit ein paar Kolleginnen über Geldanlage und es stellte sich heraus, beide haben Aktienfonds.

    Ich bin überzeugt, dass die Lage nicht so schlimm ist, wie Tim sie immer schildert. Den Medien kann man auch nicht alles glauben, sie schreiben an einem Tag das eine, an einem anderen Tag das Gegenteil.  Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

     

  40. Stefan

    @ Andrea:

    Achso wer einen Porsche fährt, kann sich den sicher immer leisten. Auf Pump kauft den nie jemand 😉 Und damit gibt man bestimmt auch nicht an *lacht

     

    Und Aktienfonds kaufen nur Kenner, da sie sicherlich nie aktiv von Beratern betreut werden 😉

    Und Tim übertreibt immer maßlos, da nie jem. Schulden macht….*Zwinker

  41. -M

    Also als Bankkaufmann sehe ich sehr wohl wie es um die Menschen steht.

    ca. 60% der Kunden = Pfändungsschutzkonto oder Schulden oder ein Konto, keine Rücklagen oder ein Konto mit nem Sparkonto auf dem paar Tausend liegen mehr nicht …

    dann vlt 30% die Rücklagen haben oder auch Eigentum, Depots auch meist jedoch so bissl Garantie Zertis und nix für langfristigen Vermögensaufbau.

    ca10% mit fetten Depots und Eigentum die ihr Geld langfristig vermehren….

     

    ….doch es sieht schlimm aus in Deutschland ….bei vielen vielen die von der Hand in den Mund leben oder auf Pump …

    -M

  42. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vincent

    Clever wie Du das mit der Untervermietung machst.

    Ja, in Amerika wird das immer mehr Usus.

    Du mietest hier alles Mögliche von Privat. Wer clever ist, verdient Geld damit. Sogar die Oberschicht Mietet. Die Clintons mieten gerne Häuser von privat, wenn sie in den Urlaub gehen (Airbnb-Konzept). Viele Promis aus Hollywood machen das.

    Mein Nachbar in New York vermietet seinen Keller an jemanden im Haus. Er kassiert 350 Dollar jeden Monat dafür. Und die Mieterin hat nur Müll im Keller.

     

    @ Jenny

    Du machst es eh richtig. Du folgst Deinem Herzen und dem Verstand.

    Meine letzten Jobs haben mir immer eigentlich viel Spass gemacht. Ich war sehr zufrieden. Gespart habe ich, weil ich einfach ein sparsamer Mensch bin. Ich kann einfach kein Geld verpulvern. Es fällt mir so schwer.

    Heute nehme ich nur noch kleine Arbeits-Projekte an, wenn ich die Arbeit wirklich mag und mit den Leute sehr gut zurecht komme.

     

    @Sandra

    Im Heute gut leben und im Morgen auch….

    Ja, stimme zu. Ich sehe das „gut Leben“ in den Erlebnissen. Nicht das Kaufen von Zeug und Plunder.

    Hier ist übrigens ein guter Leitfaden für mehr Menschlichkeit, ich finde das super zu lesen (da steht nichts von teuren Sachen kaufen):

    https://www.inc.com/john-rampton/15-ways-to-become-a-better-person.html

     

    @ Fabian S.

    Ich bin ja ein Buy-and-Hold-Fan. Ich behalte meine deutschen „Normalo“-Aktien. Aber ich kaufe nebenbei spannende Buffett-Aktien und Wachstumsaktien dazu. Die Normalo-Aktien und die anderen Aktien vertragen sich gut miteinander im Depot.

    Du hast ein schönes Fundament gelegt mit Deinem Depot. Du hast eine stolze Summe zusammen. Gratulation.

     

    @ Obama

    Danke für Deinen netten Kommentar. Du bist immer so sehr freundlich! Ich finde das super.

     

    @ Der Depotstundet

    Nein. 30 Jahre lang in einem Job arbeiten, den ich hasse, würde ich nicht tun wollen.

    Aber 10 bis 15 Jahre durchpowern in einem Job, der gerade so geht, würde ich eventuell.

    Der Blogger Mr. Money Mustache erklärt das gut: 66% Sparquote, dann kannst Du in 10 Jahren in die Freiheit:

    http://www.mrmoneymustache.com/2012/01/13/the-shockingly-simple-math-behind-early-retirement/

     

    @ Michael D.

    Danke für den netten Kommentar. Genieße den Wein!

  43. KievKiev

    @ Michael D.

    Ich finde Deine entspannte Art zu Leben sehr angenehm. Für ein erfüllendes reiches Leben benötigt man nicht viel Geld. Die wirklich wichtigen Dinge kosten meist auch nichts.

     

    @ Andrea

    Ich finde Michael hat wesentliche Dinge beschrieben auf die es im Leben ankommt. Ich versuche es auch einmal zu beschreiben.

     

    Wir alle haben uns nahe stehende Menschen. Unsere Eltern werden sehr wahrscheinlich vor uns die Welt verlassen. Das ist jedem bewusst, aber was ist die Konsequenz? Wenn sie von uns gehen wird Leid geklagt. Der Zeitpunkt ist natürlich zu früh. Man hätte noch gerne so viele Ereignisse miteinander erlebt wie Hochzeit, Kinder usw. Ist es nicht sinnvoller sich heute schon zu überlegen wie ich meine Zeit JETZT mit den nahe stehenden Menschen verbringe? Wenn man ein bewusstes Leben führt braucht man sich hinterher keine Vorwürfe machen. Bei Kindern erlebe ich es leider auch oft, dass viele einfach nicht die Zeit haben ihre eigenen Kinder oft zu sehen. Ich meine hier keine Familien in prekären Situationen, die so viel arbeiten müssen um zu leben. Ich meine Familien mit hohem Einkommen, die sich die Zeit nehmen könnten.

    Engagierte Führungskräfte brauchen wir. Sie dienen hervorragend den Eigentümern um ihnen ein erfüllendes Leben zu ermöglichen. Sie sind bestimmt in ihrer Position nicht unglücklich und leben für die Firma. Macht ist auch ein starkes Motiv.

    Mir können solche Menschen eigentlich nur Leid tun. Sie erfreuen sich an ihrem Status, bedienen sich an den immer wieder neu auftretenden Verlangen nach Konsum. Sie leben auch von Paycheck to Paycheck oder Bonus. Sie malen sich in Gedanken bereits vor Eintreffen des Geldes aus was sie sich davon kaufen werden. So leben sie von kurzweiligen Glücksgefühl zu Glücksgefühl. Was bereuen die Menschen am Sterbebett?

     

  44. Zwitsch

    Man sollte alle Meinungen akzeptieren so lange sie sachlich sind ….. Lewe un Lewe losse…. LG

  45. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Claus

    Du bringst es sehr schön auf den Punkt.

    Wenn die „Experten“ etwas ergiebiges über den intelligenten langfristigen Vermögensaufbau via Aktien zu erzählen haben, kann man schon mal hinhören. Sobald aber die Prognoseritis einsetzt, schalte ich sofort ab.

    Wer diszipliniert seiner Anlagestrategie folgt, ist ein besserer Anleger als die Masse der Experten und Fondsheinis. Ich denke oft, denen muss langweilig sein, dass sie so viel Quatsch von sich geben.

    Intelligent Investieren kann ja auch recht langweilig sein. Den Großteil der Zeit passiert einfach nichts. Langsam und geduldig wächst das Vermögen heran. Viele haben aber das Bedürfnis nach „Action“. Da kommt die heiße Luft von Müller und co gerade recht….

    @ Fabian S.

    Warum kaufst du dich nicht bei Berkshire Hathaway ein, wenn dir Buffetts Aktienauswahl so gut gefällt? Überlaß ihm doch die Arbeit.

    Und warum wartest du auf den Tausch? Wenn dich andere Titel jetzt eher überzeugen, solltest du auch jetzt handeln.

    @ Lebensbalance

    Sparen, Investieren und auf die finanzielle Unabhängigkeit hinarbeiten und GLEICHZEITIG heute schon zufrieden, glücklich und sinnvoll im Kreise von Familie und Freunden das Leben genießen, schließt sich nicht aus.

    Man muss eben Prioritäten setzen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden.

  46. Ruben

    @M: danke für deine Einblicke. Ich kann mir immer so schlecht Leute mit Schulden (für Immobilien einmal ausgenommen) vorstellen, da ich immer von mir selbst ausgehe.

    Diese Woche hat mir allerdings ein Kollege von einem anstehenden Kauf einer Armbanduhr für ca. 1500 Euro erzählt. In der Welt der Uhren ist das scheinbar noch gar nichts. Wir gehören nicht zu den Großverdienern. Ok, die Uhr ist scheinbar der Schmuck des Mannes und man darf den Gegenstand nicht einfach nur als Zeitmesser sehen. Dennoch wäre ein solcher Kauf für mich nicht vorstellbar. Ich müsste schon deutlich die finanzielle Freiheit erreicht haben, um bei einem solchen Kauf keine Bauchschmerzen mehr  zu haben. Außerdem wüsste ich nicht, wie mich eine teure Uhr glücklicher machen könnte.

  47. Fit und Gesund

    @Claus und Freelancer Sebastian,

    besser hätte man es nicht schreiben können, danke!

    Ich kaufe jeden Monat was, egal was passiert, mal mehr und mal weniger erfolgreich, ich mache das seit nun bald 3 Jahren so, es hat sich tatsächlich gelohnt,

    auch wenn es jetzt eher mal abwärts geht, ich kaufe einfach weiter, nach meinem System (zusammengebastelt aus Strategie Tim Schäfer, Claus und noch einigen anderen Bloggern), ich bin zuversichtlich, beeinflussen kann ich es ja sowieso nicht.

    Mir gibt mein Depot Sicherheit, ich könnte tatsächlich ganz ganz knapp aufhören zu arbeiten, mach ich aber nicht, bisschen mehr Sicherheit möchte ich schon haben, ich will ruhig schlafen können,

    mein Job ist sehr interessant, ich mag Viele meiner Kollegen, nicht Alle … aber das ist auch völlig normal, oder? Tim schreibt, es gibt Leute die sich nicht loseisen können von der Arbeit, ich habe mal darüber nachgedacht, gehöre ich dazu? im Moment hab ich Ferien und geniesse das auch, was wäre wenn ich nie mehr arbeiten müsste? würde ich anfangen nur rumzuhängen und meine Zeit verdummen? da muss schon eine aktive Planung her, und bisschen Geld braucht man für aktivere Sachen schon auch, man kann nicht nur in der Natur rumlaufen, man mag auch mal wohinfahren und kann nicht überall nur Selbstgekochtes mitnehmen.

    Aber für mich das Wichtigste, ich könnte wenn ich wollte, das beruhigt ungemein.

    @Michael D.

    glaube Du machst das ganz gut! Heute geniessen und dennoch investieren, nicht so verbissen auf die FF hin arbeiten, Lebensfreude und Genuss sind einfach gerade soviel wert wie was auf der hohen Kante zu haben,

    ich wünschte Ralf würde etwas von Deiner Sichtweise annehmen!

    auf jeden Fall wünsche ich Allen einen schönen Sonntag, hier ist Alles WEISS, der Frühling war schon so nah… und nun Winterwetter, ist fast wie beim Investieren, aber der Frühling lässt sich nicht aufhalten!

  48. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Ruben

    Außerdem wüsste ich nicht, wie mich eine teure Uhr glücklicher machen könnte.

    Das ist der entscheidende Punkt. Nicht wenige Menschen projizieren Lebensglück und auch Erfolg in diese Art von Statussymbolen. Damit konnte ich noch nie etwas anfangen. Im Gegenteil kam mir dieses Verhalten vieler Menschen schon in Kindheits- und Jugendtagen widersinnig vor. Welcher Zweck wird damit verfolgt?

    So fällt „Verzicht“ und ein damit einhergehendes hohes Sparverhalten vielen Lesern hier sehr leicht. Wir unterscheiden uns da von der Masse, die Lebensglück in der Regel von Besitz, Konsum und Statussymbolen abhängig macht.

    Woher rührt aber diese Einstellung? Haben wir einfach nur Glück gehabt, anders zu ticken? Ich könnte nicht sagen, dass ich dieses Verhalten „gelernt“ hätte. Es ist Teil meiner Charakterstruktur.

  49. David

    @Freelancer Sebastian:

    Du sprichst mit der Frage nach dem Ursprung unseres minimalistischen/frugalistischen (oder anders gesagt mit dem nicht materialistischen) Lebensstils einen spannenden Punkt an, denn ich habe mich auch schon mehrfach gefragt, woher diese Einstellung kommt!? Klar ist, dass diese Einstellung gestärkt wird, wenn man die Basis dafür gelegt hat und sich dann auf Blogs wie diesem aufhält, da man in der eigenen Handlung bestärkt wird. Woher kommt aber die eigentliche Einstellung? Ich denke, dass diese weniger (oder zumindest nicht ausschliesslich) mit der Erziehung zu tun hat, sondern vielmehr mit den eigentlichen Zielen einer Person: Jemand, der die finanzielle Freiheit anstrebt, dem sind sicherlich die Punkte Sicherheit und Freiheit wichtig. Andere Menschen setzen den Fokus aber an anderen Stellen (was ich respektiere). Ich für meinen Teil hatte schon als Kind per se Freude daran, meinen Vermögensstand wachsen zu sehen (sicherlich ein Punkt, den Einige nicht nachvollziehen können!?). In meiner Familie hat man zwar teilweise gespart, aber auch nur, um mit den Geld später einmal ein neues Auto zu kaufen oder in die Ferie zu gehen. Insofern wurde mir das finanzielle Verhalten, welches ich heute an den Tag lege, ebenso wenig beigebracht… Wie sieht es bei den anderen Lesern aus?

  50. Andrea

    Michael D. macht es super, er spart viel, aber ohne die Verkniffenheit und mit viel Herz und Sinn für die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben. 200.000 Eur sind doch auch schon ein tolles Depot!

    Mir selber fällt das Sparen auch eher leicht. Ich überlege vor jedem Kauf, ob ich den Artikel auch wirklich möchte oder ob er mir in ein paar Jahren immer noch gefallen wird. Generell gehe ich mit der Haltung „Ich kaufe nichts“ durchs Leben. Dadurch bleibt viel Geld zum Sparen übrig.

    Nichtsdestotrotz lege ich Wert darauf, dass ich Kleidung habe, die mir steht und in der ich mich wohlfühle. Wenn ich ein solches Lieblingsteil finde, wird es gekauft und lange getragen. Ich gebe zu, ich habe auch eine an den Ellbogen geflickte Strickjacke. Die trage ich aber nicht mehr außer Haus, ich mag sie halt so gerne, weil sie so bequem und angenehm zu tragen ist. Aber irgendwann wird sie reif für die Tonne sein.

    Noch einmal zum Thema Verschuldung: Es ist wohl so, dass die Verschuldung in den letzten Jahren gestiegen ist. Überschuldet sind ca. 10% der Bevölkerung, siehe https://www.tagesschau.de/inland/schuldneratlas-deutschland-101.html (Stand vom 1.10.2017). Dort steht auch: „Einen der wesentlichen Gründe für die wachsende Überschuldung trotz positiver Wirtschaftslage sieht Creditreform in der Zunahme geringfügiger und befristeter Beschäftigungsverhältnisse.“ Und: „Auch müssten viele Menschen inzwischen so viel Geld für ihre gestiegenen Miet- und Energiekosten zahlen, dass sie an den Rand der Armutsgrenze kommen.““Die Zahlen der Creditreform bestätigen dies: Überschuldete haben demnach eine durchschnittliche Mietbelastungsquote von sogar 46 Prozent.“ Ich behaupte weiterhin, dass ein Fall Boris Becker eher die Ausnahme als die Regel ist und dass die wahren Gründe für Verschuldung meist bei tatsächlicher Armut liegen.

     

     

     

  51. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andrea

    Die Ursache für Überschuldung ist zunächst mal die Kreditaufnahme.

    Und was wiederum dahinter steht, wenn die Zinsen nicht mehr bezahlt werden können, ist vielschichtig: Scheidung, Krankheit, Jobverlust, Konsumsucht, Niedriglöhne.

    Bei der Schuldnerberatung heißt es:

    https://www.pro-schuldnerberatung.de/Ursachen-fuer-Ueberschuldung

    Da die meisten Kreditinstitute Ratenzahlungen und Konsumkredite den Verbrauchern sehr leicht zugänglich machen, erhöht sich die Anzahl an überschuldeten Menschen immer mehr und mehr. Auffällig häufig sind junge Menschen betroffen die in finanziellen Belangen meist noch recht unerfahren sind und die Tragweite von finanziellen Schuldverbindlichkeiten in den wenigsten Fällen richtig einschätzen können. Sind die Schulden so hoch, dass bereits die Situation einer Überschuldung eingetreten ist, bleibt in einer nicht unerheblichen Anzahl der Fälle nur die Privatinsolvenz, die oft einschneidende und gravierende Folgen für den weiteren privaten und beruflichen Lebensweg haben kann.

    Auch Eigenheimbesitzer, die ihre Immobilie mit einem Darlehen finanziert haben, sind häufig von einer Überschuldung betroffen. Auch hier liegt die Ursache meist darin, dass das monatliche Erwerbseinkommen unerwartet und plötzlich wegfällt, weil eine Trennung oder Scheidung vorliegt, wodurch die Immobilienraten für das selbstgenutzte Eigenheim nicht mehr bedient werden können.

    Mein Fazit:
    Auf die Gesundheit aufpassen.
    Ein bodenständiges Leben hat noch niemanden geschadet.
    Schulden meiden.
    Scheidung meiden.
    Rücklagen bilden.
    Wer Schulden hat: Aggressiv tilgen in guten Zeiten.
    Anstrengen im Job.
    Und kein Plunder kaufen wie ein Irrer.
    Auf Statussymbole verzichten.

  52. Ex-Studentin

    @David / Freelancer Sebastian

    Denke, dass vieles durch den Charakter und gewissermaßen auch durch Intelligenz kommt. Wenn Eltern z.B. schlecht mit Geld umgehen, machen das Kinder schnell nach. Andere wiederum reflektieren die Handlung und entscheiden sich bewusst für einen besseren Weg. Ist ein wenig wie das Marshmallow-Experiment: Sofort essen oder aushalten und auf einem zweiten warten?

    Mich hat die Schulzeit sehr geprägt. Meine Schulkameraden hatten schicke Klamotten, teures Spielzeug, fuhren in den Urlaub etc. Meine Eltern haben so gut es geht versucht, uns ein schönes Leben zu bereiten und haben so wenig es geht über ihre schlechte finanzielle Lage gesprochen. Aber gemerkt habe ich das als Kind trotzdem. Die Verzweiflung tut mir heute noch weh. Mein Vater hat Schuhe neu besohlen lassen und sich quasi nie neue Klamotten gekauft. Hat Hosen / Jackets von meinem Opa getragen. Wir hatten als Kinder auch viele gebrauchte Kleidung. Meine Mutter konnte alle Preise im Supermarkt auswendig, hat auf Angebote geachtet. Musste sich manchmal Geld leihen, wenn ungeplant eine Zahnarztrechnung etc. eintrudelte. Kaputte Waschmaschine, Auto und Co. waren der super gau, meine Großeltern haben das meiste übernommen und unsere Weihnachtsgeschenke bezahlt.

    Hat mein Leben sehr geprägt. Mein Einstiegsgehalt mit 3350 € Brutto war mehr als mein Vater je verdient hat.

  53. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ David

    Richtig. Ausgangspunkt für das Verhalten sind die eigenen Werte, die als Handlungsanleitung dienen. Da spielt die Erziehung der Eltern und sicherlich auch der „Geist“ der Gesellschaft eine wichtige Rolle.

    Allerdings gibt es m.E. auch eine Art intrinsische Motivation. Und wo die herkommt (Gene, Schicksal, Zufall) – das ist schon eine interessante Frage.

    Selbstbewußtsein braucht man dann auch noch, um seine Ziele gegen die Norm durchzusetzen. Wer sich der Konsumgesellschaft verweigert, wird gerne bemitleidet. Oder man muss mit dem Geizvorwurf leben, der selbst hier ab und an geäußert wird.

    Meine postmaterialistische Lebenseinstellung hat sich mit dem Wunsch nach größtmöglicher Freiheit verbunden. Sparen und Investieren scheint mir da die logische Konsequenz zu sein.

    Für andere ist Freiheit dagegen die Möglichkeit, sich alles einzuverleiben, was man mit Geld kaufen kann.

    @ Ex-Studentin

    Diese Art von Entbehrungen habe ich bspw. nie kennengelernt. Meine Eltern haben sich bildungstechnisch nach oben gekämpft. Geld war dann immer vorhanden und MIttel zum Zweck. Sich belohnen, sich etwas gönnen, etwas Gutes tun.

    Sparsam, nicht verschwenderisch, aber wofür sollte das Geld sonst gut sein?

  54. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Du hast abgezahltes Wohneigentum. Und eine vermietete Wohnung. Abgerundet mit 4,1 Millionen CHF im Depot. Das dürfte doch genügen?

  55. Querdenker

    @ Tim
    Bezüglich Plunder sind Discounter, vorne voran Aldi und Lidl extrem.

    Habe das Gefühl das wird jedes Jahr mehr. Früher gabs mal die Angebote mit den Schnäppchen. Jetzt ein Dauerzustand, gefühlt der halbe Laden besteht aus der Kramabteilung:
    Die Läden haben vorne und hinten je 4 Mittelregale.
    Hinten sind 3 Mittelregale mit Noon Food Angeboten belegt.
    1/2 Mittelregal mit Food Angeboten.
    Vorne 1 Mittelregal mit teurem Wein.

    Das Zeug ist grundsätzlich nicht teuer. Dafür kauft man dann regelmässig. Wenn man dann was wirklich braucht und meint hier ein Schnäppchen zu machen wird man eintäuscht, denn oben drauf ist die Qualität, tut mir Leid, miserabel. Lieber 100$ für die Akkubohrer das funktioniert, als für 20$ ein Gerät was man direkt wieder wegschmeissen kann. Soll keine Antiwerbung für die Discounter sein, wenn man dort bei Lebensmitteln bleibt kommt man gut davon. Ich gehe trotzdem noch gerne zu den Discountern, auch wenn u.a. wegen dem Plunder weniger Auswahl für „exotischere“ Lebensmittel bleibt.

    Ich denke wichtig ist auch, das man immer auf Bargeld setzt. Man hebt Anfang Monat einen bestimmten Betrag ab und der muss dann reichen. Wenns nicht reicht ist auch kein Beinbruch, aber dann weiss man wie viel oder wie viel mehr als geplant man ausgegeben hat.

     

    @ Ruben

    Teure Uhren machen viele Schweizer Handwerker glücklich. Also bitte kauft lieber sowas, als billigen Haushaltsplunder oder Kleidung aus Fernost.
    Ich selbst kann grundsätzlich den Sinn von Uhren nicht (mehr) verstehen. Früher vielleicht sinnvoll, aber heute hat man überall Uhren hängen, dazu das Smartphone in der Tasche und ständig im Blick.

    Wenn ich FF wäre, eine Uhr würde mir rein gar nichts bringen. Wie oft am Tag braucht man denn die exakte Uhrzeit? Auf Reisen würde ich mich mit einer Uhr unwohl fühlen. Uhren deuten auf Reichtum hin und das ist wohl das letzte was man sein will, eine Zielscheibe für Kriminelle. – Vielleicht habe ich auch einfach den falschen Umgang, wer in noblen Kreisen Ferien verbringt hat solche Sorgen nicht und muss seinen Reichtum präsentieren.

  56. Andrea

    Tim, ich stimme dir da in allem zu, wüsste auch nicht, wo wir da unterschiedlicher Meinung wären. Ich mache es auch genau so.

    Dein Artikel oben hörte sich nur so an, als ob die Ursache der Verschuldung das sinnlose Verprassen des Geldes für Konsumartikel sei. Das hat mich gestört, da dies in den meisten Fällen nicht der Fall ist. Natürlich gibt es „Konsumjunkies“, diese machen aber nicht die Mehrheit aller Verschuldungsfälle aus.

    Was vielen Leuten fehlt, ist die Fähigkeit, außerhalb der Box zu denken. Sie denken, dass man nur 10% spart und den Rest ausgibt. Sie können sich gar nicht vorstellen, die Hälfte zu sparen und dafür ein paar Jahre früher mit dem Arbeiten aufzuhören. Für sie ist es normal, ihr Geld auszugeben. Das System hier will es auch nicht anders, man will Leute, die arbeiten (müssen). Ich merke z.B. im Moment, wo in unserem Bereich tatsächlicher Fachkräftemangel herrscht, dass es Bestrebungen gibt, Pensionäre für die Arbeit zu gewinnen. Gerade las ich in einem Zeitungsbericht, dass man versuchen will, Teilzeitkräfte dazu zu bewegen, Vollzeit zu arbeiten, unter dem teils begründeten Vorwand, dass sie sonst mit Altersarmut rechnen müssten.

     

     

  57. Pametan

    @Fit und Gesund

    Du hast neben den Immobilien 4,1 Mio CHF im Depot? Dann gibt es doch wirklich keinen Grund mehr sich einen Kopf zu machen. Das dürfte mehr sein als Du zu Lebzeiten ausgeben wirst.

  58. Andrea

    Ex-Studentin, meine Eltern waren auch nicht reich, bei einem Alleinverdiener als Vater von 4 Kindern kein Wunder … Wir hatten eine wunderschöne Kindheit und wir mussten oft ein „nein“ hören, wenn wir etwas gekauft haben wollten, aber nichtsdestotrotz habe ich die allerbesten Erinnerungen. Schuhe besohlen zu lassen finde ich übrigens normal, nicht außergewöhnlich. Die Schuhe direkt wegzuschmeißen, wenn der Absatz oder die Sohle abgelaufen sind, finde ich verschwenderisch. Wir sind einmal im Jahr in den Urlaub gefahren, immer nach Spanien, mit dem Auto – es wurde ein Ferienhaus gemietet und Lebensmittel wurden zum Teil bei Aldi eingekauft und dorthin mitgenommen. Konserven waren in Spanien sehr teuer. Wir hatten immer alles, was wir brauchten. Die Preise bei Aldi kannte selbst ich auswendig, denn wir Kinder mussten oft einkaufen gehen. Wie gesagt, es war eine schöne Kindheit. Wir haben viel draußen mit anderen gespielt. Lego hatten die Nachbarskinder, also haben wir das dort gespielt. Barbies hatten wir jeder eine. Meine Großeltern haben meinem Vater alle paar Jahre ein neues Auto gekauft, er war ein verwöhntes Einzelkind.

  59. Fit und Gesund

    HALT STOP! @ Tim Schäfer und Pametan

    nie nimmer nicht, wenn ich 4.1 Mio CHF net worth hätte, dann müsste ich nicht überlegen 🙂    oder doch?

    ich habe diese Immobilien, ein Depot und geerbtes Geld, ja, ich lebe bescheiden so wie es meine Eltern vorgelebt haben, meine Mama war immer sehr sparsam, natürlich hat sie nicht in Aktien angelegt, aber sie hat immer was beiseite geschaufelt, wir hatten nie Schulden, das war völlig verpönt bei uns,

    meine Eltern waren fleissig, ich denke das bin ich wohl auch, also bei mir spielt die Erziehung sicher eine Rolle. Das was Tim unter „mein Fazit“ geschrieben hat, genauso war es bei uns (wiegesagt, wir hatten nie Schulden) damit sind die Eltern gut gefahren und damit fahre auch ich gut, mehr muss ich gar nicht beachten.

    Ich meide Angeber und Prasser, im Kollegenkreis sind es vielleicht 3 die so leben, die sind mir völlig egal, Einer ist ein netter Kerl, der kann auch was, aber nicht mit Geld… dem ist nicht zu helfen, schade aber drum, seine Eltern waren genauso… und seine Kinder werden das Verhalten erben.

    @Andrea,

    mit den Klamotten halte ich es ähnlich, wenig gute Stücke, aber immer Qualität, zuhause lauf ich in alten Wohlfühlklamotten rum.

    und ob eine teure Uhr glücklich macht? ja, aber garantiert nicht lange 🙂

     

     

     

     

  60. KievKiev

    Ich habe erst seid ungefähr einem Jahr den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge gesetzt. Ich habe durchaus vorher das ein oder andere Statussymbol gekauft. Das Umfeld beeinflusst einen schon sehr stark. Wenn diese Art zu denken nur durch die Erziehung käme müsste Tim den Blog ja nicht betreiben.

    Die Uhr ist ein schönes Beispiel. Man braucht sie heute eigentlich nicht mehr. Kauft man jetzt ein Modell für 1500€ so kann man damit seinen Erfolg ein bisschen repräsentieren. Dann kauft der Kollege aber eine Lederjacke für 1500€. Die sieht richtig toll aus und irgendwie passt die Uhr ja auch nicht zu der Outdoor Jacke die man bisher immer gerne getragen hat. So kauft man dann vielleicht noch eine Lederjacke und im Winter dann ein Modell von Canada Goose oder wie die Marke heißt. Sonnenbrille und der Rest der Kleidung sollte natürlich auch standardgemäß sein. Der Golf der bisher immer seine Dienste zuverlässig verrichtet hat ist jetzt auch etwas alt geworden. Ein Audi passt auch besser zu dem neuen dynamischen Image das man sich erkauft äh aufgebaut hat. Zum Glück kommt gerade passend die Beförderung zum Abteilungsleiter. Da kann der Audi guten Gewissens finanziert werden. In den neuen Kreisen werden auch ähnliche Uhren getragen. Allerdings zur Arbeit. Für Feierlichkeiten hat man dann ein etwas exklusiveres Modell. Das kostet dann nun mal 8000€. Dann beginnt wieder alles von vorne. Ja es wird mit jeder Stufe zumindest teilweise angenehmer, aber man wird dabei nicht zufriedener.

    Es gibt immer genügend Leute die wesentlich wohlhabender sind als Du. Was nützt eine Jacht in Monaco wenn die Boote links und rechts ein paar Meter länger sind. Vielleicht sitzen die sogar etwas höher, sodass beim Essen etwas auf den eigenen Tisch runterfallen könnte. Nicht auszudenken. Oder Du besitzt eine Wahnsinns Villa in München, liegst im Pool und der Nachbar kommt mit dem Helikopter aufs Grundstück geflogen. Da ist Streit vermutlich vor Gericht vorprogrammiert. Glück hat ab genügend Geld nichts mit Reichtum zu tun.

  61. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andrea

    Überschuldung hat wie gesagt viele Ursachen. Ein Teil entfällt eben auf den übertriebenen Konsum (Auto, Handy, Haus, Mode, Urlaube, teure Hobbys…).

    In Kanada gibt es eine super TV-Sendung, die verschwenderische Familien vorstellt. Es werden Menschen gezeigt, die gut verdienen, aber zu viel konsumieren…. Ehen gehen an den Schulden/Plunder kaputt:

    http://www.slice.ca/til-debt-do-us-part/video/

  62. June

    Hallo zusammen,

    heute war ich richtig fleißig. Überweisungen, Schriftverkehr, Steuereinspruch, alles erledigt.

    @Schulden,

    man glaubt gar nicht wer alles bei uns verschuldet ist. Der Leiharbeiter genauso wie die Promis. Nur der Promi kann, wenn er es denn merkt seinen Livestyle schnell runterfahren und gegensteuern.

    Für die Rente sparen, ist hier in meinem Umfeld Fehlanzeige. Ich höre das schon raus, wenn mir die Kollegen ständig erzählen, dass man sich auch mal was gönnen muss. Dann weiß ich schon, dass am Ende des Monats kein Geld mehr übrig ist.

    Aktien und damit Vorsorge betreiben ist selbst bei studierten und gebildeten Menschen im Bereich Finance verpönt. Ich höre von Bausparverträgen und Rentensparplänen. Im besten Fall kauft man sich eine Imobilie zum Vermieten. Alles, bloß kein Risiko eingehen. Aber 750 € für einen Blazer von XYZ sind kein Problem.

    In 2017 habe ich incl. Schuhe und Unterwäsche ca. 550 € ausgegeben. Das ist viel, von jemand der behauptet minimalistisch zu Leben. Ich lege Wert auf gute Qualität. Aber ich besitze mit Sommer- und Wintermantel und Übergangsjacke auch nur ca. 50 Kleidungstücke für alle Jahreszeiten und alle Gelegenheiten, Freizeit, Büro und Abendkleid.

    10.000 Gegenstände, ich hab das schon öfter gelesen und wirklich mal Lust bei uns zu zählen.

    Im Moment trennen wir uns von Dingen. EBay Kleinanzeigen ist mein bester Freund.

    @Jenny,

    du machst das sehr gut. Man muss nicht sein Lebenlang den gleichen Job in der selben Firma machen. Erst nach und nach zeigt sich wo die persönliche Reise hingeht. Und im Laufe der Zeit betreibst du Feintuning. Schau du dich doch mal nach einem anderen Job um. Direkt gegenüber von deinem Arbeitsplatz hat es den Konzern mit dem Stern. Da hat man das 35 h Model mit sehr guter Bezahlung und flexiblen Arbeitszeiten. Und on top sogar einen Betriebskindergarten.

    @Fit und Gesund,

    so schnell wird man zur Millionärin. 😉

    @Leben genießen,

    Diese Jahr machen wir mal wieder einen längeren und größeren Urlaub. Die Flugtickets sind schon gekauft. Das passiert im Moment alle 3-4 Jahre. Dazwischen fahren wir auch in Urlaub, aber meist nur 1 Woche und daher bleiben wir in Deutschland oder dem benachbarten Ausland.

    Take care,

    June

     

  63. V

    Wegen Max Otte:

    Der Mensch hat absolut Recht. Der aktuelle Zyklus ist bereits sehr weit. Ich erwarte den nächsten Crash auch in den nächsten Jahren. Daher bereite ich mich aktuell sukzessive vor.

    Hier ein recht simples (aber gutes) Erklärungsvideo wieso es diese Zyklen immer gibt und immer geben wird – so lange wir ein Schuldgeldsystem dieser Art haben:

    https://www.youtube.com/watch?v=dJMiVGlnLSc

  64. Daniel

    Wir gehören nicht zu den Großverdienern. Ok, die Uhr ist scheinbar der Schmuck des Mannes und man darf den Gegenstand nicht einfach nur als Zeitmesser sehen. Dennoch wäre ein solcher Kauf für mich nicht vorstellbar. Ich müsste schon deutlich die finanzielle Freiheit erreicht haben, um bei einem solchen Kauf keine Bauchschmerzen mehr zu haben. Außerdem wüsste ich nicht, wie mich eine teure Uhr glücklicher machen könnte.

    Ich sehe das hier etwas anderes. Das ist aber auch sehr individuell. Meine Uhr bewegt sich auch im mittleren 4 stelligen Bereich. Ich habe sie vor Jahren gekauft.

    Ich betrachte Sie weder als Status-Symbol noch als „must-have“. Ich habe sie gekauft weil ich sie immer haben wollte und ich mir sehr gut vorstellen kann, dass ich sie bis an mein Lebensende halten werde.

    Die Wertsteigerung der Uhr bewegt sich ungefähr auf Höhe der Inflation. Es ist daher anzunehmen, dass selbst mit Generalüberholung alle 10 Jahre nach 20-30 Jahren Einsatz kaufkraftbereinigt ungefähr wieder das herauskommt, was man reingesteckt hat. Das man hiermit nicht gegen Aktien o.Ä. konkurrieren kann, da es keinen Zinseszins gibt dürfte einleuchten. Ich halte es bei diesen Dingen aber wie mit Kunst/Gold/Oltimern usw. Es sind teure Gegenstände die anonym und bar von mir gekauft wurden, die wertstabil oder leicht wertsteigernd sind und bei mir eine eigene Asset-Klasse bilden. Sie haben wenig Rendite aber den unschlagbaren Vorteil gegenüber dem Depot dass man sie auch täglich nutzen kann wenn man möchte. Es ist eher wie eine Risiko-Versicherung.

    Geht es einem mal richtig schlecht können diese DInge wieder liquidiert werden.

  65. Thorsten

    @June

    „Im Moment trennen wir uns von Dingen. EBay Kleinanzeigen ist mein bester Freund.“

    Ich bin bei dir,  bin verstärkt daran ab und zu auszumisten und was loszuwerden, die Dinge zu vereinfachen, nachhaltiger zu wirtschaften. Ich schaffe z.B. gerade mein Zweitaquarium über Ebay Kleinanzeigen und nebenan.de ab.  Angeschafft wird kaum etwas, nur Kaputtes ersetzt wo notwendig. Wenn man mehr aus dem Haus trägt als hinein, dann wird es von selbst weniger.

  66. V

    Daniel

    Bei Kunst, Oldtimern, ähnlichem (wahrscheinlich auch Uhren) hat sich eine massive Bewertungs-Blase gebildet. Die nächste große Krise wird das bereinigen. Was man wirklich an Sachwerten braucht (Dach über dem Kopf, Essen, Ackerland, …) wird seinen Wert dann behalten oder gewinnen; was man nicht wirklich braucht wird plötzlich nicht mehr so viel wert sein. Und diese meine These gilt im Besonderen für so etwas wie Luxusuhren. Wenn die Leute weniger Geld haben werden sie als erstes an diesen Dingen sparen.

    Gold gehört nicht in diesen Topf, da Gold in einer anderen Liga spielt. Gold wird in einer solchen Phase profitieren, da es schon immer Fluchtwährung war. Im Gegensatz zu Oldtimern, Kunst oder Uhren ist Gold auch unkaputtbar und im Gegensatz zu Uhren auch nicht beliebig vermehrbar.

  67. Michael D.Michael D.

    Ja, Gold ist ein Must-have, finde ich. Vor allem zur Absicherung am Ende eines Börsenzyklus. Crash muss ja nicht kommen aber wenn, dann sollte Gold wahrscheinlich davon profitieren und der Gesamtdepotverlust wird so etwas abgefedert.

    Ich kaufe zusätzlich auch Goldminenaktien. Habe eine größere Position in:

    Teranga Gold: http://www.terangagold.com/English/Homepage/default.aspx

    Überlege auch eine erste Posi bei Barrick Gold aufzubauen. Sind ja ziemlich gefallen in den letzten Monaten. Könnte ein interessanter Einstiegszeitpunkt sein.

  68. Ruby

    @V

    Das verlinkte Video mit der Sichtweise Ray Dalios entspricht auch meiner – ich finde es lohnt sich auch für die anderen das mal anzusehen.

    Leider muß ich hinzufügen:

    „Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“  (Ludwig v. Mises)

  69. Mattoc

    An die Amateur-Crashpropheten (ja, ich meine auch die mit den Biotechaktien 😉 , die ihre persönliche Meinung sprachlich gerne als unumstößliche Tatsache darstellen):

    https://stefansboersenblog.com/2018/03/09/fotoalbum-fuer-baerenmaerkte/

    An den Charts sieht man sehr schön, wie irrelevant vermeintliche Börsenzyklen sind. Kennt jemand von euch Wolfgang Bogen aus Berlin? Der versucht mit seinem Börsenbrief seit dem Jahr 1995 wissenschaftlich zu erklären, weshalb aufgrund von Börsenzyklen, die Weltwirtschaft am Ende ist und die Kurse fallen müssen…jeden Monat und jedes Jahr aufs Neue…

    Immer schön weiter investieren, weltweit. Nicht den Crashpropheten glauben. Nicht denjenigen glauben, die Bärenmärkte mit Wirtschaftszyklen begründen wollen. Fertig. Das ist mein Ratschlag.

    Die Börsen werden irgendwann wieder fallen (warum auch nicht?) es wird schlimm werden, und natürlich wird es auch dann wieder Propheten geben, die diesen Abschwung vorhergesehen haben und denen auch klar war, dass es so kommen musste, schließlich sind wir am Ende eines Börsenzyklus gewesen.

  70. Ralf

    Da hier mein Name Ralf als Blogleser im Artikel mehrmals auftaucht, muss ich mich ausnahmsweise doch wieder einmal beteiligen.

    Interessant ist zunehmend leider auch ein anderer Weg zur finanziellen Freiheit, wenn man es intelligent und klug gegenüber Behörden angeht: Hartz IV. Jede Menge Zeit für die Familie und Sport. Kein Stress mit dem Chef. Die Wohnung wird bezahlt. Natürlich ist das oft kein Zuckerschlecken. Aber gerade kinderreiche Familien mit einem schlecht verdienenden Alleinverdiener fahren mitunter gut damit. Beispiel:

    Wer eine vierköpfige Familie ernähren will, braucht laut Zahlen des Steuerzahlerbundes einen Bruttolohn von mindestens ca. 2500 €, um netto Hartz-IV-Niveau zu erreichen. Für eine fünfköpfige Familie sind demnach bereits rund 3300 € Brutto erforderlich. Immerhin ein Bruttostundenlohn von rund 20 € bei einer üblichen Vollzeitstelle. Heute oft nicht selbstverständlich in etlichen Jobs!

    Wie dieser aktuelle Artikel hier auch zeigt:

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/lohnabstandsgebot-101.html

    Finanzielle Freiheit an sich ist auch keine vollkommene Freiheit und oft mit großem Verzicht erkauft. Man ist oft ebenfalls von Geldquellen wie Dividenden und Mieteinnahmen etc. abhängig. Im Pflegefall greift das Sozialamt auf Vermögen zurück. Und der Finanzminister hat sicherlich weitere Pläne mit den Anlegern. Der Hartzler hat diese Probleme nicht, weil er nichts hat kann ihm nichts genommen werden. Und die ganz gewieften verstecken vorher Vermögen in Gold und Silber anonym.

     

     

  71. Ralf

    Hier ein aktueller Artikel auf Focus zum Thema Job und Hartz IV:

    https://www.focus.de/finanzen/news/hartz-iv-debatte-steuerzahlerbund-mahnt-an-hartz-iv-bringt-oft-mehr-geld-als-ein-job_id_8634586.html

    Ich kenne selbst zweier solcher Familien. Die Kids bekommen die Klassenreisen bezahlt und sind in der Musikschule (für uns zu teuer). Der Steuerzahler bezahlt. Wenn man dann noch auf ein Auto verzichten kann, reicht das auch.

    Viele verdienen unterm Strich nur wenige hundert Euro mehr als mit der staatlichen Stütze. Ich kann den Unmut solcher Leute verstehen. Mein Schwager ist Kaufmann (40 J.) und bekommt 3300 € Brutto mit drei Kindern. Mit Hartz IV ginge es ihm nicht viel schlechter. Und er hat viel Stress im Job.

  72. V

    Mattoc, mit was habe ich dich so geärgert, dass du stets deine Salven gegen mich schießt („Amateuer-Crashprophet“)?

    Die „Crashpropheten“ der Jahre 1925 bis 1929 wurden übrigens auch verlacht und verspottet – ewiger Wohlstand wurde verkündet. Zyklen gab es nicht mehr,  der technische Fortschritt hatte dieses Problem gelöst. Es konnte nur vorwärts gehen – plötzlich war alles anders. Und dann aus dem Nichts, ganz überraschend.

    Viele haben den Crash danach finanziell nicht überstanden. Wer sein Kapital breit gestreut hatte und finanziell überlebt hat, der hat irgendwann Mitte der 1950er Jahre wenigstens sein Kapital wieder gehabt. 25 Jahre später! Und das alles im Index des Weltkriegs-Gewinners, der nicht unbedingt eine Schablone für den Rest der Welt darstellt. In Deutschland z.B. hat die Währungsreform 1949 den notwendigen Schuldenschnitt gebracht um das System zu resetten. Die USA konnten als Gewinner darauf verzichten und profitierten zudem massiv vom Wiederaufbau.

    So viel zu den tollen Charts, bei dem dieser Blogersteller eine Wachstumskurve ins Jahr 2070 fortzeichnet! Auf selbigem Schaubild zeigt sich zudem wie sehr der DOW Jones auf dem logarithm. Chart seit der Great Depression nach oben weggelaufen ist. Selbst bei einem Zehnteln des Indexes am heutigen Tage wäre man noch auf einem konstanten Zinseszinswachtumstempo seit 1790 unterwegs (man könnte eine Gerade zeichnen). Alles okay in the long run, nur eben nicht für den, der jüngst gekauft hat. Es ist somit auch hier erhebliches Potential nach unten da, falls mal eine Abwärtsspirale in Gang käme.

    Ich sage nicht, dass es so weit kommen wird, denn die Staaten und Notenbanken werden eine Depressions-Spirale so weit und lange nicht mehr zulassen und vorher schon die notwendigen gewaltigen Einschnitte machen (z.B. Währungsreform, Schuldenschnitte).

    Aber dass es zu einer nächsten Krise kommen wird, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, auch wenn du „Professional“ das verneinst. Denn ich glaube nicht an ein „beautiful deleveraging“ wie in Ray Dalios Video am Ende erhofft.

    Die Notenbanken werden immer mehr ihrer eigenen Medizin geben müssen („Kreditexpansion“, „Geld drucken“) und die Dosierung um das System einigermaßen im Gleichgewicht zu halten wird immer schwieriger werden. Die extreme Schuldenexpansion nach der Great Recession hat inzwischen zu gewaltigen Ungleichgewichten geführt (immer mehr kreditunwürdige Schuldner haben sich massiv verschuldet). Das System ist noch viel unstabiler als vor 2008 geworden. Nur kaum einer will das wahrhaben oder hat es auf dem Radar.

    Wann diese Ungleichgewichte uns um die Ohren fliegen, kann keiner seriös sagen. Das könnte in den nächsten Jahren sein (was ich für wahrscheinlich halte), aber auch noch mal länger gut gehen. Die Kreativität der Staaten und Notenbanken darf man dabei nicht unterschätzen. Nur wird es dann umso heftiger knallen..

    Aber gut. Vielleicht habe ich es für dich auch nicht klar genug ausgedrückt, dass es sich um meine eigene Einschätzung handelt, von der ich „Amateur“ mit mehr als 20jähriger Börsenerfahrung und Hochschulabschluß in Wirtschaft 100% überzeugt bin. 😉

  73. Michael D.Michael D.

    @V
    Nichts gegen die Crashtheorien. Glaube ja auch, dass es irgendwann massiv runtergeht. Glaubt ja fast jeder, da muss man kein Prophet sein und auch nicht Max Otte heißen 😀

    Aber ist diese ganze „Schuldproblematik“ vielleicht auch nur in unseren Köpfen irgendwie verankert, weil man es in diversen Blättchen oder aus den Medien so verkauft bekommt? Und irgendwelche Finanzinstitute bzw. Ratingagenturen komische Wertungen verteilen?!

    Es ist ja alles von Menschenhand „erbaut“ bzw. konstruiert. Wer sagt dir, dass die Verschuldung von der USA (irgendetwas über 20 Billionen) viel oder wenig ist? Ja, man kann es in Bezug zur Wirtschaftsleistung oder anderem setzen. Aber ist das nicht auch nur eine beliebige, von Menschen festgesetzte Richtgröße? Wer sagt dir, dass ab einer Schuldenquote von 100, 120, 150, 200 % des BIPs es zu viel ist. Wieso kann man nicht auch 500 oder 1000% in der Zukunft verschuldet sein?

    Ich weiß schon… weil es Ratingagenturen, Regierungen, Bankinstitute usw. so kommunizieren. Aber was ist schlimm an noch höheren Verschuldungen? Wir (die Menschheit) kann sichs richten. Es ist „unser“ System. Vielleicht sollte man dies nicht ganz vergessen.

    Zumindest wäre (für mich) auch ein Szenario denkbar, dass der weltweite Finanzkollaps nicht stattfinden muss. Man muss nicht unbedingt weltweit die Schuldenkatastrophe ausrufen. Vielleicht gibt es auch andere Lösungen. Man kann sichs womöglich nur nicht vorstellen heutzutage, weil jeder in so fixen Bahnen denkt und glaubt, alles muss so kommen wie man es seit Jahren vorgekaut bekommt.

    Ich hoffe ich konnte meinen Gedankengang etwas vermitteln. Wollte jetzt keinen Roman schreiben 😉

  74. Mattoc

    @V

    Wer sein Kapital breit gestreut hatte und finanziell überlebt hat, der hat irgendwann Mitte der 1950er Jahre wenigstens sein Kapital wieder gehabt. 25 Jahre später!

    Das stimmt. Aber du setzt genau das Anlegerverhalten voraus, das man im Crash nicht an den Tag legen sollte. „Oh, der Crash kommt, ich habe keinen Bock mehr auf Börse und investiere nicht mehr.“ Warum machst du das? Du hast doch 20 Jahre Börsenerfahrung und ein Zertifikat in Wirtschaft.

    Vielmehr solltest du sagen:
    Wer 1925 einfach stetig weiter investiert hätte, hätte sein Kapital bereits nach 7 Jahren wieder gehabt.

    Und du könntest sagen:
    Wer genau einen Tag vor dem Crash in die Entnahmephase gegangen ist, hätte trotz des Crashs mit einem Depot aus 50% Aktien und 50% Anleihen 30 Jahre lang 4% aus dem Depot entnehmen können (betrachtet vom Wert vor dem Crash), ohne pleite zu gehen, denn der Aufschwung nach dem Crash hat die 4% Entnahme locker kompensiert.

    „Die Notenbanken werden immer mehr ihrer eigenen Medizin geben müssen („Kreditexpansion“, „Geld drucken“) und die Dosierung um das System einigermaßen im Gleichgewicht zu halten wird immer schwieriger werden. Die extreme Schuldenexpansion nach der Great Recession hat inzwischen zu gewaltigen Ungleichgewichten geführt (immer mehr kreditunwürdige Schuldner haben sich massiv verschuldet). Das System ist noch viel unstabiler als vor 2008 geworden. Nur kaum einer will das wahrhaben oder hat es auf dem Radar.“

    Das haben doch „alle“ auf dem Schirm: Die Finanzpornografie, Börsennachrichten, Talkshows, YouTube, Staatschefs. Ich habe bisher noch niemanden sagen hören. Wir haben so ein stabiles, geiles Finanzsystem. Läuft wie Sau und das noch Jahrzehnte. Niemand sagt das.

    Aber dass es zu einer nächsten Krise kommen wird, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, auch wenn du „Professional“ das verneinst.

    Hast du nicht gelesen, was ich geschrieben habe?
    Also: Ich sage, dass eine Krise irgendwann kommt, keiner weiß wann, einfach weiter machen, sich nicht verrückt machen lassen von Weltuntergangsstimmung und Crashpropheten wie Otte (Professional) und V (Amateur). Das Wort „Amateur“ beziehe ich auf alle Privatanleger, da diese Geldanlage nicht als Hauptgeschäft betreiben, sondern einen anderen Beruf haben. „Crashprophet“, ja das bist du, anders lassen sich deine Texte „Ich erwarte des Crash in den nächsten Jahren“ doch nicht verstehen. Und wenn du das wirklich denken würdest, müsstest du eher heute als morgen deine Aktien zu Gold machen.

    Die „Crashpropheten“ der Jahre 1925 bis 1929 wurden übrigens auch verlacht und verspottet – ewiger Wohlstand wurde verkündet.

    Crashpropheten wird es immer geben. Und es wird auch immer welche geben, die Recht behalten irgendwann. Es lässt sich leider nur nicht gewinnbringend ausnutzen. Das ist ähnlich, wie das Thema der Fondsmanager, die den Index schlagen.

     

  75. V

    Michael D.

    Aber was ist schlimm an noch höheren Verschuldungen? 

    Je höher die Verschuldung, desto niedriger muss der Zins für den Schuldner sein, damit der Schuldner die Schuldenlast noch tragen.

    Je niedriger der Zins, desto weniger bereit ist aber der Gläubiger Geld zu leihen.

    Für ein weiteres Wirtschaftswachtums braucht es neben Produktivitätsgewinnen auch eine Zunahme von Schulden.

    Die Notenbanken haben den Zins künstlich niedrig gehalten. Dadurch wurden massiv neue Schulden geschaffen. In der Amtszeit Obamas wurden z.B. die Staatsschulden der USA verdoppelt!!

    Das System funktioniert nur so lange wie von den Gläubigern geglaubt wird, dass sie ihr Geld zurückzubekommen. Gibt es Anzeichen, dass die Schuldner ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können, werden alle Gläubiger schlagartig Richtung Exit laufen und der Crash ist da.

    Die Höhe der Schulden ist somit eine wichtige Variable in der Gleichung. Und sie ist auf historisch hohen Niveaus.

    Wenn die Notenbanken 2008 nicht breit als Ersatz für die Gläubiger eingesprungen wären (als eigene Gläubiger) hätte sich das System schon 2008ff nicht mehr weiter getragen. Somit haben wir aktuell schon kein funktionierendes System mehr, da es ohne diese Manipulationen nicht mehr geht.

    Es gibt zwei Auswege aus diesem Dilemma, die nicht Crash, Hyperinflation oder Währungsreform heißen: Einer davon wäre kein wirklicher Ausweg: Krieg. Der andere wäre ein massiver Produktivitätssprung über Jahre hinweg, den ich so aber nicht sehe, da die Exponentialfunktion in der Natur und in der realen Wirtschaft ihre Grenzen hat.

  76. Michael D.Michael D.

    @V

    Ich kenne alle diese Gegebenheiten.

    Aber wer sagt dir, dass das genauso bleiben muss?
    Die Schulden sind jedes Jahr auf Rekordniveau. Ist nichts Neues 😉

    Deine Auswege sind vielleicht „deine“ Auswege. Aber vielleicht gibt es noch andere.
    An den PC, Raumfahrt, Blockchain hat vor 500 Jahren auch keiner zu träumen gewagt. Ist aber trotzdem alles gekommen.

    Abwarten und Tee trinken. Ich glaube jedenfalls nicht an die totale Vernichtung unseres Geldsystems. Ich glaube wir lassen uns etwas einfallen.
    Crashs ja, totaler Zusammenbruch nein.

    Du denkst in zu engen Grenzen 🙂

  77. V

    Mattoc

    Jede Zeit hat ihre Besonderheiten. 1929 waren viele Marktteilnehmer kreditgehebelt im Markt. Diese haben nie eine Erholung gesehen. Zudem kommen die psychologischen Effekte dazu. Kaum einer, der 1925 eine Ansparphase begonnen hat hätte diese die Jahre nach 1929 fortgeführt. Zumal er durch die Wirtschaftskrise höchstwahrscheinlich gar kein Geld zum Sparen gehabt hätte.

    Den Trinity-Quatsch, der sich nur auf den Dow Jones bezieht, kannst du stecken lassen. Selten so einen breit geglaubten und anerkannten Selbstbetrug in einer sozialen Gruppe gelesen wie diese Studie.

    Das Thema Crash war immer ein Thema an der Börse. In der Finanzkrise war es sogar hype. Ich gebe dir Recht, dass es genau dann meist nicht crasht. Allerdings glaubt diesen Meldungen inzwischen keiner mehr, daher nicht auf dem Radar. Es hat sich eine ziemliche Sorglosigkeit eingeschlichen. Wir sind in der Phase des Optimismus. Die Euphoriephase würde ich dem System noch für diesen Zyklus schenken, die fehlt noch (brauchte es allerdings im Zyklus von 2001 bis 2008 auch nicht). Immer mehr Leute träumen vom Reichtum an der Börse, die Youtube Kanäle dazu explodieren in den letzten Jahren geradezu. Genau das sind die Zeiten, bei denen die nächste Krise dann nicht mehr allzu weit ist. In Verbindung mit anziehenden Notenbanken und anderen Faktoren, die darauf hindeuten…

    Wer behauptet, dass man mit 100% Gold in einen Crash gehen sollte? Ich nicht! Gold/Silber bietet keinen 100% Schutz, es gab z.B. auch schon Verbote.

    Ich bereite mich allerdings derart vor, dass ich mit etwas breiter gestreuten Sachwertklassen (Aktien, Immo, Gold/Silber) in die nächste Krise gehe und mein Edelmetallanteil noch erheblich zu niedrig ist und ich diesen daher anpassen werde und derzeit fleißig und stetig daran arbeite.

  78. Michael D.Michael D.

    Ich würde es ganz gerne österreichisch ausdrücken:

    „Scheiß di ned on.“

    🙂

  79. Ich

    V says:

    Aber gut. Vielleicht habe ich es für dich auch nicht klar genug ausgedrückt, dass es sich um meine eigene Einschätzung handelt, von der ich „Amateur“ mit mehr als 20jähriger Börsenerfahrung und Hochschulabschluß in Wirtschaft 100% überzeugt bin.

    Also das ändert natürlich einiges.

     

     

  80. Mattoc

    @Michael D

    Genau so sehe ich das auch. Es ist auch irgendwie vermessen, anzunehmen, dass genau während unserer Lebenszeit die „Vernichtung“ oder zumindest ein „Reset“ (das Wort verwenden die Propheten auch gerne) des weltweiten Finanzsystems zu erwarten ist. Es gab und gibt zu jederzeit Menschen, die genau das annehmen. Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass es mit Krisen und Crashs genauso weiterläuft wie die letzten 200 Jahre.

    Außerdem kann ich mir persönlich auch sehr gut vorstellen, dass mit Automatisierung und Digitalisierung eine Revolution vor der Tür steht, die einen erheblichen weltweiten Produktivitätsschub geben wird.

    Immer positiv bleiben. 🙂

     

  81. steve

    Was wäre mit einem eleganten Ausweg der angeblich buchungstechnisch verboten ist?

    Die Fed EZB und all die anderen Banken können doch ihre ganzen Bonds auf 0 setzten. Wenn täte das weh haben sie doch mit selbst erfundenen Geld gekauft. Wundert mich das daran noch nicht mal ernsthaft gedacht wird.

  82. V

    Michael D.

    wer spricht denn von totalem Zusammenbruch?

    Es wird auch nach der nächsten riesigen Krise weiter gehen mit einem dann neuen System oder dem alten bereinigten System. Schuldenschnitte werden unausweichlich sein; Insolvenzverschleppung wird dieses mal nicht mehr funktionieren. Die Matrix wird einen Reset erfahren. Wer darauf wenigstens etwas vorbereitet war, der wird dann von höherem Niveau starten.

    Gefährlich wären Ansteckungseffekte; Schnell kann die Kontrolle von der Politik verloren werden (Aufstände, …).

    Wer nur daran glaubt, dass alles gut wird und „dieses mal doch alles anders ist“ („Welt verträgt dauerhaft irrsinnig hohe Schuldenniveaus und kann diese auch noch beliebig weiter steigern“), der denkt tatsächlich in zu engen Grenzen und macht einen der größten Investmentfehler.

    So viel von mir zu diesem ungeliebten Thema … von mir aus mache ich hier mal einen Punkt.

  83. Mattoc

    Den Trinity-Quatsch, der sich nur auf den Dow Jones bezieht, kannst du stecken lassen. Selten so einen breit geglaubten und anerkannten Selbstbetrug in einer sozialen Gruppe gelesen wie diese Studie.

    Das grundsätzliche und argumentationsfreie „Schimpfen“ ist auch ein typisches Verhalten, wenn Sachargumente nicht zur Verfügung stehen.

    Was sagst du denn dann zu Anlegern, die von Dividenden „leben“ wollen (in der Krise)?

  84. Mattoc

    Er hat „Reset“ gesagt. 🙂

    Wer nur daran glaubt, dass alles gut wird und „dieses mal doch alles anders ist“ („Welt verträgt dauerhaft irrsinnig hohe Schuldenniveaus und kann diese auch noch beliebig weiter steigern“), der denkt tatsächlich in zu engen Grenzen und macht einen der größten Investmentfehler.

    Wieso sollte diesmal alles anders sein? Meine Annahme ist, es bleibt alles so wie es ist. Krise hier, Krise da, am Ende eine durchschnittliche Rendite zwischen konservativen 4% bis 7%. Fertig ist die Laube.

    Du denkst doch, dass diesmal alles anders wird.

  85. V

    Ich

    Was dagegen? Mattoc hat mich zum Amateur erklärt. Ich sehe mich nicht als Amateur. Unter anderem habe eine Uni-Lehre in Volks- und Betriebswirtschaft genossen – mit Abschluss, der einem heutigen Master entspräche. Ich habe somit eine professionelle Ausbildung in diesem Bereich. Ich würde mich daher keinesfalls als Amateur bezeichnen.

  86. Markus

    @Mattoc

    Ich wäre an Deiner Stelle sehr demütig.

    V macht mindestens 20 – über 40 % p. a. über 10 Jahre, knappe 3 Millionen sind für ihn Spielgeld und er greift bei seinen konzentrierten Investments nie daneben!

    Jemanden mit diesen Fähigkeiten & diesem Wissen würde ich nicht unterschätzen was zukünftige Prognosen angeht…

    Er hat fast immer Recht!

  87. Mattoc

    @V

    Einverstanden. Dann bist du ein hervorragend ausgebildeter, professioneller Crashprophet, der den Reset des weltweiten Finanzsystems in „den nächsten Jahren“ vorhersagt und sich so aufstellt, dass er auf „erhöhtem Niveau“ nach dem „Reset“ von vorne beginnt.

  88. V

    steve

    Ja das ist einer der kreativen Auswege und entspricht de facto einem Schuldenschnitt. Das Problem ist, dass dadurch das Vertrauen in das Geldsystem einen kräftigen Schaden nehmen würde. Daher werden die Notenbanken die nächste Krise abwarten um solche Schritte umzusetzen, also wenn sie keine anderen Möglichkeiten mehr haben. Eine weitere kreative Variante, die dann kommen könnte, ist das Helikoptergeld zur Bekämpfung einer Deflationsspirale. In jedem Fall führen derartige Aktionen zu massiven Verwerfungen.

  89. Mattoc

    Nur mal so am Rande:

    Stimmung hier! Sehr gut. 🙂
    Ich mache mir erstmal ein Schnittchen.

  90. Ruby

    @steve

    ich würde deinen „Ausweg“ keineswegs als elegant bezeichnen. Selbstverständlich haben die Zentralbanken tiefe Taschen. Prominent Japan z.B. :

    Als Folge ihrer außergewöhnlich lockeren Geldpolitik ist die japanische Zentralbank zu einem der größten Aktionäre des Landes geworden. Nach Berechnung der Wirtschaftszeitung Nikkei ist die Bank von Japan nun mit einem Volumen von geschätzt mehr als 17 Billionen Yen (137 Milliarden Euro) nach dem staatlichen Pensionsfonds und der Anlagegesellschaft Blackrock der drittgrößte Anleger des Landes.

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/bank-von-japan-drittgroesster-aktionaer-japans-15079145.html

    Klar kann man sagen die BoJ kann auch 100% aller Japanischen Akiien und Anleihen kaufen, die EZB und Fed ebenso – die Frage ist nur: wo sind wir dann ? In einer DDR 3.0 ?

    Klar kann die derzeitige Bewertung der Aktien immer noch weiter steigen. Von mir aus kann die Shiller PE Ratio für den S&P auch noch über 45 steigen – und dann? Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, daß 10 Jahre danach das Ding noch weiter oben ist? Vielleicht doch eher unten?

    Nein Finanztricks werden nicht funktionieren denn irgendwann trifft die Phantasie auf die Realität – und dann kracht es.

    Und wenn wir gerade bei Japan sind – einfach mal den Langfristchart NIkkei seit 1989 (fast 40.000 Punkte) raussuchen – und dann noch mal das Argument überprüfen, daß Aktien langfristig immer steigen.

    Wunderschön steigende Aktienmärkte gab/gibt es  übrigens auch in Zimbabwe und Venezuela.

     

    Und nein ich bin kein Schwarzmaler – nur diese Naivität, daß alles so schrecklich einfach ist und man nur ein paar Aktien kaufen und ewig halten finde ich doch sehr erstaunlich.

  91. V

    Markus und Mattoc

    Jetzt wird es wirklich kindisch!

    Ich gebe (explizit gekennzeichnet) meine Meinung dar und werde dann hier als „Amateur“ bezeichnet. Dagegen wehren darf ich mich natürlich nicht, denn ich habe ja Dinge von mir preisgegeben, die euch nicht passen und die mich zu einer persona-non-grata machen.

    Tipp: Lest meine Postings einfach nicht und reagiert auch nicht mit Antworten oder Fragen darauf, wenn ihr der Meinung seid, dass sie von einem offensichtlichen Idioten kommen.

    Ich werde das bei Euren Postings ab sofort so machen. Denn Eure Antworten gehen langsam unter die Gürtellinie.

  92. Slazenger

    @all

    meine Börsenerfahrung reicht bis ins Jahr 1987 zurück, einige die hier mit diskutieren haben ähnlich lange Erfahrung an der Börse!

    Allerdings gibt es hier auch viele Newcomer die erst wenige Jahre Börsenerfahrung haben, die nichts anderes kennen als steigende Märkte, von daher finde ich es nicht verkehrt wenn z.B.  Jemand wie V. mit viel Erfahrung, auch mal davor warnt, dass es so nicht weiter gehen kann!

    Ob ein Crash kommt und wie der dann ausschaut, ich weiß es nicht, von daher bin ich sowohl bei V. als auch bei Mattoc!

    Jeder sollte sich so darauf vorbereiten wie er sich während eines Crash oder einer deutlichen Korrektur dann wohl fühlt , egal ob das dann Edelmetalle, Immos, Cash, oder Qualitätsaktien sind. ( am besten gut diversifiziert)

    Es muss nicht zwangsweise einen Crash geben, es kann einfach auch mal ein paar Jahre nach unten bzw. seitwärts laufen, keiner weiß es!

  93. Mattoc

    Und nein ich bin kein Schwarzmaler – nur diese Naivität, daß alles so schrecklich einfach ist und man nur ein paar Aktien kaufen und ewig halten finde ich doch sehr erstaunlich.

    Wenn das „ewig halten“ nicht gut ist, was ist denn dann deine Empfehlung?

  94. Markus

    @V

    Ich habe Dich nicht beleidigt noch als Amateur bezeichnet.

    Du bist ein Superinvestor!

  95. Mattoc

    @V

    Können wir gerne so machen.

    Allerdings war das Wort „Amateur“ von meiner Seite nicht so gemeint, wie du es auffasst. Ich wollte dich nur von den „professionellen, aus TV und Internet bekannten Crashpropheten“ abgrenzen. Das hatte ich oben ja bereits erklärt. Dann lassen wir es nun damit gut sein.

  96. Ruby

    @Mattoc

    Auch ich habe kein Patentrezept und keine Glaskugel – ich bin mir dessen aber auch bewusst.

    Ich empfehle eine derart stark gestiegene und noch steigende Anlageklasse schlicht zu reduzieren – man muss nicht immer voll investiert sein. Was aber nicht bedeutet dass man alle Aktien verkaufen und sich mit Konservendosen im Keller verbarrikadieren soll.

    Neben Anleihen und Cash gibt es auch noch physische Edelmetalle.

     

     

  97. -M

    Ich finde es immer wieder erstaunlich das man sich über mögliche Crashs so fetzen kann….

     

    falls es es dazu kommt geht die Welt nicht unter für:

    -Den Klugen Investor, der immer Pulver im Trockenen hat

    -Qualitätsunternehmen besitzt

    -stetig weiter kauft und cool bleibt, das angelegte Geld nicht benötigt

    -hartgesotten ist !!!

    …..was soll denn passieren ? Glaube nicht das man so 25jahre braucht bis es wieder gut läuft…

     

    ….falls es es dazu kommt ist es die HÖLLE:

    – für den blöden Investor, der 100% all in ist, oder dazu noch total mit Krediten spekuliert

    -geringe Qualität gekauft hat

    -bei dem Crash oder danach nie nachkauftoder schlimmer alles verkauft

    -Geld benötigt und verkaufen muss

    – zittrig ist!!

    letztere verlieren doch langfristig sowieso an der Börse ….unterhalten wir uns hier über die oder sind wir hier nicht eher die hartgesottenen die aus sowas als Gewinner hervorgehen und von den zittrigen schön zu ramschniveau alles abkaufen was geht und langfristig reich werden ???…

    -M

  98. Mattoc

    Fetzen kann man sich besonders gut zu folgenden Themen:

    1) Dividenden vs. Anteilsverkauf

    2) Selbstgenutzte Immobilie vs. Miete

    3) Finanzsystem, drohender Crash, Maßnahmen etc.

    4) Kryptozeug, P2P

    5) Optionshandel – Risiko und Chancen

    6) Aktien vs. ETF

     

    Damit bekommt man Traffic. 🙂

  99. -M

    Ok Mattoc da hast du wirklich wunde Punkte aufgezählt 🙂

    aber ehrlich bei Krisen trennt sich halt einfach die Spreu vom Weizen… die Leute die da versagen und alles verkaufen für die ist dann halt Börse ein Teufelszeug …

    … handelt man klug und kauft gerade dann zu Schnäppchenpreisen Qualität nach, läuft es langfristig gut …

    -M

  100. V

    Michael D.:

    Wer sagt denn, dass ich Angst habe? Ich habe keine Angst. Ich bereite mich nur vor und schließe damit eine Lücke in meiner Positionierung, die die letzten 9 Jahre zu 100% ultraoffensiv war. Und ich mache so etwas gerne noch bevor andere sich vorbereiten, ganz angstfrei und rational.

    Mattoc:

    Halte mich nicht für doof; ich registriere, wenn mich jemand verarschen möchte.

    Slazenger:

    Du hast Recht, manch ein Investoren-Bild liegt auch meiner Meinung nach daran, dass manche die andere Seite der Zyklen noch nicht erlebt haben.

     

  101. V

    M

    Tolle Sprüche. Ob du das tatsächlich so auch umsetzt siehst du erst wenn eine Krise da ist und du trotzdem standfest bleibst obwohl die meisten deines Umfeldes das Handtuch werfen und panisch verkaufen.

    99% der Leute, die wie du „reden“ würden das Geschrieben in einer Krise wie 1929 bis 1932 nicht durchziehen, selbst wenn sie da noch (genug) Arbeitseinkommen hätten. Unterschätze nie den psychologischen Faktor!

    Wer zu einem gewissen Grad vorbereitet ist, der schützt sich genau vor diesen psychologischen Effekten und hält extrem schwierige Phasen besser durch.

  102. Mattoc

    V

    Beruhige dich mal wieder.

    Deine fehlende Kritikfähigkeit ist kein gutes Zeichen.

  103. V

    An alle „Hartgesottenen“ wie M, Mattoc, Markus und Co.:

    Wie viele Krisen habt ihr denn eigentlich schon durchgemacht?

  104. -M

    Nun ja ich bin wirklich gelassen aktuell. Ich stehe auf langweilige nicht zyklische Investments, wenn’s knallt fallen die schonmal nicht so viel wie andere.

    ich halte einiges Pulver trocken…

    Glaube nicht das ich mental ein Problem bekomme…höchstens das ich nicht noch mehr kaufen kann irgendwann…..

    ..ich bin übrigens seit meinem ca. 14. Lebensjahr an der Börse tätig ca. Seit 2001/2002 weiß nicht genau, da habe ich von meinem Taschengeld Allianz Aktien gekauft. Kurs war damals 126€ … vergesse ich nie … zu 47€ habe ich die verkauft und in Arcandor gewechselt … der Rest ist Gechichte…

    …die Lektion vergesse ich nie mehr. Denn hätte ich bis heute Allianz gehalten wäre das ein schönes Investment gewesen (auf das damalige Geld bezogen)

    2008 war ich heiß darauf zu kaufen, hatte aber kein Geld (Ausbildungsbeginn und andere Ausgaben in der Familie wo ich helfen musste). Richtig los geht es erst seit einigen Jahren, aber wie der Hase läuft weiß ich.

    …wenn es knallt stell ich nen Eimer raus, so viel ist sicher …

    -M

  105. Mattoc

    Ich bin seit 1998 an der Börse. Habe in den ersten Jahren nur mit Optionsscheinen gehandelt, ohne zu wissen, was das überhaupt bedeutet. Dadurch habe ich viel (vorhandenes) Lehrgeld bezahlt.

    Dann habe ich mir irgendwann aufgrund einer Empfehlung in einem Börsenmagazin für einen für mich relativ hohen Betrag Deutsche Bank Aktien gekauft, und diese mit einem schönen Gewinn einige Monate (noch vor dem Crash) wieder verkauft. Dann wüsste ich nicht, was ich mit dem nun zur Verfügung stehenden Geld machen sollte (welche Aktie nun?).

    Diese Entscheidung hat mir dann ein Versicherungsmakler abgenommen, der für hohe Provisionen mein Geld in Aktienfonds angelegt hat. Diese habe ich dann „sicherheitshalber“ im Verlust „panisch“ liquidiert…

    Und irgendwann habe ich dann verstanden, dass

    – Regelmäßiges Kaufen UND Verkaufen schlecht ist

    – Hebelprodukte Teufelszeug sind

    – Versicherungsmakler nicht gebraucht werden

    – Chartanalyse wurscht ist

    – TV-Beriichterstattung gar nicht hilft

    So habe ich 2008 gut überstanden.
    Kaufen und nicht wieder Verkaufen. Und das möglichst breit gestreut. Das hilft. Von Einzelaktien habe ich keine Ahnung.

  106. V

    Mattoc, du hast auch ne Menge Erfahrung gemacht.

    Was spricht aber dagegen nicht immer nur zu reagieren, sondern aktiv zu agieren? Du weißt doch auch wie der Hase läuft, hast schon zwei Zyklen mitgemacht….

    Für mich ist die Börsenampel nach dieser langen Aufwärtsphase auf gelb umgesprungen, daher bereite ich mich jetzt bereits durch (kleine) Umschichtungen auf die nächste rote Phase vor (die droht noch heftiger zu werden als die 2008er).

  107. Mattoc

    Aber rückbetrachtend war das Erlebnis mit der Deutschen Bank besonders wichtig.

    1. Ich habe die Aktie nicht gekauft, weil ich von dem Unternehmen überzeugt war, sondern, weil sie in einem Börsenmagazin empfohlen wurde.

    2. Ich habe die Aktie nicht verkauft, weil ich von dem Unternehmen nicht mehr überzeugt war, sondern weil ich deutlich im Plus war

    3. Ich wusste danach nicht, welche Aktie ich nun kaufen soll.

    Als ich später darüber nachgedacht habe, ist mir klargeworden, dass ich bei Fonds (später dann ETFs) deutlich besser aufgehoben bin, denn dann muss ich mir über das Verkaufen von einzelnen Unternehmen keine Gedanken mehr machen. Die Indizes bereinigen sich selbst, und mir reicht die durchschnittliche Performance der großen Indizes. Ich kann damit deutlich besser schlafen als mit Einzelaktien.

  108. Ruby

    Wirtschaftskrise ist wenn der Nachbar den Job verliert – Depression ist wenn man selbst die Existenz verliert….

     

     

  109. V

    – Regelmäßiges Kaufen UND Verkaufen schlecht ist

    -> für LongTermLong Investoren sicherlich richtig. Bei schwankungsintensiven Werten oder zu erkennenden Zyklen aber der Renditeturbo eines Traders

    – Hebelprodukte Teufelszeug sind

    -> ja, damit kann man sein Depot killen oder auch mega aufpimpen. Ich habe von 2004 bis 2009 unzählige K.O. und OS Scheine getradet und mich dabei sehr nach vorne gebracht und einen gewissen Grundstein gelegt. Von den Gewinnen habe ich einen guten Teil meines steuerfreien Aktienbestands aufgebaut, da ich hieraus immer Aktien gekauft habe.

    – Versicherungsmakler nicht gebraucht werden

    -> korrekt

    – Chartanalyse wurscht ist

    -> Chartanalyse funktioniert oft super, weil sie die Psychologie der Masse abbildet. Man muss aber in Verbindung mit anderen Faktoren zu einer Entscheidung kommen und nicht auf Basis des Charts alleine….

    – TV-Berichterstattung gar nicht hilft

    -> wenn man in diese Berichterstattungen Kontraindikationen hineinliest, v.a. was die Psychologie angeht, dann kann sie sogar hilfreich sein; ansonsten stimme ich zu

  110. Mattoc

    Ich weiß noch in 2008, dass alle von „dieser Finanzkrise“ gesprochen haben. Aber das operative Geschäft in Deutschland und der Welt hat doch wunderbar weiter funktioniert für fast alle Menschen. Die Leute waren in den Kneipen, der Bäcker hatte Brötchen und die Menschen sind in den Urlaub geflogen. Abgesehen von den massiv gefallenen Börsenkursen und dem Bankentheater war das in der Praxis „kein Ereignis“.

    Auch bei meinem Arbeitgeber ist kein Stress ausgebrochen.

    Und wenn es noch etwas schlimmer wird, dann werde ich es auch aushalten. Man muss einfach weitermachen (möglichst gleichmäßig). Nicht ständig die Strategie ändern. Einfach durch und das angelegte Kapital mental als „verkonsumiert“ betrachten.

    Vor allen Dingen hat doch 2008 gezeigt (Steuerzahler hin oder her), dass ALLE, die irgendwas zu sagen haben, ein Interesse daran haben, dass nicht alles den Bach runtergeht. Auch die globalen Konzerne wollen doch die Strukturen aufrecht erhalten. Ich kann mir kein Ereignis vorstellen, dass nicht „irgendwie“ unter Inkaufnahme vermeintlich drastischer Nachteile (Was ist eigentlich mit Griechenland?) zu lösen wäre…

     

  111. V

    Ich habe auf der Höhe der Finanzkrise meinen Job verloren – 2008/2009. Obwohl ich hochqualifiziert und im IT Bereich mit langjähriger Erfahrung tätig war gestaltete sich die Jobsuche als extrem schwierig, da kein Arbeitgeber eingestellt hat. Alle Einstellungsstopp.

    Als ich dann beim neuen Arbeitgeber anfing waren die Autobahnen bei der Hin und Rückfahrt stets richtig leer, da weniger Waren transportiert wurden. Heute sind dort regelmäßig lange Staus, vollgestopft durch LKWs.

    Also meine Beobachtungen sind ganz andere. Vielleicht musst du besser beobachten?

  112. V

    Griechenland, Targetsalden (Italien, Frankreich, ….)-> Deutschland bürgt.

    Diese Probleme wurden alle vertagt. Sie sind aber nicht gelöst. Spätestens in der nächsten Krise gibt es das böse Erwachen. Und dann werden die Deutschen sehen wie teuer das Abenteuer Europa wirklich für sie ist. Sie werden es mit noch kleineren Renten und noch mehr Altersarmut bezahlen.

  113. Mattoc

    Aktuell ist es auf jeden Fall überall voll mit Autos, Menschen und Waren, egal wo. Das sehe ich auch so.

  114. Ex-Studentin

    @Andrea

    Du bist sehr genügsam! Die meisten meiner Jugendprobleme fallen unter Luxusprobleme (je nach dem mit wem man vergleicht). Meine Kindheit und Jugend war in Summe schön. Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass ich es leichter gehabt hätte. Ich musste mir gefühlt vieles erkämpfen, was andere hinterher geschmissen bekamen. Familienurlaub hieß bei uns „Oma besuchen“. Deutschland habe ich erst nach dem Abitur das erste Mal verlassen. Meine Kindheit auf dem Land war sehr cool, da kannte ich alle im Dorf und wir haben viel draußen gespielt. Wir sind dann allerdings umgezogen als ich 10 war und ich verlor meinen Freundeskreis. Meine neuen Freunde sah ich dann nur in der Schule (30km weiter) und am Wochenende. In meinem neuen Wohnort selbst hatte ich kaum Anschluss. Unter der Woche musste ich mich deswegen irgendwie selbst beschäftigen und habe z.B. Japanisch gelernt, ein paar Akkorde auf der Gitarre geklimpert und sehr viel Zeit am PC verbracht.

    @Ralf

    Ja, manch ein Arbeitnehmer steht schlechter dar als jemand mit Hartz 4 und vielen Kindern. Gleichzeitig denke ich mir: In der Zeit ohne oder mit erwachsenen Kindern bekommt man das gleiche Gehalt bzw. ist Doppelverdiener, während Hartz 4-Paare weniger Geld bekommen. Aktuell spare ich deswegen sehr viel, damit ich es in einkommenschwachen Jahren dann mal leichter habe.

  115. KievKiev

    Ein Crash würde mir in den nächsten Jahren auch sehr entgegen kommen. Hartgesotten bin ich vermutlich nicht. Nachrichten, TV schaue ich aber nicht mehr. Somit habe ich das Rauschen bereits reduziert. Immerhin habe ich seid der Spitze des Bitcoin Booms vergebens nach einer Short Option gesucht. Falls es eine gab lag es an meiner Unfähigkeit sie zu finden. Dann ist es wohl auch besser, dass ich keine gefunden habe. Ich habe als Alternative auch Nvidia in Betracht gezogen. Ich wollte dort aber nicht auf Short gehen, da ich nirgends den Anteil am Mining klar erkennen konnte. Nvidia gefällt mir und ich wollte auch nicht über eine Ecke spekulieren. Und ich bin der Meinung, dass man mit Short langfristig verliert. Wenn ich Hartgesotten wäre würde ich zumindest short auf den Index gehen. Das geht ja auch gehebelt. Mancher Hedgefond setzt ja bereits speziell gegen Südländer wie Italien.

    Aber das ist nicht mein Stil. Es ist vermutlich auch schwierig bei einer Korrektur den idealen Verkaufszeitpunkt zu finden. Langfristig verliert man ja. Da ist der Einkauf wesentlich leichter. Da fange ich vermutlich mit größeren Investitionen schon vor dem Boden an und freue mich wenn es weiter bergab geht. Dadurch bekomme ich schließlich mehr Anteile von den Unternehmen fürs Geld. Und ich werde vermutlich hauptsächlich bei dem langweiligen msci World und emerging markets bleiben, die ich dann durch die nächsten Krisen und Korrekturen einfach behalten werde. Wenn in der nächsten Dekade genug Cashflow vorhanden ist werde ich bei einer weiteren Korrektur soweit möglich wieder günstig verstärkt nachkaufen. Ansonsten stur in kleineren Dimensionen über die ganze Laufzeit durch investieren.

    Ich habe den Wunsch Qualitätsaktien einfach günstig kaufen zu können. Ich gehe davon aus, dass diese langfristig die Standard Rendite bringen. Und wenn es diesmal langfristig tatsächlich etwas weniger Rendite geben sollte so ist es auch ok. Die Unternehmen werden auch weiterhin Geld verdienen. Der Crash wäre nur ein schöner Renditeturbo für den Aufbau des Depots.

  116. Ruby

    V hat bereits die ungedeckten Verbindlichkeiten in der Eurozone angesprochen, die bei der nächsten Krise zum tragen kommen könnten.

    Hier der offizielle Graph der Bundesbank zum Target2 Saldo

    https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Statistiken/Zeitreihen_Datenbanken/Makrooekonomische_Zeitreihen/its_details_charts_node.html?nsc=true&https=1&tsId=BBFI1.M.N.DE.4F.S121.S1.LE.A.FA.O.F2___T2.S._T.N.N

    Ich hoffe jedem ist halbwegs klar was wohl passieren würde falls ein etwas größeres Südland in der EU nicht mehr bereit ist weiter Defizite gegenüber D zu machen und die Karten auf den Tisch legt.

    Ich wünsche mir keineswegs eine grössere Krise – einfach nur zu denken dass man da billig nachkaufen kann ist wirklich naiv. Nun gut wir als einzelner haben es nicht in der Hand – aber darauf freuen sollten wir uns nicht. Denn es kann sich völlig anders ausgestalten als wir glauben.

  117. Mattoc

    @Ruby

    Das sind doch alles nur theoretische Betrachtungen. Es wird immer der Weltuntergang beschrien, das war 2008 so, das war und ist bei der Griechenland-Krise und anderen südeuropäischen Ländern so, beim Brexit, bei der Trump-Wahl, nun bei Handelszöllen….

    Es war bisher immer der gleiche Verlauf. Und die Sonne ist dennoch jeden Morgen wieder aufgegangen. Das ist inzwischen meine schlichte Sicht auf die Dinge, weil ich alles andere sowieso nicht beeinflussen kann. Und wenn es zum Äußersten (Bürgerkrieg, Verlust der staatlichen Aufsicht) kommt, dann hilft einem auch keine Immobilie, kein Gold. Dann hilft einem nur noch ein Revolver.

  118. Der Aktienanfänger

    Ich sehe es mit dem evtl. kommenden Crash aufgrund meiner Aktiensparpläne sehr entspannt. Dann kaufe ich bei niedrigen Kursen halt mehr Anteile. Auch mit 1,75 % Gebühren lässt es sich, wie ich persönlich finde, damit entspannter leben,

  119. KievKiev

    @ Ruby

    Ich hatte nur vor Short auf Bitcoin zu gehen, nicht gegen Italien zu wetten. Im ersten Fall ist definitiv zu viel Gier im Markt. Bei dem zweiten muss es zwangsläufig Reformen geben. Die Schuld sollte man auch als erstes bei sich selbst suchen bevor man andere dafür verantwortlich macht. Warum spekulieren denn überhaupt gewisse HedgeFonds gegen das ein oder andere Südland? Das liegt nicht in meiner Hand.

    Ich sehe die Aktienbewegungen entspannt und bin auch langfristig von Wachstum überzeugt. Gier und Angst wechseln sich aber immer ab. Das kann ich auch nicht ändern. Die letzten Jahre gab es einfach eine Rendite oberhalb der mittleren zu erwartenden Steigung. Somit wird sich das wie auch immer der mittleren Steigung wieder annähern. Ein Crash wäre für mich schön, aber es kann auch eine seitwärtsbewegung sein. Im Falle eines Crashs gehe ich davon aus, dass es durch Angst gute Einstiegsmöglichkeiten geben wird. Da ich von Wachstum einer mittleren Rate überzeugt bin gehe ich hier von einem sehr guten Einstiegszeitpunkt aus. Ansonsten investiere ich permanent in Aktien und warte nicht eine Dekade auf eine sich ergebene Gelegenheit.

    Falls mein Einkaufen in den Markt mit Gefühlen in Verbindung gebracht werden soll, dann sehe ich es so. Ich möchte die Hartgesottenen unterstützen, die ihrer Buy & Hold Strategie treu geblieben sind und nicht verkauft haben und gegebenenfalls selbst nachkaufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *