Früh-Ruhestand: Der Weg in die finanzielle Freiheit

Mit Geduld kannst du mit Aktien enorme Gewinne einfahren und zuweilen aus 10.000 Euro Einsatz eine Million Euro machen. Klar kommt das nicht oft vor, aber es gibt einige dieser Dauerläufer-Aktien. Es geht auch einfacher. Mit einem gewöhnlichen ETF kannst du ebenfalls Millionär werden. Mit 4.000 Euro im Jahr kannst du es nach 35 Jahren auf knapp eine Million Euro schaffen. Es liegt am Zinseszins.

Also zu sparen und zu investieren macht Sinn. Es macht dich freier. Du kannst früher in den Ruhestand und hast mehr Wahlmöglichkeiten im Leben. Dafür musst du Verzichten können. Der Wiener Selfmade-Millionär und Immobilien-Unternehmer Gerald Hörhan redet Klartext. Er sagt, die Anspruchshaltung der Menschen sei einfach zu hoch. Es fange schon beim Wohnraum an:

Das Problem ist auch, dass viele in der Fabelwelt leben. Ich möchte eine neue zentral gelegene Wohnung und am liebsten fast nichts dafür bezahlen.

Hörhan merkst du übrigens seinen Wohlstand nicht an. Er bezeichnet sich als “Investment-Punk”. Ich denke, wenn der durchschnittliche konsumsüchtige Pleite-Mensch “Millionär” hört, stellt er sich einen Kerl in einem maßgeschneiderten Seidenanzug vor, der ein Luxusauto fährt, und ein Haus im Wert von mehr als einer Million Euro besitzt. Das ist das trügerische Bild, das viele Leute im Kopf haben.

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Was macht dich zum Millionär? Es zählt nicht, wie viel Geld du verdienst, sondern was du mit deinem Geld MACHST, nachdem du es verdient hast. Pass schon bei den vielen kleinen Ausgaben auf. Ein kleines Leck kann ein großes Schiff zum Sinken bringen.

Austin Kish wurde zur Vermieterin: Wohnungen und Wohnwagen in Kalifornien

Mich begeistern Erfolgsgeschichten von Menschen, die es in die finanzielle Freiheit geschafft haben oder auf dem Weg dorthin sind. Nimm Austin Kish. Die alleinerziehende Mutter erhält keinen Unterhalt. Sie lebt in der Bay Area Kaliforniens – ohne ihre Familie in der Nähe. Sie hat keinen Highschool-Abschluss, ging nicht auf eine Hochschule. Aber, was ihr geholfen hat: “Meine Eltern waren immer Unternehmer und mein Vater hat mir schon in jungen Jahren Finanzwissen beigebracht.”

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Als junge Erwachsene erhielt sie in ihrem ersten Job Firmenaktien. Vor drei Jahren kaufte sie sich einen Wohnwagen der Marke Airstream. Für sich und ihren Sohn zum Campen. So begann ihr kleiner Nebenjob. Sie listete den Airstream bei Outdoorsy, um ihn an andere Leuten zu vermieten, wenn sie ihn nicht brauchte. Im ersten Jahr generierte sie 20.000 US-Dollar an Mieteinnahmen. Es war zufällig genau die Summe, die sie für das Gefährt bezahlt hatte. Und im zweiten Jahr kaufte Austin Kish einen zweiten Camper. Beide generierten 36.000 US-Dollar an Mieteinnahmen.

Der Outdoor-Trend spielt ihr in die Karten

Letztes Jahr hat sie ein drittes Wohnmobil gekauft. Es läuft so gut. Der Outdoor-Trend füllt ihre Taschen. “Während der Pandemie fragte ich meinen Vermieter, ob ich den Raum über meiner freistehenden Garage umbauen und zusammen mit meinem Mietvertrag untervermieten kann, er stimmte zu und nannte mir sogar einen Preis für den Kauf des gesamten Hauses. Ich habe mein Einkommen aus der Wohnmobilvermietung genommen, um ein Badezimmer, eine Küche und ein Schlafzimmer hinzuzufügen.”

Letzten Monat, als sie 35 Jahre alt wurde, kaufte sie das Haus ihres Vermieters, ihr erstes Eigenheim mit einem Atelierraum über der freistehenden Garage. Sie zahlt für ihre Hypotheken, Steuern und Versicherungen ungefähr 4.500 Dollar im Monat. Sie vermietet die Hälfte ihres Hauses an eine andere Alleinerziehende für 1.500 Dollar im Monat. Ihre Ein-Zimmer-Wohnung vermietet sie für zusätzliche 1.500 Dollar im Monat. Und sie hat ja ein Wohnmobil annonciert – in einem Teil des zwei Hektar großen Grundstücks steht es. Das bringt weitere 1.500 Dollar pro Monat. Sie hat steuerliche Vorteile, weil sie Teile der Hypothek und Abschreibungen gelten machen kann.

Vermieten ist viel Arbeit

Das Vermieten ist aber ein Knochenjob, gibt sie zu. Austin Kish freut sich deshalb riesig über Fünf-Sterne-Bewertungen auf Airbnb. “Manchmal bin ich müde von meinen Nebenjobs und ein wenig ausgebrannt. Ich schimpfe dann mit meinem Kind. Aber dann atme ich tief durch und schaue in mein friedliches Zuhause, das viele Menschen glücklich macht. Und auf mein tolles Kind. Ich denke daran, wie weit ich gekommen bin und wie viel ich dabei gelernt habe. Trotz aller persönlichen Rückschläge denke ich, dass ich immer auf dem richtigen Weg war.” Sie möchte finanziell frei werden und macht enorme Fortschritte.

Lynn ist finanziell frei

Lynn Desjardins Smith ging in die Frührente. Sie hat aber nach einer Phase des Relaxens wieder vier kleine Nebenjobs angenommen. Sie hatte so viele attraktive Angebote bekommen. Trotzdem kann sie tagsüber lange Pausen machen, die Natur und viele Freiheiten genießen.


Auf Facebook schreibt sie:

Ich habe viel darüber nachgedacht, ob ich mich Rentner nennen darf. Als ich im Juni 2019 finanziell frei wurde, habe ich die Vollzeitstelle aufgegeben. Aber mir werden immer wieder diese unglaublichen Möglichkeiten angeboten. Jetzt habe ich wieder mit 4 Teilzeitjobs! Meine Freunde sagen, dass ich am Ruhestand gescheitert bin.

Alle diese Nebenjobs sind weniger als 20 Stunden pro Woche und sehr flexibel. Sie machen meistens Spaß.

Fühle ich mich also immer noch im Ruhestand? Ja und hier ist der Grund….
1. Bis in die frühen Morgenstunden kann ich lesen, wenn ich will, da keine frühen Verpflichtungen.
2. Ich kann so lange bei meinem Kaffee sitzen, wie ich möchte.
3. Ich kann mittags Besorgungen machen.
4. Zum Trainieren hab ich immer Zeit.
Die Finanzielle Freiheit gibt mir die Möglichkeit, Chancen wahrzunehmen, die andere aufgrund ihres Hauptberufs ablehnen müssen.

Mia Pham ist kurz vorm Frühruhestand

Im Juni 2027 will Mia Pham in den Ruhestand gehen. Pham, eine Bundesbeamtin, wird 44 Jahre alt sein, wenn sie und ihr Ehemann – der 48 Jahre alt sein wird – in die Freiheit gehen wollen. Mit beiden Kindern wollen sie eine Weltreise machen.

Sie ist erfolgreich. Laut einem Artikel von “Business Insider” hat ihr Mann ungefähr den gleichen Depotstand. Ihr gesamtes Nettokapital beträgt knapp 2 Millionen Dollar. Außerdem haben beide mit 62 Zugang zu ihren Bundesbehörden-Pensionen. Was sie angespart haben, ist eine enorme Leistung!

Business Insider hat in ihr Depot geschaut und bestätigt, dass Pham bereits über 1 Million Dollar zusammen hat. Das ist beeindruckend, wenn du bedenkst, dass sie zwei Kinder hat und in San Diego lebt. Die kalifornische Küstenstadt hat notorisch hohe Lebenshaltungskosten.

Einen Kritikpunkt höre ich an der Bewegung der finanziellen Freiheit immer wieder:

Früh in Rente zu gehen ist cool. Aber was bringt es dir, wenn du extrem sparsam leben musst? Nicht jeder hasst seinen Job. Ich liebe meinen Job. Ich behalte ihn. 

Ja, das kann jeder machen, wie er/sie denkt. Das Schöne ist die Wahlfreiheit. Du musst nicht mehr im Alter arbeiten, wenn du keine Lust mehr darauf hast. Wer einen Sack voll Schulden und keine Rücklagen hat, der muss vermutlich bis ins hohe Alter schuften.

Obwohl Phams Depot vom Gatten getrennt ist, sind die Ziele der Ehegatten identisch.

Wie Du finanziell frei wirst? Lerne von den Freien

  1. Früh fangen mit dem Investieren. Manche fangen schon in der Schule an. Sie lernen das theoretische und praktische Konzept früh. Die Macht des Zinseszinses verstehen sie.
  2. Sie erhöhen ihre Investitionsrate im Laufe der Zeit. Weil Aktien/ETFs mehr Rendite bringen, setzen die meisten schwerpunktmässig auf die Börse (statt Immobilien). Sie  automatisieren das Investieren per Sparplan. Es erfordert Disziplin.
  3. Sie leben unter ihren Verhältnissen. Sie könnten sich mehr leisten, tun es aber nicht, weil ihr langfristiges Ziel wichtiger für sie ist. Gekocht wird meist zuhause. Ein sparsames Auto steht in der Regel vor der Tür. Repariert wird nach der Do-it-yourself-Methode alles, was möglich ist. Second Hand ist keine Sünde.
  4. Die Lebensstil-Inflation bekämpfen sie. Mit ihrem Alter steigen nicht ihre Konsumwünsche. Sie leben bodenständig und bescheiden.
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  1. Hi Tim
    Deine Artikel sind immer inspirierend. Finanzielle Unabhängigkeit ist ein Ziel, das erreicht werden kann. Es ist möglich und es gibt zahlreiche Beispiele für Leute, die es in absehbarer Zeit erreichen.
    Beste Grüsse

      1. Meine absolute Zustimmung dafür! Danke für dein unermüdliches Mantra, dein Blog ist Gold wert !!!!!
        Viele liebe Grüße und alles Gute für dich, Sabsi

  2. Thema Garten.
    Natürlich soll man die Stunden im Garten nicht zählen und finanziell bewerten.
    Ich bin im Sommerhalbjahr gerne viele Stunden im Garten dies mindert den Stress und hält mich fit. Andere Zahlen Geld um in einem geschlossenen Raum Stunden auf Fahrräder oder Laufbändern verbringen zu dürfen. Da mache ich lieber etwas produktives. Well ich die Rosen schneide so treiben sie neu aus und machen schöne Blüten die mir täglich Freude bereiten. Wenn ich den Rasen mähe ermöglicht dies das Aufstellen eines Plantschbeckens in dem mein Sohn viele glückliche Stunden verbringt.
    Wenn ich die Minze giesse bedankt sich diese mit dem ausschütten von wohlriechenden Ölen.
    Gemüsereste werden kompostiert. Der eigene Kompost sorgt für den Dünger im Garten und verbessert den Ertrag.
    Arbeiten im Garten hält fit.
    Arbeit im Garten baut Stress ab.
    Arbeit im Garten macht glücklich weil der Effekt der Arbeit sofort sichtbar ist.
    Wenn man mit den Äpfeln aus dem eigenen Garten mit dem Sohn selber Apfelsaft herstellen kann zeigt dem kleinen die Naturnähe die wir auf dem Land pflegen.

    1. Mir macht die Gartenarbeit auch Spass. Manchmal bereue ich, dass ich keinen mehr habe (nur ein paar große Blumenkübel auf dem Dach).

      1. Spaß bei der Gartenarbeit und am Ernten ist das eine. Wenn der Garten groß genug ist, in einigen Bereichen auch “Anarchie” zuzulassen, werden sich mit etwas Glück dort interessante Gäste ansiedeln oder zu Besuch kommen – Wildkräuter, Schmetterlinge, Raupen, Käfer, Libellen, … auch in Kulturlandschaften ist die Natur abwechslungsreicher, als man gemeinhin annimmt. Unser Garten ist eine 5-Sterne Wellness-Oase für Wildbienen und andere Insekten. Für mich sehr (ent)spannend, dieses muntere Treiben zu beobachten 😉

  3. Vielen Dank Tim für diesen Artikel!
    Durch dein Mantra bleibe ich immer dabei, die Kosten nicht ausufern zu lassen und die Sparquote (mittlerweile 84% (!)) zu halten.
    Mögest du die Motivation nie verlieren.

      1. Hi domi, genaue Zahlen möchte ich keine nennen nur soviel dass ich eine sehr lange Ausbildung mit noch längerer Durststrecke im Einkommen hinnehmen musste und ich nun eine dankbare “Aufwandsentschädigung” erhalte, bei gleichzeitig sehr bescheidenem Lebenstil.

  4. Ich möchte mich ebenfalls bedanken! An Konsum kommt mir nur noch ins Haus, das mir echten Mehrwert bietet, hier aber dafür Qualität (soweit eben möglich, bei Geräten mit geplanter Obsoleszenz wird es leider schwierig, alles kann man nicht selbst reparieren, vor allem Smartphones haben oft recht schnell ihre Macken). Statussymbole brauche ich nicht, aber eine gewisse Mindestqualität möchte ich haben, dafür kaufe ich das Teil dann nicht dreimal, sondern nur einmal, weil es länger hält. Auch bei Lebensmitteln kaufen wir Qualität, vieles regional und vom Bauern, das schmeckt auch ganz anders! Selber kochen ebenfalls, es ist mir nicht nur zu teuer auswärts, es schmeckt mir auch schlicht nicht! Meistens ist es mir zu fett und/oder zu süß oder es sind überhaupt aufgetaute Fertigprodukte, das muss ich beim besten Willen nicht haben und meinem Körper antun. Vor der Pandemie waren wir immer wieder einmal bei Ausflügen wo essen und ich habe mich jedesmal über die “Qualität” geärgert, brav dafür bezahlt und es hinterher bereut. Jetzt vertrage ich diese Kost überhaupt nicht mehr bzw. hole mir nur noch in ausgewählten Lokalen etwas Selbstgemachtes (Bio-Eis z.B., das schmeckt man dann auch).
    Allgemein gibt es m.M.n. große Sparpotentiale bei der Mobilität, bei Hobbys/Freizeit und beim (kleinen) Eigenheim, hier z.B. mit eigenem Garten, eigenem Holzofen, Regenwassernutzung etc., hier gibt es viel Spielraum, vor allem am Land und wenn man handwerklich talentiert ist. Und natürlich Schulden meiden, wo es geht bzw. tilgen, so schnell wie möglich (bei Immobilien)!

  5. @Lynn Desjardins Smith:
    ich kann sie so gut verstehen. Nachdem ich vor 10 Monaten mein Angestellten-Dasein an den Nagel gehängt hatte und dachte jetzt geniese ich die finanzielle Freiheit tun sich lauter Angebote und Chancen auf. Vermutlich auch weil man wieder einen freien Kopf für andere Dinge hat und offener durchs Leben geht. Jetzt plane ich gerade das dritte Unternehmen zu gründen, langsam gehe ich damit wieder Richtung Vollbeschäftigung. Der entscheidende Vorteil ist jedoch: es fühlt sich trotzdem wie “Rente” an, einfach weil man nichts muss. Auch wenn man die finanzielle Freiheit im eigentlichen Sinne nicht erreichen sollte, sondern “nur” ein schönes Polster hat, lässt sich damit die Freiheit schaffen neue Dinge auszuprobieren. Die meisten Menschen (auch ich) haben ziemlich Angst davor etwas fundamental zu ändern. Ein finanzielles Sicherheitspolster ermutigt einen zum Sprung.
    Tims ständiges Mantra und die Motivation die er vermittelt zeigen einen tollen Weg dahin auf.
    @Tim: ich folge deinem Blog schon sehr lange, Danke das du mich mit auf den Weg gebracht hast.

  6. Hallo Tim,

    Sehr interessante Beispiele, wie man erfolgreich etwas angehen kann.

    Ich finde Gerald Hörhan allerdings nicht unbedingt Bodenständig. Er kauft sich teure Autos und kehrt in teuren Restaurants ein. Seine Art und Weise, wie er sein Wissen kommuniziert, ist alles andere als Bodenständug, sondern des öfteren geprägt von Hochmut und auch etwas Arroganz.
    Er hat auch einen Sohn mit einer Freundin zusammen ohne verpartnert zu sein bzw sie waren es glaube ich auch nie. Es ging lediglich darum ein gemeinsames Kind zu haben. Er hat Angst sich fest zu binden/heiraten wegen seinen Vermögen, hat er im Interview gesagt.
    Das Bodenständige ist eher seine Eigenvermarktung. Aber lebt er es ernsthaft?

    1. Hallo Paluma, ich finde seine Aussagen über die verschwenderische Mittelschicht zutreffend. Er kann das gut beschreiben, was vielfach falsch läuft. Ich hatte immer den Eindruck, dass er selbst sehr bodenständig lebt – vielleicht macht er das heute anders. Keine Ahnung. Zu seinem Lebenskonzept (ob Heirat oder nicht) – dazu kann ich mir kein Urteil erlauben.

      1. Für einen Investmentbanker mit sehr vielen Wohneinheiten lebt er wahrscheinlich schon eher human.
        Ich fand jetzt seine Familienplanung nicht unbedingt Bodenständig. Da denkt man doch eher. Aha – so machen das wohl die Reichen?

        Seine Aussagen über die Mittelschicht treffen natürlich weitgehend zu.

        Vielleicht ist auch Bodenständig einfach das falsche Wort für Gerald Hörhan?

    2. Bodenständigkeit ist natürlich immer relativ zu sehen. Ich kenne seine genauen Vermögensverhältnisse nicht, aber in irgendeinem Video war mal von etwa 200 Mietobjekten die Rede. Was er sonst noch so alles besitzt, weiß ich nicht.

      Warum sollte er sich dann nicht auch entsprechende Annehmlichkeiten gönnen? Ich schätze ihn als klug genug ein, dass er nicht über seine Verhältnisse lebt. 🙂

      1. Wenn man Google Bodenständig eingibt, dann kommt als erstes:

        “[1] alteingesessen, ansässig, beheimatet, einheimisch, grundständig, heimisch, verankert, verwurzelt. [2] durchschnittlich, normal, unprätentiös. Beispiele: [1] Die Bewohner dieses Tals gelten als besonders bodenständige Leute.”

        Wenn man natürlich mit Bodenständig nur definiert, das die Ausgaben im Verhältnis mit dem Einkommen sind, dann ist der Hörhan natürlich Bodenständig 🙂

        Deswegen hatte ich es auch mit dem gemeinsamen Kind mit der Freundin aufgeführt. Aber ich weiss schon auf was Tim mit dem Begriff hinaus wollte.

  7. Es braucht nicht viel (Materielles) um glücklich zu sein! Tims Botschaft ist ein wichtiger Gegenpol zu der Konsumideologie mit der wir durch die Medien zugeballert werden. Der eigene Garten muss es aber nicht sein. Hatte ich und habe das irgendwann eher als Belastung empfunden, mich ständig darum kümmern zu müssen. Außerdem ist es mit längeren Reise sehr schwierig. Es ist wie beim Haus. Du hast den Garten, aber der Garten hat auch dich. Bin da eher minimalistisch eingestellt. Weniger ist mehr! Gilt auch für Haus und Garten.

  8. “Das Vermieten ist aber ein Knochenjob, gibt sie zu”

    Vermute ich auch und habe auch schon einiges Negatives (Mietnomaden, Messis, die Rolling Stones etc) gehört.
    Habe ja schon seit Jahren als Alternative Vonovia, Deutsche Wohnen und LEG.
    Zudem war von mir auch mal die Idee eines Garageninvestments angedacht.
    70,–im Monat X 12= (840 X 25) = 21.000,– Gute Garagen kosten aber 25.000,– also KGV jenseits der 25. Haken dran, ich habe so viel gesucht und nichts rentables gefunden!
    Schau ich mir da dagegen meine Vonovia an, KGV= 9,1 und locker 3% Dividende – ohne irgendwie sich noch groß persönlich zu engagieren.
    ich bleib dabei und bau meine Positionen in Immobilienaktien kontinuierlich aus – bequem und Risiko arm.
    Gut, es soll ja einen Herrn Kühnert geben der ein Wohnungsbauministerium erhalten soll, zumindest hat er ja nicht für Enteignung gestimmt.
    Denk und hoffe aber gegen die Blackrocks, State Streets und Vangards kann Kevin eh nicht anstinken. Nicht mal das BVG!
    Bin der Meinung und hoffe natürlich Investitionen in Immo Aktien können eine echte Alternative darstellen.
    Schwimme momentan im Cash und muss dringend was tun!

    1. Es ist meines Erachtens schon eine andere Asset Klasse, zumal Du sehr starkes Aktienmarktexposure enthalten hast. Schwankungen etc. Deswegen finde ich die direkte Überstellung von direkter Vermietung und Immobilienaktiengesellschaften sowie Reits nicht richtig passend.

      Direkte Vermietung: Gibt nix zu beschönigen, mitunter Arbeit. Andererseits: Ich habe nur Wohnungen mit Cashflow größer 1.000/Monat, so dass sich der Aufwand zum Ertrag angemessen skaliert, und die Mieter gut steuerbar sind.. Meiste Arbeit liegt bei den Verwaltungen, deren Kosten wenigstens in der Steuererklärung angesetzt werden können (worum sich wieder der StB aufwandsschonend kümmert, was auch wiederum absetzbar ist 🙂 ). Alles in allem geht es, aber ja, wenn man plötzliche Probleme und Anrufe während der Arbeit/Urlaub weniger mag, kann‘s auch echt mal doof sein. P.S.: Und ich liebe meine Altbaubutzen einfach!!! Könnte sie streicheln. Aber keine Sorge, auch unter Renditegesichtspunkten lohnt es sich. 🙂

      1. Hmm, ich weiß nicht so recht. ich scheue die hohe Investition. momentan lebe ich in einer 55m2 ETW. Mein Traum war schon immer ein Haus, von mir aus auch ein RMH mit Garten.
        Der Traum ist aber in den letzten Jahren verpufft. Die Preise sind einfach viel zu hoch und zu schnell gestiegen und so langsam verabschiede ich mich von meinem Traum.
        Die jährliche Zuwachsrate kannst du gar nicht wegsparen. Man kann sagen, der Traum ist mir enteilt ;-). Schulden bei der Bank aufzunehmen möchte ich eigentlich nicht und mein schönes Depot verkaufen kommt auch nicht in Frage.
        Deshalb auch der hohe Cash Bestand den ich irgendwie reduzieren muss – aber alles Full In widerstrebt mir halt.
        Ich muss glaub ich muss im Moment mein Leben ein bisschen Neu erfinden 🙂

  9. Blackrock, ich kann es gut nachvollziehen.

    Manchmal liebäugele ich auch noch mit Immo-Investments. Aber gerade habe ich mein selbstgenutztes Haus etwas runterbezahlt, die Vermietungswohnungen sind absehbar (5 Jahre) steuerfrei realisierbar. Anfänglich hatte ich einen ganz schönen Debt-load, Jobwechsel usw. Es gab Tage, an denen habe ich das gespürt, wenn auch alles planmäßig durchgeführt werden konnte. Es fühlt sich heute gut an, dass der Leverage runtergeht. Bin mir deswegen auch Stand heute völlig unschlüssig, ob ich die behalte oder nach 10 Jahren drehe.

    Und ja, das ist nicht zu verschweigen: Für die Wohnungen hatte ich damals mein Depot geschlachtet. Da waren Vale drin, von denen ich richtig viele für im Mittel rd. 2 Euro das Stück gekauft hatte (nach dem Dammbruch). Ich muss weinen, wenn ich daran denke, was die mir ausschütten würden heute.

    1. Das ist wohl die Tim-Krankheit. Verkaufen möchte ich auch kein Stück! Von daher kann ich deinen Schmerz gut nachvollziehen!
      Ich muss mehr diversifizieren. Mein Aktienanteil und mein Festgeld ist einfach zu hoch. Im Moment liegt viel Cash bei der Rabo – BAnk, die haben mir aber gekündigt und das Geld wird demnächst bei mir auf dem Girokonto landen. Zudem erhalte ich zum Ende des Jahres nochmals einen höheren Betrag.
      Weltbank hab ich auch schon gestöbert…hmmm, Nein wirklich nicht. Für 1% nach Lettland oder Portugal ist nicht so mein Ding.
      Würde sagen Immoinvestment fängt so bei 200k an., um wirklich zu profitieren sollte natürlich der Großteil gehebelt über FK sein. Das ist mir aber wieder zu viel Risiko und Aufwand.
      Ich bin eben ein fauler Hund der sich über die monatlichen Dividendeneingänge freut, die bei seinem Broker auf dem Verrechnungskonto eingehen.
      Hut ab aber vor dir und allen anderen die wirklich für ihre Mehr-Rendite arbeiten sich anstrengen, was riskieren und Ideen haben.
      Ich bin sozusagen noch auf der Suche…

  10. Hehe Blackrock, ja den Traum vom Haus haben wir auch. Ein kleines Bungalow schwebt uns vor. Du beschreibst exakt unsere Gedankengänge… Hauspreise enteilen einem und Depot dafür verkaufen, niemals…. naja kommt Zeit kommt Rat, oder wie war das. Irgendwas passiert immer und am Ende schafft man es doch noch mit dem Haus.

    -M

    1. Vor ~5 Jahren war so ein kleiner Bungalow für 350k bei uns zu erwerben. Ich würde schätzen im Moment ca. 500k-600k. Ich hab damals auf so viel spekuliert auf höhere Zinsen, Arbeitsplatzverluste der anderen (bei den Daimlers) und so weiter. Alles ist nicht eingetreten!. Die Vermögenspreisinflation hat schon ganz schön zugeschlagen und hat uns hart erwischt.
      So schön es zwar ist das steigende Depot und die steigenden Preise für Immo Eigentum zu beobachten aber letztendlich zählt eben der Multiplikator zum Basispreis.
      Sprich 50% von 350k ist ne andere Hausnr. als 50% von 125k.

    2. Ja wir sind sehr froh, dass wir 2017 schon gekauft haben. Die Preise für Immobilien werden in unserer Region weiter steigen, da das Raumplanungshesetz das Umzonen in Bauland nur unter sehr restriktiven Bedinhungen zulässt. Vergleichbare Häuser wechseln heute 4 Jahre später den Besitzer für mindestens 50% mehr als unser Kaufpreis. Dies zeigt einerseits, dass wir wohl damals gut verhandelt haben odee glück hatten mit dem Verkäufer und dass die Marktpreise massiv steigen.
      Heute werden neue Einfamilienhäuser auf 200 bis 300qm Bauland gebautcwo soll man da noch Garten haben?

  11. Hi Tim,

    Ich lese Deine Artikel und schaue deinen YouTube Kanal seit geraumer Zeit. Du bist eine grosse Inspiration und Bringst hier eine tolle Community im Deutschsprachigen Raum zusammen. Danke für Deine Arbeit, Energie und ansteckende Leidenschaft!

    Ich bin 38 Jahre alt, lebe mit Familie im Ausland und arbeite in einem deutschen Großkonzern. Durch Dich habe ich mich vor zwei Jahren auch auf die Reise zur finanziellen Freiheit begeben. Ich hatte schon seit 2016 angefangen Geld auf die Seite zu legen, es aber noch nicht systematisch investiert, lediglich hier und da mal ein paar Aktien. Erst letztes Jahr während des Corona-Lockdowns habe ich dann systematisch mit Investitionen begonnen und natürlich auch entsprechend eine besonders hohe Rendite erzielen können – für die Motivation dranzubleiben natürlich klasse, wenn der Start ganz gut gelingt. Bis Endes diesen Jahres sind es dann etwas über 400.000 EUR, Ende 2023 möchte ich dann 500-600k investiert haben. Rechnerisch sollte „F.I.R.E.“ in 10 Jahren erreicht sein, aber darum geht es mir bei folgender Message an die Community gar nicht:

    Seit letztem Jahr habe ich das Gefühl, dass sich in meinem Kopf die Synapsen neu verknüpft haben: Frueher wurde das Belohnungssystem durch Konsum angeregt, heute ist es der Kauf von Aktien, immer im Hinterkopf, dass das Geld nun von Tag 1 an beginnt für mich zu arbeiten. Es ist eine viel viel größere Freude geworden mein Geld für investments auszugeben, als für unnötigen Konsum. Ich bin breit gestreut (in stillem Gedenken an Beate Sander) und freue mich daher ueber Wöchentliche Dividendeneingaenge. Wow! Was für eine Motivation dies für das Sparen bringt!

    Was ich hier allen mitgeben möchte, die noch unentschieden auf dem Zaun sitzen und noch nicht auf der Reise sind: Finanzielle Freiheit ist kein absolutes und fernes Ziel, dem man sich 30-40 Jahre bis zur Rente asketisch und dienend unterordnen muss, verbunden mit schmerzvollem Verzicht auf Wohlstand in seinen „besten Jahren“. Ja, momentaner Verzicht ist noetig und man kann ganz klar nicht alle erdenklichen Konsumwuensche stillen. ABER: Mit der Zeit überwiegt die Freude der zugewonnenen Freiheit ggü. all den bisherigen Konsumwuenschen.

    Die finanzielle Freiheit kommt Schritt für Schritt, unaufhaltsam, mit jedem Investment, mit jedem Aktienkauf – und sie beschleunigt sich mit der Zeit durch den Zinseszins. Ihr werdet merken, dass man nach einiger Zeit regelrecht gepackt wird von der Euphorie wenn die Dividenden mehr und mehr werden und regelmäßig eintrudeln. Und bei einer Buy-and-Hold-Strategie ist es unglaublich mit anzusehen, wie aus kleinen Investments manchmal auch 3- und 4-stellige zugewinne herauskommen koennen.

    “Costing Final Independence” ist das wichtige Stichwort: Man gleitet immer weiter in die finanzielle Freiheit, als ob man in den Sog eines Wasserfalls gerät. Auf dem Weg dorthin werden eure Freiheiten immer größer, Jobwechsel machen Euch weniger sorgen, lebenswichtige Entscheidungen sind nicht mehr existenzbedrohend, sondern können nach der inneren Stimme des Herzens entschieden werden. Finanzielle Freiheit kommt schleichend, aber unaufhaltsam und spürbar.

    Schon Konfuzius wusste vor 2.500 Jahen: „Der Weg ist das Ziel“. Aus meiner Sicht ist die Reise der finanziellen Freiheit bereits so belohnend wie das eigentliche Endziel.

    Fangt mit dem ersten Schritt an. Und dann Schritt für Schritt!

    Beste Grüße,

    BuyHoldRepeat

  12. @Immobilien: Man kann das nüchtern und rechnerisch betrachten. Aus Gutachter-Sicht:

    Die Immobilienpreise werden in vielen Regionen von D weiter steigen. Immer mehr Single-Haushalte, fehlende Anlagealternativen, ein in Teilen anhaltend unkontrollierte Migration (teils recht große Familien), nur noch wenig verfügbares Bauland (D ist im Vergleich großer EU-Länder recht dicht besiedelt), zunehmend Investoren aus dem Ausland und immer schärfere Bauvorschriften sowie steigende Kosten für Baumaterial, Bauland und Handwerker verschärfen diese Entwicklungen. Das ist eigentlich pure Mathematik und völlig logisch.

    Immobilien in vernünftiger Lage bleiben daher durchaus interessant. Machen aber auch Arbeit und gerade als Vermieter sollte man sein Mietklientel genau anschauen…

  13. #IBM
    Da mir persönlich Gartenarbeit ein Graus ist, wechsle ich mal das Thema, das mir ähnlich die Laune verdirbt, nämlich IBM, bzw. der Kurzverlauf der Aktie.
    Die einst stolze IBM ist anscheinend inzwischen ein Wrack. In den letzten 10 Jahren ist man mit der Aktie einschließlich Dividende gerade so über der Nulllinie, während der Gesamtmarkt so um die 100 % gestiegen ist. Den Vergleich mit den anderen BigTechs darf man schon gar nicht anstellen, ohne sprachlos zu werden.
    Leider habe ich nicht so konsequent wie W.B. meine IBM-Position glattgestellt und immer noch einen Restposten. Ich bin jetzt soweit sie zu liquidieren und in Facebook zu investieren.
    Wie seht ihr die Zukunft von IBM.

    1. Du solltest dir die Frage stellen ob es dir die freiwerdende Kohle aus deinem “Restposten” wert ist die Position zu verkaufen.
      Ich glaube nichts ist ärgerlicher eine Aktie besessen zu haben und kurz vor dem Turnaround verkauft zu haben.
      Wenn du glaubst diese Schmerzen ertragen zu können, dann natürlich verkaufen.

  14. Ergänzung:
    Statt Facebook ziehe ich für die frei werdende Kohle auch VALE in Erwägung, das ist der weltgrößte Produzent von Eisenerz mit einem KGV von 3 und einer Dividendenrendite von 17 %. Derzeit sicher nicht teuer. Hängt halt an der chinesischen Konjunktur und an der brasilianischen Inflationsrate. Andererseits haben Rohstoffe gerade eine ziemliche Rally,

    1. IBM hatte ich auch länger. Habe sie im Frühjahr 2019 verkauft, denn sie schafften die Wende einfach nicht. Bis heute scheint sich hieran nichts geändert zu haben, für mich ein klarer Verkaufskandidat.

      Tausch gegen VALE…
      Mache diesen Tausch besser nicht! B&H mit Rohstoffwerten funktioniert nicht, ein Langfrist-Chart spricht Bände. Und glaubst Du wirklich, dass die 17% Div. sicher sind??? Wenn ich mich recht entsinne, können hier auch noch sehr hohe Zahlungen aufgrund des Dammbruchs entstehen…

      Ist VALE billig? Zykliker verdienen “am Hoch” extrem gut, was ein niedriges KGV (=billig) “vorgaukelt”. Für mich wäre ein KGV von 3 hier ein Verkaufssignal… Ich habe mich aber nicht mit der Aktie beschäftigt!

      LG

      1. @ Felix

        Ich sehe es ähnlich wie Claus. Ich habe mir einmal den Chart von Eisenerz angesehen,da er das letzte mal sehr hoch war. Positiv für die Aktie ist der Einbruch des Eisenerz Preises. Ansonsten wäre wohl einiges mit der Katie im Argen. Die Firma habe ich nicht angesehen, aber die Bodenbildung ist vielleicht noch nicht erreicht. Falls Eisenerz einem Boden bildet und das Unternehmen solide aufgestellt ist kann man verhältnismäßig günstig einsteigen. Das eignet sich allerdings nicht für Buy and Hold, sondern sollte bei einem ordentlichen Eisenerz Preis wieder abgestoßen werden.

    2. Du machst den klassischen Fehler und kaufst Verlierer, weil sie “billig aussehen”. Das sollte nicht der einzige Grund sein eine Aktie zu kaufen.

  15. @IBM

    Wenn du mich fragst, hau die raus. Habe die zum Glück vor paar Jahren +-0 losbekommen. Wenn ich bei denen die Cloud sehe, wird es einem schlecht und von dem restlichen laden will ich gar nicht erst sprechen….

    Ein Schrecken mit Ende, aber es ist ein Ende:-)

  16. @ Aktiensparen

    Erst heute habe ich gelesen, dass die Altersvorsorge bei den Jüngeren (bis 30 Jahre) ein rückläufiges Thema ist. Auch wenn es durchaus Neuzugänge bei den Neobrokern gegeben hat. Von daher dient Tims Arbeit weiterhin als Inspiration für neue Leser. Falls es den ein oder anderen Bild Leser durch den Beitrag auf Tims Seite gelockt hat und er vielleicht etwas mit dem Thema anfangen kann umso besser.

    @ Altersarmut
    Ich könnte einmal einen Hinweis für angehende Senioren gebrauchen. Es geht nicht um Aktien, Umschichtung usw. sondern eher um nicht arm sterben für Dummies. Gibt es hier vielleicht von Finanztipp mit Josef Tenhagen einen Ratgeber wie man im Alter lebt, welche Kosten es gibt usw? Beispielsweise sollte die Kaltmiete nicht mehr als 30% des verfügbaren Einkommens vereinnahmen. Im Alter ist dies sicherlich noch wichtiger zu befolgen. Vor allem, wenn man zu zweit ist. Ansonsten wird das Verhältnis schlechter nach dem Tod einer Person. Auch wenn es durch Witwen Rente vielleicht etwas abgemildert wird. Das Magazin sollte vielleicht ein wenig zugänglich sein. Über Anregungen wäre ich dankbar.

  17. @Altersarmut
    Wenn die Inflation weiter steigt und auf hohem Niveau bestehen bleibt(was derzeit wahrscheinlich erscheint), müssen die Rechnungen bezüglich „Finanzielle Freiheit“ und „Nicht arm sterben“ neu gemacht werden.

  18. @Wolke, zur Inflation gehören auch steigende Löhne und in sofern auch Renten. Sachwerte wie Aktien sollten min mit der Inflation steigen. Gekniffen sind doch die mit Sichteinlagen, Lebensversicherungen. Sind das die, die an FF arbeiten?

  19. @ Wolke

    Meine Anfrage bezieht sich auf Menschen kurz vor der Rente. Sie haben weder Aktien noch ETFs und vermutlich eine sehr bescheidene Rente. Inflation kann längerfristig hoch bleiben oder auch nicht. Hat mit der Frage nicht unbedingt viel zu tun. Eine Art Richtlinien Katalog fände ich interessant wie beispielsweise eine maximale Miethöhe von 25% der Renteneinkünfte. Und am besten noch anschaulich dargestellt. Und nicht anklagend. Ich würde es den Menschen dann zukommen lassen, ob hier vielleicht ein paar Richtlinien weiterhelfen… Das Problem ist eigentlich offensichtlich. Wenn man bis zur Rente nicht ansatzweise vernünftig wirtschaften konnte, wird es im Anschluss vermutlich nicht schnell ändern können. Oder gibt es hier neben der Rentenauskunft auch eine Anlaufstelle? Vielleicht gibt die Rentenstelle auch diesbezüglich Auskünfte. Ich habe hier überhaupt keine Ahnung, kenne lediglich meinen eigenen Rentenbescheid mit den Versprechen von Zahlungen einer gewissen Höhe für mich von maximal zwei erwerbstätigen Menschen.
    @ Wolke
    Persönlich habe ich überhaupt keinen Stress mit Inflation. Ich bin sehr optimistisch was meine Job Perspektiven angeht.

    1. @Kiev
      Wir haben zwar relativ wenige Pensionierungen, aber diese bekommen ein 2tägiges Seminar, wo alle diese Fragen geklärt werden, der erste Tage schon 5 Jahre vor Renteneintritt, das andere ein paar Monate vorher. Wo das nicht angeboten wird gibt es sicherlich auch gute Bücher zum Thema oder vielleicht auch Beratungsstellen. Sind ja einige wichtige Fragen die man nicht mehr umkehren kann, wie beispielsweise bei uns Kapital- oder Rentenbezug etc.

  20. @ Tobs
    Digikala würde sehr gut meine Wachstumswerte ergänzen. Wäre vielleicht ein äquivalent zu Reliance Industries. Leider ist die minimale Investitionssumme völlig unpassend für mich. Da müsste mein Depot 4-8 mal höher stehen 🙁 Bei solchen Analysen könnte diese kleine Einschränkung vielleicht zu Anfang erwähnt werden.

    1. Hi Kiev, doof, dass man auch für das mittelbare Investment via Pomegranata einen schwedischen Broker braucht. Lorenz hat da so seine Spezialitäten…:-) Die meisten Werte (der “normale” Report) sind aber liquide Aktien (>1 Mrd. EUR) und die Special Reports (Lifetime members) sind in der Regel auch ohne weiteres zu bekommen.

      Wo wir beim Thema exotische Wachstumswerte sind: Neben Burcon Nutrascience (Cap rd. 150 Mio. USD) habe ich doch jetzt glatt mal angefangen auch einige Komo Plant Based Foods aufzusammeln – Cap. bei rd. 20 Mio. USD! Neben meinen Beyond Meat und Oatly habe ich damit mit mein Veganer Package geschnürt. Ich bin toleranter Geschäftsmann, soll heißen: Mache mit vegan nur Geschäfte und so Gott will auch Profit, selbst rühre ich aber kein veganes Zeug an – der Wurst-Baron Uli Hoeneß hat’s in der Bild doch wieder allen erklärt, wie gefährlich das Zeugs ist. 🙂

  21. @ Tobs

    Ich bin da schon fast wie ein alter Investor, der nur darin investiert was er einigermaßen verstehen kann. Bei E- Kommerz in Richtung Amazon, Burggraben und sehr niedrige Bewertung, junger Bevölkerung und bisher wenig erschlossenen Markt bin ich etwas angetan. Da bleibt für mich allein das politische Risiko bestehen.
    Neue Marken oder Produkte finde ich schwerer zu beurteilen. Ich habe hier nur China länger MOWI mit Lachszucht. Mit der Entwicklung bin ich zufrieden, aber sonst habe ich kaum Nahrungsmittel. Der Tech
    Sektor mit fairer Bewertung würde mir wesentlich besser gefallen.
    Bei dem schwedischen Konstrukt hatte ich meine ich auch etwas von derselben minimalen Investitionssumme gelesen. Im Prinzip würde ich dieses Geschäftsmodell gerne bei allen vielversprechenden Frontier Märkten durchführen. Schade, dass es dafür keinen ETF oder Fond gibt.

  22. @Kiev
    Ich bin eigentlich recht hartgesotten, habe Unternehmen aus China, zwei mit Exposure Afrika und auch sonst ist mit mein Exoten-Zirkus gut bestückt. Iran allerdings sind für mich die politischen Risiken überhaupt erst nicht greifbar. Andererseits schadet es meines Erachtens auch nie, einfach mal was in angemessenem Rahmen zu probieren, wenn man glaubt etwas erkannt zu haben.

    Komo ist natürlich ein Glücksritter-Griff und extrem (!) spekulativ, aber mit zunehmenden Depotumfang kann man am Rande auch mal was wagen. Und solche MicroCaps mit gutem Produkt in stark wachsendem Markt (Vegan wächst bekanntlich wie irre und die selbst werden gerade von immer mehr großen nordamerikanischen Handelsunternehmen gelistet) können schnell wachsen. Und ich gestehe, das Zeug sieht sogar nicht so unappetitlich auch. 🙂 Wenn sie nicht eigenständig überleben können, muss es nicht zwingend in die Insolvenz gehen, Aufkäufe etc. sind dann auch möglich. Aber klar, wenn das Geld weg ist, und das ist hier eine relevante Wahrscheinlichkeit, darf man hier sicherlich die Schuld dafür bei niemanden anderen als bei sich selbst suchen.

    1. @Der Domi

      „…Zur Inflation gehören steigende Löhne, Renten….Aktien „sollten“ mit der Inflation steigen…“

      Mir derartig „blauen Augen“ würde ich ganz dringend ein Geschichtsstudium empfehlen.
      Damit man eventuell nur mit einem „blauen Auge“ davonkommt.

  23. tja @Bruno,
    da sieht man ziemlich alt aus mit so Kram wie Unilever, BAT, Novartis, BASF, undsoweiterundsofort….. 🙂 so Zeugs käm mir nicht mehr in’s Depot wenn ich nochmal von vorne könnte, aber es ist wie es ist, und man kann sich auch an den schönen Dividenden freuen, wenn man es nicht besser wüsste 🙂

    1. ja im Nachhinein sind wir alle reich und schlau 🙂 Aber den Kursen nachrennen ist nicht so mein Ding, ich wehre mich gegen FOMO.

      Aber es gibt immer wieder neue Chancen, braucht halt etwas Geduld.

    2. Da sagst du was …

      Mich wundern ja immer die Anleger, die noch ganz am Anfang stehen und denen nichts Besseres einfällt, als der von dir genannte Kram … und die Aussicht auf die schönen Dividenden ;-

  24. @Rüdiger,
    gerade schreibt wieder so ein Bloggerburschi von Unilever als seiner neuen “Cash-Cow”, na dann mal viel Spass beim Melken 🙂

    @Bruno,
    warte auch auf Chancen hi hi…. muss sie aber erkennen können und dann den Mut haben, bei Deiner Tesla hatte ich ihn eben nicht. Ist eben schon bisschen ärgerlich, meine Novo-Nordisk über 100% im Plus und die ollen Novartis? Aber nun gut, man muss das Portfolio eben doch als Ganzes betrachten und da kann ich nicht maulen.

  25. @ Fit und Gesund

    So Zeug gehört in ein Depot aus Einzelwerten klar hinein. Diversifikation mit ausschließlich High Growth Werten bietet keine ausreichende Diversifizierung. Ansonsten könntest Du den Schwerpunkt in Tech Unternehmen aus Indien, China, Türkei und Iran setzen. Da bestehen vielleicht die höchsten Chancen auf Rendite. Kann allerdings bei hoher Gewichtung auch mächtig in die Hose gehen. Falls China bei Taiwan Nägel mit Köpfen machen will, oder die Mullahs neue Einfälle bekommen… Indien und Pakistan könnte auch kriseln oder vielleicht kommt eine große Überschwemmung. Bei Erdogan kann es auch immer negative Überraschungen geben. Wer weiß das schon?
    Retrospektiv hätte ich natürlich auch gerne vor Jahren All In und ein bisschen mehr bei Monster Beverage gemacht. Da finden sich immer bessere Möglichkeiten.
    Mark85 hätte auch besser seine ETFs in die Tonne geklopft und wäre all in Bitcoin gegangen. Da er allerdings weiter selbstbestimmt frei leben möchte macht er vermutlich so einen Mist nicht.

  26. @ Dividendenstrategie

    Meine Investition in PFB Kanada zeichnet sich als Qualitätswert aus. Die Dividende wird regelmäßig um 1ct erhöht. Sie liegt jetzt bei 11ct. Also um die 10% Steigerungen. Zusätzlich gibt es satte 1 CAD Sonderdividende pro Aktie was um die 5% entsprechen. Gab es letztes Jahr meine ich auch schon. Kursgewinne um 72% runden die Investition ab. Ich hätte mal besser ein paar mehr Stücke gekauft oder die Dividenden mit Zustupf zum Aufstocken genutzt.

  27. @Kiev
    Bewahr mich vor solchen Ländern, dann lieber Bitcoin 🙂
    Ich weiss, ich weiss… gab auch schon Zeiten wo diese lahmen Enten ganz hilfreich waren.
    Eine gesunde Mischung ist wohl am Besten, bisschen Mut tät gut 🙂 aber kein Übermut.

  28. @Fi+Gesund:
    Ich hab sie nicht, aber gib mal Konsorten wie einer Unilever Zeit – die kann auch paar Jahre seitwärts laufen und plötzlich nach oben ausbrechen, hat eine Nestle auch getan.

  29. @ Fit und Gesund

    Ich würde Aktien aus den vier Ländern eher nehmen als Bitcoin. Es ist für Alle was dabei. Aber natürlich würde ich weiterhin Aktien in den USA und Europa haben wollen. Falls die Wirtschaft noch einmal ins Stocken kommen sollte und man ein wenig von seinem Depot leben möchte, so sind doch Dividenden von BAT beispielsweise ganz nett. Das Unternehmen steht bei Dir in der Gunst weit unten. Folglich ist die Dividende eine Art Schmerzensgeld fürs Halten, die sicher nicht reinvestiert wird. Nehmen wir an in einer wirtschaftlichen schwierigen Lage sind Deine Novo Nordisk Aktien um 40% eingebrochen. Ist doch schön, wenn Du mit den Dividenden von BAT, Unilever und Co. einen lang ersehnten Urlaub antreten kannst. Ein Teilverkauf von Novo Nordisk täte hier vermutlich sehr weh. Auf lange Sicht kann man natürlich argumentieren, dass eine Aktie wie Novo Nordisk auch bei Verkauf nach so einem Einbruch besser gelaufen wäre. Mit richtiger Diversifizierung strebt man keine Überrendite in allen Werten in allen Phasen an. Das hat einen Preis.

    @ Tobs

    Ich investiere ebenfalls in Bereiche, die ich selbst nicht nutze. Nahrung und Kleidung kann ich aber schwer einschätzen. Bei meinen CoreCivic Aktien verzichte ich selbverständlich gerne auf eine Naturaldividende. Auch mit frugalistischen Hinterfragen der Kosten für einen gewünschten USA Roadtrip bleibe ich weiterhin dabei ein Wohnmobil fahren zu wollen oder in Hotels zu nächtigen als in meinem Unternehmen zu nächtigen.

  30. TSLA erinnert mich langsam an VW im 2008…. Bin mal gespannt wie & wo das endet, auf jeden Fall wurden heute einige Shorts gebraten.

    Ich mag Growth eigentlich mehr als Dividenden, aber aktuell halte ich eher als noch zuzukaufen (etwas ETF mehr nicht). Blöd ist es aktuell für jene, die viel Cash zur Verfügung haben und nicht mehr ewig Zeit haben. Da finde ich “Langweiliger” nicht das Dümmste und halt gestaffelt einsteigen. Die Zukunft kennen wir nicht kann gut und gerne nochmals 50-100% rauf oder auch jederzeit eine saftige Korrektur kommen.

  31. @TSLA Aktienkurs hängt vermutlich neben der Qualität auch an den Lieferzeiten der Konkurrenz. Wer kaum etwas produziert & verkauft kann nix verdienen. Ich bin nun Tesla gefahren und kann den Aktienkurs jetzt zumindest ein wenig verstehen.
    Modell 3 = 1-2 Monate
    VW ID.3 = >10 Monate
    VW ID.4 = >10 Monate
    BMW i4 = >10 Monate
    Audi Q4 = >13 Monate
    Audi eTron = >15 Monate
    Mercedes EQC = > 10 Monate
    VW eGolf = nicht bestellbar
    usw.
    https://www.carwow.de/ratgeber/elektroauto/lieferzeiten-elektroautos

    1. Ja ich weiss nicht wie die deutschen Hersteller das aufholen wollen, ist nicht einfach, und nächstes Jahr kommen die Chinesen nach Europa, z.B. MG ist näher an Tesla dran als VW, Akku, Preis/Leistung etc. bin neulich den Ford Mustang Mach-E gefahren, ist auch ein interessantes Paket. Ich bin v.a. von BMW enttäuscht, sie waren ja weit voraus mit dem i3 damals, aber haben den Anschluss irgendwie auch verschlafen.

  32. @Tobs,
    ja, ich weiss…. aber hören will ich es doch nicht 🙂

    @Kiev,
    die Chinesen sind mir zu undurchsichtig und irgendwie unsympathisch und so Mullah Brüder können mir bis an mein Lebensende gestohlen bleiben, Bitcoin ist halt Bitcoin 🙂
    Sollte Novo Nordisk mal einbrechen so würde ich zukaufen, ebenso bei Straumann, bei Logitech gibt es demnächst, also sogar morgen die Zahlen, da würd ich sehr gerne noch mehr von haben, Dätwyler ist mir davongelaufen, im Moment versuche ich im Bereich von Schweizer Midcaps noch bisschen was zu investieren, ich schaue jeden Morgen.
    Und die Dividende kann ich ja re-investieren, neues Geld kommt nicht mehr rein, die Rente wird ausgegeben. Sparen möchte ich nix mehr, ich möchte jetzt gut leben.

    @Bruno,
    mit dem Cash ist so eine Sache, ich muss was für eine spätere Innenrenovation übrig lassen und einen Notgroschen natürlich (nicht knapp bemessen) aber dann ist da halt immer noch was da und das möchte ich, wie Du beschreibst, gestaffelt anlegen. Klar ist mir natürlich dass es im Moment Alles ein wenig undurchsichtig ist, wie es weitergeht, Inflation etc, ich bin halt eher der Typ vorsichtig.
    Na ja, man muss sich da durchschlängeln.

    1. Ja würde ich auch ein Mittelding, wenn Du alles investierst und es kommt ein Crash regt man sich richtig auf, umgekehrt macht man nix und es geht nochmals richtig hoch ist auch doof. Und beide Szenarien würde ich mal nicht ausschliessen.

  33. Hallo Zusammen! Bei der Suche nach WP mit attraktiver Bewertung ist mir aufgefallen, dass laut Vanguard der A1JX51 (EM) ein KGV lt. Portfoliodaten in Höhe von 7,8 hat.
    Das macht mich stutzig, der XTracker EM (A12GVR) mit Benchmark MSCI EM, aber doch recht ähnlich von den größten Positionen, hat lt. DWS Seite ein KGV von 17,33.
    Das ist ja doch ein erheblicher Unterschied.
    Kann sich das jemand erklären, irgendwie kann ich den Vanguard Wert nicht glauben.
    VG

  34. @ Fit und Gesund

    Ich bin Optimist und jetzt auch Long in Bayer. Im Iran ist die durchschnittliche Bevölkerung um 15 Jahre jünger als in Deutschland. E-Kommerz hat sehr gute Voraussetzungen inkl. Burggraben. Und das ganze Thema hat noch nicht einmal nennenswert begonnen. Leider kann ich dort nicht investieren, da ich nach meinen Regeln maximal 10k€ in einem Tech Fond streuen würde.
    Die Politik ist sicherlich ein wesentlicher Aspekt für die äußerst günstige Bewertungen. Amis dürfen hier überhaupt nicht investieren. Dennoch haben die jungen Menschen vermutlich ähnliche Wünsche wie in anderen Ländern. Die Bevölkerung der USA hat sich vermutlich auch nicht stark mit der Abwahl Trump’s zum positiven oder negativen verändert. Auch wenn sie vielleicht ein etwas verlässicheres Bild durch ihren neuen Präsidenten geben.

    Ich werde meinen Kindern irgendwann Aktien oder besser ETFs übertragen. Auf lange Sicht sehe ich hierfür in Emerging Markets die besten Chancen. Mein Anteil ist hier verhältnismäßig hoch. Mein größter ETF ist der Vanguard Emerging Markets ETF. Meine größte Einzelaktienposition wird in einem Jahr vermutlich Reliance Industries (Indien) sein. Aber wer weiß? Vielleicht ist CTSO doch vorne oder CoreCivic. BKI als größte Position wäre äußerst schlecht für meine Gesamtperformance. Hier ist schließlich nicht viel Wachstum zu erwarten.

    Bitcoin, Tesla, S&P meide ich. Wenn Wolke in den Bereichen in einen Kaufrausch verfällt, so bin ich vermutlich dabei. Bis dahin bleibe ich hier an der Seitenlinie und habe keinen Stress.
    @ Ralf
    Zu Danaher gibt es ein gutes Update beim Aktienfinder. Hier kannst Du grob sehen warum die Aktie steht wo sie steht. Ein Einstieg drängt sich mir weiterhin nicht auf, aber Gewinne kann man auch einfach laufen lassen. Auch in Phasen der Überbewertung.

  35. @Kiev

    wenn Du Indien so magst, wäre da diese HDFC Bank nix für Dich? und Glückwunsch zu Deinen Bayer Aktien. CTSO möcht ich nicht geschenkt, aber der Garnixguru ist teilweise unterhaltsam, aber nur teilweise 🙂
    Bevor ich ein Arab-Investment tätigen würde würde ich 20x eher in Rohstoffe investieren, Lyn Alden Schwartzer hatte das mit dem Uranium super hinbekommen, jedoch ohne mich…, nun sollte Palladium dran sein, der stock heisst Sibanye Stillwater, hört sich eher an wie eine russische Schnapsmarke 🙂

  36. @ Fit und Gesund

    Ich weiß nicht, ob ich Indien so mag. Ich sehe hier einfach nur die Möglichkeit für sehr großes Wachstum. In westlichen Ländern könnte es auch eine Stagnation geben. Bei Wachstumswerten investiere ich lieber gleich in Wachstumsregionen. Diese Märkte sind darüber hinaus nicht sehr zugänglich für ausländische Wachstumsfirmen wie Amazon oder Alibaba.

    Bei Banken bin ich generell sehr vorsichtig. Die Entwicklung ist gerade in Emerging Markets rasant. Da werden Wege wie wir sie kennen teilweise übersprungen (Mobilfunk Netze und Geräte anstatt PCs). Vielleicht wird bereits in wenigen Jahren in Indien per Smartphone bezahlt? Die Infrastruktur ist schon heute da. Und auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten wie Super App usw. Ich bin long Alliance, da ich von der Firma einen online Marktplatz wie Amazon mit Burggraben erwarte. Sie sind darüber hinaus auch breit aufgestellt, was zumindest bei der Firma kein Nachteil zu sein scheint. Sie haben mich beispielsweise mit ihrem Engagement in Solar überrascht, wie ich kürzlich festgestellt habe. Falls es in Indien die Energiewende geben soll oder muss wird Reliance den Markt vermutlich dominieren. Schließlich haben chinesische Firmen es schwerer in Indien. Die Firma hat erst kürzlich in Deutschland zuschlagen:
    https://app.handelsblatt.com/technik/thespark/mukesh-ambani-solar-innovation-aus-deutschland-begeistert-asiens-reichsten-unternehmer/27701908.html?ticket=ST-6514785-jRwNEA7gc2zQDIhFPmYt-cas01.example.org
    Durch die breite Aufstellung habe ich mit Reliance den kompletten indischen Markt für mich abgedeckt.

    Bei der Recherche zu der Firma war ich von den zahlreichen Veränderungen der Firma angetan. Sie wird scheinbar in Bezug auf survival of the fittest sehr gut geführt. Das könnte längerfristig aber auch ein Risiko darstellen. Mit neuer Führung könnte es diesbezüglich an Innovationskraft stark einbüßen.

    Den Iran Boom habe ich völlig verpasst. Als ich den Sinn dahinter verstanden habe, waren die Werte bereits sehr hoch gestiegen. Da waren viele Andere Investoren schneller. Da kann ich nur gratulieren und verfalle nicht in FOMO Ängste. Andererseits sind Rohstoffe oft zyklisch zu sehen. Bei den meisten Uran Firmen muss man in Anbetracht des Kursanstiegs auch wieder einen Ausstiegspunkt finden. Diesbezüglich recherchiere ich lieber in Buy and Hold Firmen. Palladium kann ich mir gerade ohne Recherche nicht vorstellen, wieso es hier so einen Ansturm geben soll. Wird es in Akkus oder Solarzellen verwendet? Die Story hinter Uran ist für mich sehr plausibel.

  37. Hallo!

    Wieder einmal sehr inspirierender Artikel. Kann es sein (oder täusche ich mich vielleicht), dass in Deutschland solche Erfolgsgeschichten wie die dargestellten irgendwie negativer betrachtet werden als in den USA?

    Ich glaube das Hauptproblem ist in D immernoch das Mindset. In den USA wirst du als Erfolgsmensch gefeiert, in D kommen dann schon die ersten um die Ecke und machen deinen Erfolg schlecht. Teils aus Unwissenheit, teils aus Langeweile (Trolle), teils auch vielleicht einfach nur aus einem typisch deutschen Neid. Manche sprechen auch von der “Krabbenkorb-Parabel” (gibts sogar auf Wiki).

    Jedenfalls denke ich auch, dass finanzielle Freiheit zu erreichen möglich ist. Nur wenn das Mindset von Anfang an nicht stimmt oder man sich vom abweichendem Mindset der Umgebung irritieren lässt, wird die Sache schwierig.

    Bei Gerald Hörhan bin ich zwiegespalten: Einerseits schätze ich ihn und seinn kostenfreien Content auf YT sehr, andererseits denke ich mir immer: Wenn er tatsächlich Multimillionär mit zahlreichen Immobilien ist, wieso dann nicht einfach als “Finfluencer” das Business weiterbetreiben und eine “Academy” einfach unterlassen?

    Zwar kenne ich die Inhalte der Akademie nicht, aber Dr. Rainer Zitelmann ist hier irgendwie authentischer (ja, schwieriges Wort ich weiß). Er hat seine Immobilienmillionen, schreibt Bücher und gibt sein Wissen weiter.

    Nichtsdestotrotz: Wer es will, kann es schaffen. Ausreden sind aber leider immer schneller gefunden, als beharrlich und langfristig an Zielen zu arbeiten 🙂

    LG und weiter so

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