Der Dezember ist ein Börsenhorror, aber nur keine Panik bekommen


New York, 18. Dezember 2018

Ein Bidschirmfoto von heute. So sieht CNN die Börse: Nur Krisen-News. „Dezember ist der schlimmste Monat seit der Großen Depression“. Ex-Fed-Chef Alan Greenspan rät Anlegern: „Renne und rette dich“


Die Börse sinkt und sinkt. Der Dezember hat sich dieses Mal bis dato als ein Gruselmonat herausgestellt. Das Kurs-Gemetzel geht munter weiter. Der Oktober war schon schlimm. Aber bitte glaube nicht an Börsensprüche, die dir raten, in bestimmten Monaten zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt keine Gesetzmässigkeiten. Es wäre ja zu einfach, wenn es so wäre.

Wenn es einen vorhersehbaren Minus-Monat gäbe wie den Oktober, würden jedes Jahr deine Mutter, Tante und Oma im September die Börse verlassen und sich dann Ende Dezember wieder eindecken. Ich glaube nicht, dass man sich auf „Tradition“ verlassen kann. Es ist geradezu naiv, an so etwas zu glauben.

Mein Motto ist: Ruhe bewahren. Und akkumulieren. Lasst uns shoppen gehen, wenn die Preise sinken. An Panik-Prognosen glaube ich nicht. Selbst wenn der Crash kämen, bleibe ich investiert. Was bleibt mir anderes übrig? Ich kenne die Zukunft nicht. Daher bleibe ich gelassen. Das zahlt sich fürstlich aus. Warren Buffett ist der beste Beweis dafür. Mit Ruhe und Gelassenheit investiert das Genie – ohne jemals in Panik zu verfallen. Allenfalls in Kaufpanik.

Unter die Räder kommen nur Anleger, die Aktien auf Kredit gekauft haben. Der Rest kann hoffentlich abwarten und weiter zukaufen.

Wer ist eigentlich weitgehend immun gegenüber eine Rezession, wenn sie denn kommen sollte? Ich denke, Versorger und die Müllabfuhr. Die Chinesen setzten schon Kakerlaken ein, um die Müllberge zu bewältigen.

Was dürfte noch laufen in einer Rezession? Grundnahrungsmittel, Gewürze, Tabak, Alkohol, Biotechnologie, bestimmte Arzneimittel wie zum Beispiel Insulin oder Krebsmedizin, Unterwäsche-Firmen, Krankenhäuser, Kosmetik, Pflegeheime, Hochschulen (REITs).

Tiernahrung und -medizin dürften gut laufen, weil Menschen ihre Haustiere ins Herz schließen wie ihre Kinder. Am einfachsten ist es ein ETF/Indexpapier zu kaufen. So ist die Streuung gegenüber Einzelaktien besser und das Risiko begrenzt.

An all die Warnungen vor dem Index-Sparen glaube ich nicht. Du musst dir immer anschauen, wer warnt: Wenn ein aktiver Fondsmanager wie Jeffrey Gundlach Angst macht, dann weißt du, warum er vor den passiven Strategien warnt.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Der Dezember ist ein Börsenhorror, aber nur keine Panik bekommen

  1. AvatarSkywalker

    Ich kaufe nach wie vor. Ich bin 50 % Indexsparer, MSCI World und s&p 500 um die USA noch etwas überzugewichten. Weitere 50 % Dividendenanristokraten, zuletzt AFLAC, Reckitt, Fresenius, Legett & Platt, PepsiCo. Immer weiter machen, immer weiter!

  2. AvatarChris k.

    @Tim

    Kaufst du deine Kraft heinz Aktien nach? Sind grad relativ preiswert.. Glaubst du sie schaffen den turn around? Ich glaube buffet wird dafür sorgen. Die dividende stagniert aber wird nicht gestrichen oder erhöht. Vorbildlich. Hoffentlich tilgen die mal mehr Schulden.

  3. AvatarMarco

    @ Tim,

    Beerdigungsinstitute laufen auch immer, wie die Muellabfuhr.

    Ich kaufe Ende Dezember nach.

    Gruß Marco

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Skywalker

    Sehr gut.

    @ Chris k.

    Die Kraft hat mir Buffett weggenommen per Übernahme. Ich hatte keine Wahl, als ihm mein Aktienpaket für einen fetten Aufpreis zu geben. Seitdem besitze ich die Aktie nicht mehr. Auf dem Niveau ist sie wieder spannend geworden. Über 5,2% Dividende. KGV 12.

    @ Marco

    Klaro. Beerdigungen angesichts der Überbevölkerung auf dem Globus – das bringt Arbeit und Geld. Ich hab mal über dieses familiäres Beerdigungsinstitut aus den USA geschrieben:
    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/US-Aktien-Tipp-Hot-Stock-der-Wall-Street-Service-Corporation-International-2208167

  5. AvatarBruno

    „Lasst uns shoppen gehen“

    Kaufsucht https://www.youtube.com/watch?v=YR5Gic4PC0s

    Wir sind auch alle kaufsüchtig, ja und auch Sammler, Sammler von Wertpapieren, Aktien. Das löst vielleicht auch Neid aus, aber es hat schon gewichtige Vorteile gegenüber dem Sammeln von Plunder.

    Ich bin auch immer wieder hin- und hergerissen, aus minimalistischer Sicht wäre im Grunde 1 ETF genügend, trotzdem habe ich auch Freude an Aktien. Jeder hat seine Leidenschaften und „Süchte“.

     

  6. AvatarStefano

    Bin froh, dass ich vor dem Rutsch viel verkauft und den Rest weitgehend gehedgt habe. Das hat mir ab Januar 2018 ca. 200.000 Euro Verlust (20%) erspart. Ich freue mich, von diesem Geld jetzt nach und nach BASF, Conti & Co zurückkaufen zu können. Von Durchhalteparolen bei absehbarem Kursrückgang halte ich gar nichts. Jeder muss wissen, was er mit seinem Geld anstellt.

  7. AvatarBruno

    Interessante Aktien sind auch typische „Frauenaktien“ wie L’oreal, LVMH & Co. Frauen werden immer kaufkräftiger, häufig auch stabil in Rezessionen. Denn gekauft werden diese Sachen immer.

    Mein früherer Treuhänder hat immer geschmunzelt, wo er solche Aktien in meinem Depot fand, ich schmunzelte dann zurück, ich kenne meine Rendite, die ist oft besser als die typischen „Männeraktien“.

  8. AvatarGainde

    @ Bruno

    LVMH ist super. Ansonsten auch die Schweizer SGS hat ein gutes Geschäftsmodell (Globalisierung).

  9. AvatarSven

    Bisher lief der Dezember bei mir super: Dank Weihnachtsgeld, ausgezahlten Überstunden und unerwarten Geldgeschenken konnte ich mich nun gut mit ETF-Anteilen eindecken. Statt 3-4 pro Monat wären es im Dezember schon 15! Damit habe ich nun endlich nach 2,5 Jahren meine Ziel-Asset-Allokation von 80% Aktien durch die stetigen Zuflüsse erreicht 🙂 im nächsten Jahr steigere ich dank einer kleinen Gehaltserhöhung meine Sparrate von 33 % auf 40 % und habe mit etwas Glück bald die Möglichkeit über meinen Arbeitgeber im Ausland (China) zu arbeiten.

    Mittlerweile habe ich immer mehr das Gefühl, dass man mit Fleiß, Mut und etwas Glück sehr viel erreichen kann. Dieser Blog und die Kommentare zeigen mir regelmäßig, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das Depot im Hintergrund hat mich viel entspannter werden lassen und mir einige Ängste (Z. B. vor Arbeitslosigkeit) genommen. Das hilft mir wiederum u. A. im Job.

    Vielen Dank Euch allen und erholsame Weihnachtstage!

  10. AvatarBruno

    @Sven

    Saubere Sache, gratuliere zu deinem Erfolg! Ja so sollte es sein, je röter die Märkte, desto höher die Aktienquote, ich bin zwar kein Freund von Markettiming, aber antizyklisches investieren ist schon eine feine Sache, wenn sich die Gelegenheit bietet. Sagen ja auch erfolgreiche Händler, der Gewinn liegt im Einkauf. Natürlich nicht nur, aber wer die Möglichkeit und das nötige Glück hat, im richtigen Zeitpunkt gute Aktien zu günstigem Geld zu ergattern, kann nicht mehr viel falsch machen.

    Das beste Rezept für finanzielle Freiheit ist, auf allen Fronten sich zu verbessern, Einkommen steigern, Ausgaben senken oder halten, clever investieren, sich bietende Chancen nutzen. (Fast) jeder hat gute Chancen im Leben, man muss sie nur erkennen und nutzen.

  11. AvatarAlex G

    @Marco

    Weisst du wie die börsennotierten Beerdigungsfirmen in den USA heissen? Ich meine es gibt 3 oder 4 Anbieter die zusammen mehr als 80% des Marketes bedienen.

  12. Mark85Mark85

    Mein diesjährigs Weihnachtsgeschenk an mich selbst: 3 Tage Spaß mit diesem Flitzer: https://imgur.com/a/lANTCB4

    Von Zeit zu Zeit muss man sich auch als Minimalist ein paar Extras im Leben gönnen. Wofür ist passives Einkommen sonst da? 😉

  13. AvatarThorsten

    Man macht sich Freunde. Zuerst waren 35% Abgeltungssteuer vorgesehen jetzt will man mit dem Argument den Mietanstieg zu bremsen die Vermieter zur Kasse bitten. Eine politische Bankrotterklärung, die Ursache für hohe Mieten ist durch ein Versäumnis der Politik im sozialen Wohnungsbau, der Stadtentwickklung (Landflucht gibt es schon lange), dem Abschaffen der Eigenheimpauschale zum Zeitpunkt des beginnenden Wohnraummangels und den stagnierenden Gehältern bei gleichzeitig 3.höchsten Einkommensstuern im OSZE-Raum zu sehen.

    https://www.n-tv.de/politik/Barley-will-Mietanstieg-verhindern-article20780066.html

    Bei den ganzen Hochrechnungen wie viel Kapital man zur Rente im Depot und anderen Assets braucht muss man wohl einen Sicherheitsaufschlag einplanen, der nicht in den Märkten, sondern in der Politik begründet ist.

    Aber vielleicht kommen die, die das wollen das nächste Mal auch nicht mehr dran, was dann kommt , wer weiß. Wer hohe Mieten zahlt, wenig verdient und hohe Steuern zahlt, der kann nicht so gut sparen. Das Geld landet nicht beim bösen Vermieter, sondern beim Staat.

  14. AvatarAnna

    @ Alex G.

    Service Corp., Stonemor Partners, Carriage Serv., Matthews, Security Natl. und auch Hillenbrand. Schau sie genau an. Dividendenraketen sinds nämlich nicht, aber gestorben wird immer.

    VG

    Anna

  15. AvatarNico Meier

    Ich kann nicht beurteilen ob das in Deutschland auch so ist aber in der Schweiz ist Wohnraum in Zentren knapp, da es viele gesetzliche Hürden gibt im Bereich verdichtetes Bauen. Es wäre sehr einfach in Städten wie Zürich oder Basel bei bestehenden Gebäuden einige weitere Stockwerke fraufzusetzen um so auf gleicher Fläche mehr Wohnraum zu schaffen. Aber genau das wird vielerorts mit Gesetzen verhindert. Desweiteren gibt es in der Schweiz die Ausnutzungsziffer die zwischen 0 und 1 liegt und einem Eigentümer von Bauland vorschreibt wievieler seiner Quadratmeter er bebauen darf. Ist die ausnutzungsziffer bei 0.5, dann darf der Eigentümer nur auf die Hälfte seines Baulandes ein Haus stellen. Solche Gesetze schränken die Freiheit unnötig ein!

  16. AvatarRainer Zufall

    Nico Meier

    Stimmt schon, durch die Baugesetzgebung wird das Problem fehlender Wohnungen sicher oft verschärft.

    Ich würde jetzt mal vermuten, dass durch die von Dir genannten Vorschriften der Charakter der Städte irgendwie erhalten werden soll. Hochhäuser z.B. verändern das Stadtbild eben.

    Aber ich frage mich auch, ob derartige Vorschriften zeitgemäß sind.

  17. AvatarClaus

    @ Crash-Propheten, Pessimisten und (gerade etwas) Verunsicherte

    Was man hiervon halten sollte…

    Dieses Jahr war zwar etwas unruhiger, aber nichts Ungewöhnliches. Ich habe NICHTS verkauft, sondern:

    BAT + GIS stark aufgestockt, BASF + PH. Morris neu hinzu gekauft.

    Mein Depot ist auf Jahressicht noch immer knapp im Plus.

    Sehr gerne kaufe ich an „Paniktagen“ ein. Es ist für mich wie ein Gang durch den Börsen-Supermarkt.

    Die Menschen verhalten sich hier sehr seltsam. Alle rennen vollbepackt mit ihren zuvor teuer eingekauften Aktien in den Supermarkt. Dort füllen sie die leeren Regale, an denen tiefrote Preisschilder kleben. Dann gehen sie zur Kasse, holen das wenige Geld ab und verlassen traurig und teilweise wütend den Laden. Gleichzeitig sind nur wenige andere Menschen dort, wie ich, die strahlend durch die Gänge laufen und „beste Qualitätsware“ zu sehr günstigen Preisen einkaufen.

    Was würde wohl geschehen, wenn es im echten Supermarkt alle „Lieblingsartikel“ 25-50% günstiger gäbe?…

    LG und eine schöne Zeit

    P.S.: Nächstes Jahr könnte (unter hoher Volatilität) ein sehr positives Börsenjahr werden. Bin gespannt.

    Nur für Pessimisten:
    Vorsicht, es könnte auch noch deutlich weiter abwärts gehen!!

  18. AvatarWohnung mit Domblick

    Die aktuellen Kurse und Buchwerte in meinem Depot gucke ich mir ja schon gar  nicht mehr an. Erst zum Halbjahresende erfasse ich mal den Zwischenstand. Aber inzwischen ist es entspannter, nur meine Investitionen mitzuschreiben. Und mein Belohnungzentrum ist nun darauf gedrillt, zufrieden zu sein mit dem Geld, das ich behalten kann, statt dem, was ich ausgegeben habe. Denn das ist weg.

    Leider gab es in der jüngeren Vergangenheit und gibt es in nächster Zukunft immer wieder aufgezwungene Ausgaben…

    @Thorsten: Zustimmung! Politische Versäumnisse sind zunehmend ein Problem. Der einzige hochbezahlte Beruf, für den keine Ausbildung vorgeschrieben ist, ist Politiker. 😉 Kurzsichtigkeit ist vielleicht eine Zugangsvoraussetzung?

    Da es faktisch kein Bankgeheimnis mehr gibt und gleichzeitig genug Gesetze die den Zugriff aufs Konto ermöglichen, halte ich einen gewissen Anteil unsichtbarer Assets für immer wichtiger. Die Griechen tragen ihr Geld in Bündeln in der Hosentasche…

    Für 2019 habe ich jetzt meine Investitionen reduziert auf 50% All World -ETF und 50% Berkshire Hathaway, alles im Sparplan. Tim empfiehlt Berkshire Hathaway ja auch gerne als ETF-Ersatz. Buffet (und sein Team) macht die Arbeit für mich und der kann das auch viiiiel besser als ich 🙂

  19. AvatarOliver

    @Claus

    Wie wahr, ich bin auch einer von denen gewesen, der den Supermarkt sehr gerne im Dezember genutzt hat. Ich habe sogar Reserven aufgelöst, damit ein bisschen was zusammenkommt und selbst meine wenigen kanadischen Dollar investiert.

    Keine Ahnung, ob es weiter runter geht. Wenn ich aber sehr vernünftig bewertete Unternehmen bekommen kann, dann ist es kein Fehler zu investieren. Selbst wenn die Kurse weiter nach unten gehen. Es ist schließlich kein Garant, nur weil ich eine Aktie kaufe, dass die danach gleich wieder steigt.

    Zur Zeit sind sehr viele am Markt, die sich in großen Mengen von ihren Aktien verabschieden. Und ja: Die Börse ist ggw. unter starkem Druck, man merkt es, wenn man sich die Tagesverläufe mit großen Schwankungen anschaut. Als Langfristanleger ist das für die Zukunft ein Turbo, weil irgendwann haben die ganzen Anleger, die schnell ihre Aktien zu jedem Preis loswerden wollen, diese verkauft. Die Zinsen steigen in den USA moderat und die EZB kauft keine Anleihen mehr. Das ist natürlich ein Zeichen, dass wir auch langsam steigende Zinsen bekommen werden. Die Konjunktur stockt etwas durch die ganzen politischen Turbulenzen und dadurch werden die Wachstumsraten nicht erbracht, die  man für eine optimistischere Einschätzung braucht. Aber jeder Effekt, sei er positiv/negativ, hat nur einen bestimmten zeitlichen Einfluss. Fast alle Anleger hier haben mit der Situation Glück, da sie für ihr gegenwärtiges Geld – wenn sie es nicht horten – mehr Anteile bekommen.  Wenn einer der Cashfans natürlich das Glück hat, sein Geld am Tiefpunkt einzusetzen, dann ist das natürlich ein größerer Turbo. Nur wann ist der Tiefpunkt erreicht?  Das wird sich zeigen.

    Ich habe gar nicht mal so defensive Werte gekauft, sieht man von BASF ab. Ich fand den starken Einbruch von Apple und Facebook als gute Gelegenheit, dort Aktien zu kaufen. Facebook zahlt zwar keine Dividende, aber ein KGV von 20 für eine solche Wachstumsfirma ist einfach attraktiv. Bei Apple ähnlich und wenn man sie lange genug hält, kommt man auf attraktive Dividendenrenditen mit den Jahren.

    Bei den Tabakaktien habe ich allerdings ein bisschen Muffe. Die Kurse fallen stetig und wenn ich mir Altria anschaue, dann bin ich bald bei meinem Durchschnittseinstandskurs. Es fehlen noch knapp 10 EURO, aber die Situation wird nicht besser. Dagegen sind jetzt die Renditen solcher Aktien sehr gut. Die Frage wird sein, wie sich die ganzen Restriktionen auf die Umsätze/Gewinne auswirken werden? Momentan habe ich den Eindruck, das jedes halbe Jahr eine neue sehr negative Meldung kommt, die dann den Kurswert von neuem stark nach unten drückt. Wo ist also Ende der Fahnenstange? Andererseits kann es gerade jetzt eine sehr gute Chance sein, diese Werte zu kaufen. Hier bin ich nicht so mutig wie Claus, aber vielleicht hat er in zwei, drei Jahren die Fahne ganz vorne. Den Mutigen gehört bekanntlich die Welt.

    Tim schreibt es ganz richtig: Keine Panik bekommen. Im Gegenteil: Freudig einkaufen bei Unternehmen, die von den Kennzahlen sehr gut dastehen. Die Auswahl ist groß.

    Grüße Oliver

     

     

  20. Avatar-M

    @Claus und Oliver

    Schön geschrieben!

    Ich habe auch meine Banken ausgebaut und Bayer bei 63€ eine erste Position aufgebaut.

    Fresenius und BASF stehen als nachkauf nun auch an.

    Die Tabak Firmen sind auch sehr günstig und langfristig seh ich da keine so großen Probleme, als das man da groß Angst haben müsste. Solche Gelegenheiten gibt es nicht so oft (eine klasse Firma mit lösbaren Problemen wie Buffett immer sagt) so denke ich bei dem Bayer kauf auch.

    BASF-> niedriger Wasserstand und bissl zyklik  da nehm ich auch gern sinkende Kurse

    Fresenius -> verpatzte Übernahme die auch noch endgültig vom Tisch ist -> kann passieren  /  Ausblick angepasst, passiert auch …. Firma bleibt klasse …

    Ich finde bei einigen Firmen benötigt man gerade keinen Taschenrechner, um zu sehen das der Preis in Ordnung ist. Mehr will ich nicht!

    Kauft man Qualität zum guten Preis wird man langfristig die Früchte ernten!

    Kauf ich nie oder verkaufe alles Ernte ich nix

    -M

  21. AvatarGuido

    @Claus

    Genauso gehe ich auch vor. Ich möchte schließlich langfristig vom Wert eines Unternehmens profitieren und nicht von kurzfristigen Kursgewinnen.

    Gelegentlich ärgere ich mich höchstens, nicht noch etwas länger gewartet zu haben. Aber Kurse kann man natürlich nicht voraussehen. Da hilft es mir, öfter in den „Supermarkt“ zu gehen und das ein oder andere „Teil“ vielleicht noch etwas günstiger zu bekommen, anstatt nur 1x pro Monat die Preise zu prüfen.

  22. AvatarRalfRutke

    Kraft ist bei mir jetzt auch auf der Watchlist, ob es dafür dann zu (nochmal) BASF nachkaufen und Fresenius einsteigen reicht, weiß ich erst, wenn der Weihnachtsbonus da ist.

    @Tim
    ich schick dir mal eine Mail, zum aktuellen Thema habe ich ein lustiges Shirt auf Amazon

    (Will es hier nicht einfach dreist posten :P)

  23. Avatar42sucht21

    @Claus

    danke für den interessanten Video-Link. Die Autoren des Videos haben u.a. auch ein Video gemacht zu ‚Buy and Hold (Aber wie geht das)‚ und besprechen dort mit einer schönen Grapfik, die sinkende Marktkapitalisierung von Industriezweigen über die Zeit. Also Unternehmen die zB. 1986 100% Indexgewichtung ausmachten haben dann 30 Jahre später vielleicht noch 20% Gewicht und werden kontinuierlich durch neue Unternehmen aus zukunftsfähigen Industriezweigen ersetzt.  Spricht soetwas nicht evtl. gegen den Kauf von Tabbakaktien wie BAT für Buy & Hold Anleger?

    Die Autoren komen – etwas verkürzt gesagt – zur Empfehlung von thesaurierenden ETF für Buy & Hold Anleger.

    (Ich halte auch Tabbak- und Ölaktien – hoffentlich schadet das nicht zu arg meinem Karma…)

  24. AvatarDanielKA

    @ Claus und Oliver: Danke für Eure positiven Beiträge! Immer wieder eine Bereicherung.

    Ich habe selbst Facebook, BASF aufgestockt und Apple neu gekauft.

    @ 42sucht21: Man muss genau hinhören, es sind nicht 95 % verschwunden, ein Großteil ist ebenfalls einfach wegfusioniert oder in andere Unternehmen aufgespalten.

  25. AvatarClaus

    @ 42sucht21

    Dieses Video habe ich auch gesehen.

    Es ist völlig richtig, dass sich im Laufe der Zeit die „Wichtigkeit“ von Branchen verändert, teilweise sehr drastisch. Die Welt ist im Wandel, nichts ist für die Ewigkeit.

    Gegen den Kauf von Tabakaktien spricht der Branchenwandel nicht, wie ich finde. Die Unternehmen sind den „Gegenwind“ seit Jahrzehnten gewohnt und reagieren entsprechend. Auch hier ist ja ein stetiger Wandel zu sehen:
    Entwicklung neuer Produkte (Verdampfer u.ä., Schnupftabak, Kautabak…) oder die Ausweitung in neue Geschäftsbereiche. Solange der weltweite Absatz weiterhin steigt (wie beim Öl…) und die Konzerne Milliarden verdienen, sehe ich hier durchaus gute Chancen für Aktionäre. Alleine das jährliche weltweite Bevölkerungswachstum dürfte noch sehr viele Jahre für entsprechende Ergebnisse sorgen.

    Ich bin kein „sturer B&H-Anleger“. Mein Anlagehorizont ist natürlich möglichst langfristig und am liebsten würde ich meine Aktien „bis zum letzten Tag“ behalten, doch manchmal macht es (für mich) auch Sinn, zu verkaufen, z.B. wenn:

    Das Geschäftsmodell stimmt nicht mehr
    Das Management „hebt ab“ und vergeudet bedeutende Summen für m.E. sinnlose/zu teure Übernahmen oder den Rückkauf eigener Aktien zu „Mondpreisen“. Oder…
    Die Aktien sind so deutlich überteuert, dass ein erheblicher Rückschlag m.E. unvermeidbar ist

    Letzteres war 2017 der Fall, als ich z.B. meine Ph. Morris-Aktien komplett verkauft habe (31.05.17 / 107,64€).

    An der Börse muss man flexibel sein. Doch bisher war es nie falsch, Aktien günstig bewerteter Weltkonzerne in Krisenzeiten zu kaufen. Altria, BAT, Ph. Morris & Co werden sich nicht in wenigen Wochen „in blauen Dunst“ auflösen.

    Auf eine gute (Börsen-) Zeit

  26. AvatarFit und Gesund

    hallo Claus,

    na, mit GIS ist Dir dann ja wieder ein Schnäppchen gelungen, aber die haben wenig Eigenkapital, hast Du nicht mal gesagt Du kaufst nur Aktien mit EK > 30%? und haben die die Dividende nicht auch schon eingefroren?

    BAT ist bei mir trotz Nachkäufen knapp 40% im Minus, die zahlen gute Dividende, aber da gibt es keinen Rappen mehr von mir, die Stinker sind meines Erachtens langfristig ein Auslaufmodell, aber solange sie die Dividende zahlen ist es gut für mich, zukaufen kann man da jetzt sowieso nicht, da kommt noch das Brexit-Risiko und Währungsrisiko dazu.

    BASF werde ich zukaufen, sehr bald sogar. Warte noch die FED-Sitzung ab und dann stocke ich entweder BASF auf oder eben Simon Property, nächstes Jahr werde ich mal Sunrise kaufen, keine Verrechnungssteuer 🙂

    liebe Grüsse

  27. AvatarClaus

    Hallo fit und gesund,

    GIS ist m.E. etwas kritischer zu sehen, als einige andere dieser Branche. Dafür sind die Chancen m.E. auch etwas höher. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

    Goodwill und Schulden sind mir auch etwas zu hoch, dennoch bleibt noch etwas für Tilgung u.ä. übrig (ca. 1,1 MRD USD):
    Freier CF ca. 2,25 MRD USD
    – Div.-Last ca. 1,15 MRD USD.

    Durch die guten Vertriebskanäle sollte die neue Tierfuttersparte profitieren. Auch das Produktsortiment wird „gesünder“.

    Letztlich könnte sogar jemand eine Übernahme versuchen, wobei ich hierauf niemals spekulieren würde.

    Hier ist genug Qualität vorhanden, es aus eigener Kraft zu schaffen.

    Zeit mitbringen, wie immer!

    Werde kurzfristig noch etwas kaufen, was es wird, ist noch offen.

    Wünsche Dir (und allen anderen) einen schönen Abend und eine gute Zeit. Bin froh, wenn das „Weihnachtsgedöns“ vorüber ist…

  28. AvatarLad

    🙁 Wenn sie keine Dividenden haben oder nur eine Dividendenrendite von 1%, solltet ihr jetzt, in dem Crash, die teuren Aktien nicht auf 1/3 fallen lassen. Die Indizes Dow Jones, Nasdaq 100, auch S&P 500 sind seit 14 Tagen unter dem SMA 200, sie haben seit 28 Tagen auch das Todeskreuz hinter sich. Der Crash ist klar. Und FED wird mit dem steigenden Zins dem Crash helfen, damit die teuersten Aktien zwei Jahre runter gehen. Und nach dem Crash bekommen wir wieder beim Microsoft KGV < 15, KUV < 3, KBV 3, Dividendenrendite > 3% und ich werde die Aktie erst dann kaufen. Meine 24 Dividendenaktien behalte ich auch im Crash, denn sie sind günstig bewertet bis 2x überbewertet. Und ich brauche ihre Dividenden. Ich besitze keine 3x überbewerteten Aktien und keine Aktien ohne Dividende.

  29. AvatarLOL

    Aktien oder Fonds auf Kredit kaufen finde ich nicht mal eine schlechte Idee. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass man sich die Beiträge, zur Bedienung des Kredites, über einen längeren Zeitraum bzw. bis zum Kreditvertragsende leisten kann. Beginnt man das dann noch in einer Phase wie jetzt, wo starke Aktien oder Fonds hohe Kursrückschläge  verzeichnet haben, ist das eine überlegbare Alternative!

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