Familienvater Mitte 40: Ich fing spät mit dem Aktiensparen an. Aber besser spät als nie

„Eine der Lehren der Geschichte ist, dass die Zeiten, in denen die Preise hoch sind, genauso wenig anhalten, wie die schlechten Zeiten ewig dauern.“ Das sagt der Chef von Chevron, Michael Wirth, kürzlich bei der Vorlage der Quartalszahlen. Das trifft nicht nur auf die Ölpreise, sondern auch auf die Börse zu. Ich fand das Zitat klasse.

Ich erhielt einen spannenden Leserbrief von Moe, der erst mit Mitte 40 mit dem Investieren begann. Er sagt aber zurecht: Besser spät, als nie.

Hallo Tim,

zunächst einmal vielen Dank für deine Videos auf YouTube, die ich immer sehr interessiert und gerne anschaue. Nach all den Jahren habe ich für mich wohl erkannt, warum deine Videos so erfolgreich und sehenswert sind. Es liegt an der Einfachheit (absolut positiv gemeint). Du zeigst rund um New York das wahre Leben und dies ist nunmal für viele Menschen interessant, die z.B. auf Dokus stehen.

Nun zu mir, ich heiße Moe und wohne in Köln. Ich habe drei Kinder und bin leider erst seit ca. 2,5 Jahren in Aktien investiert. Wenn man Mitte 40 ist, kann man schon sagen, dass es relativ spät ist, um mit Aktiensparen zu beginnen, aber besser als nichts ist es allemal. Mein Portfolio habe ich so aufgebaut, dass jedes Kind irgendwann mal drei Aktienpositionen erben wird. Insgesamt habe ich derzeit neun Positionen. Ich konzentriere mich auf Dividendenaktien aus den USA und achte darauf, dass es (aus meiner Sicht) Qaulitätsfirmen sind, die vier Mal im Jahr Dividende zahlen. Angefangen im Januar, als drei Unternehmen eine Dividende zahlen, drei im Februar und drei im März. Dann je Quartal fortlaufend.

Das sind meine 9 Dividendenperlen

Bei allen Unternehmen habe ich mir etwas gedacht, so kann ich Nachts beruhigt schlafen, auch wenn es an der Börse turbulenter wird. Wenn du wissen möchtest, welche Werte ich besitze, dann kann ich es gerne ausführen:

  1. Comcast
  2. Merck & Co.
  3. Illinois Tool Works
  4. AT&T
  5. Texas Instruments
  6. Procter & Gamble
  7. Intel
  8. Walgreens
  9. 3M Co.

So bekomme ich jeden Monat meine Dividende.

Dies ist der derzeitige Stand und kann irgendwann an Positionen weiter anwachsen. Aber es ist jetzt schon schön, wenn man monatlich ordentlich Dividenden erhält, um diese wieder zunächst zu investieren. Dies ist in der heutigen Zeit ein schönes zusätzliches kleines Einkommen und ich spare weiter jeden Monat für Monat. Abgerechnet wird irgendwann am Ende. 😉

Ich arbeite im IT-Bereich für eine Versicherung

Meine Freunde nennen mich Moe. Ich bin in der IT im Bereich Telekommunikation tätig für einen Versicherer. Dort arbeite ich schon über zehn Jahren. Also ich bin auch verheiratet und wie gesagt, Vater von 3 Kindern, die auch selbst jeden Monat in den Vanguard FTSE All World ETF einzahlen. Genau genommen machen dies meine Frau und ich, da sie noch jung sind. Wohl aber wissen sie, was das ist und je größer sie werden, umso interessierter sind sie, ein passives Einkommen via Dividenden Aktien aufzubauen.

Relativ spät habe ich mit Aktien und ETF begonnen, dass soll meinen Kindern nicht genau so passieren. Klar kann man z.B. unserer Gesellschaft oder gar den Schulen die Schuld geben, das dass Thema Vermögensaufbau fast gar nicht gelehrt wird, aber es bringt nichts. Jeder sollte für sich frei entscheiden, aber zumindest informiert sein, dass es mehr gibt als nur Versicherungen, Bausparen und KEINE Zinsen auf Guthaben. 

Mein Depot habe ich bei der ING, der ETF-Sparplan ist dort kostenlos

Mein Depot habe ich bei der ING, was für Aktien nicht der günstigste Anbieter ist, aber da dort ETF‘s via Sparplan kostenlos ausgeführt werden, ab einem Euro, ist ING dann doch ein guter Broker, wie ich finde. Die Größe des Depots ist noch nicht nennenswert – leider (erst ca. 21.000 €). Aber das habe ich in 2,5 Jahren geschafft.

Klar habe ich anfangs schnell Geld verdienen wollen, aber das hat, oh Wunder, nicht geklappt. Ich habe insgesamt ein paar Tausend Euro in den Sand gesetzt. Erst nach ca. zwei Jahren fing ich an, mehr und mehr zu verstehen und habe tatsächlich Anfang des Jahres einige gute Trades gemacht mit Exxon, HP (bevor Warren Buffett eingestiegen ist) und T. Rowe Price. Ich habe gelernt, nicht zu gierig zu werden und alle 3 Unternehmen dann doch verkauft, obwohl ich sie halten wollte, da ich kein Trader im klassischen Sinn bin. Aber genau das hat mich zu meinen jetzigen Aktien gebracht und diese bereiten mir gerade jetzt in einer schwierigen Marktphase keine Bauchschmerzen.

Ich werde sie weiter halten und die Positionen ausbauen. Irgendwann eventuell,  kommen vielleicht noch drei weitere Positionen dazu. Zu viele möchte ich aber nicht haben, da ich es so sehe wie Charlie Munger. Er sagt ja, dass es nur eine Handvoll guter Unternehmen braucht, um ein glückliches Leben zu haben im übertragenen Sinne. (Das Foto ist ein Beistellbild).

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Asim
4 Monate zuvor

Hallo Moe,
viel Erfolg beim Aktien-ETF-Sparen. 21k in 2,5 Jahren sind solide. Je länger du dabei bist, desto stärker die Zinseszinswirkung, desto breiteres Lächeln.

Die US-Börsen beben. Ich finde das ausgezeichnet, so wie Mr. Burns das sagen würde. ? Täglich größere Rabattaktionen. Pump up the depot. Whoop whoop!

Asim
4 Monate zuvor

Der S&P500 kratzt am Bärenmarkt: 3.900/4.818 = 0,8095

Marco
4 Monate zuvor

Hallo Moe,
Ich bin auch bei der ING,die ist simpel und hat eine gute IT Sicherheit und sehr preiswert.
Grüße Marco

Petra
4 Monate zuvor

Hallo Moe, 
herzlichen Glückwunsch zu deinem Depot. Es ist wirklich nie zu spät. Ich würde mich niemals, mit anderen jüngeren Anlegern vergleichen. Dein eigenes Depot ist richtig und eine wertvolle eigenständige Leistung. Ich habe vor kuzem meinen ehemaligen Chef besucht, der mittlerweile 92 Jahre alt ist. Er ist wohlhabend und hat auch erst spät angefangen zu investieren ( eher 40 plus) Aufgrund seines Depots konnte er früher in Rente gehen und seinen Kinder einen guten Start ins Leben ermöglichen. Bei einem Depot muss man immer langfristig denken – wir werden immer älter und müssen unbedingt vorsorgen. Die Kinder meines ehem. Chefs investieren selbstverständlich auch. Sie haben Finanzbildung lebenslang vom Vater gelernt. Das gibst du auch deinen Kindern weiter – allein das ist unbezahlbar. Auf der Invest habe ich einen Vater gesehen, der mit seinen Sohn durch die Messe gegangen ist. Das fand ich super. Es gibt keine Alternative angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation. Ich wünsche viel Erfolg! Viele Grüsse Petra

Jupp
4 Monate zuvor

Einzelaktien sind scheisse. Besser nen Indexfond. Sieht man ja wohl bei Netflix, die kommen nicht mehr hoch bei diesen neuen Marktumfeld.

Guido
4 Monate zuvor
Antwort an  Jupp

Dann haben die ganzen Blogger aber so gar nichts mehr zu schreiben, wollen wir das ?

Ralf
4 Monate zuvor
Antwort an  Jupp

Aus dem Füllhorn allgemeinen Börsenwissens: Darum streut man auch bei Einzelwerten sein Risiko sinnvoll und legt nicht alle Eier in einen Korb. Auch ein Mix von ETFs und Aktien ist denkbar.

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Jupp

Dieses mal ist alles anders. Die Märkte werden sich nie mehr erholen. 🙂 Cool bleiben und Dividenden kassieren. Kurzweiliges Buch.

-M

Bruno
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Jetzt kriechen sie wieder alle aus ihren Löchern, Big Short, Stiglitz und sämtliche Crashpropheten sowieso, der endgültige totale Zusammenbruch des Finanzsystems steht kurz bevor 🙂

Deshalb habe ich gestern Meta gekauft, ich verabschiede mich dann in die virtuelle Welt wenn die reale nicht mehr existiert 😀

Ralf
4 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Meta finde ich eine gute Wahl. Märkte sind in der Praxis nicht immer so effizient wie in der Theorie. Darum ist z.B. auch ein Mix aus Aktien und ETFs eine möglicher Weg. Und der Schlaftabletten-Trick von Kostolany funktioniert weiterhin wenn die Qualität stimmt und Unternehmen in ihrem Segment die Nase vorn haben. Geduld ist halt gefragt.

Bruno
4 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Genau, habe ich ja ein Mix aus ca. 50% ETF und 50% Einzelwerte, fühle mich wohl damit. Schlussendlich ist das auch wichtig, es geht nicht “nur” um die Gesamtperformance, man muss sich auch wohl fühlen, damit man Zeiten wie diese übersteht und kein Blödsinn macht.

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Ich weiß noch als ich als Jugendlicher Allianz zu ca 43€ verkauft habe….. irgendwie 90% aller Firmen die ich jetzt nicht mehr besitze stehen jetzt höher als damals beim Verkauf. Ein Wahnsinn, wenn man sich jetzt verrückt macht. Besonderes ist am breiten Markt ja noch nicht gewesen. Tech bissl abgeschmolzen, jedoch seit 2020 eine irre Rally hingelegt und so Dinger wie CC, Pepsi, Nestle, JJ, P&G haben noch gar nichts verloren…..

-M

Bruno
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

ich ärgere mich noch heute, wo ich Amazon umgerechnet für ca. 40$ damals verkauft habe, sind dann zwar stark weiter gefallen und ich habe mir auf die Schultern geklopft, heute nicht mehr 😀

Value
4 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Mensch Bruno, da kann ich mithalten . . . . . ich habe Amazon zu 36€ wieder verkauft.

PS, war übrigens der einzige Wert den ich in 20 Jahren verkauft habe.

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Value

Hi schön das es dich auch noch gibt.

Seit dem ist es bestimmt dein Mahnmal, nichts mehr zu veräußern. So krasse Dinger hatte ich nie. Außer das ich zb Amazon, Google, PayPal uvm schon immer dachte “geile Firma” aber dann nie gekauft hatte. ..was auch blöd ist.

-M

Markus
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Da bin ich ganz bei dir. Es ist halt jedesmal immer anders! Gutes Buch!

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Markus

Seit dem Buch investiert meine Frau auch gerne “komm mir ja nicht mit einer Firma ohne 4% Divis an!”

Rechte linke Tasche stört sie nicht. 🙂

-M

MarcMitC
3 Monate zuvor
Antwort an  -M

Wer gezwungen ist Anteile zu veräußern, weil keine Dividenden ausgeschüttet werden, partizipiert stetig weniger am wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Warum man dabei immer noch von irgendwelche Taschen spricht? Mit bleibt dies wohl auf ewig schleierhaft…

Lejero
3 Monate zuvor
Antwort an  MarcMitC

Wenn der Markt effizient ist macht es keinen Unterschied ob Dividende ausgeschüttet wird oder stattdessen Anteile verkauft werden. Leider ist der Markt nicht immer effizient und es gibt Über- oder Untertreibungen bei einzelnen Werten. Mit einem Indexprodukt hält sich das ziemlich die Waage.
Wenn man ein großes Depot hat ist es aber steuerlich besser 1% zu verkaufen als zwangsweise z.B. 2% Dividende zu bekommen und versteuern zu müssen.

Ferdinand
4 Monate zuvor

Guten Morgen Moe, erstmal Glückwunsch zum Entschluss zu investieren ? und da ist es nach meiner Meinung vollkommen egal wann du anfängst?

Wichtig ist, dass ihr dies dann dauerhaft und regelmäßig macht und euren 3 Kindern den Spaß an finanzieller Bildung erhaltet.
Die ING ist für meinen Geschmack auch zu teuer für den Kauf von Aktien? jedoch bei ETF‘s günstig mit einer breiten Auswahl

Habe mich vor geraumer Zeit mit verschiedenen Neobrockern befasst und bei einem dort für uns noch ein Depot eröffnet.
Also weiterhin viel Erfolg mit euren Entscheidungen in Finanzen für eure Familie ???

Chris1
4 Monate zuvor

Bei Moe denke ich gleich an die Simpsons hehe
Toll dass er überhaupt angefangen hat und noch besser, dass seine Kinder früh von der Börse partizipieren werden.

Allerdings würde ich eine deutliche Erhöhung der Unternehmen empfehlen,mindestens 30.
Getreu dem Motto: Breit gestreut, ist nie bereut.
Wenn bei 9 Unternehmen 2 Probleme bekommen,tut das richtig weh.

Lad
4 Monate zuvor

Es kann viele Jahre dauern, bis ein Spekulant oder Dividenden-Investor aus Europa erkennt, dass er nicht zu 100 % Aktien aus Amerika haben darf und 33 % sind genug. Ich hatte die ersten Aktien aus Amerika schon 1990. Und 2022 sind von meinen 30 Aktien nur 10 aus den USA. Mein Portfolio für die Rente aus Dividenden: AT&T, Bank of America, Cisco Systems, Johnson & Johnson, Kraft Heinz, Pfizer, Procter & Gamble, Raytheon Technologies, Walgreens Boots Alliance, Wells Fargo, British American Tobacco, HSBC Holdings, Shell, Tesco, Allianz, BASF, BMW, Deutsche Telekom, Munich Re, Siemens, AB InBev, Iberdrola, BNP Paribas, Sanofi, Bank of Nova Scotia, Enbridge, Mitsubishi Corp., Takeda Pharmaceutical, BHP Group, Fortescue Metals.

Lakeside
4 Monate zuvor

Hallo Moe,
natürlich ist es nie zu spät mit dem Richtigen zu beginnen. Du hast ja hoffentlich immer noch viele Jahre vor Dir und Deinen Kindern gibt das die Möglichkeit sorgenfreier ins Berufsleben zu starten.
Ich selbst habe früher angefangen zu investieren, aber dafür alle Fehler gemacht die man so machen kann. In nennenswerterem Umfang bin ich daher auch nicht länger investiert als Du und dabei bin ich noch ein paar Jahre älter.
Ich investiere überwiegend in ETFs, aber kann auch nicht die Finger von Einzelaktien lassen (mal mehr, mal weniger erfolgreich). Mit den ETFs fühle ich mich prinzipiell besser aufgestellt.
Für die Kinder investiere ich auch nur in ETF`s.
Dir weiterhin alles Gute auf Deinem Weg.
Viele Grüße
L.

Gainde
4 Monate zuvor

Zuerst einmal bitte informiert euch zum Thema “Dividendenabschlag”. Dividendenstrategie ist “linke Tasche, rechte Tasche”.

Stand jetzt ist der FTSE All-World Index nur 17% unter ATH – also noch kein Grund für grosses Shopping. Ab -20% und -40% kaufe ich jeweils in Tranchen bei meinem ETF nach.

Nico Meier
4 Monate zuvor
Antwort an  Gainde

@Gainde
Bitte zeig mir den Dividendenabschlag der Zurich im Jahr 2022.
Sie haben 22 Franken pro Aktie ausgeschüttet und sind heute trotzdem 34 Franken oder 9% mehr Wert als zu Beginn des Jahres 2022.

Bruno
4 Monate zuvor
Antwort an  Gainde

Theorie und Praxis… In der Praxis ist die linke Tasche eben oft löchrig. Deshalb funktioniert auch das “pay me first” gut. Bei Unternehmen und Managern ist das ähnlich, natürlich wird die Dividende vom Gewinn bezahlt, aber es entsteht auch ein gewisser Druck, das Geld nicht dümmer auszugeben, an die Aktionäre zu denken und das Geld nicht zB für einen zusätzlichen Bonus zu verteilen. Die Psychologie des Marktes im häufig raschen Aufholen nach Ex-Div-Tag ist ein anderes Thema.

Ich suche mir meine Aktien nicht nach Dividendenrendite aus (im Schnitt sind es vielleicht 1.5% Dividende, Lad wird sich an den Kopf greifen..), trotzdem ist dieser Effekt in der Praxis nicht zu ignorieren. Ich habe auch lieber eigenes Wachstum und weniger Steuern, aber für jemanden in Rente der einen Cashflow möchte, sieht es dann vielleicht wieder anders aus.

Last edited 4 Monate zuvor by Bruno
Bruno
4 Monate zuvor

Zum Glück bin ich nie in Davos eingeladen, dieses Jahr scheinen die Gesprächsthemen besonders düster zu sein:

Milliardär George Soros sagt in Davos die Apokalypse voraus (handelsblatt.com)

Dabei ist es dort oben doch so wunderschön, ich hoffe die Damen und Herren geniessen auch etwas die schöne Bergwelt.

Natürlich stehen wir vor vielen Herausforderungen und es häufen sich grad ein paar Probleme, aber auch die wird die Menschheit irgendwie lösen. Nur als Beispiel die drohende Hungersnot, das Problem sind ja nicht zu wenig Lebensmittel, sondern “lediglich” die Preise, also könnte man mit Geld die Probleme lösen. Das stimmt mich positiv.

Stefan
4 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

In Davos kommen die größten Verbrecher und Endzeitpropheten zusammen.

netmax
4 Monate zuvor
Antwort an  Stefan

War mir neu, dass Putin und Lawrow auch eingeladen waren.

Stefan
4 Monate zuvor
Antwort an  netmax

Zu kurzfristig gedacht

Freelancer Sebastian
4 Monate zuvor

Wie war das mit dem “sit on your ass investing”? Ab und an investieren und ansonsten 99% der Zeit nichts tun. Geduldig abwarten und langfristig die Früchte ernten.

Da kann einem börsentechnisch schon langweilig werden. Mir ja auch. Und so liest man hier und da. Palavert, diskutiert und kreist doch immer um die gleichen (verschiedenen) Ansichten.

On nun 100% Welt-ETF oder 30 Bluechips (oder doch nur 5 oder gleich 100?), ob diese Branche oder jene (oder alle), ob All-In oder Cash-Reserve, ob Dividenden und/oder Thesaurierer…. spielt doch eigentlich alles keine Rolle.

Bei der Fülle an erfahrenen Anleger*innen hier im Blog kann man wohl davon ausgehen, dass alle einen – individuell – angenehmen Weg des Vermögensaufbaus gefunden haben. Nuancen sind eben nur Nuancen. Trotzdem alles richtig.

Ich werde nicht müde es zu erwähnen (und werde das die nächsten Jahre weiter tun): Man investiert am Ende immer in Unternehmungen. Der (ängstliche) Blick auf den Preis verwirrt nur.

Und daher – @Gainde – ist das Argument “rechte Tasche, linke Tasche” recht ausgelutscht. Ja, den Dividendenabschlag kennen wir alle. Na und? Das Unternehmen generiert Cash, und wenn es das nicht produktiv reinvestieren kann, dann bekommen wir Anteilseigner unseren…. richtig, Anteil. Alles prima, alles gut. Der Gang der Dinge, wenn man in Unternehmen investiert. Was der Börsenpreis darauf hin macht, juckt mich nicht sonderlich.

Mein Verständnis vom “Circle of Competence” ist übrigens recht weit gefasst. Von Biotechs habe ich keine Ahnung, da traue ich mir ein Einzelinvestment nicht zu. Aber Disney, Nike, Amazon? Da reichen mir Augen und Oberstübchen.

Aber gut, manche denken bei Disney nur an “Mickymäuse” und haben von Star Wars und Marvel noch nie gehört…..

Ansonsten sind die Zeiten recht lehrreich. Der NASDAQ war mal das Nonplusultra. Ein ETF und fertig. Jetzt ist er die heiße Kartoffel. Soll mir recht sein, ich kaufe die guten Kartoffeln gerne günstig. Und nachdem Netflix über ein Jahrzehnt 50% p.a. hingelegt hat, sind -70% auch nur normal. Klingt komisch, ist aber so. Die Spekulanten treiben es halt bunt.

Ein paar schöne Tage wünsche ich allen. Sonne, Luft, Ruhe… tut gut.

Gainde
4 Monate zuvor

Stimme dir vollkommen zu. Schlussendlich geht es darum, an produktiven Assets und deren Cashflow/Gewinn teilzuhaben. Für meinen Teil habe ich mit einem einzigen, breit gestreuten ETF meinen Peace of Mind gefunden. Zukaufen tue ich nach fix definierten prozentualen Kursverlusten vom ATH – ansonsten nicht oft ins Depot schauen oder sich mit dem ganzen Börsen-Lärm befassen.

Freelancer Sebastian
4 Monate zuvor
Antwort an  Gainde

Kann dich gut verstehen. Du machst es richtig. Eben so, wie es für dich passt.

Hat es einen bestimmten Grund, warum du nicht regelmäßig (per Sparplan) kaufst, sondern auf prozentuale Kursverluste wartest? Versprichst du dir einen Vorteil davon?

Mats
4 Monate zuvor
Antwort an  Gainde

Sind deine vordefinierten Kaufpunkte zwischen 20 und 40 Prozent vom ATH, oder erstmalig bei 20 Prozent unter ATH und als 2. Einstieg dann bei 40 Prozent unter ATH? Die zweite beschriebene Möglichkeit käme mir sehr weit auseinander vor.

-M
4 Monate zuvor

Obacht, gehe gleich in den Keller trainieren, nicht dass ihr den Kursrutsch der folgt verpasst. 🙂

Freelancer Sebastian
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Sehr gut! Ich gehe an die Klimmzugstange und hole dann die Hanteln aus dem Schrank. Die Korrelation zwischen Training und schönen Kursen müssen wir unbedingt weiter ausnutzen 😉 .

Bitte nicht aufhören die nächsten Tage. Habe kommende Woche wieder einen Batzen Cash unterzubringen….Hach, wird das ein Investmentjahr. Wunderbar! 🙂

-M
4 Monate zuvor

Kreuzheben, Klimmzüge (mit Gummiband), Bankdrücken, Schulterdrücken und Planks.

Auf geht’s Männer und Frauen. Gewichte heben macht die Birne frei und den Birnenhintern zum Apple …. flach aber mit leerem Kopf kommt so etwas 🙂

-M

Markus
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Chin ups, pull ups ( mit Gummiband),Dips, push ups, pike push-up, squats und leg raises ? als Zirkel 3-4 mal die Woche. Ab und an 10×10. Wie findest du das?

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Markus

Ich glaube du bist recht fit 🙂 da ich noch nicht so lange trainiere würde mich das gut kaputt machen hehe. Arbeite gerade daran chinups irgendwann ohne Gummiband machen zu können. Will besonders auf strikte Technik achten (Schulter hinten und unten lassen bei der Ausführung)

Hast du eine langhantel? Würde halt immer Kreuzheben einbauen. Beste Übung 🙂

-M

Markus
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Nur Bodyweight training. Vor ca. 6 Jahren das Training im Studio aufgegeben. Hab zu Hause einen „Turm” also so ein Ding für Klimmzüge, Dips usw., ganz simpel.Variationen vom Gummibändern auch vorhanden. Und schon gefühlt ewig einen Schlingen Trainer ( TRX) für draußen oder Reisen. Kreuzheben geht auch mit Gummiband ?

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Markus

Habe auch so ein halt rack für klimmzüge Dips etc. Dips gehen bei mir noch gar nicht. Meine Schulter ist zu schwach. Das wird noch lange dauern. Hatte10 Jahre ein impingement in der Schulter und konnte vor Schmerzen nicht trainieren. Jetzt ist es weg und ich will die Schulter langsam aufbauen.

Mache eigentlich nur die Grundübungen mit der Langhantel aufgeteilt auf 2 Einheiten die ich abwechselt trainiere. Ganzkörper und nicht dieses Studio “Ich Pumpe meinen Bizeps” Mist. Starke Beine, Arsch und Core sollte reichen. Die arme und Schultern werden dann nicht schlecht aussehen wenn ich irgendwann 80kg Squatte, 10 saubere Klimmzüge, oder 100kg Kreuzheben kann 🙂

Du könntest rumänisches Kreuzheben mit Kurzhanteln machen. Google das mal. Das ist auch mega gut für Glutes und Hams.

Trx ist super! Fehlen mir noch. Seilspringen mache ich noch bei jedem Training. Bin jetzt bei 6 Minuten als warmup und möchte mich da auf 15 min steigern.

-M

Markus
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Wenn du Lust hast können wir über Tim eventuell email austauschen da die meisten hier sich wohl eher weniger dafür interessieren;-)

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Markus

Ach Quatsch. Warte bis hier wieder Kochrezepte von mir kommen. 🙂

Was soll ich auch sonst immer schreiben. So oft kauf ich ja nix

Markus
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Daumen hoch!

Markus
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Auch schon 50+ aber fitter als je im Studio

MarcMitC
3 Monate zuvor

Sehr schön gesagt! Nicht für jedes Unternehmen lohnt es sich Geld zu reinvestieren. Sofern die Ausschüttungen aus dem Cashflow stammen, ist erstmal alles gut.

Außerdem partizipiert man zunehmend weniger am Erfolg eines Unternehmens, wenn man gezwungen ist Anteile zu veräußern.

Ich persönlich greife lieder gemäßigt meine Dividenden ab, zahle ein paar Steuern (was für die Allgemeinheit getan, nicht immer der “gierige Aktionär” sein) und erhöhe fortwährend meine Positionen an hervorragenden Unternehmen.

Kiev
4 Monate zuvor

@ Moe

Du hast mit 40 Jahren noch etwas Zeit das Depot in der Hauptsache durch eigene Einzahlungen aufzubauen. Auf Deine Aktientitel gehe ich nicht ein. Über den Daumen wird das ein Mix und die Performance wird ähnlich einem breiten Index.

Bist Du Alleinverdiener? Falls ja, vielleicht gibt es ein Modell in Teilzeit für Deine Frau? Du könntest Deine Arbeit ein wenig reduzieren, falls die Kinder noch jung sind. Vielleicht kommt hier Netto etwas weniger raus, aber das Modell könnte eventuell mehr Freude durch ausgeglichenere Arbeit und Zeit mit den Kindern bringen. Sie hoch ist Eure Sparquote? Das ist bei mittelfristigen Anlagehorizont der entscheidende Punkt.

@ Bruno

Zu Hungersnot, Spekulation mit Nahrungsmitteln habe ich mir kürzlich Gedanken gemacht. Vielleicht übersehe ich entscheidende Punkte, aber für mich stellt sich das folgendermaßen dar:

1. Der Ukraine Konflikt ist dieses Jahr eine große Ursache für eine drohende Hungersnot im Herbst in Teilen der Welt.

2. Die Preise für Nahrungsmittel steigen durch Punkt 1 entsprechend auf ein Niveau, das den Erwartungen aus Angebot und Nachfrage entspricht.

3. Vereinzelte Länder reduzieren als Reaktion den Export von Nahrungsmitteln um eine eigene Hungersnot zu umgehen.

Welche Rolle spielen hier die Spekulanten? Sind es raffgierige Menschen, die Preise treiben und Hungersnöte verursachen?

Ein Spekulant geht in dem Beispiel Future Kontrakte auf Nahrungsmittel ein. Er möchte die Positionen allerdings nicht eingebucht bekommen, somit ist der Erfolg rein von den Kursen abhängig. Auch hier ist ein Markt vorhanden. Der eine vermeintliche reine Spekulant kauft einen Kontrakt, den vielleicht ein anderer Spekulant verkauft, da er schon wieder einen Trendwechsel erahnt. Für mich ist die Ursache für das Preisniveau allerdings außer bei Marktmanipulation rein auf Punkt 1 zurück zu führen.
Sind hohe Preise schlecht? Nehmen wir an die Hungersnot ist tatsächlich unausweichlich. Was bewirken denn hohe Preise, die bereits eine weite Zeit vor dem Ereignis vorliegen? Es sorgt meiner Meinung nach dafür, dass Bauern vielleicht noch je nach Möglichkeiten die Produkte umgestellt haben, eventuell ihre Produktion steigern durch mehr Menschen und/oder Technik und es sorgt auch dafür, dass die Kornkammer der Ukraine auf verschiedenen Wegen versucht wird zu erschließen. Als größerer Betrieb könnte man viel Geld investieren und sich mit dem Future den Preis der Ernte absichern. Als Spekulant hängt man rein am Trend.

Die Energiepreise verhalten sich ähnlich. Hier ist Punkt 1 und die Abhängigkeiten für den Preis verantwortlich. Falls Putin das zeitliche segnet und das System einem Wandel bevorsteht werden die Energiepreise vermutlich rapide fallen. In der Zwischenzeit sorgen die Preise aber dafür, dass es in dem Bereich rasante Entwicklungen gibt.

Ich bin der Meinung das ein Verbot von Spekulation auf Nahrungsmitteln entweder keinen Unterschied verursacht, oder sogar die Möglichkeiten zur Reaktion reduziert. So lange es einen Handel gibt wird der Preis durch Punkt 1 gefunden. Falls der Preis festgesetzt wird, so könnte dies dazu führen, dass nicht so viel gegen die drohende Hungersnot unternommen wird wie es sein könnte. Nehmen wir einmal an die Welt beschließt, dass Corona Impfungen allen Ländern bereit stehen sollten. Was passiert, wenn es im Herbst eine neue furchtbare Variante gibt, die sich zu sehr von den aktuellen Impfstoffen unterscheidet? Falls Biontech als Beispiel als erstes Unternehmen einen neuen Impfstoff entdeckt hat wird sich die USA nach America first damit eindecken. Danach können auch Länder wie Afrika an die Dosen kommen. Vorher sicherlich nicht. Das wird durch Preise und Regeln vermutlich nicht geändert werden.

Bruno
4 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

Hier was zum Thema, die Meinungen gehen also auseinander

https://dievolkswirtschaft.ch/de/2015/02/metastudie-wie-haengen-rohstoffpreise-und-finanzspekulation-zusammen/

Ich habe darüber (Einfluss von Spekulation auf Preise) ja nichts geschrieben, ich habe hier keine wirkliche Meinung ich sehe Argumente auf beiden Seiten. Für mich stellt sich die Frage auch nicht, ich spekuliere nicht auf Agrarrohstoffe, sehe mich auch weniger als Spekulant und eher als Investor. Eher würden mich Unternehmen im Agrarbereich interessieren, ich habe aber nur Bucher und dies seit vielen Jahren.

Ich sagte nur es hätte eigentlich genug Nahrungsmittel, es sind lediglich die Preise, die aktuell und in den nächsten Monaten das Problem sind. Schwacher Trost für arme Menschen, welche sich nicht mehr genug Essen kaufen können, in Ländern wo 90% für Lebensmittel ausgegeben wird, da ist eine Preissteigerung von auch nur 30% brutal, bei uns wo nur 5-10% für Lebensmittel ausgegeben wird im Schnitt, ist das weniger dramatisch.

Ein Problem, nicht nur bei Nahrungsmittel ist aktuell halt der Egoismus, neue Zölle, Blockaden, Exportverbot etc. oder wie im Fall von Russland halt einfach Diebstahl wie kürzlich 27000 Weizen welcher sie aus der Ukraine gestohlen haben.

Aber wie gesagt wenn es genug Lebensmittel hätte, kann das Problem gelöst werden, anders wüde es ausschauen nach einem nuklearen Krieg, Meteoriteneinschlag, Klimaveränderung etc. wo es einfach nicht mehr genug hat.

Wäre einmal mehr eine Schande, wenn man Mio. von Leuten verhungern lässt, auf der andern Seite z.B. Weizen in Lagern kaputt geht, weil gewisse Regierungen zu egoistisch und stur sind oder zu viel Angst haben.

Last edited 4 Monate zuvor by Bruno
Kiev
4 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

Deinen Link habe ich einmal überflogen. Ich habe hier keine andere Aussage entdeckt. Für mich ist der Future Markt ebenfalls nichts. Allerdings sehe ich ihn nicht so schlecht oder böse wie oftmals in der Politik oder Freundeskreis dargestellt an. Ich fand hingegen die abschwächende Wirkung eben durch die frühzeitige Preisfindung interessant. Im Grunde werden Preisanreize geschaffen gewisse teurere Produkte zu fertigen oder den Konsum darauf einzuschränken oder Alternativen zu finden. Wenn der Preis tatsächlich derzeit zu hoch ist, müsste die Nachfrage einbrechen und damit der Preis sinken. Ich bin von den einfachen Marktregeln überzeugt, auch wenn es hier und da mal Übertreibungen gibt. Der Ölpreis war auch kurzzeitig sehr tief. Das einzige was man hier machen kann ist sich als Volkswirtschaft mit Öl eindecken wie es China getan hat. Auch wenn hier natürlich nicht das Tief erwischt wird. Als Investor bleibt man vielleicht besser bei Unternehmen. Also Shell, Petrobras, Exxon usw. Die Party wird aber auch hier nicht endlos sein. Mit Freude wurden mir heute meine BAT Aktien mit gutem Gewinn ausgebucht. Sie haben mir gute Dividenden eingebracht und auch ordentliche Kursgewinne. Langfristig möchte ich die Positionen in dem Segment allerdings abbauen. Ich habe nur noch einen Restbestand MO. Darauf habe ich zusätzlich noch Optionen in beide Richtungen verkauft. Mein Ziel ist den SP mit Gewinn zu verkaufen und die Aktien mittelfristig ausgebucht zu bekommen. Für 16$ gebe ich meinen ganzen Petrobras Bestand her. Vielleicht wird die Summe diesmal vor der Dividende erreicht? Wenn sich China beruhigt hat kann ich endlich Geld aus dem IBKR Depot abziehen und in Emerging Markets ETF und World umschichten. Hier habe ich meine erste Zielhöhe noch nicht erreicht.

Bruno
4 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Böse Futures: Sehe ich auch nicht (ob gewisse Marktteilnehmer böse Absichten haben ist ein anderes Thema), einerseits sehe ich schon dass Preise durch Spekulanten zumindest kurzfristig angeheizt werden, auf der andern Seite bringen Futures für die Produzenten grosse Vorteile, die ohne Spekulanten nicht machbar wäre. Wenn sich Produzenten nicht versichern könnten gegen Preiszerfall, würden sie womöglich nicht mehr oder weniger produzieren. Die Gegenseite müssen Spekulanten übernehmen, von daher ein sinnvoller Markt.

Bezüglich Öl und Rohstoffe, es gibt ja Meinungen die ein neues Rohstoffzeitalter sehen, was viele Jahre gehen kann. Ich kann es nicht beurteilen, bin aber nicht darauf positioniert. Ich verstehe auch zu wenig davon, von daher versuche ich eher, insbesondere Einzelaktien, mich auf meinen Circle of Competence zu konzentrieren oder Unternehmen, welche relativ “banal” sind und wo einen langfristigen Trackrecord aufweisen. Über ETF’s bin ich dann indirekt auch in diesem Bereich, aber eben kein Schwerpunkt oder Akzente. Ich sah die Chancen schon, als der Ölpreis am Boden war, aber man kann oder muss ja nicht alles machen.

Warum verkaufst Du Petrobras für 16$? Für mich scheinen die immer noch günstig, aber wie gesagt ist nicht mein Thema, ich kenne mich zu wenig aus, aber reine Finanzdaten scheint mir das immer noch günstig.

Kiev
4 Monate zuvor
Antwort an  Bruno

@ Bruno

Bei dem Preis habe ich zweimal 90$ pro 100Stk Dividendenzahlungen erhalten und stehe 50% im Plus. Fundamental müsste ich sie nicht verkaufen, aber bei 16$ ist zumindest ein Widerstand im Chart zu sehen. Zusätzlich ist hier das politische Risiko neben der Möglichkeit sinkender Rohstoffpreise möglich. Das politische Risiko kann bei dem Wert auch bei steigendem Ölpreis auftreten. Es handelt sich hier um einen zyklischen Wert. Darüber bin ich mir bewusst. Shell habe ich aktuell auch noch mehr als genug. Hier konnte ich leider in der Region des Tiefs keine weiteren Anteile kaufen. Ich habe bereits 400 ADRs. Bei Zyklikern gilt leider ebenfalls, dass man ein Tief nicht gut erwischen kann. Ich hatte mich schon vor dem Tief voll positioniert. Damit war die Position leider bereits mehr als ausgefüllt. Mit dem Tief habe ich in der Höhe nicht gerechnet. Es wäre zu schön, wenn das leicht möglich wäre.

Ich nehme in den aktuellen stärkeren Phase etwas Geld vom Tisch. Den ein oder anderen SP würde ich gerne auflösen, bevor es doch noch einmal abwärts geht. Dann kann ich das Geld auch endlich in ETFs umschichten. Zyklikern stehen bei mir nicht mehr so auf der Wunschliste. Wenn allerdings noch einmal Öl fast verschenkt werden sollte, kaufe ich gerne wieder ein Paket Shell.

Neben der Börse haben wir aktuell interessantere Möglichkeiten Zeit zu investieren. Ich finde mich gerade wieder in einer neuen Situation mit zeitweiser Präsenskultur. Das muss ich erst einmal evaluieren wie ich hier zukünftig überhaupt gerne arbeiten möchte. Es gibt auch andere Möglichkeiten für Gehaltssteigerungen. Das schauen wir einmal ganz entspannt an. Meine Idealvorstellung beinhaltet ein gleichverteiltes Einkommen zwischen Frau und Mann. Da weichen wir leider noch immer etwas von ab. Dieses Ziel steht nach wie vor auf der Wunschliste. Dabei sollte natürlich das geringere Gehalt angehoben werden ohne die Stundenanzahl zu erhöhen. Es käme meiner geplanten Arbeitszeitreduzierung entgegen. Die steht aber auch etwas in den Sternen, da noch nicht ganz klar ist wie wir überhaupt arbeiten. Ich habe sehr lange nahezu 100% mobil gearbeitet. Da spielt die Arbeitszeit kaum eine Rolle, da der Weg zur Arbeit entfällt und man maximal flexibel sein kann.

42sucht21
4 Monate zuvor
Antwort an  Kiev

@Ich nehme in den aktuellen stärkeren Phase etwas Geld vom Tisch
Geht mir auch so. Siehe auch @Tims Zitat von Michael Wirth oben. Ich werde demnächst BP und Shell reduzieren. Die Dividenden sind schon bombastisch. Meine rechte Tasche freut sich doch immer so. Ich gebe zu, ich muss mich etwas überwinden zum Verkauf aber die beiden Öl-Position dominieren quasi meine Old-economy Einzelaktien und ich muss endich was tun. Ich hatte Glück, zu lange darf ich das nicht mehr auskosten. Bei BP “möchte” ich auf Kurse > 5,5€ warten und mich von 85% trennen – zugegeben 5,5 ist aktuell ziemlich optimistisch. Aber so ist es mit den Ankerpreisen. Bei Shell habe ich eine aktive Verkaufsorder >28,8€. für 37% der Position. Netter Nebeneffekt wäre, dass ich in der aktuellen Phase sehr ordentlich cash hätte. Meine Tabaks werde ich noch behalten. Ein ESG-Investor werde ich sicher nicht mehr. Das muss der Welt ohne mich schaffen.

42sucht21
4 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

“die” 😉

Kiev
4 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Eine Reduktion der Petrobras Position sehe ich aufgrund des politischen Risikos etwas dringlicher als beispielsweise Shell. Auch wenn Shell ebenfalls vom Kurs her attraktiv für einen Verkauf erscheint.
Meine Öl- und Gas Positionen belaufen sich aktuell in Summe auf 40k€. Das sind fast 20% von meinem Depot. Darin sind meine ETFs, BASF und Reliance nicht berücksichtigt. Ansonsten habe ich auch noch Investitionen in Strom und Infrastruktur. Gazprom habe ich ebenfalls nicht gezählt. Davon habe ich weiterhin 1000Stk. So gesehen bietet sich eine Reduktion der Positionen in dem Sektor bei mir sehr an.

Bei aktiven Investionen möchte ich mehr persönliches ESG betrachten. Bei den Vanguard ETFs lasse ich es wie es ist. Auch wenn ich vor allem keine Rüstungswerte haben muss. Ich sehe es hier ein wenig wie Freelancer mit seinen Qualitätsfirmen. Ich möchte bei direkten Investitionen lieber in Firmen investieren, die mir wirklich gut gefallen. Biontech ist mir lieber als BMT oder MO. Sehr gerne würde ich die Entwicklung der Firma in der nächsten Dekade in Richtung SAP sehen. Und bitte ohne Corona Impfungen als Dauerzustand, wenn wir schon bei Wünschen sind.

Meine Corecivic Position löse ich allerdings nicht auf. Hier warte ich einfach auf ein anderes politisches Umfeld ab.

So richtig Geld habe ich auch nicht an der Seitenlinie. Es gibt noch den ein oder anderen zu deckenden Short Put. Alibaba habe ich momentan reichlich im Depot. Von mir aus darf der Lockdown in China enden und die Kurse in der Region wieder 20% hochschießen. Dann kann ich ein paar SPs glatt stellen und das freie Geld aus Öl und Gas in ETFs investieren.

42sucht21
4 Monate zuvor

@Mark85
falls Sie noch mitlesen: Haben Sie eigentlich aktuell von Gold in Bitcoin umgeschichtet? Ich erinnere mich, dass Sie BTC verkauft hatten in der Höhe um Aktien zu kaufen. Rebalancen Sie jetzt auch anders herum und kaufen Krypto?

Tobs
4 Monate zuvor

@Tim:
Da wollte ich doch lesen, warum Jenny Elvers “brettervoll” gewesen war und stoße dann aber auf Dich schon wieder… 🙂 Spaß beiseite –
wieder einmal fundierte Wissensvermittlung in der Bild!

Wegen Citygroup: Wenn ich es richtig in Erinnerung behalten habe, hast Du die schon längere Zeit (meine Du hättest das mal in einem Deiner NY-Spaziergänge en passant erzählt), oder hast Du sie tatsächlich jetzt gekauft, weil Du sie gerade jetzt für ein gutes Investment hältst?

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Aus der Hüfte raus, finde ich Citi von allen Großbanken am unattraktivsten. Verstehe auch nicht, wieso BRK da gerade aufgestockt hat, wenn es doch BoA, JPM oder U.S Banc. Gibt.

-M

Ralf
4 Monate zuvor

Meine Meinung: Investieren wird anspruchsvoller werden angesichts allgemeiner Teuerungsraten, Inflation, geopolitischer Faktoren und ungelöster Probleme zum Beispiel im Euroraum. Der Ukrainekrieg hat irgendwie durchaus einige Rahmenbedingungen verändert. Auch wenn das vielleicht wenige wahrhaben wollen. Darum erscheint mir ein Mix aus ETFs und ausgewählten Einzelaktien nicht verkehrt um in den nächsten Jahren vernünftige Renditen zu erzielen. Ein MSCI World mit durchschnittlich 6,5 Prozent wird künftig vielleicht eben doch nicht reichen. Wie seht ihr das? Wer Zeit und Energie hat wird mit einem solchen Mix mehr Risiken aber auch eben mehr Chancen eingehen.

42sucht21
4 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

@Ralf
Diese Erkenntnis ist für mich nicht richtig. War es 1962 (Kuba), 1974 (Ölkrise), 1979 (Iranrevolution), 1987 (Montagscrash), 2002 (Internet zu Ende), 2009 (Finanzkrise), 2015 (Euro am Ende), 2020 (Covid) wirklich einfacher und richtiger Aktien zu kaufen als 2022? Es ist genau anders herum. Uncertainty actually is the friend of the buyer of longterm values.

Auch warum gerade in “angeblich außergewöhnlich schwierigen Zeiten” stock picking ein besseres chance-risiko Verhältnis haben soll als ein (All-)Welt-ETF leuchtet mir persönlich nicht ein.

Felix
4 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Jede/r zimmert sich halt so sein/ihr eigenes Weltbild zusammen. Anders können wir wahrscheinlich gar nicht agieren.
Wer Recht hat stellt sich dann erst im Nachhinein heraus. Aber du hast ja bereits einige historische Ereignisse aufgelistet.

Anton
4 Monate zuvor
Antwort an  Ralf

Geopolitische Faktoren haben sich schon immer verändert, mal extremer, mal weniger extrem (s. Post von 42sucht21). Aktuelle überproportionalen Teuerungsraten sind in meinen Augen eine Momentaufnahme. Die Wirtschaft muss sich durch neue Wege neue Lösungen suchen und sie wird diese finden.

Mehr besorgniserregend finde ich die langfristigen Entwicklungen in D, die das Geldverteilen forcieren (nächstes Beispiel von Herrn Heil: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-05/inflation-hubertus-heil-klimageld-buergergeld-entlastung-plan) und nicht die ökonomische Vorgehensweise, wir drastische Erhöhung der Freibeträge auf Kapitaleinkünfte oder Verzicht auf die Abgeltungssteuer, ab einer gewissen Haltedauer. So schafft man Motivation und entlastet langfristig die Staatsfinanzen. Es gibt Länder auch in der EU, die schon viel weiter sind.

Freelancer Sebastian
4 Monate zuvor

Die 6,5% p.a. – schon inflationsbereinigt – werden langfristig erzielt. Es bringt überhaupt nichts, auf jedes einzelne Jahr zu schielen. Die Performance wird nicht mit dem Lineal gezogen. Mal ist´s mehr, mal weniger. Ganz entspannt bleiben.

Die letzten Jahre haben die Inflation zudem renditetechnisch vorweggenommen. Wer voll dabei war und ist, kann die Inflation verkraften. Es gibt auch nichts besseres, als das Vermögen in Produktivkapital gebunden zu haben.

Stand heute haben sich meine Dividendeneinkünfte in 2022 um 25% zum Vorjahr erhöht. Inflation? Kein Problem.

Schlußendlich ist mir die “Marktrendite” mittlerweile – nach zehn Jahren Überprüfung – egal. Irgendeine Benchmark muss ich nicht schlagen. Meinen Investitionsstil muss ich pflegen – darum geht es, das ist alles. Mit meinen “Qualitätsunternehmen” erziele ich eine ansprechende Rendite analog zum Welt-ETF.

Stur und stetig wird Vermögen aufgebaut. Es macht Freude. Makrogedöns ist dabei völlig irrelevant. Nächste Woche lade ich weitere Anteile von Blackrock auf. Dazu Kion oder wohl doch eher Visa. Und im Juli werden dann endlich wieder Amazon und Alphabet aufgestockt. Mit die besten Pferde in meinem Stall. Die Kursrückgänge müssen genutzt werden.

Tobs
4 Monate zuvor

@Free
Wie immer, volle Übereinstimmung. Ich frage mich manchmal, was das für eine Obsession ist, per anno seine Rendite gegen eine Benchmark zu tracken oder welche Aussage man sich bei einer solchen willkürlichen spitzen Zeitpunktbetrachtung erhofft. Jeder wie er’s mag und manchmal glaube ich auch eher wie er’s braucht.

Alpha: Ich persönlich hab ja Jumia und werde damit auf lange Sicht den MSCI World um 10.000 Prozent abhängen! 🙂 🙂 Ein bisschen Spass am WE muss sein. Wir wollen uns hier alle ja nicht gegenseitig anbitchen, sondern zusammen auch ein bisschen fröhlich sein.

Erhöhung Deiner Dividendeneinkünfte um 25%: Cool! Magst Du mal berichten, wie das kommt? Liegt es schlicht daran, dass Du bislang einfach wegen Deines Investitionsstils wenig Dividenden hattest, und durch einige wenige neue Positionen, die Dividenden hergeben, schnell in Prozent verschoben hat? Oder hattest Du einige Positionen, die plötzlich starke Erhöhungen in ihrer Auszahlung getätigt haben?

Ich selbst habe ja ca. 1/3 im Depot ohne und 2/3 im Depot mit Ausschüttung, wobei ich bei den 2/3 nicht unbedingt auf High Yielder gegangen bin. Und trotzdem kommt da mittlerweile ein erkleckliches Sümmchen bei rum, was um einiges höher liegen dürfte als was manch einer aus seinem Gehalt direkt in Aktien investieren kann. Ich mache mir jeden Monat in meinem Excel zwei Spalten auf: Käufe aus Gehalt und Käufe aus Dividenden. Es ist einfach toll zu sehen, wie aus der zweiten Spalte ein zusätzlicher Turbo zündet. Geld zu investieren, das nicht mit den Händen erarbeitet werden musste, ist der wahre und schönste Gefühlszustand des Kapitalisten!

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Im Herzen bin ich auch Dividenden Jäger (und Sammler)… liegt ja auch in der DNA des Menschen. Monogame Ehe, aber bei den Aktien tobe ich mich aus 🙂

Ich muss auch zugeben, eine Alphabet oder Berkshire wäre mir die letzten 10 Jahre leichter gefallen, hätten die 2-3% ausgeschüttet. Das ist natürlich Quatsch, aber was soll man manchmal machen….der Kopf sagt egal, das Herz sagt: ich will Divis.

Bei mir schüttet jetzt mit Alibaba, PayPal, Alphabet und paar anderen bestimmt die Hälfte nichts aus. Mal sehen, was dann rum kommt, wenn die mal anfangen sollten.

Spaß machen die chinesischen Infras, die ich mit ~KGV 5 gekauft habe und mir ca. 7% Rückflüsse geben. Die Divi kommt auch aus China pünktlich 🙂

-M

Felix
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Hat China so etwas wie eine Abgeltungssteuer oder bestimmt oder bestimmt Xi nach Tagesform, wie viel einbehalten wird?
Was sind denn Beispiele für gute “chinesische Infras”?

Tobs
4 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Hi Felix,
HK geht analog UK: Es gibt keine Quellensteuer – einfacher geht’s nicht.

Welche Infra’s gut sind – dazu enthalte ich mich. Nachfolgend mal meine (-M hat noch andere): Yuexiu Transport (Straßen, Brücken und ein Hafen), China Water Affairs (PE-Unternehmen ohne Staat, das Wasserversorger aufkauft und profitabel macht) und China Everbright Environment (diverse Stränge von Wasser bis Müll, auch klassisches Bau- und Entwicklungsgeschäft, daher am ehesten Staats- und Korruptionsanfälligkeit, die AGI mag die aber auch). Meine Rendite liegt bei den drei Werten kapitalgewichtet bei knapp 8,5% und die Steigerungsraten sind immer noch unglaublich. Ich persönliche mache in China aus verschiedenen Gründen keine Kommunikations-Infra.

-M
4 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Wie Tobs schreibt, habe ich China Water Affairs und China Everbright Environment.

(@Tobs die Beijing habe ich nicht mehr)

-M

Freelancer Sebastian
4 Monate zuvor
Antwort an  -M

Ja, das Einsammeln macht Freude. Meine Lösung für den Konflikt Dividende oder Topunternehmen ohne: Beides 🙂 !

Eine Rate geht in ein DGI-Unternehmen, eine andere ist für Berkshire, Alphabet und co reserviert. Alle Gelüste werden befriedigt 😉 .

Freelancer Sebastian
4 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Humor tut immer gut. Und nicht immer so verkrampft, verbissen und verkopft an die Börse heranzugehen ist auch gesund.

Die Statistiken bezüglich der Rendite von Privatinvestoren, die Einzeltitel kaufen, waren immer so desaströs, dass ich das überprüfen musste. Reicht jetzt. Ich packe es scheinbar.

Dafür ist auch gar nicht mein Auswahl verantwortlich, sondern ein paar simple Regeln. Kein Hin und Her, Kosten niedrig halten. regelmäßig investieren – kein Timing, keine Antizipation der Marktumschwünge, Nichtbeachtung der Makroumstände, auf Börsenpornos verzichten. Läuft.

Die erhöhten Dividendeneingänge? Eine Mischung aus allem, würde ich sagen. Dividendenerhöhungen der Unternehmen, einige nehmen überhaupt wieder auf nach Corona. Dann vielleicht wirklich meine gesteigerte Vorliebe des DGI.

Meine Portfolioausschüttung sollte wie bei Bruno so bei 1,5-2% liegen. Also nichts mit High-Yield. Ich bin auch gar nicht auf Dividenden fokussiert. Die sind schön und gut und gehören irgendwie dazu. Mir geht´s aber ums Geschäft. Business-Picker.

Den größten Impact hat meine erhöhte Sparrate durch Jobwechsel und Gehaltssteigerung. Ähnlich wie -M konnte ich meine Rate vergangenes Jahr um 60% erhöhen. Der Boost. In den 40ern wird Gas gegeben.

Nun kommt immer mehr der Zinseszins, nennen wir es Compounding zum Tragen. Die Akademiker mögen den Finger heben und von den Taschen reden, aber es ist natürlich genial, wenn als Ergebnis von mehr und mehr Aktien eben auch mehr und mehr Dividenden fließen. Diesen Monat haben sich wieder 900€ angestaut, die kommende Woche zu neuen Papieren führen, die wiederum zu neuen Dividenden führen, die wiederum…..

Der Schneeball rollt unaufhaltsam. Es war auch Tim, der mir die letzten zehn Jahre die Augen geöffnet hat. Einfach, logisch, erfolgreich das Ganze.

Tobs
4 Monate zuvor

Viel Erfolg weiterhin!

Bruno
4 Monate zuvor

Mir gefällt deine unternehmerische Herangehensweise, das hilft auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten und Aktien nicht als abstrakte Finanzprodukte zu sehen sondern Beteiligungen, einem Unternehmer kommt es auch nicht in den Sinn, in schlechten Zeiten (Umfeld) sein Geschäft zu veräussern (wenn überhaupt dann doch eher umgekehrt). Bezüglich Dividenden ist auch spannend mal die Rendite auf seine Einstandspreise zu rechnen, dann erscheinen plötzlich auch magere Dividenden als gar nicht mehr so mager, Beispiel meine einzelne Lindt-Aktie, welche ich damals für unter 10k erworben habe. Sie warf dieses Jahr 1.2k Dividende ab, was “nur” 1.2% Dividendenrendite entspricht aber auf Einstand gerechnet dann doch 12%. Nicht eingerechnet die jährliche steuerfreie Naturaldividende in Form eines Koffers mit Schokoladenprodukte, welche jährlich abwechselnd jemand anderem Freude bereitet als Geschenk. Diese Schokolade schmeckt auch deutlich besser (natürlich extrem subjektiv) als die im Laden, wo man sie für vielleicht 250.- kaufen könnte.

So verkommen dann auch unsere Amazons und Alphabets irgendwann zu wahren Dividendenperlen, insbesondere auch auf den Einstand gerechnet, auch wenn sie vielleicht anfänglich “nur” 0.5% ausschütten.

Wenn man irgendwo investiert muss man auch dem Management vertrauen und wenn das Geld in Wachstum besser angelegt ist, dann ist da auch gut und richtig so. Wir Investoren sparen uns dann sogar die Steuern.

Dividenden sind eine feine Sache, wo ich kritisch bin und wo gerade einige Anfänger reintappen könnten ist die vereinfachte Dividendenstrategie, wo man sich Unternehmen mit 5-10% Dividende “blind” heraussucht. Es mag Ausnahmen geben im Immobilien/Rohstoff- oder Infrastrukturbereich aber oft sind das eben auch gefallene Engel oder Problemfälle, wo die reale Rendite dann negativ ist über die Jahre trotz hoher Dividende, auch die Währung sollte man dann nicht ausser Acht lassen, so passiert haben auch einige russische Papiere gekauft und sind nun leider kläglich bedient.

Wenn man schon langfrisig in Aktien investieren will dann sollte man eben auch die Dividenden wie auch Gewinne, Umsatz, Cashflow langfristig beobachten, mir gefallen Werte die jährlich ihre Dividende steigern, moderat, vielleicht auch nur ein paar cents oder Rappen, in schwierigen Jahren mal stagnieren, aber kontinuierlich steigern, Dividendenaristokraten.

Kiev
4 Monate zuvor

So sieht es aus. Wie kann man am leichtesten Alpha generieren?

Durch Deinen Jobwechsel mit 60% Ratenerhöhung ist wohl am sichersten mit einem zukünftig höherem Dividendenwachstum zu rechnen. Eben durch den Kauf von mehr guten Unternehmen. Oder doppelt so vielen Anteilen. Eine Aufstockung von 20 Münchener Rück Anteilen erzielt sicherlich mehr Dividendenerträge als bei dem Kauf von 10 STK. Ob jetzt Münchener Rück oder Adidas besser Performen wird kann man sicherlich erst im Nachhinein sehen.

Wir sind aktuell auch daran unsere Gehälter tatsächlich auf ein gleich hohes Niveau zu schieben. Das wäre phantastisch, da bei IG Metall auch weitere Rahmenbedingungen positive Effekte mit sich bringen würden. Außerdem würden wir hier sehr komfortabel mit einem einzigen Gehalt egal von wem leben können und hätten weiterhin Überschüsse.
Der Wechsel führt allerdings auch zu ein paar weiteren Umstellungen. Natürlich soll dabei nicht zeitlich mehr gearbeitet werden, sondern vielleicht mit etwas mehr Verantwortung an der richtigen Stelle ein höherer Anteil an der Gewinnschöpfung eingefahren werden. Die neuen Möglichkeiten durch Corona sind phantastisch. Zusätzlich wird das Brutto Einkommen durch Ebtfernungspauschalen gut reduziert. Da muss man keine Kriege mit dem Finanzamt für ein Arbeitszimmer ausfechten. Vielleicht sind wir bald Carsharing Kunden.

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